Stammdaten

Register
Amtsgericht Charlottenburg (Berlin) HRB 152110
Eingetragen
15.8.2013
Branche
Managementtätigkeiten von sonstigen HoldinggesellschaftenBeteiligungsgesellschaftenManagementtätigkeiten von Holdinggesellschaften mit überwiegend finanziellem Anteilsbesitz
Gegenstand
Die Verwaltung eigenen Vermögens, insbesondere der Erwerb und das Halten von Unternehmensbeteiligungen auf eigene Rechnung.

Historie

Keine Bekanntmachungen für diesen Filter verfügbar

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (2)

NameAnteil
Stiftung Lignum
90.00%
Dr. Nobis Familienstiftung
10.00%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Germany
50.000 €
100.00%

Beteiligungen

NameAnteil
100.00%
100.00%

Konzern- und Jahresabschlüsse

LIGNUM Holding Aktiengesellschaft

Berlin

Konzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2012 bis zum 31.12.2012

Grundlagen

Grundlagen für diesen Lagebericht sind:

Konzernabschluss nach IFRS für das Geschäftsjahr 2012

handelsrechtliche Einzelabschlüsse der Konzerngesellschaften für das Geschäftsjahr 2012.

I. Geschäftsverlauf im Geschäftsjahr 2012

1. Wirtschaftliche Rahmenbedingungen

1.1. Edelholz-Anbau

Lignum agiert als Produzent von Edelhölzern in quasi-landwirtschaftlicher Anbauweise innerhalb der gegenwärtigen und zukünftigen Rahmenbedingungen für die Landwirtschaft mit der Spezifik von Bulgarien, zudem auf dem Edelholzmarkt.

Die langfristigen Tendenzen auf dem Edelholzmarkt - Angebots-Verknappung, insbesondere bei Qualitätsholz, Globalisierung, Verarbeitung zu Halbzeugen und Fertigprodukten durch die Forstunternehmen selbst, Direktvermarktung an die Verarbeitenden bzw. Endkunden - bestimmen bereits jetzt die gesamte Arbeit von Lignum.

Von den landwirtschaftlichen Rahmenbedingungen sind der lokale Markt für Agrarflächen, die Märkte für landwirtschaftliche Maschinen, Fahrzeuge und sonstige Arbeitsmittel sowie für Kraftstoffe und Agrochemikalien, außerdem der lokale Arbeitsmarkt relevant.

Aufgrund relativ solider Staatsfinanzen geriet der Leva im Gegensatz zu den meisten osteuropäischen Währungen nicht unter Abwertungsdruck. Bulgarien musste keine Kredite des IWF in Anspruch nehmen und weist nach Estland mit 18,5 % des BIP die zweitniedrigste Staatsverschuldung in der Europäischen Union auf (Deutschland: 80 %). Das Haushaltsdefizit belief sich 2012 auf 0,8 % und die Inflationsrate lag mit 2,0 % unter dem EU-Durchschnitt. Bulgarien erfüllt heute vier der fünf Konvergenzkriterien für den Beitritt zur europäischen Währungsunion und zeichnet sich durch makroökonomische Stabilität aus. Hierzu haben die in enger Zusammenarbeit mit dem Internationalen Währungsfonds und der Weltbank eingeleiteten Reformen und Privatisierungen ehemals staatlicher Betriebe wie die Sicherung solider Staatsfinanzen maßgeblich beigetragen.

1.2. Finanzmarkt

2012 war aufgrund anhaltender Anspannungen ein schwieriges Jahr für den Finanzmarkt. Die Staatsschuldenkrise im Euroraum und die Rezession in einigen Eurostaaten setzten den Euro unter Druck. Auf die angespannte Lage reagierten die Anleger mit zunehmender Verunsicherung und der Verschiebung geplanter Aktivitäten, was am Unternehmen nicht spurlos vorbeiging.

2. Konzern-Entwicklung

2.1. Unsere Edelholz-Pflanzungen

Lignum baut in Bulgarien die europäischen Edelhölzer Maulbeere, Kirsche, Robinie und Schwarznuss kommerziell an. Durch diese europäischen Edelholzarten können alle tropischen Edelholzarten substituiert werden. Bereits vorhandene Teak-Pflanzungen werden planmäßig mit Hilfe des Partners FLORESTECA weitergeführt.

2.1.1. Pflanzungen in Bulgarien

Insgesamt wurden im Berichtsjahr in Bulgarien weitere 398,10 ha Pflanzungen angelegt, womit sich der Gesamtbestand an Pflanzungen in Bulgarien zum 31.12.2012 auf 1.941,2 ha erhöhte. Der Großteil der Neupflanzungen entfällt mit 119 ha auf die Robinie. Der Gesamtbestand der Pflanzungen in Bulgarien verteilt sich zum 31.12.2012 wie folgt:

Position Fläche
Robinie - Pflanzzeit Frühjahr 2004 10,7 ha
Robinie - Pflanzzeit Herbst 2004 68,5 ha
Robinie - Pflanzzeit Frühjahr 2005 88,9 ha
Robinie - Pflanzzeit Herbst 2005 74,0 ha
Robinie - Pflanzzeit Frühjahr 2006 65,3 ha
Robinie - Pflanzzeit Herbst 2006 71,5 ha
Robinie - Pflanzzeit Frühjahr 2007 4,5 ha
Robinie - Pflanzzeit Herbst 2007 76,8 ha
Robinie - Pflanzzeit Frühjahr 2008 34,3 ha
Robinie - Pflanzzeit Herbst 2008 10,0 ha
Robinie - Pflanzzeit Frühjahr 2009 37,8 ha
Robinie - Pflanzzeit Herbst 2009 7,2 ha
Kirsche - Pflanzzeit Frühjahr 2009 18,8 ha
Kirsche - Pflanzzeit Herbst 2009 93,5 ha
Maulbeere - Pflanzzeit Frühjahr 2009 15,0 ha
Maulbeere - Pflanzzeit Herbst 2009 3,2 ha
Schwarznuss - Pflanzzeit Frühjahr 2009 11,5 ha
Schwarznuss - Pflanzzeit Herbst 2009 61,6 ha
Maulbeere - Pflanzzeit Frühjahr 2010 63,0 ha
Maulbeere - Pflanzzeit Herbst 2010 14,5 ha
Robinie - Pflanzzeit Frühjahr 2010 122,2 ha
Robinie - Pflanzzeit Herbst 2010 132,8 ha
Maulbeere - Pflanzzeit Frühjahr 2011 121,5 ha
Kirsche - Pflanzzeit Frühjahr 2011 46,0 ha
Robinie - Pflanzzeit Frühjahr 2011 157,1 ha
Schwarznuss - Pflanzzeit Frühjahr 2011 51,2 ha
Maulbeere - Pflanzzeit Herbst 2011 19,9 ha
Kirsche - Pflanzzeit Herbst 2011 4,8 ha
Robinie - Pflanzzeit Herbst 2011 46,1 ha
Schwarznuss - Pflanzzeit Herbst 2011 11,3 ha
Maulbeere - Pflanzzeit Frühjahr 2012 71,0 ha
Kirsche - Pflanzzeit Frühjahr 2012 57,5 ha
Robinie - Pflanzzeit Frühjahr 2012 73,4 ha
Schwarznuss - Pflanzzeit Frühjahr 2012 80,7 ha
Maulbeere - Pflanzzeit Herbst 2012 16,4 ha
Kirsche - Pflanzzeit Herbst 2012 27,5 ha
Robinie - Pflanzzeit Herbst 2012 45,9 ha
Schwarznuss - Pflanzzeit Herbst 2012 25,7 ha
Summe Pflanzungen in Bulgarien 1.941,2 ha

Das Wachstum der Pflanzungen verlief im Durchschnitt planmäßig. Die gute Entwicklung der Pflanzungen war insbesondere das Ergebnis wesentlich verstärkter Pflegemaßnahmen. Die neuen Pflanzungen sowie das Baumwachstum in den vorhandenen Pflanzungen lieferten den Hauptteil der hohen Wertschöpfung im Jahr 2012 (s. Punkt II.).

2.1.2. Teak-Pflanzungen in Brasilien

Ein kommerzieller Verkauf von Teak-Pflanzungen wurde bereits in 2009 eingestellt. Der Bestand an Teak-Pflanzungen zum 31.12.2012 stellt sich unverändert wie folgt dar:

Position Fläche
Teak - Pflanzzeit Herbst 1995 4,0 ha
Teak - Pflanzzeit Herbst 1996 11,7 ha
Teak - Pflanzzeit Herbst 1999 18,1 ha
Teak - Pflanzzeit Herbst 2000 4,2 ha
Teak - Pflanzzeit Herbst 2002 62,7 ha
Teak - Pflanzzeit Herbst 2004 17,5 ha
Summe Teak-Pflanzungen in Brasilien 118,2 ha

Die Pflanzungen zeigen ein sehr unterschiedliches Wachstum, abhängig von der Bodenbeschaffenheit, das teilweise über dem Plan (Prognose "middle"), teilweise auch unter dem Plan liegt. FLORESTECA garantiert aber vertraglich das geplante Mindest-Rundholz-Aufkommen (Prognose "low"). Die Teak-Pflanzungen trugen mit ihrem natürlichen Wachstum ebenfalls wesentlich zur Wertschöpfung bei. Der massive Verbrauch der weltweit bestehenden Holzvorkommen, wird künftig zu einer Verknappung des Rohstoffs führen. Um auch hier unabhängiger von Preisschwankungen zu werden, wird dennoch untersucht, ob das Holzverwertungs-Konzept für Robinienholz auf analoge Teak-Erzeugnisse angewendet werden kann.

2.2. Ökologische und soziale Verantwortlichkeit

Die Pflanzungen wurden auch im Geschäftsjahr 2012 nach den strengen Regeln des Forest Stewardship Council (FSC) ökologisch und sozial verantwortlich gemanagt. Die Teak-Pflanzungen sind in die regelmäßige Evaluierung des FSC-Zertifikats des Kooperationspartners FLORESTECA eingeschlossen. Das FSC-Zertifikat, das für die Pflanzungen des Lignum-Forstbetriebs Lignum Bulgaria EOOD, Bulgarien ausgestellt wird, unterliegt einer jährlichen Überprüfung. Im Dezember 2011 wurde das bestehende Zertifikat erneut verlängert und hat damit eine Gültigkeit bis Dezember 2016. Die zum 31.12.2012 vorhandenen Pflanzungen bedeuten eine aktive CO 2 -Senke, die langfristig ca. 24.591 t CO 2 pro Jahr bindet.

