MLL Pulverbeschichtung GmbH
Selbe AdresseHerstellung von Verpackungsmitteln aus Kunststoffen
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Daniel Laurich seit 19.12.2023 | Geschäftsführer |
Sven Müsing seit 20.1.2020 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
| 50.00% | |
| 32.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
3 Gesellschafter
GmbH-Struktur
2 von 3 angezeigt
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
MLL Lamellensysteme GmbHAhrensburgJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Bilanz zum 31. Dezember 2023AKTIVA
PASSIVA
Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr 2023
ANHANG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2023Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss Angaben zur Identifikation der Gesellschaft laut Registergericht
Der Jahresabschluss der MLL Lamellensysteme GmbH wurde auf der Grundlage der Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuchs aufgestellt. Ergänzend zu diesen Vorschriften waren die Regelungen des GmbH-Gesetzes zu beachten. Die Gesellschaft ist eine mittelgroße Kapitalgesellschaft, da sie in 2022 und 2023 die entsprechenden Größenmerkmale überschritten hat. Von den größenabhängigen Erleichterungen macht sie Gebrauch und nimmt die Möglichkeit des § 286 HGB in Anspruch, Angaben zu unterlassen. Angaben, die wahlweise in der Bilanz, in der Gewinn- und Verlustrechnung oder im Anhang gemacht werden können, sind überwiegend in der Bilanz bzw. in der Gewinn- und Verlustrechnung der Gesellschaft aufgeführt. Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gewählt. Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze Erworbene immaterielle Anlagewerte wurden zu Anschaffungskosten angesetzt und, sofern sie der Abnutzung unterlagen, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände linear vorgenommen. Bewegliche Gegenstände des Anlagevermögens bis zu einem Wert von Euro 800,00 wurden im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben und im Anlagenspiegel als Abgang erfasst. Die unter den Vorräten ausgewiesenen Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie die in Arbeit befindlichen und die fertigen Aufträge wurden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt. Diese berücksichtigen neben den Materialkosten und den Fertigungskosten sowie Sonderkosten der Fertigung auch angemessene Teile der Materialgemeinkosten und Kosten der allgemeinen Verwaltung. Sofern die Tageswerte am Bilanzstichtag niedriger waren, wurden dies angesetzt. Die Forderungen, sonstigen Vermögensgegenstände und liquiden Mittel sind zum Nennwert angesetzt. Forderungen, Guthaben und Verbindlichkeiten in fremder Währung werden mit dem Tageskurs im Zeitpunkt des Zugangs angesetzt. Forderungen, Guthaben und Verbindlichkeiten mit einer Laufzeit bis zu einem Jahr werden mit dem Devisenkassamittelkurs des Abschlussstichtags angesetzt. Die Forderungen wurden unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken bewertet. Die Gesellschaft hat einen Aktivposten für latente Steuererträge gebildet. Der Aktivposten wurde zum Bilanzstichtag auf Basis der unternehmensindividuellen Körperschaftsteuerbelastung (15,0 % zzgl. 5,5 % Solidaritätszuschlag) sowie einer Gewerbesteuerbelastung von 13,3 % gebildet. Die Steuerrückstellungen beinhalten die für Vorjahre betreffenden, zum Bilanzstichtag noch nicht veranlagten Steuern. Die sonstigen Rückstellungen wurden für alle weiteren ungewissen Verbindlichkeiten und drohenden Verluste gebildet. Der Ansatz