Wohnungsgesellschaft Erkner mbH
Flakenseeweg 99, 15537 Erkner, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Susanne, geb. Schwarz Branding seit 27.3.2014 | Geschäftsführer |
Dirk Haase seit 15.2.2013 | Prokura |
Wirtschaftlich Berechtigte
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Ungelöste Beteiligungen (1)
| Name | Anteil |
|---|---|
Stadt Erkner | 100.00% |
Gesellschafter
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Wohnungsgesellschaft Erkner mbHErknerJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Lagebericht1. Geschäftstätigkeit und Organisation1.1 Geschäftsmodell Das Hauptgeschäftsfeld des Unternehmens liegt in der Bewirtschaftung des eigenen Bestandes von 2.516 Wohnungen (darunter 57 Eigentumswohnungen), 64 Gewerbeeinheiten, 4 Gästewohnungen sowie 712 Pachten, Garagen und Stellplätzen. Im Berichtsjahr wurden auf der Grundlage von Verwalterverträgen 54 Wohnungen, 1 Gewerbeeinheit sowie 24 Pachten, Garagen bzw. Stellplätze betreut. 1.2 Strategie und Ziele Die Wohnungsgesellschaft Erkner setzt als städtisches Unternehmen auf eine nachhaltige Bewirtschaftung der Bestände mit ökologisch und ökonomisch ausgerichteten Maßnahmen sowie auf zielgerichtete umweltverträgliche Neubaumaßnahmen. Insbesondere der langfristig strukturierte Neubau-, Modernisierungs- und Instandhaltungsplan der Gesellschaft wirkt sich positiv auf die Werthaltigkeit der Immobilien aus. In der Gesamtschau wird sich dies auch in den folgenden Jahren weiterhin positiv auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage auswirken. In der Gesamtbetrachtung spielen Maßnahmen für ein positives und CO 2 -neutrales Stadtklima und eine Stärkung des Gemeinwohls eine verstärkte Rolle. Nachhaltigkeit In der Unternehmenskultur und strategischen Ausrichtung des Unternehmens ist fest verankert, einen positiven Beitrag zu einer nachhaltigen Entwicklung der Region zu leisten und dabei negative Auswirkungen für Umwelt, Menschen und Gesellschaft möglichst gering zu halten. Aus diesen Gründen hat die Gesellschaft in 2016 ein Umweltmanagementsystem nach EMAS und ISO 14001 implementiert. Die Herausforderung besteht darin, den ökonomischen Erfolg mit sozialer Gerechtigkeit und ökologischer Verträglichkeit in Einklang zu bringen. Die Mieter:innen und auch die interessierte Erkneraner Öffentlichkeit profitieren auf vielfältigste Weise vom Nachhaltigkeitsmanagement der Gesellschaft. Das Unternehmen wurde auch für das Berichtsjahr durch einen externen Umweltgutachter erneut validiert. 2. Wirtschaftsbericht2.1 Gesamtwirtschaftliche und Branchenentwicklung Deutsche Wirtschaft 2023 durch globale Krisen belastet Die Erholung der deutschen Wirtschaft nach den Corona-Jahren setze sich 2023 nicht weiter fort. Das deutsche Bruttoinlandsprodukt sank 2023 ersten Berechnungen zufolge gegenüber dem Vorjahr um 0,3 Prozent. Verantwortlich dafür waren vor allem die geopolitischen Krisen in der Ukraine und im Nahen Osten, Energiekrise und Inflation, ungünstige Finanzierungsbedingungen durch steigende Zinsen sowie eine geringere Nachfrage aus dem In- und Ausland. Trotz dieses schwierigen Umfelds zeigte sich der Arbeitsmarkt 2023 anhaltend robust. Die Erwerbstätigkeit stieg 2023 sogar auf den bislang höchsten Stand seit der Wiedervereinigung. Die Wirtschaftsleistung wurde im Jahr 2023 von durchschnittlich 45,9 Millionen Erwerbstätigen erbracht (+0,7 %, d.h. 333.000 Personen mehr als im Vorjahr). Die Beschäftigung nahm im Jahr 2023 vor allem durch die Zuwanderung ausländischer Arbeitskräfte zu. Der Beschäftigungsaufbau erfolgte wie im Vorjahr fast ausschließlich im Dienstleistungssektor. Auch vom Baugewerbe kamen dabei, trotz des Produktionsrückgangs im Wohnungsbau, erneut positive Impulse (+0,6 %). Die Arbeitslosenquote stieg gegenüber dem Vorjahr um 0,4 Prozentpunkte auf 5,7 %. Die Inflation in Deutschland ist im Laufe des Jahres 2023 zurückgegangen und erreichte im Dezember eine Rate von 3,9 %. Im Jahresmittel 2023 lag die Steigerung der Verbraucherpreise dagegen bei 5,9 Prozent. Damit war die Preissteigerung deutlich niedriger als beim Rekordwert des Vorjahres (+7,9 %). Die Preise für den Neubau von Wohngebäuden sind im Jahresmittel um 8,5 Prozent gestiegen (Vorjahreswert +16,4 %) - mit über das Jahr sinkender Tendenz. Nachdem 2022 die lange Phase niedriger Zinsen geendet hatte, lag der Leitzins im Euroraum nach zehn Zinserhöhungsschritten