Beteiligungsgesellschaften
KfW Beteiligungsholding GmbH
Palmengartenstraße 5, 60325 Frankfurt am Main, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Sebastian Henseler seit 5.6.2025 | Prokura |
Susanne Dr. Maurenbrecher seit 8.11.2024 | Geschäftsführer |
Mirko Sedlacek seit 19.4.2023 | Geschäftsführer |
Manuela Heuer seit 19.4.2023 | Prokura |
Wirtschaftlich Berechtigte
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Ungelöste Beteiligungen (1)
| Name | Anteil |
|---|---|
Kreditanstalt für Wiederaufbau Anstalt des öffentlichen Rechts "KfW" | 100.00% |
Gesellschafter
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
KfW Beteiligungsholding GmbHFrankfurt am MainJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Lagebericht 2023Gegenstand und Geschäftsmodell der KfW Beteiligungsholding Alleinige Gesellschafterin der KfW Beteiligungsholding GmbH, Frankfurt am Main (im Folgenden "Gesellschaft" bzw. "KfW Beteiligungsholding") ist die Kreditanstalt für Wiederaufbau (im Folgenden "KfW"), Frankfurt am Main. Gegenstand der Gesellschaft ist es, im Rahmen der Aufgabenstellung des KfW-Konzerns die Beteiligung der KfW an der KfW IPEX-Bank GmbH, Frankfurt am Main (im Folgenden "IPEX-Bank") zu halten und zu verwalten, deren geschäftliche Entwicklung zu überwachen sowie, soweit notwendig, die Refinanzierung der Beteiligungsgesellschaft sicherzustellen. Gegenstand der Gesellschaft ist ferner der Erwerb, das Halten, die Verwaltung und die Vergabe von Lizenzen, insbesondere Softwarelizenzen, an Unternehmen des KfW-Konzerns und an Dritte sowie die Anlage und Verwaltung eigenen Vermögens, insbesondere die Verwendung freier Mittel für Geldanlagen oder andere Finanzanlagen. Ausgeschlossen ist der Betrieb von Geschäften, für welche nach dem Kredit-wesengesetz eine Erlaubnis erforderlich ist. Mit Bescheid der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht vom 20. Dezember 2022 wurde die KfW Beteiligungsholding - ohne Auflagen - mit Wirkung zum 1. Januar 2023 als operative Finanzholding zugelassen. Eine Änderung des Gesellschaftsgegenstands ergibt sich hierdurch nicht. Zwischen der KfW und der KfW Beteiligungsholding GmbH besteht ein Rahmenvertrag über Auslagerungen und sonstigen Fremdbezug innerhalb der Finanzholdinggruppe. In diesem Zusammenhang werden insbesondere die nachfolgenden Aufgaben durch die KfW im Rahmen eines Auslagerungsverhältnisses für die KfW Beteiligungsholding getätigt: Durchführung des Zahlungsverkehrs, Führung des Rechnungswesens der Gesellschaft, Veranlassung der Prüfung der aufgestellten Jahresabschlüsse, allgemeine Verwaltung und Recht. Durch eine Auffangklausel im vorgenannten Rahmenvertrag können durch die Servicegeberin KfW weitere sonstige Leistungen erbracht werden. Darüber hinaus besteht ebenfalls ein Rahmenvertrag über Auslagerungen und sonstigen Fremdbezug innerhalb der Finanzholdinggruppe zwischen der KfW IPEX-Bank GmbH und der KfW Beteiligungsholding. In diesem Zusammenhang werden insbesondere die nachfolgenden Aufgaben durch die IPEX-Bank im Rahmen eines Auslagerungsverhältnisses für die KfW Beteiligungsholding getätigt: Risikocontrolling, Compliance und Meldewesen. Die Servicegeberin IPEX-Bank verlagert wiederum Aktivitäten und Prozesse, die auf sie ausgelagert sind, z.B. das Meldewesen, weiter auf die KfW aus (sog. Weiterverlagerung). Für Auslagerungen sowie Leistungen des sonstigen Fremdbezugs sind Service-Level-Agreements mit der KfW und der IPEX-Bank mit entsprechenden Anforderungen an die Leistungen und Qualität abgeschlossen. Die Gesellschaft verfügt über eine Auslagerungsüberwachungsfunktion, die einmal im Quartal prüft, ob alle via Service-Level-Agreements vertraglich vereinbarten Leistungen der Servicegeberinnen KfW und IPEX-Bank nach Leistung und Qualität erfüllt wurden. Das Personal (1,4 FTE) der KfW Beteiligungsholding wird ebenfalls aus der KfW bzw. IPEX-Bank per konzerninterner Arbeitnehmerüberlassung entsandt. Die Entwicklung der von der Gesellschaft direkt gehaltenen Anteile an dem verbundenen Unternehmen IPEX-Bank fließt in die Gesamtbanksteuerung des KfW-Konzerns und damit in die Berichterstattung der KfW gegenüber ihren Gremien (Vorstand, Verwaltungsrat) und Aufsichtsbehörden ein. Wirtschaftliche Rahmenbedingungen Vor dem Hintergrund der Entwicklung der Weltwirtschaft, gestiegener Zinsen und anhaltender Kaufkraftverluste aufseiten der privaten Haushalte infolge einer Verbraucherpreisinflationsrate, die 2023 mit 5,9 % nochmals annähernd so hoch war wie schon 2022 (+6,9 %), schrumpfte das BIP in Deutschland 2023 um 0,3 % gegenüber dem Vorjahr, nachdem es zuvor im Jahr 2022 um 1,8 % und im Durchschnitt der vorangegangenen zehn Jahre von 2013 bis 2022 einschließlich um 1,2 % jährlich gewachsen war (siehe Tabelle Bruttoinlandsprodukt zu konstanten Preisen, Veränderung gegenüber Vorjahr). Negative Impulse für die Veränderungsrate des BIP kamen 2023 von den Konsumausgaben der privaten Haushalte (-0,8 %), den Konsumausgaben des Staates (-1,7 %), den Anlageinvestitionen in Bauten (-2,1 %) sowie den Sonstigen Anlageinvestitionen (-0,6 %), wohingegen die Ausrüstungsinvestitionen wuchsen (+3,0 %). Insgesamt schrumpfte die inländische Verwendung im Jahr 2023 um 0,9 %. Der Außenbeitrag stützte die Veränderungsrate des BIP im Jahr 2023 mit 0,6 Prozentpunkten, wobei