Gerber Architekten GmbH

Tönnishof 9, 44149 Dortmund, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Dortmund HRB 25403
Vorher
Gerber Architekten International Asia GmbH
Eingetragen
30.1.2013
Branche
Architekturbüros für Orts-, Regional- und LandesplanungArchitekturbüros für HochbauArchitekturbüros für Garten- und Landschaftsgestaltung
Gegenstand
Gegenstand des Unternehmens ist ausschließlich die Wahrnehmung der Berufsaufgaben der Architekten und Architektinnen durch die gestaltende, technische, energetische, wirtschaftliche, ökologische und soziale Planung von Bauwerken im In- und Ausland. Zum Gegenstand des Unternehmens gehört ferner die Beratung, Betreuung und Vertretung des Auftraggebers oder der Auftraggeberin in den mit der Planung und Ausführung eines Vorhabens zusammenhängenden Angelegenheiten sowie die Überwachung der Ausführung. Die Gesellschaft kann auch Sachverständigen-, Forschungs- und Entwicklungstätigkeiten, sowie Dienstleistungen bei der Vorbereitung und Steuerung von Planungs- und Baumaßnahmen sowie die Wahrnehmung der sicherheits- und gesundheitstechnischen Belange durchführen.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Prokura
Anngrit Gerber
seit 14.3.2024
Prokura
Melanie Netz
seit 4.1.2024
Prokura
Michael Halbeisen
seit 30.12.2020
Prokura
Jens Bentfeld
seit 10.5.2019
Geschäftsführer
Benjamin Sieber
seit 10.5.2019
Geschäftsführer
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

100.00% identifiziert0.00% ungelöst

Identifizierte Personen (1)

NameAnteil
100.00%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Dortmund
100.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Gerber Architekten GmbH

Dortmund

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht

Allgemeines

Der Sitz der Gesellschaft und zentraler Standort ist Dortmund mit weiteren Büros in Düsseldorf, Münster und Hamburg.

Die Geschäftsführung von Gerber Architekten GmbH besteht aus Prof. Dipl.-Ing. Eckhard Gerber als geschäftsführender Gesellschafter sowie Dipl.-Ing. Jens Bentfeld und Dipl.-Ing. Benjamin Sieber als Geschäftsführer. Ergänzt wird die Geschäftsleitung um fünf Prokuristen.

Die Gerber Architekten GmbH ist mit Schwerpunkt in Deutschland tätig, aber auch im deutschsprachigen Europa. Seit dem Geschäftsjahr 2021 werden internationale Projekte von der Gerber Architekten International GmbH übernommen. Als Grundlage für die Erbringung und Abrechnung von Leistungen, die zwischen den Gesellschaften erbracht werden, wurden entsprechende Dienstleistungsvereinbarungen getroffen.

Die Gerber Architekten GmbH ist somit ein grundsätzlich national tätiges mittelständisches Architekturbüro mit nun 57-jähriger Expertise in allen Phasen des Bauens von Konzept über Planung, Vorbereitung der Ausführung bis Überwachung der Bauausführung. Architektur, Innendesign, Landschaftsplanung und Städtebau sind Arbeitsfelder der Gesellschaft, die sich über alle Aufgabenbereiche wie Büro und Hochhausbauten, Schulen und Hochschulen, Labore und Institute, Bibliotheken, Museen, Theater und Konzerthäuser, Gebäude des Gesundheitswesens sowie den Wohnungsbau erstrecken. Neben den genannten Leistungen der Objektplanung übernehmen wir auch Generalplanungsleistungen einschließlich beispielhaft Tragwerk / Haustechnik etc.

Geschäftsverlauf und Rahmenbedingungen

Wirtschaftliches Umfeld

Die deutsche Wirtschaft tritt seit über zwei Jahren auf der Stelle. In den kommenden Quartalen dürfte eine langsame Erholung einsetzen. Aber an dem Trend von vor der COVID-19-Pandemie wird das Wirtschaftswachstum auf absehbare Zeit nicht mehr anknüpfen können. Die Dekarbonisierung, die Digitalisierung, der demografische Wandel und wohl auch der stärkere Wettbewerb mit Unternehmen aus China haben strukturelle Anpassungsprozesse in Deutschland ausgelöst, die die Wachstumsaussichten für die deutsche Wirtschaft dämpfen.

Das Bruttoinlandsprodukt dürfte im Jahr 2024 um 0,1 % sinken und in den kommenden beiden Jahren um 0,8 % bzw. 1,3 % zunehmen. Damit revidieren die Institute ihre Prognose vom Frühjahr 2024 leicht nach unten. Getragen wird die schmalspurige Erholung vom steigenden privaten Verbrauch, der von kräftigen Zuwächsen der real verfügbaren Einkommen angeregt wird. Das Anziehen der Konjunktur in wichtigen Absatzmärkten, wie den europäischen Nachbarländern, wird den deutschen Außenhandel stützen. Zusammen mit günstigeren Finanzierungsbedingungen kommt dies den Anlageinvestitionen zugute. Die Wirtschaftspolitik sollte Produktivitätshemmnisse abbauen, den Strukturwandel zulassen und die politische Unsicherheit verringern.

