Stammdaten

Register
Amtsgericht München HRB 227476
Vorher
BMW REL Vermögensverwaltungs GmbH
Eingetragen
8.8.2016
Branche
Rückgewinnung sortierter WerkstoffeEnergetische Verwertung von AbfällenGroßhandel mit NE-Erzen, NE-Metallen und NE-Metallhalbzeug
Gegenstand
Wiedergewinnung und Aufbereitung von Kraftfahrzeugersatzteilen und deren Vermarktung als Gebrauchtteile sowie Angebot von Entsorgungslösungen für Kraftfahrzeugteile und -reststoffe und damit zusammenhängende Logistik- und Beratungsdienstleistungen.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Lisa Resch
seit 17.3.2026
Prokura
Geschäftsführer
Harpal Kohli
seit 17.3.2026
Geschäftsführer
Alexander Maak
seit 7.11.2024
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (2)

Gesellschafter
Beta

2 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Name
Ort
Betrag
Anteil
BMW INTEC Beteiligungs GmbH
Germany
50.000 €
50.00%
Interzero Re-Life GmbH
Germany
50.000 €
50.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Encory GmbH

Unterschleißheim

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2024 bis zum 31.12.2024

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2024

INHALTSVERZEICHNIS

1 GRUNDLAGEN DER GESELLSCHAFT

1.1 Struktur und Schwerpunkt der Tätigkeit

1.2 Ziele und Strategien

2 WIRTSCHAFTSBERICHT

2.1 Entwicklung der Gesamtwirtschaft

2.2 Entwicklung der Branche

2.3 Geschäftsverlauf

2.4 Lage des Unternehmens

2.4.1 Ertragslage

2.4.2 Finanzlage

2.4.3 Vermögenslage

2.5 Finanzielle Leistungsindikatoren

3 PROGNOSEBERICHT

4 CHANCEN- UND RISIKOBERICHT

4.1 Chancen

4.2 Risiken

1 GRUNDLAGEN DER GESELLSCHAFT

1.1 Struktur und Schwerpunkt der Tätigkeit

Das Unternehmen Encory ist ein 50:50 Joint Venture der BMW Group und der Interzero Re-Life GmbH und ist ein Anbieter von intelligenten Circular Economy Lösungen, Prozessen und Produkten im Bereich Aftersales.

Nachhaltigkeit durch aktive Produktwiederverwendung und die zugehörige zirkuläre Wirtschaft ist Kern aller Geschäftsmodelle von Encory. Diese geht mit Nachhaltigkeit in der Leistungserbringung bei Encory intern und den eingesetzten Dienstleistern einher, was regelmäßig überprüft, optimiert und zertifiziert wird. (Umweltmanagement DIN EN ISO 14001 & DIN EN ISO 9001)

Neben der Encory GmbH mit Sitz in Unterschleißheim sowie Betriebsstätten in Regensburg und Grevenbroich, bestehen Auslandsgesellschaften in den USA (Encory USA Corp.) mit Sitz in Delaware und China (Encory Ressource Regeneration Technology Co. Ltd.) mit Sitz in Changzhou.

1.2 Ziele und Strategien

Die Circular Economy ist ein Megatrend mit großen Potenzialen im Bereich der Produktkreisläufe und es gibt viele potenzielle Kunden mit ähnlichen Herausforderungen, die von den bestehenden Encory Dienstleistungen und den Erfahrungen beim Hauptkunden profitieren können.

Die Strategie „DRIVING CIRCULARITY TO SUCCESS“ legt daher besonderen Wert auf Wachstum bei gleichzeitiger Absicherung des Erreichten. Ultimatives Ziel der Strategie ist die Schaffung von Mehrwert und Erbringung von Dienstleistungen im Rahmen der zirkulären Wirtschaft mit höchster Qualität und Kundenzufriedenheit. Dieses Ziel wird durch drei strategische Stoßrichtungen erreicht:

FIT FOR FORTY:

Erhalt und Ausbau des Bestandsgeschäfts beim Hauptkunden in den GM L&S Operating Solutions und Consulting Solutions.

Weitere Durchdringung Bestandskunden, v.a. der Hauptkunde

Profitable nachhaltige Erbringung von Dienstleistungen in der Größenordnung 40 Mio. EUR Umsatz p.a. mit höherer Eigenleistungstiefe als bisher.

ROAD TO INDEPENDENCE BY PROFITABLE GROWTH:

Wachstum in allen Bereichen der Circular Economy sowie in weiteren Branchen außerhalb von Automotive (z.B. Truck, Off-Highway).

Intensives Verständnis der Kundenbedürfnisse, Entwicklung neuer Dienstleistungen wie z.B. Data Science, Rohstoffkonto, Beratung.

HIGH PERFORMING ORGANIZATION FOR CIRCULAR ECONOMY

Entwicklung und Positionierung von Encory als „Thought Leader“ und relevanten Anbieter für das Thema Circular Economy in den Branchen Automotive, Truck und Off-Highway.

Zielgerichtete Weiterentwicklung und Motivation der Mitarbeitenden sowie der Organisations- und Führungsstruktur.

Weitere Optimierung der Prozesse durch Digitalisierung und Messbarkeit (Business Intelligence, Data Science).

