Inter-Planing GmbH
Kirchsteigstraße 10, 86476 Neuburg an der Kammel, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Michael von Gunten-Marotta seit 17.10.2024 | Prokura |
Dirk Balzer seit 6.8.2021 | Geschäftsführer |
Helmut Arndt seit 29.8.2018 | Prokura |
Frank von Glan seit 23.3.2016 | Prokura |
Markus Wellm seit 15.12.2011 | Geschäftsführer |
Wirtschaftlich Berechtigte
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Ungelöste Beteiligungen (1)
| Name | Anteil |
|---|---|
Hügli Nahrungsmittel Gesellschaft mit beschränkter Haftung | 100.00% |
Gesellschafter
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Bell Deutschland Holding GmbHSeevetalKonzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2021 bis zum 31.12.2021Konzern-Lagebericht für das Geschäftsjahr 20211. Grundlagen und Steuerung des Konzerns Gegenstand des Konzerns ist die Herstellung und der Vertrieb von Nahrungsmitteln, namentlich im Bereich von Fleisch- und Convenience-Produkten (Suppen, Saucen, Gewürzmischungen, Pasta, Salate und Sandwiches). Die Anteile der Bell Deutschland Holding GmbH liegen zu 100% bei der Bell Food Group AG, Basel/Schweiz, einem Schweizer Traditionsunternehmen seit 1869. 66,3% der Bell Food Group wird von einer Konsumgenossenschaft, der Coop-Gruppe Genossenschaft, Basel/Schweiz, gehalten, an welcher 2,5 Millionen Schweizer Konsumenten angeschlossen sind. Die restlichen Anteile sind an der Schweizer Börse notiert. Beide Unternehmen publizieren jährlich einen Geschäftsbericht, welcher auf der jeweiligen Website abgerufen werden kann. Die wichtigsten Kundengruppen für den Teilkonzern der Bell Deutschland Holding sind weiterhin der Lebensmitteleinzelhandel, der Fachhandel, die Außer-Haus-Verpflegung (Food Service) sowie die weiterverarbeitende Lebensmittelindustrie. Der Hauptmarkt ist wie in den vergangenen Jahren Deutschland. Es bestehen aber zwei kleinere Gruppengesellschaften in Spanien und Polen. Da die Gruppe fast alle Aufwendungen und Erträge in funktionaler Währung EUR aufweist und nur die polnische Gesellschaft in der Lokalwährung PLN ausgewiesen wird, bleibt das Währungsrisiko unbedeutend. Die Umsatzerlöse werden wie auch schon im Vorjahr zu 84% mit Dritten erwirtschaftet und auch gleich zu 2020 zu 16% mit Schwestergesellschaften der Bell Food Group respektive der Coop-Gruppe. Das operative Geschäft des Großteils der Bell Deutschland Gruppe wird durch die Geschäftsbereichsleitung von Bell International und Convenience gesteuert. Für die Konzernsteuerung wichtige Größen sind weiterhin die Umsatzerlöse, der Bruttogewinn (Umsatzerlöse plus/minus Bestandsveränderung Erzeugnisse minus Materialaufwand), die Betriebskosten (Personalaufwand und sonstige betriebliche Aufwendungen) sowie das Konzernergebnis. Die Gruppengesellschaften greifen bei der Entwicklung von Neuprodukten auf das interne Know-how der Entwicklungsabteilungen zurück. Eigener Entwicklungsaufwand wird nicht aktiviert. 2. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen 1 Insgesamt ist das BIP in Deutschland im Vergleich zum Vorjahr wieder um +2,6% in 2021 gewachsen. Auch in anderen Ländern der EU verzeichnete das BIP Wachstumsraten im mittleren einstelligen bis mittleren zweistelligen Prozentbereich, insgesamt von +5,4%. Über das Jahr 2021 erwirtschaftete die Ernährungsindustrie insgesamt 186,3 Milliarden Euro, was einem nominalen Zuwachs von 0,5 Prozent im Vorjahresvergleich entspricht. Der Umsatzanstieg wurde von einer steigenden Verkaufspreisentwicklung im In- und Ausland getragen, während der preisbereinigte Umsatz in der Branche mit minus 1,7 Prozent rückläufig war. Das Exportgeschäft fungierte hierbei als Wachstumsmotor, während das Inlandsgeschäft weiterhin unter seinen Möglichkeiten blieb. Im Inland erwirtschaftete die Branche einen nominalen Umsatz von rund 120,5 Milliarden Euro, gleichbedeutend mit einem Umsatzrückgang von -2,7 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Die Verkaufspreise im Inland in der Ernährungsindustrie stiegen dabei um 2 Prozent, was zu einem realen Umsatzverlust von gut 5 Prozent führte. Im Export betrug das nominale Umsatzergebnis 65,8 Milliarden Euro (+7,0 Prozent) und resultierte zu großen Teilen aus steigenden Verkaufspreisen im Ausland von plus 2,9 Prozent. Dies entspricht einem preisbereinigten Umsatzzuwachs von plus 4,1 Prozent. Der Lebensmitteleinzelhandel ist mit EUR 231,5 Mrd. (Vorjahr 226,5 Mrd.) weiterhin der größte Marktpartner der Ernährungsindustrie. Der diesbzgl. Umsatz hat von 2020 zu 2021 um +2,2% zugenommen. Der Außer-Haus-Markt (Food Service) hat sich im Berichtsjahr wieder aufgrund der abflauenden Pandemie positiv entwickelt. Er hat sich aufgrund der zeitweisen Corona-bedingten Betriebsschließungen mit einem Umsatzrückgang von -35,3% in 2020 auf EUR 56,9 Mrd. (+6,2%) in 2021 nach oben bewegt. Die durch die Corona-Pandemie bedingten deutlichen Verwerfungen innerhalb der Ernährungsindustrie im Bereich des Großhandels sowie das Geschäft mit Großverbrauchern und der Gastronomie wie auch die starke Entwicklung des Lebensmitteleinzelhandels sind im Berichtsjahr abgeflacht. Die Agrarrohstoffkosten sind der größte Kostenfaktor für die Lebensmittelproduktion. Steigende Rohstoffkosten sind eine Belastung der Lebensmittelindustrie und wirken sich kurz- und mittelfristig auf die Verbraucherpreise aus. Die Entwicklung des HWWI-Rohstoffpreisindex für Nahrungs- und Genussmittel wies im Jahr 2021 insgesamt für den Bereich Nahrungs- und Genussmittel einen Anstieg von 32,6% im Vergleich zum Vorjahr auf, wobei unterjährig auch starke Tendenzen zu starker Verbilligung einiger Agrarrohwaren bestanden. Diese beschriebenen Rahmenbedingungen stellen auch aufgrund der damit verbundenen unterjährigen Unwägbarkeiten die Unternehmen der Bell Deutschland Gruppe im Geschäftsjahr vor Herausforderungen, denen soweit möglich schnell und flexibel begegnet werden musste und denen nicht in allen Bereichen eine erfolgreiche Lösung gegenüberstand. 3. Geschäftsverlauf und Ertragslage Die Umsatzerlöse der Bell Deutschland Holding GmbH Gruppe verbleiben in 2021 auf dem Niveau des Vorjahres in Höhe von EUR 776,8 Mio. (Umsatzplus 0,01 %). Infolge der coronabedingten Restriktionen und Verlängerung der Pandemiesituation in 2021 haben sich damit die in 2020 schon bestandenen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen fortgesetzt, was auch das Verbleiben der Umsätze auf Vorjahresniveau begründet. In 2021 entwickelte sich das Fleischgeschäft in allen Bereichen absatzmäßig weiter rückläufig, blieb aber aufgrund von Preiserhöhungen umsatzseitig auf Vorjahresniveau. Der Absatzrückgang ist auch zurückzuführen auf die grundsätzlich negative Marktentwicklung im Fleischsektor. So ist gemäß Presseinformation der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung der Fleischverzehr in Deutschland in 2021 erneut gesunken und liegt auf einem neuen Rekordtief seit der Berechnung des Verzehrs 1989. Die Nachfrage der privaten Haushalte nach Fleisch und Fleischwaren blieb somit im vergangenen Jahr deutlich hinter den Werten des Vorjahres zurück. Ein Grund dürfte der Außer-Haus-Konsum gewesen sein. Legt man die Entwicklung bis November 2021 zugrunde, konnte das Vorkrisenniveau bei weitem noch nicht erreicht werden. Trotzdem zeigte sich der Außer-Haus-Konsum im Vergleich zu 2020 jedoch erholt. Steigende Inzidenzzahlen seit Ende Oktober sowie eine verschärfte Corona-Verordnung führten im November 2021 zwar zu einem Umsatzrückgang in der Gastronomie gegenüber dem Vormonat. Im Vergleich zum November 2020, in dem die Schließung der Gastronomie sowie Einschränkungen von Inlandsreisen umgesetzt wurden, konnte der Umsatz jedoch fast verdoppelt werden (+ 84 %). Der Gastronomieumsatz lag damit jedoch immer noch 22 % unter dem Niveau des November 2019, d. h. vor Ausbruch der Pandemie in Deutschland. 2 Ein weiterer Grund war die anhaltend positive Marktentwicklung der Fleischersatzprodukte. Im Dezember 2021 konnte dieses Segment einen Zuwachs um rund 26 % im Vorjahresvergleich verzeichnen. Dabei kaufte im Verlauf des Monats jeder siebte Haushalt mindestens einmal fleischfreie Alternativen. 3 Die Fokussierung auf Qualitäts- und Nischenprodukte zeigte jedoch weiterhin positive Effekte in der Bell Gruppe, welche sich weiterhin auch in einer Umsatzsteigerung der auf Schinkenspezialitäten ausgerichteten Gesellschaft in Spanien äußert. Grundsätzlich muss aber hinzugefügt werden, dass der Food Service, der im Wesentlichen aus der Convenience-Sparte bedient wird, noch nicht wie erhofft trotz gelockerter Corona-Maßnahmen in Schwung gekommen ist. So ist die Gewichtung der Bereiche Fleisch und Convenience umsatzmäßig ähnlich wie der Gruppenumsatz im Vergleich zum Vorjahr nahezu gleichgeblieben. (Fleisch 2021 EUR 510,8 Mio., 2020 EUR 510,1 Mio. - Convenience 2021 EUR 266,0 Mio., 2020 EUR 266,6 Mio.). Bezogen auf die geographische Aufteilung der Umsatzerlöse haben sich hier auch keine weiteren signifikanten Veränderungen zu 2020 ergeben. Der Gesamtumsatz blieb mit EUR 776,8 auf Vorjahreshöhe. Davon wurden EUR 517,6 Mio. in Deutschland (Vj. EUR 519,1 Mio.), EUR 218,8 Mio. in der Rest-EU (Vj. EUR 214,1 Mio.) und EUR 40,4 Mio. (Vj. 43,5 Mio.) in non-EU-Ländern erwirtschaftet.
