GEMTEC AktiengesellschaftLiquidiert

15713 Königs Wusterhausen, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Cottbus HRB 14319
Eingetragen
30.9.2019
Branche
Herstellung von Werkzeugmaschinen für die MetallbearbeitungHerstellung von PrüfmaschinenHerstellung von Maschinen für die Metallerzeugung, von Walzwerkseinrichtungen und Gießmaschinen
Gegenstand
Entwicklung, Fertigung, Vertrieb, Montage und Service für informations- und fernmeldetechnische Anlagen, Automatisierungstechnik, Sondermaschinenbau sowie die Metallbearbeitung in ihrer Gesamtheit.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
René Graßke
seit 30.9.2019
Prokura
Jan Burschik
seit 30.9.2019
Vorstandsmitglied
Nils Peter Burschik
seit 30.9.2019
Vorstandsmitglied
Jens Krönert
seit 30.9.2019
Vorstandsmitglied
Sven Lauritsen
seit 30.9.2019
Vorstandsmitglied
Michael Gawalek
seit 30.9.2019
Prokura

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

GEMTEC Aktiengesellschaft

Königs Wusterhausen

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022

Lagebericht zum 31. Dezember 2022

GEMTEC AG, Königs Wusterhausen

A. Grundlagen des Unternehmens

Unternehmensstruktur, Geschäftstätigkeit

Die Gesellschaft wurde in 1992 als G E M T E C GmbH gegründet. Mit Umwandlungsbeschluss vom 19.12.2018 und Eintragung in das Handelsregister des Amtsgerichts Cottbus in 2019 wurde ein Formwechsel von der Gesellschaft mit beschränkter Haftung in eine Aktiengesellschaft durchgeführt und die Firmierung geändert in GEMTEC Aktiengesellschaft (im Folgenden: GEMTEC). Die GEMTEC entwickelt, fertigt und vertreibt informations- und fernmeldetechnische Anlagen, Automatisierungstechnik, baut Sondermaschinen und produziert Metallerzeugnisse.

Das Unternehmen gliedert sich gegenwärtig in die folgenden drei Geschäftsfelder auf:

1. Industrial Systems (umfasst die vormaligen Bereiche Sondermaschinen- und Anlagenbau und Automation)

2. Metallbearbeitung

3. Systemhaus für Sicherheitstechnik und Softwareentwicklung

Die Geschäftsführung wird von vier Vorständen vertreten, die auch die alleinigen Aktionäre sind.

Alle Bereiche verfügen über zugeordnetes Personal und eine eigene Führungsstruktur. Zusammenarbeit zwischen den Bereichen findet in Form einer internen Zulieferung statt. Die internen Leistungen werden nach Angebot oder zu vereinbarten Stundensätzen abgerechnet. Alle Unternehmensbereiche werden als eigene Kostenstelle geführt und abgerechnet. Umlage von Gemeinkosten findet nach einem festgelegten Schlüssel statt. Dieser basiert, sofern möglich, auf messbaren Größen der Inanspruchnahme. Alle anderen Kosten der Wertschöpfung werden den entsprechenden Kostenträgern zugeordnet.

Als übergeordnete Strukturen stehen den Geschäftsbereichen Sekretariat und Lohnbuchhaltungen, IT und Technische Dienste (Hausmeister, Reinigung), übergeordnetes Marketing und Recruiting zur Verfügung.

Das Unternehmen entwickelte sich in den letzten 25 Jahren kontinuierlich vom Handwerksbetrieb zum mittelständischen Industrieunternehmen. Umsatz und Mitarbeiteranzahl folgten nicht in allen Jahren diesem allgemeinen Trend.

Geschäftsverlauf und Rahmenbedingungen

Entwicklung der Gesamtwirtschaft

Trotz Inflation, Ukraine-Krieg und anhaltender Lieferprobleme ist die deutsche Wirtschaft im vergangenen Jahr gewachsen. Das Bruttoinlandsprodukt stieg um 1,9 Prozent, wie das Statistische Bundesamt mitteilte. 2021 war das Bruttoinlandsprodukt (BIP) noch um 2,6 Prozent gewachsen.

Zwar machte der Krieg in der Ukraine die Hoffnung auf einen kräftigen Aufschwung nach zwei von Corona-Einschränkungen geprägten Jahren jäh zunichte. Dennoch lieferte Europas größte Volkswirtschaft ein robustes Wachstum ab. Im vierten Quartal 2022 wuchs die deutsche Wirtschaft einer ersten Schätzung des Bundesamts zufolge nicht mehr. Nach bisherigen Erkenntnissen stagnierte das BIP zum Vorquartal, wie die neue Behördenchefin Ruth Brand bei einer Pressekonferenz in Berlin mitteilte. 1

Die beschleunigte Fortführung der Energiewende, der beschlossene Ausstieg aus der Kohle-Verstromung führten im Zusammenhang mit dem Ukraine Krieg zu einer deutlichen Verteuerung der Energiepreise. Nur deutliche Eingriffe des Staates konnten dem Schwinden der Versorgungsunsicherheit entgegenwirken und die Preise auf hohem Niveau stabilisieren.

Entwicklung der Branche

Pflegebereich

In Folge der Corona Pandemie, den stark gestiegenen Energie- und Personalkosten hatte vor allem die Pflege neue Herausforderungen zu bestehen. Personalknappheit, zusätzliche Kosten durch Corona-Maßnahmen und steigende Energiekosten haben eine Vielzahl der Betriebe unrentabel werden lassen. Nur 38% der Pflegebetriebe erwirtschafteten in 2022 positive Erträge, ca. 20% der Einrichtungen waren in 2022 nicht in der Lage, 2 rentabel zu arbeiten. Dieser hohe finanzielle Druck führte zu großer Zurückhaltung im Investitionsbereich. Instandsetzungen und Erneuerungen wurden in 2022 oft zurückgestellt. Besonders betroffen waren große, renditeorientierte Betriebe, oft initiiert durch große europäische Investmentgesellschaften.

Energiemarkt Weltweit

Die Dekarbonisierung der Energieversorgung hat in 2022 weiter Fahrt aufgenommen. Klar formulierte Ziele zum Ausstieg aus der Kohleverstromung fordern ein deutlich steigendes Engagement bei der Errichtung neuer regenerativer Erzeuger und der Nutzbarmachung der Wasserstofftechnologie. Die auch im letzten Jahr bereits absehbare Nachfragesteigerung im Bereich von HGÜ Anlagen wird damit weiter angetrieben und über das Jahr 2022 hinaus, ein sich stark entwickelnder Markt sein. Ob Offshore oder in riesigen Sonnenkraftwerken, der Transport der erzeugten Energie zum Verbraucher stellt eine gewaltige technische und infrastrukturelle Aufgabe dar.

Der Bereich Industrial Systems profitierte mit seinem Wissen zur Steuerung redundanter Kühlanlagen von diesem Megatrend. Angetrieben wird die Nachfrage nach Elektroenergie vom wachsenden Markt der Elektromobilität. Der Maschinenbau hat sich, nach einem drastischen Umsatz Einbruch in 2020 (-11%) deutlich erholt, der Umsatz wuchs nach 2021 (6,9%) 3 in 2022 gegenüber dem Vorjahr um 9,1 Prozent. 4

In den 2010er Jahren herrschte ein ungehemmter Hang zur Globalisierung. Weltweite Wertschöpfungsketten erschienen geradezu als das Ziel jeder geschäftlichen Entscheidung im Sinne einer Ergebnisoptimierung.

