Stammdaten

Register
Amtsgericht München HRB 227017
Eingetragen
14.7.2016
Branche
Managementtätigkeiten von Holdinggesellschaften mit überwiegend finanziellem AnteilsbesitzFondsmanagementVerbriefungszweckgesellschaften a. n. g.
Gegenstand
Erbringung der Finanzportfolioverwaltung nach § 1 Abs. 1 a Satz 2 Nr. 3 KWG.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Vorstandsmitglied
Mathias Gehrke
seit 14.7.2016
Vorstandsmitglied

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

Identifizierte Personen (4)

NameAnteil
0.00%
V**** H******
0.00%
0.00%

Gesellschafter
Beta

4 Gesellschafter

GmbH-Struktur

3 von 4 angezeigt

Name
Ort
Anteil
Johannes Schubert
Torwiesenstraße 14, 68163 Mannheim
Vasko Hristov
Mittelstraße 66, 68169 Mannheim
Mathias Gehrke
Ludwig-Thoma-Str. 6, 82041 Daisenhofen

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Minveo AG

München

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2024 bis zum 31.12.2024

Bilanz zum 31. Dezember 2024

Aktiva

31.12.2024 31.12.2023
T€
Forderungen an Kreditinstitute
täglich fällig 68.808,68 65
Forderungen an Kunden 324.372,80 34
Sonstige Vermögensgegenstände 35.872,69 9
Rechnungsabgrenzungsposten 1.332,80 6
430.386,97 114

Passiva

31.12.2024 31.12.2023
T€
Sonstige Verbindlichkeiten 205.805,95 25
Rückstellungen
Steuerrückstellungen 21.043,31 0
Andere Rückstellungen 25.539,00 13
46.582,31 13
Eigenkapital
Gezeichnetes Kapital 50.000,00 50
Kapitalrücklage 25.500,00 26
Bilanzgewinn 102.498,71 0
177.998,71 76
430.386,97 114

Gewinn- und Verlustrechnung für den Zeitraum vom 1. Januar bis 31. Dezember 2024

2024 2023
T€
Provisionserträge 500.564,61 221
Provisionsaufwendungen 1.429,52 1
Sonstige betriebliche Erträge 469,27 22
Allgemeine Verwaltungsaufwendungen
a) Personalaufwand
aa) Löhne und Gehälter 89.000,04 114
ab) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 20.135,95 21
darunter: für Altersversorgung € 0,00 (Vj.: T€ 0)
109.135,99 135
b) Andere Verwaltungsaufwendungen 266.600,59 162
375.736,58 297
Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit 123.867,78 -55
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 21.486,40 0
Jahresüberschuss (Vj.: -fehlbetrag) 102.381,38 -55
Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 117,33 55
Bilanzgewinn 102.498,71 0

Anhang 2024

A Allgemeine Angaben

Die Minveo AG hat ihren Sitz in München und wird beim Registergericht München im Handelsregister unter der Nummer HRB 227017 geführt.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses der Minveo AG, München wurden neben den Regelungen des Handelsgesetzbuches und des Aktiengesetzes auch die Vorschriften der Kreditinstituts-Rechnungslegungsverordnung - RechKredV - für Wertpapierinstitute berücksichtigt.

Die Pflicht zur Aufstellung des Jahresabschlusses nach den Vorschriften für große Kapitalgesellschaften ergibt sich für Wertpapierinstitute aus §§ 340 Abs. 4a i.V.m. 340 a Abs. 1 HGB.

Die Gliederung der Bilanz sowie der Gewinn- und Verlustrechnung basiert auf geschäftszweigtypischen Formblättern gemäß § 330 HGB. Dabei wurden die Formblätter für Wertpapierinstitute gemäß § 2 ff. der RechKredV verwendet.

Gesetzlich geforderte Angaben zu den Posten der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung werden im Anhang erläutert.

B Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind mit den Nennwerten bilanziert.

Das Anlagevermögen ist zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten angesetzt, vermindert um planmäßige Abschreibungen entsprechend der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer.

Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag passiviert.

Die anderen Rückstellungen berücksichtigen alle zum Abschlussstichtag erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen und werden nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung mit den voraussichtlichen Erfüllungsbeträgen passiviert.

Das Eigenkapital ist mit dem Nominalwert angesetzt.

C Erläuterungen der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung

Erläuterung der Bilanz

Forderungen

Die Forderungen an Kreditinstitute und Kunden sind täglich fällig.

Restlaufzeitenspiegel (§ 9 Abs. 1 bis 3 RechKredV i.V. m. § 340 d HGB):

Bilanzposten bis 3 Monate > 3 Monate - 1 Jahr > 1 Jahr - 5 Jahre über 5 Jahre
T€ T€ T€ T€
Forderungen an Kunden 324
Bilanzposten mit unbestimmt. Laufzeit Gesamt
T€ T€
Forderungen an Kunden 324

Anlagenspiegel

Zum Anlagenspiegel verweisen wir auf Anlage 4.

Sonstige Vermögensgegenstände

Die sonstigen Vermögensgegenstände haben eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. Darin enthalten sind antizipative sonstige Vermögensgegenstände in Höhe von T€ 32, die erst nach dem Abschlussstichtag rechtlich entstehen, sowie Forderungen aus Steuern in Höhe von T€ 4.

Sonstige Verbindlichkeiten

Darin enthalten sind Verbindlichkeiten aus Steuern in Höhe von T€ 4. Die Verbindlichkeiten haben eine Laufzeit von bis zu 3 Monaten.

Andere Rückstellungen

In den anderen Rückstellungen sind im Wesentlichen Rückstellungen für Beratungs- und Abschlusskosten (T€ 7) sowie Rückstellungen für Prüfungskosten (T€ 6) enthalten.

Erläuterung der Gewinn- und Verlustrechnung

Provisionserlöse

Die Provisionserlöse entfallen auf die Dienstleistung Vermögens- bzw. Finanzportfolioverwaltung.

Provisionsaufwendungen

Die Provisionsaufwendungen betreffen die Erbringung der Vermögens- bzw. Finanzportfolioverwaltung.

Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge beinhalten Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen.

D Sonstige Angaben

Vorstand

Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurden die Geschäfte der Gesellschaft durch den Vorstand Herrn Mathias Gehrke, Vermögensverwalter, geführt.

Unter Verweis auf § 286 Abs. 4 HGB wird auf die Angabe der Gesamtbezüge des Vorstands verzichtet.

Aufsichtsrat

Der Aufsichtsrat besteht aus drei Personen und war im Berichtsjahr mit folgenden Personen besetzt:

Herr Dirk Breitsameter, Vermögensverwalter (Vorsitzender)

Herr Ferdinand Schubert, Pfarrer i.R.

Herr Mike Kammann, Vorstandsmitglied einer Bausparkasse

Den Mitgliedern des Aufsichtsrates wurden im abgelaufenen Geschäftsjahr keine Bezüge gewährt.

Mitarbeiter

In 2024 wurden durchschnittlich 2 Mitarbeiter beschäftigt.

Haftungsverhältnisse gemäß § 251 HGB

Zum Abschlussstichtag bestanden keine Haftungsverhältnisse.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Sonstige finanzielle Verpflichtungen im Sinne des § 285 Nr. 3 a HGB bestehen keine.

Abschlussprüferhonorar

Das Honorar des Abschlussprüfers beträgt T€ 6 (netto) für die Prüfung des Jahresabschlusses 2024.

Grundkapital

Das Grundkapital der Gesellschaft beträgt € 50.000,00 und ist eingeteilt in 50.000 Stückaktien ohne Nennbetrag, die auf den Namen lauten. Die Aktien wurden zu € 1,00 pro Stückaktie ausgegeben.

Ergebnisverwendungsvorschlag

Es wird vorgeschlagen, den Bilanzgewinn in Höhe von € 102.498,71 auf neue Rechnung vorzutragen.

