Stammdaten

Register
Amtsgericht Potsdam HRB 6612
Vorher
MIKROMOL GmbH Umweltanalytik Qualitätsprüfung Bioorganische Produkte
Eingetragen
2.5.2006
Branche
Großhandel mit chemischen ErzeugnissenHerstellung von pharmazeutischen GrundstoffenHerstellung von sonstigen anorganischen Grundstoffen und Chemikalien
Gegenstand
Die Analyse, Herstellung, Bearbeitung und der Vertrieb von chemischen und biochemischen Stoffen und Materialien, Testverfahren und Teststoffen.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Olaf Wilhelm Bremer
seit 6.4.2023
Geschäftsführer
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (2)

NameAnteil
75.00%
LGC (Holdings) LimitedGBR
25.00%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Germany
52.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

LGC GmbH

Luckenwalde

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.04.2021 bis zum 31.03.2022

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die LGC GmbH

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der LGC GmbH, Luckenwalde, - bestehend aus der Bilanz zum 31. März 2022 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. April 2021 bis zum 31. März 2022 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der LGC GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. April 2021 bis zum 31. März 2022 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. März 2022 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. April 2021 bis zum 31. März 2022 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben.

Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können;

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben;

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben;

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann;

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt;

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens;

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Berlin, 4. Dezember 2024

EY GmbH & Co. KG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Canzler, Wirtschaftsprüfer

Bilanz zum 31. März 2022

Aktiva

31.03.2021
EUR EUR TEUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 138.761,70 223
2. Entgeltlich erworbene Software 406.139,29 128
544.900,99 351
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 3.870.946,55 4.012
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3.464.944,28 3.032
7.335.890,83 7.044
7.880.791,82 7.395
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 8.440.957,65 7.442
2. Unfertige Erzeugnisse 14.529.845,46 9.671
3. Fertige Erzeugnisse 11.525.543,00 11.539
34.496.346,11 28.652
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 1.643.142,89 4.131
2. Sonstige Vermögensgegenstände 63.012,99 58
1.706.155,88 4.189
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 256.445,71 545
36.458.947,70 33.386
C. Rechnungsabgrenzungsposten 467.057,85 153
44.806.797,37 40.934

Passiva

31.03.2021
EUR EUR TEUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 52.000,00 52
II. Gewinnvortrag 447.371,32 447
499.371,32 499
B. Rückstellungen
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 432.569,66 392
2. Sonstige Rückstellungen 942.980,88 817
1.375.550,54 1.209
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 632.324,41 548
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen
Unternehmen 41.896.602,68 38.431
3. Sonstige Verbindlichkeiten 402.948,42 247
davon aus Steuern EUR 129.877,96 (Vj.: TEUR 114)
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit EUR 2.655,48 (Vj.: TEUR 0)
42.931.875,51 39.226
44.806.797,37 40.934

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. April 2021 bis 31. März 2022

2020/2021
EUR EUR TEUR
1. Umsatzerlöse 20.550.609,51 18.465
2. Erhöhung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen 4.845.691,80 1.439
3. Andere aktivierte Eigenleistungen 0,00 132
4. Sonstige betriebliche Erträge 165.361,43 142
davon Erträge aus der Währungsumrechnung EUR 32.431,63 (Vj. TEUR 27)
25.561.662,74 20.178
5. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren -3.956.237,34 -2.025
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen -307.825,84 -642
6. Personalaufwand
a) Gehälter -9.177.462,77 -9.317
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -1.944.914,25 -1.689
davon für Altersversorgung EUR 79.880,26 (Vj. TEUR 107)
7. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -757.671,19 -691
8. Sonstige betriebliche Aufwendungen -3.727.034,76 -2.992
davon Aufwendungen aus der Währungsumrechnung EUR 48.637,39 (Vj. TEUR 5)
-19.871.146,15 -17.356
9. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 0,00 15
10. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -2.256.662,62 -2.178
davon an verbundene Unternehmen EUR 2.250.500,00 (Vj. TEUR 2.164)
-2.256.662,62 -2.163
11. Ergebnis vor sonstigen Steuern und vor Ergebnisabführung 3.433.853,97 659
12. Sonstige Steuern -3.086,00 -2
13. Aufgrund eines Gewinnabführungsvertrags abgeführte Gewinne -3.430.767,97 -657
14. Jahresergebnis 0,00 0

Anhang für 2021/22

Allgemeine Hinweise

Der vorliegende Jahresabschluss wurde gemäß §§ 242 ff. und §§ 264 ff. HGB sowie nach den einschlägigen Vorschriften des GmbHG aufgestellt. Es gelten die Vorschriften für mittelgroße Kapitalgesellschaften, wobei die Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung nach den Gliederungsschemata für große Kapitalgesellschaften aufgestellt wurden.

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB aufgestellt.

Um die Klarheit der Darstellung der Bilanz zu verbessern, wurden die Angaben zur Mitzugehörigkeit zu anderen Posten und die davon-Vermerke im Anhang gemacht.

Registerinformationen

Die Gesellschaft ist unter der Firma LGC GmbH mit Sitz in Luckenwalde im Handelsregister des Amtsgerichts Potsdam unter der Nummer HRB 6612 P eingetragen.

Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren unverändert die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend:

Als selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens werden Entwicklungskosten gem. § 248 Abs. 2 HGB mit den Herstellungskosten bilanziert; entsprechend ihrer Nutzungsdauer wird die planmäßige Abschreibung über fünf Jahre linear erfolgen.

Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten bilanziert und werden, sofern sie der Abnutzung unterliegen, entsprechend ihrer Nutzungsdauer um planmäßige Abschreibungen (drei bzw. fünf Jahre; lineare Methode) vermindert.

Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungskosten angesetzt und wird, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Die Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens werden nach Maßgabe der voraussichtlichen Nutzungsdauer entsprechend der von der Finanzverwaltung veröffentlichten AfA-Tabellen (zulässige Höchstsätze) abgeschrieben. Die beweglichen Anlagegüter werden grundsätzlich linear abgeschrieben. Geringwertige Anlagegüter bis zu einem Netto-Einzelwert von EUR 250,00 werden im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben bzw. als Aufwand erfasst; ihr sofortiger Abgang wird unterstellt. Für Anlagegüter mit einem Netto-Einzelwert von mehr als EUR 250,00 bis EUR 1.000,00 wurde der jährlich steuerlich zu bildende Sammelposten aus Vereinfachung in die Handelsbilanz übernommen und über einen Zeitraum von fünf Jahren pauschaliert linear abgeschrieben. Die Abschreibungen auf Zugänge des Sachanlagevermögens werden im Übrigen zeitanteilig vorgenommen.

Die Vorräte werden zu Anschaffungs- und Herstellungskosten bzw. zu den niedrigeren Tageswerten angesetzt.

Die Bestände an Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen sind zu durchschnittlichen Einstandspreisen oder niedrigeren Tagespreisen am Bilanzstichtag aktiviert.

Die unfertigen und fertigen Erzeugnisse sind zu Herstellungskosten bewertet, wobei neben den direkt zurechenbaren Einzelkosten auch Fertigungs- und Materialgemeinkosten sowie Kosten der allgemeinen Verwaltung berücksichtigt werden. Fremdkapitalzinsen gemäß § 255 Abs. 3 Satz 2 HGB wurden nicht in die Herstellungskosten einbezogen.

Alle erkennbaren Risiken im Vorratsvermögen, die sich aus überdurchschnittlicher Lagerdauer, geminderter Verwertbarkeit und niedrigeren Wiederbeschaffungskosten ergeben, sind durch angemessene Abwertungen berücksichtigt.

Neben den handelsüblichen Eigentumsvorbehalten sind die Vorräte über einen globalen Kreditvertrag an die refinanzierende Bank des LGC-Konzerns verpfändet.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert angesetzt.

Die liquiden Mittel wurden zum Nominalwert angesetzt.

Der Rechnungsabgrenzungsposten betrifft die Abgrenzungen von Aufwendungen für die Wartung von Laborgeräten, das Nutzungsentgelt für eine chemische Datenbank, die Abgrenzung von BVG-Tickets sowie die Umlage für die Gruppenversicherungen.

Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden nach der sog. "Projected-Unit-Credit-Methode" unter Verwendung der "Richttafeln 2018 G" von Prof. Dr. Klaus Heubeck ermittelt. Für die Abzinsung wurde pauschal der durchschnittliche Marktzinssatz der letzten 10 Jahre bei einer restlichen Laufzeit von 15 Jahren von 2,23 % (Vj. 2,61 %) gemäß der Rückstellungsabzinsungsverordnung vom 18. November 2009 verwendet. Erwartete Gehaltssteigerungen wurden mit 0,00 % (Vj. 0,00 %) und erwartete Rentensteigerungen mit 0,00 % (Vj. 0,00 %) berücksichtigt. Eine Rate für die Fluktuation wurde nicht berücksichtigt.

Gem. § 253 Abs. 6 HGB wurde für die Abzinsung pauschal der Zinssatz mit 10-jährigem Durchschnitt bei einer restlichen Laufzeit von 15 Jahren verwendet. Der Unterschiedsbetrag zum Zinssatz mit 7-jährigem Durchschnitt unterliegt einer Ausschüttungssperre, nicht aber einer Abführungssperre. Diese Ausschüttungssperre nach § 253 Abs. 6 HGB regelt den Umgang mit dem Entlastungseffekt, der sich aus der handelsrechtlichen Neubewertung von Pensionsrückstellungen im Sinne des § 253 Abs. 2 Satz 1 HGB ergibt. Dieser Unterschiedsbetrag beläuft sich zum Stichtag auf TEUR 31 (Vj. TEUR 47) und wurde im Rahmen des Ergebnisabführungsvertrags an unsere Muttergesellschaft abgeführt.

Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten. Sie sind in der Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt.

Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten wurden mit dem Devisenkassamittelkurs zum Abschlussstichtag umgerechnet. Die in der Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesenen Davon-Vermerke aus Währungsumrechnungen enthalten sowohl realisierte als auch nicht realisierte Währungskursdifferenzen.

Latente Steuern sind aufgrund der steuerlichen Organschaft nicht auf der Ebene der Gesellschaft, sondern auf Ebene des Organträgers zu bilden.

Erläuterungen zur Bilanz

Anlagevermögen

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im Anlagenspiegel auf der letzten Seite des Anhangs dargestellt.

Entwicklungskosten selbst geschaffener immaterieller Vermögensgegenstände wurden keine (Vj. TEUR 132) aktiviert. Die aktivierten Entwicklungskosten des Vorjahres waren ausschließlich auf ein Projekt bezogen. Ansonsten werden angefallene Forschungs- und Entwicklungskosten in der Buchhaltung bzw. Kostenrechnung nicht separiert.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Von den sonstigen Vermögensgegenständen haben TEUR 62 (Vj. TEUR 56) eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr. Alle übrigen Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände haben Restlaufzeiten von bis zu einem Jahr.

31.03.2022 31.03.2021
TEUR TEUR
Forderungen gegen verbundene Unternehmen 1.643 4.131
davon aus Lieferungen und Leistungen (1.643) (4.131)
Sonstige Vermögensgegenstände 63 58
1.706 4.189

Die sonstigen Vermögensgegenstände enthalten Beträge in Höhe von TEUR 62 (Vj. TEUR 56), die erst nach dem Abschlussstichtag rechtlich entstehen. Es handelt sich dabei um eine Mietkaution.

