Stammdaten

Register
Amtsgericht Charlottenburg (Berlin) HRB 227138
Vorher
aptus 1762. GmbHNIC AcquiCo GmbHOMS AcquiCo GmbH
Eingetragen
13.3.2021
Branche
Managementtätigkeiten von sonstigen HoldinggesellschaftenBeteiligungsgesellschaftenManagementtätigkeiten von Holdinggesellschaften mit überwiegend finanziellem Anteilsbesitz
Gegenstand
Erwerb, das Halten und die Veräußerung von Beteiligungen und sonstigem eigenen Vermögen im eigenen Namen und für eigene Rechnung, die Leitung und Führung von verbundenen Unternehmen als sog. Funktionsholding sowie die entgeltliche und unentgeltliche Erbringung von administrativen, kaufmännischen und technischen Dienstleistungen sowie Managementleistungen gegenüber verbundenen Unternehmen oder Dritten.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Thorsten Schatz
seit 10.7.2025
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

Daten zu wirtschaftlich Berechtigten sind nur für registrierte Nutzer zugänglich.

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Germany
33.333 €
100.00%

Beteiligungen

NameAnteil
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

OMS AcquiCo GmbH

Berlin

Konzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

KONZERN-BILANZ zum 31. Dezember 2023

AKTIVA

Vorjahr
T€
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 692.219,83 927
2. Geschäfts- oder Firmenwert 37.533.364,97 42.466
38.225.584,80 43.393
II. Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen 1.003,50 2
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.313.141,83 926
1.314.145,33 928
III. Finanzanlagen
Genossenschaftsanteile 20.000,00 20
39.559.730,13 44.341
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
Unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen 49,00 21
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 5.142.175,27 4.980
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 20.405,68 0
3. Sonstige Vermögensgegenstände 445.228,39 1.285
5.607.809,34 6.265
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 4.320.881,77 3.631
9.928.740,11 9.917
C. Rechnungsabgrenzungsposten 521.562,08 502
50.010.032,32 54.760

PASSIVA

Vorjahr
T€
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 33.333,00 33
II. Kapitalrücklage 27.715.000,00 27.715
III. Verlustvortrag -5.171.075,25 -2.641
IV. Konzernjahresfehlbetrag -2.743.288,48 -2.530
19.833.969,27 22.577
B. Rückstellungen
1. Steuerrückstellungen 175.030,22 1.019
2. Sonstige Rückstellungen 1.046.729,74 686
1.221.759,96 1.705
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 20.490.000,00 22.175
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 488.693,34 571
3. Sonstige Verbindlichkeiten 7.472.566,35 7.118
davon: 28.451.259,69 29.864
- aus Steuern: € 413.707,89 (Vorjahr: T€ 367)
im Rahmen der sozialen Sicherheit: € 45.384,57 (Vorjahr: T€ 56)
D. Rechnungsabgrenzungsposten 290.058,63 305
E. Latente Steuern 212.984,77 309
50.010.032,32 54.760

KONZERN-GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG für 2023

Vorjahr
T€
1. Umsatzerlöse 20.289.081,47 19.945
2. Verminderung oder Erhöhung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen -20.639,98 6
3. Sonstige betriebliche Erträge 443.523,53 293
- davon aus Währungsumrechnung: € 4.106,22 (Vorjahr: T€ 2)
4. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren -3.924.261,63 -3.886
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen -1.724.893,84 -2.483
-5.649.155,47 -6.369
5. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter -6.106.478,12 -5.412
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -862.434,54 -867
- davon für Altersversorgung: € 21.971,70 (Vorjahr: T€ 21) -6.968.912,66 -6.279
6. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen -5.621.236,75 -5.536
7. Sonstige betriebliche Aufwendungen -2.635.310,74 -2.490
- davon aus Währungsumrechnung: € 1.320,32 (Vorjahr: T€ 1)
8. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 8.774,63 1
9. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -1.789.990,22 -1.451
- davon Zinsen an verbundene Unternehmen € 381.441,00 (Vorjahr: T€ 360)
10. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -797.158,62 -648
11. Ergebnis nach Steuern -2.741.024,81 -2.528
12. Sonstige Steuern -2.263,67 -2
13. Konzernjahresfehlbetrag -2.743.288,48 -2.530

Konzern-Kapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr 2023

2023
T€
2022
T€
Jahresergebnis -2.743 -2.530
Abschreibung auf Gegenstände des Anlagevermögens 5.621 5.536
Zu(+)/Abnahme (-) der Rückstellungen 361 217
Sonstige zahlungsunwirksame Aufwendungen/Erträge -18 0
Verlust aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens 0 17
Zu- (+)/Abnahme (-) der Vorräte, Forderungen sowie anderer Aktiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind 243 -2.959
Zu- (+)/Abnahme (-) der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowieanderer Passiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind -126 538
Zinsaufwendungen 1.790 1.451
Zinserträge -9 1
Ertragsteueraufwand 797 648
Ertragsteuerzahlungen -1.321 112
Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit 4.595 3.031
Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des Sachanlagevermögens 0 5
Auszahlungen für Investitionen in das Sachanlagevermögen -737 -551
Auszahlungen aus Investitionen in das Finanzanlagevermögen 0 0
Auszahlungen für Zugänge zum Konsolidierungskreis -102 -2.910
Erhaltene Zinsen 9 1
Cashflow aus der Investitionstätigkeit -830 -3.455
Einzahlungen von Gesellschaftern in das Stammkapital 0 0
Einzahlungen von Gesellschaftern in die Kapitalrücklage 0 0
Einzahlungen aus der Aufnahme von Krediten und Genußscheinen 0 3.500
Auszahlungen für die Tilgung von Krediten -1.685 -1.325
Gezahlte Zinsen -1.405 -1.091
Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit -3.090 1.084
Zahlungswirksame Veränderungen des Finanzmittelfonds 675 660
Konsolidierungskreisbedingte Änderungen des Finanzmittelfonds 15 0
Finanzmittelfonds am Anfang der Periode 3.631 2.971
Finanzmittelfonds am Ende der Periode 4.321 3.631
Zusammensetzung des Finanzmittelbestands 31.12.2023
TEUR
31.12.2022
TEUR
Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 4.321 3.631
davon verpfändet 0 0
laufenden Kontokorrentkonten in den Verbindlichkeiten
gegenüber Kreditinstituten 0 0
= Finanzmittelfonds am Ende der Periode 4.321 3.631

