Edelmann Leaflet Solutions GmbHLiquidiert

88131 Lindau (Bodensee), DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Kempten HRB 11185
Eingetragen
25.8.2011
Branche
Verlegen von ZeitungenHerstellung von Verpackungsmitteln aus KunststoffenVerlegen von Zeitschriften
Gegenstand
Die Durchführung aller Geschäfte der Druckindustrie und die Weiterverarbeitung ihrer Produkte, insbesondere der Betrieb einer Druckerei.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Dominik Bea
seit 12.4.2017
Geschäftsführer

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Edelmann Holding GmbH & Co. KG

Heidenheim an der Brenz

Konzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2021 bis zum 31.12.2021

Inhaltsverzeichnis

Bestätigungsvermerk

Rechnungslegung

Auftragsbedingungen, Haftung und Verwendungsvorbehalt

Allgemeine Auftragsbedingungen

Hinweis:

Den nachfolgenden Bestätigungsvermerk haben wir, unter Beachtung der gesetzlichen und berufsständischen Bestimmungen, nach Maßgabe der in der Anlage "Auftragsbedingungen, Haftung und Verwendungsvorbehalt" beschriebenen Bedingungen erteilt.

Falls das vorliegende Dokument in elektronischer Fassung für Zwecke der Offenlegung im Bundesanzeiger verwendet wird, sind für diesen Zweck daraus nur die Dateien zur Rechnungslegung und im Falle gesetzlicher Prüfungspflicht der Bestätigungsvermerk resp. die diesbezüglich erteilte Bescheinigung bestimmt.

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Edelmann Holding GmbH & Co. KG

Prüfungsurteile

Wir haben den Konzernabschluss der Edelmann Holding GmbH & Co. KG, Heidenheim, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2021, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, der Konzern-Kapitalflussrechnung und dem Konzern-Eigenkapitalspiegel für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2021 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der Edelmann Holding GmbH & Co. KG für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2021 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Konzernabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage des Konzerns zum 31. Dezember 2021 sowie seiner Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2021 und

vermittelt der beigefügte Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Konzernlagebericht in Einklang mit dem Konzernabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts'' unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen.

Wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit

Wir verweisen auf den Abschnitt "Liquiditätsrisiken" im Konzernlagebericht, in dem die gesetzlichen Vertreter beschreiben, dass der Konzern sich in einer angespannten Liquiditätslage befindet. Vor diesem Hintergrund wurde ein Zukunftskonzept mit gutachterlicher Aussage zur Sanierungsfähigkeit erstellt, welches umfangreiche Annahmen und Prämissen beinhaltet. Die Fortführung der Unternehmenstätigkeit setzt die Aufrechterhaltung der bestehenden Kredite im Rahmen eines Konsortialkreditvertrages zwischen der Edelmann GmbH und weiteren Konzernunternehmen und verschiedenen finanzierenden Banken zur Sicherung der Liquidität, das Eintreten dieser Annahmen und Prämissen sowie die Umsetzung von operativen und strategischen Maßnahmen im Konzern voraus.

Dieser Konsortialkredit hatte eine Laufzeit bis zum 31. Dezember 2022. Ab dem 31. März 2022 waren planmäßige Tilgungen geplant.

Mit Datum vom 24. Juni 2022 wurde die Laufzeit des Konsortialkreditvertrag um ein weiteres Jahr bis zum 31. Dezember 2023 verlängert. Die ursprünglich ab dem 31. März 2022 geplanten Tilgungen wurden verschoben und beginnen ab dem 30. September 2022. Hintergrund für die Verschiebung der planmäßigen Tilgungen sind die signifikanten Preissteigerungen auf dem Rohstoffmarkt, die nur zeitverzögert an die Kunden weitergegeben werden können.

Wesentliche Maßnahmen sind insbesondere die Reduktion des Materialaufwandes, die Optimierung der Fertigungseffizienz, die Optimierung der Kundenprofitabilität, die erfolgreiche Abwicklung des USA Geschäftes (Edelmann USA Inc., Ontario/USA) sowie die erfolgreiche Entwicklung der im Januar 2019 von der Elanders AB, Mölndal/ Schweden, erworbenen Beteiligung in China (Edelmann (Beijing) Co. Ltd, Beijing/ China, (vormals: Elanders (Beijing) Printing Co. Ltd., Beijing/China). Weiterhin sind die im Geschäftsjahr 2021 neu eingeleitete Zusammenlegung der Standorte Wuppertal und Burscheid, die Weitergabe der Preissteigerungen an die Kunden sowie die langfristige Sicherung der Energiepreise umzusetzen. Sollten die Maßnahmen nicht oder nur teilweise umgesetzt werden beziehungsweise nicht oder nur teilweise liquiditätswirksam beziehungsweise ertragswirksam werden, ist die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit nur durch die Zurverfügungstellung von weiterem Fremd- oder Eigenkapital gegeben. Insbesondere vor dem Hintergrund einer möglichen weiteren negativen wirtschaftlichen Entwicklung durch die Covid-19-Pandemie, weitere Energie- und Rohstoffpreissteigerungen sowie die anhaltende Inflation, kann dies nicht ausgeschlossen werden.

Damit wird auf das Bestehen einer wesentlichen Unsicherheit hingewiesen, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen kann und ein bestandsgefährdendes Risiko im Sinne des § 322 Abs. 2 Satz 3 HGB darstellt.

Unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht sind bezüglich dieses Sachverhaltes nicht modifiziert.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher -beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können;

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Konzernabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Konzernlageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme abzugeben;

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben;

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass der Konzern seine Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann;

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Konzernabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Konzernabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt;

holen wir ausreichende, geeignete Prüfungsnachweise für die Rechnungslegungsinformationen der Unternehmen oder Geschäftstätigkeiten innerhalb des Konzerns ein, um Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht abzugeben. Wir sind verantwortlich für die Anleitung, Überwachung und Durchführung der Konzernabschlussprüfung. Wir tragen die alleinige Verantwortung für unsere Prüfungsurteile;

beurteilen wir den Einklang des Konzernlageberichts mit dem Konzernabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Konzerns;

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Konzernlagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Stuttgart, 4. Juli 2022

Ernst & Young GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

BÜRKLE MANFRED, Wirtschaftsprüfer

DIFFLIPP AGILO, Wirtschaftsprüfer

Konzernbilanz zum 31. Dezember 2021

Aktiva

31.12.2020
EUR EUR TEUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 2.447.847,75 3.039
2. Geschäfts- oder Firmenwert 4.014.950,90 5.344
6.462.798,65 8.383
I. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 25.651.521,87 26.077
2. Technische Anlagen und Maschinen 31.330.788,96 30.969
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3.329.048,85 3.640
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 2.081.687,29 2.168
62.393.046,97 62.854
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 27.255,65 27
2. Beteiligungen 693,00 1
3. Wertpapiere des Anlagevermögens 13.892,44 18
41.841.09 46
68.897.686,71 71.283
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 20.917.630,78 14.472
2. Unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen 6.034,242,44 6.090
3. Fertige Erzeugnisse und Waren 12.882.607,93 13.407
39.834.481,15 33.968
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 23.593.249,00 21.734
2. Sonstige Vermögensgegenstände 10.855.116,36 11.221
34.448.365,36 32.955
II. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten, Schecks 5.384.076,98 11.546
79.666.923,49 78.470
C. Rechnungsabgrenzungsposten 1.628.637,29 547
150.193.247,49 150.300

Passiva

31.12.2020
EUR EUR TEUR
A. Eigenkapital
I. Kapitalanteile
1. Persönlich haftender Gesellschafter 0,00 0
2. Kommanditkapital 10.000.000,00 10.000
10.000.000,00 10.000
III. Rücklagen 396.043,14 396
III. Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung -5.108.524,16 -7.085
IV. Konzernbilanzgewinn 2.838.633,01 12.747
8.126.151,99 16.058
B. Rückstellungen
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 9.925.154,66 9.205
2. Steuerrückstellungen 656.477,10 350
3. Sonstige Rückstellungen 13.307.988,74 10.217
23.889.620,50 19.772
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 60.878.924,71 64.488
2. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 291723 125
3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 35.829.761,63 30.942
4. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 15.092,69 148
5. Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaften 5.364.328,83 5.262
6. Sonstige Verbindlichkeiten 14.520.119,04 12.698
davon aus Steuern TEUR 7.280 (Vj. TEUR 7.364)
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit TEUR 368 (Vj. TEUR 195)
116.611.144,13 113.663
D. Rechnungsabgrenzungsposten 929.579,08 41
E. Passive latente Steuern 636.751,79 765
150.193.247,49 150.300

Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung zum 31. Dezember 2021

2020
EUR EUR TEUR
1. Umsatzerlöse 294.953.958,62 285.034
2. Erhöhung oder Verminderung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen -945.977,20 55
3. andere aktivierte Eigenleistungen 5402,55 0
4. Sonstige betriebliche Erträge 6.876.514,52 8.697
davon Erträge aus der Währungsumrechnung TEUR 2.540 (Vj. TEUR 5.119)
300.889.898,49 293.787
5. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 124.830.598,94 117.135
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 6.880.460,96 6.469
131.711.059,90
6. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 79.566.154,18 74.763
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 15.732.315,07 15.989
davon für Altersversorgung TEUR 830 (Vj. TEUR 859)
95.298.469,25
7. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 11.953.574,59 11.845
8. Sonstige betriebliche Aufwendungen 63.958.990,23 64.429
davon Aufwendungen aus der Währungsumrechnung TEUR 5.517 (Vj. TEUR 7.514)
75.912.564,82 76.275
302.922.093,97 290.630
9. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 135.693,86 5
10. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 4.397.239,13 4.139
davon Aufwendungen aus der Abzinsung TEUR 595 (Vj. TEUR 614)
-4.261.545,27 -4.134
11. Abschreibung auf Finanzanlagen 3.864,24 0
12. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 3.126.819,98 1.532
davon Ertrag aus der Veränderung bilanzierter latenter Steuern TEUR 281 (Vj. TEUR 129)
13. Ergebnis nach Steuern -9.424.424,97 -2.510
14. Sonstige Steuern 483.471,13 414
15. Jahresfehlbetrag -9.907.896,10 -2.925
16. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 12.746.529,11 15.682
17. Auf nicht beherrschende Gesellschafter entfallender Verlust 0,00 -11
18. Konzernbilanzgewinn 2.838.633,01 12.747

Konzern-Kapitalflussrechnung für 2021

2021 2020
TEUR TEUR
1. Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit
Jahresfehlbetrag -9.908 -2.925
Abschreibungen (+) auf Anlagevermögen 11.957 11.845
Zunahme (+)/Abnahme (-) der Rückstellungen 255 -4.587
Gewinn (-)/Verlust (+) aus Anlageabgängen -21 483
Zunahme (-)/Abnahme (+) der Vorräte, der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Aktiva -9.576 6.343
Zunahme (+)/Abnahme (-) der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Passiva 8.703 -661
Zinsaufwendungen (+)/Zinserträge (-) 4.262 4.134
Aufwendungen (+) von außergewöhnlicher Größenordnung oder außergewöhnlicher
Bedeutung 4.624 3.837
Ertragsteueraufwand (+)/-ertrag (-) 3.127 1.532
Ertragsteuerzahlungen (-/+) -2.820 -1.641
Einzahlungen (+)/Auszahlungen im Zusammenhang mit Erträgen/Aufwendungen von außergewöhnlicher Größenordnung oder außergewöhnlicher Bedeutung -833 -6.432
Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit 9.769 11.928
2. Cashflow aus der Investitionstätigkeit
Einzahlungen (+) aus Abgängen von Gegenständen des Anlagevermögens 875 -33
Auszahlungen (-) für Investitionen in das Sachanlagevermögen -8.495 -6.370
Auszahlungen (-) für Investitionen in das immateriellen Anlagevermögen -717 -1.565
Erhaltene Zinsen (+) 136 5
Cashflow aus der Investitionstätigkeit -8.202 -7.963
3. Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit
Einzahlungen (+) aus der Aufnahme von Finanzkrediten 0 41.467
Auszahlungen (-) aus der Tilgung von Krediten -2.541 -41.500
Einzahlungen (+) aus Finanzierungsleasingverträgen 0 1.970
Auszahlungen (-) aus Tilgung von Finanzierungsleasingverträgen -337 -136
Gezahlte Zinsen (-) -3.706 -2.693
Entnahme der Gesellschafter des Mutterunternehmens (-) 0 0
Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit -6.583 -892
4. Finanzmittelfonds am Ende der Periode
Zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelfonds (Zwischensummen 1-3) -5.015 3.073
Wechselkurs- und bewertungsbedingte Veränderungen des Finanzmittelfonds -78 331
Konsolidierungskreisbedingte Veränderung des Finanzmittelfonds 0 0
Finanzmittelfonds am Anfang der Periode 5.644 2.240
Finanzmittelfonds am Ende der Periode 551 5.644
5. Zusammensetzung des Finanzmittelfonds
Liquide Mittel 5.384 11.546
Kontokorrentkredite -4.833 -5.902
Finanzmittelfonds am Ende der Periode 551 5.644

