Philipp Stehling Verwaltungs GmbH
Selbe AdresseManagementtätigkeiten von sonstigen Holdinggesellschaften
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Lars Koernig-Kron seit 17.5.2013 | Prokura |
Stephanie Möller seit 17.5.2013 | Prokura |
Nikolaus Krane seit 22.12.2010 | Vorstandsmitglied |
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| No data available | |
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
WIRSOL Solar AGWaghäuselKonzernabschluss für das Geschäftsjahr 2011Konzernlagebericht 20111. Geschäft, Rahmenbedingungen und Entwicklung1.1 Darstellung der GeschäftstätigkeitDer WIRSOL Konzern (WIRSOL) besteht aus der WIRSOL SOLAR AG, Waghäusel als Muttergesellschaft sowie den folgenden Tochtergesellschaften:
In den WIRSOL Konzern (WIRSOL) werden folgende Joint Ventures "at equity" einbezogen.
Der Aufsichtsrat setzte sich im Geschäftsjahr wie folgt zusammen: 1. Herrn Olav Gutting (Vorsitzender) 2. Herrn Hans Wirth (Stellvertretender Vorsitzender) 3. Herrn Heinz Heiler Die WIRSOL Solar AG ist eine international tätige Gesellschaft für die Planung, den Bau und die Finanzierung von Photovoltaikanlagen und Solarkraftwerken jeder Größe. Sie fokussiert sich auf Systemlösungen für Privathaushalte, gewerbliche Anlagen und Anlagen für Investoren auf Dächern oder Freiflächen (Solarparks), die durch folgende sechs Geschäftsfelder sichergestellt werden:
Der "Full-Service"-Gedanke der WIRSOL hat zum Ziel, aus einzelnen Qualitätskomponenten leistungsfähige Photovoltaikanlagen zu erstellen, die dem Umweltschutz und dem Ertrag des Betreibers dienen. Dieser Ansatz beinhaltet die Wertschöpfungskette der Projektentwicklung, des Einkaufs, der Installation und Inbetriebnahme, des Projektmanagements, der Finanzierung sowie der Wartung und Instandhaltung im Modus eines Generalunternehmers. Das internationale Projektentwicklungsteam bei WIRSOL leitet alle Evaluierungen und Standortentwicklungen der gesamten WIRSOL-Gruppe. Dies umfasst die technische Auslegung, Zulassung von Bau- und Pachtverträgen sowie der Klärung der Grunddienstbarkeiten. Eine Sicherstellung der ressourcenbedingten Wertschöpfungskette wird durch Rahmenverträge mit namhaften international vertretenen Herstellern in der PV-Branche erzielt. Die Zusammenarbeit mit anerkannten Spezialisten der internationalen Rechtsbranche sowie weltweiten Versicherungen der Transporte dienen der Absicherung möglicher Risiken. Der Bau und die Montage der Projekte wird von erfahrenen Subunternehmern durchgeführt, die durch Rahmenverträge an WIRSOL gebunden werden. Diese Zusammenarbeit stellt für WIRSOL ein wichtiges Standbein dar, das durch bereits bestehende langjährige Partnerschaften gefestigt ist. Das Projektmanagement wird hierbei von PV-erfahrenen Ingenieuren und Projektleitern entlang der kompletten Wertschöpfungskette gesteuert. Die Finanzierung der Projekte wird von sachkundigen Betriebswirtschaftlern begleitet. Eine ständige Interaktion mit externen Finanzierungspartnern ermöglicht eine Sicherstellung der verschiedenen Projektphasen der WIRSOL. Eine Reihe von After-Sales-Services wie z.B. die Anlagenüberwachung und Anlagenwartung werden ebenfalls angeboten. Das WIRSOL-Service Team ist mit einer zentralen Leitwarte über den Stand jeder installierten PV-Anlage informiert und kann mit externen lokalen Servicepartnern schnell auf den Anlagenzustand reagieren. In Kooperation mit spezialisierten Partnern bietet die WIRSOL darüber hinaus Anlagenfinanzierungen sowie Anlagenversicherungen an. Die Geschäftsentwicklung der WIRSOL in 2011 verlief sehr gut, was sich in deutlichen Umsatz- und Ertragssteigerungen zeigt (Umsatzwachstum: ca. 90%). Ursächlich hierfür waren neben der Vertriebsstärke der Gruppe auch Vorzugseffekte in Deutschland aufgrund unterjähriger Anpassungen der Einspeisevergütung. Der Bau der beiden größten Solarparks mit einer Gesamtkapazität von 45 Megawattpeak (MWp) in Deutschland markieren u. a. einen Hochpunkt im vergangenen Geschäftsjahr. Ferner wurde die Geschäftsentwicklung auch im Ausland erfolgreich vorangebracht und ein Gesamtvolumen der Gruppe von 150 MWp weltweit abgesetzt. Erstmals in der Geschichte der Firma wurde darüber hinaus eine PV-Anlage in einer asiatischen Region in Verbindung mit Stromabkaufverträgen erbaut, ohne Koppelung an eine gesetzlich subventionierte Stromabnahmeverplichtung. 1.1.1 Geschäftstätigkeit in DeutschlandIn Deutschland ist die WIRSOL mit der operativ tätigen WIRSOL Deutschland GmbH sehr breit aufgestellt, die die gesamte Palette der oben genannten Wertschöpfungskette anbietet. Gemessen an der Zahl der installierten Systeme in den vergangenen Jahren hat sich WIRSOL deshalb zu einem der führenden herstellerunabhängigen Systemdienstleister in Deutschland entwickelt. Obwohl die Reduktion der Einspeisevergütungen in Deutschland zum Jahresbeginn zu einer starken Kaufzurückhaltung bei Endkunden führte, konnte durch proaktive Maßnahmen seitens WIRSOL ein profitables Wachstum generiert und das Geschäftsjahr 2011 sehr erfolgreich abgeschlossen werden. Der Ausbau des Privatkundenvertriebs der WIRSOL Deutschland GmbH mit überregionaler Vertretung, letztlich unter anderem auch erkennbar am aktiven Sponsoring des Bundesligavereins der 1899 TSG Hoffenheim/ WIRSOL Rhein-Neckar Arena, unterstützte dies beträchtlich. Im Gegenzug eröffnete sich eine neue und wertvolle Lieferantenbeziehung zum chinesischen Modulhersteller Suntech, der ebenso Sponsoring-Partner der TSG Hoffenheim ist. In 2011 konnte eine kumulierte Gesamtleistung von 91,4 MW bei einer Anzahl von 1215 Anlagen (Vj. 892) in Deutschland projektiert/installiert werden. Hiervon wurden alleine 86% des Gesamtvolumens durch 40 Großanlagen (>1 MWp) getragen. Die Solarparks Mixdorf (24 MW), Luckau (21 MW) sowie Borna (8,5 MW) sind aufgrund des beträchtlichen Ausmaßes besonders hervorzuheben und verdeutlichen die ausgebaute Marktposition von WIRSOL durch den vermehrten Verkauf von Großanlagen. Somit konnte im vergangenen Geschäftsjahr ein Gesamtumsatz der WIRSOL Deutschland GmbH von TEUR 229.486 und ein Jahresüberschuss von TEUR 11.985 erwirtschaftet werden. In 2012 rechnet die WIRSOL Deutschland GmbH aufgrund der im zweiten Halbjahr voraussichtlich sinkenden Nachfrage nach Solarparks mit einer erheblichen Konsolidierung dieses Marktsegmentes. Der Grund hierfür liegt im geplanten Wegfall der Einspeisevergütungen für Anlagen> 10 MW. Die WIRSOL Deutschland GmbH hat sich im Laufe der Jahre eine solide und dennoch weiter ausbaufähige Marktposition erarbeitet. Ihr Stammgebiet, das Versorgungsgebiet der EnBW in der Metropolregion Rhein-Neckar, stellt den zweitgrößten Markt für Photovoltaik in Deutschland dar. Die installierten Anlagen der WIRSOL Deutschland GmbH befinden sich demzufolge überwiegend im Südwesten Deutschlands. Besondere Stärken der WIRSOL Deutschland GmbH bestehen in der großen Erfahrung aufgrund der hohen Anzahl installierter Anlagen sowie der aktiven und ganzheitlichen Marktbearbeitung durch innovative Marketing- und Vertriebskonzepte. Der Ausbau des nationalen Vertriebsnetzes stellt daher einen wichtigen Bestandteil der zukünftigen Aktionen dar. Darüber hinaus wird das bereits vorhandene zentrale Know-how auf allen Ebenen der Wertschöpfungsstufen bei Bedarfsanforderungen an die Auslandsgesellschaften transferiert. Somit entstehen weltweit enorme Skalen- und Synergieeffekte, die das Rückgrat des erfolgreichen Wachstums von WIRSOL bilden. Im Februar 2010 wurde mit der WIRSOL Solar System GmbH, Waghäusels der Handel mit PV-Komponenten in eine separate Gesellschaft ausgegliedert. Bei einem Umsatz 2011 von TEUR 42.670 (Vj. TEUR 21.702) wurde ein Jahresüberschuss von TEUR 392 (Vj. TEUR 975) erzielt. Die geringe Marge hängt grundsätzlich mit dem starken Preisverfall bei den PV-Modulen zusammen. Der Fokus der Handelsgesellschaft liegt im Zuge dessen bei der Optimierung der Lieferverfügbarkeit und der wichtigen Liquiditätsschaffung zur Einräumung erweiterter Flexibilität der WIRSOL Gruppe. 1.1.2 Geschäftstätigkeit in SpanienIn Spanien wird WIRSOL von der WIRSOL Energia S.L.U. in Katalonien vertreten. Diese besteht aus den Geschäftsbereichen (1) Anlagen für Privathaushalte (2) Mittelgroße und große Anlagen sowie Planung und Entwicklung von Solarparks. Die WIRSOL Energia S.L.U. bietet durch erfahrenes Personal die Wertschöpfungsstufen der Projektentwicklung, der Finanzierung, dem Projektmanagement sowie dem Bau und der Instandhaltung an. Bedingt durch die klimatisch günstigen Bedingungen mit hohen Einstrahlungswerten verspricht der spanische Ländermarkt enormes Potential für WIRSOL. Anlässlich der komplexen Genehmigungsprozesse seit 2009 herrschen bei kleinen Anlagen für Privathaushalte jedoch schwierige Rahmenbedingungen. Diese übernehmen für WIRSOL dementsprechend eine Nebenrolle auf dem spanischen Markt. Der Schwerpunkt der strategischen Aktionen liegt daher nach wie vor auf der Projektierung und Umsetzung von Großprojekten. In 2011 konnte die WIRSOL Energia S.L.U. Aufdachanlagen und Solarparks mit einer Gesamtleistung von 8,44 MWp errichteten. Dies mündete im abgelaufenen Geschäftsjahr in einem Umsatzvolumen von TEUR 21.181 (Vorjahr TEUR 11.018). Der Jahresüberschuss der WIRSOL Energia von TEUR 2.361 (Vorjahr TEUR 609) trug somit erneut ergebnisstark zum positiven Abschneiden der Gruppe bei. 1.1.3 Geschäftstätigkeit in ItalienSeit dem Jahr 2008 ist WIRSOL in Italien durch die WIRSOL Italia S.R.L vertreten. Der Sitz wurde im Zuge von regionalen Schwerpunktverlagerungen 2010 von Scansano Murci nach Asti verlegt. Die strategische Ausrichtung der Gesellschaft besteht jedoch weiterhin auf den wichtigen Wertschöpfungsstufen der Projektentwicklung und des Projektmanagement von Großanlagen. Die Richtigkeit des damaligen Markteintritts wurde im abgelaufenen Geschäftsjahr erneut unterstrichen. Neben der Fertigstellung der drei Solarparks von 2010, konnte 2011 eine 2,15 MW Anlage auf den Dächern der bekannten Mineralwasseranlage von San Benedetto erfolgreich erstellt werden. Für 2012 wurde eine 2 MW Anlage in Apulien projektiert und mit der Einleitung des Bauvorhabens begonnen. Gewinnbringend wurden dabei stets die übrigen Teile der Wertschöpfungskette - insbesondere Einkauf, Bau & Montage sowie Finanzierung - von der WIRSOL Deutschland GmbH erbracht. Die neuen, stark herausfordernden gesetzlichen Rahmenbedingungen von 2011 für die Solarbranche führen zu Unsicherheiten bei Abnehmern und zu einer Trübung der Aussichten für das nationale Marktumfeld in Italien. Dies führte daher im vergangenen Geschäftsjahr zu Umsatzerlösen von TEUR 225 (Vj. TEUR 1.332) und einem Jahresfehlbetrag von TEUR -265 (Vj. TEUR 303). 