Multi-Lite Lichttechnik Handelsgesellschaft mbH

Senefelder-Ring 61, 21465 Reinbek, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Lübeck HRB 15359 HL
Eingetragen
2.8.1988
Branche
Großhandel mit elektrischen HaushaltsgerätenGroßhandel mit AnstrichmittelnGroßhandel mit Möbeln, Teppichen, Lampen und Leuchten
Gegenstand
Groß- und Einzelhandel mit lichttechnischen Geräten

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

100.00% identifiziert0.00% ungelöst

Identifizierte Personen (1)

NameAnteil
Wolfgang Maßow
100.00%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Wolfgang Maßow
Harvestehuder Weg 25, 20149 Hamburg
25.600 €
100.00%

Beteiligungen

NameAnteil
No data available

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Multi-Lite Lichttechnik Handelsgesellschaft mbH

Reinbek

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

der Multi-Lite Lichttechnik Handelsgesellschaft mbH, Reinbek

I. Geschäftsmodell

Die Multi-Lite Lichttechnik Handelsgesellschaft mbH ist unter HRB 15359 HL im Handelsregister beim Amtsgericht Lübeck eingetragen. Sie unterhält ihren Firmensitz seit 2015 in 21465 Reinbek bei Hamburg. Gegenstand des Unternehmens ist der weltweite Groß- sowie nationale Onlinehandel mit Leuchtmitteln und Leuchten. Die Beschaffung der Markenerzeugnisse erfolgt zu mehr als 80% direkt von den in Deutschland ansässigen Niederlassungen der namhaften Leuchtmittelhersteller, mit denen uns über mehr als drei Jahrzehnte entwickelte erfolgreiche Geschäftsbeziehungen verbinden.

Das Unternehmen besteht seit 1987 und beschäftigte im abgelaufenen Geschäftsjahr 46 Angestellte inklusive fünf Auszubildende und der zwei jeweils alleinvertretungsberechtigten Geschäftsführer.

II. Wirtschaftsbericht

1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Entwicklung der Weltwirtschaft

Nach wie vor prägten die Auswirkungen des völkerrechtswidrigen russischen Angriffskriegs auf die Ukraine, die hohe Inflation sowie in abklingendem Maße die Covid-19-Pandemie das Bild. Der IWF ging zu Beginn des Jahres 2023 dennoch von einer Wachstumsrate für die Weltwirtschaft in Höhe von 2,9% für 2023 aus und war damit mit seiner Erwartung weit entfernt von einer Rezession auf globaler Ebene. (Quelle: Schlaglichter 03/23 Konjunktur)

Gesamtwirtschaft in Deutschland

In Deutschland hat sich die Wirtschaftsleistung in 2023 It. Jahreswirtschaftsbericht der Bundesregierung 2024 um 0,3% reduziert. Hierfür macht die Regierung in ihrem Bericht die ehemals starke Abhängigkeit der deutschen Wirtschaft von russischen Energielieferungen und den gegenüber anderen großen westlichen Volkswirtschaften hohen Industrieanteil an der Wertschöpfung verantwortlich; zudem trägt auch die beeinträchtigte Entwicklung der ausgeprägten Außenhandelsorientierung hierzu bei.

Weiterhin erkennt der Jahreswirtschaftsbericht große Hemmnisse für die wirtschaftliche Entwicklung Deutschlands in Form von übermäßiger Bürokratie, Fach- und Arbeitskräftemangel und ungenügenden privaten und öffentlichen Investitionen. (Quelle. Jahreswirtschaftsbericht 2024, Unterrichtung des Bundestages 20/10415)

Hinzu kamen ungünstige Finanzierungsbedingungen durch steigende Zinsen und eine geringe Nachfrage aus dem In- und Ausland. Als Folge setzt sich die Erholung der deutschen Wirtschaft vom tiefen Einbruch im Corona-Jahr 2020 nicht weiter fort. (Quelle: Pressemitteilung Nr. 019 vom 15.1.2024, Ruth Brand, Statistisches Bundesamt)

Entwicklung der Branche im abgelaufenen Geschäftsjahr

Allgemein musste die Lichtbranche in Deutschland signifikante Einbußen hinnehmen. So verzeichnete die Lichtindustrie einem Umsatzrückgang von 6,6%, allerdings waren insbesondere konventionelle Leuchtmittel wie Entladungs-, Halogen-, Leuchtstoff- sowie Energiesparlampen von einem Umsatzrückgang von bis zu 37% betroffen. (Quelle: ZVEI Branchenverband, www.elektronet.net)

Diese negative Entwicklung ist zum Teil darauf zurückzuführen, dass ab August 2023 aufgrund gesetzlicher EU-Energieeinsparverordnungen das Inverkehrbringen konventioneller Leuchtstofflampen der Typen T5 und T8 verboten wurde und nur noch vorhandene Lagerbestände der Hersteller und Händler abverkauft werden durften (Quelle: RoHS-Richtlinie 2016/65/EU). Gleiches gilt auch für viele Halogenlampen ab 1.9.2023, die laut Ökodesign- Verordnung 2019/2020/EU und 2019/2015/EU ebenfalls nur noch abverkauft, aber nicht mehr neu hergestellt oder in die EU importiert werden dürfen.

