Müller & Gibis Steuerberatungsgesellschaft mbH
Selbe AdressePraxen von Steuerberaterinnen und -beratern, Steuerbevollmächtigten sowie steuerberatende Berufsausübungsgesellschaften
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Josef Dr. Zellner seit 23.2.2016 | Liquidator |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Daten zu wirtschaftlich Berechtigten sind nur für registrierte Nutzer zugänglich.
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
2 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
elsenthal TransportLogistik GmbHGrafenauJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2010 bis zum 31.12.2010LageberichtA) Darstellung des Geschäftsverlaufes 1. Marktentwicklung ** Im Zuge der konjunkturellen Erholung hat sich die Verkehrsnachfrage auf dem deutschen Güterverkehrsmarkt im Jahr 2010 insgesamt belebt. Nach zweistelligen prozentualen Mengen- und Leistungsrückgängen im Jahr 2009 erhöhte sich die im Straßen-, Eisenbahn- und Binnenschiffsgüterverkehr beförderte Gütermenge im Jahr 2010 um 1,1 %' die Verkehrsleistung um 5,8 % (ohne Straßengüterverkehr ausländischer Fahrzeuge in Deutschland). Für das laufende Jahr deuten die vorliegenden verkehrswirtschaftlichen Indikatoren auf eine Fortsetzung des Aufholprozesses auf dem Güterverkehrsmarkt hin. Die Entwicklung im Straßengüterverkehr verlief im Jahr 2010 zweigeteilt: Während der gewerbliche Verkehr im Vergleich zum Jahr 2009 hohe Zuwächse erzielte, weist die amtliche Statistik für den Werkverkehr außergewöhnlich deutliche Mengen- und Leistungsrückgänge aus. Letzteres führte zu einer insgesamt negativen Ausweisung der Beförderungsmengen im Straßengüterverkehr mit deutschen Lastkraftfahrzeugen im Jahr 2010. Die Verkehrsleistung erhöhte sich moderat. Trotz des deutlichen Anstiegs des internationalen Warenhandels waren die grenzüberschreitenden Verkehre deutscher Lastkraftfahrzeuge im Vergleichszeitraum rückläufig. Sie entwickelten sich schlechter als der Binnenverkehr. An den Aufkommenssteigerungen im internationalen Verkehr partizipierten vor allem gebietsfremde Fahrzeuge. Deren mautpflichtige Fahrleistungen stiegen im Jahr 2010 im Vergleich zum Vorjahr um 9,8 % an; die deutschen Fahrzeuge verzeichneten einen Zuwachs von 3,6 %. Weiter zugenommen haben im Jahr 2010 die mautpflichtigen Fahrleistungen mit umweltfreundlicheren Euro 5-Lkw. Mit einem Anteil von über 57 % erbrachten sie erstmals über die Hälfte der gesamten mautpflichtigen Fahrleistungen in Deutschland. Jüngste Ergebnisse der Marktbeobachtung sowie aktuelle Indikatoren deuten auf eine Fortsetzung der verkehrswirtschaftlichen Erholung im Bereich des Straßengüterverkehrs zu Beginn des Jahres 2011 hin. Nach Einschätzung des Bundesamtes nimmt bei den Unternehmern des Transport-, Speditions- und Logistikgewerbes der Optimismus zwar generell zu. Getrübt wird die Stimmungslage im Straßengüterverkehrsgewerbe allerdings aufgrund der erheblich gestiegenen Dieselkraftstoffpreise. Insbesondere bei Unternehmen, denen es bislang nicht gelang, Dieselpreisgleitklauseln zu vereinbaren, führt die Teuerung zu einer deutlichen Beeinträchtigung der wirtschaftlichen Erholung. Gegenwärtig ist die Situation auf dem Güterkraftverkehrsmarkt von einer guten Auftrags- und Beschäftigungslage geprägt, die