Stammdaten

Register
Amtsgericht Stendal HRB 21945
Vorher
PALRAM DIY Europe GmbH
Eingetragen
26.5.2015
Branche
Herstellung von Baubedarfsartikeln aus KunststoffenHerstellung von Türen und Fenstern aus KunststoffenHerstellung von Verpackungsmitteln aus Kunststoffen
Gegenstand
Der Vertrieb von Kunststoffprodukten für den Baumarktbereich.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Amir Hudson-Nahum
seit 20.9.2021
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
Century Plastics Ltd.GBR
100.00%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Century Plastics Ltd.
United Kingdom
25.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Palram DE GmbH

Schönebeck (Elbe)

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023

1. GRUNDLAGEN DER GESELLSCHAFT

1.1. Geschäftsmodell

Die Palram DE GmbH, Schönebeck, ist eine 100 %-ige Tochter der Century Plastics Ltd., Sheffield, Großbritannien, und Teil der Palram Industries (1990) Ltd. mit Sitz in Israel. Der Sitz befindet sich in angemieteten Räumen in Schönebeck (Elbe). Die Geschäftstätigkeit ist in drei Bereiche (Baumärkte, Baugroßhandel und Internet) untergliedert und umfasst den Vertrieb von Kunststoffprodukten und Fertigteilen zum Großteil an Baumärkte sowie den Vertrieb von speziell konfigurierten Kunststoffprodukten über einen eigenen Onlineshop.

1.2. Strategische Ausrichtung und Ziele

Die Gesellschaft hat sich zum Ziel gesetzt, Kunststoffplatten inklusive Zubehörteile und Fertigteile wie Carports, Gewächshäuser und Vordächer über die Baumärkte zu vertreiben. Hierzu werden entsprechende Rahmenverträge geschlossen.

2 WIRTSCHAFTSBERICHT

2.1. Geschäftsverlauf

Die Entwicklung der Gesellschaft im Geschäftsjahr 2023 ist nachfolgend anhand von Kennziffern dargestellt:

2023 2022
Umsatzerlöse TEUR 24.703 36.357
Ergebnis TEUR 469 247

2.2. Lage der Gesellschaft

Ertragslage

Der Umsatz des Jahres 2023 lag bei TEUR 24.703 und damit 32 % unter dem Vorjahr. Der erwartete Rückgang der Umsatzerlöse im Geschäftsjahr 2023 resultiert aus dem Umbau der Konzernstruktur. Die produzierende Schwestergesellschaft in Deutschland wurde geschlossen und die Belieferung von bestimmten Kunden wurde seit dem Geschäftsjahr 2023 durch andere Konzerngesellschaften der Palram-Gruppe übernommen. Es wurden sonstige betriebliche Erträge in Höhe von TEUR 147 verbucht, welche zum einen durch die zur Verfügungstellung von Firmenfahrzeugen begründet sind. Zum anderen wird ein periodenfremder Ertrag in Höhe von TEUR 99 ausgewiesen. Damit werden in den Vorjahren zu hoch erfasste Aufwendungen in laufender Rechnung korrigiert. Der Materialaufwand im Jahr 2023 betrug TEUR 17.649 (Vorjahr: TEUR 29.364) und ist aufgrund geringerer Umsätze um 40 % überproportional gesunken und befindet sich somit mit 71,5 % vom Umsatz unter Vorjahresniveau (80,8 %). Der Personalaufwand ist gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres um TEUR 431 auf einen Wert im Jahr 2023 von TEUR 2.223 (Vorjahr: TEUR 1.792) gestiegen. Die Personalaufwandsquote stieg damit um 4,1 Prozentpunkte an und lag damit branchenniedrig bei insgesamt 9,0 % (Vorjahr: 4,9 %). Gesamtwirtschaftlich betrachtet sind die Personalkosten in Deutschland im Jahr 2023 weiter um 5 % gestiegen, was insbesondere vor dem Hintergrund einer steigenden Inflation, steigenden Arbeitskosten und höheren Lohnnebenkosten sich auch bei Palram niederschlägt. Zudem lag die durchschnittliche Anzahl der Mitarbeiter mit 52 über dem Vorjahr (51). Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen betrugen TEUR 4.458 (Vorjahr: TEUR 4.949) und konnten somit absolut betrachtet um TEUR 491 gesenkt werden, was im Wesentlichen durch geringere Kosten der Warenabgabe aufgrund eines geringeren Umsatzes verursacht wurde. Relativ betrachtet stieg die Aufwandsquote um 4,4 Prozentpunkte auf 18,0 % an (Vorjahr: 13,6 %). Im Vergleich zum Vorjahr konnten die Ergebnisquoten trotz geringerer Umsätze sowie Materialaufwand und höherer Personalkosten verbessert werden, was zu einem Anstieg des Jahresüberschusses geführt hat (TEUR 469; Vorjahr: TEUR 247).

