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LIGNUM Holding GmbH
Kurfürstenstraße 21-22, 10785 Berlin, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Wirtschaftlich Berechtigte
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Ungelöste Beteiligungen (2)
| Name | Anteil |
|---|---|
Stiftung Lignum | 90.00% |
Dr. Nobis Familienstiftung | 10.00% |
Gesellschafter
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Beteiligungen
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
GaLaSys Bauen aus Robinie GmbHAufgelöst | 100.00% |
BERTIM timber trade GmbHAufgelöst | 100.00% |
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
LIGNUM Holding AktiengesellschaftBerlinKonzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2012 bis zum 31.12.2012GrundlagenGrundlagen für diesen Lagebericht sind:
I. Geschäftsverlauf im Geschäftsjahr 20121. Wirtschaftliche Rahmenbedingungen1.1. Edelholz-AnbauLignum agiert als Produzent von Edelhölzern in
quasi-landwirtschaftlicher Anbauweise innerhalb der
gegenwärtigen und zukünftigen Rahmenbedingungen
für die Landwirtschaft mit der Spezifik von Bulgarien,
zudem auf dem Edelholzmarkt.
Die langfristigen Tendenzen auf dem Edelholzmarkt -
Angebots-Verknappung, insbesondere bei Qualitätsholz,
Globalisierung, Verarbeitung zu Halbzeugen und
Fertigprodukten durch die Forstunternehmen selbst,
Direktvermarktung an die Verarbeitenden bzw. Endkunden -
bestimmen bereits jetzt die gesamte Arbeit von Lignum.
Von den landwirtschaftlichen Rahmenbedingungen sind der
lokale Markt für Agrarflächen, die Märkte
für landwirtschaftliche Maschinen, Fahrzeuge und
sonstige Arbeitsmittel sowie für Kraftstoffe und
Agrochemikalien, außerdem der lokale Arbeitsmarkt
relevant.
Aufgrund relativ solider Staatsfinanzen geriet der Leva
im Gegensatz zu den meisten osteuropäischen
Währungen nicht unter Abwertungsdruck. Bulgarien
musste keine Kredite des IWF in Anspruch nehmen und weist
nach Estland mit 18,5 % des BIP die zweitniedrigste
Staatsverschuldung in der Europäischen Union auf
(Deutschland: 80 %). Das Haushaltsdefizit belief sich 2012
auf 0,8 % und die Inflationsrate lag mit 2,0 % unter dem
EU-Durchschnitt. Bulgarien erfüllt heute vier der
fünf Konvergenzkriterien für den Beitritt zur
europäischen Währungsunion und zeichnet sich
durch makroökonomische Stabilität aus. Hierzu
haben die in enger Zusammenarbeit mit dem Internationalen
Währungsfonds und der Weltbank eingeleiteten Reformen
und Privatisierungen ehemals staatlicher Betriebe wie die
Sicherung solider Staatsfinanzen maßgeblich
beigetragen.
1.2. Finanzmarkt2012 war aufgrund anhaltender Anspannungen ein
schwieriges Jahr für den Finanzmarkt. Die
Staatsschuldenkrise im Euroraum und die Rezession in
einigen Eurostaaten setzten den Euro unter Druck. Auf die
angespannte Lage reagierten die Anleger mit zunehmender
Verunsicherung und der Verschiebung geplanter
Aktivitäten, was am Unternehmen nicht spurlos
vorbeiging.
2. Konzern-Entwicklung2.1. Unsere Edelholz-PflanzungenLignum baut in Bulgarien die europäischen
Edelhölzer Maulbeere, Kirsche, Robinie und Schwarznuss
kommerziell an. Durch diese europäischen Edelholzarten
können alle tropischen Edelholzarten substituiert
werden. Bereits vorhandene Teak-Pflanzungen werden
planmäßig mit Hilfe des Partners FLORESTECA
weitergeführt.
2.1.1. Pflanzungen in BulgarienInsgesamt wurden im Berichtsjahr in Bulgarien weitere
398,10 ha Pflanzungen angelegt, womit sich der
Gesamtbestand an Pflanzungen in Bulgarien zum 31.12.2012
auf 1.941,2 ha erhöhte. Der Großteil der
Neupflanzungen entfällt mit 119 ha auf die Robinie.
Der Gesamtbestand der Pflanzungen in Bulgarien verteilt
sich zum 31.12.2012 wie folgt:
Das Wachstum der Pflanzungen verlief im Durchschnitt
planmäßig. Die gute Entwicklung der Pflanzungen
war insbesondere das Ergebnis wesentlich verstärkter
Pflegemaßnahmen. Die neuen Pflanzungen sowie das
Baumwachstum in den vorhandenen Pflanzungen lieferten den
Hauptteil der hohen Wertschöpfung im Jahr 2012 (s.
Punkt II.).
2.1.2. Teak-Pflanzungen in BrasilienEin kommerzieller Verkauf von Teak-Pflanzungen wurde
bereits in 2009 eingestellt. Der Bestand an
Teak-Pflanzungen zum 31.12.2012 stellt sich
unverändert wie folgt dar:
Die Pflanzungen zeigen ein sehr unterschiedliches
Wachstum, abhängig von der Bodenbeschaffenheit, das
teilweise über dem Plan (Prognose "middle"), teilweise
auch unter dem Plan liegt. FLORESTECA garantiert aber
vertraglich das geplante Mindest-Rundholz-Aufkommen
(Prognose "low"). Die Teak-Pflanzungen trugen mit ihrem
natürlichen Wachstum ebenfalls wesentlich zur
Wertschöpfung bei. Der massive Verbrauch der weltweit
bestehenden Holzvorkommen, wird künftig zu einer
Verknappung des Rohstoffs führen. Um auch hier
unabhängiger von Preisschwankungen zu werden, wird
dennoch untersucht, ob das Holzverwertungs-Konzept für
Robinienholz auf analoge Teak-Erzeugnisse angewendet werden
kann.
2.2. Ökologische und soziale VerantwortlichkeitDie Pflanzungen wurden auch im Geschäftsjahr 2012 nach den strengen Regeln des Forest Stewardship Council (FSC) ökologisch und sozial verantwortlich gemanagt. Die Teak-Pflanzungen sind in die regelmäßige Evaluierung des FSC-Zertifikats des Kooperationspartners FLORESTECA eingeschlossen. Das FSC-Zertifikat, das für die Pflanzungen des Lignum-Forstbetriebs Lignum Bulgaria EOOD, Bulgarien ausgestellt wird, unterliegt einer jährlichen Überprüfung. Im Dezember 2011 wurde das bestehende Zertifikat erneut verlängert und hat damit eine Gültigkeit bis Dezember 2016. Die zum 31.12.2012 vorhandenen Pflanzungen bedeuten eine aktive CO 2 -Senke, die langfristig ca. 24.591 t CO 2 pro Jahr bindet. 2.3. FinanzierungDer Konzern finanzierte sich auch im Jahr 2012 im
Wesentlichen aus dem Verkauf von Edelholz an Anleger in
Form von Sachwertanlagen. Im Unterschied zum Vorjahr wurde
mit Nobilis eine neue Marke für das
Sachwertanlagenangebot eingeführt, die an die Stelle
der alten Marke LIGNUM nobilis trat. Entsprechend wurde die
Vertriebsgesellschaft Lignum Edelholz Investitionen AG in
Nobilis Edelholz Sachwertanlagen AG umbenannt. Das neue
Angebot Nobilis gibt es in den vier Modifikationen
NobilisPriva, NobilisVita, NobilisVerde und NobilisValere,
wodurch ein qualitativer Schritt erfolgt ist. Anstatt eines
Einheitsangebotes für alle werden nunmehr verschiedene
Anlegertypen ihren Wünschen und Vorstellungen
entsprechend unterschiedlich angesprochen. Neben dieser
Diversifikation wurde die Kommunikation der Sachwertanlage
in europäisches Edelholz durch die Reduktion auf den
tatsächlichen wirtschaftlichen und rechtlichen Gehalt
verschlankt.
Der Gesamt-Bestand an Vermögensanlagen bei Lignum
erreichte zum 31.12.2012 EUR 50,8 Mio. Ein Anteil in
Höhe von rd. 98 % entfällt auf die
Edelholz-Verkäufe, der damit mit Abstand
erfolgreichsten Anlageform. Die Edelholzverkäufe
umfassen erhaltene Anzahlungen auf Edelholz, Provisionen
sowie Zahlungen zur Bestellung der Sicherheiten.
Den Käufern wurden in 2012 unverändert
Sicherheiten in Form des Besonderen Pfandrechts an den
planmäßigen Edelholz-Ernten auf adäquaten
Pflanzungs-Parzellen bestellt. Auf den Parzellen
wächst voraussichtlich deutlich mehr Rundholz heran,
als von den jeweiligen Anlegern gekauft wurde, womit die
Werthaltigkeit der Sicherheiten im vollen Umfang gegeben
ist.
Mit den vereinnahmten Rundholz-Kaufpreisen
Das refinanzierte (freigesetzte) Eigenkapital wurde
vollständig wieder zur Anschaffung von neuen
Grundstücken für die nächste Generation von
Pflanzungen sowie für die Finanzierung neuer
Betriebsstätten und -mittel eingesetzt. Andere
Finanzierungsquellen als der Rundholz-Verkauf wurden in nur
sehr geringem Umfang in Anspruch genommen, im Wesentlichen
nur in Form von Bankkrediten zur Finanzierung von
Fahrzeugen und sonstigen langfristigen Darlehen.
2.4. Management und PersonalDer Konzern hatte in Deutschland
verhältnismäßig wenig Angestellte, sondern
erhielt die Kräfte überwiegend durch verbundene
Dienstleister gestellt bzw. ließ die Arbeiten durch
solche Dienstleister ausführen. Das bezieht sich auch
auf alle Vorstände und Geschäftsführer in
Deutschland. Deswegen gab es zum 31.12.2012 bei den
deutschen Konzerngesellschaften nur 9 Angestellte (zum
31.12.2011: 9 Angestellte).