Konzern-Eigenkapitalspiegel für 2021

Eigenkapital des Mutterunternehmens
Kapitalanteile Rücklagen
neutrale Transaktionen 1) Kapitalrücklage Summe
EUR EUR EUR EUR
Stand 31.12.2019 10.000.000,00 -9.732.099,98 11.128.143,12 1.396.043,14
Übertrag 0,00 0,00 0,00 0,00
Herabsetzung Kapitalrücklage Edelmann Holding 0,00 0,00 -1.000.000,00 -1.000.000,00
Veränderung WUD aus EURO Darlehen 0,00 0,00 0,00 0,00
Veränderung WUD aus USD Darlehen 0,00 0,00 0,00 0,00
Anpassung WUD aus hist. Umrechnung Beteil Mexiko 0,00 0,00 0,00 0,00
Anpassung WUD aus Umrechnung Eigenkapital 0,00 0,00 0,00 0,00
Anpassung WUD aus Umrechnung Guv 0,00 0,00 0,00 0,00
Rundungsdifferenzen aus Währungsumrechnung 0,00 0,00 0,00 0,00
Brasilien Kapitalerhöhung/Sukzessiver Erwerb 0,00 0,00 0,00 0,00
0,00 0,00 -1.000.000,00 -1.000.000,00
Konzernjahresergebnis 2020 0,00 0,00 0,00 0,00
Stand 31.12.2020 10.000.000,00 -9.732.099,98 10.128.143,12 396.043,14
Übertrag 0,00 0,00 0,00 0,00
Veränderung WUD aus EURO Darlehen 0,00 0,00 0,00 0,00
Veränderung WUD aus USD Darlehen 0,00 0,00 0,00 0,00
Anpassung WUO aus hist. Umrechnung Beteil Mexiko 0,00 0,00 0,00 0,00
Anpassung WUD aus hist. Umrechnung Eigenkapital 0,00 0,00 0,00 0,00
Anpassung WUd aus Umrechnung GuV 0,00 0,00 0,00 0,00
Rundungsdifferenz aus Währungsumrechnung 0,00 0,00 0,00 0,00
0,00 0,00 0,00 0,00
Konzernjahresergebnis 2021 0,00 0,00 0,00 0,00
Stand 31.12.2021 10.000.000,00 -9.732.099,98 10.128.143,12 396.043,14
Eigenkapital des Mutterunternehmens
Konzernbilanzgewinn
Eigenkapital-
differenz aus Währungs-
umrechnung
Gewinnvortrag Konzernjahresüberschuss/
fehlbetrag, der dem Mutterunternehmen zuzurechnen ist.
Summe Summe
EUR EUR EUR EUR EUR
Stand 31.12.2019 -3.286.390,79 34.255.849,18 -18.573.462,73 15.682.386,45 23.792.038,80
Übertrag 0,00 -18.573.462,73 18.573.462,73 0,00 0,00
Herabsetzung Kapitalrücklage Edelmann Holding 0,00 0,00 0,00 0,00 -1.000.000,00
Veränderung WUD aus EURO Darlehen -1.042.753,52 0,00 0,00 0,00 -1.042.753,52
Veränderung WUD aus USD Darlehen -240.721,14 0,00 0,00 0,00 -240.721,14
Anpassung WUD aus hist. Umrechnung Beteil Mexiko 624.764,20 0,00 0,00 0,00 624.764,20
Anpassung WUD aus Umrechnung Eigenkapital -3.396.790,75 0,00 0,00 0,00 -3.396.790,75
Anpassung WUD aus Umrechnung Guv 257.191,84 0,00 0,00 0,00 257.191,84
Rundungsdifferenzen aus Währungsumrechnung 0,16 0,00 0,00 0,00 0,16
Brasilien Kapitalerhöhung/Sukzessiver Erwerb 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
-3.798.309,21 -18.573.462,73 18.573.462,73 0,00 -4.798.309,21
Konzernjahresergebnis 2020 0,00 0,00 -2.935.857,34 -2.935.857,34 -2.935.857,34
Stand 31.12.2020 -7.064.700,00 15.682.386,45 -2.935.857,34 12.746.529,11 16.057.872,25
Übertrag 0,00 -2.935.857,34 2.935.857,34 0,00 0,00
Veränderung WUD aus EURO Darlehen 1.204.857,03 0,00 0,00 0,00 1.204.857,03
Veränderung WUD aus USD Darlehen 216.612,31 0,00 0,00 0,00 216.612,31
Anpassung WUO aus hist. Umrechnung Beteil Mexiko -221.755,10 0,00 0,00 0,00 -221.755,10
Anpassung WUD aus hist. Umrechnung Eigenkapital 1.356.139,65 0,00 0,00 0,00 1.356.139,65
Anpassung WUd aus Umrechnung GuV -579.678,08 0,00 0,00 0,00 -579.678,08
Rundungsdifferenz aus Währungsumrechnung 0,03 0,00 0,00 0,00 0,03
1.976.175,84 -2.935.857,34 2.935.857,34 0,00 1.976.175,84
Konzernjahresergebnis 2021 0,00 0,00 -9.907.896,10 -9.907.896,10 -9.907.896,10
Stand 31.12.2021 -5.108.524,16 12.746.529,11 -9.907.896,10 2.838.633,01 8.126.151,99
Nicht beherrschende Anteile
Nicht beherrschende Anteile vor Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung und Jahresergebnis Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung Auf nicht beherrschende Anteile entfallende Gewinne/Verluste Summe
EUR EUR EUR EUR
Stand 31.12.2019 702.198,60 8.743,86 -1.205.813,60 -494.871,14
Übertrag 0,00 0,00 0,00 0,00
Herabsetzung Kapitalrücklage Edelmann Holding 0,00 0,00 0,00 0,00
Veränderung WUD aus EURO Darlehen 0,00 -144.158,85 0,00 -144.158,85
Veränderung WUD aus USD Darlehen 0,00 0,00 0,00 0,00
Anpassung WUD aus hist. Umrechnung Beteil Mexiko 0,00 0,00 0,00 0,00
Anpassung WUD aus Umrechnung Eigenkapital 160.310,36 0,00 0,00 160.310,36
Anpassung WUD aus Umrechnung Guv 21.603,90 0,00 0,00 21.603,90
Rundungsdifferenzen aus Währungsumrechnung 0,02 0,00 0,00 0,02
Brasilien Kapitalerhöhung/Sukzessiver Erwerb -884.112,88 135.414,99 1.194.542,00 445.844,11
-702.198,60 -8.743,86 1.194.542,00 483.599,54
Konzernjahresergebnis 2020 0,00 0,00 11.271,60 11.271,60
Stand 31.12.2020 0,00 0,00 0,00 0,00
Übertrag 0,00 0,00 0,00 0,00
Veränderung WUD aus EURO Darlehen 0,00 0,00 0,00 0,00
Veränderung WUD aus USD Darlehen 0,00 0,00 0,00 0,00
Anpassung WUO aus hist. Umrechnung Beteil Mexiko 0,00 0,00 0,00 0,00
Anpassung WUD aus hist. Umrechnung Eigenkapital 0,00 0,00 0,00 0,00
Anpassung WUd aus Umrechnung GuV 0,00 0,00 0,00 0,00
Rundungsdifferenz aus Währungsumrechnung 0,00 0,00 0,00 0,00
0,00 0,00 0,00 0,00
Konzernjahresergebnis 2021 0,00 0,00 0,00 0,00
Stand 31.12.2021 0,00 0,00 0,00 0,00
Konzerneigenkapital
Summe
EUR
Stand 31.12.2019 23.297.167,66
Übertrag 0,00
Herabsetzung Kapitalrücklage Edelmann Holding -1.000.000,00
0,00
Veränderung WUD aus EURO Darlehen -1.186.912,37
Veränderung WUD aus USD Darlehen -240.721,14
Anpassung WUD aus hist. Umrechnung Beteil Mexiko 624.764,20
Anpassung WUD aus Umrechnung Eigenkapital -3.236.480,39
Anpassung WUD aus Umrechnung Guv 278.795,74
Rundungsdifferenzen aus Währungsumrechnung 0,18
Brasilien Kapitalerhöhung/Sukzessiver Erwerb 445.844,11
-4.314.709,67
Konzernjahresergebnis 2020 -2.924.585,74
Stand 31.12.2020 16.057.872,25
Übertrag 0,00
Veränderung WUD aus EURO Darlehen 1.204.857,03
Veränderung WUD aus USD Darlehen 216.612,31
Anpassung WUO aus hist. Umrechnung Beteil Mexiko -221.755,10
Anpassung WUD aus hist. Umrechnung Eigenkapital 1.356.139,66
Anpassung WUd aus Umrechnung GuV -579.678,08
Rundungsdifferenz aus Währungsumrechnung 0,03
1.976.175,84
Konzernjahresergebnis 2021 -9.907.896,10
Stand 31.12.2021 8.126.151,99

1) Unterschiedsbeträge aus Kapitalkonsolidierungen sowie Anpassungen steuerlicher Wertansätze.

Konzernanhang für 2021

Allgemeine Hinweis

Der Konzernabschluss wurde gemäß §§ 290 ff. HGB aufgestellt.

Die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung wird nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

Das Mutterunternehmen ist unter der Firma Edelmann Holding GmbH & Co. KG mit Sitz in Heidenheim im Handelsregister des Amtsgerichts Ulm unter der Nummer HRA 661072 eingetragen.

Konsolidierungskreis

Der Konzernabschluss umfasst die Edelmann Holding GmbH & Co. KG, Heidenheim, als Obergesellschaft, langjährig einbezogene inländische Tochtergesellschaften sowie folgende seit dem 1. Januar 2003 einbezogene Tochtergesellschaften:

Tochtergesellschaft Erstkonsolidierung zum
Edelmann France La Spic S.A., Pontoise/ Frankreich 1.Januar 2003
Edelmann Wuppertal GmbH, Wuppertal 1. Juli 2007
Edelmann Poland Sp. Z.o.o., Pruszkow/Polen 1. Januar 2008
Inversiones GDG S.A. de C.V., Iztapalapa/Mexico 1. Januar 2010
Edelmann Hungary Packaging Z.r.t., Zalaegerszeg/Ungarn 31. Dezember 2010
Edelmann Leaflet Solutions GmbH, Lindau/Bodensee 1. Januar 2011
Edelmann India (P) Ltd, Chandigarh/Indien 31. August 2013
Edelmann Brazil Ltda., Cachoeirinha/Brazil 1. Januar 2016
Edelmann USA Inc., Ontario/USA 1. September 2016
Carl Edelmann Verwaltungs GmbH, Heidenheim 1. Januar 2018
Edelmann Beijing Co. Ltd, Beijing/China 1. Januar 2019

Zwei inländische Gesellschaften sowie zwei ausländische Gesellschaften ohne Geschäftstätigkeit oder mit geringem Geschäftsumfang werden gemäß § 296 Abs. 2 HGB nicht in den Konzernabschluss einbezogen.

Folgende Gesellschaften nehmen die Erleichterungen des § 264 Abs. 3 HGB in Anspruch:

Edelmann Norderstedt GmbH, Norderstedt

Edelmann Leaflet Solutions GmbH, Lindau/Bodensee

Edelmann Bitterfeld GmbH, Bitterfeld

Edelmann GmbH, Heidenheim

Edelmann Wuppertal GmbH, Wuppertal

Edelmann Pharmadruck GmbH, Weilheim

Folgende Gesellschaften nehmen die Erleichterungen des § 264b HGB in Anspruch:

Edelmann Holding GmbH & Co. KG, Heidenheim

Carl Edelmann GmbH & Co. KG, Heidenheim

Konsolidierungsgrundsätze

Die Kapitalkonsolidierung der ab 2010 einbezogenen Unternehmen oder für zugekaufte Kapitalanteile, die erstmals konsolidiert wurden, erfolgte nach der Neubewertungsmethode (gemäß § 301 Abs. 1 HGB) zum Zeitpunkt, zu dem das Unternehmen Tochterunternehmen geworden ist.

Dabei wird der Wertansatz der dem Mutterunternehmen gehörenden Anteile mit dem auf diese Anteile entfallenden Betrag des Eigenkapitals des Tochterunternehmens verrechnet. Das Eigenkapital wird mit dem Betrag angesetzt, der dem zum Konsolidierungszeitpunkt beizulegenden Zeitwert der in den Konzernabschluss aufzunehmenden Vermögensgegenstände, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten entspricht. Ein nach der Verrechnung verbleibender Unterschiedsbetrag wird, wenn er auf der Aktivseite entsteht, als Geschäfts- oder Firmenwert und, wenn er auf der Passivseite entsteht, unter dem Posten "Unterschiedsbetrag aus der Kapitalkonsolidierung" nach dem Eigenkapital ausgewiesen.

Die Kapitalkonsolidierung bis zum 31. Dezember 2009 erfolgte nach der Buchwertmethode (§ 301 Abs. 1 Satz 2 Nr. 1 HGB a. F.). Unterschiedsbeträge aus der Kapitalkonsolidierung wurden mit den Rücklagen verrechnet.

Aufstockungen von Anteilen an bereits vollkonsolidierten Tochterunternehmen werden ab dem 1. Januar 2018 als Erwerbsvorgang (bisher: Kapitalvorgang) bilanziert. Aktive Unterschiedsbeträge werden damit nicht mehr mit den Rücklagen verrechnet, sondern ein nach Aufdeckung anteiliger stiller Reserven verbleibender Unterschiedsbetrag wird aktivisch als Geschäfts- oder Firmenwert ausgewiesen und planmäßig abgeschrieben.

Umsätze, Aufwendungen und Erträge sowie Forderungen und Verbindlichkeiten innerhalb des Konsolidierungskreises wurden eliminiert.

Zwischengewinne und -verluste wurden gemäß § 304 Abs. 2 HGB, soweit sie von untergeordneter Bedeutung waren, nicht eliminiert.

Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Der Konzernabschluss wird unter der Annahme der Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufgestellt. Hinsichtlich des bestandsgefährdenden Risikos für die Fortführung der Unternehmenstätigkeit verweisen wir auf den Konzernlagebericht, Abschnitt "Liquiditätsrisiken".

Die Abschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen wurden im Wesentlichen nach einheitlichen und unveränderten Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätzen erstellt.

Die immateriellen Anlagegüter sowie das Sachanlagevermögen werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten, vermindert um planmäßige und ggf. außerplanmäßige Abschreibungen, angesetzt.

Geschäfts- oder Firmenwerte einschließlich der Geschäfts- oder Firmenwerte aus der Erstkonsolidierung von Anteilen werden über einen Zeitraum von 6 Jahren linear abgeschrieben. Der Abschreibungszeitraum entspricht der zu erwartenden Dauer des Vorteils durch den uneingeschränkten Zugang zu Humankapital, Kundenstamm und Geschäftsbeziehungen.

