Stammdaten

Register
Amtsgericht Stuttgart HRB 748567
Eingetragen
10.4.2014
Branche
Erbringung von Beratungsleistungen auf dem Gebiet der InformationstechnologieErbringung von sonstigen Dienstleistungen der InformationstechnologieBeteiligungsgesellschaften
Gegenstand
Erbringungen von Dienstleistungen und Entwicklungen im Bereich der lnformationstechnologie und der Handel mit EDV-Produkten (Hard- und Software) aller Art sowie das Halten und Verwalten von Beteiligungen an Unternehmen, die ebenfalls maßgeblich in diesen Bereichen tätig sind. Der Gegenstand des Unternehmens kann auch dadurch verwirklicht werden, dass die Erbringung von Dienstleistungen und Entwicklungen im Bereich der lnformationstechnologie und der Handel mit EDV-Produkten aller Art ganz oder teilweise durch mindestens mehrheitlich beherrschte Tochtergesellschaften der Gesellschaft erfolgt.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Steffen Müter
seit 25.3.2019
Geschäftsführer
Bianca Straszewski
seit 17.1.2018
Geschäftsführer
Michael Earley
seit 10.4.2014
Prokura

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Fujitsu TDS GmbH

Neckarsulm

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.04.2020 bis zum 31.03.2021

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Fujitsu TDS GmbH

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Fujitsu TDS GmbH, Neckarsulm - bestehend aus der Bilanz zum 31. März 2021 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. April 2020 bis zum 31. März 2021 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Fujitsu TDS GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. April 2020 bis zum 31. März 2021 geprüft. Die in Abschnitt D des Lageberichts enthaltene Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f Abs. 4 HGB (Angaben zur Frauenquote) haben wir in Einklang mit den deutschen gesetzlichen Vorschriften nicht inhaltlich geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. März 2021 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. April 2020 bis zum 31. März 2021 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Unser Prüfungsurteil zum Lagebericht erstreckt sich nicht auf den Inhalt der oben genannten Erklärung zur Unternehmensführung.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit

Wir verweisen auf den Abschnitt "Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze" im Anhang sowie den Abschnitt "Risikobericht" Unterabschnitt "Bestandsgefährdende Risiken" des Lageberichts, in denen die gesetzlichen Vertreter beschreiben, dass sie durch die weitere Umsetzung des Transformationsprogrammes zum Aufbau und der Umsetzung der zukünftigen Strategie der Gesellschaft sowie des im Wesentlichen durch COVID-19 verzögerten externen Auftragseingangs im Geschäftsjahr 2021/22 ein leicht negatives Ergebnis und auf Grund der durchgeführten Liquiditätsplanung kurzfristig einen weiteren Bedarf an liquiden Mitteln im Prognosezeitraum erwarten.

Zur Aufrechterhaltung der Zahlungsfähigkeit und damit zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit wurde mit Datum vom 15. Juli 2021 ein Letter of Comfort abgeschlossen, mit dem sich die FTS (Holding) B.V., Amsterdam/Niederlande, verpflichtet die Fujitsu TDS GmbH, Neckarsulm, in der Art und Weise zu unterstützen, dass diese für einen Zeitraum von 18 Monaten vom Bilanzstichtag 31. März 2021 oder 12 Monate vom Datum des Bestätigungsvermerks des Abschlussprüfers, je nachdem, welcher Zeitpunkt der spätere ist, in der Lage ist, sämtliche vertraglichen, finanziellen und anderen Verpflichtungen bei Fälligkeit zu erfüllen.

Die FTS (Holding) B.V. hat wiederum mit Datum vom 13. Juli 2021 einen Letter of Comfort von der Fujitsu Limited, Tokio/Japan, erhalten, mit dem sich die Fujitsu Limited verpflichtet die FTS (Holding) B.V. in der Art und Weise zu unterstützen, dass diese für einen Zeitraum von 18 Monaten vom Bilanzstichtag 31. März 2021 oder 12 Monate vom Datum des Bestätigungsvermerks des Abschlussprüfers an die FTS (Holding) B.V. und ihrer Tochtergesellschaften, je nachdem, welcher Zeitpunkt der spätere ist, in der Lage ist, sämtliche vertraglichen, finanziellen und anderen Verpflichtungen bei Fälligkeit zu erfüllen.

Die Aufrechterhaltung der Zahlungsfähigkeit im Prognosezeitraum und damit die Fortführung der Unternehmenstätigkeit der Fujitsu TDS GmbH, Neckarsulm, und deren Muttergesellschaft FTS (Holding) B.V., Amsterdam/Niederlande, ist von der finanziellen Unterstützung der Fujitsu Limited, Tokio/Japan, abhängig. Damit wird auf das Bestehen einer wesentlichen Unsicherheit hingewiesen, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen kann und die ein bestandsgefährdendes Risiko im Sinne des § 322 Abs. 2 Satz 3 HGB darstellt.

Unsere Prüfungsurteile sind bezüglich dieses Sachverhalts nicht modifiziert.

Sonstige Informationen

Die gesetzlichen Vertreter sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen die Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f Abs. 4 HGB (Angaben zur Frauenquote).

Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und Lagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab.

Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen

wesentliche Unstimmigkeiten zum Jahresabschluss, Lagebericht oder unseren bei der Prüfung erlangten Kenntnissen aufweisen oder

anderweitig wesentlich falsch dargestellt erscheinen.

Falls wir auf Grundlage der von uns durchgeführten Arbeiten den Schluss ziehen, dass eine wesentliche falsche Darstellung dieser sonstigen Informationen vorliegt, sind wir verpflichtet, über diese Tatsache zu berichten. Wir haben in diesem Zusammenhang nichts zu berichten.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können;

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben;

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben;

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann;

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt;

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens;

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

München, den 19. Juli 2021

Ernst & Young GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Bauer, Wirtschaftsprüferin

Ehrnböck, Wirtschaftsprüfer

Bilanz zum 31. März 2021

Aktiva

(in Tausend €) 31.03.2021 31.03.2020
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Software 4.219 1.671
4.219 1.671
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten 11.912 12.972
2. Technische Anlagen und Maschinen 15.286 19.545
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 662 1.113
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 46 108
27.906 33.738
III. Finanzanlagen
Beteiligungen 7 7
32.132 35.416
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
Unfertige Leistungen 754 654
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 17.601 19.645
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 56.387 25.854
3. Sonstige Vermögensgegenstände 5.232 4.774
79.220 50.273
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 16 414
79.990 51.341
C. Rechnungsabgrenzungsposten 10.833 16.068
122.955 102.825

Passiva

(in Tausend €) 31.03.2021 31.03.2020
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 29.369 29.369
II. Kapitalrücklage 976 976
III. Gewinnrücklagen 2.067 2.067
IV. Bilanzgewinn 16.145 8.184
48.557 40.596
B. Rückstellungen
1. Rückstellungen für Pensionen 4.186 4.095
2. Steuerrückstellungen 1.434 587
3. Sonstige Rückstellungen 14.775 15.380
20.395 20.062
C. Verbindlichkeiten
1. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 1.515 566
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 7.823 8.130
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 27.860 20.494
4. Sonstige Verbindlichkeiten 15.625 11.479
52.823 40.669
D. Rechnungsabgrenzungsposten 1.180 1.498
122.955 102.825

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. April 2020 bis 31. März 2021

(in Tausend €) 1.4.2020 - 31.3.2021 1.4.2019 - 31.3.2020
1. Umsatzerlöse 215.134 182.361
2. Erhöhung des Bestands an unfertigen Leistungen 99 12
3. Sonstige betriebliche Erträge 3.788 2.482
219.021 184.855
4. Materialaufwand
a) Aufwendungen für bezogene Waren -280 -427
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen -57.416 -50.111
-57.696 -50.538
5. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter -97.152 -79.408
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -17.073 -13.866
-114.225 -93.274
6. Abschreibungen
Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -10.167 -12.267
7. Sonstige betriebliche Aufwendungen -27.695 -28.706
8. Erträge aus Beteiligungen 0 115
9. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 51 83
10. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -478 -491
11. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -843 -1.201
12. Ergebnis nach Steuern 7.968 -1.424
13. Sonstige Steuern -7 -11
14. Jahresüberschuss/ Jahresfehlbetrag 7.961 -1.435
15. Gewinnvortrag 8.184 9.619
16. Bilanzgewinn 16.145 8.184

Anhang für das Geschäftsjahr 2020/2021

A. Allgemeine Angaben

Der Jahresabschluss der Fujitsu TDS GmbH, Neckarsulm, (im Folgenden als "FTDS" oder "Gesellschaft" bezeichnet) ist nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) und des Gesetzes für Gesellschaften mit beschränkter Haftung (GmbHG) aufgestellt. Die Gesellschaft gilt gemäß § 267 HGB als große Kapitalgesellschaft. Der Ausweis erfolgt - soweit nicht anders angegeben - in Tausend Euro ("Tausend €") unter Gegenüberstellung der Werte zum 31. März 2020.

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt worden.

Das Geschäftsjahr beginnt am 1. April eines Jahres und endet am 31. März des darauffolgenden Jahres.

Die FTDS ist im Handelsregister Stuttgart unter der Register-Nr. HRB 748567 eingetragen. Die Gesellschaft ist eine 100 %ige Tochtergesellschaft der Fujitsu Technology Solutions (Holding) B.V., Amsterdam ("FTS (Holding) B.V.").

B. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Grundsätzliches

Aufgrund der positiven Fortbestehensprognose der Gesellschaft erfolgen die Bilanzierung und Bewertung zum 31. März 2021 der FTDS GmbH unverändert unter der Annahme der Unternehmensfortführung (Going Concern Prämisse). Hinsichtlich der die Fortführung der Unternehmenstätigkeit gefährdenden Risiken verweisen wir auf die Ausführungen im Abschnitt "Risikobericht" Unterabschnitt "Bestandsgefährdende Risiken" des Lageberichts.

Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren im Wesentlichen unverändert die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend.

Anlagevermögen

Das Sachanlagevermögen und die immateriellen Vermögensgegenstände wurden mit den Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten unter Berücksichtigung von Abschreibungen bewertet. Aktivierungsfähige Fremdkapitalzinsen werden nicht in die Herstellungskosten einbezogen.

Immaterielle Vermögensgegenstände (entgeltlich erworbene Software) werden über drei bis fünf Jahre linear abgeschrieben.

Die Gebäudeabschreibungen werden linear über 33 Jahre und lineare Abschreibungen für bilanzierte Mieterein bauten über zwei bis elf Jahre entsprechend den Mietdauern vorgenommen. Den Abschreibungen liegt bei Technische Anlagen und Maschinen längstens eine Nutzungsdauer von 14 Jahre und bei Betriebs- und Geschäftsausstattung eine Nutzungsdauer von 3 bis 20 Jahre zugrunde. Die Zugänge bei den beweglichen Anlagegütern wurden zeitanteilig nach der linearen Methode abgeschrieben. Wirtschaftsgüter mit einem Anschaffungswert unter 250 EUR werden direkt als Betriebsausgaben gebucht. Geringwertige Vermögenswerte des Sachanlagevermögens werden im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben. Im Fall von dauerhaften Wertminderungen werden außerplanmäßige Abschreibungen vorgenommen.

Beteiligungen wurden zu Anschaffungskosten bilanziert und -falls notwendig - abzüglich Abschreibungen auf den beizulegenden Wert angesetzt.

Vorräte

Vorräte, die ausschließlich aus unfertigen Leistungen und noch nicht abrechenbaren Leistungen bestehen, werden am Bilanzstichtag zu durchschnittlichen Herstellungskosten oder niedrigeren Marktwerten angesetzt. Abwertungen, die sich aus geminderter Verwendbarkeit sowie im Rahmen der verlustfreien Bewertung ergeben, werden in angemessenem und ausreichendem Umfang vorgenommen. Zinsen für Fremdkapital werden nicht in die Herstellungskosten einbezogen.

Forderungen, sonstige Vermögensgegenstände und flüssige Mittel

Forderungen, sonstige Vermögensgegenstände und alle flüssigen Mittel sind grundsätzlich zum Nennwert angesetzt. Allen risikobehafteten Posten ist durch die Bildung angemessener Wertberichtigungen Rechnung getragen.

Die Rückdeckungsversicherungen für künftige Pensionsansprüche erfüllen nicht die Voraussetzungen zur Verrechnung mit Schulden aus Altersversorgungsverpflichtungen und werden mit den aufgewendeten Prämienzahlungen zuzüglich garantierter Zinsen bewertet und unter den sonstigen Vermögensgegenständen ausgewiesen.

Aktive Rechnungsabgrenzungsposten

Aktive Rechnungsabgrenzungsposten sind in Höhe der im Geschäftsjahr geleisteten Ausgaben gebildet, die Aufwand für die Folgezeit darstellen und beinhaltet eingekaufte Service-, Wartungsleistungen, für die in Vorleistung gegangen wurde.

Rückstellungen

Die Pensionsrückstellungen umfassen die direkten vertraglichen Versorgungsansprüche der Mitarbeiter. Die Pensionsrückstellungen werden mittels der sog. "Projected Unit Credit Methode" (versicherungsmathematisches Anwartschaftsbarwertverfahren) bewertet. Der Abzinsungsbetrag wird auf Grundlage des von der Deutschen Bundesbank ermittelten und bekannt gegebenen durchschnittlichen Marktzinssatzes der letzten 10 Jahre in Höhe von 2,19 % (Vj. 2,61 %), der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt, angesetzt. Die Bewertung der Pensionsrückstellungen mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der letzten 10 Jahre im Vergleich zu 7 Jahre führt zu einem Unterschiedsbetrag von Tausend € 266 (Vj. Tausend € 284), welcher grundsätzlich einer Ausschüttungssperre nach § 253 Abs. 6 HGB unterliegt. Als biometrische Rechnungsgrundlagen wurden die "Richttafeln 2018 G" von Heubeck Richttafeln GmbH verwendet. Künftige Gehaltssteigerungen sind in Höhe von 2,0 % p.a. (Vj. 2,5 % p.a.) bei der Bewertung der Pensionsrückstellungen berücksichtigt. Künftige Rentensteigerungen sind mit 1,3 % p.a. (Vj. 1,3 % p.a) angenommen. Annahmen über Kündigungsraten sind in die Berechnung einbezogen.

Die sonstigen Rückstellungen und Steuerrückstellungen sind nach den Grundsätzen vernünftiger kaufmännischer Beurteilung so bemessen, dass sie allen erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen in Höhe des Erfüllungsbetrags Rechnung tragen. Bei der Rückstellungsbewertung sind zukünftige Preis- und Kostensteigerungen mit einbezogen. Sollte die Restlaufzeit ein Jahr überschreiten, erfolgt eine Abzinsung auf den Stichtag.

Verbindlichkeiten

Verbindlichkeiten werden zum Erfüllungsbetrag am Bilanzstichtag angesetzt.

Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen werden unter den Verbindlichkeiten ausgewiesen.

