Herstellung von Bestrahlungs- und Elektrotherapiegeräten und elektromedizinischen Geräten
Schou Germany GmbH
Roedernstraße 8, 13053 Berlin, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Jens Bolding Jensen seit 15.1.2019 | Geschäftsführer |
Gotfred Stordal Christiansen seit 15.1.2019 | Geschäftsführer |
Wirtschaftlich Berechtigte
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Ungelöste Beteiligungen (1)
| Name | Anteil |
|---|---|
SCHOU COMPANY A/S | 100.00% |
Gesellschafter
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Schou Germany GmbHBerlinJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Lagebericht zum Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023der Schou Germany GmbHA. Darstellung des Geschäftsverlaufs 1. Grundlagen der Gesellschaft und gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen Die Schou Germany GmbH importiert und exportiert als Großhändler Haushaltsartikel, Textilien, Garten- und Geschenkartikel. Die Schou Germany GmbH ist Teil der Schou-Gruppe mit Hauptsitz in Dänemark. Der Import erfolgt hauptsächlich aus Nicht-EU-Ländern, insbesondere China und Vietnam. Die Kunden der Gesellschaft sind in Deutschland und der EU beheimatet. Der Absatz der Waren erfolgt an stationäre Groß- und Einzelhändler, nicht direkt an Endkunden. Die Lieferung erfolgt deshalb immer in größeren Tranchen und es gibt im Rahmen der Geschäftstätigkeit der Schou keinen Einzelverkauf der importierten Waren. Das Jahr 2023 war von anhaltend schwierigen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen geprägt. In den ersten drei Quartalen stagnierte das BIP weitestgehend. Für das gesamte Jahr 2023 haben die neuesten Berechnungen den Rückgang der Wirtschaftsleistung um 0,3 % zum Vorjahr (kalenderbereinigt -0,1 %) bestätigt 1. Laut der Prognose der Bundesregierung wird das Bruttoinlandsprodukt (BIP) im Jahr 2024 lediglich um 0,2 Prozent im Vergleich zum Vorjahr wachsen. Damit befände sich Deutschland in einer Stagnation. Die Regierung rechnet für das Jahr 2024 mit einer erheblich schwächeren Entwicklung der Wirtschaftsleistung als noch im Herbst 2023 und korrigierte die Prognose um 1,1 Prozentpunkte deutlich nach unten. Die Auswirkungen der ansteigenden Preise im Energiesegment und allgemein der hohen Inflation sowie die allgemeine weltwirtschaftliche Schwäche, unter anderem bedingt durch die Folgen des Krieges in der Ukraine, belasten die deutsche Wirtschaft deutlich stärker als noch vor sechs Monaten angenommen. Auch für das kommende Jahr 2025 wurde die Prognose nach unten korrigiert. 2 Die Schou Germany GmbH ist als (vorgelagerter) Importeur stark von der Entwicklung des Einzelhandels abhängig. Die Einzelhändler in der Euro-Zone erlebten auch in 2023 ein umsatzschwaches Jahr. Die Erlöse gingen 2023 gegenüber dem Vorjahr um durchschnittlich 1,8 Prozent zurück. Auch der Dezember, mit dem für den Einzelhandel so wichtigen Weihnachtsgeschäft verlief enttäuschend: Die Umsätze sanken gegenüber November um 1,1 Prozent 3. In Deutschland sah in 2023 die Lage im Einzelhandel etwas besser aus. Nach dem starken Rückgang der privaten Konsumausgaben im Winterhalbjahr 2022/2023 erholten sich diese im Laufe des Jahres 2023 etwas. Gleichzeitig sank die Inflationsrate. Im 4. Quartal 2023 stiegen die privaten Konsumausgaben leicht um 0,2 % (preis-, saison- und kalenderbereinigt) gegenüber dem Vorquartal 4. Die Verbraucherpreise in Deutschland haben sich im Jahresdurchschnitt 2023 um 5,9 % gegenüber 2022 erhöht. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilt, fiel die Inflationsrate für 2023 damit geringer aus als im Jahr zuvor. Sie hatte im Jahr 2022 noch bei +6,9 % gelegen 5. Damit lag die Inflationsrate in Deutschland unter dem EU-Durchschnitt. Die Inflationsrate in der EU, gemessen am Harmonisierten Verbraucherpreisindex HVPI, lag 2023 im Jahresdurchschnitt bei 6,4 %. Im Vergleich zum Vorjahr (2022: 9,2 %) sanken die Preise, verdeutlichen jedoch eine weiterhin angespannte Preisentwicklung 6. 2. Geschäftsverlauf und Lage der Gesellschaft Die Haupttätigkeit bleibt weiterhin der Handel mit Waren, die überwiegend in China eingekauft werden. Trotz der negativen Entwicklung im Einzelhandel konnte die Schou Germany GmbH den Umsatz annähernd auf dem Niveau von 2022 halten und damit die Erwartungen erfüllen. Der Umsatz ist um 1,1% zurückgegangen und liegt 2023 bei 146,1 Mio. EUR. Besser als erwartet hat sich das Jahresergebnis entwickelt (2,7 Mio. EUR; Prognose: Vorjahresniveau 2,0 Mio. EUR). Dies ist auf bessere Einkaufskonditionen zurückzuführen. Im Geschäftsjahr 2023 wurde die Kundenbeziehung mit dem größten Kunden des Unternehmens, Action, auf die Muttergesellschaft Schou Company A/S zum September 2023 übertragen. Dies geschah auf Wunsch des Kunden, da dieser die neu errichteten Lagereinrichtungen der Schou Company A/S in Dänemark nutzen möchte. Im Rahmen der Übertragung der Action-Kundenbeziehung nach Dänemark wurde der verbleibende Lagerbestand für Action in Schou Deutschland am 1. September 2023 an Schou Company A/S verkauft. Durch diese Änderung verringert sich die Bilanzsumme deutlich, was zu einer geringeren Liquiditätsbindung in den Vorräten und Forderungen im Vergleich zur Vorjahresbilanz führt. Damit ist auch die Zahlungsfähigkeit des Unternehmens von 6,0 % im Jahr 2022 auf 49,4 % im Jahr 2023 gestiegen. Der Geschäftsumfang in Schou Deutschland wird daher in Zukunft stärker von Bestellungen geprägt sein, die ohne Lagerhaltung direkt an die Kunden geliefert werden. Aufgrund dieser Änderung des Geschäftsumfangs wird für 2024 ein geringerer Umsatz in der Größenordnung von 40 Mio. EUR und ein Gewinn vor Steuern von ca. 1 Mio. EUR erwartet. Die Geschäftsentwicklung ist deshalb weiterhin als positiv zu beurteilen. Es ist weiterhin eine positive Auftragsentwicklung, allerdings mit geringeren Risiken, zu erkennen, da auf eigene Lagerhaltung weitgehend verzichtet wird. Als wesentliche finanzielle Leistungsindikatoren werden die Umsatzerlöse herangezogen. Die Umsatzerlöse teilen sich nachfolgenden Absatzmärkten auf:
Auch in 2023 reflektiert die Aufschlüsselung der Absatzmärkte die Konzentration von Schou Germany auf die wichtigen Märkte Deutschland, Niederlande, Frankreich, Polen und Slowakei. Hierbei ist zu beachten, dass der Rückgang der Umsätze im Absatzmarkt Deutschland die zuvor erwähnte Verlagerung der Geschäftstätigkeiten des größten Kunden Action auf die Muttergesellschaft in Dänemark reflektiert. Dies ist in der Schou Gruppe nicht als Verlust von Umsatzvolumen zu werten. Die ausgewiesenen Umsätze mit