Stammdaten

Register
Amtsgericht Aschaffenburg HRB 8778
Vorher
Magna Sechste Beteiligungs-GmbHMagna Electronics Europe Verwaltungs GmbH
Eingetragen
2.12.2002
Branche
Herstellung von Fahrrädern sowie von BehindertenfahrzeugenHerstellung von Nutzkraftwagen und NutzkraftwagenmotorenHerstellung von Personenkraftwagen und Personenkraftwagenmotoren
Gegenstand
die Entwicklung, Herstellung und der Vertrieb von Produkten für die Automobilindustrie, insbesondere von Komplettsitzsystemen und deren Komponenten sowie alle damit zusammenhängenden Tätigkeiten.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Roland Sander
seit 1.2.2024
Prokura
Pascal Balles
seit 3.8.2022
Prokura
Geschäftsführer
Alex Wandler
seit 19.7.2022
Geschäftsführer
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
MAGNA Metal-forming GmbHAUT
100.00%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Magna Seating Solutions GmbH

Sailauf

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023

I. Grundlagen des Unternehmens

Die Magna Seating Solutions GmbH produziert und vertreibt qualitativ hochwertige Komplettsitzsysteme sowie Fahrzeugkomponenten für Kunden aus der Automobilindustrie. Die Schwerpunkte der Produktion liegen im Bereich der Personenkraftwagen.

II. Wirtschaftsbericht

Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Der Geschäftsverlauf der Gesellschaft ist in erster Linie vom Konjunkturverlauf in der Automobilindustrie Westeuropas und insbesondere der Produktion in Deutschland für die im Berichtsjahr belieferten Programme beeinflusst.

Im Berichtsjahr wurden 12,8 Mio. Neufahrzeuge auf dem europäischen PKW-Markt zugelassen. Dies sind rund 14 % mehr als im Vorjahr. Somit steht die pandemiebedingte Erholung auf dem PKW-Markt noch aus. (Quelle VDA). In Deutschland wurden im Berichtsjahr 2,8 Millionen PKW neu zugelassen. Dieser Wert hat sich im Vergleich zum Vorjahr um 7 % erhöht (Quelle: VDA).

Laut Ergebnis eines Marktforschungsinstitutes hatte die Magna Seating Gruppe im Berichtsjahr in Europa einen Marktanteil von rund 8 % (Vorjahr: 8 %) im Bereich Komplettsitze. Bezugsgröße ist die abgesetzte Menge (Stückzahl). Darin eingeschlossen sind die konsolidierten Umsätze der anderen europäischen Gesellschaften der Magna Seating Gruppe.

Ertragslage

Der Umsatz des Geschäftsjahres 2023, als einer unserer finanziellen Leistungsindikatoren, betrug EUR 235,4 Mio., was eine Erhöhung gegenüber der Vergleichsperiode um EUR 61,5 Mio. bedeutet. Dieser Umsatz entspricht im Wesentlichen der Vorjahresprognose in Höhe von EUR 230,0 Mio.

Der Umsatz pro Mitarbeiter betrug TEUR 676 und ist gegenüber der Vergleichsperiode (TEUR 493) um 37 % gestiegen. Diese Kennzahl ist maßgeblich durch den Umsatzanstieg sowie den reduzierten Personalbestand beeinflusst.

Der Materialaufwand erhöhte sich von Mio. EUR 152,4 auf Mio. EUR 193,2. Die auf die Gesamtleistung (Umsatzerlöse ergänzt um die Bestandsveränderung und die sonstigen betrieblichen Erträge) bezogene Materialaufwandsquote verschlechterte sich geringfügig von 80,0% auf 82,4%. Der Personalaufwand hat sich absolut um Mio. EUR 0,1 erhöht und bewegt sich dementsprechend auf dem Niveau des Vorjahres. Die Personalintensität (bezogen auf die Gesamtleistung) fiel im Geschäftsjahr 2023 von 9,5 % auf 7,8%. Ursächliche für diese Entwicklungen war, neben dem leicht sinkenden Personalbestand, der vermehrte Einsatz von Leiharbeitskräften.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind im Vergleich zur Vorjahresperiode um EUR 0,7 Mio. gestiegen, dies ist insbesondere auf höhere Transportkosten aufgrund der Volumenerhöhung sowie auf gestiegene Dienstleistungsverrechnungen zurückzuführen.

