Gipfelsturm GmbH
Selbe AdresseGroßhandel mit Tabakwaren
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Achim Strack seit 12.3.2025 | Prokura |
Sabine, geb. Müller de Mardt seit 27.9.2018 | Geschäftsführer |
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Gaumont GmbHKölnJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Bilanz zum 31. Dezember 2023AKTIVA
PASSIVA
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023
ANHANG zum 31.12.2023Gaumont GmbHKölnAllgemeine Angaben zum Jahresabschluss Der Jahresabschluss wurde nach den Vorschriften der §§ 242 ff. HGB unter der Beachtung der ergänzenden Bestimmungen für mittelgroße Kapitalgesellschaften aufgestellt. Ergänzend zu diesen Vorschriften waren die Regelungen des GmbH-Gesetzes zu beachten. Soweit Wahlrechte für Angaben in der Bilanz, in der Gewinn- und Verlustrechnung oder im Anhang ausgeübt werden können, wurde der Vermerk in der Bilanz bzw. in der Gewinn- und Verlustrechnung gewählt. Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gewählt. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses wurde von den größenabhängigen Erleichterungen nach § 267 i.V.m. §§ 276, 288 Abs. 2 HGB wie folgt Gebrauch gemacht.
Angaben zur Identifikation der Gesellschaft laut Registergericht
Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze Der Jahresabschluss zum 31.12.2023 weist einen "Nicht durch Eigenkapital gedeckten Fehlbetrag" von 2.893.961,31 EUR aus. Die Bewertung wurde trotz der bestehenden bilanziellen Überschuldung weiterhin unter der Annahme der Fortführung der Unternehmenstätigkeit (§ 252 Abs. 1 Nr. 2 HGB) vorgenommen. Qualifizierte Rangrücktrittsvereinbarungen liegen in Höhe von 3.900.000,00 EUR vor. Erworbene immaterielle Anlagewerte wurden zu Anschaffungskosten angesetzt und, sofern sie der Abnutzung unterlagen, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände linear vorgenommen. Bewegliche Gegenstände des Anlagevermögens bis zu einem Wert von 800,00 EUR wurden im Jahre des Zugangs voll abgeschrieben. In die Herstellungskosten der fertigen und unfertigen Erzeugnisse bzw. Leistungen wurden die unmittelbar zurechenbaren Kosten einbezogen. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sowie Wertpapiere sind zu ihren Anschaffungskosten angesetzt und wurden unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken bewertet. Die liquiden Mittel wurden zum Nennwert angesetzt. Rückstellungen wurden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt. Die sonstigen Rückstellungen wurden für alle weiteren ungewissen Verbindlichkeiten gebildet. Dabei wurden alle erkennbaren Risiken berücksichtigt. Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt. Aufwendungen und Erträge wurden unabhängig von dem Zeitpunkt des Mittelab- bzw. Zuflusses nach ihrer wirtschaftlichen Verursachung abgegrenzt. Geschäftsvorfälle in fremder Währung werden zum jeweiligen Tageskurs eingebucht. Forderungen und Verbindlichkeiten in Fremdwährung bestanden zum Bilanzstichtag nicht. Angaben zur Bilanz Anlagespiegel für die einzelnen Posten des Anlagevermögens Die Entwicklung des Anlagevermögens ist in der Anlage zum Anhang dargestellt. Angabe zu latenten Steuern Für Differenzen zwischen handelsrechtlichen und steuerlichen Wertansätzen, die sich in späteren Geschäftsjahren ausgleichen, wird das handelsrechtliche Wahlrecht insoweit ausgeübt, dass kein Wertansatz der aktiven latenten Steuern erfolgt. Die Differenzen betreffen die Bilanzposition Vorräte. Des Weiteren bestehen steuerliche Verlustvorträge, für welche das Ansatzwahlrecht ebenfalls nicht genutzt wird. Der Berechnung wurde ein Steuersatz von 32,46 % bzw. 30,18 % (KSt/SolZ i.H.v. 15,83 % und GewSt. i.H.v. 16,63 % bzw. 14,35 %) zugrunde gelegt. Angaben zu sonstigen Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen bestehen im Wesentlichen aus Rückstellungen für nachlaufende Produktionskosten (431.243,66 EUR) sowie Rückstellungen für Personalkosten (36.790,75 EUR). Angaben zu Verbindlichkeiten Der Betrag der Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr beträgt 8.664.764,82 EUR (Vorjahr: 19.267.270,77 EUR). Der Betrag der Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit größer einem Jahr beträgt 8.280.000,00 EUR (Vorjahr: 6.530.000,00 EUR).
