Life Technologies GmbH
Frankfurter Straße 129B, 64293 Darmstadt, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Daniel Hundt seit 17.6.2024 | Prokura |
Sven-Olaf Dr. Klingel seit 30.6.2020 | Geschäftsführer |
Petrus Thomas Adrianus (Piet) van der Zande seit 28.4.2015 | Geschäftsführer |
LL.M., Ralf Oliver Dr. Schlegel seit 28.4.2015 | Geschäftsführer |
BeteiligungenBeta
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| No data available | |
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Life Technologies GmbHDarmstadtJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023LAGEBERICHT FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR VOM 1. JANUAR BIS 31. DEZEMBER 2023A. GRUNDLAGEN DER GESELLSCHAFT1. Konzernzugehörigkeit Die Gesellschaft gehört zum US-amerikanischen Konzern der Thermo Fisher Scientific Inc., einem weltweit tätigen und führenden Anbieter und Lieferant für wissenschaftliche Anwendungen mit Börsennotierung in den USA (New York Stock Exchange: "TMO"). Ziel und Mission des Thermo Fisher Konzerns ist es, den Kunden zu ermöglichen, die Welt gesünder, sauberer und sicherer zu machen. Dabei unterstützt der Gesamtkonzern seine Kunden dabei, die Forschung im Bereich der Biowissenschaften zu beschleunigen, komplexe analytische Herausforderungen zu lösen, die Produktivität in ihren Laboren zu steigern und die Patientengesundheit durch Diagnostik oder die Entwicklung und Herstellung neuer Therapien, zu verbessern. Der Thermo Fisher Konzern hat im Geschäftsjahr 2023 Umsätze von 42,9 Mrd. USD (im Vorjahr: 44,9 Mrd. USD) erzielt und beschäftigt weltweit mehr als 120.000 Mitarbeiter. Der Konzern unterteilt seine weltweiten Aktivitäten in die Segmente "Analytical Instruments", "Specialty Diagnostics", "Life Science Solutions" und "Laboratory Products and Biopharma Services". (Quelle: Homepage Thermo Fisher Scientific Inc., USA) 2. Geschäftsmodell der Gesellschaft Die Life Technologies GmbH (nachfolgend "Gesellschaft" genannt) ist eine Vertriebs- und Servicegesellschaft, die eine 100 %-ige Tochtergesellschaft der FSII Sweden Holdings AB, Stockholm/Schweden ist. Die Gesellschaft ist verantwortlich für die Vertriebsaktivitäten sowie die damit verbundenen Serviceleistungen auf dem deutschen Markt. Life Technologies und ihre österreichische Niederlassung verkaufen Life-Science Instrumente und Systeme, Reagenzien und Dienstleistungen, die von Kunden aus dem pharmazeutischen, biotechnologischen, landwirtschaftlichen, klinischen, behördlichen und akademisch wissenschaftlichen Bereich genutzt werden, um biotechnologische Forschungs- und Produktionsverfahren effektiver und effizienter zu gestalten. Die Gesellschaft vertreibt des Weiteren Dienstleistungen und Reagenzien direkt an den Kunden. Alle Umsätze wurden in Deutschland erzielt mit der Ausnahme von Umsätzen der Zweigniederlassung in Österreich. Betriebsstätte Die Gesellschaft betreibt die Betriebsstätte "LifeTech Austria Zweigniederlassung" in Wien. Finanzanlagen Die Gesellschaft hält 100% an folgenden In- und ausländischen Tochterunternehmen
Im Geschäftsjahr wurde die Fermentas Sweden AB, Stockholm/Schweden, an die Thermo Fisher Diagnostics AB, Uppsala/Schweden, veräußert. Der Anteil an dem verbundenen Unternehmen wurde daher aus der Bilanz ausgebucht. 3. Steuerungssysteme Die Geschäftsführung verwendet zur Steuerung und Überwachung der Geschäftstätigkeit die finanziellen Leistungsindikatoren "Umsatzerlöse" und "operatives Ergebnis (EBIT - Earnings before interest and taxes)" welches nach US-Rechnungslegungsvorschriften ermittelt wird. Wesentlicher nicht-finanzieller Leistungsindikator, der regelmäßig erhoben wird, ist der "CAS-Wert" (Customer Allegiance Score), der die Kundenzufriedenheit misst. 4. Forschung und Entwicklung Die Gesellschaft ist im Bereich Forschung und Entwicklung nicht tätig. B. WIRTSCHAFTLICHE RAHMENBEDINGUNGEN, GESCHÄFTSVERLAUF UND LAGE DER GESELLSCHAFTWirtschaftliches Umfeld 1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen Der Anstieg der Weltproduktion im Geschäftsjahr 2023 - gemessen auf Basis von Kaufpreisparitäten - beläuft sich nach Einschätzung von Wirtschaftsforschungsinstituten auf + 3,1%. Nachdem die Weltwirtschaft im ersten Quartal 2023 deutlich angezogen hatte, expandierte sie im Sommerhalbjahr nur moderat. Im vierten Quartal ließ das Expansionstempo nochmals nach. Die Weltkonjunktur verlangsamte sich somit erneut gegen Ende des Jahres 2023. Die Industrieproduktion zeigt weltweit - trotz verbesserter Rahmenbedingungen durch die Beendigung der restriktiven Corona-Politik in China - im Jahresdurchschnitt nur einen Zuwachs von 0,9%. Der Welthandel erlebte im ersten Halbjahr 2023 - nicht zuletzt durch die Krisen im Nahen Osten - einen Tiefpunkt. In der zweiten Jahreshälfte zeigte sich eine allmähliche Stabilisierung. Nach wie vor ist der Welthandel durch Einschränkungen bei der Nutzung des Suez Kanals und der damit verbundenen erheblichen Verlängerung der Transportwege zwischen Europa und Asien, zumindest kurzfristig beeinträchtigt. Die Entwicklung im Jahr 2023 verlief international betrachtet unterschiedlich. In den USA, einem bedeutenden Markt für den Thermo Fisher Konzern, war ein robuster Anstieg des Wirtschaftswachstums von rund +2,5% zu verzeichnen. Im Vergleich zum Anstieg in den USA, entwickelte sich die Situation im Euroraum deutlich schwächer. Hier wird der Anstieg des Bruttoinlandsprodukts für das Jahr 2023 nur mit +0,5% beziffert. In China - einem strategisch ebenfalls wichtigen Markt für Thermo Fisher - konnte ein Wirtschaftswachstum von moderaten 5,2% erreicht werden. Nach Beendigung der Null-Covid-Politik dürften im Wesentlichen strukturelle Probleme die wirtschaftliche Expansion beeinträchtigen. Quelle für Prozentzahlen und Aussagen: ifw Kiel: Kieler Konjunkturbericht Welt Q1/2024, Stand März 2024 In Deutschland stagniert die Wirtschaftsleistung. Die Veränderung des preisbereinigten Bruttoinlandsprodukt im Jahr 2023 verglichen mit dem ohnehin schwachen Vorjahr liegt bei - 0,3%. Besonders betroffen ist die Wertschöpfung in der Industrie und in der Bauwirtschaft. Lediglich der private Konsum und die rückläufige Inflation wirkten sich positiv auf die deutsche Wirtschaftsleistung aus. Die aktuell vorliegenden Frühindikatoren deuten für den Jahresbeginn 2024 auf keine konjunkturelle Trendwende hin. Das ifo Institut geht davon aus, dass sich der Rückgang der Wirtschaftsleistung im ersten Quartal 2024 mit - 0,1% gegenüber dem Vorquartal fortsetzen wird. Quelle: ifo Konjunkturprognose Frühjahr 2024 Die gesamtwirtschaftliche Situation stellt sich somit im abgelaufenen Geschäftsjahr 2023 bzw. unter Berücksichtigung der Frühindikatoren für das erste Quartal 2024 weniger positiv dar als im Vorjahr. Auf einzelne Branchen bezogen, können sich jedoch unterschiedliche Sichtweisen ergeben. Die Life Technologies GmbH wird in erster Linie von der Entwicklung der Pharma- und Biotechnologie Branche beeinflusst. In der modernen Biotechnologieindustrie gibt es unterschiedliche Methoden und Verfahren, um die bestmögliche Nutzung von lebenden Organismen für die Forschung auf den Gebieten der Chemie, der Molekularbiologie und in anderen Bereichen zu erzielen. Die Biotech-Industrie hat in den letzten Jahren eine sehr wechselhafte Geschäftsentwicklung durchlebt. Die Corona-Pandemie und die Entwicklung von Impfstoffen hatten die Branche positiv beeinflusst. Die derzeitige Lage auf den Finanzmärkten und die Zurückhaltung von Investoren haben die Entwicklung im abgelaufenen Geschäftsjahr 2023 eher negativ beeinflusst. Quelle: pharma-food: Trendbericht: Herausforderungen und Entwicklungen im Pharmamarkt 2023 Quelle: statista: Statistiken zur Biotechnologie Der Schwerpunkt von Pharma und Biotechnologie liegt klar auf der Entwicklung neuer Medikamente und Diagnostika. Jedoch haben in der jüngsten Vergangenheit auch andere Aspekte an Bedeutung gewonnen und spielen eine zunehmend wichtigere Rolle (beispielsweise die Entwicklung technischer Enzyme und biologischer Kraftstoffe). Gesamtaussage zum abgelaufenen Geschäftsjahr: Aufgrund der eher nationalen Ausrichtung der Life Technologies GmbH ist vor allem die Entwicklung in Deutschland von hoher Bedeutung. Als Unternehmen der Pharma- und Biotechnologie-Branche waren die Rahmenbedingungen für die Life Technologies GmbH im abgelaufenen Geschäftsjahr 2023 als weniger positiv zu bezeichnen, mit entsprechender Wirkung auf Umsatz und EBIT, da die Gesellschaft in den Vorjahren ein Profiteur der Covid-19-Pandemie war. Das EBIT ist hinsichtlich der Abschreibungen auf Finanzanlagen im Geschäftsjahr stark negativ geprägt. 