Damit hat die EU fast alle konventionellen Leuchtmittel verboten und "ausgephast", ausgenommen von diesen rigiden Maßnahmen sind für die nächsten Jahre lediglich Spezialleuchtmittel für Sonderanwendungen wie z.B. Medizin, Wissenschaft, Flugfeldbefeuerungen, Bühnen-, Studio- und Effektlichtanwendungen sowie einige weitere Nischen.

Entwicklung der Multi-Lite GmbH im abgelaufenen Geschäftsjahr

Multi-Lite ist es entgegen dem stark rückläufigen Markttrend (- 37 % konventionelle Leuchtmittel) in 2023 gelungen, den Rekordumsatz des Vorjahres fast wieder zu erreichen (- 4,5 %). Der Rückgang ist zum wesentlichen Teil auf die nach wie vor nicht lückenlosen Lieferketten der uns beliefernden Hersteller (hauptsächlich OSRAM, LEDVANCE) zurückzuführen. Gründe hierfür bei den Herstellern waren u.a. die Unterbrechungen von Lieferketten durch die Verlagerung von Produktionsstandorten ins Ausland (z.B. Mexiko) und die zahlreichen Lieferengpässe bei Vormaterialien für bestimmte Leuchtmittel.

Allerdings konnte unser absoluter Rohertrag (Umsatz minus Materialaufwand) zum Vorjahr erneut gesteigert werden. Wir sehen diese Ertragsausweitung als logische Konsequenz unserer weitsichtigen Einkaufsstrategien, einer fast 40-jährigen internationalen Marktpräsenz und einer Versorgung vieler verschiedener Anwendungsbereiche von Leuchtmitteln. Hohe Verfügbarkeiten ab Lager und international wettbewerbsfähige Preise tun ihr Übriges.

Dabei profitiert das Unternehmen, wie schon in früheren Jahren, von der sowohl überregionalen wie auch anwendungsübergreifenden Kundenstreuung und Produktvielfalt, indem Klumpenrisiken oder zu starke Abhängigkeiten von einzelnen Branchen reduziert werden können.

2. Darstellung der Lage des Unternehmens

In einem insgesamt schwächelnden Marktumfeld mit signifikanten Nachfragerückgängen bei vielen konventionellen Leuchtmitteln im Allgemeinbeleuchtungssektor sowie verminderter Nachfrage nach Ersatzleuchtmitteln im Speziallampenbereich (Entertainment, Medical) konnten wir uns diesem rückläufigen Trend erfolgreich entgegenstellen. Hierzu trug auch der profitable B2C Bereich mit diversen Online-Shops und auf verschiedenen Plattformen sowie der weitere Ausbau des Produktsortiments im LED-Bereich bei.

a) Ertragslage

Trotz eines leichten Umsatzrückganges aufgrund zurückhaltender Nachfrage nach Ersatzleuchtmitteln im Shop- und Neubau- sowie im Eventtechnikbereich konnte die absolute Bruttomarge über alle Produktgruppen deutlich erhöht werden. Hierzu trugen vor allem verbesserte Einkaufspreise aufgrund großer Abnahmemengen und unsere stabilen Verkaufspreise bei, die aufgrund der sofortigen Warenverfügbarkeiten ab Lager nicht so stark unter Wettbewerbsdruck gerieten.

Insgesamt verringerte sich der Umsatz um ca. 4,5%, was durch eine deutlich verbesserte Rohertragsmarge überkompensiert würde. Die Personalkosten konnten gegenüber Vorjahr gesenkt werden.

Insgesamt erhöhten sich die sonstigen betrieblichen Aufwendungen um 17 %, was einerseits dem wachsenden Online-Handel und den daraus resultierenden gestiegenen Kosten der Warenabgabe (Frei-Haus) und den Provisionskosten der Plattformen zuzuschreiben ist. Andererseits ergaben sich erhöhte Aufwendungen durch die Umstellung der Finanzbuchhaltung und höhere Raumkosten.

Betrachtet man das äußerst anspruchsvolle Marktumfeld, ist das erwirtschaftete operative Ergebnis als mehr als zufriedenstellend zu bezeichnen.

