Trivadis Germany GmbHLiquidiert

70565 Stuttgart, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Stuttgart HRB 18089
Vorher
Trivadis GmbH
Eingetragen
17.10.1996
Branche
Erbringung von Beratungsleistungen auf dem Gebiet der InformationstechnologieTätigkeiten der Großhandelsvermittlung von Büromaschinen, Datenverarbeitungsgeräten, peripheren Geräten und SoftwareErbringung von sonstigen Dienstleistungen der Informationstechnologie
Gegenstand
Beratung und Schulung im EDV-Bereich, die Entwicklung von Software und der Verkauf von Hardware sowie alle damit in Zusammenhang stehenden Tätigkeiten.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
John (Jack) Ramsay
seit 5.10.2021
Geschäftsführer
Michael Cocheteau
seit 9.5.2016
Prokura
Peter Hulm
seit 13.5.2013
Prokura
Urs Lehner
seit 4.8.2011
Geschäftsführer
Sandro Crepaldi
seit 4.8.2011
Prokura
Jörg Volgmann
seit 4.10.2010
Prokura
Bernd Rössler
seit 4.10.2010
Prokura

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Trivadis Germany GmbH

Stuttgart

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2020 bis zum 31.12.2020

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2020

1. Wirtschaftliche Rahmenbedingungen

Nach einer zehnjährigen Wachstumsphase ist die deutsche Wirtschaft 2020 in eine tiefe Rezession geraten, ähnlich wie zuletzt während der Finanz- und Wirtschaftskrise 2008/2009. So ist das BIP 2020 im Vergleich zu 2019 um 5,0 % zurückgegangen. Für das Jahr 2021 wird ein Wachstum zwischen 3,1 % und 4,9 % gegenüber dem Vorjahr erwartet.

Unter dem Eindruck der Corona-Krise sind 2020 auch die Umsätze der IT-Branche mit den Teilbereichen IT-Services, IT-Hardware und Software um 0,7 % auf 94,6 Milliarden Euro leicht gesunken. Während das Geschäft mit IT-Hardware zugenommen hat, haben die Umsätze mit IT-Services und Software abgenommen.

Auch die Zahl der Arbeitsplätze ist 2020 um 8.000 auf 1,2 Millionen geringfügig zurückgegangen. Der Mangel an IT-Spezialisten hat sich unter dem Eindruck der Corona-Krise verringert, liegt aber weiterhin auf hohem Niveau. Ende 2020 waren quer durch alle Branchen 86'000 Stellen für IT-Expert*innen frei.

2. Darstellung und Analyse des Geschäftsverlaufs und des Geschäftsergebnisses des Wirtschaftsjahres 2020

2. a) Geschäftsverlauf

Wir können auch in diesem, von der Corona-Pandemie geprägten Jahr, auf ein weiteres erfolgreiches Geschäftsjahr zurückblicken. Die Trivadis Germany GmbH erwirtschaftete im Jahr 2020 einen Umsatz von TEUR 44.210. Gegenüber dem Vorjahr bedeutet dies eine Steigerung um 1,5 %. Das Beratungsgeschäft behauptete sich souverän und mit positiver Entwicklung am Markt. Auch der Bereich Managed Services konnte erfolgreich weiter ausgebaut werden. Unter Druck geriet das Trainings-Geschäft, welches Corona-bedingte Umsatzrückgänge verzeichnen musste. Insgesamt zeigte die Entwicklung im 2020, dass Trivadis mit seinen Dienstleistungs- und Serviceangeboten stabil und nachhaltig am Markt positioniert ist und sich trotz herausfordernder externer Einflussfaktoren nach wie vor auf einem erfolgsversprechenden Weg befindet.

Positiv entwickelt haben sich die Deckungsbeiträge von Hamburg, Düsseldorf, Frankfurt und Stuttgart. München, Mannheim und Freiburg verzeichneten hingegen einen Rückgang.

Nach wie vor konnten langfristige System-Care-Verträge mit erheblichen Recurring-Business-Anteilen neu abgeschlossen und verlängert werden.