 

München, den 17. März 2025

Minveo AG

Mathias Gehrke, Vorstand

Anlagenspiegel zum 31.12.2024

Anschaffungskosten/Herstellungskosten
Stand 01.01.2024 Zugänge Abgänge Stand 31.12.2024
Immaterielle Anlagewerte
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 0,00 0,00 0,00 0,00
0,00 0,00 0,00 0,00
Sachanlagen
andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.025,00 0,00 0,00 1.025,00
1.025,00 0,00 0,00 1.025,00
1.025,00 0,00 0,00 1.025,00
Abschreibungen
Stand 01.01.2024 Zugänge Abgänge Stand 31.12.2024
Immaterielle Anlagewerte
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 0,00 0,00 0,00 0,00
0,00 0,00 0,00 0,00
Sachanlagen
andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.025,00 0,00 0,00 1.025,00
1.025,00 0,00 0,00 1.025,00
1.025,00 0,00 0,00 1.025,00
Buchwerte
Abschreibungen Geschäftsjahr Stand 31.12.2024 Stand 31.12.2023
Immaterielle Anlagewerte
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 0,00 0,00 0,00
0,00 0,00 0,00
Sachanlagen
andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 0,00 0,00 0,00
0,00 0,00 0,00
0,00 0,00 0,00

Lagebericht 2024

Kapitalmarktentwicklung

Das Jahr 2024 war ein bewegtes Börsenjahr, geprägt von geopolitischen Spannungen, abnehmender Inflation, dem Beginn geldpolitischer Lockerungen und einer insgesamt robusten Aktienmarktentwicklung. Trotz vieler Unsicherheiten haben sich die Finanzmärkte insgesamt überraschend positiv entwickelt - sowohl in den USA als auch in Europa und Teilen Asiens.

Kapitalmärkte im Aufwind:

Nach einem schwachen Start entwickelte sich 2024 zu einem starken Börsenjahr. Der DAX knackte wiederholt Höchstmarken und erreichte im Dezember erstmals sogar 20.000 Punkte - ein historischer Höchststand. Auch der S&P 500 legte deutlich zu und erreichte im Jahresverlauf neue Rekordwerte. Japan verzeichnete mit dem Nikkei 225 einen Anstieg auf den höchsten Stand seit den 1980er Jahren. Haupttreiber waren sinkende Inflationsraten, wachsende Zinssenkungsfantasien und eine überraschend stabile Weltwirtschaft.

Konjunkturelle Entwicklung:

Die US-Wirtschaft zeigte sich erstaunlich widerstandsfähig. Das BIP wuchs um ca. 3 %, gestützt durch starken Konsum, einen robusten Arbeitsmarkt und technologische Investitionen. Die Eurozone kämpfte mit einer schwächeren Nachfrage und stagnierendem Wachstum, konnte sich aber gegen Ende des Jahres stabilisieren, unter anderem dank rückläufiger Energiepreise und einer vorsichtigen Entspannung in den Lieferketten. In China blieb die Erholung hinter den Erwartungen zurück. Zwar wurden staatliche Konjunkturimpulse gesetzt, doch Unsicherheiten im Immobiliensektor und eine verhaltene Konsumlaune bremsten das Wachstum. Chinas Einzelhandelsumsätze stiegen im November lediglich um 3 %, ein Hinweis auf die fragile Binnenkonjunktur.

Notenbankpolitik im Fokus:

Federal Reserve (Fed): Nach über einem Jahr restriktiver Geldpolitik läutete die Fed im September die geldpolitische Wende ein. Die Leitzinsen wurden erstmals seit Beginn der Inflationserhöhungen wieder gesenkt - um 0,25 Prozentpunkte. Bis zum Jahresende erfolgten zwei weitere Zinsschritte, sodass der Zins bei 4,25-4,50 % lag. Die Fed reagierte damit auf rückläufige Inflationsdaten und zunehmende Anzeichen einer Wachstumsverlangsamung. Die Märkte honorierten die Kehrtwende mit starken Kursanstiegen.

