Winkels Servicegesellschaft mbH

Twistedener Straße 5, 47608 Geldern, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Kleve HRB 3963
Eingetragen
30.9.1991
Branche
Allgemeine GebäudereinigungGarten- und LandschaftsbauErbringung von sonstigen gärtnerischen Dienstleistungen
Gegenstand
Gebäudeinnen- und -außenreinigung, die Grundstückspflege, die Bewachung von Grundstücken, Gebäuden und Veranstaltungen, die Durchführung landschaftsgärtnerischer Maßnahmen, deren Erstellung und Pflege auf öffentlichen Wegen und Grundstücken, die Reinigung von öffentlichen Wegen und Grundstücken sowie die Winterwartung gemäß städtischer Satzungen.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Geschäftsführer
Adelgunde Winkels
seit 15.10.2015
Geschäftsführer
Geschäftsführer
Adele Winkels
seit 15.3.2004
Geschäftsführer
Theo Winkels
seit 15.3.2004
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

Identifizierte Personen (3)

Gesellschafter
Beta

3 Gesellschafter

GmbH-Struktur

2 von 3 angezeigt

Name
Ort
Betrag
Anteil
Janine Winkels
47608 Geldern
42.120 €
81.00%
A******** g*** A**** W******
5.200 €
10.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Winkels Servicegesellschaft mbH

Geldern

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Aktiva

31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Software, Lizenzen und ähnliche Rechte 19.489,50 179,00
19.489,50 179,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten 327.112,00 271.424,00
2. Technische Anlagen und Maschinen 436.824,00 384.622,50
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 642.693,00 710.929,50
1.406.629,00 1.366.976,00
1.426.118,50 1.367.155,00
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Roh-,Hilfs- und Betriebsstoffe 169.455,34 392.055,67
2. Unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen 0,00 20.938,47
169.455,34 412.994,14
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 6.199.646,71 6.129.389,12
2. Sonstige Vermögensgegenstände 136.605,53 109.861,17
- davon gegenüber Gesellschaftern EUR 3.957,56 (i.Vj. EUR 3.957,56)
6.336.252,24 6.239.250,29
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 1.728.792,73 2.311.608,93
8.234.500,31 8.963.853,36
C. Rechnungsabgrenzungsposten 24.806,25 26.888,97
9.685.425,06 10.357.897,33

Passiva

31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 52.000,00 52.000,00
II. Bilanzgewinn 5.620.556,85 5.125.649,06
5.672.556,85 5.177.649,06
B. Rückstellungen
1. Steuerrückstellungen 213.762,00 1.596.686,00
2. Sonstige Rückstellungen 742.622,81 686.446,23
956.384,81 2.283.132,23
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 0,00 0,00
- davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr EUR 0,00 (i.Vj. EUR 0,00)
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 386.703,14 365.093,74
- davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr EUR 386.703,14 (i.Vj. EUR 365.093,74)
3. Sonstige Verbindlichkeiten 2.669.780,26 2.532.022,30
- davon gegenüber Gesellschaftern EUR 0,00 (i.Vj. EUR 0,00)
- davon aus Steuern EUR 897.389,22 (i.Vj. EUR 735.926,38)
- davon im Rahmen des sozialen Sicherheit EUR 42.985,07 (i.Vj. EUR 67.683,83)
- davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr EUR 2.669.780,26 (i.Vj. EUR 2.532.022,30)
3.056.483,40 2.897.116,04
9.685.425,06 10.357.897,33

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar 2023 bis 31. Dezember 2023

2023 2022
EUR EUR
1. Umsatzerlöse 38.739.491,95 33.995.494,79
2. Veränderung des Bestands an unfertigen Erzeugnissen und unfertigen Leistungen -20.938,47 13.748,68
3. Gesamtleistung 38.718.553,48 34.009.243,47
4. Sonstige betriebliche Erträge 174.684,21 139.338,53
5. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren -1.174.835,44 -1.093.057,80
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen -1.889.080,72 -1.480.768,65
6. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter -24.910.559,50 -21.758.695,57
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und Unterstützung -6.228.796,02 -5.177.270,63
- davon für Altersversorgung EUR 71.046,95 (i.Vj. EUR 23.940,00)
7. Abschreibungen auf Immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen -611.019,99 -640.216,64
8. Sonstige betriebliche Aufwendungen -1.880.059,65 -1.968.205,94
9. Zinsen und ähnliche Erträge 1.867,71 555,00
10. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -771,00 -500,00
11. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -678.723,44 -642.237,63
12. Jahresüberschuss 1.521.259,64 1.388.184,14
13. Gewinnvortrag 5.125.649,06 4.031.356,53
14. Gewinnausschüttung -1.026.351,85 -293.891,61
15. Bilanzgewinn 5.620.556,85 5.125.649,06

Anhang zum Geschäftsjahr 2023

der Winkels Servicegesellschaft mbH

Geldern

1. Allgemeine Erläuterungen zum Jahresabschluss

Der Jahresabschluss der Winkels Servicegesellschaft mbH, Geldern, für das Geschäftsjahr 2023 wurde nach den gesetzlichen Vorschriften erstellt.

Die Firma ist beim Amtsgericht Kleve unter HRB 3963 eingetragen.

