DIAMIR Reisebüro GmbH
Selbe AdresseReisebüros
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Thomas Mach seit 29.1.2016 | Prokura |
Dominik Günther seit 17.3.2015 | Prokura |
Markus Walter seit 19.8.2008 | Geschäftsführer |
Jörg Ehrlich seit 22.7.2005 | Geschäftsführer |
Thomas Kimmel seit 22.7.2005 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
| 33.33% | |
| 33.33% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
3 Gesellschafter
GmbH-Struktur
2 von 3 angezeigt
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| 0.00% |
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
DIAMIR Erlebnisreisen GmbHDresdenJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Bilanz zum 31.12.2023DIAMIR Erlebnisreisen GmbHReiseveranstalterDresdenAKTIVA
PASSIVA
Handelsrecht Gewinn- und Verlustrechnung vom 01.01.2023 bis 31.12.2023DIAMIR Erlebnisreisen GmbHReiseveranstalterDresden
Handelsrecht Anhang zum 31.12.2023Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss Der Jahresabschluss wurde nach den Vorschriften der §§ 242 ff. HGB unter der Beachtung der ergänzenden Bestimmungen für mittelgroße Kapitalgesellschaften aufgestellt. Ergänzend zu diesen Vorschriften waren die Regelungen des GmbH-Gesetzes zu beachten. Angaben, die wahlweise in der Bilanz, in der Gewinn- und Verlustrechnung oder im Anhang gemacht werden können, sind insgesamt im Anhang aufgeführt. Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gewählt. Angaben zur Identifikation der Gesellschaft laut Registergericht
Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze Die Erstellung des Jahresabschlusses erfolgte unter der Annahme der Unternehmensfortführung (§ 252 Abs. 1 Nr .2 HGB). Erworbene immaterielle Anlagewerte wurden zu Anschaffungskosten angesetzt und, sofern sie der Abnutzung unterlagen, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutz-bar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände linear vorgenommen. Die Finanzanlagen wurden wie folgt angesetzt und bewertet: - Beteiligungen zu Anschaffungskosten - Wertpapiere des Anlagevermögens zu Anschaffungskosten Soweit erforderlich, wurde der am Bilanzstichtag vorliegende niedrigere Wert angesetzt. Die Geleisteten Anzahlungen wurden zu Nominalwerten unter den "Sonstigen Vermögensgegenständen" angesetzt. Sofern die Tageswerte am Bilanzstichtag niedriger waren, wurden diese angesetzt. Vorauszahlungen von Kunden auf Reisen werden auf der Passivseite unter dem Bilanzposten "erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen" ausgewiesen. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände wurden unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken bewertet. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten wurden zum Nominalwert angesetzt. Das Eigenkapital wurde mit dem Nennbetrag angesetzt. Die Steuerrückstellungen beinhalten die das Geschäftsjahr betreffenden noch nicht veranlagten Steuern. Die sonstigen Rückstellungen wurden für alle weiteren ungewissen Verbindlichkeiten mit dem notwendigen Erfüllungsbetrag gebildet. Dabei wurden alle erkennbaren Risiken berücksichtigt, die nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig sind. Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt. Gegenüber dem Vorjahr abweichende Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Beim Jahresabschluss wurden die bisher angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden übernommen. Ein grundlegender Wechsel von Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden gegenüber dem Vorjahr fand nicht statt. Grundlagen für die Umrechnung von Fremdwährungsposten in Euro Der Jahresabschluss enthält auf fremde Währung lautende Sachverhalte, die in Euro umgerechnet wurden. Verbindlichkeiten, Forderungen und liquide Mittel in ausländischer Währung zum Bilanzstichtag wurden mit dem Devisenkassamittelkurs gem. § 256 a HGB umgerechnet. Gegen Verluste aus Währungsgeschäften hat die Gesellschaft Optionsgeschäfte abgeschlossen. Angaben zur Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung Anlagespiegel für