In Bulgarien blieb die Personalstärke
unverändert. Dort waren zum 31.12.2012 insgesamt 338
fest angestellte Mitarbeiter beschäftigt (zum
31.12.2011 insgesamt 392).
II. Vermögens-, Finanz- und Ertragslage1. VermögenslageVermögensanlage nach IFRS
Rund EUR 60,8 Mio. (in 2011 EUR 50,4 Mio.), das
entspricht 82% (in 2011 82 %) des bilanzierten
Vermögens von Lignum, liegen in den Pflanzungen. Davon
entfallen EUR 58,3 Mio. (in 2011 EUR 48,0 Mio.) auf das
biologische Vermögen in den Bäumen und EUR 2,4
Mio. (in 2011 EUR 2,4 Mio.) auf die
Pflanzungsgrundstücke. Im Geschäftsjahr 2012
wurde der Firmensitz der Konzernmuttergesellschaft verlegt.
Es wurde eine repräsentative Büroimmobilie im
Herzen Berlins erworben.
Die Bewertung des biologischen Vermögens nach IFRS
(IAS 41) erfolgt zum beizulegenden Zeitwert abzüglich
diskontierter geschätzter Kosten für die
Liquidierung des prognostizierten Rundholz-Aufkommens.
Damit wird der Wertezuwachs durch das Baumwachstum in den
Pflanzungen bilanziell abgebildet.
Eine Bewertung der Pflanzungen lediglich zu
Anschaffungs- und Herstellungskosten würde nur die
Aufwendungen für das erstmalige Pflanzen sowie die
fortlaufenden Kosten der Pflege der Baumbestände
abbilden und so nicht den wahren Wert der Pflanzungen
widerspiegeln.
2. FinanzlageDer beizulegende Zeitwert aller Pflanzungen nach IFRS,
einschließlich Grundstücke, betrug zum
31.12.2012 EUR 60,8 Mio. Diesem Vermögen steht
gegenüber langfristiges Fremdkapital in Höhe von
EUR 56,0 Mio. Im langfristigen Fremdkapital sind latente
Steuern in Höhe von EUR 6,9 Mio. enthalten, die
voraussichtlich erst langfristig anfallen werden.
Das Eigenkapital betrug zum 31.12.2012 EUR 13,6 Mio.
(Vorjahr: EUR 11,6 Mio.). Dies entspricht einer
Eigenkapitalquote von 19 % (Vorjahr: 19 %).
Finanzlage nach IFRS
Der Cash-Flow im Geschäftsjahr 2012 speiste sich
insbesondere aus dem Rundholz-Verkauf mit Zuflüssen in
Höhe von rund EUR 7,0 Mio. Dem gegenüber standen
Abflüsse in Höhe von EUR 5,0 Mio. für
Anschaffung bzw. Herstellung von Pflanzungen sowie deren
Pflege und für die Anschaffung weiterer
betriebsnotwendiger Anlagegüter. Im Ergebnis betrug
der Zahlungsmittelbestand zum 31.12.2012 EUR 0,6 Mio. (zum
31.12.2011 EUR 1,0 Mio.).
Kapitalrückfluss nach IFRS
3. ErtragslageErtragslage nach IFRS
Regelmäßige Umsatzerlöse
größeren Umfangs wird der Konzern erst mit der
Lieferung des verkauften Rundholzes sowie mit Verkauf von
nicht zur Erfüllung von
Rundholz-Übereignungsverpflichtungen gegenüber
den Anlegern benötigtem Rundholz erzielen.
Die Ertragslage wird im Wesentlichen durch die
Wertschöpfung in den Pflanzungen bestimmt, in 2012 EUR
6,7 Mio. (Vorjahr: EUR 10,3 Mio.). Die Investitionen in die
weitere Verbesserung der Unternehmensstruktur sowie
Kerntechnologien wurden planmäßig
fortgeführt und haben zu einem Anstieg der
Betriebsaufwendungen geführt.
III. RisikoberichtZum gegenwärtigen Zeitpunkt bestehen nach Kenntnis
des Vorstandes keine bestandsgefährdenden oder
entwicklungs-beeinträchtigenden Risiken.
Lignum unterliegt keinem Zwang, innerhalb einer
bestimmten Zeit ein bestimmtes Anlagevolumen einzuwerben.
Laufende Kosten für die Pflanzungen können
grundsätzlich aus dem Vorabverkauf von Edelholz aus
den Rücklagebaumbeständen generiert werden.
Desweiteren konnte bereits ein Vorlauf an Pflanzungen
geschaffen werden. Einschränkungen bei Management und
Verwaltung sind erst zu befürchten, wenn über
einen längeren Zeitraum keine neuen Anlagebeträge
generiert werden können.
Da die bulgarische Währung (LEW) fest an den EURO
gebunden ist, besteht für Lignum kein
Währungsrisiko.
Durch die hohe Eigenkapitalquote von 19% verfügt
Lignum über ein großes eigenes Vermögen,
welches zur Minimierung von Ausfallrisiken dient.
Desweiteren wird jedem Anleger eine Sicherheit in Form
eines Besonderen Pfandrechts an Baumbeständen
eingeräumt.
Das Risikomanagement konzentriert sich insbesondere auf
Bei der Bilanzierung des biologischen Vermögens
wurden Chancen und Risiken entsprechend IAS 41 in
ausgewogener Weise berücksichtigt. Für das
angesetzte zukünftige Rundholz-Aufkommen sowie die
angesetzten zukünftigen Rundholz-Preise sind jeweils
die mittleren Prognosen zugrunde gelegt. Die bei der
Barwertberechnung angewendeten Diskontierungssätze
wurden zahlenmäßig gleich den gemittelten
Renditen gewählt, die vom Kapitalmarkt bei der
Investitionsform Nobilis akzeptiert werden. Diese hohen
Diskontierungssätze spiegeln nach Auffassung des
Vorstandes summarisch alle tatsächlichen und
hypothetischen Risiken wider.
IV. Geschäftsverlauf 20131. Entwicklung der Pflanzungen und des Edelholz-Angebotes von LignumDas Unternehmen kultiviert mittlerweile über 100
Aufforstungen, die reale Gesamtaufforstungsfläche
überstieg erstmals die 2.000 ha-Marke. Mit der
In-Vitro-Vermehrung handverlesenen Robinien-Pflanzgutes
wurde eine weitere technologische Innovation
eingeführt. Daneben lag das Hauptaugenmerk auf der
Planung und Entwicklung neuer Endprodukte aus
Robinien-Edelholz, dem Ausbau der
Produktionskapazitäten des konzerneigenen
Holzverarbeitungsbetriebes und der Gewinnung qualifizierten
Personals.
Der Bestand an Pflanzungen in Bulgarien erreichte zum
31.12.2013 eine Gesamtfläche von 2.160 ha (1.942 ha
zum 31.12.2012). Das Baumwachstum in den Pflanzungen
verlief auch in den Jahren 2012 und 2013
planmäßig. Der Gesamtbestand der Pflanzungen
verteilt sich zum 31.12.2013 wie folgt:
2. Sachwertanlagen bei LignumFür den Finanzmarkt stand das Jahr 2012 unter dem
anhaltenden Einfluss der Staatsschuldenkrise im Euroraum
und der mangelnden Bonität einiger EU-Staaten. Die von
vielen als angespannt empfundene Lage verunsicherte die
Anleger und verhinderte geplante Investitionen. In dieser
Situation stießen die in Name, Layout und
Kommunikation umgestellten Sachwertanlagen auf eine durch
allgemeine Skepsis geprägte Wartehaltung, wodurch sich
das platzierte Volumen auf 6,8 Mio. EUR verringerte. Dank
des Vorlaufes bei den Aufforstungsflächen konnte die
für das Unternehmen schwierige Entwicklung gemeistert
werden.
Im Jahr 2013 entspannte sich die finanzielle Lage
für das Unternehmen. Zum 31.12.2013 konnten rund 9,0
Mio. eingeworben werden, die Produktumstellung begann erste
Früchte zu tragen. Die verfügbaren Mittel wurden
vor allem in den Forstbetrieb investiert.
3. Robinien-Ernte in 2013Im Februar 2013 erfolgte die zweite
Robinien-Zwischenernte planmäßig nach acht
Jahren auf den zweitältesten Aufforstungen des
Unternehmens. Die Lieferverpflichtungen gegenüber den
Anlegern wurden wiederum im Rahmen der mittleren Prognose
erfüllt.
