Stammdaten

Register
Amtsgericht Darmstadt HRB 87340
Vorher
Akasol Engineering GmbH
Eingetragen
27.11.2008
Branche
Herstellung von Batterien und AkkumulatorenHerstellung von Solarzellen und SolarmodulenHerstellung elektrischer und elektronischer Ausrüstungsgegenstände für Kraftwagen
Gegenstand
Die Entwicklung, die Herstellung und der Vertrieb von mobilen und stationären Energiespeichersystemen sowie von alternativen Antriebssystemen und regenerativen Energieanlagen. Des Weiteren erbringt die Gesellschaft Entwicklungs- und Beratungsdienstleistungen zu alternativen Antriebstechnologien und - konzepten sowie zu Energiespeichertechnologien und -lösungen.

Historie

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Management

NameRolle
Sven Schulz
seit 15.10.2010
Geschäftsführer
Felix von Borck
seit 27.11.2008
Geschäftsführer

Konzern- und Jahresabschlüsse

Akasol GmbH

Darmstadt

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2016 bis zum 31.12.2016

Lagebericht

Geschäftstätigkeit

Die Akasol GmbH entwickelt und produziert zukunftsweisende Lithium-Ionen-Batteriesysteme sowohl für den E-Mobility-Bereich für die Automobil- und Nutzfahrzeugindustrie, für Stadtbusse, Schienenfahrzeuge, Schiffe und Spezialfahrzeuge in Häfen und für den Untertagebau wie auch für den stationären Bereich für die Speicherung Erneuerbarer Energien. Dank seiner Technologie zählt die Akasol GmbH weltweit als Schrittmacher auf dem Weg zu einer wirtschaftlich sinnvollen Elektromobilität und einer effizienten umweltschonenden Energieversorgung.

Die Akasol GmbH ist als Tochtergesellschaft der Schulz Group GmbH Teil der Unternehmensgruppe Schulz Group. Neben dem Sitz der Gesellschaft in Darmstadt unterhält die Akasol GmbH eine Niederlassung in Ravensburg am dortigen Hauptsitz der Schulz Group GmbH.

2. Darstellung des Geschäftsverlaufs

2.1. Wirtschaftliches Umfeld

Auch in 2016 wuchs die Weltwirtschaft moderat um ca. 2,5% (2,8%).

In Westeuropa lag das Wachstum des Bruttoinlandprodukts (BIP) mit 1,7% leicht unter dem des Vorjahres. In Deutschland konnte hierbei ein Wirtschaftswachstum von 1,8% (1,5%) verzeichnet werden, unter anderem aufgrund der positiven Konsumentenstimmung. Einschneidendes Ereignis im Geschäftsjahr 2016 war die Brexit-Entscheidung, allerdings werden die wirtschaftlichen Auswirkungen erst für die Folgejahre erwartet. So konnte die britische Wirtschaft in diesem Jahr noch ein Wachstum von 2,0% aufweisen.

Das Wirtschaftswachstum in Zentral- und Osteuropa betrug in diesem Jahr zwar 1,3% und auch in Russland war mit -0,6% (-3,7%) eine Verlangsamung des Rückgangs der Wirtschaftsleistung zu verzeichnen, dennoch wirkt sich die angespannte Lage zwischen der Ukraine und Russland nach wie vor belastend auf die wirtschaftliche Situation aus.

Ein im Vergleich zum Vorjahr geringeres, aber nach wie vor solides Wachstum zeigte die US-Wirtschaft mit einer Zunahme von 1,6% (2,6%). Einen wesentlichen Einfluss auf die wirtschaftliche Lage Südamerikas hatte Brasilien mit einem erneut starken Rückgang der Wirtschaftsleistung um 3,6% (-3,8%).

Zwar kam es in China zu einem minimalen Rückgang der Wirtschaftsleistung, mit 6,7% (6,9%) stellt China nach wie vor eine der am stärksten wachsenden Wirtschaften dar. Ein eher verhaltenes Wachstum verzeichnete hingegen die japanische Wirtschaft mit einem Anstieg von 1,0% (1,2%).

