Wohnheime für Menschen mit Behinderung
MV Werften Fertigmodule GmbHLiquidiert
Wendorfer Weg 5, 23966 Wismar, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Carsten J. Haake seit 18.6.2018 | Geschäftsführer |
Wirtschaftlich BerechtigteBeta
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Ungelöste Beteiligungen (1)
| Name | Anteil |
|---|---|
MV Werften Holdings GbR | 100.00% |
GesellschafterBeta
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
MV Werften Fertigmodule GmbHWismarJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2019 bis zum 31.12.2019Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 01.01.2019 bis 31.12.2019A. Geschäfts- und Rahmenbedingungen1. Allgemeines Die MV Werften Fertigmodule GmbH mit Sitz in Wismar ist ein Unternehmen der MV Werften Gruppe, einem Zusammenschluss von mehreren Unternehmen an 4 Standorten in Norddeutschland. Die MV Werften Holdings Limited mit juristischem Sitz in London und Verwaltungssitz in Wismar (MVW Holdings) hält 100 % der Anteile an der MV Werften Fertigmodule GmbH (Gesellschaft). Zwischen den beiden Gesellschaften wurde am 07. Dezember 2017 ein Gewinnabführungsvertrag geschlossen. Die MVW Holdings ist Teil des Genting Hong Kong Limited Konzerns (Genting Hong Kong), welcher an der Börse in Hong Kong gelistet ist. Die MV Werften Fertigmodule GmbH produziert am Standort Wismar Kabinen in Modulbauweise für die Schiffbauprojekte von Genting Hong Kong, welche in Deutschland an den MV Werften Standorten Wismar, Rostock und Stralsund durchgeführt werden. Die MV Werften Fertigmodule GmbH hat mit der MV Werften Fertigmodule Property GmbH einen langfristigen Mietvertrag geschlossen, um die schiffbaulichen Aktivitäten in Wismar durchführen zu können. Auf Basis von Lieferverträgen mit der MV Werften Gruppe wurden Kabinen für ein 205.000 BRZ Kreuzfahrtschiff der Global-Class und einem Luxus-Expeditionskreuzfahrtschiff der EndeavorClass, jeweils bestimmt für Redereien von Genting Hong Kong an die Standorte in Wismar, Rostock und Stralsund geliefert. 2. Gesamtwirtschaftliche Entwicklung Das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW Berlin) und das Statistische Bundesamt teilten am Anfang des Jahres 2020 mit, dass die deutsche Wirtschaft 2019 das zehnte Jahr in Folge gewachsen ist. Das Bruttoinlandsprodukt ist gegenüber dem Vorjahr um 0,6 % gestiegen. Noch vor dem Ausbruch der Corona Pandemie ist für Deutschland für das Jahr 2020 von einem Wachstum von 1,1 % ausgegangen worden. Aufgrund der schnellen und dynamischen Ausbreitung des Virus und den damit einhergehenden Restriktionen, rechnet das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWI) nun allerdings mit einem Rückgang der Wirtschaftsleistung. 3. Allgemeine Entwicklungen der Kreuzfahrtbranche und Zukunftsperspektiven Den neusten Daten des Kreuzfahrtverbandes Cruise Lines International Association (CLIA) zu Folge zeichnet sich die Kreuzfahrtbranche weiterhin durch eine weltweit anhaltende Nachfrage aus. Deutlich wird, dass ökologische Nachhaltigkeit und verantwortungsbewusstes Destinationsmanagement zunehmend an Bedeutung gewinnen. Die Entwicklung neuer Antriebe, Technologien und Verfahren zur Reduzierung der Umweltbelastung und gleichzeitiger Effizienzsteigerung besitzen für die Kreuzfahrtindustrie eine hohe Priorität. In einer Pressemitteilung vom 13. Dezember 2019 erwartete der Kreuzfahrtverband CLIA für das Jahr 2020 einen weiteren Anstieg der Passagierzahlen um 2 Millionen, auf 32 Millionen Passagiere und die Inbetriebnahme von 19 neuen Hochsee-Kreuzfahrtschiffen. Seit Mitte März 2020 führt die Covid-19 Pandemie jedoch nahezu zu einem kompletten Stillstand der weltweiten Kreuzfahrtflotte. Durch das Runterfahren des gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Lebens zur Eindämmung des Virus kam es zu weltweiten Nachfrageinbrüchen, unterbrochenen Lieferketten, Verunsicherungen bei Investoren und dramatischen Verhaltensänderungen bei den Verbrauchern. Wann die Reedereien ihre Flotten wieder auf dem Niveau der Phase vor der Pandemie in Betrieb nehmen können, ist noch nicht abschätzbar. Der allgemeine wirtschaftliche Abschwung, höhere Arbeitslosigkeit und sinkende Einkommen dürften aber zu einer schwächeren Nachfrage auch nach Kreuzfahrten führen. Auch wenn Marktbeobachter davon ausgehen, dass börsennotierte Kreuzfahrtunternehmen mittelfristig genügend Liquidität hätten, um auch eine Phase mit nahezu keinen Umsätzen bis ins zweite Quartal 2021 durchzuhalten, würde es sich negativ auf die Bestellungen von Neubauaufträgen auswirken. Zukünftig werden neue Hygienemaßnahmen, neue Technologien und Notfallpläne, zur Verhinderung von Neuinfektionen, die Kreuzfahrtindustrie bestimmen. 4. Geschäftsverlauf der Gesellschaft Das aktuelle Geschäftsjahr ist weiterhin stark durch Anlaufkosten belastet. Das Geschäftsjahr 2019 war im Wesentlichen durch folgende Sachverhalte geprägt:
Das Geschäftsjahr 2019 wurde mit einem negativen Ergebnis vor Ergebnisabführung in Höhe von EUR 7,8 Mio. abgeschlossen, welches von der MVW Holding im Rahmen des bestehenden Ergebnisabführungsvertrages übernommen wurde und als Forderung gegen den Gesellschafter ausgewiesen ist. Wesentliche Gründe für das negative Ergebnis waren:
Generell kann festgestellt werden, dass das Werk Ende 2019 auf die geplante Kapazität erfolgreich hochgefahren werden konnte und somit der Unternehmensaufbau abgeschlossen ist. 4.1. Personal Der Personalaufbau bei der MV Werften Fertigmodule GmbH wurde im Jahr 2019 konsequent weitergeführt. In Summe wurden 60 neue Mitarbeiter eingestellt wobei 51 Mitarbeiter auf die Bereiche Produktion und Logistik entfallen sowie 4 Mitarbeiter im Projektmanagement sowie 5 Mitarbeiter in sonstigen administrativen Bereichen. Bei der Qualifizierung der Mitarbeiter stand der Bereich Produktion im Fokus. In der Produktion konnte das langsame Hochfahren der Produktionsmengen für die Global Class Kabinen genutzt werden. Zusätzlich wurden 20 Mitarbeiter mit einem Kranschein weitergebildet. Die MV Werften Fertigmodule GmbH wird den Focus im Geschäftsjahr 2020 neben den fachlich erforderlichen Qualifikationen auf die Themen Teamentwicklung, Kommunikation und Führungsverhalten lenken. Des Weiteren werden Maßnahmen zur Effizienzsteigerung und Kostenmanagement durchgeführt. Insgesamt waren am 31. Dezember 2019 156 Mitarbeiter bei der MV Werften Fertigmodule GmbH beschäftigt. 4.2. Produktentwicklung Im Jahr 2019 wurde der Bereich Produktentwicklung eingerichtet und mit einem Mitarbeiter besetzt. Ziel ist, neben der Weiterentwicklung von eingesetzten Ressourcen in Produktion und Logistik, auch die Weiterentwicklung der Fertigungsstrategie. Aus diesem Grund wurde die 2018 gestartete Machbarkeitsstudie "Bond Cabin" (Verklebung von Fertigkabinen mit Fußboden) im Berichtsjahr fortgeführt, intensiviert und im dritten Quartal 2019 abgeschlossen. Die Ergebnisse sind dabei die Grundlage für ein eventuell in der gesamten MV Werften Gruppe einfließendes Verbundvorhaben. B. Darstellung der Lage1. Vermögens- und Finanzlage
Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens für das Geschäftsjahr 2019 ist unter Angabe der Abschreibungen und Abgänge im Anlagenspiegel dargestellt. Die größte Position im Umlaufvermögen sind die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie Forderungen gegen verbundene Unternehmen. Die Halb- und Fertigerzeugnisse sind Kabinen oder Kabinenteile hauptsächlich für das im Bau befindliche Kreuzfahrtschiff der Global-Class. Die geleisteten Anzahlungen betreffen im Wesentlichen Anzahlungen an Lieferanten für die Kreuzfahrtschiffe der Global-Class. Die Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen resultieren im Wesentlichen aus dem Verlustausgleich in Höhe von EUR 7,8 Mio. (Vj. EUR 7,6 Mio.) gemäß dem Ergebnisabführungsvertrag mit dem Gesellschafter. Die flüssigen Mittel am Ende des Geschäftsjahres in Höhe von EUR 0,4 Mio. (Vj. EUR 0,6 Mio.) sind frei verfügbar. 2. Ertragslage
Die Zunahme der Umsatzerlöse resultiert aus der Aufnahme des operativen Geschäftes und damit Lieferung von Kabinen für die Kreuzfahrtschiffe. Die positive Bestandsveränderung steht im Zusammenhang mit dem Bestandsaufbau von Halb- und Fertigerzeugnissen. Die operativen Aufwendungen haben sich im Gegensatz zum Vorjahr erhöht. Hauptgrund hierfür sind die gestiegene Kabinenproduktion und der damit weitergeführte Produktionsaufbau. 3. Finanzielle und nichtfinanzielle Leistungsindikatoren Für die mittel- und langfristige operative Steuerung der Gesellschaft werden neben den Monatsergebnissen auf Ebene Gesamtunternehmung auch die Jahresergebnisse nach Steuern verwendet. In Ergänzung hierzu werden zur Führung des operativen Geschäfts diverse nichtfinanzielle Leistungsindikatoren bspw. Kabinenabsätze, Kabinenproduktion herangezogen. C. Risikobericht1. Risikomanagement Die Geschäftsführung der MV Werften Gruppe hat ein systematisches Risikomanagementsystem installiert. Den Geschäftsführern und den Abteilungsleitern der MV Werften Fertigmodule GmbH obliegt dabei die direkte Verantwortung für die Früherkennung, Steuerung und Kommunikation der projekt- und unternehmensbezogenen Risiken, die sich aus der langfristigen Auftragsfertigung und deren Umfeld ergeben. Zur optimalen Unterstützung des Risikomanagements wurde die Position eines Risikomanagers bei den MV Werften etabliert, welcher direkt an die Geschäftsführung berichtet. Im Rahmen des Risikomanagementsystems wird mit abgestuften Schwellenwerten über die Eintrittswahrscheinlichkeit, das Ausmaß sowie den Einfluss auf Kosten, Zeit und Performance der jeweiligen Projekte gearbeitet. Bestandteil der Risikoberichterstattung sind eingeleitete Maßnahmen zur Risikoreduzierung. 2. Gesamtrisiko Das Geschäftsmodell der MV Werften Gruppe und somit auch der MVW Fertigmodule ist von vielen Faktoren beeinflusst - unter anderem von den rechtlichen und gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen, von Kooperationen mit Geschäftspartnern beziehungsweise von sonstigen Vertragsverhältnissen. Auf dieser Grundlage werden Annahmen zur Entwicklung und Profitabilität, Umsatzerlösen, Kostenpositionen, der Mitarbeiterentwicklung, der Finanzierung sowie wesentlichen Bilanzpositionen getroffen. Die Weltkonjunktur befindet sich nach dem Ausbruch der Covid-19 Pandemie in einer schweren Rezession. Aktuell müssen sich viele Unternehmen schlagartig auf andere, extreme Rahmenbedingungen einstellen. Engpässe in der Lieferkette und teilweise geschlossene Grenzen führen immer wieder zu Einschränkung der kontinuierlichen Produktion. Hieraus entwickelt sich ein erhebliches Risiko, welches die Marktperspektiven der MV Werften Gruppe stark negativ beeinflussen könnte. In Bezug auf den Produktionsprozess können erhebliche Beeinträchtigungen durch Erkrankungen und Quarantänemaßnahmen bei der Belegschaft, durch Reisebeschränkungen oder durch weitere behördlich angeordnete Einschränkungen (wie z.B. einem "Shutdown") nicht ausgeschlossen werden. Des Weiteren sind Lieferkettenprobleme in Bezug auf Unterlieferanten als ein weiterer wesentlicher Risikofaktor zu nennen. Neben den Risiken in Bezug auf die Lieferanten ist auch die Nachfrage nach Kreuzfahrten derzeit stark betroffen. Einschränkungen der Reisetätigkeiten, Restriktionen und behördlichen Auflagen in Bezug auf Schiffsreisen und somit hohe Umsatzeinbußen bei den Reedereien führen zu einer reduzierten Nachfrage nach neuen Kreuzfahrtschiffen. Die Muttergesellschaft Genting Hong Kong, mit den Hauptgeschäftsfeldern Tourismus und Entertainment, steht in diesem unsicheren Marktumfeld vor großen wirtschaftlichen und finanziellen Herausforderungen. Diese bringen hohe Finanzierungsbedarfe und tiefgreifende Restrukturierungsmaßnahmen mit sich. Die Tatsache, dass Schwestergesellschaften innerhalb des Mutterkonzerns Genting Hong Kong, aktuell die einzigen Auftraggeber der MV Werften Gruppe sind, führt dazu, dass die Finanzierungs- und Liquidationssituation maßgeblich von der des Konzerns abhängig ist. Derzeit sind wesentliche Verbesserungen der Rahmenbedingungen und eine Erholung des Kreuzfahrtmarktes nur schwer absehbar. Faktoren, wie eine erfolgreiche Impfstrategie auch bei neuen Covid-19 Varianten und die Umsetzung von Hygienekonzepten, spielen eine entscheidende Rolle. Erfreulicherweise sind einige der von den zur Genting Gruppe gehörenden Kreuzfahrtreedereien wieder in Betrieb genommen worden, maßgeblich in Asien, ab Sommer 2021 auch zusätzlich auf den Bahamas. Aktuell geht die Branche davon aus, dass Mitte 2021 das Kreuzfahrtgeschäft insgesamt in größerem Maße wieder