Volksbank Weingarten eGLiquidiert
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Volksbank Weingarten eGWeingartenJahresabschluss zum 31. Dezember 2015Lagebericht für das Geschäftsjahr 20151.) Konjunktur in Deutschland Solides Wirtschaftswachstum Im Jahr 2015 setzte sich der konjunkturelle Aufschwung in Deutschland fort. Trotz der Wachstumsschwäche in den Schwellenländern und der erneuten Zuspitzung der griechischen Schuldenkrise in den Sommermonaten blieb die gesamtwirtschaftliche Entwicklung hierzulande robust aufwärtsgerichtet. Den ersten Schätzungen des Statistischen Bundesamtes zufolge ist das Bruttoinlandsprodukt preisbereinigt um 1,7 % über das Vorjahresniveau gestiegen. Der Zuwachs fiel damit geringfügig stärker aus als in 2014 (+1,6 %) und deutlich stärker als in den Jahren 2012 und 2013 (+0,4 % bzw. +0,3 %). Das Wirtschaftswachstum vollzog sich im Jahresverlauf vergleichsweise stetig. Die vierteljährlichen Veränderungsraten des preis-, kalender- und saisonbereinigten Bruttoinlandsprodukts zeigten im Vergleich zu früheren Jahren nur wenige Schwankungen. Der wichtigste Treiber des gesamtwirtschaftlichen Wachstums waren erneut die Konsumausgaben. Die Anlageinvestitionen und der Außenhandel trugen demgegenüber weniger stark zum Anstieg des Bruttoinlandsprodukts bei. Kräftiger Anstieg der Konsumausgaben Die privaten Konsumausgaben sind im bisherigen Verlauf des Konjunkturaufschwungs dynamischer gestiegen als in früheren Zyklen. Sie expandierten in 2015 um 1,9 % und damit so kräftig wie seit dem Jahr 2000 nicht mehr. Maßgeblich hierfür waren neben der bereits seit einiger Zeit nach oben gerichteten Beschäftigungs- und Tariflohnentwicklung auch Sonderfaktoren wie die Einführung des allgemeinen gesetzlichen Mindestlohns von 8,50 Euro je Arbeitsstunde und die Kaufkraftgewinne durch den niedrigen Ölpreis. Darüber hinaus gingen von der starken Zuwanderung von Flüchtlingen nach Deutschland Nachfrageimpulse aus. Die Konsumausgaben des Staates (+2,8 %) legten noch stärker zu als der Privatkonsum. Hier führten unter anderem die Personal- und Sachkosten zur Betreuung, Unterbringung und Integration der Flüchtlinge zu Mehrausgaben. Verhaltene Investitionskonjunktur Angesichts der nach wie vor hohen Unsicherheit über die künftige Wirtschaftsentwicklung und Wirtschaftspolitik insbesondere in Griechenland und im Euroraum als Ganzes blieb der Anstieg der Ausrüstungsinvestitionen (+3,6 %) in 2015 erneut hinter den Wachstumsraten vergangener Aufschwungphasen zurück. Auch die Bauinvestitionen (+0,2 %) wurden nur moderat ausgeweitet, bei unterschiedlichen Entwicklungen in den einzelnen Bausparten. Während die Wohnungsbauinvestitionen (+1,5 %) angeregt durch die niedrigen Hypothekenzinsen und den Mangel an Anlagealternativen weiterhin zulegten, waren die Aktivitäten im Nichtwohnungsbau (-1,9 %) rückläufig. Da es zudem aus gesamtwirtschaftlicher Sicht zu einem Vorratsabbau kam, fiel der Wachstumsbeitrag der Investitionen alles in allem leicht negativ aus. Kaum Impulse vom Außenhandel Ungeachtet der schwächeren Entwicklung in den Schwellenländern konnten die Exporte (+5,4 %) der deutschen Wirtschaft spürbar ausgeweitet werden. Hierzu dürfte auch der Rückgang des Euro-Wechselkurses beigetragen haben, der die preisliche Wettbewerbsfähigkeit der inländischen Exportgüter auf den ausländischen Märkten tendenziell verbesserte. Die Importe (+5,7 %) nach Deutschland stiegen allerdings aufgrund der hohen Binnennachfrage ebenfalls merklich. Der Außenhandel als Ganzes trug daher lediglich mit 0,2 Prozentpunkten zum gesamtwirtschaftlichen Wachstum bei. Staat erneut mit Budgetüberschuss In Hinblick auf die Staatsfinanzen entspannte sich die Lage weiter. Sprudelnde Einnahmen im Zuge des anhaltenden Beschäftigungsaufbaus, der vielfach kräftig steigenden Bruttoverdienste und der günstigen Konsumkonjunktur standen weniger deutlich expandierenden Ausgaben gegenüber. Entlastend wirkten zudem die Einmalerlöse durch eine Versteigerung von Mobilfunk-Lizenzen. Allerdings waren wegen der Flüchtlingsmigration auch ungeplante Mehrausgaben zu tätigen. Insgesamt konnte die öffentliche Hand das Jahr zum zweiten Mal in Folge mit einem Überschuss abschließen. Der staatliche Finanzierungssaldo ist in Relation zum Bruttoinlandsprodukt von 0,3 % in 2014 auf 0,5 % in 2015 gestiegen. Die Schuldenstandsquote gab hingegen im Vergleich zum Vorjahr von 74,9 % auf 71,4 % nach. Weiterer Beschäftigungsaufbau Der deutsche Arbeitsmarkt präsentierte sich 2015 abermals in einer guten Grundverfassung. Allerdings hat sich der Beschäftigungsaufbau angesichts der Einführung des allgemeinen gesetzlichen Mindestlohns und der für einen bestimmten Personenkreis eingeführten abschlagsfreien Rente mit 63 im Vorjahresvergleich etwas verlangsamt. Die Zahl der Erwerbstätigen mit Arbeitsort in Deutschland ist im Jahresdurchschnitt 2015 um 329.000 auf 43,0 Mio. gestiegen, nachdem sie 2014 um 375.000 zugelegt hatte. Positiv zu vermelden ist auch, dass die Arbeitslosigkeit weiter zurückging. So ist die Zahl der bei der Bundesagentur für Arbeit registrierten Arbeitslosen gegenüber dem Vorjahr um 104.000 auf knapp 2,8 Mio. Menschen gesunken, was einer Arbeitslosenquote von 6,4 % entspricht. Die Zuwanderung durch Flüchtlinge hat die Arbeitslosenzahl noch nicht beeinflusst. Geringer Preisanstieg Die Inflationsrate ist in Deutschland von 0,9 % in 2014 auf niedrige 0,3 % in 2015 gesunken. Ausschlaggebend hierfür war der Preisverfall bei Rohöl, der nach einer vorübergehenden Stabilisierungsphase in den Frühjahrsmonaten zum Jahresende abermals an Fahrt aufnahm. Die Energiepreise haben sich im Jahresdurchschnitt um deutliche 7,0 % verbilligt und für sich genommen die Inflationsrate um 0,7 Prozentpunkte vermindert. Für Nahrungsmittel (+0,8 %) und Dienstleistungen (+1,2 %) mussten die Verbraucher allerdings etwas mehr Geld aufwenden als im Vorjahr. Treibender Faktor für den Anstieg der Dienstleistungspreise waren vor allem die Nettokaltmieten (+1,2 %). Darüber hinaus wirkte sich die Einführung des allgemeinen gesetzlichen Mindestlohns preissteigernd aus, die sich unter anderem in einem überproportionalen Anstieg der Preise für Taxifahrten (+12,1 %) niederschlug. 2.) Finanzmärkte Notenbanken spielen in 2015 besondere Rolle an den Finanzmärkten Die großen Notenbanken waren in 2015 die Taktgeber an den Finanzmärkten. Neben schwankenden Konjunktur- und Inflationserwartungen waren es vor allem die Notenbanken aus Nordamerika, Westeuropa und Ostasien, die die entscheidenden Impulse an den internationalen Finanzmärkten gaben. Im Zentrum standen dabei die Lockerung der Geldpolitik im europäischen Währungsraum und China sowie die diesen geldpolitischen Entscheidungen diametral gegenüberstehende Zinswende in den USA. Nachdem in den ersten Monaten noch der Streit zwischen Griechenland und der Euro-Gruppe über das griechische Reformprogramm und milliardenschwere Finanzhilfen für Unruhe an den Finanzmärkten gesorgt hatte, fanden die Probleme um das hochverschuldete Griechenland im weiteren Jahresverlauf ein nachlassendes Echo an den Märkten. Ausschlaggebend hierfür war zum einen die spürbar moderatere Politik der griechischen Regierung unter dem durch Neuwahlen im Amt bestätigten Regierungschef Alexis Tsipras. Zum anderen beruhigte die Einigung zwischen Griechenland