Herstellung von Verpackungsmitteln aus Kunststoffen
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Historie
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Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Andre Cofano seit 8.7.2021 | Prokura |
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Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Dr. Weusthoff Holding GmbH & Co. KommanditgesellschaftKölnKonzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2021 bis zum 31.12.2021LageberichtI. Grundlagen des Unternehmens 1. Geschäftsmodell des Unternehmens Der Konzern Weusthoff-Gruppe setzt sich zusammen aus der Dr. Weusthoff Holding GmbH & Co. KG (im Folgenden: Holding) sowie den einzelnen Beteiligungsgesellschaften als operativen Einheiten, welche maßgeblich die wirtschaftliche Entwicklung des Konzerns bestimmen. Die Holding übt als Muttergesellschaft und Management-Holding bei den im Konzernabschluss vollkonsolidierten Beteiligungsunternehmen die einheitliche Leitung insbesondere auf den Gebieten der strategischen Unternehmensentwicklung, des Controllings sowie der Finanzierung aus. Die Unternehmen der Weusthoff-Gruppe sind hierbei in den folgenden Produkt-/Dienstleistungssektoren tätig: Strategische Geschäftsfelder: - Werkstoffhandel/Halbzeughandel Nicht-Eisen-Metalle (NE-Metalle) - Herstellung, Bearbeitung und Vertrieb von Produkten aus NE-Metall und Stahl Nicht strategische Geschäftsfelder / Finanzbeteiligungen: - Herstellung, Vertrieb, Handel keramischer Abgas- und Schornsteinsysteme Die Standorte befinden sich ausschließlich in Deutschland. 2. Steuerungssystem Die Steuerung der Weusthoff-Gruppe erfolgt durch regelmäßig stattfindende Planungsbesprechungen auf Geschäftsleitungsebene der Holding sowie zwischen der Geschäftsleitung der Holding und den Geschäftsleitungen der einzelnen Tochtergesellschaften. Im Mittelpunkt dieser Planungsbesprechungen stehen neben der Kontrolle und Analyse der Ergebnisentwicklung insbesondere die strategische Weiterentwicklung der jeweiligen operativen Einheit sowie die Diskussion von Szenarien und den sich daraus ableitenden Ergebniszielen. Unterstützt wird die Geschäftsleitung hierbei durch ein bei der Holding angesiedeltes Controlling, welches kontinuierlich die Geschäftsentwicklung der Tochtergesellschaften analysiert, so dass Fehlentwicklungen frühzeitig durch adäquate Maßnahmen entgegengewirkt werden kann. 3. Forschung und Entwicklung Die einzelnen Tochtergesellschaften steuern ihre Forschungs- und Entwicklungstätigkeiten eigenverantwortlich. Im Mittelpunkt ihrer Aktivitäten stehen hierbei die Weiterentwicklung des Produkt- und Dienstleistungsangebots sowie die Optimierung der zugrundeliegenden Produktionsprozesse. Aufgrund der hohen Bedeutung von Handels- und Dienstleistungstätigkeiten innerhalb der Weusthoff-Gruppe, für welche Forschungs- und Entwicklungstätigkeiten und die hieraus resultierenden Kosten von untergeordneter Bedeutung sind, werden keine gesonderten Aufzeichnungen über die Höhe dieser Aufwendungen geführt. II. Wirtschaftsbericht 1. Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingung und Branchenumfeld Das Geschäftsjahr 2021 war von der Überwindung des durch die Corona-Krise bewirkten historischen Einbruchs der Weltwirtschaft und einer Rückkehr der Weltwirtschaft auf den langfristigen Wachstumspfad geprägt. Insgesamt lag das Wachstum hierbei jedoch weiterhin unter den Erwartungen, was nicht zuletzt auf ausgeprägte Lieferkettenstörungen sowie Preissteigerungen zurückzuführen war. Insbesondere die erheblichen, sich stetig verschärfenden Friktionen in den weltweiten Lieferketten beeinflussten im zweiten Halbjahr 2021 zunehmend negativ auch nachgelagerte Fertigungsstufen und bewirkten einen Rückgang der weltweiten Industrieproduktion bei gleichzeitig hohem Auftragseingang bzw. Auftragsbestand. Angebotsseitige Engpässe und starke Preissteigerungen, die deutlich über die übliche zyklische Entwicklung hinausgingen, waren die Folge. Darüber hinaus belastete im vierten Quartal 2021 in vielen Weltregionen das sich wieder signifikant verstärkende Pandemie-Geschehen. Auch die deutsche Wirtschaft konnte sich im Jahr 2021 in vielen Bereichen von den Folgen der Corona-Pandemie erholen, wenngleich die Phase der Prosperität den vorherigen gesamtwirtschaftlichen Einbruch in Summe nicht vollständig kompensieren konnte. Nach einem erneuten pandemiebedingten Rückgang der Wirtschaftsleistung (bereinigtes BIP) im ersten Quartal um 1,5% konnte sich die Wirtschaft im Frühjahr (Q2: +1,9%) und Sommer (Q3: +0,8%) dann jedoch wieder auf breiter Basis erholen. Im vierten Quartal wurde die Erholung der deutschen Wirtschaft durch die vierte Corona-Welle und erneute Verschärfungen der Corona-Schutzmaßnahmen dann jedoch erneut gestoppt und das BIP schrumpfte um 0,3%. Im Hinblick auf das Gesamtjahr 2021 stieg das bereinigte Bruttoinlandsprodukt um 2,6%, womit die Wirtschaftsleistung mit einem Indexwert i.H.v. 106,2 auch nach fast zwei Jahren Corona-Krise weiterhin deutlich unter Vorkrisenniveau (Indexwert: 107,4) abschloss. Neben den gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen stellt für die Tochtergesellschaften im strategischen Segment "NE-Metall" insbesondere die Entwicklung des Maschinen- und Anlagenbaus, als einer besonders bedeutsamen und repräsentativen Abnehmerbranche, ein wesentliches Fundament des wirtschaftlichen Erfolges dar. Nachdem der deutsche Maschinen- und Anlagenbau im Jahr 2020 von einem dramatischen pandemiebedingten Abschwung geprägt war, welcher sich in einem Rückgang der Produktion um reale 12% (EU 27: -13%) und einem Einbruch des Auftragseingangs um 11% auf das niedrigste Niveau seit der Finanzkrise gekennzeichnet war, konnte sich der deutsche Maschinen- und Anlagenbau 2021 in weiten Teilen vom Corona-Absturz erholen, was sich u.a. in einem Anstieg des Auftragseingangs um 32% niedergeschlagen hat. Infolge der bereits aufgezeigten Lieferengpässe sowie des Fachkräftedefizits hat sich die Produktion hingegen um lediglich 7% erhöht, was zu einem stattlichen Auftragsüberhang ins Folgejahr 2022 führte. Neben der konjunkturinduzierten Absatzentwicklung stellt die Entwicklung der für uns relevanten Metallpreise eine zweite maßgebliche Erfolgsdeterminante dar. Nachdem das Vorjahr noch von einer stark volatilen, der Corona-Krise Rechnung tragenden Preisentwicklung gekennzeichnet war, zeichnete sich 2021 durch eine außerordentlich dynamische Aufwärtsbewegung der Metallpreise aus, welche das Niveau des von uns erhobenen statistischen Warenkorbs (API) zum Jahresende um rund 44% über den Wert des Vorjahres hob und das höchste bis dato ermittelte Level seit Erhebungsbeginn der Kennzahl im Jahre 2004 darstellte. Insgesamt war das Jahr 2021 somit von einem sehr positiven preislichen Momentum geprägt, welches signifikant über unserer bereits optimistischen Planung lag. 2. Darstellung der Lage der Gesellschaft a) Umsatz- u. Ertragslage Aus Sicht der Unternehmensleitung und gespiegelt an unserer Planung und Markteinschätzung verlief das Berichtsjahr in unserem Kerngeschäfts-Segment "NE-Metall" überaus erfolgreich und unsere Planungen signifikant übertreffend. Weiterhin herausfordernd stellte sich hingegen erneut die Geschäftsentwicklung in unserem nicht strategischen Segment "Baustoffe" dar, welches - im Wesentlichen geprägt durch unsere Finanzbeteiligung an der TONA Tonwerke Schmitz GmbH (TONA) - wieder einen geringfügig negativen Ergebnisbeitrag zum Konzernergebnis beisteuerte. Insgesamt haben sich die Umsatzerlöse im Geschäftsjahr 2021 aufgrund stark gestiegener Absatzmengen in Verbindung mit einem außerordentlich dynamischen Marktpreisniveau im Segment "NE-Metall" gegenüber dem Vorjahr auf 128,4 Mio. € (Vj. 81,9 Mio. €) erhöht, was sich auch im Anstieg der Gesamtleistung auf 128,6 Mio. € (Vj. 81,9 Mio. €) niederschlug. Aufgrund des signifikant unterproportionalen Anstiegs des Materialeinsatzes für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe auf 82,9 Mio. € (Vj. 57,5 Mio. €) erhöhte sich der Rohertrag um sprunghafte 88,2% auf 45,7 Mio. € (Vj. 24,3 Mio. €). Die sonstigen betrieblichen Erträge verminderten sich auf 0,3 Mio. € (Vj. 0,5 Mio. €). Aufwandsseitig war die Berichtsperiode von einem um 23,3% steigenden Personalaufwand in Höhe von 16,3 Mio. € (Vj. 13,3 Mio. €) sowie eine Erhöhung des sonstigen betrieblichen Aufwands auf 9,8 Mio. € (Vj. 8,1 Mio. €) geprägt, welcher in hohem Maße Ausfluss des deutlich gestiegenen Absatzniveaus sowie der damit einhergehenden absatzdeterminierten Kostenkategorien (insb. Fracht, Verpackung, Betriebsmittel) war. Auf Basis unseres mehrjährigen Effizienzprogramms im Segment "NE-Metall" konnten hingegen trotz der Ausweitung des Geschäftsvolumens in einer Vielzahl von Kostenkategorien relative wie absolute Einsparungen generiert werden. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen lagen in der Berichtsperiode mit 1,8 Mio. € (Vj. 2,0 Mio. €) nur leicht unter Vorjahresniveau. Zusammenwirkend erhöhte sich das EBIT um sprunghafte 16,7 Mio. € auf den historischen Rekordwert von 18,0 Mio. € (Vj. 1,3 Mio. €), was im Wesentlichen das Ergebnis der außerordentlich positiven Geschäftsentwicklung im strategischen Segment "NE-Metall" darstellt. Das Finanzergebnis verbesserte sich infolge gesunkener Zinsaufwendungen auf nunmehr -0,8 Mio. € (Vj. -1,0 Mio. €). Durch das Zusammenwirken des sprunghaft gestiegenen operativen Ergebnisses mit einem Finanzergebnis über Vorjahresniveau, hat sich das EBT (Ergebnis vor Ertragsteuern) auf 17,2 Mio. € (Vj. 0,3 Mio. €) deutlich verbessert. b) Finanzlage Unsere Ausführungen zur Finanzlage beziehen sich ausschließlich auf unsere strategischen (vollkonsolidierten) Tochtergesellschaften bei welchen wir einen beherrschenden Einfluss entsprechend des § 290 Abs. 2 HGB ausüben. Die Finanzlage der Weusthoff-Gruppe ist von hoher Stabilität gekennzeichnet. Unser Finanz- und Liquiditätsmanagement ist darauf ausgelegt Verbindlichkeiten stets innerhalb der Zahlungsfristen zu begleichen und Forderungen innerhalb der Zahlungsziele zu vereinnahmen. Die Liquiditätssicherung hat hierbei eine herausragende Bedeutung, da sie Voraussetzung dafür ist, dass die Gruppen-Gesellschaften jederzeit ihren Zahlungsverpflichtungen nachkommen können. Die Finanzierungsstruktur der Weusthoff-Gruppe beruht unter Risiko-, Kosten- und Liquiditätsgesichtspunkten auf unterschiedlichen Bausteinen in Form verschiedener Finanzierungsinstrumente, welche zusammenwirkend dem Konzern ein hohes Maß an finanzieller Solidität und Robustheit verleihen und Klumpenrisiken verhindern. Basis und Fundament der Finanzierungsstruktur stellt hierbei neben der Innenfinanzierung durch die Erwirtschaftung eines positiven Cashflows aus der laufenden Geschäftstätigkeit, eine komfortable Eigenkapitalausstattung dar, welche Ergebnis der langjährigen und auf Nachhaltigkeit ausgerichteten Thesaurierungspolitik der Gesellschafter ist. Hierauf aufbauend diversifiziert der Konzern die Langfristfinanzierung in eine kreditinstitutsbasierte Säule in Form von Bankdarlehen und zweckgebundenen Asset-Finanzierungen sowie eine bankunabhängige Finanzierung über Darlehen von Privatinvestoren in Gestalt des sog. "Friends & Family"-Programms, welches hohe Anforderungen an die Auswahl und Aufnahme von Darlehensgebern stellt. Im Hinblick auf die Kurzfristfinanzierung des Netto-Umlaufvermögens nutzen wir eine Kombination aus zinslosen Lieferantenkrediten und Betriebsmittelkreditlinien unserer Hausbanken. Die Gruppe verfügt über feste Kreditlinien in ausreichender Höhe bei unterschiedlichen deutschen Kreditinstituten, mit denen langjährige partnerschaftliche Beziehungen bestehen. Der wesentliche Anteil dieser Betriebsmittelkreditlinien kann hierbei alternativ auch für Akkreditive oder Fremdwährungen genutzt werden, was eine unverzichtbare Voraussetzung für den weltweiten Einkauf darstellt, dessen Bedeutung in den vergangenen Jahren stetig zugenommen hat. Außerbilanzielle Finanzierungsinstrumente wie Finanzierungsleasingverträge wurden in der Berichtsperiode nur in einem geringen Maße genutzt. Ein weiteres bedeutsames Ziel des Finanz- und Liquiditätsmanagements ist die Optimierung des Nettoumlaufvermögens (Working Capital). Hierdurch sollen liquide Mittel freigesetzt werden, um Verschuldung und Zinsaufwand gering zu halten und die Kapitalrentabilität zu verbessern. Hinsichtlich der Finanzverbindlichkeiten ist zum Bilanzstichtag die Position der zinstragenden Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten von einem spürbaren Rückgang auf 4,6 Mio. € (Vj. 8,1 Mio. €) gekennzeichnet, dessen Ursache in der konsequenten Rückführung von Finanzverbindlichkeiten aus operativen Cashflows lag. Die unter finanzwirtschaftlichen Gesichtspunkten besonders günstigen Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen betrugen zum Stichtag 6,9 Mio. € (Vj. 3,5 Mio. €). Die Kapitalflussrechnung nach DRS 21 verdeutlicht die Entwicklung der Finanzlage in der Berichtsperiode. Hierbei wurde ein deutlich höherer Cashflow aus lfd. Geschäftstätigkeit in Höhe von 9,1 Mio. € (Vj. 4,0 Mio. €) erwirtschaftet. Ausgehend von einem sprunghaft gestiegenen Jahresergebnis bewirkte die durch den Anstieg von Vorratsvermögen und Forderungen bedingte Entwicklung des Nettoumlaufvermögens (Working Capital) eine teilweise Bindung der generierten Liquidität, wenngleich der Gesamteffekt weiterhin klar positiv war. Zugleich hat sich der negative Cashflow aus Investitionstätigkeit ggü. dem Vorjahr auf -2,0 Mio. € (Vj. -0,4 Mio. €) deutlich erhöht und lag - nach rezessionsbedingter Investitionszurückhaltung im Vorjahr - wieder auf Niveau des quantifizierten Werteverzehrs (AfA). Das Berichtsjahr war neben einer Vielzahl kleinerer Ersatz- und Erweiterungsinvestitionen in den unterschiedlichen Beteiligungsgesellschaften insbesondere durch Auszahlungen für immaterielle Vermögensgegenstände im Rahmen einer konzernweiten ERP-Migration/-Vereinheitlichung sowie umfangreichen Investitionen in Fertigungsanlagen im Segment "NE-Metall" geprägt. Der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit lag bei -2,3 Mio. € (Vj. -1,9 Mio. €) und resultierte im Wesentlichen aus der bereits erwähnten Rückführung langfristiger wie kurzfristiger Finanzverbindlichkeiten (Tilgungen) bei gleichzeitiger Mittelaufnahme (Kreditinstitute/Privatinvestoren) in weitaus geringerem Umfang. Zinszahlungen reduzierten sich infolge der niedrigeren kreditseitigen Inanspruchnahme sowie optimierter Konditionen im Hinblick auf neue Finanzierungsgeschäfte. Zudem war das Berichtsjahr von Dividendenzahlungen an Konzernfremde (Minderheitsgesellschafter) beeinflusst, deren Umfang jedoch von geringer Bedeutung war. Zusammenwirkend haben die drei Wirkungsbereiche Geschäfts-, Investitions- und Finanzierungstätigkeit zu einer Verbesserung des Finanzmittelfonds auf 4,0 Mio. € (Vj. -0,8 Mio. €) geführt. Im Ergebnis besitzt die Weusthoff-Gruppe eine sehr solide finanzielle Basis, welche dem Konzern auch in Zukunft einen ausreichenden Handlungsspielraum bei der strategischen Unternehmensentwicklung gewährt. c) Vermögenslage Die Bilanzsumme der Weusthoff-Gruppe hat sich zum 31.12.2021 auf 61,2 Mio. € (Vj. 43,9 Mio. €) deutlich ausgeweitet, wobei sich die langfristigen Vermögenswerte auf 27,8 Mio. € (Vj. 24,1 Mio. €) und die kurzfristigen Vermögenswerte auf 33,4 Mio. € (Vj. 19,8 Mio. €) erhöht haben. Auf der Passivseite hat sich die Verlängerung der Bilanzsumme in einem ergebnisdeterminierten Anstieg des wirtschaftlichen Eigenkapitals sowie des kurzfristigen Fremdkapitals, bei weitgehend unverändertem langfristigem Fremdkapital niedergeschlagen. Hinsichtlich des Anlagevermögens war die Berichtsperiode neben einer Vielzahl kleinerer Ersatz- und Erweiterungsinvestitionen in den unterschiedlichen Beteiligungsgesellschaften insbesondere durch Auszahlungen für immaterielle Vermögensgegenstände im Rahmen einer konzernweiten ERP-Migration/-Vereinheitlichung sowie umfangreichen Investitionen in Fertigungsanlagen im Segment "NE-Metall" geprägt. Infolge eines Investitionsvolumens, welches leicht oberhalb der Höhe der AfA lag, erhöhte sich die Summe aus Sachanlagen und immateriellen Vermögensgenständen