2.3. Finanzierung

Der Konzern finanzierte sich auch im Jahr 2012 im Wesentlichen aus dem Verkauf von Edelholz an Anleger in Form von Sachwertanlagen. Im Unterschied zum Vorjahr wurde mit Nobilis eine neue Marke für das Sachwertanlagenangebot eingeführt, die an die Stelle der alten Marke LIGNUM nobilis trat. Entsprechend wurde die Vertriebsgesellschaft Lignum Edelholz Investitionen AG in Nobilis Edelholz Sachwertanlagen AG umbenannt. Das neue Angebot Nobilis gibt es in den vier Modifikationen NobilisPriva, NobilisVita, NobilisVerde und NobilisValere, wodurch ein qualitativer Schritt erfolgt ist. Anstatt eines Einheitsangebotes für alle werden nunmehr verschiedene Anlegertypen ihren Wünschen und Vorstellungen entsprechend unterschiedlich angesprochen. Neben dieser Diversifikation wurde die Kommunikation der Sachwertanlage in europäisches Edelholz durch die Reduktion auf den tatsächlichen wirtschaftlichen und rechtlichen Gehalt verschlankt.

Stand zum 31.12.
des Jahres
Bestand an Vermögensanlagen

Edelholz-Verkauf Anleihe / Genussschein langfristige
Darlehen
gesamt
2003 0,6 Mio. - - 0,6 Mio.
2004 1,4 Mio. 0,3 Mio. 0,3 Mio. 2,0 Mio.
2005 3,5 Mio. 0,3 Mio. 1,0 Mio. 4,8 Mio.
2006 6,2 Mio. 0,3 Mio. 1,0 Mio. 7,5 Mio.
2007 9,9 Mio. 0,3 Mio. 1,0 Mio. 11,2 Mio.
2008 15,1 Mio. 0,3 Mio. 1,1 Mio. 16,5 Mio.
2009 22,3 Mio. 0,3 Mio. 1,0 Mio. 23,6 Mio.
2010 32,5 Mio. 0,3 Mio. 1,0 Mio. 33,8 Mio.
2011 42,9 Mio. 0,3 Mio. 0,8 Mio. 44,1 Mio
2012 49,7 Mio. 0,3 Mio. 0,8 Mio. 50,8 Mio

Der Gesamt-Bestand an Vermögensanlagen bei Lignum erreichte zum 31.12.2012 EUR 50,8 Mio. Ein Anteil in Höhe von rd. 98 % entfällt auf die Edelholz-Verkäufe, der damit mit Abstand erfolgreichsten Anlageform. Die Edelholzverkäufe umfassen erhaltene Anzahlungen auf Edelholz, Provisionen sowie Zahlungen zur Bestellung der Sicherheiten.

Den Käufern wurden in 2012 unverändert Sicherheiten in Form des Besonderen Pfandrechts an den planmäßigen Edelholz-Ernten auf adäquaten Pflanzungs-Parzellen bestellt. Auf den Parzellen wächst voraussichtlich deutlich mehr Rundholz heran, als von den jeweiligen Anlegern gekauft wurde, womit die Werthaltigkeit der Sicherheiten im vollen Umfang gegeben ist.

Mit den vereinnahmten Rundholz-Kaufpreisen

wurde Eigenkapital, das in die Herstellung neuer Pflanzungen investiert war, refinanziert;

wurden Pflanzungen entsprechend dem platzierten Nobilis-Volumen angeschafft;

wurden Rücklagen zur Finanzierung der späteren Pflege der Pflanzungen gebildet, hauptsächlich in Form zusätzlicher (nicht mit Ansprüchen von Anlegern belasteter) Robinien-Pflanzungen.

Das refinanzierte (freigesetzte) Eigenkapital wurde vollständig wieder zur Anschaffung von neuen Grundstücken für die nächste Generation von Pflanzungen sowie für die Finanzierung neuer Betriebsstätten und -mittel eingesetzt. Andere Finanzierungsquellen als der Rundholz-Verkauf wurden in nur sehr geringem Umfang in Anspruch genommen, im Wesentlichen nur in Form von Bankkrediten zur Finanzierung von Fahrzeugen und sonstigen langfristigen Darlehen.

2.4. Management und Personal

Der Konzern hatte in Deutschland verhältnismäßig wenig Angestellte, sondern erhielt die Kräfte überwiegend durch verbundene Dienstleister gestellt bzw. ließ die Arbeiten durch solche Dienstleister ausführen. Das bezieht sich auch auf alle Vorstände und Geschäftsführer in Deutschland. Deswegen gab es zum 31.12.2012 bei den deutschen Konzerngesellschaften nur 9 Angestellte (zum 31.12.2011: 9 Angestellte).

In Bulgarien blieb die Personalstärke unverändert. Dort waren zum 31.12.2012 insgesamt 338 fest angestellte Mitarbeiter beschäftigt (zum 31.12.2011 insgesamt 392).

II. Vermögens-, Finanz- und Ertragslage

1. Vermögenslage

Vermögensanlage nach IFRS


2012 2011 +/-

TEUR % TEUR % TEUR %
Immaterielle Vermögensgegenstände 734 1 133 0 601 >100
Biologische Vermögenswerte 58.371 79 47.994 78 10.377 22
Grundstücke
(davon Pflanzungsgrundstücke: 2.375)
3.873 5 2.375 4 1.498 63
Sonstige Sachanlagen 3.343 4 2.387 4 956 40
Sonstige Finanzielle Vermögenswerte 120 0 786 1 -666 -85
Latente Steuern 3.246 4 2869 5 377 13
Langfristig gebundenes Vermögen 69.687 93 56.544 92 13.143 23
Vorräte 2.160 3 1876 3 284 15
Forderungen und sonstige Vermögenswerte 1.858 3 2.084 3 -226 -11
Liquide Mittel 594 1 1.036 2 -442 -43
Kurzfristig gebundenes Vermögen 4.612 7 4.996 8 -384 -8
Vermögen 74.299 100 61.540 100 12.759 21

Rund EUR 60,8 Mio. (in 2011 EUR 50,4 Mio.), das entspricht 82% (in 2011 82 %) des bilanzierten Vermögens von Lignum, liegen in den Pflanzungen. Davon entfallen EUR 58,3 Mio. (in 2011 EUR 48,0 Mio.) auf das biologische Vermögen in den Bäumen und EUR 2,4 Mio. (in 2011 EUR 2,4 Mio.) auf die Pflanzungsgrundstücke. Im Geschäftsjahr 2012 wurde der Firmensitz der Konzernmuttergesellschaft verlegt. Es wurde eine repräsentative Büroimmobilie im Herzen Berlins erworben.

Die Bewertung des biologischen Vermögens nach IFRS (IAS 41) erfolgt zum beizulegenden Zeitwert abzüglich diskontierter geschätzter Kosten für die Liquidierung des prognostizierten Rundholz-Aufkommens. Damit wird der Wertezuwachs durch das Baumwachstum in den Pflanzungen bilanziell abgebildet.

Eine Bewertung der Pflanzungen lediglich zu Anschaffungs- und Herstellungskosten würde nur die Aufwendungen für das erstmalige Pflanzen sowie die fortlaufenden Kosten der Pflege der Baumbestände abbilden und so nicht den wahren Wert der Pflanzungen widerspiegeln.

2. Finanzlage

Der beizulegende Zeitwert aller Pflanzungen nach IFRS, einschließlich Grundstücke, betrug zum 31.12.2012 EUR 60,8 Mio. Diesem Vermögen steht gegenüber langfristiges Fremdkapital in Höhe von EUR 56,0 Mio. Im langfristigen Fremdkapital sind latente Steuern in Höhe von EUR 6,9 Mio. enthalten, die voraussichtlich erst langfristig anfallen werden.

Das Eigenkapital betrug zum 31.12.2012 EUR 13,6 Mio. (Vorjahr: EUR 11,6 Mio.). Dies entspricht einer Eigenkapitalquote von 19 % (Vorjahr: 19 %).

Finanzlage nach IFRS


2012 2011 +/-

TEUR % TEUR % TEUR %
Gezeichnetes Kapital und Kapitalrücklagen 1.050 1 1.050 2 0 0
Gewinnvortrag 10.594 14 8.936 15 1.658 19
Jahresergebnis 2.042 3 1.657 3 385 >100
Minderheitenanteile -72 0 -45 0 -27 -60
Eigenkapital 13.614 18 11.598 20 2.016 17
Erhaltene Anzahlungen auf Rundholzverkäufe 46.047 62 38.899 63 7.148 18
Darlehen von Anlegern 823 1 823 0 0 0
Anleihen und Genussscheine 305 0 305 0 0 0
Latente Steuern 6.949 9 6.431 10 518 8
Übrige langfristige Verbindlichkeiten 2.156 3 461 1 1.695 >100
Langfristiges Fremdkapital 56.280 75 46.919 74 9.361 20
Rückstellungen 186 1 138 1 48 35
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.990 3 598 1 1.392 >100
Übrige kurzfristige Verbindlichkeiten 2.229 3 2.287 4 -58 -3
Kurzfristiges Fremdkapital 4.405 7 3.023 6 1.382 46

74.299 100 61.540 100 12.759 21

Der Cash-Flow im Geschäftsjahr 2012 speiste sich insbesondere aus dem Rundholz-Verkauf mit Zuflüssen in Höhe von rund EUR 7,0 Mio. Dem gegenüber standen Abflüsse in Höhe von EUR 5,0 Mio. für Anschaffung bzw. Herstellung von Pflanzungen sowie deren Pflege und für die Anschaffung weiterer betriebsnotwendiger Anlagegüter. Im Ergebnis betrug der Zahlungsmittelbestand zum 31.12.2012 EUR 0,6 Mio. (zum 31.12.2011 EUR 1,0 Mio.).

Kapitalrückfluss nach IFRS


2012 2011

TEUR TEUR
Finanzmittelbestand am 01.01. 1.036 1.601
Cash Flow aus der operativen Geschäftstätigkeit -3.108 -6.398
Cash Flow aus der Investitionstätigkeit -5.085 -3.571
Cash Flow aus der Finanzierungstätigkeit 7.751 9.404
Cash Flow der Berichtsperiode -442 -565
Finanzmittelbestand am 31.12. 594 1.036

3. Ertragslage

Ertragslage nach IFRS


2012 2011 +/-

TEUR % TEUR % TEUR %
Umsatzerlöse 642 5 920 8 -278 -30
Bestandsveränderung 225 2 244 2 -19 -8
Zeitwertänderung d. biolog. Vermögens und d. Pflanzungsgrundstücke 8.960 73 8.125 70 835 10
Aktivierte Eigenleistungen 2.332 19 2.200 19 132 6
Sonstige betriebliche Erträge 160 1 101 1 59 58
Gesamtleistung 12.319 100 11.590 100 729 6
Materialaufwand -2.074 -17 -2.221 -19 147 7
Personalaufwand -2.051 -17 -2.675 -24 624 23
Abschreibungen -614 -5 -458 -4 -156 -34
Sonstige betriebliche Aufwendungen -3.819 -31 -3.281 -28 -538 -16
Betriebsaufwendungen -8.558 -70 -8.635 -75 77 1
Betriebsergebnis 3.761 30 2.955 25 806 27
Finanzergebnis -130 -1 -164 -1 34 21
Ertragsteuern -1.603 -13 -1.223 -11 -380 -31
Minderheitenanteile 14 0 89 1 -75 -84
Jahresergebnis 2.042 16 1.657 14 385 23

Regelmäßige Umsatzerlöse größeren Umfangs wird der Konzern erst mit der Lieferung des verkauften Rundholzes sowie mit Verkauf von nicht zur Erfüllung von Rundholz-Übereignungsverpflichtungen gegenüber den Anlegern benötigtem Rundholz erzielen.

