LIGNUM Holding AktiengesellschaftLiquidiert

Paulinenstraße 8, 12205 Berlin, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Charlottenburg (Berlin) HRB 74599
Eingetragen
12.8.2004
Branche
BeteiligungsgesellschaftenErbringung von Dienstleistungen für Forstwirtschaft und HolzeinschlagGroßhandel mit Roh- und Schnittholz
Gegenstand
Die Beteiligung an in- und ausländischen Gesellschaften, die auf dem Gebiet des nachhaltigen Waldbaus tätig sind.

Historie

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Konzern- und Jahresabschlüsse

LIGNUM Holding AG

Berlin

Konzernabschluss zum 31.12.2011

Konzernlagebericht und Konzernjahresabschluss nach IFRS für das Geschäftsjahr 2011

Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2011

Grundlagen

Grundlagen für diesen Lagebericht sind:

Konzernabschluss nach IFRS für das Geschäftsjahr 2011

handelsrechtliche Einzelabschlüsse der Konzerngesellschaften für das Geschäftsjahr 2011.

I. Geschäftsverlauf im Geschäftsjahr 2011

1. Wirtschaftliche Rahmenbedingungen

1.1. Edelholz-Anbau

LIGNUM agiert als Produzent von Edelhölzern in quasi-landwirtschaftlicher Anbauweise innerhalb der gegenwärtigen und zukünftigen Rahmenbedingungen für die Landwirtschaft mit der Spezifik von Bulgarien, zudem zukünftig auf dem Edelholzmarkt.

Die langfristigen Tendenzen auf dem Edelholzmarkt - Angebots-Verknappung, insbesondere bei Qualitätsholz, Globalisierung, Verarbeitung zu Halbzeugen und Fertigprodukten durch die Forstunternehmen selbst, Direktvermarktung an die Verarbeitenden bzw. Endkunden - bestimmen bereits jetzt die gesamte Arbeit von LIGNUM.

Von den landwirtschaftlichen Rahmenbedingungen sind der lokale Markt für Agrarflächen, die Märkte für landwirtschaftliche Maschinen, Fahrzeuge und sonstige Arbeitsmittel sowie für Kraftstoffe und Agrochemikalien, außerdem der lokale Arbeitsmarkt relevant.

Im Rahmen der Staatsschuldenkrise hat sich Bulgarien seit Anfang 2010 einem strikten Sparkurs unterworfen. In 2011 war die Leistungsbilanz leicht positiv (+1,2 %) Die Inflationsrate ist in den ersten Monaten des Jahres 2011 weiterhin gesunken und lag bei 2,8 % (4,5 % in 2010). Die Arbeitslosenquote lag mit 9,7 % in 2011 über dem Vorjahresniveau (Vorjahr: 9,2 %), dabei besteht unverändert ein Mangel an qualifizierten Arbeitskräften.

1.2. Finanzmarkt

Im Jahr 2011 stand der Finanzmarkt unter anhaltendem Druck der Staatsschuldenkrise im Euroraum. Hinzu kamen die Erdbeben-, Tsunami- und Atomkatastrophen in Japan. Diese Situation hat bei vielen Anlegern anhaltende Verunsicherung und Zurückhaltung hervor gerufen und das Vertrauen in Geldanlagen belastet. Sachwertanlagen wie Edelmetalle oder Edelholz von LIGNUM konnten dagegen teilweise von dieser Entwicklung profitieren.

2. Konzern-Entwicklung

2.1. Unsere Edelholz-Pflanzungen

LIGNUM baut in Bulgarien die europäischen Edelhölzer Maulbeere, Kirsche, Robinie und Schwarznuss kommerziell an. Durch diese europäischen Edelholzarten können alle tropischen Edelholzarten substituiert werden. Bereits vorhandene Teak-Pflanzungen werden planmäßig mit Hilfe des Partners FLORESTECA weitergeführt.

2.1.1. Pflanzungen in Bulgarien

Insgesamt wurden im Berichtsjahr in Bulgarien weitere 457,5 ha Pflanzungen angelegt, womit sich der Gesamtbestand an Pflanzungen in Bulgarien zum 31.12.2011 auf 1.543 ha erhöhte. Der Großteil der Neupflanzungen entfällt mit 203 ha auf die Robinie. Der Gesamtbestand der Pflanzungen in Bulgarien verteilt sich zum 31.12.2011 wie folgt:

Position Fläche
Robinie - Pflanzzeit Frühjahr 2004 10,7 ha
Robinie - Pflanzzeit Herbst 2004 68,5 ha
Robinie - Pflanzzeit Frühjahr 2005 88,9 ha
Robinie - Pflanzzeit Herbst 2005 74,0 ha
Robinie - Pflanzzeit Frühjahr 2006 65,3 ha
Robinie - Pflanzzeit Herbst 2006 71,5 ha
Robinie - Pflanzzeit Frühjahr 2007 4,5 ha
Robinie - Pflanzzeit Herbst 2007 76,8 ha
Robinie - Pflanzzeit Frühjahr 2008 34,3 ha
Robinie - Pflanzzeit Herbst 2008 10,0 ha
Robinie - Pflanzzeit Frühjahr 2009 37,8 ha
Robinie - Pflanzzeit Herbst 2009 7,2 ha
Kirsche - Pflanzzeit Frühjahr 2009 18,8 ha
Kirsche - Pflanzzeit Herbst 2009 93,5 ha
Maulbeere - Pflanzzeit Frühjahr 2009 15,0 ha
Maulbeere - Pflanzzeit Herbst 2009 3,2 ha
Schwarznuss - Pflanzzeit Frühjahr 2009 11,5 ha
Schwarznuss - Pflanzzeit Herbst 2009 61,6 ha
Maulbeere - Pflanzzeit Frühjahr 2010 63,0 ha
Maulbeere - Pflanzzeit Herbst 2010 14,5 ha
Robinie - Pflanzzeit Frühjahr 2010 122,2 ha
Robinie - Pflanzzeit Herbst 2010 132,8 ha
Maulbeere - Pflanzzeit Frühjahr 2011 121,5 ha
Kirsche - Pflanzzeit Frühjahr 2011 46,0 ha
Robinie - Pflanzzeit Frühjahr 2011 157,1 ha
Schwarznuss - Pflanzzeit Frühjahr 2011 51,2 ha
Maulbeere - Pflanzzeit Herbst 2011 19,9 ha
Kirsche - Pflanzzeit Herbst 2011 4,8 ha
Robinie - Pflanzzeit Herbst 2011 46,1 ha
Schwarznuss - Pflanzzeit Herbst 2011 11,3 ha
Summe Pflanzungen in Bulgarien 1.543,1 ha

Das Wachstum der Pflanzungen verlief im Durchschnitt planmäßig. Die gute Entwicklung der Pflanzungen war insbesondere das Ergebnis wesentlich verstärkter Pflegemaßnahmen. Die neuen Pflanzungen sowie das Baumwachstum in den vorhandenen Pflanzungen lieferten den Hauptteil der hohen Wertschöpfung im Jahr 2011 (s. Punkt II.).

2.1.2. Teak-Pflanzungen in Brasilien

Ein kommerzieller Verkauf von Teak-Pflanzungen wurde bereits in 2009 eingestellt. Der Bestand an Teak-Pflanzungen zum 31.12.2011 stellt sich wie folgt dar:

Position Fläche
Teak - Pflanzzeit Herbst 1995 4,0 ha
Teak - Pflanzzeit Herbst 1996 11,7 ha
Teak - Pflanzzeit Herbst 1999 18,1 ha
Teak - Pflanzzeit Herbst 2000 4,2 ha
Teak - Pflanzzeit Herbst 2002 62,7 ha
Teak - Pflanzzeit Herbst 2004 17,5 ha
Summe Teak-Pflanzungen in Brasilien 118,2 ha

Die Pflanzungen zeigen ein sehr unterschiedliches Wachstum, abhängig von der Bodenbeschaffenheit, das teilweise über dem Plan (Prognose "middle"), teilweise auch unter dem Plan liegt. FLORESTECA garantiert aber vertraglich das geplante Mindest-Rundholz-Aufkommen (Prognose "low"). Die Teak-Pflanzungen trugen mit ihrem natürlichen Wachstum ebenfalls wesentlich zur Wertschöpfung bei. Die Teak-Rundholzpreise haben in den letzten beiden Jahren einen Einbruch erlitten, diese beginnen sich wieder in Richtung langzeitiger Trendkurve zu erholen. Langfristig geht man weiterhin von Preissteigerungen auf dem Rundholzmarkt aus. Der massive Verbrauch der weltweit bestehenden Holzvorkommen, wird künftig zu einer Verknappung des Rohstoffs führen. Um auch hier unabhängiger von Preisschwankungen zu werden, wird dennoch untersucht, ob das Holzverwertungs-Konzept für Robinienholz auf analoge Teak-Erzeugnisse angewendet werden kann.

2.2. Ökologische und soziale Verantwortlichkeit

Die Pflanzungen wurden auch im Geschäftsjahr 2011 nach den strengen Regeln des Forest Stewardship Council (FSC) ökologisch und sozial verantwortlich gemanagt. Die Teak-Pflanzungen sind in die regelmäßige Evaluierung des FSC-Zertifikats des Kooperationspartners FLORESTECA eingeschlossen. Das FSC-Zertifikat, dass für die Pflanzungen des LIGNUM-Forstbetriebs LIGNUM Bulgaria EOOD, Bulgarien ausgestellt wird, unterliegt einer jährlichen Überprüfung. Im Dezember 2011 wurde das bestehende Zertifikat erneut verlängert und hat damit eine Gültigkeit bis Dezember 2016. Die zum 31.12.2011 vorhandenen Pflanzungen bedeuten eine aktive CO 2-Senke, die langfristig ca. 20.390 t CO 2 pro Jahr bindet.

2.3. Finanzierung

Der Konzern finanzierte sich auch im Jahr 2011 im Wesentlichen aus dem Verkauf von Rundholz an Anleger in Form der Vermögensanlage LIGNUM nobilis.

Das gesamte Jahr 2011 war durch die Staatsschuldenkrise sowie die sich daraus entwickelnde allgemeine Wirtschaftskrise geprägt. Mit einem platzierten Volumen im Jahr 2011 in Höhe von EUR 10,4 Mio. konnte gegenüber 2010 trotz des schwierigen Umfelds eine Zunahme um rund 2 % erreicht werden. Für die Ausweitung des Volumens ist zum einen die Erhöhung der Zahl aktiver Vertriebspartner sowie die Zunahme des Interesses an LIGNUM nobilis resultiert auch aus der Wahrnehmung als krisensichere Sachwert-Anlage.