erfolgte mit dem Erfüllungsbetrag in der Höhe, die nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist. Dabei wurden alle erkennbaren Risiken berücksichtigt. Die Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt. Gegenüber dem Vorjahr abweichende Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Beim Jahresabschluss wurden die bisher angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden beibehalten. Angaben zur Bilanz Anlagenspiegel Die Aufgliederung und Entwicklung der Anlagenwerte ist aus dem Anlagenspiegel (Anlage zum Anhang) zu entnehmen. Latente Steuern Die Gesellschaft macht von dem Aktivierungswahlrecht des § 274 Abs. 1 S. 2 HGB gebrauch. Zum Bilanzstichtag ergeben sich aktive latente Steuern von EUR 114.500,00 aus temporären Differenzen zwischen der Handels- und Steuerbilanz, die aus Rückstellungen resultieren. Gewinn-/Verlustvortrag bei teilweiser Ergebnisverwendung Bei Aufstellung der Bilanz unter Berücksichtigung der teilweisen Ergebnisverwendung wurde im Bilanzgewinn ein Gewinnvortrag von EUR 1.728.849,35 einbezogen. Im Geschäftsjahr erfolgten Vorabgewinnausschüttungen in Höhe von EUR 16.664,83. In den Bilanzgewinn wird der Jahresüberschuss des Geschäftsjahres 2023 in Höhe von EUR 1.457.082,72 einbezogen. Der Bilanzgewinn hat sich wie folgt entwickelt:
Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen gliedern sich wie folgt:
Verbindlichkeiten Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind in Höhe von TEUR 47 durch Sicherungsübereignungen, die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen mit Eigentumsvorbehalten gesichert. Ausschüttungssperre Der Gesamtbetrag, der gem. § 268 Abs. 8 HGB der Ausschüttungssperre unterliegt, beträgt EUR 114.500,00. Dieser resultiert aus der Aktivierung latenter Steuern. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung Im Geschäftsjahr 2023 wurde ein Forderungsverzicht gegen Besserungsschein in Höhe von EUR 1.179.619,60 ausgesprochen. Dieser wird als Forderungsverlust unter den Abschreibungen auf Vermögensgegenstände des Umlaufvermögens ausgewiesen. Im Gegenzug wurde die im Vorjahr gebildete Einzelwertberichtigung in gleicher Höhe herabgesetzt. Sonstige Angaben Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahrs beschäftigten Arbeitnehmer Die durchschnittliche Anzahl der während des Geschäftsjahres im Unternehmen beschäftigten Arbeitnehmer betrug 61 , davon 40 in der Produktion (davon 2 geringfügig beschäftigt), 4 in der Verwaltung (davon 1 geringfügig beschäftigt) und 17 im Vertrieb (davon 6 geringfügig beschäftigt). Sonstige finanzielle Verpflichtungen Aus Miet- und Leasingverträgen bestehen in den Jahren 2024 bis 2035 Verpflichtungen in Höhe von EUR 7,36 Mio. Abschlussprüferhonorar Das Gesamthonorar des Abschlussprüfers beträgt für die Abschlussprüfung 2023 insgesamt EUR 23.500,00. Geschäftsführer Während des Geschäftsjahrs 2023 wurden die Geschäfte des Unternehmens durch Herrn Sven Müsing, Geschäftsführer, Ahrensburg, geführt. Seit dem 19. Dezember 2023 ist auch Daniel Laurich, Barsbüttel, Geschäftsführer des Unternehmens. Bis zum 19. Dezember 2023 war Daniel Laurich Prokurist der Gesellschaft. Von der Möglichkeit, auf die Angabe gem. § 285 Nr. 9 HGB zu verzichten (§ 286 Abs. 4 HGB), wird Gebrauch gemacht. Nachtragsbericht Vorgänge von besonderer Bedeutung, die nach dem Abschlussstichtag eingetreten sind und die einen wesentlichen Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des abgelaufenen Geschäftsjahres hätten, sind nicht bekannt.
