Stammdaten

Register
Amtsgericht Rostock HRB 11500
Eingetragen
4.3.2010
Branche
BeteiligungsgesellschaftenManagementtätigkeiten von sonstigen HoldinggesellschaftenHerstellung von Turbinen
Gegenstand
Die Führung, die Verwaltung, der Erwerb und die Veräußerung von Gesellschaften in In- und Ausland, die sich schwerpunktmäßig auf den Gebieten industrieller Fertigung, Vertrieb und Dienstleistungen insbesondere im Bereich "Regenerative Energien" betätigen. Die Gesellschaft kann auf den in diesem Absatz genannten Geschäftsgebieten auch selbst tätig werden.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Nigel James Hayes
seit 28.1.2025
Prokura
Prokura
Aine McCartney
seit 12.9.2023
Prokura
Christian Siegmann
seit 12.9.2023
Prokura
Julia Dr. Steinmann
seit 12.9.2023
Prokura
Miguel Ezpeleta Puras
seit 10.10.2022
Prokura
Wim Geldhof
seit 20.9.2022
Prokura
Vorstandsmitglied
Florian Matthes
seit 10.11.2020
Prokura
Ibrahim Oezarslan
seit 10.11.2020
Prokura
Andreas Naujeck
seit 10.11.2020
Prokura
Prokura
Prokura
Christian Heinen
seit 13.4.2018
Prokura
Vorstandsmitglied
Prokura

Beteiligungen
Beta

NameAnteil
No data available

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Nordex SE

Rostock

Jahresabschluss 2024

Bilanz zum 31. Dezember 2024

Aktiva

31.12.2024
EUR
31.12.2023
EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 14.003.262,25 7.360.067,93
II. Sachanlagen 14.003.262,25 7.360.067,93
1. Grundstücke und Bauten 271.446,32 290.620,58
2. Technische Anlagen und Maschinen 0,00 0,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 5.246.266,09 2.403.990,60
4. Geleistete Anzahlungen 328.964,00 5.952.172,17
III. Finanzanlagen 5.846.676,41 8.646.783,35
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 1.471.190.778,13 1.502.597.207,92
2. Ausleihungen an verbundenen Unternehmen 17.812.294,26 47.218.749,00
3. Anteile an assoziierten Unternehmen 32.571.217,17 15.001.500,00
1.521.574.289,56 1.564.817.456,92
1.541.424.228,22 1.580.824.308,20
B. Umlaufvermögen
I. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 4.575,99 80.451,68
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 1.028.210.923,38 2.640.435.954,88
3. Forderungen ggü. Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 38.100.701,86 56.853.527,36
4. Sonstige Vermögensgegenstände 10.447.961,28 40.957.073,18
1.076.764.162,51 2.738.327.007,10
II. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 818.657.123,80 595.803.129,57
1.895.421.286,31 3.334.130.136,67
C. Rechnungsabgrenzungsposten 9.321.090,49 10.461.883,58
3.446.166.605,02 4.925.416.328,45

Passiva

31.12.2024
EUR
31.12.2023
EUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 236.450.364,00 236.450.364,00
II. Kapitalrücklage 1.188.667.891,79 1.470.797.560,16
1.425.118.255,79 1.707.247.924,16
B. Rückstellungen
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 393.047,00 405.643,00
2. Steuerrückstellungen 139.110,00 139.110,00
3. Sonstige Rückstellungen 44.718.463,54 38.853.707,11
45.250.620,54 39.398.460,11
C. Verbindlichkeiten
1. Anleihen 261.520.071,18 251.326.793,08
2. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 12.011.511,32 15.930.526,64
3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 16.695.979,73 17.526.025,22
4. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 1.684.655.061,82 2.893.447.419,77
5. Sonstige Verbindlichkeiten 915.104,64 539.179,47
- davon aus Steuern EUR 489.960,24 (Vorjahr: EUR 207.971,89)
- davon im Rahmen der sozialen Sicherheit EUR 0,00 (Vorjahr: EUR 122,64)
1.975.797.728,69 3.178.769.944,18
3.446.166.605,02 4.925.416.328,45

Gewinn- und Verlustrechnung für den Zeitraum 1. Januar bis 31. Dezember 2024

01.01.2024 - 31.12.2024
EUR
01.01.2023 - 31.12.2023
EUR
1. Umsatzerlöse 225.015.088,27 111.472.339,78
2. Sonstige betriebliche Erträge 116.803.448,55 178.934.341,30
3. Personalaufwand -45.412.558,27 -37.671.354,24
a) Löhne und Gehälter -40.279.362,42 -33.122.688,47
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -5.133.195,85 -4.548.665,77
- davon für Altersversorgung EUR 14.815,11 (Vorjahr: EUR 17.779,84)
4. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -4.969.431,17 -3.305.848,18
5. Sonstige betriebliche Aufwendungen -207.141.363,76 -224.248.764,52
6. Erträge aus Beteiligungen 0,00 48.719.875,62
7. Erträge aus Ergebnisabführung 97.352.566,59 1.451.123,01
8. Aufwendungen aus Verlustübernahme -462.600.725,64 -440.443.907,03
9. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 207.751.549,13 290.926.940,22
- davon aus verbundenen Unternehmen EUR 202.463.913,83 (Vorjahr: EUR 288.879.730,37)
10. Abschreibungen auf Finanzanlagen und Wertpapiere des Umlaufvermögens -55.234.680,42 -31.825.167,03
11. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -152.037.953,03 -167.348.200,34
- davon an verbundene Unternehmen EUR 67.098.743,82 (Vorjahr: EUR 71.764.849,37)
12. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -6.973.328,29 -8.387.909,93
13. Ergebnis nach Steuern -287.447.388,04 -281.726.531,34
14. Sonstige Steuern 2.221.046,67 -2.853.143,96
15. Jahresfehlbetrag -285.226.341,37 -284.579.675,30
16. Entnahme aus der Kapitalrücklage 285.226.341,37 284.579.675,30
17. Bilanzgewinn 0,00 0,00

Anhang zum Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2024

I. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Der Jahresabschluss der Nordex SE, Rostock (nachfolgend: Nordex SE), für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2024 bis 31. Dezember 2024 wurde nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) und den einschlägigen Vorschriften des Aktiengesetzes (AktG) aufgestellt.

Die Nordex SE ist zum Stichtag 31. Dezember 2024 eine große Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 HGB.

Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. Das Geschäftsjahr entspricht dem Kalenderjahr.

Die Gesellschaft hat ihren Sitz in Rostock und ist eingetragen in das Handelsregister beim Amtsgericht Rostock (HRB 11500).

Der Jahresabschluss der Nordex SE für das Geschäftsjahr 2024 wird im Unternehmensregister unter www.unternehmensregister.de veröffentlicht.

Die Nordex SE stellt für den größten und kleinsten Kreis von Unternehmen für sich und ihre Tochterunternehmen einen Konzernabschluss auf, welcher im Unternehmensregister unter www.unternehmensregister.de veröffentlicht wird.

II. Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Immaterielle Vermögensgegenstände

Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten aktiviert und über die voraussichtliche Nutzungsdauer linear, im Zugangsjahr zeitanteilig, über einen Zeitraum von drei bis fünf Jahren abgeschrieben.

Sachanlagen

Die Sachanlagen werden zu Anschaffungskosten einschließlich Anschaffungsnebenkosten aktiviert. Die planmäßige Abschreibung erfolgt linear, im Zugangsjahr zeitanteilig, unter Berücksichtigung der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer. Dabei werden Mietereinbauten über die Laufzeit des jeweiligen Mietvertrages, technische Anlagen und Maschinen für Windkraftanlagen über einen Zeitraum von fünf Jahren sowie andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung über einen Zeitraum von drei bis zwanzig Jahren abgeschrieben.

Geringwertige Vermögensgegenstände des Anlagevermögens mit einem Wert von EUR 250,01 bis EUR 1.000,00 werden über einen Zeitraum von fünf Jahren abgeschrieben.

Geleistete Anzahlungen für Sachanlagen werden zum Nennwert bilanziert.

Finanzanlagen

Die Finanzanlagen werden zu Anschaffungskosten bzw. dem am Bilanzstichtag niedrigeren beizulegenden Wert bilanziert. Bei voraussichtlich dauernden Wertminderungen werden außerplanmäßige Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert vorgenommen. Bei Wegfall der Gründe für die dauernde Wertminderung erfolgt eine außerplanmäßige Zuschreibung.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden zum Nennwert bzw. mit dem am Bilanzstichtag niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Erkennbare Einzelrisiken werden durch Wertberichtigungen berücksichtigt. Geleistete Anzahlungen werden zum Nennwert bilanziert.

Flüssige Mittel

Die flüssigen Mittel beinhalten zu Nennwerten angesetzte Kassenbestände und Bankeinlagen.

Aktiver Rechnungsabgrenzungsposten

Als aktiver Rechnungsabgrenzungsposten sind Auszahlungen vor dem Abschlussstichtag angesetzt, soweit sie Aufwendungen für einen bestimmten Zeitraum nach diesem Zeitpunkt darstellen.

Eigenkapital

Das gezeichnete Kapital wird zum Nennwert bilanziert.

Rückstellungen und Verbindlichkeiten

Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden auf der Grundlage versicherungsmathematischer Berechnungen nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected Unit Credit Method) unter Berücksichtigung der Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. Heubeck bewertet. Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen wurden pauschal mit dem von der Deutschen Bundesbank im Monat Dezember veröffentlichten durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre abgezinst, der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von fünfzehn Jahren ergibt. Der Zinssatz beträgt 1,90 % p.a. Der Unterschiedsbetrag gemäß § 253 Abs. 6 HGB beträgt TEUR 3 (2023: TEUR 4). Eine Ausschüttungssperre besteht nicht, da ausreichend freie Rücklagen zur Verfügung stehen. Bei der Ermittlung der Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen wurden Rentensteigerungen von jährlich 2,0 % zugrunde gelegt. Die Pensionsrückstellungen enthalten ausschließlich Verpflichtungen für ausgeschiedene Mitarbeiter.

Steuer- und Sonstige Rückstellungen enthalten alle bis zur Bilanzaufstellung erkannten Risiken und ungewissen Verpflichtungen des Geschäftsjahres und wurden in Höhe des Betrages gebildet, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung für die Erfüllung der zukünftigen Zahlungsverpflichtungen notwendig ist.

Die Verbindlichkeiten sind mit dem Erfüllungsbetrag passiviert.

Währungsumrechnung

Fremdwährungsguthaben (liquide Mittel) werden mit dem Stichtagskurs angesetzt. Die Berücksichtigung von kurzfristigen Fremdwährungsforderungen bzw. -verbindlichkeiten (bis zu einem Jahr) erfolgt mit dem historischen Kurs zum Zeitpunkt des Entstehens unter Berücksichtigung der Gewinne und Verluste aus Kursänderungen durch die Umrechnung zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag. Langfristige Fremdwährungsforderungen bzw. -verbindlichkeiten (über einem Jahr) werden mit dem historischen Kurs zum Zeitpunkt des Entstehens unter Berücksichtigung der Verluste aus Kursänderungen zum Bilanzstichtag berücksichtigt.

Finanzinstrumente werden nicht zu Bewertungseinheiten zusammengefasst.

Latente Steuern

Da die Nordex SE als Organträgerin alleinige Steuerschuldnerin ist, sind auch die tatsächlichen und latenten Steuern der Organgesellschaften vollständig in dem Jahresabschluss der Gesellschaft auszuweisen. Gleiches gilt für die Nordex Energy SE & Co. KG, für die die Nordex SE im Wege des Treuhandmodells (auch als "Organschaft für Personengesellschaften" bezeichnet) ertragsteuerliche Gewinne und Verluste übernimmt.

Latente Steuern werden auf Unterschiede in den Bilanzansätzen der Handels- und Steuerbilanz der Nordex SE als Organträgerin sowie der Organgesellschaften bzw. der Treuhandgesellschaft angesetzt, sofern sich diese in späteren Geschäftsjahren voraussichtlich abbauen. Dies betrifft im Wesentlichen passive latente Steuern für eine Wandelanleihe sowie aktive latente Steuern auf immaterielle Vermögensgegenstände und steuerliche Verlustvorträge. Die Bewertung erfolgt mit einem Steuersatz von 32% (davon 15,825% Körperschaftsteuer und 16,175% Gewerbesteuer).

Für einen sich ergebenden Aktivüberhang der latenten Steuern zum Bilanzstichtag wird von dem Aktivierungswahlrecht des § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB kein Gebrauch gemacht.

Derivative Finanzinstrumente

Derivative Finanzinstrumente werden mit ihren Anschaffungskosten oder mit dem niedrigeren beizulegenden Zeitwert bilanziert. Für derivative Finanzinstrumente mit einem negativen Zeitwert werden Drohverlustrückstellungen gebildet.

III. Angaben zur Bilanz

(1) Immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen

Die Aufgliederung und die Entwicklung des Anlagevermögens sowie der kumulierten Abschreibungen sind im Anlagenspiegel dargestellt, der diesem Anhang als Anlage beigefügt ist.

Unter den immateriellen Vermögensgegenständen sind Softwareprogramme und Lizenzen ausgewiesen.

Der Posten "Grundstücke und Bauten" umfasst Mietereinbauten. Der Posten "Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung" betrifft im Wesentlichen Büroausstattung.

(2) Anteile an verbundenen und assoziierten Unternehmen

Hierunter sind folgende direkt verbundene und assoziierte Unternehmen der Nordex SE ausgewiesen:

Buchwert 31.12.2024
TEUR
Buchwert 31.12.2023
TEUR
Anteile an verbundenen Unternehmen
Corporación Nordex Energy Spain S.L., Barasoain / Spanien 1.211.095 1.211.095
Nordex International GmbH, Hamburg 127.584 127.584
Nordex Electrolyzers S.L., Barasoain / Spanien 49.912 88.554
Nordex Energy SE & Co. KG, Hamburg 37.555 37.555
Nordex Finland Oy, Helsinki / Finnland 24.008 7.133
Nordex Enerji AS, Istanbul / Türkei 20.814 18.361
Nordex Employee Holding GmbH, Hamburg 44 44
UAB Nordex Lithuania, Vilnius/ Litauen 32 32
Nordex Germany GmbH, Hamburg 30 30
Nordex Belgium SRL, Rochefort/ Belgien 30 30
Nordex Portugal, Unipessoal Lda., Porto/ Portugal 30 30
Nordex Grundstücksverwaltung GmbH, Hamburg 25 25
Nordex Windpark Verwaltung GmbH, Hamburg 25 25
Nordex Blade Technology Centre ApS, Kirkeby / Dänemark 7 7
Nordex Norway AS, Oslo/ Norwegen 0 11.663
Nordex Windpark Beteiligung GmbH, Hamburg 0 375
Nordex Netherlands B.V., Zwolle/ Niederlande 0 30
Nordex Beteiligungen GmbH, Hamburg 0 25
Summe 1.471.190 1.502.597
Anteile an assoziierten Unternehmen
ACCIONA Nordex Green Hydrogen, S.L. (vorher: Nordex H2 S.L.), Barasoain / Spanien 32.571 15.002
Summe 1.503.762 1.517.599

Weiterführende Informationen zu den Anteilen an verbundenen und assoziierten Unternehmen sind in der Anteilsbesitzliste dargestellt, die diesem Anhang als Anlage beigefügt ist.

(3) Ausleihungen an verbundene Unternehmen

Es wurden langfristige Darlehen an verbundene Unternehmen gegeben in Höhe von TEUR 17.812 (2023: TEUR 47.219), davon TEUR 2.445 (2023: TEUR 5.167) mit ursprünglich zweijähriger, TEUR 7.100 (2023: TEUR 14.600) mit ursprünglich dreijähriger und TEUR 8.268 (2023: TEUR 27.452) mit ursprünglich fünfjähriger Laufzeit.

(4) Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, enthalten eine abgezinste Forderung in Höhe von TEUR 34.400 (2023: TEUR 51.300) mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr. Die restlichen Forderungen haben, wie im Vorjahr, eine Restlaufzeit von unter einem Jahr. Die sonstigen Vermögensgegenstände haben, wie im Vorjahr, eine Restlaufzeit von unter einem Jahr.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen betreffen im Wesentlichen Forderungen aus Finanzverkehr in Höhe von TEUR 748.544 (2023: TEUR 2.309.172) und entstehen im Zuge des konzernweiten Inhouse Bankings, welches die zentrale Intercompany Finanzierung von Gruppengesellschaften darstellt. Zudem enthalten die Forderungen gegen verbundene Unternehmen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 272.284 (2023: TEUR 331.269) und Zinsen für langfristige Darlehen an verbundene Unternehmen in Höhe von TEUR 7.390 (2023: TEUR 12.672).

Die Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, enthalten abgezinste Forderungen aus dem Anteilsverkauf von 50 % der Anteile an der Nordex ACCIONA Nordex Green Hydrogen, S.L. (vorher: Nordex H2 S.L.) in Höhe von TEUR 34.400 (2023: TEUR 51.300).

Die sonstigen Vermögensgegenstände enthalten Forderungen aus Devisentermingeschäften in Höhe von TEUR 1.837 (2023: TEUR 0) sowie Forderungen aus Umsatzsteuer in Höhe von TEUR 2.720 (2023: TEUR 24.378).

(5) Rechnungsabgrenzungsposten

Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten in Höhe von TEUR 9.321 (2023: TEUR 10.462) enthält im Wesentlichen Zahlungen für die Platzierung der Wandelschuldverschreibung mit einer Laufzeit bis April 2030 in Höhe von TEUR 3.691 (2023: TEUR 4.538) und für EDV-Aufwendungen in Höhe von TEUR 5.483 (2022: TEUR 4.843).

(6) Eigenkapital

Gezeichnetes Kapital TEUR
Bestand am 01. Januar 2024 236.450
Kapitalerhöhung 0
Bestand am 31. Dezember 2024 236.450
Kapitalrücklage
Bestand am 01. Januar 2024 1.470.798
Mitarbeiteraktienoptionsprogramm 3.097
Entnahme aus Kapitalrücklage -285.226
Bestand am 31. Dezember 2024 1.188.669
Bilanzverlust
Jahresfehlbetrag -285.226
Entnahme aus Kapitalrücklage 285.226
Bestand am 31.Dezember 2024 0
Eigenkapital zum 31. Dezember 2024 1.425.118

Das Gezeichnete Kapital beträgt EUR 236.450.364 (2023: EUR 236.450.364) und teilt sich auf in 236.450.364 (2023: 236.450.364) nennwertlose Stückaktien mit einem rechnerischen Anteil am Grundkapital von je EUR 1, die voll eingezahlt sind.

In der Kapitalrücklage ist der Eigenkapitalanteil der Wandelschuldverschreibungen in Höhe von TEUR 91.683 enthalten.

Mitarbeiteraktienoptionsprogramm

Die Nordex SE hat begonnen, bestimmten Mitarbeitern im Rahmen eines Mitarbeiterbindungsprogrammes unentgeltlich Bezugsrechte auf Aktien der Nordex SE zu gewähren. Die Mitarbeiter haben ebenfalls die Möglichkeit nicht an dem Programm teilzunehmen.

Jede gewährte Option berechtigt zum Erwerb einer auf den Inhaber lautenden Stückaktie der Nordex SE. Insgesamt werden in diesem Programm vier Tranchen ausgegeben. Die Ausgabe erfolgt jeweils einmal jährlich innerhalb eines Zeitraums von 15 Handelstagen an der Frankfurter Wertpapierbörse, beginnend mit dem dritten Handelstag nach der Veröffentlichung des dritten Quartalsberichts der Nordex SE. Die erste Tranche wurde am 3. Dezember 2021, eine zweite am 6. Dezember 2022, eine dritte am 5. Dezember 2023 und eine vierte am 27. November 2024 ausgegeben. Insgesamt können bis zum Ende der Laufzeit des Programms maximal 3.500.000 Optionen weltweit für sämtliche Management- und Expert-Level gewährt werden.

Die Laufzeit der Optionen beginnt mit dem Zuteilungstag und endet nach sechs Jahren. Die letzte Zuteilung erfolgt im November 2024, dementsprechend endet die Laufzeit des gesamten Programms im Dezember 2030.

Die Kapitalrücklage in Höhe von TEUR 1.188.668 (2023: TEUR 1.470.798) umfasst aus dem Geschäftsjahr Anteile aus dem Mitarbeiteraktienoptionsprogramm in Höhe von TEUR 3.097 (2023: TEUR 1.830).

Der handelsrechtliche Jahresfehlbetrag für das Geschäftsjahr 2024 der Nordex SE in Höhe von EUR 285.226.341,37 (Jahresfehlbetrag 2023: EUR 284.579.675,30) wurde vollständig durch eine Entnahme aus der Kapitalrücklage in Höhe von EUR 285.226.341,37 ausgeglichen. Zum 31. Dezember 2023 erfolgte der Ausgleich vollständig durch die Entnahme von EUR 284.579.675,30 aus der Kapitalrücklage.

Die Gesellschaft verfügte zum 31. Dezember 2024 über ein Genehmigtes Kapital I in Höhe von EUR 23.645.036,00 mit entsprechend 23.645.036 Aktien (2023: EUR 21.194.622), ein Genehmigtes Kapital II in Höhe von EUR 47.290.072,00 mit entsprechend 47.290.072 Aktien (2023: EUR 42.389.245), ein Genehmigtes Kapital III in Höhe von EUR 6.358.387,00 mit entsprechend 6.358.387 Aktien (2023: EUR 6.358.387,00 mit entsprechend 6.358.387 Aktien), ein Bedingtes Kapital I in Höhe von EUR 21.194.623,00 mit entsprechend 21.194.623 Aktien (2023: 21.194.623,00 mit 21.194.623 Aktien) und ein Bedingtes Kapital II von EUR 3.500.000 mit entsprechend 3.500.000 Aktien (unverändert zum Vorjahr) sowie ein Bedingtes Kapital III in Höhe von EUR 23.645.036,00 mit entsprechend 23.645.036 Aktien. Die Aktien haben jeweils einen rechnerischen Anteil am Grundkapital von je EUR 1.

Insgesamt können aus sämtlichen der Gesellschaft zur Verfügung stehenden Ermächtigungen und Kapitalia (einschließlich der Ermächtigung zur Ausgabe von Wandelschuldverschreibungen und Aktienoptionen an Führungskräfte und Experten des Konzerns) nur neue Aktien mit einem Gesamtanteil am Grundkapital in einer Höhe von maximal 40 % des bei der Beschlussfassung der Hauptversammlung am 23. April 2024 bestehenden Grundkapitals ausgegeben werden, was 94.580.145 neuen Aktien entspricht.

Im Einzelnen:

Durch Hauptversammlungsbeschluss vom 23. April 2024 war der Vorstand ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats im Rahmen des Genehmigten Kapitals I das Grundkapital der Gesellschaft bis zum Ablauf des 22. April 2027 einmalig oder mehrmalig insgesamt um bis zu EUR 23.645.036,00 gegen Bar- und / oder Sacheinlagen durch Ausgabe neuer, auf den Inhaber lautender Stückaktien zu erhöhen. Der Vorstand hat von dieser Ermächtigung keinen Gebrauch gemacht.

Durch Hauptversammlungsbeschluss vom 23. April 2024 war der Vorstand ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats im Rahmen des Genehmigten Kapitals II das Grundkapital der Gesellschaft bis zum Ablauf des 22. April 2027 einmalig oder mehrmalig insgesamt um bis zu EUR 47.290.072,00 gegen Bareinlagen durch Ausgabe neuer, auf den Inhaber lautender Stückaktien zu erhöhen. Der Vorstand hat von dieser Ermächtigung keinen Gebrauch gemacht.

Durch Hauptversammlungsbeschluss vom 27. März 2023 war der Vorstand ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats im Rahmen des Genehmigten Kapitals III das Grundkapital der Gesellschaft bis zum Ablauf des 26. März 2026 einmalig oder mehrmalig insgesamt um bis zu EUR 6.358.387 gegen Bar- und / oder Sacheinlagen durch Ausgabe neuer, auf den Inhaber lautender Stückaktien zu erhöhen. Der Vorstand hat von dieser Ermächtigung keinen Gebrauch gemacht.

Durch Hauptversammlungsbeschluss vom 27. März 2023 war der Vorstand ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats im Rahmen des Bedingten Kapitals I das Grundkapital der Gesellschaft um bis zu Euro 21.194.623,00 durch Ausgabe von bis zu 21.194.623 neuen, auf den Inhaber lautende Stückaktien, bedingt zu erhöhen. Das Bedingte Kapital I dient der Gewährung von auf den Inhaber lautenden Stückaktien bei Ausübung von Wandlungs- oder Optionsrechten (oder bei Erfüllung entsprechender Wandlungspflichten) oder bei Ausübung eines Wahlrechts der Gesellschaft, ganz oder teilweise anstelle der Zahlung des fälligen Geldbetrags Stückaktien der Gesellschaft zu gewähren, an die Inhaber von Wandel- oder Optionsschuldverschreibungen, die aufgrund des Ermächtigungsbeschlusses der Hauptversammlung vom 27. März 2023 bis zum Ablauf des 26. März 2026 von der Gesellschaft gegen Bareinlage ausgegeben werden.

Die Gesellschaft hat im Jahr 2023 nicht nachrangige und unbesicherte grüne Wandelschuldverschreibungen mit einem Gesamtnennbetrag in Höhe von 333 Millionen Euro und einem Nennbetrag von jeweils 100.000 Euro, fällig zum 14. April 2030, begeben. Die Bezugsrechte der bestehenden Aktionäre wurden ausgeschlossen. Die Zahl der Aktien, in die die Wandelschuldverschreibungen zu wandeln sind, bestimmt sich durch die Division des Nennbetrags durch den Wandlungspreis. Der Wandlungspreis wurde auf EUR 15,73 festgelegt und unterliegt marktüblichen Anpassungsmechanismen. Beim anfänglichen Wandlungspreis von EUR 15,73 ergibt sich eine Wandlung in anfänglich 21.169.739 Aktien der Gesellschaft, entsprechend knapp 10% des Grundkapitals im Zeitpunkt der Beschlussfassung und im Zeitpunkt der Ausübung der Ermächtigung.

Das Bedingte Kapital II dient der Bedienung von gewährten Bezugsrechten aus Aktienoptionen von Führungskräften und Experten der Gesellschaft und den Unternehmen der Nordex Group im In- und Ausland sowie von Mitgliedern von Geschäftsführungen von Unternehmen der Nordex Group, die aufgrund der Ermächtigung der Hauptversammlung vom 5. Mai 2021 in der Zeit bis zum Ablauf des 4. Mai 2026 gewährt werden. Bisher sind in einer ersten Tranche im Jahr 2021 579.190, in einer zweiten Tranche aus dem Jahr 2022 768.284, in einer dritten Tranche im Jahr 2023 884.409 und in einer vierten Tranche im Berichtsjahr 950.260 Bezugsrechte an Führungskräfte und Experten der Nordex Group gewährt worden.

Durch Hauptversammlungsbeschluss vom 23. April 2024 war der Vorstand ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats im Rahmen des Bedingten Kapitals III das Grundkapital der Gesellschaft um bis zu Euro 23.645.036,00 durch Ausgabe von bis zu 23.645.036 neuen, auf den Inhaber lautende Stückaktien, bedingt zu erhöhen. Das Bedingte Kapital III dient der Gewährung von auf den Inhaber lautenden Stückaktien bei Ausübung von Wandlungs- oder Optionsrechten (oder bei Erfüllung entsprechender Wandlungspflichten) oder bei Ausübung eines Wahlrechts der Gesellschaft, ganz oder teilweise anstelle der Zahlung des fälligen Geldbetrags Stückaktien der Gesellschaft zu gewähren, an die Inhaber von Wandel- oder Optionsschuldverschreibungen, die aufgrund des Ermächtigungsbeschlusses der Hauptversammlung vom 23. April 2024 bis zum Ablauf des 22. April 2027 von der Gesellschaft gegen Bareinlage ausgegeben werden. Der Vorstand hat von dieser Ermächtigung keinen Gebrauch gemacht.

Mit Beschluss der Hauptversammlung vom 6. Juni 2023 wurde der Vorstand bis zum 5. Juni 2028 ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats eigene Aktien im Umfang von bis zu 10 % des zum Zeitpunkt der Beschlussfassung der Hauptversammlung bestehenden Grundkapitals zu erwerben und zu allen gesetzlich zulässigen Zwecken zu verwenden. Die Aktien können unter anderem im Rahmen von Unternehmenszusammenschlüssen und Unternehmenserwerben verwendet werden, als Belegschaftsaktien Führungskräften und Mitarbeitern der Gesellschaft bzw. verbundener Unternehmen angeboten werden, zur Bedienung von Umtauschrechten bzw. Umtauschpflichten aus Wandelschuldverschreibungen oder von Arbeitnehmeroptionsrechten verwendet werden. Das Bezugsrecht der Aktionäre ist in diesen Fällen jeweils ausgeschlossen. Die eigenen Aktien können auch eingezogen werden oder gegen Barzahlung an Aktionäre oder Dritte unter Ausschluss des Bezugsrechts der Aktionäre zu einem Preis veräußert werden, der den Börsenpreis zum Zeitpunkt der Veräußerung nicht wesentlich unterschreitet.

Von der Ermächtigung zum Erwerb eigener Aktien wurde im Berichtszeitraum kein Gebrauch gemacht.

(7) Angaben nach § 160 Abs. 1 Nr. 8 AktG

Entsprechend § 160 Abs. 1 Nr. 8 AktG werden nachfolgend die nach § 33 Abs. 1 oder Abs. 2 des WpHG mitgeteilten, bestehenden Beteiligungen aufgeführt:

Bekanntmachungen gem. § 40 Abs. 1 WpHG

Mitteilungspflichtiger (Stimmrechte in %, wenn 3% oder höher) Mitteilung vom Datum Schwellenberührung Gesamtstimmrechtsanteile neu Gesamtstimmrechtsanteile alt
Acciona S.A. 10.10.2019 09.10.2019 36,27 % ****** 29,90 %
(38.695.996 Stimmrechte, davon direkt nach § 33 WpHG: 38.695.996)
Ministry of Finance on behalf of the State of Norway 20.04.2021 19.04.2021 2,62 % ***** 3,06 %
(3.070.626 Stimmrechte; davon zugerechnet nach § 34 WpHG: 3.067.126; Instrumente i.S.d. § 38 Abs. 1 Nr. 1 WpHG: 3.500)
DWS Investment GmbH 17.03.2022 15.03.2022 2,88 % **** 3,39 % ****
(4.602.320 Stimmrechte, davon zugerechnet nach § 34 WpHG: 4.602.320)
Morgan Stanley 30.06.2022 24.06.2022 4,87 % **** 5,74 % ****
(7.787.907 Stimmrechte, davon zugerechnet nach §34 WpHG: 706.289; Instrumente i.S.d. § 38 Abs.1 Nr.1 WpHG: 3.424.612; Instrumente i.S.d. §38 Abs.1 Nr.2 WpHG: 3.657.006)
Bruce Emery 20.09.2022 05.09.2022 3.02 % ** 0 % **
(6.393.279 Stimmrechte, davon zugerechnet nach § 34 WpHG: 6.393.279)
Susanne Klatten 09.05.2023 08.05.2023 2,96 % * 4,37 % ****
(6.987.741 Stimmrechte, davon zugerechnet nach § 34 WpHG: 6.987.741)
Bank of America Corporation 20.06.2023 15.06.2023 4,34 % * 7,03 % *
(10.261.122 Stimmrechte, davon zugerechnet nach § 34 WpHG: 4.118.127; Instrumente i.S.d. § 38 Abs.1 Nr.1 WpHG: 2.885.215; Instrumente i.S.d. § 38 Abs.1 Nr.2 WpHG: 3.257.780)
BlackRock, Inc. 14.02.2025 (nach Bilanzstichtag) 12.02.2025 5,37 % * 3,58 % *
(12.694.637 Stimmrechte, davon zugerechnet nach § 34 WpHG: 8.046.644; Instrumente i.S.d. § 38 Abs. 1 Nr. 1 WpHG: 651.421; Instrumente i.S.d. § 38 Abs. 1 Nr. 2 WpHG: 3.996.572)
JPMorgan Chase & Co. 05.02.2024 31.01.2024 4,43 % * 5,56 % *
(10.471.260 Stimmrechte, davon zugerechnet nach § 34 WpHG: 4.512.157; Instrumente i.S.d. § 38 Abs. 1 Nr. 1 WpHG: 964.502; Instrumente i.S.d. § 38 Abs. 1 Nr. 2 WpHG: 4.994.601)
UBS Group AG 05.02.2025 (nach Bilanzstichtag) 03.02.2025 4,67 % * (11.050.432 Stimmrechte, davon zugerechnet nach § 34 WpHG: 7.734.781; Instrumente i.S.d. § 38 Abs. 1 Nr. 1 WpHG: 694.544; Instrumente i.S.d. § 38 Abs. 1 Nr. 2 WpHG: 2.621.107) 4,20 % *
The Goldman Sachs Group, Inc. 03.10.2024 27.09.2024 4,63 % * (10.929.548 Stimmrechte, davon zugerechnet nach § 34 WpHG: 795.017; Instrumente i.S.d. § 38 Abs. 1 Nr. 1 WpHG: 7.653.695; Instrumente i.S.d. § 38 Abs. 1 Nr. 2 WpHG: 2.490.836) 5,71 % *

* bezogen auf 236.450.364 Stimmenrechte (nach Kapitalerhöhung am 27.03.2023)

** bezogen auf 211.946.227 Stimmenrechte (nach Kapitalerhöhung am 25.07.2022)

*** bezogen auf 176.023.138 Stimmenrechte (nach Kapitalerhöhung am 28.06.2022)

**** bezogen auf 160.021.035 Stimmrechte (nach Kapitalerhöhung 2021)

***** bezogen auf 117.348.759 Stimmrechte (nach Kapitalerhöhung 2020)

****** bezogen auf 106.680.691 Stimmrechte (nach Kapitalerhöhung 2019)

******* bezogen auf 96.982.447 Stimmrechte (vor Kapitalerhöhung 2019)

(8) Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen setzen sich wie folgt zusammen:

31.12.2024
TEUR
31.12.2023
TEUR
Rückstellung für ausstehende Rechnungen 31.953 23.315
Rückstellung für Drohverluste aus der Bewertung von Devisentermingeschäften 4.808 7.165
Rückstellungen für Personal 7.527 5.049
- davon Tantieme 6.668 4.269
- davon Resturlaub 812 688
- davon sonstige Personalrückstellungen 35 86
- davon Berufsgenossenschaft 12 6
Sonstige Rückstellungen 430 3.325
44.718 38.854

(9) Verbindlichkeiten

Die Aufgliederung der Restlaufzeit bei den Verbindlichkeiten ergibt sich aus der folgenden Aufstellung:

davon mit einer Restlaufzeit
31.12.2024
TEUR
bis zu einem Jahr
TEUR
mehr als ein Jahr
TEUR
davon mehr als fünf Jahre
TEUR
Wandelschuldverschreibung (Convertible Bond) 261.520 20.203 0 241.317
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 12.012 5.512 6.500 0
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 16.696 16.696 0 0
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 1.684.655 1.684.655 0 0
(davon aus Lieferungen u. Leistungen) (16.258) (16.258) (0) (0)
Sonstige Verbindlichkeiten 915 915 0 0
1.975.798 1.727.981 6.500 241.317
davon mit einer Restlaufzeit
31.12.2023
TEUR
bis zu einem Jahr
TEUR
mehr als ein Jahr
TEUR
davon mehr als fünf Jahre
TEUR
Wandelschuldverschreibung (Convertible Bond) 251.327 10.010 0 241.317
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 15.931 9.431 6.500 0
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 17.526 17.526 0 0
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 2.893.447 2.893.447 0 0
(davon aus Lieferungen u. Leistungen) (58.886) (58.886) (0) (0)
Sonstige Verbindlichkeiten 539 539 0 0
3.178.770 2.930.953 6.500 241.317

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen resultieren im Wesentlichen aus dem konzernweiten Inhouse Banking, welches die zentrale Intercompany Finanzierung von Gruppengesellschaften darstellt.

Die externe Finanzierung des Konzerns basiert im Wesentlichen auf den folgenden Fremdkapitalinstrumenten.

Schuldscheindarlehen

Am 6. April 2016 hat die Nordex SE mit gesamtschuldnerischer Haftung der Nordex Energy SE & Co. KG ein Schuldscheindarlehen im Volumen von TEUR 550.000 bei nationalen und internationalen Investoren platziert. Nach Rückzahlungen im April 2021 und April 2023 besteht das Schuldscheindarlehen derzeit aus einer Tranche mit einer ursprünglichen Laufzeit von zehn Jahren und einem festen Zinssatz von 2,96 %. Das Schuldscheindarlehen ist als grünes Finanzinstrument zertifiziert. Zum 31. Dezember 2024 beträgt die unter den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten bilanzierte Verbindlichkeit nebst abgegrenzter Kosten und Zinsen TEUR 6.640 (31. Dezember 2023: TEUR 6.642), wovon TEUR 140 (31. Dezember 2023: TEUR 142) kurzfristig sind.

Syndizierte Multi-Currency-Avalkreditlinie

Die Nordex SE verfügt darüber hinaus mit gesamtschuldnerischer Haftung von wesentlichen Nordex-Konzerngesellschaften über eine bis zum 9. April 2025 laufende syndizierte Multi-Currency-Avalkreditlinie in Höhe von aktuell TEUR 1.067.640 (ursprünglich TEUR 1.410.000). Diese Multi-Currency-Avalkreditlinie beinhaltet zugesicherte Barkreditlinien in Höhe von TEUR 100.000, wovon im Geschäftsjahr 2022 TEUR 10.000 an eine indische Tochtergesellschaft herausgelegt wurden. Der an die indische Tochtergesellschaft herausgelegte Betrag wurde im Geschäftsjahr 2023 auf TEUR 20.000 erhöht.

Zum 31. Dezember 2024 ist die syndizierte Multi-Currency-Avalkreditlinie mit Avalen in Höhe von TEUR 400.560 (31. Dezember 2023: TEUR 1.012.884) in Anspruch genommen worden.

Für die syndizierte Multi-Currency-Avalkreditlinie bestehen ferner einheitliche Financial Covenants. Eine Kündigung dieser Multi-Currency-Avalkreditlinie seitens der Finanzinstitute ist nur aus außerordentlichen Gründen, beispielsweise wegen Nichteinhaltung der Financial Covenants, möglich. Zum 31. Dezember 2024 lagen keine Verstöße gegen Covenants vor.

Vereinbarung über die Inanspruchnahme einer offenen Avalkreditlinie

Im Jahr 2023 hat Nordex SE mit der Acciona, S.A. eine Vereinbarung über die Inanspruchnahme einer offenen Avalkreditlinie abgeschlossen, in der die Acciona S.A. Nordex unter bestimmten Bedingungen anbietet, ihre offenen Bank- und Bürgschaftsfazilitäten in einer Gesamthöhe von bis zu TEUR 1.300.000 (ursprünglich: TEUR 600.000) zur Verfügung zu stellen, im Rahmen derer Bürgschaften von verschiedenen Finanzinstituten zur Deckung des Bedarfs der Nordex Group ausgestellt werden können.

Zum 31. Dezember 2024 ist die Kreditlinie in Höhe von TEUR 1.175.445 (31. Dezember 2023: TEUR 377.606) in Form von Garantien in Anspruch genommen worden. Der im Zusammenhang mit der Garantiegebühr unter den kurzfristigen Verbindlichkeiten ausgewiesene zu zahlende Betrag belief sich auf TEUR 8.972 (31. Dezember 2023: TEUR 2.275). Die Kreditlinie ist eine Alternative zur syndizierten Multi-Currency-Avalkreditlinie, um das Anleihevolumen insgesamt zu diversifizieren.

Wandelschuldverschreibungen

Die Nordex Group hat im April 2023 erfolgreich grüne, nicht nachrangige und unbesicherte Wandelschuldverschreibungen in Höhe von nominal TEUR 333.000 platziert. Die Anleihen haben eine Laufzeit von sieben Jahren und ist mit einem Kupon von 4,25 % sowie einem Wandlungspreis von EUR 15,73 ausgestattet.

Das Wandlungsrecht innerhalb der Wandelschuldverschreibungen stellt ein Eigenkapitalinstrument dar, das in Höhe von TEUR 91.683 im Eigenkapital enthalten ist. Die Fremdkapitalkomponente ist als zu fortgeführten Anschaffungskosten zu bewertende finanzielle Verbindlichkeit klassifiziert. Zum 31. Dezember 2024 beträgt die unter den finanziellen Verbindlichkeiten bilanzierte Verbindlichkeit nebst abgegrenzter Kosten und Zinsen TEUR 261.520.

(10) Haftungsverhältnisse aus gegebenen Konzernbürgschaften und sonstige finanzielle Verpflichtungen

In der Nordex SE bestehen Haftungsverhältnisse aus der Bestellung von Sicherheiten (Gewährleistungsverträge) gegenüber Dritten zugunsten konsolidierter und nicht konsolidierter verbundener Unternehmen in Höhe von EUR 21.335 Mio. (2023: EUR 18.403 Mio.).

Die eingegangenen Haftungsverhältnisse stehen im Wesentlichen im Zusammenhang mit gegenüber Kunden abgegebenen Garantien bzw. Patronatserklärungen. Sofern eine Zahlungsverpflichtung aus den abgegebenen Garantien erwartet wird, würde eine entsprechende Rückstellung gebildet.

Nordex SE geht Haftungsverhältnisse nur nach sorgfältiger Risikoabwägung und grundsätzlich nur im Zusammenhang mit der eigenen oder der Geschäftstätigkeit verbundener Unternehmen ein. Auf Basis einer kontinuierlichen Evaluierung der Risikosituation der eingegangenen Haftungsverhältnisse und unter Berücksichtigung der bis zum Aufstellungszeitpunkt gewonnenen Erkenntnisse geht die Nordex SE derzeit davon aus, dass die den Haftungsverhältnissen zugrundeliegenden Verpflichtungen von den jeweiligen Hauptschuldnern erfüllt werden können. Nordex SE schätzt daher bei allen aufgeführten Haftungsverhältnissen das Risiko einer Inanspruchnahme als nicht wahrscheinlich ein.

Der Gesamtbetrag der sonstigen finanziellen Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen beläuft sich zum Bilanzstichtag auf TEUR 46.318 (2023: TEUR 27.287) und verteilt sich auf die Folgejahre wie folgt:

< 1 Jahr
TEUR
1 bis 5 Jahre
TEUR
> 5 Jahre
TEUR
Summe
TEUR
Restlaufzeit der sonstige finanzielle Verpflichtungen zum 31.12.2024 3.135 13.341 29.834 46.318
< 1 Jahr
TEUR
1 bis 5 Jahre
TEUR
> 5 Jahre
TEUR
Summe
TEUR
Restlaufzeit der sonstigen finanziellen Verpflichtungen zum 31.12.2023 4.026 9.988 13.273 27.287

Die Miet- und Leasingverpflichtungen betreffen im Wesentlichen Mietzahlungen für die beiden Hauptverwaltungsgebäude in Hamburg. Für das im Dezember 2010 bezogene Gebäude Nordex Forum I wurde die Festlaufzeit des Mietvertrags frühzeitig bis zum 30.11.2035 verlängert. Die Laufzeit für das seit 01.06.2018 gemietete Verwaltungsgebäude Nordex Forum II beträgt 20 Jahre.

IV. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

(1) Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse unterteilen sich wie folgt:

2024
TEUR
2023
TEUR
Provisionen für ausgestellte Vertragserfüllungsbürgschaften für Konzerngesellschaften 128.285 26.648
Konzernumlagen für Dienstleistungen 95.764 83.744
Umsatzerlöse mit Fremden 966 1.080
225.015 111.472

Die Umsatzerlöse mit Fremden betreffen Mieterlöse aus der Untervermietung der nicht genutzten Büroflächen und Stellplätze des seit 01.06.2018 gemieteten Verwaltungsgebäudes Nordex Forum II.

Nach Regionen gliedern sich die Umsatzerlöse wie folgt auf:

2024
TEUR
2023
TEUR
Europa 196.278 84.544
Nordamerika 9.878 9.636
Lateinamerika 9.548 10.914
Rest der Welt 9.311 6.378
225.015 111.472

(2) Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge (TEUR 116.803; 2023: TEUR 178.934) resultieren im Wesentlichen aus Erträgen aus Kursdifferenzen (TEUR 33.031; 2023: TEUR 76.507), der Weiterbelastung von Kosten im Intercompany Bereich an die verursachenden Länder (TEUR 3.345; 2023: TEUR 3.813), der Zuschreibung der Forderungen der Beteiligung Nordex Manufacturing GmbH (TEUR 33.839; 2023: TEUR 0) sowie der Nordex India Manufacturing Private Limited (TEUR 9.921; 2023: TEUR 0), der Zuschreibung der Beteiligungen an der Nordex Finland Oy (TEUR: 16.875; 2023: Abwertung in Höhe von TEUR 16.875) sowie der Nordex Enerji A.S. (TEUR: 2.454; 2023: TEUR 0), und aus der Auflösung von Rückstellungen (TEUR 3.214; 2023: TEUR 2.928).

(3) Personalaufwand

In der Nordex SE waren im Durchschnitt folgende Mitarbeiter (ohne Vorstände) beschäftigt:

Geschäftsjahr Angestellte leitende Angestellte
2024 331 19
2023 310 18

Der Gesamtaufwand, der in der Periode für das Mitarbeiteraktienoptionsprogramm erfasst worden ist, beläuft sich auf TEUR 3.097 (2023: TEUR 1.830).

(4) Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen setzen sich wie folgt zusammen:

Von den Aufwendungen aus Kursdifferenzen sind nicht realisierte TEUR 9.064 (2023: TEUR 15.159).

2024
TEUR
2023
TEUR
Wertberichtigungen auf Forderungen verb. konsolidierter Unternehmen 88.408 5.520
Aufwendungen aus Währungsumrechnung 22.462 114.188
Rechts- und Beratungskosten 16.023 24.341
EDV Kosten 13.692 13.668
Aufwand Weiterbelastung von verb. konsolidierten Unternehmen 13.675 12.147
Patentaufwand 12.479 9.526
Mieten, Pachten und Leasing 9.043 8.896
Versicherungskosten 8.415 10.460
Fremdpersonalaufwendungen 8.155 6.440
Instandhaltungskosten 5.377 6.992
Werbekosten 2.177 1.911
Bankgebühren 288 1.633
Sonstiges 6.947 8.526
207.141 224.249

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen (TEUR 207.141; 2023: TEUR 224.249) resultieren im Wesentlichen aus Aufwendungen aus Wertberichtigungen auf Forderungen verbundener konsolidierter Unternehmen. Aufgrund dauerhafter Wertminderungen wurden die Forderungen gegen verbundene Unternehmen gegenüber der Nordex Netherlands B.V. in Höhe von TEUR 48.703 (2023: TEUR 156), gegenüber der Nordex Windpark Beteiligung GmbH in Höhe von TEUR 17.748 (2023: TEUR 0) sowie gegenüber der Nordex Norway AS in Höhe von TEUR 8.896 (2023: TEUR 0) wertberichtigt.

(5) Erträge aus Beteiligungen

Die Erträge aus Beteiligungen verteilen sich in der Berichtsperiode wie folgt:

2024
TEUR
2023
TEUR
Nordex Enerji AS, Istanbul / Türkei 0 48.720
0 48.720

(6) Erträge aus Ergebnisabführung und Aufwendungen aus Verlustübernahme

Die Erträge aus Ergebnisabführung und Aufwendungen aus Verlustübernahme verteilen sich in der Berichtsperiode wie folgt:

2024
TEUR
2023
TEUR
Nordex Energy SE & Co. KG, Hamburg -458.435 -391.091
Nordex Windpark Beteiligung GmbH, Hamburg -2.699 -21.327
Nordex Manufacturing GmbH -1.467 -2.344
Nordex International GmbH, Hamburg 61.219 -25.682
Nordex Germany GmbH, Hamburg 35.898 1.358
Nordex Grundstücksverwaltung GmbH, Hamburg 236 93
-365.248 -438.993

(7) Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge

Im Geschäftsjahr beinhalten die sonstigen Zinsen und ähnliche Erträge (TEUR 207.752; 2023: TEUR 290.927) mit TEUR 202.464 im Wesentlichen Zinserträge aus verbundenen Unternehmen (2023: TEUR 288.880) sowie TEUR 4.578 Zinserträge aus Bankguthaben (2023: TEUR 1.317).

(8) Abschreibungen auf Finanzanlagen

Aufgrund dauerhafter Wertminderungen wurde die Beteiligung an der Nordex Electrolyzers S.L.U. in Höhe von TEUR 43.142 (2023: TEUR 0), der Nordex Norway GmbH in Höhe von TEUR 11.663 (2023: TEUR 6.680), der Nordex Windpark Beteiligung GmbH in Höhe von TEUR 375 (2023: TEUR 0), der Nordex Netherlands B.V. in Höhe von TEUR 30 (2023: TEUR 0) und der Nordex Beteiligungen GmbH in Höhe von TEUR 25 (2023: TEUR 0) abgeschrieben.

(9) Zinsen und ähnliche Aufwendungen

Die Zinsaufwendungen für das Geschäftsjahr gliedern sich wie folgt:

2024
TEUR
2023
TEUR
Zinsaufwendungen an verbundene Unternehmen 67.099 71.765
Zinsen auf Bankverbindlichkeiten 58.978 49.015
Zinsaufwendungen aus Wandelschuldverschreibung 24.346 17.086
Sonstige Zins- und Finanzierungsaufwendungen 1.416 973
Auf Schuldscheindarlehen angefallene Zinsen 192 336
Zinsaufwendungen aus der Abzinsung von Rückstellungen 7 7
Auf die Gesellschafterdarlehen I + II angefallenen Zinsen 0 13.931
Finanzierungsaufwendungen der Umwandlung Gesellschafterdarlehen I + II in Eigenkapital 0 12.068
Auf Anleihe (High-Yield Bond) angefallene Zinsen 0 1.490
Finanzierungsaufwendungen für das Gesellschafterdarlehen II 0 502
Finanzierungsaufwendungen für das Gesellschafterdarlehen I 0 175
152.038 167.348

V. Sonstige Angaben

(1) Angaben zum Anteilsbesitz gemäß § 285 S.1 Nr.11 HGB

Die vollständige Anteilsbesitzliste ist dem Anhang beigefügt.

Die Nordex SE ist Komplementärin und damit unbeschränkt haftender Gesellschafter der Nordex Energy SE & Co. KG.

Die Nordex SE und seine Tochterunternehmen werden in den Konzernabschluss der Acciona SA, Madrid, Spanien voll konsolidiert und aufgenommen. Der Konzernabschluss der Acciona SA ist auf der Website des Konzerns (https://www.acciona.com/shareholders-investors/financial-information/integrated-annual-report) erhältlich

(2) Erklärung zum Deutschen Corporate Governance Kodex gemäß § 161 AktG

Vorstand und Aufsichtsrat haben am 20. Februar 2024 die nach § 161 AktG vorgeschriebene Erklärung für das Geschäftsjahr 2024 abgegeben und den Aktionären im Internet unter http://ir.nordex-online.com/websites/Nordex/German/6100/entsprechenserklaerung.html zugänglich gemacht.

(3) Inanspruchnahme von Erleichterungsvorschriften

Die Nordex Energy SE & Co. KG ist von der Pflicht zur Aufstellung eines Anhangs und eines Lageberichts sowie zur Offenlegung des Jahresabschlusses für das am 31. Dezember 2024 endende Geschäftsjahr gemäß § 264b HGB befreit. Die Nordex Germany GmbH, die Nordex Grundstücksverwaltung GmbH, die Nordex International GmbH, die Nordex Windpark Beteiligung GmbH, die Nordex Beteiligungen GmbH und die Nordex Manufacturing GmbH sind von der Pflicht zur Aufstellung eines Anhangs und eines Lageberichts sowie zur Prüfung und Offenlegung des Jahresabschlusses und des Lageberichts gemäß § 325 HGB unter Bezugnahme auf die Regelungen des § 264 Abs. 3 HGB für das am 31. Dezember 2024 endende Geschäftsjahr befreit.

Die Nordex Netherlands B.V. ist gem. Artikel 403 Teil 9, Buch 2 des niederländischen Bürgerlichen Gesetzbuches von der Pflicht zur Prüfung des Jahresabschlusses in den Niederlanden befreit. In diesem Zusammenhang hat die Nordex SE eine Haftungserklärung (403 Liability Statement) abgegeben, in der sie erklärt, für die Schulden der Nordex Netherlands B.V. gesamtschuldnerisch zu haften.

(4) Angaben zu den Unternehmensorganen der Nordex SE

Vorstand

José Luis Blanco Diéguez, Hamburg

Chief Executive Officer (Vorsitzender des Vorstands)

Dr. Ilya Hartmann, Hamburg

Chief Financial Officer

Patxi Landa Esparza, Pamplona/Spanien

Chief Sales Officer (bis 22. Januar 2025)

Aufsichtsrat

Dr.-Ing. Wolfgang Ziebart, Starnberg

Vorsitzender des Aufsichtsrats, Vorsitzender des Präsidiums und Mitglied des Strategie- und Technikausschusses

Selbstständiger Unternehmensberater

Vorsitzender des Gesellschafterausschusses der Hella GmbH & Co. KGaA (börsennotiert)

Juan Muro-Lara, Madrid/Spanien

Stellvertretender Vorsitzender des Aufsichtsrats, Mitglied des Präsidiums und Mitglied des Prüfungsausschusses

Chief Strategy & Corporate Development Officer der Acciona, S.A. (Acciona-Konzern, börsennotiert)

Vorsitzender des Board of Directors der BESTINVER, S.A.

Vorsitzender des Board of Directors der BESTINVER GESTIÓN, S.A. SGIIC

Vorsitzender des Board of Directors der SOLIDEO, S.L

Vorsitzender des Board of Directors der SCUTUM LOGISTIC, S.L. (Acciona-Konzern)

Mitglied des Board of Directors der QEV EXTREME, S.L.

Stellvertretender Vorsitzender des Board of Directors der BESTINVER GESTIÓN, S.A. SGIIC

Vorsitzender des Board of Directors der BESTINVER PENSIONES EGFP, S.A

María Cordón, Madrid/Spanien

Mitglied des Strategie- und Technikausschusses

Leiterin des CEO-Büros bei Acciona, S.A. (Acciona-Konzern, börsennotiert)

Mitglied des Lenkungsausschusses der ACCIONA S.A.

Mitglied des Prüfungsausschusses der Eve Holding, Inc.

Mitglied des Board of Directors der Eve Holding, Inc. (börsennotiert)

Maria Isabel Blanco Alvarez, London/Großbritannien

Mitglied des Prüfungsausschusses

Leitende Umwelt- und Klimaökonomin bei der Europäischen Bank für Wiederaufbau und Entwicklung

Jan Klatten, München

Mitglied des Präsidiums und Vorsitzender des Strategie- und Technikausschusses

Geschäftsführender Gesellschafter der momentum Beteiligungsgesellschaft mbH

Geschäftsführender Gesellschafter der momentum infra2 GmbH

Geschäftsführender Gesellschafter der momentum infra 4 Verwaltungs GmbH

Martin Rey, Traunstein

Vorsitzender des Prüfungsausschusses

Rechtsanwalt und geschäftsführender Gesellschafter der Maroban GmbH

Mitglied des Investment-Committee für die IST Investmentstiftung für

Personalvorsorge

Vorsitzender des Aufsichtsrats der clearvise AG (börsennotiert)

Vorsitzender des Advisory Board der O2 Power Ltd. (nicht börsennotiert)

(5) Angaben zu Vergütungen der Gesellschaftsorgane gem. § 285 Abs. 9 HGB

Die Gesamtbezüge der Organe der Gesellschaft haben im Geschäftsjahr TEUR 5.005 (Vorstand TEUR 4.744 und Aufsichtsrat TEUR 261) betragen. Daraus sind TEUR 1.301 auf den beizulegenden Zeitwert der gewährten anteilsbasierten Vergütung aus dem Performance-Share-Units-Plan für den Vorstand zum Gewährungszeitpunkt in 2024 entfallen. Insgesamt wurden im Geschäftsjahr 146.122 PSU (Phantomaktien) ausgegeben.

Die Gesellschaft vereinbart zugunsten der Mitglieder des Vorstandes eine Vermögensschaden-Haftpflichtversicherung (D&O Versicherung). Die Höhe der Versicherung wird vom Aufsichtsrat festgelegt. Entsprechend des Aktiengesetzbuches und den Empfehlungen des DCGK sieht die Police einen Selbstbehalt vor.

Den Mitgliedern des Vorstandes wird keine Zusage im Rahmen einer betrieblichen Altersversorgung gewährt.

Die Gesellschaft hat gegenüber den Mitgliedern des Vorstands und des Aufsichtsrats weder Darlehen gewährt noch Bürgschaften oder Gewährleistungen übernommen.

Bezüge/Pensionsrückstellung ehemaliger Vorstände

Für zwei ausgeschiedene Vorstandsmitglieder mit einer unverfallbaren Anwartschaft sind zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2024 Pensionsrückstellungen in Höhe von TEUR 393 (2023: TEUR 406) gebildet und Gesamtbezüge von TEUR 21 im Geschäftsjahr gewährt worden.

(6) Honorare des Abschlussprüfers

Hinsichtlich der Angabe des Abschlussprüferhonorars wird gem. § 285 Nr. 17 HGB auf die Angabe im Anhang des Konzernabschlusses der Gesellschaft verwiesen. Die Abschlussprüfungsleistungen beinhalten die Honorare für die Konzernabschlussprüfung und die gesetzlich vorgeschriebene Prüfung der Nordex SE und deren Tochterunternehmen. Die anderen Bestätigungsleistungen umfassen Honorare für gesetzlich umfassen Honorare für sowie die Prüfung der nichtfinanziellen Erklärung sowie Covenant-Bescheinigungen.

(7) Finanzinstrumente

Als derivative Finanzinstrumente verwendet die Gesellschaft größtenteils Devisentermingeschäfte zur Sicherung von Fremdwährungspositionen. Externe Devisentermin- oder Devisenkassageschäfte (im wesentlichen CNY, INR, USD) werden weitestgehend zentral über die Nordex SE abgewickelt.

Der fiktive Rückzahlungsbetrag des Nominalvolumens zum Bilanzstichtag beträgt TEUR 135.780 (2023: TEUR 120.226) mit einem beizulegenden Zeitwert von TEUR 6.731 (2023: TEUR -2.796).

Die derivativen Finanzinstrumente sind mit einem Buchwert von TEUR 4.808 (2023: TEUR 7.165) in den Sonstigen Rückstellungen enthalten.

Der Marktwert der Devisentermin- oder Devisenkassageschäften errechnet sich auf Basis der am Bilanzstichtag geltenden Devisen-Kassa-Mittelkurse unter Berücksichtigung der Terminauf- und -abschläge für die jeweilige Restlaufzeit des Kontraktes im Vergleich zum kontrahierten Devisenterminkurs.

(8) Auswirkungen der Anwendung des deutschen MinStG und ausländischer MinStG nach § 285 HGB Nr.30a

Die Nordex Group ist ein multinationaler Konzern mit einem Jahresumsatz von mehr als 750 Millionen Euro und unterliegt daher den OECD-Regeln zur globalen Mindestbesteuerung (OECD-Säule 2). Die Säule 2 der OECD wurde mit der Richtlinie vom 14. Dezember 2022 in europäisches Recht umgesetzt und gilt für Geschäftsjahre, die nach dem 31. Dezember 2023 beginnen. Die EU-Richtlinie wurde im Dezember 2023 in deutsches Recht umgesetzt. Die weltweite Entwicklung der Rechtsvorschriften wird aufmerksam verfolgt. Acciona S.A. wurde als oberstes Mutterunternehmen bestimmt. Insoweit gilt die Nordex SE als im Teileigentum stehende Muttergesellschaft im Sinne von OECD-Säule 2. Die Berechnung des länderspezifischen effektiven Steuersatzes nach den Regeln der OECD-Säule 2 erfordert die Berücksichtigung aller relevanten Gesellschaften auf der Ebene von Acciona S.A. Für die Nordex SE kann sich eine zusätzliche Steuerbelastung ergeben, wenn der ermittelte effektive Steuersatz pro Land unter dem globalen Mindeststeuersatz von 15 % für Länder liegt, in denen die Unternehmen der Nordex Group ansässig sind.

Im Hinblick auf die erstmalige Anwendung der globalen Mindestbesteuerung für das Geschäftsjahr 2024 werden keine wesentlichen steuerlichen Auswirkungen der globalen Mindestbesteuerung erwartet. Dies betrifft vor allem die voraussichtliche Anwendung der befristeten Safe-Harbour-Regelung, die auf der länderspezifischen Berichterstattung für multinationale Unternehmen beruht. Der laufende Ertragsteueraufwand für die globale Mindeststeuer für Gesellschaften, die nicht der befristeten Safe-Harbour-Regelung unterliegen, wird sich zum 31. Dezember 2024 voraussichtlich auf rund TEUR 38 belaufen (2023: TEUR 0).

(9) Ereignisse nach dem Bilanzstichtag

Am 27. Januar 2025 gab Nordex bekannt, dass der Vorstand der Nordex SE künftig aus zwei Vorstandsmitgliedern bestehen wird: José Luis Blanco als Chief Executive Officer (CEO) und Dr. Ilya Hartmann als Chief Financial Officer (CFO). Sie tragen künftig die Gesamtverantwortung für die Führung der Nordex Group, da Patxi Landa, Chief Sales Officer (CSO) der Nordex SE, nach seinem Rücktritt von seiner derzeitigen Position in eine neue Rolle als Head of Nordex Capital wechselt.

Am 14. Februar 2025 haben die Darlehensgeber der Syndizierten Multi-Currency-Avalkreditlinie einer einjährigen Verlängerung der Laufzeit der Avalkreditlinie bis April 2026 zugestimmt.

 

Rostock, den 26. Februar 2025

Nordex SE

José Luis Blanco, Vorsitzender des Vorstands

Dr. Ilya Hartmann, Vorstand

Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2024

Anschaffungs- und Herstellungskosten
Anfangsbestand 01.01.2024
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
Umbuchungen
EUR
Endbestand 31.12.2024
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 24.617.973,60 4.291.708,81 0,00 5.951.482,17 34.861.164,58
2. Geleistete Anzahlungen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
24.617.973,60 4.291.708,81 0,00 5.951.482,17 34.861.164,58
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten 443.748,83 6.055,00 0,00 0,00 449.803,83
2. Technische Anlagen und Maschinen 48.631,68 0,00 0,00 0,00 48.631,68
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 6.834.179,67 4.186.480,74 77.074,71 0,00 10.943.585,70
4. Geleistete Anzahlungen 5.952.172,17 328.274,00 0,00 -5.951.482,17 328.964,00
13.278.732,35 4.520.809,74 77.074,71 -5.951.482,17 11.770.985,21
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 1.528.830.235,90 4.500.000,00 0,00 0,00 1.533.330.235,90
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 111.939.599,10 0,00 80.829.280,10 0,00 31.110.319,00
3. Anteile an assoziierten Unternehmen 15.001.500,00 17.569.717,17 0,00 0,00 32.571.217,17
1.655.771.335,00 22.069.717,17 80.829.280,10 0,00 1.597.011.772,07
1.693.668.040,95 30.882.235,72 80.906.354,81 0,00 1.643.643.921,86
Abschreibungen
Anfangsbestand 01.01.2024
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
Endbestand 31.12.2024
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 17.257.905,67 3.599.996,66 0,00 20.857.902,33
2. Geleistete Anzahlungen 0,00 0,00 0,00 0,00
17.257.905,67 3.599.996,66 0,00 20.857.902,33
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten 153.128,25 25.229,26 0,00 178.357,51
2. Technische Anlagen und Maschinen 48.631,68 0,00 0,00 48.631,68
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 4.430.189,07 1.344.205,25 77.074,71 5.697.319,61
4. Geleistete Anzahlungen 0,00 0,00 0,00 0,00
4.631.949,00 1.369.434,51 77.074,71 5.924.308,80
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 26.233.027,98 55.234.680,42 19.328.250,63 62.139.457,77
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 64.720.850,10 0,00 51.422.825,36 13.298.024,74
3. Anteile an assoziierten Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00
90.953.878,08 55.234.680,42 70.751.075,99 75.437.482,51
112.843.732,75 60.204.111,59 70.828.150,70 102.219.693,64
Buchwert
31.12.2024
EUR
31.12.2023
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 14.003.262,25 7.360.067,93
2. Geleistete Anzahlungen 0,00 0,00
14.003.262,25 7.360.067,93
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten 271.446,32 290.620,58
2. Technische Anlagen und Maschinen 0,00 0,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 5.246.266,09 2.403.990,60
4. Geleistete Anzahlungen 328.964,00 5.952.172,17
5.846.676,41 8.646.783,35
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 1.471.190.778,13 1.502.597.207,92
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 17.812.294,26 47.218.749,00
3. Anteile an assoziierten Unternehmen 32.571.217,17 15.001.500,00
1.521.574.289,56 1.564.817.456,92
1.541.424.228,22 1.580.824.308,20

Aufstellung des Anteilsbesitzes zum 31. Dezember 2024

Währung Anteil am Kapital
in %
Jahresergebnis 01.01. - 31.12.2024 Eigenkapital 01.01. - 31.12.2024 Beteiligung über
Konsolidierte verbundene Unternehmen
(Werte gemäß statutarischen Abschlüssen bzw. nach einheitlichen Konzerngrundsätzen aufgestellten Abschlüssen in EUR)
Nordex SE, Rostock (Konzernobergesellschaft) 1 EUR 0,00 -285.226.341 1.425.118.256 -
Alfresco Renewable Energy Private Limited, Bangalore/Indien 2 EUR 99,99/ -2.291.698 425.502 Nordex Windpark Beteiligung GmbH/ Nordex Energy Internacional S.L.U.
0,01
Apoderada Corporativa Nordex S.L.U., Barasoain/Spanien EUR 100,00 -4.580 -3.262 Corporacion Nordex Energy Spain S.L.
Corporación Nordex Energy Spain S.L., Barasoain / Spanien EUR 100,00 3.691.281 650.369.305 Nordex SE
Eolicos R4E S.A. de C.V., Tegucigalpa/Honduras EUR 99,66/ 0,44 -2.200.780 -15.980.616 Nordex USA Management LLC/ Big Berry Wind Farm LLC
Industria Toledana de Energias-Renovables S.L., Barasoain/Spanien EUR 100,00 0 0 Nordex Energy Spain S.A.U.
Limited Liability Company "Nordex Energy Ukraine", Kiew/Ukraine EUR 100,00 -203.812 -1.900.306 Nordex International GmbH
Nordex Energy Servicios de Obra, S. de R.L. de C.V., Mexico City/Mexiko EUR 99,9975/ 328.254 -1.331.157 NX Energy Mexico S. de R.L. de C.V./ Nordex Energy Internacional S.L.U.
0,0025
Nordex Austria GmbH, Wien/Österreich EUR 100,00 259.905 -22.759 Nordex International GmbH
Nordex Belgium SRL, Rochefort/ Belgien EUR 100,00 506.453 1.170.578 Nordex SE
Nordex Beteiligungen GmbH, Hamburg/Deutschland EUR 100,00 -13.922 -6.216 Nordex SE
Nordex Blade Technology Center ApS, Kirkeby/Dänemark EUR 100,00 2.745.627 15.652.973 Nordex SE
Nordex Blades Spain S.A.U., Barasoain/Spanien EUR 100,00 3.712.024 44.523.908 Nordex Energy Spain S.A.U.
Nordex (Chile) SpA, Santiago/Chile EUR 100,00 -2.007.422 -10.616.420 Nordex Windpark Beteiligung GmbH
Nordex Education Trust, Kapstadt/Südafrika EUR 100,00 -210.955 2.943.817 Nordex Energy South Africa RF (Pty.) Ltd.
Nordex Elektrane d.o.o., Zagreb/Kroatien EUR 100,00 4.178.128 13.799.813 Nordex Energy Internacional S.L.U.
Nordex Electrolyzers S.L., Barasoain / Spanien EUR 85,00 -361.090 12.074.339 Corporacion Nordex Energy Spain S.L.
Nordex Employee Holding GmbH, Hamburg / Deutschland EUR 100,00 -87.031 129.081 Nordex SE
Nordex Energy Argentina S.A., Buenos Aires/Argentinien EUR 97,80/ -18.924.997 -14.599.372 Nordex Energy Internacional S.L.U./ Nordex Energy Spain S.A.U.
2,20
Nordex Energy Brasil - Comercio e Industria de Equipamentos Ltda., Sao Paulo/Brasilien EUR 99,00/ -120.166.484 -49.035.933 Nordex Energy Internacional S.L.U./ Nordex Energy Spain S.A.U.
1,00
Nordex Energy Chile S.A., Santiago/Chile EUR 99,00/ -873.368 4.227.562 Nordex Energy Internacional S.L.U./ Nordex Energy Spain S.A.U.
1,00
Nordex Engineering and Technology Pty Ltd, Chennai/Indien EUR 99,99/ -709.373 2.964.948 Nordex Manufacturing GmbH/ Nordex Energy Internacional S.L.U.
0,01
Nordex Energy Colombia S.A.S., Bogota/Kolumbien EUR 100,00 -106.879 -1.219.695 Nordex Energy Internacional S.L.U.
Nordex Energy d.o.o. Belgrad, Belgrad/Serbien EUR 100,00 -935.844 3.754.434 Nordex International GmbH
Nordex Energy Ibérica S.A., Barcelona/Spanien EUR 100,00 887.275 11.559.964 Nordex International GmbH
Nordex Energy Internacional S.L., Barasoain/Spanien EUR 100,00 -21.200.054 240.443.050 Nordex Energy Spain S.A.U.
Nordex Energy Ireland Ltd., Dublin/Irland EUR 100,00 4.295.076 31.247.526 Nordex International GmbH
Nordex Energy Mexico S. de R.L. de C.V., Mexiko-Stadt/Mexiko EUR 99,97/ -2.534.431 20.123.314 Nordex Energy Internacional S.L.U./ Nordex Energy Spain S.A.U.
0,03
Nordex Energy Romania S.r.l., Bukarest/Rumänien EUR 100,00 1.207.252 6.255.787 Nordex International GmbH
Nordex Energy SE & Co. KG, Hamburg/Deutschland 1 EUR 99,996/ 0 25.000 Nordex SE/ Nordex Beteiligungen GmbH
0,004
Nordex Energy South Africa RF (Pty.) Ltd., Kapstadt/Südafrika EUR 80,00/ 9.795.153 -892.726 Nordex Energy SE & Co. KG/ Nordex Education Trust
20,00
Nordex Energy Spain S.A.U., Barasoain/Spanien EUR 100,00 13.260.968 258.553.426 Corporacion Nordex Energy Spain S.L.
NordexEnergy Uruguay S.A., Montevideo/Uruguay EUR 100,00 1.103.227 4.516.661 Nordex International GmbH
Nordex Enerji A.S., Istanbul/Türkei EUR 6,321/93,482/ 13.466.760 69.712.983 Nordex International GmbH/Nordex SE/ Nordex Energy SE & Co. KG/ Nordex Windpark Beteiligung GmbH/ Nordex Grundstücksverwaltung GmbH
0,066/0,066/
0,066
Nordex Finland Oy, Helsinki / Finnland EUR 100,00 16.455.545 28.659.342 Nordex SE
Nordex Forum II GmbH & Co. KG, Hamburg/Deutschland EUR 100,00 5.909 370.745 Nordex Energy SE & Co. KG
Nordex Forum II Verwaltungs GmbH, Hamburg/Deutschland EUR 100,00 323 9.106 Nordex Energy SE & Co. KG
Nordex France S.A.S., Paris/Frankreich EUR 100,00 8.723.004 24.742.552 Nordex International GmbH
Nordex Germany GmbH, Hamburg/Deutschland 1 EUR 99,996/ 0 30.000 Nordex SE/ Nordex Beteiligungen GmbH
0,004
Nordex Grundstücksverwaltung GmbH, Hamburg/Deutschland 1 EUR 100,00 0 52.000 Nordex SE
Nordex Hellas Monoprosopi EPE, Athen/Griechenland EUR 100,00 3.163.049 8.145.357 Nordex Energy SE & Co. KG
Nordex India Manufacturing Private Limited, Bangalore/Indien EUR 99,99/ 19.277.780 49.096.851 Nordex Manufacturing GmbH/ Nordex International GmbH
0,01
Nordex India Private Limited, Bangalore/Indien EUR 99,99/ 12.772.372 16.485.020 Nordex Energy Internacional S.L.U./ Nordex Energy Spain S.A.U.
0,01
Nordex International GmbH, Hamburg/Deutschland EUR 100,00 0 127.583.796 Nordex SE
Nordex International Services America S de RL de CV, Mexiko-Stadt/Mexiko EUR 99,9975/ -1.227.421 -802.893 Nordex Energy International GmbH/ Nordex Energy SE & Co. KG
0,0025
Nordex International Services Sp. z.o.o., Warschau/Polen EUR 100,00 -1.568.969 -5.365.977 Nordex International GmbH
Nordex Italia S.r.l., Rom/Italien EUR 100,00 2.839.653 14.091.033 Nordex International GmbH
Nordex Latvia SIA, Riga/Lettland EUR 100,00 100.509 103.309 Nordex International GmbH
Nordex Manufacturing GmbH, Hamburg/Deutschland EUR 100,00 0 225.000 Nordex SE
Nordex Maritime S.A., Barasoain/Spanien EUR 100,00 17.458 103.462 Nordex International GmbH
Nordex Montenegro d.o.o., Podgorica/ Montenegro EUR 100,00 -40.135 -40.135 Nordex International GmbH
Nordex Netherlands B.V., Zwolle/ Niederlande EUR 100,00 -4.952.906 -75.340.050 Nordex SE
Nordex Norway AS, Oslo/ Norwegen EUR 100,00 3.058.582 4.772.342 Nordex SE
Nordex Oceania Pty. Ltd., Melbourne/Australien EUR 100,00 -3.607.441 8.054.124 Nordex Energy Internacional S.L.U.
Nordex Pakistan (Private) Ltd., Islamabad/Pakistan EUR 100,00 3.494.698 -6.465.648 Nordex Energy SE & Co. KG
Nordex Polska Sp. z o.o., Warschau/Polen EUR 99,00/ 24.114.177 45.478.907 Nordex International GmbH/ Nordex Energy SE & Co. KG
1,00
Nordex Portugal Unipessoal Lda., Porto/Portugal EUR 100,00 -549.996 4.453.083 Nordex SE
Nordex Singapore Equipment Private Ltd., Singapur/Singapur EUR 100,00 2.844 -7.341.381 Nordex Energy SE & Co. KG
Nordex Singapore Service Private Ltd., Singapur/Singapur EUR 100,00 -3.011.472 -6.494.618 Nordex Energy SE & Co. KG
Nordex Sverige AB, Uppsala/Schweden EUR 100,00 1.784.962 8.093.120 Nordex International GmbH
Nordex Towers Colombia, Bogota/Kolumbien EUR 100,00 1.167.238 474.714 Nordex Energy Internacional S.L.U.
Nordex Towers Spain S.L.U., Barasoain/Spanien EUR 100,00 -3.136 105.981 Nordex Energy Spain S.A.U.
Nordex UK Ltd., Manchester/Vereinigtes Königreich EUR 100,00 3.908.155 10.453.408 Nordex International GmbH
Nordex USA Inc., Chicago/USA^ EUR 78,35/ -10.916.944 -228.796.699 Nordex Energy Internacional S.L.U./ Nordex International GmbH
21,65
Nordex USA Management LLC, Chicago/USA^ EUR 100,00 -357 73.481 Nordex USA Inc.
Nordex Windpark Beteiligung GmbH, Hamburg/Deutschland 1 EUR 100,00 0 74.825 Nordex SE
Nordex Windpower Peru S.A., Lima/Peru^ EUR 99,99/ 2.610.353 3.599.980 Nordex Energy Internacional S.L.U./ Nordex Energy Spain S.A.U.
0,01
Nordex Windpower Rüzgar Enerjisi Sistemleri Anonim Sirketi, Istanbul/Türkei EUR 100,00 -2.499.959 -10.715.982 Nordex Energy Internacional S.L.U.
NPV Dritte Windpark GmbH & Co. KG, Hamburg/Deutschland EUR 100,00 -17.734 -102.769 Nordex Grundstücksverwaltung GmbH
Parque Eólico Llay-Llay SpA, Santiago/Chile EUR 100,00 -10.675 -1.998.578 Nordex (Chile) SpA
Ravi Urja Energy India Private Limited, Bangalore/Indien 2 EUR 99,99/ -6.690.726 2.167.413 Nordex Windpark Beteiligung GmbH/ Nordex Energy Internacional, S.L.U.
0,01
San Marcos Colon Holding Inc., Chicago/USA EUR 100,00 -93.866 -17.603 Nordex Windpark Beteiligung GmbH
Shanghai Nordex Windpower CO., LTD. Shanghai/China EUR 100,00 368.192 1.659.417 Nordex Energy Internacional S.L.U.
Solar Fields Energy Photo Voltaic India Private Limited, Bangalore/Indien 2 EUR 99,99/ -3.613.401 -825.297 Nordex Windpark Beteiligung GmbH/ Nordex Energy Internacional, S.L.U.
0,01
UAB Nordex Lithuania, Vilnius/Litauen EUR 100,00 7.003.749 4.180.648 Nordex SE
Nicht konsolidierte verbundene Unternehmen
(Werte gemäß statutarischen Abschlüssen bzw. nach einheitlichen Konzerngrundsätzen aufgestellten Abschlüssen in EUR)
ATRIA Wind Farm I SAPI SA de CV, General Bravo (New Mexico) EUR 100 0 0 Nordex Energy Mexico S. de R.L. de C.V.
ATRIA Wind Farm II SAPI SA de CV, General Bravo (New Mexico) EUR 100 0 0 Nordex Energy Mexico S. de R.L. de C.V.
Big Berry Wind Farm LLC, Chicago/USA 3 EUR 100 - - Nordex USA Management, LLC
Eoles Futur Eurowind France S.A.S., Paris/Frankreich 3 EUR 100 45.506 -433.642 Nordex France S.A.S.
Farma Wiatrowa Kwidzyn Sp. z o.o., Warschau/Polen 3 EUR 99,00/ -1.726 -2.573.110 Nordex Windpark Beteiligung GmbH/ Nordex Energy SE & Co. KG
1,00
NAWM Servicios Administrativos, Mexiko-Stadt/Mexiko 3, 5 EUR 99,995/ -320.522 -1.068 NX Energy Mexico S. de R.L. de C.V./ Nordex Energy Internacional S.L.U.
0,005
Nordex Energy Servicios Operación y Mantenimiento, S. de R.L. de C.V., Mexiko-Stadt/Mexiko 3, 4 EUR 0,0025/ 99,9975 - - Nordex Energy Internacional S.L.U./ Nordex Energy México S. de R.L. de C.V.
Nordex North America, Inc., Chicago/USA 3, 4 EUR 78,35/ 21,65 - - Nordex Energy Inernacional, S.L.U./ Nordex International GmbH
Nordex USA Manufacturing, LLC, Chicago/USA 3, 4 EUR 100 - - Nordex North America, Inc.
Nordex Windpark Verwaltung GmbH, Hamburg/Deutschland 3 EUR 100 2.909 50.017 Nordex SE
Parque Eolico Hacienda Quijote SpA, Santiago/Chile 3, 5 EUR 100 -200.657 -2.136 Nordex (Chile) SpA
Parque Eolico Vasco Viejo S.A., Buenos Aires/Argentinien 3, 6 EUR 60 -31.337 -9.067 Nordex Windpower S.A.
Sechste Windpark Support GmbH & Co. KG, Hamburg/Deutschland 3 EUR 100 -19.661 -155.239 Nordex Grundstücksverwaltung GmbH
Shri Saai Pasumai Private Limited, Bangalore/Indien 2, 3 EUR 99,99/ -1.297.628 234.017 Nordex Windpark Beteiligung GmbH/ Nordex Energy Internacional S.L.U.
0,01
Terral Energy Private Limited, Bangalore/Indien 2, 3 EUR 99,99/ -6.704 -18.099 Nordex Windpark Beteiligung GmbH/ Nordex Energy Internacional S.L.U.
0,01
Ventus Kwidzyn Sp. z.o.o., Górki/Polen 3 EUR 100 -3.888 -982.617 Farma Wiatrowa Kwidzyn Sp. z o.o.
Gemeinschaftsunternehmen
(Werte gemäß statutarischen Abschlüssen bzw. nach einheitlichen Konzerngrundsätzen aufgestellten Abschlüssen in EUR)
ACCIONA Nordex Green Hydrogen S.L. Barasoain/Spanien 3 EUR 50 1.263.365 66.504.282 Nordex SE
Alto dos Ventos Energia Renovável Ltda., Pendencias; Rio Grande do Norte/Brasilien 3 EUR 50 -276.196 -260.660 ACCIONA Nordex Green Hydrogen, S.L.
ANGH Participaciones, S.L., Barasoain/Spanien 3, 4 EUR 50 0 3.000 ACCIONA Nordex Green Hydrogen S.L.
Darwin SpA Santiago de Chile/Chile 3 EUR 50 -4.088 -2.545 ACCIONA Nordex Green Hydrogen, S.L.
Frontera SpA, Santiago de Chile/Chile 3 EUR 50 -400.281 -614.426 ACCIONA Nordex Green Hydrogen, S.L.
H2V Magallanes SpA Santiago de Chile/Chile 3 EUR 50 -199.189 88.144 ACCIONA Nordex Green Hydrogen, S.L.
Mesquite H2 LLC, Chicago/USA 3 EUR 50 17.734 18.095 ACCIONA Nordex Green Hydrogen, S.L.
Orkeke S.A., Buenos Aires/Argentinien 3 EUR 47,50/ 56.457 1.799.043 ACCIONA Nordex Green Hydrogen, S.L./ Nordex Windpark Beteiligung GmbH
2,50
ORNX Boujdour S.A.S.U., Laayoune/Marokko 3, 4 EUR 50 -660.564 -560.564 ORNX Boujdour S.L.
ORNX Boujdour S.L., Barasoain/Spanien 3, 4 EUR 50 3.194 50.000 ORNX Morocco, S.L.
ORNX Dahkla, S.A.S.U., Dakhla/Marokko 3, 4 EUR 50 -603.059 -503.059 ORNX Dakhla S.L.
ORNX Dakhla S.L., Barasoain/Spanien 3, 4 EUR 50 3.194 50.000 ORNX Morocco, S.L.
ORNX Laayoune 1 Industrial, S.A.S.U., Laayoune/Marokko 3, 4 EUR 50 -191.302 -91.302 ORNX Laayoune 1 S.L.
ORNX Laayoune 1, S.A.S.U., Laayoune/Marokko 3, 4 EUR 50 -1.012.578 -912.578 ORNX Laayoune 1 S.L.
ORNX Laayoune 1 S.L., Barasoain/Spanien 3, 4 EUR 50 3.194 50.000 ORNX Morocco, S.L.
ORNX Morocco Services, S.A.S.U., Barasoain/Spanien 3, 4 EUR 50 -40.393 459.607 ORNX Morocco, S.L.
ORNX Morocco, S.L. Barasoain/Spanien 3, 4 EUR 25 -568.011 -468.011 ACCIONA Nordex Green Hydrogen, S.L.
Pinedale H2 LLC, Chicago/USA 3 EUR 50 -145.543 -240.087 ACCIONA Nordex Green Hydrogen, S.L.
Pronghorn H2 LLCC, Wyoming/USA 3 EUR 50 -355.395 -576.503 ACCIONA Nordex Green Hydrogen, S.L.
Sidewinder H2 LLC, Chicago/USA 3, 4 EUR 50 40.498 41.429 ACCIONA Nordex Green Hydrogen, S.L.
Waawaata S.A.S., Bogotá D.C./Kolumbien 3 EUR 50 -528.485 -449.176 ACCIONA Nordex Green Hydrogen, S.L.
Währung Anteil am Kapital
in %
Jahresergebnis 01.01. - 31.12.2024 Eigenkapital 01.01. - 31.12.2024 Beteiligung über
Sonstige Anteile (nicht konsolidiert)
(Werte gemäß statutarischen Abschlüssen bzw. nach einheitlichen Konzerngrundsätzen aufgestellten Abschlüssen in EUR)
Parc Eolien du Val Aux Moines SAS, Paris/Frankreich 3 EUR 34,92 599.714 -188.328 Nordex Employee Holding GmbH
RenerCycle S.L. Pamplona/Spanien 3 EUR 6,25 0 0 Nordex Energy Spain S.A.U.

1 Ergebnisabführungsvertrag; Jahresergebnis und Eigenkapital nach Ergebnisabführung

2 Abweichendes Wirtschaftsjahr vom 1. April bis zum 31. März

3 vorläufiger Jahresabschluss zum 31. Dezember 2024

4 Erstkonsolidierung 2024

5 Zahlen aus dem Vorjahr 31.12.2023

6 Zahlen aus dem Vorjahr 31.12.2022

Zusammengefasster Konzernlagebericht

der Nordex Group und Lagebericht der Nordex SE für das Geschäftsjahr 2024.

Wir haben geringfügige Anpassungen an der Struktur des diesjährigen Jahresberichts vorgenommen, um dessen Klarheit und Lesbarkeit zu verbessern. Diese Änderungen zielen auf eine übersichtlichere Darstellung unserer finanziellen und operativen Leistung ab. Bei allen unseren Angaben bleiben wir Transparenz und Genauigkeit verpflichtet.

Grundlagen des Konzerns

Europas führender Hersteller von Onshore-Windturbinen mit Fokus auf der4 - 6 MW+ Klasse

Starkes Servicegeschäft mit mehr als 41,3 GW unter Service und hohem einstelligem Wachstum

Höchstmögliche Profitabilität durch kundenorientierten und nachhaltigen Ansatz

Geschäftsmodell

Geschäftstätigkeit

Nordex ist auf die Entwicklung, die Produktion und den weltweiten Vertrieb von Onshore-Windkraftanlagen spezialisiert. Als integrierter Anbieter reicht das Leistungsspektrum von Nordex von der Lieferung der Windenergieanlagen bis hin zur vollständigen Installation oder der schlüsselfertigen Errichtung kompletter Windparks. Das ausgedehnte Servicenetz der Nordex Group in wichtigen Märkten stellt die umfassende Betreuung der Windturbinen während ihrer gesamten Nutzungsdauer sicher.

In ausgewählten Märkten ergänzt Nordex sein Kerngeschäft, den Verkauf von Turbinen, um die Tätigkeit als Projektentwickler. Zusätzlich zu den bestehenden Verträgen in zahlreichen globalen Märkten hat Nordex vor Kurzem mit der Prüfung von Möglichkeiten zur Co-Entwicklung begonnen. Diese Initiative schafft einen zusätzlichen Vertriebskanal für Turbinen und somit letztlich einen Mehrwert für die Kunden. Damit wollen wir die Beziehungen zu unseren Kunden vertiefen und den Verkauf von Turbinen bereits in einem frühen Stadium der Projektentwicklung sichern.

Seit 2022 nutzt Nordex seine Erfahrung im Bereich der erneuerbaren Energien auch dazu, um als Ergänzung zum Kerngeschäft strategische Initiativen im Markt für grünen Wasserstoff zu starten. In einer Partnerschaft mit Acciona in Form eines, Joint Venture, liegt der Fokus auf der Entwicklung von Projekten für grünen Wasserstoff in Gebieten mit umfangreichen Onshore-Windressourcen. Die zweite Initiative, "Nordex Electrolyzers", zielt darauf ab, Elektrolyseure mit eigener Technologie zu entwickeln, herzustellen und zu vermarkten. Dies geschieht in Zusammenarbeit mit dem Partner Sodena, wird jedoch vollständig konsolidiert, da Nordex 85 % der Anteile besitzt.

Seit seiner Gründung im Jahr 1985 hat Nordex in mehr als 40 Ländern bereits Windenergieanlagen mit einer Nennleistung von circa 57 Gigawatt (GW) installiert. Das Servicegeschäft des Unternehmens betreut weltweit über 12.800 Windenergieanlagen mit einer Nennleistung von zusammen 41 GW im Rahmen von meist langjährigen Wartungsverträgen. Nordex leistet damit einen wesentlichen Beitrag zur umwelt- und klimaschonenden Stromerzeugung.

Die Nordex Group ist ein führender Akteur auf dem globalen Onshore-Windmarkt und in strategisch wichtigen Regionen weltweit aktiv, darunter Europa, Nordamerika, Australien und Lateinamerika. Eine Ausnahme bilden die von asiatischen Anbietern dominierten Märkte in China und Indien. Mit der Konzentration auf den Onshore-Markt bündelt Nordex seine Kompetenzen und Ressourcen und schafft somit die Grundlage für künftiges Wachstum. Gleichzeitig vermeidet Nordex damit auch Hochrisikobereiche wie Offshore-Windkraft und leistet so einen wichtigen Beitrag zur globalen Energiewende.

Das Produktportfolio der Nordex Group umfasst innovative, effiziente Windenergieanlagen für Stark-, Mittel- und Schwachwindstandorte an Land. Die auf einem Baukastenkonzept basierende Delta4000-Plattform ist auf Anforderungen unterschiedlicher Märkte zugeschnitten und bietet einen variablen Leistungsbereich von 4 bis über 6 MW bei Rotordurchmessern von bis zu 175 Metern und Nabenhöhen bis zu 200 Metern. Nordex steuert den gesamten Design- und Fertigungsprozess der Turbinen, einschließlich der Montage von Maschinenhäusern und Naben. Die Rotorblätter werden sowohl selbst als auch bei spezialisierten Herstellern produziert, während die Türme in der Regel in der Region bezogen und vor Ort errichtet werden. Um gleichzeitig flexibel und kostengünstig agieren zu können, betreibt Nordex mehrere Produktionsstandorte in Europa, Amerika und Asien. In technischer Hinsicht verfolgt Nordex das Ziel, die Effizienz von Onshore-Windturbinen zu steigern und den Betreibern die Möglichkeit zu geben, umweltfreundlichen Strom zu möglichst geringen Kosten (Cost of Energy - COE) zu erzeugen bzw. die Energieausbeute zu maximieren - eine unerlässliche Voraussetzung für das Erreichen der Ziele im Bereich der erneuerbaren Energien und die Reduzierung der CO 2-Emissionen.

Geschäftsgrundlagen:

Projektentwicklung

Nordex erweitert in ausgewählten Märkten sein Kerngeschäft, um die Rolle des Projektentwicklers und prüft zusätzlich weltweit Möglichkeiten zur gemeinsamen Projektentwicklung mit Kunden

Produktion und Montage

Produktion und Errichtung von Windenergieanlagen bilden bei Nordex das Rückgrat unserer operativen Exzellenz. Mit hochmodernen Produktionsanlagen und strengen Qualitätsstandards produzieren wir zentrale Turbinenkomponenten und gewährleisten so eine nahtlose Integration und maximale Leistung. Unser globales Montagenetzwerk ermöglicht eine effiziente, flexible und termingerechte Lieferung an die Projektstandorte - ganz im Sinne unserer Mission, weltweit zuverlässige und nachhaltige Energielösungen anzubieten.

Installation und Inbetriebnahme

Nordex zählt mit mehr als 35 Jahren Erfahrung zu den führenden Unternehmen im Bereich Onshore-Windenergie. Wir entwickeln eigene Windenergieanlagen und stellen unseren Kunden so passgenaue Lösungen zur Verfügung. In enger Zusammenarbeit mit unseren Partnern steuern wir alle Schritte von der Standortanalyse über die Produktion und Konstruktion bis hin zur Installation und Inbetriebnahme.

Service

Das Servicegeschäft von Nordex bietet Service und Wartung fürüber12.800 Windturbinen weltweit mit einer kombinierten Nennleistung von 41 GW, hauptsächlich durch langfristige Wartungsverträge.

Rechtliche und organisatorische Struktur

Die Nordex SE ist eine börsennotierte Europäische Aktiengesellschaft. Ihre Aktien sind im geregelten Handel der Börse Frankfurt im Segment Prime Standard zugelassen und waren zum Bilanzstichtag im TecDAX sowie MDAX notiert.

Zusammen mit ihren in- und ausländischen Tochtergesellschaften bildet sie als Konzern die Nordex Group. Gremien der Gesellschaft sind der Vorstand (zwei Personen 1 ) und der Aufsichtsrat (sechs Personen). Sitz der Gesellschaft ist Rostock, die Hauptverwaltung befindet sich in Hamburg.

Der Vorstand führt den Konzern über die Nordex SE als strategische Management-Holding. Zusätzliche administrative Servicefunktionen in den Bereichen Accounting und Controlling, Finanzen, IT, Interne Revision, Investor Relations, Kommunikation, Personal, Recht und Steuern werden ebenfalls von der Nordex SE übernommen. Die Organisation des operativen Geschäfts der Nordex Group erfolgt über die drei Divisionen International, Europe und North America sowie über weltweite Querschnittsfunktionen.

Organisationsstruktur der Nordex Group (vereinfachte Darstellung zum 31. Dezember 2024) 1

1 Mit Wirkung zum 22. Januar 2025 hat Patxi Landa sein Mandat als Chief Sales Officer (CSO) der Nordex SE niedergelegt, um eine neue Aufgabe als Head of Nordex Capital zu übernehmen. Seither übernimmt José Luis Blanco die Aufgaben des Vertriebsvorstands.

Dem Vorstandsvorsitzenden (CEO), José Luis Bianco, sind die weltweiten Querschnittsfunktionen (Global Lead Functions) für den operativen Geschäftsbetrieb in den Bereichen Rotorblatt- und Maschinenhausfertigung, Einkauf (Global Sourcing) und globale Projektsteuerung (Global PM/ EPC) sowie das Engineering und das weltweite Servicegeschäft zugeordnet. Darüber hinaus ist er für Quality, Health, Safety & Environment (QHSE), Operations Transformation and Performance, Concrete Tower, Global Shipping, Industry & Planning, Operations Strategy & Projects, IT, Global Service, Product Strategy & Sales Support, Strategy & Transversal Projects zuständig sowie für die Division North America.

Zum Bilanzstichtag waren dem Vertriebsvorstand (CSO), Patxi Landa, die operativen Divisionen International und Europe mit der Verantwortung für Vertrieb, Projektabwicklung und Service sowie alle übergeordneten kundennahen Funktionen zugeordnet wie Global Sales, Global Key Account Management, Public Affairs und Projektentwicklung. Mit Wirkung zum 22. Januar 2025 hat Patxi Landa sein Vorstandsmandat als Chief Sales Officer (CSO) der Nordex SE niedergelegt, um eine neue Aufgabe als Head of Nordex Capital zu übernehmen. Seither übernimmt José Luis Blanco auch die Aufgaben des bisherigen Vertriebsvorstands.

Rechtliche Unternehmensstruktur der Nordex Group (vereinfachte Darstellung)

Der Finanzvorstand (CFO), Dr. Ilya Hartmann, ist für People & Culture, Accounting & Controlling, Finanzen, Interne Revision, Compliance, Investor Relations, Kommunikation, Recht und Versicherungen, Steuern und Nachhaltigkeit, Informationssicherheit sowie die Querschnittsfunktionen Finance Operations und Global Planning verantwortlich.

Den Divisionen für das operative Geschäft sind die jeweiligen rechtlich selbstständigen Ländergesellschaften unterstellt. Diese sind insbesondere für die kundenbezogenen Aufgaben, den Vertrieb, das Projektmanagement und in bestimmten Märkten auch für die Projektentwicklung zuständig.

Das operative Geschäft der Nordex Group unterteilt sich in zwei Hauptsegmente: Projekte und Service. Das Segment Projekte umfasst sämtliche Aktivitäten im Zusammenhang mit der Entwicklung, Produktion, Errichtung und Inbetriebnahme der Windenergieanlagen, einschließlich Projektentwicklung. Auf das Segment Service entfallen die Dienstleistungen und Produkte für Anlagen nach der Übergabe an den Kunden, wie die Wartung, Fernüberwachung und Reparatur von Windparks und die technische Weiterentwicklung von Bestandsanlagen. Weitere Einzelheiten hierzu finden Sie im Abschnitt "Segmententwicklung".

Die Darstellung basiert ausschließlich auf den Segmenten "Projekte" und "Service" und berücksichtigt keine nicht direkt zugeordneten Kosten.

Die Wettbewerbs- und Umweltvorteile der Windenergie

Windenergie bietet zahlreiche Vorteile und ist damit ein zentraler Baustein der Energiewende. Sie ist eine saubere und erneuerbare Energiequelle, die Strom ohne den Ausstoß von Treibhausgasen oder anderen Schadstoffen erzeugt und so die Klimabilanz deutlich verbessert. Wind steht praktisch unbegrenzt zur Verfügung und sichert so eine kontinuierliche Energieversorgung, ohne dabei die natürlichen Ressourcen zu belasten.

Windenergie ist zudem eine der kosteneffizientesten Stromquellen, insbesondere in Starkwindregionen. In diesen Regionen ist Windenergie besonders kostengünstig und dadurch wettbewerbsfähiger als neue konventionelle Erzeugungstechniken. Dies führt zu einer weltweit steigenden Nachfrage nach Windenergieanlagen. Eine strengere Besteuerung von CO 2-Emissionen schafft zudem weitere Anreize für den Ausbau der erneuerbaren Energien, einschließlich der Windenergie.

Windenergie ermöglicht eine Diversifizierung des Energiemixes, verringert die Abhängigkeit von importierten fossilen Brennstoffen und erhöht so die Energiesicherheit. Darüber hinaus trägt sie zur Stabilisierung der Energiepreise bei, da sie nicht den Schwankungen der fossilen Brennstoffmärkte unterliegt.

Zudem erreichen viele Pionierländer der Windenergie in Europa und Nordamerika jetzt den Punkt, an dem seit vielen Jahren bestehende Onshore-Windparks nach Erreichen der zulässigen Betriebszeit der Turbinen ersetzt werden müssten. Die Umrüstung älterer Turbinen auf neuere, effizientere Modelle ("Repowering") steigert die Energieausbeute der Windparks und verlängert deren Lebensdauer.

Wichtige Märkte der Nordex Group

Die Nordex Group hat seit Bestehen des Unternehmens Windenergieanlagen in mehr als 40 Märkten installiert und sich damit auf den weltweit attraktivsten Windmärkten stark positioniert. Das Unternehmen fokussiert sich weltweit auf Onshore-Windenergieanlagen, mit Ausnahme von China und Indien. In allen regionalen Kernmärkten, insbesondere in Europa, Nordamerika und Lateinamerika verfügt Nordex über eigene Vertriebs- und Serviceorganisationen. Hier nutzt Nordex gezielt seine Marktpräsenz, um gemeinsam mit seinen Kunden weitere Wachstumspotenziale zu erschließen.

Darüber hinaus ist das Unternehmen auch in Australien und Südafrika aktiv und nutzt Indien als Fertigungszentrum für die Produktion. In China lässt Nordex seit 2022 von Partnerunternehmen Module für Maschinenhäuser produzieren. Die zentrale Vertriebsorganisation arbeitet Chancen in neuen, bisher noch nicht erschlossenen Märkten heraus. Dabei stellt die gezielte regionale Expansion eine Schlüsselstrategie dar.

Zu den Hauptwettbewerbern von Nordex zählen vor allem Anbieter aus Europa und den USA, die oftmals im Zuge des brancheninternen Konsolidierungsprozesses in den zurückliegenden Jahren entstanden sind. In den wichtigen Märkten des Unternehmens sind dies insbesondere Vestas, Siemens Energy und General Electric.

Standorte, Produkte und Dienstleistungen

Die Hauptverwaltung der Nordex Group befindet sich in Hamburg. Hier sind auch die Zentralfunktionen des Konzerns wie Entwicklung, Einkauf, Projektmanagement, Service und Vertrieb angesiedelt. Am Standort Rostock werden im Wesentlichen Maschinenhäuser entwickelt und gefertigt. In Spanien unterhält Nordex neben einer Niederlassung in Madrid auch einen Standort in Pamplona, an dem zentrale Aufgaben, Projektmanagement und Entwicklung wahrgenommen werden. Des Weiteren betreibt Nordex Anlagen für die Montage von Maschinenhäusern in Barasoain und für die Produktion von Rotorblättern in Lumbier. In Asien werden an Nordex-eigenen Standorten und in von Partnern betriebenen Werken in China und Indien Maschinenhäuser und Rotorblätter für internationale Märkte produziert. In Brasilien fertigt Nordex Maschinenhäuser und Betontürme mit Fokus auf den lokalen Markt. Bis zum Juni 2024 wurden im mexikanischen Matamoros bis zum planmäßigen Ende der Zusammenarbeit Rotorblätter im Rahmen einer Partnerschaft mit dem US-Hersteller TPI hergestellt. Nordex prüft derzeit die nächsten Schritte auf der Grundlage der regionalen Nachfrageentwicklung und einer wettbewerbsorientierten Beschaffung. Im Juni 2025 plant das Unternehmen in seinem Werk in Iowa (West Branch), USA, den Betrieb zur Herstellung von Maschinenhäusern hauptsächlich für US-Projekte wiederaufzunehmen. Darüber hinaus fertigen Subunternehmer in weiteren Ländern Betontürme für Nordex.

Auf Grundlage der eigenen Werkskapazitäten, des Zulieferernetzes und der Logistikkette kann Nordex in allen Zielmärkten wettbewerbsfähige Windenergieanlagen anbieten. Dieses System entwickelt die Nordex Group kontinuierlich weiter und passt es flexibel an sich wandelnde Marktanforderungen an. Ziel des Unternehmens ist es, über ein Netzwerk aus eigenen Produktionsstätten und Partnern in Europa, Amerika und zunehmend Asien die Kunden in europäischen und internationalen Märkten kostengünstig und zuverlässig zu bedienen. Dieser Ansatz ist eine wesentliche Voraussetzung für die Erschließung attraktiver neuer Märkte und nachhaltiges, profitables Wachstum.

Nordex-Windenergieanlagen der Delta4000-Baureihe

Die Nordex Group bietet Kunden weltweit für jede Windstärke und die meisten Klimazonen die technisch und wirtschaftlich passenden Onshore-Windenergieanlagen. Das Produktportfolio umfasst Lösungen sowohl für Märkte mit begrenzter Netzverfügbarkeit wie Lateinamerika und die USA als auch für Märkte mit begrenzter Landverfügbarkeit wie Europa. Als integrierter Full-Service-Provider bietet Nordex ein umfangreiches Projektmanagement sowie unterschiedliche Serviceverträge bis hin zu einer umfassenden Servicebetreuung an.

Das Kernprodukt der Nordex Group ist die effiziente Delta4000-Plattform mit ihren Turbinenvarianten in den Klassen 4-MW-, 5-MW- und 6-MW+. Die Anlagen auf Basis dieser Plattform werden an alle relevanten Märkten geliefert und sind bereits in Europa, Nord- und Lateinamerika und Australien in Betrieb.

Die neun unterschiedlichen Turbinentypen zeichnen sich, neben niedrigen Stromgestehungskosten, vor allem durch die flexible Anpassung an standortspezifische Anforderungen aus. Je nach Kundenbedarf werden die Anlagen mit dem speziellen Nordex-Rotorblatt-Enteisungssystem, der Kaltklimavariante oder einer bedarfsgerechten Flugbefeuerung ausgestattet. Für Projekte oder Märkte, bei denen die Delta 4000-Turbinen aufgrund ihrer Leistung nicht die beste Lösung sind, runden Turbinen der 3-MW-Klasse das Portfolio ab.

Die Nordex Group entwickelt, testet und zertifiziert die Rotorblätter ihrer Windenergieanlagen und fertigt sie zum Teil in ihren eigenen Werken selbst oder zusammen mit externen Partnern nach eigenen Vorgaben. Die Rotorblätter zeichnen sich über das gesamte Anlagenportfolio hinweg durch besonders geringe Schallemissionen aus. Um in allen Windmärkten eine maximale Energieausbeute zu erzielen, bietet Nordex für seine Produktplattformen unterschiedliche Turmvarianten an. Dazu gehören Türme aus Stahlrohr oder Beton sowie Hybridtürme aus einer Kombination von Stahl und Beton, jeweils mit Nabenhöhen von bis zu 200 Metern.

Service

Der Servicebereich der Nordex Group verfolgt dabei das Ziel, für die Kunden den zuverlässigen und wirtschaftlichen Betrieb der leistungsstarken Windenergieanlagen zu sichern. Weltweit werden dazu mehr als 460 Servicestandorte betrieben. Über dieses Netz von Standorten werden die Dienstleistungen nach der Übergabe an den Kunden direkt vor Ort in den installierten Windparks erbracht. Die entsprechenden Serviceverträge sichern den Nordex-Kunden die Stromproduktionserträge und optimieren diese durch eine höhere Verfügbarkeit und Leistung der Anlagen. Nordex bietet seinen Kunden eine breite Palette unterschiedlicher Services an, einschließlich Komplettlösungen von der 24-Stunden-Fernüberwachung über präventive Wartungen und Kundentrainings bis hin zu vollständigen Modernisierungen von Windenergieanlagen.

Die standardisierten Serviceverträge der Nordex Group haben unterschiedliche Leistungsumfänge und werden von den Kunden in der Regel langfristig und in einigen Fällen sogar für Laufzeiten mit bis zu 35 Jahren abgeschlossen. Die Kunden können im Wesentlichen drei Vertragspakete wählen. Der "Premium"-Vertrag deckt Wartungen und Instandsetzung, die Fernüberwachung und eine zeitbasierte Verfügbarkeitsgarantie ab. Der "Premium Plus"-Vertrag erweitert diese Leistungen um eine produktionsbasierte Verfügbarkeitsgarantie. Im "Premium Light"-Vertrag sind die Instandsetzung und der Ersatz bestimmter Großkomponenten der Windenergieanlagen separat zu vergüten.

Kunden und Wertschöpfungskette

Die Nordex Group verfügt über einen breit gefächerten Kundenstamm. Dieser umfasst große, international tätige Energieversorgungsunternehmen und unabhängige Stromproduzenten (Independent Power Producer, IPP) sowie mittelständische Projektentwickler, Stadtwerke, Bürgerwindparks oder Energiegenossenschaften. Außerdem zählen vermehrt Eigenerzeuger aus Industrie, Handel und der IT-Branche sowie Finanzinvestoren wie Versicherungen und Pensionskassen zu den Kunden. Im Jahr 2024 entfielen etwa 42 % des Auftragseingangs bezogen auf den Euro-Wert auf die zehn größten Einzelkunden. Zu ihnen gehören einige der weltweit größten und bedeutenden Betreiber und Entwickler im Bereich der erneuerbaren Energien. Alle Schlüssel- bzw. Großkunden werden durch ein Key Account Management betreut, um eine enge Kooperation und die erfolgreiche Projektabwicklung sicherzustellen. Die Wertschöpfungskette beginnt mit der Entwicklung der Windenergieanlagen, die der Vertriebsbereich der Nordex Group den Kunden global anbietet. Neue Windparkprojekte werden überwiegend im Rahmen von Auktionsverfahren vergeben. Die Nordex Group unterstützt ihre Kunden frühzeitig im Vorfeld der Auktionen mit passgenauen Lösungen für eine erfolgreiche Projektvergabe.

Nach der Auftragsvergabe folgt die eigene Produktion, deren Kern in der Montage der Maschinenhäuser, Naben sowie der Fertigung eines Teils der Rotorblätter liegt. Weitere Rotorblätter werden nach Nordex-Design und -Vorgaben bei unabhängigen Blattproduzenten hergestellt. Darüber hinaus produziert die Nordex Group auch Betontürme in ausgewählten Märkten. Logistisch vorteilhaft gewährleistet dieses System qualitativ hochwertige, kostengünstige Türme und trägt zur lokalen Wertschöpfung und Beschäftigung bei. Die meisten Anlagenkomponenten, insbesondere Getriebe, Umrichter und Generatoren, werden zugeliefert und über ein weltweites Beschaffungsnetzwerk eingekauft.

Die Errichtung eines Windparks dauert abhängig von seiner Größe, dem spezifischen Standort und einer Vielzahl weiterer Faktoren üblicherweise zwölf bis 18 Monate. In besonderen Fällen lassen sich einzelne Projekte abweichend dazu auch in nur neun Monaten realisieren, während es bei anderen auch bis zu zwei Jahren oder länger dauern kann.

Die Nordex Group steuert sämtliche Aktivitäten von der Installation bis hin zur schlüsselfertigen Übergabe und Inbetriebnahme der Windparks mit eigenen Teams und gegebenenfalls mit Drittanbietern. Wie im Anlagenbau üblich, erhält die Nordex Group wegen der langen Zeitspanne von der Auftragsvergabe bis zur Übergabe der Turbinen bei Auftragsvergabe eine Anzahlung. Die weiteren Zahlungen richten sich im Wesentlichen nach den angefallenen Kosten im Laufe des Projekts.

Der letzte Schritt in der Wertschöpfungskette ist der Service für die installierten Windenergieanlagen. Der Konzern stellt hier umfassende technische Betreuungsdienstleistungen für den laufenden Betrieb der Anlagen zur Verfügung. Die Serviceverträge werden meist langfristig abgeschlossen und stellen ein wichtiges Element zur Kundenbindung dar. Im Vergleich zu dem eher schwankungsanfälligen Projektgeschäft zeichnet sich dieser Bereich durch hohe Stabilität und kontinuierliche Zahlungsströme aus.

Unternehmensstrategie und Steuerung

Mission und Vision

Der Klimawandel ist eine der gravierendsten Herausforderungen unserer Zeit, wobei die Nutzung fossiler Brennstoffe hieran den größten Anteil hat. Daher ist der Übergang von fossilen Brennstoffen zu erneuerbaren Energien entscheidend für die Abschwächung des Klimawandels.

Die Windenergie ist dabei eine Schlüsseltechnologie zur CO 2 -neutralen, klimaschonenden Stromerzeugung. Im Gegensatz zu konventionellen Energieträgern ist Wind nahezu überall verfügbar und kann so zur Erzeugung von emissionsfreiem Strom genutzt werden.

Die Nordex Group ist ein führender Global Player in der Windindustrie und gestaltet diese Transformation zu einer nachhaltigen Stromerzeugung aktiv mit. Unsere Vision lautet:

"Unsere Produkte und Leistungen stärken die Menschen in aller Welt und schaffen einen saubereren und friedlicheren Planeten."

(José Luis Bianco)

Seit der Gründung im Jahr 1985 stand die technologische Weiterentwicklung der Windenergie und die Errichtung leistungsstarker und wirtschaftlicher Windparks im Zentrum des Schaffens der Mitarbeitenden bei Nordex. Wir arbeiten unermüdlich daran, Windenergie noch wirtschaftlicher zu machen und ihre Verbreitung zu fördern. Bereits heute gehört die Onshore-Windkraft, neben Solarenergie, auf den meisten Märkten weltweit zu den kostengünstigsten Quellen für die Stromerzeugung. Sie ist deutlich günstiger als konventionelle fossile Alternativen und vielerorts preislich sogar wettbewerbsfähiger als andere erneuerbare Energien. Unsere Mission ist es schon immer gewesen, einen Mehrwert für unsere Kunden zu schaffen und sie in die Lage zu versetzen, der Welt saubere und kostengünstige Energie zu liefern. Um es in einem Satz zusammenzufassen:

"Unsere Mission ist die Entwicklung und Bereitstellung sauberer Kraftwerke, die 100 % erneuerbare Energie für die Welt Wirklichkeit werden lassen."

Unternehmensstrategie

Die Nordex Group ist weltweit führend in der Entwicklung, Produktion und Wartung von Onshore-Windenergieanlagen. Mit seinem klaren Fokus auf Onshore-Windenergie und technologiegetriebene, profitable globale Märkte verfügt Nordex über ein robustes Geschäftsmodell, das nachhaltiges Wachstum unterstützt.

Nordex ist dank seiner globalen Präsenz und zugleich mittelständisch geprägten Kultur in der Lage, sich flexibel und effizient auf sich verändernde Marktbedingungen einzustellen. Diese strategische Agilität wird durch die Diversifizierung über verschiedene Märkte hinweg verstärkt. Das sorgt für Stabilität und ermöglicht Nordex, regionale Schwankungen auszugleichen. Dadurch minimiert das Unternehmen Risiken und optimiert gleichzeitig seine Marktchancen.

Die Strategie von Nordex basiert auf einer detaillierten Analyse interner und externer Faktoren. Dabei werden politische und regulatorische Entwicklungen, Markttrends und wirtschaftliche Rahmenbedingungen kontinuierlich beobachtet, um die eigene Wettbewerbsposition zu stärken. Herausforderungen wie neue staatliche Fördersysteme, Handelshemmnisse, steigende Materialkosten und globale Ereignisse wie die Corona-Pandemie oder der Krieg in der Ukraine, haben deutliche Spuren in der Branche hinterlassen. Trotz dieser Herausforderungen hat Nordex dank seiner strategischen Flexibilität und operativen Resilienz Fortschritte erzielt.

Der Vorstand hat die Unternehmensstrategie basierend auf den bereits kommunizierten mittelfristigen Zielen bestätigt:

Stärkung der weltweiten Führungsposition des Unternehmens im Windenergiesektor

Erreichung einer EBITDA-Marge von 8 %

Diese Ziele spiegeln das Engagement von Nordex für kontinuierliche Verbesserung und nachhaltiges Wachstum wider.

Um die Zukunftsfähigkeit des Unternehmens zu sichern, fokussiert sich die Strategie auf vier Schlüsselbereiche:

1. Wettbewerbsfähiges Produktportfolio:

Wir entwickeln die Delta4000-Plattform mit ihren neun auf die Bedürfnisse des internationalen Marktes zugeschnittenen Turbinenmodellen kontinuierlich weiter, um so neue Marktchancen zu erschließen und unsere Wettbewerbsfähigkeit zu stärken.

2. Stärkung der Lieferkette (Supply Chain Optimization):

Unsere globale Expansion erfordert effiziente Produktions- und Lieferkettenstrukturen. Durch eine strategische Lieferantenauswahl und den Abschluss risikooptimierter Verträge reduzieren wir Kosten, mindern Risiken und sichern so unsere langfristige Wettbewerbsfähigkeit.

3. Optimierung interner Abläufe:

Unsere gezielten Projekte zur Prozessoptimierung zielen auf eine Steigerung der Produkt- und Servicequalität ab. Dadurch können wir Projekte und Serviceleistungen effizienter ausführen und unsere langfristige Ertragskraft sichern.

4. Ausbau des Servicegeschäfts:

Als Kernelement unserer Wachstumsstrategie fokussiert sich das Servicegeschäft auf die Bündelung globaler Kompetenzen und die Optimierung von Arbeitsabläufen im Sinne einer nachhaltigen Profitabilität. Durch strategische Projekte und operative Maßnahmen wird die Position des Unternehmens im Dienstleistungsmarkt weiter gestärkt.

Der konsequente Fokus auf diese vier strategischen Eckpfeiler soll Nordex in die Lage versetzen, ihre Marktchancen zu nutzen und den Umsatz, aber auch die Ertragskraft erheblich und nachhaltig zu steigern. Diese klare Ausrichtung unterstützt nicht nur die Erreichung mittelfristiger Unternehmensziele, sondern legt auch den Grundstein für eine nachhaltig profitable Organisation.

Ein entscheidender Aspekt unserer Strategie besteht darin, unsere wirtschaftlichen Ziele mit den Grundsätzen der Nachhaltigkeit in Einklang zu bringen. Die Nordex Group betrachtet Nachhaltigkeit als integralen Bestandteil ihrer Geschäftstätigkeit und als entscheidenden Faktor für den zukünftigen Erfolg. Einen ausführlichen Überblick über die Nachhaltigkeitsstrategie und die damit verbundenen Aktivitäten der Nordex Group finden Sie im Unterkapitel Nachhaltigkeitserklärung dieses Berichts.

Strategiekontrolle und -implementierung

Der Erfolg der Strategie von Nordex beruht auf klar definierten Initiativen, die regelmäßig überprüft und bei Bedarf angepasst werden. Wir führen bestehende Projekte bis zum Abschluss fort und gehen gleichzeitig aktuelle und zukünftige Herausforderungen proaktiv mit neuen Initiativen an. Alle strategischen Initiativen sind einem strategischen Eckpfeiler zugeordnet und werden von einem Mitglied des Nordex-Führungsteams verantwortet. Diese Strategie war maßgeblich für den Erfolg wichtiger Initiativen wie die anhaltende Trendwende in den USA, die zur Wiederinbetriebnahme der Produktionsanlage West Branch in Iowa führte. Auch bei weiteren Optimierungsmaßnahmen im Service und in anderen Bereichen des Geschäfts hat sich dieser Ansatz bewährt. Nach einem intensiven internen Strategieprozess wurden 2024 eine Reihe neuer strategischer Projekte angestoßen, darunter der gezielte Neustart des Projektentwicklungsgeschäfts.

Unser Führungsteam verfolgt den Fortschritt im Rahmen regelmäßiger Überprüfungen. Wir messen unseren Erfolg anhand umfassender finanzieller und nichtfinanzieller Kennzahlen, die auch die Grundlage für die leistungsbezogene Vergütung des Managements bilden. Nordex hat 2021 ein Aktienoptionsprogramm eingeführt, um Führungskräfte stärker an das Unternehmen zu binden. Dieses auf vier Jahre angelegte Programm soll Erfolg belohnen und das langfristige Engagement wichtiger Führungskräfte stärken.

Finanzstrategie

Das Finanzmanagement von Nordex fokussiert sich auf die Sicherung der finanziellen Stabilität und Flexibilität. Priorität haben eine gesunde Bilanz und der Zugang zu Liquidität. Das zentrale Steuerungselement ist dabei das Working Capital als Summe aus den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, den Vertragsvermögenswerten aus Projekten und den Vorräten, abzüglich der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und der Vertragsverbindlichkeiten aus Projekten:

Vor dem Hintergrund des Unternehmenswachstums und der dynamischen Umfeldentwicklung gewinnt ein effizientes Finanzmanagement zunehmend an Bedeutung. Hierfür werden Tochterunternehmen weitestgehend über ein Konzept des Inhouse Bankings und Inhouse Funding mit Liquidität ausgestattet. Die Liquidität wird im Sinne einer aktiven Minderung des Kontrahenten- und Währungsrisikos über die Konzernzentrale gesteuert. Laufende Investitionen in Sachanlagen will Nordex grundsätzlich aus dem operativen Cashflow finanzieren. Zum Jahresende 2024 belief sich der Finanzmittelbestand auf EUR 1.151 Mio.

Insgesamt strebt die Nordex Group eine weitere Stärkung ihrer Kapitalstruktur sowie die Steigerung und Stabilisierung des operativen Cashflows und der verfügbaren Liquidität an. Diese Maßnahmen sichern nicht nur die Finanzierung strategischer Initiativen ab, sondern bilden auch eine solide Grundlage für kontinuierliche Verbesserungen der Effizienz und Profitabilität.

Wertemanagement und Steuerungssystem

Um unsere strategischen Ziele zu erreichen, messen wir das Ergebnis unserer Tätigkeiten anhand einer Reihe finanzieller und nichtfinanzieller Kennzahlen (KPIs). Diese KPIs bilden gemeinsam die Basis für das Berichtswesen gegenüber dem Management, Vorstand, Aufsichtsrat und Anteilseignern. Teilweise werden sie ferner für das anreizbasierte Vergütungssystem genutzt.