Passive Rechnungsabgrenzungsposten

Passive Rechnungsabgrenzungsposten sind für Einnahmen vor dem Abschlussstichtag gebildet, soweit sie Ertrag für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen.

Latente Steuern

Für die Ermittlung latenter Steuern aufgrund von temporären oder quasi-permanenten Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen oder aufgrund steuerlicher Verlustvorträge werden diese mit den unternehmensindividuellen Steuersätzen im Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen bewertet und die Beträge der sich ergebenden Steuerbe- und -entlastung nicht abgezinst. Aktive und passive Steuerlatenzen werden verrechnet. Die Aktivierung eines Überhangs latenter Steuern unterbleibt in Ausübung des dafür bestehenden Ansatzwahlrechts.

Umrechnung von Fremdwährungsposten

Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten wurden grundsätzlich mit dem Devisenkassamittelkurs zum Abschlussstichtag umgerechnet. Bei einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurden dabei das Realisationsprinzip (§ 252 Abs. 1 Nr. 4 Halbsatz 2 HGB) und das Anschaffungskostenprinzip (§ 253 Abs. 1 Satz 1 HGB) beachtet.

Umsatzrealisierung

Umsatzerlöse werden ausgewiesen, wenn die Lieferungen oder Leistungen ausgeführt sind und die Verfügungsmacht auf den Erwerber übergegangen ist.

C. Erläuterungen zu den einzelnen Bilanzposten

Anlagevermögen

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im Anlagenspiegel dargestellt, der diesem Anhang beigefügt ist.

Die Zusammensetzung des Anteilsbesitzes ist der Anlage "Aufstellung des Anteilsbesitzes" zu entnehmen, die diesem Anhang beigefügt ist.

Forderungen und Sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind um Wertberichtigungen für Ausfallrisiken in Höhe von Tausend € 1.581 (Vorjahr: Tausend € 637) gekürzt. Dabei entfallen auf die spezifische Wertberichtigung einzelner uneinbringlicher Forderungen Tausend € 1.347 (Vorjahr: Tausend € 595) und auf die pauschale Wertberichtigung für Ausfallrisiken des nicht einzelwertberichtigten Bestands an Forderungen aus Lieferungen und Leistungen Tausend € 234 (Vorjahr: Tausend € 42). Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von Tausend € 56.387 (Vorjahr: Tausend € 25.854) betreffen zum 31. März 2021 ausschließlich Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gegen verbundene Gesellschaften innerhalb des Fujitsu Konzerns und resultieren hauptsächlich aus der gestiegenen Verrechnung gegenüber der FTS GmbH. Die sonstigen Vermögensgegenstände beinhalten Posten in Höhe von Tausend € 1.693 (Vorjahr: Tausend € 2.049) mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr. Die übrigen Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind wie im Vorjahr innerhalb eines Jahres fällig.

Aktive Rechnungsabgrenzungsposten

Die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten in Höhe von Tausend € 10.833 (Vorjahr: Tausend € 16.068) beinhalten im Wesentlichen eingekaufte Service-, Wartungsleistungen, für die in Vorleistung gegangen wurde. Von den aktiven Rechnungsabgrenzungsposten haben Tausend € 7.982 (Vorjahr: Tausend € 7.424) eine Laufzeit bis zu einem Jahr und Tausend € 2.851 (Vorjahr: Tausend € 8.644) eine Laufzeit von mehr als einem Jahr.

Latente Steuern

Die aktiven latenten Steuern resultieren im Wesentlichen aus Bilanzdifferenzen bei Pensions und Sonstigen Rückstellungen sowie aus körperschaft- und gewerbesteuerlichen Verlustvorträgen. Unterschiedliche Wertansätze, die zu passiven latenten Steuern führen, sind nicht vorhanden. Der Berechnung wurde ein Steuersatz von 31,93 % zugrunde gelegt. Die aktiven latenten Steuern werden wahlrechtskonform nach § 274 Abs. 1 HGB nicht bilanziert.

Gezeichnetes Kapital

Das Gezeichnete Kapital beträgt zum 31. März 2021 unverändert Tausend € 29.369.

Die Kapitalrücklage beträgt zum Bilanzstichtag unverändert zum Vorjahr Tausend € 976.

Die Gewinnrücklagen beinhalten ausschließlich andere Gewinnrücklagen, die sich zum 31. März 2021 unverändert zum Vorjahr auf Tausend € 2.067 belaufen.

Angaben zu ausschüttungsgesperrten Beträgen

Ausschüttungsgesperrte Beträge ergeben sich aus dem unten angegebenen Unterschiedsbetrag zwischen dem auf Basis des 10-Jahres-Durchschnitts-Zinssatzes und dem auf Basis des 7-Jahres-Durchschnitts-Zinssatzes ermittelten Erfüllungsbetrag der Pensionsverpflichtungen in Höhe von Tausend € 266 (Vorjahr: Tausend € 284). Die ausschüttungsgesperrten Beträge sind durch die frei verfügbaren Rücklagen entsperrt.

Rückstellungen für Pensionen

Rückstellungen für Pensionsverpflichtungen werden aufgrund von Versorgungsplänen für Zusagen auf Alters-, Invaliden- und Hinterbliebenenleistungen gebildet. Die Pensionsrückstellungen betreffen die Verpflichtungen aus Anwartschaften und aus fortlaufenden Leistungen der FTDS sowie deren Hinterbliebene und bestehen aufgrund einzelvertraglicher Vereinbarungen. Bei nach § 613 a BGB übernommenen Pensionsverpflichtungen gelten die ehemals zugrundeliegenden Vereinbarungen. Die betriebliche Altersversorgung erfolgt leistungsorientiert. Die Pensionsverpflichtungen werden versicherungsmathematisch nach dem international üblichen Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected-Unit-Credit-Methode) ermittelt.

Die Bewertung der Pensionsrückstellung zum 31.03.2021 basiert auf folgenden Rechnungsgrundlagen:

31.03.2021
p.a.
- Zinssatz 2,19 %
- Rententrend 1,30 %
- Gehaltstrend 2,00 %
- Fluktuation 2 % - 10 %
- Sterbetafel RT 2018 G

Der Abzinsungsbetrag wurde auf Basis des von der Deutschen Bundesbank ermittelten und bekannt gegebenen durchschnittlichen Marktzinssatzes, der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt, in Höhe von 2,19 % (10-Jahres-Durchschnitt) ermittelt.

Unter Berücksichtigung der handelsrechtlichen Bewertungsannahmen ergibt sich zum Bilanzstichtag ein Erfüllungsbetrag gemäß § 253 Abs. 2 HGB (Anwendung des 10-Jahres-Durchschnittszinssatzes) in Höhe von Tausend € 4.186 (Vorjahr: Tausend € 4.095).

Aus dem bei Anwendung des 7-Jahres-Durchschnittszinssatzes von 1,51 % ermittelten Erfüllungsbetrag in Höhe von Tausend € 4.452 ergibt sich ein Unterschiedsbetrag von Tausend € 266, welcher einer Ausschüttungssperre gemäß § 253 Abs. 6 HGB unterliegt.

Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen wurden mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist. Sie beinhalten im Wesentlichen Personalverpflichtungen in Höhe von Tausend € 10.779 (Vorjahr: Tausend € 9.446) sowie Verpflichtungen aus ausstehenden Rechnungen in Höhe von Tausend € 2.181 (Vorjahr: Tausend € 4.341). Langfristige sonstige Rückstellungen bestehen zum Bilanzstichtag für Zuwendungen an Arbeitnehmer aus Anlass eines Dienstjubiläums, aus Altersteilzeitverpflichtungen, Rückbauverpflichtungen, Drohverluste sowie Rückstellungen im Rahmen von Restrukturierungsprogrammen. Der Erfüllungsbetrag des langfristigen Jubiläumsanteils beträgt zum Bilanzstichtag Tausend € 633 (Vorjahr Tausend € 572) und der Altersteilzeitverpflichtungen Tausend € 41 (Vorjahr: Tausend € 112).

Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten enthalten erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen in Höhe von Tausend € 1.515 (Vorjahr: Tausend € 566).

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betragen Tausend € 27.860 (Vorjahr: Tausend € 20.494) und beinhalten Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von Tausend € 8.823 (Vorjahr: Tausend € 11.127) sowie Finanzverbindlichkeiten gegenüber der Gesellschafterin aus dem Inhouse Bank Account der FTS (Holding) B.V in Höhe von Tausend € 19.037 (Vorjahr Tausend € 9.367). Davon betreffen Tausend € 90 (Vorjahr: Tausend € 59) Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen gegenüber der Gesellschafterin. Sämtliche Verbindlichkeiten haben eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

Innerhalb der sonstigen Verbindlichkeiten sind Verbindlichkeiten aus Steuern mit Tausend € 9.981 (Vorjahr: Tausend € 5.099) enthalten.

Von den sonstigen Verbindlichkeiten haben Tausend € 3.953 eine Laufzeit von einem bis fünf Jahre (Vorjahr: Tausend € 6.009). Die restlichen Verbindlichkeiten haben eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr. Die Verbindlichkeiten sind nicht besichert.

D. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Die Umsatzerlöse entfallen mit Tausend € 181.445 (Vorjahr: Tausend € 149.081) auf inländische sowie mit Tausend € 33.689 (Vorjahr: Tausend € 33.280) auf ausländische Kunden, davon entfallen Tausend € 20.395 (Vorjahr: Tausend € 20.413) auf Umsatzerlöse innerhalb der EU und Tausend € 13.294 (Vorjahr: Tausend € 12.867) auf außerhalb der EU. Von den gesamten Umsatzerlösen wurden Tausend € 117.512 (Vorjahr: Tausend € 83.618) mit über den Fujitsu-Konzern verbundenen Gesellschaften erzielt. Die gestiegenen Umsatzerlöse resultieren hauptsächlich aus der erhöhten Leistungserbringung der FTDS GmbH gegenüber der FTS GmbH aufgrund des konzernweiten Transformationsprogrammes.

Die Umsatzerlöse gliedern sich wie folgt:

2020/2021 2019/2020
(Tausend €) (Tausend €)
Outsourcing 182.092 151.493
Lizenzen und Wartung 17.078 16.518
Consulting 10.824 11.386
Digital Business Services 530 0
Übrige 4.610 2.964
215.134 182.361

Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge in Höhe von Tausend € 3.788 (Vorjahr: Tausend € 2.482) enthalten im Wesentlichen Erträge aus weiterverrechneten personalbezogenen Kosten von Tausend € 1.932 (Vorjahr: Tausend € 1.616) sowie periodenfremde Erträge in Höhe von Tausend € 1.571 (Vorjahr Tausend € 527). Die periodenfremden Erträge betreffen die Auflösungen von Rückstellungen in Höhe von Tausend € 1.551 (Vorjahr: Tausend € 527) sowie die Ausbuchung von verjährten Verbindlichkeiten Tausend € 20 (Vorjahr: Tausend € 0).

Erträge aus der Währungsumrechnung haben sich im Berichtsjahr in Höhe von Tausend € 129 (Vorjahr: Tausend € 93) ergeben.

Materialaufwand

Der Materialaufwand beträgt Tausend € 57.696 (Vorjahr: Tausend € 50.538) und setzt sich wie folgt zusammen:

2020/2021 2019/2020
(Tausend €) (Tausend €)
Aufwendungen für bezogene Waren 280 427
Aufwendungen für bezogene Leistungen 57.416 50.111
57.696 50.538

Personalaufwand

Im Personalaufwand von Tausend € 114.225 (Vorjahr: Tausend € 93.274) sind Tausend € 144 (Vorjahr: Tausend € 110) an Aufwendungen für Altersversorgung enthalten.

Abschreibungen

Die Abschreibungen belaufen sich auf Tausend € 10.167 (Vorjahr: Tausend € 12.267).

Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen in Höhe von Tausend € 27.695 (Vorjahr: Tausend € 28.706) umfassen die in der folgenden Übersicht dargestellten wesentlichen Positionen:

2020/2021 2019/2020
(Tausend €) (Tausend €)
Betriebsaufwendungen 20.167 19.084
Vertriebsaufwendungen 1.040 2.653
Verwaltungsaufwendungen 2.256 2.375

Die Veränderungen der Betriebsaufwendungen sind im Wesentlichen auf gestiegene Mietaufwendungen zurückzuführen. Gegenläufig wirkt sich die Verringerung der Vertriebsaufwendungen aus, die auf Grund geringerer Reisetätigkeiten der Mitarbeiter gesunken sind.

Aufwendungen aus der Währungsumrechnung sind in Höhe von Tausend € 160 (Vorjahr: Tausend € 98) erfasst.

Zinsen und ähnliche Erträge

In den Zinserträgen in Höhe von Tausend € 51 (Vorjahr: Tausend € 83) sind im aktuellen Geschäftsjahr, wie auch im Vorjahr, keine Zinserträge mit verbundenen Unternehmen enthalten.

Zinsen und ähnliche Aufwendungen

In den Zinsaufwendungen sind sonstige Zinsaufwendungen in Höhe von Tausend € 179 (Vorjahr: Tausend € 138), Zinsaufwendungen an verbundene Unternehmen in Höhe von Tausend € 19 (Vorjahr: Tausend € 28) sowie aus der Aufzinsung der Pensionsrückstellungen entstandene Zinsaufwendungen in Höhe von Tausend € 254 (Vorjahr: Tausend € 284) enthalten.

E. Sonstige finanzielle Verpflichtungen, Haftungsangaben und Prüferhonorar

Zum Bilanzstichtag bestehen Verpflichtungen aus Bürgschaften in Höhe von Tausend € 2.500 (Vorjahr: Tausend € 3.098). Die FTDS schätzt bei allen aufgeführten Verpflichtungen das Risiko einer möglichen Inanspruchnahme auf Basis bestehender Erkenntnisse über die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Begünstigten als nicht wahrscheinlich ein.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Wie in den Vorjahren auch, wurden aus Gründen der Schonung der Liquidität Gebäude gemietet sowie Lizenzen, Pkws sowie Energie- und Serviceleistungen zum Teil auf der Basis von Operating-Lease-Verträgen genutzt. Aufgrund der Längerfristigkeit der Verträge wird die Liquidität der Gesellschaft in der Zukunft belastet. Zum Bilanzstichtag bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen in Höhe von Tausend € 47.157, davon entfallen Tausend € 42.093 auf verbundene Unternehmen. Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen resultieren aus Miet- und Leasingverträgen und sonstigen Dienstleistungen und sind wie folgt fällig:

bis 31.03.2022 01.04.2022 - 31.03.2026 ab 01.04.2026
(in Tausend €) (in Tausend €) (in Tausend €)
8.966 25.580 12.611
davon verbundene Unternehmen 5.972 23.510 12.611

Das Bestellobligo beträgt zum Stichtag Tausend € 2.221, davon entfallen auf verbundene Unternehmen Tausend € 509.

Honorare des Abschlussprüfers

Das für den Abschlussprüfer angesetzte Gesamthonorar für das Geschäftsjahr 2020/2021 in Höhe von Tausend € 162 entfällt in Höhe von Tausend € 73 auf Abschlussprüfungsleistungen sowie in Höhe von Tausend € 89 auf sonstige Leistungen.