und den übrigen Euro-Staaten auf weitere Hilfszahlungen und ein Reformprogramm die Märkte. In der zweiten Jahreshälfte nahmen hingegen die Spekulationen über die konjunkturellen Probleme der Schwellenländer zu. Dabei geriet in besonderem Maße die Abschwächung der Konjunktur in China in den Fokus von Anlegern und Investoren. Die bewaffneten Auseinandersetzungen in der Ostukraine und in Syrien sorgten hingegen nur vorübergehend für Verunsicherung an den Märkten. EZB lockert Geldpolitik Die Europäische Zentralbank (EZB) hat die ohnehin schon expansiven geldpolitischen Rahmenbedingungen für den Euroraum im vergangenen Jahr noch einmal gelockert. Gleich auf seiner ersten geldpolitischen Sitzung im Januar 2015 beschloss der EZB-Rat ein Programm zum Ankauf von Vermögenswerten. Im Zuge dieser quantitativen Lockerung begann die EZB ab März 2015 unter Einrechnung der bereits beschlossenen Aufkaufprogramme jeden Monat Wertpapiere im Wert von 60 Mrd. Euro am Sekundärmarkt zu kaufen. Ziel des Programmes ist die Erhöhung der Inflation hin zum mittelfristigen Ziel der EZB von unter, aber nahe 2 %. Bei den Wertpapieren handelt es sich um auf Euro lautende Investment-Grade-Wertpapiere von Staaten des Euroraums, Emittenten mit Förderauftrag sowie von europäischen Institutionen. Ausnahmen bilden Staaten des Euroraums mit zu geringer Bonität, wenn sie an einem anerkannten Hilfsprogramm teilnehmen. Als Reaktion auf anhaltend niedrige Inflationsraten im Währungsraum verlängerte der EZB-Rat am 3. Dezember auf seiner letzten Sitzung des Jahres den Zeitraum des aktuellen Wertpapieraufkaufprogramms von September 2016 bis März 2017. Damit stieg der Gesamtumfang des Programms von zunächst 1,14 auf 1,50 Bill. Euro. Den Hauptrefinanzierungssatz und den Spitzenrefinanzierungssatz beließ die EZB im vergangenen Jahr unverändert bei 0,05 bzw. 0,3 %. Den Einlagezins, d. h. der Zins für Übernachteinlagen der Geschäftsbanken bei der EZB, senkte der EZB-Rat hingegen auf seiner geldpolitischen Sitzung vom 3. Dezember um 10 Basispunkte auf -0,3 %. US-Notenbank leitet Zinswende ein Die US-amerikanische Zentralbank (Fed) hat im vergangenen Jahr die zinspolitische Wende eingeleitet. Allerdings mussten sich die Finanzmärkte bis zum Jahresende gedulden. Ranghohe Notenbankvertreter hatten zwar ab dem Frühjahr immer wieder Spekulationen über eine frühere Zinswende an den Märkten provoziert. Die schwächere Konjunktur in den Schwellenländern sowie eine niedrig bleibende Inflation veranlassten allerdings die Fed, die Anhebung des Zinses hinauszuzögern. Erst im Dezember beschloss der für die geldpolitischen Beschlüsse zuständige Offenmarktausschuss, der bereits in 2014 den breiten Aufkauf von Anleihen eingestellt hatte, die erste Zinsanhebung seit Juni 2006. Der Ausschuss erhöhte den Zielbereich des US-Leitzinses, um 25 Basispunkte auf 0,25 bis 0,50 %. Damit endete nach sieben Jahren die faktische Nullzinspolitik der Federal Reserve. Im Dezember 2008 hatte die US-Notenbank im Zuge der schweren Verwerfungen an den Finanzmärkten und einer drastischen Abkühlung der Konjunktur den Leitzins, d. h. die Federal Funds Rate, von 1,0 % auf einen Zielbereich von 0 bis 0,25 % gesenkt. Die US-Notenbank begründete die Anhebung der Federal Funds Rate im Dezember mit der besseren konjunkturellen Lage in den USA und der in diesem Zusammen-hang deutlich verbesserten Lage am Arbeitsmarkt. Bundesanleiherenditen bleiben niedrig Die internationalen Rentenmärkte befanden sich im vergangenen Jahr fest im Griff der Geldpolitik. Das Renditeniveau von Bundesanleihen blieb niedrig. Im ersten Quartal wirkte sich vor allem die quantitative Lockerung der EZB negativ auf die Renditen von Staatsanleihen aus dem Euroraum aus. Darüber hinaus drückte die griechische Schuldenproblematik die Renditen von Bundesanleihen. Im zweiten Quartal kam es insbesondere bei längeren Laufzeiten hingegen zu einem kräftigen Renditeanstieg an den Rentenmärkten. Treiber der Renditen waren im Frühjahr 2015 Spekulationen über eine für den Sommer anstehende Zinswende in den USA sowie vorübergehend höhere Wachstums- und Inflationserwartungen. Die Zinsführerschaft US-amerikanischer Staatspapiere kam in dieser Phase besonders zum Tragen. Die Rendite von Bundesanleihen mit zehnjähriger Restlaufzeit stieg im Zuge dessen bis Juni auf knapp 1,0 %. Allerdings konnte sich der Trend im weiteren Jahresverlauf nicht halten. Bundesanleihen aber auch Staatspapiere aus dem übrigen Euroraum waren in der zweiten Jahreshälfte deutlich stärker gefragt. Ausschlaggebend hierfür waren in erster Linie sinkende Konjunktur- und Inflationserwartungen für die gesamte Weltwirtschaft, was zu einer Korrektur der geldpolitischen Erwartungen seitens der Anleger führte. Vor diesem Hintergrund sanken die Renditen von Bundesanleihen in der zweiten Jahreshälfte. Auf Jahressicht verzeichneten die Renditen für zehnjährige Bundesanleihen ein kleines Plus von 9 Basispunkten auf 0,63 %. Traditionell fiel der Einfluss der quantitativen Lockerung sowie der Senkung des Einlagensatzes im Euroraum bei kürzeren Laufzeiten stärker aus. Die Renditen von Bundesanleihen mit zweijähriger Restlaufzeit verzeichneten daher in 2015 einen Rückgang von 24 Basispunkten und notierten mit -0,34 % tief im negativen Bereich. Euro sinkt auf unter 1,10 US-Dollar Der Euro hat in 2015 das zweite Jahr in Folge Kursverluste gegenüber dem US-Dollar hinnehmen müssen. Ausschlaggebend für die schwache Entwicklung des Außenwertes des Euro gegenüber der US-Währung war in erster Linie das Auseinanderdriften der Geldpolitiken dies- wie jenseits des Atlantiks. Während die EZB für den europäischen Währungsraum einen noch expansiveren geldpolitischen Kurs einschlug, stimmte die Federal Reserve die US-Wirtschaft im Jahresverlauf auf eine restriktivere Zinspolitik ein, auf die sie im Dezember 2015 die Zinswende folgen ließ. Die größten Verluste musste der Euro mit Beginn der quantitativen Lockerung im Euroraum hinnehmen. Bis Mitte März fiel der Euro-Dollar Kurs auf 1,05 US-Dollar. Im weiteren Jahresverlauf spiegelte der Dollarkurs des Euro die sich stetig ändernden geldpolitischen Erwartungen dies- wie jenseits des Atlantiks wider. Der Euro-Dollar Kurs schwankte dabei zwischen 1,05 und 1,15 US-Dollar. Zum Jahresende notierte der Euro-Dollar Kurs bei 1,09 US-Dollar und damit 12 Cent niedriger als zum Vorjahresultimo. DAX mit Jahresplus Der DAX hat das Jahr 2015 mit einem deutlichen Jahresplus beendet. Aktien waren insbesondere im ersten Jahresquartal gefragt. Sie profitierten dabei besonders von der erneuten Lockerung der Geldpolitik im Euroraum und einem zunehmenden Konjunkturoptimismus für den Euroraum. Bis Mitte April stieg der deutsche Leitindex auf ein neues Allzeithoch von knapp 12.500 Punkten, das er aber im weiteren Jahresverlauf nicht erfolgreich verteidigen konnte. Zu sehr trübten sich Konjunkturerwartungen weltweit ein. Zudem drückten Spekulationen über eine kurz bevorstehende Zinswende in den USA die Kurse. Bis zum Ende des dritten Quartals gab der DAX seine kompletten Gewinne aus dem Frühjahr wieder ab. Erst im letzten Jahresquartal konnte der Deutsche Aktienindex wieder zulegen. Getrieben wurde die Nachfrage nach Aktien dabei von der Aussicht auf eine weitere geldpolitische Lockerung im Währungsraum. Zu einer eindeutigen Jahresendrally im Dezember 