Wir haben im engeren Sinne Leistungsindikatoren definiert, die unsere finanzielle Entwicklung präzise abbilden. Der wichtigste Indikator unserer finanziellen Entwicklung und damit der zentrale Leistungsindikator bei Nordex ist das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA). In diesem Zusammenhang betrachten wir auch die EBITDA-Marge, die das Verhältnis von EBITDA zu den Umsatzerlösen darstellt und somit die Profitabilität unseres operativen Geschäfts widerspiegelt. Als weitere finanzielle Erfolgskennzahlen und Frühindikatoren zur Beurteilung der Unternehmensentwicklung nutzen wir die Working-Capital-Quote und die Investitionsausgaben (CAPEX).

Die Working-Capital-Quote umfasst die Summe aus den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, den Vertragsvermögenswerten aus Projekten und den Vorräten, abzüglich der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und der Vertragsverbindlichkeiten aus Projekten, in Bezug zu den Umsatzerlösen der letzten zwölf Monate.

Im weiteren Sinne nutzen wir zudem weitere finanzielle und nicht finanzielle Leistungsindikatoren. Der freie Cashflow definiert sich als operativer Cashflow abzüglich des Cashflows aus der Investitionstätigkeit. Diese Kennzahl ist entscheidend für die Bewertung unserer Fähigkeit, aus dem operativen Geschäft heraus Mittel zu generieren und gleichzeitig in zukünftiges Wachstum zu investieren.

Zu den weiteren nichtfinanziellen Leistungsindikatoren gehören der Auftragseingang und Auftragsbestand sowie KPIs im Bereich der Produktion (Turbinen- bzw. Rotorblattproduktion), im Projektmanagement (Installierte Leistung) und beim Service (Verfügbarkeit der Anlagen). Diese Kennzahlen sind Teil unseres erweiterten Steuerungssystems und unterstützen den Vorstand und die Führungskräfte bei der Beurteilung der aktuellen Unternehmensentwicklung.

Unter Auftragseingang verstehen wir das Gesamtvolumen aller im Geschäftsjahr eingegangenen Bestellungen für Windkraftanlagen und zugehörige Dienstleistungen, üblicherweise gemessen in Gigawatt (GW) und Euro (EUR Mio.). Der Auftragsbestand stellt den Gesamtwert der eingegangenen, aber noch nicht ausgeführten Aufträge dar und umfasst sowohl das Segment Projekte (Installation neuer Windkraftanlagen) als auch das Segment Service, wobei jedes Segment separat betrachtet wird. Die installierte Kapazität bezeichnet die gesamte kumulierte Kapazität der von Nordex installierten und in Betrieb genommenen Windenergieanlagen im jeweiligen Geschäftsjahr. Diese Kennzahl wird typischerweise in Gigawatt (GW) gemessen und erfasst die Gesamtleistung aller von Nordex weltweit errichteten Windenergieanlagen.

Im Servicesegment bezeichnet die Verfügbarkeit den Prozentsatz der Zeit, in der eine Windenergieanlage in Betrieb ist und Strom erzeugen kann. Diese Kennzahl ist entscheidend für die Bewertung der Zuverlässigkeit und Effizienz von Windenergieanlagen. Die Berechnung erfolgt in der Regel, indem die Betriebszeit durch die Gesamtzeit dividiert und das Ergebnis anschließend mit 100 multipliziert wird, um so einen Prozentsatz zu erhalten. Zur Betriebszeit zählen die Zeiten, in denen die Turbine läuft und Strom produziert, während die Gesamtzeit alle Stunden in einem bestimmten Zeitraum umfasst, einschließlich der Ausfallzeiten für Wartung oder Reparaturen.

Die Leistungsindikatoren werden zum Teil nur auf Konzernebene erhoben, da eine segmentspezifische Berichterstattung entweder nicht sinnvoll ist oder im Vergleich keine Aussagekraft hätte. Zusammen genommen erleichtern diese Indikatoren eine gründliche Beurteilung der aktuellen und auch zukünftigen Konzernentwicklung. Außerdem sorgen sie für einen zusammenfassenden Überblick über den Kapitalbedarf des Konzerns.

Die Steuerung der Nordex Group im Hinblick auf eine nachhaltige Geschäftsentwicklung ist im Unterkapitel "Nachhaltigkeitserklärung" zusammenfassend erläutert.

Unternehmerische Verantwortung

Die Nordex Group hat es sich zum Ziel gesetzt, den nachhaltigen Übergang zu erneuerbaren Energien durch die Produktion effizienter Windenergieanlagen zu fördern. Dieses Bekenntnis zur Bekämpfung des Klimawandels ist der Eckpfeiler unseres Geschäftsmodells. Unser Management hat die Weiterentwicklung des Unternehmens an den Nachhaltigkeitsprinzipien ausgerichtet, die in unserer Nachhaltigkeitsstrategie 2025 dargelegt sind.

Über unsere Aktivitäten und Fortschritte in den Bereichen Umwelt, Soziales und Governance (ESG) berichten wir in einer eigenen Nachhaltigkeitserklärung, die Teil dieses integrierten Berichts ist.

In unserer Nachhaltigkeitsstrategie 2025 haben wir die folgenden vier Schwerpunktthemen definiert:

Nachhaltige Produkte: Innovation im Produktdesign zur Steigerung von Effizienz und Nachhaltigkeit und zur Bewältigung der Herausforderungen beim Übergang zu einer Kreislaufwirtschaft

Umwelt: Initiativen zu Klimawandel, Dekarbonisierung und Umweltschutz

Soziales: Bekenntnis zum Handeln als fairer und attraktiver Arbeitgeber mit Fokus auf Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz.

Governance: Verantwortungsvoller Einkauf, Geschäftsethik, Compliance und Integrität

Forschung und Entwicklung

Eine Stärke der globalen Windenergieindustrie ist ihre Innovationskraft als Treiber eines stetigen technologischen Fortschritts. Mittlerweile setzt sich die Windenergie rund um den Globus weitgehend ohne staatliche Förderung im Wettbewerb mit anderen Technologien zur Energieerzeugung zunehmend durch. Windenergie muss daher nicht nur ökologische Vorteile bieten, sondern sich auch durch Wirtschaftlichkeit und Zuverlässigkeit auszeichnen. Die Energieerzeugung aus Onshore-Windenergieanlagen ist inzwischen in vielen Ländern der Welt eine der kostengünstigsten Energiequellen und damit eine der tragenden Säulen im Kampf gegen den Klimawandel. Grundvoraussetzung für die Wettbewerbsfähigkeit von Nordex sind hochwertige Windenergieanlagen, die über ihre gesamte Nutzungsdauer von mehr als 30 Jahren eine kostengünstige Stromerzeugung ermöglichen. Im Mittelpunkt der Entwicklungstätigkeiten stehen deshalb die Anforderungen der Kunden und die Verbesserung des Business Case über den gesamten Lebenszyklus der Windkraftanlage hinweg.

Die globalen Märkte sind durch ständige Veränderung geprägt. Daher beobachtet Nordex kontinuierlich die Markt- und Regulierungsanforderungen, um ein regelkonformes und optimiertes Produktportfolio anzubieten. Jüngste Entwicklungen in diesem Zusammenhang sind die dynamischen Änderungen der Netzanschlussrichtlinien ("Grid Code") und die steigenden Anforderungen an die Cybersicherheit in den Zielmärkten des Konzerns. Die Nordex Group hat dazu auf Basis umfassender Validierungen und Leistungswerte ein ausgereiftes Technologiekonzept entwickelt, dessen Herzstück die erfolgreich etablierte Delta4000-Baureihe ist. Diese Turbinenplattform kann weltweit installiert und betrieben werden und lässt sich an spezifische Anforderungen anpassen. Sie ermöglicht die Stromerzeugung in den Leistungsbereichen 4 MW, 5 MW und 6 MW+. In Einzelfällen entwickelt Nordex auch projektspezifische Lösungen und Anpassungen.

Die F&E-Aktivitäten der Nordex Group umfassen auch Innovationen bei den Fertigungs-, Logistik-, Installations- und Serviceprozessen. Im Jahr 2023 hat der Konzern erfolgreich einen ersten Windpark errichtet, der über Nordex-eigene Hybridtürme aus Beton und Stahl mit einer Nabenhöhe von 168 Metern verfügt. Dies schafft die Grundlage für noch höhere Türme mit bis zu 200 m Nabenhöhe in Märkten mit geringen Windgeschwindigkeiten.

Organisation und wesentliche F&E-Kennzahlen

Im Bereich Engineering der Nordex Group waren zum Jahresende 2024 774 Mitarbeitende tätig (2023: 713 Mitarbeitende). Die wesentlichen Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten des Unternehmens sind in Rostock und Hamburg (Deutschland), Pamplona (Spanien) und Shanghai (China) angesiedelt. Dabei konzentrierte sich der Personalaufbau vor allem auf die Standorte in Deutschland und Spanien.

Die bilanzierten Entwicklungsaufwendungen lagen zum Stichtag 31. Dezember 2024 bei EUR 184,8 Mio. (31. Dezember 2023: EUR 169,8 Mio.). Dabei wurden im Geschäftsjahr 2024 Entwicklungsaufwendungen in Höhe von EUR 51,0 Mio. (2023: EUR 46,4 Mio.) neu aktiviert. Die Zugänge umfassten vor allem die Weiter- und Neuentwicklung der Delta-Windturbinengeneration. Die im Geschäftsjahr 2024 aktivierten Fremdleistungen belaufen sich auf EUR 57 Mio. und betreffen im Wesentlichen die Vergabe von Unteraufträgen und Sonderleistungen wie spezifische Prüfungen und Beratungen. Im Berichtsjahr fielen darüber hinaus weitere Entwicklungsaufwendungen in Höhe von EUR 36,0 Mio. (2023: EUR 36,6 Mio.) an, die nicht die Kriterien für eine Aktivierung erfüllen und daher erfolgswirksam erfasst wurden. Die Aktivierungsquote liegt für das Berichtsjahr somit bei 58,7 % (2023: 55,9 %). Die Abschreibungen auf aktivierte Entwicklungsaufwendungen beliefen sich im Geschäftsjahr 2024 auf EUR 35,3 Mio. (2023: EUR 38,1 Mio.).

Produktentwicklung

Die Weiterentwicklung der Delta4000-Plattform bildete im Geschäftsjahr 2024 weiter den Schwerpunkt der Entwicklungstätigkeiten. Dazu gehört auch die erfolgreiche Installation von zwei Prototypen der Turbine N175/6.X und der Start der Serienproduktion.

Darüber hinaus wurde die speziell auf den US-Markt ausgerichtete Turbine N169/5.X auf Basis der bewährten Variante N163/5.X der Delta4000-Plattform eingeführt. Mit ihrem besonders hohen Kapazitätsfaktor soll diese Anlage das Nordex-Produktportfolio bei Projekten an Standorten mit begrenzten Netzkapazitäten in den zentralen US-Bundesstaaten stärken.

Die Neu- und Weiterentwicklungsaktivitäten umfassen generell die Entwicklung und Tests neuer Materialien in der Blattproduktion sowie die Entwicklung neuer Turmvarianten. Darüber hinaus ist die Nordex Group kontinuierlich bestrebt, die Klimabilanz ihrer Tätigkeiten und Produkte durch gezielte Maßnahmen zu verbessern.

Wirtschaftsbericht

Geopolitische Spannungen und schwaches Wirtschaftswachstum bei nachlassender Inflation

Anhaltende politische und regulatorische Unterstützung für die Windenergie

Deutsche Auktionen mit dem höchsten Volumen seit Jahren

Makroökonomisches Umfeld

Makroökonomisches Umfeld 2024-Trotz Zinswende weitgehend verhaltene Konjunktur

Die Weltwirtschaft verzeichnete im Jahr 2024 trotz des veränderten Zinsumfelds ein verhaltenes Wachstum. Besonders ausgeprägt war das Wachstumsgefälle dabei zwischen den dominierenden Wirtschaftsregionen USA, China und Europa. Trotz des geringen Inflationsdrucks und des Politikwechsels der Zentralbanken konnte die von zahlreichen Belastungen geprägte Weltwirtschaft nur mäßiges Wachstum erzielen. Insbesondere das geopolitische Umfeld sorgte für große Unsicherheit. Geopolitische Spannungen wie die Eskalation des Nahostkonflikts und der anhaltende Krieg Russlands in der Ukraine unter Beteiligung Nordkoreas trugen zu dieser Unsicherheit bei. Zudem gewannen EU-Skeptiker bei den Europawahlen an Boden, was die Regierungen in wichtigen Märkten wie Frankreich und Deutschland schwächte.

Nach Einschätzung des IWF (internationaler Währungsfonds) ist die Weltwirtschaft 2024 um 3,2 % gewachsen (2023: +3,3 %). Das entsprach nahezu exakt der Prognose vom Jahresanfang (IWF im Januar: +3,1 %). Aufgrund des lediglich moderaten Wachstums in China belief sich Expansionsrate in den Schwellen- und Entwicklungsländern nur auf +4,2% (2023: +4,4%). Die Industrieländer verzeichneten insgesamt ein leichtes Wachstum von +1,7 % mit einem kräftigen Aufschwung in den USA, während sich in Europa, insbesondere in Deutschland, die Schwächephase fortsetzte.

Die Inflation schwächte sich im Jahr 2024 von ihrem zuvor sehr hohen Niveau ab. Die großen Zentralbanken schwenkten daher auf eine expansive Geldpolitik mit Zinssenkungen um. Im Juni reduzierte die Europäische Zentralbank (EZB) erstmals seit zwei Jahren ihren Leitzins. Bis zum Jahresende folgten drei weitere Zinssenkungen. In Summe verringerte sich der Einlagenzins der EZB damit um 100 Basispunkte auf 3,00 %. Die US-Notenbank hielt aufgrund der dynamischen Binnenkonjunktur länger an ihrem Kurs fest und leitete erst im September Zinssenkungen ein. Bis zum Jahresende folgten zwei weitere Zinssenkungen um insgesamt 100 Basispunkte auf eine Spanne von 4,25 % bis 4,50 %. Während die meisten Zentralbanken ihre Zinsen senkten, um die Wirtschaft anzukurbeln, kam es in einigen Ländern, darunter die Türkei, Brasilien und Japan, im Jahr 2024 dagegen zu einer Erhöhung der Leitzinsen. Der Außenwert des Euro gegenüber dem US-Dollar verringerte sich zum Jahresende um 6,0 % auf USD 1,0400, wobei der Dollar in den letzten beiden Monaten nach der US-Wahl an Wert aufholte.

Die Rohstoffpreise entwickelten sich im Jahr 2024 aufgrund der schwachen, aber regional heterogenen Weltwirtschaft uneinheitlich. Trotz der geopolitischen Krisen gab es jedoch keine Engpässe in der Rohstoffversorgung. Nach Angaben des IWF verteuerten sich Nicht-Öl-Rohstoffe 2024 im Durchschnitt um 3,4 % (2023: -5,7 %). Die wichtigsten Rohstoffe für die Herstellung von Windturbinen wie Stahl, Kupfer und Aluminium verzeichneten dabei unterschiedliche Preisentwicklungen: Während die Stahlpreise um gut 10 % (LME) zurückgingen, erhöhten sich die Preise für Aluminium (+7,2%) und Kupfer (+7,7 %). Obwohl Nordex sich den Preis der benötigten Rohstoffe unmittelbar nach Vertragsabschluss sichert, können sich schnelle kurzfristige Anstiege oder große Schwankungen auf Ergebnismargen auswirken.

Die Entwicklung fossiler Energieträger und länderspezifische Strompreise können einen erheblichen Einfluss auf Investitionsentscheidungen in Bezug auf neue Windparks sowie die Ausgestaltung staatlicher Rahmenbedingungen haben. Im Berichtsjahr gaben die Ölpreise weltweit leicht nach. Nach Angaben des IWF ist der Jahresdurchschnittspreis pro Barrel Öl 2024 um 1,9 % gefallen.

In Deutschland verblieben die Großhandelspreise für Grundlaststrom auf hohem Niveau und belasteten weiterhin energieintensive Industriezweige. Der Index Epex Spot Germany lag im Jahresdurchschnitt bei EUR 79,6/MWh (2023: EUR 95,2/MWh).

Politisches, rechtliches und regulatorisches Umfeld

Unterstützung für den Ausbau der Windenergie

Das Geschäft der Nordex Group wird maßgeblich von regulatorischen Rahmenbedingungen bestimmt, die je nach Region und Land aufgrund unterschiedlicher Klimaschutzziele, nationaler Regelungen und Ausbaupläne für Windkraft variieren. Faktoren wie Subventionen, Steuervergünstigungen und gesetzliche Vorgaben für erneuerbare Energien und Emissionsreduktionen wirken sich dabei auf die Nutzung der Windenergie aus. Auf globaler Ebene dienen die UN-Klimaziele als Leitlinie für Anstrengungen zur Minderung von Treibhausgasemissionen, an denen der Energiesektor einen erheblichen Anteil hat. Insofern ist der Ausbau erneuerbarer Energieanlagen entscheidend für eine erfolgreiche Umsetzung der UN-Klimaziele.

Der Krieg Russlands in der Ukraine hat noch einmal deutlich gemacht, wie wichtig eine unabhängige und saubere Energieversorgung ist und politischen Initiativen für mehr grüne Energie zusätzlichen Schwung verliehen. Mit dem Ausbauplan RePowerEU/Wind Power Action Plan der EU-Kommission und dem Inflation Reduction Act (IRA) in den USA soll die Energiewende weiter vorangetrieben werden. Es wird erwartet, dass diese Programme die Rahmenbedingungen für den weiteren Ausbau der Windenergie an Land schaffen.

Der europäische Markt soll bis zum Jahr 2030 auf insgesamt 480 GW wachsen. Dazu wäre ein Zubau von deutlich über 30 GW pro Jahr notwendig. Im Jahr 2024 waren es etwa 15 GW, wobei die Bilanz in Europa sehr unterschiedlich ausfiel.

In Deutschland beginnen die Maßnahmen für den Ausbau der Erneuerbaren immer mehr zu greifen, auch wenn sich die installierte Leistung von gut 63 GW per Ende November 2024 auf 115 GW noch nahezu verdoppeln muss. Das Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz hat im Mai 2023 eine neue Strategie vorgestellt, die vorsieht, dass mit zahlreichen Initiativen für den verstärkten Ausbau von Windenergie an Land die Kapazität bis 2035 auf 160 GW gesteigert wird. Zu Beginn des Jahres 2023 wurde der Höchstwert für Gebote bei Onshore-Anlagen auf 7,35 ct/kWh erhöht. Dieser Wert wird im Jahr 2025 unverändert bleiben und somit für Planungssicherheit sorgen und dem aktuellen Preisumfeld Rechnung tragen. Im Jahr 2024 wurden in vier Auktionen rund 11 GW bezuschlagt. Baugenehmigungen stiegen im Geschäftsjahr 2024 deutlich um 87 % auf etwas mehr als 14 GW (2023: 7,5 GW, 2022: 4,2 GW).

Branchenspezifische Rahmenbedingungen

Weltweit uneinheitlicher Trend bei Neuinstallationen im Onshore-Windmarkt 2024 - Rekordjahr in Deutschland

Nach der aktuellen Hochrechnung des Marktforschungsinstituts Wood Mackenzie (Dezember 2024) hat die Windindustrie im Jahr 2024 weltweit neue Windenergieanlagen einschließlich Repowering mit einer Nennleistung von 122,3 GW installiert (2023: 117,2 GW). Dabei blieb das Onshore-Segment mit einem Anteil von 90,8 % aller globalen Neuinstallationen weiterhin dominierend. In den Märkten der Nordex Group (Onshore weltweit ohne China und Indien) lag der Zubau an Neuanlagen inklusive Repowering im Jahr 2024 bei 31,7 GW nach 33,6 GW im Vorjahr (-5,9%). Die schwache Weltwirtschaft, hohe Zinsen und politische Unsicherheiten wirkten sich 2024 negativ auf den Markt aus. Allerdings war die Entwicklung je nach Region und Land unterschiedlich.

Das Volumen der Neuinstallationen im europäischen Onshore-Markt belief sich nach Angaben von Wood Mackenzie 2024 auf 13,5 GW und ist damit im Vergleich zum Vorjahr um 8,9% gesunken (2023: 14,8 GW). Der Rückgang war in Skandinavien besonders stark ausgeprägt (Finnland -32,7 %, Schweden -51,8 %). Dagegen verzeichneten Großbritannien (+13,4 %), Italien (+24,4 %) und Spanien (+109,3 % auf 1,2 GW) allesamt ein kräftiges Wachstum. Auch in der Türkei war die Entwicklung mit einem Plus von 11,9 % im Jahr 2024 positiv. Laut Bundesverband Windenergie (BWE) war 2024 für den deutschen Onshore-Windmarkt ein Rekordjahr, das von hohen Genehmigungszahlen geprägt war. Positiv wirkten sich dabei die Initiativen der Bundesregierung aus, etwa beschleunigte Genehmigungsverfahren. Nach Angaben des BWE wurden im Jahr 2024 in Deutschland 635 Onshore-Windenergieanlagen mit einer Gesamtleistung von 3.251 MW neu installiert (2023: 3.581 MW). Das entspricht einem Rückgang von 9,2 % gegenüber dem Vorjahr.

In Lateinamerika reduzierte sich der Zubau an Windenergieanlagen an Land im Jahr 2024 auf 5,6 GW (-5,7 %). Dabei verzeichnete der für die Region dominierende Einzelmarkt Brasilien nach dem starken Wachstum des Vorjahres nunmehr einen Rückgang auf 4,0 GW (-11,4 %). In Mexiko blieben die Neuinstallationen mit 23 MW nahezu auf unverändertem Niveau.

In den USA belief sich der Zubau an Onshore-Windleistung auf 5,7 GW. Obwohl dies noch immer ein hoher Wert ist, waren es damit rund 20% weniger als im Vorjahr mit 7,1 GW. In Kanada und Australien verlief die Entwicklung der Neuinstallationen an Land dagegen mit einem Plus von 25 % auf fast 1,8 GW bzw. mehr als einer Verdoppelung auf 1,4 GW deutlich positiver.

Kumulativ ist der Netzbestand an Windenergieanlagen 2024 weltweit um 11,4 % auf mehr als 1,14 TW Nennleistung angewachsen. In den für Nordex relevanten Märkten (Onshore ohne China und Indien) legte die Nennleistung des Anlagenbestandes um 6,0 % auf knapp 532 GW zu. Nach Angaben von Wood Mackenzie entfielen davon auf den Kernmarkt Europa 249,5 GW (+5,4 %) und auf Deutschland 66,3 GW (+5,5 %).

Allgemeine Geschäftsentwicklung

Erfolgreiche Rückkehr zur Profitabilität und auf Kurs zu unseren mittelfristigen Finanzzielen

EBITDA-Marge mit 4,1 % am oberen Ende des Prognosekorridors

Starker freier Cashflow im Geschäftsjahr generiert

Wesentliche Ereignisse im Berichtszeitraum

Trotz anhaltender Unsicherheiten durch geopolitische Konflikte und der schwachen wirtschaftlichen Entwicklung insbesondere in Deutschland, setzte sich der Ausbau der Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien mit hoher Dynamik fort. Viele Länder weltweit haben sich das langfristige Ziel gesetzt, keine Emissionen mehr zu verursachen, was eine vollständige Dekarbonisierung der Wirtschaft voraussetzt. Die langfristigen Perspektiven für die Branche sind weiterhin positiv, auch wenn die vollständige realwirtschaftliche Umsetzung der politischen Vorgaben und Förderkonzepte noch einige Zeit in Anspruch nehmen wird. Windenergie bleibt ein elementarer Baustein der globalen Energiewende und eine der kostengünstigsten Quellen erneuerbarer Energien.

Die Nordex Group hat im Jahr 2024 wesentliche Maßnahmen zur Stärkung ihres Portfolios und ihrer regionalen Präsenz umgesetzt. Folgende Meilensteine waren im Berichtsjahr 2024 für unsere Kommunikation mit dem Kapitalmarkt von Bedeutung:

Neuentwicklung erhält wichtigen Prüfbescheid

Im März 2024 erreichte Nordex zunächst mit Blick auf den Kernmarkt Deutschland einen Meilenstein bei der Entwicklung von Hybridtürmen: Der TÜV SÜD erteilte den Typenprüfbescheid nach DIBt-Richtlinie für einen 179 Meter hohen Hybridturm aus Stahl und Beton. Der Bescheid ist eine wichtige baugenehmigungsrelevante Grundlage, um die Turbine N175/6.X der Delta4000-Serie auf diesem Turm in Deutschland errichten zu können. Die N175/6.X-Turbine kann in Kombination mit dem Hybridturm vor allem an Schwachwindstandorten an Land die Energieproduktion steigern.

Im Juli 2024 errichtete Nordex in Schleswig-Holstein die weltweit erste Turbine vom Typ N175/6.X auf einem Stahlrohrturm mit 112 Metern Nabenhöhe. Im Spätherbst folgte eine weitere Turbine mit einer Nabenhöhe von 179 Metern.

Im September 2024 erteilte der TÜV SÜD auch das vorläufige IECRE-Typenzertifikat (Provisional Type Certificate P-TC nach IECRE) für die N175/6.X. Dieses Zertifikat ist für die internationale Vermarktung von entscheidender Bedeutung, da es in der Regel Voraussetzung für Ausschreibungsverfahren in internationalen Windenergieprojekten ist. Weltweit setzen Projektierer und Windparkbetreiber auf Windenergieanlagen, die nach internationalen Normen zertifiziert sind.

Maßnahmenpaket zur Stärkung des US-Geschäfts

Nach der erfolgreichen Festigung der eigenen Marktposition in Europa, , rückt nun das Nordamerika-Geschäft in den Fokus der Nordex-Group. Das Unternehmen hat mehrere wichtige Maßnahmen umgesetzt, um an dem erwarteten zukünftigen Wachstum in den USA und Kanada zu partizipieren und gleichzeitig die lokalen Anforderungen im Rahmen des Inflation Reduction Act (IRA) zu erfüllen. Dazu gehörten der Ausbau lokaler Lieferketten und die Entwicklung einer Turbine, die speziell für Windregionen in den USA mit schwachen bis mittleren Windgeschwindigkeiten und ohne intensive Turbulenzen ausgelegt ist. Die Markteinführung der N169/5.X-Turbine erfolgte im Juli 2024.

Zum 1. Juni 2024 hat Nordex einen sehr erfahrenen Manager des Konzerns zum neuen CEO für die Division North America ernannt, der den Ausbau des Nordamerikageschäfts leiten wird.

Ende Juni 2024 hat der Vorstand der Nordex Group nach intensiver Prüfung beschlossen, die Produktion im Werk in West Branch (Iowa) wieder aufzunehmen. An dem Standort werden zukünftig Maschinenhäuser der Turbinenvariante N163 und der neuen N169/5.X gefertigt und montiert. Die Produktion wird entsprechend der Entwicklung des Auftragseingangs hochgefahren. Die Produktionskapazität in West Branch kann flexibel an die Kundennachfrage angepasst werden.

Turmportfolio weiter ausgebaut

Im September 2024 hat die Nordex Group ihr Angebot an Türmen für die Turbine des Typs N175/6.X um einen Hybridturm mit der bisher höchsten Nabenhöhe von 200 Metern erweitert. Dadurch kann sich der Rotor in Windströmungen mit deutlich höheren Geschwindigkeiten und weniger Turbulenzen bewegen, wovon vor allem Schwachwindstandorte profitieren. Die kontinuierliche Erweiterung der Produktvarianten für diese Turbine ist von strategischer Bedeutung, da Nordex Entwicklern und Betreibern insbesondere in Deutschland, Finnland und Schweden dadurch neue Lösungen für Onshore-Windenergieanlagen anbieten kann.

Vergleich der tatsächlichen Geschäftsergebnisse mit der Prognose

Nordex verzeichnete im Geschäftsjahr 2024 eine erfolgreiche Geschäftsentwicklung und konnte sowohl den Umsatz als auch das Ergebnis steigern. Am 29. Februar 2024 veröffentlichte die Nordex Group ihre Prognose für das Berichtsjahr 2024 und skizzierte dabei vier finanzielle Zielgrößen. Der Vorstand erwartete einen Konzernumsatz im Korridor von EUR 7,0 bis 7,7 Mrd., wobei für die zweite Jahreshälfte ein stärkeres Umsatzwachstum als in der ersten prognostiziert wurde. Gestützt wurde diese Erwartung durch den Auftragsbestand. Nordex prognostizierte zudem eine operative EBITDA-Marge zwischen 2,0 % und 4,0 %. Diese Guidance basierte auf einem stabileren Kostenumfeld und dem Eingang profitablerer Aufträge, die zu einer gleichmäßigeren Verteilung der Margen im Jahresverlauf mit einem leichten Anstieg in der zweiten Jahreshälfte führen sollten.

Grundlage für die Prognose einer positiven Margenentwicklung waren die Annahme einer allgemein verbesserten Kostensituation, leicht steigende Preise und angepasste Kundenverträge. Zudem setzte das Unternehmen sein Programm zur Ergebnisverbesserung fort, wobei die Schwerpunkte auf der Steigerung der Produktivität, der nachhaltigen Erhöhung der Servicemargen, der Optimierung des Projektmanagements und der Verbesserung der Lieferkette liegen.

Das dritte Element der Prognose war eine auf den Konzernumsatz bezogene Working-Capital-Quote zum Jahresende von unter -9 %. Dieses Verhältnis wird maßgeblich durch den Auftragseingang und das Aktivitätsniveau beeinflusst.

Für den Ausbau und die Weiterentwicklung des Unternehmens waren als vierter Punkt Investitionen von rund EUR 175 Mio. geplant. Das stabilere Kostenumfeld und das verbesserte Margenprofil der Aufträge führten dazu, dass die Geschäftsentwicklung und die zugrunde liegenden Annahmen des Unternehmens im Vergleich zu den Vorjahren mit weniger Unsicherheit behaftet waren.

Die Nordex Group startete in das Geschäftsjahr 2024 mit einer gestärkten Bilanz, einer robusten Dynamik im Auftragseingang und einem erfreulichen Umsatzplus im Vergleich zum Vorjahr. Das erste Quartal brachte zudem die erwartete Verbesserung der EBITDA-Marge. Auch in den Folgequartalen entsprach die Geschäftsentwicklung mit einer weiteren Steigerung der operativen Marge und anhaltendem Umsatzwachstum den Erwartungen.

Die Geschäftsentwicklung im weiteren Verlauf des Jahres bestätigte ebenfalls die Erwartungen der Nordex Group. Gestützt durch ein günstiges operatives Umfeld, stabile Preise und eine weitgehend zuverlässige Lieferkette zeigte sich die Kostensituation stabil. Somit ist der Konzernumsatz im Vorjahresvergleich deutlich gestiegen und übertraf auch das Volumen der ersten Jahreshälfte. Die EBITDA-Marge verbesserte sich von 3,3 % im ersten Quartal auf 3,5 % im zweiten Quartal und spiegelt damit die positive Entwicklung wider. Vor dem Hintergrund eines stabileren Umfelds und einer höheren Prognosesicherheit hat das Management von Nordex die Prognose auf das obere Ende der Spanne, also auf 3% bis 4%, mit den Halbjahresergebnissen angehoben. Wie erwartet, verbesserte sich die EBITDA-Marge auch im dritten Quartal und stieg im vierten Quartal schließlich auf 4,9 %. Ferner sind die Auftragseingänge für Projekte in der zweiten Jahreshälfte 2024, insbesondere im vierten Quartal, kräftig gewachsen und betrugen insgesamt 8,3 Gigawatt.

Die Finanzkennzahlen der Nordex Group für 2024 einschließlich der im zweiten Quartal konkretisierten EBITDA-Prognose entsprechen in vollem Umfang der am 29. Februar 2024 veröffentlichten Prognose. So ist der Konzernumsatz auf etwa EUR 7,3 Mrd. gestiegen, getrieben durch das hohe Aktivitätsniveau bei den Installationen und in der Produktion sowie dem weiteren Wachstum des Servicegeschäfts. Entsprechend den Erwartungen lag die EBITDA-Marge mit 4,1 % am oberen Ende des Prognosekorridors.

Im Berichtsjahr hat der Konzern rund EUR 153 Mio. investiert. Geplant war ein Volumen von etwa EUR 175 Mio. Hauptgrund für die Abweichung waren projektbezogene Verschiebungen über den Bilanzstichtag hinaus sowie ein striktes Kostenmanagement. Die auf den Konzernumsatz bezogenen Working-Capital-Quote belief sich zum Ende des Berichtsjahres auf -9,1 % und lag somit fast genau bei der Zielgröße von unter -9,0 %.

Übersicht prognostizierter und tatsächlicher Verlauf 2024

Kennzahl Ursprüngliche Prognose März 2024 Angepasste Prognose Juli 2024 Ist 2024
Umsatz (EUR Mrd.) 7,0-7,7 7,0-7,7 7,3
EBITDA-Marge (%) 2,0bis 4,0 3,0bis 4,0 4,1
Working-Capital-Quote (%) unter-9 unter-9 -9,1
Investitionen (CAPEX) (EUR Mio.) ca. 175 ca. 175 153

Beurteilung der wirtschaftlichen Lage durch den Vorstand

Für die Nordex Group war 2024 nach dem Übergangsjahr 2023 ein Jahr der Stabilisierung. Nordex musste weniger nationale und internationale Herausforderungen bewältigen und profitierte von einem stabileren makroökonomischen Umfeld. Dieses Maß an Stabilität, das durch nachlassenden Inflationsdruck und das Ausbleiben größerer Schocks gekennzeichnet war, bildete eine solide Grundlage für die operative und finanzielle Entwicklung des Unternehmens.

Abgesehen von den Störungen im Roten Meer im ersten Quartal zeigte sich das makroökonomische Umfeld im Jahr 2024 deutlich stabiler, mit einem nur leichten Inflationsdruck und ohne weitere nennenswerte Störungen. Diese Stabilität erstreckte sich auch auf Rohstoffe, Transport und Genehmigungsverfahren und führte im Ergebnis zu einer zuverlässigeren Lieferkette und einer verbesserten Kostensituation. Nordex nutzte zudem die in den letzten drei Jahren umgesetzten Risikominderungsmaßnahmen wie die Änderung der Vertragsbedingungen für Kunden, den Einsatz von Back-to-Back-Verträgen bei Komponenten, stabile Transportraten über langfristige Charterverträge sowie die Beibehaltung von Preisanpassungsklauseln für Schlüsselkomponenten während der Angebotsphase von Projekten.

Operativ verzeichnete Nordex einen Rekordauftragseingang in Höhe von 8,3 GW und baute seine Marktanteile in Europa und Nordamerika aus. Die installierte Leistung für das Gesamtjahr lag mit rund 6,6 GW im Rahmen der Erwartungen. Damit normalisierte sich der Wert im Vergleich zum Vorjahr, das durch erhebliche Aufholeffekte wegen früherer Rückstände geprägt war. Die Aktivitäten in Deutschland nahmen im Vergleich zum Vorjahr deutlich zu, obwohl die Einholung von Genehmigungen für Schwertransporte von Turbinenkomponenten auf der Straße weiter eine Herausforderung darstellte.

Finanziell entwickelte sich Nordex im Jahr 2024 robust. Der Konzernumsatz stieg im Vergleich zum Vorjahr um rund 12% auf EUR 7,3 Mrd. und lag damit innerhalb der prognostizierten Bandbreite von EUR 7,0 bis 7,7 Mrd. Die operative Marge verbesserte sich deutlich auf 4,1%. Dies ist auf ein stabiles Preisumfeld, eine optimierte Lieferkette, vorteilhaftere Konditionen in den Kundenverträgen und einen höheren Anteil an margenstarken Projekten zurückzuführen.

Zum Jahresende 2024 verfügte Nordex über einen soliden Barmittelbestand in Höhe von EUR 1.151 Mio. Die Working-Capital-Quote verbesserte sich vor dem Hintergrund eines stabilen Geschäftsumfelds auf -9,1 %. Die Eigenkapitalquote bewegte sich mit 17,7 % nahezu auf dem Niveau des Vorjahres (2023: 18,0 %) und die Nettoliquidität belief sich auf EUR 848 Mio.

Zusammenfassend lässt sich festhalten, dass Nordex 2024 deutliche operative und finanzielle Verbesserungen erzielt hat. Angesichts der positiven Auftragslage sind wir zuversichtlich, dass wir die EBITDA-Marge im Jahr 2025 weiter steigern können und auf Kurs sind, unser mittelfristiges Ziel einer EBITDA-Marge von 8 % zu erreichen.

Geschäftsentwicklung der Nordex Group

Rekord-Auftragseingang von 8,3 GW im Geschäftsjahr 2024

EBITDA bei EUR 296 Mio. nach EUR 2 Mio. im Jahr 2023

Freier Cashflow von EUR 271 Mio. und Nettoliquidität in Höhe von EUR 848 Mio. zum Jahresende

Operative Zahlen

Produktion

Im Berichtsjahr war die Turbinenproduktion (in MW) von Nordex gegenüber dem Vorjahr leicht rückläufig um 5%. Mit einem Anteil von etwa 35 % an der Gesamtproduktion stellte Deutschland erneut den wichtigsten Standort dar, gefolgt von China und Indien. In beiden Ländern wurde der Output im Vorjahresvergleich gesteigert.

Im Berichtsjahr hat die Nordex Group insgesamt 1.312 Turbinen (2023: 1.520 Turbinen) produziert. Die Nennleistung der montierten Turbinen sank um 4,7 % auf 7.609 MW (2023: 7.985 MW). Die höhere Produktionszahl im Jahr 2023 ist auf Nachholeffekte aufgrund von Verzögerungen in der Lieferkette in den Vorjahren zurückzuführen.

Die Produktion von Rotorblätter in den eigenen Werken erhöhte sich im Jahr 2024 um etwa 33 % auf insgesamt 1.537 Rotorblätter (2023: 1.159 Blätter) und machte damit 28,4% der gesamten Rotorblattproduktion aus. Von externen Zulieferern, die Blätter nach Nordex-Design und Nordex-Vorgaben herstellen, hat das Unternehmen zudem 3.884 Rotorblätter bezogen (2023: 3.476 Blätter). Das entspricht 71,6 % der gesamten Rotorblattproduktion.

Turbinen (MW) Rotorblätter
(Stück)
2024 2023 2024 2023
Deutschland 2.665,0 3.400,6 12,0 -
Spanien 893,0 1.352,3 272,0 372,0
Brasilien 120,0 621,6 - -
Indien 1.653,0 1.608,0 1.127,0 787,0
Mexiko - - 126,0 -
China 2.278,0 1.002,9 - -
Gesamt 7.609,0 7.985,4 1.537,0 1.159,0

Installationen

Im Jahr 2024 hat die Nordex Group in 25 Ländern in Summe 1.227 Windenergieanlagen (2023: 1.429 Anlagen in 24 Ländern) mit einer installierten Nennleistung von insgesamt 6.641 MW errichtet. Dies entspricht einem Rückgang von 8,4 % gegenüber dem Vorjahresniveau. Das Installationsniveau spiegelt damit im Vergleich zu 2023 wieder ein eher typisches Aktivitätsniveau wider. Das Vorjahr war noch von erheblichen Aufholeffekten aus Lieferkettenverzögerungen in der Vergangenheit geprägt. Insgesamt wurden gerechnet in MW 71 % der Anlagen in Europa (2023: 63 %), 16 % in Lateinamerika (2023: 24 %), 7 % in Australien als Teil der Berichtsregion "Rest der Welt" (2023: 7 %) und wie im Vorjahr 6% in Nordamerika errichtet.

Der größte Einzelmarkt war dabei Deutschland mit 1.170 MW installierter Leistung (2023: 922 MW), gefolgt von Brasilien mit 804 MW (2023: 1.185 MW), Finnland mit 591 MW (2023: 749 MW), der Türkei mit 532 MW (2023: 404 MW) und Litauen mit 444 MW (2023: 4,5 MW). Weitere wichtige Märkte waren Frankreich, Spanien und Estland. Außerhalb Europas spielten zudem Kanada, Australien und Chile eine relevante Rolle.

Gemessen an der Anzahl der installierten Turbinen war Deutschland mit 218 Turbinen (2023: 175 Turbinen) der führende Markt, gefolgt von Brasilien mit 141 Turbinen (2023: 208 Turbinen), Finnland mit 104 Turbinen (2023: 120 Turbinen), Frankreich mit 95 Turbinen (2023: 109 Turbinen) und der Türkei mit 84 Turbinen (2023: 80 Turbinen).

Installierte Leistung (MW)
Land 2024 2023
Deutschland 1.170 922
Brasilien 804 1.185
Finnland 591 749
Türkei 532 404
Litauen 444 5
Australien 439 479
Kanada 388 34
Frankreich 324 352
Chile 273 280
Spanien 265 310
Estland 255 -
Polen 198 488
Italien 194 159
Kroatien 133 185
Großbritannien 128 115
Irland 104 173
Serbien 94 106
Schweden 68 106
Niederlande 56 160
Griechenland 53 74
Belgien 40 153
Österreich 32 29
Rumänien 30 -
Portugal 24 -
USA 5 424
Peru - 308
Ukraine - 55
Gesamt 6.641 7.253

Starker Auftragseingang und Auftragsbestand 2024

Segment Projekte:

Die Nordex Group steigerte 2024 ihren Auftragseingang im Segment Projekte (Turbinengeschäft). Hierbei entfiel der Großteil der Nachfrage auf Turbinen der 5 und 6-MW-Klasse, insbesondere auf die N163-Baureihe. Insgesamt kam der Großteil der Nachfrage aus den europäischen Märkten.

Die Nordex Group erhielt im Berichtszeitraum Aufträge aus 24 Ländern im Gesamtwert von EUR 7,5 Mrd., verglichen mit EUR 6,2 Mrd. aus 23 Ländern im Vorjahr. Die Anzahl der bestellten Anlagen erhöhte sich um rund 14 % auf 1.452 (2023: 1.270 Anlagen).

Vom Gesamtauftragsvolumen (in EUR) entfielen 2024 81% auf Europa (2023: 88 %), 10 % auf Nordamerika (2023: 3 %), 6 % auf die Region "Rest der Welt" (2023: 2 %) und 2% auf Lateinamerika (2023: 7 %). Die größten Einzelmärkte in Europa waren Deutschland, die Türkei, Frankreich, Spanien sowie Litauen. Darüber hinaus waren Nordamerika (USA, Kanada) sowie Südafrika von Bedeutung.

Bezogen auf die Nennleistung hat die Nordex Group 2024 ihren Auftragseingang um etwa 13 % auf insgesamt 8,3 GW gesteigert nach 7,4 GW im Vorjahr. Der durchschnittliche Anlagenpreis je Megawatt Leistung (Average Selling Price, ASP) für das Berichtsjahr erhöhte sich auf EUR 0,90 Mio. / MW (2023: EUR 0,84 Mio. / MW).

Die Book-to-Bill-Quote im Segment Projekte, also das Verhältnis vom Auftragseingang zum Umsatz ohne das Servicegeschäft, lag 2024 bei 1,14 und deutet damit auf eine steigende Nachfrage hin (2023: 1,07).

Der Bestand an festen Aufträgen im Segment Projekte belief sich zum Jahresultimo 2024 auf EUR 7,8 Mrd. und lag damit fast 13 % über dem Vorjahreswert (EUR 6,9 Mrd.). Der Auftragsbestand verteilt sich geographisch wie folgt: Auf Europa entfielen 83 % (2023: 84 %), auf Nordamerika inklusive Kanada 9 % (2023: 4 %), auf die Region "Rest der Welt" 5 % (2023: 2 %) und auf Lateinamerika 3 % (2023: 10 %).

Segment Service:

Im Segment Service steigerte die Nordex Group ihren Auftragseingang um 114,5 % auf EUR 1.981 Mio. Dieser Wert umfasst gleichermaßen Serviceverträge für Neuanlagen als auch Vertragsverlängerungen bei ausgelaufenen Verträgen. Der Auftragsbestand des Segments stieg im Berichtsjahr um 37,2 % auf EUR 5,0 Mrd. an (2023: EUR 3,6 Mrd.). Neu ausgelieferte Anlagen kommen etwa ein Jahr nach Inbetriebnahme des Windparks in den Auftragsbestand.

Ende 2024 betreute die Nordex Group im Service-Segment weltweit 12,757 Windenergieanlagen mit einer Nennleistung von 41,3 GW (31. Dezember 2023: 11.400 Anlagen mit entsprechend 35,0 GW). Die Anlagenverfügbarkeit der von der Nordex Group über Serviceverträge betreuten Anlagen lag über alle Plattformen und Märkte hinweg stabil bei durchschnittlich 97 %.

Auftragseingang und Auftragsbestand im Segment Projekte

Region /
EUR Mio.
Auftragseingang Auftragsbestand 1
2024 2023 2024 2023
Europa 6.074 5.492 6.495 5.796
Nordamerika 760 206 697 252
Lateinamerika 145 409 250 702
Rest der Welt 482 105 362 161
Gesamt 7.461 6.211 7.804 6.911

1 Zum31.12.

Segmententwicklung

Seit dem Jahr 2018 berichtet die Nordex Group über die Segmente Projekte und Service. Zum Segment Projekte gehören dabei das Geschäft mit neuen Windenergieanlagen sowie die Windparkentwicklung im Bereich Nordex Development. Das Segment Service umfasst alle Tätigkeiten im Zusammenhang mit der Betreuung der Anlagen nach Inbetriebnahme. Umsatzerlöse sowie Aufwendungen und Erträge, die den beiden Segmenten nicht eindeutig zugeordnet werden können, werden separat als "nicht zugeordnet" ausgewiesen.

Im Berichtsjahr 2024 erzielte das Segment Projekte einen Umsatz von EUR 6.543 Mio. (2023: EUR 5.828 Mio.), während der Umsatz des Segments Service sich auf EUR 777 Mio. (2023: EUR 679 Mio.) belief. Vor nicht zugeordneten Umsätzen und Konsolidierung trugen das Segment Projekte 89,6 % und das Segment Service 10,6 % zum Konzernumsatz bei.

Projekte Service Konzern
EUR Mio. 2024 2023 2024 2023 2024 2023
Auftragseingang 7.461,5 6.211,3 1.981,2 923,9 9.442,7 7.135,2
Auftragsbestand 7.803,9 6.911,2 4.974,1 3.626,2 12.778,0 10.537,4
Umsatzerlöse 6.543,1 5.827,7 776,6 678,9 7.298,8 6.489,1
EBIT 317,9 9,6 123,1 101,2 115,4 -186,5

Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage Ertragslage

EUR Mio. 2024 2023 △ absolut
in %
Umsatz 7.298,8 6.489,1 809,7 12,5
Gesamtleistung 7.000,5 6.550,9 449,6 6,9
Materialaufwand -5.465,6 -5.566,0 100,4 -1,8
Rohergebnis 1.535,0 984,8 550,2 55,9
Personalaufwand -727,3 -629,8 -97,5 15,5
Sonstige betriebliche Aufwendungen/Erträge -511,3 -353,1 -158,2 44,8
EBITDA 296,4 2,0 294,4 >100
Abschreibungen/Amortisation -181,0 -188,5 7,5 -4,0
EBIT 115,4 -186,5 301,9 >100
Konzernergebnis 8,8 -302,8 311,6 >100
Bruttomarge (%) 21,0 15,2
EBITDA-Marge (%) 4,1 0,0
EBIT-Marge (%) 1,6 -2,9

Umsatzerlöse

Der Umsatz der Nordex Group erhöhte sich im Geschäftsjahr 2024 um 12,5 % auf EUR 7.299 Mio. (2023: EUR 6.489 Mio.) und lag damit in der Mitte des Prognosebereichs von EUR 7,0 - 7,7 Mrd. Dieser deutliche Umsatzanstieg ist auf einen höheren durchschnittlichen Verkaufspreis pro Megawatt Leistung (ASP), ein stärkeres Aktivitätsniveau sowie gestiegene Serviceumsätze zurückzuführen.

Deutschland war mit EUR 1.616 Mio. (2023: EUR 1.096 Mio.) der umsatzstärkste Markt, gefolgt von der Türkei mit EUR 606 Mio. (2023: EUR 414 Mio), Frankreich mit EUR 526 Mio. (2023: EUR 459 Mio.) und den USA mit EUR 427 Mio. (2023: EUR 299 Mio.).

Umsatzverteilung regional 2024 in %

Rohergebnis

Die Gesamtleistung der Nordex Group ist im Berichtsjahr um 6,9 % auf EUR 7.001 Mio. gewachsen (2023: EUR 6.551 Mio.). Darin enthalten ist eine Reduzierung der Vorräte um EUR 298 Mio., nachdem die Vorräte im Vorjahr noch um EUR 62 Mio. angestiegen waren. Der Materialaufwand belief sich 2024 auf EUR 5.466 Mio. (2023: EUR 5.566 Mio.), wobei die Materialaufwandsquote auf 78,1% (2023: 85,0%) zurückging. Dieser Rückgang spiegelt die erhöhten Verkaufspreise und die rückläufigen Rohstoff- und Logistikkosten wider. Insofern verbesserte sich das Rohergebnis (Gesamtleistung abzüglich Materialaufwand) deutlich um 55,9 % auf EUR 1.535 Mio. (2023: EUR 985 Mio.). Dies entspricht einer Steigerung der Bruttomarge von 15,2 % im Jahr 2023 auf 21,0 % im Jahr2024.

Strukturkosten

Die Strukturkosten (Personalaufwand sowie Saldo aus sonstigen betrieblichen Aufwendungen und sonstigen betrieblichen Erträgen) erhöhten sich im Wesentlichen aufgrund höherer Personalkosten um 26,0 % auf EUR 1.239 Mio. (2023: EUR 983 Mio.). Als Reaktion auf den hohen Auftragsbestand sowie die gestiegene Anzahl von Windturbinen unter Servicevertrag hat die Nordex Group ihren Personalbestand 2024 weiter erhöht, wodurch sich ein Anstieg der Personalkosten um 15,5 % auf EUR 727 Mio. ergab. Der Saldo aus sonstigen betrieblichen Aufwendungen und sonstigen betrieblichen Erträgen belief sich auf EUR -511 Mio. (2023: EUR -353 Mio.).

EUR Mio. 2024 2023
Personalaufwand -727,3 -629,8
Sonstige betriebliche Aufwendungen/Erträge -511,3 -353,1
Gesamt -1.238,6 -982,8

Die sonstigen betrieblichen Erträge reduzierten sich im Berichtsjahr auf EUR 81 Mio. (2023: EUR 273). Der Rückgang ist im Wesentlichen auf geringere Erträge aus Devisentermingeschäften in Höhe von EUR 38 Mio. (2023: EUR 88 Mio.) sowie Währungsumrechnungsgewinne in Höhe von EUR 7 Mio. (2023: EUR 149 Mio.) zurückzuführen.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen lagen mit EUR 593 Mio. unter dem Vorjahreswert (2023: EUR 626 Mio.). Die Aufwendungen für Währungskursverluste sanken auf EUR 29 Mio. (2023: EUR 157 Mio.). Darüber hinaus führten strikte Kostenkontrollmaßnahmen zu einer Reduzierung der Ausgaben in verschiedenen Bereichen wie Reisen, Leasing, IT und Telekommunikation.

EBITDA und EBIT

Die Profitabilität der Nordex Group hat sich im Laufe des Geschäftsjahres 2024 weiter deutlich verbessert. Das EBITDA (Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen) erhöhte sich auf EUR 296 Mio. und lag damit deutlich über dem Vorjahreswert (2023: EUR 2 Mio.) und EBITDA-Marge in Höhe von 4,1 % (2023: 0,0 %).

Die Abschreibungen sind um -4,0 % auf EUR 181 Mio. gesunken (2023: EUR 188 Mio.). Davon entfielen EUR 5,6 Mio. (2023: EUR 5,0 Mio.) auf Abschreibungen aus der Kaufpreisallokation (Purchase Price Allocation, PPA) für Acciona Windpower im Jahr 2016.

In Summe ergabt sich im Geschäftsjahr 2024 somit ein Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) in Höhe von EUR 115 Mio. (2023: EUR -186 Mio.) und damit eine positive EBIT-Marge von 1,6 % (2023: -2,9 %).

Finanzergebnis

Das Finanzergebnis verbesserte sich auf EUR -94 Mio. (2023: EUR -124 Mio.), was in erster Linie auf höhere Zinserträge und geringere Zinsaufwendungen im Vergleich zum Vorjahr, welches durch den Debt-Equity-Swap geprägt war, zurückzuführen ist. Die Zinsaufwendungenfielenum18,1 %auf EUR 111 Mio.(2023:EUR 135 Mio.).

Nettogewinn und Gewinn je Aktie

Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit (EBT) erreichte im Geschäftsjahr 2024 EUR 22 Mio. nach EUR -311 Mio. im Vorjahr. Der Steueraufwand belief sich infolge der Gewinnverbesserung auf EUR -12,7 Mio. (2023: EUR 7,8 Mio.). Nach Steuern wurde die Gewinnschwelle bei einem geringen Konzerngewinn von EUR 8,8 Mio. erreicht (2023: Konzernverlust von EUR -303 Mio.). Das Ergebnis je Aktie verbesserte sich deutlich auf EUR 0,04 nach EUR -1,33 im Vorjahr.

Finanz- und Vermögenslage

in EUR Mio. 31.12.2024 31.12.2023 △ absolut
Kurzfristige Aktiva 3.602,3 3.552,8
Langfristige Aktiva 2.028,9 1.869,3 159,6
Aktiva 5.631,1 5.422,0 209,1
Kurzfristige Passiva 3.608,7 3.673,2 -64,5
Langfristige Passiva 1.025,8 770,8 255,1
Eigenkapital 996,6 978,1 18,5
Passiva 5.631,1 5.422,0 209,1
Nettoliquidität 1 848,2 631,4 216,8
Working-Capital-Quote (%) 2 -9,1 -11,5
Eigenkapitalquote (%) 17,7 18,0

1 Flüssige Mittel und Zahlungsmitteläquivalente abzüglich Bankverbindlichkeiten, Anleihe und Gesellschafterdarlehen

2 Umlaufvermögen durch Umsatz

Kapitalstruktur

Die Bilanzsumme der Nordex Group ist zum 31. Dezember 2024 um circa 4,0 % auf EUR 5.631 Mio. gestiegen (31. Dezember 2023: EUR 5.422 Mio.). Auf der Aktivseite ist dieser Anstieg ist vor allem auf den Aufbau flüssiger Mitteln um 24,4 % auf EUR 1.151 Mio. (31. Dezember 2023: EUR 926 Mio.) zurückzuführen. Demgegenüber sanken die Vorräte um 28,2 % auf EUR 909 Mio. (31. Dezember 2023: EUR 1.266 Mio.) aufgrund eines konsequenten Working-Capital-Managements, eines leicht geringeren Aktivitätsniveaus und einer gewissen Entlastung bei den Rohstoffkosten. Die aktiven latenten Steuern erhöhten sich um 39,1 % auf EUR 531 Mio. und die passiven latenten Ertragsteuern stiegen um 170,1 % auf EUR 204 Mio.

Diese Entwicklung hat zwei Ursachen: die Erfassung aktiver latenter Steuern hauptsächlich auf Verlustvorträge und abzugsfähige temporäre Differenzen aus unterschiedlichen Abschreibungsmethoden und nicht abzugsfähigen Rückstellungen, die erwartete künftige Steuererleichterungen widerspiegeln; und steuerbare temporäre Differenzen aus Bewertungsunterschieden von Vermögenswerten und Verbindlichkeiten, die auf künftige Steuerverpflichtungen hinweisen.

Die langfristigen Vertragsverbindlichkeiten aus Serviceverträgen stiegen um 15,2 % auf EUR 178 Mio., während die kurzfristigen Vertragsverbindlichkeiten aus Projekten deutlich auf EUR 995 Mio. (31. Dezember 2023: EUR 1.320 Mio.) zurückgingen. Die Veränderungen dieser Positionen sind im Wesentlichen auf die zeitliche Differenz zwischen der Umsatzrealisierung und den erhaltenen Vorauszahlungen zurückzuführen.

Der Anstieg der sonstigen kurzfristigen und langfristigen Rückstellungen im Geschäftsjahr ist im Wesentlichen auf gesetzliche Gewährleistungen infolge höherer Betriebsvolumina, aktualisierte Kostenübernahmen insbesondere für Programme zur Steigerung der Qualität sowie Rückstellungen für Vertragsstrafen wegen verspäteter Lieferungen zurückzuführen.

Weitere Informationen zu den sonstigen finanziellen Verpflichtungen und Eventualschulden finden Sie im Anhang unter "Sonstige finanzielle Verpflichtungen und Eventualschulden".

Zum 31. Dezember 2024 wies der Konzern eine positive Nettoliquidität von EUR 848 Mio. (2023: EUR 631 Mio.) aus. Dieser Betrag stellt die flüssigen Mittel abzüglich zinstragender Verbindlichkeiten dar, die Bankverbindlichkeiten, Anleihen und Mitarbeiteranleihen umfassen. Der Anstieg der Nettoliquidität ist auf eine verbesserte Profitabilität und einen positiven freien Cashflow zurückzuführen. Weitere Angaben zu den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten und sonstigen finanziellen Verbindlichkeiten sind dem Konzernanhang zu entnehmen.

Das Eigenkapital von Nordex belief sich zum 31. Dezember 2024 auf EUR 997 Mio. (31. Dezember 2023: EUR 978 Mio.). Die Eigenkapitalquote verringerte sich zum Ende des Berichtsjahres leicht auf 17,7 % (31. Dezember 2023: 18,0 %), was vor allem darauf zurückzuführen ist, dass die Bilanzsumme deutlich stärker gestiegen ist als das Eigenkapital.

Weitere Angaben zur Entwicklung der einzelnen Eigenkapitalpositionen sind in der Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung sowie im Konzernanhang zu finden.

Vermögensstruktur

Zum Bilanzstichtag beliefen sich die flüssigen Mittel der Nordex Group auf EUR 1.151 Mio. (31. Dezember 2023: EUR 926 Mio.). Enthalten sind Kassenbestände, Sichteinlagen und Festgelder mit einer Ursprungslaufzeit von bis zu drei Monaten.

Die Vorräte wurden bis Ende 2024 auf EUR 909 Mio. reduziert (31. Dezember 2023: EUR 1.266 Mio.). Insgesamt stiegen die kurzfristigen Aktiva um 1,4 % auf EUR 3.602 Mio. (31. Dezember 2023: EUR 3.553 Mio.).

Die langfristigen Aktiva legten gegenüber dem Wert vom Vorjahresende um 8,5 % auf EUR 2.029 Mio. zu (31. Dezember 2023: EUR 1.869 Mio.). Das Sachanlagevermögen ging leicht um 1,6 % auf EUR 545 Mio. zurück (31. Dezember 2023: EUR 554 Mio.). Der Goodwill blieb stabil bei EUR 548 Mio. (31. Dezember 2023: EUR 548 Mio.), während sich die aktivierten Entwicklungsaufwendungen um 8,9 % auf EUR 185 Mio. (31. Dezember2023: EUR 170 Mio.) erhöhten.

Finanzlage und Liquidität

Im Geschäftsjahr 2024 erreichte der operative Cashflow einen positiven Wert und betrug EUR 430 Mio. (2023: EUR 161 Mio.). Die Veränderung des Working Capitals führte zu einem negativen Cashflow von EUR -82 Mio. nach positiven EUR 167 Mio. im Vorjahr. Diese Entwicklung spiegelt den Rückgang der Vorräte wider. Zudem verbesserte sich der Cashflow aus der sonstigen laufenden Geschäftstätigkeit auf EUR 512 Mio. (2023: EUR -5 Mio.).

Zum Berichtsstichtag lag die Working-Capital-Quote bei -9,1 % (31. Dezember 2023: -11,5 %) und somit weiterhin innerhalb des Prognosebereichs von unter -9 %. Die aktive Steuerung und Optimierung des Working Capitals hat sich im aktuellen Umfeld bewährt.

Der Cashflow aus der Investitionstätigkeit, der die Mittelabflüsse für Investitionen widerspiegelt, stieg im Berichtsjahr auf EUR -159 Mio. (2023: EUR -141 Mio.). Dieser Anstieg ist in erster Linie auf Produktionsanlagen für Rotorblätter und Gondeln sowie in Kraninfrastruktur und Formen im Rahmen der üblichen Geschäftstätigkeit zurückzuführen sowie auf strategische Investitionen in die Ausweitung der Produktion in den USA.

Trotz der höheren Investitionsabflüsse erzielte die Nordex Group im Jahr 2024 einen deutlich verbesserten freien Cashflow (Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit abzüglich Cashflow aus Investitionstätigkeit) in Höhe von EUR 271 Mio. (2023: EUR 20 Mio.).

Der Cashflow aus Finanzierungstätigkeiten belief sich auf EUR -38 Mio. (2023: EUR 286 Mio.) und spiegelt ein normales Geschäftsjahr ohne die Notwendigkeit von Kapitalmaßnahmen wider. Die zahlungswirksamen Veränderungen im Finanzmittelbestand betrugen EUR 233 Mio. (2023: EUR 306 Mio.).

Syndizierte Multi-Currency-Avalkreditlinie

Die Nordex SE verfügt darüber hinaus mit gesamtschuldnerischer Haftung von wesentlichen Nordex-Konzerngesellschaften über eine bis zum 9. April 2025 laufende syndizierte Multi-Currency-Avalkreditlinie in Höhe von aktuell EUR 1,068 Mio. (ursprünglich EUR 1,410 Mio.). Diese Multi-Currency-Avalkreditlinie beinhaltet zugesicherte Barkreditlinien in Höhe von EUR 0,1 Mio., wovon im Geschäftsjahr 2022 EUR 10.000 an eine indische Tochtergesellschaft herausgelegt wurden. Der an die indische Tochtergesellschaft herausgelegte Betrag wurde im Geschäftsjahr 2023 auf EUR 20.000 erhöht.

Zum 31. Dezember 2024 ist die syndizierte Multi-Currency-Avalkreditlinie mit Avalen in Höhe von EUR 0,401 Mio. (31. Dezember 2023: EUR 1,013 Mio.) in Anspruch genommen worden. Weiterhin sind innerhalb der syndizierten Multi-Currency-Avalkreditlinie Abzweigkreditlinien herausgelegt worden. Deren unter den kurzfristigen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten bilanzierte Barinanspruchnahmen beliefen sich am 31. Dezember 2024 auf EUR 19.115 (31. Dezember 2023: EUR 18.947).

Für die syndizierte Multi-Currency-Avalkreditlinie bestehen ferner einheitliche Financial Covenants- Eine Kündigung dieser Multi-Currency-Avalkreditlinie seitens der Finanzinstitute ist nur aus außerordentlichen Gründen, beispielsweise wegen Nichteinhaltung der Financial Covenants, möglich. Zum 31. Dezember 2024 lagen keine Verstöße gegen Covenants vor. Zahlungsausfälle oder -verzögerungen im Hinblick auf die Barinanspruchnahmen der Kreditlinie in Höhe von EUR 19.115 haben sich nicht ergeben.

Vereinbarung über die Inanspruchnahme einer offenen Avalkreditlinie

Im Jahr 2023 hat Nordex SE mit der Acciona, S.A. eine Vereinbarung über die Inanspruchnahme einer offenen Avalkreditlinie abgeschlossen, in der die Acciona, S.A. Nordex unter bestimmten Bedingungen anbietet, ihre offenen Bank- und Bürgschaftsfazilitäten in einer Gesamthöhe von bis zu EUR 1,3 Mio. (ursprünglich: EUR 0,6 Mio.) zur Verfügung zu stellen, im Rahmen derer Bürgschaften von verschiedenen Finanzinstituten zur Deckung des Bedarfs der Nordex Group ausgestellt werden können. Die Kreditlinie ist eine Alternative zur syndizierten Multi-Currency-Avalkreditlinie, um das Anleihevolumen insgesamt zu diversifizieren.

Zum 31. Dezember 2024 ist die Kreditlinie in Höhe von EUR 1,175 Mio. (31. Dezember 2023: EUR 0,378 Mio.) in Form von Garantien in Anspruch genommen worden. Der im Zusammenhang mit der Garantiegebühr unter den kurzfristigen Verbindlichkeiten ausgewiesene zu zahlende Betrag belief sich auf EUR 8.972 (31. Dezember 2023: EUR 2.275).

Wandelschuldverschreibung (Convertible Bond)

Die Nordex Group hat im Jahr 2023 erfolgreich eine grüne, nicht nachrangige und unbesicherte Wandelschuldverschreibung in Höhe von nominal EUR 0,333 Mio. platziert. Die Anleihe hat eine Laufzeit von sieben Jahren und ist mit einem Kupon von 4,25 % sowie einem Wandlungspreis von EUR 15,73 ausgestattet.

Das Wandlungsrecht innerhalb der Wandelschuldverschreibungen stellt ein Eigenkapitalinstrument dar, das in Höhe von EUR 61.393 im Eigenkapital enthalten ist. Die Fremdkapitalkomponente ist als zu fortgeführten Anschaffungskosten zu bewertende finanzielle Verbindlichkeit klassifiziert. Zum 31. Dezember 2024 beträgt die unter den finanziellen Verbindlichkeiten bilanzierte Verbindlichkeit nebst abgegrenzter Kosten und Zinsen EUR 0,258 Mio. (31. Dezember 2023: EUR 0,248 Millionen).

Investitionen

Die Investitionsausgaben lagen im Geschäftsjahr 2024 bei EUR 152,6 Mio. und damit um 16,5% über dem Vorjahreswert von EUR 131,0 Mio., jedoch unter dem prognostizierten Wert von EUR 175 Mio. Hauptgrund hierfür waren projektbezogene Verschiebungen über den Bilanzstichtag hinaus sowie ein striktes Kostenmanagement.

Die Investitionsausgaben konzentrieren sich hauptsächlich auf Produktionsanlagen für Rotorblätter und Gondeln, Formen und Werkzeuge sowie Investitionen in Transportausrüstung.

Investitionen definiert die Nordex Group als Investitionen in das Sachanlagevermögen und immaterielle Vermögen ohne Berücksichtigung von Investitionen in Nutzungsrechte gemäß IFRS 16. Von den Gesamtinvestitionen entfielen EUR 56,7 Mio. (2023: EUR 51,9 Mio.) auf immaterielle Vermögenswerte. Dabei machten aktivierte Entwicklungsaufwendungen mit EUR 51,0 Mio. den Großteil aus (2023: EUR 46,4 Mio.).

Die Investitionen in Sachanlagen stiegen 2024 auf EUR 95,9 Mio. nach EUR 79,1 Mio. im Jahr 2023. Der größte Anteil entfiel auf sonstige Fabrik- und Büroausstattungen mit EUR 44,9 Mio. (2023: EUR 32,9 Mio.), gefolgt von Investitionen in technische Ausrüstungen und Maschinen mit EUR 24,4 Mio. (2023: EUR 22,1 Mio.). Anzahlungen und im Bau befindliche Anlagen beliefen sich auf EUR 24,1 Mio. (2023: EUR 18,7 Mio.), während Investitionen in Grundstücke und Gebäude EUR 2,5 Mio. (2023: EUR 5,2 Mio.) betrugen.

Entwicklung und Struktur der Investitionen

EUR Mio. 2024 2023
Sachanlagen (ohne Nutzungsrechte) 95,9 79,1
Immaterielle Vermögenswerte 56,7 51,9
Gesamt 152,6 131,0

Chancen- und Risikobericht

Wesentliche Merkmale des Internen Kontroll-, Risikomanagement- und Compliance-Management-Systems und Aussage zur Angemessenheit- und Wirksamkeit dieses Systems

Bei Nordex ist das interne Kontroll- und Risikomanagementsystem integraler Bestandteil unseres Entscheidungsprozesses und unserer Unternehmensführung. Unter Berücksichtigung der Komplexität, der Größe und des Umfangs unseres Unternehmens stellt es die Angemessenheit und Wirksamkeit unserer Geschäftstätigkeit, die Ordnungsmäßigkeit der Rechnungslegung sowie die Einhaltung der geltenden rechtlichen Vorschriften sicher. Unser internes Kontroll- und Risikomanagementsystem zielt auf eine frühzeitige Erkennung von Risiken, einschließlich ökologischer und sozialer Risiken ab, damit ihnen wirksam begegnet werden kann. Dies bietet ein gewisses Maß an Sicherheit dafür, dass wir unsere Geschäftsziele wie geplant erreichen können. Obwohl wir aufgrund unserer komplexen Geschäftstätigkeit und des anspruchsvollen Branchenumfelds zahlreichen Unsicherheiten und Risiken ausgesetzt sind, stärkt die proaktive Identifizierung, Bewältigung und Minderung dieser Risiken unsere Wettbewerbsfähigkeit im Markt und die Stabilität unseres Geschäfts. Unser System zielt nicht darauf ab, sämtliche Risiken um jeden Preis auszuschließen. Vielmehr geht es darum, diese Risiken zu verstehen, sie zu priorisieren und zu steuern, damit wir unsere Geschäftsziele effektiver erreichen können.

Die Anforderungen an das Risikomanagement in Unternehmen sind in den vergangenen Jahren erheblich gestiegen. Um diese zu erfüllen, sind leistungsstarke und gleichzeitig effiziente Organisationsstrukturen und Prozesse sowie eine klare Definition von Aufgaben, Kompetenzen und Verantwortlichkeiten im Risikomanagement nötig. Die Nordex Group hat aus diesem Grund das Dreilinienmodell implementiert.

Die erste Linie besteht aus allen Fachbereichen, die das operative Geschäft verantworten, auf das sich unternehmerische Risiken auswirken können. Ihre Aufgabe ist es, gemäß konzernweit definierten Standards, Risiken in ihrem operativen Geschäft frühzeitig zu erkennen, zu bewerten, zu steuern und zu überwachen. Weiterhin sind sie auch verantwortlich für die Definition und Implementierung angemessener und wirksamer Kontrollen im jeweiligen Verantwortungsbereich.

Die zweite Linie besteht aus spezialisierten Governance-Funktionen, insbesondere den zentralen Abteilungen Corporate Risk Management, Corporate Accounting & Controlling und Corporate Compliance. Das Corporate Risk Management ist zuständig für die Definition und Methodik des Risikomanagements. Das Corporate Accounting & Controlling legt den internen Kontrollrahmen fest und ist für deren Überwachung verantwortlich. Darüber hinaus sorgt Corporate Compliance mit der Vorgabe von Verhaltensrichtlinien (z.B. Code of Conduct, Prävention von Korruption und Bestechung etc.) für einen verpflichtenden Rahmen zur Einhaltung gesetzlicher Vorschriften und Regelungen.

Die dritte Linie, die Interne Revision, prüft als objektive und unabhängige Prüfungs- und Beratungsinstanz sowohl für das operative Geschäft (erste Linie) als auch die Überwachungsinstanzen (zweite Linie) die Einhaltung gesetzlicher Rahmenbedingungen und konzerninterner Richtlinien für das Risikomanagementsystem und das interne Kontrollsystem der Nordex Group, insbesondere die Ausgestaltung, Einhaltung und Wirksamkeit der im Rahmen des internen Kontrollsystems definierten Kontrollen. Bei Bedarf werden entsprechende Maßnahmen in Kooperation mit dem Corporate Risk Management, Corporate Accounting & Controlling und Corporate Compliance sowie dem jeweils zuständigen Fachbereich initiiert, um die identifizierten Schwachstellen im Rahmen eines definierten Prozesses zu beheben. Die Interne Revision berichtet die Ergebnisse ihrer Arbeit regelmäßig dem Vorstand und dem Prüfungsausschuss der Nordex Group.

Vorstand, Prüfungsausschuss und Aufsichtsrat der Nordex Group werden regelmäßig sowie anlassbezogen über die Risikolage des Unternehmens sowie potenzielle wesentliche Kontrollschwächen sowie die Angemessenheit und Wirksamkeit der eingerichteten Kontrollen informiert. Die Überwachung des Risikomanagementsystems und des internen Kontrollsystems einschließlich deren Angemessenheit und Wirksamkeit obliegt dem Prüfungsausschuss und dem Aufsichtsrat der Nordex Group.

Der externe Abschlussprüfer würdigt im Rahmen der Konzernabschlussprüfung das Risikomanagementsystem und das interne Kontrollsystem und berichtet dem Prüfungsausschuss und dem Aufsichtsrat im Rahmen der Abschlussprüfung über wesentliche festgestellte Schwächen.

Dreilinienmodell

Unser internes Kontroll-, Risikomanagement- und Compliance-Management-System umfasst die folgenden zentralen Elemente:

Internes Kontrollsystem

Unser internes Kontrollsystem basiert auf internen Richtlinien, Grundsätzen und Verfahren, in denen die Werte und Erwartungen definiert werden, die innerhalb aller Bereiche und Abteilungen gelten. Dazu gehören standardisierte Genehmigungsverfahren, Organisationsstrukturen, verschiedene Prozesse und Maßnahmen, die einheitliche und vordefinierte Abläufe sicherstellen und gleichzeitig ihre Einhaltung objektiv überprüfbar machen. Eine Aufgabentrennung stellt zudem sicher, dass ausführende, buchhalterische und administrative Tätigkeiten innerhalb eines Unternehmensprozesses nicht in den Händen ein und derselben Person liegen, und verhindert so Missbrauch. Unterstützt wird dies durch IT-Systeme mit Zugriffsbeschränkungen, die sicherstellen, dass Mitarbeitende nur auf die für ihre Aufgaben erforderlichen Informationen zugreifen können.

Um den im Zuge des Wachstums der Gruppe der letzten Jahre, der vielschichtigen Prozesslandschaft und den damit einhergehenden Anforderungen der Regulatorik gerecht zu werden, entwickelt Nordex die Prozesse und Systeme stetig weiter. Im Rahmen der laufenden Umstellung des ERP-Systems auf SAP4HANA werden die bestehenden Rollenkonzepte derzeit neu definiert, um insbesondere eine verbesserte Aufgabentrennung sowie umfassendere Einschränkungen von Zugriffsrechten sicherzustellen. Parallel befindet sich die Integration der nicht finanziellen Risikoberichterstattung in das bestehende Risikomanagementsystem derzeit in Umsetzung.

Die Einhaltung der internen Richtlinien, Prozesse und Grundsätze wird mithilfe unabhängiger Kontrollen innerhalb eines bestimmten Prozesses (Vier-Augen-Prinzip), abteilungsübergreifender Gegenkontrollen und regelmäßiger Prozessaudits durch die Interne Revision überprüft. Diese Kontrollen helfen dabei, Risiken zu identifizieren, zu bewerten und zu steuern, die sich auf die Geschäftsziele des Unternehmens auswirken könnten. Die Ergebnisse dieser Kontrollen, wie z.B. festgestellte Prozessschwächen, werden den verantwortlichen Stellen, einschließlich Vorstand oder Prüfungsausschuss, mitgeteilt, damit sofortige Korrekturmaßnahmen ergriffen werden und das interne Kontrollsystem kontinuierlich verbessert wird.

Rechnungslegungsbezogenes internes Kontrollsystem

Die Nordex Group sichert mittels verschiedener vorbeugender Maßnahmen die ordnungsgemäße Rechnungslegung im Rahmen der Erstellung des Jahresabschlusses und des Konzernabschlusses. Die Nordex Group verfügt z. B. über eine zentrale Buchhaltungs- und Abschlusserstellungsorganisation, die auf Basis einheitlicher Bilanzierungsvorschriften und Arbeitsanweisungen tätig ist. Damit wird sichergestellt, dass die Konzernrechnungslegung verlässlich und ordnungsmäßig ist und dass Geschäftsvorfälle in Übereinstimmung mit den gesetzlichen und den satzungsmäßigen Vorschriften vollständig und zeitnah erfasst werden. Weiterhin wird mittels Bilanzierungsvorschriften und Arbeitsanweisungen sichergestellt, dass Inventuren ordnungsmäßig durchgeführt werden und der Ansatz, die Bewertung und der Ausweis von Vermögensgegenständen und Schulden im Konzernabschluss ohne wesentliche Fehler erfolgt. Als Kontrollaktivität werden Analysen von Sachverhalten und Entwicklungen anhand von Kennzahlenanalysen vorgenommen.

Die Erfassung buchhalterischer Vorgänge erfolgt in den Einzelabschlüssen der Konzerngesellschaften. Dabei wird ein einheitlicher Kontenrahmen in der Nordex Group verwendet. Der Konzernabschluss der Nordex SE und ihrer Tochtergesellschaften wird gemäß § 315e Handelsgesetzbuch (HGB) in Übereinstimmung mit den International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der Europäischen Union anzuwenden sind, aufgestellt. Der Konzernabschluss wird im Rahmen eines strukturierten Prozesses und unter Verwendung eines vordefinierten Abschlusskalenders erstellt. Informationen außerhalb der Rechnungslegung werden vor Verwendung einer eingehenden Analyse und Plausibilitätsprüfung unterzogen. Es findet eine Gesamtkonsolidierung auf Ebene der Nordex SE statt.

Sowohl bei Zahlungen als auch vor dem Abschluss von Verträgen finden weitere relevante Grundsätze angewandter Kontrollen Anwendung, wie etwa Genehmigungs- und Freigabeverfahren.

Risikomanagementsystem

Als international agierendes Unternehmen ist Nordex verschiedenen operativen Risiken ausgesetzt. Die Nordex Group hat deshalb ein umfassendes Risikomanagementsystem implementiert, das darauf ausgerichtet ist, potenzielle negative Abweichungen (Risiken) frühzeitig zu erkennen. Dadurch sind wir in der Lage, mit geeigneten gegensteuernden Maßnahmen drohenden Schaden für das Unternehmen abzuwenden und seinen Fortbestand zu sichern. Positive Abweichungen im Sinne von Chancen werden in diesem System nicht mit erfasst, da sie mithilfe anderer Strukturen und Prozesse nachverfolgt werden (z. B. das "Cost of Energy"-Programm).

Der Risikomanagementprozess bei Nordex umfasst vier Schritte: Risikoermittlung, Risikobewertung, Risikobehandlung sowie Risikoüberwachung und-berichterstattung.

Prozessschritte im Risikomanagementsystem von Nordex

Das Risikomanagementsystem umfasst eine Vielzahl von Kontrollmechanismen. Nordex hat einen unternehmensweit einheitlichen Managementansatz zur Berichterstattung über Unternehmensrisiken und damit verbundener Gegenmaßnamen sowie finanzieller Sicherheitspositionen implementiert. Dies stellt die Effektivität des Risikomanagements sicher und ermöglicht die Aggregation von Risiken sowie eine transparente Berichterstattung.

Das Risikomanagementsystem der Nordex Group erfasst alle strategischen, operativen, finanziellen, rechtlichen und Compliance-Risiken innerhalb der Wertschöpfungskette. Ziel ist es, diese Risiken frühzeitig zu erkennen, zu überwachen und entsprechend dem angestrebten Risikoprofil zu steuern. Unterstützt wird dieser Prozess durch eine Risikomanagementdatenbank.

Die vom Nordex-Vorstand erlassene Risikomanagementrichtlinie regelt den Umgang mit Risiken innerhalb der Nordex Group und definiert eine unternehmenseinheitliche Methodik, die für alle Funktionen und Bereiche der Nordex Group Gültigkeit besitzt. Darin werden Verantwortlichkeiten für die Durchführung von Aufgaben im Risikomanagement sowie Berichts- und Überwachungsstrukturen festgelegt. Der Bereich "Corporate Risk Management" verfügt über die zentrale Methoden- und Systemverantwortung für das gruppenweit standardisierte eigenständige Risikomanagementsystem und das zugehörige Berichtswesen. Er ist für die regelmäßige Aktualisierung und Umsetzung der Risikomanagementrichtlinie von Nordex in Abstimmung mit dem Vorstand verantwortlich. Zudem überwacht der Bereich die als hoch und kritisch eingestuften Risiken einschließlich der Auswirkungen ihrer Behandlung sowie die konzernweit standardisierte Risikoberichterstattung an den Vorstand und den Aufsichtsrat.

Im Bereich der gesamten Nordex Group (auf Länder-, Regionen-, Bereichs- und Konzernebene) werden Risikoverantwortliche ernannt. Das Risikomanagement findet somit durchgängig auf allen Unternehmensebenen und über Abteilungsgrenzen hinweg statt. Hier werden die Risiken im Rahmen der operativen Geschäftsabläufe permanent betrachtet und berücksichtigt. Aufgabe der Risikoverantwortlichen ist es, mindestens vierteljährlich die Risiken aller wesentlichen Geschäftstätigkeiten mittels eines einheitlichen methodischen Ansatzes zu identifizieren, zu bewerten und in einer zentralen Risikodatenbank zu dokumentieren. Danach erfolgt eine Entscheidung bezüglich der konkreten Handhabung (z. B. Risikoverminderung). Der damit verbundene Plan zur Behandlung der Risiken (einschließlich der Implementierungskosten) wird bewertet, erfasst und kontinuierlich überwacht. Alle Schritte werden immer wiederkehrend durchlaufen und entsprechend den aktuellen Entwicklungen und Entscheidungen angepasst.

Ermittelte Risikopotenziale werden mit quantitativen Messgrößen analysiert und bewertet. Erhebliche und bestandsgefährdende Risiken werden auf Basis einer unmittelbaren Risikoeskalation gemeldet. Die Ergebnisse des Risikomanagements fließen regelmäßig in die Planungs- und Kontrollrechnungen sowie in die Prognose zur weiteren Geschäftsentwicklung ein. Der Abschlussprüfer überprüft jährlich die in Bezug auf das Risikofrüherkennungssystem implementierten Verfahren und Prozesse sowie die Angemessenheit der Dokumentation.

Nordex ist bereit, unternehmerische Risiken einzugehen, aber nur insoweit, als aus dieser Geschäftstätigkeit und den daraus resultierenden zusätzlichen Ertragschancen ein angemessener Beitrag zur Steigerung des Shareholder Value der Nordex Group zu erwarten ist.

Schritt eins: Risikoermittlung

Um Risiken möglichst frühzeitig zu erkennen, beobachtet der Konzern fortlaufend das makroökonomische Umfeld, die Wettbewerbslandschaft der Hersteller von Windenergieanlagen sowie sämtliche internen Prozesse. Der Bereich Corporate Risk Management unterstützt alle Risikoverantwortlichen bei der regelmäßigen Ermittlung und effizienten Kategorisierung von Risiken mithilfe eines Risikokatalogs und des konzernweiten Risikohandbuchs.

Schritt zwei: Risikobewertung

Um zu bestimmen, welche Risiken am ehesten bestandsgefährdenden Charakter für die Nordex Group aufweisen, werden die Risiken als potenziell negative Zielabweichungen gemäß ihrer geschätzten Eintrittswahrscheinlichkeit und ihren Auswirkungen (Risikoausmaß) klassifiziert. Sie werden als Bruttowert (vor geplanter Risikobehandlung) und Nettowert (nach geplanter Risikobehandlung) erfasst. Bewertet werden die Auswirkungen der Risikobehandlung und die damit verbundenen Kosten. Die Skalen zur Messung dieser beiden einzelnen Bewertungskriterien für den Risikowert (im Falle einer Gruppierung ähnlicher Risiken) sind in den nachfolgenden Tabellen dargestellt:

Risikoklassifizierung - Eintrittswahrscheinlichkeit

Eintrittswahrscheinlichkeit Quantifizierung Risikohäufigkeit
Sehr unwahrscheinlich 0-5 % Nicht häufiger als einmal in 20 Jahren
Möglich 6-25 % Häufiger als einmal in 20 Jahren / Nicht häufiger als einmal alle vier Jahre
Denkbar 26 - 50 % Häufiger als einmal in 4 Jahren / Nicht häufiger als einmal alle 2 Jahre
Wahrscheinlich 51 -100% Häufiger als einmal in 2 Jahren

Gemäß dieser Einteilung definiert Nordex ein sehr unwahrscheinliches Risiko als eines, das nur unter außergewöhnlichen Umständen eintritt, und ein wahrscheinliches Risiko als eines, mit dessen Eintritt innerhalb einer bestimmten Zeitspanne zu rechnen ist.

Risikoklassifizierung - Auswirkungen (über einen Zeitraum von drei Jahren)

Auswirkung Quantifizierung Kurzbeschreibung
Gering EUR 0,5-50 Mio. Geringe negative Auswirkungen auf die Geschäftsaktivitäten sowie die Finanz- und Ergebnissituation
Mittel > EUR 50-250 Mio. Spürbare negative Auswirkungen auf die Geschäftsaktivitäten sowie die Finanz- und Ergebnissituation
Hoch > EUR 250-700 Mio. Stark negative Auswirkungen auf die Geschäftsaktivitäten sowie die Finanz- und Ergebnissituation
Kritisch > EUR 700 Mio. Kritische negative Auswirkungen auf die Geschäftsaktivitäten sowie die Finanz- und Ergebnissituation

Entsprechend ihrer geschätzten Eintrittswahrscheinlichkeit und ihren Auswirkungen klassifiziert Nordex Risiken als "gering", "mittel", "hoch" oder "kritisch". Dies führt zu folgender Risikomatrix:

Risikomatrix

Auswirkungen Risiko
Kritisch K K K K
Hoch M H H K
Mittel M M H H
Gering G G M M
Eintrittswahrscheinlichkeit 0-5 % Sehr unwahrscheinlich 6-25 % Möglich 26 - 50 % Denkbar 51 -100% Wahrscheinlich

Risikoklasse 1:K = kritisches Risiko

Risikoklasse 2:H = hohes Risiko

Risikoklasse 3:M= mittleres Risiko

Risikoklasse 4:G = geringes Risiko

Aktualisierung der Risikodokumentation

Anhand der Einschätzungen der Risikoverantwortlichen wird das Gesamtbild der potenziellen Risikolage aktualisiert und in einer zentralen Datenbank dokumentiert. Hierbei umfasst der Betrachtungszeitraum das restliche aktuelle Jahr und die beiden Folgejahre. Der Bereich Corporate Risk Management koordiniert zentral die vierteljährliche Aktualisierung der Dokumentation von Risiken und ihrer Behandlung.

Schritt drei: Risikobehandlung

Risiken können entweder durch aktive Gegenmaßnahmen verringert oder auch - unter bestimmten Umständen - akzeptiert werden. Notwendige Gegenmaßnahmen werden unverzüglich eingeleitet und ihr erwarteter Risikominderungseffekt bewertet und erfasst. Kernrisiken, insbesondere Marktrisiken (z. B. Nachfrageschwankungen) und Risiken aus der Entwicklung neuer Produkte, werden von Nordex selbst getragen. Nordex beabsichtigt, alle Risiken, die nicht zum Kerngeschäft gehören (z. B. Währungs- und Sachschadenrisiken), auf Dritte zu übertragen. Zur Absicherung gegen Wechselkursschwankungen setzt das Unternehmen beispielsweise unter anderem ausgewählte derivative Sicherungsinstrumente ein. Risiken werden zudem dann durch Versicherungen abgesichert, wenn dies im Hinblick auf den wirtschaftlichen Nutzen vertretbar und möglich ist.

Schritt vier: Risikoüberwachung und -berichterstattung

Die Risikoverantwortlichen sind dafür zuständig, die Risiken und die Effektivität der Gegenmaßnahmen kontinuierlich zu überwachen, wobei sie von ihren jeweiligen disziplinarischen und fachlichen Vorgesetzten unterstützt werden. Darüber hinaus werden die Risiken durch die entsprechenden Organe auf unterschiedlichen Führungsebenen, denen Mitarbeitende aus verschiedenen Unternehmensbereichen angehören, einschließlich des Vorstands und des Aufsichtsrats, überwacht. Die Verantwortlichen auf Regionen-, Bereichs- und Konzernebene haben laufend Zugriff auf die in der zentralen Datenbank dokumentierten Risiken und risikomindernden Maßnahmen. Auf regionaler Ebene und auf Konzernebene besprechen Risikoverantwortliche zusammen mit dem Vorstand regelmäßig Risiken und Risikominderungsmaßnahmen und überwachen den Erfolg der Risikobehandlung.

Zur Unterstützung der Risikoberichterstattung wird eine Risikomanagementsoftware eingesetzt. Mit ihrer Hilfe kann Nordex die wesentlichsten Risiken für den Konzern ermitteln. Die integrierte Monte-Carlo-Simulation ermöglicht uns die Analyse des Gesamtrisikos für den Konzern. Dies bildet die Grundlage für eine verlässliche Überprüfung der Risikoabsicherung. Zusätzlich wird der Vorstand einmal im Quartal über die Gesamtrisikosituation und die Auswirkungen auf Barmittel und Eigenkapital sowie über Einzelrisiken unterrichtet, die im Hinblick auf ihren Schweregrad mittels der Risikoanalyse als "hoch" oder "kritisch" eingestuft wurden. Erhebliche und bestandsgefährdende Risiken werden dem Vorstand unverzüglich gemeldet, damit dieser so rasch wie möglich darauf reagieren kann.

Die vierteljährliche Risikoberichterstattung verbindet eine allgemeine Risikobeschreibung mit einer quantitativ abschätzenden Bewertung der Risiken und ihrer Auswirkungen auf die Gewinn- und Verlustrechnung. Alle Informationen zu den Geschäftsrisiken (erwartete Risikowerte, Effekte und Kosten der Risikobehandlung, Rückstellungen und Eventualverbindlichkeiten) werden in einer Prognose zum erwarteten Nettorisiko konsolidiert. Damit wird deutlich, inwieweit die Risiken durch bereits zurückgelegte Beträge gedeckt sind und Maßnahmen zur Risikobehandlung noch umzusetzen sind. Der Vorstand informiert den Aufsichtsrat zudem quartalsweise über die Gesamtrisikosituation sowie über neu identifizierte und fortgesetzt bestehende wesentliche Risiken, dieals "hoch" oder "kritisch" eingeschätzt wurden.

Kontinuierliche Überprüfung und Weiterentwicklung

Die Interne Revision prüft in regelmäßigen Abständen die Funktionsfähigkeit und Wirksamkeit des Risikomanagementsystems der Nordex SE. Im Rahmen einer solchen Überprüfung werden Risikomeldungen neben weiteren Prüfzielen stichprobenartig in vertiefenden Interviews mit den betreffenden Unternehmensbereichen und Gesellschaften unter Federführung der Internen Revision auf ihre Plausibilität und Angemessenheit hin geprüft.

Im Rahmen der kontinuierlichen Überprüfungs- und Verbesserungsprozesse wird das Risikomanagementsystem ständig optimiert. Dabei wird den internen und externen Anforderungen gleichermaßen Rechnung getragen. Ziel der Überprüfung und Verbesserung ist es, die Wirksamkeit des Risikomanagementsystems sicherzustellen.

Compliance-Management-System

Die Nordex Group verfolgt eine Nulltoleranz-Politik gegenüber allen Formen von Korruption. Alle Mitarbeitenden sind für eine wirksame Korruptionsprävention verantwortlich. Gleiches erwartet Nordex von seinen Geschäftspartnern.

Unser Compliance Management System basiert auf den drei Säulen Prävention, Erkennung und Reaktion unter dem Dach einer Unternehmensführung, die eine angemessene Compliance-Organisation und eine regelmäßige Berichterstattung an den Aufsichtsrat, den Vorstand, das Komitee für Geschäftsethik und den deutschen Betriebsrat umfasst. Ziel ist es, eine Ethikkultur auf allen Ebenen des Unternehmens und damit auch die Vorbildfunktion der Führungskräfte ("tone at and from the top") zu fördern. Das Compliance-Management-System deckt Compliance-Risiken im Zusammenhang mit Korruption, Bestechung, Interessenkonflikten und unethischem Verhalten ab.

Die Säule Prävention umfasst den Nordex-Verhaltenskodex für Mitarbeitende, der in Richtlinien und Verfahren für ihren jeweiligen Anwendungsbereich weiterentwickelt wird, den Nordex-Verhaltenskodex für Lieferanten und Auftragnehmer, die Beratung durch den Bereich Corporate Compliance für alle Ebenen weltweit, die Überwachung von Änderungen der gesetzlichen Anforderungen, die interne und externe Kommunikation sowie risikobasierte Schulungen. Die von Corporate Compliance durchgeführte Bewertung und Überwachung des Compliance-Risikos, die Überprüfung Dritter und regelmäßige Audits sowie unser Whistleblower-System "notify!" sind darauf ausgerichtet, Fehlverhalten aufzudecken. Zu den Reaktionsmaßnahmen gehören das Case-Management bei Meldungen von Hinweisgebern, Untersuchungen, Nachfassmaßnahmen und Abhilfemaßnahmen. Das Compliance-Management-System wird basierend auf den gewonnenen Erkenntnissen kontinuierlich überwacht und verbessert.

Der Vorstand wird bei seinen Aufgaben im Zusammenhang mit dem internen Kontroll- und Risikomanagementsystem von den folgenden Bereichen und Gremien unterstützt:

Corporate Risk Management

Unser Bereich Corporate Risk Management ist für das Risikomanagementsystem und das zugehörige Berichtswesen verantwortlich. Er ist für die regelmäßige Aktualisierung und Umsetzung interner Richtlinien und Vorgaben in Abstimmung mit dem Vorstand zuständig. Zudem überwacht der Bereich die als "hoch" und "kritisch" eingestuften Risiken einschließlich ihrer Auswirkungen auf Risikominderungsmaßnahmen sowie die konzernweit standardisierte Risikoberichterstattung an Vorstand und Aufsichtsrat. Corporate Risk Management koordiniert ferner zentral die vierteljährliche Aktualisierung der Dokumentation von Risiken und Gegenmaßnahmen.

Interne Revision

Die Interne Revision analysiert spezifische Prüfungsgebiete und -themen der Nordex Group und der mit ihr verbundenen Unternehmen auf der Grundlage von jährlich festgelegten und vom Prüfungsausschuss genehmigten Prüfungsplänen. Die Interne Revision orientiert sich bei ihrer Tätigkeit an den vom Institute of Internal Audits (IIA) vorgegebenen Standards und berichtet regelmäßig an den Vorstand und den Prüfungsausschuss und gibt so einen Überblick über die wichtigsten Prüfungsfeststellungen und Weiterentwicklungen.

Legal Compliance und Corporate Compliance

Der Bereich Legal ist unter anderem für die Umsetzung datenschutzrechtlicher, wettbewerbsrechtlicher und korruptionsbekämpfender Vorschriften und Maßnahmen verantwortlich. Corporate Compliance betreibt das oben beschriebene Compliance-Management-System und ist insbesondere für unseren Verhaltenskodex zuständig. Der Compliance-Beauftragte berichtet dem Vorstand und dem Aufsichtsrat regelmäßig über wesentliche Themenund Entwicklungen.

Ad-hoc-Ausschuss

Um den korrekten Umgang mit Insider-Informationen zu gewährleisten, die im Falle ihrer Veröffentlichung geeignet wären, den (Markt-)Preis der Finanzinstrumente der Gesellschaft erheblich zu beeinflussen, hat die Gesellschaft neben ihrem Vorstand einen Ad-hoc-Ausschuss eingerichtet. Der Ad-hoc-Ausschuss entscheidet in Absprache mit dem Vorstand über die Einstufung von Insider-Informationen, die Herausgabe von Ad-hoc-Meldungen sowie den Aufschub von Meldungen.

Aussage zur Angemessenheit- und Wirksamkeit des internen Kontroll- und Risikomanagementsystems

Um die Angemessenheit und Wirksamkeit des internen Kontroll- und Risikomanagementsystems zu beurteilen, hat der Vorstand verschiedene Informationen und Dokumente geprüft und bewertet, darunter den Bericht der Internen Revision, die vierteljährlichen Risikomanagementberichte, die Ergebnisse des Berichts und die intern von den Prozessverantwortlichen und Abteilungsleitern vorgelegten Bewertungen der Angemessenheit und Wirksamkeit des internen Kontroll- und Risikomanagementsystems.

Der Vorstand hat daher geprüft, ob Kontrollschwächen - einzeln oder kumulativ - die Erreichung der Geschäftsziele der Gesellschaft wesentlich beeinträchtigen könnten. Nach bestem Wissen und Gewissen und gemäß den Informationen, die sich aus der Überprüfung unseres internen Kontroll- und Risikomanagementsystems ergeben haben, liegen Nordex zum 31. Dezember 2024 keine Hinweise auf kritische interne Kontrollschwächen vor, die wesentliche Auswirkungen auf das Geschäft der Gesellschaft haben könnten. Gleichwohl entspricht der Reifegrad des internen Kontrollsystems infolge regulatorisch geänderter Anforderungen, wachstumsbedingter Prozessfortentwicklungen sowie der noch nicht abgeschlossenen Integration der nichtfinanziellen Risikoberichterstattung in das Risikomanagementsystem noch nicht dem des restlichen konzernweiten Kontrollsystems.

Auf der Grundlage der Ergebnisse unseres internen Kontroll- und Risikomanagementsystems sind uns keine Umstände bekannt geworden, die uns zu der Schlussfolgerung veranlassen würden, dass unser internes Kontroll- und Risikomanagementsystem zum 31. Dezember 2024 nicht wirksam und angemessen ist.

Darstellung der wesentlichen Risikofelder und Einzelrisiken

Die nachfolgende Darstellung und Bewertung von Einzelrisiken bezieht sich - soweit nicht anders vermerkt - auf die Jahre 2025 bis 2027. Die identifizierten Risiken und die sich daraus möglicherweise ergebenden Auswirkungen auf die Finanz- und Ertragslage werden als Nettorisikowert berechnet. Dazu gehören vollständig umgesetzte und noch umzusetzende Risiko-Gegenmaßnahmen. Dies bezieht sich auf noch nicht eingeleitete Gegenmaßnahmen, die sich in der Umsetzungsphase befinden.

Risikofelder

Wir haben jedes unserer Risikofelder auf Grundlage der bewerteten Auswirkung und Eintrittswahrscheinlichkeit einer Risikoklasse zugeordnet. Die Entwicklung der Risikoklassen im Vergleich zum Vorjahr wird zusätzlich mit einem Trendpfeil (Risikoklasse unverändert, niedrigere Risikoklasse oder höhere Risikoklasse) dargestellt.

Risikofeld Auswirkung Eintrittswahrscheinlichkeit Risikoklasse Trend
Absatz Mittel Denkbar 2
Produktentwicklung Mittel Denkbar 2
Beschaffung Mittel Denkbar 2
Produktion Gering Möglich 4
Projekte und Errichtung Mittel Möglich 3
Technik Mittel Möglich 3
Finanzen Gering Möglich 4
Recht, Steuern und Exportkontrolle Mittel Möglich 3
Umwelt, Soziales und Governance Gering Möglich 4
Personal & Kultur Gering Sehr unwahrscheinlich 4
IT Mittel Möglich 3
Sonstige Kein Wert Kein Wert Kein Wert Kein Wert

Absatzrisiken

Absatzrisiken umfassen allgemeine Marktrisiken, das Preisrisiko sowie das Gesetzesänderungsrisiko.

Allgemeine Marktrisiken - und hier insbesondere das Wegbrechen von Marktpotenzialen - können aufgrund politischer, konjunktureller (z. B. fallende Strompreise) oder struktureller energiewirtschaftlicher Umbrüche auftreten.

Änderungen in der Regierungspolitik stellen ein allgemeines Risiko dar. In den letzten Jahren betrafen die Veränderungen in der Förderpolitik die Windindustrie insbesondere in den europäischen Märkten. Die Politik hat die finanziellen Anreize für erneuerbare Energiequellen, einschließlich der Windenergie, von Vorzugspreisen oder der regulierten Einspeisung von Strom aus erneuerbaren Quellen zu auktionsbasierten Modellen verlagert. Diese Änderung hat zu niedrigeren Energietarifen geführt, was wiederum die Margen und Renditen für Windenergieinvestoren belastet. Darüber hinaus hat diese Veränderung Unsicherheiten auf vielen Märkten und Nachfragestörungen ausgelöst. Nach den Verwerfungen haben sich die Märkte insgesamt wieder stabilisiert. Das gilt insbesondere für Europa mit der Veröffentlichung des Europäischen Aktionsplans für Windkraft. Hier sieht Nordex eine positive, aber langsame Erholung der Installationsnachfrage.

Nordex begegnet Absatzrisiken weiterhin mit einer Umsatzdifferenzierung, so dass der Konzern zurzeit in über 40 verschiedenen Märkten in den Regionen Europa, Amerika, Asien, Afrika und Australien aktiv ist. Zudem beobachtet und bewertet Nordex weiterhin kontinuierlich Chancen in anderen Märkten. Dem Preisdruck der letzten Jahre hat Nordex durch die Entwicklung der erfolgreichen Delta4000-Plattform sowie durch ein internes Programm teilweise entgegenwirken können, das auf eine kontinuierliche Senkung der Stromgestehungskosten ("Cost of Energy") seiner Windenergieanlagen abzielt. Neben den bereits bekannten Faktoren, die sich auf den Sektor auswirken, könnten europäische Hersteller besonderen Herausforderungen ausgesetzt sein, die sich aus der aggressiven Preisdisziplin, den günstigen Geschäftsbedingungen für Kunden und den verfügbaren Produktionskapazitäten unserer chinesischen Wettbewerber ergeben, insbesondere in Märkten ohne Eintrittsbarrieren oder dort, wo bereits Handelsbeziehungen auf Regierungsebene bestehen, etwa im Rahmen der Initiative "Neue Seidenstraße".

Da fast alle Märkte inzwischen auf auktionsbasierte Modelle umgestellt haben, sind die wichtigsten Absatzrisiken weiterhin Unsicherheiten im Hinblick auf Baugenehmigungen, disruptive regulatorische Änderungen und eine weitere Konsolidierung auf der Angebotsseite. Der allgemein erwartete Schub für erneuerbare Energiequellen im Rahmen der gesellschaftlichen Bemühungen im Kampf gegen den Klimawandel, der nun mit Blick auf eine sichere Energieversorgung nochmals beschleunigt wird, ist noch nicht eingetreten.

Die Nordex Group begegnet diesen Risiken, indem sie sich über Branchenverbände und den direkten Dialog mit politischen Entscheidungsträgem und öffentlichen Interessengruppen für die Windenergie einsetzt sowie Entwickler bei ihren Bemühungen um Baugenehmigungen und einer Diversifizierung der Lieferkette unterstützt.

Die Eintrittswahrscheinlichkeit von Absatzrisiken über die bereits bekannten Sachverhalte hinaus wird derzeit als denkbar eingeschätzt. Diese Risiken hätten im Eintrittsfall mittlere Auswirkungen auf die Auftragseingänge und Finanzlage des Unternehmens.

Produktentwicklungsrisiken

Aufgrund der Innovationskraft und Wettbewerbsintensität in der Windenergiebranche hängt die Fähigkeit, im Markt zu bleiben, stark von der Planung, Entwicklung und Vermarktung neuer und kosteneffizienterer Windenergieanlagen ab. Ferner könnten sich die Entwicklung neuer und komplementärer Technologien sowie die Digitalisierung Auswirkungen auf die Struktur des Nordex-Geschäfts auswirken. Die Entwicklung neuer und effizienterer bzw. ertragsstärkerer Anlagentypen sowie Produktmodifikationen sind jedoch mit teilweise erheblichen Investitionen verbunden. Diese müssen durch entsprechende Vertriebserfolge über den gesamten Produktlebenszyklus amortisiert werden.

Wesentliche erfolgskritische Faktoren bei der Anlagenentwicklung sind insbesondere die Verfügbarkeit von zeitlichen und monetären Ressourcen, ein strukturierter und umfassender Entwicklungsprozess, die Sicherstellung des Übergangs von der Prototyp-Turbine zur in Serie gefertigten Anlage, die Ausstellung der für den Betrieb notwendigen Zertifikate sowie der Zeitpunkt der Markteinführung. Entwicklungsrisiken treten ein, wenn einer oder mehrere dieser Faktoren außerplanmäßig gefährdet werden und die F&E-Aufwendungen höher ausfallen als geplant oder zusätzliche Kosten während der Durchführung von Projekten oder in der Wartungsphase anfallen.

Nordex begegnet diesen Risiken während Entwicklung und Erstanlagen-Errichtung mit seinem Simultaneous Engineering einschließlich Testverfahren und -szenarien für Systeme sowie in vollem Umfang in der Prototypenphase. Bereits im Vorfeld einer Anlagenentwicklung erfolgen eine marktnahe Analyse und die Vorbereitung in enger Kooperation von Vertrieb, Produktmanagement und -strategie sowie Entwicklung. Darüber hinaus stellt die Plattformstrategie sicher, dass bereits erprobte Technologie genutzt und zielgerichtet bis zur Zertifizierung und der nachfolgenden Serienreife weiterentwickelt wird.

Die von Nordex errichteten Anlagen müssen den an den jeweiligen Standorten geltenden Netzanschlussrichtlinien entsprechen. Um die zunehmende Anzahl von nationalen Richtlinien umzusetzen, ist ein erheblicher Ressourceneinsatz notwendig. Bei Nichteinhaltung von Richtlinien in einem Markt ist dieser Aufwand weder zu amortisieren, noch kann das Marktpotenzial erschlossen werden. Nordex begegnet diesem Risiko mit organisatorischen Strukturen und entsprechenden Arbeitsschwerpunkten im Bereich Engineering. Wir haben zudem übergreifende interne Arbeitsgruppen eingerichtet. Ergänzend erfolgt ein Engagement der Nordex Group in externen Gremien mit dem Ziel, auf eine weitgehende internationale Harmonisierung der Netzanschlussrichtlinien hinzuwirken.

Die Eintrittswahrscheinlichkeit von Entwicklungsrisiken wird als denkbar eingestuft und hat im Eintrittsfall mittlere Auswirkungen auf die geplanten Ergebnisse.

Beschaffungsrisiken

Zu den wesentlichen Risiken im Einkauf zählen Lieferengpässe bei Zulieferern, Lieferantenausfälle infolge von Insolvenzen, ungeplant hohe Lagerbestände, Preisrisiken, geänderte Beschaffungskosten, die Verfügbarkeit von Rohstoffen für unsere Lieferanten, Lieferzeitrisiken, Qualitätsrisiken und der Nachweis lokaler Wertschöpfung.

Unvorhersehbare Verschiebungen bei Kundenprojekten können in gewissem Rahmen zu zeitweilig erhöhten Vorratsbeständen bei Nordex führen und sich negativ auf die Liquidität des Unternehmens auswirken. Nordex ist daher bemüht, den Vorratsbestand durch eine fertigungssynchrone Lieferung von Komponenten bei gleichzeitig hoher Liefertreue möglichst gering zu halten. Sollte die Auftragslage im laufenden Geschäftsjahr hinter den Erwartungen zurückbleiben, könnten einige Lieferanten - die zum Teil erheblich in den Ausbau ihrer Kapazitäten investiert haben bzw. bei denen ein Eigentümerwechsel stattgefunden hat - aus wirtschaftlichen Gründen ausfallen, wodurch sich die Anzahl potenzieller Zulieferer verringern würde.

Ein unerwarteter Nachfrageüberhang könnte zu Lieferengpässen bei einigen Komponenten - insbesondere den neu eingeführten Plattformen - verbunden mit entsprechenden Verzögerungen in der Projektabwicklung fuhren. Nordex begegnet dem Risiko des Lieferantenausfalls auf unterschiedliche Weise, unter anderem durch die rechtzeitige Buchung von Lieferantenkapazitäten mit entsprechenden Verträgen und der Qualifizierung weiterer Lieferanten, durch die dem Risiko eines sogenannten Single Sourcing (Bezug bei nur einem Lieferanten) entgegengewirkt wird. Ein Lieferantenausfall ist zudem über eine Versicherung teilweise abgesichert. Nordex kauft weltweit Komponenten ein, die zum Großteil Preisschwankungen auf den Rohstoff- und Devisenmärkten unterliegen. Da Nordex seinen Kunden die Turbinen zu projektspezifisch verhandelten Preisen anbietet, werden zeitnah zum Auftragseingang entsprechende Komponenten beschafft und gesichert. Damit reduziert sich das Risiko von Preisschwankungen auf der Einkaufsseite.

Nordex gewährleistet seinen Kunden die Qualität der Anlagen und bestimmte Leistungs- und Verfügbarkeitsparameter. Auch um Zahlungen unter den Leistungsgarantien zu vermeiden, werden alle Komponenten und das Gesamtsystem einer gründlichen Zertifizierung während der Designphase sowie Tests und Qualitätsprüfungen im Rahmen der Prozesse des Qualitätsmanagements unterzogen. Dennoch kann das Risiko mangelhafter Komponenten, wie etwa bei fremdbezogenen Komponenten, nicht vollständig ausgeschlossen und nur begrenzt an Lieferanten und Sublieferanten weitergegeben werden.

In neuen Märkten in Entwicklungs- und Schwellenländern gewinnt der Nachweis von lokaler Wertschöpfung (Local Content) zunehmend an Bedeutung. Sofern dieser Nachweis nicht oder nur unvollständig erbracht werden kann, hat dies Auswirkungen auf die Projektfinanzierung und -realisierung. Nordex begegnet diesem Risiko mit der frühzeitigen Suche nach Lieferanten vor Ort und enger Zusammenarbeit mit Kunden und Behörden in den betreffenden Ländern.

Vor dem Hintergrund der kontinuierlichen Ausweitung der Lieferkette nach Indien und China und der anhaltenden Unsicherheit in verschiedenen Bereichen der Zulieferindustrie wird die Eintrittswahrscheinlichkeit von Beschaffungs- und Einkaufsrisiken als denkbar eingestuft und kann mittlere Auswirkungen auf die Margensituation des Unternehmens haben.

Produktionsrisiken

Nordex setzt bei der Turbinenmontage auf eine Linienfertigung sowie bei der Rotorblattproduktion auf teilautomatisierte Prozesse. Das wesentliche Produktionsrisiko besteht daher in einem Stillstand der Produktionsstätten. Stillstandzeiten treten insbesondere auf, wenn Vorlieferanten verspätet oder nicht in der vereinbarten Qualität liefern, wenn der Serienstart neuer Turbinentypen Verzögerungen verursacht oder wenn wesentliche Produktionsmittel wie etwa Kranbahnen, das Fließfertigungssystem oder Formensätze defekt sind. Auch die Verfügbarkeit von kompetenten Mitarbeitenden stellt ein Risiko für die Beibehaltung einer hohen Produktionsmenge dar.

Ein weiteres spezifisches Risiko sind Hochlaufphasen neuer Produktionsstandorte, Produkte und Komponenten, insbesondere neuer Blatttypen bzw. von Blatttypen, deren Produktion an Zulieferer ausgelagert wird oder an neuen Standorten erfolgt. Hier muss neben der Einarbeitung weiterer neuer Mitarbeitenden auch die nötige Qualität der karbonfaserverstärkten Blätter sichergestellt werden, um ungeplante Mehrkosten zu vermeiden.

Nordex hat eine globale Lieferkette aufgebaut und bezieht Systeme, Komponenten und Teile aus verschiedenen Regionen in aller Welt. Es besteht das Risiko, dass Lieferketten aufgrund politischer Ereignisse oder globaler Gesundheitssituationen, zolltariflicher Änderungen und eines sich ändernden regulatorischen Umfelds ins Stocken geraten oder zum Stillstand kommen, was sich negativ auf die Produktionsleistung auswirken kann. Zur Steuerung dieses Risikos verfügt Nordex über eigene, lokale und globale Ressourcen.

Den Produktionsrisiken begegnet Nordex mit dem Qualitätsmanagement und der Implementierung entsprechender Prozesse sowie mit seinem Supply Chain Management, das die Schnittstellen zwischen Einkauf, Produktion und Projektmanagement abdeckt.

Die Eintrittswahrscheinlichkeit von Produktionsrisiken wird als möglich eingestuft und kann geringe Auswirkungen auf die Leistungsindikatoren haben, da die Produktion auf Asien ausgeweitet wurde. Die Wahrscheinlichkeit dieser Risiken kann auch gelegentlich durch sich entwickelnde regulatorische Änderungen beeinflusst werden, die von verschiedenen Regierungen unabhängig voneinander als Reaktion auf die COVID-19-Pandemie vorgenommen werden. Als Gegenmaßnahme hat Nordex eine flexible regionale Präsenz aufgebaut, um die Abhängigkeit von einzelnen Produktionsstätten und Lieferketten zu reduzieren.

Projekt- und Errichtungsrisiken

Aufgrund orografischer Faktoren, wetterbedingter Ausfallzeiten und soziologischer Probleme erfolgt seitens Nordex vor Vertragsabschluss, vor Ausführungsbeginn und während der Ausführung eine technische und kaufmännische Prüfung, um die Risiken bei der Umsetzung der Projekte zu begrenzen.

Wir haben unsere Risikobewertungsprozesse im Jahr 2023 deutlich verbessert. Zu diesen Verbesserungen gehörten Vorkehrungen im Zusammenhang mit Ereignissen, die außerhalb der Kontrolle von Nordex liegen, wie höhere Bunkerkosten, die Überlastung von Häfen und Schiffsbeschlagnahmungen Wir haben zudem eine wöchentliche Kontrolle und Aktualisierung der Betriebsplanung des Unternehmens umgesetzt, die auch den Projektfortschritt sowie eine umfassende Überprüfung der Risikobewertung im Vorfeld jeder Finanzprognose beinhaltet.

Durch diese Maßnahmen aus dem Jahr 2023 sind wir besser in der Lage, Projektfristen zu kontrollieren und die Mehrkosten im Geschäftsjahr 2024 zu reduzieren.

Ein weiterer wesentlicher Faktor, der sich auf die Kosten der Standortausführung auswirkt, sind kundenbedingte Verzögerungen. Im Jahr 2023 hat das gesamte Projektmanagement hier erhebliche Anstrengungen unternommen, um diese Kosten durch Änderungsaufträge an Kunden und Forderungen an Lieferanten zu kontrollieren und geltend zu machen.

In den letzten Jahren sind uns durch mangelnde Produktqualität in den Bereichen Projektabwicklung und Service Kosten entstanden. Der Schwerpunkt von Nordex lag auf der Planung von Eventualitäten, die Vermeidung neuer Qualitätsprobleme, der Neudefinition von Prozessen und der Verstärkung der Qualitätskontrollen. Das löst zwar nicht die Thematik von Altproblemen, reduziert jedoch das Aufkommen neuer Probleme und leitet so einen Trend zur Verbesserung im Unternehmen ein.

Der Bereich Projekte, insbesondere die Errichtung, ist naturgemäß der Bereich, in dem Kostenüberschreitungen aller vorangegangenen Prozesse der Wertschöpfungskette zusammenlaufen und sich direkt auf die Deckungsbeiträge des Unternehmens auswirken. Angesichts des aktuell hohen Auftragseingang in 2024 wird die Eintrittswahrscheinlichkeit dieser Risiken als möglich mit mittleren Auswirkungen auf die Finanzlage des Unternehmens eingestuft.

Technische Risiken

Windkraftanlagen sind komplexe Maschinen, die aus einer Reihe von hochentwickelten Systemen, Modulen und einzelnen Komponenten bestehen. Um zuverlässig funktionieren zu können, muss der Betrieb der Anlagen in sehr unterschiedlichen Umgebungen synchron und weitgehend autonom erfolgen. Daher unterliegen unsere Windenergieanlagen im Laufe ihres Lebenszyklus verschiedenen technischen Risiken, die sich je nach den zur Herstellung der Komponenten verwendeten Materialien und Technologie unterscheiden und stark davon abhängen, dass die Komponenten den geforderten Design- und Qualitätsstandards des jeweiligen Produkts entsprechen. Abweichungen von diesen Standards können die Verwendung von Windenergieanlagen einschränken oder diese unbrauchbar machen und eine Reparatur, einen Austausch oder eine vollständige Instandsetzung erforderlich machen, was wiederum erhebliche Mehrkosten für uns zur Folge haben kann. Diese Kosten sind besonders hoch, wenn es sich um wiederkehrende Mängel handelt, die eine größere Anzahl von Produkten betreffen. Die Gewährleistungen in den Kaufverträgen für neue Windenergieanlagen haben in der Regel eine Laufzeit von zwei Jahren, wobei sich die Gewährleistung für ausgetauschte Ersatzteile oder Komponenten innerhalb der Gewährleistungs- bzw. Mängelanzeigefrist bis zu zwei weitere Jahre ab Reparatur- bzw. Austauschdatum verlängert.

Darüber hinaus verpflichtet sich Nordex in der Regel, Betriebs- und Wartungsdienstleistungen für seine Windenergieanlagen für eine verlängerte Laufzeit von mehr als 25 Jahren nach dem Verkauf zu erbringen, was häufig eine unbegrenzte oder zumindest umfassende Ersatz- oder Reparaturverpflichtung für Komponenten beinhaltet, die aus anderen Gründen als durch höhere Gewalt oder Eingriffe des Eigentümers ausgefallen sind. Bei vielen Windenergieanlagen reicht die Verantwortung für die Behebung von Störungen der Anlagen daher oft über den Gewährleistungszeitraum hinaus. Zusätzlich garantiert Nordex in der Regel bestimmte Leistungskriterien seiner Windenergieanlagen wie Geräuschemissionen und die Leistungskurve während der Gewährleistungszeit sowie - üblicherweise in Verbindung mit dem Servicevertrag - die betriebliche Verfügbarkeit der Windenergieanlagen oder eine andere Leistungskennzahl der Anlagen. Bei Nichterfüllung dieser Leistungskriterien müsste der Konzern sein Kunden für die verminderte Nutzung der Windenergieanlagen oder für Produktionsausfälle entschädigen, was wiederum zu sehr hohen ungeplanten Kosten für Nordex führen könnte.

Für technische Risiken hat der Konzern neben dem Versicherungsschutz und dem Lieferantenregress auch Rückstellungen gebildet, um mögliche, nicht durch Serviceerträge abgedeckte Kosten und Kundenforderungen im Zusammenhang mit technischen Problemen abzudecken.

Technische Risiken werden als möglich eingestuft und haben im Eintrittsfall mittlere Auswirkungen auf die Finanzlage.

Finanzwirtschaftliche Risiken

Im Bereich der finanzwirtschaftlichen Risiken unterliegt die Nordex Group Fremdwährungsrisiken, Zinsänderungsrisiken, Kreditrisiken, unplanmäßigen Abschreibungen, dem Liquiditätsrisiko sowie dem Risiko der Verlustvortrags-Abzugsbeschränkung.

Da der Konzern international ausgerichtet ist und nicht alle Transaktionen auf Euro-Basis durchgeführt werden, ist das operative Geschäft Wechselkursschwankungen ausgesetzt. Ein Währungsumrechnungsrisiko entsteht, wenn die Ertrags- und Finanzlage der ausländischen Tochtergesellschaften zu den für die Einbeziehung in den Konzernabschluss geltenden Wechselkursen in Euro umgerechnet wird. Diese Wechselkurse können im Laufe der Zeit erheblich schwanken und die Vergleichbarkeit der Ergebnisse zwischen einzelnen Perioden beeinträchtigen. Das Währungstransaktionsrisiko entsteht, wenn der Konzern sich in Projekten engagiert, bei denen Abfluss- und Zuflusswährungen nicht kongruent sind. Um dieses Risiko zu vermeiden, versucht Nordex in diesen spezifischen Projekten eine natürliche Absicherung zu schaffen, indem Verträge mit den betreffenden Kunden in denselben Währungen wie die Verträge mit Lieferanten abgeschlossen werden. Darüber hinaus setzt Nordex bei Bedarf auch derivative Sicherungsinstrumente ein, um das verbleibende Fremdwährungsrisiko zu reduzieren.

Der Konzern ist keinen größeren Zinsrisiken ausgesetzt, da fast alle Fremdkapitalinstrumente festverzinslich sind. Die letzte Tranche des variabel verzinsten Schuldscheindarlehens war im April 2023 fällig und wurde somit vollständig zurückgezahlt.

