Stammdaten

Register
Amtsgericht Köln HRB 20043
Vorher
Wellen & Nöthen GmbHQvest Media GmbH
Eingetragen
23.2.1990
Branche
Ingenieurbüros für Fachplanung von technischer GebäudeausrüstungIngenieurbüros für Fachplanung von sonstigen technischen AnlagenHerstellung von Prüfmaschinen
Gegenstand
die Entwicklung und Lösung technischer Probleme im Bereich Professinelle Videotechnik sowie Service, Verkauf, Vermietung, Planung und Projektierung von technischen Anlagen;

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Jawid Mahmoodzada
seit 17.6.2022
Geschäftsführer
Konstantin Knauf
seit 17.6.2022
Geschäftsführer
Geschäftsführer
Stephan Kölsch
seit 12.6.2015
Prokura

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

25.01% identifiziert74.99% ungelöst

Identifizierte Personen (1)

NameAnteil
25.01%

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
74.99%

Gesellschafter
Beta

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Name
Ort
Betrag
Anteil
Qvest Group GmbH
Germany
400.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Qvest GmbH

Köln

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

der Qvest GmbH

Das Geschäftsjahr 2023 im Überblick

Wie im Geschäftsjahr 2022 konnten die Muttergesellschaft der Qvest GmbH, die Qvest Group GmbH und ihre weiteren Tochtergesellschaften in Summe auch das Geschäftsjahr 2023 mit einem positiven EBITDA abschließen. Die Qvest GmbH hingegen musste wie im Vorjahr auch 2023 ein herausforderndes Geschäftsjahr bewältigen. Trotz leichten Anstiegs der Umsatzerlöse, verzeichnete die Gesellschaft einen Rückgang der Gesamtleistung. Die schwierigen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen in den Kernmärkten der Qvest GmbH in Zentral-, West- und Nordeuropa, sowie Budgetkürzungen der großen Media & Entertainment und Technologieunternehmen, führten zu Verschiebungen und Stornierung von Aufträgen, was maßgeblich zu dieser Entwicklung beitrug. Entsprechend stieg der Umsatz von TEUR 69.762 auf TEUR 71.991 um TEUR 2.229, jedoch sank die Gesamtleistung in der Berichtsperiode leicht um 7,7% von TEUR 73.488 auf TEUR 67.830.

Für die Gruppe war das Geschäftsjahr 2023 trotz des herausfordernden gesamtwirtschaftlichen Umfeldes von der Verfolgung ihrer Wachstumsstrategie geprägt. Durch die Akquisition von drei weiteren Gesellschaften und die Erhöhung der Beteilung an der Qvest Digital AG (vormals: tarent AG), hat die Qvest Gruppe ihre Wettbewerbspositionen gestärkt. Die breitere regionale Aufstellung, das erweiterte Leistungsportfolio und der damit verbundene Zugang zu weiteren Kundengruppen eröffnen neben dem durch den technologischen Wandel und die Digitalisierung getriebenen Wachstum zusätzliches Potential.

A. Grundlagen des Unternehmens

Geschäftsmodell

Die Qvest GmbH gehört mit ihren Tochter- und Schwestergesellschaften zur international tätigen Qvest Group GmbH. Sie ist damit integraler Bestandteil einer weltweiten Unternehmensgruppe für professionelle Services in der Medien-, Informations- und Kommunikationstechnologie. Mit spezialisierten Fähigkeiten und langjähriger Erfahrung in der End-to-End Realisierung von High-Tech-Projekten unterstützt die Qvest GmbH Unternehmen und Organisationen aus den Branchengruppen Medien & Entertainment, Industrial & Consumer sowie den öffentlichen Sektor. Dabei zählen die sechs strategischen Geschäftsfelder Foresight & Innovation, Strategy & Design, Software Development, Build & Delivery, Products & Solutions sowie Managed Technology zum kundenzentrierten Leistungsspektrum von Qvest.

Mit mehr als 1.000 Mitarbeitenden unterstützt die Qvest Gruppe weltweit Unternehmen dabei, digitale und medientechnische Strukturen zu entwickeln, Organisationsabläufe zu transformieren sowie Medien-, Kommunikations- und Informationstechnologie zu implementieren, um so zu mehr Wettbewerbsfähigkeit und Geschäftserfolg beizutragen. Als Technologiepartner für Business - Transformationen arbeitet die Qvest Gruppe dabei an den Schnittstellen von Geschäftsbetrieb, Menschen und Technologie und hilft ihren Kunden, nachhaltige Unternehmensoptimierung zu erzielen. Der Fokus in der Arbeit der Qvest-Gesellschaften liegt dazu stets auf dem Kundennutzen, dem Komplexitätsmanagement sowie der effizienten Orchestrierung von Technologie in der Wertschöpfungskette von Kunden. Die Qvest Gruppe geht dabei gezielt auf den zunehmenden Beratungs- und Technologiebedarf hinsichtlich Themen wie Data Security, Customer Experience, Cloud Computing und technologische Infrastruktur, Automation, Management und Operations ein, indem sie ihre Handlungs- und Aktionsfelder durch organische Weiterentwicklung, Akquisitionen sowie neue Partnerschaften laufend erweitert. Das Delivery-Modell der Qvest Gruppe umfasst dabei Expertenteams für strategische, technologische und operationale Fragestellungen weltweit. Dies gilt gleichermaßen für die Qvest GmbH als operative Einheit für den europäischen Raum.

In der Entwicklung der Qvest Gruppe kommt der Qvest GmbH eine besondere Rolle zu. Nicht nur gehen die Wurzeln der Unternehmensgruppe auf die Qvest GmbH zurück; in ihr sind bis heute wesentliche Kompetenzen und Ressourcen für die Vertriebsaktivitäten und die Projektabwicklung in Europa angesiedelt. Darüber hinaus trägt sie mit dem Stammsitz in Deutschland maßgeblich zur strategischen, technologischen und organisatorischen Weiterentwicklung der Unternehmensgruppe bei.

Internationale Positionierung

Die Qvest GmbH betreibt Tochtergesellschaften im In- und Ausland. Neben dem Firmenstammsitz in Köln unterhält die Gesellschaft weitere Niederlassungen in Berlin, München und Mainz. Darüber hinaus hat sich das Unternehmen Zielmärkte in Europa mit operativen Standorten in Metropol- und Medienregionen erschlossen.

Deutschland (Köln, Berlin, München, Mainz) - Qvest GmbH

Frankreich (Paris) - Qvest Media SARL

Belgien (Brüssel) - Qvest Media Belgium B.V.

Schweiz (Schaffhausen) - Qvest Media GmbH

Großbritannien (Henley on Thames) - Qvest Media Ltd.

Dänemark (Soborg) - Qvest Media ApS

Mit diesen Gesellschaften besitzt die Qvest GmbH eine vertriebliche Präsenz und Kundennähe in den wesentlichen europäischen Märkten und Regionen.

Mit Schwestergesellschaften der Qvest GmbH in Dubai, Qatar, Singapur, Australien und den Vereinigten Staaten ist die Unternehmensgruppe heute auf vier Kontinenten vertreten.

Wachstumsstrategie

Nachdem das Jahr 2022 in der Qvest Gruppe davon geprägt war, die in 2021 getätigten Akquisitionen in einem strukturierten Post Merger Integration Prozesses zu integrieren, war das Jahr 2023 wieder von einem starken exogenen Wachstum gekennzeichnet. Mit der Akquisition von 100% der Anteile an der Hyve AG in München, der tm Stagetec in Sydney, 80% der TeraVolt GmbH in Hamburg und der Erhöhung der Beteiligung an der Qvest Digital AG (vormals: tarent AG) in Bonn von 50 % auf 70 %, hat die Qvest Group GmbH weiterhin das Ziel verfolgt, sich den Zugang zu regionalen Märkten zu sichern und das Leistungsportfolio entlang der Wertschöpfungskette der digitalen Transformation zu stärken.