Die Gliederung der Bilanz entspricht der Kontenform gemäß § 266 HGB, die Gewinn- und Verlustrechnung ist in Staffelform nach § 275 Abs. 2 HGB (Gesamtkostenverfahren) aufgestellt.

Die Gesellschaft ist eine mittelgroße Kapitalgesellschaft im Sinne von § 267 Abs. 2 HGB.

2. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Die Bewertung der Vermögens- und Schuldposten trägt allen erkennbaren Risiken nach dem Grundsatz vorsichtiger kaufmännischer Beurteilung Rechnung.

Das Anlagevermögen wurde zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen, angesetzt. Die Abschreibungen basieren auf den anerkannten steuerlichen Nutzungsdauern.

Bewegliche Gegenstände des Anlagevermögens mit einem Wert bis zu EUR 800 werden im Jahr der Anschaffung voll abgeschrieben.

Die Bewertung der Vorräte erfolgte zu Anschaffungskosten.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände wurden mit ihren Nennwerten angesetzt. Den erkennbaren Risiken bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wurde durch die Bildung von Wertberichtigungen Rechnung getragen. Für das allgemeine Kreditrisiko wurde eine Pauschalwertberichtigung in Höhe von 1% auf den Forderungsbestand gebildet.

Sämtliche Forderungen aus Lieferungen und Leistungen haben eine Restlaufzeit von unter einem Jahr. Die liquiden Mittel wurden mit dem Nennbetrag angesetzt.

Die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten wurden nach dem Wertverhältnis von Leistung und Gegenleistung angesetzt. Dabei werden nur transitorische Abgrenzungen ausgewiesen.

Die Steuerrückstellungen und sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen. Sie wurden nach vernünftigen kaufmännischen Beurteilungen bemessen.

Verbindlichkeiten wurden mit ihren Erfüllungsbetrag angesetzt.

3. Erläuterungen zur Bilanz

1. Anlagevermögen

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist in der Anlage zum Anhang dargestellt.

2. Sonstige Vermögensgegenstände

Die sonstigen Vermögensgegenstände in Höhe von T€ 137 (i.Vj. T€ 110) bestehen zum Großteil aus Kautionen in Höhe von T€ 56, Boni in Höhe von T€ 32, Gewerbesteuerforderungen in Höhe von T€ 30 und debitorische Kreditoren in Höhe von T€ 5.

Von den sonstigen Vermögensgegenständen haben T€ 137 eine Restlaufzeit von unter einem Jahr und T€ 0 eine Restlaufzweit zwischen einem und fünf Jahren.

3. Bilanzgewinn

Der Bilanzgewinn setzt sich wie folgt zusammen:

Euro
Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 5.125.649,06
abzüglich Ausschüttungen 1.026.351,85
zuzüglich Jahresüberschuss 2023 1.521.259,64
Bilanzgewinn 5.620.556,85

4. Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen in Höhe von T€743 (i.Vj. T€686) tragen allen erkennbaren Risiken angemessen Rechnung. Sie betreffen die zum Stichtag bestehenden ungewissen Verbindlichkeiten, die sich im Wesentlichen aus Urlaubskosten der Mitarbeiter in Höhe von T€422, Tantiemen in Höhe von T€ 97, ausstehende Rechnungen in Höhe von T€ 45 sowie internen und externen Jahresabschlusskosten in Höhe von T€45 zusammensetzen.

5. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von T€ 387 (i.Vj. T€ 365) haben vollumfänglich eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

6. Sonstige Verbindlichkeiten

Die sonstigen Verbindlichkeiten in Höhe von T€ 2.670 (i.Vj. T€ 2.532) bestehen größtenteils aus Lohn- und Gehaltszahlungen an Mitarbeiter in Höhe von T€ 1.719, Umsatzsteuer für das Jahr 2023 in Höhe von T€ 610, Kapitalertragsteuer in Höhe von T€ 175 sowie der Lohnsteuer für Dezember 2023 in Höhe von T€ 113. Die sonstigen Verbindlichkeiten haben in Höhe von T€ 2.670 eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

7. Haftungsverhältnisse, sonstige finanzielle Verpflichtungen und außerbilanzielle Geschäfte

Haftungsverhältnisse im Sinne des § 251 HGB bestehen nicht.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverpflichtungen betragen:

im Zeitraum 2024 T€ 426
im Zeitraum 2025-2027 T€ 499
im Zeitraum 2028 ff. T€ 54

4. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

1. Gliederungsverfahren

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist in Staffelform nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

5. Sonstige Angaben

1. Geschäftsführer der Gesellschaft

Herr Theodor Winkels, Geldern,

Frau Adelgunde Winkels, Geldern,

Frau Janine Winkels, Geldern,

Herr Nikolaus Heinrich - genannt Klaus - Pasch, Geldern.

Die Geschäftsführervergütungen im abgelaufenen Geschäftsjahr betrugen in Summe TEUR 654.