Stand zum 31.12. des Jahres Bestand an Vermögensanlagen
  Rundholz- Verkauf Anleihe / Genussschein langfristige Darlehen gesamt
2003 0,6 Mio. - - 0,6 Mio.
2004 1,4 Mio. 0,3 Mio. 0,3 Mio. 2,0 Mio.
2005 3,5 Mio. 0,3 Mio. 1,0 Mio. 4,8 Mio.
2006 6,2 Mio. 0,3 Mio. 1,0 Mio. 7,5 Mio.
2007 9,9 Mio. 0,3 Mio. 1,0 Mio. 11,2 Mio.
2008 15,1 Mio. 0,3 Mio. 1,1 Mio. 16,5 Mio.
2009 22,3 Mio. 0,3 Mio. 1,0 Mio. 23,6 Mio.
2010 32,5 Mio. 0,3 Mio. 1,0 Mio. 33,8 Mio.
2011 42,9 Mio 0,3 Mio. 0,8 Mio. 44,1 Mio

Der Gesamt-Bestand an Vermögensanlagen bei LIGNUM erreichte zum 31.12.2011 EUR 44,1 Mio. Ein Anteil in Höhe von rd. 97 % entfällt auf die Rundholz-Verkäufe, der damit mit Abstand erfolgreichsten Anlageform. Die Rundholzverkäufe umfassen erhaltene Anzahlungen auf Rundholz (EUR 39,5 Mio.), Provisionen (EUR 0,9 Mio.) sowie Zahlungen zur Bestellung der Sicherheiten (EUR 2,5 Mio.).

Den Käufern wurden in 2011 unverändert Sicherheiten in Form des Besonderen Pfandrechts an den planmäßigen Rundholz-Ernten auf adäquaten Pflanzungs-Parzellen bestellt. Auf den Parzellen wächst voraussichtlich deutlich mehr Rundholz heran, als von den jeweiligen Anlegern gekauft wurde, womit die Werthaltigkeit der Sicherheiten im vollen Umfang gegeben ist.

Mit den vereinnahmten Rundholz-Kaufpreisen

wurde Eigenkapital, das in den Kauf von Grundstücken für neue Pflanzungen sowie in die Herstellung solcher neuen Pflanzungen investiert war, refinanziert;

wurden Pflanzungen entsprechend dem platzierten LIGNUM-nobilis-Volumen angeschafft;

wurden Rücklagen zur Finanzierung der späteren Pflege der Pflanzungen gebildet, hauptsächlich in Form zusätzlicher (nicht mit Ansprüchen von Anlegern belasteter) Robinien-Pflanzungen.

Das refinanzierte (freigesetzte) Eigenkapital wurde vollständig wieder zur Anschaffung von neuen Grundstücken für die nächste Generation von Pflanzungen sowie für die Finanzierung neuer Betriebsstätten und -mittel eingesetzt. Andere Finanzierungsquellen als der Rundholz-Verkauf wurden in nur sehr geringem Umfang in Anspruch genommen, im Wesentlichen nur in Form von Bankkrediten zur Finanzierung von Fahrzeugen und sonstigen langfristigen Darlehen.

2.4. Management und Personal

Der Konzern hatte in Deutschland verhältnismäßig wenig Angestellte, sondern erhielt die Kräfte überwiegend durch verbundene Dienstleister gestellt bzw. ließ die Arbeiten durch solche Dienstleister ausführen. Das bezieht sich auch auf alle Vorstände und Geschäftsführer in Deutschland. Deswegen gab es zum 31.12.2011 bei den deutschen Konzerngesellschaften nur 9 Angestellte (zum 31.12.2010: 6 Angestellte).

In Bulgarien blieb die Personalstärke unverändert. Dort waren zum 31.12.2011 insgesamt 392 fest angestellte Mitarbeiter beschäftigt (zum 31.12.2010 insgesamt 391).

II. Vermögens-, Finanz- und Ertragslage

1. Vermögenslage

Vermögensanlage nach IFRS 2011 2010 +/-
TEUR % TEUR % TEUR %
Immaterielle Vermögensgegenstände 133 0 91 0 42 46
Biologische Vermögenswerte 47.994 78 38.030 77 9.964 26
Pflanzgrundstücke 2.375 4 2.375 5 0 0
Sonstige Sachanlagen 2.387 4 1.924 4 463 24
Sonstige Finanzielle Vermögenswerte 786 1 111 0 675 >100
Latente Steuern 2.869 5 1.579 3 1.290 82
Langfristig gebundenes Vermögen 56.544 92 44.110 90 12.434 28
Vorräte 1.876 3 1.613 3 263 16
Forderungen und sonstige Vermögenswerte 2.084 3 1.947 4 137 7
Liquide Mittel 1.036 2 1.601 3 -565 -35
Kurzfristig gebundenes Vermögen 4.996 8 5.161 10 -165 -3
Vermögen 61.540 100 49.271 100 12.269 25

Rund EUR 50,4 Mio. (in 2010 EUR 40,4 Mio.), das entspricht 82% (in 2010 82 %) des bilanzierten Vermögens von LIGNUM, liegen in den Pflanzungen. Davon entfallen EUR 48,0 Mio. (in 2010 EUR 38,0 Mio.) auf das biologische Vermögen in den Bäumen und EUR 2,4 Mio. (in 2010 EUR 2,4 Mio.) auf die Grundstücke.

Die Bewertung des biologischen Vermögens nach IFRS (IAS 41) erfolgt zum beizulegenden Zeitwert abzüglich diskontierter geschätzter Kosten für die Liquidierung des prognostizierten Rundholz-Aufkommens. Damit wird der Wertezuwachs durch das Baumwachstum in den Pflanzungen bilanziell abgebildet.

Eine Bewertung der Pflanzungen lediglich zu Anschaffungs- und Herstellungskosten würde nur die Aufwendungen für das erstmalige Pflanzen sowie die fortlaufenden Kosten der Pflege der Baumbestände abbilden und so nicht den wahren Wert der Pflanzungen widerspiegeln.

2. Finanzlage

Der beizulegende Zeitwert aller Pflanzungen nach IFRS, einschließlich Grundstücke, betrug zum 31.12.2011 EUR 50,4 Mio. Diesem Vermögen steht gegenüber langfristiges Fremdkapital in Höhe von EUR 46,9 Mio. Im langfristigen Fremdkapital sind latente Steuern in Höhe von EUR 6,4 Mio. enthalten, die voraussichtlich erst langfristig anfallen werden.

Das Eigenkapital betrug zum 31.12.2011 EUR 11,6 Mio. (Vorjahr: EUR 9,9 Mio.). Dies entspricht einer Eigenkapitalquote von 19 % (Vorjahr: 20 %).

Finanzlage nach IFRS 2011 2010 +/-
TEUR % TEUR % TEUR %
Gezeichnetes Kapital und Kapitalrücklagen 1.050 2 1.050 2 0 0
Gewinnvortrag 8.936 15 5.347 11 3.589 67
Jahresergebnis 1.657 3 3.589 6 -1.932 >100
Minderheitenanteile -45 0 -133 0 88 66
Eigenkapital 11.598 20 9.853 19 1.745 18
Erhaltene Anzahlungen auf Rundholzverkäufe 38.899 63 29.403 60 9.496 32
Darlehen von Anlegern 823 0 923 1 -100 -11
Anleihen und Genussscheine 305 0 305 1 0 0
Latente Steuern 6.431 10 5.212 11 1.219 23
Übrige langfristige Verbindlichkeiten 461 1 298 1 163 55
Langfristiges Fremdkapital 46.919 74 36.141 74 10.778 30
Rückstellungen 138 1 108 1 30 28
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 598 1 428 1 170 40
Übrige kurzfristige Verbindlichkeiten 2.287 4 2.741 6 -454 -17
Kurzfristiges Fremdkapital 3.023 6 3.277 7 -254 -8
  61.540 100 49.271 100 12.269 25

Der Cash-Flow im Geschäftsjahr 2011 speiste sich insbesondere aus dem Rundholz-Verkauf mit Zuflüssen in Höhe von EUR 9,5 Mio. Dem gegenüber standen Abflüsse in Höhe von EUR 3,6 Mio. für die Anschaffung von Pflanzgrundstücken und die Anschaffung bzw. Herstellung von Pflanzungen sowie deren Pflege und für die Anschaffung weiterer betriebsnotwendiger Anlagegüter. Im Ergebnis betrug der Zahlungsmittelbestand zum 31.12.2011 EUR 1,0 Mio. (zum 31.12.2010 EUR 1,6 Mio.).

Kapitalrückfluss nach IFRS 2011
TEUR
2010
TEUR
Finanzmittelbestand am 01.01. 1.601 1.385
Cash Flow aus der operativen Geschäftstätigkeit -6.398 -5.312
Cash Flow aus der Investitionstätigkeit -3.571 -3.098
Cash Flow aus der Finanzierungstätigkeit 9.404 8.626
Cash Flow der Berichtsperiode -565 216
Finanzmittelbestand am 31.12. 1.036 1.601

3. Ertragslage

  2011 2010 +/-
Ertragslage nach IFRS TEUR % TEUR % TEUR %
Umsatzerlöse 920 8 211 2 709 >100
Bestandsveränderung 244 2 204 2 40 20
Zeitwertänderung d. biolog. Vermögens und d. Pflanzungsgrundstücke 8.125 70 8.767 76 -642 >100
Aktivierte Eigenleistungen 2.200 19 2.132 18 68 3
Sonstige betriebliche Erträge 101 1 285 2 -184 -65
Gesamtleistung 11.590 100 11.599 100 -9 0
Materialaufwand -2.221 -19 -1.293 -11 -928 -72
Personalaufwand -2.675 -24 -2.051 -19 -624 -30
Abschreibungen -458 -4 -331 -3 -126 -38
Sonstige betriebliche Aufwendungen -3.281 -28 -3.286 -28 4 0
Betriebsaufwendungen -8.635 -75 -6.961 -61 -1.674 -24
Betriebsergebnis 2.955 25 4.638 39 -1.683 >100
Finanzergebnis -164 -1 -62 -1 -103 >-100
Ertragsteuern -1.223 -11 -986 -9 -237 -24
Minderheitenanteile 89 1 -1 0 90 <-100
Jahresergebnis 1.657 14 3.589 29 -1.459 -41

Regelmäßige Umsatzerlöse größeren Umfangs wird der Konzern erst mit der Lieferung des verkauften Rundholzes sowie mit Verkauf von nicht zur Erfüllung von Rundholz-Übereignungsverpflichtungen gegenüber den Anlegern benötigtem Rundholz erzielen.

Die Ertragslage wird im Wesentlichen durch die Wertschöpfung in den Pflanzungen bestimmt, in 2011 EUR 10,3 Mio. (Vorjahr: EUR 10,9 Mio.). Die Investitionen in die weitere Verbesserung der Unternehmensstruktur sowie Kerntechnologien wurden planmäßig fortgeführt und haben zu einem Anstieg der Betriebsaufwendungen geführt.

III. Risikobericht

Zum gegenwärtigen Zeitpunkt bestehen nach Kenntnis des Vorstandes keine bestandsgefährdenden oder entwicklungsbeeinträchtigenden Risiken.

LIGNUM unterliegt keinem Zwang, innerhalb einer bestimmten Zeit ein bestimmtes Anlagevolumen einzuwerben. Laufende Kosten für die Pflanzungen können grundsätzlich aus dem Vorabverkauf von Edelholz aus den Rücklagebaumbeständen generiert werden. Desweiteren konnte bereits ein Vorlauf an Pflanzungen geschaffen werden. Einschränkungen bei Management und Verwaltung sind erst zu befürchten, wenn über einen längeren Zeitraum keine neuen Anlagebeträge generiert werden können. In 2010 und 2011 hat sich patzierte Volumen unverändert erfreulich entwickelt.

