Stammdaten

Register
Amtsgericht Potsdam HRB 6517
Vorher
LEWO Marquardt GmbH für Wohnen und Gewerbe
Eingetragen
2.5.2006
Branche
Bau von Versorgungseinrichtungen für Elektrizität und TelekommunikationKauf und Verkauf von eigenen Gewerbegrundstücken und NichtwohngebäudenBauträger für andere Gebäude und Bauwerke
Gegenstand
Der An- und Verkauf sowie die Bebauung und Bewirtschaftung von Grundstücken, insbesondere die Errichtung und Betreibung einer Wohn- und Gewerbeanlage auf dem Grundstück Fahrländer Straße 3 in 14476 Marquardt sowie Montage, Planung, Bau, Dokumentation und Vertrieb von Fernmelde-, Nachrichten- und elektrotechnischen Anlagen sowie Bau und Verlegung von Fahrleitungen, Freileitungen, Ortsnetzleitungsanlagen und Kabelbau und alle damit im Zusammenhang stehenden Leistungen und Geschäfte und die Beteiligung an branchenähnlichen Unternehmen.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Lars Pomerenke
seit 28.1.2011
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

100.00% identifiziert0.00% ungelöst

Identifizierte Personen (1)

NameAnteil
100.00%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Fahrländerstr. 3a, 14476 Potsdam OT Marquardt
51.180 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

FNB Festnetzbau GmbH

Potsdam

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht

1. Grundlagen der Gesellschaft

1.1 Geschäftsmodell der Gesellschaft

Gegenstand des Unternehmens ist der An- und Verkauf sowie die Bebauung und Bewirtschaftung von Grundstücken, insbesondere die Errichtung und Betreibung einer Wohn- und Gewerbeanlage auf dem Grundstück Fahrländer Straße 3 in 14476 Marquardt sowie Montage, Planung, Bau, Dokumentation und Vertrieb von Fernmelde-, Nachrichten- und elektrotechnischen Anlagen sowie Bau und Verlegung von Fahrleitungen, Freileitungen, Ortsnetzleitungsanlagen und Kabelbau und alle damit im Zusammenhang stehenden Leistungen und Geschäfte und die Beteiligung an branchenähnlichen Unternehmen. Im Geschäftsjahr fokussierte sich das Unternehmen auf die Montage, Planung, Bau, Dokumentation und Vertrieb von Fernmelde-, Nachrichten- und elektrotechnischen Anlagen sowie Bau und Verlegung von Fahrleitungen, Freileitungen, Ortsnetzleitungsanlagen und Kabelbau.

1.2 Unternehmensgruppe

Die Unternehmensstruktur der FNB Festnetzbau GmbH gliedert sich in die vier Hauptbereiche Planung, Kabelbau, Montage und Verwaltung, welche allesamt dem Gesellschafter-Geschäftsführer unterstellt sind.

2. Wirtschaftsbericht

2.1 Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Mit dem Angriff Russlands auf die Ukraine im Februar 2022 begann die Trendwende in der bis dato florierenden deutschen Baukonjunktur. Den enormen Anstieg der Energiepreise, Sanktionen gegen Russland und Produktionsausfälle in der Ukraine hätte die deutsche Bauwirtschaft vielleicht, wie vorher die Coronakrise, meistern können. Laut Destatis machten sich im Baugewerbe neben den weiterhin hohen Baukosten und dem Fachkräftemangel insbesondere die zunehmend schlechteren Finanzierungsbedingungen bemerkbar. Hiervon sei vor allem der Hochbau betroffen gewesen. Dagegen sei die Produktion im Tiefbau und im Ausbaugewerbe gesteigert worden. Insgesamt habe das Baugewerbe 2023 preisbereinigt ein kleines Plus von 0,2 Prozent erreicht.

Auch die gesamtwirtschaftliche Entwicklung in Deutschland kam im Jahr 2023 im nach wie vor krisengeprägten Umfeld ins Stocken. Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) war im Jahr 2023 nach ersten Berechnungen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) um 0,3 % niedriger als im Vorjahr. Kalenderbereinigt betrug der Rückgang der Wirtschaftsleistung 0,1 %.

