Stammdaten

Register
Amtsgericht Charlottenburg (Berlin) HRB 214074
Eingetragen
18.1.2002
Branche
Verwaltung von Gewerbegrundstücken und Nichtwohngebäuden für DritteVermietung, Verpachtung von eigenen oder geleasten Gewerbegrundstücken und NichtwohngebäudenVerwaltung von Wohngrundstücken, Wohngebäuden und Wohnungen für Dritte
Gegenstand
Anpachtung und Betrieb von Hotels, Gastronomiebetrieben sowie sonstigen gastgewerblichen Unternehmen, sowie alle hiermit im Zusammenhang stehenden Rechtsgeschäfte und Dienstleistungen; Verwaltung eigenen Vermögens.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Ronald Giese
seit 26.2.2025
Geschäftsführer
Dirk Haupt
seit 12.3.2024
Prokura
Geschäftsführer

Beteiligungen
Beta

NameAnteil
No data available

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

PRIMESTAR Hospitality GmbH

Berlin

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2022

A. Grundlagen des Unternehmens

Der Gegenstand des Unternehmens ist die Anpachtung und der Betrieb von Hotels und Gastronomiebetrieben.

Die Gesellschaft betrieb im Jahr 2022 elf Hotels in den Städten Frankfurt, Berlin, Freiburg, München, Dresden, Hamburg, Offenbach und Potsdam. Sämtliche Hotels werden als Franchise geführt. Vier unter der Marke Hampton by Hilton, drei unter Holiday Inn, drei als Holiday Inn Express und eines als Hotel Super 8. Der Sitz der Gesellschaft liegt in Berlin.

Ziel der Gesellschaft ist, das Hotelportfolio auszubauen und das Wachstum im 2-Sterne-Budget- bis hin zum 4-Sterne-Business-Midscale-Segment weiter voranzutreiben.

Als bedeutsamste finanzielle Leistungsindikatoren gelten die Umsatzerlöse sowie das Jahresergebnis vor Abschreibung, Zinsen und Steuern ("EBITDA").

B. Wirtschaftsbericht

Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes wuchs das Bruttoinlandsprodukt im Jahr 2022 preisbereinigt um 1,8 %. Die deutsche Wirtschaft konnte somit trotz des Ukraine-Krieges und den damit verbunden Schwankungen bei den Energiepreisen wachsen. Insbesondere der private Konsum und die Produktion zeigten Nachholeffekte nach der Corona-Pandemie zudem verringerten sich die Lieferengpässe gegen Ende des Jahres. Die Inflation jedoch könnte insbesondere den privaten Konsum abkühlen. Zwar zeigte sich die Industrie insgesamt relativ resistent gegenüber den steigenden Energiepreisen, punktuell blieb die Produktion jedoch bereits deutlich unter den Werten des Vorjahres. Nicht zuletzt der starke Anstieg der Leitzinsen, die der Inflation entgegenwirken sollen, wirkt sich negativ auf das Investitionsverhalten aus und führt zur Rückstellung von Investitionsprojekten. 1

Hotelmarkt

Zwar erholte sich die Tourismusbranche im Jahr 2022 deutlich von der Corona-Pandemie, jedoch konnte bei den Übernachtungszahlen das Vorkrisen-Niveau noch nicht wieder erreicht werden. Die deutschen Beherbergungsbetriebe verzeichneten im Jahr 2022 450,8 Millionen Gästeübernachtungen, dies entspricht einer Steigerung von 45,3 % gegenüber dem Vorjahr.

Während die Übernachtungen von Gästen aus dem Inland um 37,1 % stiegen, steigerte sich die Zahl der Übernachtungen von Gästen aus dem Ausland um deutliche 119,6 %. Der Anteil ausländischer Gäste lag mit 15,1 % noch unter dem Rekordwert aus 2019 mit 18,1 %.2

C. Geschäftsverlauf

1. Eröffnungen und Bestand

Die Gesellschaft betrieb über das gesamte Geschäftsjahr 11 Hotels in Dresden, Hamburg, Berlin, Freiburg, Frankfurt, Offenbach, Potsdam und München mit einer Zimmerkapazität von 2.351 Zimmern. Im Verlauf des Geschäftsjahres wurden keine weiteren Hotels eröffnet. Nach wie vor ist die Vergleichbarkeit mit den Vorjahreszahlen der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung auf Grund der Corona-Pandemie nur eingeschränkt möglich.

Die Prognose des Managements ging für das Geschäftsjahr 2022 von einem Umsatz in Höhe von EUR 59.000.000 und einem EBITDA von EUR 1.500.000 aus. Dieses Ziel konnte mit einem Umsatz von ca. 65,0 Mio. EUR übertroffen werden, was insbesondere auf ein starkes zweites Halbjahr zurückzuführen ist. Die Profitabilität ist auf Grund der anziehenden Inflation gesunken.

