allflora GmbH, Blumen in alle Welt
Selbe AdresseGroßhandel mit Blumen und Pflanzen
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Paul Rainer Krick seit 3.12.2020 | Prokura |
Sebastian Marx seit 27.12.2018 | Prokura |
Stefan Gegg seit 6.3.2009 | Vorstandsmitglied |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
Kommanditgesellschaft (KG)
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| No data available | |
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Fleurop AktiengesellschaftBerlinJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023BILANZ zum 31. Dezember 2023AKTIVA
GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG für 2023
Entwicklung des Anlagevermögens zum 31. Dezember 2023 (Anlagenspiegel)
Anhang für das Geschäftsjahr 2023Amtsgericht Berlin (Charlottenburg), HRB 87533a. Allgemeine AngabenDer Jahresabschluss wurde nach den Rechnungslegungsvorschriften des HGB unter Beachtung der Bestimmungen für Kapitalgesellschaften in HGB und AktG aufgestellt. Die Fleurop AG ist eine mittelgroße Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 Absatz 2 in Verbindung mit Absatz 4 HGB. Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren erstellt. Die Erleichterung des § 288 Absatz 2 HGB wird zutreffend teilweise in Anspruch genommen. b. Bilanzierungs- und BewertungsmethodenBei der Bilanzierung wurden die immateriellen Vermögensgegenstände zu Anschaffungskosten bewertet und linear über drei bis fünf Jahre abgeschrieben. Das Sachanlagevermögen wurde ebenfalls zu Anschaffungskosten aktiviert, vermindert um nutzungsbedingte Abschreibungen, die sich auf zwischen drei und 25 Jahre verteilen. Bei den im steuerlichen Sinne geringwertigen Wirtschaftsgütern wird vom Sofortabzug analog § 6 Absatz 2 EStG Gebrauch gemacht. Bei voraussichtlich dauernder Wertminderung werden außerplanmäßige Abschreibungen auf den niedrigeren Wert vorgenommen. Finanzanlagen sind mit den Anschaffungskosten angesetzt, Abwertungen werden nur bei dauerhafter Wertminderung berücksichtigt; außerplanmäßige Abschreibungen nach § 253 Abs. 3 HGB sind nicht vorgenommen worden. Die Vorräte sind zu Anschaffungskosten bewertet; das Niederstwertprinzip ist beachtet und es wurden Abschreibungen auf einen niedrigeren Stichtagskurs vorgenommen. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände wurden grundsätzlich mit dem Nennbetrag angesetzt. Bei den Forderungen sind für das allgemeine Kreditrisiko Pauschalwertberichtigungen vorgenommen worden. Die Wertpapiere im Umlaufvermögen wurden zu ihren Anschaffungskosten bewertet, das Niederstwertprinzip ist beachtet. Wertaufholungen wurden vorgenommen, sofern die Gründe für die ursprüngliche Wertminderung nicht mehr bestehen, bzw. wo notwendig wurde auf einen niedrigeren Stichtagskurs abgeschrieben. Das restliche Umlaufvermögen entspricht den Nominalwerten. Die liquiden Mittel wurden zum Nennwert angesetzt. Den folgenden Geschäftsjahren zuzurechnende Zahlungsvorgänge sind unter den Rechnungsabgrenzungsposten abgegrenzt. Das gezeichnete Kapital wurde zum Nennwert angesetzt. Rückstellungen sind mit den nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbeträgen angesetzt. Es wurden alle erkennbaren Risiken sowie alle ungewissen Verpflichtungen berücksichtigt. Alle Rückstellungen mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr wurden nach § 253 Abs. 2 HGB mit dem von der Deutschen Bundesbank veröffentlichten durchschnittlichen Marktzinssatz abgezinst. Die Verbindlichkeiten sind mit den Erfüllungsbeträgen angesetzt. Forderungen, Verbindlichkeiten und liquide Mittel in fremder Währung werden mit dem Devisenkassamittelkurs zum Bilanzstichtag bewertet. Latente Steuern werden saldiert ausgewiesen. Ein eventuell entstehender Aktivüberhang wird nicht angesetzt. Der Steuersatz für latente Steuern beträgt 30,18 %. c. Besondere Angaben zu Bilanz sowie Gewinn- und VerlustrechnungDer Anlagenspiegel stellt als Anlage zum Anhang die Entwicklung des Anlagevermögens dar. Von den sonstigen Vermögensgegenständen haben TEUR 95 eine Restlaufzeit von über einem Jahr. Alle übrigen Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. Bei den Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis (TEUR 38) besteht, handelt es sich um Forderungen aus dem laufenden Vermittlungsgeschäft ins Ausland. Bei den Forderungen gegen verbundene Unternehmen (TEUR 100) handelt es sich um ein Verrechnungskonto gegenüber der tschechischen Tochtergesellschaft Fleurop-Interflora Ceská s.r.o. Das Grundkapital der Fleurop AG beträgt TEUR 192 und war am 1. Januar 2023 in 3.513 auf den Namen laufende Stückaktien eingeteilt. Der Vorstand hat von seiner Ermächtigung, eigene Aktien ohne Kapitalherabsetzung einzuziehen, Gebrauch gemacht und im Geschäftsjahr 2023 150 Aktien eingezogen, sodass das Grundkapital nunmehr im Geschäftsjahr 2023 in 3.363 auf den Namen lautende Stückaktien eingeteilt ist. Am 31. Dezember 2023 befanden sich davon 3.167 im Besitz von Fleurop-Floristen und 196 (5,8 %, der Anteil am gezeichneten Kapital beträgt TEUR 11) im Besitz der Gesellschaft. Alle eigenen Aktien waren jeweils mit EUR 150,00 bewertet; ihre Zahl ergibt sich aus einem Anfangsbestand zum Jahresbeginn von 206 (davon alle bewertet), 150 Einzüge, 210 Zugänge und 70 Abgänge (davon