KSR Klärschlammrecycling Bitterfeld-Wolfen GmbH
Selbe AdresseBeseitigung von anderen Umweltverschmutzungen und sonstige Tätigkeiten in der Abfallbewirtschaftung
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Patrick Dierichsweiler seit 9.1.2025 | Geschäftsführer |
Kai Uwe Krauel seit 29.4.2021 | Geschäftsführer |
Christian Vogel seit 29.4.2021 | Prokura |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
| 3.00% |
| Name | Anteil |
|---|---|
| 50.00% | |
| 47.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
2 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| No data available | |
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
PD energy GmbHBitterfeld-WolfenJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Lagebericht für das Geschäftsjahr 20231. Allgemeine Angaben Die PD energy GmbH, Bitterfeld-Wolfen (im Folgenden "PD energy"), wurde am 29. Dezember 2006 gegründet. Die Chemiepark Bitterfeld-Wolfen GmbH, Bitterfeld-Wolfen, und die Danpower GmbH, Potsdam, halten jeweils 50,0 % der Geschäftsanteile. Die Gesellschaft betreibt auf dem Gelände des Chemieparks Bitterfeld-Wolfen eine thermische Restabfallbehandlungsanlage (auch "TRB" genannt). Mit einem Investitionsvolumen von rund EUR 65 Millionen entstand eine moderne Verwertungsanlage, die Anfang des Jahres 2010 den Regelbetrieb aufnahm. Die TRB hat einen genehmigten jährlichen Durchsatz an Reststoffen - sortierte Siedlungs- und Gewerbeabfälle - in Höhe von 146.400 t bei einem Heizwert von 11 MJ/kg. Damit wird eine elektrische Leistung von ca. 10 MW bei einer gleichzeitigen Wärmeauskopplung von etwa 15 MW (Dampf- und Fernwärme) erzielt. Die Geschäftstätigkeit ist ausgerichtet auf die Annahme von Restabfall und die wirtschaftliche Versorgung von Drittunternehmen mit Strom, Wärme und Prozessdampf am Standort Chemiepark Bitterfeld-Wolfen (im Folgenden "Chemiepark"). Als Restabfall werden aufbereitete Siedlungs- und Gewerbeabfälle aus der Region sowie aus dem Bundesgebiet entsprechend dem Abfallwirtschaftskreislaufgesetz zur Verwertung angenommen. Diese wurden früher auch als Ersatzbrennstoff - EBS bezeichnet. Der produzierte Strom wird in das Netz des örtlichen Netzbetreibers eingespeist. Die Wärme wird über das Dampfnetz im Chemiepark durch ortansässige Unternehmen abgenommen bzw. über eine Trasse in das Fernwärmenetz der Bitterfelder Fernwärme GmbH, Bitterfeld-Wolfen geleitet. Die TRB erfüllt in vollem Umfang die Vorgaben der Bundesimmissionsschutzverordnung (17. BImSchV) und entspricht damit den strengsten Umweltstandards. Die installierte Rauchgasreinigung garantiert die Einhaltung aller Emissionsgrenzwerte. Die Emissionswerte werden vom Landesverwaltungsamt online überwacht. Die Gesellschaft ist als Entsorgungsfachbetrieb zertifiziert. Des Weiteren erfolgte die Zertifizierung Energiemanagementsystem nach DIN ISO 50001. 2. Wirtschaftsbericht 2.1 Geschäftsverlauf Die gesamtwirtschaftliche Entwicklung in Deutschland stockte im Jahr 2023 in einem nach wie vor krisengeprägten Umfeld als Folge der Corona-Pandemie, dem russischen Angriffskrieg und der Energie-Krise. Die die dadurch gestiegenen Preise auf allen Wirtschaftsstufen dämpften die Konjunktur im Berichtsjahr. Hinzu kamen ungünstige Finanzierungsbedingungen aufgrund steigender Zinsen und eine geringere Nachfrage aus dem In- und Ausland. Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) war im Jahr 2023 nach ersten Berechnungen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) um 0,3 % niedriger als im Vorjahr. Damit setzte sich die Erholung der deutschen Wirtschaft vom tiefen Einbruch im Corona-Jahr 2020 nicht weiter fort. Im Vergleich zu 2019, dem Jahr vor Beginn der Corona Pandemie, war das BIP 2023 nur um 0,7 % höher. Die Verfügbarkeit der TRB-Anlage im Berichtsjahr liegt bei 92,7 % (Vj. 91,2 %). Die geplante Verfügbarkeit lag bei 91,0 %. Im Jahr 2023 traten nur kleinere Störungen (ca. 56 h) auf (Riss am Schlackeband, Schlackekran Seiltrommel, 3 AWE 110-kV-Leitung enviaM, GfK-Klumpen) auf. Die Verbrennungsleistung war auf einem guten Niveau. Im Jahr 2023 wurden/werden wie immer zwei Kesselrevisionen (Mai und Oktober) durchgeführt. Gemäß der Planung sollten 135.000 t Restabfall im Geschäftsjahr 2023 in der Anlage thermisch verwertet werden; tatsächlich wurde ein Durchsatz von 135.838 t (Vj. 131.721 t) erreicht. Der dabei erzielte durchschnittliche Heizwert betrug 11,5 MJ/kg (Vj. 12,1 MJ/Kg). Die Brennstoffversorgung im Berichtsjahr ist über Jahresverträge gesichert. Die Brennstoffversorgung lief im Jahr 2023 ohne Probleme. Es waren keine Lieferengpässe zu verzeichnen. Aber es sind erste Zeichen, insbesondere auf dem Gewerberestabfallmarkt, durch Produktionsminderung bzw. - schließungen erkennbar. Noch nicht abschließend beurteilt werden kann die Einführung der CO 2 -Steuer ab 01.01.2024. Alle Lieferanten mit Lägern versuchen, ihre Läger bis zum Ende 2023 leer zu räumen. Der Restabfall wurde zu ca. 54 % aus Sachsen-Anhalt geliefert. Die restlichen 46 % verteilen sich auf weitere 9 Bundesländer, davon mit ca. 30 % aus dem angrenzenden Land Sachsen. Die PD energy unterstreicht damit ihre Bestrebungen, den anfallenden Restabfall einer standortnahen Verwertung zuzuführen. Beim Restabfall konnten wie im Vorjahr leicht sinkende Preise verzeichnet werden. Im Vergleich zum Vorjahresniveau sank der durchschnittliche Erlös von 89,81 EUR/t auf 77,82 EUR/t. Der Umsatz aus der Annahme von Restabfall sank um TEUR 1.127 bzw. 9,5 % auf TEUR 10.703 (Vj. TEUR 11.830). Die mit TEUR 9.450 geplanten Restabfall- Umsätze wurden damit übertroffen. Unter anlagentechnischen Gesichtspunkten erfolgte die Stromerzeugung kontinuierlich. Der Umsatz aus der Stromerzeugung sank um TEUR 6.804 bzw. 54,1 % auf TEUR 5.772 (Vj. TEUR 12.575). Damit ist das Preisniveau an der EEX-Börse wieder auf dem Niveau vor dem russischen Angriffskrieg. Die Strompreise sind von der Gesellschaft nicht beeinflussbar. Der Strompreis 2023 lag kumulativ bei 99,88 EUR/MWh. Im Plan 2023 wurde mit einem Durchschnittspreis von 200 EUR/MWh kalkuliert. Der geplante Umsatz der Stromerlöse für 2023 betrug TEUR 10.000. Die Fahrweise der Gas- und Dampf-Anlage des am Standort ansässigen Energieversorgers hat Auswirkungen auf die Dampferzeugung im Kraftwerk. Die Niederdruck-Dampfabnahme erfolgte nach Fahrplan. Der Dampf-Umsatz sank um TEUR 325 auf TEUR 4.049 (Vj. TEUR 4.375). Der Planumsatz 2023 für Dampf belief sich auf TEUR 3.823. Die Umsatzerlöse aus Fernwärmelieferungen sind gegenüber dem Vorjahr um 14,2 % auf TEUR 695 (Vj. TEUR 810) gesunken. Die geplanten Fernwärmeerlöse lagen bei TEUR 678. 