Sudarshan Europe Management GmbH
Selbe AdresseGroßhandel mit chemischen Erzeugnissen
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Ferndinand Peter Fendel seit 26.8.2024 | Prokura |
Bram Sebastiaan Kristiaan D ́hondt seit 6.2.2023 | Geschäftsführer |
Henry Krüger seit 6.2.2023 | Prokura |
Tibor Öri seit 14.10.2020 | Prokura |
Thomas Kunz seit 4.9.2020 | Prokura |
Norbert Dr. Schwenk seit 26.2.2020 | Prokura |
Maria Pollick seit 26.2.2020 | Prokura |
Carsten Dr. Schneider seit 26.2.2020 | Prokura |
Veronika Scherm seit 26.2.2020 | Prokura |
Marcus Dr. Paczkowski seit 20.12.2019 | Prokura |
Rainer Planz seit 17.12.2019 | Prokura |
Alexander Dr. Regelmann seit 17.12.2019 | Prokura |
Uwe Stenner seit 10.10.2019 | Prokura |
Thorsten Dr. Posner seit 10.10.2019 | Prokura |
Marc-Alexander Rudnick seit 10.10.2019 | Prokura |
Kai Dr. Wiesinger seit 10.10.2019 | Prokura |
Andreas van Issum seit 10.10.2019 | Prokura |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
SK Neptune Husky Finance S.à r.l. | 94.54% |
SK Neptune Husky Participations S.à r.l. | 5.46% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| 0.00% |
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Colorants Solutions Deutschland GmbHFrankfurt am MainJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2020 bis zum 31.12.2020Lagebericht 20201. Grundlagen des Unternehmens 1.1. Geschäftsmodell und Strategie 1.2. Wichtige Ereignisse 1.3. Steuerungssystem 2. Wirtschaftliche Rahmenbedingungen und Geschäftsverlauf 2.1. Wirtschaftliche Entwicklung im abgelaufenen Geschäftsjahr in Deutschland 2.2. Entwicklung der Branche im abgelaufenen Geschäftsjahr 2.3. Entwicklung der Colorants Solutions Deutschland GmbH im abgelaufenen Geschäftsjahr 3. Lage des Unternehmens 3.1. Ertragslage 3.2. Vermögens- und Finanzlage 3.2.1. Investitionen / Desinvestitionen (immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen) 3.2.2. Bilanzstruktur 3.2.3. Finanzierung 4. Bericht über nichtfinanzielle Faktoren 4.1. Mitarbeitende 4.2. Qualität und Sicherheit 4.3. Forschung und Entwicklung 4.4. REACH 5. Chancen- und Risikenbericht 5.1. Risikomanagement und allgemeine Geschäftschancen/-risiken 5.2. Chancen / Risiken der Business Units 5.3. Rechtsrisiken 5.4. Risiken aus der digitalen Vernetzung 5.5. Leistungserstellungsrisiken 5.6. Finanzwirtschaftliche Risiken 6. Prognosebericht 7. Erklärung zur Unternehmensführung (§ 289f HGB) 8. Dank an die Mitarbeitenden 1. Grundlagen des Unternehmens1.1. Geschäftsmodell und Strategie Die Gesellschaft Colorants Solutions (Deutschland) GmbH, Frankfurt am Main, (ehemals Clariant Dritte Chemie GmbH) hat ihre operative Tätigkeit zum 1. Januar 2020 aufgenommen. Zu diesem Zeitpunkt wurde das Geschäft der Business Unit (BU) Pigments von der Clariant Plastics & Coatings (Deutschland) GmbH, Frankfurt am Main, im Wege des § 613 a BGB übernommen und weitergeführt. Die abgebende wie auch die aufnehmende Gesellschaft sind Clariant Konzerngesellschaften, die zu 100 % dem Clariant Konzern zuzuordnen sind. Hintergrund der konzerninternen Transaktion sind Verkaufsvorbereitungen für das Pigments-Geschäft. Die Gesellschaft wird von der in der Schweiz ansässigen Colorants International AG, Muttenz / Schweiz, als Alleingesellschafterin gehalten, unter der das globale Pigments-Geschäft der Clariant Gruppe als Teilkonzern gebündelt ist und geführt wird. Pigments wird im Clariant Konzern als nicht fortgeführtes Geschäft / "discontinued operations" (IFRS) ausgewiesen. Das Produktportfolio der Colorants Solutions Deutschland GmbH umfasst eine breite Palette von chemischen Erzeugnissen aus dem Bereich Spezialchemie / Pigmente mit unterschiedlichen Einsatzbereichen. Ihr Hauptstandort ist Frankfurt am Main-Höchst. Hier wird produziert, ein Teil der Verwaltung sitzt in Sulzbach am Taunus. Die Gesellschaft ist in den weltweiten Vertriebs- und Produktionsverbund des Clariant-Konzerns sowie in dessen Managementstrukturen eingebunden unter Berücksichtigung, dass das Geschäft zum Verkauf vorgesehen ist. Kunden in Deutschland, Österreich, Finnland, Niederlande, Irland und Griechenland (ab 1. Juli 2020) werden von ihr direkt bedient. Das weitere Europageschäft wird über die Pigments-Schwestergesellschaften abgewickelt, und der Vertrieb außerhalb Europas erfolgt durch die Colorants International AG im Rahmen eines Liefer- und Produktionsvertrages mit einer garantierten Marge auf die Herstellungskosten. Die strategischen Vorgaben für die Colorants Solutions Deutschland GmbH werden weiterhin von der Clariant Konzernleitung in der Schweiz vorgegeben. Für das zum Verkauf stehende Pigments-Geschäft verfolgt der Konzern ebenso wie für seine als Kerngeschäft definierten Bereiche die Strategie, als fokussiertes und innovatives Spezialchemieunternehmen für seine Stakeholder überdurchschnittliche Wertschöpfung zu generieren und höhere Profitabilität durch Innovation und Nachhaltigkeit zu erreichen. Hierbei sind die besonderen Bedingungen zu berücksichtigen, die für Pigments gelten. In vielen Bereichen des Geschäftes handelt es sich um ausgereifte Produkte, die dem Bereich "Commodity" zuzuordnen sind. In diesen Bereichen gelten verschärfte Wettbewerbsbedingungen, mit hohem Preis- und Margendruck und starker Konkurrenz. Die übergeordneten Zielsetzungen gelten für Pigments entsprechend weiter: Clariant verfolgt ein ganzheitliches Konzept, das Gesamtziele sowie finanzielle Ziele eingebettet in einer Fünf-Säulen-Strategie umfasst. Innerhalb der Fünf-Säulen-Strategie wird der Fokus auf Innovation, Forschung & Entwicklung, Mehrwert durch Nachhaltigkeit, Neupositionierung des Portfolios, Intensivierung des Wachstums und Steigerung der Profitabilität gelegt. Für das Pigments Geschäft wird, wie für das im Konzern als Kernbereich definierte Geschäft, konsequent verfolgt, das Produktportfolio mit starkem Fokus auf Nachhaltigkeit weiter zu entwickeln. Zielsetzung ist es, CO 2 Emissionen entlang der gesamten Wertschöpfungskette signifikant zu senken. Darüber hinaus wird bei Pigments verstärkt das Ausgenmerk auf die Kostenstrukturen gelegt. Im Jahr 2020 wurden Restrukturierungen in einem Volumen von 18,1 Mio. Euro beschlossen und eingeleitet. Zum Jahresende sind für diese Maßnahmen Rückstellungen von 14,9 Mio. Euro noch nicht verbraucht und für die Durchführung von den definierten und beschlossenen Maßnahmen über den Jahreswechsel 2020/2021 hinaus weiterhin vorgesehen. Ziel der Maßnahmen ist, die Organisation zu straffen und dabei die Profitabilität deutlich zu steigern, um zusätzliche Wertschöpfung zu generieren. Die Geschäftsentwicklung für Pigments war im Geschäftsjahr 2020 deutlich besser als vorhergesehen. Die Corona-Pandemie hat sich insgesamt deutlich weniger stark ausgewirkt als erwartet. Nur im geringen Maß wurde deshalb von dem Instrument der Kurzarbeit Gebrauch gemacht. Durch die frühzeitig konsequente Einführung insbesondere strikter Corona-Hygiene-Maßnahmen konnte der Produktionsprozess reibungslos weiter betrieben werden. Für das Jahr 2021 werden zwar etwas erschwerte Bedingungen erwartet, vor allem Preisanstiege auf der Beschaffungsseite sowie mögliche Rohstoffengpässe, insgesamt wird die Lage aber verhalten positiv auch für Pigments eingeschätzt. Das Jahr 2021 wird ein Transformationsjahr werden, ein vergleichbares Ergebnis (vor Restrukturierungen) wie im Jahr 2020 wird als möglich gesehen. Dabei wird vorausgesetzt, dass in Zukunft wieder weitestgehend von regulären Bedingungen ausgegangen werden kann und die Corona-Pandemie Auswirkungen keine nachhaltig negativen Konsequenzen haben werden. Im Geschäftsjahr 2021 steht der Verkauf des Pigments-Geschäftes im Fokus. Bis zur Erstellung des Jahresabschlusses ist der Verkaufsprozess noch voll im Gange und der Erwerber noch nicht absehbar. Der wichtigste Produktionsstandort weltweit von Pigments im Clariant-Konzern ist der Standort Frankfurt-Höchst. Durch hohe Effizienz und Produktivität bildet er eine hervorragende Basis zur weiteren Entwicklung der Pigments-Gruppe. Für den deutschen Standort lagen und liegen die Schwerpunkte im bestehenden Geschäft entsprechend auf Margenmanagement, Kostenkontrolle und Produktivitätssteigerungen. Durch konsequente Konzentration und Ausrichtung darauf, Wertschöpfung zu generieren, wird in sämtlichen Bereichen auf Optimierung und kontinuierliche Verbesserung gesetzt. Möglichkeiten zur Automatisierung und Digitalisierung werden verstärkt weiterentwickelt. Im Bereich Forschung wird auf eine konsequente Kunden- und Marktfokussierung Wert gelegt, die Nachhaltigkeit integriert und Digitalisierung als treibende Kraft nutzt. Forschungsarbeit wird gleichfalls am Standort Frankfurt-Höchst betrieben. Bei den Mitarbeitenden wird auf ein konsequentes Talentförderprogramm gesetzt. Eine sicherheitsorientierte Führungskultur auf allen Ebenen und in allen Bereichen hat oberste Priorität. 1.2. Wichtige Ereignisse Der wesentlichste Geschäftsvorfall fand zum 1. Januar 2020 mit der Übernahme des Pigments Geschäftes aus der Clariant Plastics & Coatings (Deutschland) GmbH im Wege des § 613 a BGB statt. Es wurden 945 Mitarbeitende in die Colorants Solutions Deutschland GmbH überführt und ein Reinvermögen in Höhe von 105,2 Mio. Euro auf die Gesellschaft übertragen. Anlagevermögen von 32,4 Mio. Euro und Umlaufvermögen (vorwiegend Vorräte) von 118,2 Mio. Euro sowie Rückstellungen (vorwiegend personenbezogen) von 38,8 Mio. Euro und Verbindlichkeiten von 6,5 Mio. Euro wurden übernommen. Zeitgleich wurden 43 Mitarbeitende aus Serviceeinheiten aus der Clariant Produkte (Deutschland) GmbH sowie aus der Clariant SE einzelvertraglich mit ihren personenbezogen Vermögensgegenständen in Höhe von 0,2 Mio. Euro und Rückstellungen von 4,2 Mio. Euro übertragen. Im Januar 2020 wurde die Gesellschaft mit zusätzlichem Eigenkapital ausgestattet. Eine freiwillige Einlage in die Kapitalrücklage (§ 272 Abs.2 Nr. 4 HGB) in Höhe von 35,0 Mio. Euro wurde von der Colorants International AG getätigt. Die Erhöhung des Stammkapitals um 0,475 Mio. Euro aus der Kapitalrücklage auf 0,5 Mio. Euro gemäß geänderter Satzung wurde im März 2020 durch Eintragung ins Handelsregister wirksam. Ein Darlehen in Höhe von 70,0 Mio. Euro wurde außerdem im Januar 2020 durch die Clariant AG / Muttenz, Schweiz zur Verfügung gestellt. Es sieht eine Laufzeit von zwei Jahren mit einem Zinssatz von EURIBOR plus 1,15 % vor. Projektkosten im Zusammenhang mit der Übernahme des Pigments-Geschäftes von 2,5 Mio. Euro sind entstanden, davon wurden 2,25 Mio. Euro durch die Clariant Plastics & Coatings (Deutschland) GmbH weiterbelastet. Im Jahr 2020 wurden Restrukturierungen in einem Volumen von 18,1 Mio. Euro beschlossen und eingeleitet. Die Maßnahmen sind darauf ausgerichtet, die Organisation zu straffen und dabei die Profitabilität deutlich zu steigern. 