Quelle: Gemeinschaftsdiagnose (DIW Berlin, ifo München, IfW Kiel, IWH Halle und RWI Essen) 2-2024.

Bislang erhielt die Geschäftsentwicklung der Architektur- und Ingenieurbüros Rückenwind durch die günstige Baukonjunktur. Störfaktoren für das Wachstum waren in den beiden vergangenen Jahren massive Baubehinderungen durch Materialmangel sowie erhebliche Preisanstiege. Eine Folge für die Architektur- und Ingenieurbüros ist ein höherer Zeit- und Kostenaufwand für die laufende Kostenkontrolle bei Projekten. Preisanpassungsklauseln führen vor dem Hintergrund der schwierigen Marktlage zu rechtlichen Unsicherheiten. Eingeschränkt wurde die Bautätigkeit auch durch die starke Zunahme des Fachkräftemangels. Im März 2022 brach aufgrund des Krieges in der Ukraine die Stimmung in der deutschen Wirtschaft ein. Seitdem trübte sich das Geschäftsklima bei den Architektur- und Ingenieurbüros ein. Bei der Baukonjunktur zeichnet sich ein deutlicher Abschwung ab. Weitere Herausforderungen sind die Neuausrichtung der staatlichen Bauförderung, Energiepreissteigerungen und die zwischenzeitlich hohe Inflation. Diese Faktoren erschweren die Planungen für die kommenden Monate. Künftige Chancen und Herausforderungen liegen unter anderem in einer nachhaltigen städtischen Planung. Stichworte sind hier: klimaneutrale Wertschöpfungsketten, die Mobilitätswende oder Konzepte gegen das »Sterben der Innenstädte«. Quelle: ifo-Schnelldienst-12-2022-architekten-ingenieure.

Das unter den befragten Architekturbüros ermittelte ifo Geschäftsklima hat sich im Verlauf des dritten Quartals 2024 verschlechtert. Die Zufriedenheit mit der Geschäftslage ließ stetig nach, der Lageindikator liegt inzwischen deutlich unter seinem Langzeitdurchschnitt. Der Ausblick auf die erwartete Geschäftsentwicklung trübte sich weiter ein. Anders als im vorhergehenden Vierteljahr schrumpften die Auftragsbestände nun. Das Urteil der Architektinnen und Architekten zu ihren Auftragsbüchern fiel nur noch vereinzelt positiv aus. Der bereits in den vorhergehenden Quartalen sichtbare Personalabbau setzte sich fort. Quelle: ifo_Konjunkturumfrage_Architekten_3Q2024.

Beachtenswert ist, dass der Wohnungsneubau am Markt deutlich zurückgegangen ist und fast zum Erliegen gekommen ist.

Geschäftsverlauf der Gerber Architekten GmbH:

Wir sind mit unserer wirtschaftlichen Lage noch zufrieden. Unsere Auftragslage stagniert allerdings. So konnten im ausklingenden 2023 und im laufenden 2024 nur Projekte mit einem Honorarvolumen von € 17,0 Mio. gewonnen werden. Unsere Geschäftserwartungen sind im Kontext des Gesamtumfelds daher eher verhalten.

Der Krieg in der Ukraine und auch der nun neue Krieg in Nahost belasten unsere Mitarbeiter emotional stark. Die wirtschaftlich/organisatorischen Folgen auf die Gesellschaft sind jedoch bislang gering. Es bleibt grundsätzlich festzuhalten, dass die sich offensichtlich veränderte Sicherheitslage in Europa in ihrer Gesamtwirkung auf die Architektenbranche schwer abschätzbar erscheint.

Lage des Unternehmens

Vermögenslage

Wesentliche Bilanzposten Geschäftsjahr
T€
Vorjahr
T€
Aktiva
Anlagevermögen 1.816 1.405
kurzfristige Vermögenswerte 67.732 56.392
liquide Mittel 8.662 12.250
Nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag 3.142 2.269
Bilanzsumme 81.352 72.316
Passiva
Eigenkapital 0 0
kurzfristige Schulden 81.352 72.316
Bilanzsumme 81.352 72.316

Die Vermögenslage der Gesellschaft ist 2023 durch eine Bilanzsumme von 81,4 Mio. € gekennzeichnet. Als wesentliche Aktivposten sind die zum Bilanzstichtag unfertigen Leistungen mit 60,1 Mio. €, Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände mit 7,6 Mio. € sowie die flüssigen Mittel mit 8,7 Mio. € zu nennen.

Die Werthaltigkeit der Forderungen wurde geprüft und - falls notwendig - die Höhe der Forderungen berichtigt.

Wesentliche Passivposten sind die Rückstellungen in Höhe von 3,6 Mio. € für nachlaufende Rechnungen sowie die erhaltenen Anzahlungen in Höhe von 73,8 Mio. €.