2 Wirtschaftsbericht

2.1 Entwicklung der Gesamtwirtschaft

Die gesamtwirtschaftliche Entwicklung in Deutschland kam im Jahr 2024 durch konjunkturelle und strukturelle Belastungen ins Stocken. Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) war im Jahr 2024 nach ersten Berechnungen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) um 0,2 % niedriger als im Vorjahr. Kalenderbereinigt betrug der Rückgang der Wirtschaftsleistung in Deutschland ebenfalls 0,2 %. Dazu zählen zunehmende Konkurrenz für die deutsche Exportwirtschaft auf wichtigen Absatzmärkten, hohe Energiekosten, ein nach wie vor erhöhtes Zinsniveau, aber auch unsichere wirtschaftliche Aussichten. In diesem Umfeld schrumpfte die deutsche Wirtschaft im Jahr 2024 erneut.1

2.2 Entwicklung der Branche

Der reale (preisbereinigte) Auftragsbestand im Verarbeitenden Gewerbe ist nach vorläufigen Angaben des Statistischen Bundesamtes (Destatis) im Dezember 2024 gegenüber November 2024 saison- und kalenderbereinigt um 0,2 % gestiegen. Im Vergleich zum Vorjahresmonat Dezember 2023 lag der Auftragsbestand im Dezember 2024 kalenderbereinigt 0,6 % niedriger. Der Anstieg des Auftragsbestands im Dezember 2024 ist wesentlich auf die Entwicklung im Sonstigen Fahrzeugbau (Flugzeuge, Schiffe, Züge, Militärfahrzeuge; saison- und kalenderbereinigt +3,0 % zum Vormonat) zurückzuführen. Ein hohes Volumen an Großaufträgen trug zu dem Wachstum in diesem Bereich bei. Auch der Anstieg des Auftragsbestands im Maschinenbau (+0,4 %) wirkte sich positiv aus. Negativ beeinflussten das Gesamtergebnis hingegen die Rückgänge im Bereich Herstellung von elektrischen Ausrüstungen (-0,5 %) und in der Automobilindustrie (-0,4 %). .2 Zum Jahresabschluss erreichte die Pkw-Inlandsproduktion im Dezember ein Volumen von 232.900 Einheiten. Das sind 10 Prozent weniger als im Dezember des Vorjahres. Insgesamt liefen im Jahr 2024 4,1 Mio. Pkw von den Bändern, genauso viel wie im Vorjahr. Im Vergleich zum Vorkrisenjahr 2019 lag die Produktion allerdings noch um 12 Prozent unter dem damaligen Wert. Die Bilanz für das Gesamtjahr bleibt ebenfalls hinter den Vorjahreswerten, wenn auch nur leicht: 2024 wurden auf dem deutschen Pkw-Markt insgesamt 2,8 Mio. Neufahrzeuge zugelassen, 1 Prozent weniger als im Jahr 2023. Der Vergleich mit dem Vorkrisenniveau ist aber weiter deutlich negativ: Im vergangenen Jahr wurden 22 Prozent weniger Neufahrzeuge zugelassen als im Jahr 2019.3

Die Relevanz geschlossene Kreisläufe im Sinne einer nachhaltigen „Circular Economy“ zu entwickeln hat auch in diesem Jahr weiter an Gewicht gewonnen. Im März 2020 schlug die Europäische Kommission das erste Maßnahmenpaket zur Beschleunigung des Übergangs zu einer Kreislaufwirtschaft vor, wie im Aktionsplan für die Kreislaufwirtschaft angekündigt. Der Aktionsplan steht in Einklang mit dem EU-2050-Klimaneutralitätsziel im Rahmen des Grünen Deals. Zu den Vorschlägen gehören die Förderung nachhaltiger Produkte, die Unterstützung des grünen Wandels, die Überarbeitung der Bauprodukteverordnung und eine Strategie für nachhaltige Textilien.4

Aktionsplan der EU für die Kreislaufwirtschaft

Im März 2022 schlug die Europäische Kommission das erste Maßnahmenpaket zur Beschleunigung des Übergangs zu einer Kreislaufwirtschaft vor, wie im Aktionsplan für die Kreislaufwirtschaft angekündigt. Der Aktionsplan steht in Einklang mit dem EU-2050-Klimaneutralitätsziel im Rahmen des Grünen Deals. Die Vorschläge umfassen eine Ausweitung des Geltungsbereichs von Ökodesign-Vorschriften, die Stärkung der Verbraucher für den grünen Wandel sowie eine Strategie für nachhaltige Textilien.

Im November 2022 veröffentlichte die Europäische Kommission ein zweites Paket, das einen Vorschlag für neue EU-weite Vorschriften für Verpackungen und einen Vorschlag für eine EU-Zertifizierung von CO2-Entnahmen enthält.

Ein drittes Paket wurde im März 2023 vorgelegt, darunter ein Vorschlag zur Regulierung von Umweltaussagen von Unternehmen und zur Sicherstellung eines Rechts auf Reparatur von Produkten.

Im Juli 2023 schlug die Kommission eine Überarbeitung der Abfallrahmenrichtlinie vor, um die nachhaltige Bewirtschaftung von Textil- und Lebensmittelabfällen zu fördern.

Im Oktober 2022 billigte das Parlament eine Überarbeitung der Vorschriften über persistente organische Schadstoffe (POP), um die Menge an gefährlichen Chemikalien in Abfällen und Produktionsprozessen zu verringern. Mit den neuen Vorschriften werden strengere Grenzwerte eingeführt, bestimmte Chemikalien verboten und Schadstoffe vom Recycling ferngehalten.

Im April 2024 billigte das Parlament die Einführung eines EU-weiten Zertifizierungssystems für CO2-Entnahmen. Damit soll sichergestellt werden, dass die CO2-Abbauaktivitäten genau gemessen werden und der Kohlenstoff so lange wie möglich gespeichert wird.

2.2.1 Übergang zu nachhaltigeren Produkten

Der Produktionsprozess beginnt mit Rohstoffen, und die bereits angespannte globale Versorgungslage wurde durch die COVID-19-Pandemie weiter belastet. Im Jahr 2021 forderten die Abgeordneten eine umfassende EU-Strategie für kritische Rohstoffe, die auf nachhaltiger Beschaffung und hohen Umwelt-, Sozial- und Menschenrechtsstandards basiert. Die Abgeordneten wollten die Abhängigkeit der EU von einigen wenigen Drittstaaten verringern und das Recycling und die Rückgewinnung von kritischen Rohstoffen fördern. Das Gesetz zu kritischen Rohstoffen, dass diese Ziele verfolgt, wurde im Dezember 2023 verabschiedet.

