Stammdaten

Register
Amtsgericht Chemnitz HRB 4855
Vorher
Hella-Behr Fahrzeugsysteme Meerane GmbH
Eingetragen
18.3.1992
Branche
Herstellung von PrüfmaschinenHerstellung von Nutzkraftwagen und NutzkraftwagenmotorenHerstellung elektrischer und elektronischer Ausrüstungsgegenstände für Kraftwagen
Gegenstand
Herstellung und Vertrieb von von technischen Erzeugnissen und Systemen für die Kraftfahrzeugindustrie .

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Thomas Palm
seit 23.2.2016
Prokura
Heiko Stengel
seit 22.7.2005
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
OPmobility SEFRA
100.00%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Germany
10000000
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

HBPO Germany GmbH

Meerane

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2011 bis zum 31.12.2011

Lagebericht für 2011

1. Unternehmenskonzept

Die HBPO Germany GmbH, Meerane, (im Folgenden kurz: "Gesellschaft" oder "HBPO") ist als reine Fertigungsstätte in die HBPO GmbH, Lippstadt, (im Folgenden kurz: "Muttergesellschaft" oder "HBPO GmbH") integriert.

Die HBPO-Gruppe ist ein Joint-Venture der Automobilzulieferer Hella KGaA Hueck & Co., Lippstadt, Behr GmbH & Co. KG, Stuttgart, sowie der Plastic Omnium Auto Exteriors S.A.S., Lyon/Frankreich. Die HBPO-Gruppe ist als einziger Konzern weltweit auf Design, Entwicklung, Montage und Logistik komplexer Frontend-Module spezialisiert.

Das Ergebnis sind komplette Montageeinheiten, die im Wesentlichen aus Lichttechnik, Motorkühlung, Klimatisierung, Montage und Querträgern, Crashboxen, Elektronik, Schlössern, Luftleitteilen und Stoßfängern bestehen.

Unsere Gesellschaft ist hauptsächlich als JIS-Frontend-Montagedienstleister für die Kunden Volkswagen Sachsen GmbH, Automobilmanufaktur Dresden GmbH und Porsche Leipzig GmbH sowie als Frontendersatzteillieferant für die BMW AG tätig.

2. Auftragslage

Das Produktionsvolumen (abgerufene Jahresstückzahlen) erhöhte sich von 280.704 Frontends im Geschäftsjahr 2010 auf 305.448 Frontends im Geschäftsjahr 2011, was einer Steigerung um 8,8 % gegenüber dem Vorjahr entspricht.

Für das erhöhte Produktionsvolumen der Gesellschaft waren die starken Produktionssteigerungen bei den OEMs (Original Equipment Manufacturer) ausschlaggebend. Insbesondere der Anstieg der Produktionszahlen des VW Passat B7 (Geschäftsjahr 2010: 65.439 Stück inklusive des alten Passat B6, Geschäftsjahr 2011: 91.933 Stück), der im Vorjahr unterjährig mit neuem Modell gestartet war, prägten das Produktionsjahr 2011. Auch die deutlichen Volumensteigerungen des Frontend "VW Phaeton" für das Volkswagen-Werk in Dresden, sowie des Modells "Porsche Panamera" für das Porsche-Werk in Leipzig konnten diesen Produktionsvolumenanstieg absichern.

Die Produktion des VW Phaeton erhöhte sich von 7.552 Frontend-Modulen im Geschäftsjahr 2010 auf 11.135 Frontend-Module im Geschäftsjahr 2011 und entwickelte sich daher positiv, aber weiterhin auf einem vergleichbar niedrigen Niveau. Bei der Produktion des Porsche Panamera erhöhte sich das Volumen von 24.093 Frontend-Modulen im Geschäftsjahr 2010 auf 31.850 Frontend-Module im Geschäftsjahr 2011. Das Produktionsvolumen des VW Golf A6 verringerte sich zum Vorjahr von 183.620 Stück auf 170.530 Stück gelieferte Frontend-Module im Geschäftsjahr 2011.

Die gelieferten Einheiten im Ersatzteilgeschäft 2011 für die BMW AG blieben wie auch in den Vorjahren weit unter den Erwartungen.