aufgenommen werden kann und somit eine langsame Erholung der Nachfrage eintritt. Hiervon abhängig ist auch die Nachfrage nach neuen Schiffbauprojekten bzw. der Wiederaufnahme von derzeit gestoppten Aufträgen. Mit dem Ausbruch der Covid-19 Pandemie sieht sich die MV Werften Gruppe mit Mehrkosten konfrontiert, die zum Teil mit Gesellschaftermittel finanziert wurden. Darüberhinausgehende Bedarfe sind durch Mittel des WSF abgebildet. Jedoch steht der MV Werften Gruppe und somit auch der MVW Fertigmodule lediglich eine geringe Liquiditätsdecke zur Verfügung, die stark von der Abarbeitung des laufenden Auftragsbestands abhängig ist. 3. Bestandsgefährdendes Risiko Die Covid-19 Pandemie hat das Kreuzfahrtgeschäft, Kerngeschäft des Mutterkonzerns Genting Hong Kong, massiv getroffen, sodass der Gesellschafter die Finanzierung der bei der MV Werften Gruppe bestellten Schiffe über die Gewährung von Gesellschafterdarlehen und Anzahlungen ab März 2020 eingeschränkt hat. Zudem mussten alle Produktionsarbeiten auf den Werften in Mecklenburg-Vorpommern ab diesem Zeitpunkt pandemiebedingt gestoppt und die Ablieferung der im Bau befindlichen Schiffe verschoben werden. Ebenfalls wird über den Bedarf von neuen Schiffen, für die es bereits Verträge und Absichtserklärungen gibt, neu zu entscheiden sein. Im dritten Quartal 2020 hat der Gesellschafter zur Sicherstellung der Liquidität bis zum Erreichen der Zwischenfinanzierung durch den WSF der MV Werften Gruppe frei gewordene Sicherungseinlagen aus einem verpfändetem Guthabenkonto, der sogenannten "Lock box" in Höhe von TEUR 175.000 als Darlehen zur Verfügung gestellt. Der Mutterkonzern ist in einer finanziell angespannten Lage und aktuell in einer umfassenden finanziellen Restrukturierung. Diese ist bis Ende Juni 2021 erfolgreich abgeschlossen worden. Die Tatsache, dass Schwestergesellschaften innerhalb des Mutterkonzerns die einzigen Auftraggeber sind, erhöht unter diesen Umständen das bestandsgefährdende Risiko der Gruppe. Am Bilanzstichtag befinden sich eine Expeditionsyacht der Endeavor-Class, ein Kreuzfahrtschiff der Global-Class sowie eine Yacht im Auftragsbestand der Gruppe. Der Bau des zweiten Global-Class Schiffes ist bis auf weiteres verschoben. Bei bereits angearbeiteten Projekten, deren Realisierung nicht mehr geplant ist, bestehen wesentliche Forderungen gegenüber den konzerneigenen Bestellern bzw. der Genting Hong Kong. Damit ist die Finanzierungs- und Liquiditätslage schlussendlich auch maßgeblich von der Genting Hong Kong abhängig. Die Auftragsergebnisse der in Mecklenburg-Vorpommern gebauten Schiffe werden durch die Pandemie und den hierdurch geänderten Rahmenbedingungen negativ beeinflusst, was zu einem deutlichen Liquiditätsmehrbedarf führt. Dementsprechend ist die Zahlungsfähigkeit der MV Werften Gruppe und der Gesellschaft in erheblichem Maße von der Unterstützung durch den WSF abhängig. Im vierten Quartal 2020 wurde der MVW Holdings eine Kreditlinie in Höhe von TEUR 193.000 vom WSF zur Verfügung gestellt, wodurch zum einen die Finanzierung der Fertigstellung der Expeditionsyacht der Endeavor-Class und zum anderen allgemeine Betriebskosten sowie projektbezogene Kosten gesichert sind. Aus dieser Kreditlinie wurden bis zum Stichtag TEUR 58.800 von der MVW Holdings in Anspruch genommen. Dieser Kredit hat eine Endfälligkeit zum 30. Juni 2021. Die Rückzahlung ist aus freiwerdenden Mitteln einer durch Hermes gedeckten Endfinanzierung bei der Ablieferung des ersten Schiffes der Endeavor-Class erfolgt. Zusätzlich entstandene Aufwendungen durch die Verzögerung beim Bau der Global-Class Schiffe sowie Kosten des Werftbetriebs, Restrukturierungsmaßnahmen etc. sind über weitere WSF-Mittel in Höhe von TEUR 300.000 mit einer Laufzeit bis 30. September 2022 finanziert. Diese Finanzierungsmittel werden zum einen über eine stille Beteiligung in Höhe von TEUR 60.000 und zum anderen über ein Nachrangdarlehen in Höhe von TEUR 240.000 zur Verfügung gestellt. Diese zusätzlichen Mittel sollen nach Ablieferung des ersten Schiffes der Global-Class getilgt werden. Die Mittelweiterreichung im MV Werften Teilkonzern erfolgt im Rahmen einer Liquiditätsausstattungsgarantie der MVW Holdings an ihre Tochtergesellschaften. Im Rahmen der Beurteilung der Fortführungsprämisse hat die Geschäftsführung der MVW Fertigmodule von der Geschäftsführung der MVW Holdings die Information erhalten, dass auf Basis einer auf MV Werften Gruppenebene erstellten Liquiditätsplanung die Liquidität der MVW Holdings und ihrer Tochtergesellschaften bis zum 31. Dezember 2022 gesichert ist und somit die Fertigstellung der Expeditionsyacht der Endeavor-Class und des Kreuzfahrtschiffs der Global-Class ermöglicht. Ein wesentlicher Finanzierungsbaustein hierzu ist das Darlehen des WSF. Ergänzend und konkret für die MVW Fertigmodule hat die Geschäftsführung von der Geschäftsführung der MVW Holdings eine Liquiditätsausstattungsgarantie bis zum 30. Juni 2022 erhalten. Vor diesem Hintergrund hat die Geschäftsführung der MVW Fertigmodule den Jahresabschluss unter der Annahme der Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufgestellt. Die Bauzeitfinanzierung für das zweite Schiff der Global-Class mit einem Mittelbedarf von noch über EUR 1 Mrd., wird in den nächsten Monaten abzuschließen sein. Der Auftraggeber hat sein Interesse am Bau des zweiten Kreuzfahrtschiffes der Global-Class bekundet. Als möglicher Liefertermin wird das zweite Quartal 2024 angestrebt. Das Schiff weist derzeitig einen technischen Baufortschritt von ca. 20% aus und wurde vom Auftraggeber, ein Tochterunternehmen der Genting Hong Kong, mit bereits TEUR 323.000 Eigenmittel finanziert. Die Geschäftsführung der MV Werften Gruppe hält es aus jetziger Sicht für wahrscheinlich, dass dieses Projekt im vierten Quartal 2021 reaktiviert werden kann. Um einen entsprechenden, kurzfristigen Produktionsstart zu gewährleisten, werden in der Personalplanung der MV Werften in Mecklenburg-Vorpommern die Kapazitäten bis Ende 2021 vorgehalten und dieses wiederum bei der notwendigen umfangreichen Restrukturierung berücksichtigt. Die Umsetzung dieser Strategie hängt von der Erholung des Kreuzfahrtmarktes, hauptsächlich in Asien, und der erfolgreichen Sicherstellung der notwendigen Finanzierung des Schiffes während der Bauzeit und nach