die einzelnen Posten des Anlagevermögens Zur Entwicklung des Anlagevermögens wird auf den Anlagenspiegel verwiesen. Wegen dauernder Wertminderung des Finanzanlagevermögens waren Abschreibungen auf Wertpapiere i.H.v TEUR 42,8 (Vj.: TEUR 50,4) vorzunehmen. Forderung und sonstige Vermögensgegenständen Geleistete Reisevorleistungen an Reisedienstleister werden unter den Sonstigen Vermögensgegenständen i.H.v. TEUR 3.905 (Vj.: TEUR 2.945) ausgewiesen. Alle Forderungen haben eine Laufzeit bis 1 Jahr. Beteiligungen Die Gesellschaft ist an der DIAMIR Reisebüro GmbH zu 100 % beteiligt. Hier besteht ein Organschaftsverhältnis mit Ergebnisabführung. Verbindlichkeiten gegenüber der DIAMIR Reisebüro GmbH aus dem Organschaftsverhältnis bestehen in Höhe von Euro 21.466,91 (Vj: 18.709,34). Der Ausweis erfolgt unter den Verbindlichkeiten. Darüber hinaus hält die Gesellschaft eine Beteiligung an der Best of Travel Group GbR. Die Beteiligung in Höhe von insgesamt Euro 24.086,35 (Vj. Euro 24.086,35) wird unter den sonstigen Vermögengegenständen ausgewiesen. Guthaben bei Kreditinstituten Die Sparkasse als Hausbank hat eine Bürgschaft gegenüber der R&V (TEUR 1.832) abgegeben. Dafür hat sie sich von den bei ihrem geführten Guthaben einen Betrag von TEUR 1.832 verpfänden lassen (Vj.: TEUR 333,2). Ausführungen zu den Währungssicherungen Die Gesellschaft sichert Währungsrisiken mit geeigneten Sicherungsinstrumenten ab und bildet mit dem Grundgeschäft jeweils eine Bewertungseinheit (§ 254 HGB). Die gegenläufigen Wertänderungen des Grund- und Sicherungsgeschäfts werden im Jahresabschluss durch Anwendung der "Einfrierungsmethode" nicht ausgewiesen. Zur Begrenzung des Währungsrisikos, dem die DIAMIR Erlebnisreisen GmbH durch den Einkauf von Reisevorleistungen in verschiedenen Zielgebieten ausgesetzt ist, werden Devisentermingeschäfte, strukturierte Devisenprodukte, Devisen-Swaps und Forwards eingesetzt. Diese Devisentermingeschäfte beziehen sich sowohl auf bereits realisierte wie auch auf unrealisierte Grundgeschäfte in Fremdwährung. Realisierte Grundgeschäfte sind solche Geschäfte, die bereits zum Zeitpunkt des Jahresabschlusses durchgeführt sind (Schulden). Unrealisierte Grundgeschäfte hingegen werden, basierend auf internen Planungsprozessen und historischen Daten, hinreichend quantifiziert und treten in Zukunft mit einer hohen Wahrscheinlichkeit ein (Antizipative Geschäfte). Zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2023 befinden sich im Bestand insgesamt 32 derivative Finanzinstrumente. Diese dienen nahezu ausschließlich der Absicherung von Kursschwankungen verschiedener Währungen in einem Zeitraum von bis zu drei Jahren. Sie setzen sich zusammen aus strukturierten Devisenprodukten (15 Kontrakte), Devisenswaps (7 Kontrakte) und Devisentermin- und Kassageschäften (10 Kontrakte). Die Derivate dienen der Absicherung von Schulden (Rückstellungen und Verbindlichkeiten) sowie antizipativen Geschäften. Die Derivate sind spätestens im November 2025 fällig. Innerhalb dieser Zeiträume gleichen sich die gegenläufigen Wertänderungen oder Zahlungsströme aus. Bei den eingesetzten nicht börsengehandelten Derivaten wird der beizulegende Wert durch geeignete finanz-mathematische Methoden bestimmt. Zu jedem Devisentermin-/Devisenswapgeschäft werden der Barwert und der Terminkurs zur Endfälligkeit ausgewiesen. Der Barwert spiegelt den aktuellen Marktwert abgezinst auf den Bewertungsstichtag wider. Die Summe der jeweiligen Barwerte sind zum Bilanzstichtag insgesamt positiv. Rechnungsabgrenzungsposten In den Rechnungsabgrenzungsposten sind im Wesentlichen abgegrenzte Versicherungsbeträge enthalten TEUR 522 TEUR (Vj: 63 TEUR). Angaben und Erläuterungen zu Rückstellungen Im Posten "sonstige Rückstellungen" sind u. a. die nachfolgenden nicht unerheblichen Rückstellungsarten enthalten: Rückstellungen in Höhe von 830,0 TEUR (Vj.:830 TEUR) für die Schlussabrechnung Corona-Hilfen sowie Rückstellungen für Personalkosten 559,8 TEUR (Vj.: 226,7 TEUR). Sonstige Verbindlichkeiten Vorauszahlungen von Kunden auf Reisen werden unter den erhaltenen Anzahlungen auf Bestellungen i.H.v. TEUR 10.066,9 ausgewiesen (Vorjahr: TEUR 9.658,6). Angabe zu Restlaufzeitvermerken
