Fleetpool GmbHLiquidiert

51063 Köln, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Köln HRB 103232
Vorher
MAURITIUS 202. Vermögensverwaltungs GmbHFleetpool Holding GmbH
Eingetragen
6.10.2020
Branche
Managementtätigkeiten von sonstigen HoldinggesellschaftenManagementtätigkeiten von Holdinggesellschaften mit überwiegend finanziellem AnteilsbesitzBeteiligungsgesellschaften
Gegenstand
der Erwerb, das Halten, das Verwalten und Verwerten eigener Beteiligungen und Vermögensanlagen, insbesondere von Geschäftsanteilen und Beteiligungen an der Fleetpool Unternehmensgruppe sowie die Erbringung hiermit im Zusammenhang stehender Dienstleistungen für konzernangehörige Unternehmen; erlaubnispflichtige Tätigkeiten, insbesondere solche nach Kreditwesengesetz werden nicht ausgeübt.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Rebecca Schenk
seit 9.7.2024
Prokura
Prokura
Orpheo Yanek Kus
seit 9.7.2024
Prokura
Roman Schanner
seit 22.5.2024
Geschäftsführer
Sol Choi
seit 17.1.2024
Prokura

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Fleetpool GmbH (vormals: Fleetpool Holding GmbH)

Köln

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022

Lagebericht

der Fleetpool GmbH 2022

(vormals Fleetpool Holding GmbH)

1. Grundlagen des Konzerns

1.1. Geschäftsmodell und Unternehmensprofil

Das Hauptgeschäftsfeld der Fleetpool GmbH, Köln, (Fleetpool) besteht in der Entwicklung und dem Betrieb von Systemen zur entgeltlichen Überlassung von Kraftfahrzeugen in offenen und geschlossenen Nutzergruppen im Rahmen von Abonnement-Angeboten. Diese Angebote richten sich sowohl an Endkunden als auch an Mitarbeiter von Firmenkunden. Fleetpool betreibt sowohl eigene Marken (like2drive, eazycars) als auch Co-Branded Partnerships mit großen Original Equipment Manufacturer (OEM) wie Conqar/Seat; Kintoflex/Toyota; Ford-Auto-Abo; JLR Subscribe/Jaguar-Landrover oder anderen Corporate Partnern (Sonnendrive, Shell). Damit ist Fleetpool unter den deutschen herstellerunabhängigen Auto-Abo Anbietern mit einer rollenden Flotte von rd. 12.200 Autos in einer bedeutenden Marktposition.

Im Unterschied zum klassischen Leasing überlässt Fleetpool über ihre diversen Marken die Fahrzeuge in einem flexiblen und pauschalen "all-inclusive" Abo-Raten-Modell an ihre Kunden. In der monatlich zu zahlenden Abo-Gebühr sind -bis auf das Tanken/Laden- alle weiteren Service-Elemente wie Zulassung, Reifenwechsel, Wartung, Versicherung, Transport und Logistik enthalten. Die Laufzeiten der Kundenverträge variieren zwischen 6 und 24 Monaten. Im Durchschnitt halten die Kunden ihren PKW für circa 13 Monate. Etwa die Hälfte aller Kunden buchen ein Folgefahrzeug.

Gerade in Zeiten des Technologie-Umbruchs und der wirtschaftlichen Unsicherheiten entscheiden sich viele Kunden für ein flexibles Auto-Nutzungs-Modell.

Das Geschäftsjahr 2022 war für Fleetpool von zwei wesentlichen externen Einflüssen geprägt, auf die im Risikobericht detailliert eingegangen wird:

1. Fortsetzung der COVID-19 Krise und daraus folgende Engpässe im Einkauf durch verringerte Produktion von PKW bedingt durch die Halbleiter-Krise

2. Beginn des Ukraine-Krieges am 24.02.2022 mit entsprechenden Folgewirkungen auf die makroökonomischen Rahmenbedingungen Trotz der weiterhin anhaltenden Auswirkungen der COVID-19-Pandemie und des Ukraine-Krieges konnte Fleetpool auch in 2022 signifikant wachsen. Die Gesamt-Flottengröße ist im Berichtsjah

In der gesellschaftsrechtlichen Unternehmens-Organisation hat sich im Geschäftsjahr eine wesentliche Änderung ergeben: Im Zuge der im Vorjahr begonnenen Integration der Fleetpoolr auf 18.424 Fahrzeuge angewachsen (+23% vs. 2021). Damit einhergehend wuchsen die Abo-Erlöse auf 47,7 Mio EUR (+60% vs. 2021).

In der gesellschaftsrechtlichen Unternehmens-Organisation hat sich im Geschäftsjahr eine wesentliche Änderung ergeben: Im Zuge der im Vorjahr begonnenen Integration der Fleetpool in in die ALD S.A., Paris, wurde eine Vereinfachung innerhalb der legal-structure der ehemaligen Fleetpool Gruppe im Geschäftsjahr 2022 umgesetzt. Bis zum 31.12.2021 war Fleetpool als Holding-Konzern aufgesetzt.

Die Gesellschaften der Fleetpool Gruppe wurden im Zuge der Umstrukturierungen am 27.07.2022 rückwirkend zum 01.01.2022 durch eine Sequenz von Side-Stream- und Up-Stream-Mergern auf die bisherige Muttergesellschaft, die Fleetpool Holding GmbH, verschmolzen. Nach Abschluss dieser Merger wurde die Fleetpool Holding GmbH in die Fleetpool GmbH umfirmiert. Im Anhang wird näher über die bilanziellen Effekte dieser Zusammenführung berichtet.

(Ergänzung: Abb. aus Lagebericht aus technischen Gründen vorliegend nicht übernommen, folgende Einzelgesellschaften sind in der Fleetpool Holding GmbH aufgegangen: Fleetpool, Fleetpool Leasing, like2drive, Compania, Eazylectric, twyte, Eazyfleet, bsf-s, Mokontor)

Um eine Vergleichbarkeit der wirtschaftlichen Eckdaten vorzunehmen, wird im Anhang der Jahresabschluss 2022 der Fleetpool GmbH (ehemals Fleetpool Holding GmbH) als aufnehmende Gesellschaft aller vormaligen Tocher-Gesellschaften dem konsolidierten Konzernabschluss 2021 gegenübergestellt. Die Verschmelzungen haben auf die Geschäftsfelder und die Umsatz- und Ergebnis-Entwicklung von Fleetpool in der Außenwirkung keinen materiellen Einfluss, sondern dienten allein der Vereinfachung.

1.2. Geschäftsstrategie

Der Markt für Auto-Abos in Deutschland ist laut einer bei n-tv veröffentlichten Analyse des Center Automotive Research (CAR)2022 auf ein Volumen von ca. 63.000 Verträgen angestiegen. Dies entspricht einem Wachstum gegenüber 2020 von rund 50% und einem Anteil von 6,6% aller Neuzulassungen im Jahr 2022. Für 2023 wird von dem Autoexperten Ferdinand Dudenhöffer ein Wachstum auf ca. 100.000 Verträge prognostiziert. Das CAR-Institut (Center Automotive Research, Duisburg) sieht langfristig ein Wachstum des Abo-Marktes auf bis zu 1 Million Verträge im Jahr 2030. In Deutschland werden nach Prognosen dieses Instituts bis zum Jahr 2030 40% aller Neuzulassungen auf Auto-Abos zurückzuführen sein.

Die Strategie von Fleetpool ist darauf ausgerichtet, in einem zunehmend wettbewerbsintensiven Auto-Abo-Markt ihre Position auszubauen und am Wachstum des Marktes nachhaltig zu partizipieren.