Zur Minimierung von Kreditrisiken schließt die Nordex Group Geschäfte nur mit Dritten ab, deren Kreditwürdigkeit überwacht wird. Alle wesentlichen Neukunden, die Geschäfte auf Kreditbasis abschließen möchten, werden einer Bonitätsprüfung unterzogen. Ausfallrisiken bzw. dem Risiko, dass Vertragspartner ihren Zahlungsverpflichtungen nicht nachkommen, wird grundsätzlich im Vorfeld der Auftragsannahme durch ein standardisiertes Genehmigungsverfahren begegnet. Insbesondere wird ein Auftrag erst dann angenommen, nachdem die Projektfinanzierung erfolgreich abgeschlossen ist und ordnungsgemäße Zahlungssicherheiten vereinbart wurden. Darüber hinaus sehen die Verträge vor, dass laufende Anzahlungen entsprechend dem jeweiligen Projektfortschritt zu leisten sind. Zudem werden die Forderungsbestände laufend überwacht, sodass der Konzern keinem wesentlichen Ausfallrisiko ausgesetzt ist.

Wertminderungen stellen ein weiteres finanzwirtschaftliches Risiko dar und können einerseits veraltete Lagerbestände und Ersatzteile betreffen, andererseits aber auch die Werthaltigkeit von Forderungen (Forderungsausfälle) sowie von immateriellen Vermögensgegenständen aus den Bereichen Forschung und Entwicklung bzw. Projektentwicklung. Diesem Risiko begegnet Nordex zunehmend mit einer fertigungssynchronen Beschaffung sowie einer regelmäßigen Neubewertung der immateriellen Vermögensgegenstände. Im Konzern bestehen keine wesentlichen Konzentrationen von Ausfallrisiken. Die Forderungen aus Fertigungsaufträgen sowie die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind ferner über Bürgschaften, Garantien und Stand-by-Akkreditive oder Eigentumsvorbehalte teilweise besichert.

Das Liquiditätsrisiko besteht darin, aufgrund einer mangelhaften Verfügbarkeit von Zahlungsmitteln bestehende oder zukünftige Zahlungsverpflichtungen des Konzerns nur teilweise oder gar nicht erfüllen zu können. Die Finanzabteilung überwacht, steuert und prognostiziert daher laufend und regelmäßig die Konzernliquidität. Hierbei überwacht die Finanzabteilung die Ein- und Auszahlungen unter Berücksichtigung der jeweiligen Laufzeiten der Finanzinvestitionen und der finanziellen Vermögenswerte sowie erwartete Zahlungsströme aus der Geschäftstätigkeit. Ziel des Konzerns ist es, ein Gleichgewicht zwischen laufenden Ein- und Auszahlungen herzustellen. Nordex setzt Cash-Pooling oder andere interne Finanzierungsmechanismen wie konzerninterne Darlehen zum effektiven Liquiditätsmanagement des Konzerns ein. Verbleibende Liquiditätspositionen werden vom Finanzbereich bei Geschäftsbanken im In- und im Ausland entsprechend konservativ angelegt.

Hierbei werden Limits und Kontrahentenrisiken permanent überwacht. Darüber hinaus finanziert sich die Nordex Group über Projektanzahlungen von Kunden. Die Anzahlungen werden bei sämtlichen in der Umsetzung befindlichen Windparkprojekten nach Projektfortschritt analog den vertraglich vereinbarten Zahlungsplänen abgerechnet.

Die Multi-Currency-Avalkreditlinie der Nordex Group beläuft sich aktuell auf EUR 1,06 Mrd. und hat eine Laufzeit bis April 2025. Die Kreditlinie umfasst die Zusage ausgewählter Kreditgeber, bei Bedarf zusätzliche Barabzweiglinien in Höhe von bis zu EUR 100 Mio. einzurichten. Im April 2023 schloss die Gesellschaft erfolgreich die Platzierung einer Wandelschuldverschreibung für Nettoforderungen in Höhe von EUR 333 Mio. ab. Der Nettoerlös wurde zum Ausgleich des negativen Cashflow des Jahres 2023 und zur Stärkung der Konzernbilanz verwendet. Im Jahr 2023 wurde das zweite Gesellschafterdarlehen mit Acciona, S.A. zur weiteren Stärkung der Bilanzstruktur der Gesellschaft in Eigenkapital umgewandelt.

Für die syndizierte Multi-Currency-Avalkreditlinie bestehen ferner einheitliche Financial Covenants wie Equity Ratio, Leverage und Interest Coverage, deren Einhaltung quartalsweise mit Bezug zum vorherigen Stichtag an die jeweiligen Finanzinstitute zu berichten ist. Eine Kündigung dieser Multi-Currency-Avalkreditlinie seitens der Finanzinstitute ist nur aus außerordentlichen Gründen, beispielsweise wegen Nichteinhaltung der oben erwähnten Financial Covenants, möglich. Aufgrund seiner operativen Entwicklung kann für Nordex das Risiko bestehen, dass die Covenants nicht eingehalten werden können, wenn sich das Geschäft des Unternehmens nicht gemäß dem Budget bzw. der mittelfristigen Planung entwickelt. Im Jahr 2022 hat Nordex mit den kreditgebenden Finanzinstituten für die Dauer mehrerer Quartale erfolgreich ein angepasstes Financial Covenant-Konzepts vereinbart, das unter anderem Liquid Assets als einen neuen zusätzlichen Financial Covenant umfasst. Im Geschäftsjahr 2024 wurden alle geltenden Covenants eingehalten.

Im Jahr 2023 hat Nordex SE mit der Acciona, S.A. eine Vereinbarung über die Inanspruchnahme einer offenen Avalkreditlinie abgeschlossen, in der die Acciona, S.A. Nordex unter bestimmten Bedingungen anbietet, ihre offenen Bank- und Bürgschaftsfazilitäten in einer Gesamthöhe von bis zu TEUR 1.300.000 zur Verfügung zu stellen, im Rahmen derer Bürgschaften von verschiedenen Finanzinstituten zur Deckung des Bedarfs der Nordex Group ausgestellt werden können. Die Kreditlinie ist eine Alternative zur syndizierten Multi-Currency-Avalkreditlinie, um das Anleihevolumen insgesamt zu diversifizieren.

Im Projektentwicklungsgeschäft entwickelt und vertreibt der Konzern Windparkprojekte. Zu den Projektentwicklungsaktivitäten gehören die Durchführung von Machbarkeitsstudien, die Sicherung von Genehmigungen, Grundstücksrechten und Stromabnahmeverträgen sowie die Finanzierung des geplanten Projekts. Das weite Feld der Projektentwicklung ist mit mehreren Risiken verbunden. So kann die Verweigerung von Baugenehmigungen, der Misserfolg bei Auktionen oder der fehlende Abschluss von Strombezugsverträgen bei einem Projekt zur Stornierung und Abschreibung des Projekts führen.

Insgesamt werden die Eintrittswahrscheinlichkeit von finanzwirtschaftlichen Risiken als möglich und die Auswirkungen auf die Ergebnisse des Konzerns im Eintrittsfall als gering eingeschätzt. Für bestehende Risiken hat Nordex angemessene Rückstellungen gebildet.

Rechtliche, steuerliche und exportkontrollrechtliche Risiken

Durch den Vertrieb ihrer Produkte und Dienstleistungen in einer Vielzahl von Rechtssystemen ist die Nordex Group verschiedenen produkt- und länderspezifischen Vorschriften, Gesetzen oder Richtlinien ausgesetzt, die sich auf die Ausübung unserer Geschäftstätigkeit auswirken. Unter anderem für die daraus entstehenden Risiken werden Rückstellungen gebildet, wenn und soweit eine Inanspruchnahme wahrscheinlich ist und die Höhe der potenziellen Haftung angemessen geschätzt werden kann.

Rechtliche Risiken

Die technischen Risiken, denen Windenergieanlagen während ihrer Lebensdauer unterliegen, können zu Gewährleistungs- oder Produkthaftungsansprüchen im Rahmen von Turbinenlieferverträgen oder Vereinbarungen über die Wartung und Instandhaltung der Windenergieanlagen führen. Das Risiko von Rechtsstreitigkeiten und anderen Streitigkeiten gehört daher zu unserer Geschäftstätigkeit. Nordex ist den Risiken aus Streitigkeiten und Verwaltungs-, Gerichts- und Schiedsverfahren ausgesetzt, von denen einige ein nachteiliges Ergebnis haben könnten und zu Strafen, Schadenersatz und Reputationsverlust führen können. Nordex könnte in Zukunft Ansprüchen von Kunden, Lieferanten, derzeitigen und ehemaligen Mitarbeitenden, Wettbewerbern und anderen Dritten ausgesetzt sein, wobei sich die entsprechenden Rückstellungen im Falle eines negativen Ausgangs als unzureichend erweisen könnten. Es könnten erhebliche Rechtsverteidigungskosten anfallen. Wenn das Ergebnis eines Gerichtsverfahrens deutlich von unseren Erwartungen abweicht, könnte dies zudem erhebliche nachteilige Auswirkungen auf unsere Geschäftstätigkeit sowie auf unsere Vermögens-, Finanz- und Ertragslage haben. Daneben können auch Haftungen aus Konflikten mit geltendem Recht resultieren, wie z. B. aus Produkthaftung, der Verletzung von Patentrechten bzw. gewerblicher Schutzrechte, Nichteinhaltung von Kartell-, Antikorruptions- oder Datenschutzbestimmungen und aus der unzureichenden Umsetzung von Zertifizierungsanforderungen oder sonstiger gesetzlicher Auflagen. Darüber hinaus regeln Gesetze in verschiedenen Gerichtsbarkeiten die Produktsicherheit und die Umweltauswirkungen von Windkraftanlagen, einschließlich der Emissionswerte für Lärm und Lichteffekte sowie die Nähe von Windkraftanlagen zu Wohngebieten. Die Einhaltung und Änderung solcher Gesetze und Vorschriften in den Bereichen Gesundheit, Sicherheit und Umwelt kann sich nachteilig auf die Geschäftstätigkeit der Nordex Group auswirken. Nordex beobachtet die politischen und regulatorischen Rahmenbedingungen in allen unseren Schlüsselmärkten, um potenzielle Problembereiche frühzeitig zu erkennen, unterhält angemessene organisatorische Maßnahmen und Prozesse, um die Einhaltung der Vorschriften zu gewährleisten, beispielsweise durch eine erforderliche Anpassung der Geschäftsaktivitäten und -prozesse, und mindert potenzielle Risiken oder Schäden. Es gibt jedoch keine Gewissheit, dass interne Kontrollen, Verfahren, Compliance- und Risikomanagementsysteme in der Lage sind, sämtliche potenziellen Konflikte oder Verstöße zu erkennen, oder dass sie rechtzeitig gemeldet oder korrekt bewertet werden, um angemessene Gegenmaßnahmen zu ergreifen, und das diese für ein Unternehmen von der Größe und Komplexität des Konzerns angemessen sind.

Datenschutz

Der Umgang mit personenbezogenen Daten, insbesondere von Nordex-Mitarbeitenden und -Kunden, birgt im Falle von Datenschutzverletzungen potenzielle Datenschutzrisiken. Zur Minderung dieser Risiken und Einhaltung der geltenden Datenschutzbestimmungen hat Nordex ein Datenschutzmanagementsystem ("Data Protection Management System" - DPMS) implementiert. Das DPMS besteht aus einer globalen Datenschutzorganisation mit externen Datenschutzbeauftragten, Richtlinien, Anweisungen, Prozessen und Dokumentationen zum Datenschutz, Sensibilisierungsschulungen der Mitarbeitenden sowie regelmäßigen Audits und Ad-hoc-Kontrollen und Bewertungen. Sollte es dennoch zu einer Datenschutzverletzung kommen, kann Nordex von Behörden mit Bußgeldern belegt und/oder mit Ansprüchen Betroffener konfrontiert werden, die je nach den Umständen des Einzelfalles unterschiedlich hoch ausfallen können.

Steuerliche und exportkontrollrechtliche Risiken

Die Nordex SE und ihre Tochtergesellschaften sind weltweit in vielen Ländern tätig und unterliegen daher einer Vielzahl unterschiedlicher gesetzlicher Bestimmungen und möglicherweise auch Steuerprüfungen. Da die Projekte der Nordex Group langfristigen Charakter haben, besteht das Risiko, dass eine Änderung der Besteuerung oder der Auslegung der Steuergesetze wesentliche negative Auswirkungen auf das Geschäft des Konzerns und die Profitabilität eines Projekts haben könnte. Jede Änderung der steuerlichen Regelungen, denen die Nordex Group unterliegt, könnte wesentliche nachteilige Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns haben.

Wenngleich Nordex eine entsprechende Organisationstruktur aufgebaut hat, die sicherstellen soll, dass die jeweils relevanten Vorgaben aus Vertrag und Gesetz in der Ausführung unserer Geschäftstätigkeit umgesetzt werden, sind derartige Haftungsrisiken wie auch solche aus Rechtsstreitigkeiten nie auszuschließen. Durch interne Vorgaben und Prozesse über die gesamte Wertschöpfungskette soll der kontrollierte Umgang mit rechtlichen Risiken erreicht werden.

Um die bestehenden körperschaftsteuerlichen Verlustvorträge und Steuergutschriften nutzen zu können, muss zukünftig zudem ein ausreichender steuerlicher Gewinn erwirtschaftet werden.

Die Eintrittswahrscheinlichkeit von rechtlichen und steuerlichen Risiken wird als möglich eingestuft, wobei die Auswirkungen auf die Finanzkennzahlen als mittel eingeschätzt werden. Für bekannte Risiken hat Nordex angemessene Rückstellungen gebildet.

Umwelt-, Sozial- und Governance-Risiken

Risiken und Chancen im Zusammenhang mit Themen aus den Bereichen Klima, Umwelt, Soziales und Governance wurden explizit in unsere doppelte Wesentlichkeitsbewertung einbezogen, die im Unterkapitel Nachhaltigkeitserklärung ausführlich beschrieben ist. Alle im Rahmen dieses Prozesses ermittelten wesentlichen Risiken fließen in das zentrale Risikomanagement-Tool von Nordex ein und werden so Teil des allgemeinen Ansatzes zum Risikomanagement. Unter Beachtung relevanter Gegenmaßnahmen liegen keine wesentlichen Nettorisiken mit einer Bedeutung für Geschäftsverlauf, -lage und -ergebnis mit sehr wahrscheinlich schwerwiegenden negativen Auswirkungen auf diese Aspekte vor. Alle im Rahmen unserer doppelten Wesentlichkeitsbewertung identifizierten relevanten Nachhaltigkeitsrisiken werden in den jeweiligen Abschnitten des Unterkapitels Nachhaltigkeitserklärung beschrieben.

Insgesamt werden die Eintrittswahrscheinlichkeit von Sozialen- und Umweltrisiken als möglich und deren Auswirkungen als gering eingeschätzt.

Personal- und Kulturrisiken

Bei der Entwicklung und Umsetzung von Geschäftsstrategien ist Nordex stark von der Fähigkeit abhängig, hochqualifiziertes Personal zu gewinnen, zu halten und auszubilden, insbesondere in den Bereichen, die einen soliden technischen Hintergrund und Kenntnisse über die Besonderheiten des Windenergieanlagenbaus erfordern. Die wesentlichen Personalrisiken des Konzerns beziehen sich jedoch auf einen Fach- und Führungskräftemangel, falsche oder unzureichende Qualifikationen der Belegschaft sowie die Fluktuation von Führungskräften und Mitarbeitenden in Schlüsselpositionen.

Um den Risiken aus Fach- und Führungskräftemangel entgegenzuwirken, hat Nordex im Berichtszeitraum seine Recruitment-Prozesse verbessert und die entsprechenden Aktivitäten neu ausgerichtet. Ebenso wurde der Maßnahmenkatalog der unternehmenseigenen Weiterbildungseinrichtungen, z.B. der Nordex Global Service Academy, weiter ausgebaut, um die kontinuierliche Qualifizierung und Weiterbildung der Mitarbeitenden sicherzustellen. Darüber hinaus wurden im Laufe der Zeit mehrere Führungstrainings für verschiedene Ebenen durchgeführt. Zur weiteren Reduzierung der Fluktuation, insbesondere auf Schlüsselpositionen, fördert Nordex weiterhin interne Karriereperspektiven, identifiziert frühzeitig Potenzialträger und baut entsprechend Nachfolger auf, u. a. durch das Programm "Upwind" zur Förderung besonders talentierter Nachwuchskräfte.

Insgesamt werden die Eintrittswahrscheinlichkeit von Personalrisiken als sehr unwahrscheinlich und deren Auswirkungen als gering eingeschätzt.

IT-Risiken

Als Turbinenhersteller legt Nordex höchsten Wert auf Cybersicherheit und beachtet dabei sämtliche gesetzlichen Anforderungen. Unsere Richtlinien, Standards und Prozesse im Bereich der Informationssicherheit sind die Grundlage für die erfolgte Zertifizierung sämtlicher deutscher Standorte nach ISO 27001. Im Jahr 2023 hat Nordex nach einer Rezertifizierung im Jahr 2022 das erste regelmäßige Überwachungsaudit erfolgreich bestanden und setzt die kontinuierliche Verbesserung seines Informationssicherheitsmanagementsystems fort. Der Verlust des ISO 27001-Zertifikates in der Zukunft hätte Auswirkungen auf die Anforderungen unserer Kunden und einen Reputationsverlust in der Industrie sowie potenziell einen erheblichen Verlust aktuellen und zukünftigen Geschäfts zur Folge.

IT-gestützte Geschäftsprozesse sind grundsätzlich den Risiken der elektronischen Informationsverarbeitung, insbesondere von Systemausfällen, mangelnder Datensicherheit und Datenverlusten, ausgesetzt. Nordex überprüft daher permanent die Aktualität und Sicherheit der eingesetzten Informationstechnologien, um Vertraulichkeit, Verfügbarkeit und Integrität von Informationen sicherzustellen. Dies geschieht durch Schulung der Mitarbeitenden sowie durch regelmäßige interne und externe Audits der eingesetzten IT-Systemlandschaften. Die Systeme werden nach Vorgabe der Hersteller und allgemeinen Sicherheitsempfehlungen sowie der Anforderungen der Zertifizierungsstandards für IT, Informationssicherheit und Datenschutz auf Stand gehalten.

Im Hinblick auf Erkennungsfunktionen verfügt Nordex über eine umfassende Lösung im Bereich Endpoint Detection and Response (EDR) für Geräte vor Ort und in der Cloud sowie über ein Security Operations Center, in dem Alarme ganzjährig rund um die Uhr überwacht werden. Wird ein Vorfall erkannt, erfolgt die Reaktion darauf anhand spezifischer Playbooks.

> Ziele für die Cybersicherheit von Windparks

Das Unternehmen geht davon aus, dass es die NIS2-Richtlinie der EU einhalten und seine Cybersicherheitsreife im Rahmen der Norm IEC 62443 weiter verbessern muss. Dazu gehören die Ausarbeitung von Dokumentationen, die Festlegung und Einführung von Schutzmaßnahmen und die Verbesserung der Verfahren zur Reaktion auf Cybervorfälle in Windkraftanlagen.

Die Entwicklung eines Cybersicherheitsprogramms, das in die internen Prozesse des Unternehmens integriert ist und sich an der IEC 62443 orientiert, unterstreicht unser proaktives Engagement für die Sicherung industrieller Automatisierungs- und Steuerungssysteme. Dieser Ansatz gewährleistet eine strukturierte Lebenszyklusmethodik, die Risikobewertung, Implementierung, Wartung und kontinuierliche Verbesserungen umfasst. Durch die Einbettung von Cybersicherheitspraktiken in organisatorische Abläufe stärkt das Programm die Einhaltung von Vorschriften, die Unterstützung über den gesamten Lebenszyklus und die Ausrichtung an Best Practices der Branche.

Das aktuelle Netzwerkdesign umfasst eine zweistufige Firewall-Konfiguration für den Fernzugriff und verbessert so die Defense-in-Depth-Strategie. Diese Architektur bietet eine zusätzliche Sicherheitsgrenze, um unbefugten Zugriff und potenzielles Eindringen zu verhindern. Darüber hinaus sind Systeme, die Remote-Verbindungen zulassen, wirksam von der zentralen IT-Infrastruktur isoliert, wodurch das Risiko lateraler Bewegungen verringert und eine Segmentierung sichergestellt wird. Zusammen schützen diese Maßnahmen sensible Umgebungen und stellen so sicher, dass das Netzwerk insgesamt nicht durch Fernzugriffsfunktionen gefährdet wird. Um diese Kontrollen aufrechtzuerhalten und an sich entwickelnde Bedrohungen anzupassen, ist es ratsam, eine kontinuierliche Überwachung und regelmäßige Überprüfungen durchzuführen.

Die Sicherheit der Systeme könnte verletzt werden. Solche Sicherheitsverletzungen können durch Hacker, die Programme verwenden, mit denen Login-Daten erfasst werden, oder durch Denial-of-Service- oder Ransomware-Angriffe verursacht werden. Selbst wenn solche Sicherheitsverletzungen die strukturelle Integrität und/oder die Betriebssicherheit unserer Windkraftanlagen nicht unmittelbar beeinträchtigen, können sie unsere Fähigkeit zur Fernüberwachung von Windkraftanlagen vorübergehend beeinträchtigen. Die Betriebssicherheit unserer Windkraftanlagen ist auch ohne Fernüberwachungssteuerung gewährleistet, da diese sich auch autark den Umgebungsbedingungen anpassen können. Die Fernüberwachung ist ein wesentlicher Bestandteil unseres Serviceangebots.

> Business Continuity

Über die vom Unternehmen ergriffenen Präventivmaßnahmen hinaus definiert Nordex einen Business-Continuity-Plan, um die Kontinuität der kritischen Prozesse im Störungsfall sicherzustellen. Aktuell befindet sich ein Projekt zur Ermittlung der Hauptrisiken innerhalb des Konzerns in der Umsetzung, das voraussichtlich im ersten Quartal 2025 abgeschlossen wird. Hierbei führt das Unternehmen eine gründliche Analyse durch, um die wahrscheinlichen Risiken, die potenziellen Auswirkungen und die im Falle einer Störung betroffenen Kernprozesse zu ermitteln. Für jeden dieser Prozesse wird ein Notfallplan ausgearbeitet, der bei einer Störung eine praktikable Alternative für den Katastrophenfall bietet.

Wichtig für das Unternehmen ist zudem die Aufrechterhaltung und Verbesserung der Prozesse im Bereich Incident- und Krisenmanagement, um eine schnelle und effiziente Reaktion auf jeden potenziellen Vorfall, der Nordex betreffen könnte, zu gewährleisten. Der aktuelle Plan wird unter Einbeziehung der in den vergangenen Jahren gemachten Erfahrungen überprüft.

> Neue Gesetzgebung zur Informationssicherheit

Die NIS2-Richtlinie tritt am 14. Oktober 2025 für alle wesentlichen Organisationen in der Europäischen Union in Kraft. Da Nordex eine solche wesentliche Organisation ist, hat das Unternehmen eine interne Bewertung durchgeführt, deren Ergebnisse zufriedenstellend waren. Vorhandene Lücken werden vor Ablauf der Frist geschlossen. Dabei wird auch die Einhaltung der Best Practices und internationaler Standards für Informationssicherheit geprüft.

Insgesamt wird die Eintrittswahrscheinlichkeit von Cyberrisiken als möglich eingeschätzt und hat im Eintrittsfall eine mittlere Auswirkung auf die Ergebnisse.

Sonstige Risiken

Nordex ist makroökonomischen und geopolitischen Risiken ausgesetzt. Diese könnten die Fähigkeit der Gesellschaft beeinträchtigen, ihre wirtschaftliche Präsenz in bestimmten Märkten aufrechtzuerhalten oder auszubauen, oder ihre Fähigkeit, grenzüberschreitende Geschäfte zu tätigen. Das Geschäft von Nordex könnte neben anderen Risikofaktoren durch konjunkturelle Abschwünge, Wechselkursentwicklungen, Inflationsraten, steigende Zinssätze, Störungen in der globalen Lieferkette und Handelshemmnisse beeinträchtigt werden. Dies könnte sich auf die Kosten auswirken, die bei der Bedienung bestimmter Märkte aus der vom Unternehmen aufgebauten Lieferkette anfallen.

Über die zuvor beschriebenen Risiken hinaus gibt es weitere Einflüsse und Ereignisse, die schwer vorhersehbar oder zu beeinflussen sind. Dazu gehören etwa Bürgerproteste gegen den Ausbau von Windenergie, Epidemien und Pandemien, Naturkatastrophen oder Terroranschläge bzw. kriegerische Akte. Beispiele für solche Faktoren oder Ereignisse sind die anhaltenden Konflikte im Nahen Osten, die sich auf die Geschäftsentwicklung der Nordex Group insbesondere durch die damit verbundenen Behinderungen etablierter Handelswege auswirken.

Zunehmende geopolitische Spannungen und politische Instabilität in Schlüsselmärkten wie Deutschland, den USA und Frankreich werden voraussichtlich das Investitionsklima prägen und den Entscheidungsprozess unserer Kunden beeinflussen. Zudem ist davon auszugehen, dass die derzeit geltenden Sanktionen, die den globalen Handel und den freien Warenverkehr einschränken, ebenso fortbestehen werden wie der Wirtschaftskrieg durch Zölle und andere Handelshemmnisse. Nordex beobachtet und bewertet die Entwicklung der jeweiligen Situation kontinuierlich und leitet geeignete Gegenmaßnahmen ein, um sich auf die Veränderungen einzustellen, die sich auf unser Geschäft auswirken. Allerdings sind die Folgen von Konflikten, Sanktionen oder Zöllen und der damit verbundenen Maßnahmen in Bezug auf deren Umfang, Höhe, Dauer und Auswirkungen auf die Geschäftsentwicklung nur schwer vorhersehbar. Sollten solche Ereignisse in relevanter Weise eintreten, können sie sich negativ auf die Geschäftsentwicklung der Nordex Group auswirken.

Darüber hinaus ist der Sektor der erneuerbaren Energien aus technologischer Sicht durch schnelle technische Fortschritte und eine sich entwickelnde Marktdynamik geprägt. Obwohl Windkraftanlagen eine bewährte und zuverlässige Quelle sauberer Energie sind, besteht die Gefahr, dass sie durch andere Technologien wie die Solarenergie und neue Innovationen ersetzt werden. Diese Alternativen bieten möglicherweise Wettbewerbsvorteile hinsichtlich Kosten, Effizienz oder Skalierbarkeit. Nordex wird diese Entwicklungen des Umfelds weiter beobachten und ihre möglichen Auswirkungen auf das eigene Geschäftsmodell bewerten.

Wesentliche Risikoveränderungen im Vergleich zum Vorjahr

Die im Geschäftsbericht 2023 dargestellten Risiken, die sich auf die Geschäftsentwicklung der Nordex Group auswirken können, bleiben im Geschäftsjahr 2024 im Wesentlichen unverändert.

Gesamtrisiko

Die Risiken der Nordex Group werden durch den Vorstand regelmäßig einer Überprüfung unterzogen. Nach Einschätzung des Vorstands bestehen gegenwärtig keine wesentlichen Einzelrisiken, die den Fortbestand der Nordex Group gefährden. Dasselbe gilt für die Gesamtbetrachtung aller Risiken.

Chancen

Definition, Überwachung und Steuerung von Chancen

Chancen können sich durch zukünftige Ereignisse und Entwicklungen ergeben. Die Nordex Group definiert Chancen als potenzielle positive Abweichungen von der Unternehmensplanung, die sich positiv auf unsere Vermögens-, Finanz- und Ertragslage auswirken können. Das Chancenmanagement umfasst eine systematische und transparenten Überwachung, Analyse und Bewertung von Chancen einschließlich der dafür notwendigen Maßnahmen und Prozesse. Es ist fester Bestandteil unserer Strategie-, Planungs-, Berichts- und Risikomanagementprozesse und unterstützt das Ziel der Nordex Group, den Unternehmenswert nachhaltig zu steigern. In das Chancenmanagement sind neben dem Vorstand alle weiteren Führungskräfte sowie projektbezogene Entscheidungsträger eingebunden, um sicherzustellen, dass Chancen zuverlässig erkannt, bewertet und systematisch genutzt werden. Detaillierte Erläuterungen unserer Unternehmensstrategie und -steuerung sowie des Risikomanagements finden sich in den jeweiligen Kapiteln in diesem Lagebericht.

Übergeordnet differenziert die Nordex Group zwei Cluster von Chancen, je nach zeitlicher Relevanz.

Zum einen können sich Chancen aus verschiedenen Einflussfaktoren ergeben, die eng im Rahmen des systematischen Risikomanagements des Konzerns überwacht werden. Diese betreffen überwiegend den kurzfristigen Zeithorizont für das jeweils laufende Geschäftsjahr bzw. die rollierende Planung für die nächsten zwölf Monate.

Chancen können sich ergeben, wenn sich die gesamt- oder branchenwirtschaftliche Entwicklung weltweit bzw. in einzelnen Regionen und in der Folge auch die Auftragssituation der Nordex Group besser als geplant entwickeln. Zudem sind im Zusammenhang Chancen mit der Produkt- oder Projektentwicklung u. a. durch kürzere Entwicklungs- oder Genehmigungszeiten möglich. Chancen können sich ferner im Bereich Beschaffung und Einkauf etwa durch bessere Konditionen oder Material- bzw. Lieferantensubstitution ergeben. Außerdem können sich finanzielle Chancen positiv auswirken. Dazu zählen beispielsweise günstigere Zinskonditionen oder Möglichkeiten, zinstragende Verbindlichkeiten vorzeitig abzulösen, tendenziell auch veränderte Währungskurse und gegebenenfalls Wertsteigerungspotenziale von bilanzierten Vermögensgegenständen.

Zum anderen können sich mittelfristig aus Trends sowie aus perspektivisch zu erwartenden Entwicklungen und antizipierten künftigen Ereignissen - abweichend von der bestehenden Planung - zusätzliche Geschäftspotenziale für die Nordex Group ergeben. Dabei spielt die Politik eine wesentliche externe Rolle. Des Weiteren sind interne Weichenstellungen der Nordex Group wie die strukturelle Neuausrichtung der Lieferkette von Bedeutung. Etwaige interne oder externe Chancen, die sich daraus ergeben können, werden eng überwacht und fließen in die mittelfristige Business- und Investitionsplanung sowie in die strategische Ausrichtung des Unternehmens ein.

Chancen infolge einer stringenteren Klimapolitik

Die Dringlichkeit des Themas Klimawandels ist größer denn je und fördert weltweit die Bereitschaft, umfassende Klimaschutzmaßnahmen zu ergreifen. Dieser unumkehrbare Megatrend eröffnet dem Sektor der erneuerbaren Energien erhebliche Chancen.

Trotz politischer Unwägbarkeiten bieten wichtige Initiativen wie der Europäische Green Deal weiterhin einen stabilen Rahmen für künftige Investitionen. In Deutschland engagiert sich die Bundesregierung weiter stark für den Klimaschutz und die Energiewende, insbesondere für die Windkrafterzeugung an Land. In den USA bleibt trotz politischer Veränderungen die öffentliche Unterstützung für Klimaschutz ungebrochen und es bestehen weiterhin finanzielle Anreize für Projekte im Bereich der sauberen Energie, was das Marktpotenzial weiter antreibt. Auf dem jüngsten UN-Klimagipfelbekräftigten die Staaten ihre Verpflichtung zur Klimafinanzierung, obwohl die Konferenz mit erheblichen Herausforderungen und Kritik konfrontiert war. Dieses globale Engagement unterstreicht den anhaltenden Übergang von fossilen Brennstoffen hin zu nachhaltigen Energielösungen.

Die Nordex Group beobachtet weiterhin aufmerksam die globalen Märkte und Entwicklungen. Dieser proaktive Ansatz ermöglicht es uns, durch gründliche Analyse und Bewertung neue Chancen zu erkennen und zu nutzen. Die Nutzung dieser Chancen ist ein wesentlicher Bestandteil unserer Unternehmensstrategie.

Chancen aus der verstärkten Beschaffung auf Märkten mit niedrigeren Kosten

China hat in den letzten Jahren beträchtliche technologische Fortschritte in der Windindustrie erzielt und leistungsstarke Windenergieanlagen entwickelt. Die chinesische Regierung fördert die Windindustrie kontinuierlich mit verschiedenen Maßnahmen, unter anderem mit der lokalen Produktion wichtiger Komponenten. China verfügt über erhebliche Produktionskapazitäten und eine gut ausgebaute Infrastruktur. Die Nordex Group profitiert so von Skaleneffekten und niedrigeren Produktionskosten. Um diese Vorteile auch langfristig nutzen zu können, plant die Nordex Group, ihre Beschaffungstätigkeit in diesem Markt weiter auszubauen.

Auch Indien fördert den Windenergiesektor durch verschiedene steuerliche und finanzielle Anreize wie etwa Zollsenkungen. Darüber hinaus fokussiert sich Indien mit Blick auf Effizienzsteigerungen und niedrigere Installationskosten zunehmend auf größere Windenergieanlagen. Diese Entwicklung wird durch die Zulieferindustrie in Indien gestützt, die technologische Fortschritte bei der Konstruktion und Herstellung von Windturbinen sowie bei der Verwendung von Materialien nutzt, um die Effizienz zu steigern und Kosten zu senken. Die Nordex Group kann so kostengünstige Produktionsmöglichkeiten nutzen, ihre Kosten senken und ihre Lieferketten diversifizieren. Um diese Vorteile auch langfristig nutzen zu können, plant die Nordex Group, ihre Beschaffungstätigkeit in diesem Marktweiterauszubauen.

Chancen aus der Neuausrichtung Nordex-Produktionsverbundes

Die Nordex Group hat in den letzten Jahren ihren globalen Produktionsverbund mit einer Neuausrichtung der Lieferkette erfolgreich gestärkt. Der Ausbau der Produktion und Lieferkette in Indien im Einklang mit unserer Unternehmensstrategie hat sich als bedeutender Schritt zur Optimierung erwiesen. Über Indien hinaus hat Nordex seinen Fokus auf China verlagert. Dabei will das Unternehmen Kostenvorteile nutzen und mit Partnern zusammenarbeiten, die Erfahrung mit chinesischen OEMs haben. Dieser strategische Schritt zielt darauf ab, Effizienz und Volumen zu steigern und erhebliche Kosteneinsparungen zu erzielen.

Aufgrund veränderter Anforderungen hat Nordex die Schließung des Produktionsstandorts im mexikanischen Matamoros beschlossen, der seit Juli 2021 vom US-amerikanischen Rotorblatthersteller TPI betrieben wird. Im Mittelpunkt unserer Anstrengungen steht nun der Neustart unserer Produktionsanlage in den USA. Dadurch wollen wir die Chancen auf dem geschützten US-Markt nutzen. Der Schlüssel zu dieser Strategie liegt darin, durch unsere eigene Produktionsstätte eine lokale Produktion sicherzustellen. Dieser Schritt soll den Zugang zum nordamerikanischen Markt erleichtern und gleichzeitig die Flexibilität und Belastbarkeit unserer Lieferkette verbessern.

Chancen aus dem Repowering

Zur Stärkung des zukünftigen Umsatzwachstums des Konzerns kann auch das sog. Repowering ein Baustein unserer Unternehmensstrategie werden. Beim Repowering werden bestehende alte Anlagen am Ende ihres wirtschaftlichen Lebenszyklus vollständig abgebaut und durch den Neubau moderner effizienterer Turbinen ersetzt. Dieser Effekt spielt möglicherweise künftig auch in etablierten Onshore-Windmärkten in Europa und den USA eine Rolle. Eine zügigere und umfassendere Umsetzung von Repowering-Projekten könnte gegenüber den aktuellen Einschätzungen weiteres Potenzial für die Nordex Group eröffnen, speziell für die erfolgreiche Delta4000-Plattform. Damit wären zusätzliche positive Impulse für den Umsatz und die Profitabilität des Unternehmens möglich.

Chancen aus Forschung und Entwicklung

Nordex setzt bei der Forschung und Entwicklung vor allem auf eine kontinuierliche Weiterentwicklung des Produktportfolios. Ein Fokus ist dabei die Senkung der Stromgestehungskosten über eine höhere Leistungsfähigkeit der Turbine oder über geringere Kosten. Den Kunden sollen durch Innovation immer wettbewerbsfähige und effiziente Windenergieanlagen angeboten werden. Die Delta4000-Plattform mit ihren Turbinenvarianten wird je nach Region unterschiedlichen Marktanforderungen gerecht und ist somit global einsetzbar. Ein weiteres F & E-Kernelement ist die gezielte Weiterentwicklung im Service, z. B. durch eine Optimierung der Wartung und durch die Weiterentwicklung von Software zur Leistungssteigerung der Turbinen. Innovationen bei Produkten oder im Dienstleistungsangebot können für die Nordex Group Chancen im Sinne von positiven Abweichungen gegenüber der zugrunde gelegten mittelfristigen Planung darstellen, wenn der Markterfolg dieser Innovationen größer ist oder er früher eintritt als geplant.

Chancen im Vertrieb

Eine Hauptaufgabe des Vertriebs besteht darin, Stammkunden und Kernmärkte zu pflegen, um so Geschäftsvolumen zu sichern und auszuweiten. Darüber hinaus soll der Vertrieb neue Kunden gewinnen bzw. neue Märkte für die Nordex Group erschließen. Von besonderer Bedeutung für die Nordex Group sind hierbei die weltweit agierenden Stromerzeuger. Nordex hat sich für einige diese Kunden als strategischer Lieferant etabliert und arbeitet kontinuierlich daran, seine Kundenbasis weiter auszubauen und die Kunden bei der Gewinnung meist größerer internationaler Projekte zu unterstützen. Weitere Potenziale ergeben sich durch die gezielte Erschließung einzelner Märkte. Dabei analysiert die Vertriebs- und Serviceorganisation kontinuierlich neue und wiederkehrende Märkte, bewertet Chancen und Risiken, mögliche Projektpipelines sowie Chancen für den Ausbau. Ohne dabei die eigenen Kernmärkte zu vernachlässigen, werden diese Analysen genutzt, um gemeinsam mit wichtigen Kunden Märkte auszuwählen und sicherzustellen, dass sie möglichst effizient und risikoarm bearbeitet werden können. Vertriebsseitig bestehen somit vielfältige Möglichkeiten, zusätzliche Geschäftspotenziale für das Unternehmen zu heben, die sich - über die bestehende Planung hinaus - positiv auf die zukünftige Entwicklung von Aufträgen, Umsatzerlösen und Profitabilität auswirken können.

Chancen durch eigene Projektentwicklung und Service

Nordex ergänzt sein Kerngeschäft, den Verkauf von Turbinen, um die Tätigkeit als Projektentwickler. Zusätzlich zu den bestehenden Altverträgen in zahlreichen globalen Märkten hat Nordex vor Kurzem mit der Prüfung von Möglichkeiten zur Co-Entwicklung begonnen. Diese Initiative schafft einen zusätzlichen Vertriebskanal für Turbinen und schafft so letztlich einen Mehrwert für die Kunden. Chancen können sich aus zusätzlichen langfristigen Serviceverträgen und der Aushandlung vorteilhafterer Bedingungen bei der Verlängerung von Serviceverträgen ergeben. Darüber hinaus lassen sich in der Projektentwicklung im Allgemeinen höhere Margen erzielen. Dieses Geschäft soll sukzessive weiter ausgebaut werden.

Wesentliche Chancenveränderungen im Vergleich zum Vorjahr

Die im Geschäftsbericht 2023 dargestellten Chancen, die sich auf die Geschäftsentwicklung der Nordex Group auswirken können, bleiben im Geschäftsjahr 2024 im Wesentlichen unverändert.

Gesamtbewertung der Chancen

Unser unternehmerisches Handeln ist einerseits regelmäßig Risiken ausgesetzt, andererseits bieten sich uns dabei aber auch immer wieder Chancen, die kontinuierlich überwacht und gemanagt werden. Entsprechende Systeme der Nordex Group stellen eine wirksame Kontrolle sicher. Der Vorstand der Nordex Group sieht den Konzern daher gut aufgestellt, um zukünftige Chancen gezielt nutzen zu können, d. h. mögliche positive Potenziale zur Steigerung von Umsatz, Profitabilität und Liquidität gegenüber der Planung zu heben.

Mit der Unternehmensstrategie hat die Nordex Group unter anderem konkrete Maßnahmen und Zielvorgaben für 2025 definiert. Die Tätigkeit des Managements ist darauf ausgerichtet, diese Vorgaben im operativen Geschäft umzusetzen.

Darüber hinaus können sich aus den skizzierten Chancenclustern zusätzliche attraktive Potenziale für die Nordex Group ergeben, die bisher nicht Teil der konkreten Planungskalkulation für diesen Zeitraum oder darüber hinaus sind.

Der Vorstand richtet in diesem Zusammenhang ein besonderes Augenmerk auf die externen Chancen, die sich aus neuen klimapolitischen Vorgaben ergeben können, sowie auf die internen Chancen, die sich aus der Weiterentwicklung des globalen Produktionsverbunds, einschließlich des Ausbaus der Lieferkette in Asien, konkret in Indien und China, ergeben. Das signifikante Potenzial zur Stärkung des weltweiten Geschäfts aus Teilen Asiens heraus bietet aus Sicht des Vorstands erhebliche Chancen für die Nordex Group.

Nachtragsbericht

Veränderungen im Vorstand

Mit Wirkung zum 22. Januar 2025 hat Patxi Landa sein Amt als Chief Sales Officer der Nordex SE abgegeben, um eine neue Aufgabe als Head of Nordex Capital zu übernehmen. In seiner neuen Position wird sich Patxi Landa auf die Unterstützung ausgewählter Kunden bei der Projektentwicklung in den Nordex-Schlüsselmärkten konzentrieren, um zusätzliche Absatzmöglichkeiten für Windenergieanlagen zu generieren.

Finanzierung der Nordex Group

Am 31. Januar 2025 haben die Darlehensgeber der Syndizierten Multi-Currency-Avalkreditlinie einer einjährigen Verlängerung der Laufzeit der Avalkreditlinie bis April 2026 zugestimmt.

Bis zum 24. Februar 2025 sind keine weiteren bedeutenden Ereignisse eingetreten, die sich wesentlich auf die Finanzlage oder das Ergebnis des Unternehmens auswirken würden.

Ausblick

Installationswachstum trotz gestiegener makroökonomischer

Unsicherheit erwartet

Weitere Verbesserung der Geschäftsentwicklung durch Maßnahmen zur operativen Stabilisierung und ein stabiles Marktumfeld

Weitere Steigerung der Profitabilität 2025 erwartet -Nordex auf Kurs, sein mittelfristiges Ziel einer EBITDA-Marge von 8 % zu erreichen

Ausblick auf die Entwicklung der Weltwirtschaft und der Branche

Erwartetes makroökonomisches Umfeld:

Zusätzliche Belastung der fragilen Weltwirtschaft durch drohende Handelskonflikte im Jahr 2025 möglich

Einer Erholung der Weltwirtschaft im Jahr 2025 stehen erhebliche Risiken und Unsicherheiten im Weg. Neben dem schwelenden Konflikt in der Ukraine besteht die Gefahr, dass neue Krisen ausbrechen, zum Beispiel in Asien (Nordkorea, China/Taiwan). Zudem gibt es Anzeichen für eine weitere Fragmentierung in der Welt. Die neue US-Regierung unter Donald Trump hat die Einführung massiver Schutzzölle gegen China, Kanada und Mexiko angekündigt, was möglicherweise zu Gegenmaßnahmen aus diesen Ländern führt. Darüber hinaus ist der Spielraum für fiskalpolitische konjunkturelle Anreize angesichts der gestiegenen Verschuldung in vielen Ländern sehr begrenzt. Die Konsumnachfrage profitiert laut ifo Institut von der nachlassenden Inflation in den Industrieländern und steigenden Realeinkommen. Durch die allmähliche Lockerung der Geldpolitik sollten zudem Investitionen begünstigt werden.

In seiner aktualisierten Prognose geht der Internationale Währungsfonds (IWF) davon aus, dass die Weltwirtschaft 2025 lediglich um 3,3 % wächst. Der IWF ist damit etwas optimistischer als in seiner letzten Prognose, in der ein Wachstum von +3,2% erwartet wurde (World Economic Outlook vom Oktober 2024). Entwicklungs- und Schwellenländer werden voraussichtlich um 4,2% expandieren. Die Wirtschaftsleistung in den Industrieländern dürfte 2025 mit +1,9% weiterhin verhalten bleiben und somit weniger dynamisch ausfallen. In der Eurozone und insbesondere in Deutschland wird es voraussichtlich nur zu einer schwachen Erholung kommen.

Die geopolitische Fragmentierung, zahlreiche Konflikte und der weltweite Umbruch der Energiemärkte verändern immer stärker die strukturellen Rahmenbedingungen in der Welt. Vor dem Hintergrund des deutlich sichtbaren Klimawandels und seiner schwerwiegenden Folgen wird die Dekarbonisierung in allen Bereichen der Wirtschaft und des Lebens vorangetrieben. Die Politik setzt dazu verbindliche Ziele und Vorgaben, um den Ausbau der regenerativen Energieerzeugung weltweit zu beschleunigen. Weitere Informationen hierzu finden sich im Abschnitt "Politisches, rechtliches und regulatorisches Umfeld". Diese Treiber dürften die Entwicklung ab dem Jahr 2025 unabhängig vom kurzfristigen Konjunkturumfeld zunehmend dominieren.

Erwartetes BIP-Wachstum 2025 (ausgewählte Länder und Regionen)

in % Quellen 2023 2024 2025e
Welt a 3,3 3,2 3,3
Industrieländer a 1,7 1,7 1,9
USA a 2,9 2,8 2,7
Kanada a 1,5 1,3 2,0
Euroraum a, b 0,4 0,8 1,0
Deutschland a, c -0,3 -0,2 0,3
Spanien a 2,7 3,1 2,3
Entwicklungs- / Schwellenländer a 4,4 4,2 4,2
Indien a 8,2 6,5 6,5
Türkei d 5,1 2,8 2,6
Lateinamerika a 2,4 2,4 2,5
Brasilien a 3,2 3,7 2,2

Quellen: a) IWF, b) Eurostat, c) Bundesbank/Destatis, d) World Bank

Namhafte Wirtschaftsforschungsinstitute rechnen mit einem allmählichen Ende des aktuellen Zinszyklus in den Schwellenländern. Dagegen wird erwartet, dass die Zentralbanken in fortgeschrittenen Industrieländern 2025 ihre Geldpolitik weiter lockern. Mit dem Amtsantritt von Donald Trump zeichnen sich jedoch deutliche Veränderungen in der US-Wirtschaftspolitik ab. Das IfW geht deshalb davon aus, dass sich die Inflation in den USA nur langsam der Zielmarke der Notenbank nähern wird und die Geldpolitik weniger stark gelockert wird als bislang angenommen. Anders stellt sich die Lage in der Eurozone dar: Hier ist 2025 mit einer weiteren Lockerung der Geldpolitik durch die EZB zu rechnen. Infolgedessen dürften sich die Wachstums- und Zinsdifferenzen zwischen US-Dollar und Euro im Jahr 2025 zugunsten der US-Währung verschieben. Dies könnte eine weitere Aufwertung des US-Dollars nach sich ziehen. Dafür spricht auch der starke Anstieg des Dollarkurses seit Trumps Wahl zum Präsidenten.

Andere Trends und Ereignisse - z. B. eine Eskalation geopolitischer Konflikte, ein Handelskrieg und volatile Kapitalmärkte - könnten diese Entwicklung jedoch zumindest kurzfristig überschatten. Die Konzerngesellschaften der Nordex Group schließen ihre Verträge mit Kunden und Zulieferern in erster Linie in Euro oder US-Dollar ab. Häufig werden auch Verträge in unterschiedlichen Währungen vereinbart, bei denen die Währung auf den jeweiligen Projektmehrwert oder die Lieferkette abgestimmt ist. Verbleibende Transaktionswährungsrisiken werden so weit wie möglich durch Hedging minimiert. Weitere Informationen hierzu finden sich im Anhang im Abschnitt "Finanzrisikomanagement".

In einem anhaltend schwachen weltwirtschaftlichen Umfeld im Jahr 2025 rechnet der IWF trotz der großen geopolitischen Risiken mit einer weiteren Beruhigung der Rohstoffmärkte. Während Nicht-Öl-Rohstoffe im Jahr 2025 im Durchschnitt nur leicht anziehen dürften (+2,5%, 2024: +3,4%), geht der IWF von einem anhaltenden Rückgang der Ölpreise aus. Nach den aktuellen Prognosen dürfte der Preis für ein Barrel Öl deutlich um 11,7 % sinken.

Politisches, rechtliches und regulatorisches Umfeld

Fortsetzung der umfangreichen Onshore-Installationen

Die Energiewende schreitet in vielen Regionen voran und wird dabei in regulierten Energiemärkten stark von politischen Entscheidungsträgern beeinflusst. Zentral bleibt in diesem Zusammenhang als Orientierung das Pariser Abkommen von 2015, bei dem sich die Teilnehmer geeinigt hatten, die Erderwärmung auf +1,5 Grad Celsius im Vergleich zur vorindustriellen Zeit zu begrenzen. Die UN-Klimakonferenzen 2021 in Glasgow und 2022 in Ägypten bestätigten dieses Ziel und konkretisierten es weiter. Die beiden jüngsten UN-Klimakonferenzen - die COP28 in Dubai (VAE, 2023) und die COP29 in Baku (Aserbaidschan, 2024) - brachten eine Reihe relevanter Vereinbarungen hervor. Auf der COP28 verständigten sich die Teilnehmer auf eine grundsätzliche Abkehr von fossilen Brennstoffen und eine Verdreifachung der Kapazitäten erneuerbarer Energien bis zum Jahr 2030. Außerdem sollen die Treibhausgasemissionen bis 2030 um 43 % und bis 2035 um 60 % sinken und dann ab 2050 null betragen. Die Delegierten der COP29 einigten sich darauf, die Finanzhilfen für Entwicklungsländer bis 2035 auf 300 Milliarden US-Dollar jährlich zu verdreifachen und bis zum selben Jahr eine Erhöhung der öffentlichen und privaten Finanzhilfen für Entwicklungsländer auf 1,3 Billionen US-Dollar anzustreben. Diese Beschlüsse untermauern maßgeblich die politischen Bemühungen in der Europäischen Union, die Klimaschutzvorhaben in den USA und die Ausweitung der Ausbauvolumina weltweit. Es besteht jedoch das Risiko, dass die USA ihre Klimaziele und -abkommen nicht konsequent weiterverfolgen, was die globalen Anstrengungen beeinträchtigen könnte. All diese Aspekte sind für die Nordex Group von großer Bedeutung.

Die kurz- und mittelfristigen Perspektiven der weltweiten Windindustrie waren 2024 von politischen, rechtlichen und regulatorischen Entwicklungen geprägt. So fanden 2024 Wahlen in den Märkten statt, auf die etwa zwei Drittel des von Wood Mackenzie prognostizierten weltweiten Zubaus von Onshore-Windkraftanlagen zwischen 2025 und 2030 (ohne China) e. Im Vereinigten Königreich verstärkten sich die Ambitionen, die politische Dynamik und die finanzielle Unterstützung für saubere Energie und insbesondere Windenergie durch den Regierungswechsel. Gleichzeitig ist in den USA und der Europäischen Union politischer Gegenwind aufgekommen, wodurch Abwärtsrisiken für Nordex entstehen. Bei den Wahlen zum Europäischen Parlament konnten rechtsgerichtete politische Gruppierungen 52 % der Sitze erringen. Dies könnte ein Hinweis auf eine nachlassende Motivation für eine ambitionierte Politik im Bereich saubere Energie sein. Folglich könnte eine Abschwächung der bestehenden Maßnahmen zukünftig wahrscheinlicher sein. In den USA ist durch die Rückkehr von Präsident Donald Trump und die Mehrheit der Republikaner in beiden Häusern des Kongresses auch die Windindustrie ins Visier geraten. Gleichzeitig ist die amerikanische Unterstützung für eine globale Klimaschutzpolitik drastisch gesunken. Zu den ersten Amtshandlungen von Präsident Trump zählten Executive Orders, die sich auf die Genehmigung und Auszahlung von Subventionen auswirkten. Dennoch sprechen starke wirtschaftliche Fundamentaldaten für den Ausbau der Windenergie in den USA. Darüber hinaus könnte der Fokus von Präsident Trump auf Zinssätze, Kapitalkosten und die Erleichterung der Genehmigungsverfahren für Energieprojekte die Entwicklungslandschaft für Windenergie positiv verändern.

Obwohl Trump die Absicht geäußert hat, den Inflation Reduction Act zu ändern, stufen Wood Mackenzie und BloombergNEF in ihrer Analyse das Risiko ausbleibender Steuergutschriften als "sehr gering" ein. Insgesamt bewertet die Nordex Group dieses Programm aufgrund der langfristigen Ausrichtung und des zu erwartenden großvolumigen Ausbaus als sehr positiv.

Auch vor dem Hintergrund uneinheitlicher politischer Entwicklungen hat die EU ihre politische Linie zur Förderung des Ausbaus der erneuerbaren Energien im Jahr 2024 fortgesetzt und beabsichtigt, die installierte Leistung der Windenergie massiv auszubauen. So sollen bis 2030 42,5 % der gesamten Energie in der EU aus erneuerbaren Quellen stammen.

Der deutsche Markt hat für die Nordex Group wieder deutlich an Relevanz gewonnen. Um die ambitionierten Ausbauziele zu erreichen, wurden eine Reihe von Maßnahmen umgesetzt, die dazu dienen sollen, die Installationszahlen zu steigern. So hat die Bundesnetzagentur für die Jahre 2024 bis 2028 ein Ausschreibevolumen von jeweils 10 GW jährlich festgelegt, das sich gleichmäßig auf die vier Auktionen pro Jahr verteilt. Nach einer Reihe verhaltener Jahre verzeichnen die Installationszahlen für deutsche Onshore-Windanlagen wieder ein Wachstum. Die Auktionen im Jahr 2024 waren meist überzeichnet. So gingen im November beispielsweise für die zur Auktion stehenden 4 GW Anträge mit mehr als 6 GW ein. Im Berichtsjahr wurden in vier Auktionen rund 11 GW bezuschlagt. Darüber hinaus liegt die Preisobergrenze für Ausschreibungen bei Onshore-Anlagen auch für 2025 trotz rückläufiger Inflation und stabilisierter Zinsen weiter bei 7,35 ct/kWh. Besonders erfreulich ist, dass die Anzahl der Baugenehmigungen im Berichtsjahr 2024 signifikant um 87 % auf gut 14 GW gestiegen ist (2023: 7,5 GW; 2022: 4,2 GW). Zudem besteht nach wie vor großes Potenzial in der Erneuerung von bestehenden Windenergieanlagen, die an ihr technisches Laufzeitende kommen bzw. aus der EEG-Förderung fallen (Repowering). Installationsvolumen und Preise spielen in Verbindung mit einer Ausweitung der Ausbauflächen eine wichtige Rolle, um die von der Bundesregierung gesetzten Ziele zu erreichen. So soll die Produktionskapazität erneuerbarer Energien in Deutschland 115 GW per 2030 betragen und bis 2035 auf 160 GW weiterwachsen. Es bleibt abzuwarten, wie sich die veränderten politischen Verhältnisse in Deutschland hier auswirken werden.

Die Nordex Group ist mit ihrem Produktportfolio, ihrem Markt-Knowhow und den guten Kundenbeziehungen sehr gut im deutschen Markt aufgestellt, um an den Wachstumsaussichten zu partizipieren. Allerdings muss darauf hingewiesen werden, dass sich die Rahmenbedingungen für Fördermaßnahmen in Deutschland nach der Bundestagswahl im Februar 2025 ändern könnten.

Das Marktumfeld in Lateinamerika zeichnete sich durch eine hohe Wettbewerbsintensität bei Onshore-Windstrom aus und ist durch bilaterale Stromabnahmeverträge (Power Purchase Agreements) geprägt. Dabei waren die Auftragseingänge 2024 infolge sehr niedriger Strompreise vor allem in Brasilien stark rückläufig. In diesem Markt macht sich auch der internationale Wettbewerb zunehmend spürbar bemerkbar. Insgesamt bleiben hier die kurzfristigen Aussichten verhalten.

Auch in den USA hat nach den Wahlen und dem Regierungswechsel die Unsicherheit bezüglich der Politik in den letzten Monaten zugenommen. Trotz der kurzfristigen Hürden geht die Nordex Group angesichts des langfristigen Bedarfs an Energie und einer sicheren Energieversorgung sowie der technologischen Reife der Onshore-Windkraft in den nächsten Jahren von einem anhaltend dynamischen Zubau bei Windkraftanlagen an Land aus.

Branchenspezifische Rahmenbedingungen

Starkes Wachstum der Nordex-Kernmärkte in den kommenden Jahren erwartet

Die Windenergie an Land ist dank der erzielten technologischen Fortschritte heute auch ohne staatliche Fördermittel wettbewerbsfähig und ist damit ein elementarer Baustein der globalen Energiewende. Die meisten Märkte funktionieren heute ohne Subventionen. Die Projekte werden dann im Rahmen von Auktionsverfahren oder über sogenannte PPAs (Power Purchase Agreements) vergeben. Die politische Unterstützung durch strengere Klimaschutzgesetze beschleunigt den Ausbau der Windenergie, um das Ziel der Null-Treibhausgasemissionen zu erreichen.

Laut der Dezemberprognose von Wood Mackenzie ist für die Windenergie ein langfristiges Wachstum zu erwarten. Bis 2033 werden die jährlichen weltweiten Installationen (Offshore und Onshore, einschließlich Repowering) voraussichtlich 200 GW erreichen (+64 % gegenüber 2024), wodurch sich die kumulierte Kapazität auf 2,63 TW verdoppelt (2024: 1,14 TW). Für die für Nordex relevanten Märkte (Onshore ohne China und Indien) wird bis 2033 mehr als eine Verdoppelung des Zubaus auf 67 GW prognostiziert (2024: 31,66 GW).

Europa bleibt dabei ein bedeutender Markt mit einem jährlichen Zubau von geschätzt 25,6 GW im Jahr 2029 als Spitzenwert (Wood Mackenzie). Ab 2030 werden sich die Installationszahlen zwar leicht stabilisieren, Prognosen zufolge werden sie aber bis 2033 weiterhin über dem aktuellen Niveau liegen. Skandinavien kehrt auf den Wachstumspfad zurück, und Frankreich, Italien und Spanien werden stabil über 4,0 GW pro Jahr bleiben, wobei die Hälfte der Leistung auf Spanien entfällt. Der jährliche Ausbau in Deutschland soll 2029 mit 9,3 GW seinen Höchstwert erreichen. In den USA werden ab 2026 jährliche Installationen von 8-9 GW prognostiziert. Allerdings bleibt abzuwarten, welche Auswirkungen der energiepolitischen Kurswechsel von Präsident Trump perspektivisch auf den US-Markt haben wird. Für Kanada und Lateinamerika wird bis 2033 ein jährlicher Zuwachs von 2,5 GW bzw. 3-5 GW erwartet.

Im Jahr 2025 rechnet Wood Mackenzie damit, dass neue Turbinen mit einer Leistung von 46,5 GW auf dem für Nordex relevanten Markt (Onshore ohne China und Indien) installiert werden, ein Anstieg von 46,7 % gegenüber 2024. Während in Lateinamerika im Jahr 2025 voraussichtlich fast ein Drittel weniger Neuinstallationen realisiert werden (davon Brasilien -38 %), wird für den US-Markt ein Anstieg der Neuinstallationen für Onshore-Anlagen um fast 61 % auf 9,1 GW prognostiziert. Allerdings besteht die Gefahr, dass dieses Ziel aufgrund der neuen US-Energiepolitik verfehlt wird. In Kanada wird das Installationsvolumen auf 2,6 GW steigen.

Europa wird mit einem Anstieg von 45 % auf 19,6 GW bei den Neuinstallationen ein wichtiger Wachstumstreiber sein. Die skandinavischen Teilmärkte erholen sich (+17%), auch Großbritannien und die Türkei dürften wachsen. In Spanien (+70%), Frankreich (+33%) und Italien (+38%) ist mit deutlich zweistelligen Wachstumsraten zu rechnen. Für Deutschland geht die Prognose für 2025 von einem Wachstum von 43 % auf den neuen Rekordwert von 5,7 GW aus.

Die nachfolgende Tabelle zeigt die Volumina in MW und die entsprechenden kurzfristigen Prognosen von Wood Mackenzie für die zehn größten Einzelmärkte.

Marktausblick Onshore-Windenergie für die Top-10-Länder nach erwarteten Neuinstallationen 2025

in MW (Ranking auf Basis 2025e) 2024e 2025e 2026e
Welt 111.102 133.752 124.097
China 75.240 82.302 63.445
USA 5.699 9.147 13.505
Deutschland 4.008 5.735 6.129
Indien 4.200 5.000 5.500
Kanada 1.777 2.572 2.571
Brasilien 3.985 2.465 2.140
Spanien 1.233 2.093 2.360
Australien 1.397 1.941 1.874
Frankreich 960 1.277 1.400
Finnland 929 1.243 1.359

Quelle: Wood Mackenzie Dezember 2024 Global Wind Power Market Outlook (Segment Onshore), Update Q4/2024

Prognose der Nordex Group für 2025

Im Jahr 2024 konnte die Nordex Group ihre Margen verbessern, ihr operatives Geschäft stabilisieren und ihre Marktstellung ausbauen. Der Konzern verzeichnete einen Umsatzanstieg von 12 % und eine Verbesserung seiner EBITDA-Marge von 0.0 % im Jahr 2023 auf 4,1 % im Jahr 2024. Zudem generierte die Nordex Group einen substanziellen freien Cashflow in Höhe von EUR 271 Mio. und steigerte den Auftragseingang auf das Rekordniveau von 8,3 GW. Dieses herausragende Ergebnis spiegelt unser branchenweit führendes Produktportfolio und unsere starken Kundenbeziehungen in attraktiven Märkten wider.

Die Nordex Group verfügt damit zu Beginn des Geschäftsjahrs 2025 über eine gute Ausgangssituation und rechnet aufgrund der folgenden Faktoren abermals mit profitablem Wachstum:

1. Da die Windenergie an Land mittlerweile an vielen Standorten bezogen auf die Stromgestehungskosten (CoE) wettbewerbsfähig ist, erwarten wir in den nächsten Jahren in unseren Kernmärkten ein anhaltendes Nachfragewachstum. Dies würde dazu beitragen, dass unsere Umsatzerlöse in den nächsten drei Jahren ebenfalls steigen.

2. Für das externe Preis- und Nachfrageumfeld rechnen wir mit einer stabilen Entwicklung. Dagegen werden sich die Margen in unserem Auftragsbestand aufgrund unserer kontinuierlichen Bemühungen um die Reduzierung von Ineffizienzen und operativen Risiken weiterverbessern.

3. Das Servicegeschäft legte im Jahr 2024 um rund 14 % gegenüber dem Vorjahr. Wir rechnen auch 2025 mit weiterem Wachstum bei verbesserten Margen in diesem Bereich.

4. Darüber hinaus verfügt Nordex heute über eine starke Bilanzstruktur, was sich in einer gesunden Eigenkapitalquote von 17,3 % und einem Barmittelbestand von EUR 848 Mio. widerspiegelt.

Kurzfristig rechnen wir mit anhaltendem Wettbewerbsdruck auf dem Markt bei gleichzeitig bestehender Unsicherheit aufgrund politischer Regulierungen. So herrscht über die Perspektiven des Onshore-Windmarkts in den USA nach den jüngsten Wahlen Unsicherheit. In Deutschland könnte ein Regierungswechsel zu erhöhter Unsicherheit für die Zeit nach 2026 führen, da eine Änderung des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) ansteht und im Jahr 2027 in Kraft treten wird.

Trotz Gegenwind erwartet Nordex stabile Produktions- und Installationszahlen, wobei sich die verbesserten Auftragsbedingungen im Jahr 2025 positiv auf die operative Marge des Konzerns auswirken werden. Voraussetzung hierfür sind allerdings stabile Lieferketten sowie ein stabiles politisches und wirtschaftliches Umfeld ohne größere Erschütterungen.

Insgesamt rechnet die Nordex Group im Jahr 2025 mit einem besseren Geschäftsverlauf als 2024. Diese positive Entwicklung sollte sich in den wesentlichen finanziellen Kennzahlen widerspiegeln, vor allem in Bezug auf die Profitabilität.

Für das Geschäftsjahr 2025 strebt der Vorstand der Nordex SE einen Konzernumsatz von EUR 7,4 bis 7,9 Mrd. und eine EBITDA-Marge in Höhe 5,0 % bis 7,0 % an. Darüber hinaus rechnet das Unternehmen mit Investitionen in Höhe von rund EUR 200 Mio. Die auf den Konzernumsatz bezogene Working-Capital-Quote wird weiterhin bei unter -9 % erwartet.

Zum Jahresultimo 2024 belief sich der Auftragsbestand im Segment Projekte auf EUR 7,8 Mrd., etwa 13 % mehr als im Vorjahr. Dieser Auftragsbestand ist entscheidend für unsere Prognose. Beim Installationsniveau wird für 2025 ein Anstieg im niedrigen zweistelligen Prozentbereich im Vergleich zu 2024 erwartet. Wir gehen davon aus, dass die Installationszahlen dabei von den Märkten getrieben werden, die 2024 die höchsten Auftragseingänge verzeichneten: Europa, insbesondere Deutschland, die Türkei, Spanien und Schweden, gefolgt von Südafrika und Kanada. Insgesamt war der Auftragseingang in Europa am höchsten. Danach folgten die lateinamerikanischen Märkte, Nordamerika und Südafrika.

Nachdem die letzten Jahre von steigenden Kosten für Rohstoffe und Logistik geprägt waren, stabilisierten sich die Preise 2024 auf leicht niedrigerem Niveau. Wir gehen davon aus, dass sich dieser Trend 2025 fortsetzt. Während sich margenschwache Aufträge teilweise auf die Gesamtmarge 2024 auswirkten, dürfte sich dieser Effekt im Jahr 2025 deutlich abschwächen. Bis Dezember 2024 deckte der Auftragsbestand circa 80% des von der Nordex Group für 2025 im Segment Projekte geplanten Konzernumsatzes ab und bietet daher eine robuste Basis für Produktion und Installationen. Auch das Segment Service wird von den neuen Installationen profitieren.

Im zeitlichen Ablauf des Jahres 2025 erwartet das Unternehmen ein ähnliches Muster wie 2024, d.h. eine etwas stärkere zweite Jahreshälfte beim Umsatz und Ergebnis (EBITDA). Folglich rechnen wir aufgrund saisonaler Effekte mit einem eher verhaltenen Start in das Jahr 2025. Nordex erwartet stabile Verkaufspreise und Lieferketten, mit positiven Auswirkungen auf das Betriebsergebnis und die Marge.

Die geplanten Investitionen im Jahr 2025 sind vor allem für weitere Transportausrüstung vorgesehen, um die hohe Anzahl an geplanten Installationen effizient abarbeiten zu können. Je nachdem, wie sich der Markteintritt in den USA unter der neuen Regierung entwickelt, plant die Nordex Group zudem Investitionen in Ausrüstung im Zusammenhang mit der Turbine N175/6.X und dem Neustart unserer dortigen Produktionsanlage.

Die Nordex Group erwartet 2025 eine robuste Nachfrage, insbesondere in ihren Kernmärkten. Hierbei profitiert der Konzern sowohl von seiner starken Marktposition bei weltweit agierenden Schlüsselkunden als auch vom breit gefächerten Kundenstamm in Europa. Die Delta4000-Plattform ist eine effiziente und wettbewerbsfähige Turbinengeneration der Klassen 4 MW, 5 MW und 6 MW+ mit neun verschiedenen Produkttypen, die sich für den Einsatz in nahezu allen Regionen weltweit eignen.

Nordex erwartet ein weiteres Jahr mit einem kräftigen Auftragseingang und einer höheren Anzahl von Installationen als im Jahr 2024, was sich positiv auf die Entwicklung des Working Capitals im laufenden Geschäftsjahr auswirken dürfte.

Mittelfristmarge bestätigt

Die Nordex Group hatte eine strategische EBITDA-Marge von 8 % als Ziel genannt. Diese Vorgabe bekräftigt das Unternehmen hiermit erneut. Das Margenziel soll mittelfristig erreicht werden.

Gesamtaussage zur Geschäftsentwicklung und Lage des Konzerns

Nach einer Übergangsphase im Jahr 2023 hat sich Nordex im Jahr 2024 stabilisiert und profitiert dabei von einem beständigeren makroökonomischen Umfeld mit nachlassendem Inflationsdruck und weniger Erschütterungen.

Trotz leichtem Inflationsdruck und Störungen im Roten Meer zeigte sich das Gesamtumfeld stabil mit einer verbesserten Lieferketten- und Kostensituation. Nordex konnte die seit der Corona-Pandemie und den Lieferkettenstörungen umgesetzten Maßnahmen zur Risikominderung nutzen, wie die Änderung der Vertragsbedingungen für Kunden, den Einsatz von Back-to-Back-Verträgen bei Komponenten, stabile Transportraten über langfristige Charterverträge sowie Preisanpassungsklauseln während der Angebotsphase.

Operativ verzeichnete Nordex einen Rekordauftragseingang und baute seine Marktanteile in Europa und Nordamerika aus. Die installierte Leistung für das Gesamtjahr lag bei rund 6,6 GW und normalisierte sich damit im Vergleich zum Vorjahr. In Deutschland haben die Aktivitäten insbesondere vor dem Hintergrund genehmigungsrechtlicher Erleichterungen und höherer Auktionsvolumen deutlich zugenommen. Wir bleiben zuversichtlich, was den deutschen Markt angeht, trotz der möglichen Wahl einer neuen Regierung und der bevorstehenden Änderungen des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) ab 2027.

Zusammenfassend lässt sich festhalten, dass Nordex 2024 deutliche operative und finanzielle Verbesserungen erzielt hat. Angesichts der positiven Auftragslage sind wir zuversichtlich, dass wir die EBITDA-Marge im Jahr 2025 weiter steigern können und streben mittelfristig eine EBITDA-Marge von 8 % an.

Nordex setzt sein Programm zur Ergebnisverbesserung fort, wobei die Schwerpunkte auf der Produktivität, der Erhöhung der Servicemargen, dem Projektmanagement und der Optimierung der Lieferkette liegen. Dieses Programm läuft im Jahr 2025 weiter, um unsere langfristige Wettbewerbsfähigkeit zu gewährleisten. Nordex ist davon überzeugt, dass in Europa und anderen ausgewählten Märkten weiterhin Potenzial für Volumenwachstum besteht. Das gilt beispielsweise für Nordamerika, wo das Unternehmen im Jahr 2024 Aufträge im Volumen von über 1 GW erhalten hat, aber auch in Märkten wie Australien und weiteren kleineren Märkten. Die Optimierung der Lieferketten hat nach wie vor hohe Priorität und bietet durch die Verlagerung weiterer Produktionsstätten in asiatische Länder noch immer Verbesserungspotenzial.

Angesichts dieser flexiblen globalen Produktionspräsenz sieht sich Nordex gut aufgestellt, um auf potenzielle Zolldrohungen oder andere politisch bedingte Einflüsse reagieren zu können. Abhängig von den weiteren Entwicklungen des IRA-Programms und der Entscheidung der USA über die Förderung der Onshore-Windenergie werden wir unsere Präsenz in den USA weiter analysieren und entsprechend reagieren.

Das Segment Service der Nordex Group zeichnet sich durch gute Planbarkeit und kontinuierliche Zahlungsströme aus. Hier streben wir bis 2025 eine Umsatzsteigerung im hohen einstelligen Bereich an, so dass dieses Segment künftig einen höheren Anteil zum Konzernumsatz beiträgt. Aufgrund der regionalen Aufteilung sowie unserer Optimierungs- und Effizienzprogramme rechnen wir mit einem weiteren Anstieg der Margen. Nordex strebt eine weitere Steigerung seiner Servicemarge im Jahr 2025 an und nutzt dazu Daten und länderübergreifende Erfahrungen zur Verbesserung des Wartungsangebots.

Im Jahr 2025 konzentriert sich die Nordex Group darauf, ihre Profitabilität weiter zu steigern und somit die 2024 eingeschlagene positive Entwicklung fortzusetzen. Dazu gehören die Weiterentwicklung von Produktions- und Lieferketten, die Umsetzung von Kostensenkungsprogrammen, die Anpassung von Kundenverträgen sowie Preisdisziplin. Beim Produktportfolio kommt es vor allem darauf an, die Effizienz der Turbinen zu steigern und sich flexibel an Marktanforderungen anzupassen.

Geschäftsentwicklung der Konzerngesellschaft Nordex SE

Die Nordex SE übernimmt als Konzernobergesellschaft die Holdingfunktion für die Nordex Group. Eine wesentliche Aufgabe der Nordex SE ist die Finanzierung der Konzerngesellschaften durch die Gewährung von Darlehen und Garantien. Darüber hinaus erbringt die Nordex SE für diverse Tochtergesellschaften Verwaltungsdienstleistungen in den Bereichen Controlling, Finanzen, Internal Audit, IT, Investor Relations, Kommunikation, Konzernstrategie, People & Culture, Recht und Versicherungen. Zwischen der Nordex SE und der Nordex Germany GmbH, der Nordex Grundstücksverwaltung GmbH, der Nordex International GmbH, der Nordex Windpark Beteiligung GmbH sowie der Nordex Manufacturing GmbH bestehen steuerrechtlich wirksame Ergebnisabführungsverträge. Weitere Erläuterungen zum Konsolidierungskreis sind dem Konzernanhang zu entnehmen.

Der Umsatz der Nordex SE stieg im Geschäftsjahr 2024 um 101,9 % auf EUR 225,0 Mio. (2023: EUR 111,5 Mio.) begründet durch höhere Konzernumlagen für Dienstleistungen und gestiegene Provisionen für Vertragserfüllungsbürgschaften. Der Personalaufwand erhöhte sich auf EUR 45,4 Mio. (2023: EUR 37,7 Mio.). Der Saldo aus sonstigen betrieblichen Erträgen und Aufwendungen lag bei EUR -90,3 Mio. (2023: EUR - 45,3 Mio.). Die sonstigen betrieblichen Erträge resultierten im Wesentlichen aus Erträgen aus Währungsumrechnung sowie Zuschreibungen auf Wertberichtigungen von Forderungen verbundener konsolidierter Unternehmen. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen betrafen vor allem Aufwendungen aus Währungsumrechnung, Rechts- und Beratungskosten, EDV-Kosten sowie Wertberichtigungen auf Forderungen verbundener konsolidierter Unternehmen. Die Erträge aus Ergebnisabführung betrugen EUR 97,4 Mio. (2023: EUR 1,5 Mio.). Die Aufwendungen aus der Verlustübernahme stiegen auf EUR 462,6 Mio. (2023: EUR 440,4 Mio.). Damit verschlechterte sich das Ergebnis nach Steuern auf EUR 285,2 Mio. (2023: EUR -284,6 Mio.).

Im Geschäftsjahr 2024 verzeichnete die Nordex SE einen handelsrechtlichen Jahresfehlbetrag in Höhe von EUR 285,2 Mio. (2023: Jahresfehlbetrag von EUR 284,6 Mio.). Nach Entnahmen aus den Rücklagen lag das Bilanzergebnis für das Geschäftsjahr 2024 bei EUR 0,0 Mio. (2023: EUR 0,0 Mio.).

Aufgrund der Ergebnisentwicklung verringerte sich das Eigenkapital der Nordex SE um 16,5 % auf EUR 1.425,1 Mio. (31. Dezember 2023: EUR 1.707,2 Mio.).

Die Bilanzsumme reduzierte sich um 30,0 % auf EUR 3.446,2 Mio. (31. Dezember 2023: 4.925,4 Mio.). Aufgrund dauerhafter Wertminderungen von Beteiligungen an Tochterunternehmen sanken die Anteile an verbundenen Unternehmen auf EUR 1.471,2 Mio. (31. Dezember 2023: EUR 1.502,6 Mio). Die Eigenkapitalquote lag damit bei 41,4 % (31. Dezember 2023: 34,7 %).

Da die Nordex SE unter anderem durch Finanzierungs- und Garantiezusagen sowie durch mittel- und unmittelbare Investitionen in die Tochtergesellschaften weitgehend mit den Unternehmen der Nordex Group verbunden ist, ist die Risiko- und Chancensituation der Nordex SE wesentlich von der Risiko- und Chancensituation der Nordex Group abhängig. Insoweit gelten die Aussagen zur Gesamtbewertung der Risiko- und Chancensituation durch die Unternehmensleitung auch als Zusammenfassung der Risiko- und Chancensituation der Nordex SE (siehe Abschnitt "Chancen und Riskobericht"

Als Muttergesellschaft der Nordex Group erhält die Nordex SE Gewinnausschüttungen und Erträge bzw. Aufwendungen aus Ergebnisabführungsverträgen von ihren Tochtergesellschaften sowie Erlöse aus Leistungen an diese. Infolgedessen wird die Entwicklung der Nordex SE im Wesentlichen durch die Geschäftsentwicklung der Nordex Group bestimmt. Für das Geschäftsjahr 2025 wird für die Nordex SE erwartet, dass die Gesellschaft ein deutlich höheres Ergebnis erzielen wird als im Geschäftsjahr 2024.

Erklärung zur Unternehmensführung der Nordex SE

Mit dem Bericht über die Corporate Governance der Gesellschaft

Die gemäß §§ 289f, 315d HGB abzugebende Erklärung zur Unternehmensführung (einschließlich des Berichts zur Corporate Governance der Gesellschaft gemäß Grundsatz 23 des Deutschen Corporate Governance Kodex in seiner im amtlichen Teil des Bundesanzeigers bekannt gemachten Fassung vom 28. April 2022) ist Bestandteil des zusammengefassten Lageberichts. Gemäß § 317 Abs. 2 S. 6 HGB beschränkt sich die Prüfung der Angaben nach § 289f Abs. 2 und 5 sowie § 315d HGB durch den Abschlussprüfer darauf, ob die Angaben gemacht wurden.

Erklärung zur Unternehmensführung der Nordex SE nach § 289f I. V. m. §315d HGB

1. Entsprechenserklärung des Vorstands und des Aufsichtsrats gemäß § 161 AktG

Vorstand und Aufsichtsrat der Nordex SE als börsennotierter Gesellschaft sind gemäß § 161 AktG verpflichtet, einmal jährlich zu erklären, dass den vom Bundesministerium der Justiz im amtlichen Teil des Bundesanzeigers bekannt gemachten Empfehlungen der Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex entsprochen wurde und wird, oder welche Empfehlungen nicht angewendet wurden oder werden. Die Erklärung ist den Aktionären dauerhaft zugänglich zu machen. Die Gesellschaft hat die Entsprechenserklärungen der letzten Jahre im Internet unter https://ir.nordex-online. com/ websites/ Nordex/German/6000/corporate-governance.html veröffentlicht.

Die aktualisierte Entsprechenserklärung vom 25. Februar 2025 wird wie folgt wiedergegeben:

Entsprechenserklärung des Vorstands und des Aufsichtsrats der Nordex SE gemäß § 161 AktG

Vorstand und Aufsichtsrat der Nordex SE aktualisieren ihre Entsprechenserklärung 2024 vom 20. Februar 2024 und erklären Folgendes:

Vorstand und Aufsichtsrat der Nordex SE haben seit der letzten Entsprechenserklärung vom 20. Februar 2024 den Empfehlungen der Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex in seiner im amtlichen Teil des Bundesanzeigers bekannt gemachten Fassung vom 28. April 2022 (DCGK 2022) mit nachfolgend aufgeführten Abweichungen entsprochen. Es ist beabsichtigt, auch in Zukunft entsprechend zu verfahren, soweit nicht nachfolgend etwas anderes erklärt wird.

Ziff. A.2 DCGK 2022 - Besetzung von Führungspositionen (Diversität)

Der Vorstand entspricht insoweit nicht der Empfehlung in A.2 DCGK 2022, als er sich bei der Besetzung von Führungspositionen im Unternehmen ungeachtet des Geschlechts ausschließlich von der Qualifikation der zur Verfügung stehenden Personen leiten lässt. Aus diesem Grund liegen die vom Vorstand der Nordex SE beschlossenen Zielquoten für Frauen in den beiden Führungsebenen unmittelbar unterhalb des Vorstands gegenwärtig und bis auf Weiteres unterhalb dem vom Gesetz angestrebten 30 %-igen Anteil.

Ziff. B.1 DCGK 2022 - Zusammensetzung des Vorstands (Diversität)

Der Aufsichtsrat der Nordex SE ließ sich bei der Zusammensetzung des Vorstands allein von der Qualifikation und insbesondere nicht vom Geschlecht der Kandidaten leiten. Unabhängig davon hat der Aufsichtsrat im Falle gleicher Qualifikation bei jeder seiner Ernennungen das unterrepräsentierte Geschlecht mit in Betracht gezogen. Der Aufsichtsrat möchte aber ausdrücklich erklären, dass er Diversität schätzt und anstreben wird. Am 4. Dezember 2024 wurde die bis zum 31. Dezember 2029 zu erreichende Frauenquote im Vorstand auf 25 % festgelegt.

Ziff. B.5 und C.2 DCGK 2022 - Altersgrenzen für Vorstands- und Aufsichtsratsmitglieder

Der Aufsichtsrat der Nordex SE hat entgegen Ziff. B.5 und C.2 DCGK 2022 keine festen Altersgrenzen für die Mitgliedschaft in Vorstand und Aufsichtsrat festgelegt. Das Lebensalter allein ist nicht entscheidend für die Leistungsfähigkeit, Eignung und Unabhängigkeit eines aktuellen oder potenziellen Organmitglieds.

 

Hamburg, den 25. Februar 2025

Nordex SE

Vorstand

Aufsichtsrat

2. Angaben zu Unternehmensführungspraktiken

Über das Einhalten der Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex in dem in der Entsprechenserklärung dargelegten Umfang hinaus hat der Vorstand einen aktualisierten Verhaltenskodex für die Mitarbeitenden der Nordex Group mit Wirkung zum 1. Januar 2023 beschlossen. Ein weiterer Kodex, der in aktualisierter Fassung seit 1. Januar 2024 gilt, richtet sich an Subunternehmen und Lieferanten der Nordex Group. Diese Kodizes und verschiedene weitere Regelungen zu Unternehmenspraktiken in den Bereichen Qualität, Gesundheit, Sicherheit und Umwelt (QHSE), Vielfalt und Inklusion, Sustainability und Corporate Compliance sind die für die Nordex Group relevanten Richtlinien zu Unternehmensführungspraktiken. Sie sind auf der Nordex-Homepage unter https://www.nordex-online.com/de/news-media/#publications abrufbar.

Corporate Compliance

Integrität ist einer der zentralen Unternehmenswerte und eine wichtige Säule der Unternehmenskultur der Nordex Group. Integres Handeln bildet zusammen mit der Einhaltung von gesetzlichen Vorschriften die Grundlage für die gute Reputation des Unternehmens. Auf diesem wichtigen Fundament baut das Vertrauen unserer Kunden, Aktionäre, Geschäftspartner und der Öffentlichkeit auf.

Die Prävention und Aufdeckung sowie erforderlichenfalls die Reaktion auf Bestechung, Korruption und Interessenkonflikte in der Nordex Group sowie auch der risikoadäquate Umgang mit Geschäftspartnern zur Vermeidung oder Handhabe von Verstößen gegen Gesetze und ethnische Grundsätze sind die Anwendungsbereiche des Compliance-Management-Systems. Ziel ist es, das Risikobewusstsein und die Ethikkultur innerhalb der Nordex Group zu fördern sowie mögliche Rechtsverstöße aufzudecken, zu beenden und nachhaltig zu verhindern.

Dieses Compliance-Management-System umfasst eine zentrale Koordination und Steuerung durch eine Aufbau- und Ablauforganisation mit jährlichem Aktionsplan und Reporting. Das Compliance-Management-System ist entsprechend den Risiken ausgestaltet und umfasst Elemente der Prävention (u.a. Risikoanalyse, Verhaltenskodizes, Richtlinien, Beratung, Kommunikation und Schulungen), Detektion (u. a. Prozesskontrollen, Geschäftspartnerüberprüfungen, Bereitstellung eines Hinweisgebersystems) und Reaktion (u. a. Nachverfolgung von Hinweisen, Ermittlungen, Verbesserungs- und Sanktionierungsmaßnahmen).

Nachhaltigkeit

Als Unternehmen bekennt sich die Nordex Group zu einem ökologisch und ökonomisch verantwortungsbewussten Umgang mit Ressourcen und zum respektvollen Umgang mit allen Menschen, die bei der Nordex Group beschäftigt sind oder mit dem Unternehmen als Kunde, Lieferant, Dienstleister oder Aktionär zusammenarbeiten. Das Nachhaltigkeitsmanagement der Nordex Group berichtet direkt an den Finanzvorstand. Ausführliche Informationen zur zugrunde liegenden Nachhaltigkeitsstrategie der Nordex Group finden sich im Unterkapitel Nachhaltigkeitserklärung.

3. Angaben zur Arbeitsweise von Vorstand, Aufsichtsrat und Ausschüssen

Arbeitsweise des Vorstands

Der Vorstand leitet das Unternehmen - eine strategische Holding-Gesellschaft, die auch administrative Servicefunktionen wahrnimmt - in eigener Verantwortung mit der Zielsetzung, den Unternehmenswert nachhaltig zu steigern und die festgelegten Unternehmensziele zu erreichen. Er führt die Geschäfte nach Maßgabe der gesetzlichen Bestimmungen, der Satzung und der Geschäftsordnung für den Vorstand und arbeitet vertrauensvoll mit den übrigen Organen des Unternehmens zusammen.

Der Vorstand legt für die gesamte Nordex Group die langfristigen Ziele sowie die Strategien fest und bestimmt die Richtlinien sowie die Grundsätze für die sich daraus ableitende Unternehmenspolitik. Er koordiniert und kontrolliert die bedeutsamen Aktivitäten. Er legt das Produktprogramm fest, entwickelt und setzt Führungskräfte ein, verteilt die Ressourcen und entscheidet über die finanzielle Steuerung und die Berichterstattung der Gruppe.

Die Mitglieder des Vorstands tragen gemeinsam die Verantwortung für die gesamte Geschäftsführung. Unbeschadet der Gesamtverantwortung aller Vorstandsmitglieder führen die einzelnen Mitglieder die ihnen zugeordneten Ressorts im Rahmen der Vorstandsbeschlüsse in eigener Verantwortung. Die Verteilung der Aufgaben auf die Mitglieder des Vorstands ergibt sich aus dem Geschäftsverteilungsplan, der vom Aufsichtsrat beschlossen wird.

Der Vorstand entscheidet in allen Angelegenheiten von grundsätzlicher und wesentlicher Bedeutung sowie in gesetzlich oder anderweitig verbindlich festgelegten Fällen.

Gemeinsame Verantwortung

Vorstandssitzungen finden regelmäßig statt. Sie werden durch den Vorstandsvorsitzenden einberufen. Darüber hinaus kann jedes Mitglied die Einberufung einer Sitzung verlangen. Sofern nicht Einstimmigkeit gesetzlich erforderlich ist, beschließt der Vorstand mit einfacher Mehrheit der abgegebenen Stimmen. Bei Stimmengleichheit gibt die Stimme des Vorsitzenden den Ausschlag.

In der Organisation des Vorstands hat es im Berichtsjahr 2024 keine Veränderungen gegeben.

Gemäß Geschäftsordnung des Vorstands obliegen dem Vorsitzenden des Vorstands (Chief Executive Officer; CEO) die Koordination aller Zuständigkeitsbereiche des Vorstands, die Berichterstattung an den Aufsichtsrat sowie die Repräsentation der Gesellschaft und der Gruppe gegenüber Dritten. Ihm sind die weltweiten Querschnittsfunktionen (Global Lead Functions) für den operativen Geschäftsbetrieb in den Bereichen Rotorblatt- und Maschinenhausfertigung, Global Sourcing und globale Projektsteuerung (Global PM/ EPC) sowie das Engineering zugeordnet. Darüber hinaus ist er für Quality, Health, Safety & Environment (QHSE), Operations Transformation and Performance, Concrete Tower, Global Shipping, Industry & Planning, Operations Strategy & Projects, IT, Global Service, Product Strategy & Sales Support, Strategy & Transversal Projects zuständig, sowie für die Division North America.

Zum Bilanzstichtag waren dem Vertriebsvorstand (CSO), Patxi Landa, die beiden operativen Divisionen International und Europe mit der Verantwortung für Vertrieb und Projektabwicklung sowie alle übergeordneten kundennahen Funktionen zugeordnet wie Global Sales, Global Key Account Management, Public Affairs und die Projektentwicklung. Mit Wirkung zum 22. Januar 2025 hat Patxi Landa sein Mandat als Chief Sales Officer (CSO) der Nordex SE niedergelegt, um eine neue Aufgabe in der Nordex Group als Head of Nordex Capital zu übernehmen. Seither übernimmt José Luis Blanco auch die Aufgaben des bisherigen Vertriebsvorstands.

Der Finanzvorstand (CFO), Dr. Ilya Hartmann, ist für People & Culture, Accounting & Controlling, Finanzen, Interne Revision, Compliance, Investor Relations, Kommunikation, Recht und Versicherungen, Steuern und Nachhaltigkeit, Informationssicherheit sowie die Querschnittsfunktionen Finance Operations und Global Planning verantwortlich.

Es sind keine Ausschüsse des Vorstands eingerichtet.

Aufsichtsrat: Führungs- und Kontrollarbeit

Der Aufsichtsrat hat die Aufgabe, den Vorstand zu überwachen und ihn zu beraten. Er besteht satzungsgemäß aus sechs Mitgliedern, die von den Aktionären auf der Hauptversammlung gewählt werden. In Entscheidungen von grundlegender Bedeutung für das Unternehmen ist der Aufsichtsrat unmittelbar eingebunden; er stimmt mit dem Vorstand auch die strategische Ausrichtung der Gesellschaft ab und erörtert mit ihm regelmäßig den Stand der Umsetzung der Geschäftsstrategie.

Der Aufsichtsratsvorsitzende koordiniert die Arbeit des Gremiums und leitet die Sitzungen. Im regelmäßigen Austausch mit dem Vorstand ist der Aufsichtsrat stets über die Geschäftspolitik, die Unternehmensplanung und die Strategie informiert. Der Aufsichtsrat stimmt dem Budget zu und billigt die Jahresabschlüsse der Nordex SE und der Nordex Group sowie den zusammengefassten Lagebericht unter Berücksichtigung der Berichte des Abschlussprüfers.

Der Aufsichtsrat und seine Ausschüsse überprüfen regelmäßig entweder intern oder unter Einbeziehung von externen Beratern, wie wirksam der Aufsichtsrat insgesamt und seine Ausschüsse ihre Aufgaben erfüllen.

Ausschüsse des Aufsichtsrats

Es bestehen derzeit folgende Ausschüsse des Aufsichtsrats: Präsidium, Prüfungsausschuss sowie Strategie- und Technikausschuss.

Präsidium:

Diesem Ausschuss des Aufsichtsrats gehören drei Mitglieder an. Den Vorsitz des Ausschusses hat Herr Dr.-Ing. Wolfgang Ziebart inne, ferner gehören Herr Jan Klatten und Herr Juan Muro-Lara zum Präsidium. Das Präsidium übernimmt die Funktion eines ständigen Personalausschusses. Außerdem ist das Präsidium zuständig für dringliche Beschlussfassungen über Angelegenheiten, die aktienrechtlich, satzungsgemäß oder entsprechend der Geschäftsordnung für den Vorstand dem Vorbehalt der Zustimmung des Aufsichtsrats unterliegen, soweit nicht aufgrund gesetzlicher Regelung zwingend eine Beschlussfassung des Aufsichtsrats erforderlich ist. Außerdem übernimmt das Präsidium die Aufgaben des Nominierungsausschusses und schlägt dem Aufsichtsrat für dessen Wahlvorschläge an die Hauptversammlung geeignete Kandidaten vor.

Prüfungsausschuss (Audit Committee):

Der Prüfungsausschuss besteht aus drei Mitgliedern und setzt sich aus dem im Berichtsjahr amtierenden Vorsitzenden des Prüfungsausschusses, Herrn Martin Rey, sowie den Mitgliedern Frau Isabel Blanco und Herr Juan Muro-Lara zusammen.

Sämtliche Mitglieder des Prüfungsausschusses sind - wie auch alle übrigen Aufsichtsratsmitglieder - mit dem Sektor, in dem die Gesellschaft tätig ist, vertraut.

Der Prüfungsausschuss ist zuständig für Fragen der Rechnungslegung und des Risikomanagements, der erforderlichen Unabhängigkeit des Abschlussprüfers, der Erteilung des Prüfungsauftrags an den Abschlussprüfer, der Bestimmung von Prüfungsschwerpunkten sowie für die Honorarvereinbarung mit dem Abschlussprüfer. Ferner zeichnet er sich verantwortlich für Fragen zum Controlling, insbesondere auch für dringliche Beschlussfassungen über Angelegenheiten, die aktienrechtlich, satzungsgemäß oder entsprechend der Geschäftsordnung für den Vorstand dem bedingten Zustimmungsvorbehalt des Aufsichtsrats unterliegen. Darüber hinaus obliegt dem Prüfungsausschuss die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses, der Wirksamkeit des internen Kontrollsystems inklusive der Überwachung der Compliance, des internen Kontroll- und Risikomanagementsystems und des internen Revisionssystems.

Nach § 100 Abs. 5 AktG muss mindestens ein Mitglied des Aufsichtsrats über Sachverstand auf dem Gebiet Rechnungslegung und mindestens ein weiteres Mitglied über Sachverstand auf dem Gebiet Abschlussprüfung verfügen. Ziff. D.3 DCGK 2022 sieht vor, dass der Sachverstand auf dem Gebiet Rechnungslegung in besonderen Kenntnissen und Erfahrungen in der Anwendung von Rechnungslegungsgrundsätzen und interner Kontroll- und Risikomanagementsysteme und der Sachverstand auf dem Gebiet Abschlussprüfung in besonderen Kenntnissen und Erfahrungen in der Abschlussprüfung bestehen soll. Zur Rechnungslegung und Abschlussprüfung gehören auch die Nachhaltigkeitsberichterstattung und deren Prüfung. Der Vorsitzende des Prüfungsausschusses soll zumindest auf einem der beiden Gebiete entsprechend sachverständig sein.

Der Prüfungsausschuss der Nordex SE erfüllt diese Anforderungen. Der Vorsitzende des Prüfungsausschusses, Herr Martin Rey, verfügt über eine mehrjährige Erfahrung als Mitglied des Prüfungsausschusses der Kommunalkredit Austria AG (nicht börsennotiert), als Vorsitzender des Aufsichtsrats der clearvise AG (börsennotiert) sowie als Vorsitzender des Prüfungsausschusses der Gesellschaft. Er verfügt daher aus eigener Tätigkeit über besondere Kenntnisse und Erfahrungen sowohl in der Rechnungslegung als auch in der Abschlussprüfung, einschließlich der gesetzlich geforderten Nachhaltigkeitsberichterstattung. Darüber hinaus besteht der Prüfungsausschuss mit Herrn Juan Muro-Lara aus mindestens einem weiteren Mitglied, welches aufgrund seiner Erfahrung als Mitglied des Board of Directors diverser europäischer Gesellschaften (nicht börsennotiert) sowie seiner langjährigen Erfahrung als Mitglied des Prüfungsausschusses der Gesellschaft über die geforderten Kenntnisse und Erfahrungen auf beiden Gebieten verfügt. Frau Isabel Blanco verfügt als Leiterin der Abteilung Impact bei der Europäischen Bank für Wiederaufbau und Entwicklung sowie aufgrund ihrer mehr als zwanzigjährigen Führungserfahrung in den Bereichen erneuerbare Energien und Klimawandelpolitik über eine umfassende Nachhaltigkeitsexpertise.

Strategie- und Technikausschuss:

Diesem Ausschuss des Aufsichtsrats gehörten, unter dem Vorsitz von Herrn Jan Klatten, Herr Dr.-Ing. Wolfgang Ziebart und Frau Maria Cordon als Mitglieder an. Der Ausschuss ist zuständig für technische und strategische Fragestellungen der Nordex Group.

Unabhängigkeit des Aufsichtsratsvorsitzenden und des Vorsitzenden des Prüfungsausschusses sowie eines weiteren Aufsichtsratsmitglieds

Obwohl Herr Dr.-Ing. Wolfgang Ziebart, Herr Martin Rey und Herr Jan Klatten dem Aufsichtsrat seit mehr als zwölf Jahren angehören, sind sie nach Einschätzung von Vorstand und Aufsichtsrat von der Gesellschaft und vom Vorstand unabhängig, da sie trotz der langen Gremienzugehörigkeit keinerlei persönliche oder geschäftliche Beziehungen zu Mitgliedern des Vorstands oder zur Mehrheitsaktionärin und deren Gremienmitgliedern unterhalten (C.8 DCGK 2022). Dies ist im Einzelnen u. a. auf folgende Faktoren zurückzuführen:

Herr Dr.-Ing. Wolfgang Ziebart, Herr Jan Klatten und Herr Martin Rey waren, obgleich sie jeweils von lange ausgeschiedenen bzw. inzwischen stark reduzierten Aktionärsgruppen zur Wahl in den Aufsichtsrat vorgeschlagen worden waren, wiederholt zur Wiederwahl in den Aufsichtsrat vorgesehen. Dies zeigt, dass diese Aufsichtsratsbesetzung stets unabhängig von persönlichen Nähebeziehungen zu bestimmten Aktionärskreisen erfolgte und wiederholt die Zustimmung der Aktionäre gefunden hat.

Die Vergütung als Aufsichtsratsmitglied ist auch in Relation zu den Gesamteinkünften nicht so wesentlich, dass sie eine Abhängigkeit zu begründen geeignet wäre.

Angesichts der Wechsel im Vorstand in der Vergangenheit und der relativ jungen Amtsdauer der amtierenden Vorstandsmitglieder seit 2016 bzw. 2021 spricht auch die längere Amtsdauer der drei Aufsichtsratsmitglieder nicht für eine besondere Nähebeziehung zu den kürzer amtierenden Vorstandsmitgliedern.

Auch innerhalb des Aufsichtsrats hat es im Übrigen regelmäßig Veränderungen gegeben, sodass die Gefahr einer besonderen Nähebeziehung der Aufsichtsratsmitglieder untereinander nicht gegeben ist.

Nach Überprüfung und sorgfältiger Abwägung kommen Vorstand und Aufsichtsrat daher in der Gesamtschau zu dem Schluss, dass die Herren Dr.-Ing. Wolfgang Ziebart, Martin Rey und Jan Klatten ungeachtet ihrer langjährigen Gremienzugehörigkeit unabhängig von der Gesellschaft und vom Vorstand sind.

4. Angaben zu Festlegungen des Frauenanteils

Die Zielgrößen für den Frauenanteil in Vorstand und Aufsichtsrat wurden vom Aufsichtsrat 2024 nach § 111 Abs. 5 AktG bis Ende 2029 in Höhe von 25 % für den Vorstand und 33 % für den Aufsichtsrat festgelegt und im Berichtsjahr hinsichtlich des Aufsichtsrats erreicht, hinsichtlich des Vorstands (noch) nicht.

Der Anteil von Frauen an der gesamten Belegschaft in Deutschland beträgt aktuell 21 % (2023: 21 %). Der Vorstand hat im Jahr 2020 eine Zielgröße von 15 % (vorher 21 %) bis zum 31. Dezember 2025 für den Frauenanteil in den ersten beiden Führungsebenen unterhalb des Vorstands für Gesellschaften der Nordex Group in Deutschland nach § 76 Abs. 4 AktG festgelegt. Im Berichtsjahr betrug der Frauenanteil in den beiden ersten Führungsebenen 14 % (2023: 14 %).

5. Beschreibung des Diversitätskonzepts bezüglich des Vorstands

Der Aufsichtsrat sorgt gemeinsam mit dem Vorstand jeweils anlassbezogen für eine langfristige Nachfolgeplanung für die Besetzung des Vorstands mit den hinsichtlich Qualifikation und Persönlichkeit am besten geeigneten internen oder externen Kandidaten. Grundlage für die Auswahl der am besten geeigneten internen Kandidaten ist eine systematische Personalentwicklung von internen Führungskräften, die folgende Elemente beinhaltet:

Im Suchprozess frühzeitige Identifizierung geeigneter Kandidaten unterschiedlicher Fachrichtungen, Nationalitäten und unterschiedlichen Geschlechts.

Systematische Entwicklung der internen Führungskräfte durch die erfolgreiche Übernahme von Aufgaben mit wachsender Verantwortung, möglichst in verschiedenen Geschäftsbereichen, Regionen und Funktionen. Dabei werden Führungskräfte insbesondere durch individuelle Maßnahmen wie z. B. Coaching oder systematische Personalentwicklungsprogramme gefördert.

Schulung der internen Führungskräfte zu den wesentlichen Unternehmenswerten, um eine Vorbildfunktion bei der Einhaltung und Umsetzung dieser zu gewährleisten.

Hierdurch soll es dem Aufsichtsrat ermöglicht werden, bei der Bestellung von Vorstandsmitgliedern eine hinreichende Vielfalt in Bezug auf berufliche Hintergründe und Erfahrungen, kulturelle Prägung, Internationalität, Geschlecht und Alter sicherzustellen. Unabhängig von diesen einzelnen Kriterien ist der Aufsichtsrat überzeugt, dass letztlich nur die ganzheitliche Würdigung der einzelnen Persönlichkeit ausschlaggebend für eine Bestellung in den Vorstand der Nordex SE sein kann. Insgesamt soll damit sichergestellt werden, dass der Vorstand als Ganzes folgendes grundsätzlich anzustrebendes Profil im Sinne eines Diversitätskonzepts hat:

Langjährige Führungserfahrung in technischen und kaufmännischen Arbeitsgebieten.

Internationale Erfahrung aufgrund von Herkunft und / oder beruflicher Tätigkeit.

Ausgewogene Altersstruktur, um die Kontinuität der Vorstandsarbeit zu gewährleisten und eine reibungslose Nachfolgeplanung zu ermöglichen.

Unabhängig von der vom Aufsichtsrat festgelegten Zielgröße des Frauenanteils im Vorstand (25 %) wird der Aufsichtsrat im Fall gleicher Qualifikation bei jeder seiner Ernennungen das unterrepräsentierte Geschlecht mit in Betracht ziehen.

Anforderungsprofil für den Aufsichtsrat der Nordex SE (einschließlich Diversitätskonzept für den Aufsichtsrat)

Mit Blick auf verschiedene Vorgaben und Empfehlungen zur Zusammensetzung des Aufsichtsrats hat der Aufsichtsrat am 28. März 2023 sein am 20. November 2020 beschlossenes Anforderungsprofil für seine Zusammensetzung aktualisiert, welches neben wesentlichen gesetzlichen Vorgaben und Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex in der am 28. April 2022 beschlossenen und am 27. Juni 2022 amtlich bekannt gemachten Fassung (DCGK 2022) zur Aufsichtsratszusammensetzung seine Zielsetzungen für die Zusammensetzung, das Kompetenzprofil für das Gesamtgremium i. S. d. Ziff. C.1 DCGK sowie das Diversitätskonzept für den Aufsichtsrat nach § 289f Abs. 2 Nr. 6 HGB i. V. m. Art. 61 SE-VO enthält.

Das aktualisierte Anforderungsprofil verlangt nunmehr in Übereinstimmung mit Ziffer C.1 des DCGK 2022 auch Expertise zu den für das Unternehmen bedeutsamen Nachhaltigkeitsfragen. Darüber hinaus muss, in Übereinstimmung mit § 100 Abs. 5 AktG, mindestens ein Mitglied des Aufsichtsrats über Sachverstand auf dem Gebiet der Rechnungslegung und ein weiteres Mitglied auf dem Gebiet der Abschlussprüfung verfügen:

Zielsetzung

Der Aufsichtsrat strebt eine Zusammensetzung an, die jederzeit eine qualifizierte Kontrolle und Beratung des Vorstands gewährleistet. Der Aufsichtsrat ist der Ansicht, dass für eine effektive Arbeit des Aufsichtsrats - und damit für die nachhaltige Entwicklung des Unternehmens - neben fachlichen und persönlichen Anforderungen auch Diversitätsaspekte eine wichtige Rolle spielen. Unterschiedliche Persönlichkeiten, Erfahrungen und Kenntnisse vermeiden Gruppendenken, ermöglichen ganzheitliche Betrachtungen und bereichern so die Arbeit des Aufsichtsrats. Die folgenden Zielsetzungen dienen insoweit als Leitlinie bei der langfristigen Nachfolgeplanung und der Auswahl geeigneter Kandidatinnen und Kandidaten und schaffen Transparenz im Hinblick auf die wesentlichen Besetzungskriterien.

Anforderungen an die einzelnen Mitglieder

(i) Allgemeine Anforderungen

Jedes Aufsichtsratsmitglied soll aufgrund seiner persönlichen und fachlichen Kompetenzen und Erfahrungen in der Lage sein, die Aufgaben eines Aufsichtsratsmitglieds in einem international tätigen, börsennotierten Unternehmen wahrzunehmen und das Ansehen des Nordex-Konzerns in der Öffentlichkeit zu wahren. Im Hinblick darauf sollte jedes Aufsichtsratsmitglied folgende Anforderungen erfüllen:

Hinreichende Sachkenntnis, d. h. die Fähigkeit, die normalerweise im Aufsichtsrat anfallenden Aufgaben wahrnehmen zu können;

Leistungsbereitschaft, Integrität und Persönlichkeit;

Allgemeines Verständnis des Geschäfts der Nordex SE, einschließlich des Marktumfelds und der Kundenbedürfnisse;

Erfahrung im Führen von Unternehmen, Verbänden oder Netzwerken;

Einhaltung der Mandatsgrenzen nach § 100 AktG i.V. m. Art. 47 Abs. 2 lit. a) SE-VO sowie nach Ziff. C.4 und C.5 DCGK.

(ii) Zeitliche Verfügbarkeit

Jedes Aufsichtsratsmitglied stellt sicher, dass es die zur ordnungsgemäßen Erfüllung des Aufsichtsratsmandats erforderliche Zeit aufbringen kann. Dabei ist insbesondere zu berücksichtigen, dass mindestens vier Aufsichtsratssitzungen jährlich stattfinden, die jeweils angemessener Vorbereitung bedürfen, insbesondere im Fall der Prüfung der Jahres- und Konzernabschlussunterlagen. Abhängig von der Mitgliedschaft in einem oder mehreren der bestehenden Ausschüsse entsteht zusätzlicher Zeitaufwand für die Vorbereitung und die Teilnahme an den Ausschusssitzungen. Zur Behandlung von Sonderthemen können schließlich zusätzliche außerordentliche Sitzungen des Aufsichtsrats oder der Ausschüsse erforderlich werden.

Anforderungen und Ziele für das Gesamtgremium

Im Hinblick auf die Zusammensetzung des Gesamtgremiums strebt der Aufsichtsrat -auch im Interesse der Diversität - eine Zusammensetzung an, bei der sich die Mitglieder im Hinblick auf ihren persönlichen und beruflichen Hintergrund, ihre Erfahrungen und ihre Fachkenntnisse ergänzen, damit das Gesamtgremium auf ein möglichst breites Spektrum unterschiedlicher Erfahrungen und Spezialkenntnisse zurückgreifen kann.

(i) Allgemeine Anforderungen

Der Aufsichtsrat der Nordex SE muss jederzeit so zusammengesetzt sein, dass seine Mitglieder insgesamt über die zur ordnungsgemäßen Wahrnehmung der Aufgaben des Aufsichtsrats erforderlichen Kenntnisse, Fähigkeiten und fachlichen Erfahrungen verfügen. Die Mitglieder des Aufsichtsrats müssen ferner in ihrer Gesamtheit mit dem Industriesektor der erneuerbaren Energien vertraut sein, idealerweise mit dem Windenergiesektor. Mindestens ein Mitglied des Aufsichtsrats muss über Sachverstand auf dem Gebiet der Rechnungslegung und ein weiteres Mitglied auf dem Gebiet der Abschlussprüfung verfügen.

(ii) Spezifische Kenntnisse und Erfahrungen

Der Aufsichtsrat der Nordex SE soll in seiner Gesamtheit alle Kompetenzfelder abdecken, die für eine effektive Wahrnehmung seiner Aufgaben erforderlich sind. Das beinhaltet - entsprechend dem Geschäftsmodell des Unternehmens - insbesondere vertiefte Kenntnisse und Erfahrungen in den folgenden Bereichen:

Führung und Überwachung eines großen, international tätigen Konzerns, insbesondere einschließlich unternehmerischer Strategieentwicklung und -umsetzung,

Maschinen- und Anlagenbau, einschließlich industrieller Fertigung sowie Forschung und Entwicklung,

Vertrieb, Service und Marketing von Maschinen und Anlagen,

Rechnungswesen, Bilanzierung, Controlling und Risikomanagement,

Personalwesen, insbesondere Personalplanung, Personalführung und Personalentwicklung,

Recht, Compliance, Corporate Governance.

Der Aufsichtsrat strebt eine Besetzung an, bei der für jeden der vorstehend genannten Aspekte zumindest ein Mitglied als kompetenter Ansprechpartner zur Verfügung steht.

(iii) Unabhängigkeit und Interessenkonflikte

Unter Berücksichtigung der unternehmensspezifischen Situation der Nordex SE und der Eigentümerstruktur soll dem Aufsichtsrat mindestens ein unabhängiges Mitglied i. S. v. Ziff. C.6 DCGK angehören. Mindestens ein Aufsichtsratsmitglied soll unabhängig vom kontrollierenden Aktionär sein. Sofern im Einzelfall Interessenkonflikte auftreten, soll jedes Aufsichtsratsmitglied diese unverzüglich dem Vorsitzenden des Aufsichtsrats offenlegen. Der Aufsichtsrat soll in seinem Bericht an die Hauptversammlung über aufgetretene Interessenkonflikte und deren Behandlung informieren. Wesentliche und nicht nur vorübergehende Interessenkonflikte in der Person eines Aufsichtsratsmitglieds sollen zur Beendigung des Mandats führen. Dem Aufsichtsrat sollen nicht mehr als zwei ehemalige Mitglieder des Vorstands angehören. Aufsichtsratsmitglieder sollen keine Organfunktion oder Beratungsaufgaben bei wesentlichen Wettbewerbern des Unternehmens ausüben und nicht in einer persönlichen Beziehung zu einem wesentlichen Wettbewerber stehen.

Diversität

Der Aufsichtsrat der Nordex SE hat als Zielgröße für den Männer- und Frauenanteil im Aufsichtsrat jeweils 33 %. Daneben spiegelt sich die Diversität im Aufsichtsrat u. a. im individuellen beruflichen Werdegang und Tätigkeitsbereich sowie im unterschiedlichen Erfahrungshorizont seiner Mitglieder (z. B. Branchenerfahrung) wider. Der Aufsichtsrat strebt insoweit im Interesse der Diversität eine Zusammensetzung an, bei der sich die Mitglieder im Hinblick auf ihren Hintergrund, ihre Erfahrungen und ihre Fachkenntnisse ergänzen, dabei wird auch angestrebt, dass ein Teil der Mitglieder über einen internationalen Erfahrungshorizont verfügt. Vor diesem Hintergrund berücksichtigt der Aufsichtsrat für seine Zusammensetzung folgende Diversitätskriterien:

Mehr als 30 % der Mitglieder verfügen über internationale Erfahrung aufgrund von Herkunft oder Tätigkeit.

Mehr als 50 % der Mitglieder verfügen über unterschiedliche Ausbildungen und berufliche Erfahrungen.

Mindestens ein Mitglied ist weniger als 60 Jahre alt.

(iv) Nachhaltigkeit

Der Aufsichtsrat der Nordex SE soll in seiner Gesamtheit Expertise zu sämtlichen für das Unternehmen relevanten Nachhaltigkeitsfragen aufweisen. Das beinhaltet insbesondere Expertise in den folgenden Nachhaltigkeitsfragen:

Klimaschutz und Dekarbonisierung,

Umweltschutz

Verantwortungsvolles Geschäftsverhalten.

Der Aufsichtsrat strebt eine Besetzung an, bei der für jeden der vorstehend genannten Aspekte zumindest ein Mitglied als kompetenter Ansprechpartner zur Verfügung steht.

Wahlvorschläge des Aufsichtsrats an die Hauptversammlung sollen dieses Anforderungsprofil berücksichtigen und gleichzeitig die Ausfüllung des Kompetenzprofils für das Gesamtgremium anstreben.

Stand der Umsetzung

Der Stand der Umsetzung ist in der nachfolgenden Qualifikationsmatrix im Einzelnen dargestellt:

Dr.-Ing. Wolfgang Ziebart Juan Muro-Lara Jan Klatten
Zugehörigkeit Mitglied seit 2009 2016 2005
Diversität Staatsangehörigkeit Deutsch Spanisch Deutsch
Geburtsdatum 30.1.1950 4.9.1967 14.1.1955
Mindestens ein Mitglied ist weniger als 60 Jahre alt. X
Frauenanteil von 33 % (Zielquote)
Internationaler Erfahrungshorizont X X X
Unterschiedliche Ausbildungen und berufliche Erfahrungen X X X
Allgemeine Anforderungen Hinreichende Sachkenntnis X X X
Leistungsbereitschaft, Integrität und Persönlichkeit X X X
Allgemeines Verständnis des Geschäfts der Nordex SE einschließlich des Marktumfelds und der Kundenbedürfnisse X X X
Erfahrung im Führen von Unternehmen, Verbänden und Netzwerken X X X
Einhaltung der Mandatsgrenzen nach § 100 AktG i. V. m Art. 47 Abs. 2 lit. a) SEVO sowie nach Ziff. C.4 und C.5 DCGK2022 X X X
Zeitliche Verfügbarkeit X X X
Anforderungen und Ziele für das Gesamtgremium Allgemein: Vertraut sein mit dem Industriesektor der erneuerbaren Energien, idealerweise mit dem Windenergiesektor X X X
Zwei Mitglieder: Sachverstand auf den Gebieten der Rechnungslegung oder Abschlussprüfung X
Spezifische Kenntnisse und Erfahrungen: X X X
Führen und Überwachen eines großen international tätigen Konzerns, insb. einschl. unternehmerischer Strategieentwicklung und -umsetzung X X X
Maschinen- und Anlagenbau, einschl. industrieller Fertigung sowie Forschung und Entwicklung X X
Vertrieb, Service und Marketing von Maschinen und Anlagen X X
Rechnungswesen, Bilanzierung, Controlling und Risikomanagement X X
Personalwesen, insb. Personalplanung, -führung und -entwicklung X X X
Recht, Compliance, Corporate Governance X X X
Nachhaltigkeitsfragen X X X
Unabhängigkeit Unabhängigkeit vom kontrollierenden Aktionär X X X
Nicht mehr als zwei ehemalige Vorstandsmitglieder X X X
Keine Organfunktion oder Beratungsaufgaben bei wesentlichen Wettbewerbern, keine persönliche Beziehung zu Wettbewerbern X X X
Unabhängigkeit von Gesellschaft und Vorstand X X X
Isabel Blanco Martin Rey Maria Cordon
Zugehörigkeit Mitglied seit 2022 2005 X
Diversität Staatsangehörigkeit Spanisch/Britisch Deutsch 2021
Geburtsdatum 12.4.1974 23.2.1957 Spanisch
Mindestens ein Mitglied ist weniger als 60 Jahre alt. X 29.9.1982
Frauenanteil von 33 % (Zielquote) X X
Internationaler Erfahrungshorizont X X X
Unterschiedliche Ausbildungen und berufliche Erfahrungen X X X
Allgemeine Anforderungen Hinreichende Sachkenntnis X X X
Leistungsbereitschaft, Integrität und Persönlichkeit X X X
Allgemeines Verständnis des Geschäfts der Nordex SE einschließlich des Marktumfelds und der Kundenbedürfnisse X X X
Erfahrung im Führen von Unternehmen, Verbänden und Netzwerken X X X
Einhaltung der Mandatsgrenzen nach § 100 AktG i. V. m Art. 47 Abs. 2 lit. a) SEVO sowie nach Ziff. C.4 und C.5 DCGK2022 X X X
Zeitliche Verfügbarkeit X X X
Anforderungen und Ziele für das Gesamtgremium Allgemein: Vertraut sein mit dem Industriesektor der erneuerbaren Energien, idealerweise mit dem Windenergiesektor X X X
Zwei Mitglieder: Sachverstand auf den Gebieten der Rechnungslegung oder Abschlussprüfung X X
Spezifische Kenntnisse und Erfahrungen: X X X
Führen und Überwachen eines großen international tätigen Konzerns, insb. einschl. unternehmerischer Strategieentwicklung und -umsetzung X X
Maschinen- und Anlagenbau, einschl. industrieller Fertigung sowie Forschung und Entwicklung X
Vertrieb, Service und Marketing von Maschinen und Anlagen X
Rechnungswesen, Bilanzierung, Controlling und Risikomanagement X
Personalwesen, insb. Personalplanung, -führung und -entwicklung X X X
Recht, Compliance, Corporate Governance X X X
Nachhaltigkeitsfragen X X X
Unabhängigkeit Unabhängigkeit vom kontrollierenden Aktionär X X X
Nicht mehr als zwei ehemalige Vorstandsmitglieder X X X
Keine Organfunktion oder Beratungsaufgaben bei wesentlichen Wettbewerbern, keine persönliche Beziehung zu Wettbewerbern X X X
Unabhängigkeit von Gesellschaft und Vorstand X X X

1 Nach §100Abs. 5 AktG

X Erfüllt/anwendbar
Nicht erfüllt/ anwendbar

Jedes Aufsichtsratsmitglied stellt entsprechend den Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex sicher, dass der Zeitaufwand, der zur ordnungsgemäßen Erfüllung des Mandats erforderlich ist, erbracht werden kann. Bei der Übernahme weiterer Mandate sind die gesetzlichen Beschränkungen und die Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex einzuhalten. Von der Festlegung einer festen Altersgrenze für die Mitgliedschaft in Vorstand und Aufsichtsrat und einer Regelgrenze für die Zugehörigkeitsdauer zum Aufsichtsrat hat der Aufsichtsrat jedoch abgesehen.

Weiterer Corporate-Governance-Bericht

Vergütungssystem und Bezüge der Vorstandsmitglieder

Der Aufsichtsrat hat am 19. März 2021 ein Vorstandsvergütungssystem beschlossen, das den durch § 87a AktG und den DCGK in der Fassung vom 16. Dezember 2019 geänderten Anforderungen an die Vorstandsvergütung entspricht. Das Vergütungssystem wurde von der Hauptversammlung 2021 mit 99,37 % gebilligt.

Der Vergütungsbericht gemäß § 162 AktG findet sich im gleichnamigen Kapitel des vorliegenden Geschäftsberichts. Darüber hinaus ist der Vergütungsbericht einschließlich des Vermerks des Abschlussprüfers, das geltende Vergütungssystem und der letzte Vergütungsbeschluss der Hauptversammlung auf der Nordex-Website öffentlich gemacht, abrufbar unter https://ir.nordex-online.com/websites/Nordex/German/6000/ corporate-governance.html. Einzelheiten zum Vergütungssystem sind zudem in der Einladung zur Hauptversammlung 2021 enthalten.

Ausführliche Berichterstattung

Um größtmögliche Transparenz zu gewährleisten, unterrichtet die Nordex SE die Aktionäre sowie Finanzanalysten, Aktionärsvereinigungen, Medien und die interessierte Öffentlichkeit regelmäßig und zeitnah über die Lage des Unternehmens sowie über wesentliche geschäftliche Veränderungen. Damit entspricht die Berichterstattung des Unternehmens den im Deutschen Corporate Governance Kodex definierten Grundsätzen: Die Gesellschaft informiert ihre Aktionäre viermal pro Jahr über die Geschäftsentwicklung, die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Unternehmens sowie über dessen Risiken.