Ahrensburg, 31. März 2025 gez. Sven Müsing, Geschäftsführer gez. Daniel Laurich, Geschäftsführer Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2023
LAGEBERICHT FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2023I. GRUNDLAGE DES UNTERNEHMENS Geschäftsmodell des Unternehmens Die MLL Lamellensysteme GmbH (im Folgenden: MLL) ist ein etablierter Hersteller von außenliegenden Sonnen- und Wetterschutzsystemen sowie von Sonderanfertigungen für Einhausungen, Lüftungs- und Beschattungsanlagen. MLL hat sich kontinuierlich den Marktanforderungen angepasst und ist heute ein bedeutender Akteur in der Herstellung von Großlamellensystemen für die Baubranche im Bereich Wetter- und Fassadenschutz. II. WIRTSCHAFTSBERICHT 1. Gesamtwirtschaftliche branchenbezogene Rahmenbedingungen Die Bauwirtschaft in Deutschland stand im Jahr 2023 weiterhin vor schwierigen Rahmenbedingungen. Trotz eines nominalen Umsatzanstiegs von 1,4 % im Bauhauptgewerbe verzeichnete die Branche einen realen Umsatzrückgang von 5,2 %. Dies unterstreicht die anhaltenden Herausforderungen in der Baukonjunktur. Die Anzahl der Neubaugenehmigungen war in 2023 weiter rückläufig. Die Preise für Bauleistungen stiegen 2023 um 7 %, bedingt durch hohe Material- und Energiekosten sowie gestiegene Löhne. Gleichzeitig führte die wirtschaftliche Unsicherheit, insbesondere durch hohe Zinsen und gestiegene Finanzierungskosten, zu einer Zurückhaltung bei Investitionen im Wohnungs- und Wirtschaftsbau. Besonders betroffen war der Wohnungsbau: Die Auftragseingänge sanken nominal um 13,5 %, real sogar um 20 %. Der Umsatz in diesem Segment belief sich auf 58 Mrd. Euro, was einem nominalen Rückgang von 11,5 % und einem realen Minus von rund 17 % entspricht (Bauwirtschaft im Zahlenbild April 2024). Auch 2023 hatte die Ukraine-Krise erhebliche Auswirkungen auf die Bauwirtschaft, insbesondere in den Bereichen Lieferketten, Materialkosten und Investitionsbereitschaft. Während sich einige Lieferengpässe entspannten, blieben insbesondere energieintensive Materialien wie Aluminium und Stahl von Preisschwankungen betroffen. Ein Blick auf die Aluminiumpreise, dem wichtigsten Rohstoff für MLL, verdeutlicht diese Entwicklungen:
2. Geschäftsverlauf Trotz der herausfordernden Marktbedingungen konnte MLL im Jahr 2023 seinen Umsatz um 7 % steigern und kontinuierlich neue Kunden gewinnen. Gleichzeitig reduzierten sich die Bestände an fertigen und unfertigen Erzeugnissen um 24 %. Um uns unabhängiger von externen Zulieferern zu machen und das Risiko von Rohstoffengpässen sowie Lieferkettenproblemen zu minimieren, investierte MLL in eine 2D-Laserschneidemaschine sowie eine Biegemaschine. Dadurch wird zukünftig eine vollständige Inhouse-Fertigung der Produkte ermöglicht. Darüber hinaus wurden die Rahmenverträge mit den Presswerken angepasst, um Abnahmeverpflichtungen zu nicht marktüblichen Preisen zu vermeiden. Das Rohergebnis sank im Jahr 2023 im Vergleich zum Vorjahr leicht auf TEUR 9.489 (Vj. TEUR 10.489). Auch das Jahresergebnis verringerte sich auf TEUR 853 (Vj. TEUR 1.504), was unter anderem auf gestiegene Personal- und sonstige Kosten zurückzuführen ist. 3. Lage a. Ertragslage Das Rohergebnis für das Jahr 2023 belief sich auf TEUR 9.489 (Vj. TEUR 10.489) und ist damit um TEUR 1.000 (9,5 %) gesunken. Dies ist u.a. auf die Bestandsverminderung zurückzuführen und darauf, dass die sonstigen betrieblichen Erträge um TEUR 539 im Vergleich zum Vorjahr gesunken sind. Der Personalstand sank im Jahr 2023 auf durchschnittlich 62 Mitarbeiter (Vj. 66 Mitarbeiter). Trotz dieser Reduktion sind die Personalkosten aufgrund der Anpassung des Mindestlohns sowie weiterer Gehaltsanpassungen um TEUR 261 auf TEUR 2.851 gestiegen. Ebenso stiegen die sonstigen betrieblichen Aufwendungen um TEUR 497 (17,2 %) auf TEUR 3.385. Das Ergebnis der betrieblichen Tätigkeit (EBIT) betrug im Jahr 2023 TEUR 1.691 und hat sich damit gegenüber dem Vorjahr (TEUR 1.414) um 19,6 % verbessert. Der Ertragsteueraufwand für 2023 stieg stark an und betrug TEUR 779 (Vj. Ertrag von TEUR 155). Dieser beinhaltet neben den laufenden Steuern (TEUR 482) und dem Aufwand aus der Auflösung der aktivierten latenten Steuern (TEUR 4, Vj. TEUR 223) auch Steueraufwand für Vorjahre (TEUR 293). Insgesamt ergibt sich ein Jahresüberschuss für das Geschäftsjahr 2023 in Höhe von TEUR 853 (Vj. TEUR 1.504). b. Finanzlage Der Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit belief sich auf TEUR 1.447, der Cashflow für Investitionen betrug TEUR -1.172. Es wurden TEUR -1.433 für planmäßige Darlehenstilgungen geleistet, in Höhe von TEUR 670 wurden neue Darlehen für die Finanzierung von Sachanlagen aufgenommen. Der Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit belief sich auf TEUR -838, im Wesentlichen durch die Tilgung eines langfristigen Gesellschafterdarlehens. Die Kreditlinie von TEUR 650 war zum Bilanzstichtag in Höhe von TEUR 563 nicht genutzt. Die Finanzierung war durch die laufende Geschäftstätigkeit gesichert, die Vereinbarung über das Factoring sichert die Finanzierung des operativen Geschäfts. Den Zahlungsverpflichtungen regelmäßig mit Skonto nachzukommen, ist weiterhin gegeben. Die Gesellschaft erfüllt ihre Zahlungsverpflichtungen unverändert vereinbarungsgemäß. C. Vermögenslage Die Eigenkapitalquote der Gesellschaft hat sich aufgrund des für 2023 erwirtschafteten Jahresüberschusses von 28,4 % auf 46,0 % in 2023 erhöht, Ausschüttungen an die Gesellschafter erfolgten nur in Höhe von TEUR 17. Das Eigenkapital dient der Finanzierung der teilfertigen Leistungen und Roh- Hilfs- und Betriebsstoffe, deren Bestand sich zum Bilanzstichtag von TEUR 2.535 um 24,0 % auf TEUR 1.927 gesunken ist. Die teilfertigen Leistungen werden im geringem Maße durch Anzahlungen der Kunden (TEUR 83 gegenüber TEUR 303 im Vorjahr) kompensiert. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (TEUR 244) sind um TEUR 296 gegenüber dem Vorjahr gesunken. Die sonstigen Vermögensgegenstände (TEUR 1.312) sind moderat um TEUR 82 gestiegen und betreffen im Wesentlichen Steuererstattungsansprüche. Die Rückstellungen (TEUR 855) haben sich um 18,8 % erhöht und betreffen im Wesentlichen Kosten für Mitarbeiter und den Ausgleichsanspruch gem. § 89b HGB. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen werden unverändert zeitnah ausgeglichen (TEUR 312 gegenüber TEUR 351 im Vorjahr). Die sonstigen Verbindlichkeiten (TEUR 931) sind insbesondere wegen der Rückzahlung von Darlehen um TEUR 1.600 im Vorjahresvergleich gesunken. Insgesamt konnte die Fremdkapitalquote im Vorjahresvergleich von 71,6 % auf 54,0 % vermindert werden. 4. Finanzielle Leistungsindikatoren Das Rohergebnis, die Umsatzrentabilität und der Jahresüberschuss sind die wesentlichen Steuerungskennzahlen auf Unternehmensebene. Unsere kurz- und mittelfristige Finanz- und Liquiditätsplanung dient dazu, die kurz- und mittelfristigen Liquiditätslücken frühzeitig zu erkennen. Auf Basis von Monatsabschlüssen und einer detaillierten monatlichen Planungsrechnung werden die Geschäftsergebnisse kontinuierlich überwacht. Das Ergebnis der betrieblichen Tätigkeit (EBIT) beträgt trotz der Erhöhung der Kosten für Personal sowie der sonstigen betrieblichen Aufwendungen TEUR 1.691 und hat sich entsprechend gegenüber dem Vorjahr (TEUR 1.414) weiterhin verbessert. Die Umsatzrentabilität (Verhältnis von EBIT zu Umsatzerlösen) beträgt 11,33 % (Vj. 10,13 %). 