Durch die Zugehörigkeit zur ALD S.A., Rueil-Malmaison bzw. zur Société Générale S.A., Paris, ergeben sich vielfältige Synergien im Bereich der Fahrzeugfinanzierung, der gemeinsamen Nutzung von ALD Remarketing Tools und der strategischen Zusammenarbeit mit global führenden OEMs. Auch durch Internationalisierung des Auto-Abo-Angebots, welche in Kooperation mit den ALD-Landesgesellschaften in Vorbereitung ist, werden weitere Skaleneffekte zu realisieren sein, welche sowohl kostenseitig als auch vertriebsseitig zu Wettbewerbsvorteilen führen sollten.

2. Wirtschaftsbericht

2.1. Gesamtwirtschaftliches Umfeld

Die Weltwirtschaft hat sich auch in 2022 noch nicht vollständig von den Auswirkungen der COVID-19-Pandemie erholen können. Zudem hat der Ukraine-Krieg 2022 die Märkte stark negativ beeinflusst und zu einer Krise auf den Energie-Märkten geführt, welche sich in den westlichen Industrienationen auf alle relevanten Märkte ausgedehnt hat. Infolgedessen kam es zu einer Inflation, welche unterjährig Höchststände von über 10% erreichte und mit 6,9% im Jahresdurchschnitt seit der Ölkrise zu Beginn der 1970er Jahren auf Rekordniveau lag. Um die Inflation zu bekämpfen, haben insbesondere die amerikanische Notenbank (FED) sowie die Europäische Zentralbank (EZB) in mehreren Schritten die Leitzinsen angehoben. Am Ende des Jahres lag der Leitzins (Hauptrefinanzierungssatz) in Deutschland nach Jahren unter 1% bei 2,5%. Preisbereinigt stieg das Bruttoinlandsprodukt gegenüber 2021 dennoch um 1,8%.

Das Problem der Störung von Lieferketten, welches im Jahr 2021 bereits durch Engpässe in der Produktion und des Transports von Halbleitern durch die Null-Covid-Politik in China aufgetreten war und zu massiven Produktionsausfällen in der Auto-Industrie führte, hat sich 2022 seit Beginn des Ukraine-Krieges weiter verschärft. Die Ukraine war bis vor Beginn des Krieges ein wesentlicher Zulieferer von Kabelbäumen für die Auto-Hersteller. Auch im Bereich der Logistik sind durch den kriegsbedingten Ausfall von ukrainischen LKW-Fahrern massive Transportprobleme aufgetreten, unter denen auch Fleetpool massiv zu leiden hat und auf welche im Folgenden noch detaillierter eingegangen wird.

2.2. Geschäftslage

Um eine wirtschaftliche Vergleichbarkeit der Geschäftslage herzustellen, werden als Vergleichszahlen die Werte des Konzernabschlusses 2021 herangezogen.

Proforma-Vergleich Fleetpool 2022 versus 2021 Abweichung
Mio EUR Fleetpool GmbH * 2022 Fleetpool Group 2021 Mio EUR %
Umsatzerlöse 197,6 215,5 -17,9 -8,3%
davon Abo-Erlöse 47,7 29,9 17,8 59,6%
davon Werbekosten-Zuschüsse 21,3 21,6 -0,3 -1,4%
davon PKW Verkäufe 114,0 159,1 -45,1 -28,3%
davon sonstige Umsatzerlöse 14,6 4,9 9,7 197,9%
Sonstige Erlöse 4,4 4,1 0,3 7,3%
Aufw. für Roh-, Hilfs-, und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 129,0 162,3 -33,3 -20,5%
Aufwendungen für bezogene Leistungen 33,3 24,4 8,9 36,4%
Leasing 22,8 13,4 9,4 70,1%
operative Zinsen 1,4 3,6 -2,2 -61,1%
Personalkosten 11,9 8,8 3,1 35,2%
Werbe- und Reisekosten 2,8 1,6 1,2 75,0%
Sonstige betriebliche Aufwendungen 9,0 5,1 3,9 76,5%
Abschreibungen 0,7 0,5 0,2 40.0%
Vorsteuer-Ergebnis -9,0 -0,1 -8,9 --
Steuern 0,5 0,7 -0,2 -28,6%
Jahresergebnis -9,5 -0,8 -8,7 --

* exkl. 8.372.137 EUR Ertrag aus Verschmelzung

2.2.1 Ertragslage

Durch die beschriebenen Trends im Auto-Abo-Markt und durch den Ausbau des Produkt- und Markenportfolios konnte Fleetpool auch im Berichtsjahr 2022 erneut zulegen. Die Abo-relevanten Umsätze konnten um 60% auf 47,7 Mio EUR gesteigert werden. Auch die Fahrzeugflotte im Abo stieg im Berichtszeitraum auf 12.200 PKW an. Dies entspricht einem Wachstum von 30% gegenüber dem Vorjahr. Allerdings konnte das Wachstum der aktiven Flotte im 2. Halbjahr nicht auf den hohen Raten des 1. Halbjahres gehalten werden. In der Folge kam es im 2. Halbjahr auch zu einer Unterauslastung der Gesamtflotte auf 69% im Jahresdurchschnitt. Wegen der hohen Kundenzufriedenheit schließt ein Großteil unserer Kunden einen Folgevertrag ab, sodass durch den Zuwachs von neuen Kunden, der bestehende Kundenstamm weiterhin anwächst.

Die PKW-Flotte setzt sich zum Ende des Berichtszeitraums zu 33% aus geleasten und zu 67% aus gekauften Fahrzeugen zusammen. Der überwiegende Teil (72%) der gekauften Fahrzeuge ist bereits zum Zeitpunkt des Erwerbs mit einem garantieren Rückkaufvertrag (Buy-Back) bzw. durch einen garantierten Kaufvertrag mit einem sonstigen Händler (3rd party guarantee) hinterlegt. Die Finanzierungskosten für die PKW Flotte (operative Zinsen plus Leasing-Kosten) sind 2022 gegenüber dem Vorjahr um 7,2 Mio EUR auf 24,2 Mio EUR angestiegen. Dies liegt im Wesentlichen an höheren Leasing-Kosten durch eine weiterhin ansteigende Anzahl von geleasten PKW im Portfolio. Der Anstieg der PKW-Flotte und der gestiegenen Leasingkosten lässt sich auf die hohe Nachfrage unseres Produktes zurückführen. Durch die Erhöhung des Fahrzeugbestands und der Leasingkosten, konnten die Abo-Erlöse gesteigert werden. Die Zinskosten sind im Vorjahresvergleich trotz gestiegener Flotte gesunken, da sich Fleetpool zu sehr günstigen Konditionen bei der ALD S.A. refinanzieren kann. Allerdings zeigt die Entwicklung im 2. Halbjahr durch die beschriebene Zinswende einen deutlichen Anstieg.

Abwertungen auf den Fahrzeugbestand sind im Berichtszeitraum deutlich angestiegen.

Die Aufwendungen für bezogene Waren und Leistungen sind im Berichtszeitraum um 8,9 Mio EUR angestiegen. Zum einen mengenbedingt, zum anderen durch die beschriebenen Engpässe in der Logistik und Zulieferung, welche zu erheblichen Mehrkosten durch verspätete Rückgaben der Buy-Back Fahrzeuge führten.

Die Aufwendungen für Roh- Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Leistungen sind um 33,3 Mio EUR zurückgegangen. Die rückläufigen Aufwendungen sind in einem Shift der Finanzierungsform begründet. Im Vergleich zu 2021 sind erheblich mehr Fahrzeuge per Leasing finanziert worden, weshalb die Aufwendungen für den klassischen Wareneingang sanken.

Um das Wachstum des operativen Geschäfts abwickeln zu können, wuchs die Anzahl der Mitarbeitenden zum 31.12.2022 um 27% auf 193,9 FTE. Im Durchschnitt über das Geschäftsjahr betrug die Zahl der Mitarbeitenden 174,5 FTE (+17,0%). Die Personalkosten sind im Berichtszeitraum entsprechend um 34% auf 11,9 Mio EUR angestiegen. Dieser Anstieg ist im Wesentlichen auf einen Aufbau von Mitarbeitenden im Produkt-, Marketing- und Vertriebsbereich zurückzuführen.