2. Geschäftsverlauf 2023 Die Gesellschaft blickt auf ein weniger erfolgreiches Geschäftsjahr zurück. Das Geschäftsvolumen war durch einen Umsatzrückgang von 10,8 % gekennzeichnet. Das operative Ergebnis vor außerplanmäßiger Abschreibung auf Finanzanlagen beträgt TEUR 10.591 und hat sich im Vergleich zum Vorjahr nahezu halbiert (Vorjahr: TEUR 20.872). In beiden Jahren sind außerplanmäßige Abschreibungen von TEUR 32.364 (im Vorjahr: TEUR 4.694) auf Finanzanlagen enthalten, die insbesondere das Ergebnis des laufenden Geschäftsjahres deutlich belasten. Während im Vorjahr ein Jahresüberschuss von TEUR 7.649 erzielt wurde, schließt das laufende Geschäftsjahr mit einem Jahresfehlbetrag von TEUR 25.933. Wesentlicher Grund hierfür war die Investitionszurückhaltung unserer Kunden auf Grund der unsicheren Marktsituation (global und lokal). Dies hatte auch Auswirkungen auf den Absatz unserer Verbrauchsmaterialien. Auch das Ende der Pandemie und der endgültige Wegfall der in 2022 dadurch noch realisierten Umsätze wirkte sich negativ aus. Diese Entwicklung steht weitestgehend im Einklang mit der gesamtwirtschaftlichen und in der Folge auch branchenspezifischen Situation. Finanzielle und nicht finanzielle Leistungsindikatoren: Die Steuerung der Gesellschaft erfolgt im Wesentlichen anhand der Umsatzerlöse und des EBIT. Das Jahresergebnis entspricht nicht der im Vorjahr prognostizierten Umsatzsteigerung im niedrigen einstelligen Prozentbereich. Die Umsatzerlöse sanken um TEUR 41.974 (10,8%). Dies liegt wie bereits beschrieben sowohl am Wegfall der letzten Pandemie bedingten Umsätze als auch an einem schwächeren Marktumfeld auf Grund der ökonomischen Unsicherheit insbesondere in Deutschland. Bereinigt um außerplanmäßige Abschreibungen ist das EBIT hauptsächlich aufgrund des fehlenden Rohertrages infolge gesunkener Umsatzerlöse um 49,3% zurückgegangen und nicht - wie prognostiziert - im einstelligen Prozentbereich angestiegen. Die Gesellschaft sieht sich trotzdem nach wie vor in der Lage, den wirtschaftlichen Herausforderungen zu begegnen. Die Einbeziehung in den weltweiten Thermo Fisher Scientific Konzern spielt dabei eine erhebliche Rolle. Nicht-finanzielle Leistungsindikatoren Als nicht finanzielle Leistungsindikatoren werden im Wesentlichen der "CAS-Wert" (Kundenzufriedenheit) herangezogen. Der CAS-Wert wird regelmäßig anhand von Umfragen bei Kunden ermittelt und in Punkten gemessen. Dieser Parameter entwickelte sich im Jahresdurchschnitt nach internen Berechnungen mit 71,9 Punkten (Vorjahr 70,2 Punkten) leicht positiv. Als nicht finanzielle Leistungsindikatoren werden des Weiteren verwendet: Kundenstamm Die Gesellschaft unterteilt ihre Hauptkunden in folgende drei Kategorien:
Umweltschutz Unsere Nachhaltigkeitsbemühungen tragen dazu bei, uns als Weltmarktführer zu positionieren. In den letzten Jahren konnten die CO 2-Bilanzen bei Thermo Fisher weltweit verbessert und die Treibhausgasemissionen reduziert werden. Es wird außerdem kontinuierlich nach neuen Möglichkeiten gesucht, um erneuerbare Energien zu nutzen. Ziel für alle Standorte ist die Reduktion der Emissionen für Scope 1 und 2 um 50% bis zum Jahr 2030. Insgesamt liegt am Standort Darmstadt ein hoher Standard im Hinblick auf Energie-Effizienz vor. Dies wurde Ende 2015 auch im Rahmen eines externen Energieaudits bestätigt. Dieser Energieaudit, der entsprechend der europäischen Norm EN 16247-1 durchgeführt werden muss, ist nach einer gesetzlichen Anforderung (Energie-Dienstleistungsgesetz, EDL-G) verpflichtend für Unternehmen mit mehr als EUR 50 Mio. Jahresumsatz durchzuführen. Belegschaft Im Jahr 2023 beschäftigte die Gesellschaft durchschnittlich 402 Mitarbeiter (einschließlich der Zweigniederlassung in Österreich). Unser Erfolg hängt zum großen Teil von unserer Fähigkeit ab, Angestellte zu gewinnen und zu binden. In dieser Hinsicht steht die Gesellschaft im Wettbewerb mit anderen Unternehmen, wie Forschungs- und wissenschaftlichen Einrichtungen, staatlichen Behörden und anderen Organisationen. Im Allgemeinen ist die Beziehung zu unseren Angestellten gut. Die Gesellschaft bietet jedem Angestellten ein branchenübliches Gehalt sowie leistungsorientierte Bonuszahlungen. Es existieren interne Fortbildungsprogramme, die von der "Thermo Fisher University" angeboten werden. 3. Lage der Gesellschaft Zur Darstellung der Lage der Gesellschaft werden im Folgenden Ausführungen zur Ertragslage und hier insbesondere zur Umsatzentwicklung sowie zur Finanz- und Vermögenslage des Geschäftsjahres 2023 gemacht. Die Vorjahreszahlen werden zu Vergleichszwecken herangezogen. 3.1 Ertragslage Umsatzentwicklung Die Umsatzerlöse im Jahr 2023 beliefen sich auf insgesamt TEUR 346.870 gegenüber TEUR 388.845 im Vorjahr. Dies entspricht einem Rückgang von 10,8 %, der hauptsächlich auf eine geringere Nachfrage nach Verbrauchsmaterialien und hier insbesondere nach COVID-Verbrauchsmaterialien zurückzuführen ist. Die Zweigniederlassung in Österreich hat im Geschäftsjahr 2023 Umsätze von TEUR 42.995 (Vorjahr: TEUR 38.639) erreicht. Sonstige betriebliche Erträge Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten Währungserträge von TEUR 697 (Vorjahr: TEUR 2.198) und Prämissen- und Bewertungsänderungen von Rückstellungen für Altersversorgung mit TEUR 2.973 (Vorjahr: TEUR 1.521). Entwicklung Materialaufwand und Rohertrag Beim Materialaufwand zeigt sich absolut gesehen ein Rückgang gegenüber dem Vorjahr von TEUR 308.982 auf TEUR 276.927. Die Materialaufwandsquote (Materialaufwand in Relation zu den Umsatzerlösen) ist mit 79,8% annähernd auf dem Vorjahresniveau von 79,5%. Infolge des niedrigeren Geschäftsvolumens liegt der Rohertrag (Umsatzerlöse abzüglich Materialaufwand) um TEUR 9.919 unter dem Vorjahr. Entwicklung Mitarbeiter und Personalaufwand Die Gesellschaft beschäftigte während des Geschäftsjahres 2023 durchschnittlich 402 Angestellte (Vorjahr: 409). 26 (Vorjahr: 27 Mitarbeiter) dieser Mitarbeiter wurden von der Zweigniederlassung in Österreich beschäftigt. Der Personalaufwand für das Geschäftsjahr 2023 in Höhe von TEUR 40.378 erhöhte sich gegenüber dem Vorjahr um TEUR 1.361. Grund für die Erhöhung ist die jährliche Erhöhung der Vergütungen, welche die leicht gesunkene Personalzahl überkompensiert hat. Entwicklung sonstige betriebliche Aufwendungen Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind annähernd auf Vorjahresniveau. Der Rückgang von TEUR 23.123 im Vorjahr zu TEUR 21.716 im laufenden Geschäftsjahr resultiert zum Teil aus geringeren Währungsaufwendungen von TEUR 782 (Vorjahr: TEUR 1.589). Entwicklung der Zinserträge Zinserträge erhöhten sich von TEUR 24 im Vorjahr auf TEUR 1.175 im laufenden Geschäftsjahr. Der Anstieg ist hauptsächlich auf Erfolgswirkungen aus der Änderung des Diskontierungszinssatzes bei Rückstellungen für Altersversorgung sowie Deckungsvermögen zurückzuführen (TEUR 825; im Vorjahr TEUR 9). Zinserträge mit verbundenen Unternehmen betragen TEUR 350 (im Vorjahr: TEUR 15), hauptsächlich bedingt durch verbesserte Konditionen auf den Finanzmärkten. Entwicklung der Abschreibungen auf Finanzanlagen Als Sondereffekte sind im Geschäftsjahr 2023 außerplanmäßige Abschreibungen auf Finanzanlagen in Höhe von TEUR 32.364 (Vorjahr: TEUR 4.694) enthalten, die aus einer voraussichtlich dauerhaften Wertminderung von Anteilen an verbundenen Unternehmen resultieren. Entwicklung der Zinsaufwendungen Zinsaufwendungen sind infolge der verstärkten Inanspruchnahme der Cash Pool Finanzierung gegenüber dem Vorjahr um TEUR 1.122 gestiegen. Gegenläufig wirkten sich niedrigere Zinsaufwendungen im Zusammenhang mit Pensionsrückstellungen aus, sodass insgesamt der Anstieg gegenüber dem Vorjahr nur TEUR 566 beträgt. EBIT / Jahresergebnis Das EBIT (Ergebnis vor Zinsen, Ertragsteuern und sonstigen Steuern) verringerte sich deutlich um TEUR 37.951 auf minus TEUR 21.773 und reflektiert die oben beschriebenen Effekte. Im Vorjahr war das EBIT darüber hinaus positiv durch die eingangs erwähnten Effekte aus Bewertungsänderungen zu Pensionsrückstellungen beeinflusst. Insgesamt wurde ein Jahresfehlbetrag von TEUR 25.933 (Vorjahr: Jahresüberschuss TEUR 7.649) erwirtschaftet. 