Durch die Veräußerung der ursprünglich im Eigentum des Unternehmens befindlichen Firmenimmobilie in Reinbek im Rahmen einer Sale-and-lease-back Transaktion wurde im Vorjahr ein in den sonstigen betrieblichen Erträgen ausgewiesener außergewöhnlicher Ertrag erzielt. Das Jahresergebnis ist daher im Vorjahresvergleich erwartungsgemäß deutlich zurückgegangen.

b) Finanzlage

Die Finanzlage des Unternehmens hat sich im Vergleich zu 2022 weiter verbessert. Ein positives Bankkonto sowie deutlich zurückgeführte Bankverbindlichkeiten zeigen die Finanzstärke des Unternehmens.

Trotz einer deutlichen Aufstockung des Lagerbestandes von Auslauf- oder Engpasstypen um ca. 13 % in 2023 haben wir sowohl die Verbindlichkeiten gegenüber den Kreditinstituten um 42 % von 3 Mio. EUR auf 1,8 Mio. EUR als auch die Lieferantenverbindlichkeiten um 12 % von 2,6 Mio. EUR auf 2,3 Mio. EUR reduziert. Die flüssigen Mittel haben sich um 0,7 Mio. EUR verringert.

Durch den mittelfristig angelegten Abverkauf der zahlreichen am Markt kaum noch zu bekommenden Leuchtmittel ab unserem Lager zu stabilen Preisen und dem hieraus folgenden vorübergehend geringeren Einkaufsbedarf ergibt sich zwangsläufig ein "Hockey-Stick" im Cash-Flow, der die weitere Entschuldung des Unternehmens beschleunigt und die Liquidität deutlich erhöht.

Das Eigenkapital erhöhte sich um 11 % bei einer um 5 % reduzierten Bilanzsumme. Daraus ergibt sich eine nochmals verbesserte Eigenkapitalquote (Eigenkapital/ Bilanzsumme) von 50%, welche die weiterhin solide Finanzierung des Unternehmens unterstreicht.

c) Vermögenslage

Die Verbesserung der Vermögenslage resultiert im Wesentlichen aus der weiteren Erhöhung der Warenbestände um ca. 13 %. Bei vielen dieser neuen Lagerartikel handelt es sich um Auslaufartikel, die zwar vom Markt noch dringend benötigt, aber von den Herstellern in Europa nicht mehr hergestellt werden dürfen. Steigende Preise und Margen für diese Artikel sind weiterhin zu erwarten.

Die geringe Anlagenintensität (Anlagevermögen/ Bilanzsumme) von 4,6 % kennzeichnet die hohe Flexibilität und sichert uns schnelle Reaktionen auf mögliche Marktveränderungen oder Betriebsschwankungen. Logischerweise liegt damit die Umlaufintensität (Umlaufvermögen / Bilanzsumme) mit ca. 95 % sehr hoch, was in erster Linie am hohen Lagerbestand liegt, der aufgrund seiner aktuellen Artikelzusammensetzung (Schnelldreher, Standardartikel, Auslauftypen mit längerer Reichweite) nur geringe Abverkaufsrisiken beinhaltet.

Das Working Capital (Umlaufvermögen ./. kurzfristige Verbindlichkeiten) weist mit ca. 6,7 Mio. EUR einen zum Vorjahr einen um ca. 41 % verbesserten Wert aus.

Bei der Bewertung der Vermögenspositionen wird auf die Einhaltung des strengen Niederstwertprinzips geachtet. Notwendige Wertberichtigungen oder Rückstellungen wurden vorgenommen.

Die Rückstellungen liegen mit 1,6 Mio. EUR um 0,6 Mio. EUR über dem Vorjahreswert und beinhalten im Wesentlichen Verpflichtungen aus dem Personalbereich.

3. Finanzielle Leistungsindikatoren

Die Geschäftsleitung fokussiert sich bei der Steuerung und Weiterentwicklung des Unternehmens sowie bei der Risikoeinschätzung vorrangig auf die für uns wichtigsten finanziellen Leistungsindikatoren, hier speziell die Entwicklungen der Umsatzerlöse (-4%), der Eigenkapitalquote (50,3%) und der Nettoverschuldung (-24%).

Hinzu kommen tagesaktuelle Steuerungs- und Controlling Mechanismen wie Summe der Auftragseingänge pro Tag, Entwicklung der absoluten und prozentualen Rohertragsmarge sowie der Zahlungsverkehr inkl. Mahnwesen.

4. Gesamtaussage

Die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage der Gesellschaft haben wir im Vergleich zum Vorjahr weiter verbessert. Im direkten Marktumfeld erwarten wir eine weitere Konsolidierung durch das Ausscheiden von Wettbewerbern bei gleichzeitig weiter rückläufiger Nachfrage nach bestimmten Spezialleuchtmitteln auf Grund des Technologiewandels zur LED. Sowohl auf Herstellerseite wie auch auf der Großhandelsebene konzentriert sich das Geschäft zunehmend auf die vergleichsweise größeren Player, wozu auf der Handelsseite auch Multi-Lite gehört.

