Friedrich Stingel GmbH
Gewerbestraße 10, 72477 Schwenningen, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Michael Stingel seit 10.5.2022 | Geschäftsführer |
Christoph Stingel seit 20.7.2009 | Geschäftsführer |
Willi Stingel seit 12.12.2006 | Geschäftsführer |
Wirtschaftlich Berechtigte
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Identifizierte Personen (2)
| Name | Anteil |
|---|---|
Michael StingelMST Holding GmbH | 50.00% |
Christoph StingelCST Holding GmbH | 50.00% |
Gesellschafter
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
2 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Beteiligungen
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| 14.37% |
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Friedrich Stingel GmbHSchwenningenJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022LageberichtI. Grundlagen des Unternehmens 1. Geschäftsmodell des Unternehmens Die Friedrich Stingel GmbH mit Sitz in Schwenningen im Landkreis Sigmaringen ist seit 1933 erfolgreich im Straßenbau und Tiefbau tätig. Auch im Jahr 2022 konzentrierten sich die Aktivitäten auf die umliegende Region im Umkreis von ca. 80 km. Das Unternehmen arbeitet in allen Bereichen des Straßenbaus und Tiefbaus und führt bereits in dritter Generation Baumaßnahmen als Komplettdienstleister aus. Die Umsätze werden - wie in den Vorjahren - sowohl bei öffentlichen als auch bei gewerblichen und privaten Auftraggebern erzielt. Das Leistungsspektrum des Unternehmens reicht vom klassischen Tiefbau, wie z. B. Kanal- und Leitungsbau, über die Erschließung von Wohn- und Gewerbegebieten, bis hin zum Bau von Straßen und Wegen. Die Herstellung von Außenanlagen, Pflasterarbeiten und sämtliche Asphaltierungsarbeiten sowie die Durchführung von Schwertransporten komplettieren unser Leistungsportfolio. II. Wirtschaftsbericht 1. Gesamtwirtschaftliche, branchenbezogene Rahmenbedingungen Nachdem das Jahr 2021 weiterhin von der Covid-19-Pandemie geprägt war und die daraus resultierenden Auswirkungen wie Materialknappheit, Lieferschwierigkeiten und damit einhergehend steigenden Materialpreisen noch immer maßgebend waren, hat die Zuspitzung des Ukraine-Krieges Ende Februar 2022 diese wirtschaftlichen Auswirkungen noch immens verstärkt und einhergehend mit den Sanktionen gegen Russland schließlich zu einer Energiekrise geführt. Dementsprechend wurde die Bauwirtschaft umso mehr vor große Herausforderungen gestellt. Die Materialknappheit und die daraus resultierenden Preissteigerungen haben sich weiter verschärft. Darüber hinaus sind die Energiepreise massiv in die Höhe geschnellt. Die nach Meinung der Geschäftsleitung in Deutschland vorherrschende Priorisierung einer ideologiegeprägten, nicht bis zum Ende gedachten Umweltpolitik gegenüber einer rationalen Abwägung zwischen ökonomischen und ökologischen Gesichtspunkten hat diesen Effekt noch weiter verstärkt. Die Energiekrise hat die Inflation weiter befeuert und in nicht für möglich gehaltene Höhen befördert. Letztendlich musste auch die Europäische Zentralbank ihre Haltung aufgeben und die Leitzinsen zur Bekämpfung der außerordentlichen Inflation anheben, um der horrenden Inflation entgegenzuwirken. Dies wiederum hat im Jahr 2022 zu stetig steigenden Finanzierungskosten durch Zinserhöhungen geführt. Darüber hinaus haben der Mangel an Fachkräften sowie steigende Lohnkosten zu einer zunehmenden Komplexität und weiteren Kostensteigerungen geführt. Diese Kostensteigerungen können bei bestehenden Verträgen nur selten an die Kunden weitergegeben werden, was zu einer Belastung der Ertragskraft