Vermögenslage

Die Bilanzsumme beläuft sich zum 31. Dezember 2023 auf TEUR 11.143 (Vorjahr: TEUR 12.108). Das Anlagevermögen ist im Vergleich zum Vorjahr von TEUR 183 auf TEUR 146 gesunken. Die Entwicklung resultiert aus planmäßigen Abschreibungen des Geschäftsjahres 2023 in Höhe von TEUR 51 (Vorjahr: TEUR 42) und Abgängen in Höhe von TEUR 10 denen Zugänge in Höhe von TEUR 24 gegenüberstehen. Im Wesentlichen erfolgten Investitionen in allgemeine Betriebs- und Geschäftsausstattungen.

Der Vorratsbestand besteht wie im Vorjahr ausschließlich aus eingekauften Waren und beläuft sich mit TEUR 6.981 (Vorjahr: TEUR 7.198) auf 62,6 % (Vorjahr: 59,4 %) der Bilanzsumme.

Die kurzfristigen Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände betragen zum 31. Dezember 2023 TEUR 2.975 (Vorjahr: TEUR 3.606). Dies entspricht einem Anteil an der Bilanzsumme von 26,7 % (Vorjahr: 29,8 %). Darin enthalten sind insbesondere Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gegen Dritte, die von TEUR 2.589 im Vorjahr auf TEUR 2.159 vor allem durch den Umsatzrückgang gesunken sind. Darüber hinaus bestehen Verbundforderungen aus Lieferungen und Leistungen (TEUR 429; Vorjahr: TEUR 406) und sonstige Vermögensgegenstände (TEUR 387; Vorjahr: TEUR 611), die im Wesentlichen auf Vorsteuerforderungen entfallen.

Die flüssigen Mittel belaufen sich zum Stichtag mit TEUR 1.006 (Vorjahr: TEUR 1.054) auf 9,0 % (Vorjahr: 8,7 %) der Bilanzsumme.

Das Eigenkapital der Gesellschaft beträgt zum 31. Dezember 2023 TEUR 2.871 (Vorjahr: TEUR 2.403). Die Veränderung resultiert ausschließlich aus dem positiven Ergebnis des Geschäftsjahres 2023. Die Eigenkapitalquote ist im Vergleich zum Vorjahr von 19,8 % auf 25,8 % gestiegen.

Die kurzfristigen sonstigen Rückstellungen belaufen sich auf TEUR 2.009 (Vorjahr: TEUR 2.482), was einem Anteil von 18,0 % (Vorjahr: 20,5 %) an der Bilanzsumme entspricht. Darin sind insbesondere Rückstellungen für Kundenboni und sonstige Nachlässe (TEUR 1.727; Vorjahr: TEUR 2.179), für ausstehende Lieferantenrechnungen, für Urlaubsansprüche sowie andere Personalrückstellungen enthalten.