2. Ertragslage 3

2022
EUR
2021
EUR
Veränderung
EUR
%
Umsatzerlöse 64.706.098 24.618.299 40.087.799 162,8
Sonstige betriebliche Erträge 7.358.077 17.177.479 -9.819.402 -57,2
Materialaufwand -10.661.833 -4.196.444 -6.465.389 154,1
Personalaufwand -11.077.461 -5.616.161 -5.461.300 97,2
Sonstige betriebliche Aufwendungen -45.293.948 -28.753.775 -16.540.173 57,5
Sonstige Steuern 187.313 -2.578,83 189.892 -7363,5
EBITDA 5.218.245 3.226.819 1.991.426 61,7
Abschreibungen -2.526.407 -2.368.137 -158.269 6,7
Finanzergebnis -264.985 -335.482 70.497 -21
Ertragsteuern -1.207.407 -325.990 -881.416 270,4
Jahresergebnis 1.219.447 197.209 1.022.238 518,4

Die Umsatzerlöse der Gesellschaft konnten um 162,8 % auf EUR 64.706.098 gesteigert werden. Mit Ausnahme des ersten Quartals konnten die Hotels ihren regulären Betrieb störungsfrei aufrechterhalten. Die beiden in 2021 eröffneten Hotels in Offenbach und Potsdam konnten ihr ersten volles Betriebsjahr verzeichnen.

Das EBITDA betrug EUR 5.218.245 und konnte somit um 61,7 % gegenüber dem Vorjahr gesteigert werden.

Die sonstigen betrieblichen Erträge sanken um 57,2 % gegenüber dem Vorjahr auf EUR 7.358.077, was insbesondere auf die gesunkenen Zuschüsse der außerordentlichen Wirtschaftshilfen zurückzuführen ist.

Der Materialaufwand stieg um EUR 6.465.389 bzw. 154,1 % auf EUR 10.661.833. Der Anstieg ist auf die Rückkehr zum weitgehenden Normalbetrieb nach der Corona-Krise zurückzuführen.

Auf Grund derselben Thematik sowie der vollen Berücksichtigung der Hotels, welche in der zweiten Jahreshälfte 2021 eröffnet haben, stieg der Personalaufwand um 97,2 % auf EUR 11.077.461.

Ebenso liegt der Anstieg der sonstigen betrieblichen Aufwendungen von EUR 28.753.775 auf 45.293.948 begründet in den gesteigerten Umsätzen und den damit verbundenen umsatzabhängigen Kosten (Franchise-, und Reservierungsgebühren oder auch Wäschereinigung etc.)

Die Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen erhöhten sich aufgrund gestiegener Investitionen in das Anlagevermögen, nicht zuletzt auf Grund der zwei im Jahr 2021 eröffneten Hotels, gegenüber dem Vorjahr um EUR 158.269 (6,7 %) auf EUR 2.526.407.

Das Finanzergebnis hat sich mit EUR -264.985 um EUR 70.497 verbessert. Darin enthalten sind im Wesentlichen Kautionsversicherungen.

Die Ertragsteuern belaufen sich auf EUR 1.207.407. Im Vorjahr lagen diese in bei EUR 325.990.

Das Jahresergebnis konnte von EUR 197.209 um EUR 1.022.238 auf EUR 1.219.447 verbessert werden.

3. Vermögens- und Finanzlage

31.12.2022 31.12.2021 Veränderung
EUR % EUR % EUR %
Immaterielle Vermögensgegenstände 59.242 0,2 83.925 0,2 -24.683 -29,4
Sachanlagen 13.731.776 41,3 15.261.282 45,3 -1.529.506 -10,0
Finanzanlagen 1.085.500 3,3 85.500 0,3 1.000.000 1.169,6
Anlagevermögen 14.876.518 44,8 15.430.707 45,8 -554.189 -3,6
Vorräte 246.553 0,7 84.416 0,3 162.137 192,1
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 3.330.730 10,0 1.907.509 5,7 1.423.220 74,6
Forderungen gegen verbundene Unternehmen 2.822.927 8,5 1.218.615 3,6 1.604.312 131,7
Sonstige Vermögensgegenstände 2.199.778 6,6 9.913.610 29,4 -7.713.833 -77,8
Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 8.563.895 25,8 4.853.281 14,4 3.710.614 76,5
Umlaufvermögen 17.163.882 51,6 17.977.431 53,4 -813.550 -4,5
Rechnungsabgrenzungsposten 1.197.435 3,6 255.148 0,8 942.287 369,3
Summe Aktiva 33.237.835 100,0 33.663.286 100,0 -425.452 -1,3
Eigenkapital 5.560.774 16,7 4.341.327 12,9 1.219.447 28,1
Steuerrückstellungen 1.440.912 4,3 1.762.762 5,2 -321.850 -18,3
Sonstige Rückstellungen 2.511.099 7,6 1.923.291 5,7 587.808 30,6
Rückstellungen 3.952.010 11,9 3.686.052 10,9 265.958 7,2
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 1.054 0,0 15.108 0,0 -14.054 -93,0
Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 535.598 1,6 199.016 0,6 336.582 169,1
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 7.661.296 23,0 8.193.181 24,3 -531.885 -6,5
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 70.193 0,2 0 0,0 70.193
Sonstige Verbindlichkeiten 959.404 2,9 489.654 1,5 469.750 95,9
Verbindlichkeiten 9.227.544 27,8 8.896.959 26,4 330.585 3,7
Rechnungsabgrenzungsposten 14.497.506 43,6 16.738.948 49,7 -2.241.442 -13,4
Summe Passive 33.237.835 100,0 33.663.286 100,0 -425.452 -1,3

3.1. Vermögenslage

Die Bilanzsumme reduzierte sich marginal gegenüber dem Vorjahr um 1,3 % auf EUR 33.237.835.