2. b) Ertragslage

Die Personalaufwendungen liegen im Berichtsjahr mit 44,9 % der Gesamtleistung unter dem Wert des Vorjahres (45,7 %). Absolut gesehen sind die Personalaufwendungen um TEUR 505 oder 2,5 % gesunken. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind gegenüber dem Vorjahr um TEUR 808 gesunken (7,3 %). Der Jahresüberschuss beläuft sich auf TEUR 9, im Vergleich zum Vorjahr von TEUR -572. Operativ wurde ein positives Ergebnis erwirtschaftet. Maßgeblich für den geringen Jahresüberschuss ist die Einbuchung eines Teilbetrages der Verbindlichkeit gegenüber der Trivadis Holding AG, Schweiz, mit TEUR 1.250, auf die in den Vorjahren der Verzicht mit Besserungsabrede ausgesprochen wurde.

2. c) Vermögens- und Finanzlage

Die Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft hat sich im Vergleich zum Vorjahr stabil gehalten.

Bei den Investitionen in das Sachanlagevermögen und in die immateriellen Vermögensgegenstände waren analog zum Vorjahr auch im Geschäftsjahr 2020 keine nennenswerten Einzelinvestitionen zu verzeichnen.

Die Forderungen und die sonstigen Vermögensgegenstände belaufen sich auf TEUR 8.168, wobei Forderungen gegen dritte Unternehmen TEUR 6.303 ausmachen und Forderungen gegen verbundene Unternehmen TEUR 672. Die flüssigen Mittel weisen einen frei verfügbaren Saldo von TEUR 3.746 (Vorjahr TEUR 6.435) aus.

Die Trivadis Germany GmbH weist zum Bilanzstichtag ein Eigenkapital in Höhe von TEUR 1.414 (Vorjahr TEUR 1.404) aus.

Die sonstigen Rückstellungen sind im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 100 auf TEUR 2.446 angestiegen und enthalten im Wesentlichen Personalverpflichtungen in Höhe von insgesamt TEUR 2.343.

Die Summe der Verbindlichkeiten ist im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 2.757 auf TEUR 8.139 gesunken. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von TEUR 3.454 enthalten Verbindlichkeiten aus Darlehen in Höhe von TEUR 1.250, die der Trivadis Germany GmbH von der Trivadis Holding AG gewährt wurden. Des Weiteren sind Ansprüche in Höhe von TEUR 2.204 aus dem laufenden Verrechnungsverkehr mit diversen Gesellschaften der Trivadis-Gruppe enthalten.

Der passive Rechnungsabgrenzungsposten hat sich gegenüber dem Vorjahr um TEUR 201 auf TEUR 3.215 erhöht. Der passive Rechnungsabgrenzungsposten setzt sich vor allem aus vor dem Abschlussstichtag erzielten Einnahmen aus Lizenzdienstleistungen, welche zu Erträgen nach dem Abschlussstichtag führen, zusammen.

3. Voraussichtliche Entwicklung der Gesellschaft sowie Chancen und Risiken der künftigen Entwicklung

Die Transformation der Trivadis in die vier Geschäftsbereiche - Managed Services, Platform Factory, Solution Factory und Consulting Services - wurde in 2020 weiter vorangetrieben. Nun steht unsere Vision, bis 2022 zum führenden digitalen Datenveredler zu werden, der Daten für und mit Kunden in neue Geschäftsmöglichkeiten verwandelt, ganz im Vordergrund.

In 2021 werden wir unser Angebot daher weiter schärfen, über die Geschäftsbereiche hinweg konsolidieren und fokussierter auf dem Markt positionieren. Wichtige hierfür in 2021 geltende Nebenbedingungen sehen wir im weiterhin steigenden Digitalisierungsdruck auf den Mittelstand, der zunehmenden Marktreife von Technologien, Lösungen und Produkten aus dem Themenumfeld rund um Künstliche Intelligenz und den sich aus dem Verlauf der Pandemie ergebenden Konsequenzen für viele unserer Kunden, insbesondere schwindender Ressourcen und Mittel. Wenig überraschend sehen wir in den Auswirkungen der Pandemie auf unsere Kunden derzeit das größte Risiko für 2021.

Die Chancen für erfolgreiche neue Angebote liegen klar bei den Themen Cloud und Künstliche Intelligenz. Ganz im Sinne von: "Turning Data Into Business" werden wir 2021 unser Angebot rund um alle Aktivitäten und Handlungsfelder der beiden zentralen Themen Analytics und Automatisierung arrangieren.