Darüber hinaus wurde weiter in den Ausbau der Digitalisierung, Vorbereitung einer Internationalisierung, zusätzliche Web-Shops und den Aufbau neuer Produkte investiert, was zu einem Anstieg der sonstigen betrieblichen Aufwendungen um 4,0 Mio EUR auf 9,0 Mio EUR führte.

Das erwirtschaftete Vorsteuerergebnis (EBT) lag durch die erläuterten Kostensteigerungen bei -9,0 Mio EUR. Das in der Tabelle genannte Jahresergebnis von -9,5 Mio EUR verringerte sich durch den Verschmelzungsgewinn in Höhe von 8,4 Mio. EUR auf einen Jahresfehlbetrag in Höhe von 1,1 Mio EUR.

2.2.2 Finanzlage Kapitalstruktur:

Zur Finanzierung der Auto-Abo Geschäfte nutzt Fleetpool im Wesentlichen Finanzierungsmittel der Société Générale S.A., Paris, mit einem festen Zinssatz innerhalb der Darlehenslaufzeit und endfälliger oder amortisierender Struktur. Finanzierungsmittel in Fremdwährungen wurden nicht aufgenommen.

Das Eigenkapital von Fleetpool beträgt 5,1 Mio EUR (Vorjahr 6,2 Mio EUR). Das Kapital steht Fleetpool unbefristet zur Verfügung.

Liquidität:

Fleetpool refinanziert sich zur Finanzierung der Auto-Abo Flotte und zu Sicherung der Liquidität über Darlehen bei der Société Générale S.A.. Diese betrugen in Summe zum Bilanzstichtag 387,2 Mio EUR.

Fleetpool ist zum Bilanzstichtag und im Geschäftsjahr in der Lage gewesen, ihre Zahlungsverpflichtungen zu erfüllen.

Investitionen:

2022 wurden 410,4 Mio EUR in den Aufbau der Abo-Flotte investiert und über Kreditlinien der Société Générale refinanziert. Damit hat sich das Investitionsvolumen gegenüber 2021 (149,5 Mio EUR) deutlich erhöht.

2.2.3 Vermögenslage

Die Immateriellen Vermögensgegenstände setzen sich aus selbstgeschaffenen Rechten und Werten zusammen. Hierbei handelt es sich um Entwicklungskosten für EDV-Software, welche durch die eigenen Arbeitnehmer oder von Dienstleistern im Auftrag, erstellt werden. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen betrugen am Ende des Berichtsjahres 21,1 Mio EUR und diese sind aufgrund des verbesserten Mahnprozesses gegenüber dem Vorjahr (30,2 Mio EUR) deutlich zurückgegangen.

Der Kassenbestand ist aufgrund eines stringenten Cash-Managements gegenüber dem Vorjahr (35,2 Mio EUR) deutlich auf 3,9 Mio EUR zurückgegangen.

Im Jahr 2022 betrug der Wert des PKW Bestands 323,5 Mio EUR und hat sich damit deutlich gegenüber dem Vorjahr (91,2 Mio EUR) erhöht. Durch die hohe Nachfrage nach unserem Produkt, wurde die Haltedauer der Fahrzeuge erhöht und weiterer Fahrzeuge wurden angeschafft.

Die sonstigen Vermögensgegenstände haben sich auf 22,9 Mio EUR (Vorjahr 12,6 Mio EUR) erhöht.

2.3. Chancen- und Risikobericht

Das Risikomanagementsystem (RMS) von Fleetpool soll der Früherkennung, Beurteilung und Steuerung interner und externer Risiken dienen und wurde aufgrund der geschäftlichen Entwicklungen und des Volumenwachstums an Fahrzeugen im Berichtsjahr weiter ausgebaut. Dieser Vorgang ist noch nicht abgeschlossen und wird entsprechend des geplanten Wachstums der Gesellschaft auch in der Folge weiter durchgeführt. Ziel des gesamten RMS ist es, materielle Risiken für das Unternehmen rechtzeitig zu identifizieren, Gegenmaßnahmen zum Mitigieren dieser Risiken zu ergreifen und deren Wirkung nachvollziehen zu können. Integraler Bestandteil des RMS ist das interne Kontrollsystem (IKS) mit Hilfe dessen u.a. die Wirksamkeit der implementierten Gegenmaßnahmen zum Mitigieren der Risiken überprüft wird. Risiken sind mögliche Entwicklungen oder künftige Ereignisse, die zu einer für Fleetpool negativen Prognose bzw. Zielabweichung führen können. Darüber hinaus können sich Risiken negativ auf die Erreichung der strategischen, operativen sowie berichterstattungs- und compliance-relevanten Ziele des Unternehmens sowie auf dessen Reputation auswirken.

Durch den Ausbau der Compliance Abteilung sowie Einführung von konzernweit gültigen Richtlinien, sowie eines permanenten internen Kontrollsystems werden interne Prozess-Risiken zunehmend minimiert. Durch Validierungskonzepte wird den IT-Risiken- in den Kernanwendungen begegnet.

Fleetpool ist einer Reihe von externen Risiken ausgesetzt, welche im Rahmen des RMS identifiziert und ihrem Rang nach aufgelistet werden:

Rang Risikoart Risikoklassifizierung
1 Konjunktur erheblich
2 Lieferanten-Risiken erheblich
3 Finanzmarkt-Risiken erheblich
4 Rechtliche und regulatorische Risiken erheblich
5 Preis- und Margen-Risiken signifikant
6 Mitarbeiterbezogene Risiken signifikant
7 Änderungen am Marktumfeld moderat
8 Kunden-Risiken moderat
9 Nachhaltigskeits-Risiken gering
10 Technologischer Wandel gering

Die Weltwirtschaft ist seit Beginn des Jahres 2020 infolge der Corona-Pandemie und seit Ausbruch des Ukraine-Krieges stark unter Druck geraten.

Der im Februar 2022 von Russland begonnene Angriffskrieg in der Ukraine hat zu einer weltweit spürbaren Verunsicherung geführt und die internationalen Aktienmärkte zu Beginn des Jahres erschüttert. Eine moderate Erholung setzte erst im letzten Quartal 2022 ein. Durch die hohe Bedeutung Russlands als Energie- und Rohstoff-Lieferant für Deutschland und Europa, besteht ein sehr signifikantes Risiko, dass das Wirtschaftswachstum in Deutschland in 2023 zurückgehen könnte. Die Ukraine war vor Kriegsausbruch ein bedeutender Standort für die Automobil-Zuliefer-Industrie, insbesondere im Bereich der Verkabelung. Zusätzlich zu den Lieferengpässen der Halbleiter kommen nun auch noch Störungen durch Ausfall der Produktion von Kabelbäumen hinzu. Dies erhöht das Risiko, dass Fleetpool seine Wachstumsziele durch verminderte Einkaufsvolumina nicht wird erreichen können.

Die Inflation hat als Folge des Krieges mit über 10% in der Spitze 2022 einen 50-jährigen Rekordwert erreicht. Infolgedessen kommt es auch zu einer Zinswende. Das Geschäftsmodell von Fleetpool ist sehr stark abhängig von den Finanzmärkten und der Zinsentwicklung.