Schon seit den Vor-Corona Jahren lässt sich eine Verlangsamung des Wachstums des Welthandels beobachten. Dieser Trend setzte sich in den Jahren 2021/2022 fort. Gleichzeitig setzt sich, durch Einzelereignisse und Entscheidungen von Regierungen, eine andere Sicht bei der Bewertung von weltweiten Wertschöpfungsketten durch. Die Bewertung der Rentabilität von weltweiten Wertschöpfungsketten wird zunehmend auch durch Stabilitätsbetrachtungen ergänzt.

Produkte und Dienstleistungen

Die Gesellschaft entwickelt, produziert und vertreibt die folgenden Produkte und Leistungen aufgegliedert nach den einzelnen Bereichen:

Industrial Systems

Lieferung von Mess-, Schalt- und Regelungstechnik unter anderem für Industriekühlanlagen, Stahlwerke, Krananlagen, Magnethebesysteme, Prüfstände, Kabelverseilanlagen.

Konstruktion, Fertigung und Montage von Industrieöfen, Lackier- und Beschichtungsanlagen, Förder- und Handhabungstechnik und Abluftreinigungsanlagen.

Metallverarbeitung

Be- und Verarbeitung von Edelstahl, Aluminium und Buntmetall durch 2D - Co 2 Laserzuschnitte und Faserlasern, Stanzen, Abkantarbeiten, Rundbiegen sowie diverse Schweißtechniken. Konstruktion nach Kundenvorgaben von Einzelstücken wie z. Bsp. Aufzugkabinen, Kabinenauskleidungen und Portalverkleidungen.

Sicherheitstechnik und Software-geriebene Lösungen

Als Lösungsanbieter erstreckt sich unsere Kompetenz über den gesamten Bereich der Sicherheitstechnik in Gebäuden, Liegenschaften und kritischen Infrastrukturen. Hierzu gehören insbesondere innovative Lösungen für stationäre Altenpflege und das betreute Wohnen sowie individuelle Lösungen im Bereich des Gefahren- und Besuchermanagements.

Im Bereich kritische Infrastrukturen zeichnet sich der Einsatz unserer Software Suite Wotan EX als komplexes Hintergrundsystem zur Absicherung von Innenstädten und Bereichen mit hervorgehobenen Gefahrenpotenzial durch elektromechanische Sperranlagen ab.

Zu den Kunden der Produkte und Serviceleistungen gehören große Unternehmen der Industrie wie auch der Altenpflege und des Sicherheitsbereichs. Die GEMTEC vertreibt diese Produkte überwiegend in Deutschland, ist aber auch weltweit tätig.

Die Betriebsauslastung bewegte sich, auch wegen Corona - Nachholeffekten bedingt, schwankend zwischen knapp unter und bei maximaler Auslastung.

Die Materialversorgungskette konnte im Berichtsjahr unter Schwierigkeiten sichergestellt werden. Lieferungen aus Asien waren dabei unkalkulierbar. Oft wurde daher auf beschaffbare Produkte und Alternativen zurückgegriffen. Von Insolvenzen oder Betriebsschließungen bei Lieferanten war die Gesellschaft nicht betroffen. Um unsere hohen Qualitätsansprüche einzuhalten, nimmt der Aufwand für die qualitätssichernden Maßnahmen der angelieferten Ware von Jahr zu Jahr zu. Die Einkaufspreise verblieben weiterhin auf hohem Niveau oder stiegen teilweise an.

B. Darstellung der Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage

Die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage der GEMTEC hat sich im Geschäftsjahr 2022 insgesamt wie folgt entwickelt:

1. Ertragslage

Die Geschäftsentwicklung in 2022 verlief für die GEMTEC AG sehr unbefriedigend. Ein sehr angespannter Arbeitsmarkt und ein hoher Krankenstand verhinderten eine kontinuierliche Abarbeitung des Auftragsbestandes. Die Korrektur geschäftlicher Entscheidungen der Vorjahre forderten von den Führungskräften erheblichen Einsatz, denen nicht alle in gleicher Weise gewachsen waren. Im Gegenzug stabilisierte sich die Warenbeschaffung.

Kennzahlen 2022
TEUR
2021
TEUR
Veränderung
TEUR
Veränderung
%
Umsatzerlöse 16.217 18.106 -1.889 - 10,43%
Gesamtleistung 18.323 18.662 -339 -1,82%
Anzahl Mitarbeiter incl. VS 162 166 -4 -2,41%
Umsatz je Mitarbeiter 100 109 -9 -8,26%
Personalaufwand 8.138 8.427 -289 -3,43%
Abschreibungen 684 556 128 23,02%
EBITDA 753 -252 1.004 -400,00%
EBIT 69 -808 877 -108,54%
Ergebnis vor Ertragsteuern -73 -956 883 -92,36%
Ertragsteuern -157 -164 7 -4,27%
Jahresfehlbetrag -231 -1.120 889 -79,38%

Trotz des deutlich gesunkenen Umsatzes verringerte sich die Gesamtleistung auf Grund der Erhöhung der unfertigen Leistungen nur unwesentlich. Der Jahresfehlbetrag verringert sich gegenüber dem Vorjahr deutlich. Dazu trugen im Wesentlichen die Auflösung von Rückstellungen sowie die Aktivierung selbst geschaffener immaterieller Vermögensgegenstände bei.

Die Umsatzerlöse der GEMTEC gliedern sich wie folgt:

Kennzahlen 2022
TEUR
2021
TEUR
Veränderung
TEUR
Veränderung
%
Umsatzerlöse Ausland 962 5.159 -4.197 -81,35%
Umsatzerlöse Inland 15.255 12.947 2.308 17,83%
Umsatzerlöse Gesamt 16.217 18.106 -1.889 -10,43%

2. Finanzlage

Kennzahlen 2022
TEUR
2021
TEUR
Veränderung
TEUR
Veränderung
%
Cashfl. aus lfd. Geschäftstätigk. 1.008 -158 1.166 -737,97%
Cashfl. aus Investitionstätigkeit -1.712 -2.825 1.113 -39,40%
Cashfl. Finanzierungstätigkeit -60 3.235 -3.295 -101,85%
Finanzmittel am Ende d. Periode 514 1.278 -764 -59,78%

Der Endbestand der Finanzmittel zum Jahresende ist im Vergleich zum Vorjahr auf Grund erheblicher Investitionstätigkeiten gesunken. Dies liegt insbesondere an der Fertigstellung des neuen Produktionsstandortes "Funkerberg". Am Anfang des Geschäftsjahres bestehende Liquiditätsengpässe konnten durch bestehende Kontokorrentlinien überwunden werden. Dadurch konnte die Gesellschaft jederzeit ihren Zahlungsverpflichtungen nachkommen.

3. Vermögenslage

Aktiva

Geschäftsjahr
TEUR
Vorjahr
TEUR
Anlagevermögen 9.783 8.006
Umlaufvermögen 10.667 10.353
Rechnungsabgrenzungsposten 91 71
Aktive latente Steuern 0 30

Passiva

Eigenkapital 147 378
Sonderposten 1.161 1.023
Rückstellungen 1.111 1.962
Verbindlichkeiten 17.992 15.098
Passive latente Steuern 130 0

Anlagevermögen

Die wesentlichen Zugänge in das Anlagevermögen beinhalten neben diversen Investitionen in die Betriebs- und Geschäftsausstattung sowie technische Anlagen und Maschinen mit 400 TEUR auch Zugänge im Bereich der selbst geschaffenen immateriellen Vermögensgegenständen in Höhe von 748 TEUR sowie Investitionen in entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände in Höhe von 30 TEUR, Investitionen in Anteile an verbundene Unternehmen 38 TEUR und Herstellungskosten von Gebäuden 1.244 TEUR.

Unter Berücksichtigung der planmäßigen Abschreibungen erhöht sich das Anlagevermögen im Berichtsjahr um 1.777 TEUR.