Die Ertragslage wird im Wesentlichen durch die Wertschöpfung in den Pflanzungen bestimmt, in 2012 EUR 6,7 Mio. (Vorjahr: EUR 10,3 Mio.). Die Investitionen in die weitere Verbesserung der Unternehmensstruktur sowie Kerntechnologien wurden planmäßig fortgeführt und haben zu einem Anstieg der Betriebsaufwendungen geführt.

III. Risikobericht

Zum gegenwärtigen Zeitpunkt bestehen nach Kenntnis des Vorstandes keine bestandsgefährdenden oder entwicklungs-beeinträchtigenden Risiken.

Lignum unterliegt keinem Zwang, innerhalb einer bestimmten Zeit ein bestimmtes Anlagevolumen einzuwerben. Laufende Kosten für die Pflanzungen können grundsätzlich aus dem Vorabverkauf von Edelholz aus den Rücklagebaumbeständen generiert werden. Desweiteren konnte bereits ein Vorlauf an Pflanzungen geschaffen werden. Einschränkungen bei Management und Verwaltung sind erst zu befürchten, wenn über einen längeren Zeitraum keine neuen Anlagebeträge generiert werden können.

Da die bulgarische Währung (LEW) fest an den EURO gebunden ist, besteht für Lignum kein Währungsrisiko.

Durch die hohe Eigenkapitalquote von 19% verfügt Lignum über ein großes eigenes Vermögen, welches zur Minimierung von Ausfallrisiken dient. Desweiteren wird jedem Anleger eine Sicherheit in Form eines Besonderen Pfandrechts an Baumbeständen eingeräumt.

Das Risikomanagement konzentriert sich insbesondere auf

Vermeidung von Wachstumsrückständen in den Pflanzungen durch intensive Pflege

Aufbau eines Webbasierten Tools für die Planung und Kontrolle der Arbeiten für den Edelholzanbau

Weiterentwicklung von Anbautechnologien aufgrund von zunehmenden Erfahrungswerten und Einsatz deutscher Forstkompetenz vor Ort in Bulgarien

Verstärkter Einsatz von modernster Agrotechnik

Aufbau von Kompetenz in der Holzverarbeitung und im Holzhandel im Rahmen der Rundholz-Vermarktung.

Bei der Bilanzierung des biologischen Vermögens wurden Chancen und Risiken entsprechend IAS 41 in ausgewogener Weise berücksichtigt. Für das angesetzte zukünftige Rundholz-Aufkommen sowie die angesetzten zukünftigen Rundholz-Preise sind jeweils die mittleren Prognosen zugrunde gelegt. Die bei der Barwertberechnung angewendeten Diskontierungssätze wurden zahlenmäßig gleich den gemittelten Renditen gewählt, die vom Kapitalmarkt bei der Investitionsform Nobilis akzeptiert werden. Diese hohen Diskontierungssätze spiegeln nach Auffassung des Vorstandes summarisch alle tatsächlichen und hypothetischen Risiken wider.

IV. Geschäftsverlauf 2013

1. Entwicklung der Pflanzungen und des Edelholz-Angebotes von Lignum

Das Unternehmen kultiviert mittlerweile über 100 Aufforstungen, die reale Gesamtaufforstungsfläche überstieg erstmals die 2.000 ha-Marke. Mit der In-Vitro-Vermehrung handverlesenen Robinien-Pflanzgutes wurde eine weitere technologische Innovation eingeführt. Daneben lag das Hauptaugenmerk auf der Planung und Entwicklung neuer Endprodukte aus Robinien-Edelholz, dem Ausbau der Produktionskapazitäten des konzerneigenen Holzverarbeitungsbetriebes und der Gewinnung qualifizierten Personals.

Der Bestand an Pflanzungen in Bulgarien erreichte zum 31.12.2013 eine Gesamtfläche von 2.160 ha (1.942 ha zum 31.12.2012). Das Baumwachstum in den Pflanzungen verlief auch in den Jahren 2012 und 2013 planmäßig. Der Gesamtbestand der Pflanzungen verteilt sich zum 31.12.2013 wie folgt:

Maulbeere Kirsche Robinie Schwarznuss
30 ha 27 ha 106 ha 55 ha

2. Sachwertanlagen bei Lignum

Für den Finanzmarkt stand das Jahr 2012 unter dem anhaltenden Einfluss der Staatsschuldenkrise im Euroraum und der mangelnden Bonität einiger EU-Staaten. Die von vielen als angespannt empfundene Lage verunsicherte die Anleger und verhinderte geplante Investitionen. In dieser Situation stießen die in Name, Layout und Kommunikation umgestellten Sachwertanlagen auf eine durch allgemeine Skepsis geprägte Wartehaltung, wodurch sich das platzierte Volumen auf 6,8 Mio. EUR verringerte. Dank des Vorlaufes bei den Aufforstungsflächen konnte die für das Unternehmen schwierige Entwicklung gemeistert werden.

Im Jahr 2013 entspannte sich die finanzielle Lage für das Unternehmen. Zum 31.12.2013 konnten rund 9,0 Mio. eingeworben werden, die Produktumstellung begann erste Früchte zu tragen. Die verfügbaren Mittel wurden vor allem in den Forstbetrieb investiert.

3. Robinien-Ernte in 2013

Im Februar 2013 erfolgte die zweite Robinien-Zwischenernte planmäßig nach acht Jahren auf den zweitältesten Aufforstungen des Unternehmens. Die Lieferverpflichtungen gegenüber den Anlegern wurden wiederum im Rahmen der mittleren Prognose erfüllt.

Berlin, 31.07.2014

Lignum Holding AG

(Dr. A. Nobis)

IFRS-Konzernbilanz zum 31. Dezember 2012

Vermögenswerte

Vermögenswerte nach IFRS


Textziffer
31.12.2012 31.12.2011

im TEUR TEUR
Immaterielle Vermögenswerte (6) 734 133
Biologische Vermögenswerte (7) 58.371 47.994
Finanzinvestitionen in Grundstücke (8) 3.873 2.375
Sachanlagen (9) 3.343 2.387
Sonstige finanzielle Vermögenswerte (10) 120 786
Latente Steuern (11) 3.246 2.869
Langfristig gebundene Vermögenswerte
69.687 56.544
Vorräte (12) 2.160 1.876
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (13) 147 250
Sonstige Vermögenswerte (14) 1.711 1.834
Zahlungsmittel (15) 594 1.036
Kurzfristig gebundene Vermögenswerte
4.612 4.996
Konzernvermögen
74.299 61.540

Kapital

Finanzlage nach IFRS


Textziffer 31.12.2012 31.12.2011

im TEUR TEUR
Gezeichnetes Kapital
50 50
Kapitalrücklage
1.000 1.000
Gewinnvortrag
10.594 8.936
Jahresfehlbetrag / Jahresüberschuss
2.042 1.657
Minderheitenanteile
-72 -45
Eigenkapital (16) 13.614 11.598
Erhaltene Anzahlungen (17) 46.047 38.899
Finanzverbindlichkeiten (18) 3.284 1.589
Latente Steuern (11) 6.949 6.431
Langfristiges Fremdkapital
56.280 46.919
Rückstellungen (19) 186 138
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (20) 1.990 598
Sonstige Verbindlichkeiten (21) 2.229 2.287
Kurzfristiges Fremdkapital
4.405 3.023
Konzernkapital
74.299 61.540

IFRS-Konzerngesamtergebnisrechnung für das Geschäftsjahr 2012
(01.01. bis 31.12.2012)

IFRS-Konzerngesamtergebnisrechnung
für das Geschäftsjahr 2012


Textziffer 2012 2011

im TEUR TEUR
Umsatzerlöse (h3) 642 920
Sonstige betriebliche Erträge
160 101
Veränderungen des Bestandes an fertigen und unfertigen Erzeugnissen
225 244
Gewinn aus Änderung des Zeitwertes biologischer (24) 8.960 8.126
Verlust / Gewinn aus Änderung d. ZW d. als Finanzinvestition gehaltenen Grundstücke (25) 0 -1
Aktivierte Eigenleistungen (26) 2.332 2.200
Betriebsleistung
12.319 11.590
Materialaufwand
-2.074 -2.221
Personalaufwand
-2.051 -2.675
Abschreibungen
-614 -458
Sonstige betriebliche Aufwendungen (27) -3.819 -3.281
Betriebsaufwendungen
-8.558 -8.635
Betriebsergebnis
3.761 2.955
Finanzaufwand
-241 -248
Finanzertrag
111 83
Finanzergebnis
-130 -164
Ergebnis vor Steuern
3.631 2.791
Ertragsteuern (28) -1.603 -1.223
Ergebnis nach Steuern
2.028 1.568
Minderheitenanteile
14 89
Konzernjahresergebnis
2.042 1.657

IFRS-Konzerneigenkapitalveränderungsrechnung für das Geschäftsjahr 2012
(01.01. bis 31.12.2012)


Gezeichnetes
Kapital
Kapitalrücklage Gewinnvortrag Jahresüberschuss Minderheitenanteile Konzerneigenkapital

TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR
Stand 01.01.2011 50 1.000 5.347 3.589 -133 9.853
Gewinnvortrag 0 0 3.589 -3.589 0 0
Jahresüberschuss 0 0 0 1.657 89 1.746
Stand 31.12.2011 50 1.000 8.936 1.657 -44 11.599
Stand 01.01.2012 50 1.000 8.936 1.657 -44 11.599
Gewinnvortrag 0 0 1.657 -1.657 0 0
Jahresüberschuss 0 0 0 2.042 -28 2.014
Stand 31.12.2012 50 1.000 10.593 2.042 -72 13.614

IFRS-Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr 2012
(01.01. bis 31.12.2012)