2.2. Umsatz- und Auftragsentwicklung

Mit einer Gesamtleistung von TEUR 13.512 verzeichnete die Akasol GmbH ein im Vergleich zum Vorjahr deutlich umsatzstärkeres Geschäftsjahr.

So konnten im Laufe des Geschäftsjahres 2016 zahlreiche Kunden- und Entwicklungsprojekte, unter anderem für namhafte europäische Bushersteller sowie einen großen Zughersteller mit Sitz in Frankreich, erfolgreich abgeschlossen werden. Um eine erfolgreiche Durchführung der verschiedenen Projekte sicherstellen zu können, wurde bereits im Vorjahr mit dem Ausbau der Büroräumlichkeiten sowie einer Erweiterung der Produktionskapazitäten am bestehenden Standort in Darmstadt begonnen und in 2016 erfolgreich abgeschlossen. So wurde die positive Entwicklung des Vorjahres in 2016 fortgesetzt und auch für 2017 ist ein entsprechend positiver Auftragsbestand zu erwarten.

2.3. Investitionen

Die Investitionstätigkeit fiel im Geschäftsjahr 2016 mit einem Volumen von TEUR 143 deutlich verhaltener aus als noch im Vorjahr (TEUR 185). TEUR 15 der getätigten Investitionen entfielen hierbei auf neu angeschaffte EDV-Software. Die Investitionen in den Bereichen Büroeinrichtung und Geringwertige Wirtschaftsgüter betrugen TEUR 3 bzw. TEUR 7. Der Großteil der Investitionen wurde im Geschäftsjahr 2016 i.H.v. TEUR 63 im Bereich sonstige Betriebs- und Geschäftsausstattung getätigt.

2.4. Finanzierung

Per 31.12.2016 beliefen sich die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten auf TEUR 2.273, was aufgrund der planmäßigen Tilgung der Finanzierungsdarlehen einer Reduzierung von TEUR 1.103 im Vergleich zum Vorjahr entspricht.

Im Bereich der gruppeninternen Finanzierungsverbindlichkeiten (inkl. aktivierter Zinsen) im Rahmen des Cash Managements kam es im Vergleich zum Vorjahr zu einer deutlichen Absenkung auf TEUR 1.812 (TEUR 3.980). Trotz dieses Rückgangs stellt die Akasol GmbH nach wie vor einen der Finanzierungsnehmer innerhalb des Cash Managements der gesamten Schulz Group dar.

2.5. Personal- und Sozialbereich

Zum Ende des Geschäftsjahres 2016 beschäftigte die Akasol GmbH 77 Mitarbeiter, davon 58 in Vollzeitanstellung. Die Geschäftsleitung setzte sich aus den zwei Geschäftsführern Sven Schulz und Felix von Borck zusammen.

In den Bereichen Gesundheits- und Arbeitsschutz haben sich im Geschäftsjahr 2016 keine besonderen Vorkommnisse ereignet.

3. Darstellung der Lage

3.1. Ertragslage

Die Akasol GmbH verzeichnete für das Geschäftsjahr 2016 einen Jahresüberschuss in Höhe von TEUR 742 (TEUR 50). Im Bereich der Gesamtleistung kam es hierbei im Vergleich zum Vorjahr zu einem Anstieg um 47,8% auf TEUR 13.512. Dieser Anstieg der Gesamtleistung hatte eine Erhöhung des Materialaufwands um 63,5% auf TEUR 6.538 (TEUR 4.000) zur Folge.

Der Personalaufwand erhöhte sich im Vergleich zum vorhergehenden Geschäftsjahr ebenfalls um 26,0% auf insgesamt TEUR 3.809 (TEUR 3.023). Im Verhältnis zur Gesamtleistung entspricht dies 28,2% (33,1%).

Bei den sonstigen betrieblichen Aufwendungen kam es im Vergleich zu 2015 zu einer Steigerung von 17,6% auf insgesamt TEUR 1.910 (TEUR +286). Dieser Anstieg wurde z.T. durch eine Verringerung der Abschreibungen um -15,7% auf insgesamt TEUR 626 (TEUR -116) kompensiert.

Trotz der Rolle der Akasol GmbH als einer der Finanzierungsnehmer innerhalb des Cash Managements der gesamten Schulz Group verbesserte sich das Finanzergebnis in 2016 um TEUR 46 auf insgesamt TEUR -273.

