Stammdaten

Register
Amtsgericht Hamm HRB 3049
Eingetragen
14.8.1959
Branche
Be- und Verarbeitung von Naturwerksteinen und NatursteinenGroßhandel mit Eisenerzen, Eisen, Stahl, Eisen- und StahlhalbzeugGroßhandel mit sonstigen Baustoffen und Bauelementen
Gegenstand
Importe, Exporte, Handel, Bearbeitung und Vertrieb von Naturwerksteinen und Betonwerksteinen.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Leon Rossittis
seit 12.5.2025
Geschäftsführer
Thomas Rossittis
seit 15.12.2004
Geschäftsführer
Gerhard Rossittis
seit 15.12.2004
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Rossittis GmbH

Holzwickede

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

BILANZ ZUM 31. DEZEMBER 2023

AKTIVA

31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR
A. ANLAGEVERMÖGEN
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 166.712,32 337,42
II. Sachanlagen 675.657,88 521.793,26
III. Finanzanlagen 3.042.820,70 2.931.558,40
3.885.190,90 3.453.689,08
B. UMLAUFVERMÖGEN
I. Vorräte 16.925.779,64 20.040.683,00
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 15.505.558,42 12.301.444,61
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 15.493,10 265.006,61
32.446.831,16 32.607.134,22
C. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 86.222,92 2.516,06
36.418.244,98 36.063.339,36

PASSIVA

31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR
A. EIGENKAPITAL
I. Gezeichnetes Kapital 25.564,59 25.564,59
II. Kapitalrücklage 14.856,55 14.856,55
III. Gewinnvortrag 19.466.356,91 19.466.356,91
19.506.778,05 19.506.778,05
B. RÜCKSTELLUNGEN 789.913,65 1.206.325,16
C. VERBINDLICHKEITEN 16.121.553,28 15.350.236,15
- davon aus Steuern: € 70.560,20 (Vorjahr: € 31.892,24)
- davon im Rahmen der sozialen Sicherheit: € 42.018,62 (Vorjahr: € 39.601,25)
36.418.244,98 36.063.339,36

Anhang für das Geschäftsjahr 2023

der Rossittis GmbH

Holzwickede

I. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Die Rossittis GmbH hat Ihren Sitz in Holzwickede und wird beim Amtsgericht Hamm unter der Nummer HRB 3049 geführt.

Der vorliegende Jahresabschluss ist nach den Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetz-buches (HGB) und des GmbH-Gesetzes aufgestellt. Zum Abschlussstichtag ist die Gesellschaft eine mittelgroße Kapitalgesellschaft nach § 267 Abs. 2 i. V. m. Abs. 4 HGB.

Die Gewinn- und Verlustrechnung wird nach dem Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB aufgestellt. Von den Erleichterungen gemäß § 276 HGB wird Gebrauch gemacht.

Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden sind unverändert zum Vorjahr angewendet.

Als mittelgroße Kapitalgesellschaft haben wir von den laut § 288 Abs. 2 HGB möglichen Erleichterungen bei den Angaben Gebrauch gemacht.

II. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

1. Immaterielle Vermögensgegenstände

Die immateriellen Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten vermindert um lineare Abschreibungen bewertet. Die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer von Software wird mit bis zu fünf Jahren angenommen.

2. Sachanlagen

Die Sachanlagen werden zu Anschaffungskosten, vermindert um lineare Abschreibungen angesetzt. Als Nutzungsdauer wird ein Zeitraum von zwei bis zehn Jahren angenommen. Die Zugänge werden pro rata temporis abgeschrieben. Mietereinbauten werden über einen Zeitraum von bis zu 20 Jahren abgeschrieben.

Für die Gegenstände des Anlagevermögens mit Anschaffungskosten von mehr als netto EUR 250,00 und nicht mehr als bis netto EUR 1.000,00 wird im Zugangsjahr ein Sammelposten gebildet und jährlich mit einem Fünftel der Anschaffungskosten abgeschrieben.

3. Finanzanlagen

Das Finanzanlagevermögen ist zu Anschaffungskosten bzw. dem niedrigeren beizulegenden Wert ausgewiesen.

4. Vorräte

Die Bewertung der Gegenstände des Vorratsvermögens erfolgt zu Anschaffungskosten unter Beachtung des strengen Niederstwertprinzips, sofern erforderlich zu gesunkenen Wiederbeschaffungskosten. Bei den Vorräten handelt es sich fast ausschließlich um Natursteine und Natursteinprodukte. Für dauernde Wertminderungen wegen Ungängigkeit auf Grund der Wandelung des modischen Geschmacks sowie Über- und Veralterung der Bestände durch physikalisch-chemische Prozesse, wie bspw. Bruch, Ausblühungen oder Beschädigungen, werden angemessene Abschläge vorgenommen.

5. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Bewertung der Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände erfolgt zum Nennwert. Bei den Forderungen werden erkennbare Einzelrisiken durch Wertberichtigungen berücksichtigt. Dem allgemeinen Kreditrisiko bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wird durch eine Pauschalwertberichtigung von 1,0 % der entsprechenden Forderungen Rechnung getragen.

6. Liquide Mittel

Die liquiden Mittel werden mit den Nennwerten angesetzt.

7. Pensionsrückstellung

Die Pensionsrückstellung wurde nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren mit dem Barwert unter Zugrundelegung eines Zinssatzes von 1,82 % (Vorjahr 1,87 %) sowie eines Rententrends von 2,00 % (Vorjahr 2,00 %) und der Richttafeln 2018 G von Dr. Heubeck bewertet.

Aus der Abzinsung der Rückstellungen für Pensionen mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre ergibt sich im Vergleich zur Abzinsung mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre ein Unterschiedsbetrag in Höhe von EUR 2.531.

8. Steuerrückstellungen und sonstige Rückstellungen

Die Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewisse Verbindlichkeiten und sind jeweils in Höhe des Betrages angesetzt, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung zur Erfüllung notwendig erscheint.

9. Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten sind grundsätzlich mit den Erfüllungsbeträgen angesetzt.

10. Fremdwährungsforderungen/-verbindlichkeiten

Die Umrechnung von Geschäftsvorfällen in fremder Währung erfolgt bei den Forderungen mit dem Geldkurs am Entstehungsstichtag und bei den Verbindlichkeiten mit dem Briefkurs am Entstehungsstichtag. Am Bilanzstichtag bestehende Posten in fremder Währung werden mit dem Devisenkassamittelkurs zum Bilanzstichtag umgerechnet und entsprechend angesetzt.

III. Erläuterungen zu den Posten der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung

1. Anlagevermögen

Die Aufgliederung der Anlageposten und ihre Entwicklung im Geschäftsjahr 2021 sind im Anlage-spiegel auf der letzten Seite des Anhangs dargestellt.

2. Angaben zu verbundenen Unternehmen und Beteiligungen

Anteile an Gesellschaften gemäß § 285 Nr. 11 HGB zum 31. Dezember 2022:

Beteiligungsquote Eigenkapital 31.12.2022 Jahresergebnis 2022
% EUR EUR
Rossittis S.A., Vitória/Brasilien 58% -864.187,40 -55.481,60

3. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Restlaufzeiten der Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände stellen sich zum Bilanzstichtag wie folgt dar:

davon mit einer Restlaufzeit
Gesamtbetrag 31.12.2023 bis zu einem Jahr von mehr als einem Jahr Gesamtbetrag 31.12.2021
EUR EUR EUR EUR
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 1.835.854,85 1.835.854,85 0,00 1.794.373,94
Forderungen gegen Gesellschafter 13.410.512,60 9.963.459,74 0,00 10.114.131,74
Sonstige Vermögensgegenstände 259.190,97 259.190,97 0,00 392.938,93
15.505.558,42 15.505.558,42 0,00 12.301.444,61

Die Forderungen gegen Gesellschafter stellen zugleich sonstige Vermögensgegenstände dar.

4. Eigenkapital

Das Stammkapital der Gesellschaft beträgt DM 50.000,00 (= EUR 25.564,59) und ist in voller Höhe eingezahlt.

5. Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen setzten sich zum 31. Dezember 2023 im Vergleich zum Vorjahr wie folgt zusammen:

31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR
Ausstehende Eingangsrechnungen 565.665,98 856.072,65
Urlaubsrückstand 104.002,67 225.729,51
Jahresabschluss 26.000,00 26.000,00
Gewährleistung 20.000,00 20.000,00
Archivierung 19.000,00 19.000,00
734.668,65 1.146.802,16

6. Verbindlichkeiten

Die Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten stellen sich zum Bilanzstichtag wie folgt dar:

davon mit einer Restlaufzeit
Gesamtbetrag 31.12.2023 bis zu einem Jahr Zwischen einem und fünf Jahren von mehr als fünf Jahren Gesamtbetrag 31.12.2022
EUR EUR EUR EUR EUR
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 13.304.465,80 100.866,01 6.598.356,96 6.605.242,83 12.616.069,15
Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 45.947,66 45.947,66 0,00 0,00 45.947,66
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.925.886,60 1.925.886,60 0,00 0,00 1.913.528,52
Sonstige Verbindlichkeiten 845.253,22 845.253,22 0,00 0,00 774.690,82
16.121.553,28 2.917.953,49 6.598.356,96 6.605.242,83 15.350.236,15

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind in Höhe von TEUR 13.204 durch Sicherungs-übereignung der Warenbestände besichert.