Angabe zu Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern Der Betrag der Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern beläuft sich auf 8.757.268,20 EUR (Vorjahr: 6.788.017,19 EUR). Davon entfallen 8.637.158,20 EUR (Vorjahr: 6.682.311,19 EUR) auf sonstige Verbindlichkeiten und 120.110,00 EUR (Vorjahr: 105.706,00 EUR) auf Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen. Nicht bilanzierte sonstige finanzielle Verpflichtungen Neben den in der Bilanz ausgewiesenen Verbindlichkeiten bestehen in Höhe von 198.793,84 EUR sonstige finanzielle Verpflichtungen. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung In den Aufwendungen für bezogene Leistungen sind im Geschäftsjahr die produktionsbezogenen Personalaufwendungen enthalten. In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind Aufwendungen aus der Währungsumrechnung in Höhe von 0,00 EUR (Vorjahr: 6.992,28 EUR) enthalten. In den Personalaufwendungen sind Aufwendungen für Altersversorgung in Höhe von 11.293,32 EUR (Vorjahr: 10.125,32 EUR). Die Zinsen und ähnliche Aufwendungen betreffen ausschließlich die Gesellschafter. Sonstige Angaben Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahrs beschäftigten Arbeitnehmer Die nachfolgenden Arbeitnehmergruppen waren während des Geschäftsjahres im Unternehmen beschäftigt:
Die Gesamtzahl der durchschnittlich beschäftigten Arbeitnehmer beträgt damit 41,00. Namen der Geschäftsführer Während des abgelaufenen Geschäftsjahrs wurden die Geschäfte des Unternehmens durch folgende Personen geführt:
Konzernzugehörigkeit Der Jahresabschluss der Gaumont GmbH wird in den Konzernabschluss der Gaumont S.A., Neuilly-Sur-Seine, Frankreich, eingebunden. Die Gaumont S.A. stellt dabei den Konzernabschluss für den größten und kleinsten Kreis von Unternehmen auf. Vorschlag zur ErgebnisverwendungDie Geschäftsführung schlägt vor den Jahresfehlbetrag in Höhe von 6.829,83 EUR auf neue Rechnung vorzutragen.
Köln, 13. Februar 2024 Sabine de Mardt Anlagenspiegel zum 31.12.2023Gaumont GmbHKöln
Lagebericht für das Geschäftsjahr 20231. Grundlagen der Gaumont GmbH a. Geschäftsmodell Kerngeschäft ist die Entwicklung und Produktion von fiktionalen, audiovisuellen Inhalten, hauptsächlich im Auftrag von und zur Verwertung durch deutschsprachige Fernsehsender und Streaming-Anbieter. Dabei gilt die Gaumont GmbH (nachstehend Gaumont) als eine von im deutschen Free-TV tätigen Programmveranstaltern unabhängige Produktionsgesellschaft für Filmproduktionen in Deutschland. Die Gesellschaft produziert fiktionale Inhalte unterschiedlicher Sparten und Genres für die wesentlichen TV-Sender Deutschlands und Streaming-Dienste. Bei dem fiktionalen Bereich handelt es sich insbesondere um die Entwicklung von Drehbüchern für Einzelfilme und Serien sowie deren audio-visuelle Herstellung. Die Gaumont GmbH ist Tochterunternehmen im Konzernverbund der Gaumont SA., Paris, Frankreich. Diese ist ein börsennotierter internationaler Medienkonzern. b. Zielgruppe Auftraggeber und damit Kunden der Gaumont sind überwiegend deutschsprachige Rundfunkanstalten und Programmveranstalter, die die von der Gaumont hergestellten audiovisuellen Produkte über ihre jeweiligen Plattformen (TV-Sender, Internetportale, Mediatheken) auswerten. Die Entwicklung und Herstellung erfolgt in Abstimmung mit den Redaktionen der Auftraggeber, in der Regel zielgerichtet für ein bestimmtes Sendeumfeld beziehungsweise einen Sendeplatz. Der