Autz GmbH
Selbe AdresseKauf und Verkauf von eigenen Gewerbegrundstücken und Nichtwohngebäuden
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Florian Friedrich seit 21.2.2012 | Geschäftsführer |
Irina Autz seit 16.12.2009 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Daten zu wirtschaftlich Berechtigten sind nur für registrierte Nutzer zugänglich.
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
6 Gesellschafter
GmbH-Struktur
3 von 6 angezeigt
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| 16.30% |
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Autz & Herrmann GmbHHeidelbergJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Bilanz zum 31. Dezember 2023Aktiva
Passiva
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023
Anhang für das Geschäftsjahr 2023A. Allgemeine Angaben Die Autz & Herrmann GmbH hat ihren Sitz in Heidelberg. Sie ist im Handelsregister des Amtsgerichts Mannheim unter HR B 336354 eingetragen. Die Gesellschaft weist zum Abschlussstichtag die Größenmerkmale einer mittelgroßen Kapitalgesellschaft im Sinne der §§ 264, 267 II HGB auf. Angaben, die wahlweise in der Bilanz, der Gewinn- und Verlustrechnung oder im Anhang gemacht werden können, sind im Anhang ausgeführt. Der Jahresabschluss wurde nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches sowie unter Heranziehung der größenabhängigen Erleichterungen, insbesondere der Vorschriften der §§ 276 und 288 HGB, erstellt. B. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze Der vorliegende Jahresabschluss ist grundsätzlich unter Beibehaltung der für den Vorjahresabschluss angewendeten Gliederungs- und Bewertungsgrundsätzen nach den für mittelgroße Kapitalgesellschaften geltenden Vorschriften des Handelsgesetzbuches aufgestellt (§§ 265 I 2, 266 ff. HGB). Die Gliederung des Jahresabschlusses erfolgt nach den gesetzlichen Vorschriften der §§ 266 und 275 HGB. Im Einzelnen wendet die Gesellschaft bei der Bewertung folgende Grundsätze an: Anlagevermögen Die Gegenstände des Anlagevermögens werden entsprechend der gesetzlichen Vorschrift des § 253 Abs. 1 HGB zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten unter Berücksichtigung nutzungsbedingter planmäßiger Abschreibungen aktiviert. Bei den Gegenständen, deren Nutzung zeitlich begrenzt ist, werden die planmäßigen Abschreibungen unter Zugrundelegung der erwarteten Nutzungsdauer und Anwendung der linearen Abschreibungsmethode ermittelt. Ihre jeweilige Nutzungsdauer und die verwendete Abschreibungsmethode ergeben sich aus nachfolgender Übersicht:
Die Anschaffungskosten der Zugänge an beweglichen, geringwertigen Anlagegegenständen mit Anschaffungskosten im Einzelnen zwischen EUR 250,00 und EUR 800,00 werden im Rahmen der Sofortabschreibung im Aufwand berücksichtigt. Der Abgang wird im Jahr der Anschaffung unterstellt. Bewegliche Gegenstände bis zu einem Wert von EUR 250,00 werden im Jahr der Anschaffung in voller Höhe aufwandswirksam. Vorräte Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sind zu Anschaffungskosten bzw. mit dem niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt worden. Fertige und unfertige Erzeugnisse wurden zu Herstellungskosten bilanziert. Diese enthalten neben den Einzelkosten die einbeziehbaren Gemeinkosten. Das bedeutet, dass die Materialkosten, die Fertigungskosten, der Werteverzehr des Anlagevermögens, angemessene Teile der notwendigen Material- und Fertigungsgemeinkosten, die Kosten der allgemeinen Verwaltung und die Aufwendungen für soziale Einrichtungen als Herstellungskosten aktiviert sind. Zinsen für Fremdkapital und Vertriebskosten sind nicht einbezogen. Handelswaren sind zu Anschaffungskosten bzw. mit dem niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt worden. Eine Abschreibung aufgrund des Lagerrisikos (verminderte Verwertbarkeit, technische Veralterung oder geringe Umschlagshäufigkeit des jeweiligen Lagerartikels) sowie für verlustfreie Bewertung wurde für einzelne Lagerartikel ermittelt. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Vermögensgegenstände Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Vermögensgegenstände sind mit ihrem Nominalbetrag angesetzt. Sie sind unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken bewertet und lauten sämtlich auf €. Dem allgemeinen Kreditrisiko bei Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wurde durch eine Pauschalwertberichtigung in Höhe von 1% des nicht einzelwertberichtigten Forderungsbestandes angemessen Rechnung getragen. Für ausgewählte Kunden waren Absicherungen durch einen Kreditversicherer vorhanden. Für spezielle Kreditrisiken wurden Einzelwertberichtigungen gebildet. Der Kassenbestand und die Guthaben bei Kreditinstituten sind zum Nennwert aktiviert. Aktive Rechnungsabgrenzungsposten Ausgewiesen werden Ausgaben vor dem Bilanzstichtag, soweit sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach dem Bilanzstichtag darstellen. Aktive latente Steuern Für die Ermittlung latenter Steuern aufgrund von temporären oder quasi-permanenten Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen werden die Beträge der sich ergebenden Steuerbe- und -entlastung mit den unternehmensindividuellen Steuersätzen im Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen bewertet und nicht abgezinst. Von dem Wahlrecht gem. § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB wird Gebrauch gemacht und eine sich insgesamt ergebende Steuerentlastung als aktive latente Steuer angesetzt. Aktive latente Steuern aufgrund steuerlicher Verlustvorträge werden auf Grund von nicht vollständiger Erfüllung der handelsrechtlich vorgeschriebenen Aktivierungsbedingungen nicht aktiviert. Es wird ein einheitlicher Steuersatz von 30 % angewendet. Eigenkapital Das Eigenkapital wird zum Nominalbetrag abzüglich eigener Anteile angesetzt. Rückstellungen und Verbindlichkeiten Rückstellungen für laufende Renten und Anwartschaften werden mit dem Erfüllungsbetrag bewertet, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist (§ 253 I 2 HGB). Rückstellungen für laufende Renten und Anwartschaften werden pauschal mit einem einer Restlaufzeit von 15 Jahren entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz abgezinst (§ 253 II 2 HGB). Die Steuerrückstellungen und die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewisse Verpflichtungen. Der Ansatz erfolgt in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages. Verbindlichkeiten werden mit dem Erfüllungsbetrag bilanziert. Fremdwährungsverbindlichkeiten werden zum Devisenkassakurs bewertet. C. Erläuterungen zur Bilanz Anlagevermögen Die Entwicklung des Anlagevermögens (Bruttodarstellung) geht aus der Anlage zum Anhang hervor. Aktive latente Steuern Aufgrund des unterschiedlichen Wertansatzes der Pensionsrückstellungen sowie der Rückstellungen für drohende Verluste aus schwebenden Geschäften in der Handelsbilanz sowie Steuerbilanz ergeben sich aktive latente Steuern in Höhe von T€ 687. Aufgrund der Bildung von steuerlichen Rücklagen nach § 6b EstG aus dem Verkauf von Betriebsgrundstücken bestehen passive latenten Steuern in Höhe von T€ 563. Eigenkapital Das Stammkapital beträgt zum 31.12.2023 EUR 250.000,00. Die eigenen Anteile werden mit ihrem Nennwert offen vom Stammkapital abgesetzt und betragen EUR 40.750,00. Die Bewertung der Pensionsverpflichtungen hat nach § 253 Abs. 6 HGB zu einem zur Ausschüttung gesperrten Betrag von EUR 56.759 geführt. Des Weiteren besteht entsprechend § 268 Abs. 8 S. 2 HGB eine Ausschüttungssperre auf Grund der ausgewiesenen aktiven latenten Steuern in Höhe von EUR 124.262. Insgesamt besteht somit eine Ausschüttungssperre in Höhe von EUR 181.021. Pensionsrückstellungen Die Bewertung der Pensionsverpflichtungen erfolgte mittels der "Projected-Unit-Credit-Methode". Folgende Annahmen wurden für die Berechnung berücksichtigt:
Der Unterschiedsbetrag zwischen dem Ansatz der Pensionsrückstellung nach Maßgabe des 7-jährigen und des 10-jährigen Durchschnittszinssatzes beläuft sich auf € 56.579. Der Zuführungsbetrag aus der Umbewertung nach BilMOG wird gem. Art. 67 Abs. 1 EGHGB bis zum 31.12.2024 mit mindestens 1/15 zugeführt. Die Unterdeckung der Pensionsrückstellung zum 31.12.2023 beträgt € 54.901. Der Zuführungsbetrag für das Geschäftsjahr 2023 in Höhe von € 54.896 wurde bei den sonstigen betrieblichen Aufwendungen erfasst. Steuerrückstellungen und sonstige Rückstellungen Die Steuerrückstellungen und sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewisse Verbindlichkeiten. Der Ansatz erfolgt in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages. Steuerrückstellungen für Körperschaftsteuer sind für das Geschäftsjahr in Höhe von T€ 31 zu bilden. Die sonstigen Rückstellungen decken insbesondere Personalverpflichtungen aus Resturlaubsansprüchen und Überstunden, Jubiläums- und Abfindungszahlungen sowie Drohverluste und gliedern sich wie folgt:
Verbindlichkeiten Angaben über Restlaufzeiten zeigt folgender Verbindlichkeitenspiegel:
*) Grundpfandrechte,
Sicherungsübereignungen und -abtretungen.
Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten enthalten Annuitätendarlehen. Bei der Ermittlung der Restlaufzeit wurde ein unveränderter Zinssatz bis zum Tilgungsende unterstellt. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Zum 31.12.2023 bestehen Bürgschaften in Höhe von 1,6 Mio. €. Da der Schuldner in 2023 ein positives Ergebnis erzielte und über eine gute Liquiditätslage zur Bedienung der Schuld verfügt, geht die Gesellschaft davon aus, dass das Risiko einer Inanspruchnahme gering ist. Es bestehen Mietverträge mit Laufzeiten bis 2025, die Zahlungsverpflichtungen betragen für das folgende Geschäftsjahr T€ 331 und für das Folgejahr T€ 8. Zum Stichtag bestanden Leasing- und Wartungsverträge für Vermögensgegenstände des beweglichen Anlagevermögens mit Zahlungsverpflichtungen für das folgende Geschäftsjahr in Höhe von T€ 110 und für die Folgejahre bis 2028 in Höhe von insgesamt T€ 162. Es besteht ein Erbpachtvertrag mit einer Laufzeit bis zum Jahr 2052 mit einem jährlichen Erbbauzins von T€ 13. D. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren (§ 275 Abs. 2 HGB) aufgestellt. In den sonstigen Erlösen sind Erträge aus dem Verkauf eines Betriebsgrundstückes in Höhe von T€ 1.318 enthalten. Nicht als Personalaufwand erfasst sind Beträge, die sich aus der Abzinsung der Pensionsrückstellungen ergeben. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten Aufwendungen in Höhe von T€ 55 aus der Mindestzuführung nach Art. 67 Abs. 1 Satz 1 HGB (Aufstockung der Pensionsrückstellung). Die Zinsaufwendungen enthalten Beträge aus der Abzinsung der Pensionsrückstellungen in Höhe von T€ 113. In den Steuern vom Einkommen und Ertrag sind Aufwendungen aus latenten Steuern in Höhe T€ 421 enthalten. E. Sonstige Angaben Die durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Arbeitnehmer gliedert sich wie folgt auf:
Geschäftsführer im Geschäftsjahr waren
Die Geschäftsführer sind alleinvertretungsberechtigt. Frau Irina Autz und Herr Florian Friedrich sind von den Beschränkungen des § 181 BGB befreit. Die nach § 285 Nr. 9a HGB verlangten Angaben über die Geschäftsführerbezüge unterbleiben entsprechend den Vorschriften des § 286 IV HGB. Von der Erleichterung des § 288 HGB wurde Gebrauch gemacht. Gewinnverwendung Das Geschäftsjahr schließt mit einem Jahresüberschuss in Höhe von 1.149 T€ ab, der auf neue Rechnung vorgetragen wird.
Heidelberg, den 9. Dezember 2024 Irina Autz, Geschäftsführerin Florian Friedrich, Geschäftsführer Lagebericht 2023Autz & Herrmann GmbHHeidelbergGliederung I. Grundlagen des Unternehmens 1. Geschäftsmodell des Unternehmens 2. Forschung und Entwicklung II. Wirtschaftsbericht 1. Gesamtwirtschaftliche, branchenbezogene Rahmenbedingungen 2. Geschäftsverlauf 3. Lage 4. Finanzielle Leistungsindikatoren III. Prognosebericht IV. Chancen- und Risikobericht 1. Risikobericht 2. Chancenbericht 3. Gesamtaussage V. Risikoberichterstattung über die Verwendung von Finanzinstrumenten VI. Sonstige Vorgänge nach Abschluss des Geschäftsjahres I. Grundlagen des Unternehmens 1. Geschäftsmodell des Unternehmens Autz + Herrmann ist Spezialist für die Blechbearbeitung und in vierter Generation im Herzen Heidelbergs zu Hause. Als mittelständisches Unternehmen fertigen wir mit über 80 Mitarbeitern und einem modernen Maschinenpark auf 15.000 Quadratmetern hochpräzise Bauteile und intelligente sowie wirtschaftliche Lösungen über die gesamte Wertschöpfungskette Blech für unterschiedlichste Einsatzbereiche. Unser Claim ist Programm - Blech unlimited. Unser Portfolio reicht von der Entwicklung, der Wertanalyse und Fertigungsberatung über den Prototypenbau, die Serienfertigung bis hin zur Logistik. Die Erzeugnisse gliedern sich überwiegend in Bogenführungen für Druckmaschinen, Verkleidungen für Werkzeugmaschinen, Wärmetauscher, Produkte für die Lebensmittelindustrie sowie vieler anderer Branchen. 