2015 kam es aber angesichts der Zinswende in den USA und der lebendig gebliebenen Sorge um die chinesische Wirtschaft nicht mehr. Der DAX beendete das Jahr bei einem Stand von 10.743 Punkten. Das waren 9,6 % mehr als zum Vorjahresultimo. I. Geschäftsverlauf 1. Entwicklung der Kreditgenossenschaften Die Kreditgenossenschaften in Baden-Württemberg verzeichneten im Berichtsjahr wieder eine gute Entwicklung im Volumens und Ertragsbereich. Das Geschäftsvolumen erhöhte sich recht deutlich von 140,0 Mrd. Euro um 3,9 % auf 145,6 Mrd. Euro. In den Kundeneinlagen verzeichnen die Volks- und Raiffeisenbanken einen Zuwachs von 4,5 Mrd. Euro auf 109,3 Mrd. Euro. Dies entspricht einem Plus von 4,2 %. Das Kundenkreditgeschäft konnte von 87,2 Mrd. Euro um 5,0 % auf 91,6 Mrd. Euro ausgeweitet werden. Der Zinsüberschuss in % der Bilanzsumme hat sich um 0,07 % auf 2,1 % im Vergleich zum Vorjahr reduziert. Der Provisionsüberschuss konnte dagegen geringfügig von 0,67 % auf 0,68 % gesteigert werden. Die Verwaltungsaufwendungen haben sich von 1,90 % auf 1,86 % reduziert. Das Betriebsergebnis vor Bewertung beträgt 0,90 % und nach Bewertung 0,83 %. Die Anzahl selbständig tätiger Kreditgenossenschaften hat sich in Baden-Württemberg durch Verschmelzungen im Berichtsjahr von 2015 um 7 auf 206 Banken reduziert. Die Zahl der Bankstellen von 3.036 um 82 auf 2.954. 2. Entwicklung der Volksbank Weingarten eG Die Geschäftsentwicklung ist auch im Berichtsjahr durchaus zufriedenstellend verlaufen. In den Bilanzpositionen des Kundengeschäfts konnten weitere Zuwächse erzielt werden. Eine deutliche Zunahme verzeichnen wir erneut in der Bilanzsumme. Die Positionen der Kundenforderungen konnten nur geringfügig ausgeweitet werden. Die Kundeneinlagen haben sich dagegen weiterhin sehr erfreulich entwickelt. In wesentlichen Ertragspositionen liegen wir auch im Berichtsjahr wieder über den Vergleichswerten der Kreditgenossenschaften in Baden-Württemberg. Auch das Bauträgergeschäft hat sich positiv entwickelt. Aus diesem wichtigen Geschäftsbereich konnte das Jahresergebnis wieder deutlich gesteigert werden.
*) Hierunter fallen die Posten unter dem Bilanzstrich 1 (Eventualverbindlichkeiten), 2 (Andere Verpflichtungen) und Derivatgeschäfte. Neben dem Bilanzsummenwachstum konnte im Berichtsjahr auch die außerbilanziellen Geschäfte ebenfalls deutlich erhöht werden.
Gegenüber dem Vorjahr haben sich die Kundenforderungen nur geringfügig erhöht. Mit dem breiten, bonitätsmäßig guten und starken Neugeschäft konnten die vereinbarten Tilgungen und Rückzahlungen von einigen größeren Darlehen somit nur geringfügig übertroffen werden. Freie Liquidität, die nicht dem Kundenkreditgeschäft zugeführt werden konnte, wurde zur Verbesserung des Zinsergebnisses in bonitätsstarke festverzinsliche Wertpapiere angelegt. Dies führte zu einer deutlichen Ausweitung des Wertpapierbestandes. Die Position Handelsbestand wurde in einem geringfügigen Umfang aufgebaut. Im Weiteren wurde freie Liquidität im Tagesgeldbestand gehalten. Die Forderungen an Kreditinstitute haben sich im Vorjahresvergleich deutlich verringert.
Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten haben sich geringfügig erhöht. Die verbrieften Verbindlichkeiten (Inhaberschuldverschreibungen) und das Kundenvolumen in den anderen Kundeneinlagen (Tagesgeld und Festgeldanlagen mit vereinbarten Laufzeiten) haben sich deutlich erhöht. Dagegen haben sich die Spareinlagen leicht reduziert.
Die Einnahmen aus dem Wertpapierdienstleistungsgeschäft und aus dem Zahlungsverkehr konnten gesteigert werden. Das Ergebnis der Vermittlungserträge konnte ebenfalls verbessert werden. Investitionen Neben den erforderlichen Ersatzinvestitionen und Investitionen in den Technikbereich wurde in notwendige Modernisierungsmaßnahmen - bankeigener Gebäude - investiert. Personal- und Sozialbereich Im Jahresdurchschnitt waren ca. 60 Mitarbeiter angestellt. Acht Ausbildungsplätze wurden zur Verfügung gestellt. Davon haben drei Auszubildende mit Erfolg Ihre Abschlussprüfungen absolviert. Das Durchschnittsalter aller Beschäftigt en lag bei knapp 40 Jahren. In die persönliche und fachliche Weiterentwicklung (Qualifizierungsmaßnahmen) der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter wurden rund 108.000 Euro investiert. Die Weiterbildungsmaßnahmen entsprechen etwa 308 Seminartagen. Vergütete Gehaltsteile für die Seminarzeiten sind in der Darstellung nicht berücksichtigt. Die Besetzung zentraler Positionen entspricht den organisatorischen Anforderungen und liegt im Rahmen vergleichbarer Kreditinstitute. Weitere nicht finanzielle Leistungsindikatoren Satzungsgemäß ist die Bank auch als Bauträger in der Region mit überschaubaren Maßnahmen im privaten Wohnungsbau tätig. II. Darstellung der Lage sowie der Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung der Volksbank Weingarten eG 1. Gesamtbanksteuerung, Risikomanagement In unserer Unternehmenskonzeption haben wir uns klar auf die Bedarfssituation unserer Mitglieder ausgerichtet und daraus eine langfristige Unternehmensplanung entwickelt, die eine dauerhafte Begleitung unserer Mitglieder in allen Finanzierungs- und Vermögensanlagenfragen sicherstellt. Mit Hilfe von Kennzahlen- und Limitsystemen planen und steuern wir die Entwicklung unseres Instituts. Der Begrenzung der Risiken aus unserer Geschäftstätigkeit messen wir besondere Bedeutung bei. Durch Funktionstrennungen in den Arbeitsabläufen und die Tätigkeit unserer funktionsfähigen Internen Revision haben wir die Zuverlässigkeit der Steuerungsinformationen aus der ordnungsgemäßen Geschäftsabwicklung sichergestellt. Das Risikomanagement zur Früherkennung von Risiken ist vor dem Hintergrund wachsender Komplexität der Märkte im Bankgeschäft von erheblicher Bedeutung. Wir verstehen dies als eine zentrale Aufgabe. Die hierfür zuständigen Organisationseinheiten berichten direkt dem Vorstand. Im Management der Risiken unterscheiden wir zwischen Adressenausfall-, Marktpreis-, Liquiditäts- und operationellen Risiken, wobei die Adressenausfallrisiken einen Schwerpunkt bilden. Das Kreditrisikomanagement, d.h. die Steuerung und Kontrolle der Adressenausfallrisiken nach den Grundsätzen und Leitlinien für die Kreditpolitik des Vorstandes, ist im Bereich Unternehmenssteuerung angesiedelt. Daneben nimmt der Vorstand die intensive Betreuung problembehafteter Engagements sowie die Sicherheitenverwertung und Engagementabwicklung von gekündigten bzw. insolventen Krediten vor. Die Steuerung der Marktpreisrisiken und der Fremdwährungsrisiken erfolgt ebenfalls im Bereich der Unternehmenssteuerung. Mit Hilfe eines Limitsystems werden die Marktpreisrisiken und Fremdwährungsrisiken der Gesamtbank gesteuert. Die Genossenschaft ist als Kreditinstitut, insbesondere aufgrund von bestehenden Inkongruenzen zwischen ihren aktiven und passiven Festzinspositionen, dem allgemeinen Zinsänderungsrisiko ausgesetzt. Sie misst dieses Zinsänderungsrisiko auf der Grundlage dynamischer Zinselastizitätsbilanzen als negative Veränderung des Zinsüberschusses und des (handelsrechtlichen) Bewertungsergebnisses in verschiedenen Risikoszenarien. Der Vorstand hat die maximal akzeptable Abweichung vom Prognosewert in Abhängigkeit von der Risikodeckungsmasse, die der Genossenschaft zur Verfügung steht, auf ein vertretbares Maß begrenzt.Turbulenzen