Das Ergebnis vor sonstigen Steuern und Gewinnabführung beträgt EUR 14,8 Mio. und ist gegenüber der Vergleichsperiode um EUR 2,6 Mio. gestiegen. Ursächlich hierfür war vor allem die positive Umsatzentwicklung in den Sparten Pkw-Komponenten. Darüber hinaus entwickelte sich die Kostenbasis unterproportional zu den Umsatzerlösen. Somit konnten wir das prognostizierte Ergebnis vor Ergebnisabführung eines Gewinns im unteren zweistelligen Millionenbereich erreichen.

Finanzlage und Vermögenslage

Der vereinfacht ermittelte Cashflow ist im Geschäftsjahr positiv und beträgt EUR 15,7 Mio.

2023 2022
TEUR TEUR
Ergebnis vor sonst. Steuern und Gewinnabführung 14.750 12.182
zzgl. Abschreibungen 901 1.161
Vereinfacht ermittelter Cashflow 15.652 13.342

Die Finanzierung der getätigten Investitionen erfolgte insbesondere aus Mitteln der Finanzierung innerhalb der Magna-Gruppe. Aufgrund der Einbindung in den Magna-Konzern Cash- Pool bestehen keine Finanzierungsengpässe.

Die Bilanzsumme der Gesellschaft stieg im Geschäftsjahr um EUR 13,5 Mio. auf EUR 39,7 Mio.

Das Anlagevermögen hat sich im Geschäftsjahr um EUR 0,6 Mio. reduziert, was im Wesentlichen auf die planmäßige Abschreibung zurückzuführen ist.

Der Rückgang der Vorräte um EUR 3,0 Mio. ist sowohl auf die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe als auch die unfertigen Erzeugnisse/Leistungen zurückzuführen. Im Vorjahr hatten sich die Roh -, Hilfs- und Betriebsstoffe erhöht, was durch eine Verschiebung von Produktionsaufträgen in das erste Quartal 2023 bedingt war. Des Weiteren wurden im Geschäftsjahr Kundenprojekte abgerechnet, was eine Reduktion der unfertigen Erzeugnisse und Leistungen zur Folge hatte.

Die Erhöhung der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von EUR 12,4 Mio. war neben den kundenseitigen Volumenerhöhungen, zudem von einem außerordentlich niedrigen Forderungsbestand im Dezember 2022, aufgrund von Verschiebungen von Abrufen in das Berichtsjahr, getrieben.

Des Weiteren stiegen die Forderungen gegen verbundene Unternehmen um EUR 3,1 Mio. Dies wurde hauptsächlich durch das Cash-Pooling verursacht.

Die sonstigen Vermögensgegenstände erhöhten sich um EUR 1,5 Mio., was durch eine Forderung aufgrund von sonstigen Rüstkosten entstanden ist.

Auf der Passivseite haben sich hauptsächlich die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen um EUR 11,4 Mio. erhöht, was auf die Volumenerhöhung im Jahr 2023 zurückzuführen ist.

Die Verringerung der Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von EUR 2,6 Mio., begründete sich ebenfalls durch das Cash-Pooling.

Der Anstieg der sonstigen Rückstellungen in Höhe von EUR 4,3 Mio. resultiert im Wesentlichen aus Zuführungen zu den produktbezogenen Rückstellungen sowie den Rückstellungen für ausstehende Rechnungen.

Investitionen

Die Investitionen des laufenden Geschäftsjahres in Höhe von EUR 0,5 Mio. betreffen im Wesentlichen Software sowie andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung.

III. Nicht-finanzielle Leistungsindikatoren

Neben den finanziellen Leistungsindikatoren Umsatzerlöse und Ergebnis vor sonstigen Steuern und Gewinnabführung, ist die Nachhaltigkeit unseres unternehmerischen Handelns der wesentliche nicht-finanzielle Leistungsindikator.

Nachhaltigkeit

Die Gesellschaft hat für die Qualitätssicherung und das Umwelt- und Arbeitsschutzmanagementsystem die erweiterte Zertifizierung nach IATF 16949 sowie die Zertifizierung nach ISO 45001 und DIN EN ISO 14001 für das Jahr 2023 erhalten.