Berlin, 31.07.2014
Lignum Holding AG
(Dr. A. Nobis)
IFRS-Konzernbilanz zum 31. Dezember 2012VermögenswerteVermögenswerte nach IFRS
KapitalFinanzlage nach IFRS
IFRS-Konzerngesamtergebnisrechnung
für das Geschäftsjahr 2012
|
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|
Textziffer | 2012 | 2011 |
|
|
im | TEUR | TEUR |
| Umsatzerlöse | (h3) | 642 | 920 |
| Sonstige betriebliche Erträge |
|
160 | 101 |
| Veränderungen des Bestandes an fertigen und unfertigen Erzeugnissen |
|
225 | 244 |
| Gewinn aus Änderung des Zeitwertes biologischer | (24) | 8.960 | 8.126 |
| Verlust / Gewinn aus Änderung d. ZW d. als Finanzinvestition gehaltenen Grundstücke | (25) | 0 | -1 |
| Aktivierte Eigenleistungen | (26) | 2.332 | 2.200 |
| Betriebsleistung |
|
12.319 | 11.590 |
| Materialaufwand |
|
-2.074 | -2.221 |
| Personalaufwand |
|
-2.051 | -2.675 |
| Abschreibungen |
|
-614 | -458 |
| Sonstige betriebliche Aufwendungen | (27) | -3.819 | -3.281 |
| Betriebsaufwendungen |
|
-8.558 | -8.635 |
| Betriebsergebnis |
|
3.761 | 2.955 |
| Finanzaufwand |
|
-241 | -248 |
| Finanzertrag |
|
111 | 83 |
| Finanzergebnis |
|
-130 | -164 |
| Ergebnis vor Steuern |
|
3.631 | 2.791 |
| Ertragsteuern | (28) | -1.603 | -1.223 |
| Ergebnis nach Steuern |
|
2.028 | 1.568 |
| Minderheitenanteile |
|
14 | 89 |
| Konzernjahresergebnis |
|
2.042 | 1.657 |
IFRS-Konzerneigenkapitalveränderungsrechnung
für das Geschäftsjahr 2012
(01.01. bis 31.12.2012)
|
|
Gezeichnetes
Kapital |
Kapitalrücklage | Gewinnvortrag | Jahresüberschuss | Minderheitenanteile | Konzerneigenkapital |
|
|
TEUR | TEUR | TEUR | TEUR | TEUR | TEUR |
| Stand 01.01.2011 | 50 | 1.000 | 5.347 | 3.589 | -133 | 9.853 |
| Gewinnvortrag | 0 | 0 | 3.589 | -3.589 | 0 | 0 |
| Jahresüberschuss | 0 | 0 | 0 | 1.657 | 89 | 1.746 |
| Stand 31.12.2011 | 50 | 1.000 | 8.936 | 1.657 | -44 | 11.599 |
| Stand 01.01.2012 | 50 | 1.000 | 8.936 | 1.657 | -44 | 11.599 |
| Gewinnvortrag | 0 | 0 | 1.657 | -1.657 | 0 | 0 |
| Jahresüberschuss | 0 | 0 | 0 | 2.042 | -28 | 2.014 |
| Stand 31.12.2012 | 50 | 1.000 | 10.593 | 2.042 | -72 | 13.614 |
IFRS-Konzernkapitalflussrechnung
für das Geschäftsjahr 2012
(01.01. bis 31.12.2012)
IFRS-Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr 2012
|
|
2012 | 2011 |
|
|
TEUR | TEUR |
| Jahresergebnis nach Steuern | 2.028 | 1.568 |
| Erfolgswirksam erfasste Ertragsteuern | 1.602 | 1.223 |
| Gezahlte Ertragsteuern | -4 | -57 |
| Finanzergebnis | 130 | 164 |
| Abschreibungen auf Sachanlagen und immaterielle Vermögensgegenstände | 614 | 458 |
| Erfolgswirksam erfasste Änderung d. beizuleg. Zeitwertes von biologischen | -8.961 | -8.126 |
| Erfolgsw. erf. Änderung d. beizuleg. ZW von als Finanzinvestitionen gehaltenen | 0 | 0 |
| Sonst. Zahlungsunwirksame Aufwendungen und Erträge | -508 | -488 |
| Brutto-Cashflow aus der operativen Geschäftstätigkeit | -5.099 | -5.258 |
| Zu-/Abnahme d. Vorräte, d. Forderung. aus Liefer. u. Leistung. sowie d. sonstig. | 608 | -892 |
| Eu-/Abnahme d. Rückstell., d. Verbindlichk. aus Liefer. u. Leistung. sowie d. sonstig. | 1.382 | -248 |
| Cashflow aus der operativen Geschäftstätigkeit | -3.108 | -6.398 |
| Auszahlungen für Investitionen in biologische Vermögenswerte und | -2.914 | -1.838 |
| Auszahlungen für Investitionen in immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen | -2.171 | -963 |
| Einzahlungen aus der Veräußerung von immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen | 0 | 0 |
| Auszahlungen für den Erwerb von Anteilen an Gesellschaften | 0 | -770 |
| Cashflow aus der Investitionstätigkeit | -5.085 | -3.571 |
| Kaufpreisvorauszahlungen für Lignum nobilis | 7.148 | 9.496 |
| Einzahlungen aus langfristigen Darlehen | 1.694 | 0 |
| Einzahlungen aus kurzfristigen Darlehen | 0 | 0 |
| Auszahlungen für die Tilgung von lfr. Darlehen | 9 | 9 |
| Veränderung der Verbindlichkeiten zur Finanzierung des Sachanlagevermögens | -961 | 64 |
| Zinsauszahlungen | -241 | -248 |
| Zinseinzahlungen | 111 | 83 |
| Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit | 7.751 | 9.404 |
| Cashflow aus der operativen Geschäftstätigkeit | -3.108 | -6.398 |
| Cashflow aus der Investitionstätigkeit | -5.085 | -3.571 |
| Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit | 7.751 | 9.404 |
| Veränderung des Finanzmittelbestandes | -442 | -565 |
| Konzern-Finanzmittelbestand am 1.1. | 1.036 | 1.601 |
| Konzern-Finanzmittelbestand am 31.12. | 594 | 1.036 |
Anhang zum IFRS-Konzernabschluss für das Geschäftsjahr 2012
I. Grundlegendes
1. Allgemeine Informationen
Die Lignum Holding AG, mit Sitz in 12205 Berlin,
Paulinenstraße 8, eingetragen im Handelsregister
Berlin-Charlottenburg unter HR-Nr. 74599 B, bildet zusammen
mit ihren Tochterunternehmen und deren Tochterunternehmen
(hinfort alle: Konzerngesellschaften) die
Lignum-Unternehmensgruppe (Konzern), für die dieser
Konzernabschluss nach § 315a (3) HGB in Anwendung der
nach den Artikeln 2, 3 und 6 der Verordnung (EG) Nr.
1606/2002 übernommenen internationalen
Rechnungslegungsstandards für das Geschäftsjahr
2012 erstellt wurde (hinfort: IFRS-Konzernabschluss 2012).
Mehrheitseigentümer der Lignum-Gruppe ist mit einer
90%-Beteiligung auf Konzern-Holding-Ebene die
gemeinnützige Lignum Stiftung, eingetragen im
Verzeichnis über öffentliche Stiftungen der
Freien Hansestadt Hamburg. Daneben ist auf dieser Ebene die
Dr. Nobis Familienstiftung mit 10% beteiligt.
Die Lignum-Unternehmensgruppe forstet seit dem Jahr 2000
ehemalige Weide- und Ackerflächen mit Edelhölzern
auf, um Wertholz höchster Güte zu produzieren und
bietet sowohl privaten als auch institutionellen Anlegern
die Möglichkeit, mit Rundholzkaufverträgen
verschiedener Form, in geringem Umfang auch mit
langfristigen Darlehen verschiedener Art, an der
Wertschöpfung zu partizipieren. Seit dem Frühjahr
2009 baut Lignum in Bulgarien neben Robinien auch die
weiteren europäischen Edelhölzer Maulbeere,
Kirsche und Schwarznuss kommerziell an. Da mit den nunmehr
angebauten vier europäischen Edelhölzern alle
tropischen Edelholzarten substituiert werden können,
werden seit 2009 keine Teak-Pflanzungen mehr in Brasilien
angeschafft und folglich Teak auch nicht mehr angeboten.
Rund 10 % der gesamten bestehenden Pflanzungen sind
Teak-Pflanzungen, die im mittleren Westen Brasiliens liegen
und durch den Kooperationspartner FLORESTECA hergestellt
und bewirtschaftet werden. Rund 90 % der Pflanzungen
befinden sich in der Donau-Region Bulgariens und werden
durch den dortigen Zweig des Konzerns selbst hergestellt
und bewirtschaftet.
Der IFRS-Konzernabschluss 2012 wurde freiwillig
erstellt. Eine Pflicht zur Aufstellung eines solchen oder
eines handelsrechtlichen Konzernabschlusses (§ 290
HGB) bestand aufgrund der größenabhängigen
Befreiungen gem. § 293 HGB zum 31. Dezember 2012
nicht.
Der IFRS-Konzernabschluss ist ein befreiender
Konzernabschluss gemäß § 264 Abs. 3 HGB.
Auf eine Offenlegung der Einzelabschlüsse der
Konzerntochtergesellschaften
| ― |
Lignum Edelholz AG, Berlin, |
| ― |
Lignum Edelholz Anlagen GmbH, Berlin, |
| ― |
Nobilis Edelholz Sachwertanlagen AG, (ehemals Lignum Edelholz Investitionen AG), Berlin, |
| ― |
RoBaSys Robinien-Stab-Bausysteme GmbH, (ehemals VIVUM Edles aus Holz GmbH), Berlin |
wird dementsprechend mit Zustimmung der Gesellschafter
verzichtet.
Der IFRS-Konzernabschluss 2012 umfasst die folgenden
Bestandteile:
| ― |
IFRS-Konzerngesamtergebnisrechnung für das Geschäftsjahr 2012 |
| ― |
IFRS-Konzernbilanz zum 31. Dezember 2012 |
| ― |
IFRS-Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr 2012 |
| ― |
IFRS-Konzerneigenkapitalveränderungsrechnung zum 31. Dezember 2012 |
| ― |
diesen Anhang zum IFRS-Konzernabschluss für das Geschäftsjahr 2012. |
2. Neue Rechnungslegungsvorschriften
Eine Änderung der Bilanzierungs- und
Bewertungsmethoden und der Angaben im Anhang kann sich
aufgrund neuer oder geänderter Standards bzw.
Interpretationen ergeben. Die verabschiedeten Regelungen
enthalten einen Zeitpunkt, ab dem die Anwendung erstmals
verpflichtend ist. Änderungen des IASB / IFRIC wirken
sich nicht direkt auf den Lignum-Konzernabschluss aus,
sondern müssen für eine Anwendung in deutschen
Abschlüssen zunächst von der Europäischen
Union (EU) im Rahmen des "Endorsement"-Verfahrens anerkannt
werden. Aus diesem Regelungsverfahren ergeben sich drei
verschiedene Kategorien von Neuerungen, die den
Lignum-Konzernabschluss zu verschiedenen Zeitpunkten
beeinflussen:
a) Im Geschäftsjahr erstmalig anzuwendende
Regelungen
b) In folgenden Geschäftsjahren verpflichtend
anzuwendende Regelungen
c) Bereits vom IASB verabschiedete, aber noch nicht
von der EU übernommene Regelungen
a) Aus den Standards oder Interpretationen bzw.
