Stammdaten

Register
Amtsgericht Dresden HRB 22427
Vorher
E.C.B. GmbH
Eingetragen
19.2.2004
Branche
Herstellung von Öfen und Brennern sowie von ortsfesten Heizgeräten für den Haushalt a. n. g.Herstellung von Dampfkesseln und Kesseln zum Erzeugen von überhitztem WasserHerstellung von Heizkörpern für Zentralheizungen
Gegenstand
Herstellung und Entwicklung von Heizbrennern sowie sonstiger Heiz- und Wärmetechnik und Erbringung damit im Zusammenhang stehender Dienstleistungen.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Sebastian Krause
seit 5.2.2025
Prokura
Giuliano Conticini
seit 8.7.2015
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
Ariston Holding N.V.NLD
100.00%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Germany
25.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

ELCO Burners GmbH

Pirna

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

Marktentwicklung

Die ELCO Burners GmbH produziert Brenner im mittleren und großen Leistungssegment auf Öl- und Gas-Basis, sowie kombinierte Lösungen für den Bereich der industriellen Wärmeerzeugung. Diese werden im deutschen sowie sonstigen europäischen Markt (EWR) über die Vertriebsorganisationen von verbundenen Unternehmen abgesetzt. In andere Exportmärkte, vor allem China, erfolgt der Vertrieb teilweise direkt über die ELCO Burners GmbH.

Analog den Vorjahren verlief auch die Entwicklung 2023 in den genannten Märkten für Brenner im Bereich der industriellen Wärmerzeugung unterschiedlich.

Der chinesische Markt zeigt 2023 erneut ein Wachstum, und folgt somit dem allgemeinen Wirtschaftswachstum in China. Die Steigerung 2023 fiel mit 5,2% höher aus als im Vorjahr (3,0 %), obwohl die Krise beim Bau von Wohn- und Geschäftsgebäuden und die daraus resultierende Verlangsamung von öffentlichen Investitionen sich fortgesetzt hat und einen negativen Einfluss auf die wirtschaftliche Entwicklung hatte. Die Entwicklung des Heizungssektors zeigte auch 2023 eine weitere Zunahme der Energie- und Wärmegewinnung durch den Energieträger Gas, der vor allem den Energieträger Kohle ablöst. Auch der im Heizungssektor enthaltene Brennermarkt profitierte davon, unter anderem mit einer höheren Nachfrage an Ultra-Low-NOx-Brennern, ein Trend, der ursächlich auf strengere Emissionsanforderungen insbesondere für Ballungsgebieten beruht.

Die noch bis im 1. Quartal 2023 geltenden Maßnahmen der Null-Covid-Strategie in China hatten sich bis in das 2. Quartal 2023 hinein auf das chinesische Import- und Exportgeschäft ausgewirkt. So haben unter anderem anhaltend hohe Transport- und Logistikkosten für den Im- und Export von Gütern eine rasche Markterholung negativ beeinflusst. Auch die Heizungsindustrie samt darin enthaltenem Brennergeschäft war davon in Form von Preissteigerungen und Verzögerungen in den Lieferketten bzw. bei Auftragsvergaben betroffen.

Der russische Markt hat sich in 2023, nach dem Rückgang, in 2022 durch den Russland-Ukraine-Krieg wieder erholt, lag aber noch leicht unter Vorkriegsniveau.

Im europäischen Markt, welcher grundsätzlich über Vertriebsorganisationen von verbundenen Unternehmen beliefert wird, gab es insgesamt noch bis Mitte 2023 in absatzrelevanten Ländern eine hohe Nachfrage nach Lösungen mit kombinierten Energieträgern (Zweistoffbrenner mit Gas und Öl), welche vornehmlich auf den Unsicherheiten bezüglich der Gasversorgung und -preisentwicklung basierte. Ebenso gab es ein starkes Interesse an technologischen Lösungen für die industriellen Wärmegewinnung mit alternativen Brennstoffen. Beides flauten aber im Verlauf 2023 ab, unter anderem da es aufgrund von fehlender Klarheit, Vorgaben und Umsetzungsbedingungen seitens der gesetzlichen Regelungen auf EU-Ebene eine zunehmende Verunsicherung gab, bezüglich der Themen Emissionsreduzierung in Verbindung mit Nutzung von Technologien und Energieträgern im Rahmen der Dekarbonisierung. In Konsequenz lag das Marktvolumen in den europäischen Märkten deutlich unter Vorjahr.

Hinzu kam das seit Februar 2022 anhaltende Kriegsgeschehen in der Ukraine, welches auch 2023 einen Einfluss auf Weltpolitik und Weltwirtschaft hatte.

Im Markt Deutschland zeigte sich dies unter anderem mit Verzögerungen und teilweisen Engpässen in den Liefer- und Produktionsketten, verbunden mit einem weiteren Preisanstieg bei den Energiekosten im ersten Halbjahr (nach den starken Steigerungen in 2022), was zu spürbaren Kostensteigerungen in nahezu allen Bereichen führte.

Die Energiepreise waren auch ein wesentlicher Treiber der Inflation in Deutschland im Jahr 2023 in Höhe von 5,9 % (Vj. 7,9 %).

In Deutschland besteht in der industriellen Wärmeversorgung unverändert ein großes Potential an energetischem Modernisierungsbedarf, nur ein Bruchteil der Anlagen entspricht dem Stand der Technik. Das Marktvolumen an Brennern im mittleren und großen Leistungsbereich weist aber im Vergleich zum Vorjahr einen Rückgang von ca. 9 % (Vj. + 19 %) aus.

Dies lag vornehmlich daran, dass es aus genannten Gründen bis in das Jahr 2023 hinein Verzögerung bei der Lieferung von Komponenten, hauptsächlich bei Metall- und Elektronikkomponenten, gab. Das führte in Folge zu Verzögerungen im Brenner-Projektgeschäft und die Nachfrage nach industriellen Feuerungsanlagen konnte auch 2023 nicht vollständig, beziehungsweise nicht termingerecht bedient werden.