Konzern-Eigenkapitalspiegel für das Geschäftsjahr 2023

Eigenkapital des Mutterunternehmens
(Korrigiertes) gezeichnetes Kapital Rücklagen
gezeichnetes Kapital
Euro
Eigene Anteile
Euro
Nicht eingeforderte ausstehende Einlagen
Euro
Summe
Euro
Kapitalrücklage nach § 272 Abs. 2 Nr. 1-3 HGB
Euro
Stand 1. Januar 2023 33.333,00 0,00 0,00 33.333,00 0,00
Kapitalerhöhung/-herabsetzung 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Einforderung/Einzahlung bisher nicht eingeforderter Einlagen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Einstellung in/Entnahme aus Rücklagen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Ausschüttung 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Währungsumrechnung 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Sonstige Veränderungen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Änderungen des Konsolidierungskreises 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Konzernjahresfehlbetrag 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Stand 31. Dezember 2023 33.333,00 0,00 0,00 33.333,00 0,00
Eigenkapital des Mutterunternehmens
Rücklagen
Kapitalrücklage nach § 272 Abs. 2 Nr. 4 HGB
Euro
Summe
Euro
Gewinnrücklage
Euro
Ergebnisvortrag
Euro
Stand 1. Januar 2023 27.715.000,00 27.715.000,00 0,00 -5.171.075,25
Kapitalerhöhung/-herabsetzung 0,00 0,00 0,00 0,00
Einforderung/Einzahlung bisher nicht eingeforderter Einlagen 0,00 0,00 0,00 0,00
Einstellung in/Entnahme aus Rücklagen 0,00 0,00 0,00 0,00
Ausschüttung 0,00 0,00 0,00 0,00
Währungsumrechnung 0,00 0,00 0,00 0,00
Sonstige Veränderungen 0,00 0,00 0,00 0,00
Änderungen des Konsolidierungskreises 0,00 0,00 0,00 0,00
Konzernjahresfehlbetrag 0,00 0,00 0,00 0,00
Stand 31. Dezember 2023 27.715.000,00 27.715.000,00 0,00 -5.171.075,25
Eigenkapital des Mutterunternehmens Konzerneigenkapital
Konzernjahresergebnis, das dem Mutterunternehmen zuzurechnen ist
Euro
Summe
Euro
Stand 1. Januar 2023 0,00 22.577.257,75
Kapitalerhöhung/-herabsetzung 0,00 0,00
Einforderung/Einzahlung bisher nicht eingeforderter Einlagen 0,00 0,00
Einstellung in/Entnahme aus Rücklagen 0,00 0,00
Ausschüttung 0,00 0,00
Währungsumrechnung 0,00 0,00
Sonstige Veränderungen 0,00 0,00
Änderungen des Konsolidierungskreises 0,00 0,00
Konzernjahresfehlbetrag -2.743.288,48 -2.743.288,48
Stand 31. Dezember 2023 -2.743.288,48 19.833.969,27

Konzernanhang für das Geschäftsjahr 2023

I. Allgemeine Angaben zum Konzernabschluss

Die OMS AcquiCo GmbH wurde am 11. März 2021 gegründet. Die Gesellschaft hat ihren Sitz in Berlin und ist seit dem 13. März 2021 eingetragen in das Handelsregister beim Amtsgericht Berlin (Charlottenburg) unter der Nummer HRB 227138 B.

Der Konzernabschluss wurde auf der Grundlage der Bilanzierungs- und Bewertungsvorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) aufgestellt. Die Aufstellung erfolgt aufgrund der Anforderung von Kreditgebern.

Da der Konzern die Größenkriterien nach § 293 Abs. 1 HGB nicht erfüllt hat, handelt es sich um einen freiwilligen Konzernabschluss.

Für das Rumpfgeschäftsjahr vom 11. März bis 31. Dezember 2021 wurde erstmals ein Konzernabschluss aufgestellt. Die Tochtergesellschaften NIC Services and Support GmbH und FORMWARE GmbH wurden jeweils am 6. Mai und 28. Juli 2021, die RP Output Management GmbH am 11. April 2022 und die siyodo GmbH am 29. März 2023 erworben. Die Tochtergesellschaften wurden in 2022 (RP Output), in 2023 (siyodo GmbH und NIC Services and Support GmbH mit Rückwirkung zum 1. Januar 2023) und am 15. Januar 2024 (DialogBird) mit Rückwirkung zum 1. Juli 2023 auf die FORMWARE GmbH, Nußdorf am Inn, verschmolzen, so dass zum 31. Dezember 2023 nur noch eine Tochtergesellschaft einen Jahresabschluss neben der Muttergesellschaft aufgestellt hat.

II. Vergleichbarkeit mit Vorjahresabschluss

Durch die unterjährige Erstkonsolidierung der RP Output Management GmbH zum 1. Januar 2022 ist ein direkter Vorjahresvergleich der Bilanz sowie der Gewinn- und Verlustrechnung nicht möglich.

Um die Vergleichbarkeit mit dem Vorjahr herzustellen, wird die verkürzte Gewinn- und Verlustrechnung aufgeteilt nach Firmen (OMS AcquiCo GmbH und RP GmbH) dargestellt.

RP GmbH 1.1.-31.3.2022 (vor Verschmelzung)
T€
OMS AcquiCo GmbH 2022
T€
Summe
T€
OMS AcquiCo GmbH 2023
T€
Veränderung
T€
Umsatzerlöse 999 19.945 20.944 20.289 -655
Materialaufwand -412 -6.369 -6.781 -5.649 1.132
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -103 -648 -751 -797 -46
Jahresüberschuss/ -fehlbetrag 234 -2.530 -2.296 -2.743 447

III. Angaben zum Konsolidierungskreis

In den Konzernabschluss werden neben der OMS AcquiCo GmbH (Mutterunternehmen mit Sitz in Berlin) die folgenden Tochterunternehmen einbezogen, an denen die OMS AcquiCo GmbH direkt oder indirekt 100 % der Anteile hält.

Der Konsolidierungskreis bezieht folgende Tochterunternehmen ein. Das angegebene Jahresergebnis aus 2023 ist vor der Ergebnisabführung benannt:

Stammkapital
EUR
Jahresergebnis 2023
EUR
Umsatz 2023
EUR
DialogBird GmbH, Nußdorf am Inn (bis 30.06.2023) 25.000,00 -1.747,06 0,00
FORMWARE GmbH, Nußdorf am Inn 300.000,00 4.794.175,57 20.281.152,58

Am 29. März 2023 wurde die siyodo GmbH, Eislingen, mit einem Stammkapital von EUR 25.000,00 als weitere Tochtergesellschaft erworben und in den Konzern einbezogen. Da die Gesellschaft mit Vertrag vom 15. August 2023 mit Rückwirkung zum 1. Januar 2023 auf die FORMWARE GmbH verschmolzen wurde, sind die Zahlen der siyodo GmbH bereits in dem Ergebnis der FORMWARE GmbH enthalten. Die Aufwendungen und Erträge vor der Konzernzugehörigkeit wurden außer Acht gelassen. Aufgrund des geringen Umfangs der Geschäftstätigkeit der siyodo GmbH (keine Umsatzerlöse, Aufwand EUR 3.835,49 bis 31. März 2023), ist die Vergleichbarkeit der Vorjahreszahlen trotzdem gewährleistet.

Die NIC Services und Support GmbH wurde mit Vertrag vom 15. August 2023 mit Rückwirkung zum 1. Januar 2023 sowie die DialogBird GmbH mit Vertrag vom 15. Januar 2024 mit Rückwirkung zum 1. Juli 2023 auf die FORMWARE GmbH verschmolzen.

Den Jahresabschlüssen der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen liegen einheitliche Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze zu Grunde.

IV. Konsolidierungsmethoden

Die Jahresabschlüsse der einbezogenen Unternehmen sind entsprechend den gesetzlichen Vorschriften auf den Stichtag des Mutterunternehmens aufgestellt. Die einheitliche Bilanzierung und Bewertung wird durch Anpassungsbuchungen auf Konzernebene gewährleistet.

Die Erstkonsolidierung der Tochtergesellschaften fand jeweils zu ihrem Erwerbszeitpunkt statt. Die Kapitalkonsolidierung der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen erfolgt nach der Neubewertungsmethode durch Verrechnung der Anschaffungswerte der Beteiligungen an den Tochterunternehmen mit dem auf das Mutterunternehmen entfallenden Eigenkapital der Tochterunternehmen zum Erwerbszeitpunkt bzw. zu dem Zeitpunkt, zu dem das Unternehmen Tochterunternehmen geworden ist.

Aus der Kapitalkonsolidierung sich ergebende aktivische Unterschiedsbeträge werden, soweit sie nicht einzelnen Vermögensgegenständen und Schulden des Tochterunternehmens zuzurechnen waren, als Geschäfts- oder Firmenwert ausgewiesen.