alle bewertet). Die grundlegende Aktionärsvereinbarung sieht vor, dass neue Fleurop-Partner eine Aktie von der Fleurop AG erwerben und ausscheidende Fleurop-Partner ihre Aktie an sie zurückgeben müssen; dafür gilt ein fixierter Preis von EUR 150,00. Die Kapitalrücklage der Fleurop AG in Höhe von TEUR 213 blieb im Laufe des Geschäftsjahres 2023 unverändert. Sonstige Rückstellungen wurden im Umfang von TEUR 1.250 gebildet. Diese betreffen im Wesentlichen Rückstellungen für ungewisse Verbindlichkeiten aus Gutscheinen in Höhe von TEUR 607, die mit dem Zinssatz der Deutschen Bundesbank auf ihren Barwert abgezinst wurden. Darüber hinaus bestehen Rückstellungen für künftige Personalaufwendungen TEUR 378 wovon TEUR 304 nach versicherungsmathematischen Grundsätzen mit einem Rechnungszinsfuß von 1,74 % bewertet wurden. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (TEUR 5.665) setzen sich im Wesentlichen zusammen aus Verbindlichkeiten gegenüber Partnern, die als kreditorische Debitoren ausgewiesen werden sowie Verbindlichkeiten gegenüber Lieferanten. Bei den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen (TEUR 26) handelt es sich um sonstige Verbindlichkeiten. Bei den Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, (TEUR 338) handelt es sich um Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten (TEUR 4.441) sind über eine Grundschuld besichert. Hiervon haben TEUR 3.257 eine Restlaufzeit von mehr als 5 Jahren. Sämtliche weiteren Verbindlichkeiten haben eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. Die Gesellschaft hat vom Aktivierungswahlrecht für aktive latente Steuern keinen Gebrauch gemacht. Es wurde die Methode der Gesamtdifferenzbetrachtung angewandt. Die Ermittlung der latenten Steuern erfolgte aus Basis des kombinierten Ertragssteuersatzes der Fleurop AG von 30,18 %. Der kombinierte Ertragsteuersatz umfasst Körperschaftsteuer (15 %), Gewerbesteuer (14,35 %) sowie Solidaritätszuschlag (0,83 %). Die Steuerlatenzen zum 31. Dezember 2023 setzen sich wie folgt zusammen:
Die passiven latenten Steuern betragen im Geschäftsjahr 2023 TEUR 753. In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind Erträge aus Währungsumrechnungen in Höhe von TEUR 9 und in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind Aufwendungen aus Währungsumrechnungen in Höhe von TEUR 18 enthalten. Der im Geschäftsjahr 2022 ausgewiesene Bilanzgewinn in Höhe von TEUR 1.345 wurde gemäß Beschluss der Hauptversammlung vom 19. August 2023 in die anderen Gewinnrücklagen eingestellt. Zudem wurden durch den rechnerischen Wert der eigenen Aktien TEUR 0 den anderen Gewinnrücklagen hinzugeführt. Die Rücklage für eigene Aktien wurde um TEUR 2 erhöht. Insgesamt bestehen per 31. Dezember 2023 Gewinnrücklagen in Höhe von TEUR 9.908 (vor Gewinnverwendung des Bilanzgewinns 2023). d. HaftungsverhältnisseIm Vorjahr hat die Fleurop AG einen Vertrag mit einem Avalrahmen von TEUR 21 abgeschlossen. Risiken aus der Inanspruchnahme sind nicht erkennbar. Im Geschäftsjahr hat die Fleurop AG eine Mietbürgschaft über TEUR 48 abgeschlossen. e. Sonstige AngabenSonstige finanzielle VerpflichtungenFinanzielle Verpflichtungen über das aus der Bilanz Ersichtliche hinaus bestehen in Höhe von TEUR 1.383 im Rahmen von Mietverträgen und in Höhe von TEUR 298 im Rahmen von Leasing-Verträgen. MitarbeiterOhne den Vorstand waren im Jahr 2023 durchschnittlich 116 Mitarbeiter bei der Fleurop AG beschäftigt. Die Zahl setzt sich zusammen aus 2 leitenden Angestellten und 114 Angestellten, von denen 24 in Teilzeit arbeiteten. Wegen der Gesamtbezüge des Vorstands macht die Gesellschaft von § 286 Abs. 4 HGB Gebrauch. Aufsichtsrat und Verwaltungsrat erhielten eine Vergütung in Höhe von TEUR 178 (Vj: TEUR 140) davon TEUR 107 (Vj: TEUR 96) für den Aufsichtsrat und TEUR 71 (Vj: TEUR 44) für den Verwaltungsrat. GesellschaftsorganeDen Vorstand bildet im Geschäftsjahr 2023 Dr. Stefan Gegg. Mitglieder des sechsköpfigen Aufsichtsrates waren:
Verbundene UnternehmenDie allflora GmbH, Blumen in alle Welt, Berlin, ist eine Tochtergesellschaft der Fleurop AG, die 100 % ihres Eigenkapitals (TEUR 26) hält. Ein Ergebnis der Tochtergesellschaft ist nicht zu verzeichnen, die Gesellschaft ruht. Die Fleurop-Interflora Ceska s.r.o., Prag, ist eine Tochtergesellschaft der Fleurop AG, die 100 % ihres Eigenkapitals (TEUR -31) hält. Sie hat in 2016 den Geschäftsbetrieb aufgenommen und verzeichnet für das Geschäftsjahr 2023 einen Jahresfehlbetrag von TEUR 23. Die Fleurop AG ist von der Pflicht zur Aufstellung eines Konzernabschlusses gemäß § 293 Abs. 1 HGB befreit. BeteiligungenAn der Greenzone GmbH, Straelen, besteht eine Beteiligung über 33,33 % des Nennkapitals. Das Eigenkapital beträgt zum 31. Dezember 2022 TEUR 1.835. Im Geschäftsjahr 2022 hat die Gesellschaft einen Jahresüberschuss von TEUR 173 verzeichnet. Besondere Vorgänge nach dem Schluss des GeschäftsjahrsVorgänge von besonderer Bedeutung, die wesentlichen Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft haben, sind nach dem Schluss des Geschäftsjahres nicht eingetreten. ErgebnisverwendungsvorschlagDas Geschäftsjahr 2023 schließt mit einem Jahresüberschuss in Höhe von TEUR 114 ab. Der Vorstand schlägt vor, den Bilanzgewinn in die anderen Gewinnrücklagen einzustellen.