2. Arbeitnehmerzahl

Die durchschnittliche Arbeitnehmerzahl betrug:

2023 2022
Geschäftsführung 4 4
Korschenbroich
- Leitende Angestellte 2 2
- Angestellte 17 16
- Arbeiter 819 749
Geldern 838 767
- Leitende Angestellte 3 2
- Angestellte 35 32
- Arbeiter 1.046 957
Berlin 1.084 991
- Leitende Angestellte 1 1
- Angestellte 12 11
- Arbeiter 330 302
343 314
Gesamt 2.269 2.076

3. Gewinnverwendungsvorschlag

Wir schlagen der Gesellschafterversammlung vor, den Bilanzgewinn auf neue Rechnung vorzutragen.

 

Geldern, den 30. September 2024

Winkels Servicegesellschaft mbH

- Geschäftsführung -

Janine Winkels

Adelgunde Winkels

Theodor Winkels

Nikolaus Pasch

Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2023

Anschaffungs- und Herstellungskosten
1.1.2023 Zugänge Abgänge 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
I. Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 168.625,14 24.045,65 0,00 192.670,79
168.625,14 24.045,65 0,00 192.670,79
II. Sachanlagen
1. Einbauten in fremde Gebäude 373.342,90 86.797,27 0,00 460.140,17
2. Technische Anlagen und Maschinen 1.484.299,53 222.634,43 0,00 1.706.933,96
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 4.728.265,41 336.508,14 78.312,69 4.986.460,86
6.585.907,84 645.939,84 78.312,69 7.153.534,99
6.754.532,98 669.985,49 78.312,69 7.346.205,78
Kumulierte Abschreibungen
1.1.2023 Abschreibungen des Geschäftsjahres Abgänge 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
I. Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 168.446,14 4.735,15 0,00 173.181,29
168.446,14 4.735,15 0,00 173.181,29
II. Sachanlagen
1. Einbauten in fremde Gebäude 101.918,90 31.109,27 0,00 133.028,17
2. Technische Anlagen und Maschinen 1.099.677,03 170.432,93 0,00 1.270.109,96
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 4.017.335,91 404.742,64 78.310,69 4.343.767,86
5.218.931,84 606.284,84 78.310,69 5.746.905,99
5.387.377,98 611.019,99 78.310,69 5.920.087,28
Buchwerte
31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
I. Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 19.489,50 179,00
19.489,50 179,00
II. Sachanlagen
1. Einbauten in fremde Gebäude 327.112,00 271.424,00
2. Technische Anlagen und Maschinen 436.824,00 384.622,50
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 642.693,00 710.929,50
1.406.629,00 1.366.976,00
1.426.118,50 1.367.155,00

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

I Grundlagen der Unternehmung

Die Winkels Servicegesellschaft ist ein Gebäudedienstleister mit dem Schwerpunkt Gebäudereinigung, Winterdienst und Sicherheitsdienst. Der Hauptsitz der Gesellschaft ist in Geldern am Niederrhein. Darüber hinaus unterhält die Gesellschaft nicht selbständige Betriebsstätten in mehreren Bundesländern. Mit rd. 2.300 Beschäftigten gehört Winkels zu den großen Unternehmen im Bereich der Gebäudedienstleistung. Das Kerngeschäft ist die klassische Gebäudereinigung. Hier werden ca. 89 % der Umsätze erzielt. Die Leistung wird bei öffentlichen und privaten Kunden erbracht.

II Gesamtwirtschaftliche und branchenspezifische - Rahmenbedingungen

Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen

Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) war im Jahr 2023 nach ersten Berechnungen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) um 0,3 % niedriger als im Vorjahr. Kalenderbereinigt betrug der Rückgang der Wirtschaftsleistung 0,1 %. "Die gesamtwirtschaftliche Entwicklung in Deutschland kam im Jahr 2023 im nach wie vor krisengeprägten Umfeld ins Stocken", sagte Ruth Brand bei der Pressekonferenz "Bruttoinlandsprodukt 2023 für Deutschland" in Berlin. "Die trotz der jüngsten Rückgänge nach wie vor hohen Preise auf allen Wirtschaftsstufen dämpften die Konjunktur. Hinzu kamen ungünstige Finanzierungsbedingungen durch steigende Zinsen und eine geringere Nachfrage aus dem In- und Ausland. Damit setzte sich die Erholung der deutschen Wirtschaft vom tiefen Einbruch im Corona-Jahr 2020 nicht weiter fort", so Brand weiter. Im Vergleich zu 2019, dem Jahr vor Beginn der Corona-Pandemie, war das BIP 2023 um 0,7 % höher.

Die Entwicklung der Bruttowertschöpfung verlief im Jahr 2023 in den einzelnen Wirtschaftsbereichen unterschiedlich: Die Wirtschaftsleistung im Produzierenden Gewerbe (ohne Baugewerbe) ging insgesamt deutlich um 2,0 % zurück. Entscheidend dafür war eine sehr viel niedrigere Produktion im Bereich Energieversorgung. Das Verarbeitende Gewerbe, das fast 85 % des Produzierenden Gewerbes (ohne Bau) ausmacht, war im Jahr 2023 preisbereinigt ebenfalls im Minus (-0,4 %). Positive Impulse kamen hier vorrangig aus der Automobilindustrie und dem sonstigen Fahrzeugbau. Dagegen sanken Produktion und Wertschöpfung in den energieintensiven Industriezweigen wie der Chemie- und Metallindustrie erneut, nachdem die Wirtschaftsleistung in diesen Branchen bereits 2022 besonders stark auf die steigenden Energiepreise reagiert hatte.