Um einen europäischen Markt für nachhaltige, klimaneutrale und ressourceneffiziente Produkte zu schaffen, schlug die Kommission vor, die Ökodesign-Richtlinie über energiebezogene Produkte hinaus zu erweitern sowie digitale Produktpässe zu erstellen, mit dem Ziel, alle relevanten Informationen entlang des Produktlebenszyklus zu teilen. Das Parlament und der Rat erzielten eine Einigung über die neuen Regeln, die das Parlament im April 2024 annahm.

Die Abgeordneten unterstützten zudem Initiativen gegen die geplante Obsoleszenz, zur Verbesserung der Haltbarkeit und Reparierbarkeit von Produkten und zur Stärkung der Verbraucherrechte durch das Recht auf Reparatur. Das Parlament verabschiedete die Richtlinie im April 2024. Mit den neuen Regeln soll sichergestellt werden, dass es einfacher und billiger ist, Produkte zu reparieren, anstatt neue zu kaufen.

Im Januar 2024 stimmten die Abgeordneten einer Vereinbarung mit dem Rat zu, die EU-Verbrauchervorschriften zu aktualisieren, um Grünfärberei zu verbieten und den Verbrauchern mehr Informationen über die Lebensdauer von Produkten zu geben.

Im März 2024 nahm das Parlament außerdem einen Standpunkt zu einem System zur Überprüfung von umweltbezogenen Angaben von Unternehmen an. Das neue Parlament wird die Arbeit an dieser Gesetzgebung fortsetzen.

2.2.2 Schlüsselsektoren der Kreislaufwirtschaft

Die Prinzipien von Kreislaufwirtschaft und Nachhaltigkeit müssen in allen Phasen einer Wertschöpfungskette berücksichtigt werden, um eine vollständig kreislauforientierte Wirtschaft zu erreichen: von der Konzeption über die Herstellung bis hin zum Verbraucher. Im Aktionsplan der Kommission werden sieben Schlüsselbereiche ausgemacht, die für die Verwirklichung einer Kreislaufwirtschaft von wesentlicher Bedeutung sind: Kunststoffe, Textilien, Elektronik, Lebensmittel, Wasser und Nährstoffe, Verpackungen, Batterien und Fahrzeuge, Bauwirtschaft und Gebäude.5

2.3 Geschäftsverlauf

Das Jahr 2024 war von einem leicht rückläufigen, aber effizienten Bestandsgeschäft sowie dem Erschließen neuer Wachstumspotentiale und Themenfelder für das Unternehmen geprägt. Dies ist insbesondere ein Ergebnis der strategischen Fokussierung auf das Thema Wachstum, aber auch des nicht nachlassenden Fokus auf Effektivität und Effizienz.

Das Geschäftsmodell Remanufacturing Consulting konnte das Beratungsportfolio durch entsprechende Beauftragungen stabil fortführen. Beim Hauptkunden ist Encory mit seinen Beratungsleistungen ein integraler Bestandteil der Entwicklung und des Managements von Remanufacturing Produkten und weiteren Lösungen im Rahmen der Circular Economy (z.B. Repair, Recycle). Das Leistungsportfolio wurde im bestehenden Umfang fortgeführt, um Produkte über ihren gesamten Lebenszyklus zu begleiten und die optimalen Strategien zur Wieder- und Weiterverwendung umzusetzen.

Das Geschäftsmodell Logistik & Sortage erbringt stabil und mit hoher Effizienz Lager- und Logistikdienstleistungen. Diese versetzt den Kunden in die Lage, sein Angebot an Remanufacturingteilen aufrecht zu erhalten und Lieferfähigkeit sicher zu stellen. Im Bereich der Transporte von den Händlern zum Encory ReLife Point gab es prozessuale Änderungen. Der Hauptkunde hat sukzessive die Verträge und Vergütung der Transportdienstleister übernommen, während Encory sich nur noch um die Transportsteuerung kümmert.

Dem Markt China wird erhebliches Wachstumspotenzial zugetraut, weshalb Encory mit hochrangigen Delegationen mehrfach vor Ort war und intensiv mit dem Hauptkunden und weiteren Kunden gesprochen hat. Dieser Akquiseaufwand wird im Jahr 2025 voraussichtlich zu ersten größeren Neubeauftragungen beim Hauptkunden sowie potenziellem Neugeschäft bei weiteren Kunden führen.

Die Dienstleistungen der Intralogistik inkl. der Lagerung unserer eigenen Obsoletwaren erfolgen am Standort Regensburg. Zusätzlich erbringt Encory an diesem Standort auch Logistikdienstleistungen für weitere Kunden, so dass die Auslastung der Liegenschaft zu jeder Zeit gegeben war.

Im Hinblick auf die Übernahme und Optimierung von Geschäftsprozessen des Kunden konnte das Geschäftsmodell „Logistik & Sortage - Services Solutions“ weiter ausgebaut werden, da unsere Kunden immer mehr Dienstleistungen, die nicht zum Kerngeschäft zählen, auslagern. Bei vielen dieser Themen wie z.B. Teilerückholung aus Importeursmärkten, dem Prozessaufbau für Rücknahme von Gefahrgut, Umwelt und Händleraudits, ergeben sich Effizienz- und Bündelungseffekte mit dem operativen Geschäft.

Das Geschäftsmodell Materials & Product Management (Obsoletwaren) war im vergangenen Jahr von Verwerfungen in den Absatzmärkten betroffen, die geopolitische Ursachen hatten (Sanktionen, Gesamtwirtschaftliche Entwicklung in für das Geschäft wesentlichen Ländern). Hier kauft Encory Überbestände von Neuteilen z.B. von Werken, Lagern, Händlern etc. an und vermarktet diese mit Marge an Großhändler. Durch die o.g. Verwerfungen konnten die geplanten Umsatzerwartungen nicht gänzlich erfüllt werden.

Des Weiteren konnten im Berichtszeitraum die beiden neuen Geschäftsmodelle Direct Recycling und Reman parts PoC erfolgreich implementiert werden. Beide Geschäftsmodelle befinden sich aktuell in einer Hochlaufphase.