Da die bulgarische Währung (LEW) fest an den EURO gebunden ist, besteht für LIGNUM kein Währungsrisiko.

Durch die hohe Eigenkapitalquote von 19% verfügt LIGNUM über ein großes eigenes Vermögen, welches zur Minimierung von Ausfallrisiken dient. Desweiteren wird jedem Anleger eine Sicherheit in Form eines Besonderen Pfandrechts an Baumbeständen eingeräumt.

Das Risikomanagement konzentriert sich insbesondere auf

Vermeidung von Wachstumsrückständen in den Pflanzungen durch intensive Pflege

Verhinderung von Beschädigung und Diebstahl in den Pflanzungen durch Intensivierung der Bewachung

Anwendung und Weiterentwicklung des GPS-gestützten Systems der individuellen Erfassung aller relevanten Daten über den Zustand und das Wachstum der Bäume (SYSAD) zur weiteren Verbesserung der Kontrolle und technologischen Planung sowie zur weitergehenden Fundierung der Bilanzierung des biologischen Vermögens

Weiterentwicklung von Anbautechnologien Aufgrund von zunehmenden Erfahrungswerten und Einsatz deutscher Forstkompetenz vor Ort in Bulgarien

Verstärkter Einsatz von modernster Agrotechnik

Aufbau von Kompetenz in der Holzverarbeitung und im Holzhandel in Vorbereitung der Rundholz-Vermarktung.

Bei der Bilanzierung des biologischen Vermögens wurden Chancen und Risiken entsprechend IAS 41 in ausgewogener Weise berücksichtigt. Für das angesetzte zukünftige Rundholz-Aufkommen sowie die angesetzten zukünftigen Rundholz-Preise sind jeweils die mittleren Prognosen zugrunde gelegt. Die bei der Barwertberechnung angewendeten Diskontierungssätze wurden zahlenmäßig gleich den gemittelten Renditen gewählt, die vom Kapitalmarkt bei der Investitionsform LIGNUM nobilis akzeptiert werden. Diese hohen Diskontierungssätze spiegeln nach Auffassung des Vorstandes summarisch alle tatsächlichen und hypothetischen Risiken wider.

IV. Geschäftsverlauf 2011 und 2012

1. Entwicklung der Pflanzungen und des Edelholz-Angebotes von LIGNUM

Der Bestand an Pflanzungen in Bulgarien erreichte zum 31.12.2012 eine Gesamtfläche von 1.911 ha (1.543 ha zum 31.12.2011). Das Baumwachstum in den Pflanzungen verlief auch in den Jahren 2012 und 2013 planmäßig. Der Gesamtbestand der Pflanzungen in Bulgarien verteilt sich zum 31.12.2012 wie folgt:

Maulbeere Kirsche Robinie Schwarznuss
253 ha 222 ha 1.165 ha 271 ha

2. Vermögensanlagen bei LIGNUM

Das Jahr 2011 ist unter dem Eindruck der Staatsschuldenkriese im Euroraum und der Verunsicherung an den Finanzmärkten verlaufen. Mit einem platzierten Volumen bis zum 31.12.2011 in Höhe von EUR 10,4 Mio. konnte gegenüber 2010 eine Zunahme um 2 % erreicht werden.

Im Jahr 2012 hat sich die Situation an den Finanzmärkten weiterhin nicht entspannt. In 2012 wurden schon lange geplante Maßnahmen der Modernisierung, insbesondere in der Kommunikation und bei den Edelholzangeboten, durchgeführt. Damit hat sich LIGNUM strategische Stabilität gesichert. Die Maßnahmen und die allgemeine Lage haben jedoch platziertes Volumen gekostet, so dass zum 31.12.2012 nur EUR 6,1 Mio. eingeworben werden konnten. Insbesondere der Vorlauf bei den Aufforstungen in Bulgarien konnte diese Entwicklung ohne Probleme abfedern.

3. Management im Forstbetrieb von LIGNUM in Bulgarien

Im Januar 2011 hat LIGNUM 5 junge deutsche Forstwirte in Bulgarien eingestellt. Sie gestalten seitdem den Forstbetrieb von LIGNUM in Bulgarien mit und verhelfen der Wertschöpfung in den Aufforstungen. Ihr Lebensmittelpunkt befindet sich in Bulgarien.

4. SYSAD

Die Ergebnisse und Analysen der Messdaten haben zu einer Verbesserung der Anbau und Pflegetechnologien geführt. So wurde in 2012 z.B. neue Astungsregeln entwickelt, die die Hälfte der bisherigen Kosten und dabei mehr Wertholz zur Folge haben.

5. Erste Robinien-Ernte in 2012

Im Februar 2012 erfolgte die erste Robinien-Zwischen-Ernte bei LIGNUM. Die Ernte verlief planmäßig. Es konnten alle Lieferverpflichtungen mit der Prognose "middle" erfüllt werden.

 

Berlin, 21.08.2013

LIGNUM Holding AG

Dr. A. Nobis

IFRS-Konzernbilanz zum 31. Dezember 2011

Vermögenswerte

Vermögenswerte nach IFRS Textziffer im Anhang 31.12.2011
TEUR
31.12.2010
TEUR
Immaterielle Vermögenswerte (6) 133 91
Biologische Vermögenswerte (7) 47.994 38.030
Finanzinvestitionen in Grundstücke (8) 2.375 2.375
Sachanlagen (9) 2.387 1.924
Sonstige finanzielle Vermögenswerte (10) 786 111
Latente Steuern (11) 2.869 1.579
Langfristig gebundene Vermögenswerte   56.544 44.109
Vorräte (12) 1.876 1.613
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (13) 250 24
Sonstige Vermögenswerte (14) 1.834 1.923
Zahlungsmittel (15) 1.036 1.601
Kurzfristig gebundene Vermögenswerte   4.996 5.161
Konzernvermögen   61.540 49.271

Kapital

Finanzlage nach IFRS Textziffer im Anhang 31.12.2011
TEUR
31.12.2010
TEUR
Gezeichnetes Kapital   50 50
Kapitalrücklage   1.000 1.000
Gewinnvortrag   8.936 5.347
Jahresfehlbetrag / Jahresüberschuss   1.657 3.589
Minderheitenanteile   -45 -133
Eigenkapital (16) 11.598 9.853
Erhaltene Anzahlungen (17) 38.899 29.403
Finanzverbindlichkeiten (18) 1.589 1.526
Latente Steuern (11) 6.431 5.212
Langfristiges Fremdkapital   46.919 36.141
Rückstellungen (19) 138 108
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (20) 598 428
Sonstige Verbindlichkeiten (21) 2.287 2.741
Kurzfristiges Fremdkapital   3.023 3.277
Konzernkapital   61.540 49.271

IFRS-Konzerngesamtergebnisrechnung für das Geschäftsjahr 2011 (01.01. bis 31.12.2011)

IFRS-Konzerngesamtergebnisrechnung für das Geschäftsjahr 2011 Textziffer im Anhang 2011
TEUR
2010
TEUR
Umsatzerlöse (23) 920 211
Sonstige betriebliche Erträge   101 285
Veränderungen des Bestandes an fertigen und unfertigen Erzeugnissen   244 204
Gewinn aus Änderung des Zeitwertes biologischer Vermögenswerte (24) 8.126 8.762
Verlust / Gewinn aus Änderung d. ZW d. als Finanzinvestition gehaltenen Grundstücke (25) -1 5
Aktivierte Eigenleistungen (26) 2.200 2.132
Betriebsleistung   11.590 11.599
Materialaufwand   -2.221 -1.293
Personalaufwand   -2.675 -2.051
Abschreibungen   -458 -331
Sonstige betriebliche Aufwendungen (27) -3.281 -3.286
Betriebsaufwendungen   -8.635 -6.961
Betriebsergebnis   2.955 4.638
Finanzaufwand   -248 -225
Finanzertrag   83 163
Finanzergebnis   -164 -62
Ergebnis vor Steuern   2.791 4.576
Ertragsteuern (28) -1.223 -986
Ergebnis nach Steuern   1.568 3.590
Minderheitenanteile   89 -1
Konzernjahresergebnis   1.657 3.589

IFRS-Konzerneigenkapitalveränderungsrechnung für das Geschäftsjahr 2011 (01.01. bis 31.12.2011)

  Gezeichnetes
Kapital
TEUR
Kapital-
rücklage
TEUR
Gewinn-
vortrag
TEUR
Jahres-
überschuss
TEUR
Minderheiten-
anteile
TEUR
Konzern-
eigenkapital
TEUR
Stand 01.01.2010 50 1.000 8.207 -2.860 -134 6.263
Gewinnvortrag 0 0 -2.860 2.860 0 0
Jahresüberschuss 0 0 0 3.589 1 3.590
Stand 31.12.2010 50 1.000 5.347 3.589 -133 9.853
Stand 01.01.2011 50 1.000 5.347 3.589 -133 9.853
Gewinnvortrag 0 0 3.589 -3.589 0 0
Jahresüberschuss 0 0 0 1.657 89 1.746
Stand 31.12.2011 50 1.000 8.936 1.657 -44 11.599

IFRS-Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr 2011 (01.01. bis 31.12.2011)

IFRS-Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr 2011 2011
TEUR
2010
TEUR
Jahresergebnis nach Steuern 1.568 3.590
Korrektur der Minderheitenanteile 0 0
Erfolgswirksam erfasste Ertragsteuern 1.223 986
Gezahlte Ertragsteuern -57 -7
Finanzergebnis 164 62
Abschreibungen auf Sachanlagen und immaterielle Vermögensgegenstände 458 331
Erfolgswirksam erfasste Änderung d. beizuleg. Zeitwertes von biologischen Vermögenswerten -8.126 -8.762
Erfolgsw. erf. Änderung d. beizuleg. ZW von als Finanzinvestitionen gehaltenen Grundstücken 0 -5
Sonst. Zahlungsunwirksame Aufwendungen und Erträge -488 197
Brutto-Cashflow aus der operativen Geschäftstätigkeit -5.258 -3.608
Zu-/Abnahme d. Vorräte, d. Forderung. aus Liefer. u. Leistung. sowie d. sonstig. Vermögenswerte -892 -1.311
Zu-/Abnahme d. Rückstell., d. Verbindlichk. aus Liefer. u. Leistung. sowie d. sonstig. Verbindlichk. -248 -393
Cashflow aus der operativen Geschäftstätigkeit -6.398 -5.312
Auszahlungen für Investitionen in biologische Vermögenswerte und Pflanzgrundstücke -1.838 -2.569
Auszahlungen für Investitionen in immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen -963 -576
Einzahlungen aus der Veräußerung von immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen 0 47
Auszahlungen für den Erwerb von Anteilen an Gesellschaften -770 0
Cashflow aus der Investitionstätigkeit -3.571 -3.098
Kaufpreisvorauszahlungen für LIGNUM nobilis 9.496 9.104
Einzahlungen aus langfristigen Darlehen 0 0
Einzahlungen aus kurzfristigen Darlehen 0 -21
Auszahlungen für die Tilgung von lfr. Darlehen 9 -115
Veränderung der Verbindlichkeiten zur Finanzierung des Sachanlagevermögens 64 -42
Zinsauszahlungen -248 -320
Zinseinzahlungen 83 20
Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit 9.404 8.626
Cashflow aus der operativen Geschäftstätigkeit -6.398 -5.312
Cashflow aus der Investitionstätigkeit -3.571 -3.098
Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit 9.404 8.626
Veränderung des Finanzmittelbestandes -565 216
Konzern-Finanzmittelbestand am 1.1. 1.601 1.385
Konzern-Finanzmittelbestand am 31.12. 1.036 1.601