Berlin, den 15. Mai 2024 Dr. Stefan Gegg Vorstand Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023Grundlagen der GesellschaftDie Fleurop AG ist eine Vertriebsorganisation von Floristen in Deutschland, die gleichzeitig Aktionäre der Gesellschaft sind. Aus der Blumengrußvermittlung von einem Fleurop-Floristen zum anderen kommend, hat sich die Fleurop AG zu einer Dachorganisation entwickelt, die für die Fleurop-Floristen sowohl online Aufträge vermittelt als auch die Versorgung mit Floristikbedarf, Schnittblumen und weiteren Services anbietet. Neben langjährigen strategischen Partnerschaften wurde zu diesen Zwecken auch ein Beteiligungsverhältnis mit der Greenzone GmbH eingegangen. Innerhalb der Floristikbranche nimmt die Fleurop AG ihre Rolle als Marktführer durch Publikationen, die Ausrichtung von Wettbewerben und ihr Engagement für Aus- und Weiterbildung (Fleurop-Akademie) wahr. Einen weiteren Schwerpunkt bildet die Auseinandersetzung mit sozialen, ökologischen und ökonomischen Nachhaltigkeitsaspekten in der Wertschöpfungskette. International ist die Fleurop AG in das Netzwerk Fleurop-Interflora eingebunden und hat ihr internationales Engagement u. a. über eine Tochtergesellschaft in Tschechien verstärkt. Geschäftsmodella) Organisatorische Struktur des UnternehmensDer Vorstand der Fleurop AG wird durch Dr. Stefan Gegg vertreten, der wiederum vom Aufsichtsrat, bestehend aus sechs Personen, kontrolliert wird. Der Geschäftsleitung gehören Rainer Krick, der insbesondere den Florist-Shop verantwortet, sowie Sebastian Marx, der im Wesentlichen alle vertrieblichen Belange der Fleurop AG führt, an. Die Fleurop AG ist derzeit in drei Hauptbereiche unterteilt: 1. kaufmännischer Bereich 2. Vertriebsbereich 3. Bereich für Kommunikation und Marketing b) Geschäftsprozesse, Produkte und DienstleistungenDie Fleurop AG unterteilt ihre Geschäftsfelder in die folgenden drei übergeordneten Geschäftsbereiche. 1. Fleurop für Kunden:Dieser Geschäftsbereich umfasst das Endkunden- bzw. Firmenkundengeschäft mit Aufträgen und Gutscheinen über folgende Vertriebswege:
2. Fleurop für Floristen:In diesem Geschäftsbereich fasst die Fleurop AG sämtliche Aktivitäten zur Versorgung der Fleurop-Floristen mit Floristikbedarf, Schnittblumen und weiteren Services wie Publikationen, IT-Ausstattung und Versicherungen zusammen. 3. Fleurop für die Zukunft der Branche:Die Fleurop AG setzt sich des Weiteren aktiv für die Floristikbranche ein. Durch die Ausrichtung von Floristikwettbewerben, Sponsoringaktivitäten sowie die Förderung der beruflichen Aus- und Weiterbildung (Fleurop-Akademie) im Floristiksektor soll die Branche gestützt werden. Auch die Modernisierung der Fachgeschäfte im Rahmen des Programms "POS-360°" ist hier enthalten. Zunehmend an Bedeutung gewinnt in diesem Geschäftsbereich die Umsetzung von Nachhaltigkeitsinitiativen. Durch den Ausweis als eigenen Geschäftsbereich gewichtet die Fleurop AG diese Aktivitäten als strategische Investition in die Zukunft. c) StandorteDie Büroräume der Fleurop AG befinden sich in Berlin, das Logistikzentrum ist räumlich getrennt ebenfalls in Berlin angemietet. SteuerungssystemNeben der Überwachung des Gesamtergebnisses der Fleurop AG wird der Erfolg der Gesellschaft vor allem mittels der Kennzahl Umsatz pro Geschäftsfeld gesteuert. Dabei werden die Umsätze pro Geschäftsfeld tagesaktuell erhoben und regelmäßig auf Abweichungen zum Plan und zum Vorjahr analysiert. Über das Business-Intelligence-Tool werden die Vertriebsberichte zudem kontinuierlich weiterentwickelt und zunehmend auch automatisiert. Im umsatzintensiven Bereich der Onlineshops werden gängige Kennzahlen wie Besucherströme und Conversion-Rates intages- und in auftragsstarken Phasen auch stundengenau ermittelt und analysiert. Eine Kostenkontrolle und somit eine Überwachung der Roherträge je Geschäftsfeld (Plan/Ist) erfolgt auf Monatsebene. In Quartalsberichten werden Umsatz-, Kosten- und Projektentwicklungen zudem ausführlich kommentiert. Darüber hinaus werden mehrfach im Jahr Hochrechnungen auf das Gesamtjahresergebnis erstellt und bei Bedarf entsprechende Gegenmaßnahmen eingeleitet. WirtschaftsberichtDie Fleurop AG ist eine berufsständische Vertriebsorganisation der Floristen. Daraus leitet sich auch die Aufgabenstellung ab, neben der klassischen Blumengrußvermittlung zur wirtschaftlichen Stärkung des Facheinzelhandels beizutragen. Dazu zählen neben Marketingmaßnahmen und dem Internetvertrieb insbesondere auch die Versorgung der Floristen mit Floristikbedarf und Schnittblumen sowie weitere Aktivitäten zur vertrieblichen Unterstützung. Zudem setzt sich die Fleurop AG mit der Fleurop-Akademie für die Aus- und Weiterbildung im Floristiksektor ein. In der über hundertjährigen Kernkompetenz der Blumengrußvermittlung misst sich die Fleurop AG in einem breiten und herausfordernden Wettbewerbsumfeld mit Kartonversendern und Geschenkeserviceanbietern. Der konsequenten Digitalisierung des Fleurop-Netzwerks unter Berücksichtigung der individuellen Stärken der einzelnen Partnerfachgeschäfte wird im Rahmen der Strategie 2025 ein besonderer Fokus zugeschrieben. Im Geschäftsjahr 2023 wurden hier deutliche Erfolge auf dem Weg zu einem selbstbestimmten Netzwerk erzielt. Das erste Halbjahr 2023 zeigte im Geschäftsbereich "Fleurop für Kunden" umsatzseitig weiterhin einen Rückschwungeffekt im Vergleich mit der Corona-Pandemie. Zudem standen die Margen im Geschäftsbereich "Fleurop für Floristen" aufgrund von starker anhaltender Inflation, Störungen der Lieferketten und damit verbundenen hohen Logistikkosten sowie einem harten Wettbewerbsumfeld unter Druck. Die Kostenkontrolle und ein engmaschiges Vertriebscontrolling waren deshalb ganzjährig im Fokus, ohne die Digitalisierungsinvestitionen und wichtigen Zukunftsprojekte zu gefährden. Im zweiten Halbjahr entspannte sich die Umsatz- und Kostensituation und es konnte dank der früh im Jahr eingeleiteten Maßnahmen ein positives Ergebnis vor Steuern erzielt werden. a) Marktentwicklung im FacheinzelhandelDer Umsatz im deutschen Einzelhandel