Eigenkapital

Ausschüttungsgesperrte Beträge ergeben sich aus der Bewertung der Pensionsrückstellungen und betragen zum 31. März 2022 TEUR 31 (Vj. TEUR 47). Dieser Betrag ist jedoch nicht abführungsgesperrt.

Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen

Angaben zur Verrechnung nach § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB:

31.03.2022 31.03.2021
TEUR TEUR
Erfüllungsbetrag der verrechneten Schulden 565 515
Anschaffungskosten der Vermögensgegenstände 132 123
Beizulegender Zeitwert der Vermögensgegenstände 132 123
Verrechnete Aufwendungen 11 11
Verrechnete Erträge 23 23

Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen wurden im Wesentlichen für ausstehende Kostenrechnungen, Mietnebenkosten, Urlaubsansprüche, Mehrarbeitsvergütungen, Mitarbeiterboni sowie interne und externe Aufwendungen für die Jahresabschlusserstellung und Prüfung des Jahresabschlusses gebildet.

Verbindlichkeiten

Die Restlaufzeiten und die Besicherung der Verbindlichkeiten sind im Verbindlichkeitenspiegel im Einzelnen dargestellt.

Die Verbindlichkeiten umfassen solche gegenüber Gesellschaftern in Höhe von TEUR 41.843 (Vj. TEUR 38.356) und resultieren aus Verbindlichkeiten Umsatzsteuer (TEUR 262; Vj. TEUR 549), Darlehen (TEUR 38.150; Vj. TEUR 37.150) sowie der Abführung des Jahresergebnisses (TEUR 3.431; Vj. TEUR 657) aufgrund des Ergebnisabführungsvertrages. Die übrigen Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von TEUR 54 (Vj. TEUR 75) resultieren aus Liefer- und Leistungsbeziehungen.

in TEUR

Restlaufzeit
Art der Verbindlichkeit bis 1 Jahr mehr als 1 Jahr davon über 5 Jahre gesichert mit
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 632 0 0 -
(Vorjahr) (548) (0) (0) (-)
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 41.897 0 0 -
(Vorjahr) (38.431) (0) (0) (-)
- davon gegenüber Gesellschaftern 41.843 0 0 -
(Vorjahr) (38.356) (0) (0) (-)
3. Sonstige Verbindlichkeiten 279 124 0 -
(Vorjahr) (124) (124) (0) (-)
Art der Verbindlichkeit gesamt
31.03.2022 31.03.2021
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 632
(Vorjahr) (548)
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 41.897
(Vorjahr) (38.431)
- davon gegenüber Gesellschaftern 41.843
(Vorjahr) (38.356)
3. Sonstige Verbindlichkeiten 403
(Vorjahr) (248)

Die Dauer der Ausreichung der Darlehen erfolgt im Rahmen des Intra-Group Loan Agreements vom 24. März 2014. Mit Ergänzung vom 14. Februar 2018 zum Loan Agreement wurde klargestellt, dass eine Rückzahlung des Darlehens oder Teile davon nur in der Höhe angefordert werden kann, sofern es die wirtschaftlichen und finanziellen Verhältnisse der LGC GmbH zulassen.

Ausschüttungs- bzw. Abführungssperre

In Höhe der folgenden Beträge ergibt sich aus Aktivierungen gemäß § 268 Abs. 8 HGB und nach Berücksichtigung gegenläufiger latenter Steuern grds. eine Gewinnausschüttungs- bzw. Abführungssperre:

31.03.2022 31.03.2021
TEUR TEUR
aus der Aktivierung
selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände 294 294
Passive latente Steuern (auf Ebene des Organträgers abzugrenzen) -4 -80
Gesamtbetrag der Beträge i.S.d. § 268 Abs. 8 HGB 290 214
./. Entsperrung durch Gewinnvortrag 447 447
frei verfügbar 157 233

Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge umfassen im Wesentlichen Erstattungen zu Personalaufwendungen gem. dem Gesetz über den Ausgleich der Arbeitgeberaufwendungen für Entgeltfortzahlung (AAG), Erträge aus Sachwertbezügen Firmenwagen sowie Erträge aus Schadenersatzleistungen von Versicherungen sowie realisierte Währungsgewinne.

Sonstige Angaben

Haftungsverhältnisse

Mit Eintritt des Investors KKR & Co. L.P., New York City, USA, im März 2016 in die LGC Group wurden die Finanzstrukturen im Konzern neu geordnet.

Als Sicherheiten wurden u. a. sämtliche Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, aus Versicherungsverträgen, aus konzerninternen Darlehensverträgen sowie alle Bankguthaben und das bewegliche Vermögen der LGC Standards GmbH an die den LGC- Konzern refinanzierenden Kreditinstitute verpfändet.

Im April 2020 wechselte die Mehrheitsbeteiligung an der LGC Group zu einem Privat- Equity-Konsortium unter der Führung von Cinven Capital Management General Partner Limited, England, und Astorg Asset Management S.a.r.l., Luxemburg.

Weitere Haftungsverhältnisse liegen nicht vor.

Das Risiko einer Inanspruchnahme aus der Verpfändung wird aufgrund der guten Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns als sehr gering eingeschätzt.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Es bestehen in Höhe von TEUR 2.365 (Vj. TEUR 3.285) sonstige finanzielle Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen, die zwischen 2022 und 2026 enden.

Geschäftsführung

Geschäftsführer im Geschäftsjahr 2021/22 waren:

 

Herr Diplom Chemiker Dr. Günter Funk, Stahnsdorf, Executive Director

(Vertrieb und Verwaltung);

 

Herr Pharmazeut Dr. Hans Zimmermann, Teltow, Executive Director

(Produktion, Forschung und Entwicklung);

 

Frau Dr. Martina Christiane Kotthaus, Potsdam, Executive Director

(Produktion und Logistik)

Die Bezüge der drei Mitglieder der Geschäftsführung betrugen im Geschäftsjahr insgesamt TEUR 564 (Vj. TEUR 565). Die Pensionsrückstellungen für Mitglieder der Geschäftsführung und ihrer Hinterbliebenen sind in voller Höhe gebildet und betragen TEUR 515 (Vj. TEUR 515) (vor Verrechnung gem. § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB).

