Stammdaten

Register
Amtsgericht Augsburg HRB 2048
Vorher
Reitzner Bürozentrum AG
Eingetragen
9.5.2000
Branche
Vermietung von Büromaschinen, Datenverarbeitungsgeräten und -einrichtungenHerstellung von BüromöbelnTätigkeiten der Großhandelsvermittlung von Büromaschinen, Datenverarbeitungsgeräten, peripheren Geräten und Software
Gegenstand
Vertrieb von Büromaschinen und Büromöbeln sowie der dazugehörigen Software und Reparatur von Büromaschinen.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Vorstandsmitglied
Vorstandsmitglied
Vorstandsmitglied

Beteiligungen

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

reitzner AG

Dillingen a.d.Donau

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht

Bericht der Geschäftsführung

A Darstellung des Geschäftsverlaufes:

1. Wirtschaftliche Rahmenbedingungen Januar bis Dezember 2023

Entwicklung des Bürofachhandels für die Bereiche ITK (Informations- und Kommunikationstechnik)

Krieg, Inflation, Bürokratie und das nahende Ende der Babyboomer-Generation. Jeder einzelne Faktor hat genügend Potenzial, die deutsche Wirtschaft in den Krisenmodus zu versetzen. Hinzu kommt eine zunehmend negative internationale Bewertung, was die deutsche Arbeitsmoral betrifft. Ein Faktor, der immer für eine rege Investitionsbereitschaft ausländischer Unternehmen in Deutschland gesorgt hat. Die Politik sucht nach Antworten auf die dringenden Fragen dieser Zeit und die Wirtschaft zeigt sich davon massiv beeinträchtigt. In diesem schwierigen konjunkturellen Umfeld schreibt Deutschlands Digitalwirtschaft Ihre eigene, positive Geschichte. Auch wenn sich die Inflation durch die Zinspolitik der EZB wieder im Zielkorridor bewegt, sind die teuren Kredite für viele Branchen, allen voran im Baugewerbe, echte Konjunkturbremsen.

Aus den Jahresmitteilungen des Branchenverbandes Bitkom geht hervor, dass, wie in den letzten Jahren auch, die ITK-Branche (Unternehmen der IT und Telekommunikation) der Gesamtentwicklung trotzt und weiterwächst, im Jahr 2023 um 2,0 Prozent auf 215 Mrd. Euro. Zwar sind nicht alle Bereiche von der Positiventwicklung betroffen, die Aussichten bleiben in Schlüsselbereichen optimistisch. Die Digitalisierung ist der Hoffnungsträger und für viele Bereiche auch Rettungsanker und Antwort auf den Fachkräftemangel. Erfreulich ist dabei auch die Zunahme an Beschäftigung. Im Jahr 2023 waren 2,1% mehr Menschen in der Branche beschäftigt. Insgesamt sind über 1,3 Mio. Beschäftigte im ITK-Sektor tätig.

Wie im Vorjahr sticht die Informationstechnik mit 142,9 Mrd. EUR und 2,2% Wachstum zwar als umsatzstärkster Bereich hervor, im Vergleich zu den Vorjahren kann man aber von einer Wachstumsdelle sprechen. Erfreulich ist, dass neue Themen die Branche treiben. So wachsen vor allem die Umsätze für IaaS (Infrastructure as a Service) um 12,3% auf 12,2 Mrd. Euro und mit dem Hype-Thema künstliche Intelligenz werden bereits beachtliche 1,4 Mrd. Euro umgesetzt, was einem Wachstum von 38,3% entspricht. Auch das Segment Software (inkl. Security) wächst mit 8,3% auf 10 Mrd. EUR beachtlich. Hier liegen die Treiber neben den SecurityIösungen im Bereich Software für Kollaboration. Lediglich im Bereich der Telekommunikation (stabil mit +1,0%) und der seit Jahren rückgängigen Unterhaltungselektronik -3,4% sind zwei Bereiche nicht performant.

Aussichten für die Bürowirtschaft

Auch für 2024 sieht die Bitkom Deutschlands digitale Wirtschaft als Wachstumstreiber. Mit einem prognostizierten Umsatzplus von 4,4% wächst die Branche um ein Vielfaches verglichen mit der Gesamtwirtschaft. Ebenso steigen werden weiterhin die Anzahl der Beschäftigten in diesem Segment, so dass Ende 2024 knapp 1,4 Mio. Menschen in der ITK arbeiten werden (+36 Tsd.). International ist dieses Wachstum eher unterdurchschnittlich. Die 4,4% Wachstum liegen unter dem Europa-Schnitt (+5,9%) sowie auch unter dem Weltdurchschnitt (+5,6%). Spitzenreiter sind im globalen Vergleich Indien (+7,9%) und die USA (+6,3%).

