Raiffeisenbank eGLiquidiert

Stammdaten

Register
Amtsgericht Flensburg GnR 336 FL
Eingetragen
21.8.2006
Branche
Kreditinstitute des GenossenschaftssektorsKreditinstitute des SparkassensektorsKreditinstitute mit Sonderaufgaben
Gegenstand
Zweck der Genossenschaft ist die Förderung des Erwerbs und der Wirtschaft ihrer Mitglieder durch gemeinschaftlichen Geschäftsbetrieb. Gegenstand ist die Durchführung von banküblichen und ergänzenden Geschäften, insbesondere a) die Pflege des Geld- und Kreditverkehrs und die Förderung des Sparsinns; b) der Bezug landwirtschaftlicher und sonstiger Bedarfsartikel und der Absatz landwirtschaftlicher Erzeugnisse; c) die gemeinsame Maschinenbenutzung; d) landwirtschaftliche Dienstleistungen; e) Vermittlung oder Verkauf von Bausparverträgen, Versicherungen, Immobilien und Reisen; f) die Beteiligung an Unternehmen, deren Gegenstand einzelne oder mehrere der folgenden Aspekte betrifft: aa) Vermittlung von Immobilien; bb) Vermietung, Verpachtung und Verwaltung von Grundstücken und Immobilien; cc) An- und Verkauf, Erwerb, Erschließung, Bebauung und Vermarktung von Grundstücken und Immobilien; dd) Übernahme von Bauträgergeschäften; ee) den Erwerb, das Halten, die Verwaltung, die Veräußerung und sonstige Verwertung von Unternehmensbeteiligungen sowie alle damit im Zusammenhang stehenden Geschäfte von Unternehmensbeteiligungen an Unternehmen, deren Gegenstand der Erwerb, die Bebauung und die Vermarktung von Grundstücken umfasst; ff) Übernahme der persönlichen Haftung und der Geschäftsführung bei Handelsgesellschaften mit entsprechenden Gegenständen wie aa) bis ee) und/oder gg) entsprechendeZwecke wie in aa) bis ff) bzw. alle Rechtsgeschäfte, die damit im Zusammnehang stehen. Die Genossenschaft kann Zweigniederlassungen errichten und sich an Unternehmen beteiligen. Die Ausdehnung des Geschäftsbetriebes auf Nichtmitglieder ist zugelassen.

Historie

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Konzern- und Jahresabschlüsse

Raiffeisenbank eG

Handewitt

Jahresabschluss zum 31. Dezember 2019

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2019

Amtsgericht Flensburg GnR 336

Raiffeisenbank eG, Handewitt

I. Geschäftsverlauf

1. Entwicklung der Gesamtwirtschaft und der Kreditgenossenschaften

1. Konjunktur in Deutschland

Deutlich geringeres Wirtschaftswachstum

Nach vielen Jahren des Aufschwungs verminderten sich 2019 die konjunkturellen Auftriebskräfte in Deutschland merklich. Die Auslastung der Produktionsfaktoren ging erheblich zurück. Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) stieg im Vorjahresvergleich lediglich um 0,6 %, nachdem es 2018 noch um 1,5 % zugenommen hatte. In den Jahren 2017 und 2016 war das Bruttoinlandsprodukt sogar um 2,5 % beziehungsweise 2,2 % expandiert.

Konjunktur zeigt sich gespalten

Die Gründe für das Schwinden der konjunkturellen Auftriebskräfte sind vor allem im globalen Umfeld zu sehen. Die schwächere Weltwirtschaft, die eskalierenden Handelskonflikte, die geopolitischen Spannungen im Nahen Osten und die Unsicherheiten rund um den EU-Austritt Großbritanniens belasteten die Geschäfte der außenhandelsorientierten Wirtschaftsbereiche spürbar. Im Verarbeitenden Gewerbe kamen neben den internationalen Belastungsfaktoren auch inländische Probleme zum Tragen, insbesondere die strukturellen Veränderungen in der Automobilindustrie mit neuen emissionsarmen Antrieben. Die überwiegend inlandsorientierten Wirtschaftsbereiche präsentierten sich aber nach wie vor zumeist in einer guten Verfassung.

Konsum weiterhin lebhaft

Bei den Konsumausgaben setzte sich das solide Wachstum der Vorjahre ungebremst fort. Die privaten Konsumausgaben expandierten 2019 um 1,6 % und damit stärker als im Vorjahr (+1,3 %). Anregende Impulse erhielt der private Verbrauch abermals vom andauernden Beschäftigungsaufbau sowie von den vielfach kräftigen Verdienststeigerungen. Der Zuwachs der Konsumausgaben des Staates lag 2019 mit 2,6 % deutlich über dem Wachstum des Privatkonsums. Private und staatliche Konsumausgaben trugen zusammen mit 1,3 Prozentpunkten zum BIP-Anstieg von 0,6 % bei und waren damit der wichtigste Treiber des Wirtschaftswachstums.

Moderat expandierende Investitionen

Auch die Bruttoanlageinvestitionen blieben 2019 aufwärtsgerichtet. Der Boom in der Bauwirtschaft hielt an und führte zu einem beschleunigten Investitionszuwachs (+3,9 % nach +2,5 % im Jahr 2018). Bei den Wohnungsbauinvestitionen konnte das hohe Wachstum vom Vorjahr nochmals gesteigert werden, trotz der Knappheit an Arbeitskräften, Bauland und Baumaterialien. Aber auch im Nichtwohnungsbau zog das Expansionstempo an. Der Anstieg der Ausrüstungsinvestitionen fiel hingegen erheblich schwächer aus als im Vorjahr (+0,6 % nach +4,4 %). Insgesamt verringerten die Investitionen unter Berücksichtigung der Vorratsveränderung das gesamtwirtschaftliche Wachstum um 0,3 Prozentpunkte.

Schwacher Außenhandel

Die genannten außenwirtschaftlichen Belastungsfaktoren, und hier im Besonderen die von den USA ausgehenden handelspolitischen Konflikte, trübten das globale Investitionsklima erheblich ein und ließen den Welthandel zurückgehen. Deutschland war hiervon im besonderen Maße betroffen, da die hiesige Industrie auf die Produktion von Investitionsgütern spezialisiert ist. Der Anstieg des Exportgeschäfts der deutschen Wirtschaft hat sich daher gegenüber dem Vorjahr mehr als halbiert (+0,9 % nach +2,1 %). Das Importwachstum schwächte sich trotz der hohen Binnennachfrage ebenfalls deutlich ab (+1,9 % nach +3,6 %), fiel aber gleichwohl erneut stärker aus als der Exportzuwachs. Vor diesem Hintergrund verminderte der Außenhandel als Ganzes den BIP-Anstieg wie bereits in 2018 um 0,4 Prozentpunkte.

Beschäftigungsaufbau flaut ab

Am Arbeitsmarkt verlor das Beschäftigungswachstum an Schwung. Die Zahl der Menschen, die im Inland erwerbstätig sind, stieg im Jahresdurchschnitt 2019 um rund 400.000 auf etwa 45,3 Millionen, nachdem sie 2018 noch fast um 610.000 zugelegt hatte. Die Arbeitslosenzahl sank um rund 73.000 auf knapp 2,3 Millionen Menschen. Bei der Arbeitslosenquote war ein Rückgang um 0,2 Prozentpunkte auf 5,0 % zu verzeichnen.

Stimmungsverschlechterung in der Landwirtschaft

Die Lage in der deutschen Landwirtschaft verschlechterte sich im Wirtschaftsjahr 2018/2019 wieder merklich. Ein Grund hierfür waren die Auswirkungen der Dürre von 2018, die sich erst mit zeitlicher Verzögerung in den Buchführungssystemen niederschlugen. Gemäß den Angaben des Deutschen Bauernverbands sank das durchschnittliche Unternehmensergebnis der Haupterwerbsbetriebe um rund ein Fünftel auf 54.900 Euro je Betrieb. Auch für das Wirtschaftsjahr 2019/2020 zeichnet sich demnach keine wesentliche Verbesserung der Ertragslage ab. Vor diesem Hintergrund trübte sich die Stimmung in den landwirtschaftlichen Betrieben deutlich ein.

2. Finanzmärkte

Gute Stimmung an den Finanzmärkten 2019 - trotz hoher geopolitischer Risiken

Nach einem schwachen Jahresabschluss 2018 starteten die Märkte mit pessimistischen Erwartungen für die Wirtschaft in das Jahr 2019. Der Handelskrieg zwischen den USA und China setzte sich fort, zusätzlich rückte Europa wieder mehr in den Fokus der Trump-Administration. Auch spitzte sich der Konflikt zwischen dem Iran und den USA im Laufe des Jahres weiter zu. Ergänzt wurden diese Unsicherheitsfaktoren durch den mehrfach verschobenen Brexit. Es kam zu einer Pattsituation zwischen Premierministerin Theresa May (bis Juli) bzw. Premierminister Boris Johnson und dem Parlament. Erst im Dezember kam es zu einer Einigung mit der EU auf einen Austritt Ende Januar 2020. Diese geopolitischen Störfaktoren, insbesondere aber die Handelskonflikte, führten bereits Anfang 2019 zu Rissen im Bild des langjährigen konjunkturellen Aufschwungs, in Europa, den USA aber auch weltweit. Zunächst reagierten die Märkte bei einzelnen Meldungen risikoavers. Im Laufe des Jahres wurden die Ausschläge jedoch geringer. Hierfür waren vor allem die Notenbanken verantwortlich, die im Laufe des Jahres auf die Eintrübung der Konjunktur mit einem deutlich expansiveren geldpolitischen Kurs reagierten.

EZB lockert Geldpolitik

Die europäische Geldpolitik schwenkte aufgrund der Abschwächung der Konjunktur in 2019 auf einen deutlich expansiveren Kurs ein. Die an den Finanzmärkten noch zu Jahresbeginn vorherrschende Erwartung einer Zinswende löste sich in den ersten Monaten des Jahres auf. Der geldpolitische Kurswechsel der Europäischen Zentralbank (EZB) wurde im März von ihrem Präsidenten Mario Draghi eingeläutet, der ein neues Programm zur Förderung der Kreditvergabe der Banken (TLTRO) für September 2019 ankündigte, das dann noch durch eine Senkung des Einlagezinssatzes, den Banken auf überschüssige Gelder bei der EZB entrichten müssen, von -0,4 % auf -0,5 % ergänzt wurde. Zudem wurde ein erneuter Start von Anleihekäufen im Volumen von 20 Milliarden Euro monatlich ab November 2019 beschlossen. Im November 2019 kam es zum Amtswechsel an der Spitze der EZB. Die neue Präsidentin, Christine Lagarde, ließ keine Bereitschaft zu einem Wechsel des geldpolitischen Kurses erkennen. Für den Beginn ihrer Amtszeit kündigte sie eine Überarbeitung der geldpolitischen Strategie der EZB an.

DAX mit kräftigem Plus nach schwachem Start

Der Deutsche Leitindex DAX startete nach einem sehr schwachen Abschlussquartal in 2018 von einem niedrigen Niveau in Höhe von 10.558,96 Punkten aus in das Jahr 2019. Im Jahresverlauf gewann der Index aber wieder deutlich auf über 12.600 Punkte im Juli, bevor im August noch mal ein deutlicher Rückschlag um über 1.000 Punkte zu verzeichnen war. Eine wesentliche Ursache waren Befürchtungen einer sich stark abschwächenden Konjunktur. Zum Jahresende siegten vollends die positiven Signale, aufgrund der Einigung über den geregelten Vollzug des Brexit zum Ende Januar 2020, aber auch wegen der Aussicht auf die Teileinigung zwischen China und den USA im Handelsstreit. Zum Jahresabschluss 2019 notierte der DAX bei 13.249,01 Punkten und somit 25 % über dem Niveau zum Jahresstart.

3. Geschäftsentwicklung der Volks- und Raiffeisenbanken

Genossenschaftsbanken expandieren im Kundengeschäft trotz gedämpfter Konjunktur

Nach vielen Jahren des Aufschwungs verminderten sich 2019 die konjunkturellen Auftriebskräfte in Deutschland merklich. Auch wenn das Wirtschaftswachstum deutlich geringer als in den Vorjahren war, konnten die 841 Volksbanken und Raiffeisenbanken, PSD Banken, Sparda-Banken sowie die sonstigen Genossenschaftsbanken im zurückliegenden Geschäftsjahr weiter kräftig zulegen. Die positive Geschäftsentwicklung im Kredit- und Einlagengeschäft mit dem Mittelstand und den Privatkunden zeigt einmal mehr, dass auch im Umfeld eines harten Wettbewerbs und bei abgeschwächter Konjunktur die Genossenschaftsbanken solide wachsen. Treiber im Kreditbereich war die rege Nachfrage der Kunden nach langfristigen Wohnungsbaukrediten. Gute Einkommenszuwächse in der Bevölkerung, ein hohes Maß an Arbeitsplatzsicherheit, eine verbesserte Eigenkapitalausstattung der Unternehmen sowie das für die Kreditvergabe günstige Zinsniveau trugen besonders dazu bei, dass die Genossenschaftsbanken bei einer verantwortungsvollen Kreditvergabe mit ihren Kunden vermehrt ins Geschäft gekommen sind. Die Kundenvolumina im Kredit- und Einlagengeschäft per Ende 2019 legten erneut deutlich zu. So stiegen die bilanziellen Kundenforderungen der Genossenschaftsbanken im Vorjahresvergleich um 36 Milliarden Euro auf 626 Milliarden Euro (+6,0 Prozent). Auch die Kundeneinlagen legten um 38 Milliarden Euro auf 735 Milliarden Euro (+5,5 Prozent) zu. Die addierte Bilanzsumme aller Genossenschaftsbanken stieg um 50 auf 985 Milliarden Euro (+5,3 Prozent).