3.2 Vermögenslage Vermögensentwicklung Die Vermögenslage hat sich wie folgt entwickelt: Die Bilanzsumme verringerte sich im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 28.418 und beträgt zum 31. Dezember 2023 TEUR 114.357. Dieser Rückgang betrifft in erster Linie das Finanzanlagevermögen und das Eigenkapital. Die Anteile an verbundenen Unternehmen stellen einen wesentlichen Posten im Anlagevermögen dar. Die Gesellschaft hat auf ihre Anteile an der Thermo Fisher Scientific GENEART GmbH, Regensburg, in Folge einer voraussichtlich dauerhaften Wertminderung eine außerplanmäßige Abschreibung in Höhe von TEUR 32.364 (Vorjahr: TEUR 4.694) durchgeführt. Die Thermo Fisher Scientific GENEART GmbH hat daher zum 31. Dezember 2023 einen Buchwert von TEUR 19.028 (Vorjahr: TEUR 51.392). Die Thermo Fisher Scientific GENEART GmbH ist ein Spezialist für eine der Zukunftstechnologien im Markt der Gentechnologie (Genetic Engineering) und gleichzeitig einer der Pioniere im neu entstehenden Markt der Synthetischen Biologie, deren Ziel die Schaffung von Organismen, z. B. Bakterien oder Hefen, mit speziellen für Mensch und Umwelt nützlichen Eigenschaften ist. Kerngeschäft der Thermo Fisher Scientific GENEART GmbH ist die Gensynthese - die künstliche Herstellung von Genen. Das Leistungsspektrum der Tochtergesellschaft reicht von der Produktion synthetischer Gene über die Generierung einer großen Anzahl von Genvarianten und Genbibliotheken bis hin zur Herstellung von DNA-basierten Wirkstoffen. Diese Produkte spielen eine große Rolle bei der Entwicklung neuer Impfstoffe z.B. gegen COVID-19 oder Krebs. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind um TEUR 8.864 auf TEUR 58.556 gestiegen und bestehen mit TEUR 48.825 (Vorjahr: TEUR 45.349) aus Lieferungen und Leistungen in Deutschland. Der verbleibende Anteil betrifft Forderungen aus der österreichischen Betriebsstätte. Die Pensionsrückstellungen stellen mit TEUR 39.220 einen wesentlichen Posten der Passivseite dar, welche um TEUR 2.069 gegenüber dem Vorjahr verringert sind. In diesem Zusammenhang ist unter den sonstigen Vermögensgegenständen ein Freistellungsanspruch mit TEUR 26.323 (Vorjahr: TEUR 29.492) aktiviert. Die sonstigen Rückstellungen haben sich insbesondere infolge niedrigerer Rückstellungen für Gratifikationen, Prämien und Tantiemen von insgesamt TEUR 8.598 im Vorjahr auf TEUR 6.003 im laufenden Geschäftsjahr vermindert. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen enthalten Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 24.243 (Vorjahr: TEUR 35.896) eine Verpflichtung aus dem Cash Pool in Höhe von TEUR 14.816 (Vorjahr: Forderungen aus Cash Pool TEUR 783). Die sonstigen Verbindlichkeiten erhöhten sich um TEUR 328 auf TEUR 10.004, was im Wesentlichen auf eine Erhöhung der Umsatzsteuerverbindlichkeiten (TEUR 280) zurückzuführen ist. Kapitalstruktur Die Eigenkapitalquote verringerte sich im Vergleich zum Vorjahr deutlich auf 8,1 % (Vorjahr: 24,6 %), bedingt durch das geringere Eigenkapital infolge des hohen Jahresverlustes. 3.3 Finanzlage Finanzierung Die Versorgung mit Liquidität wird durch den Thermo Fisher Konzern sichergestellt. Die Finanzierung der Gesellschaft erfolgt weitestgehend über das konzernweite Cash Pool System. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen beinhalten eine Verpflichtung aus dem Cash Pool in Höhe von TEUR 14.816 (Vorjahr: Forderungen aus Cash Pool TEUR 783). Es existieren keine konzernfremden Finanzierungen durch Kreditinstitute. Investitionen und daraus resultierende finanzielle Verpflichtungen Die Gesellschaft hat im Bereich des Sachanlagevermögens TEUR 545 im laufenden Geschäftsjahr investiert. Wesentliche finanzielle Verpflichtungen aus begonnenen oder geplanten Investitionen und damit verbundene Finanzierungsvorhaben bestehen nicht. Gesamtaussage zur Finanzlage: Die Gesellschaft kann über ihre Einbeziehung in das konzernweite Cash-Pool System auf interne Finanzierungsquellen zurückgreifen. Nach Ansicht der Geschäftsleitung ist die Gesellschaft in der Lage, jederzeit fristgerecht ihren Zahlungsverpflichtungen nachzukommen. Gesamtaussage zur Lage Insgesamt sieht die Geschäftsleitung die Geschäftsentwicklung und Lage der Life Technologies GmbH auch vor dem Hintergrund der gesamtwirtschaftlichen Situation immer noch als verhalten positiv an. Die Einbeziehung in den weltweiten Thermo Fisher Scientific Konzern, der insbesondere die Liquidität der Gesellschaft durch das konzernweite Cash Pool System sichert, spielt dabei eine erhebliche Rolle. C. CHANCEN- UND RISIKOBERICHT1. Chancenbericht Wesentliche Chancen (sowie Risiken) aus der Einbeziehung in den Konzernverbund Grundsätzlich besteht für eine Gesellschaft, die finanziell und operativ eng in einen internationalen Konzern eingebunden ist, ein gewisses Risiko in Bezug auf ihre Eigenständigkeit und ihre wirtschaftlichen Entfaltungsmöglichkeiten, da die Konzernstrategie mit dem Interesse einer einzelnen Gesellschaft nicht immer einher gehen wird. Es besteht das Risiko, dass Maßnahmen, die aus Konzernsicht sinnvoll erscheinen, sich nachteilig auf die Einzelgesellschaft auswirken könnten. Die Konzerngesellschaften sind somit in gewisser Weise von Entscheidungen, die auf übergeordneten Ebenen getroffen werden, abhängig. Andererseits bietet insbesondere die finanzielle Eingliederung in eine finanzstarke, übergeordnete Organisation wesentliche Chancen. Als reine Vertriebsgesellschaft ist die Life Technologies GmbH abhängig von der Vertriebsstrategie des Konzerns und den verfügbaren Produkten. Dies kann sowohl ein Risiko als auch eine Chance darstellen. Die Einbindung in den Konzern eröffnet internationale Absatzwege, Zugang zu Forschungs- und Entwicklungsergebnissen sowie die breite Versorgung mit neu entwickelten Produkten. Darüber hinaus erfolgt eine finanzielle Absicherung unter dem internationalen Cash-Pool System. Die Life Technologies GmbH sieht die Einbindung in den Thermo Fisher Scientific Konzern als ihre wesentliche Chance. Wir erwarten Chancen in den Bereichen der synthetischen Biologie und personalisierter Medizin. Dies sind Wachstumsbereiche in den Märkten, die wir bedienen und in denen wir über operatives Know-how verfügen. Infolge der derzeitigen Marktposition und der Tatsache, dass Kunden die von ihnen benötigten Geräte sowie ihre Reagenzien von einem Hersteller beziehen können und dass sich die Produkte der verschiedenen Life Sciences Divisionen bei Thermo Fisher optimal ergänzen, sind wir der Überzeugung, dass die Gesellschaft ihren Kunden einen umfassenden Kundennutzen bieten können. Durch die anhaltende Integration der Geschäftsbereiche wird darüber hinaus die Erschließung neuer Potenziale möglich. Die Life Technologies GmbH sieht ein gewisses theoretisches Risiko, leitet von ihrer Einbindung in den Thermo Fisher Konzern jedoch überwiegend Chancen ab. Risikobericht 2. Risikomanagementsystem Die Gesamtpalette von operativen Risiken in den Geschäftsbereichen Ein- und Verkauf, Personal, Produktion, Qualitätsmanagement sowie im Finanzwesen sind Bestandteil des Konzerncontrollings. Eine standardisierte, monatliche Finanzberichterstattung aller Konzerngesellschaften liefert unter Berücksichtigung von Analysen zu Budgetabweichungen einen zeitnahen Informationsfluss und eröffnet die Möglichkeit, korrigierende Maßnahmen einzuleiten. 