sich häufig jedoch nicht in einer entsprechenden Rendite niederschlägt. In einigen Segmenten des Güterverkehrsmarktes zeigten sich bis ins laufende Jahr hinein zeitweise auf bestimmten Vekehrsverbindungen Kapazitätsengpässe. Für das laufende Jahr ist aufgrund der konjunkturellen Erholung in Deutschland sowohl mit einem Mengen- als auch mit einem weiterhin anhaltenden Leistungswachstum im Straßengüterverkehr zu rechnen. (siehe Jahresbericht 2010 "Marktbeobachtung Güterverkehr" Bundesamt für Güterverkehr) 2. Unternehmensentwicklung Das Unternehmen erzielte einen Umsatz in Höhe von 2,5 Mio. € (Vj. 7,2 Mio. €). Das Geschäftsergebnis liegt 2010 bei - 541 T€ (Vj. T€ - 767). Der Umsatzrückgang ist darauf zurückzuführen, dass der wirtschaftliche Geschäftsbetrieb mit Wirkung zum 01. April 2010 wesentlich auf die elsenthal TransportLogistik GmbH, Naila übertragen wurde. Es wurde nur noch die Sparte Nahverkehr und somit ein Teil der Mitarbeiter zurückbehalten. Das Unternehmen wird nach dem 01. April 2010 nur noch als Subunternehmer für die Gesellschaft in Naila tätig. 3. Dienstleistungen Die elsenthal TransportLogistik GmbH war bis 31. März 2010 mit der Durchführung von Nah- und Fernverkehrstransporten im In- und Ausland beschäftigt. Ein wesentlicher Auftraggeber war die Kühne + Nagel (AG & Co.). KG, Region Deutschland Süd-Ost. Ab dem 01. April 2010 ist die Gesellschaft nur noch geringfügig als Subunternehmer für die Schwestergesellschaft elsenthal Transportlogistik GmbH, Naila tätig. 4. Beschaffung Der Einkauf von Dieselkraftstoff lag auf einem unbefriedigenden hohen Preisniveau. 5. Investitionen Fuhrparkerneuerungen wurden nicht getätigt. Der Reparaturaufwand der "Altfahrzeuge" war überdurchschnittlich hoch. 6. Finanzierung Die Gesellschaft finanziert sich aus Eigenmitteln und hat zum Bilanzstichtag nur geringe Bankverbindlichkeiten und Bankguthaben. 7. Personalsituation Die durchschnittliche Anzahl der Beschäftigten betrug im Geschäftsjahr 49 Mitarbeiter. Davon waren:
8. Umweltschutz Soweit für das Unternehmen Relevanz besteht, wird den Gesichtspunkten des Umweltschutzes Rechnung getragen (siehe: neue umweltfreundliche, dem Klimaschutz entsprechende LKW-Flotte). B) Darstellung der Lage des Unternehmens 1. Ertragslage Die Ertragslage ist vornehmlich von der Kostenseite negativ beeinflusst. Auf der Kostenseite war die Kraftstoffpreissituation nachhaltig ungünstig. Parallel dazu Kostensenkungen in einem gleichgewichtigen Ausmaß durchzuführen, war nicht möglich. Dazu kommt der hohe Reparaturaufwand der Altfahrzeuge. Die Gesamtleistung im Geschäftsjahr 2010 lag bei TEUR 2.545, was gegenüber dem Vorjahr einen Rückgang von TEUR 4.650 bedeutet. Dies ist darauf zurück zu führen, dass das Transportgeschäft wesentlich zum 01. April 2010 auf die Schwestergesellschaft elsenthal TransportLogistik GmbH in Naila übertragen wurde. Die Gesellschaft wird nur noch als Subunternehmer tätig. Der Materialanteil einschließlich Fremdleistungen liegt bei TEUR 718 (Vj TEUR 2.664), im Verhältnis zur Unternehmensleistung sind das rund 28,2 % (Vj 37,0 %). Der Personalbestand sank im Jahresdurchschnitt von 96 zum Ende des ersten Quartals 2010 auf 32 Mitarbeiter am Jahresende. Die Personalkosten sind um TEUR 1.972 auf TEUR 1.674 gesunken. Relativ zur Unternehmensleistung hat sich der Anteil von 50,7% auf 65,8 % verschlechtert. Dies ist verursacht durch die Geschäftsabgabe zum 01. April 2010 an die Schwesterfirma elsenthal TransportLogistik GmbH, Naila. Die Abschreibungen liegen auf Vorjahresniveau, haben sich aber aufgrund des niedrigeren Umsatzes in 2010 relativ zur Unternehmensleistung auf 2,6 % (Vj. 0,9 %) verschlechtert. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind aufgrund der Übertragung des Geschäftsbetriebes und somit "Verkleinerung" des Unternehmens von TEUR 1.832 auf TEUR 530 gesunken. Der relative Anteil zur Unternehmensleistung hat sich aufgrund der allgemeinen Teuerung nur von 25,5 % auf 20,8 % verbessert. Das Betriebsergebnis hat sich verbessert ist aber immer noch auf einem unbefriedigenden Niveau. Im Jahr 2009 lag es noch bei TEUR - 877. In 2010 beträgt das Betriebsergebnis TEUR - 433. Das Finanzergebnis mit TEUR - 108 hat sich im Vergleich zu den Vorjahren deutlich verschlechtert. In 2009 war das Finanzergebnis noch mit TEUR 110 positiv. In 2010 mussten verstärkt vorhandene Reserven verwendet werden. Erst zum Jahresende hat sich der Bestand an Finanzmitteln wieder auf bisheriges Niveau erholt. Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit beträgt aus den vorgenannten Gründen TEUR - 541 (Vj. TEUR 767). Das außerordentliche Ergebnis beträgt TEUR - 160 und betrifft die Ausgleichszahlungen für die Übergabe des wirtschaftlichen Geschäftsbetriebes an die elsenthal TransportLogistik GmbH in Naila i. H. v. TEUR 150. Der übrige Aufwand betrifft Anpassungen aufgrund der geänderten Bewertungsvorschriften nach Bilanzrechtsmodernisierungsgesetz (BilMoG). Insgesamt wurde im Geschäftsjahr 2010 ein Jahresfehlbetrag i. H. v. TEUR 701 erwirtschaftet. Im Jahr 2009 betrug der Jahresfehlbetrag noch TEUR 573. 2. Vermögens- und Finanzlage Im Vergleich zum Vorjahr hat sich die Vermögenslage deutlich verschlechtert. Das Anlagevermögen ist nicht mehr durch Eigenkapital gedeckt (Vj. zu 9,6 %). Das Vermögen der Gesellschaft wird geprägt durch die langfristige Ausleihung an Kühne + Nagel. Hier wurde zum Jahresende eine erste Teilzahlung i. H. v. TEUR 1.250 vereinnahmt. Das restliche Darlehen ist 2016 fällig. Unter Berücksichtigung dieser Forderung beträgt die Anlagenintensität 48,7 % (Vj. 62,1 %). Des Weiteren bestehen zum Bilanzstichtag Liquide Mittel im Verhältnis zum Gesamtvermögen von 30,7 % (Vj. 12,3 %) was auf die Rückzahlung des Darlehens von Kühne + Nagel zurückzuführen ist. Die Gesellschaft ist erstmalig buchmäßig überschuldet. Der nicht durch Eigenkapital gedeckte Fehlbetrag beträgt EUR 396. Gleichzeitig ist die Eigenkapitalquote von 6,0 % in 2009 auf 0 % gesunken. Beides ist auf das negative Jahresergebnis 2010 zurückzuführen. Eine insolvenzrechtliche Überschuldung wurde durch eine Patronatserklärung der Schwesterfirma elsenthal TransportLogistik GmbH, Naila beseitigt. Auf der Passivseite überwiegt die Rückstellung für Pensionsverpflichtungen mit 94,8 % von der Bilanzsumme (Vj. 74,9 %). Diese wurde im Jahr 2008 neu berechnet und dabei die Berechnungsgrundlagen an die tatsächlichen Gegebenheiten angepasst. In 2010 erfolgte eine Anpassung an die geänderten Vorschriften des BilMoG, was zu einer deutlichen Erhöhung der Rückstellung