Programmbedarf der jeweiligen TV-Sender sowie der jeweilige Sendeplatz ist dabei stark diversifiziert und unterscheidet sich unter anderem im gewünschten Programmaufwand (finanzieller Aufwand pro Programmminute), Form, Genre und der anzusprechenden Zielgruppe. Durch ihre langjährige Erfahrung am Markt und die langjährige Vernetzung mit den Kunden und auch den Kreativen der Branche (Autoren, Regisseure) ist die Gaumont in der Lage, für ein breites Kundenspektrum zielgruppengerechte audiovisuelle Inhalte zu entwickeln und herzustellen. c. Forschung und Entwicklung Gaumont entwickelt zusammen mit den Drehbuchautoren der Branche die Formate, welche nach ihrer konzeptionellen Finalisierung bei TV-Sendern oder Streaming-Diensten eingereicht werden. Eine Abhängigkeit von Patenten, Lizenzen oder Marken besteht nicht. Allerdings greift die Gesellschaft - soweit nicht eigene Formate entwickelt oder über verbundene Unternehmen erworben werden - auch auf den Erwerb von Lizenzen aus dem Buchmarkt zurück, um entsprechende Werke für den Film- und Serienmarkt zu adaptieren. Hierbei handelt es sich in der Regel um deutschsprachig nationale, in seltenen Fällen aber auch um internationale Werke. Fernsehmarkt und Buchmarkt unterstehen einer kontinuierlichen Beobachtung. 2. Wirtschaftsbericht a. Gesamtwirtschaftliche Entwicklung Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) litt erwartungsgemäß auch 2023 noch unter den Einflüssen der Inflation, deren Grund in den stark gestiegenen Energiekosten liegt. So ist hier laut BMWK ein Rückgang von 0.3% zu erwarten, womit die Bilanz gegenüber Vorjahr stagniert. Global wie auch national gesehen leidet indes der wirtschaftliche Zuwachs unter dem Krieg zwischen Russland und der Ukraine, welcher zu anhaltenden Energiekrisen und entsprechend erhöhten Lebenserhaltungskosten, Betriebskosten sowie einer stark angestiegenen Inflationsrate geführt hat. Der WORLD ECONOMIC OUTLOOK des IMF geht von einem Rückgang des 2022er Weltwirtschaftswachstums von 3,5 % auf 3,0 % für das Jahr 2023 aus, sowie von einer Inflationsrate von 6,9 % in 2023. Bei den linearen Fernsehsendern Deutschlands konnte das ZDF beim Gesamtpublikum Marktführer bleiben mit einem Marktanteil beim Gesamtpublikum von 14,6 %. Damit sichert sich der Mainzer Sender den zwölften Jahressieg in Folge. Auf Platz Zwei finden sich die Dritten Programme der ARD ein, mit einem zusammengenommenen Marktanteil von 13,8 %, während der ARD-Hauptsender auf Platz Drei mit 11,9 % landet. RTL bleibt stärkster Privatsender mit einem Gesamtpublikumsanteil von 7,9 %. Es folgen Sat.1 mit 4,7 % und Vox mit 4,7 %, Kabel Eins mit 3,2 %, ProSieben mit 3 %, sowie RTL Zwei mit jeweils 2,4 %. b. Geschäfts- und Rahmenbedingungen Im Bereich der TV-Produktionen sind die privaten und die öffentlich-rechtlichen Fernsehanstalten sowie Streaming-Dienste wie Netflix, Disney+, Amazon und neu dazu gekommen Paramount+ die wesentlichen Auftraggeber. Insbesondere bei den privaten Sendeanstalten sind der wirtschaftliche Erfolg und damit auch die Höhe der Auftragsbudgets von der Werbewirtschaft abhängig. Die Entwicklung der Werbemärkte ist eng mit der jeweils aktuellen bzw. prognostizierten Wirtschaftslage verknüpft. Der TV-Markt in Deutschland kann als Oligopol bezeichnet werden, mit hoher Wettbewerbsintensität zwischen den öffentlich-rechtlichen Sendern, den Sendern rund um die ProSiebenSat.1-Gruppe und den Sendern der Mediengruppe