Die Professionalität von Management, Organisation und Prozessen wurde durch ein erfolgreiches Überwachungsaudit des Qualitäts- und Umweltmanagements sowie der Rezertifizierung des Informationssicherheitsmanagements 2024 erneut bestätigt.

2.4 Lage des Unternehmens

2.4.1 Ertragslage

Die Encory GmbH konnte im Jahr 2024 einen Umsatz von 34,8 Mio. EUR erreichen, was einer Abnahme von 6,5% gegenüber 2023 entspricht. Dies bedeutet eine Differenz zu den prognostizierten Umsatzerlösen von 38,9 Mio. EUR welche vor allem durch die Geschäftsmodelle Operating Solutions und Materials & Products begründet ist.

Der Materialaufwand entwickelte sich über den Jahresvergleich 2023 zu 2024 von 20,0 Mio. EUR auf 20,8 Mio. EUR. Bedingt ist diese Zunahme überwiegend durch die Abschreibungen von Obsoletware in Höhe von 2,3 Mio. EUR im Gegensatz zu den geringeren Fahrtkosten aus der Abgabe von 4 Fahrgebieten zurück an den Hauptkunden in Höhe von von 1,7 Mio. EUR.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen lagen gegenüber dem Geschäftsjahr 2023 in Summe um 1,5 Mio. EUR bzw. 23,1 % niedriger. Wesentliche Einsparungen ergeben sich aus den Aufwendungen für Zeitarbeitskräfte, IT-Lizenzen & -Development, Personalbeschaffung, Miete- und Mietnebenkosten sowie Marketing.

Die negative Entwicklung des Unternehmens führt zu einem EBIT von 1,1 Mio. EUR im Geschäftsjahr 2024. Die im Vorjahr getroffene Prognose eines EBIT von 3,0 Mio. EUR konnte damit nicht erreicht werden. Ursächlich hierfür war die negative Entwicklung der Geschäftsmodelle Materials & Products und Operating Solutions. Der Jahresüberschuss der Encory GmbH liegt bei 892 TEUR und ist dementsprechend um 2,6 Mio. EUR niedriger als im Vorjahr.

Die Unternehmensleitung beurteilt die wirtschaftliche Lage der Gesellschaft zum Ende des Berichtszeitraums und der Aufstellung des Jahresabschlusses, trotz Rückgang des Jahresergebnisses, als positiv.

2.4.2 Finanzlage

Die Finanzierung der Gesellschaft erfolgt aus der operativen Geschäftstätigkeit. Der Bestand an flüssigen Mitteln liegt mit 6,2 Mio. EUR unter Vorjahresniveau (Vorjahr 7,0 Mio. EUR).

Das Verhältnis zwischen kurzfristigem Vermögen und den kurzfristigen Verbindlichkeiten (berechnet aus Umlaufvermögen dividiert durch die Summe aus Verbindlichkeiten und Rückstellungen) beträgt 2,73 (Vorjahr 2,11).

Die Encory GmbH ist ausschließlich eigenkapitalfinanziert. Die Geschäftsführer haben eine Liquiditätsplanung zum 31.12.2025 aufgestellt. Aktuell bestehen keine Information, die eine weitere externe Finanzierung notwendig werden lassen.

2.4.3 Vermögenslage

Die Bilanzsumme hat sich gegenüber dem Vorjahr um 11 % auf 19,3 Mio. EUR verringert.

Wesentliche Veränderungen auf der Aktivseite betrafen sowohl das Umlauf- als auch das Anlagevermögen. Die relevanten Positionen im Umlaufvermögen sind vor allem durch den Abbau der Forderungen und der Reduzierung der Vorräte im Vergleich zum Vorjahr um 0,8 Mio. EUR zu erklären. Im Anlagevermögen nahmen die Immateriellen Vermögensgegenstände um 0,5 Mio. EUR zu, vor allem durch Investitionen in die benötigten Gewerke für das Geschäft Direct Recycling. Der Rückgang der Flüssigen Mittel resultiert aus dem geringeren Cash flow aus den Investitionen.

Das gezeichnete Kapital beträgt unverändert 0,1 Mio. EUR. Die Kapitalrücklage mit 14,9 Mio. EUR blieb im Vergleich zum Geschäftsjahr 2023 unverändert.

Durch den verminderten Verlustvortrag aus 2023 hat sich das Eigenkapital überproportional zum Gesamtkapital erhöht, wodurch die Eigenkapitalquote im Geschäftsjahr höher als im Vorjahr bei 67 % (Vorjahr 55%) liegt.

Die Rückstellungen verminderten sich um Vergleich zum Vorjahr um 1,5 Mio. EUR auf 2,2 Mio. EUR. Die Rückstellungen setzen sich im Wesentlichen aus Rückstellungen für ausstehende Rechnungen, Personalrückstellungen, Steuerrückstellungen sowie drohenden Verlusten aus schwebenden Geschäften zusammen.

Die Verbindlichkeiten nahmen zum Bilanzstichtag um 29 % gegenüber dem Vorjahr ab und resultieren aus zum Stichtag noch offenen Verbindlichkeit aus Lieferungen und Leistungen.

2.5 Finanzielle Leistungsindikatoren

Die Umsatzerlöse und der EBIT stellen die für die interne Steuerung bedeutsamsten finanziellen Leistungsindikatoren der Encory GmbH dar.

3 Prognosebericht

Für das Geschäftsjahr 2025 rechnet die Geschäftsführung mit der Erreichung eines Umsatzes von 41,2 Mio. EUR und damit über dem Niveau von 2024 sowie eines positiven EBIT von 2,9 Mio. EUR. Gleichzeitig gibt es eine detailliert ausgearbeitete Wachstumsstrategie, welche mit konkreten Projekten hinterlegt ist. Encory wird seinen bisher erfolgreichen Kurs zur Erarbeitung und Umsetzung von Neugeschäft bzw. Wachstumsthemen fortsetzen.