Konzerninterne Ausleihungen und andere Forderungen, Verbindlichkeiten und Rückstellungen sowie Haftungsverhältnisse werden gegeneinander aufgerechnet. Aufwendungen und Erträge der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen werden eliminiert.

Im Zuge der Aufwands- und Ertragskonsolidierung werden die Innenumsätze und konzerninternen Erträge mit den auf sie entfallenden Aufwendungen verrechnet. Zwischengewinne aus Transaktionen zwischen konsolidierten Gesellschaften werden im Konzernabschluss gemäß § 304 HGB eliminiert. Im Berichtsjahr ergaben sich keine zu eliminierenden Zwischengewinne.

V. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Bei der Bilanzierung und Bewertung wurde die going-concern-Annahme zugrunde gelegt.

Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögenswerte wurden zu Anschaffungskosten angesetzt und, sofern sie der Abnutzung unterlagen, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Der Geschäfts- oder Firmenwert ergibt sich aus der Erstkonsolidierung der erworbenen Tochtergesellschaften und wird zeitanteilig über 10 Jahre abgeschrieben.

Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände linear vorgenommen.

Bewegliche Gegenstände des Anlagevermögens bis zu einem Wert von EUR 800,00 wurden überwiegend im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben und im Konzernanlagenspiegel als Abgang gezeigt.

Die Finanzanlagen wurden zu Anschaffungskosten bewertet und es wird, soweit erforderlich, der am Bilanzstichtag vorliegende niedrigere Wert angesetzt.

Bei den Finanzanlagen, auf die in Vorjahren außerplanmäßig Abschreibungen vorgenommen wurden, erfolgten, soweit erforderlich, Zuschreibungen auf den höheren beizulegenden Wert am Bilanzstichtag gemäß § 253 Abs. 5 HGB.

Die Vorräte enthalten in Arbeit befindliche Aufträge und wurden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt. Sofern die beizulegenden Werte am Bilanzstichtag niedriger waren, wurden diese angesetzt.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden mit dem Nennbetrag und unter Beachtung erkennbarer Risiken mit dem niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt.

Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten wurden zum Nennwert angesetzt.

Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten beinhaltet Ausgaben vor dem Abschlussstichtag für Aufwand für einen bestimmten Zeitraum nach diesem Zeitpunkt.

Das Gezeichnete Kapital wird mit dem Nennbetrag ausgewiesen.

Rückstellungen wurden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt.

Die Steuerrückstellungen beinhalten die das Geschäftsjahr und Vorjahr betreffenden, noch nicht veranlagten Steuern. Alle Verpflichtungen oder Ansprüche aus Steuern, die im Geschäftsjahr entstanden sind, wurden nach den für die einzelnen Gesellschaften maßgeblichen Steuervorschriften im Konzernabschluss berücksichtigt.

Die Sonstigen Rückstellungen wurden für ungewisse Verbindlichkeiten gebildet. Dabei wurden alle erkennbaren Risiken auf der Grundlage einer vorsichtigen kaufmännischen Bewertung berücksichtigt.

Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

Als passive Rechnungsabgrenzungsposten sind erhaltene Einnahmen vor dem Abschlussstichtag angesetzt, soweit sie Erträge für einen bestimmten Zeitraum nach diesem Zeitpunkt darstellen.

Für die Ermittlung latenter Steuern aufgrund von temporären oder quasi-permanenten Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von immateriellen Anlagewerten, Sachanlagen und ihren steuerlichen Wertansätzen werden die Beträge der sich ergebenden Steuerbe- und -entlastung mit den unternehmensindividuellen Steuersätzen im Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen bewertet und nicht abgezinst. Der Steuersatz beträgt 28,7%. Die passiven Steuerlatenzen werden, soweit vorhanden, mit den aktiven Steuerlatenzen verrechnet.

VI. Erläuterungen zur Konzernbilanz und Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung

Konzernbilanz

Die Entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände enthalten im Wesentlichen die von den Konzernunternehmen vor der Erstkonsolidierung entwickelte Software "docuguide MK 3.1" und "M3/Cube", welche über 5 Jahre abgeschrieben wird. Die sonstigen immateriellen Vermögensgegenstände werden über 3 bis 10 Jahre abgeschrieben.

Der Geschäfts- oder Firmenwert wird gemäß § 253 Abs. 3 HGB über 10 Jahre und im Jahr der Erstkonsolidierung zeitanteilig abgeschrieben.

Die Sachanlagen werden über 3 bis 13 Jahre abgeschrieben.

Die Zusammensetzung und Entwicklung des Anlagevermögens nach einzelnen Bilanzposten geht aus dem Konzernanlagenspiegel (Anlage zum Anhang) hervor.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen betreffen, wie im Vorjahr, Sonstige Vermögensgegenstände gegen Gesellschafter.

Die Rechnungsabgrenzungsposten (aktive) enthalten Ausgaben für Lizenzen, Wartungskosten und Versicherungen des abgelaufenen Geschäftsjahres, die erst in den folgenden Geschäftsjahren als Aufwand zu verrechnen sind.

In die Kapitalrücklage wurden zuletzt in 2021 TEUR 18.790 von der Gesellschafterin gemäß Gesellschafterbeschluss am 4. Mai 2021 eingezahlt. Zusätzliche TEUR 8.925 wurden von weiteren zwischenzeitlichen Gesellschaftern im Rahmen der Einbringung ihrer Unternehmensanteile an Sachwerten zugeführt.

Die Steuerrückstellungen betreffen zum 31. Dezember 2023 Körperschaft- und Gewerbesteuer für Vorjahre in Höhe von TEUR 175 (Vorjahr: TEUR 1.019).

Die Sonstigen Rückstellungen enthalten im Wesentlichen ergebnisabhängige Personalkosten, Risiken aus einem Statusfeststellungsverfahren für zwei ehemalige freie Mitarbeiter, ausstehende Eingangsrechnungen sowie Beträge für die Erstellung und Prüfung des Jahresabschlusses und der Steuererklärungen.

Bei den Verbindlichkeiten ergeben sich folgende Restlaufzeiten:

31.12.2023 insgesamt TEUR (Vorjahr) Restlaufzeit bis 1 Jahr TEUR (Vorjahr) Restlaufzeit größer 1 Jahr TEUR (Vorjahr) Davon Restlaufzeit mehr als 5 Jahre TEUR (Vorjahr)
Verbindlichkeiten gegenüber 20.490 1.920 18.570 0
Kreditinstituten (22.175) (1.685) (20.490) (12.850)
Verbindlichkeiten aus 489 489 0 0
Lieferungen und Leistungen (571) (571) (0) (0)
Sonstige 7.472 586 6.886 0
Verbindlichkeiten (7.118) (496) (6.621) (0)
Summe 28.451 2.995 25.456 0
(29.864) (2.752) (27.111) (12.850)

Die Sonstigen Verbindlichkeiten enthalten wie im Vorjahr Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern von TEUR 6.739 (Vorjahr: TEUR 6.357) aus einem langfristigen Darlehen nebst aufgelaufenen Zinsen.

Sicherheiten wurden für die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten mit TEUR 20.490 (Vorjahr: TEUR 22.175) in Form von Sicherheitsabtretungen von Bankguthaben und Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von insgesamt TEUR 9.453 (Vorjahr: TEUR 3.624) gewährt.

Die passiven Rechnungsabgrenzungsposten beziehen sich auf Einzahlungen für Wartungsverträge, die erst im nächsten Geschäftsjahr als Umsatzerlöse zu verbuchen sind.