Herr Dr. Funk und Hr. Dr. Zimmermann sind mit Wirkung zum 6. April 2023 aus der Geschäftsführung ausgeschieden. Mit gleichem Datum ist als Geschäftsführer eingetragen:

 

Olaf Wilhelm Bremer, Wustermark, Executive Director

Die Organstellung entspricht dem ausgeübten Beruf.

Mitarbeiter

Die durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Mitarbeiter betrug:

2021/2022 2020/2021
Angestellte 206 198

Des Weiteren wurden im Geschäftsjahr drei operativ tätige Geschäftsführer und durchschnittlich zwei Auszubildende beschäftigt.

Konzernverhältnisse

Den Konzernabschluss für den kleinsten Kreis der Konzernunternehmungen, zu denen die Gesellschaft gehört, wird aufgestellt von der LGC Science Group Holdings Limited, Teddington, UK, aufgestellt. Dieser ist veröffentlicht und kann eingesehen werden bei LGC, Queens Road, Teddington, Middlesex, TW11 OLY, UK.

Den Konzernabschluss für den größten Kreis der Konzernunternehmungen, zu denen die Gesellschaft gehört, wird aufgestellt von der LGC Science Corporation S à r l, Luxemburg, Luxemburg, aufgestellt. Dieser ist veröffentlicht und kann eingesehen werden bei LGC, Queens Road, Teddington, Middlesex, TW11 OLY, UK.

Abschlussprüferhonorare

Das vom Abschlussprüfer für die Prüfung des Jahresabschlusses der LGC GmbH zum Bilanzstichtag 31. März 2022 berechnete Honorar beträgt TEUR 29,5.

Nachtragsbericht

Die gesamtwirtschaftliche Lage ist aufgrund des Corona-Virus durch große Unsicherheiten geprägt.

Seit dem 24. Februar 2022 führt Russland Krieg gegen die Ukraine. Die Gesamtwirtschaftliche Lage hat sich in den letzten Jahren aufgrund der rasant gestiegenen Energiepreise sowie Störung der Logistikketten deutlich eingetrübt. Wie umfangreich und nachhaltig sich diese Auswirkungen auch in Zukunft auf die Branche auswirken werden, kann derzeit nicht verlässlich abgeschätzt werden.

Da die Gesellschaft weder nach Russland noch in die Ukraine erwähnenswerte wirtschaftliche Verbindungen unterhält, hat der Konflikt keine wesentlichen Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der LGC GmbH, Luckenwalde.

Wir verweisen in diesem Zusammenhang auf die Ausführungen im Lagebericht in den Kapiteln "Prognosebericht" und "Risiko- und Chancenbericht".

Im März 2023 erwarb die LGC-Gruppe die Anteile an der Lipomed Inc., Cambridge, USA. Die LGC GmbH, Luckenwalde, erwarb das Business und den Lagerbestand in Lagern in der Schweiz und in Deutschland.

Es sind nach dem Ende des Geschäftsjahres keine sonstigen Ereignisse eingetreten, die eine besondere Bedeutung für die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage haben.

Gewinnverwendung

Gemäß Ergebnisabführungsvertrag vom 29. Dezember 2003, zuletzt geändert am 1. Dezember 2014, hat sich die LGC GmbH verpflichtet, ihren ganzen nach handelsrechtlichen Vorschriften ermittelten Gewinn an die LGC Beteiligungs GmbH, Wesel, abzuführen.

 

Luckenwalde, den 18. November 2024

gez. Dr. Martina Christiane Kotthaus

gez. Olaf Wilhelm Bremer

Entwicklung des Anlagevermögens 2021/2022

Anschaffungs- und Herstellungskosten
01.04.2021 Zugänge Abgänge 31.03.2022
EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 294.447,78 0,00 0,00 294.447,78
2. Entgeltlich erworbene Software 1.091.783,82 361.935,31 32.761,45 1.420.957,68
1.386.231,60 361.935,31 32.761,45 1.715.405,46
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 4.997.537,45 1.921,18 0,00 4.999.458,63
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 7.623.231,27 879.572,61 117.973,50 8.384.830,38
12.620.768,72 881.493,79 117.973,50 13.384.289,01
14.007.000,32 1.243.429,10 150.734,95 15.099.694,47
Kumulierte Abschreibungen
01.04.2021 Zugänge Abgänge 31.03.2022
EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 71.558,16 84.127,92 0,00 155.686,08
2. Entgeltlich erworbene Software 964.225,30 83.354,54 32.761,45 1.014.818,39
1.035.783,46 167.482,46 32.761,45 1.170.504,47
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 985.104,65 143.407,43 0,00 1.128.512,08
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 4.591.078,30 446.781,30 117.973,50 4.919.886,10
5.576.182,95 590.188,73 117.973,50 6.048.398,18
6.611.966,41 757.671,19 150.734,95 7.218.902,65
Buchwerte
31.03.2022 31.03.2021
EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 138.761,70 222.889,62
2. Entgeltlich erworbene Software 406.139,29 127.558,52
544.900,99 350.448,14
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 3.870.946,55 4.012.432,80
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3.464.944,28 3.032.152,97
7.335.890,83 7.044.585,77
7.880.791,82 7.395.033,91

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2021/22

A. Geschäfts- und Rahmenbedingungen

Allgemeine Informationen:

LGC GmbH ist ein Unternehmen der LGC Science Group Holdings Limited, Teddington, Großbritannien. Die Anteile werden gehalten von der Muttergesellschaft LGC Beteiligungs GmbH, Wesel.