Im Baugewerbe machten sich neben den weiterhin hohen Baukosten und dem Fachkräftemangel insbesondere die zunehmend schlechteren Finanzierungsbedingungen bemerkbar. Hiervon war vor allem der Hochbau betroffen. Dagegen konnte die Produktion im Tiefbau und im Ausbaugewerbe gesteigert werden. Insgesamt erreichte das Baugewerbe 2023 preisbereinigt ein kleines Plus von 0,2 %.

Die meisten Dienstleistungsbereiche konnten ihre wirtschaftlichen Aktivitäten im Vorjahresvergleich erneut ausweiten und stützten die Wirtschaft im Jahr 2023. Der Anstieg fiel aber insgesamt schwächer aus als in den beiden vorangegangenen Jahren. Den größten preisbereinigten Zuwachs verzeichnete der Bereich Information und Kommunikation mit +2,6 % und knüpfte damit an seine langjährige, nur im ersten Corona-Jahr 2020 gebremste Wachstumsgeschichte an. Der Bereich Öffentliche Dienstleister, Erziehung, Gesundheit (+1,0 %) und die Unternehmensdienstleister (+0,3 %) konnten ebenfalls leicht zulegen. Dagegen ging die preisbereinigte Bruttowertschöpfung im zusammengefassten Wirtschaftsbereich Handel, Verkehr und Gastgewerbe (-1,0 %) zurück. Das lag vor allem am Groß- und am Einzelhandel, die deutlich nachgaben, während der Kraftfahrzeughandel und der Verkehrsbereich zulegten. Insgesamt ging die preisbereinigte Bruttowertschöpfung im Jahr 2023 leicht zurück (-0,1 %).

Der private Konsum nahm im Jahr 2023 preisbereinigt um 0,8 % gegenüber dem Vorjahr ab und entfernte sich damit wieder vom Vorkrisenniveau des Jahres 2019 (-1,5 %). Dies dürfte vor allem auf die hohen Verbraucherpreise zurückzuführen sein. Von Rückgängen waren vor allem die Bereiche betroffen, in denen die Preise im Jahresverlauf entweder auf dem hohen Niveau des Vorjahres verharrten oder sogar noch weiter anstiegen. Besonders stark sanken die preisbereinigten Ausgaben für langlebige Güter wie Einrichtungsgegenstände und Haushaltsgeräte (-6,2 %). Auch der Staat reduzierte im Jahr 2023 erstmals seit fast 20 Jahren seine preisbereinigten Konsumausgaben (-1,7 %). Das lag vor allem am Wegfall staatlich finanzierter Corona-Maßnahmen wie Impfungen und Ausgleichszahlungen für freie Bettenkapazitäten in Krankenhäusern. Durch solche Maßnahmen hatte der Staatskonsum in den Jahren ab 2020 die Wirtschaftsleistung gestützt.

Die Bauinvestitionen sanken im Jahr 2023 preisbereinigt um 2,1 %. Neben den hohen Baupreisen wirkten sich die spürbar gestiegenen Bauzinsen aus, die insbesondere den Wohnungsbau bremsten. Positive Signale kamen lediglich vom Ausbaugewerbe, was unter anderem an den stark nachgefragten energetischen Sanierungen gelegen haben dürfte. In Ausrüstungen - das sind vor allem Investitionen in Maschinen, Geräte und Fahrzeuge - wurde dagegen preisbereinigt deutlich mehr investiert als im Jahr 2022 (+3,0 %). Dazu trug vor allem der Anstieg der gewerblichen Pkw-Neuzulassungen bei, der durch den bis August 2023 geltenden Umweltbonus für Elektroautos im Firmenwagenbereich verstärkt wurde.

Die verhaltene weltwirtschaftliche Dynamik und die schwache inländische Nachfrage im Jahr 2023 machten sich auch beim Handel mit dem Ausland bemerkbar, der trotz sinkender Preise zurückging. Dabei sanken die Importe (preisbereinigt -3,0 %) kräftiger als die Exporte (preisbereinigt -1,8 %). Damit kam es im Saldo zu einem positiven Außenbeitrag, der das BIP stützte.

Die Wirtschaftsleistung wurde im Jahr 2023 von durchschnittlich 45,9 Millionen Erwerbstätigen mit Arbeitsort in Deutschland erbracht. Das waren 0,7 % oder 333 000 Personen mehr als im Jahr zuvor und so viele wie noch nie in Deutschland. Die Beschäftigung nahm im Jahr 2023 unter anderem durch die Zuwanderung ausländischer Arbeitskräfte zu. Hinzu kam eine steigende Erwerbsbeteiligung der inländischen Bevölkerung. Diese positiven Effekte überwogen die dämpfenden Effekte des demografischen Wandels. Der Beschäftigungsaufbau fand 2023 fast ausschließlich in den Dienstleistungsbereichen statt.