führte. Die herausfordernden Rahmenbedingungen haben nicht nur bestehende Projekte negativ beeinflusst, sondern auch die Akquise von Neuaufträgen. Die Preise der Bauprojekte sind exorbitant angestiegen, welche von den Kunden kaum noch zu stemmen sind. Die Folge ist dann zwangsläufig eine Investitionszurückhaltung aller Beteiligten, was zu einem noch intensiveren Wettbewerb führt. Dementsprechend ist es nicht verwunderlich, dass die Baubranche im Vergleich zum Vorjahr einen weiteren Rückgang in der Bauproduktion um real 5,1 % zu verzeichnen hatte, bedingt durch diese schwierigen politischen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen.1 2. Geschäftsverlauf Das Geschäftsjahr 2022 kann insbesondere im Hinblick auf die schwierigen Rahmenbedingungen als zufriedenstellend bezeichnet werden. Im Jahr 2022 ist die Gesamtleistung um 26,4 % angestiegen. Auch der Rohertrag ist um 13,0 % überdurchschnittlich gewachsen. Dies ist insbesondere auf die Vielzahl an Kostensteigerungen zurückzuführen, wodurch die durchgeführten Bauprojekte wesentlich teurer geworden sind. Darüber hinaus führt die aktuelle Umweltpolitik und die damit verbunden vorgeschriebenen Bodenuntersuchungen dazu, dass immer mehr Böden als belastet gelten, somit als Abfall eingestuft werden, und deshalb teuer entsorgt werden müssen. Dementsprechend sind die Deponiegebühren von 184 T€ im Vorjahr auf 625 T€ im Geschäftsjahr angestiegen. Dies entspricht einem Zuwachs von 441 T€. Überdies sind die Aufwendungen für Bitumen von 804 T€ im Vorjahr auf 1.843 T€ im Geschäftsjahr um 1.039 T€ in die Höhe geschnellt. Insgesamt ist der Materialaufwand von 4.494 T€ im Vorjahr um 2.426 T€ auf 6.920 T€ angestiegen. Dies entspricht einem Anstieg um 54 %. Des Weiteren hat sich der Personalaufwand um 12,3 % erhöht. Die anderen betrieblichen Aufwendungen haben sich insgesamt im Geschäftsjahr um 20,2 % erhöht. Der Anstieg ist im Wesentlichen auf die um 479 T€ gestiegenen Fahrzeugkosten zurückzuführen, wobei allein 412 T€ der Mehraufwendungen aus dem Anstieg des Dieselpreises resultieren. Die Abschreibungen bewegen sich mit T€ 1.333 weiterhin auf einem hohen Niveau und sind gegenüber dem Vorjahr (T€ 1.312) um 1,6 % leicht angestiegen. Alles in allem liegt das Betriebsergebnis mit 172 T€ auf dem Niveau des Vorjahres (184 T€). Dies ist darauf zurückzuführen, dass die zahlreichen Kostensteigerungen nicht immer an den Endkunden weitergegeben werden können, da die Kalkulation der Projekte zu einem früheren Zeitpunkt stattfinden, bei dem die Kostensteigerungen nur schwer vorhersehbar sind. Im Gegenzug konnte das neutrale Ergebnis von 29 T€ im Vorjahr um 252 T€ auf 281 T€ im Geschäftsjahr gesteigert werden. Dementsprechend ist das Jahresergebnis auf 285 T€ angestiegen (VJ 122 T€). Als wesentlicher finanzieller Leistungsindikator zur Steuerung des Unternehmens wird die Entwicklung der Gesamtleistung verwendet. Darüber hinaus wird das operative Ergebnis (EBIT) als bedeutsamer finanzieller Leistungsindikator herangezogen. Das EBIT betrug im Geschäftsjahr 2022 T€ 453 und lag damit um T€ 240 über dem Vorjahr. Auch der Cashflow ist mit T€ 1.605 gegenüber dem Vorjahr (T€ 1.431) um 12,2 % angewachsen. * 2 Im Rahmen der Führung des Unternehmens wird eine Vielzahl von weiteren Kennzahlen permanent beobachtet, die bei der internen Steuerung hinsichtlich einer langfristigen Wertentwicklung des Unternehmens einbezogen werden. Dies umfasst vor allem Kennzahlen der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung sowie daraus abgeleitete Kapitalstruktur-, Liquiditäts- und Rentabilitätskennzahlen. 