Ende 2023 bei 4,5 Prozent. Mit der Zinsentwicklung verteuerte sich auch die Finanzierung von Bauprojekten deutlich. Die Arbeitnehmerentgelte (Nominallöhne) konnten im dritten Quartal 2023 mit 6,3 Prozent stärker zulegen als im Vorjahr. Aufgrund der anhaltend hohen Inflation war der Reallohnanstieg im dritten Quartal aber nur sehr gering. Wohnungswirtschaft wächst 2023 moderat / stabilisierende Funktion für Gesamtwirtschaft Die Grundstücks- und Wohnungswirtschaft konnte 2023 insgesamt zehn Prozent der gesamten Bruttowertschöpfung erzeugen (+1,0 %). Mit einer durchschnittlichen Steigerungsrate von 2,1 Prozent entwickelten sich die Nettokaltmieten deutschlandweit 2023 deutlich schwächer als die allgemeine Teuerung und wirkten somit preisdämpfend. Allerdings geht diese Entwicklung zu Lasten der Wirtschaftskraft der Branche. Prognose: 2024 mit weiteren Investitionsrückgängen Angesichts hoher Bau- und Finanzierungskosten dürften insbesondere die Neubau- und Modernisierungsinvestitionen 2024 um rund 4,0 Prozent sinken. Sollen sich die Rahmenbedingungen bei Förderung und Finanzierung verbessern, könnte sich mit Blick auf die Förderkulissen sowie die steigenden Klimaschutzanforderungen zumindest die Modernisierungsinvestitionen 2025 wieder etwas erholen. Brandenburg: Erfolg mit Ansiedlung bei regionaler Differenzierung Brandenburgs Wirtschaft wuchs 2023 - entgegen dem Bundestrend - im ersten Halbjahr 2023 um sechs Prozent und damit so stark wie in keinem anderen Bundesland. Wachstumsmotor für Brandenburgs Wirtschaftsleistung war dabei vor allem das Verarbeitende Gewerbe (Autoproduktion und Kfz-Zulieferbetriebe). Die Verbraucherpreise erhöhten sich 2023 im Jahresdurchschnitt gegenüber dem Vorjahr um 6,5 Prozent. Damit blieb die Teuerung zwar auf hohem Niveau, schwächte sich aber im Vergleich zum Vorjahr etwas ab. Die Beschäftigung entwickelte sich mit einem Plus von 0,4 Prozentpunkten leicht positiv. Die Arbeitslosigkeit stieg 2023 um 0,3 Prozent auf 5,9 Prozent. Die Reallöhne sind im dritten Quartal 2023 in Brandenburg um 0,6 Prozent gestiegen. Wohnungsmarkt: Leichtes Bevölkerungswachstum und erschwerte Investitionsbedingungen Auch im Land Brandenburg führt die Zuwanderung weiter zu einem leichten Bevölkerungswachstum. Bis zum Ende des zweiten Quartals 2023 stieg die Bevölkerungszahl um 2.980 Personen im Vergleich zum Vorjahreszeitraum, wobei sich der Zugewinn vor allem aus Zuwanderung aus dem Ausland sowie aus Berlin speiste. Dabei stehen wachsenden auch weiterhin schrumpfende Regionen gegenüber, in denen sich auch das Durchschnittsalter im Zuge demografischer Prozesse (deutlich) nach oben bewegt. Wanderungsgewinne kommen auch weiterhin vor allem dem Berliner Umland zugute, was dort auch eine entsprechende Zunahme der Wohnraumnachfrage zur Folge hat. Aber auch Städte des "zweiten Rings", wie Brandenburg an der Havel oder Eberswalde, können mittlerweile von diesen Entwicklungen profitieren. Hingegen wird in Städten mit schrumpfender Bevölkerung der Abriss überzähliger Wohnungen fortgesetzt werden müssen. Gleichzeitig stiegen die Baupreise 2023 auch im Land Brandenburg mit einem Plus von 9,1 Prozent stark an, wenn auch nicht mehr so stark wie im Vorjahr. Vor diesem Hintergrund sind auch in Brandenburg - wie auf Bundesebene - die wohnungswirtschaftlichen Investitionen weiter gedämpft worden. Auch für 2024 wird hier keine Belebung erwartet. 2.2 Umsatzentwicklung/Geschäftsumfang Die Umsatzerlöse aus Vermietung (abzüglich der Erlöse aus abgerechneten Betriebskosten) erhöhten sich 2023 gegenüber dem Vorjahr um 179,9 T€ und betrugen insgesamt 10.227,7. Die Erhöhung resultiert im Wesentlichen aus Modernisierungsumlagen aus Aufzügen und der Mietanpassungen bei Neuvermietung. Die Leerstandsquote per 31.12.2023 beträgt 0,56 Prozent (vermietbarer Leerstand) und ist als fluktuationsbedingt anzusehen. Die Erlösschmälerungen der Nettokaltmieten für Wohnungen betrugen im Berichtsjahr 245,4 T€ (Vorjahr 171,7 T€). Gründe hierfür sind u. a. Abschläge während der Baumaßnahmen aufgrund Bautätigkeit sowie die Gewährung von Mietnachlässen bei der Geburt eines Kindes. 131 Mieter (Vorjahr 128) haben 2023 ihr Mietverhältnis mit der Gesellschaft beendet. Darin sind 17 Wohnungswechsel innerhalb des Bestandes u.a. wegen Vergrößerung (11) bzw. Verkleinerung (2) sowie gesundheits- und lagebedingte interne Umzüge enthalten. Aufgrund von Mietschulden bzw. des vertragswidrigen Gebrauchs der Wohnung wurden 3 Kündigungen ausgesprochen. Es waren 3 Wohnungsräumungen erforderlich. Im Geschäftsjahr frei gewordene Wohnungen konnten in der Regel zeitgerecht wieder vermietet werden. 2.3 Personalentwicklung Die Anzahl der Beschäftigten betrug per 31.12.2023: 33 Personen
