Stammdaten

Register
Amtsgericht Düren HRB 942
Eingetragen
11.2.1982
Branche
Tätigkeiten der Großhandelsvermittlung von KraftwagenTätigkeiten der Großhandelsvermittlung von Kraftwagenteilen und -zubehörEinzelhandel mit Kraftwagen mit einem zulässigen Gesamtgewicht von 3,5 t oder weniger
Gegenstand
die Ausübung des Gewerbes zur Instandsetzung von Kraftfahrzeugen aller Art, die Vermittlung von Neufahrzeugen, der Vertrieb von Gebrauchtfahrzeugen, Kraftfahrzeug-Ersatzteilen und Zubehör sowie alle sonstigen Geschäfte, die mit dem Kraftfahrzeugwesen in Zusammenhang stehen.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

Daten zu wirtschaftlich Berechtigten sind nur für registrierte Nutzer zugänglich.

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

52355 Düren, Berzbuirer Straße 222
99300
99.30%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

AUTOHAUS HERTEN GMBH

Düren

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht

Geschäftsverlauf und Lage der Gesellschaft

Die Autohaus Herten GmbH wurde 1938 gegründet und hat den Status autorisierter Mercedes Benz Service und Vermittlung.

Das Angebot des Unternehmens erstreckt sich auf die Bereiche Vermittlung von Neufahrzeugen, An- und Verkauf von Jahres- und Gebrauchtwagen, Ersatzteile und Zubehörverkauf sowie Service und Reparaturen an Personen- und Nutzfahrzeugen der Marken Mercedes Benz und Smart. Neben dem Hauptbetrieb in Düren wurden im Geschäftsjahr 2023 der Filialbetrieb in Merzenich-Girbelsrath betrieben. Im regionalen Umfeld zählen zur Unternehmensgruppe darüber hinaus zwei weitere Autohäuser in der Eifelregion sowie ein lokales Autowaschcenter.

Die Weltwirtschaft hat sich nach dem turbulenten Jahr 2022, welches im Wesentlichen von dem seit Februar 2022 andauernden Ukrainekrieg, der Inflationsentwicklung und stark gestiegener Energiepreise geprägt war, im abgelaufenen Jahr 2023 insgesamt zwar positiv, aber regional unterschiedlich entwickelt. Dem positiven Effekt von niedrigeren Energie- und Rohstoffpreisen standen Erhöhungen der Leitzinsen durch die Zentralbanken gegenüber, die die Nachfrage und den Konsum negativ beeinflusst hat.

Die Wirtschaft in der Eurozone erholte sich im Jahr 2023 zwar zunächst wieder, nachdem die negativen Auswirkungen der Corona-Pandemie weitestgehend überwunden waren und sich die Energiepreise wieder stabilisierten. Jedoch wurde die Entwicklung erheblich durch die weiterhin durchschnittlich hohen Inflationsraten, des gestiegenen Zinsniveaus und der schwachen Entwicklung in der Industrie gedämpft, so dass im Euroraum lediglich ein Wachstum von 0,5% zu verzeichnen war.

Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt in Deutschland ist in 2023 sogar um rd. 0,3% (Quelle: www.statisitca.de/DE/Presse/...) gesunken. Die Inflationsrate lag in Deutschland im Schnitt mit 5,9% zwar niedriger als im Vorjahr, aber weiterhin auf einem recht hohen Niveau.(Quelle:https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/2024/01/PD24_020_611.html).

Wie die Mercedes-Benz Group in ihrem Geschäftsbericht für das Jahr 2023 ausführt, entwickelte sich der PkW-Markt entgegen den schwierigen Rahmenbedingungen, insbesondere bedingt durch die Normalisierung der Automobilproduktion und vorhandener Auftragspolster, deutlich über dem Vorjahresniveau. Der europäische Markt verzeichnete ein deutliches Wachstum von 14%.

Die Mercedes-Benz Group konnte in 2023 im Geschäftsfeld Mercedes-Benz Cars das Niveau des Vorjahres insgesamt leicht steigern. Während in Europa rund 6,6 % mehr Einheiten verkauft werden konnte, lag das Absatzwachstum in Deutschland bei rund 9%. (Quelle: Geschäftsbericht 2023 der Mercedes-Benz Group).

Zum Geschäftsverlauf und zur Lage unseres Unternehmens wird im Einzelnen ausgeführt:

Ertragslage

Unsere Ertragslage ist durch die Vermittlung von Neufahrzeugen, den Verkauf von Gebrauchtfahrzeugen, von Zubehör- und Ersatzteilen und Werkstattleistungen gekennzeichnet.

Die schwierigeren wirtschaftlichen Rahmenbedingungen gepaart mit der Inflation haben unseren Jahresstart 2023 entgegen den Erwartungen kaum beeinflusst. Die Absätze in der ersten Jahreshälfte im Bereich Neu- und Gebrauchtfahrzeuge lagen sogar leicht über dem Vergleichszeitraum 2022.

Die positive Umsatz- und Ertragssituation hat sich erfreulicherweise auch im weiteren Verlauf des Geschäftsjahres 2023 fortgesetzt, wobei bereits zum Ende des Geschäftsjahres eine leichte Kaufzurückhaltung zu erkennen war.

Der After Sales Bereich startete verhalten in das neue Jahr, was vor allem auf den Neustart des LKW-Betriebs im ersten Halbjahr 2023 nach dem Brand im November 2022 zurückzuführen ist. Die Situation hat sich im Verlaufe des ersten Halbjahres jedoch schnell wieder erholt, wobei der Betrieb bedingt durch den Aufbau von Provisorien im Werkstatt-, Lager- und Verwaltungsbereich nur unter erschwerten Bedingungen wieder aufgenommen werden konnte.