Umlaufvermögen

Das Umlaufvermögen hat sich im Wirtschaftsjahr unwesentlich erhöht. Es verbleibt wie auch im Vorjahr ein hoher Bestand großer Projekte, die zum Jahresende nicht abgeschlossen werden konnten.

In allen Fällen wurde verlustfrei bewertet, d. h., es wurden von den voraussichtlichen Verkaufspreisen Abschläge für noch anfallende Kosten vorgenommen. Alle erkennbaren Risiken sind durch angemessene Abwertungen berücksichtigt. Rückstellungen für drohende Verluste waren im Berichtsjahr nicht zu bilden.

Liquide Mittel

Die Liquidität ist im Vergleich zum Vorjahr gesunken. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind im Vergleich zum Vorjahr unwesentlich um 108 TEUR gestiegen. Die liquiden Mittel sind im Vergleich zum Vorjahr auf 514 TEUR gesunken (Vorjahr: 1.278 TEUR).

Eigenkapital

Das Jahresergebnis belastet das Eigenkapital, welches sich um 231 TEUR auf 147 TEUR verringert. Der Zugang in den Verbindlichkeiten und die Reduzierung des Eigenkapitals führen zu einer Verminderung der Eigenkapitalquote auf nunmehr 1 %, was einen Rückgang von 1 %-Punkten im Vergleich zum Vorjahr bedeutet.

Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen in Höhe von 789 TEUR (Vorjahr 1.187 TEUR) setzen sich wie folgt zusammen:

sonstige Rückstellungen 2022
TEUR
2021
TEUR
Veränderung
TEUR
Veränderung
%
Urlaubsrückstellung 308 510 -202 -39,61%
Berufsgenossenschaft 8 23 -15 -65,22%
Gewährleistungsrückstellung 190 328 -23 -42,07%
Arbeitszeitkonten 161 235 -139 -31,49%
Abschluss und Prüfungskosten 56 67 -11 -16,42%
Periodenabgrenzung 49 0 49 0
Rückstellung für Aufbewahrung 17 16 1 6,25
Rückstellung für drohende Verluste 0 7 -7 -100,00%

Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten erhöhen sich nur unwesentlich um 109 TEUR. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und sind dagegen um 1.417 TEUR gestiegen, was unter anderem an einer Darlehensaufnahme für die Investition in das Anlagevermögen in Höhe von 314 TEUR liegt. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen haben sich ebenfalls mit 1.495 TEUR deutlich erhöht und sind im Zusammenhang mit den zum Bilanzstichtag noch nicht abgeschlossenen Projekten zu sehen.

4. Gesamtaussage zur wirtschaftlichen Lage

Nur die Metallverarbeitung und das Systemhaus konnten in 2022 ein positives Betriebsergebnis darstellen und ihren Anteil der Gemeinkosten decken. Im Bereich Sondermaschinenbau, im Laufe des Jahres in die Struktureinheit IS - industrial services übergehend, konnten eine Anzahl von Projekten nicht oder zum Teil unbefriedigend umgesetzt werden. Schwierigkeiten in der unterjährigen Bewertung unfertiger Arbeiten führten zu zusätzlichem Risiko.

Der Betrieb der Fotovoltaik-Anlagen ist profitabel. Die Gesamteinnahmen betrugen hier 61 TEUR.

Insgesamt stellt sich die wirtschaftliche Situation am Ende des Geschäftsjahres etwas entspannter dar als ein Jahr zuvor. Der Auftragsbestand zu Beginn des Geschäftsjahres 2023 ließ hoffen, dass die Geschäftsziele ab dem Wirtschaftsjahr 2023 erreicht werden. Aus Sicht des inzwischen fortgeschrittenen Zeitpunktes (Dezember 2023) wird diese Einschätzung leider nicht bestätigt. Hier herrscht unbedingter Handlungsbedarf um eine stabilere Führung. Diese wurden erst im Laufe des Geschäftsjahres umgesetzt.

Zur Mitte des Jahres 2021 führte das Unternehmen eine neue, ganzheitliche Softwareplattform für wesentliche Teile des Betriebes ein (ERP System). Trotz zweijähriger Vorbereitung gestaltete sich der Start schwierig. Auch hier zeigten sich deutliche Defizite in der organisatorischen Ausrichtung der Gesellschaft.

C. Prognosebericht

Für die Zukunft erwarteten wir eine weitere Stabilisierung des Auftragseinganges bei steigenden Beschaffungs- und Personalkosten. In allen Bereichen sollte die Konsolidierung im Mittelpunkt stehen. Besonders die spezielle Ausrichtung auf Märkte und Kunden wird hierbei besonders förderlich sein. Aufgrund hoher Investitionen in Digitalisierung, Ausbau des Standortes am Funkerberg und Investitionen in die Personalentwicklung rechneten wir mit einem leicht negativen Ergebnis in 2022. Aus heutiger Sicht wissen wir, dass die durch Corona in 2022/2023 verursachten Schwierigkeiten vor allem Einfluss auf Beschaffung und Abwicklung haben werden. Abgebrochene Lieferketten, weltweite Engpässe und ein nie da gewesener Druck auf Fachkräfte werden auch künftig die Ertragslage zusätzlich negativ beeinflussen. Die in 2022 eskalierende Konfrontation mit Russland versetzt den Erwartungen der Deutschen Wirtschaft und auch denen Gemtecs weitere Dämpfer.

Allerdings profitieren wir auch aus Investitionen der Vergangenheit. So werden wir die steigenden Energiekosten am Produktionsstandort Möllenberg 37 durch Eigennutzung des Solarstromes (Auslauf der Einspeisevergütung in 2023 für Anlage 1 - 100 KW Peak) zu einem großen Teil kompensieren können.

Insgesamt ist für das Jahr 2022 ein unter den Erwartungen liegender Geschäftsverlauf zu verzeichnen. Eine Trendwende ist erst ab 2023 abzusehen, was einen zusätzlichen Kapitalbedarf erforderlich macht. Ursachen dafür sind:

- Die in 2021 gestartete einheitliche ERP Plattform wird erst nach 2 bis 3 Jahren die angestrebten positiven Impulse für den Geschäftsbetrieb liefern.

- Die Bauaktivitäten am Standort Funkerberg sind nicht ausreichend finanziert. Dadurch entstehen zusätzliche Belastungen für Liquidität und Personal.

- Die Neuorientierung der defizitären Bereiche Systemhaus, Sondermaschinenbau und Automation war in 2022 noch nicht vollständig abgeschlossen.

Die Prognose aus 2021 trat durch die Ereignisse in 2022 im Wesentlichen nicht ein. Insbesondere die Entwicklung der Umsatzerlöse (Erwartung eines Anstieges im unteren zweistelligen Prozentbereich) sowie des Jahresergebnisses (Erwartung eines leicht negativen Ergebnisses) blieben hinter den Erwartungen zurück. Dagegen entwickelte sich der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit (Erwartung eines Cashflow aus operativem Geschäft im unteren dreistelligen TEUR-Bereich) positiver als erwartet.