3. Ertrags- und Vermögenslage

Basierend auf den stark erhöhten Produktionsstückzahlen sind die Umsatzerlöse gegenüber dem Vorjahr um T€ 19.354 auf T€ 109.800 gestiegen; entsprechend deutlich nahm der Materialaufwand um T€ 18.262 auf T€ 98.153 zu. Der deutliche Anstieg der Abschreibungen beruht einerseits darauf, dass die im Vorjahr erworbenen Entwicklungsprojekte (+ T€ 211) sowie Andere Anlagen, Geschäfts- und Betriebsausstattung (+ T€ 91) in 2011 erstmals über einen vollen Zwölf-Monats-Zeitraum abzuschreiben waren; andererseits wurden im Berichtsjahr Entwicklungsleistungen von der HBPO GmbH in Höhe von TEUR 291 erworben, die über einen vergleichsweise kurzen Projektzeitraum von 12 Monaten abgeschrieben werden. Die Gewinnabführung mit T€ 2.855 ist aufgrund der steuerlichen Organschaft beim Gesellschafter der Besteuerung zu unterwerfen.

Die Bilanzsumme ist gegenüber dem Vorjahresstichtag nahezu konstant geblieben.

Die Eigenkapitalquote ist von 22,6 % auf 22,8 % gestiegen.

4. Liquiditäts- und Finanzlage

Unsere Gesellschaft weist in der Bilanz keine Guthaben bei Kreditinstituten aus, da sie in das zentrale Cash-Management der HBPO-Gruppe eingebunden ist. Dementsprechend bestehen auch keine Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten.

Die Finanzierung der Gesellschaft im Geschäftsjahr 2011 erfolgte wie auch in den Vorjahren ausschließlich über Eigenfinanzierung. Auch im Geschäftsjahr 2012 wird die Liquidität der Gesellschaft aller Voraussicht nach über Eigenfinanzierung sichergestellt werden.

5. Forschung und Entwicklung

Der Bereich Forschung und Entwicklung liegt wie in den vergangenen Jahren in der Verantwortung der Muttergesellschaft in Lippstadt. Im Geschäftsjahr 2011 wurden Entwicklungsleistungen von der HBPO GmbH in Höhe von T€ 291 für den Porsche Panamera Hybrid entgeltlich erworben, welche innerhalb der immateriellen Vermögensgegenstände aktiviert wurden und über die Nutzungsdauer der entsprechenden Projekte abgeschrieben werden.

6. Personal

Im Geschäftsjahr 2011 wurden durchschnittlich 79 Mitarbeiter beschäftigt.

Gewerbliche Mitarbeiter 56
Angestellte 23

Die Anwesenheitsrate betrug im Laufe des Geschäftsjahres durchschnittlich 94,2 % (Vorjahr: 94,1 %). Produktionsspitzen, sowie Krankheits- und Urlaubstage wurden bei HBPO durch den Einsatz von Leasingpersonal abgedeckt.

Produktionsunterbrechungen und die damit verbundenen Personalkostenbelastungen konnten durch die Nutzung flexibler Arbeitszeitkonten gemildert werden.

7. Qualitätssicherung

Im Geschäftsjahr 2011 wurde das Überprüfungsaudit nach ISO TS 16949 durch die DEKRA erfolgreich durchgeführt.

Das hohe Qualitätsniveau der Vorjahre konnte trotz der Volumenerhöhungen noch gesteigert werden.

Die Kundenreklamationen auf die Wertschöpfung erreichten im Geschäftsjahr 2011 wieder einen ausgezeichneten Wert von durchschnittlich 30 ppm.

Auch die Qualität der Zulieferteile sowie die Ausschussraten konnten im Vergleich zum Vorjahreszeitraum nochmalig verbessert werden.

Die Produktivität blieb auch bei enorm schwankendem Abrufverhalten der OEMs auf einem sehr hohen Niveau.

Die Lagerbestandsreichweite betrug durchschnittlich 3,7 Tage.

8. Ausblick, Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung

Die zukünftige Entwicklung hängt weiterhin stark vom Volkswagen-Konzern ab, da dieser zurzeit der umsatzstärkste Kunde ist.