auf 18,9 Mio. € (Vj. 18,6 Mio. €). Die Finanzanlagen waren wie in der Vorperiode von untergeordneter Bedeutung und von gleichbleibender Höhe. Im Hinblick auf die Entwicklung der kurzfristigen Vermögenswerte waren die Forderungen ggü. Kunden mit 10,7 Mio. € (Vj. 5,9 Mio. €) umsatz- und preisniveaubedingt von einem merklichen Anstieg gekennzeichnet. Das Vorratsvermögen, welches im Verhältnis 2/3 zu 1/3 dem kurz- bzw. langfristigen Vermögen zugeordnet wird, lag mit 26,6 Mio. € zum Bilanzstichtag mengen- sowie preisniveaubedingt erheblich über dem Vorjahreswert i.H.v. 15,7 Mio. €. Beim Wertansatz des Umlaufvermögens wurde auf Basis des strengen Niederstwertprinzips allen erkennbaren Risiken durch Bewertungsabschläge Rechnung getragen. Auf der Passivseite ist die Eigenkapitalausstattung des Konzerns, als Ergebnis des Jahresüberschusses in Verbindung mit einem weitgehenden Verzicht der Gesellschafter der Holding auf Ausschüttungen bzw. Entnahmen, zum Bilanzstichtag 31.12.2021 proportional zum Ergebnis nach Steuern auf 27,3 Mio. € (Vj. 15,1 Mio. €) stark gestiegen. Durch die Mehrung des absoluten Eigenkapitals in Verbindung mit einer unterproportional erhöhten Bilanzsumme konnte die Konzern-Eigenkapitalquote zum Ende des Berichtsjahres auf 44,7 % (Vj. 34,5 %) signifikant gesteigert werden und weist eine sehr gute und überdurchschnittliche Höhe auf. Beim ausgewiesenen Fremdkapital, welches zum Bilanzstichtag auf 33,1 Mio. € (Vj. 28,0 Mio. €) anstieg, sind im Hinblick auf die Bilanzposition Rückstellungen insbesondere die Steuerrückstellungen sowie die sonstigen Rückstellungen von einem ergebnis- wie umsatzabhängigen Anstieg geprägt, wohingegen sich die Pensionsrückstellungen lediglich im Bereich der planmäßigen Zuführungen verändert haben. Hinsichtlich der Verbindlichkeiten, die sich auf 21,6 Mio. € (Vj. 23,2 Mio.€) verringerten, waren insbesondere die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sowie die unter den sonstigen Verbindlichkeiten erfassten Friends & Family-Darlehen von einem relevanten Rückgang gekennzeichnet, wohingegen die Verbindlichkeiten ggü. Lieferanten merklich angestiegen sind. 3. Finanzielle Leistungsindikatoren Bei den finanziellen Leistungsindikatoren liegt unser Fokus auf: - Umsatzentwicklung - Betriebsergebnis - Branchenentwicklung Wir ziehen für unsere interne Unternehmenssteuerung im Wesentlichen die Kennzahlen Rohertrags- und EBIT-Marge sowie das Netto-Umlaufvermögen heran. Die wichtigsten finanziellen Leistungsindikatoren sind in der nachfolgenden Übersicht dargestellt:
* Working Capital = Vorräte + Ford. aus Lieferungen und Leistungen ./. Verb. aus Lieferungen und Leistungen. 4. Mitarbeiter Die Zahl der Beschäftigten (Voll-/Teilzeitarbeitskräfte sowie Aushilfen) im Konzern betrug im Durchschnitt des Berichtsjahres 273 und verringerte sich somit gegenüber dem Durchschnittswert des Vorjahres i.H.v. 282. 5. Umwelt Zentraler Bestandteil der unternehmerischen und gesellschaftlichen Verantwortung der Weusthoff-Gruppe ist der verantwortungsvolle und auf Nachhaltigkeit ausgerichtete Umgang mit natürlichen Ressourcen. Dementsprechend sind alle Mitarbeiter des Konzerns dazu angehalten schonend mit Energie sowie Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen umzugehen. Ein besonderer Wert wird hierbei auf eine umweltgerechte Abfallentsorgung durch strikte Trennung sowie Rückführung von Produktionsabfällen in den Wertstoffkreislauf gelegt. Darüber hinaus haben sich alle wesentlichen Konzerngesellschaften dazu verpflichtet ein Energiemanagementsystem nach DIN EN ISO 50001:2018 zu implementieren um die Energieeffizienz stetig und nachhaltig zu steigern und Energieeinsparungen zu realisieren. Die spezifischen Regelungen werden aufgrund der unterschiedlichen unternehmensspezifischen Rahmenbedingungen eigenverantwortlich von den Geschäftsführern der Tochtergesellschaften entwickelt und überwacht. III. Prognosebericht In konjunktureller Hinsicht war der Jahresbeginn 2022 zunächst erneut von einem sich zuspitzenden Pandemiegeschehen und darauffolgend vom Beginn der Ukraine-Krise geprägt, was die erwartete wirtschaftliche Erholung nach zwei Pandemie-Jahren abrupt abbremste. Hinzu kamen verschärfte Lieferkettenprobleme infolge von Lockdowns in China. Trotz branchenübergreifender Materialengpässe, eines Mangels an Transportkapazitäten, geo- und handelspolitischer Verwerfungen und Restriktionen zeigte sich die deutsche Wirtschaft im Q1/2022 mit einem BIP-Wachstum i.H.v. 0,8% widerstandsfähig. Im Q2/2022 trübte sich dann jedoch infolge unsicherer Energieversorgung und drastisch steigender Energiepreise in Verbindung mit fortwährenden Supply-Chain-Problemen und Materialpreissteigerungen die Aussicht der deutschen Wirtschaft merklich ein, was nur ein marginales Wachstum des BIP i.H.v. 0,1% zur Folge hatte. Getragen von privaten Konsumausgaben konnte die deutsche Wirtschaft, entgegen der allgemeinen Erwartung, das Q3/2022 dann wieder mit einem moderaten Wachstum i.H.v. 0,4% abschließen. Jenseits der aggregierten Kennzahl hat sich die Konjunktur in Deutschland für die Industrie - als typische Abnehmerbranche der Weusthoff-Gruppe - jedoch weiterhin herausfordernd dargestellt. Auch wenn die Probleme entlang der Lieferkette zuletzt etwas nachgelassen haben, kann von einer Aufhellung der Rahmenbedingungen keine Rede sein. Steigende Zinsen, infolge einer sprunghaft gestiegenen Inflation, treiben die Finanzierungskosten der Unternehmen und bremsen die Investitionsbereitschaft. Der allgemeine Kostendruck dürfte auch in den kommenden Monaten weiter zunehmen, was insbesondere die Energiepreise sowie die Personalkostenentwicklung betrifft. Voraussichtlich wird die Konjunktur aufgrund hoher Unsicherheit auch in den kommenden Monaten spürbar belastet sein, worauf nicht zuletzt der bedeutsame ifo-Geschäftsklima-Index für die Erwartungen der Unternehmen in 10-2022 hindeutete, welcher sich auf einen Wert von 75,6 Pkt. (Stand 10-2021: 95,7 Pkt.) signifikant reduzierte. Im Ergebnis wird nach Einschätzung der Experten (ifo Konjunkturprognose Herbst 2022) für das Gesamtjahr nur noch ein Anstieg des BIP i.H.v. 1,6% erwartet, nachdem im Vorjahrsgutachten noch ein sprunghafter Anstieg des BIP i.H.v. 5,1% prognostiziert wurde a) NE-Metall-Sektor Über die aggregierte Kennzahl "reales BIP" hinaus, können die Umfeldbedingungen für die Branche des NE-Metallhandels besser durch die Fokussierung auf differenziertere Kennzahlen veranschaulicht werden. Hierbei wird deutlich, dass das für den Metallhandel so wichtige Segment der Ausrüstungsinvestitionen (z.B. Maschinen) im Q2/2022 um lediglich 1,1% über dem Wert des Vorjahresquartals lag, was die schwache Dynamik der Erholung in diesem für unsere im Segment "NE-Metall" subsummierten Gruppengesellschaften verdeutlicht. Unterstrichen wird diese Entwicklung noch von den Bestellungen im deutschen Maschinen- und Anlagenbau, als zentraler Abnehmerindustrie des Werkstoffhandels. So haben die deutschen Maschinenbauer (VDMA) in den Monaten August bis Oktoberdiesen Jahres 4% weniger Neuaufträge als im Vergleichszeitraum des Vorjahres verbuchen können, wobei insbesondere die Inlandsnachfrage mit -8% drastisch zurückging. Auf Basis dieses Zahlen hat der VDMA eine (reale) Produktionsprognose für 2023 i.H.v. -2,0% abgegeben. Die deutsche Elektroindustrie (ZVEI), als weitere bedeutsame Abnehmerbranche von NE-Metall-Halbzeugen, konnten hingegen in den ersten neun Monaten 2022 ein Plus bei den Auftragszugängen i.H.v. 11,7% verzeichnen. Vor dem Hintergrund dieser durchwachsenen Auftragslage in den für unsere Gruppengesellschaften besonders relevanten Abnehmerbranchen des Maschinen-, Werkzeug- und Formenbaus, in Verbindung mit einer zurückhaltenden Bevorratung auf Seiten unserer typischen Abnehmer bzw. dem Abbau von Lagerbeständen sehen sich unsere Gruppengesellschaften im Segment "NE-Metall" seit Mitte 2022 einer deutlich herausfordernderen absatzseitigen Gemengelage gegenüber. Auch für das erste Halbjahr 2023 gehen wir in unserer Planung derzeit nur von einer geringen wirtschaftlichen Dynamik, einer gleichbleibend