Europäische Zentralbank (EZB): Die EZB senkte im Juni erstmals den Leitzins von 4,50 % auf 4,25 %, nachdem die Inflation im Euroraum spürbar zurückgegangen war. Weitere Senkungen folgten im Herbst. Die rückläufigen Preissteigerungen (unter 2,5 % zum Jahresende) und die stagnierende Konjunktur ließen der EZB kaum Spielraum, an einer restriktiven Linie festzuhalten. Die Zentralbank betonte jedoch, dass zukünftige Schritte datenabhängig bleiben.

People's Bank of China (PBOC): Angesichts anhaltender wirtschaftlicher Schwäche und Unsicherheiten im Immobiliensektor verfolgte die chinesische Notenbank eine gezielt expansive Geldpolitik. Bereits im Frühjahr wurde ein Refinanzierungsprogramm über 500 Milliarden Yuan aufgelegt, um strategische Zukunftssektoren zu fördern. Weitere Maßnahmen - darunter niedrigere Mindestreservesätze und günstigere Kreditbedingungen - folgten im zweiten Halbjahr. Gleichzeitig kündigte Peking für 2025 eine Kombination aus flexibler Geldpolitik und aktiver Fiskalpolitik an.

Ausblick 2025

Das Jahr 2025 steht im Zeichen geldpolitischer Anpassungen der führenden Zentralbanken, moderatem Wirtschaftswachstum und geopolitischer Herausforderungen.

Geldpolitik der Zentralbanken:

Federal Reserve (Fed): Nach den Zinssenkungen im Jahr 2024 plant die Fed für 2025 lediglich zwei weitere Senkungen um jeweils 0,25 Prozentpunkte, was auf eine vorsichtige Lockerung der Geldpolitik hindeutet.

Europäische Zentralbank (EZB): Angesichts schwächerer Wirtschaftsaussichten und geringerer Inflationserwartungen im Euroraum wird erwartet, dass die EZB ihre Leitzinsen bis Ende 2025 stärker senkt als die Fed, um die Konjunktur zu unterstützen.

People's Bank of China (PBOC): Die PBOC plant, den Mindestreservesatz für Banken und die Zinssätze zu einem geeigneten Zeitpunkt zu senken, um die Widerstandsfähigkeit des Devisenmarktes zu stärken und die wirtschaftliche Stabilität zu fördern.

Wirtschaftliche Entwicklung:

Für 2025 wird ein moderates globales Wirtschaftswachstum prognostiziert. In den USA wird ein BIP-Wachstum im mittleren 2 %-Bereich erwartet, unterstützt durch anhaltenden Konsum und Produktivitätssteigerungen. Der Euroraum hingegen könnte aufgrund struktureller Herausforderungen und geopolitischer Unsicherheiten ein langsameres Wachstum verzeichnen.

Kapitalmärkte:

Die Aktienmärkte könnten von den geldpolitischen Lockerungen profitieren. Analysten prognostizieren Anfang 2025 für den US-Aktienmarkt mögliche Zuwächse von bis zu 20%, getragen von positiven wirtschaftlichen Aussichten und erwarteten Deregulierungsmaßnahmen der Regierung. Dieses bleibt abzuwarten, da Risiken wie hohe Bewertungen, ein diffuse Zollpolitik der USA und potenzielle Inflationsanstiege bestehen.

Geopolitische Risiken:

Handelskonflikte, insbesondere zwischen den USA und China, könnten die globalen Lieferketten und Handelsströme beeinträchtigen. Zudem könnten protektionistische Maßnahmen und Zollerhöhungen die Inflation anheizen und das Wirtschaftswachstum bremsen.

Fazit:

Das Jahr 2025 wird voraussichtlich von einer vorsichtigen Lockerung der Geldpolitik, moderatem Wirtschaftswachstum und anhaltenden geopolitischen Spannungen geprägt sein. Anleger sollten eine ausgewogene Strategie verfolgen, die sowohl Chancen an den Aktienmärkten nutzt als auch potenzielle Risiken durch Diversifikation und Risikomanagement berücksichtigt.