F. Nachtragsbericht

Vorgänge von besonderer Bedeutung für das Unternehmen, welche die Vermögens-, Finanz- oder Ertragslage beeinflussen könnten, sind nicht eingetreten.

G. Sonstige Angaben

Mitglieder des Aufsichtsrats

Rupert Lehner

Aufsichtsratsvorsitzender

Head of Central and Eastern Europe and Europe Products

Mitglied der Geschäftsführung der Fujitsu Technology Solutions GmbH

Jürgen Egger

Head of Finance Europe Products

Fujitsu Technology Solutions GmbH

Willi Timmermann

Arbeitnehmervertreter

Vorsitzender des Betriebsrates Neckarsulm

Vorsitzender des Gesamtbetriebsrates Fujitsu TDS GmbH

Die Mitglieder des Aufsichtsrates haben für ihre Tätigkeiten im Aufsichtsrat im Geschäftsjahr 2020/2021 wie auch im Vorjahr keine laufenden Bezüge oder sonstigen Vergütungen von der Gesellschaft erhalten.

Geschäftsführer der Gesellschaft

Steffen Müter

Head of Service Central and Eastern Europe

Bianca Straszewski

Head of Finance Central Europe, Sales & Services and EPS

Mitglied der Geschäftsführung der Fujitsu Technology Solutions GmbH

Auf die Aufführung der Gesamtbezüge der Geschäftsführung wird gemäß § 286 Abs. 4 HGB verzichtet.

Ehemalige Mitglieder der Geschäftsleitung

Für Pensionsverpflichtungen gegenüber früheren Mitgliedern der Geschäftsleitung sind insgesamt Tausend € 1.567 (Vorjahr: Tausend € 1.555) zurückgestellt.

Mitarbeiter

Im Jahresdurchschnitt waren 1.337 Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen beschäftigt, davon 1.218 (Vorjahr 1.096) im operativen Bereich und 119 (Vorjahr 96) in Zentralbereichsfunktionen.

H. Ergebnisverwendung

Die Geschäftsführung wird den Gesellschaftern vorschlagen, den Bilanzgewinn auf neue Rechnung vorzutragen.

I. Konzernzugehörigkeit

Die direkte Muttergesellschaft der FTDS ist die Fujitsu Technology Solutions (Holding) B.V., Amsterdam/ Niederlande ("FTS (Holding) B.V."), die einen Konzernabschluss für den kleinsten Konsolidierungskreis erstellt. Die Muttergesellschaft erstellt einen Konzernabschluss und ist 100 %ige Tochtergesellschaft der Konzernobergesellschaft Fujitsu Limited, Tokio/Japan, die ihrerseits einen Konzernabschluss für den größten Konsolidierungskreis erstellt. Die Konzernabschlüsse sind bei den jeweiligen Muttergesellschaften erhältlich.

 

Neckarsulm, den 19.07.2021

Die Geschäftsführung

Steffen Müter

Bianca Straszewski

Entwicklung des Anlagevermögens (Bruttodarstellung)

Anlagenspiegel zum 31.03.2021

Anschaffungs- und Herstellkosten
Fujitsu TDS GmbH 01.04.2020 Zugänge Umbuchungen Abgänge 31.03.2021
Tausend € Tausend € Tausend € Tausend € Tausend €
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Software 19.216 3.695 0 182 22.729
2. Geschäfts- oder Firmenwert 20.900 0 0 0 20.900
40.116 3.695 0 182 43.629
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten 19.677 0 0 907 18.770
2. Technische Anlagen und Maschinen 88.433 3.767 23 752 91.471
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 4.926 210 0 1.040 4.096
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 108 29 -23 68 46
113.144 4.006 0 2.767 114.363
III. Finanzanlagen
Beteiligungen 7 0 0 0 7
7 0 0 0 7
153.267 7.701 0 2.949 158.019
Abschreibungen kumuliert
Fujitsu TDS GmbH 01.04.2020 Abschreibungen des Geschäftsjahres Umbuchungen Abgänge 31.03.2021
Tausend € Tausend € Tausend € Tausend € Tausend €
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Software 17.545 1.018 0 53 18.510
2. Geschäfts- oder Firmenwert 20.900 0 0 0 20.900
38.445 1.018 0 53 39.410
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten 6.705 632 0 479 6.858
2. Technische Anlagen und Maschinen 68.888 8.036 0 739 76.185
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3.813 481 0 860 3.434
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0 0 0 0 0
79.406 9.149 0 2.078 86.477
III. Finanzanlagen
Beteiligungen 0 0 0 0 0
0 0 0 0 0
117.851 10.167 0 2.131 125.887
Buchwerte
31.03.2021 31.03.2020
Tausend € Tausend €
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Software 4.219 1.671
2. Geschäfts- oder Firmenwert 0 0
4.219 1.671
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten 11.912 12.972
2. Technische Anlagen und Maschinen 15.286 19.545
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 662 1.113
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 46 108
27.906 33.738
III. Finanzanlagen
Beteiligungen 7 7
7 7
32.132 35.416

Aufstellung des Anteilsbesitzes gemäß § 285 Nr. 11 HGB zum 31. März 2021

Anteil am Eigenkapital Jahresergebnis
Kapital TEUR TEUR
Inlandsgesellschaften
Villa Rosa gGmbH, Heilbronn 30% 100 -26 1)

1) Stand 31. Dezember 2019

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2020/2021

A. Grundlagen des Unternehmens

Geschäftsmodell des Unternehmens

Die Fujitsu TDS GmbH, im Folgenden als "FTDS GmbH" oder "Gesellschaft", bezeichnet, ist eine 100 %ige Tochtergesellschaft der Fujitsu Technology Solutions (Holding) B.V., Amsterdam, Niederlande ("FTS (Holding) B.V."). Das bis März 2014 als TDS Informationstechnologie AG firmierende Unternehmen wurde 1975 gegründet und gehört seit 2007 zu Fujitsu.

Die FTS (Holding) B.V. wurde am 01. Oktober 1999 als Joint Venture zwischen der Fujitsu Limited, Tokio/Japan, und der Siemens Aktiengesellschaft, Berlin und München, gegründet. Mit Wirkung zum 01. April 2009 erwarb die Fujitsu Limited die Anteile der Siemens AG an der FTS (Holding) B.V. und ist seither alleinige Anteilseignerin. Zum 01. April 2009 wurde die Fujitsu Siemens Computers (Holding) B.V. in Fujitsu Technology Solutions (Holding) B.V. umfirmiert.

Im Geschäftsjahr 2009/2010 wurde die Fujitsu Technology Solutions Group (im Folgenden kurz "FTS Gruppe" oder "Fujitsu Technology Solutions" genannt) gebildet, um ihr Geschäft im Wesentlichen in Europa (mit Ausnahme von Irland, Großbritannien und Skandinavien), im Nahen Osten, Afrika und Indien (CEMEA&I) auszuüben.

Die FTS Group bietet ein vollständiges Portfolio mit IT -Produkten, Geschäftslösungen und -services von Arbeitsplatzsystemen bis hin zu Rechenzentrums-lösungen, Beratung, Managed Services und cloud-basierter Software und Lösungen. Sie beschäftigt über 13.260 Mitarbeiter und ist Teil der globalen Fujitsu Limited Gruppe (im Folgenden auch kurz "Fujitsu" genannt). Die FTS Gruppe ist einer der führenden europäischen Anbieter von IT-Infrastrukturen mit einer Präsenz auf den wichtigsten Märkten in Europa (mit Ausnahme von Irland, Großbritannien und Skandinavien), im Nahen Osten und in Afrika sowie Indien und betreut große, mittelständische und kleine Unternehmen.

Fujitsu ist Japans führender Anbieter von Informations- und Kommunikationstechnologie (ICT) mit einer umfassenden Palette an Technologieprodukten, -lösungen und -services und betreut mit rund 126.000 Beschäftigten Kunden in mehr als 100 Ländern. Wir setzen unsere Erfahrung und die Leistungsfähigkeit von ICT ein, um zusammen mit unseren Kunden, die Zukunft der Gesellschaft zu gestalten.

Die FTDS GmbH ist ein IT-Komplettdienstleister und SAP-Systemhaus für mittelständische und große Unternehmen. Zu den Angebotsschwerpunkten zählen IT Outsourcing, Application Management sowie SAP-Beratung. Beim Outsourcing bietet die FTDS GmbH Private Cloud Services auch aus eigenen hochsicheren Rechenzentren in Deutschland an und realisiert individuelle Konzepte bis hin zum Betrieb der kompletten IT-Infrastruktur. Die Gesellschaft ist ein SAP-Partner, der vor Ort in Deutschland, und über den Mutterkonzern Fujitsu auch weltweit über ein dichtes Netz an hochqualifizierten SAP-Experten verfügt - und somit über alle Länder hinweg ein standardisiertes Leistungsportfolio bieten kann.

Die FTDS GmbH hat ihren Hauptsitz in Neckarsulm. Dort befinden sich Rechenzentrumskapazitäten, von denen die Betriebsdienstleistungen für die Kunden abgewickelt werden. Ein weiteres großes Rechenzentrum befindet sich in Neuenstadt am Kocher. Die FTDS GmbH unterhielt im Berichtsjahr Betriebsstätten in Augsburg, Berlin, Düsseldorf, Frankfurt am Main, Hamburg, Iserlohn, Hannover, Kösching, München, Nürnberg, Stuttgart, Ulm, Zwickau, Sömmerda und Würzburg. Zweigniederlassungen im Sinne von § 289 HGB werden nicht unterhalten.

Der Hauptabsatzmarkt der Gesellschaft ist Deutschland und als konzerninterner Dienstleister zunehmend auch das europäische Ausland. Durch die langjährigen und vertrauensvollen Kundenbeziehungen ist die Gesellschaft in der Lage, ihre IT-Dienstleistungen sehr schnell auf die jeweiligen Anforderungen der Kunden abzustimmen. So ist es möglich, stets flexibel auf neue Marktentwicklungen zu reagieren. Auf diese Weise unterstützt die FTDS GmbH die nachhaltige Positionierung der Fujitsu im Services Markt in Europa und den Ausbau und die Festigung der bestehenden Kundenbeziehungen.

Das Berichtsjahr der FTDS GmbH entspricht dem der Muttergesellschaft, der FTS (Holding) B.V., welches am 31. März endet. Alle monetären Angaben lauten, soweit nicht explizit anders erwähnt, auf Tausend Euro ("Tausend €").

Wir weisen darauf hin, dass bei zukunftsbezogenen Aussagen die tatsächlichen Ereignisse wesentlich von den Erwartungen über die voraussichtliche Entwicklung abweichen können.

Beteiligungsstruktur

Nachfolgend ist die Beteiligungsstruktur der FTDS GmbH dargestellt:

Anteil am Kapital
Villa Rosa gGmbH, Heilbronn 30,00 %

Die Beteiligung an der Villa Rosa gGmbH wurde im April 2021 veräußert.

Serviceportfolio

Das Unternehmen fokussiert sich bei seinem IT-Dienstleistungs-Angebot verstärkt auf ausgewählte Services. Neben dem Consulting und einem Komplettangebot rund um SAP zählen dazu Managed Infrastructure Services sowie das Application Management für unterschiedlichste Unternehmensanwendungen und der Schutz vor Cyberangriffen (Enterprise & Cyber Security). Ein wichtiges Feld sind darüber hinaus Muli-Cloud Services und Hybrid IT. Letzteres beschreibt die Kombination aus IT vor Ort (On-Premise) mit Private, Public und Managed Cloud. Mit der Entwicklung des Service Hubs ermöglicht die FTDS GmbH ihren Kunden Managed IT Services über eine Plattform zu beziehen und zu managen. Der Service Hub stellt sowohl Managed Multi-Cloud Services, als auch SAP und Non-SAP Service zur Verfügung.

Im Rahmen des sogenannten Application Managements übernimmt die FTDS GmbH die Pflege, Aktualisierung und Weiterentwicklung von Business-Applikationen. Letzteres umfasst z.B. auch den Umstieg auf neuere Anwendungsversionen. Die Kunden profitieren im Rahmen des Application Managements von stets aktueller Software, ohne eigene Anwendungsspezialisten in ihrem Unternehmen beschäftigen zu müssen. Die Gesellschaft übernimmt die durchgehende Prozessverantwortung für die kundeneigenen SAP- und ECM-Applikationen. Der Betrieb der Applikationen kann dabei auch auf den physikalisch beim Kunden stehenden IT-Systemen erfolgen.

Im Bereich der Consulting Services bietet die Gesellschaft ihren Kunden umfassende Beratungs- und Projektleistungen basierend auf den verschiedenen SAP-Produkten (z.B. SAP S/4 HANA, SAP Business Suite und SAP Analytics & Business Intelligence) an. Als SAP Channel Partner Gold vertreibt die FTDS GmbH SAP-Softwarelizenzen zusammen mit hochwertiger Wartungsdienstleistung an SAP-Anwenderunternehmen. Neben SAP Standardprodukten werden auch eigene SAP Entwicklungen, wie z.B Loss Prevention Lösungen über den SAP Partnerkatalog vertrieben.

Zielbranchen im Services-Bereich sind insbesondere die vertikalen Kernmärkte Automotive & Fertigungsindustrie, Finanzindustrie sowie die Öffentliche Hand. An diese Branchen richtet sich auch in erster Linie das im Mai 2019 vorgestellte "Connected Services"-Angebot. Dieses vernetzt unterschiedliche Technologien und Services mit dem Ziel, Kunden durch integrierte Gesamtsysteme bei deren Digitalisierung zu unterstützen. Darüber hinaus bietet die Gesellschaft für Kunden der Branchen Chemie, Pharma und Kosmetik, der Nahrungs- und Genussmittelindustrie, der Energieversorger sowie Handelsunternehmen spezielle vorkonfigurierte SAP ERP-Lösungen und Beratungsleistungen an.

Strategische Partnerschaften bestehen unter anderem mit Unternehmen wie SAP und Microsoft.

Die FTDS GmbH ist in der Lage, moderne IT-Servicekonzepte auszuarbeiten, zu implementieren und zu betreiben sowie die durchgehende Verantwortung hierfür zu übernehmen. Hierzu bündelt die Gesellschaft ihre hohe Kompetenz im IT Beratungs- und Servicegeschäft mit den Cloud-Servicemodellen des Marktes zu einer hybriden Kunden-IT. Die FTDS GmbH ist der ideale Partner für diese Szenarien und unterstützt dadurch den Kunden in seiner agilen Digitalisierungsstrategie nachhaltig.

