RSM Putz- und Bautechnik GmbH
Selbe AdresseHerstellung von Gipserzeugnissen für den Bau
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Hagen Dipl.-Ing. Hänelt seit 7.7.2020 | Geschäftsführer |
Stephan La Roche seit 27.5.2019 | Geschäftsführer |
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
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Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Wilhelm vom Hofe Drahtwerke GmbHAltenaKonzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2021 bis zum 31.12.2021KonzernlageberichtA. Grundlagen des Konzerns I. Geschäftsmodell des Konzerns 1. Konzernstruktur und Geschäftstätigkeit Die Wilhelm vom Hofe Drahtwerke GmbH, Altena, ist neben ihrer Funktion als Holding auch im Bereich der Produktion von Rippenstreckmetall tätig. Mit ihren sechs Tochtergesellschaften ist der Konzern unter Führung der Wilhelm vom Hofe Drahtwerke GmbH in den Bereichen Drahtzug, Seilerei, Seil- und Hebetechnik, sowie Rippenstreckmetall aktiv. Alle Gesellschaften sind unter der Wilhelm vom Hofe Drahtwerke GmbH gebündelt. Auf diese Weise können wir unter anderem ein zentrales und uneingeschränktes Finanzmanagement für alle Unternehmen des Konzerns durchführen. Die Tochtergesellschaften sind operativ selbständige Gesellschaften, die mit hoher Entscheidungsfreiheit handeln und eigenverantwortlich markt-, standort- und produktbezogene Geschäftsaktivitäten durchführen. Der Unternehmensbereich Draht mit den Standorten Fröndenberg und Altena ist vor allem auf hochwertige Stahl- und Kaltstauchdrahtgüten und -qualitäten ausgerichtet. Unsere Produkte werden in anspruchsvollen Anwendungen eingesetzt. Zu unseren Kunden zählen u. a. Seilereien, Federnhersteller und namhafte Automobilzulieferer. Viele Kunden stellen höchste Qualitäts- und Serviceanforderungen. Im Bereich Seilerei produzieren wir am Standort Bremerhaven hochwertige Chemiefaserseile für die Schifffahrt. Am Standort Hannover werden Feinseile für Nischenanwendungen in den Bereichen technische Webereien, Elektrotechnik, Medizintechnik und Maschinenelemente gefertigt. Im Bereich Seil- und Hebetechnik werden an den Standorten Dortmund, Hannover und Bremerhaven Seile, Anschlag- und Lastaufnahmemittel konfektioniert und Hebezeuge gehandelt. Als Systemanbieter im Bereich Hebetechnik wird zudem ein umfangreiches Dienstleistungsprogramm bis hin zum Kranservice den Kunden angeboten. Zur Kundschaft in diesem Bereich zählen der Transportsektor (Schifffahrt und Hafen), industrielle Großverbraucher als auch mittelgroße und kleinere Endkunden im Inland und in den umliegenden europäischen Nachbarstaaten. In dem Bereich Rippenstreckmetall werden Produkte für den Bausektor hergestellt. Die Artikel werden hauptsächlich als Putzträger oder im Schalungsbereich eingesetzt. Mit den qualitativ hochwertigen Nischenprodukten besetzt die Unternehmensgruppe eine Spitzenposition im Markt. 2. Rechtliche Einflussfaktoren Da die Produktion des Konzerns ausschließlich in Deutschland stattfindet, sind diese und das damit verbundene Geschäft ausschließlich von den hier geltenden rechtlichen Vorschriften beeinflusst. Dazu zählen insbesondere die deutschen Steuervorschriften sowie die Umweltschutzvorschriften Deutschlands und der Europäischen Union. 3. Leitung und Kontrolle a) Geschäftsführung Die Mitglieder der Geschäftsführung werden vom Kuratorium der Erwin-Reinecke-Stiftung bestellt. Die Geschäftsführung vertritt die Gesellschaft, leitet sie und führt ihre Geschäfte in eigener Verantwortung. b) Mitarbeiter Das Engagement, die Qualifikation und die Fähigkeiten unserer Beschäftigten bilden die Grundlage für den Erfolg des Konzerns. Daher ist es unser Ziel, allen Mitarbeitern ein motivierendes, forderndes und gesundes Arbeitsumfeld zu gewährleisten. Unsere Personalarbeit konzentriert sich außerdem darauf, Talente innerhalb der Unternehmensgruppe zu finden und deren Entwicklung zu unterstützen. So legen wir schon seit Jahren Wert darauf, die Belegschaft mit jungen Führungskräften zu besetzen, um die Wettbewerbs- und Zukunftsfähigkeit unter den sich verändernden demografischen Bedingungen zu erhalten. Der Ausbildung von jungen Menschen wird in unserem Unternehmen eine hohe Bedeutung beigemessen. Die Anzahl der Mitarbeiter entwickelte sich in der Gruppe uneinheitlich. Im Berichtsjahr waren im Durchschnitt 164 Personen beschäftigt. 4. Ziele und Erfolgsfaktoren a) Konzernsteuerung, Ziele und Strategien In einem zunehmend von Schnelligkeit und Ungewissheit geprägten Umfeld steht für uns der langfristige Unternehmenserfolg zum Nutzen sämtlicher Stakeholder im Vordergrund. Die Konzernstrategie und die darauf basierenden Entscheidungen sowie daraus resultierende Maßnahmen zielen darauf ab, die auf Selbstbestimmung ausgerichtete Unternehmenspolitik umzusetzen. Das oberste Ziel "Eigenständigkeit durch Profitabilität und Wachstum" bleibt unverändert bestehen. Finanzielle Stabilität und bilanzielle Solidität sind ebenso wesentliche Voraussetzung für unseren langfristigen Erfolg wie die Anpassung unserer Unternehmensgruppe an die Volatilität der maßgeblichen Absatz- und Beschaffungsmärkte. Die antizipierten Belastungen aus der Energie- und Klimapolitik sowie die demografischen Veränderungen in unserer Gesellschaft sind wesentliche Faktoren. Unsere erste Führungsebene hat diese Herausforderungen frühzeitig erkannt und aufgegriffen. Zu diesen Herausforderungen zählen das KVP (kontinuierliche Verbesserungsprogramm) und die Kostensenkungsbestrebungen, aber auch die Maßnahmen zur Erhöhung der Energie- und Ressourceneffizienz. Ziel ist es, die Voraussetzungen dafür zu schaffen, dass unsere Unternehmen noch schneller, effektiver und kundenorientierter agieren, um Marktchancen besser nutzen zu können. Die entsprechenden Maßnahmen werden in der ersten Führungsebene beschlossen und deren Umsetzung permanent überprüft. b) Führungs- und Steuerungsinstrumente Wir streben eine nachhaltige und kontinuierliche Steigerung unserer Wettbewerbsfähigkeit an. Dazu setzt der Konzern neben dem Führen nach Zielen und regelmäßiger Überprüfung der Zielerreichung bzw. des Zielerreichungsgrades auf folgende Steuerungsinstrumente: Kontinuierliches Verbesserungsprogramm (KVP) Um die Wettbewerbsfähigkeit des Konzerns nachhaltig zu gewährleisten, betrachten wir es als permanente Managementaufgabe, alle Prozesse kontinuierlich zu optimieren. Besonderes Augenmerk legen wir auf das systematische und konsequente Erschließen vorhandener Potenziale in sämtlichen Unternehmensbereichen. Zur Unterstützung haben wir bereits vor Jahren konsequent das KVP als einheitliches Managementinstrument in der Unternehmensgruppe eingeführt. Dieses Instrument unterstützt bei der systematischen Erarbeitung von Verbesserungsmöglichkeiten und dient zur Optimierung aller Prozesse in unserer Unternehmensgruppe. Mithilfe von geschultem Personal werden im Zuge der Gesamtprozessbetrachtung sowie der Gesamtkostenbetrachtung Veränderungspotentiale ermittelt, bewertet und vom jeweiligen KVP-Team in Abfolge der Priorität umgesetzt. Alle Mitarbeiter werden aktiv in den KVP-Prozess eingebunden. Jeder Arbeitsplatz und jeder Mitarbeiter der Gruppe wird regelmäßig auditiert, das Arbeitsumfeld bewertet und mögliche Verbesserungspotentiale aufgedeckt. Dieser Kreislauf ist wesentlicher Bestandteil einer selbstlernenden Organisation. Nur wer ständig und stetig Erreichtes erneut in Frage stellt, kann aus guten Abläufen bessere machen. Ein solcher Regelkreis wird die Zukunftsfähigkeit des Konzerns nachhaltig verbessern und das Erreichen der Ziele Profitabilität, Stabilität sowie organisches und anorganisches Wachstum stützen. Die für solche Prozesse und damit einhergehende Veränderungen notwendige Motivation der Mitarbeiter erreicht die Gruppe über einen kooperativ geprägten Führungsstil sowie Aufklärung jedes einzelnen Mitarbeiters über die Ziele des jeweiligen Einzelunternehmens und die Gruppenziele. Gezielte Regelkommunikation auf allen Ebenen rundet den kontinuierlichen Verbesserungsprozess ab. Energieeffizienzprogramm (EEP) Dieses Programm, angestoßen durch die Geschäftsführung im Jahr 2014, hat das konsequente Einsparen von Ressourcen zum Ziel. Da die Maßnahmen zur Energieeinsparung vielfältig sind und wir in der Gruppe überdies eine Tochtergesellschaft besitzen, welche zu den energieintensiven Unternehmen zählt, ist es die vorrangige Aufgabe des Managements und jedes einzelnen Mitarbeiters, Energiekosten zu sparen. Das eingeführte Energiemanagementsystem nach DIN EN ISO 50001 unterstützt die Einsparbemühungen. Die Ergebnisse aus dem EMS bei der Tochtergesellschaft Fröndenberger Drahtwerk GmbH werden auf die Möglichkeit der Übertragung auf andere Tochtergesellschaften geprüft. Investitionsprogramm Im Rahmen der Budgetplanung werden für alle Unternehmen durch die Fachbereiche die erforderlichen Instandhaltungs- Instandsetzungsmaßnamen / Retrofits sowie Neuinvestitionen geplant, systematisch angegangen und gemeinsam mit der Technischen Leitung, der Leitung Finanzen und Controlling und der Geschäftsführung abgestimmt. Zielsetzung ist dabei, die Produktqualität und die Fertigungstechnik auf den aktuellen Stand der Technik zu setzen und zu halten und somit nachhaltig die Wettbewerbsfähigkeit und Wirtschaftlichkeit der Unternehmensgruppe sicherzustellen. 