Die passiven latenten Steuern beruhen auf den abweichenden Wertansätzen zwischen Handels- und Steuerbilanz im Einzelabschluss einer Tochtergesellschaft aktivierten selbst erstellten immateriellen Vermögensgegenständen und Sonderabschreibungen auf bestimmte IT-Sachanlagen. Dabei wurde ein Steuersatz von 28,7% angenommen. Der Gesamtbetrag beträgt zum Bilanzstichtag TEUR 213 (Vorjahr: TEUR 309) und wurde im Berichtsjahr mit TEUR 96 (Vorjahr: TEUR 97) aufgelöst. Daraus ergab sich ein Steuerertrag aus latenten Steuern, welcher in der Gewinn- und Verlustrechnung mit dem Steueraufwand für das Jahr 2023 saldiert wurde. Zu saldierende aktive latente Steuern sowie latente Steuern aus der Zwischengewinneliminierung oder der konzerneinheitlichen Bewertung nach § 306 HGB haben sich nicht ergeben.

Handelsbilanz
TEUR
Steuerbilanz
TEUR
Unterschiedsbetrag
TEUR
Steuersatz
Prozent
Steuer- latenz
TEUR
Immaterielle Vermögensgegenstände 577 0 577 28,7 165
Sachanlagen 166 0 166 28,7 48
Summe 743 0 743 28,7 213

Haftungsverhältnisse aus nicht bilanzierten Verbindlichkeiten gemäß § 251 HGB

Neben den in der Bilanz aufgeführten Verbindlichkeiten bestehen keine Haftungsverhältnisse.

Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung

Für die Gewinn- und Verlustrechnung findet das Gesamtkostenverfahren Anwendung.

Die Umsatzerlöse werden zum Großteil in Deutschland aus Cloud- und Servicedienstleistungen (TEUR 3.299; Vorjahr: TEUR 3.307) sowie Beratung für die vollautomatisierte Verarbeitung und den digitalen oder postalischen Versand von Dokumenten (TEUR 16.990; Vorjahr: TEUR 16.638) erzielt.

In den Sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind im Wesentlichen Fremdleistungen, Raum- und Energiekosten, Reparatur- und Werbekosten, Abschluss- und Prüfungskosten sowie Aufwendungen für Lizenzen und Konzessionen enthalten.

Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag sind saldiert mit einem Ertrag aus latenten Steuern in Höhe von TEUR 96 (Vorjahr: TEUR 97).

VII. Sonstige Angaben

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Sonstige finanzielle Verpflichtungen bestehen aus Miet-, Leasing- und Wartungsverträgen in Höhe von TEUR 499 zzgl. Umsatzsteuer (Vorjahr: TEUR 720). Die Leasingverträge haben eine Restlaufzeit bis max. 31. Mai 2027.

Geschäftsführer der Muttergesellschaft

Im Geschäftsjahr 2023 waren folgende Geschäftsführer bestellt:

Dr. Toni Schmidt, Schliersee (bis 30. September 2023),

Jens Reichling, München

Harald Geißelhart, Göppingen (vom 1. Januar 2023 bis 30. September 2023).

Die Geschäftsführer-Vergütung betrug insgesamt im Geschäftsjahr TEUR 203 (Vorjahr: TEUR 140).

Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Arbeitnehmer

Die durchschnittliche Anzahl der Mitarbeiter beträgt 76 im Geschäftsjahr (Vorjahr 73). Davon waren 16 (Vorjahr 16) Mitarbeiter im Verkauf/Kundenservice, 24 (Vorjahr 24) in der Entwicklung, und 36 (Vorjahr 33) in der Verwaltung beschäftigt. Zusätzlich sind 3 Geschäftsführer der Tochtergesellschaft und 3 Auszubildende beschäftigt, die in der vorgenannten Anzahl nicht enthalten ist.

Muttergesellschaft

Die Gesellschafterin der OMS AcquiCo GmbH ist die OMS HoldCo GmbH, Berlin (kleinster Konsolidierungskreis), welche aufgrund der größenabhängigen Befreiung keinen Konzernabschluss aufstellt. Diese ist wiederum Tochtergesellschaft der FLEX Capital Fund II GmbH & Co. KG, Berlin (größter Konsolidierungskreis), welche gem. § 290 Abs. 5 HGB keinen Konzernabschluss aufgestellt hat.

Befreiung einer Tochtergesellschaft

Die FORMWARE GmbH ist eine mittelgroße Kapitalgesellschaft. Aufgrund der Erfüllung aller Voraussetzungen gemäß § 264 Abs. 3 HGB wird die Befreiung von der Prüfung und Offenlegung in Anspruch genommen.

Abschlussprüferhonorar

Im Geschäftsjahr 2023 sind für den Abschlussprüfer der Gesellschaft TEUR 30 (Vorjahr: TEUR 30) an Honorar als Rückstellung berücksichtigt worden. Zusätzlich wurden TEUR 6 Abschussprüferleistungen für 2022 nachbelastet.

Vorschlag zur Ergebnisverwendung des Mutterunternehmens

Die Geschäftsführung schlägt vor, den Konzernjahresfehlbetrag auf neue Rechnung vorzutragen.

Nachtragsbericht

Die Auswirkungen des anhaltenden Ukraine-Kriegs, des Nah-Ost-Konflikts und der Inflation auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage werden laufend überwacht. Sofern erforderlich werden Kostensteigerungen in Form von Preissteigerungen an die Kunden weitergegeben.

Am 15. Januar 2024 wurde die rückwirkende Verschmelzung der DialogBird GmbH zum 1. Juli 2023 auf die FORMWARE GmbH beschlossen und ist am 18. Januar 2024 im Handelsregister eingetragen.

 

Berlin, den 25. Juni 2024

gez. Jens Reichling, Geschäftsführer

Anlagespiegel zum 31. Dezember 2023

Anschaffungs- oder Herstellungskosten Stand 01.01.2023
EUR
Zugang aus Erstkonsolidierung
EUR
Zugänge
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 1.403.229,02 0,00 18.321,95
2. Geschäfts- oder Firmenwert 50.270.158,74 101.804,14 0,00
51.673.387,76 101.804,14 18.321,95
II. Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen 5.827,01 0,00 0,00
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.324.259,58 0,00 718.874,67
1.330.086,59 0,00 718.874,67
III. Finanzanlagen
Genossenschaftsanteile 20.000,00 0,00 0,00
20.000,00 0,00 0,00
53.023.474,35 101.804,14 737.196,62
Anschaffungs- oder Herstellungskosten Abgänge
EUR
Stand 31.12.2023
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 0,00 1.421.550,97
2. Geschäfts- oder Firmenwert 0,00 50.371.962,88
0,00 51.793.513,85
II. Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen 0,00 5.827,01
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 15.176,30 2.027.957,95
15.176,30 2.033.784,96
III. Finanzanlagen
Genossenschaftsanteile 0,00 20.000,00
0,00 20.000,00
15.176,30 53.847.298,81
Kumulierte Abschreibungen Stand 01.01.2023
EUR
Abschreibungen Geschäftsjahr
EUR
Abgänge
EUR
Stand 31.12.2023
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 476.328,69 253.002,45 0,00 729.331,14
2. Geschäfts- oder Firmenwert 7.803.946,78 5.034.651,13 0,00 12.838.597,91
8.280.275,47 5.287.653,58 0,00 13.567.929,05
II. Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen 3.341,51 1.482,00 0,00 4.823,51
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 397.891,25 332.101,17 15.176,30 714.816,12
401.232,76 333.583,17 15.176,30 719.639,63
III. Finanzanlagen
Genossenschaftsanteile 0,00 0,00 0,00 0,00
0,00 0,00 0,00 0,00
8.681.508,23 5.621.236,75 15.176,30 14.287.568,68
Restbuchwert Stand 31.12.2023
EUR
Stand 31.12.2022
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 692.219,83 926.900,33
2. Geschäfts- oder Firmenwert 37.533.364,97 42.466.211,96
38.225.584,80 43.393.112,29
II. Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen 1.003,50 2.485,50
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.313.141,83 926.368,33
1.314.145,33 928.853,83
III. Finanzanlagen
Genossenschaftsanteile 20.000,00 20.000,00
20.000,00 20.000,00
39.559.730,13 44.341.966,12

KONZERNLAGEBERICHT FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2023

1. Grundlagen des Konzerns

Der folgende Lagebericht wurde nach den Vorgaben des § 315 HGB aufgestellt und enthält Informationen über die Verhältnisse der OMS AcquiCo GmbH und deren Tochtergesellschaften unter Verwendung des Begriffes "OMS AcquiCo Konzern" oder auch "Konzern". Die OMS AcquiCo GmbH ist Muttergesellschaft des OMS AcquiCo Konzerns.

