Managementtätigkeiten von sonstigen Holdinggesellschaften
BusinessBike GmbH
Ohmstraße 2, 91074 Herzogenaurach, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Stefan Page seit 4.3.2025 | Geschäftsführer |
Falk Peter Hesoun seit 23.1.2023 | Prokura |
Ward Henk Frans Matser seit 10.2.2022 | Geschäftsführer |
Wirtschaftlich Berechtigte
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Ungelöste Beteiligungen (1)
| Name | Anteil |
|---|---|
Bike Mobility Services Group B.V. | 100.00% |
Gesellschafter
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
BusinessBike GmbH (vormals: REGONOVA GmbH)Neustadt a.d. AischJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022Bilanz zum 31. Dezember 2022Aktiva
Passiva
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2022
Anhang 2022A. Allgemeine Angaben Angaben zur Identifikation der Gesellschaft:
Der vorliegende Jahresabschluss wurde gemäß §§ 242 ff. und §§ 264 ff. HGB sowie nach den einschlägigen Vorschriften des GmbHG erstellt. Es gelten die Vorschriften für große Kapitalgesellschaften nach § 267 Abs. 3 HGB. Die Erstellung des Jahresabschlusses erfolgt unter der Annahme der Unternehmensfortführung (§ 252 Abs. 1 Nr. 2 HGB). Es besteht eine ertragsteuerliche Organschaft mit der Gesellschafterin. Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren (§ 275 Abs. 2 HGB) gewählt. Zur Verbesserung der Klarheit der Darstellung in der Bilanz wurden die Vermerke zu den Restlaufzeiten der Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sowie die Vermerke zu den Verbindlichkeiten anstatt in die Bilanz in den Anhang aufgenommen. B. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Ab dem Berichtsjahr 2022 orientiert sich die Gesellschaft an der Bilanzierungsmethodik des Konzerns. Diese sieht insbesondere die Verteilung von erhaltenen und geleisteten Vorauszahlungen für das Nebenprodukt Versicherung, die Berücksichtigung von Rückstellungen für erwartete Verluste aus regulär und vorzeitig beendeten Verträgen sowie noch zu erbringende Serviceleistungen vor. Diese Anpassungen, die entsprechend dem RS HFA 06 in laufender Rechnung durchgeführt wurden, führen zu einer Korrektur des Jahresergebnisses 2022 i. H. v. TEUR -14.932, wovon insbesondere die Umsatzerlöse mit TEUR -33.010 und der Materialaufwand mit TEUR -17.932 betroffen sind. Bilanzseitig führen diese Korrekturen am Bilanzstichtag vor allem zu zusätzlichen aktiven Rechnungsabgrenzungsposten von TEUR 28.682, passiven Rechnungsabgrenzungsposten von TEUR 38.864 sowie zusätzliche Rückstellungen von TEUR 11.575. Einzelne Posten sind diesbezüglich im Anhang entsprechend erläutert und bereinigte Posten vor Korrekturen zusätzlich angegeben. Die Vorjahresbeträge in der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung wurden nicht entsprechend angepasst. Immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens sind zu Anschaffungskosten bilanziert und werden vermindert um die planmäßigen Abschreibungen angesetzt. Die Abschreibungen erfolgen nach Maßgabe der voraussichtlichen Nutzungsdauer. Dabei erfolgt eine Orientierung an den steuerlichen Abschreibungstabellen. Die Gesellschaft verfügt über keine selbst erstellten immateriellen Vermögensgegenstände, der Ausweisfehler des Vorjahresberichts wurde im Berichtsjahr korrigiert, die Vorjahresbeträge aber nicht angepasst. Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungskosten angesetzt und wird, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die Abschreibungen erfolgen nach Maßgabe der voraussichtlichen Nutzungsdauer (Orientierung an den steuerlichen Abschreibungstabellen) und nach der linearen Methode. Die geringwertigen Wirtschaftsgüter mit Anschaffungskosten bis zu EUR 800,00 werden im Zugangsjahr voll abgeschrieben. Forderungen, sonstige Vermögensgegenstände und flüssige Mittel sind zum Nennwert angesetzt und haben ausschließlich Restlaufzeiten bis zu einem Jahr. Die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten betreffen Ausgaben vor dem Bilanzstichtag, die Aufwand für eine bestimmte Zeit des Folgejahres darstellen. Die Auflösung der Posten erfolgt linear entsprechend der jeweiligen Vertragslaufzeit. Die Steuerrückstellungen und die sonstigen Rückstellungen sind mit dem Erfüllungsbetrag nach dem notwendigen Maß vernünftiger kaufmännischer Beurteilung angesetzt. Sie berücksichtigen alle bis zum Zeitpunkt der Aufstellung des Jahresabschlusses erkannten Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten. Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag angesetzt. Restlaufzeiten sind dem Verbindlichkeitenspiegel zu entnehmen. Die passiven Rechnungsabgrenzungsposten betreffen Einnahmen vor dem Bilanzstichtag, die Ertrag für eine bestimmte Zeit des Folgejahres darstellen. Die Auflösung der Posten erfolgt linear entsprechend der jeweiligen Vertragslaufzeit. C. Erläuterungen zur Bilanz Anlagevermögen Die Entwicklung des Anlagevermögens in der Bilanz zum 31. Dezember 2022 ist aus dem Anlagenspiegel (Anlage zum Anhang) zu entnehmen. Forderungen gegen verbundene Unternehmen Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen i. H. v TEUR 29.480 (i. Vj. TEUR 20.694) betreffen insbesondere die Forderungen gegen die Gesellschafterin aus dem Cash-Pooling i. H. v. TEUR 29.228 (i. Vj. TEUR 20.694), Forderungen aus Verrechnungskonten gegenüber Bike Mobility Services Group B.V. i. H. v. TEUR 13 (i. Vj. TEUR 0) sowie Bike Mobility Services Sweden AB i. H. v. TEUR 238 (i. Vj. TEUR 0), die aus Lieferungen und Leistungen resultieren. Aktiver Rechnungsabgrenzungsposten Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten i. H. v. TEUR 28.789 (i. Vj. TEUR 98) enthält im Wesentlichen geleistete Vorauszahlungen der über die Gesamtlaufzeit des jeweiligen Leasingvertrags geschuldeten Versicherungsprämie. Die Abgrenzung stellt eine geänderte Methodik zu der in den Vorjahren angewandten Bilanzierung dar und spiegelt sich im Posten Materialaufwand der Gewinn- und Verlustrechnung wider. Sonstige Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen i. H. v. TEUR 12.938 (i. Vj. TEUR 200) wurden insbesondere für Verpflichtungen aufgrund von Rücknahmeversprechen bei vorzeitigen Vertragsbeendigungen, für erwartete Verluste am Leasingende regulär auslaufender Verträge, für noch zu erbringende Serviceleistungen sowie die Rückforderung von Provisionen im Insolvenzfall gebildet. Diese Rückstellungen wurden erstmals gebildet und stellen eine geänderte Methodik zu der in den Vorjahren angewandten Bilanzierung dar. Verbindlichkeiten
Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen umfassen im Wesentlichen solche gegenüber der Gesellschafterin in Höhe von TEUR 9.563 (i. Vj. TEUR 19.621). Diese betreffen eine Verbindlichkeit aus der Net Corporate Fee i. H. v. TEUR 861 (i. Vj. TEUR 0), welche für das Vorjahr erst im Berichtsjahr in Rechnung gestellt wurde, sowie das Ergebnis des Berichtsjahres i. H. v. TEUR 8.702 (i. Vj. TEUR 19.621) aufgrund des bestehenden Gewinnabführungsvertrages. Passiver Rechnungsabgrenzungsposten Der passive Rechnungsabgrenzungsposten i. H. v. TEUR 38.864 (i. Vj. TEUR 0) enthält erhaltene Vorauszahlungen für das Produkt Versicherung über die Gesamtlaufzeit des jeweiligen Leasingvertrags geschuldeten Prämie. Die Abgrenzung stellt eine geänderte Methodik zu der in den Vorjahren angewandten Bilanzierung dar und spiegelt sich im Posten Umsatzerlöse der Gewinn- und Verlustrechnung wider. D. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung Umsatzerlöse Die um die Korrekturen bereinigten Umsatzerlöse des Berichtsjahres betragen TEUR 79.330 (i. Vj. TEUR 68.370) und umfassen die Bereiche Leasing (TEUR 35.171), Servicedienstleistungen (TEUR 25.905), den Weiterverkauf der erworbenen Leasingräder nach Vertragsende (TEUR 18.190) sowie übrige Umsätze von TEUR 64. Die Umsatzerlöse wurden ausschließlich in Deutschland realisiert. Aufgrund der im Abschnitt B beschriebenen geänderten Bilanzierungsmethoden ergibt sich ein periodenfremder Korrekturbetrag für Vorjahre von TEUR -33.010 und ein dadurch niedrigerer Umsatzausweis in der Gewinn- und Verlustrechnung von TEUR 46.321. Die Korrektur umfasst im Wesentlichen die Verteilung von Vorauszahlungen für die Nebenprodukte Service (für Verträge bis 30. Juni 2020) und Versicherungen auf die jeweilige Vertragslaufzeit von 36 Monaten. Materialaufwand Der um die Korrekturen bereinigte Materialaufwand von insgesamt TEUR 42.682 (i. Vj. TEUR 40.944) umfasst Aufwendungen für bezogene Leistungen und betrifft im Wesentlichen den Erwerb der Leasingräder nach Vertragsende, die Pauschalversteuerung gemäß § 37b EStG am Vertragsende, Aufwendungen für Servicedienstleistungen und gezahlte Versicherungsprämien. Zudem sind Beträge zur Bildung von Rückstellungen für vorzeitige Vertragsbeendigungen enthalten. Aufgrund der im Abschnitt B beschriebenen geänderten Bilanzierungsmethoden ergibt sich eine periodenfremde Korrektur von TEUR -17.932 und ein ausgewiesener Materialaufwand von TEUR 24.750. Ursächlich sind die Verteilung von bereits geleisteten Prämienzahlungen für das Nebenprodukt Versicherung über die Vertragslaufzeit, die Bildung von Rückstellungen für erwartete Verluste aus regulär und vorzeitig beendeten Verträgen und die Bildung von Rückstellungen für zukünftig zu erbringende Serviceleistungen, für die die Prämien bereits vereinnahmt wurden. Personalaufwand Der Personalaufwand betrug im Berichtsjahr TEUR 4.725 (i. Vj. TEUR 3.458) und hat sich gegenüber dem Vorjahr um 37 % erhöht. Ursächlich ist die planmäßige Gewinnung neuer Mitarbeiter und die damit einhergehende Steigerung der Mitarbeiterzahl auf insgesamt 79 Mitarbeiter am Stichtag des Abschlussjahres. Abschreibungen Die Abschreibungen i. H. v. TEUR 477 (i. Vj. TEUR 667) umfassen Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens i. H. v. TEUR 398 und Abschreibungen auf Sachanlagen des Anlagevermögens i. H. v. TEUR 79. Details sind dem Anlagenspiegel zu entnehmen. Sonstige betriebliche Aufwendungen Die bereinigten sonstigen betrieblichen Aufwendungen i. H. v. TEUR 8.059 (i. Vj. TEUR 3.753) umfassen im Wesentlichen Aufwendungen für Marketing, die Net Corporate Fee, Kosten für IT sowie bezogene Leistungen im Bereich Audit/Tax/Legal und Consulting. Der Anstieg gegenüber dem Vorjahr resultiert aus den geplanten und im Berichtsjahr umgesetzten Investitionen in Marketing und IT sowie der Net Corporate Fee. Aufgrund geänderter Bilanzierungsmethoden ergibt sich eine Korrektur von TEUR -330 und ein ausgewiesener sonstiger betrieblicher Aufwand von TEUR 7.729. Zinsen und ähnliche Erträge Zinsen und ähnliche Erträge i. H. v. TEUR 62 umfassen die Verzinsung des Cash-Pool-Bestands. Diese Position bestand im Vorjahr nicht. E. Sonstigen Angaben Arbeitnehmer Die durchschnittliche Zahl der Arbeitnehmer gemäß § 267 Abs. 5 HGB beträgt im Berichtsjahr 70. Es handelt sich um Angestellte, darunter 36 weibliche und 34 männliche Angestellte. Am Abschlussstichtag des abgelaufenen Geschäftsjahres waren 79 Personen beschäftigt, darunter elf Teilzeitkräfte. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen, die nicht in der Bilanz ausgewiesen werden und auch nicht nach § 251 HGB anzugeben sind, resultieren aus Miet- und Leasingverpflichtungen. Die Gesamtverpflichtungen belaufen sich auf TEUR 229 mit einer Gesamtlaufzeit bis längstens 2025 und betreffen ausschließlich Verpflichtungen aus dem Außenverhältnis. Abschlussprüferhonorar Das vom Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr berechnete Gesamthonorar nach § 285 Nr. 17 HGB beträgt TEUR 47 und entfällt ausschließlich auf Abschlussprüfungsleistungen. Nachtragsbericht Ereignisse nach dem Bilanzstichtag, die einen wesentlichen Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage haben könnten, haben sich nicht ereignet. Geschäftsführung Während des abgelaufenen Geschäftsjahrs wurden die Geschäfte des Unternehmens durch folgende Personen geführt:
Da lediglich ein Geschäftsführer Organbezüge von der Gesellschaft bezogen hat, wird gemäß § 286 Abs. 4 HGB auf die Berichterstattung der Organbezüge verzichtet. Konzernverhältnisse Die Gesellschaft wird in den Konzernabschluss der Pon Holdings B.V., Amsterdam/Niederlande, als Mutterunternehmen mit dem kleinsten und größten Konsolidierungskreis einbezogen. Der Konzernabschluss wird bei der Kamer van Koophandel in den Niederlanden offengelegt.
Neustadt an der Aisch, den 21. November 2023 gez. Rolf Höring, Geschäftsführer gez. Ward Matser, Geschäftsführer gez. Elmer Slag, Geschäftsführer Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2022
Lagebericht 2022A. Grundlagen des Unternehmens Die BusinessBike GmbH (bis 28. Februar 2022 REGONOVA GmbH) ist eine 100%ige Tochter der Pon Holding Germany GmbH, Emstek (bis 18. Juli 2022 Cloppenburg). Die BusinessBike GmbH (kurz "BusinessBike") bietet unter der Marke BusinessBike seit 2014 eine vollumfängliche Umsetzung und Abwicklung des Dienstradleasings bei Arbeitgebern und Selbstständigen an. Die Grundidee hinter dem BusinessBike-Konzept ist, dass Arbeitgeber Dienstfahrräder leasen und es ihren Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen zur beruflichen und privaten Nutzung überlassen. Der Mitarbeiter oder die Mitarbeiterin kann das Dienstfahrrad dabei als Gehaltsumwandlung oder per Gehaltsplus beziehen mit unterschiedlichen steuerlichen Auswirkungen. Für jeden Vertragsabschluss zwischen Fahrradnutzer und Leasingunternehmen erhält BusinessBike eine Provision. Das BusinessBike-Konzept beinhaltet neben dem Leasing auch die Fahrradversicherung und Servicedienstleistungen. Kunden sind sämtliche inländische Firmen und Selbstständige, die das Fahrradleasing ihrer Belegschaft anbieten möchten bzw. selbst wahrnehmen möchten. Der Abschluss der BusinessBike GmbH wird in den niederländischen Konzernkreis der Pon Holdings B.V., Amsterdam, Niederlande, einbezogen. B. Wirtschaftsbericht Gesamtwirtschaftliche, branchenbezogene Rahmenbedingungen Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) war im Jahr 2022 nach ersten Berechnungen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) um 1,8 % höher als im Vorjahr. Die deutsche Wirtschaft konnte sich nach der Coronakrise weiter erholen und trotz anhaltender Inflation, Russland-Ukraine-Krieg, Lieferkettenengpässen und Energiekrise weiter wachsen. Der Fahrrad- und E-Bike-Markt zeigt für das vergangene Jahr ein stabiles Hoch. Nach Angaben des Zweirad-Industrie-Verbandes (ZIV) lag die Gesamtstückzahl verkaufter Räder 2022 bei 4,6 Millionen. Dies