3. Lage des Unternehmens Die Vermögenslage des Unternehmens ist mit einer Bilanzsumme von T€ 12.244 weiterhin durch ein umfangreiches Anlagevermögen gekennzeichnet, welches mit T€ 5.043 ca. 41 % der Bilanzsumme ausmacht. Im Geschäftsjahr 2022 erfolgten Investitionen in das Anlagevermögen von ca. T€ 1.976. Die Investitionen betreffen auch im Jahr 2022 im Wesentlichen Maschinen und Fahrzeuge. Die Verbindlichkeiten sind insgesamt um 2.599 T€ angestiegen. Dies ist im Wesentlichen auf Verbindlichkeiten aus Steuern zurückzuführen, die 1.522 T€ ausmachen (VJ 499 T€). Im Gegenzug sind die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände gegenüber dem Vorjahr um 2.361 T€ angewachsen und belaufen sich auf insgesamt T€ 4.838 (VJ T€ 2.477). Dieser Anstieg ist im Wesentlichen bedingt durch den erhöhten Forderungsbestand aus Lieferungen und Leistungen. Das Eigenkapital unserer Gesellschaft beläuft sich auf T€ 4.473. Dies entspricht einer Eigenkapitalquote von rd. 36,5 %. Die Rückstellungen liegen mit T€ 1.448 rd. T€ 42 unter dem Vorjahr. Wie in Vorjahren erfolgt die Finanzierung unverändert im Wesentlichen über langfristige Bankdarlehen. Die Liquidität der Gesellschaft war jederzeit sichergestellt. Die Gesellschaft war jederzeit in der Lage, sämtliche finanziellen Verpflichtungen termingerecht zu erfüllen. Zum Stichtag lagen die liquiden Mittel um T€ 29 über dem Vorjahreswert und liegen mit T€ 1.528 auf einem ordentlichen Niveau. Darüber hinaus verfügt die Gesellschaft zum Stichtag über Kreditlinien von insgesamt T€ 1.412, welche jedoch nicht in Anspruch genommen wurden. Daraus abgeleitet kann auch die Finanzlage unserer Gesellschaft weiterhin als stabil bezeichnet werden. Es sind keine Liquiditätsengpässe zu erwarten. Das Finanzmanagement ist darauf ausgerichtet, Verbindlichkeiten innerhalb der Zahlungsfristen zu begleichen und Forderungen möglichst innerhalb der Zahlungsziele zu vereinnahmen. Unsere wirtschaftliche Lage ist nach wie vor als gut zu bezeichnen. III. Prognosebericht Im Jahr 2023 sind die Preise für Baumaterial weiter gestiegen, insbesondere für Asphaltmischgut und mineralische Baustoffe. Die Dynamik hat jedoch etwas nachgelassen. Auch die Energiepreise haben sich wieder etwas normalisiert bzw. konnten in der Kalkulation Berücksichtigung finden. In 2024 haben sich die Preissteigerungen zwar beruhigt, allerdings verharren die Preise auf dem hohen Niveau, da Preissenkungen nur in ganz seltenen Fällen vollzogen werden. Die Baukonjunktur hat sich weiter deutlich abgekühlt. Zentral für Investitionsentscheidungen im Bausektor sind die allgemeinen Konjunkturaussichten, die derzeit durch extrem hohe Unsicherheit geprägt sind und daher bremsend wirken, ebenso wie die steigenden Baukosten. Die rückläufigen Auftragseingänge lassen in den nächsten Monaten sinkende Umsätze erwarten. Es zeichnet sich ein weiterhin hart umkämpfter Wettbewerb mit zunehmend angespannten Preisen ab. Die Anzeichen einer nicht endenden Rezession sind unübersehbar. Im Hochbau ist diese bereits im Jahr 2024 deutlich spürbar. Im Straßenbau und Tiefbau kann dagegen eher von einer Stagnation gesprochen werden und die Rezession wird wohl im Jahr 2025 voll durchschlagen, da unsere Branche - bedingt durch die langen Planungsprozesse und Ausschreibungsverfahren sowie die zunächst noch verfügbaren Mittel bei den öffentlichen Auftraggebern - später beeinflusst wird. Im Verkehrswegebau hat die öffentliche Hand seit Jahren einen Investitionsstau zu verzeichnen. Das Straßennetz im Land ist vielerorts ein Armutszeugnis. Seit langem wird in