TRSystems GmbH
Eglishalde 16, 78647 Trossingen, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Klaus Tessari seit 13.10.2008 | Geschäftsführer |
Wirtschaftlich BerechtigteBeta
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Identifizierte Personen (4)
| Name | Anteil |
|---|---|
| 49.00% | |
| 26.20% | |
F**** T****** | 12.40% |
GesellschafterBeta
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
TRSystems GmbHTrossingenJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022LageberichtI. Grundlagen des Unternehmens 1. Geschäftsmodell des Unternehmens Die TRSystems GmbH, im Folgenden auch "TRSystems" genannt, ist seit über 20 Jahren ein wichtiger Marktteilnehmer in der industriellen Steuerungs- und Automatisierungstechnik. Wir liefern hierfür perfekte Produkte, Ideen und kompetente Dienstleistungen. Vom speziellen Sensor über sinnvolle Überwachungsgeräte, komfortable und universelle Messsysteme bis hin zum kompletten Retrofit von Maschinen. TRSystems bietet Komponenten und Systemwissen, mit denen sich komplette Automatisierungslösungen realisieren lassen - voll integriert und perfekt aufeinander abgestimmt. Im Geschäftsbereich OEM gewinnen zunehmend Gesamtsysteme inklusive konzeptioneller, mechanischer und elektronischer Beratung an Bedeutung. Industrie-Computer in vielen Varianten bieten maßgeschneiderte Rechenpower für IT-gestützte Automatisierung. Speicherprogrammierbare Steuerungen (SPS) bieten den klassischen Weg der Automation. HMIO-Controller bilden die Schnittstelle zum Benutzer. Feldbusknoten, E/A-Module und Nockenschaltwerke vervollständigen das Angebot an Automatisierungskompetenzen. TRSystems, Systembereich Unidor, ist ein Begriff in der Stanz-, Press- und Umformwelt. Wir haben in der Stanz- und Presswelt nicht nur viele tausend Systeme weltweit erfolgreich installiert, sondern auch die Technologie maßgebend geprägt. Das Geschäftsfeld Automation/Retrofit ist national und international mit Planung und Durchführung von Retrofit an Großpressenanlagen und Automatisierungsanlagen tätig. Unabhängig davon, ob bestehende automatisierte Anlagen im Rahmen eines Retrofit-Projektes nachgerüstet bzw. modernisiert oder im Bereich der Presstechnik automatisierte Neuanlagen aufgebaut werden sollen, ein umfassendes Expertenwissen und jahrzehntelange Erfahrung sind dafür zwingende Voraussetzungen. Die Firma TRSystems bietet ihren Kunden diese Erfahrung, samt dem umfangreichen Know-How von Feeder, Platinenlader und Roboter, über die Presse bis hin zur hydraulischen und elektrischen Achsenregelung inklusive Visualisierung der Gesamtanlage. Das Expertenteam "Automation/Retrofit" von TRSystems führt gemeinsam mit dem Kunden die Pressenautomation oder das Pressenretrofit Schritt für Schritt durch. Transparent und kundenorientiert; von der Projektierung, über die Durchführung bis hin zur abschließenden Schulung der Mitarbeiter. Damit wir unsere Ziele erreichen, steht die maximale Kunden- und Marktnähe sowie die größtmögliche Produktivität bei straffer Kostendisziplin im Vordergrund. Ein sehr wichtiger Faktor sind motivierte und informierte Mitarbeiter, die sich im Rahmen ihres Potenzials aufgeschlossen und aktiv voll und ganz in die gemeinsame Aufgabe einbringen. Ein modernes, schlankes Management sorgt im Sinne unserer Kunden, aber auch unserer Mitarbeiter, für eine unbürokratische, dynamische Umsetzung und Abwicklung aller Unternehmens- und Betriebsprozesse. 2. Entwicklung Zur Stärkung unserer technologischen Spitzenposition haben wir ca. TEUR 1.900 in die Entwicklung investiert. Im Geschäftsjahr 2022 waren 12 Mitarbeiter im Bereich der Entwicklung tätig. Die Entwicklungstätigkeiten orientieren sich eng an den Bedürfnissen unserer Kunden und finden deshalb oftmals in enger Zusammenarbeit mit ihnen statt. Wie auch in den vorangegangenen Geschäftsjahren wurden in 2022 bestehende Produkte sowie kundenspezifische Applikationen weiterentwickelt. Neu- und Bestandskunden wurden aus dem wachsenden Standardportfolio mit Seriengeräten und kundenspezifischen Anpassungen bedient. Impulse von unseren Kunden und Anwendern für die Weiterentwicklung unserer Steuerungs- und Bediensystemlösungen haben wir konsequent in neue Produkte umgesetzt und konnten so das Portfolio überarbeiten und erweitern. Moderne Prozessorarchitektur und schlanke Betriebssysteme, die ursprünglich für den mobilen Kommunikationsbereich entwickelt wurden, sind unsere Basis für eine effektive, intuitive Bedienfeldlösung. Einige der in 2019 eingeführten Produktvarianten wurden mittlerweile grundlegend überarbeitet und an die sich ständig ändernden Marktanforderungen angepasst. Neben der Optimierung von Produktionsabläufen beschäftigen wir uns laufend mit der kontinuierlichen und lückenlosen Qualitätskontrolle unserer Produkte. In der Berichtsperiode stellten die durch den Krieg in der Ukraine sowie durch die Corona-Pandemie ausgelösten Störungen in den Lieferketten hohe Anforderungen an unsere Beschaffung sowie an unsere Produktion. Weiterhin mussten Versorgungsengpässe und Transportverzögerungen durch Konstruktionsanpassungen an bestehenden Produkten ausgeglichen werden. Wir werden auch zukünftig weitere finanzielle Mittel für Investitionen in diesen Bereichen vornehmen. II. Wirtschaftsbericht 1. Gesamtwirtschaftliche, branchenbezogene Rahmenbedingungen Globale Rahmenbedingungen Die globale Konjunktur wurde 2022 aus Sicht des Internationalen Währungsfonds (IWF) von verschiedenen Faktoren gebremst. Hierzu zählte vor allem der Krieg in der Ukraine, aber auch Covid-19 war über weite Strecken ein Schlüsselthema. Durch die Invasion Russlands und ihre Folgen verstärkten sich die bereits vorherrschenden Preissteigerungstendenzen bei Rohstoffen. Erdgaslieferungen nach Europa wurden