Geschäftszweck des Unternehmens ist die Herstellung und Qualifizierung von qualitativ hochwertigen Referenzmaterialien insbesondere für den Pharmabereich sowie der Vertrieb von Referenzmaterialien im chemischen und biochemischen Bereich. Ab September 2016 betreibt die LGC Limited, Teddington, Großbritannien, in Luckenwalde das Zentrallager der europäischen Sales Offices, welches zuvor auf dem Gelände der Schwestergesellschaft LGC Standards GmbH in Wesel angesiedelt war.

Der Verkauf unserer Referenzmaterialien erfolgt vornehmlich an Unternehmen der LGC-Gruppe, die auch den Vertrieb unserer Produkte übernehmen.

Konjunkturelle Entwicklung

Die Dynamik der deutschen Konjunktur stagniert. Zwar sind die Kapazitäten weiterhin ausgelastet, jedoch werden die Ausfuhren durch das außenwirtschaftliche Umfeld sowie durch die Auswirkungen der Coronavirus-Pandemie belastet. Im Verlauf dürfte sich die Konjunktur weiter verlangsamen. Unsere Umsätze in Deutschland entwickelten sich jedoch weiterhin positiv.

Die Weltwirtschaft hat im Verlauf des Jahres 2021 weiter an Fahrt verloren. Die Nachfrage in einzelnen Exportabsatzgebieten entwickelte sich unterschiedlich, die gesteckten Ziele konnten jedoch nicht in allen Regionen erreicht werden. Risiken bestehen insbesondere in einer weiteren Verschärfung der Handelskonflikte und nicht zuletzt in den Auswirkungen der Coronavirus-Pandemie auf die Welt- und Binnenwirtschaft. Eine branchenübergreifende Rezession ist nicht auszuschließen.

Entwicklung der Branche

Eine eigene Branche für Referenzmaterialienanbieter gibt es so nicht. Viele Anbieter sind staatliche oder halbstaatliche Unternehmen, mit anderen Wettbewerbern überschneidet sich unser umfassendes Produktsortiment nur in Teilbereichen. Die für unsere Produkte wichtige Chemie- und Pharmabranche zeigte sich im letzten Geschäftsjahr insgesamt robust.

B. Geschäftsverlauf

1. Wichtige Vorgänge des Geschäftsjahres

Im angegebenen Geschäftsjahr wurde weiter der Fokus auf die Implementierung unserer neuen Qualitätsstandards der MIKROMOL®-Produkte gelegt. Damit konnte ein weiterer Schritt getätigt werden, den Kunden in der pharmazeutischen Industrie anforderungsgerechte Produkte liefern zu können. Dies bedeutet, die Produkte der LGC GmbH langfristig am Markt zu behaupten.

Neben dem Kataloggeschäft zeigte sich eine vermehrte Fokussierung auf kundenspezifische Produkte/Projekte. Das im Juli 2020 begonnene Großprojekt mit einem führenden Pharmahersteller wurde in den Regelbetrieb übertragen und weiter ausgebaut. Mit der kompletten Übernahme des Referenzmaterialien-Geschäftes für Dritte, von der Herstellung, Qualifizierung, Abfüllung, Distribution und Verkauf öffnet sich hiermit ein weiterer Geschäftsbereich, welchem wir uns in den nächsten Jahren intensiv widmen werden. Daneben erfolgte die Durchführung von mehreren großen Projekten für Key-Customer im Bereich der Herstellung und Qualifizierung von Referenzmaterialien.

Der operative Umsatz des Geschäftsjahres verbesserte sich unter anderem hierdurch um ca. 9 % gegenüber dem Vorjahr.

2. Analyse des Geschäftsverlaufs anhand von finanziellen Leistungsindikatoren

Cashflow 1 : TEUR 4.230 (Vj. TEUR 1.400)

Eigenkapitalquote 2 : 1,11 % (Vj. 1,22 %)

Wareneinsatzquote 3 : 22,25 % (Vj. 12,45 %)

Operativer Umsatz 4 : TEUR 17.779 (Vj. TEUR 16.265)

Operativer Umsatz pro Mitarbeiter 5 : TEUR 85 (Vj. TEUR 81)

Bruttomarge 6 : rd. 78 % (Vj. rd. 88 %)

EBIT 7 : TEUR 5.691 (Vj. TEUR 2.822)

1 Cashflow = Periodenergebnis + Abschreibungen +/- Veränderung langfristiger Rückstellungen.
2 Eigenkapitalquote = Eigenkapital / Gesamtkapital * 100.
3 Wareneinsatzquote: Materialaufwand (RHB und Waren) / operative Umsatzerlöse.
4 Operativer Umsatz: Umsatzerlöse It. Gewinn- und Verlustrechnung Mio. 20,6 EUR abzüglich der Erlöse aus Weiterbelastungen an eine Konzerngesellschaft in Höhe von EUR 2,8 Mio.
5 Inkl. operative Geschäftsführer, ohne Auszubildende.
6 Bruttomarge = (operative Umsatzerlöse - Materialaufwand ohne bezogene Leistungen) / operative Umsatzerlöse.
7 Ergebnis vor Abführung + Finanzergebnis + sonstige Steuern.

Für die Unternehmenssteuerung werden maßgeblich die Kennzahlen zum operativen Umsatz pro Mitarbeiter, Bruttomarge, Cashflow und EBIT herangezogen.

Zur Entwicklung der Wareneinsatzquote bzw. des Materialaufwands verweisen wir auf die Ausführungen zur "Entwicklung des Materialaufwands" unter "3. Ertragslage".

Im Vergleich zum Vorjahr wurden 8 Mitarbeiter mehr beschäftigt, wodurch bei gestiegenen operativen Umsatzerlösen (rd. +9 %) der operative Umsatz pro Mitarbeiter um TEUR 4 stieg.