Die OMS AcquiCo GmbH, Berlin, wurde als Gesellschaft mit beschränkter Haftung mit Gesellschaftsvertrag vom 11. März 2021 gegründet. Der Sitz der Gesellschaft ist Berlin, die Geschäftsanschrift ist Schöneberger Str. 21a, 10963 Berlin. Die Gesellschaft ist eingetragen im Handelsregister beim Amtsgericht Berlin (Charlottenburg) unter der Nummer HRB 227138.

In den Konzernabschluss werden neben der OMS AcquiCo GmbH (Mutterunternehmen mit Sitz in Berlin) folgende Tochterunternehmen einbezogen. An diesen Unternehmen hält die OMS AcquiCo GmbH direkt bzw, indirekt 100 % der Anteile.

• FORMWARE GmbH, Nußdorf am Inn

• DialogBird GmbH, Nußdorf am Inn (bis 30. Juni 2023)

Zum 29. März 2023 hat die OMS AcquiCo GmbH die siyodo GmbH, Eislingen, erworben.

Aufgrund des Verschmelzungsvertrages vom 15. August 2023 wurden die siyodo GmbH und die NIC Services und Support GmbH rückwirkend zum 01. Januar 2023 auf die FORMWARE GmbH verschmolzen. Mit Verschmelzungsvertrag vom 15. Januar 2024 wurde die DialogBird GmbH rückwirkend zum 30. Juni 2023 auf die FORMWARE GmbH verschmolzen. Die Verschmelzungen wurden am 28. August 2023 und am 18. Januar 2024 im Handelsregister der FORMWARE GmbH eingetragen.

Bei den nachfolgend dargestellten Zahlenangaben können technische Rundungsdifferenzen bestehen, die die Gesamtaussage nicht beeinträchtigen. Die Vergleichbarkeit mit dem Vorjahr ist durch die unterjährige Erstkonsolidierung der RP GmbH im Jahr 2022 nicht gegeben.

Die OMS AcquiCo GmbH ist gesetzlich nicht zur Aufstellung eines Konzernabschlusses und eines Konzernlageberichts verpflichtet. Dieser wird aufgrund der Anforderungen der Kreditgeber erstellt.

Die Muttergesellschaft erwirbt und verwaltet Beteiligungen an Unternehmen insbesondere im Internet- und Software-Mittelstand. Der Fokus liegt dabei auf wachstumsstarken und profitablen Unternehmen in der deutschsprachigen DACH-Region mit einem technologiebasierten Geschäftsmodell. Die im Konsolidierungskreis befindlichen Unternehmen bieten unter anderem Cloud- und Servicedienstleistungen sowie Beratung für die vollautomatisierte Verarbeitung und den digitalen oder postalischen Versand von Dokumenten an.

Zweigniederlassungen

Die Tochtergesellschaft FORMWARE GmbH des Konzerns hat ihren Sitz in Nußdorf am Inn. Aufgrund der Verschmelzungen mit den Tochtergesellschaften verfügt die FORMWARE GmbH auch über Betriebstätten in Stuttgart (Sitz der ehemaligen RP Output Management GmbH) und in Eislingen (Sitz der ehemaligen NIC Services and Support GmbH und der siyodo GmbH).

Forschung und Entwicklung

Im Bereich Forschung ist der Konzern nicht tätig. Das Geschäft der operativen Tochtergesellschaft basiert zum Teil auf selbst programmierten Software-Lösungen, welche im Rahmen der Erstkonsolidierung bewertet und als immaterielle Vermögensgegenstände aktiviert werden. Aktuell liegt der Entwicklungsfokus auf der Entwicklung von neuen Produkten, wie Siyodo, sowie der Weiterentwicklung des bestehenden Produktportfolios, u.a. MK2 und Cube. Hierfür aufgewandte Entwicklungskosten bestehen im Wesentlichen aus anteiligen Lohnkosten, die im Konzernabschluss nicht aktiviert werden. Die im Berichtsjahr auf die Entwicklung angefallenen Lohnkosten belaufen sich auf TEUR 639 (Vorjahr: TEUR 528).

2. Wirtschaftsbericht

2.1 Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

2023 war ein weiteres Jahr multipler Krisen, die Wirtschaft, Politik und Gesellschaft vor schwierige Herausforderungen gestellt haben. Der russische Angriff auf die Ukraine wirft seine Schatten auch auf unser Land (DIW Berlin Jahresrückblick 2023). Das weltweite Wachstum sank im Jahr 2023 von 3,5% im Vorjahr auf 3,0%, da durch die anhaltende Inflation in vielen Ländern und straffere geldpolitische Rahmenbedingungen die Nachfrage gesunken ist (BMWK Weltwirtschaft 28.11.2023).

In Deutschland ergibt sich für das Gesamtjahr 2023 ein Rückgang des BIP um 0,3%. Während die privaten Ausgaben preisbereinigt um 0,8% zurück gingen und die staatlichen Ausgaben um 1,7% reduziert wurden, stiegen die Investitionen in Maschinen und Anlagen um 3,0% an. Die Erwerbstätigkeit nahm weiter zu und erreichte im Jahresdurchschnitt 2023 einen historischen Höchststand (BMWK - Konjunktur und Wachstum von 2024).

2.2 Internet- und Software Markt

Der weltweite Software- Markt hat sich in den letzten Jahren als robust gezeigt und ein starkes Wachstum verzeichnen können (Software: Weltweit_Statista Marktprognose).

Die multiplen Krisen nehmen Einfluss auf den Markt, zeigen aber nicht die negativen Auswirkungen wie in anderen Märkten. Kunden des Marktes bevorzugen in erster Linie Cloud-basierte Softwarelösungen. Die wichtigsten Trends, die sich im Geschäftsjahr abzeichnen konnten, sind zum einen die zunehmende Bedeutung von künstlicher Intelligenz und maschinellem Lernen und zum anderen die steigende Nachfrage nach Softwarelösungen für das Internet der Dinge (Software: Weltweit_Statista Marktprognose).

So ist zu erwarten, dass der Technologie- und Softwaresektor weiter an Relevanz zunehmen wird und dessen Unternehmen weiterhin ein starkes Wachstum verzeichnen werden.

Dies spiegelt sich auch in den Umsätzen im Markt für Software wider, die sich im Berichtsjahr mehrheitlich positiv entwickelt haben. Die Umsätze im globalen Software-Markt sind gegenüber dem Vorjahr um 4,59% auf EUR 605,5 Mrd. angestiegen (Software: Weltweit Statista Marktprognose).

Auch in Deutschland wächst der Markt weiterhin, wenn auch in 2023 nur moderat mit 1% auf EUR 26,49 Mrd. Deutsche Unternehmen legen hierbei großen Wert auf Sicherheit und Datenschutz sowie professionellen Kundenservice von Softwareanbietern (Software: Deutschland_Statista Marktprognose).