1.3. Steuerungssystem Die Steuerung der Geschäfte erfolgt bei Clariant im Konzern in einer eigenen Managementstruktur und nicht für einzelne Gesellschaften. Die Steuerung erfolgt pro Geschäftsbereich bzw. Business Unit. Die Steuerungsgrößen basieren im Konzern auf IFRS und können auf die Einzelgesellschaft Colorants Solutions Deutschland GmbH nicht unmittelbar angewendet werden, da für diese allein HGB als lokale Rechnungslegungsnorm relevant ist. Zwischen IFRS und HGB bestehen im Ansatz und in der Bewertung bei diversen Bilanzposten Unterschiede, was die Ergebnisse in den Perioden unterschiedlich beeinflusst. Um die Aussagekraft zwischen Lagebericht und Jahresabschluss nicht zu beeinträchtigen, wird eine einheitliche Basis verwendet. Die Darstellung des Geschäftsverlaufs wird auf Basis der HGB-Zahlen vorgenommen und es wird dabei, in Anlehnung zum Konzern, auf die beiden wichtigsten Steuerungsgrößen Umsatz und Ergebnis aus operativer Sicht fokussiert. Der wichtigste Leistungsindikator der Gesellschaft ist das operative Ergebnis inklusive des Beteiligungsergebnisses, das wie folgt definiert ist: Ergebnis der Betriebstätigkeit + Erträge aus Ergebnisabführungsverträgen + Erträge aus Beteiligungen + Zuschreibungen auf Finanzanlagen - Aufwendungen aus Verlustübernahmen - Abschreibungen auf Finanzanlagen. 2. Wirtschaftliche Rahmenbedingungen und Geschäftsverlauf2.1. Wirtschaftliche Entwicklung im abgelaufenen Geschäftsjahr in Deutschland Die Corona-Pandemie war im Jahr 2020 für die deutsche Wirtschaft bestimmend. Nahm die gesamtwirtschaftliche Leistung im Jahr 2019 noch um 0,6 % zu, ging sie im Jahr 2020 insgesamt um 5,3 % zurück. Im vierten Quartal konnte zwar aufgeholt werden, wurde allerdings durch die erneuten Lockdowns gebremst, und die Erholungsphase kam aufgrund der Auswirkungen auf den Dienstleistungsbereich sogar zum Erliegen. Während Bauinvestitionen und der Außenhandel einen positiven Wachstumsbeitrag lieferten, ging der Konsum zurück. Der Rückgang im Konsum war beim ersten Lockdown im Frühjahr allerdings noch stärker ausgeprägt als der im vierten Quartal. 2.2. Entwicklung der Branche im abgelaufenen Geschäftsjahr Für die Entwicklung in der Chemiebranche ist die Entwicklung der globalen Wirtschaft maßgeblich. Gemäß aktueller VCI Berichterstattung (März 2021) war im Jahr 2020 die Weltwirtschaft infolge der Corona-Pandemie in eine tiefe Rezession gerutscht, die Wirtschaftsleistung lag im Gesamtjahr um 4 % unter Vorjahr, trotz Erholung in der zweiten Jahreshälfte. Das globale Bruttoinlandsprodukt (BIP) legte im vierten Quartal des Jahres 2020 um 1,1 % gegenüber Vorquartal zu. Damit konnte zwar ein guter Teil der Rückgänge wieder aufgeholt werden. Das Vorjahr wurde aber immer noch um 2,1 % verfehlt. Nur in einigen asiatischen Ländern wurde das Vorkrisenniveau bereits wieder erreicht bzw. übertroffen. Im Bereich der Industrieproduktion konnten die großen Schwellenländer das Vorjahr sogar bereits wieder übertreffen, die Industrieländer hingegen blieben vom Vorkrisenniveau noch weit entfernt. Die weltweite Chemie- und Pharmaindustrie kam im Kontext dieser makroökonomischen Ausgangslage deutlich besser als erwartet durch die Krise als viele andere Industriebranchen. Eine erhöhte Nachfrage nach Hygieneartikeln, Verpackungsmaterialien und Pharmazeutika stützten die Produktion. Mit der Erholung bei den industriellen Kunden nahm die Nachfrage nach chemischen Erzeugnissen zuletzt auf breiter Front zu. Weltweit konnte das Vorjahr deutlich übertroffen werden - nicht nur bei Pharma, sondern auch in der Chemie. Die asiatischen Länder haben bisher die Krise im Vergleich zu den westlichen Industriestaaten besser durchgestanden. Staatliche Investitionen in China haben diese Erholung unter anderem unterstützt. Die Wachstumsraten lagen insbesondere in China und Indien zum Jahresende deutlich über denen des Vorkrisenjahres 2019. Die US-Chemie- und Pharmaindustrie hat sich erholt. Die Nachfrage der industriellen Kunden ließ die Produktion der US-Chemieindustrie weiter zulegen. Während die Grundstoffchemie am Jahresende das Vorjahr übertreffen konnte, lag die Fein- und Spezialchemie allerdings noch weit von ihrem hohen Vorjahresniveau entfernt. In Europa kam die Chemie- und Pharmabranche deutlich besser durch die Krise als viele andere Industriebranchen. Vorratseinkäufe rund um Medizinprodukte beflügelten die Pharmaindustrie und in der Chemie gab es Sparten, die eine Sonderkonjunktur erlebten. Hygieneartikel, Desinfektionsmittel und Verpackungsmaterialien waren hier im Mittelpunkt. Am Jahresende zog im Zuge der Erholung der Industriekonjunktur auch die Nachfrage insgesamt wieder an. Mit der steigenden Nachfrage erhöhten sich auch die Preise, sowohl bei der Beschaffung als auch auf der Absatzseite. Der Standort Deutschland und die deutschen Chemieunternehmen profitieren als Global Player über Exporte und Investitionen von der globalen Chemienachfrage. Gleichzeitig steigt aber auch die Konkurrenz aus Asien und der Wettbewerbsdruck nimmt zu. Dies gilt auch für das durch die Corona-Krise gezeichnete Geschäftsjahr 2020. Um die Zukunft am Standort Deutschland zu sichern, liegt der Fokus darauf, die Innovationsfähigkeit, Digitalisierung und Nachhaltigkeit zu verstärken. Die Auswertung von Big Data und der Einsatz von künstlicher Intelligenz erhöhen die Chancen für das Auffinden von Stoffen mit neuen oder besseren Eigenschaften um ein Vielfaches. Um dieses Potenzial der Digitalisierung erschließen zu können, braucht es qualifizierte Mitarbeitende. Die Zahl der Mitarbeitenden lag mit rd. 464.000 Personen auf Vorjahresniveau und blieb damit auf einem hohen Beschäftigungsstand. Der VCI berichtet über den Abschluss eines positiven vierten Quartals 2020 für die chemisch-pharmazeutische Industrie nach einem insgesamt schwierigen Corona-Jahr 2020. Der Umsatz stieg im letzten Quartal um 8,1 % auf 47 Milliarden Euro, im Gesamtjahr blieb er jedoch um 0,6 % hinter dem Vorjahr zurück. Auslöser für das starke Schlussquartal war die steigende Nachfrage nach Chemieprodukten im In- und Ausland. Es wurden weltweit Läger aufgefüllt, bei den industriellen Kunden der Chemie setzte sich die Erholung auf allen Kontinenten dynamisch fort. Die Produktion legte im vierten Quartal 2020 gegenüber dem Vorquartal um 7,4 % zu, und wuchs damit um 4 % gegenüber dem Vorjahr. Die Kapazitätsauslastung verbesserte sich dabei von 81,6 % auf 85,0 %. Die Vorjahrespreise blieben insgesamt um 1,7 % hinter dem Vorjahr zurück. Parallel zum Erstarken der Wirtschaft nehmen allerdings Probleme zu, es kommt zu Materialengpässen, und auch im Logistikbereich kämpft die deutsche Chemie mit Transportproblemen. 2.3. Entwicklung der Colorants Solutions Deutschland GmbH im abgelaufenen Geschäftsjahr Die Umsatzerlöse der Colorants Solutions Deutschland GmbH betrugen im Berichtszeitraum 449,5 Mio. Euro (Vorjahr: 0,0 Mio. Euro). Mit dem Verkauf von Produkten wurde ein Umsatz von 411,9 Mio. Euro erzielt. Im Vorjahr wurden demgegenüber 431,4 Mio. Euro innerhalb der Clariant Plastics & Coatings (Deutschland) GmbH aus Produktverkäufen generiert. Damit lag der Umsatz aus Produktverkäufen im gesellschaftsübergreifenden Vergleich leicht hinter dem Vorjahr zurück. Trotz der erschwerten Bedingungen aufgrund der Corona-Pandemie hat sich das Geschäft deutlich besser entwickeln können und lag damit oberhalb der Erwartungen. Die Einsatzbereiche Plastics (92,8 Mio. Euro), Special Applications (37,5 Mio. Euro) und auch Printing (61,0 Mio. Euro) waren dafür die Treiber, wohingegen Others/Intermediates (62,9 Mio. Euro) und Coatings (157,7 Mio. Euro) hinter dem Planniveau deutlich zurückblieben. Erlöse aus der Erbringung von Dienstleistungen, im Wesentlichen aus Dienstleistungsverträgen, Auftragsforschung, Analysen, Vermietung und Verpachtung etc. für Clariant Unternehmen und Drittkunden, wurden außerdem in Höhe von 37,6 Mio. Euro erzielt (Vorjahr: 0,0 Mio. Euro). Es wurde nur im sehr geringen Umfang von Kurzarbeit Gebrauch gemacht. Die geplante Anlagenauslastung von 61,9 % wurde jedoch mit erreichten 50,9 % deutlich unterschritten und lag damit auch unter dem Vorjahresniveau von 53,8 % in der Clariant Plastics & Coatings (Deutschland) GmbH. Umsatzerlöse :
(*) Erlöse aus der Erbringung von Dienstleistungen und sonstigen Erlösen umfassen im Wesentlichen: Leistungen aus Dienstleistungsverträgen, Auftragsforschung, Analysen, Vermietung und Verpachtung, etc. für andere Clariant Unternehmen und Drittkunden. 3. Lage des Unternehmens3.1. Ertragslage Bei einem herausforderndem Marktumfeld und trotz erschwerter Corona-Pandemie Bedingungen konnte ein Umsatz in Höhe von 449,5 Mio. Euro erzielt werden. Die Auswirkungen der Corona-Pandemie hielten sich in Grenzen. Der Umsatz aus dem Verkauf von Produkten lag bei 411,9 Mio. Euro und aus Services bei 37,6 Mio. Euro. Da die Gesellschaft erst zum 1. Januar ihre Aktivitäten aufgenommen hat, ist kein unmittelbarer Vorjahresvergleich möglich. In der Vorgängergesellschaft, Clariant Plastics & Coatings (Deutschland) GmbH, lag der vergleichbare Vorjahresumsatz aus dem Verkauf von Produkten bei 431,4 Mio. Euro. Der Rückgang lag damit bei 4,5 %. Mit Ausnahme des Umsatzes aus Produktverkäufen ist ein unmittelbarer Vergleich mit der Abbildung des Pigments-Geschäftes in der Clariant Plastics & Coatings (Deutschland) GmbH nicht möglich. Die Kommentierung im Weiteren wird sich deshalb auf die Zahlen für 2020 der Colorants Solutions Deutschland GmbH beschränken. Das Bruttoergebnis lag bei 39,4 Mio. Euro, was einer Bruttomarge von 8,8 % entsprach. Positiv wirkten sich die Maßnahmen zur Kostenflexibilisierung und die im Vergleich zum Vorjahr günstige Rohstoffpreissituation aus. Die Vertriebskosten lagen bei 16,6 Mio. Euro. Vor allem Fremdleistungen und eigene Personalkosten stehen dahinter. Die Gesellschaft führt keine eigenen Forschungsprojekte im Sinne der Konzerndefinition aus, lediglich Forschungsprojekte im Auftrag von Konzerngesellschaften, die als Auftragsforschung erbracht werden. Die Kosten der Anwendungstechnik werden demgegenüber als produktionsnahe Kosten in den Herstellungskosten ausgewiesen. Die allgemeinen Verwaltungskosten lagen bei 20,4 Mio. Euro und umfassen im Wesentlichen in diesem Bereich anfallende Fremdleistungen und eigene Personalkosten sowie Gebühren, Beiträge und sonstige der Administration zuzurechnende Aufwendungen. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen beliefen sich auf 24,0 Mio. Euro. Ein Anteil von 19,3 Mio. Euro ging auf Restrukturierungsaufwendungen zurück. Ansonsten sind im Wesentlichen noch Aufwendungen enthalten, denen Erlöse gegenüberstehen, die unter den sonstigen betrieblichen Erträgen zu erfassen sind. Die sonstigen betrieblichen Erträge lagen bei 5,8 Mio. Euro und enthielten im Wesentlichen Kostenweiterbelastungen, Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen und Währungsgewinnen. Das Zinsergebnis lag bei -1,1 Mio. Euro und ist vorwiegend auf die gruppeninterne Finanzierung sowie aus Zinsen im Zusammenhang mit Pensionsverpflichtungen zurückzuführen. Das Geschäftsjahr 2020 schließt beeinflusst durch Restrukturierungsaufwendungen insgesamt mit einem negativen Ergebnis nach Steuern in Höhe von -16,9 Mio. Euro, das auf neue Rechnung vorgetragen wird. 3.2. Vermögens- und Finanzlage3.2.1. Investitionen / Desinvestitionen (immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen) Im Geschäftsjahr 2020 wurden 48,4 Mio. Euro in Sachanlagen und immaterielle Vermögensgegenstände, ohne Geschäfts- oder Firmenwert, investiert (Vorjahr 0,0 Mio. Euro). Dabei ist im Rahmen der Übernahme des Pigments-Geschäfts von der Clariant Plastics & Coatings (Deutschland) GmbH ein Anlagevermögen von 32,4 Mio. EUR zugegangen. Demgegenüber standen Abschreibungen in Höhe von 5,5 Mio. Euro (Vorjahr: 0,0 Mio. Euro). Schwerpunkt der Investitionstätigkeit waren die Prozessleitsysteme in den AZO-Betrieben mit 3,7 Mio. EUR. Daneben wurde mit 1,3 Mio. EUR in die Abwasserbehandlung und Hydration des VP1-Betriebs investiert. Bei den weiteren Maßnahmen handelt es sich um eine Vielzahl von mittleren und kleineren Ersatz- und Ergänzungsinvestitionen. 