Zudem führten Unsicherheiten bei den Auftraggebern bezüglich der Frage nach dem zukünftig richtigen Energieträger samt technischer Lösung zur industriellen Wärmegewinnung in Verbindung mit den weiter gestiegenen Preisen auch in 2023 dazu, dass statt neuer Anlagen vorzugsweise Bestandsanlagen auf die zusätzliche Option der Verbrennung mit Heizöl umgerüstet wurden, um kurzfristig auf mögliche Engpässe in der Gasversorgung reagieren zu können. Dies zeigt sich unter anderem anhand des stabil hohen Marktvolumens an Zweistoff-Brenner mit einem leichten weiteren Wachstum von 1,4 % gegenüber Vorjahr nach dem starken Anstieg in 2022 um 381 %.

Somit stand auch 2023, beeinflusst durch das Kriegsgeschehen in der Ukraine, im Bereich der industriellen Wärmeversorgung die Energiewende weg von fossilen Brennstoffen hin zu erneuerbaren Energieträgern nicht im Fokus, da der Dringlichkeit kurzfristige Lösungen zur Verhinderung von Betriebsunterbrechungen zu schaffen, die höhere Priorität eingeräumt wurde.

Unternehmen und Geschäftsverlauf

Das Unternehmen ist im Jahr 2023, bezogen auf den Brenner-Absatz, den Entwicklungen in den verschiedenen Märkten im Direktvertrieb oder indirekt über die Vertriebsorganisationen von verbundenen Unternehmen unterschiedlich und nicht gemäß der Erwartung gefolgt. Die Umsatzentwicklung weicht, vornehmlich begründet durch den Produktmix mit einem Trend hin zu Großbrennern, davon ab.

Bezogen auf den Absatz konnten die Marktanteile im Markt Deutschland in den Bereichen Öl- und Zweistoffbrenner gegenüber Vorjahr nicht gehalten werden.

Der Absatz, welcher vertriebsseitig ebenfalls über verbundene Unternehmen erfolgt, in andere, ebenfalls gegenüber Vorjahr rückläufige europäische Märkte, verlief zufriedenstellender. Umsatzseitig konnte ein deutliches Plus verzeichnet werden, dies insbesondere im ersten Halbjahr 2023 basierend auf Großprojekten im Bereich der Zweistoff-Brenner-Umrüstung und Sonderlösungen.

Die Geschäftsaktivitäten im russischen Markt wurden zeitnah nach Ausbruch des Krieges in der Ukraine komplett eingestellt.

Am wachsenden chinesischen Markt konnte auch 2023 nicht im gleichen Maße partizipiert werden. Der erzielte Umsatz 2023 lag auf Vorjahresniveau.

Der anhaltende Zuwachs an, vor allem in China direkt ansässigen Mitwettbewerbern, verbunden mit einem hohen Preisdruck, hat auch 2023 ursächlich zu einem weiteren Absatzrückgang bei Gasbrennern, vornehmlich Standardbrenner, geführt. Dies wurde umsatzseitig durch Verkaufspreiserhöhungen und höheren Absatz für Projektaufträge mit Bedarf an Brennern der großen Leistungsklassen kompensiert.

Der Trend in Richtung Einzellösungen für industriellen Feuerungen, welcher mit Auslauf der staatlichen Programme in China zum Austausch von Heizsystemen (Umstellung von Kohle- auf Gasfeuerung) in 2021 begonnen hat, hat sich auch im Geschäftsjahr 2023 fortgesetzt.

Trotz der Ende 2022 begonnen Lockerungen der strengen Corona-Maßnahmen, welche den Zugang zu potentiellen Projekten signifikant erschwert hatten, konnten die wieder anlaufenden Vertriebsaktivitäten nicht die erwarteten Ergebnisse im Brennerabsatz erreichen.

Auf der Beschaffungsseite haben sich die Probleme bei den Lieferketten ab dem zweiten Halbjahr teilweise entspannt. Lange Lieferzeiten, insbesondere bei den für die Brennerherstellung benötigten Sonderkomponenten (vornehmlich Metall- und Elektronikbauteile) waren in weiten Teilen des Jahres 2023 beschaffungsseitig eine der relevantesten Herausforderungen und führten zu entsprechenden Engpässen, Verzögerungen und Ineffizienzen.

Hinzukamen, in Folge der anhaltend hohen Inflation, Preissteigerungen in der Rohmaterialbeschaffung und im Transportwesen.

Insgesamt war die Ergebnisentwicklung und der Geschäftsverlauf im Geschäftsjahr 2023 aufgrund der obigen Ausführungen nicht zufriedenstellend.

Finanzielle Leistungsindikatoren

Als wesentliche finanzielle Leistungsindikatoren zur Steuerung des Unternehmens werden die folgenden Größen verwendet:

2023 2022 Veränderung
Umsatzerlöse TEUR 18.700 16.830 +1.870
EBIT TEUR -124 -588 +464
Jahresergebnis vor Ergebnisabführung TEUR -384 -649 +265

Aus rechentechnischen Gründen können in der Tabelle Rundungsdifferenzen in Höhe +/- einer Einheit (€) auftreten.

Daneben gelten die eingeführten Investitions- und Kostenausgabenkontrollen als grundsätzliches Steuerungsinstrument.

Als nichtfinanzielle Leistungsindikatoren im Bereich der Arbeitnehmerbelange ist die breite Palette interner und externer Weiterbildungsmöglichkeiten zu erwähnen sowie die Entwicklungs- und Einsatzmöglichkeiten bei Konzerngesellschaften im In- und Ausland. Wir setzen uns aktiv für die Arbeitssicherheit und den Gesundheitsschutz unserer Mitarbeiter ein, um Unfälle und Berufskrankheiten zu verhindern.

Im Bereich der Umweltbelange ist anzuführen, dass die Produktpalette hinsichtlich Energieeinsparung und Wiederverwertbarkeit der verwendeten Materialien permanent weiterentwickelt wird. Die Produkte leisten einen Beitrag zur Nutzung regenerativer Energien und der Schonung von Ressourcen.

Die nichtfinanziellen Leistungsindikatoren werden regelmäßig überwacht, berichtet und weiterentwickelt, jedoch nicht zur Unternehmenssteuerung eingesetzt.