Gemäß der gesetzlichen Verpflichtung versichern die Mitglieder des Vorstands der Gesellschaft, dass nach bestem Wissen der Jahresabschluss, der Konzernabschluss und der zusammengefasste Lagebericht ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermitteln. Der Jahresabschluss der Nordex SE, der Konzernabschluss für die Nordex Group und der zusammengefasste Lagebericht werden innerhalb von drei Monaten nach Ende des jeweiligen Geschäftsjahres veröffentlicht. Während des Geschäftsjahres werden Anteilseigner und Dritte zusätzlich durch den Halbjahresfinanzbericht sowie im ersten und im dritten Quartal durch Quartalsmitteilungen unterrichtet.

Darüber hinaus veröffentlicht die Gesellschaft regelmäßig Informationen, unter anderem auch in Presse- und Analystenkonferenzen. Als stets aktuelle Veröffentlichungsplattform nutzt die Gesellschaft insbesondere das Internet. Auf der Internetseite der Nordex Group werden die Termine der wesentlichen Veranstaltungen und Veröffentlichungen wie des Geschäftsberichts, des Halbjahresberichts, der Zwischenmitteilungen oder der Hauptversammlung bekannt gemacht.

Informationen zu wichtigen neuen Umständen stellt die Gesellschaft unverzüglich der breiten Öffentlichkeit zur Verfügung.

Neben der regelmäßigen Berichterstattung wird in Veröffentlichungen nach Art. 17 MAR (Ad-hoc-Mitteilungen) über Insiderinformationen informiert, die die Nordex SE unmittelbar betreffen.

 

Nordex SE, Rostock, den 26. Februar 2025

José Luis Blanco, Vorsitzender des Vorstands

Dr. Ilya Hartmann, Vorstand

Schlusserklärung des Vorstands und übernahmerechtliche Angaben

Schlusserklärung des Vorstands zum Bericht über Beziehungen zu verbundenen Unternehmen

Mit ihrer gegenwärtigen Beteiligung von rd. 47,08 % und den durchschnittlichen Hauptversammlungspräsenzen der Vergangenheit verfügt die Acciona, S.A. damit selbst unter Zugrundelegung der historisch höchsten Hauptversammlungspräsenz rechnerisch über eine faktische einfache, möglicherweise sogar eine qualifizierte Stimmenmehrheit. Dies begründet ein Abhängigkeitsverhältnis.

Ein Beherrschungs- oder Gewinnabführungsvertrag der Nordex SE mit der Acciona, S.A. besteht nicht. Der Vorstand der Nordex SE hat daher gemäß § 312 AktG einen Abhängigkeitsbericht über Beziehungen der Gesellschaft zu verbundenen Unternehmen erstellt. Der Vorstand hat am Ende des Berichts folgende Erklärung abgegeben: Unsere Gesellschaft, die Nordex SE, hat bei den im Bericht über Beziehungen zu verbundenen Unternehmen für den Berichtszeitraum vom 1 Januar 2024 bis 31. Dezember 2024 aufgeführten Rechtsgeschäften nach den Umständen, die uns im Zeitpunkt bekannt waren, in dem die Rechtsgeschäfte vorgenommen wurden, bei jedem Rechtsgeschäft eine angemessene Gegenleistung erhalten. Da Patxi Landa sein Mandat zum 22. Januar 2025 niedergelegt hat, wurde diese allein von den zum Zeitpunkt der Abgabe dieser Erklärung im Februar 2025 amtierenden Vorstandsmitgliedern abgegeben.

Andere Maßnahmen im Interesse oder auf Veranlassung des herrschenden Unternehmens oder der mit ihm verbundenen Unternehmen sind nicht getroffen und auch nicht unterlassen worden.

Angaben nach §§ 289a Abs. 1, 315a Abs. 1 HGB nebst erläuterndem Bericht nach § 176 Abs. 1S. 12. hs. AktG

Gemäß den §§ 289a Abs. 1,315a Abs. 1 HGB ergeben sich für den Lagebericht folgende weitere Angabepflichten:

Zusammensetzung des gezeichneten Kapitals

Das gezeichnete Kapital der Gesellschaft betrug zum Bilanzstichtag EUR 236.450.364,00 und ist eingeteilt in 236.450.364 auf den Inhaber lautende nennwertlose Stückaktien. Eine Aktie hat einen rechnerischen Anteil am Grundkapital von EUR 1,00. Es existieren keine Beschränkungen, welche die Stimmrechte oder die Übertragung von Aktien betreffen. Mit Ausnahme eigener Aktien, aus denen der Gesellschaft keine Rechte zustehen, gewähren alle Aktien die gleichen Rechte. Jede Aktie vermittelt eine Stimme und, gegebenenfalls mit Ausnahme eventueller nicht dividendenberechtigter junger Aktien, den gleichen Anteil am Gewinn nach Maßgabe der von der Hauptversammlung beschlossenen Dividendenausschüttung. Die Rechte und Pflichten aus den Aktien ergeben sich aus den gesetzlichen Vorschriften, insbesondere aus den §§ 12, 53a ff., 118 ff. und 186 AktG. Zum 31. Dezember 2024 befanden sich keine Aktien im eigenen Bestand.

Beschränkungen, die Stimmrechte oder die Übertragung von Aktien betreffen

Aus eigenen Aktien stehen der Gesellschaft keine Rechte zu. In den Fällen des § 136 AktG ist das Stimmrecht aus den betroffenen Aktien kraft Gesetzes ausgeschlossen. Sämtliche Vorstandsmitglieder sind nach den Regelungen ihrer Dienstverträge verpflichtet, Aktien bis zu einem Betrag im Wert des jeweiligen Jahresgrundgehalts (brutto) zu erwerben und diese für die Dauer ihrer Bestellung und während zweier weiterer Jahre nach deren Beendigung zu halten. Dabei gilt ein jährlicher Mindestinvestitionsbetrag in Höhe von 25 % der jeweiligen Nettoauszahlung aus der Vergütungskomponente mit kurzfristiger Anreizwirkung, bis das vollständige Investitionsvolumen erreicht ist.

Direkte oder indirekte Beteiligungen am Kapital von mehr als 10% der Stimmrechte

Zum Bilanzstichtag 2024 haben folgende Gesellschaften über einen direkten oder indirekten Anteilsbesitz von mehr als 10 % der Stimmrechte an der Nordex SE verfügt: Acciona, S.A., Madrid (Spanien), verfügte laut eigener Aussage über 111.328.881 Aktien und damit über 47,08 % der Stimmrechte.

Gesetzliche Vorschriften und Bestimmungen der Satzung über die Ernennung und Abberufung von Vorstandsmitgliedern und die Änderung der Satzung

Die Bestellung und die Abberufung von Vorstandsmitgliedern sind in den §§ 84 und 85 AktG gesetzlich geregelt bzw. in Art. 46 SE-VO für die Rechtsform der SE. Nach § 7 der Satzung der Gesellschaft besteht der Vorstand aus mindestens zwei Mitgliedern und wird vom Aufsichtsrat bestellt, der auch die Zahl der Mitglieder bestimmt. Nach § 7 Abs. 3 der Satzung werden die Mitglieder des Vorstands für einen Zeitraum von höchstens fünf Jahren bestellt.

Änderungen der Satzung der Gesellschaft bedürfen gemäß § 179 AktG eines Beschlusses der Hauptversammlung. Nach § 20 Abs. 4 Satz 2 der Satzung i. V. m. Art. 59 Abs. 1 und 2 der SE-VO bedürfen Satzungsänderungen einer Mehrheit von zwei Dritteln der abgegebenen Stimmen bzw., sofern mindestens die Hälfte des Grundkapitals vertreten ist, der einfachen Mehrheit der abgegebenen Stimmen. In Fällen, in denen im Aktiengesetz oder im Umwandlungsgesetz für deutsche Aktiengesellschaften zwingend eine Mehrheit von drei Vierteln vorgesehen ist, findet aufgrund des entsprechenden Gesetzesvorbehalts in Art. 59 SE-VO bei der Nordex SE eine Drei-Viertel-Mehrheit Anwendung, wobei als Bezugsgröße nicht auf das vertretene Kapital, sondern auf die abgegebenen Stimmen abgestellt wird. Nach § 26 der Satzung der Nordex SE i. V. m. § 179 Abs. 1 S. 2 AktG ist der Aufsichtsrat zur Vornahme von Fassungsänderungen der Satzung ermächtigt.

Befugnisse des Vorstands, Aktien auszugeben oder zurückzukaufen

Im Einzelnen bestehen folgende Ermächtigungen:

Bedingtes Kapital / Genehmigtes Kapital

Die Gesellschaft verfügte zum 31. Dezember 2024 über ein Genehmigtes Kapital I in Höhe von EUR 23.645.036,00 mit entsprechend 23.645.036 Aktien (2023: EUR 21.194.622,00), ein Genehmigtes Kapital II in Höhe von EUR 47.290.072,00 mit entsprechend 47.290.072 Aktien (2023: EUR 42.389.245,00), ein Genehmigtes Kapital III in Höhe von EUR 6.358.387,00 mit entsprechend 6.358.387 Aktien (2023: EUR 6.358.387,00 mit entsprechend 6.358.387 Aktien), ein Bedingtes Kapital I in Höhe von EUR 21.194.623,00 mit entsprechend 21.194.623 Aktien (2023: 21.194.623,00 mit 21.194.623 Aktien), ein Bedingtes Kapital II von 3.500.000,00 mit entsprechend 3.500.000 Aktien (unverändert zum Vorjahr) sowie ein Bedingtes Kapital III in Höhe von EUR 23.645.036,00 mit entsprechend 23.645.036 Aktien. Die Aktien haben jeweils einen rechnerischen Anteil am Grundkapital von je EUR 1,00.

Insgesamt können aus sämtlichen der Gesellschaft zur Verfügung stehenden Ermächtigungen und Kapitalia (einschließlich der Ermächtigung zur Ausgabe von Wandelschuldverschreibungen und Aktienoptionen an Führungskräfte und Experten des Konzerns) nur neue Aktien mit einem Gesamtanteil am Grundkapital in einer Höhe von maximal 40 % des bei der Beschlussfassung der Hauptversammlung am 23. April 2024 bestehenden Grundkapitals, dies entspricht 94.580.145 neuen Aktien, ausgegeben werden.

Im Einzelnen:

Durch Hauptversammlungsbeschluss vom 23. April 2024 war der Vorstand ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats im Rahmen des Genehmigten Kapitals I das Grundkapital der Gesellschaft bis zum Ablauf des 22. April 2027 einmalig oder mehrmalig insgesamt um bis zu EUR 23.645.036,00 gegen Bar- und / oder Sacheinlagen durch Ausgabe neuer, auf den Inhaber lautender Stückaktien zu erhöhen. Der Vorstand hat von dieser Ermächtigung keinen Gebrauch gemacht.

Durch Hauptversammlungsbeschluss vom 23. April 2024 war der Vorstand ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats im Rahmen des Genehmigten Kapitals II das Grundkapital der Gesellschaft bis zum Ablauf des 22. April 2027 einmalig oder mehrmalig insgesamt um bis zu EUR 47.290.072,00 gegen Bareinlagen durch Ausgabe neuer, auf den Inhaber lautender Stückaktien zu erhöhen. Der Vorstand hat von dieser Ermächtigung keinen Gebrauch gemacht.

Durch Hauptversammlungsbeschluss vom 27. März 2023 war der Vorstand ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats im Rahmen des Genehmigten Kapitals III das Grundkapital der Gesellschaft bis zum Ablauf des 26. März 2026 einmalig oder mehrmalig insgesamt um bis zu EUR 6.358.387,00 gegen Bar- und / oder Sacheinlagen durch Ausgabe neuer, auf den Inhaber lautender Stückaktien zu erhöhen. Der Vorstand hat von dieser Ermächtigung keinen Gebrauch gemacht.

Durch Hauptversammlungsbeschluss vom 27. März 2023 war der Vorstand ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats im Rahmen des Bedingten Kapitals I das Grundkapital der Gesellschaft um bis zu Euro 21.194.623,00 durch Ausgabe von bis zu 21.194.623 neuen, auf den Inhaber lautende Stückaktien, bedingt zu erhöhen. Das Bedingte Kapital I dient der Gewährung von auf den Inhaber lautenden Stückaktien bei Ausübung von Wandlungs- oder Optionsrechten (oder bei Erfüllung entsprechender Wandlungspflichten) oder bei Ausübung eines Wahlrechts der Gesellschaft, ganz oder teilweise anstelle der Zahlung des fälligen Geldbetrags Stückaktien der Gesellschaft zu gewähren, an die Inhaber von Wandel- oder Optionsschuldverschreibungen, die aufgrund des Ermächtigungsbeschlusses der Hauptversammlung vom 27. März 2023 bis zum Ablauf des 26. März 2026 von der Gesellschaft gegen Bareinlage ausgegeben werden. Die Gesellschaft hat im Jahr 2023 nicht nachrangige und unbesicherte grüne Wandelschuldverschreibungen mit einem Gesamtnennbetrag in Höhe von EUR 333 Mio. und einem Nennbetrag von jeweils EUR 100.000, fällig zum 14. April 2030, begeben. Die Bezugsrechte der bestehenden Aktionäre wurden ausgeschlossen. Die Zahl der Aktien, in die die Wandelschuldverschreibungen zu wandeln sind, bestimmt sich durch die Division des Nennbetrags durch den Wandlungspreis. Der Wandlungspreis wurde auf EUR 15,73 festgelegt und unterliegt marktüblichen Anpassungsmechanismen. Beim anfänglichen Wandlungspreis von EUR 15,73 ergibt sich eine Wandlung in anfänglich 21.169.739 Aktien der Gesellschaft, entsprechend knapp 10% des Grundkapitals im Zeitpunkt der Beschlussfassung und im Zeitpunkt der Ausübung der Ermächtigung.

Das Bedingte Kapital II dient der Bedienung von gewährten Bezugsrechten aus Aktienoptionen von Führungskräften und Experten der Gesellschaft und den Unternehmen der Nordex Group im In- und Ausland sowie von Mitgliedern von Geschäftsführungen von Unternehmen der Nordex Group, die aufgrund der Ermächtigung der Hauptversammlung vom 5. Mai 2021 in der Zeit bis zum Ablauf des 4. Mai 2026 gewährt werden. Bisher sind in einer ersten Tranche im Jahr 2021 579.190, in einer zweiten Tranche aus dem Jahr 2022 768.284, in einer dritten Tranche im Jahr 2023 884.409 und in einer vierten Tranche im Berichtsjahr 950.260 Bezugsrechte an Führungskräfte und Experten der Nordex Group gewährt worden.

Durch Hauptversammlungsbeschluss vom 23. April 2024 war der Vorstand ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats im Rahmen des Bedingten Kapitals III das Grundkapital der Gesellschaft um bis zu Euro 23.645.036,00 durch Ausgabe von bis zu 23.645.036 neuen, auf den Inhaber lautende Stückaktien, bedingt zu erhöhen. Das Bedingte Kapital III dient der Gewährung von auf den Inhaber lautenden Stückaktien bei Ausübung von Wandlungs- oder Optionsrechten (oder bei Erfüllung entsprechender Wandlungspflichten) oder bei Ausübung eines Wahlrechts der Gesellschaft, ganz oder teilweise anstelle der Zahlung des fälligen Geldbetrags Stückaktien der Gesellschaft zu gewähren, an die Inhaber von Wandel- oder Optionsschuldverschreibungen, die aufgrund des Ermächtigungsbeschlusses der Hauptversammlung vom 23. April 2024 bis zum Ablauf des 22. April 2027 von der Gesellschaft gegen Bareinlage ausgegeben werden. Der Vorstand hat von dieser Ermächtigung bislang keinen Gebrauch gemacht.

Eigene Aktien

Mit Beschluss der Hauptversammlung vom 6. Juni 2023 wurde der Vorstand bis zum 5. Juni 2028 ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats eigene Aktien im Umfang von bis zu 10 % des zum Zeitpunkt der Beschlussfassung der Hauptversammlung bestehenden Grundkapitals zu erwerben und zu allen gesetzlich zulässigen Zwecken zu verwenden. Die Aktien können unter anderem im Rahmen von Unternehmenszusammenschlüssen und Unternehmenserwerben verwendet werden, als Belegschaftsaktien Führungskräften und Mitarbeitern der Gesellschaft bzw. verbundener Unternehmen angeboten werden, zur Bedienung von Umtauschrechten bzw. Umtauschpflichten aus Wandelschuldverschreibungen oder von Arbeitnehmeroptionsrechten verwendet werden. Das Bezugsrecht der Aktionäre ist in diesen Fällen jeweils ausgeschlossen. Die eigenen Aktien können auch eingezogen werden oder gegen Barzahlung an Aktionäre oder Dritte unter Ausschluss des Bezugsrechts der Aktionäre zu einem Preis veräußert werden, der den Börsenpreis zum Zeitpunkt der Veräußerung nicht wesentlich unterschreitet.

Von der Ermächtigung zum Erwerb eigener Aktien wurde im Berichtszeitraum kein Gebrauch gemacht.

Wesentliche Vereinbarungen unter der Bedingung eines Kontrollwechsels

Zum Bilanzstichtag hat die Gesellschaft die im Folgenden aufgeführten wesentlichen Vereinbarungen abgeschlossen, die Regelungen für den Fall eines Kontrollwechsels beinhalten, wie er infolge eines Übernahmeangebots eintreten kann:

Syndizierte Avalkreditlinie über EUR 1.410 Mio.

Die Avalkreditlinie enthält ein Kündigungsrecht für die Darlehensgeber für den Fall, dass eine Person mehr als 50 % des Aktienkapitals oder Stimmrechte der Nordex SE erwirbt. Ausgenommen hiervon ist die Acciona, S.A., Madrid (Spanien).

Schuldscheindarlehen über EUR 25,5 Mio.

Das Schuldscheindarlehen enthält ein Kündigungsrecht für die Darlehensgeber für den Fall, dass eine Person oder eine Gruppe von gemeinsam handelnden Personen die direkte oder indirekte Kontrolle über mehr als 50 % der ausgegebenen Aktien oder Stimmrechte der Nordex SE und / oder der Nordex Energy SE & Co. KG gewinnt.

Grüne Wandelschuldverschreibungen (Green Bond) über EUR 333 Mio.

Die grünen Wandelschuldverschreibungen beinhalten das Recht der Anleihegläubiger, im Falle eines Kontrollwechsels alle oder einzelne Schuldverschreibungen, die noch nicht gewandelt oder zurückgezahlt wurden, fällig zu stellen. Ein derartiger Kontrollwechsel läge etwa dann vor, wenn eine dritte Person direkt oder indirekt 30 % oder mehr der stimmberechtigten Aktien der Nordex SE erwirbt. Ausgenommen ist die Acciona, S.A. und die mit ihr verbundenen Unternehmen.

Offene Avalkreditlinie über EUR 1.300 Mio.

Die mit Acciona, S.A. vereinbarte Avalkreditlinie enthält ein Kündigungsrecht für die Darlehensgeberin für den Fall, dass eine Person direkt oder indirekt 30 % oder mehr der Aktien oder Stimmrechte der Nordex SE erwirbt. Ausgenommen ist die Acciona, S.A. und die mit ihr verbundenen Unternehmen.

NACHHALTIGKEITSERKLÄRUNG

Allgemeine Angaben

Dieser Abschnitt stellt die Konzernnachhaltigkeitserklärung der Nordex Group dar (im Folgenden auch als "Nachhaltigkeitsbericht", "Nachhaltigkeitserklärung", "nichtfinanzielle Konzernerklärung" oder "nichtfinanzieller Bericht" bezeichnet). Sie wurde zur Erfüllung der Anforderungen der Richtlinie (EU) 2022/2464 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 14. Dezember 2022 (Corporate Sustainability Reporting Directive, CSRD) und des Artikels 8 der Verordnung (EU) 2020/852 (EU-Taxonomie-Verordnung) sowie zur Erfüllung der Anforderungen der §§ 315b und 315c HGB an eine nichtfinanzielle Konzernerklärung aufgestellt. Die nichtfinanzielle Konzernerklärung bezieht sich auf den Zeitraum vom 1. Januar bis 31. Dezember 2024.

Gemäß § 289d HGB erfolgte die Erstellung der nichtfinanziellen Konzernerklärung unter Zugrundelegung der European Sustainability Reporting Standards (ESRS) als Rahmenwerk.

Dies ist der erste Bericht der Nordex Group gemäß den ESRS. Der Inhalt dieser Nachhaltigkeitserklärung basiert auf den Ergebnissen einer doppelten Wesentlichkeitsanalyse (Double Materiality Assessment, DMA), die im Jahr 2024 gemäß den Anforderungen der CSRD und der ESRS durchgeführt wurde, und enthält Angaben zu den Aspekten Umweltbelange, Arbeitnehmerbelange, Sozialbelange, Achtung der Menschenrechte sowie Angaben zur Bekämpfung von Korruption und Bestechung. Einzelheiten zur DMA finden Sie im Abschnitt Methode der doppelten Wesentlichkeitsanalyse. Weiterhin kommen wir den Offenlegungspflichten der EU-Taxonomie-Verordnung nach.

Die folgende Tabelle ordnet die HGB-Angaben den entsprechenden Abschnitten dieser Erklärung zu.

Zuordnung der HGB-Angaben

Erforderliche Angaben nach § 289c HGB Entsprechende Berichtsabschnitte
Beschreibung des Geschäftsmodells Allgemeine Angaben
Umweltbelange Klimawandel, Umweltverschmutzung, Wasser- und Meeresressourcen, Biologische-Vielfalt- und Ökosysteme, Ressourcennutzung und Kreislaufwirtschaft
Arbeitnehmerbelange Arbeitskräfte des Unternehmens, Arbeitskräfte in der Wertschöpfungskette
Sozialbelange Betroffene Gemeinschaften
Achtung der Menschenrechte Arbeitskräfte des Unternehmens, Arbeitskräfte in der Wertschöpfungskette, betroffene Gemeinschaften
Bekämpfung von Korruption und Bestechung Unternehmensführung

Allgemeine Grundlagen für die Erstellung

BP-1

In diesem Kapitel wird erläutert, wie die Nordex Group die Nachhaltigkeitserklärung erstellt hat. Dabei werden der Konsolidierungskreis sowie Informationen zur vor- und nachgelagerten Wertschöpfungskette detailliert beschrieben.

Berichtsumfang

2-BP-1-5-(e)

Diese Nachhaltigkeitserklärung wurde auf konsolidierter Basis erstellt und folgt denselben Grundsätzen und demselben Konsolidierungskreis wie der Konzernabschluss. Somit wird die Muttergesellschaft Nordex SE und alle von der Nordex SE kontrollierten Tochtergesellschaften einbezogen. Es gibt zudem keine Tochterunternehmen, die gemäß Artikel 19a Absatz 9 oder Artikel 29a Absatz 8 der Richtlinie 2013/34/EU von der jährlichen oder konsolidierten Nachhaltigkeitsberichterstattung ausgenommen sind.

Unsere Nachhaltigkeitserklärung deckt die gesamte Wertschöpfungskette der Nordex Group ab, die eigene Geschäftstätigkeit, vor- und nachgelagerte Tätigkeiten umfasst. Zu unseren eigenen Geschäftstätigkeiten gehören (Produktions)Werke zur Turbinenmontage und Rotorblattproduktion in Deutschland, Spanien, Brasilien, Indien, Mexiko und den USA. Unser Hauptsitz befindet sich in Hamburg (Deutschland).

Unsere Konzepte, Maßnahmen und Ziele gelten grundsätzlich für die gesamte Nordex Group. In Fällen, in denen sich ein Konzept, eine Maßnahme oder ein Ziel nur auf eine bestimmte Tätigkeit oder Geschäftseinheit bezieht oder in denen bestimmte Tätigkeiten oder Geschäftseinheiten ausgeschlossen sind, wird dies im Bericht deutlich dargelegt.

Übergangsbestimmungen

Im Einklang mit den Vorschriften zur schrittweisen Einführung von Angabepflichten haben wir die verfügbaren Übergangsbestimmungen genutzt, um umfassende Nachhaltigkeitskennzahlen schrittweise in unseren Berichtsrahmen zu integrieren. Da dies unsere erste CSRD-Nachhaltigkeitserklärung ist, enthält sie in der Regel keine Vorjahresdaten. Die einzige Ausnahme bildet Abschnitt E1, in dem wir die Treibhausgas (THG) Emissionsdaten für 2023 aufgenommen haben, um die Transparenz über die zeitraumbezogene Entwicklung unserer THG-Emissionen zu gewährleisten. Diese Daten sind nicht Teil des Prüfungsumfangs und werden in der Nachhaltigkeitserklärung eindeutiges "ungeprüft" gekennzeichnet.

Darüber hinaus haben wir keine Daten zur Wertschöpfungskette aufgenommen, wie es die Bestimmungen zur schrittweisen Einführung erlauben. Für einige Datenpunkte in Abschnitt S1 haben wir uns, obwohl hier eine schrittweise Einführung möglich wäre, für eine freiwillige Offenlegung der Daten entschieden, sofern diese bereits verfügbar waren.

Von Auslassungen im Sinne des ESRS 1 Abschnitt 7.7 in Bezug auf bestimmte Informationen, die sich auf geistiges Eigentum, Know-How oder Ergebnisse von Innovationen beziehen, wurde nicht Gebrauch gemacht.

Verweise

Links zu Informationen außerhalb des Lageberichts, des Konzernabschlusses und des Konzernanhangs stellen zusätzliche Angaben dar, die nicht Bestandteil der Nachhaltigkeitserklärung sind. Diese sind durch eckige Klammern und einen hellblauen Hintergrund gekennzeichnet. Beispiel: [Dies sind zusätzliche Angaben.] Von der Möglichkeit gemäß ESRS 1, 9.1, Informationen mittels Verweis in die Nachhaltigkeitserklärung aufzunehmen haben wir keinen Gebrauch gemacht.

Genehmigung durch den Aufsichtsrat

Der Aufsichtsrat ist für die Prüfung und Genehmigung des Nachhaltigkeitsberichts zuständig. Der Nachhaltigkeitsbericht wurde in einer Aufsichtsratssitzung im Februar 2025 zusammen mit dem zusammengefassten Lagebericht vorgestellt und genehmigt.

Externe Prüfung der Konzernnachhaltigkeitserklärung

Die inhaltliche Prüfung der vorliegenden Konzernnachhaltigkeitserklärung erfolgte gemäß § 171 Abs. 1 AktG durch den Aufsichtsrat der Nordex Group. Die Konzernnachhaltigkeitserklärung wurde zudem im Rahmen einer betriebswirtschaftlichen Prüfung von der unabhängigen Wirtschaftsprüfungsgesellschaft KPMG nach dem International Standard on Assurance Engagements 3000 (ISAE 3000, revised) mit begrenzter Sicherheit geprüft. Der Vermerk des unabhängigen Wirtschaftsprüfers findet sich im Abschnitt Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers. Keine der in dieser Nachhaltigkeitserklärung dargestellten Kennzahlen wurde zusätzlich von einer anderen externen Partei validiert.

Angaben im Zusammenhang mit konkreten Umständen

Zeithorizonte

2-BP-2-9

Die Nordex Group definiert die Zeithorizonte für die Nachhaltigkeitsberichterstattung wie folgt: kurzfristig bezieht sich auf das laufende Jahr, mittelfristig umfasst einen Zeitraum von 1 bis 3 Jahren und langfristig erstreckt sich über 3 Jahre hinaus. Diese Einstufung beruht auf unseren etablierten Planungs- und Managementpraktiken, bei denen für kritische Aktivitäten wie Umsatzprognosen und Risikomanagement in der Regel ein Dreijahreshorizont zugrunde gelegt wird. Durch die Einführung dieses Rahmens stellen wir sicher, dass unsere Nachhaltigkeitsinitiativen mit unseren operativen Strategien und der Marktdynamik in Einklang stehen und einen proaktiven Ansatz zur Bewältigung potenzieller Herausforderungen und Chancen ermöglichen. Die Nutzung dieser Zeithorizonte erleichtert nicht nur eine effektive Ressourcenallokation, sondern verbessert auch unsere Fähigkeit, messbare Nachhaltigkeitsziele zu setzen, die sowohl ambitioniert als auch erreichbar sind. Dies fördert unser Engagement für eine dauerhafte Wertschöpfung zugunsten aller Beteiligten. Bei der Bewertung klimabezogener Übergangsrisiken weicht die Definition von "langfristig" ab: In diesem Fall gilt ein Risiko gemäß ESRS E1 als "langfristig", wenn es für einen Zeitraum von mehr als 10 Jahren bewertet wird (siehe E1-ESRS 2 IRO-1-20). Für die Klimaszenarioanalyse gelten andere Zeithorizonte, da sie auf den Szenariohorizonten des IPCC basieren (siehe E1-ESRS 2 IRO-1-21).

Quellen für Schätzungen und Ergebnisunsicherheit

2-BP-2-10

In den Fällen, in denen die Daten zur Wertschöpfungskette auf Schätzungen basieren, die auf der Grundlage von indirekten Quellen herangezogen wurden, wird dies in dem entsprechenden Abschnitt erläutert und hervorgehoben. Dies gilt insbesondere für die im Kapitel "Klimawandel" dargestellten Daten zur Wertschöpfungskette. Es gibt keinen allgemeinen Ansatz als Grundlage für die Erstellung. Spezifische Methoden werden in den jeweiligen Abschnitten ausführlich beschrieben, in denen Schätzungen angewendet werden. Der daraus resultierende Genauigkeitsgrad wird auch in den entsprechenden Abschnitten beschrieben, in denen solche Schätzungen vorliegen.

Änderungen bei der Erstellung oder Darstellung von Nachhaltigkeitsinformationen

2-BP-2-13

Im Jahr 2024 wurde unser Ansatz zum Ausweis einzelner EU-Taxonomie-Angaben geändert, da wir eine Neuzuordnung unserer relevanten Wirtschaftstätigkeiten vorgenommen haben. Um den methodischen Änderungen in der Bewertung der Taxonomiefähigkeit Rechnung zu tragen und einen angemessenen Vergleich mit den Vorjahreszahlen zu ermöglichen, wurden die taxonomiefähigen und taxonomiekonformen Umsätze, CapEx und OpEx für das Berichtsjahr 2023 angepasst. Dies ist im Kapitel Angaben nach Artikel 8 der Verordnung (EU) 2020/852 (Taxonomie-Verordnung) näher erläutert.

Nachhaltigkeitsbezogene Governance

Dieses Kapitel enthält einen Überblick über die Zusammensetzung und Diversität der Verwaltungs-, Leitungs- und Aufsichtsorgane der Nordex Group in Bezug auf Nachhaltigkeitsthemen. Es umreißt ihre Rollen und Verantwortlichkeiten bei der Überwachung des Managements wesentlicher Auswirkungen, Risiken und Chancen und beschreibt, wie das Management über Nachhaltigkeitsfragen auf dem Laufenden gehalten wird.

Zusammensetzung und Rolle der Leitungsorgane des Unternehmens

GOV-1, ESRS G1 ESRS 2 GOV-1

Die Organe des Unternehmens sind der aus im Berichtszeitraum aus drei geschäftsführenden Mitgliedern bestehende Vorstand und der aus sechs nicht geschäftsführenden Mitgliedern bestehende Aufsichtsrat. Arbeitnehmende und andere Arbeitskräfte sind in diesen Gremien nicht vertreten, aber das Unternehmen ist weiterhin bestrebt, die Perspektiven und Interessen der breiteren Belegschaft über verschiedene andere Kanäle und Initiativen zu berücksichtigen.

Vorstand

Im Berichtszeitraum bestand der Vorstand aus José Luis Blanco (Chief Executive Officer, CEO), Dr. Ilya Hartmann (Chief Financial Officer, CFO) und Patxi Landa, Chief Sales Officer, CSO), die allesamt über langjährige Expertise in der Wind- und erneuerbaren Energiebranche verfügen. Da alle Mitglieder des Vorstands männlich sind, erfüllen wir damit noch nicht die Zielgröße für den Frauenanteil im Vorstand, die 2024 nach § 111 Abs. 5 Aktiengesetz (AktG) bis Ende 2029 in Höhe von 25 % festgelegt wurde.

Der Vorstand folgt in seiner Arbeitspraxis dem Grundsatz der gemeinsamen Verantwortung. Das bedeutet, dass die Mitglieder des Vorstands gemeinsam die Verantwortung für die gesamte Geschäftsführung tragen. Die Verteilung der Aufgaben auf die Mitglieder des Vorstands ergibt sich aus dem Geschäftsverteilungsplan. Dieses Prinzip der geteilten Verantwortung schließt die Aufsicht über wesentliche Nachhaltigkeitsaspekte ein, die implizit innerhalb der Organisation abgedeckt sind. Das heißt, dass die Geschäftsführung zwar über die diese Aspekte informiert wird, die tatsächliche Umsetzung der Zuständigkeiten jedoch durch die jeweiligen Fachabteilungen erfolgt. Beispielsweise ist die Abteilung Gesundheit, Sicherheit und Umwelt (HSE) zuständig für Nachhaltigkeitsaspekte im Zusammenhang mit Gesundheit und Sicherheit bzgl. des Aspekts Arbeitsbedingungen der Arbeitskräfte des Unternehmens und berichtet direkt an den CEO. Themen, die derzeit noch keiner spezifischen Abteilung zugeordnet sind, werden von der Nachhaltigkeitsabteilung im Unternehmen abgedeckt, durch die auch die Ableitung künftiger Verantwortlichkeiten und Maßnahmen erfolgt.

Im Berichtsjahr führte Nordex im Rahmen des General Management Meetings (GMM) eine Pflichtschulung zur CSRD-Umsetzung und Lieferkettensorgfaltspflicht durch, an der auch die drei Vorstandsmitglieder teilnahmen. In dieser Schulung wurden wichtige Aspekte der Unternehmensführung und Compliance behandelt, um unser Engagement für Nachhaltigkeit und verantwortungsvolle Geschäftspraktiken zu bekräftigen.

Mit Wirkung zum 22. Januar 2025 hat Patxi Landa sein Amt als Chief Sales Officer abgegeben. Der Vorstand der Nordex SE wird künftig aus zwei Mitgliedern bestehen.

Aufsichtsrat

Der Aufsichtsrat besteht aus sechs Mitgliedern, vier Männern und zwei Frauen. Mit dieser Zusammensetzung erfüllen wir die Zielgröße für den Frauenanteil im Aufsichtsrat, die 2024 nach §111 Abs. 5 AktG bis Ende 2029 in Höhe von 33 % festgelegt wurde.

Alle Mitglieder des Aufsichtsrats sind unabhängig vom Mehrheitsaktionär, der Gesellschaft und dem Vorstand. Sie verfügen über vielfältiges Fachwissen, das für unsere Branche, unser Geschäftsmodell und unsere Produkte relevant ist. Bei ESG-Themen wird der Aufsichtsrat auch von Nordex-Mitarbeitenden unterstützt. Schlüsselpersonen nehmen auf Anfrage an den Aufsichtsratssitzungen teil, um Input zu ausgewählten Nachhaltigkeitsthemen zu geben und/oder den Aufsichtsrat zu diesen Themen zu schulen.

ESG-Integration in den Ausschüssen des Aufsichtsrats

Gremium Verantwortungsbereich Wesentliche 2024 behandelte Themen
Prüfungsausschuss • CSRD-konforme Berichterstattung • Überprüfung und Genehmigung des Verfahrens zur doppelten Wesentlichkeitsanalyse und des Ergebnisses für die Berichterstattung 2024
• Jährliche Überprüfung und Genehmigung der doppelten Wesentlichkeitsanalyse • Überprüfung des Ergebnisses des Prozesses zur Erlangung begrenzter Sicherheit für nichtfinanzielle Daten
• Überwachung des Ergebnisses des Prozesses zur Erlangung begrenzter Sicherheit für nichtfinanzieller Datenpunkte • Prüfung und Genehmigung des Geschäftsberichts 2024
• Überwachung der Ergebnisse der internen Kontrollen in Bezug auf die Berichterstattung
Strategie- und Technikausschuss • Technische und strategische Fragestellungen der Nordex Group • THG-Emissionsreduktionsziele

Informationen und Nachhaltigkeitsaspekte, mit denen sich die Organe des Unternehmens befassen

GOV-2

Der Vorstand der Nordex Group wird vierteljährlich und bei Bedarf auch ad-hoc vom Director Sustainability über Tätigkeiten und Entwicklungen im Bereich der Nachhaltigkeit informiert. Auch dem Aufsichtsrat werden vom Director Sustainability vierteljährlich aktuelle Informationen zu nachhaltigkeitsbezogenen Themen vorgelegt. Dazu gehört die Kommunikation über unsere jährliche Berichterstattung, die Identifizierung der Auswirkungen, Risiken und Chancen (impacts, risks and opportunities, IRO) durch die DMA und die Fortschrittsberichte zu unseres Nachhaltigkeitsstrategie.

Informationen über Auswirkungen, Risiken und Chancen sind eine von mehreren Quellen, die von den Verwaltungs-, Leitungs- und Aufsichtsgremien der Nordex Group bei der Entwicklung, Anpassung und Überwachung der Unternehmensstrategie sowie bei der Entscheidungsfindung zu wichtigen Transaktionen genutzt werden. Die im Rahmen der DMA ermittelten wesentliche Risiken werden in das Enterprise Risk Management-Tool der Nordex Group integriert und sind somit Teil des vierteljährlichen Risikobewertungsprozesses.

Mit den einzelnen im Rahmen der DMA ermittelten Auswirkungen, Risiken und Chancen haben sich die Verwaltungs-, Leitungs- und Aufsichtsorgane der Nordex Group im Berichtszeitraum nicht explizit befasst. Wesentliche Auswirkungen, Risiken und Chancen wurden jedoch implizit durch Strategien, Konzepte und Ziele für die verschiedenen Funktionen des Unternehmens im Einklang mit der Unternehmensstrategie berücksichtigt, die von den Leitungs- und Aufsichtsorganen des Unternehmens festgelegt und genehmigt wurde.

Einbeziehung der nachhaltigkeitsbezogenen Leistung in Anreizsysteme

GOV-3, E1 ESRS 2 GOV-3

Das Vergütungssystem für die Mitglieder des Vorstands wird gemäß §§ 87 Abs. 1, 87a Abs. 1, 107 Abs. 3 Satz 7 AktG durch den Aufsichtsrat festgelegt. Unterstützt wird der Aufsichtsrat hierbei durch das Präsidium, das als Nominierungsausschuss Vorschläge und Empfehlungen zur Ausgestaltung und Weiterentwicklung des Vergütungssystems erarbeitet. Das aktuelle, von der ordentlichen Hauptversammlung der Nordex SE 2021 mit einer Mehrheit von 99,37 % gebilligte Vergütungssystem gilt für alle nach dem 5. Mai 2021 neu abgeschlossenen oder verlängerten Anstellungsverträge.

Die Vorstandsvergütung setzt sich aus erfolgsunabhängigen (festen) und erfolgsabhängigen (variablen) Vergütungsbestandteilen zusammen. Die variablen Vergütungsbestandteile sind sowohl auf das Erreichen jährlicher Ziele als auch auf die langfristige Entwicklung der Gesellschaft ausgerichtet. Die kurzfristige variable Vergütung (Tantieme) und die langfristige variable Vergütung in Form eines Performance Share Unit Plans (PSUP) incentivieren die Leistung der Vorstandsmitglieder aus unterschiedlichen Perspektiven, über unterschiedlich lange Bemessungszeiträume und unter Berücksichtigung verschiedener Leistungskriterien.

Bei der Auswahl der Leistungskriterien steht für die Tantieme die Umsetzung operativer kurzfristiger Ziele im Vordergrund. Der PSUP fokussiert zum einen auf die Performance der Aktie der Nordex SE im Vergleich zum Kapitalmarkt (Gewichtung: 80 %). Hierdurch wird unter anderem gemessen, wie die strategische Ausrichtung der Nordex SE und deren Umsetzung durch den Vorstand vom Kapitalmarkt beurteilt werden. Seit der Neugestaltung der Anstellungsverträge ist der PSUP auch von nachhaltigkeitsbezogenen Kriterien abhängig. Zu den ESG-Zielen, die mit 20% gewichtet werden, gehört die Erreichung eines Frauenanteils von 25 % in den Führungsebenen M1 bis M4 sowie die Reduktion von Treibhausgasemissionen (Scope 1 und Scope 2). Diese Ziele sind aus den Zielen der Nachhaltigkeitsstrategie der Nordex Group abgeleitet. Die Einbeziehung dieser ESG-Ziele steht im Einklang mit den Anforderungen des aktuellen Vergütungssystems. Darüber hinaus gilt für die Vergütung von CEO José Luis Blanco ein nichtfinanzielles Bonuskriterium. Dieses mit 5 % gewichtete Kriterium bezieht sich auf die Aspekten Arbeitssicherheit, Gesundheits- und Umweltschutz.

Im Geschäftsjahr 2024 der variablen Vergütung zugrunde gelegte nachhaltigkeitsbezogene Kriterien

Leistungskriterien Tantieme Performance Share Unit Plan Strategiebezug
Arbeitssicherheit, Gesundheits- und Umweltschutz: Unfallhäufigkeitsrate (Lost-time incidentfrequency, LTIF) x Schutz und Förderung der Mitarbeitenden durch Sicherstellung der Arbeitssicherheit
Frauenanteil in Managementposition in der Nordex Group 1 x Förderung einer Frauenquote von mindestens 25 % in den Führungsebenen M1 bis M4 im Einklang mit der Nachhaltigkeitsstrategie der Nordex Group
Reduktion von Scope-1- und Scope-2-THG-Emissionen (marktbezogen) 2 x Reduktion von Treibhausgas-Emissionen(Scope 1 und Scope 2) im Einklang mit der Nachhaltigkeitsstrategie der Nordex Group

1 Sämtliche Führungspositionen werden mit MERCER nach der IPE-Methodik (International Position Evaluation) bewertet.

2 Abgeleitet aus den von der Gesellschaft bei der SBTi eingereichten Ziele

Nachhaltigkeitsbezogene Zielkriterien für die kurzfristige variable Vergütung (Bonus):

Gewichtung der Leistungskriterien José Luis Blanco Patxi Landa Dr. Ilya Hartmann
Arbeitssicherheit, Gesundheits- und Umweltschutz: Unfallhäufigkeite (Lost-time incidentfrequency, LTIF). 5 % - -

Für den Short Term Incentive (STI) ist ein bestimmter Zielbetrag vertraglich festgelegt. Die konkrete Höhe des STI hängt von zwei gleich gewichteten Leistungskriterien ab, nämlich zum einen (i) dem Erreichen eines für den Gesamtvorstand festgelegten spezifischen finanziellen Unternehmensziels und zum anderen (ii) der Leistungsbeurteilung des einzelnen Vorstandsmitglieds anhand bestimmter individueller Leistungskriterien. Das finanzielle Unternehmensziel orientiert sich an der Entwicklung einer Profitabilitätskennzahl, wahlweise EBITDA, EBIT oder EBT, die vom Aufsichtsrat vor Beginn des Geschäftsjahres festgelegt wird. Zu den individuellen Leistungskriterien zählen zum einen an operative Steuerungskennzahlen anknüpfende nichtfinanzielle Leistungskriterien, welche ebenfalls auf die Grundlagen der künftigen Unternehmensentwicklung (Auftragseingangsmarge, Qualität und Produktkosten) abzielen, und zum anderen ggf. auch Ziele aus den Bereichen Arbeitssicherheit und Gesundheit oder aus den Bereichen Umwelt, Soziales und gute Unternehmensführung (ESG-Ziele) beinhalten, soweit diese nicht bereits für die Bemessung des Long Term Incentive (LTI) herangezogen werden. Die für die Vorstandsmitglieder festgelegten individuellen Leistungskriterien können neben den nichtfinanziellen individuellen Leistungskriterien auch ergänzende finanzielle Ziele für alle oder nur für einzelne Vorstandsmitglieder umfassen, die sich auf die Kennzahlen Kapitalbindung (Working-Capital-Ratio) und/oder freier Cashflow beziehen.

[Weitere Einzelheiten finden Sie im Vergütungsbericht im Abschnitt Corporate Governance.]

Erklärung zur Sorgfaltspflicht

GOV-4

Wir verpflichten uns zur Einhaltung strenger Verfahren zur Erfüllung der Sorgfaltspflicht, um verantwortungsvolle und ethische Geschäftspraktiken sicherzustellen. In der folgenden Tabelle finden Sie eine Übersicht darüber, an welchen Stellen in diesem Dokument wir auf die notwendigen Schritte der Sorgfaltspflicht eingehen, wie sie in ESRS 1, Kapitel 4, beschrieben sind. Diese Zuordnung soll den Stakeholdern erleichtern, die relevanten Informationen zu unseren Bemühungen im Bereich Sorgfaltspflicht im gesamten Dokument zu finden.

Überblick über die Kernelemente der Sorgfaltspflicht in der Nachhaltigkeitserklärung

Kernelemente der Sorgfaltspflicht Abschnitte der Nachhaltigkeitserklärung
(a) Einbindung der Sorgfaltspflicht in • GOV-1 und -2
Governance, Strategie und Geschäftsmodell • SBM-1
(b) Einbeziehung von Stakeholdern • SBM-2
• S1-2
• S1-3
• S2-2
• S2-3
• S3
• G1
(c) Ermittlung und Bewertung negativer • IRO-1
Auswirkungen auf Mensch und Umwelt • SBM-3
(d) Maßnahmen zum Umgang mit • E1-3
negativen Auswirkungen auf Mensch und • E2-2
Umwelt • E3-2
• E4-3
• E5-2
• S1-4
• S2-4
• S3-4
(e) Nachverfolgung der Wirksamkeit dieser • E1-4
Bemühungen • E1-5
• E1-6
• E2-3
• E2-4
• E2-5
• E3-3
• E3-4
• E4-4
• E4-5
• E5-3
• E5-4
• E5-5
• S1-5
• S1-8
• S1-9
• S1-10
• S1-11
• S1-12
• S1-13
• S1-14
• S1-15
• S1-16
• S1-17
• G1-6

Risikomanagement und interne Kontrollen der Nachhaltigkeitsberichterstattung

GOV-5

Bei Nordex SE sind wir uns der entscheidenden Bedeutung eines robusten Risikomanagements und interner Kontrollen für die Gewährleistung der Genauigkeit und Zuverlässigkeit unserer Nachhaltigkeitsberichterstattung bewusst. In diesem Abschnitt wird unser Ansatz zum Management von Risiken und internen Kontrollen in Bezug auf unseren Prozess der Nachhaltigkeitsberichterstattung beschrieben.

Rollen und Verantwortlichkeiten

2-GOV-5-3B-(a)

Unsere Nachhaltigkeitsberichterstattung wird vom Nachhaltigkeitsteam unter der Leitung des Director Sustainability überwacht. Das Team ist verantwortlich für die Definition und Umsetzung der Nachhaltigkeitsstrategie der Nordex Group, die Überwachung der Einhaltung und die Gewährleistung eines wirksamen Managements von Nachhaltigkeitsrisiken. Der Director Sustainability der Nordex Group berichtet direkt an den CFO.

Zum Nachhaltigkeitsteam gehören Fachexperten und Zentralfunktionen, die den Berichtsprozess überwachen. Inhaltlich werden u.a. die Themen Klima, Menschenrechte und technische Nachhaltigkeitsaspekte im Team abgedeckt. Das Team arbeitet bei der Sammlung der für die Nachhaltigkeitsberichterstattung erforderlichen Informationen und der Umsetzung der Nachhaltigkeitsstrategie mit verschiedenen Abteilungen innerhalb der Organisation zusammen, darunter QHSE, Beschaffung, Compliance, Produktstrategie, Engineering sowie People & Culture.

Wir haben ein unternehmensübergreifendes Global Sustainability Network eingerichtet, dessen Mitglieder aus 18 Abteilungen stammen und alle wichtigen Elemente der Organisationsstruktur der Nordex Group repräsentieren. Dieses Netzwerk trifft sich vierteljährlich zum Informationsaustausch. Für unsere CSRD-Berichterstattung nahmen viele Netzwerkmitglieder an DMA-Workshops (DMA: Double Materiality Analysis, dt.: Doppelte Wesentlichkeitsanalyse) teil, wobei das gesamte Netzwerk an der Validierung der Bewertungsergebnisse beteiligt war, die auf einem der vierteljährlichen Netzwerktreffen vorgestellt wurden.

Die Entscheidungsfindung innerhalb des Nachhaltigkeitsteams wird vom Director Sustainability geleitet. Der Vorstand wird über wesentliche Entscheidungen im Bereich Nachhaltigkeit und Nachhaltigkeitsberichterstattung informiert und erteilt seine Freigabe, zum Beispiel bei der Festlegung oder Aktualisierung unserer nachhaltigkeitsbezogenen Ziele.

Risikomanagementansatz

2-GOV-5-36-(a), 2-GOV-5-36-(b)

Als Reaktion auf die Anforderungen der CSRD hat die Nordex SE Prozesse zur Steuerung von Risiken im Zusammenhang mit der Nachhaltigkeitsberichterstattung eingerichtet. Diese Prozesse umfassen die folgenden Komponenten:

Umfang und Hauptmerkmale: Unsere Prozesse decken alle Aspekte der Nachhaltigkeitsberichterstattung ab, einschließlich Datenerfassung, Validierung und Berichterstattung. Sie sollen sicherstellen, dass der Nachhaltigkeitsbericht vollständig, genau und relevant ist. Diese Prozesse sind darauf ausgelegt, die besonderen Herausforderungen und Anforderungen der Nachhaltigkeitsberichterstattung zu bewältigen und die Einhaltung gesetzlicher Standards sowie der Erwartungen der Stakeholder sicherzustellen.

Risikoermittlung und -bewertung: Wir ermitteln und bewerten Risiken im Zusammenhang mit der Nachhaltigkeitsberichterstattung durch laufende Überwachung und Kommunikation innerhalb des Teams. Wenn potenzielle Risiken, wie etwa Datenungenauigkeiten, regulatorische Änderungen oder Ressourcenbeschränkungen, erkannt werden, werden diese umgehend besprochen und adressiert. Die Priorisierung der Risiken erfolgt auf Grundlage ihrer potenziellen Auswirkungen auf die Verlässlichkeit des Nachhaltigkeitsberichts. Beispielsweise beurteilen wir das Risiko von Datenungenauigkeiten, indem wir die Robustheit unserer Datenerfassungsprozesse und die Zuverlässigkeit unserer Datenquellen bewerten.

Interne Kontrollen

2-GOV-5-3B-(a), 2-GOV-5-36-(c)

Um die Integrität unserer Nachhaltigkeitsberichterstattung zu gewährleisten, haben wir eine Reihe interner Kontrollen implementiert:

Datenvalidierungsprozesse: Um die Richtigkeit und Vollständigkeit der in unserem Nachhaltigkeitsbericht verwendeten Daten sicherzustellen, haben wir standardisierte Prozesse zur Datenerhebung und -Validierung eingerichtet.

IT-Infrastruktur: Wir haben in eine Berichtsmanagement-Plattform investiert, die den integrierten Prozess der Nachhaltigkeitsberichterstattung unterstützt. Darüber hinaus verwenden wir ein spezielles Umweltdatenmanagementsystem, um Umweltdaten aus allen unseren weltweiten Produktionsstätten und großen Verwaltungsstandorten zu erfassen und zu verwalten. Diese Tools erleichtern die Datenverwaltung, verbessern die Datengenauigkeit und -Vollständigkeit und optimieren den Berichtsworkflow.

Integrierte Genehmigerrollen: Unser Umweltdatenmanagement-Tool umfasst integrierte Genehmigerrollen, die sicherstellen, dass die Daten vor ihrer Fertigstellung auf mehreren Ebenen geprüft und genehmigt werden. Dadurch wird eine zusätzliche Ebene der Überprüfung und Rechenschaftspflicht geschaffen.

Unabhängige Kontrollen: Durch unabhängige Kontrollen, wie beispielsweise das Vier-Augen-Prinzip, prüfen wir die Richtigkeit der Daten und des Berichts.

Schulung und Sensibilisierung: Wir bieten regelmäßige Schulungen und Sensibilisierungsprogramme für Mitarbeitende an, die am Prozess der Nachhaltigkeitsberichterstattung beteiligt sind. Dadurch wird sichergestellt, dass alle Teammitglieder über die Berichtsanforderungen und Best Practices für Datengenauigkeit und -integrität informiert sind.

Die wichtigsten ermittelten Risiken und die Mitigierungsmaßnahmen

2-GOV-5-36-(c)

Im Rahmen unserer Nachhaltigkeitsberichterstattung haben wir die folgenden Hauptrisiken ermittelt und Maßnahmen zur Mitigierung umgesetzt, einschließlich entsprechender Kontrollen:

Datengenauigkeit: Wir sind auf Probleme mit der Datengenauigkeit in unserer Nachhaltigkeitsberichterstattung gestoßen. Um dieses Risiko zu mindern, haben wir individuell mit den Datenverantwortlichen Kontakt aufgenommen, um die Quelle und den Grund der Abweichungen zu verstehen und sicherzustellen, dass die Ungenauigkeiten behoben werden. Darüber hinaus haben wir für die meisten KPls standardisierte Vorlagen zur Datenerfassung bereitgestellt, die auf Erkenntnissen aus der Nachhaltigkeitsberichterstattung der vergangenen Jahre basieren.

Regulatorische Änderungen: Risiken sehen wir in geänderten Regelungen zur Nachhaltigkeitsberichterstattung, die Auswirkungen auf die von uns zu erfüllenden Anforderungen haben werden. Um diesen Herausforderungen entgegenzuwirken, beteiligen wir uns in Branchengremien wie dem VDMA und WindEurope und sind in engem Austausch mit unseren Prüfern der Nachhaltigkeitsberichterstattung, um über die Anforderungen und deren Auslegung auf dem Laufenden zu bleiben. Dieser proaktive Ansatz hilft uns, die Einhaltung neuer Vorschriftensicherzustellen.

Ressourcenengpässe: Aufgrund der umfangreichen Anforderungen der CSRD waren wir in unserem Nachhaltigkeitsreportingprozess mit erheblichen Ressourceneinschränkungen konfrontiert. Um dieser Herausforderung zu begegnen, haben wir in zusätzliches Personal investiert, was uns geholfen hat, ein Team aufzubauen, das in der Lage ist, den Berichtsprozess effektiv zu bewältigen.

Einbeziehung der Interessenträger: Da wir bei unserer doppelten Wesentlichkeitsanalyse in erster Linie interne Experten zur Darstellung der Perspektive externer Stakeholder eingesetzt haben, besteht das Risiko einer falschen Darstellung der Perspektiven wichtiger externer Stakeholder. Da wir diese internen Stellvertreter jedoch sorgfältig ausgewählt haben und sie als fundiert erachten, halten wir dieses Risiko für begrenzt. Darüber hinaus haben wir die Bewertung der Stellvertreter, soweit möglich, mithilfe zusätzlicher Ressourcen validiert. So wurde beispielsweise im Fall unserer Kunden die Bewertung des als Stellvertreter fungierenden Vertriebsteams anhand unserer Datenbank zu nachhaltigkeitsbezogenen Kundeninteraktionen validiert.

Einbindung der Risikobewertung und der internen Kontrollen in die einschlägigen internen Funktionen und Prozesse

2-GOV-5-36-(d)

Die Ergebnisse unserer eigenen Risikobewertung und internen Kontrollen speziell in Bezug auf den Prozess zur Nachhaltigkeitsberichterstattung werden in die Abläufe der betroffenen Abteilungen und Funktionen integriert. Dadurch wird sichergestellt, dass ermittelte Risiken umgehend angegangen werden und die Genauigkeit und Zuverlässigkeit der Nachhaltigkeitsberichterstattung gewährleistet bleibt.

Im Einzelnen umfasst der Integrationsprozess folgende Schritte:

Übermittlung der Ergebnisse: Die Ergebnisse der Risikobewertungen im Rahmen der Nachhaltigkeitsberichterstattung werden dem Nachhaltigkeitsteam und den Input gebenden Abteilungen mitgeteilt. Dadurch wird sichergestellt, dass alle am Berichtsprozess beteiligten Abteilungen über die ermittelten Risiken informiert sind und geeignete Maßnahmen zu deren Minderung ergreifen können.

Aktionspläne: Auf Grundlage der Ergebnisse der Risikobewertung arbeitet das Nachhaltigkeitsteam mit den relevanten Abteilungen zusammen, um Maßnahmen zur Bewältigung der ermittelten Risiken zu entwickeln und umzusetzen. Zu diesen Maßnahmen können zusätzliche Schritte zur Datenvalidierung oder eine verbesserte Schulung des Dateneingabepersonals gehören.

Überwachung und Überprüfung: Die Umsetzung dieser Maßnahmen wird regelmäßig überwacht, um ein wirksames Management der ermittelten Risiken sicherzustellen. Hierzu gehören regelmäßige Überprüfungen, um die Wirksamkeit der getroffenen Maßnahmen zu beurteilen und gegebenenfalls Anpassungen vorzunehmen. Beispielsweise kann das Nachhaltigkeitsteam Überprüfungen der Datenvalidierungsprozesse für Umweltdaten durchführen, um sicherzustellen, dass sie wie vorgesehen funktionieren.

Kontinuierliche Verbesserung

2-G0V-5-36-(e)

Wir sind bestrebt, unseren Prozess der Nachhaltigkeitsberichterstattung kontinuierlich zu verbessern. Dazu gehören die folgenden Punkte:

Zusammensetzung des Teams: Wir haben das für die Nachhaltigkeitsberichterstattung zuständige Team erheblich verstärkt, um Ressourcenengpässen Rechnung zu tragen und sicherzustellen, dass wir über die notwendige Sachkenntnis verfügen, um den Berichtsprozess wirksam zu gestalten. Hierzu zählen die Einstellung zusätzlichen Personals und kontinuierliche Schulungen, um sicherzustellen, dass das Team für die komplexen Anforderungen der Nachhaltigkeitsberichterstattung gut aufgestellt ist.

Regulatorisches Umfeld: Wir beobachten das regulatorische Umfeld kontinuierlich, um über alle Änderungen, die unsere Nachhaltigkeitsberichterstattung beeinflussen könnten, auf dem Laufenden zu bleiben. Hierzu gehört die Behandlung von Auslegungsproblemen und die Sicherstellung der Einhaltung neuer Vorschriften.

Unser Team nimmt regelmäßig an Branchenforen teil und steht im Dialog mit Regulierungsbehörden, um über die neuesten Entwicklungen informiert zu bleiben.

Regelmäßige Berichterstattung: Zwar werden die Ergebnisse unserer Risikobewertungen und internen Kontrollen im Zusammenhang mit der Nachhaltigkeitsberichterstattung nicht regelmäßig an den Vorstand und den Aufsichtsrat berichtet, wir stellen jedoch sicher, dass wesentliche Risiken bei Bedarf eskaliert werden. Das Nachhaltigkeitsteam führt regelmäßige interne Prüfungen durch und informiert die relevanten Stakeholder (z. B. den CFO und/oder den CEO) über den Fortschritt und etwaige identifizierte kritische Themen. Bei Bedarf werden diese Themen im Rahmen eines regelmäßigen Nachhaltigkeits-Updates auch an den Aufsichtsrat berichtet.

Strategie, Geschäftsmodell und Wertschöpfungskette

SBM-1

Dieses Kapitel vermittelt einen Überblick über die Kernelemente der allgemeinen Strategie der Nordex Group, die Nachhaltigkeitsaspekte betreffen oder sich auf diese auswirken, sowie die Schlüsselelemente des Geschäftsmodells und der Wertschöpfungskette der Nordex Group, um ein Verständnis in Bezug auf ihre Exposition gegenüber Auswirkungen, Risiken und Chancen zu vermitteln, und darauf, wo sie ihren Ursprung haben.

Unsere Nachhaltigkeitsstrategie in Bezug auf Nachhaltigkeitsaspekte

Die Nordex Group hat es sich zum Ziel gesetzt, den nachhaltigen Übergang zu erneuerbaren Energien durch die Produktion effizienter Windenergieanlagen zu fördern. Einzelheiten zu unserer Unternehmensstrategie, Mission und Vision finden Sie im Abschnitt Unternehmensstrategie und Steuerung.

Aufgrund der Art unseres Geschäftsmodells trägt jede strategische Entscheidung letztlich auch unserem übergeordneten Ziel und unserer Vision bei, Menschen in aller Welt durch unsere Produkte und Dienstleistungen zu stärken und einen sauberen und friedlicheren Planeten zu schaffen. Dieses Bekenntnis zur Bekämpfung des Klimawandels ist der Eckpfeiler unseres Geschäftsmodells und steht in direktem Zusammenhang mit unserer wesentlichen positiven Auswirkung auf die Erzeugung von CO 2-armem oder-freiem Strom (vgl. Abschnitt E1 Klimawandel).

Unsere Nachhaltigkeitsstrategie bildet die Grundlage für unsere unternehmerischen Nachhaltigkeitsbemühungen. Sie wurde 2021 im Rahmen eines integrativen Prozesses unter Beteiligung unserer wichtigsten internen und externen Stakeholder entwickelt und vom Vorstand genehmigt. Wie die nachfolgende Grafik veranschaulicht, wurde die Strategie in die ESG-Bereiche strukturiert. Im Zentrum unseres Strategiemodells stehen nachhaltige Produkte.

Unsere Nachhaltigkeitsstrategie

Innerhalb der vier Dimensionen konzentriert sich die Strategie auf eine Reihe zentraler Nachhaltigkeitsthemen, die jeweils durch spezifische Ziele und Maßnahmen angegangen werden, um eine wirksame Überwachung und Umsetzung zu gewährleisten:

Nachhaltige Produkte: Innovation im Produktdesign zur Steigerung von Effizienz und Nachhaltigkeit und zur Bewältigung der Herausforderungen beim Übergang zu einer Kreislaufwirtschaft

Umwelt: Initiativen zu Klimawandel, Dekarbonisierung und Umweltschutz.

Soziales: Bekenntnis zum Handeln als fairer und attraktiver Arbeitgeber mit Fokus auf Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz.

Governance: Verantwortungsvoller Einkauf, Geschäftsethik, Compliance und Integrität.

Unsere Nachhaltigkeitsstrategie ist global gültig, konzentriert sich jedoch auf die eigenen Geschäftstätigkeiten der Nordex Group. Allerdings hat sie auch Auswirkungen auf unsere vor- und nachgelagerten Stakeholder. Die Nachhaltigkeitsabteilung ist für die Entwicklung der Strategie und deren Umsetzung verantwortlich. Die Gesamtverantwortung liegt beim Vorstand.

Themenspezifische Informationen zu Maßnahmen, Zielen und Fortschritten in Bezug auf wesentliche Nachhaltigkeitsthemen, die in unserer Nachhaltigkeitsstrategie behandelt werden, finden Sie neben den jeweiligen Themenkapiteln in den folgenden Abschnitten.

Geschäftsmodell und Wertschöpfungskette

Wir konzentrieren uns auf die Entwicklung, Produktion und Errichtung des Gesamtsystems einer Turbine einschließlich der Steuerungssoftware und wichtiger Komponenten. In unseren eigenen Werken montieren wir Gondeln und Naben der Windenergieanlagen. Die Rotorblätter entwickeln wir selbst und fertigen einen wesentlichen Teil der benötigten Blätter in unseren eigenen Werken. Der weitere Bedarf wird nach Nordex-Vorgaben bei Auftragsfertigungsunternehmen hergestellt. Komponenten wie Getriebe, Generatoren und Umrichter beziehen wir von Zuliefererunternehmen, mit denen wir langjährige Beziehungen unterhalten. Türme werden als Stahl- oder Hybridtürme von unterschiedlichen Lieferanten produziert. Darüber hinaus setzt die Nordex Group eine eigene Technologie für die Entwicklung und die Herstellung von Betontürmen ein, wodurch sie kosteneffiziente Turmoptionen anbieten kann. Diese Fertigungstechnologie kommt an Produktionsstandorten zum Einsatz, die sowohl durch die Nordex Group selbst als auch von Subunternehmen betrieben werden.

Die Nordex Group fokussiert sich weltweit auf Onshore-Windenergieanlagen, mit Ausnahme von China und Indien. In den regionalen Kernmärkten, insbesondere in Europa, Nordamerika und Südamerika verfügt Nordex über eigene Vertriebs- und Serviceorganisationen. Unser Delta4000-Produktportfolio umfasst inzwischen acht verschiedene Produkttypen in den Klassen 4 MW, 5 MW und 6 MW+ und bietet Lösungen für alle Windverhältnisse in Europa, Nord- und Südamerika und Australien an. Im September 2024 haben wir unser Angebot für die Turbine des Typs N175/6.X um einen Hybridturm mit einer Nabenhöhe von 200 Metern erweitert, der die Leistung in Regionen mit geringen Windgeschwindigkeiten verbessert.

Nachdem wir unsere starke Marktposition in Europa gefestigt haben, konzentrieren wir uns nun auf Nordamerika, wo wir Maßnahmen zum Ausbau der lokalen Lieferketten umsetzen und Turbinen entwickeln, die speziell für die US-amerikanischen Windregionen konzipiert sind. Die Markteinführung N169/5.X-Turbine erfolgte im Juli 2024. Darüber hinaus sind wir auch in Australien und Südafrika aktiv und nutzen Indien als Produktionshub. In China lassen wir seit 2022 über einen Partner Gondeln produzieren. Unsere zentrale Vertriebsorganisation identifizieren Chancen in neuen Märkten. Dabei stellt die gezielte regionale Expansion eine Schlüsselstrategie dar. In ausgewählten Märkten sind wir auch als Projektentwickler für Windparks tätig.

Unsere Kunden sind in erster Linie Entwickler und Betreiber von Windparks. Dabei handelt es sich um große und mittelgroße, oft international tätige Energieversorgungsunternehmen und unabhängige Stromproduzenten (Independent Power Producer - IPP), aber auch um weitere Kundengruppen wie mittelständische Projektentwickler, Stadtwerke und Bürgerwindparks oder Energiegenossenschaften. Des Weiteren zählen industrielle Eigenerzeuger und Finanzinvestoren wie Versicherungen und Pensionskassen zu unseren Kunden, die zur Deckung des Strombedarfs oder zur Erzielung finanzieller Erträge in Windparks investieren.

Seit 2022 nutzen wir unsere Erfahrung im Bereich der erneuerbaren Energien auch dazu, um als Ergänzung zum Kerngeschäft strategische Initiativen im Markt für grünen Wasserstoff zu starten. Wir sind dabei zwei Joint Ventures eingegangen: Eines für die Entwicklung, Herstellung und Vermarktung von Elektrolyseuren und ein zweites für die Entwicklung großer Anlagen für grünen Wasserstoff auf globaler Ebene.

An unseren Serienproduktionsstandorten in Brasilien, Deutschland, Indien, Spanien und den USA stellen wir Gondeln, Rotorblätter und Betontürme her. Wir überwachen auch die Qualität und Produktion an Zulieferstandorten in China (Montage von Maschinenhäusern, Rotornaben und Antriebssträngen), Brasilien, China, Indien, Mexiko und der Türkei(Rotorblattproduktion), sowie in Finnland und Kroatien (Betontürme).

Die Nordex Group beschäftigt insgesamt 10.405 Arbeitnehmende. Weitere Informationen zur Zahl der Arbeitnehmenden nach geografischen Gebieten finden Sie in Abschnitt S1-6.

Die nachfolgende Tabelle gibt einen Überblick über die im Berichtsjahr erzielten Umsatzerlöse der Nordex Group, aufgeschlüsselt nach Segmenten.

Umsatz 2024 nach Segmenten

TEUR Projekte Service Nicht zugeordnet Konsolidierung 1 Gesamt
Umsatzerlöse 6.543.146 776.598 3 -20.923 7.298.825

1 Die Intrasegment-Umsatzerlöse sind ausschließlich dem Segment Service zuzurechnen.

Detaillierte Angaben zum Umsatz der Nordex Group finden Sie im Kapitel Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung - 29 Umsatzerlöse in diesem integrierten Geschäftsbericht.

Inputs und Ansatz, um diese Inputs zu sammeln, zu entwickeln und zu sichern

Zur Unterstützung ihres Geschäftsmodells nutzt die Nordex Group eine Reihe von Inputs, darunter Rohstoffe, Brennstoffe und Energieprodukte sowie vorgefertigte Komponenten. Der Ansatz zur Beschaffung dieser Inputs beinhaltet eine strategische Beschaffung bei Schlüssellieferanten, um die Einhaltung von Qualitäts- und Nachhaltigkeitsstandards sicherzustellen. Unsere eigenen Produktionskapazitäten, insbesondere für Gondeln, Naben und Rotorblätter, sichern diese Inputs zusätzlich ab. Unsere Forschungs- und Entwicklungsbemühungen konzentrieren sich auf kontinuierliche Verbesserung und Innovation in der Windturbinentechnologie und gewährleisten eine effektive Nutzung der Inputs zur Herstellung qualitativ hochwertiger und kostengünstiger Produkte.

Outputs und Ergebnisse

Die wichtigsten Outputs der Nordex Group sind Onshore-Windturbinen, die es den Betreibern ermöglichen, in den jeweiligen Einsatzgebieten umweltfreundlichen Strom zu möglichst geringen Stromgestehungskosten (Cost of Energy, COE) zu produzieren. Diese Outputs bieten erhebliche Vorteile für Kunden, Investoren und andere Interessenträger, indem sie zu einer nachhaltigen Energieproduktion beitragen und den CO 2 -Ausstoß reduzieren. Zu den erwarteten Ergebnissen zählen eine höhere Kundenzufriedenheit, ein erhöhtes Vertrauen der Anleger und positive Auswirkungen auf die Umwelt, ganz im Einklang mit dem Engagement des Konzerns für Nachhaltigkeit und Innovation.

Hauptmerkmale unserer Wertschöpfungskette

Zu den Hauptbestandteilen unserer Wertschöpfungskette gehören vorgelagerte Tätigkeiten wie die Gewinnung und Verarbeitung von Rohstoffen, die Beschaffung wichtiger Materialien für die Turbinenproduktion und die Gewährleistung von Energieeffizienz in den Produktionsprozessen. Dazu gehört auch die Herstellung von Komponenten in der Lieferkette durch die Zusammenarbeit mit wichtigen Lieferanten für Rotorblätter und Türme zur Herstellung hochwertiger Komponenten sowie eine effiziente Logistik für den Transport von Materialien und Komponenten zu den Produktionsstandorten.

In unserem eigenen Geschäftsbereich kümmert sich die Logistik um die Steuerung des Material- und Produktflusses, während die Verwaltung die Geschäftsabläufe und die Einhaltung von Vorschriften überwacht. Im Fokus der Projektentwicklung, Vermarktung und Finanzierung steht die Planung und Finanzierung von Windpark-Projekten. Die Produktion und technische Umsetzung umfasst die Herstellung und Montage von Windkraftanlagen, während die Installation und Inbetriebnahme die Errichtung und Inbetriebnahme von Windkraftanlagen vor Ort beinhaltet. Der Bereich Forschung und Entwicklung ist auf die Innovation und Verbesserung der Windturbinentechnologie ausgerichtet, während sich die Produktion auf die interne Herstellung von Schlüsselkomponenten konzentriert. Der Service bietet Wartung und Support für Windkraftanlagen und die Windparksystemplanung umfasst den Entwurf und die Planung effizienter Windparklayouts.

Im nachgelagerten Bereich liegt der Schwerpunkt auf dem Management der End-of-Life-Phase, d. h. der Stilllegung und dem Recycling von Windkraftanlagen. Darüber hinaus gehört dazu die Betriebs-/Nutzungsphase des Windparks, um eine optimale Leistung und Wartung der Windparks sicherzustellen. Dies geschieht im Dialog und Engagement mit wichtigen Kundensegmenten, darunter Energieversorger, unabhängige Stromerzeuger und Projektentwickler.

Die Position der Nordex Group in der Wertschöpfungskette erfordert eine enge Zusammenarbeit mit wichtigen Lieferanten und Kunden, um eine effiziente Produktion, Installation und Wartung von Windkraftanlagen zu gewährleisten. Dieser integrierte Ansatz unterstützt unser Ziel, kostengünstige, nachhaltige Energielösungen bereitzustellen.

Einbeziehung der Interessenträger

SBM-2

Dieses Kapitel gibt Auskunft darüber, wie die Interessen und Standpunkte der Interessen und Standpunkte der Interessenträger in die Strategie und das Geschäftsmodell der Nordex Group einfließen.

Unsere wichtigsten Interessenträger und die entsprechenden Kanäle zu deren Einbeziehung sind in der folgenden Tabelle aufgeführt.

Überblick über unsere Einbeziehung der Interessenträger

Interessengruppe Arten der Einbeziehung
Aktionäre / Investoren / Analysten Konferenzen, Telefonate, laufende Zusammenarbeit
Kunden Laufende Zusammenarbeit, Messen, Telefonate
Lieferanten Laufende Zusammenarbeit, Messen, Telefonate
Nordex-Mitarbeitende Interne Website, Nachrichten und Aktionstage, E-Onboarding und Welcome Days, laufende Zusammenarbeit mit internen Experten/ dem Global Sustainability Network
Nordex-Management Monatliche Präsentationen, Workshops
Regulierungsbehörden Desktop-Analyse
Wissenschaft / Studien Teilnahme an Studien / laufende Partnerschaften
Verbände Mitarbeit in Arbeitsgruppen
Medien Desktop-Analyse, laufende Informationsanfragen

Der Zweck unserer Einbeziehung der Interessenträger besteht darin, eine offene Kommunikation aufrechtzuerhalten, Risiken und Chancen zu ermitteln und sicherzustellen, dass die Interessen und Perspektiven der Interessenträger unsere Strategie und in unser Geschäftsmodell einfließen. So findet das Feedback unserer Stakeholder in unserer strategischen Planung und operativen Entscheidungsfindung entsprechend Berücksichtigung. Dadurch wird sichergestellt, dass wir unsere Geschäftspraktiken an den Erwartungen und Bedürfnissen der Stakeholderausrichten.

Wir berücksichtigen Interessen und Standpunkte der Interessenträger in unserer Strategie und Geschäftstätigkeit. Wie im Abschnitt IRO-1 beschrieben, wurden die Interessen der betroffenen Interessengruppen bei der Beurteilung der IROs im Rahmen unserer doppelten Wesentlichkeitsanalyse berücksichtigt.

Der Konzernvorstand und der Aufsichtsrat der Nordex Group wurden über die Ergebnisse der doppelten Wesentlichkeitsanalyse, die auch die Perspektive der betroffene Interessenträgereinbezieht, informiert.

Methode der doppelten Wesentlichkeitsanalyse

IRO-1

Wir haben eine DMA durchgeführt, um IROs zu ermitteln, die sich aus unserer Geschäftstätigkeit sowie der vor- und nachgelagerten Wertschöpfungskette, wesentlichen ESRS-Themen, -Unterthemen und Unter-Unterthemen sowie einschlägigen Angabepflichten ergeben. Bei der Analyse wurden sowohl die Inside-Out-Perspektive(Auswirkungen unserer Tätigkeiten auf Menschen und Umwelt) als auch die Outside-In-Perspektive (Auswirkungen von Nachhaltigkeitsthemen auf die Finanzen unseres Unternehmens) berücksichtigt. Unsere doppelte Wesentlichkeitsanalyse umfasst vier Schritte, die im Folgenden beschrieben werden. Themenspezifische Verfahren und Instrumente zur Identifizierung und Beurteilung von IROs werden in den entsprechenden Abschnitten dieses Berichts ausführlich vorgestellt.

Schritt 1: Umfang und Kontextdefinition

In den Anwendungsbereich der DMA sind alle Tochterunternehmen der Nordex Group einbezogen, auch diejenigen, die nicht in den Konzernabschluss einbezogen sind. Dieser umfassende Ansatz stellte sicher, dass die DMA alle tatsächlichen und potenziellen Auswirkungen, Risiken und Chancen im Zusammenhang mit dem gesamten Spektrum unserer Geschäftstätigkeit abdeckt. Die Analyse umfasste unsere eigene Geschäftstätigkeit sowie die gesamte Wertschöpfungskette inklusive der vor- und nachgelagerten Tätigkeiten unter Berücksichtigung kurz-, mittel- und langfristiger Zeithorizonte(vgl. Abschnitt BP-2).

Schritt 2: Vorbewertung

Um sicherzustellen, dass ein möglichst breites Spektrum potenziell relevanter IROs berücksichtigt wurde, haben wir einen hybriden Ansatz aus Bottom-up- und Top-down-Bewertung verwendet: Das Nachhaltigkeitsteam erstellte eine Longlist auf Grundlage früherer Nachhaltigkeitsberichte, Anfragen externer Stakeholder, Medienberichten, Strategiedokumenten und wissenschaftlichen Artikeln, deren IROs dann den in ESRS 1 AR 16 aufgeführten Themen zugeordnet wurden. Die in diesem ersten Listenentwurf aufgeführten IROs wurden vorab durch interne Fachexperten beurteilt, also durch Personen, die aufgrund ihrer Expertise und ihrer Rolle im Unternehmen in der Lage sind, die Auswirkungen und/oder finanziellen Risiken oder Chancen für die Nordex Group zu beurteilen (z. B. der Leiter der Abteilung Global HSE für Angelegenheiten im Zusammenhang mit Umweltverschmutzung oder Abfall, oder ein leitender Mitarbeitender der Abteilung People & Culture für Angelegenheiten im Zusammenhang mit den Arbeitskräften des Unternehmens). Darüber hinaus haben wir auch die Sichtweisen wichtiger Stakeholdergruppen durch interne Stellvertreter einbezogen, also durch interne Funktionen, die aus unserer Sicht, dass sie in der Lage sind, die Perspektive der jeweiligen Interessengruppe zu vertreten.

Übersicht über betroffene Interessengruppen und interne Stellvertreter in der DMA

Interessengruppen Interner Stellvertreter (Abteilung) Qualifikation des internen Stellvertreters
Mitarbeitende People & Culture, Betriebsrat Regelmäßiger Austausch mit einzelnen Mitarbeitenden
Investor Relations und Analysten Investor Relations Regelmäßiger Austausch durch Telefonate, Meetings und Konferenzen
Banken Treasury Regelmäßiger Austausch durch Telefonate, Meetings und Konferenzen
Kunden Global Sales Regelmäßiger Austausch durch Telefonate, Treffen und Veranstaltungen
Lieferanten Globaler Einkauf Regelmäßiger Austausch durch Telefonate, Treffen und Veranstaltungen
Arbeitskräfte in der Wertschöpfungskette Globaler Einkauf Indirekte Interaktion durch Interaktion mit Lieferanten
Branchenverbände Public Affairs Regelmäßige Teilnahme an Telefonkonferenzen, bilateraler Austauschmit zahlreichen Vertretern
Regierungen und Regulierungsbehörden Public Affairs Regelmäßige Teilnahme an Telefonkonferenzen, bilateraler Austauschmit zahlreichen Vertretern
Öffentlichkeit Kommunikation Indirekte Interaktion durch regelmäßigen Austausch mit Medienvertretern; regelmäßiges Screening der Medienberichterstattung
Lokale Gemeinschaften Global Sales Indirekte Interaktion durch Interaktion mit Kunden

Schritt 3: Tatsächliche Bewertung

Die eigentliche IRO-Bewertung umfasste Workshops und Folgebewertungen mit den internen Fachexperten und den Stellvertretern der wichtigsten Interessengruppen. Diese Workshops wurden nach den Themenstandards strukturiert, um umfassende Diskussionen und Überprüfungen der Longlist der IROs zu ermöglichen. Die während der Workshops als relevant identifizierten IROs wurden anschließend von den jeweiligen internen Fachexperten bewertet. Falls IROs von mehr als einem Experten bewertet wurden und es zu Abweichungen bei den Bewertungen kam, wurde ein Durchschnittswert berechnet.

Wesentlichkeitsanalyse im Hinblick auf Auswirkungen

Bei der Wesentlichkeitsanalyse im Hinblick auf Auswirkungen wurde beurteilt, welchen Einfluss die Nordex Group auf die Nachhaltigkeitsthemen hat (Inside-Out-Perspektive). Bei den Auswirkungen wird zwischen tatsächlichen und potenziellen sowie positiven und negativen Auswirkungen unterschieden, um die Bedeutung der Auswirkungen auf Bruttobasis zu bestimmen. Zur Bewertung der tatsächlichen und potenziellen Auswirkungen verwendeten wir eine fünfstufige Skala, wobei wir Ausmaß, Umfang und Unabänderlichkeit (Schweregrad) berücksichtigten:

Tatsächliche Auswirkungen: Wesentlichkeit wird erreicht, wenn der Schweregrad der Auswirkung größer oder gleich der Wesentlichkeitsschwelle ist ODER mindestens einer der Faktoren Ausmaß, Umfang und Unabänderlichkeit (Schweregrad) mit dem Höchstwert bewertet wird.

Mögliche Auswirkungen: Wesentlichkeit wird erreicht, wenn der Schweregrad der Auswirkung größer oder gleich der Wesentlichkeitsschwelle ist und die Kombination aus Schweregrad und Wahrscheinlichkeit wesentlich ist ODER mindestens einer der Faktoren Ausmaß, Umfang und Unabänderlichkeit (Schweregrad) mit dem Höchstwert bewertet wird.

Es wurde eine Fünf-Punkte-Skala gewählt, da sie ein differenziertes Verständnis der Antworten ermöglicht und eine ausgewogene Bandbreite an Optionen von negativ bis positiv mit einem neutralen Mittelwert bietet, was eine genauere Messung der Meinungen ermöglicht. Die Wesentlichkeitsschwelle wurde auf 3,5 festgelegt, da sie die Bandbreite der möglichen Ergebnisse halbiert, d. h. die Hälfte der potenziellen Ergebnisse liegt unter und die andere Hälfte über diesem Wert.

Kriterien und Skalen zur Wesentlichkeitsanalyse im Hinblick auf Auswirkungen

1 2 3 4 5
Ausmaß Sehr gering Gering Mittel Hoch Sehr hoch
Umfang Eingeschränkt lokal Lokal Regional National Global
Irreparabilität Einfach Mäßig Anspruchsvoll Sehr schwierig Unmöglich
Wahrscheinlichkeit Sehr unwahrscheinlich Unwahrscheinlich Möglich Wahrscheinlich Sehr wahrscheinlich

Bewertung der finanziellen Wesentlichkeit

Bei der Bewertung der finanziellen Wesentlichkeit wurde beurteilt, wie sich Nachhaltigkeitsaspekte finanziell auf die Nordex Group auswirken (Outside-In-Perspektive). Zur Beurteilung von Risiken und Chancen haben wir eine fünfstufige Skala verwendet, die der Wesentlichkeitsanalyse im Hinblick auf Auswirkungen ähnelt. Die Wahrscheinlichkeitsdefinitionen wurden jedoch leicht angepasst, um eine Übereinstimmung mit dem Enterprise Risk Management (ERM)-Ansatz des Unternehmens sicherzustellen. Der Schwellenwert für die finanzielle Wesentlichkeit wurde auf EUR 1 Mio. festgelegt, basierend auf die EBITDA-Auswirkung (unter Berücksichtigung potenzieller Auswirkungen auf Ertragslage, Finanzlage, Cashflows und Zugang zu Finanzierungen einschließlich der Kapitalkosten). Obwohl wir die Wahrscheinlichkeit von Risiken und Chancen bewertet haben, wurde die Wesentlichkeit letztendlich nur auf Grundlage der finanziellen Bruttoauswirkungen bestimmt, mit einem Schwellenwert von 1,1 (d. h. einem finanziellen Bruttobetrag von >EUR1 Mio.).

Kriterien und Skalen zur Bewertung der finanziellen Wesentlichkeit

1 2 3 4 5
Finanzielle Gering Erheblich Wesentlich Ernst Existenziell
Auswirkungen (<1mEUR) (1 -<10mEUR) (10-<50 mEUR) (50-<100mEUR) (100 mEUR +)
Wahrscheinlichkeit Unwahrscheinlich Möglich Konkret denkbar Wahrscheinlich Sehr wahrscheinlich

Im Rahmen der DMA ermittelte Risiken und Chancen wurden in den ERM-Prozess integriert, um sicherzustellen, dass sie bei den Entscheidungsprozessen des Unternehmens berücksichtigt werden. Die Auswirkungen werden themenbezogen behandelt, wie in den Abschnitten zu den jeweiligen thematischen Standards weiter unten beschrieben.

Schritt 4: Konsolidierung und Validierung

Die Bewertungsergebnisse wurden vom Nachhaltigkeitsteam konsolidiert und überprüft, um Richtigkeit und Vollständigkeit sicherzustellen. Die finalen Wesentlichkeitsentscheidungen wurden in einem mehrstufigen Ansatz validiert, an dem das Nachhaltigkeitsteam, das Global Sustainability Network und Abteilungsvertreter beteiligt waren, die als interne Stellvertreter für wichtige Interessengruppen fungierten. Der Vorstand und der Prüfungsausschuss des Aufsichtsrats haben die Ergebnisse geprüft, genehmigt und freigezeichnet.

Nachdem die wesentlichen Themen auf detaillierter ESRS Unter-Unterthemenebene identifiziert wurden, wurden die zugehörigen wesentlichen Offenlegungspflichten mithilfe der EFRAG-Datenpunktliste ermittelt und gemäß dem ESRS-Entscheidungsbaum ausgewertet, um die einzelnen Angabepflichten zu identifizieren.

Wesentliche Auswirkungen, Risiken und Chancen

SBM-3

Auf Grundlage unserer DMA haben wir 166 wesentliche IROs ermittelt, die sich aus unseren eigenen Tätigkeiten sowie unserer vor- und nachgelagerten Wertschöpfungskette ergeben. Auf dieser Grundlage haben wir alle ESRS-Themenstandards mit Ausnahme von S4 "Verbraucher und Endnutzer" als wesentlich für die Nordex Group eingestuft und decken sie daher in dieser Nachhaltigkeitserklärung ab.

Übersicht über ESRS-Themen mit wesentlichen IROs

Thema Negative Auswirkungen Positive Auswirkungen Risiken Chancen
E1 Klimawandel Anpassung an den Klimawandel Klimaschutz Energie Anpassung an den Klimawandel Klimaschutz Anpassung an den Klimawandel Klimaschutz Energie Anpassung an den Klimawandel Klimaschutz
E2 Umweltverschmutzung Luftverschmutzung - Luftverschmutzung Wasserverschmutzung Besorgniserregende Stoffe Besonders besorgniserregende Stoffe Luftverschmutzung
E3 Wasser- und Meeresressourcen Wasser - Wasser -
E4 Biologische Vielfalt und Ökosysteme Direkte Ursachen des Biodiversitätsverlusts - Auswirkungen und Abhängigkeiten von Ökosystemdienstleistungen Direkte Ursachen des Biodiversitätsverlusts Auswirkungen auf den Umfang und den Zustand von Ökosystemen
E5 Kreislaufwirtschaft Ressourcenzuflüsse Abfall Ressourcenzuflüsse Ressourcenzuflüsse Ressourcenabflüsse Abfall Ressourcenabflüsse
S1 Arbeitskräfte des Unternehmens Arbeitsbedingungen Gleichbehandlung und Chancengleichheit für alle Sonstige arbeitsbezogene Rechte Arbeitsbedingungen Gleichbehandlung und Chancengleichheit für alle Arbeitsbedingungen Gleichbehandlung und Chancengleichheit für alle Gleichbehandlung und Chancengleichheit für alle
S2 Arbeitskräfte in der Wertschöpfungskette Arbeitsbedingungen Sonstige arbeitsbezogene Rechte - Arbeitsbedingungen Gleichbehandlung und Chancengleichheit für alle Sonstige arbeitsbezogene Rechte Gleichbehandlung und Chancengleichheit für alle
S3 Betroffene Gemeinschaften Wirtschaftliche, soziale und kulturelle Rechte von Gemeinschaften Rechte indigener Völker - Bürgerrechte und politische Rechte von Gemeinschaften Rechte indigener Völker -
G1 Unternehmensführung Schutz von Hinweisgebern (Whistleblowers) Korruption und Bestechung Unternehmenskultur Schutz von Hinweisgebern (Whistleblowers) Politisches Engagement und Lobbytätigkeiten Management der Beziehungen zu Lieferanten, einschließlich Zahlungspraktiken Korruption und Bestechung -

Eine detaillierte Beschreibung der von uns ermittelten wesentlichen Auswirkungen, Risiken und Chancen finden Sie im Rahmen der Themenkapiteln in den folgenden Abschnitten dieser Nachhaltigkeitserklärung. Hierzu gehören Informationen darüber, ob Auswirkungen tatsächlich oder potenziell sind, wo in unserem Geschäftsmodell die IROs verortet sind (eigene Geschäftstätigkeit, vorgelagerte Wertschöpfungskette, nachgelagerte Wertschöpfungskette) sowie die jeweiligen Zeithorizonte.

Wir haben keine wesentlichen Risiken und Chancen ermittelt, die sich aktuell erheblich auf unsere Finanzlage, finanzielle Leistungsfähigkeit oder Cashflows auswirken oder bei denen im nächsten Berichtszeitraum ein erhebliches Risiko einer wesentlichen Anpassung der Buchwerte der im zugehörigen Jahresabschluss ausgewiesenen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten besteht.

Auswirkungen auf unser Geschäftsmodell und unsere Strategie

Die in unserer Wesentlichkeitsanalyse ermittelten wesentlichen Auswirkungen, Risiken und Chancen können Auswirkungen auf unser Geschäftsmodell, unsere Wertschöpfungskette und unsere Strategie haben und werden in unseren Entscheidungsprozessen berücksichtigt.

Umwelt: Die Bereitstellung von Produkten zur Unterstützung der Energiewende ist das Rückgrat unseres Geschäftsmodells, da unsere Produkte und Dienstleistungen direkt zum Kampf gegen die globale Erderwärmung beitragen. Im Jahr 2024 haben wir mit unserer installierten Gesamtleistung von 57 GW weltweit rund 81,01 Millionen Tonnen CO 2 e eingespart. Diese wesentliche positive Auswirkung unterstreicht unser Engagement für die Entwicklung, den Bau und die Wartung nachhaltiger, sicherer und qualitativ hochwertiger Windkraftanlagen. Wir sind uns jedoch der mit unserer Geschäftstätigkeit verbundenen Auswirkungen bewusst, beispielsweise durch den Materialeinsatz oder die Treibhausgasemissionen aus Geschäftsreisen und Transporten. Um diese negativen Auswirkungen zu mindern, implementieren wir Initiativen zur Verbesserung der Energieeffizienz, zur Reduzierung unseres CO 2 -Fußabdrucks und zur Förderung der Kreislauffähigkeit von Ressourcen. Der Übergang zu erneuerbaren Energien bietet uns auch erhebliche Chancen. Indem wir in innovative Technologien investieren und unterstützende politische Anreize nutzen, können wir unsere Marktposition stärken und zur globalen Energiewende beitragen. Unsere Bemühungen im Zusammenhang mit THG-Emissionen und Energie sind in unsere Nachhaltigkeitsstrategie integriert und bestimmen unser Handeln bei der Bewältigung von Umweltauswirkungen und der Nutzung von Chancen der Energiewende.

Soziales: Die Gewährleistung sicherer Arbeitsplätze hat für uns Priorität, doch stehen wir vor Herausforderungen im Zusammenhang mit potenziellen negativen Auswirkungen unzureichender Arbeitsbedingungen in Ländern mit niedrigen Standards, die möglicherweise sowohl unsere eigene Belegschaft als auch die Arbeitskräfte in der Wertschöpfungskette beeinträchtigen. Hieraus können finanzielle Risiken resultieren, wenn es infolge von Streiks oder anderen arbeitsrechtlichen Konflikten im eigenen Betrieb oder in der Wertschöpfungskette zu betrieblichen und finanziellen Belastungen kommt. Um solche Probleme anzugehen, setzen wir uns dafür ein, das Wohlbefinden unserer Belegschaft zu verbessern, faire Löhne aufrechtzuerhalten und ein positives Arbeitsumfeld zu fördern. Unsere Strategie umfasst umfassende Schulungsprogramme, faire Vergütungspraktiken und Initiativen zur Steigerung der Mitarbeitendenzufriedenheit und -bindung. Diese Maßnahmen sind von entscheidender Bedeutung, um die betriebliche Stabilität aufrechtzuerhalten und die besten Talente anzuziehen. Darüber hinaus möchten wir gemeinsam mit unseren Lieferanten die Einhaltung der Menschenrechte fördern und unsere Wertschöpfungskette positiv beeinflussen. Die Förderung der Gleichstellung der Geschlechter, das Angebot von Schulungen und Kompetenzentwicklung sowie die Förderung einer integrativen Kultur sind für uns auch Chancen, da sie unseren Ruf und die Produktivität unserer Belegschaft verbessern können.

Governance: Unser starker Corporate-Governance-Rahmen, der auf den Werten Integrität, Respekt, Kollegialität und Eigenverantwortung basiert, wirkt sich positiv auf unsere Geschäftstätigkeit und Wertschöpfungskette aus. Allerdings müssen wir die mit der Abhängigkeit von Lieferanten sowie die mit potenzieller Korruption und Bestechung verbundenen Risiken managen. Um diese Risiken zu mindern, haben wir robuste Governance-Richtlinien, einschließlich eines Hinweisgebersystems, implementiert und streben eine strikte Einhaltung ethischer Standards an. Diese Maßnahmen unterstreichen unser Engagement für Transparenz und Rechenschaftspflicht, die für die Aufrechterhaltung des Vertrauens der Stakeholder von entscheidender Bedeutung sind. Unsere Lobbytätigkeiten zugunsten der Windenergie und unsere Mitgliedschaft in Organisationen wie WindEurope unterstützen die Einführung erneuerbarer Energiequellen, was sowohl unserem Unternehmen als auch der Gesellschaft zugutekommt.

Grundsätzlich basiert die Strategie von Nordex auf einer detaillierten Analyse interner und externer Faktoren. Politische und regulatorische Entwicklungen, Markttrends und wirtschaftliche Rahmenbedingungen werden kontinuierlich beobachtet und spiegeln sich in unserer Strategie wider. Dieser robuste Strategieprozess stellt sicher, dass unsere Strategie und unser Geschäftsmodell resilient bleiben und es uns ermöglichen, wesentliche Auswirkungen und Risiken zu bewältigen und gleichzeitig wesentliche Chancen zu nutzen. Im Jahr 2024 haben wir einen intensiven internen Strategieprozess durchgeführt, der zu einer Reihe neuer strategischer Projekte geführt hat. Weitere Einzelheiten zu unserer Unternehmensstrategie finden Sie im Abschnitt Unternehmensstrategie und Steuerung.

Liste der Angabepflichten

IRO-2

Dieser Abschnitt bietet einen Überblick über die in dieser Nachhaltigkeitserklärung abgedeckten Angabepflichten.

Index

ESRS-Thema Beschreibung Seite
ESRS2 Allgemeine Angabe
ESRS 2 BP-1 Allgemeine Grundlagen für die Erstellung der Nachhaltigkeitserklärung 92
ESRS 2 BP-2 Angaben im Zusammenhang mit konkreten Umständen 93
ESRS 2 GOV-1 Die Rolle der Verwaltungs-, Leitungs- und Aufsichtsorgane 94
ESRS 2 GOV-2 Informationen und Nachhaltigkeitsaspekte, mit denen sich die Verwaltungs-, Leitungs- und Aufsichtsorgane des Unternehmens befassen 95
ESRS 2 GOV-3 Einbeziehung der nachhaltigkeitsbezogenen Leistung in Anreizsysteme 95
ESRS 2 GOV-4 Erklärung zur Sorgfaltspflicht 97
ESRS 2 GOV-5 Risikomanagement und interne Kontrollen der Nachhaltigkeitsberichterstattung 98
ESRS 2 SBM-1 Strategie, Geschäftsmodell und Wertschöpfungskette 100
ESRS 2 SBM-2 Interessen und Standpunkte der Interessenträger 103
ESRS 2 SBM-3 Wesentliche Auswirkungen, Risiken und Chancen und ihr Zusammenspiel mit Strategie und Geschäftsmodell 107
ESRS 2 IRO-1 Beschreibung des Verfahrens zur Ermittlung und Bewertung der wesentlichen Auswirkungen, Risiken und Chancen 105
ESRS 2 IRO-2 In ESRS enthaltene von der Nachhaltigkeitserklärung des Unternehmens abgedeckte Angabepflichten 109
ESRS E1-Klimawandel
ESRS E1-ESRS 2 GOV-3 Einbeziehung der nachhaltigkeitsbezogenen Leistung in Anreizsysteme 95
ESRS E1-ESRS 2 SBM-3 Wesentliche Auswirkungen, Risiken und Chancen und ihr Zusammenspiel mit Strategie und Geschäftsmodell 120
ESRS E1- ESRS 2 IRO-1 Beschreibung der Verfahren zur Ermittlung und Bewertung der wesentlichen klimabezogenen Auswirkungen, Risiken und Chancen 122
ESRS E1-1 Übergangsplan für den Klimaschutz 129
ESRS E1-2 Konzepte im Zusammenhang mit dem Klimaschutz und der Anpassung an den Klimawandel 124
ESRS E1-3 Maßnahmen und Mittel im Zusammenhang mit den Klimakonzepten 125
ESRS E1-4 Ziele im Zusammenhang mit dem Klimaschutz und der Anpassung an den Klimawandel 128
ESRS E1-5 Energieverbrauch und Energiemix 130
ESRS E1-6 THG-Bruttoemissionen der Kategorien Scope 1, 2 und 3 sowie THG-Gesamtemissionen 131
ESRS E1-7 Entnahme von Treibhausgasen und Projekte zur Verringerung von Treibhausgasen, finanziert über CO 2 -Zertifikate 136
ESRS E1-8 Interne CO 2 -Bepreisung 137
ESRS E2 Umweltverschmutzung
ESRS E2 ESRS 2 IRO-1 Beschreibung der Verfahren zur Ermittlung und Bewertung der wesentlichen Auswirkungen, Risiken und Chancen im Zusammenhang mit Umweltverschmutzung 139
ESRS E-2-1 Konzepte im Zusammenhang mit Umweltverschmutzung 139
ESRS E-2-2 Maßnahmen und Mittel im Zusammenhang mit Umweltverschmutzung 140
ESRS E-2-3 Ziele im Zusammenhang mit Umweltverschmutzung 141
ESRS E-2-4 Luft-, Wasser- und Bodenverschmutzung 141
ESRS E-2-5 Besorgniserregende Stoffe und besonders besorgniserregende Stoffe 143
ESRS E3- Wasser- und Meeresressourcen
ESRS E3 ESRS 2 Beschreibung der Verfahren zur Ermittlung und Bewertung der 145
IRO 1 wesentlichen Auswirkungen, Risiken und Chancen im Zusammenhang mit Wasser- und Meeresressourcen
ESRS E3-1 Konzepte im Zusammenhang mit Wasser- und Meeresressourcen 145
ESRS E3-2 Maßnahmen und Mittel im Zusammenhang mit Wasser- und Meeresressourcen 146
ESRS E3-3 Ziele im Zusammenhang mit Wasser- und Meeresressourcen 147
ESRS E3-4 Wasserverbrauch 148
ESRS E4 Biologische Vielfalt und Ökosysteme
ESRS E4 ESRS 2 Beschreibung der Verfahren zur Ermittlung und Bewertung der 151
IRQ 1 wesentlichen Auswirkungen, Risiken und Chancen im Zusammenhang mit biologischer Vielfalt- und Ökosystemen
ESRS E4-1 Übergangsplan und Berücksichtigung von biologischer Vielfalt und Ökosystemen in Strategie und Geschäftsmodell 151
ESRS E4-2 Konzepte im Zusammenhang mit biologischer Vielfalt und Ökosystemen 152
ESRS E4-3 Maßnahmen und Mittel im Zusammenhang mit biologischer Vielfalt- und Ökosystemen 152
ESRS E4-4 Ziele im Zusammenhang mit biologischer Vielfalt- und Ökosystemen 153
ESRS E4-5 Kennzahlen für die Auswirkungen im Zusammenhang mit biologischer Vielfalt- und Ökosystemveränderungen 153
ESRS E5 Ressourcennutzung und Kreislaufwirtschaft
ESRS E5 ESRS 2 Beschreibung der Verfahren zur Ermittlung und Bewertung 155
IRO-1 der wesentlichen Auswirkungen, Risiken und Chancen im Zusammenhang mit Ressourcennutzung und Kreislaufwirtschaft
ESRS E5-1 Konzepte im Zusammenhang mit Ressourcennutzung und Kreislaufwirtschaft 155
ESRS E5-2 Maßnahmen und Mittel im Zusammenhang mit Ressourcennutzung und Kreislaufwirtschaft 155
ESRS E5-3 Ziele im Zusammenhang mit Ressourcennutzung und Kreislaufwirtschaft 156
ESRS E5-4 Ressourcenzuflüsse 158
ESRS E5-5 Ressourcenabflüsse 159
ESRS S1 - Arbeitskräfte des Unternehmens
ESRSS1 ESRS2 SBM2 Interessen und Standpunkte der Interessenträger 176
ESRSS1 ESRS2 SBM3 Wesentliche Auswirkungen, Risiken und Chancen und ihr Zusammenspiel mit Strategie und Geschäftsmodell 177
ESRS S1-1 Konzepte im Zusammenhang mit den Arbeitskräften des Unternehmens 181
ESRS S1-2 Verfahren zur Einbeziehung der Arbeitskräfte des Unternehmens und von Arbeitnehmervertretern in Bezug auf Auswirkungen 183
ESRS S1-3 Verfahren zur Verbesserung negativer Auswirkungen- und Kanäle, über die die Arbeitskräfte des Unternehmens Bedenken äußern können 184
ESRS S1-4 Ergreifung von Maßnahmen in Bezug auf wesentliche Auswirkungen auf die Arbeitskräfte des Unternehmens und Ansätze zum Management wesentlicher Risiken und zur Nutzung wesentlicher Chancen im Zusammenhang mit den Arbeitskräften des Unternehmens sowie die Wirksamkeit dieser Maßnahmen 185
ESRS S1-5 Ziele im Zusammenhang mit der Bewältigung wesentlicher negativer Auswirkungen, der Förderung positiver Auswirkungen- und dem Umgang mit wesentlichen Risiken und Chancen 192
ESRS S1-6 Merkmale der Arbeitnehmer des Unternehmens 192
ESRS S1-7 Merkmale der Fremdarbeitskräfte des Unternehmens 194
ESRS S1-8 Tarifvertragliche Abdeckung und sozialer Dialog 194
ESRS S1-9 Diversitätskennzahlen 195
ESRS S1-10 Angemessene Entlohnung 195
ESRS S1-11 Soziale Absicherung 196
ESRS S1-12 Menschen mit Behinderungen 197
ESRS S1-13 Kennzahlen für Weiterbildung- und Kompetenzentwicklung 197
ESRS S1-14 Kennzahlen für Gesundheitsschutz und Sicherheit 197
ESRS S1-15 Vereinbarkeit von Berufs- und Privatleben 199
ESRS S1-16 Vergütungskennzahlen (Verdienstunterschiede und Gesamtvergütung) 200
ESRS S1-17 Vorfälle, Beschwerden und schwerwiegende Auswirkungen im Zusammenhang mit Menschenrechten 201
ESRS S2 - Arbeitskräfte in der Wertschöpfungskette
ESRS S2 ESRS 2 SBM-2 Interessen und Standpunkte der Interessenträger 203
ESRS S2 ESRS 2 SBM-3 Wesentliche Auswirkungen, Risiken und Chancen und ihr Zusammenspiel mit Strategie und Geschäftsmodell 203
ESRS S2-1 Konzepte im Zusammenhang mit Arbeitskräften in der Wertschöpfungskette 204
ESRS S2-2 Verfahren zur Einbeziehung der Arbeitskräfte in der Wertschöpfungskette in Bezug auf Auswirkungen 205
ESRS S2-3 Verfahren zur Verbesserung negativer Auswirkungen- und Kanäle, über die die Arbeitskräfte in der Wertschöpfungskette Bedenken äußern können 205
ESRS S2-4 Ergreifung von Maßnahmen in Bezug auf wesentliche Auswirkungen auf Arbeitskräfte in der Wertschöpfungskette und Ansätze zum Management wesentlicher Risiken und zur Nutzung wesentlicher Chancen im Zusammenhang mit Arbeitskräften in der Wertschöpfungskette sowie die Wirksamkeit dieser Maßnahmen und Ansätze 206
ESRS S2-5 Ziele im Zusammenhang mit der Bewältigung wesentlicher negativer Auswirkungen, der Förderung positiver Auswirkungen und dem Umgang mit wesentlichen Risiken und Chancen 207
ESRS S3 - Betroffene Gemeinschaften
ESRS S3 ESRS 2 SBM-2 Interessen und Standpunkte der Interessenträger 209
ESRS S3 ESRS 2 SBM-3 Wesentliche Auswirkungen, Risiken und Chancen und ihr Zusammenspiel mit Strategie und Geschäftsmodell 209
ESRS S3-1 Konzepte im Zusammenhang mit betroffenen Gemeinschaften 209
ESRS S3-2 Verfahren zur Einbeziehung betroffener Gemeinschaften in Bezug auf Auswirkungen 210
ESRS S3-3 Verfahren zur Verbesserung negativer Auswirkungen- und Kanäle, über die betroffene Gemeinschaften Bedenken äußern können 210
ESRS S3-4 Ergreifung von Maßnahmen in Bezug auf wesentliche Auswirkungen auf betroffene Gemeinschaften und Ansätze zum Management wesentlicher Risiken und zur Nutzung wesentlicher Chancen im Zusammenhang mit betroffenen Gemeinschaften sowie die Wirksamkeit dieser Maßnahmen 210
ESRS S3-5 Ziele im Zusammenhang mit der Bewältigung wesentlicher negativer Auswirkungen, der Förderung positiver Auswirkungen und dem Umgang mit wesentlichen Risiken und Chancen 210
ESRS G1 - Unternehmensführung
ESRS G1 ESRS 2 GOV-1 Die Rolle der Verwaltungs-, Leitungs- und Aufsichtsorgane 95
ESRS G1 ESRS 2 IRO-1 Beschreibung der Verfahren zur Ermittlung und Bewertung der wesentlichen Auswirkungen, Risiken und Chancen 213
ESRS G1-1 Unternehmenskultur und Konzepte für die Unternehmensführung 213
ESRS G1-2 Management der Beziehungen zu Lieferanten 217
ESRS G1-3 Verhinderung und Aufdeckung von Korruption und Bestechung 218
ESRS G1-4 Korruptions- oder Bestechungsfälle 219
ESRS G1-5 Politische Einflussnahme und Lobbytätigkeiten 219
ESRS G1-6 Zahlungspraktiken 220

Liste der Datenpunkte in generellen und themenbezogenen Standards, die sich aus anderen EU-Rechtsvorschriften ergeben

Angabepflicht und zugehöriger Datenpunkt SFDR-Referenz (23) Säule-3-Referenz (24) Benchmark Verordnungs-Referenz (25) Referenz EU- Klimagesetz Referenz(26)
ESRS 2 GOV-1 Geschlechtervielfalt in den Leitungs- und Kontrollorganen Absatz 21 Buchstabe d Indikator Nr. 13in Anhang 1 Tabelle 1 Delegierte Verordnung (EU) 2020/1816der Kommission (27), Anhang II
ESRS 2 GOV-1 Prozentsatz der Leitungsorganmitglieder, die unabhängig sind, Absatz 21 Buchstabe e Delegierte Verordnung (EU) 2020/1816der Kommission, Anhang II
ESRS 2 GOV-4 Erklärung zur Sorgfaltspflicht Absatz 30 Indikator Nr. 10 in Anhang 1 Tabelle 3
Nicht anwendbar: ESRS 2 SBM-1 Beteiligung an Aktivitäten im Zusammenhang mit fossilen Brennstoffen Absatz 40 Buchstabe d Ziffer i Indikator Nr. 4 Tabelle 1 in Anhang 1 Artikel449a der Verordnung(EU) Nr. 575/2013; Durchführungsverordnung (EU) 2022/2453 der Kommission (28),Tabelle 1: Qualitative Angaben zu Umweltrisiken, und Tabelle 2: Qualitative Angaben zu sozialen Risiken Delegierte Verordnung (EU) 2020/1816der Kommission, Anhang II
Nicht anwendbar: ESRS 2 SBM-1 Beteiligung an Aktivitäten im Zusammenhang mit der Herstellung von Chemikalien Absatz 40 Buchstabe d Ziffer ii Indikator Nr. 9 in Anhang 1 Tabelle 2 Delegierte Verordnung (EU) 2020/1816der Kommission, Anhang II
Nicht anwendbar: ESRS 2 SBM-1 Beteiligung an Tätigkeiten im Zusammenhang mit umstrittenen Waffen Absatz 40 Buchstabe d Ziffer iii Indikator Nr. 14 in Anhang 1 Tabelle 1 Delegierte Verordnung (EU) 2020/1818 (29) , Artikel 12 Absatz 1 Delegierte Verordnung (EU) 2020/1816, Anhang II
Nicht anwendbar: ESRS 2 SBM-1 Beteiligung an Aktivitäten im Zusammenhang mit dem Anbau und der Produktion von Tabak Absatz 40 Buchstabe d Ziffer iv Delegierte Verordnung (EU) 2020/1818, Artikel 12 Absatz 1 Delegierte Verordnung (EU) 2020/1816, Anhang II
ESRS E1-1 Übergangsplan zur Verwirklichung der Klimaneutralität bis 2050 Absatz 14 Verordnung (EU) 2021/1119, Artikel 2 Absatz 1
Nicht anwendbar, da noch kein Übergangsplan implementiert: ESRS E1-1 Artikel 449a Delegierte Verordnung (EU) 2020/1818, Artikel 12 Absatz 1 Buchstaben d bis g und Artikel 12 Absatz 2
Nicht anwendbar, da noch kein Übergangsplan implementiert: Unternehmen, die von den Parisabgestimmten Referenzwerten ausgenommen sind Absatz 16 Buchstabe g Verordnung (EU) Nr. 575/2013; Durchführungsverordnung (EU) 2022/2453 der Kommission, Meldebogen 1: Anlagebuch -Übergangsrisiko im Zusammenhang mit dem Klimawandel: Kreditqualität der Risikopositionen nach Sektoren, Emissionen und Restlaufzeit
ESRS E1-4 THG-Emissionsreduktionsziele Absatz 34 Indikator Nr. 4 in Anhang 2 Tabelle 1 Artikel449a der Verordnung(EU) Nr. 575/2013; Durchführungsverordnung (EU) 2022/2453 der Kommission, Meldebogen 3: Anlagebuch -Übergangsrisiko im Zusammenhang mit dem Klimawandel: Angleichungskennzahlen Delegierte Verordnung (EU)2020/1818, Artikel6
ESRS E1-5 Energieverbrauch aus fossilen Brennstoffen aufgeschlüsselt nach Quellen (nur klimaintensive Sektoren) Absatz 38 Indikator Nr. 5 in Anhang 1 Tabelle 2 und Indikator Nr. 5 in Anhang 1 Tabelle 1
ESRS E1-5 Energieverbrauch und Energiemix Absatz 37 Indikator Nr. 5 in Anhang 1 Tabelle 1
ESRS E1-5 Energieintensität im Zusammenhang mit Tätigkeiten in kapitalintensiven Sektoren Absätze 40 bis 43 Indikator Nr. 6 in Anhang 1 Tabelle 1
ESRS E1-6THG-Bruttoemissionen der Kategorien Scope 1, 2 und 3 sowie THG-Gesamtemissionen Absatz 44 Indikatoren Nr. 1 und 2 in Anhang 1 Tabelle 1 Artikel 449a; Verordnung (EU) Nr. 575/2013; Durchführungsverordnung (EU) 2022/2453 der Kommission, Meldebogen 1: Anlagebuch -Übergangsrisiko im Zusammenhang mit dem Klimawandel: Kreditqualität der Risikopositionen nach Sektoren, Emissionen und Restlaufzeit Delegierte Verordnung (EU) 2020/1818, Artikel 5 Absatz 1, Artikel 6 und Artikel 8 Absatz 1
ESRS E1-6 Intensität der THG-Bruttoemissionen Absätze 53 bis 55 Indikator Nr. 3 Tabelle 1 in Anhang 1 Artikel449a der Verordnung(EU) Nr. 575/2013; Durchführungsverordnung (EU) 2022/2453 der Kommission, Meldebogen 3: Anlagebuch -Übergangsrisiko im Zusammenhang mit dem Klimawandel: Angleichungskennzahlen Delegierte Verordnung (EU)2020/1818, Artikel8 Absatz 1
ESRS E1-7 Entnahme von Treibhausgasen und CO 2 -Zertifikate Absatz 56 Verordnung (EU) 2021/1119, Artikel 2 Absatz 1
Wesentlich, aber phase-in-Angabe: ESRS E1-9 Risikoposition des Referenzwert-Portfolios gegenüber klimabezogenen physischen Risiken Absatz 66 Delegierte Verordnung (EU) 2020/1818, Anhang II Delegierte Verordnung (EU) 2020/1816, Anhang II
Wesentlich, aber phase-in-Angabe: ESRS E1-9 Aufschlüsselung der Geldbeträge nach akutem und chronischem physischem Risiko Absatz 66 Buchstabe a Wesentlich, aber phase-in Angabe: ESRS E1-9 Ort, an dem sich erhebliche Vermögenswerte mit wesentlichem physischen Risiko befinden Absatz 66 Buchstabe c. Artikel449a der Verordnung(EU) Nr. 575/2013; Durchführungsverordnung (EU) 2022/2453 der Kommission, Absätze 46 und 47; Meldebogen 5: Anlagebuch - Physisches Risiko im Zusammenhang mit dem Klimawandel: Risikopositionen mit physischem Risiko.
Wesentlich, aber phase-in-Angabe: ESRS E1-9 Aufschlüsselungen des Buchwerts seiner Immobilien nach Energieeffizienzklassen Absatz 67 Buchstabe c. Artikel449a der Verordnung(EU) Nr. 575/2013; Durchführungsverordnung (EU) 2022/2453 der Kommission, Absatz 34; Meldebogen 2: Anlagebuch - Übergangsrisiko im Zusammenhang mit dem Klimawandel: Durch Immobilien besicherte Darlehen -Energieeffizienz der Sicherheiten
Wesentlich, aber phase-in Angabe: ESRS E1-9 Grad der Exposition des Portfolios gegenüber klimabezogenen Chancen Absatz 69 Delegierte Verordnung (EU) 2020/1818der Kommission, Anhang II
ESRS E2-4 Menge jedes in Anhang II der E-PRTR-Verordnung (Europäisches Schadstofffreisetzungs- und -verbringungsregister) aufgeführten Schadstoffs, der in Luft, Wasser und Boden emittiert wird, Absatz 28 Indikator Nr. 8 in Anhang 1 Tabelle 1 Indikator Nr. 2 in Anhang 1 Tabelle 2 Indikator Nr. 1 in Anhang 1 Tabelle 2 Indikator Nr. 3 in Anhang 1 Tabelle 2
ESRS E3-1 Wasser- und Meeresressourcen Absatz 9 Indikator Nr. 7 in Anhang 2 Tabelle 1
ESRS E3-1 Spezielles Konzept-Absatz13 Indikator Nr. 8 in Anhang 1 Tabelle 2
ESRS E3-1 Nachhaltige Ozeane und Meere Absatz 14 Indikator Nr. 12 in Anhang 2 Tabelle 1
ESRS E3-4 Gesamtmenge des zurückgewonnenen und wiederverwendeten Wassers Absatz 28 Buchstabe c Indikator Nr. 6.2 in Anhang 2 Tabelle 1
ESRS E3-4 Gesamtwasserverbrauch in m 3 (je Nettoeinnahme aus eigenen Tätigkeiten Absatz 29 Indikator Nr. 6.1 in Anhang 2 Tabelle 1
ESRS 2- SBM 3 - E4 Absatz 16 Buchstabe a Ziffer i Indikator Nr. 7 in Anhang 1 Tabelle 1
ESRS 2- SBM 3 - E4 Absatz 16 Buchstabe b Ziffer i Indikator Nr. 10 in Anhang 2 Tabelle 1
ESRS 2- SBM 3 - E4 Absatz 16 Buchstabe c Ziffer i Indikator Nr. 14in Anhang 2 Tabelle 1
ESRS E4-2 Nachhaltige Verfahren oder Konzepte im Bereich Landnutzung und Landwirtschaft Absatz 24 Buchstabe b Indikator Nr. 11 in Anhang 2 Tabelle 1
ESRS E4-2 Nachhaltige Verfahren oder Strategien im Bereich Ozeane/Meere Absatz 24 Buchstabe c. Indikator Nr. 12 in Anhang 2 Tabelle 1
ESRS E4-2 Konzepte zur Bekämpfung der Entwaldung Absatz 24 Buchstabe d Indikator Nr. 15 in Anhang 2 Tabelle 1
ESRS E5-5 Nicht recycelte Abfälle Absatz 37 Buchstabe d Indikator Nr. 13in Anhang 2 Tabelle 1
ESRS E5-5 Gefährliche und radioaktive Abfälle Absatz 39 Indikator Nr. 9 in Anhang 1 Tabelle 1
ESRS 2- SBM3 - S1 Risiko von Zwangsarbeit Absatz 14 Buchstabe f Indikator Nr. 13 in Anhang I Tabelle 3
ESRS 2- SBM3 - S1 Risiko von Kinderarbeit Absatz 14 Buchstabe g Indikator Nr. 12 in Anhang I Tabelle 3
ESRS S1-1 Verpflichtungen im Bereich der Menschenrechte Absatz 20 Indikator Nr. 9 in Anhang I Tabelle 3 und Indikator Nr. 11 in Anhang I Tabelle 1
ESRS S1-1 Vorschriften zur Sorgfaltsprüfung in Bezug auf Fragen, die in den grundlegenden Konventionen 1 bis 8 der Internationalen Arbeitsorganisation behandelt werden, Absatz 21 Delegierte Verordnung (EU) 2020/1816der Kommission, Anhang II
ESRS S1-1 Verfahren und Maßnahmen zur Bekämpfung des Menschenhandels Absatz 22 Indikator Nr. 11 in Anhang I Tabelle 3
ESRS S1-1 Strategie oder ein Managementsystem in Bezug auf die Verhütung von Arbeitsunfällen Absatz 23 Indikator Nr. 1 in Anhang I Tabelle 3
ESRS S1-3 Bearbeitung von Beschwerden Absatz 32 Buchstabe c Indikator Nr. 5 in Anhang I Tabelle 3
ESRS S1-14Zahl der Todesfälle und Zahl und Quote der Arbeitsunfälle Absatz 88 Buchstaben b und c Indikator Nr. 2 in Anhang I Tabelle 3 Delegierte Verordnung (EU) 2020/1816der Kommission, Anhang II
ESRS S1-14 Anzahl der durch Verletzungen, Unfälle, Todesfälle oder Krankheiten bedingten Ausfalltage Absatz 88 Buchstabe e Indikator Nr. 3 in Anhang I Tabelle 3
ESRS S1-16 Unbereinigtes geschlechtsspezifisches Verdienstgefälle Absatz 97 Buchstabe a Indikator Nr. 12in Anhang I Tabelle 1 Delegierte Verordnung (EU) 2020/1816der Kommission, Anhang II
ESRS S1-16 Überhöhte Vergütung von Mitgliedern der Leitungsorgane Absatz 97 Buchstabe b Indikator Nr. 8 in Anhang I Tabelle 3
ESRS S1-17 Fälle von Diskriminierung Absatz 103 Buchstabe a Indikator Nr. 7 in Anhang I Tabelle 3
ESRS S1-17 Nichteinhaltung der Leitprinzipien der Vereinten Nationen für Wirtschaft- und Menschenrechte und der OECD-Leitlinien Absatz 104 Buchstabe a Indikator Nr. 10 in Anhang I Tabelle 1 und Indikator Nr. 14 in Anhang I Tabelle 3 Delegierte Verordnung (EU) 2020/1816, Anhang II Delegierte Verordnung (EU) 2020/1818Artikel 12 Absatz 1
ESRS 2- SBM3 - S2 Erhebliches Risiko von Kinderarbeit oder Zwangsarbeit in der Wertschöpfungskette Absatz 11 Buchstabe b Indikatoren Nr.12 und 13 in Anhang I Tabelle 3
ESRS S2-1 Verpflichtungen im Bereich der Menschenrechte Absatz17 Indikator Nr. 9 in Anhang 3 Tabelle 1 und Indikator Nr. 11 in Anhang 1 Tabelle 1
ESRS S2-1 Konzepte im Zusammenhang mit Arbeitskräften in der Wertschöpfungskette Absatz 18 Indikatoren Nr. 11 und 4 in Anhang 1 Tabelle 3
ESRS S2-1 Nichteinhaltung der Leitprinzipien der Vereinten Nationen für Wirtschaft- und Menschenrechte und der OECD-Leitlinien Absatz 19 Indikator Nr. 10in Anhang 1 Tabelle 1 Delegierte Verordnung (EU) 2020/1816, Anhang II Delegierte Verordnung (EU) 2020/1818Artikel 12 Absatz 1
ESRS S2-1 Vorschriften zur Sorgfaltsprüfung in Bezug auf Fragen, die in den grundlegenden Konventionen 1 bis 8 der Internationalen Arbeitsorganisation behandelt werden, Absatz 19 Delegierte Verordnung (EU) 2020/1816der Kommission, Anhang II
ESRS S2-4 Probleme und Vorfälle im Zusammenhang mit Menschenrechten innerhalb der vor- und nachgelagerten Wertschöpfungskette Absatz 36 Indikator Nr. 14in Anhang 3 Tabelle 1
ESRS S3-1 Verpflichtungen im Bereich der Menschenrechte Absatz16 Indikator Nr. 9 in Anhang 1 Tabelle 3 und Indikator Nr. 11 in Anhang 1 Tabelle 1
ESRS S3-1 Nichteinhaltung der Leitprinzipien der Vereinten Nationen für Wirtschaft- und Menschenrechte, der Prinzipien der IAO oder der OECD-Leitlinien Absatz 17 Indikator Nr. 10in Anhang 1 Tabelle 1 Delegierte Verordnung (EU) 2020/1816, Anhang II Delegierte Verordnung (EU) 2020/1818Artikel 12 Absatz 1
ESRS S3-4 Probleme und Vorfälle im Zusammenhang mit Menschenrechten Absatz 36 Indikator Nr. 14in Anhang 3 Tabelle 1
Nicht wesentlich: ESRS S4-1 Konzepte im Zusammenhang mit Verbrauchern und Endnutzern Absatz 16 Indikator Nr. 9 in Anhang 1 Tabelle 3 und Indikator Nr. 11 in Anhang 1 Tabelle 1
Nicht wesentlich: ESRS S4-1 Nichteinhaltung der Leitprinzipien der Vereinten Nationen für Wirtschaft- und Menschenrechte und der OECD-Leitlinien Absatz 17 Indikator Nr. 10in Anhang 1 Tabelle 1 Delegierte Verordnung (EU) 2020/1816, Anhang II Delegierte Verordnung (EU) 2020/1818Artikel 12 Absatz 1
Nicht wesentlich: ESRS S4-4 Probleme und Vorfälle im Zusammenhang mit Menschenrechten Absatz 35 Indikator Nr. 14in Anhang 3 Tabelle 1
ESRS G1-1 Übereinkommen der Vereinten Nationen gegen Korruption Absatz 10 Buchstabe b Indikator Nr. 15 in Anhang 3 Tabelle 1
ESRS G1-1 Schutz von Hinweisgebern (Whistleblowers) Absatz 10 Buchstabe d Indikator Nr. 6 in Anhang 3 Tabelle 1
ESRS G1-4 Geldstrafen für Verstöße gegen Korruptions- und Bestechungsvorschriften Absatz 24 Buchstabe a Indikator Nr. 17in Anhang 3 Tabelle 1 Delegierte Verordnung (EU) 2020/1816der Kommission, Anhang II
ESRS G1-4 Standards zur Bekämpfung von Korruption und Bestechung Absatz 24 Buchstabe b Indikator Nr. 16in Anhang 3 Tabelle 1

Umwelt

E1 E2 E3
Klimawandel Umweltverschmutzung Wasser- und Meeresressourcen
E4 E5 T
Biologische Vielfalt und Ökosysteme Ressourcennutzung und Kreislaufwirtschaft EU-Taxonomie Verordnung

E1 Klimawandel

Kategorie Unterthema IRO Umfang
Positive Auswirkungen Klimaschutz • (P) Nordex investiert in Joint Ventures und verbessert so potenziell die Verfügbarkeit eines breiteren Spektrums nachhaltiger Energie durch Projekte in der Entwicklung von grünem Wasserstoff und Elektrolyseuren □ ○●○
Klimaschutz • (T) Mit Windenergietechnologien leistet Nordex einen positiven Beitrag, indem es Gemeinschaften in über 40 Ländern CO2-armen oder CO2-freien Strom ermöglicht. □ ○●○
Klimaschutz • (P) Nordex fördert klimabewusstes Verhalten und nutzt externe Klimarichtlinien, um Vorbild für interne und externe Stakeholder zu sein □ ○●○
Negative Auswirkungen Klimaschutz • (T) Investitionen sowie die Produktion, Herstellung und der Transport erworbener Waren und Dienstleistungen erzeugen Emissionen □ ●○○
Klimaschutz • (T) Pendeln und Geschäftsreisen der Mitarbeitenden stellen eine weitere tatsächliche negative Auswirkung durch Emissionen dar □ ●○○
Klimaschutz • (T) Der Vertrieb gekaufter Produkte, die Gewinnung und der Transport von Brennstoffen und Energie in unserer Wertschöpfungskette sowie der Transport der Produkte über Vertriebsnetze zum Endverbraucher führen zu Emissionen □ ●○○
Klimaschutz • (T) Die Entsorgung und die Endnutzung unserer Produkte am Ende ihres Lebenszyklus erzeugen weitere Emissionen □ ○●○
Energie • (T) Energieverbrauch und Abfallbehandlung führen zu direkten und indirekten Emissionen □ ○○●
Anpassung an den Klimawandel • (P) Trotz strenger Sicherheitsmaßnahmen und Bemühungen um den Übergang zu SF 6 -freien Alternativen kann es zu SF 6-Leckagen aus Schaltanlagen kommen, die möglicherweise Emissionen verursachen. □○●○
Risiken Klimaschutz • Steigende Rohstoffkosten durch CO2-Steuern und höhere Produktionskosten ▨ ●●●
Energie • Unsicherheiten bei der politischen und regulatorischen Unterstützung könnten die Nachfrage nach erneuerbaren Energien verringern ▨ ○●○
Klimaschutz und Anpassung an den Klimawandel • Störungen in der Produktion, der Lieferkette und Kostensteigerungen aufgrund extremer Wetterereignisse, steigender Durchschnittstemperaturen und steigendem Meeresspiegel □ ■ ○●●
Klimaschutz • Höhere Versicherungsprämien aufgrund von Klimarisiken in einigen Regionen ohne Versicherungsmöglichkeit □▨■ ●○○
Klimaschutz • Änderungen der Kunden- und Regulierungsanforderungen hinsichtlich Nachhaltigkeitsaspekten könnten die Nachfrage verringern ■ ○●○
Chancen Anpassung an den Klimawandel • Politische Vorgaben (z.B. CO2-Grenzwerte, Subventionen) und ein wachsendes Bewusstsein für Umweltbelastungen treiben die Nachfrage nach Windenergieanlagen □ ▨ ○●○
Klimaschutz • Die Umstellung auf dezentrale Energieerzeugung erhöht die Energiesicherheit □ ○●○
Klimaschutz/Anpassung an den Klimawandel • Modernisierung von Windkraftanlagen und Anpassung an den Klimawandel sowie Hybridprojekte eröffnen neue Erlösquellen □ ▨ ○●○
Klimaschutz • Die Umstellung auf emissionsarme Technologien schafft neue Märkte durch Technologieakzeptanz und verbesserte politische Rahmenbedingungen □ ○●○

(T) tatsächlich (P) potenziell

●○○ vorgelagert ○●○ eigene Geschäftstätigkeiten ○○● nachgelagert
kurzfristig mittelfristig langfristig

Relevanz des Themas

Jede Region unseres Planeten ist heute vom Klimawandel betroffen. Das zeigt sich deutlich in Form von extremen Wetterereignissen und vermehrten Waldbränden. Die Nordex Group begegnet dieser Herausforderung, indem sie durch die Entwicklung, Produktion, den Vertrieb und die Installation von Windkraftanlagen dazu beiträgt, die Energiewende zu unterstützen und den Klimawandel einzudämmen. Unser Ansatz umfasst auch die Steuerung von physischen Risiken und Übergangsrisiken sowie Chancen, indem wir uns an die Empfehlungen der Task Force on Climate-related Financial Disclosures (TCFD) und die Anforderungen der EU-Taxonomie halten sowie die Bestimmungen in den Märkten, in denen wir aktiv sind, im Blick behalten.