an den Finanzmärkten berühren uns kaum, weil wir im Rahmen unserer Steuerung die Risikopositionen gering halten. Das Liquiditätsrisiko wird durch die Liquiditätsverordnung (LiqV) und die Liquidity Coverage Ratio (LCR) begrenzt. Diese wurden im Geschäftsjahr zu jederzeit komfortabel eingehalten. Die operationellen Risiken werden minimiert durch laufende Investitionen in Datenverarbeitungssysteme über die beauftragte Rechenzentrale. Die Arbeitsabläufe werden fortlaufend geprüft und optimiert. Im Bereich der Handelstätigkeit wird die Minimierung des operationellen Risikos durch funktionale Trennung von Handel, Abwicklung, Kontrolle und Überwachung erreicht. Im Kundengeschäft trägt die funktionale Trennung von Markt und Marktfolge zur Minimierung dieser Risiken bei. Durch die Verwendung von vom Verband entwickelten Verträgen, Formulare und Vordrucken werden Rechtsrisiken minimiert. Bei Rechtsstreitigkeiten werden externe, spezialisierte Rechtsanwälte eingeschalten. Über die Steuerung zur Minimierung dieser Risikoart hinaus, prüft die interne Revision regelmäßig die Systeme und Verfahren sowie die wichtigsten Arbeitsabläufe. Diese umfassenden Steuerungsansätze und die Messinstrumente tragen sowohl zur frühzeitigen Identifikation von Risiken, welche Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage haben können und zur frühzeitigen Einleitung entsprechender Gegenmaßnahmen bei. 2. Vermögenslage Das bilanzielle Eigenkapital sowie die Eigenmittelausstattung und Kapitalquoten stellen sich gegenüber dem Vorjahr wie folgt dar:
1) Hierzu rechnen die Passivposten 11 (Fonds für allgemeine Bankrisiken) und 12 (Eigenkapital). 2) Übergangsregelung nach Art. 465 CRR für 2014 Das Eigenkapital konnte im Vorjahresvergleich deutlich gesteigert werden. Die anrechenbaren Eigenmittel sind eine Bezugsgröße für eine Vielzahl von Aufsichtsnormen und bildet neben einer stets ausreichenden Liquidität die unverzichtbare Grundlage für eine solide Geschäftspolitik. Die vorgegebenen Anforderungen der CRR wurden von uns im Geschäftsjahr gut eingehalten. Nach unserer Unternehmensplanung ist auch zukünftig bei weiterem Wachstum von einer Einhaltung der Solvabilitätskennziffer durch geplante Rücklagenzuführungen, durch die Gewinnung von Neumitgliedern und durch die Zeichnung von Geschäftsguthaben auszugehen. Kundenforderungen Die Struktur und der räumlicher Umfang unseres Geschäftsgebietes ermöglichten auch weiterhin eine ausgewogene branchen- und größenmäßige Streuung in den Ausleihungen. Die durch die Vertreterversammlung festgesetzten Kredithöchstgrenzen für die einzelnen Kreditnehmer sowie sämtliche Kreditgrenzen des Kreditwesengesetzes (KWG) und der Capital Requirements Regulation (CRR) wurden während des gesamten Berichtszeitraumes eingehalten. Die Forderungen an unsere Kunden sind auch zum Jahresende 2015 wieder mit besonderer Vorsicht bewertet. Durch die Qualitätssicherung im Kreditgeschäft und den guten Bonitäten der Kredit- und Darlehensnehmer hat die Risikovorsorge aus dem Kreditgeschäft das Ergebnis nicht belastet. Für erkennbare bzw. latente Risiken sind in angemessener Höhe Wertberichtigungen gebildet. Die Einzel- und Pauschalwertberichtigungen wurden von den entsprechenden Aktivposten abgesetzt. Durch unsere Liquiditätsplanung konnten wir allen vertretbaren und berechtigten Kreditwünschen unserer mittelständischen und privaten Kundschaft entsprechen. Wertpapieranlagen Die Wertpapieranlagen der Genossenschaft setzen sich wie folgt zusammen:
Die Wertpapiere sind fast ausschließlich dem Umlaufvermögen zugeordnet. Der Bestand hat sich deutlich erhöht. Die Wertpapieranlagen sind nach Fälligkeit und Emittenten breit gestreut und auf eine Vielzahl von Emittenten mit guten Bonitäten verteilt. Durch eine ausgewogene Struktur in den Laufzeiten ist gewährleistet, dass eine starke Veränderung im Zinsniveau nicht zu extremen Belastungen führen wird. Die Emittenten (Banken / Unternehmen) entsprechen nach Rating Einstufung der Güte "Investment Grade". Zur Bewertung werden die Rating Einstufungen von anerkannten Agenturen herangezogen. Alle Wertpapiere sind nach dem strengen Niederstwertprinzip zu Börsen oder Marktkursen bewertet. Weitere wesentliche Aktiv- und Passivstrukturen Der Strukturwert der Kundeneinlagen liegt deutlich über den Kundenforderungen. Einen Schwerpunkt bilden die verbrieften Verbindlichkeiten (eigene Inhaberschuldverschreibungen). Die befristeten Einlagen mit Laufzeiten bis zu drei Monaten wurden im Anlagebereich von den Kunden bevorzugt. Der Trend in flexible, täglich fällige Produkte (Geldmarktkonten / kurzfristige Termineinlagen) war auch im Berichtsjahr erneut ungebrochen. Das Thema Sicherheit und Verfügbarkeit steht bei den Anlageentscheidungen der Kunden weiterhin im Vordergrund. Derivatgeschäfte - Zinsänderungsrisiko Die Geschäfte in Derivaten beschränken sich auf Devisentermingeschäfte mit Kunden. Die Steuerungsinstrumente und Steuerungssysteme zeigen noch überschaubare Zinsänderungsrisiken, die über den von uns erwarteten deutlich rückläufigen Zinsüberschuss in den Folgejahren hinausgehen. Sollte es im laufenden Geschäftsjahr zu erhöhten Zinsänderungsrisiken, ausgelöst durch extreme Marktzinsentwicklungen und daraus abzuleitenden Belastungen im Betriebsergebnis kommen, werden wir uns zeitnah neu positionieren und mit den uns zur Verfügung stehenden Möglichkeiten die Zinsänderungsrisiken auf ein vertretbares Maß begrenzen. Währungsrisiko Es bestehen in geringem Umfang offene Währungspositionen in US Dollar. Bedeutende Risiken resultieren hieraus aufgrund des überschaubaren Volumens nicht. Operationelle Risiken / Sonstige Risiken Um operative Risiken durch System- und Kommunikationsfehler, technische Fehler, Fehler durch Mitarbeiter, Rechtsrisiken usw. so gering wie möglich und überschaubar zu halten, wird in zeitgemäße EDV Anlagen und Software investiert. Die Arbeitsabläufe werden laufend überprüft und angepasst. Die Mitarbeiter werden den jeweiligen Anforderungen entsprechend geschult und bei Bedarf durch Weiterbildungsmaßnahmen qualifiziert. Es haben ausreichende Prüfungshandlungen zur Abwehr bzw. Früherkennung von sonstigen Risiken stattgefunden. Mitgliedschaft in der Sicherungseinrichtung des BVR Die Bank ist der BVR Institutssicherung GmbH und der Sicherungseinrichtung des Bundesverbandes der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken e.V. angeschlossen. Mit der Zugehörigkeit zum Garantieverbund des Bundesverbandes der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken e.V. und durch Abgabe einer Garantieerklärung haben wir eine Garantieverpflichtung gegenüber dem BVR übernommen. 3. Finanz- und Liquiditätslage Die Liquiditätskennzahl der Liquiditätsverordnung (LiqV) und die Liquidity Coverage Ratio (LCR) wurden stets eingehalten. Die Zahlungsfähigkeit war jederzeit gegeben. Die Mindestreservehaltung wurde in vorgeschriebener Höhe erbracht. Aufgrund der liquiden Mittel sowie der Liquiditätsreserven durch ungenutzte Refinanzierungsmöglichkeiten im genossenschaftlichen Finanzverbund sowie am Geld- und Kapitalmarkt ist die Zahlungsfähigkeit sichergestellt. 4. Ertragslage Die wesentlichen Erfolgskomponenten der Genossenschaft stellen sich im Vergleich zum Vorjahr wie folgt dar:
1) GuV-Posten 1 abzüglich GuV-Posten 2 zuzüglich GuV-Posten 3 2) GuV-Posten 5 abzüglich GuV-Posten 6 3) Saldo aus den GuV-Posten 1 bis 12 4) Saldo aus den GuV-Posten 13 bis 16 Die Kapitalrendite (Jahresüberschuss nach Steuern/Bilanzsumme) betrug im Geschäftsjahr 0,14 % (Vorjahr 0,15 %). Der Zinsüberschuss 2015 stellt sich im Vorjahresvergleich deutlich verbessert dar, da der Zinsüberschuss 2014 durch zukunftsichernde Maßnahmen negativ beeinflusst war. Der Provisionsüberschuss konnte deutlich verbessert werden. Im Handelsergebnis musste jedoch ein geringfügiger Verlust ausgewiesen werden. Die Verwaltungsaufwendungen haben sich deutlich erhöht. Ursächlich hierfür sind erhöhte Personalkosten, die auf Sonderfaktoren zurückzuführen sind und erhöhte sonstige Verwaltungsaufwendungen die durch vorgezogene Investitionen und vorlaufenden Kosten für das 150jährige Jubiläum bedingt sind. Das Betriebsergebnis vor Bewertung liegt deutlich unter dem Vorjahreswert, der durch einen überdurchschnittlich hohen Bauträgergewinn geprägt war. Aufgrund hoher realisierter Kurswertverluste in Zusammenhang mit dem Rückkauf höherverzinslicher Inhaberschuldverschreibungen zur nachhaltigen Ertragsstabilisierung wird ein negatives Bewertungsergebnis ausgewiesen. In der Folge liegen das Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit und der Steueraufwand ebenfalls unter den Vorjahreswerten. Das Gesamtergebnis lässt dennoch erneut eine hohe Zuführung in die offenen Rücklagen und in den Fonds für allgemeine Bankrisiken zu. Durch das weiterhin zufriedenstellende Jahresergebnis lässt sich das Kernkapital erneut stärken. Der ausgewiesene Jahresüberschuss liegt in etwa auf Vorjahresniveau. 5. Zusammenfassende Beurteilung der Lage Die Volumensentwicklung im Kundenkreditgeschäft, den Wertpapieranlagen und in den anderen Volumensbereichen ist durchaus zufriedenstellend - auch im Vergleich mit der Entwicklung der Kreditgenossenschaften in Baden Württemberg zu werten. Das Gesamtergebnis im Ertrag ist auch unter Würdigung der Sonderfaktoren ebenfalls als durchaus zufriedenstellend zu bewerten. Durch die weitere Stärkung des Kernkapitals der Bank besteht unverändert und ohne Einschränkung ein mehr als ausreichender Eigenkapitalspielraum zur Finanzierung sämtlicher darstellbaren Investitionen unser Mitglieder und Kunden. Daneben bildet die solide Eigenkapitalausstattung einen komfortablen Risikopuffer zur Deckung evtl. auftretender Risiken. Diese möglichen Risiken liegen in allen Risikoarten in überschaubaren Messgrößen und in den definierten Limits. Bestandsgefährdende Risiken sind keine vorhanden und bestanden im Berichtsjahr auch zu keiner Zeit. III. Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Schluss des Geschäftsjahres Mit Wirkung zum 1. Februar 2016 ist Herr Stefan Bernhard von seinem Amt als Aufsichtsratsmitglied zurückgetreten. IV. Voraussichtliche Entwicklung (Prognosebericht) Das Umfeld für ein 2016 anhaltendes Wachstum des Bruttoinlandprodukts (BIP) wird weiter günstig sein. Hierzu trägt vor allem der wohl anhaltend niedrige Rohölpreis bei, der Verbraucher und Unternehmer entlastet. In etwa auf dem aktuellen Niveau erwarteten wir den Euro-Wechselkurs zum Dollar, der die preisliche Wettbewerbsfähigkeit der Exporte festigt und Nachfrage von den Importen ins Inland verschiebt. Unterstützung bieten zudem die ganzjährig günstig bleibenden Finanzierungsbedingungen in Folge der Niedrigzinspolitik der EZB, die in erster Linie auf die Minderung der realen Schuldenlast der Mitgliedsstaaten abzielt. Eine merklich höhere Wirtschaftsdynamik ist jedoch wenig wahrscheinlich, da Zusatzimpulse für den Konsum und die Investitionen ausbleiben werden. Das Wachstum in Grenzen halten dürfte zudem das sich gegenüber 2015 abschwächende Wachstum der Weltwirtschaft. Zusammen mit den in etwa gleichbleibenden Impulsen von den EWU-Handelspartnern geht hiervon ein wachstumsdämpfender Effekt aus. Aufgrund der Tatsache, dass die gesamtwirtschaftlichen Entwicklungen zunehmend stärker auch von geopolitischen Krisen beeinflusst werden und hohen, nicht von Fundamentaldaten geprägten Volatilitäten unterliegen sind die Prognosen jedoch zurückhaltend zu werten. Voraussichtliche Entwicklung der Volksbank Weingarten eG Auf Basis der vorliegenden Prognosen für unseren Wirtschaftsraum ist trotz der sich zum Jahresanfang teilweise eintrübenden Stimmungsindikatoren mit einer weiterhin günstigen Entwicklung zu rechnen. Bei einem entsprechenden Verlauf dürfte sich dies auch wieder positiv auf die Bankentwicklung auswirken. Im Kundengeschäft, vor allem im Kreditgeschäft rechnen wir weiterhin mit einer guten Kreditnachfrage. Wir gehen sowohl bei den Krediten als auch bei den Einlagen davon aus, dass das von uns betreute Volumen auch in 2016 weiter ausgebaut werden kann. Wir planen in etwa ein Wachstum auf Vorjahresbasis, wobei wir dem Gewerbe- und Firmenkundenbereich, sowie dem Vermittlungsvolumen an unsere genossenschaftlichen Verbundpartner eine höhere Gewichtung beimessen. Zusätzlich werden auch folgende Prämissen wieder die diesjährige Entwicklung mit beeinflussen: Beachtung der Qualitätsanforderungen in der Kreditvergabepolitik in Übereinstimmung mit der Kreditrisikostrategie und Risikotragfähigkeit zur Begrenzung der Adressausfallrisiken; weitere Stärkung der Rücklagen und der Eigenkapitalreserven, um den aufsichtsrechtlichen Vorgaben zur Eigenkapitalausstattung gerecht zu werden; Beibehaltung bzw. Verbesserung der Kosten/Ertragsrelation. Diese geschäftspolitischen Vorgaben / Erwartungen wirken sich auf die Entwicklung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage aus. Ertragslage Die Ertragssituation wird durch die nach unserer Einschätzung weiter anhaltende Niedrigzinspolitik der EZB und die flache Zinsstrukturkurve negativ beeinflusst. Insofern rechnen wir mit einem leicht rückläufigen Zinsüberschuss. Entgegen dieser Entwicklung erwarten wir ein deutlich verbessertes Provisionsergebnis, das aus verstärkten Marktaktivitäten, insbesondere aus der intensivierten Zusammenarbeit mit unseren Verbundpartnern resultiert. Im Bereich unserer Bauträgermaßnahmen planen wir im laufenden Geschäftsjahr mit einem weiterhin guten Ergebnisbeitrag. Die Verwaltungsaufwendungen werden sich trotz höheren Aufwendungen, die sich aus der zunehmenden aufsichtsrechtlichen Regulatorik und der allgemeinen Kostensteigerung ergeben durch den Wegfall von Sonderfaktoren im Vorjahresvergleich leicht reduzieren. In der Gesamtbetrachtung prognostizieren wir für das Geschäftsjahr 2016 ein in etwa auf dem Vorjahresniveau liegendes Ergebnis, das wiederum - neben einer ordentlichen Dividendenzahlung - die Stärkung der Eigenkapitalstrukturen zulässt. Vermögenslage Die Entwicklung des wirtschaftlichen Eigenkapitals sollte mit der Ausweitung des Geschäftsvolumens Schritt halten. Hier sehen wir die Chance die bestehende Eigenkapitalstruktur und Eigenkapitalausstattung zu verbessern, so dass die Vermögenslage unter Berücksichtigung möglicher notwendiger Abschirmungen von Risiken im Kreditgeschäft auch künftig als solide bezeichnet werden kann. Finanzlage Die Bank wird auch künftig jederzeit in der Lage sein, ihren Zahlungsverpflichtungen der Art und der Höhe nach nachzukommen. Aufgrund vorhandener Liquiditätsreserven und der Einbindung in den genossenschaftlichen Liquiditätsverbund ist mit Störungen in der Zahlungsfähigkeit trotz möglichen Unbekannten aus etwaigen Marktverwerfungen nicht zu rechnen. Zusammenfassend ist festzustellen, dass die künftige Entwicklung unserer Bank unter Würdigung der geplanten Entwicklung sowie unter Berücksichtigung der geschäftspolitischen Zielsetzungen als auch weiterhin zufriedenstellend bezeichnet werden kann. Vorschlag für die ErgebnisverwendungDer Vorstand schlägt im Einvernehmen mit dem Aufsichtsrat vor, den Jahresüberschuss von EUR 533.311,04 - unter Einbeziehung eines Gewinnvortrages von EUR 12.554,50 (Bilanzgewinn von EUR 545.865,54) - wie folgt zu verwenden:
Weingarten, 22. März 2016 Volksbank Weingarten eG Der Vorstand: Michael Buck Wilfried Deyle Feststellung des Jahresabschlusses und Beschlussfassung über die Ergebnisverwendung Die Vertreterversammlung vom 25.04.2016 hat den Jahresabschluss zum 31.12.2015 festgestellt und die Verwendung des Jahresüberschusses in Höhe von EUR 533.311,04 - unter Einbeziehung eines Gewinnvortrages in Höhe von EUR 12.554,50 - wie vom Vorstand vorgeschlagen beschlossen. 1. Jahresbilanz zum 31. Dezember 2015Volksbank Weingarten eG, WeingartenAktivseite
2. Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar 2015 bis 31. Dezember 2015
3. Anhang für das Geschäftsjahr 2015A. Allgemeine Angaben Der Jahresabschluss wurde nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) und der Verordnung über die Rechnungslegung der Kreditinstitute und Finanzdienstleistungsinstitute (RechKredV) aufgestellt. Gleichzeitig erfüllt der Jahresabschluss die Anforderungen des Genossenschaftsgesetzes (GenG) und der Satzung der Bank. Gemäß Art. 67 Einführungsgesetz zum Handelsgesetzbuch (EGHGB) werden die (folgenden) im Jahresabschluss 2010 angewandten Übergangsvorschriften des Bilanzrechtsmodernisierungsgesetzes (BilMoG) (hier: Beibehaltungs- und Fortführungswahlrechte für bestimmte Bilanzposten und Wertansätze) entsprechend der Rechtslage vor Inkrafttreten des BilMoG wie folgt fortgeführt: - Beibehaltung der steuerrechtlichen Abschreibungen (§ 279 Abs. 2 i. V. m. § 254 Satz 1 HGB a. F.) nach Art. 67 Abs. 4 Satz 1 EGHGB Gegenüber der vorjährigen Bilanz wurde die Gliederung um die Passivposition 11a. Sonderposten aus der Währungsumrechnung ergänzt, da erstmals ein Bilanzausweis erforderlich war. B. Erläuterungen zu den Bilanzierungs-, Bewertungs- und Umrechnungsmethoden Die auf EUR lautenden Barreserven wurden mit dem Nennwert angesetzt. Die Bewertung der Sorten erfolgte zum Kassakurs am Bilanzstichtag. Forderungen an Kreditinstitute und an Kunden wurden mit dem Nennwert oder den Anschaffungskosten angesetzt, wobei der Unterschiedsbetrag zwischen dem höheren Nennwert und dem Auszahlungsbetrag - sofern Zinscharakter vorliegt - in den passiven Rechnungsabgrenzungsposten abgegrenzt wurde. Dieser Unterschiedsbetrag wird grundsätzlich planmäßig, und zwar zeitanteilig aufgelöst. Die bei den Forderungen an Kunden erkennbaren Bonitätsrisiken sind durch Bildung von Einzelwertberichtigungen abgedeckt. Für die latenten Kreditrisiken wurde unter Berücksichtigung der steuerlichen Richtlinien eine Pauschalwertberichtigung gebildet. Zusätzlich bestehen zur Sicherung gegen die besonderen Risiken des Geschäftszweigs ein Sonderposten für allgemeine Bankrisiken gemäß § 340g HGB. Die wie Umlaufvermögen behandelten festverzinslichen Wertpapiere, Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere, mit Ausnahme des Handelsbestands, wurden nach dem strengen Niederstwertprinzip bewertet. Dabei wurden die von den "Wertpapiermitteilungen" (WM-Datenservice) zur Verfügung gestellten Jahresschlusskurse herangezogen. Die wie Anlagevermögen behandelten Wertpapiere sind nach dem strengen Niederstwertprinzip bewertet. Zur Sicherung gegen die besonderen Risiken des Geschäftszweiges bestehen Vorsorgereserven gemäß § 340f HGB. Finanzinstrumente des Handelsbestands wurden gemäß § 340e Abs. 3 Satz 1 HGB zum beizulegenden Zeitwert bewertet. Der beizulegende Zeitwert entspricht regelmäßig dem Marktpreis. Dabei wurden die von den "Wertpapiermitteilungen" (WM-Datenservice) zur Verfügung gestellten Jahresschlusskurse herangezogen. Der Risikoabschlag erfolgt auf Basis des Value-at-Risk bei einer Haltedauer von 1 Tag, einem Prognoseintervall mit einem Wahrscheinlichkeitsniveau in Höhe von 99 % und einem effektiven historischen Beobachtungszeitraum von 5 Jahren. Die Berücksichtigung des Risikoabschlages erfolgt auf Einzelgeschäftsebene maximal in Höhe der Zuschreibung. Der Risikoabschlag per 31.12.2015 beträgt TEUR 13. Strukturierte Finanzinstrumente, die nach dem strengen Niederstwertprinzip auf Basis einer Notierung auf einem aktiven Markt bewertet werden, werden als einheitlicher Vermögensgegenstand bilanziert, auch wenn sie durch das eingebettete Derivat wesentlich erhöhte oder zusätzliche Risiken oder Chancen aufweisen, weil die besonderen Risiken des strukturierten Finanzinstrumentes durch eine objektivierte Bewertung zutreffend dargestellt werden. Die Beteiligungen und die Geschäftsguthaben bei Genossenschaften wurden grundsätzlich zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanziert. Die Ermittlung der Anschaffungskosten der Beteiligungen an der "Zweite DZ Beteiligungs-GmbH & Co. KG Baden Württemberg" erfolgte nach Tauschgrundsätzen mit Gewinnrealisierung in vergangenen Berichtszeiträumen. Die Sachanlagen und die entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände wurden zu den Anschaffungskosten und, soweit abnutzbar, unter Berücksichtigung planmäßiger Abschreibungen bewertet. Die Abschreibungen wurden über die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer, die sich grundsätzlich an den von der Finanzverwaltung veröffentlichten Abschreibungstabellen orientiert bei Gebäuden linear bzw. mit fallenden Staffelsätzen und beim beweglichen Sachanlagevermögen linear vorgenommen. Abschreibungen gemäß § 6b EStG für vor dem 1. Januar 2010 angeschaffte Sachanlagen wurden weitergeführt. Geringwertige Wirtschaftsgüter bis zu einem Netto-Einzelwert von EUR 150 wurden als andere Verwaltungsaufwendungen erfasst. Für Anlagegüter mit einem Netto-Einzelwert von mehr als EUR 150 und bis zu EUR 1.000 wurde eine Poolabschreibung nach steuerrechtlichen Vorgaben vorgenommen. Das unter Aktivposten 13 ausgewiesene Körperschaftsteuerguthaben gemäß § 37 Abs. 5 KStG wurde mit dem Barwert bewertet. Die unter Aktivposten 13 ausgewiesenen unfertigen Bauträgerobjekte wurden auf Basis der angefallenen Einzelkosten bewertet. Die Passivierung der Verbindlichkeiten erfolgte zu dem jeweiligen Erfüllungsbetrag. Der Belastung aus Einlagen mit steigender Verzinsung wurde durch Rückstellungsbildung in angemessenem Umfang Rechnung getragen. Den Pensionsrückstellungen liegen versicherungsmathematische Berechnungen auf Basis der "Richttafeln 2005 G" (Prof. Dr. Klaus Heubeck) zugrunde. Verpflichtungen aus Pensionsanwartschaften werden mittels Anwartschaftsbarwertverfahren angesetzt. Laufende Rentenverpflichtungen und Altersversorgungsverpflichtungen gegenüber ausgeschiedenen Mitarbeitern sind mit dem Barwert bilanziert. Der bei der Abzinsung der Pensionsrückstellungen angewendete Zinssatz von 3,82 % wurde unter Inanspruchnahme der Vereinfachungsregel nach § 253 Abs. 2 Satz 2 HGB bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren festgelegt. Dieser beruht auf einem Rechnungszinsfuß gemäß Rückstellungsabzinsungsverordnung (RückAbzinsV). Die Altersteilzeitrückstellungen wurden nach dem Pauschalwertverfahren gem. BMF vom 28.03.2007 (IV B 2 - S 2175/07/0002) ermittelt. Die Bewertung richtet sich nach der Tabelle 1 des o.g. BMF-Schreibens, die dort genannten Barwertfaktoren berücksichtigen die biometrische Wahrscheinlichkeit des Ausscheidens des Altersteilzeitberechtigten und die Abzinsung. Die Restlaufzeit beträgt 1,5 Jahre. Es wurden erwartete Lohn- und Gehaltssteigerungen in Höhe von 3,00 % und eine Rentendynamik in Höhe von 2,50 % zugrunde gelegt. Im Übrigen wurden für ungewisse Verbindlichkeiten Rückstellungen in angemessener Höhe gebildet. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von über einem Jahr wurden gemäß § 253 Abs. 2 HGB abgezinst. Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten wurden mit dem Devisenkassamittelkurs des Bilanzstichtages umgerechnet. Die sich aus der Währungsumrechnung ergebenden Aufwendungen wurden in der Gewinn- und Verlustrechnung berücksichtigt. Die Finanzinstrumente des Zinsbuches werden im Rahmen einer Gesamtbetrachtung aller zinstragenden bilanziellen und außerbilanziellen Positionen des Bankbuchs nach Maßgabe von IDW RS BFA 3 verlustfrei bewertet. Hierbei werden die zinsinduzierten Barwerte den Buchwerten gegenübergestellt und von dem positiven Überschuss die Risiko- und Bestandsverwaltungskosten abgezogen. Für einen danach eventuell verbleibenden Verlustüberhang wird eine Drohverlustrückstellung gebildet, die unter den anderen Rückstellungen ausgewiesen wird. Nach dem Ergebnis der Berechnung zum 31.12.2015 war keine Rückstellung zu bilden. Die Ergebnisse aus der Währungsumrechnung werden bei dem GuV-Posten berücksichtigt, bei dem die sonstigen Bewertungsergebnisse des umgerechneten Bilanzpostens oder Geschäfts ausgewiesen werden. C. Entwicklung des Anlagevermögens 2015 (volle EUR)
D. Erläuterungen zur Bilanz In den Forderungen an Kreditinstitute sind EUR 8.431.547 Forderungen an die zuständige genossenschaftliche Zentralbank enthalten. Die in der Bilanz ausgewiesenen Forderungen haben folgende Restlaufzeiten:
Anteilige Zinsen, die erst nach dem Bilanzstichtag fällig werden, wurden nicht nach den Restlaufzeiten gegliedert. In den Forderungen an Kunden (A 4) sind EUR 4.847.954 Forderungen mit unbestimmter Laufzeit enthalten. Von den in der Bilanz ausgewiesenen Schuldverschreibungen und anderen festverzinslichen Wertpapieren (A 5) werden im auf den Bilanzstichtag folgenden Geschäftsjahr EUR 9.161.562 fällig. In den Forderungen sind folgende Beträge enthalten, die auch Forderungen an verbundene Unternehmen oder Beteiligungsunternehmen sind:
In folgenden Posten sind enthalten:
Der aktive Bilanzposten "Handelsbestand" gliedert sich wie folgt auf:
In den Bilanzposten "Treuhandvermögen" und "Treuhandverbindlichkeiten" sind ausschließlich Kredite ausgewiesen, die wir im eigenen Namen für fremde Rechnung halten. Im Aktivposten "Sachanlagen" sind Grundstücke und Bauten, die wir im Rahmen eigener Tätigkeit nutzen, in Höhe von EUR 2.390.212 und Betriebs- und Geschäftsausstattungen in Höhe von EUR 941.785 enthalten. In dem Posten sonstige Vermögensgegenstände sind folgende wesentliche Einzelbeträge enthalten:
Im aktiven Rechnungsabgrenzungsposten sind Unterschiedsbeträge zwischen dem Ausgabebetrag und dem höheren Erfüllungsbetrag von Verbindlichkeiten in Höhe von EUR 0 (Vorjahr EUR 3) enthalten. Soweit bei Kreditgewährungen der Nennbetrag der gewährten Kredite unter dem Auszahlungsbetrag lag, wurde der Unterschiedsbetrag in den aktiven Rechnungsabgrenzungsposten eingestellt. Der Unterschiedsbetrag belief sich am Bilanzstichtag auf EUR 17.500 (Vorjahr EUR 19.167). In den folgenden Posten sind Vermögensgegenstände für die eine Nachrangklausel besteht, enthalten:
In den Vermögensgegenständen sind Fremdwährungsposten im Gegenwert von EUR 7.498.979 enthalten. In den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind EUR 27.876.136 Verbindlichkeiten gegenüber der zuständigen genossenschaftlichen Zentralbank enthalten. Die in der Bilanz ausgewiesenen Verbindlichkeiten weisen folgende Restlaufzeiten auf:
Anteilige Zinsen, die erst nach dem Bilanzstichtag fällig werden, wurden nicht nach den Restlaufzeiten gegliedert. Von den begebenen Schuldverschreibungen (P 3a) werden im auf den Bilanzstichtag folgenden Jahr EUR 4.085.732 fällig. Im Posten "Sonstige Verbindlichkeiten" sind folgende wesentliche Einzelbeträge enthalten:
Im passiven Rechnungsabgrenzungsposten sind Disagiobeträge, die bei der Ausreichung von Forderungen in Abzug gebracht wurden, im Gesamtbetrag von EUR 3.775 (Vorjahr EUR 6.278) enthalten. In den nachstehenden Verbindlichkeiten sind folgende Beträge enthalten, die auch Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen oder Beteiligungsunternehmen sind:
In den Schulden sind Fremdwährungsposten im Gegenwert von EUR 2.881.563 enthalten. Latente Steuern sind nicht bilanziert. Bei einer Gesamtdifferenzbetrachtung errechnet sich ein aktiver Überhang von latenten Steuern, der in Ausübung des Wahlrechts nach § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB nicht angesetzt wurde. Der Aktivüberhang beruht im Wesentlichen auf Unterschiede in der Bewertung der Wertpapiere. Die unter Passivposten 12a "Gezeichnetes Kapital" ausgewiesenen Geschäftsguthaben gliedern sich wie folgt:
Die Ergebnisrücklagen (P 12c) haben sich wie folgt entwickelt:
Die im Posten 1b) und 2c) unter dem Bilanzstrich ausgewiesenen Verpflichtungen unterliegen den für alle Kreditverhältnisse geltenden Risikoidentifizierungs- und -steuerungsverfahren, die eine rechtzeitige Erkennung der Risiken gewährleisten. Akute Risiken einer Inanspruchnahme aus den unter dem Bilanzstrich ausgewiesenen Haftungsverhältnissen sind nicht erkennbar. Die ausgewiesenen Verpflichtungen betreffen Bürgschafts- und Gewährleistungsverträge für bzw. offene Kreditzusagen gegenüber Kunden. Die Risiken wurden im Zuge einer Einzelbewertung der Bonität dieser Kunden beurteilt. Die ausgewiesenen Beträge unter 1b) zeigen nicht die zukünftig aus diesen Verträgen zu erwartenden tatsächlichen Zahlungsströme, da die überwiegende Anzahl der Eventualverbindlichkeiten nach unse-rer Einschätzung ohne Inanspruchnahme auslaufen werden. Zum Bilanzstichtag bestanden noch nicht abgewickelte Devisentermingeschäfte die ausschließlich im Kundeninteresse abgeschlossen wurden. Von den Verbindlichkeiten und Eventualverbindlichkeiten sind durch Übertragung von Vermögensgegenständen gesichert:
E. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung Dienstleistungen für Verwahrung und Verwaltung, die für die Gesamttätigkeit von wesentlicher Bedeutung sind wurden im Wertpapiervermittlungs- und Depotgeschäft erbracht. Die laufenden Erträge aus den Finanzinstrumenten des Handelsbestandes wurden in GuV Position 3 ausgewiesen. Die sonstigen betrieblichen Erträge betreffen mit EUR 282.726 (Vorjahr EUR 315.477) Mieterträge In den sonstigen betrieblichen Erträgen (GuV-Posten8) ist als nicht unwesentlicher Einzelbetrag der Ertrag aus dem Bauträgergeschäft mit EUR 1.318.088 (Vorjahr 3.719.444) enthalten. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen betreffen mit EUR 142.345 (Vorjahr EUR 141.211) Aufwendungen aus der Aufzinsung von Rückstellungen. Erträge aus der Währungsumrechnung sind in Höhe von EUR 939 in der GuV-Position 7 und Aufwendungen in Höhe von EUR 653 in der GuV-Position 12 enthalten. Zudem sind Kursgewinne in Höhe von EUR 18.339 in der GuV-Position 8 enthalten. Negative Zinsen sind in den Zinsaufwendungen in Höhe von EUR 360 enthalten. In den Posten der Gewinn- und Verlustrechnung sind periodenfremde Erträge in Höhe von EUR 275.212 und periodenfremde Aufwendungen in Höhe von EUR 259.528 enthalten. Hiervon entfallen auf:
Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag entfallen in voller Höhe auf das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit. F. Sonstige Angaben Die Gesamtbezüge des Aufsichtsrats betrugen EUR 19.175. Auf die Angabe der Gesamtbezüge des Vorstands wurde gemäß § 286 Abs. 4 HGB verzichtet. Für frühere Mitglieder des Vorstands und deren Hinterbliebenen bestehen zum 31.12.2015 Pensionsrückstellungen in Höhe von EUR 2.830.816. Die Forderungen an und aus eingegangenen Haftungsverhältnissen betrugen für Mitglieder des Vorstands EUR 13.698 und für Mitglieder des Aufsichtsrats EUR 1.688.855. Nicht in der Bilanz ausgewiesene oder vermerkte Verpflichtungen, die für die Beurteilung der Finanzlage von Bedeutung sind, bestehen in Höhe von Garantieverpflichtungen gegenüber der Sicherungseinrichtung des Bundesverbandes der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken e.V. (Garantieverbund) in Höhe von EUR 823.804. Es bestehen weitere nicht in der Bilanz ausgewiesene oder vermerkte finanzielle Verpflichtungen, die für die Beurteilung der Finanzlage von Bedeutung sind, in Höhe von EUR 5.113.000 (2-jährige Nachhaftung der Münchener Hypothekenbank eG. Hierin ist die reguläre Haftsumme in Höhe von EUR 700.000 enthalten.) Ferner besteht gemäß § 7 der Beitritts- und Verpflichtungserklärung zum institutsbezogenen Sicherungssystem der BVR Institutssicherung GmbH (BVR-ISG) eine Beitragsgarantie gegenüber der BVR-ISG. Diese betrifft Jahresbeiträge zum Erreichen der Zielausstattung bzw. Zahlungsverpflichtungen, Sonderbeiträge und Sonderzahlungen, falls die verfügbaren Finanzmittel nicht ausreichen, um die Einleger eines dem institutsbezogenen Sicherungssystem angehörigen CRR-Kreditinstituts im Entschädigungsfall zu entschädigen sowie Auffüllungspflichten nach Deckungsmaßnahmen. Die Zahl der 2015 durchschnittlich beschäftigten Arbeitnehmer betrug:
Außerdem wurden durchschnittlich 8 Auszubildende beschäftigt . Mitgliederbewegung
Gemäß Teil 8 der CRR (Art. 435 bis 455) offenzulegende Inhalte sind zum Teil im Lagebericht enthalten, wir beabsichtigen die weiteren Angaben in einem separaten Offenlegungsbericht zu machen und auf unserer Homepage zu veröffentlichen. Der Name und die Anschrift des zuständigen Prüfungsverbandes lauten: Baden-Württembergischer Genossenschaftsverband e. V. Lauterbergstraße 1 76137 Karlsruhe Mitglieder des Vorstands, ausgeübter Beruf Buck, Michael, Geschäftsleiter, (seit 1.4.2015) Deyle, Wilfried, Geschäftsleiter Stolhofer, Wolfgang F., Geschäftsleiter, (bis 30.4.2015) Mitglieder des Aufsichtsrats, ausgeübter Beruf Schnetz, Hans, - Vorsitzender - , Wirtschaftsprüfer und Steuerberater, Schnetz-Buchmann-Michele Partnergesellschaft Steuerberatungsgesellschaft Baumgärtner, Rudolf, - stellvertretender Vorsitzender - , Geschäftsführer, August Baumgärtner GmbH & Co. KG Bernhardt, Stefan, Geschäftsführer, Eduard Bernhardt Holzbau GmbH Brodbeck, Dirk, Wirtschaftsprüfer und Steuerberater, Brodbeck + Partner mbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft, (seit 13.4.2015) Kapler, Joachim, Landwirt, selbständig Madlener, Wolfgang, Geschäftsführer, m+h Inprocess Messtechnik GmbH, (bis 13.4.2015) Strehle, Andrea, Dipl.-Ing., selbständig
Weingarten, 22. März 2016 Volksbank Weingarten eG Der Vorstand: Michael Buck Wilfried Deyle Bestätigungsvermerk des PrüfungsverbandesWir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der Volksbank Weingarten eG, Weingarten, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2015 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen der Satzung liegen in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Genossenschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben. Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 53 Abs. 2 GenG, §§ 340k und 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Genossenschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichtes. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet. Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen der Satzung und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Genossenschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Genossenschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.
Karlsruhe, 5. April 2016 Baden-Württembergischer Genossenschaftsverband e. V. Albrecht, Wirtschaftsprüfer Bericht des AufsichtsratesDer Aufsichtsrat hat im Berichtsjahr die ihm nach Gesetz, Satzung und Geschäftsordnung obliegenden Aufgaben erfüllt. Er nahm seine Überwachungsfunktion wahr und fasste die in seinen Zuständigkeitsbereich fallenden Beschlüsse. Der vorliegende Jahresabschluss 2015 mit Lagebericht wird vom Baden-Württembergischen Genossenschaftsverband e. V. geprüft. Über das Prüfungsergebnis wird in der Vertreterversammlung berichtet. Den Jahresabschluss, den Lagebericht und den Vorschlag für die Verwendung des Jahresüberschusses hat der Aufsichtsrat geprüft und in Ordnung befunden. Der Vorschlag für die Verwendung des Jahresüberschusses - unter Einbeziehung des Gewinnvortrages - entspricht den Vorschriften der Satzung. Der Aufsichtsrat empfiehlt der Vertreterversammlung, den vom Vorstand vorgelegten Jahresabschluss zum 31.12.2015 festzustellen und die vorgeschlagene Verwendung des Jahresüberschusses zu beschließen. Der Aufsichtsrat spricht dem Vorstand und den Mitarbeitern Dank für die geleistete Arbeit aus.
Weingarten, 23. März 2016 Der Aufsichtsrat Hans Schnetz, Vorsitzender Anlage zum Jahresabschluss gemäß § 26a Abs. 1 Satz 2 KWG zum 31. Dezember 2015 ("Länderspezifische Berichterstattung")Volksbank Weingarten eG, WeingartenDie Volksbank Weingarten eG hat keine Niederlassungen im Ausland. Sämtliche nachfolgende Angaben entstammen dem Jahresabschluss zum 31. Dezember 2015 und beziehen sich ausschließlich auf ihre Geschäftstätigkeit als regional tätige Kreditgenossenschaft in der Bundesrepublik Deutschland. Die Tätigkeit der Volksbank Weingarten eG besteht darin, Einlagen oder andere rückzahlbare Gelder von Privat- und Firmenkunden entgegenzunehmen und Kredite für eigene Rechnung zu gewähren. Die Volksbank Weingarten eG definiert den Umsatz aus der Summe folgender Komponenten der Gewinn- und Verlustrechnung nach HGB: Zinserträge, Zinsaufwendungen, laufende Erträge aus Aktien etc., Provisionserträge, Provisionsaufwendungen, Nettoertrag/-aufwand des Handelsbestands und sonstige betriebliche Erträge. Der Umsatz beträgt für den Zeitraum 1. Januar bis 31. Dezember 2015 TEUR 12.073. Die Anzahl der Lohn- und Gehaltsempfänger in Vollzeitäquivalenten zum Jahresende beträgt 61,9. Der Gewinn vor Steuern beträgt TEUR 3.315. Unter Berücksichtigung der Steuern von TEUR 768 ergibt sich ein Nettogewinn von TEUR 2.533. Die Steuern betreffen laufende Steuern. Die Volksbank Weingarten eG hat im Geschäftsjahr keine öffentlichen Beihilfen erhalten. |
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