2. Entwicklung der Raiffeisenbank eG

Auch im Jahr 2019 verlief die Geschäftsentwicklung zufriedenstellend, denn die Forderungen an Kunden haben mit einer Ausweitung um 28,3 Mio. EUR (11,2 %) den Planwert übertroffen. Im Einzelnen zeigt sich folgendes Bild:

Berichtsjahr 2018 Veränderung
TEUR TEUR TEUR %
Bilanzsumme 318.454 289.411 29.043 10,0
Außerbilanzielle Geschäfte *) 34.986 26.628 8.358 31,4

*) Hierunter fallen die Posten unter dem Bilanzstrich 1 (Eventualverbindlichkeiten), 2 (Andere Verpflichtungen) und Derivatgeschäfte.

Aktivgeschäft Berichtsjahr 2018 Veränderung
TEUR TEUR TEUR %
Kundenforderungen 280.834 252.551 28.283 11,2
Wertpapieranlagen 13.523 10.423 3.100 29,7
Forderungen an Banken 9.266 11.615 -2.349 -20,2

Die an unsere genossenschaftlichen Verbundunternehmen vermittelten Darlehen valutieren per Ende 2019 mit 146,2 Mio. Euro (Vorjahr: 117,4 Mio. Euro).

Die Wertpapieranlagen der Raiffeisenbank eG haben sich im Laufe des Berichtsjahres erhöht. Bei den zum Jahresschluss im Depot A befindlichen Wertpapieren handelt es sich um Anlagen im Investmentgrade.

Alle im Bestand befindlichen Wertpapiere sind der Liquiditätsreserve zugeordnet. Sie wurden nach dem strengen Niederstwertprinzip bewertet. Das Depot A enthält sowohl festverzinsliche als auch variabel verzinsliche Anleihen.

Die Wertpapieranlagen und die Forderungen an Banken dienen der Anlage liquider Mittel und der Sicherung unserer ständigen Zahlungsfähigkeit.

Passivgeschäft Berichtsjahr 2018 Veränderung
TEUR TEUR TEUR %
Bankrefinanzierungen 115.819 101.369 14.450 14,3
Spareinlagen 71.803 71.038 765 1,1
andere Einlagen 95.683 83.443 12.240 14,7
Nachrangverbindlichkeiten 2.550 2.550 0 0,0

Die Bankrefinanzierungen haben sich im Berichtsjahr um 14,3 % auf 115,8 Mio. Euro erhöht; dieser Posten beinhaltet weitergeleitete Programmkredite und bei unserer Zentralbank aufgenommene Globaldarlehen.

Das in den zweckgebundenen zinsgünstigen Refinanzierungsmitteln enthaltene Volumen der Landwirtschaftlichen Rentenbank beträgt 39,1 Mio. Euro.

Die Einlagen (einschließlich der Nachrangverbindlichkeiten), die sich gegenüber dem Vorjahr um 8,3 % erhöht haben, betragen insgesamt 170,0 Mio. Euro bzw. 53,4 % der Bilanzsumme. Aufgrund des nach wie vor niedrigen Zinsniveaus hat sich der Trend zu kurzfristigen Anlagen weiter fortgesetzt. Die im Jahr 2016 erstmals hereingenommenen Nachrangigen Einlagen sind gegenüber dem Vorjahr unverändert. Diese Einlagen können aufgrund einer explizit vereinbarten Nachrangabrede bei den Eigenmitteln der Bank angerechnet werden und weisen eine erhöhte Verzinsung auf.

Zusätzlich haben unsere Kunden zum 31. Dezember 2019 Wertpapiere zum Kurswert von 6,5 Mio. Euro bei uns und in Höhe von 20,7 Mio. Euro bei unseren Wertpapierverbundpartnern angelegt. Damit wurde uns unter Einschluss unserer Einlagen ein Geldvermögen in Höhe von 197,3 Mio. Euro anvertraut.

Dienstleistungsgeschäft Berichtsjahr 2018 Veränderung
TEUR TEUR TEUR %
Erträge aus Wertpapierdienstleistungs- und Depotgeschäften 233 113 120 106,2
Vermittlungserträge 2.356 1.215 1.141 93,9
Erträge aus Zahlungsverkehr 1.208 1.215 -7 -0,6

Die Erträge aus dem Dienstleistungsgeschäft konnten gegenüber dem Vorjahr erneut gesteigert werden. Diese Steigerung ist auf die Vermittlungstätigkeit im Darlehensgeschäft zurückzuführen. Auch im Wertpapier- und Depotgeschäft konnten die Erträge ausgebaut werden. Im Zahlungsverkehr waren die Erträge hingegen rückläufig.

Investitionen

Im Berichtsjahr haben wir Investitionen in Höhe von 331 TEUR vorgenommen. Darin sind 150 TEUR für den Umbau und die Modernisierung unserer Geschäftsstelle in Harrislee enthalten. Hierbei haben wir die EDV-Ausstattung auf den neuesten Stand gebracht, ein weiteres Beratungszimmer geschaffen und die Einrichtung erneuert. Desweiteren haben wir die Büroräume unseres Gebäudes in der Hauptstraße 13 in Handewitt für die marktnahen Bereiche erweitert und mit neuem Mobiliar ausgestattet. Gleichzeitig wurde das Gebäude mit einer Glasfaseranbindung versehen. Weitere Ersatzinvestitionen wurden in der EDV sowie Ersatz- und Erweiterungsinvestitionen im Bereich der Betriebs- und Geschäftsausstattung getätigt.

Personal- und Sozialbereich

Der Personalbestand trägt den betrieblichen Erfordernissen Rechnung. Im Jahresdurchschnitt beschäftigten wir 40 Vollzeitkräfte, 17 Teilzeitkräfte (nach ihrer Arbeitszeit in Vollzeitäquivalente umgerechnet) und 6 Auszubildende (nicht kaufmännisch tätig Beschäftigte sind in diesen Zahlen nicht enthalten). Sowohl betriebliche als auch überbetriebliche Aus- und Fortbildungsmaßnahmen werden regelmäßig durchgeführt. Dafür haben wir 150 (Vorjahr 186) Tage verwendet, die Kosten dieser Maßnahmen betrugen 85,5 TEUR (Vorjahr 78,2 TEUR).

Weitere nicht finanzielle Leistungsindikatoren liegen nicht vor.

Sonstige wichtige Vorgänge im Geschäftsjahr liegen nicht vor.

II. Darstellung der Lage sowie der Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung der Raiffeisenbank eG

Wir überwachen unsere bankindividuelle Risikotragfähigkeit durch ein Controlling- und Managementsystem, das den von der Bankenaufsicht vorgegebenen Anforderungen entspricht. Die Risikotragfähigkeit ermitteln wir auf Basis der bilanziellen Eigenkapitalbestandteile, stiller Reserven und des geplanten Ergebnisses.

Wir teilen unsere Kunden mit Hilfe von Bonitätsmerkmalen in Risikoklassen ein. Hierzu nutzen wir die EDV-gestützten Klassifizierungsverfahren.

Im Rahmen einer dynamischen Steuerung des allgemeinen Zinsänderungsrisikos auf Gesamtbankebene (Aktiv-/Passivsteuerung) setzen wir einen Zinsswap als Zinssicherungselement ein.

1. Gesamtbanksteuerung, Risikomanagement

In unserer Unternehmenskonzeption haben wir uns auf die Bedarfssituation unserer Mitglieder ausgerichtet und daraus eine langfristige Unternehmensplanung entwickelt, die eine dauerhafte Begleitung unserer Mitglieder in allen Finanzierungs- und Vermögensanlagenfragen sicherstellen soll.

Durch eine Eckwertplanung über einen Zeitraum von fünf Jahren und mit Hilfe von Kennzahlen- und Limitsystemen planen und steuern wir die Entwicklung unseres Instituts. Die Steuerungsinformationen sind regelmäßig Gegenstand der Prüfungen durch unsere Interne Revision.

Wir verwenden dabei unter anderem folgende finanzielle Leistungsindikatoren zur Steuerung: Gesamtkapitalquote, Cost-Income-Ratio, Betriebsergebnis vor Bewertung, Zinsüberschuss, Provisionsüberschuss, Kostenspanne und Bewertungsergebnis.

Das Risikomanagement dient dazu, mit der Geschäftstätigkeit verbundene Risiken frühzeitig zu identifizieren, zu bewerten, zu begrenzen und zu überwachen. Wir verstehen dies als eine zentrale Aufgabe. Die hierfür zuständigen Organisationseinheiten berichten direkt dem Vorstand.

Im Management der Risiken unterscheiden wir zwischen Kredit-, Markt-, Liquiditäts- und operationellen Risiken, wobei innerhalb des Kreditrisikos die Adressenausfallrisiken einen Schwerpunkt bilden. Das Kreditrisikomanagement, das im wesentlichen die Steuerung und Kontrolle der Adressenausfallrisiken nach den Grundsätzen und Leitlinien für die Kreditpolitik des Vorstandes beinhaltet, ist in der Abteilung Controlling angesiedelt. Daneben nimmt eine spezielle Organisationseinheit die intensive Betreuung problembehafteter Engagements sowie die Sicherheitenverwertung und Engagementabwicklung von gekündigten Krediten bzw. insolventen Kreditnehmern vor.

Unter Adressenausfallrisiko verstehen wir die Gefahr, dass Verluste oder entgangene Gewinne aufgrund des Ausfalls von Geschäftspartnern und ggf. der Migration und/oder der adressbezogenen Spreadveränderung eintreten. Das Kreditrisiko umfasst das Ausfallrisiko, das Kontrahenten- und Emittentenrisiko, das Länderrisiko, das Spreadrisiko sowie Migrationsrisiken.

Die Bank stuft das Adressenausfallrisiko im Kundengeschäft und Eigengeschäft als aufsichtsrechtlich wesentlich und im Kundengeschäft betriebswirtschaftlich hoch ein, im Eigengeschäft eher als gering. Im Verhältnis zum Betriebsergebnis vor Bewertung und zur Bilanzsumme handelt es sich um ein hohes Risiko. Es hat eine hohe Eintrittswahrscheinlichkeit und ein hohes Schadenspotenzial mit einer großen Auswirkung auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage.

Wir ermitteln Adressenausfallrisiken im Kundengeschäft durch ein Kreditportfoliomodell unter Berücksichtigung des erwarteten und unerwarteten Verlustes in Anlehnung an CrediRisk+ ™. Ausgangsbasis ist das Rating unserer Kunden innnerhalb unserer VR-Ratingmodule. Die Ermittlung erfolgt rollierend für 12 Monate mit einem 99%-tigen Konfidenzniveau. Die freien Risikovolumen aus den Bonitätseinstufungen 5 und 6 sowie der aktuelle EWB-Bildungs- oder Auflösungsbedarf werden ebenfalls berücksichtigt. Im Eigengeschäft erfolgt die Ermittlung ebenfalls in einem Kreditportfoliomodell mittels Monte-Carlo-Simulation in Anlehnung an CreditMetrics ™.

Die Ermittlung erfolgt regelmäßig quartalsweise, bei Bedarf auch anlassbezogen.

Um Risikokonzentrationen bzw. unerwünschte Portfoliogewichtungen rechtzeitig zu erkennen, haben wir Strukturlimite im Kunden- und Eigengeschäft eingerichtet. Sie dienen als Orientierungswerte im Sinne einer Signalgebung.

Marktrisiko ist die Gefahr, dass das tatsächliche Ergebnis aufgrund von Änderungen der Marktparameter (z.B. Zinsstrukturkurve, Aktienkurse, Devisenkurse) vom aktuellen Ergebnis abweicht. Hierunter fallen Zinsänderungsrisiken, das Anleihen-, Aktien-, Währungsrisiko sowie sonstige Marktrisiken.

Die Bank stuft das Zinsänderungsrisiko als aufsichtsrechtlich wesentlich und betriebswirtschaftlich hoch ein. Es hat eine hohe Eintrittswahrscheinlichkeit und ein hohes Schadenspotenzial mit einer großen Auswirkung auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage. Das Anleiherisiko schätzt die Bank betriebswirtschaftlich als gering ein. Fremdwährungs-, Aktien- und Fondsrisiken bestehen nicht.

Für die Steuerung der Marktrisiken (z. B. Zinsänderungsrisiken) ist der Bereich Controlling verantwortlich. Mit Hilfe eines Limitsystems werden die Marktrisiken der Gesamtbank gesteuert. Zur Quantifizierung der Risiken bewerten wir unsere Wertpapierbestände vierteljährlich unter Zugrundelegung tagesaktueller Zinssätze und Kurse. Darüber hinaus analysieren wir regelmäßig (vierteljährlich) die potenziellen Verlustrisiken aus möglichen künftigen Zins- und Kursänderungen, indem wir hypothetische Entwicklungen unter Anwendung MaRisk-konformer Standard- und Stressszenarien simulieren.

Wir haben sichergestellt, dass Eigenhandelsgeschäfte nur im Rahmen definierter Kompetenzregelungen getätigt werden. Art, Umfang und Risikopotenzial dieser Geschäfte haben wir durch ein bankinternes Limitsystem begrenzt.