der Rückgang der Exporte (-1,8 %) geringer war als der Rückgang der Importe (-3,0 %). Entstehungsseitig kamen im Jahr 2023 von der Bruttowertschöpfung der Wirtschaftsbereiche positive wie auch negative Impulse für die Veränderungsrate des BIP. Das Produzierende Gewerbe ohne Baugewerbe hatte den größten Rückgang der Bruttowertschöpfung hinzunehmen (-2,0 %), wohingegen der Wirtschaftsbereich Land- und Forstwirtschaft, Fischerei auf den höchsten Anstieg kam (+4,9 %). Die Bruttowertschöpfung im Wirtschaftsbereich Handel, Verkehr und Gastgewerbe sank um 1,0 %. Die Zahl der Erwerbstätigen mit Arbeitsort in Deutschland lag im Jahr 2023 bei 45,9 Millionen Personen und stieg damit gegenüber dem Vorjahr an (+0,7 %). Anhaltend hohe Inflationsraten bestimmten auch 2023 die Geldpolitik im Euro- und im Dollarraum. Zwar hat der Rückgang der Energiepreise zusammen mit der im Jahr 2022 begonnenen geldpolitischen Straffung zu einem Nachlassen des Verbraucherpreisanstiegs geführt. Jedoch lagen gegen Ende 2023 die Inflationsraten sowohl im Euroraum mit 2,9 % (Veränderungsrate des Harmonisierten Verbraucherpreisindex) als auch in den USA mit 2,6 % (Veränderungsrate des Preisindex für persönliche Konsumausgaben) noch über dem "2-Prozent-Ziel" der Notenbanken. Vor diesem Hintergrund stiegen in beiden Währungsräumen die Leitzinsen über das Jahr hinweg weiter. Die US-Notenbank Federal Reserve (Fed) hob das Zielband für die Fed Funds Rate zwischen Januar und Juli 2023 um insgesamt 100 Basispunkte auf 5,25 % bis 5,5 % an und behielt dieses Niveau bis zum Jahresende bei. Die Europäische Zentralbank (EZB) erhöhte den Einlagensatz in mehreren Schritten, zuletzt im September 2023, um 200 Basispunkte auf 4,0 %. Bruttoinlandsprodukt zu konstanten Preisen, Veränderung gegenüber Vorjahr
Quelle: Eurostat, Tabelle "GDP and main components",
Zugriff: 07.11.2023,
Für den Geschäftsbetrieb der KfW Holding werden trotz der gegebenen geopolitischen und wirtschaftlichen Unsicherheiten (vor allem durch den andauernden Krieg zwischen Russland und der Ukraine, des Nahostkonflikts sowie weiteren schwelenden globalen Konflikten beispielsweise zwischen USA und China, aber auch durch finanzielle Entwicklungen wie Inflation) keine wesentlichen Auswirkungen erwartet. Geschäftsverlauf Der Geschäftsverlauf der Gesellschaft ist in 2023 maßgeblich durch die Entwicklung ihres Tochterunternehmens IPEX-Bank bestimmt. Die IPEX-Bank verantwortet innerhalb der KfW Bankengruppe die Export- und Projektfinanzierung. Mit maßgeschneiderten Finanzierungen unterstützt sie als Spezialbank deutsche und europäische Unternehmen der industriellen Schlüsselsektoren auf den globalen Märkten - damit sichert sie die heimische Wirtschaftskraft, Wachstum und Beschäftigung. Kernprodukt der IPEX-Bank ist die Strukturierung mittel- und langfristiger Finanzierungen für deutsche und europäische Exporte, Infrastrukturinvestitionen und Rohstoffsicherung sowie Umwelt- und Klimaschutzprojekte auf der ganzen Welt. Als Transformationsbank finanziert sie Zukunftstechnologien, um den Wandel zu einer nachhaltigen Gesellschaft - in allen drei Dimensionen Wirtschaft, Umwelt und Soziales - zu begleiten. Die Entwicklung der Gesellschaft hängt fast ausschließlich von der Geschäftsentwicklung und Werthaltigkeit der Anteile an der IPEX-Bank ab. Der Beteiligungsbuchwert der IPEX-Bank wurde zum 31.12.2023 um 288,1 Mio. EUR auf 1.962 Mio. EUR zugeschrieben. Hierbei handelt es sich um die Wertaufholung in Bezug auf eine außerplanmäßige Abschreibung der Vergangenheit. Die Bewertung und der damit verbundene Bilanzansatz spiegelt zum Bilanzstichtag den Ertragswert der IPEX-Bank wider und ist durch eine Ertragswertermittlung unterlegt. Die IPEX-Bank erzielte im Berichtsjahr ein bereinigtes Betriebsergebnis vor Risikovorsorge und Bewertungen in Höhe von 417 Mio. EUR, das um 187 Mio. EUR (82 %) über dem Vorjahresergebnis liegt. Sie übertrifft damit das im Rahmen der Konzerngeschäftsfeldplanung prognostizierte Ergebnis um 244 Mio. EUR (> 100 %). Das Risikovorsorge- und Bewertungsergebnis stellt sich zudem mit 8 Mio. EUR deutlich besser als in der Prognose (-88 Mio. EUR) dar. Das Risikovorsorge- und Bewertungsergebnis (8 Mio. EUR) beinhaltet neben dem Risikovorsorgeergebnis im Kreditgeschäft (13 Mio. EUR) auch das Bewertungsergebnis aus Finanzanlagen (-6 Mio. EUR). Die Position fällt insgesamt um 140 Mio. EUR besser aus als im Vorjahr. Danach ergibt sich für die IPEX-Bank ein Betriebsergebnis vor Steuern in Höhe von 412 Mio. EUR. Nach Berücksichtigung der wechselkursbedingten Entnahmen aus dem Fonds für allgemeine Bankrisiken nach § 340g HGB (13 Mio. EUR) resultiert ein Gesamtergebnis der Geschäftstätigkeit vor Steuern in Höhe von 425 Mio. EUR (Vorjahr: 98 Mio. EUR). Nach Abzug des Steueraufwands (3 Mio. EUR) erzielt die IPEX-Bank im Geschäftsjahr 2023 ein Jahresergebnis in Höhe von 421 Mio. EUR (Vorjahr: 96 Mio. EUR). Das Geschäftsjahr 2023 der IPEX-Bank war geprägt von globalen Herausforderungen, einhergehend mit einer restriktiven Geldpolitik und einem sich abschwächenden Wirtschaftswachstum in der Eurozone. In diesem herausfordernden Marktumfeld hat sich die IPEX-Bank auf ihr Kernprodukt, die Strukturierung mittel- und langfristiger Finanzierungen für deutsche und europäische Exporte, fokussiert. Der