Zott SE & Co. KG

Mertingen

Stammdaten

Register
Amtsgericht Augsburg HRA 1376
Vorher
Zott GmbH & Co.Zott GmbH & Co. KG
Eingetragen
18.2.1943

Finanzübersicht

Historie

Keine Bekanntmachungen für diesen Filter verfügbar

Management

Managementdaten für SE & Co. KG sind nur für registrierte Nutzer zugänglich.

Gesellschafter

Daten zu Gesellschaftern mit Minderheitsbeteiligung (natürliche Personen) sind nur für registrierte Nutzer zugänglich.

Beteiligungen

NameAnteil
No data available

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Zott SE & Co. KG

Mertingen

Konzernabschluss zum 31. Dezember 2022

KONZERNBILANZ ZUM 31. DEZEMBER 2022

ZOTT SE & CO. KG, MERTINGEN

AKTIVA

31.12.2022
EUR
31.12.2021
EUR
A. ANLAGEVERMÖGEN 234.949.964,10 258.463.362,73
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 9.361.912,20 13.752.563,34
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 4.620.852,91 6.182.984,61
2. Geschäfts- oder Firmenwert 4.741.059,29 7.569.578,73
II. Sachanlagen 225.204.716,22 244.565.539,33
1. Grundstücke und Bauten 139.623.498,31 139.871.920,78
2. Technische Anlagen und Maschinen 65.102.841,04 80.867.547,09
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 14.665.358,56 15.505.925,29
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 5.813.018,31 8.320.146,17
III. Finanzanlagen 383.335,68 145.260,06
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 332.459,24 94.383,62
2. Beteiligungen 50.876,44 50.876,44
B. UMLAUFVERMÖGEN 265.781.727,18 239.429.727,40
I. Vorräte 102.231.834,93 76.362.491,12
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 48.597.552,34 40.134.078,18
2. Unfertige Erzeugnisse 24.590.802,61 14.637.439,59
3. Fertige Erzeugnisse und Waren 29.043.479,98 21.590.973,35
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 123.818.767,67 95.163.870,99
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 110.756.324,98 82.183.303,78
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 0,00 50.000,00
3. Sonstige Vermögensgegenstände 13.062.442,69 12.930.567,21
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 39.731.124,58 67.903.365,29
C. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 1.670.421,48 1.502.121,31
D. AKTIVE LATENTE STEUERN 2.771.067,95 5.087.307,01
505.173.180,71 504.482.518,45

PASSIVA

31.12.2022
EUR
31.12.2021
EUR
A. EIGENKAPITAL 207.452.921,22 211.162.028,05
I. Kapitalanteile der Kommanditisten 18.300.000,00 18.300.000,00
II. Gewinnrücklagen 207.515.965,53 209.204.052,60
1. Gewinnrücklage nach Gesellschaftsvertrag 36.232.384,27 35.739.393,92
2. Sonstige Gewinnrücklagen 171.283.581,26 173.464.658,68
III. Eigenkapitaldifferenz aus der Währungsumrechnung -18.363.044,31 -16.342.024,55
B. SONDERPOSTEN FÜR INVESTITIONSZUSCHÜSSE ZUM ANLAGEVERMÖGEN 2.687.596,78 3.320.204,67
C. RÜCKSTELLUNGEN 34.779.680,81 44.240.782,25
1. Steuerrückstellungen 1.273.256,68 4.015.988,96
2. Sonstige Rückstellungen 33.506.424,13 40.224.793,29
D. VERBINDLICHKEITEN 255.792.967,55 243.487.149,02
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 91.793.740,97 94.867.158,42
2. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 119.647,84 155.919,95
3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 80.502.033,22 61.533.567,28
4. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 536.901,21 279.438,74
5. Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern 69.114.382,66 71.208.974,32
6. Sonstige Verbindlichkeiten 13.726.261,65 15.442.090,31
E. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 20.000,00 25.000,00
F. PASSIVE LATENTE STEUERN 4.440.014,35 2.247.354,46
505.173.180,71 504.482.518,45

KONZERN-GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2022

2022
EUR
2021
EUR
1. Umsatzerlöse 1.038.695.100,10 917.308.293,25
2. Veränderung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen 17.311.698,19 -681.064,57
3. Andere aktivierte Eigenleistungen 1.862.813,67 1.697.555,85
4. Sonstige betriebliche Erträge 18.781.369,88 9.898.207,40
5. Gesamtleistung 1.076.650.981,84 928.222.991,93
6. Materialaufwand -722.057.831,16 -557.653.039,92
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren -697.711.792,47 -536.677.614,90
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen -24.346.038,69 -20.975.425,02
7. Rohergebnis 354.593.150,68 370.569.952,01
8. Personalaufwand -121.563.878,17 -116.744.873,41
a) Löhne und Gehälter -99.923.673,69 -97.471.825,97
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung -21.640.204,48 -19.273.047,44
9. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -32.984.701,10 -34.604.389,41
10. Sonstige betriebliche Aufwendungen -183.882.683,26 -178.873.900,78
11. Betriebsergebnis 16.161.888,15 40.346.788,41
12. Erträge aus Beteiligungen 14.250,00 14.999,98
13. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 2.133.405,14 181.898,32
14. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -1.414.238,82 -1.354.355,08
15. Finanzergebnis 733.416,32 -1.157.456,78
16. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -8.907.237,19 -6.171.393,57
a) Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -4.410.843,69 -7.878.125,05
b) Latente Steuern -4.496.393,50 1.706.731,48
17. Ergebnis nach Steuern 7.988.067,28 33.017.938,06
18. Sonstige Steuern -988.073,88 -964.908,48
19. Konzernjahresüberschuss 6.999.993,40 32.053.029,58
20. Konzernergebnis 6.999.993,40 32.053.029,58

Konzern-Kapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr 2022 der Zott SE & Co. KG

Die finanzielle Entwicklung des Konzerns wird anhand einer Kapitalflussrechnung gemäß dem Deutschen Rechnungslegungsstandard DRS 21 dargestellt. Die Darstellung des Finanzmittelfonds erfolgt unter Einbeziehung der jederzeit fälligen Bankverbindlichkeiten.