Die staatlichen Haushalte beendeten das Jahr 2023 nach vorläufigen Berechnungen mit einem Finanzierungsdefizit von 82,7 Milliarden Euro. Das waren etwa 14 Milliarden Euro weniger als im Jahr 2022 (96,9 Milliarden Euro). Vor allem der Bund konnte sein Finanzierungsdefizit gegenüber dem Vorjahr erheblich verringern. Im Jahr 2022 hatten die Entlastungspakete der Bundesregierung zur Abmilderung der Energiekrise und Stabilisierung der Wirtschaft zu hohen Ausgaben geführt. Im Jahr 2023 erfolgten zwar ebenfalls umfangreiche Zahlungen für die Gas- und Strompreisbremse, es entfielen aber größtenteils die Ausgaben zur Bekämpfung der Corona-Pandemie, zum Beispiel für Tests und Impfstoffe. Daneben zahlte der Bund auch weniger Transfers an Länder und Sozialversicherungen, deren Finanzierungssalden sich dadurch verschlechterten. Die anhaltende finanzielle Belastung durch die große Zahl an Geflüchteten machte sich vor allem bei den gestiegenen Ausgaben der Gemeinden bemerkbar, die ebenso wie Bund und Länder das Jahr 2023 mit einem Defizit abschlossen. Bezogen auf das BIP in jeweiligen Preisen ergibt sich für den Staat im Jahr 2023 eine Defizitquote von 2,0 %, die damit deutlich niedriger war als in den drei vorangegangenen Jahren. Sie liegt auch unterhalb des europäischen Referenzwertes von 3 % aus dem Stabilitäts- und Wachstumspakt, der allerdings bis einschließlich 2023 ausgesetzt war.

Branchenspezifische Rahmenbedingungen

Die Gebäudereinigung ist und bleibt trotz der schwierigen gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen die beschäftigungsstärkste Handwerksbranche Deutschlands. Aktuell sind 665.148 Personen in der Branche beschäftigt (Stand 2022). Die Zahl der Beschäftigten sank im Jahr 2022 gegenüber dem Vorjahr um 1,8 Prozent. Auch im Fünfjahres-Vergleich blickt die Branche auf ein Beschäftigungsminus von 2,5 Prozent.

Die Anzahl der Unternehmen liegt im Jahr 2023 bei 30.199. Dies ist ein Anstieg um 3,2 Prozent im Vorjahresvergleich. Der Umsatz in der Gebäudereinigung ist im Jahr 2023 gegenüber dem Vorjahr um 7,9 Prozent gestiegen und spiegelt damit den wichtigen Standpunkt der Dienstleistungsbranche als Stütze der deutschen Wirtschaft wider. Demnach erzielten die Unternehmen einen Umsatz von rund 25,9 Milliarden. Der Umsatz wird vorwiegend von kleinen- und mittelständischen Unternehmen erwirtschaftet. Das Leistungsangebot erstreckt sich von kleinen Spezialanbietern, die Nischen auf dem Reinigungs- und Dienstleistungsmarkt bedienen, bis zu großen Dienstleistungsunternehmen, die in Einzelfällen mit mehreren zehntausend Beschäftigen das gesamte Dienstleistungsspektrum in und an Gebäuden anbieten. Während Kleinbetriebe mit weniger als 500.000 Euro Jahresumsatz die größte Anzahl an Unternehmen darstellen (rund 80 Prozent), erwirtschaften sie aber nur 13 Prozent des Branchenumsatzes. In der obersten Größenklasse ab 5 Millionen Euro Jahresumsatz realisieren rund 2 Prozent der Unternehmen über 54 Prozent des Branchenumsatzes. In der mittleren Umsatzgrößenklasse zwischen 500.000 und 5 Millionen Jahresumsatz entfallen auf knapp 17 Prozent der Unternehmen knapp 33 Prozent Umsatzanteil.

Mit rund 85 Prozent Lohnkostenanteil im Schnitt liegt das Gebäudereiniger-Handwerk innerhalb aller Dienstleistungsbranchen vorn. Die Preisgestaltung in der Gebäudereinigung basiert damit maßgeblich auf den Lohnkosten und lohngebundenen Kosten. Bei sonstigen wirtschaftsnahen Dienstleistungen liegt dieser Anteil laut Statistischem Bundesamt bei lediglich 33 Prozent.

Die Arbeitsbedingungen im Gebäudereiniger-Handwerk werden seit Jahrzehnten in Tarifverträgen geregelt. Diese handeln die beiden Sozialpartner IG BAU auf Arbeitnehmerseite und der BIV auf Arbeitgeberseite aus. Die Branche hat einen allgemeinverbindlichen Rahmentarifvertrag (regelt Urlaubstage, Zuschläge, Eingruppierungen etc.) sowie einen Lohntarifvertrag/allgemeinverbindlichen Mindestlohntarifvertrag, der die Stundenlöhne für die einzelnen Tätigkeitsbereiche definiert. Zum "Markenkern" der tarifpolitischen Ausrichtung der Gebäudereinigung zählt, dass die Branche deutlich höhere Löhne als den allgemeinen gesetzlichen Mindestlohn zahlt.

Im internationalen Vergleich liegt der deutsche Reinigungsmarkt in Europa vom Volumen her an der Spitze vor Frankreich, Großbritannien, Italien und Spanien. Der europäische Dachverband der Reinigungsindustrie (EFCI) meldet nahezu 300.000 Betriebe mit mehr als 4 Millionen Beschäftigen, die einen Umsätze von rund 130 Milliarden erzielen. Europa wird nicht nur für die deutschen Unternehmen wichtiger, da rund 80 Prozent aller nationalen Gesetze und Verordnungen auf Brüsseler Gesetze zurückführen.