2 AMI-Analyse auf Basis GfK-Haushaltspanel *Year
to date 2021.
Grundsätzlich setzt sich im Bereich Schweinefleisch der Trend fort, dass der sich verringernden Angebotsmenge eine noch geringer ausfallende Nachfrage auf der Konsumseite gegenübersteht. Außerdem stieg in 2021 die Nachfrage nach ITW-Ware (Initiative Tierwohl) sowie Bio-Angeboten. Ein nahezu gleiches Bild ergab sich im Berichtsjahr für den Geflügelbereich. Diese Veränderungen wirkten sich, zusammen mit dem Markt- bzw. Abnahmeverhalten der Mastbetriebe, Schlacht- und Zerlegebetriebe sowie der weiterverarbeitenden Industrie, entsprechend auf den VEZG-Vereinigungspreis Schwein aus, der zum Jahresende und bis in das erste Quartal 2022 hinein auf einem bis dahin ungewohnt niedrigen Niveau war. Dies hatte eine entsprechende positive Margenwirkung bei den Schweinefleisch-verarbeitenden Betrieben der Gruppe. Im ersten Quartal 2022 jedoch stehen diese Märkte jedoch aufgrund der Ukrainekrise und den damit einhergehenden weiteren Veränderungen bzgl. Inflation und Rohstoffen vor einer ganz anderen Situation. Die Erzeugerpreise steigen dadurch, die Futtermittelverfügbarkeit war bzw. ist knapper, was direkten Einfluss auf die Preise und damit die Nachfrage hat. Nur aufgrund der Akzeptanz steigender Preise durch den Handel kann die Marge hier etwas gehalten werden. Die Bruttomarge der Gruppe stieg leicht wegen umgesetzter produktionsbezogener Effizienzmaßnahmen und Artikelbereinigungen sowie eines gestiegenen Verkaufspreisniveaus aufgrund von höheren Haltungsformen von 28,6% im Vorjahr auf 32,24% in 2021. Weitere Gründe für die Erhöhung der Bruttomarge sind in der vielfältigen Geschäftsausrichtung der Mehrzahl der Gesellschaften zu finden, so dass der Mixeffekt über den größeren Anteil an höhermargigen Convenience-Produkten teilweise gestiegene Rohwarenpreise kompensieren konnte. Die sonstigen betrieblichen Erträge sind insgesamt von EUR 2,9 Mio. auf EUR 2,2 Mio. zurückgegangen. Der Personalaufwand hat sich in 2021 um 19,4% auf EUR 106,8 Mio. erhöht. Während laufende tarifliche Lohnerhöhungen per se zu höheren Lohn- und Gehaltsausgaben führten, hat sich auch die Anzahl Mitarbeiter insgesamt um +3,78% im Rahmen der Umsetzung des in 2021 geltenden Leiharbeitergesetzes erhöht. Dadurch wurden insgesamt weitaus mehr gewerbliche Mitarbeiter beschäftigt (+31,6%), während die Anzahl der angestellten Mitarbeiter sich um 6,3% erhöht hat. Auch die sonstigen betrieblichen Aufwendungen verbleiben mit EUR 115,5 Mio. nahezu auf Vorjahresniveau (EUR 115,9 Mio). Während reine Verwaltungskosten leicht gesunken sind, erhöhten sich aber schon die Kosten für Energie und Mieten sowie für Unterhalt und Ersatz. Damit haben sich unter Beachtung der Personalkosten die Gesamtbetriebskosten insgesamt um +8,2% von EUR 205,4 Mio. auf EUR 222,3 Mio. erhöht. Ebenfalls belaufen sich die Abschreibungen auf immateriellen Vermögensgegenständen und Sachanlagen auf EUR 28,8 Mio. in 2021 und sind damit deutlich unter dem Niveau des Vorjahres (EUR 34,9 Mio.). In 2020 war der Betrag hauptsächlich bedingt durch außerplanmäßige Abschreibungen aufgrund von Anpassungen der Werthaltigkeit von Markenrechten in Höhe von EUR 7,2 Mio., während in 2021 außerplanmäßige Abschreibungen bei den Sachanlagen infolge einer Werthaltigkeitsprüfung für einen Produktionsstandort in Höhe von EUR 2,2 Mio. enthalten sind. Die Zinsaufwendungen liegen mit EUR 5,8 Mio. um EUR 6,3 Mio. unter dem Vorjahr, da die maßgebliche Rückzahlung des Konzerndarlehens aus den Mitteln der Einzahlung in die Kapitalrücklage Ende 2020 erfolgte und sich somit im Berichtsjahr gegenüber 2020 vollumfänglich zinswirksam (vermindernd) auswirkte. Das Konzernergebnis verbesserte sich weiterhin gegenüber dem Vorjahr von EUR -27 Mio. auf EUR -2,3 Mio. in 2021. Die wesentlichen Gründe dafür sind wie oben umfassend beschrieben eine verbesserte Marge aufgrund geringeren Materialaufwands und höherer Verkaufspreise sowie signifikant geringere Aufwendungen für Abschreibungen und Zinsen. Vor dem Hintergrund der auch in 2021 andauernden Corona-Pandemie und deren Auswirkungen auf die Gesamtwirtschaft und die Ernährungsindustrie im Bereich der Außer-Haus-Verpflegung beurteilt Bell diese Entwicklung bis Ende 2021 als positiv. Bezogen auf das Folgejahr 2022 setzt sich diese positive Entwicklung so wohl nicht fort. Aufgrund der sich in 2022 geänderten und krisenbelasteten Gesamtsituation mit hoher Inflation bzw. Teuerung gerade auch in den relevanten Bereichen Rohwaren und Logistik, teurer und schwerer verfügbarer Energie aufgrund des Ukrainekonflikts wird derzeit nicht davon ausgegangen, insgesamt über die Gruppe die noch Ende 2021 erwarteten Ergebnisse zu erwirtschaften. 4. Finanz- und Vermögenslage Im Berichtsjahr verringerte sich die Bilanzsumme um EUR -12,8 Mio. (-2,3%) auf EUR 541,9 Mio. Hierbei waren die wesentlichen Treiber die Abgänge und plan- sowie außerplanmäßigen Abschreibungen von Grundstücken und Gebäuden sowie bei technischen Anlagen und Maschinen, die zu einem Rückgang der Sachanlagen um EUR -14,8 Mio. führten. Denen gegenüber stand vor allem eine stichtagsbezogene Erhöhung der Vorräte, insbesondere bei Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen sowie bei den fertigen Erzeugnissen (EUR +7,9 Mio.). Bei den Sachlagen waren die Investitionen mit EUR 18,2 Mio. im Berichtsjahr um EUR 10,7 Mio. höher als die Abgänge und um EUR 5,3 Mio. geringer als die Abschreibungen. Die Investitionen in 2021 betreffen im Wesentlichen Anlagen im Bau sowie technische Anlagen und Maschinen. Die Abschreibungen enthalten außerplanmäßige Abschreibungen über EUR 2,2 Mio. von Grundstücken und Gebäuden sowie bei technischen Anlagen und Maschinen infolge einer Werthaltigkeitsprüfung für einen Standort. Die immateriellen Vermögensgegenstände erhöhten sich um EUR +3,2 Mio., hauptsächlich bedingt durch die im Geschäftsjahr vorgenommenen Umbuchungen und Zugänge (EUR +2,5 Mio.) und gegenläufigen planmäßigen Abschreibungen von EUR -5,3 Mio.. Im Geschäftsjahr wurden zudem weitere EUR +5,9 Mio. im Zuge der Einführung einer neuen ERP-Software als Vermögensgegenstand in Entwicklung aktiviert, davon EUR 2,3 Mio. aktivierte Eigenleistungen. Aufgrund der ausstehenden Fertigstellung fanden im Geschäftsjahr noch keine planmäßigen Abschreibungen statt. Im Vergleich zum Vorjahr, in dem die Finanzanlagen um EUR 8,5 Mio. auf EUR 11,5 Mio. aufgrund von Kapitalerhöhungen bei nicht in den Konzernabschluss einbezogenen Gesellschaften angestiegen waren, gab es im Berichtsjahr hier keine Veränderungen. Das Umlaufvermögen blieb mit EUR 289,6 Mio. gemessen am absoluten Betrag auf dem Niveau des Vorjahres (EUR -1,2 Mio.). Dabei sind die wesentlichen Veränderungen in den einzelnen Bilanzpositionen in der stichtagsbezogenen Erhöhung der Vorräte mit EUR +7,9 Mio. sowie in der Abnahme der liquiden Mittel, aufgrund von Darlehensablösung und Cashpooling mit einem Betrag von EUR -6,2 Mio. zu sehen. Die Einzahlung in die Kapitalrücklage per Ende 2020 über EUR 300 Mio. spiegelt die damit verbundene Stärkung der Eigenkapitalbasis auch in 2021 deutlich wider. Zum 31. Dezember 2021 weist der Konzern ein positives Eigenkapital von EUR 134 Mio. (Vj. EUR 136 Mio.) aus. Die Veränderung des Konzerneigenkapitals von 2020 auf 2021 ist im Wesentlichen auf das Konzernergebnis mit EUR -2,3 Mio. (Vj. EUR -26,7 Mio.) zurückzuführen. Die Rückstellungen haben sich nur gemessen an der