Alle sechs Geschäftsmodelle werden nach unserer Planung im Jahr 2025 positive Deckungsbeiträge erwirtschaften. Durch den Hochlauf neuer Geschäftsmodelle werden die Gemeinkosten im Vergleich zum Umsatz leicht ansteigen.

4 Chancen- und Risikobericht

Der im Jahr 2023 vollständig überarbeitete Prozess zur Ermittlung und Bewertung der unternehmensübergreifenden Risiken wurde auch im Jahr 2024 durchgeführt. Der Prozess des Risikomanagements identifiziert, analysiert und bewertet potenzielle Risiken, welche die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage mittel- und langfristig gefährden könnten. Hierfür ist die Risikobewertung in standardisierte Phasen unterteilt und wird in einem definierten Zyklus von einem Geschäftsjahr, eingebettet in die Strategische Planung, wiederholt:

Die Risiken wurden via Brainstorming ermittelt und zu einer ungefilterten Sammlung aller Risiken für jedes Geschäftsmodell zusammengefasst. Neben der Verfahrensbeschreibung bildete eine Stichwortsammlung („Brainteaser„) die Grundlage für Denkanstöße und neue Blickwinkel auf oder Quellen für Risiken unterstützt. Die gesammelten relevanten Risiken wurden anschließend kategorisiert, um Geschäftsmodell-spezifische Risiken von allgemein zutreffenden Risiken zu differenzieren. Die Bewertung allgemeiner Risiken wurde aus dem Durchschnitt aller Bereichsbewertungen dieser Risiken ermittelt.

Encorys Risikobewertung basiert auf einer klassischen FMEA (Fehlermaßnahmen- und Entscheidungsanalyse). Die Gewichtung der Risiken wird bei dieser Methode über die Risikoprioritätszahl (RPZ) abgebildet, welche aus der Multiplikation von Schweregrad, Eintritts- und Entdeckungswahrscheinlichkeit errechnet wird. Nachfolgende Tabelle zeigt Encorys Staffelung dieser Parameter sowie die daraus erstellbare Risikomatrix:

In 2024 wurde deutlich, dass die Ermittlung der Entdeckungswahrscheinlichkeit nur schwer angewendet werden kann und der Schweregrad unter Umständen keiner völlig objektiven Bewertung unterworfen ist. Daher besteht hier unser Bestreben, die FMEA mit anderen Methoden wie der SWOT-Analyse zu unterstützen. Die Formulierung unmissverständlicher Maßnahmen dient einer stetigen Weiterentwicklung zur Reduzierung der Risikokosten und der Sicherung des Unternehmens. Existente Prozesse können zwar bereits zielführend sein, jedoch durch die Umsetzung weiterer Mechanismen gestärkt werden und auf diese Weise potenzielle Chancen zugänglich machen. Großprojekte, welche neue Geschäftsmodelle in der Entwicklung darstellen, wurden separat innerhalb des Entwicklungsprozesses mit einer Risikobewertung bedacht und mit präventiven Mitigationsmaßnahmen belegt.

Die Maßnahmen der Risikobewertung aus dem Jahr 2023 wurden in 2024 auf ihre Wirksamkeit hinsichtlich ihrer Mitigation bewertet. Dies diente nicht nur der Erfassung des Status Quo und damit der Vorbereitung der neuen Risikobewertung. Es wurde zudem das bestehende Risikomanagement selbst auf seine Wirksamkeit und Angemessenheit hin geprüft. Eine Verbesserung des Risikomanagement wird in 2025 fortgeführt.

Nach RPZ priorisierte Risiken mit Ergebnisauswirkung ergab im Jahr 2024 Top-Risiken für das Jahr 2025 ff., die mit einer Sensitivitätsanalyse bewertet und Maßnahmen zur Risikomitigation belegt worden sind. Zugleich wurden auch Chancen in einer Gegenüberstellung in der strategischen Planung identifiziert.

4.1 Chancen

„Circular Economy“ bestätigt sich weiterhin als Megatrend. Durch die kundenorientierte und fundierte Anwendung kann eine breite Palette von Kundenanforderungen durch individuelle Prozesslösungen, vor allem im Bereich des Remanufacturing und der Rückwärtslogistik, angeboten werden.

Im Markt herrscht eine hohe Nachfrage nach kundespezifischen Dienstleistungen in der Circular Economy, die neben einer umfassenden Prozessbreite auch eine neu entdeckte Tiefe umfassen, besondere Chancen bestehen im Aufbau und Betrieb einer Anlage im Bereich des Direct Recyclings welche den Wandel in der Automobilindustrie vom Verbrenner- zum E-Motor nachhaltig bedient.

Weiterhin ist der chinesische Markt ein hoher Potenzialträger die Circular-Economy Strategien erfolgreich und langfristig zu integrieren.

Ein attraktiver und wachsender Markt für Remanufacturingprodukte besteht im Automotive Aftersales Bereich. Das Angebot hochqualitativer Teile zu attraktiven Preisen und Serviceleistungen ist verteidig- und skalierbar.

Ein großes Wachstumspotenzial identifiziert sich aus den intensiven Bestrebungen des Hauptkunden das gesamte Remanufacturinggeschäft an einen End-to-End Partner zu übergeben.

4.2 Risiken

Wesentliche Risiken ergeben sich weiterhin durch die Insourcing-Maßnahmen des Hauptkunden im Bereich der Rückwärtslogistik. Die Weiterführung des Kerngeschäfts Operating Solutions ist über 2027 hinaus im bestehenden Umfang gefährdet.

Die angebotenen Dienstleistungen in der Rückwärtslogistik sind aufgrund ihrer hohen Spezialisierung auf den Hauptkunden schwer bei weiteren Kunden, die auch im Wettbewerb zu diesem stehen, zu platzieren.

Der An- und Verkäufe von Obsoletware unterliegt den bekannten Risiken eines Spotgeschäfts.