Zur Messung und Beurteilung der Zinsänderungsrisiken nutzen wir die dynamisierte Zinselastizitätsbilanz. Hier erfolgt durch die Simulation des Zinsanpassungsverhaltens der einzelnen Geschäftsarten eine Prognose der Entwicklung des Zinsüberschusses sowohl in Abhängigkeit von Zinsszenarien, als auch im Zeitablauf.

Bei der Beurteilung der Zinsänderungsrisiken betrachten wir einen rollierenden 12-Monatszeitraum.

Die Genossenschaft ist als Kreditinstitut, insbesondere aufgrund von bestehenden Inkongruenzen zwischen ihren aktiven und passiven Festzinspositionen, dem allgemeinen Zinsänderungsrisiko ausgesetzt. Dieses wird im Rahmen der verlustfreien Bewertung des Zinsbuches berücksichtigt.

Wir messen dieses Zinsänderungsrisiko als negative Veränderung des Zinsüberschusses und des (handelsrechtlichen) Bewertungsergebnisses in verschiedenen Risikoszenarien. Der Vorstand hat die maximal akzeptable Abweichung vom Prognosewert in Abhängigkeit von der Risikodeckungsmasse, die der Genossenschaft zur Verfügung steht, begrenzt.

Das Liquiditätsrisiko besteht darin, Zahlungsverpflichtungen im Zeitpunkt der Fälligkeit nicht nachkommen zu können (Zahlungsunfähigkeitsrisiko) und darin, bei Bedarf nicht ausreichend Liquidität zu den gewünschten Konditionen beschaffen zu können (Refinanzierungsrisiko). Darüber hinaus besteht das Risiko, bei unzulänglicher Markttiefe oder bei Marktstörungen nicht oder nur mit Verlusten Geschäfte auflösen bzw. glattstellen zu können (Marktliquiditätsrisiko).

Die Bank stuft dieses Risiko als wesentlich im Sinne des Aufsichtsrechts und betriebswirtschaftlich als gering ein. Es hat zwar eine geringe Eintrittswahrscheinlichkeit, kann aber ein hohes Schadenspotenzial mit Auswirkungen auf die Vermögens- Finanz- und Ertragslage entfalten.

Das Liquiditätsrisiko wird durch aufsichtsrechtliche Vorgaben, insbesondere die Liquiditätsdeckungsquote, begrenzt. Unsere Finanzplanung ist darauf ausgerichtet, allen gegenwärtigen und künftigen Zahlungsverpflichtungen pünktlich nachkommen zu können. Insoweit achten wir auf ausgewogene Laufzeitstrukturen der Aktiva und Passiva. Unsere im Rahmen des Bilanzstrukturmanagements getätigten Geldanlagen bei der DZ BANK AG bzw. in Wertpapieren tragen neben Ertrags- auch Liquiditätsaspekten Rechnung. Im Rahmen einer vierteljährlichen Analyse (Liquiditätsrisikomessung) werden Entwicklungsszenarien mit Hilfe bankeigener und marktweiter Stresstests simuliert und die Auswirkungen auf unsere Liquiditätssituation analysiert.

Operationelle Risiken werden als Gefahr von Verlusten infolge der Unangemessenheit oder des Versagens von internen Verfahren und Systemen, Menschen oder durch externe Ereignisse definiert. Beispiele sind Betriebsrisiken im EDV-Bereich, fehlerhafte Bearbeitungsvorgänge, Rechtsrisiken, Betrugs- und Diebstahlrisiken, allgemeine Geschäftsrisiken.

Die Bank stuft das Risiko als wesentlich im Sinne des Aufsichtsrechtes und als betriebswirtschaftlich gering ein. Es hat eine geringe Eintrittswahrscheinlichkeit und ein geringes Schadenspotenzial für die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage.

Unser innerbetriebliches Überwachungssystem trägt dazu bei, die operationellen Risiken zu identifizieren und so weit wie möglich zu begrenzen. Den Betriebs- und Rechtsrisiken begegnen wir auch durch die Zusammenarbeit mit externen Dienstleistern (z. B. im EDV-Bereich oder im Bereich der Rechtsberatung). Für personelle und technische Ausfälle besteht eine Notfallplanung. Versicherbare Gefahrenpotenziale, z. B. Diebstahl- und Betrugsrisiken, haben wir durch Versicherungsverträge in banküblichem Umfang abgeschirmt.

Nach dem Bilanzstichtag hat der von China ausgehende Ausbruch und die Verbreitung des neuartigen Coronavirus SARS-CoV-2 inzwischen zu weltweiten Auswirkungen geführt. Dazu zählen auch Auswirkungen auf die Finanzmärkte sowie wirtschaftliche Auswirkungen auf Unternehmen infolge von Produktionseinschränkungen und Kurzarbeit. Die Auswirkungen sind derzeit in ihrem Ausmaß noch nicht abschätzbar.

Aktuell beobachten und analysieren wir Risikofaktoren bzw. -treiber auf eine etwaige Beeinflussung durch das Coronavirus. Möglichen operationellen Risiken, insbesondere durch Ausfall wesentlicher Teile des alltäglichen Bankgeschäftes aufgrund Quarantäne mehrerer Mitarbeiter/-innen, begegnen wir durch kurzfristige Bereitstellung von mobilen Arbeitsplätzen.

Nach unserer Einschätzung gibt es bezogen auf die Kreditrisiken im Kundengeschäft einen unmittelbaren sowie einen mittelbaren Zusammenhang. Ein unmittelbarer Zusammenhang besteht bei Engagements, deren Kapitaldienstfähigkeit aufgrund der jüngsten Entwicklungen durch das Ausbleiben von laufenden Umsätzen negativ beeinflusst wird. Zudem besteht ein mittelbarer Zusammenhang bei Kreditnehmern, deren Arbeitgeber durch das Coronavirus belastet wird (ggf. können Faktoren wie z. B. Kurzarbeitergeld hier eine entlastende Wirkung haben). Um diesen Risiken zu begegnen, gehen wir frühzeitig aktiv auf die Kunden zu, bei denen aufgrund der aktuellen Bedrohung negative Zukunftsaussichten erwartet werden, um negative Auswirkungen auf das Bewertungsergebnis zu lindern oder zu vermeiden.

Unsere Wertpapieranlagen haben einen Anteil von 4,2 % an der Bilanzsumme. Aufgrund des gemessen an den Vergleichszahlen der genossenschaftlichen Institutsgruppe (Banken mit einer Bilanzsumme 250 < 500 Mio. EUR weisen einen Wertpapieranlagenanteil in Höhe von 21,0 % der Bilanzsumme auf) geringen Umfangs unseres Eigengeschäftes ist von dieser Seite keine wesentliche Belastung unserer Risikotragfähigkeit zu erwarten. Risiken aus Rechtsstreitigkeiten bestehen derzeit nicht.

Sonstige Risiken

Sonstige Risiken bestehen derzeit nicht.

Zusammenfassende Risikoeinschätzung

Auf Basis unserer im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie simulierten Risiko- und Stressszenarien und der Analyse von stark betroffenen Branchen (z. B. Gastronomie) sowie der Betrachtung der 20 größten Kreditnehmer ist die Risikotragfähigkeit der Bank für den Betrachtungszeitraum von 12 Monaten weiterhin gegeben.

2. Vermögenslage

Das bilanzielle Eigenkapital sowie die Eigenmittelausstattung und Kapitalquoten stellen sich gegenüber dem Vorjahr wie folgt dar:

Berichtsjahr 2018 Veränderung
TEUR TEUR TEUR %
Eigenkapital laut Bilanz 1) 33.342 31.618 1.724 5,5
Eigenmittel (Art. 72 CRR) 33.442 32.640 802 2,5
Harte Kernkapitalquote 12,5 % 13,3 %
Kernkapitalquote 12,5 % 13,3 %
Gesamtkapitalquote 14,6 % 15,9 %

1) Hierzu rechnen die Passivposten 9 (Nachrangige Verbindlichkeiten), 11 (Fonds für allgemeine Bankrisiken) und 12 (Eigenkapital).

Das Eigenkapital laut Bilanz konnte um 1.724 TEUR erhöht werden. Im abgelaufenen Geschäftsjahr sind 130 Mitglieder unserer Bank beigetreten. Insgesamt wurden 4.967 Geschäftsanteile in 2019 gezeichnet. Es sind 97 Mitglieder mit 3.208 Geschäftsanteilen ausgeschieden.

Die Eigenmittel der Bank, die auch als Bezugsgröße für eine Reihe von Aufsichtsnormen herangezogen werden, bilden neben einer jederzeitigen Zahlungsfähigkeit die Grundlage unserer Geschäftspolitik. Die vorgegebenen Anforderungen der CRR und des KWG wurden von uns eingehalten.

Das bilanzielle Eigenkapital in Höhe von 33,3 Mio. Euro beträgt 10,5 % der Bilanzsumme und beinhaltet Nachrangmittel in Höhe von 2,6 Mio. Euro. Außerdem sind stille Reserven im Anlagevermögen vorhanden.

Nach unserer Unternehmensplanung ist von einer Einhaltung der aufsichtsrechtlichen Kapitalquoten bei dem erwarteten Geschäftsvolumenszuwachs durch die geplanten Rücklagenzuführungen und die vorgesehene Einwerbung von Geschäftsguthaben auch zukünftig auszugehen.

Kundenforderungen

Die Kundenforderungen betragen 280,8 Mio. Euro. Dieses entspricht 88,2 % der Bilanzsumme. Struktur und räumlicher Umfang unseres Geschäftsgebietes führen zu einem traditionell stärker ausgeprägten Anteil in der Landwirtschaft, der per Jahresende 16,5 % unseres Kundenkreditvolumens beträgt. Der Anteil der Erneuerbaren Energien beträgt per Jahresende 20,5 % unseres Kundenkreditvolumens. Aufgrund der hohen Investitionsvolumina in diesem Segment bildet die Branche ein deutliches Schwergewicht in unserem Kreditgeschäft. Die Absicherung der Kundenforderungen erfolgt im Wesentlichen durch werthaltige Grundpfandrechte.

Die Forderungen an unsere Kunden haben wir auch zum Jahresende 2019 gemäß den handelsrechtlichen Vorschriften mit der entsprechenden kaufmännischen Vorsicht bewertet. Die für erkennbare bzw. latente Risiken gebildeten Einzel- und Pauschalwertberichtigungen wurden von den entsprechenden Aktivposten abgesetzt.

In unserer Planung gehen wir von einer Ausweitung des Kreditgeschäftes auf dem Niveau der Vorjahre aus.

Wertpapieranlagen

Die Wertpapieranlagen der Genossenschaft setzen sich wie folgt zusammen:

Wertpapieranlagen Berichtsjahr 2018 Veränderung
TEUR TEUR TEUR %
Liquiditätsreserve 13.523 10.423 3.100 29,7

Derivatgeschäfte

Unser Derivatgeschäft beinhaltet einen Payer Swap in Höhe von 2,0 Mio. Euro mit einer Restlaufzeit bis zum Jahr 2020. Das Derivat weist zum 31.12.2019 einen Marktwert von -38,9 TEUR auf.

Mitgliedschaft in der Sicherungseinrichtung des BVR

Zur Erfüllung von § 1 EinSiG i. V. m. § 1 Abs. 3d Satz 1 KWG gehört die Bank der BVR Institutssicherung (BVR-ISG-Sicherungssystem) an. Das BVR-ISG-Sicherungssystem ist eine Einrichtung der BVR Institutssicherung GmbH, Berlin (BVR-ISG), die als amtlich anerkanntes Einlagensicherungssystem gilt.

Daneben ist unsere Genossenschaft der Sicherungseinrichtung des Bundesverbandes der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken e.V. (BVR-SE) angeschlossen, die aus dem Garantiefonds und dem Garantieverbund besteht. Die BVR-SE ist als zusätzlicher, genossenschaftlicher Schutz parallel zum BVR-ISG Sicherungssystem tätig.

3. Finanz- und Liquiditätslage

Die Zahlungsfähigkeit unserer Bank war im abgelaufenen Geschäftsjahr gegeben. Die Liquiditätskennzahl (Liquidity Coverage Ratio - LCR) haben wir eingehalten.

Aufgrund unserer Liquiditätsplanung und -steuerung, der Einbindung in den genossenschaftlichen Liquiditätsverbund und der unterhaltenen Bankguthaben, gehen wir davon aus, dass auch im Geschäftsjahr 2020 die Zahlungsfähigkeit gegeben sein wird.

4. Ertragslage

Die wesentlichen Erfolgskomponenten der Genossenschaft stellen sich im Vergleich zum Vorjahr wie folgt dar:

Erfolgskomponenten Berichtsjahr 2018 Veränderung
TEUR TEUR TEUR %
Zinsüberschuss 1) 6.952 6.601 351 5,3
Provisionsüberschuss 2) 2.868 2.235 633 28,3
Verwaltungsaufwendungen 6.376 5.969 407 6,8
a) Personalaufwendungen 4.324 4.029 295 7,3
b) andere Verwaltungsaufwendungen 2.052 1.940 112 5,8
Betriebsergebnis vor Bewertung 3) 3.244 2.610 634 24,3
Bewertungsergebnis 4) -573 -447 -126 28,2
Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit 2.672 2.163 509 23,5
Steueraufwand 856 715 141 19,7
Einstellungen in den Fonds für allgemeine Bankrisiken 1.500 1.100 400 36,4
Jahresüberschuss 316 348 -32 -9,2

1) GuV-Posten 1 abzüglich GuV-Posten 2 zuzüglich GuV-Posten 3

2) GuV-Posten 5 abzüglich GuV-Posten 6

3) Saldo aus den GuV-Posten 1 bis 12

4) Saldo aus den GuV-Posten 13 bis 16

Die Ertragslage ist gemessen an den Vergleichszahlen der genossenschaftlichen Institutsgruppe (Banken mit einer dBS 250 < 500 Mio. EUR) gut. Es konnte an die Geschäftsergebnisse der Vorjahre angeknüpft werden. Während die Vergleichsgruppe ein Betriebsergebnis vor Bewertung (betriebswirtschaftlich) von 0,81 % der durchschnittlichen Bilanzsumme (dBS) aufweist, haben wir ein Betriebsergebnis vor Bewertung (betriebswirtschaftlich) von 1,01 % der dBS erzielt. Trotz des anhaltend niedrigen Zinsniveaus, konnten wir das Zinsergebnis gegenüber dem Vorjahr um 351 TEUR steigern.