Änderungen vorhandener Standards, die im Berichtsjahr
2012 erstmalig verpflichtend anzuwenden waren, haben sich
für den Lignum-Konzernabschluss keine
maßgeblichen Veränderungen ergeben.
b) Die folgenden Standards und Interpretationen sowie
Änderungen von Standards sind in künftigen
Geschäftsjahren verpflichtend anzuwenden. Sie wurden
bis zum Zeitpunkt der Aufstellung des Konzernabschlusses
vom IASB verabschiedet und von der EU endorsed, die
erstmalige Anwendung ist jedoch nicht für das
Geschäftsjahr 2012 verpflichtend vorgesehen.
Die sich aus den nachfolgend aufgeführten
Neuerungen ergebenden Auswirkungen auf die Vermögens-,
Finanz- und Ertragslage des Lignum Konzern werden derzeit
geprüft:
| ― |
IFRS 12 "Angaben zu Beteiligungen an anderen Unternehmen", der die Angabepflichten zur Konzernrechnungslegung aus den IAS 27 und IAS 28 zusammenfasst und ergänzt, für Lignum anzuwenden ab dem Geschäftsjahr 2014, |
| ― |
IFRS 13 "Bemessung des beizulegenden Zeitwerts", der erstmals einheitliche Richtlinien zur Ermittlung des beizulegenden Zeitwertes von Vermögenswerten und Schulden festlegt, für Lignum anzuwenden ab dem Geschäftsjahr 2013, |
| ― |
Änderungen zu IAS 12 "Ertragsteuern" in Bezug auf die Realisierung der zugrunde liegenden Vermögenswerte, für Lignum anzuwenden ab dem Geschäftsjahr 2013, |
| ― |
Änderungen zu IAS 32 "Finanzinstrumente: Darstellung" in Bezug auf die Saldierung finanzieller Vermögenswerte und finanzieller Verbindlichkeiten, für Lignum anzuwenden ab dem Geschäftsjahr 2013. |
c) Folgende bereits vom IASB verabschiedete, aber noch
nicht von der EU übernommene Regelungen sind für
den Lignum-Konzern erst nach dem Endorsement durch die EU
anwendbar. Lignum prüft derzeit die Auswirkungen
dieser Regelungen.
| ― |
Änderungen von IFRS 7 "Finanzinstrumente: Angaben" in Bezug auf die Aufrechnung finanzieller Vermögenswerte und Verbindlichkeiten (veröffentlichet im Dezember 2011), |
| ― |
IFRS 9, "Finanzinstrumente" wurde ursprünglich im November 2009 veröffentlicht und seither zweimal angepasst. Dieser Standard ist der erste Schritt, um den Standard IAS 39 "Finanzinstrumente: Ansatz und Bewertung" zu ersetzen. IFRS 9 ändert die bisherigen Vorschriften zur Kategorisierung und Bewertung von finanziellen Vermögenswerten grundlegend. Der Standard ist erst für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Januar 2015 beginnen, verpflichtend anzuwenden, |
| ― |
Änderungen von IFRS 10, IFRS 12 und IAS 27 in Bezug auf Investmentgesellschaften (veröffentlicht am 31. Oktober 2012), |
| ― |
Änderungen von IAS 36 "Wertminderung von Vermögenswerten" in Bezug auf Angaben zum erzielbaren Betrag bei nicht-finanziellen Vermögenswerten (veröffentlicht am 29. Mai 2013), |
| ― |
Änderungen von IAS 39 "Finanzinstrumente: Ansatz und Bewertung" in Bezug auf Novationen von Derivaten und Fortsetzung der Sicherungsbilanzierung (veröffentlicht am 27. Juni 2013), |
| ― |
IFRIC 21 "Abgaben" für von Behörden auferlegte Schulden (veröffentlicht am 20. Mai 2013). |
3. Wesentliche Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden
Grundlagen
Alle von der EU übernommenen Standards und
Interpretationen des IASB wurden vollständig
angewendet, sodass der Abschluss in Übereinstimmung
mit den von der EU übernommenen International
Financial Reporting Standards (IFRS) aufgestellt wurde.
Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze
Die dem IFRS-Konzernabschluss 2012 zu Grunde liegenden
Jahresabschlüsse der einbezogenen Unternehmen sind in
Übereinstimmung mit IAS 27 nach einheitlichen
Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätzen erstellt.
Der Bilanzstichtag sämtlicher in den
IFRS-Konzernabschluss 2012 einbezogener Unternehmen ist der
31.12.2012.
In der Bilanz werden nur die wesentlichen Positionen
gesondert ausgewiesen, die Angaben sind innerhalb des
Anhangs detailliert erläutert.
Berichtswährung und Rundungen
Die Berichtswährung ist EURO. Alle Zahlenangaben in
diesem Anhang sind entweder auf volle Beträge in TEUR
oder auf Beträge in Mio. EURO mit 1 oder 2 Stellen
hinter dem Komma gerundet. Bei der Summierung von
gerundeten Beträgen und Prozentangaben können
Differenzen auftreten.
Fremdwährungsumrechnung - einheitlicher Währungs-Umrechnungskurs
Die Beträge in den Abschlüssen der
bulgarischen Tochtergesellschaften wurden einheitlich zum
Umrechnungskurs von 1,95583 Lewa / EUR konsolidiert. Der
Lewa wurde am 5. Juli 1999 in einem festen Verhältnis
von 1:1 an die Deutsche Mark gebunden, sodass auch mit
Übergang auf den EUR ein festes Kursverhältnis
besteht. Währungsumrechnungsdifferenzen entstehen
daher aus der Einbeziehung der bulgarischen
Tochterunternehmen in den Konzernabschluss nicht.
Andere auf Fremdwährungen lautende
Vermögenswerte bzw. Verbindlichkeiten bestanden im
Berichtsjahr nicht.
Konsolidierungskreis
In den Konzernabschluss sind alle wesentlichen
Gesellschaften einbezogen, bei denen die Lignum Holding AG
entweder direkt oder mittelbar über die
Stimmrechtsmehrheit verfügt oder anderweitig direkt
oder mittelbar einen beherrschenden Einfluss auf die
Finanz- und Geschäftspolitik ausübt. Folgende
Tochterunternehmen sind demzufolge im Wege der
Vollkonsolidierung einbezogen:
| Gesellschaft | Sitz | Beteiligung
2012 |
Beteiligung
2011 |
Jahr
der Gründung |
| Lignum Edelholz AG | Berlin | 100 % | 100 % | 2004 |
| Nobilis Edelholz Sachwertanlagen AG (ehemals Lignum Edelholz Investitionen AG) | Berlin | 50 % * | 50 % * | 2003 |
| Lignum Edelholz Anlagen GmbH | Berlin | 50,4 % | 50,4 % | 2004 |
| QUADRIS Forest Fonds I AG & Co. KG | Berlin | 100 % | 79,7 % | 2001 |
| RoBaSys Robinien-Stab-Bausysteme GmbH (ehemals VIVUM Edles aus Holz GmbH) | Berlin | 100 % | 100 % | 2004 |
| Lignum Bulgaria EOOD (ehemals DA) | Ruse, BG | 100 % | 100 % | 2004 |
| AGRON WARDIM EOOD | Ruse, BG | 100 % | 100 % | 2004 |
| RoBaSys EOOD (ehemals VIVUM EOOD) | Ruse, BG | 100 % | 100 % | 2008 |
Beteiligungen, deren Einfluss auf die Vermögens-,
Finanz- und Ertragslage des Konzerns im Einzelnen und
insgesamt unwesentlich sind, werden nicht konsolidiert.
Konsolidierungsmethoden
Die Kapitalkonsolidierung erfolgt nach der
Erwerbsmethode. Die der Lignum Holding AG direkt oder
mittelbar gehörenden Anteile am Tochterunternehmen
(Beteiligungsbuchwert) sind jeweils mit den auf diese
Anteile entfallenden Beträgen des Eigenkapitals des
betreffenden Tochterunternehmens verrechnet.
Minderheitsanteile werden in der Konzernbilanz innerhalb
des Eigenkapitals getrennt vom Eigenkapital des
Mutterunternehmens ausgewiesen.
Konzerninterne Erträge, Aufwendungen, Forderungen
und Verbindlichkeiten sowie Zwischenergebnisse sind
eliminiert. Minderheitsanteile am Konzernergebnis sind
gesondert angegeben. Sofern erforderlich werden die
Jahresabschlüsse der Tochterunternehmen zwecks
einheitlicher Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden
angepasst.
Immaterielle Vermögenswerte
Entgeltlich von Dritten erworbene immaterielle
Vermögenswerte des Anlagevermögens sind
gemäß IAS 38.74 zu Anschaffungskosten aktiviert
und werden über den Nutzungszeitraum linear
abgeschrieben. Die zugrunde gelegte Nutzungsdauer der
immateriellen Vermögenswerte beträgt 3 bis 6
Jahre.
Biologische Vermögenswerte
Der biologische Vermögenswert in den Teak- sowie
Robinien-, Maulbeer-, Kirsch- und Schwarznuss-Pflanzungen
(nur Bäume) ist gemäß IAS 41 mit dem
beizulegenden Zeitwert abzüglich diskontierter
geschätzter Verkaufskosten bilanziert. Gewinne und
Verluste durch Änderungen des beizulegenden Zeitwertes
abzüglich diskontierter geschätzter
Verkaufskosten werden im Ergebnis der Periode, in der sie
entstanden sind, erfasst.
Finanzinvestitionen in Grundstücke
Entsprechend IAS 40 sind Grundstücke, auf denen
sich die Pflanzungen in Bulgarien befinden und die als
Finanzanlagen zu betrachten sind, nach dem
Anschaffungskostenmodell oder nach dem Modell des
beizulegenden Zeitwerts zu bilanzieren. Lignum bilanziert
diese Grundstücke analog zu den biologischen
Vermögenswerten ebenfalls mit ihrem beizulegenden
Zeitwert. (Bei den Teak-Pflanzungen hat Lignum generell
kein Eigentum an den Grundstücken.)