Das Marktumfeld wird durch das Hinzutreten neuer Wettbewerber sowohl aus dem Bereich der klassischen Hersteller als auch von herstellerunabhängigen Unternehmen geprägt. Fleetpool hat durch seine über 10-jährige Erfahrung im Bereich des Auto-Abos einen Wettbewerbs- und Technologie-Vorsprung, sodass dieses Risiko zwar als signifikant, jedoch nicht als bestandsgefährdend interpretiert wird. Auch durch die Tatsache, dass der Auto-Abo-Markt trotz der beschriebenen schwierigen gesamtwirtschaftlichen Umfeldbedingungen im Berichtsjahr wieder deutlich gewachsen ist und auch in den kommenden Jahren voraussichtlich weiterhin wachsen wird, ist das Hinzutreten neuer Akteure nicht kritisch, sondern kann dem Geschäftsmodell sogar weiteren Wachstumsschub, beispielsweise durch eine gesteigerte Wahrnehmung im B2C und B2B Markt, verschaffen. Das Auto-Abo wird wegen der flexiblen Laufzeiten und des breiten Fahrzeugangebots zukünftig eine hohe Nachfrage aufweisen. Viele unserer Kunden schließen nach Ablauf des ersten Vertrags Folgeverträge ab, sodass bestehende Kunden voraussichtlich auch zukünftige Kunden sein werden. Aufgrund der aktuellen Gebrauchtmarktsituation können unsere Fahrzeuge nach Vertragslaufzeit zu einem angemessenen Preis verkauft werden.

Die langfristige Planung von Fleetpool sieht sowohl in der Internationalisierung als auch im deutschen Kernmarkt weiterhin signifikantes Wachstum aufgrund des nachhaltigen Mega-Trends "Nutzung statt Besitz", welcher auch in anderen Industrien, wie beispielsweise in der IT oder auch Telekommunikationsbranche seit Jahren zu beobachten ist. Auch der Trend zu digitalen Vertriebsmodellen hält Einzug in die Automobilbranche.

Die alleinige Gesellschafterin ist eng in diese Planungen eingebunden und hat der Fleetpool, soweit erforderlich, deren weitere Finanzierung zugesichert.

Mit diesem klaren Bekenntnis blickt die Fleetpool Group zuversichtlich mit dem Ziel weiteren Wachstums und der kontinuierlichen Präzisierung des Geschäftsmodells in die Zukunft.

Das Lieferanten-Risiko ist durch den frühzeitigen Abschluss von Bestellungen weitgehend mitigiert. Allerdings schützen diese Verträge nicht vor einer Hemmung durch globale Bedrohungen, die unter anderem durch den Ukraine Krieg verursacht werden.

Regulatorische Risiken können durch die -zum aktuellen Stand- gestrichene Förderung der Elektro-Fahrzeuge für gewerblich zugelassene PKW ab September 2023 entstehen. Hier bleibt allerdings abzuwarten, inwiefern diese Maßnahme politisch wirklich umgesetzt wird und -wenn ja- wie sich die Nachfrage im Markt entwickeln wird. Es kann jedoch nicht ausgeschlossen werden, dass die neu zu beschaffende Elektrofahrzeuge durch eine wegfallende Förderung auch im Restwert absinken und somit das Risiko einer erhöhten Abschreibung zu Kostensteigerungen führen könnte.

Das Preis- und Margen-Risiko wird durch die Einbindung in den Finanzierungs- und Beschaffungspool der ALD S.A. gemildert werden, denn es lassen sich im Bereich der Finanzierung und Beschaffung massive Synergien ziehen, die den meisten Wettbewerbern nicht zur Verfügung stehen.

Fleetpool ist eine mitarbeiterzentrierte Organisation und ist davon überzeugt, dass eine gut qualifizierte und motivierte Belegschaft zu den wichtigsten werttreibenden Komponenten zählt.

Sonstige Risiken, die sich aus Effekten im Marktumfeld, Kundenverhalten, Nachhaltigkeitsanforderungen oder technologischem Wandel ergeben, werden mittelfristig als eher gering bis moderat eingeschätzt.

2.4. Prognosebericht

Der Ausblick für das Jahr 2023 gestaltet sich äußerst schwierig. Er wird nachhaltig geprägt sein durch den weiteren Verlauf des Ukraine-Kriegs und der damit verbundenen hohen Unsicherheit der weiteren Entwicklung der Gesamtwirtschaft als auch Fleetpools. Die Bundesregierung geht aktuell davon aus, dass das Bruttoinlandsprodukt in 2023 um 0,2% wachsen wird. Im Oktober 2022 war noch von einer leichten Rezession von -0,4% ausgegangen worden. Diese leichte Entspannung wird auf massive staatliche Stabilisierungsmaßnahmen für private Haushalte und Unternehmen zurückgeführt (Strom- und Energiepreisbremse). Die Entwicklung der Inflation wird für das Gesamtjahr 2023 mit 6% prognostiziert.

Die Geschäftsplanung von Fleetpool geht davon aus, dass sich im 2. Halbjahr 2023 die allgemeine Lage in den Märkten entspannen wird. Dennoch sind die Planungen darauf ausgerichtet, dass vorsichtiges Agieren, insbesondere im Einkauf von größeren PKW-Paketen, geboten ist, um die Auslastungsrate der Flotte auf ein möglichst hohes Niveau zu bringen.

Dimension KPI 2021 Ist 2022 Ist 2023 outlook
Extern BIP +2,7% +1,8% stagnierend
Inflation 3,1% 6,9% stagnierend
Leitzins 0,0% 2,5% steigend
Auto-Abo Markt Deutschland (Anzahl Verträge) rd. 50.000 rd. 63.000 steigend
Intern Auto-Abo-Umsatz (Mio EUR) 29,9 47,8 steigend
Auslastungsrate Flotte (active fleet/ total fleet) 75% 69% steigend
Personal (FTE at year-end) 152 193,9 stagnierend
EBT (Mio EUR) -0,1 -9 negativ in 2023 negativ in 2024

Die Gesamtjahresplanung der Entwicklung der aktiven Flotte geht von einem Wachstum auf 16.500 PKW aus (+35%). Dies wird einen positiven Effekt auf die Umsatzerlöse haben, die mit einem Wachstum von 45% geplant werden. Die Ergebnisplanung fällt jedoch negativ aus, da die derzeitige Unterauslastung der Flotte zu einer Kostenbelastung führt, die durch den Umsatzanstieg nicht kompensiert werden kann. Die Personalkosten steigen um 16% zum einen inflationsbedingt und zum anderen dadurch, dass unterjährige Einstellungen im Jahr 2022 im Folgejahr mit vollen 12 Monaten zu Buche schlagen werden. Nach einem starken FTE Aufbau (+42) in 2022 rechnet Fleetpool für 2023 mit einem konstanten Personalstamm.

Die Planung des operativen Ergebnisses fällt daher negativ aus. Auf Grundlage der aktuellen Planung wird von einem Jahresfehlbetrag von rund 27 Mio EUR ausgegangen. Durch das Zeichnen einer harten Patronatserklärung zwischen dem Mutterunternehmen ALD S.A. und Fleetpool GmbH im Dezember 2023 wurde die Gefahr einer möglichen bilanziellen Überschuldung wirtschaftlich verhindert.

Die Ergebnisplanung für 2024 ist noch nicht abgeschlossen. Es wird aber mit einem negativen Jahresergebnis zu rechnen sein. Der Fokus in 2024 wird auf Steigerung der Profitabilität liegen. Es wird darum gehen, den durchschnittlichen Erlös pro Vertrag zu steigern. Um dies zu erreichen, wird ein Fokus auf der Bereinigung der Flotte und damit einhergehenden unprofitablen Verträgen liegen. Für 2024 ist kein Wachstum der Flotte geplant. Aufgrund avisierten steigenden Abo-Preisen bei konstanter Flotte rechnen wir dennoch mit steigenden Auto-Abo-Umsätzen. Darüber hinaus wollen wir uns auf unsere Kern-Marken konzentrieren, unprofitable Kooperationen identifizieren und beenden. Außerdem wird es zu einer stärkeren Kontrolle aller anfallenden Kosten kommen. Analysen sollen zeigen, welche Kosten gesenkt und welche gar gecuttet werden können. Wie bereits in 2023 umgesetzt, soll auch in 2024 eine Steigerung der Auslastungsrate erzielt werden, in dem die operativen Prozesse rund um die Standzeiten der Fahrzeuge an den Standorten weiter optimiert werden.