IFRS-Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr 2012


2012 2011

TEUR TEUR
Jahresergebnis nach Steuern 2.028 1.568
Erfolgswirksam erfasste Ertragsteuern 1.602 1.223
Gezahlte Ertragsteuern -4 -57
Finanzergebnis 130 164
Abschreibungen auf Sachanlagen und immaterielle Vermögensgegenstände 614 458
Erfolgswirksam erfasste Änderung d. beizuleg. Zeitwertes von biologischen -8.961 -8.126
Erfolgsw. erf. Änderung d. beizuleg. ZW von als Finanzinvestitionen gehaltenen 0 0
Sonst. Zahlungsunwirksame Aufwendungen und Erträge -508 -488
Brutto-Cashflow aus der operativen Geschäftstätigkeit -5.099 -5.258
Zu-/Abnahme d. Vorräte, d. Forderung. aus Liefer. u. Leistung. sowie d. sonstig. 608 -892
Eu-/Abnahme d. Rückstell., d. Verbindlichk. aus Liefer. u. Leistung. sowie d. sonstig. 1.382 -248
Cashflow aus der operativen Geschäftstätigkeit -3.108 -6.398
Auszahlungen für Investitionen in biologische Vermögenswerte und -2.914 -1.838
Auszahlungen für Investitionen in immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen -2.171 -963
Einzahlungen aus der Veräußerung von immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen 0 0
Auszahlungen für den Erwerb von Anteilen an Gesellschaften 0 -770
Cashflow aus der Investitionstätigkeit -5.085 -3.571
Kaufpreisvorauszahlungen für Lignum nobilis 7.148 9.496
Einzahlungen aus langfristigen Darlehen 1.694 0
Einzahlungen aus kurzfristigen Darlehen 0 0
Auszahlungen für die Tilgung von lfr. Darlehen 9 9
Veränderung der Verbindlichkeiten zur Finanzierung des Sachanlagevermögens -961 64
Zinsauszahlungen -241 -248
Zinseinzahlungen 111 83
Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit 7.751 9.404
Cashflow aus der operativen Geschäftstätigkeit -3.108 -6.398
Cashflow aus der Investitionstätigkeit -5.085 -3.571
Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit 7.751 9.404
Veränderung des Finanzmittelbestandes -442 -565
Konzern-Finanzmittelbestand am 1.1. 1.036 1.601
Konzern-Finanzmittelbestand am 31.12. 594 1.036

Anhang zum IFRS-Konzernabschluss für das Geschäftsjahr 2012

I. Grundlegendes

1. Allgemeine Informationen

Die Lignum Holding AG, mit Sitz in 12205 Berlin, Paulinenstraße 8, eingetragen im Handelsregister Berlin-Charlottenburg unter HR-Nr. 74599 B, bildet zusammen mit ihren Tochterunternehmen und deren Tochterunternehmen (hinfort alle: Konzerngesellschaften) die Lignum-Unternehmensgruppe (Konzern), für die dieser Konzernabschluss nach § 315a (3) HGB in Anwendung der nach den Artikeln 2, 3 und 6 der Verordnung (EG) Nr. 1606/2002 übernommenen internationalen Rechnungslegungsstandards für das Geschäftsjahr 2012 erstellt wurde (hinfort: IFRS-Konzernabschluss 2012). Mehrheitseigentümer der Lignum-Gruppe ist mit einer 90%-Beteiligung auf Konzern-Holding-Ebene die gemeinnützige Lignum Stiftung, eingetragen im Verzeichnis über öffentliche Stiftungen der Freien Hansestadt Hamburg. Daneben ist auf dieser Ebene die Dr. Nobis Familienstiftung mit 10% beteiligt.

Die Lignum-Unternehmensgruppe forstet seit dem Jahr 2000 ehemalige Weide- und Ackerflächen mit Edelhölzern auf, um Wertholz höchster Güte zu produzieren und bietet sowohl privaten als auch institutionellen Anlegern die Möglichkeit, mit Rundholzkaufverträgen verschiedener Form, in geringem Umfang auch mit langfristigen Darlehen verschiedener Art, an der Wertschöpfung zu partizipieren. Seit dem Frühjahr 2009 baut Lignum in Bulgarien neben Robinien auch die weiteren europäischen Edelhölzer Maulbeere, Kirsche und Schwarznuss kommerziell an. Da mit den nunmehr angebauten vier europäischen Edelhölzern alle tropischen Edelholzarten substituiert werden können, werden seit 2009 keine Teak-Pflanzungen mehr in Brasilien angeschafft und folglich Teak auch nicht mehr angeboten. Rund 10 % der gesamten bestehenden Pflanzungen sind Teak-Pflanzungen, die im mittleren Westen Brasiliens liegen und durch den Kooperationspartner FLORESTECA hergestellt und bewirtschaftet werden. Rund 90 % der Pflanzungen befinden sich in der Donau-Region Bulgariens und werden durch den dortigen Zweig des Konzerns selbst hergestellt und bewirtschaftet.

Der IFRS-Konzernabschluss 2012 wurde freiwillig erstellt. Eine Pflicht zur Aufstellung eines solchen oder eines handelsrechtlichen Konzernabschlusses (§ 290 HGB) bestand aufgrund der größenabhängigen Befreiungen gem. § 293 HGB zum 31. Dezember 2012 nicht.

Der IFRS-Konzernabschluss ist ein befreiender Konzernabschluss gemäß § 264 Abs. 3 HGB. Auf eine Offenlegung der Einzelabschlüsse der Konzerntochtergesellschaften

Lignum Edelholz AG, Berlin,

Lignum Edelholz Anlagen GmbH, Berlin,

Nobilis Edelholz Sachwertanlagen AG, (ehemals Lignum Edelholz Investitionen AG), Berlin,

RoBaSys Robinien-Stab-Bausysteme GmbH, (ehemals VIVUM Edles aus Holz GmbH), Berlin

wird dementsprechend mit Zustimmung der Gesellschafter verzichtet.

Der IFRS-Konzernabschluss 2012 umfasst die folgenden Bestandteile:

IFRS-Konzerngesamtergebnisrechnung für das Geschäftsjahr 2012

IFRS-Konzernbilanz zum 31. Dezember 2012

IFRS-Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr 2012

IFRS-Konzerneigenkapitalveränderungsrechnung zum 31. Dezember 2012

diesen Anhang zum IFRS-Konzernabschluss für das Geschäftsjahr 2012.

2. Neue Rechnungslegungsvorschriften

Eine Änderung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden und der Angaben im Anhang kann sich aufgrund neuer oder geänderter Standards bzw. Interpretationen ergeben. Die verabschiedeten Regelungen enthalten einen Zeitpunkt, ab dem die Anwendung erstmals verpflichtend ist. Änderungen des IASB / IFRIC wirken sich nicht direkt auf den Lignum-Konzernabschluss aus, sondern müssen für eine Anwendung in deutschen Abschlüssen zunächst von der Europäischen Union (EU) im Rahmen des "Endorsement"-Verfahrens anerkannt werden. Aus diesem Regelungsverfahren ergeben sich drei verschiedene Kategorien von Neuerungen, die den Lignum-Konzernabschluss zu verschiedenen Zeitpunkten beeinflussen:

a) Im Geschäftsjahr erstmalig anzuwendende Regelungen
b) In folgenden Geschäftsjahren verpflichtend anzuwendende Regelungen
c) Bereits vom IASB verabschiedete, aber noch nicht von der EU übernommene Regelungen

a) Aus den Standards oder Interpretationen bzw. Änderungen vorhandener Standards, die im Berichtsjahr 2012 erstmalig verpflichtend anzuwenden waren, haben sich für den Lignum-Konzernabschluss keine maßgeblichen Veränderungen ergeben.

b) Die folgenden Standards und Interpretationen sowie Änderungen von Standards sind in künftigen Geschäftsjahren verpflichtend anzuwenden. Sie wurden bis zum Zeitpunkt der Aufstellung des Konzernabschlusses vom IASB verabschiedet und von der EU endorsed, die erstmalige Anwendung ist jedoch nicht für das Geschäftsjahr 2012 verpflichtend vorgesehen.

Die sich aus den nachfolgend aufgeführten Neuerungen ergebenden Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Lignum Konzern werden derzeit geprüft:

IFRS 12 "Angaben zu Beteiligungen an anderen Unternehmen", der die Angabepflichten zur Konzernrechnungslegung aus den IAS 27 und IAS 28 zusammenfasst und ergänzt, für Lignum anzuwenden ab dem Geschäftsjahr 2014,

IFRS 13 "Bemessung des beizulegenden Zeitwerts", der erstmals einheitliche Richtlinien zur Ermittlung des beizulegenden Zeitwertes von Vermögenswerten und Schulden festlegt, für Lignum anzuwenden ab dem Geschäftsjahr 2013,

Änderungen zu IAS 12 "Ertragsteuern" in Bezug auf die Realisierung der zugrunde liegenden Vermögenswerte, für Lignum anzuwenden ab dem Geschäftsjahr 2013,

Änderungen zu IAS 32 "Finanzinstrumente: Darstellung" in Bezug auf die Saldierung finanzieller Vermögenswerte und finanzieller Verbindlichkeiten, für Lignum anzuwenden ab dem Geschäftsjahr 2013.

c) Folgende bereits vom IASB verabschiedete, aber noch nicht von der EU übernommene Regelungen sind für den Lignum-Konzern erst nach dem Endorsement durch die EU anwendbar. Lignum prüft derzeit die Auswirkungen dieser Regelungen.

Änderungen von IFRS 7 "Finanzinstrumente: Angaben" in Bezug auf die Aufrechnung finanzieller Vermögenswerte und Verbindlichkeiten (veröffentlichet im Dezember 2011),

IFRS 9, "Finanzinstrumente" wurde ursprünglich im November 2009 veröffentlicht und seither zweimal angepasst. Dieser Standard ist der erste Schritt, um den Standard IAS 39 "Finanzinstrumente: Ansatz und Bewertung" zu ersetzen. IFRS 9 ändert die bisherigen Vorschriften zur Kategorisierung und Bewertung von finanziellen Vermögenswerten grundlegend. Der Standard ist erst für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Januar 2015 beginnen, verpflichtend anzuwenden,

Änderungen von IFRS 10, IFRS 12 und IAS 27 in Bezug auf Investmentgesellschaften (veröffentlicht am 31. Oktober 2012),

Änderungen von IAS 36 "Wertminderung von Vermögenswerten" in Bezug auf Angaben zum erzielbaren Betrag bei nicht-finanziellen Vermögenswerten (veröffentlicht am 29. Mai 2013),

Änderungen von IAS 39 "Finanzinstrumente: Ansatz und Bewertung" in Bezug auf Novationen von Derivaten und Fortsetzung der Sicherungsbilanzierung (veröffentlicht am 27. Juni 2013),

IFRIC 21 "Abgaben" für von Behörden auferlegte Schulden (veröffentlicht am 20. Mai 2013).