3.2. Finanzlage

Die Akasol GmbH ist in das Cash Management und Cash Pooling der Schulz Group eingebunden, wodurch die Finanzierungssicherheit des Unternehmens gewährleistet ist.

Die anfallenden finanziellen Verpflichtungen wurden stets durch termingerechte Zahlung unter Ausnutzung der gebotenen Zahlungsziele, mitunter auch unter Erwirtschaftung von Skontoerträgen, erfüllt.

Der Cash Flow der Akasol GmbH belief sich im Geschäftsjahr 2016 auf TEUR -533.

Dieser negative Cash Flow beruht neben einem Mittelabfluss aus der Investitionstätigkeit auf einer deutlichen Reduzierung der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten (TEUR -1.103) sowie einem Abbau der gruppeninternen Finanzierungsverbindlichkeiten im Rahmen des Cash Managements (TEUR -1.970).

Demgegenüber stand ein positiver Cash Flow aus der operativen Tätigkeit in Höhe von TEUR 2.882.

3.3. Vermögenslage

Der Anteil des Anlagevermögens an der Bilanzsumme betrug per 31.12.2016 rund 24% und konnte sich somit relativ zur Bilanzsumme in 2016 um ca. 1% erhöhen.

Die Gesamtverbindlichkeiten verringerten sich im Geschäftsjahr 2016 um TEUR -3.816 (-39,6 %). Die Hauptgründe hierfür liegen in der bereits oben beschriebenen Reduzierung der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sowie der gruppeninternen Finanzierungsverbindlichkeiten.

Demgegenüber steht ein Anstieg im Bereich der Rückstellungen um 315,9% auf insgesamt TEUR 603.

4. Hinweise auf Risiken der künftigen Entwicklung

Die Akasol GmbH ist gesetzlich verpflichtet, auf wesentliche Risiken der zukünftigen Entwicklung, die bestandsgefährdende oder wesentliche Einflüsse auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage haben können, hinzuweisen.

Die Akasol GmbH verfügt sowohl auf Ebene der Einzelgesellschaft als auch auf Ebene der gesamten Schulz Group für das Erkennen wesentlicher Risiken über ein umfassendes Kontroll- und Risikomanagement. Wesentliche Bestandteile hiervon sind kontinuierlich auf Monatsbasis erstellte Berichte zur Entwicklung der Vermögens- und Ertragslage unter Einbeziehung von Soll-Ist-Analysen sowie detaillierte Liquiditätsplanungen. Die Steuerungs- und Überwachungssysteme werden fortlaufend weiterentwickelt und zunehmend durch IT-Systeme unterstützt, um das Maß der Risiken bewerten und handhaben zu können.

Unterstützt durch bestimmte wirtschaftspolitische Rahmenbedingungen sowie durch eine Zunahme des öffentlichen Interesses verhält sich das Marktumfeld der Akasol GmbH weiterhin sehr dynamisch. Diese positive Marktentwicklung könnte zu einer Verschärfung der Wettbewerbssituation durch weitere Marktteilnehmer sowie im Folgenden zu einem Absinken des Preisniveaus führen. Dieser Entwicklung versucht die Akasol GmbH durch Ausbau ihrer Technologieführerschaft und Stärkung ihrer Wettbewerbsposition entgegenzuwirken. Darüber hinaus konnte sich die Akasol GmbH, aufgrund einer über die letzten Jahre intensiv betriebenen Kundendiversifikation, neben der Nutzfahrzeugindustrie in weiteren Bereichen der Elektromobilität etablieren.

Insbesondere in dem angesprochenen Bereich der Elektromobilität besteht aufgrund des starken Marktwachstums in den kommenden Jahren eine große Herausforderung darin, mit der allgemeinen Marktentwicklung Schritt zu halten. Oberste Maxime des Managements der Akasol GmbH ist hierbei jedoch kein schnelles, organisationsgefährdendes Wachstum, sondern ein organisches und kontrollierbares Wachstum in allen Bereichen des Unternehmens bei gleichzeitiger Befriedigung aller relevanten Kundenbedürfnisse. Dieses Wachstum steht in starker Abhängigkeit von der Qualifikation und Verfügbarkeit neuer Mitarbeiter. Um einem drohenden Mangel an Fachpersonal in gewisser Weise vorzubeugen, pflegt die Akasol GmbH seit ihrer Gründung eine enge Zusammenarbeit mit den Hochschulen in Darmstadt und im Rhein-Main-Gebiet.