III. Bericht über Beziehungen zu verbundenen Unternehmen

Die von Multi-Lite GmbH in 2023 an Tochterunternehmen gehaltenen Geschäftsanteile gliedern sich wie folgt:

1. Multi-Lite UK (Ltd.), London, UK (seit 2007) 100%
2. Richard Schahl GmbH, Reinbek (seit 2017) 100%
3. Exolight, Polen (seit 2019) 95%

1. Multi-Lite UK

Das operative Geschäft der Multi-Lite UK (Ltd.) wurde auch im Berichtsjahr 2023 durch den General Manager vor Ort geleitet. Insgesamt 4 Mitarbeiter erwirtschaften ein positives Betriebsergebnis von ca. 35.000 GBP.

2. Richard Schahl

Die Richard Schahl GmbH beschäftigte im Geschäftsjahr 2023 durchschnittlich 3 Mitarbeiter. Das Jahr wurde mit einem ähnlichen Rohergebnis wie im Vorjahr abgeschlossen und weist ein positives Betriebsergebnis von ca. 41 T€ aus.

3. Exolight

Bedingt durch notwendige weitere Abschreibungen bei Forderungen und Warenbestand fällt das Jahresergebnis 2023 der Exolight Polen mit ca. -19 T€ erneut negativ aus. Die Geschäftsführung der Exolight Polen geht davon aus, die Geschäftstätigkeit zumindest in 2024 und 2025 fortzuführen.

Die Unternehmungen Richard Schahl GmbH und Multi-Lite UK (Ltd.) werden ebenfalls weitergeführt.

IV. Prognosebericht

Aufgrund einer sich verstärkenden Dynamik der makroökonomischen und geopolitischen Gegebenheiten unterliegt diese Prognose für das Jahr 2024 einer höheren Unsicherheit und Volatilität.

Dennoch beurteilt die Geschäftsführung die zukünftige Entwicklung der Multi-Lite GmbH einschließlich der Tochterunternehmen grundsätzlich positiv. Dabei gehen wir von einem moderaten organischen Rückgang im Bereich der Spezialleuchtmittel und der konventionellen Leuchtmittel sowie weiterer Umsatzverlagerungen in den Bereich der LED-Leuchtmittel und LED-Leuchten aus.

Der vor wenigen Jahren begonnene Ausbau unserer E-Commerce Vertriebsaktivitäten, besonders im B2C-Bereich, wird unsere durchschnittlichen Rohertragsmargen positiv beeinflussen, sodass wir auch für 2024 mit einem Ertrag auf Vorjahresniveau trotz moderat sinkender Umsatzerlöse rechnen.

V. Chancen- und Risikobericht

Die Multi-Lite GmbH und ihre Tochterunternehmen sehen sich einer Vielzahl von internen und externen Risiken ausgesetzt, denen jedoch auch Chancen gegenüberstehen. Als unternehmensinterne Risiken sehen wir lediglich die üblichen Risiken, die sich im Betrieb und der Durchführung eines Handelsunternehmens unserer Größenordnung ergeben. Herausfordernd ist die sich - auch durch arbeitsmarktpolitische Entscheidungen der gegenwärtigen Bundesregierung - verschärfende Suche nach qualifiziertem Fachpersonal. Die gesamtwirtschaftlichen Unsicherheiten als Folge geopolitischer Spannungen und wirtschaftspolitischer Fehlentwicklungen speziell in Deutschland bewerten wir allerdings als durchaus hoch.

1. Risiken

Unser Risikomanagement hat zum Ziel, mögliche Chancen und Risiken früh zu erkennen, zu bewerten und geeignete Maßnahmen zu treffen, um diese Chancen zu nutzen bzw. erkannte Risiken zu begrenzen. Die hier aufgeführten Risiken betreffen nicht nur unser Unternehmen, sondern die gesamte Beleuchtungsbranche bzw. die wirtschaftliche Entwicklung im Allgemeinen. Risiken, die speziell nur unser Unternehmen betreffen, sehen wir derzeit nicht.

Russischer Angriffskrieg gegen Ukraine seit Februar 2022

Als Folge der Invasion Russlands in die Ukraine im Februar 2022 hat die EU eine Reihe von sich in den Jahren 2022- 2024 fortwährend verstärkten Sanktionsmaßnahmen gegen Russland auf den Weg gebracht, was auch Auswirkungen auf das Exportgeschäft der Multi-Lite GmbH haben kann, da viele Leuchtmittel nicht mehr nach Russland exportiert werden dürfen.

