Magna Seating Systems GmbH
Selbe AdresseHerstellung von Fahrrädern sowie von Behindertenfahrzeugen
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Roland Sander seit 1.2.2024 | Prokura |
Pascal Balles seit 3.8.2022 | Prokura |
Mandy, geb. Saft Stöckel seit 19.7.2022 | Geschäftsführer |
Alex Wandler seit 19.7.2022 | Geschäftsführer |
Jürgen Walter Ziegler seit 14.1.2011 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
MAGNA Metal-forming GmbH | 100.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Magna Seating Solutions GmbHSailaufJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023I. Grundlagen des Unternehmens Die Magna Seating Solutions GmbH produziert und vertreibt qualitativ hochwertige Komplettsitzsysteme sowie Fahrzeugkomponenten für Kunden aus der Automobilindustrie. Die Schwerpunkte der Produktion liegen im Bereich der Personenkraftwagen. II. Wirtschaftsbericht Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen Der Geschäftsverlauf der Gesellschaft ist in erster Linie vom Konjunkturverlauf in der Automobilindustrie Westeuropas und insbesondere der Produktion in Deutschland für die im Berichtsjahr belieferten Programme beeinflusst. Im Berichtsjahr wurden 12,8 Mio. Neufahrzeuge auf dem europäischen PKW-Markt zugelassen. Dies sind rund 14 % mehr als im Vorjahr. Somit steht die pandemiebedingte Erholung auf dem PKW-Markt noch aus. (Quelle VDA). In Deutschland wurden im Berichtsjahr 2,8 Millionen PKW neu zugelassen. Dieser Wert hat sich im Vergleich zum Vorjahr um 7 % erhöht (Quelle: VDA). Laut Ergebnis eines Marktforschungsinstitutes hatte die Magna Seating Gruppe im Berichtsjahr in Europa einen Marktanteil von rund 8 % (Vorjahr: 8 %) im Bereich Komplettsitze. Bezugsgröße ist die abgesetzte Menge (Stückzahl). Darin eingeschlossen sind die konsolidierten Umsätze der anderen europäischen Gesellschaften der Magna Seating Gruppe. Ertragslage Der Umsatz des Geschäftsjahres 2023, als einer unserer finanziellen Leistungsindikatoren, betrug EUR 235,4 Mio., was eine Erhöhung gegenüber der Vergleichsperiode um EUR 61,5 Mio. bedeutet. Dieser Umsatz entspricht im Wesentlichen der Vorjahresprognose in Höhe von EUR 230,0 Mio. Der Umsatz pro Mitarbeiter betrug TEUR 676 und ist gegenüber der Vergleichsperiode (TEUR 493) um 37 % gestiegen. Diese Kennzahl ist maßgeblich durch den Umsatzanstieg sowie den reduzierten Personalbestand beeinflusst. Der Materialaufwand erhöhte sich von Mio. EUR 152,4 auf Mio. EUR 193,2. Die auf die Gesamtleistung (Umsatzerlöse ergänzt um die Bestandsveränderung und die sonstigen betrieblichen Erträge) bezogene Materialaufwandsquote verschlechterte sich geringfügig von 80,0% auf 82,4%. Der Personalaufwand hat sich absolut um Mio. EUR 0,1 erhöht und bewegt sich dementsprechend auf dem Niveau des Vorjahres. Die Personalintensität (bezogen auf die Gesamtleistung) fiel im Geschäftsjahr 2023 von 9,5 % auf 7,8%. Ursächliche für diese Entwicklungen war, neben dem leicht sinkenden Personalbestand, der vermehrte Einsatz von Leiharbeitskräften. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind im Vergleich zur Vorjahresperiode um EUR 0,7 Mio. gestiegen, dies ist insbesondere auf höhere Transportkosten aufgrund der Volumenerhöhung sowie auf gestiegene Dienstleistungsverrechnungen zurückzuführen. Das Ergebnis vor sonstigen Steuern und Gewinnabführung beträgt EUR 14,8 Mio. und ist gegenüber der Vergleichsperiode um EUR 2,6 Mio. gestiegen. Ursächlich hierfür war vor allem die positive Umsatzentwicklung in den Sparten Pkw-Komponenten. Darüber hinaus entwickelte sich die Kostenbasis unterproportional zu den Umsatzerlösen. Somit konnten wir das prognostizierte Ergebnis vor Ergebnisabführung eines Gewinns im unteren zweistelligen Millionenbereich erreichen. Finanzlage und Vermögenslage Der vereinfacht ermittelte Cashflow ist im Geschäftsjahr positiv und beträgt EUR 15,7 Mio.