Sowohl in Analytics als auch in der Automatisierung spielen unsere bereits erfolgreich entwickelten Cloud-Angebote eine zentrale Rolle und werden weiter ausgebaut. 2021 werden wir zusätzlich ein umfassendes Angebot im Kontext Künstliche Intelligenz platzieren, das von der Einführung der notwendigen Technologien und Skills bei unseren Kunden, über die Identifizierung wichtiger KI-Use-Cases und der Verfügbarmachung notwendiger Daten bis hin zur Durchführung explorativer und produktiver KI-Projekte reichen wird.

Besondere Chancen sehen wir in diesem Zusammenhang in dem Handlungsdruck unserer Kunden, in den nächsten Jahren existierende Prozesse und Lösungen um KI-Features anzureichen, um hohe Automatisierungsgrade zu erreichen - eine neue Variante der Anwendungsmodernisierung.

Die technologische Ausrichtung berücksichtigt dabei die aktuellen und im Aufbau befindlichen Angebote unserer Partner Microsoft und AWS sowie den dominierenden Open Source-Technologien im Data- und KI-Segment.

Risiken sieht die Gesellschaft nach wie vor im qualitativ nicht ausreichenden Personalangebot. Zu den grössten Herausforderungen 2021 gehört weiterhin die Covid-19-Pandemie und die damit zusammenhängenden Massnahmen. Diese haben sowohl auf die wirtschaftliche Situation der Kunden als auch auf das Wohlergehen der Mitarbeitenden einen grossen Einfluss. So sind bei den Kunden einerseits weniger finanzielle Mittel vorhanden, gleichzeitig ist der Druck nach Digitalisierung durch Covid-19 gestiegen. Darauf gilt es, passende Antworten zu finden.

Für das Geschäftsjahr 2021 ist geplant, die Ertragslage gegenüber 2020 weiter zu bessern. Wir erwarten weiterhin eine leichte Steigerung des Umsatzes und des operativen Ergebnisses durch die kontinuierliche Ausrichtung des Marktauftritts und der Kundenansprache entlang der Schwerpunktthemen sowie das Ausbaupotential bei unseren Bestandskunden.

Wie in 2020 wird bei einem erneut positiven Ergebnis aus der operativen Geschäftstätigkeit in 2021 eine weitere Tranche der Verbindlichkeit gegen die Trivadis Holding AG aufwandswirksam wiederaufleben. Der Jahresüberschuss wird durch den außerordentlichen Aufwand wieder eine entsprechende Verminderung erfahren.

 

Stuttgart, den 14.04.2021

Trivadis Germany GmbH

Geschäftsführung

gez. Urban Lankes

Bilanz zum 31.12.2020

AKTIVA

Vorjahr
EUR EUR TEUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 877,00 5
II. Sachanlagen 519.014,41 524
519.891,41 (529)
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte 91..337,03 1.086
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 8.168.322,56 7.130
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 3.746.438,12 6.435
12.006.097,71 (14.651)
C. Rechnungsabgrenzungsposten 2.784.990,10 2.609
D. Aktive latente Steuern 535.200,00 452
15.846.179,22 18.241

PASSIVA

A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 500.000,00 500
II. Kapitalrücklage 152.693,79 153
III. Gewinnvortrag 751.608,66 0
IV. Jahresüberschuss 9.518,01 0
V. Bilanzgewinn 0,00 752
1.413.820,46 (1.405)
B. Rückstellungen 3.078.568,73 2.926
C. Verbindlichkeiten 8.139.089,20 10.896
D. Rechnungsabgrenzungsposten 3.214.700,83 3.014
15.846.179,22 18.241

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 01.01. bis 31.12.2020

Vorjahr
EUR EUR TEUR
1. Rohergebnis 30.065.017,82 31.010
2. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 16.755.874,99 17.229
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 2.824.779,71 2.857
- davon für Altersversorgung: EUR -8.649,00 (i.V. TEUR 24) 19.580.654,70 (20.086)
3. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 186.700,22 247
4. Sonstige betriebliche Aufwendungen 10.299.022,00 11.107
- davon Aufwendungen aus der Währungsumrechnung: EUR 305.439,70 (i.V. TEUR 533)
5. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 40,60 0
6. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 71.981,86 85
- davon an verbundene Unternehmen: EUR 0,00 (i.V. TEUR 4)
- davon Zinsaufwendungen aus der Abzinsung von Rückstellungen: EUR 71.981,86 (i.V. TEUR 82)
7. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -82.818,37 56
- davon Erträge aus der Zuführung und Auflösung latenter Steuern: EUR 83.343,76 (i.V. TEUR -184)
8. Ergebnis nach Steuern 9.518,01 -572
9. Jahresüberschuss 9.518,01 -572
10. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 0,00 452
11. Entnahmen aus der Kapitalrücklage 0,00 871
12. Bilanzgewinn 0,00 752