3. Wesentliche Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Grundlagen

Alle von der EU übernommenen Standards und Interpretationen des IASB wurden vollständig angewendet, sodass der Abschluss in Übereinstimmung mit den von der EU übernommenen International Financial Reporting Standards (IFRS) aufgestellt wurde.

Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Die dem IFRS-Konzernabschluss 2012 zu Grunde liegenden Jahresabschlüsse der einbezogenen Unternehmen sind in Übereinstimmung mit IAS 27 nach einheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätzen erstellt.

Der Bilanzstichtag sämtlicher in den IFRS-Konzernabschluss 2012 einbezogener Unternehmen ist der 31.12.2012.

In der Bilanz werden nur die wesentlichen Positionen gesondert ausgewiesen, die Angaben sind innerhalb des Anhangs detailliert erläutert.

Berichtswährung und Rundungen

Die Berichtswährung ist EURO. Alle Zahlenangaben in diesem Anhang sind entweder auf volle Beträge in TEUR oder auf Beträge in Mio. EURO mit 1 oder 2 Stellen hinter dem Komma gerundet. Bei der Summierung von gerundeten Beträgen und Prozentangaben können Differenzen auftreten.

Fremdwährungsumrechnung - einheitlicher Währungs-Umrechnungskurs

Die Beträge in den Abschlüssen der bulgarischen Tochtergesellschaften wurden einheitlich zum Umrechnungskurs von 1,95583 Lewa / EUR konsolidiert. Der Lewa wurde am 5. Juli 1999 in einem festen Verhältnis von 1:1 an die Deutsche Mark gebunden, sodass auch mit Übergang auf den EUR ein festes Kursverhältnis besteht. Währungsumrechnungsdifferenzen entstehen daher aus der Einbeziehung der bulgarischen Tochterunternehmen in den Konzernabschluss nicht.

Andere auf Fremdwährungen lautende Vermögenswerte bzw. Verbindlichkeiten bestanden im Berichtsjahr nicht.

Konsolidierungskreis

In den Konzernabschluss sind alle wesentlichen Gesellschaften einbezogen, bei denen die Lignum Holding AG entweder direkt oder mittelbar über die Stimmrechtsmehrheit verfügt oder anderweitig direkt oder mittelbar einen beherrschenden Einfluss auf die Finanz- und Geschäftspolitik ausübt. Folgende Tochterunternehmen sind demzufolge im Wege der Vollkonsolidierung einbezogen:

Gesellschaft Sitz Beteiligung
2012
Beteiligung
2011
Jahr
der
Gründung
Lignum Edelholz AG Berlin 100 % 100 % 2004
Nobilis Edelholz Sachwertanlagen AG (ehemals Lignum Edelholz Investitionen AG) Berlin 50 % * 50 % * 2003
Lignum Edelholz Anlagen GmbH Berlin 50,4 % 50,4 % 2004
QUADRIS Forest Fonds I AG & Co. KG Berlin 100 % 79,7 % 2001
RoBaSys Robinien-Stab-Bausysteme GmbH (ehemals VIVUM Edles aus Holz GmbH) Berlin 100 % 100 % 2004
Lignum Bulgaria EOOD (ehemals DA) Ruse, BG 100 % 100 % 2004
AGRON WARDIM EOOD Ruse, BG 100 % 100 % 2004
RoBaSys EOOD (ehemals VIVUM EOOD) Ruse, BG 100 % 100 % 2008

* plus eine Aktie

Beteiligungen, deren Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns im Einzelnen und insgesamt unwesentlich sind, werden nicht konsolidiert.

Konsolidierungsmethoden

Die Kapitalkonsolidierung erfolgt nach der Erwerbsmethode. Die der Lignum Holding AG direkt oder mittelbar gehörenden Anteile am Tochterunternehmen (Beteiligungsbuchwert) sind jeweils mit den auf diese Anteile entfallenden Beträgen des Eigenkapitals des betreffenden Tochterunternehmens verrechnet. Minderheitsanteile werden in der Konzernbilanz innerhalb des Eigenkapitals getrennt vom Eigenkapital des Mutterunternehmens ausgewiesen.

Konzerninterne Erträge, Aufwendungen, Forderungen und Verbindlichkeiten sowie Zwischenergebnisse sind eliminiert. Minderheitsanteile am Konzernergebnis sind gesondert angegeben. Sofern erforderlich werden die Jahresabschlüsse der Tochterunternehmen zwecks einheitlicher Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden angepasst.

Immaterielle Vermögenswerte

Entgeltlich von Dritten erworbene immaterielle Vermögenswerte des Anlagevermögens sind gemäß IAS 38.74 zu Anschaffungskosten aktiviert und werden über den Nutzungszeitraum linear abgeschrieben. Die zugrunde gelegte Nutzungsdauer der immateriellen Vermögenswerte beträgt 3 bis 6 Jahre.

Biologische Vermögenswerte

Der biologische Vermögenswert in den Teak- sowie Robinien-, Maulbeer-, Kirsch- und Schwarznuss-Pflanzungen (nur Bäume) ist gemäß IAS 41 mit dem beizulegenden Zeitwert abzüglich diskontierter geschätzter Verkaufskosten bilanziert. Gewinne und Verluste durch Änderungen des beizulegenden Zeitwertes abzüglich diskontierter geschätzter Verkaufskosten werden im Ergebnis der Periode, in der sie entstanden sind, erfasst.

Finanzinvestitionen in Grundstücke

Entsprechend IAS 40 sind Grundstücke, auf denen sich die Pflanzungen in Bulgarien befinden und die als Finanzanlagen zu betrachten sind, nach dem Anschaffungskostenmodell oder nach dem Modell des beizulegenden Zeitwerts zu bilanzieren. Lignum bilanziert diese Grundstücke analog zu den biologischen Vermögenswerten ebenfalls mit ihrem beizulegenden Zeitwert. (Bei den Teak-Pflanzungen hat Lignum generell kein Eigentum an den Grundstücken.)

Sachanlagen

Die Bilanzierung der Sachanlagen erfolgt zu Anschaffungs- und Herstellungskosten, vermindert um planmäßige nutzungsbedingte Abschreibungen sowie außerplanmäßige Wertminderungen. Geringwertige Wirtschaftsgüter werden aus Wesentlichkeitsgründen im Jahr des Zugangs vollständig abgeschrieben. Ihr Abgang wird unterstellt.

Die Abschreibung der sonstigen Sachanlagen erfolgt linear über die voraussichtliche Nutzungsdauer der Vermögenswerte. Restbuchwerte und voraussichtliche Nutzungsdauer werden am Ende eines jeden Geschäftsjahres neu beurteilt. Außerplanmäßige Abschreibungen werden gebildet, wenn der erzielbare Betrag nach IAS 36 kleiner ist als der Buchwert. Die planmäßige Nutzungsdauer der Vermögenswerte in Jahren ist wie folgt angenommen:

Betriebsgebäude 25
Außenanlagen 25 bis 50
Maschinen 5 bis 25
Personenkraftwagen 4 bis 6
Lastkraftwagen 5
Sonstige Büro- und Geschäftsausstattung 3 bis 7

Vorräte

Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sind nach IAS 2 zu dem niedrigeren Wert aus Anschaffungskosten und Nettoveräußerungserlös bewertet. Unfertige und fertige Erzeugnisse sind entsprechend IAS 2.9 zu dem niedrigeren Wert aus Herstellungskosten und Nettoveräußerungserlös bewertet. Die Herstellungskosten umfassen Fertigungsmaterial, Fertigungslöhne sowie zurechenbare Teile der Material- und Fertigungsgemeinkosten. Ergeben sich Bewertungsrisiken aus einer verminderten Verwertbarkeit, werden Wertberichtigungen auf den Nettoveräußerungswert vorgenommen. Ein Ansatz von Fremdkapitalkosten erfolgt nicht, weil diese den Produkten nicht direkt zurechenbar sind.

Rückstellungen

Die Rückstellungen sind nach IAS 37 jeweils in Höhe der Beträge angesetzt, für die aufgrund rechtlicher oder faktischer Verpflichtungen ein Mittelabfluss wahrscheinlich und zuverlässig schätzbar ist.

Latente Steuern

Die Latenten Steuern werden gemäß IAS 12 nach der bilanzorientierten Verbindlichkeiten-Methode ermittelt. Danach werden für alle temporären Differenzen zwischen den Steuerwerten der Vermögenswerte und Verbindlichkeiten und den im Konzernabschluss dargestellten Buchwerten latente Steuerforderungen bzw. -verbindlichkeiten ermittelt. Sämtliche aufgrund von zu versteuernden temporären Differenzen voraussichtlich künftig zu zahlenden Ertragsteuern werden als latente Steuerverbindlichkeit erfasst. Der Bilanzansatz erfolgt zum Nominalwert, eine Diskontierung wird nicht durchgeführt. Temporäre Differenzen, für die aktive latente Steuern gebildet werden, bestehen im Wesentlichen bei bisher nicht genutzten steuerlichen Verlustvorträgen, die mit großer Wahrscheinlichkeit zukünftig genutzt werden können, sowie bei den Pflanzgrundstücken in Bulgarien. Es erfolgt ein getrennter Ausweis latenter Steueransprüche und -verbindlichkeiten. Die Buchwerte der latenten Steuern werden zu jedem Bilanzstichtag auf ihre Gültigkeit überprüft.

Die Bewertung latenter Steuern erfolgt auf Basis der Steuersätze, die für die Periode der Realisierung erwartet werden.

Finanzielle Vermögenswerte

Ansatz und Ausbuchung von finanziellen Vermögenswerten erfolgen zum Handelstag. Der Erstansatz erfolgt zum beizulegenden Zeitwert zuzüglich Transaktionskosten (in der Kategorie "erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet" ohne Berücksichtigung von Transaktionskosten). Die Kategorisierung der finanziellen Vermögenswerte erfolgt in die folgenden Kategorien:

a) erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte
b) bis zur Endfälligkeit gehaltene Finanzinvestitionen
c) zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte
d) Kredite und Forderungen.

Die Kategorisierung hängt von Art und Zweck der Finanzinvestition ab und erfolgt bei Zugang. Die Gesellschaft bilanziert ausschließlich Finanzinstrumente in den Kategorien b) und d) mittels der Effektivzinsmethode zur Berechnung der fortgeführten Anschaffungskosten eines Vermögenswertes. Zinserträge werden dabei den jeweiligen Perioden zugeordnet. Die finanziellen Vermögenswerte werden am Ende einer Periode auf Wertminderungen untersucht und gegebenenfalls erfolgswirksam angepasst.