Resilienzanalyse zur Bewertung klimabedingter physischer Risiken und Übergangsrisiken

E1-ESRS 2 SBM-3-19, E1-ESRS 2 SBM-3-19-(a), E1-ESRS 2 SBM-3-19-(b), E1-ESRS 2 SBM-3-19-(b), E1-ESRS 2 SBM-3-19-(b)

Die Resilienz ihrer Strategie und ihres Geschäftsmodells gegenüber dem Klimawandel leitet die Nordex Group direkt aus ihrer qualitativen Szenarioanalyse (vgl. Methode der doppelten Wesentlichkeitsanalyse) sowie von ihren High-Level-Strategien zur Anpassung an den Klimawandel ab, die als Reaktion auf eine Szenarioanalyse entwickelt wurden (siehe unten). Sowohl die Szenario- als auch die Resilienzanalyse konzentrieren sich auf die eigenen Tätigkeiten der Nordex Group und decken alle Geschäftstätigkeiten des Unternehmens ab. Sie berücksichtigen jedoch auch die Auswirkungen unserer vor- und nachgelagerten Wertschöpfungskette auf unsere Leistung, indem physische Risiken und Übergangsrisiken einbezogen werden. Aufgrund der globalen Geschäftstätigkeit beziehen sich die Analysen auf die Funktionsebenen und regionalen Betrachtungen. Einzelne Standorte wurden aufgrund der großen Anzahl (>500 Standorte) nicht analysiert.

Die klimabezogene Szenarioanalyse wurde im Jahr 2022 mit einem Zeithorizont von acht Jahren und dem Zieljahr 2030 durchgeführt und basiert auf den von der Internationalen Energieagentur (IEA) und dem Zwischenstaatlichen Ausschuss für Klimaänderungen (IPCC) veröffentlichten Szenarien. Der daraus resultierende Plan zur Anpassung an den Klimawandel wird seitdem jährlich überprüft und verknüpft bestehende und geplante Unternehmensmaßnahmen, wie z. B. Investitionen in Kühlsysteme, mit den übergeordneten Klimaanpassungsstrategien im Hinblick auf klimabedingte Risiken und Chancen.

Da die aktuelle klimabezogene Szenarioanalyse auf das Jahr 2022 zurückgeht, wurden nicht alle wesentlichen Aspekte, die in der DMA von 2024 ermittelt wurden, vollständig berücksichtigt. Wir planen im Jahr 2025 eine erneute Durchführung der klimabezogenen Szenarioanalyse und der entsprechenden Resilienzbewertung.

Insgesamt bewertet die Nordex Group ihr Geschäftsmodell und ihre Strategie als resilient gegenüber dem Klimawandel, da sie Onshore-Windkraftanlagen bereitstellt, die für die Energiewende eine entscheidende Rolle spielen. Wir sind uns jedoch darüber im Klaren, dass akute und chronische klimabezogene Risiken wie extreme Wetterereignisse - insbesondere in einem Szenario mit hohen Emissionen - zu Störungen der Produktion und Lieferketten sowie zu Kostensteigerungen führen können. Als Reaktion auf diese Risiken verfolgt die Nordex Group einen umfassenden Anpassungsansatz, der unter anderem Investitionen in Schutzsysteme, die Aufrüstung von Anlagen zur Widerstandsfähigkeit gegen Wetterextreme und den Abschluss von Versicherungen gegen wetterbedingte Schäden umfasst. Darüber hinaus investiert das Unternehmen in klimabezogene Marktforschung und arbeitet mit Vermietern zusammen, um gemeinsame Lösungen zu entwickeln. Zusammengenommen stärken diese Maßnahmen die Resilienz der Nordex Group gegenüber den Herausforderungen des Klimawandels.

In unserer Resilienzanalyse haben wir auch die Auswirkungen des Übergangs zu einer CO 2 -ärmeren Wirtschaft auf unser Geschäftsmodell und unsere Strategie bewertet. Wir sind davon ausgegangen, dass eine erhöhte CO 2 -Steuer zu höheren Produktions- und Rohstoffkosten führen würde. Dieser wirtschaftliche Wandel würde Anpassungen unserer Betriebsabläufe und unseres Lieferkettenmanagements erforderlich machen. Die Nordex Group wahrt ihre Widerstandsfähigkeit durch die angestrebte Berücksichtigung strengerer Nachhaltigkeitskriterien in den Ausschreibungen bei der Lieferantenauswahl.

Trotz dieser Herausforderungen erwarten wir einen deutlichen Anstieg der Nachfrage nach nachhaltigen und grünen Energiequellen, wie zum Beispiel Onshore-Windkraftanlagen. Diese Nachfrage wird durch Veränderungen in der Politik, den Technologien und den Verbraucherpräferenzen zugunsten erneuerbarer Energiequellen getrieben. Deshalb konzentrieren wir uns auf die Entwicklung, den Bau und die Wartung wettbewerbsfähigerer Windturbinen, um dieser wachsenden Nachfrage gerecht zu werden.

Die Geschäftsaussichten der Nordex Group werden maßgeblich durch politisches Handeln beeinflusst: Trotz der jüngsten Unsicherheiten hinsichtlich der politischen und regulatorischen Ausrichtung, die sich möglicherweise auf die Nachfrage nach erneuerbaren Energien auswirken, bleiben wir für die Zukunft optimistisch. Wir sind bestrebt, in Innovationen zu investieren, unsere globale Präsenz auszubauen und unseren kundenorientierten Ansatz zu verbessern. Wir sind nach wie vor davon überzeugt, dass unterstützende politische Maßnahmen die schnelle Entwicklung und Einführung CO 2 -armer Technologien erleichtern werden, sodass wir den wachsenden Markt für nachhaltige Produkte bedienen können. Hierzu zählen Fortschritte im Design von Windkraftanlagen und Energiespeichersystemen. Um diese Chancen zu nutzen, verbessern wir unsere Produkte und Technologien und weiten unsere Geschäftstätigkeit aus, beispielsweise in Joint Ventures im Bereich grüner Wasserstoff und Elektrolyseure.

Aus der Perspektive des Kunden- und Investorenverhaltens prognostizieren wir in einem Niedrigemissionsszenario eine erhöhte Nachfrage nach Nachhaltigkeitsanforderungen. Dies wird unser Produktangebot und unsere Marktstrategien beeinflussen. Um unseren Wettbewerbsvorteil und Marktanteil zu erhalten, ist es von entscheidender Bedeutung, diese neuen Anforderungen zu erfüllen. Zu unseren Bemühungen gehören die Durchführung und Veröffentlichung von Ökobilanzen bzw. Lebenszyklusanalysen (life cycle assessments, LCAs) und Umweltproduktdeklarationen (environmental product declarations, EPDs) für alle relevanten Windkraftanlagentypen sowie die Teilnahme an Forschungsprojekten im Zusammenhang mit dem Recycling von Rotorblättern (vgl. Abschnitt Maßnahmen und Mittel im Zusammenhang mit Ressourcennutzung und Kreislaufwirtschaft). Sie stellen sicher, dass wir auf dem Weg zu einer CO 2 -armen Wirtschaft weiterhin resilient bleiben, indem wir unsere Nachhaltigkeitspraktiken kontinuierlich verbessern und unsere Umweltauswirkungen reduzieren (siehe auch die Abschnitte Maßnahmen und Mittel im Zusammenhang mit Klimakonzepten und Maßnahmen und Mittel im Zusammenhang mit Ressourcennutzung und Kreislaufwirtschaft).

In finanzieller Hinsicht wurden die erwarteten Auswirkungen wesentlicher klimabezogener Risiken und Chancen anhand von Finanzkennzahlen bewertet, entweder mithilfe einer fünfstufigen Skala, die sich an den Bruttofinanzgrößen orientiert, wie sie vom Enterprise Risk Management (ERM) der Nordex Group definiert werden, oder durch Bezugnahme auf die jeweiligen Anteile des betroffenen EBITDA und Umsatzes (siehe auch Methode der doppelten Wesentlichkeitsanalyse), was zu einer großen Bandbreite führt. Zum gegenwärtigen Zeitpunkt gibt es keine direkt zurechenbaren Geldbeträge im Zusammenhang mit dem Plan zur Anpassung an den Klimawandel, und es kann keine klare Aussage über die geschätzten finanziellen Auswirkungen gemacht werden. Für die voraussichtliche Neubewertung der klimabezogenen Szenarioanalyse im Jahr 2025 sind allerdings entsprechende Einschätzungen vorgesehen.

Management der Auswirkungen, Risiken und Chancen

E1-ESRS 2 IRO-1-20-(a), E1-ESRS 2 IRO-1-20-(b), E1-ESRS 2 IRO-1-20-(c)

In diesem Abschnitt wird der Prozess der doppelten Wesentlichkeitsanalyse (Double Materiality Assessment - DMA) in Bezug auf das Klima sowie die Ermittlung und Bewertung von Auswirkungen, Risiken und Chancen (IROs) erläutert. Die allgemeine Vorgehensweise bei der doppelten Wesentlichkeitsanalyse wird im Abschnitt Methode der doppelten Wesentlichkeitsanalyse ausführlicher dargelegt.

Im Zusammenhang mit klimabezogenen IROs diente die bestehende Treibhausgasbilanz (Corporate Carbon Footprint, CCF) als primäre Grundlage für die Ermittlung und Bewertung der Auswirkungen unserer Geschäftstätigkeit auf den Klimawandel mit besonderem Schwerpunkt auf den Treibhausgasemissionen. Zusätzlich wurden der Energieverbrauch des Unternehmens und die genutzten Energiequellen berücksichtigt, um potenzielle energiebezogene IROs zu ermitteln. Die Treibhausgasbilanz wurde bei der Erstellung der Longlist im Vorfeld der Workshops verwendet, um Emissionen der Scopes 1, 2 und 3 zu ermitteln und die Quellen dieser Emissionen innerhalb unserer Betriebsabläufe und Wertschöpfungskette zu bewerten.

Darüber hinaus wurden im Vorfeld der Experten-Workshops die bestehenden klimabezogenen physischen Risiken und Übergangsrisiken analysiert, die im Rahmen einer Szenarioanalyse auf Grundlage der Empfehlungen der Task Force on Climate-related Financial Disclosures (TCFD) vorab untersucht worden waren (Einzelheiten siehe im folgenden Abschnitt "Szenarioanalyse"), wobei ein besonderer Schwerpunkt auf dem DMA-Ansatz lag. Die Ergebnisse der Analyse flossen anschließend in die Longlist ein und wurden im Workshop mit den Experten unter besonderer Berücksichtigung der Wertschöpfungskette diskutiert und bewertet. Die chronischen und akuten klimabedingten Gefahren und ihr erwartetes Ausmaß in Klimaszenarien mit hohen Emissionen wurden berücksichtigt und im Hinblick darauf bewertet, inwieweit unsere Vermögenswerte und Geschäftstätigkeiten im Hinblick auf die Entstehung physischer Bruttorisiken anfällig für diese Gefahren sein könnten. Hierzu gehörte die Bewertung potenzieller Auswirkungen von Gefahren in Bezug auf Temperatur, Wind, Wasser und Bodenmasse auf natürliche Ressourcen, Ökosysteme und Gemeinschaften sowie das Verständnis, wie sich diese Abhängigkeiten auf die Geschäftskontinuität und -widerstandsfähigkeit auswirken könnten.

Ebenso wurden klimabezogene Übergangsrisiken und -chancen im Kontext von Übergangsereignissen analysiert, wobei die Ergebnisse einer klimabezogenen Szenarioanalyse im Einklang mit der Begrenzung der globalen Erwärmung auf 1,5 °C ohne oder mit nur begrenzter Überschreitung berücksichtigt wurden. Die Nordex Group hat bewertet, inwieweit ihre Vermögenswerte wie Produktionsstandorte und Niederlassungen und ihre Geschäftstätigkeiten diesen Ereignissen ausgesetzt sein können, was zu Bruttoübergangsrisiken oder -chancen im Zusammenhang mit politischen und rechtlichen Anforderungen, technologischen Veränderungen, Marktentwicklungen und Auswirkungen auf die Reputation führt.

Ermittelte Risiken und Chancen wurden in den Enterprise Risk Management (ERM)-Prozess integriert, um sicherzustellen, dass ihnen bei Entscheidungsprozessen das entsprechende Gewicht und die entsprechende Berücksichtigung zuteil wird.

Szenarioanalyse

E1-ESRS2IRO-1-21

Wie im vorherigen Abschnitt erwähnt, haben wir im Rahmen der ersten klimabezogenen Risiko- und Chancenanalyse der Nordex Group unter Bezugnahme auf die Empfehlungen der Task Force on Climate-related Financial Disclosures (TCFD) auch eine Szenarioanalyse durchgeführt, die eine Reihe von drei verschiedenen Klimaszenarien umfasst, um die potenziellen Auswirkungen physischer und Übergangsrisiken und -chancen für das gesamte, weltweit tätige Unternehmen vollständig zu verstehen. Die Nordex Group hat sich für die Bewertung von Szenarien mit hohen Emissionen (Temperaturanstieg von 4 °C bis 5 °C), mittleren Emissionen (2 °C bis 3 °C) und niedrigen Emissionen (unter 2 °C) entschieden. Dabei werden sowohl Szenarien für physische Klimarisiken in Übereinstimmung mit den repräsentativen Konzentrationspfaden (Representative Concentration Pathways, RCPs) der jeweiligen IPCC-SSP-Szenarien als auch Szenarien für Übergangsrisiken gemäß den Projektionen der IEA berücksichtigt.

Bei der Entwicklung der Szenarien haben wir drei Zeithorizonte basierend auf den IPCC-Definitionen berücksichtigt: kurzfristig (2021-2040), mittelfristig (2041-2060) und langfristig (2081-2100). Diese Zeiträume wurden gewählt, um ein plausibles Spektrum an Risiken und Unsicherheiten abzudecken und so ein umfassendes Verständnis der potenziellen Auswirkungen des Klimawandels zu ermöglichen.

Mögliche Szenarien über diese verschiedenen Zeiträume hinweg wurden auf ihre Anwendbarkeit auf Nordex analysiert. Abschließend bewerteten wir die klimabezogenen Risiken und Chancen mit Fokus auf das Zieljahr 2030.

Die Szenarioanalyse konzentriert sich auf die eigenen Tätigkeiten der Nordex Group und deckt alle Geschäftstätigkeiten des Unternehmens ab. Sie berücksichtigt implizit jedoch auch die Auswirkungen unserer vor- und nachgelagerten Wertschöpfungskette auf unsere Leistung. Aufgrund der globalen Geschäftstätigkeit bezieht sich die Analyse meist auf die jeweiligen Funktionsebenen und regionale Betrachtungen. Für Produktionsstandorte und große Verwaltungsstandorte haben wir die potenziellen Auswirkungen eines Szenarios für die physischen Klimarisiken mit hohen Emissionen anhand ihrer geografischen Koordinaten aufgezeigt. Weitere Einzelstandorte konnten jedoch aufgrund der großen Zahl von mehr als 500 Standorten nicht analysiert werden, was zu inhärenten Grenzen der Analyse führte.

Klimaszenario mit hohen Emissionen (4,0 °C bis 5,0 °C)

Wir haben das Szenario mit hohen Emissionen verwendet, das einen globalen Temperaturanstieg von +4,0 °C bis +5,0 °C bis 2100 prognostiziert. Dieses Szenario geht von einem "Weiter-Wie-Bisher"-Szenario mit begrenzten staatlichen Maßnahmen und Vorschriften zur Eindämmung des Klimawandels aus, was zu hohen Treibhausgasemissionen und erheblichen physischen Veränderungen des globalen Klimas führen würde. Das Szenario basiert auf dem IPCC SSP5-8.5-Pfad, berücksichtigt RCP 8.5 sowie das IEA WEO-2021 Stated Policies Scenario, einschließlich Quellen wie dem IPCC Climate Change 2021-Bericht und dem IEA World Energy Outlook 2021.

Das Hochemissionsszenario deckt drei Zeithorizonte ab. Kurzfristig, von 2021 bis 2040, liegt der prognostizierte Temperaturanstieg zwischen 1,3 °C und 1,9 °C. Mittelfristig, von 2041 bis 2060, liegt der prognostizierte Temperaturanstieg zwischen 1,9 °C und 3,0 °C. Langfristig, von 2081 bis 2100, liegt der prognostizierte Temperaturanstieg zwischen 3,3 °C und 5,7 °C. Diese Zeithorizonte und Endpunkte wurden gewählt, um ein plausibles Spektrum an Risiken und Unsicherheiten abzudecken und so ein umfassendes Verständnis der potenziellen Auswirkungen des Klimawandels zu ermöglichen.

In dieser Szenarioanalyse wurden mehrere wichtige Einflussfaktoren und Treiber berücksichtigt. Zu den politischen Annahmen gehören nur begrenzte staatliche Eingriffe und Regulierungsmaßnahmen zur Eindämmung der Treibhausgasemissionen, z. B. durch die Beibehaltung von CO 2 -Steuern auf ein Minimum. Die makroökonomischen Trends deuten auf ein anhaltendes Wirtschaftswachstum mit einer hohen Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen hin. Beim Energieverbrauch und -mix kommen überwiegend nicht erneuerbare Energiequellen zum Einsatz, während Technologien für erneuerbare Energien nur langsam eingeführt werden. Zu den Technologieannahmen zählen begrenzte Fortschritte bei CO 2 -armen Technologien und Energieeffizienzmaßnahmen, wobei nur ein geringer Anteil der Kunden die Einhaltung strengerer Nachhaltigkeitsanforderungen fordert. Diese Faktoren sind für unsere Geschäftstätigkeit relevant, da sie die Nachfrage nach Lösungen für erneuerbare Energien, das regulatorische Umfeld und die allgemeine Marktdynamik für Windkraftanlagen an Land direkt beeinflussen.

Vor dem Hintergrund des Szenarios hoher Emissionen sind wir näher auf die Auswirkungen physischer und Übergangsrisiken eingegangen und haben dabei insbesondere die jeweiligen Auswirkungen auf akute physische Risiken wie extreme Hitze- oder Kältewellen sowie auf chronische physische Risiken wie den Anstieg des Meeresspiegels oder Änderungen der Niederschlagsmuster berücksichtigt. Diese könnten sich negativ auf den Zeitplan der Projekte in den betroffenen Gebieten auswirken und möglicherweise zu zusätzlichen Kosten führen.

Klimaszenario mit mittleren Emissionen (2,0°C bis 3,0°C)

Wir haben das mittlere Emissionsszenario verwendet, das einen globalen Temperaturanstieg von +2,0 °C bis +3,0 °C bis 2100 prognostiziert. Dieses Szenario geht von mittleren staatlichen Maßnahmen und Vorschriften zur Eindämmung des Klimawandels aus, was zu begrenzten Treibhausgasemissionen und moderaten physischen Veränderungen des globalen Klimas führen würde. Das Szenario basiert auf dem IPCC-Pfaden SSP2-4.5 to SSP3-7.0, berücksichtigt die RCPs 4.5 und 7.0, einschließlich Quellen wie dem IPCC Climate Change 2021-Bericht und dem IEA World Energy Outlook 2021.

Das mittlere Emissionsszenario deckt drei Zeithorizonte ab. Kurzfristig, also zwischen 2021 und 2040, wird der Temperaturanstieg laut IPCC zwischen 1,2 °C und 1,8 °C und laut IEA zwischen 1,4 °C und 1,6 °C liegen. Mittelfristig, also zwischen 2041 und 2060, wird der Temperaturanstieg laut IPCC zwischen 1,6 °C und 2,6 °C und laut IEA zwischen 1,8 °C und 2,1 °C liegen. Langfristig, also zwischen 2081 und 2100, wird der Temperaturanstieg laut IPCC zwischen 2,0 °C und 3,7 °C und laut IEA zwischen 2,4 °C und 2,8 °C liegen.

In dieser Szenarioanalyse wurden mehrere wichtige Einflussfaktoren und Treiber berücksichtigt. Zu den politischen Annahmen gehören mittlere staatliche Eingriffe und Regulierungsmaßnahmen zur Eindämmung der Treibhausgasemissionen, z. B. durch die moderate Steigerung von CO 2 -Steuern. Die makroökonomischen Trends deuten auf ein moderates Wirtschaftswachstum mit einer ausgewogenen Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen und erneuerbaren Energiequellen hin. Bei der Energienutzung und dem Energiemix kommt es zu einer allmählichen Verlagerung hin zu erneuerbaren Energietechnologien, wobei eine deutliche, aber nicht vollständige Abkehr von nicht erneuerbaren Energiequellen erfolgt. Zu den Technologieannahmen zählen moderate Fortschritte bei CO 2 -armen Technologien und Energieeffizienzmaßnahmen, wobei ein moderater Anteil der Kunden die Einhaltung strengerer Nachhaltigkeitsanforderungen fordert. Diese Faktoren sind für unsere Geschäftstätigkeit relevant, da sie die Nachfrage nach Lösungen für erneuerbare Energien, das regulatorische Umfeld und die allgemeine Marktdynamik für Windkraftanlagen an Land direkt beeinflussen.

Vor dem Hintergrund des mittleren Emissionsszenarios haben wir die Auswirkungen von Übergangsrisiken, wie etwa verändertes Kundenverhalten, höhere Preise für Treibhausgasemissionen, sowie Chancen, wie etwa die weitere Entwicklung emissionsarmer Waren und Dienstleistungen, näher betrachtet.

Klimaszenario mit niedrigen Emissionen (unter 2,0 °C)

Wir haben das niedrige Emissionsszenario verwendet, das einen globalen Temperaturanstieg von +2 °C bis 2100 prognostiziert. Dieses Szenario geht von starken staatlichen Maßnahmen und erweiterten Vorschriften zur Eindämmung des Klimawandels aus, was zu niedrigen Treibhausgasemissionen und einer erfolgreichen Eindämmung der Veränderungen des globalen Klimas führen würde. Das Szenario schließt Quellen wie den IPCC Climate Change 2021-Bericht und den IEA World Energy Outlook 2021 mit ein und basiert vor allem auf dem IPCC-Pfad SSP1-1.9 und berücksichtigt damit RCP 1.9. Darüber hinaus kommen jedoch auch das WEO-2021-Szenario für nachhaltige Entwicklung der IEA sowie das "deutlich unter" 2°C-Ziel des Pariser Abkommens von 2015 zum Einsatz. Die Szenarioanalyse entspricht demnach dem kurzfristigen Scope-3-Emissionsreduktionsziel der Nordex Group, erfüllt aber noch nicht die Anforderungen des 1,5°C-Ziels. Um die Einhaltung des 1,5-°C-Ziels sicherzustellen, plant die Nordex Group als Reaktion darauf im Jahr 2025 eine Neubewertung der klimabezogenen Szenarioanalyse.

Das Niedrigemissionsszenario deckt drei Zeithorizonte ab. Kurzfristig, also zwischen 2021 und 2040, wird der Temperaturanstieg laut IPCC zwischen 1,2 °C und 1,7 °C und laut IEA zwischen 1,4 °C und 1,6 °C liegen. Mittelfristig, also zwischen 2041 und 2060, wird der Temperaturanstieg laut IPCC zwischen 1,2 °C und 2,0 °C und laut IEA zwischen 1,5 °C und 1,8 °C liegen. Langfristig, also zwischen 2081 und 2100, wird der Temperaturanstieg laut IPCC zwischen 1,0 °C und 1,8 °C und laut IEA zwischen 1,4 °C und 1,7 °C liegen.

In dieser Szenarioanalyse wurden mehrere wichtige Einflussfaktoren und Treiber berücksichtigt. Zu den politischen Annahmen gehören starke staatliche Eingriffe und Regulierungsmaßnahmen zur Eindämmung der Treibhausgasemissionen, z. B. durch die erhebliche Steigerung von CO 2 -Steuern und somit die Schaffung indirekter finanzieller Dekarbonisierungsanreize für Unternehmen. Die makroökonomischen Trends deuten auf ein moderates Wirtschaftswachstum mit einer erheblichen Verlagerung hin zu erneuerbaren Energiequellen hin. Beim Energieverbrauch und -mix kommen überwiegend erneuerbare Energietechnologien zum Einsatz, wobei eine deutliche Abkehr von nicht erneuerbaren Energiequellen erfolgt. Zu den Technologieannahmen zählen erhebliche Fortschritte bei CO 2 -armen Technologien und Energieeffizienzmaßnahmen, wobei ein hoher Anteil der Kunden die Einhaltung strengerer Nachhaltigkeitsanforderungen fordert. Diese Faktoren sind für unsere Geschäftstätigkeit relevant, da sie die Nachfrage nach Lösungen für erneuerbare Energien, das regulatorische Umfeld und die allgemeine Marktdynamik für Windkraftanlagen an Land direkt beeinflussen.

Vor dem Hintergrund des Niedrigemissionsszenarios haben wir die Auswirkungen von Übergangsrisiken, wie etwa verändertes Kundenverhalten, höhere Preise für Treibhausgasemissionen, sowie Chancen, wie etwa die weitere Entwicklung emissionsarmer Waren und Dienstleistungen, unter anderem durch die Nutzung unterstützender politischer Anreize, näher betrachtet.

Konzepte im Zusammenhang mit Klimaaspekten E1-2

Die folgenden Konzepte in Form von Richtlinien leiten sich aus der weltweit gültigen Nachhaltigkeitsstrategie ab (siehe Abschnitt Strategie, Geschäftsmodell und Wertschöpfungskette für weitere Details).

Ökostromrichtlinie

Die Nutzung von Ökostrom gilt als entscheidender Bestandteil der umfassenden Nachhaltigkeitsstrategie der Nordex Group und das Unternehmen ist bestrebt, dessen Nutzung in allen Betriebsabläufen und entlang der Lieferkette zu fördern.

Wir haben 2023 eine weltweit gültige Ökostromrichtlinie veröffentlicht [öffentlich verfügbar]. Mit dieser Richtlinie bekennen wir uns zur ausschließlichen Nutzung von Ökostrom im betrieblichen Bereich und reduzieren so direkt die Scope-2-Treibhausgasemissionen. Die Richtlinie umfasst auch die Überwachung und Berichterstattung über Energieverbrauch und Emissionen und sorgt so für Transparenz bei den Bemühungen zur Eindämmung des Klimawandels. Die Anpassung an den Klimawandel wird auch im Hinblick auf Investitionen in resiliente Ökostromprojekte und -technologien thematisiert. Die Verwendung von 100 % Ökostrom erhöht die Widerstandsfähigkeit und Stabilität des Netzes und verringert die thermische Belastung der Infrastruktur.

Mit dieser Richtlinie verpflichten wir uns außerdem zum Einsatz erneuerbarer Energien, indem wir in Projekte wie Solar- und Windenergie investieren und Lieferanten ermutigen, Ökostrom zu verwenden. Darüber hinaus umfasst sie Bildungsinitiativen für Mitarbeitende und Stakeholder, fördert eine Kultur der Nachhaltigkeit und legt Wert auf die regelmäßige Aktualisierung der Richtlinie, um sie an Nachhaltigkeitsziele und Branchenstandards anzupassen. Einzelheiten zu Maßnahmen zur Umsetzung der Richtlinie finden Sie im Abschnitt Maßnahmen und Mittel im Zusammenhang mit den Klimakonzepten.

Der Vorstand der Nordex Group ist für die Beschaffung von 100% Ökostrom verantwortlich. Für die entsprechenden Einkaufsentscheidungen ist die Werksleitung vor Ort in Zusammenarbeit mit dem Corporate Real Estate Management und dem jeweiligen Sourcing Board verantwortlich. Die globale Nachhaltigkeitsabteilung überwacht die Umsetzung dieser Richtlinie. Die Richtlinie ist öffentlich zugänglich. [Weitere Informationen befinden sich auf unserer Website].

Einschlägige Nachhaltigkeitsaspekte: Klimaschutz, Energie

Fahrzeugrichtlinien

Mit unserer Dienstwagenrichtlinie fördern wir die Elektromobilität für unseren deutschen Fuhrpark, unseren größten Fuhrpark. Die Richtlinie sorgt für höhere Budgets für Hybrid- und Batterie-Elektrofahrzeuge, während konventionelle Fahrzeuge einen aktualisierten CO 2 -Grenzwert unterschreiten müssen, um den Anteil an Elektrofahrzeugen zu erhöhen. Der Vizepräsident von P&C Corporate and Central Functions ist auf höchster Ebene für diese Richtlinie verantwortlich.

Darüber hinaus haben wir unsere französische und belgische Fahrzeugrichtlinie im Jahr 2024 angepasst. So werden Diesel-Dienstwagen ab sofort ausgeschlossen und für Kolleginnen und Kollegen, die sich für batterieelektrische Fahrzeuge entscheiden, wird die Installation einer Wallbox finanziell gefördert. Der französische Geschäftsführer ist auf höchster Ebene für diese Richtlinie verantwortlich.

Diese Fahrzeugrichtlinien haben einen Bezug zur Eindämmung des Klimawandels, da ihr Zweck darin besteht, die Nutzung CO 2-intensiver Fahrzeuge mit Verbrennungsmotor zu reduzieren und stattdessen auf eine Fahrzeugflotte mit Elektroantrieb umzusteigen. Im Einklang mit der Ökostromrichtlinie werden diese Fahrzeuge mit CO 2-armem Strom aufgeladen. Dadurch werden nicht nur die negativen Auswirkungen der Scope-1-Emissionen deutlich reduziert, sondern auch der Einsatz erneuerbarer Energien unterstützt.

Einschlägige Nachhaltigkeitsaspekte: Klimaschutz, Energie

Dem Nachhaltigkeitsaspekt "Anpassung an den Klimawandel" begegnen wir nicht mit einem spezifischen Konzept, denn wir konzentrieren uns auf die Themen, auf die wir unmittelbaren Einfluss haben.

Maßnahmen und Mittel im Zusammenhang mit den Klimakonzepten E1-3

E1-3-28, E1-3-29, E1-3-29-(a), E1-3-2S-(b), E1-3-29-C E1-3-2S-(c)-i, E1-3-29-(c)-ii, E1-3-29-(c)-iii

In der Nordex Group sind wir uns der dringenden Notwendigkeit bewusst, den Klimawandel zu bekämpfen, und haben uns verpflichtet, unsere Umweltauswirkungen durch geeignete Strategien zu verringern. Im Mittelpunkt unseres Handelns stehen die Steigerung der Energieeffizienz und Investitionen in erneuerbare Energiequellen. Darüber hinaus berücksichtigen wir klimabezogene Aspekte in unserem Betrieb, unserer Lieferkette und unseren Produktentwicklungsprozessen, um sicherzustellen, dass wir gegenüber sich entwickelnden Klimarisiken widerstandsfähig sind. Im Jahr 2024 haben wir die abteilungsübergreifende Zusammenarbeit weiter ausgebaut und uns auf die Entwicklung und Umsetzung strategischer Maßnahmen konzentriert, die auf eine deutliche Reduzierung unserer Emissionen abzielen.

Nachfolgend finden Sie eine Übersicht über die Maßnahmen der Nordex Group im Zusammenhang mit unserer Klimapolitik, gruppiert nach Treibhausgasemissionskategorie und Dekarbonisierungshebel.

Scope-1 und -2

Wir analysieren derzeit zwei Bereiche, die zur Erreichung unserer Emissionsreduktionsziele der Scopes 1 und 2 beitragen (vgl. Abschnitt Ziele im Zusammenhang mit dem Klimaschutz und der Anpassung an den Klimawandel): Emissionen aus stationären Anlagen/Heizungen und Emissionen aus dem Firmenfuhrpark.

Um diese Bereiche anzugehen, haben wir mehrere Projekte zur Emissionsreduzierung initiiert. Diese Initiativen lassen sich in drei Hauptschwerpunktbereiche unterteilen: CO 2 -armer Energieverbrauch, Energieeffizienz in Gebäuden und Unternehmenspolitik bzw. Verhaltensänderung. Sie befassen sich damit gezielt mit den negativen Auswirkungen und zugleich mit einer Chance unserer eigenen Geschäftstätigkeit im Zusammenhang mit den Nachhaltigkeitsthemen Energie und Klimaschutz.

CO 2 -armer Energieverbrauch: Im Einklang mit der Ökostromrichtlinie hat die Nordex Group Ökostromverträge für drei unserer vier großen Niederlassungen in Spanien abgeschlossen. Darüber hinaus wurden im dritten Quartal 2024 ergänzende Ökostromverträge für die Produktionsanlagen für Rotorblätter und Antriebsstränge in Indien abgeschlossen, und im vierten Quartal 2024 wurden zusätzliche Verträge für die Maschinenhausproduktion erworben.

Energieeffizienz in Gebäuden: Um den Stromverbrauch in unseren Produktionsanlagen zu senken, hat die Nordex Group eine Reihe von Energieeffizienzinitiativen umgesetzt, die den Energieverbrauch optimieren und dadurch die Umweltbelastung minimieren sollen. Zu diesen Maßnahmen zählten im Berichtsjahr unter anderem die Installation von Helligkeitssensoren zur tageslichtabhängigen Regulierung der Beleuchtungsintensität, die Installation von Luftschleiern zur Entlastung der Klimaanlagen sowie die Umstellung von Halogen-auf LED-Außenbeleuchtung zur Reduzierung des Energieverbrauchs. Darüber hinaus wird derzeit eine Vorstudie zur Platzierung von Photovoltaikmodulen in der Rotorblatt-Produktionsanlage in Spanien durchgeführt, mit dem Ziel, die Energieautarkie des Werks zu erreichen.

Unternehmensrichtlinie oder Verhaltensänderung: Im Rahmen unserer Verpflichtung zu einem verantwortungsvollen Ressourcenmanagement haben wir im Jahr 2024 mit der Umsetzung eines Energiemanagementprogramms in all unseren Produktionsstätten begonnen. Das Programm umfasst Maßnahmen zur Verhaltensänderung, die darauf abzielen, die Energieeffizienz weiter zu verbessern. Wir installieren derzeit Energiezähler, um den Energieverbrauch in wichtigen Bereichen wie Beleuchtung, Wasserpumpen und Teststationen zu überwachen. Darüber hinaus wird derzeit ein Energieaudit durchgeführt, um energiebezogene Ineffizienzen zu identifizieren und Verbesserungsmöglichkeiten aufzudecken.

Risiken und Chancen sowie der Nachhaltigkeitsaspekt der Anpassung an den Klimawandel werden von Projekten dieser Schwerpunktbereiche nicht abgedeckt. Indikative Maßnahmen werden jedoch im Abschnitt Resilienzanalyse zur Bewertung klimabedingter physischer Risiken und Übergangsrisiken.

Scope 3

Im Jahr 2022 wurde ein High-Level-Aktionsplan als erster Schritt zur Reduzierung der Scope-3-Emissionen entwickelt. Um die Durchführbarkeit dieser Reduktionsmaßnahmen zu prüfen und neue Optionen in den wichtigsten Einflussbereichen zu ermitteln, hat die Nordex Group im Jahr 2024 gezielte Workshops für 1) Rotorblätter und 2) Türme (Stahl und Beton) durchgeführt. Der thematische Schwerpunkt dieser Workshops basierte auf den Ergebnissen der Treibhausgasbilanz 2022. Diese ergab, dass gekaufter Stahl mit 40 % der Gesamtemissionen den größten Beitrag zu den Scope-3-Emissionen leistet. Andere wichtige Faktoren waren zugekaufte Carbonfasern mit 9 % und zugekaufter Beton mit 5 %. Im Rahmen dieser Workshops erörterten Fachexperten aus allen betroffenen Abteilungen der Nordex Group den Status quo, mögliche Lösungen und die nächsten Schritte. Auf Grundlage dieser Erkenntnisse beabsichtigt die Nordex Group, Auswirkungsprognosen zu bewerten, Business Cases zu analysieren und Meilensteine zu definieren, die dann in den künftigen Übergangsplan für den Klimaschutz des Unternehmens integriert werden sollen. Sie werden das Unternehmen dabei unterstützen, negative Auswirkungen sowie Risiken und Chancen unserer eigenen Geschäftstätigkeit und der vorgelagerten Wertschöpfungskette im Zusammenhang mit dem Nachhaltigkeitsaspekt Klimaschutz und Anpassung an den Klimawandel anzugehen. Der Aspekt Energie ist von derartigen Maßnahmen bislang nicht abgedeckt.

Rotorblattmaterialien: Um die Emissionen bei den Rotorblattmaterialien zu reduzieren, haben wir begonnen, recycelten PET-Schaum in die Rotorblätter von Windturbinen zu integrieren und so die Abhängigkeit von Rohstoffen zu verringern. Ergänzt wird diese Maßnahme durch das Ziel aus der Nachhaltigkeitsstrategie, bis 2032 vollständig recycelbare Rotorblätter bereitzustellen (vgl. Abschnitt Ziele im Zusammenhang mit Ressourcennutzung und Kreislaufwirtschaft.

Turmmaterialien: Um die Emissionen bei Turmmaterialien zu reduzieren, bieten wir jetzt projektspezifisch grünen Stahl an und stellen damit für ausgewählte Projekte eine CO 2 -ärmere Alternative dar. Darüber hinaus erforschen wir in Zusammenarbeit mit Partnern aus der Industrie aktiv die Anwendbarkeit von grünem Zement.

Weitere im Berichtsjahr ergriffene Maßnahmen zur Reduzierung der Scope-3-Emissionen sind:

SF 6 -freie Schaltanlagen: Natriumhexafluorid (SF 6 ) wird in Windkraftanlagen indirekt als Isoliergas in Mittelspannungsschaltanlagen eingesetzt. Diese Schaltanlagen dienen zur Anbindung von Windenergieanlagen an das Mittelspannungsnetz. SF 6 hat ein 25.200 Mal höheres Erderwärmungspotenzial (Global Warming Potential, GWP) als CO 2. Der Nordex Group ist kein Fall bekannt, in dem das Gas in einem unserer Projekte jemals freigesetzt wurde. Dennoch haben wir 2024 ein Projekt zur Einführung von SF 6 -freien Schaltanlagen in unseren elektrischen Anlagen gestartet und arbeiten eng mit unseren Lieferanten zusammen, um dies umzusetzen.

Pendelnde Arbeitnehmende: In unseren Anlagen zur Montage von Maschinenhäusern in Indien wurden acht 12-Sitzer-Busse durch einen 48-Sitzer-Bus ersetzt, der von einem Drittanbieter betrieben wird. Wir können die Treibhausgasemissionen reduzieren, indem wir für den Firmenverkehr auf ein Fahrzeug mit größerer Kapazität umsteigen.

Geschäftsreisen: In Europa schließt die Nordex Group spezifische Verträge mit Fluggesellschaften ab, um einen Anteil ausgewählter Flüge mit nachhaltigen Flugkraftstoffen abzudecken.

Wir sind uns bewusst, dass erhebliche Reduzierungen im Rahmen der Scope-3-Emissionen nur in Zusammenarbeit mit unserer Lieferkette erreicht werden können. Aus diesem Grund haben wir mit der Definition eines Ziels für die Einbindung von Lieferanten begonnen, das darauf abzielt, die Lieferanten zu ermutigen, eigene wissenschaftlich fundierten Ziele mit der SBTi festzulegen und zu validieren. Die in das Projekt einbezogenen Lieferanten sollen auf der Grundlage des Beschaffungsvolumens ausgewählt werden, das die erworbene Waren und Dienstleistungen in drei wichtigen Warengruppen sowie die Logistik umfasst, wobei das Ziel letztlich darin besteht, einen bestimmten, noch festzulegenden Prozentsatz von vordefinierten Top-Lieferanten zu verpflichten und so ein kollektives Engagement für Nachhaltigkeit und eine transparente Lieferkette zu fördern. Dieses Projekt soll im ersten Halbjahr 2025 abgeschlossen werden. Es untermauert nicht nur die öffentlich kommunizierten Ziele der Nordex Group zur Reduzierung der Treibhausgasemissionen, sondern unterstreicht auch ihr eigenes Ziel zur Reduzierung der CO 2-Emissionen in der Lieferkette, wie es im Rahmen des Schwerpunktthemas "Verantwortungsvoller Einkauf" in unserer Nachhaltigkeitsstrategie definiert wurde.

Die Aktionspläne, die derzeit für die Emissionen der Scopes 1, 2 und 3 umgesetzt werden, befinden sich noch in der Anfangsphase. Daher liegen noch keine quantifizierbaren Ergebnisse hinsichtlich erreichter oder erwarteter Reduzierungen der Treibhausgasemissionen vor. Die Auswirkungen dürften sich im Laufe der Zeit zeigen, wenn die Aktionspläne weiterentwickelt und ausgebaut werden.

Zu diesem Zeitpunkt sind keine direkt zurechenbaren Investitions- und Betriebskosten im Zusammenhang mit den ersten Phasen dieser Aktionspläne vorhanden. Im Zuge der Weiterentwicklung dieser Pläne wird die Nordex Group alle zusätzlichen Finanzinvestitionen bewerten und offenlegen, die direkt zur Erreichung ihrer klimabezogenen Ziele beitragen.

Kennzahlen und Ziele

Ziele im Zusammenhang mit dem Klimaschutz und der Anpassung an den Klimawandel

E1-4, E1-4-30, E1-4-32, E1-4-33, E1-4-34, E1-4-34-(a), E1-4-34-(b), E1-4-34-(c), E1-4-34-(d), E1-4-34-(e), E1-4-34-(f)

Im Rahmen unserer Nachhaltigkeitsstrategie beinhaltet das Schwerpunktthema "Klimawandel und Dekarbonisierung" ein freiwilliges Ziel, von der Science Based Targets Initiative (SBTi) validierte Ziele zur Reduzierung der Treibhausgasemissionen zu definieren und unsere Klimaauswirkungen zu verbessern.

Im Anschluss an die Verpflichtung der Nordex Group im Jahr 2021, wissenschaftsbasierte Ziele zu definieren, erfolgte die Entwicklung und interne Validierung der SBTi-konformen Ziele zur Reduzierung der Treibhausgasemissionen unter aktiver Beteiligung des Vorstands. Im Rahmen eines speziellen Workshops gewährte der Vorstand kritisches Monitoring und spielte eine zentrale Rolle bei der Definition der Ambitionen und des Umfangs der Ziele. Durch die Einbindung des Vorstands wurde die Einbindung der Ziele zur Reduzierung der Treibhausgasemissionen in die umfassenderen strategischen Prioritäten des Unternehmens sichergestellt. Letztlich folgten diese Ziele mit dem Basisjahr 2022 einem sektorübergreifenden Ansatz der absoluten Reduktion und wurden Ende 2023 zur Validierung übermittelt, woraufhin wir im Juli 2024 die offizielle Validierung der SBTi erhielten.

Die Science Based Targets initiative (SBTi) ist eine Organisation, die Unternehmen dabei unterstützt, wissenschaftlich basierte Klimaziele zu setzen. Die Ziele der Science Based Targets initiative sind weithin akzeptiert und gelten als "wissenschaftlich basiert". Die Methodologie der SBTi unterliegt inhärenten Unsicherheiten hinsichtlich der zu Grunde gelegten wissenschaftlichen Erkenntnisse und zukunftsorientierten Annahmen zur Reduktion von Treibhausgasemissionen, die zur Erreichung des 1,5°C Ziels erforderlich sind. Derzeit befindet sich die aktuell veröffentlichte SBTi-Methodologie in Überarbeitung. Neuere wissenschaftliche Erkenntnisse zum Verlauf des Klimawandels könnten zu einer Änderung der SBTi-Methodologie und der Beurteilung führen, ob das Ambitionsniveau der Ziele ausreichend ist, um die Erderwärmung auf 1,5°C zu begrenzen.

Laut SBTi folgen unsere kurzfristigen Emissionsziele der Scopes 1 und 2 dem 1,5-°C-Ziel, während unser kurzfristiges Emissionsziel des Scopes 3 dem Ziel von deutlich unter 2°C folgt. In Bezug auf unsere langfristigen Ziele für die Emissionen der Scopes 1, 2 und 3 beurteilt die SBTi, dass sie mit dem 1,5-°C-Ziel im Einklang stehen. Diese Ziele basieren auf anerkannten Klima- und Politikszenarien, einschließlich des Sechsten Sachstandsberichts des IPCC über die globale Erwärmung um 1,5 °C, des Pariser Abkommens und der nationalen Klimabeiträge (Nationally Determined Contributions, NDCs). Diese Szenarien werden auch verwendet, um unsere Hebel zur Dekarbonisierung zu bestimmen.

Die Nordex Group verwendet sowohl für ihre langfristigen als auch für ihre kurzfristigen, wissenschaftlich fundierten Ziele das Basisjahr 2022. Bei der Festlegung der Ziele umfassten die Systemgrenzen alle Einheiten, einschließlich Tochtergesellschaften und Joint Ventures, die gemäß den Methoden der operativen und finanziellen Kontrolle zur Nordex Group gehören. Um die Kohärenz unserer Ziele mit den Grenzen unseres Treibhausgasinventars zu gewährleisten, wurde der SBTi-Grenzwert von 5 % angewendet. Demnach wird eine Neuberechnung der Ziele vorgenommen, sobald sich die Treibhausgasemissionen des Basisjahres kumulativ um fünf Prozent oder mehr ändern.

Nachfolgend finden Sie eine Übersicht über die THG-Emissionsreduktionsziele der Nordex Group. Sie decken alle Treibhausgasemissionen ab, die im UNFCCC/Kyoto-Protokoll gefordert werden, d. h. Kohlendioxid (CO 2 ), Methan (CH 4 ), Lachgas (N 2 O), Fluorkohlenwasserstoffe (FKW), perfluorierte Kohlenwasserstoffe (FKW), Schwefelhexafluorid (SF 6 ) und Stickstofftrifluorid (NF 3 ), die alle als CO 2 -Äquivalente (CO 2 e) berechnet und ausgedrückt werden.

Gesamtziel Netto-Null

Die Nordex Group verpflichtet sich, bis 2050 entlang der gesamten Wertschöpfungskette Netto-Null-Treibhausgasemissionen zu erreichen.

Kurzfristiges Ziel

Um unsere Klimaauswirkungen zu verbessern, verpflichtet sich die Nordex Group, die absoluten Treibhausgasemissionen der Scopes 1 und 2 bis 2030 ausgehend vom Basisjahr 2022 um 42 % zu reduzieren. Das Ziel ist für Scope-1- und Scope-2-Emissionen kombiniert festgelegt. Zur Berücksichtigung der Scope-2-Emissionen und zur Erfolgsmessung wird der marktbezogene Ansatz verwendet. Darüber hinaus verpflichtet sich die Nordex Group, die absoluten Scope-3-Treibhausgasemissionen im selben Zeitraum um 25 % zu reduzieren. Die Reduzierung um 25 % ist derzeit keiner bestimmten Kategorie zugeordnet, da wir in jeder relevanten Scope-3-Kategorie einen linearen Rückgang erwarten.

Langfristiges Ziel

Die Nordex Group ist bestrebt, das 1,5-°C-Ziel zu erreichen, indem sie die absoluten Treibhausgasemissionen der Scopes 1, 2 und 3 bis 2050 um 90 % reduziert (Basisjahr 2022). Zur Berücksichtigung der Scope-2-Emissionen und zur Erfolgsmessung wird ein marktbezogener Ansatz verwendet.

Die der SBTi vorgelegten Ziele beinhalten weder CO 2 -Zertifikate noch vermiedene Treibhausgasemissionen. Darüber hinaus stellen die absoluten Treibhausgas-Emissionsreduktionsziele der Nordex Group statische Ziele für ihre Geschäftstätigkeit im Basisjahr 2022 dar und berücksichtigen keine geschäftsbezogenen Entwicklungen bis zu den jeweiligen Zieljahren.

THG-Emissionsreduktionsziele

tCO 2 e 2022 (Basisjahr) 2030 2050
Scope 1 + marktbezogener Scope 2 63.244 36.682 6.324
Scope 3 4.375.347 3.281.510 437.535

Die jährliche Analyse des CCFs der Nordex Group ist die Basis für die Entwicklung, Überwachung und Erreichung unserer THG-Emissionsreduktionsziele. Die Bewertung wird im Einklang mit dem Bilanzierungsrahmen des Greenhouse Gas Protocol durchgeführt. Um eine konsistente Verfolgung der Treibhausgasemissionen im Zeitverlauf zu ermöglichen und die Wirksamkeit ihrer Maßnahmen zur Bewältigung der wichtigsten Auswirkungen zu ermitteln, veröffentlicht die Nordex Group ihren Bestand an Treibhausgasemissionen im Vergleich zu den veröffentlichten, SBTi-konformen Zielen. Unsere Ziele wurden von der SBTi validiert. Es wurde jedoch keine externe Prüfung durchgeführt.

Ziel für die Einbindung von Lieferanten

Als Teil unserer Verpflichtung zur Reduzierung der Scope-3-Emissionen haben wir uns das Ziel gesetzt, sinnvolle Klimaschutzmaßnahmen entlang unserer gesamten Wertschöpfungskette voranzutreiben. Konkret will die Nordex Group ein Ziel festlegen, das auf die Verpflichtung der Lieferanten zur Festlegung eigener wissenschaftsbasierter Ziele ausgerichtet ist. Dabei geht es darum, einen bestimmten Prozentsatz unserer Lieferanten zu erreichen, die sich verpflichten, ihre eigenen validierten SBTs festzulegen. Diese werden anhand des Einkaufsvolumens identifiziert. Ein weiterer zu untersuchender Indikator in unserer Lieferkette ist der Anteil des Ökostromverbrauchs bei den Lieferanten der Nordex Group. Zielsetzung ist hierbei, eine robustere und nachhaltigere Lieferkette aufzubauen und gleichzeitig die gemeinsame Verantwortung für den Umweltschutz zu fördern.

Im Basisjahr 2022 war eine Kategorie in Scope 3 vorherrschend: Es entfielen rund 78 % sämtlicher Scope-3-Emissionen auf "Erworbene Waren und Dienstleistungen" (Scope 3.1). Als weitere sensible Kategorien wurden "Vorgelagerter Transport und Verteilung" (Scope 3.4) sowie "Nachgelagerter Transport und Verteilung" (Scope 3.9) identifiziert, die 10 % aller Scope-3-Emissionen ausmachen. Gleichzeitig machten die Treibhausgasemissionen aus der Nutzung des gecharterten Schiffs der Nordex Group 59 % der gesamten Emissionen der Scopes 1 und 2 aus. Diese bieten unseres Erachtens das größte Potenzial zur Reduzierung der THG-Emissionen und stehen daher im Mittelpunkt unserer Bewertungen. Weitere Einzelheiten zu den identifizierten Dekarbonisierungshebeln finden Sie im Abschnitt Maßnahmen und Mittel im Zusammenhang mit Klimakonzepten. Darüber hinaus erwägen wir die Einführung neuer Technologien, um unsere Ziele zur Reduzierung der Treibhausgasemissionen zu erreichen.

Abgesehen von diesen Zielen zur Reduzierung der Treibhausgasemissionen, die sich auf die Verringerung der negativen Auswirkungen des CO 2 -Fußabdrucks der Nordex Group konzentrieren, verfolgt das Unternehmen außerdem das Ziel, den CO 2 -Fußabdrucks unserer Turbinen bis 2025 um 25 % zu reduzieren (Basis: erste Lebenszyklusanalyse 2020). Weitere Einzelheiten finden Sie in den Angaben im Abschnitt Kennzahlen und Ziele im Zusammenhang mit Ressourcennutzung und Kreislaufwirtschaft.

Mit den in den vorangegangenen Abschnitten dargestellten Zielen unterstreicht die Nordex Group ihr Engagement, ihre IROs in Bezug auf die Nachhaltigkeitsaspekte Klimaschutz und Energie über die gesamte Wertschöpfungskette einschließlich der eigenen Geschäftstätigkeit positiv zu beeinflussen. Die Anpassung an den Klimawandel wird in den Zielen der Nordex Group zum jetzigen Zeitpunkt nicht gesondert berücksichtigt.

E1-1-17

Derzeit verfügt die Nordex Group noch über keinen finalen Übergangsplan für den Klimaschutz, arbeitet aber aktiv an seiner Entwicklung. Gleichzeitig verfolgt das Unternehmen seine Nachhaltigkeitsstrategie, die unter dem Schwerpunktthema "Klimawandel und Dekarbonisierung" verschiedene klimabezogene Ziele umfasst. Diese Strategie zielt darauf ab, unsere Geschäftstätigkeiten bis spätestens 2050 mit dem 1,5°C-Ziel in Einklang zu bringen. Durch die Entscheidung, freiwillig bereits für das Geschäftsjahr 2024 in Übereinstimmung mit der CSRD zu berichten, hat sich die Nordex Group zunächst auf die Umsetzung einer ESRS-konformen Nachhaltigkeitsberichterstattung und damit unter anderem auf die Ermittlung verbleibender Lücken konzentriert, die für die Finalisierung des Übergangsplans für den Klimaschutz des Konzerns von grundlegender Bedeutung sind. Auf Basis dieser Erkenntnisse sowie der im Berichtsjahr definierten Ziele zur Reduzierung der Treibhausgasemissionen und der derzeit laufenden Initiativen zu deren Erreichung plant die Nordex Group, sich 2025 auf die Fertigstellung dieses ambitionierten, aber dennoch realisierbaren Übergangsplans zu konzentrieren. Mit der Verabschiedung wird im Jahr 2026 gerechnet. Vorstand und Aufsichtsrat der Nordex Group werden während des gesamten Entwicklungsprozesses eingebunden und geben durch die finale Genehmigung der identifizierten Maßnahmen und Meilensteine schließlich den Anstoß für die Umsetzung.

Energieverbrauch und Energiemix

E1-5, E1-5-37, E1-5-37-(a), E1-5-37-(b), E1-5-37-(c), E1-5-37-(c)-i, E1-5-37-(c)-ii, E1-5-38, E1-5-38-(a), E1-5-38-(b), E1-5-38-(c), E1-5-38-(d), E1-5-38-(e), E1-5-39

Ein umfassendes Energiemanagement ist für die Verbesserung unserer Klimaauswirkungen unerlässlich. Die Nordex Group ist davon überzeugt, dass die regelmäßige Überwachung von Energiedaten von entscheidender Bedeutung ist, um die Wirksamkeit von Konzepten, Maßnahmen und Zielen bei der Identifizierung von Möglichkeiten zur Energieeffizienz und der Eindämmung des Klimawandels zu bewerten.

Um die Genauigkeit und Transparenz unserer Berichterstattung über wichtige Kennzahlen (KPIs) zu gewährleisten, verfolgen wir bei der Datenerhebung einen standortspezifischen Ansatz. An unseren Produktionsstandorten und großen Verwaltungsstandorten (> 80 Arbeitnehmende) werden mindestens vierteljährlich Primärdaten erhoben und direkte Messungen zur Überwachung des Energieverbrauchs durchgeführt. Bei dieser Datenerfassung werden Zählerstände, Lagerbestände, Tankberichte und Rechnungen Dritter berücksichtigt und von den lokalen HSE-Managern, vom Controlling oder Facility-Managern über unsere weltweit implementierte Umweltreporting-Plattform gemeldet. Für kleinere Standorte, wie z. B. Büros mit weniger als 80 Arbeitnehmenden oder Service Points, bei denen eine direkte Messung nicht durchführbar ist, wird der Energieverbrauch auf der Grundlage der Anzahl der dort tätigen Mitarbeitenden hochgerechnet. Diese Methode ermöglicht es uns, einen umfassenden und konsistenten Datensatz für alle unsere Tätigkeiten zu erhalten, wobei die Grenzen der Datenextrapolation und ihre Auswirkungen auf die Datengenauigkeit berücksichtigt werden.

Diese regelmäßige Analyse ermöglicht es uns, das Verhältnis zwischen nicht erneuerbarer und erneuerbarer Energie genau im Auge zu behalten und ständig danach zu streben, den Anteil erneuerbarer Energie am Gesamtenergieverbrauch zu erhöhen. Darüber hinaus erlaubt sie uns, Leckagen oder andere Ineffizienzen zu erkennen und zu beheben, und dient als Grundlage für die Entwicklung und Umsetzung von Maßnahmen zur Reduzierung der Scope-1- und Scope-2-Emissionen. Daher unterstützen dieses regelmäßige Monitoring und die entsprechenden Erkenntnisse die Nordex Group einerseits dabei, ihre Treibhausgasemissionsziele zu erreichen und andererseits einige ihrer wichtigsten Auswirkungen - nämlich die Treibhausgasemissionen aus dem direkten und indirekten Energieverbrauch - zu mildern.

Überblick über unseren Energieverbrauch und Energieverbrauch und Energiemix

Energieverbrauch und Energiemix 2024 (MWh)
(1) Brennstoffverbrauch aus Kohle und Kohleerzeugnissen 0
(2) Brennstoffverbrauch aus Rohöl und Erdölerzeugnissen 193.647
(3) Brennstoffverbrauch aus Erdgas 22.504
(4) Brennstoffverbrauch aus sonstigen fossilen Quellen 0
(5) Verbrauch aus erworbener oder erhaltener Elektrizität, Wärme, Dampf und Kühlung und aus fossilen Quellen 3.043
(6) Gesamtverbrauch fossiler Energie (MWh) (Summe der Zeilen 1 bis 5) 219.194
Anteil fossiler Quellen am Gesamtenergieverbrauch (in %) 80,47 %
(7) Verbrauch aus nuklearen Quellen (MWh) 0
Anteil des Verbrauchs aus nuklearen Quellen am Gesamtenergieverbrauch (in %) 0 %
(8) Brennstoffverbrauch für erneuerbare Quellen, einschließlich Biomasse (auch Industrie- und Siedlungsabfällen biologischen Ursprungs, Biogas, Wasserstoff aus erneuerbaren Quellen usw.) (MWh). 154
(9) Verbrauch aus erworbener oder erhaltener Elektrizität, Wärme, Dampf und Kühlung und aus erneuerbaren Quellen (MWh) 53.047
(10) Verbrauch selbst erzeugter erneuerbarer Energie, bei der es sich nicht um Brennstoffe handelt (MWh) 0
(11) Gesamtverbrauch erneuerbarer Energie (MWh) (Summe der Zeilen 8 bis 10) 53.201
Anteil erneuerbarer Quellen am Gesamtenergieverbrauch (in %) 19,53 %
Gesamtenergieverbrauch (MWh) (Summe der Zeilen 6, 7 und 11) 272.395

Energieintensität auf der Grundlage der Nettoumsatzerlöse

E1-5-40, E1-5-41, E1-5-42, E1-5-43

Die gesamten Geschäftstätigkeiten der Nordex Group zählen zu den klimaintensiven Sektoren im Sinne des NACE-Abschnitts C (38.13), der sich auf die Herstellung von Turbinen und anderen Anlagen zur Stromerzeugung bezieht. Daher beziehen sich die nachfolgend angegebenen Zahlen zur Energieintensität auf die gesamte weltweite Geschäftigkeit im Berichtsjahr 2024.

Energieintensität pro Nettoerlös 2024
Gesamtenergieverbrauch aus Tätigkeiten in klimaintensiven Sektoren pro Nettoumsatzerlös aus Tätigkeiten in kapitalintensiven Sektoren (MWh/EUR Mio.) 37

THG-Emissionen

E1-B-44, E1-6-44-(a), E1-B-44-(b), E1-B-44-C), E1-6-44-(d), E1-B-4B, E1-B-47, E1-B-48, E1-B-48-(a), E1-6-48-(b), E1-B-49, E1-B-49-(a), E1-6-49-(b), E1-B-50, E1-B-50-(a), E1-B-50-(b), E1-B-51, E1-B-52, E1-B-52-(a), E1-B-52-(b),

THG-Emissionen insgesamt

Im Jahr 2024 beliefen sich unsere gesamten Treibhausgasemissionen (Scope 1, 2 und 3) auf 4.732.673 t CO 2 e, unter Verwendung des standortbezogenen Ansatzes und 4.704.408 t CO 2 e unter Verwendung des marktbezogenen Ansatzes. Insgesamt bedeutete dies einen Rückgang um 7.36 % gegenüber dem Vorjahr (2023: 5.078.054 t CO 2 e - marktbezogener Ansatz) 2. In den Vorjahren fiel der Großteil der THG-Emissionen mit 99 % im Scope 3 an, während die Emissionen aus Scope 1 nur etwa 1 % und die indirekten Emissionen aus Scope 2 0.01 % (marktbezogen) der Gesamtmenge ausmachen. Der geringe Anteil an Scope-2-Emissionen ist auf den Erfolg unserer Ökostromrichtlinie sowie die Umsetzung von Energieeffizienzmaßnahmen in unseren Büros und Produktionsstätten und den Bezug von Grünstromzertifikaten zurückzuführen.

Scope-1- und -2-THG-Emissionen

Die Brutto-Scope-1-Treibhausgasemissionen der Nordex Group betrugen im Berichtszeitraum 53.007 t CO 2 e (2023: 66.433 t CO 2 e) 2. Diese Zahl stellt die direkten Treibhausgasemissionen aus unseren eigenen Geschäftstätigkeiten dar und beinhaltet keine Entnahme von Treibhausgasen oder Anpassungen durch den Kauf von CO 2 -Zertifikaten. Ein Teil dieser Emissionen, nämlich 13,01 % (6.895 t CO 2 ) unterliegen aufgrund maritimer Aktivitäten dem Emissionshandelssystem der Europäischen Union (EU-EHS). Diese Emissionen entstehen durch den Treibstoffverbrauch unseres unternehmenseigenen Schiffs, das vorwiegend für den Transport von Rohstoffen und Fertigprodukten eingesetzt wird. Im Jahr 2024 unterliegen 40 % unserer Emissionen im Seeverkehrssektor dem EU-EHS und sind nur auf CO 2 -Emissionen beschränkt. Für die im Jahr 2025 gemeldeten Emissionen wird der Erfassungsgrad auf 70 % steigen. Ab 2027 werden 100 % aller Treibhausgase - CO 2 , CH 4 , N 2 O, HFKW, PFC, SF 6 und NF 3 -unter dieses System fallen. Von den gesamten Scope-1-Emissionen entfielen 46 t CO 2 e auf biogene Emissionen, welche durch die Verbrennung oder den biologischen Abbau von Biomasse entstanden sind.

Unsere Scope-2-Emissionen, die indirekte Emissionen aus dem Energieverbrauch widerspiegeln, beliefen sich auf 28.670 t CO 2 e nach dem standortbezogenen Ansatz und 405 t CO 2 e nach dem marktbezogenen Ansatz (2023: 27.267 bzw. 584 t CO 2 e) 2. Der Gesamtrückgang um -30,65 % gegenüber dem Vorjahr ist auf die geringere Heizwärmemenge zurückzuführen. Von den gesamten Scope-2-Emissionen entfielen nach dem marktbezogenen Ansatz 232 t CO 2 e auf biogene Emissionen, welche durch die Verbrennung oder den biologischen Abbau von Biomasse entstanden sind.

Im Berichtszeitraum betrugen die gesamten Scope 1- und 2-Emissionen 53.412 t CO 2 e und stellen somit einen Rückgang um 20,30 % gegenüber dem Basisjahr dar, was den Erfolg unserer aktuellen Initiativen zum Klimaschutz widerspiegelt. Die Nordex Group wird ihre Maßnahmen zur Reduzierung der Treibhausgasemissionen auch in Zukunft intensivieren und damit ihr Engagement für langfristige Nachhaltigkeit und den Klimaschutz bekräftigen. Unsere Fortschritte in diesem Bereich werden in den Abschnitten Maßnahmen und Mittel im Zusammenhang mit Klimaschutzkonzepten sowie Kennzahlen und Ziele näher erläutert.

2 Daten für 2023 waren nicht Teil der Prüfung durch KPMG.

Scope-3-Treibhausgasemissionen

Im Berichtsjahr beliefen sich die Brutto-Scope-3-Emissionen unter Berücksichtigung der vor- und nachgelagerten Wertschöpfungsketten auf 4.650.996 t CO 2 e, was einem Rückgang von -7 % gegenüber dem Vorjahr entspricht (2023: 5.011.037 t CO 2 e) 2. Die Verringerung ergibt sich aus geringeren Emissionen in den Kategorien erworbene Waren und Dienstleistungen, Verwendung verkaufter Produkte und Behandlung von Produkten am Ende der Lebensdauer. Der größte Anteil der Scope-3-Emissionen entfällt weiterhin auf erworbene Waren und Dienstleistungen. Sie machen 75,47 % der Gesamtmenge aus. Ursächlich hierfür sind emissionsintensive Prozesse bei der Rohstoffgewinnung, -Verarbeitung und -Produktion bei Lieferanten sowie die erheblichen Materialbeschaffungsmengen für unsere Produktion. Die Bearbeitung dieses kritischen Bereichs bildete die Grundlage unseres Lieferantenbindungsprogramms, da unsere Fähigkeit zur Reduzierung dieser Emissionen weitgehend von den Praktiken und der Umweltleistung unserer Lieferkettenpartner abhängt. Indem wir unsere Lieferanten dazu ermutigen, wissenschaftsbasierte Ziele zur Reduzierung der Treibhausgasemissionen festzulegen, können wir die Dekarbonisierung entlang der Wertschöpfungskette vorantreiben und gleichzeitig die Klimaresilienz erhöhen.

Von den gesamten Scope-3-Emissionen entfielen 31.026 t CO 2e auf biogene Emissionen, welche durch die Verbrennung oder den biologischen Abbau von Biomasse entstanden sind.

THG-Gesamtemissionen, aufgeschlüsselt nach Scope-1-, Scope-2- und signifikanten Scope-3-Emissionen 3 , 4

Rückblickend
Basisjahr (2022) 2023 2024 %N/N-1
Scope-1-Treibhausgasemissionen
Scope-1-THG-Bruttoemissionen (t CO 2 e) 62.742 66.433 53.007 -20 %
Prozentsatz der Scope-1-Treibhausgasemissionen aus regulierten Emissionshandelssystemen (in %) NA NA 0 NA
Scope-2-Treibhausgasemissionen
Standortbezogene Scope-2-THG-Bruttoemissionen (t CO 2e) 27.407 27.267 28.670 7 %
Marktbezogene Scope-2-THG-Bruttoemissionen (t CO 2 e) 502 584 405 -31 %
Signifikante Scope-3-Treibhausgasemissionen
Gesamte indirekte (Scope-3-) THG-Bruttoemissionen (t CO 2e) 4.375.347 5.011.036 4.650.996 -7 %
1. Erworbene Waren und Dienstleistungen 3.424.838 3.636.479 3.510.330 -3 %
2. Investitionsgüter 79.456 118.651 19.292 -84 %
3. Tätigkeiten im Zusammenhang mit Brennstoffen und Energie (nicht in Scope 1 oder Scope 2 enthalten): 22.110 27.776 27.044 -3 %
4. Vorgelagerter Transport und Vertrieb 304.089 588.499 584.292 -1 %
5. Abfallaufkommen in Betrieben 2.009 2.235 20.712 827 %
6. Geschäftsreisen 10.053 9.666 9.906 2 %
7. Pendelnde Arbeitnehmende 9.013 10.759 11.119 3 %
8. Vorgelagerte geleaste Wirtschaftsgüter NA NA 492 NA
9. Nachgelagerter Transport 146.172 108.170 67.843 -37 %
10. Verarbeitung verkaufter Produkte 988 1.251 957 -24 %
11. Verwendung verkaufter Produkte 233.727 329.405 241.343 -27 %
12. Behandlung von Produkten am Ende der Lebensdauer 142.892 178.146 153.140 -14 %
13. Nachgelagerte geleaste Wirtschaftsgüter NA NA NA NA
14. Franchises NA NA NA NA
15. Investitionen NA NA 4.526 NA
THG-Emissionen insgesamt
THG-Emissionen insgesamt (standortbezogen) (t CO 2 e) 4.465.495 5.104.736 4.732.673 -7 %
THG-Emissionen insgesamt (marktbezogen) (t CO 2 e) 4.438.591 5.078.052 4.704.408 -7 %
Etappenziele und Zieljahre
2025 2030 2050 Jährlich %- des Ziel (bis 2030) / Basisjahr Jährlich % des Ziels (bis 2050)/ Basisjahr
Scope-1-Treibhausgasemissionen
Scope-1-THG-Bruttoemissionen (t CO 2 e) 52.860 36.390 6.274 -7 % -8 %
Prozentsatz der Scope-1-Treibhausgasemissionen aus regulierten Emissionshandelssystemen (in %) NA NA NA NA NA
Scope-2-Treibhausgasemissionen
Standortbezogene Scope-2-THG-Bruttoemissionen (t CO 2e) 22.667 15.604 2.690 -7 % -8 %
Marktbezogene Scope-2-THG-Bruttoemissionen (t CO 2 e) 423 291 50 -7 % -8 %
Signifikante Scope-3-Treibhausgasemissionen
Gesamte indirekte (Scope-3-) THG-Bruttoemissionen (t CO 2e) 3.965.158 3.281.510 437.535 -4 % -8 %
1. Erworbene Waren und Dienstleistungen NA NA NA NA NA
2. Investitionsgüter NA NA NA NA NA
3. Tätigkeiten im Zusammenhang mit Brennstoffen und Energie (nicht in Scope 1 oder Scope 2 enthalten): NA NA NA NA NA
4. Vorgelagerter Transport und Vertrieb NA NA NA NA NA
5. Abfallaufkommen in Betrieben NA NA NA NA NA
6. Geschäftsreisen NA NA NA NA NA
7. Pendelnde Arbeitnehmende NA NA NA NA NA
8. Vorgelagerte geleaste Wirtschaftsgüter NA NA NA NA NA
9. Nachgelagerter Transport NA NA NA NA NA
10. Verarbeitung verkaufter Produkte NA NA NA NA NA
11. Verwendung verkaufter Produkte NA NA NA NA NA
12. Behandlung von Produkten am Ende der Lebensdauer NA NA NA NA NA
13. Nachgelagerte geleaste Wirtschaftsgüter NA NA NA NA NA
14. Franchises NA NA NA NA NA
15. Investitionen NA NA NA NA NA
THG-Emissionen insgesamt
THG-Emissionen insgesamt (standortbezogen) (t CO 2 e) 4.040.685 3.333.505 446.499 -4 % -8 %
THG-Emissionen insgesamt (marktbezogen) (t CO 2 e) 4.018.441 3.318.192 443.859 -4 % -8 %

3 Daten für 2023 waren nicht Teil der Prüfung durch KPMG.

4 Die Nordex Group hat keine kategoriespezifischen Ziele festgelegt.

Treibhausgasintensität auf der Grundlage der Nettoumsatzerlöse

E1-6-53, E1-6-54, E1-6-55

Im Verhältnis zu unserem Umsatz verursachten wir durch unsere Geschäftstätigkeit im Jahr 2024 einen CO 2 e-Ausstoß von rund 645 t/EUR Mio. Grundlage hierfür sind Gesamtnettoumsatzerlöse von EUR 7.299 Mio. im Jahresabschluss.

THG-Intensität pro Nettoumsatzerlös 5

THG-Intensität pro Nettoumsatzerlös (t CO 2 e/EUR
Mio.)
2024 2023 Veränderung
%
Standortbezogen 648 787 -17.57%
Marktbezogen 645 783 -17.64%

Methodik zur Berechnung der Treibhausgasemissionen

Bei der Nordex Group erstellen wir jährlich eine unternehmensweite Treibhausgasbilanz auf Grundlage des vom GHG Protocol entwickelten Bilanzierungs- und Berichtsrahmens, insbesondere des "Corporate Accounting and Reporting Standard" und des "Corporate Value Chain (Scope 3) Accounting and Reporting Standard".

Die Inventargrenze für Treibhausgasemissionen für Scope 1 und 2 wird mithilfe des operativen und finanziellen Kontrollansatzes definiert. Dabei werden die Emissionen für alle Unternehmen einbezogen, über die die Nordex Group die operative Kontrolle ausübt, einschließlich aller konsolidierter Tochtergesellschaften und des Joint Ventures Nordex Electrolyzers. Darüber hinaus deckt die Grenze sämtliche Emissionsquellen der Wertschöpfungskette ab, die für die Geschäftstätigkeit der Nordex Group relevant sind, und schließt somit 13 der 15 Scope-3-Kategorien ein.

Im Einklang mit unseren Zielen zur Reduzierung der Treibhausgasemissionen deckt die Klimabilanz der Nordex Group alle im UNFCCC/Kyoto-Protokoll geforderten Treibhausgase ab. Für die Bilanzierung werden die aktuellsten verfügbaren Emissionsfaktoren verwendet.

Scope-1-Treibhausgasemissionen

Zu unseren Scope-1-Emissionen zählen die direkten Treibhausgasemissionen aus Quellen, die sich im Besitz oder unter der Kontrolle der Nordex Group befinden, einschließlich der Kraftstoffverbrennung in Fahrzeugen und Anlagen sowie flüchtiger Emissionen. Die Fahrzeug-Emissionen werden anhand des Gesamtkraftstoffverbrauchs und der kraftstoffspezifischen Emissionsfaktoren des britischen Ministeriums für Umwelt, Ernährung und Landwirtschaft (DEFRA) und des International Council on Clean Transportation (ICCT) berechnet. Die Emissionen der Anlagen basieren auf dem gemessenen Kraftstoffverbrauch, während die Emissionen an zusätzlichen Standorten auf einem Skalierungsansatz auf Grundlage von Kopfzahlen basieren, bei dem DEFRA-Emissionsfaktoren angewendet werden. Die flüchtigen Emissionen werden anhand von Emissionsfaktoren des DFGE - Institut für Energie, Ökologie und Ökonomie - geschätzt und skaliert. Prozessemissionen werden nicht berücksichtigt, da sie unerheblich sind.

Scope-2-Treibhausgasemissionen

Scope 2 THG-Emissionen werden sowohl mit dem marktbezogenen als auch mit dem standortbezogenen Ansatz berechnet. Bei der standortbezogenen Methode werden die Emissionen aus zugekauftem Strom anhand der Stromverbrauchsdaten aus Rechnungen oder Verträgen für Produktionsstandorte und große Verwaltungsstandorte unter Anwendung standortbezogener Emissionsfaktoren der IEA ermittelt. Bei den kleineren Niederlassungen werden die Emissionen mithilfe eines Skalierungsansatzes auf Grundlage von Kopfzahlen geschätzt, wobei auch Emissionsfaktoren der IEA zum Einsatz kommen. Die Emissionen aus eingekaufter Wärme (gilt nur für Deutschland) basieren auf den Stromrechnungen und werden mithilfe eines marktspezifischen Emissionsfaktors berechnet, der vom Energieversorger bereitgestellt wird. Zugekaufter Dampf und Kälte fallen im operativen Geschäft der Nordex Group nicht an.

Bei der marktbezogenen Methode werden die Emissionen aus zugekauftem Strom für Produktionsstandorte und große Verwaltungsstandorte - sofern verfügbar - mithilfe anbieterspezifischer Emissionsfaktoren ermittelt. Andernfalls werden der Residualmix oder standortbezogene Emissionsfaktoren der IEA herangezogen. Die Emissionen der kleineren Niederlassungen werden ebenfalls anhand von Kopfzahlen skaliert, wobei ebenfalls IEA-Emissionsfaktoren zur Anwendung kommen. Durch den zusätzlichen Erwerb von Grünstromzertifikaten (Energy Attribute Certificates, EACs) stellt die Nordex Group sicher, dass 100 % des gekauften Stroms als erneuerbar ausgewiesen werden.

5 Daten für 2023 waren nicht Teil der Prüfung durch KPMG.

Im Berichtsjahr sind 28 % des Stromverbrauchs des Unternehmens durch EACs gedeckt, die rückwirkend für das Berichtsjahr Anfang 2025 gelöscht werden. 6

Arten vertraglicher Strominstrumente 7

2024 2023
Anteil des vertraglich erworbenen Stroms, der mit Instrumenten gebündelt ist 72 % 71 %
Anteil des durch ungebündelte EACs abgedeckten Stroms 28 % 29 %

Scope-3-Emissionen

Kategorie 1 - Erworbene Waren und Dienstleistungen: Die Nordex Group berechnet die Treibhausgasemissionen aus erworbenen Waren und Dienstleistungen mithilfe einer Kombination von Methoden, abhängig von den Materialspezifität. Für erworbene Waren werden Gewichtsdaten als Basis für die Berechnung herangezogen. Für Carbonfaserplatten wird eine lieferantenspezifische Methode unter Verwendung des CO 2 -Fußabdrucks der Lieferanten verwendet. Für alle anderen Materialien wird die Methode der Durchschnittsdaten unter Verwendung materialspezifischer Emissionsfaktoren angewendet, während die Methode der ausgabenorientierten Analyse die Emissionen auf Grundlage der für bezogene Dienstleistungen ausgegebenen EUR schätzt. Emissionsfaktoren stammen von DEFRA, DowAksa, ecoinvent, der US-Umweltschutzbehörde (EPA), Fiberline und Max Bögl.

Kategorie 2 - Investitionsgüter: Die Nordex Group berechnet die Emissionen aus Investitionsgütern, indem sie eine umsatzbasierte Skalierung auf die im Berichtsjahr an den Produktionsstandorten getätigten Investitionen anwendet und dabei Emissionsfaktoren von DEFRA und ecoinvent verwendet.

Kategorie 3 - Tätigkeiten im Zusammenhang mit Brennstoffen und Energie (nicht in Scope 1 oder Scope 2 enthalten): Die Emissionen werden auf Grundlage der vorgelagerten Lebenszyklus-Emissionen berechnet. Dabei werden die gleichen Quellen für Emissionsfaktoren verwendet, die für die Berechnung von Scope 1 und 2 Emissionen Anwendung finden.

Kategorie 4 und 9 - Vorgelagerter und nachgelagerter Transport und Vertrieb: Die Treibhausgasemissionen in diesen Kategorien werden anhand von Daten zur Anzahl und zum Durchschnittsgewicht der Sendungen geschätzt, unterteilt nach Straßen-, Luft- und Seefracht. Bei den Daten für den Straßen- und Luftverkehr handelt es sich um sekundäre, entfernungsbasierte Daten, während die Daten für den Seefrachtverkehr primäre, entfernungsbasierte Daten waren. Die Emissionsdaten werden weiter verfeinert, indem Referenzemissionsfaktoren für Versandgewichtskategorien angewendet werden und die Eingangslogistik (Turbinenkomponenten zu Produktionsstandorten und Installationen) für den vorgelagerten Transport sowie die Ausgangslogistik (Turbinen zu Installationsstandorten) für den nachgelagerten Transport einbezogen werden. Die Skalierung erfolgt auf Basis der eingekauften Güter (Scope 3.1). Die Produktions- und Emissionsfaktoren stammen von DEFRA und DFGE. Die Treibhausgasemissionen dieser Kategorien basieren zum größten Teil auf einer Gewichtsskalierung basierend auf den eingekauften Materialien und installierten Komponenten.

Kategorie 5 - Abfallaufkommen in Betrieben: Die Nordex Group berechnet die Scope 3.5-Emissionen aus Abfallstoffen und Abwasser, die an Produktionsstandorten, großen Niederlassungen und großen Service Points anfallen, auf Grundlage gemeldeter Daten und unter Anwendung der Emissionsfaktoren des DEFRA. Bei kleineren Niederlassungen und Service Points werden die Emissionen nach Kopfzahlen skaliert.

Kategorie 6 - Geschäftsreisen: Die Treibhausgasemissionen von Geschäftsreisen basieren auf Daten zu Flugreisen, Hotelübernachtungen, Mietfahrzeugen und öffentlichen Verkehrsmitteln. Unterkunftsdaten werden als Teil der optionalen Grenze gemäß dem GHG-Protokoll berechnet, jedoch nicht in der Übersicht der Gesamtemissionen abgebildet. Wenn keine direkten Daten verfügbar sind, werden die Emissionen auf der Grundlage von Kopfzahlen skaliert, um eine umfassende Schätzung zu ermöglichen. Emissionsfaktoren stammen von DEFRA und DFGE.

Kategorie 7 - Pendelnde Arbeitnehmende: Für Scope 3.7 werden die Treibhausgasemissionen auf Grundlage der mit verschiedenen Verkehrsmitteln zurückgelegten Entfernungen zum und vom Arbeitsplatz ermittelt. Die Berechnungen basieren auf den Daten einer im Jahr 2023 durchgeführten Mitarbeitendenbefragung

Kategorie 8 &13 - Vor- und nachgelagerte geleaste Wirtschaftsgüter: Vorgelagerte geleaste Wirtschaftsgüter fallen bei der Nordex Group nicht an, da wir für alle Mietobjekte das Energie- und Abfallmanagement direkt übernehmen. Diese Emissionen werden gemäß dem Bilanzgrenzenansatz unter Scope 1, Scope 2 und Scope 3.5 berücksichtigt. Die Kategorie der nachgelagerten geleasten Wirtschaftsgüter ist ebenfalls nicht anwendbar. Wir vermieten keine eigenen Anlagen oder Geräte an Dritte.

Kategorie 10 - Verarbeitung verkaufter Produkte: Die THG-Emissionen, die durch die Verarbeitung verkaufter Produkte entstehen, werden anhand eines ausgabenbasierten Ansatzes berechnet, bei dem die für die Montage von Ersatzteilen ausgegebenen EUR und die entsprechenden ausgabenbasierten Emissionsfaktoren der EPA verwendet werden.

Kategorie 11- Verwendung verkaufter Produkte: Die Nordex Group berechnet die Emissionen aus der Verwendung verkaufter Produkte auf Grundlage von Wartungs- und Reparaturserviceverträgen über eine gemittelte Lebensdauer von 25 Jahren (vgl. Angaben nach Artikel 8 der Verordnung (EU) 2020/852 (Taxonomie-Verordnung) und den Abschnitt Ressourcenabflüsse). Dabei wird auch der Stromverbrauch der Windparks berücksichtigt, wobei eine Skalierung nach der Anzahl der installierten Turbinen erfolgt. Quellen der Emissionsfaktoren sind IEA, DEFRA, ecoinvent und DFGE.

Kategorie 12 - Behandlung von Produkten am Ende der Lebensdauer: Die THG-Emissionen in dieser Kategorie basieren auf den Abbruch-, Transport- und Entsorgungsprozessen für Turbinenkomponenten im Berichtsjahr. Die Skalierung erfolgt auf Grundlage der Anzahl der installierten Turbinen unter Verwendung von DEFRA-Emissionsfaktoren.

Kategorie 14 - Franchises: Die Nordex Group betreibt keine Franchises, daher ist diese Kategorie nicht anwendbar.

Kategorie 15 - Investitionen: Die Nordex Group hat eine Beteiligung in dieser Kategorie: Das Joint Venture Acciona Nordex Green Hydrogen. Die Emissionen werden nach der investitionsspezifischen Methode berechnet. Dabei werden die durchschnittlichen Scope-1- und Scope-2-Emissionen auf Basis von Primärdaten der Niederlassungen unter operativer Kontrolle des Unternehmens herangezogen und anhand von Kopfzahlen skaliert. Die Zuteilung der Emissionen erfolgt nach dem Anteil der Investition.

6 In Anlehnung an die Leitlinien der RE100-Initiative haben wir Anfang 2025 EACs erworben, um rückwirkend Teile unseres Stromverbrauchs von 2024 abzudecken, da "vintages of renewable electricity from the six months before the reporting period, twelve months of the reporting period, or the three months after the reporting period" verwendet werden können.

7 Daten für 2023 waren nicht Teil der Prüfung durch KPMG. und sind auf Kopfzahlen skaliert. Die Emissionsfaktoren stammen von DEFRA und dem Umweltbundesamt.

Unternehmensspezifische Kennzahl: Scope-4-Emissionen

Der von unseren Turbinen erzeugte Strom aus Windkraft verursacht vernachlässigbare CO 2 e-Emissionen im Vergleich zu fossilen Brennstoffen, wodurch jährlich Millionen Tonnen an Treibhausgasemissionen vermieden werden. Im Jahr 2024 vermieden unsere Turbinen etwa 81 MtCO 2 e-Emissionen.

Die vermiedenen CO 2 e-Emissionen, auch Scope 4-Emissionen genannt, zeigen, wie viel Treibhausgasemissionen 2024 durch den Einsatz von Nordex-Windparks anstelle anderer Energieträger vermieden werden. Dies wird durch den Vergleich der gesamten Lebenszyklus-THG-Bilanz von Nordex-Windturbinen mit einem Referenzprodukt, das dieselbe Funktion erfüllt, berechnet. Der Indikator umfasst alle Nordex-Projekte der letzten 20 Jahre und verwendet Daten aus dem Jahr 2024. Für diese Berechnung wurde der CO 2 e-Fußabdruck einer Nordex Delta4000 mit dem von der Internationalen Energieagentur (IEA) ermittelten weltweiten Durchschnitt der CO 2 e-Intensität der Stromerzeugung verglichen. Der Indikator für vermiedene CO 2 e-Emissionen wird auf der Grundlage der Anzahl der installierten Windturbinen und ihrer jeweiligen jährlichen Nettoenergieproduktion (AEP) von 2005 bis einschließlich 2024 berechnet. Die Projektdaten stammen aus den Vertriebsinformationen von Nordex und die AEP wird mithilfe eines externen Tools berechnet, das die Leistungskurven der Nordex-Turbinen und die durchschnittlichen Windbedingungen pro Land aus der Wind&Site-Datenbank berücksichtigt. Die Scope-4-Emissionen der Nordex Group verdeutlichen unsere positiven Auswirkungen sowie eine Chance, die mit dem Nachhaltigkeitsaspekt des Klimaschutzes verbunden ist.

Entnahme von Treibhausgasen und Projekte zur Verringerung von Treibhausgasen, finanziert über CO2-Zertifikate

E1-7-56-(a), E1-7-56-(b), E1-7-58-(a), E1-7-58-(b), E1-7-5S, E1-7-59-(a), E1-7-59-(b), E1-7-60

Im Schwerpunktthemen "Klimawandel und Dekarbonisierung" unserer Nachhaltigkeitsstrategie haben wir uns zum Ziel gesetzt, bis 2023 Klimaneutralität bei den Scope 1 und 2 Emissionen zu erreichen und die Klimaauswirkungen zu verbessern. Für die Nordex Group bedeutet dies zusätzlich, dass wir die durch unsere direkte Geschäftstätigkeit verursachten Treibhausgasemissionen durch den Erwerb von CO 2-Zertifikaten kompensieren.

Die Nordex Group ist dabei, verifizierte CO 2 -Zertifikate zu erwerben, um unsere Treibhausgasemissionen der Scopes 1 und 2 aus dem Jahr 2024 zu kompensieren. Die CO 2 -Zertifikate werden aus akkreditierten Projekten stammen, die nach anerkannten Standards zertifiziert sind. Dadurch werden die Integrität und die positive Wirkung der über diesen Mechanismus finanzierten Projekte sichergestellt.

In der folgenden Übersicht sind die im Berichtsjahr erworbenen und gelöschten CO 2 -Zertifikate für die THG-Emissionen der Scopes 1 und 2 aus dem Jahr 2023 dargestellt sowie die im Jahr 2025 geplanten CO 2 -Zertifikatskäufe für die Emissionen der Scopes 1 und 2 aus dem Jahr 2024 dargestellt:

Im Berichtsjahr gelöschte CO 2 -Zertifikate 2024
Gesamt (t CO 2 e) 66.675
Anteil von Entnahmeprojekten (in %) 0 %
Anteil von Reduktionsprojekten (in %) 100 %
Anerkannter Qualitätsstandard VERRA (%) 100 %
Anteil von Projekten innerhalb der EU (in %) 0 %
Anteil von CO 2 -Zertifikaten, die als entsprechende Anpassung gelten (in %) 0 %
In der Zukunft zu löschende CO 2 -Zertifikate Betrag bis 2025
Gesamt (t CO 2 e) 53.412

Es ist wichtig zu betonen, dass diese Kompensation weder eine Abhängigkeit noch eine Voraussetzung für das Erreichen der im Abschnitt Kennzahlen und Ziele festgelegten Ziele zur Reduzierung der Treibhausgasemissionen darstellt und auch nicht als Ausgleich für die ausgewiesenen Treibhausgasemissionen gilt. Im Gegenteil, es handelt sich um eine freiwillige Maßnahme, die als zusätzlicher Anreiz zur Dekarbonisierung dient und direkte und nachhaltige Maßnahmen zur Emissionsreduzierung fördert. Während CO 2 -Zertifikate einen Mechanismus zur Reduzierung von Restemissionen bieten, bleibt die Nordex Group ihrem Ziel verpflichtet, der direkten Emissionsreduzierung innerhalb ihrer eigenen Geschäftstätigkeit und Wertschöpfungsketten Priorität einzuräumen. Die Verwendung von CO 2 -Zertifikaten ist lediglich als ergänzende Maßnahme in unserer umfassenderen Strategie zur Erreichung von Netto-Null-Emissionen gedacht.

Interne CO2-Bepreisung

E1-8

Die Nordex Group wendet bisher keine internen CO 2 -Bepreisungssysteme an.

E2 Umweltverschmutzung

Kategorie Unterthema IRO Umfang
Negative Auswirkungen Luftverschmutzung • (T) Emissionen beim Transport von Rohstoffen, Komponenten und Fertigprodukten können auch zur Luftverschmutzung beitragen. □ ●●●
Risiken Wasserverschmutzung • Reputationsschäden bei Gewässerverschmutzungen, die im Zusammenhang mit den Geschäfts- und Logistiktätigkeiten von Nordex stehen. □ ■ ○●○
Besorgniserregende Stoffe • Unvorhergesehene Kosten aufgrund verschärfter gesetzlicher Anforderungen an Schadstoffe. ▨ ○●○
Besorgniserregende Stoffe • Erhöhte interne Kosten durch strengere Berichtspflichten ▨ ○●○
Besorgniserregende Stoffe • Negative Auswirkungen auf den Umsatz durch steigende Stakeholder-Anforderungen □ ○●○
Besonders besorgniserregende Stoffe (Substances of Very High Concern, SVHC) • Substitutionskosten für den Ersatz von SVHCs ▨ ○●○
Chancen Luftverschmutzung • Erhöhte Nachfrage nach erneuerbaren Energien und damit Windenergieanlagen als Folge der zunehmenden Luftverschmutzung. ▨ ○●○

(T) tatsächlich (P) potenziell

●○○ vorgelagert ○●○ eigene Geschäftstätigkeiten ○○● nachgelagert
kurzfristig mittelfristig langfristig

Relevanz des Themas

Die Nordex Group ist bestrebt, die Umweltverschmutzung und ihre schädlichen Auswirkungen auf die Umwelt und die menschliche Gesundheit zu minimieren. Wir sind uns bewusst, wie wichtig es ist, die Umweltverschmutzung in allen Bereichen unserer Geschäftstätigkeit und entlang unserer Wertschöpfungskette zu bekämpfen. Unser Ansatz umfasst die Ermittlung, Minderung und Bewältigung von Umweltverschmutzungsrisiken, um die Einhaltung von Umweltstandards zu gewährleisten und die von unseren Tätigkeiten betroffenen Ökosysteme und Gemeinschaften zu schützen.

Management der Auswirkungen, Risiken und Chancen

Verfahren zur Ermittlung und Bewertung der Auswirkungen, Risiken und Chancen im Zusammenhang mit Umweltverschmutzung

E2-ESRS 2 IRO-1, E2-ESRS 2 IRO-1-11

In diesem Abschnitt wird der Prozess der doppelten Wesentlichkeitsanalyse (Double Materiality Assessment - DMA) in Bezug auf Umweltverschmutzung sowie die Ermittlung und Bewertung von Auswirkungen, Risiken und Chancen (IROs) erläutert. Die allgemeine Vorgehensweise bei der doppelten Wesentlichkeitsanalyse wird im Abschnitt Beschreibung der Verfahren zur Ermittlung und Bewertung der wesentlichen Auswirkungen, Risiken und Chancen ausführlicher dargelegt.

Unserem allgemeinen DMA-Ansatz folgend, nutzte die Nordex Group die Bewertung der Wertschöpfungskette als Ausgangspunkt, um Vermögenswerte und Tätigkeiten im Zusammenhang mit den Auswirkungen, Risiken und Chancen in Bezug auf Umweltverschmutzung zu identifizieren. Bei der Bewertung wurden Faktoren wie Luftverschmutzung, Wasserverschmutzung, besorgniserregende Stoffe und besonders besorgniserregende Stoffe berücksichtigt, wodurch eine umfassende Bewertung der potenziellen Risiken und Chancen gewährleistet wird.

Anstelle direkter Konsultationen mit den betroffenen Gemeinschaften nutzte die Nordex Group Stellvertreter, um Erkenntnisse zu sammeln und potenzielle soziale Auswirkungen zu verstehen. Dieser Ansatz wurde im gesamten Bewertungsprozess angewandt, um sicherzustellen, dass die Perspektiven der wichtigsten Interessengruppen angemessen vertreten und berücksichtigt wurden.

Konzepte im Zusammenhang mit Umweltverschmutzung E2-1

Dieser Abschnitt gibt Aufschluss darüber, inwieweit die Nordex Group Konzepte zur Ermittlung, Bewertung, Steuerung und Behebung von Auswirkungen, Risiken und Chancen im Zusammenhang mit Schadstoffen eingeführt hat.

Richtlinie für Qualität, Gesundheit, Sicherheit und Umweltschutz (QHSE-Richtlinie).

Die Verpflichtung von Nordex, wesentliche Auswirkungen, Risiken und Chancen im Zusammenhang mit der Vermeidung von Umweltverschmutzung zu managen, ist in unsere Richtlinie für Qualität, Gesundheit, Sicherheit und Umweltschutz (QHSE) und unsere HSE-Standards sowie in andere Unternehmensstandards für globale Leitfunktionen integriert. Diese Richtlinie konzentriert sich weltweit auf die Qualität, Gesundheit und Sicherheit unserer Mitarbeitenden und den Umweltschutz bei der Entwicklung, dem Vertrieb, der Produktion, der Lieferung, der Installation und dem Service von Windenergieanlagen und Windparks und trägt zu einer klimafreundlichen Energieerzeugung bei. Der Chief Executive Officer (CEO) der Nordex Group trägt die höchste Verantwortung für die Umsetzung der QHSE-Richtlinie und ist somit auf höchster Ebene für die Richtlinie verantwortlich. Die Richtlinie ist öffentlich zugänglich. [Weitere Informationen befinden sich auf unserer Website].

Einschlägige Nachhaltigkeitsaspekte: Luftverschmutzung, Wasserverschmutzung

Unternehmensrichtlinie für Gefahrstoffe

Unsere global gültige Unternehmensrichtlinie für Gefahrstoffe beschreibt unseren verantwortungsvollen Umgang mit Substanzen. Sie soll die Einhaltung der relevanten internationalen und nationalen Vorschriften gewährleisten und minimiert gleichzeitig die Risiken für unsere Arbeitskräfte und die Umwelt. Hierzu gehört die Erstellung von "Black and Grey Lists" welches eine Unternehmens interne Richtlinie ist, die auf den in verschiedenen Verordnungen, darunter REACH und RoHS, definierten Kriterien basiert. Die Richtlinie ermittelt besorgniserregende Stoffe und besonders besorgniserregende Stoffe anhand ihrer potenziell schädlichen Eigenschaften. Nordex bewertet alle verwendeten Chemikalien und verwendet dazu die Informationen in den Sicherheitsdatenblättern, um alle gefährlichen Stoffe zu identifizieren, die auf den "Black & Grey Lists" stehen, und setzt Aktionspläne auf Grundlage einer Hierarchie um. Darüber hinaus sind die lokalen Nordex-Organisationen dafür verantwortlich, diese Richtlinien an die nationalen Vorschriften anzupassen. Dazu gehört die Durchführung von Risikobewertungen für den Umgang mit, die Lagerung, Verwendung und Entsorgung gefährlicher Stoffe. Durch diese Initiativen stellen wir sicher, dass genaue Informationen für gesetzliche Angaben zur Verfügung stehen und dass unsere Geschäftstätigkeit den besten Praktiken zur Vermeidung und Verminderung der Umweltverschmutzung entspricht.

Als Unternehmen mit Hauptsitz in der EU ist die Nordex Group gesetzlich verpflichtet, die EU-Taxonomie-Verordnung (Verordnung (EU) 2020/852) für die weltweite Verwendung von Chemikalien zu erfüllen. Dazu müssen wir nachweisen, dass unsere weltweiten Tätigkeiten die Do No Serious Harm (DNSH)-Kriterien erfüllen, indem wir bestimmte Chemikalien nicht verwenden. Die eingeschränkten Chemikalien sind in der Unternehmensrichtlinie für Gefahrstoffe analog zu den in den folgenden Bestimmungen definierten Stoffen aufgeführt. Diese Liste wird konstant überarbeitet sobald sich neue internationale und nationale Vorschriften ergeben bzw. existierende Vorschriften angepasst werden.:

Anhänge I oder II der Verordnung (EU) 2019/1021 [Persistente organische Schadstoffe]

Artikel 2 der Verordnung(EU) 2017/852 [Quecksilber]

Anhänge I oder II der Verordnung(EG) Nr. 1005/2009 [Ozonabbau]

Anhang II zur Richtlinie 2011/65/EU [RoHS]

Anhang XVII zur Verordnung (EG) Nr. 1907/2006 [REACH-Beschränkungen]

Artikel 57 und 59(1) der Verordnung (EG) Nr. 1907/2006 [REACH SVHC / Kandidatenliste]

Artikel 57 der Verordnung(EG) Nr. 1907/2006 [REACH vorgeschlagene SVHC]

Ergänzend zu den Anforderungen des ESRS E2 wurden die im Anhang II der Verordnung (EG) Nr. 166/2006 ("E-PRTR-Verordnung") aufgeführten Schadstoffe aufgenommen.

Einschlägige Nachhaltigkeitsaspekte: Luftverschmutzung, Wasserverschmutzung, besorgniserregende Stoffe, besonders besorgniserregende Stoffe

Maßnahmen und Mittel im Zusammenhang mit Umweltverschmutzung E2-2

Die im folgenden beschriebenen Maßnahmen zielen darauf ab, die Mengen an Luftverschmutzpartikeln zu verringern und den Einsatz von SOC und SOVC zu reduzieren und durch bessere Alternativen zu substituieren. Die Nordex Group hat im Berichtsjahr unternehmensweit formalisierte Prozesse zur Bewertung und Umsetzung von Gefahrstoffen implementiert, die für die Teilthemen besorgniserregende und besonders besorgniserregende Stoffe unter Nachhaltigkeitsaspekten relevant sind. Das Unternehmen hat erfolgreich eines der am weitesten verbreiteten Blacklist-Materialien im Projektmanagement und Service ersetzt, seine Stückliste entsprechend aktualisiert und diese Materialien aus seinem Betrieb entfernt, was für das Unterthema "Besorgniserregende Stoffe" relevant ist. Darüber hinaus hat das Unternehmen in Zusammenarbeit mit seinen Lieferanten eine Neuklassifizierung eines Materials vorgenommen, sodass dieses nicht mehr als Blacklist-Material gilt, was ebenfalls für das Unterthema "Besorgniserregende Stoffe" von Bedeutung ist. Die Engineering- und Industrialisierungsteams arbeiten weiterhin intensiv an der Suche nach Alternativen für andere Materialien auf der schwarzen Liste. Monatlich werden die Fortschritte überprüft, um einen anhaltenden Erfolg sicherzustellen. Dies ist unter Nachhaltigkeitsaspekten relevant für die Unterthemen "Besorgniserregende Stoffe" und "Besonders besorgniserregende Stoffe".

Die Nordex Group hat Maßnahmen ergriffen und Mittel bereitgestellt, um die Luftqualität durch die Entwicklung und Umsetzung produktspezifischer globaler, standortübergreifender und lokaler Aktionspläne zur Reduzierung der Emission flüchtiger organischer Verbindungen (VOC) bei der Rotorblattproduktion zu verbessern. Diese Maßnahme ist für den Nachhaltigkeitsaspekt Luftverschmutzung relevant insbesondere am Standort in Lumbier aufgrund lokaler Regularien.

Kennzahlen und Ziele

Ziele im Zusammenhang mit Umweltverschmutzung

E2-3

Als Teil unseres Engagements für Nachhaltigkeit erkennt die Nordex Group die Bedeutung der Festlegung schadstoffbezogener Ziele zur Steuerung unserer Umweltleistung an. Wir haben uns folgende Ziele im Hinblick auf die Umweltverschmutzung gesetzt:

Reduzierung von Gefahrstoffen und Minimierung ihres Gefährdungspotenzials: Wir suchen kontinuierlich nach Möglichkeiten zum Ausschluss von Gefahrstoffen und setzen uns aktiv dafür ein, die Anzahl der eingesetzten Materialien und deren Gefährdungsgrad zu reduzieren. Eine Arbeitsgruppe aus allen Unternehmens- und Produktionsbereichen trifft sich mindestens einmal im Monat, um das Projekt zu steuern. Die Reduzierung der Materialien auf der Black List ist als Kennzahl für alle Bereiche vorgesehen, welche jedoch nicht an definierten quantifizierten Zielen hängt.

Einschlägige Nachhaltigkeitsaspekte: Besorgniserregende Stoffe, besonders besorgniserregende Stoffe

Verbesserung der Luftqualität: Entwicklung und Umsetzung produktspezifischer globaler, standortübergreifender und lokaler Aktionspläne zur Reduzierung der Emission flüchtiger organischer Verbindungen (VOC) bei der Rotorblattproduktion um 5 % pro produziertem MW Das spanische Rotorblattwerk hat alle geplanten Anpassungen zur Reduzierung der VOC-Emissionen im Einklang mit den örtlichen gesetzlichen Beschränkungen in Bezug auf VOC-Emissionen abgeschlossen. Für das indische Rotorblattwerk ist eine Überprüfung geplant, wie sich diese Ziele in den kommenden Jahren umsetzen lassen.

Einschlägige Nachhaltigkeitsaspekte Luftverschmutzung

Die Ziele der Nordex Group orientieren sich an unserer Richtlinie für Qualität, Gesundheit, Sicherheit und Umweltschutz (QHSE-Richtlinie) sowie an der Unternehmensrichtlinie für Gefahrstoffe, die sich mit den Auswirkungen, Risiken und Chancen im Zusammenhang mit besorgniserregenden und besonders besorgniserregenden Stoffen befassen. Diese Ziele wirken sich außerdem direkt auf vor- und nachgelagerte Tätigkeiten aus, da sie Auswirkungen, Risiken und Chancen im Zusammenhang mit Luft- und Wasserverschmutzung berücksichtigen.

Um Transparenz und Rechenschaftspflicht in Bezug auf unsere Umweltleistung zu gewährleisten, werden wir die Fortschritte im Hinblick auf diese Ziele jährlich überwachen und unsere Leistung in unseren Nachhaltigkeitsberichten offenlegen, die detaillierte Kennzahlen und Datenpunkte gemäß ESRS 2 MDR-T enthalten. Dies wird uns helfen, alle potenziellen Auswirkungen, Risiken und Chancen im Zusammenhang mit diesen Nachhaltigkeitsfragen zu identifizieren und anzugehen.

Luft-, Wasser- und Bodenverschmutzung E2-4

Die Nordex Group hat die in Luft, Wasser und Boden gelangenden Mengen der im Anhang II der Verordnung (EG) Nr. 166/2006 (E-PRTR-Verordnung) aufgeführten Schadstoffe analysiert, ausgenommen Treibhausgasemissionen, die unter ESRS E1 Klimawandel offengelegt werden. Die in Absatz 28 genannten Mengen umfassen die konsolidierten Emissionen von Anlagen, die unter unserer finanziellen oder betrieblichen Kontrolle stehen. In die Konsolidierung werden nur die Emissionen von Anlagen einbezogen, die den jeweils festgelegten Grenzwert überschreiten.

Ermittlung der E-PRTR-Belastung durch Produkte:

Um die Anforderungen des E-PRTR zu erfüllen, verfolgte die Nordex Group einen systematischen Ansatz:

Auswahl der Materialien: Wir haben die Materialien mit den höchsten Risiken ermittelt.

Stücklistenanalyse (BOM): Wir haben die Stückliste untersucht, um die Bestandteile von Mischungen zu ermitteln.

Bewertung von Stoffen: Jeder Stoff wurde analysiert, um seine Relevanz für E-PRTR und das verwendete Volumen zu bestimmen, wobei konservativ die höchsten Schätzungen aus Sicherheitsdatenblättern verwendet wurden.

Verwendung und Risikobewertung: Wir haben den Verwendungszweck der einzelnen Mischungen ermittelt und das Verschmutzungsrisiko bewertet.

Volumenvergleich: Die Schadstoffmenge wurde ermittelt und mit dem E-PRTR-Grenzwert verglichen.

Das Ergebnis dieser Methodik zeigte, dass die potenziellen Emissionen der Nordex die Grenzwerte für Luft, Wasser und Boden nicht überschritten und somit keine Meldepflicht bestand.

Datenerhebungsverfahren: Die Datenerfassung für die umweltverschmutzungsbezogene Bilanzierung und Berichterstattung erfolgt durch eine Kombination aus direkten Messungen, periodischen Messungen und Berechnungen auf der Grundlage standortspezifischer Daten. Zu den wichtigsten Datenquellen gehören Sicherheitsdatenblätter (SDS) und interne Produktionsberichte.

Da unsere potenziellen Emissionen die Grenzwerte nicht überschreiten, ist eine detaillierte Berichterstattung nicht erforderlich. Wenn jedoch eine im Vergleich zur direkten Messung unterlegene Methode gewählt wird, würden wir die Gründe dafür darlegen und die Normen, sektoralen Studien oder Quellen sowie den möglichen Grad der Unsicherheit und die Bandbreite der Schätzungen angeben. Die Schadstoffmengen werden in geeigneten Masseneinheiten wie Tonnen oder Kilogramm angegeben.

Bei der Bereitstellung von Informationen über Schadstoffe haben wir folgende Rangfolge eingehalten:

Direkte Messung der Emissionen durch anerkannte kontinuierliche Überwachungssysteme

Regelmäßige Messungen

Berechnung auf der Grundlage standortspezifischer Daten

Berechnung auf der Grundlage veröffentlichter Verschmutzungsfaktoren

Schätzungen

Ermittlung der E-PRTR-Belastung durch eigene Geschäftstätigkeiten:

Zusätzlich zur produktbasierten Analyse hat eine externe Stelle weitere Bewertungen der Verschmutzung und Emissionen unserer eigenen Tätigkeiten durchgeführt, einschließlich Produktionsstandorte, Büros und Logistik. Diese Analysen basieren auf Daten aus unseren Umweltberichtssystemen. Nach Rücksprache mit verschiedenen Geschäftsbereichen haben wir festgestellt, dass die meisten Schadstoffe kein Risiko einer Überschreitung der Schadstoffgrenzwerte darstellen, mit Ausnahme von Stickoxiden (NO X /NO 2 ) und Feinstaub (PM 10 ), die bei der Nutzung fossiler Energieträger ausgestoßen werden.

Bei unserer Bewertung wurden auch die potenziellen Risiken von Unfällen, wie z. B. Leckagen, berücksichtigt, die zu einer Überschreitung der Schadstoffgrenzwerte führen können. Wir haben Informationen zu Leckagen zusammengestellt und bis heute wurden von unserem Schiff keine Leckagen gemeldet.

Obwohl die produktbezogene Analyse keine Schadstoffe ergab, die die in Anhang II der Verordnung (EG) Nr. 166/2006 festgelegten Schwellenwerte überschreiten, wurde bei der Überprüfung der Luftemissionen aus den eigenen Tätigkeiten festgestellt, dass der eigene Transport per Schiff 906,3 Tonnen NO x /NO 2 und 64,5 Tonnen PM 10 verursacht hat, was die festgelegten Schwellenwerte überschreitet. Diese Daten wurden vom Schiffseigner bereitgestellt.

VOC-Emissionen in Rotorblatt-Produktionsstätten:

Seit 2023 bewerten wir die Luftemissionen aus unseren Lackier- und Reinigungstätigkeiten im Zusammenhang mit der Rotorblattproduktion in Lumbier, insbesondere die flüchtigen organischen Verbindungen (volatile organic compounds, VOC). Aufgrund der Abmessungen der aktuell gefertigten Rotorblätter erfolgt die Lackierung im Finishingbereich per Rolle, ohne Lackierkabine. Daher erfolgt die Emission flüchtiger organischer Verbindungen (VOC) aus dem Lackierprozess nicht gebündelt über einen Kamin, sondern es handelt sich um eine diffuse Emission. Aus diesem Grund hat die Regierung von Navarra einen zulässigen Emissionsgrenzwert für flüchtige organische Verbindungen (VOC) von fünf Tonnen pro Jahr festgelegt, unabhängig von der Anzahl der hergestellten Rotorblätter. Die Kontrolle der Einhaltung dieses Grenzwertes erfolgt monatlich durch die HSE-Abteilung anhand der vom Controlling bereitgestellten Daten zum Farbverbrauch. Jedes Jahr muss die HSE-Abteilung der Regierung von Navarra eine Erklärung über den jährlichen Verbrauch dieser Produkte übermitteln. Auf Grundlage des Stichprobenverfahrens wurden die VOC-Emissionen für die Rotorblatt-Produktionsanlage in Indien extrapoliert, da technische Vergleichbarkeit sowie ähnliche Produktions Situationen gegeben sind. Im Jahr 2024 wurden die VOC-Emissionen mit 154,9 Tonnen quantifiziert.

Schadstoffe in der Luft

Einheit 2024
NO x /NO 2 Tonnen 906,3
PM 10 Tonnen 64,5
VOC Tonnen 154,9

Schadstoffe im Wasser

Bei einer ersten Analyse konnten keine Effekte auf eine Gewässerverschmutzung festgestellt werden. Die potenzielle Auswirkungen von Schiffsanstrichen auf die Wasserverschmutzung sollen im Jahr 2025 untersucht werden.