 

Köln, den 07.12.2023

Fleetpool GmbH

Christopher Cols

Bilanz

Aktiva

31.12.2022
EUR
31.12.2021
EUR
A. Anlagevermögen 7.316.743,21 6.336.665,88
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 4.134.152,00
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 3.849.922,00
2. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 284.230,00
II. Sachanlagen 309.457,00 93.389,00
1. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 309.457,00 93.389,00
III. Finanzanlagen 2.873.134,21 6.243.276,88
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 6.243.276,88
2. sonstige Ausleihungen 2.873.134,21
B. Umlaufvermögen 398.635.650,36 127.183.191,31
I. Vorräte 350.705.102,44
1. fertige Erzeugnisse und Waren 323.504.191,61
2. geleistete Anzahlungen 27.200.910,83
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 43.999.658,39 127.153.225,29
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 21.142.195,82 381.914,26
2. sonstige Vermögensgegenstände 22.857.462,57 126.771.311,03
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 0,00 124.772.168,41
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 3.930.889,53 29.966,02
C. Rechnungsabgrenzungsposten 26.630.328,47 34.020,00
Aktiva 432.582.722,04 133.553.877,19

Passiva

31.12.2022
EUR
31.12.2021
EUR
A. Eigenkapital 5.095.196,24 6.238.138,60
I. Gezeichnetes Kapital 35.918,00 35.918,00
II. Kapitalrücklage 6.243.276,81 6.243.276,88
III. Bilanzverlust 1.183.998,57 41.056,28
davon Verlustvortrag 41.056,28 4,88
B. Rückstellungen 25.337.154,83 84.791,86
1. Steuerrückstellungen 1.090.324,32 3.936,00
2. sonstige Rückstellungen 24.246.830,51 80.855,86
C. Verbindlichkeiten 388.186.461,49 127.230.946,73
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 710.075,21
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 710.075,21
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 55.594,74 249.567,65
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 55.594,74 249.567,65
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 387.203.792,36
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 387.203.792,36
4. sonstige Verbindlichkeiten 216.999,18 126.981.379,08
davon aus Steuern 183.027,48 1.757.074,65
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit 10.377,01 6.487,38
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 216.999,18 126.981.379,08
D. Rechnungsabgrenzungsposten 13.963.909,48
Passiva 432.582.722,04 133.553.877,19

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2022 - 31.12.2022
EUR
1.1.2021 - 31.12.2021
EUR
1. Umsatzerlöse 197.626.761,64 10.763,25
2. andere aktivierte Eigenleistungen 2.560.604,45
3. sonstige betriebliche Erträge 10.176.781,04 2.832.719,82
4. Materialaufwand 189.430.302,01 51.177,12
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 133.324.075,82
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 56.106.226,19 51.177,12
5. Personalaufwand 11.859.779,31 2.354.085,25
a) Löhne und Gehälter 10.048.400,08 2.070.264,13
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 1.811.379,23 283.821,12
davon für Altersversorgung 19.744,52 14.076,99
6. Abschreibungen 747.928,14 3.012,94
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 747.928,14 3.012,94
7. sonstige betriebliche Aufwendungen 7.574.620,24 571.560,17
8. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 326.681,03 123.262,03
davon aus verbundenen Unternehmen 326.330,64 113.896,40
9. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 1.748.477,79 24.025,02
davon an verbundene Unternehmen 1.705.224,37 24.025,02
10. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 472.662,96 3.936,00
davon Aufwendungen aus der Zuführung und Auflösung von latenten Steuern 277.193,54
11. Ergebnis nach Steuern -1.142.942,29 -41.051,40
12. Jahresfehlbetrag 1.142.942,29 41.051,40
13. Verlustvortrag aus dem Vorjahr 41.056,28 4,88
14. Bilanzverlust 1.183.998,57 41.056,28

Anhang für das Geschäftsjahr 01.01.2022 bis 31.12.2022

der Fleetpool GmbH, Köln

(vormals Fleetpool Holding GmbH, Köln)

A. Allgemeine Angaben

Die Firma Fleetpool GmbH hat ihren Sitz in Köln und ist im Handelsregister beim Amtsgericht Köln unter HRB 103232 eingetragen.

Die Erstellung des Jahresabschlusses erfolgte nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches. Die Gesellschaft erfüllt laut Bilanzsumme und GuV die Größenmerkmale einer "großen Kapitalgesellschaft". Aufgrund der Verschmelzung tritt die Rechtsfolge des § 267 (1-3) HGB bereits am ersten Abschlussstichtag nach Verschmelzung ein, an dem die Voraussetzungen des Paragraphen erstmals erfüllt sind.

Der Jahresabschluss umfasst die Bilanz, die Gewinn- und Verlustrechnung und den Anhang.

Im Jahr 2022 wurden die ehemaligen Gesellschaften der Fleetpool Group in drei Schritten auf die Muttergesellschaft Fleetpool Holding GmbH als übernehmende Rechtsträgerin verschmolzen und diese im letzten Schritt auf Fleetpool GmbH umfirmiert.

Die Verschmelzungen erfolgten gemäß § 24 UmwG unter Anwendung des IDW RS HFA 42 per Buchwertverknüpfung. Demzufolge galten die Buchwerte der Schlussbilanzen der übertragenden Rechtsträger (insgesamt Mokontor GmbH (Bergisch Gladbach), Compania GmbH (Berlin), Bsf-s GmbH (Berlin), Fleetpool Leasing GmbH (Köln), Like2Drive GmbH (Köln), Fleetpool GmbH (Köln), Twyte GmbH (Köln), als Anschaffungskosten bei der übernehmenden Rechtsträgerin (Fleetpool Holding GmbH, Köln). Die aus der Weiterführung der Buchwerte resultierenden Anschaffungskosten wurden als Zugangswerte im Anlagengitter aufgenommen. Die ursprünglichen Anschaffungskosten und die kumulierten Abschreibungen wurden in der übernehmenden Gesellschaft als Zugang erfasst.

Die verschiedenen Schritte der Verschmelzungen auf die Fleetpool GmbH vollzogen sich wie folgt:

Im ersten Schritt wurde mit Eintragung ins Handelsregister vom 12.07.2022 die damalige Fleetpool GmbH (HRB 63439, Amtsgericht Köln) auf die Twyte GmbH (HRB 74778, Amtsgericht Köln) als übernehmende Rechtsträgerin verschmolzen. Die Verschmelzung erfolgte als handelsrechtlicher "Side-Stream-Merger" mit Rückwirkung zum 01.01.2022. Maßgabe war der Verschmelzungsvertrag vom 05.07.2022.

Im zweiten Schritt wurde mit Eintragung ins Handelsregister vom 13.07.2022 die Eazylectric GmbH (HRB 25709, Amtsgericht Montabaur) auf die Compania GmbH (HRB 105092, Amtsgericht Köln) als übernehmende Rechtsträgerin verschmolzen. Die Verschmelzung erfolgte als handelsrechtlicher "Side-Stream-Merger" mit Rückwirkung zum 01.01.2022. Maßgabe war der Verschmelzungsvertrag vom 05.07.2022.

Im letzten Schritt wurden mit Eintragung ins Handelsregister vom 27.07.2022 die Fleetpool Leasing GmbH (HRB 63438, Amtsgericht Köln), Like2Drive GmbH (HRB 94567, Amtsgericht Köln), Compania GmbH (HRB 105092, Amtsgericht Köln), Eazyfleet GmbH (HRB 94548, Amtsgericht Köln), Bsf-s GmbH (HRB 129289 B, Amtsgericht Charlottenburg), Mokontor GmbH (HRB 76368, Amtsgericht Bergisch Gladbach), Twyte GmbH (HRB 74778, Amtsgericht Köln) auf die Fleetpool Holding GmbH mit Sitz in der Schanzenstraße 41d, 51063 Köln, als übernehmende Rechtsträgerin verschmolzen und diese zeitgleich in "Fleetpool GmbH" umfirmiert. Diese Verschmelzungen erfolgte als handelsrechtlicher "Up-Stream-Merger" mit Rückwirkung zum 01.01.2022. Maßgabe war der Verschmelzungsvertrag vom 05.07.2022.