ist von 2022 auf 2023 nominal um 2,9 % gestiegen, wobei insbesondere der stationäre Einzelhandel erneut einen kräftigen Sprung um +3,5 % ausweisen konnte. Vor dem Hintergrund der anhaltenden Inflation ist das Jahr 2023 mit einem realen Umsatzrückgang von -3,4 % jedoch als sehr herausfordernd zu bezeichnen. Der Einzelhandelsumsatz mit Blumen und Zierpflanzen sank im Jahr 2023 von 9,0 Mrd. EUR auf 8,6 Mrd. EUR und lag damit um 4 % unterhalb des Vorjahresniveaus. Die Pro-Kopf-Ausgaben für Schnittblumen, die einen Anteil von 35 % an diesem Gesamtmarkt hatten, lagen in der Folge in Deutschland mit rund 35 EUR um etwa 5 % unter dem Vorjahreswert. Dabei bleibt der stationäre Einzelhandel die tragende Säule im Bereich Blumen und Pflanzen. Zu erwähnen ist jedoch, dass die teils stark gestiegenen Preise im Schnittblumen- wie auch im Bedarfssegment einen großen Druck auf die Rohertragssituation insbesondere im ersten Halbjahr ausgeübt haben. Zusätzlich zu dieser bereits im Geschäftsjahr 2022 bestehenden Preissituation wurde der Kostendruck noch durch das allgemein gestiegene Preisniveau (Inflation) deutlich erhöht. Auch der allgemeine Arbeitskräftemangel belastet die Branche weiterhin. Die Fleurop AG setzte ungeachtet der schwierigen Situation ihr Engagement für die Fleurop-Fachgeschäfte weiter fort. b) Marktentwicklung im InternethandelDer Umsatz im E-Commerce-Handel in Deutschland ging im Jahr 2023 nach den starken Umsätzen der "Corona-Jahre" erneut deutlich um -11,8 % zurück. Der Bereich DIY & Blumen verzeichnete nach Verbraucherumfragen des Bundesverbands E-Commerce und Versandhandel Deutschland e. V. (bevh) jedoch einen geringeren Rückgang um -7,1 %. Die zunehmenden wirtschaftlichen und politischen Unsicherheiten, eine abkühlende Konjunktur in Deutschland sowie die hohe Inflation mit einem Höchststand im ersten Quartal 2023 führten zu einer deutlichen Konsumzurückhaltung der Kunden im B2C- wie auch im B2B-Bereich. Eigentlich nötige Preiserhöhungen waren in diesem Umfeld nicht ohne negative Auswirkungen auf den Absatz durchführbar. Die geschilderten Umstände führten zu einem harten Wettbewerbsumfeld im E-Commerce mit stark gestiegenen Akquisekosten. GeschäftsverlaufIm Geschäftsbereich "Fleurop für Kunden" lagen die Gesamtumsätze um 9 % unter dem Vorjahresniveau. Dieser anhaltende Rückschwungeffekt von den Höchstumsätzen des Jahres 2021 wurde im Vorfeld bereits als ein wahrscheinliches Szenario identifiziert und im Budget zum Großteil berücksichtigt. Im Vergleich zum Vor-Pandemie-Jahr 2019 konnte mit einem Umsatzplus von 32 % jedoch weiterhin ein deutlich höheres Niveau gehalten werden. Dies entspricht einem jährlichen Wachstum von rund 8 %. Dabei trug die Digitalisierungsstrategie mit einem von Grund auf erneuerten Onlineshopsystem, einer neuen Bildsprache und verfeinerten Marketinginstrumenten maßgeblich dazu bei, dieses gute Umsatzergebnis zu realisieren. Die Kundenbindung und Reputation der Marke Fleurop wurde auch durch die weiter verbesserten Auftragsprozesse und ein zielgruppengerechtes Produkt- und Qualitätsmanagement weiter gesteigert. Die Handelssegmente im Geschäftsbereich "Fleurop für Floristen" waren von hohen Einkaufspreisen und Logistikkosten beeinflusst. Die Verkaufspreise wurden dabei nur leicht angepasst und in vielen Warengruppen stabil gehalten, um das Leistungsversprechen gegenüber den Fleurop-Partnern (Preis, Qualität und Warenverfügbarkeit) auch in dieser weiterhin schwierigen Zeit aufrechtzuerhalten. Aufgrund des allgemein schwierigen Marktumfelds in der Floristikbranche in Kombination mit den beschriebenen Umsatzrückgängen im Vermittlungsgeschäft zeigte sich auch dieser Geschäftsbereich mit -7 % Umsatzentwicklung leicht rückläufig gegenüber dem Vorjahr. Diese Entwicklung war sowohl im Bereich des Schnittblumenhandels und im Handel mit Waren des floristischen Bedarfs als auch bei den Serviceangeboten sichtbar. Die Erlöse aus den Partnermitgliedschaften, die ebenfalls dem Geschäftsbereich "Fleurop für Floristen" zugeordnet werden, sanken gegenüber dem Vorjahr um 6 %. Grund war hier die weiterhin rückläufige Anzahl der Partnerfachgeschäfte. Dabei ist der mit Abstand häufigste Kündigungsgrund auch im Jahr 2023 die Geschäftsaufgabe. Die grüne Branche sah sich wie auch schon im Jahr 2022 vor allem im ersten Halbjahr 2023 mit volatilen Schnittblumenpreisen konfrontiert, die die Planungen für die Floristikfachgeschäfte deutlich erschwerten. Um hier Unterstützung zu bieten, wurden wöchentlich die Marktpreise ermittelt, die Produktkalkulationen angepasst und es wurde eine Lageeinschätzung im Intranet für die Fleurop-Partner bereitgestellt. Im Geschäftsbereich "Fleurop für die Zukunft der Branche" lag der Fokus insbesondere auf der Weiterentwicklung von Nachhaltigkeitsstrategien und der Erhebung betreffender Daten und Fakten sowie dem Austausch mit Produzenten, Partnerfloristen, dem internationalen Netzwerk, Verbänden und Initiativen. Insgesamt lagen die Erlöse mit 84,4 Mio. EUR über alle drei Geschäftsbereiche um 9 % unter dem Vorjahresniveau. Die im letzten Lagebericht veröffentlichte Prognose von sinkenden Erlösen im mittleren einstelligen Millionenbereich und einem gegenüber dem Vorjahr geringeren Ergebnis vor Steuern von deutlich unter einer Million Euro entsprach hinsichtlich der Umsatzerlöse den tatsächlichen Werten. Aufgrund der weiterhin angespannten Kostensituation, insbesondere im ersten Halbjahr, konnte nur ein leicht positives Ergebnis vor Steuern erzielt werden. Vermögens-, Finanz- und ErtragslageDas Vorsteuerergebnis des Geschäftsjahres 2023 beträgt 202 TEUR (Vorjahr: 1.974 TEUR). Die Gesellschaft schließt mit einem Jahresergebnis von 114 TEUR (Vorjahr: 1.345 TEUR). Die Umsatzerlöse sind, wie unter dem Geschäftsverlauf dargestellt, von 92,5 Mio. EUR um 9 % auf 84,4 Mio. EUR gesunken. Die sonstigen betrieblichen Erträge lagen mit 336 TEUR um 1.065 TEUR unter den Vergleichszahlen des Vorjahres, die im Vorjahr im Wesentlichen auf Verkäufe aus dem Sachanlagevermögen zurückzuführen waren. Die Materialaufwendungen