Bilanzsumme unwesentlich um EUR 1,2 Mio. auf EUR 31,5 Mio. erhöht. Der Rückgang aller Verbindlichkeiten insgesamt um EUR -12,4 Mio. auf EUR 373,6 Mio. lässt sich im Wesentlichen in der Verringerung der Verbindlichen gegenüber Gesellschafter mit EUR -12,8 Mio. begründen. Alle Verbindlichkeiten von insgesamt EUR 373,6 Mio. sind wie im Vorjahr in der Regel kurzfristig fällig; Darlehensverbindlichkeiten an Gesellschafter von EUR 273,9 Mio. (Vj. EUR 293,8 Mio.) sind rechtlich ebenfalls kurzfristig fällig, wirtschaftlich aber mit einer Laufzeit von mehr als 5 Jahren zu beurteilen. Die Eigenkapitalquote beträgt per Ende des Geschäftsjahres 24,7% (Vj. 24,6%). Einige Gesellschaften der Gruppe sind dem Cash Pooling (verzinsliche Verrechnungskonten) der Muttergesellschaft in der Schweiz angeschlossen, womit wie schon in 2020 weiterhin keine wesentlichen Bankguthaben oder Bankverbindlichkeiten bestehen. Die Finanzierung erfolgt weiter über Konzerndarlehen der Muttergesellschaft. Das Cash Pooling wie auch die Konzerndarlehensvereinbarung erfolgte zu marktüblichen Zinsen. Der Geldfluss aus Unternehmenstätigkeit beträgt im Geschäftsjahr insgesamt EUR 25,3 Mio. (Vj. EUR 30,6 Mio.), für Investitionen, insbesondere ins immaterielle und Sachanlagevermögen sind im Saldo EUR -17,8 Mio. (Vj. EUR -38,8 Mio.) abgeflossen. Im Gegensatz zu 2020 aber nicht mehr in die Finanzanlagen (Vj. EUR -8,5 Mio). Aus der Finanzierungstätigkeit des Geschäftsjahres resultierte eine Abnahme der liquiden Mittel in Höhe von EUR -13,7 Mio. (Vj. EUR +9,2 Mio.), insbesondere aus dem höheren Saldo der Rückzahlungen über die Aufnahme von Krediten im Verbundbereich. Zugesagte, aber nicht genutzte Kreditlinien bestehen grundsätzlich nicht. Zum Stichtag bestehen außerbilanzielle Verpflichtungen von insgesamt EUR 21,4 Mio. (Vj. EUR 27,6 Mio.), von denen EUR 3,8 Mio. kurzfristig und EUR 0,5 Mio. nach mehr als 5 Jahren fällig sind. Die Fähigkeit der Gruppengesellschaften, ihren Zahlungsverpflichtungen nachzukommen, war während des Geschäftsjahres jederzeit gegeben. In einer Gesamtbeurteilung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage erfüllt die Gruppe im Ganzen trotz des deutlich reduzierten negativen Konzernergebnisses noch nicht die vorgegebenen Ertragsziele. Die schon in 2019 eingeleiteten und auch im Berichtsjahr fortgeführten Organisationsanpassungen, die Kapitalerhöhung im Vorjahr sowie die weitere Fokussierung auf margenstärkere Produktsegmente und ein konsequentes Kostenmanagement zeigten aber weitere Ertragsverbesserungen in 2021, was vor dem Hintergrund der in 2021 angefangenen, globalen wirtschaftlichen Verwerfungen wie der weiterhin andauernden Corona-Pandemie und stärker werdenden Inflation bzw. der beginnenden Energiekrise als positiv beurteilt werden kann. Eine solide Eigenkapitalbasis ist geschaffen, und die Finanzierung der geplanten Entwicklung ist über das Cash Pooling und die Konzerndarlehen gegeben, was die grundsätzlich positive Beurteilung des Jahres 2021 maßgeblich stützt. 5. Risikobericht Das konzernweite Risikomanagement (ERM Enterprise Risk Management) der Gruppengesellschaften ist Teil des ERM der Muttergesellschaft in der Schweiz. Dabei wird ein systematischer Prozess zusammen mit dem lokalen Management mit folgenden Elementen durchlaufen: Risikoidentifizierung, Risikoanalyse, Risikobewertung und Risikoüberwachung. Die Risiken werden jeweils auf die Ausprägungen Eintrittswahrscheinlichkeit (klein, mittel, groß, sehr groß) und Ertragsauswirkung (EBIT-Auswirkung über 3 Jahre: klein < EUR 1 Mio., mittel EUR 1-2 Mio., groß EUR 2-3 Mio., sehr groß > EUR 3 Mio.) einzeln bewertet. Die Risiken werden aktiv gesteuert und überwacht. Die oberste Verantwortung liegt beim Verwaltungsrat der Bell Food Group AG in Basel/Schweiz. Die Abteilung Interne Revision führt periodisch eine Aktualisierung des Risk Managements durch und erstellt einen Bericht zu Händen des Verwaltungsrats. Jedes Risiko wird einem Risiko-Eigner in einer Linienfunktion der jeweiligen Gesellschaft zugeordnet (Abteilungsleiter, Geschäftsführer), welcher das Risiko bewirtschaftet und überwacht. Einige Risiken werden über Versicherungsdeckungen reduziert. Die Risiken werden jedoch immer vor allfälliger Versicherungsdeckungen beurteilt (Bruttodarstellung). Ein Teil des Risikomanagements ist das rechnungslegungsbezogene interne Kontrollsystem (IKS) mit der Zielsetzung, durch die Implementierung von internen Kontrollen eine hinreichende Sicherheit bezüglich der Aufstellung des Jahres- bzw. Konzernabschlusses zu erlangen. Die nachfolgenden Risiken werden in absteigender Reihenfolge ihrer wirtschaftlichen Auswirkungen dargestellt. Sie haben einen EBIT-Effekt über 3 Jahre zwischen EUR 30 Mio. bis EUR 3 Mio. In 2021 hatten sich hinsichtlich der Identifizierung und Klassifizierung der Risiken gruppenweit (Bell Food Group) keine Veränderungen ergeben. Preiserhöhung Rohmaterialien Treiber: Preiserhöhungen der Rohmaterialien aufgrund Angebotsverknappung, Nachfrageerhöhung oder Teuerung. Risiko: Preiserhöhungen können nur zeitversetzt oder gar nicht in den Verkaufspreisen umgesetzt und so an den Kunden weitergegeben werden. Maßnahmen: Einkaufskontrakte mit einer mittelfristigen Laufzeit durch den Einkauf. Zeitnahe und konsequente Preiserhöhungen an Kunden durch den Vertrieb. Tierseuchen Treiber: Ausbruch einer Tierseuche. Risiko: Die Tierseuche führt zum Konsumverzicht durch die Konsumenten, womit der Umsatz stark beeinträchtigt wird. Die Produktion muss gestoppt und Waren vernichtet werden. Maßnahmen: Ein wirksames, umfassendes Qualitätsmanagement im Produktionsprozess. Nichtverfügbarkeit von Rohstoffen und Energie Treiber: Missernten, Tierseuchen, Exportrestriktionen von produzierenden Ländern, Logistikengpässe, längere Unterbrüche in der Energieversorgung. Risiko: Unvorhersehbare Ereignisse (Naturkatastrophen, Seuchen, politische Restriktionen) führen zu massiven Veränderungen in den verfügbaren Mengen und zu Produktionsausfällen. Maßnahmen: Definierte Notfallszenarien, Lagerhaltung, Diversifikation in der Beschaffung über Zweitlieferanten in anderen Ländern. Betriebsausfall durch Elementarschaden Treiber: Feuer, Sturm, Wasser und Erdbeben. Risiko: Schäden an Produktionsgebäuden, Maschinen, technischen Anlagen und der Logistikinfrastruktur. Maßnahmen: Bauliche Maßnahmen, Brandschutzkonzepte, Notfallplane, Evaluation von alternativen Produktionsbetrieben. Nichtverfügbarkeit von externen Logistikdienstleistungen Treiber: Kein Logistikangebot für Warenvertrieb, mangelnde Verfügbarkeit von Fahrern. Risiko: Zu wenige Logistikanbieter oder Transportfahrzeuge. Maßnahmen: Evaluation von alternativen Transportwegen, mittelfristige Zusammenarbeitsverträge. Gesetzesverstoß Treiber: Ein Mitarbeiter verstößt gegen geltendes Recht oder Regularien (z. B. Kartellrecht). Risiko: Der Gesetzesverstoß führt zu Geldstrafen und einem Reputationsverlust. Maßnahmen: Kommunizierte Compliance Richtlinien, regelmäßige Schulungen. Pandemie Treiber: Ausbruch einer Infektionskrankheit mit hohen Erkrankungszahlen bei den Mitarbeitenden. Risiko: Nicht ausreichendes Personal in Produktion und Verwaltung führt zu einer Betriebsunterbrechung, mit Folgen wie Warenvernichtungen und Umsatzverluste. Maßnahmen: Einrichtung eines betriebsinternen Krisenstabs, Einhaltung des Schutzkonzepts mit Hygienestandards und Abstandsvorschriften. Fachkräftemangel Treiber: Nicht verfügbares