RTL Deutschland. Der deutsche Fernsehmarkt ist geprägt von den Free-TV-Sendeanstalten auf der einen Seite und den Pay-TV-Plattformen auf der anderen Seite. Abseits des linearen Fernsehens kristallisiert sich eine zunehmende Marktrelevanz der internationalen Streaming-Dienste heraus, welche nun auch vermehrt in deutsche Produktionen investieren. Zu den Free-TV-Sendeanstalten gehören die öffentlich-rechtlich finanzierten Sender mit ZDF, den ARD-Anstalten und arte sowie die werbefinanzierten Sender. Die bedeutenden werbefinanzierten Sender können in zwei kompetitive Konzerngruppen eingeteilt werden: Die zum Bertelsmann-Konzern gehörende Mediengruppe RTL Deutschland mit den Sendern RTL, VOX, n-tv, Super RTL, der Senderbeteiligung in Höhe von 35,9 % an RTL II sowie den Digitalkanälen RTL Nitro, RTLplus und VOXup steht die ProSiebenSat.1 Media mit den Sendern ProSieben, Sat.1, Kabel eins, Sixx und den Digitalkanälen SAT.1 Gold, Kabel eins Doku und Pro7 MAXX gegenüber. Beide Sendergruppen betreiben eigene Video on Demand Plattformen (RTL+ für die Mediengruppe RTL Deutschland und Joyn für die ProSiebenSat.1 Gruppe) mit Abonnementmodellen, die teilweise eigenständig, teilweise zusammen mit einem linearen Sender als Auftraggeber für die Produktion von Sendungen am Markt auftreten. Für die TV-Produzenten in Deutschland sind die einzelnen Sender dieser beiden Senderfamilien essenzielle Kunden neben den weitgehend gebührenfinanzierten öffentlich-rechtlichen Anstalten der ARD und des ZDF. Darüber hinaus gibt es weitere Free-TV-Sender, die sog. Digital-Sender, die als Auftraggeber für die deutsche TV-Produktionswirtschaft in der Programmsparte Unterhaltung ebenfalls von Relevanz sind (z. B. DMAX, Tele5, Disney Channel, ZDFneo, ZDFinfo). Während die öffentlich-rechtlichen Sender ihren gesetzlichen Programmauftrag erfüllen müssen und nur in der weiteren Betrachtung ihre Programmierung nach der Zuschauerquote ausrichten, bestimmen die Zuschauerzahlen in der werberelevanten Zielgruppe der 14 bis 49-jährigen die Programmierungsentscheidungen der werbefinanzierten TV-Sender. Aufgrund der sich auch innerhalb der beiden großen Sendergruppen (die zum Bertelsmann-Konzern gehörende Mediengruppe RTL Deutschland und die ProSieben-Sat.1 Media) weiter diversifizierenden Senderlandschaft mit weiteren Digital- und Spartenkanälen, den stark wachsenden Streaming-Anbietern (wie Netflix, Amazon, Disney+, Paramount+) sowie des allgemein steigenden Kostenniveaus, stehen die Programmetats der Sender weiterhin unter einem starken Kostendruck, der sich unmittelbar auf den für den Produzenten verfügbaren Produktionsetat je Sendeminute auswirkt. Mit einer relevanten Erhöhung der Preise für Auftragsproduktionen und Lizenzverkäufe kann auch in der nahen Zukunft nicht gerechnet werden. Veränderungen sind beschränkt auf von Programmveranstaltern, Gewerkschaften und Herstellern verabschiedete Tarifanpassungen. Der Streaming-Anbieter Sky hat in 2023 sehr überraschend seine Beauftragungen für deutsche Fiction Produktionen komplett eingestellt, auch für die Produktionen deren Entwicklungsgrad schon weit fortgeschritten war. Die Finanzierung der öffentlich-rechtlichen Sender ist aufgrund des festgelegten Rundfunkgebührenschlüssels von der direkten und kurzfristigen gesamtwirtschaftlichen Entwicklung weitestgehend abgekoppelt. Allerdings stehen die Sender aufgrund anderer Faktoren, insbesondere aufgrund sehr hoher