2.2 Ertragslage Im Geschäftsjahr 2023 hat die Gesellschaft gegenüber dem Vorjahr ein um 61,7 % gesunkenes Jahresergebnis von TEUR 3.741 (Vj. TEUR 9.770) erzielt. Die Umsatzerlöse sanken um 28,7 % auf TEUR 23.487 (Vj. TEUR 32.959). Der Materialaufwand ist um 17,7 % auf TEUR 5.255 gesunken (Vj. TEUR 6.387). Das Betriebsergebnis hat sich gegenüber dem Vorjahr um 60,8 % von TEUR 14.614 auf TEUR 5.722 gesenkt. Bei den Personalaufwendungen ist ein minimaler Rückgang von 0,5 % auf TEUR 3.308 (Vj. TEUR 3.325) zu verzeichnen. Die Abschreibungen haben sich geringfügig um 0,4 % im Vergleich zum Vorjahr auf TEUR 3.869 erhöht. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen verzeichnen einen Anstieg um TEUR 661 bzw. 13,7 % auf TEUR 5.493, insbesondere durch außerplanmäßige Reparaturen und Materialeinkauf, der an die KSR weiterberechnet wurde. Die Zinsen und ähnliche Aufwendungen haben sich um TEUR 169 bzw. 18,3 % auf TEUR 755 verringert. Die Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens liegen wie im Vorjahr bei TEUR 545, bedingt durch die Gewährung von Darlehen gegenüber KSR. Das Finanzergebnis ist infolgedessen um 44,6 % auf TEUR -210 gestiegen. Da das Ergebnis der Gesellschaft gesunken ist, fielen Steuern vom Einkommen und vom Ertrag in Höhe von TEUR 1.620 (Vj. TEUR 4.184) um TEUR 2.565 geringer an. Das Geschäftsjahr 2023 wurde insgesamt mit einem Jahresüberschuss TEUR 3.741 (Vj. TEUR 9.770) abgeschlossen. Das für das Geschäftsjahr 2023 von ursprünglich TEUR 5.880 auf TEUR 3.022 aufgrund der gesunkenen Strompreise korrigierte geplante Jahresergebnis wurde damit übertroffen. 2.3 Vermögenslage Die Vermögenslage der PD energy ist durch den Betrieb der TRB geprägt. Die Struktur des kurz- und langfristig gebundenen Vermögens und die Verbindlichkeiten der Gesellschaft trägt diesem Sachverhalt Rechnung. Die Aktivseite wird vom Anlagevermögen dominiert. So bestehen 34,1 % (Vj. 36,0 %) der Bilanzsumme aus dem Sachanlage- und 47,3 % (Vj. 39,6 %) aus Finanzanlagevermögen. Im Geschäftsjahr 2023 wurden Investitionen in das Sachanlagevermögen in Höhe von TEUR 140 getätigt, bei denen es sich im Wesentlichen um Anlagen in Bau (TEUR 69) und der Betriebs- und Geschäftsausstattung (60 TEUR) handelt. Die planmäßigen Abschreibungen betrugen im Geschäftsjahr 2023 TEUR 3.869 (Vj. TEUR 3.855). Durch die geringen Investitionen und die gegenläufigen Abschreibungen hat sich der Buchwert des Sachanlagevermögens um TEUR 3.741 gegenüber dem Vorjahr verringert. Die Anlagedeckung II (= [Wirtschaftliches Eigenkapital + mittel- und langfristiges Fremdkapital] / Anlagevermögen) beträgt 115,11 % (Vj. 112,1 %). Die unter den Vorräten ausgewiesenen Hilfsstoffe haben sich stichtagsbedingt um 7,4 % auf TEUR 82 gesenkt. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind um 17,2 % auf TEUR 3.244 gesunken. Die Guthaben bei Kreditinstituten und der Kassenbestand sind ebenfalls um 49,2 % gesunken und betragen zum 31. Dezember 2023 TEUR 3.971 (Vj. TEUR 7.812). Das Eigenkapital zum 31. Dezember 2023 senkte sich gegenüber dem Vorjahr um 13 % von TEUR 25.043 auf TEUR 21.785. Die Eigenkapitalquote zum 31. Dezember 2023 beträgt 51,5 % (Vj. 49,6 %). Wesentlicher Bestandteil der Verbindlichkeiten sind neben den Verbindlichkeiten gegen- über Gesellschaftern in Höhe von TEUR 14.317 (Vj. TEUR 14.318) die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in Höhe von TEUR 3.765 (Vj. TEUR 7.551). Der Rückgang der Bilanzsumme um TEUR 8.235 resultiert im Wesentlichen aus einem geringeren Jahresüberschuss bzw. Bilanzgewinn, dem auf der Aktivseite die entsprechenden geringeren Guthaben bei Kreditinstituten gegenüberstehen. 2.4 Finanzlage Die PD energy hat im Geschäftsjahr 2023 einen operativen Cashflow von TEUR 7.293 (Vj. TEUR 13.448) erzielt. Der Cashflow aus der Investitionstätigkeit belief sich auf TEUR 405 (Vj. TEUR 448). Der Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit belief sich auf TEUR -11.540 (Vj. TEUR -8.948) und beinhaltete die planmäßige Tilgung der Bankdarlehen und der zugehörigen Zinszahlungen sowie die Ausschüttung an die Gesellschafter. Insgesamt kam es damit zu einer Verminderung der flüssigen Mittel auf TEUR 3.971 (Vj. TEUR 7.812). Die Liquidität des Unternehmens war im Berichtszeitraum jederzeit gesichert. Eingangsrechnungen werden überwiegend unter Ausnutzung von Skonti bezahlt. Die Finanzierung der Investition in den Geschäftsjahren 2007 bis 2009 erfolgte durch Kapitaleinlagen der Gesellschafter von EUR 12 Millionen (davon EUR 11,5 Millionen als Kapitalrücklage) und durch Fremdkapital (Kreditrahmen für Investitionskredite EUR 52,5 Millionen). Zum 31. Dezember 2023 waren insgesamt TEUR 3.971 (Vj. TEUR 7.812) an flüssigen Mitteln vorhanden. Darüber hinaus besteht ein Kontokorrentkredit in Höhe von TEUR 3.000, der zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2023 nicht in Anspruch genommen wurde. 2.5 Personal Im Geschäftsjahr 2023 beschäftigte die Gesellschaft durchschnittlich 49 Mitarbeiter (Vj. 46 Mitarbeiter). Für den Betrieb der Klärschlammverbrennungsanlage wurde im Berichtsjahr eine Erweiterung des Personalstammes von 43 Mitarbeitern der TRB auf 45 Mitarbeiter umgesetzt. Die Personalaufwandsquote im Verhältnis zur Betriebsleistung erhöhte sich von 10,1 % im Vorjahr auf 14,0 % im Geschäftsjahr 2023. 3. Bericht über die künftige Entwicklung sowie Chancen und Risiken des Unternehmens 3.1 Voraussichtliche Entwicklung des Unternehmens Die Geschäftsführung geht davon aus, dass sich die positive Geschäftsentwicklung in den Folgejahren fortsetzen wird. Die Umsatzentwicklung hängt im Wesentlichen von der Mengen- und Preisentwicklung auf dem Abfallmarkt in Deutschland und damit auf die Versorgung der Verbrennungsanlage mit Ersatzbrennstoffen sowie den Strompreisen am Großhandelsmarkt ab. In den Unternehmensplanungen gehen wir aufgrund der derzeitigen Marktsituation - insbesondere bei den Ersatzbrennstoffen - davon aus, dass auch weiterhin Jahresüberschüsse erzielt werden können. Leicht sinkende Preise für die Annahme von Restabfall stehen weiterhin anhaltend hohe Preise für Strom gegenüber. Positiv werden sich hierbei auch die aufgrund der hohen Tilgungsraten zurückgehenden Zinsaufwendungen auswirken. Wir rechnen für die kommenden Geschäftsjahre mit positiven Jahresergebnissen von TEUR 3.081 im Geschäftsjahr 2024 bis TEUR 3.992 im