Besorgniserregende Stoffe und besonders besorgniserregende Stoffe E2-5

In der Unternehmensrichtlinie für Gefahrstoffe wird der Ansatz von Nordex zum verantwortungsvollen Umgang mit Stoffen dargelegt, bei dem weder Mitarbeitende noch andere Interessenträger, einschließlich der Umwelt, in der das Unternehmen tätig ist, gefährdet werden. Das Unternehmen legt großen Wert auf die Substitution und Minimierung besorgniserregender Stoffe und strebt eine aktive Ausmusterung besonders besorgniserregender Stoffe an, insbesondere in nicht lebensnotwendigen gesellschaftlichen Anwendungen und Verbraucherprodukten. Nordex prüft alle vorgeschlagenen neuen Gefahrstoffe, bevor sie in den Produktdesignprozess integriert werden können. Das Unternehmen fordert, dass Lieferanten von Gefahrstoffen, die außerhalb der EU ansässig sind, Informationen zur Verfügung stellen, die mit den EU-Sicherheitsdatenblättern übereinstimmen. Nordex berichtet über seine weltweiten Tätigkeiten gemäß den EU-Taxonomie-Vorschriften und legt KPIs fest, die sich auf die Beseitigung von Risiken durch Artikel konzentrieren, die auf den "Black & Grey Lists" der Gefahrstoffe von Nordex stehen. Informationen zu den von Nordex verwendeten Gefahrstoffen werden gemäß den EU-Taxonomievorschriften und im jährlichen Nachhaltigkeitsbericht veröffentlicht. Nordex prüft sämtliche Änderungen der Vorschriften und ergreift alle notwendigen Maßnahmen, um eine fortlaufende Übereinstimmung mit den Vorschriften sicherzustellen.

Wie in ESRS E2-4 ausführlich beschrieben, verfolgt Nordex einen systematischen Ansatz zur Ermittlung und Bewertung gefährlicher Stoffe. Hierzu gehören die Datenerfassung, die Ermittlung der regulatorischen Relevanz, die quantitative Analyse und die Dokumentation der Ergebnisse. Die Methodik soll Transparenz, Genauigkeit und Nachvollziehbarkeit in allen Schritten der Analyse gewährleisten. Bei den gelisteten besorgniserregenden Stoffen handelt es sich um eingekaufte Produkte. Die Einstufung besorgniserregender Stoffe basierte auf der Analyse von Sicherheitsdatenblättern und dem Überprüfen aller Stoffe anhand der ECHA-Kandidatenliste für besonders besorgniserregende Stoffe, um Risiken zu ermitteln.

Besorgniserregende Stoffe und besonders besorgniserregende Stoffe

2024
SoC Tonnen 2603,1
SVHC Tonnen n.a.

E3 Wasser- und Meeresressourcen

Kategorie Unterthema IRO Umfang
Positive Auswirkungen Wasser • Derzeit sind keine konkreten positiven Auswirkungen in Bezug auf den Wasserverbrauch oder das Wassermanagement erkennbar. /
Negative Auswirkungen Wasser • (T) Ein hoher Wasserverbrauch für Materialien in unserer Wertschöpfungskette kann in Regionen mit begrenzten Ressourcen zu Wasserknappheit führen
●○○
Risiken Wasser • Wasserknappheit in Regionen mit hohem Wasserstress stellt ein potenzielles Risiko für Produktionsunterbrechungen dar
○●○
Chancen Wasser • Derzeit sind keine konkreten Chancen in Bezug auf den Wasserverbrauch oder das Wassermanagement erkennbar. /

(T) tatsächlich (P) potenziell

●○○ vorgelagert ○●○ eigene Geschäftstätigkeiten ○○● nachgelagert
kurzfristig mittelfristig langfristig

Relevanz des Themas

Ziel der Nordex Group ist es, eine nachhaltige Ressourcennutzung zu fördern, zu der auch die Entnahme und Nutzung von Wasser gehört. Wir sind uns der Bedeutung eines effizienten Ressourcenmanagements bewusst und streben daher eine Steigerung der Wassereffizienz an. Unser Engagement für Wassereffizienz bezieht sich auf das Wasserwirkungsmanagement der Nordex Group, insbesondere bei der Wasserbeschaffung in wasserarmen Gebieten, sowie auf unseren Ansatz zur Reduzierung der Wasserentnahme in unseren Betriebs- und Verwaltungstätigkeiten.

Management der Auswirkungen, Risiken und Chancen

E3-IRO-1-8

In diesem Abschnitt wird der Prozess der doppelten Wesentlichkeitsanalyse (Double Materiality Assessment - DMA) in Bezug auf Wasser- und Meeresressourcen sowie die Ermittlung und Bewertung von Auswirkungen, Risiken und Chancen (IROs) erläutert. Die allgemeine Vorgehensweise bei der doppelten Wesentlichkeitsanalyse wird im Abschnitt Beschreibung des Verfahrens zur Ermittlung und Bewertung der wesentlichen Auswirkungen, Risiken und Chancen ausführlicher dargelegt.

Unserem allgemeinen DMA-Ansatz folgend, nutzt die Nordex Group die Bewertung der eigenen Geschäftstätigkeit und der Wertschöpfungskette als Ausgangspunkt, um Vermögenswerte und Tätigkeiten im Zusammenhang mit den Auswirkungen, Risiken und Chancen in Bezug auf die Wasser- und Meeresressourcen zu identifizieren. Diese Bewertung bildet die Grundlage für die Longlist und die Experten-Workshops und wurde durch die Nutzung der WWF Water Risk Filter Suite (WWF RFS) zur Bewertung der tatsächlichen und potenziellen Auswirkungen auf Wasser- und Meeresressourcen unterstützt. Bei der Bewertung wurden Faktoren wie Wasserverbrauch, Verschmutzungsgrad und Störungen des Ökosystems berücksichtigt, wodurch eine umfassende Bewertung der potenziellen Risiken und Chancen gewährleistet wird.

Anstelle direkter Konsultationen mit den betroffenen Gemeinschaften nutzte die Nordex Group interne Experten als Stellvertreter, um Erkenntnisse zu sammeln und potenzielle soziale Auswirkungen zu verstehen. Dieser Ansatz wurde im gesamten Bewertungsprozess angewandt, um sicherzustellen, dass die Perspektiven der wichtigsten Interessengruppen angemessen vertreten und berücksichtigt wurden.

Konzepte im Zusammenhang mit Wasser E3-1

Dieses Kapitel gibt Aufschluss darüber, inwieweit die Nordex Group Konzepte zur Ermittlung, Bewertung, Steuerung und Behebung von Auswirkungen, Risiken und Chancen im Zusammenhang mit Wasser eingeführt hat. Wir haben verschiedene Konzepte eingeführt, die sich auf wesentliche ermittelte Risiken im Zusammenhang mit Wasserressourcen, d. h. Betriebsstörungen aufgrund von Wasserknappheit, beziehen. Die folgenden Konzepte zielen darauf ab, die Wassernutzung zu reduzieren und das Risiko aus zwei Blickwinkeln anzugehen - einerseits durch die Verringerung der Wasserknappheit in den betroffenen Regionen durch eine geringere Wassernutzung durch Unternehmen und andererseits durch die Verringerung der Abhängigkeit von der Verfügbarkeit von Wasser für Produktions-, Sanitär- und Bewässerungszwecke. Die wesentlichen Auswirkungen des hohen Wasserverbrauchs für Materialien in unserer eigenen Wertschöpfungskette, die zu Wasserknappheit in Regionen mit begrenzten Quellen führen können, sind bisher nicht Gegenstand von Konzepten.

QHSE-Richtlinie und HSE-Unternehmenshandbuch

Unser QHSE-Richtlinie unterstreicht unser Engagement für hohe Qualität, Gesundheit, Sicherheit und Umweltschutz . Sie legt unter anderem Wert auf die nachhaltige Nutzung natürlicher Ressourcen wie Süßwasser und stellt sicher, dass in unserer gesamten Wertschöpfungskette, einschließlich Partnern, Auftragnehmern und Lieferanten hohe QHSE-Umweltschutzstandards eingehalten werden. Die Richtlinie gilt weltweit und deckt alle Regionen ab, in denen die Nordex Group tätig ist. Sie ist auf der Website der Nordex Group, um Transparenz und die Einbindung der Stakeholder zu gewährleisten.

Da die QHSE-Richtlinie der Nordex Group als Grundlage für die QHSE-Verpflichtungen des Unternehmens dient und daher nicht speziell auf spezifische Themen wie das Wassermanagement oder die Verpflichtung zur Reduzierung des Wasserverbrauchs in wassergefährdeten Gebieten eingeht, legt unser HSE-Unternehmenshandbuch globale Mindestanforderungen für den Gesundheits-, Sicherheits- und Umweltschutz fest. Sie stellt sicher, dass unsere Tätigkeiten die Lebensgrundlagen von Gemeinschaften nicht negativ beeinflussen, insbesondere in Gebieten mit hohem oder extrem hohem Wasserstress. Obwohl unser eigener Betrieb, d. h. unsere Produktions- und Wartungsprozesse, keinen nennenswerten Wasserverbrauch verursacht, legen wir Wert auf eine effiziente Wasserbeschaffung, -aufbereitung und -wiederverwendung bei unseren eigenen Tätigkeiten, insbesondere in wasserarmen Regionen. Das HSE-Unternehmenshandbuch der Nordex Group erweitert die QHSE-Richtlinie und definiert, wie HSE innerhalb des Unternehmens organisiert und verwaltet wird. Es umfasst sämtliche Tätigkeiten, die von der Nordex Group direkt oder durch Subunternehmer ausgeführt werden. Entsprechend der QHSE-Richtlinie trägt der Chief Executive Officer (CEO) der Nordex Group die höchste Verantwortung für die Umsetzung des HSE-Unternehmenshandbuchs und ist somit auf höchster Ebene für die Richtlinie verantwortlich. Allerdings sind Manager auf allen Ebenen dafür verantwortlich, die Gesundheit und Sicherheit ihrer Mitarbeitenden, Auftragnehmer und anderer Besucher sowie den Schutz der Umgebung, in der ihre Teams arbeiten, zu gewährleisten. Obwohl das HSE-Unternehmenshandbuch der Nordex Group standardmäßig nicht öffentlich verfügbar ist, wird es auf Anfrage den relevanten Stakeholdern zur Verfügung gestellt. Die Richtlinie ist öffentlich zugänglich. [Weitere Informationen befinden sich auf unserer Website].

Projektpläne für Gesundheit, Sicherheit und Umwelt

Für alle Windpark-Projektstandorte müssen spezifische Umweltmanagementpläne erstellt werden - entweder separat oder als Teil des Gesundheits-, Sicherheits- und Umweltplans des Projekts. Um sicherzustellen, dass bei solchen Plänen Mindeststandards eingehalten werden, wurde Ende 2024 eine weltweit verbindliche Anweisung zu deren Definition und Umsetzung eingeführt. Zu den ökologischen Mindestanforderungen gehört beispielsweise die Beschreibung von Umweltrisiken und Maßnahmen zur Minderung der festgestellten Auswirkungen, wobei unter anderem auch das Wassermanagement und insbesondere der Schutz von Oberflächen- und Grundwasser berücksichtigt werden. Damit unterstreicht die Nordex Group ihr Engagement für die Vermeidung und Verminderung von Wasserverschmutzung durch ihre Tätigkeiten. Es müssen stets die örtlichen Gesetze und die Anforderungen des Kunden befolgt werden, einschließlich derjenigen, die sich auf behördliche Umweltplanungsmaßnahmen beziehen. Die oberste Verantwortung für die Einhaltung der Weisung liegt bei den jeweiligen Länderverantwortlichen. Die Anweisungen sind ein interner Leitfaden, der nicht extern veröffentlicht wird, und verweisen auf eine Vorlage für einen Umweltmanagementplan, deren Übernahme empfohlen wird, wenn keine länderspezifischen Dokumente erforderlich sind. Diese Vorlage gewährleistet die Einhaltung unserer QHSE-Richtlinie und der relevanten rechtlichen Rahmenbedingungen und konzentriert sich auf kontinuierliche Verbesserungen der Umweltleistung. Sie schlägt wichtige Wassermanagementpraktiken vor, wie z. B. die Minimierung der Wasserentnahme durch automatische Wasserhähne, das Verbot der Verwendung von Projektwasser für persönliche Zwecke und die Sicherstellung, dass die Auftragnehmer die erforderlichen Genehmigungen für Wasserentnahmestellen einholen. Darüber hinaus empfiehlt die Vorlage die Durchsetzung strikter Verbote für die Einleitung von Schadstoffen in Gewässer und schreibt den Schutz von Grundwasserleitern und -wasser vor. Dazu gehört zum Beispiel auch, dass Bau- oder überschüssiges Baustellenmaterial unter keinen Umständen in der Nähe von Schluchten oder anderen Gewässern gelagert werden darf, da es bei Regen in diese hineingeschwemmt werden könnte.

158 Standorte der Nordex Group befanden sich im Berichtsjahr in Regionen mit sehr hohem Wasserstress. Allerdings handelte es sich dabei meist um kleine Büros und Service Points mit minimalem Wasserbedarf. Von den Produktionsstandorten und größeren Niederlassungen befanden sich nur jene in Indien in Gebieten mit sehr hohem Wasserstress. Diese indischen Standorte verbrauchen kein Wasser. Stattdessen wird das gesamte entnommene Wasser vor Ort aufbereitet und in den Wasserkreislauf zurückgeführt, um den lokalen Bewässerungsbedarf zu decken. Da die Auswirkungen auf Gebiete mit hohem und sehr hohem Wasserstress relativ gering sind, hat die Nordex Group für diese Regionen bislang keine spezifische Richtlinie erstellt, bezieht sie jedoch in ihre globalen Richtlinien ein.

Da der Großteil unserer Produktkomponenten - mit Ausnahme der überwiegend von Fremdfirmen hergestellten Beton- und Hybridturmtypen sowie Fundamente - kein Wasser benötigt, hat sich die Nordex Group bei der Produkt- und Servicegestaltung bislang nicht mit der Berücksichtigung wasserbezogener Probleme befasst. Dasselbe gilt für den Wasserverbrauch in Gebieten innerhalb der vor- und nachgelagerten Wertschöpfungskette der Nordex Group, die von Wasserrisiken betroffen sind. Diese bestehenden Richtlinien spiegeln jedoch das Engagement der Nordex Group für die meisten wasserbezogenen Themen im Rahmen eines nachhaltigen Wassermanagements und des Umweltschutzes wider. Sie basieren auf den Nachhaltigkeitszielen der EU und tragen zum Erhalt der lebenswichtigen Wasserressourcen bei.

Maßnahmen und Mittel im Zusammenhang mit Wasser

E3-2

Dieses Kapitel gibt Auskunft über die wichtigsten Maßnahmen, die von der Nordex Group ergriffen und geplant wurden, sowie über die Ressourcen, die für ihre Umsetzung bereitgestellt wurden, um die politischen Ziele und Vorgaben im Bereich Wasser und Meeresressourcen zu erreichen.

E3-2-17, E3-2-18, E3-2-19

Die Nordex Group hat sich zum Ziel gesetzt, die Wassereffizienz insbesondere in Gebieten mit hohem Wasserstress zu steigern und hat sich auf die Identifizierung und Umsetzung von Initiativen an ihren indischen Produktionsstandorten konzentriert. In diesen Anlagen wird das meiste Wasser gemäß den örtlichen Gesetzen zur Bewässerung oder für hygienische Zwecke verwendet. Alle indischen Standorte sind mit eigenen Kläranlagen ausgestattet, die es ermöglichen, gebrauchtes Wasser zu behandeln, um es schließlich für Bewässerungszwecke wiederzuverwenden, wodurch der Bedarf an Süßwasser und die Abhängigkeit davon deutlich reduziert werden. Im Berichtsjahr wurde dies durch die Installation von Sprinklersystemen am indischen Produktionsstandort für Maschinenhäuser ergänzt, um den Süßwasserbedarf für die Bewässerung um bis zu 30 % weiter zu senken. Darüber hinaus werden laufend Maßnahmen zur Reduzierung des Wasserentnahme für Hygienezwecke geprüft und umgesetzt, wie etwa Änderungen an den Spülsystemen in der Rotorblattproduktionsanlage im Jahr 2024. Die Anbringung von Sprühdüsen an den Handwaschbecken ist für das Jahr 2025 geplant. Darüber hinaus ist die Nordex Group bestrebt, die Regenwassernutzung zu prüfen und weltweit auf weitere Standorte auszuweiten. Zu diesem Zweck hat beispielsweise die Rotorblattfabrik in Indien einen Hydrologen beauftragt, Initiativen zu identifizieren, die die Nutzung von Regenwasser vor Ort ermöglichen und gleichzeitig die Nutzung von Grundwasser auf ein Minimum reduzieren.

Als einziger Produktionsstandort mit erheblichem Wasserverbrauch hat das Betonturmwerk der Nordex Group in Brasilien ebenfalls eine Maßnahme zur Reduzierung des Wasserverbrauchs umgesetzt, obwohl es sich nicht in einem Gebiet mit hohem oder sehr hohem Wassermangel befindet. An diesem Standort wurde ein Betonrüttlersystem installiert, das es ermöglicht, Zuschlagstoffe, Sand und kleine Steine vom Wasser zu trennen. Während unsere Lieferanten einen Teil der Zuschlagstoffe und des Sandes wiederverwenden, nutzt die Nordex Group das Wasser erneut für Reinigungsvorgänge, Laborarbeiten und zur Benetzung des Außenfeldes, um gesundheitsschädliche Stäube zu vermeiden. Wir haben Tests durchgeführt, um sicherzustellen, dass das Wasser sicher wiederverwendet werden kann und nur minimale alkalische Rückstände aufweist. Auf diese Weise müssen wir weniger Wasser für die Reinigung und die Labortests zukaufen und gleichzeitig sicherstellen, dass das wiederverwendete Wasser für die Befeuchtung des Außenbereichs sicher ist.

Mit diesen Maßnahmen will die Nordex Group dem Risiko von Betriebsunterbrechungen aufgrund von Wasserknappheit, insbesondere in Gebieten mit hohem oder sehr hohem Wasserstress, entgegenwirken. Bisher wurden keine Maßnahmen entwickelt und umgesetzt, die die wesentlichen Auswirkungen des hohen Wasserverbrauchs für Materialien in unserer eigenen Wertschöpfungskette, die zu Wasserknappheit in Regionen mit begrenzten Quellen führen können, adressieren.

Kennzahlen und Ziele

Ziele im Zusammenhang mit Wasser

E3-3

Dieses Kapitel gibt Auskunft über die Ziele, die sich die Nordex Group gesetzt hat, um seine Konzepte im Zusammenhang mit Wasser- und Meeresressourcen zu unterstützen und die wesentlichen Auswirkungen, Risiken und Chancen in diesem Zusammenhang anzugehen.

Im Rahmen unserer Nachhaltigkeitsstrategie (vgl. Abschnitt Strategie, Geschäftsmodell und Wertschöpfungskette) beinhaltet das Schwerpunktthema "Umweltschutz" ein freiwilliges Ziel, die Wassereffizienz, also die Wasserentnahme im Verhältnis zur installierten Kapazität (MW), im Einklang mit dem nachhaltigen Entwicklungsziel 6 "Sauberes Wasser und Sanitär-Einrichtungen" zu steigern. Dieses Ziel sowie entsprechende Maßnahmen bzw. Teilziele wurden unter Einbeziehung interner und externer Experten entwickelt. Dies geschah über Interviews und Diskussionsrunden mit Stakeholdern sowie durch die Durchführung einer Online-Umfrage unter den Mitarbeitenden. Wir haben zudem zwei Management-Workshops abgehalten, um die endgültige Liste der wesentlichen Themen, Ziele und Maßnahmen zu besprechen und zu bestätigen. Das Ziel, die Wassereffizienz zu steigern, spiegelt somit das Engagement der Nordex Group zur Reduzierung des Wasserentnahme wider, das über die gesetzlichen Anforderungen hinausgeht.

Das Ziel zur Steigerung der Wassereffizienz bezieht sich auf die Wasserentnahme an den Produktionsstandorten und Hauptniederlassungen im Verhältnis zur installierten Kapazität in jedem Jahr und zielt darauf ab, die Wasserentnahme pro installierter Kapazität in MW bis 2025 im Vergleich zum Basisjahr 2021 konzernweit deutlich zu senken. Zum gegenwärtigen Zeitpunkt enthält sie keine andere Zielvorgabe als das Ziel einer signifikanten Verringerung der Wasserentnahme im Verhältnis zum Leistungsindikator der installierten Kapazität, unabhängig vom endgültigen Ausmaß der Verringerung. Im Berichtsjahr stellt die Wasserentnahme in Gebieten mit hohem Wasserstress im Rahmen der Zielerreichung einen Schwerpunkt dar, um dort dem Risiko von Betriebsstörungen durch Wasserknappheit entgegenzuwirken. Die Zielerreichung wird durch die Konsolidierung quartalsweiser standortspezifischer Berichte an die Abteilung Global Sustainability der Nordex Group überwacht (siehe auch Wasserverbrauch). Diesen Berichte zufolge wurde im Berichtsjahr - trotz des Ziels zur relativen Wasserentnahme - an den untersuchten Standorten mit 22,2 m 3 /MW mehr Wasser pro installierter Leistung entnommen als im Basisjahr 2021 (14,8 m 3 /MW).

Darüber hinaus erkennt die Nordex Group an, dass das Sammeln von Regenwasser zur Verringerung des Niederschlagswasserabflusses beiträgt und so Überschwemmungen und Erosionen vorbeugen kann. Daher strebt das Unternehmen eine weltweite Ausweitung der Regenwassernutzung durch die Installation von Zisternen oder Regenwassersammelgruben an weiteren Standorten an, und zwar bis 2025, ausgehend von 1 % im Jahr 2021. Im Berichtsjahr belief sich der als Oberflächenwasser ausgewiesene Regenwasseranteil unverändert bei rund 1 % unseres Wasserbedarfs. Ebenso wie das Ziel zur Steigerung der Wassereffizienz enthält auch das Ziel zur Steigerung der Regenwassersammlung keine definierte Zielvorgabe, sondern lediglich das Ziel einer signifikanten Steigerung der Regenwassernutzung im Verhältnis zur gesamten Wasserentnahme, unabhängig von der endgültigen Ausbaudimension.

Obwohl diese Ziele im Rahmen unserer Nachhaltigkeitsstrategie festgelegt wurden, spiegeln sie auch unser Engagement für die nachhaltige Nutzung natürlicher Ressourcen wider, wie es in der globalen QHSE-Richtlinie des Unternehmens definiert ist, sowie für die Priorisierung von Wassereffizienz und Recycling, wie es im HSE-Unternehmenshandbuch festgelegt ist. Bisher wurden keine Ziele entwickelt und eingeführt, die die wesentlichen Auswirkungen des hohen Wasserverbrauchs für Materialien in unserer eigenen Wertschöpfungskette, die zu Wasserknappheit in Regionen mit begrenzten Quellen führen können, adressieren.

Wasserverbrauch

E3-4, E3-4-28, E3-4-29

Dieses Kapitel gibt Auskunft über den Wasserverbrauch der Nordex Group und die Fortschritte in Bezug auf die Zielvorgaben, einschließlich des Gesamtwasserverbrauchs, des Wasserverbrauchs in wassergefährdeten Gebieten und Gebieten mit hohem Wasserstress, des wiederverwendeten und gespeicherten Wassers sowie der Wasserintensität.

Wasserverbrauch und -entnähme

Kennzahlen 2024 Volumen (m 3 )
(a) Gesamtwasserverbrauch 4.026
(b) Wasserverbrauch in Gebieten, die von Wasserrisiken betroffen sind, einschließlich Gebieten mit hohem Wasserstress 0
Gesamtwasserentnahmen 165.265
Gesamtwasserableitung 143.594
(c) Gesamtvolumen des zurückgewonnenen und wiederverwendeten Wassers 28.600
(d) Gesamtvolumen des gespeicherten Wassers 808
Gesamte Nutzung von Oberflächenwasser 1.252

Die Wasserentnahme der Nordex Group besteht unabhängig von der ursprünglichen Wasserquelle vollständig aus Süßwasser. Um die Genauigkeit und Transparenz unserer Berichterstattung zu gewährleisten, verfolgen wir bei der Datenerhebung einen standortspezifischen Ansatz. An unseren Produktionsstandorten und Hauptniederlassungen werden mindestens vierteljährlich Primärdaten erhoben und direkte Messungen zur Überwachung der Wasserentnahme durchgeführt. Bei dieser Datenerfassung werden Zählerstände und Rechnungen berücksichtigt und von den lokalen HSE- oder Facility-Managern über unsere weltweit implementierte Umweltreporting-Plattform gemeldet. Für kleinere Standorte, bei denen eine direkte Messung nicht möglich ist, wird die Wasserentnahme auf der Grundlage der Anzahl der zugewiesenen Mitarbeitenden hochgerechnet. Diese Methode ermöglicht es uns, einen umfassenden und konsistenten Datensatz für alle unsere Tätigkeiten zu erhalten.

Die Nordex Group speichert Wasser ausschließlich an den Produktionsstandorten in Indien und am Hauptsitz in Deutschland. In Indien wird das gesamte Abwasser in Lagertanks gesammelt, bevor es in den örtlichen Kläranlagen aufbereitet wird. Es handelt sich also um gespeichertes Abwasser, das zur Behandlung und Reinigung zwischengespeichert wird. In Deutschland bezieht sich das gespeicherte Wasser auf gespeichertes Regenwasser, das gesammelt wird, um es für die Toilettenspülung zu verwenden. Für beide Fälle - Indien und Deutschland - wird das maximale Fassungsvermögen der jeweiligen Speichertanks für die Wasserspeicherung berücksichtigt, wobei davon ausgegangen wird, dass die regelmäßige Wasserzufuhr zu einem konstanten Wasserstand in den Tanks führt.

Wasserintensität

Kennzahlen 2024
Gesamtwasserverbrauch/Nettoumsatzerlöse [m 3 /EUR Mio.] 0,55
Gesamtwasserentnahme/Nettoumsatzerlöse [m 3 /EUR Mio.] 22,64
Gesamtwasserentnahme/installierte Leistung [m 3 /MW] 24,89
Gesamtwasserentnahme (Geltungsbereich der Nachhaltigkeitsstrategie)/installierte Leistung [m 3 /MW] 22,20

E4 Biologische Vielfalt und Ökosysteme

Kategorie Unterthema IRO Umfang
Positive Auswirkungen / /
Negative Auswirkungen Direkte Ursachen des Biodiversitätsverlusts • (T) Produktionsemissionen treiben den Klimawandel voran und haben Auswirkungen auf die Umwelt, die zu Artensterben und Lebensraumzerstörung führen
○●○
Direkte Ursachen des Biodiversitätsverlusts • (T) Gewinnung, Produktion und Transport von Gütern und Dienstleistungen verursachen Emissionen und treiben den Klimawandel voran und haben Auswirkungen auf die Umwelt, die zu Artensterben und Lebensraumzerstörung führen.
●○○
Direkte Ursachen des Biodiversitätsverlusts • (T) Transport, Nutzung und Entsorgung verkaufter Produkte verursachen Emissionen und treiben den Klimawandel voran und haben Auswirkungen auf die Umwelt, die zu Artensterben und Lebensraumzerstörung führen.
○○●
Risiken Auswirkungen und Abhängigkeiten von Ökosystemdienstleistungen • Schwächung der Bodensysteme durch Vegetationsverlust, was möglicherweise zu Problemen wie Erdrutschen führen kann, die Einrichtungen und Windturbinen beschädigen.
○●○
Auswirkungen und Abhängigkeiten von Ökosystemdienstleistungen • Erhöhte Überschwemmungsgefahr durch Vegetationsverlust, der möglicherweise Anlagen und Windturbinen schädigt
○●○
Chancen Direkte Ursachen des Biodiversitätsverlusts • Verbesserung des Schutzes von Vogelarten durch die Entwicklung von Vogelerkennungssystemen, wodurch die Produktnachfrage insbesondere in Gebieten mit hoher Vogeldichte steigt
○●○
Auswirkungen auf den Umfang und den Zustand von Ökosystemen • Reduzierung des Platzbedarfs für Windparks durch den Einsatz spezieller Geräte, was einen Wettbewerbsvorteil bietet
○●○

(T) tatsächlich (P) potenziell

●○○ vorgelagert ○●○ eigene Geschäftstätigkeiten ○○● nachgelagert
kurzfristig mittelfristig langfristig

Relevanz des Themas

Die Nordex Group ist sich der Bedeutung des Schutzes der biologischen Vielfalt bewusst. Wir definieren Biodiversität als die Vielfalt des Lebens in allen Formen, einschließlich der Vielfalt innerhalb einer Art und zwischen verschiedenen Arten, sowie der Ökosysteme. Wir bekennen uns zur Vermeidung, Verringerung und Adressierung erheblicher negativer Auswirkungen unserer Produkte und Dienstleistungen auf die natürliche Umwelt, einschließlich Lebensräume, Arten und Ökosysteme.

Strategie und Geschäftsmodell

Übergangsplan und Berücksichtigung von biologischer Vielfalt- und Ökosystemen in Strategie und Geschäftsmodell

E4-1, E4-1-11, E4-1-12, E4-1-13

Die Windenergieanlagen der Nordex Group können einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz leisten., einer der Hauptursachen für den Verlust der biologischen Vielfalt. Dazu zählen etwa die Bereitstellung von Windenergietechnologien, die eine CO 2 -arme oder -freie Stromversorgung für Gemeinschaften ermöglichen, sowie die Förderung der Interessengruppen durch Klimapolitik. Die globalen Ziele des Kunming Montreal Global Biodiversity Framework und die Klimaziele des Pariser Abkommens geben uns eine Orientierung für zukünftige Resilienzanalysen und den zugehörigen Übergangsplan.

Als Original Equipment Manufacturer (OEM) in der Onshore-Windindustrie konzentriert sich die Nordex Group vor allem auf die Konstruktion, Produktion und Wartung von Windkraftanlagen. Im Gegensatz zu Branchen, die direkt von den Leistungen der Biodiversität abhängen (z. B. Land- oder Forstwirtschaft), ist die Nordex Group nicht in hohem Maße auf diese Leistungen angewiesen. Folglich sind die unmittelbaren Auswirkungen der Veränderungen der Artenvielfalt und der Ökosysteme auf die Kerngeschäftstätigkeiten des Unternehmens relativ begrenzt.

Vor diesem Hintergrund hat die Nordex Group bislang keine detaillierte Resilienzanalyse hinsichtlich Biodiversität und Ökosystemen durchgeführt. Da die Beeinträchtigung der Artenvielfalt jedoch auch indirekte Auswirkungen auf das Unternehmen haben könnte, sind wir weiterhin bestrebt, die Auswirkungen auf die Umwelt zu überwachen und zu beurteilen. Wir erwägen die Durchführung einer solchen Analyse als Teil unserer laufenden Nachhaltigkeitsbemühungen.

Management der Auswirkungen, Risiken und Chancen

E4-ESRS 2 IRO-1

Verfahren zur Ermittlung und Bewertung von IROs

In diesem Abschnitt wird der Prozess der doppelten Wesentlichkeitsanalyse (Double Materiality Assessment - DMA) in Bezug auf Biologische Vielfalt und Ökosysteme sowie die Ermittlung und Bewertung von Auswirkungen, Risiken und Chancen (IROs) erläutert. Die allgemeine Vorgehensweise bei der DMA wird im Abschnitt Beschreibung des Verfahrens zur Ermittlung und Bewertung der wesentlichen Auswirkungen, Risiken und Chancen ausführlicher dargelegt.

Unserem allgemeinen DMA-Ansatz folgend, nutzt die Nordex Group die Bewertung der Wertschöpfungskette als Ausgangspunkt, um Vermögenswerte und Tätigkeiten im Zusammenhang mit den IROs in Bezug auf die biologische Vielfalt und Ökosysteme zu identifizieren. Darüber hinaus haben die WWF Biodiversity Risk Filter Suite (WWF RFS) zur Bewertung der potenziellen Auswirkungen auf die Nordex-eigenen betrieblichen Standorte benutzt. Die WWF RFS bietet erste standortspezifische Einblicke in potenzielle physische Risiken und Reputationsrisiken für jeden Standort. Als Grundlage für die abschließende IRO-Bewertung konzentrierte sich die Nordex Group auf potenziell sehr risikoreiche Auswirkungen im Zusammenhang mit der Regulierung von Biodiversitätsleistungen, Belastungen der Biodiversität und Umweltfaktoren. Bei der Überprüfung werden das Ausmaß der Lebensraumstörung, die betroffenen Arten und das Potenzial für eine Verschlechterung des Ökosystems berücksichtigt. Der Prozess gewährleistet ein umfassendes Verständnis der Auswirkungen unserer Geschäftstätigkeit auf die Artenvielfalt und die Ökosysteme.

Wir haben zudem Abhängigkeiten von der biologischen Vielfalt und von Ökosystemen und deren Leistungen bewertet. Hierzu gehörte die Bewertung, inwieweit der Geschäftsbetrieb auf Ökosystemdienstleistungen wie Bestäubungsdienste, Wasserreinigung und Bodenfruchtbarkeit angewiesen ist. Die Bewertungskriterien haben die möglichen Störungen dieser Leistungen und ihre Auswirkungen auf die Geschäftskontinuität berücksichtigt.

Bei der Bewertung von Übergangsrisiken und physische Risiken sowie Chancen im Zusammenhang mit biologischer Vielfalt und Ökosystemen haben wir die ermittelten Auswirkungen und Abhängigkeiten berücksichtigt. Hierzu gehört die Bewertung von Risiken wie regulatorischen Änderungen, einer Marktverlagerung hin zu nachhaltigen Praktiken und physischen Risiken durch die Verschlechterung des Ökosystems. Auch die Möglichkeiten zur Verbesserung der biologischen Vielfalt und der Ökosystemdienstleistungen wurden berücksichtigt.

Systemische Risiken im Zusammenhang mit der biologischen Vielfalt und Ökosystemen wurden durch die Bewertung der umfassenderen Auswirkungen des Verlusts der Biodiversität auf Ökosystemdienstleistungen und Geschäftstätigkeiten berücksichtigt. Hierzu gehört das Verständnis, wie vernetzte Ökosysteme Risiken verstärken können, und die Entwicklung von Strategien zur Eindämmung dieser systemischen Risiken.

Anstelle direkter Konsultationen mit den betroffenen Gemeinschaften nutzte die Nordex Group Stellvertreter, um Erkenntnisse zu sammeln und potenzielle soziale Auswirkungen zu verstehen. Dieser Ansatz wurde im gesamten Bewertungsprozess angewandt, um sicherzustellen, dass die Perspektiven der wichtigsten Interessengruppen angemessen vertreten und berücksichtigt wurden. Wir konnten keine direkten Auswirkungen bestimmter Standorte, Rohstoffe oder Quellen feststellen, die sich negativ auf die Artenvielfalt oder Ökosystemdienstleistungen auswirken.

Konzepte im Zusammenhang mit biologischer Vielfalt- und Ökosystemen

E4-2

Da Biodiversität erst im Laufe dieses Berichtsjahres zu einem wesentlichen Thema wurde verfügen wir bislang über keine Konzepte im Zusammenhang mit den identifizierten wesentlichen Nachhaltigkeitsaspekten.

Maßnahmen und Mittel im Zusammenhang mit biologischer Vielfalt- und Ökosystemen

E4-3

Bislang unterscheidet die Nordex Group zwischen Maßnahmen im Bereich Biodiversität und Ökosysteme, die wir einerseits aus der Perspektive des Produktportfolios und damit der nachgelagerten Wertschöpfungskette umsetzen, und entsprechenden Maßnahmen, die wir andererseits im Rahmen unserer operativen Tätigkeit umsetzen. Alle diese Maßnahmen beziehen sich auf die Nachhaltigkeitsfrage der direkten Ursachen des Biodiversitätsverlusts. Maßnahmen im Hinblick auf die Auswirkungen auf und die Abhängigkeit von Ökosystemdienstleistungen wurden noch nicht entwickelt und umgesetzt.

Die Nordex Group engagiert sich für den Schutz der Artenvielfalt und der Ökosysteme mitunter durch Initiativen, die darauf abzielen, innovative vogelfreundliche Technologien für unsere Windenergieanlagen innerhalb unseres globalen Produktportfolios zu entwickeln:

Mit dem Ziel, dauerhaft Systeme zur Turbinensteuerung zum Schutz von Flora und Fauna bereitzustellen, befasst sich die Nordex Group aktuell mit der Entwicklung und Vorbereitung einer universellen Kommunikationsschnittstelle, mit der Signale von Drittsystemen zur Vogelerfassung und zum Vogelschutz verarbeitet werden. Die Verkaufsfreigabe und weltweite Einführung ist für das Jahr 2025 geplant. Dazu gehört auch eine entsprechende Turbinensteuerung, die den Rotor in einem definierten Zeitraum abbremst, wenn eine geschützte Art erkannt wurde.

Zum gegenwärtigen Zeitpunkt können erhebliche Geldbeträge, die den Optionen des Produktportfolios zuzuordnen sind, die sich auf die biologische Vielfalt und die Ökosysteme auswirken, nicht getrennt von anderen OpEx- und CapEx-Kategorien ausgewiesen werden.

Im Rahmen der operativen Tätigkeit der Nordex Group sind für das Berichtsjahr folgende Initiativen hervorzuheben:

Wir bieten nicht nur Möglichkeiten zur Minimierung der Auswirkungen unserer Produkte auf die Artenvielfalt, sondern beabsichtigen auch, die lokale Flora rund um unsere Standorte zu rekultivieren. Anlässlich des Weltumwelttags 2024 pflanzten beispielsweise unsere Kolleginnen und Kollegen der Rotorblatt-Produktionsstätte in Indien 1.000 Baumsetzlinge und schärfen so gemeinsam das Bewusstsein für Umweltthemen. Darüber hinaus unterstützt diese Maßnahme die Abschwächung der wesentlichen Auswirkungen, da die Bäume wertvolle Lebensräume für die Tierwelt bieten, zur CO 2 -Bindung beitragen und die Luftqualität rund um das Werk verbessern. Die Initiative steht somit im Einklang mit unserem umfassenderen Engagement für ökologische Nachhaltigkeit und die Erhaltung der biologischen Vielfalt.

Wie in Abschnitt E1 beschrieben, entwickelt die Nordex Group zudem derzeit Übergangsplan für den Klimaschutz bis 2026. Da wir die durch Treibhausgasemissionen verursachte Zerstörung von Lebensräumen als die wesentlichste Auswirkung des Unternehmens auf die biologische Vielfalt und die Ökosysteme betrachten, wird erwartet, dass die in diesem Übergangsplan enthaltenen Maßnahmen auch die Leistung der Nordex Group im Zusammenhang mit der biologischen Vielfalt beeinflussen werden.

Zu diesem Zeitpunkt sind keine signifikanten, direkt zurechenbaren Investitions- und Betriebskosten im Zusammenhang mit der Wiederaufforstungsinitiative vor Ort vorhanden. Die 1.000 Baumsetzlinge wurden von der Forstbehörde von Tamil Nadu gespendet, während ehrenamtliche Mitarbeitende von Nordex mit dem Einpflanzen der Setzlinge beschäftigt waren.

Bislang hat die Nordex Group in ihren Aktionsplänen weder Kompensationsmaßnahmen für die biologische Vielfalt eingesetzt noch lokales und indigenes Wissen gezielt einbezogen.

Kennzahlen und Ziele

Ziele im Zusammenhang mit biologischer Vielfalt- und Ökosystemen

E4-4

Im Rahmen unserer Nachhaltigkeitsstrategie müssen wir noch konkrete Ziele in Bezug auf Biodiversität und Ökosysteme definieren. Da wir unser Wissen über die biologische Vielfalt und die Ökosysteme weiter vertiefen, erwägen wir, uns in Zukunft spezifische Ziele zu setzen, um sicherzustellen, dass unsere Tätigkeit einen positiven Beitrag zur Umwelt leistet.

Kennzahlen für die Auswirkungen im Zusammenhang mit biologischer Vielfalt und Ökosystemveränderungen

E4-5, E4-ESRS 2 SBM-3-16

Wir haben eine Analyse der mehr als 500 operativen Standorte der Nordex Group inkl. Produktionsstandorte, Niederlassungen und Service Points sowie aller im Berichtsjahr aktiven Projektstandorte durchgeführt. Diese Analyse zeigt, dass 87 Betriebsstandorte, einschließlich kleinerer Standorte wie Servicestellen und Büros, und 83 Projektstandorte (im Bau befindliche Windparks) entweder in der Nähe von Schutzgebieten im Sinne der World Database of Protected Areas (WDPA) oder von Schlüsselgebieten der Biodiversität liegen. Diese betroffenen Betriebsflächen umfassen 3,53 Hektar, während die Projektflächen 1.037,84 Hektar umfassen. Die Umgebung wird nach den Kriterien des Integrated Biodiversity Assessment Tool (IBAT) definiert, das eine hohe Bedeutung für die biologische Vielfalt für Büros, Lager und Produktionsstätten im Umkreis von 0,5 km und für Onshore-Windkraftanlagen im Umkreis von 1,0 km festlegt. Auf Grundlage dieser Einschätzung beabsichtigt die Nordex Group, im Jahr 2025 eine detailliertere Analyse der möglichen negativen Auswirkungen ihrer Tätigkeiten auf Gebiet mit schutzbedürftiger Biodiversität durchzuführen.

Die IBAT-Analyse hat ergeben, dass keine Standorte unserer eigenen Betriebe innerhalb der 0,5 km breiten Pufferzone für mindestens ein wichtiges Biodiversitäts-Schwerpunktgebiet oder ein anderes geschütztes Gebiet gemäß der Definition des WDPA liegen. Diese Analyse umfasst nur unsere Produktionsstandorte (ohne Büros, Service Points usw.), was im Einklang mit unseren wesentlichen Auswirkungen im Zusammenhang mit den Emissionen aus der Produktion steht, die den Klimawandel vorantreiben und damit den Verlust an biologischer Vielfalt und die Zerstörung von Lebensräumen verursachen. Die Nordex Group hat keine wesentlichen negativen Auswirkungen in Bezug auf Landdegradation, Wüstenbildung oder Bodenversiegelung festgestellt. Ebenso sind der Nordex Group keine negativen Auswirkungen unserer Produktionsstandorte auf Arten bekannt. Wir sind entschlossen, unsere Bemühungen um ein besseres Verständnis unserer weiteren wesentlichen IROs fortzusetzen, wenn es um mögliche wesentliche Standorte in der Zukunft geht.

Da die Nordex Group nur die negativen Auswirkungen auf die biologische Vielfalt und die Ökosysteme, die durch die THG-Emissionen im Zusammenhang mit ihrer Klimabilanz entstehen, als wesentlich identifiziert hat, verweisen wir für weitere Kennzahlen im Zusammenhang mit den direkten Ursachen des Biodiversitätsverlusts auf den Abschnitt THG-Bruttoemissionen der Kategorien Scope 1, 2 und 3 sowie THG-Gesamtemissionen.

E5 Ressourcennutzung und Kreislaufwirtschaft

Kategorie Unterthema IRO Umfang
Positive Auswirkungen Ressourcenzuflüsse, einschließlich Ressourcennutzung • (P) Verbesserung der Ressourceneffizienz durch die Umstellung auf 100 % recycelte oder biobasierte Materialien
●○○
Negative Auswirkungen Abfall • (T) Umwelt- und soziale Schäden durch gefährliche Abfälle, die in unserer Lieferkette durch den Abbau kritischer Rohstoffe wie Seltene Erden entstehen
●●○
Ressourcenzuflüsse, einschließlich Ressourcennutzung • (T) Emissionen durch den Einsatz von Primärmaterialien wie Stahl, Beton, Glas- und Carbonfasern, die während der Herstellung dieser Materialien entstehen
●○○
Risiken Ressourcenzuflüsse, einschließlich Ressourcennutzung • Volatilität bei den Rohstoffpreisen und Abhängigkeiten bei der Beschaffung können zu höheren Kosten führen und durch politische Instabilität beeinflusst werden
○●○
Abfall • Recycling- und Entsorgungsvorschriften könnten die Kosten und den Druck erhöhen, die Anforderungen an die Recyclingfähigkeit zu erfüllen
○○●
Ressourcenabflüsse im Zusammenhang mit Produkten und Dienstleistungen • Umweltauswirkungen können zu negativer Presse und Reputationsrisiken führen
○○●
Ressourcenabflüsse im Zusammenhang mit Produkten und Dienstleistungen • Die erweiterte Produktverantwortung verbessert die End-of-Life-Praktiken und gewährleistet die Einhaltung von Vorschriften und die Marktpositionierung
○○●
Chancen Ressourcenabflüsse im Zusammenhang mit Produkten und Dienstleistungen • Die Aufarbeitung ausgedienter Windkraftkomponenten reduziert den Materialverbrauch und die Kosten und verbessert die Nachhaltigkeit
○●○

(T) tatsächlich (P) potenziell

●○○ vorgelagert ○●○ eigene Geschäftstätigkeiten ○○● nachgelagert
kurzfristig mittelfristig langfristig

Relevanz des Themas

Die Nordex Group engagiert sich für die Förderung einer nachhaltigen Ressourcennutzung und die Weiterentwicklung der Prinzipien der Kreislaufwirtschaft. Wir sind uns der Bedeutung eines effizienten Ressourcenmanagements bewusst und wissen, dass wir Abfälle in unserer gesamten Wertschöpfungskette minimieren müssen. Unser Engagement umfasst die Optimierung des Ressourcenverbrauchs, die Reduzierung von Abfällen und die Verbesserung des Lebenszyklus unserer Produkte, um die ökologische Nachhaltigkeit und die wirtschaftliche Widerstandsfähigkeit zu fördern.

Management der Auswirkungen, Risiken und Chancen

Verfahren zur Ermittlung und Bewertung der wesentlichen Auswirkungen, Risiken und Chancen im Zusammenhang mit Ressourcennutzung und Kreislaufwirtschaft

E5-ESRS 2 IRO-1, E5-ESRS 2 IRO-1-11

In diesem Abschnitt wird das DMA-Verfahren in Bezug auf Ressourcennutzung und Kreislaufwirtschaft sowie die Ermittlung und Bewertung von IROs erläutert. Die allgemeine Vorgehensweise bei der doppelten Wesentlichkeitsanalyse wird im Abschnitt Beschreibung der Verfahren zur Ermittlung und Bewertung der wesentlichen Auswirkungen, Risiken und Chancen ausführlicher dargelegt.

Unserem allgemeinen DMA-Ansatz folgend, nutzt die Nordex Group die Bewertung der Wertschöpfungskette als Ausgangspunkt, um Vermögenswerte und Tätigkeiten im Zusammenhang mit den Auswirkungen, Risiken und Chancen in Bezug auf Ressourcennutzung und Kreislaufwirtschaft zu identifizieren. Bei der Bewertung werden Faktoren wie Ressourceneffizienz, Abfallaufkommen und Möglichkeiten zur Kreislaufwirtschaft berücksichtigt, wodurch eine umfassende Bewertung der potenziellen Risiken und Chancen entlang der Wertschöpfungskette unter Berücksichtigung unserer eigenen Geschäftstätigkeit sowie der vor- und nachgelagerte Wertschöpfungskette gewährleistet wurde.

Anstelle direkter Konsultationen mit den betroffenen Gemeinschaften nutzte die Nordex Group Stellvertreter, um Erkenntnisse zu sammeln und potenzielle soziale Auswirkungen zu verstehen. Dieser Ansatz wurde im gesamten Bewertungsprozess angewandt, um sicherzustellen, dass die Perspektiven der wichtigsten Interessengruppen angemessen vertreten und berücksichtigt wurden.

Konzepte im Zusammenhang mit Ressourcennutzung und Kreislaufwirtschaft

E5-1

Nordex ist sich der Bedeutung bewusst, die dem Management der wesentlichen Auswirkungen, Risiken und Chancen im Zusammenhang mit der Ressourcennutzung und der Kreislaufwirtschaft zukommt. Die meisten identifizierten wesentlichen Auswirkungen, Risiken und Chancen (IROs) beziehen sich auf die in unseren Produkten verwendeten Materialien. Die Verbesserung der Ressourceneffizienz durch die Umstellung auf recycelte oder biobasierte Materialien hat positive Auswirkungen, während negative Auswirkungen vor allem in unserer vorgelagerten Wertschöpfungskette zu finden sind, insbesondere in Bezug auf Umweltschäden bei der Produktion und dem Abbau von Schlüsselmaterialien wie Stahl.

Unsere Nachhaltigkeitsabteilung hat spezielle Ressourcen bereitgestellt, um diese Probleme anzugehen. Nordex verwendet Ökobilanzen (LCA) gemäß ISO14040/44, um die Umweltleistung unserer verschiedenen Turbinentypen zu bewerten. Dies hilft, Hotspots entlang des gesamten Lebenszyklus der Turbinen zu verstehen und dient zusätzlich als Grundlage für die Berechnung der Ressourcenzuflüsse. Obwohl wir noch kein spezifisches Kreislaufwirtschaftskonzept formalisiert haben, unterstreicht unsere Nachhaltigkeitsstrategie unser Engagement für ein nachhaltiges Ressourcenmanagement. Hierzu gehören Initiativen zur Abfallreduzierung, Verbesserung der Ressourceneffizienz und Förderung der Grundsätze der Kreislaufwirtschaft-vgl. Abschnitt Strategie, Geschäftsmodell und Wertschöpfungskette.

Für die negativen Auswirkungen in unserer Wertschöpfungskette im Zusammenhang mit der Verwendung kritischer Rohstoffe und den damit verbundenen sozialen und ökologischen Auswirkungen, wie etwa gefährliche Abfälle bei der Rohstoffgewinnung, gibt es derzeit keine spezifischen Konzepte, Kennzahlen oder Ziele, da der Schwerpunkt unserer aktuellen Nachhaltigkeitsstrategie eher auf unseren eigenen Tätigkeiten lag. Der Verhaltenskodex für Subunternehmer und Lieferanten fasst jedoch die Werte zusammen, an die Nordex gebunden ist, basierend auf den Grundsätzen der Compliance, Integrität und des ethischen Verhaltens. Dieser Kodex umfasst auch das Thema der Konfliktmineralien.

Maßnahmen und Mittel im Zusammenhang mit Ressourcennutzung und Kreislaufwirtschaft

E5-2-19

Während der Entwurfsphase unserer Windturbinen bevorzugen wir modulare Komponenten, sofern dies möglich und wirtschaftlich sinnvoll ist. Dieser Ansatz vereinfacht die Materialhandhabung, vereinfacht die Wartung und die Demontage am Ende der Lebensdauer. Dadurch wird der Einsatz neuer Materialien reduziert und die Treibhausgasemissionen entlang der gesamten Wertschöpfungskette verringert.

Um von Primärressourcen wegzukommen, analysieren wir den Einsatz von Sekundärmaterialien in unseren Turbinen. Diese 2024 initiierte Analyse dient als Ausgangspunkt zum Verständnis unserer aktuellen Position und zur Planung weiterer Verbesserungen. Darüber hinaus konzentrieren wir uns auf die Verlängerung der Lebensdauer von Windkraftanlagen und deren Komponenten, was die ökologische und ökonomische Effizienz steigert. Reparatur und Überholung im Service tragen erheblich zu diesem Ziel bei.

Wir haben Maßnahmen entwickelt, um die Wiederverwendung und das Recycling von Abfällen sowohl während der Produktion als auch am Ende der Lebensdauer von Windkraftanlagen zu steigern. Dabei liegt der Schwerpunkt auf vollständig recycelbaren Rotorblättern, um die Entsorgung auf Deponien zu vermeiden und Materialkreisläufe zu schließen. Nordex beteiligt sich an Projekten wie RenerCycle und RE SORT, um zirkuläre Produktionsmodelle zu fördern und nachhaltige Recyclingtechnologien für Rotorblätter zu entwickeln. Diese Projekte beinhalten die Bereitstellung von Rotorblattmaterial für Tests und Expertenwissen zur Materialzusammensetzung. Wir entwickeln und implementieren zudem für verschiedene Produktionsstandorte lokale Aktionspläne zur Vermeidung von Deponieabfall.

Einschlägige Nachhaltigkeitsaspekte: Ressourcenzuflüsse, Ressourcenabflüsse, Abfall

Im Hinblick auf den Umweltschutz sind wir bestrebt, gefährliche Stoffe zu reduzieren und ihr Gefahrenpotenzial zu minimieren. Um dies zu unterstützen, wird im nächsten Jahr ein Substitutionsplan für besonders besorgniserregende Stoffe (SVHC) umgesetzt.

Einschlägige Nachhaltigkeitsaspekte: Ressourcenzuflüsse, Abfall

Während die aus der IRO-Bewertung ermittelten Risiken an Vorschriften oder Preisschwankungen hinsichtlich der in unseren Turbinen verwendeten Materialien gebunden sind, liegen die Chancen im effektiven Management dieser Faktoren. Diese Risiken und Chancen werden in unserer Nachhaltigkeitsstrategie jedoch nicht direkt thematisiert. Die Preisvolatilität wird durch den Einkauf gesteuert und eine erweiterte Produktverantwortung ist bislang nicht in das Geschäftsmodell von Nordex integriert.

Einschlägige Nachhaltigkeitsaspekte: Ressourcenzuflüsse, Ressourcenabflüsse

Im Rahmen unserer Nachhaltigkeitsstrategie setzen wir uns aktiv für die Förderung einer Kreislaufwirtschaft ein. Aktuell sind jedoch keine direkt zurechenbaren Investitions- und Betriebskosten im Zusammenhang mit dienen Aktionspläne vorhanden. Die Umsetzung der Aktionspläne aus unserer Nachhaltigkeitsstrategie ist in interne Prozesse integriert, wie etwa den Produktentstehungsprozess (PEP) und den Forschungs- und Entwicklungsprozess.

Kennzahlen und Ziele

Ziele im Zusammenhang mit Ressourcennutzung und Kreislaufwirtschaft

E5-3

Für die Nordex Group ist der Umgang mit Ressourcen ein zentraler Aspekt ihrer Nachhaltigkeitsstrategie (vgl. Abschnitt Strategie, Geschäftsmodell und Wertschöpfungskette). Dies spiegelt sich in den Zielen zur Kreislaufwirtschaft wider, die im Rahmen einer Wesentlichkeitsanalyse unter Einbeziehung der Erkenntnisse eines Stakeholder-Roundtable entwickelt wurden. Wichtige Stakeholder äußerten ihre Erwartungen an vollständig nachhaltige Produkte und bekräftigten unser Engagement für die Förderung von Ökostrom und die Behandlung von Recyclingfragen wie Abfallmanagement, Materialrecycling und Kreislaufwirtschaft.

Unsere Nachhaltigkeitsbemühungen sind in alle Managementebenen der Nordex Group integriert. Das stellt sicher, dass sie einen grundlegenden Bestandteil unserer Gesamtstrategie bilden. Wir überwachen die Wirksamkeit unserer Maßnahmen kontinuierlich anhand klar definierter Ziele. So können wir uns kontinuierlich verbessern und an die Erwartungen der Stakeholder anpassen. Unsere Hauptziele in diesem Bereich gelten auf globaler Ebene.

E5-3-27

Alle in unserer aktuellen Nachhaltigkeitsstrategie festgelegten Ziele sind freiwillig und spiegeln unser Engagement für Nachhaltigkeit wider. Diese Ziele wurden im Rahmen einer Wesentlichkeitsanalyse entwickelt, in die auch Erkenntnisse aus einem Stakeholder-Roundtable einflossen. Wichtige Stakeholder äußerten ihre Erwartungen an vollständig nachhaltige Produkte und bekräftigten unser Engagement für die Förderung von Ökostrom und die Behandlung von Recyclingfragen.

Vollständig recyclingfähige Rotorblätter bis 2032

Unser Ziel ist es, bis 2032 vollständig recyclingfähige Rotorblätter anzubieten. Um dieses Ziel zu erreichen, beteiligen wir uns an Forschungs- und Entwicklungsprojekten, deren Schwerpunkt auf der Herstellung vollständig recycelbarer Rotorblätter liegt. Hierzu gehören die Durchführung von Forschungsarbeiten und Versuchen zum Recycling von Verbundwerkstoffen sowie die Teilnahme an Partnerschaften zum Recycling von Rotorblättern. Da es keinen linearen Übergang zur Erreichung des Ziels gibt, können wir den Status quo zu diesem Zeitpunkt nicht direkt messen. Unsere Initiativen in dem Bereich unterstreichen jedoch unser Engagement für eine nachhaltige Ressourcennutzung und Abfallreduzierung und fördern zugleich innovative Lösungen, die eine Kreislaufwirtschaft unterstützen.

Einschlägige Nachhaltigkeitsaspekte: Ressourcenzuflüsse, Ressourcenabflüsse, Abfall

Einstellung der Entsorgung von Produktionsabfällen auf Deponien bis 2025

Unser Ziel ist es, sicherzustellen, dass kein Produktionsabfall unserer Standorte auf Mülldeponien entsorgt wird. Wir entwickeln und implementieren für verschiedene Produktionsstandorte lokale Aktionspläne zur Vermeidung von Deponieabfall. Dieses Ziel stellt sicher, dass alle Produktionsmaterialien entweder wiederverwendet, recycelt oder ordnungsgemäß behandelt werden, und fördert so eine Kreislaufwirtschaft. Im Berichtsjahrwurde dieses Ziel noch nicht erreicht (vgl. Abschnitt Ressourcenabflüsse).

Einschlägige Nachhaltigkeitsaspekte: Ressourcenzuflüsse, Ressourcenabflüsse, Abfall

Reduzierung des CO2-Fußabdrucks unserer Turbinen um 25 % bis 2025

Dieses bereits erreichte Ziel bestand darin, den CO 2-Fußabdruck der Turbinen auf weniger als 4,9 g CO 2 e/kWh zu senken (Ausgangswert: 6,5 g CO 2 e/kWh). Auch wenn dies grundsätzlich ein fortlaufendes Ziel ist, wurde gezeigt, dass durch die Verlängerung der Lebensdauer einer N163/5.X Turbine von 25 auf 35 Jahre der potentielle spezifische CO 2 -Fußabdruck um 28% reduziert werden kann. Diese Reduzierung trägt zu einer nachhaltigeren Ressourcennutzung bei und minimiert die negativen Auswirkungen, die mit dem Lebenszyklus der Turbinen verbunden sind.

Einschlägige Nachhaltigkeitsaspekte: Ressourcenzuflüsse, Ressourcenabflüsse

Erhöhung der Abfallverwertungsquote um fünf Prozentpunkte bis 2025

Mit diesem Ziel soll die Abfallverwertungsquote von 55 % (Basisjahr 2021) auf 60 % gesteigert werden. Es sorgt dafür, dass Abfallstoffe zunehmend wiederverwendet oder recycelt werden und deckt alle Produktionsstandorte von Nordex weltweit ab. Im Berichtsjahr wurde dieses Ziel mit einer Abfallverwertungsquote von 41% noch nicht erreicht (vgl. Abschnitt Ressourcenabflüsse).

Einschlägige Nachhaltigkeitsaspekte: Ressourcenabflüsse, Abfall

Reduzierung von Gefahrstoffen und Minimierung ihres Gefährdungspotenzials

Dieses Ziel beinhaltet die Reduzierung von Gefahrstoffen und Minimierung ihres Gefährdungspotenzials im gesamten Produktionsprozess. Es gewährleistet eine sicherere Materialverwendung und verringert die mit gefährlichen Stoffen verbundenen Umwelt- und Gesundheitsrisiken. Zu diesem Zeitpunkt sind wir noch nicht in der Lage, die Zielerreichung zu messen.

Einschlägige Nachhaltigkeitsaspekte: Ressourcenzuflüsse, Abfall

E5-3-24, E5-3-24-(a), E5-3-24-(b), E5-3-24-(c), E5-3-24-(d), E5-3-24-(e), E5-3-24-(f)

Die Nordex Group ist bestrebt, ihre Nachhaltigkeitsstrategie zu verbessern, indem sie ihre Ziele klar mit den Zu- und Abflüssen von Ressourcen, einschließlich Abfällen, Produkten und Materialien, verknüpft. Wir legen Wert auf ein zirkuläres Produktdesign und konzentrieren uns auf Haltbarkeit, Demontage, Reparaturfähigkeit und Recyclingfähigkeit, um nachhaltige Praktiken zu fördern. Unser Engagement erstreckt sich auch auf die Erhöhung der kreislauforientierten Materialnutzungsrate und stellt sicher, dass wir die Ressourcennutzung maximieren. Ein wesentlicher Aspekt unserer Strategie ist die Minimierung des Einsatzes primärer Rohstoffe, die Bevorzugung nachhaltiger Beschaffung und die kaskadierende Nutzung erneuerbarer Ressourcen. Bei unserem Abfallmanagementansatz legen wir Wert auf eine ordnungsgemäße Behandlungsvorbereitung und die Gewährleistung einer effektiven Entsorgung sowie auf Recyclingprozesse.

E5-3-25

Die Nachhaltigkeitsstrategie der Nordex Group betont die Abfallhierarchie als zentralen Rahmen für eine wirksame Abfallbewirtschaftung. Unser Hauptaugenmerk liegt auf der Prävention mit dem Ziel, die Abfallerzeugung durch durchdachtes Produktdesign und Wartungspraktiken zu minimieren. Dieser Ansatz verlängert nicht nur die Lebensdauer der Produkte, sondern verringert auch unseren gesamten Abfallfußabdruck.

Wenn Produkte das Ende ihres Lebenszyklus erreichen, sollten Windparkbetreiber prüfen, ob Komponenten wiederverwendet werden können und dabei Reparaturen und Überholung den Vorzug geben, um die Nutzbarkeit zu verbessern. Ist eine Wiederverwendung nicht möglich, ist zu prüfen, ob durch eine Umnutzung von Bauteilen und Strukturen Abfälle vermieden werden können. Auch wenn allgemein der Eigentümer der Anlage für die Behandlung am Ende des Lebenszyklus verantwortlich ist, sind wir der Meinung, dass die Nordex Group hier als Hersteller eine aktive Rolle einnehmen muss.

Recycling ist ein wesentlicher Bestandteil der Kreislaufwirtschaft, in der es unser Ziel ist, Abfälle in neue Materialien umzuwandeln und so den Materialkreislauf zu schließen. Wir erkennen zwar andere Verwertungsmethoden an, wie etwa die Energierückgewinnung durch Verbrennung, sind uns jedoch bewusst, dass diese den Materialkreislauf nicht vollständig schließen und erst in Betracht gezogen werden, wenn alle anderen Optionen ausgeschöpft wurden. Dieser ganzheitliche Ansatz spiegelt unser Engagement für Nachhaltigkeit und den verantwortungsvollen Umgang mit Ressourcen wider

Ressourcenzuflüsse

E5-4

Da sich die meisten der relevanten IROs auf die in unseren Produkten verwendeten Hauptmaterialien beziehen, wurden tatsächliche negative Auswirkungen vor allem in unserer vorgelagerten Wertschöpfungskette im Hinblick auf Umweltschäden während der Herstellung dieser Materialien, wie etwa Stahl, aber auch in den jeweiligen Bergbauprozessen identifiziert. Der Umfang der Ressourcenzuflussanalyse von Nordex umfasst sowohl die von uns bereitgestellten Windturbinen als auch unseren Servicebereich, da dieser die wesentlichen Ressourcenflüsse abdeckt. Bei der Turbinenproduktion berücksichtigen wir die Herstellung von Rotorblättern, Maschinenhäusern (inkl. Naben und Antriebssträngen) und Türmen und zerlegen diese bis auf die Materialebene. Im Segment Service berücksichtigen wir alle Materialien wie ausgetauschte Komponenten und Betriebsflüssigkeiten.

Nordex erkennt die Bedeutung von Ressourcenzuflüssen für die materielle Nachhaltigkeit an, wenn man die negativen Auswirkungen der hohen Kohlendioxidemissionen bedenkt, die mit der Herstellung der wichtigsten Materialien für die Turbinenproduktion, wie Stahl, Beton oder Glas- und Kohlefasern, verbunden sind. Für den Berichtszeitraum haben wir die bei der Herstellung unserer Produkte und Dienstleistungen, nämlich Windkraftanlagen und Wartungen für Windkraftanlagen, verwendeten Materialien bewertet und dokumentiert. Diese Angabe umfasst das Gesamtgewicht aller verwendeten Materialarten. Die folgende Tabelle enthält Informationen zu den Mengen dieser Materialien (gemessen in Tonnen) und spiegelt unser Engagement für Transparenz und verantwortungsvolles Ressourcenmanagement wider.

Ressourcenzuflüsse

Ressourcenzuflüsse 2024
Beton 451.624
Stahl und Eisen 715.481
Glasfaser- und Carbonfaser-Verbundwerkstoffe 124.605
Kunststoff 22.230
Betriebsflüssigkeiten 1.822
Aluminium 3.895
Kupfer 4.562
Sonstige Materialien 9.205
Servicematerialien 11.683
Eingangsverpackungen 22.589
Gesamt [t] 1.367.695

In unseren Herstellungsprozessen wird als einziges biobasiertes Material Balsaholz verwendet, das in die Herstellung einiger unserer Rotorblätter einfließt. Wir garantieren, dass 100 % dieses Balsaholzes aus nachhaltiger Gewinnung stammen, was durch die Zertifizierung des Forest Stewardship Council (FSC) belegt wird. Diese Zertifizierung garantiert, dass das Balsaholz auf eine Weise geerntet wird, bei der das ökologische Gleichgewicht gewahrt wird und das Wohlergehen der lokalen Gemeinschaften nicht beeinträchtigt wird. Trotz unserer Bemühungen um eine nachhaltige Beschaffung von Balsaholz sind wir uns der kritischen Probleme bewusst, die mit seiner Verwendung einhergehen, wie etwa der illegalen Abholzung und den daraus resultierenden ökologischen und sozialen Auswirkungen. Um diese Bedenken auszuräumen, arbeitet Nordex an einer schrittweisen Einstellung der Verwendung von Balsaholz in unseren Rotorblättern. Dies spiegelt unser Engagement wider, die mit kritischen Rohstoffen verbundenen Risiken zu minimieren und sicherzustellen, dass unsere Geschäftstätigkeiten nicht zur Abholzung oder anderen schädlichen Praktiken beitragen.

Im Jahr 2024 betrug der Anteil nachhaltig gewonnener biologischer Materialien 0,28 % aller Ressourcenzuflüsse.

Für die wichtigsten verwendeten Metallmaterialien wie Stahl, Gusseisen und Kupfer/ Messing stützen wir uns auf bei der Berechnung des Gewichts und des Recyclinganteils auf Durchschnittsdaten der Branche. Die verwendeten Datensätze stammen aus der Ökobilanz-Software "LCA for experts" von sphera. Mit diesem Ansatz stellen wir sicher, dass wir den Recyclinganteil in unseren Produkten konservativ berücksichtigen, da für alle anderen Materialgruppen ein Recyclinganteil von 0 % angenommen wird. Im Jahr 2024 nutzten wir daher 121.411 Tonnen Recyclingmaterial, das entspricht 8,88 % des gesamten Materialeinsatzes. Es ist wichtig, den Einsatz recycelter Materialien im jeweiligen Kontext zu bewerten, da in einigen Fällen (z. B. beim Bau von Betontürmen) Qualitätsaspekte den Einsatz recycelter Materialien einschränken können. Die mechanischen und chemischen Materialeigenschaften werden von Nordex beurteilt, um die Qualitäts- und Sicherheitsanforderungen zu erfüllen.

Die Methoden zur Berechnung der Daten für unsere Nachhaltigkeitsberichterstattung beinhalten eine Kombination aus direkten Messungen, Berechnungen und Schätzungen.

Die wichtigsten Produkte, die in die Berechnung einfließen, sind, wie oben beschrieben, Windenergieanlagen und der Service für Anlagen. Beim Umfang der Hauptkomponenten werden sowohl die Nordex-eigenen Fertigungsstätten als auch die von Drittanbietern hinsichtlich der Produktionsmenge berücksichtigt. Da die meisten Fundamente für Windenergieanlagen im Zuständigkeitsbereich unserer Kunden liegen, berücksichtigen wir in unserer Ressourcenflussbewertung nur die Fundamente, die von Nordex installiert werden. Die Materialzusammensetzung der Turbinenkomponenten basiert auf Daten, die im Rahmen der Ökobilanz (LCA) von Nordex-Windparks erhoben wurden. Diese Daten stammen hauptsächlich aus technischen Zeichnungen oder Stücklisten. Die Tatsache, dass nicht für alle Turbinentypen genaue Materialdaten verfügbar sind und einige Schätzungen vorgenommen werden mussten, stellt für diese Methode hinsichtlich der Datengenauigkeit eine Einschränkung dar.

Bei den Servicematerialien berücksichtigen wir den Austausch sowohl von Haupt- als auch von Nebenkomponenten sowie von Betriebsflüssigkeiten wie Schmierstoffen und Ölen. Die Daten der Hauptkomponenten und Betriebsflüssigkeiten werden überwiegend durch direkte Messungen ermittelt, wodurch Genauigkeit und Zuverlässigkeit gewährleistet werden. Für eine große Anzahl kleinerer Servicematerialien wenden wir jedoch einen festen Wert an, um diese Artikel darzustellen. Dieser Ansatz ermöglicht es uns, alle relevanten Materialien zu berücksichtigen und gleichzeitig eine praktische und konsistente Methodik beizubehalten, bedeutet aber auch eine Einschränkung hinsichtlich der Datengenauigkeit.

Die Daten für Packmittel werden vorrangig auf Basis der Logistikvorgaben für die Eingangs- und Ausgangslogistik berechnet. Eine Einschränkung dieser Methode besteht darin, dass die Verpackung nicht direkt gemessen, sondern auf Grundlage von Spezifikationen berechnet wird, die von der Realität abweichen können. Eine weitere Einschränkung sind die Datenlücken, die mit festen Werten gefüllt werden müssen und daher ungenauer sind. Bei der Anlieferung von Maschinenhäusern berücksichtigen wir den Einsatz von Kunststofffolien, beispielsweise Schrumpf- oder Stretchfolie, sowie Holzpaletten und Holzkisten als Ladungsträger. Die Quantifizierung dieser Materialien erfolgt auf Basis logistischer Spezifikationen und Materialeigenschaften. Für Rotorblattmaterialien berücksichtigen wir auch die Eingangsverpackung und Ladungsträger, darunter Metall- oder Kunststoffbehälter für Harz. Bei Beton-/ Hybridtürmen gilt die Verpackung von Bolzen, Schrauben und Mörtel für den Beton als der relevanteste Posten. Für die Verpackung von Servicematerialien lagen keine Daten vor. Um diese Lücke zu schließen, wurden die Verpackungsmaterialien entsprechend dem Gewicht der Servicematerialien im Verhältnis zu den gesamten Ressourcenflüssen hochgerechnet (+0,9 %). Mit dieser Methode stellen wir sicher, dass unsere Verpackungsdaten umfassend sind und die in unseren Logistikprozessen verwendeten Materialien genau widerspiegeln.

Ressourcenabflüsse

E5-5

Die Herstellung nachhaltiger Produkte (Windenergieanlagen und dazugehörige Dienstleistungen) bildet das Rückgrat unseres Geschäftsmodells. Als Schlüsselprodukte, die aus unserem Produktionsprozess hervorgehen, definieren wir die verschiedenen Windturbinentypen, die darauf ausgelegt sind, den Ertrag zu optimieren, den Materialverbrauch zu minimieren und eine schnelle Reparatur mit einem globalen Reparaturnetzwerk zu ermöglichen. Die für die Bereitstellung unserer Produkte und Dienstleistungen erforderlichen Ressourcenabflüsse lassen sich in mehrere Hauptkategorien unterteilen: Maschinenhäuser, Naben, Antriebsstränge, Rotorblätter, Türme, Fundamente, Ausgangsverpackung und Servicematerialien.

Die Gewichtung aller Komponenten, die mit den Ressourcenzuflüssen in Einklang gebracht werden soll, wird aus unseren Ökobilanzen übernommen. Insgesamt beziehen sich diese Werte auf das Nettogewicht der Komponenten, ohne dass der Abfall gesondert berücksichtigt wird.

Bei Servicematerialien als Ressourcenabflüssen (also sowohl Haupt- als auch Nebenkomponenten sowie Betriebsflüssigkeiten wie Schmierstoffe und Öle) berücksichtigen wir dieselben Mengen wie in der Liste der Ressourcenzuflüsse, wobei wir die in unserem Servicesegment verwendeten Materialien widerspiegeln und Abfälle nicht gesondert berücksichtigen.

Hinsichtlich Verpackungsmaterial verwendet Nordex in der Ausgangslogistik speziell entwickelte Mehrweg-Stahlrahmen als Ladungsträger für die Hauptkomponenten. Wie oben erwähnt, waren keine Daten für die Verpackung von Servicematerialien verfügbar. Um diese Lücke zu schließen, wurden die Verpackungsmaterialien entsprechend dem Gewicht der Servicematerialien im Verhältnis zu den gesamten Ressourcenflüssen hochgerechnet (+0,87 %). Mit dieser Methode stellen wir sicher, dass unsere Verpackungsdaten umfassend sind und die in unseren Logistikprozessen verwendeten Materialien genau widerspiegeln.

Da sich die Eingangsverpackung von der Ausgangsverpackung unterscheidet, ist die Ressourcenbilanz nicht vollständig geschlossen. Würde man die Verpackungsdaten aus der Berechnung herausrechnen, würde die Gleichung "Ressourcenzuflüsse = Ressourcenabflüsse" gelten.

Bei der Beurteilung der Lebensdauer unserer Produkte berücksichtigen wir den gesamten Windpark, wie er an den Kunden geliefert wird, und nicht einzelne Windturbinenkomponenten. Die branchenweit durchschnittliche Lebensdauer eines Windparks beträgt 20 Jahre, wie beispielsweise in den Produktkategorieregeln für die Erstellung von Umweltproduktdeklarationen festgelegt ist. Allerdings lässt sich die Lebensdauer von Nordex-Windenergieanlagen grundsätzlich um 10 oder sogar 15 Jahre auf eine Gesamtlebensdauer von 30 oder sogar bis zu 35 Jahren verlängern, je nach der Methode der Laufzeitverlängerung. Die angelegte Lebensdauer der Turbinen eines Windparks richtet sich nach den standortspezifischen Bedingungen. Diese auf Wunsch verlängerte Lebensdauer übertrifft den Branchendurchschnitt und unterstreicht unser Engagement für die Bereitstellung langlebiger, zuverlässiger Produkte, die zu nachhaltigen Energielösungen beitragen.

Nordex-Windenergieanlagen werden mit Blick auf die Reparaturfähigkeit konzipiert und durch unser etabliertes globales Netzwerk von Reparaturwerkstätten unterstützt. Wir unterhalten mehrere Werkstätten für elektrische, hydraulische und mechanische Komponenten. Bei Reparatur- und Sanierungsaktivitäten können wir auf die Unterstützung eines umfangreiches Lieferantennetzwerks zurückgreifen. Unsere umfassende Reparaturinfrastruktur gewährleistet eine effektive Wartung und Wiederherstellung unserer Windkraftanlagen und trägt so zu ihrer längeren Betriebslebensdauer und Nachhaltigkeit bei.

Der Recyclingfähigkeit unserer Windkraftanlagen ist ein wichtiger Aspekt unserer Nachhaltigkeitsstrategie. Basierend auf einer Bewertung des Recyclingunternehmens Neowa, das alle Turbinenkomponenten nach dem neuesten Stand der Technik im Demontage- und Recyclingprozess von Windturbinen analysiert hat, und in Übereinstimmung mit der technischen Spezifikation DIN SPEC 4866 unter Annahme des realistischsten End-of-Life-Ansatzes haben wir die Recyclingfähigkeitsraten für unsere Produkte ermittelt. Zu den wesentlichen Abfallströmen einer Nordex-Windenergieanlage zählen glasfaserverstärkter Kunststoff (GFK), carbonfaserverstärkter Kunststoff (CFK), Beton und Stahl, die nach modernsten Recyclingverfahren wiederverwertet werden können. GFK wird zurückgewonnen und nach einem mehrstufigen Zerkleinerungsprozess einer stofflichen und energetischen Verwertung zugeführt. Die wiedergewonnenen GFK-Teile werden in Zementwerken oder als Ersatzbrennstoff zur Energiegewinnung eingesetzt. Der Anteil zur thermischen Verwertung gilt nicht als Recycling. Die Rückgewinnung von CFK erfolgt in geeigneten Recyclinganlagen, die Pyrolyse mit anschließender Nutzung der zurückgewonnenen Sekundärfasern gilt als Stand der Technik. Beton kann als Recycling-Baustoff zurückgewonnen werden und Stahl wird in der Stahlindustrie erneut verwendet. Damit liegt die Recyclingfähigkeit einer Nordex-Windenergieanlage insgesamt bei rund 97%. Diese umfassende Bewertung umfasst die gesamte Windenergieanlage, einschließlich Rotorblätter und Fundamente, und stellt sicher, dass alle Komponenten berücksichtigt werden.

Für Servicematerialien lagen keine Daten vor, weshalb hier 0 % angenommen wurden. Auch unsere Verpackungsmaterialien werden auf ihre Recyclingfähigkeit geprüft. Obwohl die Mehrweg-Stahlrahmen zu 100 % wiederverwendet werden, gelten sie gemäß der Norm nicht als "recycelbar". Darüber hinaus ist etwa 58,78 % des Holzverpackungsmaterials wiederverwendbar, während der Rest Einwegverpackungen aus Holz sind. Aufgrund ihrer Materialeigenschaften sind Holzverpackungen theoretisch zu 100 % recycelbar. Da es sich jedoch entweder um eine Wiederverwendung oder um eine Einwegentsorgung handelt, zählen wir sie gemäß der Norm nicht als recycelbar. Aus diesem Grund liegt die Gesamtrecyclingfähigkeit unserer Ausgangsverpackungen bei 0 %, während der Anteil unserer Ausgangsmehrwegverpackungen bei rund 71 % liegt.

Die Relevanz des Abfallaufkommens für die Umweltbilanz hängt maßgeblich vom Abfallvolumen, der Abfallart sowie dem Verfahren zur Entsorgung ab. Die folgende Tabelle zeigt das Gesamtabfallaufkommen im Jahr 2024 bei Nordex-eigenen Tätigkeiten, differenziert nach gefährlichen und nicht gefährlichen Abfällen sowie nach Entsorgung und Verwertung.

Gesamtabfallaufkommen bei den Nordex-eigenen Tätigkeiten im Jahr 2024

Abfall 2024
Von der Beseitigung abgezweigter Abfall [t] Gefährlicher Abfall Vorbereitung zur Wiederverwendung 441
Recycling 106
Sonstige Verwertungsverfahren 0
Gesamt 547
Ungefährlicher Abfall Vorbereitung zur Wiederverwendung 2.142
Recycling 5.669
Sonstige Verwertungsverfahren 404
Gesamt 8.215
Zur Beseitigung Gefährlicher Abfall Verbrennung 7.198
bestimmter Abfall [t] Deponierung 327
Sonstige Arten der Beseitigung 0
Gesamt 7.525
Ungefährlicher Abfall Verbrennung 2.125
Deponierung 3.147
Sonstige Arten der Beseitigung 19
Gesamt 5.291
Gesamt [t] 12.816
Anteil nicht recycelter Abfälle 59 %
Menge des anfallenden gefährlichen Abfalls [t] 8.073
Menge des anfallenden radioaktiven Abfalls [t] 0
Gesamtabfallaufkommen bei den Nordex-eigenen Tätigkeiten [t] 21.578

Als Hersteller von Windenergieanlagen mit eigenen Produktionsstandorten zur Rotorblattfertigung, Maschinenhausmontage und Beton-/Hybridturmproduktion erzeugt Nordex mehrere unterschiedliche, für unsere Branche relevante Abfallströme. Zu den wesentlichen Abfallströmen zählen Verbundabfälle aus der Rotorblattproduktion, Holzverpackungsabfälle (Holzpaletten und -kisten zum Transport der Komponenten) aus der Maschinenhausmontage sowie Betonabfälle aus der Turmproduktion. Jeder dieser Abfallströme wird gemäß strenger Umweltstandards wie der ISO 14001:2015 verwaltet, um seine Auswirkungen zu minimieren. Darüber hinaus orientiert sich die Abfallbewirtschaftung an Standards wie der WEEE-Richtlinie (2012/19/EU) und der Batterierichtlinie (2006/66/EG).

Der in unseren Produktionsprozessen erzeugte Abfall besteht aus einer Vielzahl von Materialien, die jeweils zur Gesamtabfallzusammensetzung beitragen. Ausgehend von den durchschnittlichen Produktionsdaten unserer eigenen Anlagen, gewichtet mit der produzierten Menge, ergeben sich folgende im Abfall enthaltenen Primärmaterialien:

Holz: 17,85 % des Abfalls besteht aus Holz, hauptsächlich aus Verpackungsmaterialien, die bei der Montage der Maschinenhäuser und anderer Komponenten verwendet werden.

Industrieabfälle: 24,14 % der Abfälle fallen unter Industrieabfälle, zu denen verschiedene unspezifische Abfälle gehören, die bei der Herstellung entstehen

Verbundwerkstoffe: 27,26 % der Abfälle bestehen aus Verbundwerkstoffen, insbesondere aus der Rotorblattproduktion

Metalle: 4,19 % des Abfalls sind Metalle wie Stahl und andere Legierungen aus der Maschinenhausmontage und anderen Herstellungsprozessen

Kontaminierte Materialien: 5,91 % des Abfalls besteht aus kontaminierten Materialien wie kontaminierten Metall- oder Kunststoffbehältern aus der Rotorblattherstellung

Kunststoffe: 1,51 % des Abfalls besteht aus Kunststoff, darunter auch Verpackungsmaterialien wie Schrumpf- und Stretchfolie

Beton: 8,78 % des Abfalls besteht aus Beton, vorwiegend aus der Herstellung von Beton-/Hybridtürmen

Papier: 5,81 % des Abfalls besteht aus Papier, das in verschiedenen Verpackungsvorgängen verwendet wird

Staub und kleine Partikel: 1,38 % des Abfalls umfasst Staub und kleine Partikel, die bei der Herstellung der Rotorblätter entstehen.

Fett: 1,61 % des Abfalls sind Fette aus Fettabscheidern im Kantinenbetrieb

Glas: 0,03 % des Abfalls besteht aus Glas, das Teil des Büromülls ist, der zum Recycling geschickt wird

Gemischte Verpackungen: 0,21 % des Abfalls besteht aus gemischten Verpackungen, welche Teil des Büromülls sind, der zum Recycling geschickt wird

Sperrmüll: 1,33 % des Abfalls besteht aus Sperrmüll, der Teil des Büromülls ist, der zur Verbrennung geschickt wird

Insgesamt stellt dies die durchschnittliche jährliche Zusammensetzung der Produktionsabfälle dar und berücksichtigt 99 % aller Produktionsabfälle nach Masse.

Um die Daten zu berechnen und Produkte zu klassifizieren, die nach zirkulären Prinzipien entwickelt wurden, verwenden wir wie oben beschrieben eine Kombination aus direkten Messungen, Berechnungen und Schätzungen. Während wir uns bei der Produktausgabe auf eine Kombination aus Nordex-Produktionsplanungsdaten und Materialdaten aus unseren Ökobilanzdaten stützen, wird bei Servicematerialien sowie Verpackungen die Gesamtmenge geschätzt, ohne die genaue Materialaufschlüsselung zu bestimmen.

Die Bereitstellung von Windenergieanlagen und den dazugehörigen Dienstleistungen bildet das Rückgrat unseres Geschäftsmodells. Die verschiedenen Windturbinentypen sind darauf ausgelegt, den Ertrag zu optimieren, den Materialverbrauch zu minimieren und eine schnelle Reparatur mit einem globalen Reparaturnetzwerk zu ermöglichen. Aus diesem Grund bezeichnen wir die Turbinen - bestehend aus Fundamenten, Türmen, Gondeln/Maschinenhäusern, Naben, Antriebssträngen und Rotorblättern - sowie die Komponenten, die während der Lebensdauer einer Turbine ausgetauscht werden müssen, als unsere "Schlüsselprodukte". Die für die Bereitstellung unserer Produkte und Dienstleistungen erforderlichen Ressourcenabflüsse lassen sich in die entsprechenden Hauptkategorien unterteilen: Maschinenhäuser, Naben, Antriebsstränge, Rotorblätter, Türme, Fundamente, Ausgangsverpackung und Servicematerialien. Die Gewichtung aller Komponenten, die mit den Ressourcenzuflüssen in Einklang gebracht werden soll, wird aus unseren Ökobilanzen übernommen und mit der jährlichen Produktionsleistung des Jahres 2024 multipliziert.

Insgesamt beziehen sich diese Werte auf das Nettogewicht der Komponenten, ohne dass der Abfall gesondert berücksichtigt wird.

Bei Servicematerialien als Ressourcenabflüssen (also sowohl Haupt- als auch Nebenkomponenten sowie Betriebsflüssigkeiten wie Schmierstoffe und Öle) berücksichtigen wir dieselben Mengen wie in der Liste der Ressourcenzuflüsse, wobei wir die in unserem Servicesegment verwendeten Materialien widerspiegeln und Abfälle nicht gesondert berücksichtigen. Aufgrund des Umfangs der Sendung konnten nicht alle Servicematerialien berücksichtigt werden. Allerdings ist die Masse der wichtigsten Materialien (nach Kosten geordnet, sie decken etwa die Hälfte der jährlichen Kosten ab) abgedeckt. Für alle kleineren Materialien, die bei der Berechnung nicht berücksichtigt wurden, kommen noch einmal 20 % hinzu.

Hinsichtlich Verpackungsmaterial stützte sich Nordex in der Ausgangslogistik hauptsächlich auf Verpackungsspezifikationen, um die Gewichte verschiedener Verpackungsmaterialien zu berechnen. Dazu gehörten Kunststoffverpackungen, Holzpaletten und speziell entwickelte Mehrweg-Stahlrahmen als Ladungsträger für die Hauptkomponenten. Die wichtigste Annahme besteht hier darin, dass die Mehrweg-Stahlrahmen 20 Jahre lang auf dem Markt verwendet werden, um der Tatsache Rechnung zu tragen, dass sie wiederverwendet werden. Während der Großteil der Holzverpackungen auch theoretisch wiederverwendbar ist, wird die tatsächliche Wiederverwendung noch nicht bewertet und Einweg- bzw. Mehrweg-Holzpaletten werden bei der Berechnung nicht unterschiedlich behandelt.

Wie oben erwähnt, waren keine Daten für die Verpackung von Servicematerialien verfügbar. Um diese Lücke zu schließen, wurden die Verpackungsmaterialien entsprechend dem Gewicht der Servicematerialien im Verhältnis zu den gesamten Ressourcenflüssen hochgerechnet (+0,87 %). Durch dieses Vorgehen stellen wir sicher, dass unsere Verpackungsdaten umfassend sind und die in unseren Logistikprozessen verwendeten Materialien entsprechend widerspiegeln.

Die Daten zum Abfallausstoß werden der Umweltmanagementsoftware von Nordex entnommen und berücksichtigen die jährlichen Abfalldaten aller Produktionsstandorte. Um die Genauigkeit und Transparenz unserer Berichterstattung über Abfälle zu gewährleisten, verfolgen wir bei der Datenerhebung einen standortspezifischen Ansatz. An unseren Produktionsstandorten und Hauptniederlassungen werden mindestens vierteljährlich sorgfältig Primärdaten erhoben. Das Abfallaufkommen wird kontinuierlich überwacht. Bei dieser Datenerfassung werden sowohl Wiegescheine, die direkt bei der Abholung des Abfalls erstellt werden, als auch Rechnungen der Entsorgungsdienstleister berücksichtigt. Die betreffenden Daten werden dann von den lokalen HSE- oder FacilityManagern über unsere weltweit implementierte Umweltreporting-Plattform gemeldet. Für kleinere Standorte, bei denen eine direkte Messung nicht möglich ist, wird das Abfallaufkommen auf der Grundlage der Anzahl der zugewiesenen Mitarbeitenden hochgerechnet. Diese Methode ermöglicht es uns, einen umfassenden und konsistenten Datensatz für alle unsere Tätigkeiten zu erhalten.

Angaben nach Artikel 8 der Verordnung (EU) 2020/852 (Taxonomie-Verordnung)

Der "Green Deal" der EU enthält das ehrgeizige Ziel, bis 2050 CO 2 -Neutralität in Europa zu erreichen. Zur erfolgreichen Umsetzung dieses Vorhabens hat die EU-Kommission im Rahmen des Aktionsplans "Nachhaltige Finanzierung" eine Reihe von Maßnahmen festgelegt, um Kapitalströme in ökologisch nachhaltige Tätigkeiten zu lenken. Ein zentraler Bestandteil ist dabei die EU-Taxonomie-Verordnung 2020/852 ("Taxonomie-VO"). Dazu gehört auch ein einheitliches und rechtsverbindliches Klassifizierungssystem zur Einstufung von wirtschaftlichen Tätigkeiten als ökologisch nachhaltig (= taxonomiekonform). Die Taxonomie-VO verlangt, dass Unternehmen, die nach § 289b Abs. 1 und § 315b Abs. 1 HGB zur Erstellung einer nichtfinanziellen Erklärung verpflichtet sind, über diese wirtschaftlichen Tätigkeiten berichten. Dies gilt auch für die Nordex Group. Die Unternehmen müssen bestimmen, welche Tätigkeiten als taxonomiefähig (taxonomy-eligible) und taxonomiekonform (taxonomy-aligned) gelten. Wirtschaftstätigkeiten gelten als taxonomiefähig, wenn sie in den delegierten Rechtsakten der Kommission beschrieben sind und damit potenziell zu mindestens einem der in der nachfolgenden Abbildung dargestellten Umweltziele beitragen. Diese Tätigkeiten werden als taxonomiekonform bewertet und damit als ökologisch nachhaltig eingestuft, wenn sie einen wesentlichen Beitrag (Substantial Contribution) zu mindestens einem der Umweltziele leisten und gleichzeitig keines der anderen Umweltziele erheblich beeinträchtigen (Do No Significant Harm, DNSH) und den Mindestschutz (Minimum Safeguards) gemäß der Verordnung(EU) 2020/852 einhalten.

In diesem Berichtsjahr müssen die Unternehmen für alle im Rahmen der sechs Umweltziele taxonomiefähigen Wirtschaftstätigkeiten eine Konformitätsbewertung durchführen. Die technischen Bewertungskriterien sind für die beiden klimabezogenen Ziele in den Anhängen I und II der Delegierten Verordnung (EU) 2021/2139 und für die vier anderen Umweltziele in den Anhängen I bis IV der Delegierten Verordnung (EU) 2023/2486 festgelegt. Unternehmen müssen den Anteil ihrer taxonomiekonformen (mit Produkten und Dienstleistungen) erzielten Umsatzerlöse, ihrer Investitionsausgaben (CapEx) und bestimmter Betriebsausgaben (OpEx) angeben, die mit Wirtschaftstätigkeiten verbunden sind, die als ökologisch nachhaltig einzustufen sind. Darüber hinaus sind die für die Offenlegung relevanten qualitativen Informationen in Abschnitt 1 des Anhangs I des Delegierten Rechtsakts (EU) 2021/2178 verpflichtend. Die Nordex Group ist von dem ergänzenden delegierten Klimarechtsakt einschließlich spezifischer Tätigkeiten in den Bereichen Kernenergie und Gas nicht betroffen, da keine Tätigkeiten nach 4.26-4.31 ausgeübt werden. Der Meldebogen 1 ist weiter unten aufgeführt. Die Nordex Group erkennt die Taxonomie-VO als verbindliche Vorgabe der EU sowie deren Bedeutung für eine nachhaltige Transformation des Wirtschaftssystems an. Nachfolgend stellen wir dar, welche unserer Tätigkeiten in welchem Umfang im Hinblick auf die sechs Umweltziele taxonomiefähig und taxonomiekonform sind. Wie im Vorjahr haben wir nur die taxonomiefähigen Wirtschaftstätigkeiten im Umweltziel "Klimaschutz" (Climate change mitigation - CCM) identifiziert.

Bewertung der Taxonomiefähigkeit

Die Tätigkeiten im Zusammenhang mit dem Geschäftsmodell eines Windturbinenherstellers oder OEMs, einschließlich der Installations- und Servicetätigkeiten, sind in der Taxonomie-VO und den Beschreibungen nicht klar definiert und bedürfen daher einer Auslegung. Was unser Geschäftsmodell betrifft, so sind unsere umsatzrelevanten Unternehmenstätigkeiten in hohem Maße durch die Tätigkeiten der Taxonomie-Verordnung abgedeckt.

In unserer Finanzberichterstattung unterteilen wir unsere Tätigkeiten in die Segmente "Projekte" und "Service". Im Berichtsjahr 2024 passen wir innerhalb der Nordex Group die Gliederung der zentralen Geschäftstätigkeiten in Bezug auf die EU-Taxonomie stärker an die branchenweit übliche Klassifizierung an. Um die aktuellen Tätigkeiten des Segments besser abzubilden, ist unser Segment "Projekte", das die Produktion kompletter Windenergieanlagen und die Herstellung der Komponenten teils in Eigenfertigung und teils durch Subunternehmen umfasst, nun der Tätigkeit CCM 3.1 zugeordnet. Zuvor war es der Tätigkeit CCM 4.3 "Stromerzeugung aus Windkraft" zugeordnet.

In Segment "Service" bieten wir Wartungs- und Reparaturdienstleistungen für Windenergieanlagen an. Ab diesem Berichtsjahr ist unser Segment "Service" der Tätigkeit 4.3 "Stromerzeugung aus Windkraft" zugeordnet, da diese Windenergieanlagen unabhängig von gebäudetechnischen Systemen betrieben werden. Zuvor waren sie der Tätigkeit 7.6 "Installation, Wartung und Reparatur von Technologien für erneuerbare Energien" zugeordnet. Diese Änderung folgt den Leitlinien der Bekanntmachung der Kommission C/2023/267, in Abschnitt II, Nr. 139.

Für unser Kerngeschäft sind daher die folgenden zwei in der EU-Taxonomie (Anhang I der Delegierten Verordnung (EU) 2021/2139) aufgeführten Wirtschaftstätigkeiten (siehe folgende Tabelle) für das Umweltziel "Klimaschutz" relevant (taxonomiefähig):

Segment Projekte: CCM 3.1 Herstellung von Technologien für erneuerbare Energie

Segment Service: CCM 4.3 Stromerzeugung aus Windkraft

Im Gegensatz zum Vorjahr weisen wir keine taxonomiefähigen Tätigkeiten mehr außerhalb unseres Kerngeschäfts aus. Unsere Unternehmenslogistik und -gebäude sind nun direkt mit unseren zentralen Tätigkeiten CCM 3.1 und CCM 4.3 verknüpft. Somit werden die zugehörigen CapEx und OpEx diesen umsatzrelevanten Tätigkeiten zugeordnet. Diese Anpassung stellt sicher, dass die Taxonomie-Kennzahlen unsere aktive Geschäftstätigkeit vollständig abbilden und die Geschäftsziele der Nordex Group widerspiegeln.

Um den methodischen Änderungen in der Bewertung der Taxonomiefähigkeit Rechnung zu tragen und einen angemessenen Vergleich mit den Vorjahreszahlen zu ermöglichen, wurden die taxonomiefähigen und taxonomiekonformen Umsätze, CapEx und OpEx für das Berichtsjahr 2023 gemäß dem oben beschriebenen Ansatz angepasst. Um die Einhaltung der DNSH-Kriterien für das Berichtsjahr 2023 sicherzustellen, haben wir den für das Jahr 2024 verwendeten DNSH-Ansatz rückwirkend angewendet. Da es zwischen 2023 und 2024 keine wesentlichen Änderungen an unserem Geschäftsmodell oder unseren Betriebsabläufen gegeben hat, haben wir in unserer Konformitätsbewertung analysiert, dass die im Jahr 2024 eingeführten Verfahren und Maßnahmen zur Vermeidung von Umweltverschmutzung auch im Jahr 2023 anwendbar sind. Daher gehen wir davon aus, dass die Ergebnisse unserer Bewertung aus dem Jahr 2024 rückwirkend auf das Jahr 2023 angewendet werden können und Konformität mit den DNSH-Kriterien somit sichergestellt ist.

Unsere Wirtschaftstätigkeiten tragen zum ersten Umweltziel "Klimaschutz" (Climate Change Mitigation, kurz: CCM) bei. Im Hinblick auf das zweite Klimaziel "Anpassung an den Klimawandel" (Climate Change Adaption, kurz: CCA) weisen wir keine taxonomiefähigen Tätigkeiten aus, da wir keine Umsätze mit ermöglichenden Tätigkeiten erzielen und keine eigenständigen CapEx (oder OpEx) ermittelt haben, die speziell zur Anpassung an den Klimawandel beitragen. Daher werden alle mit unseren taxonomiefähigen Tätigkeiten verbundenen CapEx und OpEx ausschließlich unter CCM als taxonomiefähig ausgewiesen. Keine Wirtschaftstätigkeit der Nordex Group fällt in den Geltungsbereich des Delegierten Rechtsakts zum Umweltschutz (EU) 2023/2486, der die weiteren nicht klimabezogenen Umweltziele abdeckt.

Bestimmte Einzelposten der Umsatzerlöse, Investitionen und Betriebsausgaben lassen sich nicht direkt den EU-Taxonomietätigkeiten zuordnen, auch wenn sie im weiteren Sinne insgesamt der Aufrechterhaltung unserer Geschäftstätigkeit dienen. Diese Posten umfassen Verwaltungstätigkeiten wie Verkauf und Vertrieb, Personalwesen und Immobilienverwaltung und gehören somit zur Kategorie der nicht taxonomiefähigen Tätigkeiten.

Zuordnung der wichtigsten Geschäftstätigkeiten der Nordex Group zur EU-Taxonomie

Tätigkeit gemäß EU-Taxonomie Beschreibung der Nordex-Tätigkeit NACE-Code Zugeordnetes Nordex-Segment Klimaschutz (CCM) Anpassung an den Klimawandel (CCA)
3.1 Herstellung von Technologien für erneuerbare Energie Entwicklung, Produktion und Errichtung kompletter Windenergieanlagen einschließlich der Steuerungssoftware und wichtiger Komponenten sowie Projektmanagement. Ein Teil der Komponenten (Gondeln, Naben, Rotorblätter und Turm) der in Betrieb genommenen Windenergieanlagen wird von Nordex selbst produziert, ein weiterer Teil wird von Subunternehmen nach Nordex-Vorgaben gefertigt oder von externen Lieferanten bezogen. C28; C.28.11 ("Manufacture of turbines") F42.22 ("Installation of wind energy plants") Projekte X
4.3. Stromerzeugung aus Windkraft Erbringung von Dienstleistungen wie Wartung und Inspektion, Fehlerbehebung und Reparatur, Fernüberwachung, präventive Wartung und Kundenschulung sowie Modernisierung. F42; F42.22 ("Installation of wind energy plants") Service X

Bewertung der Taxonomiekonformität

Bei der Überprüfung der Taxonomiekonformität unserer Wirtschaftstätigkeiten hat die Abteilung Nachhaltigkeit eine koordinierende Rolle übernommen. Die Abteilung steht dabei in regelmäßigem Austausch mit den Bereichen Accounting, Controlling, QHSE, Human Resources (P&C), Compliance, Legal und Tax.

Einhaltung des Mindestschutzes

Der Mindestschutz fordert Managementverfahren, die mit den OECD-Leitsätzen für multinationale Unternehmen und den Leitprinzipien der Vereinten Nationen für Wirtschaft und Menschenrechte einschließlich der Kernarbeitsnormen der Internationalen Arbeitsorganisation (IAO) und der Internationalen Charta der Menschenrechte im Einklang stehen.

Die Nordex Group orientiert sich grundlegend an diesen ethischen Leitlinien. Dies spiegelt sich auch in unserer Menschenrechtsrichtlinie, unserem Verhaltenskodex für Mitarbeitende sowie unserem Verhaltenskodex für Subunternehmer und Lieferanten wider. Verfahren zur Überprüfung aktueller und neuer Lieferanten sind vorhanden und werden entsprechend angepasst, um zukünftigen Vorgaben zur Achtung der Menschenrechte und anderer ethischer Standards zu entsprechen. Wir entwickeln unseren Due-Diligence-Prozess ständig weiter, um Risiken zu erkennen und adäquate Vorsorge- und Abhilfemaßnahmen ermitteln zu können. Unser Compliance-Management-System enthält klare Prozesse zur Überwachung, Aufdeckung und Begrenzung von Fehlverhalten und Verstößen, unter anderem im Zusammenhang mit jeglicher Form von Korruption. In den Themenbereichen Korruptionsbekämpfung und fairer Wettbewerb schärfen wir das Bewusstsein unserer Mitarbeitenden durch entsprechende Schulungen. Im Berichtsjahr 2024 haben wir keine wesentlichen Korruptionsrisiken ermittelt. Die Einhaltung steuerlicher Vorschriften wird durch die entsprechende Organisationsstruktur des Bereichs Corporate Tax & Customs geregelt und ist ein integraler Bestandteil unseres gesamten Risikomanagementsystems. Die Nordex Group wurde im Berichtszeitraum in keinem formellen Verfahren verurteilt. Wir verfügen über angemessene Prozesse und Verfahren, um die Einhaltung des Mindestschutzes zu gewährleisten, und konnten bei keiner unserer Tätigkeiten einen Verstoß feststellen.

Erfüllung der Substantial Contribution- und DNSH-Kriterien

Da die DNSH-Kriterien für das Umweltziel "Anpassung an den Klimawandel" für alle zuvor genannten taxonomiefähigen Wirtschaftstätigkeiten zu erfüllen sind, werden diese tätigkeitsübergreifend im ersten Schritt beschrieben. Um eine erhebliche Beeinträchtigung des Umweltziels "Anpassung an den Klimawandel" zu vermeiden, ist eine Analyse potenzieller physischer Klimarisiken erforderlich. Um zu ermitteln, inwieweit wir diese Anforderungen erfüllen, haben wir unsere Bewertung der Klimarisiken in Übereinstimmung mit dem Rahmenwerk TCFD sowie der in der EU-Taxonomie dargelegten spezifischen Kriterien für Klimagefahren aktualisiert. Dabei haben wir sowohl chronische als auch akute physische Risiken sowie Übergangsrisiken wie technologie-, markt-, reputations- und politikbezogene Risiken berücksichtigt. Im Zusammenhang mit klimabezogenen Übergangsrisiken und -chancen haben wir eine Szenarioanalyse für hohe Emissionen (Temperaturanstieg von 4 °C bis 5 °C), mittlere Emissionen (2 °C bis 3 °C) und niedrige Emissionen (weniger als 2 °C) mit Fokus auf den für die Nordex Group relevanten Märkten durchgeführt. Im Zusammenhang mit physischen Klimarisiken und -chancen haben wir eine standortspezifische Analyse im Szenario mit hohen Emissionen mit Fokus auf den prognostizierten klimabezogenen Auswirkungen auf alle Produktionsstandorte und Hauptniederlassungen weltweit vor dem Hintergrund eines Temperaturanstiegs von 4 °C bis 5 °C durchgeführt. Darüber hinaus haben wir eine regionale Bewertung der physischen Risiken für Dienstleistungstätigkeiten vorgenommen. In diesem Zusammenhang haben wir zwei physische Hauptrisiken für alle Tätigkeiten ermittelt: Hitzewellen sowie geänderte Niederschlagsmuster und -arten. Als Reaktion auf diese beiden Risiken haben wir Anpassungslösungen bewertet und in einem Plan zur Anpassung an den Klimawandel zusammengefasst. Erste Anpassungsmaßnahmen an den Standorten wurden bereits eingeleitet. Daher wurde keine erhebliche Beeinträchtigung des Umweltziels "Anpassung an den Klimawandel" gemäß der EU-Taxonomie festgestellt.

Für unsere erste zentrale Tätigkeit, CCM 3.1, erfordern die "Substantial Contribution"-Kriterien die Herstellung von Technologien für erneuerbare Energie. Die oben beschriebenen Projekte und Dienstleistungen erfüllen diese Forderung. Sobald eine Windenergieanlage errichtet und ans Netz angeschlossen ist, profitiert der Kunde von der Leistung der Anlage. Diese Tätigkeit erfüllt alle einschlägigen DNSH-Kriterien für die übrigen Umweltziele. Daher werden alle damit verbundenen Umsätze, Investitionen (CapEx) und Betriebsausgaben (OpEx) als taxonomiekonform betrachtet. Die regelmäßige Bewertung der meisten DNSH-Kriterien erfolgt im Rahmen unserer von QHSE-Manager:innen durchgeführten Bewertung von Umweltrisiken bzw. -aspekten für alle Tätigkeiten, Produkte und Dienstleistungen unter der operativen Kontrolle der Nordex Group.

Im Hinblick auf "Nachhaltige Nutzung und Schutz von Wasser- und Meeresressourcen" führen wir regelmäßig Umweltverträglichkeitsprüfungen durch, überwachen den Wasserverbrauch und bewerten unsere Tätigkeiten in wasserarmen Gebieten.

Was das Ziel "Übergang zu einer Kreislaufwirtschaft" betrifft, so haben wir klare strategische Ziele definiert, um die Verwendung von recycelten Materialien in der Produktion sowie die Recyclingfähigkeit unserer Windenergieanlagen zu fördern. Die Standardlebensdauer von Turbinen beträgt 20 Jahre. Die meisten unserer Turbinen sind jedoch für eine verlängerte Lebensdauer von 21 bis 35 Jahren ausgelegt und zertifiziert. Weiterentwicklungen hin zu einer längeren Lebensdauer führen zu einer Steigerung der ökologischen und ökonomischen Effizienz.

Um sicherzustellen, dass die Komponenten unserer Windturbinen der Beschränkung gefährlicher Stoffe gemäß den DNSH-Kriterien zur Vermeidung und Verminderung der Umweltverschmutzung (Anhang C der Delegierten Verordnung (EU) 2021/2139 der Kommission) entsprechen, überwachen wir anhand der Kriterien der EU-Taxonomie in unserem gesamten Betrieb sorgfältig Stoffe, die auf Grey und Black Lists aufgeführt sind, sowie gefährliche Materialien. Um dies auch in unserer gesamten Wertschöpfungskette sicherzustellen, verlangt unser Verhaltenskodex von unseren Lieferanten außerdem die Einhaltung aller geltenden Umweltvorschriften und -standards. Darüber hinaus haben wir ein umfassendes, mehrstufiges Screening unserer wichtigsten Lieferanten durchgeführt, das über 95 % der in der Turbine verwendeten Materialien abdeckt, einschließlich der wichtigsten Rotorblattmaterialien. Dadurch konnten wir Lieferanten identifizieren, die im Hinblick auf Umweltkriterien eine wichtige Rolle spielen, und Compliance-Informationen zu den Beschränkungen für den Einsatz gefährlicher Stoffe (gemäß Anhang C) in ihren Betrieben und in den hergestellten Produkten einholen. Dabei haben wir eine repräsentative Anzahl an Bestätigungen erhalten.

Wir erfüllen die Anforderungen des Ziels "Schutz und Wiederherstellung der Biodiversität und der Ökosysteme", das auch integraler Bestandteil unseres Ansatzes in der Produktentwicklung ist (siehe Kapitel Biodiversität und Ökosysteme). Dies zeigen auch die Ergebnisse der Umweltrisiko- bzw. Umweltverträglichkeitsprüfungen, die sich mit den Aspekten von Flora und Fauna befassen. Im Jahr 2024 wurden dabei keine mittleren oder hohen Risiken festgestellt.

Da zudem die DNSH-Kriterien für die "Anpassung an den Klimawandel" erfüllt sind, werden alle mit der Tätigkeit CCM 3.1 verbundenen Umsätze, CapEx und OpEx als taxonomiekonform ausgewiesen.

Für unsere zweite zentrale Tätigkeit, CCM 4.3, erfordern die "Substantial Contribution"-Kriterien eine Stromerzeugung aus Windkraft. Diese erfolgt durch unsere Kunden. Das Geschäftsmodell der Nordex Group umfasst die Installation, Wartung und Reparatur von Windturbinen und der dazugehörigen technischen Ausrüstung. Daher wenden wir für die Tätigkeit CCM 7.6 "Installation, Wartung und Reparatur von Technologien für erneuerbare Energien" die Konformitätskriterien gemäß der Beschreibung von Tätigkeit CCM 4.3 an. Demnach wird durch die Installation, Wartung und Reparatur von Windturbinen und der dazugehörigen technischen Ausrüstung ein wesentlicher Beitrag zum Umweltziel "Klimaschutz" geleistet. Da die Tätigkeit zudem die DNSH-Kriterien für die "Anpassung an den Klimawandel" erfüllt, werden alle damit verbundenen Umsätze, CapEx und OpEx als taxonomiekonform betrachtet. Für diese Tätigkeit müssen keine darüber hinausgehenden DNSH-Kriterien erfüllt werden.

Zusammenfassend zeigt unsere Einhaltung der Kriterien der EU-Taxonomie unseren proaktiven Ansatz zur Umweltverantwortung. Durch die Einbeziehung von Klimarisikoanalysen und die Umsetzung von Anpassungsmaßnahmen stellen wir sicher, dass unsere Tätigkeiten der grundlegenden Forderung entsprechen, erhebliche Beeinträchtigungen zu vermeiden (Do no significant harm - DNSH). Damit leisten wir einen aktiven Beitrag zur Erreichung der Umweltziele der EU. Unsere zentralen Tätigkeiten erfüllen alle notwendigen Kriterien, so dass unsere taxonomiefähigen Umsätze, CapEx und OpEx vollständig taxonomiekonform sind. Dies unterstreicht unser kontinuierliches Engagement für Nachhaltigkeit und umweltbewusstes Verhalten in allen zentralen Aspekten unserer Geschäftstätigkeit.

Unsere Kennzahlen und Rechnungslegungsgrundsätze

Die bei der Berechnung nach der EU-Taxonomie zugrunde gelegten Gesamtwerte der Nordex Group für das Jahr 2024 betragen EUR 7.299 Mio. für den Umsatz (2023: EUR 6.489 Mio.), EUR 210,76 Mio. für CapEx (2023: EUR 161,27 Mio.) und EUR 92,30 Mio. für OpEx (2023: EUR 91,74 Mio.). Gemäß von geeigneten Schlüsseln im delegierten Taxonomie-Rechtsakt über die Angabepflichten entsprechen die Umsätze den Umsatzerlösen in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, die nach den Anforderungen des IFRS 15 ermittelt wurden. Die relevanten CapEx haben wir auf Grundlage der Definition der Taxonomie-VO (Artikel 8 der Verordnung (EU) 2020/852) und der Delegierten Verordnung (EU) 2021/2178 der Kommission ermittelt. Sie ergeben sich aus den Zugängen zu den Sachanlagen, immateriellen Vermögenswerten (ohne Firmen- oder Geschäftswert) und Nutzungsrechten nach IFRS 16 im Konsolidierungskreis. Die Angaben zu CapEx sind nicht Teil eines CapEx-Plans (Investitionsplans). Relevante OpEx umfassen gemäß dem delegierten Taxonomie Rechtsakt über die Offenlegungspflichten direkte, nicht aktivierte Kosten/Aufwendungen für Forschung und Entwicklung, Gebäudesanierung, kurzfristiges Leasing, Wartung und Reparatur sowie sämtliche anderen direkten Ausgaben im Zusammenhang mit der täglichen Wartung von Sachanlagevermögen. Sie werden gemäß Artikel 8 Abs. 2b der Verordnung (EU) 2020/852 und deren Anlage I ermittelt. Die Grundlage für die Aufgliederung der Finanzinformationen nach Tätigkeiten bilden die operativen Funktionen auf Konzernebene, aus denen die Segmentberichterstattung ("Projekte" und "Service") abgeleitet wird. Um den methodischen Änderungen in der Bewertung der Taxonomiefähigkeit Rechnung zu tragen und einen angemessenen Vergleich mit den Vorjahreszahlen zu ermöglichen, wurden die taxonomiefähigen und taxonomiekonformen Umsätze, CapEx und OpEx für das Berichtsjahr 2023 angepasst. Bei Bedarf haben wir die Informationen anhand von geeigneten Schlüsseln weiter aufgegliedert. Der Umsatz lässt sich auf Basis der Segmentberichterstattung direkt den zentralen Tätigkeiten (CCM 3.1 und CCM 4.3) zuordnen. Im Berichtsjahr 2024 stellten die Umsatzerlöse aus Verträgen mit Kunden die wichtigste Quelle für taxonomiekonforme Umsätze für die Tätigkeiten CCM 3.1 und CCM 4.3 dar. Für CapEx und OpEx haben wir für die Zuordnung der jeweiligen Posten zu den Tätigkeiten einen geeigneten Allokationsschlüssel verwendet, der ebenfalls auf den operativen Funktionen basiert. Die Bestandteile der taxonomiekonformen CapEx verteilen sich wie folgt: EUR 95,87 Mio. (45,5 %) entfallen auf Zugänge zu Sachanlagen, EUR 56,73 Mio. (26,92 %) auf Zugänge zu immateriellen Vermögenswerten und EUR 58,13 Mio. (27,59 %) auf Zugänge zu aktivierten Nutzungsrechten. Im Berichtsjahr 2024 kam es in der Nordex Group zu keinen Übernahmen durch Unternehmenszusammenschlüsse, die bei der Berechnung der CapEx zu berücksichtigen wären. Die zentralen Bestandteile der taxonomiekonformen OpEx gemäß der Definition der Taxonomie-VO waren Reparatur- und Wartungskosten mit EUR 35,39 Mio. (38,34 %), nicht aktivierte Forschungs- und Entwicklungskosten mit EUR 35,89 Mio. (38,88 %) sowie Kosten im Zusammenhang mit kurzfristigen und geringwertigen Leasingverträgen mit EUR 18,83 Mio. (20,40 %) bzw. EUR 2,20 Mio. (2,38 %). Betriebsausgaben, die sich auf Vermögenswerte oder Prozesse im Zusammenhang mit taxonomiefähigen und taxonomiekonformen Tätigkeiten beziehen, können wir anhand unserer Organisationsstruktur eindeutig identifizieren und dadurch Doppelzählungen vermeiden. 100,00 % der Nordex-Wirtschaftstätigkeiten, die im Jahr 2024 Umsatz generiert haben, sind taxonomiefähig (2023: 99,95 %). Davon entfallen 89,65 % auf die Projekttätigkeit "Herstellung von Technologien für erneuerbare Energie" (CCM 3.1) und 10,35 % auf die Servicetätigkeit "Stromerzeugung aus Windkraft" (CCM 4.3). 100,00 % der Wirtschaftstätigkeiten von Nordex ("Projekte" und "Service") waren 2024 taxonomiekonform (2023: 99,95 %). 84,82 % der gesamten CapEx-Zugänge der Nordex Group im Jahr 2024 werden als taxonomiefähig eingestuft (2023: 88,51 %), 84,82 % als taxonomiekonform (2023: 88,51 %). Der Anteil der taxonomiekonformen CapEx enthält die Investitionen, die direkt "Projekten" und "Service" zugeordnet werden können (CCM 3.1, CCM 4.3) (84,82 %, 2023 : 88,51 %). Von den gesamten OpEx der Nordex Group im Jahr 2024 waren 91,98 % taxonomiefähig (2023: 92,15 %) und 91,98 % taxonomiekonform (2023: 92,15 %). Der Anteil der taxonomiekonformen OpEx enthält ebenfalls die Betriebsausgaben, die direkt "Projekten" und "Service" zugeordnet werden können (CCM 3.1, CCM 4.3) (91,98 %, 2023 : 92,15 %). Weiter unten stellen wir alle EU-Taxonomietätigkeiten in Meldebögen dar, in denen die Gesamtzahl und der Anteil taxonomiefähiger und -konformer Tätigkeiten gemäß den Substantial Contribution- und den DNSH-Kriterien sowie im Hinblick auf den Mindestschutz ausgewiesen werden.