Der Provisionsüberschuss liegt 633 TEUR über dem Vorjahreswert und beträgt nunmehr 0,90 % der Bilanzsumme.

Die Personalaufwendungen erhöhten sich im Wesentlichen durch die Einstellung von Mitarbeitern, Gehaltserhöhungen sowie Arbeitszeiterweiterungen und Überstundenvergütungen.

Die anderen Verwaltungsaufwendungen erhöhten sich gegenüber dem Vorjahr um 112 TEUR.

Das Bewertungsergebnis beinhaltet im Wesentlichen Wertberichtigungen im Kundenkreditgeschäft. Darüber hinaus konnten wir aus dem Ergebnis 2019 zur Verbesserung unserer Risikotragfähigkeit weitere 1.500 TEUR dem Fonds für allgemeine Bankrisiken gemäß § 340g HGB zuführen.

Unsere Cost Income Ratio beträgt auf Basis der Zahlen des Berichtsjahres 68,3 %.

Die Kapitalrendite (Jahresüberschuss nach Steuern/Bilanzsumme) betrug im Geschäftsjahr 0,10 % (Vorjahr 0,12 %).

Unter Berücksichtigung von Ertragsteuern verbleibt ein Jahresüberschuss von 316 TEUR. Dieser ermöglicht es uns, neben einer satzungsgemäßen Dotierung unserer Rücklagen, eine Dividende von 3,00 % an unsere Mitglieder zu zahlen.

Für das laufende Geschäftsjahr rechnen wir mit einem Rückgang unseres Betriebsergebnisses vor Bewertung (betriebswirtschaftlich) auf 0,67 % der dBS.

Im Rahmen eines die Jahre bis 2024 umfassenden Planungshorizontes streben wir ein durchschnittliches Betriebsergebnis vor Bewertung (betriebswirtschaftlich) von 0,62 % der dBS an.

Ursächlich für die erwartete rückläufige Entwicklung unseres Betriebsergebnisses sind insbesondere das anhaltende Niedrigzinsniveau, ein weiter zunehmender Wettbewerb sowie weitere Kostensteigerungen.

Die Ausweitung des bonitätsmäßig einwandfreien Kundenkreditgeschäfts mit dem Schwerpunkt in der privaten und gewerblichen Baufinanzierung wollen wir fortsetzen. Im Bereich des Wohnungsbaus ist aufgrund der niedrigen Zinsen auch weiterhin eine hohe Investitionsbereitschaft zu erwarten. Entsprechend der vom Kundenkreditwachstum getriebenen Ausweitung der Aktivseite ist von einer Erweiterung der Passivseite durch Refinanzierungsgeschäfte auszugehen.

Auch unter Berücksichtigung der anhaltenden Niedrigzinsphase rechnen wir im laufenden Geschäftsjahr mit einer Steigerung der Kundeneinlagen.

Die Intensivierung des Vermittlungsgeschäftes wird fortgesetzt.

5. Zusammenfassende Beurteilung der Lage

Die Vermögenslage unseres Hauses ist durch eine den aufsichtsrechtlichen und betriebswirtschaftlichen Erfordernissen entsprechende Eigenkapitalausstattung geprägt. Die gebildeten Wertberichtigungen decken die erkennbaren Risiken in den Kundenforderungen voll ab; für erhöhte latente Risiken im Kreditgeschäft gemessen am Blankovolumen besteht ein ausreichendes Deckungspotenzial in Form versteuerter Wertberichtigungen sowie offener Reserven im Fonds für allgemeine Bankrisiken.

Die Finanz- und Liquiditätslage entspricht den aufsichtsrechtlichen und betrieblichen Erfordernissen.

Die Ertragslage des Berichtsjahres hat unseren Planwert von 0,9 % der Bilanzsumme übertroffen und ist gemessen an den Vergleichszahlen der genossenschaftlichen Institutsgruppe (Banken mit einer dBS 250 < 500 Mio. EUR) gut.

Aufgrund unserer Geschäftspolitik sowie der installierten Instrumentarien zur Risikosteuerung und -überwachung bewegen sich die derzeit erkennbaren Risiken der künftigen Entwicklung bezogen auf den Betrachtungszeitraum von 12 Monaten im Rahmen der jeweiligen Limite.

Ertragschancen sehen wir für unsere Bank in dem geplanten Wachstum unseres Kreditgeschäfts.

III. Voraussichtliche Entwicklung (Prognosebericht)

Zum Start in das neue Jahr deutete sich zunächst eine Belebung der Wirtschaftsaktivität an. Mit der Ausbreitung des Coronavirus zeichnete sich ab März eine deutlich gedämpfte Wirtschaftsentwicklung ab. Das Coronavirus setzt der deutschen Wirtschaft zu. Wie stark und wie lang ist gegenwärtig noch nicht belastbar abzuschätzen. Aufgrund der sehr dynamischen Entwicklung werden die konjunkturellen Auswirkungen gravierend sein. Die deutsche Wirtschaft wird auf der Angebotsseite durch Beeinträchtigungen von Lieferketten und arbeitsunfähigkeitsbedingte Produktionsausfälle sowie auf der Nachfrageseite durch geringere Exportnachfrage und national durch deutliche Konsumzurückhaltung betroffen sein. Die hohe Verunsicherung über die zukünftige wirtschaftliche Entwicklung zeigt sich auch an heftigen Bewegungen auf den Finanzmärkten.

Um die Ausbreitung der Neuinfektionen einzudämmen und einer Überlastung des Gesundheitswesens entgegenzuwirken, kommt es mittlerweile in vielen Ländern zu Einschränkungen der Bewegungsfreiheit und einem weitgehenden Stillstand des öffentlichen Lebens. Gleichzeitig versuchen die meisten Staaten die erwarteten wirtschaftlichen Folgen mit umfangreichen wirtschaftspolitischen Maßnahmen abzumildern. Eine präzise Vorhersage der volkswirtschaftlichen Kosten der Corona-Krise ist zum jetzigen Zeitpunkt unmöglich, da eine hohe Unsicherheit über die weitere Verbreitung des Virus und insbesondere die von den Regierungen ergriffenen Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie besteht. Auch gibt es keine historischen Erfahrungen mit vergleichbaren Ereignissen, aus denen wahrscheinliche Krisenverläufe abgeleitet werden könnten. Schließlich stehen aktuell nur sehr wenige Konjunkturindikatoren zur Verfügung, mit denen sich das gesamtwirtschaftliche Ausmaß der Folgen der Corona-Krise abschätzen ließe. Nach derzeitigem Stand könnte die deutsche Wirtschaft in diesem Jahr massiv schrumpfen. Substantielle Auswirkungen auf den Arbeitsmarkt sind bereits eingetreten.

Insgesamt haben wir unter Berücksichtigung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung vor Eintritt der Corona-Krise erwartet, dass sich die Ertragslage unserer Bank rückläufig entwickeln wird, dass jedoch die jederzeitige Einhaltung der Anforderungen an das Eigenkapital und die Liquidität gewährleistet wird.

In welchem Umfang sich die Auswirkungen der Corona-Pandemie auf unsere Vermögens-, Finanz- und Ertragslage im Geschäftsjahr 2020 niederschlagen werden, ist zum jetzigen Zeitpunkt äußerst schwer abschätzbar. Mögliche Auswirkungen werden derzeit regelmäßig analysiert. Die weitere Entwicklung ist mit äußerst hoher Unsicherheit behaftet.

Zu den Herausforderungen des Jahres 2020 zählen für unser Haus insbesondere:

-die fortschreitende Digitalisierung

-eine in den nächsten Jahren voraussichtlich noch andauernde Niedrigzinsphase

-eine sich immer an internationalen Standards orientierende Regulatorik, noch verstärkt von einem immer intensiveren Verbraucherschutz

Diese Herausforderungen, die durch die Corona-Krise noch verstärkt werden, schlagen sich in einer gegenüber 2019 rückläufigen Ergebniserwartung für 2020 nieder. So gehen wir davon aus, dass unser Betriebsergebnis vor Bewertung -getrieben von einem abnehmenden Zins- und Provisionsüberschuss sowie einer steigenden Kostenspanne- abnehmen wird; demzufolge erwarten wir einen Anstieg unserer Cost-Income-Ratio.

Aufgrund unserer Finanzplanung sowie der Einbindung unserer Bank in die Genossenschaftliche FinanzGruppe gehen wir jedoch auch für das Geschäftsjahr 2020 von einer geordneten Finanzlage aus.

Einen Schwerpunkt unserer Tätigkeit bildet weiterhin die Begleitung unserer landwirtschaftlichen Kreditnehmer. Bei diesen Kunden sorgen derzeit ein instabiler Milchpreis, witterungsbedingte Ernteausfälle sowie Restriktionen durch neue Verordnungen für Verunsicherung.

Im Zusammenhang mit den wirtschaftlichen Folgen der Corona-Krise stellen wir uns auf eine negative Entwicklung unseres Bewertungsergebnisses ein.

Auch für das Geschäftsjahr 2020 erwarten wir eine den aufsichtsrechtlichen und betriebswirtschaftlichen Anforderungen entsprechende Vermögens- und Finanzlage sowie eine Ertragslage, die es uns ermöglicht, unsere Gesamtkapitalquote zu stärken und eine Dividende für die zur Verfügung gestellten Geschäftsguthaben zu zahlen.

Abschließend möchten wir darauf hinweisen, dass, soweit wir vorstehend Prognosen oder Erwartungen geäußert haben oder unsere Aussagen die Zukunft betreffen, die tatsächlichen Ergebnisse und Entwicklungen hiervon abweichen können.

IV. Zweigniederlassungen

Es bestehen keine Zweigniederlassungen.

 

Handewitt, 28. Mai 2020

Raiffeisenbank eG

Der Vorstand

Martin Rudolph

Ute Messenkopf

1. Jahresbilanz zum 31. Dezember 2019

Raiffeisenbank eG, Handewitt

Genossenschaftsregisternummer 336 beim Amtsgericht Flensburg

Aktivseite

Geschäftsjahr Vorjahr
EUR EUR EUR EUR TEUR
1. Barreserve
a) Kassenbestand 3.169.769,95 2.793
b) Guthaben bei Zentralnotenbanken 2.998.390,00 4.000
darunter: bei der Deutschen Bundesbank 2.998.390,00 (4.000)
c) Guthaben bei Postgiroämtern 0,00 6.168.159,95 0
2. Schuldtitel öffentlicher Stellen und Wechsel, die zur Refinanzierung bei Zentralnotenbanken zugelassen sind
a) Schatzwechsel und unverzinsliche Schatzanweisungen sowie ähnliche Schuldtitel öffentlicher Stellen 0,00 0
darunter: bei der Deutschen Bundesbank refinanzierbar 0,00 (0)
b) Wechsel 0,00 0,00 0
3. Forderungen an Kreditinstitute
a) täglich fällig 6.748.731,36 9.067
b) andere Forderungen 2.517.594,19 9.266.325,55 2.548
4. Forderungen an Kunden 280.834.426,89 252.551
darunter:
durch Grundpfandrechte gesichert 57.487.511,76 (53.028)
Kommunalkredite 1.382.820,78 (1.195)
5. Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere
a) Geldmarktpapiere
aa) von öffentlichen Emittenten 0,00 0
darunter: beleihbar bei der Deutschen Bundesbank 0,00 (0)
ab) von anderen Emittenten 0,00 0,00 0
darunter: beleihbar bei der Deutschen Bundesbank 0,00 (0)
b) Anleihen und Schuldverschreibungen
ba) von öffentlichen Emittenten 8.030.890,63 3.960
darunter: beleihbar bei der Deutschen Bundesbank 8.030.890,63 (3.960)
bb) von anderen Emittenten 5.492.224,75 13.523.115,38 6.463
darunter: beleihbar bei der Deutschen Bundesbank 5.492.224,75 (6.463)
c) eigene Schuldverschreibungen 0,00 13.523.115,38 0
Nennbetrag 0,00 (0)
6. Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere 0,00 0
6a. Handelsbestand 0,00 0
7. Beteiligungen und Geschäftsguthaben bei Genossenschaften
a) Beteiligungen 3.123.406,85 3.123
darunter:
an Kreditinstituten 25.000,00 (25)
an Finanzdienstleistungsinstituten 0,00 (0)
b) Geschäftsguthaben bei Genossenschaften 1.089.050,00 4.212.456,85 1.089
darunter:
bei Kreditgenossenschaften 1.050.000,00 (1.050)
bei Finanzdienstleistungsinstituten 0,00 (0)
8. Anteile an verbundenen Unternehmen 675.000,00 175
darunter:
an Kreditinstituten 0,00 (0)
an Finanzdienstleistungsinstituten 0,00 (0)
9. Treuhandvermögen 0,00 0
darunter: Treuhandkredite 0,00 (0)
10. Ausgleichsforderungen gegen die öffentliche Hand einschließlich Schuldverschreibungen aus deren Umtausch 0,00 0
11. Immaterielle Anlagewerte
a) Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 0,00 0
b) entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 1.255,00 2
c) Geschäfts- oder Firmenwert 0,00 0
d) geleistete Anzahlungen 0,00 1.255,00 0
12. Sachanlagen 1.722.349,25 1.636
13. Sonstige Vermögensgegenstände 2.037.742,49 1.972
14. Rechnungsabgrenzungsposten 13.372,18 31
Summe der Aktiva 318.454.203,54 289.411