Anhang für das Geschäftsjahr 2020

1. Allgemeine Angaben zum Unternehmen

Die Trivadis Germany GmbH hat ihren Sitz in Stuttgart. Sie ist im Handelsregister des Amtsgerichts Stuttgart unter HRB 18089 eingetragen.

2. Allgemeine Angaben zu Inhalt und Gliederung des Jahresabschlusses

Der Jahresabschluss der Trivadis Germany GmbH wurde nach den Vorschriften der §§ 242 ff. HGB unter Beachtung der ergänzenden Bestimmungen für mittelgroße Kapitalgesellschaften (§§ 264 ff. HGB) sowie des GmbHG aufgestellt.

Der vorliegende Jahresabschluss ist - mit nachfolgender Ausnahme - unter Beibehaltung der für den Vorjahresabschluss angewendeten Gliederungsgrundsätzen nach den für mittelgroße Kapitalgesellschaften geltenden Vorschriften des Handelsgesetzbuches aufgestellt (§§ 265 Abs. 1,266 ff. HGB).

Lohn- und Gehaltsnebenbezüge in Höhe von TEUR 539 (i.V. TEUR 472), die im Vorjahr unter den sonstigen betrieblichen Aufwendungen ausgewiesen waren, werden im Berichtsjahr dem GuV-Posten "Personalaufwand, Löhne und Gehälter" zugeordnet; das Vorjahr wird entsprechend angepasst.

Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gewählt.

3. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Erworbene immaterielle Anlagewerte werden zu Anschaffungskosten angesetzt und, sofern sie der Abnutzung unterliegen, um planmässige Abschreibungen vermindert.

Das Sachanlagevermögen wird zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmässige Abschreibungen vermindert.

Die planmässigen Abschreibungen werden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände linear vorgenommen. Geringwertige Anlagegüter bis zu einem Wert von EUR 800,00 werden im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben; ihr sofortiger Abgang wird unterstellt.

Die unfertigen Leistungen sind auf der Basis von Einzelkalkulationen der zugrunde liegenden Projekte zu Herstellungskosten bewertet. Hierbei werden neben den direkt zurechenbaren Stundensätzen der Projektmitarbeiter auch anteilige Gemeinkosten berücksichtigt.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden zu Nennwerten unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken bewertet.

Die Pensionsverpflichtungen werden versicherungsmathematisch unter Zugrundelegung biometrischer Wahrscheinlichkeiten (Richttafeln 2018 G von Dr. Klaus Heubeck) nach der projected unit credit method (Methode der laufenden Einmalprämien) ermittelt.

Für die Berechnungen wurden folgende Annahmen berücksichtigt:

Zinssatz 2.30 %
Rentendynamik 1.00 %
Gehaltstrend 0.00 %
Fluktuationsrate 0.00 %
zu Grunde gelegte Sterbetafel Richttafeln 2018 G von Dr. Klaus Heubeck

Bei der Festlegung des laufzeitkongruenten Rechnungszinssatzes von 2.30 % wurde der in Anwendung des Wahlrechts nach § 253 Abs. 2 Satz 2 HGB von der Deutsche Bundesbank ermittelte und veröffentlichte durchschnittliche Marktzinssatz der letzten zehn Jahre verwendet, der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt. In Höhe des im Vergleich zur Ermittlung der Pensionsrückstellungen bei Anwendung des bisher geltenden durchschnittlichen Marktzinssatzes, der auf Basis der letzten sieben Jahre ermittelt wurde (1,60 %), ergebenen Unterschiedsbetrags besteht eine Ausschüttungssperre (§ 253 Abs. 6 HGB). Der ausschüttungsgesperrte Unterschiedsbetrag beläuft sich auf EUR 111.708,00.