verhaltenen Nachfrage nach NE-Metallen aus unseren typischen Abnehmerbranchen sowie einem spürbaren Preiswettbewerb aus. Im Hinblick auf die Preisentwicklung von NE-Metallhalbzeugen unterstellte unsere Planung für das laufende Geschäftsjahr eine Notierung für Aluminium um 2.500$/t sowie bei Kupfer um 8.000$/t. Hinsichtlich der in den Rohmetallpreisnotierungen enthaltenen Devisenkomponente haben wir für das laufende Jahr keine wesentlichen Einflüsse unterstellt, sondern vielmehr ein Schwanken der $/€-Notierung zwischen 1,10 und 1,20; womit unsere Planung hinsichtlich des Werttreibers $-Notierung deutlich weniger positiv war als sich die Ist-Entwicklung bisher dargestellt hat. b) Baustoff-Sektor Die übrigen konzernangehörigen Gesellschaften sind überwiegend baukonjunkturabhängig, wobei der Absatzschwerpunkt unserer Tochtergesellschaften (insb. TONA-Gruppe) Schornstein-Systeme für den inländischen Ein-/Zweifamilienhausbau darstellt. Aufgrund unterschiedlicher branchenspezifischer Problematiken profitieren diese Unternehmen kaum von der durch das Zinsumfeld verstärkten Belebung im Wohnungsbau und der investitionsstimulierenden Immobilienpreisentwicklung in Deutschland. In der Gesamtschau sind die Aussichten in dem für unsere Konzerngesellschaften relevanten Teilsegment - trotz der bis dato prosperierenden Baukonjunktur - absatzseitig nur verhalten positiv. Insbesondere die bis bisher schwankende, jedoch wenig dynamische Entwicklung der für die Gruppengesellschaften besonders bedeutsamen Baugenehmigungen im Teilsegment Ein-/Zweifamilienhäuser stellte schon bisher eine schwierige Ausgangslage dar. Infolge sprunghaft gestiegener Zinsen sowie signifikant erhöhter Baukosten sind die relevanten Baugenehmigungen, welche einen Indikator für die Absatzprognose der kommenden Quartale darstellen, in den ersten neun Monaten 2022 nunmehr mit -15,4 % bei Einfamilienhäusern sowie -4,5% bei Zweifamilienhäusern deutlich zurückgegangen. Darüber hinaus kommt es zunehmend zu einer regulatorisch bewirkten Substitution fossiler Heizsysteme durch strombasierte Wärmepumpen, welche den Verzicht auf Abgassysteme (Schornsteine) ermöglichen bzw. diese zu fakultativen "Deko"-Elementen degradieren. Entgegengesetzt wirkt derzeit hingegen der durch Ukrainekrieg und Energiekrise ausgelöste Wunsch vieler Eigenheimbesitzer zu höherer Autarkie von Öl und Gas durch den Einbau bzw. die Nachrüstung von holzbasierten Feuerstellen, wovon einzelne Gruppengesellschaften spürbar profitieren sollten. Insgesamt erwartet die verantwortliche Geschäftsleitung für die Jahre 2022/2023 eine moderate Absatzerhöhung infolge von Marktanteilsgewinnen sowie der zunehmenden Bereitschaft auf Seiten der Politik zu dem verstärkten und beschleunigten Ausweis von Bauland für Ein-/Zweifamilienhäuser. Vor diesem Hintergrund ist es unsere Zielsetzung die nicht strategische Finanzbeteiligung TONA im Hinblick auf die derzeit einsetzende Konsolidierung des Schornstein-Marktes in einer für die Weusthoff-Gruppe vorteilhaften Ausgangslage zu positionieren. Jenseits von absatzseitigen Maßnahmen zur Steigerung des Marktanteils, legt die Unternehmensleitung kurz-/mittelfristig ihren besonderen Fokus auf die konsequente Verbesserung der Kostenseite und Steigerung der betrieblichen Effizienz, um TONA innerhalb des von einem ausgeprägten Wettbewerb geprägten Marktumfeldes bestmöglich zu positionieren. c) Gesamtaussage Vor dem Hintergrund der dargestellten Markt- und Preisbedingungen und der bisherigen Geschäftsentwicklung wird für das Gesamtjahr 2022 im Segment "NE-Metall", nicht zuletzt aufgrund des signifikanten Anstieg der Preisniveaus für NE-Metalle sowie der bisherigen Opportunitäten zur Ausweitung der Handelsmarge, mit einem absoluten Rohertrag über Vorjahresniveau geplant. Aufgrund unserer umfangreichen Maßnahmen zur strukturellen Reduzierung des operativen Aufwands bzw. zur Verbesserung der operativen Exzellenz in den vergangenen Jahren, sollte auch das operative Ergebnis (EBIT) zumindest proportional ansteigen. Hinsichtlich des Finanzergebnisses werden wir, vor dem Hintergrund eines hohen Free-Cashflows in den vergangenen Quartalen und der konsequenten Rückführung von Finanzverbindlichkeiten, mit einer weiteren Verbesserung gegenüber dem Jahr 2021 rechnen können. Aufgrund noch verbleibender Unsicherheiten im Hinblick auf die kommenden Monate sowie die Bewertung des Vorratsvermögens soll auf die konkrete Quantifizierung des erwarteten Jahresergebnisses verzichtet werden; wenngleich nach derzeitigem Erkenntnisstand ein weiterer Anstieg auf Ebene sämtlicher Ergebniskennzahlen (EBITDA, EBIT, EBT) zu erwarten ist. Bezüglich der Vermögenslage plant die Weusthoff-Gruppe für 2022 mit einem mengen- und preisbedingt deutlich ansteigendem Vorratsvermögen zum Jahresende. Zusammenwirkend mit der Entwicklung von Forderungen/Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen erwartet die Unternehmensleitung für die Bilanz zum 31.12.2022 eine weitere Ausweitung der Bilanzsumme sowie ein signifikant erhöhtes Nettoumlaufvermögen. Investitionsseitig wird das Jahr 2022 von einer leicht unterdurchschnittlichen Investitionstätigkeit geprägt sein, welche ihren Fokus insbesondere auf Produktivitätssteigerungen, klassischen Ersatzinvestitionen sowie erneut erheblichen Softwareinvestitionen im Segment "NE-Metalle" legt. Grundsätzlich ist festzuhalten, dass alle relevanten Veränderungen in der Vermögenslage, welche Auswirkung auf die Finanz- und Liquiditätslage haben, im Rahmen der Finanzplanung berücksichtigt wurden. IV. Chancen- und Risikobericht Als Konsequenz der diversifizierten Struktur der Weusthoff-Gruppe erfolgt das Risikomanagement des Konzerns durch ein zweistufiges Verfahren. Auf Ebene der einzelnen Tochtergesellschaften werden alle typischen, mit der spezifischen Geschäftstätigkeit verbunden Risiken (insb. Marktrisiken) dezentral identifiziert, beobachtet und hinsichtlich ihrer Auswirkungen analysiert. Die Darstellung der individuellen Risikolage stellt dabei einen festen Bestandteil im Rahmen der Berichterstattung der Geschäftsführer der Tochtergesellschaften an die Geschäftsleitung der Holding dar. Darüber hinaus beobachtet die Holding die monatliche Geschäftsentwicklung im Hinblick auf potentielle Fehlentwicklungen. Die hierbei identifizierten Risiken werden in einem zweiten Schritt von der Geschäftsleitung der Holding - isoliert wie auch zusammenwirkend - hinsichtlich ihrer Auswirkungen auf die Unternehmensgruppe als Ganzes fortlaufend analysiert. a) Branchenspezifische Chancen und Risiken NE-Metall-Sektor Als Absatzrisiko für die Konzerngesellschaften im Segment NE-Metalle, welches den Handel sowie die Be- und Anarbeitung von Nicht-Eisen-Metallen zum Gegenstand hat, wird zum einen die Gefahr des z.B. plötzlichen konjunkturbedingten Rückgangs der physischen Nachfrage und zum anderen die Änderung der nachgefragten Produkte und Dienstleistungen verstanden. Da wir die wirtschaftliche Entwicklung unserer Abnehmerbranchen nicht direkt beeinflussen können, wird beiden Risiken durch permanente Marktbeobachtung und interne Analyse entgegengewirkt. So können durch die konsequente Beobachtung gesamtwirtschaftlicher wie auch branchenspezifischer Prognosen und Frühindikatoren frühzeitig Handlungsanweisungen abgeleitet werden. Zudem stellt die Entwicklung und Analyse des Vorratsvermögens in den unterschiedlichen Produktgruppen einen zentralen Bestandteil des monatlichen Controllings dar, wodurch bereits frühzeitig Fehlentwicklungen identifiziert und Gegenmaßnahmen entwickelt werden können. Auf unerwartete Nachfragerückgänge kann das Unternehmen aufgrund einer hohen Lagerumschlagshäufigkeit schnell reagieren und die Bevorratung sukzessive an das veränderte Absatzniveau anpassen. Damit einher geht jedoch zugleich die Chance von einer konjunkturellen Belebung in hohem Maße zu profitieren. Da der Konzern aufgrund seiner soliden finanziellen Ausstattung in der Lage ist seine Vorräte sowohl hinsichtlich der Art als auch hinsichtlich der Quantität zeitnah an eine verbesserte Absatzlage anzupassen, kann erhöhte Nachfrage auch in