Wenngleich belastbare Planungsdaten der Hersteller derzeit einen Planungshorizont von sechs Monaten kaum übersteigen, was eine Prognose auf Jahresbasis deutlich erschwert, ist für das Geschäftsjahr 2012 am Standort Meerane im Vergleich zum Geschäftsjahr 2011 von einem leicht reduzierten Produktionsvolumen auszugehen.

Ausschlaggebend für diese Prognose ist die Reduzierung der Produktion des Frontend-Moduls "VW Golf A6", welches sich im letzten Produktionsjahr befindet. Die Produktionsvolumina der Frontend-Module "VW Phaeton", "Porsche Panamera" und die weiterhin gute Nachfrage des VW Passat B7 können keinen Ausgleich dazu schaffen. Des Weiteren sieht sich die Gesellschaft weiterhin einem starken Kostendruck unserer Kunden ausgesetzt.

Das Geschäftsjahr 2012 wird von der Absicherung der geplanten Produktionsstückzahlen und den Produktionsvorbereitungen für das Frontend "VW Golf A7" geprägt sein. Für die Geschäftsjahre 2012 und 2013 wird ein gering rückläufiges Ergebnis zum Jahr 2011 prognostiziert. Unsere Gesellschaft hat nachhaltig über viele Jahre bewiesen, dass sie ihre Kunden in der Automobilindustrie zuverlässig, effizient und flexibel als Systemlieferant just in sequence beliefert und geht deshalb davon aus, auch zukünftig mit entsprechenden Folgeprojekten betraut zu werden.

Ziel ist es, die Kostenstruktur noch variabler zu gestalten und hiermit die Effizienz zu steigern. Darüber hinaus wird durch intensive Akquise von zusätzlichen Frontend-Projekten und die weitere Erschließung von Rationalisierungspotenzialen in der Fertigung und der Logistik das Ergebnis der Folgejahre abgesichert.

Bestandsgefährdende Risiken sind aus heutiger Sicht nicht zu erkennen.

9. Nachtragsbericht

Vorgänge von besonderer Bedeutung mit wesentlichen Auswirkungen auf die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage der Gesellschaft, die nach dem Schluss des Geschäftsjahrs eingetreten sind, konnten nicht verzeichnet werden.

 

Meerane, 2. Februar 2012

HBPO Germany GmbH

- Die Geschäftsführung -

Bilanz zum 31. Dezember 2011

Aktiva

EUR EUR 31.12.2010
EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Erworbene Entwicklungsleistungen, Software 1.355.681,00 2.175.265,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten 1.597.673,00 1.686.340,00
2. Technische Anlagen und Maschinen 422.346,00 556.949,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 432.106,00 735.529,00
2.452.125,00 2.978.818,00
3.807.806,00 5.154.083,00
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 1.023.161,92 715.680,20
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 8.013.850,30 7.723.111,61
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 9.582.314,50 9.015.409,19
3. Forderungen gegen nahe stehende Unternehmen 3.832,43 0,00
4. Sonstige Vermögensgegenstände 3.726,91 4.705,06
17.603.724,14 16.743.225,86
III. Kassenbestand 427,79 78,44
18.627.313,85 17.458.984,50
C. Rechnungsabgrenzungsposten 14.399,50 2.270,41
22.449.519,35 22.615.337,91

Passiva

EUR EUR 31.12.2010
EUR
A. Eigenkapital
Gezeichnetes Kapital 5.112.918,81 5.112.918,81
B. Rückstellungen
Sonstige Rückstellungen 3.128.603,04 2.444.615,72
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 6.998.556,68 7.471.357,35
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 3.743.662,21 3.704.821,59
3. Verbindlichkeiten gegenüber nahe stehenden Unternehmen 1.355.320,24 902.531,11
4. Sonstige Verbindlichkeiten 27.910,03 49.847,08
- davon aus Steuern EUR 25.884,02 (Vj. EUR 47.472,83)
- davon im Rahmen der sozialen Sicherheit EUR 2.026,01(Vj. EUR 1.338,21)
12.125.449,16 12.128.557,13
D. Rechnungsabgrenzungsposten 2.082.548,34 2.929.246,25
22.449.519,35 22.615.337,91