Dänemark sind Umsätze mit der Muttergesellschaft. lnsgesamt haben sich die Umsatzerlöse um 1,7 Mio. Euro verringert, konnten aber trotz der teilweisen Geschäftsverlagerung nach Dänemark gehalten werden. Schou Germany geht von einem starken Rückgang der Umsatzzahlen im Absatzmarkt Deutschland aus und rechnet somit insgesamt mit einem Umsatzrückgang in 2024. Es bestehen ausschließlich Verbindlichkeiten gegenüber Lieferanten aus im Umlauf befindlichem Warenverkehr und Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen innerhalb der SCHOU-Gruppe. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen dienen der kurzfristigen Finanzierung des Wareneinkaufs. 3. Umweltschutz Die Strategie von Schou Germany, ohne eigene Lagerhaltung direkt an die Kunden zu liefern, beinhaltet auch eine Verringerung der Strecke, welche die Ware bis zum Kunden zurücklegt. Teilweise können kürzere Routen für den Transport gewählt werden, da die Zwischenlagerung wegfällt. Insbesondere fällt aber der Verbrauch von Fläche, Energie und Treibstoff für eine Zwischenlagerung und den Transport der Ware von und zum Zwischenlager weg. Bei der Produktauswahl wird weiterhin auf die Nachhaltigkeit der verwendeten Stoffe geachtet und z.B. Holz durch schnellwachsenden Bambus und bisherige Kunststoffteile durch Kunststoff aus Recycling ersetzt. Hinsichtlich des Einflusses der Geschäftstätigkeit der SCHOU Germany GmbH auf die Umwelt wird auf eine umweltschonende Transportweise der eingekauften Güter geachtet und es werden ressourcenschonende Transportwege per Schiff bevorzugt. So wurde bei den beauftragten Reedereien, vorwiegend Maersk und MSC auf den Einsatz von Schiffen, welche mit niedrigschwefeligem Treibstoff fahren, geachtet. Mangels umweltschonender Technologie der Transportdienstleister (LKW mit Elektroantrieben, Bahnverkehr mit umweltschonendem Treibstoff) kann beim Weitertransport der Güter aus den Häfen in Europa zum Kunden durch LKW oder Bahn derzeit noch keine Auswahl zwischen verschiedenen Angeboten getroffen werden. B. Darstellung der wirtschaftlichen Verhältnisse 1. Ertragslage Die nachfolgende wirtschaftliche Erfolgsrechnung wurde aus der Gewinn- und Verlust rechnung entwickelt:
Die finanziellen Leistungsindikatoren der Schou Germany sind der Umsatz und das Jahresergebnis. Bei einer nur leichten Senkung des Gesamtumsatzes, welche jedoch vor dem Hintergrund der bereits beschriebenen teilweisen Verlagerung des deutschen Absatzmarkts auf die dänische Mutter gesehen werden muss, ist das Jahresergebnis um 32,7% gesteigert worden. Dies ist auf einen geringeren Materialaufwand pro Euro Umsatz (Erhöhung der Marge) erreicht worden. Die Effekte aus Währungsumrechnung hatten in 2023 keinen so erheblichen Einfluss auf das Jahresergebnis wie im Jahr 2022. Sowohl die sonstigen betrieblichen Erträge als auch die sonstigen betrieblichen Aufwendungen, welche beide überwiegend aus Effekten von Währungsdifferenzen herrühren, sind volumenmäßig deutlich zurückgegangen. 2. Vermögenslage Die Vermögens- und Kapitalstruktur weist folgendes Bild aus:
*) Das Eigenkapital wurde wie folgt ermittelt:
Äußerst positiv ist die Reduzierung der Lieferverbindlichkeiten zu sehen. Hauptgrund ist jedoch auch hier der schon beschriebene Übergang des Geschäfts mit dem Großkunden Action auf die dänische Muttergesellschaft, welcher die Ware nur unter den Einkaufsbedingungen DDP entgegennimmt (Verzollung auf Seiten Schou und damit Erhöhung des Lagerbestands bis zur Übergabe an den Kunden). Damit ist auch das entsprechende Risiko in den Lieferverbindlichkeiten auf die Muttergesellschaft übergegangen. Die Erhöhung des Eigenkapitals resultiert neben dem gesteigerten Jahresüberschuss auch aus der Erhöhung der liquiden Mittel. Die Eigenkapitalquote liegt nun bei 49,4% nach 6,0% im Vorjahr. Es ist anzumerken, dass die Höhe der Rückstellungen (in 2023: 1.892,1 TEUR, in 2022: 3.503,3 TEUR) stark zurück gegangen ist. Dies ist unter anderem auf eine zeitnahe Zahlung der Fracht- und Verteilungskosten zurückzuführen. 3. Finanzlage Die Liquiditätslage stellt sich wie folgt dar:
Der Wert der Liquidität I reflektiert die gegenüber dem Vorjahr erheblich gestiegenen liquiden Mittel zum Stichtagszeitpunkt. Dieser positive Effekt setzt sich fort und wird durch eine Abnahme der Vorräte zum Stichtag unterstützt. Somit ist auch die Liquidität II im Vergleich zum Vorjahr um 2,7 Mio EUR gestiegen. Das Eigenkapital erhöht sich um den gleichen Wert (2,7 Mio. EUR) im Vergleich zum Vorjahr. C. Wesentliche Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung Die Gesellschaft sieht weiterhin als Risiken für die wirtschaftliche Entwicklung insbesondere die steigenden Frachtkosten und verringerten Transportkapazitäten. Dies betrifft sowohl die Abfertigungsengpässe in den Seehafen von China und Europa wie auch die fehlenden Kapazitäten im innereuropäischen LKW-Verkehr. Hinzu kommen erhöhte Transportkosten durch hohe Energiekosten (Diesel) und gesteigerte Mautgebühren (Deutschland). Inwiefern die Verlängerung der Handelswege durch Störung der Seewege (Krieg im Roten Meer, Piraterie vor der Küste Afrikas) Einfluss auf die eigenen Transporte hat kann nicht abgeschätzt werden. Das finanzwirtschaftliche Risiko aus der internationalen Geschäftstätigkeit in Form von währungsbedingten Risiken ist ein vorhandenes und bekanntes Risiko. Diesen Risiken begegnet die Schou Company auch die Schou Germany durch Devisentermingeschäfte für Wareneinkäufe in Fremdwährung. Die im Euroraum gesunkene Inflation kann zu einer Zunahme der Kaufbereitschaft im Einzelhandel führen. Unterstützt wird dies durch zum Teil stark gestiegene Löhne, welche in den großen europäischen Ländern in Auseinandersetzungen zwischen Gewerkschaften und Arbeitgebern erzwungen wurden (Deutschland, Frankreich). Schou hatte hier kurzfristig (Zeitraum zwei bis drei Jahre) mit einem Rückgang der Umsätze im Einzelhandel gerechnet. Es wird nun eher mit einer Stagnation der Umsätze auf gleichem Niveau oder einem nur leichten Rückgang gerechnet. Chancen bestehen durch die weiterhin positiven Handelsbeziehungen Europas mit China. Die Bereitschaft und Gewohnheit der europäischen Verbraucher, Produkte aus China über die großen Einzelhandelsketten, welche Kunde bei Schou sind, zu erwerben, ist ungebrochen. Durch die enge Zusammenarbeit mit den Kunden hat Schou die Erwartung, von diesem positiven Trend auch weiterhin langfristig zu profitieren. Das Geschäftsjahr 2024 verläuft bisher sehr positiv. Die Geschäftsführung rechnet mit Umsatzerlösen und einem Jahresergebnis auf Vorjahresniveau.