Die kurzfristigen Verbindlichkeiten betragen TEUR 6.262 (Vorjahr: TEUR 7.223), was einem Anteil von 56,2 % (Vorjahr: 59,7 %) an der Bilanzsumme entspricht. Darin sind insbesondere Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen gegenüber Dritten (TEUR 399, Vorjahr: TEUR 372) und gegenüber verbundenen Unternehmen (TEUR 5.805, Vorjahr: TEUR 6.723) enthalten. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen haben sich vor allem durch reduzierten Einkauf von Kunststoffprodukten der Palram Konzernunternehmen reduziert.

Finanzlage

Der Finanzmittelbestand der Gesellschaft hat sich im Vergleich zum Vorjahr von TEUR 1.054 auf TEUR 1.006 leicht reduziert.

Die Gesellschaft verfügt über keine eigenen Kreditlinien bei Kreditinstituten. Die Finanzierung des operativen Geschäfts erfolgt über die Gewährung langfristiger Zahlungsziele bei Warenlieferungen im Konzern. Die Geschäftsführung geht davon aus, dass diese Finanzierungsmöglichkeit über den Verbundbereich langfristig zur Verfügung steht. Daher kann die Finanzlage nur unter Berücksichtigung der Zugehörigkeit zum Palram Konzern beurteilt werden.

Die nachfolgende Kapitalflussrechnung stellt dar, wie das Unternehmen finanzielle Mittel aus der laufenden Geschäftstätigkeit verbraucht hat und welche zahlungswirksamen Investitions- und Finanzierungsmaßnahmen vorgenommen wurden:

2023 2022
TEUR TEUR
Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit -24 127
Cashflow aus der Investitionstätigkeit -24 -65
Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit 0 0
-48 62
Finanzmittelfonds am Anfang der Periode 1.054 992
Finanzmittelfonds am Ende der Periode 1.006 1.054

Im abgelaufenen Geschäftsjahr war die Gesellschaft jederzeit in der Lage, ihren finanziellen Verpflichtungen nachzukommen.

Gesamtaussage zur Ertrags-, Vermögens- und Finanzlage

Im Jahr 2023 konnte die Gesellschaft nicht an die Umsätze des Vorjahres anknüpfen. Dies resultiert vor allem aus dem Umbau der Konzernstruktur. Die produzierende Schwestergesellschaft in Deutschland wurde geschlossen und die Belieferung von bestimmten Kunden wurde seit dem Geschäftsjahr 2023 durch andere Konzerngesellschaften der Palram- Gruppe übernommen. Zudem hat sich das Konsumverhalten in Deutschland im Jahr 2023 erheblich verändert, beeinflusst von Inflation, steigenden Lebenshaltungskosten und wirtschaftlicher Unsicherheit. Von daher entspricht die Geschäftsentwicklung im Jahr 2023 den Erwartungen und der allgemeinen wirtschaftlichen Lage und Entwicklung in Deutschland. Insgesamt verlief das Geschäftsjahr aus der Sicht der Geschäftsführung zufriedenstellend.

Für das Geschäftsjahr 2023 erwartete die Gesellschaft einen Umsatz in Höhe von EUR 31,9 Mio. Mit einem Ist-Umsatz von EUR 24,7 Mio. hat die Gesellschaft die Umsatzerwartungen aufgrund eines Konzernumbaus nicht erreicht. Darüber hinaus erwartete die Gesellschaft für das Geschäftsjahr 2023 einen Jahresüberschuss in Höhe von EUR 0,36 Mio. Der tatsächliche Jahresüberschuss ist mit EUR 0,47 Mio. dennoch höher als geplant ausgefallen.