Alle Bankguthaben und Kassenbestände sind als liquide Mittel den Finanzinstrumenten zuzuordnen und werden mit ihrem Nennwert bilanziert.

Finanzielle Verbindlichkeiten

Die finanziellen Verbindlichkeiten werden entweder als erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bilanzierte finanzielle Verbindlichkeiten oder sonstige finanzielle Verbindlichkeiten klassifiziert. Die Gesellschaft bilanziert keine erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewerteten Finanzverbindlichkeiten. Die sonstigen finanziellen Verbindlichkeiten werden erstmalig zum beizulegenden Zeitwert abzüglich Transaktionskosten erfasst. Im Rahmen der Folgebewertung werden sie gemäß der Effektivzinsmethode zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet, wobei Zinsaufwendungen in der Periode erfasst werden, in denen sie entstanden sind.

Leasingverhältnisse werden als Finanzierungsleasing klassifiziert, wenn durch die Leasingvereinbarung im Wesentlichen alle mit dem Eigentum verbundenen Chancen und Risiken auf den Leasingnehmer übertragen werden. Alle sonstigen Leasingverhältnisse werden als Operating-Leasing klassifiziert. Der Konzern tritt nur als Leasingnehmer auf.

Eigenkapital

Eigen- und Fremdkapitalinstrumente werden entsprechend dem wirtschaftlichen Gehalt der Vertragsvereinbarung klassifiziert. Grundsätzlich erfolgt eine Klassifizierung als Eigenkapital, wenn das Kapital der Gesellschaft dauerhaft zur Verfügung steht, keine feste Verzinsung vereinbart ist und keine Rückzahlungsansprüche bestehen.

Gesamtergebnisrechnung

Die Gesamtergebnisrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren erstellt.

Aufwendungen und Erträge des Geschäftsjahres werden unabhängig von der Zahlung bei der Realisierung berücksichtigt. Nach IAS 18 werden Erträge aus dem Verkauf von Produkten erfasst, wenn die signifikanten Chancen und Risiken des Eigentums an den Produkten auf den Käufer übergegangen sind, keine weiteren bestehenden Verfügungsrechte existieren, die Höhe der Erlöse und der korrespondierenden Kosten verlässlich bestimmt werden kann und ein Nutzenzufluss wahrscheinlich ist. Die Erlöse werden zum beizulegenden Zeitwert der erhaltenen Gegenleistung bewertet, eventuell um gewährte Rabatte oder ähnliche Abzüge gemindert.

Die Gesellschaft erfasst die aus Operating-Leasing-Verträgen entstehenden Kosten als Aufwand über die Laufzeit der Verträge. Die Klassifizierung als Operating-Leasing wird durch die Tatsache, dass im Wesentlichen alle Chancen und Risiken beim Leasinggeber bleiben, begründet.

Forschungs- und Entwicklungskosten werden im Aufwand des Geschäftsjahres erfasst.

Die Steuern auf das Einkommen und auf den Ertrag bemessen sich nach der Steuerzahllast unter Berücksichtigung der laufenden Ergebnisse und der Steuerlatenz.

4. Ermessensspielräume und Schätzungsunsicherheiten

Im Konzernabschluss sind in bestimmtem Umfang Schätzungen vorgenommen und Annahmen getroffen worden. Diese Schätzungen und Annahmen wurden nach bestem Wissen vorgenommen. Die Schätzungen und Annahmen betreffen hauptsächlich die Bewertung der biologischen Vermögenswerte (Pflanzungen in Brasilien und Bulgarien) sowie der als Finanzinvestitionen gehaltenen Grundstücke für die Pflanzungen in Bulgarien. Hierzu wird auf die Textziffern 7 und 8 verwiesen.

5. Veränderungen im Konsolidierungskreis

Bei der Quadris Forest Fonds I AG & Co. KG werden jährlich für einen Teil des Kommanditkapitals 7 % p.a. entnommen. Die Beteiligungsquote der Lignum Holding AG ändert sich entsprechend.

II. Erläuterungen zur Konzernbilanz

6. Immaterielle Vermögenswerte

Die immateriellen Vermögenswerte beinhalten insbesondere die Entwicklungskosten für die Erstellung eigener Software sowie die Entwicklung von Holzverwertungsstrategien und Konzipierung von Holzprodukten.

Immaterielle Vermögenswerte


2012 2011

TEUR TEUR
Bruttowerte am 1.1. 237 174
Zugänge 692 64
Abgänge 33 1
Bruttowerte am 31.12. 896 237
Abschreibungen am 1.1. 104 83
Zugänge 70 21
Abgänge 12 0
Abschreibungen am 31.12. 104 104
Nettobuchwerte am 1.1. 162 91
Nettobuchwerte am 31.12. 734 133

7. Biologische Vermögenswerte

Das biologische Vermögen resultiert aus den Pflanzungen in Bulgarien und Brasilien.

Das in der Baumschule wachsende Pflanzgut ist als Bestandteil der Anarbeitung neuer Pflanzungen zu Herstellungskosten in den Vorräten bilanziert.

Die Pflanzungen sind als biologischer Vermögenswert mit einem vieljährigen Lebenszyklus gemäß IAS 41 mit ihrem beizulegenden Zeitwert abzüglich diskontierter geschätzter Verkaufskosten bewertet.

Eine Preisfeststellung für die Pflanzungen der vorliegenden Art erfolgt im begrenzten Umfang auf dem Kapitalmarkt, der jedoch nicht als aktiver Markt im Sinne von IAS 41.17 anzusehen ist. Das gleiche trifft zu für "im Wachstum befindliches Rundholz", das Lignum an die Anleger verkauft. Deshalb ist der beizulegende Zeitwert des biologischen Vermögens in den Pflanzungen nach der Barwertmethode ermittelt.

Die für die Barwertberechnung angesetzten voraussichtlichen zukünftigen Erlöse und Kosten basieren auf Schätzungen und Annahmen. Entscheidend für die Bewertung sind insbesondere die prognostizierte Zunahme des Rundholzvolumens durch das biologische Wachstum sowie die prognostizierten Rundholzpreise.

In den ersten Jahren des Lebenszyklus der Bäume fallen hauptsächlich die Kosten für Pflege, Bewachung, Management und Verwaltung ins Gewicht. Gegen Ende des Lebenszyklus der Bäume haben das Hauptgewicht die erwarteten Erlöse aus dem Verkauf des Rundholzes abzüglich anfallender Ernte- und Verkaufskosten.

Die anteiligen Wertzuwächse, die auf an Anleger verkauftes Rundholz entfallen, sind im beizulegenden Wert des biologischen Vermögens nicht enthalten. Der nicht enthaltene anteilige Wertzuwachs ist gleich der Differenz zwischen dem Barwert der prognostizierten Rundholzerlöse des Anlegers und den durch ihn für das Rundholz geleisteten Anzahlungen.

Der Barwert des biologischen Vermögens in den Pflanzungen ist somit gleich dem Barwert der prognostizierten Erlöse für das hieraus geerntete Rundholz, abzüglich der Differenz zwischen dem Barwert der prognostizierten Erlöse der Käufer und den durch diese geleisteten Anzahlungen sowie abzüglich des Barwertes der prognostizierten Kosten für die Pflanzungen und des Barwertes der voraussichtlichen Kosten des Rundholz-Verkaufs.

Die bei der Barwertberechnung verwendeten Diskontierungssätze sind zahlenmäßig gleich den im Mittel durch die Anleger akzeptierten Renditen, die die Chancen-Risiko-Bewertung durch den Kapitalmarkt für das "im Wachstum befindliche Rundholz" widerspiegeln.

Die Diskontierungssätze liegen im Bereich von 3,1 % p. a. bis 10,5 % p. a.. Diese gehen vom einem durchschnittlichen Geldmarktzinssatz aus und enthalten Risiko-Aufschläge für die lange Kapitalbindung, die Unsicherheit der zukünftigen Rundholzpreise sowie die Produktions- und unternehmerischen Risiken bei Lignum.

Die Kosten sind unter Berücksichtigung voraussichtlicher Steigerungsraten der Management- und Verwaltungskosten beim Eigentümer sowie der Preise für Waren und Dienstleistungen (5,0 % pro Jahr) angesetzt. Bei den Ernte- und Verkaufskosten wird von Preissteigerungen zwischen 2 % und 3 % pro Jahr ausgegangen.

Den erwarteten Erlösen sind Rundholz-Aufkommens-Prognosen je ha Baumbestand sowie Rundholz-Preis-Prognosen pro Kubikmeter Rundholz zu Grunde gelegt. Die Annahme über das Rundholz-Aufkommen wurde auf Basis des durchschnittlichen Wachstums eigener Pflanzungen und differenzierter Forschungsergebnisse über das durchschnittliche jährliche Wachstum der betreffenden Edelholz-Pflanzungen getroffen.

Baumart Ernte Baumalter bei Ernte
in Vegetationsperioden
Rundholz-Aufkommen
in m 3 /ha



Prognose
Maulbeere Schlussernte 12 / 13 91,1 / 96,8
Kirsche 1. Zwischenernte 10 / 11 21,3 / 23,8
Kirsche Schlussernte 18 / 19 83,0 / 88,0
Robinie 1. Zwischenernte 8 / 9 27,4 / 31,6
Robinie 2. Zwischenernte 14 / 15 41,1 / 44,7
Robinie Schlussernte 20 / 21 95,5 / 100,9
Schwarznuss 1. Zwischenernte 16 / 17 46,0 / 49,5
Schwarznuss Schlussernte 22 / 23 82,6 / 87,1
Teak 1. Zwischenernte 10 52,0
Teak 2. Zwischenrente 15 67,0
Teak Schlussrente 20 200,0

Den Rundholz-Preis-Prognosen wurden sämtliche erhältliche, plausibel und nachvollziehbare Preisangaben, Statistiken sowie sonstige, den Preis beeinflussende, Marktdaten zugrunde gelegt. Aus diesen Erkenntnissen, eigenen Marktforschungen sowie einer durch die Pöyry Forest Industry Consulting GmbH im Jahr 2008 für Lignum angefertigten umfassenden Markt-Analyse wurden für die zukünftig angebotenen Edelholzarten in Bulgarien mittlere Preis-Prognosen für das Rundholz für verschiedene Baum-Alter zu den verschiedenen Erntejahren erarbeitet.

Alter der Bäume in Vegetationsperioden Bandbreite der Ausgangspreise (2012) in EUR/m 3

Maulbeere Kirsche Robinie Schwarznuss
8

292 bis 329
10
385 bis 433

12 450 bis 508


14

464 bis 523
16


618 bis 697
18
564 bis 636

20

701 bis 790
22


824 bis 929

Für die zukünftige Preisprognose werden in Abhängigkeit vom Baum-Alter durchschnittliche Preissteigerungen in der Bandbreite von 3 bis 5,5 % pro Jahr für diese angebauten Rundhölzer angenommen.