Gewinn- und Verlustrechnung für 2011

EUR EUR 31.12.2010
EUR
1. Umsatzerlöse 109.799.968,33 90.445.625,57
2. Sonstige betriebliche Erträge 306.575,52 153.311,52
- davon Erträge aus der Währungsumrechnung EUR 26.681,69(Vj. EUR EUR 15.107,06)
110.106.543,85 90.598.937,09
3. Materialaufwand
Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 98.153.194,32 79.891.183,51
4. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 3.140.601,22 2.912.410,06
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung 590.952,87 570.632,74
- davon für Altersversorgung EUR 958,00 (Vj. EUR 1.626,08)
5. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 1.655.885,29 1.317.079,10
6. Sonstige betriebliche Aufwendungen 3.707.586,89 3.632.511,72
- davon Aufwendungen aus der Währungsumrechnung EUR 31.152,06 (Vj. EUR 18.572,39)
107.248.220,59 88.323.817,13
7. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 17.447,45 18.118,84
- davon aus verbundenen Unternehmen EUR 17.447,45 (Vj. EUR 18.118,84 )
8. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit 2.875.770,71 2.293.238,80
9. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 251,29 251,29
10. Sonstige Steuern 20.341,07 20.320,81
20.592,36 20.572,10
11. Aufgrund eines Gewinnabführungsvertrags abzuführende Gewinne - 2.855.178,35 - 2.272.666,70
12. Jahresüberschuss 0,00 0,00

Entwicklung des Anlagevermögens 2011

Anschaffungs- und Herstellungskosten
01.01.2011
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
31.12.2011
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Erworbene Entwicklungsleistungen, Software 3.959.382,97 292.681,84 0,00 4.252.064,81
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten 8.302.772,87 0,00 0,00 8.302.772,87
2. Technische Anlagen und Maschinen 2.801.322,42 113.147,22 0,00 2.914.469,64
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3.415.889,74 82.904,23 198.977,01 3.299.816,96
14.519.985,03 196.051,45 198.977,01 14.517.059,47
18.479.368,00 488.733,29 198.977,01 18.769.124,28
Kumulierte Abschreibungen
01.01.2011
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
31.12.2011
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Erworbene Entwicklungsleistungen, Software 1.784.117,97 1.112.265,84 0,00 2.896.383,81
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten 6.616.432,87 88.667,00 0,00 6.705.099,87
2. Technische Anlagen und Maschinen 2.244.373,42 247.750,22 0,00 2.492.123,64
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.680.360,74 207.202,23 19.852,01 2.867.710,96
11.541.167,03 543.619,45 19.852,01 12.064.934,47
13.325.285,00 1.655.885,29 19.852,01 14.961.318,28
Buchwerte
31.12.2011
EUR
31.12.2010
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Erworbene Entwicklungsleistungen, Software 1.355.681,00 2.175.265,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten 1.597.673,00 1.686.340,00
2. Technische Anlagen und Maschinen 422.346,00 556.949,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 432.106,00 735.529,00
2.452.125,00 2.978.818,00
3.807.806,00 5.154.083,00

Anhang für 2011

Allgemeine Hinweise

Der vorliegende Jahresabschluss wurde gemäß §§ 242 ff. und §§ 264 ff. HGB sowie nach den einschlägigen Vorschriften des GmbHG aufgestellt. Es gelten die Vorschriften für große Kapitalgesellschaften.

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

Als verbundene Unternehmen werden die HBPO Beteiligungsgesellschaft mbH, Lippstadt, und deren unmittelbare und mittelbare Tochterunternehmen angesehen.

Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend.

Immaterielle Vermögensgegenstände werden, soweit sie gegen Entgelt erworben wurden, zu Anschaffungskosten aktiviert und nach der linearen Methode zeitanteilig über die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer abgeschrieben. Bezüglich der entgeltlich erworbenen Entwicklungskosten erfolgt eine lineare Abschreibung über die entsprechende Projektlaufzeit. Im Hinblick auf die aktivierte Software wird eine Nutzungsdauer von drei Jahren unterstellt.