Aus dem oben beschriebenen dynamischen Marktumfeld ergeben sich zudem stetig neue Anforderungen an die technischen Entwicklungen des Produktportfolios der Akasol GmbH. Diesem Anspruch versucht die Akasol GmbH durch eine klare Trennung des mobilen und des stationären Geschäftsbereichs auf verschiedene Standorte und der Konzentration und Bündelung der Entwicklungstätigkeiten und des Entwicklungspersonals auf die jeweiligen Standorte gerecht zu werden.

Aufgrund der aktuellen Finanzierungsstruktur der Akasol GmbH sowie der Einbindung des Unternehmens in das Cash Management der Schulz Group sind keine existentiellen Liquiditätsrisiken erkennbar. Allerdings bleibt die genaue Betrachtung der Liquiditätsentwicklung ein wesentlicher Punkt im Rahmen der Unternehmenssteuerung.

Allgemeine Risiken gehen unverändert von den Finanzmärkten aus, vor allem aufgrund der anhaltend angespannten Verschuldungssituation vieler Länder. Auch die weitreichenden politischen Krisen können sich nach wie vor auf Umfeld der Akasol GmbH auswirken.

In Bezug auf die Finanzierungskosten ist für 2017 weiterhin mit einem niedrigen Zinsniveau zu rechnen. Jedoch kann die Akasol GmbH durch die Einbindung in die Gesamtfinanzierung der Schulz Group auf weiterhin ausreichende Mittel zurückgreifen.

Alle der Geschäftsleitung bekannten Risiken sind nach derzeitigem Erkenntnisstand durch entsprechende Rückstellungen ausreichend abgedeckt. Bestandsgefährdende Risiken lassen sich derzeit nicht erkennen.

5. Sonstige Angaben, insbesondere über die voraussichtliche Entwicklung

Eine Fortsetzung der positiven Entwicklung der Vorjahre ist sowohl in 2017 wie auch in den Folgejahren zu erwarten. So konnte die Akasol GmbH das Geschäftsjahr 2017 aufgrund verschiedener Projekte, die bereits in 2016 verhandelt und begonnen wurden, mit einem entsprechend hohen Auftragsbestand beginnen.

Darüber hinaus konnte die Akasol GmbH mit namhaften europäischen Nutzfahrzeugherstellern Rahmenvereinbarungen über eine entsprechende Serienproduktion von Batteriesystemen unterzeichnen, welche hauptsächlich ab dem Jahr 2018 beginnen wird. Neben dem vereinbarten Volumen für die Serienproduktion werden weitere kleinere Kundenprojekte den Auftragsbestand der Akasol GmbH vergrößern.

Um das anstehende Auftragsvolumen sowie die Serienfertigung erfolgreich abbilden zu können, wird die Akasol GmbH zusätzliche Produktionsstandorte im Raum Darmstadt in Betrieb nehmen.

Ereignisse von besonderer Bedeutung nach dem Abschlussstichtag haben sich nicht ereignet.

 

Darmstadt, den 28. April 2017

Bilanz

Aktiva

31.12.2016
EUR
31.12.2015
EUR
A. Anlagevermögen 1.897.566,06 2.443.661,81
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 595.148,00 971.087,00
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 552.705,00 907.140,00
2. sonstige immaterielle Vermögensgegenstände 42.443,00 63.947,00
II. Sachanlagen 1.302.418,06 1.472.574,81
1. technische Anlagen und Maschinen 153.609,00 262.163,00
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 658.719,00 632.716,00
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 490.090,06 577.695,81
B. Umlaufvermögen 6.131.232,87 8.201.263,18
I. Vorräte 7.140.204,96 8.098.897,55
1. erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen (offen aktivisch abgesetzt) -3.820.418,08 -3.607.854,54
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 2.000.462,11 2.366.303,68
1. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 0,00 5.506,40
2. sonstige Vermögensgegenstände 2.000.462,11 2.360.797,28
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 810.983,88 1.343.916,49
Summe Aktiva 8.028.798,93 10.644.924,99