eingeschränkt, was zu großer Verunsicherung und der Verteuerung fossiler Brennstoffe führte. Hinzu kam die strikte Null-Covid-Politik Chinas mit ihren negativen, ebenfalls preistreibenden Auswirkungen auf die internationalen Lieferketten sowie die Leitzinserhöhungen vieler Notenbanken zur Inflationsbekämpfung. Um der kontinuierlich steigenden Inflation entgegenzuwirken, erhöhte die US-Notenbank bereits im März 2022 ihre Leitzinsen und hob im Jahresverlauf die Federal Funds Rate von 0,00 bis 0,25 % auf 4,25 bis 4,50 % an. Auch weitere Notenbanken wie die EZB folgten diesem Beispiel. So erhöhte die EZB ab Juli 2022 ihren Hauptrefinanzierungssatz von 0,00 % auf 2,50 %. Damit beendeten die Notenbanken die lange Phase der Null- bzw. Negativzinsen. Allerdings zeigte sich die globale Konjunktur ab dem dritten Quartal unerwartet widerstandsfähig. Die Anpassung an die Energiekrise verlief besser als befürchtet, die Inflation wurde etwas gedämpft und die plötzliche Wiedereröffnung Chinas ebnete den Weg für eine rasche Erholung der Wirtschaftstätigkeit. Laut Schätzungen des Internationalen Währungsfonds erhöhte sich das globale Bruttoinlandsprodukt (BIP) im Jahr 2022 preisbereinigt um 3,4 % nach einem Anstieg um 6,2 % im Vorjahr. In den Industrienationen nahm die Wirtschaftsleistung laut IWF um 2,7 % zu, insbesondere gestützt auf die robuste Entwicklung in der Eurozone mit plus 3,5 %. Dort machten sich staatliche Konjunkturprogramme positiv bemerkbar. In den USA wuchs das BIP dagegen nur um 2,0 %. Die Entwicklungs- und Schwellenländer erreichten gemäß den IWF-Schätzungen einen Zuwachs von 3,9 %. Treiber des positiven Verlaufs in dieser Gruppe waren Indien und die ASEAN-Staaten mit Steigerungsraten von 6,8 % bzw. 5,2 %, während sich China mit plus 3,0 % unterdurchschnittlich entwickelte. In Deutschland erhöhte sich das Bruttoinlandsprodukt nach Angaben des Statistischen Bundesamtes (Destatis) 2022 preisbereinigt um 1,8 %. Nachholeffekte führten vor allem im Dienstleistungsbereich zu kräftigen Steigerungen. Dagegen beeinträchtigten die hohen Energiepreise und die immer noch eingeschränkte Verfügbarkeit von Vorprodukten die Wirtschaftsleistung im verarbeitenden Gewerbe, die deshalb im Vorjahresvergleich kaum zunahm. Im Zuge der explodierenden Energiepreise zogen die Inflationsraten rund um den Globus deutlich an. Im Oktober 2022 kletterte die Teuerung in Deutschland über die 10 %-Marke. Ein unrühmlicher Rekord. Solch hohe Werte fanden sich letztmalig im Jahr 1951. Neben den Kosten für Energie verteuerten sich vor allem die Preise für Nahrungsmittel. Diese lagen gut 20 % höher als zu Beginn des Jahres. Branchenentwicklung Die deutsche Elektro- und Digitalindustrie konnte ihren Wachstumskurs - den diversen makroökonomischen Belastungsfaktoren zum Trotz - auch in 2022 fortsetzen. Laut Angaben des Zentralverbands der Elektrotechnik- und Elektroindustrie (ZVEI) lag der nominale Branchenumsatz nach einem Plus von 12,0 % (zum Vorjahr) mit einem Wert von 224,6 Milliarden Euro so hoch wie nie zuvor. Dabei wurden mit ausländischen Kunden 117,3 Milliarden Euro (+10,1 %) und mit inländischen Kunden 107,3 Milliarden Euro (+14,2 %) erzielt. Die Geschäfte mit der Eurozone konnten 2022 um 8,2 % auf 41,7 Milliarden Euro gesteigert werden. Der Umsatz mit Kunden aus Drittländern kam auf 75,6 Milliarden Euro (+11,2 %). 2. Geschäftsverlauf a. Umsatz- und Auftragsentwicklung Wie prognostiziert mussten wir im Geschäftsjahr 2022 einen Umsatzrückgang von knapp 20 % hinnehmen. Gerade im Bereich der Automation haben im Berichtsjahr keine größeren Projektrealisierungen stattgefunden. Während sich die Inlandsumsätze auf Vorjahresniveau bewegten (TEUR -15), verringerten sich die Auslands- und Binnenumsätze hingegen um TEUR -4.365. Die Umsätze haben sich im Systembereich Unidor (TEUR +1.108) sowie im Bereich Systemtechnik (TEUR +280) dagegen positiv entwickelt. Ebenfalls ist der Auftragseingang mit TEUR 18.296 um 39 % gegenüber dem Vorjahreswert gestiegen. Dieser Anstieg resultiert insbesondere vor dem Hintergrund, dass gegen Ende des Jahres 2022 mehrere Projekte im Bereich der Automation gewonnen werden konnten. Ob jedoch von einer Fertigstellung aller begonnenen Projekte im Folgejahr 2023 ausgegangen werden kann, ist derzeit noch offen. b. Produktion Die Produktionsabläufe werden permanent unseren neuen Produkten und Technologien, den aktuell gültigen Normen bzw. Standards sowie den aktuellen Marktverhältnissen angepasst. c. Beschaffung TRSystems pflegt eine partnerschaftliche, faire und jahrelange Zusammenarbeit mit seinen Lieferanten. Damit stellen wir sicher, stets zuverlässig und mit hochwertigen Eingangsmaterialen und -produkten versorgt zu werden. 2022 haben sich die bereits bestehenden Störungen auf den Beschaffungsmärkten durch den Ukraine-Krieg weiter verschärft. Erneut war unsere Belegschaft gefordert, Versorgungsengpässe und Transportverzögerungen durch interne Maßnahmen oder den Einsatz alternativer Materialien und Zulieferunternehmen auszugleichen und setzte diese Aufgabe schnell und erfolgreich um. Hier trägt die hohe Motivation und zielgerichtete Kreativität aller Beteiligten dazu bei, dass die Lieferzusagen an Kunden weitestgehend eingehalten werden können. Darüber hinaus tragen wir als zuverlässiger und liquiditätsstarker Partner mit hoher Zahlungsmoral zur finanziellen Stabilität in der Zulieferkette bei. d. Investitionen Die Sachinvestitionen beliefen sich im Berichtsjahr auf TEUR 83 (Vj. TEUR 70). Neben zahlreichen Ersatzinvestitionen in die Betriebs- und Geschäftsausstattung, wurde insbesondere in unseren Fuhrpark sowie in die EDV investiert. e. Finanzierungsmaßnahmen und -vorhaben Die getätigten Investitionen konnten vollumfänglich aus dem laufenden Cashflow finanziert