Anhang zum IFRS-Konzernabschluss für das Geschäftsjahr 2011

I. Grundlegendes

1. Allgemeine Informationen

Die LIGNUM Holding AG, mit Sitz in 12205 Berlin, Paulinenstraße 8, eingetragen im Handelsregister Berlin-Charlottenburg unter HR-Nr. 74599 B, bildet zusammen mit ihren Tochterunternehmen und deren Tochterunternehmen (hinfort alle: Konzerngesellschaften) die LIGNUM-Unternehmensgruppe (Konzern), für die dieser Konzernabschluss nach § 315a (3) HGB in Anwendung der nach den Artikeln 2, 3 und 6 der Verordnung (EG) Nr. 1606/2002 übernommenen internationalen Rechnungslegungsstandards für das Geschäftsjahr 2011 erstellt wurde (hinfort: IFRS-Konzernabschluss 2011). Mehrheitseigentümer der LIGNUM-Gruppe ist mit einer 90%-Beteiligung auf Konzern-Holding-Ebene die gemeinnützige LIGNUM Stiftung, eingetragen im Verzeichnis über öffentliche Stiftungen der Freien Hansestadt Hamburg. Daneben ist auf dieser Ebene die Dr. Nobis Familienstiftung mit 10% beteiligt.

Die LIGNUM-Unternehmensgruppe forstet seit dem Jahr 2000 ehemalige Weide- und Ackerflächen mit Edelhölzern auf, um Wertholz höchster Güte zu produzieren und bietet sowohl privaten als auch institutionellen Anlegern die Möglichkeit, mit Rundholzkaufverträgen verschiedener Form, in geringem Umfang auch mit langfristigen Darlehen verschiedener Art, an der Wertschöpfung zu partizipieren. Seit dem Frühjahr 2009 baut LIGNUM in Bulgarien neben Robinien auch die weiteren europäischen Edelhölzer Maulbeere, Kirsche und Schwarznuss kommerziell an. Da mit den nunmehr angebauten vier europäischen Edelhölzern alle tropischen Edelholzarten substituiert werden können, werden seit 2009 keine Teak-Pflanzungen mehr in Brasilien angeschafft und folglich Teak auch nicht mehr als Vermögensanlage angeboten.

Rund 10 % der gesamten bestehenden Pflanzungen sind Teak-Pflanzungen, die im mittleren Westen Brasiliens liegen und durch den Kooperationspartner FLORESTECA hergestellt und bewirtschaftet werden. Rund 90 % der Pflanzungen befinden sich in der Donau-Region Bulgariens und werden durch den dortigen Zweig des Konzerns selbst hergestellt und bewirtschaftet.

Der IFRS-Konzernabschluss 2011 wurde freiwillig erstellt. Eine Pflicht zur Aufstellung eines solchen oder eines handelsrechtlichen Konzernabschlusses (§ 290 HGB) bestand aufgrund der größenabhängigen Befreiungen gem. § 293 HGB zum 31. Dezember 2011 nicht.

Der IFRS-Konzernabschluss ist ein befreiender Konzernabschluss gemäß § 264 Abs. 3 HGB. Auf eine Offenlegung der Einzelabschlüsse der Konzerntochtergesellschaften

LIGNUM Edelholz AG, Berlin,

LIGNUM Edelholz Anlagen GmbH, Berlin,

LIGNUM Edelholz Investitionen AG, Berlin,

VIVUM Edles aus Holz GmbH (ehemals LIGNUM Handel GmbH), Berlin

wird dementsprechend mit Zustimmung der Gesellschafter verzichtet.

Der IFRS-Konzernabschluss 2011 umfasst die folgenden Bestandteile:

IFRS-Konzerngesamtergebnisrechnung für das Geschäftsjahr 2011

IFRS-Konzernbilanz zum 31. Dezember 2011

IFRS-Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr 2011

IFRS-Konzerneigenkapitalveränderungsrechnung zum 31. Dezember 2011

diesen Anhang zum IFRS-Konzernabschluss für das Geschäftsjahr 2011.

2. Neue Rechnungslegungsvorschriften

Eine Änderung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden und der Angaben im Anhang kann sich aufgrund neuer oder geänderter Standards bzw. Interpretationen ergeben. Die verabschiedeten Regelungen enthalten einen Zeitpunkt, ab dem die Anwendung erstmals verpflichtend ist. Änderungen des IASB / IFRIC wirken sich nicht direkt auf den LIGNUM-Konzernabschluss aus, sondern müssen für eine Anwendung in deutschen Abschlüssen zunächst von der Europäischen Union (EU) im Rahmen des "Endorsement"-Verfahrens anerkannt werden. Aus diesem Regelungsverfahren ergeben sich drei verschiedene Kategorien von Neuerungen, die den LIGNUM-Konzernabschluss zu verschiedenen Zeitpunkten beeinflussen:

a) Im Geschäftsjahr erstmalig anzuwendende Regelungen

b) In folgenden Geschäftsjahren verpflichtend anzuwendende Regelungen

c) Bereits vom IASB verabschiedete, aber noch nicht von der EU übernommene Regelungen

a) Die folgenden Standards oder Interpretationen bzw. Änderungen vorhandener Standards sind im Berichtsjahr 2011 erstmalig verpflichtend anzuwenden. Für den LIGNUM-Konzernabschluss haben sich aus diesen geänderten Regelungen im Berichtsjahr keine maßgeblichen Veränderungen ergeben:

IAS 24 (überarbeitet), "Angaben über Beziehungen zu nahe stehenden Unternehmen und Personen" wurde im November 2009 veröffentlicht und ersetzt IAS 24 (2003). Der neue Standard ist für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Januar 2011 beginnen, anzuwenden. Mit der Änderung des IAS 24 wurde insbesondere die Definition von nahe stehenden Unternehmen und Personen (Related Party) grundlegend überarbeitet und klarer definiert. Der Kreis der nahestehenden Unternehmen und Personen des LIGNUM Konzerns hat sich durch die Überarbeitung nicht verändert. Der zweite wesentliche Schwerpunkt der Überarbeitung des IAS 24 betrifft Unternehmen mit Bezug zur öffentlichen Hand und hat keinen Einfluss auf LIGNUM.

IAS 32 (Änderung), "Einstufung von Bezugsrechten" wurde im Oktober 2009 veröffentlicht, LIGNUM gewährt keine Bezugsrechte,

IFRIC 19, "Tilgung finanzieller Verbindlichkeiten durch Eigenkapitalinstrumente" hat keine Auswirkung auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage, da im Geschäftsjahr keine derartigen Transaktionen stattfanden,

IFRIC 14 betrifft "IAS 19 - Vorauszahlungen im Rahmen von Mindestdotierungsverpflichtungen", LIGNUM hat keine Versorgungsverträge abgeschlossen.

b) Die folgenden Standards und Interpretationen sowie Änderungen von Standards sind in künftigen Geschäftsjahren verpflichtend anzuwenden. Sie wurden bis zum Zeitpunkt der Aufstellung des Konzernabschlusses vom IASB verabschiedet und von der EU endorsed, die erstmalige Anwendung ist jedoch nicht für das Geschäftsjahr 2011 verpflichtend vorgesehen.

Die nachfolgenden Neuerungen werden sich nach dem derzeitigen Kenntnisstand voraussichtlich nicht auf die Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der LIGNUM-Unternehmensgruppe auswirken:

Änderungen zu IFRS 1 "Erstmalige Anwendung der International Financial Reporting Standards" in Bezug auf Darlehen der öffentlichen Hand,

Änderungen zu IFRS 1 "Erstmalige Anwendung der International Financial Reporting Standards" in Bezug auf feste Umstellungszeitpunkte und ausgeprägte Hochinflation,

Änderungen zu IFRS 7 "Finanzinstrumente: Angaben" in Bezug auf die Saldierung finanzieller Vermögenswerte und finanzieller Verbindlichkeiten,

Änderungen zu IFRS 7 "Finanzinstrumente: Angaben" zu Übertragungen von finanziellen Vermögenswerten,

IFRS 10 "Konzernabschlüsse", der die bisherigen Regelungen des IAS 27 "Konzern- und separate Abschlüsse" ersetzt und ergänzt,

IFRS 11 "Gemeinsame Vereinbarungen", der den IAS 31 "Anteile an Gemeinschaftsunternehmen" ersetzt und ergänzt,

Änderungen zu IAS 1 "Darstellung des Abschlusses" in Bezug auf die Darstellung des sonstigen Gesamtergebnisses,

Änderungen zu IAS 19 "Leistungen an Arbeitnehmer" in Bezug auf Pensionen,

IAS 27, "Separate Abschlüsse", der IAS 27 "Konzern- und separate Abschlüsse" ersetzt und im Anschluss nur noch für Einzelabschlüsse anwendbar ist,

IAS 28 "Anteile an assoziierten Unternehmen und Joint Ventures", der IAS 28 "Anteile an assoziierten Unternehmen" ersetzt und künftig auch für Gemeinschaftsunternehmen anwendbar ist,

IFRIC 20 "Abraumkosten in der Produktionsphase einer über Tagebau erschlossenen Mine".

Die sich aus den nachfolgend aufgeführten Neuerungen ergebenden Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des LIGNUM Konzern werden derzeit geprüft:

Jährliche Verbesserungen der IFRS vom Mai 2010, am 18.2.2011 von der EU übernommen und damit für LIGNUM verpflichtend für das Geschäftsjahr 2012 anzuwenden. Mit Ausnahme der Ausgestaltung der Angaben zu IFRS 7 haben die Änderungen voraussichtlich keine Auswirkung auf den Konzernabschluss von LIGNUM,

Jährliche Verbesserungen der IFRS Zyklus 2009-2011 des IASB von 2012, für LIGNUM anzuwenden ab dem Geschäftsjahr 2014, Änderungen für die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage von LIGNUM könnten sich eventuell aus der Klarstellung für die Bilanzierung von Wartungsteilen im Einzugsbereich des IAS 16 ergeben,

IFRS 12 "Angaben zu Beteiligungen an anderen Unternehmen", der die Angabepflichten zur Konzernrechnungslegung aus den IAS 27 und IAS 28 zusammenfasst und ergänzt, für LIGNUM anzuwenden ab dem Geschäftsjahr 2014,

IFRS 13 "Bemessung des beizulegenden Zeitwerts", der erstmals einheitliche Richtlinien zur Ermittlung des beizulegenden Zeitwertes von Vermögenswerten und Schulden festlegt, für LIGNUM anzuwenden ab dem Geschäftsjahr 2013,

Änderungen zu IAS 12 "Ertragsteuern" in Bezug auf die Realisierung der zugrunde liegenden Vermögenswerte, für LIGNUM anzuwenden ab dem Geschäftsjahr 2013,

Änderungen zu IAS 32 "Finanzinstrumente: Darstellung" in Bezug auf die Saldierung finanzieller Vermögenswerte und finanzieller Verbindlichkeiten, für LIGNUM anzuwenden ab dem Geschäftsjahr 2013.

c) Folgende bereits vom IASB verabschiedete, aber noch nicht von der EU übernommene Regelungen sind für den LIGNUM-Konzern erst nach dem Endorsement durch die EU anwendbar. LIGNUM prüft derzeit die Auswirkungen dieser Regelungen.