3.2.2. Bilanzstruktur Im Rahmen des Kaufs des Pigments-Geschäfts von der Clariant Plastics & Coatings (Deutschland) GmbH ist ein Anlagevermögen von 32,4 Mio. Euro und Umlaufvermögen im Wesentlichen Vorräte von 118,2 Mio. Euro zugegangen. Daneben wurden vorwiegend personenbezogene Rückstellungen in Höhe von 38,8 Mio. Euro und Verbindlichkeiten von 6,5 Mio. Euro übernommen. Aus Serviceeinheiten der Clariant SE und der Clariant Produkte (Deutschland) GmbH wurden personalbezogene Vermögensgegenstände in Höhe von 0,2 Mio. Euro und Rückstellungen von 4,2 Mio. Euro übertragen. Durch Investitionen und vermindert um die Abschreibungen erhöhte sich das Anlagevermögen bis zum Geschäftsjahresende um 10,5 Mio. Euro auf 42,9 Mio. Euro. Das Umlaufvermögen ist bis zum Jahresende auf 177,6 Mio. Euro gestiegen. Dabei reduzierten sich die Vorräte gegenüber der Übernahme auf 91,1 Mio. Euro, dagegen sind die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände auf 84,9 Mio. Euro gestiegen. Von den Forderungen entfielen 9,2 Mio. Euro auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, 69,5 Mio. Euro auf Forderungen gegen verbundene Unternehmen (davon 46,9 Mio. Euro aus dem Euro-Cashpooling und 22,6 Mio. Euro aus Lieferungen und Leistungen) sowie 6,2 Mio. Euro auf sonstige Vermögensgegenstände, von denen der größte Teil Steuerforderungen sind. Daneben hat die Gesellschaft ein Guthaben gegenüber Kreditinstituten von 1,6 Mio. Euro. Die Gesellschaft ist in den deutschen Cashpool-Verbund eingebunden. Neben dem Euro-Cashpooling (mit der deutschen Clariant Verwaltungsgesellschaft mbH, Frankfurt am Main als der Cashpool-Führer) besteht auch ein USD-Cashpooling (mit der Clariant Produkte (Deutschland) GmbH als der Cashpool-Führer). Betreffend des USD-Cashpooling weist die Gesellschaft zum Jahresende einen Verbindlichkeitssaldo von 9,0 Mio. Euro gegenüber der Clariant Produkte (Deutschland) t GmbH aus. Das Eigenkapital weist nach einer freiwilligen Einlage in die Kapitalrücklage von 35,0 Mio. Euro, von denen 0,475 Mio. Euro in Stammkapital umgewandelt wurden, und dem Jahresfehlbetrag von 16,9 Mio. Euro zum Bilanzstichtag 18,1 Mio. Euro auf. Dies entspricht bei einer Bilanzsumme von 221,4 Mio. Euro einer Eigenkapitalquote von 8,2 %. Die Rückstellungen belaufen sich auf 53,9 Mio. Euro, dabei bestehen Pensionsrückstellungen in Höhe von 24,8 Mio. Euro und sonstige Rückstellungen in Höhe von 29,1 Mio. Euro. Innerhalb der sonstigen Rückstellungen sind im Wesentlichen Rückstellungen für Restrukturierungen in Höhe von 14,9 Mio. Euro abgebildet. Daneben sind hier mitarbeiterbezogene Verpflichtungen von 8,7 Mio. Euro sowie Rückstellungen für ausstehende Rechnungen in Höhe von 5,2 Mio. Euro enthalten. Die Verbindlichkeiten in Höhe von 141,9 Mio. Euro setzen sich im Wesentlichen aus Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen von 41,2 Mio. Euro, Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen von 93,7 Mio. Euro und sonstigen Verbindlichkeiten von 7,0 Mio. Euro zusammen. In den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen ist eine Darlehensverbindlichkeit gegenüber der Clariant AG, Muttenz / Schweiz in Höhe von 70,0 Mio. Euro enthalten und Verbindlichkeiten aus dem USD-Cashpooling gegenüber der deutschen Clariant Produkte (Deutschland) GmbH, Frankfurt am Main in Höhe von 9,0 Mio. Euro. Im passiven Rechnungsabgrenzungsposten in Höhe von 7,4 Mio. Euro ist hauptsächlich der Differenzbetrag zwischen den Anschaffungskosten nach IFRS und dem niedrigeren HGB-Wert für die im Geschäftsjahr erworbenen Pensionsverpflichtungen enthalten. Die Auflösung erfolgt zwischen 5 und 22 Jahren und wird im Zinsergebnis ausgewiesen. 3.2.3. Finanzierung Die Finanzierung der Gesellschaft erfolgt neben den Eigenmitteln (18,1 Mio. Euro) durch ein Darlehen der Clariant AG, Muttenz / Schweiz in Höhe von 70,0 Mio. Euro. Das Darlehen hat eine Laufzeit bis zum 15. Januar 2022 und wird mit EURIBOR plus einer Marge von 1,15 % verzinst. Daneben erfolgt die Finanzierung aus Rückstellungen (53,9 Mio. Euro; Vorjahr: 0,0 Mio. Euro), von denen der größte Teil Personalrückstellungen sind, sowie durch Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (41,2 Mio. Euro; Vorjahr: 0,0 Mio. Euro) und übrige Verbindlichkeiten gegenüber Verbundunternehmen (23,7 Mio. Euro; Vorjahr: 0,0 Mio. Euro). Die weitere Finanzierung ist über den konzerninternen Cashpool durch die deutschen Schwestergesellschaften Clariant Verwaltungsgesellschaft mbH und Clariant Produkte (Deutschland) GmbH sowie durch die Konzernmutter jederzeit sichergestellt. Zum Bilanzstichtag besteht eine Cashpool-Verbindlichkeit in Höhe von 9,0 Mio. Euro (Vorjahr: 0,0 Mio. Euro). Der Konzern finanziert sich u. a. über die Börse bzw. über die Kapitalmärkte. 4. Bericht über nichtfinanzielle Faktoren4.1. Mitarbeitende Die Belegschaft lag im Geschäftsjahr 2020 durchschnittlich bei 915 Mitarbeitenden. Zu Geschäftsjahresbeginn wurden 945 Mitarbeitende aus der Clariant Plastics & Coatings (Deutschland) GmbH und 43 Mitarbeitende aus Serviceeinheiten aus der Clariant Produkte (Deutschland) GmbH sowie aus der Clariant SE in die Colorants Solutions Deutschland GmbH überführt. Für Löhne und Gehälter wurden 89,6 Mio. Euro aufgewendet. Die sozialen Abgaben betrugen 19,5 Mio. Euro. Davon entfielen 6,4 Mio. Euro auf die betriebliche Altersversorgung. 4.2. Qualität und Sicherheit Das Managementsystem der Colorants Solutions Deutschland GmbH dokumentiert die wesentlichen Regelungen zu Organisation und Führung der Gesellschaft. Im Rahmen der weltweiten Zertifizierung (ISO 9001, 14001 und OHSAS 18001) der Clariant werden die Regelungen regelmäßig angepasst. Darüber hinaus wurden weitere Standorte nach ISO 50001 erfolgreich zertifiziert. Das Managementsystem beinhaltet zusätzlich konkretisierende Anforderungen in den Bereichen Arbeits- und Anlagensicherheit, Gesundheitsschutz und Notfallmanagement. Über das Intranet stehen diese Regelungen allen Mitarbeitenden direkt zur Verfügung. Darüber hinaus werden Instrumente zur umfassenden und kontinuierlichen Beobachtung von Regelwerksänderungen eingesetzt. Ein Schwerpunkt der Aktivitäten ist die Fokussierung auf Nachhaltigkeitsthemen, insbesondere die Entwicklung umweltverträglicher Produkte. Parallel dazu wurde die Bedeutung für so genannte Corporate Citizenship Aktivitäten auf Grundlage der Sustainability Policy durch eine weltweite Initiative gestärkt, um die gesellschaftliche Verantwortung der Clariant Gruppe sichtbar zu dokumentieren. Sichtbarer Beleg dieser Verpflichtung und der daraus resultierenden Aktivitäten ist der jährlich erscheinende Sustainability Report bzw. Nachhaltigkeitsbericht, der die Leistungen in den Bereichen Umwelt, Sicherheit und Gesundheitsschutz der Clariant weltweit dokumentiert. Dieser globale Bericht ist im integrierten Bericht des Clariant Konzerns gemeinsam mit dem jährlichen Geschäftsbericht abgebildet. Er beinhaltet auch alle relevanten Aktivitäten und Kennzahlen der Standorte der Clariant in Deutschland und kann über die Homepage des Clariant Konzerns (www.clariant.com) abgerufen werden. Eine wichtige Kennzahl im Konzern ist die sogenannte Lost Time Accident Rate (LTAR), die Zahl der Arbeitsunfälle mit einer Ausfallzeit von mindestens einem Arbeitstag im Verhältnis zu 200.000 betrieblichen Arbeitsstunden. Für die Colorants Solutions Deutschland GmbH lag diese Rate im Geschäftsjahr 2020 mit 0,30 auf einem sehr niedrigen Niveau, welches das hohe Verantwortungsbewusstsein des Managements in Fragen der Sicherheit dokumentiert. Ziel ist es, das Unfallgeschehen durch systematische Untersuchungen von Beinahe-Unfällen und unsicheren Zuständen noch weiter zu verbessern mit dem Ziel von null Unfällen. Der Erfolg der konsequenten Ausrichtung auf Nachhaltigkeitsthemen dokumentiert sich ebenfalls in der erneuten Teilnahme der Clariant an dem Dow Jones Sustainability Index (DJSI) im Jahr 2020, sowohl auf europäischer als auch auf globaler Ebene, mit einer Bewertung unter den Top Unternehmen. Dies ist gleichbedeutend mit der Tatsache, dass Clariant in Sachen Nachhaltigkeit zu den führenden Unternehmen in der Chemiebranche zählt. Das erreichte Arbeitsschutzniveau konnte durch die konsequente Umsetzung erforderlicher Unterweisungen und Schulungen der Mitarbeitenden sowie Schwerpunktprogrammen, insbesondere der Meldung von Sicherheitsabweichungen durch die Mitarbeitenden, an allen Standorten weiter verbessert werden. Darüber hinaus wird das Anlagensicherheitsniveau durch Erfassung nicht meldepflichtiger Ereignisse systematisch erfasst und bewertet. Die Organisation des Notfallmanagements sowie dessen Wirksamkeit wurden durch Stabsübungen überprüft. Ergänzt wurde dies durch Notfallübungen an den Standorten. Die schnelle Verfügbarkeit von Einsatzkräften wird durch einen aktuellen Alarmierungsdienst sichergestellt. 2020 stand auch im Zeichen der Corona-Pandemie, was sich maßgeblich auf angepasste Abläufe und Maßnahmen bei Clariant ausgewirkt hat und weiterhin auswirkt. Es wurden auf Konzern- bis zu Standortebene ständige Notfallteams gebildet, die Sicherheits- und Hygienemaßnahmen erarbeiten und nachhalten. Bereits im März 2020 wurde die Möglichkeit des mobilen Arbeitens eingeführt. Für die vor Ort tätigen Mitarbeiter wurden Schutzkonzepte etabliert und stetig optimiert. 4.3. Forschung und Entwicklung Die Pigments Forschungsaktivitäten werden im Verbund des Clariant Konzerns von der Einheit GTI (Group Technology and Innovation) durchgeführt. Ein starker Fokus auf Innovation und Technologie ist die Voraussetzung, um aus den Bedürfnissen der Kunden marktfähige Lösungen zu entwickeln. Hierbei rückt derzeit immer mehr das Thema Nachhaltigkeit in das Interesse der Kunden. Die Differenzierung über innovative sowie nachhaltige Produkte und Lösungen ist somit der Schlüssel zu einer starken Wettbewerbsposition, Wachstum und Erfolg. Diese Thematik findet sich in den ersten beiden von insgesamt fünf strategischen Pfeilern der Clariant wieder, "Fokus auf Innovation sowie Forschung & Entwicklung" und "Mehrwert durch Nachhaltigkeit". Die Forschungs- & Entwicklungsaktivitäten werden innerhalb des Konzernverbundes in der Einheit GTI gebündelt und unterteilen sich in vier Technologieplattformen: Chemie & Materialien, Biotechnologie, Prozesstechnologie und Katalyse. Durch die starke interdisziplinäre Zusammenarbeit können Erkenntnisse der klassischen Chemie und der Biotechnologie mit Katalyse und Prozesstechnologie verknüpft werden, um die Grundlage für Produkt- und Prozessinnovation zu schaffen. Der Schwerpunkt der Forschungsprojekte liegt auf der Entwicklung neuer und verbesserter Produkte und Serviceaktivitäten auf den für Clariant und Colorants Solutions Deutschland GmbH attraktiven Technologie- und Anwendungsfeldern, die sich an globalen Megatrends orientieren. Zusätzlich zu diesen auf den Markt orientierten Projekten verfolgt GTI im Rahmen der Strategieimplementierung ein eigenes Projektportfolio, in dem mit Blick auf die Zielsetzungen der BUs Technologiefokusfelder bearbeitet