Sachanlagen werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten und, soweit abnutzbar, vermindert um planmäßige Abschreibungen bewertet. Die Abschreibungen auf das Sachanlagevermögen werden nach der linearen Methode über eine betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer von drei bis 50 Jahren vorgenommen. Die Abschreibungen auf Zugänge des Sachanlagevermögens erfolgen grundsätzlich zeitanteilig. Geringwertige Anlagegüter bis zu einem Wert von EUR 150,00 werden im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben; ihr sofortiger Abgang wird unterstellt. Geringwertige Anlagegüter mit einem Wert zwischen EUR 150,00 und EUR 1.000,00 werden in einen Sammelposten erfasst und über 5 Jahre linear abgeschrieben. Die jährlich gebildeten Sammelposten sind jeweils von untergeordneter Bedeutung.

Den Abschreibungen liegen die folgenden Nutzungsdauern zugrunde:

Bauten auf eigenen Grundstücken 15 bis 50 Jahre, lineare Abschreibung
Maschinen, maschinelle Anlagen 5 bis 10 Jahre, lineare Abschreibung
Betriebs- und Geschäftsausstattung 3 bis 10 Jahre, lineare Abschreibung

Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe, die aus zugekauften einbaufertigen Teilen bestehen, wurden zu Anschaffungskosten angesetzt. Diese entsprechen den beizulegenden Werten am Bilanzstichtag.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden zum Nominalwert angesetzt. Den Risiken bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wird durch eine einprozentige Pauschalwertberichtigung Rechnung getragen.

Der Kassenbestand wird zum Nominalwert angesetzt.

Als Rechnungsabgrenzungsposten werden auf der Aktivseite Ausgaben vor dem Abschlussstichtag ausgewiesen, soweit sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Stichtag darstellen. Als passiver Rechnungsabgrenzungsposten werden Einnahmen vor dem Abschlussstichtag ausgewiesen, soweit sie Erträge für eine bestimmte Zeit nach diesem Stichtag darstellen.

Rückstellungen werden nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung für ungewisse Verbindlichkeiten zum Erfüllungsbetrag gebildet. Drohende Verluste aus schwebenden Geschäften lagen am Bilanzstichtag nicht vor.

Die Rückstellungen für Pensionen werden nach der Anwartschaftsbarwertmethode unter Verwendung der "Richttafeln 2005 G" ermittelt. Der Zinssatz auf der Grundlage der Rückstellungsabzinsungsverordnung vom 18. November 2009 von der Deutschen Bundesbank bekannt gegeben. Pensionsverpflichtungen können pauschal mit dem sich für eine Restlaufzeit von 15 Jahren ergebenden Zins abgezinst werden. Von diesem Wahlrecht wurde hier Gebrauch gemacht und ein Zinssatz von 5,14% zugrunde gelegt. Erwartete Gehalts- und Rentensteigerungen wurden mit 1,0 % berücksichtigt. Die Fluktuation wurde mit einer Rate von 2,5 % berücksichtigt.

Die ausschließlich der Erfüllung der Altersversorgungsverpflichtungen dienenden, dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogenen Vermögensgegenstände (Deckungsvermögen i.S.d. § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB) wurden mit ihrem beizulegenden Zeitwert mit den Rückstellungen verrechnet.

Verbindlichkeiten werden zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten wurden grundsätzlich mit dem Devisenkassamittelkurs zum Abschlussstichtag umgerechnet, da die Restlaufzeiten jeweils unter einem Jahr liegen.

Latente Steuern werden nicht gebildet, da die latenten Steuern nach DRS 18 bei Organträger zu erfassen sind.

Erläuterungen zur Bilanz

Anlagevermögen

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im Anlagenspiegel (Anlage A) dargestellt.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen resultieren aus kurzfristigen Darlehensforderungen (Forderungen aus dem internen Cash-Pooling) sowie aus Forderungen aus dem Liefer- und Leistungsverkehr und bestehen in Höhe von TEUR 9.582 gegen die Gesellschafterin HBPO GmbH, Lippstadt. Mit Ausnahme des Körperschaftsteuerguthabens (TEUR 2) haben sämtliche Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände eine Restlaufzeit von unter einem Jahr.