2. Forschung und Entwicklung Unser Team aus sechs Konstrukteuren entwickelt Lösungen, die unseren Kunden einen Vorsprung in ihren Märkten sichern. Die Herausforderungen unserer Kunden sind die Grundlage für unsere Innovationen. Schwerpunkte bilden Neuprojekte in den zuvor genannten und in zukunftsweisende Branchen sowie Entwicklungen von Eigenprodukten, mit denen wir selbst neue Märkte erschließen wollen. Wir setzen auf Innovation, Technologieführerschaft, Entwicklungskompetenz, ein hohes Maß an Kundenorientierung und Qualität, um unsere Wettbewerbsposition weiter zu stärken. II. Wirtschaftsbericht 1. Gesamtwirtschaftliche, branchenbezogene Rahmenbedingungen Die Weltwirtschaft entwickelte sich im Jahr 2023 nur mit geringer Dynamik. Die anhaltenden geopolitischen Unsicherheiten und Konflikte, die damit verbundenen hohen Kosten für Energie und Rohstoffe, die mehrfachen Zinsanhebungen und die massiv gestraffte Geldpolitik der internationalen Notenbanken zur Eindämmung der Inflation haben die konjunkturelle Entwicklung insbesondere in der zweiten Jahreshälfte gedämpft. Da die Druckmaschinenindustrie und die Werkzeugmaschinenindustrie weiterhin einen bedeutenden Anteil des Portfolios von Autz + Herrmann ausmachen, gilt es, diese Branchen näher zu betrachten. Die Druckindustrie befindet sich seit Jahrzehnten in einem tiefgreifenden Wandel, der insbesondere durch die zunehmende Digitalisierung der Gesellschaft geprägt ist. Laut dem Geschäftsbericht der Heidelberger Druckmaschinen AG liegt der Wert des weltweit produzierten Druckvolumens bei 781,5 Mrd. US-Dollar (664,2 Mrd. Euro) - der Markt für Druckprodukte bleibt ein relevantes Geschäftsfeld. Der Sheetfed-Bogenoffsetdruck, in den die von A+H gefertigten Baugruppen eingehen, hat zwar leicht an Bedeutung verloren, hat aber im Vergleich der verschiedenen Druckverfahren immer noch den größten Anteil am weltweit produzierten Druckvolumen (2022; 22,4%) und zeigt sich damit relativ robust. Laut dem Marktbericht des Verbands der deutschen Werkzeugmaschinenindustrie VDW stellen die Jahre 2023 und 2024 herausfordernde Zeiten dar. Bei insgesamt hoher Inflation sanken die Auftragseingänge der deutschen Hersteller 2023 um nominal 11% und real sogar 16%. In den ersten drei Quartalen 2024 sank der Auftragseingang im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 23 Prozent. Aufgrund der anhaltenden politischen und wirtschaftlichen Unsicherheiten ist davon auszugehen, dass sich die Nachfrageschwäche im gesamten Maschinenbau und damit auch in den für uns relevanten Branchen wie schon im Jahr 2024 auch im Jahr 2025 fortsetzen wird. Wir verweisen für weitere Informationen auf den Prognosebericht in Kapitel III. 2. Geschäftsverlauf Die Beschränkungen in der Verfügbarkeit von Zukaufteilen und die massiven Preissteigerungen bei Material und Energie, mit denen wir uns noch im Jahr 2022 konfrontiert sahen, haben sich im Verlauf des Geschäftsjahres 2023 weitgehend aufgelöst. Die damit einhergehenden Ineffizienzen in der Produktion konnten somit behoben werden, was dazu führte, dass im Jahr 2023 die Umsätze mit +1,6% bzw. die Gesamtleistung mit +0,5% im Vorjahr stabil blieben und sich das Ergebnis verbesserte. Die folgende Tabelle 1 zeigt die veränderten Anteile der Geschäftsfelder: Tabelle 1: Anteile der Produktsegmente am gesamten Umsatz
3. Lage a) Ertragslage Das Jahresergebnis (T€ 1.149) liegt deutlich über dem des Jahres 2022 (T€ -164). Dies liegt zum einen an der Verbesserung des operativen Ergebnisses, zum anderen wurde der geplante Verkauf eines Grundstücks umgesetzt und damit ein ergebnisverbessernder Einmaleffekte realisiert. Der Materialaufwand sank um 10,3% im Jahr 2023. Der Personalaufwand erhöhte sich um 6,6%. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen verminderten sich um 15,5% auf T€ 2.753 (Vorjahr T€ 3.259). Diese Reduzierung ist insbesondere auf reduzierten Aufwendungen für Reparaturen und Instandhaltungen sowie für externes Personal und Beratung zurückzuführen. b) Finanzlage Wie in den Vorjahren war unsere Finanzlage im Geschäftsjahr 2023 gesichert. Die Verbindlichkeiten wurden innerhalb der vereinbarten Ziele beglichen. Am 31.12.2023 betrug das Bankguthaben T€ 1.326 und die zusätzlich vorhandene Kontokorrentkreditlinie von T€ 1.000 bestand weiterhin. Die Verbindlichkeiten gegenüber Banken betrugen im Jahr 2023 27,5% (Vorjahr: 34,2%) der Bilanzsumme. Die Aufnahme von neuen Krediten zur Finanzierung der Bürosanierung ab 2024 stehen den planmäßigen Tilgungen der langfristigen Bankverbindlichkeiten gegenüber. Tabelle 2: Entwicklung der Bankverbindlichkeiten (Stand: Ende des Geschäftsjahres, in T€)
Tabelle 3: Entwicklung der Leasingraten (in T€)
Die Pensionsrückstellungen betragen zum Bilanzstichtag 50,3% der um T€ 44 niedrigeren Bilanzsumme (im Vorjahr 51,9%). Das betriebliche Altersversorgungswerk wurde bereits im Jahr 2005 geschlossen und die bestehenden Anwartschaften wurden eingefroren. Wir verweisen auf Kapitel 3. c) Passiva, in dem die Entwicklung der Pensionsrückstellungen näher ausgeführt wird. c) Entwicklung wichtiger Bilanzpositionen Die Bilanzsumme verminderte sich um T€ 44. Aktiva Die Veränderung der Aktiva ergibt sich wie folgt: Das Anlagevermögen reduzierte sich um T€ 539, was neben den Abschreibungen auch auf den Abgang des verkauften Grundstücks zurückzuführen ist. Das Vorratsvermögen erhöhte sich leicht um T€ 47. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen hingegen reduzierten sich um T€ 401, während die sonstigen Vermögensgegenstände um T€ 25 anstiegen. Passiva Das Stammkapital beträgt T€ 250 (Vorjahr: T€ 250). Das gesamte Eigenkapital beträgt T€ 1.537 (Vorjahr: T€ 469). Das gezeichnete Kapital im Jahr 2023 hat sich durch den Erwerb eigener Anteile von einem ausgeschiedenen Gesellschafter weiter reduziert. Das gesamte Eigenkapital hat sich wie im Lagebericht 2022 prognostiziert durch die Erlöse aus dem getätigten Grundstücksverkauf sowie durch operative Gewinne im Jahr 2023 jedoch deutlich erhöht. Aus der Prognoserechnung der Fa. Mercer vom 21. Juni 2018 ging hervor, dass sich die Pensionsverpflichtungen bis 2021 weiter erhöhen und dann sukzessive vermindern werden. Dies hat sich bewahrheitet, sodass die Pensionsverpflichtungen erstmals im Jahr 2022 um T€ 117 sanken, im Jahr 2023 um weitere T€ 221. Es ist davon auszugehen, dass sich diese Entwicklung in den Folgejahren auch durch die Erhöhungen des Zinssatzes fortsetzen wird. Die sonstigen Rückstellungen erhöhten sich um T€ 83. Die Verbindlichkeiten reduzierten sich um T€ 1.004 insbesondere durch den Rückgang der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten. 4. Finanzielle Leistungsindikatoren Zur Unternehmenssteuerung werden im Wesentlichen die Leistungsindikatoren Umsatz pro Mitarbeiter und Umsatzrendite herangezogen. Die Kennzahl Umsatz pro Mitarbeiter konnte auf dem Vorjahresniveau gehalten werden. Die Kennzahl Umsatzrendite ist aufgrund des Sondereffektes durch den Grundstücksverkauf im Jahr 2023 wenig aussagekräftig. Wir setzen weiter den Fokus auf die Realisierung von Produktivitäts- und Effektivitätssteigerungen und gehen von einer mittelfristig deutlichen Steigerung der Erfolgsindikatoren aus. Unsere wirtschaftliche Lage kann insgesamt als stabil bezeichnet werden. III. Prognosebericht Die im Folgenden beschriebenen zukunftsgerichteten Aussagen und Informationen beruhen auf den heutigen Erwartungen und den Einschätzungen der Gesellschaft. Sie bergen daher eine Reihe von Risiken und Ungewissheiten. Viele Faktoren liegen außerhalb unseres Einflussbereichs und könnten dazu führen, dass die Ergebnisse wesentlich von denen abweichen, die wir im Folgenden prognostizieren. Die Stimmung der Unternehmen in Deutschland hat sich erneut verschlechtert. Der ifo Geschäftsklimaindex fiel im November 2024 auf 85,7 Punkte, nach 86,5 Punkten im Oktober. Die Unternehmen beurteilen die Lage schlechter, der Ausblick auf die kommenden Monate trübt sich weiter ein. Dies zeigt sich