2022
EUR
2021
TEUR
Periodenergebnis 6.999.993 32.053
+/- Abschreibungen/Zuschreibungen auf Gegenstände des Anlagevermögens 32.984.701 34.604
+/- Zunahme/Abnahme der (sonstigen) Rückstellungen -6.731.772 5.910
-/+ Sonstige zahlungsunwirksame Erträge/Aufwendungen -1.965.515 -7.449
-/+ Zunahme/Abnahme der Vorräte, der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Aktiva (soweit nicht Investitions- oder Finanzierungstätigkeit) -54.581.348 4.996
+/- Zunahme/Abnahme der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Passiva (soweit nicht Investitions- oder Finanzierungstätigkeit) 17.277.214 3.909
-/+ Gewinne/Verluste aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens 553.845 119
+/- Zinsaufwendungen/Zinserträge -719.166 1.172
- Sonstige Beteiligungserträge -14.250 -15
+ Ertragsteueraufwand (1) 8.907.237 7.878
- Ertragsteuerzahlungen -7.019.859 -13.942
= Cash-Flow aus laufender Geschäftstätigkeit -4.308.920 69.236
+ Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des immateriellen Anlagevermögens 1.186.847 3.386
- Auszahlungen für Investitionen in das immaterielle Anlagevermögen -1.754.550 -3.555
+ Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des Sachanlagevermögens 9.434.695 888
- Auszahlungen für Investitionen in das Sachanlagevermögen -18.740.014 -21.212
+ Erhaltene Zinsen und Dividenden 2.147.655 197
= Cash-Flow aus Investitionstätigkeit -7.725.367 -20.296
- Auszahlungen an Gesellschaftern -10.778.760 -9.953
+ Einzahlungen aus der Aufnahme von Finanzkrediten 10.044.000 0
- Auszahlungen aus der Tilgung von (Finanz-) Krediten -20.881.743 -20.306
- Gezahlte Zinsen -1.390.407 -1.330
= Cash-Flow aus Finanzierungstätigkeit -23.006.910 -31.589
Zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelfonds -35.041.196 17.351
Wechselkurs- und bewertungsbedingte Änderungen des Finanzmittelfonds -769.387 -444
Konsolidierungskreis bedingte Änderungen des Finanzmittelfonds -125.985 0
+ Finanzmittelfons am Anfang der Periode 67.902.233 50.995
= Finanzmittelfonds am Ende der Periode 31.965.666 67.902
Zusammensetzung des Finanzmittelfonds am Ende der Periode
Zahlungsmittel 39.731.124 67.903
- Kontokorrentkredite des laufenden Geschäftsjahres -7.765.458 0
= Finanzmittelfonds am Ende der Periode 31.965.666 67.903

(1) Anders als in Vorjahren wird die ergebniswirksame Veränderung der latenten Steuern nicht mehr unter der allgemeinen Unterposition "zahlungsunwirksame Aufwendungen und Erträge" des Cash-Flows aus laufender Geschäftstätigkeit, sondern unter der speziellen Unterposition "Ertragsteueraufwand" des Cash-Flows aus laufender Geschäftstätigkeit neutralisiert. Die Vorjahreswerte wurden nicht angepasst.

Zott SE & Co. KG

Konzern-Eigenkapitalspiegel zum 31.12.2022

Kapitalanteile Gewinnrücklagen
Kapitalanteile der Kommanditisten
EUR
Rücklagen gemäß Gesellschaftsvertrag
EUR
Sonstige Gewinnrücklagen
EUR
Summe
EUR
Stand 01.01.2021 18.300.000,00 35.739.393,92 146.730.035,06 182.469.428,98
Gutschrift auf Gesellschafterkonten im Fremdkapital -5.322.019,31 0,00 0,00 0,00
Währungsumrechnung 0,00 0,00 0,00 0,00
Sonstige Veränderungen 0,00 0,00 3.613,35 3.613,35
Änderungen des Konsolidierungskreises 0,00 0,00 0,00 0,00
Konzernjahresüberschuss 5.322.019,31 0,00 26.731.010,27 26.731.010,27
Stand 31.12.2021 18.300.000,00 35.739.393,92 173.464.658,68 209.204.052,60
Gutschrift auf Gesellschafterkonten im Fremdkapital -8.673.080,47 0,00 0,00 0,00
Währungsumrechnung 0,00 0,00 0,00 0,00
Sonstige Veränderungen 0,00 0,00 -15.000,00 -15.000,00
Änderungen des Konsolidierungskreises 0,00 0,00 0,00 0,00
Konzernjahresüberschuss 8.673.080,47 492.990,35 -2.166.077,42 -1.673.087,07
Stand 31.12.2022 18.300.000,00 36.232.384,27 171.283.581,26 207.515.965,53
Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung
EUR
Summe
EUR
Stand 01.01.2021 -13.622.009,61 187.147.418,37
Gutschrift auf Gesellschafterkonten im Fremdkapital 0,00 -5.322.019,31
Währungsumrechnung -2.723.628,29 -2.723.628,29
Sonstige Veränderungen 0,00 3.613,35
Änderungen des Konsolidierungskreises 3.613,35 3.615,35
Konzernjahresüberschuss 0,00 32.053.029,58
Stand 31.12.2021 -16.342.024,55 211.162.028,05
Gutschrift auf Gesellschafterkonten im Fremdkapital 0,00 -8.673.080,47
Währungsumrechnung -2.021.019,76 -2.021.019,76
Sonstige Veränderungen 0,00 -15.000,00
Änderungen des Konsolidierungskreises 0,00 0,00
Konzernjahresüberschuss 0,00 6.999.993,40
Stand 31.12.2022 -18.363.044,31 207.452.921,22
Nicht beherrschende Anteile
Vor Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung und Jahresergebnis
EUR
Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung
EUR
Auf nichtbeherrschende Anteile entfallende Verluste
EUR
Summe
EUR
Stand 01.01.2021 212.084,92 -3.613,35 -6.490,26 201.981,31
Gutschrift auf Gesellschafterkonten im Fremdkapital 0,00 0,00 0,00 0,00
Währungsumrechnung 0,00 0,00 0,00 0,00
Sonstige Veränderungen 0,00 0,00 0,00 0,00
Änderungen des Konsolidierungskreises -212.084,92 3.613,35 6.490,26 -201.981,31
Konzernjahresüberschuss 0,00 0,00 0,00 0,00
Stand 31.12.2021 0,00 0,00 0,00 0,00
Gutschrift auf Gesellschafterkonten im Fremdkapital 0,00 0,00 0,00 0,00
Währungsumrechnung 0,00 0,00 0,00 0,00
Sonstige Veränderungen 0,00 0,00 0,00 0,00
Änderungen des Konsolidierungskreises 0,00 0,00 0,00 0,00
Konzernjahresüberschuss 0,00 0,00 0,00 0,00
Stand 31.12.2022 0,00 0,00 0,00 0,00
Konzern Eigenkapital
Summe
EUR
Stand 01.01.2021 187.349.400,68
Gutschrift auf Gesellschafterkonten im Fremdkapital -5.322.019,31
Währungsumrechnung -2.723.628,29
Sonstige Veränderungen 3.613,35
Änderungen des Konsolidierungskreises -198.367,96
Konzernjahresüberschuss 32.053.029,58
Stand 31.12.2021 211.162.028,05
Gutschrift auf Gesellschafterkonten im Fremdkapital -8.673.080,47
Währungsumrechnung -2.021.019,76
Sonstige Veränderungen -15.000,00
Änderungen des Konsolidierungskreises 0,00
Konzernjahresüberschuss 6.999.993,40
Stand 31.12.2022 207.452.921,22

Konzernanhang für das Geschäftsjahr 2022

der Firma Zott SE & Co. KG, Mertingen

I. Vorbemerkung

Die Firma der Gesellschaft lautet Zott SE & Co. KG mit Sitz in Mertingen. Die Gesellschaft ist eingetragen im Handelsregister unter der Nummer HRA 1376. Das Registergericht ist das Amtsgericht Augsburg.

Der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung liegt das Gesamtkostenverfahren zugrunde. Der Konzernabschluss und die Jahresabschlüsse der Konzerngesellschaften sind gemäß §§ 266, 275 HGB gegliedert.

II. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Die konsolidierten Jahresabschlüsse wurden nach den allgemeinen Bestimmungen der §§ 290 ff. HGB, der §§ 242 bis 256a HGB sowie den Sondervorschriften für Kapitalgesellschaften nach §§ 264 bis 277 HGB aufgestellt. Soweit sich infolge landesrechtlicher Vorschriften wesentliche Abweichungen von den deutschen Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätzen ergaben, wurden Konsolidierungsabschlüsse (Handelsbilanzen II) erstellt.

Das Anlagevermögen wurde zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten vermindert um Abschreibungen angesetzt. Hierbei wurden für abnutzbare Vermögensgegenstände grundsätzlich folgende Nutzungsdauern zugrunde gelegt:

Immaterielle Vermögensgegenstände: 1 bis 5 Jahre bei Software und 18 Jahre bei Markenrechten.

Sachanlagen: Gebäude 9 bis 50 Jahre, Maschinen und maschinelle Anlagen 2 bis 33 Jahre, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3 bis 25 Jahre.

Die Bewertung der immateriellen Vermögensgegenstände erfolgt mit den um die Abschreibungen verminderten Anschaffungskosten bzw. den niedrigeren beizulegenden Werten am Bilanzstichtag. Die in 2009 entstandenen Geschäfts- und Firmenwerte aus der Kapitalkonsolidierung werden analog den Marken über 15 Jahre abgeschrieben. Die aktivierten Firmenwerte aus der Erstkonsolidierung der erworbenen Unternehmen werden grundsätzlich über 5 Jahre abgeschrieben. Der Geschäfts- und Firmenwert in Vietnam wird aufgrund der Ertragsaussichten der übernommenen Kundenbeziehungen über 3 Jahre abgeschrieben. Der Zeitraum ergibt ich aus den Erfahrungen hinsichtlich des Umfangs der Aufwendungen, die erforderlich sind, um den erwarteten ökonomischen Nutzen des erworbenen Unternehmens zu realisieren.

Die Sachanlagen - mit Ausnahme der Gebäude - sind mit Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten abzüglich linearer Abschreibungen bewertet. Die Gebäude mit einer Nutzungsdauer von mehr als 20 Jahren wurden abweichend von der Bewertung in den Jahresabschlüssen der Tochtergesellschaften in der Regel linear mit 4 vH abgeschrieben. Bei den Sachanlagen der polnischen Tochtergesellschaften werden Nutzungsdauer und Abschreibungsbeginn aufgrund landesspezifischer Bedingungen teilweise beibehalten.

Die Bewertung der Finanzanlagen erfolgte mit den Anschaffungskosten bzw. mit dem niedrigeren beizulegenden Wert am Bilanzstichtag.

Die Vorräte werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten unter Beachtung des Niederstwertprinzips bewertet. Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie Waren sind zu durchschnittlichen Einstandskosten bzw. zu niedrigeren beizulegenden Werten angesetzt. Unfertige und fertige Erzeugnisse werden zu Herstellungskosten bewertet, wobei in die Herstellungskosten die handelsrechtlich aktivierungspflichtigen Kostenbestandteile einbezogen werden. Die Ermittlung des niedrigeren beizulegenden Werts bei unfertigen und fertigen Erzeugnissen erfolgt retrograd ausgehend von den im November und Dezember des Abschlussjahres erzielten Verkaufspreisen. Ersatzteile und Reparaturmaterial werden zu Anschaffungskosten bzw. dem niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt; bei reparierten Ersatzteilen ist die Reparaturrechnung maßgebend. Im Rahmen der körperlichen Bestandsaufnahme erfolgte die Zuordnung der Ersatzteile zu Ersatzteilgrundpaketen, wobei die Bestandteile von Ersatzteilgrundpaketen wegen bereits erfolgter Aktivierung im Anlagevermögen nicht in die Bewertung einbezogen wurden. Für Ersatzteile mit Anschaffungskosten unter 50 EUR, die nicht SAP-bestandsgeführt sind, wird ein Festwert angesetzt.

Die Bewertung der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie der Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen erfolgte zum Nennwert. Erkennbaren Ausfallrisiken wurde durch Einzelwertberichtigungen ausreichend Rechnung getragen. Die sonstigen Vermögensgegenstände sind mit den Nominalwerten angesetzt; Ausfallwagnisse wurden durch Einzelwertberichtigungen berücksichtigt.

Die Kassenbestände, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks entsprechen den Nominalwerten.

Als Rechnungsabgrenzungsposten werden auf der Aktivseite Ausgaben vor dem Bilanzstichtag ausgewiesen, soweit sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen.

Bei der Berechnung der latenten Steuern wird der firmenindividuelle Steuersatz, der in einer Bandbreite von 9 vH bis 25,85 vH liegt, angewendet. Des Weiteren wurden latente Steuern auf steuerliche Verlustvorträge aktiviert, soweit deren Verrechnung innerhalb der nächsten fünf Jahre erwartet werden kann.

Erhaltene Investitionszuschüsse auf Sachanlagen werden unter Sonderposten für Investitionszuschüsse ausgewiesen. Sie werden über die Nutzungsdauer der betreffenden Vermögensgegenstände ertragswirksam vereinnahmt.

Die Steuerrückstellungen und sonstigen Rückstellungen sind nach den Grundsätzen vernünftiger kaufmännischer Beurteilung bewertet. Sie berücksichtigen in diesem Rahmen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen. Als Bewertungsverfahren bei der Gewährleistungsrückstellung werden neben Einzelwertfeststellungen für Frischprodukte (Gewährleistungsaufwand im Januar des Folgejahres) ein Pauschalverfahren für Hartkäse, Schmelzkäse und Kaffeesahne angewandt. Die Altersteilzeitrückstellung wird mit den Zinssätzen zwischen 0,37 vH und 0,62 vH abgezinst. Es wird auch eine Rückstellung für eine übernommene Freistellungsverpflichtung zu festgeschriebenen unverfallbaren Pensionszusagen gegenüber aktiven und ehemaligen Mitarbeitern sowie Rentnern und Hinterbliebenen des durch die Freistellung Begünstigten bilanziert. Diese Rückstellung wird nach versicherungsmathematischen Grundsätzen nach der PUC-Methode unter Verwendung von Zinssätzen zwischen 1,45 v.H. und 1,78 v.H. in Abhängigkeit von nach der Lebenserwartung gestaffelten Gruppen berechnet. Als Rechnungsgrundlagen wurden die "Richttafeln 2018G" von Prof. Klaus Heubeck gewählt; ein Fluktuationssatz wird nicht einbezogen.

Die Verbindlichkeiten werden mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt.

Auf der Passivseite werden als Rechnungsabgrenzungsposten Einnahmen vor dem Bilanzstichtag ausgewiesen, soweit sie Ertrag für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen.

III. Währungsumrechnung

In den Einzelabschlüssen werden Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten zum Tageskurs eingebucht und, sofern sie am Abschlussstichtag noch bestehen und eine Restlaufzeit von unter einem Jahr haben, mit dem Devisenkassamittelkurs des Abschlussstichtags bewertet. Zum Abschlussstichtag bestanden nur kurzfristige Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten.