Vermögensgegenstände, die dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogen, unbelastet und insolvenzsicher sind, sowie ausschließlich zur Erfüllung von Schulden aus Pensionsverpflichtungen dienen (Deckungsvermögen), werden gemäß § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB unmittelbar mit den korrespondierenden Schulden verrechnet. Die Pensionsrückstellungen betragen mit dem Erfüllungsbetrag EUR 998.021,00 (Vj. TEUR 901) und nach Vermögensverrechnung EUR 610.452,00 (Vj. TEUR 547).

Die übrigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen und sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages bewertet. Zukünftige Preis- und Kostensteigerungen werden berücksichtigt, sofern ausreichend objektive Hinweise für deren Eintritt vorliegen. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr sind mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre, der von der Deutsche Bundesbank zum Bilanzstichtag ermittelt wurde, abgezinst. Bei Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von unter einem Jahr wird auf eine Abzinsung verzichtet.

Aufwendungen und Erträge aus sich im Zeitablauf ändernden Zinssätzen oder der Veränderung der Restlaufzeiten werden im Finanzergebnis ausgewiesen.

Verbindlichkeiten werden zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

Geschäftsvorfälle in fremder Währung werden zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet. Insofern sind im vorliegenden Jahresabschluss unrealisierte Gewinne und Verluste aus der Währungsumrechnung enthalten. Die Gewinne und Verluste aus der Umrechnung von Fremdwährungsgeschäften werden erfolgswirksam erfasst und in der Gewinn- und Verlustrechnung gesondert unter dem Posten "sonstige betriebliche Erträge" bzw. "sonstige betriebliche Aufwendungen" ausgewiesen.

Latente Steuern werden auf zeitliche Unterschiede zwischen den handelsrechtlichen und steuerlichen Wertansätzen gebildet, sofern sich diese in späteren Geschäftsjahren voraussichtlich abbauen. Eine sich insgesamt ergebende Steuerbelastung wird in der Bilanz als passive latente Steuer angesetzt. Im Fall einer sich insgesamt ergebenden Steuerentlastung wird von dem Aktivierungswahlrecht des § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB Gebrauch gemacht. In Ausübung des Wahlrechts nach § 274 Abs. 1 Satz 3 HGB werden die latenten Steuern saldiert ausgewiesen.

4. Angaben zur Bilanz

4.1 Anlagevermögen

Die Aufgliederung und Entwicklung der Anlagenwerte und die Geschäftsjahresabschreibung je Posten der Bilanz sind aus dem Anlagenspiegel zu entnehmen.

Die GWG bis EUR 800,00 betrugen EUR 11.029.26 (Vj. TEUR 38) und wurden aufgrund der Bewegungsfreiheit voll abgeschrieben.

4.2 Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen betragen im Geschäftsjahr 2020 EUR 672.152,80 (Vj. TEUR 1.126). Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen betreffen in Höhe von EUR 43.253,07 (Vj. TEUR 914) die Gesellschafterin.

Die Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr belaufen sich auf EUR 18.386,55 (Vj. TEUR 0).

4.3 Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten

Der Kassenbestand und die Guthaben bei Kreditinstituten betragen zum Jahresende 2020 EUR 3.746.438,12 (Vj. TEUR 6.435).

4.4 Rückstellungen

Für die Saldierung von Schulden aus Altersvorsorgeverpflichtungen mit verrechnungsfähigen Vermögenswerten (Deckungsvermögen) wurden folgende Werte ermittelt:

Verrechnung von Vermögensgeständen und Schulden EUR
Erfüllungsbetrag der Schulden (Pensionsverpflichtungen) 998.021,00
Anschaffungskosten der verrechneten Vermögenswerte 387.569,00
Zeitwert der verrechneten Vermögenswerte 387.569,00
Zinsaufwendungen aus Pensionsrückstellungen 82.512,00
verrechnete Erträge aus Rückdeckungsversicherung 10.543,00
71.969,00

4.5 Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betragen im Geschäftsjahr 2020 EUR 3.454.304,48 (Vj. TEUR 3.951). Mit EUR 1.250.000,00 (Vj. TEUR 1.120) sind Verbindlichkeiten aus dem Wiederaufleben der Forderungen der Trivadis Holding AG enthalten, auf die in den Vorjahren ein Forderungsverzicht mit Besserungsschein ausgesprochen wurde. In den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sind ferner Verbindlichkeiten gegenüber der Gesellschafterin in Höhe von EUR 1.151.665,01 (Vj. TEUR 1.883) enthalten.