auch in unserem Auftragseingang. Der durchschnittliche Auftragsbestand von Autz + Herrmann befindet sich Stand Ende November 27,3% unter Vorjahr. Die Entwicklung im Jahr 2024 verlief in den ersten drei Quartalen weitgehend stabil und hat sich im 4. Quartal nun leider abgeschwächt. Wir gehen davon aus, dass sich die Auftragslage frühestens ab dem 2. Quartal 2025 durch vielversprechende Projekte unserer Kunden und durch den Hochlauf von neu hinzugewonnenen Serienteilen wieder verbessern wird. Die personelle Kapazität wurde durch eine Kurzarbeitsphase von Juni bis August 2024 sowie durch den Abbau von Personal der schwachen Auftragslage angepasst. Die Mitarbeiterzahl beträgt aktuell 88 Mitarbeiter und wird sich bis Januar 2025 auf 84 Mitarbeiter weiter reduzieren. Dennoch sehen wir uns im Jahr 2024 mit hohen Umsatzrückgängen und einem negativen Ergebnis konfrontiert. Wegen dieser Entwicklung und aufgrund der sich weiter verschlechternden politischen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen am Standort Deutschland haben wir entschieden, eine grundsätzliche Neuausrichtung unserer Strategie vorzunehmen. Wir haben die bisher verfolgte Wachstumsstrategie insofern angepasst, als dass wir zwar mit den Kerntechnologien unseren Kunden weiterhin "Blech unlimited." bieten, aber das Technologie- und Produktportfolio insbesondere im Hinblick auf Randtechnologien und zu ersetzende Technologien wie z.B. das Exzenterstanzen deutlich verschlankt haben. Zudem setzen wir zukünftig den Fokus auf Eigenentwicklungen, mit denen wir im Jahr 2025 an den Markt gehen mit dem Ziel, bereits im darauffolgenden Jahr einen nennenswerten Teil des Umsatzes mit diesem Produktspektrum zu erzielen. Im Jahr 2025 erwarten wir wegen der hohen Investitionen und Einmalaufwendungen für die geplante Bürosanierung und für die zuvor beschriebene Entwicklung, Marketing und Vertrieb von eigenen Produkten ein negatives Ergebnis. Für 2026 gehen wir von steigenden Umsätzen und einem deutlich positiven Ergebnis aus. Durch den im Mai 2023 getätigten Grundstücksverkauf ist die aktuelle Liquiditätslage mehr als zufriedenstellend. Geplante Projekte wie die Sanierung der Büros sind finanziert, sodass davon auszugehen ist, dass der Kontokorrentkredit im Geschäftsjahr 2025 nicht in Anspruch genommen werden muss. Die guten Beziehungen zu unseren Kunden wie auch zu unseren finanzierenden Kreditinstituten bestehen weiterhin unverändert und werden durch regelmäßige Gespräche weiter intensiviert. IV. Chancen- und Risikobericht 1. Risikobericht Zur Risikoüberwachung und -steuerung stehen Autz + Herrmann zahlreiche Systeme, Berichte und Instrumentarien zur Verfügung, die eine hohe Transparenz über den aktuellen Stand sowie die zukünftige Geschäftsentwicklung liefern. In regelmäßigen Zyklen werden die Erkenntnisse analysiert und soweit erforderlich Gegenmaßnahmen eingeleitet. Insgesamt sehen wir uns gut aufgestellt, um Risiken frühzeitig zu erkennen und entsprechende Maßnahmen ableiten und umsetzen zu können. Branchenspezifische Risiken Da mehr als 95% unserer Kunden ihren Firmensitz in Deutschland haben, bestehen keine Währungsrisiken. Die Bonität unserer Kunden ist regelmäßig als hoch einzustufen. Unsere Einkäufe erfolgen im Wesentlichen in Euro. Ertragsorientierte Risiken Mit den Kunden im Druckmaschinenbereich wickeln wir noch immer etwa die Hälfte unseres gesamten Umsatzes ab. Die sich hieraus ergebende Abhängigkeit kann bei Verschiebungen im Produktportfolio der einzelnen Kunden bzw. bei einer möglichen Konsolidierung des Marktes im kurzfristigen Zeitraum zu Umsatz- und Ertragsminderungen führen. Durch die gefallenen Preise an den Beschaffungsmärkten erhöht sich der Wettbewerbsdruck am Markt, sodass die Gefahr besteht, dass Produkte an Wettbewerber verlagert werden. Auch wenn unser Vertrieb bei der Gewinnung neuer Kunden aktiv ist, könnte es zeitlich kritisch sein, diese möglichen Verluste zeitnah auszugleichen. Parallel