werden. Diese dienen als Plattform für neue Projekte mit den BUs. Die Technologieplattform Chemistry & Materials verbindet alle Tätigkeiten der chemischen Forschung und ermöglicht den Wissenstransfer zwischen den einzelnen Anwendungsbereichen. In der Organisationseinheit Group Chemical Research sind die Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten nach Kernkompetenzen gebündelt. Die einzelnen Bereiche untergliedern sich in das Competence Center Surfactants & Functional Chemicals, Specialty Polymers, Interface & Formulation Technology und das Projekt Center Advanced Materials. Das Competence Center Surfactants & Functional Chemicals entwickelt grenzflächenaktive Substanzen und Formulierungen, sowie funktionelle Chemikalien, deren Anwendungsgebiete sehr breit gestreut sind und von funktionellen Kunststoffen, Farben und Beschichtungen zu Produkten der Haushalts- sowie Körperpflege reichen. Ein wichtiger Arbeitsschwerpunkt der Projekte für Colorants Solutions Deutschland GmbH ist die Optimierung von Herstellungsprozessen für die organischen Pigmente mit dem Ziel, wichtige Zwischenprodukte selbst herzustellen und optimierte Syntheserouten zu entwickeln, welche sowohl die Nachhaltigkeit der Herstellungsprozesse als auch deren Kostenstruktur zum Beispiel durch eine Erhöhung der Ausbeuten verbessern. Das Upscaling der Neuentwicklungen wird in Zusammenarbeit mit der Abteilung PRT (Process Technology) bei GTI durchgeführt. Digitalisierung liegt in zunehmendem Maße im Fokus der Organisationseinheit Group Process Technology. Data Science und künstliche Intelligenz werden hier verstärkt eingesetzt, um Produktentwicklung oder Prozessoptimierung zu beschleunigen und die gesamte Wertschöpfungskette enger miteinander zu vernetzen. Chemische Reaktionstechnologie, Feststoffverarbeitung und chemische Trennung gehören darüber hinaus zu den Kernkompetenzen der Organisationseinheit, die als Bindeglied zwischen Labor und Produktion fungiert. Die Entwicklung und Etablierung neuer Methoden im Bereich der Prozesstechnologie sowie die konsequente Heranführung und Anpassung der Produktion an neueste Entwicklungen im Bereich Digitalisierung sind essentiell für eine systematische und nachhaltige Prozessinnovation und -optimierung und somit Basis für die Entwicklung und Produktion hochqualitativer und konkurrenzfähiger Produkte. Mit der Auftragsforschung erzielte die Colorants Solutions Deutschland GmbH einen Umsatz von 3,7 Mio. Euro. Ab 1. Januar 2021 wurde GTI neu strukturiert und wird in der neu entstandenen Organisationseinheit GIS (Group Innovation and Sustainability) weitergeführt. 4.4. REACH Die REACH-Verordnung fordert die Registrierung, Evaluierung und Autorisierung aller Stoffe (EU-Altstoffe wie auch Neustoffe) bei der European Chemicals Agency (ECHA), sofern sie nicht ausdrücklich von deren Geltungsbereich ausgenommen sind. Dabei steht die gemeinsame Nutzung von Daten aus Wirbeltierstudien und die verbesserte Information über Risiken und Gefährlichkeit und die sichere Beherrschung dieser Risiken innerhalb der Lieferkette im Fokus. Darüber hinaus fordert REACH die Bewertung, Zulassung und eventuelle Beschränkung der Stoffe durch die zuständigen Behörden der EU-Mitgliedstaaten. Die Registrierung der EU-Altstoffe, die in Mengen von einer oder mehr als einer Tonne pro Jahr hergestellt oder eingeführt werden, erfolgte bei der ECHA schrittweise und mengenabhängig bis zum 31. Mai 2018. Über diese Registrierungen hinaus ist REACH (Registration, Evaluation, Authorization of Chemicals) über unterschiedliche Elemente wie Evaluierung und Autorisierung ein ständiges Thema für die chemische Industrie. Erste Prüfungen der Registrierdossiers, z. B. durch BfR (Bundesinstitut für Risikobewertung), UBA (Umweltbundesamt) und ECHA hatten ergeben, dass die durch die betroffenen Unternehmen eingereichten Dossiers formale Lücken aufweisen. Um die Handhabung der Stoffe als sicher einstufen zu können, wird von der ECHA jedoch eine gute Datengrundlage benötigt. Daher haben EU-Kommission und ECHA einen Aktionsplan zur Dossierbewertung veröffentlicht, um auf Kritik an der REACH-Umsetzung zu reagieren. Bis zum Jahr 2027 werden alle REACH-Dossiers geprüft und, falls nötig, auf ihre Übereinstimmung mit der REACH-Verordnung hin untersucht. Die europäische chemische Industrie (Verband Cefic) hat mit einem "REACH Dossier Improvement Action Plan", der von allen im Cefic-Board vertretenen Unternehmen mitgetragen wird, reagiert. Das Paket des Aktionsplans besteht aus einer Absichtserklärung zur Neubewertung der Dossiers und Ergänzung um weitere Informationen im Rahmen des Aktionsplans sowie einer Zusammenarbeitsvereinbarung zwischen Cefic und ECHA. Aufgrund dessen wurde bereits mit der Überarbeitung der älteren Dossiers begonnen. Speziell im Bereich Nanomaterialien sind weitere regulatorische (formale und inhaltliche) Anforderungen in Kraft getreten, die zusätzliche umfangreiche Dossierupdates erzwingen. Colorants Solutions Deutschland GmbH arbeitet intensiv an deren Fertigstellung und Einreichung. Im Rahmen der Dossierüberprüfungen durch ECHA erhielt Colorants Solutions für elf Substanzen weitere Verwaltungsentscheidungen (bzw. -entwürfe), die mit anspruchsvollen Testanforderungen bezüglich Tox / Ökotox verbunden sind. Colorants Solutions versucht mit intelligenten Teststrategien, die administrativen und finanziellen Belastungen so gering wie möglich zu halten. Darüber hinaus gilt weiterhin, dass die REACH-Registrierung der EU-Neustoffe jeweils vor der ersten Herstellung oder dem ersten Import bei Mengen größer einer Tonne pro Jahr erfolgen muss. Für Stoffe der Colorants Solutions Deutschland GmbH wurden im Jahr 2020 fünf Registrierungen und elf Aktualisierungen durchgeführt. Für REACH Studien wurden im Jahr 2020 rund 2,0 Mio. Euro aufgewandt. Für das Jahr 2021 wird aufgrund der geforderten zusätzlichen Dossiers ein deutlich höheres Volumen erwartet. Die Liste der autorisierungspflichtigen Stoffe in der EU wird von der ECHA und den EU-Mitgliedstaaten ständig überarbeitet und ergänzt. Betroffenheitsanalysen werden durch Product Stewardship stets umgehend durchgeführt und notwendige Maßnahmen werden mit den betroffenen BUs definiert. Neben den Themen Registrierung, Evaluierung und Autorisierung erfordert die Lieferkettenkommunikation zur sicheren Handhabung der Chemikalien unter REACH intensive Ressourcen. Die aus den vorliegenden Registrierunterlagen gewonnenen Erkenntnisse zur sicheren Handhabung müssen sowohl für Stoffe als auch für Gemische in der Lieferkette dem Verwender der Stoffe kommuniziert werden. Für Sicherheitsdatenblätter ist eine detaillierte Erweiterung zur Handhabung und Exposition notwendig (erweiterte Sicherheitsdatenblätter, eSDS). Clariant beteiligt sich aktiv an der Erarbeitung entsprechender Formate in Verbänden und auf EU-Ebene, um die notwendigen Informationen nicht wie derzeit manuell, sondern systembasiert und effizient in die Lieferkettenkommunikation einspeisen zu können. 5. Chancen- und Risikenbericht5.1. Risikomanagement und allgemeine Geschäftschancen/-risiken Kunden in Deutschland, Österreich, Finnland, Niederlande, Irland und Griechenland (ab 1. Juli 2020) werden von der Colorants Solutions Deutschland GmbH direkt bedient. Das weitere Europageschäft wird über die Pigments-Schwestergesellschaften abgewickelt und der Vertrieb außerhalb Europas erfolgt durch die Colorants International AG, Muttenz / Schweiz, im Rahmen eines Liefer- und Produktionsvertrages mit einer garantierten Marge auf die Herstellungskosten. Für das Europageschäft liegen damit die wesentlichen Chancen und Risiken bei der Colorants Solutions Deutschland GmbH. Für das Exportgeschäft außerhalb Europas liegen die Chancen und Risiken bei der Colorants International AG, Muttenz / Schweiz. Für das Ergebnis der Colorants Solutions Deutschland GmbH bedeutet dies, dass es im Wesentlichen von den europäischen Marktbedingungen abhängig ist und sich vor allem hieraus Schwankungen ergeben können. Zu den Risiken zählen die Auswirkungen der Corona-Pandemie wie auch der Brexit und weitere Handelskonflikte bzw. -beschränkungen. Anders als erwartet war das Geschäft der Colorants Solutions Deutschland GmbH weniger von den pandemischen Auswirkungen im Jahr betroffen - die Umsatzverluste hielten sich im Rahmen, allerdings schwankten sie stark im Jahresverlauf. Selbst im globalen Umfeld ergaben sich aus den weiterhin schwelenden Handelskonflikten keine zusätzlichen unmittelbaren negativen Auswirkungen, China wirkte sich im Gegenteil global sogar stabilisierend aus, da dort die Wirtschaft im Verlauf des Jahres 2020 wieder anzog. Die Auswirkungen auf die Nachfrage nach Vorleistungsgütern waren entsprechend positiv. Wie sich diese Entwicklungen fortsetzen, ist nicht absehbar. Sowohl die rohstoffexportierenden Schwellenländer als auch die fortgeschrittenen Volkswirtschaften sind von diesen Entwicklungen betroffen. Dies gilt sowohl global als auch für Europa. Wie sich diese Risiken auf Colorants Solutions Deutschland GmbH auswirken, ist nicht abschätzbar. Unabhängig von der Zugehörigkeit zum Clariant-Konzern, werden diese Risiken eng beobachtet werden müssen, um den Risiken gegebenenfalls entgegensteuern zu können. Den Risiken wird innerhalb der globalen Pigments Organisation, soweit wie möglich, bereits gegengesteuert. Bis zu einem Verkauf wird allerdings auch die Einbindung der Gesellschaft in den global agierenden Clariant Konzern mit einer börsennotierten Muttergesellschaft sowie einer soliden Finanzierungsbasis und weitreichenden Finanzierungsmöglichkeiten am Kapitalmarkt zusätzlich zur Gegensteuerung zur Verfügung stehen. Das Chancen- und Risikomanagement ist bei der Gesellschaft ein integraler Bestandteil aller Entscheidungen und Geschäftsprozesse. Grundlage dafür sind insbesondere die Managementstruktur, das Planungssystem sowie die Berichts- und Informationssysteme. Das Compliance System hat darin eine bedeutende Funktion. Durch den strukturierten Aufbau von internen Regeln und Richtlinien wird die Grundlage zur Risikominimierung geschaffen. Unter anderem werden neben den ad hoc Meldungen über die Organisationsstruktur und den Verantwortungsbereichen die Risiken mit den finanziellen Auswirkungen im Monatsturnus abgefragt und aktualisiert. Die Colorants Solutions Deutschland GmbH ist in das konzernweite Risikomanagementsystem und Meldewesen eingebunden. Daneben ist die Gesellschaft in den weltweiten Vertriebs- und Produktionsverbund der Business Unit Pigments als Teil des Clariant-Konzerns eingebunden. 5.2. Chancen / Risiken der Business Units Die einzelnen Business Units innerhalb des Clariant Konzerns haben unterschiedliche Wachstums/-Ergebnistreiber, welche die Chancen und gleichzeitig die Risiken (in umgekehrter Richtung) der Business Units darstellen. Bei Pigments werden im Wesentlichen folgende spezielle Treiber gesehen:
Darüber hinaus werden mit der fortschreitenden Digitalisierung Chancen und Risiken zugleich gesehen. Das Fehlen oder Scheitern von digitalen Initiativen kann dazu führen, dass Geschäftsmöglichkeiten verpasst werden und ein langfristiger Wettbewerbsnachteil entsteht. Die Gesellschaft stellt sich im Rahmen der Konzernstrategie diesen Gegebenheiten und verfolgt verschiedene Initiativen dazu. Sowohl in Bezug auf Kunden und Lieferanten als auch im Bereich der internen Organisation und Abläufe. Die Fähigkeit, CO 2 Emissionen entlang der Wertschöpfungskette zu reduzieren, und so die Klimaziele zu erreichen, wird zugleich als Risiko und als Chance verstanden. Risiken aus der Überarbeitung der REACH Dossiers und neuen Anforderungen von der ECHA werden gesehen. Insbesondere über den europäischen Verband von Chemieunternehmen (Cefic) wird auf die neuen Anforderungen reagiert und den Risiken entgegengewirkt. Risiken entstehen unter anderem aus Kosten für zusätzliche Tierstudien, wobei das Ziel ist, diese auf das notwendige Maß zu reduzieren. Die Marktsituation in Europa, wichtigstes Absatzgebiet der Gesellschaft, ist entscheidend für die Entwicklung der Gesellschaft, aber auch die Marktsituation in anderen Regionen wirkt sich auf die Gesellschaft aus. Dabei deckt die Colorants Solutions Deutschland GmbH mit ihren Produkten Anforderungen von vielen unterschiedlichen Bereichen der Industrie ab. Damit wird sie von Schwankungen in einzelnen Arbeitsgebieten und Märkten nur relativ geringfügig tangiert. Bei einer Krise in vielen Bereichen hilft die Diversifikation nicht, allerdings profitiert die Gesellschaft eher von Erholungstendenzen. 5.3. Rechtsrisiken Änderungen der gesetzlichen Rahmenbedingungen können negative Auswirkungen auf die Gesellschaft haben. So können beispielsweise Veränderungen im Bereich Energiegesetze, wie des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG), des Kraft-Wärme-Kopplungsgesetzes (KWKG) und das Brennstoffemissionshandelsgesetz (BEHG) sowie sonstiger gesetzlicher Maßnahmen zur Reduzierung der CO 2 Emissionen dazu führen, dass auf Dauer die steigenden Energiekosten und die regulatorisch bedingten Wettbewerbsnachteile im internationalen Vergleich nicht mehr kompensiert werden können. 5.4. Risiken aus der digitalen Vernetzung Eine erfolgreiche Leistungserbringung hängt von einem einwandfrei funktionierenden Informationssystem ab. Cyber-Attacken könnten zum Verlust von Daten, Wissen, Anlagen und Geld führen sowie Produktions- und Lieferunterbrechungen zur Folge haben. Im Clariant Konzern wird diesen Risiken durch ein umfassendes IT Security Konzept Rechnung getragen. Die digitale Vernetzung wird demgegenüber auch als Chance gesehen, sich weiter zu entwickeln und die Vorteile aus weitergehenden Automatisierungen zu nutzen. 5.5. Leistungserstellungsrisiken Für Haftungsrisiken sind Versicherungen (u.a. Haftpflicht- und weitere Sachversicherungen) abgeschlossen. Damit ist sichergestellt, dass sich die im Unternehmen verbleibenden Risiken in Grenzen halten, und dass aus Schadensfällen keine existenzbedrohenden Auswirkungen auf die Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft resultieren können. Rohstoffpreiserhöhungen aufgrund unterschiedlicher Ursachen stellen ebenfalls Risiken dar, denen auf der Absatzseite Preiserhöhungen entgegengesetzt werden. 5.6. Finanzwirtschaftliche Risiken Rohstoffpreisrisiken werden im Konzernverbund zentral gemanagt, die Colorants Solutions Deutschland GmbH schließt hier keine eigenen Warensicherungsgeschäfte ab. Währungsrisiken werden im Rahmen der Clariant Konzernrichtlinien abgesichert. Dies bedeutet, dass die Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten laufend überprüft und - sofern sinnvoll - Sicherungsgeschäfte abgeschlossen werden. Zum Bilanzstichtag bestanden bei der Gesellschaft keine Sicherungsgeschäfte. Die Risiken werden als überschaubar eingeschätzt, da der weitaus überwiegende Teil in Euro fakturiert bzw. beschafft wird. Das Forderungsausfallrisiko wird durch Einzel- und Pauschalwertberichtigungen berücksichtigt, versicherbare Forderungen werden über einen Kreditversicherer versichert und ein Debitorenmanagement mit Bonitätsprüfungen ist implementiert. Kunden mit einem überdurchschnittlichen Anteil am Umsatz bzw. Forderungen existieren nicht. Insgesamt besteht daher ein geringes Risiko. Die Liquidität ist durch eigene Mittel und durch die Möglichkeiten im Rahmen der Konzernfinanzierung mit Darlehen und des Konzern-Cashpools sichergestellt. Die Fremdfinanzierung auf Konzernebene erfolgt u.a. durch Anleihen am Kapitalmarkt. Auch nach einem Verkauf ist davon auszugehen, dass die Gesellschaft im Pigments Verbund in eine entsprechende Finanzierungsstruktur eingebunden sein wird, wobei die konkrete Ausgestaltung vom Erwerber determiniert werden wird und nicht bekannt ist. Die für die Überwachung und Kontrolle der wirtschaftlichen Risiken des laufenden Geschäftes notwendigen Informationen werden nach internationalen Standards ermittelt, die auch für den Teilverbund Pigments relevant sind. Diese Daten und Kennzahlen haben genügend Informationstiefe, um die verschiedenen Managementebenen frühzeitig und umfänglich über mögliche Risiken zu informieren. Bestandsgefährdende Risiken bestehen nicht. Insgesamt hat sich unter Berücksichtigung der Auswirkungen der Corona-Pandemie die Risikolage nicht wesentlich gegenüber dem Vorjahr verändert. Insgesamt wird es bei weiterhin starkem volatilem Umfeld schwierig sein Prognosen abzugeben, allerdings wird davon ausgegangen, dass sich die Chancen-/Risikosituation auch insgesamt nicht wesentlich verändert. 6. PrognoseberichtDie Colorants Solutions Deutschland GmbH befindet sich aktuell im Verkaufsprozess. Die Geschäfte werden bis zum Verkauf gemäß den Clariant-Konzernvorgaben weitergeführt. Überdurchschnittliche Wertschöpfung und höhere Profitabilität zu generieren stehen ungeachtet der besonderen Gegebenheiten für die Colorants Solutions Deutschland GmbH weiter im Fokus und werden auch in Zukunft hohe Relevanz haben. Maßnahmen zur Kosten- und Betriebseffizienz werden ebenso wie Nachhaltigkeit und Innovation strategisch zentrale Begriffe sein, die von der Gesellschaft unabhängig von der Clariant-Konzernzugehörigkeit weiterverfolgt werden. Dabei wird ihr zugutekommen, dass sie im Unternehmen und im Pigments-Verbund der Clariant eine hervorragende Ausgangsposition mit exzellentem Produktions-Know-how und jahrelanger Erfahrung in der Produktion von hochwertigen Pigmenten für diverse Einsatzbereiche hat. Es ist vorgesehen, die im Jahr 2020 eingeleiteten Restrukturierungsmaßnahmen weiter fortzusetzen, um den Herausforderungen der nächsten Jahre besser begegnen zu können. Flexibilisierung der Kosten sowie Maßnahmen zur Steigerung der Effizienz werden das Geschäft weiter begleiten, zumal das Wettbewerbsumfeld in weiten Bereichen des Pigmentgeschäftes sehr stark umkämpft ist. Hinzu kommen die erschwerten Bedingungen der Corona-Pandemie, deren Auswirkungen sehr schwer abzuschätzen sind. Die Auswirkungen der Corona-Pandemie werden weltweit die Wirtschaft voraussichtlich weiter stark belasten und das wahrscheinlich längerfristig. Bei den Rohstoffen ziehen die Preise deutlich an und auf der Beschaffungsseite kommt es bereits zu Beginn des Jahres 2021 verstärkt zu Verknappungen und Lieferengpässen, die sich auch bei der Colorants Solutions Deutschland GmbH deutlich bemerkbar machen. Insgesamt wird die Situation auf dieser Basis verhalten positiv eingeschätzt, mit einer wachsenden Volatilität, der man im Jahr 2021 gegenübersteht. Die geopolitischen Risiken im Nahen Osten, die fortwährenden Handelskonflikte und der finale Austritt Großbritanniens aus der Europäischen Union zählen zu den weiteren Herausforderungen, denen man sich auch im Jahr 2021 stellen wird. Ebenso die Notwendigkeit, die umweltpolitischen Ziele zur Reduzierung der CO 2 Emissionen mit klaren Zielvorgaben zu verfolgen. Alle diese Faktoren bedeuten für die Gesellschaft und das Pigments-Geschäft hohe Unsicherheiten sowie Belastungen. Allerdings stehen die Wettbewerber vor den gleichen Herausforderungen. Auf der Absatzseite ist in einzelnen Segmenten mit Einbrüchen zu rechnen, auf der Beschaffungsseite wird erwartet, dass sich die erwarteten Beschaffungsengpässe stärker auswirken. Insgesamt wird davon ausgegangen, dass die Effekte zwar wieder aufgeholt werden können und durch flexibles Reagieren im Griff behalten werden können. Es ist jedoch noch nicht klar, wann die Krisensituation vorbei sein wird und wie sie sich längerfristig auswirkt. Eine solide Finanzmittelausstattung und Refinanzierungsmöglichkeiten aus dem Teilverbund Pigments und, bis zum Verkauf, aus dem Clariant Konzernverbund sowie die klare Fokussierung auf die Zielsetzungen für 2021 im Rahmen der Strategievorgaben für das Geschäft, die weiterhin starke Kostenreduktionen vorsehen, stehen dem entgegen, und schaffen die Voraussetzungen, diese Krise erfolgreich zu überwinden. Für das Jahr 2021 wird auf dieser Basis eine vergleichbare Performance wie im Jahr 2020 geplant. Das Umsatzvolumen wird in entsprechender Höhe erwartet wie im Jahr 2020 realisiert wurde. Das operative Ergebnis, ohne zusätzliche Effekte aus Restrukturierungen, wird im niedrigen einstelligem Mio.-Bereich geplant. Auswirkungen der Corona-Pandemie werden hierbei im vergleichbaren Umfang wie im Jahr 2020 unterstellt. Außerdem wird für die wichtige Steuerungsgröße LTAR geplant, diese auf dem niedrigen Niveau zu stabilisieren und ggf. noch weiter zu verbessern. Die aktuell veröffentlichen Zahlen zur Prognose 2021 des VCI stützen die Annahmen der Planungen grundsätzlich. Allerdings stehen auch die Verbandsprognosen aufgrund der volatilen wirtschaftlichen Gesamtsituation unter Vorbehalt. Wie sich die Auswirkungen der Corona-Pandemie insgesamt niederschlagen werden, ist trotz verhaltenem Optimismus unklar. Unter Berücksichtigung dieser Einschränkung rechnet der VCI für das Jahr 2021 (veröffentlicht im März 2021) mit einem Umsatzanstieg von 5,0 % für die chemische Industrie, dabei wird ein Anstieg der Produktion von 3,0 % und ein Preisanstieg von 2,0 % der Produkte erwartet. Der Ausblick für das Geschäftsjahr 2021 für das Chemiegeschäft in Deutschland ist damit grundsätzlich positiv und untermauert die Planungsannahmen. 7. Erklärung zur Unternehmensführung (§ 289f HGB)In der Aufsichtsratssitzung vom 6. Mai 2020 wurden Beschlüsse zur Frauenquote im Aufsichtsrat und in der Geschäftsführung gefasst. Für den Zeitraum bis zum 30. April 2025 wurde eine Zielgröße von 22,22 % für die Anzahl von Frauen im Aufsichtsrat festgelegt, dies entspricht zwei von neun Aufsichtsratsmitgliedern. Derzeit liegt der Frauenanteil im Aufsichtsrat der Colorants Solutions Deutschland GmbH bei 22,22 %, damit wurde das gesetzte Ziel erreicht. Als Zielgröße für die Anzahl von Frauen in der Geschäftsführung wurde eine Quote von 0 % festgelegt, die bis zum 30. April 2025 beizubehalten bzw. zu erreichen ist. Der Frauenanteil in der Geschäftsführung beträgt derzeit 0 %. Darüber hinaus wurden in der Geschäftsführungssitzung vom 17. April 2020 Beschlüsse zur Frauenquote in den ersten beiden Führungsebenen unterhalb der Geschäftsführung gefasst. Als Zielgröße für die erste Ebene unterhalb der Geschäftsführung wurde eine Zielgröße von 0,00 % beschlossen und für die zweite Ebene eine Quote von 9,52 %. Diese Zielgrößen sind jeweils bis zum 30. April 2025 zu erreichen bzw. beizubehalten. Aktuell werden beide Zielvorgaben erreicht. 8. Dank an die MitarbeitendenDie Geschäftsleitung dankt allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für das große Engagement und die außergewöhnlichen Anstrengungen bei der Durchführung der Aufgaben und Bewältigung der Herausforderungen im Jahr 2020.