IV. Prognose- Risiken- und Chancenbericht

Risiken und Chancen

Wesentliche Risiken für die Gesellschaft sind der Konjunkturverlauf und die damit verbundenen Nachfrageschwankungen in der Automobilindustrie sowie die Wettbewerbssituation im speziellen mit Osteuropa. Durch eine konsequente Beobachtung des Absatzmarktes versuchen wir unsere Strategien und Aktivitäten möglichst frühzeitig an Veränderungen auszurichten. Insbesondere dem Risiko einer mangelnden Auslastung der Produktionsstätten kann damit entgegengewirkt werden. Es besteht das Risiko, dass Folgeaufträge ausbleiben und die freien Produktionskapazitäten nicht durch Aufträge anderer Kunden besetzt werden können, wodurch die vorhandenen Fixkosten nicht aufgefangen werden könnten. Dieses Risiko wird für das Berichtsjahr aufgrund von bestehenden Aufträgen nicht als akut eingeschätzt. Die Ausweitung des Produktportfolios wird sich auch in den kommenden Geschäftsjahren durch anstehende Neuanläufe weiter fortsetzen.

Wir überwachen alle Finanzrisiken durch die Verwendung entsprechender finanzwirtschaftlicher Kontroll- und Steuerungsinstrumente. Das interne Berichtswesen gewährleistet eine kontinuierliche Erfassung, Analyse, Bewertung und Steuerung finanzieller Risiken. Dies geschieht zeitnah im monatlichen Rhythmus. Liquiditätsrisiken werden zentral überwacht und gesteuert. Die Finanzierung erfolgt fast vollständig durch Konzernfinanzierungen und ist dementsprechend konzernabhängig.

Die in der Bilanz ausgewiesenen Finanzinstrumente unterliegen grundsätzlich Ausfall-, Währungs- und Zinsänderungsrisiken. Dem Ausfallrisiko der Forderungen wird durch ein entsprechendes Debitorenmanagement, das die Überwachung der fristgemäßen Bezahlung der Forderungen und das Mahnwesen umfasst, entgegengetreten. Die Währungsrisiken werden aufgrund des niedrigen Bestands an Fremdwährungsposten als nicht signifikant angesehen. Zinsänderungsrisiken bestehen grundsätzlich bei den Cash-Pool-Forderungen Sie werden als niedrig eingeschätzt.

Zu den für unser Unternehmen wichtigen gesamtwirtschaftlichen Risiken gehören vor allem solche, die sich aus der konjunkturellen Entwicklung der relevanten Märkte sowie aus dem politischen Umfeld ergeben. Die wirtschaftlichen Gegebenheiten werden auch weiterhin unser Geschäft beeinflussen. Hieraus können sich auch wesentliche Beeinträchtigungen des geplanten Geschäftsverlaufs ergeben, insbesondere aus einem mittelfristig schwächeren Wirtschaftswachstum oder einem Abrutschen in eine Rezessionsphase.

Die derzeitigen Hauptrisiken für unsere Geschäftstätigkeiten ergeben sich aus dem Ukraine- Konflikt und den daraus folgenden Verwerfungen auf den Güter- und Finanzmärkten.

Es ist zu erwarten, dass sich aus dem weiteren Verlauf des Kriegsgeschehens sowie den weiteren Sanktionsmaßnahmen erhebliche Auswirkungen für die Weltwirtschaft, die globalen Handelsströme und damit auch für die Automobilindustrie ergeben werden, die weiterhin nur schwer zu prognostizieren sind.

Das von Sanktionen betroffene Russland ist für uns kein bedeutender Absatzmarkt. Als ein wesentliches Risiko für die Automobilindustrie und damit auch unsere Unternehmen sehen wir jedoch Auswirkungen auf die Lieferketten und die Versorgung unseres Kunden mit kritischen Komponenten (z.B. Kabelstränge), die in der Ukraine und in angrenzenden Ländern produziert werden. Weitere Risiken bestehen im Energiesektor. So ist davon auszugehen, dass der bestehende Konflikt weiter stark volatile Energiepreisen mit sich führen wird und im Extremfall sogar die Versorgungssicherheit beeinflusst werden kann.