Mit dem Wirksamwerden der Verschmelzungen sind jeweils alle zum Zeitpunkt der Verschmelzungen bestehenden Rechte und Pflichten der übertragenden Gesellschaften auf die übernehmende Gesellschaft im Wege der Gesamtrechtsnachfolge übergegangen. Die übertragenden Gesellschaften sind als Folge nicht mehr existent.

In Folge der ausgeführten Verschmelzungen mit Rückwirkung auf den 01.01.2022 inkludieren die ausgewiesenen Erträge einen Verschmelzungsgewinn in Höhe von EUR 8.372.137,42. Dieser Ertrag wird in den sonstigen betrieblichen Erträgen ausgewiesen.

Um eine wirtschaftliche Vergleichbarkeit darzustellen, haben wir eine Drei-Spalten-Darstellung vorgenommen. Diese zeigt in der ersten Spalte die Werte der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung der Fleetpool GmbH im Geschäftsjahr 2022. Die mittlere Spalte zeigt die Werte der Fleetpool Holding GmbH 2021 (Vorgängergesellschaft der Fleetpool GmbH), da im Rahmen der Verschmelzung auf diese Gesellschaft alle anderen Gesellschaften verschmolzen wurden und sie final in Fleetpool GmbH umbenannt wurde. In der dritten Spalte befinden sich die Werte der konsolidierten Fleetpool Group aus 2021, die als wirtschaftlich sinnvoller Vergleichsmaßstab zu betrachten sind.

Bilanz zum 31.12.2022

Fleetpool GmbH, Köln

vormals Fleetpool Holding GmbH, Köln

AKTIVA

Geschäftsjahr EUR Fleetpool GmbH Vorjahr EUR Fleetpool Holding GmbH Vorjahr Fleetpool Group konsolidiert
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Selbst geschaffene gewerbl. Schutzrechte u ähnliche Rechte u Werte 3.849.922,00 0,00 1.739.980,78
2. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbl. Schutzrechte u ähnliche Rechte u Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten u Werten 284.230,00 0,00 403.471,00
3. Geschäfts- oder Firmenwert 0,00 0,00 4.218,00
Summe 4.134.152,00 0,00 2.147.669,78
II. Sachanlagen
1. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 309.457,00 93.389,00 603.946,37
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 6.243.276,88 0,00
2. sonstige Ausleihungen 2.873.134,21 0,00 0,00
Summe Anlagevermögen 7.316.743,21 6.336.665,88 2.751.616,15
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. fertige Erzeugnisse u Waren 323.504.191,61 0,00 91.149.590,76
2. geleistete Anzahlungen 27.200.910,83 0,00 0,00
Summe 350.705.102,44 91.149.590,76
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 21.142.195,82 381.914,26 30.221.246,05
2. sonstige Vermögensgegenstände 22.857.462,57 126.771.311,03 12.639.575,18
-davon mit einer Restlaufzeit von > 1 Jahr 0,00 € (EUR 124.772.168,41)
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten u Schecks 3.930.889,53 29.966,02 35.201.452,73
Summe Umlaufvermögen 398.635.650,36 127.183.191,31 169.211.864,72
C. Rechnnungsabgrenzungsposten 26.630.328,47 34.020,00 7.122.089,22
Summe 432.582.722,04 133.553.877,19 179.085.570,09

PASSIVA

Geschäftsjahr EUR Fleetpool GmbH Vorjahr EUR Fleetpool Holding GmbH Vorjahr Fleetpool Group konsolidiert
A. Eigenkapital 35.918,00 35.918,00 35.918,00
I. Gezeichnetes Kapital
II. Kapitalrücklage 6.243.276,81 6.243.276,88 6.243.276,88
III. Gewinnrücklagen andere Rücklagen 0,00 0,00 9.138.097,31
IV. Bilanzverlust 1.183.998,57 41.056,28 802.797,95
davon Verlustvortrag EUR -41.056,28 (EUR -4,88)
Summe Eigenkapital 5.095.196,24 6.238.138,60 14.614.494,24
B. Rückstellungen
1. Steuerrückstellungen 243.905,11 3.936,00 440.094,60
2. sonst. Rückstellungen 24.246.830,51 80.855,86 10.239.731,56
Summe 24.490.735,62 84.791,86 10.679.826,16
C. Verbindlichkeiten
1. Verb. ggü. Kreditinstituten 710.075,21 0,00 0,00
- davon mit einer Restlaufzeit bis zu 1 Jahr EUR 710.075,21 (EUR 0,00)
2. Verb. aus Lieferungen u Leistungen 55.594,74 249.567,65 19.556.996,05
-davon mit einer Restlaufzeit bis zu 1 Jahr EUR 55.594,74 (EUR 249.567,65)
3. Verbindlichkeiten ggü. verbundenen Unternehmen 387.203.792,36 0,00 125.031.432,50
- davon mit einer Restlaufzeit bis zu 1 Jahr EUR 387.203.792,36 (EUR 0,00)
4. sonstige Verbindlichkeiten 216.999,18 126.981.379,08 1.169.395,39
- davon aus Steuern EUR 183.027,48 (EUR 1.757.074,65)
- davon im Rahmen der sozialen Sicherheit EUR 10.337,01 (EUR 6.487,38)
- davon mit einer Restlaufzeit bis zu 1 Jahr EUR 216.999,18 (EUR 126.981.379,08) 388.186.461,49 0,00 0,00
D. Rechnungsabgrenzungsposten 13.963.909,48 0,00 7.464.200,08
E. Passive latente Steuern 846.419,21 0,00 569.225,67
SUMME 432.582.722,04 133.553.877,19 179.085.570,09

Gewinn- und Verlustrechnung 01.01.2022 bis 31.12.2022

Fleetpool GmbH, Köln

vormals Fleetpool Holding GmbH, Köln

Geschäftsjahr EUR Fleetpool GmbH Vorjahr EUR Fleetpool Holding GmbH Vorjahr Fleetpool Group konsolidiert
1. Umsatzerlöse 197.626.761,64 10.763,25 215.533.651,29
2. andere aktivierte Eigenleistungen 2.560.604,45 0,00 1.041.066,50
3. Gesamtleistung 200.187.366,09 10.763,25 216.574.717,7
4. sonstige betriebliche Erträge
a) Erträge aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens und aus Zuschreibungen zu Gegenständen des Anlagevermögens 28.029,07 0,00 233.628,97
b) Erträge aus der Herabsetzung der Pauschalwertberichtigung auf Forderungen 81.242,57 0,00 0,00
c) Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen 349.005,16 0,00 91.058,66
d) übrige sonstige betriebliche Erträge 9.718.504,24 2.832.719,82 2.737.981,66
Summe 10.176.781,04 2.832.719,82 3.062.669,29
5. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 133.324.075,82 0,00 162.297.945,02
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 56.106.226,19 51.177,12 37.866.091,53
6. Personalaufwand 189.430.302,01 51.177,12 200.164.036,55
a) Löhne und Gehälter 10.048.400,08 2.070.264,13 7.456.091,36
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 1.811.379,23 283.821,12 1.367.722,61
- davon für Altersversorgung EUR 19.744,52 (EUR 14.076,99) Summe 11.859.779,31 2.354.085,25 8.823.813,97
7. Abschreibungen 747.928,14 3.012,94 501.516,66
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen
8. sonstige betriebliche Aufwendungen
a) Raumkosten 687.463,95 39.834,38 925.601,37
b) Versicherungen, Beiträge und Abgaben 34.353,41 23,50 30.839,75
c) Reparaturen und Instandhaltungen 153.754,97 20.733,55 148.889,18
d) Fahrzeugkosten 93.732,25 7.921,96 85.246,70
e) Werbe- und Reisekosten 2.819.836,55 289.700,04 1.585.483,13
f) verschiedene betriebliche Kosten 3.646.003,26 206.941,74 289.700,04
g) Verluste aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens 72.167,07 0,00 4,00
h) Verluste aus Wertminderungen von Gegenständen des Umlaufvermögens und Einstellung in die Wertberichtigung zu Forderungen -9.617,46 0,00 419.324,39
i) übrige sonstige betriebliche Aufwendungen 76.926,24 6.405,00 83.337,10
Summe 7.574.620,24 571.560,17 3.568.425,66
9. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 326.681,03 123.262,03 113.574,94
- davon aus verbundenen Unternehmen EUR 326.330,64 (EUR 113.896,40)
10. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 1.748.477,79 24.025,02 3.683.837,11
- davon an verbundene Unternehmen EUR 1.705.224,37 (EUR 24.025,02)
11. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 472.662,96 3.936,00 730.072,49
- davon Aufwendungen aus der Zuführung und Auflösung von latenten Steuern EUR 277.193,54 (EUR 0,00)
12. Ergebnis nach Steuern -1.142.942,29 -41.051,40 802.793,07
13. Jahresergebnis -1.142.942,29 -41.051,40 802.793,07
4. Verlustvortrag aus dem Vorjahr 41.056,28 4,88 2.057.579,86
5. Bilanzverlust 1.183.998,57 41.056,28 1.254.786,79

B. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die Bilanzierung und Bewertung erfolgen gemäß der Vorschriften des Handelsgesetzbuches nach den §§ 246 ff. HGB und des GmbH-Gesetzes, sind gegenüber dem Vorjahr unverändert und gehen von der Fortführung der Unternehmenstätigkeit aus. Gesichert wird diese Prämisse durch die im Dezember 2023 gezeichnete harte Patronatserklärung.

Bilanz

1. Immaterielle Vermögensgegenstände

a. Selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände

Selbst erstellte EDV-Programme bzw. Software und Webshops wurden als selbstgeschaffene immaterielle Vermögensgegenstände gemäß §248 Abs. 2 S.1 HGB aktiviert. Die Abschreibung erfolgte linear in Abhängigkeit von der geschätzten planmäßigen Nutzungsdauer. Für die Höhe der Zugänge sowie den aktuellen Buchwerten wird an dieser Stelle auf den Anlagenspiegel verwiesen.

b. Entgeltlich erworbene Vermögensgegenstände

Entgeltlich erworbene Vermögensgegenstände werden bei Zugang mit den Anschaffungskosten aktiviert und ausnahmslos planmäßig über ihre voraussichtliche Nutzungsdauer linear abgeschrieben.

2. Sachanlagen

Das Sachanlagevermögen wird mit den historischen Anschaffungskosten bewertet und um die kumulierte planmäßige Abschreibung vermindert. Der planmäßigen Abschreibung liegen folgende Nutzungsdauern zugrunde:

• Fahrzeuge 6 Jahre
• Sonstige Transportmittel 6 - 11 Jahre
• Betriebs- und Geschäftsausstattung 3 - 13 Jahre

Geringwertige Wirtschaftsgüter mit Anschaffungskosten zwischen 250€ und 800€ netto werden im Jahr des Zugangs in voller Höhe aufwandswirksam abgeschrieben.

3. Finanzanlagen

Im Wirtschaftsjahr 2022 wurden keine Finanzanlagen angeschafft oder veräußert. Die Veränderungen der Anteile an verbundenen Unternehmen im Rahmen der Verschmelzungen auf die Fleetpool GmbH werden in den allgemeinen Angaben erläutert.

Kautionen bestehen im Wirtschaftsjahr als Sicherheitsleistung im Hinblick auf die Erfüllung vertraglicher Verpflichtungen aus Mietverträgen. Alle Kautionen wurden durch Hinterlegung einer Geldleistung geleistet. In der Bilanz werden die Kautionen in den Finanzanlagen als übrige sonstige Ausleihungen ausgewiesen. Die Bewertung erfolgt zu Nominalwerten.

4. Umlaufvermögen

Im Sinne der Bilanzkontinuität wird analog zu den in den Vorjahren praktizierten Bewertungsmethoden der Fahrzeugbestand als Warenbestand im Umlaufvermögen ausgewiesen. Wertverlusten wird durch Abwertungen auf die geschätzten niedrigeren Werte Rechnung getragen. Die Bilanzierung und Abwertung der sogenannten buyback-Fahrzeuge (Fahrzeuge mit bestehender Rückkaufsvereinbarung) werden analog zum Vorjahr bilanziert. Die Fahrzeuge, bei denen Fleetpool das Vermarktungsrisiko trägt, die sogenannten Risk-Fahrzeuge, wurden in 2022 konservativer bewertet als im Vorjahr. Anders als in 2021, wo von einer Abwertung der Risk-Flotte abgesehen wurde, wurden diese Fahrzeuge in 2022 im Schnitt auf 55% des Listenpreisesabgeschrieben.

Forderungen wurden mit dem Nominalwert angesetzt. Antizipierbaren sowie bis zum heutigen Tag noch nicht antizierbaren aber möglicherweise entstehenden Risiken wird durch eine Pauschalwertberichtigung in Höhe von EUR 211.950,20 Rechnung getragen.

Die sonstigen Vermögensgegenstände enthalten im Wesentlichen die auf Grundlage der Zulassungsdaten antizipierbaren Werbekostenzuschüsse in Höhe von insgesamt EUR 1.473.052,24. Außerdem werden unter den sonstigen Vermögensgegenständen Forderungen ähnliche Vorgänge ausgewiesen, bei denen der Gefahrenrückgang bereits vor dem Bilanzstichtag stattgefunden hat, allerdings noch keine Faktura stattfand, sowie Umsatzsteuerforderungen.

Bankguthaben wird mit dem Nennwert angesetzt.

Forderungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr bestehen keine.

5. Aktive Rechnungsabgrenzungsposten

Ausgewiesen werden Ausgaben vor dem Bilanzstichtag, insoweit sie Aufwand für einen bestimmten Leistungszeitraum nach dem Bilanzstichtag darstellen. Im konkreten Fall können vier Kategorien an aktiven Abgrenzungen unterschieden werden. Abgrenzungen für sonstige Aufwendungen wie zum Beispiel Lizenzkosten, die Abgrenzung von Leasingsonderzahlung, die über die Vertragslaufzeit abzugrenzen sind. Darüber hinaus die Abgrenzung der KFZ-Steuer, die stets im Voraus für 12 Monate geleistet wird und zuletzt die Abgrenzung der Abwertung auf Fahrzeuge mit einem buyback-Vertrag. In diesen Fällen wird der Unterschiedsbetrag zwischen dem Einkaufspreis und dem vertraglich vereinbartem Wiederverkaufspreis über die Laufzeit verteilt.

6. Eigenkapital

Das Eigenkapital wird zum Nominalwert angesetzt.

7. Steuerrückstellungen und sonstige Rückstellungen

Die Steuerrückstellungen und die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten. Der Ansatz erfolgt in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages.

Die sonstigen Rückstellungen setzen sich im Wesentlichen wie folgt zusammen:

• Rückstellungen für PKWs mit Gefahrenübergang vor Faktura i.H.v. 3,7 Mio EUR (9,8 Mio EUR)
• Rückstellungen für ausstehende sonstige Rechnungen i.H.v. 1 Mio EUR (0,9 Mio EUR)
• Rückstellungen für ausstehende PKW-Rechnungen i.H.v. 18,6 Mio EUR (8,7 Mio EUR)
• Rückstellungen für Personal 0,6 Mio EUR (0,2 Mio EUR)
• Rückstellungen für Abschluss- und Prüfungskosten i.H.v. 0,22 Mio EUR (0,14 Mio EUR)

8. Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag bewertet.