bedeutet einen leichten Rückgang um 0,1 Millionen Stück im Vergleich zu 2021 und ein Plus von 0,3 Millionen Einheiten in Bezug auf das Vor-Corona-Jahr 2019. Gleichbleibend positiv ist die Entwicklung im E-Bike-Verkauf, der 2022 einen neuen Spitzenwert von 2,2 Mio. Stück und einem Wachstum von rund 10 % gegenüber Vorjahr erreichte. Auch der Bundesverband deutscher Leasingunternehmen ermittelte für 2022 einen starken Zuwachs im Leasingneugeschäft mit Fahrrädern und E-Rollern. Dieses wuchs um 47 % und zeigte eine stark überdurchschnittliche Entwicklung im Gesamtleasingmarkt Deutschland. Geschäftsverlauf Die Nachfrage nach BusinessBike-Lösungen hat sich auch in 2022 weiterhin positiv entwickelt. Auch für BusinessBike bedeutete dies ein deutliches Wachstum bei den Umsatzerlösen und beim Ergebnis, welche bereinigt um die Korrekturen der Vorjahresergebnisse aufgrund geänderter Bilanzierungsmethodik um 16 % bzw. 21 % gesteigert werden konnten. C. Lage des Unternehmens Vorbemerkung Ab dem Berichtsjahr 2022 orientiert sich die Gesellschaft an der Bilanzierungsmethodik des Konzerns. Diese sieht insbesondere die Verteilung von erhaltenen und geleisteten Vorauszahlungen für das Nebenprodukt Versicherung, die Berücksichtigung von Rückstellungen für erwartete Verluste aus regulär und vorzeitig beendeten Verträgen sowie noch zu erbringende Serviceleistungen vor. Diese Anpassungen führen zu einer Korrektur des Jahresergebnisses 2022 i. H. v. TEUR -14.932, wovon insbesondere die Umsatzerlöse mit TEUR -33.010 und der Materialaufwand mit TEUR -17.932 betroffen sind. Bilanzseitig führen diese Korrekturen am Bilanzstichtag vor allem zu zusätzlichen aktiven Rechnungsabgrenzungsposten von TEUR 28.682, passiven Rechnungsabgrenzungsposten von TEUR 38.864 sowie zusätzlichen Rückstellungen von TEUR 11.575. Die Auswirkungen auf die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage sind im Lagebericht entsprechend erläutert. Ertragslage Die Umsatzerlöse der Gesellschaft sind im abgelaufenen Geschäftsjahr um 16 % (i. Vj. 29 %) auf EUR 79,3 Mio (i. Vj. EUR 68,4 Mio) gestiegen, was einer Steigerung von EUR 10,9 Mio entspricht. Der erwartete Anstieg konnte somit erreicht werden. Alle Umsatzbereiche des Unternehmens konnten zu diesem positiven Ergebnis beitragen. Die Erträge beinhalten die Bereiche Leasing, Serviceleistungen und den Weiterverkauf der erworbenen Leasingräder nach Vertragsende. Aufgrund einer geänderten Bilanzierungsmethodik, welche die Verteilung erhaltener Prämienvorauszahlungen des Nebenprodukts Versicherung und erhaltener Vorauszahlungen für das Nebenprodukt Service für Verträge bis 30. Juni 2020 über die Gesamtvertragslaufzeit berücksichtigt, ergibt sich ein Umsatzausweis von EUR 46,3 Mio. Die Summe der bereinigten Aufwandspositionen betrug im Berichtsjahr EUR 55,8 Mio (i. Vj. EUR 48,8 Mio). Der darin enthaltene Materialaufwand i. H. v. EUR 42,7 Mio (i. Vj. EUR 40,9 Mio), die Personalaufwendungen i. H. v. EUR 4,5 Mio (i. Vj. EUR 3,5 Mio) und der Saldo aus sonstigen betrieblichen Aufwendungen und Erträgen i. H. v. EUR 7,7 Mio (i. Vj. EUR 3,6 Mio) sind mit 4 %, 31 % bzw. 115 % ausgehend von einer geringeren Vergleichsbasis insgesamt mit EUR 6,9 Mio weniger stark gestiegen als die Umsatzerlöse. Wesentliche Einflussfaktoren waren weiterer Personalaufbau sowie Investitionen in Marketing und IT. Aufgrund geänderter Bilanzierungsmethodik, welche die Verteilung geleisteter Vorauszahlungen für das Produkt Versicherung, die Berücksichtigung von Rückstellungen und weitere Kostenabgrenzungen betreffen, ergibt sich ein Aufwandsausweis von EUR 37,7 Mio. Aufgrund des bestehenden