1.1.4 Geschäftstätigkeit in BelgienIm Geschäftsjahr 2009 wurde die Tochtergesellschaft WIRSOL Benelux NV mit Sitz in Oelegem bei Antwerpen gegründet. Im Mittelpunkt der Gesellschaft steht die Projektentwicklung, das Projektmanagement, der Bau und die Montage sowie die Finanzierung von kleinen und mittleren Anlagen bis 250 kWp. Somit wird die gesamte Wertschöpfung im Privatkunden- und Großdachanlagengeschäft autonom abgedeckt. In 2011 realisierte die WIRSOL Benelux NV eine Anzahl von 21 mittelgroßen Anlagen mit einer Gesamtkapazität von 830 kWp. Trotz der erzielten Umsätze in Höhe von TEUR 2.023 (Vj. TEUR 2.687) wurde aufgrund von Restrukturierungsmaßnahmen ein Jahresfehlbetrag von TEUR -367 (Vj. TEUR -544) ausgewiesen. Diese sind nun abgeschlossen und die Fixkosten konnten erfolgreich auf ein Minimum reduziert werden. Des Weiteren wurden in 2011 erfolgversprechende Partnerschaften im Bereich Projektentwicklung und Projektfinanzierung eingegangen, damit ein profitables Wachstum für das Geschäftsjahr 2012 sichergestellt wird. 1.1.5 Geschäftstätigkeit in den USANeben der WIRSOL Solar, Inc. mit Sitz in Fort Collins, Colorado wurde ein weiteres Büro in New York City eröffnet. Dies zielt darauf ab sich einen besseren Zugang zu Finanzinstituten zu verschaffen und bereits vorhandene Kontakte weiter auszubauen. Zudem wird dieser Standort einen vertiefenden Fokus auf Industriedächer an der Ostküste legen, da verschiedene Staaten wie Massachusetts, New Jersey, Connecticut, North Carolina, Maryland, Delaware, Ohio und Pennsylvania vielversprechende Unterstützungsprogramme für alternative Energien aufgelegt haben. Im abgelaufenen Geschäftsjahr führten Umsätze in Höhe von TEUR 286 (Vj. TEUR 137) zu einem Jahresfehlbetrag in Höhe von TEUR -619 (Vj. TEUR - 705). Das Ziel für 2012 ist durch die Erschließung von 6 MW im Bereich Industriedächer einen Umsatz in Höhe von ca. TEUR 11.000 zu erzielen. 1.1.6 Geschäftstätigkeit in FrankreichDie französische WIRSOL France S.A.S. mit Sitz in Lyon wurde im August des Geschäftsjahrs 2010 gegründet. Wesentliches Ziel der Gesellschaft ist der Einstieg in Frankreich in das erfolgsversprechende, angesehene Segment des Kleinkundengeschäftes. Die aktuelle Gesetzgebung zum französischen PV-Markt sieht nur für Systeme bis zu 100 kWp eine Förderung aus der nationalen Einspeisevergütung vor. Diese wird quartalsweise einer Prüfung unterzogen und angepasst. Für größere Projekte ist eine Zuteilung von Vergütungen im Zuge von verschiedenen Ausschreibungsverfahren erst im Februar 2012 möglich. Bestehende Förderkonzepte limitieren jedoch das jährliche PV-Neuvolumen auf 500 MWp. Eine Anpassung dieses Niveaus sowie der allgemeinen französischen Förderrichtlinien sind nach der Präsidentschaftswahl im Mai 2012 nicht ausgeschlossen. Diese volatilen Entwicklungen wurden in der Geschäftstätigkeit von WIRSOL France S.A.S. berücksichtigt und eine ressourcenorientierte Flexibilität implementiert. Nichtsdestotrotz konnte im Jahr 2011 eine Anzahl von 32 PV-Anlagen mit einer Gesamtleistung von 115 kWp installiert und ein Umsatz von TEUR 321 generiert werden. Der Jahresfehlbetrag beläuft sich anlässlich der herausfordernden Marktbedingungen auf eine Höhe von TEUR -783. Der weitere Verbleib der Gesellschaft hängt sehr stark von den möglichen Änderungen des Marktumfeldes ab, welche wiederum enorm durch die anstehende Präsidentschaftswahl beeinflusst werden wird. Die Aktivitäten in Frankreich werden dementsprechend zurückgefahren. 1.1.7 Geschäftstätigkeit in TürkeiDie Gründung der WIRSOL Solar Enerji AŞ mit Sitz in Ankara erfolgte unter der klaren Zielsetzung der Sondierung des Marktes in Hinblick auf eine bevorstehende Einspeisevergütung. Da diese nicht in auskömmlicher Höhe beschlossen wurde, passte WIRSOL konsequenterweise die Geschäftstätigkeit entsprechend an. 1.1.8 Geschäftstätigkeit in GrossbritannienNach Gründung der WIRSOL Solar UK Ltd. im August 2010 konnte die englische Tochtergesellschaft in 2011 große Erfolge feiern. Die WIRSOL Solar UK Ltd. ist hierbei sehr breit aufgestellt und in den Segmenten PV-Handel, Dachprojekte für Privat- und Industriekunden sowie Solarparks tätig. Trotz der herausfordernden Bedingungen hinsichtlich der unsicheren Gesetzeslage bezüglich des Einspeisetarifs wurden zwei Solarparks als EPC Projekte mit einer Kapazität von jeweils 5 MW realisiert. Zudem war es der WIRSOL Solar UK Ltd. möglich, 15-jährige O&M Verträge mit den Solarpark-Gesellschaften abzuschließen, welche zu einer langfristigen Stabilität und Nachhaltigkeit durch die Generierung von stabilen Cashflows beitragen. Auch im Bereich der Industriedächer war WIRSOL erfolgreich. Neben drei 50 kWp Anlagen auf den Dächern von global bedeutenden Unternehmen, wurde mit einer Größe von 1,2 MW eine der größten Dachanlagen bei einem namenhaften Autohaus in nur 6 Wochen installiert. Neben den Großprojekten hat WIRSOL Solar UK Ltd. sukzessive ihr Handelsgeschäft ausgebaut und generierte in diesem Segment einen Umsatz von TEUR 3.500. Ziel für 2012 ist es, diesen Bereich weiter auszubauen und somit eine finanzielle Basis zu legen, welche das volatile Projektgeschäft nivelliert. Die gesamten Umsätze der Landesgesellschaft von TEUR 58.730 (Vj. TEUR 61) führten zu einem Jahresüberschuss von TEUR 2.092 (Vj. TEUR -373). Somit konnte ein erheblicher Beitrag von den Aktivitäten in Großbritannien zum Konzernergebnis geleistet werden. Neben dem Ausbau des Handelsgeschäft wird für 2012 des Weiteren an einem umfassenden Portfolio im Solarpark und Dachbereich von Anlagen>25 MWp gearbeitet, damit die Marktposition weiter ausgebaut werden kann. 1.1.9 Geschäftstätigkeit in der Region Asien-PazifikIn 2011 wurde mit Suntech Power Holdings, einem unserer beiden Modullieferanten, die Zusammenarbeit in der Projektentwicklung in China bekanntgegeben. Die in Gründung befindliche Landesgesellschaft WIRSOL Solar Technology (Beijing) Ltd. soll hierbei als Headquarter für die Expansion in neue Märkte und der Steuerung des globalen Einkaufs dienen. WIRSOL ist somit das erste deutsche Solarunternehmen, welches am künftig größten Solarmarkt der Welt (50-80 GW bis 2020) partizipiert. Diese führende Rolle wird weiter ausgebaut und in diesem Zuge werden die Abhängigkeiten von europäischen Rahmenbedingungen weiter reduziert. Vorherrschend soll Solarstrom als günstiges Substitut für die lokal verbreitete Stromerzeugung aus Dieselgeneratoren dienen. Im ersten Schritt umfasst dies die Entwicklung eines 20 MW Projektes in einem Joint Venture mit Suntech in der Provinz Qinghai (Westchina) und eine Veräußerung jenes an einen chinesischen Investor. Hierfür werden ebenso weitere Ressourcen transferiert, die für Suntech strategisch wichtiges Know-how aufbieten. Eine Zusammenarbeit bei weiteren Projekten und die Partizipation an der Projektpipeline von Suntech sind daher vorgesehen. Auf den Malediven wurde von WIRSOL im Jahr 2011 ebenso eine strategisch wichtige Stellung bezogen. Hierbei handelt es sich um ein Joint Venture zwischen der WIRSOL APAC GmbH und Renewable Energy Maldives Pvt. Ltd., die mit ihren angebotenen Power Purchase Modellen (Stromabkaufverträge) eine Komplementärfunktion der regionalen Energieerzeugung aus Dieselgeneratoren ausfüllen. Es wurden bereits erfolgreich zwei Pilotprojekte auf der Einwohnerinsel Villingili zusammen umgesetzt, die den lokalen Bewohnern in der ersten Phase insgesamt ca. 350 kWp Leistung zur Verfügung stellen. In der zweiten Phase werden rund 30,66 MW auf weiteren Inseln installiert, was Phase II des Pilotprojektes darstellt. Des Weiteren sind rund 14 MW an für 6 Monate bindenden Absichtserklärungen unterzeichnet worden, die zeitnah in Stromabkaufverträge umgewandelt werden. Zudem sind die Unterzeichnung weiterer Stromabkaufverträge geplant und der Bau von insgesamt 20 MW angestrebt. 1.2 Branchenspezifische Rahmenbedingungen1.2.1 Der Weltmarkt für PhotovoltaikRückblick 2011 Der Weltmarkt der PV-Branche hat im Geschäftsjahr eine Installationsleistung von 27,7 GW zu verzeichnen (Vorjahr 2010: 16,6 GW). In diesem Jahr gibt es nunmehr 6 Märkte mit einer neuinstallierten Leistung über 1 GW. Vorneweg führt Italien (9 GW), gefolgt von Deutschland (7,5 GW) und mit Abstand China (2 GW), USA (1,6 GW), Frankreich (1,5 GW) und Japan (1,1 GW).