2.1 Risikobericht Im Folgenden werden Risiken im Hinblick auf ihre Bedeutung für die Gesellschaft gewichtet. Der Betrachtungszeitraum entspricht dem Prognosezeitraum. Globale Risikolage und Einfluss aktueller Krisenherde (Russland/Ukraine und Nahost) (Risikoeinschätzung: mittel) Die Gesellschaft hat absatzseitig keine direkten Berührungspunkte mit den Krisenregionen. Allerdings können Kunden z.B. im Pharmabereich von Absatzrückgängen betroffen sein, was sich wiederum negativ auf deren Produktkäufe bei der Life Technologies GmbH auswirken könnte. Beschaffungsseitig zeichnete sich zu Beginn des Geschäftsjahres 2023 im Hinblick auf die Verfügbarkeit von Rohstoffen bzw. in Bezug auf die Entwicklung der Energiepreise eine gewisse Entspannung ab. Insofern ist gegenwärtig von einer leichten Verbesserung der Gesamtsituation auszugehen. Es könnten sich jedoch - sollte die geopolitische Lage in Osteuropa oder in Nahost und hier insbesondere die Beeinträchtigung der Transportwege - weiterhin angespannt bleiben oder sich weiter verschlechtern - erneut nachhaltige Beeinträchtigungen im Bereich der Lieferketten verbunden mit Preisanstiegen bei Energie und industriellen Vorprodukten, ergeben. Das Thermo Fisher Werk in Vilnius/Litauen, ist einer der Hauptlieferanten der Gesellschaft und bisher nicht betroffen. Die Life Technologies GmbH ist bestrebt, etwaige Preiserhöhungen bestmöglich abzufedern, es kann jedoch nicht ausgeschlossen werden, dass sich diese Preiserhöhungen nachteilig auf die wirtschaftliche Entwicklung der Life Technologies GmbH auswirken. Cyber und IT Risiken (Risikoeinschätzung: mittel) Wie die meisten großen internationalen Unternehmen sind auch die Gesellschaften des Thermo Fisher Konzerns regelmäßig der Gefahr von Cyberangriffen und anderen Cybersicherheitsvorfällen ausgesetzt, weshalb Cybersicherheit konzernweit in den gesamten Risikomanagementprozess integriert wird. Eine erhebliche Störung oder Verletzung der Sicherheit unserer Informationstechnologiesysteme oder ein Verstoß gegen Datenschutzgesetze könnte sich nachteilig auf unser Geschäft auswirken. Als Teil unserer ständigen Bemühungen, unsere derzeitigen Informationssysteme zu aktualisieren, implementieren wir regelmäßig neue Softwareanwendungen, um bestimmte unserer Geschäftsvorgänge zu verwalten. Während wir Funktionen implementieren und hinzufügen, können Probleme auftreten, die wir nicht vorhergesehen haben. Solche Probleme könnten unsere Fähigkeit beeinträchtigen, Angebote zu erstellen, Kundenbestellungen entgegenzunehmen und unser Geschäft anderweitig zeitnah zu führen. Wenn wir Systeme aktualisieren oder ändern, kann es zu Dienstunterbrechungen, Datenverlust oder eingeschränkter Funktionalität kommen. Wenn unsere neuen Systeme außerdem keine genauen Preis- und Kostendaten liefern, könnten unsere Betriebsergebnisse und Cashflows nachteilig beeinflusst werden. Wir verlassen uns auf unsere Informationstechnologiesysteme, um elektronische Informationen (einschließlich sensibler Daten wie vertraulicher Geschäftsinformationen und personenbezogener Daten von Mitarbeitern, Kunden und anderen Geschäftspartnern) zu verarbeiten, zu übertragen und zu speichern und eine Vielzahl kritischer Geschäftsprozesse zu verwalten oder zu unterstützen. Unsere Systeme können anfällig für Schäden oder Unterbrechungen durch Naturkatastrophen, Stromausfälle, Telekommunikationsausfälle, Terroranschläge, Computerhackerangriffe, Computerviren, Ransomware, Phishing, Computer-Denial-of-Service-Angriffe, unbefugten Zugriff auf Kunden- oder Mitarbeiterdaten oder Geschäftsgeheimnisse, sein. Wir sind der Meinung, dass Cybersicherheit in der Verantwortung jedes Mitarbeiters liegt, und informieren und teilen regelmäßig Best Practices mit unseren Mitarbeitern, um das Bewusstsein für Cybersicherheitsbedrohungen durch ein Schulungsprogramm zum Sicherheitsbewusstsein zu schärfen, einschließlich regelmäßiger Übungen, regelmäßiger Simulationen von Cyber-Ereignissen und einer jährlichen Bescheinigung unserer Richtlinie zur akzeptablen Nutzung von Technologien. Wir gehen nicht davon aus, dass es derzeit Cybersicherheitsvorfälle gibt, die das Unternehmen oder seine Geschäftsstrategie, seine Betriebsergebnisse oder seine Finanzlage wesentlich beeinträchtigt haben oder nach vernünftigem Ermessen wesentlich beeinträchtigen werden. Preisrisiko (Risikoeinschätzung: mittel) Der Markt für unsere Produkte ist hart umkämpft und preissensibel. Unsere Mitbewerber haben sich in der Vergangenheit bei der Senkung von Preisen für bestimmte Produkte gegenseitig unterboten. Die stark erhöhten Einkaufspreise erfordern nun aber Preiserhöhungen für unsere Produkte, um die Profitabilität der Gesellschaft nicht zu gefährden. Dies gilt auch für alle Mitbewerber. D.h. derjenige, der das beste Pricing-Modell entwickelt und am überzeugendsten an Kunden vermarkten kann, wird Marktanteile gewinnen. Sollten wir diesen Preiswettbewerb nicht antizipieren und darauf reagieren, könnte dies nachteilige Auswirkungen auf unseren Marktanteil haben. Dies ist ein Bereich, der von der Geschäftsleitung regelmäßig überprüft wird. Mitarbeiterrisiko (Risikoeinschätzung: mittel) Die hohe Inflation bewirkt, dass die adäquate monetäre Kompensation unserer Mitarbeiter erheblich an Bedeutung gewinnt. Mitarbeiter lassen sich durch das Anbieten höherer Gehälter leichter zu Mitbewerbern abwerben und im gleichen Zug wird es schwieriger, neue Mitarbeiter anzuwerben. Der "War-for-Talent" führt dazu, dass Stellen länger als in der Vergangenheit unbesetzt bleiben, was ein Risiko für die Umsatzentwicklung bedeuten kann. Gegenmaßnahmen sind freiwillige Einmalzahlungen an alle Mitarbeiter, da diese die Bilanz nicht langfristig belasten, aber kurzfristig zu einer Entlastung der Mitarbeiter führen. Dieser Bereich wird von der Geschäftsführung sorgfältig beobachtet. Investitionen in Finanzanlagen (Risikoeinschätzung: mittel) Die Life Technologies GmbH hat rund EUR 56,2 Mio. in den Erweb von Anteilen an verbundenen Unternehmen investiert. Mit den Kaufpreisen sind Erwartungen in die zukünftige Profitabilität verbunden, die im Falle einer nachhaltigen Verschlechterung der künftigen Ertragsaussichten bei einer oder mehreren Beteiligungen zu einem Abschreibungsbedarf führen können, der die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage in wesentlichem Umfang negativ beeinflussen könnte. Bei der Erstellung des Lageberichts sind derartige negative Entwicklungen bereits berücksichtigt worden, die sich in der außerplanmäßigen Abschreibung von EUR 32,4 Mio. (Vorjahr: EUR 4,7 Mio.) darstellen. Es bestehen zum 31. Dezember 2023 kumulierte Abschreibungen auf das Finanzanlagevermögen in Höhe von EUR 37,1 Mio. bzw. 66,0% auf die historischen Anschaffungskosten der Anteile an verbundenen Unternehmen. Der Beteiligungsbuchwert wird in den Folgejahren weiterhin kritisch zu hinterfragen sein, kann je nach Entwicklung der Tochtergesellschaften gleichwohl aber auch eine Chance auf Zuschreibungen darstellen. Währungsrisiko (Risikoeinschätzung: mittel) Der Umsatz wird größtenteils in Deutschland und Österreich und in Euro erzielt. In den wenigen Fällen, in denen Umsätze in einer Fremdwährung generiert werden, erfolgen derzeit keine Absicherungen dieser Geschäfte, was zu einer mittleren Risikoeinschätzung führt. Absatz- und Ausfallrisiko (Risikoeinschätzung: niedrig) Die Life Technologies GmbH handelt überwiegend mit großen Pharma- Biotechnikunternehmen und akademischen Laboren. Aufgrund der Größe dieser Unternehmen und der staatlichen Unterstützung sehen wir kein erhöhtes Ausfallrisiko bei diesen Kunden. Kleinere Kunden, wie z.B. Biotech Start-ups könnten durch die erhöhten Rohmaterial- und Energiekosten eher gefährdet sein, deshalb ist das Gesamtausfallrisiko