Im Hinblick auf die Situation im LkW-Betrieb konnten die Arbeiten zur Behebung der Brandschäden am Gebäude und den Einrichtungen im Geschäftsjahr 2023 noch nicht vollständig abgeschlossen werden. Die Aufwendungen durch die entstandenen Sachschäden sowie die Betriebsunterbrechung konnten durch die Versicherungsleistungen nahezu vollständig ausgeglichen werden. Die endgültige Abrechnung des Brandschadens mit der Versicherungsgesellschaft steht noch aus.

Als finanzielle Leistungsindikatoren verwenden wir insbesondere den Umsatz, das Rohergebnis sowie das Jahresergebnis vor und nach Steuern.

Die Geschäftsentwicklung für das abgelaufene Jahr 2023 kann insgesamt als sehr positiv beurteilt werden. Im Ergebnis konnten wir ein neues Umsatzrekordhoch erreichen. Die Umsätze sowie die Gesamtleistung fallen im Vergleich zum Vorjahr um 6,5 % höher aus. Ursächlich für diese Entwicklung waren insbesondere Absatzsteigerungen im Bereich der Gebrauchtfahrzeuge sowie im Bereich Service bzw. Teile/Zubehör.

Im Verhältnis zur Gesamtleistung ist der Materialaufwand ebenfalls gestiegen. Der Materialaufwand erhöhte sich um rd. TEuro 1.672,9 bzw. 7,3%.

Der Rohgewinn I (Ergebnis aus Gesamtleistung abzüglich des Materialaufwands) ist im Vergleich zum Vorjahr damit um ca. TEuro 366,4 von TEuro 8.281,8 auf TEuro 8.648,2 gestiegen.

Die sonstigen betrieblichen Erträge beinhalten als Einmaleffekt Versicherungserstattungen aus dem Brandschaden im Lkw-Betrieb in Höhe von rd. TEuro 837,7 (Vorjahr: TEuro 405,5), was den Anstieg im Vergleich zum Vorjahr um rd. 39,5 % erklärt. Die Aufwendungen aus dem Brandschaden belaufen sich ohne Berücksichtigung der Absatzeinbußen aufgrund des Betriebsausfalls in 2023 auf rd. TEuro 332,8 (Vorjahr: TEuro 474,6).

Die Personalkosten sind mit TEuro 4.657,5 insbesondere aufgrund von Lohnerhöhungen gegenüber dem Vorjahr (TEuro 4.469,4) leicht um 4,2% gestiegen.

Die übrigen Aufwendungen sind insbesondere aufgrund der geringeren Aufwendungen im Zusammenhang mit dem Brandschaden nahezu unverändert geblieben.

Das negative Finanzergebnis hat sich insbesondere aufgrund von Darlehenstilgungen und im Vergleich zum Vorjahr geringeren Fahrzeugfinanzierungskosten leicht positiv entwickelt.

Unter Berücksichtigung des Einmaleffekts der Versicherungserstattung aus dem erlittenen Brandschaden und des höheren Rohertrags konnte das Vorjahresergebnis vor Steuern um TEuro 485,5 gesteigert werden. Im Geschäftsjahr 2023 beläuft sich das Jahresergebnis nach Steuern auf Euro 840.865,17 (Vorjahr: Euro 509.450,27), welches deutlich über den Erwartungen liegt.

Vermögenslage und Kapitalstruktur

Die Bilanzsumme ist im Vergleich zum Vorjahr insbesondere aufgrund eines deutlichen Abbaus des Bestands an fremdfinanzierten Gebrauchtfahrzeugen zum Stichtag um TEuro 1.111,2 bzw. 12,3 % gesunken. Die Vermögensstruktur hat sich dabei leicht zugunsten des langfristigen Vermögens geändert.

Im Jahr 2023 haben wir insgesamt Investitionen in einem Gesamtumfang von ca. TEuro 1.676,2 (Vorjahr TEuro 1.906,5) durchgeführt. Der Schwerpunkt unserer Investitionstätigkeit bildete wiederum die Anschaffung von Vorführ- und Geschäftsfahrzeugen.

Die Gesellschaft verfügt über langfristige Vermögenswerte (ohne längerfristige Forderungen) in Höhe von TEuro 1.948,6 (Vorjahr TEuro 1.722); dies entspricht 24,6 % (Vorjahr 19,1 %) der Bilanzsumme. Auf die kurzfristigen Vermögenswerte entfallen somit ca. 75,4 % (=TEuro 5.984), wobei von diesem Betrag ein Betrag in Höhe von TEuro 4.170 (Vorjahr TEuro 5.944) auf den Warenbestand entfällt.

Die Kapitalstruktur hat sich insbesondere aufgrund von geringeren Fahrzeugbestandsfinanzierungen sowie Tilgungsleistungen zugunsten des langfristigen Kapitals verändert. Das kurzfristige Fremdkapital sank von 41,9 % im Vorjahr auf nunmehr 33,3%. Die Eigenkapitalquote ist im Vergleich zum Vorjahr von 50,7 % im Vorjahr auf ca. 62,1 % gestiegen.

Der überwiegende Teil der Verbindlichkeiten (ca. 87,4 %; Vorjahr 84,8 %) hat eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr.

Unsere Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen betragen zum Bilanzstichtag unverändert ca. 13,2 % der Bilanzsumme und werden regelmäßig innerhalb der vorgegebenen Zahlungsfristen beglichen.

Kurzfristiger Liquiditätsbedarf kann sowohl aus ausreichenden Kreditlinien bei den Banken als auch durch Gesellschafterbeiträge gedeckt werden.