B. Wirtschaftsbericht

Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Laut Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) ist das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt in Deutschland im Jahr 2020 um 5,0 % zurückgegangen - erwartet wurde ein Wachstum von 1,0 %. Im Zuge der Pandemie-Eindämmungsmaßnahmen kam es im zweiten Quartal zu einem historischen Einbruch der Wirtschaftsleistung in nahezu allen Sektoren der Wirtschaft, auch aufgrund von parallelen Behinderungen der Lieferketten im internationalen Umfeld. Nachdem sich das Infektionsgeschehen in den Sommermonaten beruhigte, konnte die Wirtschaftsentwicklung in Folge der schrittweisen Rücknahme der Einschränkungen wieder Fahrt aufnehmen. Der Aufschwung hielt nur bis zu Beginn des vierten Quartals an. Durch stark steigende Infektionszahlen in den Wintermonaten wurde allerdings ein erneuter Lockdown erforderlich, der primär die Dienstleistungsbranche hart einschränkte. Der seit November andauernde Lockdown bewirkte eine erhebliche Verlangsamung der konjunkturellen Dynamik, die in einem schwachen Ergebnis für das Schlussquartal 2020 mündete und auch den Start in das Jahr 2021 dämpft. Es ist davon auszugehen, dass auch das erste Quartal 2021 noch deutlich durch die Pandemie beeinträchtigt wird und im weiteren Verlauf des Jahres nach Stabilisierung der pandemischen Lage die Konjunktur wieder Fahrt aufnimmt. Ein Bruttoinlandsprodukt in Höhe von 3,0 % wird erwartet. 1

Die IT-Ausgaben in Deutschland im Jahr 2020 waren leicht rückläufig (-0,8 %). Dieser Rückgang betraf grundsätzlich alle Teilbereiche (Personal -0,9 %, Hardware -1,0 %, Software und IT Services -0,9 % sowie sonstige IT-Ausgaben -0,3 %). 2

Im Bereich "Software und IT-Services" zeichnet sich ein etwas differenzierteres Bild. Hier zeigt sich im Teilsegment "Software Produkte und Cloud Plattformen" ein Wachstum in Höhe von 4,4 %, welches insbesondere durch sehr starke Wachstumsraten in "Software as a Service" (+23,3 %) und "Public laas/PaaS" (+29,4 %) zurückzuführen ist. Das Teilsegment "IT Services" geht jedoch um 4,4 % zurück. 3

Der gesamte deutsche Server-Markt verzeichnet 2020 einen Umsatzrückgang von -12,9 % (Vorjahr Wachstum 4,5 %). 4 Der Rückgang im x86-Server-Markt war jedoch etwas geringer bei -7,6 % (Vorjahr Wachstum 3,3 %). 5 Die Umsätze auf dem externen Controller-basierten Speichermarkt sanken in 2020 ebenfalls um 10,0 % (Vorjahr: -2,1 %). 6 Die Pandemie hat offenbar einen positiven Effekt auf den Absatz für PCs und Tablets gehabt, der im Jahr 2020 um 16,7 % stieg. 7

Die Marktentwicklungen haben das Wachstum des Servicegeschäftes in Deutschland verlangsamt im abgelaufenen Geschäftsjahr. Die Wachstumsaussichten für die FTDS GmbH mit Blick auf den Auftragseingang werden für das kommende Geschäftsjahr jedoch positiv eingeschätzt.

1 Jahreswirtschaftsbericht 2021: II. Jahresprojektion 2021 der Bundesregierung; Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi)
2 PAC Software & IT Services I Germany I 2021, Mai 2021, "Total IT Expenditure"
3 PAC Software & IT Services I Germany I 2021, Mai 2021, "Software and IT Services"
4 Gartner Market Share: Servers, All Countries, Update 4Q20, März 2021; based on vendor revenue in €
5 Gartner Market Share: Servers, All Countries, Update 4Q20, März 2021; based on vendor revenue in €
6 Gartner Market Share: External Storage Systems, All Countries, Update 4Q20, März 2021; based on vendor revenue in €
7 Gartner Market Share: Devices, All Countries, Update 4Q20, Februar 2021; based on shipments

Wesentliche Ereignisse

Das im Geschäftsjahr 2018/2019 begonnene Transformationsprogramm wurde auch im laufenden Geschäftsjahr weiter konsequent verfolgt, dieses beinhaltet unter anderem weitere Investitionen in Personal wie auch in die Verlagerung von Rechenzentrumskapazitäten und die Weiterentwicklung von des Serviceportfolios, um dem Kunden das optimale Portfolio anbieten zu können.

Geschäftsverlauf

Allgemeiner Geschäftsverlauf

Die FTDS GmbH steigerte im Geschäftsjahr 2020/2021 ihre Umsatzerlöse um Tausend € 32.773 auf Tausend € 215.134 was einem Zuwachs von 18 % gegenüber 2019/2020 (Tausend € 182.361) entspricht. Der Anstieg der Umsatzerlöse entfiel mit Tausend € 32.364 auf das Inland sowie mit Tausend € 409 auf das Ausland. Die gestiegenen Umsatzerlöse resultieren hauptsächlich aus der erhöhten Leistungserbringung der FTDS GmbH gegenüber der FTS GmbH aufgrund des konzernweiten Transformationsprogrammes sowie der höheren Endkundenaktivitäten.

Ertragslage

Die Ergebnissituation der FTDS GmbH stellt sich im Überblick wie folgt dar:

2020/2021 2019/2020
Tausend € % Tausend € %
Umsatzerlöse +/ Bestandsveränderung 215.233 100,0 182.373 100,0
Betriebliche Aufwendungen +/ Erträge -205.995 -95.7 -182.303 -100,0
EBIT 9.238 4,3 70 -0,0
Finanzergebnis -427 -293
Ergebnis vor Steuern 8.811 -223
Steueraufwand -850 -1.211
Jahresüberschuss (Vorjahr: Jahresfehlbetrag) 7.961 -1.434

EBIT

2020/2021 2019/2020
Tausend € % Tausend € %
Umsatzerlöse 215.134 100 182.361 100
Bestandsveränderung 99 0,0 12 0,0
Materialaufwand -57.696 -26,8 -50.538 -27,7
Personalaufwand -114.225 -53,1 -93.274 -51,1
Planmäßige Abschreibungen -10.167 -4,7 -12.267 -6,7
Sonstige betriebliche Aufwendungen/ Sonstige betriebliche Erträge -23.907 -11,1 -26.224 -14,4
EBIT 9.238 4,3 70 0,0
Abschreibungen 10.167 4,7 12.267 6,7
EBITDA 19.405 9.0 12.337 6,8

Die Umsatzerlöse sind im Vergleich zu den Aufwendungen überproportional gestiegen was im laufenden Geschäftsjahr zu einem positivem EBIT (Ergebnis vor Zinsen und Steuern) in Höhe von Tausend € 9.238 führte (Vorjahr: positives EBIT Tausend € 70).

Das EBIT (Ergebnis vor Zinsen und Steuern) hat sich im laufenden Geschäftsjahr um Tausend € 9.168 auf Tausend € 9.238 verbessert. Die EBIT-Marge (EBIT/Umsatzerlöse) ist in der Berichtsperiode um 4,3 % gegenüber dem Geschäftsjahr 2019/2020 angestiegen.

Umsatzsteigerungen wurden hauptsächlich im IT Outsourcing Geschäft sowie im Bereich Consulting erzielt. Die Materialaufwandsquote (Materialaufwand/Umsatzerlöse) hat sich um 0,9 Prozentpunkte von 27,7 % im Vorjahr auf 26,8 % im aktuellen Geschäftsjahr leicht verbessert. Absolut sind die bezogenen Leistungen sowie Lizenz- und Wartungsaufwendungen gestiegen. Die Personalaufwandsquote (Personalaufwand/Umsatzerlöse) ist gegenüber dem Vorjahr von 51,1 % auf 53,1 % gestiegen, was unter anderem auf den Mitarbeiteraufbau gegenüber dem Vorjahr im Rahmen des Transformationsprogramms zurückzuführen ist.

Der Saldo aus sonstigen betrieblichen Aufwendungen und Erträgen ist um Tausend € 2.317 auf Tausend € 23.907 gesunken. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind im Wesentlichen durch geringere Reisetätigkeiten gesunken. Die sonstigen betrieblichen Erträge sind auf Grund von periodenfremden Erträgen aus der Auflösung von Rückstellungen gestiegen.

Der Auftragseingang belief sich im Geschäftsjahr 2020/2021 auf Tausend € 124.778 und liegt damit Tausend € 41.538 über dem Vorjahresbetrag (31. März 2020: Tausend € 83.240), was einem Zuwachs von rund 49,9 % entspricht.

Trotz dem deutlichen Anstieg gegenüber dem Vorjahr ist der Auftragseingang weiter unter Umsatz. Mehrere Faktoren beeinflussen die Auftragsvergabe und das Volumen der Kunden zunehmend wie z.B. die COVID-19 Krise und die damit verbundenen Unsicherheiten was Unternehmen dazu animiert auf kürzere Laufzeiten oder Verträge mit Kündigungsrechten zu setzen, dem Trend neben klassischen Outsourcing Dienstleistern insbesondere bei Infrastrukturleistungen auch Public Cloud Anbieter in Betracht zu ziehen und der Tendenz des gemeinsamen Vertriebes der Fujitsu TDS GmbH (FTDS) und der Fujitsu Technology Solution GmbH (FTS) Neukundenverträge eher auf die FTS abzuschließen und die FTDS im Innenverhältnis für die entsprechenden Leistungsbestandteile unter zu beauftragen. All diese Faktoren haben dazu beigetragen, dass nur sehr wenige Verträge über 5 Mio. EUR gewonnen werden konnten.

Der Auftragsbestand verringerte sich gegenüber dem Vorjahr (31.03.2020) von Tausend € 198.650 um Tausend € 25.414 auf Tausend € 173.236 (31.03.2021), was einer Reduzierung von rund 12,8 % entspricht. Der Rückgang des Auftragsbestandes ist auf das geringe Auftragseingangsvolumen zurückzuführen, welches unter dem Umsatzvolumen liegt und so zu einem Verbrauch des Auftragsbestandes führt. Der Auftragsbestand erstreckt sich über eine Laufzeit von bis zu 5 Jahren. Rund 90 % des Auftragsbestandes entfallen jedoch auf die nächsten 3 Geschäftsjahre.

Finanzergebnis

Das Finanzergebnis entwickelte sich wie folgt:

2020/2021 2019/2020
Tausend € Tausend €
Beteiligungserträge 0 115
Beteiligungsergebnis 0 115
Zinserträge 51 83
Zinsaufwendungen -478 -491
Zinsergebnis -427 -408
Finanzergebnis -427 -293

Im Vorjahr enthielt das Finanzergebnis Beteiligungserträge aufgrund der Liquidation der BFL (Gesellschaft der Bürofachhandels mbH & Co.KG) in Höhe von Tausend € 115.

Der Rückgang der Zinserträge resultiert hauptsächlich aus den gesunkenen Erträgen aus Forderungsverzinsungen sowie der Verzinsung der Forderungen aus Finanzierungsleasing.

In den Zinsaufwendungen sind unter anderem Zinsen aus Avalprovisionen sowie die Aufzinsung von Pensionsverpflichtungen enthalten.

Vergleich der Ertragslage mit der Prognose für 2020/2021

Für das Geschäftsjahr 2020/2021 ist die Gesellschaft von einem operativen Umsatzrückgang im oberen einstelligen Prozentbereich ausgegangen sowie von einer negativen EBIT Marge im unteren einstelligen Prozentbereich. Tatsächlich sind die Umsatzerlöse um 18,0 % gestiegen. Die FTDS GmbH konnte im abgelaufenen Geschäftsjahr ihren Umsatz hauptsächlich mit Fujitsu-Einheiten innerhalb Deutschlands weiter ausbauen.

Die prognostizierte Ergebniserwartung wurde deutlich übertroffen. Dies liegt hauptsächlich an den im Vergleich zu den betrieblichen Aufwendungen überproportional gestiegenen Umsatzerlösen im Vergleich zum Vorjahr. Die gestiegenen Umsatzerlöse sind maßgeblich durch erhöhte Verrechnungen an die FTS GmbH verursacht, die sich aus einer Aktualisierung der Verrechnungsmodalitäten zwischen den Gesellschaften auf Basis eines Intercompany Agreements ergeben haben.

Finanz- und Vermögenslage

Bilanzstruktur - Aktiva

31.03.2021 31.03.2020
Tausend € Tausend €
Anlagevermögen
Immaterielle Vermögensgegenstände 4.219 1.671
Sachanlagen 27.906 33.738
Finanzanlagen 7 7
32.132 35.416
Umlaufvermögen
Vorräte 754 654
Forderungen 73.988 45.499
Sonstige Vermögensgegenstände 5.232 4.774
Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 16 414
79.990 51.341
Rechnungsabgrenzungsposten 10.833 16.068
Summe Aktiva 122.955 102.825

Die Immateriellen Vermögensgegenstände beinhalten eigen- und kundengenutzte Software in Höhe von Tausend € 4.219 (31. März 2020: Tausend € 1.671). Bei den immateriellen Vermögensgegenständen wurden im Geschäftsjahr Investitionen in Höhe von Tausend € 3.695 (31. März 2020: Tausend € 13) vornehmlich für Backup Client Server Lizenzen getätigt.

Die Sachanlagen beinhalten Grundstücke und Bauten in Höhe von Tausend € 11.912 (31. März 2020: Tausend € 12.972) und Technische Anlagen und Maschinen sowie andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung in Höhe von Tausend € 15.948 (31. März 2020: Tausend € 20.658). Weiterhin sind in den Sachanlagen geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau in Höhe von Tausend € 46 (31. März 2020: Tausend € 108) enthalten. Die Veränderung bei den Sachanlagen ist im Wesentlichen auf die planmäßige Abschreibung zurückzuführen.

In den Finanzanlagen sind Beteiligungen in Höhe von Tausend € 7 (31. März 2020: Tausend € 7) ausgewiesen.

Die Vorräte beinhalten unfertige Leistungen aus Dienstleistungsaufträgen und haben sich gegenüber dem Vorjahr von Tausend € 654 auf Tausend € 754 erhöht.

Die Forderungen bestehen aus Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gegen Dritte in Höhe von Tausend € 17.601 (31. März 2020: Tausend € 19.645) und Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gegen verbundene Gesellschaften in Höhe von Tausend € 56.387 (31. März 2020: Tausend € 25.854). Der Anstieg der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gegen verbundene Gesellschaften resultiert hauptsächlich aus den gestiegenen Verrechnungen gegenüber der FTS GmbH im Rahmen des weitergeführten Transformationsprogramms.

Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten ist von Tausend € 16.068 auf Tausend € 10.833 gesunken und beinhaltet eingekaufte Service- und Wartungsleistungen, für die wir in Vorleistung gegangen sind. Der Rückgang resultiert hauptsächlich aus der ratierlichen Auflösung eingekauften Leistungen für ein großes Kundenprojekt im Vorjahresberichtszeitraums.