Die Inflationsrate hat sich im Jahresdurchschnitt 2023 um 5,9 % gegenüber 2022 erhöht. Wie das Statistische Bundesamt mitteilt, fiel die Inflationsrate für 2023 damit geringer aus als im Jahr zuvor. Sie hatte im Jahr 2022 noch bei +6,9 % gelegen.

Trotz weiterhin anhaltender hoher Nachfrage im Breitbandausbau, war die Branche im vierten Jahr infolge mit Problemen konfrontiert, die durch unaufhaltsam steigende Material- und Energiepreise und relativ schnell gestiegenen Kreditzinssätze gezwungen war, Optimierungen in den Projektfinanzierungen und Bauabläufen zu finden.

2.2 Geschäftsverlauf

Die Geschäftsleitung schätzt trotz schwieriger Rahmenbedingungen den Verlauf des Geschäftsjahres 2023 als zufriedenstellend ein. So konnte die Vorjahres-Prognose nahezu gehalten werden und in 2023 Umsatzerlöse in Höhe von 14.846.464,27 EUR (Vorjahr: 15.131.475,25 EUR) und ein Jahresüberschuss von 125.055,98 EUR (Vorjahr: 164.280,28 EUR) erwirtschaftet werden.

Im Laufe des ersten Halbjahres konnten Projekte wegen des warmen Winters im vollen Umfang bedient und dadurch das Projekt MOL 7 Tiefbauseitig vorzeitig in Q2 abgeschlossen werden. Im weiteren Verlauf des Geschäftsjahres machten sich zunehmend die weiteren Kostensteigerungen durch den Ukrainekonflikt bemerkbar. Im Gegenzug zur Branche fokussiert sich das Unternehmen auf langfristige Rahmenverträge mit Materialbeistellung, als auf die Realisierung von Einzelaufträge verschiedenster Auftraggeber. Daraus fallen Kostensteigerungen geringer aus als bei Mitbewerbern. Zum Ende des Jahres konnten neue Verträge mit Auftraggebern geschlossen werden, die sich positiv auf die nächsten Jahre auswirken. Von den 14 in 2023 laufenden Projekten konnten somit 3 Projekte fertiggestellt und final abgerechnet werden.

2.3 Lage der Gesellschaft

2.3.1. Ertragslage

Der Jahresüberschuss betrug im Geschäftsjahr 125.055,98 EUR (Vorjahr: 164.280,28 EUR). Das Geschäftsjahr 2023 war durch Lieferengpässe und Kostensteigerungen stark beeinflusst. So haben Lieferanten von Schüttgütern, Asphalt und Kabeln nur noch Tagespreise anbieten können. Aufgrund unserer guten Auftragslage und Optimierungen bei Projektabläufen konnten wir die erwirtschafteten Umsatzerlöse in unserem Kerngeschäft auf ähnlichem Niveau wie im Vorjahr halten.

Durch die o.g. Beeinflussungen hat sich im Vergleich zum Vorjahr der Personalaufwand wegen tariflicher Lohnanpassungen und weiterer Einstellungen um 161.106,67 EUR auf 4.055.554,61 EUR (Vorjahr: 3.894.447,94 EUR) erhöht. Für die Steuerung und Überwachung werden als finanzielle Leistungsindikatoren das Jahresergebnis des Geschäftsjahres sowie die Umsatzerlöse herangezogen.

2.3.2. Vermögenslage

Das Anlagevermögen im Jahr 2023 konnte auf 2.050.574,00 EUR über das Niveau des Vorjahres (1.676.738,50 EUR) gesteigert werden. Die Zugänge betreffen hauptsächlich die Anschaffung neuer Fahrzeuge (PKW, LKW) sowie die Beschaffung neuer Werkzeuge und Technik. Unter Berücksichtigung von Anlagenabgängen ergibt sich im Vergleich zum Vorjahr ein um 374.003,50 EUR erhöhter Buchwert der Sachanlagen.

Zum Bilanzstichtag betrug die aktive Rechnungsabgrenzung 15.187,77 EUR im Jahr 2023 (Vorjahr: 43.944,34 EUR).