Bei den Finanzanlagen werden die Anteilsrechte und Wertpapiere zu Anschaffungskosten oder niedrigeren beizulegenden Werten angesetzt.

Die Vorräte werden zu Anschaffungs- und Herstellungskosten unter Beachtung des Niederstwertprinzips angesetzt. Im Vergleich zum Vorjahr wurden Anpassungen in den Bilanzierungsrichtlinien bei den Abschreibungen der Vorräte vorgenommen, wodurch diese dem tatsächlichen Verbrauch der Vorräte entsprechen. Die Änderung der Abwertungsregeln wurden auf Basis von Erfahrungswerten und Wiederverkaufspreisen dergestalt angepasst, dass Lagerreichweiten über einem Jahr nicht mehr zu 100%, sondern nur noch zu 50% abgeschrieben werden. Hieraus ergeben sich positive Effekte in Höhe von 1.255 TEUR.

Die Bestände an Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen sind zu durchschnittlichen Einstandspreisen oder zu niedrigeren Tagespreisen zum Bilanzstichtag aktiviert.

Die unfertigen und fertigen Erzeugnisse sind zu Herstellungskosten bewertet. Diese enthalten Einzelkosten zuzüglich angemessener Gemeinkosten und anteiliger Abschreibungen sowie Sondereinzelkosten der Fertigung. Fremdkapitalzinsen werden nicht in die Herstellungskosten einbezogen. Bestandsrisiken, die sich aus der Lagerdauer sowie geminderter Verwendbarkeit ergeben, wird durch angemessene Wertabschläge Rechnung getragen.

Bei den zu Nominalwerten angesetzten Forderungen und sonstigen Vermögensgegenständen werden erkennbare Einzelrisiken durch Wertberichtigungen berücksichtigt. Dem allgemeinen Kreditrisiko wird durch eine Pauschalwertberichtigung ausreichend Rechnung getragen. Im Vergleich zum Vorjahr wurden Anpassungen in den Bilanzierungsrichtlinien bei den Abschreibungen der Forderungen vorgenommen, wodurch der tatsächlichen Altersstruktur der Forderungen entsprochen wurde.

Die Änderung der Bilanzierung bezieht sich darauf, dass die verkauften Forderungen, bei denen das Ausfallrisiko übergegangen ist, nicht mehr in die Ermittlung der pauschalen Wertberichtigung einbezogen werden. Hieraus ergeben sich positive Effekte in Höhe von 193 TEUR.

Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen bei inländischen Gesellschaften werden versicherungsmathematisch unter Zugrundelegung biometrischer Wahrscheinlichkeiten ("Richttafeln 2018 G" von Prof. Dr. Klaus Heubeck) nach der so genannten "Projected Unit Credit Methode" (PUC-Methode) ermittelt. Bei der Festlegung des lauftzeitkongruenten Rechnungszinssatzes wurde der von der Deutschen Bundesbank ermittelte und veröffentlichte durchschnittliche Marktzinssatz der letzten zehn Jahre verwendet, der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt. Der zum Bilanzstichtag verwendete Rechnungszinssatz beträgt 1,87 % (Vj. 2,30 %).

Zukünftig erwartete Entgelt- und Rentensteigerungen werden bei der Ermittlung der Verpflichtung berücksichtigt. Dabei wird derzeit von jährlichen Anpassungen von 1,0 % (Vj. 1,0 %) bei den Renten ausgegangen. Entgeltsteigerungen werden hingegen nicht berücksichtigt (Vj. 0,0 %), weil es bei den unmittelbaren Pensionszusagen keine aktiven Anwärter mit entgeltabhängigen Pensionszusagen mehr gibt. Eine Fluktuationsrate war nicht zu berücksichtigen.

Der Unterschiedsbetrag nach § 253 Abs. 6 HGB beträgt TEUR 516.

Erfolgsauswirkungen aus der Änderung des Diskontierungssatzes werden im Finanzergebnis gezeigt.

Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen bei ausländischen Gesellschaften sind von untergeordneter Bedeutung und werden aus Vereinfachungsgründen nach jeweils landesspezifischen Verfahren berechnet.

Die Steuerrückstellungen und die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten und drohende Verluste aus schwebenden Geschäften. Sie sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags (d. h. einschließlich zukünftiger Kosten- und Preissteigerungen) angesetzt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurden mit dem jeweils laufzeitadäquaten Zinssatz gemäß Rückstellungsabzinsungsverordnung abgezinst.

Im Zusammenhang mit einer Verschmelzung 1997 wurde eine Verpflichtung zur Zahlung einer Kaufpreisleibrente übernommen. Diese Rückstellung basiert ebenfalls auf einem versicherungsmathematischen Gutachten. Die Leibrente ist in Höhe von EUR 1 Mio. grundpfandrechtlich abgesichert. Die Leibrente ist in fünfjährigem Turnus entsprechend der Entwicklung des Lebenshaltungskostenindex anzupassen. Im Geschäftsjahr 2021 betrug der zurückgestellte Betrag EUR 1,0 Mio.

Die Verbindlichkeiten sind mit den Erfüllungsbeträgen bilanziert.

Latente Steuern

Fortgeführte steuerliche Wertansätze im Anlagevermögen einer inländischen Tochtergesellschaft wurden im Rahmen der Konsolidierung eliminiert. Hierauf wurden passive latente Steuern mit dem für das Geschäftsjahr geltenden Steuersatz für Körperschaftsteuer und Gewerbesteuer in Höhe von insgesamt 30 % gebildet. Weiter wurden passive latente Steuern aus der Aktivierung eines Kundenvertrages im Rahmen der Aufstockung der Beteiligung im Jahr 2018 bei der mexikanische Gesellschaft Inversions GDG S.A. de C.V. gebildet.

Die Aktivierung aktiver latenter Steuern, die aus Differenzen in den Jahresabschlüssen der konsolidierten Unternehmen resultieren, unterbleibt in den Jahresabschlüssen sowie im Konzern in Ausübung des dafür bestehenden Ansatzwahlrechts. Diese aktiven latenten Steuern ergeben sich insbesondere für zeitliche Unterschiede zwischen den handelsrechtlichen und steuerlichen Wertansätzen von Anlagegütern, Vorräten, Forderungen, Pensionsrückstellungen, sonstigen Rückstellungen und Schulden sowie für Verlustvorträge.

Die Bewertungen der temporären Differenzen in den Abschlüssen der inländischen Tochtergesellschaften erfolgen mit einem Steuersatz von 17 % bzw. 30 %, die der ausländischen Tochtergesellschaften erfolgen mit den für die jeweiligen Länder geltenden Steuersätzen. Diese Steuersätze bewegten sich zwischen 19 % und 36 %.

Währungsumrechnung

Die Aktiv- und Passivposten der in ausländischer Währung aufgestellten Jahresabschlüsse wurden, mit Ausnahme des Eigenkapitals (gezeichnetes Kapital, Rücklagen, Ergebnisvortrag zu historischen Kursen zum Erstkonsolidierungszeitpunkt), zum Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag in Euro umgerechnet. Die Posten der Gewinn- und Verlustrechnung sind zum Durchschnittskurs in Euro umgerechnet.

Die sich ergebende Umrechnungsdifferenz ist innerhalb des Konzerneigenkapitals nach den Rücklagen unter dem Posten "Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung" ausgewiesen.

Ergebnisauswirkungen aus der Bewertung konzerninterner langfristiger Ausleihungen im Jahresabschluss eines der einbezogenen Unternehmen unter Anwendung des Imparitäts-/Realisationsprinzips gemäß § 252 Abs. 1 Nr. 4 bzw. § 256a HGB werden erfolgswirksam eliminiert und in den Posten "Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung" eingestellt.

Erläuterungen zur Konzernbilanz

Anlagevermögen

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Konzernanlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im Anlagespiegel als Anlage 1 dargestellt.

Die Angaben zum Anteilsbesitz unter Angabe der Einbeziehung in den Konzernabschluss und der Beteiligung werden im Anteilsbesitz als Anlage 2 dargestellt.

Aus der im Jahr 2018 durchgeführten Aufstockung der Anteile um 25% auf 100% der Tochtergesellschaft Inversiones GDG S.A. de C.V., Iztapalapa/Mexico ergab sich ein aktivischer Unterschiedsbetrag von TEUR 3.898. Dieser wird planmäßig über 6 Jahre abgeschrieben.

Aus der Erstkonsolidierung der Edelmann (Beijing) Co. Ltd., Beijing/China im Jahr 2019 ergibt sich ein aktiver Unterschiedsbetrag in Höhe von TEUR 69, dieser wird planmäßig über 6 Jahre abgeschrieben. Aus der im Geschäftsjahr 2019 durchgeführten Aufstockung der Anteile um 35% auf 100% der Tochtergesellschaft Edelmann India (P) Ltd., Chandirgarh/Indien, ergab sich ein aktivischer Unterschiedsbetrag von TEUR 3.561. Dieser wird planmäßig über 6 Jahre abgeschrieben.

Aus der Kapitalkonsolidierung der zum 1. Januar 2016 neu einbezogenen Gesellschaft Edelmann Brazil ergab sich ein Geschäfts- oder Firmenwert in Höhe von TEUR 4.667. Aufgrund eines Forderungsverzichts vom 28. Mai 2018 wurden die Anteile an der Edelmann Brazil von 75,00 % auf 82,76 % erhöht. Aus der Aufstockung resultierte ein Geschäfts- oder Firmenwert in Höhe von TEUR 617, der im Geschäftsjahr 2018 zusammen mit dem verbleibenden Geschäfts- oder Firmenwert wertberichtigt wurde, wertberichtigt wurde. Aus der Kapitalkonsolidierung der zum 1. November 2020 erhöhten Geschäftsanteile ergab sich zum Bilanzstichtag ein Geschäfts- oder Firmenwert in Höhe von TEUR 359, der planmäßig über sechs Jahre abgeschrieben wird. Aufgrund der verbessserten Ertragssituation, war eine außerplanmäßige Abschreibung nicht geboten.

Im weiteren wurde im Geschäftsjahr 2018 ein Kundenstamm in Höhe von TEUR 1.784 erworben, welcher planmäßig über 6 Jahre abgeschrieben wird.

Der Abschreibungszeitraum entspricht der zu erwartenden Dauer des Vorteils durch den uneingeschränkten Zugang zu Humankapital, Kundenstamm und Geschäftsbeziehungen.

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen haben allesamt eine Restlaufzeit unter einem Jahr.

Eigenkapital

Die Kapitalanteile entsprechen den im Jahresabschluss der Edelmann Holding GmbH & Co. KG ausgewiesenen Kapitalpositionen.

In den Rücklagen sind im Wesentlichen passivische und aktivische Unterschiedsbeträge sowie Anpassungen steuerlicher Wertansätze enthalten. Zusätzlich wurden passive latente Steuern aus der Erstanwendung des BilMoG mit den Rücklagen verrechnet.

Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen wurden im Wesentlichen für drohende Verluste aus Verkaufskontrakten, Arbeitnehmerjubiläen und Abfindungen gebildet.

Verbindlichkeitenspiegel in TEUR

(Vorjahreszahlen in Klammern)

Restlaufzeit gesichert Gesamt
Art der Verbindlichkeit bis 1 Jahr 1 bis 5 Jahre über 5 Jahre 31.12.2021
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 4.833 56.046 0 58.618 60.879
(3.507) (60.981) (0) (63.345) (64.488)
2. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 3 0 0 0 3
(125) (0) (0) (0) (125)
3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 34.333 1.497 0 0 35.830
(29.084) (1.858) (0) (0) (30.942)
4. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 15 0 0 0 15
(148) (0) (0) (0) (148)
5. Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern 5.364 0 0 0 5.364
(5.262) (0) (0) (0) (5.262)
6. Sonstige 14.520 0 0 0 14.520
Verbindlichkeiten (9.395) (1.540) (1.763) (0) (12.698)
- davon aus Steuern 7.280 0 0 0 7.280
(7.364) (0) (0) (0) (7.364)
- davon im Rahmen der sozialen Sicherheit 368 0 0 0 368
(195) (0) (0) (0) (195)

Passive latente Steuern

Die passiven latenten Steuern resultieren aus der Aufstockung von Anlagevermögen bei einer inländischen Tochtergesellschaft. Der Ausweis betrifft im Wesentlichen die passiven latenten Steuern aus der Aktivierung eines Kundenvertrages aus der Aufstockung der Anteile an der mexikanischen Gesellschaft Inversiones GDG S.A. de C.V., Itzapalapa/Mexiko, sowie passive latente Steuern für unterschiedliche Wertansätze für Grundstücke und Gebäude. Sie haben sich wie folgt entwickelt:

TEUR
Stand 31.12.2020 765
Stand 31.12.2021 637
Veränderung -128

Erläuterungen zur Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung

Von den Umsatzerlösen entfallen ca. 32 % (Vj. ca. 40 %) auf das Inland und ca. 68 % (Vj. ca. 60 %) auf das Ausland.

Nach Sparten gliedern sich die Umsätze wie folgt:

2021 2020
TEUR TEUR
Pharma 126.173 126.880
Premium 168.780 158.154
294.953 285.034

Periodenfremde und außergewöhnliche Aufwendungen und Erträge

In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind außergewöhnliche Aufwendungen in Höhe von TEUR 275 aus dem Konsortialfinanzierungsprozess sowie Restruktuierungs- aufwendungen in Höhe von TEUR 354 enthalten. Diese waren gleichzeitig zahlungswirksam und wurden separat in der Kapitalflussrechnung dargestellt (insgesamter Zahlungsmittelabfluss TEUR 833).