qualifiziertes Personal. Risiko: Fehlende Fachkräfte, die Betriebstätigkeit kann nicht aufrechterhalten werden, Überlastung des bestehenden Personals, vermeidbare Fehler. Maßnahmen: Attraktivität als Arbeitgeber stärken, internes Talentmanagement, Automatisierung. Qualitätsmangel, verunreinigte Produkte Treiber: Mikrobiologische, chemische, physikalische oder allergene Verunreinigungen. Risiko: Verunreinigte Produkte gelangen in den Verkauf und führen zu gesundheitlichen Problemen bei Konsumenten. Folgen wie Produktrückruf, Warenvernichtung und Reputationsschaden. Maßnahmen: Zertifizierte Qualitätsmanagementsysteme, externe Qualitäts-Audits, interne Qualitätsschulungen. IT-Systemverfügbarkeit, Cybercrime Treiber: Ausfall IT/ERP-System aufgrund ERP-Wechsel oder Cyber-Angriffen. Risiko: Ausfall von Betriebsaktivitäten in Einkauf, Produktion, Verkauf oder Services (v. a. Produktions-, Auslieferungs- und Fakturierungsunterbruch) sowie Verlust von Daten. Maßnahmen: Umfassendes Projektmanagement, ausgearbeitete Notfallszenarien, technische Sicherheitsvorkehrungen und Backup-Prozesse, Sensibilisierung der Mitarbeitenden. Insgesamt sieht die Geschäftsführung der Gesellschaft derzeit keine Risiken, deren Auswirkungen den Fortbestand des Konzerns gefährden könnten. Die Geschäftsführung ist davon überzeugt, dass für die im Rahmen des Risikoassessments identifizierten Risiken jeweils geeignete Maßnahmen zur Risikosteuerung bzw. Risikobegrenzung eingeleitet wurden. Sie geht daher davon aus, dass sich innerhalb eines überschaubaren Zeitraums aus diesen Risiken keine wesentlichen Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage ergeben werden. 6. Prognosebericht und Chancen/Risiken der künftigen Entwicklung Die Gruppengesellschaften der Bell Deutschland Holding GmbH bewegen sich weiterhin in einem stagnierenden bis rückläufigen Marktumfeld. Wie in den Vorjahren herrscht angebotsseitig eine hohe Intensität des Wettbewerbs. Auch Start-ups sorgen für eine sich weiter verstärkende Marktdynamik. Nachfrageseitig ist in Deutschland vor allem die Konzentration im Lebensmitteleinzelhandel hoch, was verbunden mit internationalen Einkaufsallianzen notwendige Preisanpassungen herausfordernd gestaltet. Die bisherige Entwicklung der allgemeinen wettbewerbsbezogenen, rechtlichen finanziellen und konsumseitig anspruchsbezogenen Marktumstände haben sich weiterhin nicht zum produktionsbezogenen Vorteil verändert. Die Ernährungs- und Konsumgewohnheiten der Konsumenten unterliegen weiterhin einem stetigen und immer dynamischeren Wandel. Für die Bell Deutschland Gruppengesellschaften ist dies jedes Jahr eine Herausforderung, aber auch sowohl ein Risiko wie auch eine Chance. Die nachfolgenden Chancen werden in absteigender Reihenfolge ihrer wirtschaftlichen Bedeutung dargestellt. Trends wie zum Beispiel Fleischersatz- oder Convenience-Produkte wurden aufgenommen, weiterentwickelt und werden weiterhin mit einem gesunden und qualitativ hochwertigen vegetarischen Sortiment bedient, das auch kontinuierlich ausgeweitet wird. Ebenso werden in allen Produktionsbereichen nachhaltige Aspekte in der Herstellung und der Verpackung berücksichtigt und Verpackungen und Verpackungstechnik bezogen auf z. B. Recyclebarkeit und Volumen optimiert. Damit soll die Wettbewerbsposition des Konzerns weiter gestärkt werden, wovon man sich einen höheren Marktanteil, zusätzliche Umsätze mit neuen Kundengruppen, eine erhöhte Rentabilität sowie Fortschritte im Sinne der Nachhaltigkeit erwartet. Neben Wachstumsinitiativen mit neuen Produkten arbeiten die Gruppengesellschaften auch weiterhin intensiv an Effizienzprojekten entlang der gesamten Supply Chain, vom Einkauf, der Produktion, den Services bis hin zum Vertrieb sowie zukünftig auch in den administrativen Bereichen. Nur so kann aus unserer Sicht der hohen Wettbewerbsintensität begegnet werden. Eine aktuelle Herausforderung stellte im Berichtsjahr weiterhin zudem die noch andauernde Coronapandemie dar. Die Bell Deutschland Gruppengesellschaften nehmen ihre Verantwortung für die Belegschaft sehr ernst und haben die in 2020 eingeführten Schutzmaßnahmen weiter versucht, zu optimieren und in Teilen auszuweiten, um Ansteckungsrisiken wie bisher so weit als möglich einzudämmen. Wie schon im Vorjahr hat die Coronakrise absatzseitig sowohl umsatzerhöhende (Absatz über den Lebensmitteleinzelhandel durch die vermehrte Verpflegung zu Hause) als auch umsatzsenkende Folgen (in der Außer-Haus-Verpflegung, der Gastronomie wie auch der Betriebsverpflegung durch vermehrte Home-Office-Regelungen). Es sind diesbzgl. auch aus heutiger Sicht keine Risiken ersichtlich, welche die Bell Deutschland Gruppe im wesentlichen Umfang nachhaltig beeinträchtigen könnten. Anfang des Geschäftsjahres 2021 rechnete die Bell Deutschland Gruppe derzeit mit einem insgesamt leichten Umsatzrückgang gegenüber 2020, was sich dann in 2021 aus vorgehend geschilderten Gründen so nicht ausgewirkt hat. Es wurde weiterhin mit etwas verbesserten Bruttomargen und einer leichten Optimierung der Betriebskosten (im Wesentlichen die Personalaufwand, Instandhaltung und allgemeinen Betriebskosten) aufgrund von Effizienzmaßnahmen zugunsten einer höheren Produktivität und Verbesserung z. B. der Wartungsintensität gerechnet. So erwartete die Bell Deutschland Gruppe u. a. aber auch aufgrund der sehr viel niedrigeren Zinsaufwendungen ein deutlich verbessertes Konzernergebnis 2021. Diese Annahmen sind so weit eingetroffen, als dass sich das Ergebnis der Gruppe im Vergleich zum Vorjahr signifikant verbessert hat, wenn auch für 2021 immer noch ein Konzernverlust festzustellen ist. Für das laufende Geschäftsjahr 2022 besteht trotz aller geopolitischen, wirtschaftlichen und umwelttechnischer Herausforderungen bislang immer noch ein moderater Optimismus. Der ifo-Geschäftsklimaindex fiel zu Beginn 2022 noch positiv aus, vor allem basierend auf der Erholung der Nachfrageseite, was sich nach dem Einsetzen der Ukrainekrise jedoch mehr und mehr ins Gegenteil verkehrt hat. Insofern ist es nun wieder fraglich, wann ein Niveau von vor Corona erreicht werden wird. Zum Jahresende 2022 ist der Geschäftsklimaindex in Anbetracht der weiterhin bestehenden großen wirtschaftlichen und politischen Unsicherheit deutlich eingetrübt und teilweise auf Rekordtief. Der Blick in die Zukunft fällt weiterhin sehr pessimistisch aus. Die Anzahl der Hersteller mit sinkenden Geschäftserwartungen übersteigt die der Hersteller mit positiven Erwartungen nach wie vor deutlich. 