Das Umlaufvermögen des Jahres 2023 beträgt 10.242.601,96 EUR und liegt um 1.602.009,81 EUR über dem Vorjahresniveau von 8.640.592,15 EUR. Ursächlich hierfür sind vor allem die verlängerten Ausführungs- und Abrechnungszeiträume für die Projekte EDIS MOL 7 und SWF Projekt Harrislee. Die Bankguthaben stiegen, ursächlich durch die vorzeitige Tiefbauseitige Fertigstellung des Projektes EDIS MOL 7, auf 851.207,59 EUR (Vorjahr: 369.526,29 EUR).

2.3.3. Finanzlage

Das Eigenkapital erhöhte sich durch den erzielten Jahresüberschuss von 758.253,06 EUR auf 883.309,04 EUR.

Die sonstigen Rückstellungen haben sich im Vergleich zum Vorjahr um 13.295,22 EUR auf 154.349,00 EUR erhöht. Dies ist im Wesentlichen der Rückstellungen für Abschluss- und Prüfungskosten geschuldet. Ebenfalls erhöhten sich die Steuerrückstellungen auf 225.886,84 EUR (Vorjahr: 190.943,89 EUR). Maßgebend hierfür sind Gewerbesteuerrückstellungen in Höhe von 118.631,89 EUR und Körperschaftsteuerrückstellungen in Höhe von 107.254,95 EUR, da Steuernachzahlungen im aktuellen Geschäftsjahr zu erwarten sind.

Die Finanzierung der Projektentwicklungen der Gesellschaft erfolgt durch mittel- bis langfristige Darlehen. Zum Stichtag bestehen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten und sonstigen Verbindlichkeiten von 1.026.845,85 EUR für die Finanzierung von Anlagevermögen. Die Finanzierung der Gesellschaft erfolgt grds. über Eigenmittel.

Die Verbindlichkeiten sind im Vergleich zum Vorjahr von 9.271.024,26 EUR auf 11.044.818,85 EUR angestiegen. Diese setzen sich zusammen aus Verbindlichkeiten Lieferungen und Leistungen 1.468.721,79 EUR (Vorjahr: 2.647.704,05 EUR), erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 7.856.903,54 EUR (Vorjahr: 5.221.769,66 EUR), Verbindlichkeiten aus Kreditinstituten 512.407,12 EUR (Vorjahr: 344.817,19 EUR) und sonstigen Verbindlichkeiten 1.206.786,40 EUR (Vorjahr: 1.056.733,36 EUR). Der Anstieg der Verbindlichkeiten resultiert im Wesentlichen aus der Verlängerung der Ausführungs- und Abrechnungszeiträume für die Projekte und damit verbunden erhaltenen Anzahlungen.

Insgesamt hat sich die Bilanzsumme gegenüber dem Vorjahr von 10.361.274,99 EUR um 1.947.088,74 EUR auf 12.308.363,73 EUR erhöht.

2.3.4. Gesamtlage

Die FNB Festnetzbau GmbH steht wirtschaftlich stabil dar. Zu keinem Zeitpunkt war die Liquidität der Gesellschaft gefährdet. Die Ertragslage viel infolge positiv und zufriedenstellend aus. Daraus resultierend investiert das Unternehmen in neue Technik, was zu einen jungen Fuhr- und Gerätepark und hohen Anlagevermögen führt. Die Gesamtlage des Unternehmens kann als positiv gesehen werden.

3. Chancen- und Risikobericht

Das Chancenmanagementsystem der FNB Festnetzbau GmbH ist als Instrument auf Ebene der Geschäftsbereiche verankert, um operative Chancen zu identifizieren und zu nutzen. Dabei wird durchgehend auf Marktbeobachtungs- und Analyseinstrumente zurückgegriffen, beispielsweise zur Auswertung von Benchmark Preisen von Leistungen, Ausschreibungen und technologischen Neuentwicklungen. Strategische Chancen von übergeordneter Bedeutung, wie Strategieanpassungen oder mögliche Akquisitionen, Kooperationen und Partnerschaften, werden auf Geschäftsführerebene behandelt.

In den letzten Jahren wurden neue Vorschriften beschlossen, die den Bauablauf anspruchsvoller machen. Um die gesteigerten Anforderungen frühzeitig zu erkennen, setzt die Gesellschaft auf Innovativität. Hierbei werden neue Technologien frühzeitig getestet und ins Unternehmen integriert. Die Geschäftsführung sieht dies als Chance, frühzeitig Marktanteile zu sichern.