Zusätzlich beinhalten die Aufwandspositionen Sonstige betrieblichen Aufwendungen (TEUR 2.415) und Personalaufwand (TEUR 2.209) Aufwendungen von außergewöhnlicher Größenordnung oder außergewöhnlicher Bedeutung. Diese betreffen insbesondere die Rückstellungen einer Betriebsschließung in Höhe von TEUR 2.994 (Edelmann USA) sowie aus der Transformation eines Standortes in Höhe von TEUR 1.231 (Edelmann Frankreich). Diese waren zahlungsunwirksam und wurden wegen ihrer außerordentlichen Bedeutung und Größenordnung in der Kapitalflussrechnung (in Summe TEUR 4.624) separat dargestellt.

Es wurden keine wesentlichen periodenfremden Aufwendungen und Erträge erfasst.

Sonstige Angaben

Geplante Änderungen im Konsolidierungskreis

Im Laufe des Geschäftsjahres 2021 wurde damit begonnen den Standort Wuppertal der Edelmann Wuppertal GmbH sowie den Standort Leverkusen der Gesellschaft Edelmann Leaflet Solutions GmbH am Standort Burscheid physisch zu vereinen. Hierzu wird in den kommenden Jahren die Edelmann Leaflet Solutions GmbH in die Edelmann Wuppertal GmbH verschmolzen. Zuvor wird eine Umfirmierung der Edelmann Wuppertal GmbH auf die Edelmann Burscheid GmbH erfolgen.

Außerbilanzielle Geschäfte

Zur Beschaffung liquider Mittel zur Finanzierung der operativen Geschäftstätigkeit werden laufend Forderungen aus Lieferungen und Leistungen verkauft (Factoring); zum Stichtag war ein Forderungsbestand im Nominalwert von TEUR 20.746 (Vorjahr 18.114 TEUR) verkauft. Hierdurch wird die Liquiditätssituation verbessert. Risiken ergeben sich daraus gegenwärtig keine.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

31.12.2021
TEUR
Miet- und Leasingverträge (Jahresbeträge 2021) 9.103
(Vj. 5.749)

Die Verträge enden zwischen 2022 und 2051.

Die Miet- und Leasingverträge vermindern das betriebsnotwendige Kapital gegenüber Eigeninvestitionen. Risiken verbleiben beim Vermieter oder Leasinggeber. Liquide Mittel werden freigesetzt.

Gesamtbezüge der Geschäftsführung

Die Mitglieder der Geschäftsführung haben im Berichtsjahr keine Bezüge erhalten.

Gesamtbezüge und Rückstellungen für Pensionen und Anwartschaften ehemaliger Mitglieder der Geschäftsführung

Für ehemalige Mitglieder der Geschäftsführung betrugen die Bezüge TEUR 65. Die Pensionsrückstellungen für ehemalige Mitglieder der Geschäftsführung sind in voller Höhe gebildet und belaufen sich zum 31. Dezember 2021 auf TEUR 425.

Honorar des Konzernabschlussprüfers

für Prüfungsleistungen TEUR 170
für Steuerberatungsleistungen TEUR 51
für sonstige Beratungsleistungen TEUR 10

Mitarbeiter

Zum Ende des Geschäftsjahres beschäftigte Mitarbeiter:

Gesamt
Gewerbliche Arbeitnehmer 2.432
Angestellte 476
2.908
Auszubildende 58
2.966

Ereignisse nach dem Stichtag

Nach Stand der Erkenntnisse bei der Erstellung des Konzernabschlusses sind keine schwerwiegenden Verluste, stark rückläufige Marktpreise, Marktumschwünge, unvorhersehbare Kostensteigerungen oder über den genannten Umfang hinausgehende Umsatzrückgänge zu erwarten, die auf die Ausbreitung der Corona-Pandemie (bzw. die Reaktion von nicht erkrankten Personen und der Politik darauf) zurückzuführen sind.

Edelmann führt keinerlei unmittelbare wirtschaftliche Beziehungen zwischen Unternehmen, welche in Russland oder der Ukraine ansässig sind, wodurch keine Geld- oder Warenströme in oder aus diesen Ländern fließen. Es bestehen vor Ort keine Produktionsstätten oder Vertriebsbüros. Aus diesem Grund bestehen für die Edelmann Gruppe durch die kriegerischen Aktivitiäten in der Ukraine oder wirtschaftlichen Sanktionen gegen Russland keine direkten Liquiditätsrisiken.

 

Heidenheim, 29. Juni 2022

Edelmann Holding GmbH & Co. KG

Die Geschäftsführung

Petra Lange

Entwicklung des Konzernanlagevermögens 2021

Anschaffungs- und Herstellungskosten
1.1.2021 Währungsänderung Zugänge Abgänge Umbuchungen 31.12.2021
EUR EUR EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
I. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechnungen und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 10.451.250,02 159.696,36 688.320,46 110.022,27 0,00 11.189.244,57
2. Geschäfts- oder Firmenwert 29.713.510,49 169.086,29 29.067,53 0,00 0,00 29.911.664,31
40.164.760,51 328.782,65 717.387,99 110.022,27 0,00 41.100.908,88
II. Sachanlagen
I. Grundstücke und Bauten 53.419.109,65 132.172,30 530.347,84 0,00 0,00 54.081.629,79
2. Technische Anlagen und Maschinen 159.476.522,42 3.018.929,65 5.612.553,10 4.414.13230 469.317,62 164.163.190,49
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 33.056.832,22 172.624,98 1.070.252,33 117.574,55 348.884,48 34.531.019,46
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 2.367.542,88 212,53 1.282.134,00 550.000,00 -818.202,10 2.281.687,31
248.320.007,17 3.323.939,46 8.495.287,27 5.081.706,85 0,00 255.057.527,05
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 2.206.261,70 0,00 0,00 0,00 0,00 2.206.261,70
2 Ausleihungen an verbundene Unternehmen 24.000,00 0,00 0,00 0,00 0,00 24.000,00
3. Beteiligungen 1.732.900,45 36,10 0,00 0,00 0,00 1.732.936,55
4. Wertpapiere des Anlagervermögens 36.553,01 0,00 0,00 0,00 0,00 36.553,01
3.999.715,16 36,10 0,00 0,00 0,00 3.999.751,26
292.484.482,84 3.652.758,21 9.212.675,26 5.191.729,12 0,00 300.158.187,19
Kumulierte Abschreibungen
01.01.2021 Währungsänderung Zugänge Abgänge Umbuchungen 31.12.2021
EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
I. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechnungen und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 7.412.379,81 43.589,06 1.304.236,85 18.808,90 0,00 8.741.396,82
2. Geschäfts- oder Firmenwert 24.369.561,39 169.086,29 1.358.065,73 0,00 0,00 25.896.713,41
31.781.941,20 212.675,35 2.662.302,58 18.808,90 0,00 34.638.110,23
II. Sachanlagen
I. Grundstücke und Bauten 27.341.866,00 29.974,78 1.058.267,14 0,00 0,00 28.430.107,92
2. Technische Anlagen und Maschinen 128.507.041,44 2.102.594,83 6.464.653,17 4.241.887,91 0,00 132.832.401,53
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 29.416.806,04 93.839,72 1.786.351,70 77.026,85 0,00 31.201.970,61
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 200.000,02 0,00 0,00 0,00 0,00 200.000,02
185.465.713,50 2.226.409,33 9.291.272,01 4.318.914,76 0,00 192.664.480,08
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 2.179.006,05 0,00 0,00 0,00 0,00 2.179.006,05
2 Ausleihungen an verbundene Unternehmen 24.000,00 0,00 0,00 0,00 0,00 24.000,00
3. Beteiligungen 1.732.243,55 0,00 0,00 0,00 0,00 1.732.243,55
4. Wertpapiere des Anlagervermögens 18.796,33 0,00 3.864,24 0,00 0,00 22.660,57
3.954.045,93 0,00 3.864,24 0,00 0,00 3.957.910,17
221.201.700,63 2.439.084,68 11.957.438,83 4.337.723,66 0,00 231.260.500,48
Buchwerte
31.12.2021 31.12.2020
EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
I. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechnungen und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 2.447.847,75 3.038.870,21
2. Geschäfts- oder Firmenwert 4.014.950,90 5.343.949,10
6.462.798,65 8.382.819,31
II. Sachanlagen
I. Grundstücke und Bauten 25.651.521,87 26.077.243,65
2. Technische Anlagen und Maschinen 31.330.788,96 30.969.480,98
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3.329.048,85 3.640.026,18
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 2.081.687,29 2.167.542,86
62.393.046,97 62.854.293,67
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 27.255,65 27.255,65
2 Ausleihungen an verbundene Unternehmen 0,00 0,00
3. Beteiligungen 693,00 656,90
4. Wertpapiere des Anlagervermögens 13.892,44 17.756,68
41.841,09 45.669,23
68.897.686,71 71.282.782,21

Anteilsbesitz zum 31. Dezember 2021 gemäß § 313 Abs. 2 Nr 1 und 2 HGB

Name und Sitz der Gesellschaft Konsolidierungsstatus Anteil am Kapital %
a) Inland
Edelmann Wuppertal GmbH, Wuppertal (vormals: Artur Theis GmbH, Wuppertal) V 100,00
Artur Theis Beteiligungs GmbH, Wuppertal N 100,00
Edelmann GmbH, Heidenheim V 100,00
Edelmann Bitterfeld GmbH, Bitterfeld (vormals: G. Braun Pharmadruck Bitterfeld GmbH, Bitterfeld) V 100,00
Edelmann Leaflet Solutions GmbH, Lindau/Bodensee V 100,00
Edelmann Pharmadruck GmbH, Weilheim an der Teck V 100,00
Edelmann Norderstedt GmbH, Norderstedt (vormals: Wesche Pharmaverpackung GmbH. Norderstedt) V 100,00
Carl Edelmann GmbH & Co. KG, Heidenheim V *) 100,00
Carl Edelmann Verwaltungs GmbH. Heidenheim V 100,00
Edelmann Leverkusen GmbH, Leverkusen N 100,00
b) Ausland
Edelmann France La Spic S.A. Pontoise/Frankreich V 100,00
Edelmann Poland SP.z.o.o., Pruszkow/Polen V 100,00
Edelmann Beijing Printing & Packaging Ltd., Beijing/China N 65,00
Edelmann (Beijing) Co. Ltd., Beijing/China V 100,00
Inversiones GDG S.A. de C.V., Itzapalapa/Mexico V 100,00
Edelmann Packaging Mexico S.A. de C.V., Itzapalapa/Mexico V 100,00
Edelmann Services Mexico S.A. de C.V., Itzapalapa/Mexico V 100,00
Edelmann Hungary Packaging Z.r.t., Zalaegerszeg/Ungarn V 100,00
Edelmann India (P) Ltd., Chandigarh/Indien V 100,00
Edelmann Brazil Embalagens Ltda., Cachoeirinha/Brasilien V 100,00
Edelmann USA Inc., Ontario/USA V 100,00
Bert-Co LLC, Ontario/USA N 100,00

V Gemäß § 313 Abs. 2 Nr. 1 HGB in den Konzernabschluss einbezogen.

N Gemäß § 296 Abs. 2 HGB nicht in die Konsolidierung einbezogen.

*) Unternehmen, deren unbeschränkt haftender Gesellschafter ein anderes in den Konzernabschluss einbezogenes Unternehmen ist, sind mit * gekennzeichnet.

Konzernlagebericht für 2021

Grundlagen des Konzerns

Edelmann ist ein Faltschachtelhersteller in Europa, mit Hauptsitz in Deutschland und Gesellschaften in Frankreich, Polen, Ungarn, Mexiko, Indien, China, Brasilien und den USA.

Standorte

Die Produktionsstandorte liegen in Heidenheim/Brenz, Weilheim, Bitterfeld, Wuppertal, Norderstedt, Lindau, Leverkusen, Pontoise/Frankreich, Pruszków/Polen, Zalaegerszeg/ Ungarn, Beijing/China, Iztapalapa und Maiz/Mexiko, Cachoeirinha/Brasilien, Ontario/USA und Barotiwala/Indien. Die Kernabsatzmärkte befinden sich in den genannten Ländern.

Produkte

Im Laufe des über 100-jährigen Bestehens hat Edelmann der Entwicklung der Verpackungsindustrie wichtige Impulse gegeben.

Märkte

Den Grundstein für den Erfolg legte Carl Edelmann 1913 mit dem Kauf einer Steindruckerei in Heidenheim. In den folgenden Jahrzehnten wurde kontinuierlich das Verpackungsgeschäft ausgebaut und die Wandlung von einem einfachen Faltschachtelhersteller zu einem Hersteller hochwertiger Verpackungen für Pharma und Premium vorangetrieben.

Im Bereich Pharma liegt der Schwerpunkt bei verschreibungspflichtigen Medikamenten mit hohen Ansprüchen an Fälschungssicherheit und Rückverfolgbarkeit bis hin zur Serialisierung der Produkte. Die Kundenbasis ist hier global aufgestellt.

Premium als Ganzes reicht vom lokalen Food und non-Food Markt für Faltschachteln bis zur hochwertigen Verpackungslösung für edle Parfums über die ebenfalls global organisierte Markenwelt der Kosmetikhersteller.

F&E

Edelmann integriert innovative technologische Konzepte, um die Stärken der digitalen Kommunikation in der Verpackung hervorzuheben. So werden Produktinformationen via Bewegtbild in die Faltschachtel integrierter Mini-Screens oder Near Field Communication (NFC) dem Verbraucher angezeigt. Die Rolle des Markenbotschafters Verpackung definiert sich hierdurch neu und Edelmann gestaltet die Prozesse dafür aktiv mit.

Stakeholder

Der Dialog mit unseren Stakeholdern gehört zu den zentralen Aufgaben der Geschäftsführung. Der Fokus der Aktivitäten liegt dabei auf den nachfolgend aufgeführten Gruppen, die in die Entscheidungen der Edelmann-Gruppe unterschiedlich intensiv einbezogen sind. Mit ihnen stehen wir im direkten Kontakt und orientieren uns in der Weiterentwicklung unseres Unternehmens an ihren Anforderungen und Bedürfnissen. Die wichtigsten Gruppen sind:

Kunden

Mitarbeiter

Lieferanten

Banken

Anwohner/lokale Bevölkerung

Darüber hinaus pflegt Edelmann den Austausch mit Regierungen/Behörden, Arbeitgeber- und -nehmerverbänden, Verbänden und Medien.