sanken im Zuge des Umsatzrückgangs gegenüber dem Vorjahr um gut 6 Mio. EUR (-8 %) auf 66,9 Mio. EUR. Die Materialaufwandsquote erhöhte sich leicht um 0,3 Prozentpunkte auf 79,4 %. Diese Veränderung beruht auf verschiedenen Effekten. Während sich die weiterhin rückläufigen Partnerumsätze aufgrund ihres durchlaufenden Charakters reduzierend auf die Materialaufwandsquote auswirkten, führten die gestiegenen Einkaufspreise im Handelssegment sowie gestiegene Versandaufwendungen zu einer gegenteiligen Entwicklung. Die Personalaufwandsquote lag im Jahr 2023 bei 7,3 % (2022: 7,4 %) und befindet sich damit im mittelfristigen Zielkorridor von unter 10 %. Die planmäßigen Abschreibungen auf das Anlagevermögen lagen mit 1.211 TEUR, bedingt durch die strategischen Digitalisierungsinvestitionen, um 20 % über dem Vorjahreswert. Die Summe der sonstigen betrieblichen Aufwendungen ist im Vergleich zum Vorjahr um 677 TEUR auf 10.274 TEUR gesunken. Um die sich verändernden Anforderungen im Rahmen der Strategie 2025, hier insbesondere der Digitalisierungsstrategie, besser abbilden zu können, wurde im Vorjahr eine Neugliederung der sonstigen betrieblichen Aufwendungen vorgenommen. Die Gliederung umfasst die folgenden Unterpunkte und wurde im Jahr 2023 unverändert beibehalten: 1. Marketing und Vertrieb 2. IT und Digitalisierung 3. Administration Die Marketing- und Vertriebsaufwendungen als größter Posten haben sich dabei vor allem infolge geringerer Marketingaufwendungen im Zuge der gesunkenen Umsätze um 720 TEUR auf 5.272 TEUR reduziert. Im Bereich des Vertriebs konnten die Forderungsausfälle aufgrund fortlaufender Prozessanpassungen sehr deutlich um 138 TEUR auf 5 TEUR reduziert werden. Die laufenden Aufwendungen für IT und Digitalisierung bilden den zweitgrößten Posten und liegen mit 2.725 TEUR um 9 TEUR über dem Vorjahreswert. Im Unterpunkt Administration sind alle weiteren Aufwandspositionen der sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten. Diese belaufen sich im Geschäftsjahr 2023 auf 2.276 TEUR und liegen damit um 34 TEUR leicht über dem Vorjahreswert. Das Finanzergebnis verbesserte sich auf 58 TEUR (Vorjahresergebnis: 9 TEUR) und ist im Wesentlichen durch Habenzinsen aus kurzfristigen Festgeldern bei Kreditinstituten ab der Jahresmitte begründet. Die Bilanzsumme hat sich von 20,3 Mio. EUR auf 23,5 Mio. EUR erhöht. Dies ist auf der Aktivseite der Bilanz vor allem auf die Zuwächse im Anlagevermögen (+0,3 Mio. EUR), bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (+0,7 Mio. EUR) und bei den liquiden Mitteln (+3,2 Mio. EUR) sowie auf den Rückgang der Vorräte (-1,0 Mio. EUR) zurückzuführen. Auf der Passivseite sind die größten Veränderungen auf die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten (+4,4 Mio. EUR), die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (-0,5 Mio. EUR) sowie die Steuerrückstellungen (-0,8 Mio. EUR) zurückzuführen. Der Anstieg der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten um 4,4 Mio. EUR resultiert aus einer Kreditaufnahme für die Finanzierung zur Erweiterung des Geschäftsgebäudes. Die Rechnungsabgrenzungsposten liegen leicht über dem Vorjahresniveau (+0,1 Mio. EUR). Das Umlaufvermögen beträgt in Summe 18,9 Mio. EUR und liegt damit deutlich über dem Vorjahreswert (+2,9 Mio. EUR). Die Fleurop-Interflora eská s.r.o., eine Tochtergesellschaft der Fleurop AG in der Tschechischen Republik, befindet sich weiterhin in der Aufbauphase. Nach einem schwierigen Vorjahr konnten die Umsätze im Jahr 2023 deutlich um 22 % gesteigert werden. Das Ergebnis weist einen Verlust von 23 TEUR aus. Dieses fließt nicht in die Fleurop AG ein, ist aber zum einen durch eine Forderungsabschreibung mit Besserungsvereinbarung von 25 TEUR auf Forderungen gegen die Fleurop-Interflora eská s.r.o. berücksichtigt worden. Zum anderen wurden zur Stärkung des Eigenkapitals darüber hinaus Forderungen in Höhe von 25 TEUR in die Kapitalrücklage eingelegt. Das Eigenkapital beträgt 10,4 Mio. EUR und liegt annähernd auf Vorjahresniveau. Das lang- und mittelfristige Fremdkapital in Höhe von 5,1 Mio. EUR setzt sich im Wesentlichen aus der neuen Kreditaufnahme in den Verbindlichkeiten sowie aus den Rückstellungen in Höhe von 0,9 Mio. EUR zusammen. Die Rückstellung für nicht eingelöste Gutscheine hat mit 0,6 Mio. EUR den größten Anteil. Das kurzfristige Fremdkapital liegt mit 8,0 Mio. EUR leicht unter dem Vorjahresniveau (-0,5 Mio. EUR). Die Eigenkapitalquote hat sich, bedingt durch die Aufnahme der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten, um 6,5 Prozentpunkte auf 44,3 % gegenüber dem Vorjahr reduziert. Die liquiden Mittel inklusive der Wertpapiere des Umlaufvermögens (Finanzmittelfonds) der Gesellschaft liegen mit 10,9 Mio. EUR deutlich über dem Vorjahresniveau. Der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit liegt mit 0,3 Mio. EUR leicht unter dem Vorjahreswert (0,4 Mio. EUR). Im Wesentlichen wird er durch Steuernachzahlungen, die das Vor-Vorjahr betreffen, in Höhe von 0,8 Mio. EUR belastet. Der Cashflow aus Investitionstätigkeit beläuft sich für das Geschäftsjahr 2023 auf -1,4 Mio. EUR und setzt sich im Wesentlichen aus Anlageinvestitionen in Höhe von 1,5 Mio. EUR und erhaltenen Zinsen in Höhe von 0,1 Mio. EUR zusammen. Der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit liegt mit +4,4 Mio. EUR deutlich über dem Vorjahresniveau (-0,1 Mio. EUR) und ist auf die Kreditaufnahme zurückzuführen. In Summe ergibt sich zum Geschäftsjahresende ein Finanzmittelbestand von 10,7 Mio. EUR (+3,2 Mio. EUR im Vergleich zum Vorjahr). Wesentliche Projekte und Investitionen im Wirtschaftsjahr 2023Strategie 2025:Im Zuge der Digitalisierungsstrategie lag der Fokus im Geschäftsjahr 2023 auf zwei essenziellen Zukunftskomponenten. 