Geschäftsjahr 2027. Für das Geschäftsjahr 2024 werden Umsatzerlöse in Höhe von TEUR 25.424 geplant. Für das Geschäftsjahr 2024 wurden Vorkehrungen getroffen, damit eine geplante Verfügbarkeit von über 91,0 % erreicht werden kann. 3.2 Chancen und Risiken Die gesamtwirtschaftliche Entwicklung in Deutschland stockt weiter in einem nach wie vor krisengeprägten Umfeld als Folge der Corona-Pandemie, dem russischen Angriffskrieg und der Energie-Krise. Gestiegene Preise auf allen Wirtschaftsstufen und Zinsen dämpften weiter den konjunkturellen Ausblick. Vor diesem Hintergrund erwartet der Sachverständigenrat im Jahr 2024 ein Wirtschaftswachstum von 1,3 % bei einer Inflationsrate von 3,0%. Die Gesellschaft ist zahlreichen Risiken ausgesetzt, denen, soweit möglich, durch Maßnahmen des Risikomanagements begegnet wird. Preisänderungsrisiken werden, soweit möglich, durch langfristige Lieferverträge begrenzt. Ausfallrisiken beim Forderungsbestand werden reduziert, indem die Bonität und das Zahlungsverhalten der Kunden laufend überwacht werden. Das Zahlungsausfallrisiko wird als marginal eingeschätzt. Für das Geschäftsjahr 2024 ist keine Verschlechterung der Bonität der Kunden zu erwarten. Die Gesellschaft war in der Vergangenheit in Folge des negativen Cashflows insbesondere dem Risiko eines Liquiditätsengpasses ausgesetzt. Die Sicherung der Zahlungsfähigkeit erfolgte durch Gesellschafterdarlehen. Durch den seit 2016 positiven Cashflow wurde das Liquiditätsrisiko weiter reduziert. Die Gesellschafter haben ungeachtet dessen weiterhin erklärt, dass sie die PD energy, wenn notwendig, weiter mit liquiden Mitteln ausstatten bzw. diese in der Gesellschaft belassen werden. Der Absatz von Fernwärme ist unmittelbar von den Witterungsbedingungen abhängig. Bei milden Wintern werden dementsprechend geringere Umsatzerlöse realisiert. Die Auslastung des Kraftwerkes soll durch ein dezidiertes Inputmanagement für Brennstoffe gewährleistet werden. Gleichwohl kann nicht ausgeschlossen werden, dass sich die Lage auf diesem Beschaffungsmarkt zu Ungunsten der Gesellschaft entwickelt. Das monetäre Risiko aus einer Betriebsunterbrechung wird von der Geschäftsführung als gering eingeschätzt, da dieses u. a. durch eine Versicherung abgedeckt wird. Zum Bilanzstichtag gab es keine nennenswerten Rechtstreitigkeiten, so dass die Geschäftsführung hier entsprechend auch kein Risiko sieht. Durch die fundamentalen Änderungen im Strommarkt, insbesondere durch weiter steigende Preise für CO 2 -Zertifikate und Erdgas, kann es auch in Zukunft zu signifikant höheren Strompreisen als in der Ursprungsplanung kommen. Zur Absicherung des Zinsrisikos aus den variabel verzinslichen Investitionskrediten (Laufzeit bis 2024) hat die Gesellschaft im Geschäftsjahr 2008 zwei Festzinszahlerswapverträge (TEUR 37.500) abgeschlossen (Laufzeit bis 2024). Chancen sieht die Gesellschaft in der zielgerichteten Versorgung der Ansiedler mit Strom, Wärme und Dampf. Dazu konnten im Geschäftsjahr 2018 Folgelieferverträge mit einer Laufzeit von 10 Jahren ab 2020 abgeschlossen werden. Es bestehen derzeit keine wirtschaftlichen und rechtlichen Risiken mit Bestandsgefährdungspotential. Im Hinblick auf die wirtschaftlichen Verhältnisse der Gesellschaft