In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind Erträge aus der Währungsumrechnung i.H.v. 10,4 TEUR (Vj: TEUR 490,9) enthalten. In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind Aufwendungen aus der Währungsumrechnung i.H.v. TEUR 9,0 (Vj.: TEUR 636,6) enthalten. Im Personalaufwand sind Aufwendungen für Altersversorgung i.H.v. TEUR 16,2 (Vj.: TEUR 30,7) enthalten. Verbundene Unternehmen und Forderungen und Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 7o7 Marketing GmbH, Sitz Dresden, AG Dresden, HRB 29559 Gegenüber der 7o7 Marketing GmbH bestehen Forderungen in Höhe von TEUR 0,0 (Vj.: 0,0 TEUR) und Verbindlichkeiten in Höhe von TEUR 0,0 (Vj.: TEUR 36,1). Sonstige finanzielle Verpflichtungen Im Einzelnen beinhalten diese Verpflichtungen folgende Sachverhalte: Es besteht ein unbefristeter Mietvertrag mit einer Kaltmiete i.H.v. TEUR 10,6 netto monatlich mit der 7o7 Marketing GmbH. Darüber hinaus besteht ein Dienstleistungsvertrag mit der 7o7 Marketing GmbH mit einer monatlichen Verpflichtung in Höhe von Euro 23.800 netto. Die übrigen sonstigen finanziellen Verpflichtungen liegen im Rahmen des üblichen Geschäftsverkehrs. Sonstige Angaben Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahrs beschäftigten Arbeitnehmer Die nachfolgenden Arbeitnehmergruppen waren während des Geschäftsjahres im Unternehmen beschäftigt:
Namen der Geschäftsführer Während des abgelaufenen Geschäftsjahres wurden die Geschäfte des Unternehmens durch folgende Personen geführt:
Auf die Angabe der Geschäftsführerbezüge wird mit Berufung auf die Schutzklausel des § 286 Abs. 4 HGB verzichtet. Angaben zu Ausleihungen, Forderungen und Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern (§ 42 Abs. 3 GmbHG / § 264c Abs. 1 HGB) Gegenüber den Gesellschaftern bestehen die nachfolgenden Rechte und Pflichten. Der Ausweis erfolgt unter den Sonstigen Vermögensgegenständen.
Angaben über den Anteilsbesitz an anderen Unternehmen von mind. 20 Prozent der Anteile Gemäß § 285 Nr. 11 HGB wird über nachstehende Unternehmen berichtet:
Nachtragsbericht gem. § 285 Nr. 33 HGB Vorgänge von besonderer Bedeutung, die nach dem Schluss des Geschäftsjahres eintraten, sind nicht bekannt. Wirtschaftliche Auswirkungen auf die Branche Im Jahr 2024 haben zwei große Tourismusunternehmen Insolvenz angemeldet, und zwar die FTI und die We-Flytour GmbH. Die Destinationen Georgien, Russland, aber auch Israel und Nahost sind derzeit nicht oder nur mit Einschränkungen zu bereisen. Die Tourismusbranche nähert sich zum Ende des Jahres 2024 wieder dem Vor-Corona Niveau an. Auswirkungen auf den Jahresabschluss Die o.g. Insolvenzen der Unternehmen und auch die Einschränkungen der o.g. Reiseziele haben keine Auswirkungen auf den Jahresabschluss. Es ist lediglich zu erwarten, dass die Versicherungsprämien (Haftpflicht, Vermögensschaden, Sachversicherungen etc.) steigen werden. Vorschlag bzw. Beschluss zur Ergebnisverwendung Die Geschäftsführung schlägt in Übereinstimmung mit den Gesellschaftern die folgende Ergebnisverwendung vor: Der Jahresüberschuss beträgt Euro 2.692.272,95 und soll auf neue Rechnung vorgetragen werden. Unterschrift der Geschäftsführung
Dresden, 12.12.2024 Unterschriften Anlagenspiegel zum 31.12.2023DIAMIR Erlebnisreisen GmbHReiseveranstalterDresden
Handelsrecht Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023der DIAMIR Erlebnisreisen GmbHI. Grundlagen des Unternehmens 1. Geschäftsmodell des Unternehmens 2. Bericht über Zweigniederlassungen 3. Forschung und Entwicklung 4. Nachhaltigkeit II. Wirtschaftsbericht 1. Gesamtwirtschaftliche branchenbezogene Rahmenbedingungen 2. Geschäftsverlauf 3. Vermögens-, Finanz- und Ertragslage - Darstellung, Analyse, Beurteilung 3.1. Vermögens- und Finanzlage 3.2. Ertragslage 4. Finanzielle Leistungsindikatoren 5. Gesamtaussage III. Prognosebericht 6. Ertragslage und Positive Fortführungsprognose 7. Ursachen