Sämtliche Firmenbeteiligungen durch die Qvest Group GmbH haben auch einen bedeutenden Einfluss auf die Geschäftsstrategie der Qvest GmbH. Die Investmentstrategie der Muttergesellschaft Qvest Group GmbH ist es, Unternehmen zu akquirieren, die zu einer horizontalen oder vertikalen Erweiterung des Leistungsportfolios der Unternehmensgruppe beitragen. Die damit verbundenen Synergieeffekte ermöglichen es der Qvest GmbH, ihr Lieferspektrum deutlich zu erweitern und mit ihrem Beratungs- und Systemintegrationsgeschäft zu verzahnen. In gleicher Weise profitieren die Beteiligungsfirmen von der Vertriebsorganisation der Qvest GmbH in Europa und der jahrzehntelangen Erfahrung des Unternehmens als Generalunternehmer von großen Technologie-Infrastrukturprojekten.

Durch den Erwerb der Hyve AG hat die Qvest Group GmbH ihr Service-Portfolio mit einer Innovationsberatungsgesellschaft erweitert und setzt damit einen Schwerpunkt in den Anfangsphasen der Wertschöpfungskette der digitalen Transformation. Durch die Kundenbeziehungen der Hyve AG, auch außerhalb des Media- und Entertainment Sektors, wird der Qvest Gruppe der Zugang zu neuen Industriezweigen ermöglicht.

Mit dem Kauf der tm Stagetec, die sich zwischenzeitlich in Qvest Australia umbenannt hat, baut die Qvest Gruppe ihre Präsenz in Australien und Neuseeland weiter aus.

Die Akquisition der TeraVolt GmbH dient der Qvest Gruppe ebenfalls dazu, ihr Portfolio zu erweitern. TeraVolt verfügt über Expertise im wachsenden Over-the-Top-Dienste (OTT) Markt. Darüber hinaus verfügt die TeraVolt über ihr eigenes Produkt "TVXRAY" als KI-basierte Lösung für OTT-Sender, um den Zuschauern ein personalisiertes Live-Sporterlebnis zu bieten.

Im Berichtsjahr hat die Qvest Group GmbH ihre Beteiligung an der Qvest Digital AG (vormals: tarent AG) um weitere rund 20% auf nun 70 % erhöht. Mit der Umfirmierung und der Beteiligungserhöhung untermauert die Qvest Gruppe und die ihr zugehörigen Unternehmen ihre Wachstumsstrategie, indem sie ihre Expertise und Kompetenzen bündeln und mit der gemeinsamen Marke "Qvest" global gegenüber den Kunden auftreten.

Gesellschafterstruktur

Die Qvest GmbH ist eine 100% Tochter der Qvest Group GmbH. Die Anteilseigner der Qvest Group GmbH sind seit 2019 die RSBG Information & Communication Technologies GmbH und Peter Nöthen. Die RSBG Information & Communication Technologies GmbH ist eine 100%ige Tochtergesellschaft der RSBG SE. Die RSBG SE wiederum ist eine 100%ige Tochtergesellschaft der RAG-Stiftung.

B. Wirtschaftsbericht

Wie im vorangegangenen Geschäftsjahr wurde das Berichtsjahr 2023 insbesondere im ersten Halbjahr durch eine weiterhin spürbare Zurückhaltung der Kunden in den für die Qvest GmbH relevanten Märkte in Zentral-, West- und Nordeuropa bestimmt. Ein wesentlicher Faktor war dabei die schwierige gesamtwirtschaftliche Situation, die weiterhin durch eine hohe Inflation und einem korrespondierend hohem Zinsniveau, in Kombination mit einem durch Unsicherheit geprägten weltpolitischen Umfeld bestimmt wurde.

Die beschriebenen fortlaufend ungünstigen Rahmenbedingungen führten dazu, dass im Berichtsjahr bei Gesamtleistung und Ergebnis nochmals ein Rückgang gegenüber dem Vorjahr hingenommen werden musste und die Gesellschaft wie im Vorjahr nicht profitabel war. Zentrale finanzielle und nicht finanzielle Leistungsindikatoren, die auch relevante interne Steuerungsgrößen darstellen sind die Gesamtleistung, das Betriebsergebnis und die Anzahl der Beschäftigten. Dabei entwickelte sich die Gesamtleistung negativ, wobei dies jedoch bereits in der im Vorjahr getroffenen Prognose antizipiert worden war. Das Betriebsergebnis ist anders als erwartet moderat gesunken. In dem moderaten Anstieg der durchschnittlichen Beschäftigtenzahl schlug sich insbesondere noch der Mitarbeiterzuwachs zum Ende des Geschäftsjahres 2022 nieder. Dem gegenüber war der Zuwachs auf Basis der Jahresendwerte nur leicht, da vor dem Hintergrund der geschäftlichen Entwicklung im Verlaufe des Geschäftsjahres 2023 nur noch selektiv Neueinstellungen vorgenommen wurden.

Zentrale Leistungsindikatoren: Prognose und tatsächliche Werte

2023 Prognose 2023 *) 2022
finanzielle Leistungsindikatoren
Gesamtleistung TEUR 67.830 moderat sinkend 73.488
Betriebsergebnis TEUR -5.366 leicht sinkend -4.433
nicht finanzielle Leistungsindikatoren
Beschäftigte im Jahresdurchschnitt 183 gleichbleibend 162

* leicht entspricht einer Veränderung bis 10%; moderat entspricht einer Veränderung bis 30%; deutlich entspricht einer Veränderung über 30%

Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage

Ertragslage

Der Umsatz stieg im Geschäftsjahr 2023 um TEUR 2.229 von TEUR 69.762 auf TEUR 71.991 leicht. Grund dafür war, dass teilweise die in dem Vorjahr angelaufenen Projekte abgerechnet werden konnten. Im Wesentlichen wurden die Umsätze mit TEUR 43.466 in Deutschland erzielt.

Die Gesamtleistung der Gesellschaft sank um TEUR 5.658 von TEUR 73.488 auf TEUR 67.830 und entsprach den Erwartungen des Vorjahres. Die sonstigen betrieblichen Erträge nahmen deutlich um TEUR 2.199 auf 4.319 zu, was im Wesentlichen mit Erträgen aus Währungsdifferenzen von insgesamt TEUR 3.812 (Vorjahr: TEUR 995) zusammenhing. Gleichzeitig erhöhten sich allerdings auch die Aufwendungen aus Währungsdifferenzen in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen auf TEUR 2.663 (Vorjahr: TEUR 1.935). Maßgeblich resultierte der im Saldo positive Währungseffekt aus dem in 2023 gegenüber dem Euro schwächeren US-Dollar.

Der Materialaufwand sank von TEUR 55.014 um TEUR 6.485 auf TEUR 48.529 und somit etwas überproportional zur Gesamtleistung. Das damit höhere Rohergebnis weist somit aus, dass es sich bei der rückläufigen Marge aus dem Vorjahr nur um einen temporären Effekt gehandelt hatte.

Der Personalaufwand nahm um TEUR 2.059 auf TEUR 16.128 zu. Der Anstieg reflektierte den Ganzjahreseffekt des deutlichen Mitarbeiterzuwachses im Verlaufe des Geschäftsjahres 2022, sowie die inflationsbedingt höheren Gehaltszuwächse bei den Bestandsmitarbeitern.