1.) Der neue Onlineshop:Erstmals seit über 20 Jahren wurde der Onlineshop unter www.fleurop.de nicht nur einem "Facelift" unterzogen, sondern die gesamte Infrastruktur wurde von Grund auf erneuert. Nachdem im Jahr 2022 die technischen Grundlagen gelegt und umfangreiche Tests durchgeführt worden waren, erfolgte am 9. Januar 2023 die Inbetriebnahme des neuen Onlineshops. Die ersten Wochen und Monate standen dabei im Zeichen des Risikomanagements. So wurde in den ersten Monaten des Jahres das alte System parallel betrieben, um bei schwerwiegenden technischen Problemen in kurzer Zeit wechseln zu können. Zudem wurde ein abteilungsübergreifendes tiefergehendes Monitoring etabliert und zusätzlich ein Penetrationstest des neuen Systems durchgeführt. Nachdem der Onlineshop über mehrere Wochen betrieben und auf Herz und Nieren geprüft und auch das wichtige Valentinstagsgeschäft ohne technische oder operative Probleme durchgeführt worden war, konnten anschließend weitere Anpassungen und neue Funktionen angegangen werden. Bereits Mitte des Jahres 2023 stand fest, dass dieses Großprojekt in jeder Hinsicht erfolgreich umgesetzt werden konnte. Die Umsetzungsgeschwindigkeit entsprach weitestgehend den Erwartungen. Die Kostenkontrolle und damit das Einhalten der gesteckten Investitionsziele wurde zu jedem Zeitpunkt gewährleistet. Zudem zeigte das neue System von Anfang an verbesserte Leistungskennzahlen bei einer hohen Stabilität und Sicherheit der Systeme. 2.) Das digitale und selbstbestimmte Floristennetzwerk:Nach rund drei Jahren der Konzeptionierung und Umsetzung wurden im Juli 2023 die ersten Funktionen des neuen "Mein-Fleurop-Profils" ausgerollt. Die "Mein-Fleurop-Profil"-App ist die individuelle Schaltzentrale der Fleurop-Partner und erweckt das selbstbestimmte Floristennetzwerk der Strategie 2025 zum Leben. Die Einstellung der Liefergebiete, der Lieferzeiten, der Kapazitäten und der Sortimente kann damit punktgenau an die individuellen Bedürfnisse angepasst werden und die Fleurop-Kunden bekommen ein verbessertes Produkterlebnis und einen noch hochwertigeren Fleurop-Service angeboten. Wie auch beim Onlineshop wurde ein sehr großer Fokus auf die Themen Sicherheit und Benutzerfreundlichkeit gelegt. Im Vorfeld der Implementierung wurden im zweiten Quartal umfangreiche Benutzertests mit kleineren Gruppen von Fleurop-Partnern durchgeführt und die App wurde immer weiter verfeinert. Durch die IT-Abteilung und einen externen Partner wurden zeitgleich Sicherheitstests durchgeführt. Im Laufe des Jahres wurden dann sukzessive weitere Funktionen der "Mein-Fleurop-Profil"-App implementiert, so dass den Fleurop-Partnern im vierten Quartal alle beschriebenen Möglichkeiten zur Verfügung standen. Die Adaption des neuen Systems durch die Fleurop-Partner übertraf dabei die Erwartungen, so dass zum Weihnachtsgeschäft 2023 bereits rund 90 % der Partner die wichtigsten Einstellungen vorgenommen hatten. Beide Großprojekte prägten das Geschäftsjahr 2023 und es wurden neben umfangreichen internen Kapazitäten insgesamt zusätzliche Investitionen in das immaterielle Anlagevermögen in Höhe von 1,2 Mio. EUR getätigt. 3.) Nachhaltigkeit:Die Strategie 2025 sieht neben der Digitalisierung und Neugestaltung der Kernprozesse des Unternehmens auch eine Auseinandersetzung mit den Nachhaltigkeitsaspekten der Fleurop AG vor. Der Fokus lag im Jahr 2023 auf der Bewertung der eigenen CO 2 -Emissionen und der Erstellung eines unternehmensweiten Nachhaltigkeitsreports, der ganzheitlich die Unternehmensprozesse und deren Auswirkungen auf Gesellschaft und Umwelt beleuchtet. Diese intensive und akribische Arbeit ist zeitgleich ein erster Schritt in Richtung des voraussichtlich mittelfristig für die Fleurop AG verpflichtenden Nachhaltigkeitsberichts, der durch die "Corporate Sustainability Reporting Directive", eine EU-Richtlinie über die Nachhaltigkeitsberichterstattung, geregelt wird. 4.) Geschäftsgebäude:Im Jahr 2023 wurden die konzeptionellen Arbeiten für die Erweiterung des bestehenden Geschäftsgebäudes in Berlin-Lichterfelde finalisiert. Die entsprechende Finanzierung wurde bereits im Geschäftsjahr 2022 gesichert. Damit auch zukünftige Generationen an einem modernen Arbeitsplatz, der den arbeitsrechtlichen Anforderungen entspricht, die Zukunft der Fleurop AG gestalten können und der gestiegene Platzbedarf im Zuge des Wachstums des Unternehmens gedeckt wird, sollen die Bauarbeiten sich über das gesamte Jahr 2024 erstrecken. Für die Übergangszeit wurde eine Ausweichfläche angemietet. Die Fertigstellung soll bis Jahresende 2024 erfolgen. MitarbeiterDie Personalaufwandsquote lag im Jahr 2023 mit 7,3 % annähernd auf dem Niveau des Vorjahres (2022: 7,4 %). Insgesamt waren 2023 im Durchschnitt 116 Mitarbeiter (2022: 132) bei der Fleurop AG beschäftigt. Im Rahmen der Strategie sind weitere Einstellungen von Personal in wichtigen Schlüsselpositionen geplant, die zu einer moderaten Steigerung der Personalaufwandsquote führen werden. Durch die Digitalisierung und die hohe Dynamik am Arbeitsmarkt müssen sich Arbeitgeber wie auch Arbeitnehmer neue Rahmenbedingungen erarbeiten, unter denen auch in Zukunft eine erfolgreiche und effiziente Zusammenarbeit erfolgen kann. Insbesondere müssen Entwicklungsoptionen konzipiert und die digitalen Möglichkeiten (z. B. mobiles Arbeiten) sinnvoll und langfristig tragfähig in die Arbeit integriert werden. Dieser Prozess wurde im Jahr 2023 weiter intensiviert und wird fortgeführt. Prognose, Chancen und RisikenDas digitale und selbstbestimmte Floristennetzwerk wurde zum Ende des Jahres 2023 komplett ausgerollt und hat im Weihnachtsgeschäft bereits erste Erfolge im Hinblick auf das Kundenerlebnis erzielt und damit zu einer positiven Umsatzentwicklung beigetragen. In der Zukunft wird das "Mein-Fleurop-Profil" weitere Chancen erschließen und die Risiken der Geschäftstätigkeit weiter minimieren. So wird es möglich sein, durch die Digitalisierung die individuellen Leistungen und Stärken der Fleurop-Partner immer weiter zu betonen. Zudem wird die Unterstützung der Fleurop-Partner sukzessive auf Themenbereiche wie Zahlungsmanagement, Abrechnungsinnovationen und KI-gestützte Prognosesysteme ausgeweitet. Dies führt zu einer weiteren Stärkung des Netzwerks und steht im Einklang mit unseren strategischen Zielen im Hinblick auf die wirtschaftliche, soziale