Im Berichtsjahr liegt eine bilanzielle Überschuldung vor. Die bilanzielle Überschuldung der Gesellschaft wird durch die den Projekten innewohnenden stillen Reserven beseitigt. Zudem ist die Zahlungsfähigkeit der Gesellschaft durch die auskömmliche Liquidität sichergestellt, so dass die Gesellschaft zudem über eine positive Fortführungsprognose verfügt. Wir verweisen ergänzend auf unsere Ausführungen im Anhang sowie unsere Ausführungen zur Ertragslage.

Finanzlage

Die Finanzlage wird im Berichtsjahr im Ganzen als gut angesehen. Der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit ist jedoch gegenüber dem Vorjahr im Wesentlichen bedingt durch den höheren Anstieg des Vorratsvermögens gegenüber den zugeflossenen erhaltenen Anzahlungen und den stichtagsbedingten Abbau der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen auf T€ -720 (Vorjahr: 744 T€) gesunken. Aufgrund des negativen Cash-Flows der operativen Geschäftstätigkeit konnten die notwendigen Investitionen, die Herausgabe von Darlehen und die Auszahlungen an Gesellschafter nicht finanziert werden. Hieraus resultiert eine Abnahme des Finanzmittelfonds; die Liquidität war jedoch im Berichtsjahr jederzeit gewährleistet. Es wurden keine Darlehen aufgenommen.

Ertragslage

Ergebnisquellen Geschäftsjahr
T€
Vorjahr
T€
Gesamtleistung 22.294 23.039
Betriebsergebnis -1.033 -22
Finanzergebnis 160 -16
Ergebnis vor Steuern -873 -38
Jahresergebnis -873 -421

Mit 225 Mitarbeitern erzielte unser Unternehmen im Jahr 2023 eine Gesamtleistung von rund 22,3 Mio. €.

Die Geschäftstätigkeit führte 2023 zu Umsatzerlösen in Höhe von 10,7 Mio. € bei einer Bestandsveränderung in Höhe von 11,6 Mio. € sowie geringfügig gesunkenen Materialaufwendungen. Hieraus resultierte eine Abnahme um 677 T€ des Deckungsbeitrags I. Der Jahresfehlbetrag belief sich im Berichtsjahr auf 0,9 Mio. € und ist schlechter als im Vorjahr ausgefallen. Der Jahresfehlbetrag resultiert im Wesentlichen aus langlaufenden Projekten, deren immanenten stillen Reserven erst mit Finalisierung der Projekte in der Zukunft realisiert werden. Durch das negative Jahresergebnis bleibt ein negatives Eigenkapital bzw. eine bilanzielle Überschuldung bestehen.

Die Gerber Architekten GmbH verzeichnete einen maßgeblichen Anstieg der Arbeitnehmerzahl sowie gestiegenen Personalaufwand. Die Gesellschaft beschäftigte 2023 durchschnittlich 225 Mitarbeiter bei Personalkosten in Höhe von 12,6 Mio. €. Die Personalkosten fallen damit rd. 2,4 Mio. € höher als im Vorjahr aus Die Personalaufwandsquote liegt im Berichtsjahr bei 56,4 % (Vorjahr: 44,1 %). Im Berichtsjahr ergibt sich damit eine wesentliche Abnahme des Deckungsbeitrags II.

Finanzielle Leistungsindikatoren

Bei den finanziellen Leistungsindikatoren liegt unser Fokus auf:

• Umsatzentwicklung,

• Bestandsveränderungen,

• Anzahlungen,

• Personalaufwand und

• Branchenentwicklung.

Wir ziehen für unsere interne Unternehmenssteuerung die Kennzahlen Umsatz pro Mitarbeiter, Umsatzrendite, Arbeitskostenquote, Projektstundenanteil, Projektstundensätze und den Gemeinkostenfaktor.

Gesamtaussage

Die Prognose für die Entwicklung der Umsätze und das Jahresergebnis 2023 gemäß Lagebericht 2022 wurde überschritten. Es konnten zusätzliche Umsätze aus dem Abschluss von Projekten generiert werden. Dadurch wurde der geplante Umsatz in Höhe von 6,2 € mit einem tatsächlichen Umsatz in Höhe von 10,7 Mio. € um 4,5 Mio. überschritten. Hieraus resultierte eine Ergebnisverbesserung gegenüber der Prognose um 527 T€. Die Prognose für das Geschäftsjahr 2024 musste gegenüber der ursprünglichen Prognose 2024 im Vorjahr angepasst werden, da sich Projekte nicht in 2024 planmäßig finalisieren ließen.

Unsere Vermögens- und Finanzlage schätzen wir als gut ein, die Ertragslage aufgrund der temporären Effekte bei der Finalisierung der Projekte trotz der positiven Entwicklung im Berichtsjahr als verbesserungsfähig.

Ein aktives Forderungsmanagement wird durch wöchentliche Forderungs-Gespräche mit der Geschäftsführung und dem Controlling gewährleistet.

Die kurzfristigen Verbindlichkeiten sowie die Rückstellungen sind im Wesentlichen durch liquide Mittel und kurzfristige Vermögenswerte gedeckt.