Im Konzernabschluss erfolgte die Umrechnung der in ausländischer Währung aufgestellten Bilanzen gemäß § 308a HGB mit dem Devisenkassamittelkurs zum Bilanzstichtag. Im Eigenkapital wird das modifizierte Stichtagskursverfahren angewendet. Die Umrechnung der in ausländischer Währung aufgestellten Gewinn- und Verlustrechnungen erfolgte mit dem Durchschnittskurs des Geschäftsjahres.

IV. Konsolidierungskreis

In den Konzernabschluss sind grundsätzlich die Unternehmen einbezogen, an denen die Zott SE & Co. KG mittelbar oder unmittelbar mehrheitlich beteiligt ist.

Auf die gesonderte Aufstellung zum Konsolidierungskreis und zum Anteilsbesitz sei hier verwiesen.

Die Komplementär-GmbH der ZOMA GmbH & Co. KG wurde nicht in die Konsolidierung einbezogen, da sie für die Vermittlung eines den tatsächlichen Verhältnissen entsprechenden Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzernabschlusses der Zott SE & Co. KG von untergeordneter Bedeutung ist.

V. Änderung im Konsolidierungskreis

Im Berichtsjahr wurde die Zott RUS OOO zum 30. September 2022 entkonsolidiert, da die Gesellschaft infolge des Russland-Ukraine-Kriegs ihre Geschäftstätigkeit eingestellt hat.

Aus der Veränderung des Konsolidierungskreises ergeben sich keine wesentlichen Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage.

VI. Konsolidierungsgrundsätze

Die angewandten Bilanzierungs-, Bewertungs- und Konsolidierungsmethoden des Vorjahres wurden fortgeführt.

Die Kapitalkonsolidierung erfolgt zum 01. Januar 1992 bzw. dem Zeitpunkt der erstmaligen Einbeziehung sowie zum Zeitpunkt des Erwerbs der Anteile nach der handelsrechtlich zulässigen Buchwertmethode. Ab 2010 wird die Neubewertungsmethode angewandt. Die zu aktivierenden Beträge werden dabei soweit wie möglich den betreffenden Aktivposten zugeordnet. Aktivische Unterschiedsbeträge aus der Kapitalkonsolidierung werden als Geschäfts- oder Firmenwert ausgewiesen. Passivische Unterschiedsbeträge werden gesondert erfasst.

Im Zuge der Anwachsung von Anteilen des ausgeschiedenen Gesellschafters im Oktober 2009 war eine Erstkonsolidierung für diese Anteile durchzuführen. Die aus der Erstkonsolidierung dieser Anteile entstandenen aktiven Unterschiedsbeträge waren als Firmenwerte zu interpretieren. Der im Anlagenspiegel enthaltene Firmenwert entfällt zum größten Teil auf diesen Sachverhalt. Ein auf anderer Ebene entstandener passiver Unterschiedsbetrag aus dieser Erstkonsolidierung in Höhe von 84 TEUR wurde mit den Rücklagen verrechnet. Er besteht unverändert fort.

Die Forderungen und Verbindlichkeiten zwischen den konsolidierten Gesellschaften wurden gegeneinander aufgerechnet.

Zwischenergebnisse, die aus konzerninternen Vorgängen stammen, wurden eliminiert.

In der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung wurden die konzerninternen Umsätze und sonstigen Erträge mit den entsprechenden Aufwendungen der empfangenden Gesellschaften saldiert.

VII. Erläuterungen zur Konzernbilanz

1. Anlagevermögen

Die gesondert dargestellte Entwicklung des Anlagevermögens gemäß § 298 Abs. 1 in Verbindung mit § 284 Abs. 3 HGB ist integraler Bestandteil des Anhangs.

Die Geschäfts- und Firmenwerte entstanden zum einen als aktive Unterschiedsbeträge im Rahmen der Kapitalkonsolidierung. Zum anderen resultieren sie aus dem Erwerb der Vertriebsorganisation eines Importeurs durch das vietnamesische Tochter-Unternehmen; dabei entstand ein Geschäfts- oder Firmenwert auf Einzelabschlussebene in Höhe von 16.582 TEUR.

2. Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände

Die sonstigen Vermögensgegenstände enthalten Beträge mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr in Höhe von insgesamt 1.496 TEUR (Vj.: 1.664 TEUR).

3. Sonderposten für Investitionszuschüsse

Gemäß § 265 Abs. 5 Satz 2 HGB können öffentliche Zuschüsse zu Investitionen als eigene Bilanzposition unter "Sonderposten für Investitionszuschüsse zum Anlagevermögen" ausgewiesen werden. Der Auflösungsbetrag, welcher analog der Abschreibung der bezuschussten Wirtschaftsgüter ermittelt wird, ist mit 645 TEUR (Vj.: 393 TEUR) in den sonstigen betrieblichen Erträgen enthalten.

4. Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen beinhalten verkaufsbezogene, personalbezogene und andere Rückstellungen.

Die verkaufsbezogenen Rückstellungen setzen sich im Wesentlichen aus Warenrückvergütungen und Werbekostenzuschüssen sowie Provisionen, drohende Verluste aus schwebenden Geschäften und Rückstellungen für Gewährleistungen zusammen.

Die personalbezogene Rückstellungen umfassen im Wesentlichen Urlaub- und Gleitzeitüberhänge, Boni und Prämien, Jubiläumszuwendungen, Abfindungen, Nachtschichtzuschläge sowie Verpflichtungen aus Altersteilzeitverträgen.

Innerhalb der personalbezogenen Rückstellungen wurden Verpflichtungen, die durch insolvenzsichere Versicherungen rückgedeckt sind, gemäß § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB mit dem beizulegenden Zeitwert des Deckungsvermögens in Höhe von 2.997 TEUR (Vj.: 1.973 TEUR) saldiert.

In den anderen Rückstellungen sind im Wesentlichen Rückstellungen für Milchgeldnachzahlungen Schadensersatzforderungen, einer Freistellungsverpflichtung für Versorgungszahlungen, interne und externe Kosten für die Abschlusserstellung und -prüfung, Kosten der Archivierung aus Aufbewahrungspflichten sowie Instandhaltungsaufwendungen enthalten.

5. Verbindlichkeiten

Betrag
EUR
Restlaufzeit
bis zu 1 Jahr
EUR
Restlaufzeit
über 1 Jahr
EUR
Restlaufzeit
größer 5 Jahre
EUR
Vorjahr
bis zu 1 Jahr
EUR
Vorjahr
über 1 Jahr
EUR
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten * 91.793.740,97 25.036.346,71 66.757.394,26 22.629.939,21 20.297.912,00 74.569.246,42
Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 119.647,84 119.647,84 0,00 0,00 155.919,95 0,00
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 80.502.033,22 80.502.033,22 0,00 0,00 61.533.567,28 0,00
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 536.901,21 536.901,21 0,00 0,00 279.438,74 0,00
Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern 69.114.382,66 12.752.400,00 56.361.982,66 0,00 22.137.670,58 49.071.303,74
Sonstige Verbindlichkeiten 13.726.261,65 13.726.261,65 0,00 0,00 15.442.090,31 0,00
255.792.967,55 132.673.590,63 123.119.376,92 22.629.939,21 119.846.598,86 123.640.550,16

*) davon sind 58.263 TEUR durch Grundpfandrechte besichert.