Die sonstigen betrieblichen Aufwände nahmen um TEUR 1.885 auf TEUR 12.072 zu. Dieser Anstieg ist auf verschiedene Faktoren zurückzuführen. Zum einen stiegen die Aufwendungen aus Währungsumrechnungen mit TEUR 2.663 (Vorjahr: TEUR 1.935). Dies insbesondere aufgrund der unterjährigen Schwankungen des Wechselkurses zwischen EUR und USD, woraus aber für die Gesellschaft in Summe ein positiver Effekt resultierte. Zudem wuchsen die Umlagen um TEUR 818, insbesondere durch die ausländischen Niederlassungen aus Frankreich, Dänemark, Großbritannien und der Schweiz. Des Weiteren waren die Messekosten um TEUR 404 höher als im Vorjahr.

Das Finanzergebnis verschlechterte sich aufgrund des höheren Zinsniveaus um TEUR 1.110. Im Wesentlichen hat die Gesellschaft Verbindlichkeiten gegenüber der Qvest Media FZ LLC in Dubai.

Aufgrund der beschriebenen Faktoren konnte die Gesellschaft trotz gestiegener Umsätze ihr Ergebnis nicht verbessern. Das Betriebsergebnis belief sich auf TEUR -5.366 (Vorjahr: TEUR - 4.433). Das Jahresergebnis nach Steuern betrug TEUR -6.786 (Vorjahr TEUR -4.743).

Finanzlage

Die Finanzlage des Unternehmens war im Geschäftsjahr trotz der negativen Ertragssituation weiterhin stabil. Die Guthaben bei Kreditinstituten sowie die sonstigen liquiden Mittel beliefen sich zum Jahresende auf TEUR 1.418 (Vorjahr: TEUR 1.822) denen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten von TEUR 668 gegenüberstanden (Vorjahr TEUR 216).

Die Gesamtverbindlichkeiten inklusive der erhaltenen Anzahlungen stiegen mit TEUR 52.636 im Vergleich zum Vorjahr (TEUR 51.636) um TEUR 1.000. Der größte Zuwachs war bei den sonstigen Verbindlichkeiten zu verzeichnen, die sich um TEUR 2.475 auf TEUR 4.290 erhöhten. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen erhöhten sich um TEUR 1.795 auf TEUR 30.027. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen hingegen sanken um TEUR 1.425 auf TEUR 2.518.

Insgesamt kann die Liquiditätslage der Gesellschaft als zufriedenstellend bezeichnet werden, dies insbesondere unter Berücksichtigung der verfügbaren und zum Bilanzstichtag nicht beanspruchten Kreditlinien bei Kreditinstituten. Dementsprechend sind Liquiditätsengpässe nicht zu erwarten.

Vermögenslage

Die Bilanzsumme der Gesellschaft erhöhte sich im Geschäftsjahr um TEUR 1.233 auf TEUR 70.997 (Vorjahr: TEUR 69 764). Das Umlaufvermögen sank um TEUR 96. Zum einen sanken die Vorräte um TEUR 1.647, jedoch nahmen die Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände um TEUR 1.955 zu. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gegen externe Kunden betrafen in erster Linie große Kunden, mit denen seit Jahren erfolgreich zusammengearbeitet wird. Wie in den Vorjahren gab es keine nennenswerten Forderungsausfälle. Der Zuwachs der Bilanzsumme ist im Wesentlichen auf die Rechnungsabgrenzungsposten zurückzuführen. Die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten stiegen von TEUR 2.490 um TEUR 1.546 auf TEUR 4.036 und sind Ausgaben, die erst nach dem Stichtag als Aufwand anfallen.

Das Eigenkapital sank um TEUR 1.786. Den Jahresfehlbeträgen der vergangen zwei Geschäftsjahre wurde mit einer Einzahlung der Gesellschafterin Qvest Group GmbH in die Kapitalrücklage in Höhe von TEUR 5.000 entgegengewirkt.

Die Rechnungsabgrenzungsposten auf der Passivseite legten um TEUR 2.197 von TEUR 969 auf TEUR 3.166 zu und betreffen Einnahmen, die erst nach dem Stichtag ertragswirksam werden.

Die Gesellschaft war jederzeit in der Lage, ihre Verbindlichkeiten fristgerecht zu erfüllen. Die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage war im Geschäftsjahr 2023 stabil.

Nicht finanzielle Leistungsindikatoren

Der gegenwärtige und künftige Erfolg der Qvest GmbH hängt maßgeblich von den MitarbeiterInnen des Unternehmens ab. Dabei erfordert die dynamische Entwicklung der für das Geschäftsmodell der Qvest GmbH relevanten Technologien eine kontinuierliche Weiterqualifikation der MitarbeiterInnen, um dem Anspruch als Technologieführer gerecht werden zu können. Darüber hinaus ergibt sich aus dem geplanten Wachstum die Notwendigkeit neue und hochqualifizierte MitarbeiterInnen für das Unternehmen zu gewinnen.

Diesen Anforderungen trägt die Personalstrategie der Qvest GmbH Rechnung, indem sie ihre Schwerpunkte auf die Bindung und Weiterbildung des vorhandenen Personals sowie die Gewinnung neuer MitarbeiterInnen legt.

Ein zunehmend wichtiger Baustein bei der Gewinnung von MitarbeiterInnen ist die Förderung des eigenen Nachwuchses. Die Qvest GmbH bildete 2023 in fünf Ausbildungsberufen sowie drei dualen Studiengängen aus. Die Zahl der Auszubildenden und dual Studierenden lag Ende 2023 bei unverändert 18 Personen (davon vier dual Studierende und 14 Auszubildende). Neun Personen wurden in 2023 im Anschluss der Ausbildung oder des dualen Studiums in Festanstellung übernommen. Zudem wurden dank enger Kooperationen mit ausgewählten Hochschulen im Laufe des Jahres 2023 insgesamt neun Personen im Rahmen von Abschlussarbeiten oder Hochschulpraktika betreut.

Im Jahr 2023 erhöhte sich in der Qvest GmbH die Zahl der Beschäftigten zum Jahresende um 3 auf 178 Mitarbeitende und lag im Jahresdurchschnitt bei 183 gegenüber 162 im Jahresdurchschnitt 2022.

C. Chancen und Risiken der zukünftigen Geschäftsentwicklung

Chancen

Die Digitale Transformation ist für die verschiedensten gesellschaftlichen Bereiche von zunehmender Relevanz. Technologische Innovationen treiben unsere globale Gesellschaft massiv voran und sorgen für ein enormes Momentum. Gerade die Digitalisierung bietet die große Chance, neue Erfahrungen in den verschiedensten Bereichen des Lebens zu ermöglichen. Die Industrie, der öffentliche Sektor sowie letztlich jedes Individuum profitiert von Entwicklungen wie der Automatisierung, dem Internet of Things, Cloud-Services, Künstlicher Intelligenz und dem spielend einfachen Zugriff auf Medieninhalte. Jeder dieser beispielhaften Aspekte der Digitalen Transformation hat das Potential, die technologischen Herausforderungen von heute und morgen zu lösen. Den meisten Unternehmen und Organisationen fehlt jedoch der Zugang, um dieses Potential für sich zu nutzen.

Ein wesentlicher Mehrwert, den die Qvest Gruppe ihren Kunden vor diesem Hintergrund bietet, sind ganzheitliche Lösungen für diese Herausforderung. Dies gelingt, indem alle wesentlichen Aspekte der Digitalen Transformation sowie des End-to-End Prozesses durch das Leistungsportfolio der Qvest Gruppe abgedeckt werden. Im Einzelnen sind dies:

CHANGE

Strategische Beratung, Change-Management sowie Begleitung bei der organisatorischen Implementierung von Technologielösungen insbesondere im Kontext der Digitalen Transformation.

DESIGN

Spezialisierter Partner für das Design und die Realisierung von Digital- und Technologielösungen entlang der gesamten digitalen und crossmedialen Wertschöpfungskette.