III Geschäftsverlauf / Ertragslage

Für das Geschäftsjahr 2023 weist die Winkels Servicegesellschaft mbH einen Umsatz in Höhe von rd. EUR 38,7 Mio. aus, wodurch die Umsatzerlöse um rd. 14% gegenüber dem Vorjahr gesteigert werden konnten. Ursächlich für diesen Anstieg sind hinzugewonnene Projekte insbesondere im öffentlichen Bereich. Die Gesellschaft realisierte rd. 89% (wie im Vorjahr) ihres Umsatzes im Bereich der klassischen Gebäudereinigungsleistungen.

Das Jahresergebnis für das Geschäftsjahr 2023 beläuft sich auf TEUR 1.521. Dies bedeutet ein Gewinnsteigerung der Gesellschaft um TEUR 133 gegenüber dem Vorjahr (TEUR 1.388). Trotz des krisengeprägten Umfelds konnte die Firma Winkels Servicegesellschaft mbH ihren Marktanteil ausbauen und ihr Jahresergebnis um rd. 10% erhöhen.

Der starke Anstieg der Umsatzerlöse konnte aufgrund der personalintensiven Dienstleistungen nur durch zusätzliches Personal realisiert werden. Dies führte dazu, dass der Personalaufwand um rd. 15,6 % gestiegen ist und sich in 2023 insgesamt auf TEUR 31.139 (i. Vj. TEUR 26.936) beläuft. Die Personalaufwandsquote (Personalaufwand in Relation zur Gesamtleistung) ist im Vergleich zum Vorjahr leicht um rd. 1,2 Prozentpunkte von 79,2% im Vorjahr auf 80,4% in 2023 gestiegen.

Die Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie für bezogene Leistungen in Höhe von insgesamt TEUR 3.064 sind mit TEUR 490 deutlich gegenüber dem Vorjahr (TEUR 2.574) gestiegen. Im Verhältnis zur Umsatzsteigerung von 14,0% sind die Kosten um 19,0% für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Leistungen gestiegen. Während die Aufwendungen für Roh, Hilfs- und Betriebsstoffe durch die Optimierung des innerbetrieblichen Materialflusses weiter optimiert werden konnten (Anstieg gegenüber dem Vorjahr um 7,5%), konnten die gestiegenen Lohnkosten im Bereich der Fremdleistungen (Anstieg um 27,6%) nicht proportional an die Kunden weitergegeben werde.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen haben sich im Vergleich zum Vorjahr leicht um TEUR 88 (4,5%) auf TEUR 1.880 (i. Vj. TEUR 1.968) reduziert und liegen auf einem normalen Niveau.

Der Aufwand für Zinsen und Geldbeschaffungskosten ist konstant bei rd. TEUR 0,8 (i. Vj. TEUR 0,5) geblieben, da kein Fremdkapital aufgenommen wurde.

IV Finanz- und Vermögenslage

Die Bilanzsumme zum 31.12.2023 bleibt mit TEUR 9.685 relativ konstant und reduzierte sich um TEUR 673 (6,5%) gegenüber dem Vorjahr (TEUR 10.358). Während auf der Passivseite das Eigenkapital gestiegen und die Steuerrückstellungen gesunken sind, resultiert die Bilanzverkürzung im Wesentlichen aus der Reduzierung des Vorratsvermögens.

Das Anlagevermögen erhöhte sich trotz planmäßiger Abschreibungen in Höhe von TEUR 611 um TEUR 59 auf TEUR 1.426 (i. Vj. TEUR 1.367). Die Investitionen beliefen sich insgesamt auf TEUR 670 und erfolgten ausschließlich aus eigenen Mitteln und sind durch das Eigenkapital gedeckt.

Auf der Passivseite veränderte sich das Eigenkapital in Höhe von TEUR 5.178 im Vorjahr aufgrund des Jahresergebnisses auf TEUR 5.673 zum 31.12.2023. Durch das positive Ergebnis und den Effekt der Bilanzverkürzung erhöhte sich die Eigenkapitalquote von 50,0 % auf 58,6 % und liegt weiterhin auf einem hohen Niveau.

Die Rückstellungen in Höhe von insgesamt TEUR 956 betreffen mit TEUR 214 Rückstellungen für die Körperschaft- und Gewerbesteuer für das aktuelle Geschäftsjahr sowie für Vorjahre. Die Steuerrückstellung für Vorjahre betrifft die bereits in 2018 gebildete Rückstellung für einen durch die Finanzverwaltung weiterhin noch nicht abschließend beurteilten Sachverhalt, für den gemäß den handelsrechtlichen Grundsätzen der vorsichtigen Bewertung die Rückstellung gebildet wurde und weiterhin Bestand hat. Mit TEUR 742 entfallen die Rückstellungen auf sonstige Rückstellungen. Die sonstigen Rückstellungen umfassen vor allem Rückstellungen für nicht genommenen Urlaub und Berufsgenossenschaftsbeiträge. Insgesamt sind die Rückstellungen gegenüber dem Vorjahr (TEUR 2.283) um TEUR 1.327 auf TEUR 956 gesunken.