Sachanlagen
Die Bilanzierung der Sachanlagen erfolgt zu
Anschaffungs- und Herstellungskosten, vermindert um
planmäßige nutzungsbedingte Abschreibungen sowie
außerplanmäßige Wertminderungen.
Geringwertige Wirtschaftsgüter werden aus
Wesentlichkeitsgründen im Jahr des Zugangs
vollständig abgeschrieben. Ihr Abgang wird
unterstellt.
Die Abschreibung der sonstigen Sachanlagen erfolgt
linear über die voraussichtliche Nutzungsdauer der
Vermögenswerte. Restbuchwerte und voraussichtliche
Nutzungsdauer werden am Ende eines jeden
Geschäftsjahres neu beurteilt.
Außerplanmäßige Abschreibungen werden
gebildet, wenn der erzielbare Betrag nach IAS 36 kleiner
ist als der Buchwert. Die planmäßige
Nutzungsdauer der Vermögenswerte in Jahren ist wie
folgt angenommen:
| Betriebsgebäude | 25 |
| Außenanlagen | 25 bis 50 |
| Maschinen | 5 bis 25 |
| Personenkraftwagen | 4 bis 6 |
| Lastkraftwagen | 5 |
| Sonstige Büro- und Geschäftsausstattung | 3 bis 7 |
Vorräte
Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sind nach IAS 2 zu dem
niedrigeren Wert aus Anschaffungskosten und
Nettoveräußerungserlös bewertet. Unfertige
und fertige Erzeugnisse sind entsprechend IAS 2.9 zu dem
niedrigeren Wert aus Herstellungskosten und
Nettoveräußerungserlös bewertet. Die
Herstellungskosten umfassen Fertigungsmaterial,
Fertigungslöhne sowie zurechenbare Teile der Material-
und Fertigungsgemeinkosten. Ergeben sich Bewertungsrisiken
aus einer verminderten Verwertbarkeit, werden
Wertberichtigungen auf den Nettoveräußerungswert
vorgenommen. Ein Ansatz von Fremdkapitalkosten erfolgt
nicht, weil diese den Produkten nicht direkt zurechenbar
sind.
Rückstellungen
Die Rückstellungen sind nach IAS 37 jeweils in
Höhe der Beträge angesetzt, für die aufgrund
rechtlicher oder faktischer Verpflichtungen ein
Mittelabfluss wahrscheinlich und zuverlässig
schätzbar ist.
Latente Steuern
Die Latenten Steuern werden gemäß IAS 12 nach
der bilanzorientierten Verbindlichkeiten-Methode ermittelt.
Danach werden für alle temporären Differenzen
zwischen den Steuerwerten der Vermögenswerte und
Verbindlichkeiten und den im Konzernabschluss dargestellten
Buchwerten latente Steuerforderungen bzw.
-verbindlichkeiten ermittelt. Sämtliche aufgrund von
zu versteuernden temporären Differenzen
voraussichtlich künftig zu zahlenden Ertragsteuern
werden als latente Steuerverbindlichkeit erfasst. Der
Bilanzansatz erfolgt zum Nominalwert, eine Diskontierung
wird nicht durchgeführt. Temporäre Differenzen,
für die aktive latente Steuern gebildet werden,
bestehen im Wesentlichen bei bisher nicht genutzten
steuerlichen Verlustvorträgen, die mit großer
Wahrscheinlichkeit zukünftig genutzt werden
können, sowie bei den Pflanzgrundstücken in
Bulgarien. Es erfolgt ein getrennter Ausweis latenter
Steueransprüche und -verbindlichkeiten. Die Buchwerte
der latenten Steuern werden zu jedem Bilanzstichtag auf
ihre Gültigkeit überprüft.
Die Bewertung latenter Steuern erfolgt auf Basis der
Steuersätze, die für die Periode der Realisierung
erwartet werden.
Finanzielle Vermögenswerte
Ansatz und Ausbuchung von finanziellen
Vermögenswerten erfolgen zum Handelstag. Der
Erstansatz erfolgt zum beizulegenden Zeitwert
zuzüglich Transaktionskosten (in der Kategorie
"erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet" ohne
Berücksichtigung von Transaktionskosten). Die
Kategorisierung der finanziellen Vermögenswerte
erfolgt in die folgenden Kategorien:
a) erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete
finanzielle Vermögenswerte
b) bis zur Endfälligkeit gehaltene
Finanzinvestitionen
c) zur Veräußerung verfügbare
finanzielle Vermögenswerte
d) Kredite und Forderungen.
Die Kategorisierung hängt von Art und Zweck der
Finanzinvestition ab und erfolgt bei Zugang. Die
Gesellschaft bilanziert ausschließlich
Finanzinstrumente in den Kategorien b) und d) mittels der
Effektivzinsmethode zur Berechnung der fortgeführten
Anschaffungskosten eines Vermögenswertes.
Zinserträge werden dabei den jeweiligen Perioden
zugeordnet. Die finanziellen Vermögenswerte werden am
Ende einer Periode auf Wertminderungen untersucht und
gegebenenfalls erfolgswirksam angepasst.
Alle Bankguthaben und Kassenbestände sind als
liquide Mittel den Finanzinstrumenten zuzuordnen und werden
mit ihrem Nennwert bilanziert.
Finanzielle Verbindlichkeiten
Die finanziellen Verbindlichkeiten werden entweder als
erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bilanzierte
finanzielle Verbindlichkeiten oder sonstige finanzielle
Verbindlichkeiten klassifiziert. Die Gesellschaft
bilanziert keine erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert
bewerteten Finanzverbindlichkeiten. Die sonstigen
finanziellen Verbindlichkeiten werden erstmalig zum
beizulegenden Zeitwert abzüglich Transaktionskosten
erfasst. Im Rahmen der Folgebewertung werden sie
gemäß der Effektivzinsmethode zu
fortgeführten Anschaffungskosten bewertet, wobei
Zinsaufwendungen in der Periode erfasst werden, in denen
sie entstanden sind.
Leasingverhältnisse werden als Finanzierungsleasing
klassifiziert, wenn durch die Leasingvereinbarung im
Wesentlichen alle mit dem Eigentum verbundenen Chancen und
Risiken auf den Leasingnehmer übertragen werden. Alle
sonstigen Leasingverhältnisse werden als
Operating-Leasing klassifiziert. Der Konzern tritt nur als
Leasingnehmer auf.
Eigenkapital
Eigen- und Fremdkapitalinstrumente werden entsprechend
dem wirtschaftlichen Gehalt der Vertragsvereinbarung
klassifiziert. Grundsätzlich erfolgt eine
Klassifizierung als Eigenkapital, wenn das Kapital der
Gesellschaft dauerhaft zur Verfügung steht, keine
feste Verzinsung vereinbart ist und keine
Rückzahlungsansprüche bestehen.
Gesamtergebnisrechnung
Die Gesamtergebnisrechnung ist nach dem
Gesamtkostenverfahren erstellt.
Aufwendungen und Erträge des Geschäftsjahres
werden unabhängig von der Zahlung bei der Realisierung
berücksichtigt. Nach IAS 18 werden Erträge aus
dem Verkauf von Produkten erfasst, wenn die signifikanten
Chancen und Risiken des Eigentums an den Produkten auf den
Käufer übergegangen sind, keine weiteren
bestehenden Verfügungsrechte existieren, die Höhe
der Erlöse und der korrespondierenden Kosten
verlässlich bestimmt werden kann und ein Nutzenzufluss
wahrscheinlich ist. Die Erlöse werden zum
beizulegenden Zeitwert der erhaltenen Gegenleistung
bewertet, eventuell um gewährte Rabatte oder
ähnliche Abzüge gemindert.
Die Gesellschaft erfasst die aus
Operating-Leasing-Verträgen entstehenden Kosten als
Aufwand über die Laufzeit der Verträge. Die
Klassifizierung als Operating-Leasing wird durch die
Tatsache, dass im Wesentlichen alle Chancen und Risiken
beim Leasinggeber bleiben, begründet.
Forschungs- und Entwicklungskosten werden im Aufwand des
Geschäftsjahres erfasst.
Die Steuern auf das Einkommen und auf den Ertrag
bemessen sich nach der Steuerzahllast unter
Berücksichtigung der laufenden Ergebnisse und der
Steuerlatenz.
4. Ermessensspielräume und Schätzungsunsicherheiten
Im Konzernabschluss sind in bestimmtem Umfang
Schätzungen vorgenommen und Annahmen getroffen worden.
Diese Schätzungen und Annahmen wurden nach bestem
Wissen vorgenommen. Die Schätzungen und Annahmen
betreffen hauptsächlich die Bewertung der biologischen
Vermögenswerte (Pflanzungen in Brasilien und
Bulgarien) sowie der als Finanzinvestitionen gehaltenen
Grundstücke für die Pflanzungen in Bulgarien.
Hierzu wird auf die Textziffern 7 und 8 verwiesen.
5. Veränderungen im Konsolidierungskreis
Bei der Quadris Forest Fonds I AG & Co. KG werden
jährlich für einen Teil des Kommanditkapitals 7 %
p.a. entnommen. Die Beteiligungsquote der Lignum Holding AG
ändert sich entsprechend.
II. Erläuterungen zur Konzernbilanz
6. Immaterielle Vermögenswerte
Die immateriellen Vermögenswerte beinhalten
insbesondere die Entwicklungskosten für die Erstellung
eigener Software sowie die Entwicklung von
Holzverwertungsstrategien und Konzipierung von
Holzprodukten.
Immaterielle Vermögenswerte
|
|
2012 | 2011 |
|
|
TEUR | TEUR |
| Bruttowerte am 1.1. | 237 | 174 |
| Zugänge | 692 | 64 |
| Abgänge | 33 | 1 |
| Bruttowerte am 31.12. | 896 | 237 |
| Abschreibungen am 1.1. | 104 | 83 |
| Zugänge | 70 | 21 |
| Abgänge | 12 | 0 |
| Abschreibungen am 31.12. | 104 | 104 |
| Nettobuchwerte am 1.1. | 162 | 91 |
| Nettobuchwerte am 31.12. | 734 | 133 |
7. Biologische Vermögenswerte
Das biologische Vermögen resultiert aus den
Pflanzungen in Bulgarien und Brasilien.