Ablieferung ab. Der langfristige Bestand der MV Werften Gruppe und der Gesellschaft ist unmittelbar abhängig von der Hereinnahme neuer schiffbaulicher Aufträge am Weltmarkt und deren erfolgreicher Abarbeitung mit positiven Auftragsergebnissen. Die eingeleiteten Maßnahmen sind im weiteren Verlauf erfolgreich umzusetzen. Trotz der gewährten Finanzierungsmittel bleibt eine Unsicherheit hinsichtlich der Finanzierungssicherheit der MV Werften Gruppe und der Gesellschaft bestehen, da erwartete Restrukturierungseffekte später und nicht in der gewünschten Höhe eintreten könnten. Sollten allerdings - entgegen der Annahme der Geschäftsführung - die Umsatz-, Ertrags- und Liquiditätserwartungen bei nicht nur unwesentlichen Abweichungen der Planungsannahmen nicht wie geplant erreicht werden, und insbesondere die eingeleiteten Restrukturierungsmaßnahmen nicht erfolgreich umgesetzt werden sowie die Herstellung der Schiffe nicht im kalkulierten Kostenrahmen und die Realisierung notwendiger Neubauprojekte mittelfristig nicht möglich sein, wird sich die Gruppe und damit auch die Gesellschaft in einer angespannten Liquiditätssituation befinden. Dies weist daher auf eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten (Bestandsgefährdendes Risiko im Sinne des § 322 Abs. 2 Satz 3 HGB) hin, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit des Unternehmens zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen könnten, und das Unternehmen daher möglicherweise nicht in der Lage ist, im gewöhnlichen Geschäftsverlauf seine Vermögenswerte zu realisieren sowie seine Schulden zu begleichen, soweit fehlende operative Zahlungsmittelzuflüsse nicht durch anderweitige Maßnahmen, insbesondere auch von weiteren Liquiditätszuschüssen von Eigen- und Fremdkapitalgebern, kompensiert werden können. 4. Wesentliche Einzelrisiken a) Währungsrisiken Alle mit dem Kunden geschlossenen Bauverträge werden in EURO vorgenommen, sodass in dieser Hinsicht kein Währungsrisiko besteht. Gleiches gilt für die Beschaffungsseite, auf der wesentliche Verträge ausschließlich in EURO geschlossen werden. b) Beschaffungsrisiken Zur Produktion werden sehr unterschiedliche Materialien von verschiedenen Lieferanten benötigt. Es besteht das Risiko das Lieferanten ausfallen, was wiederum Auswirkungen auf die Produktion und die vertraglichen Verpflichtungen gegenüber den Kunden hätte. Um das Risiko des Lieferantenausfalls zu minimieren wird bereits bei der Auswahl der Lieferanten auf Kriterien wie Marktposition, Produktionsprogramm, Referenzen, Firmenstruktur, Bonität und Lieferzeit geachtet. Ein weiteres strategisches Element dem Lieferantenausfall entgegen zu wirken ist das Risikoregister. Die darin betrachteten Risiken und deren Auswertung sind Basis zweite und dritte Lieferantenquellen im Eintrittsfall des Ausfalls sicherzustellen. Nach Vertragsabschluss werden die gebundenen Lieferanten durch den Einkauf engmaschig betreut und geführt (Expediting), um während der Vertragslaufzeit bis zur vereinbarten Lieferung bzw. Leistungserbringung das Ausfallrisiko zu vermeiden. Aufgrund der Covid-19 Pandemie sind Produktion und Lieferketten stark beeinflusst und das Risiko von Ausfällen von Lieferanten steigt. Dementsprechend gewinnt das Thema Expediting noch stärker an Bedeutung um frühzeitig bei eintretenden Ausfallrisiko reagieren zu können. Des Weiteren steigt durch die Pandemie ebenfalls das Risiko, dass sich die wirtschaftlichen Verhältnisse der Marktteilnehmer verschlechtern und somit die Bonität beeinflusst wird. Dieses kann negative Auswirkungen auf die Liquiditätssituation der Lieferanten und Dienstleister haben, sodass der Bedarf nach in Vorfeld zu leistenden Anzahlungen steigt. Mit der Verschlechterung der Bonität von Lieferanten und Dienstleistern steigt zugleich das Risiko des Lieferungs- und Leistungsausfalls bei geleisteten Anzahlungen. c) Finanzierungs- und Liquiditätssituation Die Steuerung des Liquiditätsrisikos, d.h. das Risiko, aufgrund einer unzureichenden Verfügbarkeit von Zahlungsmitteln bestehende und zukünftig fällig werdende Zahlungsverpflichtungen nicht erfüllen zu können, wird für die MV Werften Gruppe im Wesentlichen durch die MVW Holdings übernommen. Mit der MVW Holdings besteht seit dem 07. Dezember 2017 ein Ergebnisabführungsvertrag. Die Liquiditätssituation der MV Werften Gruppe wird durch eine wöchentlich rollierende Liquiditätsplanung für einen Planungszeitraum von 3 Monaten überwacht. Für längerfristige Betrachtungen wird auf die Unternehmensplanung abgestellt. Der Planungshorizont der aktuellen Liquiditätsplanung der MV Werften Gruppe reicht bis Ende des Jahres 2022. Alle unmittelbaren, wesentlichen Tochterunternehmen verfügen über eine Liquiditätsausstattungsgarantie der MVW Holdings mit einer Laufzeit bis zum 30. Juni 2022. Für die Projekte unter Vertrag wurden Anzahlungen mit den Kunden vereinbart. Da es sich bei den derzeitigen Kunden um verbundene Unternehmen handelt, ist die Finanzierungs- und Liquiditätslage schlussendlich maßgeblich von der Genting Hong Kong Limited abhängig. Des Weiteren wird auf die Ausführungen unter Punkt 3 "Bestandsgefährdendes Risiko" im Risikobericht verwiesen. d) Forderungen aus Lieferungen und Leistungen Die derzeitigen Forderungen bestehen im Wesentlichen gegenüber den Unternehmen der MV Werften Gruppe. Somit ist das Risiko des Forderungsausfalls maßgeblich von der Finanzierungs- bzw. Liquiditätssituation der MVW Holdings abhängig. e) Personal Die geplanten Schiffbauvorhaben der MV Werften Gruppe werden und wurden durch die Covid-19 Pandemie massiv verzögert. Die Streckung des Bauprogramms hat insbesondere in dem Bereich Produktion der Kabinen massive Unterauslastungen zur Folge. Es besteht das latente Risiko, dass Schlüsselfunktionen und Leistungsträger durch die anhaltende Unsicherheit nicht gehalten werden können. Des Weiteren besteht ein latentes Risiko bezüglich der Verfügbarkeit des Know-How und der Kapazitäten durch die im Jahr 2021 geplante Restrukturierung. Eine eventuell notwendige Kompensation über externe Dienstleister birgt das Risiko, dass diese zeitlich nicht umgehend dargestellt werden kann. f) Produktionsrisiko Die Produktion von Kabinen in einer Fließbandfertigung erfordert ein möglichst homogenes Produktionsprogramm, um effizient die