Im Jahr 2023 standen, analog 2022, neben den Optimierungen in den Produktionsprozessen wie z.B. der Produktionslaufzeiten vorrangig die Entwicklung von alternativen Konstruktionen im Vordergrund, um Komponenten zu ersetzen, welche auf Grund von den anhaltenden Lieferengpässen nur schwer zu beschaffen waren.

Den Preissteigerungen 2023 auf der Beschaffungsseite wurde versucht bestmöglich mittels Nachverhandlungen oder über Bündelung sowie Anpassungen von Einkaufskontrakten entgegenzuwirken.

Darüber hinaus wurde die Verbesserung der Materialverfügbarkeit von kritischen Komponenten durch eine vorbeugende Lagerhaltung fortgesetzt, soweit es aufgrund der Beschaffungslage möglich war.

Neben der Materialverfügbarkeit hat auch die ab 2022 begonnene Veränderung der Nachfrage bezüglich des Produktportfolios dazu geführt, dass die Vorräte nach dem starken Anstieg in 2022 nur leicht unter dem hohen Vorjahresniveau lagen.

Der Rückgang der Standardfertigung, die weitere Zunahme des Projektgeschäftes und der damit verbundenen Herstellung von Sonderanfertigungen sowie die bis Mitte 2023 anhaltend hohe Nachfrage nach den komplexen Zweistoffbrennern hatten eine höhere Komplexität in Auftragsabwicklung und Fertigung zur Folge. Diesem Umstand musste mit einem weiteren Ausbau der Ressourcen und höheren Ausgaben begegnet werden.

Zudem wurde 2023 ein Teil der Vorfertigung von Fremdfertigung auf Eigenfertigung umgestellt.

Hinzukommen die inflationsbedingten Preissteigerungen auf der Einkaufsseite sowie Lohn- und Gehaltsanpassungen.

Die Entwicklungsaktivitäten für leistungsoptimierte und wettbewerbsfähigere Produkte, wurden, nachdem die Engpässe in der Produktion beseitigt waren, im zweiten Halbjahr 2023 wieder verstärkt aufgenommen. Infolgedessen lagen die Gemeinkosten 2023 im Bereich Forschung und Entwicklung über dem Vorjahr.

Die werksseitig zu tragenden Garantiekosten sind leicht gestiegen. Die Garantierückstellung wurde entsprechend angepasst.

Die Funktionen Finanzen, Rechnungswesen, Controlling, Inframanagement und Teile des Personalwesen wurden für die Gesellschaft im Rahmen einer Dienstleistungsvereinbarung durch die ELCO GmbH sowie durch das Buchhaltungszentrum der Ariston Group in Rumänien erbracht.

Wirtschaftsbericht

Ertragslage

Die aufgestellten Planwerte für das Geschäftsjahr 2023 wurden bezogen auf den Umsatz übertroffen. Die Umsatzziele im Drittkundengeschäft wurden nicht erreicht. Der IC-Umsatz lag deutlich über der Erwartung. Das Jahresergebnis, in absoluten Werten, lag ebenfalls deutlich über der Prognose zum Jahresabschluss 2022.

Die Gesellschaft erzielte im Jahr 2023 einen Umsatz von Mio. EUR 18,7, der somit Mio. EUR 1,9 über dem Vorjahr lag. Davon entfielen auf den Geschäftsbereich Drittkunden Mio. EUR 3,0 (Vj. Mio. EUR 2,9) und auf den Geschäftsbereich verbundene Unternehmen Mio. EUR 15,7 (Vj. Mio. EUR 13,9).

Das Jahresergebnis vor Ergebnisabführung 2023 fiel mit Mio. EUR -0,4 negativ aus, liegt aber etwas über dem Vorjahr (Vj. Mio. EUR -0,6). Das EBIT 2023 fiel mit Mio. EUR -0,1 negativ aus, liegt aber über dem Vorjahr (Vj. Mio. EUR -0,6).

Der Umsatzzuwachs entstand ausschließlich im IC-Kundenbereich mit Schwerpunkt Italien und Niederlande. Dies hatte auch Einfluss auf den Produktmix und damit auf Einkauf, Werkstoff- und Materialeinsatzkosten. Die Personalkosten sind im Jahr 2023 im Vergleich zum Vorjahr deutlich gestiegen, neben den allgemeinen Lohnanpassungen u. a. begründet durch den Personalaufbau im Bereich Projektabwicklung sowie Produktion.

Der Aufwand für Abschreibungen lag etwas unter dem Vorjahresniveau. Bei den sonstigen betrieblichen Aufwendungen fielen vor allem höhere Kosten für externe Unterstützung im Bereich Forschung und Entwicklung, Mieten, Personalsuche und IC-Dienstleistungen an. Dagegen blieben vor allem die Ausgaben für externe Ressourcen im Bereich Produktion und Auftragsabwicklung sowie für Transport unter Vorjahr.

Der Effekt aus Produktmix, Einkaufspreisen und Wertberichtigungen des Bestandes zeigt sich anhand der Materialaufwandsquote. Diese lag 2023 bei 63,6 % und somit unter 2022 (67,5 %), bezogen auf den Gesamtumsatz.

Die durchschnittliche Mitarbeiterzahl in 2023 betrug 67 (darin enthalten 5 Auszubildender) und liegt damit 10 Personen über dem Vorjahreswert.

Finanz- und Vermögenslage

Die Zahlungsfähigkeit war und ist durch eine entsprechende Konzernfinanzierung (Cash Pool) zu jedem Zeitpunkt sichergestellt.

Die Cashpool-Verbindlichkeiten zum Jahresende betrugen Mio. EUR 5,7 (Vj. Mio. EUR 4,6). Die kurzfristigen Verbindlichkeiten (vornehmlich aus Lieferungen und Leistungen) verringerten sich um Mio. EUR 1,0 auf Mio. EUR 8,9.

Der Bestand an Vorräten belief sich unter Berücksichtigung der notwendigen Materialverfügbarkeit (Lieferfähigkeit) und einem, gegenüber dem Planansatz, geringeren Absatz bestimmter Produktreihen auf Mio. EUR 4,7 (Vj. Mio. EUR 4,8). Der prozentuale Anteil am Aktivvermögen beträgt 43,7 % (Vj. 40,7 %).