5. Strategie Die Wilhelm vom Hofe Drahtwerke GmbH entwickelte sich auch im Geschäftsjahr 2021 strategisch weiter, fokussiert auf die Unternehmensbereiche Drahtzug, Seilereien und Seil- und Hebetechnik. Die damit verbundenen Ziele können wir folgendermaßen klassifizieren: Interne Ziele Stetiges Optimieren der Produkt-Qualität Erhöhen der Produktivität und Ressourceneffizienz Fortlaufende Kostensenkung, konsequentes Eliminieren von Engpässen Rekrutierung von hochqualifizierten neuen Mitarbeitern Standortkonsolidierung Externe Ziele Umsatzsteigerung in unseren Kerngeschäftsfeldern Erhöhung der Rohertragsquoten Ständige Überprüfung und Optimierung unserer Bezugsquellen Ergänzen / Erweitern des Produktionsprogramms Erweiterung des Betrachtungsumfelds auf den europäischen Markt und in Teilbereichen darüber hinaus. Erhöhung des Exportanteils in den Einzelunternehmen II. Forschung und Entwicklung Sämtliche im Konzern zusammengeschlossenen Gesellschaften sind im Rahmen ihrer jeweiligen Geschäftstätigkeit stetig dabei, den sich wandelnden Produkt- und Marktanforderungen gerecht zu werden und diesen mit innovativen Produkt- und/oder Verfahrensmodifikationen, -adjustierungen und -entwicklungen zu begegnen. Eine separate Abteilung für das Gebiet Forschung und Entwicklung besteht nicht. Soweit möglich, sind einzelne Unternehmen an externen Forschungs- und Entwicklungsprojekten beteiligt. B. Wirtschaftsbericht 1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen a) Globale wirtschaftliche Rahmenbedingungen Die nachfolgenden Informationen stammen im Wesentlichen aus diesen Quellen: Geschäftsbericht 2021, Salzgitter AG Bericht 2021, BMW Group Vermerk über die Aussprache im Fabrikationsdrahtkreis "Kaltstauchdrähte", Dez 2021 ESV - Eisendraht- und Stahldrahtvereinigung e.V. Unterlagen Fabrikationsdrahtkreis "Kaltstauchdrähte", Mai 2022 ESV - Eisendraht- und Stahldrahtvereinigung e.V. www.stahlonline.de Zentralverband Deutsches Baugewerbe, www.zdb.de https://strom-report.de/strompreise/strompreisentwicklung https://gas.preisvergleich.de/info/21/gaspreisentwicklung ifw - Kieler Konjunkturberichte Deutschland Nr. 89 Auch im Jahr 2021 beeinflusste die COVID-19-Pandemie die Weltwirtschaft. Regional blieb die Entwicklung unterschiedlich: So setzte die wirtschaftliche Erholung in Europa später als in Nordamerika ein, reichte dafür aber bis weit in das Sommerhalbjahr hinein, während in Nordamerika ab dem dritten Quartal auch pandemiebedingt erste Abkühlungstendenzen verzeichnet wurden. Die Schwellenländer hatten das Vorkrisenniveau deutlich früher überschritten, vor allem aufgrund der raschen Erholung Chinas. Im Zuge der kräftigen Erholung der Industrieproduktion im Winterhalbjahr 2020/2021 entwickelten sich allerdings für viele Rohstoffe, Vor- und Fertigprodukte Angebotsengpässe, insbesondere für Halbleiter, die konjunkturdämpfend wirkten. Insgesamt rechnet der Internationale Währungsfonds (IWF) für das Jahr 2021 dennoch mit einer Wachstumsrate der Weltwirtschaft um 5,9 % (2020: - 3,1 %). (Quelle: Geschäftsbericht 2021 Salzgitter AG) Die Eurozone verzeichnete zu Beginn des Jahres aufgrund der zweiten und dritten Infektionswelle und der damit einhergehenden Einschränkungen noch rezessive Tendenzen. Die regionalen Unterschiede waren dabei enorm und reichten von einer Kontraktion in Deutschland über Stagnation in Frankreich und eine minimale Expansion in Italien bis hin zu einem kräftigen Wachstum in Irland. Erst im zweiten Quartal setzte dann eine flächendeckende, kräftige Erholung ein, die bis in den Spätsommer anhielt. Die ab Frühjahr auftretenden Unterbrechungen von Versorgungsketten - vor allem von Halbleitern - beeinflussten dabei die Erholung des produzierenden Gewerbes sukzessive. Ab Herbst stiegen die Infektionszahlen wieder an und bremsten die Konjunkturdynamik. Der IWF kalkuliert für das Gesamtjahr 2021 5,2 % Wirtschaftswachstum im Euroraum (2020: - 6,4 %). (Quelle: Geschäftsbericht 2021 Salzgitter AG) Auch in Deutschland erholte sich die Wirtschaft ab dem Frühjahr 2021, nachdem die zweite Pandemiewelle und die hieraus notwendig gewordenen Einschränkungen im Winter 2020/2021 noch zu einer Verringerung der Wirtschaftsleistung geführt hatten. Der Aufschwung im Sommerhalbjahr wurde vom Dienstleistungssektor getragen, welcher von den allmählichen Corona-Öffnungen im Frühsommer profitierte und seine Umsätze wieder spürbar steigern konnte. Das verarbeitende Gewerbe konnte die kräftige Erholung des Dienstleistungsbereiches nicht spiegeln, da Lieferengpässe bei wichtigen industriellen Vorprodukten die Wertschöpfung trotz nahezu ununterbrochen gestiegener Auftragseingänge schrumpfen lies. Auch der Handel und das Baugewerbe wurden bei ebenfalls sehr robuster Nachfrage von Lieferschwierigkeiten zum Jahresende hin beeinträchtigt. IWF und Statistisches Bundesamt weisen fur die deutsche Volkswirtschaft 2021 insgesamt 2,7 % Wachstum aus (2020: - 4,6 %). (Quelle: Geschäftsbericht 2021 Salzgitter AG) Drahtindustrie: Das Jahr 2021 war für die Drahtindustrie ein bewegtes Jahr mit vielen Höhen und Tiefen, die sich in vielen Betrieben abspielten. Eines der aktuell großen Probleme in den Betrieben ist der Umgang mit der 3G-Regelung auf dem Betriebsgelände. Hier sind die Betriebe teilweise sehr unterschiedlich aufgestellt. Die umfassenden Testungen schlagen sich bei den Unternehmen auch in einem hohen Krankenstand nieder. Dazu bleiben offensichtlich einige Arbeitnehmer auch bei leichtesten Erkältungssymptomen gerne zuhause. Nahezu die gesamte Branche leidet zudem unter den hohen Energiepreisen, die kontinuierlich in immer neue Höhen steigen. Aus diesem Grund und im Zusammenspiel mit den hohen Vormaterialkosten scheint man in einigen Abnehmersektoren nunmehr eher bereit zu sein, Preisgleitklauseln zu akzeptieren. In den Automobilwertschöpfungsketten ist diese Gestaltungsmöglichkeit hingegen wohl noch nicht auf Akzeptanz getroffen. Gerade aus dem Bereich der Kaltstauchdrähte berichten viele Betriebe von Problemen beim Wiederaufbau nach der verheerenden Flut am 14. Juli 2021. Hier hat es viele Betriebe aus dem Märkischen Kreis im Hagener Land hart getroffen. Seitens der Politik war nach den vielen zunächst vollmundigen Versprechen viel mehr Unterstützung erhofft worden. Für den Produktbereich "Kaltstauchdraht" war es für die gesamte Branche bis zur Hochwasserkatastrophe ein sehr gutes Jahr mit insgesamt hohen Auftragseingängen und stark ausgelasteten Abnehmersektoren. Bis zum Ende des Jahres konnte die Branche daher auch bei zuletzt wegen fehlender Halbleiter leicht sinkender Nachfrage die hohen Auftragsbestände weitestgehend halten. Für das kommende Jahr sind die Prognosen uneinheitlich. Während einige Abnehmersektoren positiv in das Jahr 2022 blicken, mit einem etwas schwächeren ersten Quartal und dann weiterer Erholung, sind die Vorhersagen in anderen Bereichen eher verhalten und pessimistisch. Es bleibt auch abzuwarten, ob die verlängerten Antidumpingzölle auf Schrauben einen positiven Effekt haben werden. Durch die hohen Vormaterial- und Produktionskostensteigerungen bei z.B. Energie, Wasserstoff, Stickstoff sind mögliche Insolvenzen in den Abnehmersektoren ein Thema geworden. Auch in Tschechien, in Spanien und in Benelux ähneln sich die Märkte mit einer starken Nachfrage und hohen Auftragsbeständen. Und auch in diesen Ländern haben sich die Produktionskosten wie Energie, Hilfs- und Betriebsstoffe oder Transport spürbar verteuert. In manchen Ländern kommt es aufgrund längerer Lieferzeiten bereits zu ersten Sorgen mit Blick auf die Walzdrahtverfügbarkeit. (Quelle: Vermerk über die Aussprache im Fabrikationsdrahtkreis "Kaltstauchdrähte", Dez 2021 ESV - Eisendraht- und Stahldrahtvereinigung e.V.) Seil - und Hebetechnik: In 2021 hat sich der Markt für Seil- und Hebetechnik nach Corona im Vergleich zu 2020 merklich erholt. Allerdings wurde - wie in anderen Bereichen auch - die zeitweise erfreuliche Belebung durch die Störung der weltweiten Lieferketten wieder eingebremst. Die Unternehmen sind sowohl als klassische Drahtseilkonfektionäre als auch in Nischenmärkten aktiv. Es werden Produkte für die Schifffahrt, Hafenumschlag, Transport, Stahlwerke, techn. Webereien, Medizintechnik, Elektrotechnik und Maschinenbau gefertigt. Hinzu kommen noch textile Anschlag- und Zurrmittel. Im Bereich Festmacher für die Schifffahrt beliefern wir primär in den skandinavischen Markt. Hier wurden vermehrt ROPAX Schiffe aus dem Dienst genommen. Ausschlaggebend hierfür waren die gestörten Warenströme und der Wegfall von Passagieren. Somit wurde kein Tauwerk benötigt und der Umsatz ist komplett weggefallen. Die Containerschifffahrt hat zu Beginn der Corona Pandemie ebenfalls stark gelitten. Schiffe lagen auf Reede oder im Hafen und durften nicht betreten werden. Der Bedarf ist in diesen Fällen komplett verloren gegangen. Ausschreibungen von Drahtseilen haben sich Aufgrund der Corona Pandemie verschoben. Projekte wurden erst einmal zurückgestellt oder wurden nicht mehr realisiert. Im Bereich Feinseile war der Geschäftsverlauf zufriedenstellend, Aufgrund der noch anhaltenden Auswirkungen der Coronakrise hatten einige unserer großen Kunden speziell im Bereich Webereien und Elektrotechnik über das Jahr einen geringen Bedarf, was sich im Gesamtumsatz widerspiegelt. Weiterhin machten sich die stark steigenden Rohstoffpreise auf das Bestellverhalten unserer Kunden und somit unseren Umsatz negativ bemerkbar. Die Auftragsdurchlaufzeiten erhöhten sich beträchtlich, da die Lieferzeiten für Vormaterial infolge des Lockdowns in der Coronakrise