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind aufgrund der Umsatzausweitung leicht gestiegen und betragen nunmehr TEUR 387 (i. Vj. TEUR 365).

Die Sonstigen Verbindlichkeiten belaufen sich zum 31.12.2023 auf TEUR 2.670 und umfassen vor allem Verbindlichkeiten aus Lohn und Gehalt (TEUR 1.719), aus Kapitalertragsteuer (TEUR 175), Lohn- und Kirchensteuer (TEUR 113), aus der Umsatzsteuer (TEUR 610) sowie aus Verbindlichkeiten aus sozialer Sicherheit (TEUR 43).

V Chancen- und Risikobericht

Umweltschutz und Nachhaltigkeit

In der Gebäudereinigung lassen sich teuer empfundene Bio-Produkte mit dem hohen Anspruch an Hygiene, sowie Zeit- und Kostendruck auf den ersten Blick nur schwer vereinbaren. Ein Umdenken birgt jedoch Chancen. Um umweltbewusst zu handeln, muss der Einsatz chemischer Reinigungsmittel reduziert werden bzw. konventionelle Produkte durch ökologisch unbedenkliche ersetzt werden. Durch die genaue Ermittlung des Bedarfs an Reinigungsmitteln, können nicht nur Kosten eingespart werden, sondern auch die Umwelt geschont werden. Ein umfassendes Reinigungskonzept, das auf Schmutzvermeidung setzt, reduziert den Einsatz von Reinigungsmitteln - z.B. durch den Einsatz von Schmutzfangmatten. Die Nachfrage nach ökologischer Reinigung eröffnet zudem neue Marktchancen.

Krankenstand

Im Schnitt fehlten Beschäftigte laut den Krankenkassen im vergangenen Jahr 20 Tage im Job. Ein Grund dafür ist die unkomplizierte Krankschreibung per Telefon. Die hohen Fehlzeiten beeinträchtigen die Arbeitsabläufe, besonders wenn die Personaldecke durch Fachkräftemangel immer dünner werde. Aus diesem Grund sind Investitionen in die Gesundheit und Präventionsmaßnahmen gefordert. Zudem sind die Beschäftigen in der Gebäudereinigung verschiedenen Gefährdungen ausgesetzt, die durch den Einsatz technischer, organisatorischer und persönlicher Schutzmaßnahmen reduziert werden müssen.

Personalkosten

Das Gebäudereiniger-Handwerk liegt mit im Schnitt rund 85 Prozent Lohnkostenanteil innerhalb aller Dienstleistungsbranchen vorn. Gesetzliche oder tarifgebundene Veränderungen wirken sich spürbar auf die Personalkosten bzw. auf den Unternehmenserfolg aus. Für einen Minijobber zahlt ein Unternehmen im Schnitt höhere SV-Beiträge als für einen sozialversicherungspflichtigen Arbeitnehmer. Die Anhebung des Minijobs mit Verdienstgrenze auf 538 €, sowie die tarifliche Erhöhung des Branchenmindestlohns (Lohngruppe 1) auf 13,50 Euro pro Stunde verschärfen das Thema. Auch wenn Lohnerhöhungen in der Regel durch festgehaltene Vertragsbedingungen an unsere Kunden weitergegeben werden können, muss diese Entwicklung kritisch betrachtet werden.

Qualifizierte Arbeitskräfte

Die Anforderungen in der Reinigungsbranche und an ihre Mitarbeiter sind in den letzten Jahren kontinuierlich gestiegen. Neue Mittel und Materialien müssen kennengelernt, neue Techniken erlernt werden. Durch die gezielte Weiterbildung von Personal werden wir den gestiegenen Marktanforderungen gerecht. Ein anderes Instrument ist die verstärkte eigene Ausbildung von Personal, durch die qualifizierte Arbeitskräfte im eigenen Unternehmen aufgebaut werden.

Nachfrage

Die Nachfrage in der Gebäudereinigung ist nach der Corona-Pandemie nicht eingebrochen. Hygiene und Sauberkeit haben eine höhere gesellschaftliche Bedeutung und Wertschätzung erlangt. Dies zeigt das Branchen-Umsatzwachstum um 7,9 Prozent auf 25,9 Milliarden Euro im Jahr 2023. Somit steigt die Nachfrage nach unserer Dienstleistung. Neben dem Akquirieren von Neuaufträgen im öffentlichen Sektor sehen wir Potenzial im privatwirtschaftlichen Bereich. Durch den Ausbau unserer Angebotsverwaltung werden wir unseren Umsatz steigern.

Digitalisierung und Automatisierung

Digitalisierung und Automatisierung haben auch die Reinigungsbranche erreicht. Wir wollen weiterhin konsequent unsere Digitalisierungsstrategie in allen Bereichen verfolgen und umsetzen. Neben der Digitalisierung müssen die dazugehörigen Prozesse aufgenommen, optimiert und automatisiert werden. Die Herausforderung wird sein, alle Mitarbeiter einzubinden und die notwendigen Fähigkeiten zu vermitteln. Neben der Optimierung der administrativen Prozesse kann die Arbeit vor Ort mit dem Einsatz hochmoderner Technologien verbessert werden. Wir werden uns auf die Veränderungen einstellen, damit wir uns weiterentwickeln und wettbewerbsfähig bleiben.

