Herstellung von Verpackungsmitteln aus Kunststoffen
D-Trust GmbH
Kommandantenstraße 15, 10969 Berlin, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Nicole Kemper seit 27.1.2025 | Prokura |
Jochen Jakob Reinhard Felsner seit 30.1.2024 | Geschäftsführer |
Markus Hans Bleher seit 15.9.2023 | Geschäftsführer |
Karina Hollmann seit 29.5.2018 | Prokura |
Steffen Dr. Schultz seit 5.11.2014 | Prokura |
Dirk Straßburger seit 19.5.2014 | Prokura |
Wirtschaftlich BerechtigteBeta
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Ungelöste Beteiligungen (1)
| Name | Anteil |
|---|---|
| 100.00% |
GesellschafterBeta
Eigentümerstruktur und Kapitalverteilung des Unternehmens
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
D-Trust GmbHBerlinJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2014 bis zum 31.12.2014Lagebericht für das Geschäftsjahr 01.01.2014 - 31.12.2014D-Trust GmbH, Berlin1. Grundlagen des UnternehmensGegenstand der Gesellschaft ist die Herstellung und Lieferung von Produkten und Dienstleistungen im Bereich der Informationstechnologie, insbesondere der Dokumentensicherheit, durch den Einsatz digitaler Signaturen. Im Portfolio der D-Trust GmbH (nachfolgend D-Trust) sind Zertifikatsmanagementsysteme, softwarebasierte Zertifikate und Zertifikate auf Smart-Cards sowie die Erzeugung von Zeitstempeln gemäß dem deutschen Signaturgesetz. Die angebotenen Dienstleistungen beinhalten hauptsächlich den Aufbau von Public-Key-Infrastructure (PKI) bis hin zu vollständigen Trustcentern, Beratung und Schulung sowie Unterstützung bei Entwicklungsvorhaben. D-Trust zählt nicht nur zu den wenigen deutschen Trustcentern, welche bei der Bundesnetzagentur als anerkannter Zertifizierungsdienstanbieter gelistet sind, sondern ist auch weiterhin Vorreiter im Umfeld der sicheren eID und treibt den Ausbau der Lösungen und Produkte rund um den Personalausweis voran. Die wichtigsten inländischen Wettbewerber am Markt sind die Telesec, das Trustcenter der Deutschen Telekom, S-Trust, das Trustcenter der Sparkassen, und die DGN Deutsches Gesundheitsnetz Service GmbH. Das 100%ige Tochterunternehmen der Bundesdruckerei GmbH, D-Trust, beliefert nahezu ausschließlich die Bundesdruckerei GmbH, welche die Produkte der D-Trust in ihren Lösungs- und Systemangeboten vermarktet. Die Produkte und Dienstleistungen der D-Trust sind integraler und unverzichtbarer Bestandteil des Produkt- und Lösungsportfolios der Bundesdruckerei GmbH für das nationale und internationale ID-Geschäft. D-Trust stellt hier u. a. mit dem akkreditierten Trustcenter die für die Herstellung von Personalausweisen und Reisepässen nötige Hochsicherheitsumgebung. 2. Wirtschaftsbericht2.1 Gesamtwirtschaftliche, branchenbezogen Rahmenbedingungen Die D-Trust hat wie bereits im vergangenen Jahr auch im Jahr 2014 als Trustcenter die Weiterentwicklung von Komponenten des Personalausweises begleitet und den Betrieb des hoheitlichen Document Verifiers, der nicht hoheitlichen Berechtigungs-Certification-Authority sowie die Systeme des eID Service Providers fortgeführt. Mit den neuen elektronischen Mechanismen in den Ausweisdokumenten hat D-Trust Maßstäbe im Umgang mit der elektronischen Identität und der Etablierung entsprechender Rechenzentrumsdienste gesetzt. Im Sommer 2014 erklärte die Signtrust und DMDA GmbH, das akkreditierte Trustcenter der Deutschen Post AG, die Betriebsaufgabe ihres akkreditierten Betriebs zum 31.12.2014 und die generelle Aufgabe des Betriebs zum Juli 2015. In der Nachfolge dieser Bekanntmachung konnte D-Trust eine stark erhöhte Nachfrage an qualifizierten Signaturkarten verzeichnen, die bis zum Jahresende nahezu ungebrochen anhielt. 