3. PROGNOSE, CHANCEN- UND RISIKOBERICHT

3.1 Prognosebericht

Der Großhandel in Deutschland befindet sich 2023/2024 weiterhin in einer herausfordernden Phase, geprägt von verschiedenen wirtschaftlichen und geopolitischen Entwicklungen:

(1) Wirtschaftliche Dynamik und Umsätze - Der reale Umsatz im Großhandel sank im ersten Halbjahr 2023 um 3,7 % gegenüber dem Vorjahr, während ein nominaler Rückgang von etwa 1 % für das Gesamtjahr erwartet wird. Gründe hierfür sind eine schwächelnde Weltwirtschaft, hohe Beschaffungs- und Energiekosten sowie rückläufige Großhandelspreise. Das Gesamtumsatzvolumen wird auf rund EUR 1.750 Mrd. geschätzt, ein Minus gegenüber 2022 (Quelle: Berichte des Bundesverbands Großhandel, Außenhandel, Dienstleistungen).

(2) Stimmungslage und Geschäftserwartungen - Die Stimmung unter Großhändlern bleibt angespannt, insbesondere durch anhaltende Lieferkettenprobleme, steigende Kosten und eine schwächere Nachfrage. Der BGA-Klimaindikator, der die wirtschaftliche Lage bewertet, ist auf historische Tiefstände gefallen.

(3) Trends und Herausforderungen - Themen wie Digitalisierung, insbesondere der Einsatz von Kl in Geschäftsprozessen, gewinnen an Bedeutung. Dennoch stellen regulatorische Unsicherheiten, hohe Bürokratie und Wettbewerb aus dem Ausland zusätzliche Herausforderungen dar.

(4) Geopolitische Faktoren - Der Ukraine-Krieg hat weiterhin erhebliche Auswirkungen auf Kostenstrukturen und Handelsprozesse, obwohl es erste Anzeichen einer Stabilisierung in den Lieferketten gibt.

Im Jahr 2023 verzeichnete das deutsche Bruttoinlandsprodukt (BIP) einen realen Rückgang von 0,3 % im Vergleich zum Vorjahr. Dies war insbesondere auf die gedämpfte weltwirtschaftliche Dynamik und eine schwache inländische Nachfrage zurückzuführen. Die Exporte und Importe gingen preisbereinigt zurück, wobei die Importe (-3,0 %) stärker sanken als die Exporte (-1,8 %). Dies führte zu einem positiven Außenbeitrag, der das BIP teilweise stützte (Quelle: DeStatis).

Die Zahl der Erwerbstätigen in Deutschland erreichte 2023 einen neuen Höchststand. Im Jahresdurchschnitt stieg sie um rund 363.000 Personen (+0,9 %) auf 42,1 Millionen Beschäftigte. Dieser Anstieg ist vor allem auf die Zunahme sozialversicherungspflichtiger Arbeitsplätze zurückzuführen.

Die Inflationsrate in Deutschland betrug im Jahr 2023 durchschnittlich 5,9 %, was einen Rückgang gegenüber 2022 darstellt, als sie noch bei 6,9 % lag. Dieser Rückgang markiert eine gewisse Stabilisierung, auch wenn das Niveau weiterhin hoch ist. Während die monatlichen Inflationsraten im Verlauf des Jahres schwankten, lag sie im Dezember 2023 bei 3,7 %, was den niedrigsten Stand seit Anfang 2022 darstellt. Besonders auffällig war der Einfluss von Energiepreisen, die aufgrund des Basiseffekts durch staatliche Entlastungsmaßnahmen 2022 und gestiegenen Preisen für Erdgas und Fernwärme im Jahr 2023 einen signifikanten Beitrag zur Inflation leisteten. Nahrungsmittelpreise erhöhten sich ebenfalls, allerdings mit einer moderaten Abnahme der Teuerungsrate gegen Jahresende.

Bei einem weiteren Kostenanstieg ist damit zu rechnen, dass es zu einem Rückgang von privater und industrieller Nachfrage kommt, was zu entsprechender Umsatz- und Ertragsstagnation führen könnte. Gegenläufig wirken könnten aktuelle Wohnungsbauprogramme in Deutschland und in der EU, in Verbindung mit Renovierung, Isolation und Dämmung vom Gebäudebestand, wo dämmende Flächenmaterialien für UV und Wärmeschutz als Struktur-Kunststoffdoppelstegplatten zum Einsatz kommen können.