Nach 2023 sind auch im Jahr 2024 inflationsbedingte Preissteigerungen zu erwarten die zu negativen Auswirkungen für die konjunkturelle Situation führen könnten. Derzeit ergibt sich aufgrund der verschiedenen Konflikte ein erhöhtes Risiko aus sog. Cyberangriffen, die erhebliche negative Auswirkungen für unser Unternehmen haben könnten. Wir begegnen diesem Risiko durch verschärfte IT-Sicherheitsmaßnahmen.

Der weiterhin andauernde Ukrainekrieg und der fortbestehende Nahostkonflikt führt zu zusätzlichen zahlreichen Unwägbarkeiten und Beeinträchtigungen.

Zusammenfassend könnte dies bedeuten:

Verschlechterung der allgemeinen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen, resultierend in niedriger Konsumentennachfrage nach Fahrzeugen und damit niedrigeren Absatz- und Produktionsvolumina

Reduktion der Produktionsumfänge unseres Kunden, auch aufgrund fortlaufender oder teilweiser Produktionsstillegungen

Kürzung unserer Produktion, auch aufgrund fortlaufender oder teilweiser Produktionsunterbrechung

Anhaltende Störung von Lieferketten kritischer Komponenten aufgrund von Insolvenzen eines oder mehrerer Lieferanten bedingt durch verschlechterte wirtschaftliche Bedingungen

Bestandsgefährdende Risiken für unsere Gesellschaft sind derzeit nicht ersichtlich.

Ausrichtung des Unternehmens

Die Gesellschaft richtet den Schwerpunkt ihrer Aktivitäten auf den weiteren Ausbau der Produktion und des Vertriebes von qualitativ hochwertigen und innovativen Sitzsystemen und deren Komponenten aus.

Die Magna Seating Solutions GmbH bekennt sich zur langfristigen Sicherung der Wettbewerbsfähigkeit ihrer Kunden durch permanente Anstrengungen zur Kostenoptimierung der Produkte, die über den gesamten Produktlebenszyklus zu einer attraktiven Preisgestaltung führen soll. Die plangerechte und zeitnahe Belieferung der Kunden mit qualitativ hochwertigen Erzeugnissen und die Nutzung moderner logistischer Prozesse sind Kern unserer Beziehungen zum Absatzmarkt.

Zukünftige Entwicklung

Die voraussichtliche Entwicklung der Gesellschaft wird neben der allgemeinen konjunkturellen Entwicklung in der Automobilindustrie und der damit verbundenen Entwicklung der Kundenabrufe, vor allem von den wirtschaftlichen Folgen der Inflation und den Auswirkungen des Ukraine- und Nahost-Konflikts gekennzeichnet sein. Ein sorgsames Monitoring der kompletten Supply Chain ist deshalb im Rahmen des eigenen Risikomanagements unabdingbar.

Für das Geschäftsjahr 2024 gehen wir von Umsatzerlösen in Höhe von ca. EUR 173,0 Mio. und einem Ergebnis vor sonstigen Steuern und Gewinnabführung im mittleren bis hohen einstelligen Millionenbereich aus.

 

Sailauf, den 29. November 2024

Die Geschäftsführung

Mandy Stöckel

Alex Wandler

Bilanz zum 31. Dezember 2023

Aktiva

31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 209.632,23 153.336,01
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 286.049,00 395.225,00
2. Technische Anlagen und Maschinen 836.340,00 1.068.530,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 870.676,00 1.007.737,00
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 174.801,96
1.993.065,00 2.646.293,96
2.202.697,23 2.799.629,97
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 2.974.722,94 4.216.263,50
2. Unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen 10.028.431,42 11.751.953,79
13.003.154,36 15.968.217,29
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 18.912.410,68 6.556.685,96
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 3.634.963,34 496.186,39
davon gegen Gesellschafter EUR 3.597.067 (Vj. EUR 0)
3. Sonstige Vermögensgegenstände 1.790.946,91 257.752,24
24.338.320,93 7.310.624,59
37.341.475,29 23.278.841,88
C. Rechnungsabgrenzungsposten 148.003,07 146.630,06
39.692.175,59 26.225.101,91