und ökologische Nachhaltigkeit. Nach Jahren des Wachstums und der Diversifizierung der Geschäftsmodelle haben die Fleurop AG und ihr Partnernetzwerk während der Pandemiejahre Krisenfestigkeit und eine schnelle Adaption an die jeweilige Lage unter Beweis gestellt. Nach einem außergewöhnlichen Umsatzwachstum in den Jahren 2020 und 2021 kam es in den letzten beiden Geschäftsjahren zu einem erwarteten Rückschwungeffekt. Dies führte zu einem spürbaren Rückgang der Umsätze, die jedoch immer noch deutlich über dem Ausgangsniveau von 2019 liegen. Mit der Umsetzung der Digitalisierungsstrategie wurden die Weichen für erneutes langfristiges Wachstum in der Zukunft gestellt. Vor dem Hintergrund der aktuellen wirtschaftlichen Situation mit einer schwachen Konjunktur und weiterhin erhöhten Inflationsraten muss das Jahr 2024 dennoch als Stabilisierungsjahr gesehen werden, das das neue Umsatzniveau sichert und auf zukünftiges Wachstum vorbereitet. Ein verstärktes Risiko ergibt sich aus den im Geschäftsjahr 2023 zwar reduzierten - aber mit 4,9 Mio. EUR weiterhin hohen - Vorratsbeständen im Logistikzentrum in Berlin-Bohnsdorf. Diese Bestände waren und sind ein wichtiges Instrument, um auch in Zeiten gestörter Lieferketten stets den Fleurop-Service und die Warenversorgung der Fleurop-Partner in vollem Umfang aufrechterhalten zu können. Um diesem Risiko adäquat entgegenzuwirken, wurde das Controlling um vertiefende Business-Intelligence-Analysen erweitert und die Reportingintervalle wurden verkürzt. Im Geschäftsjahr 2022 war nach intensiver Planung, Sondierung des Marktes und abschließender Beratung mit dem Aufsichtsrat ein Kreditvertrag für die zukünftigen Investitionen in An- und Umbau des Geschäftsgebäudes in Höhe von 4,5 Mio. EUR unterzeichnet worden, der im Jahr 2023 in Anspruch genommen wurde. Hieraus könnten Kreditrisiken entstehen, obgleich ein fester Zinssatz über die gesamte Kreditlaufzeit von 20 Jahren gesichert wurde. Weiterhin könnten Risiken aus erhöhten Baukosten entstehen, auch wenn eine ausreichend hohe Sicherheitsmarge in den Planungen berücksichtigt wurde. Aktuell schätzen wir diese Risiken als gering ein. Die Wettbewerbsrisiken sind weiterhin als hoch einzustufen. Durch die abkühlende Konsumlaune, die im aktuellen Umfeld zu einem Verdrängungswettbewerb führt, sieht sich die Fleurop AG mit stetig steigenden Marketingausgaben konfrontiert. Aufgrund der starken Markenpräsenz der Fleurop AG in Deutschland, der beschriebenen Digitalisierungsinnovationen und eines leistungsfähigen, flexiblen Netzwerks wird jedoch davon ausgegangen, dass auch in Zukunft Chancen genutzt und trotz des starken Umfelds Marktanteile gewonnen werden können. IT-seitig besteht das Risiko eines unbefugten Zugriffs auf Unternehmensdaten. Dem begegnen wir mit dem Einsatz von IT-Sicherheitsmaßnahmen (z. B. Firewall- und sonstigen Präventionssystemen). Zusätzlich wird die Sicherheit durch die Beschränkung von Zugriffsrechten auf die Systeme sowie durch das Vorhalten von Backup-Versionen der kritischen Datenbestände erhöht. Des Weiteren wird davon ausgegangen, dass die Preise im Schnittblumen- und Bedarfshandelssegment zumindest zeitweise weiterhin volatil bleiben. Dies hat einen direkten Einfluss auf die erzielbaren Handelsspannen im Geschäftsbereich "Fleurop für Floristen" und insbesondere auch der Fleurop-Partnergeschäfte. Um die Preisschwankungen für das gesamte Netzwerk möglichst gering zu halten, werden Abnahmekontingente möglichst frühzeitig fixiert und strategisch ausgebaut. Preisanpassungen werden kontinuierlich überprüft und wenn notwendig kurzfristig umgesetzt. Mögliche Liquiditätsrisiken werden über Kurz- und Mittelfristplanung erfasst. Die Liquidität 1. Grades beträgt zum Bilanzstichtag 136 %, die Liquidität 2. Grades 168 % und die Liquidität 3. Grades 235 %. Das Forderungsausfallrisiko wird von der Fleurop AG ständig überwacht und kann aufgrund der ergriffenen Maßnahmen und der untergeordneten Relevanz als sehr gering eingestuft werden. Die Liquidität der Gesellschaft ist damit gesichert. Regulatorische Risiken aufgrund gesetzlicher Anforderungen und Änderungen werden fortlaufend von der Gesellschaft beobachtet und bei der Gestaltung der Prozesse berücksichtigt. Sie werden als gering eingestuft. Aufgrund des vorherrschenden Arbeitnehmermarktes besteht im Falle des Verlustes von Mitarbeitern und des damit verbundenen Fachwissens das Risiko, vakante Stellen nicht zeitnah neu besetzen zu können. Darüber hinaus besteht ein geringes Risiko bezüglich der entstehenden Kosten und der zeitlichen Umsetzung der Digitalisierungsprojekte. Sonstige Risiken, die die Entwicklung und den Fortbestand des Unternehmens gefährden, bestehen nach unserer Überzeugung aus heutiger Sicht nicht, insbesondere existieren ausreichende finanzielle Reserven. AusblickAuch im zweiten Jahr nach der Sonderkonjunktur der Pandemiejahre (2020-2022) bestehen weiterhin Unsicherheiten bezüglich der weiteren Umsatz- und Margenentwicklung. Die Kerninflation liegt im ersten Quartal immer noch bei über 3 % und mit dem Terrorangriff der Hamas im Oktober 2023 hat sich die weltpolitische Lage weiter verschärft. Zu einer spürbaren gesamtwirtschaftlichen Erholung dürfte es laut der Frühjahrsprognose des Ifo-Instituts (vom März 2024) erst in der zweiten Jahreshälfte kommen und auch dann ist kein hohes Wachstum des Bruttoinlandsprodukts prognostiziert. Diese Faktoren werden voraussichtlich weiter dämpfende Effekte auf den Konsum haben, so dass die Fleurop AG im Jahr 2024 von stabilen Umsätzen im Vergleich mit dem Vorjahr ausgeht. Die Bemühungen der letzten zwölf Monate, die Roherträge zu optimieren und hier insbesondere den in der Vergangenheit stark gestiegenen Einkaufspreisen und Logistikkosten entgegenzuwirken, wirken sich im Jahr 2024 vollständig aus, so dass von einem steigenden operativen Ergebnis ausgegangen wird. Unter Berücksichtigung eines geplanten einmaligen Sonderertrags durch den Verkauf einer Immobilie geht der Vorstand von einem Gewinn vor Steuern in Höhe von 1,0 bis 1,5 Mio. EUR aus.