Steuerung der Unternehmensgruppe

Als wesentliche Steuerungskennzahlen der Gruppe werden Umsatzerlöse, das Ergebnis vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen (EBITDA) sowie die Investitionstätigkeit herangezogen.

Wirtschaftliche Rahmenbedingungen

Aktuelle globale Situation

Für den relevanten Verpackungsmarkt war ein konjunkturgetriebenes Wachstum zu versprüren, dessen Dynamik sich langfristig abschwächen wird. Die Segmente Health Care und Beauty Care wachsen global mit über 4,0% (CAGR 2018-2023), Consumer Brand mit rd. 2,5% (CAGR 2018-2023) weltweit. Relevante Wachstumsmärkte sind insbesondere China, Indien und Polen. Die Präsenz von Edelmann in diesen Märkten eröffnet wesentliche Chancen.

Vor dem Hintergrund des konjunkturgetriebenen Wachstums wird bis 2023 ein weiterer Anstieg des Kartonverpackungsmarkts erwartet, wenn auch mit nachlassender Dynamik (CAGR 2018-23: 2,8%).

Das Wachstum differiert stark nach Region - insb. Mittel-/Osteuropa profitiert vom Produktionsaufbau; Asien wird durch den Bevölkerungs- und Wohlstandsanstieg, der Konsum fördert, getrieben. Die westlichen Märkte stagnieren weitgehend (1,1% CAGR).

Der Zielmarkt Consumer Brands wächst bis 2023 (je nach Subsegment) um 2-3% p.a. Vergleichsweise stark steigt der Absatz im Bereich Health Care, insbesondere getrieben durch Selbstmedikation (4,8%).

Die Marktkonsolidierung v.a. bei Fast Moving Consumer Goods-Konzernen erhöht die Kunden-Verhandlungsmacht - Folge: steigender Preisdruck. Große Wettbewerber wie WestRock können international bedienen.

Die Befragung externer Marktexperten zeigt, dass Edelmann eine starke Marktstellung hat. Die Peer Group liegt insgesamt sehr nah beieinander. Hauptwettbewerber sind WestRock und Autajon.

Aktuelle Situation Deutschland

Das statistische Bundesamt veröffentlichte für das Jahr 2021 einen Anstieg des Bruttoinlandsproduktes für den wichtigen Inlandsmarkt Deutschland in Höhe von 2,7%.

Die Verpackungsproduzenten konnten eine zunehmende Erholung der COVID-19 Pandemie feststellen. Die Beschränkungen für Geschäfte und Duty-Free Shops wurden weiter zurückgefahren, wodurch steigende Umsätze bei den Industriekunden verzeichnet wurden.

Die deutsche Papierverpackungsindustrie verzeichnete vor der COVID-19 Pandemie einen Wachstumsrückgang in der Wertschöpfung, welcher durch diese weiter verschärft wurde. Im Vorfeld der Pandemie führte ein Überangebot zu einem hohen Preisdruck, der sich in einzelnen Verpackungssegmenten verstärkte.

Auswirkungen der Covid 19 Pandemie

Die Ausbreitung des Corona-Virus (SARS-CoV-2) stellt die Branche vor große und bislang nicht gekannte Herausforderungen. Nachdem das Virus im Dezember 2019 in China zum ersten Mal beobachtet wurde, hat es sich weltweit im Jahr 2020 ausgebreitet. Zur Eindämmung des Virus wurden in vielen Ländern weitreichende gesundheitspolitische Gegenmaßnahmen getroffen, welche die sozialen Kontakte stark einschränken. Die wirtschaftlichen Folgen auf das Konsumentenverhalten, die Weltwirtschaft im Allgemeinen und die Branche insbesondere sind auch für das Jahr 2022 schwer zuverlässig einzuschätzen, wobei jedoch von einer zunehmenden Erholung ausgegangen werden kann. Die Nachfrage nach Luxusartikeln erhöht sich wieder zunehmend, während Hygieneartikel sowie Produkte des täglichen Bedarfs stabil nachgefragt werden. Die Nachfrage nach Verpackungen aus dem Gesundheitswesen verhielt sich uneinheitlich.

Während akute Medikamente unvermindert benötigt werden und auch der Markt für Health-Care-Produkte sowie freiverkäufliche Medizinprodukte steigt. Im Zuge der Pandemie ergeben sich höhere Schwankungen im Nachfrageverhalten der Verpackungskunden.

Gedämpft werden die Absatzzahlen durch weltweit anhaltende Probleme innerhalb der Lieferketten in Folge der Covid 19 Pandemie. Besonders die auf dem Markt herrschende Nachfrage nach Verpackungskarton übersteigt das Angebot bei weitem, wodurch nur bedingt Lieferkontingente zur Verfügung stehen. Hierdurch wird ein potenzielles Absatzwachstum auf der Vertriebsseite gebremst. Gleichzeitig weitet sich der Nachfrageüberhang auch auf weitere industrielle Güter aus, wobei unter anderem die Strom- und Energiepreise signifikant steigen. Hier ist ein Anstieg der Erdgaspreise seit Mitte des Jahres 2021 festzustellen. Dies kann besonders in den energieintensiven Lieferketten der Faltschachtelherstellung beobachtet werden, wobei Energiekostensteigerungen bei den Lieferanten sowie in der eigenen Produktion festgestellt werden. In Bezug auf diese Entwicklung ist für das Jahr 2022 keine Entspannung zu erwarten, da durch zusätzliche kriegerische Aktivitäten in Osteuropa die Energieproduktion angebotsseitig abnehmen kann.

Ertragslage

Umsatzentwicklung

Unser Ziel für das Geschäftsjahr 2021, Umsatzerlöse in Höhe von 299,6 Mio. EUR zu erreichen, haben wir knapp verfehlt. Der Umsatz in 2021 liegt mit 295,0 Mio. EUR 10,0 Mio. EUR oder 3,5 % über dem Vorjahr. Der Umsatzanstieg ist zum einen auf die zunehmenden Lockerungen im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie in 2021 zurückzuführen. Zum Anderen basiert der auf einem Mehrjahresvertrag mit einem Kunden aus dem Fast Moving Consumer Goods Segment in Mexiko.

Ergebnisentwicklung

Das Geschäftsjahr 2021 war für Edelmann geprägt durch die Fortführung der Neuausrichtungen und Transformationen in mehreren Werken.

Bereits in 2019 wurde mit einer Neuausrichtung und Transformation des Konzerns begonnen, dessen wesentliche Elemente die kontinuierliche Überarbeitung von Unternehmensabläufen mit dem Ziel eines verbesserten Kundenmanagements darstellen. Die hierfür erforderliche Transparenz wird durch die schrittweise Erweiterung des ERP-Systems des Mutterhauses geschaffen. Darüber hinaus werden Maßnahmen zur Steigerung der Effizienz der Werke eingeleitet. Aufgrund steigender Rohmaterialpreise und den pandemiebedingten Marktgegebenheiten konnten die Unternehmenskennzahlen jedoch nicht verbessert werden. Es wurden im Laufe des Geschäftsjahres rasant steigende Inputkosten verzeichnet (Karton, Papier, Paletten, Farben & Lacke, etc.). Diese Kostensteigerungen konnten nur mit zeitlichem Verzug an die Kunden weitergegeben werden, wodurch die Unternehmenskennzahlen zunehmend belastet wurden. Weiter wird das Ergebnis maßgeblich durch Entwicklungen in den USA negativ beeinflusst. Aufgrund der Pandemie sowie der Materialverknappung ist es nicht gelungen das angestrebte Wachstum zu erzielen. Gleichwohl entspringt ein Teil der Ergebnisminderung aus der Transformation des Standortes Frankreich. All die oben beschriebenen Effekte mindern das Ergebnis signifikant.

Im Jahr 2021 wurde die Inbetriebnahme eines neu bezogenen Werkes in Burscheid vorbereitet. Dieser Standort soll langfristig die bisherigen Werke in Wuppertal und Leverkusen vereinen, wodurch Synergieeffekte geschaffen werden. Entsprechende erfolgreiche Kundenauditierungen wurden hierzu bereits im laufenden Geschäftsjahr abgeschlossen. Ein Produktionsbeginn ist für das Geschäftsjahr 2022 vorgesehen.

In Mexiko wurde der Hochlauf des neubezogenen, zweiten Werkes im Land, das aufgrund des vertraglich abgesicherten Wachstums mit einem Kunden aus dem Segment der Fast Moving Consumer Goods notwendig wurde, abgeschlossen. Gleichzeitig konnte durch weiteres Wachstum in den vergangenen Jahren der erste Standort in Mexiko durch die Hinzunahme anliegender Flächen erweitert werden.

Der französische Standort Edelmann France La Spic wurde im Laufe des Geschäftsjahres weg von einer Produktionsstätte hin zu einem Druckabnahmestudio transformiert. Hierdurch soll die Effizienz der europäischen Standorte gesteigert und die Qualität sowie die Kundenbeziehungen verbessert werden.

Im Zusammenhang mit der Neuausrichtung des operativen Geschäfts in den USA wurde die Schließung des Werkes beschlossen. Die Pandemie hat die amerikanische Gesellschaft in besonderem Maße getroffen, weil das Produktportfolio stärker als in anderen Gesellschaften abhängig ist von Luxusartikeln. Darüber hinaus sind die die Aussichten aufgrund knapper Materialverfügbarkeit besonders für jene Unternehmen unattraktiv, welche vor Ort ein geringeres Marktvolumen besitzen. Die Schließung des Standortes gliedert sich somit in die Unternehmensstrategie ein, wozu jene Marktsegmente und Lokationen fokussiert werden, welche eine größtmögliche Profitabilität aufweisen. Die Schließung des Standortes soll zum großen Teil im Laufe des 1. Halbjahres 2022 abgeschlossen sein.

Um den Transformationsprozess Frankreich und die Werksschließung USA in 2022 abzuschließen, wurden bereits im Geschäftsjahr 2021 Rückstellungen für Restrukturierungskosten in Höhe von 4,9 Mio. EUR gebildet.

Die sonstigen betrieblichen Erträge sind von 8,7 Mio. EUR auf 6,9 Mio. EUR zurückgegangen, was besonders auf negative Wechselkursentwicklungen zurückzuführen ist. Die sonstigen betrieblichen Aufwendung verringerten sich um 0,4 Mio. EUR auf 64,0 Mio. EUR.

Die Steuern aus Einkommen und Ertrag erhöhten sich im Geschäftsjahr von 1,5 Mio. EUR auf 3,1 Mio. EUR, was besonders auf Gewinne im Ausland und latente Steuern zurückzuführen ist.

Das budgetierte Ergebnis konnte durch diese Gegebenheiten im Geschäftsjahr 2021 nicht erreicht werden.

Die Umsatzrentabilität (Jahresergebnis vor Steuern / Umsatzerlöse) des Konzerns liegt im Geschäftsjahr 2021 bei -2,3 % und somit unter dem Vorjahresniveau von -0,3 %.

Die Ertragslage wurde im Wesentlichen durch steigende Rohstoffpreise beeinflusst, welche sich besonders mit Beginn des dritten Quartals intensivierten. Preiserhöhungen auf der Absatzseite wurden umgesetzt, wobei sich diese Effekte frühestens ab Januar 2022 bemerkbar machen werden.

Das EBITDA verschlechterte sich von 15,0 Mio. EUR im Vorjahr auf 9,9 Mio. EUR im laufenden Geschäftsjahr. Die Prognose des Vorjahres, ein EBITDA in Höhe von 23,4 Mio. EUR zu erzielen, wurde deutlich verfehlt.

Der Konzernjahresfehlbetrag ist von 2,9 Mio. EUR im Vorjahr auf 9,9 Mio. EUR gestiegen. Die Prognose des Vorjahres, eine Jahresüberschüss von 5,4 Mio. EUR zu erzielen, wurden deutlich verfehlt.

Aufgrund der anspruchsvollen Rahmenbedingungen mit signifikanten Verwerfungen auf den Beschaffungsmärkten, der Corona-Pandemie sowie der eintretenden Kostensteigerungen ist die Geschäftsführung mit der Unternehmensentwicklung im Jahr 2021 zufrieden, auch wenn das Ergebnis (EBITDA) selbst nicht zufriedenstellend ist. Im Jahr 2021 wurden zu Lasten des Jahresergebnisses wesentliche Weichen gestellt, die die Ertragslage langfristig und nachhaltig verbessern werden. Auf Basis dieser Weichenstellungen blickt die Geschäftsführung positiv in die Zukunft.

Finanzlage

Die Ergebnisentwicklung in den Vorjahren war unbefriedigend. Aus diesem Grund wurde in 2019 die eben beschriebene Neuausrichtung und Transformation des Konzerns eingeleitet, welche in 2020 und 2021 fortgeführt wurde. Der Weg der Unternehmenstransformation folgt einem Plan bis 2022. Die Neuausrichtung der Unternehmensgruppe wurde dem deutschen und ungarischen Finanziererkreis vorgestellt mit dem Ergebnis, dass alle beteiligten Finanzierungspartner das Transformationskonzept unterstützen.

Aufgrund exogener Einflussfaktoren wie 2021 auftretenden Engpässen in den Lieferketten und der länger anhaltenden Pandemie hat das Unternehmen gemeinsam mit dem deutschen Finanziererkreis einvernehmlich eine Verlängerung der Unternehmenstransformation bis 2023 beschlossen.

Der Konzern war im Geschäftsjahr 2021 jederzeit in der Lage seinen Zahlungsverpflichtungen nachzukommen.