2.4 Bautätigkeit, Modernisierung und Instandhaltung Im Jahr 2023 wurden Bauleistungen zur Sanierung, Modernisierung und Instandhaltung des Bestandes mit einem Gesamtumfang von 12.543,4 T€ erbracht. Dabei handelt es sich um Instandhaltungskosten in Höhe von 5.291,4 T€, aktivierte Herstellungskosten in Höhe von 266,7 T€ sowie Nachaktivierungen für Bauten aus Vorjahren in Höhe von 35,9 T€ sowie Anlagen im Bau in Höhe von 6.949,5 T€. Der Schwerpunkt der aufgewendeten Kosten lag in der Instandhaltung vor Neuvermietung sowie in der Planung und Umsetzung von Neubauten. Der Austausch von Einrohrheizungen im Bestand konnte mit dem Objekt Fürstenwalder Straße 28-32 und dem Objekt Beuststraße 1-4 fortgesetzt werden. Die Elektrosanierung der Hessenwinkler Straße 1 konnte fortgesetzt werden. Ein weiterer Schwerpunkt der Bautätigkeit lag auf dem Einbau von 2 Personenaufzügen mit Gesamtkosten in Höhe von 196,5 T€ in folgenden Objekten im Stadtteil Neu-Buchhorst: - Am Walde 1 - Am Walde 16 Darüber hinaus wurden Außenanlagen instandgehalten sowie Gasanlagen überprüft bzw. erneuert. 2.5. Finanzierung Die Gesellschaft hat im Berichtsjahr neue Darlehen in Höhe von 11.179,4 T€ zur Finanzierung von Baumaßnahmen aufgenommen. 3. Lage der Gesellschaft3.1 Ertragslage Die nach betriebswirtschaftlichen Gesichtspunkten gegliederte Erfolgsrechnung zeigt folgende Ergebnisse:
Die Reduzierung des Betriebsergebnisses in 2023 gegenüber 2022 wird maßgeblich durch hohe Instandhaltungsaufwendungen geprägt. Das Ergebnis liegt über der Plansumme. 3.2 Finanzlage Im Geschäftsjahr 2023 war die Finanzlage der GmbH ausgeglichen. Die Gesellschaft kam ihren Zahlungsverpflichtungen jederzeit termingerecht nach und wird auch künftig dazu in der Lage sein. Die liquiden Mittel stiegen um 153,6 T€ auf 9.466,6 T€ per 31.12.2023.
3.3 Vermögenslage Das langfristig im Unternehmen gebundene Anlagevermögen (79.398,9 T€) wird vollständig durch langfristig zur Verfügung stehendes Kapital (83.833,6 T€) gedeckt. Der Anteil des Eigenkapitals an der Bilanzsumme vermindert sich im Vergleich zum Vorjahr um 4,46 Prozentpunkte auf 60,01 Prozent und bleibt Ausdruck einer soliden Basis für die weitere Entwicklung des Unternehmens. Die Bilanzvolumen hat sich im Geschäftsjahr um 6.265,0 T€ auf 89.670,0 T€ erhöht. 3.4 Finanzielle Leistungsindikatoren
Der Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit beträgt 2.307,2 TEuro. Die Zinsquote mit 5,06 Prozent (Vorjahr 2,87 Prozent) ist zum Vorjahr gestiegen. 3.5 Gesamtaussage Die Marktbedingungen für die Gesellschaft sind aufgrund der anhaltend starken Nachfrage nach Wohnraum gut. Das zeigt sich insbesondere in der bereinigten Leerstandsquote von 0,56 Prozent. Diese Entwicklung wird sich bedingt durch den anhaltend angespannten Wohnungsmarkt in der Hauptstadt Berlin sowie die Ansiedlung des Elektroautobauers TESLA mindestens mittelfristig fortsetzen. Der Finanzmittelbestand hat sich im vergangenen Jahr leicht erhöht (153,6 T€). Für die Zukunft hat die Gesellschaft eine stabile Basis und auch die Liquidität sehen wir langfristig als gesichert an. 4. Prognosebericht Ausgehend von den Ergebnissen des Geschäftsjahres 2023 bestehen gute Voraussetzungen, die Gesellschaft wirtschaftlich effektiv weiter entwickeln zu können. Der Wirtschaftsplan für 2024 wurde vom Aufsichtsrat bestätigt. Für das Geschäftsjahr 2024 erwarten wir aufgrund der Auswirkungen der Bestandsmietenerhöhung sowie des Neuvermietungsgeschäftes einen steigenden Umsatz von 11.460,0 T€. Es wird aufgrund hoher Bau- und Instandhaltungskosten und hoher Investitionen in Bestand und Neubau vorläufig ein negatives Betriebsergebnis von 675,0 T€ in der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit erwartet. 