Der Branchenverband bitkom sieht die Politik in der Verpflichtung, Ihre Digitalvorhaben umzusetzen. Wenn die aktuelle Bundesregierung in diesem Tempo die vereinbarten Digitalprojekte weitertreibt, wird sie am Ende der Legislaturperiode nur jedes zweite Vorhaben umgesetzt haben.

Auch und vor allem im Mittelstand besteht in den Bereichen IT-Sicherheit und Prozessdigitalisierung noch erheblicher Nachholbedarf. Verstärkt wird dieser Druck durch politische Vorgaben in der Umsetzung von EU-Sicherheitsrichtlinien (u. a. NIS2). Alles in allem noch viel zu tun für die Digitalwirtschaft in Deutschland.

Entwicklung und Ausblick der Wirtschaftslage in Schwaben

Die bayerisch-schwäbische Wirtschaft befindet sich lt. Konjunkturumfragen der IHK Schwaben im Stimmungstief. Wenigstens sind die aktuellen Prognosen besser als die derzeitige Situation. Vor allem das Vertrauen in die Politik, die dringenden Probleme dieser Zeit in den Griff zu bekommen und die Konjunktur in Deutschland anzukurbeln, sehen die Unternehmen der Region als größtes Hemmnis für wirtschaftliche Entwicklung. Neben den Krisen dieser Welt sinkt die Investitionstätigkeit in der Region (wie in Deutschland), was neben der Zinsentwicklung vor allem der überbordenden Bürokratie mit stets neuen Anforderungen an die Unternehmen begründet wird.

Positiv in den Erwartungen stechen lediglich gewerbliche Dienstleister hervor. Die regionale Baubranche steht am Ende der Skala, hier zeigt sich seit Mitte des Jahres 2023 ein düsteres Bild mit anhaltend negativer Erwartungshaltung für 2024. Es bleibt abzuwarten, ob sich ein Rückgang der Inflation und die damit einhergehende Senkung der Leitzinsen positiv auf die Investitionstätigkeit der Unternehmen auswirken, damit nicht nur die Konsumtätigkeit der privaten Haushalte aufgrund des gestiegenen Lohnniveaus der einzige Stabilisator unserer Wirtschaft bleibt.

2. Geschäftsverlauf der reitzner AG 01 - 12/2023

Entgegen den negativen Prognosen der Gesamtwirtschaft konnte die reitzner AG nach den Coronajahren und dem Cyberangriff im Jahr 2022 ihre Erlöse 2023 stabilisieren und das Ergebnis sogar weiter verbessern. Treiber dieser positiven Entwicklung waren neben der Wiederherstellung der Lieferfähigkeit (Chipmangel und Lieferkettenproblematik) unseres Warenportfolios vor allem die positive Entwicklung abrechenbarer Dienstleistungen sowie die zunehmende Bereitschaft unserer Kunden, Ihre IT durch vertragliche Service- und Wartungsangebote betreuen zu lassen. Insbesondere Lösungen im IT-Security-Bereich tragen hier nachhaltig zum Wachstum bei.

Gesamtumsatzentwicklung

Die Umsatzerlöse sind in 2023 um 5,08% gegenüber 2022 gestiegen.

Betriebswirtschaftlicher Rohertrag

Der betriebswirtschaftliche Rohertrag erhöhte sich gegenüber dem Vorjahr um 9,67%.

Kostenentwicklung

Die Kosten haben sich zum Vorjahr um 1,00% reduziert.

Personal

Im Geschäftsjahr 2023 betrug der Personalstand 113 Mitarbeiter (Vj:117 Mitarbeiter), davon waren 15 Auszubildende (Vj:16 Auszubildende) beschäftigt.

Finanzierungsmaßnahmen

Zum Stichtag 31.12.2023 wurden keine Darlehen von Banken in Anspruch genommen.

Sonstige wichtige Vorgänge des Geschäftsjahres

Der Cyberangriff am Ostermontag des Jahres 2022 hat auch die Zahlen des Jahres 2023 beeinflusst. Die Abrechnung der Entschädigungsleistungen mit der Versicherung hat sich bis weit ins aktuelle Geschäftsjahr gezogen und konnte im Dezember abgeschlossen werden. Während die Aufwendungen und Kosten (Schäden) bereits im Vorjahr berücksichtigt wurden, ist ein wesentlicher Teil der Erstattung im Jahr 2023 verbucht. Darüber hinaus konnte mit allen geschädigten Beteiligten eine Einigung erzielt werden. Es sind somit keine weiteren Sonderpositionen aufgrund des Cyberangriffs zu erwarten.