und Maßnahmen 8. Auswirkungen der Corona-Pandemie IV. Chancen- und Risikobericht 1. Risikobericht 2. Chancenbericht V. Risikoberichterstattung über die Verwendung von Finanzinstrumenten VI. Versicherung der gesetzlichen Vertreter I. Grundlagen des Unternehmens 1. Geschäftsmodell des Unternehmens Über DIAMIR Erlebnisreisen GmbH: Der Dresdner Reiseveranstalter DIAMIR Erlebnisreisen hat sich auf Kleingruppenreisen zu den schönsten Zielen der Welt spezialisiert. DIAMIR bietet mit seinen über 1.000 Kleingruppenreisen und Reisebausteinen in mehr als 130 Länder eine breite Palette an individuell gestalteten Kultur-, Natur-, Trekking- und Familienreisen sowie Safaris, Expeditionen, Fotoreisen und Kreuzfahrten an. Auf individuelle Kundenwünsche wird durch die Reiseformen DIAMIR Individuell und DIAMIR Privat besonders eingegangen. DIAMIR lebt das Firmenmotto "Statt träumen selbst erleben". Die aktuell rund 130 DIAMIR-Mitarbeiter (2024) kennen sich aufgrund persönlicher Aufenthalte und damit angeeigneter Länder- und Menschenkenntnis in ihren Zielgebieten bestens aus. Ihre Touren- und Reiseleitererfahrung fließt stets in die Konzeption der Reisen und in die Kundenberatung ein. Zudem sind qualifizierte Reiseleiter und zahlreiche weitere Vor-Ort-Partner weltweit für DIAMIR unterwegs und begleiteten unsere Gäste zu den schönsten Zielen der Welt. Buchbar sind die DIAMIR-Angebote jederzeit online, in dem DIAMIR-Büro in Dresden sowie in rund 5.000 Reisebüros in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Rechtliche Struktur Hauptsitz der DIAMIR Erlebnisreisen GmbH als Muttergesellschaft ist Dresden. Sie hat zum Abschlussstichtag eine unmittelbare Tochtergesellschaft, die sie von ihrem Firmensitz aus steuert. 2. Bericht über die Zweigniederlassungen Die Gesellschaft hat eine 100%ige Tochter, die DIAMIR Reisebüro GmbH. Hier besteht ein Organschafts- verhältnis mit einem Gewinnabführungsvertrag (siehe oben). 3. Forschung und Entwicklung Sowohl für die Entwicklung unserer Mitarbeiter als auch die Entwicklung und Verbesserung unserer Produkte stellt DIAMIR ein beträchtliches Budget für Reisebegleitungen und Scouting zur Verfügung. Außerdem wird permanent in sonstige Weiterbildung der Mitarbeiter (z.B. Verkaufs-, Personal-, Reiserechtsschulungen) als auch in die Weiterentwicklung digitaler Arbeitsprozesse investiert. 4. Nachhaltigkeit Bereits seit der Gründung im Jahr 2000 verfolgt DIAMIR das Ziel, hochwertige Reisen in kleinen Gruppen zu organisieren, die authentisch sowie sozial, ökologisch und ökonomisch vertretbar sind. Schon 2016 starteten wir unser Waldschutzprojekt "DIAMIR goes Green". Mit diesem haben wir bis zum 31.12.2023 bereits 1,66 Mio. m 2 Wald - das entspricht 232 Fußballfeldern nach FIFA-Norm - in Kanada und Peru geschützt, welcher 150.236 Tonnen CO 2 bindet und gleichzeitig wichtigen Lebensraum für eine Vielzahl von - auch bedrohten - Tier- und Pflanzenarten darstellt. Hinzu kommen die Unterstützung weltweiter sozialer Projekte, die Nutzung von Ökostrom und die Einführung eines Code of Conduct, um den 17 Zielen für nachhaltige Entwicklung auch bei unseren Partnern in unseren Zielgebieten Nachdruck zu verleihen. Im Rahmen einer ausführlichen Berichterstattung hat DIAMIR bei der Travelife-Nachhaltigkeitszertifizierungsstelle seine bisherigen nachhaltigen Aktivitäten in einem Nachhaltigkeitsbericht ganzheitlich zusammengefasst und analysiert. Im Zuge der Prüfung wurde DIAMIR im Februar 2023 der Travelife Partner Award verliehen. II. Wirtschaftsbericht 1. Gesamtwirtschaftliche, branchenbezogene Rahmenbedingungen Die Reisefreude der Deutschen ist 2022 zurückgekehrt und hat sich 2023 manifestiert. Nach den Corona-Jahren mit dramatischen Umsatzeinbrüchen für die Reisewirtschaft ging es bei Buchungen und Umsätzen seit 2022 wieder aufwärts und erreicht im Jahr 2023 seinen vorläufigen Höhepunkt. Und: Die Reisenden zieht es wieder verstärkt ins Ausland. Nachfolgend einige Fakten:
2. Geschäftsverlauf Unser Geschäftsverlauf spiegelt im Wesentlichen die vorstehend beschriebene Marktentwicklung wider. Durch den Krieg in der Ukraine und im Nahen Osten hätten die Ergebnisse aber noch besser werden können. Zur Bewältigung des doch recht starken Wachstums gegenüber 2022 wurden zahlreiche ehemalige Mitarbeiter wieder eingestellt und aktiv Personal-Akquise betrieben. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind im Geschäftsjahr wieder gestiegen, allerdings mit klarem Fokus auf Online-Vertrieb. Im Oktober 2023 wurde wie schon im Vorjahr wieder ein Reise-Katalog für die Saison 2024/2025 gedruckt. Der bei weitem größte Anteil der Reisen wird im Fernreisesegment durchgeführt (99 %). Der Wettbewerb in diesem Segment wird durch die zunehmende Digitalisierung und damit verbundene Vergleichbarkeit im Internet immer stärker und die Margen (die Differenz von Umsatzerlösen und Reisevorleistungen bzw. Leistungseinkäufen) geraten unter Druck. Der Einkauf der Reisevorleistungen erfolgt zum größten Teil in US-Dollar und für das südliche Afrika in Südafrikanischen Rand (ZAR). Durch einen sehr guten strategischen Ein- und Verkauf dieser Devisen konnte der Kalkulationskurs im Jahr 2023 komplett abgesichert werden. Eine hohe Kundenzufriedenheit u.a. auch durch den Umgang mit Buchungen während der Pandemie, schlägt sich in einer hohen Quote an "Wiederholungsbuchern" bzw. einer großen Stammkundentreue nieder. Des Weiteren arbeiten wir kontinuierlich am Ausbau unseres Bekanntheitsgrades und unserer Marktposition. Durch die Pandemie, eine zunehmende Globalisierung, durch Nutzen von KI und völlig neue Player im touristischen Segment findet immer noch eine Marktbereinigung statt. Wir sind optimistisch, unserer Marktstellung weiter auszubauen und gestärkt aus diesen Herausforderungen hervorzugehen. 3. Vermögens-, Finanz- und Ertragslage - Darstellung, Analyse, Beurteilung 3.1. Vermögens- und Finanzlage
Das langfristige Anlagevermögen (immateriell und materiell) i.H.v. 2.302,7 TEUR ist durch langfristig der Gesellschaft zur Verfügung stehende Mittel finanziert. Investitionen in das immaterielle und Sachanlagevermögen i.H.v. 740,4 TEUR wurden aus eigenen Mitteln erbracht. Der Bestand der liquiden Mittel am Bilanzstichtag beträgt unter Berücksichtigung der staatlichen Zuschüsse rund 12,6 Mio EUR. Die Liquidität des Unternehmens war jederzeit sichergestellt. In den Liquiden Mitteln sind die erhaltenen Kundenanzahlungen für noch zu veranstaltende Reisen i.H.v. 10.066,9 TEUR (Vj. 9.658,6 TEUR) - Passivposten erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen - enthalten. Reisevorleistungen wurden i.H.v. 3.905,5 TEUR (Vj.: 2.945,5 TEUR) bereits verausgabt. Das Eigenkapital der Gesellschaft zum Stichtag 31.12.2023 beträgt 5.598,5 TEUR (Vj.: 3.206,3 TEUR). Der überwiegende Teil der Verbindlichkeiten sind bereits erhaltene Kundengelder i.H.v. 10.066,9 TEUR (Vj.: 9.658,6 TEUR) für Reisen, die noch nicht durchgeführt wurden. Die sonstigen Vermögensgegenstände weisen i.H.v. 3.905,5 TEUR (Vj.: 2.945,5) TEUR bereits geleistete Aufwendungen für Reisevorleistungen von Reisen aus, die im Folgejahr durchgeführt werden. Verbindlichkeiten sind im Wesentlichen kurzfristig (11.047,9 TEUR bis 1 Jahr). Der KfW-Kredit über 562,5 TEUR hat eine Laufzeit kleiner fünf Jahre. Der Überhang von Reisevorleistungen und Kundenanzahlungen beträgt 6.161,4 TEUR (Vj.: 6.713,1 TEUR). Alle Verbindlichkeiten des laufenden Jahres wurden zum Fälligkeitsstichtag bedient. 3.2. Ertragslage
Das Rohergebnis 2023 in Höhe von 13.156,2 TEUR ist um 1.294,4 höher als im Vorjahr; Grund hierfür ist das starke Umsatzwachstum im Zuge der wiederbelebten Reisetätigkeit. Das Reisebedürfnis der Kunden überstieg im Wirtschaftsjahr 2023 das Vor-Corona-Hoch deutlich und führte zu einer deutlichen Steigerung der Umsatzerlöse um rund 23 Mio. EUR im Vergleich zum Vorjahr auf rund 60 Mio. EUR. Coronabedingte Einschränkungen der Geschäftstätigkeit traten in 2023 nicht mehr auf, sodass die Reisetätigkeit wieder uneingeschränkt stattfinden konnte. Weiterhin mussten keine staatlichen Unterstützungsleistungen oder Überbrückungshilfen im Wirtschaftsjahr in Anspruch genommen werden. Das Betriebsergebnis betrug 2.692,3 TEUR (Vj.: 1.946,6 TEUR). Im Ergebnis ist der aus dem Gewinnabführungsvertrag mit der DIAMIR Reisebüro GmbH abzuführende Jahresfehlbetrag i.H.v. -25,0 TEUR bereits enthalten. 