Eine weitere Chance sieht die Geschäftsleitung bei der Auftragsakquise. Das Unternehmen setzt bei der Wahl von Aufträgen auf langfristige Partnerschaften mit Rahmenverträgen. Im Gegensatz zu den meisten Mitbewerbern die auf Einzelaufträge mit kurz- bis mittelfristigen Laufzeiten setzten, können durch die längeren Laufzeiten Marktschwankungen besser abgefangen und Innovationsentscheidungen in neue Technologien getroffen werden.

Das Risikomanagement umfasst detaillierte Planungsrechnungen für die Projektentwicklungen der Gesellschaft. Im Zuge der Erstellung der Monatsergebnisse werden "Plan-Ist-Vergleiche" durchgeführt und Abweichungen analysiert, um mögliche Risiken zu erkennen und diesen frühestmöglich entgegenzuwirken. Die wesentlichen Ergebnisse werden im Führungskreis der Geschäftsführung besprochen.

Zu den Risiken zählen unter anderem die nicht vorhandene Preisstabilität für Materialien und die daraus resultierenden Kostensteigerungen in laufenden Projekten, die wenig abgefangen werden können und somit die Wirtschaftlichkeit gefährden. Die Erfassung von Risiken ist ein integraler Bestandteil unserer Unternehmensführung. Ziel des Finanz- und Risikomanagements der Gesellschaft ist die Sicherung des Unternehmenserfolgs gegen finanzielle Risiken jeglicher Art.

Zu den bilanzierten Finanzinstrumenten zählen im Wesentlichen die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten, Forderungen und Verbindlichkeiten aus Lieferung und Leistung und die sonstigen Verbindlichkeiten. Auf Grund des regelmäßigen Berichtswesens sind Liquiditätsschwankungen frühzeitig erkennbar. Die Gesellschaft hält zum Stichtag keine derivativen Finanzinstrumente.

Im Berichtsjahr ist der Ukraine Krieg weiterhin der größte wirtschaftliche Risikotreiber für FNB Festnetzbau GmbH. Die aktuellen Projekte sind durch Einschränkungen aufgrund vom Krieg in Form von Baupreissteigerungen, Lieferengpässen und Verzögerung der Bauzeiten betroffen. Durch die langjährige Erfahrung am Markt im Bereich Fernmeldebau, stufen wir eine Eintrittswahrscheinlichkeit der wirtschaftlichen Risiken für die Projekte als gering ein.

Aufgrund der guten und stabilen Liquiditätslage sowie der gesicherten Finanzierung für die laufende Projekte, bestehen derzeit keine Liquiditätsrisiken.

Es sind insgesamt keine Risiken für die FNB Festnetzbau GmbH erkennbar, die eine Bestandsgefährdung darstellen könnten.

4. Prognosebericht

Mittelfristig ist weiterhin von einer hohen Nachfrage, im Bereich Glasfaserausbau, in der Telekommunikationsbranche auszuzugehen, so dass keine zu großen negativen Beeinflussungen erwartet werden bzw. diese gut abgefangen werden können.

Die Geschäftsführung prognostiziert für das Jahr 2024 einen Jahresüberschuss zwischen 100.000,00 EUR bis 250.000,00 EUR und einen Umsatz zwischen 19 bis 22 Mio. EUR, da für das Jahr 2024 mehrere Projektfertigstellungen und Abrechnungen geplant sind. Aus jetziger Sicht ist erkennbar, dass die prognostizierten Ziele für die aufgeführten Jahre erfüllt wurden.