Unser Finanzmanagement ist darauf ausgerichtet, Verbindlichkeiten stets innerhalb der Zahlungsfrist zu begleichen und Forderungen innerhalb der Zahlungsziele zu vereinnahmen.

Chancen- und Risikobericht

Jedes unternehmerische Handeln ist untrennbar mit Chancen und Risiken verbunden. Aus diesem Grund wird dem wirksamen Management von Chancen und Risiken eine hohe Aufmerksamkeit gewidmet. Ziel des Risikomanagements ist es, das Verhältnis von Chancen und Risiken so im Gleichgewicht zu halten, dass das Unternehmen in seiner Existenz zu keinem Zeitpunkt gefährdet ist, zugleich aber ein angemessener ökonomischer Erfolg ermöglicht wird.

Chancen:

Zur Realisierung von Chancen nutzen wir in Bezug auf die Auftragsgewinnung nationale Wettbewerbe, nationale Vergabeverfahren und direkte Kontaktaufnahme/-pflege privater Bauherren und Investoren sowie Verfahren im deutschsprachigen Ausland.

Dabei wählen wir die möglichen Projekte auf Basis unserer Erfahrungen nach wirtschaftlichen und technischen Aspekten sowie natürlich baukünstlerischen Interessen aus. Unserer Erfahrung nach binden gestalterisch anspruchsvolle Projekte im positiven Sinn die Aufmerksamkeit und den Einsatzwillen unserer Mitarbeitenden auf das Projekt.

Im operativen Geschäft fokussieren wir uns auf Effizienz und Synergien in der Abwicklung. Dazu gehören beispielhaft Projektleiterrunden zum Erfahrungsaustausch, einheitliche Verfahren zum Umgang mit Auftraggebern und Subplanern sowie die konsequente Nutzung von Hilfsmitteln, wie unsere Detaildatenbank und interne Leistungspflichtenhefte. Im Jahr 2023 erweiterte Gerber Architekten GmbH das Standbein der Digitalisierung - neben der Schaffung einer Stabsstelle für Digitalisierung wurde die Software Detelling 2.0 erworben.

In Zukunft werden wir uns verstärkt mit Sanierung und Ertüchtigung von Bestandgebäuden beschäftigen. Dazu haben wir unsere Kompetenzen und Kapazitäten gezielt durch den Zukauf eines Unternehmens in diesem Segment forciert.

Risiken:

Bei der Auswahl möglicher Wettbewerbs- oder Vergabeverfahren prüfen wir bereits im Vorfeld die Projekte auf wirtschaftliche Risiken. Wir prüfen die Projekte auf Größe, Entfernung von unserem nächstliegenden Standort, Laufzeiten und Komplexität der Projektstrukturen. Dies gilt im Besonderen auch für das Bauen im Bestand.

Architektenverträge werden im Vorfeld juristisch überprüft. Strukturell werden vertragsseitig angelegte Risikoüberwälzungen aufgezeigt, um diese zu vermeiden oder einpreisen zu können. Die Bonität der Auftraggeber ist durch vorwiegend staatliche Bauherren weitestgehend gesichert. Dabei kommen auch projektspezifischen Risiken, wie zu niedrige Kostenrahmen oder unrealistische Planungs- und Bauzeiten unter die Lupe.

In der operativen Umsetzung werden die Projekte mit Hilfe zweimonatlicher Projektstandsmeldungen und Projektabrechnungen begleitet. Darüber hinaus überwacht das laufende Projektcontrolling die Wirtschaftlichkeit der einzelnen Projekte.

Für die Absicherung unvermeidbarer Risiken aus dem normalen Geschäftsbetrieb gibt es Versicherungen wie Firmensach-, Elektronik- und Berufshaftpflichtversicherung. Ergänzend schließen wir sogenannte Objektversicherungen für Generalplaner-Projekte und auf Auftraggeber-Wunsch ab. Für die erweiterte Absicherung von möglichen Risiken aus Mängelhaftung gibt es eine entsprechende Exzedenten-Versicherung.

Besondere Risiken:

Im Inland unterliegen wir dem so genannten Werkvertragsrecht, einschließlich der Risiken aus "Gesamtschuldnerischer Haftung". Dies ist ein risikorelevanter Unterschied zu Leistungen in anderen Branchen und im Ausland, da dort Architektenleistung als reine Dienstleistung erbracht werden.

Risiko Ukraine-Krieg:

Der Krieg in der Ukraine führt zu einer veränderten Sicherheitslage in Europa. Die im Zuge dessen gestiegenen Energiepreise und eine generell erhöhte Inflation, führen zu einer veränderten Auftragslage. Wir erleben die Auswirkungen in Form von Baukostensteigerungen und Liefer-/ Bauablaufverzögerungen. Diese haben allerdings nur geringe Auswirkungen auf unsere bestehenden Aufträge.