Passiva

   
  31.12.2016
EUR
31.12.2015
EUR
A. Eigenkapital 1.614.264,02 871.816,08
I. gezeichnetes Kapital 2.000.000,00 2.000.000,00
II. Verlustvortrag 1.128.183,92 1.178.199,99
III. Jahresüberschuss 742.447,94 50.016,07
B. Rückstellungen 603.272,30 145.215,80
C. Verbindlichkeiten 5.811.262,61 9.627.893,11
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 2.272.567,85 3.376.159,32
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 2.514.748,66 4.647.918,89
3. sonstige Verbindlichkeiten 1.023.946,10 1.603.814,90
Summe Passiva 8.028.798,93 10.644.924,99

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2016 - 31.12.2016
EUR
1.1.2015 - 31.12.2015
EUR
1. Rohergebnis 7.383.452,06 5.758.603,18
2. Personalaufwand 3.809.190,87 3.022.947,75
a) Löhne und Gehälter 3.225.368,56 2.525.656,92
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 583.822,31 497.290,83
davon für Altersversorgung 30.971,96 26.145,76
3. Abschreibungen 626.210,21 742.594,17
a) Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 626.210,21 742.594,17
4. sonstige betriebliche Aufwendungen 1.914.786,09 1.623.750,42
5. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 272.723,72 319.026,77
6. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 17.825,23 0,00
7. Ergebnis nach Steuern 742.715,94 50.284,07
8. sonstige Steuern 268,00 268,00
Jahresüberschuss 742.447,94 50.016,07

Anhang

Allgemeine Hinweise

Die Firma Akasol GmbH hat ihren Sitz in Darmstadt und ist eingetragen in das Handelsregister beim Amtsgericht Darmstadt HRB 87340.

Der vorliegende Jahresabschluss wurde gemäß §§ 242 ff. und §§ 264 ff. HGB in der Fassung des Bilanzrichtlinie-Umsetzungsgesetzes (BilRUG) sowie nach den einschlägigen Vorschriften des GmbHG aufgestellt. Es gelten die Vorschriften für mittelgroße Kapitalgesellschaften.

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

Dabei wurden zur besseren Vergleichbarkeit Vorjahresbeträge entsprechend der Neufassung der Umsatzerlöse durch das BilRUG umgegliedert.

Um die Klarheit der Darstellung zu verbessern, haben wir einzelne Posten der Bilanz sowie der Gewinn- und Verlustrechnung zusammengefasst und daher in diesem Anhang gesondert aufgegliedert und erläutert. Aus dem gleichen Grund wurden die Angaben zur Mitzugehörigkeit zu anderen Posten der Bilanz ebenfalls an dieser Stelle gemacht.

Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren im Wesentlichen unverändert die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend.

Die selbst geschaffenen und entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten bilanziert und entsprechend ihrer Nutzungsdauer um planmäßige Abschreibungen (3 bzw. 5 Jahre; lineare Methode) vermindert.

Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und wird, soweit abnutzbar, um planmäßige lineare Abschreibungen nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer vermindert.

In einem Wirtschaftsjahr angeschaffte oder hergestellte geringwertige Wirtschaftsgüter werden aus Vereinfachungsgründen entsprechend den Regelungen nach § 6 Abs. 2 bzw. Abs. 2a EStG angesetzt. Dabei werden alternativ geringwertige Wirtschaftsgüter mit Anschaffungs- oder Herstellungskosten bis EUR 410,00 im Erwerbsjahr voll abgeschrieben und mit Anschaffungs- oder Herstellungskosten von EUR 150,00 bis EUR 1.000,00 im Erwerbsjahr als Sammelposten aktiviert und linear auf fünf Jahre abgeschrieben. Die Wahlalternative wird für Anschaffungen in einem Wirtschaftsjahr einheitlich so ausgeübt, dass sich möglichst kurze Abschreibungsdauern ergeben.

Die Bewertung der Gegenstände des Vorratsvermögens erfolgt grundsätzlich zu Anschaffungskosten unter Beachtung des strengen Niederstwertprinzips.