Die kurzfristigen Verbindlichkeiten sowie die Rückstellungen sind durch liquide Mittel, kurzfristigen Forderungen sowie durch den Bestand an Gebrauchtwagenfahrzeugen gedeckt.

Unsere Finanzlage ist als gesichert zu bezeichnen.

Unser Finanzmanagement ist darauf ausgerichtet, Verbindlichkeiten innerhalb der Zahlungsfrist zu begleichen und Forderungen innerhalb des Zahlungsziels zu vereinnahmen.

Insgesamt kann die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage unserer Gesellschaft als zufriedenstellend bezeichnet werden.

Prognosebericht

Trotz sinkender Inflationsraten beeinflusst das hohe Zinsniveau und die damit verbundene Verteuerung von Finanzierungskosten sowie ein anhaltend hohes Preisniveau die wirtschaftliche Entwicklung in Deutschland in zunehmendem Maße.

Das Ifo-Institut rechnet in der Gemeinschaftsherbst-Konjunkturprognose vom September 2024 für Deutschland mit einem Rückgang des Bruttoinlandsprodukts von rd. 0,1 % bei einer Inflationsrate von 2,2 % in 2024 https://www.ifo.de/fakten/2024-09-26/ gemeinschafts-diagnose-herbst-2024-deutsche-wirtschaft-im-umbruch-konjunktur-und...).

In der weiteren Entwicklung wird damit gerechnet, dass die wirtschaftliche Entwicklung in den kommenden Jahren 2025 und 2026 sich wieder erholen wird und die privaten Konsumausgaben wieder steigen werden, insbesondere aufgrund gestiegener Löhne und der nach wie vor guten Beschäftigungssituation. Mit einer schwungvollen Erholung wird jedoch vor dem Hintergrund des Strukturwandels, insbesondere der Dekarbonisierung, der Digitalisierung und des demographischen Wandels, sowie des starken Wettbewerbs aus China nicht gerechnet. Dabei wird jedoch auf das Risiko eines weiteren Anstiegs der Verunsicherung bezüglich der wirtschaftspolitischen Rahmenbedingungen und der strukturellen Anpassungsprozesse mit negativen Auswirkungen auf den privaten Konsum und der Investitionsneigung von Unternehmen hingewiesen.

Im ersten Halbjahr 2024 machte sich auf den Pkw-Märkten die schwächere Nachfrage nach PkW bemerkbar. Wie die Mercedes-Benz Group in ihrem Zwischenbericht für das zweite Quartal 2024 ausführt, verzeichnete im ersten Halbjahr 2024 das Segment Mercedes Benz Cars insgesamt einen Absatzrückgang von 6% im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. In Deutschland betrug der Absatzrückgang sogar 16%.

Auch für das gesamte Jahr 2024 rechnet die Mercedes-Benz Group mit einer schwächeren Nachfrage von Kundenseite. Dennoch wird noch mit einem leichten Zuwachs des Marktvolumens im PkW-Markt gerechnet. Jedoch wird auf die Unsicherheit in der Entwicklung der Automobilmärkte hingewiesen, insbesondere im Hinblick auf unerwartete makroökonomische Bedingungen sowie auf geopolitische und handelspolitische Ereignisse, die die Geschäftsentwicklung der Mercedes-Benz Group beeinflussen können (Quelle: Zwischenbericht Q2-2024 der Mercedes-Benz Group).

Die schwierigeren wirtschaftlichen Rahmenbedingungen gepaart mit einer schwächeren Nachfrage auf Kundenseite hat auch unsere bisherige Geschäftsentwicklung des laufenden Geschäftsjahres 2024 beeinflusst. Die Absätze sind in den ersten acht Monaten des Geschäftsjahres 2024 im Bereich Neu- und Gebrauchtfahrzeuge um rd. 10% gesunken.

Der After Sales Bereich entwickelte sich bisher hingegen stabil und lag leicht über dem Niveau des Vorjahreszeitraums. Dabei ist jedoch zu berücksichtigen, dass das Vorjahr 2023, bedingt durch den Brandschaden im LkW-Betrieb und dem Neustart des LKW-Betriebs im ersten Halbjahr 2023, negativ beeinflusst wurde.

Insgesamt lag der Umsatz in den ersten acht Monaten des Jahres 2024 um rd. 6 % unter dem Vorjahreszeitraum. Bei leicht gestiegenen Personalkosten, aber geringeren Materialkosten hat sich das bisherige Jahresergebnis 2024 vor Steuern im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um rd. 58,9 % vermindert.

Im Hinblick auf die Situation im LkW-Betrieb sind die Arbeiten zur Behebung der Brandschäden am Gebäude und den Einrichtungen noch nicht abgeschlossen. Die endgültige Abrechnung des Brandschadens mit der Versicherungsgesellschaft steht noch aus.

Durch die schwierige Situation um das Rekrutieren von Fachkräften haben wir im After-Sales-Bereich die Serviceverantwortlichkeiten verändert. In der Übergangsphase kam es daher zu Umsatzrückgängen. Darüber hinaus wurde eine hohe Investition in die papierlose Serviceabwicklung getätigt. Hier war die Einführungsphase für die Mitarbeiter herausfordernd.

Für den weiteren Verlauf rechnen wir im After Sales-Bereich trotz der weiterhin schwierigen Liefersituation von Ersatzteilen und höherer Qualität der aktuellen Fahrzeuge wegen verkürzter Wartungsintervalle, erhöhter Fahrleistungen, Rückrufe älterer Fahrzeuge und Ausbau von Zusatzgeschäft dennoch mit einer weiterhin stabilen Entwicklung.