gesteigerte Roherträge umgemünzt werden. Hinsichtlich einer veränderten Produktnachfrage bewirkt die große Bedeutung von Handels- und Dienstleistungstätigkeiten in diesem Segment eine hohe Flexibilität durch kontinuierliche Anpassung und Erweiterung des Angebotssortiments an den veränderten Bedarf. Jenseits kurzfristiger Konjunkturentwicklungen wird die Geschäftstätigkeit der Weusthoff-Gruppe in diesem Segment als weiterhin erfolgversprechend eingeschätzt. Die Vorteile des Werkstoffs Aluminium (insb. Gewichtsvorteil, Zerspanungseignung) als Hauptumsatzträger in diesem Segment werden in einer Vielzahl von Branchen weiter an Bedeutung gewinnen. Ein hohes Know-how und langjährige Erfahrung in diesem Sektor, welche sich von der weltweiten Beschaffung über den Handel bis zu einem breiten Dienstleistungsangebot erstreckt, gepaart mit langjährigen partnerschaftlichen Kunden- und Lieferantenbeziehungen lassen auch künftig einen positiven Geschäftsverlauf erwarten. Neben der traditionell wichtigen Nachfrage aus dem Maschinen- und Anlagenbau profitieren die in diesem Segment zusammengefassten Beteiligungsgesellschaften von der weiterhin starken Wettbewerbsposition einzelner Tochtergesellschaften in den Abnehmer-Branchen Schiffbau, Schienenfahrzeugbau und Luftfahrt. Darüber hinaus sollten die Beteiligungsgesellschaften davon profitieren, dass von Seiten der Geschäftsleitung kontinuierlich versucht wird Chancen zu identifizieren und personelle wie maschinelle Investitionen getätigt werden, welche die Unternehmen in die Lage versetzen neue Märkte zu erschließen. Im Hinblick auf die Fortentwicklung dieses für die Weusthoff-Gruppe strategisch bedeutsamen Segments, wird neben dem kontinuierlichen und erfolgreichen Ausbau der Vertriebsaktivitäten im In- und Ausland ein besonderer Fokus auf die stetige werkstoff- sowie anwendungstechnische Weiterentwicklung gelegt, um auch künftig den Bedürfnissen des Abnehmermarktes optimal entsprechen zu können. Baustoff-Sektor Die übrigen konzernangehörigen Gesellschaften sind baukonjunkturabhängig, wobei der Schwerpunkt der unternehmerischen Tätigkeit auf dem inländischen Ein-/Zweifamilienhausbau liegt. Vor diesem Hintergrund stellt das bedeutsamste Marktrisiko, der in diesem Segment zusammengefassten Tochtergesellschaften, die Entwicklung des Wohnungsbaus in Deutschland dar. In Anbetracht der grundsätzlich positiven Rahmenbedingungen für die Baukonjunktur im Branchensegment "Wohngebäude" in Deutschland, welche nicht zuletzt Ergebnis des bis dato günstigen Zinsumfelds sowie der Inflationssorgen sind und sich in einer regen Nachfrage und steigenden Preisen niedergeschlagen haben, sieht die Geschäftsleitung die Tochtergesellschaften erfolgsversprechend innerhalb des Marktes positioniert und ist für deren mittelfristige wirtschaftliche Entwicklung verhalten optimistisch. Negative Faktoren stellen aus unserer Sicht hingegen insbesondere eine Substitution klassischer Heiztechnik auf Basis fossiler Energieträger durch Erd- und Luftwärmetechnik im Ein-/Zweifamilienhausbau dar, welche nicht zuletzt Ergebnis kommunaler Regulierung ist. Besondere Zukunftschancen werden im Absatz neuer keramischer Produkte für die Umstellung von Heizungssystemen auf regenerative Brennstoffe sowie die Erweiterung von wohnwerterhöhenden Kamin-/Schornsteinsystemen um Wärmetauscher-Technik gesehen. Durch die erfolgreiche Erweiterung des Kernabsatzmarktes "Neubau" um das Marktsegment "Sanierung/Renovierung" erhoffen sich die Gesellschaften mittelfristige Wachstumsimpulse. Daneben wurden in den vergangenen Jahren erhebliche Fortschritte bei der produktseitigen Angebotserweiterung gemacht, welche einen technologischen Vorsprung gegenüber Marktbegleitern verschaffen und die Angebotsbreite deutlich erweitern sollten. Ein bedeutsames sektorspezifisches Risiko, dem aufgrund seines exogenen Charakters nur begrenzt durch interne Maßnahmen entgegengewirkt werden kann, stellt insbesondere die Wetterentwicklung während der Wintermonate dar, welche auf den Absatz von keramischen Abgassystemen entscheidenden Einfluss hat. Die Segmentunternehmen versuchen jedoch die sich hieraus ergebenden Absatzeffekte durch Flexibilisierung der Produktion zu kompensieren, welche es erlaubt, auf unerwartet harte Kälteperioden adäquat zu reagieren. Vor dem Hintergrund des herausfordernden Branchenumfelds werden die in diesem Segment zusammengefassten Unternehmen aus Sicht der Holding mittelfristig (< 5 Jahre) nur moderate Absatz- und Umsatzerhöhungen realisieren können. Im Fokus des Handelns steht derzeit die konsequente Gewinnung von Marktanteilen in einem schrumpfenden Gesamtmarkt. Im Hinblick auf die derzeit einsetzende Konsolidierung des Schornstein-Marktes, in Verbindung mit Markenstärke, Innovationskraft sowie fertigungstechnischer Produktivität glauben wir in TONA einen potentiellen Nukleus der erwarteten Marktkonzentration zu sehen. b) Finanzwirtschaftliche Chancen- und Risiken Aufgrund einer sehr soliden Liquiditäts- und Eigenkapitalausstattung des Konzerns sind Liquiditätsrisiken derzeit nicht erkennbar. Schwankungen im Kapitalbedarf (z.B. aufgrund veränderter Rohstoffpreise) werden frühzeitig in den internen Planungen berücksichtigt, um hierauf aufbauend Maßnahmen zur Deckung des veränderten Kapitalbedarfs abzuleiten. Vor dem Hintergrund des umfangreichen, durch die Geschäftstätigkeit im Segment "NE-Metall" determinierten Netto-Umlaufvermögens, stellt die Entwicklung der Zinsen einen entscheidenden Ergebnistreiber für den Konzern dar, welcher sich jedoch aktuell eher als Chance darstellt, da sowohl im Hinblick auf die kurzfristige (Betriebsmittel) als auch die langfristige Finanzierung (Mietkauf/Darlehen) deutlich günstigere Konditionen verhandelbar sind, die rentabilitätserhöhend wirken. Dem Ausfallrisiko von Kundenforderungen wird bei den Konzerngesellschaften durch ein professionelles Debitorenmanagement Rechnung getragen, welches die Bonitätsprüfung von Neu- und Bestandskunden sowie das Forderungsmanagement verantwortet. Das Debitorenmanagement ist hierbei organisatorisch - weisungsunabhängig vom Verkauf - der jeweiligen Geschäftsleitung unterstellt, um mögliche Interessenskonflikte auszuschließen. Im Ergebnis erfolgte auch im Geschäftsjahr 2021 der Ausgleich der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen weitestgehend innerhalb der vereinbarten Zahlungsziele. Neben der Vergabe von kundenspezifischen Kreditlimits ist der weit überwiegende Forderungsbestand des Konzerns, bei einem der weltweit führenden Kreditversicherer gegen Ausfall versichert, was die Werthaltigkeit der Forderungen signifikant erhöht. c) Personalrisiken Die Qualifikation und Erfahrung unserer Mitarbeiter stellt eine der tragenden Säulen für den langfristigen Unternehmenserfolg und die Differenzierung gegenüber unseren Wettbewerbern dar. Um diese wichtige Ressource in einem von starkem Wettbewerb um Fach- und Führungskräfte geprägten Branchenumfeld zu sichern, sind die Konzerngesellschaften der Weusthoff-Gruppe darum bemüht, ihre Attraktivität als Arbeitgeber stetig zu erhöhen. Neben adäquaten Vergütungsstrukturen versuchen wir unsere Mitarbeiter verstärkt über Qualifikationsmaßnahmen und gezielte Personalentwicklung langfristig an die Unternehmensgruppe zu binden und den Verlust von Mitarbeitern in Schlüsselpositionen zu verhindern. Darüber hinaus ist es uns ein besonderes Anliegen, die Kenntnisse, Erfahrungen und Kontakte langjähriger Mitarbeiter bereits frühzeitig weiterzugeben, um auch durch altersbedingtes Ausscheiden keine Nachteile für das Unternehmen zu erleiden. d) Informationstechnische Chancen- und Risiken Informationstechnischen Risiken durch den Ausfall der IT-Infrastruktur, dem Datenmissbrauch und schädlichen Angriffen durch Viren etc. wird aufgrund der hohen Bedeutung der eingesetzten Informationstechnologie für die erfolgreiche Geschäftsaktivität und weitgehend alle Geschäftsprozesse eine besondere Wichtigkeit beigemessen. Die Sicherstellung der reibungslosen Funktionsfähigkeit sowie die stetige Optimierung der IT-Systeme werden hierbei durch den Einsatz moderner