leicht erhöht im Vergleich zum Vorjahr. Liquiditätsrisiko (Risikoeinschätzung: niedrig) In Folge der soliden Finanzlage und der Einbeziehung in den Cash Pool des Konzerns wird das Liquiditätsrisiko als gering eingestuft. Das Liquiditätsrisiko für den konzernweiten Cash Pool ist auf Ebene des Gesamtkonzerns der Thermo Fisher Scientific Inc. in USA zu beurteilen. Nach gegenwärtiger Einschätzung lassen sich keine wesentlichen Liquiditätsrisiken hieraus ableiten. Gewährleistungsrisiko (Risikoeinschätzung: niedrig) Als Gewährleistungsrisikokommissionär trägt die Life Technologies die Kosten für Gewährleistungsansprüche mangelhafter Geräte ihrer Kunden. Die Gesellschaft trägt diesem Risiko durch die Bildung von Rückstellungen Rechnung. Rechtliche Risiken (Risikoeinschätzung: niedrig) Es bestehen derzeit keine nennenswerten Rechtsstreitigkeiten, die einer Risikovorsorge bedürfen. Risiken (und Chancen) aus der Einbeziehung in den Konzernverbund (Einschätzung: niedrig) Als reine Vertriebsgesellschaft ist die Life Technologies GmbH abhängig von der Vertriebsstrategie des Konzerns und den verfügbaren Produkten. Dies kann sowohl ein Risiko als auch eine Chance darstellen. Die Einbindung in den Konzern eröffnet eine zuverlässige Lieferkette, Zugang zu Forschungs- und Entwicklungsergebnissen sowie die breite Versorgung mit neu entwickelten Produkten. Darüber hinaus erfolgt eine finanzielle Absicherung unter dem internationalen Cash-Pool System. Andererseits ist die Gesellschaft abhängig von Entscheidungen, die auf übergeordneten Ebenen getroffen werden. Die Gesellschaft leitet aus ihrer Konzernzugehörigkeit überwiegend Chancen ab. 2.2 Gesamtrisikoeinschätzung Die Geschäftsleitung sieht ein global erhöhtes Risiko im Einklang mit der aktuellen weltpolitischen Entwicklung hauptsächlich in Folge bestehender Unsicherheiten über den weiteren Verlauf geopolitischer Konflikte und deren Auswirkungen. Ein Risiko für das künftige Fortbestehen des Unternehmens wird auf Basis der Auftragslage, der Branchensituation, der Geschäftsstruktur und der finanziellen Eingliederung in den Thermo Fisher Cash-Pool nicht gesehen. E. PROGNOSEBERICHT1. Allgemeine Wirtschaftsprognosen Derzeitigen Wirtschaftsprognosen zur Folge wird mit einem Anstieg des Weltwirtschaftswachstums von +3,2 % für das Geschäftsjahr 2024 gerechnet. Im Euroraum wird momentan für 2024 ein Wirtschaftswachstum von +0,9 % angenommen. Für die USA hingegen wird mit einem Wachstum von +2,2 %, für China wird ein Wachstum von +5,2 %, für Deutschland von lediglich + 0,2 % gerechnet. Quelle: IfW Kiel, Konjunkturbericht Welt und Deutschland, Q2, 2024, Stand Juni 2024 Die Prognosen hängen unter anderem von der weiteren Entwicklung geopolitischer Auseinandersetzungen und den damit verbundenen, internationalen Auswirkungen, sowie der Inflations- und Zinsentwicklung ab und sind dementsprechend mit Unsicherheiten behaftet. 2. Prognose in Bezug auf die Entwicklung der Gesellschaft Aufgrund der insgesamt unsicheren Rahmenbedingungen erwartet die Gesellschaft für die Berichtsperiode 2024 eine weniger positive Geschäftsentwicklung und eine ebenfalls weniger gute Tendenz für 2025. Für das Geschäftsjahr 2024 rechnet die Gesellschaft mit einem Rückgang der finanziellen Leistungsindikatoren "Umsatzerlöse" im niedrigen einstelligen Prozentbereich der sich auch auf das "EBIT" / "operating profit" (vor Berücksichtigung außerordentlicher Effekte wie z.B. der außerplanmäßigen Abschreibung auf Finanzanlagen im Geschäftsjahr 2022 / 2023) durchschlagen wird. Dies begründet sich maßgeblich mit der andauernden Marktschwäche. Die Liquidität wird wie vorstehend beschrieben als gesichert angesehen. Darüber hinaus wird eine weiterhin positive Entwicklung bei dem nicht finanziellen Leistungsindikatoren Kundenzufriedenheit ("CAS Wert") prognostiziert. Es wird erwartet, dass sich der Trend für die Umsatzerlöse und das EBIT auch im Geschäftsjahr 2025 (auf Basis des Geschäftsjahres 2024) fortsetzen wird. Allerdings sind - vor dem Hintergrund der gesamtwirtschaftlichen Situation - Prognosen mit gewissen Unsicherheiten behaftet.
Darmstadt, den 13. Dezember 2024 Life Technologies GmbH Die Geschäftsführung Herrn Petrus van der Zande Herrn Dr. Ralf Schlegel Herrn Dr. Sven Klingel Frau Kirsten Tief-Küry Bilanz zum 31. Dezember 2023Aktiva
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023
ANHANG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR VOM 1. JANUAR BIS 31. DEZEMBER 2023I. ALLGEMEINE HINWEISE UND REGISTERINFORMATIONENDie Life Technologies GmbH hat ihren Sitz in Darmstadt und ist eingetragen in das Handelsregister beim Amtsgericht Darmstadt (HR B Reg. Nr. 85915). Die Gesellschaft ist eine große Kapitalgesellschaft i.S.v. § 267 Abs. 3 HGB. Der Jahresabschluss wurde nach den für alle Kaufleute geltenden handelsrechtlichen Vorschriften der §§ 242 ff. HGB sowie den ergänzenden Vorschriften für Kapitalgesellschaften (§§ 264 ff. HGB) unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung sowie des Gesetzes betreffend die Gesellschaften mit beschränkter Haftung (GmbHG) aufgestellt. Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB aufgestellt. Aufwendungen und Erträge werden auf das Geschäftsjahr abgegrenzt. Das Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr. Der Jahresabschluss wurde unter der Annahme der Unternehmensfortführung aufgestellt. Aus Gründen der Übersichtlichkeit ist der Anhang in TEUR aufgestellt. Im Interesse einer besseren Klarheit und Übersichtlichkeit werden die nach den gesetzlichen Vorschriften bei den Posten der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung anzubringenden Vermerke ebenso wie die Vermerke, die wahlweise in der Bilanz bzw. Gewinn- und Verlustrechnung oder im Anhang anzubringen sind, im Anhang aufgeführt. II. BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSMETHODENDie Bilanzierungs-, Bewertungs- und Ausweisgrundsätze sind gegenüber dem Vorjahr unverändert. Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten (§ 255 Abs. 1 HGB) vermindert um planmäßige Abschreibungen bewertet. Die Abschreibungen werden unter Anwendung der linearen Methode sowie unter Zugrundelegung einer betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer ermittelt. Im Zugangsjahr erfolgt die Abschreibung zeitanteilig. Soweit die beizulegenden Werte einzelner immaterieller Vermögensgegenstände des Anlagevermögens ihren Buchwert unterschreiten, werden zusätzlich außerplanmäßige Abschreibungen bei voraussichtlich dauernder Wertminderung vorgenommen. Software wird über 3 Jahre, Kundenbeziehungen werden über 5 Jahre und der Geschäfts- oder Firmenwert wird über 10 Jahre abgeschrieben. Der aus einer Verschmelzung im Geschäftsjahr 2017 entstandene Geschäfts- oder Firmenwert wird gemäß der voraussichtlichen Nutzungsdauer linear über 10 Jahre abgeschrieben. Der Geschäfts- oder Firmenwert basiert im Wesentlichen auf Know-how im Bereich der genetischen Analysefähigkeit, um klinische und angewandte Märkte besser zu bedienen sowie auf dem dazugehörigen Kundenstamm. Das Sachanlagevermögen wird mit Anschaffungskosten (§ 255 Abs. 1 HGB), vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen bewertet. Die Abschreibungen werden unter Zugrundelegung einer betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer ermittelt. Fremdkapitalkosten werden nicht einbezogen. Technische Anlagen und Maschinen werden über 3 bis 15 Jahre, andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung überwiegend über 3 bis 10 Jahre linear abgeschrieben. Im Jahr des Zugangs erfolgt die Abschreibung zeitanteilig. Nicht mehr genutzte Anlagegüter werden außerplanmäßig abgeschrieben. Soweit die beizulegenden Werte einzelner Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens ihren Buchwert unterschreiten, werden zusätzlich außerplanmäßige Abschreibungen bei voraussichtlich dauernder Wertminderung vorgenommen. Im laufenden Geschäftsjahr sind keine außerplanmäßigen Abschreibungen angefallen. Geringwertige Wirtschaftsgüter mit Anschaffungskosten bis EUR 250 werden sofort abgeschrieben. Wirtschaftsgüter mit Anschaffungskosten von mehr als EUR 250 bis EUR 1.000 werden als Sammelposten erfasst und entsprechend den gesetzlichen Vorschriften des § 6 Abs. 2a EStG über 5 Jahre linear abgeschrieben. Die Finanzanlagen sind zu Anschaffungskosten (§ 255 Abs. 1 HGB) oder dem niedrigeren beizulegenden Zeitwert bei voraussichtlich dauerhafter Wertminderung angesetzt. Die im Vorratsvermögen enthaltenen Waren werden zu Anschaffungskosten einschließlich Anschaffungsnebenkosten oder dem niedrigeren Marktpreis bewertet. Abwertungen für Bestandsrisiken, die sich aus der Lagerdauer und / oder geminderter Verwertbarkeit ergeben, werden in angemessenem und ausreichendem Umfang vorgenommen. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände werden zum Nominalwert angesetzt. Erkennbare Einzelrisiken werden durch Einzelwertberichtigungen angemessen berücksichtigt. Die Guthaben bei Kreditinstituten sind zum Nennwert bilanziert. Ausgaben vor dem Abschlussstichtag, soweit sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen, sind unter den aktiven Rechnungsabgrenzungsposten ausgewiesen. Das gezeichnete Kapital wird zum Nennwert bilanziert. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen im Rahmen von unmittelbaren Versorgungszusagen werden auf der Grundlage versicherungsmathematischer Berechnung nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected Unit Credit Method) unter Berücksichtigung der Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. Heubeck bewertet. Es wurden die Anwendungsregelungen des Rechnungslegungshinweises FAB 1.021 für Pensionszusagen, die vollständig oder teilweise von einer Rückdeckungsversicherung abhängen bzw. für die eine Rückdeckungsversicherung abgeschlossen wurde, berücksichtigt. Bewertungsgrundlagen für nicht rückgedeckte Bestandteile: Zum 31. Dezember 2023 werden die Pensionsverpflichtungen mit dem 10-jährigen Durchschnittszinssatz in Höhe von 1,83 % (Vorjahr: 1,78 %) abgezinst. Der anzuwendende Diskontierungszinssatz wird von der Deutschen Bundesbank nach Maßgabe der Rückstellungsabzinsungsverordnung (RückAbzinsV) ermittelt und monatlich bekannt gegeben. Am 31. Dezember 2023 betrug der eigentlich anzuwendende Zinssatz 1,82 %; eine Anpassung war aufgrund der geringfügigen Zinsdifferenz nicht nötig. Es wird gemäß der Vereinfachungsregel des § 253 Abs. 2 Satz 2 HGB eine pauschale Restlaufzeit von 15 Jahren unterstellt. In Höhe des Differenzbetrages der Diskontierung der Verpflichtung mit dem 7-jährigen Durchschnittssatz besteht grundsätzlich eine Ausschüttungssperre. Erfolgswirkungen aus einer Änderung des Diskontierungszinssatzes werden im Finanzergebnis erfasst. Die Pensionsrückstellungen enthalten Verpflichtungen aus verschiedenen Pensionsplänen. Zur Bewertung der Pensionsverpflichtungen werden jährliche Rentensteigerungen in Höhe von 2,10 % (Vorjahr 2,10 %) angesetzt. Zusätzlich dazu wird ein Aufschlag auf die laufenden Renten berücksichtigt. Dieser Aufschlag wird unternehmensindividuell anhand des individuellen Rentenanpassungsstichtags berechnet, um der erhöhten Inflation der vergangenen Jahre Rechnung zu tragen. Im Vorjahr wurde bei der Thermo Fischer Scientific Vermögensverwaltungs GmbH und der ehemaligen PE Manufacturing GmbH der Inflationsaufschlag über einen erhöhten Rententrend von 2,50% berücksichtigt. Zusätzlich wird in den gehaltsabhängigen Zusagen ein jährlicher Gehaltstrend von 3,00 % (Vorjahr: 3,00 %) berücksichtigt. Bei Zusagen, die eine feste Rentenanpassung vorsehen, wurde dies entsprechend berücksichtigt. Die ausschließlich zur Erfüllung der Altersversorgungsverpflichtungen dienenden, dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogenen Vermögensgegenstände (Deckungsvermögen i. S. d. § 246 Abs. 2 HGB) wurden mit ihrem beizulegenden Zeitwert mit den Rückstellungen verrechnet. Bei dem Deckungsvermögen handelt es sich um Rückdeckungsversicherungen. Die Aktivwerte der Rentenversicherungen wurden nach anerkannten versicherungsmathematischen Grundsätzen berechnet. Bewertungsgrundlagen für rückgedeckte Bestandteile: (FAB 1.021) Die Gesellschaft hat bei der Bilanzierung das Deckungskapitalverfahren (Primat der Aktivseite) angewendet. Für die Verzinsung wurde der Tarifzinssatz angewendet, falls dieser über dem Garantiezinssatz liegt. Es wurde eine Gesamtverzinsungserwartung von (2,6 % bzw. 3,0 %; Vorjahr: 2,5%) zugrunde gelegt. Die Steuerrückstellungen wurden in Höhe der voraussichtlichen Zahlungsverpflichtung gebildet. Die sonstigen Rückstellungen decken alle erkennbaren Risiken und Verpflichtungen. Sie sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr sind mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst. Die Rückstellung für Jubiläumszuwendungen wurde mit dem notwendigen Erfüllungsbetrag zum Bilanzstichtag angesetzt. Die sonstigen Rückstellungen enthalten Beträge für den voraussichtlichen Verpflichtungsumfang der Gesellschaft aus Aktienoptionen und anderen aktienbasierten Vergütungen (Restricted Stock Units, "RSU"), die bestimmten Mitarbeitern der Life Technologies GmbH von der Thermo Fisher Scientific Inc., Waltham, USA, gewährt wurden. Die Gesellschaft hat sich vertraglich verpflichtet, der Thermo Fisher Scientific Inc., sämtliche Aufwendungen, die im Zusammenhang mit der Ausübung dieser Aktienoptionen oder "RSUs" entstehen, zu ersetzen. Der Verpflichtungsumfang bei Aktienoptionen besteht aus der Differenz zwischen dem künftigen Ausübungspreis und einer vom Mitarbeiter zu leistenden Zuzahlung. Im Fall gewährter RSUs entfällt die zu leistende Zuzahlung und es besteht somit ein Verpflichtungsumfang in Höhe des voraussichtlichen Börsenkurses zum Ausübungszeitpunkt pro gewährter Einheit zzgl. der über den Erdienungszeitraum aufgelaufenen Dividenden (Dividendenäquivalent). Die Rückstellung für ausgeübte Aktienoptionen oder RSUs wird mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt und beträgt zum Bilanzstichtag TEUR 496 (Vorjahr: TEUR 176). Die Rückstellung für den noch nicht ausgeübten Verpflichtungsumfang in Höhe von TEUR 403 (Vorjahr: TEUR 775) wird folgendermaßen ermittelt: Der Erfüllungsbetrag für RSUs wird ratierlich über den Erdienungszeitraum (von in der Regel bis zu 3,5 Jahren) angesammelt. Der Verpflichtungsumfang für gewährte Aktienoptionen richtet sich nach den folgenden Kriterien: Aktienoptionen, die bereits ausübbar sind, werden mit ihrem inneren Wert (Börsenkurs am Bilanzstichtag abzüglich der vom Mitarbeiter zu leistenden Zuzahlung) bewertet. Für noch nicht ausübbare Aktienoptionen wird das Verfahren nach Black-Scholes mit folgenden Annahmen zugrunde gelegt:
Der Ausweis der Verbindlichkeiten erfolgt grundsätzlich mit dem Erfüllungsbetrag. Unter den passiven Rechnungsabgrenzungsposten werden Einnahmen vor dem Abschlussstichtag, soweit sie Ertrag für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen, passiviert. Fremdwährungsumrechnung Geschäftsvorfälle in fremder Währung werden grundsätzlich mit dem Kurs zum Zeitpunkt der Erstverbuchung erfasst. Dabei wird ein konzernweit festgelegter und in regelmäßigen Abständen aktualisierter Konzernkurs verwendet. Die Bilanzposten werden zum Stichtag wie folgt bewertet: Kurzfristige Fremdwährungsforderungen sowie liquide Mittel oder andere kurzfristige Vermögensgegenstände in Fremdwährungen werden zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet. Langfristige Fremdwährungsforderungen werden unter Berücksichtigung des Niederstwertprinzips entweder zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag oder mit dem niedrigeren historischen Kurs zum Transaktionszeitpunkt umgerechnet. Kurzfristige Fremdwährungsverbindlichkeiten werden zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet. Langfristige Fremdwährungsverbindlichkeiten werden unter Berücksichtigung des Vorsichtsprinzips entweder zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag oder mit dem höheren Kurs zum Transaktionszeitpunkt umgerechnet. Latente Steuern werden auf die Unterschiede in den Bilanzansätzen der Handelsbilanz und der Steuerbilanz angesetzt, sofern sich diese in den späteren Geschäftsjahren voraussichtlich abbauen. Aktive und passive latente Steuern werden saldiert ausgewiesen. Im Falle eines Aktivüberhangs der latenten Steuern zum Bilanzstichtag wird von dem Aktivierungswahlrecht des § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB kein Gebrauch gemacht. Der Berechnung der latenten Steuern liegt ein effektiver Steuersatz von 31,7% zugrunde (15,8% für die Körperschaftsteuer einschließlich Solidaritätszuschlag und 15,9% für die Gewerbesteuer), der sich voraussichtlich im Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen ergeben wird. III. ERLÄUTERUNGEN ZUR BILANZAnlagevermögen Die Entwicklung des Anlagevermögens ist aus dem Anlagespiegel ersichtlich, der diesem Anhang als Anlage beigefügt ist. Finanzanlagen