2.2 Geschäftsverlauf und Lage der Gesellschaft Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit von 1.908 T€ (Vorjahr 1.549 T€) fiel gegenüber Vorjahr um 359 T€ umsatzbedingt höher aus. Trotz der leichten Erhöhung der Materialkosten ggü. dem Vorjahr sank die Materialquote deutlich unter Plan und trug somit auch zur Ergebnisverbesserung bei. Dies konnte die um 328 T€ auf 2.749 T€ gestiegenen Personalkosten kompensieren; es wurden, wie auch schon im letzten Jahr, einige Mitarbeiter von Personaldienstleistern übernommen. Die sonstigen betriebliche Aufwendungen fielen ggü Vorjahr um 689 T€ höher aus. Entsprechend dem bestehenden Ergebnisabführungsvertrag wird das Ergebnis in Höhe von 1.908. T€ an die Bundesdruckerei GmbH abgeführt. Im Bereich der TLS/SSL Zertifikate und der fortgeschrittenen Zertifikate bieten sich im Lichte der Diskussion um "IT Made in Germany", Datenintegrität und Datenvertraulichkeit neue interessante Geschäftsmöglichkeiten, die auch für 2015 neue Impulse erwarten lassen. Die in 2014 geplante Steigerung auf 300 T€ in diesem Geschäftsfeld blieb mit 113 T€ unter den Erwartungen. Es ist geplant, im TSL/SSL-Umfeld die Umsätze von 113 T€ im abgelaufenen Geschäftsjahr auf 800 T€ in 2015 zu steigern. Auch im Umfeld der qualifizierten elektronischen Signatur ließen sich in 2014 weitere Nachfrageimpulse verzeichnen. So sind z. B. Entsorger von Sondermüll bereits seit 2010 und die Erzeuger von Sondermüll ab dem 1. Februar 2011 gesetzlich verpflichtet, Abfallbegleitscheine und Entsorgungsnachweise digital zu signieren. Dieses Elektronische Abfallnachweisverfahren (eANV) ersetzt in Deutschland das bisher übliche Papierverfahren. Die hohe und kontinuierliche Nachfrage nach Signatur-Karten konnte in 2014 durch die D-Trust bedient werden. Dabei stiegen die Umsätze in 2014 um ca. 400 T€ ggü. Vorjahr. Aufgrund fehlender Projekte im Umfeld des Messwesens konnte die Vorjahresprognose nicht erreicht werden. Insgesamt hat sich die bestehende Kooperation mit den Industrie- und Handelskammern bewährt, da so ein flächendeckendes bundesweites Registrierungsnetzwerk genutzt werden kann. 2.2.1 Ertragslage D-Trust erzielte im Geschäftsjahr 2014 Umsatzerlöse in Höhe von 10.582 T€, die damit um 925 T€ über den Umsätzen des Vorjahres liegen. Die Entwicklung resultiert aus den folgenden Umsätzen:
Der Umsatz aus Lieferungen erhöhte sich in 2014 um 952 T€ gegenüber 2013. Der Aufbau der PK-Infrastrukur für die Systeme des Personalausweises ist weitgehend abgeschlossen, so dass aus diesem Segment keine Umsatzsteigerung zu erwarten war. Eine unerwartet höhere Nachfrage von Signaturprodukten ergab sich durch die Schließung des Trustcenters der Deutschen Post AG, Deutsche Post Signtrust. Der Umsatz bei den Dienstleistungen ging um 27 T€ zurück. Personal In 2014 waren in der D-Trust durchschnittlich 53 (Vorjahr 45) Mitarbeiter beschäftigt. Der Personalaufwand des Geschäftsjahres 2014 setzt sich wie folgt zusammen:
Der Umsatz pro Mitarbeiter ist nahezu konstant gegenüber dem Vorjahr, da der Ressourcenaufbau umsatzproportional erfolgte. 2.2.2 Vermögenslage Investitionen Die D-Trust tätigte im abgelaufenen Geschäftsjahr 2014 an Ersatz- und Erweiterungsinvestitionen zur Verbesserung der Hochverfügbarkeit der Systeme in Betriebs- und Geschäftsausstattung 553 T€ und in immaterielle Vermögensgegenstände 514 T€. Die Summe der Investitionen beläuft sich auf 1.067 T€ (Vj.: 489 T€). Im Laufe des Jahres 2014 wurde der verbleibende Gewinnausgleichsanspruch aus 2013 aus dem Ergebnisabführungsvertrag erfüllt. Kredite oder Darlehen wurden nicht in Anspruch genommen. Der Gesellschafterin wurde 2013 ein Darlehen in Höhe von 2 Mio. € gewährt. Die Laufzeit wurde um ein weiteres Jahr verlängert.