Es bestehen keine Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern.

Die Verbindlichkeiten haben folgende Restlaufzeiten:

31.12.2022 bis 1 Jahr über 1 Jahr
Verbindlichkeiten ggü. Kreditinstituten 710.075,21 710.075,21 0
Verbindlichkeiten ggü. Verbundenen Unternehmen 387.203.792,36 387.203.792,36 0
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 55.594,74 55.594,74 0
sonstige Verbindlichkeiten 216.999,18 216.999,18 0
Gesamt 388.186.461,49 388.186.461,49 0

Passive Rechnungsabgrenzungsposten

Ausgewiesen werden Einnahmen vor dem Bilanzstichtag, soweit sie Ertrag für einen bestimmten Leistungszeitraum nach dem Bilanzstichtag darstellen. Im Wesentlichen werden Mieterträge und Bafa-Zuschüsse abgegrenzt.

9. Passive latente Steuern

Die passiven latenten Steuern resultieren aus der Aktivierung selbst geschaffener immaterieller Vermögensgegenstände des Anlagevermögens gemäß § 248 Abs. 2 S. 1 HGB. Die Bewertung erfolgte anhand eines Ertragsteuersatzes von 30%.

Die passiven latenten Steuersalden entwickeln sich wie folgt:

Stand 01.01.2022 569.225,67 €
Zugang 2022 277.193,54 €
Stand 31.12.2022 846.419,21 €

10. Haftungsverhältnisse

Es bestehen keine Haftungsverhältnisse.

11. Gewinn- und Verlustrechnung

Die Umsatzerlöse wurden entsprechend der Neudefinition des § 277 Abs. 1 HGB in der Fassung des BilRUG erfasst.

Die Umsatzerlöse setzen sich aus dem Verkauf von Fahrzeugen und damit zusammenhängenden Ansprüchen (etwa 54%) sowie aus Mieten aus kurzfristiger Vermietung von Fahrzeugen (etwa 24%) und sonstigen Erlösen (etwa 22%) zusammen.

Die Umsatzerlöse werden nahezu ausschließlich in Deutschland erzielt.

In den sonstigen betrieblichen Erträgen wird der Verschmelzungsgewinn in Höhe von 8.372 TEUR als außergewöhnlicher Ertrag gemäß §285 Nr.31 HGB ausgewiesen.

Periodenfremde Erträge sind i. H. v. 346 TEUR (2021: 369 TEUR) enthalten.

Periodenfremde Aufwendungen in Form von Aufwendungen für frühere Jahre sind i. H. v. 74 TEUR (VJ 79 TEUR) in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten.

Das vom Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr berechnete Honorar beträgt 165 TEUR. Davon entfallen 150 TEUR auf die Jahresabschlussprüfung, 15 TEUR auf sonstige Bestätigungen gemäß §285 Nr.17 HGB sowie die Erstattung von Auslagen.

C. Sonstige Angaben

1. Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Es bestehen nicht in der Bilanz ausgewiesene oder vermerkte finanzielle Verpflichtungen. Diese betreffen Mietaufwendungen für Grundstücke mit einem Jahresaufwand von 370 TEUR für eine unkündbare Restlaufzeit von 1 Jahr.

Darüber hinaus bestehen Leasingaufwendungen für bewegliche Vermögensgegenstände aus laufenden Verträgen in Höhe von 12.404 TEUR mit Restlaufzeiten bis zu 4 Jahren.

Die durchschnittliche Zahl der Arbeitnehmer betrug:

31.12.2022 31.12.2021 * 31.12.2021 **
Angestellte 174,5 24 143,1
davon männlch 105,4 84,4
davon weiblich 69,1 58,7

* Fleetpool Holding GmbH als Rechtsträger

** gesamte Fleetpool Gruppe als äquivalente Vergleichsgröße zu aktueller Fleetpool GmbH

Namen der Geschäftsführer:

Während des abgelaufenen Geschäftsjahrs wurden die Geschäfte des Unternehmens durch folgende Personen geführt: Gert Schaub (CEO). Gemäß § 286 (4) HGB unterbleiben Angaben über die Gesamtbezüge der gesetzlichen Vertreter.

Nachtragsbericht gem. § 285 Nr.33 HGB

Seit dem 01.01.2023 hat Christopher Cols Gert Schaub offiziell als CEO abgelöst.

Wie bereits unter den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden erwähnt, wurde im Dezember 2023 eine harte Patronatserklärung zwischen dem im Folgenden genannten Mutterunternehmen und Fleetpool GmbH zur wirtschaftlichen Stützung geschlossen.

Das Mutterunternehmen gem. §285 Nr. 14a HGB ist :

ALD S.A., 1-3 Rue Eugene et Armand Peugeot, Le Corosa, 92500 Rueil-Malmaison, France

Veröffentlichter Jahresabschluss: www.aldautomotive.com

 

Köln, 07.12.2023

gez. Christopher Cols

Anlagespiegel zum 31.12.2022

der Firma Fleetpool GmbH, Köln

(vormals Fleetpol Holding GmbH, Köln)

Anschaffungs- oder Herstellungskosten zum 31.12.2022 Zugänge Abgänge Abschreibungen Geschäftsjahr
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. selbst geschaffene gewerbl. Schutzrechte u ähnliche Rechte u Werte 254.915,78 4.385.072,35 131.552,40 450.663,23
2. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte u ähnliche Rechte u Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 0,00 616.669,80 169.162,58 105.456,00
Summe immaterielle Vermögensgegenstände 254.915,78 5.001.742,15 300.714,98 556.119,23
II. Sachanlagen
1. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 96.401,94 1.453.221,28 630.652,20 191.808,91
Summe Sachanlagen 96.401,94 1.453.221,2 630.652,20 191.808,91
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 6.243.276,88 5.284.190,95 11.527.467,83 0,00
2. sonstige Ausleihungen 0,00 2.873.134,21 0,00 0,00
Summe Finanzanlagen 6.243.276,88 8.157.325,16 11.527.467,83 0,00
Summe 6.594.594,60 14.612.288,59 12.458.835,01 747.928,14
kummulierte Abschreibungen zum 31.12.2022 Buchwert zum 31.12.2022
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. selbst geschaffene gewerbl. Schutzrechte u ähnliche Rechte u Werte 658.513,73 3.849.922,00
2. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte u ähnliche Rechte u Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 163.277,22 284.230,00
Summe immaterielle Vermögensgegenstände 821.790,95 4.134.152,00
II. Sachanlagen
1. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 609.514,02 309.457,00
Summe Sachanlagen 609.514,02 309.457,0
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00
2. sonstige Ausleihungen 0,00 2.873.134,21
Summe Finanzanlagen 0,00 2.873.134,21
Summe 1.431.304,97 7.316.743,21

sonstige Berichtsbestandteile

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 08.02.2024 festgestellt.

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die Fleetpool GmbH (vormals Fleetpool Holding GmbH, Köln), Köln

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Fleetpool GmbH, Köln, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2022 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Fleetpool GmbH, Köln, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

• entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2022 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 und

• vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen esetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Hinweis auf einen sonstigen Sachverhalt - Erstprüfung

Der Jahresabschluss der Gesellschaft für das vorhergehende Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2021, der die Grundlage für die Vergleichsangaben im Jahresabschluss für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 bildet, wurde nicht geprüft. Unser Prüfungsurteil zum Jahresabschluss für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 ist diesbezüglich nicht modifiziert.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lageberichts insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

• identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

• gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

• beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

• ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

• beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

• beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

• führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Hamburg, den 21. Dezember 2023

Deloitte GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Dr. Ulrich Braun, Wirtschaftsprüfer

Stephan Dreeßen, Wirtschaftsprüfer

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