In 2011 fielen die Preise für PV-Module durch erhöhte Skaleneffekte, verursacht durch die Steigerungen der Effizienz in der Herstellung und insbesondere aufgrund eines starken globalen Angebotsüberhangs gegenüber der bestehenden Nachfrage. Die PV-Branche steht am Scheideweg - während die europäischen Märkte die lokale Produktion beständig überholen, wird dies vermutlich in den kommenden Jahren nicht mehr der Fall sein. Zeitgleich hat der stetige Kapazitätsaufbau in den asiatischen Herstellermärkten jedoch nicht zu einer nachhaltigen Wachstumsdynamik in deren lokalen Märkten geführt und ist zu Beginn des Jahres 2012 weit davon entfernt, im Einklang mit deren enormen Produktionsleistung zu stehen. Daraus ergeben sich drei wichtige Hinweise für die weitere Entwicklung der PV-Branche. Zum einen werden die Länder mit vielen Herstellerkapazitäten ihre lokalen Märkte aktivieren, um einen größeren Anteil der Absatzmenge lokal zu vertreiben. Zum anderen werden zukünftig weitere Märkte auf allen Kontinenten mit hohem Potential erschlossen (u. A. aufgrund der gefallen Investitionskosten für PV), um die Entwicklung der PV Branche analog dem Vorreiter Europa voranzutreiben, der dies im letzten Jahrzehnt verantwortete und maßgeblich beeinflusste. Letztendlich wird sich die Branche auf die Grundsätze der freien Märkte und des fairen Wettbewerbs erinnern, so dass diese Bedeutung in naher Zukunft zunehmen wird. (Quelle: EPIA, Market Report 2011, Januar 2012) Ausblick 2012 Die oben beschriebene Entwicklung führt zur aktuellen Situation am Markt - die Konsolidierungsphase der Modul-Hersteller ist im vollen Gange - und Veränderungen über Gesetzesänderungen beeinflussen die Marktentwicklungen in hohem Maße. Das "Primat des Fremdkapitals" wird weiterhin die Entwicklung der PV-Branche bestimmen, weshalb die Entwicklung der europäischen Finanzzone derzeit besorgniserregend auf die Entwicklung der Schuldenkrise in Griechenland, Spanien, Irland und Portugal sieht. Im Berichtszeitraum wurde bereits das Euro-Rettungspaket in dreistelliger Milliardenhöhe geschnürt und zur Unterstützung bereitgestellt. Die Gesetzeslage in den Kernmärkten Europas steht unter einem quartalsweisen Wandel, im Besonderen in Deutschland wird das Erneuerbare Energien Gesetz kontrovers diskutiert. Hierbei wird eine Anpassung der Einspeisetarife überproportional zur Degression der Herstellkosten für PV-Komponenten erwartet und die resultierenden rechtlichen, ökonomischen und insbesondere finanziellen Auswirkungen auf Projekte der PV-Branche keine unwesentlichen Einfluss nehmen. Gleichzeitig wird der PV-Markt durch die Preisdegression vergrößert, da nun weltweit Gesetze an die aktuelle Marktsituation angepasst werden (z.B Kürzungen im Bereich des EEG (Erneuerbare Energien Gesetz)) und Netz-unabhängige Energielösungen ("Dieselparität") an Bedeutung gewinnen. Des Weiteren werden voraussichtlich die Kosten der PV-Module weiter fallen und die Herstellerkonsolidierung fortgesetzt werden. Zudem ist abzusehen, dass Fremdkapital zur Finanzierung der Projekte teurer und knapper wird. Dies ist i.W. abhängig von den Subventionen der verschiedenen Länder sowie deren Möglichkeiten zur Aufnahme von Fremdkapital, die aufgrund der Vielzahl der Projekte limitiert sind. Die Entwicklung hängt auch in Zukunft wesentlich davon ab, inwieweit Verbraucher und Industrie bereit und in der Lage sind, Mehrkosten für eine CO2 emissionsfreie, regenerative und aus heimischen Ressourcen erzeugte Energie zu tragen. Bislang war der Markt durch die Hersteller und kleine und mittelständische Betriebe im "Downstream"-bereich geprägt. Durch die Investition in zunehmend größere Parks und Anlagen und den damit verbundenen hohen Kapitalbedarf, findet eine Konzentration auf größere Einheiten statt. Dieser Konzentrationsprozess wurde durch die Wirtschaftskrise weiter beschleunigt. Eine Professionalisierung in Abläufen und Prozessen zur Effizienzsteigerung wird verstärkt notwendig sein. Um erfolgreich im Markt zu agieren, sind kontinuierliche Weiterentwicklungen, Investitionen und Kostensenkungen, insbesondere in die Energieeffizienz der Komponenten und Anlagen, erforderlich. Nur so können die regulären und außerplanmäßigen Absenkungen in den Fördergesetzen (z.B. EEG) kompensiert und die Anlagen und der Betrieb an den jeweiligen Stand der Technik angepasst werden. 1.2.2 Der deutsche PhotovoltaikmarktDie Branche ist im hohen Maße von verlässlichen politischen Rahmenbedingungen und Förderungen abhängig. Gesetzliche Grundlage auf dem Strommarkt in Deutschland ist das EEG, dessen erklärtes Ziel die beschleunigte Markteinführung von Technologien zur Stromproduktion aus erneuerbaren Energien ist. Die im Oktober 2011 in Deutschland weitere Reduzierung der Einspeisevergütung setzte sich positiv dem Trend entgegen und leitete eine umsatzbezogene Jahresendrally ein. Diese mündete in einer neu installierten Kapazität für 2011 von 7,5 GW. Der anhaltende Preisverfall bei PV-Modulen sowie der ausbleibende Wintereinbruch bekräftigte das positive Investitionsklima auf dem deutschen Absatzmarkt. Die mögliche Reduzierung der Einspeisevergütung um bis zu 50% in 2012 wurde bereits per Gesetzesentwurf festgehalten. Sollte dieser verabschiedet werden, so ist eine deutliche Konsolidierung in der deutschen PV-Branche abzusehen. Die wesentlichen Entwicklungen hängen daher abermals von politischen Entscheidungen in Berlin ab. Das Gesetz selbst zielt darauf ab, den PV-Ausbau Korridor von bis zu 3,5 GW in 2012 einzuhalten. Dies würde ein negatives Marktwachstum von ca. 53 % für die Branche in Deutschland bedeuten. 1.2.3 Der spanische PhotovoltaikmarktNach dem Einbruch der installierten Leistungen im Geschäftsjahr 2009 auf 69 MWp (von 2,67 GWp in 2008) wurde ein wesentlich moderaterer Zuwachs der installierten Leistung in Spanien wahrgenommen. 2011 konnten in den Markt 400 MWp neu eingebracht werden, für 2012 liegt die erwartete Neuleistung unter aktuellen Bedingungen bei 500 MWp. Das Wachstum gegenüber 2010 liegt daher relativ bei 12 %. Die kumulierte Gesamtkapazität für PV- Anlagen liegt aktuell bei 4,2 GW und ist im europäischen Ländervergleich bereits auf einem hohen Niveau. Aufgrund der limitierten Möglichkeit Strom von Spanien aus zu exportieren, wird eine Überkapazität in den kommenden Jahren auf dem Markt erwartet. Sofern diese Rahmenbedingungen bestehen bleiben, gilt es die Entwicklung des Marktes in den folgenden Jahren abzuwarten. (Quelle: EPIA) 1.2.4 Der italienische PhotovoltaikmarktItalien stellte sich 2011 als der Markt mit dem größten Neuvolumen (9 GW) weltweit heraus. Ein enormer Großteil der Installationen hiervon (3,5 GW) wurden bereits Ende 2010 eingeleitet und konnten deshalb von den zu dieser Zeit noch höheren Einspeisevergütungen profitieren. Kumuliert befindet sich Italien bei 12,5 GW und stellt somit den zweitgrößten PV-Markt neben Deutschland dar. Italien gilt darüber hinaus in Europa nach wie vor als einer der Märkte mit dem größten Wachstumspotential. Bei einer nach wie vor attraktiven Einspeisevergütung und der fortbestehenden Möglichkeit zur Errichtung von Solarparks auf Freiflächen sowie Dachflächen wird auch für 2012 ein starkes Marktwachstum zwischen 1,5 und 3 GW erwartet. (Quelle: EPIA) 1.2.5 Der amerikanische PhotovoltaikmarktIn den USA gibt es in den wenigsten Staaten einen Einspeisetarif. Zur Förderung der erneuerbaren Energien wird das Instrument der Steuerreduktion oder der liquiditätswirksamen Auszahlung der zukünftigen Steuerreduktion genutzt. Eine Ausnahme bildet der kalifornische Staat, welcher einen "Feed in tarif" implementiert und sich durch die Kombination mit hohen Einstrahlungswerten zum größten Markt (insgesamt 60% des gesamten amerikanischen Marktes) innerhalb der USA entwickelt hat. Aufgrund der günstigen Sonneneinstrahlung in vielen Staaten sowie den zunehmenden Preisanstiegen bei vielen Stromversorgern wird PV zunehmend eine günstige Alternative. In 2011 wurden ca. 1,6 GW an Neuinstallationen am Netz angeschlossen, was einem Wachstum der Gesamtkapazität von 64% zu 2010 entspricht. Für 2012 wird von einem signifikanten Anstieg der Ausbringungsmenge um 3 GW ausgegangen. (Quelle: EPIA) 1.2.6 Der belgische PhotovoltaikmarktBelgien verfügt über eine attraktive Einspeisevergütung für kleine, mittlere und große Photovoltaikanlagen. Der belgische Gesetzgeber hat neben der geregelten Einspeisevergütung einen zusätzlichen Steueranreiz geschaffen, der die Investitionsbereitschaft zusätzlich fördert. Der Markt ist jedoch in drei Regionen aufgeteilt, die eine Förderung von unterschiedlichen Faktoren abhängig machen. Während der flämische Raum PV-Installationen aller Größen aufbietet, ist die Wallonische Region aufgrund der politischen Begebenheiten größtenteils auf Privathaushalte limitiert. 2011 boomte infolge dessen erneut der flämische Markt mit einer Kapazität von ca. 290 MW, der wallonische Markt verzeichnete 100 MW und Brüssel 10 MW Neuinstallationen. Das Wachstum zum Vorjahr betrug somit 86 %, die Erwartungen für 2012 liegen relativ betrachtet auf gleichem Niveau. (Quelle: EPIA) 1.2.7 Der französische PhotovoltaikmarktIn Frankreich wurden Anlagen mit einer Gesamtkapazität von 1,5 GW im Jahr 2011 installiert. Dies führte zu einem Wachstum von 146 % im Vergleich zu 2010 und einem kumulativen Marktvolumen von 2,525 GW. Die in 1.1.6 erläuterten Faktoren der neuen gesetzlichen Förderungen in Frankreich limitieren hingegen nun das jährliche Marktvolumen konsequent auf 500 MW. Diese trüben das enorme Wachstum des Marktes vorerst ein. Für weitere Prognosen sind politische und rechtliche Entwicklungen im Zuge der Präsidentschaftswahlen in 2012 abzuwarten. (Quelle: EPIA) 1.2.8 Der britische PhotovoltaikmarktDas Vereinigte Königreich erlebte 2011 ein noch nie da gewesenes Wachstum von 700 MW in einem Jahr. Dies ist herausragend, da das kumulierte Marktvolumen Ende 2010 gerade einmal 66 MW betrug. Hierfür waren vor allem die Kürzungen von verschiedenen Einspeisevergütungen die Ursache, die jeweils zu Spitzen bei PV-Installationen führten. Das Segment der Großprojekte für Solarparks wird von der Revision der verhältnismäßig hohen Einspeisetarife am deutlichsten getroffen und wird voraussichtlich zu einem Rückgang der Investitionen in diesem Bereich führen. Dachportfolios in Industrie sowie im Privatkundensegment bleiben von dieser Kürzung der Subventionen jedoch unberührt und werden daher weiterhin als Treiber des Marktes fungieren. Somit wird für 2012 ein weiteres Wachstum unter günstigen Bedingungen von 400 MW erwartet. (Quelle: EPIA) 1.2.9 Der Photovoltaikmarkt in der Region Asien-PazifikChina zeigte sich 2011 als größter Markt außerhalb Europas. Es wurden ungefähr 2 GW an Anlagen installiert und ans Netz gebracht. Auch wenn dieses Niveau immer noch unter dem jährlichen Zubau von Deutschland in 2011 liegt, wird sich das Wachstum fortsetzen und mittel- bis langfristig eine Kapazität von etwa 30-50 GW in China implizieren. Eine Förderung dieser Entwicklung wurde vor allem durch die Aufstellung von Einspeisevergütungen auf häuslicher Ebene angestoßen. Der Großteil der Anlagen ist im Westen Chinas installiert, da hier die Einstrahlungswerte deutlich höher als im Osten Chinas sind. Hierbei gibt es von Provinz zu Provinz regionale Unterschiede mit besonderen Bonifikationen additiv zur generellen staatlichen Einspeisevergütung. In Thailand betrug das installierte Volumen 2011 etwa 200 MW, für das Jahr 2012 wird mit einer Steigerung auf mindestens 350 MW gerechnet. Malaysia regelt den PV-Markt mit halbjährlichen Quoten von 20 MW und jeweils angepassten Einspeisevergütungen. Im Jahr 2011 betrug das installierte Volumen in Japan etwa 1,3 GW und für das Jahr 2012 wird mit einem Anstieg auf etwa 1,8 bis 2 GW gerechnet. Das Wachstum des Marktes wird hierdurch begünstigt. (Quelle: EPIA) 2. Darstellungen der Vermögens-, Finanz- und ErtragslageDie WIRSOL AG wurde 2007 als Holding für die verschiedenen operativen Unternehmen erworben. In 2008 wurde erstmals ein Konzernabschluss vorgelegt. 