der Verkehrsinfrastruktur nicht mehr agiert, sondern nur noch reagiert. Um den Straßenzustand nachhaltig zu verbessern, müssten die Investitionen verdoppelt werden.3 Schon seit einiger Zeit bräuchte es nach Meinung der Geschäftsleitung Konjunkturprogramme bzw. die unverzügliche Aufhebung des Investitionsstaus der öffentlichen Hand zur Ankurbelung der Bauwirtschaft als wichtiges Standbein der deutschen Wirtschaft. Diese Programme lassen weiterhin auf sich warten, wobei die Hoffnung darauf kontinuierlich schwindet. Bereits seit dem Geschäftsjahr 2021 sind wir in unseren geschäftspolitischen Entscheidungen vorsichtig und wachsam und haben uns bereits damals auf eine kommende Rezession vorbereitet. Aufgrund der hochpreisigen Einkaufspreise bei Maschinen und Fahrzeugen treffen wir weiterhin bedachte Investitionsentscheidungen. Unser moderner Fuhr- und Maschinenpark sowie die seit vielen Jahren nachhaltig aufgebaute Substanz ermöglicht uns eine gewisse Zurückhaltung im Sinne einer nachhaltigen Sicherung der Unternehmensexistenz. Die derzeitige Auftragslage unseres Unternehmens kann als befriedigend bezeichnet werden. Mit Flexibilität, Einsatzbereitschaft und Pragmatismus und dem notwendigen Weitblick stellen wir uns mit unserem Team den großen Herausforderungen und arbeiten weiterhin an einer langfristig orientierten, generationenübergreifenden Geschäftsentwicklung. Demensprechend blicken wir weiterhin positiv in die Zukunft. Es sind keine wesentlichen Änderungen in der Geschäftspolitik geplant. Unsere Marktposition betrachten wir als gefestigt. Für das Geschäftsjahr 2023 und 2024 erwarten wir eine leicht rückläufige Gesamtleistung und ein operatives Ergebnis (EBIT) auf Niveau des Geschäftsjahres 2022. IV. Chancen- und Risikobericht Im Rahmen unserer geschäftlichen Aktivitäten sind wir permanent Risiken ausgesetzt, die untrennbar mit unserem unternehmerischen Handeln verbunden sind. Unternehmerisches Handeln ist ohne das Eingehen von Risiken undenkbar. Risiken entstehen meist durch nicht planbare bzw. schwer erkennbare Ereignisse, welche für das Unternehmen sowohl Gefährdungen als auch Chancen mit sich bringen können. Für uns bedeutet Risikomanagement deshalb nicht nur die permanente Beobachtung des Unternehmens und dessen Umfeldes zur Reduzierung von Gefahren, sondern auch zur Erkennung von Chancen, um diese für das Unternehmen zu nutzen. Als oberstes Ziel unseres Risikomanagements setzen wir uns deshalb die Absicherung unserer Unternehmensziele zur langfristigen Steigerung unseres Unternehmenswertes im Sinne einer nachhaltigen Existenzsicherung des Unternehmens. Als Familienunternehmen mit mehr als 90-jähriger Tradition steht für uns der nachhaltige ökonomische Erfolg statt kurzfristiger Gewinne im Mittelpunkt. Daher achten wir auf die Auswirkungen unseres unternehmerischen Handelns auf Umwelt und Gesellschaft und sind uns über unsere Verantwortung gegenüber unseren Mitarbeitern stets bewusst. Zentraler Maßstab für den ökonomischen Erfolg ist die operative Ertragskraft des Unternehmens. Diese streben wir in einer Größenordnung an, die es uns ermöglicht, unsereInvestitionen zu tätigen, die Umwelt zu schonen, Innovationen anzustoßen, unserer sozialen Verantwortung gegenüber unseren Mitarbeitern gerecht zu werden sowie einen positiven Beitrag zur Öffentlichkeit und der Gesellschaft zu leisten. Dabei wollen wir eine risikoadäquate Rendite auf das eingesetzte Kapital erwirtschaften. Unser Risikomanagement basiert auf einem sehr sicherheitsorientierten, konservativen Grundverständnis, welches eher darauf abzielt, drohende