Durch die schwierige Generierung neuer Kunden im Kerngeschäft Rückwärtslogistik stellt die Abhängigkeit vom Hauptkunden weiterhin ein Risiko dar.

Auf Basis der im Geschäftsjahr 2024 durchgeführten Maßnahmen, nach Würdigung der Gesamtrisikolage sowie des Worst-Case Szenarios, sieht die Geschäftsführung der Encory GmbH zum Zeitpunkt der Erstellung des Jahresabschlusses keine den Fortbestand der Gesellschaft gefährdenden Risiken.

 

Unterschleißheim den 31.03.2025

Geschäftsführer Encory GmbH

Alexander Maak

Marko Rehmböck

1 https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/2025/01/PD25_019_811.html
2 https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/2025/02/PD25_064_421.html
3 https://www.vda.de/de/presse/Pressemeldungen/2025/250106_PM_Nationale_PM_Pkw-Produktion_in_Deutschland_im_Dezember_2024
4 https://www.europarl.europa.eu/news/de/headlines/society/20210128STO96607/wie-will-die-eu-bis-2050-eine-kreislaufwirtschaft-erreichen
5 https://www.europarl.europa.eu/topics/de/article/20210128STO96607/wie-will-die-eu-bis-2050-eine-kreislaufwirtschaft-erreichen#aktionsplan-der-eu-fr-die-kreislaufwirtschaft-10

Bilanz zum 31. Dezember 2024

Aktiva

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31.12.2024
31.12.2023
A. Anlagevermögen
I. Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen 200.406 120.339
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 355.973 423.099
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 470.053 0
1.026.433 543.439
II. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 702.242 702.242
2. Ausleihung an verbundene Unternehmen 60.000 0
762.242 702.242
1.788.675 1.245.681
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 21.995 13.911
2. Fertige Erzeugnisse und Waren 5.549.132 6.309.952
3. Geleistete Anzahlungen 3.879 5.577
5.575.006 6.329.440
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 4.714.830 6.082.558
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 545.308 564.102
3. Sonstige Vermögensgegenstände 389.587 430.361
5.649.725 7.077.021
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 6.221.169 6.962.606
17.445.899 20.369.067
C. Rechnungsabgrenzungsposten 67.270 70.174
19.301.844 21.684.922

Passiva

31.12.2024
31.12.2023
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 100.000 100.000
II. Kapitalrücklage 14.925.000 14.925.000
III. Verlustvortrag -3.002.909 -6.486.145
IV. Jahresüberschuss 891.711 3.483.236
12.913.803 12.022.091
B. Rückstellungen
1. Steuerrückstellungen 9.180 322.723
2. Sonstige Rückstellungen 2.199.764 3.433.346
2.208.944 3.756.068
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 2.592.677 5.199.027
2. Sonstige Verbindlichkeiten 649.205 707.736
(davon aus Steuern T€ 161; Vorjahr T€ 130) 3.241.882 5.906.762
D. Rechnungsabgrenzungsposten 937.215 0
19.301.844 21.684.922

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2024

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2024
2023
1. Umsatzerlöse 34.764.089 37.167.350
2. Sonstige betriebliche Erträge 825.337 1.777.418
35.589.427 38.944.768
3. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren -9.916.389 -7.110.043
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen -10.850.456 -12.929.732
-20.766.845 -20.039.775
4. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter -7.095.220 -7.216.151
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung -1.411.153 -1.308.394
(davon für Altersversorgung T€ 235; Vorjahr: T€ 194) -8.506.373 -8.524.545
5. Abschreibungen -131.621 -149.221
6. Sonstige betriebliche Aufwendungen -5.037.918 -6.548.301
7. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 1.376 0
8. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -256.333 -199.689
9. Ergebnis nach Steuern 891.711 3.483.236
10. Jahresüberschuss 891.711 3.483.236

Anhang für das Geschäftsjahr 2024

Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Die Encory GmbH ist im Handelsregister München B unter der Nummer 227476 eingetragen.

Der Jahresabschluss der Encory GmbH wurde auf der Grundlage der Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuchs aufgestellt. Ergänzend zu diesen Vorschriften waren die Regelungen des GmbH-Gesetzes zu beachten.

Vermögensgegenstände und Schulden werden zum Abschlussstichtag grundsätzlich einzeln bewertet. Das Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr.

Die auf den vorhergehenden Jahresabschluss anzuwendenden Ansatz- und Bewertungsmethoden werden stetig angewendet.

Angaben, die wahlweise in der Bilanz, in der Gewinn- und Verlustrechnung oder im Anhang gemacht werden können, werden überwiegend im Anhang aufgeführt. Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gewählt.

Nach den in § 267 HGB angegebenen Größenklassen ist die Gesellschaft eine mittelgroße Kapitalgesellschaft.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses wurde von den größenabhängigen Erleichterungen des § 288 (2) HGB teilweise Gebrauch gemacht.

Die Gesellschaft ist grundsätzlich konzernrechnungspflichtig, da aber die Größenkriterien nach § 293 HGB nicht überschritten werden, wird kein Konzernabschluss aufgestellt.

Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Die Sachanlagen wurden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige lineare Abschreibungen vermindert. Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände linear vorgenommen. Die Nutzungsdauer beträgt zwischen drei und fünfzehn Jahren. Soweit erforderlich, wird der am Bilanzstichtag vorliegende dauerhafte niedrigere Wert angesetzt. Bewegliche Gegenstände des Anlagevermögens bis zu einem Wert von EUR 800,00 (netto) wurden im Jahr des Zugangs vollständig abgeschrieben. Dies steht der tatsächlichen Nutzungsdauer nicht entgegen. Die Sachanlagen enthalten andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung sowie Einrichtungen für Geschäftsbauten und technische Anlagen.

Die Finanzanlagen enthalten Anteile an verbunden Unternehmen. Die Anteile an verbundenen Unternehmen werden mit den Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten, bei voraussichtlich dauernder Wertminderung abzüglich außerplanmäßiger Abschreibungen, bilanziert.

