Stammdaten

Register
Amtsgericht Stuttgart HRB 737360
Eingetragen
2.5.2011
Branche
BeteiligungsgesellschaftenAlle anderen Finanzdienstleistungen a. n. g.Kreditinstitute mit Sonderaufgaben
Gegenstand
Gegenstand geändert; nun: die Erbringung erlaubnispflichtiger Finanzdienstleistungen gemäß § 1 Absatz 1a Satz 1, 2 und 3 KWG sowie die Vermittlung von Kreditgeschäften und Finanzprodukten nach dem Vermögensanlagegesetz.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Tobias Sturhahn
seit 2.5.2011
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

100.00% identifiziert0.00% ungelöst

Identifizierte Personen (1)

NameAnteil
100.00%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Friedrich-Ebert-Str. 4, 77250 Freudenstadt
75.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Add-on Advisory GmbH

Freudenstadt

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Bilanz zum 31. Dezember 2023

AKTIVA

31. Dez. 2023 31. Dez. 2022
EUR EUR
1. Forderungen an Kreditinstitute
täglich fällig 412.838,12 348.251,74
2. Forderungen an Kunden 51.843,03 10.375,63
davon Wertpapierinstitute: EUR 1.843,03 (Vj: EUR 10.375,63)
3. Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere Anleihen und Schuldverschreibungen von anderen Emittenten 43.105,32 42.885,32
4. Aktien und andere nicht verzinsliche Wertpapiere 261.429,41 189.603,76
5. Beteiligungen 68.510,75 70.725,50
6. Sonstige Vermögensgegenstände 84.028,52 107.914,83
davon gegenüber Gesellschaftern: EUR 15.768,72 (Vj: EUR 15.768,72)
921.755,15 769.756,78

PASSIVA

31. Dez. 2023 31. Dez. 2022
EUR EUR
1. Sonstige Verbindlichkeiten 3.575,84 44.647,16
davon aus Steuern: EUR 1.909,64 (Vj: EUR 4.647,16)
2. Rückstellungen
a) Steuerrückstellungen 30.602,00 0,00
b) andere Rückstellungen 66.260,77 124.360,39
96.862,77 124.360,39
3. Eigenkapital
a) gezeichnetes Kapital 75.000,00 75.000,00
b) Kapitalrücklage 126.080,00 126.080,00
c) Bilanzgewinn 620.236,54 399.669,23
821.316,54 600.749,23
921.755,15 769.756,78

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023

2023 2022
EUR EUR
1. Zinserträge aus
a) festverzinslichen Wertpapieren 12.167,90 7.816,81
12.167,90 7.816,81
2. Provisionserträge 368.652,55 335.850,25
3. Provisionsaufwendungen 48.659,35 42.042,92
4. Allgemeine Verwaltungsaufwendungen
aa) Löhne und Gehälter 63.600,00 68.100,00
ab) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und Unterstützung 1.180,14 1.174,28
b) andere Verwaltungsaufwendungen 27.404,29 20.876,01
92.184,43 90.150,29
5. Abschreibungen und Wertberichtigungen auf Forderungen und bestimmte Wertpapiere sowie Zuführungen zu Rückstellungen im Kreditgeschäft 4.006,92 27.926,69
6. Erträge aus Zuschreibungen zu Forderungen und bestimmten Wertpapieren sowie aus der Auflösung von Rückstellungen im Kreditgeschäft 74.699,41 511,03
7. Abschreibungen und Wertberichtigungen auf Beteiligungen, Anteile an verbundenen Unternehmen und wie Anlagevermögen behandelte Wertpapiere 239,75 9.374,50
8. Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit 310.429,41 174.683,69
9. Steuern vom Einkommen und Ertrag 89.862,10 52.145,63
10. Jahresüberschuss 220.567,31 122.538,06
11. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 399.669,23 277.131,17
12. Bilanzgewinn 620.236,54 399.669,23

Anhang 2023

Add-on Advisory GmbH

Freudenstadt

Amtsgericht Stuttgart unter der Nummer HRB 737 360

A. Allgemeines

Der Jahresabschluss der Add-on Advisory GmbH wurde auf der Grundlage der Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuchs und nach den für Institute geltenden Vorschriften der RechKredV aufgestellt.

B. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die Bewertung erfolgt unter der Annahme der Fortführung der Unternehmenstätigkeit (§ 252 Abs. 1 Nr. 2 HGB). Die Forderungen werden mit den Nennwerten angesetzt. Wertpapiere werden nach dem strengen Niederstwertprinzip angesetzt.

Rückstellungen werden für alle erkennbaren ungewissen Verbindlichkeiten, soweit sie am Bilanzstichtag bestanden, gebildet.

Die sonstigen Vermögensgegenstände sind zum Nennwert angesetzt.

Die sonstigen Rückstellungen wurden für alle weiteren ungewissen Verbindlichkeiten gebildet. Dabei wurden alle erkennbaren Risiken berücksichtigt. Sie wurden mit dem notwendigen Erfüllungsbetrag bewertet.

Das Eigenkapital ist zum Nominalwert bilanziert.

Die Gesellschaft hat als Wertpapierinstitut im Geschäftsjahr zum dritten Mal den Jahresabschluss nach den für große Kapitalgesellschaften geltenden Vorschriften aufgestellt, so dass die Vergleichbarkeit die operativen Zahlen der Add-on Advisory GmbH des Berichtsjahres mit Zahlen des Vorjahres vergleichbar sind.

Der Jahresabschluss wurde unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung nach den Vorschriften des § 340a HGB i.V.m. §§ 242 bis 256 und §§ 264 bis 288 HGB sowie der Sondervorschriften des GmbHG und der RechKredV aufgestellt.

C. Erläuterungen zur Bilanz

Sämtliche im Bestand befindliche Wertpapiere sind börsennotiert.

Die Position "Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere" in Höhe von TEUR 43,1 sind ausschließlich nachrangige Vermögensgegenwerte in Höhe von TEUR 42 und Zinsabgrenzungen von TEUR 1,1, die erst nach dem Bilanzstichtag rechtlich entstehen.

Die Position Beteiligungen umfasst die Beteiligungen an der Q1 Solarkraft XII UG (haftungsbeschränkt) & Co. KG, Hemmingstedt, die nach Abschreibungen noch mit einem Wert von 16.785,75 € bewertet ist sowie WIDE Fonds 9 geschlossene Investment GmbH & Co. KG, Erlangen, die mit 51.725,00 € gebucht ist. Die Gesellschaft Q1 Solarkraft XII UG (haftungsbeschränkt) & Co. KG verfügt nach dem letzten vorliegenden Jahresabschluss vom 19.10.2023 über ein Eigenkapital in Höhe von TEUR 236,9.

Die Forderungen der Kunden haben eine Restlaufzeit von weniger als drei Monaten.

Unter der Position sonstige Vermögensgegenstände sind nachrangige Darlehensforderungen nach dem Vermögensanlagegesetz gegenüber der FIM Finanz 1/2 GmbH in Höhe von TEUR 60, Forderungen gegen GmbH Gesellschafter in Höhe von TEUR 15,8, Forderungen aus Körperschaftssteuerüberzahlung in Höhe von TEUR 3,7 sowie die Forderung aus der Gewerbesteuerüberzahlung in Höhe von TEUR 3,9 verbucht.

Die sonstigen Vermögensgegenstände haben in Höhe von TEUR 24 eine Restlaufzeit von weniger als drei Monaten und in Höhe von TEUR 60 eine Restlaufzeit von weniger als einem Jahr.

Die sonstigen Rückstellungen beinhalten Rückstellungen für Prüfungen (Jahresabschlussprüfung: 12.000,00 €, Buchhaltung: 1.700,00 €, Aufbewahrung Unterlagen und Sonstiges: 1.677,33 €), Rückstellungen für Provisionszahlungen (42.375,00 €) und Rückstellungen für noch aus zu zahlende Provisionsrückzahlungen (6.760,77 €).