5. Gesamtaussage Der prognostizierte Jahresüberschuss für das Geschäftsjahr 2023 von TEUR 1.700 wurde mit TEUR 853 deutlich verfehlt. Die Kosten für Personal sowie die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind stärker gestiegen als in unserer Planung prognostiziert. Des Weiteren verminderte der Steueraufwand für Vorjahre (TEUR 293) das Jahresergebnis zusätzlich. Die Zahlungsfähigkeit war im Geschäftsjahr 2023 auch durch die Kontokorrentlinien jederzeit gegeben. III. PROGNOSEBERICHT Die gesamtwirtschaftliche Lage und die Situation in der Bauwirtschaft, wie sie im Lagebericht dargestellt ist, stellen auch weiterhin ein Risiko für die wirtschaftliche Entwicklung der MLL dar. Der Preisrückgang für Aluminium könnte kurzfristig die Materialkosten für MLL reduzieren, doch die Unsicherheit über künftige Preisentwicklungen bleibt hoch. Wir streben weiterhin an, neue Märkte zu erschließen und unsere Produktionsprozesse zu optimieren, um effizienter zu arbeiten und Kosten zu senken. Investitionen in Technologien werden dabei eine wichtige Rolle spielen, um unsere betriebliche Effizienz zu steigern und die Lieferketten zu stabilisieren. Für die kommenden 2 Jahre prognostizieren wir ein durchschnittliches Umsatzwachstum von rund 10 %. Die Angebotsnachfrage und Auftragslage sind weiterhin stabil, was uns zuversichtlich stimmt, dass wir unsere Umsatzerwartungen erfüllen können. Die Investitionen in neue Technologien zur Produktionsoptimierung sowie die Erschließung neuer Märkte werden dabei eine wichtige Rolle spielen. Diese Schritte helfen nicht nur, Kosten zu senken, sondern auch, die Wettbewerbsfähigkeit des Unternehmens zu steigern. Die Liquiditätssituation wird auch 2025 voraussichtlich stabil bleiben. Wir haben eine solide Liquiditätsbasis und planen, mögliche Liquiditätsengpässe frühzeitig durch bewährte Instrumente wie Factoring zu minimieren. Die regelmäßige Kontrolle der Zahlungsmoral unserer Kunden und eine enge Zusammenarbeit mit unseren Finanzierungspartnern gewährleisten, dass Zahlungsverzögerungen und Forderungsausfälle gut gemanagt werden können. Für das Jahr 2024 rechnen wir mit einem Rohergebnis von TEUR 10.000, was eine leichte Steigerung gegenüber dem Vorjahr darstellt. Dies basiert auf der Annahme, dass die Nachfrage nach unseren Produkten weiterhin hoch bleibt und die Produktionskapazitäten aufgrund der getätigten Investitionen effizient genutzt werden. Die Personalkosten werden voraussichtlich um 39 % steigen, was vor allem durch die anstehenden Gehaltsanpassungen und Neueinstellungen zur Sicherstellung der Produktionskapazität bedingt ist. Trotz des Anstiegs der Personalkosten erwarten wir einen Jahresüberschuss von TEUR 1.500 für 2024, sofern keine unvorhergesehenen Forderungsausfälle auftreten. Für 2025 gehen wir davon aus, dass sich die Auftragslage weiter stabilisiert und die Produktionskapazitäten optimal genutzt werden können. Bei einer durchschnittlichen Teuerungsrate von 10 % erwarten wir ein Rohergebnis von TEUR 11.000 und einen Jahresüberschuss von TEUR 1.800. Dies basiert auf der Annahme, dass wir auch 2025 die gesteckten Ziele hinsichtlich Umsatzwachstum und Produktionsoptimierung erreichen