Investitionen

Die Investitionen im Geschäftsjahr betrugen für immaterielle Vermögensgegenstände 0,7 Mio. EUR und für Sachanlagen 8,5 Mio. EUR.

Die Investitionen für die immateriellen Vermögensgegenstände in Höhe von 0,7 Mio. EUR resultieren im Wesentlichen aus der Einführung eines ERP-Systems.

Die Investitionen in Sachanlagen betrugen ca. 8,5 Mio. EUR. Hierin enthalten sind Investitionen in Einrichtungen und Maschinen. Hierbei wurden in Mexiko (2,0 Mio.EUR), in Ungarn (1,2 Mio. EUR) und in den übrigen Lokationen (5,3 Mio. EUR) in den Druck- und Weiterverarbeitungsbereich investiert.

Liquidität

Die Edelmann GmbH steuert das Finanzmanagement für die Gruppe zentral aus Heidenheim. Die Zielsetzung des Finanzmanagements ist es, den Finanzbedarf des Unternehmens effizient und kostengünstig zu gewährleisten. Per 31. Dezember 2021 bestanden zugesagte Kreditlinien in Deutschland in Höhe von rd. 64 Mio. EUR zuzüglich kleinerer ausländischer Linien. Per Ende des Jahres waren hiervon 5,4 Mio. EUR nicht ausgenutzt. Bezüglich der Liquiditätsrisiken im Prognosezeitraum verweisen wir auf die Risikoberichterstattung zu den Liquiditätsrisiken.

Vermögenslage

Die Bilanzsumme reduzierte sich geringfügig gegenüber dem Vorjahr um 0,1 Mio. EUR. Die liquiden Mittel verringerten sich zum Bilanzstichtag um 6,2 Mio. EUR auf 5,4 Mio. EUR (Vj. 11,5 Mio. EUR).

Die Vorräte erhöhten sich um 5,9 Mio. EUR auf 39,8 Mio. EUR (Vj. 34,0 Mio. EUR), was besonders auf die Preiserhöhungen im zweiten Quartal des Geschäftsjahres zurückzuführen ist.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen stiegen um 1,9 Mio. EUR auf 23,6 Mio. EUR was auf die im Verhältnis zum Vorjahresmonat höheren Umsatzerlöse im Dezember 2021 zurückzuführen ist.

Die aktiven Rechnungsabregnzungsposten erhöhten sich um 1,1 Mio. EUR auf 1,5 Mio. EUR.

Die Finanzierung des Vermögens erfolgt zu ca. 5% mit Eigenkapital und zu ca. 95% mit Fremdkapital.

Das Eigenkapital verringerte sich um 7,9 Mio. EUR aufgrund eines negativen Konzernjahresergebnisses von 9,9 Mio. EUR, was im Wesentlichen auf die steigenden Inputfaktoren und die sonstigen Rückstellungen zurückzuführen ist. Dem entgegen stehen positive Eigenkapitaldifferenzen aus der Währungsumrechnung in Höhe von 1,9 Mio. EUR. Die Währungsdifferenzen im Eigenkapital sind beeinflusst durch die Korrektur von Wechselkurseffekten aus der Umrechnung von konzerninternen Darlehen sowie aus der Umrechnung von nicht in Euro lautender Jahresabschlüsse der konsolidierten Gesellschaften.

Die sonstigen Rückstellungen sind mit 13,3 Mio. EUR höher als im Vorjahr (10,2 Mio. EUR). Der Anstieg begründet sich in Rückstellungen für Restrukturierungskosten in Frankreich und den USA in Höhe von 4,7 Mio. EUR, welche im Laufe des Geschäftsjahres gebildet wurden.

Von den Bankverbindlichkeiten in Höhe von 60,9 Mio. EUR wurden 60,1 Mio. EUR in der Konzernwährung EUR aufgenommen (Deutschland, Ungarn) und 0,8 Mio. EUR in Fremdwährung (Brasilien, Ungarn).

Die Geschäftsentwicklung 2021 verlief aus unserer Sicht aufgrund der steigenden Preise für Inputfaktoren und der Bildung der sonstigen Rückstellungen insgesamt ungünstig. Das Geschäftsjahr 2021 führte trotz des moderaten Umsatzwachstums um 3,5 % bzw. um 9,9 Mio EUR aber aufgrund der korrespondierenden überproportionalen Erhöhung der Materialaufwendungen um 8,1 Mio. EUR, der Erhöhung der Personalaufwendungen um 4,5 Mio. EUR sowie der Reduktion des Saldos der sonstigen betrieblichen Erträge und Aufwendungen um 1,4 Mio. EUR zur Verschlechterung des EBITDA um 5,1 Mio. EUR auf 9,9 Mio. EUR.

Mitarbeiter

Zum Jahresende 2021 lag die Zahl der Beschäftigten bei Edelmann weltweit bei 2.991 Mitarbeitern. Davon arbeiteten 1.124 in Deutschland; 1.867 waren an Standorten im Ausland tätig. Dies entspricht einem Anteil für Deutschland von 37,6 % (Vorjahr 40,6 %).

In allen Werken erfordern insbesondere die unternehmensspezifischen Produktionsprozesse hochqualifizierte Mitarbeiter. Während in Deutschland der Treiber für die Fokussierung auf die Aus- und Weiterbildung im Haus der demografische Wandel ist, ergeben sich ähnliche Anforderungen im Ausland schlichtweg aufgrund der fehlenden gleichwertigen Qualifikation am Markt.

Generell entsteht durch die hausinterne Ausbildung eine enge Bindung der Mitarbeiter an Edelmann. Um auf kurzfristige Änderungen der Kapazitätsauslastung schnell reagieren zu können, werden Möglichkeiten des Personalmanagements wie beispielhaft die kurzfristige Flexibilität von Arbeitszeiten genutzt.

Nachhaltigkeit

Umwelt- und Qualitätsmanagement

Der Maßstab unseres Handelns ist die Zufriedenheit unserer Kunden. Der verantwortungsvolle Umgang mit den Ressourcen beruht auf einem gemeinsamen Verständnis. Wir unterstützen sie mit Verpackungsentwicklungen aus dem ökologischen Material Karton, mit Produktionstechnologien, die Abfälle und energieintensive Arbeitsschritte reduzieren sollen. Mit unseren Investitionen halten wir dafür unseren Maschinenpark auf aktuellem Stand. Damit einher geht eine Aus- und Weiterbildung unserer Mitarbeiter, die einen wichtigen Beitrag für die Entwicklung und Weiterentwicklung innovativer Lösungen leisten. Ergebnis ist unser High Q Packaging: Verpackungen mit dem Edelmann-Qualitätsstandard, und das von einem unabhängigen und dauerhaft verlässlichen Partner.

Karton & Image

Das Basismaterial für die Herstellung von Verpackungen bei Edelmann ist Karton. Das verspricht nicht nur eine bessere ökologische Bilanz, da wir auf einen Packstoff setzen, der biologisch abbaubar und wiederverwertbar ist. Karton wird nach Ansicht der Gesellschaft von den Verbrauchern auch als ein umweltfreundliches Verpackungsmaterial wahrgenommen. Auf Basis der Dialoge mit Kunden sind wir überzeugt, dass Kartonverpackungen im Gegensatz zu anderen Substraten ein wirkungsvoller Vermittler für den Imagetransfer in Sachen Nachhaltigkeit darstellen.

Qualitätssicherung und Umweltschutz haben Tradition

Seit Jahrzehnten beschäftigen wir uns intensiv mit dem Thema Qualitätssicherung. In dieser Zeit haben wir die Entwicklung von der herkömmlichen Qualitätskontrolle zum ganzheitlichen Qualitätsmanagementsystem vollzogen. Wir haben uns dazu verpflichtet, nicht nur das Qualitätsniveau unserer Leistungen zu erhalten, sondern dieses ständig zu verbessern. Dazu gehören im Wesentlichen die internationalen Richtlinien "Good Manufacturing Practises" und die DIN EN ISO 9001. Unser Qualitätsmanagement ist darüber hinaus wichtige Grundlage für nachhaltige Umweltschutz-Maßnahmen. Dies äußert sich im Einsatz umweltschonender und -verträglicher Roh- und Hilfsstoffe, der ressourcenschonenden Produktion bei gleichzeitigem Einsatz erneuerbarer Energien. Denn eine nachhaltige Unternehmensführung und Produktion setzt unter anderem festgeschriebene wie auch nachvollziehbare Prozesse voraus.

Risikobericht

Das unternehmerische Handeln im nationalen und internationalen Umfeld setzt Edelmann einer Vielzahl von Risiken aus. Der Erfolg des Unternehmens wird wesentlich durch das frühzeitige Erkennen dieser Risiken sowie einen bewussten Umgang mit ihnen beeinflusst. Durch das implementierte Risikomanagementsystem (RMS) wird ein vorausschauendes Handeln sichergestellt. Die Identifizierung und transparente Darstellung der Risiken sowie die getroffenen Steuerungsmaßnahmen sind die Basis für die langfristige Sicherung der Unternehmenspolitik und erfolgreiche Weiterentwicklung in der Zukunft. Die Risikopolitik ist an die Geschäftsstrategie angepasst. In ihrem Rahmen werden kontinuierlich Vorkehrungen getroffen, um Risiken möglichst zu erkennen und zu vermeiden oder zu minimieren.

Die Risikostruktur setzt sich zusammen aus branchenspezifischen Risiken, die die Mitbewerber in den jeweiligen Geschäftsfeldern gleichermaßen betreffen und aus individuellen Risiken des Unternehmens. Generell ist festzuhalten, dass die branchenspezifischen Risiken überwiegen, teilweise durch höhere Werte, teilweise wegen der geringeren Möglichkeiten, durch Kontroll- und Steuerungsmaßnahmen kompensierend zu wirken. Der Risikobericht betrifft sowohl die Edelmann GmbH als auch die in- und ausländischen Tochterunternehmen und ist somit für den Konzern gültig.

Risiken und Chancen werden grundsätzlich absteigend in ihrer Bedeutung dargestellt und, sofern möglich, quantifiziert.

Wesentliche Merkmale des internen Kontroll- und Risikomanagementsystems (RMS)

Unter Risikomanagement versteht Edelmann nachvollziehbare und systematische Vorgehensweisen zur Identifizierung, Bewertung, Überwachung und Steuerung von potenziellen Risiken sowie die Auswahl und Umsetzung von Maßnahmen zur Risikohandhabung und Risikoverringerung.

Edelmann hat ein RMS implementiert, um Risiken frühzeitig erkennen und in Abwägung mit den entsprechenden Chancen beurteilen, minimieren und steuern zu können.

Das RMS der Edelmann-Gruppe ist in die allgemeine Unternehmenssteuerung integriert und setzt sich im Wesentlichen aus folgenden Elementen zusammen:

Integrierte Managementsysteme (IMS),

Internes Kontrollsystem (IKS),

Externe Audits.

Diese Bestandteile des Risikomanagementsystems dienen der Steuerung und Überwachung der Geschäftsprozesse. Darüber hinaus nutzt die Konzernleitung ihre umfassenden Kenntnisse der Märkte. Diese beruhen insbesondere auf langjährigen Kontakten zu Kunden, Lieferanten und Verbänden.

Beim IMS liegt ein besonderes Augenmerk auf den Themen Sicherheit, Qualität der Produkte und Leistungen sowie betrieblicher Umweltschutz. Im Rahmen der Prozessdarstellung werden die jeweiligen Prozessschritte mit ihren Qualitäts-, Umwelt- und Sicherheitskriterien, den operativen Zielen und etwaigen Schnittstellen dargestellt und allgemeingültig beschrieben. Durch laufende Anpassungen an die Veränderungen des Marktes und kontinuierliche Verbesserungen der Prozesse sowie des betrieblichen Umweltschutzes und der Sicherheit wird das IMS ständig weiterentwickelt.

Ergänzend zum IMS werden mögliche Kontrollen zur Risikoabdeckung definiert: Die Prozessorganisation, Prozessrisiken und -kontrollen werden durch die jeweiligen Einheiten evaluiert und auf die lokalen Gegebenheiten angepasst. Es handelt sich hierbei um einen fortgesetzten und dauerhaften Prozess mit mehreren Schritten, durch den die Beherrschung der Aktivitäten in der Gruppe und die Ausübung der internen Kontrollen kontinuierlich verbessert werden soll.

Auf der Basis des oben dargestellten umfassenden und in die allgemeinen Unternehmensabläufe integrierten Risikomanagementsystems identifiziert und bewertet Edelmann die verschiedenen strategischen und operativen Chancen und Risiken. Ziel ist die Sicherstellung einer nachhaltigen positiven Unternehmensentwicklung. Das Risikomanagementsystem dient insbesondere dazu, mögliche Gefahren für die Erreichung der Unternehmensziele bereits im Vorfeld zu minimieren. Hierbei werden alle im jeweiligen Geschäftsfeld liegenden Chancen sachgerecht gegen Gefahrenpotenziale abgewogen, aufgrund der Analyse bewertet und entsprechende Maßnahmen identifiziert und umgesetzt.

Wesentliche Datengrundlage des Edelmann Risikomanagements ist das monatliche Berichtswesen, das detailliert sämtliche Umsatzpositionen, Aufwandsarten und Vermögens- und Finanzierungskomponenten quantitativ und qualitativ darstellt. Die einzelnen Positionen werden mit der Planung und dem Vorjahr abgeglichen und einem Soll-Ist bzw. Ist-Vorjahres-Vergleich unterzogen. Etwaige Abweichungen werden analysiert und kommentiert. Dadurch wird eine regelmäßige und frühzeitige Information über maßgebliche Risiken, die die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Unternehmens wesentlich beeinflussen, gewährleistet. Die Risikoüberwachung und -steuerung wird bei Edelmann grundsätzlich auf Geschäftsführungsebene ausgeübt. Im Einzelnen werden für alle relevanten Risiken Verantwortliche festgelegt. Dabei hängt die hierarchische Ebene der Verantwortlichkeit von der Bedeutung des jeweiligen Risikos ab.