B) Darstellung der Lage:

1. VERMÖGENSLAGE

Die Vermögenslage ist im Wesentlichen geprägt durch Bankbestände, Vorräte, Anlagevermögen, Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände.

2. FINANZLAGE

Die Finanzlage weist folgende Struktur auf:

Stand 31.12.2023
Euro
Stand 31.12.2022
Euro
Flüssige Mittel 2.018.184,71 849.996,82
kurzfristige Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 0,00 0,00
Übrige kurzfristige Verbindlichkeiten 1.500.743,88 1.561.361,33
Liquidität I
Kurzfristige Deckung 517.440,83 -711.364,51
Kurzfristige Forderungen und Sonstige Vermögensgegenstände 1.773.695,62 2.260.203,79
Kurzfristige Rückstellungen 887.572,07 987.060,90
Liquidität II
Mittelfristige Deckung 1.403.564,38 561.778,38
Vorräte 995.536,84 1.714.945,11
Liquidität III
Langfristige Deckung 2.399.101,22 2.454.272,77
Pensionsrückstellungen 447.327,00 534.392,00
Liquidität IV
Eigenkapitaldeckung 1.951.774,22 1.742.331,49

3. ERTRAGSLAGE

Im Zeitraum vom 01.01.2023 bis 31.12.2023 erwirtschaftete die reitzner AG einen Jahresüberschuss in Höhe von rund 856 TEURO.

C Sonstige Entwicklung

1. Voraussichtliche Entwicklung

2024 erwartet die reitzner AG wieder ein stabiles Jahr, geprägt von zunehmenden Umsätzen in den Bereichen Dienstleistungen und IT-managed Services. Die eingeleiteten Maßnahmen zur Verbesserung der internen Abläufe zahlen sich aus und haben Ihren Beitrag zur Verbesserung des Ergebnisses beigetragen. Allerdings ist dieser Vorgang noch nicht abgeschlossen. Ein weiterer Baustein zur besseren und weniger personalintensiven Darstellung der IT-Prozesse ist die Überlegung Teile des ERP/CRM-, Ticket- und Monitoringsystems zu wechseln. Die Sichtung alternativer Systeme und der Entscheidungsprozess wird sich bis weit ins Jahr 2024 erstrecken.

Als weiterer Kostentreiber schlagen weiterhin die Personalkosten zu Buche. Teile davon können im Servicebereich durch Dienstleistungsabrechnung in den Erlösen kompensiert werden.

Erstmals werden auch KI-gestützte Prozesse in die Abläufe der reitzner AG integriert werden. Inwieweit sich diese kostensenkend auswirken, kann noch nicht abgeschätzt werden.

Die stabile wirtschaftliche Basis und eine weitere Verbesserung der internen Abläufe werden zu einem gleichbleibend stabilen Ergebnis auf der Basis des Vorjahres führen. Steigende Kosten können voraussichtlich durch die Verbesserung des betrieblichen Rohertrages kompensiert werden. Eine leichte Verbesserung des Ergebnisses wird herausfordernd, ist aufgrund der Marktsituation aber möglich.

2. Chancen und Risiken der künftigen Entwicklung

Die konjunkturelle Lage im Geschäftsgebiet der reitzner AG ist weiterhin gut. Weiterhin hoch ist der Digitalisierungsbedarf der Kundensegmente Bildung, KMUs und Steuerberater. Dabei werden Beratungsleistungen zur Prozessverbesserung bei den Kunden immer wichtiger. Hier liegt großes Erlöspotenzial. Das voraussichtlich sinkende Zinsniveau und der anhaltende Inlandskonsum halten die Stimmung in der Wirtschaft stabil.

Risiken liegen, wie in den vergangenen Jahren darin, dass die Qualität unserer Mitarbeiter für andere Branchen attraktiv ist. Aufgrund der allgemeinen wirtschaftlichen Seitwärtsbewegung, die in manchen Branchen nachhaltig negativ ausfällt, steigt das Insolvenzrisiko zwar an, das Risiko hält sich aufgrund der vielschichtigen Kundenstruktur in Grenzen.

Die Veränderungen des Mitbewerberumfelds durch zahlreiche Unternehmensverkäufe haben bisher keinen Einfluss auf das operative Geschäft.

Um wesentliche Risiken erkennen zu können, hat die reitzner AG seit Jahren ein umfassendes Kontroll- und Risikomanagement als Bestandteil der Unternehmensplanung implementiert.

Rechtliche und wirtschaftliche bestandsgefährdende Risiken liegen nach unseren Kenntnissen nicht vor.