Unterbrechung von Lieferketten und Marktentwicklung

Die sich aus verschiedenen Faktoren wie Fachkräftemangel, Vormaterialengpässen, Verlagerung oder Verkauf eigener Produktionsstätten sowie zum Teil immer noch nicht wieder lückenlos hergestellten Lieferketten ergebenden Probleme der Hersteller drohen auch zukünftig negativen Einfluss auf unsere eigenen Lieferfähigkeiten und damit letztendlich auf die mögliche Höhe unserer Umsätze zu nehmen.

Geopolitische Konflikte

Ein militärischer Konflikt zwischen China und Taiwan und eine daraus resultierende mögliche Sanktionierung in China gefertigter Produkte durch die EU hätte einen deutlichen negativen Einfluss auf unsere Warenbeschaffung, da der größte Teil der weltweit vertriebenen Leuchtmittel in China hergestellt wird. Alternative Fertigungskapazitäten in anderen Ländern werden mögliche Lieferausfälle aus China nicht kompensieren können. Dieses Risiko teilen wir mit der Branche insgesamt.

Gesetzgebung und Regulierung

Überbordende Bürokratie und immer neue Regulierungsvorschriften belasten die Produktivität des Unternehmens und erfordern erhöhten Personalaufwand. EU-Vorschriften zur Energieeinsparung erzeugen teilweise disruptive Effekte speziell für den europäischen Leuchtmittelmarkt.

Handelspolitische Spannungen / Strafzölle / Protektionismus

Die bereits während der ersten Präsidentschaft Trumps von den USA ausgerufenen Strafzölle von bis zu 25% auf einige chinesische Produkte betreffen auch Leuchtmittel Made In China und erschweren uns den Export dieser Produkte in die USA. Es ist nicht davon auszugehen, dass diese Zölle in naher Zukunft wieder abgebaut werden.

Technische Transformation des Produkt-Portfolios

Getrieben durch europäische Energieeinsparvorgaben (ERP-Richtlinien) und durch massiven technischen Fortschritt im Bereich der LED-Leuchtmittel werden von den Herstellern viele konventionelle Spezial- und Allgebrauchsleuchtmittel nicht mehr hergestellt, sodass fast nur noch LED- Leuchtmittel in den Markt kommen. Das Risiko eines geringeren Absatzes wird als möglich klassifiziert, wenn es unserem Unternehmen nicht gelingen sollte, sich dieser Entwicklung anzupassen.

IT-Sicherheit + Datenschutz

Zunehmende internationale Vernetzung und die damit verbundenen Möglichkeiten des Missbrauchs von IT-Systemen erhöhen Gefahren wie den Ausfall derselben und den Verlust der Datenintegrität oder vertraulicher Daten bis hin zu Virusattacken.

Die maximale Gewährleistung der Cybersicherheit obliegt der eigenen IT-Abteilung, die nicht nur fortlaufende tagesaktuelle externe Datensicherungen durchführt, sondern auch sowohl Soft- wie Hardware-Komponenten zur Abwehr von Cyberattacken unterhält.

Wir halten dieses Risiko dennoch für nicht unerheblich.

2. Chancen

Wettbewerb

Trotz der zahlreichen genannten Risiken und Störungen mit ihren massiven Auswirkungen auf die Geschäftsmodelle vieler Firmen sehen wir unser Unternehmen im internationalen Wettbewerb weiterhin robust und widerstandsfähig aufgestellt.

Zum einen ist die Multi-Lite GmbH solide finanziert, verfügt über eine hohe Eigenkapitaldecke und ein solide und vorausschauend planendes Management. Zum anderen sichert uns eine über Jahrzehnte gewachsene internationale Kundenbasis in den unterschiedlichsten Branchen eine größere Unabhängigkeit von regionalen Schwankungen oder Nachfragerückgängen in bestimmten Teilbranchen.

Gleichzeitig beobachten wir eine weitere Konsolidierung des Marktes auf Seiten des Wettbewerbs mit durchaus positiven Auswirkungen auf unsere Geschäftsentwicklung.

Produktsortiment

Hohe Stromkosten und die sich aus der Energiewende ergebenden Einsparanforderungen elektrischer Energie werden zu einer schnelleren Umrüstung vorhandener Beleuchtungsanwendungen auf energieeffizientere LED-Lösungen führen, wovon auch die Multi-Lite GmbH als Lieferant profitieren wird.