Durch die Umstellung des Herstellers auf das Agenturmodell ist der Standort in Düren durch ein umsatzabhängiges Mietmodell ab dem 01.06.2023 im Neuwagengeschäft eingebunden. Hier zeigt sich durch die damit verbundene Konditionenanpassung ein deutlicher Einbruch der Erträge. Die Ertragssituation im Gebrauchtwagenhandel ist durch die Rückkehr zu einen Käufermarkt stark unter Druck geraten. Im Bereich der Neu - und Gebrauchtfahrzeuge rechnen wir daher für den weiteren Verlauf des Jahres 2024 mit einem weiteren Rückgang des Absatzniveaus.

Außer den Reparaturarbeiten im LkW-Betrieb und den Investitionen in die papierlose Serviceabwicklung sind ansonsten keine bedeutsamen Investitionen in 2024 erfolgt bzw. im weiteren Jahresverlauf 2024 geplant.

Im Verhältnis zum Geschäftsverlauf des Geschäftsjahres 2022, welches erst zum Ende des Jahres vom Brandschadenereignis beeinflusst wurde, rechnen wir daher für das Geschäftsjahr 2024 vorsichtig bei um 20% geringeren Umsatzerlösen und um 40% geringerem Rohertrag mit einem Ergebnis nach Steuern, welches sich um rd. 50% unter dem Niveau des Geschäftsjahres 2022 bewegen wird.

Die Liquiditätslage war und ist durch eigene Reserven und ausreichende Linien stabil.

Wir sehen die weitere Entwicklung über das Geschäftsjahr 2024 hinaus vor dem Hintergrund der von Unsicherheiten und Zurückhaltung geprägten Nachfragesituation bei den Verbrauchern, des hohen Preisniveaus sowie die weiterhin bestehenden Unsicherheiten im Hinblick auf die künftigen wirtschaftspolitischen Rahmenbedingungen und der gestiegenen Zinsen weiterhin verhalten. Neben der nach wie vor schwierigen Liefersituation von Fahrzeugen und Ersatzteilen gehen wir davon aus, dass sich die wirtschaftliche Schwächephase und das hohe Preis- und Zinsniveau weiter negativ auf das Kaufverhalten unserer Kunden auswirken werden.

Darüber hinaus rechnen wir aufgrund der Mitte des Jahres 2023 erfolgten Umstellung des Neuwagenvertriebs vom Händler- auf das Agenturmodell damit, dass die künftige Erlössituation in diesem Bereich aufgrund des Mietmodells weiterhin abnehmen wird.

Neben dem Ausbau der Ladeinfrastruktur an unseren Standorten sind weiterhin Investitionen im Bereich der Energieeinsparungen vakant. Da allerdings im Bereich Photovoltaik, Solarthermie, LED-Beleuchtung und Heizung in den vergangenen Jahren investiert wurde, beschränken sich diese Investitionen auf die optimale Steuerung der vorhandenen Anlagen.

Auch die Elektrifizierung des Herstellers bzw. der Verkauf von elektrisch betriebenen Fahrzeugen nimmt weiter Fahrt auf, wobei die Dynamik der weiteren Entwicklung von den wirtschaftspolitischen Rahmenbedingungen abhängt. Die daraus resultierenden Auswirkungen auf den Service sind derzeit noch zu vernachlässigen. An zwei Standorten der Herten Unternehmensgruppe sind die EQ-Serviceverträge mit dem Hersteller geschlossen worden und die Anforderungen somit erfüllt.

Die Personalkosten werden in 2025 im Vergleich zum Vorjahr aufgrund von Lohnerhöhungen weiter leicht ansteigen.

Ansonsten wird unsere Aufwandsstruktur im operativen Geschäft keine nennenswerten Änderungen erfahren. Wir arbeiten weiter daran, dass über die diversen Standorte der Unternehmensgruppe weitere Synergieeffekte generiert werden können, die zu einer Optimierung unserer Kostenstruktur beitragen.

Vor dem Hintergrund einer wahrscheinlich anhaltenden Nachfrageschwäche und einer inflationsbedingten, höheren Kostensituation gehen wir für das Geschäftsjahr 2025 zwar von einem positiven Ergebnis aus. Die guten Jahresergebnisse der vergangenen Geschäftsjahre werden wir voraussichtlich jedoch nicht mehr erreichen. Für das Geschäftsjahr 2025 rechnen wir vorsichtig mit einem Ergebnis nach Steuern, welches sich leicht über dem erwarteten Ergebnisniveau des Geschäftsjahres 2024 bewegen wird.

Sollte sich die wirtschaftliche Gesamtsituation im Allgemeinen wieder verbessern, rechnen wir aufgrund unserer Marktstellung auch in Zukunft mit positiven Ergebnissen. Vor dem Hintergrund der Unsicherheitsfaktoren im Hinblick auf die weitere wirtschaftliche Entwicklung und den wirtschaftspolitischen Rahmenbedingungen kann allerdings eine verlässliche Prognose über die Entwicklung der Geschäftsjahre 2025 hinaus nicht getroffen werden. Es ist jedoch zu erwarten, dass wir auch zukünftig in der Lage sein werden, unseren Zahlungsverpflichtungen fristgerecht nachzukommen. Durch unsere gesunde Eigenkapitalstruktur, gruppeninterner Finanzierungsmöglichkeiten und ausreichend Linien bei unseren Geschäftsbanken ist die zukünftige Finanzierung gewährleistet.

Bericht über Chancen und Risiken

Das bedeutsamste Risiko sehen wir in einem rückläufigen Absatz bedingt durch die von Unsicherheiten geprägten, politischen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen. Vor allem hohe Inflationsraten, hohe Energiepreise und Zinsen führen zu einem Kaufkraftverlust und können sich negativ auf die Absatzentwicklung und damit auf unsere Ergebnisentwicklung auswirken.