Geschäftsmodell

Die Minveo AG mit Sitz in München ist eine digitale bankenunabhängige Vermögensverwaltungsgesellschaft in Deutschland.

Gegenstand der Geschäftstätigkeit der Gesellschaft ist im Rahmen der bankaufsichtsrechtlichen Erlaubnis die Verwaltung einzelner in Finanzinstrumenten angelegter Vermögen für andere mit Entscheidungsspielraum.

Darstellung des Geschäftsverlaufs

Die Gesellschaft wurde mit notariellem Vertrag vom 01. Oktober 2015 gegründet und erhielt im März 2016 die Erlaubnis der BaFin, die Finanzportfolioverwaltung zu erbringen. Der Geschäftsbetrieb wurde im Juli 2016 aufgenommen.

Das Jahr 2024 gestaltete sich in Hinblick auf Performance und Ertragslage für Minveo sehr positiv.

Unser eigener Fonds, der Minveo One, den wir mit Datum 15.08.2022 lancierten, entwickelte sich im Berichtszeitraum mit einer Performance von +14,69 %, bei einer Volatilität von 6,89 % und einem Max. Drowdown von -6,59 % sehr erfreulich. Das Fondsvolumen zum 31.12.2024 betrug 24,86 Mio. EUR und damit signifikant mehr als zum Zeitpunkt der Lancierung (5,2 Mio. EUR).

In der Gesellschaft waren während des Geschäftsjahres drei Personen beschäftigt.

1. Ertragslage

Die Provisionserträge in 2024 stiegen stark um ca. 226 % auf TEUR 501. Die betrieblichen Erträge beliefen sich auf TEUR 0,5 und die Provisionsaufwendungen auf TEUR 1,4. Die gesamten Verwaltungsaufwendungen betrugen im Geschäftsjahr TEUR 376. Somit wurde im Geschäftsjahr ein Jahresüberschuss in Höhe von TEUR 102,5 erzielt.

2. Vermögenslage

Die Bilanzsumme betrug zum Bilanzstichtag EUR 430.386,97. Die Vermögensgegenstände setzen sich aus Forderungen an Kreditinstitute i.H.v. EUR 68.808,68, Forderungen an Kunden i.H.v. EUR 324.372,80, Sonstige Vermögensgegenstände EUR 35.872,69 und Rechnungsabgrenzungsposten in Höhe von EUR 1.332,80 zusammen.

Das bilanzielle Eigenkapital betrug am Bilanzstichtag EUR 177.998,71.

Die Rückstellungen in Höhe von TEUR 46,5 beinhalten insbesondere Rückstellungen für die Steuer und für die Jahresabschlusskosten und -prüfung.

Die Gesellschaft tätigte im Geschäftsjahr keine Investitionen in Sachanlagevermögen und immaterielles Vermögen. Es bestehen keine wesentlichen Investitionsverpflichtungen.

3. Finanzlage

Der Finanzmittelbestand zum Jahresende betrug TEUR 69 und war um 4 TEUR zum Vorjahr (TEUR 65) erhöht.

Im Geschäftsjahr 2024 war die Liquiditätslage der Gesellschaft jederzeit geordnet, die Zahlungsfähigkeit war stets gewährleistet.

Das Kernziel der Gesellschaft, die jederzeitige Sicherung der Liquidität zur Gewährleistung des täglichen Geschäftsbetriebs, wurde erreicht.

4. Risikobericht

Risikosteuerung und -überwachung obliegen dem Vorstand der Gesellschaft.

Folgende für die Minveo AG relevanten Risikoarten wurden identifiziert:

a) Marktrisiken

Der Minveo AG ist es im Rahmen ihrer Geschäftstätigkeit nicht erlaubt, sich Eigentum oder Besitz an Geldern oder Wertpapieren von Kunden zu verschaffen. Sie betreibt keinen Eigenhandel.