Frankfurt am Main, im April 2021 Die Geschäftsführung BILANZ ZUM 31.12.2020 in TEURAKTIVA
GEWINN - UND VERLUSTRECHNUNG VOM 01.01. - 31.12.2020 IN TEUR
Anhang 2020AllgemeinesDie Colorants Solutions Deutschland GmbH hat ihren Sitz in Frankfurt am Main und ist im Handelsregister B des Amtsgerichts Frankfurt am Main unter der Nummer: HRB 93738 eingetragen. Der vorliegende Jahresabschluss der Colorants Solutions Deutschland GmbH zum 31. Dezember 2020 ist nach den Bilanzierungs- und Bewertungsvorschriften des Handelsgesetzbuches für große Kapitalgesellschaften und den ergänzenden Regelungen des GmbH-Gesetzes aufgestellt worden. Die Gewinn- und Verlustrechnung ("GuV") ist nach dem Umsatzkostenverfahren gem. § 275 Abs. 3 HGB gegliedert. Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr. Der vorliegende Jahresabschluss ist mit dem Vorjahr nur eingeschränkt vergleichbar. Dies ist vor allem auf den konzerninternen Erwerb von Pigments-Aktivitäten und von Service-Funktionen zum 1. Januar 2020 zurückzuführen - siehe Anlage 2 zum Anhang. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens werden mit ihren Anschaffungskosten aktiviert und planmäßig über ihre wirtschaftliche Nutzungsdauer linear, im Zugangsjahr zeitanteilig, abgeschrieben. Entgeltlich erworbene Kundenstämme werden über eine Nutzungsdauer von 10 Jahren abgeschrieben. Die übrigen immateriellen Vermögensgegenstände werden höchstens mit einer Nutzungsdauer von 5 Jahren angesetzt. Gegenstände des Sachanlagevermögens werden mit ihren Anschaffungs- oder Herstellungskosten aktiviert. Bei selbsterstellten Sachanlagen werden die Herstellungskosten entsprechend den bei dem Posten "Vorräte" erläuterten Bewertungsgrundlagen für Erzeugnisse ermittelt. Gegenstände, deren Nutzung zeitlich begrenzt ist, werden entsprechend ihrer voraussichtlichen wirtschaftlichen Nutzungsdauer ausschließlich linear abgeschrieben. Die Abschreibungen auf Zugänge des Sachanlagevermögens erfolgen zeitanteilig. Als Nutzungsdauer für Gebäude werden höchstens 50 Jahre, für technische Anlagen und Maschinen höchstens 20 Jahre sowie für andere Anlagen und für Gegenstände der Betriebs- und Geschäftsausstattung höchstens 15 Jahre angesetzt. In Bezug auf die Bilanzierung geringwertiger Wirtschaftsgüter wird handelsrechtlich die steuerrechtliche Regelung des § 6 Abs. 2 und 2a EStG analog angewendet. Geringwertige Wirtschaftsgüter, deren Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um einen darin enthaltenen Vorsteuerbetrag, mehr als 250 EUR bis zu 800 EUR betragen, werden in voller Höhe als Aufwand erfasst (§ 6 Abs. 2 EStG). Geringwertige Wirtschaftsgüter, deren Anschaffungs- oder Herstellungskosten bis zu 250 EUR betragen, werden analog § 6 Abs. 2a Satz 4 EStG in voller Höhe als Aufwand erfasst. Soweit die beizulegenden Werte einzelner Vermögensgegenstände ihren Buchwert unterschreiten, werden zusätzlich außerplanmäßige Abschreibungen bei voraussichtlich dauernder Wertminderung vorgenommen. Soweit erforderlich werden Zuschreibungen vorgenommen. Die geleisteten Anzahlungen werden zum Nennwert angesetzt. Die Bewertung der Gegenstände des Vorratsvermögens erfolgt zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten oder zu niedrigeren Wiederbeschaffungskosten, bei Erzeugnissen und Waren jedoch höchstens zu dem von den realisierbaren Preisen zum Bilanzstichtag abgeleiteten Wert. Bei der Berechnung der realisierbaren Preise wird das Prinzip einer verlustfreien Bewertung beachtet. In den Herstellungskosten von Erzeugnissen werden neben den direkt zurechenbaren Kosten auch angemessene Teile der Material- und Fertigungsgemeinkosten sowie lineare Abschreibungen, soweit diese durch die Fertigung veranlasst sind, einbezogen. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, übrige Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden zum Nominalbetrag abzüglich eventuell notwendiger Einzelabschreibungen sowie Abschreibungen wegen allgemeiner und besonderer Kreditrisiken angesetzt. Die Guthaben bei Kreditinstituten sind zum Nominalwert erfasst. Das gezeichnete Kapital wird zum Nennwert angesetzt. Rückstellungen werden in Höhe des Erfüllungsbetrages, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist, angesetzt. Alle sonstigen Rückstellungen mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr werden im Sinne des § 253 Abs. 2 HGB mit dem von der Deutschen Bundesbank veröffentlichten restlaufzeitadäquaten durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahren abgezinst. Zu den Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen siehe Text (7). Den gebildeten sonstigen Rückstellungen für Altersteilzeit ("ATZ")-Verpflichtungen (Erfüllungsrückstand und Aufstockungsbetrag) und Jubiläumszuwendungen liegen versicherungsmathematische Gutachten (Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck; Rechnungszinsfuß für die ATZ = 0,50 %, Rechnungszinsfuß für die Jubiläumszuwendungen = 1,60 %) zugrunde. Die Rückstellungen für den Erfüllungsrückstand aus den ATZ-Verpflichtungen werden mit dem entsprechenden Deckungsvermögen gemäß § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB aus der Insolvenzsicherung von ATZ-Verpflichtungen verrechnet. Diese Verrechnung erfolgt auch für die Rückstellungen über die Versorgungszusagen für Verpflichtungen aus der Barlohnumwandlung, denen ein Deckungsvermögen zur Insolvenzsicherung gegenübersteht, sowie für Verpflichtungen aus Langzeitkonten. Übersteigt der beizulegende Zeitwert des Deckungsvermögens den Betrag der entsprechenden Rückstellung, wird der übersteigende Betrag in einem gesonderten Posten " Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung" nach § 246 Abs. 2 Satz 3 HGB ausgewiesen. Im umgekehrten Fall wird der Überhang der Pensionsverpflichtungen entsprechend als Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen bzw. als sonstige Rückstellungen ausgewiesen. Die Aufwendungen / Erträge aus der Auf- / Abzinsung der Pensions- und ATZ-Rückstellungen werden mit den Erträgen / Aufwendungen aus dem Deckungsvermögen verrechnet; der Gesamtbetrag wird entweder in den Zinserträgen oder den Zinsaufwendungen ausgewiesen und gesondert im Anhang angegeben. Gemäß § 253 Abs. 1 S. 3 HGB sind die wertpapiergebundenen Versorgungszusagen (Langzeitkonten) sowohl im Bereich der Rückstellungen als auch das zugehörige Deckungsvermögen mit dem beizulegenden Zeitwert bewertet. Die erhaltenen Anzahlungen auf Bestellungen werden mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt. Verbindlichkeiten werden mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt. Geschäftsvorfälle in fremder Währung werden grundsätzlich mit dem historischen Kurs zum Zeitpunkt der Erstverbuchung erfasst. Aus Vereinfachungsgründen erfolgt die unterjährige Verbuchung mit dem Devisenkassamittelkurs. Bilanzposten werden zum Stichtag wie folgt bewertet: Langfristige Fremdwährungsforderungen werden zum Devisenkassamittelkurs bei Entstehung der Forderung oder zum niedrigeren beizulegenden Wert, unter Zugrundelegung des Devisenkassamittelkurses am Abschlussstichtag, angesetzt (Imparitätsprinzip). Kurzfristige Fremdwährungsforderungen (Restlaufzeit von einem Jahr oder weniger) sowie liquide Mittel oder andere kurzfristige Vermögensgegenstände in Fremdwährungen werden zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet. Langfristige Fremdwährungsverbindlichkeiten werden zum Devisenkassamittelkurs bei Entstehung der Verbindlichkeit oder zum höheren Stichtagskurswert, unter Zugrundelegung des Devisenkassamittelkurses am Abschlussstichtag, bewertet (Imparitätsprinzip). Kurzfristige Fremdwährungsverbindlichkeiten (Restlaufzeit von einem Jahr oder weniger) werden zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet. Als Rechnungsabgrenzungsposten werden Ausgaben / Einnahmen vor dem Abschlussstichtag ausgewiesen, soweit sie Aufwand / Ertrag für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen. Der in dem passiven Rechnungsabgrenzungsposten ausgewiesene Differenzbetrag zwischen den Anschaffungskosten zu IFRS Werten und den niedrigeren HGB-Werten mittel- und langfristiger Personalrückstellungen aus dem Erwerb der BU Pigments von der Clariant Plastics & Coatings (Deutschland) GmbH wird zwischen 5 und 22 Jahren aufgelöst. Der Auflösungsbetrag wird im Zinsergebnis ausgewiesen. Latente Steuern werden auf die Unterschiede in den Bilanzansätzen der Handelsbilanz und der Steuerbilanz ermittelt, sofern sich diese in späteren Geschäftsjahren voraussichtlich abbauen. Im Falle eines Aktivüberhangs der latenten Steuern zum Bilanzstichtag wird von dem Aktivierungswahlrecht des § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB kein Gebrauch gemacht. Die für Forschung und Entwicklung entstandenen Aufwendungen werden drei Kostenarten nach einheitlichen Vorgaben des Clariant-Konzerns zugeordnet:
Die Aufwendungen für die Auftragsforschung und Anwendungstechnik werden in den Herstellungskosten gezeigt. Aufwendungen für eigene Forschungsprojekte sind in 2020 wie auch im Vorjahr nicht angefallen. Die sonstigen Steuern werden innerhalb der sonstigen betrieblichen Aufwendungen ausgewiesen. ErläuterungenAnlagevermögen Die Entwicklung des Anlagevermögens ergibt sich aus der Anlage 1 zum Anhang. (1) Vorräte
(2) F orderungen aus Lieferungen und Leistungen
(3 Übrige Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen resultieren mit TEUR 22.625 (Vorjahr: TEUR 0) aus Lieferungen und Leistungen und mit TEUR 46.856 (Vorjahr: TEUR 0) aus dem EUR-Cashpooling. Die sonstigen Vermögensgegenstände betreffen im Wesentlichen Umsatzsteuerforderungen und haben in Höhe von TEUR 23 (Vorjahr: TEUR 0) eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr. Die Restlaufzeiten sämtlicher übrigen Forderungen und Vermögensgegenstände sind wie im Vorjahr kleiner als ein Jahr. (4) Guthaben bei Kreditinstituten
(5) Aktiver Rechnungsabgrenzungsposten Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten enthält ausschließlich gezahlte Prämien für Feuer, Transport- und Haftpflichtversicherung für das Jahr 2021 in Höhe von TEUR 905 (Vorjahr: TEUR 0). (6) Eigenkapital