Personal- und Pensionsverpflichtungen, unter hohem Kostendruck. Sowohl die Sender der ARD-Gruppe als auch die des ZDF müssen daher nach Forderung der KEF (Kommission zur Ermittlung des Finanzbedarfs der Rundfunkanstalten) Einsparziele wie bereits in den Vorjahren fortführen. Diskussionen um eine Anpassung der Rundfunkgebühr zur Finanzierung der öffentlich-rechtlichen Sender halten an. Die politische Durchsetzbarkeit in Zeiten hohe Inflation wird allgemein als schwierig bin fraglich eingeschätzt. Kann keine Anhebung der Gebühren durchgesetzt werden, wird es negative Auswirkungen auf die Spielräume für Programminvestitionen geben. c. Ertragslage Die Gesellschaft hat im Berichtsjahr einen Jahresüberschuss in Höhe von 7kEUR erzielt. Dies bedeutet eine Ergebnisverringerung von 709 kEUR gegenüber dem Vorjahr. Das Ergebnis ist im Wesentlichen auf den Umsatzrückgang zurückzuführen. Der Umsatz hat sich von 28.940 kEUR im Vorjahr auf 17.262 kEUR im Berichtsjahr verringert und resultiert im Wesentlichen aus der Absage einer eingeplanten großen Produktion. Die Bestandsveränderung hat sich um 3.834 kEUR erhöht. Die Aufwendungen für bezogene Leistungen haben sich von 22.873 kEUR um 15.283 kEUR auf 7.589 kEUR reduziert. Die produktionsbezogenen Personalaufwendungen wurden im aktuellen Geschäftsjahr wieder unter den Aufwendungen für bezogene Leistungen erfasst. Im Geschäftsjahr sind demzufolge nur noch die Personalaufwendungen für den Administrationsbereich im Posten Personalaufwand beinhaltet. d. Finanzlage Der Finanzmittelfonds, bestehend aus Guthaben bei Kreditinstituten sowie kurzfristige Verbindlichkeiten gegen Kreditinstitute hat sich im Vergleich zum Vorjahr von 3.812 kEUR um 184 kEUR auf 3.628 kEUR verringert. Die Veränderung ist im Wesentlichen auf den Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit zurückzuführen, der sich von 2.285 kEUR auf -1.575 kEUR verringert. Der Cashflow aus der Investitionstätigkeit ist von untergeordneter Bedeutung und beläuft sich auf -2 kEUR entsprechend der Zugänge zum Anlagevermögen. Der Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit beträgt 855 kEUR (Vorjahr -152 kEUR) und beinhaltet insbesondere die Zurückzahlung eines Bankdarlehens über 538 kEUR und die Aufnahme weitere finanzieller Mittel über 1.750 kEUR seitens der Konzernmuttergesellschaft, die die Finanzierung übernimmt. Die erhaltenen Anzahlungen haben sich um 7.688 kEUR gegenüber dem Vorjahr reduziert. Die unfertigen Leistungen haben sich in ähnlichem Maße wie die erhaltenen Anzahlungen um 7.139 kEUR gegenüber dem Vorjahr verringert. Die Gesellschaft ist bilanziell überschuldet und weist einen nicht durch Eigenkapital gedeckten Fehlbetrag in Höhe von 2.894 kEUR (Vorjahr: 2.901 kEUR) aus. Es liegt eine Rangrücktrittserklärung der Gesellschafterin auf einen Teilbetrag ihrer Forderungen gegen die Gesellschaft vor. e. Vermögenslage Die Bilanzsumme ist im Vergleich zum Vorjahr um 9.764k EUR auf 17.449 kEUR gesunken. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen haben sich stichtagsbedingt um 425 kEUR reduziert und sonstigen Vermögensgegenstände haben sich um 1.460 kEUR verringert. f. Finanzielle Leistungsindikatoren Als finanzielle Leistungsindikatoren werden vom Management die Umsatzerlöse (pro Projekt, pro Geschäftsbereich und insgesamt) sowie die Marge (definiert als Bruttoergebnis der Gesellschaft dividiert durch die Umsatzerlöse) verwendet. Im Rahmen des monatlichen Reportings bespricht die Geschäftsführung die jeweilige Zielerreichung, analysiert größere Abweichungen und definiert entsprechend notwendige Maßnahmen, um die jährlichen Budgetziele sicherzustellen. g. Nicht-finanzielle Leistungsindikatoren Als nicht-finanzielle Leistungsindikatoren wird neben der Anzahl der ausgelieferten Folgen/Filme, auch die sich daraus abgeleitete Größe der produzierten Fernsehstunden ermittelt. Im Jahr 2023 produzierte Gaumont hiernach ca. 9 Stunden Programm und lieferte damit 11 separate Filme/Folgen aus. 3. Prognose-, Chancen- und Risikobericht a. Risikomanagement Geschäftsübliche Chancen und Risiken werden im Rahmen eines monatlichen Berichtswesens erfasst, bewertet, analysiert und der Geschäftsführung vorgelegt. Aufkommende Risiken und Probleme werden über kurze Kommunikationswege im direkten Dialog und regelmäßigen Besprechungen aufgezeigt und Problemlösungen erarbeitet. Ziel des Finanz- und Risikomanagements der Gesellschaft ist die Sicherung gegen finanzielle Risiken jeder Art. Hierbei verfolgt das Unternehmen eine konservative Risikopolitik. Allgemeiner Finanzierungsbedarf wird über Konzerndarlehen gedeckt. Bei projektbezogenem Finanzierungsbedarf sind zudem Banken und die Auftraggeber der zu realisierenden Produktionen maßgeblich involviert. Als Basis für die Geldmitteldisposition werden fortlaufende, projektorientierte Liquiditätspläne erstellt. Währungsrisiken ergeben sich aufgrund der nahezu ausschließlichen Generierung von Umsatzerlösen im Euro-Raum nicht. Das Forderungsausfallrisiko wird durch ein konsequentes Forderungsmanagement minimiert. Soweit bei finanziellen Vermögenswerten Ausfall- und Bonitätsrisiken erkennbar sind, werden entsprechende Wertberichtigungen vorgenommen. Verbindlichkeiten werden von uns regelmäßig innerhalb der vereinbarten Zahlungsziele reguliert. Durch einen vorwiegend projektorientierten Personaleinsatz wird schnell auf Veränderungen der Auftragslage reagiert. Für die kommenden Geschäftsjahre wird grundsätzlich von einem insgesamt moderaten Wachstum der Geschäftsentwicklung des Unternehmens ausgegangen, wobei das kommende Jahr voraussichtlich wachsen wird und deutlich über den Ergebnissen von 2023 sein wird. Das begründet sich vor allem an einer neuen Serie die für den Partner Paramount+ in 2024 in einer ersten Staffel produziert wird und weiteren Projekten die vor der Beauftragung stehen. Das Produktionsangebot ist an die Kundenwünsche und Marktsituationen angepasst und bedingt eine kontinuierliche Entwicklung neuer Genres und alternativer Produktionsprozesse. b. Risiken und Chancen der zukünftigen Entwicklung Unternehmen werden grundsätzlich durch allgemeine volkswirtschaftliche Risiken beeinflusst. Diesen Risiken unterliegt auch die Gaumont GmbH. Der Erfolg der Gesellschaft hängt wesentlich von der Entwicklung des Marktes für TV-Auftragsproduktionen ab. Hier liegen die größten Risiken. Aufgrund der Marktstellung der Gesellschaft ergeben sich hier jedoch auch regelmäßig Chancen. Die üblichen Risiken, denen das Geschäft der Gesellschaft unterliegt, werden durch das Abklingen der Hochphase der COVID 19- Pandemie nunmehr deutlich weniger von dieser beeinflusst als in den vergangenen Jahren, wobei allerdings weiterhin die politische Aufgabe besteht, eine wirtschaftliche Absicherung eines potenziellen Coronarisikos in der Produktion mit den Sendern/Versicherungen zu vereinbaren. Das internationale Medianetzwerk