Das Umlaufvermögen hat sich gegenüber dem Stand zum Jahresanfang um Mio. EUR 1,0 verringert. Dies ist insbesondere durch die Abnahme bei den Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen und den Vorräten begründet.

Investitionen (Gesamtvolumen Mio. EUR 0,1) wurden 2023 für die Ausstattung des Produktions- und Logistikbereiches getätigt. Die Eigenkapitalquote beträgt 10,8 % (Vj. 9,8 %).

Der Cash-Flow im abgelaufenen Wirtschaftsjahr betrug Mio. EUR -1,1 und wurde vereinbarungsgemäß in den Cash Pool verrechnet.

Das Nettoumlaufvermögen belief sich auf Mio. EUR 0,5 (Vj. Mio. EUR 0,4).

Forschung und Entwicklung

Aufgrund der Markenstrategie der Ariston Gruppe sind die Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten für neue innovative Produkte im Bereich der Industriebrenner im Werk Pirna, ELCO Burners GmbH, angesiedelt. Entsprechend den Anforderungen der nationalen und internationalen Märkte werden die Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten gestaltet und in verschiedenen Projekten realisiert. Im Jahr 2023 waren in diesem Bereich durchschnittlich 10,0 Mitarbeiter beschäftigt, davon ein Auszubildender. Die Gesamtausgaben für diesen Bereich betrugen im Geschäftsjahr TEUR 1.360.

Risikomanagementziele und -methoden

Das Risikomanagement der Gesellschaft ist auf eine Risikominimierung ausgerichtet. Hierzu werden Mittelfrist- und Jahresplanungen aufgestellt, die mit den monatlich/quartalsweise erstellten Abschlüssen abgeglichen werden. Zudem ist das Risikomanagement integral mit dem Planungs-, Reporting- und Überprüfungsprozess des Konzerns verknüpft. Daraus abgeleitet werden die notwendigen Maßnahmen mit entsprechender Priorität umgesetzt. Produkt-, Umwelt- und sonstige Risiken werden, soweit irgend möglich wirtschaftlich vertretbar, durch Abschluss von Versicherungen abgedeckt.

Als wesentliche Risiken sieht die Geschäftsführung daneben die Folgenden:

Absatzrisiken:

Die Geschäftsaktivität am deutschen sowie mittel- und westeuropäischen Märkten ist ausschließlich auf verbundene Unternehmen beschränkt und hängt somit von der Konjunkturentwicklung in diesen Ländern und den Vertriebsaktivitäten der verbundenen Unternehmen ab. Ein erheblicher Teil davon findet im Projektgeschäft statt, was neben der allgemeinen Wirtschaftslage auch von der Stabilität der projektbezogenen Lieferketten und Materialverfügbarkeit beeinflusst wird. Zudem sind dies Märkte, die sich Ziele zur Veränderung der Energieträger gesetzt haben.

Unsere Mittel, um Schwankungen auszugleichen oder zu minimieren, sind das Bereitstellen einer Produktpalette, die sowohl für Standard- als auch Individuallösungen mit hohem umwelttechnischem Standard einsetzbar ist und deren permanente und zügige Weiterentwicklung unter Berücksichtigung der Bedürfnisse der Absatz-Märkte wie z.B. die Nachfrage nach alternativen Brennstoffen. Zudem werden mit der Bereitstellung des Schulungszentrums (für theoretische sowie praktische Ausbildung) Rahmenbedingungen für nachhaltige Kundenbindungen geschaffen.

Was den chinesischen Markt betrifft, so besteht das Risiko in der zunehmenden Wettbewerbsfähigkeit der lokalen Akteure. Um dieses Risiko zu mindern, ist das Unternehmen bestrebt, wettbewerbsfähigere und leistungsfähigere Produkte anzubieten und dadurch die bestehende lokale Vertriebsstruktur zu unterstützen und durch neue Vertriebspartner einen breiteren Marktzugang zu gewährleisten.

Das Risiko und dessen Eintrittswahrscheinlichkeit werden als mittelgroß eingestuft. Die daraus resultierenden Konsequenzen könnten grundsätzlich ein Rückgang des Geschäftsvolumens sowie eine Belastung der Ertragslage sein.

Beschaffungsrisiken:

Die Einkaufspreise für Produkte aus den Komponenten Rohstoffe und Energie können je nach Marktsituation stärker schwanken. Dem Risiko wird durch Aufbau alternativer Beschaffungsquellen und Gruppenkontrakte entgegengewirkt. Das Risiko und dessen Eintrittswahrscheinlichkeit müssen momentan weiter als mittel bis hoch eingestuft werden. Das Risiko könnte sich bei Eintritt als weitere Belastung für die Rohertragsmarge erweisen.

Finanzwirtschaftliche Risiken:

Das Ausfallrisiko der Außenstände im Liefer- und Leistungsgeschäft wird durch wirksames Debitorenmanagement, dem Einsatz von Kreditlimits, Warenkreditversicherungen, Akkreditiven und Überwachung der Bonität entgegengewirkt.

Das Liquiditätsrisiko ist durch die Einbindung in das konzernweite Cash-Pooling und somit die bedarfsgerechte Zuordnung der Mittel abgedeckt.

Währungsrisiken bestehen aufgrund der überwiegenden Abwicklung aller Einkaufs- und Verkaufsaktivitäten in Euro nur in geringem Umfang.

Die Risiken und deren Eintrittswahrscheinlichkeit werden als gering bis mittel eingestuft.

Die Risiken des Unternehmens sind aus heutiger Sicht begrenzt; den Bestand gefährdende Risiken sehen wir aktuell nicht.

Prognosebericht

Für das Jahr 2024 sind die Entwicklungserwartungen in den relevanten Märkten verhalten. Dabei ist zwischen den einzelnen Märkten zu differenzieren.

Im west- und mitteleuropäischen Markt wird, abgeleitet von den Konjunkturprognosen und der schwächeren Nachfrage für Umrüstung auf Zweistoffbrenner, für das Jahr 2024 ein Umsatzrückgang erwartet, , obwohl auch weiterhin eher mit einem Modernisierungsprozess für bestehende Anlagen gerechnet wird. Aufgrund der unverändert komplexen, wie auch different diskutierten Energiesituation (Versorgung und Preisentwicklung) und der angestrebten Trendwende bezüglich der Nutzung von fossilen Energieträgern erwarten wir einen weiteren Zuwachs bei Anfragen für Sonderlösungen (z.B. Biogas, Wasserstoff, Flüssiggas).