Ausblick 2024/25

Die zukünftige Entwicklung der insgesamt angespannten geopolitischen Lage mit zahlreichen bestehenden oder potentiellen militärischen Konfliktherden (Ukraine, Taiwan, Naher Osten) birgt zusammen mit der negativen wirtschaftlichen Entwicklung in Deutschland und den weitreichenden Folgen der in 11/2024 stattfindenden US-Wahlen gewisse Risiken, deren Auswirkungen auf die Weltwirtschaft im Allgemeinen und auf unser Geschäft im Besonderen schwer einzuschätzen sind.

Wir erfahren weitere Preiserhöhungen der führenden Leuchtmittelhersteller für die von uns vertriebenen Produkte aufgrund gestiegener Rohstoffpreise sowie hoher Energie- und Frachtkosten, die auch mangels alternativer Produkte an die Kunden weitergegeben werden können.

Durch ausscheidende Wettbewerber auf unserer Handelsebene und die Fokussierung der großen Hersteller auf Key Accounts wie die Multi-Lite GmbH kann das insgesamt zurückgehende Spezialleuchtmittelgeschäft erfolgreich über uns kanalisiert werden.

Der weitere erfolgreiche Ausbau unserer E-Commerce Aktivitäten im Consumer-Bereich trägt zur Risikostreuung und Margenverbesserung bei.

Lediglich im Bereich der Allgemeinbeleuchtung führen die Preiserhöhungen auch dazu, dass die Kunden vermehrt auf LED-Produkte umsteigen.

 

Reinbek, 29.11.2024

Multi-Lite Lichttechnik Handelsgesellschaft mbH

Geschäftsführer

Wolfgang Massow

Philippe Ancion

Bilanz zum 31. Dezember 2023

Aktiva

Stand am 31.12.2023 Stand am 31.12.2022
EUR EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 95.069,00 121.187,00
2. Geschäfts- oder Firmenwert 1,00 1,00
95.070,00 121.188,00
II. Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 262.005,00 320.981,00
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 99.213,00 99.213,00
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 92.158,15 92.158,15
191.371,15 191.371,15
548.446,15 633.540,15
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte 8.388.520,62 7.406.476,01
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 2.632.105,74 3.509.766,15
davon Forderungen gegen verbundene Unternehmen EUR 248.500,65 (Vorjahr: EUR 413.269,16)
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 339.684,80 1.007.599,06
11.360.311,16 11.923.841,22
C. Rechnungsabgrenzungsposten 2.100,39 10.639,69
11.910.857,70 12.568.021,06

Passiva

Stand am 31.12.2023 Stand am 31.12.2022
EUR EUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 25.600,00 25.600,00
II. Bilanzgewinn 5.965.678,14 5.357.273,58
5.991.278,14 5.382.873,58
B. Rückstellungen
1. Steuerrückstellungen 177.800,56 7.416,00
2. Sonstige Rückstellungen 1.428.912,25 1.018.716,00
1.606.712,81 1.026.132,00
C. Verbindlichkeiten 4.312.866,75 6.159.015,48
davon Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten EUR 1.750.000,00 (Vorjahr: EUR 3.019.751,63)
davon Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen EUR 57.644,14 (Vorjahr 41.745,88) Unternehmen
11.910.857,70 12.568.021,06

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023

2023 2022
EUR EUR
1. Rohergebnis 8.258.611,91 10.984.370,04
2. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 3.271.685,39 3.616.869,96
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung 455.133,20 381.926,47
3.726.818,59 3.998.796,43
3. Abschreibungen
auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 95.841,24 141.943,62
4. Sonstige betriebliche Aufwendungen 3.398.551,02 2.909.842,13
1.037.401,06 3.933.787,86
5. Erträge aus Ausleihungen des Finanzanlagevermögens 13.715,52 18.525,52
6. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 33,00 0,00
7. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 141.798,47 75.389,03
8. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 294.216,30 1.192.095,04
9. Ergebnis nach Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 615.134,81 2.684.829,31
10. Sonstige Steuern 6.730,25 8.711,44
11. Jahresüberschuss 608.404,56 2.676.117,87
12. Gewinnvortrag 5.357.273,58 4.921.155,71
13. Ausschüttung 0,00 2.240.000,00
14. Bilanzgewinn 5.965.678,14 5.357.273,58

Anhang für das Geschäftsjahr 2023

A. Rechnungslegungsgrundsätze

Bei der Bilanzierung und Bewertung sind im Jahresabschluss der Multi-Lite Lichttechnik Handelsgesellschaft mbH, Reinbek (Amtsgericht Lübeck, HRB 15359), die Vorschriften des HGB für mittelgroße Kapitalgesellschaften angewandt worden.

Darstellung, Gliederung, Ansatz und Bewertung des Jahresabschlusses entsprechen den Vorjahresgrundsätzen.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses wurde von den größenabhängigen Erleichterungen der §§ 276, 288 HGB teilweise Gebrauch gemacht.