an die Gesellschaft abzuführende Jahresüberschuss in Höhe von 421,1 Mio. EUR der Organgesellschaft IPEX-Bank trägt wesentlich zum Ergebnis des Geschäftsjahres der Gesellschaft bei. Die Gesellschaft wird nicht nach nichtfinanziellen Leistungsindikatoren gesteuert. Vermögenslage Die Vermögenslage der Gesellschaft wird im Wesentlichen durch die Anteile an der IPEX-Bank bestimmt. Die Bilanzsumme hat sich im Geschäftsjahr 2023 auf 2.432 Mio. EUR erhöht (Vorjahr: 1.800 Mio. EUR) und ist wesentlich durch die Anteile an der IPEX-Bank (1.962 Mio. EUR) auf der Aktivseite und durch das Eigenkapital (2.356 Mio. EUR) auf der Passivseite gekennzeichnet. Die Gesellschaft hat auf Basis des Gesellschafterbeschlusses vom 23. Juni 2023 per 30. Juni 2023 eine Einzahlung in die Kapitalrücklage der IPEX-Bank gem. § 272 Abs. 2 Nr. 4 HGB in Höhe von 23,9 Mio. EUR geleistet. Der Anteil, der aus den Anteilen an der IPEX-Bank bestehenden Finanzanlagen besteht, beträgt 80,7 % der Bilanzsumme. Die Eigenkapitalquote ist im Vergleich zum Vorjahr leicht gesunken und beträgt 96,9% (Vorjahr: 98,4%). Finanzlage Zwischen der KfW Beteiligungsholding und der KfW besteht ein Kontokorrentvertrag vom 01.02.2017. Die kurzfristige Liquiditätsversorgung erfolgt hierbei über ein bestehendes Verrechnungskonto bei der KfW. Dieses Verrechnungskonto dient auch der Anlage überschüssiger Liquidität der Gesellschaft und wird marktüblich, d.h. mit dem 3-Monats-Euribor oder 6-Monats-Euribor zu- oder abzüglich eines Refinanzierungsauf- bzw. -abschlags der KfW zuzüglich 10 Basispunkte, verzinst. Die Gesellschaft verfügt zum Stichtag über Liquiditätsbestände in Höhe von 34,3 Mio. EUR, die auf einem Verrechnungskonto bei der KfW vorgehalten werden. Das Verrechnungskonto bei der KfW ist in der Bilanz unter "Forderungen gegen verbundene Unternehmen" ausgewiesen. Es sind derzeit keinerlei Anzeichen erkennbar, wonach die Liquiditätsversorgung durch die KfW gefährdet ist. Ertragslage Der Leistungsindikator der Gesellschaft ist der aus dem Gewinnabführungsvertrag erzielte Ertrag und damit verbunden die Ertragskraft der IPEX-Bank. Die Gesellschaft weist für das Geschäftsjahr 2023 einen Jahresüberschuss in Höhe von 627,5 Mio. EUR (Vorjahr: 165,9 Mio. EUR) aus. Dieser wird insbesondere durch die Gewinnabführung der IPEX-Bank in Höhe von 421,1 Mio. EUR, die Zuschreibung der Anteile an der KfW IPEX-Bank GmbH in Höhe von 288,1 Mio. EUR sowie gegenläufig durch die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag in Höhe von 82,9 Mio. EUR bestimmt. Zusammenfassung in Bezug auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage Insgesamt ist die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft als geordnet zu bewerten. Die Gesellschaft war jederzeit in der Lage, ihren Zahlungsverpflichtungen im Geschäftsjahr 2023 nachzukommen. Operative Ausgestaltung des Risikocontrollings und des IKS Die KfW Beteiligungsholding hat mit ihrer Zulassung als operative Finanzholding Gesellschaft und übergeordnetes Unternehmen der Finanzholdinggruppe eine Risikocontrolling-Funktion implementiert. Die operative Tätigkeit im Rahmen des Risikomanagements wurde in diesem Zusammenhang an ihre Tochtergesellschaft IPEX-Bank ausgelagert. Die Risikoüberwachung aller wesentlichen Risiken erfolgt für die Finanzholdinggruppe gesamtheitlich. Die KfW Beteiligungsholding betreibt ein sehr eingeschränktes operatives Geschäft im Rahmen des Erwerbs, des Haltens, der Verwaltung und Vergabe von Lizenzen, insbesondere Softwarelizenzen, an Unternehmen des KfW-Konzerns. Die KfW Beteiligungsholding hält im Rahmen ihrer Geschäftstätigkeit im Wesentlichen die Beteiligung an der IPEX-Bank, die über Eigenkapital refinanziert wird. Die Finanzholdinggruppe, die neben der KfW Beteiligungsholding als übergeordnetem Unternehmen aus der IPEX-Bank sowie der KfW IPEX-Bank Asia Ltd., Singapur, besteht, wird wesentlich in Bezug auf Risiken von der IPEX-Bank dominiert. Materielle wesentliche Risiken entstehen damit auch unter Berücksichtigung der Analyse der Risikosituation der KfW Beteiligungsholding auf Ebene der IPEX-Bank, welche auf die Überwachung und Steuerung der Finanzholdinggruppe sowie durch den Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag auch auf die KfW Beteiligungsholding im Rahmen des Beteiligungsrisikos wirken. Für die IPEX-Bank leiten sich die wesentlichen Risikoarten aus ihrem Geschäftsmodell und ihrer Geschäftsstrategie gemäß der im 4. Quartal 2023 finalisierten Risikoinventur ab:Die KfW Beteiligungsholding betreibt ein sehr eingeschränktes operatives Geschäft im Rahmen des Erwerbs, des Haltens, der Verwaltung und Vergabe von Lizenzen, insbesondere Softwarelizenzen, an Unternehmen des KfW-Konzerns. Die KfW Beteiligungsholding hält im Rahmen ihrer Geschäftstätigkeit im Wesentlichen die Beteiligung an der IPEX-Bank, die über Eigenkapital refinanziert wird. Die Finanzholdinggruppe, die neben der KfW Beteiligungsholding als übergeordnetem Unternehmen aus der IPEX-Bank sowie der KfW IPEX-Bank Asia Ltd., Singapur, besteht, wird wesentlich in Bezug auf Risiken von der IPEX-Bank dominiert. Materielle wesentliche Risiken entstehen damit auch unter Berücksichtigung der Analyse der Risikosituation der KfW Beteiligungsholding auf Ebene der IPEX-Bank, welche auf die Überwachung und Steuerung der Finanzholdinggruppe sowie durch den Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag auch auf die KfW Beteiligungsholding im Rahmen des Beteiligungsrisikos wirken. Für die IPEX-Bank leiten sich die wesentlichen Risikoarten aus ihrem Geschäftsmodell und ihrer Geschäftsstrategie gemäß der im 4. Quartal 2023 finalisierten Risikoinventur ab:
Auf Ebene der IPEX-Bank als CRR-Kreditinstitut wurden entsprechende Risikomessmethoden eingerichtet, welche auch die festgestellten Risiken innerhalb der Finanzholdinggruppe umfassen. Die Geschäftsführung der KfW Beteiligungsholding wird monatlich über die aktuelle Risikosituation informiert. Die Risikoberichterstattung zu den Quartalsstichtagen geht hierbei hinsichtlich des Umfangs und der Darstellung der Risikosituation über die anderen Monatsberichte hinaus. Dabei bildet die Risikoberichterstattung die regelmäßige Informations- und Entscheidungsgrundlage zu den wesentlichen Risiken und der Gesamtrisikolage der Finanzholdinggruppe. Ergänzend zur turnusmäßigen Risikoberichterstattung erfolgt anlassbezogen ein Ad-hoc-Reporting. Die internen Kontrollverfahren der Finanzholdinggruppe bestehet aus dem Internen Kontrollsystem (IKS) und der Internen Revision. Diese sollen die Steuerung der Unternehmensaktivitäten sowie die Funktionsfähigkeit und Einhaltung der eingerichteten Regelungen sicherstellen. Um ein effizientes Risikomanagement zu gestalten, sind die Prozesse zur Steuerung der Unternehmensrisiken in einem ganzheitlichen System zu verknüpfen. Die Finanzholdinggruppe hat das Three-Lines-of-Defense-Modell (3LoD) als Ordnungsrahmen für ein effektives, ganzheitliches Governance-, Risk- und Compliance-Management-System zur Steuerung der Unternehmensrisiken übernommen:
Die verantwortlichen Überwachungsfunktionen (2nd Line) leiten sich in der Finanzholdinggruppe aus den wesentlichen Risikoarten/-unterarten ab. Zur Sicherstellung der fortlaufenden Aktualisierung und einer nachhaltigen Verankerung des IKS in der IPEX-Bank ist ein jährlich zu durchlaufender Regelkreis implementiert. Die Verteidigungslinien (1st und 2nd Line) haben unterschiedliche Rollen und Aufgaben in dem Regelkreis, zu dem die IKS-Evidenzstelle der IPEX-Bank den Rahmen vorgibt. Darin enthalten sind Komponenten für das Kontrollumfeld, die Risikobeurteilung, die Kontroll- und Überwachungsvorgaben, das Controlling sowie ein Element zur Sicherstellung der Information und Kommunikation der Erkenntnisse. Das Interne Kontrollsystem beinhaltet:
Die Interne Revision erbringt unabhängige und objektive Prüfungs- und Beratungsdienstleistungen, die darauf ausgerichtet sind, Mehrwerte zu schaffen und die Geschäftsprozesse zu verbessern. Sie unterstützt die Organisation bei der Erreichung ihrer Ziele, indem sie mit einem systematischen und zielgerichteten Ansatz die Effektivität des Risikomanagements, der Kontrollen und der Governance- und Überwachungsprozesse bewertet und hilft, diese zu verbessern. Sie berichtet an die Geschäftsführung der KfW Beteiligungsholding über die Prüfungsergebnisse. Darüber hinaus erstellt sie Quartals- und Jahresberichte über die im Laufe der Berichtsperiode durchgeführten Prüfungen, die Einhaltung des Prüfungsplans, die wesentlichen oder höher gewichteten Feststellungen sowie die ergriffenen Maßnahmen und legt diese der Geschäftsführung vor. Chancen und Risiken der künftigen Entwicklung Grundsätzlich können Ertragsrisiken aus der künftigen Entwicklung der IPEX-Bank entstehen. Auf Grundlage fortdauernder Belastungen infolge des Russland-Ukraine-Krieges, des Nahostkonflikts sowie weiterer schwelender globaler Konflikte (beispielsweise zwischen USA und China), aber auch durch finanzielle Entwicklungen wie Inflation, geht die Gesellschaft davon aus, dass die deutsche sowie die weltweite Wirtschaftsleistung auch im Jahr 2024 negativ beeinflusst sein wird. In der Folge könnte die Erreichung der für das Geschäftsjahr 2024 genannten Ziele, insbesondere die Ziele der Tochtergesellschaft IPEX-Bank, negativ beeinträchtigt werden. Chancen und Risiken ergeben sich im Wesentlichen aus der Geschäftsentwicklung der IPEX-Bank, da aufgrund des Gewinnabführungsvertrages Jahresüberschüsse der IPEX-Bank an die Gesellschaft abzuführen und Jahresfehlbeträge der IPEX-Bank durch die Gesellschaft auszugleichen sind. Zudem ergeben sich aus der Geschäftsentwicklung der IPEX-Bank sowie der darauf basierenden Planung Auswirkungen auf den Wert der Anteile an der IPEX-Bank und ein damit verbundenes Risiko auf den Bilanzansatz der Finanzanlagen unter Berücksichtigung der Bewertung zu Anschaffungskosten bzw. dem niedrigeren beizulegenden Wert. Die KfW Beteiligungsholding GmbH wird die Entwicklung des Russland-Ukraine-Krieges, des Nahostkonflikts sowie den weiteren schwelenden globalen Konflikten und die Folgen für den Geschäftsverlauf weiter eng überwachen. Wesentliche Chancen und Risiken im Zusammenhang mit dem Erwerb, dem Halten, der Verwaltung und Vergabe von Lizenzen, insbesondere Softwarelizenzen, an Unternehmen des KfW-Konzerns bestehen auf Grund der eingeschränkten Tätigkeit innerhalb der KfW Beteiligungsholding nicht. Zinsänderungs- und Währungsrisiken bestehen innerhalb der KfW Beteiligungsholding direkt nicht. Die Gesellschaft setzt keine derivativen Finanzinstrumente ein. Aufgrund des bestehenden