Magna prognostiziert für den deutschen Werbemarkt für das Jahr 2024 ein Wachstum von 4,3% (2023: 2,5%). Hier ist allerdings auch das überproportionale Wachstum digitaler Werbung zu berücksichtigen. Durch ein dezidiertes Monitoring durch das Management stehen die aufgeführten Risiken stets unter ausreichender Kontrolle und Überwachung. Mögliche Fehlentwicklungen können frühzeitig erkannt und Gegenmaßnahmen eingeleitet werden. Ausblick Dieser Abschnitt enthält zukunftsgerichtete Aussagen, die auf den gegenwärtigen Erwartungen, Vermutungen und Prognosen der Geschäftsführung sowie den ihr derzeit verfügbaren Informationen beruhen. Die zukunftsgerichteten Aussagen sind nicht als Garantien der darin genannten zukünftigen Entwicklungen und Ergebnisse zu verstehen. Die zukünftigen Entwicklungen und Ergebnisse sind vielmehr abhängig von einer Vielzahl von Faktoren, sie beinhalten verschiedene Risiken und Unwägbarkeiten und beruhen auf Annahmen, die sich möglicherweise zu einem späteren Zeitpunkt als nichtzutreffend erweisen. In einem durch die steigenden Energie- und Papierpreise negativ beeinflussten Werbemarkt sind auch die Werbeerlöse insbesondere der privaten Sendeanstalten betroffen. Auswirkungen auf das Investitionsvolumen in Auftragsproduktionen werden für 2024 sehr wahrscheinlich. Dennoch wird erwartet, dass der Bedarf an neuen Produktionen bestehen bleibt. Die Branche wird durch einen generellen Preisdruck und Verdrängungswettbewerb beeinflusst. Es ist davon auszugehen, dass sich der Konzentrationsprozess im TV-Auftragsproduktionsmarkt fortsetzen wird. Ferner sind die Geschäftsjahre stets unter Berücksichtigung großer Sport-Events - wie die Fußballwelt und Europameisterschaften - zu betrachten. Die Personal- und Kostensituation ist sehr flexibel und es bestehen sehr gute, gefestigte Kontakte zu den öffentlich-rechtlichen und den privaten TV-Sendern sowie zu den im Markt immer wichtiger werdenden Streaming-Diensten wie Netflix, Disney+, Paramount+ und Amazon. Die Geschäftsführung der Gaumont GmbH geht hinsichtlich der Umsatzerlöse und des Jahresergebnisses für das Jahr 2024 von einem leichten Wachstum aus.
Köln, 13. Februar 2024 Sabine de Mardt Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die Gaumont GmbH, Köln Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Gaumont GmbH, Köln, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Gaumont GmbH, Köln, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung des gesetzlichen Vertreters für den Jahresabschluss und den Lagebericht Der gesetzliche Vertreter ist verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner ist der gesetzliche Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die er in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt hat, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses ist der gesetzliche Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren hat er die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus ist er dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem ist der gesetzliche Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner ist der gesetzliche Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die er als notwendig erachtet hat, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Neuss, den 13. Februar 2024 KBHT
Steuer- und Wirtschaftsberatung GmbH
Thelen, Wirtschaftsprüfer Krohn, Wirtschaftsprüfer |
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