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

Die entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten bzw. Herstellungskosten vermindert um planmäßige kumulierte Abschreibungen bewertet. Die Abschreibungen werden linear über die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer vorgenommen.

Das Sachanlagevermögen ist mit den aktivierungspflichtigen Anschaffungs-/Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Im Berichtsjahr wurden abnutzbare bewegliche geringwertige Anlagegüter mit Anschaffungskosten bis zu einer Höhe von EUR 800,00 gemäß § 6 Abs. 2 Satz 1 EStG im Zugangsjahr voll abgeschrieben.

Finanzanlagen sind zu Anschaffungskosten bzw. dem niedrigeren beizulegenden Wert bewertet. Finanzanlagen in Fremdwährung werden mit dem Kurs bei Einbuchung bzw. mit dem niedrigeren beizulegenden Wert zum Bilanzstichtag bewertet.

Soweit der nach vorstehenden Grundsätzen ermittelte Wert von Gegenständen des Anlagevermögens über dem Wert liegt, der ihnen am Bilanzstichtag beizulegen ist, wird dem durch außerplanmäßige Abschreibungen Rechnung getragen. Stellt sich in einem späteren Geschäftsjahr heraus, dass die Gründe hierfür nicht mehr bestehen, so wird der Betrag dieser Abschreibungen im Umfang der Werterhöhung unter Berücksichtigung der Abschreibungen, die inzwischen vorzunehmen gewesen wären, zugeschrieben.

Die Vorräte werden nach § 240 Abs. 4 HGB mit dem gewogenen Durchschnittswert angesetzt. Sofern die Tageswerte am Bilanzstichtag niedriger waren, wurden diese angesetzt.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände werden mit dem Nennwert bzw. mit dem am Bilanzstichtag niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Sie sind ausgehend vom Nennwert unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken bewertet. Erforderliche Wertberichtigungen wurden vorgenommen.

Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen und sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages bewertet.

Die Verbindlichkeiten werden zum Erfüllungsbetrag bilanziert.

Forderungen und Verbindlichkeiten in Fremdwährung mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr werden zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet. Insofern sind im vorliegenden Jahresabschluss unrealisierte Gewinne aus der Währungsumrechnung enthalten. Bei einer Restlaufzeit über einem Jahr erfolgt die Umrechnung mit dem Wechselkurs zum Zeitpunkt des Entstehens. Bei Wechselkursänderungen bis zum Bilanzstichtag erfolgt die Bewertung grundsätzlich zum Wechselkurs des Bilanzstichtags unter Beachtung des Niederstwertprinzips auf der Aktiv- und des Höchstwertprinzips auf der Passivseite.

B. Erläuterungen zur Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung

I. Bilanz

1. Anlagevermögen

Die gesondert dargestellte Entwicklung des Anlagevermögens ist integraler Bestandteil des Anhangs.

2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen resultieren in Höhe von T€ 35 (Vj. T€ 193) aus Lieferungen und Leistungen.

3. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben sämtlich eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

4. Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen beinhalten im Wesentlichen Rückstellungen für Verpflichtungen aus dem Personalbereich (T€ 1.328).

5. Verbindlichkeiten

Sämtliche Verbindlichkeiten haben eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr.

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind durch die Abtretung von Forderungen und Waren besichert.

In den sonstigen Verbindlichkeiten sind mit T€ 53 (Vj. T€ 52) Verbindlichkeiten aus Steuern enthalten.

II. Gewinn- und Verlustrechnung

1. Aufwendungen für Altersversorgung

In der Position "Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung" sind Aufwendungen für Altersversorgung in Höhe von T€ 4 (Vj. T€ 5) enthalten.

2. Verbundene Unternehmen

Die Erträge aus Ausleihungen des Finanzanlagevermögens betreffen, wie im Vorjahr, ausschließlich verbundene Unternehmen. In den Zinsen und ähnlichen Aufwendungen sind Zinsen an Gesellschafter von T€ 0 (Vj. T€ 4) enthalten. In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind periodenfremde Aufwendungen T€ 4 (Vj. T€ 85) davon gegenüber verbundenen Unternehmen von T€ 0 (Vj. T€ 85) enthalten.

3. Kursgewinne und -verluste

In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind Kursgewinne in Höhe von T€ 46 (Vj. T€ 96) enthalten. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen beinhalten Kursverluste in Höhe von T€ 77 (Vj. T€ 75).