Den wesentlichen Anteil am Vermögen der Gesellschaft macht wie auch im Vorjahr das Umlaufvermögen aus. Im Verhältnis zur Bilanzsumme beträgt dieses 51,6 %, wobei der Anteil im Vergleich zum Vorjahr um 1,8 Prozentpunkte gesunken ist. Zum Bilanzstichtag lagen die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen bei EUR 3.330.730 und damit um EUR 1.423.220 über denen des Vorjahres.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen betragen zum Bilanzstichtag EUR 2.822.927. Sie haben sich somit gegenüber dem Vorjahr um EUR 1.604.312 erhöht.

Die Reduzierung der sonstigen Vermögensgegenstände auf EUR 2.199.778 resultiert im Wesentlichen aus den außerordentlichen Wirtschaftshilfen des Bundes, die im Verlauf des Jahres ausgezahlt wurden.

3.2. Kapitalstruktur

Hinsichtlich der Finanzlage 2022 kann festgestellt werden, dass keine wesentlichen Fremdmittel über Kreditinstitute in Anspruch genommen werden mussten. Finanzmittel und Liquidität sind nach aktuellen Finanz- und Liquiditätsplanungen für unser Geschäft in ausreichender Höhe vorhanden.

Das Eigenkapital hat sich im Vergleich zum Vorjahr von EUR 4.341.327 um EUR 1.219.447 auf EUR 5.560.774 erhöht. Der Buchwert des Eigenkapitals entspricht einem Anteil am Gesamtkapital (Eigenkapitalquote) von 16,7 % (i. Vj. 12,9 %).

Die Rückstellungen betragen zum Bilanzstichtag insgesamt EUR 3.952.010 (i. Vj. EUR 3.686.052).

Die Steuerrückstellungen beliefen sich auf EUR 1.440.912

Die sonstigen Rückstellungen haben sich von EUR 1.923.291 um EUR 587.808 auf EUR 2.511.099 erhöht. Sie setzen sich hauptsächlich aus Rückstellungen für ausstehende Rechnungen sowie Rückstellungen für Personalkosten zusammen.

Die Gesellschaft hat zum 31. Dezember 2022 Verbindlichkeiten in Höhe von EUR 9.227.544.

Diese repräsentieren eine Quote von 27,8 % (i. Vj. 26,4 %) des Gesamtkapitals. Die Verbindlichkeiten resultieren im Wesentlichen aus Mietverhältnissen. In den Jahren 2022 und 2023 wurden erfolgreich Gespräche geführt, um diese in langfristige Verbindlichkeiten und oder in Mieterlasse zu wandeln. Im Vergleich zum Vorjahr haben sich die Verbindlichkeiten insgesamt um EUR 330.585 erhöht. Dabei standen einer Reduzierung der Lieferantenverbindlichkeiten (EUR 531.885) sowie der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten (EUR 14.054), ein Zugang bei den erhaltenen Anzahlungen auf Bestellungen (EUR 336.582), den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen (EUR 70.193) sowie den sonstigen Verbindlichkeiten (EUR 469.750) gegenüber.

Das Working Capital (kurzfristiges Umlaufvermögen abzüglich kurzfristigen Fremdkapitals) sank von EUR 5.394.420 um EUR 1.410.093 auf EUR 3.984.327:

31.12.2022
EUR
31.12.2021
EUR
Veränderung
EUR
Umlaufvermögen 17.163.882 17.977.431 -813.550
Rückstellungen -3.952.010 -3.686.052 -265.958
Verbindlichkeiten -9.227.544 -8.896.959 -330.585
Summe Passiva 3.984.327 5.394.420 -1.410.093

Hierbei standen sich im Wesentlichen eine Reduzierung der sonstigen Vermögensgegenstände (EUR 7.713.833) eine Erhöhung der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (EUR 1.423.220), der Forderungen gegen verbundene Unternehmen (EUR 1.604.312) höhere Bankguthaben (EUR 3.710.614) einer Erhöhung der Rückstellungen (EUR 265.958) einer Reduzierung der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (EUR 531.885), einer Erhöhung der erhaltenen Anzahlungen (EUR 336.582) sowie einer Erhöhung der sonstigen Verbindlichkeiten (EUR 469.750) gegenüber.

3.3. Liquidität

Der Cashflow aus operativer Geschäftstätigkeit war im Geschäftsjahr 2022 im Gegensatz zum Vorjahr in Höhe von EUR 1.428.718,58 positiv. Zwar überstiegen die Auszahlungen an Lieferanten und Beschäftigte (EUR 72.599.512,16) die Einzahlungen von Kunden für den Verkauf von Erzeugnissen, Waren und Dienstleistungen (EUR 67.527.462,64), jedoch konnte dies auch unter Berücksichtigung der Sonstige Auszahlungen (EUR 1.568.098,20) und Steuern (-1.344.929,21) durch Sonstige Einzahlungen, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind (EUR 9.413.795,51) mehr als ausglichen werden.