geführt hat. Es bestehen derzeit Verbindlichkeiten aus Mietkauf. H. v. T€ 17, was im Verhältnis zur Bilanzsumme 0,4 % entspricht. Der Cash flow beträgt im Geschäftsjahr 2009 T€ -551 (Vj. -470). Der Cash flow aus der Finanzierungstätigkeit beträgt T€ -22 (Vj. T€ -20). Der Cash flow aus der Investitionstätigkeit beträgt T€ 1.096 (Vj. -30). C) Risiken der künftigen Entwicklung Die gravierenden Auswirkungen der Finanz- und Wirtschaftskrise werden nicht kurzfristig zu überwinden sein, auch wenn die gesamt- und branchenwirtschaftlichen Leitdaten für 2011 eine spürbare Belebung der Güterverkehrskonjunktur ankündigen. Die Zunahme der Transportnachfrage bedeutet keineswegs das Ende des Verdrängungs- und Preiswettbewerbs. Dazu ist die Kraftstoffpreisentwicklung schwer kalkulierbar. Die Abwicklung der Pensionszahlungen belastet die Firma zunehmend. Aufgrund der hohen Kosten, vorwiegend die Personalkosten, können aus der operativen Tätigkeit der Gesellschaft ohne deutliche Kostensenkungen keine Gewinne mehr erzielt werden. So würden bei einem planmäßigen Verlauf der Verpflichtungen aus den Pensionszusagen die liquiden Mittel der Gesellschaft derzeit nicht ausreichen, sämtliche Ansprüche zu erfüllen. Die Gesellschaft versucht hier mit Hilfe von Individualvereinbarungen die Belastungen zu reduzieren. Bei Prognoseberechnungen über die nächsten zwei Jahre stehen noch ausreichend Zahlungsmittel zur Verfügung. Es wurde mit Einzelgesprächen mit den betroffenen Mitarbeitern begonnen. Die Resonanz hierauf ist positiv. D) Berichterstattung gemäß § 289 Abs. 2 HGB 1. Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Schluss des Geschäftsjahres Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Schluss des Geschäftsjahres zum 31. Dezember 2010 sind zum Zeitpunkt der Niederschrift dieses Lageberichtes nicht gegeben. 2. Voraussichtliche Entwicklung, Chancen und Risiken In 2010 wurde ein großer Teil der operativen Geschäfte der elsenthal TransportLogistik GmbH, Grafenauindie elsenthal TransportLogistik GmbH, Naila überführt; der Rest erfolgt in 2011/2012. Die elsenthal TransportLogistik GmbH, Grafenau wird danach nur noch die Verwaltung und Auszahlung der Pensionsverpflichtungen innehaben. Sollte eine vollständige Überführung des Geschäftsbetriebs nicht umgesetzt werden können, so besteht weiterhin das Risiko, aus der operativen Tätigkeit Verluste und damit einhergehend Liquiditätsabflüsse zu realisieren. Weiterhin könnte damit trotz eines außerplanmäßigen Abbaus der Verpflichtungen aus Pensionszusgen eine Bestandsgefährdung nicht beseitigt werden. Darüber hinaus würden sich die Risiken im Zusammenhang mit den Pensionsverpflichtungen deutlich erhöhen und sich bereits mittelfristig wesentlich auswirken. Zur Sicherstellung der Kapitalausstattung und zur Beseitung einer eventuellen Überschuldung besteht eine Patronatserklärung der eTL, Naila. Die eTL, Naila wird auch die Geschäftsanteile der eTL, Grafenau von der Mercur Beteiligungs- und Beratungs-GmbH übernehmen. Die Geschäftsführung der eTL, Grafenau hat den Pensionsberechtigten eine Kapitalabfindung angeboten und führt zur Abwicklung darüber Verhandlungen. Ziel ist es, die Abwicklung der Pensionsansprüche auf diesem Wege bis spät. 30.6.2012 zu erledigen. Zu Risiken siehe Punkt C).