 

Potsdam, den 30.05.2025

FNB Festnetzbau GmbH

Geschäftsführung

Handelsbilanz

Aktiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Anlagevermögen 2.050.574,00 1.676.738,50
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 224,50 392,50
II. Sachanlagen 2.049.829,50 1.675.826,00
1. technische Anlagen und Maschinen 1.041.978,00 1.066.048,50
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.007.851,50 609.777,50
III. Finanzanlagen 520,00 520,00
B. Umlaufvermögen 10.242.601,96 8.640.592,15
I. Vorräte 8.389.697,32 7.347.816,38
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 1.001.697,05 923.249,48
1. Forderungen gegen Gesellschafter 344,47 341,06
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 344,47 341,06
2. sonstige Vermögensgegenstände 1.001.352,58 922.908,42
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 61.958,43 53.053,49
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 851.207,59 369.526,29
C. Rechnungsabgrenzungsposten 15.187,77 43.944,34
Summe Aktiva 12.308.363,73 10.361.274,99

Passiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Eigenkapital 883.309,04 758.253,06
I. Gezeichnetes Kapital 25.600,00 25.600,00
II. Gewinnvortrag 732.653,06
III. Jahresüberschuss 125.055,98
IV. Bilanzgewinn / Bilanzverlust 732.653,06
davon Gewinn-/Verlustvortrag 568.372,78
B. Rückstellungen 380.235,84 331.997,67
C. Verbindlichkeiten 11.044.818,85 9.271.024,26
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 512.407,12 344.817,19
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 3.409,54 8.572,92
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 508.997,58 336.244,27
2. sonstige Verbindlichkeiten 10.532.411,73 8.926.207,07
davon mit Restlaufzeit bis zu einem Jahr 7.911.245,99 6.495.011,13
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 2.621.165,74 2.431.195,94
Summe Passiva 12.308.363,73 10.361.274,99

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2023 - 31.12.2023
EUR
1.1.2022 - 31.12.2022
EUR
1. Rohergebnis 7.988.558,52 7.986.966,21
2. Personalaufwand 4.055.554,61 3.894.447,94
a) Löhne und Gehälter 3.420.829,63 3.277.513,12
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 634.724,98 616.934,82
3. Abschreibungen 408.158,80 350.329,03
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 408.158,80 346.536,31
b) auf Vermögensgegenstände des Umlaufvermögens, soweit diese die in der Kapitalgesellschaft üblichen Abschreibungen überschreiten 3.792,72
4. sonstige betriebliche Aufwendungen 3.179.525,74 3.178.763,49
5. Erträge aus Beteiligungen 15,32 11,49
6. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 1.289,95 846,23
7. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 67.764,95 52.285,43
8. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 115.865,71 317.717,76
9. Ergebnis nach Steuern 162.993,98 194.280,28
10. sonstige Steuern 37.938,00 30.000,00
11. Jahresüberschuss 125.055,98 164.280,28
12. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 568.372,78
13. Bilanzgewinn / Bilanzverlust 732.653,06

Anhang

Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Der Jahresabschluss wurde nach den Vorschriften der §§ 242 ff. HGB unter der Beachtung der ergänzenden Bestimmungen für mittelgroße Kapitalgesellschaften aufgestellt.

Angaben zur Identifikation der Gesellschaft laut Registergericht

Firmenname laut Registergericht: FNB Festnetzbau GmbH
Firmensitz laut Registergericht: Potsdam
Registereintrag: Handelsregister
Registergericht: Potsdam
Register-Nr.: 6517

Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Erworbene immaterielle Vermögensgegenstände wurden zu Anschaffungskosten angesetzt und, sofern sie der Abnutzung unterlagen, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände linear vorgenommen.

Die Finanzanlagen sind mit den Anschaffungskosten und Anschaffungsnebenkosten bzw. bei dauerhafter Wertminderung mit den niedrigeren, beizulegenden Werten zu bilanzieren.

Die Vorräte werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten oder dem niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Die Herstellungskosten der unfertigen Leistungen wurde - unter Abzug eines geschätzten Gewinnaufschlages von 5-10% - von den erhaltenen Anzahlungen abgeleitet, da die unter dieser Position ausgewiesenen Anzahlungen entsprechend dem Projektfortschritt in Rechnung gestellt werden.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden zum jeweiligen Nennwert oder dem niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Alle erkennbaren Risiken wird durch angemessene, einzeln vorgenommene Abwertungen Rechnung getragen.

Guthaben bei Kreditinstituten sind zum Nennwert bewertet.

Als Rechnungsabgrenzungsposten auf der Aktivseite der Bilanz werden Ausgaben vor dem Stichtag berücksichtigt, soweit sie Aufwendungen für eine bestimmte Zeit nach dem Stichtag darstellen.