Kontokorrentvertrags mit der Muttergesellschaft KfW und dem Bestand des Verrechnungskontos der Gesellschaft bei der KfW per 31.12.2023 in Höhe von 34,3 Mio. EUR, ist die Zahlungsfähigkeit der Gesellschaft jederzeit sichergestellt. Prognosebericht Erwartet werden für das Geschäftsjahr 2024 positive Ergebnisbeiträge aus Finanzanlagen, namentlich aus der Geschäftsentwicklung bzw. Ergebnisabführung der IPEX-Bank. Die IPEX-Bank erwartet für 2024 ein Ergebnis vor Steuern in Höhe von 490 Mio. EUR und damit ein höheres Ergebnis vor Steuern als für das Berichtsjahr, welches 412 Mio. EUR beträgt. Für das Folgejahr werden von der Gesellschaft keine wesentlichen Belastungen erwartet, sodass - unter Ausblendung außerordentlicher Entwicklungen wie die diesjährige Wertaufholung nach § 253 Abs. 5 HGB - ceteris paribus ein höheres Ergebnis vor Steuern für 2024 zu erwarten ist. Bestehenden Risiken wurde durch die Bildung von Rückstellungen in ausreichendem Maße Rechnung getragen. Aus der Verzinsung der freien Liquidität bei der KfW werden für 2024 aufgrund des weiterhin positiven Zinsniveaus ausschließlich positive Zinserträge erwartet. Insgesamt hängt der zukünftige Geschäftsverlauf der Gesellschaft im Wesentlichen von der Geschäftsentwicklung der Tochter IPEX-Bank ab. Die IPEX-Bank möchte 2024 ihre Position als Partner der deutschen und europäischen Wirtschaft und Spezialbank für strukturierte Export- und Projektfinanzierungen weiter ausbauen. Die prognostizierte Entwicklung der Absatzmärkte in den für die IPEX-Bank relevanten Industrie- und Schwellenländern hält trotz der weltweit verhaltenen Konjunkturaussichten weiterhin Exportchancen bereit. Die IPEX-Bank sieht sich sieht sich daher auch 2024 in der Rolle des Unterstützers der heimischen Wirtschaft, deren internationales Geschäft sie mit auf Kundenbedürfnisse ausgerichteten Mittel- und Langfristfinanzierungen für Exporte und Auslandsinvestitionen begleitet. Dabei zielt sie darauf ab, sich in führenden Rollen in Konsortialfinanzierungen einzubringen und Risikopartner in die Finanzierungsstrukturen einzubeziehen. Mit ihrer sektoralen Ausrichtung entlang von Transformationsfeldern möchte die IPEX-Bank ihren geplanten Wachstumskurs fortsetzen. Sie plant für 2024 mit einem Neuzusagevolumen in Höhe von 24,1 Mrd. EUR. Hierbei entfallen 22,4 Mrd. EUR auf das originäre E&P-Geschäft und 1,7 Mrd. EUR auf Mittel zur Refinanzierung von Banken aus den sog. CIRR-Programmen. Mit dem ERP-Exportfinanzierungsprogramm werden Kredite zur Finanzierung deutscher Exporte in Schwellen- und Entwicklungsländer gefördert. Im Rahmen des Programms kann der berechtigte Bankenkreis Kredite an die ausländischen Käufer deutscher Exportgüter bzw. an Banken im Bestellerland zu dem von der OECD festgelegten Mindestzinssatz CIRR (Commercial Interest Reference Rate) vergeben. Die im Jahr 2021 gemeinsam mit dem KfW-weiten Projekt "tranSForm" entwickelten und im Jahr 2023 implementierten Sektorleitlinien für CO2-intensive Sektoren sollen dafür Rechnung tragen, dass das Geschäft der IPEX-Bank in den vorgenannten Sektoren die Ziele des Pariser Klimaabkommens unterstützt (Ambitionsniveau: den menschengemachten globalen Temperaturanstieg durch den Treibhauseffekt auf 1,5 Grad Celsius zu begrenzen). Gemeinsam mit externen Beratern wird innerhalb KfW-weiter Arbeitsgruppen und der KfW IPEX-Bank ein Konzept für ein Treibhausgas-Accounting erarbeitet. Der Zins- bzw. Provisionsüberschuss der IPEX-Bank ist mit 614 Mio. EUR bzw. 134 Mio. EUR geplant, der Verwaltungsaufwand mit 297 Mio. EUR. Das Risikovorsorge- und Bewertungsergebnis ist leicht positiv, so dass die IPEX-Bank für 2024 insgesamt ein Ergebnis vor Steuern in Höhe von 490 Mio. EUR plant. Zusätzlich geht die KfW Beteiligungsholding aufgrund fortdauernder Belastungen infolge des Russland-Ukraine-Krieges, des Nahostkonftlikts sowie weiterer schwelender globaler Konflikte (beispielsweise zwischen USA und China), aber auch durch finanzielle Entwicklungen wie Inflation, davon aus, dass die deutsche sowie die weltweite Wirtschaftsleistung auch im Jahr 2024 negativ beeinflusst sein wird. In der Folge könnte die Erreichung der für das Geschäftsjahr 2024 genannten Ziele, insbesondere die Ziele der Tochter IPEX-Bank, negativ beeinträchtigt werden. Eine exakte Prognose der Gesamtauswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage für die Jahre 2024 ff., insbesondere auf die von der IPEX-Bank aufgrund des Gewinnabführungsvertrages abzuführenden Beträge, ist zum jetzigen Zeitpunkt mit Blick auf die Entwicklung sowie der Ungewissheit weiterer Eskalations- oder Deeskalationsstufen des Russland-Ukraine-Krieges, des Nahostkonflikts sowie der weiteren schwelenden globalen Konflikte, nur sehr eingeschränkt möglich. Die KfW Beteiligungsholding GmbH wird die Entwicklung der oben genannten Konflikte und die Folgen für den Geschäftsverlauf weiter eng überwachen. Im Rahmen der Durchführung des EAV wird die IPEX-Bank ihr handelsrechtliches Ergebnis für das Geschäftsjahr 2023 vollständig an die Gesellschaft abführen. Auf Grundlage der mehrjährigen Kapitalplanung wird im Nachgang darüber entschieden, ob die Kapitalbasis der IPEX-Bank durch die Wiedereinlage von Teilen der abgeführten Gewinne als Gesellschaftereinlage bzw. durch andere geeignete Kapitalmaßnahmen gestärkt wird.