Insgesamt hat die Prognosequalität der Vorjahre zu einer realistischeren Bewertung des Geschäftsverlaufes geführt. Der Vorstand rechnet zu den für die Führung der Gesellschaft bedeutenden Kennzahlen mit der folgenden Entwicklung:

Kennzahlen 2022
TEUR
Prognose für 2023/ 2024
Umsatzerlöse 16.218 Es wird für die beiden kommenden Geschäftsjahre mit einem Anstieg im unteren zweistelligen Prozentbereich gerechnet.
Anzahl Mitarbeiter incl. VS 166 Diese Kennzahl soll weitgehend stabil gehalten werden.
Jahresfehlbetrag -230 Hier wird für das Jahr 2023 ein deutlich positives Ergebnis erwartet (unterer dreistelliger TEUR-Bereich). Für 2024 sollte ein Betrag im mittleren TEUR-Bereich erreicht werden.
Cashflow gesamt -763 Der Vorstand rechnet mit einem Cashflow im unteren dreistelligen TEUR-Bereich für die Jahre ab 2023 mit steigender Tendenz.
Cashfl. aus Investitionstätigkeit -1.712 Für das Jahr 2023 ist als wesentliche Anschaffung eine Maschine zu Anschaffungskosten in Höhe von 500 TEUR eingeplant. Der geplante Verkauf der Immobilie Am Möllenberg 1 wird jedoch für 2023 zu einem positiven Cashflow führen. Für 2024 sind dann wieder moderate Investitionen geplant.
Anlagevermögen 9.783 Aufgrund notwendiger Investitionen wird hier über die beiden kommenden Geschäftsjahre mit einem weiteren moderaten Anstieg gerechnet.

D. Chancen- und Risikobericht

Chancenbericht

Das Geschäftsjahr 2022 war erheblich von den Auswirkungen der Corona Pandemie und deren Einfluss auf weltweite Lieferketten geprägt. Deren Nachholeffekte, die Umstellung der Wirtschaft auf fossilfreie Energieerzeugung und die Chancen für den Wiederaufbau der Ukraine lassen für 2023 und die Folgejahre enorme Chancen erwachsen. Insbesondere unsere Eigenprodukte aus Fertigung und Produktion werden eine hohe Nachfrage erfahren. Getrieben vom weiteren Umbau der Energieerzeugung und Übertragung sehen wir gute Absatzchancen für HGÜ Anlagen (Hochspannungs-Gleichstromübertragung) und, wegen des ökologischen Effektes, eine steigende Nachfrage nachhaltiger Beschichtungsanlagen. Im Bereich zivile Sicherheitstechnik erwarten wir eine steigende Nachfrage und sind hier mit Softwareprodukten aus der WotanEX Produktfamilie gut aufgestellt. Besonders der Schutz kritischer Infrastrukturen und des öffentlichen Raumes werden an Bedeutung gewinnen.

In 2022 haben die positiven Effekte aus der Einführung einer betrieblichen ERP Software, nach einem schwierigen Start in 2021 an Fahrt gewonnen, von ersten vorteilhaften Effekten im Auswertesystem konnte profitiert werden. Einhergehend mit organisatorischen Anpassungen erwarten wir im Laufe der Jahre 2023/2024 eine schnellere und detailliertere Auswertungsmöglichkeit bis in kleinste betriebliche Strukturen wie Projekte und Abteilungen hinein. Im Rahmen der gegenwärtig stattfindenden Fortführungsprognose werden diese Detailauswertungen eine neue Möglichkeit zur Betriebssteuerung darstellen.

Zum Geschäftsjahresende konnte der Neubau auf im Technologiepark 'Funkerberg' in Königs Wusterhausen fertiggestellt werden. Durch die Zusammenführung der Geschäftsbereiche Anlagenbau und Automation entstand die schlagkräftige Geschäftseinheit IS - Industrial Systems.

Insgesamt streben wir in allen Bereichen nach Effizienzsteigerung durch die Erhöhung des Serviceanteils und der Erhöhung von Leistungen mit geringeren Personalkosten. Auch der Anteil an Wertschöpfung durch Ingeneering und Softwareentwicklung soll erhöht werden. Hier hat das Unternehmen hohes Potenzial, unabhängig von Dritten, eine hohe Wertschöpfung zu erzielen. In 2023 wollen wir dazu eine Strategie entwickeln, auf geeigneten Geschäftsfeldern die Wertschöpfung vom Kunden ins Stammhaus zu holen. So können wertvolle Zeit gespart und weniger arbeitsintensive Umsätze generiert werden.

Risikobericht

Die seit Beginn 2020 bis zum heutigen Tage grassierende Corona-Pandemie hat es in 2022 beinahe geschafft, auf das Niveau einer gewöhnlichen Grippe eingestuft zu werden. Der weitere Umgang stellt eine Herausforderung im Geschäftsprozess dar. Wichtig wird der Umgang mit ihr in den wellenförmigen Bewegungen ihres Auftretens. Ehemals stark schwankende Rohstoffpreise haben sich, mit geringer Bindefrist, auf erhöhtem Niveau stabilisiert. Die Unsicherheit sich stark entwickelnder Energiepreise führen zu Risiken, die sich nur schwer für zukünftige Projekte berücksichtigen lassen. Parallel steigt die Nachfrage auf fast allen Märkten.

Die in 2022 stark gestiegenen Energiepreise, durch Wegfall traditioneller Lieferbeziehungen und den Umbau der deutschen Energielandschaft, konnten durch staatliche Regelungen und neue Rahmen-Lieferverträge am weiteren Wachstum gehindert werden. Dennoch stellen sie auch in den Folgejahren ein hohes Risiko dar. Der Ausstieg aus Atomkraft und das festgelegte Ende der Kohle-Verstromung bedürfen in der Folge weiterer Kompensationsmaßnahmen.

Die zuvor genannten Kosten steigen ebenfalls durch die Sanktionen als Folge des Krieges in der Ukraine. Hinzu kommt eine Verteuerung der Importe auf Grund der differenten Zinspolitik der EZB und FED, was zu einem schlechten Wechselkurs des Euros zum Dollar führt.

Die Fachkräftesituation stellt weiterhin ein erhebliches Ressourcen-Problem dar. Sowohl Facharbeiter als auch Ingenieure sind nur noch mit großem finanziellen Aufwand zu rekrutieren. Auch die zum Teil noch nicht weit genug spezialisierten Fachbereiche führen zu einem zu hohen Dienstleistungscharakter, verbunden mit hoher Reisetätigkeit und Belastung der Kollegen. Nur mit großen Anstrengungen können geeignete Mitarbeiter akquiriert werden. Ein gutes Firmenimage gewinnt zunehmend an Bedeutung. Eine positive Wahrnehmung im Umfeld wird damit entscheidend, dass sich potenzielle Fachkräfte für unser Unternehmen entscheiden.

Gesamtentwicklung der Chancen und Risiken

Corona, der Ukraine Konflikt und das immer ungehemmter zu Tage tretende globale Machtstreben einzelner Parteien verunsichern Märkte, Anbieter und Kunden. Für ein Land wie Deutschland, mit einem Anteil von rund 25% des produzierenden Gewerbes am BIP haben gestiegene Energie- und Beschaffungskosten fatale Folgen. Das weltweite 'Klemmen' von Liefer- und Beschaffungsketten, überlagert von durch geopolitische Interessen gesteuerten Merkantilismus, ist besonders für die mittelständisch geprägte deutsche Wirtschaft kaum zu bewältigen.

Insgesamt spielt die eigene Ausrichtung, mit welchen Produkten wir gezielt Märkte bedienen, zunehmend eine entscheidendere Rolle, als die bloße Fähigkeit, eine Leistung anbieten zu können. Daher wird das Unternehmen zukünftig einen noch stärkeren Fokus auf das Identifizieren von Wachstumsmärkten setzen und das eigene Portfolio daran ausrichten. Besondere Chancen sehen wir als Zulieferer für Unternehmen im Bereich Green Energy, im Schutz kritischer Infrastrukturen und als Komplett-System-Anbieter für industrielle Anforderungen.

Die Chancen und Risiken aus unternehmerischer Sicht werden vom Vorstand laufend monatlich analysiert, bewertet und, soweit möglich und sinnvoll, verfolgt oder minimiert. Die Planungsprozesse, das Controlling sowie das Qualitätsmanagement sind weitere Bestandteile des Risikomanagementsystems der Gesellschaft.