Das Eigenkapital wird mit dem Nennbetrag angesetzt.

Die Steuerrückstellungen und die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen und werden in Höhe des Erfüllungsbetrages angesetzt, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist, um alle zum Bilanzstichtag drohenden Verluste und dem Grunde oder der Höhe nach ungewissen Verbindlichkeiten abzudecken. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr sind mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen 7 Geschäftsjahre abgezinst.

Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

Angaben zur Bilanz

Anlagespiegel für die einzelnen Posten des Anlagevermögens

Die Entwicklung der einzelnen Posten sowie die Geschäftsjahresabschreibung ist aus dem Anlagenspiegel zu entnehmen.

Sofortabschreibungen für GWG sind Bestandteil der Gesamtsumme der Jahresabschreibungen und wurden entsprechend erfasst. Sie wurden separat dargestellt, aber in die Gesamtbetrachtung integriert und sind Bestandteil der Gesamtsumme der Abschreibungen.

Anschaffungs- und Herstellungskosten
Stand 01.01.2023
EUR
Zugänge
EUR
Umbuchungen
EUR
Abgänge
EUR
Stand 31.12.2023
EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 5.165,00 5.165,00
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 5.165,00
II. Sachanlagen
1. technische Anlagen und Maschinen 1.618.286,37 187.086,18 7.070,57 1.798.301,98
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.098.885,10 664.737,62 102.584,03 1.661.038,69
Summe Sachanlagen 2.717.171,47 851.823,80 109.654,60 3.459.340,67
III. Finanzanlagen
1. Genossenschaftsanteile 520,00 520,00
Summe Finanzanlagen 520,00 520,00
Summe Anlagevermögen 2.722.856,47 851.823,80 109.654,60 3.465.025,67
Kumulierte Abschreibungen
Stand 01.01.2023
EUR
Abschreibung Geschäftsjahr
EUR
Umbuchungen
EUR
Abgänge
EUR
Stand 31.12.2023
EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 4.772,50 168,00 4.940,50
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 4.772,50 168,00 4.940,50
II. Sachanlagen
1. technische Anlagen und Maschinen 552.237,87 209.742,68 5.656,57 756.323,98
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 489.107,60 198.248,12 34.168,53 653.187,19
Summe Sachanlagen 1.041.345,47 407.990,80 39.825,10 1.409.511,17
III. Finanzanlagen
1. Genossenschaftsanteile 0,00 0,00
Summe Finanzanlagen 0,00 0,00
Summe Anlagevermögen 1.046.117,97 408.158,80 39.825,10 1.414.451,67
Nettobuchwerte
Stand 31.12.2023
EUR
Stand 31.12.2022
EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 224,50 392,50
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 224,50 392,50
II. Sachanlagen
1. technische Anlagen und Maschinen 1.041.978,00 1.066.048,50
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.007.851,50 609.777,50
Summe Sachanlagen 2.049.829,50 1.675.826,00
III. Finanzanlagen
1. Genossenschaftsanteile 520,00 520,00
Summe Finanzanlagen 520,00 520,00
Summe Anlagevermögen 2.050.574,00 1.676.738,50

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen

Der Betrag der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wird mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr ausgewiesen.

Forderungen gegenüber Gesellschafter

Forderungen gegenüber Gesellschaftern betragen 344,47 EUR (VJ: 341,06 EUR) mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr.

Sonstige Vermögensgegenstände

Sonstige Vermögensgegenstände mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr betragen 61.958,43 EUR (VJ: 53.053,49 EUR).

sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen betragen 154.349,00 EUR (VJ: 141.053,78 EUR), die sich wie folgt zusammensetzten:

Rückstellungen für Personalkosten 0,00 €
übrige Rückstellungen 63.349,00 €
Rückstellungen für Abschluss und Prüfungen 90.000,00 €
Gesamtbetrag 154.349,00 €

Die übrigen Rückstellungen in Höhe von 63.349,00 EUR beinhalten Prozesskosten-Rückstellungen für zum Stichtag noch laufende Rechtstreitigkeiten sowie gebildete Rückstellungen für drohende Verluste im Zusammenhang mit einer Folgebetriebsprüfung für die Jahre 2021 und 2022.