Bilanzstruktur - Passiva

31.03.2021 31.03.2020
Tausend € Tausend €
Eigenkapital 48.557 40.596
Rückstellungen
Rückstellung für Pensionen 4.186 4.095
Steuerrückstellungen 1.434 587
Sonstige Rückstellungen 14.775 15.380
20.395 20.062
Verbindlichkeiten
Finanzverbindlichkeiten 19.037 9.367
Liefer- und Leistungsverbindlichkeiten 16.646 19.257
Erhaltene Anzahlungen 1.515 566
Sonstige Verbindlichkeiten 15.625 11.479
52.823 40.669
Rechnungsabgrenzungsposten 1.180 1.498
Summe Passiva 122.955 102.825

Die Eigenkapitalquote (Eigenkapital/Summe Passiva) von 39,5 % liegt, trotz des um den Jahresüberschuss von Tausend € 9.396 gestiegenen Eigenkapital, auf Vorjahresniveau. Ursächlich dafür ist insbesondere die um Tausend € 20.130 auf Tausend € 122.955 angestiegene Bilanzsumme. Die Erhöhung der Bilanzsumme ist auf der Passivseite vor allem durch die gestiegenen Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen und sonstige Verbindlichkeiten begründet.

Die Pensionsrückstellung erhöhte sich im Berichtsjahr um Tausend € 91 auf Tausend € 4.186 (31. März 2020: Tausend € 4.095). Planmäßigen Zuführungen im Rahmen der bestehenden Pensionszusagen stehen Inanspruchnahmen durch Pensionszahlungen gegenüber. Der Rückgang des Marktzinses von 2,61 % auf 2,19 % führte zu einer Erhöhung des Barwertes der Pensionsverpflichtungen.

Die sonstigen Rückstellungen beinhalten im Wesentlichen Rückstellungen aus dem Personalbereich (Abfindungen, Urlaub, Prämien etc.) in Höhe von Tausend € 10.779 (31. März 2020: Tausend € 9.446) sowie Rückstellungen für ausstehende Eingangsrechnungen Tausend € 2.181 (31. März 2020: Tausend € 4.341) von diversen Lieferanten.

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen- und Leistungen gegenüber Dritten verringern sich um Tausend € 307 auf Tausend € 7.823 (31. März 2020: Tausend € 8.130).

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von Tausend € 27.860 (31. März 2020: Tausend € 20.494) beinhalten Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von Tausend € 8.823 (31. März 2020: Tausend € 11.127) sowie Finanzverbindlichkeiten gegenüber der FTS (Holding) B.V. in Höhe von Tausend € 19.037 (31. März 2020: Tausend € 9.367) aus der Inanspruchnahme von liquiden Mitteln im Rahmen der Konzernfinanzierung (Cashpooling).

Die erhaltenen Anzahlungen beinhalten vornehmlich Anzahlungen für Dienstleistungsaufträge. Gegenüber dem Vorjahr ist diese Position von Tausend € 566 auf Tausend € 1.515 zum 31. März 2021 aufgrund erhöhter Anzahlungen aus einem Kundenprojekt angestiegen.

Die Sonstigen Verbindlichkeiten sind von Tausend € 11.479 auf Tausend € 15.625 vornehmlich wegen der Inanspruchnahme der Aussetzung der Umsatzsteuervorauszahlungen gestiegen.

Finanzlage

Eine zentrale Aufgabe der Unternehmensleitung ist die Begrenzung der finanzwirtschaftlichen Risiken und die stetige Optimierung der Unternehmensfinanzierung. Die FTDS GmbH ist in das Cash Management des Fujitsu-Konzerns integriert. Dies beinhaltet den Inhouse Bank Account bei der FTS (Holding) B.V., über den im Zuge von Cash Pooling mit einer lokalen Bank der FTDS GmbH Liquidität mit kurzfristiger Laufzeit zur Verfügung gestellt wird. Überschüssige Mittel werden auf den Inhouse Bank Account übertragen.

Der Netto-Finanzmittelbestand entwickelte sich wie folgt:

31.03.2021 31.03.2020
Tausend € Tausend €
Finanzverbindlichkeiten -19.037 -9.367
Brutto-Finanzverbindlichkeiten -19.037 -9.367
Zahlungsmittel 16 414
Brutto-Finanzguthaben 16 414
Netto-Finanzverbindlichkeiten -19.021 -8.953

Die Finanzverbindlichkeiten beinhalten die Verbindlichkeiten der FTDS auf dem Inhouse Bank Account bei der FTS (Holding) B.V. aus der Gewährung von liquiden Mitteln im Rahmen der Konzernfinanzierung. Der Stand der Finanzverbindlichkeiten bzw. Finanzforderungen bestimmt maßgeblich die Finanzlage der Gesellschaft.

Ursächlich für die Verminderung des Netto-Finanzmittelbestandes von Tausend €-8.953 um Tausend € 10.068 auf Tausend €-19.021 waren vor allem der negative operative Cashflow. Dieser erklärt sich insbesondere durch die erhöhten Personalaufwendungen in Zusammenhang mit dem Transformationsprogramm welcher teilweise durch gestiegene Umsatzerlöse kompensiert werden konnte. Weiter führten Investitionen in das Anlagevermögen zu einem Mittelabfluss.

Aufgrund der Cash Pooling-Vereinbarung mit einer lokalen Bank bewegt sich der Zahlungsmittelbestand weiterhin auf einem geringen Niveau. Zum Bilanzstichtag wurden Zahlungsmittel in Höhe von Tausend € 16 (31. März 2020: Tausend € 414) ausgewiesen.

Neben den in der Bilanz ausgewiesenen Finanzverbindlichkeiten bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen in Höhe von Tausend € 49.378 (31. März 2020: Tausend € 60.994). Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen resultieren im Wesentlichen aus Miet- und Leasingverträgen und sonstigen Dienstleistungen sowie aus dem Bestellobligo.

Forschung und Entwicklung

Die FTDS GmbH betreibt Forschung und Entwicklung in den Bereichen industrielle und experimentelle Entwicklung. Darüber hinaus entwickelt Sie im Rahmen Ihres Produktportfolios Lösungen für Ihre Kunden die kontinuierlich an neue Marktgegebenheiten und Kundenanforderungen angepasst werden.

Mitarbeiter

Zum Geschäftsjahresende 2020/2021 beschäftigte das Unternehmen 1.418 Mitarbeiter (Vorjahr: 1.170). Die Zahl der Auszubildenden lag zum Jahresende bei 63 (Vorjahr: 54).

Leistungsindikatoren

Finanzielle Leistungsindikatoren

Für die FTDS GmbH stellen Umsatz und OPPL (Operating Profit and Loss) ermittelt nach IFRS, sowie das EBIT (Ergebnis vor Zinsen und Steuern) ermittelt nach HGB die wesentlichen Leistungsindikatoren dar. OPPL ist das Ergebnis vor Steuern, Zinsergebnis und Fremdwährungsergebnis. Die Umsatzerlöse spiegeln die operative Geschäftstätigkeit der Gesellschaft wider. Die OPPL spiegelt den Erfolg der operativen Geschäftstätigkeit wider und ist ein wesentlicher Leistungsindikator sowohl in der absoluten Entwicklung, wie auch in Relation zu der Entwicklung der Umsatzerlöse.

Unterschiede zwischen IFRS und HGB beim Umsatz resultieren insbesondere aus dem Ausweis der Weiterverrechnung an andere Fujitsu Gesellschaften, bei der OPPL/EBIT insbesondere aufgrund unterschiedlicher Abschreibungen und des Ausweises sowie der Berechnung des Zinsaufwandes für Pensionen und Pensionsrückstellungen.

Nicht finanzielle Leistungsindikatoren

Für Fujitsu haben Umweltschutz und Nachhaltigkeit eine hohe Priorität. Nachhaltigkeit ist deshalb ein fester Bestandteil unserer Unternehmensphilosophie, dem "Fujitsu Way". Fujitsu hat sich seit über 20 Jahren mittel- und langfristige Ziele im sogenannten "Environmental Action Plan" gesetzt und nimmt sich der Herausforderung an, Geschäfte auf messbare Art und Weise nachhaltig zu tätigen. Die Fujitsu Gruppe hat mit der "FUJITSU Climate and Energy Vision" eine konkrete Vision entwickelt, bis 2050 die CO 2 -Emissionen der Fujitsu Group auf null zu bringen und damit zu einer "CO 2 -neutralen" Gesellschaft beizutragen. Zudem soll jede Möglichkeit genutzt werden, dem Klimawandel wirksam durch Technologie und Digitalisierung zu begegnen. Für die Standorte wird jährlich eine Energie- und CO 2 - Bilanzbilanz in Anlehnung an den "Greenhouse Gas (GHG) Protocol Standard" erstellt und mit Einsparungszielen versehen.

Fujitsu hat sich zum Ziel gesetzt, verschiedene Perspektiven und Talente in einem integrativen Umfeld zu vereinen, in dem all unsere Mitarbeiter ganz sie selbst sein können. Inklusion und Vielfalt - oder auch "Diversity" - untermauern unser Bestreben, eine kundenorientierte, agile, innovative und leistungsstarke Kultur aufzubauen. Vielfalt ist Quelle und Motor der Innovation. Wir müssen respektieren, was uns ausmacht: Alter, ethnische Zugehörigkeit, Geschlecht, geschlechtliche Identität, Religion oder Weltanschauung, sexuelle Orientierung, sozialer Status, Behinderung, Arbeitsstil und viele andere persönliche Merkmale. Die Vorteile der Vielfalt - was wir "Empowering Human Difference" nennen - können wir nur in einer integrativen Kultur nutzen, in der jeder zum Erfolg des Unternehmens beitragen kann. Deshalb wollen wir Respekt und Chancengleichheit fördern und damit eine Umgebung schaffen, die offen ist für unterschiedliche Ideen und Perspektiven.

Das Können der Mitarbeiter ist das Kapital des Unternehmens. Deshalb fördern wir nicht nur das Know-how im Sinne "Training on the Job", sondern auch gezielte Weiterbildung im Beruf. Um allen Mitarbeitern einen einfacheren und mobileren Zugang zu allen Lernangeboten zu ermöglichen, hat Fujitsu eine neue Learning-Plattform entwickelt und im Intranet zur Verfügung gestellt. Sie bietet neue Ansätze für das Erstellen von Lerninhalten, für das Lernen selbst und den Austausch über das Lernen. Vor allem werden Lerninhalte so in und außerhalb der Arbeit jederzeit verfügbar. Damit begleiten wir unsere Mitarbeiter auf dem Weg in eine immer digitalere Welt.

Die FTDS GmbH unterhält zur Erbringung von Service Delivery-Dienstleistungen moderne Rechenzentren in Neckarsulm und Neuenstadt. Die Rechenzentren entsprechen den Sicherheitsstandards und sind nach ISO 27001 auf Basis IT-Grundschutz und DIN EN ISO 27001:2013 zertifiziert. Zusätzlich ist der Rechenzentrumsstandort Neuenstadt gemäß TIER III (Facility) vom Uptime Institut zertifiziert.

Die FTDS GmbH ist darüber hinaus mit der DIN EN ISO 20000-1:2011, der DIN EN ISO 9001:2015 sowie der DIN EN ISO 27001:2013 in einer Matrixzertifizierung der europaweiten Fujitsu-Gruppe eingebunden. Die Zertifizierung gem. ISO 50001:2011 ist Ende 2020 ausgelaufen. Zur Erfüllung der gesetzlichen Anforderungen aus dem EDL-G (Gesetz über Energiedienstleistungen und andere Energieeffizienzmaßnahmen) wird die FTDS GmbH daher künftig ein Energieaudit gem. DIN EN 16247-1 durchführen; um den erhöhten CSR-Anforderungen (Corporate Social Responsibility) des Marktes gerecht zu werden, ist die FTDS GmbH ab 2021 außerdem Bestandteil der Fujitsu-Matrixzertifizierung zur DIN EN ISO 14001:2015.

Zusätzlich konnte die Konformität gemäß der EU-GMP- (Good Manufacturing Practice) Richtlinie (Bestätigung über die Einhaltung von Validierungs- und Qualifizierungsprozessen in der Pharmaindustrie) erneut bestätigt werden. Die Etablierung eines funktionierenden internen Kontrollsystems wird durch die regelmäßige Durchführung von ISAE3402 Type2 Audits nachgewiesen. Diese basieren auf dem Control Objectives for Information and Related Technology (CobiT) Framework. Im international anerkannten CobiT-Framework zur Sicherstellung der IT-Governance werden IT-Prozesse definiert. Diesen Prozessen sind bestimmte Steuerungsvorgaben zugeordnet und unterstützen somit die Erreichung der Prozessziele.

C. Prognose-, Chancen- und Risikobericht

Prognosebericht

Voraussichtliche Entwicklung

Mittelfristig wird die Fujitsu Group ihre Kernstrategie, die in der Beschleunigung der Globalisierung auf dem IT-Sektor, der Stärkung vorhandener Geschäftszweige und Entwicklung neuer Servicegeschäfte besteht, weiter umsetzen. Des Weiteren unterstützen wir unsere Kunden in ihren Digitalisierungsbestrebungen sowohl durch Beratung als auch in der konkreten Umsetzung.

Die Aktivitäten der FTDS GmbH umfassen den Vertrieb für den deutschen Markt sowie die Serviceerbringungen für Fujitsu. Die Einschätzung für die weitere Entwicklung des deutschen Marktes ist auch durch die anhaltende COVID-19 Pandemie von einem hohen Maß an Unsicherheit geprägt.

Die Fujitsu Muttergesellschaft als Shareholder hat gleichzeitig eine klare Erwartungshaltung an die Servicegesellschaften. Der Fokus in der weltweiten Strategie auf OPPL erfordert von der Gesellschaft eine nachhaltige OPPL Marge sowie das Vorantreiben der Fujitsu Digitalisierung als auch die Digitalisierung unserer Kunden.

Die durch COVID-19 bedingte Unsicherheit und die generell schwierige Finanzierungslage in vielen europäischen Staaten stellen ein nicht zu unterschätzendes Risiko dar. Ungeachtet eines beispiellos niedrigen Zinsniveaus ist der Zugang zu Investitionskapital mitunter schwierig. Diese Einflussfaktoren können die Finanz- und Ertragslage des Unternehmens beeinflussen.

Unter Berücksichtigung der wirtschaftlichen und branchenspezifischen Rahmenbedingungen, sowie den derzeit nicht vollumfänglich quantifizierbaren Auswirkungen aus der COVID-19 Pandemie, erwartet das Unternehmen für das Geschäftsjahr 2021/2022 einen leichten operativen Umsatzrückgang im oberen einstelligen Prozentbereich im Vergleich zum Geschäftsjahr 2020/2021. Aufgrund des fortgeführten Transformationsprogramms zum Aufbau und der Umsetzung der zukünftigen Strategie, sowie des im Wesentlichen durch COVID-19 verzögerten externen Auftragseingangs wird eine leicht negative EBIT Marge im unteren einstelligen Prozentbereich erwartet.

Um dem hohen Kosten- und Wettbewerbsdruck gerecht zu werden, plant die FTDS GmbH den selektiven Ausbau der Nutzung der vorhandenen Offshore und Nearshore Zentren.

Weitere Ausführungen im Zusammenhang mit COVID-19 finden Sie im Abschnitt Risikobericht.