Passiva

31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 25.000,00 25.000,00
II. Kapitalrücklage 23.000,00 23.000,00
III. Verlustvortrag 0,00 -35.664,30
IV. Jahresüberschuss 0,00 35.664,30
48.000,00 48.000,00
B. Rückstellungen
Sonstige Rückstellungen 15.878.640,97 11.535.428,45
C. Verbindlichkeiten
1. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 397.647,37 116.372,00
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 20.542.931,33 9.146.192,00
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 2.682.420,42 5.246.212,82
davon gegenüber Gesellschafter EUR 0 (Vj. EUR 4.727.989,64)
4. Sonstige Verbindlichkeiten 142.535,50 132.896,64
davon aus Steuern EUR 142.495,50 (Vj. EUR 127.701,14)
23.765.534,62 14.641.673,46
39.692.175,59 26.225.101,91

Gewinn- und Verlustrechnung für den Zeitraum von 1. Januar bis 31. Dezember 2023

2023 2022
EUR EUR
1. Umsatzerlöse 235.361.702,91 173.890.118,83
2. Verminderung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen und Leistungen (Vj. Erhöhung) -1.723.522,37 11.751.953,79
3. Sonstige betriebliche Erträge 809.646,73 4.850.010,77
davon Erträge aus der Währungsumrechnung EUR 16.406,06 (Vj. EUR 12.319,90)
4. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 186.553.564,81 149.907.179,26
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 6.665.682,54 2.469.361,46
5. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 15.148.455,20 15.185.534,08
b) Soziale Abgaben 3.174.639,95 2.999.420,49
6. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 901.446,19 1.160.690,48
7. Sonstige betriebliche Aufwendungen 7.266.569,75 6.611.545,57
davon Aufwendungen aus der Währungsumrechnung EUR 9.629,23 (Vj. EUR 16.496,90)
8. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 624.151,31 23.971,33
davon aus verbundenen Unternehmen EUR 624.151,31 (Vj. EUR 23.971,33)
9. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 610.809,39 668,62
davon an verbundene Unternehmen EUR 609.053,84 (Vj. EUR 668,62)
10. Ergebnis vor sonstigen Steuern und Gewinnabführung 14.750.810,75 12.181.654,76
11. Sonstige Steuern 512,00 578,00
12. Aufgrund eines Gewinnabführungsvertrags abgeführter Gewinn -14.750.298,75 -12.145.412,46
13. Jahresüberschuss 0,00 35.664,30

Anhang für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023

Allgemeine Hinweise

Die Magna Seating Solutions GmbH hat ihren Sitz in Sailauf und ist eingetragen in das Handelsregister beim Amtsgericht Aschaffenburg (HRB 8778).

Der vorliegende Jahresabschluss wurde gemäß §§ 242 ff. und §§ 264 ff. HGB sowie nach den einschlägigen Vorschriften des GmbHG aufgestellt. Es gelten die Vorschriften für große Kapitalgesellschaften. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

Um die Klarheit der Darstellung zu verbessern, haben wir für die Posten der Bilanz die Angaben zur Mitzugehörigkeit zu anderen Posten der Bilanz im Anhang vorgenommen.

Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend.

Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten. bilanziert und werden, sofern sie der Abnutzung unterliegen, entsprechend ihrer Nutzungsdauer um planmäßige lineare Abschreibungen vermindert. Die Abschreibungszeiträume werden ausgehend von den in den steuerrechtlichen AfA-Tabellen angegebenen kürzesten Nutzungsdauern ermittelt, soweit nicht im Einzelfall Anhaltspunkte für eine abweichende betriebsindividuelle Nutzungsdauer vorliegen. Bei einer voraussichtlich dauerhaften Wertminderung werden darüber hinaus Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert vorgenommen.

Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungskosten angesetzt und wird um planmäßige lineare Abschreibungen vermindert. Die Abschreibungszeiträume werden ausgehend von den in den steuerrechtlichen AfA-Tabellen angegebenen kürzesten Nutzungsdauern ermittelt, soweit nicht im Einzelfall Anhaltspunkte für eine abweichende betriebsindividuelle Nutzungsdauer vorliegen. Bei einer voraussichtlich dauerhaften Wertminderung werden darüber hinaus Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert vorgenommen.

Geringwertige Anlagegüter bis zu einem Wert von Euro 1.000 werden über einen Zeitraum von 5 Jahren abgeschrieben. Die Abschreibungen auf Zugänge des Sachanlagevermögens erfolgen grundsätzlich zeitanteilig.