Änderungen von IFRS 7 "Finanzinstrumente: Angaben" in Bezug auf die Aufrechnung finanzieller Vermögenswerte und Verbindlichkeiten (veröffentlichet im Dezember 2011),

IFRS 9, "Finanzinstrumente" wurde ursprünglich im November 2009 veröffentlicht und seither zweimal angepasst. Dieser Standard ist der erste Schritt, um den Standard IAS 39 "Finanzinstrumente: Ansatz und Bewertung" zu ersetzen. IFRS 9 ändert die bisherigen Vorschriften zur Kategorisierung und Bewertung von finanziellen Vermögenswerten grundlegend. Der Standard ist erst für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Januar 2015 beginnen, verpflichtend anzuwenden,

Änderungen von IFRS 10, IFRS 12 und IAS 27 in Bezug auf Investmentgesellschaften (veröffentlicht am 31. Oktober 2012),

Änderungen von IAS 36 "Wertminderung von Vermögenswerten" in Bezug auf Angaben zum erzielbaren Betrag bei nicht-finanziellen Vermögenswerten (veröffentlicht am 29. Mai 2013),

Änderungen von IAS 39 "Finanzinstrumente: Ansatz und Bewertung" in Bezug auf Novationen von Derivaten und Fortsetzung der Sicherungsbilanzierung (veröffentlicht am 27. Juni 2013),

IFRIC 21 "Abgaben" für von Behörden auferlegte Schulden (veröffentlicht am 20. Mai 2013).

3. Wesentliche Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Grundlagen

Alle von der EU übernommenen Standards und Interpretationen des IASB wurden vollständig angewendet, sodass der Abschluss in Übereinstimmung mit den von der EU übernommenen International Financial Reporting Standards (IFRS) aufgestellt wurde.

Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Die dem IFRS-Konzernabschluss 2011 zu Grunde liegenden Jahresabschlüsse der einbezogenen Unternehmen sind in Übereinstimmung mit IAS 27 nach einheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätzen erstellt.

Der Bilanzstichtag sämtlicher in den IFRS-Konzernabschluss 2011 einbezogener Unternehmen ist der 31.12.2011.

In der Bilanz werden nur die wesentlichen Positionen gesondert ausgewiesen, die Angaben sind innerhalb des Anhangs detailliert erläutert.

Berichtswährung und Rundungen

Die Berichtswährung ist EURO. Alle Zahlenangaben in diesem Anhang sind entweder auf volle Beträge in TEUR oder auf Beträge in Mio. EURO mit 1 oder 2 Stellen hinter dem Komma gerundet. Bei der Summierung von gerundeten Beträgen und Prozentangaben können Differenzen auftreten.

Fremdwährungsumrechnung - einheitlicher Währungs-Umrechnungskurs

Die Beträge in den Abschlüssen der bulgarischen Tochtergesellschaften wurden einheitlich zum Umrechnungskurs von 1,95583 Lewa / EUR konsolidiert. Der Lewa wurde am 5. Juli 1999 in einem festen Verhältnis von 1:1 an die Deutsche Mark gebunden, sodass auch mit Übergang auf den EUR ein festes Kursverhältnis besteht. Währungsumrechnungsdifferenzen entstehen daher aus der Einbeziehung der bulgarischen Tochterunternehmen in den Konzernabschluss nicht.

Andere auf Fremdwährungen lautende Vermögenswerte bzw. Verbindlichkeiten bestanden im Berichtsjahr nicht.

Konsolidierungskreis

In den Konzernabschluss sind alle wesentlichen Gesellschaften einbezogen, bei denen die LIGNUM Holding AG entweder direkt oder mittelbar über die Stimmrechtsmehrheit verfügt oder anderweitig direkt oder mittelbar einen beherrschenden Einfluss auf die Finanz- und Geschäftspolitik ausübt. Folgende Tochterunternehmen sind demzufolge im Wege der Vollkonsolidierung einbezogen:

Gesellschaft Sitz Beteiligung 2011 Beteiligung 2010 Jahr der Gründung
LIGNUM Edelholz AG Berlin 100 % 100 % 2004
LIGNUM Edelholz Investitionen AG Berlin 50 % * 50 % * 2003
LIGNUM Edelholz Anlagen GmbH Berlin 50,4 % 50,4 % 2004
QUADRIS Forest Fonds I AG & Co. KG Berlin 79,7 % 65,6 % 2001
VIVUM Edles aus Holz GmbH (ehemals LIGNUM Handel GmbH) Berlin 100 % 100 % 2004
LIGNUM Bulgaria EOOD (ehemals DA) Ruse, BG 100 % 100 % 2004
AGRON WARDIM EOOD Ruse, BG 100 % 100 % 2004
VIVUM EOOD (ehemals DERWOSTROI EOOD) Ruse, BG 100 % 100 % 2008

* plus eine Aktie

Beteiligungen, deren Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns im Einzelnen und insgesamt unwesentlich sind, werden nicht konsolidiert.

Konsolidierungsmethoden

Die Kapitalkonsolidierung erfolgt nach der Erwerbsmethode. Die der LIGNUM Holding AG direkt oder mittelbar gehörenden Anteile am Tochterunternehmen (Beteiligungsbuchwert) sind jeweils mit den auf diese Anteile entfallenden Beträgen des Eigenkapitals des betreffenden Tochterunternehmens verrechnet. Minderheitsanteile werden in der Konzernbilanz innerhalb des Eigenkapitals getrennt vom Eigenkapital des Mutterunternehmens ausgewiesen.

Konzerninterne Erträge, Aufwendungen, Forderungen und Verbindlichkeiten sowie Zwischenergebnisse sind eliminiert. Minderheitsanteile am Konzernergebnis sind gesondert angegeben. Sofern erforderlich werden die Jahresabschlüsse der Tochterunternehmen zwecks einheitlicher Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden angepasst.

Immaterielle Vermögenswerte

Entgeltlich von Dritten erworbene immaterielle Vermögenswerte des Anlagevermögens sind gemäß IAS 38.74 zu Anschaffungskosten aktiviert und werden über den Nutzungszeitraum linear abgeschrieben. Die zugrunde gelegte Nutzungsdauer der immateriellen Vermögenswerte beträgt 3 bis 6 Jahre.

Biologische Vermögenswerte

Der biologische Vermögenswert in den Teak- sowie Robinien-, Maulbeer-, Kirsch- und Schwarznuss-Pflanzungen (nur Bäume) ist gemäß IAS 41 mit dem beizulegenden Zeitwert abzüglich diskontierter geschätzter Verkaufskosten bilanziert. Gewinne und Verluste durch Änderungen des beizulegenden Zeitwertes abzüglich diskontierter geschätzter Verkaufskosten werden im Ergebnis der Periode, in der sie entstanden sind, erfasst.

Finanzinvestitionen in Grundstücke

Entsprechend IAS 40 sind Grundstücke, auf denen sich die Pflanzungen in Bulgarien befinden und die als Finanzanlagen zu betrachten sind, nach dem Anschaffungskostenmodell oder nach dem Modell des beizulegenden Zeitwerts zu bilanzieren. LIGNUM bilanziert diese Grundstücke analog zu den biologischen Vermögenswerten ebenfalls mit ihrem beizulegenden Zeitwert. (Bei den Teak-Pflanzungen hat LIGNUM generell kein Eigentum an den Grundstücken.)

Sachanlagen

Die Bilanzierung der Sachanlagen erfolgt zu Anschaffungs- und Herstellungskosten, vermindert um planmäßige nutzungsbedingte Abschreibungen sowie außerplanmäßige Wertminderungen. Geringwertige Wirtschaftsgüter werden aus Wesentlichkeitsgründen im Jahr des Zugangs vollständig abgeschrieben. Ihr Abgang wird unterstellt.

Die Abschreibung der sonstigen Sachanlagen erfolgt linear über die voraussichtliche Nutzungsdauer der Vermögenswerte. Restbuchwerte und voraussichtliche Nutzungsdauer werden am Ende eines jeden Geschäftsjahres neu beurteilt. Außerplanmäßige Abschreibungen werden gebildet, wenn der erzielbare Betrag nach IAS 36 kleiner ist als der Buchwert. Die planmäßige Nutzungsdauer der Vermögenswerte in Jahren ist wie folgt angenommen:

Betriebsgebäude 25
Außenanlagen 25 bis 50
Maschinen 5 bis 25
Personenkraftwagen 4 bis 6
Lastkraftwagen 5
Sonstige Büro- und Geschäftsausstattung 3 bis 7

Vorräte

Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sind nach IAS 2 zu dem niedrigeren Wert aus Anschaffungskosten und Nettoveräußerungserlös bewertet. Unfertige und fertige Erzeugnisse sind entsprechend IAS 2.9 zu dem niedrigeren Wert aus Herstellungskosten und Nettoveräußerungserlös bewertet. Die Herstellungskosten umfassen Fertigungsmaterial, Fertigungslöhne sowie zurechenbare Teile der Material- und Fertigungsgemeinkosten. Ergeben sich Bewertungsrisiken aus einer verminderten Verwertbarkeit, werden Wertberichtigungen auf den Nettoveräußerungswert vorgenommen. Ein Ansatz von Fremdkapitalkosten erfolgt nicht, weil diese den Produkten nicht direkt zurechenbar sind.

Rückstellungen

Die Rückstellungen sind nach IAS 37 jeweils in Höhe der Beträge angesetzt, für die aufgrund rechtlicher oder faktischer Verpflichtungen ein Mittelabfluss wahrscheinlich und zuverlässig schätzbar ist.

Latente Steuern

Die Latenten Steuern werden gemäß IAS 12 nach der bilanzorientierten Verbindlichkeiten-Methode ermittelt. Danach werden für alle temporären Differenzen zwischen den Steuerwerten der Vermögenswerte und Verbindlichkeiten und den im Konzernabschluss dargestellten Buchwerten latente Steuerforderungen bzw. -verbindlichkeiten ermittelt. Sämtliche aufgrund von zu versteuernden temporären Differenzen voraussichtlich künftig zu zahlenden Ertragsteuern werden als latente Steuerverbindlichkeit erfasst. Der Bilanzansatz erfolgt zum Nominalwert, eine Diskontierung wird nicht durchgeführt. Temporäre Differenzen, für die aktive latente Steuern gebildet werden, bestehen im Wesentlichen bei bisher nicht genutzten steuerlichen Verlustvorträgen, die mit großer Wahrscheinlichkeit zukünftig genutzt werden können, sowie bei den Pflanzgrundstücken in Bulgarien. Es erfolgt ein getrennter Ausweis latenter Steueransprüche und -verbindlichkeiten. Die Buchwerte der latenten Steuern werden zu jedem Bilanzstichtag auf ihre Gültigkeit überprüft.