Einsatz von IT-Systemen

Die Erfassung buchhalterischer Vorgänge erfolgt bei den einzelnen Konzernunternehmen der Edelmann durch lokale Buchhaltungssysteme. Die lokalen Abschlüsse sowie die Abschlüsse für Konzernabschlusszwecke werden durch Meldung der einzelnen Konzernunternehmen an die Zentrale übermittelt. Hierbei ist zu unterscheiden, dass für die Gesellschaften, die an SAP angeschlossen sind, die Daten über eine Schnittstelle hochgeladen werden. Für Gesellschaften, die ein anderes Buchhaltungssystem haben, werden Berichte verfasst, die dann in das Konsolidierungssystem hochgeladen werden.

Die gemeldeten Abschlüsse werden erfasst und gespeichert, sodass dort alle relevanten Informationen in einer umfangreichen Datenbank im SAP verfügbar sind. Mit Hilfe dieses Informationssystems wird anhand der einzelnen Abschlüsse und nachfolgender Konsolidierungsvorgänge der Konzernabschluss erstellt. Ferner sind in diesem Informationssystem systemintegrierte Kontrollen und Validierungen implementiert.

Einzelrisiken

Liquiditätsrisiken

Im Laufe des Jahres 2019 verschärfte sich die angespannte Liquiditätssituation des Konzerns. Vor diesem Hintergrund wurde die Firma Andersch AG, Frankfurt am Main, beauftragt für die Edelmann Gruppe (Edelmann GmbH und Tochtergesellschaften) ein Zukunftskonzept mit gutachterlicher Aussage zur Sanierungsfähigkeit zu erstellen. Dieses Gutachten sollte den Anforderungen des IDW S 6 entsprechen. Hintergrund war die nachlassende Ertragskraft in Kombination mit einem zusätzlichen hohen Mittelbedarf aus anorganischem Unternehmenswachstum, der zu diesem Zeitpunkt nicht von dem derzeit zur Verfügung stehenden Eigen- und Fremdkapital gedeckt war.

Das vorgelegte Zukunftskonzept einschließlich gutachterlicher Stellungnahme zur Sanierungsfähigkeit (Gutachten im Sinne des IDW S6 der Firma Andersch AG) inklusive des Addendums vom 8. April 2022 sieht die Fortführungsfähigkeit der Edelmann Gruppe gegeben, sofern die vorhandenen Kredite aufrechterhalten werden und damit die Zahlungsfähigkeit aufrechterhalten werden kann. Für den Fall einer erfolgreichen Umsetzung der operativen und strategischen Maßnahmen hat die gutachterliche Stellungnahme eine nachhaltige Wettbewerbs- und Renditefähigkeit bescheinigt. Die gutachterliche Stellungnahme beinhaltet umfangreiche Annahmen und Prämissen.

Mit Datum vom 24. Juli 2020 wurde ein Konsortialkreditvertrag für revolvierende sowie langfristige Kredite in Höhe von EUR 64.422.856,00 zwischen verschiedenen Konzernunternehmen und verschiedenen finanzierenden Banken geschlossen. Dieser Konsortialkreditvertrag hatte eine Laufzeit bis zum 31. Dezember 2022. Ab dem 31. März 2022 waren planmäßige Tilgungen geplant.

Mit Datum vom 24. Juni 2022 wurde die Laufzeit des Konsortialkreditvertrag um ein weiteres Jahr bis zum 31. Dezember 2023 verlängert. Die ursprünglich ab dem 31. März 2022 geplanten Tilgungen wurden verschoben und beginnen ab dem 30. September 2022. Hintergrund für die Verschiebung der planmäßigen Tilgungen sind die signifkanten Preissteigerungen auf dem Rohstoffmartk, die nur zeitverzögert an die Kunden weitergegeben werden können.

Insgesamt setzt die Fortführung der Unternehmenstätigkeit die Aufrechterhaltung der bestehenden Kredite im Rahmen des Konsortialkreditvertrages zwischen der Edelmann GmbH und weiteren Konzernunternehmen und verschiedenen finanzieren den Banken zur Sicherung der Liquidität, das Eintreten der im Sanierungsgutachten (inkl. Addendum) enthaltenen Annahmen und Prämissen sowie die Umsetzung von bzw. die Fortführung der teilweise eingeleiteten operativen und strategischen Maßnahmen im Konzern voraus.

Wesentliche Maßnahmen sind insbesondere die Reduktion des Materialaufwandes, die Optimierung der Fertigungseffizienz, die Optimierung der Kundenprofitabilität, die erfolgreiche Abwicklung des USA Geschäftes (Edelmann USA Inc., Ontario/USA) sowie die erfolgreiche Entwicklung der im Januar 2019 von der Elanders AB, Mölndal/ Schweden, erworbenen Beteiligung in China (Edelmann (Beijing) Co. Ltd, Beijing/ China, (vormals: Elanders (Beijing) Printing Co. Ltd., Beijing/China). Weiterhin sind die im Geschäftsjahr 2021 neu eingeleitete Zusammenlegung der Standorte Wuppertal und Burscheid, die Weitergabe der Preissteigerungen an die Kunden sowie die langfristige Sicherung der Energiepreise umzusetzen. Sollten die Maßnahmen nicht oder nur teilweise umgesetzt werden beziehungsweise nicht oder nur teilweise liquiditätswirksam beziehungsweise ertragswirksam werden, ist die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit nur durch die Zurverfügungstellung von weiterem Fremd- oder Eigenkapital gegeben. Inbsesondere vor dem Hintergrund einer möglichen weiteren negativen wirtschaftlichen Entwicklung durch die Covid 19 Pandemie, weitere Energie- und Rohstoffpreissteigerungen sowie die anhaltende Inflation, kann dies nicht ausgeschlossen werden.

Die operativen und strategischen Maßnahmen wurden im Geschäftsjahr 2020 entsprechend dem Zukunftskonzept eingeleitet und im Geschäftsjahr 2021 fortgesetzt bzw. weiterentwickelt. So konnte insbesondere die Entwicklung der Edelmann (Beijing) Co. Ltd, Beijing/China, planmäßig fortgeführt werden. Aufgrund des aktuellen Materialengpases in Verbindung mit einhergehenden Preiserhöhungen konnte der ursprünglich forcierte Turnaround zur Optimierung des Werkes USA nicht realisiert werden. Vielmehr hat sich die Geschäftsführung im Geschäftsjahr entschieden, den Standort zu schließen um weitere Verluste aus dem USA Geschäft zu minimieren.

Der zeitliche Verzug zwischen signfikant gestiegenen Inputkosten sowie der Weitergabe an den Kunden belastet die Liquiditätssituation zusätzlich, was sich besonders seit Q3 2021 intensivierte.

Entsprechende Erholungen konnten seit Q1 2022 beobachtet werden. In Zusammenarbeit mit der Andersch AG wurde die gutacherliche Stellungnahme anhand der neuen Begebenheiten auf dem Beschaffungsmarkt angepasst .

Edelmann führt keinerlei unmittelbare wirtschaftliche Beziehungen zwischen Unternehmen, welche in Russland oder der Ukraine ansässig sind, wodurch keine Geld- oder Warenströme in oder aus diesen Ländern fließen. Es bestehen vor Ort keine Produktionsstätten oder Vertriebsbüros. Aus diesem Grund entstehen für die Edelmann Gruppe durch die kriegerischen Aktivitiäten in der Ukraine oder wirtschaftlichen Sanktionen gegen Russland keine direkten Liquidiätstrisiken. Daraus entsehende mittelbare Auswirkungen (z.B. Anstieg der Energiepreise) konnte mit langfristigen Lieferverträge mit festen Preisvereinbarungen abgesichert werden.

Absatzrisiken

Das Edelmann Geschäft ist geographisch und produktseitig breit aufgestellt, eine wesentliche Abhängigkeit von einem bestimmten Teilsegment besteht nicht. Das größte Segment mit einheitlichem Marktverhalten (Haarfärbemittel Europa) erzielt knapp 6 % des Konzernumsatzes. Die Wahrscheinlichkeit, dass die Absatz- oder Umsatzzahlen dieser oder aller von Edelmann bearbeiteten Teilsegmente gleichzeitig einbrechen, wird als gering eingeschätzt. Die Vergangenheit hat aber auch bei Edelmann, wie in vielen anderen breit aufgestellten Unternehmen gezeigt, dass ein massiver Konjunktureinbruch die Grenzen der Belastbarkeit erreichen kann.

In den einzelnen Teilsegmenten besteht ein spezifisches Risikopotenzial. Einflussfaktoren können hierbei solche sein wie kundenseitige Marktkonzentration (Zahnpasta und Food), Witterung (Pharma), politische Vorgaben (US-Exportkunden in Mexiko) oder auch generelles Konsum- und Konjunkturklima (Kosmetik).

Rohstoff- und Beschaffungsrisiken

Diese Risikoklasse betrifft die Verfügbarkeit von zu beziehenden Waren und Dienstleistungen. Durch unser laufendes Lieferantenkontrollverfahren wird eine gleichbleibend hohe Qualität sichergestellt. Infolge des globalen Pandemiegeschehens konnte ein Angebotsrückgang beobachtet werden, wodurch die Lieferketten unterbrochen wurden. Hinzu kommen vereinzelte Insolvenzen von Kartonherstellern, welche die Beschaffungslage weiter erschweren. Das verringerte Angebot trifft auf eine steigende Nachfrage, wodurch zunehmend Preissteigerungen zu verzeichnen sind. Edelmann begegnet diesen Lieferengpässen mit einer engen Verzahnung mit den wesentlichen Lieferanten auf möglichst vielen Hierarchieebenen und dem Versuch eigene internationale Lieferwege zu etablieren, wozu bspw. der Import aus Asien zählt.

Hauptrisiken im Herstellungsprozess sind mittelfristig schwer vorhersehbare Kartonpreise. Darüber hinaus bestehen Risiken für die Material- und Energiekosten, welche besonders durch eine bereits vorhandene Knappheit und eine Verschärfung kriegerischer Aktivitäten in Osteuropa gestiegen sind.

Auch die finanzielle Stabilität wichtiger Lieferanten und die anhaltende Konzentration bei den Kartonherstellern stehen im Fokus. Die Risikotragfähigkeit wird einerseits durch den Auf- und Ausbau von Zweitlieferanten für alle kritischen Rohstoffe, andererseits durch gezielte Redundanz zwischen den Standorten in der Rohstoffbeschaffung hergestellt.

Industrielle Risiken

Die Auswirkungen von Risiken wie Feuer, Hochwasser oder sonstigen schwerwiegenden Ereignissen, deren Eintritt unwahrscheinlich ist, aber Schäden verursachen könnte, die trotz individueller Absicherung nicht in vollem Umfang zu kompensieren sind, wird allein durch die Aufteilung in unabhängige Werke mit unterschiedlichen Standorten verringert. Durch die noch nachwirkende zurückhaltende Investitionstätigkeit der Vergangenheit besteht die Möglichkeit, dass innerhalb der geplanten Lebenszeit ein vorher nicht kalkulierbarer Nachrüst- und Wartungsaufwand anfällt. Hierbei handelt es sich um ein inzwischen limitiertes Kostenrisiko im Rahmen der allgemeinen Tragfähigkeit. Im Bereich Umwelt ist durch interne Prozesse sichergestellt, dass sämtliche Investitionen die geltenden Vorschriften erfüllen.

Ausfallrisiken

Generell wirkt die stabile Kundenstruktur einer hohen Unsicherheit bezüglich der individuellen Ausfallrisiken entgegen. Maßnahmen zur Minimierung der Ausfallrisiken sind angepasste Zahlungsbedingungen, stringente Einhaltung von Limits und monatliche Einzeldurchsicht von fälligen Forderungen. Konzernweit entstanden aus diesen Ausfallrisiken bei Edelmann nur minimale Schäden, da die Forderungen durch entsprechende Forderungsausfallversicherungen abgesichert sind bzw. das Ausfallrisiko durch Factoring reduziert wird.

Zinsänderungsrisiken

Mit Datum vom 24. Juli 2020 wurde ein Konsortialkreditvertrag für revolvierende sowie langfristige Kredite in Höhe von EUR 64.422.856,00 mit einer Laufzeit bis 2022 zwischen verschiedenen Konzernunternehmen und verschiedenen finanzierenden Banken geschlossen. Durch die in dem Vertrag enthaltene Zinsbindung ergibt sich kein wesentliches Zinsänderungsrisiko. Mit Datum vom 24. Juni 2022 wurde die Laufzeit des Konsortialkreditvertrages um ein weiteres Jahr bis zum 31. Dezember 2023 verlängert. Die ursprüngliche ab dem 31. März 2022 geplanten Tilgungen wurden verschoben und beginnen ab dem 30. September 2022. Hintergrund für die Verschiebung der planmäßigen Tilgungen sind die signifikanten Preissteigerungen auf dem Rohstoffmarkt, die nur zeitverzögert an die Kunden weitergegeben werden können.

Investitionsrisiken

Ersatzinvestitionen oder gar Investitionen mit Kapazitätseffekt tragen sich über einen Zeitraum, der in der Regel den Prognosezeitraum übersteigt und bergen das Risiko einer Fehlallokation von knapper Liquidität. Kurzfristig bestehen risikoreduzierende Maßnahmen darin, den Produktionsplan und die Kapazitäten laufend der Entwicklung des Auftragseinganges anzupassen.

Die zur Durchführung des Geschäfts notwendigen Investitionen werden abhängig von ihrer Bedeutung einer Wirtschaftlichkeitsberechnung unterzogen.