besteht für die nächsten Jahre kein Anlass zur Vermutung einer eintretenden Überschuldung oder Zahlungsunfähigkeit. Der Lagebericht enthält Aussagen, die sich auf die zukünftige Entwicklung der Gesellschaft sowie allgemein wirtschaftliche Entwicklungen beziehen. Diese Aussagen stellen subjektive Einschätzungen dar, die wir auf Basis der uns aktuell zur Verfügung stehenden Informationen getroffen haben. Sollten die zu Grunde liegenden Annahmen nicht eintreten oder andere Risiken wirksam werden, können die tatsächlichen Ergebnisse von den derzeitigen Prognosen abweichen.
Bitterfeld-Wolfen, 14. Februar 2024 Kai Uwe Krauel, Geschäftsführer Dr. Dietmar Rötsch, Geschäftsführer Bilanz zum 31. Dezember 2023AKTIVA
PASSIVA
Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr 2023
Anhang für das Geschäftsjahr 2023A. Allgemeine Angaben Die PD energy GmbH hat ihren Sitz in Bitterfeld-Wolfen. Sie ist im Handelsregister des Amtsgerichtes Stendal unter HRB 6167 eingetragen. B. Allgemeine Angaben zu Inhalt und Gliederung des Jahresabschlusses Die Gesellschaft ist eine mittelgroße Kapitalgesellschaft in Sinne des § 267 Abs. 2 HGB. Gemäß Gesellschaftsvertrag sind jedoch die Vorschriften für große Kapitalgesellschaften anzuwenden, deshalb wurde die Aufstellung des Jahresabschlusses ohne größenabhängige Erleichterungen vorgenommen. Der Jahresabschluss wurde nach den Vorgaben des Handelsgesetzbuches und des GmbH-Gesetzes erstellt. Die Gliederung der Bilanz entspricht § 266 Abs. 2 und 3 HGB, die Postenbezeichnungen wurden den Bedürfnissen der Gesellschaft angepasst. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB aufgestellt. Im Interesse einer besseren Klarheit und Übersichtlichkeit werden die nach den gesetzlichen Vorschriften bei den Posten der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung anzubringenden Vermerke ebenso wie die Vermerke, die wahlweise in der Bilanz bzw. der Gewinn- und Verlustrechnung anzubringen sind, weitestgehend im Anhang aufgeführt. Der vorliegende Jahresabschluss ist grundsätzlich unter Beibehaltung der für den Vorjahresabschluss angewendeten Gliederungsgrundsätze nach den für große Kapitalgesellschaften geltenden Vorschriften des Handelsgesetzbuches (§§ 265 ff. HGB) aufgestellt worden. C. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze Entgeltlich von Dritten erworbene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens werden zu Anschaffungskosten aktiviert und soweit abnutzbar über die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer linear, im Zugangsjahr zeitanteilig, abgeschrieben. Sachanlagen sind mit den Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten (in Vorjahren mit Fremdkapitalzinsen) abzüglich planmäßiger linearer Abschreibungen, im Zugangsjahr zeitanteilig, über die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer bewertet. Geringwertige Vermögensgegenstände, deren Anschaffungskosten EUR 800,00 nicht übersteigen, werden im Zugangsjahr voll abgeschrieben. Die Finanzanlagen werden zu Anschaffungskosten bilanziert. Die Vorräte sind zu Anschaffungskosten unter Berücksichtigung des strengen Niederstwertprinzips bewertet. Die Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden mit dem Nennwert angesetzt. Sie werden wertberichtigt, wenn ihr Ausgleich am Abschlussstichtag ungewiss oder gefährdet ist. Eine Pauschalwertberichtigung wurde gebildet. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten werden zu Nennwerten bilanziert. Rechnungsabgrenzungsposten sind zu Nominalwerten bewertet. Das gezeichnete Kapital wird zum Nennwert bilanziert. Öffentliche Zuschüsse zu den Baukosten werden als Sonderposten für Investitionszuschüsse erfasst und entsprechend der Abschreibungsdauer der bezuschussten Anlagegegenstände ertragswirksam aufgelöst. Die Rückstellungen werden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages gemäß § 253 Abs. 1 Satz 2 HGB angesetzt und berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden zum Stichtag mit dem von der Deutschen Bundesbank bekanntgegebenen Zinssatz abgezinst, soweit die hieraus resultierenden Abzinsungsbeträge wesentlich sind. Verbindlichkeiten sind mit dem Erfüllungsbetrag ausgewiesen. D. Erläuterungen zur Bilanz Die Entwicklung des Anlagevermögens ist im Anlagespiegel als Anlage zum Anhang dargestellt. Die Gesellschaft hält die folgenden Anteile:
Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen bestehen aus sonstigen Vermögensgegenständen in Höhe von TEUR 480 (Vj. TEUR 315) und Forderungen aus Lieferung und Leistung in Höhe von TEUR 0 (Vj. TEUR 87). Die sonstigen Rückstellungen beinhalten im Wesentlichen Rückstellungen für ausstehende Rechnungen mit TEUR 1.630 sowie Rückstellungen für Personalsachverhalte mit TEUR 97. Die Verbindlichkeiten haben folgende Restlaufzeiten:
Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten (TEUR 3.765) sind durch Grundschulden sowie Sicherungsabtretungen und -übereignungen besichert. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind durch geschäftsübliche Sicherheiten (Sicherungsübereignungen, Eigentumsvorbehalte) besichert. Die Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern sind - wie im Vorjahr - gleichzeitig Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, und bestehen aus sonstigen Verbindlichkeiten (TEUR 14.000, Vj. TEUR 14.000) und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (TEUR 317, Vj. TEUR 318). In den sonstigen Verbindlichkeiten sind Verbindlichkeiten aus Steuern in Höhe von TEUR 148 (Vj. TEUR 180 ) sowie Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit in Höhe von TEUR 0 (Vj. TEUR 1) enthalten. E. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung Die Umsatzerlöse nach Tätigkeitsbereichen ergaben sich im Geschäftsjahr 2023 wie folgt:
In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind Aufwendungen in Höhe von TEUR 992 gemäß § 14 Abs. 1 Satz 1 Strompreisbremsegesetz (StromPBG) von außergewöhnlicher Bedeutung enthalten. F. Sonstige Angaben Sonstige finanzielle Verpflichtungen Es bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen aus vier Dienstleistungsverträgen mit der Gesellschafterin Chemiepark Bitterfeld-Wolfen GmbH, Bitterfeld-Wolfen. Hieraus ergeben sich jährlich Verpflichtungen von TEUR 478. Die Verträge laufen unbefristet. Es bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen aus IT-Wartungs- und Dienstleistungsverträgen mit der Gesellschafterin Danpower GmbH, Potsdam. Hieraus ergeben sich jährliche Verpflichtungen