Die Finanzierung der getätigten Investitionen erfolgte insbesondere aus Mitteln der Finanzierung innerhalb der Magna-Gruppe. Aufgrund der Einbindung in den Magna-Konzern Cash- Pool bestehen keine Finanzierungsengpässe. Die Bilanzsumme der Gesellschaft stieg im Geschäftsjahr um EUR 13,5 Mio. auf EUR 39,7 Mio. Das Anlagevermögen hat sich im Geschäftsjahr um EUR 0,6 Mio. reduziert, was im Wesentlichen auf die planmäßige Abschreibung zurückzuführen ist. Der Rückgang der Vorräte um EUR 3,0 Mio. ist sowohl auf die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe als auch die unfertigen Erzeugnisse/Leistungen zurückzuführen. Im Vorjahr hatten sich die Roh -, Hilfs- und Betriebsstoffe erhöht, was durch eine Verschiebung von Produktionsaufträgen in das erste Quartal 2023 bedingt war. Des Weiteren wurden im Geschäftsjahr Kundenprojekte abgerechnet, was eine Reduktion der unfertigen Erzeugnisse und Leistungen zur Folge hatte. Die Erhöhung der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von EUR 12,4 Mio. war neben den kundenseitigen Volumenerhöhungen, zudem von einem außerordentlich niedrigen Forderungsbestand im Dezember 2022, aufgrund von Verschiebungen von Abrufen in das Berichtsjahr, getrieben. Des Weiteren stiegen die Forderungen gegen verbundene Unternehmen um EUR 3,1 Mio. Dies wurde hauptsächlich durch das Cash-Pooling verursacht. Die sonstigen Vermögensgegenstände erhöhten sich um EUR 1,5 Mio., was durch eine Forderung aufgrund von sonstigen Rüstkosten entstanden ist. Auf der Passivseite haben sich hauptsächlich die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen um EUR 11,4 Mio. erhöht, was auf die Volumenerhöhung im Jahr 2023 zurückzuführen ist. Die Verringerung der Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von EUR 2,6 Mio., begründete sich ebenfalls durch das Cash-Pooling. Der Anstieg der sonstigen Rückstellungen in Höhe von EUR 4,3 Mio. resultiert im Wesentlichen aus Zuführungen zu den produktbezogenen Rückstellungen sowie den Rückstellungen für ausstehende Rechnungen. Investitionen Die Investitionen des laufenden Geschäftsjahres in Höhe von EUR 0,5 Mio. betreffen im Wesentlichen Software sowie andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung. III. Nicht-finanzielle Leistungsindikatoren Neben den finanziellen Leistungsindikatoren Umsatzerlöse und Ergebnis vor sonstigen Steuern und Gewinnabführung, ist die Nachhaltigkeit unseres unternehmerischen Handelns der wesentliche nicht-finanzielle Leistungsindikator. Nachhaltigkeit Die Gesellschaft hat für die Qualitätssicherung und das Umwelt- und Arbeitsschutzmanagementsystem die erweiterte Zertifizierung nach IATF 16949 sowie die Zertifizierung nach ISO 45001 und DIN EN ISO 14001 für das Jahr 2023 erhalten. IV. Prognose- Risiken- und Chancenbericht Risiken und Chancen Wesentliche Risiken für die Gesellschaft sind der Konjunkturverlauf und die damit verbundenen Nachfrageschwankungen in der Automobilindustrie sowie die Wettbewerbssituation im speziellen mit Osteuropa. Durch eine konsequente Beobachtung des Absatzmarktes versuchen wir unsere Strategien und Aktivitäten möglichst frühzeitig an Veränderungen auszurichten. Insbesondere dem Risiko einer mangelnden Auslastung der Produktionsstätten kann damit entgegengewirkt werden. Es besteht das Risiko, dass Folgeaufträge ausbleiben und die freien Produktionskapazitäten nicht durch Aufträge anderer Kunden besetzt werden können, wodurch die vorhandenen Fixkosten nicht aufgefangen werden könnten. Dieses Risiko wird für