Alle Verbindlichkeiten haben eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr.

Von den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sind Verbindlichkeiten in Höhe von TEUR 1.500 mit einer Rangrücktrittserklärung versehen.

Für die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen bestehen branchenübliche Eigentumsvorbehalte an den gelieferten Gegenständen.

4.6 Rechnungsabgrenzungsposten

Die Rechnungsabgrenzungsposten betragen zum Jahresende 2020 auf der Aktivseite der Bilanz EUR 2.784.990,10 (Vj. TEUR 2.609) und auf der Passivseite der Bilanz EUR 3.214.700,83 (Vj. TEUR 3.014).

4.7 Ausschüttungssperre

Der Gesamtbetrag, der gem. §§ 253 Abs. 6 und 268 Abs. 8 HGB der Ausschüttungssperre unterliegt, beträgt EUR 646.908,00.

Im Einzelnen gliedert sich der Gesamtbetrag wie folgt:

Gesamtbetrag gemäß Ausschüttungssperre EUR
Aktivierung latenter Steuern 535.200,00
Ertrag aus geändertem Zinssatz zur Abzinsung von Pensionsverpflichtungen 111.708,00
Gesamtbetrag 646.908,00

4.8 Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Neben den in der Bilanz ausgewiesenen Verbindlichkeiten bestehen in Höhe von EUR 2.857.702,12 sowie in Höhe von CHF 3.421.129,82 sonstige finanzielle Verpflichtungen.

Im Einzelnen beinhalten diese Verpflichtungen folgende Sachverhalte:

Dauerschuldverhältnisse aus Mietverträgen in Höhe von EUR 1.789.036,42. Diese beziehen sich entsprechend der Laufzeit auf die Jahre 2021 bis 2026.

Jahr 2021 895.058,40 EUR
Jahr 2022 bis 2026 902.978,02 EUR
Summe 1.798.036,42 EUR

Dauerschuldverhältnisse aus Kraftfahrzeug-Leasingverträgen in Höhe von EUR 1.059.665,70. Diese beziehen sich entsprechend der Laufzeit auf die Jahre 2021 bis 2023.

Jahr 2021 566.464,18 EUR
Jahr 2022 bis 2023 493.201,52 EUR
Summe 1.059.665,70 EUR

Die Miet- und Leasingverträge stellen eine Finanzierungsalternative dar, durch die im Wesentlichen eine Liquiditäts- und Eigenkapitalbindung sowie die Übernahme wesentlicher wirtschaftlicher Risiken vermieden werden. Weiterhin besteht Planungs- und Kalkulationssicherheit im Hinblick auf die für die Laufzeit vereinbarten Leasingkonditionen.

Verpflichtungen gegenüber der Konzernmuttergesellschaft:

aus Forderungsverzichten gegen Besserungsschein CHF 3.421.129,82 (Vj. TCHF 4.773)

Umgerechnet zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag betragen die Verpflichtungen aus den Forderungsverzichten gegen Besserungsschein TEUR 3.163; dazu kommen noch nicht geltend gemachte Zinsansprüche.

5. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

Bestandsveränderung

Die ausgewiesene Bestandsveränderung weicht aus buchungstechnischen Gründen von der Differenz der Bilanzposten des laufenden und des Vorjahres ab.

Außergewöhnliche Aufwendungen

In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind außergewöhnliche Aufwendungen aus der Einbuchung von Verbindlichkeiten in Höhe von TEUR 1.250 enthalten, auf die in Vorjahren vom Darlehensgeber ein Forderungsverzicht mit Besserungsabrede ausgesprochen wurde.

6. Sonstige Pflichtangaben

6.1 Namen der Geschäftsführer

Während des abgelaufenen Geschäftsjahrs wurden die Geschäfte des Unternehmens durch folgende Person geführt:

Geschäftsführer: Urban Lankes

ausgeübter Beruf: Dipl. Ingenieur

6.2 Vergütungen der Geschäftsführer

Von der Schutzklausel nach § 286 Abs. 4 HGB wird Gebrauch gemacht.