DEVELOP

Entwickler zugeschnittener Software-Lösungen in Bereichen wie Digital Asset Management, IP & Rights Management, Cloud Computing, KI, eCommerce, IoT sowie CRM und CX.

INTEGRATE

Eingespielte Integrationsteams, höchste Produktkenntnis und Lösungskompetenz sowie exzellente Projektplanung für passgenaue Lösungen und Systemintegration bei Technologievorhaben.

MAINTAIN

Betreuung von Technologie-Plattformen und -Infrastrukturen inklusive Monitoring, Wartung, Ausbau und Skalierung.

Die Qvest Gruppe kann mit ihrem Geschäftsmodell, das wie beschrieben wesentliche Aspekte der Digitalen Transformation ganzheitlich adressiert maßgeblich von dieser profitieren. Dabei kommt der Qvest Gruppe zusätzlich ihre globale Aufstellung zugute, mit der sie in den wesentlichen Märkten präsent ist.

Die Qvest GmbH als integraler Bestandteil der Qvest Gruppe profitiert dabei insbesondere davon, dass sie ihren Kunden das gesamte Leistungsportfolio der Gruppe offerieren kann, was aus Kundensicht Synergien in der Beratung für Innovation und Transformation sowie im Design, der Entwicklung, Umsetzung und Implementierung von Digital- und Technologielösungen ermöglicht. Dies ermöglicht der Qvest GmbH eine Differenzierung gegenüber dem Wettbewerb.

Risiken

Die im Folgenden beschriebenen Risiken werden entsprechend ihrer geschätzten Eintrittswahrscheinlichkeit (hoch, möglich, niedrig) und dem Grad ihrer Auswirkung (erheblich, moderat, gering) auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft als hoch, mittel oder niedrig eingestuft.

Personalrisiken:

Das Geschäftsmodell aller Unternehmen der Qvest Gruppe und entsprechend auch der Qvest GmbH basiert im Wesentlichen auf dem Know-how der MitarbeiterInnen. Demzufolge hängt das Wachstum und der wirtschaftliche Erfolg der Qvest GmbH entscheidend davon ab, in allen Bereichen geeignetes Personal gewinnen zu können und das vorhandene Personal langfristig an das Unternehmen zu binden. Der Arbeitsmarkt für Fachkräfte ist trotz des schwierigen wirtschaftlichen Umfeldes unverändert angespannt und der Wettbewerb um Talente wird sich bei wieder anziehender Konjunktur auch aufgrund der demographischen Entwicklung wieder verschärfen. Dabei steht die Qvest GmbH auch hier zunehmend in einem internationalen Wettbewerb, in dem sie sich bei der Gewinnung der besten Talente behaupten muss. Aus dieser Konstellation ergibt sich das Risiko, bei einer unzureichenden Gewinnung von neuem Personal und fehlender Bindung des vorhandenen Personals an Wettbewerbsfähigkeit zu verlieren. Um dieses Risiko effektiv adressieren zu können, wurden verschiedene Maßnahmen implementiert. Organisatorisch ist die People & Culture-Abteilung als Shared Service innerhalb der Qvest Group GmbH angesiedelt und dort für die Betreuung der überwiegenden Anzahl der deutschen und internationalen Gesellschaften innerhalb der Qvest Gruppe verantwortlich. Aus der Organisation als Shared Service ergeben sich diverse Vorteile. Indem Leistungen für mehrere Unternehmen und eine größere Anzahl an Mitarbeitern erbracht werden, können in einer Shared Service Organisation Kompetenzen aufgebaut werden, die sich für ein einzelnes Unternehmen gegebenenfalls nicht rechnen. So wurde im abgelaufenen Geschäftsjahr innerhalb der People & Culture-Abteilung der Bereich Recruiting personell weiter ausgebaut, um die Personalakquisition zu stärken und unabhängiger von externen Personalberatern zu werden. Des Weiteren lassen sich über die international tätige Shared Service Organisation die Synergien innerhalb der Qvest Gruppe besser realisieren. Aufgrund der starken Verflechtung und dem hohen Maß der Integration bei der Leistungserstellung zwischen den Gesellschaften der Qvest Gruppe ist es nicht zwingend erforderlich, benötigte Ressourcen und Kompetenzen an einem bestimmten Standort bzw. in einer bestimmten Gesellschaft aufzubauen. Daraus resultiert für die Qvest Gruppe und damit für die Qvest GmbH als einem zentralen Bestandteil der Gruppe der Vorteil, für die Deckung des Personalbedarfs nicht auf den deutschen Arbeitsmarkt beschränkt zu sein, sondern über die Shared Services und die ausländischen Gesellschaften den internationalen Arbeitsmarkt adressieren zu können.

Das Risiko von personellen Engpässen aufgrund unzureichender Personalgewinnung und Bindung wird bei moderaten Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz -und Ertragslage der Gesellschaft und möglicher Eintrittswahrscheinlichkeit, unter Berücksichtigung der Maßnahmen, die umgesetzt wurden, um entgegenzusteuern insgesamt als niedrig bis mittel eingeschätzt.

Projektrisiken:

Wesentlicher Bestandteil des Geschäfts der Qvest GmbH ist die Realisierung technisch anspruchsvoller System Integrations Lösungen im Rahmen längerfristiger Projekte. Entsprechend besteht das grundsätzliche Risiko, die Projekte nicht im vereinbarten zeitlichen Rahmen und/oder entsprechend der zugesicherten technischen Spezifikation fertigzustellen. Diese Risiken werden durch ein dezidiertes Projektmanagement adressiert. Das Projektmanagement umfasst dabei die Komponenten Organisation, Prozess und System. Organisatorisch ist das Projektmanagement in einer eigenständigen Abteilung mit entsprechend qualifizierten Mitarbeitern angesiedelt. Durch einen definierten Prozess wird die transparente und zeitnahe Nachverfolgung des Projektfortschritts sichergestellt. Dies erfolgt mit systemseitiger Unterstützung durch spezifische IT-Tools. So können mögliche negative Abweichungen bezüglich einer zeit- und/oder sachgerechtem Projektrealisierung frühzeitig identifiziert und korrektive Maßnahmen eingeleitet werden. Dies geschieht im engen Austausch mit Kunden und Lieferanten, um mögliche Einflüsse durch externe Partner zu berücksichtigen und ein abgestimmtes Vorgehen aller am Projekt Beteiligten zu gewährleisten.

Aufgrund der beschriebenen strukturellen Maßnahmen zur Reduktion projektspezifischer Risiken wird die Eintrittswahrscheinlichkeit als niedrig bis möglich eingeschätzt. Die möglichen Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft wird als gering bewertet, sodass das Risiko als niedrig eingestuft wird.

Währungsrisiken:

Als international agierendes Unternehmen wickelt die Qvest GmbH in nicht unerheblichem Maße Aufträge außerhalb Deutschlands, teilweise auch außerhalb des Euroraumes ab. Korrespondierend besteht das Risiko negativer Effekte aufgrund schwankender Währungskurse. Zur Reduktion der Komplexität des Währungsmanagements werden Verträge in Fremdwährung vorwiegend in US-Dollar geschlossen. Die Fremdwährungsrisiken werden in der Regel auf der Ebene der einzelnen Projekte gemanagt. Ein Baustein ist die Berücksichtigung in der Kalkulation in Form eines Risikopuffers in der Kalkulationsrate. Ein weiterer Baustein ist die Reduktion des Fremdwährungsexposures durch den gezielten Abschluss von Verträgen mit Lieferanten in derselben Fremdwährung (natural hedge). Verbleibende Risiken werden bei Bedarf durch den Abschluss von Sicherungsgeschäften minimiert.