ist davon auszugehen, dass die Strategieanpassung in Richtung Eigenprodukte einige Monate oder Jahre in Anspruch nehmen wird. Obwohl die Neuausrichtung weniger Personalbedarf mit sich bringt als die bisherige Wachstumsstrategie, bleibt die Suche nach neuem Fachpersonal vor dem Hintergrund der Rentenzugänge der langgedienten Mitarbeiter eine der größten Herausforderung der Zukunft. Auch ist zu befürchten, dass die Energiepreise erneut ansteigen und die Ergebnisse der Zukunft wieder belasten. Wir entgegnen diesem Risiko mit geplanten Investitionen in Solaranlagen auf unseren Dächern. Finanzwirtschaftliche Risiken Zur Absicherung gegen das Liquiditätsrisiko besteht eine Liquiditätsplanung, die monatlich mit den aktuellen Zahlen verglichen wird, um die Versorgung mit finanziellen Mitteln sicher zu stellen. Wie zuvor beschrieben konnte durch den Verkauf eines Grundstücks und einer Halle im Mai 2023 ein Liquiditätspuffer geschaffen werden, der bislang nicht benötigt wurde, sodass die aktuelle Liquiditätslage sehr zufriedenstellend ist. Es ist davon auszugehen, dass der Kontokorrentkredit im Geschäftsjahr 2025 nicht in Anspruch genommen werden muss. Zudem werden wir die Bestände weiter reduzieren, sodass vor diesem Hintergrund und auf Basis der weiteren Annahmen unserer Planung keine finanziellen Engpässe zu erwarten sind. Der Umsatz liegt in den ersten zehn Monaten deutlich unter Vorjahr und hinter den Erwartungen zurück. Trotz dieser Entwicklung sind wir mit dem erzielten Ergebnis weitgehend zufrieden. Wir sehen daher im mittelfristigen Zeitraum keine bestandsgefährdenden Risiken für die Fortführung des Unternehmens. 2. Chancenbericht Zu unseren Kernkompetenzen des Produktbereichs Blech zählen wir die Herstellung von wasser- und gasdichten dünnwandigen Produkten mit erhöhten Ebenheitsanforderungen sowie die Herstellung komplexer, großvolumiger Gehäusebaugruppen mit hohen Anforderungen an Spaltmaße in hoher Fertigungstiefe. Zudem zeichnen wir uns durch ein breites Technologie- und Dienstleistungsspektrum (Entwicklung, Herstellung, Montage, Belieferung) mit höchster Qualität und Lieferflexibilität aus. Die in den vergangenen Jahren getätigten Investitionen in die neue Vorfertigung werden uns die Technologieführerschaft sichern und uns strategisch die Zukunft ebnen. Aufgrund der sich gesamtwirtschaftlich verändernden Rahmenbedingungen für Produktionsunternehmen in Deutschland sehen wir es allerdings als erforderlich an, neben der "Blech unlimited."-Strategie im Bereich Lohnfertigung auf eigene Produkte zu setzen. Wir werden dies in den kommenden Monaten verstärkt in den Fokus setzen, um spätestens im Jahr 2026 einen nennenswerten Umsatzanteil über selbst entwickelte und vertriebene Produkte in wachsenden Branchen zu realisieren. Dies bringt die große Chance mit sich, unabhängiger von wenigen großen Kunden, flexibler bei der Preisgestaltung zu agieren. 3. Gesamtaussage Das Gesamtrisiko ist im Vergleich zum Vorjahr auf einem vergleichbaren Niveau. Grundsätzlich bleiben die Herausforderungen als Lohnfertiger im Herzen von Heidelberg mit einem breiten Technologie- und Produktspektrum weiter hoch. Im Jahr 2024 sind die Umsätze deutlich zurückgegangen, wodurch das Ergebnis unter Druck geriet. Wir erwarten einen operativen Verlust, sind aber davon überzeugt, die erforderlichen Maßnahmen wie Kurzarbeit und Personalabbau zur Verbesserung der relevanten Kennzahlen effizient und schnell umgesetzt zu haben. Unsere Planung für 2025 geht von einer Seitwärtsbewegung des Umsatzes und aufgrund der hohen Aufwendungen für die Entwicklung, Marketing und den Vertrieb von Eigenprodukten sowie einmaligen Aufwendungen für die Bürogebäudesanierung von einem negativen Ergebnis aus. Für das Jahr 2026 erwarten wir Umsatz- und Gewinnsteigerungen. Die Liquiditätslage ist gut, so dass im kurzfristigen Zeitraum keine finanziellen Engpässe zu erwarten sind. Die tatsächliche Geschäftsentwicklung kann unter