Grafenau elsenthal TransportLogistik GmbH Dr. Josef Zellner BilanzAktiva
Gewinn- und Verlustrechnung
Ergebnisverwendung
Ergebnisverwendungsvorschlag des Vorstands / der GeschäftsleitungDer Jahresfehlbetrag wird auf neue Rechnung vorgetragen. Anhang für das Geschäftsjahr 2010der elsenthal TransportLogistik GmbH- zur Veröffentlichung - A. ALLGEMEINE ANGABEN Der Jahresabschluss der elsenthal TransportLogistik GmbH wurde auf der Grundlage der Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuches aufgestellt. Ergänzend zu diesen Vorschriften waren die Regelungen des GmbH Gesetzes zu beachten. Der Jahresabschluss zum 31.12.2010 wurde unter Gegenüberstellung der Werte zum 31. Dezember 2009 ausgewiesen. Die Aufstellung des Jahresabschlusses 2010 erfolgte unter erstmaliger Anwendung der Bestimmungen des Bilanzrechtsmodernisierungsgesetzes (BilMoG). Die Vorjahreszahlen wurden entsprechend Art. 67 Abs. 8 S. 2 EGHGB nicht angepasst. Aufgrund der erstmaligen Anwendung der neuen Bilanzierungsvorschriften wurden die im vergangenen Jahr angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze nicht vollumfänglich fortgeführt. Die Änderungen betreffen folgende Punkte: Pensionsrückstellung Durch die Einführung des BilMoG sind künftige Preis- und Kostensteigerungen, d.h. Gehalts- und Rententrends, zu berücksichtigen. Die Rückstellungen für laufende Pensionen oder Anwartschaften auf Pensionen werden, entsprechend dem Wahlrecht des § 253 Abs. 2 HGB, pauschal mit dem von der Bundesbank veröffentlichten durchschnittlichen Marktzinssatz, der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt, abgezinst. Aus der geänderten Bewertung ergibt sich für die Bilanzposition Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen zum 1. Januar 2010 eine Zuführung in Höhe von TEUR 148. Entsprechend Art. 67 Abs. 1 EGHGB wurde davon im Berichtsjahr 1/15tel erfolgswirksam eingestellt. Sonstige Rückstellungen Aufgrund der Neufassung des § 253 HGB sind Rückstellungen in Höhe des notwendigen Erfüllungsbetrags anzusetzen. Künftige Preis- und Kostensteigerungen sind hierbei zu berücksichtigen. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr sind mit dem ihrer Laufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre abzuzinsen. Der Zinssatz wird durch die Deutsche Bundesbank ermittelt und bereitgestellt. Vom Beibehaltungswahlrecht wurde gebrauch gemacht. Angaben, die wahlweise in der Bilanz, in der Gewinn- und Verlustrechnung oder im Anhang gemacht werden können, sind insgesamt im Anhang aufgeführt. Nach den in § 267 HGB angegebenen Größenklassen ist die Gesellschaft eine mittelgroße Kapitalgesellschaft. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Die entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände werden mit den Anschaffungskosten aktiviert und planmäßig linear auf die voraussichtliche Nutzungsdauer von 3 bis 5 Jahren abgeschrieben. Die Bewertung des Sachanlagevermögens erfolgt zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten abzüglich planmäßiger Abschreibungen. In die Herstellungskosten der selbsterstellten Anlagen werden neben den direkt zurechenbaren Kosten auch anteilige Gemeinkosten einbezogen. Die beweglichen Wirtschaftsgüter des Anlagevermögens werden linear und degressiv entsprechend den steuerlichen relevanten AfA-Tabellen abgeschrieben. Geringwertige Wirtschaftsgüter bis 150 EUR werden im Jahr des Zugangs in voller Höhe abgeschrieben. Für Wirtschaftsgüter über 150 EUR bis 1.000 EUR erfolgt die Bildung eines Sammelpostens. Die Bildung und Auflösung des Sammelpostens erfolgt entsprechend § 6 Abs. 2a EstG. Bei den Finanzanlagen wurden die bilanzierten Anteilsrechte und sonstigen Wertpapiere zu Anschaffungskosten, die Ausleihungen zum Nennbetrag angesetzt. Soweit dauernde Wertminderungen vorliegen, werden Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert vorgenommen. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände werden grundsätzlich mit dem Nennbetrag unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken bewertet. Auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden wegen des allgemeinen Zins- und Kreditrisikos Einzelwertberichtigungen vorgenommen. Die Rechnungsabgrenzungsposten betreffen abgegrenzte Ansprüche aus Vorleistungen. Die Auflösung der Posten erfolgt linear entsprechend dem Zeitablauf. Latente Steuer werden ab dem 1. Januar 2010 für zeitliche Unterschiede zwischen den handelsbilanziellen und steuerlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten unter Einbeziehung von berücksichtigungsfähigen Verlust- und Zinsvorträgen, wenn eine Verrechnung mit steuerpflichtigem Einkommen innerhalb des gesetzlich festgelegten Zeitraums von fünf Jahren genutzt werden kann, gebildet. Die Ermittlung der latenten Steuern erfolgt auf Basis des Ertragsteuersatzes von aktuell 28,43 %. Der Ertragsteuersatz umfasst Körperschaftsteuer, Gewerbesteuer und Solidaritätszuschlag. Aktive und passive latente Steuern werden saldiert. Eine sich insgesamt ergebende Steuerbelastung wird in der Bilanz als passive latente Steuer angesetzt. Im Falle einer Steuerentlastung wird entsprechend dem Aktivierungswahlrecht auf die Bilanzierung verzichtet. Für ungewisse Verbindlichkeiten aus Pensionsverpflichtungen wurden Rückstellungen gebildet. Siewerden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt. Die Bewertung erfolgt nach dem versicherungsmathematischen Anwartschaftsbarwertverfahren (»projected unit credit method«). Für die Abzinsung wird der von der Bundesbank veröffentlichte durchschnittliche Marktzinssatz berücksichtigt, der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt. Die sonstigen Rückstellungen werden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags bewertet. Künftige Preis- und Kostensteigerungen im Zeitpunkt der Erfüllung der Verpflichtung werden berücksichtigt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden und von der Deutschen Bundesbank veröffentlichten durchschnittlichen Marktzinssatz abgezinst. Die Verbindlichkeiten werden mit ihrem Rückzahlungsbetrag angesetzt. B. ANGABEN UND ERLÄUTERUNGEN ZUR BILANZ 1. Anlagevermögen Die Entwicklung des Anlagevermögens ist aus der Anlagenübersicht zu entnehmen. Es bestehen keine Beteiligungen mit über 20 % Anteil am Eigenkapital. Unter den sonstigen Ausleihungen ist ein langfristiges verzinsliches Darlehen ausgewiesen. 2. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Unter den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind im Wesentlichen Forderungen gegenüber der Kühne & Nagel (AG & Co.) KG aus der Erfüllung des Transport- und Leistungsabnahmevertrages vom 25. August 2005 ausgewiesen. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen enthalten Forderungen an Gesellschafter i. H. v. TEUR 23. Die sonstigen Vermögensgegenstände betreffen im Wesentlichen Umsatzsteuerforderungen (TEUR 75) sowie Forderungen Regierungszuschüsse (TEUR 36), aus LKW-Kaution (TEUR 16), Körperschaftsteuerrückforderungen (TEUR 9) und Genossenschaftsanteile (TEUR 4). Bis auf die Genossenschaftsanteile haben alle Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände eine Restlaufzeit von weniger als einem Jahr. 3. Nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag Zur Beseitigung einer Überschuldung im Rechtssinne wurde von der Schwestergesellschaft, der elsenthal TransportLogistik GmbH, Naila eine Patronatserklärung abgegeben. Aufgrund der sich daraus ergebenden Entschuldung, der vorhandenen Liquidität und der vorliegenden Unternehmensplanung ist ein Fortbestand des Unternehmens anzunehmen. 4. Eigenkapital Im Bilanzverlust in Höhe von -2.034.149,12 Euro ist ein Verlustvortrag in Höhe von -1.332.854,94 Euro (Vorjahr -759.827,09 Euro) enthalten. 5. Pensionsrückstellungen Die Rückstellung für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen betrug im Berichtsjahr 3.933.863,00 EUR (1. Januar 2010: 3.829.975,00 EUR). Der Erfüllungsbetrag in Höhe von 4.071.797,00 EUR (1. Januar 2010: 3.977.761,00 EUR) wurde auf Basis des Anwartschaftsbarwertverfahrens ermittelt. Der Bewertung lagen neben den Heubeck-Richttafeln (2005 G), der von der Bundesbank veröffentlichte Marktzins von 5,25 % (1. Januar 2010: 5,15 %), jährliche Lebenshaltungskostensteigerungen bzw. jährliche Anwartschaftssteigerungen von 0 % (1. Januar 2010: 0 %) zu Grunde. Im Vorjahr erfolgte die Ermittlung der Pensionsrückstellung auf der Basis versicherungsmathematischer Berechnungen unter Anwendung der Richttafeln 2005 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck entsprechend den steuerlichen Regelungen nach dem Teilwertverfahren durchgeführt. Der Fehlbetrag aufgrund früher unterlassener Zuführungen zur Pensionsrückstellung beträgt TEUR 4. Der Fehlbetrag aufgrund des Wahlrechtes gemäß Art. 67 Abs. 1 EGHGB beträgt zum 31.12.10 noch TEUR 138. 6. Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen betreffen vor allem Personalrückstellungen (TEUR 9 und Aufwandsabgrenzungen des Geschäftsjahres.