5. Chancen- und Risikobericht Risikobericht Die nach Beginn des Ukraine-Krieges befürchteten Versorgungsengpässe bei Energie- und Wärmelieferungen sind bisher nicht eingetreten. Aufgrund der bisher milden Witterung und der ausreichend vorhandenen Gasvorräte in den bestehenden Gasspeichern der Versorger werden für den Winter 24/25 auch keine Engpässe mehr erwartet. Die bestehenden Verträge mit den Versorgern der Gesellschaft wurden überprüft. Die Verträge bezüglich der Versorgung mit Fernwärme und Gas haben Laufzeiten bis 2028. Beim Vertrag zur Belieferung mit Fernwärme bestehen Preisanpassungsklauseln. Insgesamt haben sich erhebliche Preissteigerungen ergeben. Die erheblich gestiegenen Zinsen für langfristige Immobilienkredite haben wir hinsichtlich der finanziellen Auswirkungen bei Prolongationen und geplanten Neuaufnahmen analysiert und in unseren Planungsrechnungen berücksichtigt. Nach unseren Planungen führen die gestiegenen Zinsen, auch bei einem dauerhaften Anstieg, zu keinen wesentlichen Risiken für die Gesellschaft. Jedoch werden Umfang und Ausmaß von Neubaumaßnahmen zu prüfen sein. Größere Risiken sehen wir in der Entwicklung der Baukosten und Instandhaltungsaufwendungen. Diese haben sich in den letzten Jahren deutlich von der allgemeinen Preisentwicklung abgekoppelt. Bei der Aufstellung der Instandhaltungsplanung und Bauplanung wurde das höhere Preisniveau bereits berücksichtigt. Wir werden alle unsere geplanten Baumaßnahmen hinsichtlich ihrer Wirtschaftlichkeit auf Grund der gestiegenen Baukosten aber auch gestiegener Finanzierungskosten analysieren. Durch die steigenden gesetzlichen Anforderungen hinsichtlich des Klimaschutzes ergeben sich erhebliche Auswirkungen auf unsere Unternehmenstätigkeit, die wir verstärkt in dieser Hinsicht analysieren. Zu benennen sind speziell die geplanten Steigerungen der CO 2 -Steuer und der beschlossenen Beteiligung der Vermieter an den Kosten sowie den verschärften Normen des Baurechtes, die zu Mehraufwendungen führen werden. Im Zusammenhang mit dem Krieg gegen die Ukraine werden verstärkt Cyber-Angriffe gegen kritische Infrastruktur und auch Unternehmen festgestellt. Es kann daher nicht ausgeschlossen werden, dass auch unser Unternehmen hinsichtlich Cyber-Angriffen über das übliche Maß hinausgehenden Risiken ausgesetzt ist. Wir nehmen diese zusätzlichen Bedrohungen sehr ernst und reflektieren die Risiken in der IT-Infrastruktur fortlaufend. Wir werden diese zurzeit in ihren Auswirkungen nicht abschätzbare Risiken laufend beobachten und soweit möglich Strategien zur Risikobegrenzung entwickeln. 5.1 Risikomanagement Die Geschäftsführung des Unternehmens hat ein umfassendes Risikomanagement entwickelt, das laufend weiterentwickelt wird. Im Mittelpunkt dieses Managements stehen: - Risikokennzahlen mit Festlegung von kritischen Werten und deren vierteljährliche Auswertung - monatliche Auswertung der Mietschuldenstatistik - Aufgliederung des jährlichen Budgets für Instandhaltung und Bauinvestitionen nach Mitarbeitern in der Bewirtschaftung und nach Einzelmaßnahmen sowie deren monatliche Abrechnung und Auswertung - langfristige Liquiditäts- und Erfolgspläne, die in Jahresplänen untersetzt werden - regelmäßige Informationen an den Aufsichtsrat zur laufenden Geschäftstätigkeit und zu perspektivischen Vorhaben - Kostenartenverantwortung auf Mitarbeiterebene 5.2 Chancen und Risiken Die Zuzüge in das Land Brandenburg werden auch künftig die Fortzüge übertreffen (positiver Wanderungssaldo von 200.000 Personen im Zeitraum 2017 bis 2030 angenommen). Ursächlich für die positive Wanderungsbilanz des Landes Brandenburgs sind primär angenommene Suburbanisierungsgewinne gegenüber Berlin, wovon jedoch nur das Berliner Umland und vorwiegend einzelne Gemeinden am Rand des Umlandes profitieren sowie die Zuwanderung, auch von Geflüchteten. Nach den Angaben der Stadt Erkner hatte Erkner zum 30.06.2023 insgesamt 12.044 Einwohner. Damit steigt die Bevölkerung entgegen der Erwartungen stetig an. Diese positiven Entwicklung steht der Bevölkerungsvorausschätzung für das Land Brandenburg 2020 - 2030 entgegen, die für den Landkreis Oder Spree einen leichten allgemeinen Bevölkerungsrückgang sowie eine Überalterung (2030 jeder 3.Einwohner:in über 65 Jahre) voraussagt. In einer Analyse von Koopmann Analytics geht man für Erkner basierend auf der Bevölkerungsschätzung des LBV von einer Abnahme der Bevölkerung um bis zu 15,1 % aus. Insbesondere durch die Ansiedlung des TESLA Werkes werden sich diese Prognosen voraussichtlich als unzutreffend erweisen. Die Vermeidung von Leerstand bzw. eine zügige Neuvermietung hat ungeachtet einer guten Nachfrage weiterhin Priorität. Dem kann durch die Schaffung attraktiver und marktgerechter Wohnungen