4 Allerdings wird das BiP in Deutschland, auch unter Berücksichtigung des Ukrainekonflikts, preisbereinigt um 1,6 % des Vorjahresvergleiches steigen. Danach wird für 2023 jedoch derzeit eine Rezession mit einem Rückgang der Wirtschaftsleistung von 0,6% prognostiziert. Auch für die übrigen Länder der EU sind die Konjunkturaussichten eher pessimistisch, was mit einer allgemeinen Verunsicherung der Märkte, historisch hohen Inflationsraten in der EU und Unwägbarkeiten bzgl. der Verfügbarkeit und Preisentwicklung für Energie begründet wird. Als weitere nun auch krisengeborene Herausforderungen werden sehr stark steigende Kosten, vor allem bei der Energie, sowie eine zunehmende Volatilität und Kostensteigerungen auf den Rohstoffmärkten, der Fachkräftemangel und weiterhin höhere Krankheitsstände gesehen, das Ganze verbunden mit einer sich dynamisch entwickelnden Inflation. Die Erwartung für die Verbraucherpreise 2021 in Deutschland war mit +3,0% außerordentlich hoch angenommen, nach einer Steigerung von +0,5% in 2020, hat sich aber bestätigt bzw. auch schon in 2021 teilweise übertroffen. Dass inflations- und knappheitsbedingte höhere Verbraucherpreise das Konsumklima belasten, zeigt die Zeit nach dem 24. Februar 2022. Hier ist lt. Angaben des statistischen Bundesamtes zu sehen, dass sich die monatlichen Inflationsraten von 4,9% im Januar bis hin zu 10,0% im November 2022 entwickelten. Für das Jahr 2023 wird auch mit einer anhaltend hohen Inflationsrate von 8,8% gerechnet. Auch in der EU insgesamt sind die inflationswerte in 2022 höher ausgefallen als erwartet und die jährliche Prognose wird auf 9,3% abgehoben. Es wird erwartet, dass die Inflation im Jahr 2023 zurückgeht, aber mit 7,0% in der EU hoch bleibt. Der ifo-Geschäftsklimaindex für 2022, ebenso wie für 2023, ist insbesondere aufgrund der oben beschriebenen zusätzlichen Krisenentwicklung negativ geprägt. Gleiches gilt entsprechend für den GfK-Konsumklimaindex, der die Verbraucherstimmung darstellt und der ebenfalls insbesondere im ersten Quartal 2022 sehr negativ geprägt war. Auch zum Jahresende 2022 befindet sich die Verbraucherstimmung aufgrund anhaltender wirtschaftlicher und politischer Unsicherheiten weiterhin auf einem Rekordtief. 5 Die wirtschaftlichen Aussichten sind insgesamt nach wie vor mit einem außergewöhnlichen Maß an Unsicherheit behaftet, da Russlands Angriffskrieg gegen die Ukraine anhält und das Potenzial für weitere wirtschaftliche Störungen noch lange nicht ausgeschöpft ist.
4 Konjunkturreport 11.2022 der Bundesvereinigung
der Deutschen Ernährungsindustrie BVE
Für das laufende Geschäftsjahr 2022 rechnet die Bell Deutschland Gruppe derzeit mit einem weiteren leichten Umsatzanstieg bei insgesamt leicht sinkenden Absätzen im Vergleich zu 2021, der aber vor allem von inflationsbedingten Preissteigerungen geprägt ist und generell aufgrund der ebenfalls überproportional gestiegenen Kosten in fast allen Bereichen keine Ergebnisverbesserung bedeuten wird. Diejenigen Gruppengesellschaften mit einem wesentlichen Anteil an Kunden im Bereich Außer-Haus-Verpflegung (Gastronomie) waren jedoch aufgrund der behördlichen Corona-Einschränkungen mit rückläufigen Umsätzen in den Vorjahren konfrontiert, was sich trotz Aufhebung der meisten Einschränkungen aufgrund der zurückhaltenden Entwicklung 2022 im Food-Service-Bereich noch nicht allzu sehr wirtschaftlich auswirkt. Der Markttrend und die Überarbeitung des Produktportfolios im Bereich Fleisch führt zu leicht sinkenden Absätzen, während der Bereich Geflügel ein weiteres Wachstum aufweisen kann. Für 2022, und auch darauf basierend für das Jahr 2023, wird vor allem aufgrund der krisenbedingten Preissteigerungen von im Vergleich zu 2021 grundsätzlich steigenden Umsätzen ausgegangen. Hierbei muss beachtet werden, dass durch stetig fallende Absätze im gesamten Fleischmarkt um bis zu 5% je nach Bereich sowie noch nicht vollends erholter Absätze im Conveniencebereich, diese Umsatzsteigerung für 2023 nur moderat, oder leicht höher als im Vergleich zur Umsatzsteigerung 2021 zu 2022 erwartet wird. Die Überarbeitung des Produktportfolios und die Fokussierung auf margenstärkere Produktsegmente sollen trotz aller Widrigkeiten weiterhin zu einer zumindest, im Vergleich zum Vorjahr, leicht steigenden Bruttomarge in 2022 führen. Für das Folgejahr 2023 wird jedoch aufgrund der anstehenden Rezession zumindest bis Mitte des Jahres von einer stagnierenden Marge ausgegangen. Aber dies in der Annahme bzw. unter der Voraussetzung, dass die gestiegenen Rohstoffpreise weiterhin sukzessive an die Kunden weitergegeben werden können. Eine Prognose für die 2. Hälfte des Jahres 2023 ist derzeit sehr unsicher, da alles davon abhängt, wie weit sich Rezession und Inflation in das Jahr ziehen. Das konsequente Kostenmanagement führte zu einer leichten Optimierung der Betriebskosten im Verhältnis zu den Umsatzerlösen, sowohl in 2021 so aber auch für 2022. Für die Folgejahre und somit auch für das Jahr 2023 wird aufgrund der Inflation, Verfügbarkeitssituation bei Grund- und Rohstoffen sowie bei der Energie von im Vergleich zu 2022 sehr viel stärkerer Preissteigerung ausgegangen, was voraussichtlich auch zu entsprechend höheren Betriebskosten führen wird. Bei dieser Aussage besteht aufgrund der derzeitigen Ungewissheit jedoch ein hohes Maß an Unsicherheit. Die Zinsaufwendungen sind in 2021 aufgrund der hohen Darlehensrückzahlung in 2020 deutlich geringer ausgefallen. All diese Maßnahmen führen wohl auch in 2022 insgesamt zu einer leichten Verbesserung des Konzernergebnisses gegenüber dem Vorjahr. Anfang 2022 wurde noch von einer merklichen Verbesserung des Konzernergebnisses, unter anderem aufgrund eines durch Kapitalerhöhungen in 2020 stark verbesserten Zinsergebnisses ausgegangen. Allerdings sind die Erwartungen für das Jahr 2023 hinsichtlich einer signifikanten Verbesserung des Konzernergebnisses im Vergleich zur Ergebnisentwicklung in 2021 und 2022 derzeit eher verhalten, wobei trotzdem davon ausgegangen wird, dass es zumindest in 2022 leicht positiv sein wird. Für 2023 besteht aufgrund der steigenden Kosten in allen Bereichen eine insgesamt eher pessimistische Ergebnisaussicht. Der Einmarsch der russischen Streitkräfte jedoch in die souveräne Ukraine am 24. Februar 2022 sowie die in Reaktion darauf festgelegten internationalen Sanktionen stellen das einschneidende Ereignis dar, das in der globalen Wirtschaft und damit in der Rechnungslegung für 2022 deutliche Spuren hinterlassen wird. In der Realwirtschaft ergaben sich im Laufe 2022 dadurch wesentliche Beeinträchtigungen und Risiken, etwa im Hinblick auf die Absatzmärkte, bestehende Lieferketten, insbesondere hinsichtlich des Rohstoff- und Energiebedarfs, hinsichtlich der Kreditversorgung durch externe Banken oder aus Cyberangriffen. Inwieweit und in welcher Form genau weitere staatliche Stützungsmaßnahmen ergriffen werden, ist derzeit fraglich oder zum Zeitpunkt der Erstellung des Lageberichts nicht abschließend verabschiedet. Auch inwieweit diese Krise zu einer nachhaltigen Transformation der Wirtschaft insgesamt führen wird, ist derzeit nicht absehbar. Aufgrund der sehr dynamischen Entwicklung im Zusammenhang mit dem Ukraine-Krieg haben sich im Laufe des Jahres 2022 immer weitere Auswirkungen auf die Produktion, die Lieferkette oder den Vertrieb der Bell Deutschland-Gruppe ergeben. Wie aber oben schon beschrieben wird dabei trotzdem mit einem leicht positiven Ergebnis für das Geschäftsjahr 2022 für die Bell Deutschland Gruppe gerechnet, derzeit insgesamt nicht jedoch für das Jahr 2023, bei dem von einem leicht negativen oder ausgeglichenen Ergebnis aufgrund weiter stark gestiegener Betriebskosten ausgegangen wird. Wir weisen aber ausdrücklich auf die Unsicherheiten bzgl. solcher Aussagen aufgrund der sich sehr dynamisch und kurzfristig verändernden politischen, wirtschaftlichen und sozialen Umfelder hin. Insgesamt sehen die gesetzlichen Vertreter jedoch derzeit keine derart wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit den geschilderten Ereignissen oder Gegebenheiten, die Zweifel an der Fähigkeit des Unternehmens zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können, und das Unternehmen möglicherweise nicht in der Lage ist, im gewöhnlichen Geschäftsverlauf seine Vermögenswerte zu realisieren sowie seine Schulden zu begleichen.