Für den asiatischen Markt erwarten wir 2024 eine leichte Steigerung der Absatzzahlen gegenüber Vorjahr. Mit der Erholung der Binnenkonjunktur, dem Wiederanlauf des Immobiliengeschäfts und neuen Produkten, die auf den Markt kommen, rechnen wir mit einer positiven Entwicklung ab dem zweiten Quartal 2024. In der Planung 2024 ist hierfür ein Zuwachs von 0,5 EUR Mio. auf 3,3 EUR Mio. im Vergleich zum Vorjahr eingestellt.

Verlässliche Prognosen bezüglich der Absatzmärkte in Osteuropa und insbesondere Russland sind abhängig von der Entwicklung des Russland-Ukraine-Konflikts. Basierend auf dem aktuellen Stand und einem Ausblick, der keine Entspannung erwarten lässt, werden für 2024 keine Absätze im russischen Markt vorgesehen.

Inwieweit die weitere Entwicklung oder mögliche Wendungen in diesem Konflikt erneut andere Märkte relevant beeinflussen wird, ist ebenfalls schwer einzuschätzen.

Dasselbe gilt für die Dynamik beziehungsweise gesetzlichen Forderungen bezüglich der Abkehr von Erdgas als Energieträger im Bereich der industriellen Wärmeerzeugung.

Die Verfügbarkeit von Rohstoffen und Energie wird weiter stark volatil und schwer prognostizierbar bleiben. Erwartet werden im Zuge der Inflationsprognosen weitere Preissteigerungen, wenn auch geringer als in den beiden Jahren zuvor. Dies wird begleitet werden von starken Schwankungen (sowohl periodisch als auch auf Produktsegmente bezogen).

Mit den für 2024 geplanten Projekten und Absatz-Planungen gehen wir für die ELCO Burners GmbH von einem Umsatz aus, der im Bereich Drittkunden leicht über dem Vorjahr (rd. EUR Mio. +0,4) und im Bereich verbundene Unternehmen aber erheblich unter dem Vorjahr (rd. EUR Mio. -3,9). liegen wird. Insgesamt wird ein Umsatz in Höhe von EUR Mio. 15,2 erwartet.

Das erwartete EBIT für das Jahr 2024 bewegt sich auf Basis des geplanten Umsatzes und der geplanten Produktions- und Fixkosten, zwischen EUR Mio. -0.6 und -0,9. Die Ergebniserwartung vor Ergebnisabführung für das Jahr 2024 bewegt sich auf Basis des geplanten Umsatzes und der geplanten Produktions- und Fixkosten, zwischen EUR Mio. -1.0 und -1,3.

Chancen:

Chancen werden für 2024, vor allem im Absatzmarkt China gesehen, trotz des nicht zufriedenstellenden Verlaufs in 2023. Es wird erwartet, dass die existierenden strengeren Umweltauflagen weiterhin beibehalten werden und es zu einer Wiederbelebung der lokalen Wirtschaft kommt, zumindest durch öffentliche Auftraggeber. Die Einführung von Produkten mit verbesserter Technologie soll, nach gut zwei Jahren Verzögerung, nun in 2024 realisiert werden.

Der Einsatz neuer emissionsärmerer Brennkopftechnologien stellt zudem eine Chance im europäischen Markt dar.

Kunden aus dem Segment der industriellen Wärmetechnik fragen vermehrt Lösungen mit dem Einsatz von Wasserstoff als alternative Energiequelle an. Dies kann im Moment vor allem für Anwendungen im Bereich von Prozessanlagen, bei welchen der Wasserstoff fertigungsbedingt anfällt, aufgegriffen werden. Für andere Anwendungsfälle fehlt derzeit unter anderem die notwendige Infrastruktur.

Risiken:

Als Risiken werden grundsätzlich die kurz- und mittelfristigen Belastungen durch den Krieg in der Ukraine, insbesondere die Entwicklung der Energiepreise und - verfügbarkeit sowie die daraus resultierenden Konsequenzen und Effekte, wie ein weiterer Anstieg der Inflation, hohe Herausforderungen aufgrund einer möglichen Beschleunigung der Energiewende und die daraus entstehenden verhalten-pessimistischen Konjunkturprognosen in etlichen europäischen Absatzmärkten, gesehen.

Ein Folgerisiko sind aktuell die besonders langen Beschaffungszeiten für Komponenten für Sonderlösungen, wodurch sich Verzögerungen in der Großbrenner-Produktion ergeben können mit einer möglichen negativen Auswirkung auf Absatz und Umsatz in den IC-Märkten. Daneben ist auch der, vornehmlich in Deutschland, stärker werdende Wettbewerb im mittleren und großen Brenner-Segment anzuführen.

Im chinesischen Markt sind neben möglichen signifikanten Verzögerungen beim Ausbau der Gasversorgung unverändert vor allem das Plagiatsrisiko sowie versandbedingte Lieferzeiten und Transportkosten sowie die Weiterentwicklung von chinesischen Mitbewerberprodukte die nennenswerten Risikofaktoren.

Bezüglich der Forcierung von Wasserstoff als alternativen Energieträger (welchen die Brenner heute schon in der Lage sind bis zu einem bestimmten Anteil zu verarbeiten) liegen die Risiken bei anderen Faktoren. Zum einen in der aktuell begrenzten Möglichkeit zur Herstellung dieses Energieträgers an sich und der dazu fehlenden Infrastruktur und zum anderem an dem fehlenden Fokus der Politik im Rahmen der Energiewende auf die industrielle Wärmeerzeugung. Letzteres ist als kritisch anzusehen, denn in diesem Bereich werden Wärmepumpen aufgrund deren Begrenzung, was die maximal erreichbaren Temperaturen betrifft, für die meisten Anwendungen keine Alternative sein.