Die Eintrittswahrscheinlichkeit von signifikanten Währungsschwankungen wird als niedrig bis möglich eingeschätzt. Die möglichen Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft wird vor dem Hintergrund der Maßnahmen zum Währungsmanagement als gering bewertet. Das aus Währungsschwankungen resultierende Risiko bei Projektabwicklung wird insgesamt als niedrig angesehen.

Rechtliche Risiken:

Durch die internationale Ausrichtung der Gesellschaft bestehen Risiken hinsichtlich der rechtlichen Rahmenbedingungen in den jeweiligen Ländern. Diese Risiken werden durch regional erfahrenes Personal erkannt und abgefangen. Die Eintrittswahrscheinlichkeit von sich auf den Geschäftsbetrieb negativ auswirkenden Änderungen der rechtlichen Rahmenbedingungen in Ländern, in denen die Qvest GmbH aktiv ist, wird als niedrig bewertet. Die potenziellen Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft wird als gering eingeschätzt. Entsprechend wird das Risiko insgesamt als niedrig eingestuft.

IT Risiken:

Die Geschäftsprozesse in der Qvest GmbH basieren in wesentlichem Umfang auf der Nutzung von IT-Systemen und korrespondierend der Verarbeitung und Speicherung von Daten. Entsprechend besteht für die Gesellschaft ein Risiko aus der Verfügbarkeit der IT-Systeme sowie der Sicherheit der Daten. Um die Verfügbarkeit der Systeme und Daten sicherzustellen werden geeignete Maßnahmen ergriffen. Diese umfassen unter anderem eine gespiegelte Server-Infrastruktur sowie die regelmäßige Erstellung von Daten Back-ups, die ebenfalls räumlich getrennt vorgehalten werden. Neben der Sicherstellung der Verfügbarkeit ist die Gewährleistung der Datensicherheit die zweite Säule des Risikomanagements im Bereich IT. Um die Effektivität der Maßnahmen, die im Hinblick auf die Datensicherheit umgesetzt wurden, unabhängig prüfen zu lassen, hat die Qvest GmbH ihr Informationssicherheits-Managementsystem gemäß den Anforderungen der ISO-Norm 27001 auditieren und zertifizieren lassen. Das jährliche Re-Audit wurde auch im Jahr 2023 erfolgreich absolviert.

Unter Berücksichtigung der beschriebenen Maßnahmen wird das Risiko aus der Nutzung von IT-Systemen bei moderaten Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft und möglicher Eintrittswahrscheinlichkeit insgesamt als niedrig eingeschätzt.

Insgesamt hält die Geschäftsführung das Risikomanagement für geeignet, die vorhandenen Risiken zu erkennen, zu quantifizieren und zu analysieren, um sie adäquat zu steuern. Nach sorgfältiger Würdigung der Gesamtrisikolage sind die Verantwortlichen zu dem Ergebnis gekommen, dass zum Zeitpunkt der Erstellung des Lageberichtes keine, die Existenz des Unternehmens bedrohenden Risiken vorhanden sind.

Prognose

Für das Geschäftsjahr 2024 rechnet die Geschäftsführung mit der nachfolgend dargestellten Entwicklung der finanziellen und nicht finanziellen Leistungsindikatoren:

Zentrale Leistungsindikatoren: Prognose 2024

Prognose 2024 *) 2023
finanzielle Leistungsindikatoren
Gesamtleistung TEUR moderat steigend 67.830
Betriebsergebnis TEUR deutlich steigend -5.366
nicht finanzielle Leistungsindikatoren
Beschäftigte im Jahresdurchschnitt gleichbleibend 183

* leicht entspricht einer Veränderung bis 10%; moderat entspricht einer Veränderung bis 30%; deutlich entspricht einer Veränderung über 30%

 

Köln, den 30. September 2024

Christian Boris Hönig

Konstantin Knauf

Jawid Mahmoodzada

Bilanz zum 31. Dezember 2023

Aktiva

31.12.2023 31.12.2022
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 240.993,00 348.410,00
2. geleistete Anzahlungen 350.776,87 1.700,00
591.769,87 350.110,00
II. Sachanlagen
1. technische Anlagen und Maschinen 43.193,00 77.909,00
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.220.615,00 1.646.042,00
1.263.808,00 1.723.951,00
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 48.009,71 48.009,71
48.009,71 48.009,71
1.903.587,58 2.122.070,71
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. unfertige Leistungen 21.002.036,81 25.162.845,02
2. Waren 4.740.518,44 3.501.085,20
3. geleistete Anzahlungen 10.518.833,11 9.244.383,42
36.261.388,36 37.908.313,64
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 10.161.777,18 11.441.796,24
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 16.603.587,46 13.520.243,56
3. sonstige Vermögensgegenstände 612.013,37 460.147,75
27.377.378,01 25.422.187,55
III. Guthaben bei Kreditinstituten 1.418.267,96 1.822.161,72
65.057.034,33 65.152.662,91
C. Rechnungsabgrenzungsposten 4.036.004,94 2.489.731,22
70.996.626,85 69.764.464,84

Passiva

31.12.2023 31.12.2022
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 400.000,00 400.000,00
II. Kapitalrücklage 10.000.000,00 5.000.000,00
III. Verlustvortrag / Gewinnvortrag -2.890.897,04 1.852.543,10
IV. Jahresfehlbetrag -6.786.190,08 -4.743.440,14
722.912,88 2.509.102,96
B. Rückstellungen
sonstige Rückstellungen 14.470.996,50 14.650.513,47
14.470.996,50 14.650.513,47
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 667.781,02 216.407,86
2. erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 15.132.495,65 17.430.300,62
3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 2.518.178,91 3.942.658,81
4. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 30.027.430,14 28.231.544,22
5. sonstige Verbindlichkeiten 4.290.483,42 1.815.287,73
-davon aus Steuern 1.482.630,71 € (Vorjahr 1.237.849,55 €)
-davon im Rahmen der sozialen Sicherheit 3.689,87 € (Vorjahr: 51.352,88 €)
52.636.369,14 51.636.199,24
D. Rechnungsabgrenzungsposten 3.166.348,33 968.649,17
70.996.626,85 69.764.464,84

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023

2023 2022
1. Umsatzerlöse 71.990.867,53 69.761.569,16
2. Verminderung (-) / Erhöhung (+) des Bestandes an unfertigen Leistungen -4.160.808,21 3.725.968,54
3. sonstige betriebliche Erträge 4.319.210,53 2.120.097,90
-davon Erträge aus Währungsumrechnungen 3.812.276,77 € (Vorjahr 994.590,85 €)
4. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren -26.344.565,79 -35.924.213,34
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen -22.184.273,76 -48.528.839,55 -19.090.055,78 -55.014.269,12
5. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter -13.725.177,18 -11.995.473,73
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -2.402.680,77 -16.127.857,95 -2.073.992,92 -14.069.466,65
-davon für Altersversorgung 44.160,78 € (Vorjahr 45.866,73 €)
6. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -786.556,19 -770.251,12
7. sonstige betriebliche Aufwendungen -12.072.284,40 -10.186.837,69
-davon Aufwendungen aus Währungsumrechnungen 2.662.899,11 € (Vorjahr 1.935.028,72 €)
8. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 395.691,51 49.733,17
-davon aus verbundenen Unternehmen 393.935,97 € (Vorjahr 49.733,17 €)
9. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -1.809.215,85 -352.884,33
-davon an verbundene Unternehmen 1.673.989,00 € (Vorjahr 352.344,26 €)
10. Ergebnis nach Steuern -6.779.792,58 -4.736.340,14
11. sonstige Steuern -6.397,50 -7.100,00
12. Jahresfehlbetrag -6.786.190,08 -4.743.440,14

Anhang für das Geschäftsjahr 2023

I. Allgemeine Hinweise

Die Qvest GmbH mit Sitz in Köln ist im Handelsregister beim Amtsgericht Köln unter der Nummer HRB 20043 eingetragen.