deutlich anstiegen. Dies wirkte sich ebenfalls negativ auf die Umsatzentwicklung aus. Positiv anzumerken in diesem Zusammenhang - aufgrund des Ausfalls von Lieferquellen in Asien orientieren sich die industriellen Verbraucher wieder stärker in Europa und auch Deutschland. Dieser Trend hält momentan noch an. Das Geschäft mit konfektionierten Drahtseilen wurde durch steigende Stahlpreise und schlechte Verfügbarkeit von Drahtseilen erschwert. Trotz dieser schwierigen Rahmenbedingungen konnte der Umsatz in diesen Bereichen geringfügig steigert werden. Bauindustrie: Die Bauunternehmen haben im März einen Umsatz von ca. 8,6 Mrd. Euro erzielt. Das ist eine nominale Steigerung um ca. 15%, real also preisbereinigt bedeutet dies eine Steigerung um nur gut ein Prozent. Hier schlagen die gestörten Lieferketten infolge des Ukraine-Krieges ebenso zu Buche wie die immens steigenden Materialpreise - insbesondere bei Stahl und Erdölprodukten. So lag der Erzeugerpreisindex im März für Dieselkraftstoff um ca. 67%, bei Betonstahl um ca. 60% und Dämmmaterial um ca. 40% über dem Vorjahresniveau. Aber auch mineralische Baustoffe kommen mittlerweile in die Sogwirkung der Preisentwicklung. Steigende Energiepreise verteuern hier die Herstellung von Zement und Beton. Die Bauunternehmen haben Mühe, Material zu ordern und die Preisentwicklung in den Kalkulationen nachzuhalten. (Quelle: Zentralverband Deutsches Baugewerbe, www.zdb.de) b) Beschaffung Entwicklung Stahlmarkt Das Jahr 2021 war von der Erholung der Weltwirtschaft nach dem ersten Pandemiejahr geprägt. Dennoch verlief die wirtschaftliche Erholung uneinheitlich und war insbesondere im zweiten Halbjahr von der sich verstärkenden Knappheit vor allem bei Halbleiterprodukten gekennzeichnet. Im ersten Halbjahr zeigte sich eine starke Nachfrage bei nahezu allen Stahlprodukten. Ausgelöst wurde diese von abgesenkten Beständen während der Kurzarbeitsphasen im Vorjahr und einem unerwartet schnellen Anstieg der Produktion in zahlreichen Kundenbranchen. Dieser Effekt verlief global in vielen Ländern parallel. Die daraus entstandenen Versorgungsängste führten zu Preissteigerungen bei allen Stahlprodukten. In der zweiten Jahreshälfte entspannten sich die Lieferketten im Bereich Stahl dank der rasch angefahrenen Produktion wieder, auch weil Versorgungsengpässe - insbesondere bei Chips und Halbleitern - die Produktion und damit die Abrufe der Automobilhersteller immer wieder stoppten. Die unterschiedlichen Corona-Wellen, die alle Teile der Welt, wenn auch zu unterschiedlichen Zeitpunkten, trafen, hatten dabei weniger Einfluss auf die Weltwirtschaft als noch im Vorjahr. Lediglich die Unterbrechung von Lieferketten im internationalen Handel und des Schiffsverkehrs - beispielsweise wurden in China im Rahmen der Null-COVID-Strategie bereits bei einzelnen Infektionsfallen ganze Seehafen geschlossen - brachte die betroffenen Wirtschaftszweige immer wieder aus dem Tritt. (Quelle: Geschäftsbericht 2021 Salzgitter AG) Entwicklung Energiekosten Strompreisentwicklung: Die Strompreise in Deutschland sind im April 2022 auf den Rekordwert von 37,14 Cent pro Kilowattstunde gestiegen. Den größten Einfluss auf die Strompreisentwicklung 2022 haben die Börsenstrompreise, die CO 2-Abgabe und die EEG-Umlage. Die Umlage wird zum 01.Juli abgeschafft, was eine Entlastung für private Haushalte von 4,4 Cent auf 32,7 Cent pro Kilowattstunde bringt. Doch die beiden anderen Kostenblöcke steigen rasant, weshalb im Jahresverlauf weiter steigende Strompreise auf deutsche Haushalte und Unternehmen zukommen. Fast alle Energieversorger haben bereits Preisanpassungen vorgenommen oder angekündigt. In den für 2022 angekündigten Fällen [1.315] haben sich die Preise um durchschnittlich 25% erhöht. Wegen der extrem gestiegenen Strompreise an der Börse wird es in diesem Jahr eine zweite Preiserhöhungsrunde noch im Sommer geben. Bereits für Juni wurden für rund drei Millionen Haushalte Preiserhöhungen um durchschnittlich 19% angekündigt. Obwohl im Juli die EEG-Umlage gestrichen wird, haben bisher nur 17 Versorger Preissenkungen angekündigt. (Quelle: https://strom-report.de/strompreise/strompreisentwicklung) Gaspreisentwicklung: Die an der Energiebörse in Leipzig gehandelten Gas-Beschaffungspreise haben sich seit dem Sommer 2021 nahezu verdoppelt. Die Gründe hierfür sind die hohe Gasnachfrage aus Fernost, die konjunkturbedingte Nachfrage und die Corona-bedingte Gasknappheit, die auch zum Jahreswechsel 2021/ 2022 immer noch anhielt. Die seit Januar 2021 eingeführte CO 2-Bepreisung von zunächst 25 Euro/Tonne CO 2, stieg ab Januar 2022 auf 30 Euro/Tonne CO 2. Wie die Ukraine-Krise zeigte, ist die Gaspreisentwicklung auch von politischen Unruhen betroffen. So stammen die deutschen Gasimporte vorwiegend aus der GUS, Norwegen und den Niederlanden. Da es bei der Ukraine-Krise zum Konflikt zwischen Russland und der EU kam, herrschte die Befürchtung, dass die GUS ihre Gaslieferungen als Druckmittel gegen die EU und damit auch Deutschland verwendet. Die Energiebörsen reagierten entsprechend, was sich in der Anpassung des Gaspreises niederschlug. Daher ist heute schon klar, wie sich die Gaspreise in 2022 weiter entwickeln werden. Die Preise steigen auch weiterhin. Die Kosten tragen die privaten Haushalte und Gewerbe. (Quelle: https://gas.preisvergleich.de/info/21/gaspreisentwicklung/) c) Absatzstrukturen Die Konzernunternehmen unterhalten vielfältige Lieferbeziehungen zu in- und ausländischen Kunden unterschiedlicher Branchen, deren Konjunkturzyklen sich phasenverschoben, teilweise sogar genau gegenläufig entwickeln. Insofern fällt der Steuerung der Absatzstrukturen eine wichtige Rolle zu. Die Produktion erfolgt in der Gruppe weitestgehend kunden- und auftragsbezogen. Während in der Vergangenheit ein Großteil der Lieferungen an längerfristige Lieferzeiten gekoppelt war, werden nunmehr vermehrt Aufträge mit deutlich kürzeren Lieferfristen in Auftrag gegeben. 2. Geschäftsverlauf im Konzern Im Geschäftsjahr 2021 konnte der Konzern trotz der COVID-19 Pandemie und des Hochwasserschadens am 14.07.2021 in Altena ein deutliches Umsatzwachstum generieren. Der Umsatz 2021 lag mit TEUR 39.879 ca. 26% über dem Vorjahr (TEUR 31.618). Ein Teil des Umsatzwachstums ist auch durch die steigenden Rohstoffpreise begründet. Die positive Umsatzentwicklung spiegelte sich in allen Absatzgebieten wider. Im Bereich Drähte stieg er deutlich auf TEUR 27.548 (VJ: 20.214 TEUR). Die Sparten Feinseilerei, Festmacher sowie Seil- und Hebe Technik zeigten mit einem Umsatz von TEUR 10.631 (VJ: TEUR 10.347) ebenfalls eine leicht positive Entwicklung. Auch In den Bereichen Rippenstreckmetalle und sonst. Erlöse lagen die Umsätze über dem Vorjahresniveau TEUR 2.661 (VJ: TEUR 1.858). Der Inlandsumsatz liegt mit TEUR 31.100 klar über dem Niveau des Vorjahres (TEUR 24.536). In den EU- und den Drittländern war eine positive Entwicklung des Umsatzes auf TEUR 8.780 (VJ: TEUR 7.082) zu verzeichnen. Die Umsatzprognose aus dem letzten Jahresbericht konnten wir damit erfreulicherweise einhalten. Die Kosten für das operative Geschäft sind aufgrund der besseren Auslastung im Berichtsjahr wieder gestiegen. Die Verbindlichkeiten sind in einem größeren Umfang als das Eigenkapital gestiegen. Die Eigenkapitalquote reduzierte sich auf 37,7 % und bildet auch zukünftig eine stabile finanzielle Basis. Trotz der starken Beeinträchtigung durch das Hochwasserereignisses in Altena liegt das operative Ergebnis mit TEUR 839 deutlich über dem des Vorjahres. Das Jahresergebnis stieg auf TEUR 412. Der geringere Anstieg ist im Wesentlichen durch die Auswirkungen des Hochwasserschadens begründet. 3. Lage des Unternehmens a) Vermögenslage Die Bilanzsumme erhöhte sich im Vorjahresvergleich um TEUR 4.412. Die Steigerung betrifft alle Bilanzpositionen: Anlagevermögen (+ TEUR 167), Vorräte (+ TEUR 2.971), Forderungen (+ TEUR 933) und sonst. Vermögensgegenständen (+ TEUR 190). Das Eigenkapital ist durch das positive Ergebnis um TEUR 412 gestiegen. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind um TEUR 1.718 gestiegen. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen erhöhten sich um TEUR 1.958. Die Investitionen wurden hauptsächlich in den Bereichen Drahtzug und Seilereien getätigt. Die Zugänge zum Anlagevermögen betrugen insgesamt TEUR 1.251. Davon entfielen auf die Bereiche Maschinen ca. TEUR 685, Grundstücke u. Gebäude ca. TEUR 30, geleistete Anzahlungen und Anlagen in Bau ca. TEUR 280 und auf die restlichen Anlagen noch einmal TEUR 256. Neben den Ergänzungsinvestitionen ging es vornehmlich um die Leistungssteigerung unserer Anlagen. Die Anlagendeckungsgrade I und II liegen mit 161 % bzw. 212 % jeweils jenseits der 100 % und dürften somit ebenfalls ein Indikator für die finanzielle Stabilität des Konzerns sein. Das Umlaufvermögen erhöhte sich um TEUR 4.245. Dabei sind die Vorräte (TEUR 2.971), die Forderungen (TEUR 932), die sonst. Vermögensgegenstände (TEUR 278) und die Flüssigen Mittel (TEUR 65) gestiegen. Der Umschlag der Vorräte lag mit 4,9 leicht über dem Vorjahr. Das Nettoumlaufvermögen, also der Betrag, um den das kurzfristig gebundene Vermögen die kurzfristigen Verbindlichkeiten und Rückstellungen übersteigt, konnte wieder verbessert werden und liegt mit TEUR 9.370 weiterhin auf einem vergleichsweise ordentlichen Niveau. Die Eigenkapitalquote verringerte sich im Vorjahrsvergleich von 41,7 % auf nunmehr 37,7 %. Sie liegt dabei nach wie vor in einem sehr zufriedenstellenden Bereich. Die Rückstellungen sind in Summe gegenüber dem VJ um TEUR 202 gestiegen. Der relative Anteil des kurzfristigen Fremdkapitals erhöhte sich von 46 % im Vorjahr auf 50 % in 2021. b) Finanzlage Der Mittelabfluss aus laufender Geschäftstätigkeit betrug TEUR -418 (2020: TEUR 1.882). Hinzu kamen Abflüsse durch Investitionstätigkeit in Höhe von TEUR 1.237 und aus Tilgungen in Höhe von TEUR 613. Unter Berücksichtigung der zusätzlichen Kreditaufnahme in Höhe von TEUR 580 ergibt sich eine zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelfonds von TEUR -1.688. Hinsichtlich der einzelnen zahlungswirksamen und zahlungsunwirksamen Veränderungen verweisen wir auf die Kapitalflussrechnung im Konzernanhang. Unsere Finanzlage ist als gut und gesichert zu bezeichnen. Unser Finanzmanagement ist darauf ausgerichtet, Verbindlichkeiten innerhalb der Zahlungsfristen zu begleichen und Forderungen innerhalb der Zahlungsziele zu vereinnahmen. Diese Ziele wurden erreicht. Zugesagte Kreditlinien werden in der Regel nicht vollumfänglich ausgenutzt. c) Ertragslage Neben den Auswirkungen der Corona Pandemie, wurde am 14.07.2021 unsere Lagerfläche sowie die Produktionsanlagen durch das Hochwasser in Altena stark beschädigt. Erst nach einer 3-Monatigen Reparaturzeit konnte auch die letzte Anlage ihren Betrieb wieder aufnehmen. Der Umsatz in Höhe von TEUR 39.879 lag deutlich über dem des Vorjahres (TEUR 31.618). Ein Teil des Anstieges wurde durch die im Laufe des Jahres gestiegenen Rohstoffpreise verursacht. Die Werte lagen in allen Unternehmen und Absatzgebieten über dem Niveau des Vorjahres. Im Bereich Drähte stieg er auf TEUR 27.548 (VJ: TEUR 20.214). In den Sparten Seile, Hebe- und Sicherungstechnik erhöhte er sich auf TEUR 10.631 (VJ: TEUR 10.347). In den Bereichen Rippenstreckmetalle und sonst. Erlöse konnten die Umsätze auf TEUR 2.661 gesteigert werden (VJ: TEUR 1.858). Der Inlandsumsatz liegt mit TEUR 31.100 deutlich über dem Niveau des Vorjahres (TEUR 24.536). Auch in den EU- und den Drittländern war eine positive Entwicklung des Umsatzes auf TEUR 8.780 (VJ: TEUR 7.082) zu verzeichnen. Wir erzielen mit den stärksten 64 Kunden ca. 75 % des Umsatzes. Mit den ersten 7 Abnehmern dieser Gruppe erreichen wir einen Anteil von ca. 25 %. Im Bereich Draht gab es ab dem 2. Quartal eine deutliche Belebung des Marktes. Der Hochwasserschaden in Altena und die damit verbundenen Produktionsausfälle hatten hingegen negative Auswirkungen auf den möglichen Absatz. In Altena konnte während der 3-monatigen Reparaturphase nicht oder nur in sehr geringem Maße Produziert werden. In den Bereichen der Seil- und Hebetechnik konnten wir ebenfalls eine leichte Erholung des Marktes erkennen. Die zunehmende Störung der weltweiten Lieferketten hat im letzten Quartal dazu geführt, dass vermehrt Transportschiffe in unseren Hauptabsatzgebieten stillgelegt wurden. Bei den Feinseilen konnte der rückläufige Auftragseingang von den Webereien dadurch kompensiert werden, dass industrielle Verbraucher wieder verstärkt in Europa und Deutschland eingekauft haben. Im Bereich Rippenstreckmetall konnten wir wie im letzten Jahr von der hohen Zahl der Altbausanierungen profitieren. Bei den übrigen Kunden, wie Automobilzulieferern, Maschinenbauern, Baustoffproduzenten, Kabel- und Elektroindustrie, etc. haben sich unsere Umsätze mit der Geschäftsentwicklung unserer Geschäftspartner entwickelt. Die Materialaufwandsquote bezogen auf die Betriebsleistung lag mit 61,9 % über dem Vorjahresniveau. Verbunden mit der Umsatzsteigerung liegt der Rohertrag mit TEUR 15.760 über dem Vorjahr (TEUR 12.609). Der Personalaufwand ist durch die wesentlich bessere Auslastung in den Betrieben gegenüber dem Vorjahr auf TEUR 9.680 gestiegen (TEUR 1.228). Die planmäßigen Abschreibungen sind in den meisten Bereichen auf einen Wert von TEUR 1.083 gefallen. Der sonstige Betriebsaufwand ist im Vorjahresvergleich durch die Verbesserung der Auslastung in allen Bereichen auf TEUR 4.276 gestiegen. Das Betriebsergebnis verbesserte sich auf nunmehr TEUR 839. Das Finanzergebnis konnte auf TEUR -139 verbessert werden. Das neutrale Ergebnis beläuft sich auf TEUR -315 (TEUR -304 im Vorjahr). Den neutralen Erträgen in Höhe von TEUR 754 (Versicherungserstattungen Hochwasserschaden, Rückstellungen, Wertberichtigungen, Abgang aus dem Anlagevermögen) standen außerordentliche und periodenfremde Aufwendungen in Höhe von TEUR 1.069 (Kosten für die Beseitigung des Hochwasserschadens, Forderungsausfälle, Beratungskosten, periodenfremde und a.o. Aufwendungen) gegenüber. Das Konzernjahresergebnis ist mit TEUR 412 deutlich besser als im Vorjahr (Vorjahr TEUR -1.093). 4. Finanzielle Leistungsindikatoren Wir ziehen für unsere interne Konzernsteuerung die Kennzahlen Umsatz pro Mitarbeiter, Umsatzrendite, Cashflow, Cashflow-Umsatzrendite, EBIT, EBIT-Marge, EBITDA, EBITDA-Marge, Umschlagshäufigkeit der Vorräte und die Eigenkapitalquote heran. Die Berechnung erfolgt nach den allgemeinen Grundsätzen der Betriebswirtschaftslehre. Hier eine Auswahl der Indikatoren:
Der Umsatz ist wie bereits unter 3.c) berichtet auf nunmehr TEUR 39.879 angewachsen. Mit der besseren Auslastung sind auch die wesentlichen Kosten wieder gestiegen. Dennoch konnte das Betriebsergebnis mit TEUR 839 gegenüber dem Vorjahr deutlich verbessert werden. Trotz des positiven Jahresergebnisses, haben die gegenläufigen Auswirkungen in den Bereichen Vorräte, Forderungen, Verbindlichkeiten a. L+L sowie Investitionen, zu einer zahlungswirksamen Veränderung des Finanzmittelfonds TEUR -1.688 geführt. Unsere wirtschaftliche Lage kann vor dem Hintergrund unserer soliden finanziellen Basis und unserer Eigenkapitalausstattung insgesamt als sehr zufriedenstellend bezeichnet werden. 5. Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren a) Kundenbelange Unsere Kunden sind in unterschiedlichen Bereichen tätig. Zu den Hauptkunden zählen u. a. die Automobilzulieferer, Seil- und Federnindustrie, Fahrradhersteller, Werften, Hafenbetreiber, Erdölindustrie, Fischerei, Metallwebereien, Elektrotechnik, Maschinenbau, Baustoffhändler bis hin zu Medizintechnik und Schmuckindustrie. Die meisten Kunden sind in Deutschland oder der EU ansässig. Wir haben aber auch Kunden in den USA, Canada und Asien. Mit unseren Abnehmern haben wir gute und lange Geschäftsbeziehungen. b) Umweltbelange Wir alle - Unternehmen wie Privatpersonen - sind verantwortlich für unsere Umwelt und legen mit unserem heutigen Handeln fest, in welchem Zustand nachfolgende Generationen die Umwelt zukünftig vorfinden werden. Ein effizienter Einsatz von Rohstoffen und Energie sowie die Reduktion von Emissionen sind daher wesentlicher Bestandteil unseres Handelns. Bei allen Investitionen prüfen wir auch, ob wir in diesem Zusammenhang die evtl. Umweltbelastungen verringern und/oder die Energieeffizienz verbessern können. Seit 2006 ist unser Unternehmen Vom Hofe Kaltstauchdraht GmbH erfolgreich gemäß der ISO 14001 zertifiziert. c) Arbeitnehmerbelange Die Anzahl der Mitarbeiter betrug im Ø des Jahres164. Um auch langfristig den Bedarf an Fachkräften zu sichern, bieten wir trotz der wirtschaftlich schwierigen Rahmenbedingungen in unseren Unternehmen auch Ausbildungsmöglichkeiten an. So hatten wir in diesem Jahr 4 gewerbliche und 3 kaufmännische Auszubildende. Ziel der Ausbildung ist es, Schulabgängern den Berufseinstieg zu ermöglichen, sie bei der Entdeckung sowie Entfaltung ihrer Talente zu fördern und sie so zu entwickeln, dass sie nach Abschluss ihrer Ausbildung eine vakante Stelle in unserem Unternehmen übernehmen können. Der internen Aus- und Weiterbildung wird in den kommenden Jahren mehr Aufmerksamkeit gewidmet und soll intensiviert werden. d) Gesellschaftliche Reputation Auf Beschluss des Kuratoriums der Erwin-Reinecke-Stiftung spenden wir in unregelmäßigen Abständen einen kleinen Teil der Gewinne an die Evangelische Perthes-Stiftung. Außerdem unterstützen wir gemeinnützige Vereine an den jeweiligen Standorten unserer Firmen. Insoweit unterstützen wir gesellschaftsstabilisierende Aufgaben, um so auch auf diesen Gebieten einen Beitrag für die infrastrukturelle Daseinsvorsorge unserer Anspruchsgruppen zu leisten. D. Prognosebericht Der Prognosebericht basiert und berücksichtigt die zum Zeitpunkt der Erstellung vorherrschen Rahmenbedingungen, welche den Geschäftsverlauf der Vom Hofe Gruppe beeinflussen können, und ist für den Zeitraum von einem Jahr gültig. I. Wirtschaftliche Rahmenbedingungen im folgenden Geschäftsjahr Konjunkturaussichten Nach Einschätzung des IWF im Januar wird die weltweite Konjunktur auch 2022 mit etwa 4,0 % wachsen, und damit weniger stark als im Vorjahr. Es bleiben jedoch Risiken, allen voran die weitere Entwicklung des Krieges in der Ukraine, die in den aktuellen Konjunkturprognosen nur rudimentär abgeschätzt ist. Die hohe Inflation durfte in einigen Ländern zu Zinserhöhungen führen und die Nachfrage etwas schwächen. Neue Virusmutationen, pandemiebedingte Einschränkungen oder länger anhaltende Lieferengpässe könnten die wirtschaftliche Dynamik bremsen. (Quelle: Bericht 2021, BMW Group) In der Eurozone wird den Prognosen zufolge 2022 mit einem BIP-Wachstum von rund 3,0 % gerechnet. Etwas schwächer durfte das Plus mit 2,1 % in Deutschland ausfallen. Für Frankreich (+2,8 %), Italien (+3,1 %) und Spanien (+4,6 %) werden ähnliche Niveaus erwartet. Fur das UK wird 2022 trotz des