Die fertigen und unfertigen Erzeugnisse und unfertigen Leistungen werden zu den je nach Fertigungsgrad angefallenen Herstellungskosten bewertet. Die angesetzten Herstellungskosten enthalten neben den direkt zurechenbaren Fertigungs- und Materialkosten auch Fertigungs- und Materialgemeinkosten.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert angesetzt. Für die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen ist eine pauschale Wertberichtigung in Höhe von 1 vom Hundert der Nettokundenforderungen eingestellt worden.

Die Steuerrückstellungen beinhalten die bis zum Bilanzstichtag noch nicht veranlagten Steuern.

Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten. Sie sind in der Höhe angesetzt, die nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist.

Die Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt.

Erläuterungen zu einzelnen Posten des Jahresabschlusses

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen im Geschäftsjahr im Anlagespiegel dargestellt.

Von den sonstigen Vermögensgegenständen hat ein Teilbetrag von EUR 14.000,00 (Vj. EUR 0,00) eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr.

Für die Ausschüttung gesperrte Beträge nach § 268 Abs. 8 HGB bestehen in Höhe von EUR 552.705,00 (Vj EUR 907.140,00); sie entfallen vollständig auf die Aktivierung selbst erstellter immaterieller Vermögensgegenstände.

Die sonstigen Rückstellungen werden im Wesentlichen für Berufsgenossenschaftsabgaben, Urlaubsansprüche und Gleitzeitguthaben, Anwalts- und Gerichtskosten, Prämien- und Tantiemezahlungen, Gewährleistungsansprüche und Jahresabschlusskosten gebildet.

Verbindlichkeiten

In den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen ist das Gesellschafterdarlehen der Schulz Group GmbH in Höhe von EUR 656.512,50 (Vj. EUR 656.512,50) enthalten. Dieses Gesellschafterdarlehen wird mit jährlich 5% verzinst; eine Sicherheitenstellung ist nicht getroffen worden.

In den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sind Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von EUR 46.609,71 (Vj. EUR 11.680,84) enthalten (Mitzugehörigkeitsvermerk).

Die Restlaufzeiten sind im Verbindlichkeitenspiegel dargestellt:

insgesamt
EUR
bis 1 Jahr
EUR
1 bis 5 Jahre
EUR
über 5 Jahre
EUR
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 2.272.567,85 462.420,47 1.452.777,92 357.369,46
  (3.376.159,32) (1.109.067,46) (1.640.277,92) (626.813,94)
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 697.998,67 697.998,67 0,00 0,00
  (1.259.558,81) (1.259.558,81) (0,00) (0,00)
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 2.514.748,66 1.889.498,66 625.250,00 0,00
  (4.647.918,89) (4.022.668,89) (625.250,00) (0,00)
Sonstige Verbindlichkeiten 325.947,43 325.947,43 0,00 0,00
  (344.256,09) (344.256,09) (0,00) (0,00)
Summen Geschäftsjahr 5.811.262,61 3.375.865,23 2.078.027,92 357.369,46
(Summen Vorjahr) (9.627.893,11) (6.735.551,25) (2.265.527,92) (626.813,94)

Die Verbindlichkeiten aus Steuern betragen EUR 158.731,04 (Vj. EUR 136.592,62) und die Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit betragen EUR 18.529,35 (Vj. EUR 1.216,20).

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind in Höhe von EUR 852.295,93 (Vj. EUR 987.018,17) durch Forderungsabtretung und Sicherungsübereignungen gesichert.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Die Gesellschaft ist sonstige finanzielle Verpflichtungen im Wesentlichen für Miet- und Leasingverträge von jährlich TEUR 134 eingegangen. Für Rahmenkreditverträge von TEUR 10.000 und für Avalkreditrahmen von TEUR 5.000 zu Gunsten der Firma Schulz Group GmbH in Ravensburg besteht eine gesamtschuldnerische Mithaftung gemeinschaftlich neben den weiteren Unternehmen der Gruppe.

Sonstige Angaben

Geschäftsführung

Im Berichtsjahr wurde die Geschäftsführung von Herrn Felix von Borck und Herrn Sven Schulz wahrgenommen. Die Geschäftsführer sind jeweils einzelvertretungsberechtigt und von den Beschränkungen des § 181 BGB befreit.