entgegengewirkt werden. Da das statistische Landesamt im Gegenzug auch von einer Singularisierung und hierdurch einem Anstieg der Haushalte ausgeht und die Ansiedlung von TESLA sowie die Nähe des Flughafens BER, die Nachfrage nach Wohnungen weiter erhöhen wird, werden die Chancen für eine effektive Platzierung von Neubauangeboten als sehr gut eingeschätzt. Den demografischen Faktoren (z. B. Alterung der Bevölkerung) und den damit einhergehenden sich ändernden Anforderungen an Wohnraum und Umfeld sind bei der Investitionstätigkeit in jedem Fall Rechnung zu tragen. Im Interesse der Mieter:innen ist das Unternehmen weiterhin bestrebt, Reserven aufzudecken, um dem Ansteigen der Betriebskosten entgegenzuwirken. Trotz dieser, für die Stadt Erkner sehr günstigen Entwicklungsprognosen, der verkehrsgünstigen Anbindung an Berlin sowie seiner hauptstadtnahen Lage in wald- und gewässerreicher Umgebung muss sich die Stadt durch die Bereitstellung einer ausgewogenen Infrastruktur und von Ansiedlungsangeboten stetig um den Erhalt bzw. Zuwachs der Bevölkerungszahl bemühen. 5.3 Risikolage Zum gegenwärtigen Zeitpunkt sind gravierende Risiken für die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage bzw. für den weiteren Fortbestand des Unternehmens nicht zu erkennen. Im Bereich von Wohnungen stellen wir fest, dass die Anzahl der Wohnungskündigungen weiterhin auf einem niedrigen Niveau sin. Signifikante Mietausfälle sind nicht festzustellen. Es wird erwartet, dass es im weiteren Verlauf im Bereich Gewerbe zu Ertragsausfällen kommen kann. Angesichts der hohen Nachfrage durch die TESLA Ansiedlung werden an dieser Stelle jedoch keine ernsthaften Risiken gesehen. Weiterhin wird erwartet, dass es bei einem überdurchschnittlichen Anstieg der Energiekosten zu Ertragsausfällen z.B. aus Heizkosten kommen kann. 6. Risikoberichterstattung in Bezug auf die Verwendung von Finanzinstrumenten Als wesentliche Finanzinstrumente sind neben den in der Bilanz enthaltenen flüssigen Mitteln insbesondere Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten zu nennen. Derivative Finanzinstrumente werden nicht eingesetzt. Grundsätzlich setzt das Unternehmen auf langfristige Planungssicherheit durch Abschluss langfristiger Kreditverträge mit festen Zinsen. Alle Kredite sind ausreichend dinglich gesichert, das Kreditportfolio auf mehrere Kreditinstitute gegliedert. Die liquiden Mittel der Gesellschaft sind aus Gründen der Risikovorsorge bei mehreren Geschäftsbanken angelegt und unterliegen dem jeweiligen Einlagensicherungsfonds. Eine Gefährdung der finanziellen Entwicklung des Unternehmens ist derzeit nicht zu befürchten.
Erkner, 28.05.2024 Susanne Branding, Geschäftsführerin BilanzAktiva
Gewinn- und Verlustrechnung
Anhang1. Allgemeine Angaben Die Wohnungsgesellschaft Erkner mbH hat ihren Sitz in der Stadt Erkner und ist eingetragen in das Handelsregister beim Amtsgericht Frankfurt (Oder) unter der Nummer HRB 1109 FF. Der Abschluss für das Geschäftsjahr 2023 wurde nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuchs aufgestellt. Die Gliederung der Bilanz sowie der Gewinn- und Verlustrechnung erfolgte entsprechend der Verordnung über Formblätter der Wohnungsunternehmen. Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gewählt. 2. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände wurden zu Anschaffungskosten, vermindert um die planmäßige Abschreibung, angesetzt. Sie wurden entsprechend der Nutzungsdauer von 3 bzw. 5 Jahren abgeschrieben. Die Sachanlagen wurden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten, vermindert um die planmäßige Abschreibung, bewertet. Im Geschäftsjahr 2023 wurden nachträgliche Herstellungskosten für den Einbau von 2 Personenaufzügen aktiviert und analog zu den jeweiligen Wohngebäuden mit 2 % p. a. abgeschrieben. Neue Außenanlagen wurden mit einer Nutzungsdauer von 10 Jahren abgeschrieben. Eine Wohnung in einer Eigentümergemeinschaft, in der die Gesellschaft bereits Wohneigentum hatte, wurde 2023 käuflich erworben und mit 2 % p. a. abgeschrieben. Ebenso erfolgte eine Zuschreibung bei einem Gewerbeobjekt. Die Abschreibungen für Büro- und Geschäftsausstattung wurden im Anschaffungsjahr zeitanteilig ermittelt. Geringwertige Wirtschaftsgüter wurden im Zugangsjahr 2023 voll abgeschrieben. Im Geschäftsjahr ist ausschließlich die lineare Abschreibungsmethode zur Anwendung gekommen. Die unfertigen