Die Vorräte wurden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe wurden zu durchschnittlichen Anschaffungskosten sowie Waren zu Anschaffungskosten bewertet. Die Bewertung der unfertigen und fertigen Erzeugnisse erfolgte zu Ihren Herstellungskosten. Erhaltene Anzahlungen werden aktivisch abgesetzt. Alle erkennbaren Risiken im Vorratsvermögen, die sich aus überdurchschnittlicher Lagerdauer, geminderter Verwertbarkeit und/ oder niedrigeren Wiederbeschaffungskosten ergeben, sind durch angemessene Wertabschläge berücksichtigt. Geleistete Anzahlungen werden mit dem Nennbetrag bilanziert und von den Vorräten offen abgesetzt.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände wurden zunächst mit ihrem Nennbetrag angesetzt und soweit notwendig unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken bewertet.

Die flüssigen Mittel wurden zum Nominalwert angesetzt.

Der Aktive Rechnungsabgrenzungsposten enthält Zahlungen im Berichtsjahr, die in Folgejahren aufwandswirksam zu erfassen sind.

Das Eigenkapital wird zum Nennbetrag angesetzt. Zur Finanzierung des Aufbaus der Geschäftstätigkeit wurden durch die Gesellschafter Einzahlungen in die Kapitalrücklage geleistet.

Die Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewisse Verbindlichkeiten und sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages bewertet. Zukünftige Preis- und Kostensteigerungen werden berücksichtigt, sofern objektive Hinweise für deren Eintritt vorliegen. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr sind mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre, der von der Deutschen Bundesbank zum Bilanzstichtag ermittelt wurde, angesetzt. Rückstellungen für drohende Verluste werden insbesondere für Dauerschuldverhältnisse gebildet, bei welchen die angemieteten Flächen nicht mehr verwendet werden, Untervermietungen jedoch gegengerechnet.

Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

Der Passive Rechnungsabgrenzungsposten enthält erhaltene Zahlungen im Berichtsjahr, die in Folgejahren ertragsswirksam zu erfassen sind.

Fremdwährungsumrechnung

Geschäftsvorfälle in fremder Währung werden grundsätzlich mit dem historischen Kurs zum Zeitpunkt der Erstverbuchung erfasst. Aus Vereinfachungsgründen erfolgt die unterjährige Verbuchung mit dem Devisenkassamittelkurs vom letzten Tag des Vormonats.

Umsatzerlöse

Die Erfassung der Umsatzerlöse erfolgt bei Gefahrenübergang beziehungsweise vollständiger Leistungserbringung, Aufwendungen werden unter Berücksichtigung des Vorsichtsprinzips periodengerecht erfasst.

Angaben zur Bilanz

Entwicklung des Anlagevermögens

scroll
Anschaffungs-/ Herstellungskosten 01.01.24
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
Anschaffungs-/ Herstellungskosten 31.12.24
EUR
l. Imm. Vermögen
gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 16,671 0 0 16,671
ll. Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen 132,944 103,283 0 236,227
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1,051,959 43,077 -5,391 1,089,645
3. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0 470,052 0 470,052
1,184,903 616,412 -5,391 1,795,924
lll. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 702,242 0 0 702,242
Summe 1,903,816 616,412 -5,391 2,514,837
scroll
Abschreibungen 01.01.24
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
Abschreibungen 31.12.2024
EUR
Buchwert zum 31.12.2024
EUR
Buchwert zum 31.12.2023
EUR
l. Imm. Vermögen
gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten -16,671 0 0 -16,671 0 0
ll. Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen -12,605 -23,215 0 -35,820 200,406 120,339
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung -628,859 -108,406 3,594 -733,671 355,974 423,100
3. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0 0 0 0 470,052 0
-641,465 -131,621 3,594 -769,491 1,026,432 543,439
lll. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 0 0 0 0 702,242 702,242
Summe -658,135 -131,621 3,594 -786,162 1,728,675 1,245,681

Finanzanlagen

Enthalten sind im Berichtsjahr:

ENCORY Resource Regeneration Technology, Co. Ltd, Beijing (Beijing) bzw. seit 09.10.2020 Changzhou, China (Anteilsbesitz 100%, Stammkapital EUR 641.418,22, Jahresfehlbetrag 2024 EUR -83.486,98 (RMB -854.186,79) Eigenkapital 2024 EUR 531.798,48 EUR (RMB 4.032.787,33), Gründung 2018.

ENCORY USA, Corp., Wilmington, USA (Anteilsbesitz 100%, Gezeichnetes Kapital EUR 53.423,02, Stammkapital USD 50; Jahresfehlbetrag 2024 EUR -23.178,07 (USD -24.694,00); Eigenkapital 2024 EUR -19.540,47 (USD -20.300,59). Gründung: 2019.

Vorräte

Die Vorräte wurden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt, sofern diese nicht auf den niedrigeren beizulegenden Wert abgeschrieben wurden.

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 4.715 (Vorjahr TEUR 6.082) haben eine Laufzeit unter einem Jahr. In Höhe von TEUR 4.600 (Vorjahr TEUR 4.616) sind Forderungen gegen einen mittelbaren Gesellschafter enthalten. Da der mittelbare Gesellschafter 50% hält und somit die Encory GmbH nicht gem. § 271 HGB ein verbundenes Unternehmen darstellt, werden die Forderungen nicht als Forderungen gegen verbundene Unternehmen ausgewiesen.

Forderungen gegen verbundene Unternehmen

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen begründen sich aus Liefer- und Leistungsbeziehungen. Die Laufzeit ist unter einem Jahr.

Sonstige Vermögensgegenstände

Die sonstigen Vermögensgegenstände beinhalten für Aval Bürgschaften hinterlegte Sicherheiten mit Laufzeit über ein Jahr von TEUR 335 (Vorjahr TEUR 335). Ansonsten handelt es sich überwiegend um Steuerforderungen aus Umsatzsteuer mit Restlaufzeit von unter einem Jahr.