Hard- und Software und die Betreuung durch qualifiziertes internes Personal sowie externe Fachleute gewährleistet. In den vergangenen Jahren konnte die IT-Sicherheit weiter gesteigert werden, indem sowohl die Hauptinfrastruktur als auch die räumlich getrennte zweite Infrastruktur (Back-Up-Systeme) stetig erneuert und an die neuesten technischen Anforderungen angepasst wurde. Jenseits der mit IT-Systemen verbundenen Risiken stellt die Informationstechnik jedoch zugleich den maßgeblichen Baustein in unseren Bestrebungen und Maßnahmen zur Steigerung der unternehmensweiten Effektivität und Effizienz dar. e) Rechtliche Risiken Dem Unternehmen sind keine rechtlichen Risiken bekannt, welche einen erheblichen Einfluss auf die wirtschaftliche Lage des Unternehmens haben könnten. V. Risikoberichterstattung über die Verwendung von Finanzinstrumenten Fremdwährungsrisiken wurden in der Berichtsperiode weder debitorisch noch kreditorisch eingegangen. Im Falle der einkaufs- oder verkaufsseitigen Notwendigkeit von Fremdwährungsgeschäften, wird grundsätzlich den sich hieraus resultierenden Risiken durch adäquate Hedging-Maßnahmen (z.B. DTG) begegnet, welche in der Verantwortung des Finanzbereichs liegen. Zur Verhinderung eines nicht sachgerechten oder missbräuchlichen Einsatzes der unterschiedlichen Hedging-Instrumente wurde die Anzahl der Mitarbeiter, welche eine bankseitige Berechtigung zum Abschluss von Terminkontrakten erhalten haben, auf wenige Führungskräfte begrenzt, die über einen ausreichenden Kenntnisstand verfügen. Aufbauend auf dieser internen Regelung wurden in der Berichtsperiode alle Verpflichtungen, welche sich aus einkaufsseitigen Fremdwährungsgeschäften ($) ergaben, vollständig durch fristenkongruente Devisentermingeschäfte abgesichert.
Köln, im November 2022 gez. Dr. Jochen Schmidt gez. Maximilian Krämer BilanzAKTIVA
Gewinn- und Verlustrechnung
AnhangI. Allgemeine Angaben zum KonzernabschlussDie Dr. Weusthoff Holding GmbH & Co. KG hat ihren Sitz in Köln. Sie ist im Handelsregister des Amtsgerichtes Köln unter HR A 10811 eingetragen. Der vorliegende Konzernabschluss der Dr. Weusthoff Holding GmbH & Co. KG zum 31. Dezember 2021 wurde gemäß den Vorschriften des Handelsgesetzbuches der §§ 290 ff. HGB aufgestellt. Gemäß § 299 Abs. 1 HGB ist der Abschluss auf den Abschlussstichtag des Mutterunternehmens aufgestellt und umfasst den Zeitraum vom 01. Januar bis zum 31. Dezember 2021. Die Vergleichsperiode umfasst den Zeitraum vom 01. Januar bis zum 31. Dezember 2020. Bei der Gliederung des Konzernanhangs wurde der Grundsatz der Klarheit und Übersichtlichkeit berücksichtigt. Der Konzernanhang unterliegt als Bestandteil des Konzernabschlusses der Prüfungs- und Offenlegungspflicht. Der Konzern hat die Erleichterungen des § 286 Abs. 4 HGB genutzt. II. Angaben zum Konsolidierungskreis und zu den KonsolidierungsmethodenNeben der Dr. Weusthoff Holding GmbH & Co. KG, Köln, als Mutterunternehmen werden die folgenden Gesellschaften in den Konzernabschluss einbezogen:
Die TONA-Tonwerke Schmitz GmbH, Mechernich, sowie deren 100 %ige Tochtergesellschaft Antweiler Thon- und Chamottewerke GmbH, Mechernich, wurden als Gemeinschaftsunternehmen im Rahmen einer Quotenkonsolidierung im Konzernabschluss berücksichtigt. Darüber hinaus hält die TONA-Tonwerke Schmitz GmbH 3,7 % an der Rheinischen Bimsgrubengemeinschaft mbH, Kruft. Die Gesellschaft wird nicht in den Konzernabschluss einbezogen, da sie für die Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gruppe von untergeordneter Bedeutung ist (§ 311 Abs. 2 HGB). Bei der Kapitalkonsolidierung wurde die handelsrechtlich bis 2009 zulässige Buchwertmethode nach § 301 Abs. 1 HGB a.F. angewendet, durch Verrechnung der Anschaffungswerte der Beteiligungen mit dem Konzernanteil am Eigenkapital der konsolidierten Unternehmen zum Zeitpunkt ihres Erwerbs oder ihrer erstmaligen Einbeziehung. Für nicht dem Mutterunternehmen bzw. Tochtergesellschaften gehörende Anteile an in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen wurde ein Ausgleichsposten für nicht beherrschende Anteile in Höhe ihres Anteils am Eigenkapital unter der entsprechenden Bezeichnung innerhalb des Eigenkapitals gesondert gemäß § 307 Abs. 1 HGB ausgewiesen. Umsätze, Aufwendungen und Erträge sowie Forderungen und Verbindlichkeiten zwischen den einbezogenen Gesellschaften werden gegeneinander aufgerechnet. Auf die Zwischengewinneliminierung aus konzerninternen Lieferungen wurde gem. § 304 Abs. 2 HGB verzichtet, da diese insgesamt von untergeordneter Bedeutung für die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage ist. Die Aufstellung des Konzernabschlusses erfolgt nach der Maßgeblichkeit des Bilanzierungs- und Bewertungsrahmens der Mutterunternehmung. Ansätze und Werte in den Einzelabschlüssen, die nicht den einheitlichen zugrunde gelegten Bilanzierungs- und Bewertungsvorschriften des Konzernabschlusses entsprechen, sind vor der Konsolidierung angepasst bzw. neu bewertet worden, sofern die Auswirkungen von wesentlicher Bedeutung waren. Die Aufstellung des Konzernabschlusses erfolgt nach dem Stichtag des Jahresabschlusses der Dr. Weusthoff Holding GmbH & Co. KG, demnach zum 31. Dezember. Abweichende Bilanzstichtage bei den Tochter- und Enkelgesellschaften liegen nicht vor. Transaktionen von wesentlicher Bedeutung zwischen konsolidierten Gesellschaften sind im Konzernabschluss eliminiert. Der passivische Unterschiedsbetrag aus der Kapitalkonsolidierung setzt sich wie folgt zusammen:
Die AMECO GmbH, Bremen, ist als übernehmender Rechtsträger nach Maßgabe des Verschmelzungsvertrages vom 12. September 2021 (UR-Nr. 1678/2021 des Notars Dr. Tobias Kruse, Monschau) sowie der Zustimmungsbeschlüsse der beteiligten Rechtsträger vom selben Tag mit der H+S Metallhandel GmbH rückwirkend zum 01. Januar 2021 entsprechend der Vorschriften der §§ 4 ff. UmwG verschmolzen. III. Bilanzierung und BewertungBei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) über die Gliederung und den Ausweis der Posten der Konzernbilanz, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung und des Konzernanhangs beachtet worden. Die Konzernbilanz und die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung sind nach den gesetzlichen Schemata gemäß §§ 266, 275 i.V.m. § 298 HGB gegliedert, wobei für die Ergebnisrechnung das Gesamtkostenverfahren gewählt wurde. Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden sind den Tochterunternehmen von dem Mutterunternehmen in Form von Konzern-Bilanzierungsrichtlinien vorgegeben. Danach waren die Jahresabschlüsse der Tochterunternehmen für Zwecke des Konzernabschlusses unter Beachtung des Grundsatzes der Wesentlichkeit an die konzerneinheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden anzupassen ("Handelsbilanz II"). Die Währungsumrechnung erfolgte unter Beachtung der Grundsätze gem. § 256a HGB. Transaktionen in fremder Währung werden mit dem Tageskurs umgerechnet. Die Jahresabschlüsse der einbezogenen Tochtergesellschaften wurden in Euro aufgestellt. Von den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden der vergangenen Jahre wurde nicht abgewichen. Soweit Ermessensentscheidungen in Bezug auf den Grund, den Umfang und den Zeitpunkt des Ansatzes von Vermögensgegenständen und Schuldposten zu treffen waren, wurde eine zum Vorjahr vergleichbare Ermessensentscheidung angestrebt. Die Bewertung der Vermögens- und Schuldposten trägt allen erkennbaren Risiken nach den Grundsätzen vorsichtiger kaufmännischer Beurteilung Rechnung. Es wird gem. § 252 Abs. 1 Nr. 2 HGB von der Fortführung der Unternehmenstätigkeit ausgegangen (going-concern-Prinzip). Im Einzelnen gilt Folgendes: AKTIVA A. AnlagevermögenDie immateriellen Vermögensgegenstände werden mit den Anschaffungskosten abzüglich planmäßiger Abschreibungen angesetzt. Die Abschreibungen werden entsprechend ihrer planmäßigen Nutzungsdauer vorgenommen. Die Abgänge werden zu historischen Anschaffungskosten abzüglich der kumulierten Abschreibungen ausgebucht. Die Bewertung der Sachanlagen erfolgt zu Anschaffungskosten einschließlich Anschaffungsnebenkosten unter Abzug von nachträglichen Anschaffungskostenminderungen, vermindert um planmäßige Abschreibungen. Außerplanmäßige Abschreibungen gem. § 253 Abs. 2 Satz 3 HGB werden bei voraussichtlich dauernder Wertminderung vorgenommen, falls Vermögensgegenstände des Anlagevermögens zum Bilanzstichtag mit einem niedrigeren beizulegenden Wert anzusetzen sind. Die Abschreibungen werden sowohl nach der linearen als auch nach der degressiven Abschreibungsmethode vorgenommen. Die Anschaffungskosten der Maschinen, maschinellen Anlagen und der Betriebs- und Geschäftsausstattung werden über die geplante Nutzungsdauer abgeschrieben. Die Anlagen im Bau werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten bilanziert. Das Finanzanlagevermögen ist zu Anschaffungskosten bewertet bzw. bei dauernder Wertminderung mit dem niedrigeren Teilwert. Die Entwicklung des Anlagevermögens sowie der kumulierten Abschreibungen wird nachfolgend in einem Anlagenspiegel erläutert.