Auf dieser Basis ist für 2024 sowohl im Inland als auch in den ausländischen Märkten eine schwierige Marktlage mit weiteren spürbaren Rückgängen zu erwarten, denen auf der anderen Seite die Forderung nach Investitionen und Ressourcen für Entwicklungen entgegensteht, um im Rahmen der Energiewende wettbewerbsfähig zu bleiben.

 

Pirna, den 19. April 2024

ELCO Burners GmbH

Giuliano Conticini, Geschäftsführer

Bilanz zum 31. Dezember 2023

Aktiva

31.12.2023 Vorjahr
EUR EUR TEUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 39.243,85 22
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 216.112,98 234
2. Technische Anlagen und Maschinen 358.874,93 400
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 253.694,34 317
828.682,25 951
867.926,10 973
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 3.759.443,46 3.615
2. Unfertige Erzeugnisse und Leistungen 293.306,71 417
3. Fertige Erzeugnisse und Waren 601.721,81 763
4.654.471,98 4.795
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 325.992,95 323
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 4.799.445,24 5.682
3. Sonstige Vermögensgegenstände 3.502,60 6
5.128.940,79 6.011
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 11,61 0
9.783.424,38 10.806
10.651.350,48 11.779

Passiva

31.12.2023 Vorjahr
EUR EUR TEUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 25.000,00 25
II. Kapitalrücklage 1.127.141,78 1.127
III. Gewinnrücklagen
Andere Gewinnrücklagen 3.000,00 3
1.155.141,78 1.155
B. Rückstellungen
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 157.639,00 158
2. Sonstige Rückstellungen 453.697,17 582
611.336,17 740
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.901.568,80 4.053
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 6.946.444,81 5.772
3. Sonstige Verbindlichkeiten 36.858,92 59
davon aus Steuern: EUR 38.066,81 (Vj.: TEUR 34)
8.884.872,53 9.884
10.651.350,48 11.779

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023

2023 Vorjahr
EUR EUR TEUR
1. Umsatzerlöse 18.700.097,34 16.830
2. Verminderung/Erhöhung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen -186.265,78 5
3. Sonstige betriebliche Erträge 103.886,76 176
davon Erträge aus Währungsumrechnung EUR 3.359,27 (Vj.: TEUR 3)
18.617.718,32 17.011
4. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 11.133.447,77 10.696
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 649.610,35 671
11.783.058,12 11.367
5. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 2.941.555,71 2.416
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 586.214,25 503
davon für Altersversorgung: EUR 7.275,76 (Vj.: TEUR 14)
3.527.769,96 2.919
6. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 252.484,86 280
7. Sonstige betriebliche Aufwendungen 3.178.706,12 3.034
davon Aufwendungen aus Währungsumrechnung EUR 5.524,84 (Vj.: TEUR 5)
18.742.019,06 17.600
8. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 246.407,21 48
davon an verbundene Unternehmen: EUR 242.433,21 (Vj.: TEUR 44)
davon Aufwendungen aus Aufzinsung EUR 3.974,00 (Vj.: TEUR 4)
9. Finanzergebnis -246.407,21 -48
10. Ergebnis nach Steuern -370.707,95 -637
11. Sonstige Steuern 12.985,56 13
12. Ertrag aus Verlustübernahme -383.693,51 -650
13. Jahresergebnis 0,00 0

Anhang für das Geschäftsjahr 2023

1. ALLGEMEINE ANGABEN

Die Gesellschaft weist zum Abschlussstichtag die Größenmerkmale einer mittelgroßen Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 Abs. 2 HGB auf.

Der Jahresabschluss wurde auf der Grundlage der handelsrechtlichen Ansatz-, Bewertungs- und Gliederungsvorschriften §§ 242 ff. und 264 ff. des HGB erstellt. Ergänzend dazu waren die Bestimmungen des GmbH-Gesetzes zu beachten.

Die Bilanz wurde gemäß den Gliederungsvorschriften des § 266 Abs. 2 und 3 HGB aufgestellt.

Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde gemäß den Gliederungsvorschriften des § 275 HGB aufgestellt. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gegliedert.

Registerinformationen

Die Gesellschaft ist unter der Firma ELCO Burners GmbH mit Sitz in Pirna im Handelsregister des Amtsgerichts Dresden unter der Nummer HRB 22427 eingetragen.

Bewertungsmethoden

Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren unverändert die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend.

Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige, nutzungsbedingte Abschreibungen, bewertet.

Die Abschreibungen erfolgen nach der linearen Abschreibungsmethode.

Die Bewertung der Sachanlagen erfolgt zu den Anschaffungs- oder Herstellungskosten abzüglich planmäßiger, nutzungsbedingter Abschreibungen, deren Ermittlung die wirtschaftliche Nutzungsdauer zu Grunde liegt. Dabei kommt grundsätzlich die lineare Abschreibungsmethode zur Anwendung. Bewegliche Sachanlagen werden, soweit sie bis 2010 zugegangen sind, mit den steuerlich zulässigen Höchstsätzen degressiv bzw. linear abgeschrieben. Die Abschreibungsdauern belaufen sich zwischen 3 und 50 Jahren.

Geringwertige Wirtschaftsgüter werden zum Teil als Aufwand und zum Teil auch handelsrechtlich aus Vereinfachungsgründen in einem Sammelposten erfasst. Der Sammelposten wird im Geschäftsjahr der Bildung und in den folgenden vier Jahren jeweils mit einem Fünftel aufgelöst.

Gebrauchtes Anlagevermögen, das im Rahmen einer Einbringung erworben wurde, wird über die Restnutzungsdauer linear abgeschrieben.

Voraussichtlich dauernden Wertminderungen, die über den nutzungsbedingten Werteverzehr hinausgehen, wird durch außerplanmäßige Abschreibungen Rechnung getragen.

Wurden in Vorjahren außerplanmäßige Abschreibungen vorgenommen und sind die Gründe für die Wertminderung in der Zwischenzeit ganz oder teilweise entfallen, erfolgt eine Wertaufholung bis höchstens zu den fortgeführten Anschaffungskosten.