4. Finanzielle Leistungsindikatoren Wir ziehen für die interne Unternehmenssteuerung die Kennzahlen Umsatz pro Mitarbeiter, Umsatzrendite und den Cash-Flow heran. Der Umsatz je Mitarbeiter (Vollzeitstelle = 115 Mitarbeiter im Jahresdurchschnitt) konnte sich um 259 TEUR auf 644 TEUR erhöhen. Die Investitionen des laufenden Jahres betrugen 740,4 TEUR (davon Wertpapiere im Sachanlagevermögen 576,6 TEUR, Vorjahr: 445,2 TEUR) und wurden aus eigenen Mitteln finanziert. Die Umsatzrendite liegt bei 4 %. Die Liquidität selbst (nur flüssige Mittel) ist um 3.675,1 TEUR auf 12.603,6 TEUR gestiegen. Die Zahlungsfähigkeit der Gesellschaft war zu jeder Zeit gegeben. Folgende Kennzahlen ergaben sich im laufenden Geschäftsjahr:
5. Gesamtaussage Für das Berichtsjahr sind die Umsatzerlöse über dem Niveau von 2019 und der gesamte Geschäftsverlauf aufgrund äußerer Einwirkungen verlief äußerst positiv. Durch umfassende kaufmännische Bemühungen konnte die Gesellschaft ein positives Ergebnis erzielen. Für das folgende Geschäftsjahr 2024 erwartet die DIAMIR sogar noch ein wesentlich besseres Ergebnis aus dem operativen Geschäft als 2023. Aufgrund der hohen Liquiditätsreserven ist der Fortbestand des Unternehmens bis zum Ende der Planungsphase 2025 gesichert. III. Prognosebericht 1. Ertragslage und Positive Fortführungsprognose Die unzureichende Umsatzsituation aus den Corona Jahren setzte sich nicht fort und sieht positiv verlaufend aus. Zudem lassen die Umsätze als bedeutsamster finanzieller Leistungsindikator für 2024 einen noch positiveren Trend erkennen, so dass im Jahr 2024 mit einem Umsatz von 70 Mio. EUR gerechnet werden kann, auch da sich die Investitionen in die strategische Aufstellung des Unternehmens (umfassende Verbesserungen bzw. Weiterentwicklung bestehender Arbeitsprozesse, Digitalisierung, Produktausbau, gezieltes Marketing sowie einhergehende Personalkosten) aus dem Jahr 2023 als sehr gute Grundlage erwiesen haben und bis dato weiter ausgebaut wurden. 2. Ursachen und Maßnahmen Es wurde auch im Jahr 2023 stets konsequent an der positiven Entwicklung der Gesellschaft weiter gearbeitet. Dabei sind besonders im Frühjahr 2023 wieder höhere Investitionen in den Produktausbau, also die Etablierung und Erweiterung der Angebotspalette und die damit einhergehende Strukturierung in entsprechende Reisekategorien, in Reisekosten für Erkundungen und zugehörige Personalkosten geflossen, welche bereits im Jahr 2023 ihre positiven Auswirkungen zeigten, und vor allem im Reisejahr 2024 weiter zeigen werden. Folgende Maßnahmen wurden im Jahr 2023 umgesetzt:
Seit 2020 wurde bereits massiv nach weiteren Möglichkeiten zu Kostensenkungen und Einsparpotentialen personalseitig wie auch projektbezogen gesucht und beschlossen, die sich auf folgende Bereiche beziehen:
Im aktuellen Buchungsstatus 2023 spiegelt sich der Erfolg dieser Maßnahmen wider und die Aussichten für 2024 sind als sehr gut zu bewerten. Ziel bis Ende 2024 ist es bei einer Personaldecke von ca. 130 Mitarbeitern einen Umsatz von 70 Millionen EUR zu erzielen. Die Liquidität ist mindestens bis zum Planungszeitraum 2025 gesichert. 3. Auswirkungen der Corona Pandemie, des Ukrainekriegs und Israelkonflikt Das Geschäftsjahr 2023 hat im Vergleich zu den Vorjahren wieder mit einem hohen Umsatz begonnen. Der Fernreisetourismus wurde allerdings durch die Krisen in der Ukraine und Israel massiv beeinflusst. Umsätze in Russland, China, Israel, Iran, Jordanien gingen gegen null. Der Jahresüberschuss zum 31.12.2023 i.H.v. 2,7 Mio. EUR wurde durch die breite Aufstellung der DIAMIR Erlebnisreisen dennoch erwirtschaftet. Konkret wurden in den letzten 2 Jahren folgende Maßnahmen getroffen:
Bis zur abschließenden Erstellung des Lageberichtes konnten ca. 70 Mio. EUR Umsatz für 2024 generiert werden. Durch die KfW wurde 2020 ein Darlehen über 1,5 Mio Euro bewilligt, welches über die Hausbank ausgereicht und ausgezahlt wurde. Zudem wurden im Jahr 2022 weitere Zuschüsse bei der Bundesregierung in Höhe von ca. 3.404,0 TEUR beantragt (Überbrückungshilfe IV) und ausgezahlt. Damit ist eine durchgängige Liquidität bis Ende 2022 und darüber hinaus bis zum Planungshorizont 2025 gewährleistet. Wir gehen davon aus, dass die Gesellschaft bis zum Jahresende 2024 keinen weiteren Verlust erwirtschaftet und somit ihr Eigenkapital auf ca. 6 Mio. EUR steigern kann. In unserem Szenario gehen wir aufgrund der Vorausbuchungen für 2024 und 2025 (Stand Dezember 2024) von einer positiven Fortführungsprognose aus. Unsere prognostischen Erwartungen für 2024 liegen bei ca. 70 Mio. EUR realisierbarem Umsatz und 2025 bei ca. 80 Mio EUR Umsatz. Zum Stichtagsvergleich 12.12.2024 liegt die Gesellschaft in der Vorausbuchung für 2025 bereits bei ca. 35 Mio. EUR. In unserer Planungsrechnung, die die aktuellen Buchungen bereits berücksichtigt, ist die Liquidität bis über das Jahr 2025 hinaus gesichert. Damit würde unter Berücksichtigung der strukturellen Anpassungen ein positives Ergebnis im Jahr 2024 erreichbar sein. Nach kontinuierlicher Steigerung der Abfahrten im Jahr 2023 erwarten wir in den Jahren 2024 und 2025 einen weit höheren Umsatz als 2019. Nicht abschließend beurteilt werden können zum Zeitpunkt der Bilanzerstellung die Auswirkungen des Ukrainekrieges, des Konfliktes im Nahen Osten sowie die stark gestiegenen Energie- und Währungskosten auf das Konsumverhalten unserer Kunden in Bezug auf Reisen. IV. Chancen- und Risikobericht 1. Risikobericht Branchenspezifische Risiken: Das derzeit größte Branchenrisiko ist neben einer erneuten Pandemie vor allem der Ukraine-Krieg. Wie lange dieser noch anhält, ist derzeit nicht souverän zu beurteilen. Die wirtschaftlichen Folgen des Ukraine-Kriegs sind jedoch deutlich spürbar. Seit seinem Ausbruch im Februar 2022 sind die Preise für Rohstoffe überdurchschnittlich stark gestiegen und die damit einhergehende Preissteigerung für Treibstoff und alle nach gelagerten Dienstleistungen weltweit waren nahezu unkalkulierbar, haben sich jedoch inzwischen auf einem hohen Niveau eingepegelt. Weitere Risiken sind unverändert politische Risiken (Terrorakte, Putsch, Bürgerkriege), Wetterrisiken (Klima etc.) und gesundheitliche Risiken (z.B. Ebola) in den Reisezielen. Darüber hinaus bestehen Währungsrisiken an einem krisenbedingt ausgesprochen volatilen Devisenmarkt sowie einem intensiven Preiskampf durch weiterhin zunehmende Digitalisierung und Globalisierung. Ertragsorientierte Risiken Personalaufwendungen sind neben den Reisevorleistungen, die im Zusammenhang mit den verkauften Reisen anfallen, mit 6.386,8 TEUR der größte Aufwandstreiber bei den nicht variablen Bestandteilen. Sollte Umsatz aufgrund der oben genannten Gründe wegfallen, kann die Aufwandsanpassung dem nicht so schnell folgen. Wir gehen davon aus, dass unsere Marktanteile mittelfristig noch ausgedehnt werden können. Dies muss allerdings mit einem geringen Personalwachstum erfolgen. Im Zuge weiterer Organisationsoptimierungen sind jedoch weitere außerordentliche Zusatzkosten erwartbar. Eine Sicherstellung des Going Concern kann nur durch eine nachhaltige Stärkung der Ertragskraft erreicht werden, indem die gesetzten Kostenreduzierungsmaßnahmen insbesondere in den Bereichen der Vertriebs- und Personalkosten konsequent umgesetzt werden. Andernfalls könnte dies erhebliche Auswirkungen bis hin zur Bestandsgefährdung haben. Finanzwirtschaftliche Risiken Der Bestand der liquiden Mittel muss mit den entwickelten Strategien stabilisiert, gestärkt und ausgebaut werden. Die Gesellschaft finanziert sich im kurz- und langfristigen Bereich überwiegend aus Eigenkapital und erhaltenen Anzahlungen von Kunden. Die Liquidität ist durch die erhaltenen Überbrückungshilfen und das von der KfW gewährte Darlehen über das Jahr 2024 hinaus gesichert. Zum Portfoliorisiko bei ausländischen Währungen werden Devisentermingeschäfte abgeschlossen. Für den kurzfristigen Bedarfsfall im Tagesgeschäft sind mit beiden Hausbanken zusätzliche Kreditlinien vertraglich vereinbart. Währungsrisiken bestehen nach wie vor und werden das Jahr 2024 und folgende Jahre prägen. Bankseitige Sicherungsgeschäfte sollen diese Risiken ausschließen. 