Berlin, 15. Mai 2024 Dr. Stefan Gegg Vorstand Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die Fleurop Aktiengesellschaft, BerlinPrüfungsurteileWir haben den Jahresabschluss der Fleurop Aktiengesellschaft, Berlin, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Fleurop Aktiengesellschaft für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die PrüfungsurteileWir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den LageberichtDie gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des LageberichtsUnsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Berlin, 15. Mai 2024 Mazars
GmbH & Co. KG
Udo Heckeler, Wirtschaftsprüfer David Reinhard, Wirtschaftsprüfer Bericht des AufsichtsratsDer Start ins Geschäftsjahr 2023 war nach den turbulenten Vorjahren wieder von Unsicherheit geprägt. Im Jahresverlauf zeigte sich dann eine zweiteilige Entwicklung: während die Umsätze im ersten Halbjahr einbrachen und auch die Hauptumsatztage hinter den Vorjahren zurückblieben, gab es im zweiten Halbjahr eine deutliche Erholung. Diese Entwicklungen reflektieren das kurzfristige Verbraucherverhalten und die Verbraucherreaktionen auf Effekte wie die relativ hohe Inflationsrate. Rückblickend ist es erfreulich, dass die Einbrüche der ersten Jahreshälfte kompensiert werden konnten und ein positives Jahresergebnis erreicht wurde. Für das Tagesgeschäft und die taktischen Instrumente, wie das Online-Marketing bedeutete dies jedoch eine besondere Herausforderung und erforderte erhöhte Wachsamkeit. Im strategischen Bereich wurden die Digitalisierungsprojekte deutlich sichtbar, an denen in den letzten Jahren im Hintergrund gearbeitet wurde. So wurde im ersten Quartal ein neuer Onlineshop in Betrieb genommen, im Laufe des Jahres folgte der "Quantensprung" mit dem Einstieg ins "selbstbestimmte Netzwerk". Erfreulicherweise wurden die Neuerungen von den Partnerinnen und Partnern schnell und gut angenommen. - Der "Quantensprung" wird sein positives Potential in den nächsten Jahren voll entfalten. Im Immobilienmanagement wurden wichtige Änderungen auf den Weg gebracht. So konnte die notwendige Planung des Um- und Anbaus des Verwaltungsgebäudes freigegeben werden. Dem gegenüber steht die Veräußerung von zwei Wohnimmobilien. Ein besonderes Highlight war 2023 die Interflora-Weltmeisterschaft in Manchester. Zu unserer besonderen Freude wurde der deutsche Teilnehmer Nicolaus Peters Weltmeister. Dieser wurde von der Fleurop AG unterstützt. Die Terminierung der Hauptversammlung auf den Samstagnachmittag wurde im letzten Jahr gut und verständnisvoll angenommen. Die Hauptversammlung bleibt auf dem Samstagstermin, in diesem Jahr findet sie umrahmt von der Deutschen Meisterschaft der Floristik statt. So bildet die Siegerehrung sicher auch einen guten Tagesabschluss nach der Hauptversammlung. Wir hoffen, dass wir wieder eine große Anzahl interessierter Aktionärinnen und Aktionäre an diesem Wochenende in Berlin begrüßen dürfen. Der Aufsichtsrat der Fleurop AG hat im Geschäftsjahr 2023 die gesetzlichen und satzungsgemäßen Vorgaben sorgfältig erfüllt und seine Aufgaben umfassend wahrgenommen. Die Zusammenarbeit mit Vorstand und Management gestaltete sich vertrauensvoll aber immer konstruktiv-kritisch und unabhängig. Die grundlegende Informationsbereitstellung durch das Management erfolgte einerseits in standardisierter Form durch Monats- und Quartalsberichte an den Aufsichtsrat, andererseits durch mündliche Überblicksberichte des Vorstands in den Aufsichtsratssitzungen. Ergänzend wurde auch im Geschäftsjahr 2023 per E-Mail anlassbezogen über aktuelle Vorkommnisse, Veränderungen und Maßnahmen berichtet. Der direkte und tiefgründige Austausch zwischen Vorstand und Aufsichtsrat fand in regelmäßigen Sitzungen statt. Das Instrument der Videokonferenz wurde als effizientes Zusatzinstrument für Sondersitzungen und als Ergänzung in hybriden Sitzungen beibehalten. Im Jahr 2023 haben 13 Sitzungstage in Präsenz und 2 Online-Sitzungen bei weitgehender Vollzähligkeit der Gremien stattgefunden. Der Aufsichtsrat wurde zu außergewöhnlichen und grundsätzlichen Entscheidungen des Managements frühzeitig informiert. In den Prozess der Unternehmensplanung war er ebenfalls frühzeitig eingebunden. Das Arbeitsklima zwischen Aufsichtsrat und Geschäftsführung ist von Transparenz, Vertrauen und Offenheit geprägt. Die Mazars GmbH & Co. KG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft (Berlin) hat den Jahresabschluss 2023 der Fleurop AG geprüft und am 15.05.2024 den uneingeschränkten Bestätigungsvermerk erteilt. Die wesentlichen Ergebnisse der Prüfung wurden dem Aufsichtsrat berichtet und mit diesem besprochen. Der Aufsichtsrat stimmt dem vom Vorstand vorgestellten Jahresabschluss und Lagebericht zu. Der Jahresabschluss ist damit festgestellt. Im Geschäftsjahr 2023 wurde ein Bilanzgewinn in Höhe von 114.092,72 EUR erzielt. Die Hälfte des Bilanzgewinns wird nach satzungsgemäßem Beschluss von Vorstand und Aufsichtsrat in die Gewinnrücklagen eingestellt. Aufsichtsrat und Vorstand schlagen der Hauptversammlung vor, die andere Hälfte des Bilanzgewinns ebenfalls in die Rücklagen einzustellen. Eine Stärkung der Rücklagen wird für zweckmäßig und notwendig erachtet. Auch unter den anhaltend schwierigen Bedingungen konnte das Geschäftsjahr 2023 am Ende erfolgreich abgeschlossen werden. Dies war nur gemeinsam erreichbar. Daher bedanke ich mich im Namen des gesamten Aufsichtsrats bei allen, die hierzu beigetragen haben und bei allen Personen, die der Fleurop AG verbunden sind. Unserem Vorstand Dr. Stefan Gegg und den Mitgliedern der Geschäftsführung Sebastian Marx und Rainer Krick mit ihrem Management-Team gilt besonderer Dank. Die Umstände des Jahres 2023 waren in vielerlei Hinsicht fordernd und haben gezeigt, dass dieses Team sehr gut funktioniert. Darüber hinaus danke ich allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Fleurop AG, allen Partnerinnen und Partnern im Floristen-Netzwerk und ihren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für ihren engagierten Einsatz für die Fleurop AG. Eine besondere Rolle nehmen unsere Verwaltungsrätinnen und Verwaltungsräte ein. Sie spiegeln im kritischen Austausch die Vielfalt und die Erfahrungen der Partnerinnen und Partner wider und geben diesen in den Diskussionen und in der Beratung eine Stimme. Meiner Kollegin und meinen Kollegen im Aufsichtsrat danke ich für die bewährte vertrauensvolle und fruchtbare Zusammenarbeit. Die Projekte der Strategie 2025 befinden sich zeitlich auf der Zielgeraden. Inhaltlich gilt es noch Aufgaben abzuschließen, aber der Blick geht nach vorne und hierfür gilt es das Umfeld zu analysieren und den künftigen strategischen Korridor zu definieren. Uns allen wünsche ich für das Jahr 2024 und darüber hinaus eine gute Gesundheit und viel Erfolg.
Berlin, 11. Juni 2024 Für den Aufsichtsrat Prof. Dr. Matthias Konle, Aufsichtsratsvorsitzender GewinnverwendungsbeschlussIn Ausübung ihrer Befugnis gemäß § 29 der Satzung der Gesellschaft haben der Vorstand und der Aufsichtsrat am 10. Juni 2024 beschlossen von dem EUR 114.092,72 betragenden Bilanzgewinn der Gesellschaft aus dem Geschäftsjahr 2023 einen Teilbetrag von EUR 57.046,36 in die anderen Gewinnrücklagen der Gesellschaft einzustellen. Die Hauptversammlung der Fleurop AG hat am 17. August 2024 beschlossen, den verbleibenden Teilbetrag in Höhe von EUR 57.046,36 aus dem Bilanzgewinn der Fleurop Aktiengesellschaft in die Gewinnrücklagen einzustellen. |
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