Der Posten sonstige Verbindlichkeiten umfasst drei abgegrenzte Rechnungen über insgesamt 1.666,20 €, ausstehende Abgaben i.H. v. 25,14 € und Lohnsteuer i.H. v. 1.884,50 €. Alle Verbindlichkeiten haben eine Restlaufzeit unter einem Jahr.

Unter dem Posten Eigenkapital wurden das gezeichnete Kapital, der Bilanzgewinn, sowie eine Kapitalrücklage ausgewiesen.

D. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Der Posten Erträge aus Zuschreibungen zu Forderungen und bestimmten Wertpapieren sowie aus der Auflösung von Rückstellungen beinhaltet Zuschreibungen auf Wertpapiere i.H. v. 10.822,08 € sowie die Auflösung von Rückstellungen für Provisionsrückzahlungen i.H. v. 65.625,00 €. Der Posten Zinserträge aus fest verzinslichen Wertpapieren i.H. v. 11.989,90 € umfasst Zinserträge aus Wertpapieren und Nachrangdarlehen i.H. v. 10.244,68 € sowie Erträge aus der Zinsabgrenzung von Wertpapieren des Umlaufvermögens i.H. v. 1.083,82 €. und der quotalen Rückzahlung der insolventen KTG Agrar Anleihe i.H. v. 661,40 €.

In dem Posten Abschreibungen und Wertberichtigungen auf Forderungen sind Abschreibungen auf Wertpapiere des Umlaufvermögens i.H. v. 4.006,92 €. Die Position Abschreibungen und Wertberichtigungen auf Beteiligungen i.H. v. 239,75 € betrifft die Anpassung des Buchwerts der Q1 Beteiligung im Institut an das Kapitalkonto der Beteiligung innerhalb der Gesellschaft Q1.

Der Posten Steuern vom Einkommen und Ertrag i. H. v. 59.751,59 € beinhaltet die Gewerbesteuerzahlungen, Körperschaftssteuerzahlungen, Solidaritätszuschlag, die anrechenbaren Kapitalertragssteuerzahlungen für das Geschäftsjahr.

E. Sonstige Angaben

Das vom Abschlussprüfer berechnete Honorar betrifft die Prüfung des Jahresabschlusses mit ca. 12.000 €.

Im Institut ist ein geringfügig Beschäftigter Mitarbeiter angestellt.

Das Unternehmen ist der Entschädigungseinrichtung der Wertpapierhandelsunternehmen, Berlin, (EdW) zugeordnet.

Geschäftsführer des Instituts war im Geschäftsjahr unverändert Herr Dipl. Kfm. Tobias Sturhahn, Financial Advisor.

Die Ausbreitung des Corona-Virus SARS-CoV-2 hatte nur zeitweise Belastungen für die wirtschaftliche Entwicklung des Instituts herbeigeführt. Die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage war sehr stabil.

 

Freudenstadt, 14.03.2024

Dipl.-Kfm. Tobias Sturhahn

Entwicklung des Anlagevermögens in der Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023

Anschaffungs-/ Herstellungskosten
01.01.2023 Zugänge Abgänge Umgliederung 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR EUR
I. Wertpapiere des Anlagevermögens 272.947,17 75.832,57 0,00 0,00 348.779,74
II. Beteiligungen 70.725,50 0,00 0,00 0,00 70.725,50
343.672,67 75.832,57 0,00 0,00 419.505,24
Kumulierte Abschreibungen
01.01.2023 Zugänge Abgänge 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR
I. Wertpapiere des Anlagevermögens 40.458,09 4.006,92 220,00 44.245,01
II. Beteiligungen 0,00 2.214,75 0,00 2.214,75
40.458,09 6.221,67 220,00 46.459,76
Restbuchwerte Restbuchwerte
31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR
I. Wertpapiere des Anlagevermögens 304.534,73 232.489,08
II. Beteiligungen 68.510,75 70.725,50
373.045,48 303.214,58