2.1 GuVDie WIRSOL erzielte in 2011 einen Umsatz i.H.v. TEUR 317.437 (Vj. TEUR 166.754). Durch den Aufbau von Beständen an fertigen und unfertigen Erzeugnissen i.H.v. TEUR 14.602 (Vj. TEUR 486 ) und sonstige betriebliche Erträgen i.H.v. TEUR 604 (Vj. TEUR 1.520) ergibt sich eine Gesamtleistung von TEUR 332.644 (Vj. TEUR 168.760). Der Betriebsaufwand betrug 314.566 TEUR (Vj. TEUR 158.466). Der Materialaufwand betrug TEUR 282.154 (TEUR 137.322), was 85% der Gesamtleistung entspricht (Vj. 82%). Der Personalaufwand lag mit TEUR 13.357 bei 4% der Gesamtleistung (Vj. TEUR 6.653 bzw. 4 %). Die Abschreibungen bestehen wie auch im Vorjahr im Wesentlichen aus planmäßigen Abschreibungen auf die aktivierten Firmenwerte und betrugen in 2011 TEUR 1.176 (Vj. TEUR 964). Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind auf TEUR 17.878 (Vj. TEUR 13.527) gestiegen, was im Wesentlichen auf höhere Vertriebskosten (TEUR 3.469), Rechts- und Beratungsaufwendungen (TEUR 3.071), Werbekosten (TEUR 1.373), Raumkosten (TEUR 1.332), Versicherungen (TEUR 1.025), Kfz-Aufwendung (TEUR 1.024) und Reise- und Bewirtungsaufwendungen (TEUR 1.011) aufgrund des gestiegenen Geschäftsvolumens zurückzuführen ist. Der Finanzaufwand inkludiert SWAP-Aufwendungen und hat sich u.a. im Zuge eines gestiegenen Finanzierungsvolumens durch den im Geschäftsjahr eingegangenen Konsortialkreditvertrag auf borrowing-base um TEUR 1.464 auf TEUR 2.430 (Vj. TEUR 965) erhöht. Damit ergibt sich ein Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit (EBT) i.H.v. TEUR 15.648 (Vj. TEUR 9.328). Der Jahresüberschuss nach Steuern beträgt TEUR 10.010 (Vj. TEUR 7.063). Die WIRSOL Deutschland GmbH als größte Konzerngesellschaft erzielte in 2011 einen unkonsolidierten Umsatz von TEUR 229.486 (Vj. TEUR 159.694) und ein Ergebnis vor Steuern von TEUR 11.985 (Vj. TEUR 14.627). Der Umsatz der WIRSOL insgesamt (bis 2008 wurden lediglich die Werte der WIRSOL Deutschland GmbH zugrunde gelegt, da der Konzern noch nicht existierte) stieg von EUR 12 Mio. (2005) auf EUR 317 Mio. (2011). Im Vergleich zum Vorjahr kam es somit zu einer 90% Steigerung der Umsätze. Das EBT entwickelte sich im gleichen Zeitraum ebenfalls positiv. Die Umsatzrendite betrug 2011 3,15% (Vj. 4,24%), das EBT lag bei 4,93% (Vj. 5%) des Umsatzes. 2.2 Konzern-BilanzDie Bilanzsumme der WIRSOL ist auf TEUR 144.108 (Vj. TEUR 76.464) gestiegen. Das immaterielle Anlagevermögen ist von TEUR 9.385 auf TEUR 8.758 gesunken. Dies liegt im Wesentlichen an der planmäßigen Abschreibung auf den Firmenwert i.H.v. TEUR 778. Es setzt sich aus dem Firmenwert TEUR 8.524 (Vj. TEUR 9.262) und Konzessionen bzw. Schutzrechten i.H.v. TEUR 234 (Vj. TEUR 122) zusammen. Die Sachanlagen betragen TEUR 3.640 (Vj. TEUR 1.309), wobei die Grundstück und Gebäude mit TEUR 2.232 (Vj. TEUR 8) und die Betriebs- und Geschäftsausstattung mit TEUR 786 (Vj. TEUR 708) die wesentlichen Einzelposten darstellen. Die Finanzanlagen belaufen sich auf TEUR 767 (Vj. TEUR 406). Das Umlaufvermögen erhöhte sich um TEUR 64.735 auf TEUR 129.173 (Vj. TEUR 64.438). Wesentlich erhöht haben sich dabei die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände. Diese belaufen sich auf TEUR 61.303 (Vj. TEUR 30.023). Weiter zur Anhebung des Umlaufvermögens beigetragen hat der Anstieg des Kassenbestandes von TEUR 2.161 in 2010 auf TEUR 47.208 in 2011. Das Eigenkapital erhöhte sich ergebnisbedingt auf TEUR 30.686 (Vj. TEUR 20.670). Die Rückstellungen erhöhten sich auf TEUR 7.155 (Vj. TEUR 5.062). Ein gegenüber dem Vorjahr erhöhter Rückstellungsbedarf bestand im Wesentlichen in den Rückstellungen für ausstehende Rechnungen und Risiken aus dem Geschäftsverlauf. Die Verbindlichkeiten stiegen von TEUR 50.722 in 2010 auf TEUR 105.007 in 2011. Der Grund hierfür lag im Wesentlichen an einem gestiegenen Finanzierungsbedarf bei Kreditinstituten (TEUR 53.298; Vj. TEUR 21.740) sowie an höheren Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen aufgrund des Einkaufs von Modulen (TEUR 34.454; Vj. TEUR 26.417) sowie den sonstigen Verbindlichkeiten (TEUR 11.743; Vj. TEUR 2.318). Es ergibt sich somit eine gegenüber dem Vorjahr eine um 6 Prozentpunkte gesunkene Eigenkapitalquote von 21%. Die Eigenkapitalrentabilität vor Steuern und Abschreibungen i.H.v. 55 % (Vj. 50%) ist als positiv einzustufen. Das Ergebnis vor Steuern betrug TEUR 15.648 (Vj. TEUR 9.328). Die Umsatzrendite (Basis: EBIT) liegt bei 5,8% (Vj. 6%). Die als ausreichend eingestufte Anlagendeckung liegt zum 31.12.2011 bei 233% (Vj. 185%). 2.3 Kapitalflussrechnung
Bei einem Konzernjahresüberschuss von TEUR 10.010 liegt der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit bei TEUR 15.553. Dies liegt im Wesentlichen an der Reduzierung der Vorräte i.H.v. TEUR 11.593 sowie der Erhöhung der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen i.H.v. TEUR 8.037, denen eine Zunahme der Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände um TEUR 31.280 gegenüber steht. Der negative Cashflow aus Investitionstätigkeit belief sich auf TEUR 2.260. Die Mittelabflüsse begründen sich vor allem mit dem Zukauf des Gebäudes Schwetzinger Strasse 22-26, Waghäusel. Das Gebäude der ehemaligen Zentrale wird aktuell teilweise vermietet, teilweise von der WIRSOL Solar AG weiterhin verwendet. Der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit betrug TEUR 31.558. Insgesamt wurden die liquiden Mittel um TEUR 45.048 auf TEUR 47.208 (Vj. TEUR 2.162) aufgebaut. Die flexibel in Anspruch zu nehmenden Banklinien (borrowing base) lagen in 2011 bei EUR 65 Mio. (Vj. EUR 26 Mio.). Die freie Liquidität zum Zeitpunkt der Lageberichtserstellung beträgt ca. EUR 13,275 Mio. (Vj. EUR -10,47 Mio.). Dies wird von WIRSOL als ausreichend angesehen. Das Finanzmanagement der WIRSOL ist darauf ausgerichtet, Verbindlichkeiten innerhalb der Zahlungsfrist zu begleichen und Forderungen innerhalb der Zahlungsziele zu vereinnahmen. Durch ein hauseigenes Forderungsmanagement können Forderungen zügig abgewickelt werden. Seit Beginn des Geschäftsjahres 2012 wurden keinen Investitionen in das Anlagevermögen getätigt. 2.4 EinkaufsstrategieFür 2011 wurde der prognostizierte Modulbedarf der WIRSOL zum überwiegenden Teil durch einen Rahmenvertrag mit dem führenden Hersteller Yingli gesichert. Der rapide und unerwartete Preisverfall für die Module im Laufe 2011 wurde durch zahlreiche erfolgreiche Verhandlungen größtenteils abgefangen - dabei hat die Präsenz des Wirsol Vorstandes vor Ort in China die entscheidende Rolle gespielt. In der zweiten Hälfte 2011 wurde eine Zusammenarbeit mit einem weiteren führenden Modulhersteller Suntech ausgebaut. Zwar liegt der Fokus der neuen gemeinsamen Marketingstrategie auf dem Segment Privatdächer, doch trägt diese Entwicklung zu einer nachhaltig noch stabileren und sicheren Versorgung in allen Geschäftsbereichen signifikant bei. 2.5 Darstellung der Vermögens, Finanz und Ertragslage zum Zeitpunkt der Aufstellung des KonzernlageberichtsAufgrund eines milden Winters konnte die anhaltend günstige Auftragslage weiterhin gesteigert werden. Dies führte zu einer Steigerung des Ertrages im 1. Quartal resultierend aus dem weiterhin anhaltenden Ausbau der Tätigkeiten im Großkraftwerksbau. Der zusätzliche Ausbau der Vertriebskapazitäten im Privatkundenvertrieb sichert weiterhin einen konstanten Umsatzzufluss. Zusammenfassend wird die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage zum Zeitpunkt der Berichterstellung als positiv angesehen. Das Eigenkapital der Gesellschaft hat sich aufgrund der erwirtschafteten Überschüsse erhöht, die Zahlungsfähigkeit wird als jederzeit gegeben angesehen. 3. Bericht über die zukünftige Entwicklung sowie Chancen und Risiken des UnternehmensBei der Risikoeinstufung unterscheidet die WIRSOL drei Arten von Risiken bzgl. ihres Effektes auf die Unternehmensentwicklung, die aufeinander aufbauen. Risikoklasse I enthält dabei Risiken der Risikoklasse II, die jedoch stärker ausgeprägt sind: RK I / Risikoklasse I: Bestandsgefährdende Risiken Bsp.: Ersatzlose Streichung von PV-Subventionen (unwahrscheinlich), kein Zugang zu Modulen (unwahrscheinlich, siehe Einkaufsstrategie). Operationalisierend: monetärer Umsatzeffekt / Finanzrisiko> 5% des Umsatzes RK II / Risikoklasse II: Gewinngefährdende Risiken Bsp.: Anpassung der Höhe der Förderung in verschiedenen Auslandsmärkten, Erhöhung des Kapitalbedarfs aufgrund stärkerer Fokussierung auf Großprojekte Operationalisierend: monetärer Umsatzeffekt / Finanzrisiko 1 - 5% des Umsatzes RK III / Risikoklasse III: Sonstige Risiken Bsp.: Zahlungsausfall einzelner Kunden besonders im Ausland, allgemeine Risiken bei der Zusammenarbeit mit ausländischen Subunternehmern, Zunahme der Konkurrenz auf allen Märkten, allgemeine Markterschließungsrisiken Operationalisierend: monetärer Umsatzeffekt / Finanzrisiko < 1% des Umsatzes 3.1 Allgemeiner RisikoberichtBestandsgefährdende Risiken sind im Moment nicht erkennbar. Die Nachfragesituation ist grundsätzlich weiterhin stark abhängig von nationalen Förderpolitiken. In 2012 wird für Deutschland und ggf. auch auf anderen Märkten mit einer Anpassung zum zweiten Halbjahr 2012 gerechnet. Hieraus werden für die WIRSOL jedoch keine wesentlichen Risiken erwartet - im Gegenteil, denn im abgelaufenen Geschäftsjahr 2011 führten beschlossene Kürzungen zu einer deutlichen Steigerung der Nachfrage in diesem Zeitraum. Es bestehen teilweise noch immer Unsicherheiten über die weitere Gestaltung der Förderpolitiken. Sollte jedoch die sogenannte "Grid-Parity""Netzparität" (diese wird dann erreicht, wenn der Strom aus einer Photovoltaikanlage zum Endverbrauchspreis angeboten wird.) erreicht werden, entfallen die Abhängigkeit von Förderungen und damit das politische Risiko der Streichung von Subventionen. Die Gesellschaft reagiert auf Veränderungen von Fördersituationen zum einen durch Anpassungen in der Schwerpunktsetzung im Rahmen der Internationalisierung. Zum anderen in der Schaffung einer adäquaten Kostenstruktur insbesondere in der Einkaufsgestaltung. Die WIRSOL ist ihrem Umfang der Geschäftstätigkeit entsprechend jederzeit mit ausreichender Liquidität ausgestattet und sowohl auf Unternehmens- als auch auf Projektebene solide finanziert. Eine Konsortialkreditlinie in Höhe von 65 Mio. Euro mit vier Hausbanken stellt dabei eine tragende Säule dar. Eine dem starken Wachstum entsprechende Erhöhung der Bankenlinien ist Rechnung getragen. Die Bestands- und damit verbundene mögliche Abwertungs- und Liquiditätsrisiken wurden in 2011 einerseits durch Verhandlungen mit Lieferanten, andererseits aber durch fortschreitende Diversifikation und Expansion abgefangen. Die Verhandlung über Mengen und Preise wurden laufend mit den sich ändernden Bedarfen aus unterschiedlichen Ländern und Segmenten zusammengebracht. 