3. Ereignisse nach dem Abschlussstichtag

Nachdem alle Ansprüche aus dem Cyberangriff 2022 im Jahr 2023 final abgeschlossen wurden, sind keine relevanten Vorgänge nach dem Abschlussstichtag bekannt.

4. Prognoseunsicherheit

Der Lagebericht beinhaltet Aussagen und Angaben, die auf die Zukunft gerichtet sind und die auf Annahmen, Erwartungen und Schätzungen der Unternehmensleitung beruhen. Die in die Zukunft gerichteten Aussagen und Angaben basieren auf Umständen, die der Unternehmensleitung zum Zeitpunkt der Aufstellung des Lageberichts bekannt waren.

Obwohl die Unternehmensleitung annimmt, dass die diesen Aussagen und Angaben zu Grunde liegenden Annahmen und Erwartungen realistisch sind, kann nicht gewährleistet werden, dass sich diese auch als richtig erweisen werden. Die Annahmen und Erwartungen können Risiken und Unsicherheiten beinhalten, die dazu führen können, dass die tatsächlichen Ergebnisse nicht nur unwesentlich von den auf die Zukunft gerichteten Aussagen und Angaben abweichen. Zu den Faktoren, die solche Abweichungen verursachen können, gehören insbesondere Veränderungen im wirtschaftlichen, geschäftlichen und gesellschaftlichen Umfeld, Wechselkurs- und Zinssatzschwankungen, die Einführung von Konkurrenzprodukten oder die mangelnde Akzeptanz vertriebener Produkte und Dienstleistungen sowie eventuelle Änderungen in der Geschäftsstrategie.

5. Abhängigkeitsbericht

Gemäß § 312 Abs. 1 AktG hat der Vorstand einen Abhängigkeitsbericht aufgestellt. Darin erklärt der Vorstand abschließend: "Wir erklären gemäß § 312 Abs. 3 AktG, dass unsere Gesellschaft bei den im Bericht über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen aufgeführten Rechtsgeschäften nach den Umständen, die uns in dem Zeitpunkt bekannt waren, in dem die Rechtsgeschäfte vorgenommen wurden, bei jedem Rechtsgeschäft eine angemessene Gegenleistung erhielt. Es sind keine Maßnahmen auf Veranlassung oder im Interesse des herrschenden oder eines mit ihm verbundenen Unternehmens getroffen oder unterlassen worden."

 

Dillingen, im Mai 2024

gez. Walter Berchtenbreiter, Vorstand

gez. Matthias Pausewang, Vorstand

gez. Benjamin Berchtenbreiter, Vorstand

Bilanz

Aktiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Anlagevermögen 917.600,97 885.305,97
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 77.397,00 63.500,00
1. Geschäfts- oder Firmenwert 2,00 2,00
2. Sonstige immaterielle Vermögensgegenstände 77.395,00 63.498,00
II. Sachanlagen 786.697,51 768.299,51
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 2,00 7.042,00
2. technische Anlagen und Maschinen 72.402,00 76.245,00
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 714.293,51 685.012,51
III. Finanzanlagen 53.506,46 53.506,46
1. Beteiligungen 53.506,46 53.506,46
B. Umlaufvermögen 4.787.417,17 4.825.145,72
I. Vorräte 995.536,84 1.714.945,11
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 1.773.695,62 2.260.203,79
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 2.018.184,71 849.996,82
C. Rechnungsabgrenzungsposten 178.112,03 166.199,19
Aktiva 5.883.130,17 5.876.650,88

Passiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Eigenkapital 2.945.718,74 2.724.276,13
I. Gezeichnetes Kapital 600.000,00 600.000,00
II. Gewinnrücklagen 60.000,00 60.000,00
III. Bilanzgewinn 2.285.718,74 2.064.276,13
davon Gewinnvortrag 1.429.476,13 1.279.132,62
B. Rückstellungen 1.334.899,07 1.521.452,90
C. Verbindlichkeiten 1.500.743,88 1.561.361,33
1. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 241.433,84 343,75
2. sonstige Verbindlichkeiten 1.259.310,04 1.561.017,58
D. Rechnungsabgrenzungsposten 101.768,48 69.560,52
Passiva 5.883.130,17 5.876.650,88