Das in der Baumschule wachsende Pflanzgut ist als
Bestandteil der Anarbeitung neuer Pflanzungen zu
Herstellungskosten in den Vorräten bilanziert.
Die Pflanzungen sind als biologischer Vermögenswert
mit einem vieljährigen Lebenszyklus gemäß
IAS 41 mit ihrem beizulegenden Zeitwert abzüglich
diskontierter geschätzter Verkaufskosten bewertet.
Eine Preisfeststellung für die Pflanzungen der
vorliegenden Art erfolgt im begrenzten Umfang auf dem
Kapitalmarkt, der jedoch nicht als aktiver Markt im Sinne
von IAS 41.17 anzusehen ist. Das gleiche trifft zu für
"im Wachstum befindliches Rundholz", das Lignum an die
Anleger verkauft. Deshalb ist der beizulegende Zeitwert des
biologischen Vermögens in den Pflanzungen nach der
Barwertmethode ermittelt.
Die für die Barwertberechnung angesetzten
voraussichtlichen zukünftigen Erlöse und Kosten
basieren auf Schätzungen und Annahmen. Entscheidend
für die Bewertung sind insbesondere die
prognostizierte Zunahme des Rundholzvolumens durch das
biologische Wachstum sowie die prognostizierten
Rundholzpreise.
In den ersten Jahren des Lebenszyklus der Bäume
fallen hauptsächlich die Kosten für Pflege,
Bewachung, Management und Verwaltung ins Gewicht. Gegen
Ende des Lebenszyklus der Bäume haben das Hauptgewicht
die erwarteten Erlöse aus dem Verkauf des Rundholzes
abzüglich anfallender Ernte- und Verkaufskosten.
Die anteiligen Wertzuwächse, die auf an Anleger
verkauftes Rundholz entfallen, sind im beizulegenden Wert
des biologischen Vermögens nicht enthalten. Der nicht
enthaltene anteilige Wertzuwachs ist gleich der Differenz
zwischen dem Barwert der prognostizierten
Rundholzerlöse des Anlegers und den durch ihn für
das Rundholz geleisteten Anzahlungen.
Der Barwert des biologischen Vermögens in den
Pflanzungen ist somit gleich dem Barwert der
prognostizierten Erlöse für das hieraus geerntete
Rundholz, abzüglich der Differenz zwischen dem Barwert
der prognostizierten Erlöse der Käufer und den
durch diese geleisteten Anzahlungen sowie abzüglich
des Barwertes der prognostizierten Kosten für die
Pflanzungen und des Barwertes der voraussichtlichen Kosten
des Rundholz-Verkaufs.
Die bei der Barwertberechnung verwendeten
Diskontierungssätze sind zahlenmäßig gleich
den im Mittel durch die Anleger akzeptierten Renditen, die
die Chancen-Risiko-Bewertung durch den Kapitalmarkt
für das "im Wachstum befindliche Rundholz"
widerspiegeln.
Die Diskontierungssätze liegen im Bereich von 3,1 %
p. a. bis 10,5 % p. a.. Diese gehen vom einem
durchschnittlichen Geldmarktzinssatz aus und enthalten
Risiko-Aufschläge für die lange Kapitalbindung,
die Unsicherheit der zukünftigen Rundholzpreise sowie
die Produktions- und unternehmerischen Risiken bei Lignum.
Die Kosten sind unter Berücksichtigung
voraussichtlicher Steigerungsraten der Management- und
Verwaltungskosten beim Eigentümer sowie der Preise
für Waren und Dienstleistungen (5,0 % pro Jahr)
angesetzt. Bei den Ernte- und Verkaufskosten wird von
Preissteigerungen zwischen 2 % und 3 % pro Jahr
ausgegangen.
Den erwarteten Erlösen sind
Rundholz-Aufkommens-Prognosen je ha Baumbestand sowie
Rundholz-Preis-Prognosen pro Kubikmeter Rundholz zu Grunde
gelegt. Die Annahme über das Rundholz-Aufkommen wurde
auf Basis des durchschnittlichen Wachstums eigener
Pflanzungen und differenzierter Forschungsergebnisse
über das durchschnittliche jährliche Wachstum der
betreffenden Edelholz-Pflanzungen getroffen.
| Baumart | Ernte | Baumalter bei Ernte
in Vegetationsperioden |
Rundholz-Aufkommen
in m 3 /ha |
|
|
|
|
Prognose |
| Maulbeere | Schlussernte | 12 / 13 | 91,1 / 96,8 |
| Kirsche | 1. Zwischenernte | 10 / 11 | 21,3 / 23,8 |
| Kirsche | Schlussernte | 18 / 19 | 83,0 / 88,0 |
| Robinie | 1. Zwischenernte | 8 / 9 | 27,4 / 31,6 |
| Robinie | 2. Zwischenernte | 14 / 15 | 41,1 / 44,7 |
| Robinie | Schlussernte | 20 / 21 | 95,5 / 100,9 |
| Schwarznuss | 1. Zwischenernte | 16 / 17 | 46,0 / 49,5 |
| Schwarznuss | Schlussernte | 22 / 23 | 82,6 / 87,1 |
| Teak | 1. Zwischenernte | 10 | 52,0 |
| Teak | 2. Zwischenrente | 15 | 67,0 |
| Teak | Schlussrente | 20 | 200,0 |
Den Rundholz-Preis-Prognosen wurden sämtliche
erhältliche, plausibel und nachvollziehbare
Preisangaben, Statistiken sowie sonstige, den Preis
beeinflussende, Marktdaten zugrunde gelegt. Aus diesen
Erkenntnissen, eigenen Marktforschungen sowie einer durch
die Pöyry Forest Industry Consulting GmbH im Jahr 2008
für Lignum angefertigten umfassenden Markt-Analyse
wurden für die zukünftig angebotenen
Edelholzarten in Bulgarien mittlere Preis-Prognosen
für das Rundholz für verschiedene Baum-Alter zu
den verschiedenen Erntejahren erarbeitet.
| Alter der Bäume in Vegetationsperioden | Bandbreite der Ausgangspreise (2012) in EUR/m 3 | |||
|
|
Maulbeere | Kirsche | Robinie | Schwarznuss |
| 8 |
|
|
292 bis 329 |
|
| 10 |
|
385 bis 433 |
|
|
| 12 | 450 bis 508 |
|
|
|
| 14 |
|
|
464 bis 523 |
|
| 16 |
|
|
|
618 bis 697 |
| 18 |
|
564 bis 636 |
|
|
| 20 |
|
|
701 bis 790 |
|
| 22 |
|
|
|
824 bis 929 |
Für die zukünftige Preisprognose werden in
Abhängigkeit vom Baum-Alter durchschnittliche
Preissteigerungen in der Bandbreite von 3 bis 5,5 % pro
Jahr für diese angebauten Rundhölzer angenommen.
Für die bestehenden Teak-Bestände sowie
für die Robinien-Bestände, die nach einem alten
Pflanzschema gepflanzt wurde bestehen folgende
Preisprognosen für das Jahr 2012. Bei den
Teak-Beständen werden in Abhängigkeit vom
Baum-Alter durchschnittliche Preissteigerungen von ca. 6 %
pro Jahr prognostiziert.
|
|
Basis-Rundholz-Preis-Prognose | |||||
|
|
Teak | Robinie | ||||
| Baum-Alter * | 10 | 15 | 20 | 8 | 14 | 20 |
| Preis in EUR/m 3 bis Herbst 2007 | 154 | 412 | 616 | 253 | 393 | 490 |
* Prognose mittel bezogen auf das Pflanzjahr
Die Gesellschaft berücksichtigt die
Bewertungsrisiken mit eher konservativen Annahmen und einem
fortlaufenden Ausbau des internen Risikomanagements. Den
natürlichen Risiken bezüglich der Pflanzungen
begegnet Lignum insbesondere durch intensive Pflege und
laufende Überwachung sowie durch ständige
Kontrolle des Baumwachstums.
Entwicklung des biologischen Vermögens
|
|
2012 | 2011 |
|
|
TEUR | TEUR |
| Bruttowerte am 1.1. | 47.994 | 38.030 |
| Zugänge | 1.417 | 1.838 |
| Erhöhung des beizulegenden Zeitwertes nach IAS 41 | 8.960 | 8.126 |
| Abgänge | 0 | 0 |
| Bruttobuchwerte am 31.12. | 58.371 | 47.994 |
8. Finanzinvestitionen in Grundstücke
Gemäß IAS 40 sind die erworbenen
Grundstücke für die Pflanzungen in Bulgarien mit
dem beizulegenden Zeitwert bewertet, da es sich dem Wesen
nach um als Finanzinvestitionen gehaltene Immobilien
handelt. Bei den erworbenen Grundstücken ist nicht von
einem aktiven Markt i.S.d. IAS 40.45 auszugehen. Daher
erfolgt eine Bewertung mit den durchschnittlichen
Erwerbskosten für die Grundstücke. Im
Geschäftsjahr wurden keine neuen Grundstücke
gekauft.
Entsprechend den Bestimmungen in den
Rundholzkaufverträgen sind den Anlegern auf diesen
Grundstücken Sicherheiten in Form der Eintragung eines
besonderen Pfandrechtes gewährt worden. In
Verträgen bis Ende 2008 wurden dem Anleger Hypotheken
auf diese Grundstücke eingetragen.