( *) Angabe gemäß dem ungeprüften Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 ( **) Angabe gemäß dem geprüften Jahresabschluss Kurs zum Stichtag 31. Dezember 2023: 20,58 (1 EUR = ZAR) Jahresdurchschnittskurs 2023: 19,94 (1 EUR = ZAR) Im Geschäftsjahr 2023 wurde eine außerplanmäßige Abschreibung auf die Thermo Fisher Scientific GENEART GmbH, Regensburg, in Höhe von TEUR 32.364 (Vorjahr: TEUR 4.694) vorgenommen. Die Anteile an der Fermentas Sweden AB, Stockholm, Schweden, sind im Geschäftsjahr aufgrund ihrer Veräußerung abgegangen. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen betragen zum 31. Dezember 2023 TEUR 58.556 (Vorjahr: TEUR 49.692) und sind innerhalb eines Jahres fällig. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen enthalten Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 455 (Vorjahr: TEUR 157). Im Vorjahr bestanden TEUR 783 aus dem Finanzverkehr (Cash-Pooling). Es bestehen wie im Vorjahr keine Forderungen gegen Gesellschafter. In den sonstigen Vermögensgegenständen werden mit TEUR 26.323 (Vorjahr: TEUR 28.910) Beträge ausgewiesen, die erst nach dem Abschlussstichtag rechtlich entstehen. Dies betrifft Forderungen aus einer Freistellungsvereinbarung betreffend Pensionsverpflichtungen, deren Entstehung rechtlich an die Fälligkeit der entsprechenden Rentenzahlung geknüpft ist. Zwischen der Gesellschaft als Rechtsnachfolgerin der Bodenseewerk Perkin-Elmer GmbH und der ehemaligen Berthold GmbH & Co. KG wurde im Rahmen der Übertragung des operativen Geschäftsbetriebs am 27. und 31. Mai 1999 eine Freistellungsvereinbarung getroffen, in der sich die ehemalige Berthold GmbH & Co. KG dazu verpflichtet hat, für die Bodenseewerk Perkin-Elmer GmbH den Aufwand aus zukünftigen Pensionsverpflichtungen zu übernehmen. Laut Vertrag handelt es sich um eine alleinige Erfüllungsübernahme im Innenverhältnis gem. IDW RS HFA 30, sodass die entsprechenden Pensionsrückstellungen weiterhin passiviert werden sowie in identischer Höhe der Freistellungsanspruch. Die Werthaltigkeit des Freistellungsanspruches war zum 31. Dezember 2023 gegeben. Dieser Freistellungsanspruch sowie die in den sonstigen Vermögensgegenständen ausgewiesenen Rentenrückdeckungsversicherungen in Höhe von TEUR 631 (Vorjahr: TEUR 582) haben eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr. Alle anderen ausgewiesenen Forderungen und sonstigen Vermögenswerte, einschließlich der Forderungen gegen verbundene Unternehmen, sind wie im Vorjahr innerhalb eines Jahres fällig. Latente Steuern Aus Unterschieden zwischen Wertansätzen in der Handelsbilanz und in der Steuerbilanz ergaben sich aktive latente Steuern in Höhe von TEUR 15.392 (Vorjahr: TEUR 16.613) und passive latente Steuern in Höhe von TEUR 8.348 (Vorjahr: TEUR 9.169). Nach Saldierung der aktiven und passiven latenten Steuern verbleibt ein Aktivüberhang in Höhe von TEUR 7.044 (Vorjahr: TEUR 7.444), der unter Ausübung des bestehenden Ansatzwahlrechtes nach § 274 Abs. 1 HGB nicht aktiviert wurde. Der Berechnung wurde ein Steuersatz von 31,7 % zugrunde gelegt. Die latenten Steuern resultieren im Wesentlichen aus Bilanzdifferenzen bei den Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen sowie aus körperschaft- und gewerbesteuerlichen Zinsvorträgen. Eigenkapital Das Stammkapital beträgt wie im Vorjahr TEUR 10.230. Der Bilanzverlust in Höhe von TEUR - 1.000 (Vorjahr: Bilanzgewinn TEUR 24.933) setzt sich aus dem Gewinnvortrag von TEUR 24.933 (Vorjahr: TEUR 17.284) und einem Jahresergebnis von TEUR - 25.933 (Vorjahr: TEUR + 7.649) zusammen. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen Der Berechnung der Pensionsrückstellungen liegen versicherungsmathematische Gutachten zugrunde. Rückstellungspflichtige Pensionsverpflichtungen bestehen zum Bilanzstichtag in Höhe von TEUR 39.220 (Vorjahr: TEUR 41.288). Hierin enthalten sind Verpflichtungen mit Erfüllungsbeträgen in Höhe von TEUR 26.862 (Vorjahr: TEUR 25.982), die mit dem beizulegenden Zeitwert des Deckungsvermögens in Höhe von TEUR 15.393 (Vorjahr: TEUR 14.956) gemäß § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB verrechnet wurden. Da es sich bei dem Deckungsvermögen um Rückdeckungsversicherungen handelt entsprechen die Anschaffungskosten dem beizulegenden Zeitwert. Die Differenz zwischen dem beizulegenden Zeitwert und den Anschaffungskosten unterliegt grundsätzlich einer Ausschüttungssperre. Des Weiteren existieren sogenannte leistungskongruent rückgedeckte Versorgungszusagen. Maßgeblich für die Höhe der Altersrente ist dabei die Versicherungsleistung, die sich bei Erfüllung der Voraussetzungen für den Bezug der Altersrente aus der abgeschlossenen Rückdeckungsversicherung ergibt. Die Bewertung der Pensionsrückstellung erfolgt somit in Höhe des Aktivwerts der Rückdeckungsversicherungen. Zum 31. Dezember 2023 beträgt der Erfüllungsbetrag sowie der Aktivwert der Rückdeckungsversicherung TEUR 5.081 (Vorjahr: TEUR 4.544), sodass sich in Summe eine Pensionsrückstellung von TEUR 0 (Vorjahr: TEUR 0) ergibt. In diesem Zusammenhang wurden Zinsaufwendungen aus der Pensionsrückstellung von TEUR 134 (Vorjahr: TEUR 123) und Zinserträge aus Deckungsvermögen von TEUR 134 (Vorjahr: TEUR 123) im Finanzergebnis saldiert ausgewiesen. Aus dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre ergibt sich im Vergleich zur Abzinsung mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre ein Unterschiedsbetrag in Höhe von TEUR 457 (Vorjahr: TEUR 2.416). In Höhe des Differenzbetrages der Diskontierung der Verpflichtung mit dem 7-jährigen Durchschnittssatz besteht grundsätzlich eine Ausschüttungssperre. Der Barwert der Pensionsverpflichtungen, die aus der Übertragung des operativen Geschäftsbetriebs an die ehemalige Berthold GmbH & Co. KG resultieren und für die zwischen der Gesellschaft als Rechtsnachfolgerin der Bodenseewerk Perkin-Elmer GmbH und der ehemaligen Berthold GmbH & Co. KG eine Freistellungsvereinbarung getroffen wurde, beträgt zum 31. Dezember 2023 TEUR 26.323 (Vorjahr: TEUR 28.910). Die Gegenbuchung (Freistellungsanspruch) erfolgte unter den sonstigen Vermögensgegenständen. Sonstige Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen setzen sich wie folgt zusammen
Verbindlichkeiten Sämtliche Verbindlichkeiten sind ungesichert und haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen enthalten Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 24.243 (Vorjahr: TEUR 35.896) und aus Cash-Pool mit TEUR 14.816 (Vorjahr: Cash Pool Forderungen mit TEUR 783). Es bestehen wie im Vorjahr keine Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschafter. Die sonstigen Verbindlichkeiten beinhalten Verbindlichkeiten aus Steuern von TEUR 7.442 (Vorjahr: TEUR 7.162) und Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit von TEUR 525 (Vorjahr: TEUR 493). IV. ERLÄUTERUNGEN ZUR GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNGAufgliederung der Umsatzerlöse Die Umsatzerlöse beinhalten Verkäufe von Produkten und Dienstleistungen, vermindert um die Erlösschmälerungen.