werden. Für einen über den laufenden Cashflow hinausgehenden Finanzbedarf haben wir uns aus den uns zur Verfügung stehenden "liquiden Mitteln" bedient. f. Personal- und Sozialbereich Wesentlicher Erfolgsfaktor sind unsere motivierten und qualifizierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Vielfalt in der Belegschaft ist ein Erfolgsfaktor für TRSystems. Toleranz und Diversität beispielsweise hinsichtlich Geschlecht, Nationalität und Alter tragen dazu bei, dass wir auf einen breiten Erfahrungsschatz zurückgreifen und dem Fachkräftemangel in Deutschland vorbeugen können. Den umfassenden Erfahrungen älterer Beschäftigter messen wir eine hohe Bedeutung bei. Deshalb ist es unser Ziel, Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter langfristig im Unternehmen zu halten. Stichtagsbezogen hat sich der Personalstand zum Vorjahr kaum verändert. So waren am 31. Dezember 2022 76 Personen bei TRSystems beschäftigt. g. Umweltschutz Umfassender Umweltschutz und hohe Sicherheitsstandards haben für das Unternehmen eine hohe Priorität. Wir richten uns hier an die Anforderungen von DIN ISO 45001:2018 bzw. ISO 14001:2015 und planen uns im folgenden Geschäftsjahr nach DIN ISO 14001:2015 auditieren zu lassen. h. Wichtige Vorgänge des Geschäftsjahres 2022 Im Geschäftsjahr waren keine nennenswerten Vorgänge zu verzeichnen. 3. Lage a. Ertragslage Trotz der positiven Branchenentwicklung verringerte sich unser Umsatz wie prognostiziert um TEUR -2.992. Zwar konnten wir die Umsätze im Systembereich Unidor um TEUR +1.108 sowie im Bereich Systemtechnik um TEUR +280 steigern, dagegen konnten aber im Automationsbereich keine größeren Projekte realisiert werden. Aufgrund bestehender Unsicherheiten nicht zuletzt verursacht durch die Auswirkungen der Corona-Pandemie sowie den geopolitischen Krisen waren unsere Kunden bzw. potenzielle Neukunden bezüglich Investitionen im Bereich der Nachrüstung bzw. Modernisierung ihrer Anlagen sowohl in 2021 als auch Anfang 2022 äußerst zurückhaltend. Die Bestandserhöhung an unfertigen und fertigen Erzeugnissen von TEUR 410 (Vj. TEUR -925) resultiert neben eines bis zum Jahresende 2022 anhaltenden Anstieg der Auftragslage in den Systembereichen Unidor und Systemtechnik auch aus einem höheren Bestand an laufenden Projekten im Automationsbereich. Gegen Ende des Jahres 2022 konnten wir mehrere Projekte für uns gewinnen. Die Materialintensität hat sich vor dem Hintergrund der geringeren Gesamtleistung nur äußerst geringfügig um 0,17 Prozentpunkte erhöht. Auch hat sich der Personalaufwand gegenüber dem Vorjahr kaum verändert. Zwar hat sich die im Vorjahr unterjährig vorgenommene Lohn- und Gehaltssteigerung im Berichtsjahr nun erstmals vollständig auf den Personalaufwand ausgewirkt, andererseits wurde aber vermehrt von der Möglichkeit der Inanspruchnahme von Kurzarbeit bis zum 30. Juni 2022 Gebrauch gemacht. In Folge der um TEUR 1.657 geringeren Gesamtleistung erhöhte sich aber die Personalaufwandsquote um 4,82 Prozentpunkte auf 43,67 %. Dagegen haben sich die sonstigen betrieblichen Aufwendungen um TEUR -34 verringert. Ursächlich hierfür ist, dass im Bereich der Automation keine größeren Projekte durchgeführt worden sind. Dadurch verringerte sich in erster Linie der Vertriebsaufwand. So reduzierten sich sowohl die Reisekosten als auch die Ausgangsfrachten um jeweils TEUR -56. Gegenläufig war allerdings die Entwicklung des Verwaltungsaufwands. Die Gründe für diese Erhöhung sind vielschichtig. In den Steuern vom Einkommen und vom Ertrag sind auch die geringfügigen Auswirkungen der im Jahr 2023 stattgefundenen steuerlichen Betriebsprüfung enthalten. Diese wurden bereits im Berichtsjahr berücksichtigt. Aufgrund der vorstehend beschriebenen Entwicklungen hat sich das Jahresergebnis um TEUR 490 auf TEUR 14 verschlechtert. b. Finanzlage Der Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit hat sich gegenüber dem Vorjahr um TEUR 398 verbessert und wird mit TEUR 1.013 ausgewiesen. Zwar ist das Jahresergebnis im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 490 gesunken, gleichwohl verringerte sich aber stichtagsbezogen der Bestand an Forderungen aus Lieferungen und Leistungen während die erhaltenen Anzahlungen sowie die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen anstiegen. Der Cashflow aus der Investitionstätigkeit belief sich auf TEUR -106 (Vj. TEUR -91). Die Veränderung im Vergleich zum Vorjahr ist ausschließlich auf die diesjährigen Ersatz- und Modernisierungsmaßnahmen zurückzuführen. Der Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit beläuft sich auf TEUR 0 (Vj. TEUR -1.007). Ursächlich für den Vorjahreswert ist im Wesentlichen die vollständige Zurückführung eines Darlehens an die Muttergesellschaft gewesen. Die Finanzlage war im Geschäftsjahr 2022 zu jeder Zeit gesichert. c. Vermögenslage Unverändert bilden das Vorratsvermögen mit TEUR 4.283 (Vj. TEUR 3.236), die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen mit TEUR 1.056 (Vj. TEUR 2.953) sowie die liquiden Mittel TEUR 1.667 (Vj. TEUR 760) die wesentlichen Posten auf der Aktivseite. Der Anstieg des Vorratsvermögens um TEUR 1.047 hat mehrere Ursachen: verantwortlich hierfür ist unverändert die auch noch zum Jahresende sehr gute Auftragslage. Der Auftragseingang lag im Geschäftsjahr 2022 um TEUR 5.133 über dem des Vorjahres. Daneben haben aber auch weiterhin Preissteigerungen und Beschaffungsprobleme Auswirkungen auf den Vorratsbestand. Zur Sicherstellung der Lieferfähigkeit wurden die Bestände zahlreicher Materialien erhöht. Aufgrund eines zum Bilanzstichtag höheren Bestands an laufenden Projekten im Geschäftsfeld Automation haben sich das Vorratsvermögen - in Form von unfertigen Leistungen - sowie die Verbindlichkeiten aufgrund erhaltener Anzahlungen auf Bestellungen im Vergleich zum Vorjahr erhöht. Durch die Vereinnahmung der Anzahlungen sind auch die liquiden Mittel um TEUR 907 auf TEUR 1.667 gestiegen. Das zum 31. Dezember 2022 ausgewiesene Eigenkapital von TEUR 4.530 (Vj. TEUR 4.517) entspricht nunmehr 60,21 % (Vj. 61,79 %) der Bilanzsumme. In den Steuerrückstellungen sind bereits die geringfügigen Auswirkungen aus der im Jahr 2023 durchgeführten steuerlichen Betriebsprüfung enthalten. Die Veränderung der sonstigen Rückstellungen ist insbesondere auf die Rückstellung für ausstehende Rechnungen zurückzuführen. Gegenüber Kreditinstituten hatte TRSystems unverändert keinerlei Verbindlichkeiten. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen werden regelmäßig unter Ausnutzung gegebener Skontierungsmöglichkeiten innerhalb der vorgegebenen Zahlungsfristen beglichen. 4. Finanzielle und nichtfinanzielle Leistungsindikatoren a. Finanzielle Leistungsindikatoren Die für uns wesentlichen finanziellen Leistungsindikatoren haben sich im laufenden Geschäftsjahr aufgrund des sehr niedrigen Jahresüberschusses im Vergleich zum Vorjahr nicht zum Vorteil entwickelt. Die nachfolgenden Rentabilitätskennziffern basieren auf folgenden Formeln: Umsatzrentabilität = (Jahresüberschuss + Ertragsteuern + Zinsaufwand) x 100 / Umsatzerlöse Eigenkapitalrentabilität = Jahresüberschuss x 100 / Eigenkapital am Ende des Vorjahres Gesamtkapitalrentabilität = (Jahresüberschuss + Ertragsteuern + Zinsaufwand) x 100 / Gesamtkapital am Ende des Vorjahres Materialaufwandsquote = Materialaufwand / Gesamtleistung x 100 Personalintensität = Personalaufwand / Gesamtleistung x 100 So beträgt die Umsatzrentabilität 0,17 % (Vj. 4,56 %). Die gleiche Entwicklung nahmen leider die Eigenkapitalrentabilität, nunmehr 0,31 % (Vj. 12,56 %) sowie die Gesamtkapitalrentabilität mit 0,30 % (Vj. 9,14 %). Die Materialintensität hat sich vor dem Hintergrund der geringeren Gesamtleistung nur äußerst geringfügig um 0,17 Prozentpunkte erhöht. Einhergehend mit der gesunkenen Gesamtleistung hat sich auch die Personalintensität negativ entwickelt und beträgt 43,67 % nach 38,85 % im Vorjahr. Unsere wirtschaftliche Lage kann aber insgesamt als zufriedenstellend bezeichnet werden. b. Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren Wir sind stolz auf unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Sie leisten den entscheidenden Beitrag für die erfolgreiche und nachhaltige Weiterentwicklung unseres Unternehmens. Sie zeigen Engagement, Leidenschaft und bringen das nötige Wissen sowie die relevanten Kenntnisse mit, damit wir unseren Erfolgskurs fortsetzen können. Das Ziel unserer Personalarbeit ist es, dieses profitable Wachstum bestmöglich zu unterstützen. Daher fördern wir unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und investieren in deren persönliche, methodische und fachliche Weiterentwicklung. Für uns sind die Gesundheit und Sicherheit unserer Mitarbeiter von zentraler Bedeutung. Wir ergreifen Maßnahmen, um Arbeitsunfällen und gesundheitlichen Beeinträchtigungen vorzubeugen, die in der täglichen Arbeit auftreten können oder mit dem Arbeitsablauf zusammenhängen. Daher bieten wir unseren Mitarbeitern, außer der Sprechstunde beim Betriebsarzt, Präventionskurse wie Rückenschule, Ernährungs- und Ergonomie-Beratung sowie einen Gesundheitstag (AOK) an. Wir möchten damit sicherstellen, dass unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ihre körperliche und geistige Leistungsfähigkeit über ihr gesamtes Erwerbsleben hinweg und auch darüber hinaus aufrechterhalten. Weiterhin werden wir alles tun, um Arbeitsunfälle zu vermeiden. Die Arbeitsschutzmaßnahmen aufgrund der Corona-Pandemie konnten im Berichtszeitraum im Einklang mit geänderten gesetzlichen Bestimmungen reduziert werden, persönliche Schutzmaßnahmen (Testangebote, Impftermin) wurden auf freiwilliger Basis weiterhin angeboten. III. Prognosebericht Das erste Halbjahr 2023 war geprägt von einer moderaten Weltkonjunktur, Nachwirkungen der Energiepreissteigerungen sowie der zunehmend ungünstigeren Finanzierungsbedingungen aufgrund der anhaltend restriktiven Notenbankpolitik in der westlichen Welt. In den USA brachte unter anderem diese Politik Geldhäuser, wie die schließlich gerettete Silicon Valley Bank, in Schieflage. Und in Europa führten die Probleme der Credit Suisse zur Übernahme durch die Schweizer Großbank UBS, was wiederum kurzfristige Turbulenzen an den Finanzmärkten auslöste. Geopolitisch blieb der andauernde Russland-Ukraine-Konflikt im Fokus und auch die Spannungen zwischen den USA und China hielten Anleger in Atem. Das globale Wirtschaftswachstum dürfte sich 2023 laut dem Internationalen Währungsfonds (IWF) von 3,4 % im Vorjahr auf 2,8 % verlangsamen. Als ein Hauptgrund gelten die Folgen des russischen Angriffskriegs. Infolgedessen stiegen sowohl die Inflation als auch die Zinsen in der westlichen Welt, nachdem der Handel mit Russland auf Basis von Sanktionen weitgehend auf Eis liegt, was vor allem mit gestiegenen Energiekosten einherging. Für die Eurozone erwartet der IWF 2023 ein Wachstum des Bruttoinlandsproduktes von nur noch 0,8 % im Vergleich zu 3,5 % im Vorjahr. Und in Deutschland soll das Wachstum auf Basis der technischen Winterrezession bei -0,1 % liegen. Für die USA rechnet der IWF für das Jahr 2023 hingegen mit 1,6 %, wobei die durch die Fed-Politik sich verschlechterten Finanzierungsbedingungen im zweiten Halbjahr die Wirtschaft zunehmend belasten dürften. Die Wiederöffnung Chinas hat im ersten Halbjahr 2023 zu einem Wachstumsschub nicht nur in China selbst, sondern auch in weiten Teilen Asiens geführt. Hinzu kamen staatliche Stimulierungsmaßnahmen inklusive einiger Zinssenkungen der People`s Bank of China. Jedoch belastete die schwächere