Die Anforderungen unserer Kunden verändern sich stetig. So fordern mittelständische Unternehmen Flexibilität und schnelle Entscheidungen von Ihren Partnern. Vor diesem Hintergrund stellt sich Fujitsu in Deutschland im Markt neu auf. Seit April 2019 haben wir eine neue Struktur für die Fujitsu Gesellschaften der Länder Deutschland, Österreich und Schweiz mit direkter Berichtslinie nach Japan zur Muttergesellschaft Fujitsu Limited, die es uns noch besser ermöglichen soll, unser regionalisiertes Portfolio insbesondere unsere Services gezielter auf unsere Kundenbedürfnisse und den CE (Central Europe) Markt anzupassen.

Die FTDS GmbH bildet weiterhin einen der wesentlichen Eckpfeiler bei der Realisierung der Servicestrategie und Vision von Fujitsu außerhalb von Japan. Die Gesellschaften der Region CE tragen zu Fujitsu's globalem Ansatz und Ertrag bei und richten sich dabei an Kunden unterschiedlicher Branchen weltweit.

Die FTDS GmbH orientiert sich mit ihrem Portfolio an IT-Dienstleistungen und Angeboten rund um SAP und profitiert damit stark von der allgemeinen Tendenz zu Digitalisierung, sodass mit weiterem Wachstum zu rechnen ist.

Im Fujitsu Konzernverbund und mit Services aus den eigenen Rechenzentren in Deutschland können strategische Partnerschaften zwischen Kunden und der FTDS GmbH aufgebaut und intensiviert werden. Aus dem umfangreichen Dienstleistungsportfolio heraus implementiert und betreibt die FTDS GmbH gemeinsam mit Kunden wettbewerbsfähige IT-Services, welche Flexibilität sowohl in der Art der Nutzung, als auch in deren Abrechnung bieten und gleichzeitig die geforderte Sicherheit gewährleisten. Anstatt vordefinierte und eingeschränkte Funktionen zu erfüllen, bilden IT-Ressourcen einen flexiblen Pool und können von geschäftlichen Anwendern und Prozessen ganz nach Bedarf genutzt werden.

Weiterhin bietet die FTDS GmbH gemeinsam mit dem Fujitsu-Konzern ein breites Portfolio an Digitalisierungslösungen und Services an. Dabei werden sowohl Internet of Things (loT) als auch BigData, wie zum Beispiel In-Memory Computing mit SAP HANA sowohl aus der Cloud als auch beim Kunden vor Ort angeboten. Das Portfolio reicht von zertifizierten Infrastrukturlösungen über Beratung bis hin zum Betrieb. Darüber hinaus stehen Kunden und Interessenten im gemeinsamen SAP HANA Demo Center von Fujitsu und FTDS GmbH neben einer Systemlandschaft für SAP HANA-Anwendungen auch Entwickler, Basis-, Datenbank-, BI- und Prozess-Berater zur Verfügung. Die Experten können dabei auch auf Best Practices und vordefinierte Applikationen zurückgreifen, die auf Erfahrungen aus bisherigen SAP HANA-Projekten basieren. Ergänzend zu den SAP Services werden weitere wachstumsträchtige Märkte geprüft und konsequent erschlossen. So stehen beispielsweise Industrie 4.0 Services (Internet of Things für produzierende Unternehmen) im Fokus, für die das Unternehmen neben der eigenen Digitalisierungs- und SAP-Expertise auch auf das breitgefächerte Know-how des Fujitsu Konzerns - etwa in der Fertigung - aufbauen kann. Durch diese am Markt angebotene Kombination von Mehrwerten werden die Anforderungen sowohl der Bestandskunden als auch der Neukunden konsequent umgesetzt und weiterentwickelt. Dies ermöglicht ein nachhaltiges Wachstum der FTDS GmbH.

Der vorliegende Lagebericht wurde auf Grundlage der zur Verfügung stehenden Daten und Unterlagen erstellt und beruht auf dem heutigen Kenntnisstand. Er enthält neben vergangenheitsbezogenen Daten auch zukunftsgerichtete Aussagen und Informationen. Dies kann dazu führen, dass die tatsächlichen Ergebnisse von den prognostizierten Ergebnissen abweichen.

Chancenbericht

Die wettbewerbsintensive Situation der deutschen Wirtschaft hat zur Folge, dass in Unternehmen weiterhin Überlegungen hinsichtlich Outsourcings von nicht zum Kerngeschäft gehörenden Prozessen mit dem Ziel der Kostenreduktion stattfinden. Die FTDS GmbH hat aufgrund ihres Leistungsspektrums insbesondere im Outsourcing von IT-Dienstleistungen speziell im SAP Services Umfeld die Chance, von dieser Nachfrage zu profitieren. Gleichzeitig können durch Integration in den Fujitsu-Konzern im Bereich von Datacenter-Leistungen auch größere global agierende Unternehmen in Ergänzung zum bestehenden Mittelstandsmarkt bedient werden.

Mit verbundenen Unternehmen des weltweiten Fujitsu-Konzerns als multinationalen Partnern, insbesondere innerhalb der Central Europe Region mit der Fujitsu Services GmbH, München ("Fujitsu Services"), der Fujitsu Technology Solutions GmbH, München ("FTS") sowie den Fujitsu-Einheiten anderer europäischer Länder ist es möglich, auch international und für größere Unternehmen Angebote abzugeben und Aufträge zu gewinnen. Durch Integration in den Fujitsu-Konzern ist die FTDS GmbH in der Lage, ein umfassendes IT-Portfolio anzubieten, welches Fujitsu-eigene Hardware sowie IT-Lösungen wie Outsourcing Services, Cloud Services, Applikation Management und Consulting Services umfasst. Als Premiumpartner der SAP AG, Walldorf, rundet die FTDS GmbH ihr Portfolio durch SAP Services ab und hat die Chance bei diesen Kunden weitere Fujitsu Leistungen zu platzieren.

Als Reaktion auf die zunehmend herausfordernde Wirtschaftslage und zur Unterstützung der Durchführung der Fujitsu Group Strategy, verfolgt die FTDS GmbH im Geschäftsjahr 2020/2021 weiterhin die Umsetzung eines Transformationsprogramms zur digitalen Transformation.

Strategische Prioritäten

Seit April 2019 wird ein Transformationsprogram in CE umgesetzt. Es umfasst die Vertikalisierung der Vertriebsbereiche, die Definition und Entwicklung eines Dienstleistungsportfolios sowie eine Umstrukturierung der Liefereinheiten der Dienstleistungen. Die Transformation beinhaltet auch die Einführung innovativer Softwarelösungen, um die Effizienz und Qualität weiter zu erhöhen. Des Weiteren wurde durch gezieltes Anwerben von Mitarbeitern die Expertise in den Wachstumsthemen Cloud und Hybrid-IT sowie im Beratungsumfeld speziell in den Branchen Fertigung und Automotive erhöht. Das Transformationsprogramm wird auch im Geschäftsjahr 2021/2022 konsequent fortgesetzt.

Um die Ziele und Strategie für den Turnaround umzusetzen und damit ein nachhaltiges und profitables Wachstum zu erzielen und um die Wettbewerbsfähigkeit zu erhöhen wird die FTDS GmbH gemeinsam mit den anderen Gesellschaften in CE auf der Basis einer effizienten und integrierten Organisation ihren Kunden innovative Services anbieten.

Die Gesellschaft bietet dem Markt ein umfassende IT-Serviceportfolio, die Cloud & Hybrid IT Services, Netzwerk und Security Lösungen, als auch klassisches IT Consulting bis hin zu geschäftlichen Business Services wie SAP Consulting und Services, Application Management, Business Consulting und innovative Connected Services. Dieser integrierte und regional angepasste Ansatz verspricht einen größeren Vertriebserfolg und eine Stärkung der Marktpositionierung.

Investitionen

Um Fujitsu's Ziele bei der FTDS GmbH zu erreichen, werden in Deutschland umfangreiche Investitionen vorgenommen. Diese Investitionen sind in unserem Mid Term Plan (MTP) verankert. Im Rahmen des MTP Prozesses überprüft unser Shareholder die Einhaltung der Ziele. Daher ist es unerlässlich, dass die Gesellschaft die Planungsvorgaben bezüglich des Wachstums und der Marge in allen Bereich einhält, wie:

Investitionen in modernisierte, technische Tools, z.B. Harmonisierung der Tool-Landschaft wie CRM, SAP etc.

Holistische Erneuerung der Service Delivery Fähigkeiten durch eine nachhaltige Datacenter Strategie, die Standardisierung unseres Angebots, die Automatisierung unserer Arbeitsabläufe und die Einführung eines ITSM-Tool, das uns besser ermöglicht, mit den GSDUs (Global Service Delivery Unit) zusammen zu arbeiten.

Business Line-spezifischer Ausbau von Kapazitäten, z.B. der Aufbau im Consulting zur Stärkung unserer Branchenkompetenz und anderen Fokusbereichen sowie Investitionen in Business Line-spezifische R&D-Anforderungen (z.B. Workplace Services oder Hybrid IT).

Rekrutierungsmaßnahmen & Beratungskultur sowie Training & Weiterbildung für Key- Mitarbeiter*Innen.

Investitionen in den Personalaufbau, z.B. Einstellungskosten für Mitarbeiter von Services über Active Sourcing (z.B. Headhunter).

Stärkung der Marktposition & Entwicklung von Partnerschaften zusammen mit den Fujitsu Gesellschaften in Central Europe, z.B. Investitionen in stabile und integrierte Partnerschaften mit wichtigen Playern im IT Markt, wie z.B. mit SAP, Microsoft oder NetApp.

Ein Change Management Programm mit dem wir alle Mitarbeiter*innen begeistern und mobilisieren, an der Zukunft von Fujitsu CE mitzuarbeiten.

Accountpläne und Exekution: Umsetzung einer portfoliospezifischen Accountstrategie und Fokussierung des Servicesgeschäfts.

Für das Geschäftsjahr 2021/2022 ist ein Investitionsvolumen von rund 8,3 Mio. EUR geplant. Die Investitionen betreffen hauptsächlich Hardware und Software in den Shared Umgebungen für Storage, Backup, Netzwerkkomponenten, Security sowie Serverfarmen für Neu- und Bestandskundenprojekte. In geringem Umfang sind darüber hinaus Investitionen in die bestehenden Rechenzentren geplant.

Risikobericht

Chancen- und Risikomanagement

Im Rahmen des normalen Geschäftsverlaufs ist die FTDS GmbH zusammen mit vielen ähnlichen Unternehmen einer Reihe von Risiken ausgesetzt, einschließlich der Risiken, die bei der Bereitstellung von IT-Software, -Lösungen und der damit verbundenen IT-Dienstleistungen auftreten. Das Management dieser Risiken ist ein wesentlicher Bestandteil des Geschäfts, das sich durch intensiven Wettbewerb, hohen Kostendruck auszeichnet und den Wettbewerb um Talente.

Seit Februar 2020 hat die COVID-19-Pandemie viele Aspekte des gesellschaftlichen Lebens und des Geschäftsumfelds beeinträchtigt. Infolge der Pandemie hat FTDS GmbH vorübergehende Büroschließungen vorgenommen und ein erfolgreiches proaktives Programm gestartet, um Mitarbeiter zu befähigen, von zu Hause aus zu arbeiten - sowohl im Interesse von Gesundheit und Sicherheit als auch um die Kontinuität der Leistungserbringung zu gewährleisten. Die Global Delivery Centers von Fujitsu, die Offshore- und Nearshore-Services für die Fujitsu-Regionen und ihre Kunden erbringen, haben parallel dazu eine effektive groß angelegte Umstellung auf Homeoffice vorgenommen.

Einige der Geschäftsaktivitäten unserer Kunden wurden durch die COVID-19-Pandemie erheblich beeinträchtigt, insbesondere in den Bereichen Einzelhandel und Gastronomie, Automotive und Manufacturing. Die Auswirkungen der vorübergehenden Unterbrechungen des Geschäftsbetriebs in diesen Sektoren sind noch nicht in vollem Maße erfassbar. Fujitsu ist jedoch weiterhin bestrebt, während der Krise und der anschließenden Wiedereröffnung der Volkswirtschaften mit unseren Kunden zusammenzuarbeiten und sie bei der Überwindung der Herausforderungen zu unterstützen.

Neben den unmittelbaren Herausforderungen in Zusammenhang mit der COVID-19-Pandemie ist die FTDS GmbH durch ihre geschäftlichen Aktivitäten und bei der Umsetzung ihrer strategischen Ziele einer Reihe von Risiken und Unsicherheiten ausgesetzt. Die IT-Branche bietet kontinuierlich innovative Formen der Bereitstellung an, die mit neuen Vertragsbedingungen verbunden sind. Es gibt zahlreiche Möglichkeiten, diese Innovationen im Interesse der Kunden und des Unternehmens zu nutzen, allerdings ist die Einführung von neuen Angeboten stets mit dem Risiko verbunden, dass das Portfolio nicht rechtzeitig entwickelt oder eingeführt werden können.

Risikomanagement und Methoden

Fujitsu hat für die Region Europa eine einheitliche Risikopolitik eingeführt. Alle operativen Unternehmen, einschließlich der FTDS GmbH, nutzen ein einheitliches Risikomanagement-Framework, das die Berichterstattung für die Geschäftsbereiche und Führungsfunktionen vorgibt. Die Verantwortung für die Umsetzung der Risikomanagement-Richtlinien wird an die Geschäftsbereichsleitungen delegiert. Die Richtlinien sind dabei über den gesamten Geschäftszyklus hinweg anzuwenden. Die Überwachung des Risikos durch das Management erfolgt an kritischen Punkten im Geschäftszyklus durch eine Reihe systematischer Kontrollen und Überprüfung der Business Assurance.

Die internen Kontroll- und Überprüfungssysteme sollen die unternehmerischen und operativen Risiken frühzeitig erkennen, steuern und identifizieren, und darauf hinzuwirken, dass Geschäftsziele erreicht werden können. Um eine genaue und zeitnahe Bilanzierung und Überprüfung von Geschäftstransaktionen und Angeboten zu gewährleisten, werden Grundsätze, Richtlinien, Prozesse und Verantwortlichkeiten für das gesamte Entscheidungs- und Transaktionsmanagement definiert und festgelegt.

Das Fujitsu Risk and Governance Management Board (RGMB) für die Region Europa leitet die konzernweite Umsetzung der Risikopolitik. Das RGMB erhält Expertenberichte zu Compliance-Themen und Unternehmensrisiken. Dabei liegt der Schwerpunkt auf der Risikoplanung und den entsprechenden Maßnahmen zur Eingrenzung von Risiken. Das Risk Management Committee (RMC) für Europa überwacht das RGMB auf Führungsebene, um eine wirksame interne Kontrolle auch der Region CE sicherzustellen. Dies umfasst die Verabschiedung geeigneter Risikomanagement- und Compliance-Richtlinien und -Verfahren zur Einhaltung geltender Gesetze und Vorschriften, um die Mitarbeiter, das Geschäft, das Vermögen und die Interessen seiner Aktionäre und anderer Stakeholder vor Risiken zu schützen.