Der negative Cashflow aus der Investitionstätigkeit in Höhe von EUR -1.988.816,71 resultiert aus den Auszahlungen für Investitionen in das Sachanlagevermögen (EUR 955.467,57) sowie Auszahlungen für Investitionen in das Finanzanlagevermögen (EUR 1.000.000,00). Der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit (EUR 4.270.957,53) ist überwiegend auf die staatlichen Zuschüsse (EUR 4.270.606,11) auf Grund der Corona Pandemie zurückzuführen.

Die Liquidität der Gesellschaft hat sich damit im Vergleich zum Vorjahr um EUR 3.710.613,94 erhöht und beläuft sich somit zum Bilanzstichtag auf EUR 8.563.895,10.

Die Liquidität war im Berichtsjahr insgesamt ausreichend, um alle laufenden Zahlungsverpflichtungen erfüllen zu können.

D. Prognose-, Chancen- und Risikobericht

1. Prognosebericht

Auf Grund der Erholung der privaten Konsumausgaben von der Pandemie wuchs die deutsche Wirtschaft im QI 2022. Dieser Aufschwung wurde durch den russischen Angriffskrieg auf die Ukraine gedämpft. Infolgedessen kam es zu geringen Gaslieferungen aus Russland und einer damit einhergehenden Steigerung der Energiepreise. Für das Gesamtjahr 2022 kalkuliert der Sachverständigenrat mit einem Wirtschaftswachstum von 1,7 %, für 2023 wird erwartet, dass die negativen Effekt überwiegen und die Wirtschaftsleistung um 0,2 % zurückgeht. Die Inflation bleibt nach wie vor hoch, für 2022 wird mit 8,0 % Steigerung des Verbraucherpreisindexes (VPI) und für 2023 mit 7,4 % gerechnet.4

Für das Jahr 2023 kalkuliert das Management mit Umsatzerlösen in Höhe von ca. 78,0 Mio. EUR und damit einem positiveren Verlauf zu 2022. Basis dieser Erwartung ist, dass das Q1 2023 weniger stark durch die Covid-19-Pandemie belastet ist, als es noch im Vorjahr der Fall war. Das Management rechnet mit einem positiven EBITDA von rd. EUR 8,6 Mio. EUR.

2. Chancen- und Risikobericht

Nach einem weiterhin durch die Pandemie belasteten Jahr 2022 blickt die PRIMESTAR Gruppe positiv auf das Geschäftsjahr 2023. Während in den ersten beiden Monaten nachfragebedingt mit einem schwächeren Ergebnis zu rechnen ist, zieht das Geschäft ab März wieder an. Die Geschäftsleitung geht davon aus, dass von März bis November operativ positive Ergebnisse erzielt werden, ehe im Dezember auf Grund einer sinkenden Nachfrage mit einem negativen Ergebnis zu rechnen ist. Da mit 2023 ein tendenziell schwächeres Messejahr erwartet wird, teils auch, da diverse coronabedingt abgesagte Messen bereits in 2022 veranstaltet wurden, wird für 2023 zeitweise mit einem niedrigeren Ratenniveau gerechnet.

Über die neu gegründete Tochtergesellschaft in Österreich wurde zum 1. April 2023 das erste Hotel in Wien in Betrieb genommen. Ein zweites Hotel in Wien wird im Jahr 2024 folgen.

Die in 2022 gestarteten Projekte im Rahmen der Optimierung und Digitalisierung der internen Prozesse werden auch in 2023 fortgeführt und weiterentwickelt. Während bereits moderne Softwarelösungen für die Bereiche Finance/Reporting, Forecast, Personalmanagement, Sales und Vertragsmanagement implementiert wurden, werden in 2023 die Bereiche Zahlungsverkehr und Asset Management optimiert.

Nachdem die die Corona-Pandemie weitgehend überstanden scheint, sieht die PRIMESTAR Gruppe weiterhin großen Herausforderungen entgegen. Das Konsumklima befindet sich auf einem historisch niedrigen Stand, die hohe Inflation wirkt sich negativ auf die private Konsumnachfrage aus und der schwache konjunkturelle Ausblick für die Weltwirtschaft wirkt sich negativ auf die exportorientierte deutsche Wirtschaft aus. Auch auf dem Arbeitsmarkt sind die Bedingungen herausfordernd und die Personalakquise stellt eine der wichtigen Aufgaben für 2023 dar. Nicht zuletzt stellen die hohen Energiepreise ein nicht zu vernachlässigendes Risiko dar.5

Eine Normalisierung des Reiseverhaltens sowie eine robuste deutsche Wirtschaft ermöglichen Chancen für den Geschäftsverlauf der PRIMESTAR Gruppe.