Eigenkapital

Das voll erbrachte Stammkapital beträgt TEUR 5.113. Zum Bilanzstichtag wurden sämtliche Geschäftsanteile von der HBPO GmbH, Lippstadt, gehalten.

Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung / Rückstellungen für Pensionen

Angaben zur Verrechnung nach § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB :

TEUR
Erfüllungsbetrag der verrechneten Schulden 13
Beizulegender Zeitwert der Vermögensgegenstände gemäß der Bestätigung des Versicherungsunternehmens (Anschaffungskosten: TEUR 13) 13
Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung 0

Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen in Höhe von TEUR 3.129 betreffen Rückstellungen für Preiskorrekturen an Lieferanten (TEUR 1.023), Rückstellungen für Rückvergütungen (TEUR 1.215), Rückstellungen für Logistikkosten und Ausgangsfrachten (TEUR 225), Rückstellungen für sonstige ausstehende Eingangsrechnungen (TEUR 291), Rückstellungen für Personalkosten in Form von Urlaub, Vorholzeiten, Berufsgenossenschaft und Bonus (TEUR 294), Rückstellungen für Garantieverpflichtungen (TEUR 50) sowie Rückstellungen für Jahresabschluss- und Prüfungskosten (TEUR 31).

Verbindlichkeiten

Die Restlaufzeiten und die Besicherung der Verbindlichkeiten sind im Verbindlichkeitenspiegel im Einzelnen dargestellt.

Die Verbindlichkeiten im Verbundbereich basieren auf dem Liefer- und Leistungsverkehr. Die Verbindlichkeiten gegenüber der Gesellschafterin HBPO GmbH, Lippstadt, in Höhe von TEUR 3.744 resultieren aus Aufwendungen für erhaltene Dienstleistungen, für Umsatzsteuerverbindlichkeiten aufgrund des Organschaftsverhältnisses sowie aus der Verbindlichkeit infolge des Beherrschungs- und Ergebnisabführungsvertrags (TEUR 2.855).

Verbindlichkeitenspiegel

Art der Verbindlichkeit 31.12.2011 31.12.2010
Restlaufzeit gesamt
in TEUR
Restlaufzeit gesamt
in TEUR
bis 1 Jahr
in TEUR
über 5 Jahre
in TEUR
bis 1 Jahr
in TEUR
über 5 Jahre
in TEUR
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 6.999 0 6.999 7.471 0 7.471
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 3.744 0 3.744 3.705 0 3.705
3. Verbindlichkeiten gegenüber nahe stehenden Unternehmen 1.355 0 1.355 903 0 903
4. Sonstige Verbindlichkeiten 28 0 28 50 0 50
- davon aus Steuern 26 0 26 48 0 48
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit 2 0 2 2 0 2
Gesamt 12.126 0 12.126 12.129 0 12.129

Die Verbindlichkeiten sind wie im Vorjahr ungesichert.

Passiver Rechnungsabgrenzungsposten

Der passive Rechnungsabgrenzungsposten beinhaltet die Werkzeugkostenzuschüsse und die Zuschüsse für Entwicklungsleistungen, die von Kunden an die Gesellschaft gezahlt worden sind. Die Auflösung erfolgt entsprechend der Nutzungsdauer der bezuschussten Vermögensgegenstände und ist unter den Umsatzerlösen erfasst.

Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse unserer Gesellschaft wurden nahezu ausschließlich in Deutschland im Bereich der Frontend-Modul-Montage erzielt.

Periodenfremde Erträge und Aufwendungen

Wesentliche periodenfremde Erträge und Aufwendungen waren wie folgt zu verzeichnen:

TEUR
Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen 190
Aufwendungen aus nachträglichen Preisänderungen 6

Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

Das Jahresergebnis der Gesellschaft wurde infolge des Beherrschungs- und Ergebnisabführungsvertrags als Verbindlichkeit gegenüber verbundenen Unternehmen ausgewiesen und wird an die Muttergesellschaft abgeführt. Aufgrund der bestehenden Organschaft werden keine wesentlichen Steuern vom Einkommen und vom Ertrag ausgewiesen.

Sonstige Angaben

Haftungsverhältnisse

Es bestehen keine Haftungsverhältnisse gemäß § 251 i. V. m. § 268 Abs. 7 HGB.