von TEUR 394. Ein Vertrag (TEUR 77) hat eine Laufzeit bis 31. Dezember 2023. Ein weiterer Vertrag (TEUR 72) läuft unbefristet. Weiterhin bestehen finanzielle Verpflichtungen aus einem Vertrag zum Stoffstrommanagement mit der Gesellschafterin Danpower GmbH, Potsdam in Höhe von TEUR 248. Der Vertrag verlängert sich automatisch um ein weiteres Jahr, sofern er nicht drei Monate vor Jahresende gekündigt wird. Zinssicherungsgeschäfte Die Gesellschaft hat zur Finanzierung der Investitionen zwei Kreditverträge mit einer Laufzeit bis zum 31. Dezember 2024 abgeschlossen. Ein Kreditvertrag über TEUR 37.500 wird variabel mit einem Zinssatz von 0,85 % über 6-Monats-EURIBOR verzinst. Die Marge von 0,85 % kann bei Einhaltung definierter Voraussetzungen auf 0,75 % reduziert werden. Im Geschäftsjahr betrug der Zinssatz - bestehend aus dem 6-Monats-EURIBOR zuzüglich Marge - bis 30. Juni 2023 2,752 % und ab dem 30. Juni 2023 3,93 %. Zur Absicherung der damit verbundenen Risiken aus der Zinsentwicklung hat die Gesellschaft zwei Festzinszahlerswapverträge über insgesamt TEUR 37.500 abgeschlossen. Ein Swapvertrag wurde über TEUR 20.000 mit 4,60 % p. a. und ein weiterer wurde über TEUR 17.500 mit 4,55 % p. a. abgeschlossen. Die vom Kreditinstitut errechneten Marktwerte dieser Zinsswaps (Barwertmethode) betragen insgesamt TEUR -19 (Vj. TEUR -83). Die Wert- und Zahlungsstromänderungen aus Grund- und Sicherungsgeschäft gleichen sich über die Restlaufzeit des Rahmenkreditvertrages und der Zinsswaps aus. Die Gesellschaft hat in Ausübung des Wahlrechtes nach § 254 HGB die variabel verzinsliche Verbindlichkeit und die Zinsswaps als Bewertungseinheit erfasst und auf eine bilanzielle Erfassung der negativen Marktwerte in Form einer Rückstellung verzichtet. Arbeitnehmer Im Berichtsjahr waren durchschnittlich beschäftigt (nach Gruppen):
Geschäftsführung Herr Kai Uwe Krauel, Kaufmännischer Geschäftsführer Herr Dr. Dietmar Rötsch, Technischer Geschäftsführer Auf die Angabe der Bezüge der Geschäftsführung wird in Übereinstimmung mit § 286 Abs. 4 HGB verzichtet. Abschlussprüferhonorar In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind Honorare für unseren Abschlussprüfer in Gesamthöhe von TEUR 33 für
enthalten. Vorschlag für die ErgebnisverwendungDie Geschäftsführung schlägt der Gesellschafterversammlung vor, den Jahresüberschuss in Höhe von EUR 3.700.000,00 auszuschütten und den Rest zusammen mit dem Überschussvortrag aus dem Vorjahr (EUR 6.043.469,94) auf neue Rechnung vorzutragen.
Bitterfeld-Wolfen, 14. Februar 2024 Kai Uwe Krauel, Geschäftsführer Dr. Dietmar Rötsch, Geschäftsführer Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2023
Angaben zur Feststellung: Der Jahresabschluss wurde am 15.03.2024 festgestellt. Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die PD energy GmbH, Bitterfeld-Wolfen Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der PD energy GmbH, Bitterfeld-Wolfen, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der PD energy GmbH, Bitterfeld-Wolfen, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Berlin, den 14. Februar 2024 AIOS
GmbH
Marco Schneider, Wirtschaftsprüfer Sebastian Motzkus, Wirtschaftsprüfer |
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