Der Ukraine-Krieg kann erhebliche negative Einflüsse auf den Geschäftsverlauf nehmen. Auch die Energiekrise und die gesamtwirtschaftliche Entwicklung bieten Potenzial, das Ergebnis negativ zu beeinflussen

Die Geschäftsleitung beobachtet die derzeitige Situation sehr genau im Rahmen der fortlaufenden Finanzplanung und des Risikomanagements und passt laufend die Planung des Geschäftsverlaufs an die aktuellen Entwicklungen an.

Derivative Finanzinstrumente werden von der Gesellschaft nicht genutzt. Die Liquidität ist durch die vorhandenen liquiden Mittel gesichert. Nach derzeitigem Kenntnisstand und im Rahmen dieser Risikobewertung sind nach Einschätzung der Gesellschaft keine existenzbedrohenden Risiken erkennbar.

 

Berlin, den 22. September 2023

PRIMESTAR Hospitality GmbH

gez. Oliver Kupka, Geschäftsführer

gez. Ronald Nilsson, Geschäftsführer

gez. Dieter Esslinger, Geschäftsführer

1 https://www.bmwk.de/Redaktion/DE/Pressemitteilungen/Wirtschaftliche-Lage/2023/20230113-die-wirtschaftliche-lage-in-deutschland-im-januar-2023.html 2 https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/2023/02/PD23_055_45412.html 3 Aufgrund von Rundungen können sich im vorliegenden Bericht bei Summenbildungen und bei der Berechnung von Prozentangaben geringfügige Abweichungen ergeben 4 Jahresgutachten 2022/23 des Sachverständigenrates, S. 47.

5 Jahresgutachten 2022/23 des Sachverständigenrates, S. 47ff.

Bilanz

Aktiva

31.12.2022
EUR
31.12.2021
EUR
A. Anlagevermögen 14.876.518,17 15.430.707,33
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 59.242,00 83.925,00
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 59.242,00 83.925,00
II. Sachanlagen 13.731.776,17 15.261.282,33
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 137.465,00 167.337,00
2. technische Anlagen und Maschinen 1.135,00 1.224,00
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 13.261.442,15 14.652.346,33
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 331.734,02 440.375,00
III. Finanzanlagen 1.085.500,00 85.500,00
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 1.085.000,00 85.000,00
2. Genossenschaftsanteile 500,00 500,00
B. Umlaufvermögen 17.163.881,63 17.977.431,40
I. Vorräte 246.552,64 84.416,03
1. fertige Erzeugnisse und Waren 134.715,15 75.640,73
2. geleistete Anzahlungen 111.837,49 8.775,30
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 8.353.433,89 13.039.734,21
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 3.330.729,53 1.907.509,33
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 2.822.926,78 1.218.614,53
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 2.753.787,63 1.161.290,30
3. sonstige Vermögensgegenstände 2.199.777,58 9.913.610,35
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 938.819,87 928.401,80
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 8.563.895,10 4.853.281,16
C. Rechnungsabgrenzungsposten 1.197.434,87 255.147,58
Aktiva 33.237.834,67 33.663.286,31

Passiva

31.12.2022
EUR
31.12.2021
EUR
A. Eigenkapital 5.560.774,16 4.341.327,46
I. Gezeichnetes Kapital 245.000,00 245.000,00
II. Kapitalrücklage 1.800.000,00 1.800.000,00
III. Gewinnrücklagen 923.336,00 923.336,00
1. andere Gewinnrücklagen 923.336,00 923.336,00
IV. Gewinnvortrag 1.372.991,46 1.175.782,87
V. Jahresüberschuss 1.219.446,70 197.208,59
B. Rückstellungen 3.952.010,45 3.686.052,43
1. Steuerrückstellungen 1.440.911,92 1.762.761,56
2. sonstige Rückstellungen 2.511.098,53 1.923.290,87
C. Verbindlichkeiten 9.227.543,84 8.896.958,65
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 1.053,73 15.107,86
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 1.053,73 9.187,04
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 0,00 5.920,82
2. erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 535.597,51 199.015,62
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 535.597,51 199.015,62
3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 7.661.296,43 8.193.181,42
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 7.661.296,43 8.193.181,42
4. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 70.192,60
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 70.192,60
5. sonstige Verbindlichkeiten 959.403,57 489.653,75
davon aus Steuern 528.222,83 319.767,93
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit 5.191,99 12.822,70
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 959.403,57 489.653,75
D. Rechnungsabgrenzungsposten 14.497.506,22 16.738.947,77
Passiva 33.237.834,67 33.663.286,31

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2022 - 31.12.2022
EUR
1.1.2021 - 31.12.2021
EUR
1. Umsatzerlöse 64.706.097,82 24.618.298,50
2. sonstige betriebliche Erträge 7.358.076,88 17.177.479,09
davon Erträge aus der Währungsumrechnung 25.808,20 2.107,87
3. Materialaufwand 10.661.833,46 4.196.444,07
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 3.903.887,25 1.500.918,56
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 6.757.946,21 2.695.525,51
4. Personalaufwand 11.077.461,01 5.616.160,90
a) Löhne und Gehälter 9.064.698,89 4.257.392,05
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 2.012.762,12 1.358.768,85
5. Abschreibungen 2.526.406,58 2.368.137,29
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 2.526.406,58 2.368.137,29
6. sonstige betriebliche Aufwendungen 45.293.947,99 28.753.775,23
davon Aufwendungen aus der Währungsumrechnung 9.114,31 316,96
7. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 81.783,45 14.135,10
davon aus verbundenen Unternehmen 48.187,56 5.455,94
8. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 346.768,58 349.617,34
9. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 1.207.406,51 325.990,44
10. Ergebnis nach Steuern 1.032.134,02 199.787,42
11. sonstige Steuern -187.312,68 2.578,83
12. Jahresüberschuss 1.219.446,70 197.208,59