Arbeitskräftemangels und anhaltender Lieferengpässe mit einem Wirtschaftswachstum von 3,5 % gerechnet. (Quelle: Bericht 2021, BMW Group) Die deutsche Wirtschaft ist abermals heftigem Gegenwind ausgesetzt. Der Krieg in der Ukraine führt zu hohen Rohstoffpreisen, neuen Lieferengpässen und schwindenden Absatzmöglichkeiten. Die hohen Rohstoffpreise verringern die Kaufkraft der verfügbaren Einkommen und dämpfen damit den privaten Konsum. Zudem belasten zusätzliche Lieferengpässe die Industrie spürbar. Schließlich verschlechtern sich zumindest vorübergehend die Absatzmöglichkeiten aufgrund der Sanktionen sowie der durch den Krieg gestiegenen Unsicherheit. All dies trifft die Wirtschaft in einer Phase, in der die dämpfenden Einflüsse der Pandemie nachlassen und eine kräftige Erholung angelegt war. Die starken Auftriebskräfte - hohe aufgestaute Kaufkraft bei den privaten Haushalten und dicke Auftragspolster der Industrie - federn die Schockwellen aus dem Krieg in der Ukraine ab. Im Ergebnis dürfte sich die Erholung in diesem Jahr fortsetzen, allerdings in spürbar langsamerem Tempo als im Winter erwartet. Insgesamt rechnen wir nun mit einem Anstieg des Bruttoinlandsprodukts von 2,1 Prozent für das laufende Jahr (Winterprognose: 4 Prozent) und von 3,5 Prozent für das Jahr 2023 (Winterprognose: 3,3 Prozent). Die Inflation dürfte in diesem Jahr mit 5,8 Prozent so hoch ausfallen wie noch nie im wiedervereinigten Deutschland. Selbst wenn die Rohstoffpreise nicht mehr weiter steigen und die Lieferengpässe allmählich nachlassen, wird die Inflation im kommenden Jahr mit 3,4 Prozent wohl noch hoch bleiben, auch weil die jüngsten Erzeugerpreisanstiege erst nach und nach bei den Verbrauchern ankommen. Während der Krieg auf dem Arbeitsmarkt kaum Spuren hinterlässt, werden die öffentlichen Ausgaben steigen, so dass die Haushaltsdefizite länger auf erhöhten Niveaus verharren. (Quelle: IFW - Kieler Konjunkturberichte Deutschland Nr. 89 (Frühjahr 2022 / Q1) II. Lage der Stahlindustrie / Walzdrahtmarkt In den vergangenen Wochen hat sich die konjunkturelle Lage weltweit, insbesondere aber auch in Deutschland aufgrund der Preisexplosionen auf den Energiemärkten, den Folgen der russischen Invasion in die Ukraine und den sich erneut zuspitzenden Lieferkettenproblemen deutlich eingetrübt. Dies spiegelt sich auch in den Indikatoren der Stahlmengenkonjunktur wider: Zwar hat sich die Marktversorgung in den ersten beiden Jahresmonaten gegenüber dem Vorjahreszeitraum leicht erhöht, Rohstahlproduktion und Lieferungen sind jedoch im Winterquartal ausgehend von einem niedrigen Niveau zurückgegangen. Bei den Auftragseingängen Walzstahl zeigt sich bereits seit der zweiten Jahreshälfte 2021 ein deutlicher Rückgang. Als Folge befindet sich der ifo-Geschäftsklimaindex für die Stahlindustrie in Deutschland wieder im Rückwärtsgang. (Quelle: www.stahl-online.de) Nach dem starken Anstieg haben sich die Preise am deutschen Walzdrahtmarkt zuletzt auf hohem Niveau stabilisiert. Viele der befragten Marktteilnehmern gehen davon aus, dass der Peak inzwischen erreicht ist. Die Stahlwerke machen bei den Preisgesprächen jedoch unmissverständlich klar, dass sie trotz zuletzt wieder sinkender Preise bei wichtigen Vormaterialien wie Schrott das jetzt erreichte hohe Preisniveau möglichst halten wollen. Der Preisanstieg am deutschen Walzdrahtmarkt hat sich in den vergangenen Wochen weiter fortgesetzt. Auch die Materialversorgung bereitet Schwierigkeiten. Vor allem die Belieferungen aus Italien und Tschechien könnte sich weiter verschlechtern. Doch damit ist die lange Liste der Probleme immer noch nicht am Ende: Viele Unternehmen machen sich im Zuge des Ukraine-Krieges ernsthafte Sorgen um die Gasversorgung. (Quelle: Unterlagen Fabrikationsdrahtkreis "Kaltstauchdrähte", Mai 2022 ESV) Seilindustrie: Die Seilindustrie startete das laufende Jahr mit einem mit einem relativ guten ersten Halbjahr. Auch hier haben sich die Preise auf einem hohen Niveau stabilisiert. Die langen Lieferzeiten bei der Materialversorgung bereitet der Branche weiterhin Schwierigkeiten. Bauindustrie: Aufgrund des Krieges in Ukraine und angesichts der Unsicherheiten hinsichtlich der weiteren Entwicklungen der geopolitischen Rahmenbedingungen hat der Hauptverband der Deutschen Bauindustrie zum "Tag der Bauindustrie" (19. Mai 2022) seine Konjunktur-Prognose für 2022 nach unten korrigiert. Die Branche erwartet nunmehr für das laufende Jahr bei den realen baugewerblichen Umsätzen im Bauhauptgewerbe eine Entwicklung zwischen Null und -2% (Prognose Ende 2021: +1,5%). Darin ist schon das - vor allem witterungsbedingte - hohe reale Umsatzplus von 9% im Januar und Februar "eingepreist". Die Prognose steht zudem unter dem Vorbehalt, dass sich im weiteren Jahresverlauf keine weiteren Verschärfungen bei Energiepreisen und dem Bezug von Baumaterial ergeben. Sie ist von daher nur ein Abbild der aktuellen Situation. (Quelle: Zentralverband Deutsches Baugewerbe, www.zdb.de) III. Unternehmensspezifische, operative Frühindikatoren Wir beobachten und analysieren laufend unser Umfeld, um Risiken und Chancen für das operative Geschäft rechtzeitig zu erkennen. Dabei nutzen wir sowohl die Marktkenntnisse unserer Mitarbeiter als auch aggregierte volkswirtschaftliche Kennzahlen. Die veränderten Indikatoren werden zwischen der Geschäftsleitung, dem Controlling und den jeweiligen Fachbereichen auf mögliche Risiken untersucht. So können wir bei Bedarf frühzeitig die notwendigen Maßnahmen entwickeln und einleiten. Sichere und detaillierte Langfristprognosen sind aufgrund der Vielzahl von Einflussfaktoren und deren komplexem Zusammenspiel nicht auf seriöse Weise machbar. IV. Gesamtaussage zur voraussichtlichen Entwicklung 1. Planungsprozess Grundsätzlich ist die Unternehmensplanung an den strategischen Zielen ausgerichtet. Sie bildet somit die Basis einer realistischen Ergebniseinschätzung. Es fließen sowohl die zum Zeitpunkt der Planerstellung herrschenden Markterwartungen als auch die vorgesehenen unternehmerischen Maßnahmen in die Planung mit ein, die in einem für alle Unternehmen umfassenden Prozess erstellt wird. Die einzelnen Tochterunternehmen erstellen die jeweilige Planung, alle Einzelplanungen werden schließlich zu einer Konzernplanung konsolidiert. Dieser aufwendige Prozess wird einmal vor Beginn eines jeden neuen Geschäftsjahres durchlaufen und endet mit einer Präsentation der Planung vor dem Stiftungskuratorium. 2. Erwartete Ertragslage Auswirkungen auf die Vom Hofe Group - Prognosebericht / Annahmen Auch im Jahr 2022 wird das gesellschaftliche Leben und die Weltwirtschaft maßgeblich durch die Covid-19-Pandemie gekennzeichnet sein. Die u.a. durch den Ukraine-Krieg ausgelösten explodierenden Energiekosten sowie die durch den China-Lockdown ausgelösten Unterbrechungen der Lieferketten beeinflussen ebenfalls den Geschäftsverlauf sowie die Ertrags-, Vermögens- und Finanzentwicklung der Vom Hofe Group. In Anbetracht der bestehenden Unsicherheiten können nur sehr schwer Prognosen erstellt werden. Das Geschäftsmodell der Unternehmen der Vom Hofe Group ist unverändert. Jedoch sollen die Unternehmen gleicher und ähnlicher Geschäftsbereiche künftig enger zusammenarbeiten. In der Automobilindustrie deutet sich durch den Krieg in der Ukraine eine weitere Kriese in der Lieferkette der Branche an. Die Zulieferer aus der Ukraine haben ihre Werke schließen müssen. Zusammen mit den seit Beginn des Jahres 2021 bestehenden Engpässen in der Halbleiterbranche wird das Wachstum bis weit in die zweite Jahreshälfte einschränkt bleiben. Zugleich verhindern die Sanktionen einen Verkauf der Autos nach Russland. In Folge der steigenden Impfquoten rechnen wir mit weitreichenden Lockerungen der Restriktionen. Damit sollte sich der Aufschwung im Verlauf dieses Jahres zunehmend auf bislang noch stark belastete Wirtschaftsbereiche, wie z.B. den Tourismus, Hotellerie, Gastronomie und das Veranstaltungswesen, sowie Regionen, deren Wirtschaft in besonderem Maß auf diese Aktivitäten ausgerichtet, ausdehnen. Die positive konjunkturelle Entwicklung in den meisten Anwendungsbereichen für Drahtseile und Hebetechnik wird leider durch die extreme starke Preisentwicklung und lange Lieferzeiten im Vormaterialbereich beeinträchtigt. Momentan sehen wir in fast allen Bereichen einen guten Bedarf im Markt, derzeit wird die Situation durch die Verknappung zusätzlich noch angeheizt. Im Bereich Transport- und Verkehr, hier speziell die Schifffahrt im Hinblick auf unser Produktportfolio Festmacher sehen wir derzeit endlich eine Erholung da der Waren- und jetzt auch der Personenverkehr zu Wasser aufgrund sinkender Restriktionen deutlich ansteigen. Im Bereich Rippenstreckmetall laufen die Geschäfte entsprechend der robusten Baukonjunktur auf dem geplanten guten Niveau, aber auch hier zeichnet sich eine Materialverknappung ab. Die OECD hält allerdings auch für das Jahr 2022 ein weltweites BIP Wachstum für möglich. Die Entwicklung wird regional unterschiedlich sein. Für die EU und somit auch Deutschland sehen die Möglichkeiten für eine Erholung sicherlich deutlich besser aus, als für die schlechter entwickelten Länder. Hierfür sprechen auch die hohen Impfquoten, der rel. stabile private Konsum sowie umfangreiche Maßnahmen der Landesregierungen zur Stützung der Unternehmen und Haushalte. Es wird sich eine weitere Verbesserung der gesamtwirtschaftlichen Situation einstellen, wenn sich auch noch die Unterbrechungen