Ergebnisabführungsvertrags ist das Jahresergebnis in voller Höhe an die Muttergesellschaft abzuführen. Das um die Korrekturen bereinigte Jahresergebnis hat sich um 21 % auf EUR 23,6 Mio erhöht. Aufgrund der oben genannten und im Anhang erläuterten Änderungen der Bilanzierungsmethodik ergibt sich ein Jahresergebnis von EUR 8,7 Mio, welches in voller Höhe an die Gesellschafterin abzuführen ist. Finanzlage Die Gesellschaft hatte weder im Geschäftsjahr noch im Vorjahr Verbindlichkeiten gegenüber Banken. Die Finanzierung erfolgte aus den Einnahmen der laufenden Geschäftstätigkeit. Die Gesellschaft ist zudem dem "Cash Pool" der Pon Holding Germany GmbH angeschlossen. Es werden keine weitere Kreditlinien bei fremden Kreditinstituten geführt. Die Gesellschaft war jederzeit in der Lage ihre Zahlungsverpflichtungen zu erfüllen. Vermögenslage Das Anlagevermögen hat sich um EUR 0,3 Mio erhöht. Dies ist insbesondere auf Investitionen in immaterielle Vermögensgegenstände zurückzuführen. Weiterhin stehen Zugängen von immateriellen Vermögensgegenständen und Sachanlagen in Höhe von EUR 0,8 Mio Abschreibungen von EUR 0,5 Mio gegenüber. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen i. H. v. EUR 6,7 Mio (i. Vj. EUR 3,8 Mio) betreffen im Wesentlichen in Rechnung zu stellende Umsätze für den erwarteten Jahresbonus und Gutschriften von der kooperierenden Leasingbank. Diese Posten waren im Vorjahr nicht berücksichtigt. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen betreffen insbesondere den Zugang zum Cash-Pool des Konzerns i. H. v. EUR 29,2 Mio (i. Vj. EUR 20,7 Mio). Aufgrund der positiven Geschäftsentwicklung konnte der Cash-Bestand im Berichtsjahr weiter erhöht werden. Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten i. H. v. EUR 28,8 Mio (i. Vj. EUR 0,1 Mio) enthält im Wesentlichen geleistete Vorauszahlungen für das Produkt Versicherung an die kooperierende Versicherungsgesellschaft. Die Abgrenzung über die Vertragslaufzeit stellt eine geänderte Methodik zu der in den Vorjahren angewandten Bilanzierung dar. Das Eigenkapital der Gesellschaft wird aufgrund des bestehenden Ergebnisabführungsvertrags unverändert gegenüber dem Vorjahr mit EUR 2,9 Mio ausgewiesen. Die sonstigen Rückstellungen i. H. v. EUR 12,9 Mio (i. Vj. EUR 0,2 Mio) wurden insbesondere für Verpflichtungen aufgrund Rücknahmeversprechen bei vorzeitigen Vertragsbeendigungen, für erwartete Verluste am Leasingende regulär auslaufender Verträge, für noch zu erbringende Serviceleistungen sowie für die Rückforderung von Provisionen im Insolvenzfall gebildet. Im Vorjahr fanden diese Sachverhalte keine Berücksichtigung. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen insbesondere die Net Corporate Fee sowie die Ergebnisabführung. Der passive Rechnungsabgrenzungsposten wurde im Berichtsjahr neu gebildet und enthält von der Leasinggesellschaft erhaltene Vorauszahlungen für das Produkt Versicherung der über die Gesamtlaufzeit des jeweiligen Leasingvertrags geschuldeten Prämie. Die Abgrenzung über die jeweilige Laufzeit stellt eine geänderte Methodik zu der in den Vorjahren angewandten Bilanzierung dar. Finanzielle und nicht-finanzielle Leistungsindikatoren Unsere finanziellen Leistungsindikatoren Umsatzerlöse und EBIT betragen vor Korrekturen EUR 79,3 Mio (i. Vj. EUR 68,4 Mio) bzw. EUR 23,6 Mio (i. Vj. EUR 19,6 Mio) und entsprechen damit den Erwartungen eines deutlichen Anstiegs. Aufgrund der oben beschriebenen geänderten Bilanzierungsmethoden ergibt sich ein Umsatzausweis von EUR 46,3 Mio und ein EBIT von EUR 8,7 Mio. Im abgelaufenen Geschäftsjahr 2022 hat sich die Zahl unserer