Der Jahresabschluss der Qvest GmbH wurde gemäß den Rechnungslegungsvorschriften für Kapitalgesellschaften der §§ 242 ff. und §§ 264a ff. HGB sowie nach den einschlägigen Vorschriften des GmbH-Gesetzes aufgestellt. Darstellung, Gliederung und Bewertung des Jahresabschlusses entsprechen den Vorjahresgrundsätzen.

Die Gewinn- und Verlustrechnung wird nach dem Gesamtkostenverfahren gem. § 275 Abs. 2 HGB aufgestellt.

Die Gesellschaft ist zum Stichtag eine große Kapitalgesellschaft i. S. d. § 267 Abs. 3 HGB.

Die Fristigkeitsvermerke zu den Forderungen (§ 268 Abs. 4 HGB) und den Verbindlichkeiten (§ 268 Abs. 5 HGB) wurden zur Verbesserung der Klarheit und Übersichtlichkeit in den Anhang aufgenommen.

II. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätzen

Allgemeines

Die Bewertung erfolgt entsprechend den handelsrechtlichen Bestimmungen und den Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung.

Die Aufstellung des Jahresabschlusses erfolgte unter der Annahme der Unternehmensfortführung (§ 252 Abs. 1 Nr. 2 HGB).

Von dem Wahlrecht zum Ansatz eines etwaigen aktiven latenten Steuerüberhangs aufgrund sich ergebender Steuerentlastungen nach § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB wird kein Gebrauch gemacht.

Im Einzelnen wurden folgende Grundsätze und Methoden angewendet:

1. Anlagevermögen

Erworbene immaterielle Vermögensgegenstände wurden zu Anschaffungskosten angesetzt und sofern sie der Abnutzung unterlagen, um planmäßige Abschreibungen (lineare Methode) gemäß der geltenden AfA-Tabellen, vermindert. Wenn die tatsächlichen wirtschaftlichen Nutzungsdauern davon abweichen, wurden diese zu Grunde gelegt.

Geleistete Anzahlungen wurden zum Nennwert angesetzt.

Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen über die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer gemäß den geltenden AfA-Tabellen vermindert. Die planmäßigen Abschreibungen wurden linear vorgenommen.

Die geringwertigen Wirtschaftsgüter bis zu einem Betrag von EUR 800,00 netto wurden im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben.

Anteile an verbundenen Unternehmen und Beteiligungen werden zu Anschaffungskosten oder bei dauerhaften Wertminderungen auf den niedrigeren beizulegenden Werten bewertet.

2. Vorräte

Bei langfristigen, periodenübergreifenden Fertigungsaufträgen wurden Umsatzerlöse entsprechend der "Completed-Contract-Methode" erst ab dem Zeitpunkt der Übergabe des Gesamtwerks und der erfolgten Abnahme durch den Auftraggeber erfasst. Bis dahin wurden die den einzelnen Aufträgen zuzurechnenden Herstellungskosten als "unfertige Leistungen" im Vorratsvermögen aktiviert. Die Herstellkosten enthalten die Pflichtbestandteile gemäß § 255 HGB.

Die unfertigen Leistungen wurden unter Beachtung des strengen Niederstwertprinzips zu Herstellungskosten oder dem niedrigeren beizulegenden Wert am Bilanzstichtag angesetzt.

Die Waren werden unter Berücksichtigung des Niederstwertprinzips zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet.

Geleistete Anzahlungen wurden zum Nennwert angesetzt.

Wertminderungen, die sich aus geminderter Verwendbarkeit ergeben, werden grundsätzlich durch Abschläge in angemessenem und ausreichendem Umfang berücksichtigt.

3. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden zum Nennbetrag bilanziert; darüber hinaus sind Forderungen einzeln im Umfang erkennbarer Risiken sowie pauschal wegen des allgemeinen Ausfallrisikos mit 1,0 % zum Jahresende wertberichtigt.

Forderungen, in fremder Währung, werden mit dem Kurs zum Zeitpunkt der ersten Buchung bewertet. Bei der Folgebewertung wird zum Bilanzstichtag der Devisenkassamittelkurs gemäß § 256a HGB berücksichtigt.

4. Guthaben bei Kreditinstituten

Die Guthaben bei Kreditinstituten sind zu Nennwerten angesetzt.

Fremdwährungsguthaben werden mit dem zum Bilanzstichtag geltenden Devisenkassamittelkurs gemäß § 256a HGB umgerechnet.

5. Aktive Rechnungsabgrenzungsposten

Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten beinhaltet Aufwendungen, die periodengerecht abgegrenzt und zum Nennwert bewertet wurden.

6. Eigenkapital

Das gezeichnete Kapital ist zum Nennwert angesetzt.

7. Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten und drohenden Verluste aus schwebenden Geschäften. Sie sind gemäß § 253 Abs. 1 Satz 2 HGB in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags angesetzt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst. Die Gewährleistungsrückstellung wird pauschal in Höhe von 0,5% des garantiebehafteten Umsatzes gebildet.

8. Verbindlichkeiten

Verbindlichkeiten einschließlich der erhaltenen Anzahlungen sind zu ihren Erfüllungsbeträgen passiviert.

Verbindlichkeiten, in fremder Währung, werden mit dem Kurs zum Zeitpunkt der ersten Buchung bewertet. Bei der Folgebewertung wird zum Bilanzstichtag der Devisenkassamittelkurs gemäß § 256a Satz 1 HGB berücksichtigt.

9. Passiver Rechnungsabgrenzungsposten

Der passive Rechnungsabgrenzungsposten beinhaltet Einnahmen, die periodengerecht abgegrenzt wurden.

III. Angaben und Erläuterungen zu einzelnen Posten der Bilanz

1. Anlagevermögen

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im beiliegendem Anlagespiegel dargestellt.

Angaben über den Anteilsbesitz an verbundenen Unternehmen:

Anteil am Kapital Eigenkapital (31.12.2023) Ergebnis (Geschäftsjahr 2023)
% TEUR TEUR
Qvest Media GmbH, Schaffhausen, Schweiz 100 -255 2
Qvest Media ApS Kopenhagen, Dänemark 100 -1.072 32
Qvest Media Ltd. London, UK 100 -795 -39
Qvest Media France S.a.r.l., Boulogne-Billancourt, Frankreich 100 -2.192 67
Qvest Media Belgium B.V., Zaventem, Belgien 100 10 -2

2. Umlaufvermögen

Das Vorratsvermögen der Gesellschaft besteht im Wesentlichen aus unfertigen Leistungen TEU 21.002 (i.V.: TEUR 25.163), welche Projekte in unterschiedlichen Fertigstellungsgraden repräsentieren. Für sämtliche Projekte erfolgt ein Ansatz entsprechend der verlustfreien Bewertung.

Die geleisteten Anzahlungen zum 31. Dezember 2023 betragen TEUR 10.519 (i.V.: TEUR 9.244).

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen belaufen sich auf TEUR 10.162 (i. V.: TEUR 11.442).

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von TEUR 16.604 (i.V.: TEUR 13.520) beinhalten Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 1.166 (i.V.: TEUR 5.628) sowie Forderungen aus Darlehen TEUR 10.437 (i.V.: TEUR 7.892). Gegen Gesellschafter bestehen Forderungen in Höhe von TEUR 5.006 (i.V.: TEUR 1.784) im Wesentlichen aus einer ausstehenden Einzahlung in die Kapitalrücklage in Höhe von TEUR 5.000.

Von den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen haben TEUR 32 (i.V.: TEUR 113) eine Restlaufzeit von über einem Jahr.