Passivseite

Geschäftsjahr Vorjahr
EUR EUR EUR EUR TEUR
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten
a) täglich fällig 6.720,47 1.983
b) mit vereinbarter Laufzeit oder Kündigungsfrist 115.812.768,84 115.819.489,31 99.387
2. Verbindlichkeiten gegenüber Kunden
a) Spareinlagen
aa) mit vereinbarter Kündigungsfrist von drei Monaten 48.711.726,29 45.941
ab) mit vereinbarter Kündigungsfrist von mehr als drei Monaten 23.091.688,67 71.803.414,96 25.096
b) andere Verbindlichkeiten
ba) täglich fällig 94.267.170,23 81.799
bb) mit vereinbarter Laufzeit oder Kündigungsfrist 1.415.589,18 95.682.759,41 167.486.174,37 1.643
3. Verbriefte Verbindlichkeiten
a) begebene Schuldverschreibungen 0,00 0
b) andere verbriefte Verbindlichkeiten 0,00 0,00 0
darunter:
Geldmarktpapiere 0,00 (0)
eigene Akzepte und Solawechsel im Umlauf 0,00 (0)
3a. Handelsbestand 0,00 0
4. Treuhandverbindlichkeiten 0,00 0
darunter: Treuhandkredite 0,00 (0)
5. Sonstige Verbindlichkeiten 404.146,99 620
6. Rechnungsabgrenzungsposten 139.542,19 141
6a. Passive latente Steuern 0,00 0
7. Rückstellungen
a) Rückstellungen für Pensionen u. ähnliche Verpflichtungen 718.423,00 660
b) Steuerrückstellungen 60.865,00 0
c) andere Rückstellungen 483.748,42 1.263.036,42 522
8. [gestrichen] 0,00 0
9. Nachrangige Verbindlichkeiten 2.550.000,00 2.550
10. Genussrechtskapital 0,00 0
darunter: vor Ablauf von zwei Jahren fällig 0,00 (0)
11. Fonds für allgemeine Bankrisiken 17.000.000,00 15.500
darunter: Sonderposten nach § 340e Abs. 4 HGB 0,00 (0)
12. Eigenkapital
a) Gezeichnetes Kapital 5.423.850,00 5.310
b) Kapitalrücklage 344.738,55 345
c) Ergebnisrücklagen
ca) gesetzliche Rücklage 3.227.882,73 3.157
cb) andere Ergebnisrücklagen 4.479.500,00 7.707.382,73 4.409
d) Bilanzgewinn 315.842,98 13.791.814,26 348
Summe der Passiva 318.454.203,54 289.411
Geschäftsjahr Vorjahr
EUR EUR EUR EUR TEUR
1. Eventualverbindlichkeiten
a) Eventualverbindlichkeiten aus weitergegebenen abgerechneten Wechseln 0,00 0
b) Verbindlichkeiten aus Bürgschaften und Gewährleistungsverträgen 3.613.672,45 3.576
c) Haftung aus der Bestellung von Sicherheiten für fremde Verbindlichkeiten 0,00 3.613.672,45 0
2. Andere Verpflichtungen
a) Rücknahmeverpflichtungen aus unechten Pensionsgeschäften 0,00 0
b) Platzierungs- u. Übernahmeverpflichtungen 0,00 0
c) Unwiderrufliche Kreditzusagen 29.372.545,42 29.372.545,42 21.052
darunter: Lieferverpflichtungen aus zinsbezogenen Termingeschäften 0,00 (0)

2. Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar 2019 bis 31. Dezember 2019

Geschäftsjahr Vorjahr
EUR EUR EUR EUR TEUR
1. Zinserträge aus
a) Kredit- und Geldmarktgeschäften 8.086.902,56 8.030
b) festverzinslichen Wertpapieren und Schuldbuchforderungen 67.836,17 8.154.738,73 50
2. Zinsaufwendungen 1.304.664,54 6.850.074,19 1.598
3. Laufende Erträge aus
a) Aktien und anderen nicht festverzinslichen Wertpapieren 0,00 0
b) Beteiligungen und Geschäftsguthaben bei Genossenschaften 101.877,00 119
c) Anteilen an verbundenen Unternehmen 0,00 101.877,00 0
4. Erträge aus Gewinngemeinschaften, Gewinnabführungs- oder Teilgewinnabführungsverträgen 0,00 0
5. Provisionserträge 3.981.831,26 2.780
6. Provisionsaufwendungen 1.114.052,84 2.867.778,42 545
7. Nettoertrag/-aufwand des Handelsbestands 0,00 0
8. Sonstige betriebliche Erträge 74.614,61 126
9. [gestrichen] 0,00 0
10. Allgemeine Verwaltungsaufwendungen
a) Personalaufwand
aa) Löhne und Gehälter 3.393.050,09 3.207
ab) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 931.063,10 4.324.113,19 822
darunter: für Altersversorgung 333.339,85 (285)
b) andere Verwaltungsaufwendungen 2.052.073,38 6.376.186,57 1.940
11. Abschreibungen und Wertberichtigungen auf immaterielle Anlagewerte und Sachanlagen 227.356,64 213
12. Sonstige betriebliche Aufwendungen 46.314,56 170
13. Abschreibungen und Wertberichtigungen auf Forderungen und bestimmte Wertpapiere sowie Zuführungen zu Rückstellungen im Kreditgeschäft 572.659,40 466
14. Erträge aus Zuschreibungen zu Forderungen und bestimmten Wertpapieren sowie aus der Auflösung von Rückstellungen im Kreditgeschäft 0,00 -572.659,40 0
15. Abschreibungen und Wertberichtigungen auf Beteiligungen, Anteile an verbundenen Unternehmen und wie Anlagevermögen behandelte Wertpapiere 0,00 0
16. Erträge aus Zuschreibungen zu Beteiligungen, Anteilen an verbundenen Unternehmen und wie Anlagevermögen behandelten Wertpapieren 0,00 0,00 18
17. Aufwendungen aus Verlustübernahme 0,00 0
18. [gestrichen] 0,00 0
19. Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit 2.671.827,05 2.163
20. Außerordentliche Erträge 0,00 0
21. Außerordentliche Aufwendungen 0,00 0
22. Außerordentliches Ergebnis 0,00 (0)
23. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 850.429,42 706
darunter: latente Steuern 0,00 (0)
24. Sonstige Steuern, soweit nicht unter Posten 12 ausgewiesen 5.554,65 855.984,07 9
24a. Aufwendungen aus der Zuführung zum Fonds für allgemeine Bankrisiken 1.500.000,00 1.100
25. Jahresüberschuss 315.842,98 348
26. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 0,00 0
315.842,98 348
27. Entnahmen aus Ergebnisrücklagen
a) aus der gesetzlichen Rücklage 0,00 0
b) aus anderen Ergebnisrücklagen 0,00 0,00 0
315.842,98 348
28. Einstellungen in Ergebnisrücklagen
a) in die gesetzliche Rücklage 0,00 0
b) in andere Ergebnisrücklagen 0,00 0,00 0
29. Bilanzgewinn 315.842,98 348

3. Anhang für das Geschäftsjahr 2019

Raiffeisenbank eG, Handewitt

A. Allgemeine Angaben

Die Raiffeisenbank eG mit Sitz in Handewitt ist beim Amtsgericht Flensburg unter der Genossenschaftsregisternummer 336 eingetragen.

Der Jahresabschluss wurde nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) und der Verordnung über die Rechnungslegung der Kreditinstitute und Finanzdienstleistungsinstitute (RechKredV) aufgestellt. Gleichzeitig erfüllt der Jahresabschluss die Anforderungen des Genossenschaftsgesetzes (GenG) und der Satzung der Bank.

B. Erläuterungen zu den Bilanzierungs-, Bewertungs- und Umrechnungsmethoden

Die Bewertung der Vermögensgegenstände und Schulden entspricht den allgemeinen Bewertungsvorschriften der §§ 252 ff. HGB unter Berücksichtigung der für Kreditinstitute geltenden Sonderregelungen (§§ 340 ff. HGB).

Barreserve

Die auf EUR lautende Barreserve wurde mit dem Nennwert angesetzt. Die Bewertung der Sorten erfolgte zum Kassakurs am Bilanzstichtag.

Forderungen an Kreditinstitute und an Kunden

Forderungen an Kreditinstitute und an Kunden wurden mit dem Nennwert angesetzt, wobei der Unterschiedsbetrag zwischen dem höheren Nennwert und dem Auszahlungsbetrag abgegrenzt wurde. Dieser Unterschiedsbetrag wird zeitanteilig aufgelöst.

Anteilige Zinsen, deren Fälligkeit nach dem Bilanzstichtag liegt, die aber am Bilanzstichtag bereits den Charakter von bankgeschäftlichen Forderungen oder Verbindlichkeiten haben, sind dem zugehörigen Aktiv- oder Passivposten der Bilanz zugeordnet.

Die bei den Forderungen an Kunden erkennbaren Bonitätsrisiken sind durch Bildung von Einzelwertberichtigungen abgedeckt. Für die latenten Kreditrisiken wurde unter Berücksichtigung der steuerlichen Richtlinien eine Pauschalwertberichtigung gebildet. Zusätzlich bestehen zur Sicherung gegen die besonderen Risiken des Geschäftszweigs Vorsorgereserven gemäß § 340f HGB und ein Sonderposten für allgemeine Bankrisiken gemäß § 340g HGB.

Wertpapiere

Die wie Umlaufvermögen behandelten festverzinslichen Wertpapiere wurden nach dem strengen Niederstwertprinzip bewertet. Dabei wurden sie mit den Anschaffungskosten bzw. dem niedrigeren Börsenkurswert am Bilanzstichtag angesetzt.

Beteiligungen und Geschäftsguthaben bei Genossenschaften sowie Anteile an verbundenen Unternehmen

Die Beteiligungen und die Geschäftsguthaben bei Genossenschaften sowie die Anteile an verbundenen Unternehmen wurden zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanziert.

Immaterielle Anlagewerte und Sachanlagen

Immaterielle Anlagegüter und Gegenstände des Sachanlagevermögens wurden mit den Anschaffungskosten bewertet und, soweit abnutzbar, unter Berücksichtigung der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer linear abgeschrieben. Geringwertige Vermögensgegenstände bis zu einem Netto-Einzelwert von EUR 250 wurden als Aufwand erfasst. Für Anlagegüter mit einem Netto-Einzelwert von mehr als EUR 250 und bis zu EUR 1.000 wurde eine Poolabschreibung entsprechend steuerrechtlicher Vorgaben vorgenommen.

Sonstige Vermögensgegenstände

Die Bewertung der sonstigen Vermögensgegenstände erfolgte nach den Grundsätzen des strengen Niederstwertprinzips.

Aktiver Rechnungsabgrenzungsposten

Die Unterschiedsbeträge zwischen dem Erfüllungsbetrag und dem niedrigeren Ausgabebetrag von Verbindlichkeiten wurden in den aktiven Rechnungsabgrenzungsposten eingestellt. Die Unterschiedsbeträge wurden planmäßig auf die Laufzeit der Verbindlichkeiten verteilt.

Aktive latente Steuern

Über die Höhe der passiven Steuerlatenzen hinausgehende aktive latente Steuern wurden in Ausübung des Wahlrechts gemäß § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB nicht aktiviert (vgl. Erläuterungen im Abschnitt D).

Verbindlichkeiten

Die Passivierung der Verbindlichkeiten erfolgte zu dem jeweiligen Erfüllungsbetrag. Der Belastung aus Einlagen mit steigender Verzinsung und aus Zuschlägen sowie sonstigen über den Basiszins hinausgehenden Vorteilen für Einlagen wurde durch Rückstellungsbildung in angemessenem Umfang Rechnung getragen.

Passiver Rechnungsabgrenzungsposten

Im passiven Rechnungsabgrenzungsposten sind im Wesentlichen Disagiobeträge enthalten, die bei Ausreichung von Forderungen in Abzug gebracht wurden. Die Unterschiedsbeträge wurden planmäßig auf die Laufzeit der Forderungen verteilt.

Finanzinstrumente des Bankbuchs

Die zinsbezogenen Finanzinstrumente des Bankbuchs einschließlich des zur Steuerung des allgemeinen Zinsänderungsrisikos (Aktiv- / Passivsteuerung) abgeschlossenen Zinsderivates werden im Rahmen einer Gesamtbetrachtung nach Maßgabe von IDW RS BFA 3 (n. F.) verlustfrei bewertet. Hierbei werden die zinsinduzierten Barwerte den Buchwerten gegenübergestellt und von dem positiven Überschuss die Risiko- und Bestandsverwaltungskosten abgezogen. Für einen danach eventuell verbleibenden Verlustüberhang wird eine Drohverlustrückstellung gebildet, die unter den anderen Rückstellungen ausgewiesen wird. Nach dem Ergebnis der Berechnungen zum 31.12.2019 war keine Rückstellung zu bilden.