In den kommenden Geschäftsjahren haben sich die Risiken für die Gesellschaft wie bei den meisten Unternehmen aufgrund der COVID-19-Pandemie wesentlich erhöht. Lieferantenketten sind nicht gesichert, sowohl Preise als auch Lieferfähigkeit stellen ein erhebliches Risiko dar. Die hohen Liquiditätsbelastungen durch Digitalisierung und den Nachwehen des Baugeschehens am Standort Funkerberg stellen eine erhebliche Belastung dar. Durch gewissenhafte Prüfungen wird versucht, finanzielle und operative Risiken in einem überschaubaren Rahmen zu halten. Auch in der Zukunft wird GEMTEC die Risiko-, Controlling- und Informationssysteme permanent weiterentwickeln.

Gleichzeitig gilt es, Chancen frühzeitig zu erkennen und zu nutzen und diese im Rahmen strategischer und operativer Entscheidungen gegen die entsprechenden Risiken abzuwägen.

Forschung und Entwicklung

Die Gesellschaft evaluiert permanent die aktuelle wirtschaftliche Lage und versucht aufgrund ihres ingenieurtechnischen Know-hows neue Geschäftsfelder zu identifizieren und investiert dementsprechend in die Entwicklung neuer Produkte und Lösungen. Im Vorjahr resultierte hieraus unter anderem die Entwicklung einer Software für elektromechanische Sperranlagen. Diese Entwicklungsleistungen stellen aus Sicht der Gesellschaft einen eigenständigen immateriellen Vermögensgegenstand dar und wurden aktiviert. Der Vorstand rechnet in diesem Zusammenhang in den kommenden Jahren mit einem positiven Beitrag zum Geschäftsergebnis; erste Beauftragungen tragen diesem Umstand bereits Rechnung. Im Berichtsjahr wurde hierauf ein Betrag von 88 TEUR planmäßig abgeschrieben.

Im Berichtszeitraum wurde, neben der Entwicklung einer Lösung für ein intelligentes Lade- und Energiemanagement in eine CO 2 -Transformationstechnologie investiert (gesamt 748 TEUR). Hier rechnen wir in den Folgejahren ebenfalls mit guten Verkaufschancen. Dazu haben wir Kontakt mit einem Vermarktungspartner aufgenommen und werden 2024 eine entsprechende Entwicklungs- und Vermarktungsstrategie entwickeln.

Zweigniederlassung China

Im Geschäftsjahr 2020 wurde die Gründung einer Tochtergesellschaft in China initiiert. In 2021 konnte ein Geschäft über diese Gesellschaft abgewickelt werden. Wegen des Lockdowns in China und den eingeschränkten Reisemöglichkeiten war eine Weiterentwicklung des chinesischen Standortes bis heute nicht möglich. Hier hoffen wir auf eine Normalisierung der Situation.

Nachtragsbericht

In 2022 hat die Gemtec mit der Anmeldung von drei Töchtern die notwenigen Gesellschaftsstrukturen geschaffen, um in den Folgejahren eine Holdingstruktur umzusetzen. Gemeinsam mit externer Beratung, der beauftragten Wirtschaftsprüfungsgesellschaft und unserem steuerlichen Beistand wird dieser Vorgang gegenwärtig genauestens geprüft. Da wir später planen, dass Leistungsfeld Poller-Hintergrundsteuerung als eigenen Geschäftszweig aufzustellen, wurde in 2023 eine vierte Tochtergesellschaft mit ruhendem Geschäftsbetrieb gegründet. Ferner wurde in 2023 die Immobilie samt Grundstück Am Möllenberg 1-2 veräußert und für 3 Jahre angemietet.

 

Königs Wusterhausen, den 11. Dezember 2023

Jan Burschik, Vorstand

Nils Burschik, Vorstand

Jens Krönert, Vorstand

Sven Lauritsen, Vorstand

1 https://www.zdf.de/nachrichten/wirtschaft/wirtschaft-bip-wachstum-2022-100.html

2 Pflegeheim Rating Report 2022: Wirtschaftliche Lage deutscher Pflegeheime ist angespannt, jedes fünfte im "roten Bereich" - RWI Essen (rwi-essen.de)

3 https://de.statista.com/statistik/daten/studie/235382/umfrage/umsatzentwicklung-im-maschinenbau-in-deutschland/

4 https://der-maschinenbau.de/invision/vdma-bekraeftigt-produktionsprognosen-fuer-2022/

Bilanz

Aktiva

31.12.2022
EUR
31.12.2021
EUR
A. Anlagevermögen 9.782.925,50 8.006.418,81
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 1.452.887,23 871.509,00
II. Sachanlagen 8.291.198,26 7.133.569,80
III. Finanzanlagen 38.840,01 1.340,01
B. Umlaufvermögen 10.667.141,46 10.353.091,06
I. Vorräte 7.655.143,70 6.273.591,69
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 2.497.680,55 2.801.390,43
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr -1.294.288,78 -963.820,22
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 514.317,21 1.278.108,94
C. Rechnungsabgrenzungsposten 91.055,70 71.169,09
D. Aktive latente Steuern 0,00 29.895,76
Aktiva 20.541.122,66 18.460.574,72

Passiva

31.12.2022
EUR
31.12.2021
EUR
A. Eigenkapital 147.038,51 377.796,10
I. Gezeichnetes Kapital 62.000,00 62.000,00
II. Gewinnrücklagen 1.435.820,84 1.435.820,84
III. Bilanzverlust 1.350.782,33 1.120.024,74
B. Sonderposten mit Rücklageanteil 1.161.320,86 1.023.043,21
C. Rückstellungen 1.110.550,06 1.961.728,34
D. Verbindlichkeiten 17.992.079,44 15.098.007,07
E. Passive latente Steuern 130.133,79
Passiva 20.541.122,66 18.460.574,72

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2022 - 31.12.2022
EUR
1.1.2021 - 31.12.2021
EUR
1. Rohergebnis 11.094.307,14 10.309.212,32
2. Personalaufwand 8.137.921,85 8.426.749,51
a) Löhne und Gehälter 6.868.843,86 7.068.263,82
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 1.269.077,99 1.358.485,69
davon für Altersversorgung 1.016,26 90.271,81
3. Abschreibungen 683.912,23 556.299,39
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 683.912,23 556.299,39
4. sonstige betriebliche Aufwendungen 2.185.086,19 2.120.969,43
5. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 479,76 5.603,49
davon aus verbundenen Unternehmen 4.791,00
davon Erträge aus Abzinsung -1.000,00 800,00
6. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 142.756,75 147.965,53
davon sonstige Zinsen und ähnliche Aufwendungen aus Abzinsung 17.189,00 18.293,00
7. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 157.469,14 163.948,51
davon Aufwendungen aus der Zuführung und Auflösung von latenten Steuern 160.029,55 120.109,50
8. Ergebnis nach Steuern -212.359,26 -1.101.116,56
9. sonstige Steuern 18.398,33 18.908,18
10. Jahresfehlbetrag 230.757,59 1.120.024,74
11. Verlustvortrag aus dem Vorjahr 1.120.024,74 106.379,16
12. Entnahmen aus Gewinnrücklagen 106.379,16
a) aus anderen Gewinnrücklagen 106.379,16
13. Bilanzverlust 1.350.782,33 1.120.024,74

Anhang

Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Angaben zur Identifikation der Gesellschaft laut Registergericht

Firmenname laut Registergericht: GEMTEC Aktiengesellschaft
Firmensitz laut Registergericht: Königs Wusterhausen
Registergericht: Cottbus
Register-Nr.: HRB 14319

Der Jahresabschluss wurde auf Grundlage der Bilanzierungs- und Bewertungsvorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) aufgestellt. Die Ausweis- und Gliederungsbestimmungen der §§ 238 bis 263 HGB sowie die ergänzenden Vorschriften für Kapitalgesellschaften gemäß § 264 ff. HGB unter Berücksichtigung der entsprechenden Regelungen des Aktiengesetzes (AktG) wurden befolgt. Angaben, die wahlweise in der Bilanz, in der Gewinn- und Verlustrechnung oder im Anhang gemacht werden können, sind insgesamt im Anhang aufgeführt

Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

Die Gesellschaft ist eine mittelgroße Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 Abs. 2 HGB. Die Aufstellungserleichterungen für mittelgroße Kapitalgesellschaften wurden teilweise in Anspruch genommen.