Lagebericht gem. § 289 HGB für das Jahr 2023

Add-on Advisory GmbH

1. Operative Zielsetzung und Geschäftstätigkeit des Unternehmens im volkswirtschaftlichen Kontext

Die Gesellschaft verfügt mit Erlaubnisbescheid der BaFin vom 05. Mai 2021 sowie nachfolgender gesetzlicher Änderungen über folgende Erlaubnisgegenstände gemäß § 2 Abs. 2 WpIG: Anlagevermittlung, Abschlussvermittlung, Anlageberatung und Eigengeschäft.

Der Geschäftssitz ist in 72250 Freudenstadt, Alfredstraße 104. Die Handelsregistereintragung erfolgte beim Amtsgericht Stuttgart unter der Nummer HRB 737 360.

2. Volkswirtschaftliches Umfeld

Konjunktur und Kapitalmarktumfeld

Überwiegend schwache globale Konjunkturperspektiven, sinkende Inflationsraten, aber trotzdem weiterhin restriktive Notenbanken waren die wichtigsten Einflussfaktoren an den internationalen Kapitalmärkten im Jahr 2023. Dass der massive Zinsanstieg seit Mitte 2022 sich über verschiedene Wirkungskanäle zunehmend als Bremsklotz für die Wirtschaft in vielen Regionen erwies, belegten unter anderem die Turbulenzen im Bankensektor seit Mitte März, vor allem in den USA und der Schweiz mit der Folge einiger Pleiten von US-Regionalbanken sowie der Notübernahme der Schweizer Großbank Credit Suisse durch die UBS.

Die Situation für viele US-Regionalbanken blieb seither angespannt, da Kreditengagements im Geschäftsfeld der gewerblichen Immobilienfinanzierungen durch die stark gestiegenen Hypothekenzinsen ein erhöhtes Ausfallrisiko aufweisen. In Deutschland wurde insbesondere die Baukonjunktur maßgeblich negativ beeinflusst, die zuvor bereits unter stark gestiegenen Preisen durch jahrelange Lieferkettenengpässe litt.

Die konjunkturelle Dynamik der größten Volkswirtschaften weltweit blieb zumeist schwach. Einerseits erweckten abnehmende Inflationsraten und steigende Löhne angesichts anhaltend robuster Arbeitsmärkte in vielen Ländern zuletzt die Hoffnung auf eine konjunkturelle Belebung. Andererseits blieben die Erwartungen durch politische Unsicherheitsfaktoren, darunter der Ukrainekrieg, die Spannungen zwischen China und Taiwan sowie zuletzt der Konflikt im Nahen Osten, straffere geld- und finanzpolitische Rahmenbedingungen und eine vielfach abnehmende globale Kooperation getrübt.

Hoffnungen vom Jahresanfang auf eine dynamische weltwirtschaftliche Erholung wurden durch die anhaltende Schwäche der chinesischen Wirtschaft gebremst, die nach dem Ende der Corona-Pandemie nicht an die erwarteten Wachstumsraten anknüpfen konnte. Besonders die Industrie befand sich in der Folge weltweit in einer Rezession mit überwiegend sinkenden Produktionsniveaus. Entsprechend gaben die von S&P Global ermittelten Einkaufsmanagerindizes für das Verarbeitende Gewerbe im Laufe des Jahres deutlich nach und notierten für die größten Volkswirtschaften ausnahmslos unterhalb der Expansionsschwelle von 50 Punkten. In der deutschen Industrie, die schon seit 2021 mit stark schrumpfenden Auftragseingängen konfrontiert ist, waren zuletzt nur zaghafte Anzeichen einer Erholung erkennbar.