Prozesse in Massenfertigung durchführen zu können. Die heterogene Kabinenabrufsituation erfordert daher die Vorproduktion in den Lagerbestand, wodurch in das Kabinenlager investiert wurde. Die eingesetzten Ressourcen werden in der Kostenrechnung im Controlling erfasst und je Projekt ausgewertet. D. ChancenberichtFür das Geschäftsjahr 2021 wird von einer Erholung der Kreuzfahrtindustrie ausgegangen. Erste Reedereien haben bereits wieder Schiffe in Fahrt. Auch die Reederei Dream Cruises, als verbundenes Unternehmen der Genting Hong Kong, verkehrt wieder mit Kreuzfahrtschiffen im asiatischen Raum, im Sommer 2021 wird ein weiteres Schiff auf den Bahamas eingesetzt. Trotz eingeschränkter, pandemiebedingter Auslastung zeigen erste Erfahrungen und Zahlen einen positiven Trend. Aufgrund der sichtbaren Erholung der Branche geht die Geschäftsführung der MV Werften Gruppe davon aus, dass es gelingen kann, das derzeit verschobene zweite Projekt der Global-Class im vierten Quartal des laufenden Jahres zu reaktivieren. Gerade in Zeiten der Ungewissheit wird die stetige Verbesserung der organisatorischen Abläufe und Prozesse zur Optimierung der Kostenstrukturen weiter an Bedeutung gewinnen. Des Weiteren wird aktiv am Produktportfolio gearbeitet, um den sich verändernden Rahmenbedingungen anzupassen. Die technische Ausstattung des Standorts ist für alle denkbaren Produkte, Neubau, Umbau und Reparatur bestens geeignet. Auch Stahlbau für maritime und urbane Bauprojekte schaffen kurzfristige Produktionskapazitäten. Die Werften können sich auf Referenzen im Bereich arktische Schiffe, Offshore Wind Plattformen, Offshore Wind Schiffe, Fähren und Kreuzfahrtschiffe berufen. Diese Märkte werden verstärkt beobachtet und analysiert, um sich entsprechend strategisch zu positionieren. Gerade im Offshore-Markt wird, aufgrund der wachsenden Nachfragen zu regenerativen Energien, mit großen Wachstumspotenzialen gerechnet. Der Fokus der MV Werften Gruppe und somit der MVW Fertigmodule wird aber auch weiterhin auf dem Neubau von Kreuzfahrtschiffen liegen. E. PrognoseberichtAuch wenn das Ausmaß der anhaltenden Pandemie noch nicht abgeschätzt werden kann, lässt sich mit Sicherheit sagen, dass sie in den kommenden Jahren erhebliche, negative Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft und der MV Werften Gruppe haben wird. Ebenfalls könnte die Covid-19 Pandemie Auswirkungen auf die Prognosegenauigkeit haben, da die gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen sehr deutlich davon betroffen sind. Die gegenwärtige Strategie sieht eine Streckung des Bauprogramms und erhöhte Vertriebsaktivität vor. Der derzeitige Planungszeitraum reicht bis Ende des Jahres 2022. Der Weiterbau des zweiten Kreuzfahrtschiffes der Global-Class wurde verschoben und die Verhandlungen über den Bau der kleineren Universal-Class Schiffe auf Basis der weiterhin bestehenden Absichtserklärungen (LOIs) zurückgestellt. Mit Blick auf das Geschäftsjahr 2021 und den anhaltenden Pandemiemaßnahmen und -folgen wird im Vergleich zum Geschäftsjahr 2020 von einem gleichbleibendem Stundenvolumen ausgegangen. Das Ergebnis für das Geschäftsjahr 2021 wird im mittleren negativen zweistelligen Millionen Bereich erwartet. Das aktuelle Handeln der Geschäftsführung der MV Werften Gruppe ist darauf konzentriert, die erfolgreiche Ausrichtung der Werften an die neuen Gegebenheiten voranzutreiben, neue Projekte zu akquirieren bzw. derzeitig gestoppte Projekte zu reaktivieren und den Fortbestand des Unternehmens zu sichern. F. Erklärung zur Unternehmensführung gemäß § 289f Abs. 4 HGBMangels eines Aufsichtsrats wurden bisher keine Zielgrößen für den Frauenanteil in der Geschäftsführung festgelegt. Bezüglich der Festlegung von Zielgrößen für den Frauenanteil in den beiden unterhalb der Geschäftsführung liegenden Führungsebenen ist der Prozess zur Festlegung der Quoten noch nicht abgeschlossen.
Wismar, 29. Juni 2021 Carsten Haake, Geschäftsführer, CFO Peter Fetten, Geschäftsführer, CEO Volker Asmus, Geschäftsführer Johannes Gößler, Geschäftsführer Bilanz für das Geschäftsjahr vom 01. Januar 2019 bis zum 31. Dezember 2019AKTIVA
Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 01. Januar 2019 bis zum 31. Dezember 2019
Anhang für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2019 bis zum 31. Dezember 2019I. Allgemeine AngabenDie MV Werften Fertigmodule GmbH hat ihren Sitz in Wismar und ist im Handelsregister beim Amtsgericht Schwerin unter HRB 12658 eingetragen. Der vorliegende Jahresabschluss wurde gemäß §§ 242 ff. und §§ 264 ff. HGB und den ergänzenden Vorschriften des GmbH-Gesetzes aufgestellt. Die Gesellschaft ist eine mittelgroße Kapitalgesellschaft gemäß § 267 Abs. 2 HGB. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gem. § 275 Abs. 2 HGB gegliedert. Im Interesse einer besseren Klarheit und Übersichtlichkeit werden die nach den gesetzlichen Vorschriften bei den Posten der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung anzubringenden Vermerke ebenso wie die Vermerke, die wahlweise in der Bilanz bzw. Gewinn- und Verlustrechnung oder im Anhang anzubringen sind, weitestgehend im Anhang aufgeführt. Zwischen der Gesellschaft und der MV Werften Holdings Limited, Wismar (Amtsgericht Schwerin, HRB 12602) als herrschendem Unternehmen ist am 7. Dezember 2017 ein Gewinnabführungsvertrag geschlossen worden. II. Bilanzierungs- und BewertungsmethodenFür die Aufstellung des Jahresabschlusses waren die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend: Finanzanlagen Finanzanlagen werden mit dem Nennwert angesetzt. Außerplanmäßige Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert am Abschlussstichtag werden bei voraussichtlich dauernder Wertminderung vorgenommen. Vorräte Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe werden zu Anschaffungskosten unter Anwendung der Durchschnittsmethode bzw. dem niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Die unfertigen und fertigen Erzeugnisse werden zu Herstellungskosten oder mit dem niedrigeren beizulegenden Wert bilanziert. In den Herstellungskosten werden neben den direkt zurechenbaren Materialeinzelkosten, Fertigungslöhnen, Konstruktionsgehältern und Sondereinzelkosten auch angemessene Teile der Fertigungs- und Materialgemeinkosten sowie Verwaltungsgemeinkosten und der Werteverzehr des Anlagevermögens berücksichtigt. Geleistete und erhaltene Anzahlungen werden mit den Nennwerten der korrespondierenden Zahlungen bewertet. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sowie liquide Mittel Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden mit dem Nennwert bzw. mit dem am Bilanzstichtag beizulegenden niedrigeren Wert angesetzt. Bei Forderungen, deren Einbringlichkeit mit erkennbaren Risiken behaftet ist, werden angemessene Wertabschläge vorgenommen; uneinbringliche Forderungen werden abgeschrieben. Liquide Mittel werden zu Nennwerten bilanziert. Rechnungsabgrenzungsposten Unter den aktiven Rechnungsabgrenzungsposten sind Ausgaben vor dem Abschlussstichtag aktiviert, die Aufwendungen für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen. Eigenkapital Das Eigenkapital wird zum Nennwert bilanziert. Rückstellungen Die Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren und ungewissen Verbindlichkeiten und drohende Verluste aus schwebenden Geschäften. Sie sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags angesetzt. Zukünftige Preis- und Kostensteigerungen werden berücksichtigt, sofern ausreichende objektive Hinweise für deren Eintritt vorliegen. Verbindlichkeiten Erhaltene Anzahlungen werden mit den Nennwerten der korrespondierenden Zahlungen bewertet. Die Verbindlichkeiten werden mit den Erfüllungsbeträgen angesetzt. Fremdwährungsumrechnung Auf fremde Währung lautende Forderungen, sonstige Vermögensgegenstände, liquide Mittel und Verbindlichkeiten werden grundsätzlich mit dem historischen Kurs zum Zeitpunkt der Erstverbuchung erfasst und zum Bilanzstichtag mit dem Devisenkassamittelkurs umgerechnet. Bei einer Laufzeit von mehr als einem Jahr finden das Anschaffungskostenprinzip sowie das Realisations- und Imparitätsprinzip Anwendung. Latente Steuern Die Ermittlung und ggf. der Ansatz latenter Steuern aufgrund von temporären oder quasi-permanenten Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen oder aufgrund steuerlicher Verlustvorträge erfolgt auf der Ebene der Gesellschafterin und Organträgerin, MV Werften Holdings Limited. III. Erläuterungen zur BilanzFinanzanlagen Die Ausleihungen beinhalten an die Gesellschafterin gegebene Darlehen. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen (T€ 13.474, Vorjahr T€ 10.268) beinhalten Forderungen gegen die Gesellschafterin aus dem Ergebnisabführungsvertrag in Höhe von T€ 7.843 (Vorjahr T€ 7.628) und Zinsforderungen (T€ 108, Vorjahr T€ 32). Die verbleibenden T€ 5.523 (Vorjahr T€ 2.608) sind Lieferungs- und Leistungsforderungen gegen Schwestergesellschaften. Sämtliche Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten Die liquiden Mittel belaufen sich auf T€ 459 (Vorjahr T€ 697) und stehen zur freien Verfügung. Eigenkapital Das gezeichnete Kapital beträgt unverändert T€ 3.025. Sonstige Rückstellungen Per 31. Dezember 2019 wurden sonstige Rückstellungen in Höhe von T€ 499 (Vorjahr T€ 382) gebildet. Diese setzen sich wie folgt zusammen:
Verbindlichkeiten Die Aufgliederung der Verbindlichkeiten nach Restlaufzeiten ergibt sich aus dem nachfolgenden Verbindlichkeitenspiegel:
Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen (T€ 22.305; Vorjahr T€ 17.204) betreffen Verbindlichkeiten gegen die Gesellschafterin im Wesentlichen in Form von Darlehen (T€ 20.785, Vorjahr T€ 16.585) und den dazugehörigen Zinsen (T€ 508, Vorjahr T€ 226). Die übrigen Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen (T€ 1.012, Vorjahr T€ 393) resultieren aus dem Lieferungs- und Leistungsverkehr. Die erhaltenen Anzahlungen auf Bestellungen entfallen in Höhe von T€ 18.500 (Vorjahr T€ 1.520) auf verbundene Unternehmen. IV. Erläuterungen zur Gewinn- und VerlustrechnungUmsatzerlöse Die Umsatzerlöse gliedern sich wie folgt:
Sonstige betriebliche Erträge Die sonstigen betrieblichen Erträge in Höhe von T€ 140 (Vorjahr T€ 36) betreffen überwiegend periodenfremde Erträge (T€ 81, Vorjahr T€ 19). Sonstige betriebliche Aufwendungen Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen (T€ 3.295, Vorjahr T€ 2.487) setzen sich im Wesentlichen zusammen aus:
Zinsen und ähnliche Aufwendungen Die Zinsaufwendungen in Höhe von T€ 592 (Vorjahr T€ 238) betreffen ausschließlich die Zinsen an die Gesellschafterin. V. Sonstige AngabenSonstige finanzielle Verpflichtungen Zum Bilanzstichtag bestanden sonstige finanzielle Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen gegen Dritte in Höhe von T€ 315 (Vorjahr T€ 99). Die Miet- und Leasingverträge enden nach heutigem Kenntnisstand zwischen 2020 und 2023. Aus dem Mietverhältnis zwischen der Gesellschaft und der Schwestergesellschaft MV Werften Fertigmodule Property GmbH resultieren finanzielle Verpflichtungen von derzeit T€ 1.415 pro Jahr (Vorjahr T€ 1.013). Die Mieterhöhung ist mit umfangreichen Investitionen zu begründen. Dieser Mietvertrag läuft vorerst bis zum Ende des Jahres 2026. Der Gesamtbetrag aus diesem Mietverhältnis beträgt bis Vertragsende T€ 9.907. Das Bestellobligo zum Bilanzstichtag aus bestellten Materialien und zu beziehenden Leistungen beträgt T€ 30.401. Haftungsverhältnisse Haftungsverhältnisse bestanden zum Bilanzstichtag nicht. Angaben zur Anzahl der Mitarbeiter Im Geschäftsjahr 2019 waren durchschnittlich beschäftigt:
Angaben zur Geschäftsführung Geschäftsführer der Gesellschaft sind:
Alle Geschäftsführer sind vom § 181 BGB (Variante 2) befreit. Die Gesamtbezüge der Geschäftsführer betrugen im Geschäftsjahr T€ 293. Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen Im Rahmen der normalen Geschäftstätigkeit zu marktüblichen Konditionen unterhält die Gesellschaft Geschäftsbeziehungen zu zahlreichen Unternehmen, darunter auch verbundene Unternehmen, die als nahestehende Unternehmen gelten. Die Gesellschaft unterhält Beziehungen zu verbundenen Unternehmen in den Bereichen:
Konzernverhältnisse Die Gesellschaft wird in den Konzernabschluss der Genting Hong Kong Limited, Hong Kong, die den Konzernabschluss für den kleinsten und größten Kreis von Unternehmen aufstellt, einbezogen. Der Konzernabschluss wird nach IFRS aufgestellt. Wesentliche Abweichungen zum deutschen HGB ergeben sich in der Bewertung des Anlagevermögens, des Vorratsvermögens sowie bei der bilanziellen Behandlung von Leasingverhältnissen. Der Konzernabschluss ist auf der Website von Genting Hong Kong Limited unter http://www.gentinghk.com/en/home/investor-relations/corporate-releases.aspx öffentlich zugänglich. Ergebnisverwendung Das Geschäftsjahr 2019, beginnend vom 1. Januar 2019 bis zum 31. Dezember 2019 schließt vor Ergebnisabführung mit einem Jahresfehlbetrag in Höhe von T€ 7.843 ab. Gemäß § 1 des bestehenden Gewinnabführungsvertrages zwischen der Gesellschaft und der MV Werften Holdings Limited vom 07. Dezember 2017 wird das negative Jahresergebnis von der MV Werften Holdings Limited ausgeglichen. Honorar des Abschlussprüfers Das berechnete Gesamthonorar des Abschlussprüfers für Abschlussprüfungsleistungen für das abgeschlossene Geschäftsjahr beträgt T€ 14. Hinweis zu bestandsgefährdenden Risiken Die Covid-19 Pandemie hat das Kreuzfahrtgeschäft, Kerngeschäft des Mutterkonzerns Genting Hong Kong, massiv getroffen, sodass der Gesellschafter die Finanzierung der bei der MV Werften Gruppe bestellten Schiffe über die Gewährung von Gesellschafterdarlehen und Anzahlungen ab März 2020 eingeschränkt hat. Zudem mussten alle Produktionsarbeiten auf den Werften in Mecklenburg-Vorpommern ab diesem Zeitpunkt pandemiebedingt gestoppt und die Ablieferung der im Bau befindlichen Schiffe verschoben werden. Ebenfalls wird über den Bedarf von neuen Schiffen, für die es bereits Verträge und Absichtserklärungen gibt, neu zu entscheiden sein. Im dritten Quartal 2020 hat der Gesellschafter zur Sicherstellung der Liquidität bis zum Erreichen der Zwischenfinanzierung durch den WSF der MV Werften Gruppe frei gewordene Sicherungseinlagen aus einem verpfändetem Guthabenkonto, der sogenannten "Lock box" in Höhe von TEUR 175.000 als Darlehen zur Verfügung gestellt. Der Mutterkonzern ist in einer finanziell angespannten Lage und aktuell in einer umfassenden finanziellen Restrukturierung. Diese ist bis Ende Juni 2021 erfolgreich abgeschlossen worden. Die Tatsache, dass Schwestergesellschaften innerhalb des Mutterkonzerns die einzigen Auftraggeber sind, erhöht unter diesen Umständen das bestandsgefährdende Risiko der Gruppe. Am Bilanzstichtag befinden sich eine Expeditionsyacht der Endeavor-Class, ein Kreuzfahrtschiff der Global-Class sowie eine Yacht im Auftragsbestand der Gruppe. Der Bau des zweiten Global-Class Schiffes ist bis auf weiteres verschoben. Bei bereits angearbeiteten Projekten, deren Realisierung nicht mehr geplant ist, bestehen wesentliche Forderungen gegenüber den konzerneigenen Bestellern bzw. der Genting Hong Kong. Damit ist die Finanzierungs- und Liquiditätslage schlussendlich auch maßgeblich von der Genting Hong Kong abhängig. Die Auftragsergebnisse der in Mecklenburg-Vorpommern gebauten Schiffe werden durch die Pandemie und den hierdurch geänderten Rahmenbedingungen negativ beeinflusst, was zu einem deutlichen Liquiditätsmehrbedarf führt. Dementsprechend ist die Zahlungsfähigkeit der MV Werften Gruppe und der Gesellschaft in erheblichem Maße von der Unterstützung durch den WSF abhängig. Im vierten Quartal 2020 wurde der MVW Holdings eine Kreditlinie in Höhe von TEUR 193.000 vom WSF zur Verfügung gestellt, wodurch zum einen die Finanzierung der Fertigstellung der Expeditionsyacht der Endeavor-Class und zum anderen allgemeine Betriebskosten sowie projektbezogene Kosten gesichert sind. Aus dieser Kreditlinie wurden bis zum Stichtag TEUR 58.800 von der MVW Holdings in Anspruch genommen. Dieser Kredit hat eine Endfälligkeit zum 30. Juni 2021. Die Rückzahlung ist, aus freiwerdenden Mitteln einer durch Hermes gedeckten Endfinanzierung, bei der Ablieferung des ersten Schiffes der Endeavor-Class erfolgt. Zusätzlich entstandene Aufwendungen durch die Verzögerung beim Bau der Global-Class Schiffe sowie Kosten des Werftbetriebs, Restrukturierungsmaßnahmen etc. sind über weitere WSF-Mittel in Höhe von TEUR 300.000 mit einer Laufzeit bis 30. September 2022 finanziert. Diese Finanzierungsmittel werden zum einen über eine stille Beteiligung in Höhe von TEUR 60.000 und zum anderen über ein Nachrangdarlehen in Höhe von TEUR 240.000 zur Verfügung gestellt. Diese zusätzlichen Mittel sollen nach Ablieferung des ersten Schiffes der Global-Class getilgt werden. Die Mittelweiterreichung im MV Werften Teilkonzern erfolgt im Rahmen einer Liquiditätsausstattungsgarantie der MVW Holdings an ihre Tochtergesellschaften. Im Rahmen der Beurteilung der Fortführungsprämisse hat die Geschäftsführung der MVW Fertigmodule von der Geschäftsführung der MVW Holdings die Information erhalten, dass auf Basis einer auf MV Werften Gruppenebene erstellten Liquiditätsplanung die Liquidität der MVW Holdings und ihrer Tochtergesellschaften bis zum 31. Dezember 2022 gesichert ist und somit die Fertigstellung der Expeditionsyacht der Endeavor-Class und des Kreuzfahrtschiffs der Global-Class ermöglicht. Ein wesentlicher Finanzierungsbaustein hierzu ist das Darlehen des WSF. Ergänzend und konkret für die MVW Fertigmodule hat die Geschäftsführung von der Geschäftsführung der MVW Holdings eine Liquiditätsausstattungsgarantie bis zum 30. Juni 2022 erhalten. Vor diesem Hintergrund hat die Geschäftsführung der MVW Fertigmodule den Jahresabschluss unter der Annahme der Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufgestellt. Die Bauzeitfinanzierung für das zweite Schiff der Global-Class mit einem Mittelbedarf von noch über EUR 1 Mrd., wird in den nächsten Monaten abzuschließen sein. Der Auftraggeber hat sein Interesse am Bau des zweiten Kreuzfahrtschiffes der Global-Class bekundet. Als möglicher Liefertermin wird das zweite Quartal 2024 angestrebt. Das Schiff weist derzeitig einen technischen Baufortschritt von ca. 20% aus und wurde vom Auftraggeber, ein Tochterunternehmen der Genting Hong Kong, mit bereits TEUR 323.000 Eigenmittel finanziert. Die Geschäftsführung der MV Werften Gruppe hält es aus jetziger Sicht für wahrscheinlich, dass dieses Projekt im vierten Quartal 2021 reaktiviert werden kann. Um einen entsprechenden, kurzfristigen Produktionsstart zu gewährleisten, werden in der Personalplanung der MV Werften in Mecklenburg-Vorpommern die Kapazitäten bis Ende 2021 vorgehalten und dieses wiederum bei der notwendigen umfangreichen Restrukturierung berücksichtigt. Die Umsetzung dieser Strategie hängt von der Erholung des Kreuzfahrtmarktes, hauptsächlich in Asien, und