2.2.3 Finanzlage Die Liquidität war im Geschäftsjahr zu jedem Zeitpunkt gewährleistet. Der Cashflow ist durch Zahlungseingänge aus Umsatz mit der Bundesdruckerei GmbH gekennzeichnet, 2014 betrugen der operative Cashflow 4,0 Mio. €. Es wurde über 1 Mio. € investiert. Der Kassenbestand am 31.12.204 betrug 3.405 T€.
Net Working Capital
Das Net Working Capital verringert sich von 2013 auf 2014 durch einen Aufbau von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und vor allem durch den Aufbau der Verbindlichkeiten. 3. PrognoseberichtDie Geschäftsführung der D-Trust geht aufgrund der starken Unterstützung des kompletten Bundesdruckerei-Portfolios mit den dazugehörigen Dienstleistungen und der Vermarktung des Portfolios durch die Bundesdruckerei von einem geringfügigen Umsatzwachstum der D-Trust aus. Auf Basis der Erbringung der Signaturleistungen für den deutschen elektronischen Reisepass und den deutschen Personalausweis sowie auf Grundlage der Konzernplanung erwarten wir für die nächsten Jahre ein weiter stabil verlaufendes Geschäft. Wir planen in den Jahren 2015 und 2016 positive operative Ergebnisse, die allerdings unter den Ergebnissen des abgelaufenen Geschäftsjahres liegen werden. Dies ist begründet in der Durchführung eines Modernisierungsprojektes zur Implementierung einer neu zu entwickelnden Produktionssteuerungssoftware. Die damit verbundenen Aufwendungen sind für 2015 und teilweise auch für 2016 geplant und bestehen im Wesentlichen aus Schulungs- und Testaufwendungen. Durch den Beitrag der D-Trust zum Geschäft der Bundesdruckerei mit elektronischen Reisepässen, dem Personalausweis und dem nichthoheitlichen Bereich ergibt sich in Zukunft eine stabile Geschäftsgrundlage für das Unternehmen. In Hinsicht auf die derzeit aktuellen Diskussionen zum Thema "Digitale Souveränität" ist die D-Trust sowohl im Umfeld der personengebundenen als auch der organisationsgebundenen Zertifikate hervorragend aufgestellt, da sämtliche Produktions- und Betriebsaktivitäten der D-Trust aus dem Standort Berlin heraus erfolgen. Interessante neue Einsatzfelder für PKI Lösungen ergeben sich derzeit insbesondere im Umfeld maschinengebundener Zertifikate. Diese sollen zukünftig im Bereich des Gesundheitswesens, der Energiewirtschaft sowie dem Messwesen zum Einsatz kommen. Aufgrund der bestehenden leistungsfähigen IT- und Produktionssysteme ist die D-Trust sehr gut vorbereitet, um Dienstleistungen auch in diesen neuartigen Geschäftsfeldern bereitzustellen. Daraus werden in 2015 Umsatzsteigerungen von 200 T€ gegenüber 2014 erwartet. Neben dem Betrieb des eID-Services als Dienstleistung kommt hier der Ausgabe von Berechtigungszertifikaten eine besondere Bedeutung zu. Aufgrund von neuen gesetzlichen Vorgaben (eGovernmentgesetz) sowie weiterer politischer Vorhaben (Einsatz des Personalausweises bei der Abmeldung von Kraftfahrzeugen) konnte im letzten Quartal ein deutlicher Anstieg im Geschäftsfeld eID verzeichnet werden. Für 2015 werden Umsätze in Höhe von 360 T€ erwartet. Im dritten Quartal 2014 konnte D-Trust erfolgreich den ZDA-Betrieb für die DATEV eG von der Signtrust übernehmen. Die DATEV agiert hierbei als eigenständiger Zertifizierungsdiensteanbieter gemäß Signaturgesetz, allerdings werden alle technischen und organisatorischen Dienste vollständig von D-Trust als technischer Dienstleister für die DATEV erbracht. Für 2015 wurden hier 211 T€ an Umsatz geplant. Auch in der Entwicklung des Geschäftsfeldes "eHealth" konnten in 2014 neue Impulse verzeichnet werden. Die GEMATIK hat im Jahre 2014 der Bundesdruckerei GmbH den Zuschlag für das Los 3 des Onlinerollout Stufe 1 erteilt (Personalisierung und Ausgabe von Heilberufeausweisen (HBAs) und Security Module Card Objektsystem (SMC-B)). Die D-Trust übernimmt hier die Rolle des akkreditierten Trustcenters und betreibt in diesem Kontext die von der Bundesdruckerei entwickelten Antragsplattformen, stellt PKI und Verzeichnisdienste zur Verfügung sowie personalisiert und liefert Karten an die Endnutzer. Ein wichtiger Projekt-Meilenstein konnte hier im Dezember 2014 erfolgreich abgeschlossen werden, die Ausgabe von Testkarten soll nach dem jetzigen Stand in Q2/2015 beginnen. Für 2015 sind rd. 120 T€ an Umsatz geplant. Für das Jahr 2015 wurden insgesamt Umsätze in Höhe von 12.900 T€ geplant. 4. RisikomanagementsystemDie Gesellschaft ist in das Chancen-Risiko-Management-System der Bundesdruckerei GmbH eingebunden. Das System erfasst Chancen und Risiken, die in den einzelnen Bereichen des Unternehmens identifiziert werden. Die getroffenen Maßnahmen zur Risikominimierung und Chancenrealisierung werden im System dokumentiert und verfolgt. Im Rahmen der systematischen Risikosteuerung durch das Risiko-Management-System wird eine ursachen- und wirkungsbezogene Risikobewältigung im Zeitablauf ermöglicht. Ursachenbezogene Maßnahmen streben durch das Instrument der Risikominderung eine Reduktion der Eintrittswahrscheinlichkeiten und Schadenshöhe eventueller Risiken durch unternehmerische Maßnahmen an. Ebenso werden die identifizierten Chancen mit Maßnahmen verfolgt, um Ergebnisverbesserungen zu erzielen. Für das Chancen-Risiko-Management stehen der Geschäftsleitung und dem operativen Management Berichtssysteme zur Verfügung. Mit dem Planungs- und Controllingsystem werden in regelmäßigen Intervallen Abweichungen der tatsächlichen von der geplanten geschäftlichen Entwicklung analysiert und damit Chancen und Risiken zeitnah identifiziert. Die Geschäftsführung geht aufgrund des bestehenden Ergebnisabführungsvertrages und den Absichtserklärungen der Muttergesellschaft vom Fortbestand des Unternehmens aus. 5. RisikoberichtGenerell ist in einem Sicherheitsunternehmen und insbesondere in einem Trustcenter die Gefahr durch äußere Angriffe auf die interne IT-Technik gegeben. Sollten derartige Angriffe erfolgreich sein, kann daraus ein massiver Vertrauensverlust am Markt resultieren. Damit würde eine wesentliche Geschäftsgrundlage der D-Trust wegfallen und ein Bestandsrisiko der