Als Finanzinvestition gehaltene Grundstücke für die Pflanzungen in Bulgarien
|
|
2012 | 2011 |
|
|
TEUR | TEUR |
| Bruttowerte am 1.1. | 2.375 | 2.375 |
| Zugänge | 0 | 0 |
| Umgliederung | 0 | 0 |
| Verminderung / Erhöhung des beizulegenden Zeitwertes nach IAS 41 | 0 | 0 |
| geleistete Anzahlungen auf Grundstücke | 0 | 0 |
| Bruttobuchwerte am 31.12. | 2.375 | 2.375 |
Im Geschäftsjahr 2012 wurde der Firmensitz der
Konzernmuttergesellschaft verlegt. Es wurde eine
repräsentative Büroimmobilie im Herzen Berlins
erworben.
9. Sachanlagen
| Sachanlagen 2012 | Betriebs-
und Geschäftsausstattung |
Fahrzeuge
und Maschinen |
Grundstücke, Gebäude und Außenanlagen | Geleistete Anzahlungen u. Anlagen im Bau | Gesamt |
|
|
TEUR | TEUR | TEUR | TEUR | TEUR |
| Bruttowerte am 1.1. | 533 | 2.404 | 739 | 2 | 3.678 |
| Zugänge | 77 | 319 | 1.154 | 0 | 1.550 |
| Abgänge | 44 | 147 | 0 | 2 | 193 |
| Bruttowerte am 31.12. | 566 | 2.576 | 1.893 | 0 | 5.035 |
| Abschreibungen am 1.1. | 270 | 990 | 28 | 0 | 1.288 |
| Zugänge | 57 | 410 | 49 | 0 | 516 |
| Abgänge | 19 | 93 | 0 | 0 | 112 |
| Abschreibungen am 31.12. | 308 | 1.307 | 77 | 0 | 1.692 |
| Nettobuchwerte am 1.1. | 263 | 1.413 | 711 | 2 | 2.387 |
| Nettobuchwerte am 31.12. | 258 | 1.269 | 1.816 | 0 | 3.343 |
10. Sonstige finanzielle Vermögenswerte
Die sonstigen finanziellen Vermögenswerte enthalten
gestellte Kautionen.
11. Latente Steuern
Aktive latente Steuern werden auf temporäre
Differenzen der steuerlichen Verlustvorträge sowie
bezüglich der Pflanzgrundstücke in Bulgarien
gebildet. Aktive latente Steuern auf Verlustvorträge
werden nur dann aktiviert, wenn sie mit hoher
Wahrscheinlichkeit durch zukünftige steuerpflichtige
Erträge genutzt werden können.
Passive latente Steuern werden im Wesentlichen aus
zukünftigen Gewinnen aus dem Verkauf von nicht zur
Erfüllung der
Rundholz-Übereignungs-Verpflichtungen gegenüber
den Käufern benötigten Rundholz erwartet.
Diese Gewinne werden voraussichtlich bei sämtlichen
nicht an Kunden veräußerten Edelhölzern
anfallen.
In Bulgarien werden Gewinne derzeit in Höhe von 10
% besteuert. In Deutschland ist ein Steuersatz von ca. 30 %
auf Unternehmensgewinne zugrunde zu legen. Die passiven
latenten Ertragssteuern werden nach jetziger Voraussicht
frühestens ab dem Jahr 2020 anfallen.
12. Vorräte
Vorräte
|
|
2012 | 2011 |
|
|
TEUR | TEUR |
| Unfertige Erzeugnisse | 942 | 953 |
| Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe | 450 | 508 |
| Waren | 444 | 157 |
| Geleistete Anzahlungen auf Vorräte | 324 | 258 |
| Vorräte gesamt | 2.160 | 1.876 |
Bei den unfertigen Erzeugnissen handelt es sich im
Wesentlichen um angearbeitete Pflanzungen sowie um
wachsendes Pflanzgut aus den Baumschulen. Die Realisierung
der Vorräte wird erwartungsgemäß im
Wesentlichen innerhalb von 12 bis 24 Monaten erfolgen.
13. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen
Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen haben
eine Restlaufzeit von unter einem Jahr.
14. Sonstige Vermögenswerte
Sonstige Vermögenswerte
|
|
2012 | 2011 |
|
|
TEUR | TEUR |
| Forderungen aus Rechtsangelegenheiten | 404 | 342 |
| Steuererstattungen | 371 | 696 |
| Forderung ggü. verbundenen Unternehmen | 336 | 292 |
| Rechnungsabgrenzungsposten | 315 | 195 |
| Forderungen ggü. nahestehenden Personen und Unternehmen | 145 | 107 |
| Übrige | 140 | 202 |
| Sonstige Vermögenswerte gesamt | 1.711 | 1.834 |
15. Zahlungsmittel
Hierbei handelt es sich ausschließlich um frei
verfügbare Guthaben bei Kreditinstituten und
Kassenbestände.
Zur Veränderung der Zahlungsmittelbestände
wird auf die nach der indirekten Methode erstellte
Kapitalflussrechnung verwiesen.
16. Eigenkapital
Die Gesellschaft hat 50.000 auf den Namen lautende
Stückaktien ausgegeben. Zur Erläuterung der im
Eigenkapital stattgefundenen Veränderungen des
Geschäftsjahres wird auf die
Eigenkapital-Veränderungsrechnung verwiesen.
17. Erhaltene Anzahlungen
Die erhaltenen Anzahlungen wurden von Anlegern für
gekauftes Rundholz geleistet. Die Anleger entrichten den
Kaufpreis für das Rundholz in voller Höhe zeitnah
nach Abschluss des Kaufvertrages (bei vertraglicher
Einmalzahlung) bzw. im Verlaufe von maximal 4 Jahren nach
Abschluss des Kaufvertrages (bei vertraglicher
Ratenzahlung). Die Lieferung und somit auch die
Umsatzrealisierung erfolgt zu den jeweiligen
Erntezeitpunkten. Der größte Teil der erhaltenen
Anzahlungen wird somit erst zu den Zeitpunkten der
jeweiligen Schlussernten realisiert.
18. Finanzverbindlichkeiten
Finanzverbindlichkeiten
|
|
2012 | 2011 |
|
|
TEUR | TEUR |
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 1.745 | 0 |
| Langfristige Darlehen von Anlegern (hypothekengesichert) | 823 | 823 |
| Verbindlichkeiten aus KfZ-Finanzierungen | 401 | 390 |
| Anleihen | 265 | 265 |
| Genussscheine | 40 | 40 |
| Verbindlichkeiten ggü. Gesellschaftern/nahestehenden Personen | 5 | 5 |
| Übrige | 5 | 66 |
| Finanzverbindlichkeiten gesamt | 3.284 | 1.589 |
Die Laufzeiten und die jährliche Verzinsung der
langfristigen Darlehen von Anlegern stellen sich wie folgt
dar:
| Laufzeit bis | Verzinsung p. a. | Darlehensbetrag
in TEUR |
| 2014 | 12,0% | 155 |
| 2014 | 8,0% | 30 |
| 2015 | 7,5% | 35 |
| 2016 | 7,5% | 33 |
| 2016 | 8,0% | 20 |
| 2019 | 11,0% | 300 |
| 2020 | 11,0% | 250 |
|
|
|
823 |
Die Darlehen sind mit Hypotheken auf
Pflanzungs-Grundstücken in Bulgarien gesichert.
Die Anleihe wird mit 9 % pro Jahr verzinst und hat eine
feste Laufzeit bis 2014. Der Genussschein wird mit 8 % pro
Jahr verzinst und hat eine reguläre Laufzeit bis 2018.
Für den Genussschein besteht ab dem Geschäftsjahr
2009 ein vorzeitiges Kündigungsrecht beider Seiten,
dass nicht ausgeübt wurde. Bei einer Laufzeit des
Genussscheins bis 2012 steht dem Investor ein Bonus in
Höhe von 10% der Einlage, bei einer Laufzeit bis 2018
ein Bonus in Höhe von 20 % der Einlage zu. Die Anleihe
und der Genussschein sind ebenfalls mit Hypotheken auf
Pflanzungs-Grundstücken in Bulgarien gesichert.
Es bestehen insgesamt 17
Finanzierungsleasingverträge über Fahrzeuge in
Bulgarien. Die Leasingverträge beinhalten die
allgemeinüblichen Vertragsbedingungen, insbesondere
trägt der Leasingnehmer alle Lasten und Risiken im
Zusammenhang mit den Leasingfahrzeugen. In den
Leasingverträgen sind Kaufoptionen vereinbart, die
Personenkraftwagen können am Ende der Laufzeit zum
Restwert erworben werden.
Lignum hat Pachtverträge für
landwirtschaftliche Flächen (insgesamt 2.210 ha)
abgeschlossen. Die Grundstücke werden in der Regel
für 25 Jahre (+5 Jahre Option) gepachtet. Daraus
ergeben sich bis zum Ende der Vertragslaufzeiten
zukünftige Pachtzinsen in Höhe von 6.310 TEUR.
Davon werden innerhalb eines Jahres 271 TEUR und innerhalb
der nächsten 1 bis 5 Jahre sind 1.343 TEUR
fällig.
Zur Klassifizierung der Verbindlichkeiten wird auf
Textziffer 21 verwiesen.
19. Rückstellungen
Rückstellungen
|
|
01.01.2012 | Inanspruchnahme | Auflösung | Zuführung | Gesamt |
|
|
TEUR | TEUR | TEUR | TEUR | TEUR |
| Steuern | 34 | 0 | 0 | 0 | 34 |
| Jahresabschluss und Steuerberatung | 84 | 12 | 0 | 38 | 110 |
| Sonstige | 20 | 19 | 0 | 41 | 42 |
| Rückstellungen gesamt | 138 | 31 | 0 | 79 | 186 |
Eventualverbindlichkeiten bestehen im Wesentlichen im
Zusammenhang mit der umsatzsteuerlichen Würdigung der
auf Eingangsleistungen in Deutschland entfallenden
Vorsteuerbeträge der Jahre 2007 bis 2010 in Höhe
von TEUR 453. Gegen entsprechende Steuerbescheide aufgrund
einer für die Jahre 2007 bis 2009 durchgeführten
Betriebsprüfung wird im Rahmen eines
Einspruchsverfahrens vorgegangen. Die Erfolgsaussichten
werden als positiv eingeschätzt.
20. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen
Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen
haben eine Laufzeit von unter einem Jahr.
21. Sonstige Verbindlichkeiten
Die sonstigen kurzfristigen Verbindlichkeiten haben eine
Laufzeit von unter einem Jahr und setzen sich wie folgt
zusammen:
Sonstige Verbindlichkeiten
|
|
2012 | 2011 |
|
|
TEUR | TEUR |
| Erhaltene Anzahlungen | 831 | 645 |
| Verbindlichkeiten aus Lohn/Gehalt | 301 | 263 |
| Verbindlichkeiten aus sozialer Sicherheit | 171 | 278 |
| Zinsabgrenzungen | 186 | 171 |
| Verbindlichkeiten aus Steuern | 294 | 524 |
| Verbindlichkeiten ggü. Gesellschaftern und nahestehenden Personen und Unternehmen | 96 | 95 |
| Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasingverträgen (bis 1 Jahr) | 9 | 62 |
| Übrige | 341 | 249 |
| Sonstige Verbindlichkeiten gesamt | 2.229 | 2.287 |
22. Berichterstattung zu Finanzinstrumenten und finanziellem Risikomanagement
Finanzielle Vermögenswerte
|
|
2012 | 2011 |
|
|
TEUR | TEUR |
| Sonstige finanzielle Vermögenswerte | 120 | 786 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 147 | 250 |
| Sonstige Vermögenswerte | 1.711 | 1.834 |
| Zahlungsmittel | 594 | 1.036 |
| Summe | 2.572 | 3.906 |
Finanzielle Verbindlichkeiten
|
|
2012 | 2011 |
|
|
TEUR | TEUR |
| Finanzverbindlichkeiten | 3.284 | 1.589 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 1.990 | 597 |
| sonstige Verbindlichkeiten | 1.398 | 1.642 |
| Summe | 6.672 | 3.829 |
Der Konzern ist aufgrund seiner Finanzierungsstruktur,
bestehend aus den Anzahlungen der Käufer für
Rundholz sowie -in wesentlich geringerem Umfang
-langfristigen, festverzinslichen Darlehen, der Anleihe und
dem Genussschein praktisch keinen Zins- und
Finanzierungsrisiken ausgesetzt. Für zukünftige
Zeiträume plant die Gesellschaft, die Kosten der
Pflanzungen aus Erlösen der Zwischenernten
mitzufinanzieren, um so das Liquiditätsrisiko zu
reduzieren. Marktrisiken, wie Preissteigerungen bei den
Kosten oder Schmälerungen der Erlöse sieht sich
die Gesellschaft mittels Produktions- und
Effizienzsteigerungen gewappnet. Währungsrisiken
bestehen durch die Bindung des Lewa an den Euro für
den Standort Bulgarien nicht. Da für die
Teak-Pflanzungen alle Preise in Euro vereinbart sind,
bestehen auch keine wesentlichen Währungsrisiken in
Zusammenhang mit Teak.
III. Konzerngesamtergebnisrechnung
23. Umsatzerlöse
Die Umsatzerlöse resultieren aus der
Einräumung von Sicherheiten sowie aus dem Verkauf von
Vertriebsmaterialien und Büchern.
24. Gewinn aus der Änderung des beizulegenden Zeitwertes biologischer Vermögenswerte
Die Zunahme des Werts des biologischen Vermögens
basiert zum einen auf einem Zugang von neuen Pflanzungen,
zum anderen auf dem natürlichen Wachstum der
Bäume. Die Zunahme des biologischen
Vermögenswertes spiegelt die hohe Wertschöpfung
durch das natürliche Baumwachstum wieder.
25. Verlust / Gewinn aus der Änderung des beizulegenden Zeitwertes der als Finanzinvestition gehaltenen Grundstücke
Die Grundstücke wurden mit einem Durchschnittspreis
der bisherigen Anschaffungen bewertet. Im
Geschäftsjahr 2012 wurden keine neuen Grundstücke
erworben.
26. Aktivierte Eigenleistungen
Kosten für das Management und die Pflege der
biologischen Vermögenswerte sind als aktivierte
Eigenleistungen ausgewiesen.
27. Sonstige betriebliche Aufwendungen
Sonstige betriebliche Aufwendungen
|
|
2012 | 2011 |
|
|
TEUR | TEUR |
| Bezogene Leistungen | 1.990 | 1.708 |
| Verkaufsprovisionen | 566 | 854 |
| Werbekosten | 216 | 154 |
| Reisekosten | 106 | 104 |
| Fahrzeugkosten | 171 | 100 |
| Rechts-, Beratungs-, Abschluss- und Prüfkosten | 99 | 72 |
| Periodenfremde Aufwendungen | 12 | 33 |
| Abschreibungen auf Umlaufvermögen | 1 | 1 |
| Übrige | 658 | 255 |
| Sonstige betriebliche Aufwendungen gesamt | 3.819 | 3.281 |
Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten
Aufwendungen aus Operating-Leasing-Verträgen in
Höhe von TEUR 91 (Vorjahr: TEUR 54). Die
Operating-Leasingverhältnisse betreffen
Personenkraftwagen, Kopiergeräte sowie die zentrale
Computeranlage. Die Leasingverträge sind in
Deutschland abgeschlossen und beinhalten die
allgemeinüblichen Vertragsbedingungen. Die Laufzeit
beträgt durchschnittlich 36 Monate. Es sind keine
Kaufoptionen vereinbart. Ebenso sind keine Preisanpassungen
möglich. Die Höhe der Leasingraten ist
insbesondere in Anhängigkeit vom Listenpreis der
Fahrzeuge und den Finanzierungskosten einschließlich
anderer Kosten des Leasinggebers festgelegt worden.
28. Ertragssteuern
Die Ertragssteuern betreffen im Wesentlichen latente
Steuern auf die voraussichtlichen zukünftigen Gewinne
aus dem Rundholz-Verkauf. Die Gewinne und damit die Steuern
darauf werden voraussichtlich erst ab dem Jahr 2020
anfallen. Im Geschäftsjahr 2012 gab es ansonsten nur
eine geringe tatsächliche Ertragssteuerbelastung, da
die Konzerngesellschaften aufgrund der erst in den
Erntejahren anfallenden Gewinne steuerlich zunächst
überwiegend negative Ergebnisse erwirtschaften.
IV. Sonstige Angaben
29. Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen
Bei Kaufverträgen für Robinienholz aus
Bulgarien bis Ende 2008 bestehen Hypothekeneintragungen
zugunsten der Käufer auf den mit Robinien-Pflanzungen
bewirtschafteten Grundstücken. Bei abgeschlossenen
Kaufverträgen ab 2009 wurde den Käufern für
den Fall, dass Lignum seinen vertraglichen Pflichten nicht
nachkommt, ein besonderes Pfandrechts an den
planmäßigen Rundholz-Ernten eingeräumt.
Weiterhin bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen aus
Operating-Leasingverhältnissen in Bulgarien.
30. Mitarbeiter
Der Konzern beschäftigte in 2012 im Durchschnitt
350 Mitarbeiter (Vorjahr: 401).
31. Angaben zu Beziehungen und Geschäften mit nahestehenden Personen und Unternehmen
Die Management und Geschäftsführungsleistungen
werden ab 2008 von der Lignum Management GmbH, Berlin,
erbracht. Für ihre Management- und
Geschäftsführungsleistung erhielt Sie im
Geschäftsjahr 2012 eine Vergütung von TEUR 1.453
(Vorjahr TEUR 1.291). Daneben bestehen zum 31.12.2012
Darlehensverbindlichkeiten ggü. Gesellschaftern in
Höhe von TEUR 75 (Vorjahr TEUR 67).
Die Lignum-Unternehmensgruppe nahm im Berichtsjahr
Dienste von sonstigen nahestehenden Unternehmen oder
Personen (Unternehmen von Minderheitsgesellschaftern sowie
Familienangehörige des Managements) in Höhe von
TEUR 159 (Vorjahr: TEUR 237) insbesondere für
Management-, Arbeitnehmer- und Provisionsleistungen
entgegen. Es bestehen kurzfristige
Darlehensverbindlichkeiten gegenüber nahestehenden
Personen in Höhe von TEUR 21 (Vorjahr: TEUR 22). Dem
stehen Forderungen aus Darlehen ggü. nahestehenden
Personen in Höhe von TEUR 145 (Vorjahr: TEUR 107)
gegenüber, so dass sich im Saldo eine Forderung zum
Bilanzstichtag in Höhe von TEUR 124 (Vorjahr: TEUR 85)
ergibt.
32. Bezüge des Managements in Schlüsselpositionen und des Aufsichtsrats
Die Mitarbeiter des Managements in
Schlüsselposition haben in 2012 insgesamt
Vergütungen in Höhe von TEUR 380 (Vorjahr: TEUR
712) erhalten. Der Aufsichtsrat hat im Berichtsjahr wie
auch im Vorjahr keine Bezüge erhalten.
Dem Management in Schlüsselpositionen gehörten
in 2012 an:
Dr. Andreas Nobis, Vorstand Lignum Holding AG
Peter Nobis, Vorstand Lignum Holding AG
Andreas Rühl, Vorstand Nobilis Edelholz
Sachwertanlagen AG (ehemals Lignum Edelholz Investitionen
AG), Geschäftsführer Lignum Edelholz Anlagen GmbH
Joachim Frank, Geschäftsführer RoBaSys
Robiniun-Stab-Bausystumu GmbH (ehemals VIVUM Edles aus Holz
GmbH)
Rossen Denov, Geschäftsführer RoBaSys EOOD
Karen Tadevosyan, Geschäftsführer Lignum
Bulgaria EOOD
Dem Aufsichtsrat der Lignum Holding AG gehörten in
2012 an:
Reinhard Mielke, Rechtsanwalt, Vorsitzender
Detlef Sabelus, Steuerberater
Jürgen Tech.
Berlin, 31.07.2014
Lignum Holding AG
(Dr. A. Nobis)
Vorstand
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