Außerbilanzielle Geschäfte und sonstige finanzielle Verpflichtungen

Es bestehen finanzielle Verpflichtungen aus verschiedenen Leasingverträgen in Höhe von insgesamt TEUR 514 über die vertraglich fixierten Mindestlaufzeiten. Die Leasingverträge dienen dem Zweck der Schonung der Liquidität bzw. der zeitlichen Verteilung der Auszahlungen über den Zeitraum der Nutzung.

Aufgliederung der Mitarbeiterzahl

Die durchschnittliche Mitarbeiterzahl gliedert sich wie folgt:

2011 2010
Gewerbliche Arbeitnehmer 56 52
Angestellte 23 22
79 74

Mitglieder der Geschäftsführung

Alleiniger Geschäftsführer im Geschäftsjahr 2011 war:

Herr Heiko Stengel, Meerane, Diplomwirtschaftsingenieur (FH)

Auf die Angabe der Organbezüge wird mit Verweis auf § 286 Abs. 4 HGB verzichtet.

Konzernverhältnisse

Die Anteile an unserer Gesellschaft werden zum 31. Dezember 2011 zu 100 % von der HBPO GmbH, Lippstadt, gehalten. Über die HBPO GmbH, Lippstadt, ist unsere Gesellschaft mittelbar mit der HBPO Beteiligungsgesellschaft mbH, Lippstadt, verbunden.

Der Jahresabschluss unserer Gesellschaft wird in den Konzernabschluss der HBPO Beteiligungsgesellschaft mbH, Lippstadt, zum 31. Dezember 2011 einbezogen.

Die Anteile an der HBPO Beteiligungsgesellschaft mbH, Lippstadt, werden zum 31. Dezember 2011 zu jeweils einem Drittel von der Behr GmbH & Co. KG, Stuttgart, der Plastic Omnium Auto Exteriors S.A.S., Lyon/Frankreich, und der Hella KGaA Hueck & Co., Lippstadt, gehalten.

Unsere Gesellschaft wird entsprechend der gehaltenen Anteile zum 31. Dezember 2011 in den Konzernabschluss der Behr GmbH & Co. KG, Stuttgart, einbezogen. Eine Einbeziehung in den Konzernabschluss der Compagnie Plastic Omnium S.A., Lyon/ Frankreich, über die Plastic Omnium Auto Exteriors S.A.S., Lyon/ Frankreich, entsprechend der gehaltenen Anteile erfolgt ebenfalls zum 31. Dezember 2011.

Die Hella KGaA Hueck & Co., Lippstadt, erstellt ihren Konzernabschluss jeweils zum 31. Mai eines Jahres; zu diesem abweichenden Konzernbilanzstichtag erfolgt die Einbeziehung unserer Gesellschaft unter Anwendung der Equity-Methode entsprechend der gehaltenen Anteile auf Basis eines Zwischenabschlusses für Zwecke der Konsolidierung.

Beziehungen zu nahe stehenden Unternehmen

Als nahe stehende Unternehmen werden für den Bilanzausweis die Hella KGaA Hueck & Co., Lippstadt, die Behr GmbH & Co. KG, Stuttgart, sowie die Plastic Omnium Auto Exteriors S.A.S., Lyon/Frankreich, als Gesellschafter der HBPO Beteiligungsgesellschaft mbH, Lippstadt, und deren unmittelbare und mittelbare Tochterunternehmen angesehen.

Unsere Gesellschaft hat im Geschäftsjahr 2011 keine Geschäfte mit nahe stehenden Unternehmen zu marktunüblichen Bedingungen abgeschlossen.

Gewinnverwendung

Infolge des Beherrschungs- und Ergebnisabführungsvertrags wird das Ergebnis des Geschäftsjahres 2011 an die HBPO GmbH, Lippstadt, abgeführt.

 

Meerane, 2. Februar 2011

HBPO Germany GmbH

Heiko Stengel, Geschäftsführer

Bestätigungsvermerk

Wir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der HBPO Germany GmbH, Meerane, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2011 bis zum 31. Dezember 2011 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

 

Düsseldorf, 7. Februar 2012

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