und die Materialkosten stabil bleiben. Die Liquidität bleibt gesichert und die Maßnahmen zur Optimierung der Produktionsprozesse und zur Sicherstellung einer stabilen Lieferkette werden entscheidend zur Erreichung dieser Ziele beitragen. IV. CHANCEN- UND RISIKOBERICHT 1. Risikobericht I. Einleitung Die MLL Lamellensysteme GmbH ist sich der Risiken bewusst, die mit der Geschäftstätigkeit im Bereich der Herstellung von außenliegenden Sonnen- und Wetterschutzsystemen sowie Sonderanfertigungen für die Baubranche verbunden sind. Risiken können in unterschiedlichen Bereichen wie Produktion, Beschaffung, Finanzen, Markt, geopolitische Unsicherheiten sowie rechtliche Rahmenbedingungen auftreten. In diesem Bericht werden die wesentlichen Risiken, deren mögliche Auswirkungen auf das Unternehmen sowie die Maßnahmen zu deren Minimierung und Absicherung aufgezeigt. II. Risikomanagement Die MLL Lamellensysteme GmbH verfolgt eine umfassende Risikomanagementstrategie, die darauf abzielt, Risiken frühzeitig zu identifizieren, zu bewerten und geeignete Gegenmaßnahmen zu ergreifen. Dies umfasst die regelmäßige Überprüfung von Marktbedingungen, die laufende Überwachung der finanziellen und operativen Performance sowie die Sicherstellung eines robusten Systems zur Risikokontrolle. III. Wesentliche Risiken 1. Marktrisiken a. Nachfragerisiko: Die Nachfrage nach MLL-Produkten hängt stark von der Bauwirtschaft und gesamtwirtschaftlichen Entwicklungen ab. Geopolitische Unsicherheiten können Investitionen verzögern und Umsätze beeinträchtigen. b. Wettbewerbsrisiko: Der Markt für Sonnen- und Wetterschutzsysteme ist hart umkämpft. Konkurrenz mit innovativen Produkten und attraktiveren Preisen kann MLL Marktanteile kosten. 2. Lieferketten- und Rohstoffrisiken a. Rohstoffpreise und Verfügbarkeit: Schwankende Preise und Verfügbarkeiten von Aluminium und Stahl, insbesondere durch geopolitische Spannungen, können Produktionskosten und Lieferzeiten negativ beeinflussen. b. Lieferkettenrisiko: Globale Abhängigkeiten können zu Versorgungsengpässen und Verzögerungen führen, was Umsatzeinbußen und Reputationsschäden nach sich ziehen könnte. 3. Finanzielle Risiken a. Zinsrisiko: Steigende Zinssätze erhöhen Finanzierungskosten und können die Rentabilität beeinträchtigen. b. Liquiditätsrisiko: Zahlungsausfälle oder unerwartete Ausgaben können die finanzielle Stabilität gefährden, trotz Maßnahmen wie Factoring. 4. Betriebsrisiken a. Produktionsrisiko: Abhängigkeit von Zulieferern und mögliche technische Störungen können Lieferverzögerungen und Kundenzufriedenheit beeinträchtigen. b. Fachkräftemangel: Schwierige Personalrekrutierung kann das Unternehmenswachstum hemmen. 5. Geopolitische Risiken Ukraine-Konflikt & Spannungen: Diese können Rohstoffpreise, Lieferketten und Investitionsbereitschaft negativ beeinflussen. IV. Risikominderungsstrategien Um die identifizierten Risiken zu minimieren, verfolgt MLL eine Reihe von Strategien:
2. Chancenbericht Die MLL Lamellensysteme GmbH hat in den letzten Jahren trotz herausfordernder Marktbedingungen wie der COVID-19-Pandemie, geopolitischen Spannungen und steigenden Rohstoffpreisen beachtliche Fortschritte erzielt. Die fortlaufende Anpassung an Marktanforderungen und die kontinuierliche Investition in die Verbesserung der Produktionsprozesse ermöglichen es MLL, Chancen zu identifizieren und zu nutzen, um die Wettbewerbsfähigkeit und den Marktanteil zu steigern. In diesem Bericht werden die wichtigsten Chancen dargestellt, die MLL in den kommenden Jahren ergreifen kann, um das Unternehmenswachstum weiter zu fördern. Wesentliche Chancen 1. Nachhaltige Bauprodukte a. Steigende Nachfrage nach Energieeffizienz: Strengere Vorschriften und Förderungen für nachhaltiges Bauen bieten MLL Entwicklungspotenzial, insbesondere für außenliegende Sonnen- und Wetterschutzsysteme. b. Grüne Bauzertifikate: Umweltzertifizierte Bauprojekte könnten MLL einen Wettbewerbsvorteil und größere Marktakzeptanz verschaffen. 