B. UmlaufvermögenDie Bewertung der Vorräte erfolgt zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten unter Beachtung des Niederstwertprinzips. Die Herstellungskosten umfassen neben den zurechenbaren Einzelkosten auch angemessene Teile der notwendigen Material- und Fertigungsgemeinkosten. Es werden keine Fremdkapitalzinsen einbezogen. Zins-, Wertänderungs- und Währungsrisiken werden mit geeigneten Sicherungsinstrumenten abgesichert und bilden zusammen mit dem Grundgeschäft jeweils eine Bewertungseinheit. Die gegenläufigen Wertänderungen des Grund- und Sicherungsgeschäfts werden im Jahresabschluss durch Anwendung der "Einfrierungsmethode" nicht ausgewiesen. Zum Bilanzstichtag sind in US-Dollar mit Zahlungsziel erworbene Waren von T€ 836 (Grundgeschäft) mit Dollarterminkäufen (Sicherungsgeschäft) in gleicher Höhe abgesichert. Grund- und Sicherungsgeschäft bilden hier eine Bewertungseinheit ("Mikro-Hedge"), welches das Risiko der Währungsänderung aufgrund der Volumen- und Laufzeitkongruenz wirksam absichert. Der Ansatz der Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände erfolgt zum Nennwert, abzüglich einer Wertberichtigung für individuell ermittelte Einzelrisiken sowie einer Pauschalwertberichtigung wegen des allgemeinen Kreditrisikos. Die Gliederung der Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände ergibt sich aus der Bilanz. Unverzinsliche Forderungen mit einer Restlaufzeit von mehr als 12 Monaten werden zum Bilanzstichtag mit dem Marktzins abgezinst. In den sonstigen Vermögensgegenständen sind keine Forderungen (Vj.: T€ 146) mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr enthalten. Die Restlaufzeiten sämtlicher Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände betragen weniger als 1 Jahr. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten werden mit dem Nennwert bewertet. Auf Fremdwährung lautende Guthaben bei Kreditinstituten wurden zum Euro-Referenzkurs am Bilanzstichtag umgerechnet. C. RechnungsabgrenzungspostenInnerhalb der Rechnungsabgrenzungsposten wurden Vorauszahlungen für künftige Zeiträume zeitanteilig abgegrenzt. PASSIVAA. EigenkapitalDie Kapitalanteile (Kommanditkapital) betragen T€ 2.500 (Vj.: T€ 2.500), werden zum Nennwert bilanziert und sind vollständig erbracht. Die Entwicklung des Eigenkapitals einschließlich der nicht beherrschenden Anteile ist im Eigenkapitalspiegel dargestellt. C. RückstellungenBei der Bildung der Rückstellungen ist den erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten angemessen Rechnung getragen worden. Sie werden mit dem Erfüllungsbetrag bewertet, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist (§ 253 Abs. 1 S. 1 HGB). Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem ihrer Laufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst (§ 253 Abs. 2 S. 1 HGB). Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden auf der Grundlage versicherungsmathematischer Berechnungen nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected Unit Credit Method) bzw. für mehrere Einzelzusagen mit dem Teilwertverfahren unter Berücksichtigung der Lebenserwartung der Versorgungsempfänger bewertet. Für die Konzerngesellschaften wurden dabei die Richttafeln 2018 G von Dr. Klaus Heubeck zugrunde gelegt. Der bei der Bewertung der Rückstellungen zugrunde gelegte Zinssatz beträgt 1,87 % p.a. Entsprechend der vertraglichen Ausgestaltung der Versorgungszusagen wurden bei den Einzelzusagen keine Rentensteigerungen sowie Rentensteigerungen von 1,50 % und 2,00% sowie keine Gehaltssteigerungen berücksichtigt. Darüber hinaus bestehen Pensionsverpflichtungen in Form von leistungskongruent rückgedeckten Versorgungszusagen, deren Wert sich gem. § 253 Abs. 1 S. 3 HGB nach dem beizulegenden Zeitwert der kongruenten Rückdeckungsversicherungen bemisst. Dieser entspricht dem versicherungsmathematischen Aktivwert. Da hinsichtlich der Rückdeckungsversicherungen die Voraussetzungen des § 246 Abs. 2 S. 2 HGB erfüllt sind, erfolgt eine Verrechnung der Altersversorgungsverpflichtungen mit dem Deckungsvermögen sowie eine Saldierung der entsprechenden Erträge und Aufwendungen. Rückstellungspflichtige Pensionsverpflichtungen bestehen zum Bilanzstichtag in Höhe von T€ 3.954. Diese wurden mit Deckungsvermögen (T€ 259) gemäß § 246 Abs. 2 S. 2 HGB verrechnet. Als Deckungsvermögen wurden verpfändete Rückdeckungsversicherungen und Wertpapiere klassifiziert. Der beizulegende Zeitwert des saldierten Aktivvermögens beträgt T€ 259, die Anschaffungskosten T€ 183. Die ausgewiesene Pensionsrückstellung umfasst sämtliche Verpflichtungen des Konzerns. Die Bewertung der Rückstellungen für Pensionen erfolgt mit dem Erfüllungsbetrag, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist (§ 253 Abs. 1 S. 2 HGB). Die Abzinsung erfolgt pauschal mit einem einer Restlaufzeit von 15 Jahren entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz (§ 253 Abs. 2 S. 2 HGB). Der Unterschiedsbetrag gem. § 253 Abs. 6 HGB beträgt T€ 264. Die Steuerrückstellungen wurden unter Berücksichtigung der geleisteten Vorauszahlungen in Höhe der erwarteten Verpflichtungen gebildet. In den sonstigen Rückstellungen sind als wesentliche Positionen Rückstellungen für Tantiemen (T€ 1.956), Garantieverpflichtungen (T€ 285) und die Aufbewahrung von Jahresabschlussunterlagen (T€ 141) enthalten. D. VerbindlichkeitenDie Verbindlichkeiten werden mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt. Sie werden im nachstehenden Verbindlichkeitenspiegel dargestellt. Diesem sind auch die Restlaufzeiten der einzelnen Verbindlichkeiten zu entnehmen. Für Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen bestehen übliche Eigentumsvorbehalte seitens der Lieferanten. E. Passive latente SteuernSoweit Bewertungsunterschiede zwischen Wertansätzen in der Handelsbilanz II und der Steuerbilanz nach Saldierung zu aktiven latenten Steuern führen, wurden diese unter Inanspruchnahme des Wahlrechts des § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB nicht bilanziert. Passive latente Steuern gemäß § 306 HGB haben sich im Berichtsjahr in Höhe von T€ 48 (Vj.: T€ 0) ergeben. Im Konzernabschluss zum 31. Dezember 2021 wurden die passiven latenten Steuern von T€ 1.098 mit den aktiven latenten Steuern in Höhe von T€ 1.050 verrechnet. Der nach der Saldierung resultierende Passivüberhang wurde gemäß des § 274 Abs. 1 S. 1 HGB i.V.m. § 298 Abs. 1 HGB bilanziert. Die Berechnung der latenten Steuern wurde mit den unternehmensindividuellen effektiven Steuersätzen der konsolidierten Gesellschaften vorgenommen. Für die Körperschaftsteuer wurde ein Steuersatz von 15 % und für den Solidaritätszuschlag von 5,5 % auf die Körperschaftsteuer berücksichtigt. Bei der Gewerbesteuer wurde ein Gewerbesteuermessbetrag von 3,5 % und ein durchschnittlicher Hebesatz von 445 % verwendet. Die aktiven latenten Steuern resultieren aus unterschiedlichen Ansätzen von Rückstellungen i.H.v. T€ 1.553 (Vj.: T€ 1.476) und der zukünftigen Inanspruchnahme von Verlustvorträgen i.H.v. T€ 3.472 (Vj.: T€ 6.187). Die passiven latenten Steuern stammen aus unterschiedlichen Ansätzen im Anlagevermögen (T€ 3.407) von drei Tochtergesellschaften.