Berlin, den 13. Mai 2024 Jens Bolding Jensen, Geschaftsführer Gotfred Stordal Christiansen, Geschaftsführer Jörgen Valdemar Lauritzen, Geschaftsführer 1 https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/2024/02/PD24_066_811.html 2 https://de.statista.com/statistik/daten/studie/2112/umfrage/veraenderung-des-bruttoinlandprodukts-im-vergleich-zum-vorjahr/ 3 https://www.handelsblatt.com/politik/konjunktur/handel-einzelhandel-im-euroraum-hat-2023-weniger-kasse-gemacht-auch-minus-im-dezember/100013122.html 4 https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/2024/02/PD24_066_811.html 5 https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/2024/01/PD24_020_611.html 6 https://www.destatis.de/Europa/DE/Thema/Wirtschaft-Finanzen/Inflation.html BilanzAktiva
Gewinn- und Verlustrechnung
AnhangAllgemeine Angaben zum Jahresabschluss Die Schou Germany GmbH gehört zum Mutterunternehmen Schou Company A/S, Nordager 31, DK-6000 Kolding, Dänemark. Der Jahresabschluss wurde nach den Vorschriften der §§ 242 ff. HGB unter der Beachtung der ergänzenden Bestimmungen für mittelgroße Kapitalgesellschaften aufgestellt. Bei der Erstellung der Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren angewendet. Angaben zur Identifikation der Gesellschaft laut Registergericht
Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden werden grundsätzlich an den handelsrechtlichen Vorschriften ausgerichtet. Das Sachanlagevermögen wird zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten unter Berücksichtigung nutzungsbedingter Abschreibungen bewertet. Die beweglichen Anlagegüter werden linear auf der Grundlage einer Nutzungsdauer von 3 bis 13 Jahren abgeschrieben. Bei den Vorräten werden die Waren zu Anschaffungskosten angesetzt. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sowie liquide Mittel werden zum Nominalwert angesetzt. Das gezeichnete Kapital wird zum Nominalwert angesetzt. Unter dem aktiven Rechnungsabgrenzungsposten werden Auszahlungen vor dem Bilanzstichtag ausgewiesen, die Aufwand für eine bestimmte Zeit nach dem Bilanzstichtag darstellen. Die sonstigen Rückstellungen wurden für alle erkennbaren Risiken und ungewisse Verbindlichkeiten gebildet und sind zu dem nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrag angesetzt. Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt. Verbindlichkeiten in Fremdwährung werden grundsätzlich zum Zeitpunkt der Erstverbuchung bewertet. Kurzfristige Forderungen und Verbindlichkeiten in fremder Währung sind am Bilanzstichtag mit dem Devisenkassamittelkurs umgerechnet. Langfristige Forderungen oder Verbindlichkeiten in fremder Währung bestehen zum Bilanzstichtag nicht. Gegenüber dem Vorjahr abweichende Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Beim Jahresabschluss konnten die bisher angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden im Wesentlichen übernommen werden. Ein grundlegender Wechsel von Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden gegenüber dem Vorjahr fand nicht statt. Angaben zur Bilanz Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben sämtlich eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von EUR 6.660.566,70 (Vorjahr: EUR 389.208,00) bestehen gegenüber dem Gesellschafter und betreffen sonstige Vermögensgegenstände. Anlagespiegel für die einzelnen Posten des Anlagevermögens Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ergibt sich aus dem beigefügten Anlagespiegel (Anlage zum Anhang). Angaben und Erläuterungen zu Rückstellungen Im Posten Rückstellungen sind die nachfolgenden nicht unerheblichen Rückstellungsarten enthalten.
In der Unterposition sonstige Rückstellungen sind 289.606,00 EUR für Kundenbonus, 100.000 EUR Entsorgungskosten, 35.000,00 EUR für Bonus an Arbeitnehmer, 30.000,00 EUR Anwaltskosten (aus 2020), 16.000,00 EUR für Buchhaltungskosten, 1.307,50 EUR für sonstige Kosten und 350,00 EUR für Versicherungen enthalten. Angabe zu Restlaufzeitvermerken