Die Geschäftsführung prüft dazu weitere Kostenoptimierungen (z. B. Transportkosten über die Einrichtung weiterer Konsignationsläger bzw. über die Einbindung von Gruppenunternehmen und strategischen Dienstleistungspartnern), was kurzfristig zu Einsparungen, Effizienzsteigerung und zur Sicherung der Profitabilität führen wird.

Vor diesem Hintergrund hat die Gesellschaft für das Geschäftsjahr 2024 einen Umsatz in Höhe von EUR 24,9 Mio. und einen Jahresüberschuss in Höhe von EUR 0,17 Mio. geplant. Damit stabilisieren sich die Umsatzerlöse auf dem Niveau des Geschäftsjahres 2023. Bezüglich zukunftsbezogener Aussagen weisen wir darauf hin, dass die tatsächlichen Ergebnisse wesentlich von den Erwartungen über die voraussichtliche Entwicklung abweichen können, insbesondere weil die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen in Deutschland und weltweit eher an Komplexität noch zunehmen. Aufgrund von Kriegen und Konflikten (Ukraine und Israel), Energiekrise, Versorgungsengpässe, Personal- und Fachkräftemangel und von Preissteigerungen, besteht die Wahrscheinlichkeit, dass es zu Abweichungen kommt, die die geschäftliche Entwicklung auch negativ beeinflussen können.

3.2 Chancenbericht

Als Distributionsgesellschaft in einem sehr umkämpften Markt für den Vertrieb für Kunststoffplatten und Fertigprodukten versucht die Gesellschaft mit Hilfe des Konzerns, sich gut und vor allem mit einer breiten Produktpalette wettbewerbsfähig aufzustellen. Chancen ergeben sich vor allem aus der Einführung neuer Kunststoffmaterialien und Kunststoffprodukte sowie kundenspezifisch konfigurieren Systemen.

3.3 Risikobericht

Es ist ständiges Bestreben der Geschäftsleitung, die dem Geschäft innewohnenden Risiken frühzeitig zu erkennen, deren Größenordnung abzuschätzen, und geeignete Maßnahmen zu bestimmen, sowie diese möglichst effizient umzusetzen, um nachteilige Auswirkungen auf unsere Vermögens-, Finanz- und Ertragslage zu minimieren. Hierzu wenden wir eine Reihe von Risikomanagement- und Kontrollsystemen an, die uns dabei unterstützen, unterschiedliche Arten von Risiken rechtzeitig zu erkennen, abzusichern und zu steuern. Auf Basis der jährlichen Unternehmensplanung wird der Verlauf der Geschäftsentwicklung monatlich durch einen umfassenden Soll-Ist-Vergleich betrachtet. Auftretende Abweichungen werden ständig analysiert und fließen in das monatlich erstellte Reporting ein. Die Geschäftsführung wurde und wird regelmäßig über die laufenden Betriebsergebnisse, über Geschäftspartner, bezüglich verfügbarer Liquidität, Quantität und Effizienz (In- und Output), über Personalthemen, die Arbeitssicherheit sowie über Produkt- und Prozessqualität informiert.

Es bestehen zurzeit keine Prozessrisiken. Aufgrund der gesamtwirtschaftlichen weltweiten Herausforderungen im Jahr 2023 haben sich geschäftliche Einflüsse unter anderem durch Kostensteigerungen und eingeschränkte Verfügbarkeiten von Personal und Material bereits gezeigt und das operative Geschäft der Gesellschaft im Berichtsjahr mit beeinflusst. Die Geschäftsführung hat in Abstimmung mit der Konzernzentrale und mit Konzernunternehmen verschiedene Geschäftssicherungsmaßnahmen wie Verkaufspreiserhöhungen, Ablaufoptimierungen und die Neubesetzung vakanter Stellen bereits implementiert und umgesetzt. Aus Sicht der Geschäftsführung ist die Gesamtrisikolage stabil und es sind aus heutiger Sicht keine bestandsgefährdenden Risiken für die Gesellschaft erkennbar.