Die Bewertung der Gegenstände des Vorratsvermögens erfolgt grundsätzlich zu Anschaffungs- und Herstellungskosten unter Beachtung des Niederstwertprinzips. Fremdkapitalzinsen werden nicht aktiviert. Bestandsrisiken, die sich aus der Dauer der Lagerhaltung, einer geminderten Verwertbarkeit oder gesunkenen Wiederbeschaffungs- bzw. Verkaufspreisen ergeben, sind durch Abwertungen berücksichtigt.

Die Herstellungskosten der unfertigen und fertigen Erzeugnisse enthalten neben den Einzelkosten angemessene Teile der notwendigen Material- und Fertigungsgemeinkosten, sowie den Werteverzehr des Anlagevermögens, soweit dieser durch die Fertigung veranlasst ist.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind grundsätzlich mit dem Nennbetrag angesetzt. Erkennbare Einzelrisiken sind durch Wertberichtigungen auf diese Forderungen berücksichtigt.

Die flüssigen Mittel sind zum Nennwert am Bilanzstichtag angesetzt.

Als Gezeichnetes Kapital wird das Stammkapital gemäß § 272 Abs. 1 Satz 1 HGB i. V. m. § 5 GmbHG mit dem Nennwert ausgewiesen. Das Stammkapital beträgt wie im Vorjahr € 25.000,00 und ist in voller Höhe eingezahlt.

Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden versicherungsmathematisch unter Zugrundelegung biometrischer Wahrscheinlichkeiten "Richttafeln 2018 G" (Vj. "Richttafeln 2018 G" von Prof. Dr. Klaus Heubeck) nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected-Unit-Credit-Methode) ermittelt. Bei der Ermittlung der Rückstellungen wurden jährliche Lohn- und Gehaltssteigerungen von 2,00 % (Vj. 2,00 %) und Rentensteigerungen von jährlich 1,50 % (Vj. 1,50 %) unterstellt. Die Rückstellungen wurden pauschal mit dem von der Deutschen Bundesbank für den Monat Dezember veröffentlichten, nach Maßgabe der Rückstellungsabzinsungsverordnung zum Jahresende hochgerechneten, durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre berechnet, der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt (§ 253 Abs. 2 Satz 2 HGB). Dieser Zinssatz beträgt 1,82 % (Vj. 1,78 %).

Der für die Vergleichsberechnung gem. §253 Abs. 6 HGB anzusetzende durchschnittliche Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre ergibt sich auf die gleiche Weise und zum gleichen Zeitpunkt zu 1,74 % (Vj. 1,44 %).

Es besteht ein Ergebnisabführungsvertrag; es wird keine Steuerumlage vorgenommen.

Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten.

Die Bewertung erfolgt jeweils in Höhe des notwendigen Erfüllungsbetrags, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung erforderlich ist, um zukünftige Zahlungsverpflichtungen abzudecken. Zukünftige Preis- und Kostensteigerungen werden berücksichtigt, sofern ausreichende objektive Hinweise für deren Eintritt vorliegen. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst.

Die Verbindlichkeiten werden mit ihrem Erfüllungsbetrag bilanziert.

Es sind keine tatsächlichen und latenten Steuern zu berechnen, da mit der ELCO International GmbH, Hechingen, eine steuerliche Organschaft besteht. Nach der formalen Betrachtungsweise ist alleinige Steuerschuldnerin die ELCO International GmbH als Organträgerin. Deshalb werden hier die tatsächlichen und latenten Steuern nicht ausgewiesen.

Währungsumrechnung

Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von weniger als einem Jahr sowie Kassenbestände und Bankguthaben in Fremdwährung werden zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet.

Die in der Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesenen davon-Vermerke Währungsumrechnung enthalten sowohl realisierte als auch nicht realisierte Währungskursdifferenzen.

2. ANGABEN ZUR BILANZ

Anlagevermögen

Die Entwicklung und Gliederung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist aus dem Anlagenspiegel (siehe Anlage zum Anhang) ersichtlich.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Sämtliche Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von unter einem Jahr.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen beinhalten Forderungen gegen Gesellschafter (ELCO International GmbH) von TEUR 209 (Vj. TEUR 307), davon aus Ergebnisabführung in Höhe von TEUR 116 (Vj. TEUR 61).

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen von TEUR 4.799 (Vj. TEUR 5.682) beinhalten Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 4.591 (Vj. 5.375), aus Ergebnisabführung in Höhe von TEUR 116 (Vj. TEUR 61), sowie Forderungen für Umsatzsteuer aus Organschaft in Höhe von TEUR 92 (Vj. TEUR 246).

Eigenkapital

Das im Handelsregister eingetragene, voll eingezahlte Stammkapital beträgt EUR 25.000.

Rückstellungen

Die Pensionsrückstellungen decken die Versorgungsverpflichtungen gegenüber ehemaligen und noch tätigen Mitarbeitern ab. Der Verpflichtungsumfang beträgt zum 31. Dezember 2023 TEUR 158 (Vj. TEUR 158). Zum Bilanzstichtag bestehen keine Verpflichtungen aus nicht gebildeten Pensionsrückstellungen.

Der Unterschiedsbetrag zwischen dem Ansatz der Rückstellungen nach Maßgabe des siebenjährigen und des zehnjährigen Durchschnittszinssatzes beläuft sich auf TEUR 3.

Die sonstigen Rückstellungen beinhalten im Wesentlichen Rückstellungen für Verpflichtungen gegenüber Mitarbeitern von TEUR 144 (Vj. TEUR 109), Urlaubs- und Gleitzeitansprüche von TEUR 63 (Vj. TEUR 92), ausstehende Lieferantenrechnungen von TEUR 108 (Vj. TEUR 234), pauschale Gewährleistung von TEUR 38 (Vj. TEUR 37), Berufsgenossenschaft von TEUR 28 (Vj. TEUR 28) und Jubiläumsverpflichtungen von TEUR 73 (Vj. TEUR 82).

Verbindlichkeiten

Sämtliche Verbindlichkeiten haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen von TEUR 6.946 (Vj. TEUR 5.772) beinhalten im Wesentlichen Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen von TEUR 1.243 (Vj. TEUR 1.124) und Cashpool in Höhe von TEUR 5.703 (Vj. TEUR 4.600).

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen beinhalten Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern von TEUR 35 (Vj. TEUR 83).