3.2 Spezieller RisikoberichtDie Liquiditätslage ist durch einen gestiegenen Umfang an Projekten mit größerem Umsatzvolumen gekennzeichnet. Hierdurch ist der Liquiditätsbedarf angestiegen und unterliegt stärkeren Schwankungen. Eine diesem Wachstum Rechnung tragende Finanzierung wurde bereits realisiert und wird bis Ende des 2. Quartals 2012 planmäßig finalisiert. Zusätzlich wird durch das ständige Harmonisieren der Zahlungsziele einkaufs- und verkaufsseitig daran gearbeitet, eine liquiditätsschonende Fristenkongruenz zu erreichen. Das Treasury kontrolliert ständig die Zahlungsströme im Konzern und legt den Finanzierungsbedarf fest. Dies geschieht im Rahmen einer Jahresplanung, der die Basis für den detaillierten, ständig rollierenden Dreimonatsplan bildet. Dieser wiederum wird wöchentlich im Konzern auf Veränderungen abgefragt und an einem festen Tag der Woche auf Vorstandsebene besprochen. Die Aktualität der Informationen und der Möglichkeit, ggf. schnell zu reagieren, ist sichergestellt. Geschäftsrisiken wird über ein stetig aktualisiertes Versicherungskonzept begegnet. Eine gefährdende Risikokonzentration ist nicht abzusehen. Durch die Internationalisierung sowie die breite Aufstellung in unserer Wertschöpfungskette und die Verteilung von Privatkunden, Investoren und institutionellen Anlegern ist eine Risikostreuung sichergestellt. Interdependenzen zwischen den Risiken sind im Moment nicht zu erkennen. Zusammenfassend ist WIRSOL durch ständige Beobachtung von Märkten und Finanzdaten sowie aufgrund der jahrelangen Erfahrungen sehr gut aufgestellt; den versicherbaren Risiken ist Rechnung getragen. 3.3 Chancen 2012Für 2012 erwartet die WIRSOL in Deutschland aufgrund der eventuell starken Absenkung der Vergütung ab dem zweiten Quartal 2012 eine gesteigerte Nachfrage nach Investitionen in Photovoltaik im ersten Halbjahr 2012. Im zweiten Halbjahr wird erwartet, dass die Investitionslage für Kleinanleger aufgrund des Preisverfalls bei PV-Modulen weiterhin günstig bleibt. Für 2012 besteht bereits eine umfangreiche Projektpipeline im Bereich der Großanlagen in Deutschland und Italien. Diese lassen sich unter realistischer Einschätzung auf 80 MWp beziffern. Das Absatzvolumen von 2011 wird somit alleine hierdurch übertroffen werden. In Spanien sind aktuell 76 MWp in der Planung und Projektierung, die WIRSOL eine strategisch enorm starke Marktstellung in dieser Region einbringt. Ziel von WIRSOL ist die bereits internationale Ausrichtung des Unternehmens in der Sparte "Generalunternehmer für Privathaushalte und Industrie" weiter voranzutreiben und WIRSOL als internationale Marke weiterzuentwickeln, wobei der Fokus auf die südlichen Regionen Europas gelegt wird. Weitere strategische Partnerschaften und Kooperationen zum Ausbau des weltweiten Premium-Netzwerks werden gezielt gesucht und je nach Bedarfslage eingegangen. Das Geschäftsfeld Service und Betriebsführung wird neben dem selbst generierten Geschäft verschiedene Service-Pakete für Anlagen anbieten, die durch Konkurrenten installiert wurden. WIRSOL hält darüber hinaus vereinzelt Anteile (ca. 2 % vom Absatz) an Solarkraftwerken, die zuvor eigenständig projektiert und gebaut wurden. Hier tritt WIRSOL temporär als unabhängiger Energielieferant auf, der Strom an Netzbetreiber veräußert. Langfristiges Ziel ist es, diese Anlagen an geeignete Investoren zu übergeben. Die Etablierung von Off-Grid/Hybrid-Energie-Lösungen als Diesel-PV-Hybrid Systeme ("Diesel-Parität") im Einsparungscontracting ermöglicht weitere Wachstumschancen für WIRSOL. Diese ermöglichen den Eintritt in neue Absatzmärkte und die Erweiterung der Anwendungsmöglichkeiten von PV-Systemen. WIRSOL sieht hier aufgrund der umfangreichen Synergie- und Skaleneffekte durch die bereits bestehenden Gesellschaften auf den Heimatmärkten und den Markteintritten im asiatischen Raum optimistisch entgegen. Hierfür werden Ressourcen bereitgestellt, die einen Know-how-Transfer mit wertvollen Kontakten auf den wichtigen Zukunftsmärkten komplementieren. Unter dem durch die Absenkung der Einspeisevergütung verstärkten Druck auf die Anbieter der Photovoltaik werden kleinere Anbieter aus dem Markt gedrängt werden. Dies kommt der WIRSOL als Full-Service-Provider zugute. Die WIRSOL wird aufgrund der soliden Lieferantenbeziehungen einen Teil des Kostendrucks durch erhöhte Einkaufsmengen an die Lieferanten weitergeben können. Zudem wird in der Erfahrung und der ständigen Optimierung der Prozesse ein wesentlicher Vorteil der WIRSOL gegenüber den Wettbewerbern gesehen. Ein wichtiger Schritt in diese Richtung stellt die umgesetzte Einführung von SAP dar, das den Ablauf der Unternehmensprozesse nachhaltig verbessert und die Qualität der einzelnen Wertschöpfungsstufen für die Kunden steigert. 3.4 Risiko-Chancen-VerhältnisDie Chancen für das Unternehmen dominieren die genannten Risiken. Auch bei sich verändernden Märkten und dem erwarteten Preisdruck ist aufgrund der erwarteten starken Expansion der Märkte auf globaler Ebene mit Umsatz- und Ertragssteigerungen zu rechnen. WIRSOL sieht sich bestens aufgestellt, um auftretenden Risiken zu begegnen und die Chancen zu realisieren. 3.5 Prognose der UnternehmensentwicklungDie folgenden Prognosen basieren auf der Einschätzung der Konjunktur- und Branchenentwicklung. Der Planungsablauf basiert auf den internationalen Marktprognosen der EPIA. Daneben werden Frühindikatoren (wie Volumen der Auftragsverhandlungen, Angebotssituation und Auftragseingänge, Status von strategischen Partnerschaften) mit einbezogen. De facto erfolgen dann entsprechende Auf- bzw. Abschläge auf die Branchenprognose. Einer Prognose/ Planung immanent kann es jedoch immer zu Abweichungen kommen. Das Geschäftsjahr in der dynamischen Branche der Photovoltaik zeugt von diesen starken Planungsabweichungen: Ursprünglich war für das Geschäftsjahr eine Absatzmenge von 150 MWp geplant, welche einen Ebit von 9% vorsah. Das vorliegende Zahlenwerk bestätigt zwar die Absatzmenge von 150 MWp, welche voll erreicht wurde, jedoch zeigt diese auch eine absolute Abweichung im Ziel-Ebit von 2,85%. Eine weitere Abweichung stellt die Zielvorgabe, 50% des Absatzes im Ausland zu erbringen, der - 17 % des Umsatzes wurde im Ausland erzielt. Die geplanten Absatzmengen in Deutschland i.H.v. 68 MWp (Erreichung: 187%) wurden ebenfalls wie die Absatzmengen in Spanien i.H.v. 6 MWp (140%) überschritten. Die Absatzmengen in Italien (Ziel: 38 MWp, Erreichung: 6%), Großbritannien (Ziel: 24 MWp, Erreichung:48 %), Belgien (5 MWp Erreichung: 16%) und Frankreich (3 MWp Erreichung: 2%) wurden jedoch nicht erreicht - dies ist grundsätzlich mit den spontanen und hochwirksamen Veränderungen in den Einspeisevergütungen zu begründen. So wurde in Italien im April 2011 das Conto Energia IV verändert, was einen entscheidenden Effekt auf die im Jahr zuvor geplanten WIRSOL Projekte hatte. Die rechtliche Basis für das Conto Energia IV ist das Regierungsdekret vom 5. Mai. Der Beschluss fiel, nachdem die installierte Kapazität in Italien 2010 die zwischenzeitlich festgeschriebene Obergrenze von 8.000 Megawatt fast erreicht hatte. Ähnliche Veränderungen wurden zeitlich in Großbritannien bekannt gegeben, wodurch weitere Großprojektentwicklungen gestoppt wurden. In Frankreich bestand ein Moratorium der Gesetzeslage für das 1. Quartal, welches eine weitere Entwicklung von Projekten im Segment " Großdachanlagen" radikal zum Erliegen brachte. In Belgien wurde u. a. aufgrund von Restrukturierungmaßnahmen das Ziel nicht erreicht, jedoch wurde die Leistung des Vorjahres wiederholt. In den Vorjahren war die Wachstumsgeschwindigkeit durch die begrenzte Verfügbarkeit von Modulen und Wechselrichtern limitiert. Diese begrenzenden Marktbedingungen haben sich durch die Tätigkeiten in China gelockert und ein Engpass ist aus aktueller Sicht auszuschließen. Aufgrund der zunehmenden Projektierung von Großprojekten wird jedoch starkes Wachstum nur durch ausreichendes Kapital getragen werden können. Grundlage der Prognose der Geschäftsentwicklung für 2012 bilden dabei die Planungen der einzelnen Landesgesellschaften ("Buttom up"), die im zweiten Schritt auf Konzernebene angepasst wurden ("Top Down"): Planung 2012:
Ziel ist es, in 2012 im realistischen Fall 220 MW mit 6,7 % EBIT Marge umzusetzen, davon ungefähr 35 % außerhalb Deutschlands. Für die folgenden Jahre 2012 und 2013 geht WIRSOL davon aus, mindestens die durchschnittliche Wachstumsrate von 25 % der Branche zu erreichen:
* Installierte kumulierte Kapazität in MMWp (Quelle: EPIA Studie, Mai 2011) ** CAGR: Compound Annual Growth Rate = (Endwert (MWp)/Startwert (MWp))^(1/Anzahl Jahre)-1 *** APAC: Australien, China, Japan, Südkorea, Taiwan 3.6 FazitDie Wertschöpfungskette von WIRSOL stützt sich auf alle relevanten Marktsegmente des Photovoltaikmarktes. Die richtige Sourcing-Strategie und das exzellente Vertriebskonzept insbesondere im Endkundenbereich sind weiterhin Schlüssel zum Erfolg am Markt. Die WIRSOL geht weiterhin von einer überdurchschnittlich erfolgreichen Geschäftsentwicklung aus. 4. NachtragsberichtJegliche Änderungen bezüglich Aussagen seit dem Bilanzstichtag bis zur Erstellung dieses Lageberichtes sind nach bestem Wissen und Gewissen in diesen Lagebericht eingeflossen und erwähnt worden. Weitere Vorgänge von besonderer Bedeutung sind nach dem Schluss des Geschäftsjahres noch nicht eingetreten.