Die Bewertung latenter Steuern erfolgt auf Basis der Steuersätze, die für die Periode der Realisierung erwartet werden.

Finanzielle Vermögenswerte

Ansatz und Ausbuchung von finanziellen Vermögenswerten erfolgen zum Handelstag. Der Erstansatz erfolgt zum beizulegenden Zeitwert zuzüglich Transaktionskosten (in der Kategorie "erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet" ohne Berücksichtigung von Transaktionskosten). Die Kategorisierung der finanziellen Vermögenswerte erfolgt in die folgenden Kategorien:

a) erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte

b) bis zur Endfälligkeit gehaltene Finanzinvestitionen

c) zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte

d) Kredite und Forderungen.

Die Kategorisierung hängt von Art und Zweck der Finanzinvestition ab und erfolgt bei Zugang. Die Gesellschaft bilanziert ausschließlich Finanzinstrumente in den Kategorien b) und d) mittels der Effektivzinsmethode zur Berechnung der fortgeführten Anschaffungskosten eines Vermögenswertes. Zinserträge werden dabei den jeweiligen Perioden zugeordnet. Die finanziellen Vermögenswerte werden am Ende einer Periode auf Wertminderungen untersucht und gegebenenfalls erfolgswirksam angepasst.

Alle Bankguthaben und Kassenbestände sind als liquide Mittel den Finanzinstrumenten zuzuordnen und werden mit ihrem Nennwert bilanziert.

Finanzielle Verbindlichkeiten

Die finanziellen Verbindlichkeiten werden entweder als erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bilanzierte finanzielle Verbindlichkeiten oder sonstige finanzielle Verbindlichkeiten klassifiziert. Die Gesellschaft bilanziert keine erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewerteten Finanzverbindlichkeiten. Die sonstigen finanziellen Verbindlichkeiten werden erstmalig zum beizulegenden Zeitwert abzüglich Transaktionskosten erfasst. Im Rahmen der Folgebewertung werden sie gemäß der Effektivzinsmethode zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet, wobei Zinsaufwendungen in der Periode erfasst werden, in denen sie entstanden sind.

Leasingverhältnisse werden als Finanzierungsleasing klassifiziert, wenn durch die Leasingvereinbarung im Wesentlichen alle mit dem Eigentum verbundenen Chancen und Risiken auf den Leasingnehmer übertragen werden. Alle sonstigen Leasingverhältnisse werden als Operating-Leasing klassifiziert. Der Konzern tritt nur als Leasingnehmer auf.

Eigenkapital

Eigen- und Fremdkapitalinstrumente werden entsprechend dem wirtschaftlichen Gehalt der Vertragsvereinbarung klassifiziert. Grundsätzlich erfolgt eine Klassifizierung als Eigenkapital, wenn das Kapital der Gesellschaft dauerhaft zur Verfügung steht, keine feste Verzinsung vereinbart ist und keine Rückzahlungsansprüche bestehen.

Gesamtergebnisrechnung

Die Gesamtergebnisrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren erstellt.

Aufwendungen und Erträge des Geschäftsjahres werden unabhängig von der Zahlung bei der Realisierung berücksichtigt. Nach IAS 18 werden Erträge aus dem Verkauf von Produkten erfasst, wenn die signifikanten Chancen und Risiken des Eigentums an den Produkten auf den Käufer übergegangen sind, keine weiteren bestehenden Verfügungsrechte existieren, die Höhe der Erlöse und der korrespondierenden Kosten verlässlich bestimmt werden kann und ein Nutzenzufluss wahrscheinlich ist. Die Erlöse werden zum beizulegenden Zeitwert der erhaltenen Gegenleistung bewertet, eventuell um gewährte Rabatte oder ähnliche Abzüge gemindert.

Die Gesellschaft erfasst die aus Operating-Leasing-Verträgen entstehenden Kosten als Aufwand über die Laufzeit der Verträge. Die Klassifizierung als Operating-Leasing wird durch die Tatsache, dass im Wesentlichen alle Chancen und Risiken beim Leasinggeber bleiben, begründet.

Forschungs- und Entwicklungskosten werden im Aufwand des Geschäftsjahres erfasst.

Die Steuern auf das Einkommen und auf den Ertrag bemessen sich nach der Steuerzahllast unter Berücksichtigung der laufenden Ergebnisse und der Steuerlatenz.

4. Ermessensspielräume und Schätzungsunsicherheiten

Im Konzernabschluss sind in bestimmtem Umfang Schätzungen vorgenommen und Annahmen getroffen worden. Diese Schätzungen und Annahmen wurden nach bestem Wissen vorgenommen. Die Schätzungen und Annahmen betreffen hauptsächlich die Bewertung der biologischen Vermögenswerte (Pflanzungen in Brasilien und Bulgarien) sowie der als Finanzinvestitionen gehaltenen Grundstücke für die Pflanzungen in Bulgarien. Hierzu wird auf die Textziffern 7 und 8 verwiesen.

5. Veränderungen im Konsolidierungskreis

Bei der Quadris Forest Fonds I AG & Co. KG werden jährlich für einen Teil des Kommanditkapitals 7 % p.a. entnommen. Die Beteiligungsquote der LIGNUM Holding AG ändert sich entsprechend.

II. Erläuterungen zur Konzernbilanz

6. Immaterielle Vermögenswerte

Die immateriellen Vermögenswerte beinhalten die Erstellung von Homepages sowie die Rechte an einem Werbefilm.

Immaterielle Vermögenswerte 2011
TEUR
2010
TEUR
Bruttowerte am 1.1. 174 110
Zugänge 64 67
Abgänge 1 3
Bruttowerte am 31.12. 237 174
Abschreibungen am 1.1. 83 55
Zugänge 21 29
Abgänge 0 1
Abschreibungen am 31.12. 104 83
Nettobuchwerte am 1.1. 91 55
Nettobuchwerte am 31.12. 133 91

7. Biologische Vermögenswerte

Das biologische Vermögen resultiert aus den Pflanzungen in Bulgarien und Brasilien.

Das in der Baumschule wachsende Pflanzgut ist als Bestandteil der Anarbeitung neuer Pflanzungen zu Herstellungskosten in den Vorräten bilanziert.

Die Pflanzungen sind als biologischer Vermögenswert mit einem vieljährigen Lebenszyklus gemäß IAS 41 mit ihrem beizulegenden Zeitwert abzüglich diskontierter geschätzter Verkaufskosten bewertet.

Eine Preisfeststellung für die Pflanzungen der vorliegenden Art erfolgt im begrenzten Umfang auf dem Kapitalmarkt, der jedoch nicht als aktiver Markt im Sinne von IAS 41.17 anzusehen ist. Das gleiche trifft zu für "im Wachstum befindliches Rundholz", das LIGNUM an die Anleger verkauft. Deshalb ist der beizulegende Zeitwert des biologischen Vermögens in den Pflanzungen nach der Barwertmethode ermittelt.

Die für die Barwertberechnung angesetzten voraussichtlichen zukünftigen Erlöse und Kosten basieren auf Schätzungen und Annahmen. Entscheidend für die Bewertung sind insbesondere die prognostizierte Zunahme des Rundholzvolumens durch das biologische Wachstum sowie die prognostizierten Rundholzpreise.

In den ersten Jahren des Lebenszyklus der Bäume fallen hauptsächlich die Kosten für Pflege, Bewachung, Management und Verwaltung ins Gewicht. Gegen Ende des Lebenszyklus der Bäume haben das Hauptgewicht die erwarteten Erlöse aus dem Verkauf des Rundholzes abzüglich anfallender Ernte- und Verkaufskosten.

Die anteiligen Wertzuwächse, die auf an Anleger verkauftes Rundholz entfallen, sind im beizulegenden Wert des biologischen Vermögens nicht enthalten. Der nicht enthaltene anteilige Wertzuwachs ist gleich der Differenz zwischen dem Barwert der prognostizierten Rundholzerlöse des Anlegers und den durch ihn für das Rundholz geleisteten Anzahlungen.

Der Barwert des biologischen Vermögens in den Pflanzungen ist somit gleich dem Barwert der prognostizierten Erlöse für das hieraus geerntete Rundholz, abzüglich der Differenz zwischen dem Barwert der prognostizierten Erlöse der Käufer und den durch diese geleisteten Anzahlungen sowie abzüglich des Barwertes der prognostizierten Kosten für die Pflanzungen und des Barwertes der voraussichtlichen Kosten des Rundholz-Verkaufs.

Die bei der Barwertberechnung verwendeten Diskontierungssätze sind zahlenmäßig gleich den im Mittel durch die Anleger akzeptierten Renditen, die die Chancen-Risiko-Bewertung durch den Kapitalmarkt für das "im Wachstum befindliche Rundholz" widerspiegeln.

Die Diskontierungssätze liegen im Bereich von 6,4 % p. a. (Maulbeerpflanzung aus dem Jahr 2011) bis 11,0 % p. a. (Robinien-Pflanzung aus 2011). Diese gehen vom durchschnittlichen Geldmarktzinssatz in Höhe von 3 % aus und enthalten Risiko-Aufschläge für die lange Kapitalbindung, die Unsicherheit der zukünftigen Rundholzpreise sowie die Produktions- und unternehmerischen Risiken bei LIGNUM.

Die Kosten sind unter Berücksichtigung voraussichtlicher Steigerungsraten der Management- und Verwaltungskosten beim Eigentümer sowie der Preise für Waren und Dienstleistungen (5,0 % pro Jahr) angesetzt. Bei den Ernte- und Verkaufskosten wird von Preissteigerungen zwischen 2 % und 3 % pro Jahr ausgegangen.

Den erwarteten Erlösen sind Rundholz-Aufkommens-Prognosen je ha Baumbestand sowie Rundholz-Preis-Prognosen pro Kubikmeter Rundholz zu Grunde gelegt. Die Annahme über das Rundholz-Aufkommen wurde auf Basis des durchschnittlichen Wachstums eigener Pflanzungen und differenzierter Forschungsergebnisse über das durchschnittliche jährliche Wachstum der betreffenden Edelholz-Pflanzungen getroffen.

Baumart Ernte Baumalter bei Ernte in Vegetationsperioden Rundholz-Aufkommen in m 3/ha
Prognose
Maulbeere Schlussernte 12 / 13 91,1 / 96,8
Kirsche 1. Zwischenernte 10 / 11 21,3 / 23,8
Kirsche Schlussernte 18 / 19 83,0 / 88,0
Robinie 1. Zwischenernte 8 / 9 27,4 / 31,6
Robinie 2. Zwischenernte 14 / 15 41,1 / 44,7
Robinie Schlussernte 20 / 21 95,5 / 100,9
Schwarznuss 1. Zwischenernte 16 / 17 46,0 / 49,5
Schwarznuss Schlussernte 22 / 23 82,6 / 87,1
Teak 1. Zwischenernte 10 52,0
Teak 2. Zwischenernte 15 67,0
Teak Schlussernte 20 200,0

Den Rundholz-Preis-Prognosen wurden sämtliche erhältliche, plausibel und nachvollziehbare Preisangaben, Statistiken sowie sonstige, den Preis beeinflussende, Marktdaten zugrunde gelegt. Aus diesen Erkenntnissen, eigenen Marktforschungen sowie einer durch die Pöyry Forest Industry Consulting GmbH im Jahr 2008 für LIGNUM angefertigten umfassenden Markt-Analyse wurden für die zukünftig angebotenen Edelholzarten in Bulgarien mittlere Preis-Prognosen für das Rundholz für verschiedene Baum-Alter zu den verschiedenen Erntejahren erarbeitet.