Risiken abzuwenden als kurzfristige Gewinnchancen einzugehen, welche mit nicht abschätzbaren Gefährdungen einhergehen. Existenzgefährdende Risiken gehen wir grundsätzlich nicht ein. Nachfolgend werden potentielle Risiken beschrieben, die bedeutende Auswirkungen auf unsere Finanz- und Ertragslage haben könnten. In den letzten Jahren mussten wir leider ein sich verschlechterndes Zahlungsverhalten sowohl der öffentlichen Hand als auch bei vielen privaten und unternehmerischen Auftraggebern feststellen. Diese Entwicklung hat sich im Jahr 2023 und 2024 fortgesetzt. Die Prüfung und anschließende Auszahlung nimmt immer mehr Zeit in Anspruch, weshalb die Auszahlung unserer Rechnungen meistens verspätet eintritt. Oft werden unsere Rechnungen erst nach schriftlicher oder mündlicher Kontaktaufnahme bezahlt. Während es sich bei der öffentlichen Hand eher um Zahlungsverzögerungen aufgrund sich permanent verlangsamenden Prozessen handelt, wirken wir den drohenden Ausfällen der privaten und unternehmerischen Auftraggeber mit einem problemorientierten, ganzheitlichen Forderungsmanagement entgegen. Der relativ hohe Anteil von Aufträgen der öffentlichen Hand verringert das branchenübliche Ausfallrisiko deutlich. Daraus resultierend haben wir weiterhin nur wenige Forderungsausfälle zu verzeichnen. Mit einem ganzheitlichen Liquiditätsmanagement wirken wir der langwierigen Zahlungsweise der öffentlichen Hand entgegen. Der langwierigen Zahlungsweise der öffentlichen Hand wirken wir mit einem ganzheitlichen Liquiditätsmanagement entgegen. Bei einer weiteren Investitionszurückhaltung insbesondere der öffentlichen Hand besteht aufgrund des relativ hohen Anteils das Risiko von Umsatz- und Ertragsrückgängen. Aufgrund des immer offensichtlicher in Erscheinung tretenden schlechten Zustands der öffentlichen Straßen, sehen wir derzeit jedoch weiterhin eher Chancen für unsere Geschäftsentwicklung. Auf der Beschaffungsseite greifen wir nach wie vor auf uns bestens bekannte, solide, qualitätsbewusste Lieferanten zurück. Die Entwicklung der Einkaufpreise im Mineralölbereich kann bei einer Erhöhung, die nur teilweise an Kunden weitergegeben werden kann, zu einer entsprechenden Minderung der Marge und damit auch des Jahresergebnisses führen. Darüber hinaus wird die Einstellung und Bindung von qualifiziertem Personal für uns, wie für die gesamte Branche, auch zukünftig eine große Herausforderung darstellen. Auch beim Finanzmanagement verfolgt das Unternehmen eine konservative Risikopolitik. Unsere Bankdarlehen werden ausschließlich in Euro und festverzinslich abgeschlossen, so dass wir während der Darlehenslaufzeit weder einem Währungs- noch einem Zinsänderungsrisiko ausgesetzt sind. Soweit bei Vermögenswerten Ausfall- oder Bonitätsrisiken erkennbar sind, werden entsprechende Wertberichtigungen vorgenommen. Zu den im Unternehmen bestehenden Finanzinstrumenten zählen hauptsächlich Forderungen, Verbindlichkeiten und Guthaben bei Kreditinstituten. Liquide Mittel werden risikoarm angelegt bzw. für die laufende Beschaffung von Betriebsmitteln verwendet. Es erfolgt eine permanente Kontrolle und Abgleich der Konditionen und Konten. Preisänderungs-, Ausfall und Liquiditätsrisiken sowie Risiken aus Zahlungsstromschwankungen werden von uns aktuell als nicht erheblich für die weitere Entwicklung beurteilt. Zusammenfassend beurteilen wir die vorstehend beschriebenen Risiken weder einzeln noch in ihrer Gesamtheit als bestandsgefährdend für unsere Gesellschaft. Unser Unternehmen ist insgesamt gut aufgestellt, um ihre Marktposition zu halten und auszubauen.