Leistungen sind zu Anschaffungskosten bewertet. Für leerstehende Wohnungen wurde ein angemessener Pauschalabschlag vorgenommen. Die Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten. Der Ansatz erfolgt in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages. Bei Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden künftige Kosten- und Preissteigerungen einbezogen. Ferner werden Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr mit einem der Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzins der vergangenen sieben Jahre, welcher von der Deutschen Bundesbank veröffentlicht wird, abgezinst. Forderungen sind zum Nennwert angesetzt. Vorhandene Risiken sind durch Einzelwertberichtigungen abgedeckt. Uneinbringliche Forderungen wurden abgeschrieben. Verbindlichkeiten wurden zu Erfüllungsbeträgen bewertet. 3. Erläuterungen zur Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung 3.1. Bilanz Zum Anlagevermögen wird auf den Anlagespiegel 2023 gemäß Anlage 1 verwiesen. In der Bilanzposition Unfertige Leistungen sind 5.140 T€ für noch nicht abgerechnete Betriebskosten inkl. des von den Mietern zu tragenden CO 2 -Anteils gemäß CO 2 KostAufG enthalten. Forderungen und Sonstige Vermögensgegenstände mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr bestehen nicht. Die ausgewiesenen flüssigen Mittel des Treuhandvermögens (vgl. Davonposition zu B. III der Aktiva) in Höhe von 1.473.988,31 € setzen sich wie folgt zusammen:
Das Eigenkapital entwickelte sich wie folgt:
Gemäß Beschluss des Gesellschafters vom 13.11.2023 wurde der Jahresüberschuss 2022 (1.157,8 T€) in die anderen Gewinnrücklagen eingestellt. Die sonstigen Rückstellungen enthalten im Wesentlichem die Rückstellungen für die Altanschließerbeiträge inkl. der Zins- und Prozesskostenrisiken in Höhe von 1.307,3 T€. Zu den Fristen von Verbindlichkeiten einschließlich deren Sicherheiten wird auf den Verbindlichkeitenspiegel verwiesen (Anlage 2). Derivative Finanzinstrumente kommen nicht zur Anwendung. In der Bilanz nicht erfasste finanzielle Verpflichtungen, die für die Beurteilung der Finanzlage von Bedeutung sind, bestanden zum Bilanzstichtag nicht. In den Vermögensgegenständen und Verbindlichkeiten sind keine Beträge enthalten, die erst nach dem Abschlussstichtag rechtlich entstehen. Für einen 2020 und 2021 erhaltenen Förderzuschuss für ein Bauvorhaben in Höhe von zusammen 879,8 T€ wurde ein passiver Rechnungsabgrenzungsposten für 25 Jahre entsprechend der vereinbarten Belegungsbindung gebildet, der jährlich ertragswirksam mit 35,2 T€ aufgelöst wird. Für einen weiteren in 2023 erhaltenden Förderzuschuss bei einem anderen Bauvorhaben in Höhe von 318,3 T€ wurde ebenfalls ein passiver Rechnungsabgrenzungsposten für 25 Jahre entsprechend der vereinbarten Belegungsbildung gebildet, der im Geschäftsjahr mit 4,0 T€ ertragswirksam aufgelöst wurde. Zum 31.12.2023 ergeben sich aus den Abweichungen der Handelsbilanz zur Steuerbilanz und den steuerlichen Verlustvorträgen, die in den nächsten 5 Jahren zur Verlustverrechnung genutzt werden könnten, nur aktive latente Steuern. Aufgrund der Inanspruchnahme des Wahlrechtes nach § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB werden aktive latente Steuern nicht angesetzt. 3.2. Gewinn- und Verlustrechnung In den Posten der Gewinn- und Verlustrechnung sind im Vergleich zum Vorjahr keine wesentlichen periodenfremden Erträge und Aufwendungen sowie keine Erträge und Aufwendungen von außergewöhnlicher Größenordnung und Bedeutung enthalten. 4. Sonstige Angaben Mitarbeiter der Wohnungsgesellschaft Erkner mbH Neben der Geschäftsführerin waren 2023 durchschnittlich beschäftigt:
Außerdem absolvierten im Geschäftsjahr zwei Auszubildende ihre Ausbildung zur Kauffrau für Immobilienwirtschaft im Unternehmen. Bezüge der Geschäftsführung und des Aufsichtsrates Auf die Angabe der Bezüge der Geschäftsführerin wird gemäß § 286 (4) HGB verzichtet. Die Aufsichtsratsvergütungen belaufen sich auf 17.340,00 € einschließlich Umsatzsteuer. Geschäftsführung Susanne Branding Mitglieder des Aufsichtsrates
Vorgänge von besonderer Bedeutung, die wesentlichen Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage haben, sind nach dem Berichtszeitraum nicht eingetreten. Die Geschäftsführung der Wohnungsgesellschaft Erkner mbH schlägt vor, den Jahresüberschuss 2023 in Höhe von 342.035,57 € in die anderen Gewinnrücklagen einzustellen.