C. Sonstige Angaben

1. Beteiligungsverhältnisse

Die Gesellschaft hält am Bilanzstichtag an folgenden Unternehmen eine Beteiligung im Sinne von § 271 Abs. 1 HGB:

Jahresabschluss zum Anteil in % Währung Eigenkapital Jahresergebnis
Multi-Lite (UK) Limited, Surrey/England 31.12.2023 100 TGBP 505 35
Richard Schahl Specialty Lamps GmbH, Deutschland 31.12.2023 100 T€ 90 41
Exolight Spolka z o.o., Stettin/ Polen 31.12.2023 * 95 TPLN -1.407 -82

*) Der Jahresabschluss zum 31.12.2023 liegt noch nicht vor. Es handelt sich um vorläufige Zahlen.

2. Personal

Die durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahrs beschäftigten Arbeitnehmer beträgt 39 Mitarbeiter.

3. Sonstige finanzielle Verpflichtungen und außerbilanzielle Geschäfte

Es bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen in Höhe von T€ 3.365.

Im Vorjahr wurde die ursprünglich im Eigentum des Unternehmens befindliche Firmenimmobilie veräußert. Im Zuge dieser Verkaufstransaktion im Wege des sale-and-lease-back wurde eine langfristige Rückanmietung vereinbart, die über eine Grundmietzeit von 10 Jahren mit einer zweimaligen Option über je weitere 5 Jahre erfolgt. Die künftigen Mietverpflichtungen belaufen sich auf T€ 395 p.a. und sind in den sonstigen finanziellen Verpflichtungen enthalten.

4. Organe der Gesellschaft

Geschäftsführer waren während des gesamten Geschäftsjahres 2023 Herr Wolfgang Massow (Kaufmann, Hamburg) und Herr Philippe Ancion (Kaufmann, Bäk). Die Schutzklausel nach § 286 Abs. 4 HGB wird in Anspruch genommen.

5. Nachtragsbericht

Es sind im Jahre 2024 keine weiteren, nennenswerten Ereignisse eingetreten, die für den Jahresabschluss 2023 eine Relevanz haben.

 

Reinbek, 29. November 2024

Multi-Lite Lichttechnik Handelsgesellschaft mbH

Geschäftsführung

Wolfgang Massow

Philippe Ancion

Entwicklung des Anlagevermögens der Multi-Lite Lichttechnik Handelsgesellschaft mbH, Reinbek, im Geschäftsjahr 2023

Anschaffungs-/Herstellungskosten
Stand am 1.1.2023 Zugänge Abgänge Stand am 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 407.174,25 0,00 0,00 407.174,25
2. Geschäfts- oder Firmenwert 1,00 0,00 0,00 1,00
407.175,25 0,00 0,00 407.175,25
II. Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 691.447,92 10.747,24 2.144,33 700.050,83
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 157.636,92 0,00 0,00 157.636,92
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 1.331.311,66 0,00 1.239.153,51 92.158,15
1.488.948,58 0,00 1.239.153,51 249.795,07
2.587.571,75 10.747,24 1.241.297,84 1.357.021,15
Kumulierte Abschreibungen
Stand am 1.1.2023 Zugänge Abgänge Stand am 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 285.987,25 26.118,00 0,00 312.105,25
2. Geschäfts- oder Firmenwert 0,00 0,00 0,00 0,00
285.987,25 26.118,00 0,00 312.105,25
II. Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 370.466,92 69.723,24 2.144,33 438.045,83
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 58.423,92 0,00 0,00 58.423,92
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 1.239.153,51 0,00 1.239.153,51 0,00
1.297.577,43 0,00 1.239.153,51 58.423,92
1.954.031,60 95.841,24 1.241.297,84 808.575,00
Buchwerte
Stand am 31.12.2023 Stand am 31.12.2022
EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 95.069,00 121.187,00
2. Geschäfts- oder Firmenwert 1,00 1,00
95.070,00 121.188,00
II. Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 262.005,00 320.981,00
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 99.213,00 99.213,00
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 92.158,15 92.158,15
191.371,15 191.371,15
548.446,15 633.540,15

In dem vorstehenden, zur Offenlegung bestimmten verkürzten Jahresabschluss wurden die größenabhängigen Erleichterungen nach § 327 HGB in Anspruch genommen. Zu dem vollständigen Jahresabschluss und Lagebericht haben wir folgenden Bestätigungsvermerk erteilt:

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Multi-Lite Lichttechnik Handelsgesellschaft mbH, Reinbek

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Multi-Lite Lichttechnik Handelsgesellschaft mbH, Reinbek, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Multi-Lite Lichttechnik Handelsgesellschaft mbH, Reinbek, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Hamburg, 29. November 2024

RSM Ebner Stolz GmbH & Co. KG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft

Thorsten Benthien, Wirtschaftsprüfer

Dirk Schützenmeister, Wirtschaftsprüfer

Feststellung des Jahresabschlusses

Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 wurde auf der Gesellschafterversammlung am 9. Dezember 2024 festgestellt.

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