Seevetal, 6.12.2022 Martin Eryk Schygulla Markus von der Pütten Xavier Buro Konzernbilanz zum 31. Dezember 2021in Tausend EURAktiva
Passiva
Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2021in Tausend EUR
Konzern-Kapitalflussrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2021 in Tausend EUR
Entwicklung des Konzern-Eigenkapitalspiegels für das Geschäftsjahr 2021 in Tausend EUR
Entwicklung des Konzern-Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2021- Immaterielle Vermögensgegenständein Tausend EUR
- Sachanlagenin Tausend EUR
- Finanzanlagenin Tausend EUR
Konzernanhang für das Geschäftsjahr 20211. Allgemeine Angaben Die Muttergesellschaft Bell Deutschland Holding GmbH hat ihren Sitz in Seevetal und ist beim Handelsregister B des Amtsgerichtes Lüneburg unter der HRB 204257 eingetragen. Der vorliegende Konzernabschluss wurde auf Grundlage der Rechnungslegungsvorschriften des deutschen Handelsgesetzbuchs (HGB) unter Berücksichtigung der Deutschen Rechnungslegungsstandards (DRS) aufgestellt. Der Konzernabschluss besteht aus der Konzernbilanz, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, dem Konzernanhang, der Konzern-Kapitalflussrechnung und dem Konzern-Eigenkapitalspiegel. Die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung wird gemäß § 275 Abs. 2 HGB nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. Der Teilkonzernabschluss der Bell Deutschland Holding GmbH gehört zum Konzernkreis der Bell Food Group AG, Basel/Schweiz, und wird vollumfänglich in deren Konzernabschluss einbezogen (kleinster Kreis). Die Bell Food Group AG ist an der Schweizer Börse notiert. Die Coop-Gruppe Genossenschaft, Basel/Schweiz, hält 66,3% an der Bell Food Group AG und bezieht deren Konzernabschluss in ihre Konzernrechnung vollumfänglich ein (größter Kreis). Beide Unternehmen erstellen und publizieren einen Konzernabschluss, der nach Swiss GAAP FER Rechnungslegungsvorschriften aufgestellt wurde. Die Coop-Gruppe Genossenschaft ist eine Konsumgenossenschaft, an welcher rund 2,5 Millionen Schweizer Konsumenten angeschlossen sind. Das oberste Leitungsorgan, der Verwaltungsrat, wird durch die Regionalräte und die Delegiertenversammlung gewählt. Hinsichtlich der Offenlegung wird für die nachfolgenden Tochtergesellschaften in Deutschland die befreiende Vorschrift des § 264 Abs. 3 HGB bzw. § 264b HGB angewandt. 2. Konsolidierungskreis In den Konzernabschluss einbezogene Unternehmen:
Im Geschäftsjahr 2021 ergaben sich keine wesentlichen Änderungen der Zusammensetzung der einbezogenen Unternehmen. In den Konzernabschluss nicht einbezogene Unternehmen: Aufgrund der Tatsache, dass zu diesen Unternehmen keine dauerhafte Verbindung angestrebt wird (Weiterveräußerung, Schließung), werden folgende Unternehmen nicht in den Konzernabschluss einbezogen. Die Gesellschaften sind einzeln und zusammen von untergeordneter Bedeutung für die Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns. Die Bilanzierung zu Anschaffungskosten erfolgt unter den Anteilen an verbundenen Unternehmen in den Finanzanlagen.
3. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Für die Aufstellung des Konzernabschlusses waren die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend. Die Berichtswährung ist Euro (EUR). Die Zahlenangaben erfolgen in EUR oder in TEUR (Tausend Euro). Erworbene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens werden zu Anschaffungskosten bilanziert und entsprechend ihrer voraussichtlichen wirtschaftlichen Nutzungsdauer (4 bis 8 Jahre; lineare Methode) um planmäßige Abschreibungen vermindert. Das handelsrechtliche Wahlrecht zur Aktivierung selbst geschaffener immaterieller Vermögensgegenstände wird ausgeübt, wenn die einschlägigen Voraussetzungen der Aktivierung erfüllt sind. Aktiviert werden die auf die Entwicklungsphase entfallenden Herstellungskosten. Ab der Beendigung der Entwicklungsphase wird der Vermögensgegenstand planmäßig linear über die voraussichtliche wirtschaftliche Nutzungsdauer abgeschrieben. Der entgeltlich erworbene Geschäfts- oder Firmenwert wird zu den fortgeführten Anschaffungskosten erfasst und über eine Nutzungsdauer von zwölf Jahren linear abgeschrieben, weil in diesem Zeitraum die Markt- und Synergiepotenziale, welche zum bezahlten Geschäfts- oder Firmenwert geführt haben, voraussichtlich genutzt werden können. Sachanlagen werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten abzüglich planmäßiger und außerplanmäßiger Abschreibungen bewertet. Die Herstellungskosten enthalten die handelsrechtlich aktivierungspflichtigen Kostenbestandteile. Die Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens werden nach Maßgabe der voraussichtlichen wirtschaftlichen Nutzungsdauer linear abgeschrieben. Die Nutzungsdauer für Produktions- und Verwaltungsgebäude beträgt 30 bis 40 Jahre, für technische Anlagen und Maschinen 8 bis 13 Jahre, für Installationen 10 bis 15 Jahre, für Fahrzeuge 3 bis 7 Jahre, für Betriebs- und Geschäftsausstattung 5 bis 10 Jahre und für Informatik Hardware 4 Jahre. Die Abschreibungen auf Zugänge werden zeitanteilig im Zugangsjahr vorgenommen. Außerplanmäßige Abschreibungen werden vorgenommen, wenn voraussichtlich eine dauernde Wertminderung vorliegt. Für Anlagegüter mit einem Netto-Einzelwert von EUR 250 bis EUR 1.000 wird das steuerliche Sammelpostenverfahren aus Vereinfachungsgründen auch in der Handelsbilanz angewandt. Die Abschreibungen erfolgen über 5 Kalenderjahre. Bei den Finanzanlagen werden die Anteilsrechte an verbundenen Unternehmen zu Anschaffungskosten bzw. niedrigeren beizulegenden Werten angesetzt. Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sind zu durchschnittlichen Einstandspreisen oder den niedrigeren Marktpreisen am Bilanzstichtag bewertet. Die unfertigen und fertigen Erzeugnisse sind auf der Basis von Kalkulationen, die auf der aktuellen Betriebsrechnung beruhen, zu Herstellungskosten bewertet. Diese umfassen neben den direkt zuordenbaren Materialkosten und Fertigungseinzelkosten auch Fertigungs- und Materialgemeinkosten sowie Abschreibungen. Kosten der allgemeinen Verwaltung und Fremdkapitalkosten werden nicht aktiviert. Handelswaren sind zu durchschnittlichen Anschaffungskosten oder niedrigeren Marktpreisen bilanziert. Alle erkennbaren Risiken in den Vorräten, die sich aus Überbeständen mit zu langer Lagerdauer, geminderter Verwertbarkeit oder niedrigeren Wiederbeschaffungskosten ergeben, sind durch angemessene Abwertungen berücksichtigt. Zudem wird in allen Fällen verlustfrei bewertet. Bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind Einzelrisiken und das allgemeine Ausfall- und Kreditrisiko durch angemessene Wertberichtigungen berücksichtigt. Die übrigen Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände werden zum Nennwert angesetzt. Wertberichtigungen werden, soweit erforderlich, vorgenommen. Die Bewertung der liquiden Mittel erfolgt zum Nominalwert. Die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten enthalten Ausgaben vor dem Bilanzstichtag, welche Aufwendungen für bestimmte Zeiträume nach dem Bilanzstichtag darstellen. Die Auflösung erfolgt linear entsprechend dem Zeitablauf. Das Gezeichnete Kapital ist zum Nennwert angesetzt und voll