Frankfurt am Main, den 27.03.2024 (Geschäftsführer) Klaus Weirich Mirko Sedlacek Bilanz per 31.12.2023Aktiva
Passiva
Gewinn-
und Verlustrechnung
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| 01.01.2023 bis 31.12.2023 | 2022 | ||
| EUR | TEUR | ||
| 1. Sonstige betriebliche Erträge | 288.122.399,12 | 101.285 | |
| 2. Sonstige betriebliche Aufwendungen | 733.681,70 | 769 | |
| 3. | 421.100.406,64 | 96.232 | |
| 4. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge | 1.869.676,57 | 171 | |
| abzüglich negative Zinsen | 0,00 | -205 | |
| davon aus verbundenen
Unternehmen
EUR 1.775.753,97 (Vorjahr: TEUR -39) |
1.869.676,57 | -34 | |
| 5. Zinsen und ähnliche Aufwendungen | 12.926,52 | 0 | |
| davon aus verbundenen
Unternehmen
EUR 0,00 (Vorjahr: TEUR 0) |
|||
| 6. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag | -82.854.661,27 | -30.782 | |
| 7. Ergebnis nach Steuern | 627.491.212,84 | 165.933 | |
| 8. Jahresüberschuss | 627.491.212,84 | 165.933 | |
| KfW Beteiligungsholding GmbH, Frankfurt am Main | |
| Sitz der Gesellschaft: | Frankfurt am Main |
| Amtsgericht Frankfurt am Main: | HRB 130708 |
Anhang 2023
I. Allgemeine Hinweise
Die KfW Beteiligungsholding GmbH, Frankfurt am Main (im Folgenden "Gesellschaft" bzw. "KfW Beteiligungsholding") ist eine 100%ige Tochtergesellschaft der Kreditanstalt für Wiederaufbau (im Folgenden "KfW"), Frankfurt am Main.
Zwischen der KfW und der KfW Beteiligungsholding GmbH besteht ein Rahmenvertrag über Auslagerungen und sonstigen Fremdbezug innerhalb der Finanzholdinggruppe. In diesem Zusammenhang werden insbesondere die nachfolgenden Aufgaben durch die KfW im Rahmen eines Auslagerungsverhältnisses für die KfW Beteiligungsholding getätigt: Durchführung des Zahlungsverkehrs, Führung des Rechnungswesens der Gesellschaft, Veranlassung der Prüfung der aufgestellten Jahresabschlüsse, allgemeine Verwaltung und Recht. Durch eine Auffangklausel im vorgenannten Rahmenvertrag können durch die Servicegeberin KfW weitere sonstige Leistungen erbracht werden.
Darüber hinaus besteht ebenfalls ein Rahmenvertrag über Auslagerungen und sonstigen Fremdbezug innerhalb der Finanzholdinggruppe zwischen der KfW IPEX-Bank GmbH (im Folgenden "IPEX-Bank") und der KfW Beteiligungsholding. In diesem Zusammenhang werden insbesondere die nachfolgenden Aufgaben durch die IPEX-Bank im Rahmen eines Auslagerungsverhältnisses für die KfW Beteiligungsholding getätigt: Risikocontrolling, Compliance und Meldewesen. Die Servicegeberin IPEX-Bank verlagert wiederum Aktivitäten und Prozesse, die auf sie ausgelagert sind, z.B. das Meldewesen, weiter auf die KfW aus (sog. Weiterverlagerung).
Für Auslagerungen sowie Leistungen des sonstigen Fremdbezugs sind Service-Level- Agreements mit der KfW und der IPEX-Bank mit entsprechenden Anforderungen an die Leistungen und Qualität abgeschlossen. Die Gesellschaft verfügt über eine Auslagerungsüberwachungsfunktion, die einmal im Quartal prüft, ob alle via Service-Level- Agreements vertraglich vereinbarten Leistungen der Servicegeberinnen KfW und IPEX-Bank nach Leistung und Qualität erfüllt wurden.
Das Geschäftsjahr entspricht dem Kalenderjahr.
Der Jahresabschluss der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 wurde nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) sowie nach den ergänzenden Vorschriften des Gesetzes betreffend die Gesellschaften mit beschränkter Haftung (GmbHG) und den ergänzenden Bestimmungen des Gesellschaftsvertrags aufgestellt.
Die Gesellschaft ist eine kleine Kapitalgesellschaft im Sinne von § 267 Abs. 1 HGB. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses hat sie aufgrund gesellschaftsvertraglicher Bestimmungen die für große Kapitalgesellschaften geltenden Vorschriften zu beachten.
Von den Befreiungsvorschriften nach § 291 HGB wurde Gebrauch gemacht. Die Gesellschaft sowie ihre Tochterunternehmen werden in den Konzernabschluss der KfW einbezogen. Die KfW stellt den Konzernabschluss für den größten und kleinsten Kreis der Unternehmen auf.
Der Konzernabschluss der KfW ist einzusehen an ihrem Sitz in 60325 Frankfurt am Main, Palmengartenstraße 5-9 und wird bei der das Unternehmensregister führenden Stelle im Unternehmensregister offengelegt.
Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden
Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden sind im Vergleich zum Vorjahr unverändert.
Die Bewertung der Vermögensgegenstände und Schulden erfolgte nach dem Grundsatz der Unternehmensfortführung (Going-Concern-Prinzip gemäß § 252 Abs. 1 Nr. 2 HGB).
Die in der Bilanz ausgewiesenen
Vermögensgegenstände und Schulden werden einzeln
bewertet (§ 252 Abs. 1 Nr. 3 HGB).
Die Bewertung der Bilanzposten richtet sich nach den
Vorschriften der §§ 252 bis 256a HGB.
Die Finanzanlagen sind dem Anlagevermögen zugeordnet und werden zu Anschaffungskosten bzw. dem niedrigeren beizulegenden Wert bewertet. Gemäß § 253 Abs. 3 HGB sind bei Vermögensgegenständen des Anlagevermögens bei voraussichtlich dauernder Wertminderung außerplanmäßige Abschreibungen vorzunehmen, um diese mit dem niedrigeren Wert anzusetzen, der ihnen am Abschlussstichtag beizulegen ist. Ebenso können bei Finanzanlagen außerplanmäßige Abschreibungen auch bei voraussichtlich nicht dauernder Wertminderung vorgenommen werden. Die Gesellschaft macht von ihrem Wahlrecht Gebrauch, außerplanmäßige Abschreibungen auf Finanzanlagen auch bei voraussichtlich nicht dauernder Wertminderung vorzunehmen. Wertaufholungen auf außerplanmäßige Abschreibungen werden entsprechend § 253 Abs. 5 HGB bis maximal zur Höhe der Anschaffungskosten erfasst. Die Bewertung der Finanzanlagen erfolgt hierbei auf Basis einer Ertragswertermittlung nach den IDW-Standards IDW RS HFA10 und des IDW S1 i.d.F. 2008.
Die Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert angesetzt. Bei Vermögensgegenständen des Umlaufvermögens werden entsprechend § 253 Abs. 4 HGB Abschreibungen vorgenommen, um diese mit einem niedrigeren Wert anzusetzen, der sich aus einem Börsen- oder Marktpreis zum Abschlussstichtag ergibt. Sofern die Gründe für einen niedrigeren Wertansatz weggefallen sind, werden entsprechend § 253 Abs. 5 HGB Zuschreibungen vorgenommen. Wertberichtigungen waren im Berichtsjahr nicht erforderlich.