Erkner, 28.05.2024 Susanne Branding, Geschäftsführerin Anlagenspiegel
Verbindlichkeitenspiegel
x) Grundpfandrechte xx) auslaufende Zinsbindungsfrist
BestätigungsvermerkAn die Wohnungsgesellschaft Erkner mbH, Erkner Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Wohnungsgesellschaft Erkner mbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Wohnungsgesellschaft Erkner mbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse - entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und - vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichtes Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus - identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können. - gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben. - beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben. - ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann. - beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrundeliegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. - beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens. - führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrundeliegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Berlin, den 31. Mai 2024 DOMUS
Steuerberatungs-AG
Prof. Dr. Hillebrand, Wirtschaftsprüfer Fechner, Wirtschaftsprüfer Bericht des AufsichtsratsSehr geehrter Herr Pilz, mit diesem Bericht informiere ich über die Tätigkeit des Aufsichtsrates im Geschäftsjahr 2023 und das Ergebnis der Prüfung des Jahresabschlusses. Die uns nach Gesetz, Gesellschaftsvertrag und Geschäftsordnung obliegenden Kontroll- und Beratungsaufgaben haben wir verantwortungsvoll und mit gebührender Sorgfalt wahrgenommen. In diesem Zusammenhang haben wir die Geschäftsführung der Wohnungsgesellschaft Erkner mbH bei verschiedenen Prozessen und Entscheidungen beratend begleitet, ihre Tätigkeit entsprechend den gesetzlichen und gesellschaftsvertraglichen Vorgaben überwacht und waren in alle für die Gesellschaft grundlegend bedeutenden Entscheidungen mittelbar eingebunden. Die Geschäftsführung ist dabei ihren Informationspflichten eigenständig und uneingeschränkt nachgekommen und hat den Aufsichtsrat regelmäßig informiert. Der Aufsichtsrat der Wohnungsgesellschaft Erkner mbH hat gemäß § 4 der Geschäftsordnung für den Aufsichtsrat auf seiner Sitzung am 24.07.2024 den Jahresabschluss, den Lagebericht und den Vorschlag der Geschäftsführung über die Verwendung des Bilanzgewinns geprüft und darüber beraten. Die Prüfung erfolgte auf Grundlage des Berichtes der DOMUS Revision AG-Wirtschaftsprüfungsgesellschaft/Steuerberatungsgesellschaft, Lenzallee 107, 14195 Berlin vom 31.Mai 2024 (DOMUS im Folgenden). Der Auftrag zur Prüfung ist der DOMUS in meiner Eigenschaft als Aufsichtsratsvorsitzender am 14.03.2024 erteilt worden, nachdem die Gesellschafterversammlung am 13.11.2023 den entsprechenden Beschluss dazu gefasst hatte. Gegenstand der Prüfung waren die Einhaltung der deutschen handelsrechtlichen Vorschriften über den Jahresabschluss und den Lagebericht und der sie ergänzenden Vorschriften des Gesellschaftsvertrages sowie der Grundsätze ordnungsgemäßer Buchführung und ebenso die Ordnungsmäßigkeit der Geschäftsführung und die wirtschaftlichen Verhältnisse. Der Prüfungsauftrag umfasste auch Feststellungen zu § 53 Haushaltsgrundsätzegesetz (HGrG). Im Ergebnis der vom Aufsichtsrat vorgenommenen Prüfung und Beratung ist zusammengefasst folgendes festzustellen: 1. Geschäftsumfang und Umsatzentwicklung: - Das Hauptgeschäftsfeld des Unternehmens liegt in der Bewirtschaftung des eigenen Bestandes von 2.516 Wohnungen (darunter 57 Eigentumswohnungen), 64 Gewerbeeinheiten, 4 Gästewohnungen sowie 712 Pachten, Garagen und Stellplätzen. Daneben verwaltete die Gesellschaft im Jahr 2023 Bestände Dritter. Aufgrund von Verwalterverträgen wurden 54 Wohnungen, eine Gewerbeeinheit sowie 24 Pachten, Garagen und Stellplätze betreut. - Die Umsatzerlöse aus der Vermietung (Nettokaltmieten) betrugen 10.227,7 T€ und erhöhten sich gegenüber dem Vorjahr um 179,9 T€, durch Mietanpassungen bei der Neuvermietung und Modernisierungsumlagen. - Die Vermietungssituation des Wohnungsbestandes ist nach wie vor als sehr gut einzustufen. Zum Bilanzstichtag lag die bereinigte Leerstandsquote bei 0,56 % (Vorjahr 0,68 %) und ist damit geringfügig zurückgegangen. - Die Erlösschmälerungen der Nettokaltmieten für Wohnungen betrugen im Berichtsjahr 245,4 T€ (Vorjahr 171,7 T€). Gründe hierfür sind u. a. Abschläge während der Baumaßnahmen aufgrund Bautätigkeit sowie die Gewährung von Mietnachlässen bei der Geburt eines Kindes. - 131 Mieter (Vorjahr 128) haben 2023 ihr Mietverhältnis mit der Gesellschaft beendet. Darin sind 17 Wohnungswechsel innerhalb des Bestandes u.a. wegen Vergrößerung (11) bzw. Verkleinerung (2) sowie gesundheits- und lagebedingte interne Umzüge enthalten. Aufgrund von Mietschulden bzw. des vertragswidrigen Gebrauchs der Wohnung wurden 3 Kündigungen ausgesprochen. Es waren 3 Wohnungsräumungen erforderlich. 