Anhang für das Geschäftsjahr 2022

A. Allgemeine Angaben

Die PRIMESTAR Hospitality GmbH (nachfolgend "Gesellschaft") hat Ihren Sitz in Berlin und ist im Handelsregister beim Amtsgericht Charlottenburg unter der Nummer HRB 214074 B registriert.

Die Gesellschaft ist nach den Größenkriterien des § 267 Abs. 2 i. V. m. §267 Abs. 3 HGB eine mittelgroße Kapitalgesellschaft.

Die Vorschriften des Dritten Buches des Handelsgesetzbuches wurden in der aktuell geltenden Fassung angewendet. Zusätzlich wurden die ergänzenden Vorschriften des GmbH-Gesetzes beachtet. Der Jahresabschluss umfasst die Bilanz, die Gewinn- und Verlustrechnung sowie den Anhang. Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Absatz 2 HGB erstellt.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses wurde von der Fortführung des Unternehmens (Going Concern) gem. § 252 Abs. 1 Nr. 2 HGB ausgegangen.

Beim Jahresabschluss konnten die bisher angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden im Wesentlichen übernommen werden. Ein grundlegender Wechsel von Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden gegenüber dem Vorjahr fand nicht statt.

B. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die immateriellen Vermögensgegenstände und das Sachanlagevermögen sind mit den Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen bewertet. Grundlage der planmäßigen Abschreibung war die voraussichtliche Nutzungsdauer der jeweiligen Vermögensgegenstände. Geringwertige Wirtschaftsgüter bis EUR 800,00 wurden im Geschäftsjahr 2022 gemäß § 6 Abs. 2 EStG im Jahr der Anschaffung in voller Höhe abgeschrieben.

Die Finanzanlagen werden mit den Anschaffungskosten aktiviert.

Die Wertansätze der Vorräte entsprechen den Anschaffungskosten- bzw. Herstellungskosten, wobei Anschaffungsnebenkosten werterhöhend und Rabatte und regelmäßige Preisnachlässe wertmindernd berücksichtigt wurden. Das strenge Niederstwertprinzip ist beachtet worden.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind mit dem Nennwert bewertet. Die geleisteten Anzahlungen werden mit ihrem Nominalwert ausgewiesen. Einzelrisiken wurden erfasst. Pauschalrisiken waren nicht zu berücksichtigen.

Die Bestände an flüssigen Mitteln sind mit ihrem Nominalbetrag angesetzt.

Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten stellt keinen Bestandsposten dar. Er dient der periodengerechten Abgrenzung von Ausgaben vor dem Abschlussstichtag, soweit sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach dem Abschlussstichtag darstellen.

Das gezeichnete Kapital wird zum Nennwert bilanziert.

Steuerrückstellungen und sonstige Rückstellungen werden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages passiviert. Zukünftige Preis- und Kostensteigerungen wurden berücksichtigt, sofern ausreichende objektive Hinweise für deren Eintritt vorliegen. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr bestanden nicht.

Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

Der Ausweis der erhaltenen Anzahlungen erfolgte nach der Netto-Methode.

Der passive Rechnungsabgrenzungsposten stellt keinen Bestandposten dar. Er dient der periodengerechten Abgrenzung von Einnahmen vor dem Abschlussstichtag, soweit sie Ertrag für eine bestimmte Zeit nach dem Abschlussstichtag darstellen.

C. Erläuterungen zu den Posten des Jahresabschlusses

I. Erläuterungen zur Bilanz

1. Anlagevermögen

Die Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2022 ergibt sich aus dem nachfolgenden Anlagenspiegel gem. § 284 Abs. 3 HGB:

Anschaffungs- Herstellungskosten 01.01.2022
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 264.075,25 27.271,48 -36.486,50
Immaterielle Vermögensgegenstände 264.075,25 27.271,48 -36.486,50
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 286.722,91 0 0
2. Technische Anlagen und Maschinen 1.684,65 0 0
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 23.078.224,38 1.078.169,40 -606.770,97
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 440.375,00 275.041,04 -383.682,02
Sachanlagen 23.807.006,94 1.353.210,44 -990.452,99
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 85.000,00 1.000.000,00 0
2. Genossenschaftsanteile 500 0 0
Finanzanlagen 85.500,00 1.000.000,00 0
24.156.582,19 2.380.481,92 -1.026.939,49
Umbuchungen
EUR
kumulierte Abschreibungen 31.12.2022
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 0 195.618,23
Immaterielle Vermögensgegenstände 0 195.618,23
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 0 149.257,91
2. Technische Anlagen und Maschinen 0 549,65
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 0 10.288.180,66
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0 0
Sachanlagen 0 10.437.988,22
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0 0
2. Genossenschaftsanteile 0 0
Finanzanlagen 0 0
0 10.633.606,45
Abschreibungen vom 01.01.2022 bis 31.12.2022
EUR
Zuschreibungen vom 01.01.2022 bis 31.12.2022
EUR
Buchwert 31.12.2022
EUR
Buchwert 31.12.2021
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 37.360,85 0 59.242,00 83.925,00
Immaterielle Vermögensgegenstände 37.360,85 0 59.242,00 83.925,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 29.872,00 0 137.465,00 167.337,00
2. Technische Anlagen und Maschinen 89 0 1.135,00 1.224,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.459.084,73 0 13.261.442,15 14.652.346,33
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0 0 331.734,02 440.375,00
Sachanlagen 2.489.045,73 0 13.731.776,17 15.261.282,33
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0 0 1.085.000,00 85.000,00
2. Genossenschaftsanteile 0 0 500 500
Finanzanlagen 0 0 1.085.500,00 85.500,00
2.526.406,58 0 14.876.518,17 15.430.707,33

2. Anteilsbesitz

Anteil am Kapital
%
Eigenkapital
TEUR
Ergebnis 2022
TEUR
PRIMESTAR Hotel GmbH 100,00 1.136,63 129,69

Die Gesellschaft hat 85 % der Anteile gehalten und im Mai 2023 die restlichen 15 % erworben.

3. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Der Forderungsbestand setzt sich wie folgt zusammen:

Art der Forderung zum 31.12.2022 Gesamtbetrag
TEUR
davon mit einer Restlaufzeit kleiner als 1 Jahr
TEUR
davon mit einer Restlaufzeit größer als 1 Jahr
TEUR
aus Lieferungen und Leistungen 3.330,73 3.330,73 0,00
gegenüber verbundene Unternehmen 2.822,93 69,14 2.753,79
sonstige Vermögensgegenstände 2.199,78 1.260,96 938,82
Summe 8.353,43 4.660,83 3.692,61

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen betreffen Darlehen in Höhe von TEUR 2.760 (i. Vj. TEUR 1.165) sowie den Liefer- und Leistungsverkehr in Höhe von TEUR 63 (i. Vj. TEUR 54).

4. Eigenkapital

Das Gezeichnete Kapital in Höhe von TEUR 245 entspricht dem Gesellschaftsvertrag und der Handelsregistereintragung und ist vollständig eingezahlt.

Die Kapitalrücklage besteht in gleicher Höhe fort. Ein- oder Auszahlungen wurden im Berichtsjahr nicht vorgenommen.

Bei den Gewinnrücklagen handelt es sich um andere Gewinnrücklagen im Sinne des § 266 Abs. 3 A. III. Nr. 4 HGB.

5. Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen enthalten folgende Posten: 31.12.2022
TEUR
- sonstige ausstehende Abrechnungen 619
- Pacht 501
- Raumkosten 579
- Franchise-/Lizenzgebühren 185
- Reservierungskosten 138
- Provision 80
- Personalkosten 333
- Jahresabschlusskosten 68
- Aufbewahrung 8
Bilanzausweis 2.511

6. Verbindlichkeiten

Die nachfolgende Darstellung zeigt Restlaufzeiten und Sicherungsrechte der in der Bilanz aufgeführten Verbindlichkeiten:

Art der Verbindlichkeit zum Gesamtbetrag kleiner als 1 Jahr größer als 1 Jahr
31.12.2022 TEUR (Vj) TEUR (Vj) TEUR (Vj)
gegenüber Kreditinstituten 1,1 -15,1 1,1 -9,2 0 -5,9
erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 535,6 -199 535,6 -199 0 0
aus Lieferungen und Leistungen 7.661,30 -8.193,20 7.661,30 -8.193,20 0 0
gegenüber verbundenen Unternehmen 70,2 0 70,2 0 0 0
sonstige Verbindlichkeiten 959,4 -489,7 959,4 -489,7 0 0
Summe 9.227,60 -8.897,00 9.227,60 -8.891,10 0 -5,9
Art der Verbindlichkeit zum größer 5 Jahre gesicherte Beträge
31.12.2022 TEUR (Vj) TEUR (Vj)
gegenüber Kreditinstituten 0 0 0 0
erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 0 0 0 0
aus Lieferungen und Leistungen 0 0 0 0
gegenüber verbundenen Unternehmen 0 0 0 0
sonstige Verbindlichkeiten 0 0 0 0
Summe 0 0 0 0

7. Passiver Rechnungsabgrenzungsposten

Der passive Rechnungsabgrenzungsposten enthält diverse Zuschüsse der Vermieter einzelner Hotelimmobilien. Die Zuschüsse wurden im Geschäftsjahr bzw. in Vorjahren ausbezahlt und wurden in der Höhe der dafür angeschafften Vermögensgegenstände passiviert. Die ergebniswirksame Auflösung erfolgt analog der Nutzungsdauer der für die Zuschüsse angeschafften Vermögensgegenstände.

II. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

1. Umsatzerlöse

Die Erfassung der Umsatzerlöse erfolgt, sobald die Leistung erbracht ist.

Eine weitere Aufgliederung der Umsatzerlöse wurde unter Bezug auf § 288 Abs. 2 HGB nicht vorgenommen.

2. Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten periodenfremde Erträge in Form von Erträgen aus der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von TEUR 177,2 (i. Vj. TEUR 17,6) und Erträge aus der Währungsumrechnung i. H. v. Höhe von TEUR 25,8 (i. Vj. TEUR 2,1).

Den größten Teil bilden die staatlichen Corona-Hilfen in Höhe von TEUR 4,271.

3. Sonstige betriebliche Aufwendungen

Sonstige betriebliche Aufwendungen werden mit Inanspruchnahme der Leistung bzw. zum Zeitpunkt ihrer wirtschaftlichen Verursachung erfasst.

4. Zinserträge und Zinsaufwendungen

Zinsen werden periodengerecht als Aufwand bzw. Ertrag erfasst. Unter den Zinsen und ähnlichen Aufwendungen sind TEUR 347 (i. Vj. TEUR 350) Aval Provisionen für die Stellung von Mietsicherheiten enthalten.

sonstige Berichtsbestandteile

D. Sonstige Angaben

1. Haftungsverhältnisse

Die Gesellschaft hat für die Pachtvertragsverpflichtungen eines Tochterunternehmens im Rahmen von Rückbürgschaften gegenüber dem Kautionsversicherer Verpflichtungen von bis zu TEUR 7.769. Die Gesellschaft rechnet nicht mit der Inanspruchnahme aus diesen Verpflichtungen.

Haftungsverhältnisse gemäß § 251 i. V. m. § 268 Abs. 7 HGB bestehen wie folgt:

- Patronatserklärungen in Höhe von TEUR 5.061

2. Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Es bestehen zum Bilanzstichtag folgende finanzielle Verpflichtungen:
aus der Anmietung von Hotelgebäuden und Büroräumen Mio. EUR 17,79
(i. Vj. EUR Mio.) 12,80
aus Leasingverträgen - Mio. EUR 0,70
(i. Vj. EUR Mio.) 0,71

Die durchschnittliche Restlaufzeit der Pachtverträge liegt am Bilanzstichtag bei 16 Jahren. Bei den Leasingverträgen beträgt die durchschnittliche Restlaufzeit 1,5 Jahre.

3. Angaben zur Geschäftsführung

Alleinvertretungsberechtigte und von den Beschränkungen des § 181 BGB befreite Geschäftsführer der Gesellschaft waren/ sind:

- Andreas Erben, Kaufmann, Berlin (ab 23. August 2019/ bis 07. September 2022)

- Dieter Esslinger, Kaufmann, Bad Soden (ab 07. September 2022)

- Oliver Kupka, Kaufmann, Berlin (ab 07. September 2022)

- Ronald Nilsson, Kaufmann, Berlin (ab 31. Mai 2023)

Zu den Angaben der Bezüge der Geschäftsführung wird von der Schutzklausel gemäß § 286 Abs. 4 HGB Gebrauch gemacht.

4. Angaben zur Arbeitnehmerzahl

Die Gesellschaft beschäftigte im Jahresdurchschnitt des Geschäftsjahres 2022 274 Mitarbeiter (i. Vj. 202 Mitarbeiter).

5. Honorar des Abschlussprüfers

Das Honorar des Abschlussprüfers beträgt im Geschäftsjahr TEUR 39,4 (i. Vj. TEUR 36,8). Es resultiert ausschließlich aus Abschlussprüfungsleistungen.

6. Nachtragsbericht

Nach dem 31. Dezember 2022 sind keine Vorgänge von besonderer Bedeutung eingetreten, die zu einer anderen Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage geführt hätten. Über die neu gegründete Tochtergesellschaft in Österreich wurde zum 1. April 2023 das erste Hotel in Wien in Betrieb genommen. Ein zweites Hotel in Wien wird im Jahr 2024 folgen.

7. Ergebnisverwendung

Für das Geschäftsjahr 2022 sind keine Ausschüttungen vorgesehen. Das Ergebnis wird auf neue Rechnung vorgetragen.

 

Berlin, den 22. September 2023

PRIMESTAR Hospitality GmbH

gez. Oliver Kupka, Geschäftsführer

gez. Ronald Nilsson, Geschäftsführer

gez. Dieter Esslinger, Geschäftsführer

Angaben zur Feststellung

Der Jahresabschluss wurde am 05.03.2024 festgestellt.

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der PRIMESTAR Hospitality GmbH, Berlin, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2022 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der PRIMESTAR Hospitality GmbH, Berlin, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

- entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2022 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 und

- vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

- identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

- gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

- beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

- ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

- beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

- beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

- führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Berlin, den 22. September 2023

Grant Thornton AG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

gez. Albrecht Richard, Wirtschaftsprüfer

gez. Dieter Peters, Wirtschaftsprüfer

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