Gesellschaft könnte entstehen. Dieses Risiko wird minimiert, indem die verwendeten Sicherheits- und Abwehrsystem fortlaufend analysiert werden, um ständig auf dem aktuellen Stand der Technik zu bleiben. Zudem werden die Systeme einer zyklischen Überprüfung durch den TÜV IT entsprechend gesetzlicher und behördlicher Vorgaben des Bundesamtes für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) unterzogen. Die Geschäftsführung geht daher davon aus, dass aus den möglichen externen Angriffsszenarien kein erhöhtes wirtschaftliches Risiko besteht. 6. ChancenberichtEntscheidend für die zukünftige Entwicklung der D-Trust ist, dass die erwarteten Umsatzzuwächse im Umfeld des Personalausweises realisiert werden. Darüber hinaus bestehen nach dem Auftragsgewinn der Bundesdruckerei für eine PKI-Lösung bei einem großen Stromversorger die Chancen darin, dass die anderen großen deutschen und europäischen Stromversorger die Sicherheit ihrer Systeme durch eine PKI-Lösung der Bundesdruckerei mit den implementierten D-Trust-Produkten erhöhen. D-Trust beliefert zukünftig ausschließlich die Bundesdruckerei GmbH, welche die Produkte der D-Trust in ihren Lösungs- und Systemangeboten vermarktet. So können Einsparpotentiale gehoben werden, die sich u. a. in einem vereinfachten Rechnungs- und Warenwirtschaftssystem widerspiegeln. Ferner ist der D-Trust-Betrieb eng in das bei der Bundesdruckerei existierende Monitoring- und Überwachungssystem eingebunden, wodurch eine weitere Verbesserung in der Qualität und Verfügbarkeit verschiedenster elektronischer Dienste im Umfeld des Personalausweises sichergestellt wird. Mit diesen Maßnahmen werden eine Konzentration der Ressourcen und eine weitere Optimierung der Strukturen für den Betrieb des Trustcenters erreicht. Mit dem Certificate Service Manager (CSM) konnte erfolgreich ein neues Web-basiertes Produktionssystem in Betrieb genommen werden, das es Kunden ermöglicht, fortgeschrittene Zertifikate online und direkt aus den Geschäftsprozessen des Kunden heraus bei der D-Trust zu bestellen. Nachdem ein Großkunde bereits 2013 erfolgreich produktiv geschaltet werden konnte, wurde der Kundenstamm in 2014 weiter vergrößert. Auch durch die Geschäftsaufgabe der Signtrust ergeben sich hier weitere neue Potentiale die in 2015 realisiert werden sollen. Die hervorragenden Skalierungseigenschaften des CSM ermöglichen es D-Trust, eine Vielzahl von Kunden gleichzeitig zu bedienen. 7. Forschung und EntwicklungFür Forschung und Entwicklung wurden in 2014 ca. 707 T€ (Vorjahr 348 T€) aufgewendet, die im Wesentlichen erbrachte Entwicklungsleistungen durch die Bundesdruckerei GmbH beinhalten. Dabei wurde ausschließlich für eine verbesserte Effizienz der Produktionsumgebung die Produktionsinfrastruktur weiter entwickelt, um die Performance und die Ausfallsicherheit weiter zu erhöhen. 8. Vorgänge von besonderer Bedeutung nach Abschluss des GeschäftsjahresVorgänge von besonderer Bedeutung waren nach Abschluss des Geschäftsjahres 2014 nicht festzustellen.