Der bestehende Zinsswap dient der Absicherung des Zinsbuches. Die Voraussetzungen für die Nichtbewertung liegen vor.

Rückstellungen

Rückstellungen wurden in Höhe des Erfüllungsbetrages gebildet, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist. Sie berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurden gemäß § 253 Abs. 2 HGB abgezinst.

Den Pensionsrückstellungen liegen versicherungsmathematische Berechnungen auf Basis der "Heubeck-Richttafeln 2018 G" zugrunde. Verpflichtungen aus Pensionsanwartschaften wurden mittels Anwartschaftsbarwertverfahren angesetzt. Laufende Rentenverpflichtungen gegenüber ausgeschiedenen Mitarbeitern wurden mit dem Barwert bilanziert.

Für die Pensionsrückstellungen wurde der aktuelle Bankentarif (Erhöhungen um 3,0 % zum 01.01.2020 sowie um 1,5 % per 01.04.2021) berücksichtigt. Im Gegenzug wurde der Gehalts- und Rententrend für die Jahre 2020 und 2021 nicht berücksichtigt und wirkt erst wieder ab dem Jahr 2022. Die erwarteten Lohn- und Gehaltssteigerungen bzw. die Rentendynamik betragen 3,0 %.

Der bei der Abzinsung der Pensionsrückstellungen angewendete Zinssatz von 2,71 % wurde unter Inanspruchnahme der Vereinfachungsregel nach § 253 Abs. 2 Satz 2 HGB bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre (im Vorjahr 3,21 %) festgelegt. Dieser beruht auf einem Rechnungszinsfuß gemäß Rückstellungsabzinsungsverordnung (RückAbzinsV). Der Unterschiedsbetrag zwischen dem Ansatz der Rückstellungen für Altersversorgungsverpflichtungen nach Maßgabe des entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen zehn Geschäftsjahren und dem Ansatz der Rückstellungen nach Maßgabe des entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen sieben Geschäftsjahren beträgt TEUR 49.

Im Übrigen wurden für ungewisse Verbindlichkeiten Rückstellungen in angemessener Höhe gebildet.

Eventualverbindlichkeiten

Eventualverbindlichkeiten wurden mit dem Erfüllungsbetrag bzw. in Höhe der zugrundeliegenden Verbindlichkeit angesetzt.

Angaben zur Behandlung von negativen Zinsen

Negative Zinsen auf finanzielle Vermögenswerte bzw. finanzielle Verbindlichkeiten wurden in der Gewinn- und Verlustrechnung bei den betreffenden Zinserträgen bzw. Zinsaufwendungen in Abzug gebracht.

Verwendung des Jahresergebnisses

Der Jahresabschluss wurde vor Verwendung des Jahresergebnisses aufgestellt.

Abweichungen zu den Bilanzierungs-, Bewertungs- und Umrechnungsmethoden

Von den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden des Vorjahres wurde nicht abgewichen.

C. Entwicklung des Anlagevermögens 2019

Anschaffungs- / Zugänge (a) Umbuchungen (a) Anschaffungs- /
Herstellungskosten zu Zuschreibungen (b) Abgänge (b) Herstellungskosten
Beginn des Geschäftsjahres im Geschäftsjahr am Ende des Geschäftsjahres
EUR EUR EUR EUR
Immaterielle Anlagewerte
a) Selbstgeschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte 0 0 (a) 0 (a) 0
0 (b) 0 (b)
b) entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 31.924 0 (a) 0 (a) 31.924
0 (b) 0 (b)
c) Geschäfts- oder Firmenwert 0 0 (a) 0 (a) 0
0 (b) 0 (b)
d) geleistete Anzahlungen 0 0 (a) 0 (a) 0
0 (b) 0 (b)
Sachanlagen
a) Grundstücke und Gebäude 4.359.322 89.549 (a) 0 (a) 4.377.112
0 (b) 71.758 (b)
b) Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.163.278 240.963 (a) 0 (a) 2.214.954
0 (b) 189.288 (b)
Summe a 6.554.524 330.512 (a) 0 (a) 6.623.990
0 (b) 261.046 (b)
Änderungen der gesamten Abschreibungen im Zusammenhang mit
Abschreibungen zu Beginn des Geschäftsjahres (gesamt)
EUR
Abschreibungen Geschäftsjahr (a) Zuschreibungen Geschäftsjahr (b)
EUR
Zugängen (a) Zuschreibungen (b)
EUR
Umbuchungen (a) Abgängen (b)
EUR
Immaterielle Anlagewerte
a) Selbstgeschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte 0 0 (a) 0 (a) 0 (a)
0 (b) 0 (b) 0 (b)
b) entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 29.793 876 (a) 0 (a) 0 (a)
0 (b) 0 (b) 0 (b)
c) Geschäfts- oder Firmenwert 0 0 (a) 0 (a) 0 (a)
0 (b) 0 (b) 0 (b)
d) geleistete Anzahlungen 0 0 (a) 0 (a) 0 (a)
0 (b) 0 (b) 0 (b)
Sachanlagen
a) Grundstücke und Gebäude 3.156.633 65.239 (a) 0 (a) 0 (a)
0 (b) 0 (b) 71.757 (b)
b) Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.729.756 161.242 (a) 0 (a) 0 (a)
0 (b) 0 (b) 171.395 (b)
Summe a 4.916.182 227.357 (a) 0 (a) 0 (a)
0 (b) 0 (b) 243.152 (b)
Abschreibungen am Ende des Geschäftsjahres (gesamt)
EUR
Buchwerte Bilanzstichtag
EUR
Immaterielle Anlagewerte
a) Selbstgeschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte 0 0
b) entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 30.669 1.255
c) Geschäfts- oder Firmenwert 0 0
d) geleistete Anzahlungen 0 0
Sachanlagen
a) Grundstücke und Gebäude 3.150.114 1.226.998
b) Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.719.602 495.352
Summe a 4.900.385 1.723.605
Anschaffungskosten zu Beginn des Geschäftsjahres
EUR
Veränderungen (saldiert)
EUR
Buchwerte am Bilanzstichtag
EUR
Beteiligungen und Geschäftsguthaben bei Genossenschaften 4.212.457 0 4.212.457
Anteile an verbundenen Unternehmen 175.000 500.000 675.000
Summe b 4.387.457 500.000 4.887.457
Summe a und b 10.941.981 6.611.062

D. Erläuterungen zur Bilanz

Forderungen an Kreditinstitute

In den Forderungen an Kreditinstitute sind EUR 6.684.584 Forderungen an die genossenschaftliche Zentralbank enthalten.

Forderungen an Kunden

In den Forderungen an Kunden (A 4) sind EUR 12.105.452 Forderungen mit unbestimmter Laufzeit enthalten.

Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere

Von den in der Bilanz ausgewiesenen Schuldverschreibungen und anderen festverzinslichen Wertpapieren (A 5) werden im auf den Bilanzstichtag folgenden Geschäftsjahr EUR 2.000.450 fällig.

In folgenden Posten sind enthalten:

börsenfähig davon:
EUR börsennotiert
EUR
nicht börsennotiert
EUR
nicht mit dem Niederstwert bewertete börsenfähige Wertpapiere
EUR
Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere (A 5) 13.523.115 13.523.115 0 0

Forderungen an verbundene Unternehmen oder Beteiligungsunternehmen

In den Forderungen sind folgende Beträge enthalten, die auch Forderungen an verbundene Unternehmen oder Beteiligungsunternehmen sind:

Forderungen an
verbundene Unternehmen Beteiligungsunternehmen
Geschäftsjahr
EUR
Vorjahr
EUR
Geschäftsjahr
EUR
Vorjahr
EUR
Forderungen an Kunden (A 4) 4.202.800 1.999.947 0 0

Beteiligungen und Anteile an verbundenen Unternehmen

Die Beteiligung an unserem Tochterunternehmen HPG-Holding GmbH, Handewitt haben wir im Geschäftsjahr um EUR 500.000 auf EUR 625.000 erhöht.

Beteiligungen von nicht untergeordneter Bedeutung bestehen zum 31. Dezember 2019 wie folgt:

Anteil am Gesellschafts- Eigenkapital der Gesellschaft Ergebnis des letzten vorliegenden Jahresabschlusses
Name und Sitz kapital
%
Jahr TEUR Jahr TEUR
a) NGB AG & Co. KG, Hannover 0,16 2019 1.738.049 2019 33.724
b) PPG-Nord II Verwaltungs GmbH, Handewitt 100,00 2018 22 2018 0
c) PPG-Nord II GmbH & Co. KG, Handewitt 100,00 2018 8 2018 11
d) HPG-Holding GmbH, Handewitt 100,00 2018 116 2018 -4
e) HPG-Projekt I GmbH & Co. KG, Handewitt 100,00 2018 -11 2018 -15
f) HPG-Verwaltungs GmbH, Handewitt 100,00 2018 24 2018 1
g) HPG-Projekt II GmbH & Co. KG, Handewitt 100,00 2018 21 2018 -4
h) HPG-Projekt III GmbH & Co. KG, Handewitt 100,00 2018 21 2018 -4

Mit den unter Buchstaben b), c), d), e), f), g) und h) genannten Unternehmen besteht ein Konzernverhältnis. Ein Konzernabschluss wurde nicht aufgestellt, weil aufgrund untergeordneter Bedeutung für die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage (§ 296 Abs. 2 HGB) auf die Aufstellung verzichtet werden konnte.

Immaterielle Anlagewerte und Sachanlagen

Im Bilanzposten "Sachanlagen" (A 12) sind Grundstücke und Bauten, die wir im Rahmen eigener Tätigkeit nutzen, in Höhe von EUR 754.948 und Betriebs- und Geschäftsausstattung in Höhe von EUR 495.352 enthalten.

Sonstige Vermögensgegenstände

In dem Bilanzposten "Sonstige Vermögensgegenstände" (A 13) sind folgende wesentliche Einzelbeträge enthalten:

31.12.2019
EUR
Ansprüche aus Kapital- und Rückdeckungsversicherungen R+V 753.940
Verrechnungskonten Zahlungsverkehr 1.129.153

Aktiver Rechnungsabgrenzungsposten

Im aktiven Rechnungsabgrenzungsposten (A 14) sind Unterschiedsbeträge zwischen dem Ausgabebetrag und dem höheren Erfüllungsbetrag von Verbindlichkeiten in Höhe von EUR 3.192 (Vorjahr EUR 10.452) enthalten.

Nachrangige Vermögensgegenstände

In dem folgenden Posten sind Vermögensgegenstände, für die eine Nachrangklausel besteht, enthalten:

Posten/Unterposten Geschäftsjahr
EUR
Vorjahr
EUR
4 Forderungen an Kunden 499.806 534.496

Bei den im Posten 4 aufgeführten nachrangigen Vermögensgegenständen handelt es sich in voller Höhe um durch die Kreditanstalt für Wiederaufbau haftungsfrei gestellte Kredite.

Fremdwährungsposten

In den Vermögensgegenständen sind Fremdwährungsposten im Gegenwert von EUR 11.646 enthalten.

Restlaufzeitspiegel für Forderungen

Die in der Bilanz ausgewiesenen Forderungen haben folgende Restlaufzeiten:

bis 3 Monate
EUR
mehr als 3 Monate bis ein Jahr
EUR
mehr als ein Jahr bis 5 Jahre
EUR
mehr als 5 Jahre
EUR
Forderungen an Kunden (A 4) 9.636.457 32.091.048 88.251.549 138.582.005

Anteilige Zinsen, die erst nach dem Bilanzstichtag fällig werden, wurden nicht nach den Restlaufzeiten gegliedert.

Restlaufzeitenspiegel für Verbindlichkeiten

Die in der Bilanz ausgewiesenen Verbindlichkeiten weisen folgende Restlaufzeiten auf:

bis 3 Monate
EUR
mehr als 3 Monate bis ein Jahr
EUR
mehr als ein Jahr bis 5 Jahre
EUR
mehr als 5 Jahre
EUR
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten mit vereinbarter Laufzeit oder Kündigungsfrist (P 1b) 2.880.158 18.158.420 44.943.894 49.783.375
Spareinlagen mit vereinbarter Kündigungsfrist von mehr als drei Monaten (P 2a ab) 21.298 648.028 22.421.829 534
Andere Verbindlichkeiten gegenüber Kunden mit vereinbarter Laufzeit oder Kündigungsfrist (P 2b bb) 1.083.462 304.295 27.832 0

Anteilige Zinsen, die erst nach dem Bilanzstichtag fällig werden, wurden nicht nach den Restlaufzeiten gegliedert.

Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten

In den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind EUR 76.716.925 Verbindlichkeiten gegenüber der genossenschaftlichen Zentralbank enthalten.

Passiver Rechnungsabgrenzungsposten

Im passiven Rechnungsabgrenzungsposten (P 6) sind Disagiobeträge, die bei der Ausreichung von Forderungen in Abzug gebracht wurden, im Gesamtbetrag von EUR 135.090 (Vorjahr EUR 133.142) enthalten.

Passive latente Steuern

Latente Steuern sind nicht bilanziert. Bei einer Gesamtdifferenzbetrachtung errechnet sich ein aktiver Überhang von latenten Steuern, der in Ausübung des Wahlrechts nach § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB nicht angesetzt wurde. Den aus dem Sonderposten mit Rücklageanteil resultierenden passiven Steuerlatenzen stehen deutlich höhere aktive Steuerlatenzen im Wesentlichen aus Vorsorgereserven gegenüber. Für die Berechnung latenter Steuern wurde ein Steuersatz von 28,5 % zugrunde gelegt.