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2023 - 31.12.2023
EUR
1.1.2022 - 31.12.2022
EUR
1. Rohergebnis 9.238.134,69 9.205.045,30
2. Personalaufwand 5.862.876,17 5.783.119,95
a) Löhne und Gehälter 4.900.082,50 4.687.529,81
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 962.793,67 1.095.590,14
davon für Altersversorgung 889,80 1.238,62
3. Abschreibungen 356.230,72 297.607,19
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 356.230,72 297.607,19
4. sonstige betriebliche Aufwendungen 1.836.306,21 2.035.090,27
5. Erträge aus Beteiligungen 17.595,43 20.280,89
6. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 49,45 2.484,32
7. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 8.001,00 13.071,21
davon an verbundene Unternehmen 343,75
davon sonstige Zinsen und ähnliche Aufwendungen aus Abzinsung 7.956,00 9.848,00
8. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 336.122,86 314.052,38
9. Ergebnis nach Steuern 856.242,61 784.869,51
10. sonstige Steuern -274,00
11. Jahresüberschuss 856.242,61 785.143,51
12. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 1.429.476,13 1.279.132,62
13. Bilanzgewinn 2.285.718,74 2.064.276,13

Anhang

Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Der Jahresabschluss der reitzner AG wurde auf Grundlage der Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuches aufgestellt.

Ergänzend zu diesen Vorschriften waren die Regelungen des Aktiengesetzes zu beachten.

Angaben, die wahlweise in der Bilanz, in der Gewinn- und Verlustrechnung oder im Anhang gemacht werden können, sind insgesamt im Anhang aufgeführt.

Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gewählt.

Nach den in § 267 HGB, in der Fassung des BilRuG, angegebenen Größenklassen ist die Gesellschaft eine mittelgroße Kapitalgesellschaft.

Von den größenabhängigen Erleichterungen gem. § 288 Abs. 2 HGB sowie der Schutzklausel gem. § 286 Abs. 2 HGB im Anhang wurde Gebrauch gemacht.

Angaben zur Identifikation der Gesellschaft laut Registergericht

Firmenname laut Registergericht: reitzner AG
Firmensitz laut Registergericht: Dillingen a.d.Donau
Registereintrag: Handelsregister
Registergericht: Augsburg
Register-Nr.: 2048

Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Erworbene immaterielle Anlagewerte wurden zu Anschaffungskosten angesetzt und, sofern sie der Abnutzung unterlagen, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

In die Herstellungskosten wurden neben den unmittelbar zurechenbaren Kosten auch notwendige Gemeinkosten einbezogen.

Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände und entsprechend den steuerlichen Vorschriften linear und degressiv vorgenommen.

Ab dem 01.01.2018 werden bewegliche Gegenstände des Anlagevermögens im Wert bis Euro 800,00 im Jahr des Zugangs vollständig abgeschrieben.

Die Finanzanlagen wurden wie folgt angesetzt und bewertet:

- Beteiligungen zu Anschaffungskosten

Die Vorräte wurden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt. Sofern die Tageswerte am Bilanzstichtag niedriger waren, wurden diese angesetzt.

Forderungen wurden unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken bewertet.

Für ungewisse Verbindlichkeiten aus Pensionsverpflichtungen wurden Rückstellungen gebildet. Die Rückstellungsbildung wurde gem. § 253 Abs. 1 Satz 2 HGB in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags bewertet. Die Pensionsrückstellung beträgt nach Saldierung mit der verpfändeten Rückdeckungsversicherung Euro 447.327,00.

Die ausschließlich der Erfüllung von Verpflichtungen aus Langzeitkonten (Wertguthaben) dienenden, dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogenen Vermögensgengenstände (Deckungsvermögen i. S. d. § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB) wurden mit ihrem beizulegenden Zeitwert mit den Rückstellungen verrechnet.

Die Steuerrückstellungen beinhalten die das Geschäftsjahr betreffenden, noch nicht veranlagten Steuern.

Die sonstigen Rückstellungen wurden für alle weiteren ungewissen Verbindlichkeiten gebildet. Dabei wurden alle erkennbaren Risiken berücksichtigt.

Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt. Sofern die Tageswerte über den Erfüllungsbeträgen lagen, wurden die Verbindlichkeiten zum höheren Tageswert angesetzt.

Gegenüber dem Vorjahr abweichende Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Ein grundlegender Wechsel von Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden gegenüber dem Vorjahr fand nicht statt.

Angaben zur Bilanz

Anlagespiegel für die einzelnen Posten des Anlagevermögens

Die Aufgliederung und Entwicklung der Anlagenwerte ist aus dem Anlagenspiegel zu entnehmen.

Die Geschäftsjahresabschreibung je Posten der Bilanz ist aus dem Anlagenspiegel zu entnehmen.