Der Cashflow und das EBIT verbesserten sich vorrangig aufgrund der hohen Bestandsveränderung.

Insgesamt sind die wirtschaftliche Lage und der Verlauf des Geschäftsjahres als stabil zu bezeichnen.

3. Ertragslage

Entwicklung Umsätze und Ergebnis

Im 12-Monatsvergleich erhöhte sich der operative Gesamtumsatz um 9 % auf insgesamt EUR 17,8 Mio. (Vj. EUR 16,3 Mio.). Bedingt durch die Vertriebsstruktur der LGC-Gruppe betrug der interne Umsatzanteil mit Schwestergesellschaften 100,0 % (Vj. 100,0 %) des Gesamtumsatzes. Die LGC GmbH ist daher in der Umsatzentwicklung nahezu vollständig vom Erfolg der Vertriebsgesellschaften der LGC Standards Gruppe im Inland und Ausland abhängig.

Die Ertragslage verbesserte sich im Vergleich zum Vorjahr. Ursächlich ist der Anstieg der Bestandsveränderung. Das EBIT stieg um TEUR 2.869 gegenüber dem Vorjahr auf nunmehr TEUR 5.691.

Aufgrund des Gewinnabführungsvertrages führt die Gesellschaft ihren gesamten Jahresüberschuss an die LGC Beteiligungs GmbH ab. Gegenüber dem Vorjahr stieg die Gewinnabführung um TEUR 2.774 an (TEUR 3.431, Vj. TEUR 657).

Produkt- und Sortimentspolitik

Das Produktportfolio umfasst derzeit 3 Produktlinien: MM (im Wesentlichen Wirkstoffe und deren Verunreinigungen), LGCFOR und LGCAMP. Für die nächsten Jahre ist insbesondere eine Erweiterung des Produktportfolios im Bereich der MM-Produkte mit Fokus auf Verunreinigungen geplant. Die eigenen Produkte werden von den LGC Sales Offices weltweit vertrieben und erfreuen sich einer ständig steigenden Nachfrage.

Basierend auf der im Geschäftsjahr 2018/19 gestarteten Qualitätsoffensive ISO 17025/34 unserer MIKROMOL® Produkte gehen wir - gepaart mit den vermehrten kundenspezifischen Projekten - von einer Stärkung unserer Marktposition aus.

Sonstige betriebliche Erträge und sonstige betriebliche Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Erträge sind im Vergleich zum Vorjahreszeitrum um TEUR 23 gestiegen. Dies resultiert im Wesentlichen aus dem Anstieg der Rückdeckungsversicherung um TEUR 9, höheren Sachbezugserträgen um TEUR 8 und höheren Währungsgewinnen um TEUR 6.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen liegen über dem Vorjahresniveau (TEUR 3.727 zu Vj. TEUR 2.992). Gestiegen sind die Aufwendungen für Mietnebenkosten (+TEUR 176), Instandhaltung (+TEUR 188), Gebühren/Beiträge (+TEUR 88), Versicherungen (+TEUR 95), Frachten und Verpackungen (+TEUR 96) und Zeitarbeitskosten (+TEUR 85).

Entwicklung des Materialaufwandes

Die Materialeinsatzquote stieg bei etwas höheren Umsatzerlösen und gestiegenen Materialaufwendungen auf 22,25 % (Vj. 12,45 %). Der Anstieg ist im Wesentlichen auf den niedrigeren Entlastungsbetrag an Bestandsveränderung zurückzuführen und auf höhere Wareneinstandskosten und Bezugskosten.

Entwicklung des Personalaufwandes

Der Personalaufwand inkl. Aufwand für soziale Abgaben blieb im Vergleich zum Vorjahr nahezu unverändert (TEUR 11.122, Vj. TEUR 11.006).

4. Finanzlage

Finanzierung

Die Finanzierung erfolgt maßgeblich aus dem Cashflow sowie durch konzerninterne Innenfinanzierung. Die Gesellschaft nimmt keine Kreditlinien bei Banken oder Fremddarlehen in Anspruch. Als Fremdmittel werden lediglich Lieferantenkredite genutzt.

Das Finanzmanagement wird zentral durch das Mutterhaus in Großbritannien gesteuert. Bei Bedarf stehen Intercompany-Darlehen zur Verfügung. Zum Bilanzstichtag besteht eine kurzfristige verzinsliche Darlehensverpflichtung gegenüber dem Gesellschafter LGC Beteiligungs GmbH in Höhe von TEUR 38.150 (Vj. TEUR 37.150). Das Zinsergebnis erhöhte sich um TEUR 94 auf TEUR 2.257. Die Ausreichung der Finanzmittel erfolgt im Rahmen des Intra-Group Loan Agreements vom 24. März 2014.

Mit Ergänzung vom 14. Februar 2018 zum Loan Agreement wurde klargestellt, dass eine Rückzahlung des Darlehens oder Teile davon nur in der Höhe angefordert werden kann, sofern es die wirtschaftlichen und finanziellen Verhältnisse der LGC GmbH zulassen.

Unsere Gesellschaft war im Geschäftsjahr 2021/22 jederzeit in der Lage, ihren finanziellen Verpflichtungen nachzukommen.

Der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit beträgt TEUR 804 (Vj. TEUR 1.041). Die Veränderung resultiert im Wesentlichen aus der Erhöhung der Bestände sowie der Erhöhung der Verbindlichkeiten gegenüber verbunden Unternehmen.

Der Cashflow aus Investitionstätigkeit beträgt TEUR -1.093 und aus Finanzierungstätigkeit TEUR 0. Der Finanzmittelfonds am Ende des Geschäftsjahres 2021/22 beläuft sich auf TEUR 256 (Vj. TEUR 465) und setzt sich aus dem Kassenbestand sowie Guthaben bei Kreditinstituten zusammen.