Risiko Gaza-Konflikt:

Der gerade mit dem Überfall der radikalen Hamas auf Israel seit 10 / 2023 bestehende Konflikt verschärft die Situation im Nahen Osten. Zudem belasten anti-israelische und antisemitische Vorfälle auch die Lage direkt in Deutschland. Zwar sind derzeit keine Auswirkungen auf unser Unternehmen zu erkennen, sind aber nicht auszuschließen.

Risiko Fachkräftemangel:

Die Fachkräftesicherung stellt sich als wichtige Aufgabe für die Geschäftsentwicklung der nächsten Jahre dar. An der Aufgabe, Gerber Architekten GmbH sowohl in der internen und externen Wahrnehmung weiter als attraktiven Arbeitgeber zu erhalten, wird kontinuierlich gearbeitet, auch um das vorhandene Personal, wie zum Beispiel langjährige Leistungsträger, im Unternehmen zu halten. Dabei beschreiten wir auch neue Wege wie die Akquise von Fachkräften durch Stipendien. Aktuell fördern wir acht Studierende aus den Bereichen Architektur bzw. Bauingenieurwesen von den Universitäten Bochum und Dortmund, der Fachhochschule Dortmund und der Deutschen Universitätsstiftung, um sie als künftige Mitarbeiter zu gewinnen.

Die hier im Lagebericht insgesamt dargestellten Risiken haben derzeit in keiner Weise, weder einzeln noch kumuliert, bestandsgefährdenden Charakter.

Prognosebericht

Für 2024 erwarten wir aufgrund der langfristig laufenden Projekte und neuer Projekte eine Konsolidierung des Umsatzes und des Auftragsbestandes auf mittlerem Niveau. Wir gehen davon aus, Umsatzerlöse in Höhe von rund 15,3 Mio. € und ein Ergebnis in Höhe von -2.239 T€ zu erzielen. Für das darauffolgende Jahr 2025 erwarten wir Umsatzerlöse in Höhe von rund 23,1 Mio. € und ein Ergebnis in Höhe von T€ -303.

Der ausgewiesene Überhang der erhaltenen Anzahlungen bezüglich der erbrachten und zu erbringenden Leistungen ist und wird ausreichend sein, unsere Verpflichtungen aus den Verträgen auch in Zukunft erfüllen zu können.

Wir erwarten im Kontext der Entwicklung unseres Umfelds eine stabile Auslastung und moderate Erlöse in den jeweiligen Projekten. Die Konjunktur im Bauwesen wird sich aller Voraussicht nach abschwächen und führt über die sinkende Auslastung der Marktteilnehmer zu einem stärkeren Wettbewerb.

Wir erwarten, dass uns unsere Investitionen in Auftragsgewinnung, Projektvorbereitung und Produktivität in die Lage versetzen, im Marktumfeld erfolgreich zu sein. In weiterer Zukunft zeigt sich die Frage der Mitarbeitergewinnung und die Belastung durch nötige, höhere Gehälter weiter problematisch.

Wettbewerbe / Vergabeverfahren

Auf Grund der sich in Zukunft verschlechternden finanziellen Lage der öffentlichen Hand (Sonderlasten Covid-Pandemie / Ukraine-Konflikt), wird der öffentliche Bauherr auf Bundes-, Landes und auch Gemeindeebene manche der Projekte auf den Prüfstand stellen.

Sanierungen, Modernisierungen, Ersatz- und Neubauten für öffentliche Einrichtungen werden, vielleicht im geringeren Umfang, weiterhin ausgeschrieben und sollen in den nächsten Jahren verwirklicht werden. Da der öffentliche Bauherr in der Regel an Wettbewerbs- und Vergabeverfahren gebunden ist, werden diese Verfahren für uns auch 2024 von besonderer Wichtigkeit sein.

Trotz der oben genannten schwierigeren Lage konnten folgende neue Projekte in 2023 begonnen werden:

- Umbau und Sanierung Alice-Hospital Darmstadt,

- Neubau OMU- Laborgebäude Universität, Oldenburg

- Ersatzneubau MFL, Bonn

- Neubau Dienstsitz Autobahnverwaltung, Stolpe

- Erweiterung MPI, Tübingen

Für unser einiges verbliebenes internationale Projekt in China die Universitätsklinik SUSTech in Shenzhen, stehen wir, nach vollzogenem Abschluss der Planungen und erfolgtem Baubeginn, im Rahmen unserer Vertragspflichten, für abschließende Rückfragen und Meetingteilnahmen zur Verfügung.

 

Dortmund, 14.01.2025

Gez.