Aufgrund von positiven Erfahrungen der vergangenen Wirtschaftsjahre ist keine pauschale Rückstellung für drohende Gewährleistungsaufwendungen gebildet worden.

Verbindlichkeiten

Die Restlaufzeit für die Verbindlichkeiten zum Stichtag können dem Verbindlichkeitsspiegel entnommen werden:

Art der Verbindlichkeit Gesamtbetrag davon mit einer Restlaufzeit von
Euro bis zu 1 Jahr
Euro
1 - 5 Jahre
Euro
> 5 Jahre
Euro
I. Gegenüber Kreditinstituten 512.407,12 3.409,54 508.997,58
Vorjahr 344.817,19 8.572,92 336.244,27
II. Erhaltene Anzahlungen 7.856.903,54 2.106.727,01
Vorjahr 5.221.769,66 3.159.225,31 2.062.544,35
III. Aus Lieferungen und Leistungen 1.468.721,79 1.468.721,79
Vorjahr 2.647.704,05 2.647.704,05
IV. Sonstige Verbindlichkeiten 1.206.786,40 692.347,67 514.438,73
Vorjahr 1.056.733,36 688.081,77 368.651,59
Summe 11.044.818,85 7.914.655,53 3.130.163,32
Summe Vorjahr 9.271.024,26 6.503.584,05 2.767.440,21

In den sonstigen Verbindlichkeiten sind Verbindlichkeiten aus Steuern in Höhe von 166.648,85 EUR (VJ: 434.622,63 EUR) sowie Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheiten in Höhe von 55.724,29 EUR (VJ: 50.126,70 EUR) enthalten.

Sonstige Angaben

Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen

Es liegen zum Bilanzstichtag keine Haftungsverhältnisse vor.

Angabe zu sonstigen finanziellen Verpflichtungen

Der Gesamtbetrag der finanziellen Verpflichtungen beträgt insgesamt 1.590.300,61 EUR. Der Gesamtbetrag setzt sich aus den Leasingverträgen für PKW/ technischen Geräten in Höhe von 1.549.599,42 EUR und der Anmietung von Räumen in Höhe von 40.701,19 EUR zusammen.

Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahrs beschäftigten Arbeitnehmer

Die Angabe der durchschnittlichen Zahl (§ 267 V HGB) der während des Geschäftsjahres beschäftigten Arbeitnehmer beträgt 84,75 (VJ: 85,75).

Die Gruppen bilden sich wie folgt:

sozialversicherungspflichtig Beschäftigte ohne besondere Merkmale: 78,75 (VJ: 81,75)
geringfügig entlohnte Beschäftigte nach §8 Abs. 1 Nr. 1 SGB IV: 6,00 (VJ: 4,00)

Namen der Geschäftsführer

Während des abgelaufenen Geschäftsjahrs wurden die Geschäfte des Unternehmens durch folgende Personen geführt:

Erster Geschäftsführer: Lars Pomerenke, ausgeübter Beruf: Geschäftsführer

Organbezüge

Zur Angabe der Bezüge wurde zutreffend die Schutzklausel § 286 Abs. 4 HGB genutzt.

Honorar des Abschlussprüfers

Als mittelgroße Gesellschaft wird auf die Angaben nach § 285 Nr. 17 HGB verzichtet.

Vorschlag bzw. Beschluss zur Ergebnisverwendung

Die Geschäftsführung beschließt in Übereinstimmung mit den Gesellschaftern die folgende Ergebnisverwendung:

Der Jahresüberschuss in Höhe von 125.055,98 EUR wird auf neue Rechnung vorgetragen.

sonstige Berichtsbestandteile

 

Potsdam/Marquardt, den 30.05.2025

gez. Lars Pomerenke

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 30.05.2025 festgestellt.

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die FNB Festnetzbau GmbH:

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der FNB Festnetzbau GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

• entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

• vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlagen für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt >Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts< unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unser Prüfungsurteil zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fä- higkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Geschäftstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Geschäftstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Geschäftstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erach- tet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Geschäftstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Geschäftstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Geschäftstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Berlin, den 05. Juni 2025

ATC Audit GmbH & Co. KG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Bernhard von Wersebe, Wirtschaftsprüfer

Judith Wuttig, Wirtschaftsprüferin

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