Kurzfristige Währungsrisiken (Transaction Exposure)

Edelmann tätigt Umsätze überwiegend in der Landeswährung der jeweiligen Einzelgesellschaften. Für die Aktivitäten außerhalb des Euro-Raumes stehen den Umsätzen Kosten in der jeweiligen Landeswährung gegenüber, sodass sich auf den Ergebnisbeitrag aus diesen Währungsräumen tatsächlich ein Risiko ergibt. Dieses Risiko wird teilweise dadurch abgefedert, dass sich die Ausgaben und Einnahmen in Eigen- und Fremdwährung größtenteils ausgleichen, wobei sich die Fremdwährung auf mehrere unterschiedliche Währungen unterteilt. Insgesamt verharrte der Anteil des nicht in Euro erzielten Umsatzes am Gesamtumsatz in 2021 bei 44 % (Vj.41%).

Langfristige Währungsrisiken (Translation Exposure)

Die Anteile an den Gesellschaften im Ausland, Kapitalerhöhungen und Investitionen in den letzten Jahren wurden in Euro finanziert und belasten dementsprechend die Verschuldung der Edelmann GmbH. Das somit erworbene oder gebildete Eigenkapital der Landesgesellschaften besteht in lokaler Währung und führt daher bei der Kapitalkonsolidierung mit den volatilen Kursen zu entsprechenden Wechselkursergebnissen, welche jedoch ergebnisneutral in das Konzerneigenkapital einfließen.

Personalrisiken

Edelmann ist an allen Standorten auf hochqualifizierte Mitarbeiter angewiesen und konkurriert mit zahlreichen Unternehmen um entsprechend geschultes Personal. Speziell in Deutschland wird durch intensive Kooperationen mit Hochschulen, Betreuung von Praktika und Abschlussarbeiten sowie Ausbildung im Werk Heidenheim für die notwendige Verfügbarkeit von potenziell einsetzbaren Kräften gesorgt.

Die zunehmende Einrichtung von breit aufgestellten Prozessen reduziert die Abhängigkeit von individuellen Know-how Trägern, deren Ausfallwahrscheinlichkeit im Industriedurchschnitt liegt. Insgesamt ergeben sich hieraus Restrisiken innerhalb des Rahmens der allgemeinen Risikotragfähigkeit.

IT-Risiken

Die Risiken im IT-Bereich gliedern sich in Systemausfallrisiken, mangelhafte Systemverfügbarkeit und Angriffe von außen.

Das Ziel, für alle Anwendungen gleichermaßen eine Risikominimierung anzustreben, bedeutet eine Vielzahl an Ansätzen. Während das zentrale SAP R/3 System für die deutschen Standorte, Frankreich, Ungarn, USA und China durch Edelmann GmbH inklusive Redundanz zur Verfügung gestellt wird, müssen andere Systeme dezentral, oder von externen Partnern gepflegt werden. Die getroffenen Maßnahmen stellen sicher, dass das Risiko einer punktuellen Ergebnisauswirkung wegen Systemausfall als gering einzustufen ist.

Rechtliche Risiken

Aktuell ist kein wesentlicher Sachverhalt im Bereich der rechtlichen Risiken bekannt. Im Rahmen des Risikomanagements werden sämtliche Risiken betrachtet. Es werden vorbeugende Maßnahmen ergriffen, um die folgenden Risiken zu minimieren: unzureichend kontrollierte Verpflichtungen, Mängel im Prozess der Vertragsgestaltung, mangelhaftes oder verspätetes Management von Rechtsstreitigkeiten und schlechtes Management der juristischen Ressourcen. Zur Risikovermeidung sind im RMS konkrete Maßnahmen formuliert.

Umweltrisiken

Durch die Produktion entstehen verfahrensbedingte moderate Risiken, die Umwelt zu verunreinigen. Zur Minimierung dieser Risiken und der kontinuierlichen Verbesserung der Umweltschutzleistung der Edelmann wurden Umweltschutzprogramme aufgestellt. Diese beinhalten Ziele, aus denen sich wiederum konkrete Umweltschutzmaßnahmen ableiten, die dann im Einzelnen umgesetzt werden und im Rahmen des jährlich erstellten Umweltberichts nachverfolgt werden.

Covid-19

Die Pandemie (Covid-19), die im Dezember 2019 in China ihren Anfang nahm und sich daran anschließend auf alle Regionen der Edelmann-Gruppe verbreitet hat, verursacht Verunsicherung auf den Zuliefer- und Absatzmärkten der Gruppe. In 2020 ergab sich eine pandemiebedingte Reduktion der Absatzmengen von rund 7% im Jahresvergleich. Durch die zunehmende Rücknahme von Zugangsbeschränkungen konnte in 2021 eine erstmalige Entspannung der Covid-19 Pandemie festgestellt werden, welche sich in steigenden Absatzzahlen bemerkbar machte. Für die erste Jahreshälfte 2022 wird eine weitere Erholung der Märkte erwartet, wodurch mit steigenden Erlösen im Zuge der Normalisierung der Pandemieumstände zu rechnen ist. Ein hierdurch geplantes Volumenwachstum wird besonders durch die bereits eingeleiteten Preiserhöhungen geschaffen, wenngleich dieses durch die Engpässe auf dem Beschaffungsmarkt limitiert ist. Die Umsatzerlöse im Segment Health-Care sind weitgehend unbeeinträchtigt durch die Pandemie. Ebenso stabil verhalten sich die Umsätze im Premium-Segment, insofern diese nicht dem Markt der luxuriösen Kosmetikprodukte zuzurechnen sind. Für letztere ergaben sich in der Vergangenheit temporäre Erlösreduktionen, da tradierte Absatzwege nur eingeschränkt zugänglich sind (Einzelhandel, Duty-Free) bzw. Ausgangsbeschränkungen Konsum einschränken, welche jedoch zunehmend zurückgenommen werden. Aus diesem Grund kann im Luxus-Segment ein starker Anstieg der Nachfrage festgestellt werden. Es entwickelt sich ein Nachholeffekt und das Bestreben leere Läger auf die erhöhte Endkonsumentennachfrage anzupassen. Es ist nicht absehbar, ob sich durch die Folgen der Pandemie eine weltweite Rezession anschließt, welche sich durch die steigende Nachfrage und das ausbleibende Angebot ergibt. Hieraus entstehen Risiken einer überdurchschnittlichen Inflation, wodurch die steigende Nachfrage gedämpft wird oder die Profitabilität durch Preissteigerungen abnimmt.

Weiterhin bestehen grundsätzlich Risiken bei Werksschließungen oder Störungen der betrieblichen Abläufe als Folge der Pandemie zum Beispiel durch staatliche Einschränkungen, hohe Krankheitsraten oder Beeinträchtigungen der Lieferketten. Demgegenüber stehen Business-Continuity-Pläne zur Aufrechterhaltung der Kundenversorgung. Alle Werke der Gruppe werden aufgrund ihrer Versorgung von Pharmazeuten oder Fast Moving Consumer Goods als "systemrelevant" angesehen. Hohe Sicherheitsstandards, die durch Krisenstäbe erarbeitet und überwacht werden, reduzieren zeitgleich das Risiko von Störungen.

Einschätzung der Gesamtrisikosituation

Eine Bewertung der gegenwärtigen Risikosituation zeigt, dass für unsere Gesellschaft im Prognosezeitraum über die oben unter "Liquiditätsrisiken" dargestellte Abhängigkeit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit vom Eintreten der genannten Annahmen und Prämissen und dem Einleiten sowie der erfolgreichen Umsetzung der genannten Maßnahmen hinaus kein weiteres bestandsgefährdendes Risiko besteht.

Chancenbericht

Chancen werden insbesondere in hochqualitativen Produkten und in der Weiterentwicklung und Verbesserung der Produkte sowie Zusatzdienstleistungen wie Konfektionierung, Etikettierung und Logistik gesehen. Auch die ständige Verbesserung bei den pharmazeutischen Produkten bietet Chancen für Edelmann. In den aufgezählten Bereichen liegen die Möglichkeiten einen Mehrwert gegenüber dem Wettbewerb bieten zu können.

Erweitertes Absatzpotenzial

Mögliche Treiber für eine Absatzentwicklung über Plan sind vorhanden. Zum einen verstärken sich laufend die Ansprüche der globalen Pharma Kunden an individuelle Produktrückverfolgbarkeit (in China bereits Gesetz). Andererseits erlaubt die nun globale Aufstellung von Edelmann die Betreuung von Global Playern auf Kundenseite aus einer Hand durch unser Key Account Management.

Verbesserte Kostensituation

Die umfangreichen Investitionen auch im Vorjahreszeitraum in unsere Standorte mit Schwerpunkt Osteuropa beinhalten nun auch verstärkt Möglichkeiten, dem anhaltend extremen Margendruck zumindest etwas entgegenzuwirken.

Prognosebericht

Für den relevanten Verpackungsmarkt wird bis 2023 ein konjunkturgetriebenes Wachstum erwartet, dessen Dynamik sich langfristig abschwächen soll. Für die Segmente Healthcare (HC) und Beautycare (BC) wird mit einem Wachstum von 4,8% und 4,1 % (CAGR 2018-2023), für Consumer Brands (CB) wird mit einem Wachstum von ca. 2,5% (CAGR 2018-2023) weltweit gerechnet. Relevante Wachstumsmärkte sind insbesondere China, Indien und Polen. Die Präsenz von Edelmann in diesen Märkten eröffnet wesentliche Chancen. Eine auf Kundenseite festzustellende Marktkonsolidierung, insbesondere bei internationalen FMCG (Fast Moving Consumer Goods) -Konzernen, erhöht die Verhandlungsmacht der Kunden und induziert einen zunehmenden Preisdruck. Ein Wachstum mit diesen Kunden ist dabei nur mit starker lokaler Präsenz möglich.

Geringe Markteintrittsbarrieren sowie ein zunehmender Wettbewerbsdruck aus Niedriglohnländern intensivieren den Verdrängungs- und Preiswettbewerb. Das Wettbewerbsumfeld im Verpackungsmarkt ist (noch) stark fragmentiert; in den letzten Jahren sind vermehrt M&A-Aktivitäten zu beobachten. Edelmann konkurriert sowohl mit regionalen Spezialisten als auch mit global agierenden Faltschachtel-Konzernen. Die Peer Group liegt insgesamt nah beieinander, wobei WestRock und Autajon die beiden Hauptwettbewerber darstellen. Aktuell ist die EBITDA-Marge deutlich unterhalb der Peer Group.

Der internationale Währungsfonds IWF veröffentlichte für das Jahr 2022 einen erwarteten Anstieg des Bruttoinlandsproduktes für den wichtigen Inlandsmarkt Deutschland in Höhe von 2,1%.

Wirtschaftsprognosen in 2022 geprägt von Lieferkettenproblemen, Kostensteigerungen und Erhöhung der Verkaufspreise

Das Jahr 2022 ist in den Umsatzerwartungen geprägt von einer weiteren Erholung, welche jedoch durch Materialpreissteigerungen und Lieferkettenprobleme limitiert wird. Verpackungen für den pharmazeutischen Bereich werden im Vorjahresvergleich ebenso als stabil angesehen wie Verpackungen für das Premium-Segment, insofern die Endprodukte über Supermärkte und Drogerien vertrieben werden. Verpackungen für luxuriöse Kosmetikprodukte waren durch die weltweite Pandemie durch das Coronavirus beeinträchtigt. Diese heben sich jedoch zunehmend durch die Rücknahme der Beschränkungen auf. Eine Belebung der Umsätze insbesondere von Produkten aus dem Segment der luxuriösen Kosmetikprodukte wird für das Jahr 2022 erwartet. Exakte Prognosen sind aufgrund der hohen Unsicherheit zur Materialbeschaffung und der Nachwirkungen der durch das Virus ausgelösten wirtschaftlichen Krise schwierig.

Erwartete Geschäfts- und Ertragslage

Die 3-Jahresplanung basiert auf operativen Planungen auf Einzelgesellschafts- und Konzernebene für den Zeitraum vom 31.12.2021 bis zum 31.12.2024. Die Planung zeigt einen Umsatzanstieg von 295,4 Mio. EUR in 2021 auf 313,5 Mio. EUR für das Geschäftsjahr 2022. Diese geht im Wesentlichen auf die Preiserhöhungen zurück, wobei kein besonderes Volumenwachstum geplant ist.

Für das Geschäftsjahr 2023 ist ein Umsatzwachstum auf 322 Mio. EUR geplant. Wir verweisen auf die verbleibenden Unsicherheiten und das Voraussetzen des Eintretens der Prämissen und Maßnahmen unter "Liquiditätsrisiken". Insbesondere eine Verschlechterung des Auftragseingangs, der Umsätze und der Ergebnisse durch Auswirkungen der Corona Pandemie können die Entwicklung maßgeblich negativ beeinflussen.

In Folge der angestrebten operativen Maßnahmen und des Umsatzwachstums weist die Planung eine signifikante Steigerung des EBITDA auf 31,8 Mio. EUR in 2022 und auf 32,7 Mio. EUR im Geschäftsjahr 2023 aus. Dies entspricht einer EBITDA-Marge von 10,2 % in 2022 sowie in 2023.

Die Planung zeigt eine positive Entwicklung des Konzernjahresüberschuss von 14,2 Mio. EUR in 2022 hin zu einem Konzernjahresüberschuss in 2023 von 15,1 Mio EUR.

Die erwarteten Investitionen für das Geschäftsjahr 2022 liegen deutlich über dem Vorjahr.

Der Konzernumbau wird in 2022 fortgesetzt. Der Verschlankung der Organisation folgen vor allem Programme mit dem Ziel, die Wettbewerbsfähigkeit der Gruppe nachhaltig zu steigern. In 2020 eingeleitete und in 2021 fortgesetzte Maßnahmen (Schließung Werk USA, Zusammenlegung Standorte Leverkusen & Wuppertal, Transformation Frankreich) werden sich in 2022 weiter positiv bemerkbar machen.

 

Heidenheim, 29. Juni 2021

Edelmann Holding GmbH & Co. KG

Die Geschäftsführung

Petra Lange

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