in den Lieferketten verringern oder ganz behoben werden können. Es ist also davon auszugehen, dass sich die wirtschaftliche Situation in der EU und Deutschland im weiteren Verlauf des Jahres langsam verbessern wird. Für die Planung berücksichtigen wir Gespräche mit unseren Kunden, Prognosen zur wirtschaftlichen Entwicklung von Dritten, wie z.B. Branchenverbänden, IWF, der Bundesregierung, Banken, etc. Wie schon in den vergangenen Jahren weisen wir darauf hin, dass Chancen und Risiken aus aktuell nicht absehbaren gesamtwirtschaftlichen Entwicklungen den Verlauf des Geschäftsjahres 2022 erheblich beeinflussen können. Je nach zukünftiger wirtschaftlicher Entwicklung erwarten wir für den Konzern in 2022 einen Umsatz in Höhe von TEUR 44.000 bis TEUR 46.000 und ein ausgeglichenes EBIT 3. Erwartete Finanzlage Infolge der absehbaren Investitionssumme wird sich der Finanzmittelbedarf für die nächsten Geschäftsjahre voraussichtlich über dem Niveau der Abschreibungen bewegen, sodass die Finanzierung aus dem Cashflow des laufenden Geschäftsjahres nicht mehr darstellbar ist. Zusätzlich fahren wir auch weiterhin ein Kosteneinsparungsprogramm, um auf der Ausgabenseite Kosten zu minimieren. Unser Hauptaugenmerk liegt derzeit vornehmlich auf der Sicherung der Liquidität, die aus unserer Sicht auch zum Ende des Geschäftsjahres ausreichend sein wird. Zusammenfassend zeigt sich, dass unser Unternehmen wegen seiner breiten Aufstellung und der soliden finanziellen Ausstattung für die derzeit herausfordernde Phase vergleichsweise gut gerüstet ist. Hierauf legen wir auch in Zukunft großen Wert. E. Chancen- und Risikobericht 1. Chancen- und Risikomanagementsystem In den vergangenen Jahren hat sich unser Chancen- und Risikomanagementsystem bewährt und als effektiv erwiesen. Innerhalb der satzungsgemäßen Geschäftstätigkeit ist es oft unumgänglich, Risiken einzugehen. Dies ist häufig eine notwendige Voraussetzung, um Chancen wahrnehmen zu können. Die Unternehmensführung muss daher sämtliche Risiken überschauen und kontrollieren können. Aus diesem Grunde ist eine vorausblickende und wirkungsvolle Risikolenkung für uns ein wichtiger und wertschaffender Bestandteil des Managements zur Existenzsicherung des gesamten Unternehmens, des eingesetzten Kapitals und der Arbeitsplätze. 2. Einzelrisiken Dem grundsätzlichen Risikoaspekt der nicht bedarfsgerechten Versorgung mit wichtigen Rohstoffen (Walzdraht) und Energien (Strom, Gas) wirken wir mittels abgesicherten Bezugs entgegen. Zum einen über längerfristige Rahmenverträge (Energie) und zum anderen über den Bezug aus verschiedenen Regionen und / oder von mehreren Lieferanten. Der Krieg in der Ukraine erhöht die Unsicherheit jedoch erheblich. Damit können im Jahr 2022 Versorgungsengpässe nicht ausgeschlossen werden Ein für uns typisches Geschäftsrisiko kann sich aus stärkeren Schwankungen von Preisen und Mengen auf den Absatzmärkten ergeben. Dem generellen Risiko, deshalb in eine existenzbedrohende Lage zu geraten, begegnen wir mit einem diversifizierten Portfolio an Produkten, Abnehmerbranchen und regionalen Absatzmärkten. Da sich konjunkturelle Effekte in den einzelnen Unternehmensbereichen unterschiedlich auswirken und teilweise sogar kompensieren, erzielen wir eine gewisse Balance innerhalb unseres Risikoportfolios. Dank unserer breiten Aufstellung und der flexiblen Organisation können wir situationsbezogen schnell und effektiv reagieren. Dem Risiko eines ungeplanten, längerfristigen Stillstandes unserer Schlüsselaggregate wirken wir mit laufenden Anlagenkontrollen, einer vorbeugenden Instandhaltung sowie Neuinvestitionen entgegen. Potenziellen Schäden und dem damit verbundenen Produktionsausfall sowie anderen denkbaren Schadens- und Haftpflichtfällen beugen wir mit Versicherungsverträgen vor, die gewährleisten, dass die finanziellen Folgen in Grenzen gehalten oder völlig ausgeschlossen werden. Umfang und Inhalt dieser Versicherungen überprüfen wir laufend und passen sie bei Bedarf an. Die Eintrittswahrscheinlichkeit von Schäden, die nicht über entsprechende Versicherungen abgedeckt sind, und das damit verbundene Schadenpotenzial halten wir für gering. Um mögliche Risiken aus etwaigen Verstößen gegen die vielfältigen steuer-, umwelt- und wettbewerbsrechtlichen sowie sonstigen Regelungen und Gesetze auszuschließen, verpflichten wir unsere Mitarbeiter auf deren strikte Einhaltung. Wir lassen uns umfassend rechtlich beraten - sowohl von unseren eigenen Fachleuten als auch fallbezogen von ausgewiesenen externen Spezialisten. Bedeutsame Rechtsrisiken sind für uns nicht erkennbar. Unsere Forderungsrisiken begrenzen wir fast ausschließlich mithilfe von Warenkreditversicherungen. Während es vor einigen Jahren noch spürbare Limitkürzungen oder gar gänzliche Deckungsentzüge der Warenkreditversicherer gab, hat sich die Vergabepraxis wieder normalisiert. Dennoch beobachten wir den Fortgang der ungesicherten Positionen sorgfältig und berücksichtigen diese bei unseren Geschäften. Generell begegnen wir Forderungsrisiken mit einem straffen internen Obligo-Management. Infolge der vorbeugenden Maßnahmen halten wir bestandsgefährdende Risiken aus diesem Bereich für eher unwahrscheinlich. Die Liquiditätslage des gesamten Konzerns wird mit Hilfe des zentralen Cash-Managements überwacht. Dennoch könnten Risiken aus notwendigen Kapital- und Liquiditätsmaßnahmen bei der Gesellschaft erwachsen, sofern deren Geschäftsentwicklung nachhaltig unbefriedigend verlaufen würde. Auch unter den derzeit schwierigen konjunkturellen Rahmenbedingungen und der daraus resultierenden Geschäftslage der Gesellschaften sind aus diesem Risikofeld jedoch keine bestandsgefährdenden Belastungen zu erwarten. Wir begegnen einem eventuellen Risiko mit einer rollierenden Finanzplanung. Aufgrund der verfügbaren Barmittel und Kreditlinien sehen wir derzeit keine Gefährdung. Die Wilhelm vom Hofe Drahtwerke GmbH ist keinem relevanten Währungsrisiko ausgesetzt. Offene Positionen bei derivativen Finanzinstrumenten bestehen nicht. Spekulative Geschäfte mit Devisen, auf Zinsen oder mit Wertpapieren widersprechen unserer Philosophie und werden nicht getätigt. Intensive und kontinuierliche Umweltschutzmaßnahmen und umweltschonende Investitionen in unseren Produktionsbetrieben tragen dazu bei, die Umwelt möglichst wenig zu belasten und die Ressourcen nachhaltig zu schonen. Wir haben einen Umweltbeauftragten der Unternehmensgruppe benannt. Eine Vielzahl von Maßnahmen zur Qualitätssicherung schützt uns vor Produkt- und Umweltrisiken. Zu diesen gehören beispielsweise: Das Zertifizieren nach internationalen Normen Modernisierung der Anlagen Investition in neue Anlagentechnik Ein umfassendes Umweltmanagement Risiken aus Grundstücksbesitz können sich insbesondere aus Altlasten früherer Nutzungen ergeben. Dem begegnen wir, indem wir Sanierungspflichten erfüllen. Risiken aus dem Umfeld der Informationstechnologie (IT) beugen wir mit dem Aufbau und dem Erhalt von konzerninternem Know-how für IT-Dienstleistungen vor. Dadurch stellen wir sicher, dass wir uns stets auf dem aktuellen Stand der Technik bewegen. Um auch für seltene Stromnetzausfälle gerüstet zu sein, haben wir in unserem Rechenzentrum in Notstromaggregate investiert. 3. Rating des Unternehmens Für die Wilhelm vom Hofe Drahtwerke GmbH existiert kein externes Rating von im Kapitalmarkt akzeptierten internationalen Ratingagenturen. Das interne Rating der uns finanzierenden Bank entspricht im Wesentlichen dem der internationalen Ratingagenturen. Das rechnungslegungsbezogene interne Kontrollsystem erfolgt im Zusammenwirken der Bereiche Controlling und Rechnungswesen, deren Funktionen klar getrennt und einzelne Verantwortungsbereiche eindeutig zugeordnet sind. Ziel ist es, mittels implementierter Kontrollen hinreichend sicherzustellen, dass trotz möglicher Risiken ein regelungskonformer Abschluss erstellt wird. Um die Wirksamkeit, Wirtschaftlichkeit und Ordnungsmäßigkeit der Rechnungslegung sowie die Einhaltung der maßgeblichen rechtlichen Vorschriften zu sichern, umfasst es alle erforderlichen Grundsätze, Verfahren und Maßnahmen. Die Geschäftsführung ist für die Umsetzung und Einhaltung der gesetzlichen Regelungen verantwortlich. Sie berichtet dem Kuratorium regelmäßig über die finanzielle Gesamtlage des Konzerns. 4. Gesamtaussage und Beurteilung der Risikosituation durch die Unternehmensleitung Nachdem wir die Gesamtrisikolage des Konzerns überprüft haben, sind wir zu dem Ergebnis gekommen, dass zum Zeitpunkt der Erstellung des Jahresabschlusses 2021 keine, den Fortbestand gefährdenden, Risiken bestanden. Der konjunkturelle Verlauf der Weltwirtschaft hängt zurzeit maßgeblich von den weiteren Entwicklungen der Ukraine Krise, der zukünftigen Gasversorgung sowie der Corona Pandemie ab. Außerdem bleibt zu beobachten, wie sich schwelende geopolitische und Handelskonflikte im Laufe der nächsten Monate weiter verschärfen werden und welche Auswirkungen diese auf wirtschaftliche Entwicklung haben werden. Unter der Prämisse, dass sich die o.a. Risiken nach wie vor als beherrschbar erweisen, blicken wir mit verhaltenem Optimismus auf das Geschäftsjahr 2022. Obgleich es keine Planungssicherheit gibt, sehen wir uns in der aktuellen Situation gut gerüstet, die Herausforderungen erfolgreich zu meistern. Unsere risikobewusste und auf Nachhaltigkeit ausgerichtete Geschäftspolitik sowie unsere solide Aufstellung sind Basis für diese Einschätzung.