Für die bestehenden Teak-Bestände sowie für die Robinien-Bestände, die nach einem alten Pflanzschema gepflanzt wurde bestehen folgende Preisprognosen für das Jahr 2012. Bei den Teak-Beständen werden in Abhängigkeit vom Baum-Alter durchschnittliche Preissteigerungen von ca. 6 % pro Jahr prognostiziert.


Basis-Rundholz-Preis-Prognose

Teak Robinie
Baum-Alter * 10 15 20 8 14 20
Preis in EUR/m 3 bis Herbst 2007 154 412 616 253 393 490

* Prognose mittel bezogen auf das Pflanzjahr

Die Gesellschaft berücksichtigt die Bewertungsrisiken mit eher konservativen Annahmen und einem fortlaufenden Ausbau des internen Risikomanagements. Den natürlichen Risiken bezüglich der Pflanzungen begegnet Lignum insbesondere durch intensive Pflege und laufende Überwachung sowie durch ständige Kontrolle des Baumwachstums.

Entwicklung des biologischen Vermögens


2012 2011

TEUR TEUR
Bruttowerte am 1.1. 47.994 38.030
Zugänge 1.417 1.838
Erhöhung des beizulegenden Zeitwertes nach IAS 41 8.960 8.126
Abgänge 0 0
Bruttobuchwerte am 31.12. 58.371 47.994

8. Finanzinvestitionen in Grundstücke

Gemäß IAS 40 sind die erworbenen Grundstücke für die Pflanzungen in Bulgarien mit dem beizulegenden Zeitwert bewertet, da es sich dem Wesen nach um als Finanzinvestitionen gehaltene Immobilien handelt. Bei den erworbenen Grundstücken ist nicht von einem aktiven Markt i.S.d. IAS 40.45 auszugehen. Daher erfolgt eine Bewertung mit den durchschnittlichen Erwerbskosten für die Grundstücke. Im Geschäftsjahr wurden keine neuen Grundstücke gekauft.

Entsprechend den Bestimmungen in den Rundholzkaufverträgen sind den Anlegern auf diesen Grundstücken Sicherheiten in Form der Eintragung eines besonderen Pfandrechtes gewährt worden. In Verträgen bis Ende 2008 wurden dem Anleger Hypotheken auf diese Grundstücke eingetragen.

Als Finanzinvestition gehaltene Grundstücke für die Pflanzungen in Bulgarien


2012 2011

TEUR TEUR
Bruttowerte am 1.1. 2.375 2.375
Zugänge 0 0
Umgliederung 0 0
Verminderung / Erhöhung des beizulegenden Zeitwertes nach IAS 41 0 0
geleistete Anzahlungen auf Grundstücke 0 0
Bruttobuchwerte am 31.12. 2.375 2.375

Im Geschäftsjahr 2012 wurde der Firmensitz der Konzernmuttergesellschaft verlegt. Es wurde eine repräsentative Büroimmobilie im Herzen Berlins erworben.

9. Sachanlagen

Sachanlagen 2012 Betriebs-
und
Geschäftsausstattung
Fahrzeuge
und
Maschinen
Grundstücke, Gebäude und Außenanlagen Geleistete Anzahlungen u. Anlagen im Bau Gesamt

TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR
Bruttowerte am 1.1. 533 2.404 739 2 3.678
Zugänge 77 319 1.154 0 1.550
Abgänge 44 147 0 2 193
Bruttowerte am 31.12. 566 2.576 1.893 0 5.035
Abschreibungen am 1.1. 270 990 28 0 1.288
Zugänge 57 410 49 0 516
Abgänge 19 93 0 0 112
Abschreibungen am 31.12. 308 1.307 77 0 1.692
Nettobuchwerte am 1.1. 263 1.413 711 2 2.387
Nettobuchwerte am 31.12. 258 1.269 1.816 0 3.343

10. Sonstige finanzielle Vermögenswerte

Die sonstigen finanziellen Vermögenswerte enthalten gestellte Kautionen.

11. Latente Steuern

Aktive latente Steuern werden auf temporäre Differenzen der steuerlichen Verlustvorträge sowie bezüglich der Pflanzgrundstücke in Bulgarien gebildet. Aktive latente Steuern auf Verlustvorträge werden nur dann aktiviert, wenn sie mit hoher Wahrscheinlichkeit durch zukünftige steuerpflichtige Erträge genutzt werden können.

Passive latente Steuern werden im Wesentlichen aus zukünftigen Gewinnen aus dem Verkauf von nicht zur Erfüllung der Rundholz-Übereignungs-Verpflichtungen gegenüber den Käufern benötigten Rundholz erwartet.

Diese Gewinne werden voraussichtlich bei sämtlichen nicht an Kunden veräußerten Edelhölzern anfallen.

In Bulgarien werden Gewinne derzeit in Höhe von 10 % besteuert. In Deutschland ist ein Steuersatz von ca. 30 % auf Unternehmensgewinne zugrunde zu legen. Die passiven latenten Ertragssteuern werden nach jetziger Voraussicht frühestens ab dem Jahr 2020 anfallen.

12. Vorräte

Vorräte


2012 2011

TEUR TEUR
Unfertige Erzeugnisse 942 953
Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 450 508
Waren 444 157
Geleistete Anzahlungen auf Vorräte 324 258
Vorräte gesamt 2.160 1.876

Bei den unfertigen Erzeugnissen handelt es sich im Wesentlichen um angearbeitete Pflanzungen sowie um wachsendes Pflanzgut aus den Baumschulen. Die Realisierung der Vorräte wird erwartungsgemäß im Wesentlichen innerhalb von 12 bis 24 Monaten erfolgen.

13. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen haben eine Restlaufzeit von unter einem Jahr.

14. Sonstige Vermögenswerte

Sonstige Vermögenswerte


2012 2011

TEUR TEUR
Forderungen aus Rechtsangelegenheiten 404 342
Steuererstattungen 371 696
Forderung ggü. verbundenen Unternehmen 336 292
Rechnungsabgrenzungsposten 315 195
Forderungen ggü. nahestehenden Personen und Unternehmen 145 107
Übrige 140 202
Sonstige Vermögenswerte gesamt 1.711 1.834

15. Zahlungsmittel

Hierbei handelt es sich ausschließlich um frei verfügbare Guthaben bei Kreditinstituten und Kassenbestände.

Zur Veränderung der Zahlungsmittelbestände wird auf die nach der indirekten Methode erstellte Kapitalflussrechnung verwiesen.

16. Eigenkapital

Die Gesellschaft hat 50.000 auf den Namen lautende Stückaktien ausgegeben. Zur Erläuterung der im Eigenkapital stattgefundenen Veränderungen des Geschäftsjahres wird auf die Eigenkapital-Veränderungsrechnung verwiesen.

17. Erhaltene Anzahlungen

Die erhaltenen Anzahlungen wurden von Anlegern für gekauftes Rundholz geleistet. Die Anleger entrichten den Kaufpreis für das Rundholz in voller Höhe zeitnah nach Abschluss des Kaufvertrages (bei vertraglicher Einmalzahlung) bzw. im Verlaufe von maximal 4 Jahren nach Abschluss des Kaufvertrages (bei vertraglicher Ratenzahlung). Die Lieferung und somit auch die Umsatzrealisierung erfolgt zu den jeweiligen Erntezeitpunkten. Der größte Teil der erhaltenen Anzahlungen wird somit erst zu den Zeitpunkten der jeweiligen Schlussernten realisiert.

18. Finanzverbindlichkeiten

Finanzverbindlichkeiten


2012 2011

TEUR TEUR
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 1.745 0
Langfristige Darlehen von Anlegern (hypothekengesichert) 823 823
Verbindlichkeiten aus KfZ-Finanzierungen 401 390
Anleihen 265 265
Genussscheine 40 40
Verbindlichkeiten ggü. Gesellschaftern/nahestehenden Personen 5 5
Übrige 5 66
Finanzverbindlichkeiten gesamt 3.284 1.589

Die Laufzeiten und die jährliche Verzinsung der langfristigen Darlehen von Anlegern stellen sich wie folgt dar:

Laufzeit bis Verzinsung p. a. Darlehensbetrag
in TEUR
2014 12,0% 155
2014 8,0% 30
2015 7,5% 35
2016 7,5% 33
2016 8,0% 20
2019 11,0% 300
2020 11,0% 250


823

Die Darlehen sind mit Hypotheken auf Pflanzungs-Grundstücken in Bulgarien gesichert.

Die Anleihe wird mit 9 % pro Jahr verzinst und hat eine feste Laufzeit bis 2014. Der Genussschein wird mit 8 % pro Jahr verzinst und hat eine reguläre Laufzeit bis 2018. Für den Genussschein besteht ab dem Geschäftsjahr 2009 ein vorzeitiges Kündigungsrecht beider Seiten, dass nicht ausgeübt wurde. Bei einer Laufzeit des Genussscheins bis 2012 steht dem Investor ein Bonus in Höhe von 10% der Einlage, bei einer Laufzeit bis 2018 ein Bonus in Höhe von 20 % der Einlage zu. Die Anleihe und der Genussschein sind ebenfalls mit Hypotheken auf Pflanzungs-Grundstücken in Bulgarien gesichert.

Es bestehen insgesamt 17 Finanzierungsleasingverträge über Fahrzeuge in Bulgarien. Die Leasingverträge beinhalten die allgemeinüblichen Vertragsbedingungen, insbesondere trägt der Leasingnehmer alle Lasten und Risiken im Zusammenhang mit den Leasingfahrzeugen. In den Leasingverträgen sind Kaufoptionen vereinbart, die Personenkraftwagen können am Ende der Laufzeit zum Restwert erworben werden.

Lignum hat Pachtverträge für landwirtschaftliche Flächen (insgesamt 2.210 ha) abgeschlossen. Die Grundstücke werden in der Regel für 25 Jahre (+5 Jahre Option) gepachtet. Daraus ergeben sich bis zum Ende der Vertragslaufzeiten zukünftige Pachtzinsen in Höhe von 6.310 TEUR. Davon werden innerhalb eines Jahres 271 TEUR und innerhalb der nächsten 1 bis 5 Jahre sind 1.343 TEUR fällig.

Zur Klassifizierung der Verbindlichkeiten wird auf Textziffer 21 verwiesen.