Investitionen

Es wurden Investitionen in Höhe von TEUR 1.243 getätigt. Diese betrafen im Wesentlichen die Ausstattung des Lager- und Bürogebäudes sowie den Ersatz und die Erweiterung der technischen Geräte im Labor. Außerdem wurden auch Investitionen zum Ersatz und Erweiterung für Computer Hardware und Software getätigt.

Personal

Die durchschnittliche Anzahl der Mitarbeiter betrug 211 inkl. drei operativ tätige Geschäftsführer sowie zwei Auszubildende und erhöhte sich im laufenden Geschäftsjahr um 8 Angestellte.

LGC verfolgt eine aktive Personalpolitik mit dem Ziel, Mitarbeiter an das Unternehmen zu binden und angemessen zu entlohnen.

Die Hauptmerkmale dieser Personalpolitik sind:

Förderung der Entwicklung und Einsetzbarkeit der Mitarbeiter und Schaffung von Aufstiegschancen;

Ein modernes und attraktives Paket von Arbeitsbedingungen;

Ein sicheres, gesundes und motivierendes Arbeitsumfeld.

Das Unternehmen organisiert unterschiedliche Aus- und Weiterbildungsprogramm für verschiedene Zielgruppen. Das Angebot umfasst sowohl interne und individuelle Programme für ganz bestimmte Bereiche als auch externe Schulungen.

5. Vermögenslage

Das Anlagevermögen beträgt 17,6 % der Bilanzsumme und hat sich im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 486 erhöht. Gegenüber dem Vorjahr hat sich im Wesentlichen bedingt durch höhere Warenvorräte, höhere Verbindlichkeiten gegen Verbundunternehmen sowie angestiegene Rückstellungen die Bilanzsumme von TEUR 40.934 auf TEUR 44.807 erhöht.

Die kurzfristig fälligen Verbindlichkeiten sind zum Teil durch kurzfristig gebundene Vermögensgegenstände gedeckt.

Der Ausgleich der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen erfolgt im Wesentlichen im Rahmen der vereinbarten Zahlungsziele.

6. Gesamtaussage zur Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage

Die Gesellschaft verzeichnet eine stabile Finanz- und Ertragslage. Die Finanzierung der Gesellschaft ist gesichert und die Bilanzstruktur unverändert stabil. Umsatz und Ergebnis der Gesellschaft haben sich entsprechend der Prognose positiv entwickelt.

7. Forschung und Entwicklung

Die Entwicklung neuer Produkte ist ein stetiger Prozess in unserem Unternehmen, wobei im Berichtszeitraum der Hauptfokus auf das erwähnte Großprojekt mit der Übernahme des Referenzmaterialien-Geschäftes mit mehr als 760 Referenzstandards für einen führenden Pharmahersteller lag.

8. Ökologie und Umweltschutz

Die Gesellschaft nutzt die vorhandenen Ressourcen ökologisch und energieeffizient und ist bemüht Einsparpotentiale zu generieren (z. B. Ifd. Aktivitäten zur Einsparung von Strom, Papier und anderen Verbrauchsmaterialien). Bei Neu- und Ersatzinvestitionen achten wir auf Energieeffizienz der neuen Vermögensgegenstände.

C. Risiko- und Chancenbericht

1. Risikobericht

Das Risikomanagement wird zentral in Großbritannien von unserer Konzernmutter vorgenommen, ebenso die Steuerung der Liquiditätsrisiken.

Branchenspezifische Risiken

Sollten sich die Befürchtungen zunehmender Protektionismen (z. B. Strafzölle) bewahrheiten, Turbulenzen an den Finanzmärkten wieder verstärken und sich die Konjunktur in der Welt vor allem in Hinblick auf die Auswirkungen der Coronavirus-Pandemie und der Sanktionen aufgrund des Russland-Ukraine-Kriegs weiter abschwächen, kann dies die wirtschaftliche Situation unserer Kunden und die Nachfrage nach unseren Produkten negativ beeinflussen. Aufgrund unserer hohen Exportquote können sich daraus für uns erhebliche Umsatz- und Ergebnisrisiken ergeben.

Ertragsorientierte Risiken

Wir gehen davon aus, unsere Marktanteile insbesondere mit eigenen Produkten weiter ausdehnen zu können. In einem Teil unseres Umsatzportfolios sind wir von einem einzelnen Lieferanten abhängig, den wir nicht ohne weiteres durch andere Lieferanten ersetzen können. Die Wahrscheinlichkeit, dass dieser Lieferant in Zukunft nicht mehr mit unserem Unternehmen zusammenarbeiten möchte, erachten wir jedoch als gering.

Aufgrund des breit aufgestellten Kundenstamms sind starke Abhängigkeiten von bestimmten Kunden bzw. Kundengruppen nicht gegeben.

Finanzwirtschaftliche Risiken

Das Finanzmanagement wird zentral durch die Konzernzentrale in Großbritannien gesteuert. Bei Bedarf stehen Intercompany-Darlehen zur Verfügung, die aktuell auch genutzt werden. Unsere Gesellschaft nimmt keine Kreditlinien bei Banken oder Fremddarlehen in Anspruch. Aufgrund der stabilen Liquiditäts- und Eigenkapitalsituation unserer Gesellschaft sind Liquiditätsrisiken derzeit nicht erkennbar. Potentielle Währungsrisiken, die die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage unserer Gesellschaft beeinflussen könnten, bestehen durch eine Fakturierung ausschließlich in Euro nicht. Im Bedarfsfall werden Einzelwertberichtigungen gebildet. Pauschalwertberichtigungen für das allgemeine Kreditrisiko entfallen aufgrund der fast ausschließlich konzerninternen Kundenstruktur.