Der Betrag der Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr beträgt 5.193.582,06 EUR (Vorjahr: 63.170.095,60 EUR). Verbindlichkeiten mit Laufzeiten größer als 1 Jahr bestehen nicht. Die Verbindlichkeiten aus Steuern betragen 233.733,92 EUR (Vorjahr 1.585.102,35 EUR). Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von EUR 0,00 (Vorjahr: EUR 35.674.572,01) bestehen gegenüber dem Gesellschafter und betreffen Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen. Seit Oktober 2021 sichert die Schou Germany GmbH das Wertänderungs-/ Zahlungsstromrisiko der bestehenden Fremdwährungsverbindlichkeiten ab. Das abgesicherte Wertänderungs-/ Zahlungsstromrisiko resultiert aus Wechselkursschwankungen zwischen der funktionalen Währung der Schou Germany GmbH (EUR) und der jeweiligen Transaktionswährung. Abgesichert werden Verbindlichkeiten in USD und CNY. Zur Absicherung des Fremdwährungsrisikos eines Grundgeschäfts wird jeweils ein entsprechendes Währungssicherungsinstrument abgeschlossen und mit dem Grundgeschäft zu einer Mikro-Bewertungseinheit zusammengefasst. Die Nominal- und Marktwerte der am Bilanzstichtag bestehenden derivativen Finanzinstrumente stellen sich wie folgt dar:
Die Laufzeit dieser Geschäfte ist in der Regel kürzer als ein Jahr. Die erwarteten Zahlungsströme aus diesen Devisentermingeschäften werden extern bei Kreditinstituten abgesichert. Die in Bewertungseinheiten einbezogenen Bilanzposten in Fremdwährung (Grundgeschäfte) unterliegen einem Wertänderungs-/ Zahlungsstromrisiko im Hinblick auf einen sich im Zeitverlauf ändernden EUR/USD und EUR/CNY Wechselkurs. Für jedes Grundgeschäft wird jeweils ein zum abzusichernden (Fremdwährungs-) Risiko passendes gegenläufiges Derivat abgeschlossen. Dabei wird sichergestellt, dass die wertbestimmenden Faktoren (Währung, Nominalwert, Laufzeit) bei Grundgeschäft und Sicherungsinstrument übereinstimmen. Die einzelnen Hedge-Beziehungen werden daher jeweils über die gesamte Sicherungsperiode als hocheffektiv eingestuft. Es wird erwartet, dass sich die Wertänderungen der Grundgeschäfte und Sicherungsinstrumente somit innerhalb eines Jahres vollständig ausgleichen. Auf eine retrospektive rechnerische Ermittlung der ineffektiven Teile der Bewertungseinheiten wird verzichtet, weil unter den oben genannten Voraussetzungen keine bilanziell relevante Ineffektivität in Bezug auf die Bewertungseinheiten entstehen kann. Die ökonomisch eingegangenen Sicherungsbeziehungen werden auch im Rahmen der Bilanzierung durch handelsrechtliche Bewertungseinheiten (Mikro-Hedges; Makro-Hedges) abgebildet. Zur Abbildung der sich im Rahmen einer Bewertungseinheit ergebenden gegenläufigen Wertänderungen (wirksame Teile der gebildeten Bewertungseinheiten) wird die Einfrierungsmethode angewendet. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung Aufgliederung der Umsatzerlöse nach Ländern:
Die übrigen sonstigen betrieblichen Erträge enthalten Erträge aus Währungsumrechnungen in Höhe von 1.533.932,77 EUR. Die Zinsen und ähnliche Aufwendungen entfallen in Höhe von 1.284.895 EUR auf verbundene Unternehmen. Ein Betrag von 521 EUR entfällt auf Zinsen des Geschäftskontos. Für Kreditprovsionen wurden Aufwendungen in Höhe von 37.366,43 EUR getätigt. Sonstige Angaben Die Aufwendungen für Abschlussprüfungsleistungen betragen 40.000,00 EUR. Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahrs beschäftigten Arbeitnehmer Die nachfolgenden Arbeitnehmergruppen waren während des Geschäftsjahres im Unternehmen beschäftigt:
Namen der Geschäftsführer Während des abgelaufenen Geschäftsjahrs wurden die Geschäfte des Unternehmens durch folgende Personen geführt:
Auf die Angabe der Gesamtbezüge der Geschäftsführung wird unter Hinweis auf § 286 Abs. 4 HGB verzichtet. Konzernzugehörigkeit Die Schou Germany GmbH wurde in den Konzernabschluss der Schou Company A/S einbezogen. Die Schou Company A/S stellt den Konzernabschluss für den kleinsten und größten Konzernkreis auf. Angaben zu einem Konzernabschluss Angaben zum Mutterunternehmen, welches einen konsolidierten Konzernabschluss aufstellt:
Im Konzernabschluss wurde bezüglich der Bilanzierungs-, Bewertungs- und Konsolidierungsmethoden von deutschem Recht abgewichen. Vorschlag bzw. Beschluss zur ErgebnisverwendungEinschließlich des zu berücksichtigenden Gewinnvortrags ergibt sich ein Bilanzgewinn in Höhe von 6.900.146,99 EUR. Der Jahresüberschuss in Höhe von 2.696.206,23 EUR wird auf neue Rechnung vorgetragen. Unterschrift der Geschäftsführung
Berlin, den 13. Mai 2024 Jens Bolding Jensen, Geschäftsführer Gotfred Stordal Christiansen, Geschäftsführer Jörgen Valdemar Lauritzen Schou, Geschäftsführer sonstige Berichtsbestandteile
Berlin, den 13. Mai 2024 gez. Jens Bolding Jensen, Geschaftsführer gez. Gotfred Stordal Christiansen, Geschaftsführer gez. Jörgen Valdemar Lauritzen, Geschaftsführer Angaben zur Feststellung: Der Jahresabschluss wurde am 13.05.2024 festgestellt. BestätigungsvermerkBericht Schou Germany GmbH Berlin Prüfung des Jahresabschlusses zum 31. Dezember 2023 und des Lageberichts für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 Inhaltsverzeichnis Abkürzungsverzeichnis A. Prüfungsauftrag I. Prüfungsauftrag II. Bestätigung der Unabhängigkeit B. Grundsätzliche Feststellungen I. Stellungnahme zur Lagebeurteilung der gesetzlichen Vertreter II. Sonstige Gesetzesverstöße III. Wiedergabe des Bestätigungsvermerks C. Gegenstand, Art und Umfang der Prüfung I. Gegenstand der Prüfung II. Art und Umfang der Prüfung D. Feststellungen zur Rechnungslegung I. Ordnungsmäßigkeit der Rechnungslegung 1. Buchführung und weitere geprüfte Unterlagen 2. Jahresabschluss 3. Lagebericht II. Gesamtaussage des Jahresabschlusses E. Schlussbemerkung Anlagen (siehe gesondertes Verzeichnis) Aus rechentechnischen Gründen können in den Tabellen Rundungsdifferenzen in Höhe von ± einer Einheit (€, % usw.) auftreten. Abkürzungsverzeichnis
A. Prüfungsauftrag I. Prüfungsauftrag 1. Aufgrund unserer Wahl zum Abschlussprüfer durch die ordentliche Gesellschafterversammlung am 7. Juni 2023 erteilte uns die Geschäftsführung der Schou Germany GmbH, Berlin, (im Folgenden kurz "Schou" oder "Gesellschaft" genannt) den Auftrag, den Jahresabschluss der Gesellschaft für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023 unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht für dieses Geschäftsjahr gemäß §§ 316 ff. HGB zu prüfen. 2. Für die Durchführung des Auftrags und unsere Verantwortlichkeit sind, auch im Verhältnis zu Dritten, die diesem Bericht beigefügten Allgemeinen Auftragsbedingungen für Wirtschaftsprüfer und Wirtschaftsprüfungsgesellschaften vom 1. Januar 2017 vereinbart. 3. Über Art und Umfang sowie über das Ergebnis unserer Prüfung erstatten wir diesen Bericht nach den Grundsätzen des IDW PS 450 n.F. (10.2021), dem der von uns geprüfte Jahresabschluss sowie der geprüfte Lagebericht als Anlagen beigefügt sind. Dieser Bericht ist an das geprüfte Unternehmen gerichtet. II. Bestätigung der Unabhängigkeit 4. Wir bestätigen gemäß § 321 Abs. 4a HGB, dass wir bei unserer Abschlussprüfung die anwendbaren Vorschriften zur Unabhängigkeit beachtet haben. BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die Schou Germany GmbH, Berlin Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Schou Germany GmbH, Berlin, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Schou Germany GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse • entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und • vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus • identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können. • gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben. • beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben. • ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann. • beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. • beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft. • führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Hamburg, den 24. Mai 2024 PricewaterhouseCoopers
GmbH
Christian Eden, Wirtschaftsprüfer ppa. Fabian Bensing, Wirtschaftsprüfer |
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