VI Prognosebericht

Insgesamt wird das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt in diesem Jahr voraussichtlich nur um 0,2% im Vergleich zum Vorjahr zunehmen. Die Inflationsrate wird weiter zurückgehen von durchschnittlich 5,9% im vergangenen Jahr auf voraussichtlich 2,3% in diesem und 1,6% im kommenden Jahr. Insbesondere die Teuerung bei den arbeitsintensiven Dienstleistern wird nur langsam zurückgehen, weil steigende Lohnkosten den Preisdruck hochhalten. Jedoch hängt der weitere Verlauf entscheidend von den geopolitischen Umständen ab, die sich jederzeit ändern können und damit erheblichen Einfluss auf die konjunkturelle Entwicklung der deutschen Wirtschaft haben.

Trotz der schwachen Prognose der deutschen Wirtschaft in 2024 spricht vieles dafür, dass wir den positiven Trend aus 2023 fortsetzen werden. Wir gehen von einer Umsatzsteigerung von geringfügig über 10 % aus. Die Rentabilität soll durch die Optimierung der internen Prozesse gesteigert werden.

Bei aller Wachstumsdynamik ist unser oberstes Ziel die Kundenzufriedenheit zu steigern. Wir werden weiter einen hohen Stellenwert auf eine gute Betreuung und eine hoch effiziente Dienstleistung legen. Um dieses Ziel zu erreichen, investieren wir in die Weiterentwicklung und Zufriedenheit unserer Mitarbeiter. Weiterhin ist beabsichtigt, der Nachwuchsförderung einen hohen Stellenwert einzuräumen.

Dem Preisdruck werden wir bei dem Halten und Generierung neuer Aufträge standhalten und somit den Jahresüberschuss leicht steigern.

 

Geldern, den 30. September 2024

Winkels Servicegesellschaft mbH

- Geschäftsführung -

Janine Winkels

Adelgunde Winkels

Theodor Winkels

Nikolaus Pasch

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die Winkels Servicegesellschaft mbH, Geldern,

Prüfungsurteil zum Jahresabschluss

Ich habe den Jahresabschluss der Winkels Servicegesellschaft mbH, Geldern, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 01. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus habe ich den Lagebericht der Winkels Servicegesellschaft mbH, Geldern, für das Geschäftsjahr vom 01. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach meiner Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 01. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erkläre ich, dass meine Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Ich habe meine Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung unter Anwendung der IDW Prüfungsstandards für weniger komplexe Einheiten durchgeführt. Meine Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" meines Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Ich bin von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und habe meine sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Ich bin der Auffassung, dass die von mir erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für meine Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und der Gesellschafterversammlung für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Die Gesellschafterversammlung ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Meine Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der meine Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung unter Anwendung der IDW Prüfungsstandards für weniger komplexe Einheiten durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung übe ich pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahre eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifiziere und beurteile ich die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, plane und führe Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlange Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für meine Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinne ich ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteile ich die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehe ich Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls ich zu dem Schluss komme, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, bin ich verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, mein jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Ich ziehe meine Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum meines Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteile ich die Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteile ich den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

führe ich Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehe ich dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteile die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen gebe ich nicht ab.

Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Ich erörtere mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter Anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die ich während meiner Prüfung feststelle.

 

Krefeld, den 30. September 2024

Christan Storzer, Wirtschaftsprufer

NIEDERSCHRIFT

über die Gesellschafterversammlung der Winkels Servicegesellschaft mbH, 47608 Geldern, Twistedener Straße 5

in den Geschäftsräumen der Gesellschaft, 47608 Geldern, Twistedener Straße 5, erschienen heute, den 30. September 2024 um 18:00 Uhr:

1.

Die Gesellschafter-Geschäftsführerin Adele Winkels

2.

Die Gesellschafter-Geschäftsführerin Janine Winkels

3.

Die Gesellschafterin Jasmin Lenze-Winkels

Die Erschienene zu 1. ist Gesellschafterin mit einem Anteil von 10%, die Erschienene zu 2. ist Gesellschafterin mit einem Anteil von 81% und die Erschienen zu 3. Ist Gesellschafterin mit einem Anteil von 9% der Winkels Servicegesellschaft mbH in Geldern, eingetragen im Handelsregister des Amtsgerichts Kleve unter HRB 3963, deren Stammkapital EUR 52.000,00 beträgt.

Die Gesellschafterinnen beschlossen:

1.

Der Jahresabschluss auf den 31. Dezember 2023 wird mit einer Bilanzsumme in Höhe von EUR 9.685.425,06, einem Jahresüberschuss in Höhe von EUR 1.521.259,64 und einem Bilanzgewinn in Höhe von EUR 5.620.556,85 festgestellt.

2.

Der Geschäftsführung wird für das abgelaufene Geschäftsjahr 2023 Entlastung erteilt.

3.

Zum gesetzlichen Abschlussprüfer des Jahresabschlusses der Gesellschaft zum 31.12.2024 wird Herr WP/StB Christian Storzer, tätig in der Adams Schnaße Storzer & Partner PartG mbB Wirtschaftsprüfer Steuerberater, gewählt.

Die Gesellschafterversammlung wurde um 18:30 Uhr geschlossen.

 

Geldern, den 30. September 2024

1.

2.

3.

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