2.3 Geschäftsverlauf

Mit Blick auf die Vergleichbarkeit der Zahlen ist zu berücksichtigen, dass die in 2022 erworbene RP Output Management GmbH im Vorjahr nur zeitanteilig erfasst war. Die wesentlichen Auswirkungen auf die Vergleichbarkeit beziehen sich auf die nicht in den Konzernabschluss 2022 einbezogenen Umsatzerlöse (TEUR 999) und Materialaufwendungen (TEUR 412). Die Vergleichbarkeit mit den Vorjahreswerten ist nur bedingt gewährleistet. Aus dem Erwerb der siyodo GmbH in 2023 ergibt sich keine Einschränkung, da bis zum Erwerb noch keine Umsätze erzielt wurden und nur geringe Kosten angefallen sind.

Der Geschäftsverlauf stellte sich auf Konzernebene insgesamt zufriedenstellend dar. Im Geschäftsjahr konnten Umsatzerlöse von insgesamt TEUR 20.289 realisiert werden. Der Umsatz lag damit leicht über dem Vorjahreswert von TEUR 19.945. Der Planwert für den Umsatz wurde somit leicht unterschritten.

Dieser Umstand ist vor allem dem Rückgang der Umsätze im Bereich Consulting aufgrund der Verschiebung/Absage von Projekten geschuldet sowie der zeitweisen Zurückhaltung von Großkunden im Projektgeschäft.

Die Materialkosten, die im Wesentlichen für den Einkauf von Druck- und Portodienstleistungen sowie Fremdleistungen anfallen, beliefen sich im Geschäftsjahr auf TEUR 5.649 (Vorjahr: TEUR 6.369) und konnten reduziert werden. Ursächlich hierfür waren insbesondere ein insgesamt vorteilhafterer Umsatzmix sowie die geringere Nutzung von Freelancern im Bereich Consulting. Der geplante Rohertrag konnte trotz des geringeren Materialeinsatzes nahezu erreicht werden.

Die Personalkosten beliefen sich im Berichtsjahr auf TEUR 6.969 (Vorjahr: TEUR 6.279) und lagen damit über dem Planwert von TEUR 6.541. Die Abweichung ergab sich im Wesentlichen aus Rückstellungen für zwei laufende Statusfeststellungsverfahren der DRV, Rückstellungen für Boni und der Zahlung von Abfindungen.

Beim EBITDA konnte im Geschäftsjahr ein Wert von TEUR 5.459 erzielt werden. Dieser lag auch unter Berücksichtigung des EBITDA der RP Output Management GmbH von Januar bis März 2022 über dem Vorjahreswert von TEUR 5.421 (angepasst). Der Planwert für das EBITDA wurde deutlich unterschritten. Ursache dafür waren neben der Unterschreitung der Planzahlen für den Umsatz im Wesentlichen der Anstieg der Personalkosten (TEUR 373) und der Sonstigen betrieblichen Aufwendungen (TEUR 407).

Die im Geschäftsjahr zusätzlich erworbene siyodo GmbH wurde durch Verschmelzung auf die FORMWARE GmbH und ein einheitliches Berichtswesen integriert.

Die planmäßige Abschreibung des Firmenwertes der erworbenen Tochtergesellschaften über 10 Jahre (TEUR 5.035, Vorjahr: TEUR 4.954) sowie die Finanzierungskosten (TEUR 1.804, Vorjahr: TEUR 1.562) haben im Konzern zu einem Jahresfehlbetrag von TEUR 2.743 (Vorjahr: TEUR 2.530) geführt.

Die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage sind im Folgenden detailliert dargestellt.

2.4 Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage

2.4.1 Ertragslage

Beim Vorjahresvergleich der Ertragslage ist zu berücksichtigen, dass die RP Ouput Management GmbH im Vorjahr nur zeitanteilig ab Erwerbszeitpunkt (1.4.2022) konsolidiert wurde.

Der Konzern erzielte im Berichtsjahr einen Umsatz von insgesamt TEUR 20.289 (Vorjahr: TEUR 19.945). Die Umsatzerlöse werden zum Großteil in Deutschland erzielt.

Unter Berücksichtigung der Bestandsveränderungen und sonstiger betrieblicher Erträge ergibt sich nach Abzug des Materialaufwandes von TEUR 5.649 (Vorjahr: TEUR 6.369) ein Rohertrag von TEUR 15.063 (Vorjahr: TEUR 13.874). Der Materialaufwand beinhaltet im Wesentlichen den Einkauf von Druck- und Portodienstleistungen sowie Fremdleistungen.

Aufgrund der guten Ertragslage der Tochtergesellschaft waren Steuern von TEUR 797 (Vorjahr: TEUR 648) zu berücksichtigen.

Die Aufwendungen für Personal betrugen für Löhne und Gehälter TEUR 6.106 (Vorjahr: TEUR 5.412) sowie TEUR 862 (Vorjahr: TEUR 867) für soziale Abgaben.

Beim EBITDA konnte im Geschäftsjahr ein Wert von TEUR 5.459 erzielt werden. Dieser lag vor allem aufgrund der geringeren Umsatzerlöse unter dem Planwert jedoch über dem Vorjahreswert von TEUR 5.106.

Der erworbene Geschäfts- oder Firmenwert wird über 10 Jahre abgeschrieben. Die Abschreibungen im Geschäftsjahr belaufen sich insgesamt auf TEUR 5.621 (Vorjahr: TEUR 5.536). Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen belaufen sich auf TEUR 2.635 (Vorjahr: TEUR 2.490) und beinhalten im Wesentlichen Raumkosten (TEUR 327), Reparaturen und Instandhaltung (TEUR 463), KFZ-Kosten (TEUR 296), Telefon- und Internetkosten (TEUR 151), Rechts- und Beratungskosten (TEUR 132), Mieten für bewegliche Einrichtungen (TEUR 191), Forderungsverluste (TEUR 148), Lizenzen (TEUR 148), Abschluss- und Prüfungskosten (TEUR 94), Reisekosten (TEUR 71) sowie Beiträge und Versicherungen (TEUR 81).

Insgesamt schließt der Konzern das Geschäftsjahr 2023 mit einem Jahresfehlbetrag in Höhe von TEUR 2.743 (Vorjahr: TEUR 2.530) ab.

Die Auftragslage ist positiv zu beurteilen, da die Umsatzerlöse im Wesentlichen mit Bestandskunden und langjährigen Vertriebspartnern generiert werden. Zudem konnte die Kundenbasis der OMS-Gruppe im bisherigen Geschäftsverlauf des Jahres 2024 gegenüber dem Jahresende 2023 weiter gesteigert werden.

2.4.2 Vermögenslage

Die Bilanzsumme des Konzerns beträgt zum Stichtag TEUR 50.010 (Vorjahr: TEUR 54.760). Die Aktiva resultieren mit TEUR 37.533 (Vorjahr: TEUR 42.466) zum Großteil aus dem erworbenen Geschäfts- oder Firmenwert. Das Umlaufvermögen beträgt TEUR 9.929 (Vorjahr: TEUR 9.917) und ergibt sich größtenteils aus Forderungen (TEUR 5.608 (Vorjahr: TEUR 6.265)) und Bankguthaben (TEUR 4.321 (Vorjahr: TEUR 3.631)).

Die Eigenkapitalquote beträgt insgesamt 39,66% (Vorjahr: 41,23%).

Zu den im Unternehmen bestehenden Finanzinstrumenten zählen im Wesentlichen Forderungen, Verbindlichkeiten und Bankguthaben.