UNSERE TÄTIGKEITEN UND BEWERTUNG VON TAXONOMIEFÄHIGKEIT UND -KONFORMITÄT

EU-Taxonomie-Anhang

Zeile Tätigkeiten im Bereich Kernenergie
1 Das Unternehmen ist im Bereich Erforschung, Entwicklung, Demonstration und Einsatz innovativer Stromerzeugungsanlagen, die bei minimalem Abfall aus dem Brennstoffkreislauf Energie aus Nuklearprozessen erzeugen, tätig, finanziert solche Tätigkeiten oder hält Risikopositionen im Zusammenhang mit diesen Tätigkeiten. NEIN
2 Das Unternehmen ist im Bau und sicheren Betrieb neuer kerntechnischer Anlagen zur Erzeugung von Strom oder Prozesswärme - auch für die Fernwärmeversorgung oder industrielle Prozesse wie die Wasserstofferzeugung - sowie bei deren sicherheitstechnischer Verbesserung mithilfe der besten verfügbaren Technologien tätig, finanziert solche Tätigkeiten oder hält Risikopositionen im Zusammenhang mit diesen Tätigkeiten. NEIN
3 Das Unternehmen ist im sicheren Betrieb bestehender kerntechnischer Anlagen zur Erzeugung von Strom oder Prozesswärme - auch für die Fernwärmeversorgung oder industrielle Prozesse wie die Wasserstofferzeugung - sowie bei deren sicherheitstechnischer Verbesserung tätig, finanziert solche Tätigkeiten oder hält Risikopositionen im Zusammenhang mit diesen Tätigkeiten. NEIN
Tätigkeiten im Bereich fossiles Gas
4 Das Unternehmen ist im Bau oder Betrieb von Anlagen zur Erzeugung von Strom aus fossilen gasförmigen Brennstoffen tätig, finanziert solche Tätigkeiten oder hält Risikopositionen im Zusammenhang mit diesen Tätigkeiten. NEIN
5 Das Unternehmen ist im Bau, in der Modernisierung und im Betrieb von Anlagen für die Kraft-Wärme/Kälte-Kopplung mit fossilen gasförmigen Brennstoffen tätig, finanziert solche Tätigkeiten oder hält Risikopositionen im Zusammenhang mit diesen Tätigkeiten. NEIN
6 Das Unternehmen ist im Bau, in der Modernisierung und im Betrieb von Anlagen für die Wärmegewinnung, die Wärme/Kälte aus fossilen gasförmigen Brennstoffen erzeugen, tätig, finanziert solche Tätigkeiten oder hält Risikopositionen im Zusammenhang mit diesen Tätigkeiten. NEIN

Umsatzanteil aus Waren oder Dienstleistungen, die mit taxonomiekonformen Wirtschaftstätigkeiten verbunden sind - Offenlegung für das Jahr 2024

2024
Wirtschaftstätigkeiten (1) Code (2) Umsatz (3) Umsatzanteil, 2024 (4)
EUR Mio. %
A. TAXONOMIEFÄHIGE TÄTIGKEITEN
A.1. Ökologisch nachhaltige Tätigkeiten (taxonomiekonform)
Herstellung von Technologien für erneuerbare Energie CCM 3.1 6.543,15 89,65
Stromerzeugung aus Windkraft CCM 4.3 755,68 10,35
Umsatz ökologisch nachhaltiger Tätigkeiten (taxonomiekonform) (A.1) 7.298,82 100,00
davon ermöglichende Tätigkeiten 0,00 0,00
davon Übergangstätigkeiten 0,00 0,00
A.2 Taxonomiefähige, aber nicht ökologisch nachhaltige Tätigkeiten (nicht taxonomiekonform)
Umsatz taxonomiefähiger, aber nicht ökologisch nachhaltiger Tätigkeiten (nicht taxonomiekonform) (A.2) 0,00 - %
Umsatz taxonomiefähiger Tätigkeiten (A.1+A.2) 7.298,82 100,00
B. NICHTTAXONOMIEFÄHIGE TÄTIGKEITEN
Umsatz nicht taxonomiefähiger Tätigkeiten (B) 0,00 -
Gesamt (A + B) 7.298,82 100,00
Kriterien für einen wesentlichen Beitrag
Wirtschaftstätigkeiten (1) Klimaschutz (5) Anpassung an den Klimawandel (6) Wasser (7)
J; N; N/EL J; N; N/EL J; N; N/EL
A. TAXONOMIEFÄHIGE TÄTIGKEITEN
A.1. Ökologisch nachhaltige Tätigkeiten (taxonomiekonform)
Herstellung von Technologien für erneuerbare Energie J N/EL N/EL
Stromerzeugung aus Windkraft J N/EL N/EL
Umsatz ökologisch nachhaltiger Tätigkeiten (taxonomiekonform) (A.1) 100,00 0,00 0,00
davon ermöglichende Tätigkeiten
davon Übergangstätigkeiten
A.2 Taxonomiefähige, aber nicht ökologisch nachhaltige Tätigkeiten (nicht taxonomiekonform)
Umsatz taxonomiefähiger, aber nicht ökologisch nachhaltiger Tätigkeiten (nicht taxonomiekonform) (A.2)
Umsatz taxonomiefähiger Tätigkeiten (A.1+A.2)
B. NICHTTAXONOMIEFÄHIGE TÄTIGKEITEN
Umsatz nicht taxonomiefähiger Tätigkeiten (B)
Gesamt (A + B)
Kriterien für einen wesentlichen Beitrag
Wirtschaftstätigkeiten (1) Umweltverschmutzung (8) Kreislaufwirtschaft (9) Biodiversität (10)
J; N; N/EL J; N; N/EL J; N; N/EL
A. TAXONOMIEFÄHIGE TÄTIGKEITEN
A.1. Ökologisch nachhaltige Tätigkeiten (taxonomiekonform)
Herstellung von Technologien für erneuerbare Energie N/EL N/EL N/EL
Stromerzeugung aus Windkraft N/EL N/EL N/EL
Umsatz ökologisch nachhaltiger Tätigkeiten (taxonomiekonform) (A.1) 0,00 0,00 0,00
davon ermöglichende Tätigkeiten
davon Übergangstätigkeiten
A.2 Taxonomiefähige, aber nicht ökologisch nachhaltige Tätigkeiten (nicht taxonomiekonform)
Umsatz taxonomiefähiger, aber nicht ökologisch nachhaltiger Tätigkeiten (nicht taxonomiekonform) (A.2)
Umsatz taxonomiefähiger Tätigkeiten (A.1+A.2)
B. NICHTTAXONOMIEFÄHIGE TÄTIGKEITEN
Umsatz nicht taxonomiefähiger Tätigkeiten (B)
Gesamt (A + B)
DNSH-Kriterien (Keine erhebliche Beeinträchtigung)
Wirtschaftstätigkeiten (1) Klimaschutz (11) Anpassung an den Klimawandel (12) Wasser (13)
J/N J/N J/N J/N
A. TAXONOMIEFÄHIGE TÄTIGKEITEN
A.1. Ökologisch nachhaltige Tätigkeiten (taxonomiekonform)
Herstellung von Technologien für erneuerbare Energie J J J
Stromerzeugung aus Windkraft J J J
Umsatz ökologisch nachhaltiger Tätigkeiten (taxonomiekonform) (A.1) J J J
davon ermöglichende Tätigkeiten
davon Übergangstätigkeiten
A.2 Taxonomiefähige, aber nicht ökologisch nachhaltige Tätigkeiten (nicht taxonomiekonform)
Umsatz taxonomiefähiger, aber nicht ökologisch nachhaltiger Tätigkeiten (nicht taxonomiekonform) (A.2)
Umsatz taxonomiefähiger Tätigkeiten (A.1+A.2)
B. NICHTTAXONOMIEFÄHIGE TÄTIGKEITEN
Umsatz nicht taxonomiefähiger Tätigkeiten (B)
Gesamt (A + B)
DNSH-Kriterien (Keine erhebliche Beeinträchtigung)
Wirtschaftstätigkeiten (1) Umweltverschmutzung (14) Kreislaufwirtschaft (15) Biodiversität und Ökosysteme (16)
J/N J/N J/N
A. TAXONOMIEFÄHIGE TÄTIGKEITEN
A.1. Ökologisch nachhaltige Tätigkeiten (taxonomiekonform)
Herstellung von Technologien für erneuerbare Energie J J J
Stromerzeugung aus Windkraft J J J
Umsatz ökologisch nachhaltiger Tätigkeiten (taxonomiekonform) (A.1) J J J
davon ermöglichende Tätigkeiten
davon Übergangstätigkeiten
A.2 Taxonomiefähige, aber nicht ökologisch nachhaltige Tätigkeiten (nicht taxonomiekonform)
Umsatz taxonomiefähiger, aber nicht ökologisch nachhaltiger Tätigkeiten (nicht taxonomiekonform) (A.2)
Umsatz taxonomiefähiger Tätigkeiten (A.1+A.2)
B. NICHTTAXONOMIEFÄHIGE TÄTIGKEITEN
Umsatz nicht taxonomiefähiger Tätigkeiten (B)
Gesamt (A + B)
Wirtschaftstätigkeiten (1) Mindestschutz (17) Anteil taxonomie-konformen (A.1) oder -fähigen (A.2) Umsatzes, Jahr 2023 (18) Kategorie ermöglichende Tätigkeit (19)
J/N % E
A. TAXONOMIEFÄHIGE TÄTIGKEITEN
A.1. Ökologisch nachhaltige Tätigkeiten (taxonomiekonform)
Herstellung von Technologien für erneuerbare Energie J 89,81
Stromerzeugung aus Windkraft J 10,14
Umsatz ökologisch nachhaltiger Tätigkeiten (taxonomiekonform) (A.1) J 99,95
davon ermöglichende Tätigkeiten 0,00
davon Übergangstätigkeiten 0,00
A.2 Taxonomiefähige, aber nicht ökologisch nachhaltige Tätigkeiten (nicht taxonomiekonform)
Umsatz taxonomiefähiger, aber nicht ökologisch nachhaltiger Tätigkeiten (nicht taxonomiekonform) (A.2)
Umsatz taxonomiefähiger Tätigkeiten (A.1+A.2) 99,95
B. NICHTTAXONOMIEFÄHIGE TÄTIGKEITEN
Umsatz nicht taxonomiefähiger Tätigkeiten (B)
Gesamt (A + B)
Wirtschaftstätigkeiten (1) Kategorie Übergangstätigkeit (20)
T
A. TAXONOMIEFÄHIGE TÄTIGKEITEN
A.1. Ökologisch nachhaltige Tätigkeiten (taxonomiekonform)
Herstellung von Technologien für erneuerbare Energie
Stromerzeugung aus Windkraft
Umsatz ökologisch nachhaltiger Tätigkeiten (taxonomiekonform) (A.1)
davon ermöglichende Tätigkeiten
davon Übergangstätigkeiten
A.2 Taxonomiefähige, aber nicht ökologisch nachhaltige Tätigkeiten (nicht taxonomiekonform)
Umsatz taxonomiefähiger, aber nicht ökologisch nachhaltiger Tätigkeiten (nicht taxonomiekonform) (A.2)
Umsatz taxonomiefähiger Tätigkeiten (A.1+A.2)
B. NICHTTAXONOMIEFÄHIGE TÄTIGKEITEN
Umsatz nicht taxonomiefähiger Tätigkeiten (B)
Gesamt (A + B)

b) J - Ja, taxonomiefähige und mit dem relevanten Umweltziel taxonomiekonforme Tätigkeit

N - Nein, taxonomiefähige, aber mit dem relevanten Umweltziel nicht taxonomiekonforme Tätigkeit

EL - ,eligible', für das jeweilige Umweltziel taxonomiefähige Tätigkeit

N/EL - ,not eligible', für das jeweilige Umweltziel nicht taxonomiefähige Tätigkeit

CapEx-Anteil aus Waren oder Dienstleistungen, die mit taxonomiekonformen Wirtschaftstätigkeiten verbunden sind- Offenlegung für das Jahr 2024

Geschäftsjahr N 2024
Wirtschaftstätigkeiten (1) Code (2) CapEx (3) CapEx-Anteil, 2024 (4)
EUR Mio. %
A. TAXONOMIEFÄHIGETÄTIGKEITEN
A.1. Ökologisch nachhaltige Tätigkeiten (taxonomiekonform)
Herstellung von Technologien für erneuerbare Energie CCM 3.1 144,21 68,43
Stromerzeugung aus Windkraft CCM 4.3 34,54 16,39
CapEx ökologisch nachhaltiger Tätigkeiten (taxonomiekonform) (A.1) 178,75 84,82
davon ermöglichende Tätigkeiten 0,00 0,00
davon Übergangstätigkeiten 0,00 0,00
A.2 Taxonomiefähige, aber nicht ökologisch nachhaltige Tätigkeiten (nichttaxonomiekonform)
CapEx taxonomiefähiger, aber nicht ökologisch nachhaltiger Tätigkeiten (nicht taxonomiekonform) (A.2) 0,00 - %
A. CapEx taxonomiefähiger Tätigkeiten (A.1+A.2) 178,75 84,82
B. NICHTTAXONOMIEFÄHIGETÄTIGKEITEN
CapEx nicht taxonomiefähiger Tätigkeiten (B) 32,00 15,18
GESAMT(A+B) 210,76 100,00
Geschäftsjahr N Kriterien für einen wesentlichen Beitrag
Wirtschaftstätigkeiten (1) Klimaschutz (5) Anpassung an den Klimawandel (6) Wasser (7)
J;N; N/EL J;N; N/EL J;N; N/EL
A. TAXONOMIEFÄHIGETÄTIGKEITEN
A.1. Ökologisch nachhaltige Tätigkeiten (taxonomiekonform)
Herstellung von Technologien für erneuerbare Energie J N/EL N/EL
Stromerzeugung aus Windkraft J N/EL N/EL
CapEx ökologisch nachhaltiger Tätigkeiten (taxonomiekonform) (A.1) 84,82 % - % - %
davon ermöglichende Tätigkeiten 0,00
davon Übergangstätigkeiten 0,00
A.2 Taxonomiefähige, aber nicht ökologisch nachhaltige Tätigkeiten (nichttaxonomiekonform)
EL; N/EL EL; N/EL EL; N/EL
CapEx taxonomiefähiger, aber nicht ökologisch nachhaltiger Tätigkeiten (nicht taxonomiekonform) (A.2)
A. CapEx taxonomiefähiger Tätigkeiten (A.1+A.2)
B. NICHTTAXONOMIEFÄHIGETÄTIGKEITEN
CapEx nicht taxonomiefähiger Tätigkeiten (B)
GESAMT(A+B)
Geschäftsjahr N Kriterien für einen wesentlichen Beitrag
Wirtschaftstätigkeiten (1) Umweltverschmutzung (8) Kreislaufwirtschaft (9) Biodiversität (10)
J;N; N/EL J;N; N/EL J; N; N/EL
A. TAXONOMIEFÄHIGETÄTIGKEITEN
A.1. Ökologisch nachhaltige Tätigkeiten (taxonomiekonform)
Herstellung von Technologien für erneuerbare Energie N/EL N/EL N/EL
Stromerzeugung aus Windkraft N/EL N/EL N/EL
CapEx ökologisch nachhaltiger Tätigkeiten (taxonomiekonform) (A.1) - % - % - %
davon ermöglichende Tätigkeiten
davon Übergangstätigkeiten
A.2 Taxonomiefähige, aber nicht ökologisch nachhaltige Tätigkeiten (nichttaxonomiekonform)
EL; N/EL EL; N/EL EL; N/EL
CapEx taxonomiefähiger, aber nicht ökologisch nachhaltiger Tätigkeiten (nicht taxonomiekonform) (A.2)
A. CapEx taxonomiefähiger Tätigkeiten (A.1+A.2)
B. NICHTTAXONOMIEFÄHIGETÄTIGKEITEN
CapEx nicht taxonomiefähiger Tätigkeiten (B)
GESAMT(A+B)
Geschäftsjahr N DNSH-Kriterien (Keine erhebliche Beeinträchtigung)
Wirtschaftstätigkeiten (1) Klimaschutz (11) Anpassung an den Klimawandel (12) Wasser (13)
J/N J/N J/N
A. TAXONOMIEFÄHIGETÄTIGKEITEN
A.1. Ökologisch nachhaltige Tätigkeiten (taxonomiekonform)
Herstellung von Technologien für erneuerbare Energie J J J
Stromerzeugung aus Windkraft J J J
CapEx ökologisch nachhaltiger Tätigkeiten (taxonomiekonform) (A.1) J J J
davon ermöglichende Tätigkeiten
davon Übergangstätigkeiten
A.2 Taxonomiefähige, aber nicht ökologisch nachhaltige Tätigkeiten (nichttaxonomiekonform)
CapEx taxonomiefähiger, aber nicht ökologisch nachhaltiger Tätigkeiten (nicht taxonomiekonform) (A.2)
A. CapEx taxonomiefähiger Tätigkeiten (A.1+A.2)
B. NICHTTAXONOMIEFÄHIGETÄTIGKEITEN
CapEx nicht taxonomiefähiger Tätigkeiten (B)
GESAMT(A+B)
Geschäftsjahr N DNSH-Kriterien (Keine erhebliche Beeinträchtigung)
Wirtschaftstätigkeiten (1) Umweltverschmutzung (14) Kreislaufwirtschaft (15) Biodiversität und Ökosysteme (16)
J/N J/N J/N
A. TAXONOMIEFÄHIGETÄTIGKEITEN
A.1. Ökologisch nachhaltige Tätigkeiten (taxonomiekonform)
Herstellung von Technologien für erneuerbare Energie J J J
Stromerzeugung aus Windkraft J J J
CapEx ökologisch nachhaltiger Tätigkeiten (taxonomiekonform) (A.1) J J J
davon ermöglichende Tätigkeiten
davon Übergangstätigkeiten
A.2 Taxonomiefähige, aber nicht ökologisch nachhaltige Tätigkeiten (nichttaxonomiekonform)
CapEx taxonomiefähiger, aber nicht ökologisch nachhaltiger Tätigkeiten (nicht taxonomiekonform) (A.2)
A. CapEx taxonomiefähiger Tätigkeiten (A.1+A.2)
B. NICHTTAXONOMIEFÄHIGETÄTIGKEITEN
CapEx nicht taxonomiefähiger Tätigkeiten (B)
GESAMT(A+B)
Geschäftsjahr N
Wirtschaftstätigkeiten (1) Mindestschutz (17) Anteilt taxonomie-konformen (A.1) oder -fähigen (A.2) CapEx, Jahr 2023 (18)
J/N %
A. TAXONOMIEFÄHIGETÄTIGKEITEN
A.1. Ökologisch nachhaltige Tätigkeiten (taxonomiekonform)
Herstellung von Technologien für erneuerbare Energie J 76,80
Stromerzeugung aus Windkraft J 11,71
CapEx ökologisch nachhaltiger Tätigkeiten (taxonomiekonform) (A.1) J 88,51
davon ermöglichende Tätigkeiten 0,00
davon Übergangstätigkeiten 0,00
A.2 Taxonomiefähige, aber nicht ökologisch nachhaltige Tätigkeiten (nichttaxonomiekonform)
CapEx taxonomiefähiger, aber nicht ökologisch nachhaltiger Tätigkeiten (nicht taxonomiekonform) (A.2)
A. CapEx taxonomiefähiger Tätigkeiten (A.1+A.2) 88,51
B. NICHTTAXONOMIEFÄHIGETÄTIGKEITEN
CapEx nicht taxonomiefähiger Tätigkeiten (B)
GESAMT(A+B)
Geschäftsjahr N
Wirtschaftstätigkeiten (1) Kategorie ermöglichende Tätigkeit oder (19) Kategorie Übergangstätigkeit (20)
E T
A. TAXONOMIEFÄHIGETÄTIGKEITEN
A.1. Ökologisch nachhaltige Tätigkeiten (taxonomiekonform)
Herstellung von Technologien für erneuerbare Energie
Stromerzeugung aus Windkraft
CapEx ökologisch nachhaltiger Tätigkeiten (taxonomiekonform) (A.1)
davon ermöglichende Tätigkeiten
davon Übergangstätigkeiten
A.2 Taxonomiefähige, aber nicht ökologisch nachhaltige Tätigkeiten (nichttaxonomiekonform)
CapEx taxonomiefähiger, aber nicht ökologisch nachhaltiger Tätigkeiten (nicht taxonomiekonform) (A.2)
A. CapEx taxonomiefähiger Tätigkeiten (A.1+A.2)
B. NICHTTAXONOMIEFÄHIGETÄTIGKEITEN
CapEx nicht taxonomiefähiger Tätigkeiten (B)
GESAMT(A+B)

OpEx-Anteil von Waren oder Dienstleistungen, die mit taxonomiekonformen Wirtschaftstätigkeiten verbunden sind - Offenlegung für das Jahr 2024

Geschäftsjahr N 2024
Wirtschaftstätigkeiten (1) Code (2) OpEx (3) OpEx-Anteil, 2024(4)
Text EUR Mio. %
A. TAXONOMIEFÄHIGETÄTIGKEITEN
A.1. Ökologisch nachhaltige Tätigkeiten (taxonomiekonform)
Herstellung von Technologien für erneuerbare Energie CCM 3.1 63,83 69,15
Stromerzeugung aus Windkraft CCM 4.3 21,07 22,83
OpEx ökologisch nachhaltiger Tätigkeiten (taxonomiekonform) (A.1) 84,90 91,98
davon ermöglichende Tätigkeiten 0,00 0,00
davon Übergangstätigkeiten 0,00 0,00
A.2. Taxonomiefähige, aber nicht ökologisch nachhaltige Tätigkeiten (nicht taxonomiekonform)
OpEx taxonomiefähiger, aber nicht ökologisch nachhaltiger Tätigkeiten (nicht taxonomiekonform) (A.2) 0,00 -
A. OpEx taxonomiefähiger Tätigkeiten (A.1+A.2) 84,90 91,98
B. NICHTTAXONOMIEFÄHIGETÄTIGKEITEN
OpEx nicht taxonomiefähiger Tätigkeiten (B) 7,40 8,02
GESAMT(A+B) 92,30 100,00
Geschäftsjahr N Kriterien für einen wesentlichen Beitrag
Wirtschaftstätigkeiten (1) Klimaschutz (5) Anpassung an den Klimawandel (6) Wasser (7)
Text J;N; N/EL J;N; N/EL J;N; N/EL
A. TAXONOMIEFÄHIGETÄTIGKEITEN
A.1. Ökologisch nachhaltige Tätigkeiten (taxonomiekonform)
Herstellung von Technologien für erneuerbare Energie J N/EL N/EL
Stromerzeugung aus Windkraft J N/EL N/EL
OpEx ökologisch nachhaltiger Tätigkeiten (taxonomiekonform) (A.1) 91,98 0,00 0,00
davon ermöglichende Tätigkeiten 0,00
davon Übergangstätigkeiten 0,00
A.2. Taxonomiefähige, aber nicht ökologisch nachhaltige Tätigkeiten (nicht taxonomiekonform)
EL; N/EL EL; N/EL EL; N/EL
OpEx taxonomiefähiger, aber nicht ökologisch nachhaltiger Tätigkeiten (nicht taxonomiekonform) (A.2)
A. OpEx taxonomiefähiger Tätigkeiten (A.1+A.2)
B. NICHTTAXONOMIEFÄHIGETÄTIGKEITEN
OpEx nicht taxonomiefähiger Tätigkeiten (B)
GESAMT(A+B)
Geschäftsjahr N Kriterien für einen wesentlichen Beitrag
Wirtschaftstätigkeiten (1) Umweltverschmutzung (8) Kreislaufwirtschaft (9) Biodiversität (10)
Text J;N; N/EL J;N; N/EL J; N; N/EL
A. TAXONOMIEFÄHIGETÄTIGKEITEN
A.1. Ökologisch nachhaltige Tätigkeiten (taxonomiekonform)
Herstellung von Technologien für erneuerbare Energie N/EL N/EL N/EL
Stromerzeugung aus Windkraft N/EL N/EL N/EL
OpEx ökologisch nachhaltiger Tätigkeiten (taxonomiekonform) (A.1) 0,00 0,00 0,00
davon ermöglichende Tätigkeiten
davon Übergangstätigkeiten
A.2. Taxonomiefähige, aber nicht ökologisch nachhaltige Tätigkeiten (nicht taxonomiekonform)
EL; N/EL EL; N/EL EL; N/EL
OpEx taxonomiefähiger, aber nicht ökologisch nachhaltiger Tätigkeiten (nicht taxonomiekonform) (A.2)
A. OpEx taxonomiefähiger Tätigkeiten (A.1+A.2)
B. NICHTTAXONOMIEFÄHIGETÄTIGKEITEN
OpEx nicht taxonomiefähiger Tätigkeiten (B)
GESAMT(A+B)
Geschäftsjahr N DNSH-Kriterien (Keine erhebliche Beeinträchtigung)
Wirtschaftstätigkeiten (1) Klimaschutz (11) Anpassung an den Klimawandel (12) Wasser (13)
Text J/N J/N J/N
A. TAXONOMIEFÄHIGETÄTIGKEITEN
A.1. Ökologisch nachhaltige Tätigkeiten (taxonomiekonform)
Herstellung von Technologien für erneuerbare Energie J J J
Stromerzeugung aus Windkraft J J J
OpEx ökologisch nachhaltiger Tätigkeiten (taxonomiekonform) (A.1) J J J
davon ermöglichende Tätigkeiten
davon Übergangstätigkeiten
A.2. Taxonomiefähige, aber nicht ökologisch nachhaltige Tätigkeiten (nicht taxonomiekonform)
OpEx taxonomiefähiger, aber nicht ökologisch nachhaltiger Tätigkeiten (nicht taxonomiekonform) (A.2)
A. OpEx taxonomiefähiger Tätigkeiten (A.1+A.2)
B. NICHTTAXONOMIEFÄHIGETÄTIGKEITEN
OpEx nicht taxonomiefähiger Tätigkeiten (B)
GESAMT(A+B)
Geschäftsjahr N DNSH-Kriterien (Keine erhebliche Beeinträchtigung)
Wirtschaftstätigkeiten (1) Umweltverschmutzung (14) Kreislaufwirtschaft (15) Biodiversität und Ökosysteme (16)
Text J/N J/N J/N
A. TAXONOMIEFÄHIGETÄTIGKEITEN
A.1. Ökologisch nachhaltige Tätigkeiten (taxonomiekonform)
Herstellung von Technologien für erneuerbare Energie J J J
Stromerzeugung aus Windkraft J J J
OpEx ökologisch nachhaltiger Tätigkeiten (taxonomiekonform) (A.1) J J J
davon ermöglichende Tätigkeiten
davon Übergangstätigkeiten
A.2. Taxonomiefähige, aber nicht ökologisch nachhaltige Tätigkeiten (nicht taxonomiekonform)
OpEx taxonomiefähiger, aber nicht ökologisch nachhaltiger Tätigkeiten (nicht taxonomiekonform) (A.2)
A. OpEx taxonomiefähiger Tätigkeiten (A.1+A.2)
B. NICHTTAXONOMIEFÄHIGETÄTIGKEITEN
OpEx nicht taxonomiefähiger Tätigkeiten (B)
GESAMT(A+B)
Geschäftsjahr N
Wirtschaftstätigkeiten (1) Mindestschutz (17) Anteil taxonomie-konformen (A.1) oder -fähigen (A.2) OpEx, Jahr 2023 (18) Kategorie ermöglichende Tätigkeit oder (19)
Text J/N % E
A. TAXONOMIEFÄHIGETÄTIGKEITEN
A.1. Ökologisch nachhaltige Tätigkeiten (taxonomiekonform)
Herstellung von Technologien für erneuerbare Energie J 78,58
Stromerzeugung aus Windkraft J 13,57
OpEx ökologisch nachhaltiger Tätigkeiten (taxonomiekonform) (A.1) J 92,15
davon ermöglichende Tätigkeiten 0,00
davon Übergangstätigkeiten 0,00
A.2. Taxonomiefähige, aber nicht ökologisch nachhaltige Tätigkeiten (nicht taxonomiekonform)
OpEx taxonomiefähiger, aber nicht ökologisch nachhaltiger Tätigkeiten (nicht taxonomiekonform) (A.2)
A. OpEx taxonomiefähiger Tätigkeiten (A.1+A.2) 92,15
B. NICHTTAXONOMIEFÄHIGETÄTIGKEITEN
OpEx nicht taxonomiefähiger Tätigkeiten (B)
GESAMT(A+B)
Geschäftsjahr N
Wirtschaftstätigkeiten (1) Kategorie Übergangstätigkeit (20)
Text T
A. TAXONOMIEFÄHIGETÄTIGKEITEN
A.1. Ökologisch nachhaltige Tätigkeiten (taxonomiekonform)
Herstellung von Technologien für erneuerbare Energie
Stromerzeugung aus Windkraft
OpEx ökologisch nachhaltiger Tätigkeiten (taxonomiekonform) (A.1)
davon ermöglichende Tätigkeiten
davon Übergangstätigkeiten
A.2. Taxonomiefähige, aber nicht ökologisch nachhaltige Tätigkeiten (nicht taxonomiekonform)
OpEx taxonomiefähiger, aber nicht ökologisch nachhaltiger Tätigkeiten (nicht taxonomiekonform) (A.2)
A. OpEx taxonomiefähiger Tätigkeiten (A.1+A.2)
B. NICHTTAXONOMIEFÄHIGETÄTIGKEITEN
OpEx nicht taxonomiefähiger Tätigkeiten (B)
GESAMT(A+B)

Soziales

S1 S2
Arbeitskräfte des Unternehmens Arbeitskräfte in der Wertschöpfungskette
S3
Betroffene Gemeinschaften

S1 Arbeitskräfte des Unternehmens

Kategorie Unterthema IRO Umfang
Positive Auswirkungen Arbeitsbedingungen • (T) Verbesserung des Wohlbefindens der Mitarbeitenden durch transparente Arbeitsbedingungen, faire Vergütung und Einhaltung internationaler Standards □ ○●○
Arbeitsbedingungen • (T) Steigerung der Arbeitszufriedenheit und Produktivität durch flexible Arbeitsmodelle □ ○●○
Arbeitsbedingungen • (T) Verbesserung des Wohlbefindens durch globale Programme für körperliche und geistige Gesundheit □ ○●○
Arbeitsbedingungen • (T) Verbesserung der Mitarbeiterzufriedenheit und des Schutzes von Rechten durch Gewährleistung der Vereinigungsfreiheit, der Arbeitnehmerrechte und der Gleichberechtigung □ ○●○
Negative Auswirkungen Arbeitsbedingungen • (P) Das Wohlbefinden kann durch Überarbeitung aufgrund übermäßiger Überstunden und unzureichender Arbeitsbedingungen beeinträchtigt werden □ ○●○
Arbeitsbedingungen • (P) Arbeitsunfälle und Verletzungen können die Folge sein, insbesondere bei der Umsetzung neuer Projekte, da neue Mitarbeitende und Subunternehmer mit den Sicherheitsstandards vertraut gemacht werden müssen □ ○●○
Gleichbehandlung und Chancengleichheit für alle • (P) Mögliche Nachteile und ungleiches Arbeitsumfeld aufgrund von Problemen im Zusammenhang mit geschlechtsspezifischen Lohnunterschieden, mangelnden Karrierechancen, Belastungen und Barrieren für behinderte Arbeitnehmerinnen ■ ○●○
Sonstige arbeitsbezogene Rechte • (P) Es kann zu Arbeitsrechtsverletzungen kommen, darunter Kinder- und Zwangsarbeit oder unzureichende Unterbringung mobiler Arbeitskräfte, was sich auf ihre Lebensbedingungen auswirken könnte ■ ○●○
Sonstige arbeitsbezogene Rechte • (P) Bei unzureichenden IT-Sicherheitsmaßnahmen können die Auswirkungen auf die Privatsphäre negativ sein □ ■ ○●○
Risiken Arbeitsbedingungen • Potenziell steigende Fluktuation und höhere Lohnkosten aufgrund von Unzufriedenheit mit den Arbeitsbedingungen und potenziellen Streiks stellen betriebliche und finanzielle Belastungen dar und können zu einem Verlust von Talenten führen □ ○●○
Arbeitsbedingungen • Eine Schädigung der Arbeitgebermarke und behördliche Sanktionen bei Nichteinhaltung von Gesundheits- und Sicherheitsvorschriften stellen mittel- bis langfristige Risiken dar, darunter eine geringere Mitarbeitendenbindung und -rekrutierung ■ ○●○
Gleichbehandlung und Chancengleichheit für alle • Wenn es nicht gelingt, die Gleichstellung der Geschlechter und gleiche Bezahlung zu fördern, kann dies den Ruf und das Markenimage des Unternehmens bei Investoren und Aktionären schädigen, was zu negativen ESG-Ratings und negativen Abstimmungen bei Hauptversammlungen führen kann ■ ○●○
Arbeitsbedingungen • Betriebsstörungen aufgrund extremer Ereignisse wie Pandemien und das Scheitern von Kooperationen bei Nichteinhaltung von Gesundheits- und Sicherheitsstandards bergen Risiken □ ■ ○●○
Arbeitsbedingungen (viii) • Negative finanzielle Auswirkungen durch Produktivitätsverluste aufgrund von Unfällen und Krankheiten ■ ○●○
Chancen Gleichbehandlung und Chancengleichheit für alle • Verbesserung des Rufs und des Markenimages durch Förderung der Gleichstellung der Geschlechter und gleicher Entlohnung, Gewinnung von Kunden, Investoren und Partnern, die Vielfalt und Inklusion schätzen ▨ ○●○
Gleichbehandlung und Chancengleichheit für alle • Steigerung der Profitabilität und Produktivität durch langfristige Schulungs- und Kompetenzentwicklungsprogramme, das Anbieten anspruchsvoller Aufgaben und regelmäßiger Entwicklungsgespräche ■ ○●○

(T) tatsächlich (P) potenziell

●○○ vorgelagert ○●○ eigene Geschäftstätigkeiten ○○● nachgelagert
kurzfristig mittelfristig langfristig

Relevanz des Themas

In diesem Abschnitt betonen wir unser Engagement, für unsere Mitarbeitenden ein unterstützendes und integratives Umfeld zu schaffen. Wir konzentrieren uns auf Schlüsselbereiche wie die Einbindung von Mitarbeitenden, Vielfalt und Inklusion, Gesundheitsschutz und Sicherheit sowie Menschenrechte. Unser Ziel ist es, das Wohlergehen und die Entwicklung unserer Arbeitskräfte sicherzustellen und so unserem Engagement für soziale Verantwortung gerecht zu werden.

Allgemeine Angaben

S1-ESRS 2 SBM-3-14-(a)

Der Begriff "Arbeitskräfte des Unternehmens" umfasst laut ESRS sowohl Arbeitnehmende als auch Fremdarbeitskräfte, die für die Organisation tätig sind. Arbeitnehmende (im Folgenden auch "Mitarbeitende") sind Personen mit einem formellen Arbeitsvertrag mit einem Nordex-Unternehmen, darunter Vollzeit-, Teilzeit- und Zeitarbeitskräfte. Fremdarbeitskräfte sind Personen, die ohne formellen Arbeitsvertrag für ein Nordex-Unternehmen arbeiten, wie etwa unabhängige Auftragnehmer, Selbständige und Arbeitskräfte, die von Drittagenturen vermittelt werden.

Wir stellen außerdem die Berechnung unserer Mitarbeiterzahlen auf Basis einer internen Aufschlüsselung dar, die sowohl für interne als auch für externe Berichte verwendet wird. Arbeitnehmende werden in Gruppen eingeteilt, wobei bestimmte Gruppen in unsere offiziellen Zählungen einbezogen und andere ausgeschlossen werden. Insbesondere Vorstände, Auszubildende, Praktikantinnen und Praktikanten, Werkstudierende und Trainees sind in unseren Arbeitnehmendenzahlen nicht enthalten.

Wir geben die Arbeitnehmendenzahl immer in Kopfzahlen an, nicht in Vollzeitäquivalenten (VZÄ), und zeigen alle Länder ohne Berücksichtigung von Schwellenwerten (z. B. >50 Arbeitnehmende). Sollten wir in unseren Berechnungen von dieser Definition abweichen, werden wir diese entsprechend erläutern.

Durch diese detaillierte Differenzierung und Einbeziehung wahren wir die Transparenz und Rechenschaftspflicht in unserer Nachhaltigkeitsberichterstattung.

Strategie

Interessen und Standpunkte der Interessenträger

Dieses Kapitel gibt Auskunft darüber, wie die Interessen, Ansichten und Rechte der (potenziell und tatsächlich) wesentlich betroffenen Arbeitskräfte des Unternehmens, einschließlich der Achtung ihrer Menschenrechte, in die Strategie und das Geschäftsmodell der Nordex Group einfließen.

S1-ESRS 2 SBM-2-12

Nordex pflegt einen aktiven Dialog mit seinen wichtigsten Stakeholdern, vor allem mit unseren Mitarbeitenden, um sicherzustellen, dass ihre Interessen, Ansichten und Rechte in unsere Strategie und unser Geschäftsmodell integriert werden. Dieses Engagement ist von entscheidender Bedeutung für die Gestaltung unserer strategischen Ausrichtung und unserer betrieblichen Entscheidungen und stellt sicher, dass unsere Geschäftspraktiken mit dem Wohlergehen und der Entwicklung unserer Arbeitskräfte in Einklang stehen.

Wir sammeln Mitarbeitendenfeedback über verschiedene Kanäle, unter anderem über die folgenden:

Arbeitnehmendenvertreter: Die Nordex Group verfügt über Arbeitnehmendenvertretungen in zahlreichen Ländern, darunter auch in unseren wichtigsten und bedeutendsten Märkten. Diese Vertretungen spielen eine entscheidende Rolle bei der Förderung einer effektiven Kommunikation und Zusammenarbeit zwischen Management und Mitarbeitenden. Sie sorgen dafür, dass die Stimme der Arbeitskräfte bei Entscheidungsprozessen gehört wird und dass die Rechte der Arbeitnehmenden geschützt und gefördert werden. Weitere Informationen siehe Abschnitt S1-8.

Einschlägige Nachhaltigkeitsaspekte: Gleichbehandlung und Chancengleichheit für alle, Arbeitsbedingungen und sonstige arbeitsbezogene Rechte

Führungskräfteentwicklung: Unser weltweit implementiertes Leadership-Development-Programm "Trust.Listen.Lead." vermittelt die Führungsgrundsätze von Nordex und zielt darauf ab, ein einheitliches Führungsverständnis über verschiedene Länder und Kulturen hinweg zu etablieren. Dieses Programm ist von entscheidender Bedeutung, da es Führungskräften dabei hilft, ihre Mitarbeitenden bei der Nordex Group effektiv zu führen, zu motivieren und zu inspirieren. Weitere Informationen siehe Abschnitt S1-4.

Einschlägige Nachhaltigkeitsaspekte: Gleichbehandlung und Chancengleichheit für alle

Leistungsüberprüfungen: Der Compass Dialog ist die jährliche Leistungsbeurteilung, bei der Führungskräfte und Mitarbeitende in ausführlichen Gesprächen zusammenkommen, um die Leistung zu beurteilen, Erwartungen abzustimmen und Wege zur persönlichen Weiterentwicklung aufzuzeigen. Diese Dialoge fördern eine offene, ehrliche und respektvolle Kommunikation und helfen den Teilnehmenden, unterschiedliche Perspektiven zu verstehen und auf gemeinsame Ziele hinzuarbeiten. Weitere Informationen siehe Abschnitt S1-4.

Einschlägige Nachhaltigkeitsaspekte: Gleichbehandlung und Chancengleichheit für alle

Umfrage zu Vielfalt und Inklusion: Die Durchführung einer Umfrage zum Thema Vielfalt und Inklusion hilft der Nordex Group dabei, Bereiche zu ermitteln, in denen das Unternehmen bei der Schaffung eines integrativen Arbeitsplatzes Defizite aufweist, einschließlich Themen wie Entwicklungsmöglichkeiten, geschlechtsspezifisches Lohngefälle usw. Weitere Informationen siehe Abschnitt S1-4.

Einschlägige Nachhaltigkeitsaspekte: Gleichbehandlung und Chancengleichheit für alle

Hinweisgebersystem: Über das Hinweisgebersystem "notify!" können alle, auch unsere Arbeitnehmenden, Probleme ansprechen, die möglicherweise eine Anpassung von Richtlinien erfordern. Diese Einbeziehung soll Transparenz und Reaktionsfähigkeit gewährleisten und ein unterstützendes und integratives Arbeitsumfeld fördern. Weitere Informationen siehe Abschnitt G1 Unternehmensführung.

Einschlägige Nachhaltigkeitsaspekte: Gleichbehandlung und Chancengleichheit für alle, Arbeitsbedingungen und sonstige arbeitsbezogene Rechte

Die Ergebnisse dieser Einbeziehung werden sorgfältig geprüft und in unsere strategische Planung einbezogen. Unser Verständnis der Interessen und Ansichten der Mitarbeitenden, das wir durch Sorgfaltspflicht und Wesentlichkeitsanalysen gewonnen haben (vgl. Abschnitt Methode zur doppelten Wesentlichkeitsanalyse), prägt unser Geschäftsmodell und unsere Strategie.

Die Verwaltungs-, Leitungs- und Aufsichtsorgane werden regelmäßig über die Standpunkte und Interessen unserer Mitarbeitenden informiert, so dass nachhaltigkeitsbezogene Auswirkungen auf allen Ebenen des Unternehmens thematisiert werden. Um dies zu erreichen, halten wir monatliche Meetings mit unserem P&C-Management ab, bei denen die wichtigsten Anliegen und Feedback der Mitarbeitenden besprochen werden. Darüber hinaus werden die Betriebsräte durch regelmäßige Umfragen auf dem Laufenden gehalten, in denen die Anliegen und Ansichten der Mitarbeitenden erfasst werden. Diese Erkenntnisse werden dann im Rahmen unserer regelmäßigen Sitzungen mit dem Aufsichtsrat kommuniziert. Darüber hinaus spielt unser Global Head of P&C als Mitglied des General Management Meetings (GMM) von Nordex eine entscheidende Rolle in diesem Prozess. Diese Struktur stellt sicher, dass die Standpunkte der Arbeitnehmenden in unsere Entscheidungsprozesse integriert werden, und bekräftigt unser Engagement, nachhaltigkeitsbezogene Auswirkungen umfassend und effektiv anzugehen.

Wesentliche Auswirkungen, Risiken und Chancen und ihr Zusammenspiel mit Strategie und Geschäftsmodell

S1-ESRS 2 SBM-3

Dieses Kapitel gibt Auskunft darüber, ob und wie Auswirkungen, Risiken und Chancen in Zusammenhang mit der Strategie und dem Geschäftsmodell stehen, ob alle Arbeitskräfte der Nordex Group in die Angaben einbezogen sind sowie über Tätigkeiten, bei denen ein erhebliches Risiko für Kinderarbeit, Zwangsarbeit oder Pflichtarbeit besteht.

Unsere Strategie und unser Geschäftsmodell sind untrennbar mit unserem Engagement für Nachhaltigkeit und dem Kampf gegen den Klimawandel verbunden. Aus dieser strategischen Ausrichtung ergeben sich die tatsächlichen und potenziellen Auswirkungen auf unsere Arbeitskräfte, wie etwa eine verbesserte Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz, Möglichkeiten zur beruflichen Weiterentwicklung und integrative Praktiken. Diese Auswirkungen werden durch die in ESRS 2 IRO-1 beschriebenen Prozesse ermittelt und bewertet, um sicherzustellen, dass unsere Strategie und unser Geschäftsmodell kontinuierlich angepasst werden, um wesentliche Auswirkungen, Risiken und Chancen zu berücksichtigen.

Das Verhältnis zwischen unseren wesentlichen Risiken und Chancen, die sich aus den Auswirkungen und Abhängigkeiten im Zusammenhang mit unseren Arbeitskräften ergeben, und unserer Strategie und unserem Geschäftsmodell ist von großer Bedeutung. Unser Engagement für Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz, ein zentraler Aspekt der Arbeitsbedingungen, stärkt unser Employer Branding und hilft uns, qualifizierte Arbeitskräfte zu gewinnen und zu halten. Dies unterstützt unser strategisches Ziel, ein motiviertes und leistungsfähiges Team zu erhalten. Darüber hinaus steht unser Fokus auf Chancengleichheit und beruflicher Entwicklung im Einklang mit dem Nachhaltigkeitsaspekt der Gleichbehandlung und Chancengleichheit für alle und fördert eine vielfältige und innovative Belegschaft. Diese mit der Belegschaft verbundenen Chancen sind ein wesentlicher Bestandteil unseres Geschäftsmodells. Sie gewährleisten Widerstandsfähigkeit und Wettbewerbsfähigkeit und fördern gleichzeitig unsere Nachhaltigkeitsziele.

In unserer doppelten Wesentlichkeitsanalyse haben wir sämtliche negative Auswirkungen im Zusammenhang mit den Menschenrechten als wesentlich eingestuft. Die festgestellten potenziellen negativen Auswirkungen konzentrierten sich größtenteils auf Entlassungen durch Verlagerung von Arbeitsplätzen und/oder Outsourcing in Länder und/oder Märkte mit niedrigem Einkommen, die weit verbreitet und systemischer Natur sind. Die ermittelten negativen potenziellen Auswirkungen im Zusammenhang mit IT-Sicherheitsmaßnahmen zur Vermeidung von Datenschutzproblemen und Arbeitsunfällen beziehen sich dagegen auf einzelne Vorfälle. Darüber hinaus stellen Themen wie angemessene Arbeitsbedingungen, Arbeitsrechtsverletzungen und ein ungleiches Arbeitsumfeld ebenfalls systemische und weitreichende Auswirkungen dar.

Die Nordex Group hat mehrere Initiativen umgesetzt, die wesentliche positive Auswirkungen auf unsere Arbeitskräfte haben. Unsere Diversitäts- und Inklusionspolitik fördert eine integrative Kultur, in der sich Menschen mit Behinderungen entfalten können, und gewährleistet gleiche Chancen und Unterstützung für alle Mitarbeitenden. Darüber hinaus fördert unsere Menschenrechtsrichtlinie das Wohlbefinden unserer Arbeitskräfte, indem sie Überstunden begrenzt, geteilte Schichten vermeidet, die Schichtplanung rechtzeitig ankündigt und die gewünschten Arbeitszeiten mit den tatsächlichen Arbeitszeiten in Einklang bringt. Diese Maßnahmen tragen zu einem sicheren Arbeitsumfeld für unsere Mitarbeitenden bei.

Wir verpflichten uns, die Vereinigungsfreiheit unserer Arbeitskräfte zu gewährleisten, die Existenz von Betriebsräten zu unterstützen und die Rechte der Arbeitskräfte auf Information, Anhörung und Mitbestimmung zu achten. Unsere Menschenrechtsrichtlinie erleichtert den sozialen Dialog mit Arbeitnehmendenvertretern und fördert ein Kooperatives Arbeitsumfeld, das von Respekt geprägt ist. Diese Richtlinien gelten für alle unsere Arbeitskräfte und wirken sich positiv auf die Arbeitnehmenden und Fremdarbeitskräfte in den verschiedenen Regionen aus, in denen wir tätig sind. Mit diesen Initiativen möchten wir für alle unsere Arbeitskräfte ein unterstützendes und stärkendes Umfeld schaffen.

Zahlung einer angemessenen Entlohnung: Die Nordex Group ist bestrebt, das Wohlergehen ihrer Arbeitskräfte weltweit durch faire Arbeitsvereinbarungen und eine umfassende Vergütungs- und Leistungsrichtlinie sicherzustellen. Dieses Bestreben wirkt sich positiv auf alle Arbeitnehmende aus und stellt sicher, dass sie einen angemessenen Lohn erhalten, der ihren Lebensunterhalt und ihr Wohlergehen sichert.

Einschlägige Nachhaltigkeitsaspekte: Gleichbehandlung und Chancengleichheit für alle, Arbeitsbedingungen

Sozialer Dialog mit Arbeitnehmervertretern: In Europa hat die Nordex Group Betriebsräte oder ähnliche repräsentative Institutionen gegründet, um den sozialen Dialog zu fördern. Diese Strukturen stellen sicher, dass die Stimmen der Mitarbeitenden gehört und ihre Interessen vertreten werden, und fördern ein kooperatives und unterstützendes Arbeitsumfeld.

Einschlägiger Nachhaltigkeitsaspekt: Arbeitsbedingungen

Sicherstellung der Vereinigungsfreiheit: Wir achten das Recht unserer Arbeitskräfte auf Vereinigungsfreiheit und die Gründung von Gewerkschaften. In Europa sind Betriebsräte gut etabliert und werden stark gefördert. Sie stellen sicher, dass die Mitarbeitenden Zugang zu relevanten Informationen haben und die Möglichkeit haben, an Entscheidungsprozessen teilzunehmen. Während dieser Aspekt in nichteuropäischen Ländern eingeschränkter ist, gibt es weltweit Bestrebungen, diese Rechte zu stärken.

Einschlägiger Nachhaltigkeitsaspekt: Arbeitsbedingungen

Betriebsvereinbarungen auf Konzern- und Unternehmensebene: In Deutschland und Europa werden die Arbeitnehmendeninteressen durch Tarifverträge geschützt, bei denen es sich häufig um konzernweite oder lokale Betriebsvereinbarungen handelt. Diese Praxis gewährleistet faire Arbeitsbedingungen und Sozialleistungen für die Mehrheit unserer Mitarbeitenden.

Einschlägiger Nachhaltigkeitsaspekt: Arbeitsbedingungen

Fokus auf Wohlbefinden: Seit 2021 bieten wir allen Angestellten in Deutschland die Möglichkeit, drei Tage pro Woche im Büro und zwei Tage von zu Hause aus zu arbeiten. Diese flexible Arbeitsregelung, die Teil einer Konzernbetriebsvereinbarung ist, dient als Leitlinie für andere Länder und fördert die Vereinbarkeit von Beruf und Familie.

Einschlägiger Nachhaltigkeitsaspekt Arbeitsbedingungen

Elternzeit: Die Nordex Group bietet insbesondere in Europa Elternzeitmodelle und Leistungen für Familien über die gesetzlichen Anforderungen hinaus. Diese Unterstützung steigert das Wohlbefinden unserer Mitarbeitenden und ihrer Familien und trägt zu einem positiven Arbeitsumfeld bei.

Einschlägiger Nachhaltigkeitsaspekt Arbeitsbedingungen

Schutz vor externen Sicherheitsbedrohungen: Unsere Funktion Corporate Security gewährleistet den Schutz von Mitarbeitenden, Projektstandorten, Büros und Fabriken vor externen Bedrohungen wie Kriminalität, Terrorismus und Naturkatastrophen. Dieser proaktive Ansatz erhöht die Sicherheit unserer Arbeitskräfte weltweit.

Einschlägiger Nachhaltigkeitsaspekt Arbeitsbedingungen

Schulungen zu Gesundheitsschutz und Sicherheit: Wir bieten weltweit umfassende Schulungsprogramme zu Gesundheitsschutz und Sicherheit auf Grundlage der Standards der Global Wind Organization (GWO) an. Diese Programme, zu denen monatliche Initiativen zur Sensibilisierung für die Sicherheit und das HSE-Transformationsprojekt "360 Grad" gehören, tragen dazu bei, Unfälle und Verletzungen zu verhindern und die Produktivität und Arbeitszufriedenheit zu verbessern.

Einschlägiger Nachhaltigkeitsaspekt Arbeitsbedingungen

Programme für Gesundheit und Wohlbefinden der Arbeitnehmenden: Die Nordex Group hat ein Programm für psychische Gesundheit und Wohlbefinden für alle Arbeitnehmenden implementiert, das Ressourcen wie Artikel, Newsletter und Notfallkontakte umfasst. Lokale Initiativen und globale Kampagnen konzentrieren sich auf die Förderung der psychischen Gesundheit und des allgemeinen Wohlbefindens und sorgen für ein unterstützendes Arbeitsumfeld.

Einschlägiger Nachhaltigkeitsaspekt: Arbeitsbedingungen

Gleichstellung der Geschlechter und gleicher Lohn: Durch die Förderung der Gleichstellung der Geschlechter und gleicher Entlohnung, verbessert die Nordex Group ihren Ruf und ihr Markenimage und gewinnt Kunden, Investoren und Partner, die Vielfalt und Inklusion schätzen

Einschlägiger Nachhaltigkeitsaspekt: Gleichbehandlung und Chancengleichheit für alle

Weiterbildung und Kompetenzentwicklung: Wir bieten zahlreiche Entwicklungsmöglichkeiten durch anspruchsvolle Aufgaben und Zugang zu Experten verschiedener Berufsfelder. Regelmäßige Entwicklungsgespräche unterstützen kontinuierliches Wachstum und steigern die Produktivität und Profitabilität der Arbeitnehmenden.

Einschlägige Nachhaltigkeitsaspekte: Gleichbehandlung und Chancengleichheit für alle, Arbeitsbedingungen

Inklusive Kultur für Menschen mit Behinderung: Damit sich Arbeitnehmende mit Behinderungen einbezogen fühlen und entfalten können, verfügt Nordex über eine globale Diversitäts- und Inklusionsrichtlinie sowie eine Inklusionsvereinbarung in Deutschland. Ziel dieser Richtlinie ist es, eine integrative Kultur zu schaffen und Behinderungen zu entstigmatisieren.

Einschlägige Nachhaltigkeitsaspekte: Gleichbehandlung und Chancengleichheit für alle, Arbeitsbedingungen

Meldung von Gewalttaten oder Belästigungen: Unser Hinweisgebersystem "Notify" bietet Arbeitnehmenden die Möglichkeit, vermutetes Fehlverhalten oder Missstände sicher zu melden. Dieses System schützt Hinweisgeber, die in gutem Glauben Meldung machen, und gewährleistet eine sichere und respektvolle Arbeitsumgebung. Einzelheiten finden Sie im Abschnitt Hinweisgebersystem.

Einschlägige Nachhaltigkeitsaspekte: Gleichbehandlung und Chancengleichheit für alle, Arbeitsbedingungen, sonstige arbeitsbezogene Rechte

Diese Initiativen verdeutlichen das Engagement der Nordex Group, ein positives und unterstützendes Arbeitsumfeld zu schaffen und so das Wohlbefinden und die Zufriedenheit unserer eigenen Arbeitskräfte sicherzustellen.

Bewertung risikobehafteter Tätigkeiten

S1-ESRS 2 SBM-3-14

Wie vom deutschen Lieferkettengesetz (LKG) vorgeschrieben, haben wir eine umfassende Analyse aller Länder durchgeführt, in denen wir tätig sind. Diese Analyse umfasste eine sorgfältige Bewertung potenzieller Menschenrechtsrisiken, insbesondere in Ländern wie China, Indien und Pakistan, wo die lokalen Gesetze und Vorschriften wichtige Menschenrechtsaspekte möglicherweise nicht in vollem Umfang berücksichtigen. Trotz dieser erhöhten Risiken deuten unsere Erkenntnisse darauf hin, dass es bei unseren Tätigkeiten in diesen Regionen keine signifikanten oder Fälle von Zwangs- oder Kinderarbeit gab oder ein hohes Risiko in diesem Zusammenhang besteht. Nordex verpflichtet sich, die höchsten Standards der Menschenrechte einzuhalten, wie in unserer Menschenrechtsrichtlinie dargelegt. Wir sind ständig bestrebt, mögliche Risiken durch proaktive Maßnahmen und laufende Diskussionen über Abhilfemaßnahmen zu mindern. Unser Engagement erstreckt sich auf unsere gesamte Wertschöpfungskette und stellt sicher, dass unsere Arbeitskräfte, die wesentlich von unserer Geschäftstätigkeit betroffen sein könnten, in den Umfang unserer Angaben gemäß ESRS 2 einbezogen werden. Dazu gehören Auswirkungen, die mit unseren eigenen Tätigkeiten, unseren Produkten und Dienstleistungen sowie unseren Geschäftsbeziehungen zusammenhängen.

S1-ESRS 2 SBM-3-15, S1-ESRS 2 SBM-3-16

Gemäß der Verpflichtung zur Angabe wesentlicher Risiken und Chancen, die sich aus den Auswirkungen auf und Abhängigkeiten von Personen unter unseren Arbeitskräften ergeben, haben wir eine umfassende Bewertung vorgenommen. Auf Grundlage unseres derzeitigen Kenntnisstands haben wir keine wesentlichen Risiken oder Chancen erkannt, die speziell mit der Schulung und Entwicklung unserer Arbeitskräfte zusammenhängen. Darüber hinaus haben wir keine wesentlichen Risiken oder Chancen ermittelt, die bestimmte Personengruppen betreffen, wie etwa bestimmte Altersgruppen oder Arbeitnehmende, die an bestimmten Standorten arbeiten.

Unsere Weiterbildungs- und Entwicklungsprogramme sowie andere arbeitsplatzbezogene Initiativen sind so konzipiert, dass sie alle Mitarbeitenden einbeziehen und ihnen zugute kommen. So wird sichergestellt, dass alle unsere Mitarbeitenden die gleichen Chancen haben, sich weiterzuentwickeln. Dieser Ansatz unterstreicht unser Engagement zur Förderung eines unterstützenden und gerechten Arbeitsumfelds für alle.

Wir erkennen jedoch an, dass wir noch kein umfassendes Verständnis dafür entwickelt haben, inwiefern Menschen mit bestimmten Merkmalen und Gemeinschaften, die in einem bestimmten Umfeld arbeiten oder bestimmte Tätigkeiten ausführen, stärker gefährdet sein können. Wir sind bestrebt, unser Verständnis in diesem Bereich zu vertiefen und werden unsere Bewertungsprozesse auch künftig weiter verbessern.

Management der Auswirkungen, Risiken und Chancen

Konzepte im Zusammenhang mit den Arbeitskräften des Unternehmens S1-1

Unser Unternehmen hat Konzepte implementiert, um die ermittelten wesentlichen Auswirkungen, Risiken und Chancen im Zusammenhang mit unseren Arbeitskräften anzugehen. Dieses Kapitel gibt Auskunft darüber, inwieweit Konzepte die Ermittlung, Bewertung, Steuerung und/oder Behebung von wesentlichen Auswirkungen, Risiken und Chancen im Zusammenhang mit den Arbeitskräften der Nordex Group thematisieren.

Menschenrechtsrichtlinie

S1-1-20-(a), S1-1-20-(b), S1-1-21, S1-1-22

Unsere für alle unsere Arbeitskräfte geltende Menschenrechtsrichtlinie zeigt unser Engagement für kritische Menschenrechtsaspekte. Ziel ist die Wahrung ethischer und sozialer Werte bei allen Geschäftsentscheidungen, Aktivitäten und Partnerschaften. Die Richtlinie befasst sich mit Themen wie moderne Sklaverei, Zwangsarbeit, Kinderarbeit, Diskriminierung, faire Löhne, Arbeitsbedingungen, Gesundheitsschutz und Sicherheit sowie Vereinigungsfreiheit. Es umfasst Prozesse zur Überwachung dieser Verpflichtungen durch Sorgfaltspflicht- und Beschwerdemechanismen.

Diese Richtlinie gilt für alle Tätigkeiten innerhalb der Nordex Group, einschließlich unserer Wertschöpfungsketten, in allen Regionen. Sie umfasst ohne Ausnahmen unsere Arbeitskräfte, Kunden, Lieferanten, Aktionäre und die Gemeinschaften, in denen wir tätig sind. Der Vorstand von Nordex ist für die Umsetzung der Richtlinie verantwortlich, während das obere Management deren Einhaltung überwacht. Wir verpflichten uns zur Einhaltung der Standards von anerkannten Organisationen, einschließlich der Leitprinzipien der Vereinten Nationen für Wirtschaft und Menschenrechte, der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte der Vereinten Nationen, der Kernarbeitsnormen der IAO, der OECD-Leitsätze für multinationale Unternehmen und der Grundsätze des UN Global Compact.

Wir engagieren uns aktiv für unsere Mitarbeitenden, indem wir einen offenen und transparenten Dialog führen und ein Umfeld fördern, in dem ihre Stimmen gehört und geschätzt werden. Hierzu gehört die Implementierung vertrauenswürdiger und zugänglicher Konsultationsmechanismen für eine wirksame Kommunikation bezüglich der Belange am Arbeitsplatz. Unsere laufenden Due-Diligence-Prozesse sind darauf ausgelegt, Risiken zu erkennen und zu mindern und sicherzustellen, dass wir Menschenrechtsverletzungen proaktiv verhindern. Insgesamt tolerieren oder dulden wir in keinem Teil unseres Geschäfts oder unserer Lieferketten Menschenrechtsverletzungen und nehmen alle Missbrauchsvorwürfe ernst.

Die Menschenrechtsrichtlinie steht allen relevanten Parteien über das Hinweisgebersystem "notify!" der Nordex Group und andere Kommunikationskanäle zur Verfügung. Dieser Ansatz unterstreicht unser Engagement zur Schaffung eines respektvollen und ethischen Arbeitsplatzes für alle Mitarbeitenden und bekräftigt unser Engagement für nachhaltige Geschäftspraktiken. Die Richtlinie ist öffentlich zugänglich. [Weitere Informationen befinden sich auf unserer Website].

Einschlägige Nachhaltigkeitsaspekte: Gleichbehandlung und Chancengleichheit für alle, Arbeitsbedingungen

Grundsatzerklärung zum deutschen Lieferkettengesetz

S1-1-22

Diese Grundsatzerklärung unterstreicht unser Engagement für Menschenrechte und Umweltstandards unter Einhaltung internationaler Richtlinien und Gesetze. Sie dient als Grundlage für die Bewertung des Risikos von Kinderarbeit und Zwangsarbeit in unseren eigenen Betrieben. Die Grundsatzerklärung beschreibt unsere Due-Diligence-Prozesse und Governance-Struktur zur Identifizierung, Eindämmung und Verhinderung von Menschenrechts- und Umweltverletzungen. Für die Umsetzung sind der Menschenrechts- und Umweltbeauftragte sowie die Geschäftsführung verantwortlich. Die Grundsatzerklärung zum Lieferkettengesetz gilt für alle durch die LkSG geschützten Positionen und stellt sicher, dass wir in allen Aspekten unseres Geschäfts die höchsten Standards in Bezug auf Menschenrechte und Umweltschutz einhalten. Die Richtlinie ist öffentlich zugänglich. [Weitere Informationen befinden sich auf unserer Website].

Einschlägige Nachhaltigkeitsaspekte: Sonstige arbeitsbezogene Rechte - Kinderarbeit, Zwangsarbeit

Unfallmanagementsystem

S1-1-23

Wir betreiben ein globales Managementsystem, das alle unsere Betriebsabläufe und Arbeitnehmende umfasst und einheitliche Sicherheitsstandards für unsere Arbeitskräfte gewährleistet. Dieses System soll Arbeitsunfälle verhindern und eine Sicherheitskultur fördern. Zwar sind einzelne Standorte in bestimmten Ländern noch nicht für die ISO-Zertifizierung geprüft worden, das implementierte Managementsystem ist jedoch an allen Standorten einheitlich und befolgt dieselben strengen Sicherheitsprotokolle und -verfahren. Unser proaktiver Ansatz umfasst regelmäßige Risikobewertungen, Sicherheitsschulungsprogramme sowie eine kontinuierliche Überwachung und Verbesserung unserer Sicherheitspraktiken. Durch die Aufrechterhaltung eines einheitlichen Managementsystems möchten wir Arbeitsunfälle minimieren und eine sichere Arbeitsumgebung für alle unsere Mitarbeitenden schaffen.

Einschlägiger Nachhaltigkeitsaspekt: Arbeitsbedingungen - Gesundheitsschutz und Sicherheit

Diversitäts- und Inklusionsrichtlinie

S1-1-24-(a)-(c)

Die Diversitäts- und Inklusionsrichtlinie der Nordex Group beschreibt unser Engagement, Diskriminierung und Belästigung zu beseitigen, Chancengleichheit zu fördern und Vielfalt und Inklusion in allen Geschäftstätigkeiten voranzutreiben.

Unsere Diversitäts- und Inklusionsrichtlinie deckt ausdrücklich Diskriminierung aufgrund von Geschlecht, Alter, Kultur, ethnischer Zugehörigkeit, Hautfarbe, sozialer Herkunft, körperlichen Fähigkeiten, politischer oder religiöser Überzeugung, sexueller Orientierung oder anderen Merkmalen ab. Sie befasst sich auch mit anderen Formen der Diskriminierung, die in den Vorschriften der EU und im nationalen Recht geregelt sind, und gewährleistet einen umfassenden Schutz und die Förderung der Chancengleichheit für alle Mitarbeitenden.

Wir fördern einen integrativen Arbeitsplatz und ergreifen Maßnahmen für Menschen aus besonders gefährdeten Gruppen. Unsere Richtlinie legt spezifische Verpflichtungen fest, um diese Gruppen zu unterstützen und sicherzustellen, dass sie mit Würde und Respekt behandelt werden. Wir fördern aktiv die Chancengleichheit und arbeiten daran, Barrieren zu beseitigen, die die berufliche Entwicklung unterrepräsentierter Gruppen behindern könnten. Dazu gehören Frauen, Menschen mit Behinderungen und Menschen unterschiedlicher ethnischer und sozialer Herkunft. Unsere Initiativen umfassen gezielte Rekrutierungsbemühungen, faire Entwicklungsprogramme und Mentorenprogramme, um diese Mitarbeitenden zu stärken. Darüber hinaus sorgen wir für eine faire Vergütung und stellen die notwendigen Unterstützungsstrukturen bereit, etwa zur Berücksichtigung familiärer Verpflichtungen und religiöser Praktiken.

Ziel unserer Diversitäts- und Inklusionsrichtlinie ist die Förderung der Gleichbehandlung und Chancengleichheit für alle. Sie thematisiert die Gleichstellung der Geschlechter und stellt die Bezahlung mit gleichem Lohn für gleiche Arbeit sicher. Sie enthält Vorgaben zu Weiterbildung und Kompetenzentwicklung, Beschäftigung und Inklusion von Menschen mit Behinderungen sowie Maßnahmen gegen Gewalt und Belästigung am Arbeitsplatz. Durch die Einhaltung dieser Richtlinien verringern wir das Risiko von Menschenrechtsverletzungen und anderen damit verbundenen Problemen und fördern gleichzeitig die Möglichkeiten für Wachstum und Entwicklung von Nordex als Unternehmen. Der CEO und der Chief People Officer sind für die Diversitäts- und Inklusionsrichtlinie verantwortlich. Die Richtlinie ist öffentlich zugänglich. [Weitere Informationen befinden sich auf unserer Website].

Einschlägige Nachhaltigkeitsaspekte: Gleichbehandlung und Chancengleichheit für alle

Diversity and Inclusion (D&I) Council

S1-1-24-(d)

Der D&I Council der Nordex Group setzt sich aus verschiedenen Führungskräften zusammen, die ihre Expertise aus verschiedenen Unternehmensbereichen und Ländern einbringen. Das Gremium unterstützt das D&I-Team bei der Festlegung realistischer und erreichbarer Ziele. Es trägt zudem dazu bei, klare Verantwortlichkeiten für die Umsetzung unserer Strategie sicherzustellen, und nimmt beim Thema Vielfalt und Inklusion eine Führungs- und Beratungsrolle ein, wobei insbesondere das IRO-Unterthema "Gleichbehandlung und Chancengleichheit für alle" thematisiert wird. Alle Mitglieder des Councils agieren als Sponsor:innen, Fürsprecher:innen und Vorbilder.

Der D&I Council kommt alle drei Monate zusammen, um die vom D&I-Team vorgeschlagenen Initiativen und Maßnahmen zur Beibehaltung einer vielfältigen Belegschaft und Förderung des Wandels im Einklang mit den Nordex-Werten zu diskutieren. Da in diesem Bereich ein Wandel erforderlich ist, hat die Nordex Group weitere Mittel zur Stärkung von Vielfalt und Integration (z. B. externe Beratungsleistungen) bereitgestellt. Mit diesen Ressourcen und der Unterstützung des D&l Council hat die Nordex Group einen ehrgeizigen Weg in Sachen Vielfalt und Integration eingeschlagen. Zu den Beispielen aus diesem Jahr gehörten beispielsweise die Genehmigung und Umsetzung neuer Trainingsprogramme zum Thema Vielfalt und Inklusion für Mitarbeitende auf allen Ebenen der Organisation.

Wir haben eine weitere globale D&l-Umfrage durchgeführt, um die Fortschritte der Organisation im Bereich Vielfalt und Inklusion zu messen und Verbesserungsbereiche zu identifizieren.

Einschlägiger Nachhaltigkeitsaspekt: Gleichbehandlung und Chancengleichheit für alle

Vergütungsrichtlinie

Die Nordex Group hat eine Vergütungsrichtlinie eingeführt, um sicherzustellen, dass die Mitarbeitenden für ihre Arbeit angemessen entlohnt werden und um eine einheitliche Festlegung von Vergütung und Leistungen im gesamten Unternehmen zu gewährleisten. Der Zweck dieser Richtlinie besteht darin, einen Überblick über die Best Practices der Nordex Group im Bereich Vergütung zu geben, einschließlich der Philosophie, des Rahmens und der Struktur. Durch die Bereitstellung klarer und transparenter Leitlinien möchte die Nordex Group die Mitarbeitenden für ihren Beitrag zum Unternehmen motivieren und anerkennen und so die externe Wettbewerbsfähigkeit sicherstellen. Die Vergütungsrichtlinie wird im Zuge der Entwicklung in diesem Bereich aktualisiert.

Einschlägige Nachhaltigkeitsaspekte: Gleichbehandlung und Chancengleichheit für alle, Arbeitsbedingungen.

Verfahren zur Einbeziehung der Arbeitskräfte des Unternehmens und von Arbeitnehmervertretern in Bezug auf Auswirkungen

S1-2-25, S1-2-27

Dieses Kapitel gibt Auskunft über die allgemeinen Verfahren für die Einbeziehung von Personen aus dem Kreis der eigenen Arbeitskräfte und von Arbeitnehmendenvertretern in Bezug auf tatsächliche und potenzielle Auswirkungen auf die Arbeitskräfte der Nordex Group.

Einschlägige Nachhaltigkeitsaspekte: Gleichbehandlung und Chancengleichheit für alle, Arbeitsbedingungen

Die Wahrung der Interessen der Mitarbeitenden und die vertrauensvolle Zusammenarbeit mit den Interessenvertretungen hat in der Nordex Group einen hohen Stellenwert. Wir begegnen daher den Arbeitnehmendenvertretungen in allen Ländern konstruktiv und treten für eine vertrauensvolle Zusammenarbeit ein. Während es nicht in allen Ländern der Welt Betriebsräte gibt, werden beispielsweise in Deutschland die Interessen der Mitarbeitenden durch Kollektivvereinbarungen geschützt. Im übrigen Europa werden alle Arbeitnehmende vom europäischen Betriebsrat vertreten (sogenanntes SE-Forum). In einzelnen Ländern wie Frankreich, Schweden oder Finnland bestehen darüber hinaus lokale Betriebsratsgremien mit entsprechenden Betriebsvereinbarungen, die mit den Arbeitnehmendenvertretungen vor Ort festgelegt werden. Der Unternehmensbereich P&C steuert Mitbestimmungsthemen zusammen mit den verantwortlichen Führungskräften.

Deutschland: Der Betriebsrat hat in Deutschland Informations-, Beratungs- und Mitbestimmungsrechte in sozialen, personellen und wirtschaftlichen Angelegenheiten und vertritt ansonsten allgemein die Interessen der Belegschaft. Sowohl die Betriebsräte als auch die Mitarbeitenden werden bei signifikanten betrieblichen Veränderungen umfassend von der Geschäftsleitung bzw. vom lokalen Management informiert. Die Kommunikation findet über Betriebsversammlungen, über das Intranet sowie über Telefonkonferenzen statt. Bei Beschwerden zur Eingruppierung der Vergütung können sich die Mitarbeitenden in Deutschland jederzeit an eine Schiedsstelle wenden, die deren Einstufung und Einspruch prüft. Die Schiedsstelle besteht aus zwei Vertreterinnen der Arbeitgeberseite und zwei Mitgliedern des lokalen Betriebsrats. Einschließlich der Nordex Group Germany GmbH gibt es bei uns vier lokale Betriebsräte (Hamburg, Gondelwerk DMR und Rotorblattwerk GVZ in Rostock, Germany GmbH). Außerdem gibt es einen Konzernbetriebsrat und zwei Gesamtbetriebsräte auf Unternehmensebene (einen für die SE und einen für Energy SE & Co. KG). Vier Fälle von Diskriminierung wurden über unser Hinweisgebersystem "notify!" gemäß der entsprechenden Nordex-Betriebsvereinbarung gemeldet.

Europa: Wir unterstützen explizit die Rechte unserer Mitarbeitenden in der Europäischen Union und UK und geben den Vertretungen der einzelnen Standorte in Europa durch den europäischen Betriebsrat die Gelegenheit, mindestens zweimal pro Jahr in den Austausch und Kontakt mit der Geschäftsleitung zu treten. Der Nordex Group sind keine Geschäftsstandorte des Konzerns bekannt, in denen das Recht der Arbeitnehmenden auf Vereinigungs- oder Tariffreiheit im Berichtszeitraum verletzt oder gefährdet war.

Außereuropäische Länder: Wir haben in mehreren Ländern außerhalb des EWR Tarifverträge abgeschlossen und Betriebsräte eingerichtet (siehe S-1A 60), um das Recht auf Vereinigungsfreiheit und Tarifverhandlungen gemäß unserer Menschenrechtsrichtlinie zu gewährleisten. In Ländern, in denen wir derzeit weder Betriebsräte noch Tarifverträge haben, setzen wir uns weiterhin für die Wahrung der Rechte unserer Mitarbeitenden auf Vereinigungsfreiheit und Tarifverhandlungen gemäß unserer Menschenrechtsrichtlinie ein.

Die Einbeziehung unserer Arbeitskräfte erfolgt in mehreren Phasen, einschließlich regelmäßiger Konsultationen, Feedback-Runden und Programme, die sicherstellen, dass unsere IROs unter dem Unterthema Arbeitsbedingungen als wichtiger Faktor mit Auswirkungen auf die Arbeitsbedingungen angesprochen werden. Zu den Formen der Einbeziehung gehören direkte Dialoge, Umfragen und die Teilnahme an Sicherheitsausschüssen. Diese Einbeziehung wird regelmäßig durchgeführt, zum Teil vierteljährlich, wie der Compass-Prozess zur Mitarbeitendenentwicklung, in anderen Fällen auf fortlaufender Basis, wie Sicherheitsinspektionen und Feedback-Mechanismen, siehe auch Allgemeine Angaben - Interessen und Standpunkte der Interessenträger Die operative Verantwortung für die Einbeziehung der Arbeitskräfte liegt bei der Abteilung People & Culture unter der Leitung des Chief People Officer (CPO). In dieser Funktion handelt es sich um die höchste Position, die für die Überwachung der Einbeziehungstätigkeiten verantwortlich ist und sicherstellt, dass die gewonnenen Erkenntnisse in die strategischen und operativen Ansätze des Unternehmens einfließen.

Die Nordex Group hat Vereinbarungen mit Arbeitnehmendenvertretern getroffen, einschließlich Arbeitssicherheitsausschüssen in Übereinstimmung mit den lokalen Gesetzen. Diese Vereinbarungen ermöglichen einen regelmäßigen Dialog und eine regelmäßige Zusammenarbeit in Arbeitssicherheits- und Menschenrechtsfragen und ermöglichen dem Unternehmen, wertvolle Einblicke in die Sichtweisen seiner eigenen Mitarbeitenden zu erhalten. Durch diese strukturierte Einbeziehung wird sichergestellt, dass die Stimmen der Arbeitnehmenden gehört und im Entscheidungsprozess berücksichtigt werden.

Die Wirksamkeit der Einbeziehung eigener Mitarbeitenden wird mithilfe verschiedener Methoden beurteilt, darunter regelmäßige Überprüfungen der Einbeziehungsergebnisse, Umfragen zur Mitarbeitendenzufriedenheit und Leistungskennzahlen. Die Ergebnisse dieser Bewertungen werden verwendet, um Einbeziehungsstrategien zu verfeinern und zu verbessern. Beispielsweise werden der Compass-Prozess und das Upwind Nachwuchsführungskräfteprogramm hinsichtlich ihrer Auswirkungen auf die Entwicklung und Zufriedenheit der Mitarbeitenden bewertet, um eine kontinuierliche Verbesserung sicherzustellen.

S1-2-28

Um einen Einblick in die Perspektiven gefährdeter und marginalisierter Gruppen innerhalb unserer Belegschaft zu erhalten, implementiert die Nordex Group gezielte Initiativen wie beispielsweise Diversitäts- und Inklusionsprogramme, spezifische Trainings- und Mentoringprogramme sowie regelmäßige Feedback-Mechanismen. Diese Schritte stellen sicher, dass die besonderen Bedürfnisse und Herausforderungen von Gruppen wie Frauen, Migranten und Menschen mit Behinderungen, wie in unseren IROs erwähnt, verstanden und berücksichtigt werden. So wird die Gleichbehandlung und Chancengleichheit für alle gefördert, was eines unserer wesentlichen Unterthemen ist.

Verfahren zur Verbesserung negativer Auswirkungen und Kanäle, über die die Arbeitskräfte des Unternehmens Bedenken äußern können

S1-3-30, S1-3-32, S1-3-33

Dieses Kapitel gibt Auskunft über die bestehenden Verfahren, um negative Auswirkungen auf die Arbeitskräfte der Nordex Group zu verbessern oder an der Verbesserung mitzuwirken, sowie die Kanäle, die zur Verfügung stehen, um Bedenken zu äußern und prüfen zu lassen.

Wir tolerieren oder dulden keinerlei Menschenrechtsverletzungen und setzen uns dafür ein, durch unternehmensinterne Beschwerdemechanismen wirksame Abhilfe zu schaffen. Wenn wir feststellen, dass wir wesentliche negative Auswirkungen auf unsere Arbeitskräfte verursacht oder dazu beigetragen haben, führen wir ein gründliches Verfahren zur Erfüllung der Sorgfaltspflicht durch. Hierzu gehört die Beurteilung der Auswirkungen, die Einbeziehung betroffener Personen und die Umsetzung geeigneter Abhilfemaßnahmen. Unsere Due Diligence ist ein fortlaufender Prozess, der bei neuen Partnerschaften oder Änderungen der Betriebsbedingungen besonders wichtig ist. Wir sind bestrebt, die Zugänglichkeit und Vertrauenswürdigkeit unserer Beschwerdemechanismen zu verbessern und sicherzustellen, dass Aktionäre und Stakeholder Probleme melden und uns dabei helfen können, Risiken zu erkennen, zu verhindern und zu mindern. Wir arbeiten kontinuierlich daran, den Umfang und das Verständnis unserer Beschwerdemechanismen zu erweitern, um die Meldung von Menschenrechtsproblemen zu unterstützen und unser Programm zum Risikomanagement im Bereich Menschenrechte zu verbessern. Unsere internen Kontroll- und Due-Diligence-Mechanismen, zu denen auch Menschenrechtsfragebögen sowie die oben beschriebenen LkSG-Fragebögen gehören, gelten für unsere eigenen Tätigkeiten und gewährleisten die Einhaltung unserer Menschenrechtsrichtlinie in allen Ländern, in denen wir tätig sind. Dieses Engagement wird jedes Jahr von unseren lokalen People- und Culture-Managern in jedem Land bekräftigt. Um die Wirksamkeit der bereitgestellten Abhilfemaßnahmen zu beurteilen, führen wir Folgebewertungen durch und bitten die betroffenen Personen um Feedback. Auf diese Weise stellen wir sicher, dass unsere Maßnahmen sowohl angemessen als auch wirksam sind.

Das Hinweisgebersystem "notify!" ist bei Nordex der Kanal, über den Missstände und Beschwerden sowie sonstige Belange der eigenen Arbeitnehmenden und der externen Arbeitskräfte bearbeitet/verwaltet werden. Die Existenz und Funktionsweise dieses Kanals wird in Form von physischen Kampagnen im Büro sowie Online-Kampagnen und E-Learnings kommuniziert, die den Kanal umfänglich vorstellen. Weitere Informationen darüber, wie die angesprochenen Probleme verfolgt und überwacht werden und wie die Wirksamkeit und das Vertrauen in das System sichergestellt werden, finden Sie in G1-1 Unternehmenskultur und Konzepte für die Unternehmensführung. Darüber hinaus wird in diesem Kapitel näher erläutert, wie Nordex die Sensibilisierung seiner Arbeitskräfte sicherstellt und welche Konzepte zum Schutz Einzelner vor Vergeltungsmaßnahmen existieren.

Wir sind uns bewusst, wie wichtig es ist, etwaige negative Auswirkungen von Diskriminierung oder Ungleichbehandlung anzugehen. Deshalb haben wir eine Diversitäts- und Inklusionsrichtlinie eingeführt, um die Gleichbehandlung aller in unserem Unternehmen sicherzustellen. In dieser Richtlinie werden die konkreten Maßnahmen beschrieben, die wir ergriffen haben, um wesentliche negative Auswirkungen durch Diskriminierung oder Ungleichbehandlung zu verhindern. Darüber hinaus haben wir in unserer Menschenrechtsrichtlinie unser Engagement für faire Arbeitszeiten zum Ausdruck gebracht, um Überarbeitung als wesentliche negative Auswirkung zu verhindern. Wir sind davon überzeugt, dass diese Initiativen von entscheidender Bedeutung sind, um sicherzustellen, dass unsere Arbeitskräfte fair behandelt werden und etwaige negative Auswirkungen rechtzeitig und wirksam behoben werden. Darüber hinaus haben wir Kanäle eingerichtet, über die unsere eigenen Arbeitnehmenden Bedenken äußern können. Dies ermöglicht es uns, etwaige auftretende Probleme zeitnah und effektiv zu lösen. Wir verpflichten uns zur kontinuierlichen Verbesserung unserer Verfahren und Konzepte, um sicherzustellen, dass wir die höchsten Standards in Bezug auf Nachhaltigkeit und soziale Verantwortung erfüllen.

Ergreifung von Maßnahmen in Bezug auf wesentliche Auswirkungen auf die Arbeitskräfte des Unternehmens

S1-4-35, S1-4-37, S1-4-38, S1-4-40, S1-4-41, S1-4-42

In diesem Abschnitt wird beschrieben, wie wir im Hinblick auf unsere wesentlichen negativen und positiven Auswirkungen sowie Risiken vorgehen und wie wir Chancen nutzen und diese gleichzeitig adressieren und mindern möchten. Der Abschnitt ist entlang der Unterthemen Arbeitsbedingungen, Gleichbehandlung und Chancengleichheit für alle sowie sonstige arbeitsbezogene Rechte gegliedert.

Arbeitsbedingungen

Arbeitnehmervertretung / sozialer Dialog

Für die Nordex Group hat die Wahrung der Arbeitnehmendeninteressen und die Förderung einer konstruktiven Zusammenarbeit mit den Arbeitnehmendenvertretungen weltweit einen hohen Stellenwert. In Deutschland schützen Tarifverträge und Mitbestimmungsgesetze die Interessen der Arbeitnehmenden, während der Europäische Betriebsrat die Arbeitnehmenden in ganz Europa vertritt. In Ländern wie Frankreich, Schweden und Finnland unterstützen lokale Betriebsräte die Arbeitnehmendenvertretung zusätzlich. Die Themen der Mitbestimmung werden von unserer P&C-Abteilung gemeinsam mit den verantwortlichen Führungskräften betreut. Die Mitbestimmung wird kontinuierlich überprüft und Umfragen werden regelmäßig vom Betriebsrat durchgeführt

Einschlägige Nachhaltigkeitsaspekte: Arbeitsbedingungen - sozialer Dialog, Vereinigungsfreiheit, Existenz von Betriebsräten und Rechte der Arbeitnehmenden auf Information, Anhörung und Mitbestimmung

Vereinbarkeit von Berufs- und Privatleben

Der Nordex Group ist die Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben ein sehr wichtiges Anliegen. Da wir möglichen negativen Auswirkungen einer Steigerung der Arbeitszufriedenheit und Produktivität durch flexible Arbeitsmodelle begegnen möchten, bieten wir unseren Mitarbeitenden (wo möglich) neben den üblichen Elternzeitmodellen auch flexible Arbeitszeitmodelle und die Möglichkeit zur Telearbeit an. Diese Arbeitszeitmodelle werden kontinuierlich überprüft und an die spezifischen Gegebenheiten/das jeweilige Land angepasst. Zudem werden regelmäßig Befragungen durch den Betriebsrat durchgeführt.

Einschlägiger Nachhaltigkeitsaspekt: Arbeitsbedingungen - Vereinbarkeit von Berufs- und Privatleben

Gesundheitsschutz und Sicherheit

Gesundheitsschutz und Sicherheit sind eine grundlegende Säule der Nordex Group und wir setzen uns mit Nachdruck dafür ein, unsere negativen Auswirkungen auf die Gesundheit und Sicherheit der Arbeitnehmenden zu verbessern und anzugehen. Als wesentliche potenzielle negative Auswirkungen haben wir Arbeitsunfälle und Verletzungen ermittelt, insbesondere bei der Umsetzung neuer Projekte, da neue Arbeitnehmende und Subunternehmer mit den Sicherheitsstandards vertraut gemacht werden müssen. Durch umfassende Schulungs- und Präventionsprogramme können wir Arbeitsunfälle reduzieren. Um die festgestellten negativen Auswirkungen anzugehen und das Risiko einer geringeren Mitarbeitendenbindung und -einstellung aufgrund der Nichteinhaltung von Gesundheits- und Sicherheitsnormen zu mindern, ergreifen wir eine Reihe von Maßnahmen. Ziel dieser Maßnahmen ist es auch, negative finanzielle Auswirkungen durch Produktivitätsverluste infolge von Unfällen und Krankheiten zu verhindern. Die folgenden Maßnahmen sind bereits in Kraft und werden kontinuierlich weitergeführt, um unsere eigenen Tätigkeiten zu verbessern.

Monatlicher Newsletter: Informiert alle betroffenen Mitglieder der Belegschaft über aktuelle Themen und Erkenntnisse im Bereich HSE.

Safety Stand Downs und Lessons Learned: Stellt konzernweites Lernen aus HSE-Erfahrungen sicher und ermöglicht eine zeitnahe Meldung und Gegenmaßnahmen, um Wiederholungsvorfälle zu verhindern.

Sicherheitsmeldeprozess: Umfasst drei Kommunikationsstufen (Safety Information Letter, Safety Notice, Safety Alert) je nach Schwere des Vorfalls mit Hinweisen auf Änderungen in Bezug auf Gesundheitsschutz, Sicherheit oder Umwelt.

Safety Walk & Talks: Erleichtert den Dialog zwischen Führungskräften und Mitarbeitenden über sichere Arbeitspraktiken, unterstützt durch ein obligatorisches "Safety First Leadership"-Training für alle Führungskräfte.

Berichterstattung und Nachverfolgung: Konzentriert sich auf Ermittlung und Meldung von Beinahe-Unfällen und unsicheren Handlungen, die auf eine transparente Art und Weise untersucht werden, damit wir Korrekturmaßnahmen ergreifen können.

Überprüfungen und Audits von Lieferanten und Subunternehmern: Durchführung von Überprüfungen und Audits und Zusammenarbeit mit Zulieferern und Subunternehmern, um unsere HSE-Kultur zu integrieren und gleichzeitig unsere Standards durchzusetzen.

Arbeitssicherheitsausschüsse: Werden in jedem Land eingerichtet, stehen unter dem Vorsitz der Geschäftsführer und bestehen aus Fachkräften Fachkräfte für Arbeitssicherheit, Sicherheitsverwalter, Arbeitnehmendenvertretungen und andere relevante Fachleute.

Branchenspezifische Initiativen: Teilnahme an Initiativen wie der internationalen Arbeitsgruppe "Sicherheitskultur in der Windindustrie" und Mitgliedschaft in der Global Wind Organization (GWO), im Vorstand von WindEurope und in SafetyOn-Komitees.

Trainingsprogramme und Kurse: Angebot weltweiter Trainingsprogramme und Kurse zur Steigerung des Sicherheitsbewusstseins und der Qualifikationen auf Grundlage der GWO-Standards. Angebot zertifizierter Schulungskurse über unsere Akademien in der Türkei- und Deutschland.

Fortlaufende Schulungen und Programme zur Sensibilisierung in Sicherheitsfragen: Im Jahr 2024 haben wir weitere Schulungen und Programme zur Sensibilisierung in Sicherheitsfragen durchgeführt und initiiert.

Einschlägiger Nachhaltigkeitsaspekt: Arbeitsbedingungen - Gesundheitsschutz und Sicherheit

Die sieben Sicherheitsprinzipien

Wir integrieren sieben Sicherheitsgrundsätze in unsere HSE-Systeme. Sie wurden gemeinsam mit anderen Mitgliedern der Windbranche in einem VDMA-Arbeitskreis Sicherheit entwickelt.

1. Die Gesundheit und Sicherheit der Mitarbeitenden steht stets an erster Stelle

2. Sämtliche Verletzungen können vermieden werden - wir planen Sicherheit fest mit ein

3. Sämtliche Führungsebenen sind für Sicherheit verantwortlich und gehen mit gutem Beispiel voran

4. Alle Mitarbeitenden passen aufeinander auf, unabhängig davon, für wen sie arbeiten

5. Sicheres Verhalten wird eingehalten, anerkennend gelobt und gewürdigt

6. NULL Toleranz für Verstöße gegen sicherheitstechnische Regeln

7. Jeder hat die Befugnis, unsichere Arbeitsweisen zu STOPPEN

Wir wollen eine Sicherheitskultur in der gesamten Windindustrie etablieren und beteiligen uns daher auch außerhalb unseres Unternehmens an branchenspezifischen Initiativen wie der internationalen Arbeitsgruppe "Sicherheitskultur in der Windindustrie". Wir sind Mitglied in der Global Wind Organization (GWO) und tragen als Mitglied des Vorstands von WindEurope und des SafetyOn Komitees kontinuierlich zur Verbesserung des Arbeits- und Gesundheitsschutzes in der globalen Windindustrie bei.

Um die Wirksamkeit unserer Gesundheitsschutz- und Sicherheitsmaßnahmen bei der Eindämmung wesentlicher Risiken für unsere Arbeitskräfte zu verfolgen, setzen wir ein umfassendes Berichts- und Verfolgungssystem ein. Unser Ziel ist die Zahl der Arbeitsunfälle auf null zu senken, und wir messen unsere Leistung regelmäßig anhand einer Kombination aus Früh- und Spätindikatoren. Zu den Frühindikatoren gehören proaktive Sicherheitsmaßnahmen wie Schulungen, der gültige Prüfstatus von persönlicher Schutzausrüstung (PSA), die Kommunikation zu Sicherheitsbewusstsein, sowie "Safety Walk and Talks" des Managements. Seit 2021 ist die Unfallhäufigkeitsrate (LTIF) Teil des anreizbasierten Vergütungsprogramms für unser Management. Darüber hinaus haben wir seit 2023 unser internes Reporting mit der HSE Scorecard standardisiert und die HSE-Informationsverteilung in unser Lernmanagementsystem integriert. Unser Ziel ist es, bis 2025 einen LTIF von unter 1,5 zu erreichen und eine kontinuierliche Verbesserung unserer Sicherheitskultur und unserer Risikominderungsbemühungen sicherzustellen (den aktuellen Stand finden Sie unter S1-14 Kennzahlen für Gesundheitsschutz und Sicherheit).

Um sicherzustellen, dass wir unsere Verpflichtungen einhalten und eine externe Aufsicht aufrechterhalten, haben wir mehrere Zertifizierungen und Auszeichnungen erhalten, darunter ISO 45001:2018 und die Anerkennung der Royal Society for the Prevention of Accidents (RoSPA). Alle unsere Arbeitnehmenden sind in das globale Arbeitsschutzmanagementsystem eingebunden, was eine zusätzliche externe Zertifizierung wesentlicher Betriebsabläufe und Prozesse bedeutet.

Wir haben ein Gesundheits- und Sicherheits-Governance-System eingeführt, um weltweit standardisierte Tätigkeiten im Bereich Gesundheitsschutz und Sicherheit am Arbeitsplatz zu gewährleisten, einschließlich regelmäßiger Audits und Besprechungen auf Abteilungs- und Länderebene. Unsere Berichterstattung und Nachverfolgung konzentriert sich auf die Identifizierung und Meldung von Beinaheunfällen und unsicheren Handlungen, mit transparenten Untersuchungen und Korrekturmaßnahmen. Dies ergänzt die Risikobewertungen vor Ort und umfasst Überprüfungen und Audits von Lieferanten und Subunternehmern.

Psychische Gesundheit

Um das Wohlbefinden durch globale Programme für körperliche und psychische Gesundheit zu steigern, sind wir dabei, eine umfassende Strategie für die psychische Gesundheit zu entwickeln. Obwohl wir unser Ziel, globale Standards für alle Regionen festzulegen, noch nicht erreicht haben, setzen wir uns dafür ein, die psychische Gesundheit und das Wohlbefinden aller Mitarbeitenden zu fördern.

In lokalen Initiativen stehen auch die Unterstützung der Mitarbeitenden im Bereich psychischer Gesundheit und andere begleitende Themen auf dem Programm. Die Nordex Group hat jedoch bislang keine Maßnahmen ergriffen, um den möglichen negativen Auswirkungen auf das Wohlbefinden aufgrund von Überarbeitung, z. B. übermäßigen Überstunden und unzureichenden Arbeitsbedingungen, direkt entgegenzuwirken. Diese Probleme können zu einer höheren Personalfluktuation, höheren Lohnkosten und möglichen Streiks führen, was wiederum betriebliche und finanzielle Belastungen mit sich bringt und möglicherweise den Verlust von Talenten zur Folge hat.

Wir sind uns bewusst, wie wichtig es ist, diese Herausforderungen anzugehen und verpflichten uns, Strategien zu entwickeln und umzusetzen, um diese Risiken zu mindern und das allgemeine Wohlbefinden der Mitarbeitenden zu steigern.

Einschlägiger Nachhaltigkeitsaspekt: Arbeitsbedingungen - Gesundheitsschutz und Sicherheit

Gleichbehandlung und Chancengleichheit für alle

Maßnahmen zur Mitarbeitendenentwicklung sind die Grundlage für jede Art von Veränderung und Geschäftsentwicklung, die in der Organisation gefördert wird. Die unten aufgeführten Maßnahmen zielen darauf ab, die Chance zur Steigerung der Profitabilität und Produktivität durch langfristige Schulungs- und Kompetenzentwicklungsprogramme zu nutzen, indem anspruchsvolle Aufgaben und regelmäßige Entwicklungsgespräche angeboten werden.

Trust.Listen.Lead. - Nordex-Führungskräfteentwicklung

Die Initiative "Trust.Listen.Lead" fasst unsere zentralen Führungsprinzipien zusammen und konzentriert sich auf Gleichbehandlung und Chancengleichheit für alle. Sie umfasst Programme zur Verbesserung der Führungskompetenzen und zur Förderung eines unterstützenden Arbeitsumfelds. Wir bei der Nordex Group sind uns unserer Verantwortung als Management bewusst, die Zukunft unseres Unternehmens nachhaltig zu sichern. Dies bedeutet nicht nur, nach wirtschaftlichem Erfolg zu streben, sondern auch, durch das Zusammenbringen von Menschen mit unterschiedlichem Hintergrund und unterschiedlichen Talenten ein Umfeld zu schaffen, das Kreativität und Innovation fördert. Um dies zu erreichen, ist es wichtig, eine enge Zusammenarbeit und einen engen Dialog nicht nur innerhalb unserer Teams, sondern auch mit unseren Managementkollegen zu fördern. Wir sind uns bewusst, dass zum Erreichen unserer gemeinsamen Ziele alle Führungskräfte am selben Strang ziehen müssen.

Trust.Listen.Lead. steht für die Kernprinzipien, nach denen wir in der Nordex Group unsere Mitarbeitenden führen, inspirieren, behandeln und motivieren. Sie bilden den Rahmen für Führung bei Nordex und sind daher die Grundlage dessen, was wir in unseren "Trust.Listen.Lead."-Führungskräfteentwicklungsprogrammen schulen und kommunizieren.

Durch die Verkörperung dieser Grundsätze können wir eine Kultur des Vertrauens, der offenen Kommunikation und der Zusammenarbeit schaffen, die es uns ermöglicht, die besten Entscheidungen für nachhaltiges Wachstum und eine bessere Zukunft für alle zu treffen.

Ziele:

Ausrichtung der Führung an der Geschäftsstrategie

Thematisierung von Mitarbeitendenproblemen und Erzielung positiver Ergebnisse

Management von Risiken und Nutzung von Chancen

Förderung der Inklusion, der Vereinbarkeit von Berufs- und Privatleben und des Wohlbefindens der Mitarbeitenden

Programme:

Foundation Program: Für neue Führungskräfte, eine dreimonatige Schulung mit virtuellen und physischen Modulen

Advanced Program: Für Directors und Vice Presidents, eingeführt im Jahr 2024

Emerging Leaders Program: Für Führungskräfte im "Blue-Collar''-Bereich, eingeführt im Jahr2024

Strategic Leadership Program: Für strategische Führungstalente

Wichtige Maßnahmen:

Strategischer Führungsrahmen "Next Level Leadership": Basierend auf Interviews mit Vorstandsmitgliedern, um die Ausrichtung an der Strategie sicherzustellen

360-Grad-Feedback-Mechanismus: Für das Advanced Training Program

Modernste Entwicklungsmethoden und -tools: Entwickelt mit einem Design-Thinking-Ansatz

Feedback-Mechanismen und Interaktion: Zur Überwachung der Wirksamkeit

Unsere Initiativen führen zu verbesserten Führungskompetenzen, mehr Sicherheit und Arbeitszufriedenheit sowie zur Förderung fairer und gleicher Chancen. Darüber hinaus fördern wir das Gefühl der Einbeziehung und Zugehörigkeit und sorgen für sichere Arbeitsplätze und eine gute Vereinbarkeit von Berufs- und Privatleben für alle. Gemeinsam schaffen diese Bemühungen ein positives und gerechtes Arbeitsumfeld für alle Mitarbeitenden.

Zu den Mitteln, die zum Management der Auswirkungen eingesetzt werden, gehören spezielle Schulungsprogramme, Feedback-Mechanismen und Tools zur Führungsentwicklung. Zu den wichtigsten Maßnahmen dieses Jahres zählen die Einführung des Trust.Listen.Lead. Advanced Program und des Strategic Leadership Framework. Von diesen Maßnahmen erwarten wir eine Stärkung der Führungskompetenzen und die Unterstützung unserer Unternehmensziele. Der Umfang dieser Maßnahmen erstreckt sich auf alle Führungskräfte der Nordex Group, wobei der Fokus auf verschiedenen Regionen und Mitarbeitendengruppen liegt. Die Zeitpläne für den Abschluss der einzelnen Maßnahmen werden im jährlichen Trainingsplan festgelegt. Durch regelmäßige Auswertungen und Feedbacksitzungen werden Aktualisierungen zum Fortschritt der Maßnahmen aus früheren Zeiträumen bereitgestellt.

Einschlägige Nachhaltigkeitsaspekte: Gleichbehandlung und Chancengleichheit für alle -Gleichstellung der Geschlechter und gleicher Lohn für gleiche Arbeit, Weiterbildung und Kompetenzentwicklung

Compass-Prozess

Der Compass-Prozess bei Nordex ist eine zentrale Initiative der Mitarbeitendenentwicklung. Er soll professionelles Feedback geben und unsere Feedback-Kultur in der gesamten Nordex Group vereinheitlichen. Der Schwerpunkt liegt auf Gleichbehandlung und Chancengleichheit für alle und unterstützt die Mitarbeitenden bei ihrem beruflichen Wachstum und ihrer Entwicklung.

Der Prozess besteht aus drei zentralen Schritten:

1. Compass-Dialog: Findet jährlich zwischen Januar und März statt. Dabei erhalten die Mitarbeitenden Feedback zu ihrer Leistung und es werden persönliche Entwicklungspläne festgelegt. Für die meisten Mitarbeitenden sind diese Dialoge verpflichtend.

2. Compass Konferenzen: Bei diesen im zweiten Quartal stattfindenden Meetings werden die Ergebnisse der Compass-Dialoge innerhalb der Managementteams zusammengetragen und diskutiert, um talentierte Mitarbeitende und Mitarbeitende mit hohem Potenzial zu identifizieren. Im Rahmen dieser Konferenzen finden auch Nominierungen für das Upwind Nachwuchsführungskräfteprogramm statt.

3. Kontinuierliches Feedback: Fördert kontinuierliches Feedback zwischen Mitarbeitenden und Führungskräften.

Online-Plattform, auf der alle Informationen und Materialien rund um den Compass-Prozess zugänglich sind, beispielsweise das Compass-E-Learning und Richtlinien. Der Unternehmensbereich P&C hält den Durchführungsstand der Compass-Gespräche fest und unterstützt Mitarbeitende und Führungskräfte während des gesamten Prozesses. Dieses strukturierte Verfahren stellt sicher, dass wir die Entwicklungswünsche und Vorstellungen unserer Mitarbeitenden berücksichtigen und jährlich über Fortschritte berichten.

Das jährliche Mitarbeitendenbeurteilungsgespräch zielt darauf ab, die Leistung zu verbessern, organisatorische Einblicke zu gewinnen, Teams zu entwickeln, Talente zu erkennen und Verwaltungsaufgaben zu reduzieren, wobei der Schwerpunkt auf Schulungen und wertvollem Feedback liegt. Mithilfe des Compass-Prozesses adressiert Nordex effektiv die Auswirkungen auf die eigenen Arbeitskräfte, geht auf Risiken ein und strebt eine kontinuierliche Verbesserung und Mitarbeitendenentwicklung an.

Einschlägige Nachhaltigkeitsaspekte: Gleichbehandlung und Chancengleichheit für alle -Gleichstellung der Geschlechter und gleicher Lohn für gleiche Arbeit, Weiterbildung und Kompetenzentwicklung

Upwind - das Nachwuchsführungskräfteprogramm der Nordex Group

Das Upwind-Programm bei Nordex identifiziert und entwickelt leistungsstarke Mitarbeitende für zukünftige Führungsrollen mit strategischer Wirkung. Es unterstützt Talente sowohl als Gruppe als auch individuell, um so den Anteil der intern besetzten Führungspositionen auszubauen. Der Inhalt des Programms wird jährlich auf der Grundlage des Feedbacks der Teilnehmer aktualisiert, einschließlich interkulturellem Training und menschenzentrierten Ansätzen.

Unsere Ziele bestehen darin, Probleme für Mitarbeitende zu verhindern oder anzugehen, positive Ergebnisse zu erzielen und Risiken zu managen, während wir gleichzeitig Chancen nutzen. Das UPWIND-Programm stärkt die Führungskompetenzen, fördert einen vielfältigen Talentpool und unterstützt die berufliche Entwicklung innerhalb des Unternehmens.

Das obere Management ist durch Aktivitäten wie Kamingespräche, Projektpatenschaften und Abschlusspräsentationen eng in das Programm eingebunden. Zu den Mitteln gehören spezielle Schulungsmodule, Mentoring durch Führungskräfte und Möglichkeiten zur abteilungsübergreifenden Zusammenarbeit.

Zu den Maßnahmen zur Vorbeugung oder Verringerung von Problemen gehören grundlegende Schulungen und gezielte Entwicklungsprogramme. Zur Lösung von Problemen werden persönliche Unterstützung und Mentoring angeboten. Weitere Maßnahmen, die zu positiven Ergebnissen führen können, sind die Schaffung von Netzwerken für unterschiedliche Talente und die Förderung des interkulturellen Lernens. Die Wirksamkeit wird durch regelmäßiges Feedback und Evaluationen überprüft.

Entscheidungen über Maßnahmen basieren auf dem Feedback der Teilnehmenden, dem Alumni-Netzwerk, den Erkenntnissen des Top-Managements und den strategischen Unternehmenszielen. Dadurch wird ein strukturierter und reaktionsschneller Ansatz zur Talententwicklung gewährleistet.

Wir reduzieren Risiken, indem wir umfassende Schulungen anbieten und ein unterstützendes Arbeitsumfeld schaffen. Chancen werden durch kontinuierliche Programmverbesserung und innovative Schulungsmethoden genutzt.

Zu den wichtigsten Maßnahmen in diesem Jahr gehören aktualisierte Schulungsinhalte und die Ausweitung des Programms auf zwei Upwind-Gruppen mit jeweils 12 Teilnehmern. Diese Maßnahmen stärken die Führungskompetenzen und unterstützen politische Ziele. Angesprochen werden leistungsstarke Mitarbeitende mit Potenzial für strategische Führung über verschiedene Regionen und Abteilungen hinweg. Die Zeitpläne sind im jährlichen Schulungsplan festgelegt und die Fortschritte werden durch regelmäßige Bewertungen und Feedbacksitzungen aktualisiert.

Einschlägige Nachhaltigkeitsaspekte: Gleichbehandlung und Chancengleichheit für alle -Gleichstellung der Geschlechter und gleicher Lohn für gleiche Arbeit, Weiterbildung und Kompetenzentwicklung

Maßnahmen im Zusammenhang mit Vielfalt und Inklusion

Unsere Maßnahmen im Bereich Vielfalt und Inklusion befassen sich mit potenziellen Nachteilen und ungleichen Arbeitsumgebungen, die mit geschlechtsspezifischen Lohnunterschieden, mangelnden Karrierechancen, Belästigungen und Barrieren für behinderte Mitarbeitende zusammenhängen. Diese Maßnahmen zielen darauf ab, die Gleichstellung der Geschlechter und die gleiche Bezahlung zu fördern, unseren Ruf zu verbessern und Kunden, Investoren und Partner anzuziehen, die Vielfalt und Inklusion schätzen.

Zur Unterstützung von Mitarbeitenden mit Behinderung gilt seit dem 1. Januar 2022 eine Inklusionsvereinbarung, die Sonderurlaub, Qualifizierungsangebote, eine verbesserte Integration, Mobilitätsinfrastruktur und die Möglichkeit eines mobilen Arbeitsplatzes beinhaltet. Der Diversity and Inclusion Council hilft bei der Festlegung realistischer Ziele, stellt die Rechenschaftspflicht sicher und bietet Governance für Themen rund um Vielfalt und Inklusion. Workshops fördern das Verständnis und den Respekt für Unterschiede und reduzieren Missverständnisse und Konflikte. Dashboards verfolgen Kennzahlen in Bezug auf Repräsentation, Engagement und Trainingseffektivität und identifizieren Fortschritte und Bereiche, in denen Verbesserungsbedarf besteht. Mentoring-Programme bieten Möglichkeiten zur beruflichen Weiterentwicklung und zum beruflichen Aufstieg.

Wir verfolgen die Wirksamkeit unserer Initiativen für Vielfalt und Inklusion durch regelmäßige Umfragen, Feedback-Mechanismen und Analysen der geschlechtsspezifischen Lohnlücke. Mithilfe dieser Tools lassen sich Verbesserungsbereiche identifizieren, die Einhaltung von Richtlinien und Vorschriften sicherstellen und faire Vergütungspraktiken fördern. Durch die Durchführung von Umfragen zum Thema Vielfalt und Inklusion können wir bestimmte Probleme angehen, eine integrativere Kultur schaffen, mit Diskriminierung und Belästigung verbundene Risiken managen und eine vielfältige Belegschaft gewinnen.

Unsere Diversitäts- und Inklusionsrichtlinie, die eine Null-Toleranz-Haltung gegenüber Diskriminierung und Belästigung verfolgt, wird durch unsere Menschenrechtsrichtlinie ergänzt. Die Einhaltung dieser Richtlinien und des Lieferkettengesetzes (LkSG) wird regelmäßig anhand detaillierter Fragebögen beurteilt und deckt dabei auch kritische Themen wie Kinderarbeit ab.

Zu den einschlägigen Nachhaltigkeitsaspekten gehören Gleichbehandlung und Chancengleichheit für alle, Gleichstellung der Geschlechter und gleiche Entlohnung, Weiterbildung und Kompetenzentwicklung, Beschäftigung und Inklusion von Menschen mit Behinderungen sowie Maßnahmen gegen Gewalt und Belästigung am Arbeitsplatz. Wir verpflichten uns zu kontinuierlichen Anstrengungen und haben uns das Ziel gesetzt, bis 2025 einen Frauenanteil von mindestens 25 % in Führungspositionen zu erreichen.

Einschlägige Nachhaltigkeitsaspekte: Gleichbehandlung und Chancengleichheit für alle, Gleichstellung der Geschlechter und gleicher Lohn für gleiche Arbeit, Weiterbildung und Kompetenzentwicklung, Beschäftigung und Inklusion von Menschen mit Behinderungen, Maßnahmen gegen Gewalt und Belästigung am Arbeitsplatz, Vielfalt

Employer-Branding-Kampagne

Die Abteilung P&C von Nordex hat eine umfassende Employer-Branding-Strategie umgesetzt, um Talente anzuziehen und zu binden, und auf Gleichbehandlung und Chancengleichheit für alle ausgerichtet ist. Im Jahr 2024 haben wir Initiativen zur Verbesserung des Rekrutierungsprozesses eingeführt, darunter eine Verbesserung der Kandidatenerfahrung, eine Aktualisierung der Rekrutierungsrichtlinien und eine Verfeinerung der Onboarding- und Offboarding-Prozesse. Wir haben Vielfalt und Inklusion priorisiert, indem wir Rekrutierungsschulungen für Personalmanager angeboten und Feedback-Roundtables abgehalten haben. Darüber hinaus haben wir neue Layouts für Stellenausschreibungen entworfen und globale Onboarding-Richtlinien entwickelt, um einen reibungslosen Übergang für neue Mitarbeitende zu gewährleisten.

Mit Blick auf die Zukunft planen wir, die Onboarding-Prozesse im Jahr 2025 zu digitalisieren, um sie weiter zu standardisieren und die Effizienz zu steigern. Mit diesen Maßnahmen unterstreichen wir unser Engagement für ein wirksames Management von Risiken und Chancen im Zusammenhang mit den eigenen Arbeitskräften. Wir wollen sicherstellen, dass wir auch weiterhin die besten Talente anziehen und halten und gleichzeitig einen vielfältigen und integrativen Arbeitsplatz fördern.

Einschlägiger Nachhaltigkeitsaspekt: Gleichbehandlung und Chancengleichheit für alle

Sonstige arbeitsbezogene Rechte

Im Hinblick auf sonstige arbeitsbezogene Rechte hat Nordex den Verhaltenskodex für Subunternehmer und Lieferanten implementiert und führt regelmäßige Risikobewertungen durch, um potenzielle negative Auswirkungen auf Arbeitsrechte proaktiv zu identifizieren und zu mildern. Zu diesen Maßnahmen gehören die Überwachung von Verstößen wie Kinder- und Zwangsarbeit sowie die Gewährleistung angemessener Unterbringungsmöglichkeiten für mobile Arbeitskräfte. Zwar kam es zu keinen Vorfällen von Arbeitsrechtsverletzungen, doch diese Maßnahmen zeigen unser Engagement, hohe Standards aufrechtzuerhalten und potenziellen Problemen vorzubeugen.

Bislang hat die Nordex Group noch keine Maßnahmen im Hinblick auf mögliche Auswirkungen auf die Privatsphäre ergriffen, die sich bei unzureichenden IT-Sicherheitsmaßnahmen negativ auswirken könnten.

Einschlägige Nachhaltigkeitsaspekte: Sonstige arbeitsbezogene Rechte - Kinderarbeit, Zwangsarbeit, Datenschutz

Kennzahlen und Ziele

Ziele im Zusammenhang mit der Bewältigung wesentlicher negativer Auswirkungen, der Förderung positiver Auswirkungen- und dem Umgang mit wesentlichen Risiken und Chancen

S1-5-44

Um wesentliche negativer Auswirkungen zu bewältigen, positive Auswirkungen zu fördern und mit wesentlichen Risiken und Chancen umzugehen, hat die Nordex Group im Rahmen ihrer Nachhaltigkeitsstrategie verschiedene strategische Ziele festgelegt (vgl. Abschnitt SBM-1). Diese Ziele sind spezifisch, zeitgebunden und ergebnisorientiert, sodass eine wirksame Umsetzung gewährleistet ist. Sofern nicht gesondert erwähnt, beziehen sich die Ziele auf unsere Arbeitnehmenden und haben einen weltweiten Geltungsbereich.

Zu den wichtigsten Zielen im Zusammenhang mit Nachhaltigkeitsaspekten, die von S1 abgedeckt werden, gehören:

Reduzierung der freiwilligen Fluktuationsrate: Ziel ist es, die freiwillige Fluktuationsrate bis 2025 auf mehr als 5 Prozentpunkte unter den Marktdurchschnitt zu senken. Unsere Fluktuationsrate liegt weltweit aktuell bei 6,4 %, die mittelfristige Rate bei 3,2 % und damit unter dem Marktdurchschnitt von 5,1% (Mercer).

Optimierung von Talentprogrammen: Weiterentwicklung des Lernmanagementsystem und Einführung des Programms Trust.Listen.Lead. Advance zur Förderung von Führungskräften und Stärkung unserer Unternehmenskultur.

Verwirklichung der Geschlechtervielfalt: Ziel ist es, eine Frauenquote von mindestens 25 % in Führungspositionen bis 2025 zu erreichen und den Frauenanteil in unserem strategischen Talententwicklungsprogramm bei 40 % zu halten.

Förderung von nachhaltigem Pendeln und nachhaltigen Geschäftsreisen für unsere Arbeitskräfte: Erstellung eines globalen Konzepts für nachhaltige Mobilität und der Verbesserung der Fahrradinfrastrukur an unseren deutschen Niederlassungen sowie Einführung eines Angebots für Firmenfahrrad-Leasing.

Reduzierung von Unfällen: Ziel ist es, Arbeitsunfälle reduzieren und bis 2025 eine Unfallhäufigkeitsrate (LTIF) von unter 1,5 pro 1 Mio. Arbeitsstunden erreichen.

Entwicklung einer Strategie für die psychische Gesundheit: Durchführung monatlicher Programme zur Förderung der psychischen Gesundheit und des Wohlbefindens mit erweiterten Initiativen auf lokaler Ebene.

Reduzierung von Unfällen in der Lieferkette: Bewertung von Subunternehmen zum Thema Gesundheit und Sicherheit und zur Aufnahme von Anforderungen in Verträgen.

Diese Ziele werden durch kontinuierliches Monitoring, die Einbeziehung der Interessenträger und regelmäßige Bewertungen unterstützt, um die Übereinstimmung mit unseren Nachhaltigkeitszielen sicherzustellen. Indem wir uns diese Ziele setzen und auf deren Erreichung hinarbeiten, wollen wir unsere wesentlichen negativer Auswirkungen bewältigen, positive Auswirkungen fördern und mit wesentlichen Risiken und Chancen umgehen.

Einschlägige Nachhaltigkeitsaspekte: Arbeitsbedingungen, Gleichbehandlung und Chancengleichheit für alle

S1-5-47

Unsere Nachhaltigkeitsstrategie und damit einhergehend auch die oben genannten Ziele wurden in enger Zusammenarbeit mit den zuständigen Abteilungen erarbeitet. Im Rahmen des Strategieentwicklungsprozesses haben wir zudem eine Mitarbeitendenbefragung durchgeführt. Unsere Arbeitskräfte sind nicht direkt daran beteiligt, unsere Leistung im Hinblick auf die Zielvorgaben zu messen oder Erkenntnisse oder Verbesserungen als Ergebnis unserer Leistung zu ermitteln.

Merkmale der Arbeitnehmer des Unternehmens

Dieses Kapitel gibt Aufschluss über das Beschäftigungskonzept der Nordex Group einschließlich des Umfang und der Art der Auswirkungen, die sich aus den Beschäftigungspraktiken ergeben. Darüber hinaus liefert es Hintergrundinformationen, die das Verständnis der im Rahmen anderer Angabepflichten gemeldeten Informationen erleichtern, und als Grundlage für die Berechnung der quantitativen Kennzahlen dienen, die im Rahmen anderer Angabepflichten in diesem Standard anzugeben sind.

Wie oben beschrieben, umfasst der Begriff "Arbeitskräfte des Unternehmens" sowohl Arbeitnehmende als auch Fremdarbeitskräfte, die für die Organisation tätig sind. Arbeitnehmende sind Personen mit einem formellen Arbeitsvertrag mit einem Nordex-Unternehmen, darunter Vollzeit-, Teilzeit- und Zeitarbeitskräfte. Fremdarbeitskräfte sind Personen, die ohne formellen Arbeitsvertrag für ein Nordex-Unternehmen arbeiten, wie etwa unabhängige Auftragnehmer, Selbständige und Arbeitskräfte, die von Drittagenturen vermittelt werden.

Zahl der Arbeitnehmenden

S1-B-48, S1-B-50

Zum Ende des Jahres 2024 belief sich die Gesamtzahl unserer Arbeitnehmenden weltweit auf 10.405, ausgewiesen als Personenzahl (Headcount). Basierend auf der Definition Arbeitnehmende, wie oben beschrieben, bietet die folgende Tabelle detaillierte Einblicke in die Anzahl der Arbeitnehmende nach Standort. Wir sind hauptsächlich in Deutschland, Indien, Spanien, Brasilien und den Vereinigten Staaten tätig.

Zahl der Arbeitnehmenden nach Standort

S1-B-50-(a)

Standort 2024 (Personenzahl)
Argentinien 60
Brasilien 644
Chile 92
China 162
Finnland 220
Frankreich 442
Deutschland 2.801
Indien 1.302
Irland 96
Italien 75
Mexiko 74
Niederlande 76
Polen 279
Portugal 142
Südafrika 133
Spanien 2.015
Schweden 122
Türkei 427
Großbritannien 283
Vereinigte Staaten 606

Zusammensetzung der Arbeitnehmenden, einschließlich der Aufschlüsselung der Arbeitnehmenden mit unbefristeten Arbeitsverträgen und der Arbeitnehmenden mit befristeten Arbeitsverträgen nach Geschlecht

S1-B-50-(b)

2024 Informationen über Arbeitnehmende nach Art des Vertrags, aufgeschlüsselt nach Geschlecht (Personenzahl oder VZÄ)

Weiblich Männlich Sonstige * Keine Angaben Gesamt
Zahl der Arbeitnehmenden (Personenzahl)
1.782 8.623 0 0 10.405
Zahl der Arbeitnehmenden mit unbefristeten Arbeitsverträgen (Personenzahl)
1.675 8.331 0 0 10.006
Zahl der Arbeitnehmenden mit befristeten Arbeitsverträgen (Personenzahl)
107 292 0 0 399
Zahl der Abrufkräfte (Personenzahl)
0 0 0 0 0

Es ist anzumerken, dass Nordex zwar Arbeitnehmende auf der Basis von Zeitverträgen einstellt, dies jedoch normalerweise nur einen sehr kleinen Prozentsatz der gesamten Arbeitskräfte ausmacht. Die Praxis, Arbeitnehmende auf der Basis von Zeitverträgen einzustellen, ist in vielen Ländern üblich, darunter auch in den Ländern, in denen Nordex tätig ist. So kann das Unternehmen flexibel auf sich ändernde Geschäftsanforderungen reagieren und gleichzeitig eine starke und engagierte Belegschaft aufrechterhalten.

S1-B-50-(c)

Während des Berichtszeitraums verließen insgesamt 1.587 Arbeitnehmende das Unternehmen, was einer Gesamtfluktuationsrate von 15,37 %. Die Rate der freiwilligen Fluktuation beträgt 6,43 %, mittelfristig 3,2 %.

S1-B-50-(d)

Die Daten für unsere Nachhaltigkeitsberichterstattung werden mithilfe einer globalen, umfassenden, cloudbasierten Human Capital Management (HCM)-Suite zusammengestellt. Aus diesem System werden die Mitarbeitendeninformationen extrahiert und weiterverarbeitet.

S1-B-50-(d)-i

Die in diesem Abschnitt angegebenen Arbeitnehmendenzahlen berechnen sich so, dass jeder Arbeitnehmende als eine Person gezählt wird, ohne Anpassungen an die Anzahl der geleisteten Arbeitsstunden.

S1-6-50-(d)-ii

Wir berichten über die Zahl der Arbeitnehmenden am Ende des Berichtszeitraums nach Standort und Zusammensetzung der Belegschaft, einschließlich der Aufschlüsselung der Arbeitnehmenden mit unbefristeten Arbeitsverträgen und der Arbeitnehmende mit befristeten Arbeitsverträgen nach Geschlecht. Unsere Fluktuationsrate S1-6-50-(c) errechnet sich aus der Division der Zahl der Kündigungen im Berichtszeitraum durch die durchschnittliche Arbeitnehmendenzahl im gleichen Zeitraum. Wir unterscheiden zwischen vollständiger und freiwilliger Fluktuation, indem wir die Kündigungsgründe in unserem Human Capital Management (HCM)-System kategorisieren.

Merkmale der Fremdarbeitskräfte des Unternehmens

S1-7

Dieses Kapitel gibt Auskunft über die wesentlichen Merkmale der Fremdarbeitskräfte der Nordex Group Definition

S1-7-55-(a), S1-7-55-(b)-i, S-7-55-(b)-ii

Im Berichtsjahr belief sich die Gesamtzahl der Fremdarbeitskräfte unter den Arbeitskräften von Nordex auf 2.658. Da es kein zentrales Trackingsystem für Fremdarbeitskräfte gibt, haben wir zwei Quellen zur Datenerfassung genutzt: die manuelle Erfassung von Informationen über Fremdarbeitskräfte am Produktionsstandort und die Verwendung der in unserem Human Capital Management (HCM)-System gespeicherten Daten. Die Fremdarbeitskräfte werden als Personenzahl gezählt, ohne Anpassungen an die Anzahl der geleisteten Arbeitsstunden, und die Zahl bezieht sich auf das Ende des Berichtzeitraums.

Tarifvertragliche Abdeckung und sozialer Dialog

S1-8

Dieses Kapitel gibt Auskunft über die tarifvertragliche Abdeckung und den sozialen Dialog in Bezug auf die Arbeitnehmende der Nordex Group.

S1-8-58

Da die Informationen zu Tarifverträgen und Arbeitnehmendenvertretungen nicht in unserem HCM-System dokumentiert sind, haben wir diese Daten manuell direkt bei den zuständigen People & Culture-Abteilungen in jedem Land, sowohl in den EWR- als auch in den Nicht-EWR-Ländern, angefordert. Durch diese Vorgehensweise erhielten wir umfassende Einblicke in die Arbeitsbedingungen und Anstellungsbedingungen unserer Betriebe.

S1-8-60-(a)

Insgesamt sind 83,37 % der gesamten Arbeitnehmenden von Nordex von Tarifverträgen abgedeckt. Die folgende Tabelle gibt einen Überblick über den Umfang der Arbeitnehmendenvertretung im Rahmen von Tarifverträgen. Darin sind der Prozentsatz der Gesamtzahl der für den EWR versicherten Arbeitnehmenden nach Ländern sowie die regionalen Prozentsätze außerhalb des EWR enthalten. Sie enthält zudem den Gesamtprozentsatz der Arbeitnehmenden, die von Arbeitnehmendenvertretungen abgedeckt sind, mit Angaben auf Länderebene für jedes EWR-Land.

Überblick über den Umfang der Arbeitnehmendenvertretung im Rahmen von Tarifverträgen.