Die inflationsbedingten Nachfragerückgänge können wir nur bedingt bis gar nicht beeinflussen. Auf der Kostenseite versuchen wir einerseits, weitere Synergieeffekte innerhalb der Unternehmensgruppe zu heben. Andererseits bilden unsere Investitionen in energiesparende Technik in den vergangenen Jahren eine gute Grundlage dafür, einen Anstieg der Energiekosten abzufedern.

Ein weiteres Absatzrisiko sehen wir in einem zunehmenden Wettbewerbs- und Preisdruck, insbesondere im Bereich der Elektrofahrzeuge, die von Herstellern aus dem asiatischen Raum zu erschwinglicheren Preisen angeboten werden als Fahrzeuge deutscher Hersteller. Aber auch die geringere Marktakzeptanz, insbesondere aufgrund des Wegfalls staatlicher Förderprogramme, hoher Energiekosten und der Unsicherheiten bei den Verbrauchern im Hinblick auf die Auswirkungen und Folgen der Energiewende, kann sich künftig negativ auf die Absatzentwicklung auswirken. Auch wenn unser Kernabsatz nach wie vor vom Verkauf von Fahrzeugen mit Verbrennungsmotoren geprägt ist, kann die vorhandene Unsicherheit zu einer generellen Kaufzurückhaltung bei unseren Kunden führen, was unser Absatzgeschäft insgesamt negativ beeinflussen kann.

Zudem besteht weiterhin das Risiko, dass es insbesondere aufgrund der vorhandenen, geopolitischen Konflikte zu herstellerseitigen Lieferengpässen kommt und zu weiteren Absatzeinbußen bei der Vermittlung von Neufahrzeugen und im Bereich des After-Sales führt. Das Risiko wird jedoch durch den Verkauf von Gebrauchtfahrzeugen als eines der Schwerpunkte unserer Vertriebsaktivitäten einerseits und einer vorausschauenden Lagerhaltung andererseits minimiert.

Auf dem Beschaffungsmarkt können sich ein Mangel an Gebrauchtfahrzeugbeständen, höhere Beschaffungspreise für Gebrauchtfahrzeuge sowie herstellerseitig höhere Kosten für Ersatz- und Werkstattteile negativ auf die Ergebnisentwicklung unseres Unternehmens auswirken. Eine Verteuerung der Produkte kann zu einem Absinken der Gewinnmargen führen, da die Preiserhöhungen nicht oder nicht im vollen Umfang an die Kunden weitergegeben werden können. Darüber hinaus könnte es bei einer Verteuerung zu einem Nachfragerückgang nach unseren Produkten und Dienstleistungen kommen.

Infolge des Zinsanstiegs werden sich die Finanzierungskosten von Investitionen insbesondere in die Fahrzeugbestände weiter erhöhen und sich negativ auf das Ergebnis unseres Unternehmens niederschlagen. Der Anstieg hat sich schon im Geschäftsjahr 2022 bemerkbar gemacht. In diesem Zusammenhang haben wir im Rahmen des Finanzmanagements bereits im Geschäftsjahr 2023 verstärkt darauf geachtet, den externen Finanzierungsrahmen für notwendige Investitionen möglichst gering zu halten.

Ein weiteres Risiko besteht weiterhin in der Entwicklung der Gebrauchtwagenmärkte, insbesondere im Hinblick auf künftige Regelungen zur Verminderung von Emissions- und Verbrauchswerten, mit negativen Auswirkungen auf die Restwerte von Fahrzeugbeständen. Diesem Risiko begegnen wir mit einer kontinuierlichen Überwachung des Marktes, mit gegebenenfalls strategischen Preisanpassungen und verkaufsfördernde Maßnahmen sowie mit einer situationsbedingten Regulierung unseres Fahrzeugbestands.

Hinsichtlich des Risikos eines künftig zunehmenden regionalen Wettbewerbs hat sich dieses in den vergangenen Jahren dahingehend minimiert, als dass drei Wettbewerber an strategisch für unser Unternehmen günstigen Standorten weggefallen sind. Durch die Positionierung der Standorte, der Ausweitung der Absatzgebiete durch Erweiterung der Herten Unternehmensgruppe sowie das permanente Anpassen der Standorte an die aktuellen Anforderungen unseres Vertriebspartners bzw. des Marktes betrachten wir unsere Marktposition als gefestigt, die wir durch konsequente Fortführung unserer operativen Strategie weiter ausbauen wollen.

Ein weiteres Risiko sehen wir in der Zukunft weiterhin in dem sich verschärfenden Fachkräftemangel, insbesondere im Hinblick auf die Transformation hin zur Elektromobilität und die damit verbundenen Anforderungen an das künftige Berufsbild der Mitarbeiter im Werkstattbereich. Im Rahmen der Mitarbeitergewinnung wird es in Zukunft darum gehen, die Attraktivität des Berufsfelds und die damit verbundenen Chancen stärker zu bewerben und auf eine kontinuierliche Aus- und Fortbildung der Mitarbeiter zu setzen. Derzeit sehen wir uns im Hinblick auf unsere Mitarbeiterschaft und die Aus- und Fortbildungssituation noch als gut gerüstet, beobachten aber die Anforderungen und den Arbeitsmarkt kontinuierlich, um entsprechend reagieren zu können.

Die Strategie der stärkeren Präsenz der Unternehmensgruppe in der Region entwickelt sich wie geplant positiv.

Trotz der schwierigen wirtschaftlichen Lage sind bisher keine wesentlichen Änderungen der strategischen Ausrichtung und der Geschäftspolitik geplant. Dies ist begründet durch den starken Anteil an Dienstleistungen (Service) und der unveränderte Wunsch nach Individualmobilität.