Waghäusel, den 11.05.2012 Die Vorstände Markus Wirth Stefan Riel Bernd Kästner Nikolaus Krane Konzernbilanz zum 31. Dezember 2011Aktiva
Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr 2011
Konzernanhang zum 31. Dezember 20111. Allgemeine Angaben zum Konzernabschluss Der Konzernabschluss der Gesellschaft wird gem. §§ 290ff. HGB sowie nach den ergänzenden Vorschriften des Aktiengesetzes aufgestellt. Auf die Rechnungslegung des Konzerns finden die Vorschriften für Kapitalgesellschaften im Sinne der § 264ff. HGB, die einschlägigen Vorschriften des Aktiengesetzes sowie die Regelungen gem. §§ 290ff. für Konzernabschlüsse Anwendung. Die WIRSOL Solar AG, Waghäusel, ist nach den Vorschriften des §§ 290 ff. HGB verpflichtet, einen Konzernabschluss und einen Konzernlagebericht aufzustellen. Die Konzernbilanz und die Konzern-Gewinn-und Verlustrechnung wurden nach den Vorschriften der §§ 294 ff. HGB gegliedert. Die Gewinn-und Verlustrechnung wurde gem. § 275 Abs. 2 HGB nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. Der Konzernanhang wurde nach den Vorschriften der §§ 313 ff. HGB aufgestellt. Konzernabschlussstichtag ist der 31. Dezember 2011. Der Konzernabschlussstichtag entspricht dem Abschlussstichtag des Mutterunternehmens sowie den Abschlussstichtagen der Tochterunternehmen. 2. Konsolidierungsmethoden Konsolidierungskreis In den Konzernabschluss der WIRSOL Solar AG, Waghäusel (Mutterunternehmen), werden folgende Unternehmen zu 100% einbezogen:
Durch die Erweiterung des Konsolidierungskreises im Geschäftsjahr 2011 ist die Vergleichbarkeit mit den Vorjahreswerten nicht wesentlich beeinträchtigt. Die assoziierten Unternehmen H. Flachsmann & WIRSOL GmbH in GbR, Heilbronn, und Solar Hockenheim GmbH & Co. KG, Hockenheim, sowie das Tochterunternehmen WIRSOL Enerji Üretim AS, Ankara, Türkei werden aufgrund der untergeordneten Bedeutung für die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns zu Anschaffungskosten in den Konzernabschluss einbezogen. Kapitalkonsolidierung Die Kapitalkonsolidierung der einbezogenen Tochterunternehmen erfolgt als Vollkonsolidierung nach der Neubewertungsmethode (§ 301 Abs. 1 Satz 1 Nr. 2 HGB) durch Verrechnung der Beteiligungsbuchwerte mit dem anteiligen Eigenkapital der Tochterunternehmen. Der aus der Erstkonsolidierung der WIRSOL Deutschland GmbH und der WIRSOL Energia SL in 2008 entstandene aktive Unterschiedsbetrag in Höhe von 11.578 T€ wird als Geschäfts- oder Firmenwert ausgewiesen und gemäß § 309 Abs. 1 Satz 2 HGB planmäßig über eine Nutzungsdauer von 15 Jahren mit jährlich 772 T€ abgeschrieben. Aufgrund der derzeit vorherrschenden Energiepolitik in Richtung erneuerbare Energien ist davon auszugehen, dass mit dem Konzept und der Marke WIRSOL nachhaltig Erträge erzielt werden. Diese Werte wurden durch die WIRSOL GmbH geschaffen und kommen dem Konzern langfristig zu Gute. Aus der Erstkonsolidierung der WIRSOL Projektverwaltungs-GmbH sowie der WIRSOL Solar Energie GmbH in 2011 ergab sich kein aktiver Unterschiedsbetrag, da die Unternehmen durch die WIRSOL Solar AG gegründet wurden. Der sich aus dem Erwerb der WIRSOL Immobilien GmbH ergebene aktive Unterschiedsbetrag in Höhe von 39T€ wird als Geschäfts- oder Firmenwert ausgewiesen und über eine Nutzungsdauer von 5 Jahren abgeschrieben. Schuldenkonsolidierung Die Schuldenkonsolidierung erfolgt gemäß § 303 Abs. 1 HGB durch Eliminierung der Forderungen mit den entsprechenden Verbindlichkeiten zwischen den Konzernunternehmen. Aufwands-und Ertragskonsolidierung Die Aufwands- und Ertragskonsolidierung erfolgt gemäß § 305 Abs. 1 HGB, sofern § 305 Abs. 2 HGB nicht anwendbar ist. Zwischenergebniseliminierung Wesentliche Zwischenergebnisse - sofern vorhanden - werden gemäß § 304 Abs. 1 HGB eliminiert, im Übrigen findet § 304 Abs. 2 HGB entsprechende Anwendung, wobei zum Bilanzstichtag keine wesentlichen Zwischenergebnisse vorlagen. Latente Steuern Aktive und passive latente Steuern werden unter Anwendung von § 306 HGB sowie unter Beachtung von DRS 10 unter Zugrundelegung individueller Steuersätze auf steuerliche Verlustvorträge und - sofern wesentlich - auf nicht permanente Ergebnisunterschiede nach § 306 Abs. 1 HGB eingestellt. Zum 31.12.2011 wurden aktive latente Steuern in Höhe von 447 T€ (VJ: 866T€) aktiviert. Sie resultieren im Wesentlichen aus entstandenen Verlustvorträgen der Tochtergesellschaften. Von diesen Verlustvorträgen ist ein Volumen von 2.107 T€ nicht genutzt. Bei den genutzten Verlustvorträgen mit einem Betrag von 1.260 T€ wird davon ausgegangen, dass diese innerhalb von fünf Jahren zu einer Reduktion der Steuerbelastung führen werden. Hierbei wurden die landesspezifischen Steuersätze angewendet, die zwischen 27% und 38% liegen. 3. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Der Konzernabschluss wird aus den Jahresabschlüssen der einbezogenen Gesellschaften entwickelt. Den Jahresabschlüssen der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen liegen einheitliche Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden zugrunde. Immaterielle Vermögensgegenstände Die entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände wurden zu Anschaffungskosten angesetzt und, sofern sie der Abnutzung unterlagen, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die Geschäfts- oder Firmenwerte werden über eine Nutzungsdauer von 5 bis 15 Jahren abgeschrieben, weil die in diesem Posten zusammengefassten Vermögensvorteile dem Konzern langfristig zu Gute kommen. Sachanlagen Die Sachanlagen sind mit den Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten zuzüglich Nebenkosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen, bewertet. Die Abschreibungen werden nach der voraussichtlichen betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer linear vorgenommen. Geringwertige Anlagegüter, deren Anschaffungskosten über 150 € liegen und maximal 1.000 € betragen, werden in einem Sammelposten erfasst, der im Geschäftsjahr der Bildung und den folgenden vier Geschäftsjahren mit jeweils einem Fünftel gewinnmindernd abgeschrieben wird. Finanzanlagen wurden zu den Anschaffungskosten bzw., soweit erforderlich, zum niedrigeren beizulegenden Wert bewertet. Vorräte sind nach den folgenden Grundsätzen aktiviert worden: Waren wurden mit den Anschaffungskosten bzw. unter Beachtung des Niederstwertprinzips mit dem niedrigeren am Abschlussstichtag beizulegenden Wert angesetzt. Als Anschaffungskosten wird der durchschnittliche Einstandspreis angesetzt. Unfertige und Fertige Erzeugnisse sind zu Herstellungskosten angesetzt. Die Herstellungskosten setzen sich aus den Einzelkosten und Fertigungsgemeinkosten zusammen. Fremdkapitalzinsen sind nicht berücksichtigt. Anzahlungen sind in Höhe des hingegebenen Betrages anzusetzen, soweit nicht aus dem noch schwebenden Geschäft Verluste drohen, etwa wegen zwischenzeitlich gesunkener Börsen- oder Marktpreise. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Die Forderungen werden zum Nennwert ausgewiesen. Für das allgemeine Ausfallrisiko, für Skontoabzüge durch Kunden und für Zinsverluste besteht eine Pauschalwertberichtigung. Für einzelne Forderungen werden angemessene Einzelwertberichtigungen vorgenommen. Sonstige Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten ausgewiesen. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten Der Kassenbestand sowie die Guthaben bei Kreditinstituten werden zum Nennwert ausgewiesen. Rückstellungen Sind nach folgenden Grundsätzen gebildet worden: Steuerrückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten und sind in Höhe des voraussichtlichen Anfalls aufgrund des steuerlichen Gewinns dotiert. Sonstige Rückstellungen wurden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags angesetzt und berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen. Verbindlichkeiten Verbindlichkeiten wurden mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt. Sofern die Tageswerte über den Rückzahlungsbeträgen lagen, wurden die Verbindlichkeiten zum höheren Tageswert angesetzt. Angabe der Fremdwährungsumrechnung gem. § 313 Abs. 1 S.2 Nr.2 HGB Die Währungsumrechnung erfolgt unterjährig auf Ebene der Einzelabschlüsse nach dem Stichtagskurs des zugrunde liegenden Geschäfts. 4. Angaben und Erläuterungen zur Konzernbilanz Anlagevermögen Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist dem nachfolgend dargestellten Anlagespiegel zu entnehmen. Die Abschreibung des laufenden Geschäftsjahres ergeben sich aus dem Anlagespiegel (§ 268 Abs. 2 Satz 3 HGB). Anlagenspiegel
Geschäftsjahresabschreibung Die Geschäftsjahresabschreibung je Posten der Bilanz ist aus dem Anlagespiegel zu entnehmen. Anteilsbesitz Aufstellung des Anteilsbesitz gem. § 313 Abs. 2 HGB:
Mit der WIRSOL Deutschland GmbH, Waghäusel wurde mit dem Beschluss vom 20.11.2007 ab dem Geschäftsjahr 2008 ein Ergebnisabführungsvertrag geschlossen. Die Eintragung im Handelsregister ist am 22. Dezember 2008 erfolgt. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände stellen sich wie folgt dar:
Rechnungsabgrenzungsposten Hierbei handelt es sich um Ausgaben, die erst in 2012 zu Zins- bzw. Versicherungsaufwendungen werden. Eigenkapital Gezeichnetes Kapital Das Grundkapital der WIRSOL Solar AG beträgt 3.333.000,00 € und ist eingeteilt in 3.333.000 auf den Inhaber lautende Stückaktien. In 2009 wurden eigene Anteile im Wert von 2.120.229,00 € erworben; Dies entspricht einem Nennkapital von 333.300,00 € und damit 10 % des gezeichneten Kapitals. Das ausgegebene Kapital beträgt daher 2.999.700 €. Alle Aktien gewähren die gleichen Rechte, insbesondere gewährt in der Hauptversammlung jede Aktie eine Stimme. Genehmigtes Kapital Die Hauptversammlung vom 20. November 2007 ermächtigte den Vorstand, bis zum 20. November 2012 das Grundkapital der Gesellschaft mit Zustimmung des Aufsichtsrats einmalig oder mehrfach um bis zu insgesamt 1.944.000 € durch Ausgabe von bis zu 1.944.000 neuer, auf den Inhaber lautender Stückaktien gegen Bar- und/oder Sacheinlagen zu erhöhen (Genehmigtes Kapital). Eine Anmeldung zur Eintragung im Handelsregister erfolgte noch nicht. Die Hauptversammlung vom 05. Juni 2008 ermächtigte den Vorstand, in der Zeit bis zum 5. Juni 2013 das Grundkapital der Gesellschaft mit Zustimmung des Aufsichtsrats einmalig oder mehrmalig um bis zu insgesamt 1.666.500,00 € durch Ausgabe von bis zu 1.666.500 neuer, auf den Inhaber lautender Stückaktien gegen Bar- und/oder Sacheinlagen zu erhöhen (Genehmigtes Kapital 2008). Die Eintragung der entsprechenden Satzungsänderung im Handelsregister erfolgte am 15. Dezember 2008. Die Hauptversammlung vom 23. Juli 2008 hat beschlossen, das Grundkapital der Gesellschaft um 300.000,00 € durch Ausgabe von bis zu Stück 300.000 auf den Inhaber lautender nennwertloser Aktien bedingt zu erhöhen (bedingtes Kapital 2008). Das bedingte Kapital dient der Sicherung von Bezugsrechten aus Aktienoptionen, die aufgrund der Ermächtigung der Hauptversammlung der Gesellschaft vom 23. Juli 2008 von der Gesellschaft im Rahmen des Aktienoptionsplans 2008 in der Zeit bis zum 31. Dezember 2009 ausgegeben werden können. Die bedingte Kapitalerhöhung wird nur insoweit durchgeführt, wie Aktienoptionen ausgegeben werden und der Inhaber dieser Aktienoptionen von seinem Bezugsrecht Gebrauch macht und die Gesellschaft nicht in Erfüllung der Bezugsrechte eigene Aktien gewährt. Die Eintragung der entsprechenden Satzungsänderung im Handelsregister erfolgte am 15. Dezember 2008. Eigene Anteile Im Geschäftsjahr 2009 wurden 333.300 eigene Anteile erworben. Die im gleichen Geschäftsjahr zu bildende Rücklage wurde im Folgejahr dem Bilanzgewinn zugeordnet und ebenso periodengerecht in der Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesen (BILMOG). Sonstige Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen betreffen im Wesentlichen ausstehende Lieferantenrechnungen, Mitarbeiterboni und -tantiemen, Gewährleistungen, ausstehenden Urlaub und Überstunden sowie Jahresabschlusskosten. Verbindlichkeiten Die Höhe der Verbindlichkeiten und deren Restlaufzeiten sind im folgenden Verbindlichkeitenspiegel dargestellt:
In 2011 wurde durch die WIRSOL Solar AG, Waghäusel, ein Konsortialkreditvertrag über ein Volumen von 65,0 Mio. EUR mit einer Laufzeit bis zum 31.05.2013 abgeschlossen. Neben der AG sind die WIRSOL Deutschland GmbH und die WIRSOL Solar System GmbH diesem Konsortialkreditvertrag als "Garant" selbstschuldnerisch beigetreten. Die beteiligten Kreditinstitute sind die Deutsche Bank AG (Poolführerin), die Deutsche Postbank AG und die HypoVereinsbank AG. Die WIRSOL Deutschland GmbH, Waghäusel, hat der Poolführerin im Wesentlichen folgende Sicherheiten bestellt: - Globalzession für Forderungen aus Warenlieferungen und Leistungen und aus Dienst- und Werkverträgen - Raumsicherungsübereignung für Warenlager mit wechselndem Bestand - Bürgschaften durch Drittsicherungsgeber - Importversicherungsvertrag. Die gezogenen Kreditfazillitäten per 31.12.2011 betrugen 55,0 Mio. € (VJ 19,2 Mio. €). Davon waren 49,5 Mio € tatsächlich in Anspruch genommen. Im Geschäftsjahr 2008 wurde ein Mezzanine-Bankdarlehen in Höhe von EUR 2,0 Mio.€ aufgenommen. Der Ausweis erfolgt unter den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten. Das Darlehen hat eine Laufzeit bis 2013. Für die Kontokorrentverbindlichkeit gegenüber Kreditinstituten haben die Vorstände Herr Stefan Riel und Herr Markus Wirth persönliche Bürgschaften in Höhe von jeweils einer Million Euro abgegeben. Die beiden Darlehen der eigenen Photovoltaikanlagen in Höhe von 486 T€ (Vj. 522 T€) sind wie folgt abgesichert: Die Einspeisevergütung ist an die Sparkasse Karlsruhe abgetreten. Die Anlagen sind der Sparkasse Karlsruhe sicherungsübereignet. Für die im Geschäftsjahr durch die WIRSOL Solar AG erworbene Immobilie wurde ein Darlehen in Höhe von 1.271 T€ in Anspruch genommen. Dieses Darlehen hat eine Laufzeit bis zum 30.04.2021. Als Sicherheit ist eine Grundschuld auf die Sparkasse Kraichgau eingetragen. Auf Grund der weiterhin positiven Geschäftsentwicklung ist davon auszugehen, dass die jeweiligen Gesellschaften ihre Zahlungsverpflichtungen eigenständig und ohne Rückgriff auf die jeweiligen Bürgen werden erfüllen können. Sonstige finanziellen Verpflichtungen gemäß § 298 Abs.1 HGB i.V.m. 251 HGB Aus Mietverträgen über Immobilien resultieren finanzielle Verpflichtungen in Höhe von 714 T€. Aus laufenden Leasingverträgen und Mietverträgen von beweglichen Vermögensgegenständen ergibt sich eine nicht bilanzierte Verpflichtung zum 31. Dezember 2011 in Höhe von 1.560 T€. Gegenüber verbundenen Unternehmen bestehen keine Verpflichtungen. Haftungsverhältnisse aus nicht bilanzierten Verbindlichkeiten gemäß § 251 HGB Darüber hinaus gehende finanzielle Verpflichtungen oder Haftungsverhältnisse gegenüber nicht konsolidierten Tochterunternehmen sowie nicht in den Abschluss einbezogene sind nicht bekannt. 5. Erläuterung zur Konzern-Gewinn und Verlustrechnung Umsatzerlöse Die von den Konzerngesellschaften generierten Umsätze wurden im Wesentlichen auf dem europäischen Markt erzielt. Personalaufwendungen Die Personalaufwendungen innerhalb des Konzerns betrugen im laufenden Jahr 13.357 T€ (VJ: 6.653 T€). Der sich im Aufwand wiederspiegelnde Zuwachs an Mitarbeitern war notwendig, um zum einen die äußerst erfolgreiche Geschäftsentwicklung des Konzerns zu bewältigen und zum anderen auch neue Märkte und neue Geschäftsfelder zu erschließen. Dennoch betrug die Relation Personalaufwand/Gesamtleistung wie im Vorjahr 4%. Sonstige betriebliche Aufwendungen Bei den sonstigen betrieblichen Aufwendungen, die in 2011 ein Volumen von 17.879 T€ erreichten und damit um 4.273 T€ über dem Vorjahr lagen, führten im Wesentlichen höhere Vertriebs- und Werbeaufwendungen zu dem Kostenzuwachs. Auf Grund des starken Wachstums, speziell im Bereich Großprojekte und des damit einhergehenden höheren Liquiditätsbedarfes stiegen die Zinsaufwendungen von 2.706 T€ leicht überproportional auf 0,8% der Gesamtleistung an. Eine Abzinsung von Rückstellungen fand nicht statt, da diese alle eine Laufzeit von unter einem Jahr haben. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag Der Posten Steuern vom Einkommen und vom Ertrag enthält laufende Steueraufwendungen in Höhe von T€ 5.207 (VJ: T€ 2.811) sowie latente Steueraufwendungen in Höhe von 419 T€ (VJ: -547 T€). 6. Sonstige Pflichtangaben Derivative Finanzinstrumente gem. § 314 Abs.1 Nr. 10a HGB Zur Absicherung von Währungsschwankungen im Einkauf wurden unbedingte Devisentermingeschäfte abgeschlossen. Diese sichern bei Ankauf der Ware das Wechselrisiko der Einkaufswährung ab. Es handelte sich immer um geschlossene Positionen, die in unmittelbarem Zusammenhang zu einem Einkaufsvorgang stehen. Alle Geschäfte wurden in US Dollar abgeschlossen. Zum 31.12.2011 waren keine Geschäfte mehr anhängig. Zur Sicherung der Zinsverbindlichkeiten des Mezzanine Kapitals in Höhe von 2 Mio. € wurde ein Zinsswap mit gleicher Laufzeit abgeschlossen. Der sich aus dem Zinsswap ergebende negative Marktwert in Höhe von 114 T€ zum 31.12.2011 wird aufgrund der Bewertungseinheit mit dem Grundgeschäft ausgeglichen und ist demzufolge nicht zu berücksichtigen. Kapitalflussrechnung Die Kapitalflussrechnung stellt die Cash-Flows aus laufender Geschäftstätigkeit, aus Investitionstätigkeit und aus Finanzierungstätigkeit dar, welche die Veränderung des Finanzmittelfonds am Ende der Periode im Vergleich zum Anfang beschreibt. Der Finanzmittelfonds besteht dabei aus den liquiden Mitteln, dem Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten. Die Ermittlung des Cash-Flows aus laufender Geschäftstätigkeit erfolgt nach der indirekten Methode. Vorstand und Aufsichtsrat der Gesellschaft Während des abgelaufenen Geschäftsjahres wurden die Geschäfte des Unternehmens durch folgende Personen geführt: Vorstand: Markus Wirth, Waghäusel, Dipl.-Betriebswirt (BA) Stefan Riel, Waghäusel, Dipl.-Betriebswirt (BA) Bernd Kästner, Allersberg, Dipl.-Betriebswirt (FH) Nikolaus Krane, Hamburg, Dipl.-Ingenieur Aufsichtsrat: Olav Gutting, Oberhausen-Rheinhausen, Rechtsanwalt, Vorsitzender Hans Wirth, Waghäusel, Kaufmann, stellv. Vorsitzender Heinz Heiler, Waghäusel, Unternehmer Vergütungen an den Vorstand und den Aufsichtsrat gem. § 314 Abs.1 Nr. 6a HGB Der Gesamtbetrag der Bezüge des Vorstands für das Geschäftsjahr 2011 beläuft sich auf 1.568 T€ (VJ: 590 T€). Der Gesamtbetrag der Bezüge der Aufsichtsratsmitglieder für das Geschäftsjahr 2011 beläuft sich auf 80 T€ (VJ: 30 T€). Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Arbeitnehmer gem. § 314 Abs. 1 Nr. 4 HGB Im Geschäftsjahr waren durchschnittlich 206 (VJ: 136) Mitarbeiter beschäftigt. Die Berechnung erfolgte methodisch nach § 267 Abs. 5 HGB. Sonstige Angaben Die Gesellschafterversammlungen der WIRSOL Deutschland GmbH und der WIRSOL Energie GmbH, beide Waghäusel, haben am 19. Januar 2011 beschlossen, dass für das Geschäftsjahr 2011 die Erleichterungen des § 264 Abs. 3 HGB bezüglich der Aufstellung eines Lageberichts und der Offenlegung in Anspruch genommen werden. Die vorgenannten Gesellschafterbeschlüsse wurden gemäß § 264 Abs. 3 Nr. 1 HGB offen gelegt. Angaben zum Honorar des Konzernabschlussprüfers Das im Geschäftsjahr als Aufwand erfasste Honorar für den Abschlussprüfer nach § 319 Abs. 1 HGB setzt sich wie folgt zusammen:
Waghäusel, den 11. Mai 2012 Die Vorstände Markus Wirth Stefan Riel Bernd Kästner Nikolaus Krane Konzern-Eigenkapitalspiegel zum 31. Dezember 2011
Bestätigungsvermerk des AbschlussprüfersWir haben den von der WIRSOL Solar AG, Waghäusel, aufgestellten Konzernabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung, Anhang, Kapitalflussrechnung und Eigenkapitalspiegel - und den Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2011 geprüft. Die Aufstellung von Konzernabschluss und Konzernlagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegt in der Verantwortung des Vorstandes der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht abzugeben. Wir haben unsere Konzernabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Konzernabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Konzernlagebericht vermittelten Bildes der Vermögens- Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld des Konzerns sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben im Konzernabschluss und Konzernlagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der Jahresabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen, der Abgrenzung des Konsolidierungskreises, der angewandten Bilanzierungs- und Konsolidierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen des Vorstandes sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet. Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Konzernabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns. Der Konzernlagebericht steht in Einklang mit dem Konzernabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.