das Berichtsjahr aufgrund von bestehenden Aufträgen nicht als akut eingeschätzt. Die Ausweitung des Produktportfolios wird sich auch in den kommenden Geschäftsjahren durch anstehende Neuanläufe weiter fortsetzen. Wir überwachen alle Finanzrisiken durch die Verwendung entsprechender finanzwirtschaftlicher Kontroll- und Steuerungsinstrumente. Das interne Berichtswesen gewährleistet eine kontinuierliche Erfassung, Analyse, Bewertung und Steuerung finanzieller Risiken. Dies geschieht zeitnah im monatlichen Rhythmus. Liquiditätsrisiken werden zentral überwacht und gesteuert. Die Finanzierung erfolgt fast vollständig durch Konzernfinanzierungen und ist dementsprechend konzernabhängig. Die in der Bilanz ausgewiesenen Finanzinstrumente unterliegen grundsätzlich Ausfall-, Währungs- und Zinsänderungsrisiken. Dem Ausfallrisiko der Forderungen wird durch ein entsprechendes Debitorenmanagement, das die Überwachung der fristgemäßen Bezahlung der Forderungen und das Mahnwesen umfasst, entgegengetreten. Die Währungsrisiken werden aufgrund des niedrigen Bestands an Fremdwährungsposten als nicht signifikant angesehen. Zinsänderungsrisiken bestehen grundsätzlich bei den Cash-Pool-Forderungen Sie werden als niedrig eingeschätzt. Zu den für unser Unternehmen wichtigen gesamtwirtschaftlichen Risiken gehören vor allem solche, die sich aus der konjunkturellen Entwicklung der relevanten Märkte sowie aus dem politischen Umfeld ergeben. Die wirtschaftlichen Gegebenheiten werden auch weiterhin unser Geschäft beeinflussen. Hieraus können sich auch wesentliche Beeinträchtigungen des geplanten Geschäftsverlaufs ergeben, insbesondere aus einem mittelfristig schwächeren Wirtschaftswachstum oder einem Abrutschen in eine Rezessionsphase. Die derzeitigen Hauptrisiken für unsere Geschäftstätigkeiten ergeben sich aus dem Ukraine- Konflikt und den daraus folgenden Verwerfungen auf den Güter- und Finanzmärkten. Es ist zu erwarten, dass sich aus dem weiteren Verlauf des Kriegsgeschehens sowie den weiteren Sanktionsmaßnahmen erhebliche Auswirkungen für die Weltwirtschaft, die globalen Handelsströme und damit auch für die Automobilindustrie ergeben werden, die weiterhin nur schwer zu prognostizieren sind. Das von Sanktionen betroffene Russland ist für uns kein bedeutender Absatzmarkt. Als ein wesentliches Risiko für die Automobilindustrie und damit auch unsere Unternehmen sehen wir jedoch Auswirkungen auf die Lieferketten und die Versorgung unseres Kunden mit kritischen Komponenten (z.B. Kabelstränge), die in der Ukraine und in angrenzenden Ländern produziert werden. Weitere Risiken bestehen im Energiesektor. So ist davon auszugehen, dass der bestehende Konflikt weiter stark volatile Energiepreisen mit sich führen wird und im Extremfall sogar die Versorgungssicherheit beeinflusst werden kann. Nach 2023 sind auch im Jahr 2024 inflationsbedingte Preissteigerungen zu erwarten die zu negativen Auswirkungen für die konjunkturelle Situation führen könnten. Derzeit ergibt sich aufgrund der verschiedenen Konflikte ein erhöhtes Risiko aus sog. Cyberangriffen, die erhebliche negative Auswirkungen für unser Unternehmen haben könnten. Wir begegnen diesem Risiko durch verschärfte IT-Sicherheitsmaßnahmen. Der weiterhin andauernde Ukrainekrieg und der fortbestehende Nahostkonflikt führt zu zusätzlichen zahlreichen Unwägbarkeiten und Beeinträchtigungen. Zusammenfassend könnte dies bedeuten:
Bestandsgefährdende Risiken für unsere Gesellschaft sind derzeit nicht ersichtlich. Ausrichtung des Unternehmens Die Gesellschaft richtet den Schwerpunkt ihrer Aktivitäten auf den weiteren Ausbau der Produktion und des Vertriebes von qualitativ hochwertigen und innovativen Sitzsystemen und deren Komponenten aus. Die Magna Seating Solutions GmbH bekennt sich zur langfristigen Sicherung der Wettbewerbsfähigkeit ihrer Kunden durch permanente Anstrengungen zur Kostenoptimierung der Produkte, die über den gesamten Produktlebenszyklus zu einer attraktiven Preisgestaltung führen soll. Die plangerechte und zeitnahe Belieferung der Kunden mit qualitativ hochwertigen Erzeugnissen und die Nutzung moderner logistischer Prozesse sind Kern unserer Beziehungen zum Absatzmarkt. Zukünftige Entwicklung Die voraussichtliche Entwicklung der Gesellschaft wird neben der allgemeinen konjunkturellen Entwicklung in der Automobilindustrie und der damit verbundenen Entwicklung der Kundenabrufe, vor allem von den wirtschaftlichen Folgen der Inflation und den Auswirkungen des Ukraine- und Nahost-Konflikts gekennzeichnet sein. Ein sorgsames Monitoring der kompletten Supply Chain ist deshalb im Rahmen des eigenen Risikomanagements unabdingbar. Für das Geschäftsjahr 2024 gehen wir von Umsatzerlösen in Höhe von ca. EUR 173,0 Mio. und einem Ergebnis vor sonstigen Steuern und Gewinnabführung im mittleren bis hohen einstelligen Millionenbereich aus.
Sailauf, den 29. November 2024 Die Geschäftsführung Mandy Stöckel Alex Wandler Bilanz zum 31. Dezember 2023Aktiva
Passiva
Gewinn- und Verlustrechnung für den Zeitraum von 1. Januar bis 31. Dezember 2023
Anhang für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023Allgemeine Hinweise Die Magna Seating Solutions GmbH hat ihren Sitz in Sailauf und ist eingetragen in das Handelsregister beim Amtsgericht Aschaffenburg (HRB 8778). Der vorliegende Jahresabschluss wurde gemäß §§ 242 ff. und §§ 264 ff. HGB sowie nach den einschlägigen Vorschriften des GmbHG aufgestellt. Es gelten die Vorschriften für große Kapitalgesellschaften. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. Um die Klarheit der Darstellung zu verbessern, haben wir für die Posten der Bilanz die Angaben zur Mitzugehörigkeit zu anderen Posten der Bilanz im Anhang vorgenommen. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend. Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten. bilanziert und werden, sofern sie der Abnutzung unterliegen, entsprechend ihrer Nutzungsdauer um planmäßige lineare Abschreibungen vermindert. Die Abschreibungszeiträume werden ausgehend von den in den steuerrechtlichen AfA-Tabellen angegebenen kürzesten Nutzungsdauern ermittelt, soweit nicht im Einzelfall Anhaltspunkte für eine abweichende betriebsindividuelle Nutzungsdauer vorliegen. Bei einer voraussichtlich dauerhaften Wertminderung werden darüber hinaus Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert vorgenommen. Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungskosten angesetzt und wird um planmäßige lineare Abschreibungen vermindert. Die Abschreibungszeiträume werden ausgehend von den in den steuerrechtlichen AfA-Tabellen angegebenen kürzesten Nutzungsdauern ermittelt, soweit nicht im Einzelfall Anhaltspunkte für eine abweichende betriebsindividuelle Nutzungsdauer vorliegen. Bei einer voraussichtlich dauerhaften Wertminderung werden darüber hinaus Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert vorgenommen. Geringwertige Anlagegüter bis zu einem Wert von Euro 1.000 werden über einen Zeitraum von 5 Jahren abgeschrieben. Die Abschreibungen auf Zugänge des