Prof. Dipl.-Ing. Eckhard Gerber

Dipl.-Ing. Jens Bentfeld

Dipl.-Ing. Benjamin Sieber

Bilanz

Aktiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Anlagevermögen 1.815.999,37 1.404.969,90
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 302.119,00 102.180,00
II. Sachanlagen 1.513.880,37 1.302.789,90
B. Umlaufvermögen 76.027.155,02 68.305.989,47
I. Vorräte 60.129.626,14 48.511.708,71
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 7.235.887,99 7.543.857,88
1. Forderungen gegen Gesellschafter 1.210.274,66 702.468,43
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 8.661.640,89 12.250.422,88
C. Rechnungsabgrenzungsposten 366.287,80 335.215,22
D. nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag 3.142.605,70 2.269.445,81
Bilanzsumme, Summe Aktiva 81.352.047,89 72.315.620,40

Passiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Eigenkapital 0,00 0,00
I. gezeichnetes Kapital 100.000,00 100.000,00
II. Kapitalrücklage 240.760,50 240.760,50
III. Gewinnrücklagen 542,46 542,46
IV. Verlustvortrag 2.610.748,77 2.189.927,55
V. Jahresfehlbetrag 873.159,89 420.821,22
VI. nicht gedeckter Fehlbetrag 3.142.605,70 2.269.445,81
B. Rückstellungen 6.563.187,75 6.248.961,44
C. Verbindlichkeiten 74.756.166,47 66.017.034,99
D. Rechnungsabgrenzungsposten 32.693,67 49.623,97
Bilanzsumme, Summe Passiva 81.352.047,89 72.315.620,40

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2023 - 31.12.2023
EUR
1.1.2022 - 31.12.2022
EUR
1. Rohergebnis 16.799.359,45 16.212.871,97
2. Personalaufwand 12.575.918,04 10.150.478,13
a) Löhne und Gehälter 9.995.153,51 8.455.572,19
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 2.580.764,53 1.694.905,94
davon für Altersversorgung 2.956,80 2.776,34
3. Abschreibungen 500.203,28 368.632,94
a) Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 500.203,28 368.632,94
4. sonstige betriebliche Aufwendungen 4.756.714,54 5.714.547,49
davon Aufwendungen aus Währungsumrechnung 57.348,39 230.450,59
5. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 160.673,56 22.476,23
davon aus Abzinsung 1.808,03 8.492,82
6. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 356,44 39.649,78
davon aus Abzinsung 41,84 226,55
7. Steuern vom Einkommen und Ertrag 0,60 382.861,08
8. Ergebnis nach Steuern -873.159,89 -420.821,22
Jahresfehlbetrag 873.159,89 420.821,22

Anhang zum 31. Dezember 2023

Gerber Architekten GmbH, Dortmund

I. Angaben zur Identifikation der Gesellschaft

Firma: Gerber Architekten GmbH
Sitz: Dortmund
Registergericht: Dortmund
Registernummer: HRB 25403

II. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Der Jahresabschluss der Gesellschaft ist nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften aufgestellt. Die größenabhängigen Erleichterungsvorschriften wurden im Rahmen der Aufstellung des Jahresabschlusses teilweise in Anspruch genommen.

Die Gesellschaft weist zum Abschlussstichtag die Größenmerkmale einer mittelgroßen Kapitalgesellschaft gemäß § 267 Abs. 2 HGB auf.

Die Gesellschaft weist zum Abschlussstichtag eine bilanzielle Überschuldung in Höhe von TEUR 3.143 aus. Diese wird durch stille Reserven im Auftragsbestand und den unfertigen Leistungen beseitigt. Zudem ist die Zahlungsfähigkeit der Gesellschaft gesichert und sie konnte und kann ihren finanziellen Verpflichtungen jederzeit fristgerecht nachkommen. Der Jahresabschluss wurde daher unter der Prämisse der Fortführung der Unternehmenstätigkeit erstellt.

Abweichend zum Vorjahr werden Kreditkartenverbindlichkeiten unter den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten und nicht unter den sonstigen Verbindlichkeiten ausgewiesen. Der Vorjahresausweis wurde entsprechend angepasst.

III. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden zum 31. Dezember 2023 wurden vollständig in Übereinstimmung mit dem Vorjahr ausgeübt.

Die gesetzlichen Gliederungsschemata der §§ 266 bzw. 275 HGB wurden angewandt; bei der Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren (§ 275 Abs. 2 HGB) beibehalten.

Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten bilanziert und linear abgeschrieben.

Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungskosten abzüglich bisher aufgelaufener und im Geschäftsjahr planmäßig fortgeführter Abschreibungen bewertet. Die Zugänge in 2023 werden linear abgeschrieben. Geringwertige Vermögensgegenstände mit Anschaffungskosten bis zu EUR 800,00 werden im Zugangsjahr in vollem Umfang abgeschrieben.

Die Finanzanlagen sind außerplanmäßig abgeschrieben und mit dem voraussichtlich dauerhaft niedrigeren beizulegenden Wert bewertet.

Die Vorräte werden zu Herstellungskosten bzw. dem niedrigeren beizulegenden Wert zum Abschlussstichtag (Nettoveräußerungswert) angesetzt. Die Bewertung der Vorräte erfolgt zum Vollkostenansatz. Im Einzelnen enthalten die Herstellungskosten neben den direkt zurechenbaren Fertigungseinzelkosten auch Fertigungsgemeinkosten sowie angemessene Teile der Kosten der allgemeinen Verwaltung. Der Nettoveräußerungswert ist der geschätzte, im normalen Geschäftsgang erzielbare Verkaufserlös abzüglich der geschätzten Kosten bis zur Fertigstellung und der Vertriebskosten.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind grundsätzlich zum Nennwert bzw. zum niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Ausfallrisiken wird bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen durch Einzelwertberichtigungen ausreichend Rechnung getragen.