 

Schönebeck (Elbe), den 18. Dezember 2024

Amir Hudson-Nahum, Geschäftsführer

Bilanz zum 31. Dezember 2023

Aktiva

31.12.2022
EUR EUR EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und
Werten 971,58 1.752,70
II. Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen 92.309,36 111.522,34
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 52.499,40 59.791,62
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 9.672,67
144.808,76 180.986,63
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
Waren 6.981.346,94 7.197.530,43
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 2.159.409,88 2.589.539,88
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 428.561,33 405.794,38
3. Sonstige Vermögensgegenstände 387.357,78 611.158,34
2.975.328,99 3.606.492,60
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 1.005.851,02 1.053.713,22
C. Rechnungsabgrenzungsposten 34.340,69 67.772,10
11.142.647,98 12.108.247,68

Passiva

31.12.2022
EUR EUR EUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 25.000,00 25.000,00
II. Kapitalrücklage 3.000.000,00 3.000.000,00
III. Verlustvortrag -622.298,92 -868.830,22
IV. Jahresüberschuss 468.505,17 246.531,30
2.871.206,25 2.402.701,08
B. Rückstellungen
Sonstige Rückstellungen 2.009.006,35 2.482.283,76
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 398.649,81 371.828,72
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 5.805.484,44 6.723.103,46
3. Sonstige Verbindlichkeiten 58.301,13 128.330,66
davon aus Steuern EUR 21.862,64 (Vj. EUR 94.813,72)
6.262.435,38 7.223.262,84
11.142.647,98 12.108.247,68

Gewinn- und Verlustrechnung für 2023

2022
EUR EUR EUR
1. Umsatzerlöse 24.703.274,84 36.356.742,11
2. Sonstige betriebliche Erträge 146.554,19 36.283,57
davon aus Erträge aus der Währungsumrechnung EUR 738,84 (Vj. EUR 3.508,87)
24.849.829,03 36.393.025,68
3. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 17.340.835,89 28.810.136,34
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 308.603,29 554.013,14
17.649.439,18 29.364.149,48
4. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 1.876.602,14 1.492.496,20
b) Soziale Abgaben 345.939,72 299.524,39
2.222.541,86 1.792.020,59
5. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 51.549,35 41.575,62
6. Sonstige betriebliche Aufwendungen 4.457.793,47 4.948.992,97
davon aus Aufwendungen aus der Währungsumrechnung EUR 4.061,42 (Vj. EUR 12.580,88)
24.381.323,86 36.146.738,66
7. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 0,00 244,28
8. Ergebnis nach Steuern / Jahresüberschuss 468.505,17 246.531,30

Anhang für 2023

I. Allgemeine Angaben

Die Gesellschaft ist unter der Firma Palram DE GmbH mit Sitz in Schönebeck (Elbe) beim Registergericht Stendal unter der Nummer HRB 21945 eingetragen.

Der vorliegende Jahresabschluss der Palram DE GmbH für das Geschäftsjahr 2023 wurde auf der Grundlage der Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuches und der ergänzenden Bestimmungen des GmbH-Gesetzes aufgestellt.

Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gewählt.

Nach den in § 267 HGB angegebenen Größenklassen ist die Gesellschaft eine mittelgroße Kapitalgesellschaft. Von den größenabhängigen Erleichterungen für mittelgroße Kapitalgesellschaften gemäß § 288 Abs. 2 HGB ist im Geschäftsjahr Gebrauch gemacht worden.

II. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren unverändert die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend.

Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens sind zu Anschaffungskosten bilanziert und werden entsprechend ihrer Nutzungsdauer um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Das Sachanlagevermögen ist grundsätzlich zu Anschaffungskosten einschließlich Nebenkosten angesetzt und wird um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Die Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens werden nach Maßgabe der voraussichtlichen Nutzungsdauer abgeschrieben. Die Anlagegüter werden linear abgeschrieben. Geringwertige Anlagegüter bis zu einem Netto-Einzelwert von EUR 250,00 werden im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben. Die Abschreibungen auf Zugänge des Sachanlagevermögens werden im Übrigen zeitanteilig linear vorgenommen. Die Nutzungsdauern für technische Anlagen und Maschinen betragen 5 bis 15 Jahre und für die andere Anlagen sowie Betriebs- und Geschäftsausstattung 3 bis 14 Jahre.

Die Waren werden zu Anschaffungskosten bzw. zu niedrigeren Stichtagswerten angesetzt.

Für Verluste aus Liefer- und Abnahmeverpflichtungen sind in angemessener Höhe Rückstellungen gebildet.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert angesetzt. Allen risikobehafteten Posten ist durch die Bildung angemessener Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen; das allgemeine Kreditrisiko ist durch pauschale Abschläge berücksichtigt.

Liquide Mittel sind mit dem Nennwert bilanziert.

Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten. Sie sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags angesetzt.

Die Bewertung der Verbindlichkeiten erfolgt zum künftigen Erfüllungsbetrag.

Für die Ermittlung latenter Steuern aufgrund von temporären oder quasi-permanenten Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen oder aufgrund steuerlicher Verlustvorträge werden diese mit den unternehmensindividuellen Steuersätzen im Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen bewertet und die Beträge der sich ergebenden Steuerbe- und -entlastung nicht abgezinst. Aktive und passive Steuerlatenzen werden verrechnet. Die Aktivierung eines Überhangs latenter Steuern unterbleibt in Ausübung des dafür bestehenden Ansatzwahlrechts.

Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten wurden grundsätzlich mit dem Devisenkassamittelkurs zum Abschlussstichtag umgerechnet. Bei einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurde dabei das Realisationsprinzip (§ 252 Abs. 1 Nr. 4 Halbsatz 2 HGB) und das Anschaffungskostenprinzip (§ 253 Abs. 1 Satz 1 HGB) beachtet. Die in der Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesenen davon-Vermerke zur Währungsumrechnung enthalten sowohl realisierte als auch nicht realisierte Währungskursdifferenzen.

III. Angaben und Erläuterungen zu einzelnen Posten der Bilanz

Anlagevermögen

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im Anlagenspiegel dargestellt.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen enthalten ausschließlich Forderungen aus Lieferungen und Leistungen.

Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen wurden für Kundenboni und sonstige Nachlässe (TEUR 1.727; Vorjahr: TEUR 2.179), für ausstehende Lieferantenrechnungen (TEUR 189; Vorjahr: TEUR 247), Prüfungs- und Abschlusskosten (TEUR 39; Vorjahr: TEUR 39) und für Urlaubsansprüche und andere Personalrückstellungen (TEUR 54; Vorjahr: TEUR 17) gebildet.

Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen ausschließlich Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen. Darin sind TEUR 9 (Vorjahr TEUR 2) Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern enthalten.

Alle Verbindlichkeiten haben, wie im Vorjahr, eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr und sind unbesichert.

IV. Haftungsverhältnisse, außerbilanzielle Geschäfte und sonstige finanzielle Verpflichtungen

Sonstige finanzielle Verpflichtungen bestehen zum Bilanzstichtag in Höhe von TEUR 1.413 (Vorjahr TEUR 1.618) für Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen (insbesondere für ein seit dem 1. April 2022 laufender langfristiger Gebäudemietvertrag mit einer Laufzeit bis zum 28. Februar 2029).