Die Höhe der Honorare ist abhängig von den verwalteten Volumina, welche den allgemeinen Marktschwankungen unterliegen. Dieses Marktpreisrisiko ist relevant für die Gesellschaft und wird durch Verlustbegrenzungsstrategien begrenzt.

b) Adressenausfallrisiko

Unter Adressenausfallrisiko wird das Risiko verstanden, dass bestimmte Forderungen und Außenstände bei bestimmten Adressen nicht mehr beizubringen sind, weil diese an Bonität verlieren oder gänzlich als Zahlungsadressat ausfallen. Aufgrund der Auswahl erstklassiger Kreditinstitute und der Kundenklientel hat das Adressenausfallrisiko eine geringe Bedeutung. Es kam im Geschäftsjahr 2024 für die Gesellschaft zu keinen nennenswerten Ausfällen.

c) Ertragsrisiko

Das Ertragsrisiko bezeichnet das Risiko der Gesellschaft, die laufenden Kosten nicht durch die Erträge langfristig decken zu können. Diese Risikokategorie ist für die Gesellschaft relevant. Die Ertragslage der Gesellschaft kann als solide bezeichnet werden. Anhand des Businessplanes und der monatlichen Finanzbuchhaltung wird das Ertragsrisiko laufend durch die Geschäftsleitung überwacht.

d) Liquiditätsrisiko

Unter Liquiditätsrisiko ist das Risiko zu verstehen, dass die Gesellschaft ihren finanziellen Verpflichtungen nicht nachkommen kann. Diese Risikokategorie ist für die Gesellschaft relevant. Die Liquiditätsrisiken werden laufend anhand des Businessplanes und der monatlichen Finanzbuchhaltung durch die Geschäftsleitung überwacht. In 2024 kam es zu keinen Liquiditätsengpässen.

e) Operationelles Risiko

Unter operationellem Risiko ist das Risiko zu verstehen, dass das Geschäftsmodell nicht mehr marktfähig ist, wesentliche Entwicklungen und Trends nicht rechtzeitig erkannt werden bzw. falsch eingeschätzt werden. Darüber hinaus sind Risiken im betrieblichen System oder in Prozessen sowie EDV-Risiken unter operationellen Risiken zu verstehen. Diese Risikokategorie ist für die Gesellschaft relevant. Die Entwicklung der Gesellschaft zeigt, dass das Geschäftsmodell angenommen wird.

Die Risiken im betrieblichen System oder Prozessen sind durch die Standardisierung von Verträgen, die Beachtung und Umsetzung rechtlicher Auflagen, die Implementierung in die betrieblichen Abläufe, sowie durch ein regelmäßiges und zeitnahes Reporting minimiert. Den EDV-Risiken wurde durch eigene Server und tägliche Datensicherung sowie durch eine umfangreiche Firewall begegnet.

Ein weiteres operationelles Risiko könnte durch die Verletzung von Pflichten und durch Verstöße entstehen. Die Minveo AG begegnet diesem durch strikte Einhaltung der internen Kontrollmechanismen.

Es sind keine operationellen Risiken in 2024 aufgetreten.

f) Reputationsrisiko

Unter Reputationsrisiko ist das Risiko zu verstehen, dass in der öffentlichen Wahrnehmung oder Kundenwahrnehmung die Kompetenz oder Integrität der Gesellschaft durch Fehlverhalten maßgeblich gestört wird. Diese Risikokategorie ist für die Gesellschaft relevant. Es wurden keine Auswirkungen aus diesem Risiko erkannt.

g) Personalrisiko

Unter Personalrisiko ist das Risiko zu verstehen, dass Mitarbeiter die Gesellschaft verlassen oder durch Krankheit oder fehlende Leistungsbereitschaft den Erfolg der Minveo AG negativ beeinflussen. Diese Risikokategorie ist für die Gesellschaft relevant. Es handelt sich um integre, kompetente und erfahrene Mitarbeiter, die der Geschäftsführung über viele Jahre gut bekannt sind. Durch fortlaufende Schulungs- und Weiterbildungsmaßnahmen sowie regelmäßige Besprechungen werden die Qualifikationen der Mitarbeiter konstant weiterentwickelt. Negative Auswirkungen waren nicht zu erkennen.