6.3 Gebildete Rückstellungen für frühere Geschäftsführer

Die Pensionsverpflichtungen gegenüber früheren Geschäftsführern und deren Hinterbliebenen sind durch Rückstellungen abgedeckt. Die Rückstellungen betragen Euro 998.021,00. Auf die Angabe der Gesamtbezüge der früheren Mitglieder der Geschäftsführung wird gemäß § 286 Abs. 4 HGB verzichtet, da nur eine Person anspruchsberechtigt ist.

6.4 Konzernzugehörigkeit

Die Trivadis GmbH wird in den Konzernabschluss der Trivadis Holding AG, CH-Glattbrugg, einbezogen. Alleingesellschafterin ist die Trivadis AG, CH-Glattbrugg.

6.5 Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahrs beschäftigten Arbeitnehmer

Die Gesamtzahl der durchschnittlich beschäftigten Arbeitnehmer beträgt 240.

7. Ergebnisverwendung

Die Geschäftsführung schlägt vor, den Bilanzgewinn in Höhe von EUR 761.126,67 auf neue Rechnung vorzutragen.

Überleitung Jahresergebnis zum Bilanzgewinn:

Jahresüberschuss 9.518,01
Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 751.608,66
Bilanzgewinn 761.126,67

 

Stuttgart, den 14. April 2021

Trivadis Germany GmbH

Geschäftsführung

gez. Urban Lankes

Entwicklung des Anlagevermögens 2020

Anschaffungs-/Herstellungskosten
Stand am 01.01.2020 Zugänge Abgänge Stand am 31.12.2020
EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen und gewerbliche Schutzrechte 129.904,87 0,00 14.310,31 115.594,56
II. Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen 453.036,38 13.612,86 1.036,65 465.612,59
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.501.200,41 119.654,62 264.773,78 1.356.081,25
3. Geleistete Anzahlungen 0,00 62.622,04 0,00 62.622,04
1.954.236,79 195.889,52 265.810,43 1.884.315,88
2.084.141,66 195.889,52 280.120,74 1.999.910,44
Kumulierte Abschreibungen
Stand am 01.01.2020 Zugänge Abgänge Stand am 31.12.2020
EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen und gewerbliche Schutzrechte 125.310,87 3.716,00 14.309,31 114.717,56
II. Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen 295.400,38 34.034,86 1.035,65 328.399,59
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.134.833,04 148.949,36 246.880,52 1.036.901,88
3. Geleistete Anzahlungen 0,00 0,00 0,00 0,00
1.430.233,42 182.984,22 247.916,17 1.365.301,47
1.555.544,29 186.700,22 262.225,48 1.480.019,03
Buchwerte
31.12.2020 31.12.2019
EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen und gewerbliche Schutzrechte 877,00 4.594,00
II. Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen 137.213,00 157.636,00
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 319.179,37 366.367,37
3. Geleistete Anzahlungen 62.622,04 0,00
519.014,41 524.003,37
519.891,41 528.597,37

Bescheinigung

Der vorstehende, zur Offenlegung bestimmte und nach § 327 HGB verkürzte Jahresabschluss der Trivadis Germany GmbH, Stuttgart, entspricht den gesetzlichen Vorschriften. Zu dem vollständigen Jahresabschluss und dem Lagebericht der Trivadis Germany GmbH, Stuttgart, haben wir unter dem Datum vom 18.06.2021 den folgenden Bestätigungsvermerk erteilt:

"Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Trivadis Germany GmbH, Stuttgart

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Trivadis Germany GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2020 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2020 bis zum 31. Dezember 2020 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Trivadis Germany GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2020 bis zum 31. Dezember 2020 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2020 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2020 bis zum 31. Dezember 2020 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung.

Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen."

 

Lahr/Schw., den 08.02.2022

BTG
Badische Treuhand Gesellschaft mbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Steuerberatungsgesellschaft

gez. Jens Rhode, Wirtschaftsprüfer

gez. Patrick Schilli, Wirtschaftsprüfer

Beschluss über die Feststellung des Jahresabschlusses

Die Gesellschafterversammlung der Trivadis Germany GmbH, Stuttgart, hat am 21.06.2021 den Jahresabschluss zum 31.12.2020 festgestellt. Ferner wurde beschlossen, den Bilanzgewinn auf neue Rechnung vorzutragen.

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