V. Sonstige Pflichtangaben

Mitarbeiter

Die durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Mitarbeiter beträgt 52 (im Vorjahr: 51).

Geschäftsführung

Geschäftsführer der Gesellschaft waren:

 

Herr Amir Hudson-Nahum, Berlin (Geschäftsführer Bereich Canopia)

 

Herr Golan Oliel, Berlin (Geschäftsführer Bereich DIY) - bis 1. Juli 2024

Die Geschäftsführer sind von den Beschränkungen des § 181 BGB befreit. Von den Erleichterungen des § 286 Abs. 4 HGB ist im Geschäftsjahr Gebrauch gemacht worden.

Konzernverhältnisse

Mutterunternehmen, das den Konzernabschluss für den größten Kreis von Unternehmen aufstellt, ist die Palram Industries (1990) Ltd.

Die Palram Industries (1990) Ltd. hat ihren Sitz im Kibbutz Ramat Yohanan, 30035, Israel. Der Konzernabschluss ist bei der Geschäftsleitung der Gesellschaft erhältlich. Der Konzernabschluss der Palram Industries (1990) Ltd. ist darüber hinaus im Internet unter http://www.magna.isa.gov.il erhältlich.

Mutterunternehmen, das den Konzernabschluss für den kleinsten Kreis von Unternehmen aufstellt, ist die Century Plastics Ltd. Die Century Plastics Ltd. hat ihren Sitz in Sheffield, S26 5NU, United Kingdom. Der Konzernabschluss ist bei der Geschäftsleitung der Gesellschaft erhältlich.

Nachtragsbericht

Nach dem Bilanzstichtag 31. Dezember 2023 hat sich am 25. Januar 2024 ein Brand auf dem Firmengelände im Außenbereich ereignet. Dabei wurde insbesondere im Freien lagernde Ware zerstört und beschädigt. Das Unternehmen verfügt einen Versicherungsschutz, der den entstandenen Schaden reguliert. Im laufenden Geschäftsjahr 2024 kam es deswegen teilweise zu Lieferverzögerungen. Weitere wesentliche Ereignisse nach dem Bilanzstichtag 31. Dezember 2023 haben sich nicht ergeben.

Ergebnisverwendung

Die Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresüberschuss in Höhe von TEUR 469 analog zum Vorjahr (TEUR 247) auf neue Rechnung vorzutragen.

 

Schönebeck (Elbe), 18. Dezember 2024

gez. Amir Hudson-Nahum, Geschäftsführer

Entwicklung des Anlagevermögens 2023

Anschaffungs- und Herstellungskosten
1.1.2023 Zugänge Abgänge 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 1.862.592,98 0.00 0.00 1.862.592,98
II. Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen 221.175,20 5.076,23 0,00 226.251,43
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.157.631,17 19.186,80 0,00 1.176.817,97
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 9.672,67 0,00 9.672,67 0,00
1.388.479,04 24.263,03 9.672,67 1.403.069,40
3.251.072,02 24.263,03 9.672,67 3.265.662,38
Kumulierte Abschreibungen
1.1.2023 Zugänge 31.12.2023
EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 1.860.840,28 781,12 1.861.621,40
II. Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen 109.652,86 24.289,21 133.942,07
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.097.839,55 26.479,02 1.124.318,57
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00
1.207.492,41 50.768,23 1.258.260,64
3.068.332,69 51.549,35 3.119.882,04
Buchwerte
31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 971,58 1.752,70
II. Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen 92.309,36 111.522,34
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 52.499,40 59.791,62
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 9.672,67
144.808,76 180.986,63
145.780,34 182.739,33

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Palram DE GmbH

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Palram DE GmbH, Schönebeck (Elbe), - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023, der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Palram DE GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können;

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben;

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben;

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann;

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt;

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens;

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Berlin, 20. Dezember 2024

EY GmbH & Co. KG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

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