h) Rechtsrisiko

Unter Rechtsrisiko ist das Risiko zu verstehen, dass nachteilige Entwicklungen für die Gesellschaft durch neue gesetzliche Regelungen auftreten können bzw. vereinbarte vertragliche Bestimmungen unwirksam oder mangelhaft werden. Diese Risikokategorie ist für die Gesellschaft relevant. Durch umfangreiche Schulungsmaßnahmen und dem erhöhten Einsatz von unterstützender EDV sowie durch die Standardisierung von Verträgen, die Einhaltung von Dokumentationserfordernissen und Beachtung der Auflagen der BaFin bzw. rechtlicher Vorschriften wird das Risiko geringgehalten. Die Minveo AG erfüllt die aktuellen Anforderungen gemäß MiFID II. Aus heutiger Sicht sind keine Risiken entstanden. Für das Jahr 2024 liegen keine relevanten und offenen Beschwerden vor, es sind keine Verfahren anhängig.

i) ESG-Risiko

Unter ESG-Risiken werden die Themen Umweltrisiken, soziale Risiken und Governance- Risiken und die daraus resultierenden Auswirkungen auf P&L und Liquidität von Banken und Finanzdienstleistern zusammengefasst. Nach heutigem Wissenstand handelt es sich hier um folgende Punkte:

Verstärkte Umsetzung der EU-Taxonomie und der Offenlegungsverordnung

Verstärkte Umsetzung in MIFID II und DVO (Vorgaben zur Nachhaltigkeit finden verstärkt Eingang in die MIFID II und alle einschlägigen Umsetzungsregularien)

Verpflichtender Ausweis der Principle Adverse Impact (PAI) für alle Unternehmen - auch für Institute ohne Nachhaltigkeitsstrategie

Verstärkte, öffentliche Informationspflicht im Umgang mit Nachhaltigkeitsrisiken

Die Minveo AG hat zu den o.g. Punkten und Anforderungen eine tragfähige Nachhaltigkeitsstrategie entwickelt. Diese kann von den Kunden bei Bedarf über die Website ausgewählt werden.

j) Sonstige Risiken

Unter sonstigen Risiken sind Risiken zu verstehen, die sich aus dem Marktverlauf und den Kundenbeziehungen ergeben können. Diese Risikokategorie ist für die Gesellschaft relevant. Weiterhin verstehen wir unter sonstigen Risiken, Risiken welche durch unser internes Risikomanagement permanent überwacht werden, in der Außendarstellung aber von untergeordneter Bedeutung sind.

Weiterhin besteht ein Risiko bezüglich des zunehmenden Wettbewerbsdrucks. Bedingt durch den technologischen Fortschritt und die damit verbundene vollständige Automatisierung von Asset-Management-Dienstleistungen handelt es sich um echte Innovationen mit hohem Wachstumspotential. Dieses zieht natürlich eine steigende Konkurrenz nach sich. Die Minveo AG ist sich dessen bewusst und arbeitet stetig an der Verbesserung des Geschäftsmodells.

5. Prognosebericht

Das Geschäftsmodell und die Ertragsentwicklung der Gesellschaft sind auch abhängig von der Entwicklung der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen und dem Vertrauen der Anleger in die Finanz- und Kapitalmärkte. Unterstützung erhalten wir hier durch ein digitales anspruchsvolles, quantitativbasiertes Risikomanagement.