  Ausgangs-Preis (2011) in EUR/m 3
Alter der Bäume in Vegetationsperioden Maulbeere Kirsche Robinie Schwarznuss
8     319  
10   417    
12 490      
14     504  
16       668
18   612    
20     761  
22       890

Für die zukünftige Preisprognose werden in Abhängigkeit vom Baum-Alter durchschnittliche Preissteigerungen von 5,5 % pro Jahr für diese angebauten Rundhölzer angenommen.

Für die bestehenden Teak-Bestände sowie für die Robinien-Bestände, die nach einem alten Pflanzschema gepflanzt wurde bestehen folgende Preisprognosen für das Jahr 2011. Bei den Teak-Beständen werden in Abhängigkeit vom Baum-Alter durchschnittliche Preissteigerungen von ca. 6 % pro Jahr prognostiziert.

  Basis-Rundholz-Preis-Prognose
  Teak Robinie
Baum-Alter * 10 15 20 8 14 20
Preis in EUR/m 3 bis Herbst 2007 154 412 616 253 393 490

* Prognose mittel bezogen auf das Pflanzjahr

Die Gesellschaft berücksichtigt die Bewertungsrisiken mit eher konservativen Annahmen und einem fortlaufenden Ausbau des internen Risikomanagements. Den natürlichen Risiken bezüglich der Pflanzungen begegnet LIGNUM insbesondere durch intensive Pflege und laufende Überwachung sowie durch ständige Kontrolle des Baumwachstums.

Entwicklung des biologischen Vermögens 2011
TEUR
2010
TEUR
Bruttowerte am 1.1. 38.030 26.760
Zugänge 1.838 2.508
Erhöhung des beizulegenden Zeitwertes nach IAS 41 8.126 8.762
Abgänge 0 0
Bruttobuchwerte am 31.12. 47.994 38.030

8. Finanzinvestitionen in Grundstücke

Gemäß IAS 40 sind die erworbenen Grundstücke für die Pflanzungen in Bulgarien mit dem beizulegenden Zeitwert bewertet, da es sich dem Wesen nach um als Finanzinvestitionen gehaltene Immobilien handelt. Bei den erworbenen Grundstücken ist nicht von einem aktiven Markt i.S.d. IAS 40.45 auszugehen. Daher erfolgt eine Bewertung mit den durchschnittlichen Erwerbskosten für die Grundstücke. Im Geschäftsjahr wurden keine neuen Grundstücke gekauft.

Entsprechend den Bestimmungen in den Rundholzkaufverträgen sind den Anlegern auf diesen Grundstücken Sicherheiten in Form der Eintragung eines besonderen Pfandrechtes gewährt worden. In Verträgen bis Ende 2008 wurden dem Anleger Hypotheken auf diese Grundstücke eingetragen.

Als Finanzinvestition gehaltene Grundstücke für die Pflanzungen in Bulgarien 2011
TEUR
2010
TEUR
Bruttowerte am 1.1. 2.375 2.308
Zugänge 0 62
Umgliederung 0 0
Verminderung / Erhöhung des beizulegenden Zeitwertes nach IAS 41 0 5
geleistete Anzahlungen auf Grundstücke 0 0
Bruttobuchwerte am 31.12. 2.375 2.375

9. Sachanlagen

Sachanlagen 2011 Betriebs- und
Geschäfts-
ausstattung
TEUR
Fahrzeuge und Maschinen
TEUR
Grundstücke Gebäude und Außenanlagen
TEUR
Geleistete Anzahlungen u. Anlagen im Bau
TEUR
Gesamt
TEUR
Bruttowerte am 1.1. 431 1.605 760 2 2.798
Zugänge 109 852 0 0 961
Abgänge 7 53 21 0 81
Bruttowerte am 31.12. 533 2.404 739 2 3.678
Abschreibungen am 1.1. 213 633 28 0 874
Zugänge 59 378 0 0 437
Abgänge 2 22 0 0 22
Abschreibungen am 31.12. 270 991 28 0 1.289
Nettobuchwerte am 1.1. 218 972 732 2 1.924
Nettobuchwerte am 31.12. 263 1.413 711 2 2.387

10. Sonstige finanzielle Vermögenswerte

Die sonstigen finanziellen Vermögenswerte enthalten gestellte Kautionen.

11. Latente Steuern

Aktive latente Steuern werden auf temporäre Differenzen der steuerlichen Verlustvorträge sowie bezüglich der Pflanzgrundstücke in Bulgarien gebildet. Aktive latente Steuern auf Verlustvorträge werden nur dann aktiviert, wenn sie mit hoher Wahrscheinlichkeit durch zukünftige steuerpflichtige Erträge genutzt werden können.

Passive latente Steuern werden im Wesentlichen aus zukünftigen Gewinnen aus dem Verkauf von nicht zur Erfüllung der Rundholz-Übereignungs-Verpflichtungen gegenüber den Käufern benötigten Rundholz erwartet.

Diese Gewinne werden voraussichtlich bei sämtlichen nicht an Kunden veräußerten Edelhölzern anfallen.

In Bulgarien werden Gewinne derzeit in Höhe von 10 % besteuert. In Deutschland ist ein Steuersatz von ca. 30 % auf Unternehmensgewinne zugrunde zu legen. Die passiven latenten Ertragssteuern werden nach jetziger Voraussicht frühestens ab dem Jahr 2020 anfallen.

Die latenten Steuerverpflichtungen erhöhen sich im Geschäftsjahr 2011 um TEUR 1.219, was im Wesentlichen der Änderung des beizulegenden Wertes des biologischen Vermögens zuzuschreiben ist.

12. Vorräte

Vorräte 2011
TEUR
2010
TEUR
Unfertige Erzeugnisse 953 849
Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 508 310
Waren 157 281
Geleistete Anzahlungen auf Vorräte 258 172
Fertige Erzeugnisse 0 1
Vorräte gesamt 1.876 1.613

Bei den unfertigen Erzeugnissen handelt es sich im Wesentlichen um angearbeitete Pflanzungen sowie um wachsendes Pflanzgut aus den Baumschulen. Die Realisierung der Vorräte wird erwartungsgemäß im Wesentlichen innerhalb von 12 bis 24 Monaten erfolgen.

13. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen haben eine Restlaufzeit von unter einem Jahr.

14. Sonstige Vermögenswerte

Sonstige Vermögenswerte 2011
TEUR
2010
TEUR
Steuererstattungen 696 968
Forderungen aus Rechtsangelegenheiten 342 316
Forderung ggü. verbundenen Unternehmen 292 365
Rechnungsabgrenzungsposten 195 130
Forderungen ggü. nahestehenden Personen und Unternehmen 107 69
Übrige 202 75
Sonstige Vermögenswerte gesamt 1.834 1.923

15. Zahlungsmittel

Hierbei handelt es sich ausschließlich um frei verfügbare Guthaben bei Kreditinstituten und Kassenbestände.

Zur Veränderung der Zahlungsmittelbestände wird auf die nach der indirekten Methode erstellte Kapitalflussrechnung verwiesen.

16. Eigenkapital

Die Gesellschaft hat 50.000 auf den Namen lautende Stückaktien ausgegeben. Zur Erläuterung der im Eigenkapital stattgefundenen Veränderungen des Geschäftsjahres wird auf die Eigenkapital-Veränderungsrechnung verwiesen.

17. Erhaltene Anzahlungen

Die erhaltenen Anzahlungen wurden von Anlegern für gekauftes Rundholz geleistet. Die Anleger entrichten den Kaufpreis für das Rundholz in voller Höhe zeitnah nach Abschluss des Kaufvertrages (bei vertraglicher Einmalzahlung) bzw. im Verlaufe von maximal 4 Jahren nach Abschluss des Kaufvertrages (bei vertraglicher Ratenzahlung). Die Lieferung und somit auch die Umsatzrealisierung erfolgt zu den jeweiligen Erntezeitpunkten. Der größte Teil der erhaltenen Anzahlungen wird somit erst zu den Zeitpunkten der jeweiligen Schlussernten realisiert.

18. Finanzverbindlichkeiten

Finanzverbindlichkeiten 2011
TEUR
2010
TEUR
Langfristige Darlehen von Anlegern (hypothekengesichert) 823 823
Verbindlichkeiten aus KfZ-Finanzierungen 390 352
Anleihen 265 265
Langfristige Darlehen von Anlegern - unbesichert 0 0
Genussscheine 40 40
Verbindlichkeiten ggü. Gesellschaftern/nahestehenden Personen 5 5
Darlehen zur Finanzierung von Sachanlagen 0 0
Übrige 66 41
Finanzverbindlichkeiten gesamt 1.589 1.526

Die Laufzeiten und die jährliche Verzinsung der langfristigen Darlehen von Anlegern stellen sich wie folgt dar:

Laufzeit bis Verzinsung p. a. Darlehensbetrag
in TEUR
2014 12,0% 155
2014 8,0% 30
2015 7,5% 35
2016 7,5% 33
2016 8,0% 20
2019 11,0% 300
2020 11,0% 250
    823

Die Darlehen sind mit Hypotheken auf Pflanzungs-Grundstücken in Bulgarien gesichert.

Die Anleihe wird mit 9 % pro Jahr verzinst und hat eine feste Laufzeit bis 2014. Der Genussschein wird mit 8 % pro Jahr verzinst und hat eine reguläre Laufzeit bis 2018. Für den Genussschein besteht ab dem Geschäftsjahr 2009 ein vorzeitiges Kündigungsrecht beider Seiten, dass nicht ausgeübt wurde. Bei einer Laufzeit des Genussscheins bis 2012 steht dem Investor ein Bonus in Höhe von 10% der Einlage, bei einer Laufzeit bis 2018 ein Bonus in Höhe von 20 % der Einlage zu. Die Anleihe und der Genussschein sind ebenfalls mit Hypotheken auf Pflanzungs-Grundstücken in Bulgarien gesichert.

Es bestehen insgesamt 17 Finanzierungsleasingverträge über Fahrzeuge in Bulgarien. Die Leasingverträge beinhalten die allgemeinüblichen Vertragsbedingungen, insbesondere trägt der Leasingnehmer alle Lasten und Risiken im Zusammenhang mit den Leasingfahrzeugen. In den Leasingverträgen sind Kaufoptionen vereinbart, die Personenkraftwagen können am Ende der Laufzeit zum Restwert erworben werden.

LIGNUM hat Pachtverträge für landwirtschaftliche Flächen (insgesamt 1.668,77 ha) abgeschlossen. Die Grundstücke werden in der Regel für 25 Jahre (+5 Jahre Option) gepachtet. Daraus ergeben sich bis zum Ende der Vertragslaufzeiten zukünftige Pachtzinsen in Höhe von 4.558 TEUR. Davon werden innerhalb eines Jahres 201 TEUR und innerhalb der nächsten 1 bis 5 Jahre sind 993 TEUR fällig.