Nachfrage aus dem Westen gerade zahlreiche chinesische Industriebereiche. Dies spiegeln nach den starken Anstiegen im Vorjahr beispielweise die mittlerweile im Jahresvergleich rückläufigen Produzentenpreise wider. Anders als im Westen blieb die Verbrauchpreisinflation in China niedrig, was Spielraum für weitere Stimulierungsmaßnahmen birgt. Im ersten Quartal 2023 kletterte das Bruttoinlandsprodukt im Vergleich zum entsprechenden Vorjahresquartal um 4,5 % und für das Gesamtjahr 2023 geht der IWF von 5,2 % Wirtschaftswachstum aus. Die konjunkturellen Vorzeichen für das zweite Halbjahr 2023 sind vor allem für die westliche Welt gedämpft. Denn die Wirtschaft dürfte sowohl in Europa als auch in den USA zunehmend die Folgen der restriktiven Notenbankpolitik zu spüren bekommen. Dies bedeutet sowohl für weite Teile Europas inklusive Deutschlands als auch für die USA eine signifikante Rezessionsgefahr, wenn auch voraussichtlich in eher mildem Ausmaß. Die Notenbanken nähern sich aller Voraussicht nach dem Ende ihres Leitzinsanhebungszyklus, was allerdings vom weiteren Inflationstrend - der grundsätzlich nach unten gerichtet bleiben dürfte - abhängt. Gemäß Angaben des Zentralverbands der Elektrotechnik- und Elektroindustrie (ZVEI) erreichte der aggregierte Branchenumsatz im ersten Halbjahr 2023 einen Wert von 120,4 Milliarden Euro, womit er seinen Wert aus den ersten sechs Monaten 2022 um 13,8 % übertreffen konnte. Die Inlandserlöse legten um 16,1 % auf 58,1 Milliarden Euro zu. Der Auslandsumsatz rückte um 12,0 % auf 62,3 Milliarden Euro vor. Im Euroraum wurden zwischen Januar und Juni 22,4 Milliarden Euro erzielt (+10,6 %) und mit Drittländern 39,9 Milliarden Euro (+12,8 %). Für die ersten acht Monate im Geschäftsjahr 2023 können wir einen Umsatzanstieg von knapp über 25 % verzeichnen. Darin enthalten sind auch die Umsätze mehrerer Projekte im Bereich der Automation, welche wir gegen Ende des Berichtsjahres für uns gewinnen konnten. Ob jedoch von einer Fertigstellung aller Projekte im Geschäftsjahr 2023 ausgegangen werden kann, ist zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht absehbar. Allerdings hat sich der Auftragseingang gegenüber dem Vorjahreswert um über 30 % reduziert. Allein im Systembereich Unidor haben wir einen Rückgang gegenüber dem Vorjahreswert von fast 40 %. Dennoch gehen wir von einem moderaten Umsatzanstieg im einstelligen %-Bereich aus. Das Jahresergebnis sollte abhängig von der Realisierung einzelner Projekte im Automationsbereich sowie von der weiteren Entwicklung der Material- und Energiepreise (trotz Energiepreisbremse) sowie der Möglichkeit, entsprechende Steigerungen weiterzugeben, leicht über dem des Berichtsjahres liegen. Ein weiterer Faktor auf das Jahresergebnis wird die ab Juni 2023 vorgenommene Lohn- und Gehaltssteigerung sein. Diese könnte auch zu einer höheren Personalintensität führen. Aufgrund des Geschäftsmodells der TRSystems GmbH mit seinen unterschiedlichsten Geschäftsbereichen (OEM, Systembereich Unidor und insbesondere Automation/Retrofit) sowie mit den geopolitischen Krisen verbundenen Unsicherheiten können wir für das Geschäftsjahr 2023 nur schwer eine Prognose abgeben. In Abhängigkeit der Realisierung von Umsätzen im Bereich der Automation rechnen wir mit einer geringfügigen Verbesserung der finanziellen Leistungsindikatoren. Unsere Prognose basiert auf der von Konjunkturforschern und Fachverbänden erwarteten gesamtwirtschaftlichen Entwicklung und ist wie diese mit sehr hohen Unsicherheiten behaftet. Risiken resultieren vor allem aus den anhaltenden Lieferengpässen bei verschiedenen Rohstoffen und Komponenten sowie möglichen weiteren Beeinträchtigungen im Transportsektor. Belastend wirken sich auch der Ukraine-Krieg, der die Materialversorgung, aber auch die konjunkturelle Situation deutlich beinträchtigen dürfte sowie weitere zunehmende geopolitische Spannungen in anderen Weltregionen aus. Hieraus könnten sich kurzfristige Nachfrageschwankungen und eine entsprechende Beeinträchtigung des Geschäftsvolumens ergeben. Außerdem sind zusätzliche Störungen in der Lieferkette und über den Annahmen liegende sowie länger anhaltende Material- und Energiepreissteigerungen, die zu Mehraufwand führen würden, möglich. IV. Chancen- und Risikobericht 1. Risikobericht Als weltweit aktives, mittelständisches Unternehmen ist TRSystems bei ihrer Tätigkeit mit vielfältigen Chancen und Risiken konfrontiert. Dabei ist die Nutzung von Chancen häufig nur unter Inkaufnahme gewisser Risiken möglich. Das Management von Risiken ist zentraler Bestandteil unserer Unternehmensführung und unerlässlich für unser Ziel einer langfristig positiven Entwicklung der TRSystems. Das bei uns implementierte Kontroll- und Risikomanagement ist Bestandteil der Unternehmensplanung und der Geschäftsstrategie. Die eingesetzten Steuerungs- und Überwachungssysteme werden fortlaufend weiterentwickelt, um Risiken noch besser identifizieren, bewerten und bewältigen zu können. Wir werten regelmäßig Markt- und Wettbewerbsanalysen aus und befassen uns mit der entsprechenden Ausrichtung des Produktportfolios und den Kostentreibern. Unsicherheiten und Marktveränderungen im Umfeld unseres täglichen Geschäfts beobachten wir sehr genau, um gegebenenfalls frühzeitig gegensteuern zu können. Weitere Kernelemente unseres Überwachungssystems bilden die monatliche Analyse von Auftragseingängen, Umsätzen sowie wichtigen Aufwandspositionen, um Abweichungen zeitnah festzustellen. Produkt- und Innovationsrisiken vermeiden wir durch den regelmäßigen Austausch mit unseren Kunden. Qualitätsrisiken begegnen wir durch ein systematisches Qualitätsmanagement, ergänzt durch umfangreiche Prüfverfahren und regelmäßige Schulungsmaßnahmen für die Mitarbeiter. IT-Risiken werden