Altena, im Mai 2022 Die Geschäftsführung KonzernbilanzAKTIVA
Konzern Gewinn- und Verlustrechnung
KonzernanhangAllgemeine Angaben zum Konzernabschluss Die mit ihrem Sitz in Altena beim Handelsregister Iserlohn in der Abteilung B unter der Nummer 5126 eingetragene Wilhelm vom Hofe Drahtwerke GmbH, nachfolgend Gesellschaft genannt, ist als Mutterunternehmen im Sinne des § 290 Absatz 1 Satz 1 HGB zur Aufstellung eines Konzernabschlusses verpflichtet. Der Konzernabschluss ist gemäß den Vorschriften des HGB (in der Fassung des Bilanzrichtlinie-Umsetzungsgesetzes BilRUG) für große Kapitalgesellschaften aufgestellt worden. Ergänzend zu diesen Vorschriften waren die Regelungen des GmbH-Gesetzes zu beachten. Die Gliederung der Konzernbilanz entspricht dem vollständigen Gliederungsschema gemäß § 266 HGB für große Kapitalgesellschaften. Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren (§ 275 Absatz 2 HGB) in Staffelform gegliedert. Die auf den vorhergehenden Jahresabschluss angewandten Bewertungsmethoden sowie die Form der Darstellung wurden beibehalten. Angaben zum Konsolidierungskreis Die Wilhelm vom Hofe Drahtwerke Vermögens- und Beteiligungs-GmbH wurde mit notariellem Vertrag vom 22. August 2012 mit Wirkung zum 01. Januar 2012 auf die Wilhelm vom Hofe Drahtwerke GmbH verschmolzen. Seitdem sind die ehemaligen Tochtergesellschaften der Wilhelm vom Hofe Drahtwerke Vermögens- und Beteiligungs-GmbH, die Fröndenberger Drahtwerk GmbH sowie die Engelmann Drahtseilfabrik GmbH, jeweils verbundene Unternehmen im Sinne des § 271 Absatz 2 HGB und gehören folglich seit dem 01. Januar 2012 zum Konsolidierungskreis. Der nach dieser Transaktion erweiterte Konsolidierungskreis ist nachfolgend dargestellt:
Bei allen einbezogenen Unternehmen wurde die Methode der Vollkonsolidierung angewandt. Mit Ausnahme der Tochtergesellschaft vom Hofe Kaltstauchdraht GmbH machen sämtliche vorgenannten Gesellschaften von der Befreiungsvorschrift des § 264 Absatz 3 HGB Gebrauch. Die Jahresabschlüsse dieser Gesellschaften werden danach nicht offengelegt und es wurde auf die Aufstellung von Anhängen und Lageberichten verzichtet. Eine Prüfung der Einzelabschlüsse gemäß §§ 316 ff. HGB ist von uns beauftragt. Für das Vorjahr mündeten die Prüfungsergebnisse jeweils in uneingeschränkte Bestätigungsvermerke. Erläuterungen zu den Konsolidierungsmethoden Alle in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen wenden grundsätzlich einheitliche Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden an. Bei in Einzelfällen vorliegenden Abweichungen wurde aus Wesentlichkeitsgründen auf eine Anpassung verzichtet. Die Kapitalkonsolidierung der Tochtergesellschaften, die vor der Verschmelzung zum 01. Januar 2012 zum Konsolidierungskreis gehörten, erfolgte in Übereinstimmung mit Artikel 66 Absatz 3 Satz 4 EGHGB nach der Buchwertmethode. Die Erstkonsolidierung erfolgte gemäß § 301 Absatz 2 HGB auf den 01. Januar 2000. Passivische Unterschiedsbeträge aus der Kapitalkonsolidierung wurden, da sie auf Gewinnthesaurierungen zwischen den Zeitpunkten des Erwerbs der Anteile und der erstmaligen Konsolidierung beruhten, dem Konzern-Eigenkapital zugeordnet. Aktivische Unterschiedsbeträge wurden als Geschäfts- oder Firmenwert ausgewiesen, sind aber mittlerweile vollständig abgeschrieben. Für die im Wege der Verschmelzung zum 01. Januar 2012 unentgeltlich erworbenen Tochtergesellschaften wurde entsprechend des Wahlrechts des § 24 UmwG ebenfalls die Buchwertmethode angewendet, da es sich um einen sog. "sidestream merger" ohne Ausgabe neuer Anteile oder eine Zahlung einer Vergütung handelte (sog. "transaction under common control"). Die Erstkonsolidierung dieser Tochtergesellschaften erfolgte gemäß § 24 UmwG auf den Verschmelzungsstichtag 01. Januar 2012. Für die wechselseitigen Forderungen und Verbindlichkeiten, gleich welcher Art, der verbundenen Unternehmen untereinander wurde im Rahmen der Erstellung des Konzernabschlusses eine Schuldenkonsolidierung durchgeführt. Ferner wurde für konzerninterne Lieferungen, Leistungen und sonstige Transaktionen etc. eine Aufwands- und Ertragskonsolidierung vorgenommen. Sofern aus konzerninternen Lieferungen und Leistungen Zwischenergebnisse in den Vorratsbeständen enthalten waren, wurden diese eliminiert. Soweit konzerninterne Veräußerungen von Vermögensgegenständen des Anlagevermögens vorlagen, wurden die korrigierten Beträge vorgetragen und nur die gegenüber den Ansätzen in den Einzelabschlüssen verminderten Abschreibungsbeträge berücksichtigt. Auf die Aktivierung der saldierten latenten Steuern wurde in Anwendung des Wahlrechts des § 274 Absatz 1 Satz 2 HGB verzichtet. Die Wahlrechtsausübung stimmt mit der Rechtsauffassung des DRSC im DRS 18 überein und entspricht dem Stetigkeitsgebot. Aktive latente Steuern ergeben sich grundsätzlich aus den körperschaft- und gewerbesteuerlichen Verlustvorträgen der Muttergesellschaft und der vom Hofe Kaltstauchdraht GmbH sowie dem handelsrechtlichen höheren Ansatz von Pensionsrückstellungen. Steuerabgrenzungen gemäß § 306 HGB wurden vorgenommen und führten zu aktiven latenten Steuern von T€ 0 (Vorjahr T€ 1). Der verwendete individuelle Konzernsteuersatz beträgt 32 % und setzt sich aus der tariflichen Körperschaftsteuer zzgl. Solidaritätszuschlag und der Gewerbesteuer auf Basis eines mittleren Hebesatzes der betroffenen Gemeinden zusammen. Erläuterungen zu den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Die Jahresabschlüsse der in den Konzern einbezogenen Unternehmen sind sämtlich auf den Stichtag des Konzernabschlusses erstellt. Die Konzernbilanz sowie die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung wurden nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuchs und des GmbH-Gesetzes aufgestellt. Die Grundsätze ordnungsgemäßer Buchführung wurden beachtet. Die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren (§ 275 Abs. 2 HGB) gegliedert. Der Konzernabschluss enthält sämtliche Vermögensgegenstände, Schulden, Rechnungsabgrenzungsposten, Aufwendungen und Erträge und Wagnisse. Saldierungen von Aktiv- und Passivposten sowie von Aufwendungen mit Erträgen und Lasten mit Rechten wurden nicht vorgenommen. Die Vermögensgegenstände und Schulden sind einheitlich bilanziert und bewertet worden. Die Bewertung der Vermögens- und Schuldposten trägt allen erkennbaren Risiken nach den Grundsätzen vorsichtiger kaufmännischer Beurteilung Rechnung. Die immateriellen Vermögensgegenstände und das Sachanlagevermögen wurden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen, angesetzt. Die Abschreibungen des beweglichen Sachanlagevermögens sind überwiegend unter Anwendung der linearen Methode auf der Basis betriebswirtschaftlich anerkannter Nutzungsdauern vorgenommen worden. Gebäude werden demnach im Regelfall über 25 bzw. 33 Jahre, Außenanlagen über 10 bis 19 Jahre, Maschinen in Abhängigkeit von Art und Nutzungsgrad über 4 bis 10 Jahre, Betriebsausstattungen über bis zu 19 Jahre, Fahrzeuge über 5 bis 8 Jahre und EDV-Ausstattung über 3 bis 5 Jahre verteilt abgeschrieben. Vermögensgegenstände mit Einzelanschaffungskosten von jeweils zwischen 250,00 € und 800,00 € werden im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben. Anlagegüter mit Anschaffungskosten von jeweils zwischen 250,00 € und 1.000,00 € können optional in einen Sammelposten eingestellt werden, der im Jahr der Bildung und den folgenden vier Geschäftsjahren mit jeweils 20 % aufgelöst wird. Die Bewertung des Finanzanlagevermögens erfolgt zu Anschaffungskosten. Bei voraussichtlich dauernden Wertänderungen werden außerplanmäßige Abschreibungen vorgenommen. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe werden mit den Anschaffungskosten unter Berücksichtigung des Niederstwertprinzips bewertet. Für verschiedene Gegenstände des Vorratsvermögens wurden Festwerte in Höhe von T€ 361 (Vorjahr T€ 361) gebildet. Die unfertigen und fertigen Erzeugnisse sind mit den aktivierungspflichtigen Herstellungskosten bewertet. Die Ermittlung der Herstellungskosten der Fertigerzeugnisse erfolgt überwiegend retrograd mit den Netto-Verkaufspreisen abzüglich der noch anfallenden sowie der nicht aktivierbaren Kosten und der Gewinnaufschläge unter Berücksichtigung des Niederstwertprinzips. Die Bestände an Waren sind zum Bilanzstichtag mit den Anschaffungskosten bzw. den niedrigeren beizulegenden Werten angesetzt. Bestands-/Lagerrisiken, die sich aus der Lagerdauer, geminderter Verwertbarkeit etc. ergeben, werden durch entsprechende Abschläge berücksichtigt. Der Ansatz der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen erfolgt zum Nennwert. Dem allgemeinen Kreditrisiko wird durch eine Pauschalwertberichtigung ausreichend Rechnung getragen. Für spezielle Ausfallrisiken werden Einzelwertberichtigungen gebildet. Sofern den übrigen Vermögensgegenständen des Umlaufvermögens am Abschlussstichtag kein niedrigerer Wert beizulegen ist, werden diese zum Nennbetrag bzw. zu Anschaffungskosten bewertet. Forderungen und Bankguthaben in Fremdwährung werden grundsätzlich gemäß § 256 a HGB mit dem Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag umgerechnet. Soweit Forderungen aus Lieferungen und Leistungen durch Devisentermingeschäfte gegen Kursverluste gesichert sind, erfolgt die Umrechnung zum entsprechenden Terminkurs, da insoweit eine Bewertungseinheit im Sinne des § 254 HGB besteht. Aus der Währungsumrechnung resultieren im Berichtsjahr sonstige betriebliche Erträge in Höhe von insgesamt T€ 0 (Vorjahr: T€ 0) und sonstige betriebliche Aufwendungen in Höhe von T€ 0 (Vorjahr: T€ 0). Über die Bewertung der Pensionsrückstellungen liegen versicherungsmathematische Gutachten von Herrn Dipl.-Kfm. Günter Kraiss, Heidelberg, vor. Die Bewertung erfolgt nach der Projected Unit Credit Method unter Anwendung der Richttafeln von Dr. Klaus Heubeck (2018 G) mit altersabhängigen Wahrscheinlichkeiten für Sterblichkeit, Invalidität, Verheiratung, durchschnittlichem Altersunterschied der Ehegatten, Pensionierungsalter 60 für Frauen und 65 für Männer, mit einem Rechnungszinsfuß von 1,87 % - 10-Jahresdurchschnitt (Vorjahr 2,30 %) und 1,35 % - 7-Jahresdurchschnitt (Vorjahr 1,60 %), einem Rententrend von 0,5 % sowie mit angemessenen Fluktuationswahrscheinlichkeiten. Bei den Zinssätzen handelt sich um den von der Deutschen Bundesbank ermittelten und veröffentlichten durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Geschäftsjahre für eine angenommene Restlaufzeit von 15 Jahren. Die Gesellschaft hatte in 2010 bei der Bewertung der Pensionsrückstellungen von dem Wahlrecht des Artikel 67 Absatz 1 Satz 1 EGHGB Gebrauch gemacht. Der sich aus der Bewertungsänderung aufgrund des BilMoG ergebende zusätzliche Rückstellungsbedarf in Höhe von T€ 113 wurde im Geschäftsjahr 2011 mit einem Teilbetrag in Höhe von T€ 13, der verbleibende Restbetrag in Höhe von T€ 100 im Geschäftsjahr 2012 zugeführt. Der Unterschiedsbetrag gem. § 253 Absatz 6 Satz 1 HGB beträgt zum 31.12.2021 T€ 76 (Vorjahr T€ 110) und unterliegt gem. § 253 Absatz 6 Satz 2 HGB einer gesetzlichen Ausschüttungssperre. Die Steuer- und sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen. Die Bewertung erfolgt jeweils in Höhe des Erfüllungsbetrags, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung erforderlich ist, um zukünftige Zahlungsverpflichtungen abzudecken. Zukünftige Preis- und Kostensteigerungen werden berücksichtigt, sofern ausreichende und objektive Hinweise für deren Eintritt vorliegen. Rückstellungen mit Restlaufzeiten von mehr als einem Jahr werden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz abgezinst. Verbindlichkeiten sind mit dem Erfüllungsbetrag passiviert. Erläuterungen zur Konzernbilanz Die Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr ergibt sich aus dem folgenden dargestellten Anlagenspiegel.
Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände enthalten keine Posten mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr. Das im Handelsregister eingetragene Stammkapital der Gesellschaft beträgt unverändert 11.500.000,00 DM (5.879,856,63 €). Die Wilhelm vom Hofe Drahtwerke Vermögens- und Beteiligungs-GmbH wurde mit notariellem Vertrag vom 22. August 2012 mit Wirkung zum 01. Januar 2012 auf die Wilhelm vom Hofe Drahtwerke GmbH verschmolzen. Die Verschmelzung erfolgte zu Buchwerten. Es handelte sich um eine sog. Seitwärtsverschmelzung ohne Kapitalerhöhung. Das übernommene Eigenkapital der übertragenen Gesellschaft wurde - soweit es das Gezeichnete Kapital betraf - in die Kapitalrücklage und in Höhe des zum 01. Januar 2012 bestehenden Gewinnvortrags in die Gewinnrücklagen eingestellt. Der aktivische Unterschiedsbetrag aus der Kapitalkonsolidierung wurde als Geschäfts- oder Firmenwert ausgewiesen und in den vergangenen Geschäftsjahren gemäß § 309 Absatz 1 HGB mit 25 % p. a. abgeschrieben. Der Restbuchwert zum Stichtag 31. Dezember 2021 beträgt unverändert T€ 0. Der passivische Unterschiedsbetrag aus der Kapitalkonsolidierung in Höhe von T€ 8.280 wird ergebnisneutral in den Gewinnrücklagen ausgewiesen. Die Zugänge zur Gewinnrücklage im Geschäftsjahr 2012 resultieren aus der bereits genannten Verschmelzung und betreffen die bis einschließlich des Geschäftsjahres 2011 von der Wilhelm vom Hofe Drahtwerke Vermögens- und Beteiligungs-GmbH erzielten und thesaurierten Jahresüberschüsse. Die thesaurierten Gewinne wurden im Rahmen der Kapitalkonsolidierung mit dem Beteiligungsansatz beim neuen Mutterunternehmen verrechnet. Der nach der Verrechnung verbliebene Betrag in Höhe von T€ 836 hat die Gewinnrücklagen des Konzerns entsprechend erhöht. Das Konzerneigenkapital zum 31. Dezember 2021 beträgt T€ 13.509 (Vorjahr: T€ 13.097). Die Zusammensetzung und Entwicklung ergibt sich aus dem folgenden dargestellten Konzerneigenkapitalspiegel.