Sonstige betriebliche Erträge Unter den sonstigen betrieblichen Erträgen sind Erträge aus Währungsumrechnung von TEUR 697 (Vorjahr: TEUR 2.198) und Erträge aus Prämissen- bzw. Bewertungsänderungen von Rückstellungen für Altersversorgung mit TEUR 2.973 (Vorjahr: TEUR 1.521) enthalten. Im Vorjahr waren darüber hinaus Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von TEUR 148 ausgewiesen. Personalaufwand Die Gesellschaft weist TEUR 548 (Vorjahr: TEUR 808) für Altersversorgung und Unterstützung aus. Sonstige betriebliche Aufwendungen Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen betreffen im Wesentlichen Verwaltungskosten TEUR 8.235 (Vorjahr: TEUR 7.588), Frachtkosten TEUR 3.138 (Vorjahr: TEUR 3.342), Reisekosten und Spesen TEUR 4.226 (Vorjahr: TEUR 3.859), Kosten aus Mietverträgen TEUR 1.965 (Vorjahr: TEUR 2.144), Währungsumrechnungen TEUR 782 (Vorjahr: TEUR 1.589), Außenkosten TEUR 677 (Vorjahr: TEUR 610) und Beratungskosten TEUR 250 (Vorjahr: TEUR 175). Zinserträge Zinserträge beinhalten Erträge aus der Änderung des Diskontierungszinssatzes für die Aufzinsung von Rückstellungen in Höhe von TEUR 825 (Vorjahr: TEUR 0). Sie bestehen in Höhe von TEUR 350 (Vorjahr: TEUR 15) mit verbundenen Unternehmen. Zinsaufwendungen Die Erträge aus dem Deckungsvermögen (TEUR 663, Vorjahr: TEUR 443) wurden mit den Aufwendungen aus der Aufzinsung von Pensionsverpflichtungen (TEUR 1.355; Vorjahr: TEUR 1.588) gemäß § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB saldiert. Der sich ergebende Saldo (TEUR 691, Vorjahr: TEUR 1.145) ist im Finanzergebnis unter dem Posten "Zinsen und ähnliche Aufwendungen" enthalten. Es bestehen Zinsaufwendungen mit verbundenen Unternehmen in Höhe von TEUR 1.344 (Vorjahr: TEUR 222). Ertragsteuern In den Steuern vom Einkommen und vom Ertrag ist ein Steueraufwand von TEUR 1.095 (Vorjahr: Steuergutschrift TEUR 161) enthalten, welche die Zweigniederlassung in Österreich betrifft. In den Steuern vom Einkommen und Ertrag sind periodenfremde Aufwendungen aus der gewerbesteuerlichen Betriebsprüfung für die Jahre 2017-2020 in Höhe von TEUR 1.236 (Vorjahr: TEUR 612 für die gewerbesteuerliche Betriebsprüfung 2015) enthalten. Aufwendungen und Erträge von außergewöhnlicher Größenordnung oder Bedeutung (§ 285 Nr. 31 HGB) Abschreibungen auf Finanzanlagen in Höhe von TEUR 32.364 (Vorjahr: TEUR 4.694) sind außerplanmäßig und resultieren aus einer voraussichtlich dauerhaften Wertminderung auf Anteile an verbundenen Unternehmen an der Thermo Fisher Scientific GENEART GmbH, Regensburg. Die sonstigen betrieblichen Erträge enthielten im Vorjahr einen Effekt aus der Erstanwendung des FAB 1.021 in Höhe von TEUR 1.704. V. SONSTIGE ANGABENHaftungsverhältnisse Haftungsverhältnisse gemäß § 251 HGB bestehen nicht. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Die Gesellschaft hat im Rahmen von langfristigen Mietverträgen das Bürogebäude in Darmstadt angemietet. Darüber hinaus mietet bzw. least die Gesellschaft ihren Fuhrpark und ihre Kopierer. Es handelt sich hierbei um Operating Leasing Verträge, die nicht zu einer Bilanzierung bei der Gesellschaft führen. Der Vorteil der Verträge liegt in der geringeren Kapitalbindung im Vergleich zum Erwerb und im Wegfall des Verwertungsrisikos. Ein Risiko könnte sich aus den Vertragslaufzeiten ergeben. Aus den bestehenden Miet- und Leasingverträgen ergeben sich finanzielle Verpflichtungen in Höhe von TEUR 5.970 (Vorjahr: TEUR 8.127). Hiervon werden TEUR 1.840 (Vorjahr: TEUR 1.949) innerhalb eines Jahres fällig und TEUR 4.130 (Vorjahr: TEUR 6.178) nach einem Jahr. Sonstige finanzielle Verpflichtungen größer fünf Jahre bestehen wie im Vorjahr nicht. Ausschüttungsgesperrte Beträge Bei den Pensionsrückstellungen ergibt sich aus der Anwendung des 10-jährigen Durchschnittszinssatzes im Vergleich zur Anwendung des 7-jährigen Durchschnittszinssatzes zum Stichtag 31. Dezember 2023 ein Unterschiedsbetrag von TEUR 457 (Vorjahr: TEUR 2.416). Dieser Differenzbetrag ist gemäß § 253 Abs. 6 Satz 2 HGB grundsätzlich ausschüttungsgesperrt. Da der Pensionsplan für die ehemalige Perkin-Elmer GmbH eine Erfüllungsübernahme im Innenverhältnis gem. IDW RS HFA 30 darstellt, ist der Unterschiedsbetrag aus diesem Pensionsplan in Höhe von TEUR 159 nicht ausschüttungsgesperrt, sodass der ausschüttungsgesperrte Betrag TEUR 298 beträgt. Abschlussprüferhonorare Das für das Geschäftsjahr 2023 berechnete Gesamthonorar des Abschlussprüfers beträgt für Abschlussprüfungsleistungen TEUR 46. Mitarbeiter Die Gesellschaft beschäftigte während des Geschäftsjahres 2023 durchschnittlich 402 Mitarbeiter, davon 351 Angestellte und 51 leitende Angestellte. Organe der Gesellschaft Geschäftsführung Die Geschäftsführung im Berichtszeitraum wurde durch folgende Personen ausgeübt:
Alle Geschäftsführer sind einzelvertretungsberechtigt und von den Beschränkungen des § 181 BGB befreit. Vom Wahlrecht des § 286 Abs. 4 HGB bezüglich der Organbezüge wird Gebrauch gemacht, da nur ein Geschäftsführer (Herr Dr. Klingel) von der Gesellschaft ein Gehalt bezieht. Darüber hinaus wird von dem Wahlrecht des § 286 Abs. 4 HGB hinsichtlich der Bezüge ehemaliger Geschäftsführer Gebrauch gemacht. Offenlegung Der Jahresabschluss der Life Technologies GmbH für das Geschäftsjahr 2023 wird im Unternehmensregister veröffentlicht. Ereignisse nach dem Bilanzstichtag Ereignisse nach dem Bilanzstichtag, die sich auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage auswirken, lagen nicht vor. ErgebnisverwendungsvorschlagDie Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresfehlbetrag in Höhe von TEUR 25.933 und den Gewinnvortrag in Höhe von TEUR 24.933 auf neue Rechnung vorzutragen. Konzernbeziehungen / befreiender Konzernabschluss Die Gesellschaftsanteile der Life Technologies GmbH werden von der FSII Sweden Holdings AB mit Sitz in Stockholm/Schweden gehalten. Diese ist wiederum ein mittelbares Tochterunternehmen der Thermo Fisher Scientific Inc, Waltham/MA, USA, die den Konzernabschluss für den kleinsten und größten Konsolidierungskreis aufstellt. Der Jahresabschluss der Life Technologies GmbH, wird in den Konzernabschluss der Thermo Fisher Scientific Inc., Waltham/MA, USA, einbezogen. Die Thermo Fisher Scientific Inc. und die in ihren Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen werden als verbundene Unternehmen im Abschluss der Gesellschaft dargestellt. Da unsere Gesellschaft und ihre Tochterunternehmen in den Konzernabschluss der Thermo Fisher Scientific Inc., Waltham/MA, USA, einbezogen werden, hat unsere Gesellschaft darauf verzichtet, einen Teilkonzernabschluss aufzustellen. Der befreiende Konzernabschluss der Thermo Fisher Scientific Inc. wird nach den US- amerikanischen Generally Accepted Accounting Principles (US-GAAP) aufgestellt. Der befreiende Konzernabschluss und der befreiende Konzernlagebericht der Thermo Fisher Scientific Inc. sind einem nach § 291 Abs. 2 HGB aufgestellten Konzernabschluss und Konzernlagebericht gleichwertig und der befreiende Konzernabschluss wird geprüft. Unterschiede zwischen US-GAAP und den deutschen handelsrechtlichen Rechnungslegungsvorschriften ergeben sich im Wesentlichen aus der Bilanzierung und Bewertung des Anlagevermögens, der Bewertung von Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten, der Bewertung des Vorratsvermögens, der Umsatzrealisation, den unterschiedlichen Kriterien bei der Zuordnung des wirtschaftlichen Eigentums bei Leasinggeschäften, dem Ansatz und der Bewertung latenter Steuern sowie dem Ansatz und der Bewertung von Pensionsrückstellungen und sonstigen Rückstellungen. Der Konzernabschluss der Thermo Fisher Scientific Inc. wird nach den US-amerikanischen Generally Accepted Accounting Principles (US-GAAP) aufgestellt und ist auf Anforderung am Sitz der Thermo Fisher Scientific Inc. in Waltham, Massachusetts / USA, sowie im EDGAR (Electronic Data Gathering, Analysis and Retrieval-) System der US-amerikanischen Börsenaufsicht unter der Registernummer 0000097745 erhältlich. Der Konzernabschluss wird im Unternehmensregister unter der Thermo Fisher Scientific Germany BV & Co. KG, Braunschweig, HRA 14421, Braunschweig, in englischer Sprache veröffentlicht.
Darmstadt, den 13. Dezember 2024 Life Technologies GmbH Die Geschäftsführung Herrn Petrus van der Zande Herrn Dr. Ralf Schlegel Herrn Dr. Sven Klingel Frau Kirsten Tief-Küry Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2023
BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die Life Technologies GmbH, Darmstadt Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Life Technologies GmbH, Darmstadt, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Life Technologies GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Düsseldorf, den 20. Dezember 2024 PricewaterhouseCoopers
GmbH
Hedwig Schürmeyer, Wirtschaftsprüferin ppa. Marcel Klause, Wirtschaftsprüfer Gewinnverwendungsbeschluss:Es wird beschlossen, den Jahresfehlbetrag und den Gewinnvortrag auf neue Rechnung vorzutragen. Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 wurde am 24. Januar 2025 festgestellt. |
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