durch den Einsatz modernster Technologien sowie durch gezielte Vorkehrungen zum Datenschutz auf ein Minimum reduziert. Dennoch können IT-Ausfälle nicht gänzlich ausgeschlossen werden, und die Risiken aus Cyberkriminalität nehmen weltweit zu. In der jüngeren Vergangenheit haben wir unsere Anstrengungen zur Vermeidung von Hackerangriffen durch neue Sicherheitssoftware und die Zusammenarbeit mit externen Beratern erhöht. Damit wir im Ernstfall auf ausreichende Kapazitäten zugreifen zu können, besteht zudem die Anfrage einer Cyberversicherung, über die wir Unterstützung durch externe Spezialisten mobilisieren können. Hinzu kommen wiederholte Schulungen für unsere Beschäftigten im Bereich Datensicherheit, um sie für die hohe Priorität dieses Themas zu sensibilisieren. Forderungsausfallrisiken begegnen wir durch ein konsequent ausgestaltetes Debitorenmanagement, das darauf ausgerichtet ist, Forderungen innerhalb der gewährten Zahlungsziele zu vereinnahmen. Vor Eingehung einer neuen Geschäftsbeziehung informieren wir uns stets über die Bonität unseres potenziellen Neukunden. Soweit Ausfall- und Bonitätsrisiken absehbar sind, werden entsprechende Wertberichtigungen vorgenommen. Mögliche Liquiditätsrisiken werden überwacht und gesteuert, sind aber zum derzeitigen Zeitpunkt auf Basis des Bestandes an liquiden Mitteln und den eingeräumten, aber bisher nicht benötigten, Kreditlinien auszuschließen. Die TRSystems verfolgt eine äußerst konservative Risikopolitik. Mit unseren Geschäftsbanken verbinden uns langjährige Geschäftsbeziehungen. Um stets in ausreichendem Umfang auf hochwertige Zukauf-Materialien und -Komponenten zugreifen zu können und Beschaffungsengpässe zu vermeiden, wählen wir unsere Lieferanten sorgfältig aus und arbeiten mit ihnen in fairen, meist langjährigen Partnerschaften zusammen. Dem Risiko von Versorgungsausfällen begegnen wir generell soweit sinnvoll mit einer Second-Source-Strategie, einer rollierenden Bedarfsplanung sowie Sicherheitslägern. Die seit dem Ausbruch der Corona-Pandemie vergrößerten Lieferketten-Risiken aufgrund von Grenzschließungen und Transportstörungen wurden durch den Ukraine-Krieg weiter verstärkt. Im Berichtsjahr wurden diese Engpässe erneut durch interne Maßnahmen wie Mehrarbeit, den Umstieg auf alternative Einsatzstoffe und Lieferanten sowie Umstellungen in Konstruktion und Fertigung ausgeglichen. Außerdem konnten wir auf Sicherheitsläger zurückgreifen, die in vielen Bereichen wieder aufgefüllt wurden. Ende 2022 hat sich die Situation auf den Beschaffungsmärkten etwas entspannt, das Risiko von Versorgungslücken bei unseren Zulieferern besteht aber weiterhin. Den damit verbundenen Finanzierungsrisiken in der Lieferkette, die zu Insolvenzen bei Zulieferern führen könnten, wirken wir durch verlässliche und schnelle Zahlungen entgegen. Dazu kommen steigende Energieversorgungsrisiken, die aus dem Ausstieg aus der Atomkraft und der Energiewende resultieren und zuletzt wegen der Ukraine-Krise auch im Bereich der Gasversorgung zugenommen haben. Den Auswirkungen der Energiepreissteigerungen, die uns vor allem indirekt über höhere Preisforderungen unserer Zulieferer belasten, begegnen wir mit moderaten Anpassungen unserer Verkaufspreise. Bestandsgefährdende Entwicklungen, die dazu führen könnten, die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage nachhaltig und wesentlich zu beeinträchtigen, sind derzeit nicht erkennbar. Solche Risiken können jedoch, insbesondere vor dem Hintergrund der derzeitigen instabilen politischen Situation sowie des anhaltenden Ukraine-Kriegs, niemals vollständig ausgeschlossen werden. 2. Chancenbericht Seit nunmehr 25 Jahren ist die TRSystems ein stabiler und wichtiger Marktteilnehmer der industriellen Steuerungs- und Automatisierungstechnik sowie der OEM-Entwicklung und -Fertigung. "ARM"- und "PC"-Prozessoren-basierende Steuerungskonzepte sowie innovative kundenspezifische Systemkomponenten auf hohem Niveau entstehen in engster Zusammenarbeit mit unseren Kunden. Mit der eigenen, intuitiven Bedienfeld-Software eröffnet sich für TRSystems die Möglichkeit, die Wertschöpfung für komplette Bediensysteme weitestgehend im eigenen Haus zu halten. TRsystems prüft konsequent auch den Einsatz modernster, additiver Fertigungstechnologien, um die hoch individualisierten Steuerungskomponenten kosteneffektiv und schnell zu produzieren. Sofern sich die gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen besser entwickeln als erwartet, hätte TRSystems grundsätzlich die Chance auf einen über den Prognosen liegenden Geschäftsverlauf. Unser Konzept des atmenden Unternehmens sowie flexible Kapazitätsreserven und Prozesse verschaffen uns eine hohe Lieferfähigkeit, sodass wir auf etwaige positive Konjunkturausschläge gut vorbereitet sind. Deshalb bauen wir unsere Stellung in wichtigen Märkten kontinuierlich aus und prüfen laufend zusätzliche interessante Absatzregionen. Die Faktoren wie Flexibilität und Qualität werden durch die hohe Kompetenz und Leistungsbereitschaft der TRSystems Belegschaft noch verstärkt. Das Engagement, die Erfahrung und das Know-how unserer Mitarbeiter sorgen dafür, dass wir Nachfrage- und Auslastungsschwankungen besser bewältigen und die Kundenbindung durch überzeugenden Service erhöhen können. Grundsätzlich ermöglicht uns der in der Vergangenheit erarbeitete gute Ruf als zuverlässiger sowie qualitäts- und serviceorientierter Partner, der auf Kontinuität setzt, in bestehenden und neuen Marktsegmenten zusätzliche Kunden zu gewinnen. Die hohe Zuverlässigkeit unserer Mitarbeiter sowie unser sehr aktuelles und bedarfsorientiertes Produktportfolio mit laufenden Innovationen erhöhen ebenfalls die Chance auf neue Abnehmer. Eine erste Teilnahme an der wichtigsten regionalen Ausbildungsmesse in Zusammenarbeit mit unserem Mutterunternehmen sowie besser auf die Zielgruppe orientierte Personalwerbung verbessern die Bekanntheit von TRSystems als Ausbildungsplatz und Arbeitgeber. 