Alle restlichen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, sowie die Forderungen gegen verbundene Unternehmen haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr.

3. aktive Rechnungsabgrenzung

Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten in Höhe von TEUR 4.036 (i.V.: TEUR 2.490) beinhaltet im Wesentlichen Zahlungen für Aufwendungen der nächsten Jahre, die bereits in dieser Periode geleistet und periodengerecht abgegrenzt wurden.

4. Kapitalrücklage

Die Kapitalrücklage in Höhe von TEUR 10.000 (i.V.: TEUR 5.000) hat sich aufgrund einer Einzahlung der Gesellschafterin Qvest Group GmbH um TEUR 5.000 erhöht.

5. Sonstige Rückstellungen

Bezeichnung 01.01.2023 Inanspruchnahme Auflösung Zuführung 31.12.2023
TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR
Rückstellung ausstehende Rechnungen 13.309 13.052 0 12.979 13.236
Personalkosten (Boni) 661 498 163 597 597
Personalkosten (Urlaub & Überstunden) 326 326 0 287 287
Gewährleistungen 219 0 0 46 265
drohende Verluste 111 111 0 61 61
Abschluss & Prüfungskosten 25 0 0 0 25
Summe 14.651 13.987 163 13.970 14.471

6. Aufgliederung der Verbindlichkeiten mit Restlaufzeiten

Art der Verbindlichkeiten Gesamtbetrag davon mit einer Restlaufzeit
bis 1 Jahr von 1 - 5 Jahre mehr als 5 Jahre
EUR EUR EUR EUR
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 667.781,02 667.781,02 0,00 0,00
(Vorjahr) 216.407,86 216.407,86 0,00 0,00
2. erhaltene Anzahlungen auf Bestellung 15.132.495,65 15.132.495,65 0,00 0,00
(Vorjahr) 17.430.300,62 17.430,300,62 0,00 0,00
3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 2.518.178,91 2.518.178,91 0,00 0,00
(Vorjahr) 3.942.658,81 3.942.658,81 0,00 0,00
4. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 30.027.430,14 14.190.326,07 15.837.104,07 0,00
(Vorjahr) 28.231.544,22 11.824.268,77 16.407.275,45 0,00
5. Sonstige Verbindlichkeiten 4.290.483,42 4.290.483,42 0,00 0,00
(Vorjahr) 1.815.287,73 1.815.287,73 0,00 0,00
Summe 52.636.369,14 35.513.081,39 17.123.287,75 0,00
Summe Vorjahr 51.636.199,24 35.228.923,79 16.407.275,45 0,00

Die Verbindlichkeiten sind nicht durch Pfand- oder ähnliche Rechte gesichert.

7. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen

Bei den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von TEUR 30.027 (i. V.: TEUR 28.232) handelt es sich um Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen TEUR 2.251 (i.V.: TEUR 1.953) und sonstige Verbindlichkeiten in Höhe von TEUR 27.776 (i.V.: TEUR 26.279). Gegenüber Gesellschaftern bestehen zum Bilanzstichtag Verbindlichkeiten in Form von Darlehen in Höhe von TEUR 2.120 (i.V.: TEUR 0).

8. Passive Rechnungsabgrenzung

Die passive Rechnungsabgrenzung in Höhe von TEUR 3.166 (i.V.: TEUR 969) betrifft Leistungen, die von Kunden gezahlt, aber noch nicht vollständig erbracht wurden. Hierbei handelt es sich in der Regel um langfristige Supportverträge.

IV. Angaben und Erläuterungen zu einzelnen Posten der Gewinn- und Verlustrechnung

1. Aufgliederung der Umsatzerlöse

Die Gesellschaft erzielte im Geschäftsjahr 2023 ihre Umsätze in drei Tätigkeitsfeldern: Systemintegration, Dienstleistungen und übrige Leistungen.

Geographisch verteilte sich der Umsatz wie folgt:

Inland: TEUR 43.466 (i.V.: TEUR 44.634),
Ausland: TEUR 28.525 (i.V.: TEUR 25.128)

Die Umsätze im Ausland wurden im Wesentlichen in den Vereinigten Arabischen Emiraten (TEUR 5.704), Schweden (TEUR 4.944), Dänemark (TEUR 2.796), Monaco (TEUR 2.274) und Großbritannien (TEUR 1.718) erzielt.

2. Sonstige betrieblichen Erträge

Unter den sonstigen betrieblichen Erträgen entfallen TEUR 43 (i.V.: TEUR 4) auf periodenfremde Erträge und betreffen Erträge aus Abgängen des Anlagevermögens.

3. Sonstige betriebliche Aufwendungen

Unter den sonstigen betrieblichen Aufwendungen entfallen TEUR 0 (i.V.: TEUR 0) auf periodenfremde Aufwendungen.

4. Ertragssteuern

Die Gesellschaft ist in Ländern tätig, welche bis zum Abschlussstichtag Mindeststeuergesetze entsprechend der Vorgaben der OECD-Modellregeln erlassen haben. Die Berichtsgesellschaft und der RAG-Stiftung-Konzern fallen voraussichtlich in künftigen Geschäftsjahren in den Anwendungsbereich der Mindeststeuergesetze.

Zum 31. Dezember 2023 wurden gemäß § 274 Abs. 3 HGB beim Ansatz und der Bewertung latenter Steuern die Differenzen aus der Anwendung des deutschen Mindeststeuergesetzes sowie vergleichbarer ausländischer Mindeststeuergesetze nicht berücksichtigt.

Das deutsche Mindeststeuergesetz (Gesetz zur Gewährleistung einer globalen Mindestbesteuerung für Unternehmensgruppen (Mindeststeuergesetz - MinStG)) ist erstmals für Geschäftsjahre anzuwenden, die nach dem 30. Dezember 2023 beginnen. Folglich kann sich für Geschäftsjahre, die zum 31. Dezember 2023 enden, grundsätzlich kein tatsächlicher Steueraufwand oder -ertrag aus dem Mindeststeuergesetz ergeben. Da Fehlanzeigen im Anhang in analoger Anwendung von § 265 Abs. 8 HGB nicht erforderlich sind, unterbleibt bei wortgetreuer Anwendung des Gesetzeswortlautes in handelsrechtlichen Jahres- und Konzernabschlüssen zum 31. Dezember 2023 eine Angabe nach den Vorschriften der §§ 285 Nr. 30a, 314 Abs. 1 Nr. 22a HGB.

V. Sonstige Pflichtangaben

1. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Hilfe

An sonstigen finanziellen Verpflichtungen im Sinne des § 285 Nr. 3a HGB bestehen Kfz-Leasingverträge (2024: TEUR 128; Folgejahre TEUR 106), Leasingverträge Büroausstattung (2024: TEUR 9; Folgejahre: TEUR 17) sowie langfristige Mietverträge für die genutzten Büro- und Lagerräumlichkeiten (2024: TEUR 672; Folgejahre: TEUR 364).

2. Gesamtbezüge der Geschäftsführung

Auf die Angabe der Gesamtbezüge wird gemäß § 286 Abs. 4 HGB verzichtet.