S1-8-60-(b), S1-8-60-(c), S1-8-63-(a), S1-8-60-(b), S1-8-60-(c), S1-8-63-(a)

Tarifvertragliche Abdeckung Sozialer Dialog
Abdeckungsquote Arbeitnehmende - EWR Arbeitnehmende - Nicht-EWR Vertretung am Arbeitsplatz (nur EWR)
0-19 % Kroatien, Estland, Griechenland, Irland, Litauen, Polen, Portugal, Rumänien Australien, Kolumbien, Pakistan, Südafrika, Ukraine, Vereinigtes Königreich, Vereinigte Staaten Belgien, Kroatien, Estland, Griechenland, Irland, Italien, Litauen, Portugal, Rumänien
20-39 %
40-59 % Polen
60-79 % Spanien
80-100 % Österreich, Belgien, Dänemark, Finnland, Frankreich, Deutschland, Italien, Niederlande, Norwegen, Spanien, Schweden Argentinien, Brasilien, Chile, China, Indien, Mexiko, Peru, Serbien, Türkei, Uruguay Österreich, Dänemark, Finnland, Frankreich, Deutschland, Niederlande, Norwegen, Schweden

S1-8-63-(b)

Die Nordex Group hat mit dem SE-Forum (SEF) einen Rahmen für die Arbeitnehmendenvertretung geschaffen, der als Äquivalent eines Europäischen Betriebsrats fungiert. Das SEF verfügt über umfassende Informationsrechte und nimmt diese im Rahmen seiner zweijährlichen Sitzungen sowie bei etwaigen transnationalen Veränderungen wahr. Die Unternehmensleitung ist verpflichtet, umfassende Informationen zu Fragen der Entlohnung, der Arbeitsbedingungen, der Organisation, der Struktur und der Beschäftigung der Arbeitnehmenden der Nordex Group in ganz Europa, einschließlich der EU und des Europäischen Wirtschaftsraums, bereitzustellen.

Der SEF fungiert als erste Anlaufstelle, wenn die lokalen oder nationalen Betriebsräte ihre Informationskanäle ausgeschöpft haben. Probleme werden direkt an den SEF weitergeleitet, der mit der Unternehmensleitung, einschließlich CEO, CFO, COO und CSO, zusammenarbeitet und sicherstellt, dass die Anliegen der Arbeitnehmenden auf höchster Ebene behandelt werden. Diese Struktur ermöglicht es dem SEF, eine wichtige Rolle im Dialog zwischen Arbeitnehmenden und Management zu spielen.

Darüber hinaus legt das SEF Wert auf einen offenen und umfassenden Informationsaustausch zwischen den Arbeitnehmendenvertretungen, der durch etablierte Strukturen wie das Präsidium erleichtert wird.

Die Arbeitnehmendenvertretungen des SEF genießen besonderen Kündigungsschutz und setzen sich engagiert für die Belange der Arbeitnehmenden ein und sorgen dafür, dass diese auch an die Unternehmensleitung weitergeleitet werden. Dieser Rahmen unterstützt nicht nur die Arbeitnehmendenvertretung, sondern fördert auch ein kooperatives und transparentes Arbeitsumfeld innerhalb der gesamten Nordex Group.

Diversitätskennzahlen

S1-9

Geschlechterverteilung nach Anzahl sowie prozentualem Anteil auf der obersten Führungsebene

S1-9-BB-(a)

Zahl der Arbeitnehmende (Personenzahl) auf der obersten Führungsebene

Geschlecht 2024
Weiblich 9
Männlich 81
Divers 0
Keine Angaben 0

Prozentsatz der Arbeitnehmende auf der obersten Führungsebene

Geschlecht 2024
Weiblich 10,00 %
Männlich 90,00 %
Divers - %
Keine Angaben - %

Wir veröffentlichen Kennzahlen zur Geschlechtervielfalt für unser oberes Management, die durch unsere internen abgestuften Managementebenen definiert werden. Die Managementebenen III und IV spiegeln die obersten Führungspositionen innerhalb unserer Organisation wider. Diese Ebenen liegen nicht notwendigerweise eine oder zwei Ebenen unterhalb der Verwaltungs- und Aufsichtsorgane. Die Zahlen werden in Personenzahlen angegeben und beziehen sich auf das Ende des Berichtzeitraums.

Verteilung der Arbeitnehmenden nach Altersgruppen und Geschlecht

S1-9-BB-(b)

Geschlecht 2024 (Personenzahl)
Unter 30 Jahre - weiblich 282
Unter 30 Jahre - männlich 2.020
Zwischen 30 und 50 Jahren - weiblich 1.287
Zwischen 30 und 50 Jahren - männlich 5.670
Über 50 Jahre - weiblich 213
Über 50 Jahre - männlich 933

Die Geschlechterverteilung errechnet sich aus der Division der Gesamtzahl weiblicher bzw. männlicher Arbeitnehmender durch die Gesamtzahl der Arbeitnehmenden. Die Altersverteilung errechnet sich aus der Gesamtzahl der Arbeitnehmenden unter 30 (29 oder jünger), der Arbeitnehmenden zwischen 30 und 50 (30 bis 49) und der Arbeitnehmenden im Alter von 50 Jahren oder älter geteilt durch die Gesamtzahl der Arbeitnehmenden.

Angemessene Entlohnung

S1-10

Alle unsere Arbeitnehmende erhalten einen Lohn, der den in der Richtlinie (EU) 2022/2041 im EWR festgelegten angemessenen Lohnstandards entspricht. Außerhalb des EWR basiert der Lohn auf bestehenden Rechtsvorschriften oder Benchmarks aus anerkannten Quellen. Die Richtlinie (EU) 2022/2041 enthält Referenzwerte wie 60 % des Bruttomedianlohns und 50 % des Bruttodurchschnittslohns, wobei die Daten aus der EU-Arbeitskräfteerhebung stammen. Der Mindestlohn umfasst den Grundlohn zuzüglich fester Zusatzzahlungen und wird für jedes Land gesondert berechnet, mit Ausnahme von Ländern außerhalb des EWR, wo er auf subnationaler Ebene definiert wird.

Soziale Absicherung S1-11

Dieses Kapitel gibt Auskunft über die soziale Absicherung der Arbeitnehmenden der Nordex Group gegen Einkommenseinbußen aufgrund schwerwiegender Lebensereignisse.

Länder ohne soziale Absicherung der Arbeitnehmenden bei Krankheit und Rente

S1-11-74-(a) S1-11-74-(e)

Alle Arbeitnehmenden der Nordex Group sind durch öffentliche Programme oder durch von dem Unternehmen angebotene Leistungen gegen Verdienstverluste aufgrund von Krankheit oder Rente abgesichert.

Länder ohne soziale Absicherung der Arbeitnehmenden bei Arbeitslosigkeit S1-11-74-(b)

Die folgende Tabelle gibt einen Überblick über die Länder, in denen die Arbeitnehmenden der Nordex Group nicht ab Beginn ihres Arbeitsverhältnisses sozial gegen Arbeitslosigkeit abgesichert sind. Gezeigt wird die Anzahl der Arbeitnehmenden (Personenzahl).

Standort 2024
Kroatien 12
Indien 1.302
Mexiko 74
Pakistan 38

Länder ohne soziale Absicherung der Arbeitnehmenden bei Arbeitsunfällen und Erwerbsunfähigkeit

S1-11-74-(c)

Die folgende Tabelle gibt einen Überblick über die Zahl der Arbeitnehmenden, die nicht durch öffentliche Programme oder durch angebotene Leistungen gegen Verdienstausfälle aufgrund eines Arbeitsunfalls und aufgrund von Erwerbsunfähigkeit abgesichert sind:

Standort 2024
Australien 42

Länder ohne soziale Absicherung der Arbeitnehmenden bei Elternurlaub S1-11-74-(d)

Die folgende Tabelle gibt einen Überblick über die Zahl der Arbeitnehmenden, die nicht durch öffentliche Programme oder durch angebotene Leistungen gegen Verdienstausfälle aufgrund von Elternurlaub abgesichert sind:

Standort 2024
Türkei 387

Wir stellen sicher, dass unsere Arbeitnehmenden gegen Verdienstausfälle aufgrund bedeutender Lebensereignisse abgesichert sind. Dazu zählen Krankheit, Arbeitslosigkeit, Arbeitsunfälle, Erwerbsunfähigkeit, Elternurlaub und Rente. Allerdings besteht in Australien im Falle einer Erwerbsunfähigkeit kein sozialer Schutz. Dies gilt auch für die Länder Indien, Kroatien, Mexiko und Pakistan, in denen Nordex im Falle von Arbeitslosigkeit keine soziale Absicherung bietet. Die Türkei ist das einzige Land, in dem für Männer kein Elternurlaub möglich ist. Wie im vorherigen Abschnitt haben wir Daten zur sozialen Absicherung der Arbeitnehmenden manuell direkt bei den zuständigen Personalabteilungen in jedem Land, sowohl in den EWR- als auch in den Nicht-EWR-Ländern, angefordert.

Menschen mit Behinderungen

S1-12, S1-12-77, S1-12-79

Zum Ende des Geschäftsjahres sind 0,74 % unserer Arbeitnehmenden Menschen mit Behinderung. Die Anzahl der Arbeitnehmenden mit Behinderung wurde aus unserem zentralen HCM-System extrahiert und durch die Gesamtzahl der Arbeitnehmenden geteilt. Diese Weitergabe erfolgt unter Beachtung der gesetzlichen Beschränkungen zur Datenerhebung.

Kennzahlen für Weiterbildung und Kompetenzentwicklung

Dieses Kapitel gibt Auskunft über die Weiterbildung und Kompetenzentwicklung der Arbeitnehmenden der Nordex Group. Weiterbildungsunterlagen sowie Ergebnisse von Leistungsbeurteilungen (Compass-Dialog) werden zentral in unserem HCM-System gespeichert.

S1-13-83-(a)

Wir erfassen regelmäßig den Prozentsatz der Arbeitnehmenden, die an Leistungs- und Laufbahnbeurteilungen teilnehmen (Compass-Dialog).

Prozentsatz der Arbeitnehmenden, die an Leistungs- und Laufbahnbeurteilungen teilnehmen

Geschlecht 2024
Männlich 68,39 %
Weiblich 73,63 %
Divers - %
Keine Angaben - %

Diese Beurteilungen sind ein entscheidender Teil unseres Engagements für die Personalentwicklung, da sie strukturiertes Feedback liefern und klare Karrierewege aufzeigen. Die Anzahl der Arbeitnehmenden, die Beurteilungen durchgeführt haben, wurden für den Berichtszeitraum (Gesamtjahr 2024) aus dem HCM-System extrahiert und durch die durchschnittliche Anzahl der Arbeitnehmenden im Jahr 2024 geteilt.

Durchschnittliche Zahl der Schulungsstunden pro Arbeitnehmenden, aufgeschlüsselt nach Geschlecht.

S1-13-83-(b)

Geschlecht 2024
Männlich 61
Weiblich 12
Divers
Keine Angaben

Schulungsstunden sind definiert als die für Weiterbildung und Kompetenzentwicklung aufgewendete Zeit. Weiterbildung und Kompetenzentwicklung umfassen verschiedene Methoden wie Schulungen vor Ort, Online-Kurse, Workshops, Zertifizierungsprogramme, Bildungsangebote sowie Pop-up-Kurse. Nicht enthalten sind unsere Trainee-Programme, die Entwicklung von Kursen oder die Zeit, die Ausbildende für den Unterricht aufwenden.

Bei Nordex errechnen sich die Schulungsstunden pro Arbeitnehmenden und nach Geschlecht aus der Division der gesamten erfassten Schulungsstunden durch die durchschnittliche Arbeitnehmendenzahl (Personalzahl) für jedes Geschlecht. Diese Berechnung basiert auf dem Berichtszeitraum 2024 und umfasst alle Arbeitnehmenden, die in diesem Jahr bei uns beschäftigt waren.

Kennzahlen für Gesundheitsschutz und Sicherheit

S1-14

Dieses Kapitel gibt Auskunft über das Managementsystem für Gesundheitsschutz und Sicherheit der Nordex Group und darüber, wie viele Fälle von arbeitsbedingten Verletzungen, Erkrankungen und Todesfällen es unter den Arbeitskräften der Nordex Group und anderen Arbeitskräften, die an den Standorten der Nordex Group tätig waren, gegeben hat.

Anteil der Personen, die von Managementsystem für Gesundheitsschutz und Sicherheit abgedeckt werden

S1-14-88-(a)

Arbeitskräfte des Unternehmens 2024
Arbeitnehmende 100 %
Fremdarbeitskräfte 100 %

Diese Daten geben eine detaillierte Aufschlüsselung des Prozentsatzes der Personen innerhalb der Arbeitskräfte der Nordex Group wieder, die unter das Managementsystem für Gesundheitsschutz und Sicherheit des Unternehmens fallen. Die Abdeckung bemisst sich anhand der Einhaltung gesetzlicher Vorschriften und/oder der Einhaltung anerkannter Standards oder Richtlinien.

100 Prozent unserer Arbeitskräfte sind durch unser Gesundheits- und Sicherheitsmanagementsystem abgedeckt, das auf gesetzlichen Anforderungen basiert. Zusätzlich sind 91,71 % unserer Arbeitskräfte von unserem geprüften ISO 45001 Managementsystem abgedeckt.

Sämtliche arbeitsbedingten Vorfälle, Berufskrankheiten, Beinaheunfälle und unsichere Bedingungen oder Verhaltensweisen werden im Hinweisgebersystem von Nordex registriert. Gesundheits- und sicherheitsrelevante Vorfälle können tödliche Unfälle, Verletzungen mit Arbeitsausfall, medizinische Behandlungen, Verletzungen mit Arbeitseinschränkungen und Verletzungen durch Erste Hilfe sein.

Arbeitsbedingte Todesfälle

S1-14-88-(b)

Arbeitskräfte des Unternehmens 2024
Arbeitnehmende 0
Fremdarbeitskräfte 0

Die Daten zeigen eine detaillierte Aufschlüsselung der Zahl der Todesfälle unter den Arbeitskräften der Nordex Group infolge von Arbeitsunfällen und arbeitsbedingten Erkrankungen. Die Zahl der Todesopfer basiert auf den im Meldesystem von Nordex gemeldeten Verletzungsvorfällen mit Todesfolge. Todesfälle, die nach dem Vorfall eintreten, werden dann berücksichtigt, wenn sie eine direkte Folge des Vorfalls sind.

Zahl der meldepflichtigen Arbeitsunfälle der Arbeitskräfte des Unternehmens

S1-14-88-(c)

Arbeitskräfte des Unternehmens 2024
Arbeitnehmende 132
Fremdarbeitskräfte 49

Die Zahl der Arbeitsunfälle ergibt sich aus der Summe der Fälle von Arbeitsausfall, eingeschränkter Arbeitsfähigkeit, medizinischen Behandlungen und Todesfällen. Arbeitsunfälle ergeben sich aus Gefährdungen am Arbeitsplatz. Ausgeschlossen sind sämtliche nicht arbeitsbedingten Verletzungen und Erkrankungen, die am Arbeitsplatz auftreten.

Die Ereignishäufigkeit (Total Recordable Incident Rate, TRIR) liegt bei 4,18. Diese Kennzahl errechnet sich aus der Anzahl aller Unfälle pro einer Million Arbeitsstunden. Die Berechnung erfolgt auf der Grundlage der tatsächlich geleisteten und der geschätzten Arbeitsstunden der Beschäftigten und der Subunternehmer unter Berücksichtigung der standort- und länderspezifischen Regelungen zur Wochenarbeitszeit und zu den Feiertagen.

Zahl der meldepflichtigen arbeitsbedingten Erkrankungen S1-14-88-(d)

Arbeitskräfte des Unternehmens 2024
Arbeitnehmende 3
Fremdarbeitskräfte 0

Die Daten geben detaillierte Auskunft über die Zahl der gemeldeten arbeitsbedingten Erkrankungen im Unternehmen. Eine Kategorisierung der Daten erfolgt nach Arbeitnehmenden und externen Arbeitskräften, vorbehaltlich gesetzlicher Einschränkungen bei der Erhebung von Daten. Zu diesen Daten zählen alle Beschwerden und Erkrankungen, die durch die Einwirkung gesundheitlicher Gefahren im Arbeitsumfeld im Zusammenhang mit der Beschäftigung bei Nordex verursacht werden und nicht auf einen Berufsunfall zurückzuführen sind. Hierzu zählen sowohl akute Erkrankungen als auch chronische Krankheiten.

Zahl der Ausfalltage, die auf arbeitsbedingte Verletzungen und Todesfälle zurückzuführen sind.

S1-14-88-(e)

Arbeitskräfte des Unternehmens 2024
Arbeitnehmende 813
Fremdarbeitskräfte 814

Diese Tabelle bietet eine detaillierte Aufschlüsselung der Zahl der Ausfalltage, die auf arbeitsbedingte Unfälle und Todesfälle zurückzuführen sind, aufgeschlüsselt nach Arbeitnehmenden und Fremdarbeitskräften innerhalb der Arbeitskräfte des Unternehmens. Die Daten umfassen Vorfälle aufgrund von Arbeitsunfällen, arbeitsbedingten Erkrankungen und Todesfällen infolge dieser Gesundheitsaspekte. Die Anzahl der Ausfalltage aufgrund von im Nordex-Meldesystem gemeldeten Vorfällen umfasst die Summe der Ausfalltage, einschließlich der Ausfalltage von extern beschäftigten Arbeitskräften unter der Aufsicht von Nordex sowie Todesfällen. Diese Daten umfassen jeweils den ersten vollen Tag und den letzten Tag der Abwesenheit sowie alle Kalendertage der Periode (also auch Wochenenden und Feiertage).

Unternehmensspezifische Angabe: Arbeitsunfallrate pro einer Million geleisteter Arbeitsstunden

S1-14-88-(c)

Arbeitskräfte des Unternehmens 2024
Arbeitnehmende 1,53
Fremdarbeitskräfte 1,37
Gesamt 1,45

Die Zahlen stellen die Unfallhäufigkeitsrate (Lost Time Injury Frequency, LTIF) dar. Diese Kennzahl misst die Zahl der Arbeitsunfälle pro einer Million geleisteter Arbeitsstunden, die Tage mit Arbeitsausfall verursachen. Die Berechnung erfolgt anhand der tatsächlich erfassten und geschätzten Arbeitsstunden von Arbeitnehmenden und Subunternehmern unter Berücksichtigung der standort- und länderspezifischen Vorschriften für wöchentliche Arbeitsstunden und Feiertage. Die LTIF-Rate ist seit 2021 Teil des anreizbasierten Vergütungsprogramms für unser Management, um dem Ziel von "Null Unfällen" näher zu kommen. Seit 2023 ist das interne Reporting mithilfe der HSE-Scorecard standardisiert und HSE-Informationen werden über das Lernmanagementsystem der Nordex Group an die Techniker verteilt.

Kennzahlen für die Vereinbarkeit von Berufs- und Privatleben

S1-15

Dieses Kapitel gibt Auskunft über den Anspruch der Arbeitnehmenden der Nordex Group auf geschlechtergerechte Inanspruchnahme von Arbeitsfreistellungen aus familiären Gründen sowie die tatsächliche Umsetzung in der Praxis.

Im Berichtsjahr betrug der Prozentsatz der Arbeitnehmenden, die Anspruch auf eine Arbeitsfreistellung aus familiären Gründen haben 96,28 %.

Anteil der Arbeitnehmenden, die Anspruch auf eine Arbeitsfreistellung aus familiären Gründen haben

Diese Tabelle bietet einen detaillierten Überblick über den Prozentsatz der Arbeitnehmenden innerhalb des Unternehmens, die Anspruch auf eine Arbeitsfreistellung aus familiären Gründen haben.

S1-15-93-(a)

Geschlecht 2024
Männlich 95,51 %
Weiblich 100,00 %
Gesamt 96,28 %

Anteil der anspruchsberechtigten Arbeitnehmenden, die eine Arbeitsfreistellung aus familiären Gründen in Anspruch genommen haben

S1-15-93-b)

Geschlecht 2024
Männlich 4,20 %
Weiblich 4,04 %
Gesamt 4,17 %

Die Informationen darüber, welche Arbeitnehmende Anspruch auf Elternurlaub haben und wie viele dieser Arbeitnehmenden diesen tatsächlich in Anspruch genommen haben, wurden bei P&C in jedem Land angefordert. Diese Daten wurden nach Personalzahl und Geschlecht analysiert und decken den gesamten Berichtszeitraum 2024ab.

Die Quote wurde ermittelt, indem die Anzahl der Arbeitnehmenden, die Elternurlaub in Anspruch genommen haben, durch die Gesamtzahl der anspruchsberechtigten Arbeitnehmenden geteilt wurde.

Vergütungskennzahlen (Verdienstunterschiede und Gesamtvergütung)

S1-16

Dieses Kapitel gibt Auskunft über die Vergütung innerhalb der Nordex Group, einschließlich des Gefälles zwischen weiblichen und männlichen Arbeitnehmenden und das Verhältnis zwischen der Vergütung der höchstbezahlten Einzelperson und dem Median der Vergütung der Arbeitnehmenden der Nordex Group.

Geschlechtsspezifisches Verdienstgefälle (ausgedrückt in % der Arbeitnehmenden)

S1-16-97-(a) S1-16-97-(b), S1-16-97-(c)

Arbeitnehmendenkategorie 2024
Angestellte 9,73 %
Gewerbliche Arbeitnehmende 13,20 %
Führungskräfte 21,96 %
Alle Arbeitnehmende -9,26 %

Die Daten stellen eine Analyse des geschlechtsspezifischen Verdienstgefälles innerhalb der Nordex Group dar. Das geschlechtsspezifische Verdienstgefälle ist definiert als die Differenz zwischen dem Durchschnittseinkommen von weiblichen und männlichen Arbeitnehmenden, ausgedrückt als Prozentsatz des Durchschnittseinkommens männlicher Arbeitnehmender. Die Nordex Group hat eine umfassende standortübergreifende Analyse des geschlechtsspezifischen Verdientsgefälles durchgeführt, um Einblick in die Vergütungsunterschiede zwischen männlichen und weiblichen Arbeitnehmenden zu erhalten. Das unbereinigte geschlechtsspezifische Verdienstgefälle wurde berechnet als prozentualer Unterschied zwischen der durchschnittlichen Bruttostundenvergütung männlicher und weiblicher Arbeitnehmender, geteilt durch die durchschnittliche Bruttostundenvergütung männlicher Arbeitnehmender. Sämtliche Vergütungsdaten wurden in Euro umgerechnet und auf das 100 %-Vollzeitäquivalent angepasst. Vergleicht man weibliche und männliche Arbeitnehmende ohne Berücksichtigung von Gehaltsstufen oder Tätigkeitsarten, so zeigt die Analyse, dass weibliche Arbeitnehmerinnen 9,26 % mehr verdienen als männliche Arbeitnehmer. Dennoch verdienen auf der Führungsebene männliche Arbeitnehmer 21,96 % mehr als weibliche, bei angestellten Arbeitnehmenden sind es 9,73 % und im gewerblichen Bereich 13,20 %.

Dieses scheinbare Missverhältnis entsteht, weil die Nordex Group einen vergleichbar geringen Anteil an weiblichen Beschäftigten hat, welcher überwiegend in höher gruppierten Lohnstufen tätig ist. Im Gegensatz dazu ist der Anteil der männlichen Beschäftigten in gewerblichen Positionen deutlich höher. Diese Positionen befinden sich in niedrigeren Lohnstufen bzw. sind in mit einem gewissen Anteil in Ländern mit generell niedrigeren Gehaltsniveau angesiedelt. Da über alle Lohnstufen gemittelt wird, ist die Kennzahl über alle Arbeitnehmenden (-9,26%) entsprechend verzerrt.

Die Nordex Group hat zudem das Verhältnis der jährlichen Gesamtvergütung der am höchsten bezahlten Einzelperson zum Median der jährlichen Gesamtvergütung aller Arbeitnehmenden (ohne die am höchsten bezahlte Einzelperson) angegeben. Dieses Verhältnis ist 36,97, und bietet Einblick in die Gehaltsstruktur und -gerechtigkeit innerhalb der Organisation.

Derzeit werden die Arbeitnehmenden der verschiedenen Beschäftigungsebenen nicht nach Jobfamilien klassifiziert. Dadurch werden unterschiedliche Arten von Tätigkeiten, von unterstützenden Funktionen bis hin zu direkten Geschäftsbereichen, in einer Ebene zusammengefasst. Um dem entgegenzuwirken, vergleicht die Nordex Group derzeit ihre Jobstrukturen mit ihrem Ziel, die Mehrzahl der Stellen in der Struktur zu erfassen und damit vergleichbar zu machen. Dadurch erhalten wir ein klareres Bild des geschlechtsspezifischen Verdienstgefälles und können etwaige Ungleichgewichte beseitigen. Unsere fortlaufenden Bemühungen zielen darauf ab, sicherzustellen, dass alle Arbeitnehmenden fair und gerecht bezahlt werden. Dies spiegelt unser Engagement für Transparenz und Fairness bei der Vergütungspraxis wider.

Vorfälle, Beschwerden und schwerwiegende Auswirkungen im Zusammenhang mit Menschenrechten

S1-17, S1-17-103-(a) , S1-17-103-(b), S1-17-103-(c), S1-17-103-(d), S1-17-104-(a), S1-17-104-(b)

Dieses Kapitel gibt Auskunft über Beschwerden und schwerwiegenden Menschenrechtsverletzungen innerhalb der Arbeitskräfte der Nordex Group sowie den damit verbundenen Bußgeldern, Sanktionen oder Entschädigungen.

Im Berichtszeitraum wurden

28 Fälle von Diskriminierung, einschließlich Belästigung, gemeldet und

118 Beschwerden über die unternehmenseigenen Kanäle für Arbeitskräfte des Unternehmens eingereicht.

Aus den gemeldeten Vorfällen und Beschwerden resultierten keine Bußgelder, Strafen oder Entschädigungen.

Die Beschwerden wurden über das Hinweisgebersystem "notify!" eingereicht, das es Arbeitnehmenden ermöglicht, vermutetes Fehlverhalten oder Missstände sicher zu melden.

Es kam zu keinen schwerwiegenden Menschenrechtsverstößen im Zusammenhang mit den Arbeitskräften der Nordex Group und infolgedessen auch nicht zu Bußgeldern, Strafen oder Entschädigungen.

Wir behandeln alle Diskriminierungsvorfälle und Beschwerden, die innerhalb unserer Organisation eingehen, über offizielle Kanäle. Insbesondere das bereits erläuterte System "notify!" stellt sicher, dass jede Meldung oder Beschwerde vertraulich behandelt wird. Unsere Beschwerdemechanismen stellen sicher, dass Mitarbeitende jeden Vorfall vertraulich und sicher melden können.

S2 Arbeitskräfte in der Wertschöpfungskette

Kategorie Unterthema IRO Umfang
Positive Auswirkungen Arbeitsbedingungen • (P) Unbeabsichtigte Unterstützung ausbeuterischer Praktiken wie Kinderarbeit, Zwangsarbeit oder schlechter Arbeitsbedingungen bei Lieferanten in Hochrisikoländern □ ▨ ●○○
Negative Auswirkungen Arbeitsbedingungen • (P) Schaffung instabiler Arbeitsbedingungen aufgrund kurzfristiger Aufträge, die zu übermäßigen Überstunden und unzureichenden Löhnen führen und vor allem Arbeitskräfte in der vorgelagerten Wertschöpfungskette betreffen □ ●○○
Arbeitsbedingungen • (P) Unsichere Arbeitsbedingungen und mangelhafte Sicherheit aufgrund unzureichender Ausbildung und befristeter Beschäftigung ▨ ●○○
Arbeitsbedingungen • (P) Einschränkung der Arbeitnehmerrechte in Ländern, in denen die Vereinigungsfreiheit oder Tarifverträge eingeschränkt oder verboten sind □ ▨ ●○○
Risiken Arbeitsbedingungen • Strafen wegen Nichteinhaltung der gesetzlichen Sorgfaltspflichten in Bereichen wie Mindestlöhne, Gleichstellung, Gesundheit und Sicherheit sowie Kinder- und Zwangsarbeit ▨ ■ ●○○
Arbeitsbedingungen • Lieferunterbrechungen aufgrund von Streiks oder Arbeitskonflikten in der Wertschöpfungskette, die ebenfalls mittelfristig Risiken im vorgelagerten Bereich sind ▨ ●○○
Arbeitsbedingungen • Zunehmender finanzieller Druck und Beeinträchtigung der langfristigen Profitabilität aufgrund steigender Löhne in der Lieferkette ■ ●○○
Chancen Gleichbehandlung und Chancengleichheit für alle • Die Verbesserung der Lieferqualität durch Wissenstransfer und enge Zusammenarbeit mit den Lieferanten kann die Produktqualität verbessern und die Geschäftsbeziehungen stärken ▨ ●○○

(T) tatsächlich (P) potenziell

●○○ vorgelagert ○●○ eigene Geschäftstätigkeiten ○○● nachgelagert
kurzfristig mittelfristig langfristig

Allgemeine Angaben

Dieses Kapitel gibt Auskunft über wesentliche Auswirkungen auf Arbeitskräfte in der Wertschöpfungskette der Nordex Group, auch im Rahmen ihrer Produkte oder Dienstleistungen, sowie durch ihre Geschäftsbeziehungen und die damit verbundenen wesentlichen Risiken und Chancen.

Interessen und Standpunkte der Interessenträger

S2-ESRS 2 SBM-2-9

Die Nordex Group bezieht Waren und Dienstleistungen von Lieferanten, die teilweise in Ländern mit erhöhten Risiken ansässig sind. Dadurch könnten die Rechte der Arbeitskräfte in der Wertschöpfungskette durch die Einkaufs- und Beschaffungspraktiken der Nordex Group unbeabsichtigt beeinträchtigt werden. Im Rahmen unserer DMA wurden die Standpunkte der Arbeitskräfte in der Lieferkette und ihre Interessen durch Stellvertreter berücksichtigt (vgl. Abschnitt Methode der doppelten Wesentlichkeitsanalyse). Über die Risikobewertung im Rahmen des LkSG, bei der der Ansatz zur Due Diligence der OECD angewendet wird, wurden die Hauptrisiken ermittelt, die Auswirkungen auf die Arbeitskräfte in der Wertschöpfungskette haben. Eine darüber hinausgehende Ermittlung, Kategorisierung oder Interaktion mit den Arbeitskräften in der Wertschöpfungskette fand nicht statt.

Die Ergebnisse der LkSG-Risikobewertung sowie die Rolle der Arbeitskräfte in der Wertschöpfungskette und die möglichen Auswirkungen der Nordex Group auf sie werden der Leitung des Einkaufs vom Human Rights & Environmental Officer (HREO) mitgeteilt. Strategie und Geschäftsmodell der Nordex Group sind noch nicht unmittelbar mit den Ergebnissen verknüpft.

Wesentliche Auswirkungen, Risiken und Chancen

S2-ESRS 2 SBM-3

Die Messung der Auswirkungen auf die Arbeitskräfte in der Wertschöpfungskette ergibt sich aus den Prozessen der LkSG-Umsetzung. Der HREO und die LkSG-Risikomanager im Einkauf überprüfen, ob die Präventions- und Abhilfemaßnahmen angemessen sind und ob ihre Umsetzung verfolgt wird. Der HREO führt jährlich eine Prüfungen der LkSG-Umsetzung durch und erstattet der Geschäftsführung regelmäßig Bericht.

Die vier wesentlichen Auswirkungen, die wir in Bezug auf S2 ermittelt haben, bezogen sich alle auf die Arbeitsbedingungen. Sie sind mit unserem Geschäftsmodell verbunden, da wir Waren und Dienstleistungen von Lieferanten in Ländern mit erhöhten Risiken beziehen. Der HREO gibt Empfehlungen an die zuständigen Abteilungen, um die Angemessenheit, Effizienz und Resilienz der LkSG-Umsetzung sowie die prozessinhärente Umsetzung der Leitprinzipien der Vereinten Nationen für Wirtschaft und Menschenrechte und des OECD-Ansatzes zur Due Diligence weiterzuentwickeln. Dadurch soll die Eintrittswahrscheinlichkeit potenzieller Auswirkungen verringert werden. Eine Anpassung der Strategie und des Geschäftsmodells der Nordex Group ist derzeit nicht vorgesehen.

Wir haben den Zusammenhang zwischen den wesentlichen Risiken und Chancen, die sich aus den Auswirkungen und Abhängigkeiten im Zusammenhang mit betroffenen Gemeinschaften und unserer Strategie und unserem Geschäftsmodell ergeben, nicht ermittelt. Auch haben wir keine einschlägigen Verfahren und Prozesse umgesetzt.

Die Nordex Group geht davon aus, dass eine Arbeitskraft in der Wertschöpfungskette eine Person ist, die in der Wertschöpfungskette der Nordex Group tätig ist, unabhängig vom Bestehen oder der Art einer vertraglichen Beziehung zu einem Unternehmen der Nordex Group. Dabei kann es sich um Baustellenpersonal handeln, das von der Nordex Group oder von weiteren Unternehmen unter Vertrag genommen wird, um Servicetechniker sowie um Arbeitskräfte von Zulieferern, einschließlich Produktion und Logistik. Die Arbeitskraft kann Teil der vorgelagerten oder nachgelagerten Wertschöpfungskette sein und ist oder kann wesentlich von den Tätigkeiten der Nordex Group betroffen sein. Dies umfasst Auswirkungen, die von der Nordex Group verursacht werden oder zu denen sie beiträgt, sowie Auswirkungen, die in direktem Zusammenhang mit den eigenen Geschäftstätigkeiten, Produkten oder Dienstleistungen der Nordex Group stehen.

Dazu gehören insbesondere:

Arbeitskräfte an den Standorten der Nordex Group, die nicht unsere Arbeitskräfte sind, einschließlich Arbeitskräfte von Unternehmen, die nicht in einem Vertragsverhältnis mit Nordex stehen

Arbeitskräfte, die in der vorgelagerten Wertschöpfungskette tätig sind (z. B. Personen, die an der Gewinnung von Metallen oder Mineralien, der Gewinnung von Rohstoffen, der Raffination, der Herstellung oder anderen Formen der Verarbeitung beteiligt sind), insbesondere im Bereich Maschinenbau

Arbeitskräfte in der nachgelagerten Wertschöpfungskette, darunter in den Bereichen Logistik, Service und Maschinenwartung

Arbeitnehmende im Betrieb eines Joint Ventures

Gefährdete Gruppen wie Gewerkschaftsmitglieder, die möglicherweise in der Lieferkette der Nordex Group tätig sind, obwohl es keine Hinweise auf tatsächliche Auswirkungen gibt

Die Nordex Group hat im Jahr 2024 keine Daten zu den Arbeitskräften in der Wertschöpfungskette erfasst.

Im Hinblick auf geografische Gebiete, oder Rohstoffe, bei denen in Bezug auf die Arbeitskräfte in der Wertschöpfungskette des Unternehmens ein erhebliches Risiko von Kinderarbeit oder Zwangsarbeit besteht, haben wir, wie vom LkSG gefordert, eine Analyse der Länder durchgeführt, aus denen wir unsere Rohstoffe beziehen. Diese Analyse umfasste eine Bewertung potenzieller Menschenrechtsrisiken, in wichtigen Beschaffungsländern wie China, Indien und Pakistan, wo die lokalen Gesetze und Vorschriften wichtige Menschenrechtsaspekte möglicherweise nicht in vollem Umfang berücksichtigen. Trotz dieser erhöhten regionalen Risiken wurden in unserer Lieferkette keine konkreten hohen Risiken für Zwangs- oder Kinderarbeit identifiziert.

Wir haben keine wesentlichen positiven Auswirkungen ermittelt. Es wurden nur potenzielle negative Auswirkungen ermittelt, die entweder weitreichend oder systematisch sein könnten. Das wesentliche Risiko, das sich aus Auswirkungen auf Arbeitskräfte in der Wertschöpfungskette ergibt, sind mögliche Lieferunterbrechungen aufgrund von Streiks oder Arbeitskonflikten, die ein mittelfristiges Risiko im vorgelagerten Bereich darstellen.

Management der Auswirkungen, Risiken und Chancen

Konzepte im Zusammenhang mit Arbeitskräften in der Wertschöpfungskette

S2-1

Dieses Kapitel gibt einen Überblick über unsere Konzepte zur Ermittlung, Bewertung, Steuerung und/oder Behebung von wesentlichen Auswirkungen, Risiken und Chancen im Zusammenhang mit Arbeitskräften in der Wertschöpfungskette. Obwohl wir über keine formelle Richtlinie verfügen, die sich speziell mit dem Umgang mit Arbeitskräften in der Wertschöpfungskette oder mit der Bereitstellung von Abhilfemaßnahmen bei Menschenrechtsverletzungen befasst, umfassen mehrere bestehende Richtlinien Menschen- und Arbeitsrechte, die auch Arbeitskräfte in der Wertschöpfungskette einschließen. Diese Richtlinien umfassen Verfahren und Mechanismen, um die Einhaltung der Leitprinzipien der Vereinten Nationen für Wirtschaft- und Menschenrechte, der Erklärung der IAO über grundlegende Prinzipien und Rechte bei der Arbeit oder der OECD-Leitsätze für multinationale Unternehmen, sicherzustellen.

Sämtliche im Folgenden aufgeführten Dokumente sind auf der Internetseite der Nordex Group öffentlich zugänglich und, wo notwendig, auch Bestandteil der Lieferantenverträge und gelten für alle Lieferanten weltweit.

Verhaltenskodex für Subunternehmer und Lieferanten: In diesem Dokument werden die Erwartungen des Unternehmens an seine vor- und nachgelagerten Lieferanten und Auftragnehmer in Bezug auf Arbeits- und Menschenrechte, ökologische Nachhaltigkeit und Geschäftsethik dargelegt. Einzelheiten finden Sie im Abschnitt G1-7.

Einschlägige Nachhaltigkeitsaspekte: Arbeitsbedingungen, Gleichbehandlung und Chancengleichheit für alle

Menschenrechtsrichtlinie: Ziel der Menschenrechtsrichtlinie der Nordex Group ist es, der Nordex Group, ihren Arbeitskräften, Kunden, Lieferanten, Aktionären und den Gemeinschaften, in denen sie tätig ist, die ethischen und sozialen Werte zu vermitteln, die wir erwarten und zu wahren versuchen. Einzelheiten finden Sie im Abschnitt S1-1.

Einschlägige Nachhaltigkeitsaspekte: Arbeitsbedingungen, Gleichbehandlung und Chancengleichheit für alle

QHSE-Richtlinie: Die Richtlinie definiert die Verpflichtung zur Gewährleistung der Gesundheit und Sicherheit von Arbeitnehmenden und Auftragnehmenden entlang der vor- und nachgelagerten Wertschöpfungskette. Auf deren Basis hat die Nordex Group eine Reihe von Maßnahmen zur Vermeidung von Unfällen und Verletzungen umgesetzt, darunter Schulungsprogramme, Sicherheitsaudits und Risikobewertungen. Die Umsetzung wird durch die ISO 14001-Zertifizierung der Nordex Group unterstützt. Der CEO ist für diese Richtlinie verantwortlich. Die Richtlinie ist öffentlich zugänglich. [Weitere Informationen befinden sich auf unserer Website].

Einschlägiger Nachhaltigkeitsaspekt Arbeitsbedingungen.

Diversitäts- und Inklusionsrichtlinie: Sie beinhaltet die Werte der Nordex Group in Bezug auf Vielfalt und Integration in der Belegschaft und verpflichtet sich, einen Arbeitsplatz zu schaffen, der frei von Diskriminierung und Belästigung ist. Einzelheiten finden Sie im Abschnitt S1-1.

Einschlägiger Nachhaltigkeitsaspekt: Gleichbehandlung und Chancengleichheit für alle

Grundsatzerklärung zum deutschen Lieferkettengesetz (LkSG): Sie beschreibt die Methodik und Umsetzung des auf den Sorgfaltspflichten basierenden Menschenrechts- und Umweltrisikomanagements im Hinblick auf die Arbeitskräfte der Nordex Group sowie ihrer vorgelagerten Tier-1- und Tier-2-Lieferanten. Einzelheiten finden Sie im Abschnitt S1-1.

Einschlägige Nachhaltigkeitsaspekte: Arbeitsbedingungen, Gleichbehandlung und Chancengleichheit für alle, sonstige arbeitsbezogene Rechte

Es wurden keine Fälle der Nichteinhaltung der Leitprinzipien der Vereinten Nationen für Wirtschaft und Menschenrechte, der Erklärung der IAO über grundlegende Prinzipien und Rechte bei der Arbeit oder der OECD-Leitsätze für multinationale Unternehmen, an denen Arbeitskräfte in der Wertschöpfungskette beteiligt sind, in der vor- und nachgelagerten Wertschöpfungskette identifiziert, von denen die Nordex Group Kenntnis erlangt hat.

Verfahren zur Einbeziehung der Arbeitskräfte in der Wertschöpfungskette in Bezug auf Auswirkungen

S2-2

Wir verfügen über kein spezielles Verfahren für die Einbeziehung der Arbeitskräfte in der Wertschöpfungskette in Bezug auf tatsächliche und potenzielle Auswirkungen auf sie. Allerdings findet ein regelmäßiger Austausch mit Schlüssellieferanten über die jährliche Lieferantenkonferenz statt. Darüber hinaus werden im Rahmen der Umsetzung der LkSG-Risikobewertungen, wie in der Grundsatzerklärung zum LkSG definiert, regelmäßige Kontrollen der arbeitnehmendenbezogenen Risiken und der öffentlichen Informationen zu relevanten Lieferketten durchgeführt.

Zusätzlich zu diesen Aktivitäten bezieht die Nordex Group ihre Interessenträger, darunter Mitarbeitende, Lieferanten, Kunden und Gemeinschaften, ein, um deren Anliegen und Erwartungen zu verstehen. Dies geschieht durch den direkten Kontakt mit den entsprechenden Mitarbeitenden der Nordex Group, beispielsweise den Sourcing Managern, um dieses Feedback in unsere Konzepte und Entscheidungsprozesse einfließen zu lassen.

Verfahren zur Verbesserung negativer Auswirkungen und Kanäle, über die die Arbeitskräfte in der Wertschöpfungskette Bedenken äußern können

S2-3

Dieses Kapitel gibt Auskunft über die bestehenden Verfahren, um negative Auswirkungen auf Arbeitskräfte in der Wertschöpfungskette zu verbessern oder an der Verbesserung mitzuwirken, sowie die Kanäle, die zur Verfügung stehen, um Bedenken zu äußern und prüfen zu lassen.

Die Behebung tatsächlicher Verstöße gegen die Menschenrechte der Arbeitskräfte in der Wertschöpfungskette erfolgt gemäß den LkSG-Umsetzungsprozessen und wird in der LkSG-Grundsatzerklärung beschrieben. Sollte sich ein Verstoß bei einem Tier-1-Lieferanten in absehbarer Zeit nicht beheben lassen, entwickeln und implementieren wir einen Plan zur Beendigung bzw. Minimierung des Verstoßes. Für Tier-N-Lieferanten führen wir eine Risikoanalyse durch und entwickeln ein Risikominimierungskonzept, wenn wir konkrete Kenntnis über tatsächliche Verstöße erhalten. Alle wesentlichen Auswirkungen werden von der LkSG-Implementierung abgedeckt, die der OECD-Due-Diligence-Methodik folgt und aus einer mehrstufigen Risikoanalyse besteht. Dieses System wendet Maßnahmen zur Risikoprävention, beispielsweise Schulungen, an und misst die Wirksamkeit dieser Maßnahmen durch anschließende Risikobewertungen.

Die Messung der Wirksamkeit der Maßnahmen erfolgt prozessinhärent, das heißt: Alle Lieferketteneinheiten, bei denen Präventions- und Abhilfemaßnahmen durchgeführt wurden, werden in die Risikobewertung des darauffolgenden Jahres einbezogen. Daraufhin wird die Verbesserung der Risikosituation gemessen. Im Falle einer tatsächlichen Wiedergutmachungsmaßnahme ist eine direkte Zusammenarbeit mit der Lieferketteneinheit vorgesehen.

[Weitere Einzelheiten zum LkSG-Prozess und zur Methodik finden Sie in der Grundsatzerklärung zum LkSG.]

Mit unserem Hinweisgebersystem "notify!" verfügen wir über spezielle Kanäle, über die Arbeitskräfte in der Wertschöpfungskette Bedenken äußern können. Das System steht für jegliche Compliance-Verstöße zur Verfügung. Die Meldungen werden geprüft und je nach Art des Verstoßes werden Untersuchungen durch die Abteilung Corporate Compliance oder das Komitee für Geschäftsethik durchgeführt. Es werden Maßnahmen zum Schutz von Einzelpersonen und des Unternehmens ergriffen. Darüber hinaus erfolgt die Behandlung gemäß der Geschäftsordnung der Nordex Group zum Beschwerdeverfahren nach dem LkSG, das im Abschnitt G1-7 beschrieben wird. Weitere Einzelheiten zu unserem Hinweisgebersystem finden Sie im entsprechenden Unterabschnitt von G1.

Das Hinweisgebersystem ist im Verhaltenskodex für Subunternehmer und Lieferanten enthalten, um dessen Zugriffsmöglichkeiten auch bei den Lieferanten sicherzustellen. Die Abteilung Corporate Compliance gewährleistet durch ein definiertes Verfahren zur Validierung, Untersuchung und Schlussfolgerung eine ordnungsgemäße und zeitnahe Bearbeitung von Anliegen. Meldungen werden vertraulich behandelt und Hinweisgeber sind vor Repressalien geschützt. Die Nordex Group stellt nicht fest, wie Arbeitskräfte in der Wertschöpfungskettediese Strukturen oder Verfahrenkennen oder ihnen vertrauen.

Ergreifung von Maßnahmen in Bezug auf Auswirkungen auf Arbeitskräfte in der Wertschöpfungskette

S2-4

Wir thematisieren Auswirkungen auf Arbeitskräfte in der Wertschöpfungskette, indem wir den Due-Diligence- und Risikomanagementansatz anwenden, der in den OECD-Leitsätzen für verantwortungsvolles unternehmerisches Handeln beschrieben ist und mit dem LkSG umgesetzt wurde. Dazu gehört auch die Analyse von Menschenrechts- und Umweltrisiken im Zusammenhang mit Arbeitskräften in der Wertschöpfungskette und die Berücksichtigung des potenziellen Beitrags von Hochrisikolieferanten zu diesen Risiken. Zu den Präventionsmaßnahmen gehören verpflichtende E-Learning-Schulungen zu Menschenrechten und Umweltschutz für Hochrisikolieferanten, in denen alle wesentlichen negativen Auswirkungen im Zusammenhang mit den Arbeitsbedingungen behandelt werden. [Weitere Einzelheiten zum LkSG-Prozess und zur Methodik finden Sie in der Grundsatzerklärung zum LkSG.]

Wir haben keine Maßnahmen ergriffen, um Abhilfe für tatsächliche wesentliche Auswirkungen zu schaffen, da keine festgestellt wurden. Darüber hinaus verfügen wir über keine Initiativen, die auf eine positive Auswirkung auf die Arbeitskräfte in der Wertschöpfungskette abzielen. Wir verfolgen und bewerten die Wirksamkeit unserer Maßnahmen, wie z. B. Schulungen, durch prozessinhärenten Risikobewertungen, d.h. die Risikobewertung im Anschluss an die Bewertung, bei der der Schulungsbedarf ermittelt wurde, konzentriert sich auf die Analyse von Verbesserungen, um festzustellen, ob die Schulung Wirkung gezeigt hat.

Wir planen keine gezielten Maßnahmen, um wesentliche Risiken und Chancen im Zusammenhang mit Arbeitskräften in der Wertschöpfungskette anzugehen und dementsprechend auch keine damit verbundene Überwachung der Wirksamkeit. Alle wesentlichen Risiken und negativen Auswirkungen beziehen sich auf die Arbeitsbedingungen. Eine ermittelte Chance bezieht sich auf die Gleichbehandlung und Chancengleichheit für alle. Allerdings sind keine konkreten Maßnahmen zur Nutzung dieser Chance geplant.

Durch die vom LkSG geforderten Präventionsmaßnahmen unternehmen wir entsprechende Schritte, um zu vermeiden, dass wir wesentliche negative Auswirkungen auf Arbeitskräfte in der Wertschöpfungskette haben oder dazu beitragen. Es wurden keine schwerwiegenden Probleme oder Vorfälle im Zusammenhang mit Menschenrechten in Bezug auf unsere Wertschöpfungskette gemeldet.

Die für die Bewältigung der wesentlichen Auswirkungen bereitgestellten Mittel umfassen auch die für die LkSG-Verwaltung verfügbaren Mittel, wie in der Grundsatzerklärung zum LkSG beschrieben. Dazu gehören die Mittel des Einkaufs und des Menschenrechts- und Umweltbeauftragten, der die LkSG-bezogenen Risikobewertungen überwacht.

Kennzahlen und Ziele

S2-5

Wir haben noch keine Ziele im Zusammenhang mit der Bewältigung wesentlicher negativer Auswirkungen, der Förderung positiver Auswirkungen und dem Umgang mit wesentlichen Risiken und Chancen in Bezug auf Arbeitskräfte in der Wertschöpfungskette festgelegt. Die Nordex Group verfolgt nicht die Wirksamkeit ihrer Konzepte und Maßnahmen in Bezug auf die spezifischen wesentlichen Auswirkungen, Risiken und Chancen bezüglich der Arbeitskräfte in der Lieferkette. Die Bewertung der Verfahren im Zusammenhang mit den Arbeitskräften in der Lieferkette erfolgt wie oben beschrieben über die LkSG-Risikobewertung. Schulungen für Hochrisikolieferanten werden im Rahmen des inhärenten Verfahrens durchgeführt.

Wir haben noch kein Verfahren zur Festlegung von Zielen festgelegt, einschließlich der direkten Zusammenarbeit mit den Arbeitskräften in der Wertschöpfungskette, ihren rechtmäßigen Vertretern oder angemessenen Stellvertretenden, die Einblicke in ihre Situation haben.

S3 Betroffene Gemeinschaften

Kategorie Unterthema IRO Umfang
Positive Auswirkungen Wirtschaftliche, soziale und kulturelle Rechte von Gemeinschaften • /
Negative Auswirkungen Wirtschaftliche, soziale und kulturelle Rechte von Gemeinschaften • (P) Eine Beeinträchtigung der lokalen Lebensgrundlagen ist durch Landnutzungsänderungen, Ressourcenausbeutung und Vertreibung möglich.
●●○
Wirtschaftliche, soziale und kulturelle Rechte von Gemeinschaften • (P) Degradierung und Verlust an biologischer Vielfalt sind möglich und können Gemeinschaften bedrohen
●○●
Wirtschaftliche, soziale und kulturelle Rechte von Gemeinschaften • (P) Ein eingeschränkter Zugang zu sauberem Wasser ist möglich und kann die Lebensbedingungen aufgrund des hohen Wasserverbrauchs und der Verschmutzung verschlechtern
●●●
Wirtschaftliche, soziale und kulturelle Rechte von Gemeinschaften • (P) Gesundheits- und Umweltschäden aufgrund möglicher Verschmutzung durch Materialgewinnung und -transport
●●●
Negative Auswirkungen Rechte indigener Völker • (P) Landnutzung kann zu Verletzungen der Rechte indigener Völker und verstärkten sozioökonomischen Problemen führen
●●●
Risiken Rechte indigener Völker • Produktionsstopps und Verzögerungen in Windparks aufgrund fehlender Zustimmung der indigenen Gemeinschaften
○●○
Chancen Wirtschaftliche, soziale und kulturelle Rechte von Gemeinschaften • /

(T) tatsächlich (P) potenziell

●○○ vorgelagert ○●○ eigene Geschäftstätigkeiten ○○● nachgelagert
kurzfristig mittelfristig langfristig

Allgemeine Angaben

Interessen und Standpunkte der Interessenträger

S3-ESRS 2 SBM-2-7

Die Ansichten, Interessen und Rechte der betroffenen Gemeinschaften, einschließlich der relevanten Tätigkeiten und Verfahren, werden auf der Ebene unserer spezifischen Projekte berücksichtigt und umgesetzt. Dieser projektbezogene Ansatz ist Teil des Geschäftsmodells der Nordex Group.

Wesentliche Auswirkungen, Risiken und Chancen und ihr Zusammenspiel mit Strategie und Geschäftsmodell

S3-ESRS 2 SBM-3

Dieses Kapitel gibt Auskunft darüber, ob und wie Auswirkungen, Risiken und Chancen entstehen und in welcher Beziehung sie zu Strategie und Geschäftsmodell stehen. Es informiert darüber, ob alle betroffenen Gemeinschaften in die Angaben einbezogen werden und wie beispielsweise die negativen und positiven Auswirkungen aussehen.

Wir haben potenzielle Auswirkungen auf betroffene Gemeinschaften im Zusammenhang mit unserer Strategie und unserem Geschäftsmodell ermittelt, da Windparkanlagen und -standorte Auswirkungen auf betroffene Gemeinschaften haben können. Da die Nordex Group jedoch in der Regel nicht Eigentümerin der Windparks und Anlagen ist, lösen die potenziellen Auswirkungen derzeit keine Anpassungen unserer Strategie oder unseres Geschäftsmodells aus. Das trifft auf alle ermittelten Auswirkungen zum Thema S3 zu. Wir haben keine tatsächlichen Auswirkungen ermittelt.

Die Nordex Group hat nicht grundsätzlich, d.h. auf Konzernebene, analysiert, welche Arten von betroffenen Gemeinschaften von wesentlichen Auswirkungen ihrer Tätigkeiten oder ihrer vor- und nachgelagerten Wertschöpfungskette betroffen sind. Alle Analysen werden auf Projektebene durchgeführt (siehe S3-ESRS 2 SBM-2-7). Dieser Ansatz basiert auf dem Geschäftsmodell der Nordex Group. Durch die Beteiligung und den Input der Abteilung Projekt-Governance wurde die Sicht auf Projektebene in der IRO-Bewertung berücksichtigt.

In unserer DMA haben wir keine wesentlichen negativen Auswirkungen ermittelt, die sich auf einzelne Vorfälle in den Bereichen beziehen, in denen wir tätig sind oder Beschaffungs- oder andere Geschäftsbeziehungen unterhalten. Darüber hinaus wurden in diesem Prozess nur potenzielle negative Auswirkungen ermittelt, die entweder weitreichend oder systematisch wären. Wir haben auch keine wesentlichen positiven Auswirkungen identifiziert.

Als ein wesentliches Risiko für ihre Geschäftstätigkeit, das sich aus den Auswirkungen und Abhängigkeiten von betroffenen Gemeinschaften ergibt, hat die Nordex Group das Risiko von Produktionsstopps und Verzögerungen in Windparks aufgrund fehlender Zustimmung der indigenen Gemeinschaften identifiziert.

Die Nordex Group hat weder bestimmte Gruppen ermittelt noch ein Verständnis dafür entwickelt, inwiefern betroffene Gemeinschaften mit bestimmten Merkmalen und Gemeinschaften, die in einem bestimmten Umfeld leben oder bestimmte Tätigkeiten ausführen, stärker gefährdet sein können.

Management der Auswirkungen, Risiken und Chancen

Konzepte im Zusammenhang mit betroffenen Gemeinschaften S3-1

Die Nordex Group hat keine spezifischen Richtlinien, Prozesse und Maßnahmen festgelegt oder umgesetzt, um wesentliche Auswirkungen auf betroffene Gemeinschaften und damit verbundene wesentliche Risiken und Chancen zu managen. Die Menschenrechtsrichtlinie der Nordex Group (vgl. Abschnitt S1-1) orientiert sich jedoch an den Leitprinzipien der Vereinten Nationen für Wirtschaft und Menschenrechte, der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte der Vereinten Nationen, den Kernarbeitsnormen der Internationalen Arbeitsorganisation (IAO), der Erklärung der IAO über grundlegende Prinzipien und Rechte bei der Arbeit und der im UN Global Compact dargelegten Prinzipien. Damit verfügt die Nordex Group über keine speziellen Konzepte für betroffene Gemeinschaften, sondern verweist auf externe Dokumente, die betroffene Gemeinschaften zum Gegenstand haben.

Einschlägige Nachhaltigkeitsaspekte: Wirtschaftliche, soziale und kulturelle Rechte von Gemeinschaften

Es wurden keine Fälle der Nichteinhaltung der Leitprinzipien der Vereinten Nationen für Wirtschaft und Menschenrechte, der Erklärung der IAO über grundlegende Prinzipien und Rechte bei der Arbeit oder der OECD-Leitsätze für multinationale Unternehmen, an denen betroffene Gemeinschaften beteiligt sind, im Rahmen eigenen Geschäftstätigkeit der Nordex Group oder in ihrer vor- und nachgelagerten Wertschöpfungskette gemeldet.

Verfahren zur Einbeziehung betroffener Gemeinschaften in Bezug auf Auswirkungen

S3-2

Wir haben noch kein allgemeines Verfahren zur Einbeziehung der betroffenen Gemeinschaften eingeführt, da wir in der Regel nicht die Grundstückseigentümer der von uns errichteten Windparks sind. Die Einbeziehung der Interessenträger, einschließlich der freiwilligen und in Kenntnis der Sachlage erteilten vorherigen Zustimmung (Free, Prior and Informed Consent, FPIC), erfolgt in der Regel durch unsere Kunden.

Verfahren zur Verbesserung negativer Auswirkungen- und Kanäle, über die betroffene Gemeinschaften Bedenken äußern können

S3-3

Wir verfügen bislang weder über eine allgemeine Vorgehensweise noch über spezielle Verfahren zur Wiedergutmachung negativer Auswirkungen auf die betroffene Gemeinschaften noch zur Bereitstellung von Abhilfemaßnahmen für wesentliche negative Auswirkungen, da keine tatsächlichen negativen Auswirkungen festgestellt wurden. Sollten solche Auswirkungen im Zusammenhang mit betroffenen Gemeinschaften auftreten, würden die entsprechenden LkSG-Prozesse, wie in Abschnitt S2 Arbeitskräfte in der Wertschöpfungskette beschrieben, zur Anwendung kommen.

Die Nordex Group verfügt im Rahmen des Hinweisgebersystems "notify!" über ein Online-Portal, über das betroffene Gemeinschaften ihre Anliegen direkt äußern können. Einzelheiten finden Sie in den Abschnitten S2-3-27 und G1. Über diesen Kanal können betroffene Gemeinschaften Bedenken äußern und deren Befassung anstoßen, um negative Auswirkungen zu beheben.

Wir haben nicht ermittelt, ob betroffene Gemeinschaften diese Strukturen oder Verfahren kennen oder ihnen vertrauen. Die Richtlinie zum Hinweisgebersystem (siehe ESRS G1-1) schützt Personen, die das System nutzen, vor Vergeltungsmaßnahmen.

Ergreifung von Maßnahmen in Bezug auf wesentliche Auswirkungen auf betroffene Gemeinschaften und Ansätze zum Management wesentlicher Risiken und zur Nutzung wesentlicher Chancen im Zusammenhang mit betroffenen Gemeinschaften sowie die Wirksamkeit dieser Maßnahmen

S3-4

Wir verfügen derzeit über keine spezifischen Konzepte, Maßnahmen oder Ziele für den Umgang mit wesentlichen Risiken oder Chancen im Zusammenhang mit betroffenen Gemeinschaften, da keine tatsächlichen wesentlichen Auswirkungen festgestellt wurden. Aus diesem Grund haben wir keine speziellen Verfahren oder Prozesse zur Schadensbegrenzung, Behebung oder Verfolgung der Wirksamkeit solcher Maßnahmen implementiert. Es wurden keine schwerwiegende Probleme und Vorfälle im Zusammenhang mit Menschenrechten in Bezug auf betroffene Gemeinschaften gemeldet. Die Nordex Group verfügt auf Konzernebene über keine dedizierten Ressourcen für das Management wesentlicher Auswirkungen auf die betroffenen Gemeinschaften.

Kennzahlen und Ziele

S3-5

Wir haben uns keine Ziele gesetzt, um negative Auswirkungen zu reduzieren, positive Auswirkungen zu fördern oder wesentliche Risiken und Chancen im Zusammenhang mit betroffenen Gemeinschaften zu managen. Aus diesem Grund haben wir keine einschlägigen Verfahren umgesetzt, um diese Ziele festzulegen, die Zielerreichung zu messen oder Verbesserungen aus dem Prozess der Zielerreichung abzuleiten.

Governance

G1

Unternehmensführung

G1 Unternehmensführung

Kategorie Unterthema IRO Umfang
Positive Auswirkungen Unternehmenskultur, Schutz von Hinweisgebern (Whistleblowers) • (P) Eine starke Unternehmenskultur und ein Hinweisgebersystem fördern Integrität, Transparenz und Verantwortlichkeit, verringern Risiken und verbessern die Unternehmensführung. □ ○●○
Politisches Engagement und Lobbyaktivitäten • (P) Die Förderung der Windenergie unterstützt Nachhaltigkeit, Wirtschaftswachstum und Emissionsreduzierung. □ ○○●
Negative Auswirkungen Schutz von Hinweisgebern (Whistleblowers) • (P) Whistleblower können Vergeltungsmaßnahmen ausgesetzt sein, so dass sie von der Meldung abhalten und die Rechenschaftspflicht verringern. □ ○●○
Korruption und Bestechung • (P) Korruptionsrisiken können die Unternehmensführung, den sozialen Fortschritt und die ökologische Nachhaltigkeit beeinträchtigen. □ ○●○
Risiken Management der Beziehungen zu Lieferanten • Verspätete oder verzögerte Zahlungen können die Lieferantenbeziehungen schwächen und die Lieferzuverlässigkeit beeinträchtigen. □ ▨ ●●○
Management der Beziehungen zu Lieferanten • Durch die Abhängigkeit von spezialisierten Lieferanten steigt das Risiko von Lieferkettenunterbrechungen. ■ ○●○
Chancen Management der Beziehungen zu Lieferanten • Durch eine Verbesserung der Zahlungspraktiken können die Lieferantenbeziehungen gestärkt und die Stabilität der Lieferkette erhöht werden. ■ ●○○
Management der Beziehungen zu Lieferanten • Durch die Ausweitung der Lieferantenbasis können Abhängigkeiten verringert und die Widerstandsfähigkeit verbessert werden. ▨ ○●○

(T) tatsächlich (P) potenziell

●○○ vorgelagert ○●○ eigene Geschäftstätigkeiten ○○● nachgelagert
kurzfristig mittelfristig langfristig

Unternehmensführung und Unternehmenskultur

Bei Nordex ist verantwortliches unternehmerisches Handeln die Grundlage unserer Geschäftstätigkeit und unseres Erfolgs. Wir verpflichten uns zu ethischen Praktiken, der Einhaltung relevanter Gesetze und der Einhaltung internationaler Richtlinien. Unsere Unternehmenskultur legt Wert auf Integrität, Transparenz und Rechenschaftspflicht und fördert eine respektvolle und ehrliche Zusammenarbeit mit allen Beteiligten. Durch die Einbettung dieser Grundsätze in unsere Geschäftspraktiken wollen wir die Menschenrechte wahren, Korruption verhindern und Hinweisgeber schützen. Auf diese Weise sichern wir nachhaltigen Erfolg und bewahren das Vertrauen unserer Kunden, Aktionäre und Geschäftspartner.

Management der Auswirkungen, Risiken und Chancen

Konzepte in Bezug auf die Unternehmensführung G1-1-7

In diesem Abschnitt werden unsere wichtigsten Konzepte und Standards beschrieben, die unser Engagement für hohe ethische Standards und nachhaltigen Geschäftserfolg verdeutlichen. Alle genannten Richtlinien gelten weltweit an allen Nordex-Standorten.

Verhaltenskodex für Mitarbeitende: Der Verhaltenskodex ist die Grundlage unserer Unternehmenskultur und leitet alle Mitarbeitenden der Nordex Group weltweit zu rechtmäßigem und ethischem Verhalten an. Er ist unser ethischer Kompass. Der Kodex basiert auf den Grundsätzen des Global Compact der Vereinten Nationen und ist ein Eckpfeiler unseres Compliance-Management-Systems. Der Vorstand ist für die Umsetzung verantwortlich und stellt sicher, dass unsere Grundwerte konsequent eingehalten werden. Der Kodex ist öffentlich zugänglich. [Weitere Informationen befinden sich auf unserer Website].

Einschlägige Nachhaltigkeitsaspekte: Unternehmenskultur, Korruption und Bestechung

Globale Richtlinie zum Risikomanagement: Unsere globale Richtlinie zum Risikomanagement zielt auf eine wirksame Risikoermittlung, -steuerung und -minimierung ab, um das Wachstum und die Stabilität der Nordex Group im Einklang mit unserer Unternehmenskultur verantwortungsvoller Geschäftspraktiken zu unterstützen. Durch proaktives Risikomanagement steigern wir unsere Wettbewerbsfähigkeit auf dem Markt und die Widerstandsfähigkeit unseres Unternehmens. Die Richtlinie definiert den Risikomanagementprozess, der regelmäßig intern überprüft wird, um seine Wirksamkeit sicherzustellen. Für die Umsetzung sind der CFO, der Leiter QHSE und der Leiter Risikomanagement verantwortlich. Die Richtlinie ist nicht öffentlich zugänglich.

Einschlägiger Nachhaltigkeitsaspekt: Unternehmenskultur

Menschenrechtsrichtlinie: Diese Richtlinie legt unsere Verpflichtung dar, die Menschenrechte in all unseren Tätigkeiten und Geschäftsbeziehungen zu achten. Sie deckt Themen wie Zwangsarbeit, Kinderarbeit, Diskriminierung und Vereinigungsfreiheit ab und zielt darauf ab, dass wir hohe Menschenrechtsstandards einhalten. Für die Umsetzung sind der CEO und der Chief People Officer verantwortlich. Die Richtlinie ist öffentlich zugänglich. [Weitere Informationen befinden sich auf unserer Website].

Einschlägiger Nachhaltigkeitsaspekt: Unternehmenskultur

Richtlinie zum Hinweisgebersystem: Diese Richtlinie fördert eine Kultur der offenen Meinungsäußerung und ermöglicht die vertrauliche und anonyme Meldung von Compliance-Verstößen, um den Schutz von Hinweisgebern zu gewährleisten. Der Vorstand überwacht die Umsetzung und zeigt damit unser Engagement bei der Vorbeugung und Bekämpfung von Fehlverhalten. Die Richtlinie ist öffentlich zugänglich. [Weitere Informationen befinden sich auf unserer Website].

Einschlägiger Nachhaltigkeitsaspekt: Schutz von Hinweisgebern (Whistleblowers)

Geschäftsordnung zum Beschwerdeverfahren nach dem Lieferkettensorgfaltspflichtengesetz (LkSG): Diese Richtlinie beschreibt das Beschwerdeverfahren zur Meldung von Risiken oder Verletzungen der Menschenrechte oder Umweltrechte gemäß den Anforderungen des Lieferkettengesetzes (LkSG). Sie steht für Vertraulichkeit und Schutz für Hinweisgeber und ermöglicht ihnen, Bedenken zu melden, ohne Repressalien befürchten zu müssen. Der Vorstand ist für die Umsetzung verantwortlich und die Wirksamkeit der Richtlinie wird durch regelmäßige Audits überprüft. Die Richtlinie ist öffentlich zugänglich. [Weitere Informationen befinden sich auf unserer Website].

Einschlägiger Nachhaltigkeitsaspekt: Schutz von Hinweisgebern (Whistleblowers)

Spendenrichtlinie: Ziel dieser Richtlinie ist es, unseren Aktivitäten im Bereich des gesellschaftlichen Engagements einen klaren Fokus und Transparenz zu verleihen. Darin sind die Grundsätze und Verantwortlichkeiten für den Spendenprozess sowie unser Anspruch definiert, dass unsere Beiträge hohen rechtlichen und ethischen Standards entsprechen müssen. Die Abteilung Corporate Sustainability berichtet jährlich an den Vorstand. Die Richtlinie ist nicht öffentlich zugänglich.

Einschlägiger Nachhaltigkeitsaspekt: Politisches Engagement und Lobbytätigkeiten

Verhaltenskodex für Subunternehmer und Lieferanten: Dieser Kodex beschreibt die ethischen und Compliance-Standards, die von allen Subunternehmern und Lieferanten erwartet werden. Dabei wird großer Wert auf Integrität, die Einhaltung von Gesetzen und Vorschriften sowie den Respekt vor Menschenrechten und Umweltstandards gelegt. Die Richtlinie umfasst Geschäftsintegrität, Qualität, Gesundheit und Sicherheit, Arbeits- und Menschenrechte, Arbeitsbedingungen, Sicherheitsdienste, Umweltmanagement und Compliance, Konfliktmineralien, Gemeinschaften und kulturelles Erbe, gesellschaftliche Beiträge und Verantwortung in der Lieferkette. Der Chief Procurement Officer ist für den Verhaltenskodex für Lieferanten verantwortlich, der für alle Lieferantengruppen weltweit gilt. Der Verhaltenskodex für Subunternehmer und Lieferanten der Nordex Group betont die strikte Einhaltung der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte der Vereinten Nationen, der Leitprinzipien der Vereinten Nationen für Wirtschaft und Menschenrechte, der Kernarbeitsnormen der Internationalen Arbeitsorganisation (IAO), des deutschen Lieferkettengesetzes und der Erklärung der IAO über grundlegende Prinzipien und Rechte bei der Arbeit. Der Kodex ist öffentlich zugänglich. [Weitere Informationen befinden sich auf unserer Website].

Einschlägige Nachhaltigkeitsaspekte: Management der Beziehungen zu Lieferanten, einschließlich Zahlungspraktiken, Korruption und Bestechung

Grundsatzerklärung zum deutschen Lieferkettengesetz (LkSG): Diese Grundsatzerklärung unterstreicht unser Engagement für Menschenrechte und Umweltstandards unter Einhaltung internationaler Richtlinien und Gesetze. Darin werden unsere Due-Diligence-Prozesse und unsere Governance-Struktur beschrieben, mit denen wir Menschenrechts- und Umweltverletzungen erkennen, eindämmen und verhindern wollen. Für die Umsetzung sind der Menschenrechts und Umweltbeauftragte sowie die Geschäftsführung verantwortlich. Die Richtlinie ist öffentlich zugänglich. [Weitere Informationen befinden sich auf unserer Website].

Einschlägige Nachhaltigkeitsaspekte: Management der Beziehungen zu Lieferanten, einschließlich Zahlungspraktiken

Unternehmensstandard zu Interessenkonflikten: Dieser Standard erweitert unseren Verhaltenskodex und zielt darauf ab, Interessenkonflikte zu verhindern, zu identifizieren und offenzulegen. Er ist für alle Beschäftigten, Führungskräfte, leitenden Angestellten und Geschäftsführenden bindend und zielt darauf ab, dass die Interessen der Nordex Group nicht durch persönliche Interessen beeinträchtigt werden. Das Komitee für Geschäftsethik überwacht diesen Standard, der regelmäßig überprüft wird, um etwaige Verstöße oder organisatorische Änderungen zu berücksichtigen. Die Richtlinie dient internen Zwecken und ist nicht öffentlich zugänglich.

Einschlägiger Nachhaltigkeitsaspekt: Unternehmenskultur

Richtlinie zur Verbrechensverhütung und Betrugsbekämpfung: Ziel dieser Richtlinie ist es, Straftaten, betrügerische Praktiken und unethisches Verhalten zu verhindern. Sie gilt für alle Beschäftigten, Manager, Führungskräfte, Direktoren und nahestehende Dritte und stellt sicher, dass wir die höchsten Integritätsstandards einhalten. Der Vorstand überwacht die Umsetzung und stellt sicher, dass etwaigen illegalen oder betrügerischen Handlungen umgehend begegnet wird. Die Richtlinie ist öffentlich zugänglich. [Weitere Informationen befinden sich auf unserer Website].

Einschlägiger Nachhaltigkeitsaspekt: Korruption und Bestechung

Unsere Unternehmenskultur

G1-7, G1-9

Unsere Unternehmenskultur basiert auf den Werten Integrität, Respekt, Kollegialität und Verantwortung wie sie in unseren oben erwähnten Verhaltenskodizes festgelegt sind. Wir haben einen Rahmen zur Entwicklung, Förderung und Bewertung unserer Unternehmenskultur geschaffen. Im Mittelpunkt dieses Rahmens stehen unsere Unternehmenswerte, die allen neuen Mitarbeitenden während ihres e-Onboarding-Prozesses vorgestellt werden. Dadurch wird ermöglicht, dass jedes Teammitglied von Anfang an unsere Grundprinzipien versteht und sich danach richtet. Darüber hinaus legen wir Wert auf eine entwickelte Führungskultur in unserem Unternehmen. Durch umfassende Schulungsprogramme vermitteln wir unseren Führungskräften die erforderlichen Fähigkeiten und Kenntnisse, um diese Werte in der gesamten Organisation zu verkörpern und zu verbreiten. Diese Programme zielen darauf ab, eine Kultur der kontinuierlichen Verbesserung und des ethischen Verhaltens zu fördern. Um die Wirksamkeit unserer Initiativen zur Unternehmenskultur zu bewerten, führen wir regelmäßig Umfragen und Feedbackrunden durch. Dies ermöglicht es uns, fundierte Anpassungen und Verbesserungen vorzunehmen. Dieser Ansatz konzentriert sich auf eine dynamische, integrative Unternehmenskultur, die auf unsere strategischen Ziele ausgerichtet ist.

Unsere Schulungsprogramme für Führungskräfte sind der Schlüssel zur Förderung unserer Unternehmenskultur. Ihr Schwerpunkt liegt auf der Entwicklung von Führungsqualitäten, die für die Förderung unserer Werte und Grundsätze im gesamten Unternehmen von entscheidender Bedeutung sind. Indem wir in die persönliche und fachliche Entwicklung unserer Führungskräfte investieren, wollen wir sicherstellen, dass unsere Unternehmenskultur auf allen Ebenen des Unternehmens konsequent gestärkt wird.

Hinweisgebersystem

G1-1-10-(a)-(c)

Um unser Engagement für die Förderung einer Kultur der Transparenz und dem Schutz vor Vergeltungsmaßnahmen zu unterstützen, betreibt die Abteilung Corporate Compliance das Online-Portal - eine webbasierte Meldeplattform unseres Whistleblower-Systems "notify!". Auf diese Plattform, die in allen Unternehmenssprachen verfügbar ist, kann rund um die Uhr an 365 Tagen im Jahr von jedem internetfähigen Gerät aus zugegriffen werden. Über das Online-Portal können Mitarbeitende und Dritte Compliance-Verstöße im Zusammenhang mit der Geschäftstätigkeit und den bevollmächtigten Vertretern der Nordex Group sicher und einfach melden.

Wir nehmen jeden Hinweis auf Compliance-Verstöße im Zusammenhang mit der Geschäftstätigkeit und den Bevollmächtigten der Nordex Group ernst und gehen jedem Hinweis nach. Dabei orientieren wir uns an den Grundsätzen von Vertrauen, Vertraulichkeit, Treu und Glauben, Unparteilichkeit und dem Schutz sowohl des Hinweisgebers als auch der beschuldigten Person. Dieser Ansatz soll Mitarbeitende und Dritte dazu ermutigen, beobachtete Verstöße zu melden, auf Wunsch auch anonym.

Das Online-Portal wird von der Abteilung Corporate Compliance nach einem definierten Standardprozess zur Validierung, Untersuchung und Schlussfolgerung betrieben, der eine ordnungsgemäße und zeitnahe Bearbeitung von Anliegen sicherstellt. Zunächst werden die Informationen objektiv und vertraulich validiert, um ein ausreichendes Verständnis des Hinweises sicherzustellen und die Plausibilität sowie die potenziellen Risiken für die Nordex Group, ihre Vertreter, ihr Vermögen und ihren Ruf zu prüfen. Bei Bedarf werden sofortige Maßnahmen ergriffen, um dringenden Bedrohungssituationen zu begegnen. Corporate Compliance bewertet den Fall und meldet ihn dem Komitee für Geschäftsethik, das als Lenkungsgremium festlegt, ob eine Untersuchung erforderlich ist und welche verantwortliche Funktion eingebunden wird. Das Komitee für Geschäftsethik überwacht die Untersuchung aller wesentlichen Verstöße gegen Gesetze und Verhaltenskodizes. Sobald die Untersuchung abgeschlossen ist, erstellt die zuständige Funktion einen Abschlussbericht, der die entsprechenden Korrektur- und/oder Präventionsmaßnahmen sowie die im Hinblick auf die bestätigten Compliance-Verstöße festgelegten Folgemaßnahmen enthält. Solche Maßnahmen können disziplinarische und/ oder rechtliche Schritte umfassen.

Alle unsere Handlungen und Entscheidungen orientieren sich an ethischen Richtlinien und den Grundsätzen des UN Global Compact, den OECD-Leitsätzen für multinationale Unternehmen und der allgemeinen Erklärung der Menschenrechte der UN. Derzeit haben wir keine mit dem UNGC übereinstimmenden Richtlinien zur Korruptions- und Bestechungsbekämpfung, aber wir planen, sie bis zum Ende des ersten Quartals 2025 umzusetzen. In diesem Sinne bekennen wir uns zu den ethischen Leitlinien und Prinzipien des UNGC und der OECD und agieren im Umgang mit Ressourcen im vollen Bewusstsein unserer rechtlichen, sozialen, ökologischen und ökonomischen Verantwortung.

Jeder Einzelne kann auf allen Ebenen der Gesellschaft seinen Beitrag dazu leisten, ethisches Verhalten zu fördern und Straftaten, Korruption, Betrug, Menschenrechtsverletzungen und Umweltverletzungen vorzubeugen. Über das Online-Portal können Mitarbeitende der Nordex Group, Mitarbeitende unserer Geschäftspartner sowie die Öffentlichkeit auf jegliche Art von Compliance-Verstößen gegen ein Gesetz oder eine externe oder interne Vorschrift im Zusammenhang mit der Geschäftstätigkeit der Nordex Group und ihrer bevollmächtigten Vertreter, im Zusammenhang mit der eigenen Tätigkeit von Nordex sowie in der Lieferkette der Nordex Group hinweisen.

Aktuell verfügen wir über drei Meldekanäle: Zum einen können Vertreterinnen der Nordex Group ihre Anliegen persönlich, telefonisch oder per E-Mail an die Compliance-Ansprechpartner:innen richten, zum anderen über das Online-Portal - unsere webbasierte Plattform, auf die rund um die Uhr an 365 Tagen im Jahr von jedem Computer mit Internetzugang zugegriffen werden kann. Verfügbar in allen Unternehmenssprachen und für jede Person innerhalb und außerhalb der Nordex Group - und der Corporate Compliance Help Desk für den direkten Dialog mit der Compliance-Abteilung per Telefon (werktags von 9:00 bis 17:00 Uhr (MEZ); außerhalb dieser Zeit ist das Hinterlassen einer Voicemail möglich). Auch eine E-Mail- und schriftliche Kommunikation ist über unser Postfach und unsere E-Mail-Adresse möglich.

Um die Bekanntheit unseres Hinweisgebersystems zu steigern, veröffentlichen wir regelmäßig klare und prägnante Mitteilungen auf allen Ebenen der Organisation. So haben wir beispielsweise an verschiedenen Nordex-Standorten weltweit - darunter auch in Windparks und Büros - Poster mit QR-Codes aufgehängt, die auf die Richtlinie zum Hinweisgebersystem und die Meldekanäle verwiesen. Darüber hinaus bieten wir zwei unterschiedliche Schulungsprogramme mit Referenten und zwei E-Learning-Programme an. Obwohl beide wichtige Kernthemen behandeln, sind sie auf unterschiedliche Zielgruppen zugeschnitten und gewährleisten so eine umfassende und individuelle Lernerfahrung. Wir führen regelmäßige Aufzeichnungen über die Abschlussquoten und stellen unseren Managementebenen detaillierte Auswertungen zur Verfügung. So stellen wir während des gesamten Schulungsprozesses Transparenz und Verantwortlichkeit sicher.

Soweit dies nicht durch landesspezifische Regelungen eingeschränkt ist, können Hinweise auch anonym eingereicht werden. Hinweisgeber:innen, die in gutem Glauben Meldung machen, werden vor jeglichen Androhungen von Vergeltungsmaßnahmen und -handlungen geschützt. Es dürfen keine Nachteile aufgrund von Angaben entstehen, die in gutem Glauben, mit begründeter Überzeugung und nicht zum Zwecke der persönlichen Bereicherung gemacht wurden. Jede Form der Vergeltung, d.h. jede direkte oder indirekte Handlung oder Unterlassung, die Hinweisgebern in irgendeiner Form Schaden zufügt oder sie nachteilig beeinflusst, einschließlich aller Formen von Belästigung, Diskriminierung und Rachsucht wie Entlassung, Disziplinarmaßnahmen, Degradierung, Gehaltskürzung, Drohungen oder Mobbing, kann zu Disziplinar- und/oder rechtlichen Maßnahmen führen.

Die Nordex Group steht für Vertraulichkeit auf allen Ebenen. Die Identität von Hinweisgebern darf nur aufgrund einer gerichtlichen Anordnung, einer behördlichen Anordnung oder aufgrund von EU-Recht oder nationalem Recht preisgegeben werden. Alle von Hinweisgebern und den betroffenen Personen bereitgestellten personenbezogenen Daten werden gemäß der europäischen Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) und den geltenden lokalen Datenschutzbestimmungen verarbeitet. Die Nordex Group will damit sicherstellen, dass die Identität der Hinweisgeber über die autorisierten Mitarbeitenden, die für die Entgegennahme und Weiterverfolgung von Hinweisen zuständig sind, hinaus keinem Dritten offengelegt wird, es sei denn, die Person hat ihr ausdrückliches Einverständnis erteilt. Jede Verarbeitung personenbezogener Daten gemäß der EU-Richtlinie muss im Einklang mit der Verordnung(EU) 2016/679 und der Richtlinie (EU) 2016/680 erfolgen.

Die Nennung der Richtlinie (EU) 2019/1937 betrifft, werden wir sie bei der Überarbeitung im Jahr 2025 ausdrücklich in unsere Richtlinie zum Hinweisgebersystem aufnehmen. Auch wenn die EU-Richtlinie derzeit nicht explizit erwähnt wird, wurden ihre Anforderungen bereits umgesetzt. Wir halten uns an das deutsche Hinweisgeberschutzgesetz, das in Abschnitt 6 unserer Richtlinie zum Hinweisgebersystem unter "Leitsätze: Vertraulichkeit und Anonymität" ausführlich beschrieben ist.

Das Whistleblower-System wird ausschließlich von der Abteilung Corporate Compliance verwaltet. Die Teammitglieder, die für die Bearbeitung der über das System eingegangenen Meldungen zuständig sind, verpflichten sich, auf dem Laufenden zu bleiben und ihre fachlichen Fähigkeiten im Umgang mit Whistleblower-Fällen zu verbessern. Dies wird durch die Teilnahme an verschiedenen externen Schulungsprogrammen, Kursen, Seminaren, Veranstaltungen, Konferenzen und Zertifizierungen erreicht.

Schulung zum Thema Unternehmensführung

G1-1-10-(g)-(h), G1-3-21-(a)-(c)

Im Rahmen der Präventionssäule unseres Compliance-Management-Systems bieten wir Schulungen zu Compliance-Richtlinien und -Vorschriften an. Mit diesem Element möchten wir das Bewusstsein für die Prävention von Bestechung und Korruption, den Umgang mit Interessenkonflikten und das ethische Verhalten unserer Geschäftspartner kontinuierlich schärfen. Wir führen regelmäßig risikobasierte Schulungen auf allen Ebenen der Organisation durch. Dazu gehören zwei verschiedene, von Referenten geleitete Schulungsprogramme (zweimal im Monat), zwei Online-Schulungsprogramme und Compliance-Länderbesuche.

Das E-Onboarding zum Thema Compliance ist für alle neuen Mitarbeitenden weltweit verpflichtend. Die Sitzungen finden zweimal im Monat über Teams statt und dauern jeweils knapp 45 Minuten. Die primäre Unterrichtssprache ist Englisch. Der Lehrplan dieser Schulung umfasst eine Reihe von Themen, darunter:

Die Compliance-Funktion und ihre zentralen Elemente verstehen

Sich in unserem Verhaltenskodex für Mitarbeitende zurechtfinden

Compliance-Vorschriften in Bezug auf Geschenke und Bewirtungen, Interessenkonflikte und die Korruptionsbekämpfung verstehen

Unser Hinweisgebersystems "notify!" kennenlernen

Die Compliance-Einführung für Führungskräfte ist ein obligatorisches Schulungsprogramm, das exklusiv für Nordex Group Manager weltweit entwickelt wurde. Das Hauptziel dieses Programms besteht darin, unseren Führungskräften das grundlegende Wissen und die Verantwortung zu vermitteln, die zur Verhinderung von Korruption und unethischem Verhalten erforderlich sind. Darüber hinaus wird dadurch ein starkes Bewusstsein für ihre zentrale Rolle bei der Festlegung des "Tones from the Top" (Vorbildfunktion) in unserem Unternehmen geschaffen. Dieses einstündige Training wird auf Englisch und zweimal im Monat über Teams durchgeführt. Nach jeder Sitzung wird die Teilnahme protokolliert, und im Rahmen der Berichterstattung an die Managementebenen liefern wir eine einfache Auswertung der Teilnahmequoten. Zu den wichtigsten Schulungsthemen gehören:

Umfassendes Verständnis der Compliance-Vorschriften, unter anderem in Bezug auf Geschenke und Bewirtungen, Interessenkonflikte und Korruptionsbekämpfung

Analyse von Geschäftstätigkeiten, die die Einbeziehung von Compliance-Verantwortlichen erfordern

Klärung der Führungsverantwortung im Bereich Compliance

Bewusstsein schaffen und den gewünschten "Tone from the Top" etablieren

Die Online-Schulungen zur Verhinderung von Bestechung und Korruption und zum Verhaltenskodex sind für alle Mitarbeitende der Nordex Group weltweit verpflichtend, sowohl für Angestellte als auch für gewerbliches Servicepersonal und Inbetriebnahmespezialisten. Die E-Learnings sind in allen Nordex-Sprachen verfügbar und müssen alle zwei Jahre absolviert werden. Die Schulungen vermitteln wichtige Informationen zu Themen wie:

Bestechung und Korruption erkennen

Umgang mit Geschenken und Bewirtungen

Interessenkonflikte managen und Entscheidungen im besten Interesse des Unternehmens statt im Interesse persönlicher Vorteile treffen

Die Meldung über unser Hinweisgebersystem "notify!"

Die Teilnahme an den Online-Schulungen und den von einem Referenten geleiteten Schulungen ist ausnahmslos für alle Nordex-Mitarbeitende verpflichtend. Wir führen Aufzeichnungen über alle Mitarbeitende, die die Schulungen abgeschlossen haben, und melden dem Komitee für Geschäftsethik und dem Vorstand monatlich die Teilnahmestatistiken aller Mitarbeitenden mit und ohne Systemzugriff. Bei Funktionen, die aufgrund ihrer direkten Kontakte zu Drittparteien und der Auswahl von Geschäftspartnern einem höheren Risiko von Korruption und Bestechung ausgesetzt sind - also den Abteilungen Service, Einkauf und Vertrieb - zielen wir darauf ab, dass 100 % der Mitarbeitenden von unseren Schulungsprogrammen abgedeckt sind. Darüber hinaus werden die Aufsichtsorgane regelmäßig online zum Thema Korruptionsbekämpfung geschult, um sicherzustellen, dass sie in ihrem jeweiligen Bereich für die Überwachung und Durchsetzung der Compliance gut gerüstet sind.

Die im April 2023 gestartete Initiative "Compliance Country Visits" dient als zusätzliche Plattform, um Informationen zum Thema Compliance und ethisches Verhalten in der gesamten Nordex Group zu vermitteln. Während der Länderbesuche informierten wir über die Bedeutung von Compliance, das Compliance-Team, unsere jüngsten Aktivitäten, reale Szenarien von Compliance-Verstößen und darüber, wie man mutmaßliche Compliance-Verstöße über unser Hinweisgebersystem "notify!" melden kann.

Management der Beziehungen zu Lieferanten

G1-2

Unser Ansatz in Bezug auf Lieferantenbeziehungen konzentriert sich auf den Aufbau langfristiger Partnerschaften, die auf gegenseitigem Vertrauen, Respekt und gemeinsamen Werten basieren. Wir sind uns bewusst, dass unsere Lieferanten eine entscheidende Rolle für unseren Erfolg spielen und wir sind bestrebt, mit ihnen zusammenzuarbeiten, um unsere Nachhaltigkeitsziele zu erreichen. Hierzu gehört die Förderung nachhaltiger Praktiken in unserer gesamten Lieferkette und die Zusammenarbeit mit unseren Lieferanten, um ihre ökologischen und sozialen Auswirkungen zu reduzieren und ihre allgemeine Nachhaltigkeitsleistung zu verbessern.

Um negative Auswirkungen sowie Risiken im Zusammenhang mit unserer Lieferkette zu bewältigen, arbeiten wir eng mit unseren Lieferanten zusammen, um alle (tatsächlichen und potenziellen) Probleme zu lösen, wie in unserer Grundsatzerklärung gemäß dem deutschen Lieferkettensorgfaltspflichtengesetz (LkSG) dargelegt - siehe Abschnitt Konzepte für die Unternehmensführung. Darüber hinaus beabsichtigen wir, im Jahr 2025 ein Lieferantenmanagementsystem einzuführen, das Lieferantenbewertungen, Audits und laufende Überwachungsaktivitäten bündelt.

Soziale und ökologische Kriterien sind zwar Teil des "Request for Information (RFI)"-Prozesses, aber nicht ausschlaggebend für die endgültige Lieferantenauswahl. Wir arbeiten jedoch kontinuierlich daran, diese Kriterien umfassender in unseren Beschaffungsprozess zu integrieren, um die Übereinstimmung mit unseren Nachhaltigkeitsverpflichtungen sicherzustellen.

Wir verfügen über keine Richtlinie, die sich speziell mit der Vermeidung verspäteter Zahlungen an Lieferanten befasst.

Verhinderung und Aufdeckung von Korruption und Bestechung G1-1-10-(e), G1-3

Wir haben Verfahren eingerichtet, um Vorfälle im Zusammenhang mit der Unternehmensführung, einschließlich Fällen von Korruption und Bestechung, unverzüglich, unabhängig und objektiv zu untersuchen. Wir verfolgen eine Null-Toleranz-Politik gegenüber allen Formen der Korruption und betrachten sie als Missbrauch anvertrauter Macht zum privaten Vorteil, wobei Bestechung die häufigste Form darstellt. Jede aktive oder passive Bestechung mit dem Ziel, die Nordex Group, ihre Mitarbeitenden oder Dritte zu beeinflussen oder einen Vorteil für diese zu erlangen, ist strengstens verboten. Hierzu zählen auch illegale Zuwendungen an Amtsträger:innen sowie Kandidatinnen für politische Parteien und Organisationen. Unser Compliance-Management-System ist darauf ausgerichtet, das Bewusstsein für Korruptionsrisiken und die Integrität zu fördern und möglichen Compliance-Verstößen im Zusammenhang mit jeglicher Form von Korruption vorzubeugen. Wir verpflichten uns, Rechtsverstöße aufzudecken und zu beheben, mutmaßliche Verstöße zu untersuchen und bei Bedarf sofort einzugreifen. Die Korruptionsrisiken werden systematisch in allen Unternehmensbereichen überprüft und durch allgemeine und spezifische risikobasierte Schulungen zur Sensibilisierung unterstützt. Schmiergeldzahlungen sind strengstens untersagt, es sei denn, es besteht ein unmittelbares Risiko für die persönliche Freiheit, die Gesundheit oder das Leben. In diesem Fall muss der Vorfall gemeldet und dokumentiert werden. Unsere Verfahren zielen darauf ab, dass alle Spenden und Sponsoring sorgfältig geprüft und von den zuständigen Abteilungen genehmigt werden. Wir achten auch auf Warnzeichen wie persönliche Provisionen, übermäßige Einkäufe bei Lieferanten ohne geschäftliche Notwendigkeit, Annahme von Waren oder Dienstleistungen minderer Qualität und Rechnungen mit zusätzlichen Gebühren oder nicht abgestimmten Leistungen. Diese Maßnahmen tragen dazu bei, dass unsere Untersuchungen zu Verstößen gegen das Geschäftsverhalten gründlich und unparteiisch sind und mit unserer Verpflichtung zu ethischen Geschäftspraktiken im Einklang stehen.

Die Nordex Group verfolgt eine Null-Toleranz-Politik gegenüber allen Formen der Korruption und verbietet strikt jegliche aktive oder passive Bestechung, illegale Zuwendungen und Schmiergeldzahlungen. Unser Compliance-Management-System fördert Bewusstsein und Integrität mit dem Ziel, Korruption durch regelmäßige risikobasierte Schulungen und gründliche Überprüfungen der Unternehmenstätigkeit zu verhindern, aufzudecken und anzugehen. Die Verantwortung für die Korruptionsprävention liegt bei allen Mitarbeitenden und Partnern. Jegliche Bestechungsversuche müssen zurückgewiesen und unverzüglich gemeldet werden. Unser Hinweisgebersystem "notify!" ist offen für jegliche Art von Compliance-Verstößen, insbesondere auch für Fälle von Bestechung und Korruption. Informationen zu den geltenden Maßnahmen und Verfahren finden Sie im Abschnitt zu unserem Hinweisgebersystem.

Wir achten auf die Einhaltung von Handelssanktionen und prüfen Spenden und Sponsorings sorgfältig, um ethische Standards einzuhalten. Die Nordex Group bekennt sich zu Compliance, Integrität und ethischem Verhalten, wie es im Nordex Group Verhaltenskodex für Mitarbeitende dargelegt ist.

Unser Compliance-Management-System fördert zudem das Bewusstsein für Korruptionsrisiken und Integrität. Dies beinhaltet, mögliches Fehlverhalten und Verstöße bezüglich jeglicher Form von Korruption zu verhindern. Es gilt zudem, Verstöße gegen geltendes Recht aufzudecken und zu beenden, mutmaßliche Verstöße diesbezüglich zu untersuchen und falls erforderlich umgehend einzugreifen. Korruptionsrisiken werden im Rahmen der Überprüfung sämtlicher Unternehmenstätigkeiten der Nordex Group berücksichtigt und es werden allgemeine und spezifische risikobasierte Schulungen zur Sensibilisierung durchgeführt. Detaillierte Informationen finden Sie im Abschnitt Schulung zum Thema Unternehmensführung.

G1-3-18-(b), G1-3-18-(c)

Eine detaillierte Beschreibung der Rolle der Ermittler und des Lenkungsausschusses finden Sie in Abschnitt G1-1-10-(a). Unser Chief Compliance Officer informiert das Komitee für Geschäftsethik, den Vorstand und den Aufsichtsrat sowie den deutschen Betriebsrat regelmäßig über die eingegangenen Hinweise sowie über deren Bearbeitungs- und Klärungsstand. Alle Berichtsdaten, einschließlich aller für statistische Zwecke gespeicherten Daten, werden anonymisiert.

Im Rahmen der monatlichen Berichterstattung an die Komitees für Geschäftsethik und den Vorstand hat die Corporate Compliance die Verantwortung, dass alle eingehenden Berichte korrekt, aktuell und vertraulich behandelt werden. Dasselbe gilt für die halbjährliche Berichterstattung an den Aufsichtsrat und die vierteljährliche Berichterstattung an den deutschen Betriebsrat. Alle im Rahmen des Untersuchungsprozesses durchgeführten Tätigkeiten werden in einem entsprechenden schriftlichen Dokument einschließlich einer klaren Begründung der getroffenen Entscheidungen wiedergegeben.

Kennzahlen und Ziele

Korruptions- oder Bestechungsfälle

G1-4

Im Berichtszeitraum kam es in unserem Unternehmen zu keinen Verurteilungen und es wurden keine Bußgelder wegen Verstößen gegen Antikorruptions- und Antibestechungsgesetze verhängt. Dieses Ergebnis unterstreicht, dass wir in unserem Betrieb die gesetzlichen und behördlichen Standards einhalten.

Bezüglich der Maßnahmen, die ergriffen wurden, um gegen Verstöße gegen Verfahren und Standards zur Bekämpfung von Korruption vorzugehen, ist zu beachten, dass die Unschuldsvermutung gilt. Dies bedeutet, dass niemandem ohne ausreichende Beweise und ohne die Möglichkeit zur Sachverhaltsaufklärung und Verteidigung negative Konsequenzen auferlegt werden. Alle ergriffenen Maßnahmen erfolgen in einem angemessenen professionellen Rahmen und in Übereinstimmung mit den geltenden Gesetzen und ggf. internen Betriebsvereinbarungen.

Detaillierte Informationen über Vorfälle mit Akteuren der Wertschöpfungskette, an denen Nordex oder unsere Mitarbeitenden direkt beteiligt sind, werden durch das System notify! abgedeckt, das am Anfang des Abschnitts G1 vorgestellt wurde.

Politische Einflussnahme und Lobbytätigkeiten G1-5

Als international tätiges Unternehmen, das Windenergieanlagen herstellt, installiert und wartet, sind unsere Geschäftstätigkeiten und Projekte von verschiedenen politischen und regulatorischen Aktivitäten und Entscheidungen betroffen. Deshalb vertritt die Nordex Group ihre Interessen entweder direkt bei den jeweiligen Stakeholdern oder über ihr Engagement in branchenspezifischen Fachverbänden. Dazu gehören die folgenden Themen:

Nordex strebt einen Ausbau der Nutzung erneuerbarer Energien an, mit einem Schwerpunkt auf Windenergie an Land. Nordex tritt für eine ehrgeizige Politik im Bereich Klimaschutz und erneuerbare Energien ein.

Einschlägiger Nachhaltigkeitsaspekt: Klimaschutz

Nordex tritt für eine gute Regulierung ein, in der die Anforderungen von Klimawandel, Umweltschutz, Gesellschaft und Industrie vereint werden. Hierzu gehört ein pragmatischer Regulierungsansatz, der die produzierende Industrie nicht mit bürokratischem Aufwand überfrachtet und ihre Wettbewerbsfähigkeit nicht beeinträchtigt, gleichzeitig aber auch die klima-, umwelt- und sozialpolitische Agenda im Auge behält.

Einschlägiger Nachhaltigkeitsaspekt: Klimaschutz Wir steuern unsere Lobbytätigkeiten auf regionaler Ebene, wobei die globale Koordinationsstelle in unserer Zentrale angesiedelt ist. Das bedeutet, dass die Wahrnehmung der Interessen in den jeweiligen nationalen/regionalen Fachverbänden und bei regionalen, nationalen und lokalen Stakeholdern durch die jeweiligen nationalen oder regionalen Einheiten der Nordex Group erfolgt. Lobbytätigkeiten, die unternehmerische, internationale und supranationale Aspekte betreffen, werden ebenfalls von einer leitenden koordinierenden Stabsfunktion (Global Public Affairs) durchgeführt, die direkt an den CEO berichtet. Darüber hinaus koordiniert diese Funktion auch die globalen und regionalen Lobbytätigkeiten. Das Management von Nordex wird regelmäßig über die Lobbytätigkeiten informiert und nimmt Interessen über Verbände sowie bilaterale und multilaterale Treffen wahr. Der Aufsichtsrat wird im Rahmen der jeweiligen Themen informiert.

Im Hinblick auf finanzielle Unterstützung und Parteispenden hat die Nordex Group eine konzernweite Spendenrichtlinie (vgl. Abschnitt Konzepte für die Unternehmensführung aufgestellt, die politische Spenden und finanzielle Unterstützung z. B. an politische Parteien oder Kandidatinnen, die sich um ein öffentliches Amt bewerben, untersagt. Die Nordex Group ist sowohl im EU-Transparenzregister (Nr. 284199650786-87) als auch im deutschen Transparenzregister (Nr. R004917) eingetragen.

Im aktuellen Berichtszeitraum (2024) haben wir keine Mitglieder in Verwaltungs-, Leitungs- und Aufsichtsorgane von Nordex ernannt, die in den beiden Jahren vor ihrer Ernennung eine vergleichbare Position in der öffentlichen Verwaltung (einschließlich Regulierungsbehörden) innehatten.

Zahlungspraktiken

G1-6

Dieses Kapitel gibt Auskunft über die vertraglich vereinbarten Zahlungsbedingungen und die Leistungen in Bezug auf Zahlungen. Im Durchschnitt benötigt die Nordex Group 65,32 Tage für die Bezahlung einer Rechnung. Dieser wird beginnend von der Erfassung der Rechnung bis hin zur tatsächlichen Zahlung berechnet und mit dem individuell gezahlten Betrag gewichtet.

Generell gelten bei der Nordex Group Zahlungsziele von 0 bis 180 Tagen. Die häufigsten Zahlungsbedingungen sind 30EOM5, 45EOM5 und 60EOM5. Die Laufzeit 30EOM5 bedeutet eine Zahlungsfrist von 30 Tagen, wobei die Zahlung am 5. des Folgemonats fällig ist. Die Zahlungsbedingungen richten sich nach individuellen Verhandlungen.

Im Jahr 2024 wurden 80,41% der Zahlungen früher oder pünktlich unter Berücksichtigung unseres wöchentlichen Zahlungszyklus geleistet (wenn wir die Logik des Zahlungszyklus ausschließen würden, wäre der Prozentsatz erheblich niedriger). Die verbleibenden 20% wurden später als vertraglich vereinbart bezahlt, z.B. aufgrund laufender Qualitätsprüfungen oder anderer ausstehender Abstimmungen mit Lieferanten. Insgesamt zahlte Nordex im gewichteten Durchschnitt einen Tag zu spät. Unser Zahlungsverhalten wird von keiner Art von Lieferant beeinflusst, wir unterscheiden weder nach Standort noch nach Größe des Lieferanten.

Gegen die Nordex Group laufen derzeit keine Gerichtsverfahren wegen Zahlungsverzugs. Die Nordex Group verfügt über keine spezifische Beschaffungsrichtlinie in Bezug auf die Größe des Lieferanten.

Diese Kennzahlen basieren auf Rechnungsdaten aus unserem ERP-System. Aufgrund der Integration eines neuen ERP-Systems stehen die für diese Analyse notwendigen Detaildaten aus Indien allerdings nur bis Oktober 2024 zur Verfügung. Daher wurden die Daten für das vierte Quartal auf Grundlage der tatsächlichen Ausgaben in Indien extrapoliert. Außerdem ist die potenzielle Ungenauigkeit aufgrund der Extrapolation unbedeutend, da nur das vierte Quartal fehlt und die indischen Ausgaben im Verhältnis zu den weltweiten Ausgaben vergleichsweise gering sind. Ebenso wurde Brasilien aufgrund der ERP-Systemintegration und der dadurch teilweise fehlenden Daten für 2024 aus der Analyse herausgenommen. Die Beschaffungsstrategie in Indien und Brasilien entspricht dem globalen Ansatz. Daher haben wir keine wesentlichen Auswirkungen auf die Gesamtdaten identifiziert.

ESEF-Unterlagen der Nordex SE zum 31. Dezember 2024

Die für Zwecke der Offenlegung erstellten Wiedergaben des Konzernabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts ("ESEF-Unterlagen") mit dem Dateinamen "529900HVDYCUWVD0OE76-JA-2024-12-31-de.zip" (SHA256-Hashwert: 2822f7b7bec318d87ac63020551adf9d870f164cbd4e8a8b0349bc968d0ad7ba) stehen im geschützten Mandanten Portal für den Emittenten zum Download bereit.

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Nordex SE, Rostock

Vermerk über die Prüfung des Jahresabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Nordex SE, Rostock, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2024 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2024 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Bericht über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns (im Folgenden "zusammengefasster Lagebericht") der Nordex SE für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2024 geprüft.

Die im Abschnitt "Sonstige Informationen" unseres Bestätigungsvermerks genannten Bestandteile des zusammengefassten Lageberichts haben wir in Einklang mit den deutschen gesetzlichen Vorschriften nicht inhaltlich geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2024 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2024 und

vermittelt der beigefügte zusammengefasste Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser zusammengefasste Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Unser Prüfungsurteil zum zusammengefassten Lagebericht erstreckt sich nicht auf den Inhalt der im Abschnitt "Sonstige Informationen" genannten Bestandteile des zusammengefassten Lageberichts.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB und der EU-Abschlussprüferverordnung (Nr. 537/2014; im Folgenden "EU-APrVO") unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den europarechtlichen sowie den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Darüber hinaus erklären wir gemäß Artikel 10 Abs. 2 Buchst. f) EU-APrVO, dass wir keine verbotenen Nichtprüfungsleistungen nach Artikel 5 Abs. 1 EU-APrVO erbracht haben. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum zusammengefassten Lagebericht zu dienen.

Besonders wichtige Prüfungssachverhalte in der Prüfung des Jahresabschlusses

Besonders wichtige Prüfungssachverhalte sind solche Sachverhalte, die nach unserem pflichtgemäßen Ermessen am bedeutsamsten in unserer Prüfung des Jahresabschlusses für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2024 waren. Diese Sachverhalte wurden im Zusammenhang mit unserer Prüfung des Jahresabschlusses als Ganzem und bei der Bildung unseres Prüfungsurteils hierzu berücksichtigt; wir geben kein gesondertes Prüfungsurteil zu diesen Sachverhalten ab.

Werthaltigkeit von Anteilen an verbundenen Unternehmen

Zu den angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsgrundlagen sowie den verwendeten Annahmen verweisen wir auf den Anhang, Abschnitt II. "Angaben zu den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden". Angaben zur Höhe der Anteile an verbundenen und assoziierten Unternehmen finden sich im Anhang unter Ziffer III.2. "Angaben zur Bilanz / Anteile an verbundenen Unternehmen und assoziierten Unternehmen".

DAS RISIKO FÜR DEN ABSCHLUSS

In dem Jahresabschluss der Gesellschaft werden Anteilen an verbundenen Unternehmen mit einem Betrag von insgesamt EUR 1.471 Millionen ausgewiesen. Diese haben mit 43 % der Bilanzsumme einen wesentlichen Einfluss auf die Vermögenslage der Gesellschaft.

Die Anteile an verbundenen Unternehmen werden zu Anschaffungskosten bzw. bei voraussichtlich dauernder Wertminderung zum niedrigeren beizulegenden Wert bilanziert. Die beizulegenden Werte der wesentlichen Beteiligungen werden als Barwerte der erwarteten künftigen Zahlungsströme, die sich aus den von den gesetzlichen Vertretern erstellten, beteiligungsindividuellen Planungsrechnungen der nächsten vier Jahre, die mit Annahmen über langfristige Wachstumsraten fortgeschrieben werden, ergeben, mittels Discounted-Cashflow-Modellen ermittelt. Hierbei werden auch Erwartungen über die zukünftige Marktentwicklung und Annahmen über die erwarteten Auswirkungen der geopolitischen und wirtschaftlichen Verwerfungen auf die Geschäftstätigkeit der verbundenen Unternehmen berücksichtigt. Die Diskontierung erfolgt mittels der gewichteten Kapitalkosten der jeweiligen Anteile an verbundenen Unternehmen. Die Berechnung des beizulegenden Werts nach dem Discounted-Cashflow-Verfahren ist komplex und hinsichtlich der getroffenen Annahmen in hohem Maße von Einschätzungen und Beurteilungen der Gesellschaft abhängig. Dies gilt insbesondere für die Schätzung der künftigen Zahlungsströme und langfristigen Wachstumsraten, die Ermittlung der Diskontierungszinssätze sowie die Einschätzung der Dauerhaftigkeit der Wertminderung auch vor dem Hintergrund der Auswirkungen der geopolitischen und wirtschaftlichen Entwicklungen auf die Geschäftstätigkeit der verbundenen Unternehmen.

Auf Basis der ermittelten Werte sowie weiterer Dokumentationen ergab sich für das Geschäftsjahr ein Abschreibungsbedarf in Höhe von EUR 55 Millionen sowie ein Zuschreibungsbedarf in Höhe von EUR 19 Millionen.

Es besteht das Risiko für den Abschluss, dass eine zum Abschlussstichtag bestehende Wertminderung nicht erkannt wurde bzw. dass Wertminderungen nicht in ausreichender Höhe erfasst wurden und die Anteile an verbundenen Unternehmen somit nicht werthaltig sind.

UNSERE VORGEHENSWEISE IN DER PRÜFUNG

Unter Einbeziehung unserer Bewertungsspezialisten haben wir unter anderem die Angemessenheit der wesentlichen Annahmen sowie der Berechnungsmethoden der Gesellschaft beurteilt. Dazu haben wir die erwarteten künftigen Zahlungsströme mit den Planungsverantwortlichen erörtert. Dabei haben wir uns unter anderem auf einen Abgleich mit allgemeinen und branchenspezifischen Markterwartungen sowie auf Erläuterungen der gesetzlichen Vertreter zu den wesentlichen Werttreibern gestützt, die den erwarteten Zahlungsströmen zugrunde liegen. Zudem haben wir Einschätzung der gesetzlichen Vertreter hinsichtlich der Auswirkungen der geopolitischen und wirtschaftlichen Verwerfungen auf die Geschäftstätigkeit der verbundenen Unternehmen gewürdigt und deren Berücksichtigung bei der Ermittlung der künftigen Zahlungsströme nachvollzogen. Darüber hinaus haben wir die Konsistenz der Annahmen mit allgemeinen und branchenspezifischen Markterwartungen beurteilt.

Ferner haben wir uns von der bisherigen Prognosegüte der Gesellschaft überzeugt, indem wir Planungen früherer Geschäftsjahre mit den tatsächlich realisierten Ergebnissen verglichen und Abweichungen analysiert haben. Die dem Diskontierungszinssatz zugrunde liegenden Annahmen und Daten, insbesondere den risikofreien Zinssatz, die Marktrisikoprämie und den Betafaktor, haben wir mit eigenen Annahmen und öffentlich verfügbaren Daten verglichen.

Zur Beurteilung der methodisch und mathematisch sachgerechten Umsetzung der Bewertungsmethode haben wir für risikoorientiert ausgewählte Beteiligungen die von der Gesellschaft vorgenommene Bewertung anhand eigener Berechnungen nachvollzogen und Abweichungen analysiert. Um der bestehenden Prognoseunsicherheit Rechnung zu tragen, haben wir die Auswirkungen möglicher Veränderungen des Diskontierungszinssatzes auf den beizulegenden Zeitwert untersucht, indem wir alternative Szenarien berechnet und mit den Bewertungsergebnissen der Gesellschaft verglichen haben (Sensitivitätsanalyse).

UNSERE SCHLUSSFOLGERUNGEN

Das der Werthaltigkeitsprüfung der Anteile an verbundenen Unternehmen zugrunde liegende Vorgehen ist sachgerecht und steht im Einklang mit den Bewertungsgrundsätzen. Die der Bewertung zugrunde liegenden Annahmen und Daten der Gesellschaft sind angemessen.

Sonstige Informationen

Die gesetzlichen Vertreter bzw. der Aufsichtsrat sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen die folgenden nicht inhaltlich geprüften Bestandteile des zusammengefassten Lageberichts:

die nichtfinanzielle Konzernerklärung, die im Abschnitt "Nachhaltigkeitserklärung" des zusammengefassten Lageberichts enthalten ist,

die zusammengefasste Erklärung zur Unternehmensführung der Gesellschaft und des Konzerns, die im Abschnitt "Erklärung zur Unternehmensführung der Nordex SE" des zusammengefassten Lageberichts enthalten ist, und

die im zusammengefassten Lagebericht enthaltene lageberichtsfremde Angabe zur Wirksamkeit des internen Kontroll- und Risikomanagementsystems, die im Abschnitt "Aussage zur Angemessenheit und Wirksamkeit des internen Kontroll- und Risikomanagementsystems" enthalten ist.

Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum zusammengefassten Lagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab.

Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die oben genannten sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen

wesentliche Unstimmigkeiten zum Jahresabschluss, zu den inhaltlich geprüften Angaben im zusammengefassten Lagebericht oder unseren bei der Prüfung erlangten Kenntnissen aufweisen oder

anderweitig wesentlich falsch dargestellt erscheinen.

Falls wir auf Grundlage der von uns durchgeführten Arbeiten zu dem Schluss gelangen, dass eine wesentliche falsche Darstellung dieser sonstigen Informationen vorliegt, sind wir verpflichtet, über diese Tatsache zu berichten. Wir haben in diesem Zusammenhang nichts zu berichten.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den zusammengefassten Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des zusammengefassten Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines zusammengefassten Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im zusammengefassten Lagebericht erbringen zu können.

Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der zusammengefasste Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum zusammengefassten Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB und der EU-APrVO unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und zusammengefassten Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im zusammengefassten Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass eine aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellung nicht aufgedeckt wird, ist höher als das Risiko, dass eine aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellung nicht aufgedeckt wird, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

erlangen wir ein Verständnis von den für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollen und den für die Prüfung des zusammengefassten Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit der internen Kontrollen der Gesellschaft bzw. dieser Vorkehrungen und Maßnahmen abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im zusammengefassten Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des zusammengefassten Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im zusammengefassten Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel in internen Kontrollen, die wir während unserer Prüfung feststellen.

Wir geben gegenüber den für die Überwachung Verantwortlichen eine Erklärung ab, dass wir die relevanten Unabhängigkeitsanforderungen eingehalten haben, und erörtern mit ihnen alle Beziehungen und sonstigen Sachverhalte, von denen vernünftigerweise angenommen werden kann, dass sie sich auf unsere Unabhängigkeit auswirken, und sofern einschlägig, die zur

Beseitigung von Unabhängigkeitsgefährdungen vorgenommenen Handlungen oder ergriffenen Schutzmaßnahmen.

Wir bestimmen von den Sachverhalten, die wir mit den für die Überwachung Verantwortlichen erörtert haben, diejenigen Sachverhalte, die in der Prüfung des Jahresabschlusses für den aktuellen Berichtszeitraum am bedeutsamsten waren und daher die besonders wichtigen Prüfungssachverhalte sind. Wir beschreiben diese Sachverhalte im Bestätigungsvermerk, es sei denn, Gesetze oder andere Rechtsvorschriften schließen die öffentliche Angabe des Sachverhalts aus.

Sonstige gesetzliche und andere rechtliche Anforderungen

Vermerk über die Prüfung der für Zwecke der Offenlegung erstellten elektronischen Wiedergaben des Jahresabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts nach § 317 Abs. 3a HGB

Wir haben gemäß § 317 Abs. 3a HGB eine Prüfung mit hinreichender Sicherheit durchgeführt, ob die in der bereitgestellten Datei "529900HVDYCUWVD0OE76-JA-2024-12-31-de.zip" (SHA256-Hashwert: 2822f7b7bec318d87ac63020551adf9d870f164cbd4e8a8b0349bc968d0ad7ba) enthaltenen und für Zwecke der Offenlegung erstellten Wiedergaben des Jahresabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts (im Folgenden auch als "ESEF-Unterlagen" bezeichnet) den Vorgaben des § 328 Abs. 1 HGB an das elektronische Berichtsformat ("ESEF-Format") in allen wesentlichen Belangen entsprechen. In Einklang mit den deutschen gesetzlichen Vorschriften erstreckt sich diese Prüfung nur auf die Überführung der Informationen des Jahresabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts in das ESEF-Format und daher weder auf die in diesen Wiedergaben enthaltenen noch auf andere in der oben genannten Datei enthaltene Informationen.

Nach unserer Beurteilung entsprechen die in der oben genannten bereitgestellten Datei enthaltenen und für Zwecke der Offenlegung erstellten Wiedergaben des Jahresabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts in allen wesentlichen Belangen den Vorgaben des § 328 Abs. 1 HGB an das elektronische Berichtsformat. Über dieses Prüfungsurteil sowie unsere im voranstehenden "Vermerk über die Prüfung des Jahresabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts" enthaltenen Prüfungsurteile zum beigefügten Jahresabschluss und zum beigefügten zusammengefassten Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2024 hinaus geben wir keinerlei Prüfungsurteil zu den in diesen Wiedergaben enthaltenen Informationen sowie zu den anderen in der oben genannten Datei enthaltenen Informationen ab.

Wir haben unsere Prüfung der in der oben genannten bereitgestellten Datei enthaltenen Wiedergaben des Jahresabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 Abs. 3a HGB unter Beachtung des IDW Prüfungsstandards: Prüfung der für Zwecke der Offenlegung erstellten elektronischen Wiedergaben von Abschlüssen und Lageberichten nach § 317 Abs. 3a HGB (IDW PS 410 (06.2022)) durchgeführt. Unsere Verantwortung danach ist nachstehend weitergehend beschrieben. Unsere Wirtschaftsprüferpraxis hat den IDW Qualitätsmanagementstandard: Anforderungen an das Qualitätsmanagement in der Wirtschaftsprüferpraxis (IDW QMS 1 (09.2022)) angewendet.

Die gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft sind verantwortlich für die Erstellung der ESEF-Unterlagen mit den elektronischen Wiedergaben des Jahresabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts nach Maßgabe des § 328 Abs. 1 Satz 4 Nr. 1 HGB.

Ferner sind die gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie als notwendig erachten, um die Erstellung der ESEF-Unterlagen zu ermöglichen, die frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - Verstößen gegen die Vorgaben des § 328 Abs. 1 HGB an das elektronische Berichtsformat sind.

Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Prozesses der Erstellung der ESEF-Unterlagen als Teil des Rechnungslegungsprozesses.

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob die ESEF-Unterlagen frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - Verstößen gegen die Anforderungen des § 328 Abs. 1 HGB sind. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - Verstöße gegen die Anforderungen des § 328 Abs. 1 HGB, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unser Prüfungsurteil zu dienen.

gewinnen wir ein Verständnis von den für die Prüfung der ESEF-Unterlagen relevanten internen Kontrollen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Kontrollen abzugeben.

beurteilen wir die technische Gültigkeit der ESEF-Unterlagen, d. h. ob die die ESEF-Unterlagen enthaltende bereitgestellte Datei die Vorgaben der Delegierten Verordnung (EU) 2019/815 in der zum Abschlussstichtag geltenden Fassung an die technische Spezifikation für diese Datei erfüllt.

beurteilen wir, ob die ESEF-Unterlagen eine inhaltsgleiche XHTML-Wiedergabe des geprüften Jahresabschlusses und des geprüften zusammengefassten Lageberichts ermöglichen.

Übrige Angaben gemäß Artikel 10 EU-APrVO

Wir wurden von der Hauptversammlung am 4. April 2024 als Abschlussprüfer gewählt. Wir wurden am 1. August 2024 vom Aufsichtsrat beauftragt. Wir sind ununterbrochen seit dem Geschäftsjahr 2024 als Abschlussprüfer der Nordex SE tätig.

Wir erklären, dass die in diesem Bestätigungsvermerk enthaltenen Prüfungsurteile mit dem zusätzlichen Bericht an den Prüfungsausschuss nach Artikel 11 EU-APrVO (Prüfungsbericht) in Einklang stehen.

Sonstiger Sachverhalt - Verwendung des Bestätigungsvermerks

Unser Bestätigungsvermerk ist stets im Zusammenhang mit dem geprüften Jahresabschluss und dem geprüften zusammengefassten Lagebericht sowie den geprüften ESEF-Unterlagen zu lesen. Der in das ESEF-Format überführte Jahresabschluss und zusammengefasste Lagebericht - auch die in das Unternehmensregister einzustellenden Fassungen - sind lediglich elektronische Wiedergaben des geprüften Jahresabschlusses und des geprüften zusammengefassten Lageberichts und treten nicht an deren Stelle. Insbesondere ist der ESEF-Vermerk und unser darin enthaltenes Prüfungsurteil nur in Verbindung mit den in elektronischer Form bereitgestellten geprüften ESEF-Unterlagen verwendbar.

Verantwortlicher Wirtschaftsprüfer

Der für die Prüfung verantwortliche Wirtschaftsprüfer ist Andreas Modder.

 

Hamburg, den 26. Februar 2025

KPMG AG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Andreas Modder, Wirtschaftsprüfer

Michael Göbel, Wirtschaftsprüfer

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