Sachanlagevermögens erfolgen grundsätzlich zeitanteilig. Die Vorräte - Rohstoffe, Hilfsstoffe, Betriebsstoffe, unfertige Erzeugnisse/Leistungen - werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten bzw. zu dem niedrigeren beizulegenden Wert am Bilanzstichtag angesetzt. Die unfertigen Erzeugnisse sowie unfertigen Leistungen sind auf der Basis von Einzelkalkulationen, die auf der aktuellen Betriebsabrechnung beruhen, zu Herstellungskosten bewertet, wobei neben den direkt zurechenbaren Materialeinzelkosten, Fertigungslöhnen und Sondereinzelkosten auch Fertigungs- und Materialgemeinkosten sowie Abschreibungen berücksichtigt werden. Die Absatzmarktrisiken bei den unfertigen Erzeugnissen sowie Leistungen werden durch eine retrograde verlustfreie Bewertung berücksichtigt, in dem von den voraussichtlichen Verkaufspreisen Abschläge für noch anfallende Kosten vorgenommen werden. Allen erkennbaren Risiken im Vorratsvermögen, die sich aus überdurchschnittlicher Lagerdauer, geminderter Verwertbarkeit und niedrigeren Wiederbeschaffungskosten ergeben, sind durch angemessene Abwertungen berücksichtigt. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten angesetzt. Allen risikobehafteten Posten ist durch die Bildung angemessener Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen; das allgemeine Kreditrisiko bei Forderungen aus Lieferungen und Leistungen ist durch pauschale Abschläge berücksichtigt. Als Rechnungsabgrenzungsposten sind auf der Aktivseite Ausgaben vor dem Abschlussstichtag ausgewiesen, soweit sie einen Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen. Die Sonstigen Rückstellungen beinhalten ungewisse Verbindlichkeiten und sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags (d.h. einschließlich zukünftiger Kosten- und Preissteigerungen) angesetzt. Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag angesetzt. Währungsumrechnung Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten werden mit dem Devisenkassamittelkurs zum Abschlussstichtag umgerechnet. Bei einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wird dabei das Realisationsprinzip (§ 252 Abs. 1 Nr. 4 Halbsatz 2 HGB) und das Anschaffungskostenprinzip (§ 253 Abs. 1 Satz 1 HGB) beachtet. Erläuterungen zur Bilanz Anlagevermögen Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im Anlagenspiegel (Anlage zum Anhang) dargestellt. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen beinhalten wie im Vorjahr keine Forderungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen sowie die sonstigen Vermögensgegenstände beinhalten keine Forderungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen beinhalten Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 38 (Vorjahr: TEUR 496). Der verbleibende Betrag betrifft das Cash-Pooling. Sonstige Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen wurden für ausstehende Rechnungen in Höhe von TEUR 5.350, für produktbezogene Rückstellungen in Höhe von TEUR 9.377 sowie für Personalkosten in Höhe von TEUR 1.152 gebildet. Verbindlichkeiten Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sowie die sonstigen Verbindlichkeiten haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen beinhalten wie im Vorjahr ausschließlich Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen. Die erhaltenen Anzahlungen beinhalten wie im Vorjahr keine Anzahlungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr. Latente Steuern Die Gesellschaft ist eingebunden in eine ertragsteuerliche Organschaft. Eventuell aktivierungsfähige latente Steuern bzw. passivierungspflichtige latente Steuern werden beim Organträger bilanziert. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung
Sonstige betriebliche Erträge Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten periodenfremde Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von TEUR 764. Sonstige Angaben Haftungsverhältnisse Die Gesellschaft haftet gemeinsam mit anderen Unternehmen des Magna-Konzerns gesamtschuldnerisch und unbegrenzt aus einer Cash-Pool Vereinbarung, an die sich die Gesellschaft als Poolteilnehmer angeschlossen hat. Die Eintrittswahrscheinlichkeit der gesamtschuldnerischen Haftung wird als sehr gering angesehen, da der Konzern über ausreichend Liquidität verfügt und das Cash-Pool Konto bei der verwaltenden Bank grundsätzlich ausgeglichen wird. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Es bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen von insgesamt TEUR 1.802. Jährliche Zahlungsverpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen
Die Miet- und Leasingverhältnisse enden in 2024 und 2025. Als wesentliches Risiko aus diesen außerbilanziellen Geschäften ist die Verringerung zukünftiger Cashflows aufgrund fester Liquiditätsabflüsse zu nennen. Vorteile ergeben sich insbesondere daraus, dass die Leasing-Verträge eine langfristige Kapitalbindung verhindern und dass der langfristige Liquiditätsabfluss für die Gesellschaft planbar ist. Geschäftsführung Geschäftsführer der Gesellschaft sind: Mandy Stöckel - Human Resource Director Europe & Asia Pacific Magna Seating Alex Wandler - Director of Operations Audi & VW Magna Seating Carsten Jäkel - Vice President Operations Magna Seating bis 31.12.2023 Florian Waffler - Vice President Finance und IT Europe Magna Seating ab 01.01.2024 bis 31.08.2024 Gesamtbezüge der Geschäftsführung Wir haben gemäß §286 Abs. 4 HGB auf die Angabe der Geschäftsführervergütung verzichtet, da nur ein Geschäftsführer im Berichtsjahr Bezüge von der Gesellschaft erhalten hat. Honorar des Abschlussprüfers Das vom Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr berechnete Gesamthonorar betrifft ausschließlich Abschlussprüfungsleistungen in Höhe von TEUR 52. Mitarbeiter Die durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Mitarbeiter betrug:
Konzernverhältnisse Die Gesellschaft wird in den Konzernabschluss der Magna International Inc., Aurora, Ontario, Kanada, einbezogen. Die Magna International Inc. Aurora, Ontario, Kanada stellt einen Konzernabschluss für den kleinsten und größten Kreis von Unternehmen auf. Der Konzernabschluss ist am Sitz der Gesellschaft, im Internet unter www.sec.gov beim Bundesanzeiger unter Magna Automotive Holding (Germany) GmbH erhältlich. Nachtragsbericht Nach Beendigung des Geschäftsjahres sind keine Vorgänge von besonderer Bedeutung eingetreten.
Sailauf, den 29. November 2024 Die Geschäftsführung Mandy Stöckel Alex Wandler Entwicklung des Anlagevermögens in der Zeit vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023
BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die Magna Seating Solutions GmbH, Sailauf Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Magna Seating Solutions GmbH, Sailauf, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Magna Seating Solutions GmbH, Sailauf, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Frankfurt am Main, den 29. November 2024 Deloitte
GmbH
Dirk Hällmayr, Wirtschaftsprüfer Marlene Müller, Wirtschaftsprüfer |
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