Berlin, den 26. März 2015 Dr. Kim Nguyen, Geschäftsführer Heinz-Otto Meyn, Geschäftsführer Bilanz zum 31. Dezember 2014AKTIVA
Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr 2014
Anhang für das Geschäftsjahr 01.01. - 31.12.2014D-TRUST GmbH, BerlinA. Allgemeine AngabenDie D-Trust GmbH (im Folgenden D-Trust) mit Sitz in Berlin wurde am 18.12.1998 gegründet. Muttergesellschaft im Sinne § 271 Abs. 2 HGB ist die Bundesdruckerei GmbH mit Sitz in Berlin, die zu 100 % die Anteile hält. Der Jahresabschluss wurde auf der Grundlage der Bilanzierungs- und Bewertungsvorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) erstellt. Für die D-Trust als mittelgroße Kapitalgesellschaft wird der Jahresabschluss nach den Vorschriften für große Kapitalgesellschaften gemäß § 10 des Gesellschaftsvertrages aufgestellt. Ergänzend gelten die Vorschriften des GmbH-Gesetzes. Der Jahresabschluss der Gesellschaft wird in den Konzernabschluss der Bundesdruckerei GmbH, Berlin, Oranienstr. 91, einbezogen. Der von der Bundesdruckerei GmbH aufgestellte Konzernabschluss und Konzernlagebericht wird nach § 325 HGB beim Betreiber des elektronischen Bundesanzeigers eingereicht und dort bekannt gemacht. Er ist im elektronischen Bundesanzeiger (www.ebundesanzeiger.de) erhältlich. Die Bundesdruckerei GmbH ist Organträgerin der umsatzsteuerlichen, körperschaftsteuerlichen und gewerbesteuerlichen Organschaft mit der D-Trust GmbH. Zur Verbesserung der Klarheit der Darstellung werden die Fristigkeiten zu den Bilanzposten im Anhang erläutert. B. Bilanzierungs- und BewertungsgrundsätzeDie Gesellschaft wendet pflichtgemäß seit dem 1. Januar 2010 die Regelungen des HGB i. d. F. des Bilanzrechtsmodernisierungsgesetzes (BilMoG) an. Erworbene immaterielle Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungs-kosten, vermindert um planmäßige, lineare Abschreibungen, bewertet. Das Sachanlagevermögen wird zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um planmäßige lineare und gegebenenfalls außerplanmäßige Abschreibungen angesetzt. Der Umfang der Anschaffungskosten entspricht § 255 Abs. 1 HGB. Die Abschreibungsdauer entspricht der branchenüblichen bzw. betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer. Geringwertige Wirtschaftsgüter mit einem Wert bis zu € 150 werden ab 2008 im Jahr des Zugangs sofort als Aufwand erfasst. Die Bewertung der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie der Waren erfolgt zu Anschaffungskosten auf Basis der gewichteten Durchschnittspreise oder dem niedrigeren beizulegenden Wert. Aufgrund des nicht wesentlichen Teils der Kosten der Weiterverarbeitung der unfertigen Erzeugnisse werden diese mit den Anschaffungskosten der in ihnen enthaltenen Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe bewertet. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sowie Guthaben bei Kreditinstituten und der Kassenbestand werden zum Nennwert bewertet. Erkennbare Einzelrisiken bei den Forderungen werden einzelwertberichtigt, allgemeine Risiken werden grundsätzlich mit einer Pauschalwertberichtigung berücksichtigt. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen bestehen ausschließlich gegen die Muttergesellschaft. Aufgrund der geringen Ausfallquote wurde auf die Bildung einer Pauschalwertberichtigung verzichtet. Die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten betreffen Auszahlungen vor dem Bilanzstichtag, die Aufwendungen für eine bestimmte Zeit nach dem Bilanzstichtag darstellen. Das gezeichnete Kapital ist mit dem Nennwert angesetzt. Pensionsrückstellungen werden zum Erfüllungsbetrag gemäß § 253 Abs. 1 S 2 HGB angesetzt, der versicherungsmathematisch nach der projizierten