Die Risikoprozesse und -verfahren (Initiieren, Identifizieren, Analysieren, Planen, Verwalten) folgen der Branchenpraxis und unterstützen die Bewertung, Berichterstattung und das Management von strategischen und operativen Risiken für das Unternehmen.

Durch einheitliche Kriterien zur Abschätzung der Risikoauswirkung/Risikobereitschaft wird sichergestellt, dass zentrale Risiken bis zur entsprechenden Ebene in der Organisation eskaliert werden. Die operativen Risiken werden regelmäßig im Rahmen der Angebots-, Projekt-, Servicebereitstellungs-, Account-Reviews sowie den funktionalen Überprüfungen analysiert. Darüber hinaus stellt das Fujitsu Enterprise Risk Management-System für CE, das sich auch auf die FTDS GmbH erstreckt, vierteljährliche Risikoberichte an das regionale Risk Management Committee bereit.

Risiken im Zusammenhang mit Informationssicherheit, internationalem Handel und Bestechungsbekämpfung werden in den zugehörigen Managementsystemen behandelt, die kontinuierlich überwacht und verbessert werden, wobei Änderungen von der RGMB und gegebenenfalls der RMC genehmigt werden müssen.

Risiken und Managementmaßnahmen werden vierteljährlich durch das RGMB überprüft und die Risiken eingegrenzt, die an das RMC gemeldeten werden. Auf diese Weise soll sichergestellt werden, dass im gesamten Unternehmen ein hohes Maß an Risikomanagement gewährleistet ist.

Risikobewertung

Die Gesellschaft analysiert und bewertet Risiken systematisch. Dazu werden diese quantifiziert und klassifiziert. Um geeignete Maßnahmen zur Bewältigung vornehmen zu können, werden identifizierte Risiken anhand ihrer geschätzten Eintrittswahrscheinlichkeit und ihres bei Eintritt erwarteten Ausmaßes in Bezug auf die Ertrags-, Vermögens- und Finanzlage bewertet und anschließend eingestuft.

Spezifische Risiken und Managementmaßnahmen

Risiken Maßnahmen und Anmerkungen
Datenschutz Verstöße gegen die Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) können gemäß Art. 83 der DSGVO abhängig von der Art der Verstöße gegen Bestimmungen der DSGVO Geldbußen bis zu 20 Mio. Euro oder im Fall eines Unternehmens bis zu 4% des gesamten weltweit erzielten Jahresumsatzes im vorangegangenen Geschäftsjahr, je nachdem, welcher Wert der höhere ist, nach sich ziehen. Zudem können lokale Datenschutzbehörden nach Art. 83 DSGVO auch andere Sanktionen gegen den Verantwortlichen verhängen. Die FTDS GmbH hat ihre Prozesse grundsätzlich datenschutzkonform ausgestaltet und zudem unterstützt ein interner Datenschutzbeauftragter die Einhaltung der Datenschutzvorschriften. Dieses Risiko wird als hoch eingeschätzt.
Veränderungen der Cyberbedrohungslandschaft und Angriffsmethoden. Durch die kontinuierliche Überwachung der sich ändernden Bedrohungslandschaft für Cybersicherheit erhält die FTDS GmbH einen tiefen Einblick in die Entwicklung von Taktiken, Techniken und Verfahren für Cyber-Angriffe. Die Einbeziehung dieser Informationen in die laufenden Programme zur Verbesserung der Sicherheit und die damit verbundenen Sicherheitskontrollen ist eine entscheidende Maßnahme zum Schutz vor solchen Angriffen. Diese Analyse bietet der FTDS GmbH das Wissen zur Verbesserung seines Sicherheitsprogramms, der damit verbundenen Sicherheitskontrollen und der Schlüsselmaßnahmen zur Erkennung, zum Schutz und zur Reaktion auf solche Angriffe. Dieses Risiko wird als hoch eingeschätzt.
Das Management von vertraulichen Informationen, die im Auftrag von Kunden verwaltet werden, und Berücksichtigung der eigenen geschäftlichen Anforderungen. Das Sicherheitsprogramm der FTDS GmbH basiert auf dem Bewusstsein und der Verantwortung jedes einzelnen Mitarbeiters. Das Programm umfasst Kommunikationen, verpflichtende Schulungen und ein geeignetes Berichtswesen. Darüber hinaus werden zur kontinuierlichen Verbesserung technische Sicherheitsmaßnahmen für IT-Systeme und -Infrastrukturen identifiziert und über die Änderungsverwaltung implementiert. Die Überwachung, Analyse und Bewertung von Cyberbedrohungen und neuen Angriffsmethoden sind ebenfalls wichtige Elemente bei der Sicherung sensibler Prozesse und Daten. Dieses Risiko wird als hoch eingeschätzt.
Europäische Wirtschaft und IT-Markt Nach einem steilen Rückgang im Jahr 2020 werden die Aussichten für die Wirtschaft weitgehend als positiv eingeschätzt. Jedoch könnte das potenzielle Risiko eines Anstiegs der Insolvenzen sowie die Gefahr einer Inflation zu geringeren Ausgaben der mittelständischen Kunden der FTDS GmbH im Manufacturing/Automotivebereich führen. Die digitale Transformation steht jedoch auch bei den Kunden der FTDS GmbH im Vordergrund. Die FTDS GmbH hat darauf organisatorisch mit der Gründung von Kompetenzzentren für SAP, Microsoft und ServiceNow reagiert, um das Geschäft mit unseren strategischen Partnern voranzutreiben. Der Arbeitsmarkt ist weitestgehend intakt, jedoch kann es aufgrund des andauernden War of Talents zu Verzögerungen und Schwierigkeiten bei der Rekrutierung der richtigen Mitarbeiter kommen, sodass diese unter Umständen nicht rechtzeitig für unser Wachstum im Dienstleistungsgeschäft zur Verfügung stehen. Zusammenfassend schätzen wir die Risiken als mittel bis hoch ein.
COVID-19: Risiko von Verzögerungen bei der wirtschaftlichen Erholung und Investitionen von Kunden Aus dem Kundenstamm der FTDS GmbH sind die Kunden im Geschäftsbereich Manufacturing Automotive (MFA) sowie mittelständische Kunden im Geschäftsbereich Private and Financial Services (FIS) am stärksten von COVID-19 betroffen. Dies hat dazu geführt, dass große Ausschreibungsprojekte verschoben wurden, die IT-Investitionen einiger Kunden eingefroren wurden und das Servicevolumen durch Stornierung einiger bestehender Verträge in MFA/Private/FIS zurückgegangen ist. Im Bereich Digital Business ging die Nachfrage nach Proof-of-Concept-Projekten zurück, allerdings gab es einen Anstieg in der Nachfrage nach Arbeitsplatzlösungen/Virtualisierung (VPN usw.) in anderen Branchen Wir erwarten jedoch in diesen Kundengruppen, dass bestehende IT-Projekte aufgrund von Investitionsbeschränkungen, die sich aus den wirtschaftlichen Auswirkungen der Lockdown-Maßnahmen ergeben, weiter aufgeschoben oder abgebrochen werden. Darüber hinaus benötigen Kunden möglicherweise längere Zeiträume, um die neue Realität zu bewerten, bevor sie neue Verpflichtungen eingehen, einschließlich Bedenken hinsichtlich eines Szenarios einer dritten Welle. Infolgedessen rechnen wir mit mittelfristigen Auswirkungen auf die Ausgaben und Investitionen der Kunden in IT-Services, die zu einem Rückgang des Marktes führen werden. Dies kann zu anhaltenden negativen Auswirkungen auf unseren Umsatz und unsere Rentabilität führen. Zusammenfassend schätzen wir das Risiko als mittel bis hoch ein.
Personalwirtschaftliche Risiken Ein wesentlicher Erfolgsfaktor für die FTDS GmbH ist die Verfügbarkeit von Mitarbeitern mit hoher fachlicher und sozialer Kompetenz. Wesentliche Risiken im Personalbereich sind daher das nicht passgenaue Rekrutieren von Mitarbeitern, unzureichende Qualifikation und der Verlust von fachlicher Kompetenz durch eine hohe Fluktuationsrate. Zusätzlich besteht das Risiko, den Bedarf an qualifiziertem Personal nicht adäquat decken zu können. Speziell in den neuen Techniken im Zusammenhang mit der Digitalisierung am Markt ist Spezialwissen von herausragender Bedeutung. Darüber hinaus gibt es Risiken durch das neue Arbeitnehmerüberlassungsgesetz beim Einsatz von Fremdpersonal in Form von Service- und Werkverträgen. Durch entsprechende Vorgaben für die Vertragsgestaltung zur Leistungsbeschreibung und Prüfhilfen für die Identifizierung möglicher Risiken in diesem Zusammenhang wird dem begegnet. Bestehende Kundenverträge sollten hinsichtlich möglicher Risiken aus Arbeitnehmerüberlassung einzeln geprüft werden. Um die Mitarbeitermotivation zu steigern sowie die Mitarbeiter zu binden, werden Mitarbeiterbefragungen durchgeführt. Die Handlungsfelder hieraus werden regelmäßig vom Management bewertet, unter strategischen Gesichtspunkten priorisiert und Verbesserungspotential abgeleitet und operativ umgesetzt. Zusammenfassend schätzen wir das Risiko als mittel bis hoch ein.
Technische Risiken Es kann nicht ausgeschlossen werden, dass unbekannte Fehler oder Defekte in Hard- oder Software auftreten, die zu Kosten und einem Imageschaden führen. Bei der FTDS GmbH als IT Outsourcing-Dienstleister besteht grundsätzlich das Risiko von technischen Störungen in den Rechenzentren. Infolge zunehmender Komplexität durch den Aufbau von virtuellen Umgebungen steigt grundsätzlich auch das Risiko von (Teil-) Ausfällen in den Rechenzentren. Schadensersatzansprüche von Kunden können in diesem Zusammenhang nicht grundsätzlich ausgeschlossen werden. Die FTDS GmbH begegnet diesen Risiken mit sehr hohen Qualitätsstandards und -anforderungen sowie der Einrichtung redundanter Systeme, um eine hohe Verfügbarkeit zu erreichen. Externen ungewollten Datenzugriffen beugt FTDS GmbH mit hohen Qualitätsstandards im Bereich Security vor. Zusammenfassend schätzen wir das Risiko als mittel bis hoch ein.
Ausfall von Lieferanten Infolge der weitreichenden wirtschaftlichen Auswirkungen von COVID-19 ist das Risiko eines Lieferantenausfalls angestiegen. Die FTDS GmbH wird weiterhin die finanzielle Stabilität und Lieferfähigkeit unserer kritischen Lieferanten überwachen - sowohl großer als auch kleiner, mittelständischer Unternehmen. Die Notwendigkeit, einen engen Dialog mit unseren Lieferanten aufrechtzuerhalten, ist ebenso wichtig, wie eine laufende Beurteilung des Feedbacks unabhängiger Rating-Agenturen. Darüber hinaus stellen wir sicher, dass unsere Pläne zur Aufrechterhaltung der Geschäftskontinuität robust wie praktikabel sind. Dieses Risiko wird als mittel bis gering eingeschätzt.
COVID-19: Finanzielle Belastung des Kunden und Änderungen der Bonität von Kunden Einige Kunden der FTDS GmbH in den von COVID-19 am stärksten betroffenen Sektoren haben einen Zahlungsaufschub beantragt. Diese Anfragen werden systematisch auf einer Fall-zu-Fall-Basis unter Berücksichtigung verschiedener Lösungen geprüft, einschließlich Zahlungsverzögerungen und flexible Finanzierungsoptionen, wobei stets die finanzielle Stabilität und Zahlungsfähigkeit des Kunden berücksichtigt werden. Die FTDS GmbH hält an ihrem strategischen Liquiditätsziel fest, indem sie die Auswirkungen dieser Szenarien auf die Liquidität, die Einnahmen und mögliche Kreditprobleme modelliert und analysiert. Die FTDS GmbH ist Teilnehmende am Cash Pooling und damit der Liquiditätsplanung der Gruppe. Für die Kunden der FTDS GmbH erkennen wir das Risiko, dass im Kreditgeschäft wahrscheinlich zwei Themen über einen längeren Zeitraum im Vordergrund stehen: 1) verringerte Bonität der Kunden und 2) reduzierte Bereitschaft/Kapazität bei der Bewilligung von Krediten seitens Kreditversicherern, was dazu führen könnte, dass die FTDS GmbH ein höheres Kundenkreditrisiko eingeht. Unter diesen Umständen prüft das Management aktiv eine Kreditversicherung. Wenn kein Versicherungsschutz erhältlich ist, werden alternative Schritte zur Risikominimierung überprüft, um die Exposition zu verringern. Dieses Risiko wird als gering bis mittel eingeschätzt.
COVID-19: Bereitstellungen beim Kunden Die COVID-19-Pandemie hat sich immer noch auf das Tempo ausgewirkt, mit dem wir unseren Kunden Projektdienstleistungen liefern können. Aufgrund gesetzlicher COVID-19-Beschränkungen und staatlicher Vorschriften hatten wir nur begrenzte f2f-Interaktionen mit unseren Kunden und mussten mit eingeschränktem Zugang zu Kundenstandorten umgehen. Dank unseres hohen Engagements, der Zusammenarbeit mit unseren Kunden und einer neu etablierten Arbeitsweise konnten wir diese Herausforderungen meistern. Es ist uns gelungen, Risiken aus ausstehenden Verträgen abzumildern und durch Vereinbarungen mit Kunden positiv in Vertragsverlängerungen umzuwandeln. Nichtsdestotrotz könnten wir, solange diese Krise andauert, mit Risiken konfrontiert sein, da sich die Fristen in Festpreisverträgen verlängern, was das Risiko von Ausgabenüberschreitungen, gestrandeten Kosten und der Geltendmachung von Vertragsstrafen erhöht. Kunden mit schwieriger finanzieller Situation könnten unerwartet Projektgeschäfte auf einen späteren Zeitpunkt verschieben, was sich auf unseren geplanten Total Contract Value (Gesamtauftragsvolumen) auswirken könnte. Wir blicken jedoch positiv in die Zukunft, da sich die allgemeine COVID-19-Situation verbessert und wir die Möglichkeit sehen, dass stornierte oder verschobene Projekte in Zukunft nachgeholt werden. Außerdem stehen wir immer noch vor Herausforderungen im Zusammenhang mit HW-Lieferungen, die sich auf die Zeitpläne innerhalb unserer Transition & Transformation-Phasen auswirken. Dieses Risiko wird als gering bis mittel eingeschätzt.
Liquidität Zur Aufrechterhaltung der Zahlungsfähigkeit, muss dem Unternehmen jederzeit ausreichende Liquidität zur Verfügung stehen. Steuerung und Überwachung der Liquiditätssituation erfolgen durch das Treasury Department als integrierten Bestandteil des Konzernrechnungswesens. Im Hinblick auf vorliegende bestandgefährdende Risiken verweisen wir auch auf nachfolgenden Unterabschnitt "Bestandsgefährdende Risiken". Der Bereich Treasury der FTS Gruppe versorgt die Konzernbereiche sowie die Tochterunternehmen in Form eines Cashpoolings mit liquiden Mitteln. Darüber hinaus steuert er das Zinsänderungsrisiko und verantwortet die Bewertung, Analyse und Überwachung marktrisikobehafteter Positionen. Wir verweisen zudem auf den Abschnitt "Bestandsgefährdende Risiken".
COVID-19 - Risiko für die Sicherheit im und operativen Ablauf des Geschäftsbetrieb Die zahlreichen wirksamen Maßnahmen, die die FTDS GmbH im Jahr 2019/2020 als Reaktion auf die COVID-19-Pandemie ergriffen hat, bleiben bestehen. Diese Maßnahmen dienen in erster Linie dazu, sowohl die Gesundheit und Sicherheit unserer Mitarbeiter als auch den operativen Ablauf des Geschäftsbetriebs zu gewährleisten. Die Reaktion im Jahr 2020, die bis ins Jahr 2021 andauert, wurde durch ein integriertes Governance- und Entscheidungsmanagement-Framework in der Fujitsu Gruppe gemeinsam mit der FTDS GmbH organisiert. Die Hauptmerkmale der umgesetzten Pläne waren die Sicherheit der Mitarbeiter, die schnelle Massenmigration zu Remote-/Home-Working, die Gewährleistung angemessener IT-Kapazitäten und Sicherheit sowie eine schnelle Reaktion auf Änderungen der Kundenanforderungen. Das Risiko wird als gering eingeschätzt.
COVID-19 und Risiken für die Sicherheit und das Wohlbefinden der Mitarbeiter Die Hauptmerkmale der implementierten Pläne waren die Sicherheit der Mitarbeiter, die schnelle Massenmigration zu Remote-/Home-Working, die Gewährleistung angemessener IT-Kapazitäten und -Sicherheit sowie eine schnelle Reaktion auf Änderungen der Kundenanforderungen. Da 90 % der Mitarbeiter der FTDS GmbH kurzfristig von zu Hause aus arbeiten konnten, wurden Maßnahmen zur Unterstützung der Mitarbeiter ergriffen, wie z. B. wöchentliche Webcasts für People Manager, Mitarbeiterkommunikation - mit dem Schwerpunkt auf den unterschiedlichen Erfahrungen mit der Arbeit von zu Hause aus. Direkte Umfragen unter den Mitarbeitern wurden gestartet, um die Erfahrungen der Mitarbeiter mit der Unterstützung und den von Fujitsu ergriffenen Maßnahmen zu messen. Die Zukunftsplanung ist in vollem Gange, insbesondere die Festlegung unserer längerfristigen Strategie für mehr Remote- und flexibles Arbeiten, aufbauend auf den gemachten Erfahrungen und dem positiven Effekt, den dies auf die Fähigkeit vieler Kollegen hatte, ihre Arbeit und ihre persönlichen Verpflichtungen zu managen. Das Risiko wird als gering eingeschätzt.
COVID-19: Risiken für den Einzelnen und die Gesellschaft durch Wiedereröffnung und Wiederbesiedlung von Büros Nach einem umfangreichen Programm zur Schließung von Standorten und der erfolgreichen Massenmigration von Mitarbeitern in das Homeoffice im März 2020 ist uns bewusst, dass es bei der Wiedereröffnung der Wirtschaft eine gewisse Erwartungshaltung im Unternehmen und bei einigen Mitarbeitern geben wird, wieder an unseren Standorten zu arbeiten. Als Reaktion darauf verfolgen wir einen strukturierten und kontrollierten Ansatz, um auf die Aufhebung der Beschränkungen, den geschäftlichen Bedarf und die Bereitschaft der Mitarbeiter, von unseren Standorten aus zu arbeiten, vorbereitet zu sein. Der Schutz der Gesundheit und Sicherheit aller Mitarbeiter bleibt unsere oberste Priorität. Das Risikomanagement und die Anforderungen für die Wiederbesetzung werden von Gebäude zu Gebäude unterschiedlich sein, so dass jedes Gebäude eine individuelle Überprüfung und Genehmigung für die Wiederbesetzung erfordert. Zur Vorbereitung implementieren wir ein Rahmenwerk, das Risikobewertungen zur sozialen Distanzierung, Checklisten für die Wiederbelegungsplanung und detaillierte Pläne zur Risikominderung umfasst. Dieser Rahmen beinhaltet klare Schritte zur Überprüfung und Genehmigung durch die Unternehmensführung und das Management. Die Rückkehr ins Büro wird über einen Zeitraum von mehreren Monaten gestaffelt und basiert auf dem Wohlergehen der Mitarbeiter und den geschäftlichen Anforderungen. Bestehende Reisebeschränkungen für Inlands- und Auslandsreisen bleiben bis auf Weiteres in Kraft. Das Risiko wird als gering eingeschätzt.
COVID-19: Risiko für den Einzelnen und die Gesellschaft durch Erholung der Nachfrage nach Außendienstaktivitäten Die FTDS GmbH hat einzelne Mitarbeiter und Teams, die aufgabenbedingt im Außendienst und an Kundenstandorten arbeiten. Es gibt Risikobewertungen, Gesundheits- und Sicherheitshygiene, Distanzierungs- und Reiseanweisungen sowie Anleitungen und Zugang zu geeignetem PPE (Property, Plant and Equipment), die je nach Bedarf beibehalten werden. Das Risiko wird als gering eingeschätzt.
Finanzielle Risiken Währungs- und Zinsrisiken unterliegen einem aktiven Management auf Basis unternehmensweit geltender Richtlinien. Dabei werden die spezifischen Anforderungen an die organisatorische Trennung der Funktionsbereiche zwischen Abwicklung und Kontrolle beachtet. Das finanzbezogene Risikomanagement ist geprägt durch klare Zuordnungen von Verantwortlichkeiten, zentrale Regeln zur grundlegenden Begrenzung finanzieller Risiken, die bewusste Ausrichtung der eingesetzten Instrumente an den Erfordernissen der Geschäftstätigkeit und die gesonderte Überwachung durch ein zentral gesteuertes Treasury Department. Dieses Risiko wird als gering eingeschätzt.
Zinsen Ein Zinsänderungsrisiko besteht grundsätzlich bei finanziellen Vermögenswerten und Schulden mit Laufzeiten von über einem Jahr. Die Zinsrisiken der FTDS GmbH werden zentral analysiert und daraus sich ergebende Maßnahmen durch das Treasury Department aktiv gesteuert. Der Eintritt von Währungs- und Zinsrisiken wird derzeit als gering eingeschätzt. Moderate nachteilige Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage können nicht vollständig ausgeschlossen werden.
Compliance-Verstöße Die FTDS GmbH erachtet Integrität und Rechtschaffenheit als unverzichtbar für dauerhaften Geschäftserfolg. Diese Grundsätze sind im Global Corporate Compliance Programm der Fujitsu Gruppe festgehalten und werden lokal im Rahmen von Prozessen und Richtlinien durch das Unternehmen umgesetzt. Das Corporate Compliance Programm verfolgt vorrangig das Ziel, strafbares Verhalten von Unternehmensangehörigen zu verhindern, aufzudecken und zu ahnden. Das Unternehmen verfolgt einen "Zero Tolerance" Ansatz und geht jedem Verdacht auf mögliche Verstöße nach. Die FTS Gruppe unterhält ein Web Portal und eine Telefon Hotline (Fujitsu Alert), um Unternehmensangehörigen offen oder anonym Meldungen von strafbarem Fehlverhalten zu ermöglichen. Auch externe Parteien können sich zu diesem Thema über die Fujitsu Alert Hotline an die Compliance-Abteilung wenden. Bestandteil des Programms sind neben dem Fujitsu Way und den Global Business Standards und diese umsetzende Compliance-Richtlinien Schulungsmaßnahmen für Unternehmensangehörige sowie Ethics-Verpflichtungserklärungen für Mitarbeiter und Manager. Verpflichtende Online-Schulungen umfassen den Fujitsu Way, die Global Business Standards inklusive Anti-Bestechungs- und Anti-Korruptionsrichtlinien, kartellrechtliches Bewusstsein sowie Exportkontrolle. Mit Hilfe eines IT-Tool basierten Prozesses werden Lieferanten umfassend geprüft. Sponsoring Leistungen und Zuwendungen in Form von Spenden oder politischen Spenden sowie Incentive Programme unterliegen den Bedingungen zur Dokumentation und Vorgaben der zugrundeliegenden Richtlinie. Aufgrund der Absicherungsmaßnahmen schätzen wir dieses Risiko als gering ein.