2. Chancenbericht Unsere hohen Qualitätsansprüche setzen wir durch interne Ablauf- und Qualitätskontrollen durch. Dem Wettbewerb am Markt werden wir weiterhin durch Erfahrung, Innovationen, Zuverlässigkeit und durch ein hohes Maß an Qualität begegnen. Die über die Jahre kontinuierlich gestiegenen Umsätze, abgesehen von den beiden Corona-Jahren, müssen zukünftig noch besser in Ertrag umgesetzt werden, um umfangreich in Technologien investieren und davon profitieren zu können. Somit kann den Anforderungen an die Digitalisierung entsprochen werden und neue Geschäftsmodelle und Angebote entwickelt werden. Darüber hinaus wird durch einen exzellenten Service und eine hervorragende Beratungsqualität dem Preisdruck begegnet. Insgesamt haben sich Umfang und Gefährdungspotential der Risiken nach Einschätzung der Geschäftsführung gegenüber dem 31. Dezember 2019 wesentlich verändert. Die zukünftigen Perspektiven für die Entwicklung des Unternehmens sind aus Sicht der Geschäftsführung jedoch mit dem Buchungsvorlauf für das Jahr 2024 sehr gut. Somit ist nach Einschätzung der Geschäftsführung auch in den kommenden Geschäftsjahren mit einer positiven Unternehmensentwicklung zu rechnen. V. Risikoberichterstattung über die Verwendung von Finanzinstrumenten Zu den im Unternehmen bestehenden Finanzinstrumenten zählen Forderungen, Verbindlichkeiten und Guthaben bei Kreditinstituten und erhaltene Kundengelder. Die Gesellschaft verfügt über einen solventen und bonitätsstarken Kundenstamm. Forderungsausfälle sind die absolute Ausnahme. Zudem besteht ein zunehmender Trend zu "Wiederholungsbuchern" (Stammkundentreue). Verbindlichkeiten werden innerhalb der vereinbarten Zahlungsfristen gezahlt. Im kurzfristigen Bereich finanziert sich die Gesellschaft überwiegend mittels Eigenmittel. Ziel des Finanz- und Risikomanagements der Gesellschaft ist die Sicherung des Unternehmenserfolgs gegen finanzielle Risiken jeglicher Art. Beim Management der Finanzpositionen verfolgt das Unternehmen eine konservative Risikopolitik via Devisentermin- und -optionsgeschälten, wodurch gesichert ist, dass zu bereits vereinbarten fixen Fremdwährungskursen Devisen erworben werden können. Die Devisentermin- und -Optionsgeschäfte werden nicht zu spekulativen Zwecken gehalten, sondern dienen der Absicherung der Kalkulation von Reisevorleistungen im Zusammenhang mit dem Verkauf von Reisen an Kunden. Zur Absicherung gegen das Liquiditätsrisiko wird regelmäßig ein Liquiditätsplan erstellt, der einen Überblick über die Geldaus- und -eingänge vermittelt. Unsicherheiten in den Zahlungsströmen sind aufgrund der fixen Devisenterminkurse bis Ende 2025 sehr gering. Soweit bei finanziellen Vermögenswerten Ausfall- und Bonitätsrisiken erkennbar sind, werden entsprechende Wertberichtigungen vorgenommen. Zur Minimierung von Ausfallrisiken verfügt das Unternehmen über ein adäquates Debitorenmanagement. VI. Versicherung der gesetzlichen Vertreter Wir versichern nach bestem Wissen, dass im Lagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage der Gesellschaft so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung der Gesellschaft beschrieben sind. Unterschrift der Geschäftsführung
Dresden, den 12.12.2024 Unterschriften Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die DIAMIR Erlebnisreisen GmbH Reiseveranstalter Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der DIAMIR Erlebnisreisen GmbH Reiseveranstalter - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der DIAMIR Erlebnisreisen GmbH Reiseveranstalter für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Halle (Saale), 13. Dezember 2024 Henschke
und Partner mbB
Dipl.-Kfm. Jochen Henschke, Wirtschaftsprüfer |
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