Einmalbetragsmethode (Projected Unit Credit Method) unter Verwendung der Richttafeln Heubeck 2005G und des durchschnittlichen Marktzinses in Höhe von 4,55 % ermittelt wird. Dabei wurde ein Zinssatz zugrunde gelegt, der sich pauschal auf Basis von 15 Jahren Restlaufzeit ergibt. Bei der Berechnung wurden künftige Gehalts- und Rentensteigerungen von 3 % bzw. 2 % und eine durchschnittliche Fluktuation von 5 % unterstellt. Die Pensionsverpflichtungen wurden zum Erfüllungsbetrag, jedoch mindestens in Höhe des Barwertes des zum Bilanzstichtag aufgelaufenen Kapitalkontos, angesetzt. Die Rückstellungen für Jubiläumsverpflichtungen wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt, der versicherungsmathematisch unter Verwendung des ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatzes der vergangenen sieben Geschäftsjahr gem. § 253 Abs. 2 S. 1 HGB ermittelt wird. Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen und werden in Höhe des Erfüllungsbetrages angesetzt, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist. Die darin enthaltenen langfristigen Rückstellungen werden zu dem von der Bundesbank ermittelten und bekannt gegebenen Zinssatz gem. § 253 Abs. 2 HGB entsprechende der unterstellten Laufzeit abgezinst. Dem Saldierungsgebot gem. § 246 Abs. 2 HGB für Pensionsverpflichtungen und den dazugehörigen, der Erfüllung dienenden Vermögensgegenständen ist nachgegangen worden. Die Verbindlichkeiten werden mit ihrem Erfüllungsbetrag passiviert. Die passiven Rechnungsabgrenzungsposten betreffen Einnahmen vor dem Bilanzstichtag, die Erträge für eine bestimmte Zeit nach dem Bilanzstichtag darstellen. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gegliedert. C. Erläuterungen zur BilanzAnlagevermögen Die Aufgliederung der in der Bilanz zusammengefassten Anlageposten und ihre Entwicklung im Geschäftsjahr sind in der Anlage 1 zum Anhang dargestellt. Vorräte Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sind aufgrund geringen Verbrauchs zum Stichtag 31. Dezember 2014 in Höhe von T€ 424 wertberichtigt. Die Handelswaren wurden aus dem gleichen Grund in Höhe von T€ 59 wertberichtigt. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Die Fristigkeit der Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände stellt sich wie folgt dar:
Forderungen gegen verbundene Unternehmen bestehen ausschließlich gegenüber der Gesellschafterin. Dieser Betrag enthält auch die 2 Mio. €, welche im Vorjahr der Gesellschafterin als Darlehen gewährt wurde. Gezeichnetes Kapital Das gezeichnete Kapital der D-Trust GmbH beträgt € 100.000,00 und wird vollständig von der Bundesdruckerei GmbH gehalten. Pensionsrückstellungen Mit den Pensionsrückstellungen wurde das zur Insolvenzsicherung an einen Trust übertragene Vermögen in Höhe von 9.763,12 € gemäß § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB mit dem Erfüllungsbetrag von 38.025 € verrechnet. Das verrechnete Deckungsvermögen enthält 1,06 € aus Kursverlusten. Dieser Wert wird je nach Art des Deckungsvermögens u. a. aus Börsenkursen abgeleitet. Die Pensionsrückstellung beläuft sich nach Saldierung auf 28.261,88 T€. Sonstige Rückstellungen Im Gesamtbetrag der sonstigen Rückstellungen (448 T€, Vorjahr 488 T€) sind Rückstellungen für ausstehende Rechnungen, Jubiläum, Aufwand für den Jahresabschluss (239 T€), Rückstellungen für Personalaufwand für Resturlaubsansprüche und Abfindungen (78 T€) und Provisionen (131 T€) enthalten. Verbindlichkeiten Die Fälligkeit der Verbindlichkeiten stellt sich wie folgt dar:
Passiver Rechnungsabgrenzungsposten Durch den passiven Rechnungsabgrenzungsposten in Höhe von 2.446 T€ wurden Umsätze für spätere Geschäftsjahre abgegrenzt. D. Erläuterungen zur Gewinn- und VerlustrechnungDie Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren erstellt. Umsatzerlöse D-Trust erzielte im Geschäftsjahr 2014 Umsatzerlöse in Höhe von 10.582 T€, die damit um 925 T€ über den Umsätzen des Vorjahres liegen. Die Entwicklung resultiert aus den folgenden Umsätzen:
Mit der Alleingesellschafterin wurden Umsätze in Höhe von T€ 10.470 (Vorjahr T€ 9.555) realisiert. Sonstige betriebliche Erträge Die sonstigen betrieblichen Erträge in Höhe von 288 T€ enthalten im Wesentlichen Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen (T€ 269). Sonstiger betrieblicher Aufwand In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen (T€ 4.468) sind im Wesentlichen Rechts- und Beratungskosten (T€ 418), sonstige fremde Personalkosten (T€ 323), Geschäftsbesorgung (T€ 196), Aufwendungen für die Inanspruchnahme von Diensten (T€ 134), Aufwendungen für Mieten (T€ 318), Wartungskosten (T€ 1.974), Andere sonstige betriebliche Aufwendungen (T€ 357), Aufwendungen für Forschung und Entwicklung (T€ 707) sowie periodenfremde Aufwendungen (T€ 41) enthalten. Zinsen Die Zinserträge betrugen im abgelaufenen Geschäftsjahr 12 T€; die Zinsaufwendungen betrugen 9 T€. Steuern Es erfolgt keine Steuerbelastung durch die Gesellschafterin. E. MitarbeiterIm Geschäftsjahr 2014 wurden durchschnittlich 53 Mitarbeiter (Vorjahr 45 Mitarbeiter), ausschließlich Angestellte, beschäftigt. F. Sonstige finanzielle Verpflichtungen/HaftungsverhältnisseSonstige finanzielle Verpflichtungen bestehen aufgrund eines mit der Bundesdruckerei GmbH eingegangenen Geschäftsbesorgungsvertrages vom 20.12.2013 (T€ 200) und eines bis zum 31.05.2014 laufenden Staffelmietvertrages, aus welchen im Jahre 2014 eine finanzielle Belastung in Höhe von T€ 318 resultierte. Von dem vertraglich eingeräumten Kündigungsoptionsrecht wurde kein Gebrauch gemacht, sodass der Mietvertrag sich um ein Jahr verlängert hat. Darüber hinaus besteht ein Bestellobligo in Höhe von T€ 1.868. G. Sonstige AngabenGeschäftsführer Herr Dr. Kim Nguyen, technischer Geschäftsführer, Berlin Herr Heinz-Otto Meyn, kaufmännischer Geschäftsführer, Berlin Herr Dr. Nguyen und Herr Meyn sind bei der Bundesdruckerei GmbH angestellt und erhielten von der Gesellschaft keine Bezüge. Honorare der Abschlussprüfer Auf die Angabe des Abschlussprüferhonorars nach § 285 Nr. 17 HGB wird verzichtet, da diese Angaben im Konzernabschluss der Bundesdruckerei GmbH, Berlin, erfolgen. Ergebnisverwendung Gemäß dem Beherrschungs- und Ergebnisabführungsvertrag werden T€ 1.908 an die Bundesdruckerei GmbH abgeführt.
Berlin, den 26.03.2015 Dr. Kim Nguyen, Geschäftsführer Heinz-Otto Meyn, Geschäftsführer Die Feststellung des Jahresabschlusses zum 31.12.2014 ist am 16.04.2015 erfolgt. ENTWICKLUNG DES ANLAGEVERMÖGENS IM GESCHÄFTSJAHR 2014
Bestätigungsvermerk des AbschlussprüfersAn die D-Trust GmbH, Berlin: Wir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der D-Trust GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2014 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen des Gesellschaftsvertrags liegen in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben. Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet. Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss der D-Trust GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2014 den gesetzlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen des Gesellschaftsvertrags und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.
München, den 26. März 2015 Warth
& Klein Grant Thornton AG
Dr. Stefan Kusterer, Wirtschaftsprüfer Wilfried Knöpfle, Wirtschaftsprüfer |
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