Schwenningen, im Oktober 2024 gez. Christoph Stingel gez. Michael Stingel * 1 Quelle:Hauptverband der Deutschen Bauindustrie e.V., Pressemitteilung 24.02.2023: "Bauindustrie meldet schwaches Baujahr 2022" * 2 Cashflow = Jahresergebnis zzgl. Abschreibungen zzgl. Veränderung Pensionsrückstellungen BilanzAktiva
Gewinn- und Verlustrechnung
Anhang für das Geschäftsjahr 2022Friedrich Stingel GmbH, SchwenningenA. Allgemeine Angaben Die Friedrich Stingel GmbH mit Sitz in Schwenningen ist im Handelsregister des Amtsgerichts Ulm unter der Nummer HRB 710206 eingetragen. Der Jahresabschluss wurde nach den Vorschriften des Dritten Buches des HGB in Verbindung mit rechtsformspezifischen Sondervorschriften des GmbHG aufgestellt. Die zur Erläuterung der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung erforderlichen Angaben sind, soweit gesetzlich zulässig, in den Anhang übernommen. B. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze Die entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten aktiviert und linear über ihre voraussichtliche Nutzungsdauer abgeschrieben bzw. auf die Laufzeit der zugrunde liegenden Verträge verteilt. Die Zugänge zum Sachanlagevermögen werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten bewertet. Die beweglichen Anlagen werden entsprechend ihrer voraussichtlichen Nutzungsdauer planmäßig linear abgeschrieben. Bei voraussichtlich dauerhaften Wertminderungen werden außerplanmäßige Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert vorgenommen. Vermögensgegenstände mit Einzelanschaffungskosten bis zu € 250,00 werden im Zugangsjahr voll abgeschrieben. Zugänge mit Anschaffungskosten zwischen € 250,00 und € 1.000,00 werden in einen Sammelposten eingestellt und über eine Laufzeit von 5 Jahren abgeschrieben. Die Finanzanlagen werden zu Anschaffungskosten oder mit dem niedrigeren am Abschlussstichtag beizulegenden Wert angesetzt. Bei den Vorräten werden die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe in Gruppen zusammengefasst und mit den durchschnittlichen Anschaffungskosten oder mit den niedrigeren Werten zum Bilanzstichtag bewertet. Der Ansatz der unfertigen Leistungen erfolgt mit den retrograd ermittelten Herstellungskosten. Zinsen für Fremdkapital werden nicht angesetzt. Soweit die Wertansätze den niedrigeren beizulegenden Wert übersteigen, werden Abschreibungen auf den niedrigeren Wert zum Bilanzstichtag vorgenommen. Die Grundsätze der verlustfreien Bewertung werden beachtet. Die erhaltenen/geleisteten Anzahlungen werden zu Nettowerten (ohne Umsatzsteuer) bilanziert. Erhaltene Anzahlungen werden auftragsbezogen offen von den Vorräten abgesetzt, soweit sie diese nicht übersteigen. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind mit dem Nennwert unter Berücksichtigung angemessener Einzelwertberichtigungen für erkennbare Risiken und - bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen - durch Abzug einer Pauschalwertberichtigung ausgewiesen. Die flüssigen Mittel sind mit dem Nominalwert angesetzt. Auf der Aktivseite sind als Rechnungsabgrenzungsposten Ausgaben vor dem Abschlussstichtag ausgewiesen, soweit sie Aufwendungen für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen. Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen sowie die Steuer- und sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen. Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden nach der PUC-Methode (projected unit credit-Methode) unter Verwendung der Richttafeln 2018 G von Prof. Klaus Heubeck ermittelt. Bei der Bewertung der Pensionsrückstellungen wurden keine jährlichen Lohn- und Gehaltssteigerungen unterstellt. Die Pensionsrückstellungen werden pauschal mit dem von der Deutschen Bundesbank veröffentlichten durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Geschäftsjahre abgezinst, der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt. Der Zinssatz beträgt 1,78 % (Vorjahr: 1,94 %). Die Steuer- und sonstigen Rückstellungen sind mit dem nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrag bewertet. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst. Die Verbindlichkeiten sind mit dem Erfüllungsbetrag passiviert. C. Erläuterungen zur Bilanz 1. Anlagevermögen Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2022 ist in einem gesonderten Anlagenspiegel dargestellt, der diesem Anhang als Anlage beigefügt ist. 2. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