10. Sicherheiten Es wurden keine Sicherheiten bestellt. Es bestehen Eigentumsvorbehalte im üblichen Maße. 11. Haftungsverhältnisse
12. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Die Gesellschaft hat zum Bilanzstichtag mehrere Mietverträge und diverse Leasingverträge abgeschlossen. Daraus ergeben sich über die Restlaufzeit voraussichtliche Aufwendungen im Leasingbereich in Höhe von TEUR 124, im Mietbereich wurde diverse Mietverträge über LKW abgeschlossen. Diese sind monatllich kündbar. Hier wurden jeweils die Verpflichtung für ein Monat berücksichtigt. Hinzu kommen die Mietverträge für Gebäude mit einer Kündigungsfrist von 3 bzw. 6 Monaten. Somit entsteht ein Gesamtaufwand im Zeitraum von bis sechs Monaten in Höhe von TEUR 31.
C. ERLÄUTERUNG ZUR GEWINN - UND VERLUSTRECHNUNG Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde gemäss § 275 Abs. 1 HGB in Staffelform nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. 1. Sonstige betriebliche Erträge In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind Erträge aus Anlagenabgängen i. H. v. TEUR 7 sowie sonstige Erträge von TEUR 3 enthalten. 2. Personalkosten Aufwendungen für die Altersversorgung 56.581,23 Euro Vorjahr 150.970,93 Euro 3. Sonstige betriebliche Aufwendungen In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind Aufwendungen für Gebäude (TEUR 16), Fuhrpark (TEUR 353) und Versicherungen (TEUR 5) sowie Verwaltungsaufwendungen enthalten. 4. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge davon aus der Abzinsung von Rückstellungen 823,75 Euro Vorjahr 0,00 Euro. 5. Zinsen und ähnliche Aufwendungen davon aus der Abzinsung von Rückstellungen 203.127,00 Euro Vorjahr 0,00 Euro. 6. Außerordentliches Ergebnis Die außerordentlichen Aufwendungen betreffen mit TEUR 150 eine Ausgleichszahltung für die Übernahme des laufenden Geschäftsbetriebes zum 01. April 2010 an die elsenthal TransportLogistik GmbH, Naila. Das außerordentliche Ergebnis resultiert mit TEUR 9 aus der Erstanwendung der Vorschriften des BilMoG. Aufgrund der bestehenden Verlustvorträge hat das AO Ergebnis keinen Einfluss auf die Steuerbelastung der Gesellschaft. D. SONSTIGE ANGABEN 1. Angaben zur Vermittlung eines besseren Einblicks in die VFE-Lage Die Gesellschaft hat den Bereich Fernverkehr mit Wirkung zum 01. April 2010 an die elsenthal TransportLogistik GmbH, Naila übertragen. Die Gesellschaft wird zukünftig nur noch in geringem Maße als Subunternehmer für die elsenthal TransportLogistik GmbH, Naila tätig. 2. Geschäftsführer Während des abgelaufenen Geschäftsjahres wurde die Gesellschaft durch folgende Personen geführt: Herr Dr. Josef Zellner, Dipl. Kfm., Speditionskaufmann Hinsichtlich der Angabe der Geschäftsführervergütungen wir auf § 286 Abs. 4 HGB verwiesen. 3. Belegschaft Die Gesellschaft beschäftigte im Jahresdurchschnitt 49 Mitarbeiter (Vorjahr 98), davon 4 kaufmännische Angestellte (Vorjahr 10) und 41 gewerbliche Arbeitnehmer (Vorjahr 88).
Grafenau, den 31.03.2011 Die Geschäftsleitung Anlagespiegel
sonstige BerichtsbestandteileAngaben zur Feststellung: Der Jahresabschluss wurde am 23.12.2011 festgestellt. BestätigungsvermerkWir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht, der elsenthal TransportLogistik GmbH, Grafenau für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2010 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben. Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet. Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Ohne diese Beurteilung einzuschränken, weisen wir auf die Ausführungen im Lagebericht hin. Dort ist in Abschnitt C.) ausgeführt, dass der Fortbestand der Gesellschaft aufgrund drohender Überschuldung bedroht ist Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.
Eging am See, den 23. Dezember 2011 Nirschl,
Grössl & Koll. GmbH
G. Nirschl, Wirtschaftsprüfer |
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