Bei den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen bestehen die im üblichen Umfang bzw. kraft Gesetz entstehenden Sicherheiten.

7. Sonstige betriebliche Aufwendungen

In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen werden Grundsteuern in Höhe von TEUR 103 (Vorjahr TEUR 98) ausgewiesen.

8. Haftungsverhältnisse

Die Gesellschaft hat zugunsten zweier Lieferanten und eines Kunden Garantien in Höhe von TEUR 26 (Vorjahr TEUR 26) bestellt. Die Inanspruchnahme aus den Haftungsverhältnissen wird als gering erachtet, da die jeweils Begünstigten ihren Verpflichtungen nachgekommen sind. Erkennbare Anhaltspunkte, die eine andere Beurteilung erforderlich machen würden, liegen nicht vor.

9. Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Sonstige finanzielle Verpflichtungen gemäß § 285 Nr. 3a HGB bestehen zum Bilanzstichtag aus Mietverpflichtungen:

davon mit einer Restlaufzeit
Gesamtbetrag 31.12.2023 Bis zu einem Jahr zwischen einem und fünf Jahren von mehr als fünf Jahren Gesamtbetrag 31.12.2022
TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR
Raum- und Gebäudemiete 2.399 2.399 0 0 2.399

Vom Gesamtbetrag der Verpflichtungen per 31.12.2023 bestehen TEUR 2.399 gegenüber verbundenen Unternehmen.

IV. Sonstige Angaben

1. Geschäftsführer

Der Geschäftsführung gehörten im Geschäftsjahr 2022 an:

Herr Gerhard Rossittis, Holzwickede, Kaufmann

Herr Thomas Rossittis, Unna, Kaufmann

Herr Leon Rossittis, Unna, Kaufmann

Die beiden Geschäftsführer sind alleinvertretungsberechtigt und von den Beschränkungen des § 181 BGB befreit.

Auf die Angabe der Geschäftsführerbezüge wird im Hinblick auf § 286 Abs. 4 HGB verzichtet.

2. Personal

Im Jahresdurchschnitt waren im Unternehmen ohne Geschäftsführer und Auszubildende 68 Mit-arbeiter (Vorjahr: 68) beschäftigt.

V. Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Bilanzstichtag

Vorgänge von besonderer Bedeutung, die einen wesentlichen Einfluss auf die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage haben, sind weiterhin in den Auswirkungen die durch den Ukraine-Russland Krieg verursacht werden. Zu erwartende Risiken können durch mögliche Zahlungsschwierigkeiten der Kunden, erhöhten Energiekosten, verzögerten Lieferungen und steigenden Transportkosten entstehen. Des Weiteren verweisen wir auf die Ausführungen im Lagebericht.

 

Holzwickede, den 22. Juli 2025

Gerhard Rossittis

Thomas Rossittis

Leon Rossittis

ENTWICKLUNG DES ANLAGEVERMÖGENS IM GESCHÄFTSJAHR 2023

ANSCHAFFUNGS- UND HERSTELLUNGSKOSTEN
1. Jan. 2023 Zugänge Abgänge 31. Dez. 2023
EUR EUR EUR EUR
IMMATERIELLE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 204.991,50 186.281,40 0,00 391.272,90
204.991,50 186.281,40 0,00 391.272,90
SACHANLAGEN
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 397.532,57 0,00 0,00 397.532,57
Technische Anlagen und Maschinen 1.386.431,04 2.400,00 0,00 1.388.831,04
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3.158.075,69 328.988,93 0,00 3.487.064,62
4.942.039,30 331.388,93 0,00 5.273.428,23
FINANZANLAGEN
Anteile an verbundenen Unternehmen 150.000,00 0,00 0,00 150.000,00
Ausleihungen an verbundene Unternehmen 3.184.516,96 111.262,30 0,00 3.295.779,26
3.334.516,96 111.262,30 0,00 3.445.779,26
8.481.547,76 628.932,63 0,00 9.110.480,39
KUMULIERTE ABSCHREIBUNGEN
1. Jan. 2023 Zugänge Abgänge 31. Dez. 2023
EUR EUR EUR EUR
IMMATERIELLE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 204.654,08 26.077,40 6.170,90 224.560,58
204.654,08 26.077,40 6.170,90 224.560,58
SACHANLAGEN
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 394.015,57 0,00 0,00 394.015,57
Technische Anlagen und Maschinen 1.313.011,74 35.363,60 0,00 1.348.375,34
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.713.218,73 142.160,71 0,00 2.855.379,44
4.420.246,04 177.524,31 0,00 4.597.770,35
FINANZANLAGEN
Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00
Ausleihungen an verbundene Unternehmen 402.958,56 0,00 0,00 402.958,56
402.958,56 0,00 0,00 402.958,56
5.027.858,68 203.601,71 6.170,90 5.225.289,49
NETTOBUCHWERTE
31. Dez. 2023 31. Dez. 2022
EUR EUR
IMMATERIELLE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 166.712,32 337,42
166.712,32 337,42
SACHANLAGEN
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 3.517,00 3.517,00
Technische Anlagen und Maschinen 40.455,70 73.419,30
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 631.685,18 444.856,96
675.657,88 521.793,26
FINANZANLAGEN
Anteile an verbundenen Unternehmen 150.000,00 150.000,00
Ausleihungen an verbundene Unternehmen 2.892.820,70 2.781.558,40
3.042.820,70 2.931.558,40
3.885.190,90 3.453.689,08

GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2023

2023 2022
EUR EUR
1. Rohergebnis 5.907.707,47 7.326.233,62
2. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter -2.893.903,51 -2.925.849,07
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -560.250,15 -569.310,23
- davon für Altersversorgung: EUR 4.171,40 (Vorjahr: EUR 4.137,40)
-3.454.153,66 -3.495.159,30
3. Abschreibungen
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -203.601,71 -183.010,32
-203.601,71 -183.010,32
4. Sonstige betriebliche Aufwendungen -5.418.009,68 -5.240.178,35
- davon Aufwendungen aus der Währungsumrechnung: EUR 795.975,15 (Vorjahr: EUR 644.812,84)
5. Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens 111.262,30 106.982,98
- davon aus verbundenen Unternehmen: EUR 111.262,30 (Vorjahr: EUR 106.982,98)
6. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 311.358,07 265.788,58
- davon aus verbundenen Unternehmen: EUR 311.195,01 (Vorjahr: EUR 265.758,55)
7. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -531.734,12 -286.008,86
- davon an Gesellschafter: EUR 40.260,74 (Vorjahr: EUR 15.204,40)
8. Ergebnis nach Steuern -3.277.171,33 -1.505.351,65
9. Sonstige Steuern -7.103,00 -5.669,50
10. Erträge aus Verlustübernahme 3.284.274,33 1.511.021,15
11. Jahresüberschuss 0,00 0,00

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

der Rossittis GmbH

Holzwickede

1. Grundlagen des Unternehmens

Geschäftsmodell

Gegenstand des Unternehmens ist der Import, der Export, der Handel, die Bearbeitung und der Vertrieb von Naturwerksteinen und Kunststeinen.

Die Geschäftstätigkeit wird vom Stammsitz in Holzwickede ausgeübt. Des Weiteren erfolgt der Verkauf über unsere Außenstellen mit eigenen Lagerbeständen in Weyhe (im Süden der Stadt Bremen) und in Walldorf (im Süden der Stadt Heidelberg).

Die Markteinführung neuer Natursteine gehört zur strategischen Ausrichtung des Unternehmens.

2. Wirtschaftsbericht

a) Gesamtwirtschaftliche, branchenbezogene Rahmenbedingungen

Im Jahr 2023 befand sich die deutsche Wirtschaft in einer Phase der Stagnation mit leicht rückläufigem Wachstum. Das reale Bruttoinlandsprodukt (BIP) sank um 0,3 %. Hauptursachen waren die anhaltenden Folgen des Ukraine-Kriegs, hohe Energiepreise sowie eine schwache globale Nachfrage.

Die Inflationsrate lag im Jahresdurchschnitt bei 5,9 % und blieb damit deutlich über dem Zielwert der Europäischen Zentralbank. Besonders stark stiegen die Preise für Nahrungsmittel (+12,4 %). Die EZB reagierte mit mehreren Zinserhöhungen, was die Investitionstätigkeit zusätzlich dämpfte.

Trotz der konjunkturellen Schwäche zeigte sich der Arbeitsmarkt robust. Die Arbeitslosenquote lag bei 5,7 %. Der Fachkräftemangel blieb jedoch ein strukturelles Problem in vielen Branchen.

Im Jahr 2023 war das Bauhauptgewerbe in Deutschland von einer deutlichen konjunkturellen Abschwächung betroffen. Der reale Umsatz ging in allen Bausparten zurück, während der preisbereinigte Auftragseingang um 4,4 % sank. Nominal konnte zwar ein leichter Anstieg auf 102,3 Mrd. Euro verzeichnet werden, dieser war jedoch vor allem inflationsbedingt.

Auch die Natursteinbranche in Deutschland verzeichnete eine rückläufige Entwicklung. Der Inlandsverbrauch sowie der internationale Handel mit Natursteinprodukten gingen deutlich zurück. Viele Exportländer meldeten zweistellige Rückgänge bei Lieferungen nach Deutschland.