Nachrangige Verbindlichkeiten

Im Geschäftsjahr fielen Aufwendungen für nachrangige Verbindlichkeiten (P 9) in Höhe von EUR 49.500 an.

Mittelaufnahmen, die 10 % des Gesamtbetrages der nachrangigen Verbindlichkeiten übersteigen, erfolgen zu folgenden Bedingungen:

Betrag Währung Zinssatz
in %
Fälligkeit
400.000 EUR 2,00 Oktober 2027
500.000 EUR 2,00 Juli 2026
750.000 EUR 2,00 Juli 2026
500.000 EUR 2,00 August 2026

Eine vorzeitige Rückzahlungsverpflichtung ist ausgeschlossen. Die Verbindlichkeiten sind im Falle des Insolvenzverfahrens oder der Liquidation der Bank erst nach Befriedigung aller nicht nachrangigen Gläubiger zurückzuzahlen. Eine Umwandlung in andere Eigenkapitalformen ist nicht möglich.

Für die weiteren nachrangigen Verbindlichkeiten gelten die folgenden wesentlichen Bedingungen: Die mit den Gläubigern der nachrangigen Verbindlichkeiten getroffenen Nachrangabreden erfüllen die Voraussetzungen für die Anerkennung als Eigenmittel gemäß Art. 63 CRR. Mit den Gläubigern wurden Kündigungsfristen von 8 bis 10 Jahren vereinbart. Die Restlaufzeit der nachrangigen Verbindlichkeiten liegt zwischen 5 und 7 Jahren. Die nachrangigen Verbindlichkeiten sind mit Zinssätzen von 1,25 % bis 2,00 % ausgestattet.

Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen oder Beteiligungsunternehmen

In den nachstehenden Verbindlichkeiten sind folgende Beträge enthalten, die auch Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen oder Beteiligungsunternehmen sind:

Verbindlichkeiten gegenüber
verbundenen Unternehmen Beteiligungsunternehmen
Geschäftsjahr
EUR
Vorjahr
EUR
Geschäftsjahr
EUR
Vorjahr
EUR
Verbindlichkeiten gegenüber Kunden (P 2) 63.491 105.552 0 0

Eigenkapital

Die unter dem Passivposten "Gezeichnetes Kapital" (P 12a) ausgewiesenen Geschäftsguthaben gliedern sich wie folgt:

Geschäftsguthaben EUR
a) der verbleibenden Mitglieder 5.265.950
b) der ausscheidenden Mitglieder 157.900

Die Kapital- und Ergebnisrücklagen (P 12b und c) haben sich im Geschäftsjahr wie folgt entwickelt:

Kapitalrücklage
EUR
Gesetzliche Rücklage
EUR
andere Ergebnisrücklagen
EUR
Stand 01.01.2019 344.739 3.157.479 4.408.500
Einstellungen 0
- aus Bilanzgewinn des Vorjahres 70.404 71.000
Stand 31.12.2019 344.739 3.227.883 4.479.500

Eventualverbindlichkeiten und andere Verpflichtungen

Die in den Posten 1b) und 2c) unter dem Bilanzstrich ausgewiesenen Verpflichtungen unterliegen den für alle Kreditverhältnisse geltenden Risikoidentifizierungs- und -steuerungsverfahren, die eine rechtzeitige Erkennung der Risiken gewährleisten. Die ausgewiesenen Verpflichtungen betreffen Bürgschafts- und Gewährleistungsverträge bzw. offene Kreditzusagen gegenüber Kunden. Die Risiken wurden im Zuge einer Einzelbewertung der Bonität dieser Kunden beurteilt. Die ausgewiesenen Beträge unter dem Posten 1b) zeigen nicht die zukünftig aus diesen Verträgen zu erwartenden Zahlungsströme, da die Eventualverbindlichkeiten nach unserer Einschätzung ohne Inanspruchnahme auslaufen werden.

Durch Übertragung von Vermögensgegenständen gesicherte Verbindlichkeiten und Eventualverbindlichkeiten

Von den Verbindlichkeiten und Eventualverbindlichkeiten sind durch Übertragung von Vermögensgegenständen gesichert:

Passivposten Gesamtbetrag der als Sicherheit übertragenen Vermögenswerte
in EUR
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten (P 1) 72.812.343

Termingeschäfte und derivative Finanzinstrumente

Zum Bilanzstichtag bestand ein noch nicht abgewickeltes Termingeschäft mit einem Zinsswap des Nichthandelsbestandes. Der Zinsswap wurde ausschließlich als Sicherungsinstrument im Rahmen der Steuerung des allgemeinen Zinsänderungsrisikos im Bankbuch (Aktiv- / Passivsteuerung) abgeschlossen.

In der nachfolgenden Tabelle ist das nicht bilanzierte Derivatgeschäft (Nichthandelsbestand), das am Bilanzstichtag noch nicht abgewickelt war, dargestellt (§ 36 RechKredV bzw. § 285 Nr. 19 HGB). Die Adressenrisiken sind als risikogewichtete KSA-Positionsbeträge entsprechend den aufsichtsrechtlichen Eigenmittelvorschriften angegeben. In dem beizulegenden Zeitwert sind keine Zinsabgrenzungen enthalten.

Volumen des nicht zum beizulegenden Zeitwert bilanzierten Derivatgeschäftes des Nichthandelsbestandes (Angaben in TEUR):

Nominalbetrag Restlaufzeit beizulegender Zeitwert Adressenrisiko
<= 1 Jahr 1-5 Jahre >5 Jahre Summe
Zinsbezogene Geschäfte
OTC-Produkte
- Zins-Swap (gleiche Währung) 2.000 0 0 2.000 -39 0

Der Zinsswap des Nichthandelsbestandes wird anhand der aktuellen Zinsstrukturkurve am Bilanzstichtag nach der Barwertmethode bewertet.

E. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Zinserträge und Zinsaufwendungen

Negative Zinsen aus Aktivgeschäften sind in den Zinserträgen in Höhe von EUR 9.080 (Reduktion des Zinsertrags) bzw. in den Zinsaufwendungen aus Passivgeschäften in Höhe von EUR 18.984 (Reduktion des Zinsaufwands) enthalten.

Provisionserträge

Die Provisionserträge aus für Dritte erbrachte Dienstleistungen für Vermittlung von Krediten, Bausparverträgen und Versicherungen nehmen in der Ertragsrechnung einen festen Bestandteil ein und machen 0,8 % der durchschnittlichen Bilanzsumme aus.

Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen betreffen mit EUR 20.280 (Vorjahr EUR 50.505) Aufwendungen aus der Aufzinsung von Rückstellungen.

Periodenfremde Erträge bzw. Aufwendungen

In den Posten der Gewinn- und Verlustrechnung sind periodenfremde Erträge in Höhe von EUR 255.184 und periodenfremde Aufwendungen in Höhe von EUR 21.751 enthalten.

Hiervon entfallen auf:

lfd. Posten der GuV - Art Betrag Aufwand
EUR
Betrag Ertrag
EUR
GuV 1 - Vorfälligkeitsentschädigungen 0 184.158

F. Sonstige Angaben

Vorstand und Aufsichtsrat

Die früheren Mitglieder des Vorstands erhielten Gesamtbezüge in Höhe von EUR 55.584,00.

Auf die Angabe der Gesamtbezüge des Vorstands wurde gemäß § 286 Abs. 4 HGB verzichtet.

Die Mitglieder des Aufsichtsrats erhielten EUR 24.647,50.

Für frühere Mitglieder des Vorstands und deren Hinterbliebenen bestehen zum 31. Dezember 2019 Pensionsrückstellungen in Höhe von EUR 628.188.

Die Forderungen an und Verpflichtungen aus eingegangenen Haftungsverhältnissen betrugen für Mitglieder des Vorstands EUR 6.645 und für Mitglieder des Aufsichtsrats EUR 5.777.025.

Ausschüttungsgesperrte Beträge

Der aus der Bewertung von Altersversorgungsverpflichtungen nach § 253 Abs. 6 HGB ausschüttungsgesperrte Unterschiedsbetrag beträgt EUR 48.987, dem ausreichende frei verfügbare Rücklagen gegenüberstehen.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Nicht in der Bilanz ausgewiesene oder vermerkte Verpflichtungen, die für die Beurteilung der Finanzlage von Bedeutung sind, bestehen in Form einer möglichen Leistungsverpflichtung gegenüber der Sicherungseinrichtung des Bundesverbandes der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken e.V. (Garantieverbund) in Höhe von EUR 886.240.

Ferner besteht eine Beitragsgarantie gegenüber dem institutsbezogenen Sicherungssystem der BVR Institutssicherung GmbH. Diese betrifft Jahresbeiträge zum Erreichen der Zielausstattung bzw. Zahlungsverpflichtungen, Sonderbeiträge und Sonderzahlungen, falls die verfügbaren Finanzmittel nicht ausreichen, um die Einleger eines dem institutsbezogenen Sicherungssystem angehörigen CRR-Kreditinstituts im Entschädigungsfall zu entschädigen, sowie Auffüllungspflichten nach Deckungsmaßnahmen.

Personalstatistik

Die Zahl der 2019 durchschnittlich beschäftigten Arbeitnehmer betrug:

Vollzeitbeschäftigte Teilzeitbeschäftigte
Prokuristen 1 0
Sonstige kaufmännische Mitarbeiter 37 26
Gewerbliche Mitarbeiter 0 9
38 35

Außerdem wurden durchschnittlich 6 Auszubildende beschäftigt.

Mitgliederbewegung im Geschäftsjahr

Anzahl der Mitglieder Anzahl der Geschäftsanteile Haftsummen
EUR
Anfang 2019 3.440 103.560 10.356.000
Zugang 2019 130 4.967 496.700
Abgang 2019 97 3.208 320.800
Ende 2019 3.473 105.319 10.531.900
Die Geschäftsguthaben der verbleibenden Mitglieder haben sich im Geschäftsjahr vermehrt um EUR 87.950
Die Haftsummen haben sich im Geschäftsjahr vermehrt um EUR 175.900
Höhe des Geschäftsanteils EUR 50
Höhe der Haftsumme je Anteil EUR 100

Besondere Offenlegungspflichten

Gemäß Teil 8 der CRR (Art. 435 bis 455) offenzulegende Inhalte sind zum Teil im Lagebericht enthalten. Wir beabsichtigen, die weiteren Angaben in einem separaten Offenlegungsbericht zu machen und auf unserer Homepage zu veröffentlichen.

Aufwendungen für den Abschlussprüfer

Das vom Prüfungsverband für das Geschäftsjahr berechnete Gesamthonorar schlüsselt sich in folgende Honorare auf:

- Abschlussprüfungsleistungen EUR 88.769
- Andere Bestätigungsleistungen EUR 6.000
- Steuerberatungsleistungen EUR 4.500
- Sonstige Leistungen EUR 2.400

Name und Anschrift des zuständigen Prüfungsverbandes

Der Name und die Anschrift des zuständigen Prüfungsverbandes lauten:

Genossenschaftsverband - Verband der Regionen e.V., Hannoversche Straße 149, 30627 Hannover

Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats

Mitglieder des Vorstands, ausgeübter Beruf

Rudolph, Martin, Geschäftsführer, Vorstand Markt

Messenkopf, Ute, Geschäftsführerin, Vorstand Marktfolge und Betriebsbereich

Mitglieder des Aufsichtsrats, ausgeübter Beruf

Thomsen, Ernst, - Vorsitzender - , Landmaschinenmechanikermeister und geschäftsführender Gesellschafter der ETB Landtechnik GmbH & Co. KG

Petersen, Andree, - stellvertretender Vorsitzender - , Diplom-Agraringenieur, selbstständig

Hansen, Dirk, Zimmerermeister und Inhaber der "de Hansen´s" Dirk und Otto Hansen Bauunternehmen GmbH & Co. KG

Böwadt, Torsten, Kaufmann und Inhaber der Böwadt & Hansen Kies- und Schotterwerk GmbH

Asmussen, Carsten-Peter, Landwirtschaftsmeister, selbstständig

Nachtragsbericht

Vorgänge von besonderer Bedeutung sind nach dem Schluss des Geschäftsjahres wie folgt eingetreten: Der von China ausgehende Ausbruch und die Verbreitung des neuartigen Coronavirus SARS-CoV-2 hat weltweit massive Folgen. Dazu zählen auch wirtschaftliche Auswirkungen auf Unternehmen infolge von Produktionseinschränkungen und Kurzarbeit. Den Folgen dieser erheblichen ökonomischen Beeinträchtigungen wird sich auch unsere Raiffeisenbank nicht vollständig entziehen können. Inwieweit unsere Ertrags- und Risikolage betroffen sein werden, lässt sich derzeit aufgrund der nicht absehbaren Dauer der Pandemie nicht genau beziffern. Aktuell beobachten und analysieren wir die Risikofaktoren und -treiber auf eine etwaige Beeinflussung durch die Coronakrise. Dabei ist der Anteil der besonders betroffenen Branchen (Gastronomie, Tourismus, Handel und Gesundheit) an unserem Kreditportfolio mit unter 4 % vergleichsweise gering. Daher gehen wir bislang von einem moderaten Einfluss auf unsere Ertrags- und Risikosituation aus.