Regensburg, den 11. Mai 2012 Rödl
& Partner GmbH
Kraus, Wirtschaftsprüfer Leupold, Wirtschaftsprüfer Bericht des AufsichtsratsSehr geehrte Aktionärinnen, sehr geehrte Aktionäre, auch das vergangene Geschäftsjahr war ein weiteres Geschäftsjahr, in welchem der Umsatz im Konzern erfolgreich und vor allem wiederum deutlich im Vergleich zum Vorjahr gesteigert werden konnte. Ursächlich hierfür waren neben der Vertriebsstärke der Gruppe auch Vorzugseffekte in Deutschland aufgrund unterjähriger Anpassungen der Einspeisevergütung. Der Bau der beiden größten Solarparks in der Firmengeschichte mit einer Gesamtkapazität von 45 Megawattpeak (MWp) in Deutschland markiert u. a. einen Hochpunkt im vergangenen Geschäftsjahr. Auch der Ausbau des Privatkundenvertriebs der WIRSOL Deutschland GmbH / WIRSOL SOLAR ENERGIE GmbH mit überregionalen Vertretungen, letztlich unter anderem auch erkennbar am aktiven Sponsoring des Bundesligavereins der 1899 TSG Hoffenheim/WIRSOL Rhein-Neckar Arena, unterstütze den Erfolg der Gruppe beträchtlich. Ebenso trug das Handelsgeschäft der WIRSOL SOLAR SYSTEMS GmbH einen wichtigen Anteil bei. Ferner wurde die Geschäftsentwicklung auch im Ausland erfolgreich vorangebracht und ein Gesamtvolumen der Gruppe von 150 MWp weltweit abgesetzt. So wurden in Spanien durch die WIRSOL Energia S.L.U. Aufdachanlagen und Solarparks mit einer Gesamtleistung von 8,44 MWp errichtet und trug somit erneut ergebnisstark zum positiven Abschneiden der Gruppe bei. Die in 2010 gegründete englische Landesgesellschaft konnte die in sie gesetzten Erwartungen ebenfalls erfüllen und einen erheblichen Beitrag zum Konzernergebnis leisten. Erstmals in der Geschichte der Firma wurde darüber hinaus eine PV-Anlage in einer asiatischen Region in Verbindung mit Stromabkaufverträgen erbaut, ohne Koppelung an eine gesetzlich subventionierte Stromabnahmeverpflichtung. Das hierzu gegründete Joint Venture zwischen der WIRSOL APAC GmbH und Renewable Energy Maldives Pvt. hat bereits erfolgreich ein Pilotprojekt umgesetzt welches den Bewohnern der Einwohnerinsel Villingili in der ersten Phase insgesamt ca. 30.660 kWp Leistung zur Verfügung stellt. In 2011 wurde mit Suntech Power Holdings, einem unserer beiden Modullieferanten, die Zusammenarbeit in der Projektentwicklung in China bekanntgegeben. Die Landesgesellschaft WIRSOL Solar Technology (Beijing) Ltd. dient hierbei als Brückenkopf für die Expansion in neue Märkte und der Steuerung des globalen Einkaufs. Die in 2010 begonnene Reorganisation der Gruppe konnte weitgehend abgeschlossen werden und zeigt sich u.a. in verbesserten Reportingstrukturen. Ferner wurde die Finanzierung der Gruppe durch den erfolgreichen Abschluss eines Konsortialkreditvertrages in Höhe von Mio. EUR 65 sichergestellt. Die in den vergangenen Jahren geschaffene solide Marktposition konnte gefestigt und ausgebaut werden. Dies ist das Ergebnis einer aktiven und ganzheitlichen Marktbearbeitung und Planung sowie der weitreichenden Erfahrung in der Anlageninstallation unseres Unternehmens. Die stetig gute und enge Zusammenarbeit zwischen Aufsichtsrat und Vorstand hat einen wesentlichen Beitrag zur konsequenten Verfolgung der erfolgreichen Unternehmensstrategie des WIRSOL Konzerns leisten können. Die amtierenden Mitarbeiter des Aufsichtsrats der WIRSOL AG wurden von der Hauptversammlung am 28. 06. 2010 gewählt bzw. bestätigt. In der außerordentlichen Hauptversammlung vom 12.Dezember 2011 legten sämtliche Mitarbeiter des Aufsichtsrates ihr Amt nieder und wurden in gleicher Hauptversammlung wieder gewählt. Im Anschluss an die Hauptversammlung trat der Aufsichtsrat zu einer konstituierenden Sitzung zusammen und wählte Olav Gutting zum Vorsitzenden und Hans Wirth zum stellvertretenden Vorsitzenden des Gremiums. Der Aufsichtsrat hat die Arbeit des Vorstands der Gesellschaft im Geschäftsjahr 2011 regelmäßig überwacht und beratend begleitet. Grundlage hierfür waren die erstatteten Berichte des Vorstands über die Geschäftsentwicklung der Gesellschaft. Der Aufsichtsrat war in allen Entscheidungen eingebunden, die für die Gesellschaft von grundlegender Bedeutung waren. Wichtige Einzelfragen wurden anhand der - auch schriftlichen - Berichte und Vorlagen des Vorstands im Gremium ausführlich erörtert. Die Bildung von Ausschüssen war hierzu nicht erforderlich. Damit hat der Aufsichtsrat der Gesellschaft sämtliche ihm nach Gesetz und Satzung übertragenen Aufgaben wahrgenommen. Darüber hinaus stand der Aufsichtsratsvorsitzende auch außerhalb der Sitzungen mit dem Vorstand in regelmäßigem Kontakt und hat sich über aktuelle Entwicklungen der Gesellschaft informiert. So war der Aufsichtsrat stets über die aktuelle Geschäftslage der Gesellschaft und Geschäftsvorgänge von größerer Bedeutung informiert. Der Aufsichtsratsvorsitzende hat die vorgenannten Informationen an die weiteren Aufsichtsratsmitglieder regelmäßig und umgehend weiter gegeben. Beratungsschwerpunkte Im Geschäftsjahr 2011 fanden fünf ordentliche und drei außerordentliche Aufsichtsratssitzungen statt. An den Aufsichtsratssitzungen haben stets sämtliche Aufsichtsratsmitglieder teilgenommen. Es wurden die aktuelle Geschäftsentwicklung sowie wichtige Einzelfragen der Gesellschaft unter Teilnahme des Vorstands ausführlich diskutiert. Während des gesamten Berichtsjahres verfolgte und überwachte der Aufsichtsrat die Entwicklung der Gesellschaft anhand regelmäßiger Berichte über den jeweiligen Status der allgemeinen Liquiditäts-, Ertrags- und Vermögenslage der Gesellschaft. Jahresabschluss 2011 Der Vorstand hat den Jahresabschluss sowie den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr vom 01.01.2011 bis zum 31.12.2011 der Gesellschaft nach den Regeln des Handelsgesetzbuches aufgestellt und den Aufsichtsrat fristgerecht zusammen mit dem Gewinnverwendungsvorschlag des Vorstandes vorgelegt. Die von der Hauptversammlung am 27. Mai 2011 zum Abschlussprüfer gewählte Rödl & Partner GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Steuerberatungsgesellschaft, Regensburg, hat den von der Gesellschaft aufgestellten Jahresabschluss einer prüferischen Durchsicht unterzogen und den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht der Gesellschaft für das Geschäftsjahr vom 01.01.2011 bis zum 31.12.2011 geprüft und mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen. Jahresabschluss und der Bericht des Abschlussprüfers über die prüferische Durchsicht sowie Konzernabschluss und Konzernlagebericht und der Prüfungsbericht des Abschlussprüfers haben allen Mitgliedern des Aufsichtsrats vorgelegen. Der Aufsichtsrat hat die Vorlagen des Vorstands und die Prüfungsberichte der Abschlussprüfer seinerseits geprüft. Diese Vorlagen wurden vom Aufsichtsrat gemeinsam mit dem Vorstand und dem Abschlussprüfer, der über die wesentlichen Ergebnisse der Prüfungen berichtete und auch für ergänzende Auskünfte zur Verfügung stand, ausführlich besprochen und diskutiert, was die Befragung zu Art und Umfang der Prüfungen sowie zu den Prüfungsergebnissen einschloss. Dabei konnte sich der Aufsichtsrat von der Ordnungsmäßigkeit der Prüfungen und der Prüfungsberichte überzeugen. Er gelangte insbesondere zu der Überzeugung, dass die Prüfungsberichte - wie auch die von den Abschlussprüfern durchgeführten Prüfungen selbst - den gesetzlichen Anforderungen entsprechen. Nach dem abschließenden Ergebnis der vom Aufsichtsrat durchgeführten eigenen Prüfung von Jahresabschluss, Konzernabschluss und Konzernlagebericht sowie des Vorschlags des Vorstands zur Verwendung des Bilanzgewinns sind keine Einwendungen zu erheben; das betrifft auch die Erklärung zur Unternehmensführung und zwar auch, soweit sie nicht vom Abschlussprüfer zu prüfen ist. Der Aufsichtsrat hat den Jahresabschluss und den Lagebericht sowie den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht in seiner Sitzung am 20.Juni 2012 gebilligt. Mit der Billigung des Jahresabschlusses durch den Aufsichtsrat ist dieser festgestellt. Der Aufsichtsrat stimmt in seiner Einschätzung der Lage von Gesellschaft und Konzern mit der des Vorstands in dessen Konzernlagebericht überein. Der Aufsichtsrat hat dem Vorschlag des Vorstands zur Verwendung des Bilanzgewinns zugestimmt und sich diesem angeschlossen. Bereits im Zuge der Verabschiedung der mittelfristigen Finanzplanung des Unternehmens durch den Vorstand und Aufsichtsrat hat sich der Aufsichtsrat mit der mittelfristigen Finanz- und Investitionsplanung und insbesondere mit der Entwicklung der operativen Erträge, des Free Cash-Flow und der Bilanzrelationen beschäftigt. Als Ergebnis der durchgeführten Prüfung des Vorschlags des Vorstands zur Verwendung des Bilanzgewinns, die eine Erörterung mit dem Abschlussprüfer einschloss, hat der Aufsichtsrat dem Vorschlag des Vorstands zur Verwendung des Bilanzgewinns vom 22. Mai 2012 zugestimmt und sich ihm angeschlossen. Der Vorschlag des Vorstandes zur Verwendung des Bilanzgewinns sieht vor, dass vollständig thesauriert, d.h. auf neue Rechnung vorgetragen wird. Der Aufsichtsrat dankt dem Vorstand und den Mitarbeitern des Unternehmens für das große Engagement und die erzielten Ergebnisse im vergangenen Geschäftsjahr.
Waghäusel, den 20. Juni 2012 Der Aufsichtsrat Olav Gutting, Vorsitzender des Aufsichtsrats |
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