Ursächlich für diese Entwicklung waren die allgemeine Baukrise, insbesondere im Wohnungsbau, sowie gestiegene Bau- und Finanzierungskosten. Die Zurückhaltung bei privaten und öffentlichen Investitionen führte zu Projektverschiebungen und einer sinkenden Nachfrage nach Natursteinprodukten.

Trotz der schwierigen Marktlage setzt die Branche verstärkt auf nachhaltige und regionale Wertschöpfung sowie digitale Vertriebswege. Naturstein bleibt langfristig ein gefragter Baustoff, insbesondere im Kontext klimafreundlicher Bauweisen.

b) Geschäftsverlauf und Lage des Unternehmens

ba) Ertragslage

Im Geschäftsjahr brach der Umsatz ein. Die negative Entwicklung ist auf eine sehr zurückhaltende Nachfrage aufgrund gestiegener Baupreise und hoher Inflationsraten zurückzuführen. Unsere Einkaufsstrategie haben wir wie im Vorjahr weitergeführt. Wir orientieren uns nach den aktuellen Trends und der Kundennachfrage. Durch unseren großen Lagerbestand können wir kurzfristige Engpässe zumeist lösen.

Das Rohergebnis (Umsatzerlöse, sonstige betriebliche Erträge abzgl. Materialaufwand) hat sich im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 1.419 auf TEUR 5.908 verschlechtert. Die Materialeinsatzquote beträgt 72,63%. Es ist ein Zeichen für den sehr hohen Preisdruck auf dem Markt.

Der Personalaufwand ist im Vergleich zum Vorjahr etwas um TEUR 41 (2,31 %) auf TEUR 3.454. gesunken.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen erhöhten sich um 3,36 % auf TEUR 5.418.

Das Betriebsergebnis des Geschäftsjahres 2023 hat sich um TEUR 1.576 auf TEUR 3.168 verschlechtert

Das Finanzergebnis weist mit TEUR -109 ebenfalls eine Veränderung zum Vorjahr auf (Vorjahr TEUR 87).

Das Jahresergebnis 2023 hat sich insbesondere aufgrund der Wertberichtigung auf Vorräte (TEUR -3.114) sowie der Entwicklung der Schweizerfranken-Darlehen (TEUR -796) auf TEUR -3.284 verschlechtert.

bb) Finanzlage

Kapitalstruktur

Die Bilanzsumme stieg leicht um 0,98 % auf TEUR 36.418. Während das Anlagevermögen um 12,49 % zunahm, gingen die Vorräte um 15,54 % zurück, was sich auch in einer gesunkenen Vorratsquote widerspiegelt.

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten betragen TEUR 13.304 und haben sich um TEUR 688 erhöht; mithin um 5,46 %. Es handelt sich hierbei um Fremdwährungsverbindlichkeiten (SFR-Kredite), die aufgrund des starken SFR-Devisenkurses gestiegen sind. Diese Fremdwährungsverbindlichkeiten weisen weiterhin eine Zinsbindung von drei Monaten aus und sind aktuell Tilgungsfrei. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind vollständig durch Sicherungsübereignungen besichert.

Investitionen

Im Wirtschaftsjahr wurden sehr große Investitionen im Bereich der EDV-Infrastruktur getätigt. Diese belaufen sich auf insgesamt TEUR 367. Die Investitionen waren notwendig, da sehr veraltete IT-Server samt Softwarelizenzen aufgrund Ineffizienz und Fehleranfälligkeit überfällig waren. Auch sind Softwares enthalten, die zur Digitalisierung sämtlicher interner Prozesse dienen.

Liquidität

Die liquiden Mittel reduzierten sich drastisch um 94,15 %, was auf eine angespannte kurzfristige Finanzlage hinweist.

Das Finanzmanagement ist bestrebt eine fristen- und beitragskonforme Refinanzierung sicherzustellen. Die liquiden Mittel reduzierten sich drastisch um 94,15 %, was auf eine angespannte kurzfristige Finanzlage hinweist.

Aufgrund der gesamtwirtschaftlich angespannten Lage, und damit die Erhöhung der Teuerungsraten war die Liquidität des Unternehmens teilweise angespannt, allerdings nicht existenzbedrohlich. Die vereinbarten Kontokorrentlinien bei Kreditinstituten in Höhe von insgesamt TEUR 4.500 wurden nicht ausgeschöpft.