3. Namen der Geschäftsführung

Die Geschäftsführung setzt sich wie folgt zusammen:

Christian Boris Hönig, Diplom-Kaufmann (CFO)

Konstantin Knauf, Diplom-Ingenieur (FH) Elektrotechnik (MD)

Jawid Mahmoodzada, Diplom-Ingenieur (MD)

4. Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Arbeitnehmer

Die nachfolgenden Arbeitnehmergruppen waren im Jahresdurchschnitt im Unternehmen beschäftigt:

2023 2022
Leitende Angestellte 2 2
Angestellte 183 162

5. Haftungsverhältnisse

Eventualverbindlichkeiten aus der Haftung für Avale

Zur Absicherung von Projekten hat die Gesellschaft verschiedene Garantien abgegeben. Diese beziehen sich im Wesentlichen auf Bietungs-, Anzahlungs-, Vertragserfüllungs- und Gewährleistungsgarantien. Diese sind von verschiedenen Banken mit Avalen hinterlegt. Die Höhe, der insgesamt zur Verfügung stehenden Avallinien bei inländischen Banken beträgt zum Bilanzstichtag TEUR 26.402. Die Höhe, der im Inland insgesamt eingegangenen Avalverbindlichkeiten betrug zum 31. Dezember 2023 TEUR 19.450. Aufgrund der derzeit fristgerechten Projektabwicklung geht die Gesellschaft davon aus, dass alle Vertragsverhältnisse auch weiterhin frist- und vertragsgemäß erfüllt werden und somit nicht mit einer Inanspruchnahme zu rechnen ist.

Rangrücktrittserklärungen

Die Gesellschaft weist Forderungen zum 31. Dezember 2023 in Höhe von TEUR 257 gegen die Tochtergesellschaft Qvest Media GmbH, Schaffhausen (CH) aus, für die Rangrücktrittserklärungen vereinbart wurden. Diese Vereinbarung sieht vor, dass die Gesellschaft mit ihren Forderungen gegen die Qvest Media GmbH im Rang hinter die Forderungen aller bestehenden und künftigen Gläubiger der Gesellschaft in der Weise zurücktritt, dass diese die Erfüllung aller Ansprüche nur nach Befriedigung sämtlicher Gesellschaftsgläubiger und nur aus zukünftig erwirtschafteten Jahresüberschüssen der Qvest Media GmbH, aus einem etwaigen Liquidationsüberschuss im Falle der Liquidation oder aus anderem freien Vermögen der Qvest Media GmbH verlangen kann, wenn und soweit die Gesellschaft nicht mehr überschuldet ist und durch die Erfüllung der Ansprüche keine Überschuldung eintritt. Aufgrund der Zukunftsprognose geht die Gesellschaft davon aus, dass alle Vertragsverhältnisse auch weiterhin frist- und vertragskonform erfüllt werden und somit nicht mit einer Inanspruchnahme zu rechnen ist.

Sonstiges

Die Qvest GmbH hat sich unwiderruflich gegenüber der Qvest Media ApS in Dänemark verpflichtet, dafür Sorge zu tragen die Qvest Media ApS finanziell derart ausgestattet ist, dass sie befristet bis Ende Januar 2025 in der Lage ist, ihren Zahlungsverpflichtungen nachzukommen. Die Qvest GmbH wird zu diesem Zwecke bereits gewährte Darlehen verlängern oder gegebenenfalls neue Darlehen gewähren, um den Fortbestand des Unternehmens zu gewährleisten. Die Wahrscheinlichkeit für die Inanspruchnahme ist aufgrund des erzielten Jahresergebnisses als gering einzustufen.

6. Ergebnisverwendungsvorschlag

Es ist geplant, das Ergebnis des laufenden Geschäftsjahres auf neue Rechnung vorzutragen.

7. Einbeziehung in den Konzernabschluss der RAG-Stiftung

Die Qvest GmbH ist von der Pflicht zur Aufstellung eines Konzernabschlusses und Konzernlageberichtes nach § 291 Abs. 2 HGB sowie der Offenlegung im Unternehmensregister nach § 325 HGB für das Geschäftsjahr 2023 befreit, da sie in den Konzernabschluss der RAG-Stiftung, Essen, einbezogen wird. Der Konzernabschluss der RAG-Stiftung wird nach handelsrechtlichen Vorschriften aufgestellt und nach § 325 HGB im Unternehmensregister unter Nummer HR A-Nr. 9004 beim Amtsgericht Essen offengelegt. Die RAG-Stiftung ist oberstes Mutterunternehmen der Qvest GmbH und stellt den Konzernabschluss für sowohl den größten wie auch den kleinsten Kreis von Unternehmen auf. Dieser wird im elektronischen Unternehmensregister offengelegt.

8. Nachtragsbericht

Vorgänge von besonderer Bedeutung, die nach dem Schluss des Geschäftsjahres eingetreten und weder in der Gewinn- und Verlustrechnung noch in der Bilanz berücksichtigt sind, liegen nicht vor.

 

Köln, den 30. September 2024

Christian Boris Hönig

Konstantin Knauf

Jawid Mahmoodzada

Entwicklung des Anlagevermögens

Anschaffungs- und Herstellungskosten
Stand am 01.01.2023 Zugänge Abgänge Umbuchungen Stand am 31.12.2023
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1.entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 1.007.879,52 6.156,25 0,00 1.700,00 1.015.735,77
2. geleistete Anzahlungen 1.700,00 350.776,87 0,00 -1.700,00 350.776,87
1.009.579,52 356.933,12 0,00 0,00 1.366.512,64
II. Sachanlagen
1. technische Anlagen und Maschinen 2.749.810,70 0,00 -82.046,16 0,00 2.667.764,54
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3.647.478,03 215.032,94 -4.110,00 0,00 3.858.400,97
6.397.288,73 215.032,94 -86.156,16 0,00 6.526.165,51
II. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 58.940,03 0,00 0,00 0,00 58.940,03
58.940,03 0,00 0,00 0,00 58.940,03
Anlagevermögen 7.465.808,28 571.966,06 -86.156,16 0,00 7.951.618,18
Abschreibungen
Stand am 01.01.2023 Abschreibungen des lfd. Jahres Zuschreibungen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1.entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten -659.469,52 -115.273,25 0,00
2. geleistete Anzahlungen 0,00 0,00 0,00
-659.469,52 -115.273,25 0,00
II. Sachanlagen
1. technische Anlagen und Maschinen -2.671.901,70 -34.705,00 0,00
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung -2.001.436,03 -636.577,94 0,00
-4.673.337,73 -671.282,94 0,00
II. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen -10.930.32 0,00 0,00
-10.930,32 0,00 0,00
Anlagevermögen -5.343.737,57 -786.556,19 0,00
Abschreibungen
Änderungen der Zugängen Abschreibungen in Abgängen Zusammenhang mit Umbuchungen Stand am 31.12.2023
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1.entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 0,00 0,00 0,00 -774.742,77
2. geleistete Anzahlungen 0,00 0,00 0,00 0,00
0,00 0,00 0,00 -774.742,77
II. Sachanlagen
1. technische Anlagen und Maschinen 0,00 82.035,16 0,00 -2.624.571,54
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 0,00 228,00 0,00 -2.637.785,97
0,00 82.263,16 0,00 -5.262.357,51
II. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 0,00 -10.930,32
0,00 0,00 0,00 -10.930,32
Anlagevermögen 0,00 82.263,16 0,00 -6.048.030,60
Buchwerte
Stand am 31.12.2023 Stand am 31.12.2022
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1.entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 240.993,00 348.410,00
2. geleistete Anzahlungen 350.776,87 1.700,00
591.769,87 350.110,00
II. Sachanlagen
1. technische Anlagen und Maschinen 43.193,00 77.909,00
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.220.615,00 1.646.042,00
1.263.808,00 1.723.951,00
II. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 48.009,71 48.009,71
48.009,71 48.009,71
Anlagevermögen 1.903.587,58 2.122.070,71

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die Qvest GmbH , Köln

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Qvest GmbH , Köln, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Qvest GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Düsseldorf, den 30. September 2024

PricewaterhouseCoopers GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Jörg Klein, Wirtschaftsprüfer

ppa. Jan Romoth, Wirtschaftsprüfer

Der Jahresabschluss wurde am 2. Oktober 2024 festgestellt.

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