Am Arbeitsmarkt bestand weiterhin ein deutliches Überangebot an nicht besetzten Stellen, wodurch Lohnsteigerungen unterstützt wurden. Zudem profitierten viele Menschen von noch bestehenden Ersparnissen aus der Corona Zeit. Auch in Deutschland stiegen die Löhne nach den geringen Wachstumsraten der Zeit vor der Corona-Pandemie inflationsbedingt wieder stärker an, konnten jedoch die Preissteigerungen der letzten Monate bisher nicht kompensieren.

Die Inflation fiel in der Eurozone stetig auf 2,4 Prozent im November und rückt das angestrebte Ziel der Europäischen Zentralbank (EZB) von 2,0 Prozent in den Fokus. Die Kernrate der Inflation ohne die stark schwankungsanfälligen Komponenten Energie und Nahrungsmittel ist mit 3,6 Prozent allerdings weiterhin deutlich erhöht, wobei sich der Preisauftrieb in den Sektoren Lebens- und Genussmittel sowie Dienstleistungen zuletzt deutlich verlangsamte. In den USA gab die Inflationsrate auf 3,2 Prozent nach. Die Kernrate schwächte sich auf 4,0 Prozent ab.

Notenbanken

Sowohl die US-Notenbank Fed als auch die EZB haben ihre Leitzinsen nach deutlichen Zinsanhebungen im ersten Halbjahr 2023 zuletzt unverändert belassen. Eine Diskrepanz herrscht zwischen den Notenbanken allerdings bei der Beurteilung der aktuellen Lage. Während die Fed bereits Zinssenkungen für das Jahr 2024 in Aussicht gestellt hat, mahnte EZB-Präsidentin Christine Lagarde zur Vorsicht. Besonders behält die EZB die laufenden Lohnverhandlungen im Blick, da steigende Löhne bei einer anhaltend hohen Beschäftigung für Inflationsdruck sorgen könnten.

Aktien

Der Start in das Jahr 2023 fiel an den meisten Aktienbörsen sehr positiv aus. So legte der deutsche Aktienindex DAX allein im Januar knapp 9 Prozent zu. Im März folgte ein größerer, aber nur zwischenzeitlicher Rücksetzer im Zuge der Unsicherheiten im Bankensektor. Im Juli erreichte der Index ein zwischenzeitliches Allzeithoch, bevor er durch weitere Leitzinserhöhungen deutlich nachgab. Ab Oktober startete der DAX jedoch eine fulminante Jahresendrallye, stieg zeitweise auf ein Rekordhoch von 17.003 Punkten und notierte Ende Dezember mit einem Kursplus von 20,3 Prozent bei 16.752 Punkten. Europäische Aktien des EURO STOXX 50 und US-Aktien des S&P 500 stiegen ebenfalls deutlich um rund 19,5 sowie 23,2 Prozent. Der US-Technologieaktienindex NASDAQ Composite konnte sogar um knapp 44 Prozent zulegen, nachdem seit dem Frühjahr vor allem große Technologieaktien von Hoffnungen auf künftige Gewinne im Zuge der Nutzung von Künstlicher Intelligenz profitierten.

Zinsen

Die Renditen von Staatsanleihen stiegen bis Anfang März überwiegend deutlich an, nachdem eine tiefe Rezession im Winterhalbjahr 2022/2023 vermieden werden konnte und die zunächst noch hartnäckig hohe Inflation die Hoffnung auf zeitnahe Leitzinserhöhungspausen oder gar erste Zinssenkungen im Laufe des Jahres abschwächten. Bis Ende März gaben die Renditen dann jedoch im Zuge des "Bankenbebens" deutlich nach. Die anhaltend restriktive Geldpolitik vieler Notenbanken ließ die Zinsen dann bis Oktober auf die Jahreshöchststände ansteigen, bevor diese aufgrund von stärker als erwartet sinkenden Inflationsraten sowie die Hoffnung auf baldige Zinssenkungen im Laufe des Jahres 2024 wieder nachgaben. Die Rendite einer zehnjährigen Bundesanleihe lag zum Jahresende bei 2,03 Prozent p.a. nach einem zwischenzeitlichen Höchststand von 3,02 Prozent p.a.