der erfolgreichen Sicherstellung der notwendigen Finanzierung des Schiffes während der Bauzeit und nach Ablieferung ab. Der langfristige Bestand der MV Werften Gruppe und der Gesellschaft ist unmittelbar abhängig von der Hereinnahme neuer schiffbaulicher Aufträge am Weltmarkt und deren erfolgreicher Abarbeitung mit positiven Auftragsergebnissen. Die eingeleiteten Maßnahmen sind im weiteren Verlauf erfolgreich umzusetzen. Trotz der gewährten Finanzierungsmittel bleibt eine Unsicherheit hinsichtlich der Finanzierungssicherheit der MV Werften Gruppe und der Gesellschaft bestehen, da erwartete Restrukturierungseffekte später und nicht in der gewünschten Höhe eintreten könnten. Sollten allerdings - entgegen der Annahme der Geschäftsführung - die Umsatz-, Ertrags- und Liquiditätserwartungen bei nicht nur unwesentlichen Abweichungen der Planungsannahmen nicht wie geplant erreicht werden, und insbesondere die eingeleiteten Restrukturierungsmaßnahmen nicht erfolgreich umgesetzt werden sowie die Herstellung der Schiffe nicht im kalkulierten Kostenrahmen und die Realisierung notwendiger Neubauprojekte mittelfristig nicht möglich sein, wird sich die Gruppe und damit auch die Gesellschaft in einer angespannten Liquiditätssituation befinden. Dies weist daher auf eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten (Bestandsgefährdendes Risiko im Sinne des § 322 Abs. 2 Satz 3 HGB) hin, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit des Unternehmens zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen könnten, und das Unternehmen daher möglicherweise nicht in der Lage ist, im gewöhnlichen Geschäftsverlauf seine Vermögenswerte zu realisieren sowie seine Schulden zu begleichen, soweit fehlende operative Zahlungsmittelzuflüsse nicht durch anderweitige Maßnahmen, insbesondere auch von weiteren Liquiditätszuschüssen von Eigen- und Fremdkapitalgebern, kompensiert werden können. Nachtragsbericht Die MV Werften Gruppe sieht sich, wie die gesamte Kreuzfahrtbranche und viele andere Unternehmen in Europa und der Welt, den Herausforderungen der gravierenden wirtschaftlichen Auswirkungen der Covid-19 Pandemie gegenüber. Als Kabinenzulieferer für die Werften der MV Werften Gruppe ist die MV Werften Fertigmodule GmbH stark von der Entwicklung dieser Schiffbaubranche abhängig. Mit dem Ausbruch der Covid-19 Pandemie Ende März 2020 wurde der gesamte Betrieb an den Werften und somit auch bei der MV Werften Fertigmodule GmbH eingestellt. Ab dem 1. April 2020 waren die Mitarbeiter in Kurzarbeit. Während in den Bereichen Produktion und Logistik die Kurzarbeit ab September 2020 teilweise und ab Dezember 2020 nahezu vollständig aufgehoben worden ist, um die Kabinenlieferung für das Schiff der Global-Class zur Erreichung des Meilensteins zu gewährleisten, wurde im April 2021 wieder die Kurzarbeit eingeführt. Der Geschäftsbetrieb wird bis zur Ablieferung des Kreuzfahrtschiffes der Global-Class auf dem neuen Kapazitätslevel fortgeführt. Wie der zukünftige Ablauf mit neuer Kapazität definiert wird und wann dieser aufgenommen werden kann, ist aktuell ungewiss und maßgelblich von zukünftigen Schiffbauprojekten der MV Werften abhängig. Der Geschäftsbetrieb der Gesellschaft ist stark vom Weiterbau der Schiffsprojekte und von Neubauten an den Werften der MV Werften Gruppe abhängig, sodass die folgenden Maßnahmen, die die gesamte Werftengruppe betreffen, direkten Einfluss auf die MV Werften Fertigmodule GmbH haben. Durch die pandemiebedingte Schließung sämtlicher Geschäftsfelder sind die finanziellen und wirtschaftlichen Einbußen für den Mutterkonzern Genting Hong Kong Limited, Hong Kong massiv. Da der Mutterkonzern der einzige Auftraggeber ist, wirkt sich das wiederum negativ auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Werften und somit auch auf die MV Werften Fertigmodule GmbH aus. Die aktuellen Bauvorhaben samt Finanzierung wurden mit dem Ausbruch der Pandemie zunächst gestoppt. Infolge der wirtschaftlichen Lage der Gesellschaft wurden im Jahr 2020 Restrukturierungsmaßnahmen beschlossen für die zum 31. Dezember 2020 Rückstellungen in Höhe von T€ 574 gebildet wurden.
Wismar, 29. Juni 2021 Carsten Haake, Geschäftsführung Peter Fetten, Geschäftsführung Volker Asmus, Geschäftsführung Johannes Gößler, Geschäftsführung Anlagenspiegel (HGB) zum 31.12.2019
BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die MV Werften Fertigmodule GmbH, Wismar Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der MV Werften Fertigmodule GmbH, Wismar, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2019 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2019 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der MV Werften Fertigmodule GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2019 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit Wir verweisen auf die Angaben in Abschnitt "Hinweis zu bestandsgefährdenden Risiken" des Anhangs sowie in Abschnitt "C. Risikobericht - 3. Bestandsgefährdendes Risiko" des Lageberichts, in denen die gesetzlichen Vertreter beschreiben, dass der Fortbestand der Gesellschaft von der erfolgreichen Umsetzung der eingeleiteten Restrukturierungsmaßnahmen, der Herstellung der Schiffe im kalkulierten Kostenrahmen und der mittelfristigen Realisierung notwendiger Neubauprojekte abhängig ist. Wie in Abschnitt "Hinweis zu bestandsgefährdenden Risiken" und Abschnitt "C. Risikobericht - 3. Bestandsgefährdendes Risiko" dargelegt, deuten diese Ereignisse und Gegebenheiten auf das Bestehen einer wesentlichen Unsicherheit hin, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit des Unternehmens zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen kann und die ein bestandsgefährdendes Risiko im Sinne des § 322 Abs. 2 Satz 3 HGB darstellt. Unsere Prüfungsurteile sind bezüglich dieses Sachverhalts nicht modifiziert. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstel lungen ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstim mung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Bremen, den 29. Juni 2021 PricewaterhouseCoopers
GmbH
Dr. Thomas Ull, Wirtschaftsprüfer ppa. Ludwig Fink, Wirtschaftsprüfer Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2019 wurde am 29. Juni 2021 festgestellt. |
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