Die Steuerrückstellungen und sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken aus schwebenden Geschäften und ungewissen Verpflichtungen i.S.d. § 249 Abs. 1 Satz 1 HGB. Sie sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden unter Verwendung der von der Deutschen Bundesbank bekannt gegebenen Marktzinssätze entsprechend ihrer Restlaufzeit gem. § 253 Absatz 2 HGB abgezinst.
Die Verbindlichkeiten wurden mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt.
Die Gesellschaft übt das Wahlrecht gemäß § 274 Absatz 1 HGB dahingehend aus, dass ein sich insgesamt ergebender Aktivüberhang von latenten Steuern nicht ausgewiesen wird. Zum Bewertungsstichtag wurde der Aktivüberhang aus aktiven latenten Steuern resultierend aus ertragsteuerlichen Verlustvorträgen zur Körperschaftsteuer daher nicht ausgewiesen. Aus dem bestehenden körperschaftsteuerlichen Verlustvortrag ergab sich grundsätzlich ein Steuer-Reduzierungspotential von insgesamt 40,09 Mio. EUR (Körperschaftsteuer 40,09 Mio. EUR). Die latenten Steuern wurden hierbei mit den unternehmensindividuellen Ertragsteuersätzen berechnet, d.h. 15% Körperschafsteuer nebst Solidaritätszuschlag (5,5%) sowie 16,1% Gewerbesteuer.
II. Angaben zur Bilanz
Anlagevermögen
Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen
Angaben zum Anteilsbesitz:
| Name und Sitz der Gesellschaft | Anteil am | Eigenkapital | Jahresüberschuss |
| Kapital in % | in TEUR 1) | in TEUR 1) | |
| KfW IPEX-Bank GmbH, Frankfurt am Main | 100,0 | 3.230.204 1 | 0 2) |
1) Stand per 31.12.2023
2) Unter Berücksichtigung des auf Basis des
bestehenden Gewinnabführungsvertrags an die
Gesellschaft abgeführten Jahresergebnisses in
Höhe von 421.100 TEUR
| Anschaffungs- und Herstellungskosten | |||||
| Anschaffungs- | Um- | Anschaffungs- | |||
| kosten zum | Zugänge | Abgänge | buchungen | kosten zum | |
| 01.01.2023 | 31.12.2023 | ||||
| in TEUR | in TEUR | in TEUR | in TEUR | in TEUR | |
| A. Anlagevermögen | 3.081.864 | 23.891 | 0 | 0 | 3.105.755 |
| I. Finanzanlagen | 3.081.864 | 23.891 | 0 | 0 | 3.105.755 |
| Anteile an verbundenen Unternehmen | 3.081.864 | 23.891 | 0 | 0 | 3.105.755 |
| Abschreibungen | |||||
| Abschreibungen | Zu- | Abschreibungen | |||
| zum 01.01.2023 | Zugänge | Abgänge | schreibungen | zum 31.12.2023 | |
| in TEUR | in TEUR | in TEUR | in TEUR | in TEUR | |
| A. Anlagevermögen | 1.431.864 | 0 | 0 | 288.109 | 1.143.755 |
| I. Finanzanlagen | 1.431.864 | 0 | 0 | 288.109 | 1.143.755 |
| Anteile an verbundenen Unternehmen | 1.431.864 | 0 | 0 | 288.109 | 1.143.755 |
| Buchwerte | ||
| 01.01.2023 | 31.12.2023 | |
| in TEUR | in TEUR | |
| A. Anlagevermögen | 1.650.000 | 1.962.000 |
| I. Finanzanlagen | 1.650.000 | 1.962.000 |
| Anteile an verbundenen Unternehmen | 1.650.000 | 1.962.000 |
Die Anteile an der KfW IPEX-Bank GmbH Frankfurt am Main, ("IPEX-Bank") sind zum Bilanzstichtag mit ihrem niedrigeren beizulegenden Wert (1.962 Mio. EUR) angesetzt. Die Gesellschaft hat auf Basis des Gesellschafterbeschlusses vom 23. Juni 2023 per 30. Juni 2023 eine Einzahlung in Höhe von 23,9 Mio. EUR in die Kapitalrücklage der IPEX-Bank gem. § 272 Abs. 2 Nr. 4 HGB geleistet. Die Bewertung der IPEX-Bank ergab im Geschäftsjahr zudem einen Zuschreibungsbedarf in Höhe von 288,1 Mio. EUR, bei der es sich um die Wertaufholung in Bezug auf eine außerplanmäßige Abschreibung der Vergangenheit handelt.
Umlaufvermögen
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
| in Mio. EUR | ||
| 31.12.2023 | 31.12.2022 | |
| Forderungen gegen verbundene Unternehmen | 455,4 | 130,4 |
| - gegen KfW | 34,3 | 34,2 |
| - gegen IPEX-Bank | 421,1 | 96,2 |
| Sonstige Vermögensgegenstände | 14,2 | 19,8 |
| Summe | 469,6 | 150,2 |
Mit Wirkung zum 01.01.2016 wurde zwischen der Gesellschaft und der IPEX-Bank ein Gewinnabführungsvertrag über eine Mindestlaufzeit von 5 Jahren abgeschlossen, der mit Änderungsvertrag per 24.11.2020 aktualisiert wurde. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen enthalten Ansprüche gegen die Gesellschafterin KfW betreffend das Verrechnungskonto der Gesellschaft bei der KfW (34,3 Mio. EUR; Vorjahr 34,2 Mio. EUR) sowie die Forderung gegen die IPEX-Bank aus der Ergebnisabführung 2023 (421,1 Mio. EUR, Vorjahr 96,2 Mio. EUR).
Die sonstigen Vermögensgegenstände umfassen ausschließlich Steuerforderungen aus Steuern vom Einkommen und vom Ertrag.
Eigenkapital
Das Eigenkapital der Gesellschaft beläuft sich auf 2.356,5 Mio. EUR und setzt sich aus dem gezeichneten Kapital (325,0 Mio. EUR), der Kapitalrücklage (1.495,8 Mio. EUR), dem Verlustvortrag (-91,8 Mio. EUR) sowie dem handelsrechtlichen Jahresüberschuss 2023 (627,5 Mio. EUR) zusammen.
Das Eigenkapital der Gesellschaft hat sich im Geschäftsjahr durch den handelsrechtlichen Jahresüberschuss 2023 (627,5 Mio. EUR) erhöht. Gemindert wurde das Eigenkapital der Gesellschaft durch eine Ausschüttung des gesamten Steuervorteils 2022 als Teilausschüttung des Jahresergebnisses 2022 an die Gesellschafterin KfW (-41,7 Mio. EUR). Bei dem Steuervorteil handelt es sich um die Nutzung der ertragsteuerlichen Verlustvorträge im Rahmen der ertragsteuerlichen Organschaft zwischen IPEXBank als Organgesellschaft und der KfW Beteiligungsholding als Organträgerin.