2.4.3 Finanzlage

Die Finanzlage wird im Geschäftsjahr 2023 von der Geschäftsleitung insgesamt positiv bewertet. Der Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit beträgt TEUR 4.595 (Vorjahr: TEUR 3.031). Die Veränderung zum Vorjahr ergibt sich aus dem leicht angestiegenen EBITDA (7%) und dem im Vergleich zum Vorjahr deutlich angestiegenen Working Capital (TEUR 117; Vorjahr: TEUR -2.421).

Der negative Cashflow aus der Investitionstätigkeit von TEUR 830 (Vorjahr: TEUR -3.455) resultiert im Wesentlichen aus Ersatzbeschaffungen und Erweiterungen der Serverumgebung und die hinzu erworbene Beteiligung siyodo GmbH.

Die Tilgungen von TEUR 1.685 (Vorjahr: TEUR 1.325) und gezahlten Zinsen von TEUR 1.405 (Vorjahr: TEUR 1.091) führten zu einem negativen Cashflow aus Finanzierungstätigkeit von TEUR 3.090 (Vorjahr: TEUR +1.084).

Aufgrund der hohen liquiden Mittel war die Zahlungsfähigkeit im Geschäftsjahr jederzeit gesichert.

Die Passiva bestehen im Wesentlichen aus Eigenkapital (TEUR 19.834 (Vorjahr: TEUR 22.577)) sowie aus langfristigen Darlehen gegenüber Kreditinstituten (TEUR 20.490 (Vorjahr: 22.175)) und gegenüber Gesellschaftern (TEUR 6.739 (Vorjahr: TEUR 6.357)).

Sämtliche vereinbarten Tilgungen (TEUR 1.685; Vorjahr: TEUR 1.325) wurden termingerecht geleistet. Die Weiteren Kreditlinien der Kreissparkasse Biberach von TEUR 2.000 wurden mit TEUR 1.000 als Avallinie der FORMWARE GmbH für die Sparkasse Rosenheim geblockt und die weiteren TEUR 1.000 wurden im Berichtsjahr nicht in Anspruch genommen.

Die Kapitalstruktur per 31.12.2023 stellt sich im Vergleich zum vorangegangenen Geschäftsjahr zusammenfassend wie folgt dar:

Stand zum 31.12.2023
T€
Stand zum 31.12.2022
T€
Veränderung
T€
Eigenkapital 19.834 22.577 -2.743
kurzfristiges Fremdkapital 4.720 5.072 -352
Langfristiges Fremdkapital 25.456 27.111 -1.655
Bilanzsumme 50.010 54.760 -4.750

2.5 Finanzielle und nichtfinanzielle Leistungsindikatoren

Die Unternehmenssteuerung basiert auf der Verwendung verschiedener Kennziffern. Hierzu zählen im Wesentlichen Umsatz und EBITDA. Die bedeutsamen nichtfinanziellen Leistungsindikatoren sind die Mitarbeiterzufriedenheit sowie die Kundenzufriedenheit.

Die Umsatzerlöse haben sich im Geschäftsjahr zufriedenstellend entwickelt. Dies gilt auch für das EBITDA. Die Abschreibung des Firmenwertes der erworbenen Tochtergesellschaften und die hohen Zinsaufwendungen haben im Berichtsjahr erwartungsgemäß, wie im Vorjahr, zu einer negativen Umsatzrendite geführt.

Steuerungsgrößen OMS AcquiCo Konzern

2023 2022 2022 angepasst
Umsatz (TEUR) 20.289 19.945 20.944
EBITDA (TEUR) 5.459 5.106 5.421

Die Analyse zeigt, dass das EBITDA (+7%) stärker als die Umsatzerlöse (+2%) angestiegen ist. Da die Vorjahreszahlen aufgrund des Hinzuerwerbs der RP Output Management GmbH im Vorjahr nicht vollständig vergleichbar sind, wurde für das Vorjahr ein angepasster Wert hinzugefügt. Das EBITDA konnte auch im Vergleich zum angepassten Wert erhöht werden (+1%).

Zum Ende des Geschäftsjahres wurden 79 (Vorjahr: 79) Mitarbeiter beschäftigt. Des Weiteren investiert der Konzern intensiv in die Fortentwicklung seiner Produkte und in die Aus- und Weiterbildung seiner Mitarbeiter durch geeignete Qualifizierungsmaßnahmen.

2.6 Gesamtaussage

Insgesamt ist die wirtschaftliche Lage des Konzerns als zufriedenstellend zu beurteilen. Aufgrund der soliden Finanzlage sowie der weiter gestärkten Kundenbasis sieht sich die OMS Gruppe gut aufgestellt. Die Umsatzerlöse liegen leicht über dem Vorjahr. Dies gilt auch für den betrieblichen Rohertrag und das EBITDA. Der reduzierte Wareneinsatz führte zur Erhöhung der Rohertragsquote, welche der Planung entspricht. Die Abschreibung des Firmenwertes der erworbenen Tochtergesellschaften hat im Geschäftsjahr erwartungsgemäß zu einer negativen Umsatzrendite geführt. Die nichtfinanziellen Leistungsindikatoren (Arbeitnehmer- und Kundenzufriedenheit) werden als gut beurteilt.

3. Chancen-, Risiko und Prognosebericht

3.1 Chancenbericht

Für den Konzern ergeben sich die wesentlichen Chancen aus der Auswahl strategischer Investitionen in technologieorientierte Unternehmen in der DACH-Region sowie deren gezielter Weiterentwicklung. Die Tochter ist unter anderem spezialisiert auf die vollautomatisierte Verarbeitung und den Versand von Dokumenten. Es ist zu erwarten, dass die Synergien aus gemeinsamen Projekten und die Zusammenarbeit mit Großkunden und Vertriebspartnern der nun verschmolzenen Tochtergesellschaften entscheidend zum Konzernerfolg beitragen werden. Der Internet- und Software-Markt zeichnet sich durch seine Robustheit gegen die Auswirkungen des Ukraine-Kriegs und der weiteren Krisen aus. Auch im Jahr 2024 bietet sich hierdurch unseres Erachtens ein attraktives Marktumfeld. Durch die Verwendung von digitalen Plattformen und Cloudlösungen ist der Konzern im aktuellen Marktumfeld gut positioniert.

3.2 Risikobericht

Der bewusste und kontrollierte Umgang mit Chancen und Risiken ist ein zentrales Element der Unternehmensführung des Konzerns. Aufgrund der wachsenden Komplexität und Volatilität in der digitalen Welt ist das Chancen- und Risikosystem regelmäßig den veränderten Rahmenbedingungen anzupassen. Die wesentlichen Risikofaktoren sind im Folgenden detailliert ausgeführt:

Markt- und Kundenrisiken

Ziel des Konzerns ist es, der Marktführer im Bereich Output Management Software im DACH-Raum zu werden und seinen Kunden ein vollumfängliches, nahtloses und unkompliziertes Produkt anzubieten. Es besteht das Risiko, dass dieses Ziel nicht vollständig erreicht wird oder höhere Kosten als geplant verursacht. Durch die Beteiligung an drei Unternehmen und deren strategischen Zusammenführung in diesem Markt, den Einsatz eines erfahrenen Management Teams und durch den Ausbau einer treuen Kundenbasis sieht sich der Konzern in diesem Marktsegment derzeit gut aufgestellt und schätzt das Risiko als gering ein.

Auf der Absatzseite ist das Geschäft des Konzerns in der Tochtergesellschaft teilweise abhängig von einzelnen Großkunden und Vertriebspartnern. Durch langfristige Lieferantenverträge und die Akquisition von Neukunden kann dieses Risiko in Zukunft weiter verringert werden.