*1) = Erwirtschaftetes Konzerneigenkapital *2) = Eigenkapital des Mutterunternehmens gemäß Konzernbilanz *3) = Konzerngesamtergebnis
Die sonstigen Rückstellungen enthalten im wesentlichen Personalverpflichtungen (T€ 434; Vorjahr T€ 306) und Verpflichtungen aus ausstehenden Rechnungen (T€ 141; Vorjahr T€ 0). Die Zusammensetzung der Verbindlichkeiten ergibt sich aus dem folgenden dargestellten Verbindlichkeitenspiegel:
Die sonstigen Verbindlichkeiten enthalten Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern in Höhe von T€ 400 (Vorjahr: T€ 400). In den sonstigen Verbindlichkeiten sind Verbindlichkeiten aus Steuern in Höhe von T€ 102 (Vorjahr T€ 193) sowie Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit von T€ 36 (Vorjahr T€ 32) enthalten. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung Die Umsatzerlöse des Konzerns setzen sich wie folgt zusammen:
Die Unterscheidung nach geographischen Märkten zeigt folgendes Bild:
Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten im wesentlichen außerordentliche Erträge aus den Folgen der Flutkatastrophe (T€ 607) sowie Versicherungserstattungen und Erstattungen aus den Folgen der Kurzarbeit (KuG-Leistungen) in einer Gesamthöhe von T€ 147. Die sozialen Abgaben enthalten Aufwendungen für die Altersversorgung in Höhe von T€ ./. 39 (Vorjahr: T€ ./. 57). Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten außerordentliche Aufwendungen aus den Folgen der Flutkatastrophe in Höhe von T€ 817. Die im Aufwand des Geschäftsjahres 2021 enthaltenen Honorare des Konzernabschlussprüfers betragen für Jahresabschlussprüfungsleistungen (Konzern und Einzelabschlüsse) T€ 76, für Steuerberatungsleistungen T€ 7 und für sonstige Leistungen T€ 0. In den sonstigen Zinserträgen sind Erträge aus der Aufzinsung von Aktiva in Höhe von T€ 0 (Vorjahr T€ 0) enthalten. Zinsaufwendungen für Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern sind in Höhe von T€ 14 (Vorjahr: T€ 14) angefallen. Die Zinsen und ähnlichen Aufwendungen des Geschäftsjahres betragen insgesamt T€ 141 (Vorjahr: T€ 168). Darin enthalten sind zahlungsunwirksame Aufwendungen aus der Aufzinsung von Rückstellungen gemäß § 277 Absatz 5 HGB in Höhe von T€ 32 (Vorjahr: T€ 40). Für den Veranlagungs-/Erhebungszeitraum fielen keine Steuern an. Der aktive latente Steueraufwand beträgt T€ 1. Zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2021 bestehen Ertragsteuererstattungsansprüche in Höhe von T€ 0 (Vorjahr T€ 0). Sonstige Angaben Haftungsverhältnisse gem. § 251 HGB Das Mutterunternehmen hat für eine Tochtergesellschaft mit Datum vom 18. Dezember 2013 eine harte Patronatserklärung gegenüber einem Kreditinstitut und mit Datum vom 17. Februar 2014 gegenüber einem Lieferanten abgegeben. Die jeweils zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2021 bestehenden Verbindlichkeiten sind in der Konzernbilanz enthalten. Gründe für eine Inanspruchnahme aus den Haftungsverhältnissen sind derzeit nicht ersichtlich. Nach unseren Erkenntnissen können die zugrunde liegenden Verpflichtungen in allen Fällen erfüllt werden. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Aus abgeschlossenen Miet-, Pacht- und Leasingverträgen bestehen Verpflichtungen in Höhe von insgesamt rd. T€ 881 (Vorjahr T€ 575). T€ 208 (Vorjahr T€ 157) betreffen Restlaufzeiten bis zu einem Jahr, T€ 566 (Vorjahr T€ 362) Restlaufzeiten von zwei bis fünf Jahren sowie T€ 107 (Vorjahr T€ 56) Restlaufzeiten von über fünf Jahren, wobei hier bei Verträgen mit unbestimmter Laufzeit ein Jahresbetrag einbezogen wurde. Mitarbeiter Im Jahresdurchschnitt wurden im Berichtszeitraum insgesamt 164 (Vorjahr: 165) Mitarbeitende beschäftigt, davon 112 (Vorjahr: 114) gewerbliche Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer sowie 52 (Vorjahr: 51) Angestellte. Im Jahresdurchschnitt bestanden 5 Ausbildungsverhältnisse. Konzernkapitalflussrechnung Die Konzernkapitalflussrechnung ist nachfolgend dargestellt:
Der Finanzmittelfonds setzt sich wie folgt zusammen:
Organe der Gesellschaft Dem Beirat gehörten im Geschäftsjahr 2021 die folgenden Herren an: • Herr Dipl.-Kfm. Kai Hagen, Vorstandsvorsitzender der Vereinigten Sparkasse im Märkischen Kreis, Plettenberg (Vorsitzender) • Herr Betriebswirt (VWA) Wilfried Koopmann, Mitglied des Vorstands der evangelischen Perthes-Stiftung e.V., Münster • Herr Ralf Mitschke, Rechtsanwalt und Notar, Werdohl Der Beirat erhielt in 2021 eine Vergütung in Höhe von insgesamt T€ 59. Geschäftsführer der Gesellschaft im Geschäftsjahr 2021 war Herr Dipl.-Ing. (Maschinenbau) Hagen Hänelt, Berlin. Bezüge der Geschäftsführung Bezüglich der für die Tätigkeit gewährten Gesamtbezüge des tätigen Geschäftsführers wurde die Befreiungsvorschrift des § 286 Absatz 4 HGB angewandt. Bezüge ehemaliger Geschäftsführer Die Vergütungen (Pensionen) an einen ehemaligen Geschäftsführer belaufen sich für das Geschäftsjahr 2021 auf insgesamt T€ 21 (Vorjahr T€ 21). Für Pensionsverpflichtungen gegenüber einem ehemaligen Geschäftsführer hat die Gesellschaft insgesamt T€ 209 (Vorjahr T€ 221) zurückgestellt. Ergebnisverwendung Der Jahresüberschuss soll dem Vorschlag der Geschäftsführung folgend auf neue Rechnung vorgetragen werden. Nachtragsbericht Seit dem 24. Februar führt Russland Krieg gegen die Ukraine. Diese Kriegshandlungen lösen eine humanitäre Katastrophe mitten in Europa aus. Auch in Deutschland wird dies unter anderem infolge der durch den Krieg ausgelösten Unsicherheiten sowie die gegen Russland erlassenen Sanktionen aller Voraussicht nach zunehmend zu Folgen und deutlichen Einschnitten im Wirtschaftsleben und in der Gesellschaft führen. Von einer Verschlechterung der gesamtwirtschaftlichen Lage ist daher auszugehen. Die konkreten Auswirkungen auf die Gesamtwirtschaft, aber auch auf unsere Branche können noch nicht verlässlich abgeschätzt werden. Es ist jedoch mit Beeinträchtigungen der Wirtschaftsstruktur, verschlechterten Finanzierungsbedingungen sowie geringeren Investitionen und Kaufzurückhaltung zu rechnen. Auch nach Auslaufen der epidemischen Lage kann nicht ausgeschlossen werden, dass das Corona-Virus weiterhin erhebliche finanzielle Auswirkungen im Geschäftsjahr 2022 hervorrufen kann. Weitere Vorgänge von besonderer Bedeutung nach Abschluss des Geschäftsjahres liegen nach aktuellem Kenntnisstand und bei vorhandener Informationslage nicht vor.
Altena, im Mai 2022 Wilhelm vom Hofe Drahtwerke GmbH Die Geschäftsleitung BestätigungsvermerkIn dem zur Offenlegung bestimmten verkürzten Konzernabschluss wurden die größenabhängigen Erleichterungen nach § 327 HGB in Anspruch genommen. Zu dem vollständigen Konzernabschluss und dem Konzernlagebericht wurde folgender Bestätigungsvermerk erteilt: "BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die Wilhelm vom Hofe Drahtwerke GmbH, Altena Prüfungsurteile Ich habe den Konzernabschluss der Wilhelm vom Hofe Drahtwerke GmbH, Altena, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2021, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, dem Konzern-Eigenkapitalspiegel und der Konzern-Kapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 01. Januar 2021 bis zum 31. Dezember 2021 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus habe ich den Konzernlagebericht der Wilhelm vom Hofe Drahtwerke GmbH, Altena, für das Geschäftsjahr vom 01. Januar 2021 bis zum 31. Dezember 2021 geprüft. Nach meiner Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der beigefügte Konzernabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage des Konzerns zum 31. Dezember 2021 sowie seiner Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 01. Januar 2021 bis zum 31. Dezember 2021 und vermittelt der beigefügte Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Konzernlagebericht in Einklang mit dem Konzernabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Gemäß § 322 Absatz 3 Satz 1 HGB erkläre ich, dass meine Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Ich habe meine Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Meine Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" meines Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Ich bin von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und habe meine sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Ich bin der Auffassung, dass die von mir erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für meine Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Beirats für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können. Der Beirat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses des Konzerns zur Aufstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts Meine Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der meine Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung übe ich pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahre eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus identifiziere und beurteile ich die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht, plane und führe Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlange Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für meine Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können. gewinne ich ein Verständnis von dem für die Prüfung des Konzernabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Konzernlageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme abzugeben. beurteile ich die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben. ziehe ich Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit in Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls ich zu dem Schluss komme, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, bin ich verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, mein jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Ich ziehe meine Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum meines Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass der Konzern seine Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann. beurteile ich die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Konzernabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Konzernabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. hole ich ausreichende geeignete Prüfungsnachweise für die Rechnungslegungsinformationen der Unternehmen oder Geschäftstätigkeiten innerhalb des Konzerns ein, um Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht abzugeben. Ich bin verantwortlich für die Anleitung, Überwachung und Durchführung der Konzernabschlussprüfung. Ich trage die alleinige Verantwortung für meine Prüfungsurteile. beurteile ich den Einklang des Konzernlageberichts mit dem Konzernabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Konzerns. führe ich Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Konzernlagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehe ich dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteile die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen gebe ich nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. Ich erörtere mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die ich während meiner Prüfung feststelle."
Balve, den 21. Juni 2022 Dipl.-Kfm. Klaus Hundrieser, Wirtschaftsprüfer Die Feststellung bzw. Billigung des Konzernabschluss erfolgt am 27.07.2022. |
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