anderem aufgrund der beschriebenen Chancen und Risiken von unseren Prognosen abweichen. Die Entwicklung hängt insbesondere vom gesamtwirtschaftlichen und branchenbezogenen Umfeld ab und kann durch zunehmende Unsicherheiten oder eine Verschlechterung der wirtschaftlichen und politischen Rahmenbedingungen negativ beeinflusst werden. V. Risikoberichterstattung über die Verwendung von Finanzinstrumenten Zu den im Unternehmen bestehenden Finanzinstrumenten zählen im Wesentlichen Forderungen, Verbindlichkeiten bei Lieferanten, Banken und Leasinggesellschaften. Auch wenn die Anzahl der Insolvenzen in Deutschland laut dem statistischen Bundesamt derzeit eine zweistellige Zuwachsrate aufweist, sind Forderungsausfälle weiter die Ausnahme. Zudem besteht eine langjährige Zusammenarbeit mit einem Großteil der Kunden. Eventuelle größere Ausfallrisiken sind überwiegend über eine Warenkreditversicherung abgedeckt. Verbindlichkeiten werden innerhalb der vereinbarten Zahlungsfristen gezahlt. Die langfristige Finanzierung erfolgt im Wesentlichen über unsere Hausbank, mit der eine jahrzehntelange Geschäftsbeziehung besteht. Zudem steht uns Trumpf Financial Services als Finanzierungspartner für Maschinen- und Anlageinvestitionen zur Seite. Daneben bestehen in sehr geringem Umfang Leasingfinanzierungen. VI. Sonstige Vorgänge nach Abschluss des Geschäftsjahres Es sind keine besonderen Ereignisse nach Ablauf des Geschäftsjahres 2023 eingetreten, die für Autz + Herrmann von wesentlicher Bedeutung sind.
Heidelberg, 09. Dezember 2024 Irina Autz Florian Friedrich
Der vorstehende, zur Offenlegung bestimmte und nach § 327 HGB verkürzte Jahresabschluss entspricht den gesetzlichen Vorschriften. Zu dem vollständigen Jahresabschluss und Lagebericht wurde folgender Bestätigungsvermerk erteilt: Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die Autz & Herrmann GmbH Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Autz & Herrmann GmbH ,bestehend aus der Bilanz zum 31.12.2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Autz & Herrmann GmbH für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 III 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögenschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
zu den zugrundeliegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Karlsruhe, 10. Dezember 2024 TREUHAND
SÜDWEST GMBH
Schülj, Wirtschaftsprüferin Retzbach, Wirtschaftsprüfer Der Jahresabschluss auf den 31.12.2023 wurde in Heidelberg am 09.12.2024 von den Geschäftsführern Frau Irina Autz und Herrn Florian Friedrich unterzeichnet. Der Jahresabschluss auf den 31.12.2023 wurde in der Gesellschafterversammlung vom 18.12.2024 festgestellt. Die Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresüberschuss auf neue Rechnung vorzutragen. Ein entsprechender Beschluss wurde in der Gesellschafterversammlung vom 18.12.2024 gefasst. |
||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
Neueste Nachrichtenartikel und Medienerwähnungen
Echtzeit-Prüfung auf Insolvenzbekanntmachungen der Registergerichte
Prüfen, ob Insolvenzverfahren für dieses Unternehmen vorliegen
Echtzeit-Dokumentenabruf aus dem Handelsregister
Weitere Unternehmen an oder nahe dieser Geschäftsadresse
8 nahegelegene Organisationen
Kauf und Verkauf von eigenen Gewerbegrundstücken und Nichtwohngebäuden
Herstellung von Lagern, Getrieben, Zahnrädern und Antriebselementen
Beteiligungsgesellschaften
Forschung und Entwicklung im Bereich Biotechnologie
Ingenieurbüros für bautechnische Gesamtplanung von Ingenieurbauwerken und Verkehrsanlagen
Tätigkeiten der Großhandelsvermittlung von Baustoffen und Anstrichmitteln
Vermietung von Kraftwagen mit einem Gesamtgewicht von 3,5 t oder weniger mittels Carsharing
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Echtzeit-Dokumentenabruf aus dem Handelsregister
Echtzeit-Prüfung auf Insolvenzbekanntmachungen der Registergerichte
Prüfen, ob Insolvenzverfahren für dieses Unternehmen vorliegen