Die sonstigen Verbindlichkeiten enthalten Verbindlichkeiten aus Steuern in Höhe von 2.144 TEUR (Vj.: 2.777 TEUR), Verbindlichkeiten aus sozialer Sicherheit in Höhe von 1.000 TEUR (Vj.: 857 TEUR) und Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern in Höhe von 1.141 TEUR (Vj.: 1.129 TEUR).

6. Latente Steuern

Die ausgewiesenen aktiven latenten Steuern enthalten aktive latente Steuern auf steuerliche Verlustvorträge in Höhe von 1.179 TEUR (Vj.: 2.870 TEUR). Des Weiteren entfallen sie auf zeitliche Buchungsunterschiede zwischen den Ansätzen in der Konzernbilanz und der Steuerbilanz im Wesentlichen bei sonstigen Rückstellungen.

Passive latente Steuern betreffen zeitliche Buchungsunterschiede zwischen den Ansätzen in der Konzernbilanz und den Steuerbilanzen und betreffen aufgedeckte stille Reserven im Anlagevermögen.

Vorjahr
EUR
Veränderung
EUR
Berichtsjahr
EUR
Aktive latente Steuer 5.087.307,01 -2.316.239,06 2.771.067,95
Passive latente Steuer -2.247.354,46 -2.192.659,89 -4.440.014,35
2.839.952,55 -4.508.898,95 -1.668.946,40

VIII. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

1. Umsatzerlöse nach geographisch bestimmten Märkten

2022
TEUR
Vorjahr
TEUR
Inland 412.684 356.807
EG-Ausland 552.897 494.816
Drittländer 73.114 65.685
1.038.695 917.308

2. Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung

Unter den sozialen Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung sind Aufwendungen für Altersversorgung in Höhe von 1.422.854,09 EUR (Vj.: 1.406 TEUR) enthalten.

3. Erträge und Aufwendungen, die einem anderen Geschäftsjahr zuzuordnen sind

2022
TEUR
Vorjahr
TEUR
Wesentliche periodenfremde Erträge:
- in den sonstigen betrieblichen Erträgen:
Erträge aus Anlagenabgängen 274 433
Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen 295 566
Erträge aus der Herabsetzung der Wertberichtigung auf Forderungen 2 276
Übrige periodenfremde Erträge 61 81
632 1.356
Wesentliche periodenfremde Aufwendungen:
- in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen:
Forderungsverluste / Aufwendungen aus der Zuführung zu Wertberichtigungen auf Forderungen 392 1.233
Verluste aus Anlagenabgängen 618 552
Übrige periodenfremde Aufwendungen 10 4
1.020 1.789

4. Erträge und Aufwendungen aus Währungsumrechnung

In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind 5.368 TEUR (Vj.: 5.198 TEUR) an Erträgen aus der Währungsumrechnung enthalten.

In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind 3.527 TEUR (Vj.: 2.122 TEUR) an Aufwendungen aus der Währungsumrechnung enthalten.

5. Aufwendungen aus der Aufzinsung von Rückstellungen

In den Zinsen und ähnlichen Aufwendungen sind Aufwendungen aus der Aufzinsung von Rückstellungen in Höhe von 24 TEUR (Vj.: 24 TEUR) enthalten.

IX. Sonstige Angaben

1. Nicht in der Bilanz enthaltene Geschäfte

Im Rahmen von Sale & Lease back-Geschäften wurden in 2022 Soft- und Hardware im Wert von 8.243 TEUR an eine Leasinggesellschaft zur Beschaffung liquider Mittel veräußert und über eine Grundmietzeit von 36 Monaten (beginnend ab 01. Januar 2022) zurückgemietet. Aus diesem Leasingvertrag fließen in 2022 liquide Mittel in Höhe von 848 TEUR und ab 2023 bis zum Ende der Grundmietzeit in Höhe von 8.045 TEUR ab.

Ab 2017 wurden bereits Produktionsanlagen im Wert von 50.434 TEUR an Leasinggesellschaften zur Beschaffung liquider Mittel für Investitionen veräußert und über Laufzeiten von bis zu 84 Monaten zurückgemietet. Aus diesen Leasingverträgen fließen liquide Mittel in Höhe von 6.958 TEUR in 2022 und 19.917 TEUR ab 2023 bis zum Ende der Grundmietzeiten ab.

2. Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Als sonstige finanzielle Verpflichtungen bestehen am Bilanzstichtag Verpflichtungen aus

2023
TEUR
Gesamtbetrag
TEUR
Mietverträgen 887 887
Leasingverträge (ohne Sale-and-Lease-back) 1.324 2.479
2.211 3.366

3. Zahl der Mitarbeiter

Im Durchschnitt waren während des Geschäftsjahres 2022 beschäftigt:

1.982 Gewerbliche Arbeitnehmer
434 Angestellte
194 Teilzeitkräfte
2.610

4. Organe der Gesellschaft

Die Gesellschaft wird durch die Zott Verwaltungs SE vertreten und diese wiederum durch ihre geschäftsführenden Direktoren:

Herr Frank-Andreas Uszko geschäftsführender Direktor und Chief Executive Officer (CEO)

Herr Anton Hammer geschäftsführender Direktor Finanzen & Services

Herr Renè Roth geschäftsführender Direktor Marketing und Vertrieb

Auf die Angabe der Gesamtbezüge der Geschäftsführer wird in Anwendung des § 286 Abs. 4 HGB verzichtet.

5. Persönlich haftende Gesellschafterin

Persönlich haftende Gesellschafterin der Berichtsgesellschaft ist am Bilanzstichtag die Firma Zott Verwaltungs SE, Mertingen, mit einem Grundkapital in Höhe von 120.000,00 EUR.

6. Zusatzangaben zu Unternehmen, deren unbeschränkt haftender Gesellschafter die Zott SE & Co. KG ist

Die Zott SE & Co. KG ist unbeschränkt haftender Gesellschafter der HIT-Pack SE & Co. Verpackungs KG, Mertingen, und der Zott SE & Co. Produktions KG, Mertingen.

7. Gesamthonorar Abschlussprüfer

2022
TEUR
Abschlussprüfungsleistungen 160
Andere Beratungsleistungen 13
Steuerberatungsleistungen 36
Gesamthonorar 209

 

Mertingen, den 18. April 2023

Die Geschäftsführenden Direktoren der Zott Verwaltungs SE

Frank-Andreas Uszko

Anton Hammer

Renè Roth

Billigungsdatum:

Der ungekürzte Konzernabschluss wurde in der Sitzung des Verwaltungsrates der Zott Verwaltung SE vom 29. Juli 2023 gebilligt und genehmigt.