Im Hinblick auf den Wiederaufbau des LkW-Betriebs ist in positiver Hinsicht zu vermerken, dass wir uns mit der damit verbundenen Modernisierung des Betriebs in Zukunft zeitgemäßer, nachhaltiger und vor allem kosteneffizienter aufstellen.

Die Marke Mercedes-Benz setzt weiterhin ihre Wachstumsstrategie mit der Aktualisierung der Modelle bzw. der Vorstellung neuer Baureihen weiter fort. Aufgrund dessen beurteilen wir die Absatzchancen von Mercedes-Benz im Verhältnis zu den Mitbewerbern auf dem Pkw-Markt weiterhin als durchaus positiv.

Die Liquiditätslage ist befriedigend. Engpässe sind nicht zu erwarten, da neben den liquiden Eigenmitteln ausreichend Linien bei den Geschäftsbanken zur Verfügung stehen.

Das Risiko aus Haftungsverhältnissen ist als gering einzustufen, da diese Unternehmen derzeit im Umsatz sowie im Ertrag solide und erfolgreich wirtschaften.

Zu den im Unternehmen bestehenden Finanzinstrumenten zählen im Wesentlichen Forderungen und Verbindlichkeiten.

Die Gesellschaft verfügt über ein effizientes Mahnwesen, Forderungsausfälle sind die Ausnahme. Soweit bei finanziellen Vermögenswerten Ausfall- oder Bonitätsrisiken erkennbar sind, werden entsprechende Wertberichtigungen vorgenommen.

Verbindlichkeiten werden innerhalb der vereinbarten Zahlungsfristen gezahlt.

Die Gesellschaft finanziert die Anteile des zu finanzierenden Fahrzeugbestandes überwiegend durch die Mercedes Benz Bank. Das Tagesgeschäft sowie notwendige Investitionsmittel werden durch eine regionale Geschäftsbank abgebildet, zu der eine langjährige Geschäftsbeziehung besteht.

Ziel des Finanz- und Risikomanagements der Gesellschaft ist die Sicherung gegen finanzielle Risiken jeglicher Art. Beim Finanzmanagement verfolgt das Unternehmen eine durchaus konservative Risikopolitik.

Zur Absicherung gegen das Liquiditätsrisiko und zur Aufrechterhaltung der jederzeitigen Zahlungsfähigkeit wird regelmäßig ein Liquiditätsplan erstellt, der fortlaufend an die aktuellen Gegebenheiten angepasst wird.

Risiken aus dem laufenden Geschäftsbetrieb, die den künftigen wirtschaftlichen Bestand des Unternehmens gefährden, sind derzeit nicht erkennbar.

 

Düren, den 27. September 2024

gez. Karla Herten

gez. Hans-Jörg Herten

Bilanz

Aktiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Anlagevermögen 1.948.645,50 1.721.895,00
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 48.595,00 13.622,50
II. Sachanlagen 1.900.050,50 1.708.272,50
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 1.217,00 1.358,00
2. technische Anlagen und Maschinen 102.704,50 54.775,00
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 382.846,50 312.861,50
4. Geschäfts- und Vorführfahrzeuge 1.413.282,50 1.339.278,00
B. Umlaufvermögen 5.966.367,22 7.301.568,84
I. Vorräte 4.170.847,54 5.953.690,64
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 1.268.199,99 1.259.869,53
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 527.319,69 88.008,67
C. Rechnungsabgrenzungsposten 17.417,88 20.134,35
Aktiva 7.932.430,60 9.043.598,19

Passiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Eigenkapital 4.926.322,57 4.585.457,40
I. Gezeichnetes Kapital 51.129,19 51.129,19
II. Kapitalrücklage 300.000,00 300.000,00
III. Gewinn-/Verlustvortrag 3.724.877,94
IV. Jahresüberschuss/-fehlbetrag 509.450,27
V. Bilanzgewinn 4.575.193,38
B. Rückstellungen 742.071,82 648.663,09
C. Verbindlichkeiten 2.264.036,21 3.809.477,70
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 539.413,31 1.663.065,28
2. sonstige Verbindlichkeiten 1.724.622,90 2.146.412,42
Passiva 7.932.430,60 9.043.598,19

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2023 - 31.12.2023
EUR
1.1.2022 - 31.12.2022
EUR
1. Rohergebnis 9.654.336,16 9.002.981,98
2. Personalaufwand 4.657.522,24 4.469.469,33
a) Löhne und Gehälter 3.740.152,78 3.742.598,03
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 917.369,46 726.871,30
davon für Altersversorgung 32.749,42 31.993,03
3. Abschreibungen 561.141,65 522.365,93
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 561.141,65 522.365,93
davon außerplanmäßige Abschreibungen 17.832,00
4. sonstige betriebliche Aufwendungen 3.137.402,89 3.193.021,34
5. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 3.381,39 7.017,61
davon Erträge aus Abzinsung 1.042,61
6. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 50.415,60 59.017,91
davon sonstige Zinsen und ähnliche Aufwendungen aus Abzinsung 1.405,00 817,17
7. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 399.934,00 245.986,81
8. Ergebnis nach Steuern 851.301,17 520.138,27
9. sonstige Steuern 10.436,00 10.688,00
10. Jahresüberschuss 840.865,17 509.450,27
11. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 4.234.328,21
12. Ausschüttung 500.000,00
13. Bilanzgewinn 4.575.193,38

Anhang

Allgemeine Angaben

1. Die Autohaus Herten GmbH hat ihren Sitz in Düren und ist im Handelsregister des Amtsgerichts Düren unter HRB 942 eingetragen.