Anschaffungs-, Herstellungskosten 01.01.2023
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 477.736,36 37.902,17 26.827,30
2. Geschäfts- oder Firmenwert 230.475,27 0,00 0,00
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 708.211,63 37.902,17 26.827,30
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 86.909,59 0,00 0,00
2. technische Anlagen und Maschinen 102.032,39 3.040,00 5.867,70
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.933.673,23 382.858,55 114.110,17
Summe Sachanlagen 2.122.615,21 385.898,55 119.977,87
III. Finanzanlagen
Beteiligungen 66.090,69 0,00 0,00
Summe Finanzanlagen 66.090,69 0,00 0,00
Summe Anlagevermögen 2.896.917,53 423.800,72 146.805,17
Umbuchungen
EUR
Anschaffungs-, Herstellungskosten 31.12.2023
EUR
Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 0,00 488.811,23
2. Geschäfts- oder Firmenwert 0,00 230.475,27
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 0,00 719.286,50
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 0,00 86.909,59
2. technische Anlagen und Maschinen 0,00 99.204,69
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 0,00 2.202.421,61
Summe Sachanlagen 0,00 2.388.535,89
III. Finanzanlagen
Beteiligungen 0,00 66.090,69
Summe Finanzanlagen 0,00 66.090,69
Summe Anlagevermögen 0,00 3.173.913,08
kumulierte Abschreibung 01.01.2023
EUR
Abschreibung Geschäftsjahr
EUR
Zugänge Abgänge
EUR
Umbuchungen
EUR
Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 414.238,36 24.001,17 0,00 26.823,30 0,00
2. Geschäfts- oder Firmenwert 230.473,27 0,00 0,00 0,00 0,00
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 644.711,63 24.001,17 0,00 26.823,30 0,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 79.867,59 7.040,00 0,00 0,00 0,00
2. technische Anlagen und Maschinen 25.787,39 6.882,00 0,00 5.866,70 0,00
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.248.660,72 318.307,55 17.229,00 96.069,17 0,00
Summe Sachanlagen 1.354.315,70 332.229,55 17.229,00 101.935,87 0,00
III. Finanzanlagen
Beteiligungen 12.584,23 0,00 0,00 0,00 0,00
Summe Finanzanlagen 12.584,23 0,00 0,00 0,00 0,00
Summe Anlagevermögen 2.011.611,56 356.230,72 17.229,00 128.759,17 0,00
kumulierte Abschreibung 31.12.2023
EUR
Zuschreibung Geschäftsjahr
EUR
Buchwert Geschäftsjahr 31.12.2023
EUR
Buchwert Vorjahr 31.12.2022
EUR
Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 411.416,23 0,00 77.395,00 63.498,00
2. Geschäfts- oder Firmenwert 230.473,27 0,00 2,00 2,00
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 641.889,50 0,00 77.397,00 63.500,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 86.907,59 0,00 2,00 7.042,00
2. technische Anlagen und Maschinen 26.802,69 0,00 72.402,00 76.245,00
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.488.128,10 0,00 714.293,51 685.012,51
Summe Sachanlagen 1.601.838,38 0,00 786.697,51 768.299,51
III. Finanzanlagen
Beteiligungen 12.584,23 0,00 53.506,46 53.506,46
Summe Finanzanlagen 12.584,23 0,00 53.506,46 53.506,46
Summe Anlagevermögen 2.256.312,11 0,00 917.600,97 885.305,97

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen

Der Gesamtbetrag der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen beträgt Euro 1.330.553,60 (VJ: Euro 1.481.304,99), davon Forderungen an verbundene Unternehmen in Höhe von Euro 185.587,39 (VJ: Euro 229.074,25).

Sonstige Vermögensgegenstände

Die Abgrenzung dient der periodengerechten Gewinnermittlung. Die Beträge haben Forderungscharakter.

Ausschüttungssperre

Der Gesamtbetrag, der gem. § 253 Abs. 6 HGB der Ausschüttungssperre unterliegt, beträgt Euro 3.252,00.

Im Einzelnen gliedert sich der Gesamtbetrag wie folgt:

Gesamtbetrag gemäß Ausschüttungssperre Euro
Bewertung/Zinsdifferenz Pensionsrückstellung 3.252,00
Gesamtbetrag 3.252,00

Pensionsrückstellungen

Zur Ermittlung der Pensionsrückstellung wurde die PUC-Methode angewendet.

Für die Berechnungen wurden folgende Annahmen getroffen:

Zinssatz 1,82 %
erwartete Lohn- und Gehaltssteigerungen keine, Festbetrag
zugrunde gelegte Sterbetafel Richttafeln 2018 G von Dr. Klaus Heubeck

Bei den Rückstellungen für Altersversorgungsverpflichtungen ergibt sich zwischen dem Ansatz nach dem durchschnittlichen Marktzinssatz aus den vergangenen zehn Geschäftsjahren und dem Ansatz nach dem durchschnittlichen Marktzinssatz aus den vergangenen sieben Geschäftsjahren ein Unterschiedsbetrag im laufenden Geschäftsjahr in Höhe von Euro 3.252,00.