Konzernanlagenspiegel zum 31.12.2022

Zott SE & Co. KG, Mertingen

Anschaffungs- und Herstellungskosten

Stand
01.01.2022
EUR
Währungs-
anpassungen
EUR
Zugänge
EUR
Umbuchungen
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen,
gewerbliche Schutzrechte und
ähnliche Rechte und Werte
41.664.874,84 5.660,02 1.754.550,11 26.624,33
2. Geschäfts- oder Firmenwert 59.394.914,09 441.835,35 0,00 0,00
101.059.788,93 436.175,33 1.754.550,11 26.624,33
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten 223.044.091,76 -420.282,53 3.794.671,37 2.288.513,44
2. Technische Anlagen und Maschinen 473.222.060,57 -1.464.309,41 5.957.241,02 5.499.529,57
3. Andere Anlagen, Betriebs-
und Geschäftsausstattung
48.786.477,60 33.509,52 3.509.896,31 134.228,13
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 8.320.146,17 -36.437,57 5.478.205,18 -7.948.895,47
753.372.776,10 -1.887.519,99 18.740.013,88 -26.624,33
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 196.189,91 0,00 238.075,62 *) 0,00
2. Beteiligungen 50.876,44 0,00 0,00 0,00
247.066,35 0,00 238.075,62 0,00
Summe Anlagevermögen 854.679.631,38 -1.451.344,66 20.732.639,61 0,00
Abgänge
EUR
Stand
31.12.2022
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen,
gewerbliche Schutzrechte und
ähnliche Rechte und Werte
1.223.684,47 42.216.704,79
2. Geschäfts- oder Firmenwert 0,00 59.836.749,44
1.223.684,47 102.053.454,23
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten 139.717,24 228.567.276,80
2. Technische Anlagen und Maschinen 16.094.845,26 467.119.676,49
3. Andere Anlagen, Betriebs-
und Geschäftsausstattung
2.467.568,32 49.996.543,24
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 5.813.018,31
18.702.130,82 751.496.514,84
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 101.806,29 332.459,24
2. Beteiligungen 0,00 50.876,44
101.806,29 383.335,68
Summe Anlagevermögen 20.027.621,58 853.933.304,75

*) aufgrund Änderung des Konsolidierungskreises

Abschreibungen

Stand
01.01.2022
EUR
Währungs-
anpassungen
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
Stand
31.12.2022
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen,
gewerbliche Schutzrechte und
ähnliche Rechte und Werte
35.481.890,23 -5.974,51 2.156.773,61 36.837,45 37.595.851,88
2. Geschäfts- oder Firmenwert 51.825.335,36 441.835,35 2.828.519,44 0,00 55.095.690,15
87.307.225,59 435.860,84 4.985.293,05 36.837,45 92.691.542,03
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten 83.172.170,98 -287.981,40 6.167.167,07 107.578,16 88.943.778,49
2. Technische Anlagen und Maschinen 392.354.513,48 -1.327.951,04 18.224.752,19 7.234.479,18 402.016.835,45
3. Andere Anlagen, Betriebs-
und Geschäftsausstattung
33.280.552,31 24.566,68 3.607.488,79 1.581.423,10 35.331.184,68
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
508.807.236,77 -1.591.365,76 27.999.408,05 8.923.480,44 526.291.798,62
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 101.806,29 0,00 0,00 101.806,29 0,00
2. Beteiligungen
Summe Anlagevermögen
596.216.268,65 -1.155.504,92 32.984.701,10 9.062.124,18 618.983.340,65

Buchwerte

Buchwert
31.12.2022
EUR
Buchwert
Vorjahr
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen,
gewerbliche Schutzrechte und
ähnliche Rechte und Werte
4.620.852,91 6.182.984,61
2. Geschäfts- oder Firmenwert 4.741.059,29 7.569.578,73
9.361.912,20 13.752.563,34
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten 139.623.498,31 139.871.920,78
2. Technische Anlagen und Maschinen 65.102.841,04 80.867.547,09
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 14.665.358,56 15.505.925,29
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 5.813.018,31 8.320.146,17
225.204.716,22 244.565.539,33
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 332.459,24 94.383,62
2. Beteiligungen 50.876,44 50.876,44
383.335,68 145.260,06
Summe Anlagevermögen 234.949.964,10 258.463.362,73

Zott SE & Co. KG

Aufstellung des Anteilsbesitzes zum 31.12.2022

In den Konzernabschluss wurden neben der Zott SE & Co. KG nachstende Unternehmen einbezogen:

Name Sitz Anteilsquote der Zott SE & Co. KG in vH
In den Konzernabschluss einbezogene Unternehmen:
Zott Beteiligungs-GmbH D-Mertingen 100,00
ZOMA GmbH & Co. KG D-Günzburg 100,00
Zott Holding GmbH D-Mertingen 100,00
Zott Holding International GmbH D-Mertingen 100,00
HIT-Pack SE & Co. Verpackungs KG D-Mertingen 100,00 *
Zott SE & Co. Produktions KG D-Mertingen 100,00 *
Zott Store & More GmbH D-Mertingen 100,00 ***
Zott s.r.o. SK-Bratislava 100,00 **
Zott s.r.o. CZ-Prag 100,00 ****
Zott RUS OOO RUS-Moskau 100,00 *****
Zott Polska Sp.z. o.o. PL-Opole 100,00 ***
Zott Hungaria Kft. H-Budapest 100,00 ***
Zott Croatia d.o.o. HR-Zagreb 100,00 ***
ZOTT VIETNAM Co., Ltd. VN-Hanoi 100,00 ***

* 99,0 vH direkt und 1,0 vH indirekt über Zott Beteiligungs GmbH

** 15 vH direkt und 85 vH indirekt über Zott Holding GmbH

*** 100 vH indirekt über Zott Holding GmbH

**** 2 vH direkt und 98 vH indirekt über Zott Holding GmbH

***** 0,5 vH direkt und 99,5 vH indirekt über Zott Holding GmbH, zum 30. September 2022 entkonsolidiert

Nach § 296 Abs. 2 HGB nicht in den Konzernabschluss einbezogene Unternehmen:

Name Sitz Anteilsquote der Zott SE & Co. KG am Kapital in vH
Zoma Beteiligungs-GmbH D-Günzburg 100,00
Zott RUS OOO RUS-Moskau 100,00 *

* ab 01. Oktober 2022

Unter den Voraussetzungen des § 264b HGB sind folgende in den Konzernabschluss einbezogene Unternehmen von der Pflicht zur Aufstellung, Prüfung und Offenlegung eines Jahresabschlusses nach den für Kapitalgesellschaften geltenden Vorschriften befreit:

Zott SE & Co. KG Mertingen
ZOMA GmbH & Co. KG Günzburg
HIT-Pack SE & Co. Verpackungs KG Mertingen
Zott SE & Co. Produktions KG Mertingen

Diese Personenhandelsgesellschaften machen von der Befreiungsvorschrift des § 264b HGB Gebrauch.

Zott SE & Co. KG, Mertingen

KONZERNLAGEBERICHT FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2022

1. WIRTSCHAFTS- UND BRANCHENENTWICKLUNG

Die Weltwirtschaft wuchs trotz Belastungen durch die Folgen des Krieges in der Ukraine und der Inflation im Jahr 2022 real um 3,4 %. In China wirkte sich auch ein weiterer Ausbruch von Covid-19 nochmals negativ auf das Wachstum aus. In Schwellen- und Entwicklungsländern war das Wachstum stärker als in den Industrieländern.

Die Wirtschaft in der EU (EU-27) ist im Vergleich zum Vorjahr um rund 3,5 % gewachsen, obwohl in Europa die Rohstoffpreise aufgrund der Energieabhängigkeit von Russland stark gestiegen sind. Die Angst vor einer Energieversorgungskrise belastete die wirtschaftliche Entwicklung sowohl in der EU als auch in Deutschland. In Deutschland wuchs das Bruttoinlandsprodukt preisbereinigt um 1,9 % im Vergleich zum Vorjahr.