Die Vorräte - Rohstoffe, Hilfsstoffe, Betriebsstoffe, unfertige Erzeugnisse/Leistungen - werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten bzw. zu dem niedrigeren beizulegenden Wert am Bilanzstichtag angesetzt. Die unfertigen Erzeugnisse sowie unfertigen Leistungen sind auf der Basis von Einzelkalkulationen, die auf der aktuellen Betriebsabrechnung beruhen, zu Herstellungskosten bewertet, wobei neben den direkt zurechenbaren Materialeinzelkosten, Fertigungslöhnen und Sondereinzelkosten auch Fertigungs- und Materialgemeinkosten sowie Abschreibungen berücksichtigt werden.

Die Absatzmarktrisiken bei den unfertigen Erzeugnissen sowie Leistungen werden durch eine retrograde verlustfreie Bewertung berücksichtigt, in dem von den voraussichtlichen Verkaufspreisen Abschläge für noch anfallende Kosten vorgenommen werden.

Allen erkennbaren Risiken im Vorratsvermögen, die sich aus überdurchschnittlicher Lagerdauer, geminderter Verwertbarkeit und niedrigeren Wiederbeschaffungskosten ergeben, sind durch angemessene Abwertungen berücksichtigt.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten angesetzt. Allen risikobehafteten Posten ist durch die Bildung angemessener Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen; das allgemeine Kreditrisiko bei Forderungen aus Lieferungen und Leistungen ist durch pauschale Abschläge berücksichtigt.

Als Rechnungsabgrenzungsposten sind auf der Aktivseite Ausgaben vor dem Abschlussstichtag ausgewiesen, soweit sie einen Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen.

Die Sonstigen Rückstellungen beinhalten ungewisse Verbindlichkeiten und sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags (d.h. einschließlich zukünftiger Kosten- und Preissteigerungen) angesetzt.

Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

Währungsumrechnung

Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten werden mit dem Devisenkassamittelkurs zum Abschlussstichtag umgerechnet. Bei einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wird dabei das Realisationsprinzip (§ 252 Abs. 1 Nr. 4 Halbsatz 2 HGB) und das Anschaffungskostenprinzip (§ 253 Abs. 1 Satz 1 HGB) beachtet.

Erläuterungen zur Bilanz

Anlagevermögen

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im Anlagenspiegel (Anlage zum Anhang) dargestellt.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen beinhalten wie im Vorjahr keine Forderungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen sowie die sonstigen Vermögensgegenstände beinhalten keine Forderungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen beinhalten Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 38 (Vorjahr: TEUR 496). Der verbleibende Betrag betrifft das Cash-Pooling.

Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen wurden für ausstehende Rechnungen in Höhe von TEUR 5.350, für produktbezogene Rückstellungen in Höhe von TEUR 9.377 sowie für Personalkosten in Höhe von TEUR 1.152 gebildet.

Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sowie die sonstigen Verbindlichkeiten haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen beinhalten wie im Vorjahr ausschließlich Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen.

Die erhaltenen Anzahlungen beinhalten wie im Vorjahr keine Anzahlungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr.

Latente Steuern

Die Gesellschaft ist eingebunden in eine ertragsteuerliche Organschaft. Eventuell aktivierungsfähige latente Steuern bzw. passivierungspflichtige latente Steuern werden beim Organträger bilanziert.

Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

2023
TEUR
Umsatzerlöse
- nach Sparten
Pkw-Komponenten 224.300
Entwicklung 3.393
Sonstige 7.669
235.362
- nach Inland und Ausland
Inland 234.780
Ausland 582
235.362

Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten periodenfremde Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von TEUR 764.

Sonstige Angaben

Haftungsverhältnisse

Die Gesellschaft haftet gemeinsam mit anderen Unternehmen des Magna-Konzerns gesamtschuldnerisch und unbegrenzt aus einer Cash-Pool Vereinbarung, an die sich die Gesellschaft als Poolteilnehmer angeschlossen hat. Die Eintrittswahrscheinlichkeit der gesamtschuldnerischen Haftung wird als sehr gering angesehen, da der Konzern über ausreichend Liquidität verfügt und das Cash-Pool Konto bei der verwaltenden Bank grundsätzlich ausgeglichen wird.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Es bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen von insgesamt TEUR 1.802.

Jährliche Zahlungsverpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen

TEUR
2024 1.051
2025 751

Die Miet- und Leasingverhältnisse enden in 2024 und 2025.