Vorschlag für die Ergebnisverwendung

Der Vorstand schlägt im Einvernehmen mit dem Aufsichtsrat vor, den Jahresüberschuss von EUR 315.842,98 wie folgt zu verwenden:

EUR
Ausschüttung einer Dividende von 3,00 % 158.469,57
Zuweisung zu den Ergebnisrücklagen
a) Gesetzliche Rücklage 63.373,41
b) Andere Ergebnisrücklagen 94.000,00
315.842,98

 

Handewitt, 28. Mai 2020

Raiffeisenbank eG

Der Vorstand

Martin Rudolph

Ute Messenkopf

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Raiffeisenbank eG, Handewitt

Vermerk über die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Raiffeisenbank eG, Handewitt (im Folgenden "Genossenschaft") - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2019 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2019 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Genossenschaft für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2019 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

- entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kreditgenossenschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Genossenschaft zum 31. Dezember 2019 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2019 und

- vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Genossenschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 S. 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 53 Abs. 2 GenG, §§ 340k, 317 HGB und der EU-Abschlussprüferverordnung (Nr. 537/2014; im Folgenden "EU-APrVO") unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von der Genossenschaft unabhängig in Übereinstimmung mit den europarechtlichen sowie den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Darüber hinaus erklären wir gemäß Artikel 10 Abs. 2 Buchst. f) EU-APrVO i. V. m. §§ 55 Abs. 2, 38 Abs. 1a GenG, dass alle bei uns beschäftigten Personen, die das Ergebnis der Prüfung beeinflussen können, keine verbotenen Nichtprüfungsleistungen nach Artikel 5 Abs. 1 EU-APrVO erbracht haben. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Besonders wichtige Prüfungssachverhalte in der Prüfung des Jahresabschlusses

Besonders wichtige Prüfungssachverhalte sind solche Sachverhalte, die nach unserem pflichtgemäßen Ermessen am bedeutsamsten in unserer Prüfung des Jahresabschlusses für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2019 waren. Diese Sachverhalte wurden im Zusammenhang mit unserer Prüfung des Jahresabschlusses als Ganzem und bei der Bildung unseres Prüfungsurteils hierzu berücksichtigt; wir geben kein gesondertes Prüfungsurteil zu diesen Sachverhalten ab.

Nachfolgend stellen wir den aus unserer Sicht besonders wichtigen Prüfungssachverhalt dar:

Bewertung von Kundenforderungen

a) Sachverhalt und Problemstellung

Die Forderungen an Kunden, saldiert mit der gebildeten Risikovorsorge, belaufen sich auf 280,1 Mio. EUR. Dies entspricht 88,2 % der Bilanzsumme. Innerhalb des Postens nehmen die Kredite an die Branchen Erneuerbare Energien und Landwirtschaft eine bedeutende Rolle ein. Die Identifizierung von Wertminderungen und die Ermittlung von Einzelwertberichtigungen sowie die Bemessung von Rückstellungen für Eventualverbindlichkeiten unterliegen wesentlichen Schätzungsunsicherheiten und Ermessensspielräumen. Das Risiko für den Jahresabschluss liegt darin, dass Wertberichtigungsbedarf nicht rechtzeitig identifiziert wird bzw. die Höhe der Wertberichtigung von der wirtschaftlichen Lage und Entwicklung der jeweiligen Kreditnehmer sowie von der Bewertung der Kreditsicherheiten beeinflusst wird. Daher ist die zutreffende Bewertung der Kundenforderungen insbesondere im gewerblichen Kreditgeschäft für den Jahresabschluss und insbesondere die Ertragslage von entscheidender Bedeutung und stellt nach unserer Einschätzung einen besonders wichtigen Prüfungssachverhalt dar.

b) Prüferisches Vorgehen und Erkenntnisse

Wir haben zunächst beurteilt, ob die für die Bewertung der Kundenforderungen relevanten Prozesse der Bank derart ausgestaltet sind, dass akute Risiken mit hinreichender Sicherheit rechtzeitig erkannt werden und gegebenenfalls eine Risikovorsorge in ausreichendem Umfang gebildet wird. In Folge haben wir uns von der Funktionsfähigkeit der Regelungen bzw. Prozesse durch Prüfung in ausgewählten Einzelfällen überzeugt. Hierbei stellen wir auf die eingerichteten relevanten Kontrollen der Bank ab. Des Weiteren haben wir analytische Prüfungshandlungen durchgeführt. Dabei wurde der Datenbestand der Bank in Hinblick auf vordefinierte Prüfkriterien ausgewertet. In diesem Zuge wurden neben den Ratingeinstufungen insbesondere die Gesamtzusage, die Höhe der ungesicherten Kreditteile sowie die Zugehörigkeit zu bestimmten Branchen berücksichtigt. Hierauf aufbauend haben wir bewusst ausgewählte Kreditengagements hinsichtlich der Notwendigkeit und - soweit erforderlich - der Angemessenheit einer Risikovorsorge einer Einzelfallprüfung unterzogen.

c) Verweis auf weitergehende Informationen

Weitere Angaben der Bank zur Bilanzierung und Bewertung von Forderungen im Kreditgeschäft sind im Anhang im Abschnitt B. "Erläuterungen zu den Bilanzierungs-, Bewertungs- und Umrechnungsmethoden" enthalten. Im Lagebericht befinden sich in den Abschnitten I.2 "Entwicklung der Raiffeisenbank eG", II.1 "Gesamtbanksteuerung, Risikomanagement" und II.2 "Vermögenslage" Ausführungen zu den Kreditstrukturen und zur Risikoerkennung, -steuerung und -abschirmung.

Sonstige Informationen

Die gesetzlichen Vertreter sind für die sonstigen Informationen verantwortlich.

Die sonstigen Informationen umfassen:

- die übrigen Teile des Geschäftsberichts - ohne weitere Querverweise auf externe Informationen -, mit Ausnahme des geprüften Jahresabschlusses und Lageberichts sowie unseres Bestätigungsvermerks.

Davon werden uns voraussichtlich nach dem Datum dieses Bestätigungsvermerks zur Verfügung gestellt:

- die übrigen Teile des Geschäftsberichts - ohne weitere Querverweise auf externe Informationen -, mit Ausnahme des geprüften Jahresabschlusses und Lageberichts sowie unseres Bestätigungsvermerks.

Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab.

Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen

- wesentliche Unstimmigkeiten zum Jahresabschluss, zum Lagebericht oder unseren bei der Prüfung erlangten Kenntnissen aufweisen oder

- anderweitig wesentlich falsch dargestellt erscheinen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter der Genossenschaft sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kreditgenossenschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Genossenschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Genossenschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Genossenschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Genossenschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Genossenschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 53 Abs. 2 GenG, §§ 340k, 317 HGB und der EU-APrVO unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

- identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

- gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme abzugeben.

- beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

- ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Genossenschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Genossenschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

- beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Genossenschaft vermittelt.

- beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Genossenschaft.

- führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit dem Aufsichtsrat unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

Wir geben gegenüber dem Aufsichtsrat eine Erklärung ab, dass wir die relevanten Unabhängigkeitsanforderungen eingehalten haben, und erörtern mit ihm alle Beziehungen und sonstigen Sachverhalte, von denen vernünftigerweise angenommen werden kann, dass sie sich auf unsere Unabhängigkeit auswirken, und die hierzu getroffenen Schutzmaßnahmen.

Wir bestimmen von den Sachverhalten, die wir mit dem Aufsichtsrat erörtert haben, diejenigen Sachverhalte, die in der Prüfung des Jahresabschlusses für den aktuellen Berichtszeitraum am bedeutsamsten waren und daher die besonders wichtigen Prüfungssachverhalte sind. Wir beschreiben diese Sachverhalte im Bestätigungsvermerk, es sei denn, Gesetze oder andere Rechtsvorschriften schließen die öffentliche Angabe des Sachverhalts aus.

Sonstige gesetzliche und andere rechtliche Anforderungen

Übrige Angaben gemäß Artikel 10 EU-APrVO

Wir sind als zuständiger Prüfungsverband gesetzlicher Abschlussprüfer der Genossenschaft.

Wir erklären, dass die in diesem Bestätigungsvermerk enthaltenen Prüfungsurteile mit unserer Berichterstattung an den Aufsichtsrat nach Artikel 11 EU-APrVO i. V. m. § 58 Abs. 3 GenG (Prüfungsbericht) in Einklang stehen.

Bei uns beschäftigte Personen, die das Ergebnis der Prüfung beeinflussen können, haben folgende Leistungen, die nicht im Jahresabschluss oder im Lagebericht der geprüften Genossenschaft angegeben wurden, zusätzlich zur Abschlussprüfung für die geprüfte Genossenschaft bzw. für die von dieser beherrschten Unternehmen erbracht:

-Prüfung des Depot- und Wertpapierdienstleistungsgeschäfts nach § 89 WpHG

-Bestätigungsleistungen an die Bankenaufsicht im Zusammenhang mit dem Finanzdienstleistungsaufsichtsgesetz (FinDAG)

-Fachbezogene Schulung des Aufsichtsrates

Verantwortliche Wirtschaftsprüferin

Die für die Prüfung verantwortliche Wirtschaftsprüferin ist Kathrin Fritzsch.

 

Rendsburg, 28. Mai 2020

Genossenschaftsverband - Verband der Regionen e.V.

Nils Peters, Wirtschaftsprüfer

Kathrin Fritzsch, Wirtschaftsprüferin

Feststellung des Jahresabschlusses und Beschlussfassung über die Ergebnisverwendung

Im Rahmen des § 3 Abs. 3 Gesetz über Maßnahmen im Gesellschafts-, Genossenschafts-, Vereins-, Stiftungs- und Wohnungseigentumsrecht zur Bekämpfung der Auswirkungen der COVID-19-Pandemie hat der Aufsichtsrat am 25.06.2020 den Jahresabschluss zum 31.12.2019 festgestellt. Die Generalversammlung vom 29.10.2020 hat die Verwendung des Jahresüberschusses in Höhe von EUR 315.842,98 wie vom Vorstand vorgeschlagen beschlossen.

Bericht des Aufsichtsrates

Raiffeisenbank eG, Handewitt

Der Aufsichtsrat hat im Berichtsjahr die ihm nach Gesetz, Satzung und Geschäftsordnung obliegenden Aufgaben erfüllt. Er nahm seine Überwachungsfunktion wahr und traf die in seinen Zuständigkeitsbereich fallenden Beschlüsse, dies beinhaltet auch die Befassung mit der Prüfung nach § 53 GenG.

Der Vorstand informierte den Aufsichtsrat in regelmäßig stattfindenden Sitzungen über die Geschäftsentwicklung, die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage sowie über besondere Ereignisse. Darüber hinaus stand der Aufsichtsratsvorsitzende in einem engen Informations- und Gedankenaustausch mit dem Vorstand.

Der vorliegende Jahresabschluss 2019 mit Lagebericht wird vom Genossenschaftsverband - Verband der Regionen e.V. geprüft. Über das Prüfungsergebnis wird in der Generalversammlung berichtet.

Den Jahresabschluss, den Lagebericht und den Vorschlag für die Verwendung des Jahresüberschusses hat der Aufsichtsrat geprüft und in Ordnung befunden. Der Vorschlag für die Verwendung des Jahresüberschusses entspricht den Vorschriften der Satzung.

Der Aufsichtsrat empfiehlt der Generalversammlung, den vom Vorstand vorgelegten Jahresabschluss zum 31.12.2019 festzustellen und die vorgeschlagene Verwendung des Jahresüberschusses zu beschließen.

Durch Ablauf der Wahlzeit scheidet in diesem Jahr die Herren Ernst Thomsen und Carsten-Peter Asmussen aus dem Aufsichtsrat aus. Die Wiederwahl der ausscheidenden Mitglieder des Aufsichtsrates ist zulässig.

Der Aufsichtsrat spricht dem Vorstand und den Mitarbeitern Dank für die geleistete Arbeit aus.

 

Handewitt, 28. Mai 2020

Der Aufsichtsrat

Vorsitzender

Raiffeisenbank eG, Handewitt

Anlage zum Jahresabschluss gemäß § 26a Abs. 1 Satz 2 KWG zum 31. Dezember 2019

("Länderspezifische Berichterstattung")

Die Raiffeisenbank eG hat keine Niederlassungen im Ausland. Sämtliche nachfolgende Angaben entstammen dem Jahresabschluss zum 31. Dezember 2019 und beziehen sich ausschließlich auf ihre Geschäftstätigkeit als regional tätige Kreditgenossenschaft in der Bundesrepublik Deutschland. Die Tätigkeit der Raiffeisenbank eG besteht darin, Einlagen oder andere rückzahlbare Gelder von Privat- und Firmenkunden entgegenzunehmen und Kredite für eigene Rechnung zu gewähren.

Die Raiffeisenbank eG definiert den Umsatz aus der Summe folgender Komponenten der Gewinn- und Verlustrechnung nach HGB: Zinserträge, Zinsaufwendungen, laufende Erträge aus Aktien etc., Provisionserträge, Provisionsaufwendungen und sonstige betriebliche Erträge. Der Umsatz beträgt für den Zeitraum 1. Januar bis 31. Dezember 2019 TEUR 9.894.

Die Anzahl der Lohn- und Gehaltsempfänger in Vollzeitäquivalenten beträgt 55,4.

Der Gewinn vor Steuern beträgt TEUR 2.672.

Die Steuern auf Gewinn betragen TEUR 850 und betreffen laufende Steuern.

Die Raiffeisenbank eG hat im Geschäftsjahr keine öffentlichen Beihilfen erhalten.

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