Die sich aus dem Verlustvortrag ergebenden latenten Steuern werden aufgrund des Ansatzwahlrechts für aktive latente Steuern nicht angesetzt.

Forderungen, Verbindlichkeiten und Bankguthaben in fremder Währung sind mit dem Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet. Soweit der Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bei Forderungen darunter bzw. bei Verbindlichkeiten darüber lag, ist dieser angesetzt.

Die Kassenbestände und Guthaben bei Kreditinstituten sind mit dem Nominalwert angesetzt.

Die Rechnungsabgrenzungsposten werden zu Nominalwerten angesetzt.

Das Eigenkapital ist mit dem Nennbetrag angesetzt.

Die Kapitalrücklage ist im Rahmen einer Verschmelzung gebildet worden und betrifft den Mehrbetrag aus Reinvermögen der übertragenden Rechtsträger und Nennwert des neuen Geschäftsanteils.

Die Gewinnrücklage wurde gemäß Art. 67 Abs. 3 Satz 2 EGHGB gebildet.

Die sonstigen Rückstellungen wurden unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten gebildet. Sie sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages bemessen.

Die Verbindlichkeiten werden zum Erfüllungsbetrag bilanziert.

IV. Erläuterungen zur Bilanz

Die Entwicklung des Anlagevermögens ergibt sich aus dem nachfolgenden Anlagenspiegel:

Anschaffungskosten
01.01.2023 Anfangsbestand
EUR
Zugang
EUR
Abgang 31.12.2023 Endbestand
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 881.992,35 277.124,75 613,94 1.158.503,16
2. Geschäfts- oder Firmenwert 1,00 0,00 0,00 1,00
881.993,35 277.124,75 613,94 1.158.504,16
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 296.034,67 74.574,25 0,00 370.608,92
2. Technische Anlagen und Maschinen 16.239,00 0,00 0,00 16.239,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3.041.833,49 561.627,28 8.487,20 3.594.973,57
3.354.107,16 636.201,53 8.487,20 3.981.821,49
4.236.100,51 913.326,28 9.101,14 5.140.325,65
Abschreibungen
01.01.2023 Anfangsbestand
EUR
Zugang
EUR
Abgang 31.12.2023 Endbestand
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 779.813,35 77.184,75 612,94 856.385,16
2. Geschäfts- oder Firmenwert 0,00 0,00 0,00 0,00
779.813,35 77.184,75 612,94 856.385,16
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 157.005,67 15.127,25 0,00 172.132,92
2. Technische Anlagen und Maschinen 6.039,00 979,00 0,00 7.018,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.888.272,59 406.912,28 6.394,67 2.288.790,20
2.051.317,26 423.018,53 6.394,67 2.467.941,12
2.831.130,61 500.203,28 7.007,61 3.324.326,28
Buchwerte 31.12.2023 Buchwert
EUR
Buchwerte 31.12.2022 Buchwert
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 302.118,00 102.179,00
2. Geschäfts- oder Firmenwert 1,00 1,00
302.119,00 102.180,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 198.476,00 139.029,00
2. Technische Anlagen und Maschinen 9.221,00 10.200,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.306.183,37 1.153.560,90
1.513.880,37 1.302.789,90
1.815.999,37 1.404.969,90

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wurden in Höhe von TEUR 609 einzelwertberichtigt.

Die sonstigen Vermögensgegenstände betreffen Forderungen gegen nahestehende Unternehmen in Höhe von TEUR 1.608 .

Die Verbindlichkeiten haben eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr.

Es bestehen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in Höhe von EUR 14.130,45 (Vorjahr: EUR 14.601,81).

V. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gewählt.

Die sonstigen betrieblichen Erträge beinhalten Erträge aus der Währungsumrechnung in Höhe von TEUR 7 (Vorjahr: TEUR 23).

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen beinhalten Aufwendungen aus der Währungsumrechnung in Höhe von TEUR 57 (Vorjahr: TEUR 230).

VI. Besondere Vorgänge nach dem Schluss des Geschäftsjahres

Besondere Vorgänge nach dem Schluss des Geschäftsjahres sind nicht eingetreten.

VII. Sonstige Angaben

Haftungsverhältnisse

Zum Bilanzstichtag bestehen folgende Haftungsverhältnisse:

Avale

In Anspruch genommene Avale: EUR 159.240,16.

Patronatserklärung

Sicherung von Avalgarantien in Höhe von rd. USD 4,4 Mio. (rd. EUR 3,6 Mio.) gegenüber der Bundesrepublik Deutschland für ein nahestehendes Unternehmen der Gerber Architekten GmbH, Dortmund.

Betragsmäßig beschränkte Bürgschaft

Zur Sicherung aller Forderungen eines Kreditinstituts gegen ein nahestehendes Unternehmen der Gerber Architekten GmbH, Dortmund, aufgrund in Anspruch genommener Avale verbürgt sich die Gerber Architekten GmbH, Dortmund, betragsmäßig beschränkt gegenüber dem Kreditinstitut bis zu einem Betrag in Höhe von EUR 3.514.293,23 einschließlich Nebenleistungen.