2. Technologische Innovationen a. Automatisierung & digitale Produktion: Investitionen in moderne Fertigungstechnologien (z. B. Laserschneide- & 3D-Druckverfahren) steigern Effizienz, senken Kosten und verkürzen Lieferzeiten. b. Produktinnovation: Entwicklung neuer, maßgeschneiderter Fassaden- & Wetterschutzlösungen stärkt die Marktposition und erschließt neue Kundenkreise. 3. Kundenspezifische Sonderanfertigungen Die wachsende Nachfrage nach individuellen Lösungen bietet MLL Chancen, sich als flexibler Anbieter weiter zu etablieren. 4. Strategische Partnerschaften Kooperationen mit Architekten und Bauträgern können den Zugang zu Großprojekten erleichtern und die Nachfrage nach MLL-Produkten steigern. 5. Markenstärkung a. Marketing & Bekanntheit: Gezielte Marketingstrategien und Messeauftritte erhöhen die Marktpräsenz und stärken das Vertrauen in die Marke. b. Zertifikate & Auszeichnungen: Branchenzertifizierungen und Qualitätssiegel verbessern die Marktposition und die Wahrnehmung als verlässlicher Partner. 3. Gesamtaussage MLL Lamellensysteme GmbH bleibt trotz der herausfordernden wirtschaftlichen Rahmenbedingungen zuversichtlich in Bezug auf die zukünftige Entwicklung. Unsere langfristige Wachstumsstrategie, die auf Marktexpansion, technologischen Investitionen und Effizienzsteigerungen abzielt, wird weiterhin ein entscheidender Faktor für den Unternehmenserfolg sein. Die geplante Umsatzsteigerung und die solide Finanzplanung geben Anlass zur Zuversicht, dass wir unsere Ziele auch in einem volatilen Marktumfeld erreichen können. Insgesamt sind wir optimistisch, dass MLL auch in den kommenden Jahren erfolgreich bleiben wird, vorausgesetzt, die gelebte Strategie zur Markterweiterung und Kostenkontrolle wird konsequent verfolgt. V. RISIKOBERICHTERSTATTUNG ÜBER DIE VERWENDUNG VON FINANZINSTRUMENTEN Die Finanzierung des operativen Geschäfts erfolgt weiterhin über verschiedene Finanzinstrumente, darunter Eigenkapital, Factoring und Kreditlinien. Das Unternehmen ist darauf vorbereitet, auf mögliche Liquiditätsengpässe zu reagieren.
Ahrensburg, 31. März 2025 gez. Sven Müsing, Geschäftsführer gez. Daniel Laurich, Geschäftsführer Angaben zur Feststellung Der Jahresabschluss wurde am 11. April 2025 festgestellt. Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die MLL Lamellensysteme GmbH, Ahrensburg Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der MLL Lamellensysteme GmbH, Ahrensburg, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der MLL Lamellensysteme GmbH, Ahrensburg, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 S. 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unser eingeschränktes Prüfungsurteil zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen beabsichtigten oder unbeabsichtigten falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel in internen Kontrollen, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Hamburg, 31. März 2025 WIRTSCHAFTSRAT
GMBH
Dr. Tobias Reiter, Wirtschaftsprüfer Ina Peters, Wirtschaftsprüferin |
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