Quelle: DONNER & REUSCHEL AG, Volkswirtschaftliche Abteilung

3. Auswirkungen auf die Kundenportfolien

Auch das Jahr 2023 war von starken Schwankungen in allen Assetklassen geprägt. Der volkswirtschaftliche Rückblick zeigt die kurzfristigen Änderungen der Rahmenbedingungen und ihren Auswirkungen auf die Märkte wie beispielsweise die Probleme der US-Regionalbanken oder die Notübernahme der Credit Suisse durch die UBS. Immer wieder aufkeimende Feuer auf der Inflationsseite haben ebenfalls nicht zur Stabilität beigetragen oder der Hoffnung auf baldige Zinssenkungen Auftrieb verliehen. Die Kundenportfolien der konservativen Kunden, die langfristig ausgerichtet sind und keine Spekulanten oder Daytrader sind, haben den Bedarf an langfristigen stabilen Renditen und an einer möglichst hohen Absicherung gegen Kursverluste. Dementsprechend wurden langfristige Rententitel aufgestockt und konservative Zertifikate beigemischt.

Leider setzte sich auch im Jahr 2023 der Trend fort, dass regenerative Basiswerte wenig gefragt waren. Nachhaltige Branchen sind überwiegend Wachstumsbranchen mit starken Schwankungen. Diese Volatilität hat insbesondere auf die Kurse der Zertifikate gedrückt, da Neuanlagen im Verhältnis zu bestehenden Anlagen deutlich besser rentierten und damit sich die Kursniveaus der bestehenden Zertifikate teilweise verschlechterten.

Der Beratungsbedarf im Thema Nachhaltigkeit bleibt insbesondere bei kirchlichen und umweltschutzorientierte Kunden weiterhin hoch.

4. Produkte und Produktpartner

Die bedürfnisorientierten Nachhaltigkeitsstrategien beim Vontobel Strategiezertifikat auf den Sturhahn Nachhaltigkeitsindex mit der WKN VN999S bzw. auf den Sturhahn Income Nachhaltigkeitsindex mit der WKN VP999S haben sich bewährt und konnten entgegen dem oben beschriebenen Trend in den regenerativen Basiswerten leicht gewinnen. Das Institut prüft in einem mehrstufigen Auswahlprozess die Nachhaltigkeit der Basiswerte und stellt einen Korb an verschiedenen Basiswerten mit unterschiedlicher Gewichtung zusammen. Neben der Risikostreuung partizipiert der Kunde an Zeitersparnissen in der Buchhaltung. Ohne eigene Analyse investiert der Kunde in ein diversifiziertes, risikooptimiertes Portfolio an Zertifikaten, die margenfrei in das Portfolio gekauft werden.

Ein breites Spektrum an Transaktionsbanken steht den Kunden mit der VBank, Donner & Reuschel, Baader Bank sowie der DAB Bank zur Verfügung, die mit deutliche niedrigeren Transaktionskosten als die Hausbanken der Kunden arbeiten können, da sie keine Kundenberatung, sondern reines Ausführungsgeschäft anbieten.

Die Partner auf der Produktseite sind weiterhin HypoVereinsbank, Vontobel, Leonteq AG, die Produkte für den Emittenten EFG, der Schweizerischen Raiffeisenbank und neuerdings auch für Banque Internationale á Luxembourg auflegt. Die Credit Suisse ist weggefallen, dafür wurde die Erste Group AG aufgenommen. Das Angebot der FIM Gruppe als ein Spezialist für Einzelhandelsgewerbeimmobilien hat sich nicht nur in den Coronakrisenzeiten und den Zeiten hoher Inflation bewährt. Über nachrangige Inhaberschuldverschreibungen können Anleger am Mehrwert gewerblicher Immobilien im Einzelhandel (REWE, Aldi, Lidl, Kaufland...) partizipieren. Die Kunden erhalten attraktive fixe Verzinsungen bei einer überschaubaren Laufzeit bis maximal 5 Jahren. Im Jahr 2023 wurde die Einführung einer börsengehandelten nachrangiger Inhaberschuldverschreibungen realisiert. Der Kunde hat somit die Möglichkeit, dieses ertragreiche und nun fungible Investment in sein Depot zu kaufen.