2. Der vorliegende Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 ist nach den Vorschriften des Dritten Buches des HGB (§§ 238 ff.) unter Beachtung der ergänzenden Bestimmungen für Kapitalgesellschaften (§§ 264 ff. HGB) und des GmbH-Gesetzes aufgestellt worden.

Die Aufstellung des Jahresabschlusses erfolgte unter Beibehaltung der für den Vorjahresabschluss angewendeten Gliederungsgrundsätzen nach den für mittelgroße Kapitalgesellschaften geltenden Vorschriften des Handelsgesetzbuches (§§ 265 Abs. 1 Satz 2, 266 ff. HGB).

3. Posten der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung, die weder im Geschäftsjahr noch im Vorjahr einen Betrag ausweisen, werden gemäß § 265 Abs. 8 HGB nicht angegeben.

4. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren (§ 275 Abs. 2 HGB) aufgestellt.

5. Die Gesellschaft macht von den Erleichterungsvorschriften gemäß § 288 Abs. 2 HGB teilweise Gebrauch.

Aktivseite der Bilanz

1. Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist dem Anlagengitter zu entnehmen, welches als Anlage dem Anhang beigefügt ist.

2. Die Bewertung des Anlagevermögens erfolgte gemäß § 255 Abs. 1 und 2 HGB zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten abzüglich planmäßiger Abschreibungen.

Bei dem Sachanlagevermögen wurden die planmäßigen Abschreibungen nach der linearen Methode vorgenommen.

3. Bewegliche Vermögensgegenstände des Anlagevermögens bis zu einem Wert von EUR 800,00 werden im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben, und ab EUR 800,00 wieder aktiviert und über die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer abgeschrieben.

4. Bei den Vorräten wurden die fertigen Erzeugnisse und Waren zu den Anschaffungskosten bzw. mit dem niedrigeren Wert unter Berücksichtigung des strengen Niederstwertprinzips bewertet. Unfertige Erzeugnisse und unfertige Leistungen werden zu ihren Herstellungskosten bewertet. Geleistete Anzahlungen werden zum Nominalwert ebenfalls unter Beachtung des strengen Niederstwertprinzips angesetzt.

5. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind zum Nominalwert bewertet. Für zweifelhafte Forderungen wurden entsprechende Einzelwertberichtigungen vorgenommen. Sonstige Risiken sind durch angemessene Pauschalwertberichtigungen in Höhe von 1 v.H. berücksichtigt. Die Pauschalwertberichtigung wurde aktivisch abgesetzt.

6. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

lfd. Jahr Vorjahr
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 1.081.574,18 Euro 962.272,30 Euro
Sonstige Vermögensgegenstände 186.625,81 Euro 297.597,23 Euro
- davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 34.059,68 Euro 127.979,09 Euro
- davon gegenüber Gesellschaftern 4.022,33 Euro 6.481,76 Euro

Die sonstigen Vermögensgegenstände sind zum Nominalwert bewertet.

7. Kassenbestände sowie Guthaben bei Kreditinstituten werden zum Nennwert angesetzt.

Passivseite der Bilanz

1. Das Stammkapital der Gesellschaft lautet auf DM 100.000,00, dies entspricht Euro 51.129,19. Der im Bilanzgewinn ausgewiesene Gewinnvortrag beträgt zum Bilanzstichtag 3.734.328,21 Euro.

2. Die Pensionsrückstellungen werden mit dem Erfüllungsbetrag bewertet, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist (§ 253 Abs. 1 S. 2 HGB). Als versicherungsmathematische Bewertungsmethode wurde die "projected unit credit method" unter Berücksichtigung der Richttafeln von Prof. Dr. Heubeck (Richttafeln 2018G) mit einem einer Restlaufzeit von 15 Jahren entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz bewertet (§ 253 Abs. 2 S. 2 HGB). Als durchschnittlicher Marktzins der vergangenen zehn Jahre wird ein Zinssatz von 1,82 % zu Grunde gelegt, der von der Deutschen Bundesbank bekannt gegeben wurde. Lohn- und Gehaltssteigerungen werden entsprechend der Pensionszusageregelungen nicht berücksichtigt.

3. Aus der Abzinsung der Pensionsrückstellungen mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre ergibt sich im Vergleich zur Abzinsung mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre (1,74 %) ein Unterschiedsbetrag in Höhe von 224 Euro, der für Ausschüttungen gesperrt ist.

4. Die sonstigen Rückstellungen sowie die Steuerrückstellungen berücksichtigen alle bis zur Bilanzerstellung bekannt gewordenen ungewissen Verpflichtungen, die nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig sind, und werden mit dem Erfüllungsbetrag bewertet.

5. Die Verbindlichkeiten sind mit ihrem jeweiligen Erfüllungsbetrag passiviert.

lfd. Jahr
Euro
Vorjahr
Euro
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 539.413,31 1.663.065,28
- davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 254.457,55 1.085.665,67
- davon mit einer Restlaufzeit über einem Jahr 284.955,76 577.399,61
- davon mit einer Restlaufzeit größer fünf Jahre 1.380,00 4.580,00
erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 338.497,08 271.459,75
- davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 338.497,08 271.459,75
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.043.370,19 802.533,86
- davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 1.043.370,19 802.533,86
sonstige Verbindlichkeiten 342.755,63 1.072.418,81
- davon gegenüber Gesellschaftern 5.476,77 152.308,95
- davon mit einer Restlaufzeit von bis zu einem Jahr 342.755,63 1.072.418,81

Bezüglich der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in Höhe von Euro 539.413,31 bestehen Sicherheiten in Form einer Raumsicherungsübereignung für Kfz mit Abtretung der Verkaufsforderungen sowie in Form von Sicherungsübereignungen von Kraftfahrzeugen. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten beinhalten über die Mercedes-Benz Bank kurzfristig finanzierte Jahreswagenankäufe in Höhe von TEuro 44.

Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

Die sonstigen betrieblichen Erträge beinhalten Gewinne aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens in Höhe von TEuro 52 sowie Versicherungsentschädigungen im Zusammenhang mit Brandschäden in Höhe von TEuro 838.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen beinhalten Aufwendungen im Zusammenhang mit Brandschäden in Höhe von TEuro 333.

Sonstige Angaben

1. Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Zum Bilanzstichtag bestehen finanzielle Verpflichtungen aus Miet-, Pacht- und Leasingverträgen in Höhe von rd. TEuro 623. Darin enthalten sind finanzielle Verpflichtungen gegenüber Besitzunternehmen in Höhe von rd. TEuro 621.

Die Leasingverträge betreffen überwiegend Betriebs- und Geschäftsausstattung. Die Miet- und Pachtverträge betreffen die Betriebsgrundlagen des Autohauses (Werkstatt, Ausstellungs- und Verwaltungsräume) sowie die dazugehörigen Einbauten und Mobilien. Hintergrund für den Abschluss dieser Verträge sind und waren Finanzierungsaspekte sowie steuerliche Aspekte.

2. Haftungsverhältnisse

Die Gesellschaft hat selbstschuldnerische Höchstbetragsbürgschaften für Darlehensverbindlichkeiten der Geschäftsführung in Höhe von insgesamt TEuro 1.254 sowie für Darlehensverbindlichkeiten gegenüber Schwestergesellschaften in Höhe von TEuro 448 abgegeben. Nach unseren Erkenntnissen können die zugrunde liegenden Verpflichtungen des Darlehensnehmers erfüllt werden. Mit einer Inanspruchnahme ist nach unserer Einschätzung nicht zu rechnen.

3. Einzelvertretungsberechtigte Geschäftsführer waren im Geschäftsjahr 2023:

Frau Karla Herten, kaufmännische Geschäftsführerin

Herr Hans-Jörg Herten, kaufmännischer Geschäftsführer

Bezüglich der Angabe zu den Geschäftsführerbezügen wird von der Erleichterung des § 286 Abs. 4 HGB Gebrauch gemacht.

4. Im Berichtsjahr wurden durchschnittlich 44 Angestellte, 22 gewerbliche Arbeitnehmer, 13 Aushilfskräfte und 16 Auszubildende beschäftigt.

5. Es wird vorgeschlagen, den Bilanzgewinn in Höhe von 4.575.193,38 Euro auf neue Rechnung vorzutragen.

 

Düren, den 27.09.2024

gez. Karla Herten

gez. Hans-Jörg Herten

A. Anlagevermögen Anschaffungs-, Herstellungskosten 01.01.2023
Zugänge
Abgänge
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 156.520,77 40.610,96 0,00
156.520,77 40.610,96 0,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschl.der Bauten auf fremden Grundstücken 1.405,00 0,00 0,00
2. technische Anlagen und Maschinen 113.682,62 62.044,64 0,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 853.895,22 208.150,58 62.545,96
4. Geschäfts- und Vorführwagen 1.904.437,94 1.365.378,97 1.289.750,69
2.873.420,78 1.635.574,19 1.352.296,65
Summe Anlagevermögen 3.029.941,55 1.676.185,15 1.352.296,65
A. Anlagevermögen Anschaffungs-, Herstellungskosten 31.12.2023
kumulierte Abschreibungen 01.01.2023
Zugänge
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 197.137,73 142.898,27 5.638,46
197.137,73 142.898,27 5.638,46
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschl.der Bauten auf fremden Grundstücken 1.405,00 47,00 141,00
2. technische Anlagen und Maschinen 175.727,26 58.907,62 14.115,14
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 999.499,84 541.033,72 137.147,58
4. Geschäfts- und Vorführwagen 1980066,22 565.159,94 404.099,47
3.156.698,32 1.165.148,28 555.503,19
Summe Anlagevermögen 3.353.836,05 1.308.046,55 561.141,65
A. Anlagevermögen Abgänge
kumulierte Abschreibungen 31.12.2023
Buchwert 31.12.2023
Buchwert 31.12.2022
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 0,00 148.536,73 48.595,00 13.622,50
0,00 148.536,73 48.595,00 13.622,50
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschl.der Bauten auf fremden Grundstücken 0,00 188,00 1.217,00 1.358,00
2. technische Anlagen und Maschinen 0,00 73.022,76 102.704,50 54.775,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 61.527,96 616.653,34 382.846,50 312.861,50
4. Geschäfts- und Vorführwagen 402.475,69 566.783,72 1.413.282,50 1.339.278,00
464.003,65 1.256.647,82 1.900.050,50 1.708.272,50
Summe Anlagevermögen 464.003,65 1.405.184,55 1.948.645,50 1.721.895,00

sonstige Berichtsbestandteile

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 10.10.2024 festgestellt.

Bestätigungsvermerk

An die Autohaus Herten GmbH, Düren

Wir haben den Jahresabschluss der Autohaus Herten GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 01. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Autohaus Herten GmbH für das Geschäftsjahr vom 01. Januar 2023 bis zum 31.Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

• entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 01. Januar 2023 bis zum 31.Dezember 2023 und

• vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 S. 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben.

Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung.

Darüber hinaus

• identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

• gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

• beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

• ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

• beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrundeliegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

• beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

• führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrundeliegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Bonn, den 07. Oktober 2024

WIROG GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Daniel Hübner, Wirtschaftsprüfer

Vorstehender Bestätigungsvermerk bezieht sich auf den vollständigen Jahresabschluss (§ 328 Abs. 1a Satz 2 HGB)

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