Als wesentliches Risiko aus diesen außerbilanziellen Geschäften ist die Verringerung zukünftiger Cashflows aufgrund fester Liquiditätsabflüsse zu nennen. Vorteile ergeben sich insbesondere daraus, dass die Leasing-Verträge eine langfristige Kapitalbindung verhindern und dass der langfristige Liquiditätsabfluss für die Gesellschaft planbar ist.

Geschäftsführung

Geschäftsführer der Gesellschaft sind:

Mandy Stöckel - Human Resource Director Europe & Asia Pacific Magna Seating

Alex Wandler - Director of Operations Audi & VW Magna Seating Carsten Jäkel - Vice President Operations Magna Seating bis 31.12.2023

Florian Waffler - Vice President Finance und IT Europe Magna Seating ab 01.01.2024 bis 31.08.2024

Gesamtbezüge der Geschäftsführung

Wir haben gemäß §286 Abs. 4 HGB auf die Angabe der Geschäftsführervergütung verzichtet, da nur ein Geschäftsführer im Berichtsjahr Bezüge von der Gesellschaft erhalten hat.

Honorar des Abschlussprüfers

Das vom Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr berechnete Gesamthonorar betrifft ausschließlich Abschlussprüfungsleistungen in Höhe von TEUR 52.

Mitarbeiter

Die durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Mitarbeiter betrug:

2023
Gewerbliche Arbeitnehmer 297
Angestellte 51
348

Konzernverhältnisse

Die Gesellschaft wird in den Konzernabschluss der Magna International Inc., Aurora, Ontario, Kanada, einbezogen. Die Magna International Inc. Aurora, Ontario, Kanada stellt einen Konzernabschluss für den kleinsten und größten Kreis von Unternehmen auf. Der Konzernabschluss ist am Sitz der Gesellschaft, im Internet unter www.sec.gov beim Bundesanzeiger unter Magna Automotive Holding (Germany) GmbH erhältlich.

Nachtragsbericht

Nach Beendigung des Geschäftsjahres sind keine Vorgänge von besonderer Bedeutung eingetreten.

 

Sailauf, den 29. November 2024

Die Geschäftsführung

Mandy Stöckel

Alex Wandler

Entwicklung des Anlagevermögens in der Zeit vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023

Anschaffungs- und Herstellungskosten
1.1.2023 Zugänge Abgänge 31.12.2023
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 1.124.081,48 140.072,57 0,00 1.264.154,05
1.124.081,48 140.072,57 0,00 1.264.154,05
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 1.256.970,53 0,00 0,00 1.256.970,53
2. Technische Anlagen und Maschinen 3.014.126,84 87.318,08 83.200,00 3.018.244,92
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 4.995.146,65 251.925,76 0,00 5.247.072,41
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 174.801,96 2.921,49 177.723,45 0,00
9.441.045,98 342.165,33 260.923,45 9.522.287,86
10.565.127,46 482.237,90 260.923,45 10.786.441,91
Kumulierte Abschreibungen
1.1.2023 Zugänge Abgänge 31.12.2023
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 970.745,47 83.776,35 0,00 1.054.521,82
970.745,47 83.776,35 0,00 1.054.521,82
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 861.745,53 109.176,00 0,00 970.921,53
2. Technische Anlagen und Maschinen 1.945.596,84 319.507,08 83.199,00 2.181.904,92
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3.987.409,65 388.986,76 0,00 4.376.396,41
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00
6.794.752,02 817.669,84 83.199,00 7.529.222,86
7.765.497,49 901.446,19 83.199,00 8.583.744,68
Nettobuchwerte
31.12.2023 31.12.2022
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 209.632,23 153.336,01
209.632,23 153.336,01
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 286.049,00 395.225,00
2. Technische Anlagen und Maschinen 836.340,00 1.068.530,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 870.676,00 1.007.737,00
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 174.801,96
1.993.065,00 2.646.293,96
2.202.697,23 2.799.629,97

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die Magna Seating Solutions GmbH, Sailauf

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Magna Seating Solutions GmbH, Sailauf, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Magna Seating Solutions GmbH, Sailauf, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Frankfurt am Main, den 29. November 2024

Deloitte GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Dirk Hällmayr, Wirtschaftsprüfer

Marlene Müller, Wirtschaftsprüfer

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