Mitarbeiter planmäßig weiter erhöht. Beschäftigt waren am Berichtsstichtag des abgelaufenen Geschäftsjahres 79 Personen, darunter elf Teilzeitkräfte. D. Chancen-, Risiko- und Prognosebericht Die wesentlichen Risiken der Gesellschaft werden regelmäßig durch eine Risikoeinschätzung überprüft, im Hinblick auf den Einfluss auf den Geschäftsbetrieb bewertet sowie geeignete Maßnahmen zum Risikomanagement festgelegt und weiterentwickelt. Insbesondere überwachen wir die in diesem Abschnitt dargestellten Risiken, Chancen- und Risikobericht. a. Gesamtwirtschaftliche und rechtliche Risiken Durch das umweltfreundliche Geschäftsmodell sieht die Geschäftsführung gute Chancen für eine anhaltende positive Weiterentwicklung. Vor dem Hintergrund der steigenden Bedeutung des Umweltschutzes wird vonseiten des Gesetzgebers keine nachteilige Veränderung der rechtlichen und steuerlichen Rahmenbedingungen erwartet bzw. sind diese bis 2030 rechtlich festgelegt. b. Wettbewerbsrisiken Grundsätzlich bestehen keine Markteintrittsbarrieren, sodass die Zunahme potenzieller Anbieter in einem wachsenden Markt nicht ausgeschlossen werden kann. Die Gesellschaft sieht sich allerdings aufgrund ihrer guten Marktposition und Partnerschaft mit den Fachhändlern gut gerüstet, auch zukünftig zumindest ihre Marktanteile halten oder ausbauen zu können. Das Risiko wird als mittelhoch eingeschätzt. c. Finanzwirtschaftliche Risiken Am Ende der vereinbarten Leasinglaufzeit bzw. auch während der Laufzeit bei vorzeitigen Vertragsbeendigungen ergibt sich grundsätzlich ein Abnahme- bzw. Rücknahmerisiko für die betroffenen Fahrräder und somit ein Liquiditätsabflussrisiko. Die Gesellschaft kann den Mitarbeitern jedoch eine interessante Kaufoption bzw. Leasingnehmer-/Nutzerwechsel anbieten, sodass diese in der Regel häufig diese Option wahrnehmen. Für die Restbestände bestehen vertragliche Vereinbarungen mit Vermarktungspartnern, sodass das Abnahmerisiko als gering eingestuft wird. Durch die Bildung von Rückstellungen für vorzeitige Vertragsbeendigungen werden mögliche sich zukünftig daraus ergebende Liquiditätsabflussrisiken antizipiert. Das Risiko aus vorzeitigen Vertragsbeendigungen wird grundsätzlich als mittelhoch eingeschätzt. Der Einfluss aktuell hoher Inflationsraten kann kostenseitig aufgrund einer moderaten Kostenquote des Unternehmens als gering eingeschätzt werden. Auch in einem steigenden Zinsumfeld kann sich BusinessBike aufgrund der im Wettbewerbsvergleich konkurrenzfähigen Konditionen weiter behaupten und ein attraktives Produkt anbieten. Das Risiko wird als gering eingeschätzt. Chancen und Prognosebericht Die Geschäftsführung geht davon aus, dass der Markt für Fahrradleasing weiterhin nicht ausgeschöpft ist. So verdeutlicht eine von Deloitte durchgeführte Konsumentenbefragung (09/2022), dass noch ungenutztes Potenzial bei der Verfügbarkeit von Fahrradleasingangeboten in Unternehmen besteht. Mit 60 % schätzt mehr als die Hälfte der Befragten die Bike-Leasing-Möglichkeit als attraktiv ein. Trotz dieser sehr positiven Wahrnehmung des Angebots gaben lediglich 21 % der Befragten an, von der Möglichkeit des Firmenrad-Leasings innerhalb ihrer Unternehmen zu wissen. Basierend auf dem stetigen Wachstum von an BusinessBike angeschlossenen Unternehmen und deren Belegschaften kann daher auch für 2023 von einem deutlichen Umsatz- und EBIT-Wachstum ausgegangen werden. Um der Nachfrage aufgrund der steigenden Anzahl an vermieteten Fahrrädern gerecht zu werden, gehen wir davon aus, dass wir unseren Personalstamm erweitern werden. Ein Teil des Personalzuwachses wird auf den Kundenservice entfallen, um