Den Adressausfallrisiken wird durch ein frühzeitig eingreifendes Forderungsmanagement begegnet. Die Forderungsausfälle der letzten Jahre sind bezogen auf die Umsatzerlöse sehr gering. Währungsrisiken bei den Verbindlichkeiten liegen nicht vor, da die Fakturierung des Warenbezugs sowie die Verrechnungen mit den verbundenen Unternehmen in EUR erfolgen.

Die Liquiditätslage ist zufriedenstellend; Engpässe sind nicht zu erkennen.

2. Chancenbericht

Auf der Beschaffungsseite können wir auf eine wachsende Palette von Liefermöglichkeiten zurückgreifen. Zudem werden wir durch den weiteren Ausbau konzerneigener Produktlinien die Beschaffungskosten senken können. Dem Wettbewerb am Markt, vor allem durch die zunehmende Konkurrenz in unserem Segment, werden wir weiterhin durch Erfahrung, Innovation, Zuverlässigkeit und durch ein hohes Maß an Qualität begegnen.

Die Übernahme des kompletten Referenzmittelbereiches für einen großen Pharmahersteller im vorangegangenen Geschäftsjahr eröffnet uns weitere Potentiale und stellt die Qualität und das Vertrauen in unsere Produkte dar. Die Ausrichtung, zusätzlich kundenspezifische Produkte und Services anzubieten, führt zu einer längerfristigen intensiven Kundenbeziehung und zu einem besseren Verständnis bzgl. der Marktanforderungen. Dies eröffnet auch die Chance in den Markt für pharmazeutische Produkte direkter einzusteigen und damit Synergieeffekte und einen vergrößerten Kundenstamm zu erreichen.

3. Gesamtaussage

Risiken der künftigen Entwicklung sehen wir weiterhin in einem schwierigen Wettbewerbsumfeld und steigenden Rohstoffpreisen.

Vor dem Hintergrund unserer finanziellen Stabilität sehen wir uns für die Bewältigung der künftigen Risiken gut aufgestellt.

Risiken, die den Fortbestand der Gesellschaft gefährden könnten, sind derzeit nicht erkennbar.

D. Prognosebericht

Aufgrund der im Zeitpunkt der Aufstellung des Jahresabschlusses 2021/22 bereits abgeschlossenen Geschäftsjahre 2022/23 und 2023/24 entsprechen die tatsächlichen Ergebnisse den prognostizierten Ergebnissen.

Geschäftsjahr (Angaben in TEUR) 2021/22 2022/23 2023/24 2024/25
(IST) (IST) (IST) (PLAN)
operativer Umsatz 17.779 19.606 26.005 26.281
EBIT 5.691 3.713 4.275 4.244
Bruttomarge 77,8 % 68,3 % 56,2 % 55,8 %
Operativer Umsatz pro MA 85,1 92,9 126,9 128,2

Im Geschäftsjahr 2022/23 lag der operative Umsatz 10 % über dem des Vorjahres. Coronabedingt entwickelte sich die Kundennachfrage innerhalb unseres Produkt-Portfolios unterschiedlich. Die Industrie erholt sich aber zunehmend, aber noch nicht in allen Märkten der Welt.

Die Coronakrise als auch der zu Beginn 2022 angebrochene Russland-Ukraine-Krieg wirken sich negativ auf unsere Ergebnisse 2022/23 aus. Auswirkungen sehen wir in erheblich gestiegenen Materialkosten und Personalkosten.

Auch die insgesamt im Verhältnis zum Anstieg der Umsatzerlöse höher gestiegenen betrieblichen Aufwendungen, verursachen die operativen Ergebniskennzahlen einen starken Rückgang. Inflationsbedingte Kostenanstiege und die Energiekrise haben hier zu den gesunkenen Ergebnissen geführt.

Vor diesem Hintergrund ist das operative Ergebnis im WJ 2022/23 um 35 % niedriger als im außergewöhnlich guten Vorjahr.

Insgesamt blieb die Ertragslage in 2022/23 jedoch auf einem guten positiven Level, so dass der Fortbestand der Gesellschaft nicht gefährdet ist.

Im März 2023 erwarb die LGC-Gruppe die Anteile an der Lipomed Inc., Cambridge, USA. Die LGC GmbH, Luckenwalde, erwarb das Business und den Lagerbestand in Lagern in der Schweiz und in Deutschland, wir erwarten aus diesem Erwerb ein noch größeres Produktportfolio und auf längere Sicht erhebliche Umsatz- und Effizienzsteigerungen.

Das nun abgeschlossene Geschäftsjahr 2023/2024 zeigt einen erheblichen Anstieg der operativen Umsatzerlöse um EUR 6,4 Mio. auf EUR 26,0 Mio. durch die Portfolioausweitung der Akquisition von Lipomed. Daraus resultiert ein EBIT von TEUR 4.275, was einem Anstieg von 15 % entspricht.

Weitere Auswirkungen aus dem Lipomed Geschäft in 2023/24 waren gestiegene Transportkosten (komplette Einbindung des Lipomed-Bestandes nach Luckenwalde). Die Personalkosten bleiben aber stabil, da nur geringe zusätzliche Personalaufwendungen benötigt werden.

Für das Geschäftsjahr 2024/2025 wird eine fortwährende Umsatzsteigerung angenommen. Die Anbahnung eines Servicevertrages mit einem großen pharmazeutischen Unternehmen im Laufe des Geschäftsjahres wird mittelfristig zu einem weiteren Umsatzanstieg führen. Aufgrund der immer noch hohen, wenn auch rückläufigen Inflation wird mit einem weiteren moderaten Anstieg der Kosten gerechnet. Das EBIT von TEUR 4.244 bleibt demnach nahezu gleich. Ebenfalls bleiben alle weiteren Kennzahlen auf ähnlichem Niveau wie im Geschäftsjahr 2023/2024.

 

Luckenwalde, 18. November 2024

Dr. Martina Christiane Kotthaus

Olaf Wilhelm Bremer

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