3. ANGABEN ZUR GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB gegliedert.

Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse in Höhe von TEUR 18.700 können wie folgt dargestellt werden:

2023 Vorjahr Veränderung
TEUR TEUR TEUR
Warenumsätze
Dritte 2.952 2.902 +50
Verbundene Unternehmen 15.748 13.928 +1.820
18.700 16.830 +1.870

Die regionale Gliederung ist wie folgt:

TEUR %
Inland 5.448 29
Europa (EG) 9.854 53
Drittland 3.398 18
Gesamt 18.700 100

Zinsen und ähnliche Aufwendungen

In den Zinsen und ähnlichen Aufwendungen sind Aufwendungen aus dem Zinsanteil der Pensions- und Jubiläumsrückstellung in Höhe von TEUR 4 (Vj. TEUR 4) enthalten.

Gewinnverwendungsbeschluss

Die Gesellschaft hat am 19. Mai 2004 mit Wirkung zum 1. Januar 2004 mit der ELCO International GmbH, Hechingen, einen Beherrschungs- und Ergebnisabführungsvertrag geschlossen. Gewinne werden an die ELCO International GmbH abgeführt. Jahresfehlbeträge werden von der ELCO International GmbH ausgeglichen.

4. SONSTIGE ANGABEN

Geschäftsführung

 

Herr Giuliano Conticini, Leitung Division Burner, Cecina/Italien

In Bezug auf die Angabe der Bezüge der Geschäftsführung wurde von der Schutzklausel nach § 286 Abs. 4 HGB Gebrauch gemacht, weil sich anhand dieser Angabe die Bezüge eines Mitglieds dieses Organs feststellen lassen.

Beirat

Im Geschäftsjahr waren als Beirat bestellt:

 

Herr Giacomo Guerrierri (Vorsitzender) Mailand/Italien

 

Herr Gianpiero Franco, Fabriano/Italien

Nicht in der Bilanz enthaltene Geschäfte

Die Gesellschaft hat ihre Geschäftsräume gemietet, sowie die Pkw geleast.

Die Gesellschaft hat die Buchhaltung in Teilen auf das in Bukarest/Rumänien, angesiedelte Shared Service Center des Konzerns ausgelagert, wodurch konzernweite Synergien entstehen.

Die ELCO GmbH erbringt für die Gesellschaft Dienstleistungen in den Bereichen Finanzen, Controlling, Inframanagement und Personal. Da die ELCO GmbH für weitere Konzerngesellschaften diese Leistungen erbringt, entstehen konzernweite Synergien.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Es bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen von TEUR 68, davon TEUR 47 gegenüber verbundenen Unternehmen.

Geschäfte mit nahestehenden Personen oder Unternehmen

Die Gesellschaft kauft Vorräte und Dienstleistungen von verbundenen Unternehmen ein und verkauft zu einem nennenswerten Teil Waren innerhalb des Konzernverbunds.

Es bestehen keine marktunüblichen Geschäfte mit nahestehenden Personen oder Unternehmen.

Honorar des Abschlussprüfers

Das Gesamthonorar des Abschlussprüfers für Abschlussprüfungsleistungen beträgt TEUR 11.

Arbeitnehmer

Im Jahresdurchschnitt waren 62 Mitarbeiter beschäftigt, davon 31 Arbeiter und 31 Angestellte.

Mutterunternehmen

Die Anteile der Gesellschaft werden zu 100 % von der ELCO International GmbH, Hechingen, gehalten. Diese Gesellschaft gehört zum Konzernverbund der Ariston Holding N.V., Amsterdam, Niederlande.

Konzernabschluss

Die Ariston Holding N.V., Amsterdam, Niederlande, erstellt den Konzernabschluss für den größten und kleinsten Konsolidierungskreis, in den dieser Abschluss einbezogen wird. Die konsolidierten Jahresabschlüsse werden in Amsterdam, Niederlande, hinterlegt und können dort angefordert werden.

 

Pirna, den 19. April 2024

ELCO Burners GmbH

Giuliano Conticini, Geschäftsführer

ANLAGENSPIEGEL ZUM 31. DEZEMBER 2023

Anschaffungs-/Herstellungskosten
01. 01.2023 Zugänge 2023 Abgänge 2023 31. 12.2023
Euro Euro Euro Euro
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 95.863,24 31.950,87 0,00 127.814,11
95.863,24 31.950,87 0,00 127.814,11
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich den Bauten auf fremden Grundstücken 589.619,26 27.362,66 0,00 616.981,92
2. Technische Anlagen und Maschinen 636.573,65 3.455,00 1.158,82 638.869,83
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.667.600,89 85.289,69 0,00 2.752.890,58
3.893.793,80 116.107,35 1.158,82 4.008.742,33
SUMME 3.989.657,04 148.058,22 1.158,82 4.136.556,44
kumulierte Abschreibungen
01. 01.2023 Zugänge 2023 Abgänge 2023 31. 12.2023
Euro Euro Euro Euro
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 73.503,06 15.067,20 0,00 88.570,26
73.503,06 15.067,20 0,00 88.570,26
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich den Bauten auf fremden Grundstücken 355.763,24 45.105,70 0,00 400.868,94
2. Technische Anlagen und Maschinen 236.573,52 43.643,71 222,33 279.994,90
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.350.527,99 148.668,25 0,00 2.499.196,24
2.942.864,75 237.417,66 222,33 3.180.060,08
SUMME 3.016.367,81 252.484,86 222,33 3.268.630,34
Buchwert Buchwert
31. 12.2023 31. 12.2022
Euro Euro
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 39.243,85 22.360,18
39.243,85 22.360,18
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich den Bauten auf fremden Grundstücken 216.112,98 233.856,02
2. Technische Anlagen und Maschinen 358.874,93 400.000,13
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 253.694,34 317.072,90
828.682,25 950.929,05
SUMME 867.926,10 973.289,23

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die ELCO Burners GmbH

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der ELCO Burners GmbH, Pirna, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der ELCO Burners GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen ist aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können;

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben;

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben;

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann;

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt;

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens;

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Stuttgart, 19. April 2024

EY GmbH & Co. KG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

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Storz, Wirtschaftsprüfer

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