Der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit betrug T€ 851 und berücksichtigt die Abschreibungen an den Warenaltbeständen i.H. v. 3,115 Mio. € und die Bewertungserhöhung der SFR-Kredite i.H. v. T€ 688.

bc) Vermögenslage

Die Bilanzsumme erhöhte sich im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 355 auf TEUR 36.418. Die Entwicklung ist im Wesentlichen auf die oben genannten Investitionen zurückzuführen.

Wesentlicher Bestandteil der Aktiva mit 46,48 % der Bilanzsumme (Vj. 55,57 %) ist weiterhin das Vorratsvermögen mit TEUR 16.926. Die Reduzierung der Vorräte erfolgt im Wesentlichen durch die steuerlich vorgeschriebenen Abschreibungen der Altbestände i. H. von TEUR 3.115.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind im Vergleich zum Vorjahr um 2,31 % auf TEUR 1.835 leicht gestiegen. Das Forderungsmanagement wird weiterhin straff geführt.

c) Finanzielle und nichtfinanzielle Leistungsindikatoren

Für die interne Unternehmenssteuerung werden folgende Kennzahlen herangezogen: Umsatzerlöse, Monats- bzw. Jahresergebnis sowie Bestand der Vorräte (Lagerbestände).

Für die Erläuterung der Entwicklung der Umsatzerlöse sowie des Jahresergebnisses verweisen wir auf unsere Ausführungen unter ba). Für die Darstellung der Entwicklung der Vorräte verweisen wir auf Abschnitt bc).

Der Umsatzrückgang sowie das Jahresergebnis 2023 entsprachen im Wesentlichen unserer Prognose. Mit den ausgewerteten Kennzahlen sind wir gezwungen unsere langfristige strategische Ausrichtung zu aktualisieren.

3. Prognosebericht

Wir halten an unserer Strategie fest, nämlich auf Kundennähe, Beratung, Qualität, Service und Kontinuität zu setzen. Zudem verfügen wir mit unseren großen Lagerbeständen über die Leistungsfähigkeit, um immer kurzfristig lieferfähig zu sein.

In solchen wirtschaftlich schwierigen Zeiten legt die Kundschaft ihren Fokus zunächst auf einen günstigeren Preis. Eine Entwicklung, die es weiterhin zu beobachten gilt und uns gegebenenfalls zu Gegensteuerungsmaßnahmen zwingt. So werden wir weiterhin verstärkt unseren Einkauf mehr dem Wettbewerb stellen, um noch bessere Einkaufspreise ohne Qualitätseinbuße zu erzielen. Weiterhin werden wir versuchen unser Sortiment straffer bzw. nach der Nachfrage zu orientieren.

Unser Personalstand ist auf den Prüfstand, um den gestiegenen Personalkosten entgegenzuwirken.

Unsere sonstigen betrieblichen Aufwendungen werden wir weiterhin auf den Prüfstand stellen und einige Einsparpotenziale generieren. Unseren Standort in Walldorf werden wir im Jahr 2024 schließen, da dieser Standort nicht mehr wirtschaftlich ist.

Wir gehen davon aus das die allgemeine Baukrise sich weiterhin negativ auf die Auftragslage auswirken wird. Gleichzeitig gilt es die strukturellen Herausforderungen, wie veränderten Kundenbedürfnissen, zu beobachten. Der Trend geht klar in Richtung Qualität und Individualität. Dem stehen wir mit unserem breiten Sortiment entgegen. Für das Geschäftsjahr 2024 rechnen wir dennoch mit einem Umsatzrückgang von ca. 7,2% und einem etwa gleichen Verlust wie im aktuellen Jahr.

Im Jahr 2024 werden wir die Digitalisierung unserer internen Prozesse voranbringen, um unsere Effizienz zu erhöhen und Kosten zu sparen. Dabei werden wir versuchen neue Absatzwege zu erschließen. Das Vorratsvermögen (Lagerbestände) wird sich zwischen 14 und 15 Mio. EUR (nach Altersabwertung) bewegen; der Abbau der Altbestände und eine hohe Umschlagshäufigkeit stehen weiterhin im Fokus.

4. Chancen- und Risikobericht

a) Risikobericht

Branchenspezifische Risiken

Unternehmerisches Handeln ist immer mit Risiken verbunden. Grundsätzlich sollen Risiken entweder vermieden oder reduziert werden.

Die Natursteinbranche ist durch eine Vielzahl branchenspezifischer Risiken geprägt, die sowohl wirtschaftliche, technologische als auch ökologische und soziale Aspekte betreffen. Diese Risiken können die Wettbewerbsfähigkeit, die Lieferfähigkeit und die Reputation von Unternehmen erheblich beeinflussen.

Bedrohliche Risiken in der allgemeinen Wirtschaftsentwicklung sehen wir derzeit aufgrund des Krieges in der Ukraine und folglich steigenden Preisen für Rohstoffe. Wir können eine entsprechende negative Entwicklung in der Baubranche hierzu beobachten.