19. Rückstellungen

Rückstellungen


01.01.2012 Inanspruchnahme Auflösung Zuführung Gesamt

TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR
Steuern 34 0 0 0 34
Jahresabschluss und Steuerberatung 84 12 0 38 110
Sonstige 20 19 0 41 42
Rückstellungen gesamt 138 31 0 79 186

Eventualverbindlichkeiten bestehen im Wesentlichen im Zusammenhang mit der umsatzsteuerlichen Würdigung der auf Eingangsleistungen in Deutschland entfallenden Vorsteuerbeträge der Jahre 2007 bis 2010 in Höhe von TEUR 453. Gegen entsprechende Steuerbescheide aufgrund einer für die Jahre 2007 bis 2009 durchgeführten Betriebsprüfung wird im Rahmen eines Einspruchsverfahrens vorgegangen. Die Erfolgsaussichten werden als positiv eingeschätzt.

20. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen haben eine Laufzeit von unter einem Jahr.

21. Sonstige Verbindlichkeiten

Die sonstigen kurzfristigen Verbindlichkeiten haben eine Laufzeit von unter einem Jahr und setzen sich wie folgt zusammen:

Sonstige Verbindlichkeiten


2012 2011

TEUR TEUR
Erhaltene Anzahlungen 831 645
Verbindlichkeiten aus Lohn/Gehalt 301 263
Verbindlichkeiten aus sozialer Sicherheit 171 278
Zinsabgrenzungen 186 171
Verbindlichkeiten aus Steuern 294 524
Verbindlichkeiten ggü. Gesellschaftern und nahestehenden Personen und Unternehmen 96 95
Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasingverträgen (bis 1 Jahr) 9 62
Übrige 341 249
Sonstige Verbindlichkeiten gesamt 2.229 2.287

22. Berichterstattung zu Finanzinstrumenten und finanziellem Risikomanagement

Finanzielle Vermögenswerte


2012 2011

TEUR TEUR
Sonstige finanzielle Vermögenswerte 120 786
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 147 250
Sonstige Vermögenswerte 1.711 1.834
Zahlungsmittel 594 1.036
Summe 2.572 3.906

Finanzielle Verbindlichkeiten


2012 2011

TEUR TEUR
Finanzverbindlichkeiten 3.284 1.589
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.990 597
sonstige Verbindlichkeiten 1.398 1.642
Summe 6.672 3.829

Der Konzern ist aufgrund seiner Finanzierungsstruktur, bestehend aus den Anzahlungen der Käufer für Rundholz sowie -in wesentlich geringerem Umfang -langfristigen, festverzinslichen Darlehen, der Anleihe und dem Genussschein praktisch keinen Zins- und Finanzierungsrisiken ausgesetzt. Für zukünftige Zeiträume plant die Gesellschaft, die Kosten der Pflanzungen aus Erlösen der Zwischenernten mitzufinanzieren, um so das Liquiditätsrisiko zu reduzieren. Marktrisiken, wie Preissteigerungen bei den Kosten oder Schmälerungen der Erlöse sieht sich die Gesellschaft mittels Produktions- und Effizienzsteigerungen gewappnet. Währungsrisiken bestehen durch die Bindung des Lewa an den Euro für den Standort Bulgarien nicht. Da für die Teak-Pflanzungen alle Preise in Euro vereinbart sind, bestehen auch keine wesentlichen Währungsrisiken in Zusammenhang mit Teak.

III. Konzerngesamtergebnisrechnung

23. Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse resultieren aus der Einräumung von Sicherheiten sowie aus dem Verkauf von Vertriebsmaterialien und Büchern.

24. Gewinn aus der Änderung des beizulegenden Zeitwertes biologischer Vermögenswerte

Die Zunahme des Werts des biologischen Vermögens basiert zum einen auf einem Zugang von neuen Pflanzungen, zum anderen auf dem natürlichen Wachstum der Bäume. Die Zunahme des biologischen Vermögenswertes spiegelt die hohe Wertschöpfung durch das natürliche Baumwachstum wieder.

25. Verlust / Gewinn aus der Änderung des beizulegenden Zeitwertes der als Finanzinvestition gehaltenen Grundstücke

Die Grundstücke wurden mit einem Durchschnittspreis der bisherigen Anschaffungen bewertet. Im Geschäftsjahr 2012 wurden keine neuen Grundstücke erworben.

26. Aktivierte Eigenleistungen

Kosten für das Management und die Pflege der biologischen Vermögenswerte sind als aktivierte Eigenleistungen ausgewiesen.

27. Sonstige betriebliche Aufwendungen

Sonstige betriebliche Aufwendungen


2012 2011

TEUR TEUR
Bezogene Leistungen 1.990 1.708
Verkaufsprovisionen 566 854
Werbekosten 216 154
Reisekosten 106 104
Fahrzeugkosten 171 100
Rechts-, Beratungs-, Abschluss- und Prüfkosten 99 72
Periodenfremde Aufwendungen 12 33
Abschreibungen auf Umlaufvermögen 1 1
Übrige 658 255
Sonstige betriebliche Aufwendungen gesamt 3.819 3.281

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten Aufwendungen aus Operating-Leasing-Verträgen in Höhe von TEUR 91 (Vorjahr: TEUR 54). Die Operating-Leasingverhältnisse betreffen Personenkraftwagen, Kopiergeräte sowie die zentrale Computeranlage. Die Leasingverträge sind in Deutschland abgeschlossen und beinhalten die allgemeinüblichen Vertragsbedingungen. Die Laufzeit beträgt durchschnittlich 36 Monate. Es sind keine Kaufoptionen vereinbart. Ebenso sind keine Preisanpassungen möglich. Die Höhe der Leasingraten ist insbesondere in Anhängigkeit vom Listenpreis der Fahrzeuge und den Finanzierungskosten einschließlich anderer Kosten des Leasinggebers festgelegt worden.

28. Ertragssteuern

Die Ertragssteuern betreffen im Wesentlichen latente Steuern auf die voraussichtlichen zukünftigen Gewinne aus dem Rundholz-Verkauf. Die Gewinne und damit die Steuern darauf werden voraussichtlich erst ab dem Jahr 2020 anfallen. Im Geschäftsjahr 2012 gab es ansonsten nur eine geringe tatsächliche Ertragssteuerbelastung, da die Konzerngesellschaften aufgrund der erst in den Erntejahren anfallenden Gewinne steuerlich zunächst überwiegend negative Ergebnisse erwirtschaften.

IV. Sonstige Angaben

29. Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen

Bei Kaufverträgen für Robinienholz aus Bulgarien bis Ende 2008 bestehen Hypothekeneintragungen zugunsten der Käufer auf den mit Robinien-Pflanzungen bewirtschafteten Grundstücken. Bei abgeschlossenen Kaufverträgen ab 2009 wurde den Käufern für den Fall, dass Lignum seinen vertraglichen Pflichten nicht nachkommt, ein besonderes Pfandrechts an den planmäßigen Rundholz-Ernten eingeräumt. Weiterhin bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen aus Operating-Leasingverhältnissen in Bulgarien.

30. Mitarbeiter

Der Konzern beschäftigte in 2012 im Durchschnitt 350 Mitarbeiter (Vorjahr: 401).

31. Angaben zu Beziehungen und Geschäften mit nahestehenden Personen und Unternehmen

Die Management und Geschäftsführungsleistungen werden ab 2008 von der Lignum Management GmbH, Berlin, erbracht. Für ihre Management- und Geschäftsführungsleistung erhielt Sie im Geschäftsjahr 2012 eine Vergütung von TEUR 1.453 (Vorjahr TEUR 1.291). Daneben bestehen zum 31.12.2012 Darlehensverbindlichkeiten ggü. Gesellschaftern in Höhe von TEUR 75 (Vorjahr TEUR 67).

Die Lignum-Unternehmensgruppe nahm im Berichtsjahr Dienste von sonstigen nahestehenden Unternehmen oder Personen (Unternehmen von Minderheitsgesellschaftern sowie Familienangehörige des Managements) in Höhe von TEUR 159 (Vorjahr: TEUR 237) insbesondere für Management-, Arbeitnehmer- und Provisionsleistungen entgegen. Es bestehen kurzfristige Darlehensverbindlichkeiten gegenüber nahestehenden Personen in Höhe von TEUR 21 (Vorjahr: TEUR 22). Dem stehen Forderungen aus Darlehen ggü. nahestehenden Personen in Höhe von TEUR 145 (Vorjahr: TEUR 107) gegenüber, so dass sich im Saldo eine Forderung zum Bilanzstichtag in Höhe von TEUR 124 (Vorjahr: TEUR 85) ergibt.

32. Bezüge des Managements in Schlüsselpositionen und des Aufsichtsrats

Die Mitarbeiter des Managements in Schlüsselposition haben in 2012 insgesamt Vergütungen in Höhe von TEUR 380 (Vorjahr: TEUR 712) erhalten. Der Aufsichtsrat hat im Berichtsjahr wie auch im Vorjahr keine Bezüge erhalten.

Dem Management in Schlüsselpositionen gehörten in 2012 an:

Dr. Andreas Nobis, Vorstand Lignum Holding AG
Peter Nobis, Vorstand Lignum Holding AG
Andreas Rühl, Vorstand Nobilis Edelholz Sachwertanlagen AG (ehemals Lignum Edelholz Investitionen AG), Geschäftsführer Lignum Edelholz Anlagen GmbH
Joachim Frank, Geschäftsführer RoBaSys Robiniun-Stab-Bausystumu GmbH (ehemals VIVUM Edles aus Holz GmbH)
Rossen Denov, Geschäftsführer RoBaSys EOOD
Karen Tadevosyan, Geschäftsführer Lignum Bulgaria EOOD

Dem Aufsichtsrat der Lignum Holding AG gehörten in 2012 an:

Reinhard Mielke, Rechtsanwalt, Vorsitzender
Detlef Sabelus, Steuerberater
Jürgen Tech.

Berlin, 31.07.2014

Lignum Holding AG

(Dr. A. Nobis)
Vorstand

Nachrichten & Medien

Insolvenzbekanntmachungen

Aktuelle Insolvenzverfahren

Prüfen, ob Insolvenzverfahren für dieses Unternehmen vorliegen

Handelsregister Dokumente

Gesellschafterliste
Aktueller Abdruck
Chronologischer Abdruck

Organisationen an dieser Adresse

29 nahegelegene Organisationen

Liste von Unternehmen und Organisationen an oder in der Nähe dieser Geschäftsadresse. Die Daten umfassen Firmennamen, Adressen, Registrierungsdetails und Branchenklassifikationen.
Die Informationen auf dieser Seite stammen aus öffentlichen Quellen, offiziellen Registern oder werden von Drittanbietern bereitgestellt. Fusionbase übernimmt keine Garantie für die Richtigkeit, Vollständigkeit oder Aktualität der Daten. Melde dich bei Fragen oder Anregungen über unser Kontaktformular.