Das Geschäftsjahr entspricht dem Kalenderjahr, die Vorjahreszahlen sind vergleichbar.

Gegenüber dem Vorjahr abweichende Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Beim Jahresabschluss sind die bisher angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden übernommen worden.

Ein grundlegender Wechsel von Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden gegenüber dem Vorjahr fand mit der folgenden Ausnahme nicht statt. Im Zusammenhang mit der Bilanzierung von Pensionsrückstellungen erfolgte eine Anpassung der Bilanzwerte gemäß dem neuen Rechnungslegungshinweis des Instituts der Wirtschaftsprüfer IDW RH FAB 1.021 "Handelsrechtliche Bewertung von Rückstellungen für Altersversorgung aus rückgedeckten Direktzusagen".

Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Bei der Bilanzierung und Bewertung wurde der Grundsatz der Unternehmensfortführung beachtet.

Zur Bewertung der einzelnen Vermögens- und Schuldposten bemerken wir Folgendes:

Selbst geschaffene immateriellen Wirtschaftsgüter wurden nach den Vorschriften des § 255 Abs. 2a HGB bewertet und angesetzt. Das Wahlrecht nach § 248 HGB wurde entsprechend in Anspruch genommen.

Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände wurden zu Anschaffungskosten angesetzt und, sofern sie der Abnutzung unterlagen, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die Abschreibungsdauern bei den immateriellen Vermögensgegenständen betragen zwischen drei und fünf Jahren.

Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Wirtschaftsgüter mit Anschaffungskosten unter je 800,00 EUR wurden in 2022 in der Handelsbilanz in Anlehnung an steuerliche Erleichterungen als geringwertige Wirtschaftsgüter im Jahr des Zugangs in voller Höhe abgeschrieben.

Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände linear vorgenommen. Diese betragen zwischen zwei und 33 Jahren.

Die Finanzanlagen wurden zu Anschaffungskosten angesetzt. Es erfolgt keine Abschreibung.

Die Vorräte wurden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten unter Beachtung des strengen Niederstwertprinzips angesetzt.

Die unfertigen Erzeugnisse und Leistungen wurden auf der Basis von Einzelkalkulationen, die auf der aktuellen Betriebsabrechnung beruhen, zu Herstellungskosten bewertet, wobei neben den direkt zurechenbaren Materialeinzelkosten und Fertigungseinzelkosten auch Fertigungs- und Materialgemeinkosten sowie Abschreibungen entsprechend dem Mindestumfang berücksichtigt wurden. Fremdkapitalzinsen und Kosten der allgemeinen Verwaltung wurden nicht in die Herstellungskosten einbezogen.

In allen Fällen wurde verlustfrei bewertet, d. h., es wurden von den voraussichtlichen Verkaufspreisen Abschläge für noch anfallende Kosten vorgenommen. Alle erkennbaren Risiken sind durch angemessene Abwertungen sowie Rückstellungen für drohende Verluste berücksichtigt. Die Bewertungsunterschiede bei den unfertigen Leistungen werden unter den Bestandsveränderungen ausgewiesen.

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Vermögensgegenstände sind mit ihren Anschaffungskosten oder zum niedrigeren beizulegenden Wert am Abschlussstichtag angesetzt. Allen risikobehafteten Posten ist durch die Bildung angemessener Einzel- und Pauschalwertberichtigungen Rechnung getragen.

Liquide Mittel sind mit dem Nennbetrag bewertet.

Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten beinhaltet Auszahlungen vor dem Bilanzstichtag, die als Aufwendungen für eine bestimmte Zeit danach zu erfassen sind.

Das gezeichnete Kapital entspricht der Satzung und dem Ausweis im Handelsregister.

Der nach § 265 (5) HGB ausgewiesene Sonderposten für Investitionszuschüsse zum Anlagevermögen wird mit Erhalt der Zuwendung bzw. Bestätigung des Anspruchs und Erfüllung der sachlichen Voraussetzungen gebildet und über die Abschreibungsdauer der bezuschussten Vermögensgegenstände ertragswirksam aufgelöst.

Rückstellungen wurden gem. § 253 Abs.1 Satz 2 HGB in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages bewertet.

Für ungewisse Verbindlichkeiten aus Pensionsverpflichtungen wurden Rückstellungen bezüglich des Rechnungszinses unter Inanspruchnahme der Regelungen in § 253 Abs. 2 Satz 2 ff. HGB bewertet. Die Bewertung erfolgte nach den Vorschriften des § 253 Abs. 1 bis 6 HGB. Als versicherungsmathematische Bewertungsmethode wurde die "projected unit credit method" angewandt. Renten- und Gehaltssteigerungen wurden jeweils mit je 0,0 % berücksichtigt. Der Rechnungszins beruht auf den von der Deutschen Bundesbank veröffentlichten Abzinsungssätzen und beträgt unter Zugrundelegung der Veröffentlichung der Bundesbank 1,78 % (10 Jahresdurchschnitt). Für den Erfüllungsbetrag zur Ermittlung der Ausschüttungssperre nach § 253 (6) HGB wird ein Rechnungszinssatz von 1,44 % bei einem 7 Jahresdurchschnitt zugrunde gelegt. Die biometrischen Wahrscheinlichkeiten stammen aus den "Richttafeln von 2018 G" von Prof. Dr. Klaus Heubeck. Gemäß Saldierungsgebot des § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB erfolgte eine Verrechnung mit den Zeitwerten der verpfändeten Rückdeckungsversicherungen. Erstmalig erfolgte hier die Ermittlung anhand des IDW RH FAB 1.021 "Handelsrechtliche Bewertung von Rückstellungen für Altersversorgungsverpflichtungen aus rückgedeckten Direktzusagen" mit der Vorgabe Passivprimat.

Die sonstigen Rückstellungen wurden für alle weiteren ungewissen Verbindlichkeiten gebildet. Dabei wurden alle erkennbaren Risiken berücksichtigt. Rückstellungen mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr wurden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst.

Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

Die Bewertung der erhaltenen Anzahlungen erfolgte in Höhe des Zahlungseingangs ohne Umsatzsteuer (Nettomethode).

Passive latenter Steuern wurden i. S. d. § 274 Abs. 1 Satz 1 HGB bilanziert. Für die Ermittlung latenter Steuern aufgrund von temporären oder quasi-permanenten Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen wurden die Beträge der sich ergebenden Steuerbe- und -entlastung mit den unternehmensindividuellen Steuersätzen im Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen bewertet und nicht abgezinst. Aktive und passive Steuerlatenzen wurden verrechnet.

Angaben zur Bilanz

Anlagevermögen

Die Aufgliederung und Entwicklung der Anlagenwerte sind aus dem Anlagenspiegel (Anlage 3/1) zu entnehmen.

Vorratsvermögen

Im Vorratsvermögen werden Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe im Umfang von 991 TEUR sowie unfertige Erzeugnisse und Leistungen im Umfang von 6.664 TEUR ausgewiesen. Alle erkennbaren Risiken sind durch angemessene Abwertungen (TEUR 229) sowie Rückstellungen für drohende Verluste in Höhe von insgesamt 0 TEUR (Vorjahr: 6 TEUR) berücksichtigt.