2. Vermögens-, Finanz-und Ertragslage - Der Vermögensaufbau ist zum 31.12.2023 hinsichtlich der Fristigkeit von Vermögens- und Schuldteilen ausgeglichen. Das langfristig im Unternehmen gebundene Anlagevermögen (79.398,9 T€) wird vollständig durch langfristig zur Verfügung stehendes Kapital (83.833,6 T€) finanziert. Der Anteil des Eigenkapitals an der Bilanzsumme hat sich von 64,53 % im Vorjahr auf 60,01 % zum Bilanzstichtag vermindert. Grund sind die Erhöhungen von Darlehen für Neubau- und Modernisierungsvorhaben. Die Eigenkapitalquote ist jedoch weiterhin auf hohem Niveau. Um die Verfolgung des Gesellschaftszwecks zu sichern, wird empfohlen auf weitere Gesellschafterausschüttungen bisweilen zu verzichten, um die notwendigen Investitionstätigkeiten (inkl. Instandhaltungsmaßnahmen) nicht durch den Verweis auf Fremdkapital mit aktuell relativ hohem Zinsniveau auszubremsen. - Die Finanzlage der Gesellschaft ist zum 31.12.2023 geordnet. Der Finanzmittelbestand erhöhte sich um 153,6 T€ auf 9.466,6 T€ zum 31.12.2023 aufgrund bereits aufgenommener Darlehen für Baumaßnahmen. Die Gesellschaft konnte ihren Zahlungsverpflichtungen jederzeit nachkommen. Die Ertragslage 2023 schließt mit einem Jahresüberschuss von 342,0 T€ (2022 = 1.157,8 T€). Die im Vergleich zum Vorjahr eingetretene Gewinnverminderung ist vorrangig aufgrund von nicht ausgeführten - und damit aufgeschobenen - Modernisierungsmaßnahmen im Wohnungsbestand zu sehen. Der ausgewiesene Gewinn bewegt sich deutlich über dem defizitären Planwert. - Die Bilanz zum 31.12.2023 sowie die Gewinn- und Verlustrechnung für das gleiche Jahr wurden ordnungsgemäß aus den Buchwerten der Gesellschaft entwickelt. Der Jahresabschluss (Bilanz, GuV und Anhang) wurde nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften für Kapitalgesellschaften unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und entsprechend des Gesellschaftsvertrages aufgestellt. - Die Eröffnungsbilanzwerte wurden ordnungsgemäß aus dem geprüften Jahresabschluss 2022 übernommen. - Die Zunahme des unbeweglichen Sachanlagevermögens beruht auf Grundstückskäufen (204,2 T€), Herstellungskosten für Neubaumaßnahmen einschließlich Außenanlagen (1.751,8 T€) und Modernisierungskosten aus Gebäudesanierung, Aufzugseinbauten und Umbaumaßnahmen (5.673,4 T€) sowie einer Zuschreibung (224,2 T€). Dem gegenüber stehen die im Berichtsjahr vorgenommenen planmäßigen Abschreibungen (2.063,1 T€). - Im Bilanzzeitraum erfolgte eine Ausschüttung an den Gesellschafter in Höhe von 300 T€ inkl. Steuern. Hierzu liegt ein Beschluss vom 29.03.2023 vor. - Der Lagebericht entspricht den gesetzlichen Vorschriften und steht im Einklang mit dem Jahresabschluss und den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen. Er vermittelt insgesamt eine zutreffende Vorstellung von der Lage der Gesellschaft. Die wesentlichen Chancen und Risiken der künftigen Entwicklung sind zutreffend dargestellt. Der Aufsichtsrat schließt sich der Überzeugung der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft an, wonach der Jahresabschluss zum 31.12.2023 unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz-und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Hinweise auf andersliegende Sachverhalte sind nicht ersichtlich. Der Aufsichtsrat erhebt keine Einwände gegen das Prüfungsergebnis. Er billigt den von der Geschäftsführung aufgestellten Jahresabschluss 2023. Gegen eine Feststellung des Jahresabschlusses bestehen keine Einwände. Es wird empfohlen, den Jahresabschluss festzustellen und - entsprechend des Vorschlages der Geschäftsführung - ferner zu beschließen, den Jahresüberschuss in Höhe von 342.035,57 € in die anderen Gewinnrücklagen einzustellen. Der Aufsichtsrat empfiehlt zudem, der Geschäftsführung für das Jahr 2023 Entlastung zu erteilen und erbittet eine solche auch für sich selbst. Abschließend dankt der Aufsichtsrat der Geschäftsführung für das weit über der (Defizits-)Planung liegende und deshalb als sehr gut zu bezeichnende Ergebnis, vor allem jedoch für ihr stetes, von hohem Maße an Vorausschau und Einsatzfreude geprägtes Engagement. Ebenso dankt der Aufsichtsrat allen Mitarbeitenden der Wohnungsgesellschaft Erkner mbH für ihren persönlichen Beitrag zu einem erfolgreichen Geschäftsjahr 2023.
Erkner, 24.07.2024 gez. Johannes Kattanek, Vorsitzender des Aufsichtsrates FeststellungDer Jahresabschluss wurde am 6.11.2024 festgestellt. |
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