Der Umsatz im deutschen Einzelhandel war 2022 real um ca. 0,6 % niedriger als 2021. Im Lebensmitteleinzelhandel (Lebensmittel, Getränke, Tabakwaren) war der Rückgang noch stärker. Der Umsatz verringerte sich um 4,6 % gegenüber dem Vorjahr. Aufgrund der wirtschaftlichen Entwicklungen änderten viele Konsumenten ihr Einkaufsverhalten, wovon vor allem die Discounter profitierten, während der Umsatz bei Supermärkten stagnierte.

Im Food-Bereich wuchsen die Eigenmarkenanteile um 1,8 % und die Promotionsanteile um 0,8 % gegenüber dem Vorjahr.

2. MILCHINDUSTRIE UND MILCHVERARBEITUNG

Die Weltmilchproduktion (Kuh-, Ziegen-, Schafs-, Kamel- und Büffelmilch) steigerte sich auch 2022 und lag Experten zufolge bei rund 937,3 Mio. t. Die Milchproduktion in der Europäischen Union (EU-27) war mit 144,8 Mio. t auf Vorjahresniveau.

In Deutschland verringerte sich die Milchanliefermenge um 0,5 % auf rund 31,0 Mrd. kg. Die in Bayern erzeugte Milchmenge folgt dieser Entwicklung und lag im Jahr 2022 mit 7,5 Mrd. kg um rund 0,8 % unter der Vorjahresmenge. An unseren deutschen Standorten wurden insgesamt 698 Mio. kg Milch verarbeitet, was rund 9,3 % der bayerischen Anliefermenge entsprach. In unseren ausländischen Produktionsstätten wurden 138 Mio. kg Milch verarbeitet. Die gesamte verarbeitete Milchmenge in der Gruppe sank um 2,5 % auf 835 Mio. kg.

Unser durchschnittlicher Auszahlungspreis für Milch mit 3,7 % Fett und 3,4 % Eiweiß betrug in Deutschland ohne Nachzahlung 52,1 Cent/kg und in Polen 46,2 Cent/kg.

3. GESCHÄFTSMODELL UND UNTERNEHMENSSTEUERUNG

Mit der Zott Verwaltungs SE als europäische Aktiengesellschaft betonen wir die internationale Ausrichtung des Konzerns. Sämtliche Steuerungstätigkeiten im Inland werden durch die Zott SE & Co. KG bzw. die ZOMA GmbH & Co. KG durchgeführt. Ausländische Beteiligungen werden im Wesentlichen mittelbar über eine Zwischenholding von der Zott SE & Co. KG gehalten.

Als selbständiges Familienunternehmen produziert Zott an 3 Produktionsstätten in Europa und vertreibt sein breites Milchproduktesortiment weltweit. Der Konzern wird über 7 strategische Business Units mit Umsatz-, Absatz- und Ergebnisverantwortung geführt: 1. Core Europe - DACH, 2. Core Europe - Poland, 3. Core Europe - Central Europe, 4. Core Non-Europe Vietnam, 5. Export Europe, 6. Export Non-Europe und 7. Industrie & Pulver. Den Umsetzungsrahmen für das Management der Business Units bilden die strategischen Produktgeschäftsfelder WEISS (Joghurt und Dessert), GELB (Käse), BACKWAREN und PULVER (Milch- und Molkenpulver).

4. MARKEN UND MARKTSTELLUNG

Unsere Aktivitäten waren geprägt von dem Ziel, die Marktpositionen unserer nationalen und internationalen Marken zu halten und auszubauen.

Zott Monte Milchcreme-Dessert verzeichnete im Jahr 2022 im deutschen Dessertmarkt einen Umsatz von über 65 Mio. €. Die Marktposition in Deutschland konnte weiter ausgebaut werden. Zott Monte belegte Platz 4 unter den führenden Herstellermarken. Im Segment der Kinderprodukte war Zott Monte mit einem Umsatzmarktanteil von knapp 20 % die neue Nr. 1.

Zott dominiert seit vielen Jahren den polnischen Dessertmarkt. Die Dessertmarken von Zott hatten eine Umsatzbedeutung von insgesamt über 40 %. Monte war mit einem Marktanteil von 29 % die führende Dessertmarke. Zott Belriso konnte erneut den zweiten Platz behaupten.

Zott Sahne Joghurt war mit einem Umsatz von über 82 Mio. € die drittstärkste Fruchtjoghurt-Marke in Deutschland. Im Segment Sahnejoghurt war Zott Sahne Joghurt mit einem Umsatzmarktanteil von knapp 46 % die unangefochtene Nr. 1. In Österreich gewann Zott Sahne Joghurt gegen den Markttrend und verzeichnete ein Absatzplus von knapp 3 %.

In Polen war Zott Jogobella mit seinen extra-großen Fruchtstücken der beliebteste Fruchtjoghurt mit einem Marktanteil Absatz von knapp 23 %. Der ungarische Fruchtjoghurt-Markt war in 2022 zweistellig rückläufig. In diesem herausfordernden Umfeld konnte der Abstand zum Wettbewerb deutlich ausgebaut werden. Zott Jogobella verzeichnete einen Absatz Marktanteil von 26 % und ist damit die meistgekaufte Fruchtjoghurt-Marke.

Im deutschen Mozzarellamarkt, der stark von Handelsmarken geprägt ist, war Zott Zottarella durch seine positive Entwicklung im Jahr 2022 der neue Absatz-Marktführer. Der Umsatz war auf 32,4 Mio. € angestiegen.

Auch das Snack-Format Zott Cheese Tiger erfreute sich in Deutschland steigender Beliebtheit. Erstmalig wurden mehr als 3 Mio. Packungen verkauft.

5. ERTRAGS-, VERMÖGENS- UND FINANZLAGE

Der konsolidierte Konzernumsatz lag im abgelaufenem Geschäftsjahr 2022 bei 1.038,7 Mio. € und damit 13,2 % über dem Vorjahreswert. Ursächlich für den starken Anstieg waren im Wesentlichen Preisanpassungen auf der Absatzseite aufgrund stark gestiegener Beschaffungskosten bei nahezu allen Einkaufsgruppen. Der im Vorjahr prognostizierte Umsatz wurde dadurch deutlich überschritten. Der Jahresüberschuss nach Steuern fiel dennoch zum Bilanzstichtag auf 7,0 Mio. € (Vorjahr: 32,1 Mio. €), weil nicht alle Kostensteigerungen kompensiert werden konnten. Der anvisierte Planwert konnte dessen ungeachtet überschritten werden.

Die Bilanzsumme im Konzern stieg marginal um 0,1 % auf 505,2 Mio. € gegenüber dem Vorjahr. Auf der Mittelverwendungsseite (Aktiva) wurde die Reduzierung beim Anlagevermögen durch die Erhöhung beim Umlaufvermögen überkompensiert. Auf der Seite der Mittelherkunft (Passiva) gingen vor allem die Rückstellungen und ein wenig auch das Eigenkapital zurück, wohingegen die Summe der Verbindlichkeiten anstieg.

Die wirtschaftliche Eigenkapitalquote unter Einbeziehung der Gesellschafterdarlehen und des hälftigen Sonderpostens für Investitionszuschüsse ist gegenüber dem Vorjahr von 56,3 % auf 55,0 % leicht zurückgegangen.