Angabe zu Forderungen mit einer Restlaufzeit größer einem Jahr

Der Betrag der Forderungen mit einer Restlaufzeit größer einem Jahr beträgt 105.689,08 EUR (Vorjahr: 71.678,18 EUR). Hierbei handelt es sich um Sicherheitseinbehalte.

Sonstige Vermögensgegenstände

In den sonstigen Vermögensgegenständen sind Beträge enthalten, die erst nach dem Bilanzstichtag rechtlich entstehen.

Unter den sonstigen Vermögensgegenständen werden u. a. Kautionen in Höhe von 18.954,84 EUR (Vorjahr: 23.524,23 EUR) mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr sowie Forderungen gegen die Vorstände/ Aktionäre in Höhe von EUR 90.580,30 (Vorjahr: 67.566,36 EUR) ausgewiesen.

Aktivierte Disagiobeträge

In den Rechnungsabgrenzungsposten wurde ein Disagiobetrag in Höhe von 978,75 EUR (Vorjahr: 2.936,25 EUR) eingestellt.

Latente Steuern

Aktive und passive latente Steuern resultieren aus den Bewertungsdifferenzen zwischen Handels- und Steuerbilanz bei den selbst geschaffenen immateriellen Vermögensgegenständen und damit im Zusammenhang stehenden Sonderposten, Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen, Urlaubsrückstellungen und Rückstellungen für Archivierung sowie steuerlich nicht anerkannten Drohverlustrückstellungen. Der zur Berechnung angewendete Ertragsteuersatz beträgt 28,08 %. Die latenten Steuern resultieren zum Stichtag in einem passiven Saldo im Umfang von 130 TEUR (Vorjahr: 30 TEUR aktiver Saldo). Der Wechsel zu passivierungspflichtigen passiven latenten Steuern ist im Wesentlichen auf die Effekte aus der Aktivierung selbst geschaffener immaterieller Vermögensgegenstände und Entwicklungskosten zurückzuführen.

Eigenkapital

Grundkapital

Das Grundkapital beträgt zum Bilanzstichtag EUR 62.000,00 und ist eingeteilt in 26.000,00 Stammaktien und 36.000 Vorzugsaktien mit einem rechnerischen Wert von je 1,00 EUR. Die Aktien sind auf den Inhaber lautende Stückaktien.

Gewinnrücklage

a) Gesetzliche Gewinnrücklage

Die Gewinnrücklage nach § 150 AktG beträgt im Berichtsjahr unverändert zum Vorjahr 5.200,00 EUR. Auf die eigentlich notwendige Zuführung wurde weiterhin verzichtet, da das um einen Verlustvortrag verminderte Jahresergebnis nicht positiv ist.

b) Andere Gewinnrücklagen

Die anderen Gewinnrücklagen betragen zum Bilanzstichtag 1.430.620,84 EUR (Vorjahr: 1.430.620,84 EUR).

Bilanzverlust und Angaben nach § 158 Abs. 1 AktG

2022 2021
Jahresfehlbetrag EUR -230.757,59 EUR -1.120.024,74
Verlustvortrag aus Vorjahr EUR -1.120.024,74 EUR - 106.379,16
Entnahme Gewinnrücklage EUR 0,00 EUR 106.379,16
Einstellungen in gesetzliche Gewinnrücklagen EUR 0,00 EUR 0,00
Bilanzverlust EUR - 1.350.782,33 EUR -1.120.024,74

Gegen Ausschüttung gesperrte Beträge

Die Ausschüttungssperre gemäß § 253 Abs. 6 HGB und § 268 Abs. 8 HGB wurde beachtet.

Der Gesamtbetrag der gegen Ausschüttung gesperrten Beträge in Höhe von 857,5 TEUR (Vorjahr: 449,1 TEUR) resultiert aus dem Ansatz selbst erstellter immaterieller Vermögensgegenstände im Umfang von 1.094,6 TEUR (Vorjahr 434,6 TEUR), aktiver latenter Steuern in Höhe von 0,0 TEUR (Vorjahr 30,00 TEUR) sowie aus dem Ansatz des Unterschiedsbetrages aus Altersvorsorgeverpflichtungen aufgrund des Ansatzes nach dem durchschnittlichen Marktzinssatz aus den vergangenen zehn Geschäftsjahren und dem Ansatz nach dem durchschnittlichen Marktzinssatz aus den vergangenen sieben Geschäftsjahren in Höhe von 70,2 TEUR (Vorjahr: 106,7 TEUR).

Die zur Deckung zur Verfügung stehenden Eigenkapitalanteile umfassen andere Gewinnrücklagen in Höhe von TEUR 1.430,6 abzüglich des Verlustvortrages in Höhe von TEUR 1.120,0 und unterdecken den zur Ausschüttung gesperrten Betrag deutlich.

Sonderposten für Investitionszulagen und Investitionszuschüsse zum Anlagevermögen

Der Sonderposten beinhaltet zum Stichtag mit 1.161,3 TEUR (Vorjahr: 1.023,0 TEUR) in 2002 bis 2022 erhaltene Investitionszuschüsse für die Errichtung von Produktionshallen sowie zum Erwerb von Maschinen, Anlagen und immaterieller Vermögensgegenstände. Dem Berichtsjahr sind Zuschüsse in Höhe von 127,6 TEUR zuzuordnen.

Pensionsrückstellungen

Zur Ermittlung der Pensionsrückstellung liegt ein Gutachten der SLPM Schweizer Leben PensionsManagement GmbH vor.

Die Soll-Rückstellung zum Bilanzstichtag beträgt 985.383,00 EUR (Vorjahr: 919.205,00 EUR). Aus dem Ansatz der Rückstellungen nach Maßgabe des entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen zehn Geschäftsjahren und dem Ansatz der Rückstellung mittels durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangen sieben Geschäftsjahren ergibt sich ein Unterschiedsbetrag in Höhe von 70,2 TEUR (Vorjahr: 106,7 TEUR).

Verrechnung von Vermögensgegenständen und Schulden

Für die Saldierung von Schulden aus Altersvorsorgeverpflichtungen mit verrechnungsfähigen Vermögenswerten wurden folgende Werte ermittelt:

Verrechnung von Vermögensgegenständen und Schulden Vorjahr
Erfüllungsbetrag der Schulden 985.383,00 EUR 919.205,00 EUR
Aktivwerte der verrechneten Vermögenswerte -664.043,00 EUR -586.765,00 EUR
321.340,00 EUR 332.440,00 EUR
verrechnete Aufwendungen 66.178,00 EUR 123.871,00 EUR
verrechnete Erträge 77,278,00 EUR 84.839,00 EUR

Die Aktivwerte stimmen mit den Erfüllungsbeträgen der Leistungen aus den Rückdeckungsversicherungen (RDV) gemäß DW RH FAB 1.021 "Handelsrechtliche Bewertung von Rückstellungen für Altersversorgung aus rückgedeckten Direktzusagen" überein.

Angaben und Erläuterungen zu Rückstellungen

Die Aufgliederung und Entwicklung der Rückstellungen ist aus der Anlage 3/2 ersichtlich.

Verbindlichkeiten

In den Verbindlichkeiten sind mit 62.689,87 EUR (Vorjahr: 106.889,87 EUR) Verbindlichkeiten gegenüber Aktionären ausgewiesen. Aus dem Jahr 2020 besteht ein Forderungsverzicht gegen Besserungsschein gegenüber drei Aktionären im Umfang von insgesamt 600 TEUR. Die Verbindlichkeiten leben im Falle künftiger Gewinne der Gesellschaft wieder auf.

Angabe zu Restlaufzeitvermerken

Die Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten sind im Verbindlichkeitenspiegel (Anlage 1 zum Anhang) dargestellt.

Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

Angaben zur regionalen Aufgliederung der Umsatzerlöse (in TEUR)

Absatzmärkte 2022 2021
Inland 15.255,2 12.947,6
Ausland 962,6 5.158,8
Gesamt 16.217,8 18.106,4

Von den im Jahr 2022 angefallenen Kosten für Entwicklung in Höhe von 748,4 TEUR wurden 748,4 TEUR als aktivierte Eigenleistungen erfasst und entsprechend aktiviert.

Unter der Position Zinsen und ähnliche Aufwendungen werden 17.189,00 EUR (Vorjahr: 18.293,00 EUR) aus der Bewertung der Pensionsrückstellung ausgewiesen und unter den Zinserträgen solche aus der Abzinsung der Rückstellung für Aufbewahrungspflichten (1.000 EUR, Vorjahr: 800,00 Euro) ausgewiesen.

Sonstige Angaben

Unternehmensbeteiligungen

Zu den am 31.12.2022 bestehenden Unternehmensbeteiligungen verweisen wir auf die Anlage II.

Ein Konzernabschluss im Sinne des § 290 HGB ist nicht aufzustellen, da die größenabhängigen Erleichterungen gem. § 293 HGB in Anspruch genommen werden.

Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Arbeitnehmer

Die durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres im Unternehmen beschäftigten Arbeitnehmer (unter Einbeziehung der Vorstände) betrug 162 (Vorjahr: 166) und betreffen die nachfolgenden Arbeitnehmergruppen:

2022 2021
Vorstand 4 4
Angestellte Arbeitnehmer 143 147
Aushilfen/Auszubildende 15 15
162 166

Mitglieder des Vorstandes

Vorstände im Berichtszeitraum waren die Herren Jan Burschik (Kaufmann/Ingenieur), Nils Burschik (Kaufmann/Ingenieur), Jens Krönert (Kaufmann/Ingenieur) und Sven Lauritsen (Kaufmann/Ingenieur).

Die Vorstandsverträge sind für die Zeit ab 30. September 2019 für die Dauer von fünf Jahren geschlossen.

Die Gesamtbezüge der Vorstandsmitglieder betragen im Berichtszeitraum 636 TEUR (Vorjahr: 773 TEUR).

Mitglieder des Aufsichtsrats

Dem Aufsichtsrat gehören an:

Frau Susanne Krönert (Vorsitzende)

ausgeübter Beruf: Psychotherapeutin

Frau Dorit Lauritsen (Stellvertreterin)

ausgeübter Beruf: Dipl. Ökonomin

Frau Susanne Burschik

ausgeübter Beruf: Dipl. Betriebswirtin

Frau Andrea Burschik

ausgeübter Beruf: Lehrerin mit besonderem Auftrag

Die Aufsichtsratstätigkeiten wurden im Berichtsjahr mit 0,00 EUR (Vorjahr: 0,00 EUR) vergütet.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Es bestehen künftige finanzielle Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen für PKW, Büro- und Geschäftsausstattung.

Die in den folgenden zwei Jahren zu zahlenden Beträge in Höhe von insgesamt 791,8 TEUR (Vorjahr: 2.150,0 TEUR) verteilen sich wie folgt:

31.12.2022
TEUR
31.12.2021
TEUR
bis 1 Jahr 364,2 1.725,0
1 bis 2 Jahre 427,6 425,0
Gesamt 791,8 2.150,0

Ergebnisverwendung 2022

Der Jahresfehlbetrag in Höhe von 230.757,59 € wird zur Verrechnung vorgetragen.

Nachtragsbericht

Zum Nachtragsbericht verweisen wir des Weiteren auf die Erörterungen im Lagebericht.

 

Königs Wusterhausen, 11. Dezember 2023

Vorstand

Anlage I

Verbindlichkeitenspiegel zum 31.12.2022

Bezeichnung Saldo zum Bilanzstichtag RLZ bis 1 Jahr RLZ 1 bis 5 Jahre RLZ > 5 Jahre
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 7.246.983,63 EUR 3.514.844,39 EUR 1.227.478,95 EUR 2.504.660,29 EUR
(Vorjahr) (7.138.254,32 EUR) (3.468.465,91 EUR) (1.543.717,43 EUR) (2.126.070,98 EUR)
Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 8.366.110,53 EUR 8.366.110,53 EUR 0 0
(Vorjahr) (6.870.781,20 EUR) (6.870.781,20 EUR) 0 0
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.818.356,41 EUR 1.634.515,44 EUR 183.840,97 0
(Vorjahr) (401.074,12 EUR) (401.074,12 EUR) 0 0
Sonstige Verbindlichkeiten 560.628,87 EUR 560.628,87 EUR 0 0
(Vorjahr) (687.897,43 EUR) (687.897,43 EUR) 0 0
Summe 17.992.079,44 EUR 14.076.099,23 EUR 1.411.319,92 EUR 2.504.660,29 EUR
(Vorjahr) (15.098.007,07 EUR) (11.455.905,08 EUR) (1.543.717,43 EUR) (2.126.070,98 EUR)

Anlage II

Übersicht Unternehmensbeteiligungen zum 31.12.2022

Name Firmensitz Eigenkapital Gründungsdatum Beteiligung Jahresergebnis
Gemtec Machinery Equipment Co., Ltd Quingdao 2.435,00 € 16.09.2020 100,00 % - 52.113,00 €
GEMTEC Metallverarbeitung GmbH Königs Wusterhausen 25.000,00 € 08.07.2022 100,00 % - 1.834,86 €
GEMTEC Systemhaus GmbH Königs Wusterhausen 25.000,00 € 08.07.2022 100,00 % - 1.775,01 €
GEMTEC Funkerberg GmbH Königs Wusterhausen 25.000,00 € 08.07.2022 100,00 % - 1.775,01 €

Bericht des Aufsichtsrats

Der Aufsichtsrat hat sich während des Geschäftsjahres durch schriftliche und mündliche Berichte regelmäßig über den Gang der Geschäfte und die Ertragslage des Unternehmens unterrichten lassen. Darüber hinaus stand der Vorsitzende des Aufsichtsrates im ständigen Kontakt mit den Mitgliedern des Vorstandes. Dabei wurden Fragen der Unternehmensstrategie und wichtige Vorfälle besprochen. Der Aufsichtsrat hat die Geschäftsführung laufend überwacht. Der Aufsichtsrat hat den vom Vorstand aufgestellten Jahresabschluss gebilligt. Der Jahresabschluss ist damit festgestellt. Der Aufsichtsrat dankt dem Vorstand und Mitarbeitern der Gesellschaft für die in 2022 geleistete Arbeit.

Einladung / TO Hauptversammlung

frei

sonstige Berichtsbestandteile

 

Königs Wusterhausen, den 15. Dezember 2023

Jan Burschik, Vorstand

Nils Burschik, Vorstand

Jens Krönert, Vorstand

Sven Lauritsen, Vorstand

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 15.12.2023 festgestellt.

Bestätigungsvermerk

Der nachfolgende Bestätigungsvermerk bezieht sich auf den vollständigen Jahresabschluss und Lagebericht. Bei der Offenlegung des Jahresabschlusses wurde von den größenabhängigen Erleichterungen nach § 327 HGB Gebrauch gemacht.

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die GEMTEC Aktiengesellschaft

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der GEMTEC Aktiengesellschaft - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2022 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der GEMTEC Aktiengesellschaft für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

• entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2022 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 und

• vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

• identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können;

• gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben;

• beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben;

• ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann;

• beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt;

• beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens;

• führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Berlin, den 15. Dezember 2023

UHY Deutschland AG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Dr. Ulla Peters, Wirtschaftsprüferin

Sten Kunzmann, Wirtschaftsprüfer

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