3. Gesamtaussage Die Entwicklung im Geschäftsjahr 2022 war für TRSystems mitunter aufgrund des Ausbleibens von größeren Projektrealisierungen im Bereich der Automation wie prognostiziert leider stark rückläufig. Wie vorhergesehen mussten wir im Geschäftsjahr 2022 einen Umsatzrückgang von knapp 20 % hinnehmen. Aufgrund des im Vergleich zum Vorjahr niedrigeren Jahresüberschusses haben sich die für uns wesentlichen finanziellen Leistungsindikatoren nicht zum Vorteil entwickelt. Während wir in den ersten acht Monaten des Geschäftsjahres 2023 einen Umsatzanstieg von knapp über 25 % verzeichnen konnten, verringerte sich dagegen der Auftragseingang entsprechend dem Vorjahreswert um über 30 %. Es gilt abzuwarten, ob von einer Fertigstellung aller laufenden Projekte im Geschäftsjahr 2023 ausgegangen werden kann. Wegen der zunehmenden geopolitischen Spannungen und dadurch weiterhin möglichen Beeinträchtigungen der Lieferketten und Absatzmärkte hat sich die Bedeutung der Risiken in den Bereichen Markt und Konjunktur sowie Beschaffung weiter erhöht. Aus heutiger Sicht ergeben sich für die TRSystems keine wirtschaftlichen und rechtlichen Bestandsgefährdungspotenziale. Für die zukünftige Entwicklung der Zahlungsfähigkeit sehen wir auf Grund unserer guten Liquiditätsausstattung derzeit keine Gefahren. Solche Risiken können jedoch, insbesondere vor dem Hintergrund der derzeitigen instabilen politischen Situation sowie des anhaltenden Ukraine-Kriegs, niemals vollständig ausgeschlossen werden. V. Risikoberichterstattung über die Verwendung von Finanzinstrumenten Zu den im Unternehmen bestehenden Finanzinstrumenten zählen im Wesentlichen Forderungen, Verbindlichkeiten und Guthaben bei Kreditinstituten. Die Gesellschaft verfügt über einen solventen Kundenstamm. Forderungsausfälle können vorkommen, sind aber dennoch die absolute Ausnahme. Verbindlichkeiten werden innerhalb der vereinbarten Zahlungsfristen gezahlt. Ziel des Finanz- und Risikomanagements der Gesellschaft ist die Sicherung des Unternehmenserfolgs gegen finanzielle Risiken jeglicher Art. Beim Management der Finanzpositionen verfolgt das Unternehmen eine konservative Risikopolitik. Soweit bei finanziellen Vermögenswerten Ausfall- und Bonitätsrisiken erkennbar sind, werden entsprechende Wertberichtigungen vorgenommen. Zur Minimierung von Ausfallrisiken verfügt das Unternehmen über ein adäquates Debitorenmanagement. Darüber hinaus informieren wir uns vor Eingehung einer neuen Geschäftsbeziehung stets über die Bonität unserer Neukunden.
Trossingen, 15. September 2023 TRSystems GmbH Geschäftsführung Klaus Tessari BilanzAktiva
Gewinn- und Verlustrechnung
AnhangI. Allgemeine Angaben zum Unternehmen Die TRSystems GmbH hat ihren Sitz in Trossingen. Sie ist im Handelsregister des Amtsgerichts Stuttgart unter HRB Nr. 727579 eingetragen. II. Allgemeine Angaben zu Inhalt und Gliederung des Jahresabschlusses Der Jahresabschluss wurde auf der Grundlage der Rechnungslegungsvorschriften der §§ 242 ff. HGB aufgestellt. Ergänzend zu diesen Vorschriften waren die Regelungen des GmbH-Gesetzes zu beachten. Nach den in § 267 HGB angegebenen Größenklassen ist die Gesellschaft eine mittelgroße Kapitalgesellschaft. Angaben, die wahlweise in der Bilanz, in der Gewinn- und Verlustrechnung oder im Anhang gemacht werden können, sind insgesamt im Anhang aufgeführt. Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gewählt. III. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Für die Aufstellung des Jahresabschlusses sind unverändert die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend: Erworbene immaterielle Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten angesetzt und um planmäßige lineare (zeitanteilige) Abschreibungen vermindert. Die Abschreibungen werden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände vorgenommen, welche zwischen 3 und 5 Jahren betragen. Das Sachanlagevermögen wird zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige lineare (zeitanteilige) Abschreibungen vermindert. Die Abschreibungen werden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände vorgenommen. Gegenstände des beweglichen Sachanlagevermögens werden zwischen 3 und 10 Jahren abgeschrieben. Die Anschaffungskosten beweglicher Wirtschaftsgüter des Anlagevermögens bis zu einem Wert von EUR 250,00 wurden bis 2017 im Jahr des Zugangs sofort als Aufwand verbucht. Für bewegliche Wirtschaftsgüter des Anlagevermögens mit Anschaffungskosten von mehr als EUR 250,00 aber nicht mehr als EUR 1.000,00 wurde bis 2017 ein Sammelposten gebildet, der linear über 5 Jahre aufgelöst wurde. Ab dem Berichtsjahr 2018 werden bewegliche Gegenstände des Anlagevermögens bis zu einem Wert von EUR 800,00 im Jahre des Zugangs voll abgeschrieben. Bei den Finanzanlagen sind die Anteilsrechte zu Anschaffungskosten bzw. niedrigeren beizulegenden Werten und die Ausleihungen grundsätzlich zum Nennwert angesetzt. Abschreibungen auf einen niedrigeren Wert am Bilanzstichtag werden grundsätzlich nur vorgenommen, wenn die Wertminderung voraussichtlich dauerhaft ist. Die Vorräte werden mit Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten bzw. mit den niedrigeren beizulegenden Werten angesetzt. Die Bestände an Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen sowie Handelswaren sind zu durchschnittlichen Einstandspreisen oder zu niedrigeren Tagespreisen angesetzt. Die unfertigen und fertigen Erzeugnisse sind auf der Basis von Einzelkalkulationen zu Herstellungskosten bewertet, wobei neben den direkt zurechenbaren Materialeinzelkosten, Fertigungslöhnen und Sondereinzelkosten auch Fertigungs- und Materialgemeinkosten sowie Abschreibungen berücksichtigt werden. Fremdkapitalzinsen werden nicht einbezogen. In allen Fällen wird verlustfrei bewertet, d.h. es werden von den voraussichtlichen Verkaufspreisen Abschläge für noch anfallende Kosten vorgenommen. Alle erkennbaren Risiken im Vorratsvermögen, die sich aus überdurchschnittlicher Lagerdauer, geminderter Verwertbarkeit und niedrigeren Wiederbeschaffungskosten ergeben, sind durch angemessene Abwertungen berücksichtigt. Abgesehen von handelsüblichen Eigentumsvorbehalten sind die Vorräte frei von Rechten Dritter. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden zum Nennwert angesetzt. Allen risikobehafteten Posten wird durch die Bildung angemessener Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen; das allgemeine Kreditrisiko wird durch pauschale Abschläge berücksichtigt. Unverzinsliche Forderungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden, sofern vorhanden, abgezinst. Die Rückstellungen werden für alle ungewissen Verbindlichkeiten gebildet. Der Ansatz erfolgt in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages. Dabei werden alle erkennbaren Risiken berücksichtigt. Verbindlichkeiten werden zum Erfüllungsbetrag angesetzt. IV. Erläuterungen zur Bilanz 1. Anlagevermögen Die Aufgliederung und Entwicklung der Anlagenwerte ist unter Angabe der Abschreibung des Geschäftsjahres dem Anlagenspiegel zu entnehmen.
Der Buchwert der ausgewiesenen Finanzanlage liegt nicht über ihrem beizulegenden Zeitwert. Der Beteiligungsansatz an der TR Automation GmbH & Co. KG i.L. wurde im Vorjahr vollständig abgeschrieben. Die Gesellschaft befindet sich in der Liquidation. 2. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen enthalten wie im Vorjahr vollumfänglich solche aus Lieferungen und Leistungen. Die Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, enthalten vollumfänglich solche aus Lieferungen und Leistungen. Sämtliche Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. 3. Eigenkapital Das Gezeichnete Kapital beträgt DM 200.000,00 (EUR 102.258,38). 4. Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen betreffen im Wesentlichen Rückstellungen für Personalverpflichtungen, Garantieverpflichtungen, Beratungs- und Abschlusskosten sowie weitere Verbindlichkeiten, die dem Grunde und/oder endgültigen Höhe nach nicht feststehen. 5. Verbindlichkeiten Die Verbindlichkeiten haben in Höhe von TEUR 2.600 (Vj. 2.500) eine Restlaufzeit von unter einem Jahr und in Höhe von TEUR 0 über einem und unter 5 Jahren. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen - zugleich gegenüber Gesellschaftern - resultieren in Höhe von TEUR 866 (Vj. TEUR 1.695) aus Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen. Damit saldiert wurden Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 49 (Vj. TEUR 2). Bei den im Vorjahr verbliebenen TEUR 24 handelte es sich um sonstige Verbindlichkeiten. 7. Sonstige finanzielle Verpflichtungen
V. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung 1. Zinsen und ähnliche Aufwendungen In Höhe von TEUR 0 (Vj. TEUR 7) betreffen die Zinsen und ähnliche Aufwendungen verbundene Unternehmen. VI. Sonstige Angaben 1. Anzahl der Arbeitnehmer Die nachfolgenden Arbeitnehmergruppen waren während des Geschäftsjahres im Unternehmen beschäftigt:
2. Angabe zu den Organmitgliedern Geschäftsführung Zur Geschäftsführung ist Herr Klaus Tessari, Elektrotechniker, bestellt. Auf die Angabe der Bezüge der Geschäftsführung wird gemäß § 286 Abs. 4 HGB verzichtet. 3. Konzernzugehörigkeit Das Unternehmen, das den Konzernabschluss für den größten und zugleich auch kleinsten Kreis von Unternehmen aufstellt, ist die TR Electronic GmbH, Trossingen. Der vorliegende Jahresabschluss der TRSystems GmbH wird in den Konzernabschluss der TR Electronic GmbH, Trossingen, einbezogen. Der Konzernabschluss wird im Bundesanzeiger veröffentlicht. 4. Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Stichtag Nach Abschluss des Geschäftsjahres 2022 bis zur Unterzeichnung dieses Berichtes gab es keine Ereignisse mit wesentlichen Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der TRSystems GmbH.
Trossingen, 15. September 2023 TRSystems GmbH Geschäftsführung Klaus Tessari Anlagespiegel
sonstige BerichtsbestandteileAngaben zur Feststellung: Der Jahresabschluss wurde am 23.11.2023 festgestellt. BestätigungsvermerkIn dem zur Offenlegung bestimmten verkürzten Jahresabschluss wurden die größenabhängigen Erleichterungen zutreffend in Anspruch genommen. Zu dem vollständigen Jahresabschluss und dem Lagebericht haben wir folgenden Bestätigungsvermerk erstellt: BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die TRSystems GmbH Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der TRSystems GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2022 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der TRSystems GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse • entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2022 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 und • vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus • identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können. • gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben. • beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben. • ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann. • beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. • beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens. • führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Villingen-Schwenningen, 15. September 2023 Wirtschaftsrevision
Süd GmbH
Hilpert, Wirtschaftsprüfer Mader, Wirtschaftsprüfer |
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