Die Colorants International AG, Muttenz / Schweiz hält 100 % der Anteile an der Gesellschaft. Die Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresfehlbetrag in Höhe von TEUR -16.889 auf neue Rechnung vorzutragen. (7) Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden mit TEUR 24.841 (Vorjahr: TEUR 0) für Anwartschaften und laufende Leistungen gebildet. Der Wertansatz ist nach anerkannten versicherungsmathematischen Grundsätzen mittels der sog. Projected Unit Credit Method (Verfahren laufender Einmalprämien) errechnet worden. Die Ermittlung des Rückstellungsbetrages erfolgte unter Zugrundelegung der Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck. Der Bewertung zum Bilanzstichtag wurde ein von der Deutschen Bundesbank vorgegebener durchschnittlicher Marktzinssatz zugrunde gelegt. Hierbei wurde gemäß § 253 Abs. 2 HGB pauschal eine Restlaufzeit von 15 Jahren angenommen. Bei dem Zinssatz handelt es sich um den für den Bilanzstichtag durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Geschäftsjahre. Aus der Abzinsung der Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre von 2,30% ergibt sich im Vergleich zur Abzinsung mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre ein Unterschiedsbetrag von TEUR 3.193. Folgende Annahmen lagen der Berechnung zugrunde:
Es wurden alters- und geschlechtsabhängige Fluktuationswahrscheinlichkeiten zwischen 0,0% und 12,5% verwendet. Soweit Planvermögen in Form von verpfändeten Rückdeckungsversicherungen und zweckgebundenem Fondsvermögen besteht, welches ausschließlich der Erfüllung der Altersversorgungs- und ähnlichen Verpflichtungen dient und dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogen sind (sog. Deckungsvermögen), wird dieses in Höhe des beizulegenden Zeitwerts mit den Verpflichtungen aus Pensionen und ähnliche Verpflichtungen gemäß § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB verrechnet. Der beizulegende Zeitwert des Deckungsvermögens für Versorgungsverpflichtungen beträgt zum 31. Dezember 2020 insgesamt TEUR 2.342 (Vorjahr: TEUR 0) und liegt mit TEUR 101 (Vorjahr: 0 TEUR) über den Anschaffungskosten. Der beizulegende Zeitwert entspricht bei Rückdeckungsversicherungen den fortgeführten Anschaffungskosten (Deckungskapital zuzüglich Überschussbeteiligung) gemäß der Mitteilung der Versicherungsgesellschaft. Bei Fondsvermögen entspricht der beizulegende Zeitwert dem Kurswert. Bei den fondsgedeckten Pensionsverpflichtungen übersteigen die entsprechenden Pensionsrückstellungen (TEUR 2.322) nach Saldierung gemäß § 246 Abs. 2 Satz 3 HGB den beizulegenden Zeitwert des entsprechenden Deckungsvermögens (TEUR 2.300) um TEUR 22. Der entstandene Passivüberhang wird in den Pensionsrückstellungen ausgewiesen. Bei den rückgedeckten Pensionsverpflichtungen (TEUR 43) in Form von Gehaltsumwandlungsmodellen übersteigen die zu verrechnenden Pensionsrückstellungen nach Saldierung gemäß § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB den beizulegenden Zeitwert des entsprechenden Deckungsvermögens mit TEUR 1. Der entstandene Passivüberhang wird in den Pensionsrückstellungen ausgewiesen. Details zur Vermögensverrechnung - siehe Text (8). Per 31. Dezember 2020 ergibt sich gegenüber der ertragsteuerlichen Berechnung (ohne Saldierung mit dem Deckungsvermögen) eine um TEUR 13.175 (Vorjahr: TEUR 0) höhere Rückstellung. (8) Sonstige Rückstellungen
Die sonstigen Rückstellungen setzen sich im Wesentlichen aus Rückstellungen für ausstehende Rechnungen von TEUR 5.220 (Vorjahr: TEUR 0), Rückstellungen für mitarbeiterbezogene Verpflichtungen (ausstehende Urlaubstage, Jahresvergütung, u. ä.) von TEUR 6.947 (Vorjahr: TEUR 0) sowie Rückstellungen für Restrukturierungsmaßnahmen inkl. Abfindungsverpflichtungen von TEUR 14.924 (Vorjahr: TEUR 0) zusammen. Des Weiteren enthält der Posten Rückstellungen für Jubiläumszuwendungen von TEUR 1.398 (Vorjahr: TEUR 0), für Kundenrabatte in Höhe von TEUR 3 (Vorjahr: TEUR 0) sowie für Verpflichtungen aus Altersteilzeitverträgen von TEUR 329 (Vorjahr: TEUR 0). Zum Bilanzstichtag bestehen Deckungsvermögen für Verpflichtungen im Zusammenhang mit Langzeitkonten sowie für den Erfüllungsrückstand der ATZ-Verpflichtungen. Verpflichtungen gegenüber Mitarbeitern für deren individuell aufgebaute Wertguthaben aus Bonuszahlungen, Urlaubsansprüchen, etc. (Langzeitkonten) bemessen sich nach der Wertentwicklung des hierfür gebildeten Deckungsvermögens in Form von Fonds und garantieverzinsten Versicherungsprodukten. Daher erfolgte zum Bilanzstichtag die vollständige Verrechnung der Verpflichtungen aus Langzeitkonten (TEUR 3.788) mit dem entsprechenden Deckungsvermögen, dessen beizulegender Zeitwert zum 31. Dezember 2020 TEUR 3.788 beträgt. Der beizulegende Zeitwert liegt zum Bilanzstichtag mit TEUR 25 unter den fortgeführten Anschaffungskosten. Die Rückstellungen für die ATZ-Verpflichtungen (Erfüllungsrückstand) (TEUR 360) werden gemäß § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB mit dem vorhandenen Deckungsvermögen (TEUR 319) verrechnet. Der Passivüberhang von TEUR 41 wird unter den sonstigen Rückstellungen ausgewiesen. Das Deckungsvermögen wird im Rahmen einer doppelseitigen Treuhand verwaltet (zweckexklusive, verpfändete und insolvenzgeschützte Vereinbarung). Die Wertpapiere aus der Insolvenzsicherung erfüllen die Definition des Deckungsvermögens. Der beizulegende Zeitwert des Deckungsvermögens entspricht zum Jahresende den Anschaffungskosten. (9) Verbindlichkeiten
Bei den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen handelt es sich um Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 14.668 (Vorjahr: TEUR 6) und aus Verbindlichkeiten aus dem USD-Cashpool mit TEUR 8.995 (Vorjahr: TEUR 0). Daneben besteht eine Darlehensverbindlichkeit in Höhe von TEUR 70.000 (Vorjahr: TEUR 0) gegenüber der Clariant AG, Muttenz / Schweiz mit einer Laufzeit bis zum 15. Januar 2022 und hierfür abgegrenzte Darlehenszinsen in Höhe von TEUR 787 (Vorjahr: TEUR 0). In den sonstigen Verbindlichkeiten sind Verbindlichkeiten aus Steuern in Höhe von TEUR 1.203 (Vorjahr: TEUR 0) enthalten. Mit Ausnahme der oben genannten Darlehensverbindlichkeit haben die Verbindlichkeiten eine Restlaufzeit von weniger als einem Jahr. (10) Passiver Rechnungsabgrenzungsposten Der passive Rechnungsabgrenzungsposten beläuft sich zum 31. Dezember 2020 auf TEUR 7.446 (Vorjahr: TEUR 0). Im Wesentlichen handelt es sich hierbei um den Differenzbetrag zwischen den Anschaffungskosten zu IFRS Werten und den niedrigeren HGB-Werten mittel- und langfristiger Personalrückstellungen aus dem Kauf der Business Unit Pigments von der Clariant Plastics & Coatings (Deutschland) GmbH. Der Abgrenzungsposten wurde im Berichtsjahr in Höhe von TEUR 422 (Vorjahr: TEUR 0) aufgelöst. Die Auflösung erfolgt zwischen 5 und 22 Jahren und wird im Zinsergebnis ausgewiesen. (11) Latente Steuern Die Berechnung der latenten Steuern beruht auf den temporären und quasi-permanenten Unterschieden zwischen den Bilanzposten aus handelsrechtlicher und steuerrechtlicher Betrachtungsweise nach § 274 HGB. Der Ermittlung von latenten Steuern wird ein Steuersatz von 29,4 % zu Grunde gelegt. Zum Bilanzstichtag ergibt sich nach Saldierung der aktiven und passiven latenten Steuern (Gesamtdifferenzbetrachtung) ein Aktivüberhang von TEUR 5.181, der im Wesentlichen aus temporären Differenzen im Bereich der Pensionsrückstellungen resultiert. Latente Steuern werden nicht ausgewiesen, da der bestehende Aktivüberhang von insgesamt TEUR 5.181 unter Ausnutzung des Wahlrechts des § 274 Abs.1 Satz 2 HGB bilanziell nicht angesetzt wird. (12) Umsatzerlöse - Umsatzerlöse nach Arbeitsgebieten
(*) Erlöse aus der Erbringung von Dienstleistungen umfassen im Wesentlichen: Leistungen aus Dienstleistungsverträgen, Analysen, Vermietung und Verpachtung, etc. für Clariant Unternehmen und Drittkunden. - Umsatzerlöse nach Wirtschaftsgebieten
(13) Allgemeine Verwaltungskosten Der Posten enthält im Wesentlichen Aufwendungen für die Geschäftsleitung, Rechnungswesen, Steuer-, Personal- und Rechtsabteilung sowie für die Abschlussprüfung. (14) Sonstige betriebliche Erträge Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten insbesondere Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von TEUR 2.438 (Vorjahr: TEUR 0) sowie Erträge aus der Währungsumrechnung von TEUR 2.041 (Vorjahr: TEUR 0). Im Weiteren sind Erträge aus der Weiterbelastung von Restrukturierungsaufwendungen in Höhe von TEUR 1.350 (Vorjahr: TEUR 0) ausgewiesen. (15) Sonstige betriebliche Aufwendungen Der Ausweis betrifft zum überwiegenden Teil nicht auf Funktionsbereiche verteilte Kosten sowie Aufwendungen im Zusammenhang mit Erlösen, die in den sonstigen betrieblichen Erträgen ausgewiesen werden. Zusätzlich sind Aufwendungen für Restrukturierungsprojekte in Höhe von TEUR 19.310 (Vorjahr: TEUR 0) enthalten. Der Posten enthält außerdem Aufwendungen im Zusammenhang mit der Übernahme der Aktivitäten zum 1. Januar 2020 sowie mit der beabsichtigten Veräußerung von Pigments in Höhe von TEUR 2.515 (Vorjahr: TEUR 0). Diese betreffen insbesondere diverse konzerninterne und fremde Beratungsleistungen. Des Weiteren sind unter diesem Posten Aufwendungen aus der Währungsumrechnung in Höhe von TEUR 641 (Vorjahr: TEUR 0) erfasst. Die innerhalb der sonstigen betrieblichen Aufwendungen ausgewiesenen sonstigen Steuern betragen TEUR 1 (Vorjahr: TEUR 0). (16) Zinsergebnis
(17) Steuern vom Einkommen und vom Ertrag Im laufenden Jahr hatte die Gesellschaft wie bereits im Vorjahr keine Aufwendungen für Steuern vom Einkommen und vom Ertrag. Ausschüttungssperre Die Gesellschaft besitzt Vermögensgegenstände, die Deckungsvermögen gemäß § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB darstellen - siehe Text 7. Der beizulegende Zeitwert dieser Vermögensgegenstände (nach § 253 Abs. 1 Satz 3 HGB) übersteigt deren Anschaffungskosten zum Bilanzstichtag um TEUR 101. Für den übersteigenden Betrag besteht grundsätzlich eine Ausschüttungssperre nach § 268 Abs. 8 HGB. Daneben besteht eine Ausschüttungssperre nach § 253 Abs. 6 HGB für einen Unterschiedsbetrag (Abstockungsgewinn) von TEUR 3.193, der sich aus der Abzinsung der Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz für sieben bzw. zehn Geschäftsjahre ergibt. Bei der Gesellschaft liegen zum Bilanzstichtag zur Deckung des ausschüttungsgesperrten Betrages frei verfügbare Rücklagen in Höhe von TEUR 34.525 vor, abzüglich des Verlustvortrags von TEUR 9 und des Jahresfehlbetrags TEUR 16.889. Sonstige AngabenMaterialaufwand