Wir können weiterhin auf die Akzeptanz unserer Kunden bauen, verschließen aber nicht die Augen vor einer auch für unsere Branche einschleichenden Dumpingpreisentwicklung. Grundsätzlich rechnen wir mit einer zunehmenden Volatilität des Preisgefüges auf den internationalen Beschaffungsmärkten. Das Risiko, dass gestiegene Wareneinstandskosten nicht oder nicht rechtzeitig an den Kunden weitergegeben werden können, muss beachtet werden. Aufgrund unserer Größe und der seit langen Jahren intensiv gepflegten Beziehungen zu internationalen Lieferanten in Brasilien, Afrika, Indien und China besitzen wir einen Marktvorteil, der einen Qualitätsvorsprung auch in Zukunft sicherstellen wird. Die zunehmenden Bemühungen fernöstlicher Produzenten über Direktimporte ihre Produkte zu vermarkten, wird auf vor dem Hintergrund der hohen Risiken im Importgeschäft und den enger werdenden Fremdfinanzierungsmöglichkeiten von uns differenziert und mit Gelassenheit gesehen.

Änderungen im Einkaufsverhalten der Kunden werden darüber hinaus von uns analysiert und falls erforderlich durch Marketingaktivitäten und Beratungsangebote begegnet.

Ertragsorientierte Risiken

Die branchenspezifischen Risiken und insbesondere die gestiegenen Transportkosten von Rohstoffen können weiterhin zu einer Belastung unserer Ertragslage führen, soweit keine Anpassung der Kosten möglich ist. Diesem Risiko auf der Einkaufsseite begegnen wir mit einer umfangreichen Vorratshaltung und der vermehrten Konzentration auf europäische Materialien. Aufgrund der anhaltenden negativen Umsatzentwicklung steuern wir auf der Kostenseite gegen. Die Entwicklungen werden stetig beobachtet.

Auch Produktions- und Qualitätsrisiken wirken sich ertragsmindernd aus. Materialfehler, Bearbeitungsmängel oder Reklamationen aufgrund natürlicher Farbabweichungen verursachen zusätzliche Kosten.

Finanzwirtschaftliche Risiken

Währungsrisiken aus der Finanzierung in Schweizer Franken waren in der Vergangenheit bereits spürbar und sind noch vorhanden. Diese Finanzierung ist nach erfolgreicher Prolongation im Jahre 2015 langfristig fällig, sodass das Risiko einer Realisierung der antizipierten Währungsverluste als vertretbar erscheint. Die Buchverluste respektive Buchgewinne aus den Währungskrediten sind in der Vergangenheit zutreffend als Aufwand/Ertrag gewinnmindernd/gewinnerhöhend verbucht, aufgrund der Prolongation aber nicht zahlungswirksam, folgerichtig somit keine belastende/entlastende Liquiditätsauswirkung (virtuell noch nicht realisierte Währungsverluste/-gewinne).

Zum Bilanzstichtag 31.12.2023 pendelte sich der Kurs auf 1,0705 ein. Für 2023 gehen wir von einem stabilen Wechselkurs aus und haben daher für 2024 zunächst mit 1,0885 geplant. Der SFR-Kurs hat sich in der 2. Jahreshälfte 2023 auf 1,0885 eingependelt, so dass zum jetzigen Zeitpunkt davon auszugehen ist, dass nur eine geringe Wertberichtigung für 2024 vorzunehmen sein wird.

Weiterhin sind die Ausleihungen an verbundenen Unternehmen in Dollar erfolgt. Aufgrund der anhaltenden Euro-Schwäche können wir keine Risiken für das aktuelle Geschäftsjahr erkennen.

b) Chancenbericht

Unsere Geschäftspolitik zeichnet sich dadurch aus, qualitativ hochwertige Produkte in Verbindung mit einem guten Service anzubieten. Die Entwicklung wird auch weiterhin in Richtung eines zunehmend breit gefächerten Angebotes gehen. Die Qualität und die Breite des Angebots in Verbindung mit einer verbesserten Kundennähe werden als Erfolgsfaktoren der zukünftigen Entwicklung wahrgenommen.