Flüssige Mittel

Diese Position enthält das Guthaben bei Kreditinstituten.

Gezeichnetes Kapital

Das gezeichnete Kapital ist zum Stichtag vollständig eingezahlt.

Kapitalrücklage

Die Kapitalrücklage besteht aus freiwilligen Einzahlungen der Gesellschafter aus Vorjahren.

Rückstellungen

Die Rückstellungen setzen sich im Wesentlichen aus Rückstellungen für ausstehende Rechnungen, Personalkosten sowie drohenden Verlusten aus schwebenden Geschäften zusammen. Alle Rückstellungen haben eine Laufzeit unter einem Jahr, ausgenommen der Rückstellungen zu drohenden Verlusten aus schwebenden Geschäften.

Verbindlichkeiten

Sämtliche Verbindlichkeiten haben eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. Die sonstigen Verbindlichkeiten resultieren aus Steuerverbindlichkeiten sowie diversen sonstigen Verbindlichkeiten.

Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen

Die Verbindlichkeiten gegen verbundene Unternehmen beruhen auf Liefer- und Leistungsbeziehungen mit den Tochterunternehmen und weisen eine Fälligkeit von unter einem Jahr auf. Im Berichtszeitraum bestehen keine Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen.

Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten periodenfremde Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von TEUR 715 (Vorjahr: 1.622) sowie Gewinne aus Währungsumrechnung von TEUR 0,1 (Vorjahr TEUR 0,3).

Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten Verluste aus Währungsumrechnungen von TEUR 0,3 (Vorjahr TEUR 0,9).

Sonstige Angaben

Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahrs beschäftigten Arbeitnehmer

Die durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres im Unternehmen beschäftigten Arbeitnehmer betrug 83 (Vorjahr 78). Es handelt sich ausschließlich um Angestellte. Weitere Gruppen von Arbeitnehmer werden nicht beschäftigt. Nach den betrieblichen Funktionsbereichen wird in 64 (Vorjahr 56) geschäftsmodellbezogene und 19 (Vorjahr 22) sonstige Unterstützungsleistungen erbringende Angestellte unterschieden.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen nach § 285 Nr. 3a HGB betrugen TEUR 8.691. Von den finanziellen Verpflichtungen werden TEUR 6.768 im Geschäftsjahr 2025 und TEUR 4.723 im Zeitraum bis Ende Geschäftsjahr 2026 fällig.

Ereignisse nach dem Bilanzstichtag

Weiterhin kann der Krieg in der Ukraine die operative Geschäftstätigkeit der Gesellschaft belasten. Durch Verzögerungen in der Lieferkette oder konjunkturelle Einflüsse in bestimmten Wirtschaftsregionen sind negative Einflüsse auf die Vermögens- Finanz- und Ertragslage weiterhin nicht auszuschließen.

Geschäftsführer im Berichtsjahr waren

Marko Rehmböck, Geschäftsführer

Alexander Maak, Geschäftsführer (Eintrittsdatum 01.10.2024)

Hanno Christian Großeschmidt, Geschäftsführer (Austrittsdatum 30.09.2024)

Gesamtbezüge der Geschäftsführung

Von der Schutzklausel des § 286 Abs. 4 HGB wird Gebrauch gemacht, so dass auf die Angaben der den Geschäftsführern gewährten Gesamtbezüge verzichtet wird.

Gesamthonorar des Abschlussprüfers

Das berechnete Gesamthonorar des Abschlussprüfers für das abgeschlossene Geschäftsjahr beträgt TEUR 35,2 €. Davon entfallen TEUR 33,5 auf Abschlussprüfungsleistungen und TEUR 1,7 auf Steuerberatungsleistungen.

Konzernzugehörigkeit

Die Encory GmbH wird jeweils mit 50% von der BMW INTEC Beteiligungs GmbH, München, und der ALBA Re-Life Holding GmbH, Berlin, gehalten.

Ergebnisverwendung

Die Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresüberschuss auf neue Rechnung vorzutragen.

Unterschrift der Geschäftsführung

 

Unterschleißheim, 31.03.2025

Marko Rehmböck

Alexander Maak

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die Encory GmbH, Unterschleißheim

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Encory GmbH, Unterschleißheim, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2024 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2024 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Encory GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2024 geprüft. Die Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f Abs. 4 HGB (Angaben zur Frauenquote) haben wir in Einklang mit den deutschen gesetzlichen Vorschriften nicht inhaltlich geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2024 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2024 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Unser Prüfungsurteil zum Lagebericht erstreckt sich nicht auf den Inhalt der oben genannten Erklärung zur Unternehmensführung.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt „Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts“ unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Sonstige Informationen

Die gesetzlichen Vertreter sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen die Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f Abs. 4 HGB (Angaben zur Frauenquote) als nicht inhaltlich geprüften Bestandteil des Lageberichts.

Die sonstigen Informationen umfassen zudem alle übrigen Teile des Geschäftsberichts - ohne weitergehende Querverweise auf externe Informationen -, mit Ausnahme des geprüften Jahresabschlusses, des geprüften Lageberichts sowie unseres Bestätigungsvermerks.

Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab.

Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die oben genannten sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen

wesentliche Unstimmigkeiten zum Jahresabschluss, zu den inhaltlich geprüften Lageberichtsangaben oder zu unseren bei der Prüfung erlangten Kenntnissen aufweisen oder

anderweitig wesentlich falsch dargestellt erscheinen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass eine aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellung nicht aufgedeckt wird, ist höher als das Risiko, dass eine aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellung nicht aufgedeckt wird, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

erlangen wir ein Verständnis von den für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollen und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit der internen Kontrollen der Gesellschaft bzw. dieser Vorkehrungen und Maßnahmen abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel in internen Kontrollen, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

München, den 31. März 2025

PricewaterhouseCoopers GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Ralf Räpple, Wirtschaftsprüfer

Michael Popp, Wirtschaftsprüfer

Der Jahresabschluss zum 31.12.2024 wurde am 31.03.2025 festgestellt.

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