Personalrisiko

Der Konzernerfolg ist maßgeblich von der Verfügbarkeit und Bindung von hoch qualifizierten Mitarbeitern abhängig. Zur Weiterentwicklung neuer sowie bestehender Produkte ist der OMS AquiCo Konzern daher darauf angewiesen, seine Mitarbeiter langfristig zu binden und weitere qualifizierte Mitarbeiter zu gewinnen.

Bedingt durch den allgemeinen Fachkräftemangel und den starken Wettbewerb um qualifizierte Arbeitskräfte besteht das Risiko, dass der Konzern benötigte Ressourcen nicht oder nur zu höheren Kosten bereitstellen kann. Für das Geschäftsjahr 2024 sieht die Geschäftsleitung allerdings keine Verschärfung der Risikolage.

Liquiditätsrisiken, Finanzielle Risiken

Die Konzernunternehmen verfügen über eine solide und langjährige Kundenbasis sowie eine gute Kapitalausstattung mit langfristigen Bank- und Gesellschafterkrediten.

Geschäftsbeziehungen werden grundsätzlich nur mit Geschäftspartnern eingegangen, die über eine gute Reputation verfügen. Die entstandenen Ansprüche werden in Bezug auf ihre Fälligkeit laufend überwacht.

Die Bankverbindlichkeiten des Konzerns unterliegen einem Zinsänderungsrisiko. Im Geschäftsjahr 2022 wurde mit seinen Banken eine Hedging-Strategie umgesetzt, um dieses Risiko zu minimieren.

Produktrisiko

Produktrisiken könnten sich ergeben, wenn Produkt- und Serviceschnittstellen nicht mehr den aktuellen technischen Anforderungen entsprächen. Der Konzern begegnet diesem Risiko mit einem erfahrenen und effektiven Projektmanagement sowie konstanter Aus- und Weiterbildung seiner Mitarbeiter.

Datensicherheit und Cyberkriminalität

Die zunehmende Bedrohung der Datensicherheit, insbesondere durch Cyberkriminalität, führt zu Risiken in Bezug auf die Vertraulichkeit, Verfügbarkeit und Integrität von Daten sowie die Sicherheit der eingesetzten Systeme und Netzwerke. Durch den Einsatz von geeigneten Schutzmechanismen, Sicherheitsstandards und deren laufenden Weiterentwicklung versucht der Konzern das Risiko von Betriebsunterbrechungen und Reputationsschäden zu minimieren, da sich sonst erhebliche Auswirkungen auf das Konzernergebnis ergeben könnten.

Rechtsstreitigkeiten

Für laufende Rechtsstreitigkeiten wurden ausreichende Rückstellungen gebildet. Bestandsgefährdende Risiken sind aus den Verfahren nicht zu erwarten.

Gesamtbewertung der Risikosituation

Derzeit bestehen für die zukünftige Entwicklung Risiken aus den weltweiten wirtschaftlichen Folgewirkungen der Ukraine-Krise, des Nah-Ost Konflikts, der Produktknappheit, Energiekrise und Inflation, die zur negativen Beeinträchtigung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des OMS AcquiCo Konzerns führen können.

Aufgrund der starken Marktposition und langjährigen Kundenbeziehungen rechnet die Geschäftsleitung mit keiner nennenswerten Beeinträchtigung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns.

Die beschriebenen Risiken werden individuell und im Gesamtkontext im Risikomanagementsystem regelmäßig überwacht. Identifizierte Risiken werden in Abhängigkeit von der erwarteten Eintrittswahrscheinlichkeit und Schadenshöhe bewertet. Es werden geeignete Maßnahmen zur Risikominimierung ergriffen.

Bestandsgefährdende Risiken bestehen nicht.

3.3 Prognosebericht

Die Aussichten für das globale Wachstum haben sich leicht gebessert, da die Inflationsrate rückläufig ist, die Zahl der Aus- und Einfuhren wieder ansteigt und auch die Versorgungslage bei Rohstoffen, Vorprodukten sowie das Energiepreisniveau sich zunehmend normalisiert (BMWK - Langsam aber robust 1.3.2024). Es wird angenommen, dass sich das globale Wirtschaftswachstum grundsätzlich etwas abschwächt, so wird nach den aktuellen Prognosen im Jahr 2024 ein globales Wachstum von lediglich 2,9% erwartet (BMWK - Langsam aber robust 1.3.2024).

Für Deutschland hingegen sind die Prognosen für 2024 deutlich geringer und liegen bei einem Wirtschaftswachstum von nur 0,2%. Begründet wird dies mit der zunehmenden Unsicherheit und schlechten Stimmung bei Unternehmen und Haushalten. Die deutsche Wirtschaft befindet sich im Winterhalbjahr 2023/2024 in einer Rezession und die Erholung wird erst später erwartet (Ifo Konjunkturprognose Frühjahr 2024). Für die Software Branche wird jedoch ein Anstieg der Umsätze von 4,59% erwartet (Statista Umsatz Software).

Aufgrund der guten Vermögens- und Finanzlage schätzt der Konzern die weitere Entwicklung positiv ein. Das Wachstum der Tochtergesellschaft durch Ausweitung des Geschäftsbetriebs, insbesondere durch die Gewinnung neuer Kunden und Vertriebspartner, soll zu einer weiteren Steigerung der Einnahmen führen.

Der Konzern erwartet für das Geschäftsjahr 2024 einen leichten Anstieg vom Umsatz und einen deutlichen Anstieg des EBITDA aufgrund von Kosteneinsparungen.

Der Konzern wird weiter in den Ausbau seiner Tochtergesellschaft investieren und den Markt nach potentiellen weiteren Beteiligungen sondieren.

Trotz der neuen globalen Risiken schätzt die Geschäftsführung die interne Risikolandschaft für den Konzern als beherrschbar ein. Die OMS AcquiCo GmbH geht davon aus, dass der Konzern sich bietende Chancen auch zukünftig nutzen kann, ohne dabei unvertretbare hohe Risiken eingehen zu müssen. Die Mitarbeiterzufriedenheit sowie die Kundenzufriedenheit werden weiterhin als gut prognostiziert.

 

Berlin, den 25. Juni 2024

gez. Jens Reichling, Geschäftsführer

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die OMS AcquiCo GmbH, Berlin

Prüfungsurteile

Wir haben den Konzernabschluss der OMS AcquiCo GmbH, Berlin, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2023, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, dem Konzerneigenkapitalspiegel und der Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der OMS AcquiCo GmbH, Berlin, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

• entspricht der beigefügte Konzernabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage des Konzerns zum 31. Dezember 2023 sowie seiner Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und

• vermittelt der beigefügte Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Konzernlagebericht in Einklang mit dem Konzernabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

• identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

• gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Konzernabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Konzernlageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme abzugeben.

• beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

• ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass der Konzern seine Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

• beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Konzernabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Konzernabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt.

• holen wir ausreichende geeignete Prüfungsnachweise für die Rechnungslegungsinformationen der Unternehmen oder Geschäftstätigkeiten innerhalb des Konzerns ein, um Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht abzugeben. Wir sind verantwortlich für die Anleitung, Beaufsichtigung und Durchführung der Konzernabschlussprüfung. Wir tragen die alleinige Verantwortung für unsere Prüfungsurteile.

• beurteilen wir den Einklang des Konzernlageberichts mit dem Konzernabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Konzerns.

• führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Konzernlagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Berlin, den 27. Juni 2024

Forvis Mazars GmbH & Co. KG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft

gez. Ralf Bierent, Wirtschaftsprüfer

gez. Danijela Mijatov, Wirtschaftsprüferin

Feststellung des Konzernabschlusses zum 31. Dezember 2023

Der Konzernabschluss wurde am 27. Juni 2024 gebilligt.

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