Auf die Angabe der Geschäftsführerbezüge wird unter Hinweis auf die Vorschrift des § 286 Abs. 4 HGB verzichtet.

Mitarbeiter

Während des Geschäftsjahres waren durchschnittlich beschäftigt:

Angestellte 67
Auszubildende und Praktikanten 8
Summe 75

Sonstige betriebliche Erträge

In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind Fördermittel vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie in Höhe von EUR 360.990,24 (Vj EUR 451.482,68) als außergewöhnliche Erträge enthalten.

Ergebnisverwendung

Die Geschäftsführung schlägt vor, den Bilanzverlust in Höhe von EUR 385.735,98 auf neue Rechnung vorzutragen.

Nachtragsbericht

Vorgänge von besonderer Bedeutung, die nach dem Schluss des Geschäftsjahrs eingetreten und weder in der Gewinn- und Verlustrechnung noch in der Bilanz berücksichtigt sind haben sich nicht ergeben.

AHK historisc h
EUR
Zugänge Geschäft sjahr
EUR
Abgänge Geschäft sjahr
EUR
Umbuchu ngen Geschäft sjahr
EUR
A. Anlagevermögen        
I. Immaterielle Vermögensgegenständ e        
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 3.104.72 9,78 0,00 0,00 0,00
2. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 194.109, 40 15.268,2 8 0,00 0,00
Zwischensumme 3.298.83 9,18 15.268,2 8 0,00 0,00
II. Sachanlagen        
1. technische Anlagen und Maschinen 941.439, 43 9.413,75 59.000,0 0 0,00
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.135.24 0,54 207.599, 18 5.561,00 0,00
3. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 577.695, 81 1.772,83 0,00 -89.378,5 8
Zwischensumme 2.654.37 5,78 218.785, 76 64.561,0 0 -89.378,5 8
Endsumme 5.953.21 4,96 234.054, 04 64.561,0 0 -89.378,5 8
Zuschreib ungen Geschäft sjahr
EUR
Abschrei bungen kumuliert
EUR
Buchwert 31.12.20 16
EUR
Buchwert 01.01.20 16
EUR
A. Anlagevermögen        
I. Immaterielle Vermögensgegenständ e        
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 0,00 2.552.02 4,78 552.705, 00 907.140, 00
2. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 0,00 166.934, 68 42.443,0 0 63.947,0 0
Zwischensumme 0,00 2.718.95 9,46 595.148, 00 971.087, 00
II. Sachanlagen        
1. technische Anlagen und Maschinen 0,00 737.244, 18 153.609, 00 262.163, 00
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 0,00 676.420, 72 658.719, 00 632.716, 00
3. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 490.090, 06 577.695, 81
Zwischensumme 0,00 1.413.66 4,90 1.302.41 8,06 1.472.57 4,81
Endsumme 0,00 4.132.62 4,36 1.897.56 6,06 2.443.66 1,81
Abschrei bungen Geschäft sjahr
EUR
A. Anlagevermögen  
I. Immaterielle Vermögensgegenständ e  
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 354.435, 00
2. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 36.772,2 8
Zwischensumme 391.207, 28
II. Sachanlagen  
1. technische Anlagen und Maschinen 58.967,7 5
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 176.035, 18
3. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00
Zwischensumme 235.002, 93
Endsumme 626.210, 21

 

Darmstadt, den 28. April 2017

Sven Schulz, Geschäftsführer

Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

"Wir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der Akasol GmbH, Darmstadt, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2016 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen des Gesellschaftsvertrages liegen in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bilds der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen des Gesellschaftsvertrages und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht im Einklang mit dem Jahresabschluss, die gesetzlichen Vorschriften zur Aufstellung des Lageberichts wurden beachtet und der Lagebericht vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar."

 

Tettnang, den 10. Mai 2017

Hänle & Partner
Steuerberater und Wirtschaftsprüfer

Herbert Hänle, Wirtschaftsprüfer

Die Feststellung bzw. Billigung des Jahresabschlusses erfolgte am 24.5.2017.

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