Die Pensionsrückstellung wurde gem. § 246 Abs. 2 S. 2 HGB zum Bilanzstichtag mit dem Erfüllungsbetrag von Euro 447.327,00 ausgewiesen.

Verrechnung von Vermögensgegenständen und Schulden

Für die Saldierung von Schulden aus Langzeitkonten mit verrechnungsfähigen Vermögenswerten wurden folgende Werte ermittelt:

Verrechnung von Vermögensgegenständen und Schulden Euro
Erfüllungsbetrag der Schulden (Langzeitkonten / Wertguthaben) 326.040,00
Anschaffungskosten der verrechneten Vermögenswerte 326.040,00
Zeitwert der verrechneten Vermögenswerte 313.199,19
verrechnete Aufwendungen 1.664,95
verrechnete Erträge 0,00

Angaben und Erläuterungen zu Rückstellungen

Im Posten sonstige Rückstellungen sind die nachfolgenden nicht unerheblichen Rückstellungsarten enthalten.

Tantieme-Rückstellung 338.253,30 €
Gewährleistungsrückstellung 115.200,00 €
Rückstellung für Provisionen 115.000,00 €
Rückstellung für Regresse bei Vertragsabwicklungen 66.000,00 €
Rückstellung für Lohnsteuer + SV-Beiträge lt. LSt-Prüfung 100.000,00 €

Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen

Der Gesamtbetrag der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen beträgt Euro 849.308,71 (VJ: Euro 930.058,27), davon Verbindlichkeiten an verbundene Unternehmen in Höhe von Euro 5.662,07 (VJ: Euro 3.260,28).

Haftungsverhältnisse aus nicht bilanzierten sonstigen finanziellen Verpflichtungen

Neben den in der Bilanz ausgewiesenen Verbindlichkeiten bestehen in Höhe von TEuro 234 jährlich sonstige finanzielle Verpflichtungen aus Miet-, Wartung- und Leasingverträgen.

Risiken ergeben sich aus der Verpflichtung zur Zahlung der Miete.

Die Vorteile bestehen in der Streckung der Liquiditätsbelastung und einer flexiblen Immobiliennutzung.

Betrag der Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit bis zu 1 Jahr und mehr als 1 Jahr

Verbindlichkeitenspiegel

Restlaufzeit von
Gesamtbetrag
EUR
bis zu 1 Jahr
EUR
1 bis 5 Jahre
EUR
a) erhaltene Anzahlungen 269.822,60 269.822,60
b) Verindlichkeiten aus Lieferungen und Leisteungen 849.308,71 849.308,71
c) Verbindlichkeiten gg. verbundenen Unternehmen 241.433,84 241.433,84
d) sonstige Verbindlichkeiten 140.178,73 140.178,73
1.500.743,88 1.500.743,88

Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

Außergewöhnliche Aufwendungen und Erträge

In den sonstigen betrieblichen Erträgen ist die Anpassung in Höhe von T€ 21 enthalten.

Steuern vom Einkommen und Ertrag

Die Steuern betreffen das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit.

Sonstige Angaben

Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahrs beschäftigten Arbeitnehmer

Die nachfolgenden Arbeitnehmergruppen waren während des Geschäftsjahres im Unternehmen beschäftigt:

Arbeitnehmergruppen Zahl
Vorstände 3
Technische Angestellte 39
Kaufmännisch Angestellte 56
Die Gesamtzahl der durchschnittlich beschäftigten Arbeitnehmer beträgt damit 113
zuzüglich Auszubildende 15

Namen der Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats

Während des abgelaufenen Geschäftsjahrs gehörten die folgenden Personen dem Vorstand an:

Walter Berchtenbreiter ausgeübter Beruf: Vorstand, Dillingen
Matthias Pausewang ausgeübter Beruf: Vorstand, Dillingen
Benjamin Berchtenbreiter ausgeübter Beruf: Vorstand, Dillingen

Dem Aufsichtsrat gehörten folgende Personen an:

Horst Maier-Hunke ausgeübter Beruf: ehem. Geschäftsführer der Fa. DURABLE HUNKE & JOCHHEIM GmbH & Co. KG, Iserlohn
- Aufsichtsratsvorsitzender-
Renate Berchtenbreiter ausgeübter Beruf: kfm. Angestellte, Dillingen
Alfred Pausewang ausgeübter Beruf: Geschäftsführer der Fa. Reitzner Absatz-
finanzierung GmbH, Dillingen

Die Gesamtbezüge der Organmitglieder wurden gem. § 286 Abs. 4 HGB nicht angegeben.