Die sonstigen Vermögensgegenstände beinhalten Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von T€ 918 (Vorjahr: T€ 0). 3. Eigenkapital Der in der Bilanz ausgewiesene Gewinnvortrag zuzüglich des Jahresergebnisses ist in Höhe von T€ 15 ausschüttungsgesperrt. Die Ausschüttungssperre resultiert aus folgenden Sachverhalten:
4. Pensionsrückstellungen Der Erfüllungsbetrag der Pensionsrückstellungen beträgt zum 31.12.2022 T€ 495. Bei der Bewertung der Pensionsrückstellungen erfolgt die Abzinsung mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen 10 Geschäftsjahre. Würde die Abzinsung mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen 7 Geschäftsjahre erfolgen, würde sich der Bilanzansatz um T€ 15 erhöhen (Unterschiedsbetrag im Sinne von § 253 Abs. 6 S. 1 HGB). 5. Sonstige Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen beinhalten im Wesentlichen Verpflichtungen aus Gewährleistungen in Höhe von T€ 213, Verpflichtungen aus dem Personalbereich in Höhe von T€ 500 sowie Rückstellungen für unterlassene Instandhaltung in Höhe von T€ 187. 6. Verbindlichkeiten (Vorjahreswerte in Klammer)
7. Haftungsverhältnisse
Bei den für fremde Verbindlichkeiten bestellten Sicherheiten handelt es sich in voller Höhe um Bürgschaften. Mit einer Inanspruchnahme aus den Haftungsverhältnissen ist aufgrund der vollständigen Rückführung im September 2023 nicht zu rechnen. 8. sonstige finanzielle Verpflichtungen
D. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung Gesamtbezüge der Geschäftsführung Die Gesellschaft macht von der Befreiungsvorschrift gem. § 286 Abs. 4 HGB Gebrauch und verzichtet auf die Angabe der Geschäftsführerbezüge, da die Größenordnung der Bezüge eines Mitglieds der Geschäftsführung geschätzt werden kann E. Sonstige Angaben 1. Arbeitnehmer
2. Geschäftsführung Geschäftsführer der Gesellschaft sind: Herr Christoph Stingel, Dipl.-Wirtsch.-Ing., Schwenningen, Herr Michael Stingel, Straßenbaumeister, Meßstetten. 3. Vorschlag für die ErgebnisverwendungenDie Geschäftsführung schlägt vor, den Bilanzgewinn auf neue Rechnung vorzutragen.
Schwenningen, 25.10.2024 gez. Christoph Stingel gez. Michael Stingel Entwicklung des Anlagevermögens
sonstige BerichtsbestandteileAngaben zur Feststellung: Der Jahresabschluss wurde am 31.10.2024 festgestellt. BestätigungsvermerkBei dem nachfolgenden Jahresabschluss handelt es sich um die nach §§ 326 f. HGB für Offenlegungszwecke verkürzte Fassung. Zu dem vollständigen Jahresabschluss und dem Lagebericht haben wir den folgenden Bestätigungsvermerk erteilt: Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die Friedrich Stingel GmbH, Schwenningen PRÜFUNGSURTEILE Wir haben den Jahresabschluss der Friedrich Stingel GmbH, Schwenningen, - bestehend aus der Bilanz zum 31.12.2022 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Mandant für das Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse - entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31.12.2022 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022 und - vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmä- ßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. GRUNDLAGE FÜR DIE PRÜFUNGSURTEILE Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. VERANTWORTUNG DER GESETZLICHEN VERTRETER FÜR DEN JAHRESABSCHLUSS UND DEN LAGEBERICHT Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. VERANTWORTUNG DES ABSCHLUSSPRÜFERS FÜR DIE PRÜFUNG DES JAHRESABSCHLUSSES UND DES LAGEBERICHTS Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus, - identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können. - gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben. - beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben. - ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann. - beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. - beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens. - führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Stuttgart, 25.10.2024 BW
gez. Philipp Hasenclever, Wirtschaftsprüfer gez. Franziska Becker, Wirtschaftsprüferin Bei Veröffentlichung oder Weitergabe des Jahresabschlusses und/oder des Lageberichts in einer von der bestätigten Fassung abweichenden Form bedarf es zuvor unserer erneuten Stellungnahme, sofern hierbei unser Bestätigungsvermerk zitiert oder auf unsere Prüfung hingewiesen wird; auf § 328 HGB wird verwiesen. |
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