einbezahlt. Die Kapitalrücklage enthält bei Gründung oder bei Kapitalerhöhungen über den Nennwert der zugrunde liegenden Anteile hinaus formell einbezahlte Beträge oder eingebrachte Werte (Agio) bzw. freiwillige Einzahlungen in die Rücklagen. Die Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung ergibt sich aus der erfolgsneutralen Erfassung der Umrechnungsdifferenzen bei Tochtergesellschaften in Fremdwährung. Die Rückstellungen für Pensionen und andere Verpflichtungen wurden mit Ausnahme der rückgedeckten Direktzahlungen gutachterlich unter Verwendung des Anwartschaftsverfahrens unter Berücksichtigung der Richttafeln 2018G von Prof. Dr. Heubeck bewertet und damit mit den nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrag angesetzt. Für die Abzinsung wurde pauschal der durchschnittliche Marktzins der vergangenen zehn Jahre bei einer restlichen Laufzeit von 15 Jahren von 1,87 % verwendet. Erwartete Rentensteigerungen wurden mit 1,60 % zugrunde gelegt. Der Gehaltstrend und Fluktuationswahrscheinlichkeiten mussten nicht berücksichtigt werden. Der Unterschiedsbetrag nach §253 Abs. 6 HGB (Anwendung des durchschnittlichen Marktzinses der vergangenen sieben Jahre) beträgt TEUR 156 (Vj. TEUR 205). Dieser Betrag unterliegt einer Ausschüttungssperre. Aus der Umstellung der Pensionsrückstellungen im Rahmen des BilMoG zum 01. Januar 2010 ergab sich ein Zuführungsbetrag im Vergleich zum alten Ansatz zum 31. Dezember 2009 von TEUR 778. Der Konzern macht von dem Wahlrecht des Art. 67 Abs. 1 Satz 1 EGHGB Gebrauch und verteilt den Aufwand aus der Umstellung über einen Zeitraum von maximal 15 Jahren. Im Geschäftsjahr 2021 wurden - unverändert zum Vorjahr - TEUR 52 als sonstiger betrieblicher Aufwand erfasst. Die verbleibenden stillen Lasten betragen zum 31.12.2021 TEUR 156. Die Steuerrückstellungen und sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen. Sie wurden in der Höhe des Betrages angesetzt, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung zur Erfüllung der Verpflichtungen notwendig sein wird. Die Jubiläumsrückstellungen wurden pauschal mit dem durchschnittlichen Marktzins der vergangenen sieben Jahre bei einer restlichen Laufzeit von 15 Jahren von 2,36 % abgezinst. Die Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt. Kurzfristige Fremdwährungsforderungen, -guthaben und -verbindlichkeiten werden zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet. Die passiven Rechnungsabgrenzungsposten enthalten Einnahmen vor dem Bilanzstichtag, welche Erträge für bestimmte Zeiträume nach dem Bilanzstichtag darstellen. Die Auflösung erfolgt linear entsprechend dem Zeitablauf. Latente Steuern werden auf die Unterschiede in den Bilanzansätzen der Handelsbilanz und der Steuerbilanz angesetzt, sofern sich diese in späteren Geschäftsjahren voraussichtlich abbauen. Aktive latente Steuern resultieren insbesondere aus abweichenden Wertansätzen bei Pensionsrückstellungen, passive latente Steuern im Wesentlichen aus abweichenden Wertansätzen von Gebäuden sowie Grund und Boden. Die Differenzen werden mit den jeweiligen Steuersätzen von 32% in Deutschland, 25% in Spanien und 19% in Polen berechnet. Es bestehen umfangreiche steuerliche Verlustvorträge in Deutschland, auf welche keine aktiven latenten Steuern angesetzt wurden. Eine Verrechnung von aktiven und passiven latenten Steuern kann aufgrund der Rechtsform oder Ergebnisabführungsverträgen über alle Gesellschaften in Deutschland hinweg erfolgen, mit Ausnahme der Bell Schwarzwälder Schinken GmbH. Aktive und passive latente Steuern werden demnach saldiert ausgewiesen. In Ausübung des Wahlrechts des § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB erfolgt kein Ansatz aktiver latenter Steuerüberhänge. 4. Konsolidierungsgrundsätze Der Bilanzstichtag aller in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen ist der 31. Dezember. Die Kapitalkonsolidierung erfolgte nach der Buchwertmethode zum Zeitpunkt der Erstkonsolidierung zum 31. Dezember 2018. Da die eigentlichen Erwerbszeitpunkte der Tochtergesellschaften teilweise deutlich in der Vergangenheit lagen, wurde der erstmalige Konzernabschluss damit aus Vereinfachungsgründen so aufgestellt, als ob dies bereits seit dem Erwerb des ersten Tochterunternehmens geschehen würde. Die sich hieraus ergebenden aktivischen Unterschiedsbeträge wurden als Geschäfts- oder Firmenwert unter den immateriellen Vermögensgegenständen ausgewiesen. Für Erwerbe ab dem 1. Januar 2019 erfolgt die Konsolidierung nach der Neubewertungsmethode. Im Rahmen der Schuldenkonsolidierung werden Forderungen sowie Schulden zwischen den konsolidierten Unternehmen verrechnet. Konzerninterne Umsätze werden im Zuge der Aufwands- und Ertragskonsolidierung mit den entsprechenden konzerninternen Aufwendungen verrechnet. Erträge und Aufwendungen aus sonstigen Geschäftsvorfällen zwischen den einbezogenen Unternehmen werden ebenfalls verrechnet. In den Vorräten enthaltene Zwischenergebnisse aus konzerninternen Lieferungen wurden aufgrund von Unwesentlichkeit nicht erfolgswirksam eliminiert. 5. Erläuterungen zur Bilanz Anlagevermögen Die Entwicklung des Anlagevermögens ist im Konzernanlagespiegel als Anlage zum Konzernanhang darstellt. Bei den immateriellen Vermögensgegenständen erfolgten Zugänge über TEUR 6.466 (VJ TEUR 5.783), namentlich Vermögensgegenstände in Entwicklung mit TEUR 5.924 (Einführung einer neuen ERP-Software), davon TEUR 2.339 aktivierte Eigenleistungen (VJ TEUR 1.100.). Da die ERP-Software zum 31. Dezember 2021 noch nicht abschließend fertiggestellt war, fanden im abgelaufenen Geschäftsjahr noch keine planmäßigen Abschreibungen statt. Ein Entwicklungsaufwand für die Entwicklung von neuen Produkten wird nicht aktiviert. Der Geschäfts- oder Firmenwert ergab sich aus dem Erwerb der Süddeutsche Truthahn AG, Ampfing, per 1. März 2016, der Hügli Nahrungsmittel GmbH, Radolfzell, per 1. Januar 2018 sowie der Pulyka GmbH, Ampfing, per 1. November 2020. Die Abschreibungen der Sachanlagen von TEUR -23.474 umfassen außerplanmäßige Abschreibungen von TEUR -2.161 infolge einer Werthaltigkeitsprüfung. Im Vorjahr enthielten die Abschreibungen der immateriellen Vermögenswerte außerplanmäßige Abschreibungen von TEUR -5.496 für Markenrechte sowie die der Sachanlagen in Höhe von TEUR -1.719. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Angaben in TEUR
Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen resultieren im Wesentlichen aus Lieferungen und Leistungen, in Höhe von TEUR 5.442 (VJ TEUR 2.531) dem Cash-Pooling sowie in Höhe von TEUR 19.690 (VJ TEUR 19.398) einem Darlehen an eine Gesellschaft außerhalb des Konsolidierungskreises. Eigenkapital Die Entwicklung des Eigenkapitals nach DRS 22 ist dem Konzern-Eigenkapitalspiegel zu entnehmen. Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen wurden wie im Vorjahr im Wesentlichen für Urlaubs- und Gleitzeitverpflichtungen, für Jubiläums- und Lohnverpflichtungen sowie für Kundenprämien gebildet. Mit Ausnahme der Jubiläumsrückstellungen betragen die Laufzeiten bis zu einem Jahr. Verbindlichkeiten Angaben in TEUR
Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen umfassen neben Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen vor allem Darlehen von Gesellschaftern in der Höhe von TEUR 273.931 (VJ TEUR 293.800), die rechtlich kurzfristig fällig sind, wirtschaftlich aber langfristig mit einer Laufzeit von mehr als fünf Jahren zu beurteilen sind. Die übrigen kurzfristigen Verbindlichkeiten mit TEUR 20.783 (VJ. TEUR 33.974) beinhalten hauptsächlich Verbindlichkeiten aus Darlehen und aufgelaufene Zinsen gegenüber der Bell Food Group AG, Basel/Schweiz (TEUR 5.710; VJ TEUR 21.380), sowie ein Darlehen (TEUR 11.646; VJ TEUR 11.646), welches die Hügli Holding AG, Steinach/Schweiz der Hügli Nahrungsmittel GmbH gewährt hat. Zudem bestehen Cashpool-Verbindlichkeiten in Höhe von TEUR 27.350 (VJ TEUR 4.018). 6. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung Umsatzerlöse Von den Umsatzerlösen aus dem Vertrieb von Nahrungsmitteln entfallen EUR 780 Mio. (VJ EUR 782 Mio.) auf Warenverkäufe, davon EUR 665 Mio. (VJ EUR 672 Mio.) an Dritte und EUR 115 Mio. (VJ EUR 110 Mio.) an verbundene Unternehmen, EUR 23 Mio. (VJ EUR 23 Mio.) aus Nebenerlösen und EUR -26 Mio. (VJ EUR -28 Mio.) Erlösminderungen. Insgesamt resultieren EUR 511 Mio. (VJ. EUR 510 Mio.) aus dem Fleischgeschäft und EUR 266 Mio. (VJ. EUR 267 Mio.) aus Convenience-Umsätzen. In 2021 ergab sich folgende geographische Aufteilung der Umsatzerlöse (in EUR Mio.):
Sonstige betriebliche Erträge Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten periodenfremde Erträge von TEUR 664 (VJ TEUR 498), im Wesentlichen aus der Auflösung von Rückstellungen. Sonstige betriebliche Aufwendungen Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten im Wesentlichen Büro- und Verwaltungsaufwendungen, Aufwendungen für Unterhalt und Ersatz, Energieaufwand und Aufwendungen für Betriebsmaterial sowie Mietaufwendungen. Die periodenfremden Aufwendungen betragen TEUR 135 (VJ TEUR 719) sowie im Vorjahr im Wesentlichen aufgrund von Erlösminderungen früherer Jahre und Forderungsverlusten. 7. Angaben zur Kapitalflussrechnung Die durch DRS 21 geforderten Angaben sind der Konzern-Kapitalflussrechnung zu entnehmen. Der Finanzmittelfonds entspricht der Bilanzposition "Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks". 8. Sonstige Angaben Mitarbeiter Durchschnittliche Anzahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Mitarbeiter:
Geschäftsführung Herr Martin Eryk Schygulla, Vorsitzender der Geschäftsführung, Geschäftsführer Vertrieb, seit 01. Mai 2022 Herr Marco Tschanz, Vorsitzender der Geschäftsführung (vom 16. August 2021 bis 30. April 2022), Vorstandsmitglied der Bell AG, Schweiz Herr Christian Schröder, Vorsitzender der Geschäftsführung, Geschäftsführer Vertrieb, bis 15. August 2021 Herr Markus von der Pütten, Geschäftsführer Produktion/Technik Herr Xavier Buro, Vorstandsmitglied der Bell AG, Schweiz Prüfungs- und Beratungsgebühren Das Honorar des Abschlussprüfers beträgt für die Abschlussprüfung TEUR 286 (VJ TEUR 326), für Steuerberatungsleistungen TEUR 34 (VJ TEUR 48) und für sonstige Beratungsdienstleistungen TEUR 12 (VJ TEUR 6). Sonstige nicht bilanzierte finanzielle Verpflichtungen Aus mehrjährigen Miet-/Baurechtsverträgen für Geschäftsgebäude bestehen Verpflichtungen über TEUR 20.513 (VJ TEUR 24.450), davon fällig innerhalb eines Jahres TEUR 3.672 (VJ TEUR 5.696), davon fällig in zwei bis fünf Jahren TEUR 16.841 (VJ TEUR 18.196) und nach fünf Jahren TEURO 0 (VJ TEUR 558). Aus operativem Leasing bestehen Verpflichtungen über TEUR 0 (Vj. TEUR 998). Weiter bestehen sonstige nicht bilanzierte Verpflichtungen über TEUR 867 (VJ TEUR 2.167), davon fällig innerhalb eines Jahres TEUR 127 (VJ TEUR 2.54), davon fällig in zwei bis fünf Jahren TEUR 307 (VJ TEUR 1.056) und nach fünf Jahren TEUR 433 (VVJ TEUR 857). Gewinnverwendung des Mutterunternehmens Die Gesellschafterversammlung hat beschlossen, den Jahresüberschuss in Höhe von TEUR 672 auf neue Rechnung vorzutragen. Konzernverhältnisse Die Bell Deutschland Holding GmbH, Seevetal, stellt einen Konzernabschluss für den kleinsten Kreis auf. Dieser wird im Bundesanzeiger publiziert. Die Bell Deutschland Holding GmbH ist mit ihren Tochtergesellschaften in den Konzernabschluss der Bell Food Group AG, Basel/Schweiz, einbezogen. In der Schweiz offengelegt wird der Abschluss unter https://www.bellfoodgroup.com/de/downloads/ und ist verlinkt mit der Finanzberichtsseite der Schweizer Börse. Die Bell Food Group AG ist wiederum einbezogen in die Coop-Gruppe Genossenschaft, Basel/Schweiz, welche den Konzernabschluss für den größten Kreis bildet. Der Geschäftsbericht ist erhältlich unter https://report.coop.ch/de/. Nachtragsbericht Nach dem Bilanzstichtag haben sich bzgl. Geschäftsvorfällen von besonderer Bedeutung folgendes ergeben: Entgegen der Einschätzung zum Jahresende 2021 konnte der Standort Börger im März 2022 veräußert werden, was für 2022 nach den außerplanmäßigen Abschreibungen in 2021 einen entsprechenden Buchgewinn von EUR 2,4 Mio. bedeutet. Des Weiteren waren schon seit der zweiten Hälfte des Jahres 2021 die Energiepreise in der EU und weltweit sprunghaft angestiegen. Die Brennstoffpreise sind infolge des Ukrainekonflikts weiter gestiegen, was auch zu Unsicherheit bzgl. der Energieversorgungssicherheit in der EU geführt hat. Russlands Entscheidung, die Gaslieferungen an mehrere EU-Mitgliedstaaten auszusetzen, hat die Lage weiter beeinträchtigt. Dieser Konflikt wirkt sich direkt auf die weltweite Ernährungssicherheit und die Erschwinglichkeit von Lebensmitteln und darauf bezogen auch auf die Rohwarenversorgung für Produktionsunternehmen aus. Derzeit stellt aber die Verfügbarkeit von Nahrungsmitteln, Futtermitteln und Düngemitteln in der EU noch kein großes Problem dar. Dennoch wird sich der Rückgang bei den Einfuhren von Mais, Weizen, Raps sowie Sonnenblumenöl und -schrot aus der Ukraine insbesondere auf die Futtermittelpreise und die Lebensmittelindustrie in der EU auswirken. Angesichts der hohen Marktpreise und der Inflationstendenzen infolge des Krieges in der Ukraine gilt eine große Sorge nach wie vor der Erschwinglichkeit. Für die Unternehmen der Bell Gruppe bedeutet dies in 2022 stark gestiegene Kosten im Bereich der Energieaufwendungen, des Rohstoffbezuges und der Logistikkosten, die sich im folgenden Geschäftsjahr mit schwieriger Verfügbarkeit und stark gesunkenen Margen bemerkbar machen werden.
Seevetal, 6. Dezember 2022 Martin Eryk Schygulla Marco Tschanz Markus von der Pütten Xavier Buro Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die Bell Deutschland Holding GmbH, Seevetal Prüfungsurteile Wir haben den Konzernabschluss der Bell Deutschland Holding GmbH, Seevetal, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzern-Bilanz zum 31. Dezember 2021, der Konzern-Gewinn und Verlustrechnung, der Konzern-Kapitalflussrechnung und dem Konzern-Eigenkapitalspiegel für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2021 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der Bell Deutschland Holding GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2021 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Hamburg, den 23. Dezember 2022 KPMG
AG
Hagenmüller, Wirtschaftsprüferin Sicha-Schröder, Wirtschaftsprüferin |
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