Vorschlag bzw. Beschluss zur Ergebnisverwendung

Der Vorstand schlägt in Übereinstimmung mit dem Aufsichtsrat die folgende Ergebnisverwendung vor:

Der Jahresüberschuss beträgt Euro 856.242,61.

An die Vorzugsaktionäre werden 0,04 Euro je Aktie ausgeschüttet.

Von dem verbleibenden Bilanzgewinn wird ein Betrag von 1,14 Euro je Aktie ausgeschüttet. Der restliche Bilanzgewinn wird auf neue Rechnung vorgetragen.

Angaben über Zahl und Nennbetrag der Aktien

Namensaktien: Stück 480.000,00 Euro 480.000,00
Vorzugsaktien: Stück 120.000,00 Euro 120.000,00

 

Dillingen, im Mai 2024

gez. Walter Berchtenbreiter

gez. Matthias Pausewang

gez. Benjamin Berchtenbreiter

Bericht des Aufsichtsrates

1. Sitzung 2024

In dem Berichtsjahr 2023 hat sich der Aufsichtsrat eingehend mit der Geschäftslage, der finanziellen Situation und den Investitionsvorhaben des Unternehmens befasst und sich über den Geschäftsgang unterrichtet. Die Geschäftsführung des Vorstandes wurde laufend überwacht und beratend begleitet.

Mündliche und schriftliche Berichterstattung durch den Vorstand in Sitzungen des Aufsichtsrates sowie laufende Informationen über alle relevanten geschäftspolitischen Vorgänge gaben dem Aufsichtsrat detaillierten Einblick in die aktuellen Entwicklungen und Tätigkeit der Gesellschaft.

Insbesondere findet eine ausführliche Berichterstattung des Vorstandes in den turnusmäßigen Sitzungen des Aufsichtsrates statt, in welchen der Aufsichtsrat mit dem Vorstand in regelmäßigen Abständen Geschäftsentwicklung, Planung und Unternehmensstrategie sowie die Risikolage erörtert. Sofern erforderlich, erstattet der Vorstand dem Aufsichtsrat über die regelmäßigen Berichte hinaus auch zwischen den Sitzungen zu aktuellen Vorfällen oder Vorhaben Bericht. Darüber hinaus hat sich der Vorsitzende des Aufsichtsrates regelmäßig außerhalb der Aufsichtsratssitzungen mit dem Vorstand ausgetauscht und beraten.

Der Jahresabschluss und Lagebericht der reitzner AG ist von Düll & Partner, Steuerberatungsgesellschaft, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, geprüft worden und hat den uneingeschränkten Bestätigungsvermerk erhalten.

Dabei stellte der Abschlussprüfer auch fest, dass der Vorstand die im § 91, Abs. 2, AktG, geforderten Maßnahmen in geeigneter Form getroffen hat und dass das Risikoüberwachungssystem geeignet ist, gefährdende Entwicklungen frühzeitig zu erkennen.

Der Aufsichtsrat hat den Jahresabschluss, den Lagebericht und den Abhängigkeitsbericht der reitzner AG unter Hinzuziehung des Abschlussprüfers geprüft. Er erhebt nach dem abschließenden Ergebnis seiner Prüfung keine Einwendungen und stimmt dem Ergebnis des Abschlussprüfers zu.

Der Aufsichtsrat schlägt den Aktionären vor, den vom Vorstand aufgestellten Jahresabschluss festzustellen und dem Vorstand Entlastung zu erteilen.

Der Aufsichtsrat dankt dem Vorstand und allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für ihren engagierten und erfolgreichen Einsatz im Geschäftsjahr 2023.

 

Dillingen, 25.06.2024

gez. Alfred Pausewang, stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender

gez. Renate Berchtenbreiter, kaufm. Angestellte

sonstige Berichtsbestandteile

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 25.06.2024 festgestellt.

Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

An die reitzner AG

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der reitzner AG - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der reitzner AG für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

• entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und

• vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Sonstige Informationen

Die gesetzlichen Vertreter sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen den Bericht des Aufsichtsrats.

Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab.

Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die oben genannten sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen

• wesentliche Unstimmigkeiten zum Jahresabschluss, zum Lagebericht oder zu unseren bei der Prüfung erlangten Kenntnissen aufweisen oder

• anderweitig wesentlich falsch dargestellt erscheinen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

• identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

• gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

• beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

• ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

• beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

• beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

• führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Nördlingen, 10. Juni 2024

Düll & Partner mbB
Steuerberatungsgesellschaft
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Gunther Düll, Wirtschaftsprüfer

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