sicherzustellen, dass wir unseren Kunden einen qualitativ hochwertigen Service bieten. Chancen sieht die Geschäftsführung in der positiven Entwicklung des Zweirad- insbesondere des E-Bike-Marktes. Trends wie Gesundheit, Freizeitwert und Umweltbewusstsein beeinflussen die Nachfrage nach unserer Dienstleistung positiv. Die Attraktivität des Fahrradleasings durch die monatliche Zahlweise und dem Vorteil gegenüber dem Privatkauf wird bei weiter steigendem Durchschnittspreis der verkauften Fahrräder weiterhin zunehmen. Die diesbezüglichen Chancen werden als hoch eingeschätzt. Darüber hinaus hat sich die Gesellschaft sehr gut im Markt positioniert und ist ein zuverlässiger Partner für Kunden und Lieferanten. BusinessBike arbeitet weiterhin stetig an der Verbesserung und Digitalisierung der Prozesse und investiert durch weiteren Personalaufbau und Marketingmaßnahmen in seine Zukunft. Gesamtaussage Die Geschäftsführung blickt auf ein erfolgreiches Jahr 2022 zurück. Es konnte ein substanzielles Wachstum erzielt werden, sodass die Geschäftsführung den Geschäftsverlauf und die zukünftige Entwicklung des Unternehmens als weiterhin positiv einschätzt. Das umweltfreundliche Geschäftsmodell bietet solide Wachstumschancen, und es wird erwartet, dass sich die rechtlichen und steuerlichen Rahmenbedingungen stabil halten. Obwohl es potenzielle Wettbewerbsrisiken gibt, ist das Unternehmen aufgrund seiner etablierten Marktposition und starken Partnerschaften gut aufgestellt, um Marktanteile zu sichern bzw. auszubauen. Finanziellen Risiken wird durch entsprechende Maßnahmen und vertragliche Vereinbarungen entgegengewirkt. Das Unternehmen schätzt den Einfluss von Inflation und steigenden Zinsen als begrenzt ein. Die Geschäftsführung erwartet für 2023 ein deutliches Wachstum von Umsatz und EBIT, gestützt auf dem anhaltenden Erfolg des Geschäftsmodells, kontinuierlichen Prozessverbesserungen und fortwährend zuverlässigen und gewinnbringenden Partnerschaften. Insgesamt wird der bisherige Geschäftsverlauf positiv bewertet, und die Grundausrichtung der Geschäftspolitik bleibt im Wesentlichen unverändert. E. Risikoberichterstattung über die Verwendung von Finanzinstrumenten Zu den im Unternehmen bestehenden Finanzinstrumenten zählen Forderungen, Verbindlichkeiten und Cash-Pool-Guthaben. Ziel des Finanz- und Risikomanagement ist die Absicherung gegen finanzielle Risiken jeder Art. Beim Management der Finanzdispositionen wird eine konservative Risikopolitik verfolgt. Währungskursrisiken sind nicht relevant, da die Gesellschaft lediglich in Deutschland operativ tätig ist. Liquiditätsrisiken sind aufgrund des hohen Cash-Pool-Bestandes nicht zu erkennen. Zudem erfolgt auf Ebene der Konzernmutter eine tägliche Überwachung der Liquiditätsentwicklung. Forderungsausfallrisiken werden durch ein Forderungsmanagement überwacht. Nennenswerte Forderungsausfälle waren in der Vergangenheit nicht zu verzeichnen.
Neustadt an der Aisch, den 21. November 2023 gez. Rolf Höring, Geschäftsführer gez. Ward Matser, Geschäftsführer gez. Elmar Slag, Geschäftsführer Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die BusinessBike GmbH, Neustadt an der Aisch Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der BusinessBike GmbH (vormals REGONOVA GmbH), Neustadt an der Aisch, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2022 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der BusinessBike GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Bremen, den 30. November 2023 KPMG
AG
Hoffmann, Wirtschaftsprüfer Moritz, Wirtschaftsprüferin |
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