Bestandsgefährdende Risiken

Wie im Prognosebericht erwähnt, erwartet die Gesellschaft durch die weitere Umsetzung des Transformationsprogrammes zum Aufbau und der Umsetzung der zukünftigen Strategie, sowie des im Wesentlichen durch COVID-19 verzögerten externen Auftragseingangs im Folgejahr ein leicht negatives Ergebnis. Mit der Umsetzung der eingeleiteten Maßnahmen im Zusammenhang mit dem Transformationsprogramms soll die Gesellschaft danach nachhaltig in die Gewinnzone geführt werden. Auf Grund der durchgeführten Liquiditätsplanung und einer sich abzeichnenden Verzögerung des angestrebten Auftragseingangswachstums erwartet die Gesellschaft kurzfristig einen weiteren Bedarf an liquiden Mitteln im Prognosezeitraum.

Zur Aufrechterhaltung der Zahlungsfähigkeit und damit zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit wurde mit Datum vom 15. Juli 2021 ein Letter of Comfort abgeschlossen, mit dem sich die FTS (Holding) B.V., Amsterdam/Niederlande, verpflichtet die Fujitsu TDS GmbH, Neckarsulm, in der Art und Weise zu unterstützen, dass diese für einen Zeitraum von 18 Monaten vom Bilanzstichtag 31. März 2021 oder 12 Monate vom Datum des Bestätigungsvermerks des Abschlussprüfers, je nachdem, welcher Zeitpunkt der spätere ist, in der Lage ist, sämtliche vertraglichen, finanziellen und anderen Verpflichtungen bei Fälligkeit zu erfüllen.

Die FTS (Holding) B.V. hat wiederum mit Datum vom 13. Juli 2021 einen Letter of Comfort von der Fujitsu Limited, Tokio/Japan, erhalten, mit dem sich die Fujitsu Limited verpflichtet die FTS (Holding) B.V. in der Art und Weise zu unterstützen, dass diese für einen Zeitraum von der 18 Monaten vom Bilanzstichtag 31. März 2021 oder 12 Monate vom Datum des Bestätigungsvermerks des Abschlussprüfers an die FTS (Holding) B.V. und ihrer Tochtergesellschaften, je nachdem, welcher Zeitpunkt der spätere ist, in der Lage ist, sämtliche vertraglichen, finanziellen und anderen Verpflichtungen bei Fälligkeit zu erfüllen. Die Aufrechterhaltung der Zahlungsfähigkeit im Prognosezeitraum und damit die Fortführung der Unternehmenstätigkeit der Fujitsu TDS GmbH, Neckarsulm, und deren Muttergesellschaft FTS (Holding) B.V., Amsterdam/Niederlande, ist von der finanziellen Unterstützung der Fujitsu Limited, Tokio/Japan, abhängig.

Daneben besteht die am 10. März 2021 geschlossene verbindliche Darlehenszusage in Höhe von Tausend € 20.000 und einer Laufzeit von einem Jahr ab Vertragsunterzeichnung, die seitens der FTS (Holding) B.V. ausgereicht wurde.

Gesamtrisikobewertung

Die Geschäftsführung hat die Gesamtrisiken für das Unternehmen unter Berücksichtigung aller identifizierten wesentlichen Risiken und Chancen geprüft. Die Geschäftsführung ist der Ansicht, dass die dargestellten Risiken mit Ausnahme des bestandsgefährdenden Risikos begrenzt und beherrschbar sind, allerdings unterliegen sie weiteren Ereignissen oder Unsicherheiten im Zusammenhang mit der anhaltenden COVID-19-Pandemie. Zu den Risiken bezüglich der Unternehmensfortführung verweisen wir auf den Abschnitt "Bestandsgefährdende Risiken".

Mit Ausnahme der beschriebenen Risiken und weiteren Ereignissen oder Unsicherheiten, die sich aus der anhaltenden COVID-19-Pandemie ergeben, erwarten die Geschäftsführung keine weitere wesentliche Beeinträchtigung der Unternehmensleistung durch andere Risiken. Die Geschäftsführung will zukünftige Herausforderungen und Chancen auch weiterhin nutzen, ohne ein unannehmbar hohes Risiko eingehen zu müssen.

D. Erklärung zur Unternehmensführung (ungeprüft)

Ziele zu den Frauenanteilen im Aufsichtsrat, der Geschäftsführung und den oberen Führungsebenen

In Deutschland hat der Gesetzgeber 2015 das "Gesetz für die gleichberechtigte Teilhabe von Frauen und Männern an Führungspositionen in der Privatwirtschaft und im öffentlichen Dienst" verabschiedet.

Gemäß dieser Regelung gilt eine fixe gesetzliche Mindestquote in Höhe von 30 % für den Frauenanteil für die FTDS nicht, da die Gesellschaft nicht börsennotiert ist. Vielmehr sind Zielgrößen für den Frauenanteil im Aufsichtsrat, in der Geschäftsführung und in den oberen Führungsebenen festzulegen.

Frauen im Aufsichtsrat

Der Aufsichtsrat der FTDS GmbH hat eine Zielgröße für den Frauenanteil im Aufsichtsrat von 33,33 % bis zum Stichtag 30. Juni 2022 festgelegt. Der Frauenanteil im Aufsichtsrat von zurzeit 0 % erreicht die Zielgröße derzeit nicht.

Frauen in der Geschäftsführung

Die Zielgröße für den Frauenanteil in der Geschäftsführung wurde auf 0 % bis zum Stichtag des 30. Juni 2022 festgesetzt. Der Frauenanteil in der Geschäftsführung von zurzeit 50 % übersteigt die Zielgröße hingegen erheblich.

Frauen in den oberen Führungsebenen

Die Zielgröße für den Frauenanteil in den beiden Führungsebenen unterhalb der Geschäftsführung wurde auf 0 % festgelegt. Denn aufgrund der Matrixstruktur im Fujitsu-Konzern wurden die oberen Führungsebenen konzerneinheitlich so definiert, dass diese die Senior Vice Presidents und die Vice Presidents umfassen, die bei der jeweils betreffenden Konzerngesellschaft angestellt und nicht Mitglied der Geschäftsführung oder des Aufsichtsrates sind. Bei der FTDS GmbH sind jedoch keine Senior Vice Presidents und Vice Presidents tätig.

 

Neckarsulm, den 19.07.2021

Die Geschäftsführung

Steffen Müter

Bianca Straszewski

Nachrichten & Medien

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