5. Ertragslage, Liquidität und Finanzmittel

Die Provisionseinnahmen aus Vermittlungstätigkeit sind gegenüber dem Vorjahr um ca. TEUR 33 auf TEUR 368 gestiegen. Die vorsorglich gebildeten Rückstellungen für früher verbuchte Provisionseinnahmen wurden bis auf den Bestand von 1/3 ausgebucht. Das operative Ergebnis liegt ca. TEUR 98 höher als im Vorjahr und beträgt TEUR 221.

Die Erträge aus dem Abgang und aus der Zuschreibung zu Forderungen und bestimmten Wertpapiere stiegen um ca. TEUR 74 auf TEUR 75. Auf die Wertpapiere im Umlaufvermögen wurden Abschreibungen i.H. v. TEUR 4 gebildet.

Die Verwaltungsaufwendungen sind leicht um ca. TEUR 2 auf TEUR 92 gestiegen.

Die Provisionsaufwendungen sind von TEUR 42 auf TEUR 49 gestiegen. Ebenso sind die Steuern vom Einkommen und Ertrag um TEUR 38 höher und betragen TEUR 90. Steuerrückstellungen für Gewerbesteuernachzahlungen i.H. v. TEUR 14 und Körperschaftsteuer i.H. v. 17 wurden gebildet. Der Jahresüberschuss liegt bei TEUR 221 und somit deutlich über dem Vorjahresniveau in Höhe von TEUR 123.

Die Bilanzsumme steigt weiterhin deutlich auf TEUR 922 an. Das fixe Eigenkapital beträgt TEUR 75, die Kapitalrücklagen betragen TEUR 126 und der Bilanzgewinn erhöht sich auf TEUR 620. Das breit diversifizierte Wertpapierportfolio in Höhe von TEUR 305 hat in dieser Kapitalstruktur einen Anteil am Gesamtvermögen von rund 33 %.

Die Liquidität war gesichert. Die Geschäftstätigkeit ist weiterhin fast vollständig eigenfinanziert. Längerfristige Verpflichtungen und Verbindlichkeiten bestehen nicht.

6. Risiko- und Chancenbericht

Die weiterhin überschaubare Anzahl an 19 Kunden impliziert die Frage, ob ein Kundenabgang die Ertragskraft des Unternehmens gefährdet. Aufgrund der Gleichverteilung der größeren Kunden ist dieses Risiko weiterhin zu verneinen.

Die an der Börse gehandelten Strategiezertifikate erfüllen den Kundenutzen auf Arbeitserleichterung gegenüber einer Vielzahl von Zertifikaten, die aufgrund der Risikostreuung über zahlreiche Basiswerte notwendig ist. Die gelisteten Zertifikate ermöglichen einen breiten Zugang zu Privatkunden, die an dieser bislang einzigartigen Struktur auf nachhaltige Basiswerte interessiert sind. Die Bestandsprovisionen stabilisieren die Ertragskraft des Unternehmens und die Abhängigkeit von Erträgen aus der Wiederanlage von Expressstrukturen verringert sich.

Weitere Akquisitionen sind zurzeit nicht geplant, da aktuell mit keinem größeren Kundenabgang gerechnet wird. Eine zu intensive Akquisitionstätigkeit könnte zu einer zeitlichen Überforderung des Geschäftsführers führen und würde letztlich die von den Kunden geschätzte Dienstleistungsqualität mindern.