Unter den Aufwendungen für bezogene Leistungen werden insbesondere fremdbezogene Energien und Fremdleistungen für Lohnherstellung erfasst. Personalaufwand
Angaben über Mitarbeitende
Sonstige bedeutende finanzielle Verpflichtungen Die in der Bilanz nicht erscheinenden sonstigen bedeutenden finanziellen Verpflichtungen betreffen:
Bei den Miet-, Pacht- und Leasingverträgen handelt es sich um sogenannte Operating-Lease Verträge, die zu keiner Bilanzierung der Objekte bei der Gesellschaft führen. Der Vorteil dieser Verträge liegt in der geringeren Kapitalbindung im Vergleich zum Erwerb und im Wegfall des Verwertungsrisikos. Risiken können sich aus der Vertragslaufzeit ergeben, sofern die Objekte nicht mehr vollständig genutzt werden können, wozu es derzeit keine Anzeichen gibt. Derivative Finanzinstrumente Die Colorants Solutions Deutschland GmbH hält zum 31. Dezember 2020 keine derivativen Finanzinstrumente. Aufwendungen für den Abschlussprüfer Das Gesamthonorar für den Abschlussprüfer belief sich im Jahr 2020 auf TEUR 213 (Vorjahr: TEUR 0). Die Aufwendungen für Abschlussprüfungsleistungen beziehen sich mit TEUR 113 (Vorjahr: TEUR 0) auf die Prüfungstätigkeit. Auf Beratungs- und sonstige Dienstleistungen entfielen TEUR 100 (Vorjahr: TEUR 0). Aufsichtsrat Stephan Lynen (ab 01.04.2020) (Vorsitzender des Aufsichtsrates) (Mitglied des Executive Committee) (Clariant International AG, Muttenz / Schweiz) Patrick Jany (von 18.03.2020 bis 31.03.2020) (Vorsitzender des Aufsichtsrates) (Mitglied des Executive Committee) (Clariant International AG, Muttenz / Schweiz) Kai-Uwe Hemmerich (ab 07.04.2020) * (Vorsitzender des rechtsträgerübergreifenden Gesamtbetriebsrats der Clariant in Deutschland) (Stellvertretender Vorsitzender des Aufsichtsrates) Daniel Hug (ab 18.03.2020) (Head of Corporate Controlling) (Clariant International AG, Muttenz/ Schweiz) Alfred Münch (ab 18.03.2020) (General Counsel) (Clariant International AG, Muttenz / Schweiz) Dr. Constanze Nüsperling (vom 18.03.2020 bis 15.07.2020) (Global Process Owner Hire to Retire) (Clariant International AG, Muttenz / Schweiz) Dr. Sibylle Mutschler (ab 15.07.2020) (Head of Digital4Clariant) (Clariant International AG, Muttenz / Schweiz) Klementina Pejic (vom 18.03.2020 bis 31.12.2020) (Head of Corporate Human Resources) (Clariant International AG, Muttenz / Schweiz) Hermann Stölzel (ab 07.04.2020) * (Betriebsratsmitglied am Standort Rhein-Main) Dr. Martin Vollmer (ab 18.03.2020) (Chief Technology Officer / Head of Group Technology Services) (Clariant International AG, Muttenz/ Schweiz) Volker Weber (ab 07.04.2020) * (IG BCE, Landesbezirksleiter Hessen-Thüringen) * Arbeitnehmervertreter im Aufsichtsrat Bezüge des Aufsichtsrates Die Bezüge des Aufsichtsrates im Jahr 2020 betrugen TEUR 54 (Vorjahr: TEUR 0). Nachtragsbericht Weitere Restrukturierungen sind auch zukünftig in der Gesellschaft vorgesehen. Darüber hinaus haben sich keine Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Bilanzstichtag mit wesentlicher Bedeutung auf die Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage bis zur Bilanzaufstellung ergeben. Ergebnisverwendung Das Geschäftsjahr 2020 schließt mit einem Jahresfehlbetrag in Höhe von TEUR -16.889 ab. Die Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresfehlbetrag in voller Höhe auf neue Rechnung vorzutragen. Geschäftsführung Oliver Kinkel Country Head Germany / Head of Region EMEA Kolja Hosch Head of Human Resources Services EMEA Die Geschäftsführer erhielten für das Jahr 2020 keine Bezüge von der Gesellschaft. Mutterunternehmen Die Colorants Solutions Deutschland GmbH ist ein Tochterunternehmen der Colorants International AG, Muttenz / Schweiz. Die Colorants Solutions Deutschland GmbH und die Colorants International AG, Muttenz / Schweiz werden in den Konzernabschluss der Clariant AG, Muttenz / Schweiz einbezogen. Die Offenlegung des Konzernabschlusses erfolgt in Basel / Schweiz und ist unter www.clariant.com abzurufen. Es ist beabsichtigt, den Konzernabschluss des obersten Mutterunternehmens einschließlich des Bestätigungsvermerks im Bundesanzeiger offen zu legen. Dieser offenzulegende Konzernabschluss ist nach internationalen Rechnungslegungsnormen (IFRS) erstellt. Wesentliche Unterschiede zu den von der Europäischen Union übernommenen IFRS bestehen nicht.
Frankfurt am Main, den 30. April 2021 Colorants Solutions Deutschland GmbH Die Geschäftsführung Oliver Kinkel Kolja Hosch Bilanzielle Auswirkungen aus dem Kauf von Teilbetrieben im Geschäftsjahr 2020 von:
Aus dem konzerninternen Kauf von Teilbetrieben ergaben sich folgende Effekte: Entwicklung des Anlagevermögensin TEUR
BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die Colorants Solutions Deutschland GmbH, Frankfurt am Main Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Colorants Solutions Deutschland GmbH, Frankfurt am Main - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2020 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2020 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Colorants Solutions Deutschland GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2020 geprüft. Die Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f Abs. 4 HGB (Angaben zur Frauenquote) haben wir in Einklang mit den deutschen gesetzlichen Vorschriften nicht inhaltlich geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Sonstige Informationen Die gesetzlichen Vertreter sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen die Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f Abs. 4 HGB (Angaben zur Frauenquote). Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab. Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen
Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Frankfurt am Main, den 30. April 2021 PricewaterhouseCoopers
GmbH
Christian Kwasni, Wirtschaftsprüfer ppa. Michael Körbs, Wirtschaftsprüfer Bericht des Aufsichtsratesder Colorants Solutions Deutschland GmbHan die Gesellschafterversammlung(§ 171 AktG in Verbindung mit § 1 Abs. 1 DrittelbG)Der Aufsichtsrat der Colorants Solutions Deutschland GmbH, Frankfurt am Main, hat im Berichtsjahr 2020 die ihm obliegenden Aufgaben mit aller Sorgfalt wahrgenommen. Er hat die Geschäftsführung vorschriftsmäßig überwacht und beraten und sich hierzu regelmäßig schriftlich und mündlich über den Geschäftsgang und die Entwicklung des Unternehmens sowie über besondere Vorgänge und die künftige Geschäftspolitik unterrichten lassen. Den von der Geschäftsführung aufgestellten, fristgerecht vorgelegten Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2020 hat die PricewaterhouseCoopers GmbH, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Frankfurt am Main, unter Einbeziehung der Buchführung und des Lageberichtes geprüft. Die Abschlussprüfer haben keine Einwendungen erhoben und dies in einem uneingeschränkten Vermerk bestätigt. Der Jahresabschluss und der Lagebericht sowie der entsprechende Prüfungsbericht des Abschlussprüfers sind allen Mitgliedern des Aufsichtsrats vorgelegt und in Anwesenheit des Abschlussprüfers in der Aufsichtsratssitzung am 26. Mai 2021 ausführlich erörtert worden. Die vom Aufsichtsrat vorgenommene eigene Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichtes gibt als abschließendes Ergebnis in Übereinstimmung mit dem Ergebnis der Prüfung durch den Abschlussprüfer keinen Anlass zu Beanstandungen oder Einwendungen. Der Aufsichtsrat hat den von der Geschäftsführung aufgestellten Jahresabschluss in seiner Sitzung am 26. Mai 2021 gebilligt. Der Aufsichtsrat dankt den Mitgliedern der Geschäftsführung sowie allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für ihre herausragenden Leistungen.
Frankfurt am Main, den 26. Mai 2021 Stephan Lynen, Vorsitzender des Aufsichtsrates Der Jahresabschluss zum 31.12.2020 wurde am 27.05.2021 festgestellt. |
|||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
Neueste Nachrichtenartikel und Medienerwähnungen
Echtzeit-Prüfung auf Insolvenzbekanntmachungen der Registergerichte
Prüfen, ob Insolvenzverfahren für dieses Unternehmen vorliegen
Echtzeit-Dokumentenabruf aus dem Handelsregister
Weitere Unternehmen an oder nahe dieser Geschäftsadresse
23 nahegelegene Organisationen
Großhandel mit chemischen Erzeugnissen
Großhandel mit chemischen Erzeugnissen
Tätigkeiten der Großhandelsvermittlung von Kraftwagen
Lagerei
Tätigkeiten der Großhandelsvermittlung von kosmetischen Erzeugnissen, Körperpflegemitteln, Putz- und Reinigungsmitteln
Beteiligungsgesellschaften
Großhandel mit chemischen Erzeugnissen
Großhandel mit pharmazeutischen Erzeugnissen
Beteiligungsgesellschaften
Herstellung von pharmazeutischen Grundstoffen
Verwaltung von Gewerbegrundstücken und Nichtwohngebäuden für Dritte
Großhandel mit chemischen Erzeugnissen
Herstellung von pharmazeutischen Spezialitäten und sonstigen pharmazeutischen Erzeugnissen
Herstellung von Verpackungsmitteln aus Kunststoffen
Großhandel mit chemischen Erzeugnissen
Großhandel mit chemischen Erzeugnissen
Großhandel mit chemischen Erzeugnissen
Beteiligungsgesellschaften
Beteiligungsgesellschaften
Mit Versicherungsdienstleistungen und Pensionskassen verbundene Tätigkeiten a. n. g.
Herstellung von pharmazeutischen Grundstoffen
Großhandel mit chemischen Erzeugnissen
Managementtätigkeiten von sonstigen Holdinggesellschaften
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Echtzeit-Dokumentenabruf aus dem Handelsregister
Echtzeit-Prüfung auf Insolvenzbekanntmachungen der Registergerichte
Prüfen, ob Insolvenzverfahren für dieses Unternehmen vorliegen