6. RISIKOMANAGEMENT UND CHANCEN

Unser Haus legt einen sehr hohen Maßstab bei der Qualität der von uns hergestellten Produkte zugrunde. Die kontinuierliche Weiterentwicklung unseres Qualitätsmanagements sowie unsere umfangreiche Qualitätssicherung bilden für uns zentrale Handlungsfelder, um ein hohes Maß an Lebensmittelsicherheit und Produktqualität für unsere Kunden zu gewährleisten. Die Konformität mit nationalen und internationalen Gesetzen und Richtlinien stellen wir durch gelebte und dokumentierte Prozesse und Verfahren sicher, die durch wirksame Systeme überwacht werden.

Ein funktionierendes Qualitätsmanagement wird uns durch die jährlich erfolgreich bestandenen Zertifizierungen nach dem Lebensmittelstandard IFS oder durch produktbezogene Zertifizierungen nach VLOG-, Halal-, Bio- und spezifischen Kunden-Standards bestätigt. Auch dem Thema Nachhaltigkeit widmen wir unsere Aufmerksamkeit auf verschiedenen Stufen, z.B. im Rahmen unserer Energiemanagement-Zertifizierung gemäß ISO 50001:2018 oder auch auf Produktebene durch die Zertifizierungen nach UTZ-cocoa, RSPO-Standards und Rainforest Alliance.

Wir schützen uns mit Versicherungen gegen Auswirkungen von Haftungsrisiken oder Schadensfällen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage. Unter Umständen nicht abgedeckte Risiken sichern wir flächendeckend mit zusätzlichen Coververträgen ab. Bei klassischen Sachversicherungen wurden die Deckungssummen entsprechend der Geschäfts- und Substanzentwicklung der Firma nach oben angepasst.

Mit unseren bilateralen Kreditvereinbarungen sichern wir uns weiterhin die notwendige Flexibilität. Zur Reduzierung des Zinsänderungsrisikos schließen wir Langfristdarlehen mit festen Zinskonditionen. Den Liquiditätsbedarf decken wir langfristig mit Betriebsmittellinien unserer Hausbanken in entsprechender Höhe.

Den Finanzmittelbedarf planen wir mittelfristig und decken ihn aus eigenem Cash-Flow der laufenden Geschäftstätigkeit, den vereinbarten Kreditzusagen, der Inanspruchnahme von Betriebsmittellinien sowie über Sale-and-lease-back.

Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurden keine existenzgefährdenden Risiken identifiziert. Zukünftige Risiken, die den Fortbestand des Unternehmens gefährden könnten, sind nicht erkennbar.

7. AUSBLICK UND PROGNOSE

Für das Geschäftsjahr 2023 haben wir uns folgende Schwerpunkte gesetzt:

Ergebnisfokussierung mit Umsatzwachstum,

Entwicklung neuer Geschäftsfelder,

Kostensenkungs- und Produktivitätsmaßnahmen in allen Bereichen,

Umsetzung von Nachhaltigkeitsprojekten mit entsprechenden Reporting-Standards.

Für das laufende Jahr prognostizieren wir einen Umsatzanstieg aufgrund von Preiserhöhungen mit einer moderaten Ergebnisverbesserung. Beide Größen sind im starken Ausmaß vom Verhalten der Konsumenten und Wettbewerber in unseren Hauptabnehmerländern sowie von der Preisentwicklung auf den Absatz- und Rohstoffmärkten abhängig. Eine wichtige Rolle spielen hierbei die direkten und indirekten Auswirkungen des Ukrainekrieges.

Die wirtschaftliche Entwicklung in unseren mittelosteuropäischen Absatzmärkten sehen wir als anspruchsvoll an. Steigender Nationalismus, schwächer werdende Währungen und nicht zuletzt die Ausweitung international agierender Discounter-Ketten stellen uns vor große Herausforderungen, denen wir mit gezielten Produkt- und Marketingmaßnahmen entgegentreten wollen.

Nach wie vor steht im Mittelpunkt unserer Investitionspolitik die Steigerung der Produktivität und der Ausbringungsmenge mit den vorhandenen Maschinen und Anlagen, ergänzt durch notwendige Investitionen für neue Produkte. Die Finanzierung größerer Investitionsvorhaben erfolgt über Langfristdarlehen bzw. Leasing.

Die Geschäftsentwicklung in den ersten drei Monaten verlief zufriedenstellend. Der Umsatz und das Ergebnis lagen über Plan. Nach derzeitigem Kenntnisstand gehen wir davon aus, dass unsere Planwerte erreicht werden.

 

Mertingen, den 18. April 2023

Die Geschäftsführenden Direktoren

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Zott SE & Co. KG, Mertingen

Prüfungsurteile

Wir haben den Konzernabschluss der Zott SE GmbH & Co. KG, Mertingen, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2022 und der Konzern-Gewinn und Verlustrechnung, dem Konzerneigenkapitalspiegel und der Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 01. Januar bis zum 31. Dezember 2022 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs und Bewertungsmethoden geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der Zott SE & Co. KG für das Geschäftsjahr vom 01. Januar bis zum 31. Dezember 2022 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Konzernabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens und Finanzlage des Konzerns zum 31. Dezember 2022 sowie seiner Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 01. Januar bis zum 31. Dezember 2022 und

vermittelt der beigefügte Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Konzernlagebericht in Einklang mit dem Konzernabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat..

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben.

Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Konzernabschluss und Konzernlagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Konzernabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Konzernlageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass der Konzern seine Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Konzernabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Konzernabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt.

holen wir ausreichende geeignete Prüfungsnachweise für die Rechnungslegungsinformationen der Unternehmen oder Geschäftstätigkeiten innerhalb des Konzerns ein, um Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht abzugeben. Wir sind verantwortlich für die Anleitung, Überwachung und Durchführung der Konzernabschlussprüfung. Wir tragen die alleinige Verantwortung für unsere Prüfungsurteile.

beurteilen wir den Einklang des Konzernlageberichts mit dem Konzernabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Konzerns.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Konzernlagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Augsburg, den 18. April 2023

HLB Augsburg Schwaben GmbH & Co. KG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Steuerberatungsgesellschaft

Jörn Nagel, Wirtschaftsprüfer

Michael Jahn, Wirtschaftsprüfer

Nachrichten & Medien

Insolvenzbekanntmachungen

Aktuelle Insolvenzverfahren

Prüfen, ob Insolvenzverfahren für dieses Unternehmen vorliegen

Handelsregister Dokumente

Gesellschafterliste
Aktueller Abdruck
Chronologischer Abdruck

Organisationen an dieser Adresse

2 nahegelegene Organisationen

Liste von Unternehmen und Organisationen an oder in der Nähe dieser Geschäftsadresse. Die Daten umfassen Firmennamen, Adressen, Registrierungsdetails und Branchenklassifikationen.
Die Informationen auf dieser Seite stammen aus öffentlichen Quellen, offiziellen Registern oder werden von Drittanbietern bereitgestellt. Fusionbase übernimmt keine Garantie für die Richtigkeit, Vollständigkeit oder Aktualität der Daten. Melde dich bei Fragen oder Anregungen über unser Kontaktformular.