Für das Thema Nachhaltigkeit wird die Expertise eines erfahrenen Nachhaltigkeitsexperten genutzt, der auf geringfügiger Basis eingestellt ist. Die professionelle mehrstufige Nachhaltigkeitsprüfung führt zu einer nachhaltigen Auswahl von erstklassig bewerteten Basiswerten, die ethische, umweltkonforme und gesellschaftspolitische Anforderungen im besonderen Maß erfüllen.

Das Marktumfeld ist weiterhin positiv für die strategische Ausrichtung des Unternehmens zu beurteilen. Starke Schwankungen an den Börsen steigern den Nutzen von verzinslichen strukturierten Produkten und führen zu einem deutlichen Mehrwert gegenüber den klassischen Vermögensverwaltungen und den standardisierten Bankangeboten. Das Geschäftsergebnis sollte aufgrund der Steigerung aus den Bestandsprovisionen stabil verlaufen.

Das Vermögen des Instituts besteht zu 50 % aus Liquidität und Forderungen gegenüber Kunden (unverbriefte Namensschuldverschreibung) und zu 50 % aus einem breit diversifizierten Wertpapierportfolio sowie sonstigen Vermögensgegenständen (unter anderem zwei nachrangigen Darlehen an Immobiliengesellschaften zur Vermögensanlage) und zwei Beteiligungen. Die Wertpapieranlagen sind durch die Anlagerichtlinien reglementiert. Die Risiken im Wertpapierportfolio sind im Wesentlichen Marktpreisrisiken.

Das Wertpapierportfolio besteht zu 85 % aus weltweit gestreuten Misch- und Aktienfonds und zu 15 % aus Schuldverschreibungen. Die Fonds sind zu ca. 1/3 Mischfonds sowie zu 2/3 nachhaltige Aktienfonds mit globaler Ausrichtung. Die Schuldverschreibungen sind Nachranganleihen mit einem festen Rückzahlungsanspruch auch mit einer festen Verzinsung. Dieser Teil des Rentenportfolios besteht aus 3 Positionen. Das Emittenten-Risiko ist also diversifiziert. Zudem sind 6,5 % der Bilanzsumme in nachrangige Darlehen an die FIM Gruppe Bamberg investiert, so dass ca. 11 % der Bilanzsumme durch Nachrangigkeit der Emittenten geprägt sind. Hierbei handelt es sich allerdings um solide Adressen wie die Württembergische LV, Deutsche Bank, Vienna Insurance und die FIM Gruppe Bamberg.

Die Anlagerichtlinien wurden zum Bilanzstichtag überprüft. Die Einhaltung der Anlagerichtlinien wurde im Überprüfungsprotokoll zum Bilanzstichtag dokumentiert.

Prognosebericht

Das Ergebnis aus der normalen Geschäftstätigkeit liegt im ersten Quartal 2024 deutlich höher als im Vorjahr. Eine Prognose für das Gesamtjahr 2024 ist auf Basis der weiterhin zu erwartenden starken Marktschwankungen schwierig, da die Erträge aus den Transaktionen abnehmen, wenn die aktiengekoppelten Basiswerte fallen. Insgesamt ist aber aufgrund des guten Jahresstarts mit einem Ergebnis auf Vorjahresniveau zu rechnen.

 

Freudenstadt, den 31.03.2024

Tobias Sturhahn

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die Add-on Advisory GmbH, Freudenstadt

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Add-on Advisory GmbH, Freudenstadt, - bestehend aus Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Add-on Advisory GmbH, Freudenstadt, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrundeliegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrundeliegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Stuttgart, 14. März 2024

KMS GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

ppa. Karsten Dumann, Wirtschaftsprüfer

Philipp Lupp, Wirtschaftsprüfer

Gesellschafterbeschluss über die Feststellung des Jahresabschlusses zum 31. Dezember 2023

Am 22. Mai 2024 hat die Gesellschafterversammlung den Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2023 festgestellt.

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