IV. Erläuterungen zur Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. Die Umsatzerlöse (nach Abzug von Boni, Skonti und Provisionen) gliedern sich nach geographisch bestimmbaren Märkten wie folgt auf:
Die Umsätze entfallen auf folgende Tätigkeitsbereiche
In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind Erträge aus Währungsumrechnung in Höhe von T€ 3 (Vj.: T€ 48) enthalten. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen umfassen mit T€ 11 (Vj.: T€ 35) Aufwendungen aus der Währungsumrechnung. Die sonstigen Zinsen und ähnlichen Erträge beinhalten keine (Vj.: T€ 0) Erträge aus Abzinsungen. Die Zinsen und ähnlichen Aufwendungen umfassen mit T€ 70 (Vj.: T€ 85) Aufwendungen aus Abzinsungen. Der Aufwand aus der Abzinsung der Pensionsrückstellung (T€ 76) und die Aufwendungen aus der Verringerung des Deckungsvermögens (T€ 6) wurden saldiert. Für den Abschlussprüfer des Konzernabschlusses zum 31. Dezember 2021 der Dr. Weusthoff Holding GmbH & Co. KG wurden für das Geschäftsjahr 2021 insgesamt T€ 126 Honorar als Aufwand erfasst. Davon entfielen auf die Abschlussprüfungen T€ 89, auf Steuerberatungsleistungen T€ 11 und auf sonstige Leistungen T€ 25. Die Honorare für Abschlussprüfungen enthalten die gesamten gezahlten bzw. noch zu zahlenden Honorare samt Auslagen für die Abschlussprüfung der Konzernrechnungslegung und deren Testierung sowie die Prüfung der Einzelabschlüsse der Dr. Weusthoff Holding GmbH & Co. KG und ihrer verbundenen Unternehmen. V. Erläuterungen zur Konzern-KapitalflussrechnungDer Finanzmittelfonds von T€ 3.996 entfällt in Höhe von T€ 1.015 auf quotal einbezogene Unternehmen. Die Zusammensetzung des Finanzmittelfonds einschließlich Überleitung zu den Bilanzposten stellt sich wie folgt dar:
VI. Sonstige AngabenHaftungsverhältnisse Das Bestellobligo der in den Konzernabschluss einbezogenen Gesellschaften liegt im üblichen Rahmen. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Es bestehen diverse Leasing- und Mietverträge. Die gesamten Aufwendungen bzw. Verpflichtungen aus Leasinggeschäften sowie übrigen Mieten und Pachten betrugen im Berichtsjahr T€ 650 (Vj.: T€ 648). Die Vertragslaufzeiten bewegen sich zwischen zwei und zehn Jahren. Geschäftsführung Dr. Weusthoff Holding GmbH, Köln, vertreten durch die Geschäftsführer Dr. Jochen Schmidt (kfm. Geschäftsführer) und Dipl.-Kfm. Maximilian Krämer (kfm. Geschäftsführer). Auf die Angabe der Gesamtbezüge der Geschäftsführung wird mit Hinweis auf § 286 Abs. 4 HGB verzichtet. Durchschnittliche Zahl der Arbeitnehmer während des Geschäftsjahres Die durchschnittliche Zahl der Arbeitnehmer (ohne Aushilfen) während des Geschäftsjahres betrug 92 (Vj.: 98) Angestellte und 181 (Vj.: 184) Arbeiter. Die Arbeitnehmerzahlen beinhalten 23 Arbeitnehmer von anteilmäßig einbezogenen Unternehmen. Offenlegung Die Gesellschaften der AMCO Metall-Service GmbH, Köln, der AMECO GmbH, Bremen, der Strahl-Center Solingen GmbH, Solingen sowie der Heinrichs & Co. Verwaltungsgesellschaft mbH, Lemgo nehmen die Befreiungsvorschrift des § 264 Abs. 3 HGB im Hinblick auf die Offenlegung des Jahresabschlusses für das Geschäftsjahr 2021 in Anspruch. Die Heinrichs GmbH & Co. KG Metallwarenfabrik, Lemgo, nimmt die Befreiungsvorschriften des § 264b HGB im Hinblick auf die Offenlegung des Jahresabschlusses für das Geschäftsjahr 2021 in Anspruch.
Köln, den 30. November 2022 Dr. Weusthoff Holding GmbH gez. Dr. Jochen Schmidt, Geschäftsführer gez. Dipl.-Kfm. Maximilian Krämer, Geschäftsführer Kapitalflussrechnung
Eigenkapitalspiegel
BestätigungsvermerkAn die Dr. Weusthoff Holding GmbH & Co. KG, Köln Prüfungsurteile Wir haben den Konzernabschluss der Dr. Weusthoff Holding GmbH & Co. KG, Köln, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2021, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, dem Konzerneigenkapitalspiegel und der Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 01. Januar bis zum 31. Dezember 2021 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der Dr. Weusthoff Holding GmbH & Co. KG, Köln, für das Geschäftsjahr vom 01. Januar bis 31. Dezember 2021 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse - entspricht der beigefügte Konzernabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage des Konzerns zum 31. Dezember 2021 sowie seiner Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 01. Januar bis zum 31. Dezember 2021 und - vermittelt der beigefügte Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Konzernlagebericht in Einklang mit dem Konzernabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus - identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können. - gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Konzernabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Konzernlageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme abzugeben. - beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben. - ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass der Konzern seine Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann. - beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Konzernabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Konzernabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. - holen wir ausreichende geeignete Prüfungsnachweise für die Rechnungslegungsinformationen der Unternehmen oder Geschäftstätigkeiten innerhalb des Konzerns ein, um Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht abzugeben. Wir sind verantwortlich für die Anleitung, Überwachung und Durchführung der Konzernabschlussprüfung. Wir tragen die alleinige Verantwortung für unsere Prüfungsurteile. - beurteilen wir den Einklang des Konzernlageberichts mit dem Konzernabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Konzerns. - führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Konzernlagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Attendorn, den 30. November 2022 HTR
Hansa Treuhand GmbH
gez. A. Hilgers, Wirtschaftsprüfer gez. T. Gerlach, Wirtschaftsprüfer Hinweis zur OffenlegungDer Konzernabschluss zum 31. Dezember 2021 der Dr. Weusthoff Holding GmbH & Co. KG wurde in der Gesellschafterversammlung am 01. Dezember 2022 gebilligt. |
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