Zur Klassifizierung der Verbindlichkeiten wird auf Textziffer 21 verwiesen.

19. Rückstellungen

Rückstellungen 01.01.2011
TEUR
Inanspruchnahme
TEUR
Auflösung
TEUR
Zuführung
TEUR
Gesamt
TEUR
Steuern 0 0 0 34 34
Jahresabschluss und Steuerberatung 86 66 19 83 84
Sonstige 22 11 3 12 20
Rückstellungen gesamt 108 77 22 129 138

Die erwarteten Mittelabflüsse für die zum 31. Dezember 2011 gebildeten Rückstellungen ergeben sich wie folgt:

2012 74 TEUR
2013 64 TEUR

Eventualverbindlichkeiten bestehen im Wesentlichen im Zusammenhang mit der umsatzsteuerlichen Würdigung der auf Eingangsleistungen in Deutschland entfallenden Vorsteuerbeträge der Jahre 2007 bis 2010 in Höhe von TEUR 453. Gegen entsprechende Steuerbescheide aufgrund einer für die Jahre 2007 bis 2009 durchgeführten Betriebsprüfung wird im Rahmen eines Einspruchsverfahrens vorgegangen. Die Erfolgsaussichten werden als positiv eingeschätzt.

20. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen haben eine Laufzeit von unter einem Jahr.

21. Sonstige Verbindlichkeiten

Die sonstigen kurzfristigen Verbindlichkeiten haben eine Laufzeit von unter einem Jahr und setzen sich wie folgt zusammen:

Sonstige Verbindlichkeiten 2011
TEUR
2010
TEUR
Erhaltene Anzahlungen 645 833
Verbindlichkeiten aus Lohn/Gehalt 263 487
Verbindlichkeiten aus sozialer Sicherheit 278 121
Zinsabgrenzungen 171 113
Verbindlichkeiten aus Steuern 524 741
Verbindlichkeiten ggü. Gesellschaftern und nahestehenden Personen und Unternehmen 95 85
Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasingverträgen (bis 1 Jahr) 62 72
Verbindlichkeiten aus kurzfristigen Darlehen 0 100
Übrige 249 189
Sonstige Verbindlichkeiten gesamt 2.287 2.741

22. Berichterstattung zu Finanzinstrumenten und finanziellem Risikomanagement

Finanzielle Forderungen und Verbindlichkeiten 2011
TEUR
2010
TEUR
Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte 0 0
Bis zur Endfälligkeit zu haltende Finanzinvestitionen 786 111
Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte 0 0
Kredite und Forderungen 3.120 3.548
Finanzielle Vermögenswerte 3.906 3.659
Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Verbindlichkeiten 0 0
Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete sonstige finanzielle Verbindlichkeiten 3.829 4.695
Finanzielle Verbindlichkeiten 3.829 4.695
Finanzielle Vermögenswerte 2011
TEUR
2010
TEUR
Sonstige finanzielle Vermögenswerte 786 111
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 250 24
Sonstige Vermögenswerte 1.834 1.923
Zahlungsmittel 1.036 1.601
Summe 3.906 3.659
Finanzielle Verbindlichkeiten 2011
TEUR
2010
TEUR
Finanzverbindlichkeiten 1.589 1.526
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 597 428
sonstige Verbindlichkeiten 1.642 2.741
Summe 3.829 4.695

Der Konzern ist aufgrund seiner Finanzierungsstruktur, bestehend aus den Anzahlungen der Käufer für Rundholz sowie - in wesentlich geringerem Umfang - langfristigen, festverzinslichen Darlehen, der Anleihe und dem Genussschein praktisch keinen Zins- und Finanzierungsrisiken ausgesetzt. Für zukünftige Zeiträume plant die Gesellschaft, die Kosten der Pflanzungen aus Erlösen der Zwischenernten mitzufinanzieren, um so das Liquiditätsrisiko zu reduzieren. Marktrisiken, wie Preissteigerungen bei den Kosten oder Schmälerungen der Erlöse sieht sich die Gesellschaft mittels Produktions- und Effizienzsteigerungen gewappnet. Währungsrisiken bestehen durch die Bindung des Lewa an den Euro für den Standort Bulgarien nicht. Da für die Teak-Pflanzungen alle Preise in Euro vereinbart sind, bestehen auch keine wesentlichen Währungsrisiken in Zusammenhang mit Teak.

III. Konzerngesamtergebnisrechnung

23. Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse resultieren aus der Einräumung von Sicherheiten sowie aus dem Verkauf von Vertriebsmaterialien und Büchern.

24. Gewinn aus der Änderung des beizulegenden Zeitwertes biologischer Vermögenswerte

Die Zunahme des Werts des biologischen Vermögens basiert zum einen auf einem Zugang von neuen Pflanzungen, zum anderen auf dem natürlichen Wachstum der Bäume. Die Zunahme des biologischen Vermögenswertes spiegelt die hohe Wertschöpfung durch das natürliche Baumwachstum wieder.

25. Verlust / Gewinn aus der Änderung des beizulegenden Zeitwertes der als Finanzinvestition gehaltenen Grundstücke

Die Grundstücke wurden mit einem Durchschnittspreis der bisherigen Anschaffungen bewertet. Im Geschäftsjahr 2011 wurden keine neuen Grundstücke erworben.

26. Aktivierte Eigenleistungen

Kosten für das Management und die Pflege der biologischen Vermögenswerte sind als aktivierte Eigenleistungen ausgewiesen.

27. Sonstige betriebliche Aufwendungen

Sonstige betriebliche Aufwendungen 2011
TEUR
2010
TEUR
Bezogene Leistungen 1.708 1.437
Verkaufsprovisionen 854 792
Werbekosten 154 191
Reisekosten 104 47
Fahrzeugkosten 100 80
Rechts-, Beratungs-, Abschluss- und Prüfkosten 72 123
Periodenfremde Aufwendungen 33 45
Abschreibungen auf Umlaufvermögen 1 276
Übrige 255 295
Sonstige betriebliche Aufwendungen gesamt 3.281 3.286

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten Aufwendungen aus Operating-Leasing-Verträgen in Höhe von TEUR 54 (Vorjahr: TEUR 42). Die Operating-Leasingverhältnisse betreffen Personenkraftwagen, Kopiergeräte sowie die zentrale Computeranlage. Die Leasingverträge sind in Deutschland abgeschlossen und beinhalten die allgemeinüblichen Vertragsbedingungen. Die Laufzeit beträgt durchschnittlich 36 Monate. Es sind keine Kaufoptionen vereinbart. Ebenso sind keine Preisanpassungen möglich. Die Höhe der Leasingraten ist insbesondere in Anhängigkeit vom Listenpreis der Fahrzeuge und den Finanzierungskosten einschließlich anderer Kosten des Leasinggebers festgelegt worden.

28. Ertragssteuern

Die Ertragssteuern betreffen im Wesentlichen latente Steuern auf die voraussichtlichen zukünftigen Gewinne aus dem Rundholz-Verkauf. Die Gewinne und damit die Steuern darauf werden voraussichtlich erst ab dem Jahr 2020 anfallen. Im Geschäftsjahr 2011 gab es ansonsten nur eine geringe tatsächliche Ertragssteuerbelastung, da die Konzerngesellschaften aufgrund der erst in den Erntejahren anfallenden Gewinne steuerlich zunächst überwiegend negative Ergebnisse erwirtschaften.

IV. Sonstige Angaben

29. Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen

Bei Kaufverträgen für Robinienholz aus Bulgarien bis Ende 2008 bestehen Hypothekeneintragungen zugunsten der Käufer auf den mit Robinien-Pflanzungen bewirtschafteten Grundstücken. Bei abgeschlossenen Kaufverträgen ab 2009 wurde den Käufern für den Fall, dass LIGNUM seinen vertraglichen Pflichten nicht nachkommt, ein besonderes Pfandrechts an den planmäßigen Rundholz-Ernten eingeräumt. Weiterhin bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen aus Operating-Leasingverhältnissen in Bulgarien.

30. Mitarbeiter

Der Konzern beschäftigte in 2011 im Durchschnitt 401 Mitarbeiter (Vorjahr: 398).

31. Angaben zu Beziehungen und Geschäften mit nahestehenden Personen und Unternehmen

Die Management und Geschäftsführungsleistungen werden ab 2008 von der LIGNUM Management GmbH, Berlin, erbracht. Für ihre Management- und Geschäftsführungsleistung erhielt Sie im Geschäftsjahr 2011 eine Vergütung von TEUR 1.291 (Vorjahr TEUR 701). Daneben bestehen zum 31.12.2011 Darlehensverbindlichkeiten ggü. Gesellschaftern in Höhe von TEUR 67 (Vorjahr TEUR 63).

Die LIGNUM-Unternehmensgruppe nahm im Berichtsjahr Dienste von sonstigen nahestehenden Unternehmen oder Personen (Unternehmen von Minderheitsgesellschaftern sowie Familienangehörige des Managements) in Höhe von TEUR 237 (Vorjahr: TEUR 244) insbesondere für Management-, Arbeitnehmer- und Provisionsleistungen entgegen. Es bestehen kurzfristige Darlehensverbindlichkeiten gegenüber nahestehenden Personen in Höhe von TEUR 22 (Vorjahr: TEUR 23). Dem stehen Forderungen aus Darlehen (TEUR 91) sowie Auslagen (TEUR 16) ggü. nahestehenden Personen in Höhe von TEUR 107 (Vorjahr: TEUR 69) gegenüber, so dass sich im Saldo eine Forderung zum Bilanzstichtag in Höhe von TEUR 85 (Vorjahr: TEUR 46) ergibt.

32. Bezüge des Managements in Schlüsselpositionen und des Aufsichtsrats

Die Mitarbeiter des Managements in Schlüsselposition haben in 2011 insgesamt Vergütungen in Höhe von TEUR 712 (Vorjahr: TEUR 696) erhalten. Der Aufsichtsrat hat im Berichtsjahr wie auch im Vorjahr keine Bezüge erhalten.

Dem Management in Schlüsselpositionen gehörten in 2011 an:

Dr. Andreas Nobis, Vorstand LIGNUM Holding AG

Peter Nobis, Vorstand LIGNUM Holding AG

Andreas Rühl, Vorstand LIGNUM Edelholz Investitionen AG, Geschäftsführer LIGNUM Edelholz Anlagen GmbH

Joachim Frank, Geschäftsführer VIVUM Edles aus Holz GmbH (vormals LIGNUM Handel GmbH)

Rossen Denov, Geschäftsführer VIVUM EOOD

Karen Tadevosyan, Geschäftsführer LIGNUM Bulgaria EOOD

Dem Aufsichtsrat der LIGNUM Holding AG gehörten in 2011 an:

Reinhard Mielke, Rechtsanwalt, Vorsitzender

Detlef Sabelus, Steuerberater

Christine Werner, Kauffrau

Artur Torosyan, Jurist

 

Berlin, 21.08.2013

LIGNUM Holding AG

Dr. A. Nobis, Vorstand

Nachrichten & Medien

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