Die Aussichten auf die Weltwirtschaft sind aktuell angespannt. Der anhaltende Ukraine- Russland-Konflikt, der Nahost-Konflikt und die drohende Zollpolitik der USA sorgen für Spannungen. Die Unternehmensgewinne fallen aktuell in der Breite besser aus als erwartet und wir rechnen mit einer globalen gesamtwirtschaftlichen Konstanz in 2025. Rückläufige Inflationsdaten und weitere Zinssenkungen sollten die Märkte zusätzlich stützen. Entscheidend ist, dass die Notenbanken für 2025 weiterhin eine ruhige Hand behalten und das richtige Timing für erste Zinssenkungen (USA) finden und Zinsschritte in der richtigen Höhe vornehmen. Wir rechnen mit einem volatilen und politisch geprägten Börsenjahr 2025. Positiv könnte sich ein Ende des Russland-Ukraine-Konfliktes auswirken.

Die weitere Entwicklung der Gesellschaft hängt auch in entscheidendem Maße von der Bereitschaft der Anleger ab, für eine objektive und produktunabhängige Beratung eine angemessene Vergütung zu leisten. Wir sehen hier weiterhin eine steigende Nachfrage nach objektiver Beratung.

Unser Risikomanagementsystem hat sich in den schwierigen Marktlagen der letzten Jahre mehr als bewährt und daher sind wir optimistisch, unser Geschäftsmodell weiterhin erfolgreich umzusetzen. Insofern blicken wir zuversichtlich in die Entwicklung unserer Gesellschaft. Für das Jahr 2025 rechnen wir, aufgrund der oben genannten Hintergründe, nichtsdestotrotz mit weiter steigenden Kundenvolumina und damit mit wieder steigenden Erträgen.

 

München, 28. April 2025

Mathias Gehrke, Vorstand

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Minveo AG, München

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Minveo AG, - bestehend aus der Bilanz zum 31.12.2024 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 01.01.2024 bis zum 31.12.2024 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Gesellschaft für das Geschäftsjahr vom 01.01.2024 bis zum 31.12.2024 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31.12.2024 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 01.01.2024 bis zum 31.12.2024 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass eine aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellung nicht aufgedeckt wird, ist höher als das Risiko, dass eine aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellung nicht aufgedeckt wird, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

erlangen wir ein Verständnis von den für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollen und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit der internen Kontrollen der Gesellschaft bzw. dieser Vorkehrungen und Maßnahmen abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel in internen Kontrollen, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Kaufbeuren, 10. Mai 2025

STG Schwäbische Treuhandgesellschaft
Aktiengesellschaft Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Marz, Wirtschaftsprüfer

Bericht des Aufsichtsrats 2024

Entsprechend der ihm gemäß Gesetz und Satzung zugewiesenen Aufgaben hat der Aufsichtsrat der Minveo AG die Arbeit des Vorstandes im Geschäftsjahr 2024 fortlaufend überwacht und die obliegenden Entscheidungen getroffen.

Der Aufsichtsrat ist im Geschäftsjahr 2024 viermal zusammengetreten und hat mehrere Beschlüsse gefasst. Er hat sich laufend über den Geschäftsverlauf und die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Unternehmens befasst, wobei er die ihm nach Gesetz und Satzung obliegenden Aufgaben im Hinblick auf seine Beratungs- und Überwachungsfunktion pflichtgemäß wahrgenommen hat. Bei Entscheidungen grundlegender Bedeutung war der Aufsichtsrat stets eingebunden. Insbesondere wurden die Implikationen durch die Wahl in den USA, dem Ukraine Krieg und der veränderten Zinssituation diskutiert.

Der Aufsichtsrat wurde fortlaufend über die Auflage, Zielsetzung und Risiken des eigenen Investmentfonds Minveo ONE powered by Al (künstliche Intelligenz) informiert und eingebunden.

Der Vorstand hat den Aufsichtsrat in den Sitzungen und in Telefonaten zeitnah und ausführlich über den Geschäftsgang, Unternehmensstrategie und die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Unternehmens Bericht erstattet. Fragen der Compliance wurden ebenfalls erörtert. Satzungsbedingt zustimmungspflichtige Geschäfte wurden nicht getätigt. Der Aufsichtsrat hat angesichts seines geringen personellen Umfangs keine Ausschüsse gebildet.

 

München, 5.5.2025

Der Aufsichtsratsvorsitzende

Dirk Breitsameter

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