Die Patronatserklärung und die betragsmäßig beschränkte Bürgschaftserklärung betreffen die gleichen Geschäfte des nahestehenden Unternehmens. Insgesamt bürgt die Gerber Architekten GmbH, Dortmund, bis zu einem Betrag in Höhe von EUR 3.514.293,23.

Darüber hinaus besteht eine betragsmäßig beschränkte Bürgschaft in Höhe von EUR 109.877,68 gegenüber einem Kreditinstitut zur Sicherung aller Forderungen des Kreditinstitutes gegen das nahestehende Unternehmen der Gerber Architekten GmbH, Dortmund, aufgrund eines Avals zur Absicherung von Mietverpflichtungen.

Das nahestehende Unternehmen weist zum Abschlussstichtag eine bilanzielle Überschuldung aus. Diese wird durch stille Reserven im Auftragsbestand und den unfertigen Leistungen beseitigt. Zudem ist die Zahlungsfähigkeit der Gesellschaft gesichert und sie konnte und kann ihren finanziellen Verpflichtungen jederzeit fristgerecht nachkommen. Wir gehen deshalb von einem geringen Risiko der Inanspruchnahme aus.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen im Sinne von § 285 Nr. 3a HGB bestehen in Höhe von TEUR 5.465 aufgrund von Miet- und Leasingverträgen mit Restlaufzeiten von ein bis 15 Jahren.

Die Gerber Architekten GmbH, Dortmund, beschäftigte im Geschäftsjahr 2023 durchschnittlich 225 Arbeitnehmer. Die Berechnung erfolgte gemäß § 267 Abs. 5 HGB.

Geschäftsführer waren im Geschäftsjahr 2023:

• Herr Prof. Dipl.-Ing. Eckhard Gerber, Architekt, Dortmund.

Herr Prof. Dipl.-Ing. Eckhard Gerber ist einzelvertretungsberechtigt mit der Befugnis im Namen der Gesellschaft, mit sich im eigenen Namen oder als Vertreter eines Dritten Rechtsgeschäfte abzuschließen.

• Herr Dipl.-Ing. Jens Bentfeld, Architekt, Hamburg

• Herr Dipl.-Ing. Benjamin Sieber, Architekt, Dortmund Herr Bentfeld und Herr Sieber sind jeweils vertretungsberechtigt gemeinsam mit dem Geschäftsführer Herrn Prof. Eckhard Gerber. Sofern Herr Prof. Eckhard Gerber nicht mehr Geschäftsführer der Gesellschaft ist, vertreten Herr Bentfeld und Herr Sieber die Gesellschaft jeweils gemeinsam mit einem anderen Geschäftsführer oder einem Prokuristen.

Die Gesellschaft ist von der Angabe der Gesamtbezüge gemäß § 286 Abs. 4 HGB befreit.

Die Geschäftsführung schlägt vor, das Ergebnis auf neue Rechnung vorzutragen.

 

Dortmund, den 14. Januar 2025

Gez.

Prof. Dipl.-Ing. Eckhard Gerber

Dipl.-Ing. Jens Bentfeld

Dipl.-Ing. Benjamin Sieber

sonstige Berichtsbestandteile

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 12.02.2025 festgestellt.

Bestätigungsvermerk

In dem vorstehenden, zur Offenlegung bestimmten verkürzten Jahresabschluss (Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung und Anhang) wurden die größenabhängigen Erleichterungen nach § 327 HGB in Anspruch genommen. Zu dem vollständigen Jahresabschluss und dem Lagebericht haben wir folgenden Bestätigungsvermerk erteilt:

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Gerber Architekten GmbH

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Gerber Architekten GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Gerber Architekten GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

• entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und

• vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

• identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

• gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

• beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

• ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

• beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

• beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

• führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamen Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen."

Vorstehenden Prüfungsbericht erstatten wir in Übereinstimmung mit den gesetzlichen Vorschriften und den Grundsätzen ordnungsmäßiger Erstellung von Prüfungsberichten (IDW PS 450 n. F. (10.2021)). Die Verwendung des vorstehend wiedergegebenen Bestätigungsvermerks außerhalb dieses Prüfungsberichts setzt unsere vorherige Zustimmung voraus. Die Veröffentlichung oder Weitergabe des Jahresabschlusses und/oder Lageberichts in einer von der bestätigten Fassung abweichenden Form (einschließlich der Übersetzung in andere Sprachen) erfordert unsere erneute Stellungnahme, soweit dabei unser Bestätigungsvermerk zitiert oder auf unsere Prüfung hingewiesen wird. Wir weisen diesbezüglich auf § 328 HGB hin.

 

Hamburg, den 14. Januar 2025

NORDDEUTSCHE AG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Fruggel, Wirtschaftsprüfer

Stang-Wegener, Wirtschaftsprüferin

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