Weiterhin können sich Chancen aus dem Verkauf von weniger hochwertigen und damit preisgünstigeren Produkten ergeben. Bei einer höheren Akzeptanz zu unseren Kunden können gegebenenfalls weitere Marktanteile hinzugewonnen werden. Jedoch ist eine wesentliche Veränderung unserer Einkaufs- bzw. Sortimentspolitik damit nicht verbunden. Außerdem darf man auch nicht außer Acht lassen, dass der Internetverkauf stetig zunimmt, Kunden lassen sich sehr zeitintensiv und umfänglich beraten, kaufen letztlich jedoch zum Teil über das Internet. Dem können wir nur entgegentreten, in dem wir unsere Kundenbeziehungen weiter intensivieren und unsere Alleinstellungsmerkmale in der Materialvielfalt und Einzigartigkeit weiter forcieren. Darüber hinaus haben wir mit der eigenen Internetplattform für die Kunden ein verkaufsförderndes Tool entwickelt. Diese werden wir in den kommenden Jahren weiter entwickeln und unseren Kunden neue Erfahrungen anbieten, wie z.B. die Virtualisierung unserer Lagerflächen mit unseren Waren.

c) Gesamtaussage

Nach der Pandemie in den letzten Jahren, sorgen der unterschiedlichste Konflikt für weitere wirtschaftliche Herausforderungen sowohl in Europa als auch auf der ganzen Welt, vor allem aufgrund steigender Energiekosten und sich weiter zuspitzenden Lieferengpässen auf dem Transportmarkt.

Risiken der künftigen Entwicklung sehen wir vor allem in einem möglichen Anstieg der Einkaufspreise für unsere Natursteine. Diesen Risiken stehen wir aufgrund unserer Unternehmensgröße und den vorhandenen Vorräten gut gerüstet gegenüber. Weiterhin können sich Chancen aus der zeitgemäßen Fortentwicklung unseres Produktsortiments und der Kundenansprachen ergeben. Aufgrund des Vertrauens unserer langjährigen Kunden, Lieferanten und Finanzierungspartner sind wir überzeugt, gemeinsam den Turnaround zu schaffen.

5. Risikoberichterstattung über die Verwendung von Finanzinstrumenten

Unser Unternehmen setzt Finanzinstrumente im Wesentlichen im Bereich der Ausleihungen an verbundene Unternehmen, Forderungen, Verbindlichkeiten sowie Guthaben und Verbindlichkeiten bei Kreditinstituten ein.

Grundsätzlich besteht bei den Ausleihungen und Forderungen ein Ausfallrisiko. Diesem wird durch ein konsequentes Debitorenmanagement begegnet. Für die Bonitätsprüfungen werden Auskünfte von Creditreform und ähnlichen Instituten eingeholt. Weiterhin wird durch ein regelmäßiges Mahnwesen und internen Kreditlimits das Risiko geringgehalten. Der Abschluss einer Warenkreditversicherung im folgenden Jahr wird uns zusätzlich Sicherheit bieten. Derzeit bestehen keine Hinweise, dass die getroffenen Maßnahmen einschließlich der erfolgten Wertberichtigungen nicht ausreichend sind.

Hinsichtlich des Preisänderungsrisikos (Wechselkursrisiko) bei den Ausleihungen an verbundene Unternehmen sowie bei den Fremdwährungsverbindlichkeiten wird auf die Ausführungen unter 5. a) Finanzwirtschaftliche Risiken verwiesen.

Dem potenziellen Liquiditätsrisiko bei den Verbindlichkeiten wird durch ein straffes Zahlungsmanagement begegnet. Derzeit sind keine Risiken hieraus für uns erkennbar.

 

Holzwickede, den 22. Juli 2025

Gerhard Rossittis

Thomas Rossittis

Leon Rossittis

Bei dem vorstehenden Jahresabschluss handelt es sich um die nach § 327 HGB für Offenlegungszwecke verkürzte Fassung. Zu dem vollständigen Jahresabschluss und dem Lagebericht wurde der folgende Bestätigungsvermerk erteilt:

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Rossittis GmbH, Holzwickede

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Rossittis GmbH, Holzwickede, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Rossittis GmbH, Holzwickede, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 S. 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt „Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts“ unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit

Wie unter Punkt B. II. in diesem Bericht dargelegt, bestehen auf Grund der weiteren Verlusterzeilung Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur mittel- bzw. langfristigen Fortführung der Unternehmenstätigkeit und ggf. ein bestandsgefährdendes Risiko im Sinne des § 322. Abs. 2 Satz 3 HGB. Des Weiteren weisen wir auf nicht hinreichende Erkenntnisse über die Werthaltigkiet von Ausleihungen und Forderungen hin. Die Gesellschaft reagiert darauf mit Sanierungsmaßnahmen, so dass wir unser Prüfungsurteil bezüglich dieses Sachverhalts nicht modifizieren.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Düsseldorf, 22. Juli 2025

BTS Brune Timmer Schlüter GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Stephan Brune, Wirtschaftsprüfer

Der vorliegende Jahresabschluss der Rossittis GmbH zum 31.12.2023 wurde am 15. August 2025 festgestellt.

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