Rückstellungen
Steuerrückstellungen
Zum Geschäftsjahresende bestehen
Steuerrückstellungen in Höhe von 61.924 TEUR, die
Rückstellungen für die Körperschaftsteuer
(12.739 TEUR), den Solidaritätszuschlag (693 TEUR)
sowie die Gewerbesteuer (48.492 TEUR) für das
Geschäftsjahr und Vorjahre beinhalten.
Sonstige Rückstellungen
In den sonstigen Rückstellungen (113 TEUR) sind
Kosten für die Prüfung des Jahresabschlusses 2023
(101 TEUR) sowie Kosten für externe
Beratungsleistungen (12 TEUR) ausgewiesen.
Sonstige Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr bestehen nicht.
Verbindlichkeiten
Zum Bilanzstichtag bestehen Verbindlichkeiten in Höhe von 13.089 TEUR (Vorjahr: 19.836 TEUR). Diese bestehen ausschließlich gegenüber der IPEX-Bank aus der Ausgleichsverpflichtung für anrechenbare Kapitalertragsteuer und Solidaritätszuschlag betreffend vororganschaftliche Mehrabführungen (13.089 TEUR
Fristenstruktur der Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen (in Mio. EUR):
| Restlaufzeit | mehr als 1 Jahr | mehr als | Summe | |
| bis 1 Jahr | bis 5 Jahre | 5 Jahre | ||
| 31.12.2023 | 13,1 | 0 | 0 | 13,1 |
| 31.12.2022 | 19,8 | 0 | 0 | 19,8 |
Am 31.12.2023 bestanden keine Verbindlichkeiten, die durch Pfandrechte oder ähnliche Rechte gesichert sind.
III. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung
Sonstige betriebliche Erträge
Die sonstigen betrieblichen Erträge (288.122 TEUR) beinhalten im Wesentlichen Erträge aus der Zuschreibung der Anteile an der IPEX-Bank zum Bilanzstichtag (288.109 TEUR), Erträge aus Vergabe von Softwarelizenzen an die Gesellschafterin KfW (9 TEUR) sowie sonstige Erträge (4 TEUR).
Bei der Zuschreibung der Anteile an der IPEX-Bank im Rahmen der Wertaufholung außerplanmäßiger Abschreibungen der Vergangenheit handelt es sich um Erträge von außergewöhnlicher Größenordnung und Bedeutung im Sinne des § 285 Nr. 31 HGB.
Sonstige betriebliche Aufwendungen
Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen (734 TEUR) beinhalten im Wesentlichen die Aufwendungen gegenüber der KfW aus Geschäftsbesorgung (323 TEUR), Jahresabschlussprüfungskosten (104 TEUR), IHK-Beiträge (186 TEUR), Kosten für externe Rechtsberatung (98 TEUR) sowie sonstige Gebühren und Beiträge (23 TEUR).
Erträge aus Gewinnabführungsverträgen
Dieser Posten beinhaltet das von der IPEX-Bank Jahresergebnis 2023 (421.100 TEUR), das aufgrund des bestehenden Gewinnabführungsvertrages zwischen der Gesellschaft und der IPEX-Bank abgeführt wird.
Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge
Die sonstigen Zinsen und ähnlichen Erträge beinhalten im Wesentlichen Zinserträge resultierend aus der Verzinsung einer Termingeldanlage (1.776 TEUR) sowie Erstattungszinsen zur Körperschaftsteuer (69 TEUR) sowie Gewerbesteuer aus Vorjahren (25 TEUR). Das Verrechnungskonto mit der KfW wird derzeit mit 3,953% verzinst; hieraus wurden in 2023 ausschließlich positive Zinserträge erzielt.
Zinsen und ähnliche Aufwendungen
Die Zinsen und ähnlichen Aufwendungen beinhalten im Wesentlichen Nachzahlungszinsen zur Körperschaftsteuer aus Vorjahren (13 TEUR)
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag
Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag (82.855 TEUR) beinhalten den Steueraufwand der Gesellschaft (als Organträger für den Organkreis) für das laufende Geschäftsjahr (83.950 TEUR) sowie für Vorjahre (-1.095 TEUR).
IV. Sonstige Angaben
Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen
Zum Bilanzstichtag bestanden keine Haftungsverhältnisse gemäß §§ 251 und 268 Abs. 7 HGB und keine wesentlichen sonstigen finanziellen Verpflichtungen im Sinne von § 285 Nr. 3a HGB.
Personalbestand und Gesamtbezüge der Geschäftsführer
Die KfW Beteiligungsholding wird von zwei Geschäftsführern ohne Bezüge geleitet, die von der KfW auf Basis von Geschäftsführerdienstverträgen bestellt sind. In ihrer Hauptaufgabe sind die Geschäftsführer jeweils Bereichsleiter in der KfW. Das Personal (1,4 FTE) der KfW Beteiligungsholding wird aus der KfW bzw. IPEX per konzerninterner Arbeitnehmerüberlassung entsandt.
Honorar des Abschlussprüfers
Die KfW Beteiligungsholding nimmt die Erleichterung gemäß § 285 Nummer 17 HGB in Anspruch und verweist auf die Aufgliederung der Abschlussprüferhonorare im Konzernabschluss der KfW Bankengruppe.
Mitglieder der Geschäftsführung
| ― |
Mirko Sedlacek
|
| ― |
Klaus Weirich
|
Ergebnisverwendung
Analog den Vorjahren wird vorgeschlagen eine Teilausschüttung an die Gesellschafterin KfW vorzunehmen, die sich an der Höhe des gesamten Steuervorteils 2023 von 39,9 Mio. EUR orientiert.
Der Gesellschafterin wird vorgeschlagen den abzüglich des Steuervorteils verbleibenden Teil des Jahresüberschusses 2023 in Höhe von ca. 587,6 Mio. EUR auf neue Rechnung vorzutragen.
Mindeststeuergesetz
Für das Geschäftsjahr 2023 ergibt sich aus dem Mindeststeuergesetz sowie vergleichbaren ausländischen Regelungen keine Auswirkung auf den tatsächlichen Steueraufwand. Die weiteren Auswirkungen werden derzeit noch untersucht.
Nachtragsbericht
Nach dem Bilanzstichtag sind keine Vorgänge von besonderer Bedeutung eingetreten, die wesentliche Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage haben.
Frankfurt am Main, den 27.03.2024
(Geschäftsführer)
Klaus Weirich
Mirko Sedlacek
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